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11./12. Oktober 2013

Superheldinnen überzeugen 22 Teilnehmerinnen aus allen Teilen Niederösterreichs zwischen texten, recherchieren, diskutieren und Freundschaften schließen S. 1 - 16 Interview mit Landesfrauenvorsitzender NRin a. D. Gabriele Binder-Maier. S. 2

Schreiben kann gelernt werden - mit Übung und Tipps unseres TrainerInnenteams S. 10/11

Gesellschaftliches - was rund um das Seminar passiert S. 14

Kurzmeldungen aus den Bezirken mit einem Kommentar von Sonja Radovic S. 15

Wer wir sind - eine erste alphabetische Vorstellung. S. 3 - 10

Das „Gendern“ erhitzt die Gemüter - unsere Sprache erzeugt Bilder im Kopf S. 16


Im Interview mit LFV NRin a. D. Gabriele Binder-Maier:

„Stärken stärken, Schwächen schwächen“ von Claudia Pachta 22 Jahre Parlament, jetzt ein wehmütiger Abschied oder blickst du positiv in deinen Ruhestand? Binder-Maier: Einerseits wehmütig, weil es eine spannende ,interessante, arbeitsreiche Zeit war, die mein Leben maßgeblich bestimmt und auch erfüllt hat. Andererseits freue ich mich auf einen neuen Lebensabschnitt, mit neuen Herausforderungen und einer möglichen Langsamkeit meines Lebens. Was waren für Dich deine wichtigsten Erfolge? Binder-Maier: Im Parlament waren eindeutig das Pflegegeld, das Gewaltschutzpaket, das Namensrecht, die Ratifizierung der Kinderrechte bis hin zum Verbot des Einsatzes der giftigen Spritzmittel zum Schutz der Bienen , um einige Punkte zu nennen, Erfolge. Frauenpolitsch gesehen die Quotenregelung, die Zunahme von weiblichen Mandatarinnen bis hin zum Selbstverständnis der Frauenorganisationen oder in NÖ die erfolgreiche Umsetzung der Frauenakademie. Frischen Wind ins Parlament bringt Katharina Kucharowits, die gerade erst angelobt wurde. Welche Tipps würdest Du ihr und anderen jungen Frauen mit auf den Weg geben? Binder-Maier:Für die Durchsetzung von politschen

Vorhaben immer Verbündete suchen, einen eigenen persönlichen und politischen Arbeitsschwerpunkt suchen, besetzen und beharrlich weiter verfolgen und vor allem die eigene Arbeit gut medial und in den neuen Kommunkationsmitteln darstellen. Was sind für Dich die wichtigsten Ziele in der Frauenpolitik? Binder-Maier: Die Lebensrealitäten der Frauen so zu gestalten, dass jede Frau ihr Leben eigenständig, selbstbestimmt und selbstbwusst gestalten kann. In der Politik die gleichberechtigte und selbstverständliche Teilhabe der Frauen am politischen Leben, die sich auch in der ausgewogenen Mandatsverteilung zwischen Männern und Frauen widerspiegeln muss.

Landesfrauenvorsitzende NRin a. D. Gabriele Binder-Maier hat die NÖ Frauenakademie vor vier Jahren ins Leben gerufen

Was war für Dich der Grund oder die Person die Dich der Politik näher gebracht hat oder Auslöser dafür war, in die Politik zu gehen? Binder-Maier: Einerseits Erlebnisse aus meiner Kindheit, wo Ungerechtigkeit auf Grund des sozialen Herkunft noch spürbar war, die Debatte zum Schwangerschaftsabbruch in den siebziger Jahren und vor allem der Anspruch die Gesellschaft mitzugestalten und meinen persönlichen Beitrag zu leisten. Und dass das Leben der Menschen ein Stück gerechter

wird. Gefördert und begleitet wurde ich immer von Frauen . Abschließend möchte ich un Dir die Frage stellen die Du uns in der Vorstellungsrunde gefragt hast. Wenn Du viel Geld und Macht hättest, was würdest Du in Deinem Umfeld verändern? Binder-Maier: Wenn ich diese Kompetenzen hätte würde ich die Bundesländer zu sinnvollen Regionen zusammenlegen, bundeseinheitliche Gesetzesregelungen umsetzen (Kindergarten, Jugendschutz, 2

Bauordnungen etc) . Bildungspolitik radikal ändern – unter dem Motto Stärken stärken, Schwächen schwächen, ausreichende Unterstützung für Kinder mit Behinderung, gesicherte finanzielle Dotierung der Frauenhäuser und verpflichtende Quoten bei Mandatsbesetzungen innerhalb der SPÖ. Und mir würde noch Vieles einfallen. Ich bedanke mich für eure Fragen und wünsche den Teilnehmerinnen der Frauenakademie noch alles Gute.


Unsere Teilnehmerinnen Die politische Frauenakademie der SPÖ-NÖ ist zu einem begehrten Ausbildungslehrgang geworden. Das spiegelt sich vor allem in den vielen Bewerbungen wider, die jedes Jahr einlangen. Auch heuer mussten Frauen auf den nächsten Lehrgang vertröstet werden. Frauen sind eben kein bisschen Politik verdrossen!

dieses Jahres wurde ich zur Betriebsrätin gewählt. Die spannende neue Aufgabe, die sich dadurch ergebenden Fragestellungen und das Bedürfnis, aktiv die Zukunft mitzugestalten, brachten mich als Quereinsteigerin zur Politik. Vor allem in der Frauenpolitik sehe ich die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft und freute mich auf die Gelegenheit, über die Frauenakademie fundiertes Basiswissen zu erwerben.

Manuela Adelsberger Mitstelbach

Meine Freizeit verbringe ich vorrangig mit meinen zwei Töchtern. Ausflüge in die niederösterreichische Thermenlandschaft oder nach Wien sind für mich an den Wochenenden Fixpunkte. Sollte neben Beruf, politischem Engagement und Familie noch Zeit bleiben, betreibe ich Sport und reise sehr gerne.

Ich heiße Manuela Adelsberger, bin1983 geboren und wuchs im Bezirk Mistelbach auf. Nach der am BORG-Mistelbach absolvierten Matura, studierte ich „Internationale Betriebswirtschaft“ an der Universität Wien. Seit acht Jahren arbeite ich als Assistentin bei ExpressInterfracht, einer Tochtergesellschaft der ÖBB. Im April

kirchen. Da ich schon seit meiner Kindheit immer für meine Rechte kämpfen musste, setze ich mich als eine junge Frau mit Migrationshintergrund für mehr Gerechtigkeit für alle sozial benachteiligten Menschen ein. Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne mit vier und sechs Jahren. Seit 2011 arbeite ich im interkulturell pädagogischem Bereich. Zuvor in der Schule, jetzt im Landeskindergarten. Ich bin seit 2005 Gemeinderätin in der Marktgemeinde Wimpassing im Schwarzatale. Vertreten bin ich im Kultur-, Sozial-, Integration-, Schul-, und Medienausschuss. Da ich Frauenpolitik sehr schätze, bin ich natürlich auch seit vielen Jahren bei den Bezirksfrauen aktiv. Meine Freizeit verbringe ich sehr gerne mit meiner Familie in der Natur.

Derya Arslan Neunkirchen

Sabine Auer Amstetten

Ich heiße Derya Arslan und lebe seit meinem zehnten Lebensjahr im Bezirk Neun3

Ich bin Sabine Auer 44 Jahre jung und wohne in Ennsdorf. Seit Mai 1995 bin ich mit Reinhold verheiratet und wir haben zwei Kinder, Richard 18 und Katharina 16. Nach meiner abgeschlossenen Friseurlehre im Jahr 1987 absolvierte ich einen Buchhaltung– und Lohnverrechnungskurs.1989 – 1996 war ich bei einer Installationsfirma als Bürokauffrau tätig. 2000 absolvierte ich die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin und leitete 10 Jahre den Stundenkindergarten und die Spielgruppe ehrenamtlich. Neben dieser Tätigkeit war ich auch noch Ersatzhelferin und von Oktober 2002 bis Juni 2003 Stützkraft im Kindergarten. Von 2005 – 2007 war ich Reinigungskraft und seit September 2007 bin ich als Kinderbetreuerin im Kindergarten tätig. Meine Hobbys sind Schifahren, Radfahren und Facebook. Ich unterstütze die SPÖ Ortsgruppe Ennsdorf und durch meine Freundin Birgit Wallner kam ich 2012 zu den Bezirksfrauen. Die Teilnahme an der Frauenakademie bedeutet für mich dass ich mehr Hintergrundwissen bekomme, selbstbewusster und gestärkt in die Gemeinderatswahl 2015 gehen kann.


„Wir wollen mit der Frauenakademie der SPÖ NÖ Frauen top qualifizieren und ihnen so den Einstieg in die Politik erleichtern, ihnen die Möglichkeit geben, neue Perspektiven zu entwickeln. Dabei knüpfen die Frauen an ihre eigenen vielfältigen Erfahrungen und ihr bereits vorhandenes Wissen an.“ Landesfrauenvorsitzende NRin a. D. Gabriele Binder-Maier

Jutta Buchegger St. Pölten

Mein Name ist Jutta Buchegger, 56 Jahre alt und wohnhaft in St. Pölten. Ich komme aus einem sozialdemokratischen Elternhaus und bin bereits seit Jugend an politisch engagiert. Zuerst bei den Kinderfreunden und danach bei der Jungen Generation im Bezirk Lilienfeld. Meine politische Neigung kann ich seit 1977 mit meinem Beruf verknüpfen - als Landesbeamtin im Büro des damaligen Landeshauptmannstellvertreters Hans Czettel und seit 1984 im SPÖ-Klub NÖ. Ich habe einen bereits erwachsenen Sohn, auf den ich sehr stolz bin, und teile meine Wohnung mit einem Katzenpaar. Meine Hobbys sind Lesen, das Umbauen und Renovieren von Wohnungen, Reisen – und seit einigen Jahren die Mitarbeit in der SPÖ St. Pölten: als Kassierin in der Sektion 8, Kassier-Stellvertreterin in der Sektion 18 und Mitglied des

Frauenorganisation im Bezirk Baden tätig.

Bezirksvorstandes sowie Bezirksfrauenvorstandes. Einen Teil meiner Freizeit wird nun auch die Frauenakademie einnehmen: Ich freue mich, in einer Gruppe von so vielen tollen Frauen dabei sein zu dürfen und noch vieles zu lernen, was mir in der politischen Arbeit hilft.

Da ich meine politische Erfahrung noch ausbauen und noch sehr viel lernen möchte, darf ich dank der SPÖ und unserer Bezirksfrauenvorsitzenden, GGRin Elvira Schmidt, die Frauenakademie besuchen. Ich habe großen Gefallen an der Natur deshalb gehe ich gerne Walken, Radfahren und Spazieren. Es passt zwar umwelttechnisch nicht ganz, aber ich fahre leidenschaftlich gerne mit meiner Vespa. Diesen Jugendtraum habe ich mir vor drei Jahren erfüllt. Ich bin gerne in Kontakt mit Menschen, hilfsbereit und ein guter Zuhörer. Heuer habe ich eine Ausbildung zur klassischen Masseurin absolviert - sehr zur Freude meiner Familie und FreundInnen.

Ruth Eschenfelder Baden

Ich heiße Ruth Eschenfelder, bin 37 Jahre alt, ledig und ich komme aus Bad Vöslau im Bezirk Baden. Seit 20 Jahren arbeite ich am Wasserleitungsverband in der Gebührenverrechnung.

Sylvia Hess Scheibbs

Bei den SPÖ-Frauen Gainfarn bin ich seit circa 27 Jahren dabei. Seit einem Jahr als Vorsitzende und es macht noch immer riesen Spaß. Seit knapp einem Jahr bin ich aktives Mitglied der Stadtparteiorganisation. Ebenfalls bin ich seit einem Jahr in der

Mein Name ist Sylvia Hess, ich bin 36 Jahre alt und kom4

me aus Gaming im Bezirk Scheibbs. Ich bin alleinerziehende Mutter eines Sohnes und arbeite Vollzeit bei der Marktgemeinde Gaming. Zu meinen Hobbys gehört es, mit Freundinnen etwas zu unternehmen oder im Sommer auf verschiedenen Festen mitzuhelfen, da ich sehr gerne unter Menschen bin. Mein Motto lautet: „Wenn ihr mich braucht - bin ich da!“ Seit dem Jahr 1996 bin ich Mitglied der SPÖ und arbeite seit Beginn an in der Ortsorganisation aktiv mit. Seit einigen Jahren gehöre ich auch dem Vorstand der SPÖ-Bezirksfrauen Scheibbs an. Als Sozialombudsfrau in meiner Gemeinde bin ich Ansprechpartnerin in sozialen Angelegenheiten, denn Menschen in allen Lebenslagen zu helfen, ist mir stets ein großes Anliegen. Über meine Aufnahme zum vierten Lehrgang der SPÖ Frauenakademie habe ich mich sehr gefreut. Diese Top-Ausbildung der Frauenakademie möchte ich nutzen, um in der Zukunft meine politische Arbeit besser erfüllen und meine Meinung durch selbstbewusstes Auftreten verdeutlichen zu können.


Die Frauenakademie bietet ein erstklassiges und breitgefächertes Angebot, das den Frauen die Möglichkeit eröffnet, sich untereinander zu vernetzen und erfolgreich für das politische Leben zu wappnen.“ BMin Gabriele Heinisch-Hosek

Monika Hofmann Horn

Mein Name ist Monika Hofmann, ich bin 44 Jahre alt. Seit 2008 bin ich Mitlglied der Sozialdemokratischen Partei und bin Gemeinderätin in meiner Heimatgemeinde. Ich bin verheiratet, habe zwei Söhne und eine Tochter. Beruflicher Werdegang: Zahnarztassistentin, Ausbildung zur Kinderbetreuerin, Leitung des Kinderhauses Horn (seit 2002) seit 2010 bei den Bezirksfrauen der SPÖ Horn Schulische Ausbildung: Volksschule, Hauptschule und polytechnische Schule Horn Hobbies: schwimmen, leidenschaftlich Fußball, Bücher lesen und meine Familie. Seitdem ich der SPÖ beigetreten bin, schätze ich die Öffentlichkeitsarbeit sehr und nehme sie auch sehr ernst. Ich setze immer meine volle Konzentration auf diese Tätigkeiten und versuche sie mit

bestem Gewissen zu erfüllen. Ich versuche jeden Termin, der mir angeboten wird, wahrzunehmen und somit in der Öffentlichkeit immer präsent zu sein.

tisch aktiv. So bin auch ich vor drei Jahren aktiv geworden. Seit zwei Jahren bin ich Gemeinderätin, vertreten im Sozialausschuss und Wohnungsausschuss. Seit September bin ich auch Jugendgemeinderätin. Hier liegen auch meine Hauptinteressen. Ich möchte vor allem Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde vertreten. Damit mir das so gut wie möglich gelingt, besuche ich nun die Frauenakademie. Ich möchte mir Wissen und Kompetenz aneignen. Außerdem macht es mir Freude, andere Frauen kennenzulernen, die sich genauso wie ich aktiv mit dem Thema „Frauen in der Politik“ auseinandersetzen.

Mir ist es wichtig, dass meine Mitmenschen auch mitbekommen, dass ich für sie da bin und mich für sie einsetze und ihre Anliegen zu lösen probiere. In meiner Freizeit bin ich stets am Sportplatz Horn anzutreffen.

Dagmar Huber Scheibbs

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie in der Natur. Wandern, spielen mit den Kindern oder schwimmen gehen gehören zu meinen Hobbys.

Hallo! Ich bin Dagmar Huber, 34 Jahre und lebe in Purgstall/ Erlauf.

Valerie Kalnein Baden

Als Diplomierte Gesundheitsund Krankenschwester arbeite ich seit 1999 im Landesklinikum Scheibbs. Ich bin verheiratet und habe Zwillinge im Alter von sieben Jahren.

Ich heiße Valerie Kalnein und bin 20 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich in Bad Vöslau / Baden und studiere nun in Linz Rechtswissenschaften und Sozialwirtschaft. Politisch aktiv geworden bin ich mit 15 Jahren bei der Sozialistischen Jugend (SJ). Seit dem ist die politische Arbeit in meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Meine besondere Leidenschaft war schon immer die Frauenpolitik. Gerade in Österreich sind wir von echter Gleichstellung leider noch meilenweit entfernt. Frauen verdienen rund 25 Prozent weniger als Männer, noch immer sind es die Frauen die sich zum Großteil um Haushalt und Kinder kümmern und dadurch in die Teilzeitfalle kommen und nach wie vor ist in Österreich ca. jede fünfte Frau ein Mal in Ihrem Leben von häuslicher Gewalt betroffen. Die Liste der frauenpolitischen Probleme, die es zu lösen gilt, ist lang – und genau deshalb mache ich bei der Frauenakademie mit. Ich erwarte mir, nach Abschluss des Lehrganges gestärkt mit vielen neuen Fähigkeiten und viel neuem Wissen in die politische Arbeit zu gehen und noch stärker für die Anliegen der Frauen zu kämpfen.

Meine Familie, vor allem mein Vater und mein Onkel, waren schon immer gemeindepoli5


„Es ist uns wichtig, dass die Frauen in der Politik mitgestalten und ihre Sichtweisen und Positionen einbringen. Deshalb ist es das Ziel der SPÖ NÖ, die Politikerinnen noch besser zu qualifizieren, zu unterstützen, zu fördern.“ Landesparteivorsitzender Bgm. Matthias Stadler

Martina Klengl Neunkirchen

Mein Name ist Martina Klengl, ich bin 44 Jahre alt und ich wohne in Ternitz. Ich bin langjähriges Mitglied der SPÖ und seit 2010 im Gemeinderat, sowie Gesundheits- und Sozialausschussvorsitzende, Mitglied der Bezirksfrauen und Frauen Aktiv. Seit Jänner bin ich auch Bildungsgemeinderätin, da ich schon seit zwei Jahren auch Bezirksvorsitzende des Bildungs- und Heimatwerkes ist. Ich bin verheiratet und Mutter eines Sohnes. Als gelernte Einzelhandelskauffrau habe ich mich vor acht Jahren selbständig gemacht und handle mit Olivenöl- und Olivenölprodukten. Ich liebe den Umgang mit Menschen und engagiere mich neben Familie und Beruf deshalb in der Kommunalpolitik und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit.

Pressefotografin für die SPÖ im Bezirk Mödling. Weiters arbeite ich im Team der „SPÖ Frauen aktiv“, sowie bei den SPÖ Bezirksfrauen Mödling mit.

Von der Frauenakademie erwarte ich mir politische Bildung, da das für mich das wichtigste Instrument der Gesellschaft ist. Ich möchte das nötige Rüstzeug für die Frauenpolitik kennenlernen und mich mit anderen Funktionärinnen austauschen und vernetzen, damit ich für die Menschen in meiner Heimatgemeinde aktiv Politik machen kann.

Zurzeit bin ich glücklicher Single und lebe mit meinen zwei erwachsenen Töchtern unter einem Dach. Neben der anfallenden Hausarbeit und der Betreuung meiner fünf Thai-Siam Katzen, widme ich mich in der mir verbleibenden Freizeit meinen zwei großen Schlittenhunden. Mit den Hunden unternehme ich ausgedehnte Wanderungen und Spaziergänge durch den nahen Wienerwald.

Regine Köllner Mödling

Sowohl mein Geburtsort als auch mein Wohnort ist die Stadtgemeinde Mödling. Mein erlernter Beruf ist Einzelhandelskauffrau, den ich bis zur Geburt meiner ersten Tochter ausübte. Seit 17 Jahren arbeite ich hauptberuflich als Hausbetreuerin bei der Bau- und Wohngenossenschaft Mödling. Nebenbei fungiere ich als 6

Nach meiner HBLA-Matura arbeitete ich 14 Jahre als Buchhalterin für Olympic Airlines, die staatliche griechische Fluggesellschaft. Leider wurde der Flugbetrieb im Jahr 2010 eingestellt. Zurzeit arbeite ich als Angestellte bei der Fa. Plastoplan im Innendienst.

Claudia Musil Mistelbach

Seit 2003 hat mein Mann die Funktion des Ortsvorsitzenden der SPÖ-Bockfließ inne. Schon seit Kindheit an politisch interessiert, arbeite ich seit 2008 im Vorstand der SPÖ-Bockfließ mit. Seither bin ich Kassier-Stellvertreterin und Ortsfrauenvorsitzende Stellvertreterin. Letztes Jahr wurde ich von den Bezirksfrauen Mistelbach zur Frauenvorsitzenden Stellvertreterin gewählt. Somit wirke ich auch tatkräftig im Bezirksfrauen- und im Bezirksvorstand mit.

Mein Name ist Claudia Musil und ich bin 38 Jahre alt. Ich

Mein persönliches politisches Ziel ist es, dass mein Mann 2015 Bürgermeister von Bockfließ wird. Für dieses Vorhaben hat er meine ganze Unterstützung. Auch unseren Sohn haben wir schon „ganz rot“ eingefärbt. Nach seinem Berufswunsch gefragt, erklärte er uns, dass er Chef der SPÖ wird.

Zu meinen Hobbys zähle ich das Fotografieren sowie das künstlerische Gestalten der Fotos mit Fotobearbeitungsprogrammen.

Mein Name ist Regine Köllner. Als Teilnehmerin der Frauenakademie der SPÖ NÖ im vierten Lehrgang möchte ich mich kurz vorstellen.

wohne in Bockfließ, Bezirk Mistelbach. Seit 1998 bin ich verheiratet mit Thomas und seit 2001 Mutter eines Sohnes.


Die Geschichte der SPÖ ist auch die Geschichte starker und engagierter Frauen, die sich auf den unterschiedlichsten Ebenen in Politik und Gesellschaft eingebracht haben. Mehr Frauenpower in der Politik ist für eine zukunftsgerichtete Politik Voraussetzung und Garant. Die SPÖ NÖ Frauenakademie ist ein ideales Instrument dafür, interessierte Frauen in die Politik zu holen.“ LHStv. Mag.a Karin Renner

Claudia Pachta St. Pölten

Claudia Pachta, 37 Jahre Wohnhaft in St. Pölten, Ich arbeite beim Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen im Büro und in der Redaktion der Stadtlandzeitung. Politisch bin ich vorrangig in meiner Sektion in Ratzersdorf und in der Jungen Generation tätig. Seit kurzem bin ich auch bei den SPÖ Frauen aktiv. Für mich ist Gerechtigkeit, Fairness und Ehrlichkeit das Wichtigste überhaupt! Da Politik uns alle betrifft möchte ich mich für Frauen und Benachteiligte einsetzen und deren Interessen vertreten. Mein Lebensmotto: Wo ein Wille ist - gibt`s einen Weg! Wo kein Wille ist - gibt`s Ausreden! Für mich geht es definitiv nicht ohne Kaffee, PC und wahre Freunde. Meine rare Freizeit verbringe ich am liebsten draußen in der Natur, mit meinem Hund Gina, oder am Abend gemeinsam

Hobbys: Reisen, Städtebesichtigungen mit Freundinnen, Radfahren, Wandern.

mit meinen Freunden in der Innenstadt. Was ich mir von der Frauenakademie erwarte: Mit tollen interessanten und unterschiedlichen Frauen und verschiedenen Charakteren gemeinsam lernen, eigene Stärke und Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

Ich habe die Chance genutzt, mich bei der Frauenakademie der SPÖ NÖ zu bewerben um mir die Arbeit in der Politik zu erleichtern. Es gibt mir die Möglichkeit, neue Perspektiven zu entwickeln. Es ist wichtig, dass Frauen in der Politik mitgestalten und ihre Sichtweisen und Positionen einbringen. Aufbau von Netzwerken im privaten, politischen und beruflichen Bereich kann nur ein Vorteil sein. Ein weiterer Grund für die Ausbildung ist die Weiterbildung. Motto: „Wer rastet der rostet.“

Gabriela Paulhart Gänserndorf

„Politik ist eine zu wichtige Sache, als dass man sie den Männern alleine überlassen könnte!“ (Käte Strobel,1907-1996 dt. SPD-Politikerin)

Ich wurde 1966 geboren, wohne in Deutsch Wagram, (Bezirk Gänserndorf) und bin verheiratet. Seit 1984 bin ich bei den ÖBB tätig, derzeit im Bereich Güterverkehr. Mein politischer Werdegang: FSG Mitglied seit 1984, FSG Betriebsrätin, SPÖ Vorstandsmitglied seit 2006, Gemeinderätin seit 2009, Schriftführerin im Ortsparteivorstand, Mitglied des Bezirksparteivorstandes, Vorstandsmitglied bei den SPÖ Bezirksfrauen, Kinderfreunde und Verein Volkshaus Deutsch Wagram.

Petra Pinter Lilienfeld

lebe in Rainfeld an der Gölsen. Seit 22 Jahren bich ich mit Paul verheiratet. Wir haben einen Sohn mit 27 Jahren und eine Tochter mit 21 Jahren sowie zwei Enkelkinder. Lena ist drei Jahre und Tobias ein Jahr alt. Seit 32 Jahren arbeite ich in der voestalpine Giesserei Traisen Gmbh in der Buchhaltung und im Controlling und vertretungsweise als Assistentin der Geschäftsführung. Meine Hobbies sind: Mit meinem Mann Motorrad fahren und ihn auf die diversen Fussballplätze zu begleiten. Fitnessstudio und zweimal die Woche walken gehört zu meinem Trainingsprogramm. Ich verbringe auch sehr gerne Zeit mit meinen Enkelkindern. Mein politisches Interesse wurde mir schon von klein auf mitgegeben. Kinderfreunde, SJ, JG usw. Bei der SPÖ bin ich seit 1981. In Rainfeld war ich von 2000 bis 2008 Kinderfreundeobfrau. Seit Juni 2013 bin ich Gemeinderätin und im Kindergarten-, Schul-, Sport- und Kulturausschuss vertreten. Einen kleinen Spruch, der mir persönlich sehr gut gefällt, möchte ich mit euch teilen:

Mein Name ist Petra Pinter, bin am 19.6.1966 geboren, und 7

Es gibt kein zufälliges Treffen. Jeder Mensch in unserem Leben ist entweder ein Test, eine Strafe oder ein Geschenk.


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„Es ist faszinierend, welch großartige Persönlichkeiten es in der Frauenakademie gibt. Ich freue mich immer wieder aufs Neue auf die Zusammenarbeit!“ LFGf Annemarie Mitterlehner

Anna Plantak

Wr. Neustadt

kratie schlug. Geprägt durch den familiären Hintergrund einer Arbeiterfamilie fand ich in der SPÖ meine politische Heimat.

Geschichte näherbringen und viele meiner Fragen beantworten. Nach meinem Umzug nach Ebenthal und meiner Hochzeit 1999 kam ich im Jahr 2000 erstmals in den Gemeinderat. Seit 2010 bin ich geschäftsführende Gemeinderätin. Wir sind eine Minderheitsfraktion und die Umsetzung von Projekten ist nur schwer möglich. Sehr wichtig ist mir die Veränderung/Verbesserung des Bildungssystems.

Seit 1999 bin ich in der Ortsgruppe Sollenau tätig, seit März 2005 Gemeinderätin. Seit März 2013 bin ich stellvertretende Ortsvorsitzende. Mein Name ist Anna Slavica Plantak, ich bin 47 Jahre alt, ledig und habe zwei Töchter (12, 10). Beruflich bin ich bereits seit 25 Jahren als Beamtin der Stadt Wien tätig. Ich habe lange Jahre als Leiterin in der Einbürgerung gearbeitet, war dort auch mit den Bereichen Integration und Diversität betraut und habe 2009 in den Fachbereich Sozialhilfe als Teamleiterin für den 19./20. Bezirk gewechselt. In meiner Freizeit lese und verreise ich gerne, arbeite in meinem Garten und widme mich meiner Familie und meinen drei Hunden. Bereits als Jugendliche habe ich mich für Politik, Geschichte und Sozialkunde sehr interessiert. Das Studium der Rechtswissenschaften vertiefte dies noch und bot mir einen größeren politischen Weitblick. Es war von Anfang an klar, dass mein Herz für die Sozialdemo-

Sonja Radovic Gänserndorf

Mein Beruf ist Kindergartenpädagogin beim Land Niederösterreich. Meine beiden Söhne sind neun und 13 Jahre alt und beide zeigen politisches Interesse. Zu meinen Freizeitbeschäftigung gehört lesen, kochen, mich mit FreundInnen treffen und tanzen – mein Lieblingshobby ist Ski fahren.

Schon an meinem Geburtstag hatte die SPÖ „ein Wörtchen“ mit zu reden - es ist der erste Mai 1975.

Monika Scharinger Schwechat

Bevor ich 1996 Parteimitglied wurde, war ich bereits aktiv bei den Kinderfreunden und der Sozialistischen Jugend. Durch mein Interesse an Politik im allgemeinen, vor allem aber an sozialdemokratischer Politik, standen politische Diskussionen bei mir zu Hause an der Tagesordnung. Mein Vater ist ebenfalls Sozialdemokrat, er konnte mir vieles aus der

Mein Name ist Monia Scharinger und ich bin 50 Jahre alt. Ich bin Schwechaterin und lebe seit 1990 in Rannersdorf. Ich absolvierte eine Lehre als Einzelhandels-Kauffrau und war in verschiedenen Branchen tätig. Später absolvierte ich eine Umschulung zur Bürokauffrau. 1988 kam mein Sohn zur Welt. Nun da er erwachsen ist, suchte ich mir neue Herausforderungen die mein Leben bereichert. Da ich gerne mit und um Menschen bin, fand ich meine Aufgabe in der SPÖ Schwechat, Sektion II. Mittlerweile bin ich Stellvertretende Vorsitzende der Sektion, Schriftführerin bei den SPÖ Frauen und stellvertretende Bezirksvorsitzende bei der Volkshilfe Schwechat. Meine Ziele sind ganz klar definiert: Ich bin für Menschen und Ihre Anliegen gerne da und wenn es mir möglich ist, werden diese auch gelöst. Seit 18. März 2013 bin ich Gemeinderätin und werde alles daran setzen, dass unsere MitbürgerInnen sich wohlfühlen. Meine Hobbys sind Schwimmen (das Wasser ist mein Element) und Schifahren. Ich bin auch Mitglied in einem Oldtimer Club, dessen Ausflüge mir sehr viel Spaß bereiten.

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„‚Tue Gutes und rede darüber‘ ist in der heutigen Medienwelt wichtiger als je zuvor. Für einen guten Pressetext braucht man aber auch das richtige Handwerkszeug. Hier helfe ich mit.“ Christian Trinkl, Bezirksblätter

Brigitta Scherzenlehner Amstetten

Mein Name ist Brigitta Scherzenlehner, ich bin 53 Jahre alt und wohne in Amstetten. Ich habe eine Tochter (25) und einen Sohn (23) und lebe seit vier Jahren getrennt. Von Beruf bin ich Friseurin. In diesem Bereich habe ich 17 Jahre gearbeitet. Danach war ich 15 Jahre als Hausfrau und Mutter bei meinen Kindern zuhause. 2004 startete ich beruflich bei der Volkshilfe Amstetten einen Neubeginnzuerst als Büroassistenz und später als Bezirksleiterin in der mobilen Hauskrankenpflege. Dieses Jahr wechselte ich in die Firma Transjob und bin dort im Büro beschäftigt. In meiner Freizeit tanze und wellnesse ich gerne, gehe Bergwandern und bin viel im hauseigenen Garten. Vor 20 Jahren wurde der Grundstein meines politischen Interesses gelegt. Das Mitwirken bei den

Amstettner SPÖ Bezirks– und Stadtfrauen seit 15 Jahren hat diese Gesinnung vertieft. Für mich bedeutet die Teilnahme an der Frauenakademie eine Weiterentwicklung auf persönlicher und politischer Ebene. Durch mehr Wissen wird auch mehr Sicherheit in den Argumentationen und im Auftreten vermittelt.

Gabriela Vavra St. Pölten

beschäftigt. Seit Juli 1985 bin ich verheiratet und habe eine sechsundzwanzigjährige Tochter namens Bianca.

Kindergärtnerin in einem Privatkindergarten tätig. Ich habe zwei Kinder im Alter von 19 und 22 Jahren.

Politisch tätig bin ich seit vielen Jahren in der SPÖ St. Pölten, Sektion 18. Seit heurigem Juli habe ich in dieser Sektion die Funktion der geschäftsführenden Vorsitzenden über. Mit großem Elan und viel Freude arbeite ich auch bei den SPÖ Bezirksfrauen St. Pölten mit. Seit Oktober besuche ich die SPÖ NÖ Frauenakademie mit dem Ziel, meine Kenntnisse durch diese Ausbildung zu erweitern und meine Persönlichkeit zu stärken. Ebenso wichtig ist es mir, Netzwerke unter Frauen zu bilden.

Als gebürtige St. Pöltnerin und von meinen Elternhaus geprägt, bin ich mit der Sozialdemokratie aufgewachsen. 1991 bin ich nach Prinzersdorf gezogen und seit 2005 bin ich als Gemeinderätin tätig. Ich bin in folgenden Ausschüssen vertreten: Umwelt und Energie, Finanzen, Volkschule und Musikschule, Arbeitskreis Gesunde Gemeinde.

Ausgleich und Entspannung finde ich in meinem Garten und beim Lesen. Ein großes Hobby von mir ist Reisen.

Mein Name ist Gabriele Vavra. Ich wurde am 23.6.1963 in St. Pölten geboren.

Petra Wagner St. Pölten

Nach der Volksschule besuchte ich das Bunderealgymnasium in St. Pölten und wechselte nach vier Jahren in die Bundeshandelsakademie. Nach Ablegung der Matura und einem kurzen Gastspiel an der Wirtschaftsuniversität Wien bin ich seit 1984 bei der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse in der Abteilung Ambulatorien-, Baumanagement und Controlling

Unsere Partei ist im Ort sehr aktiv. Zahlreiche Veranstaltungen wie Gschnas, Kindermaskenball, Osternestsuchen, Muttertags Feiern, Spielplatzfest, Männerkochen und viele Sportveranstaltungen werden von der Ortsgruppe organisiert. Zu Meinen Hobbys zählen Aquarellmalerei, Schmuck designen, Reisen mit dem Wohnmobil, Lesen und Organisieren von Veranstaltungen. Ich liebe Schokolade und versuche immer für alle da zu sein.

Ich bin 47, ausgebildete Werklehrerin und war als 11

Meine Motivation für die Frauenakademie: Ich möchte meine politische Arbeit künftig noch besser ausüben können und mich optimal auf die nächsten Gemeinderatswahlen vorbereiten.


Jaqueline Wehofer Gänserndorf

Mein Name ist Jacqueline Wehofer. Ich bin 23 Jahre alt und wohne in Deutsch-Wagram im Bezirk Gänserndorf. Seit fünf Jahren arbeite ich an der Universität für Bodenkultur in Wien in der Studienabteilung. Seit 2006 bin ich politisch aktiv. Zuerst in der Sozialistischen Jugend und seit 2009 im Parteivorstand. Seit Anfang 2013 bin ich auch ParteivorsitzendeStellvertreterin. In meiner Freizeit bin ich in vielen Vereinen tätig, unter anderem im Blasorchester als Marketenderin und in der Museumsgesellschaft als Schriftführerin. Außerdem bin ich sehr geschichtlich und kulturell interessiert. Ich besuche viele Museen und Theater- oder Musicalveranstaltungen. Mich politisch zu engagieren ist jedoch eine meiner zeitaufwendigsten Freizeitbeschäftigungen. Mir macht es Spaß Veranstaltungen zu organisieren und über Politik zu diskutieren. Mit der Frauenakademie beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich. Ich möchte neue Erfahrungen sammeln und selbstsicherer werden. Außerdem hoffe ich durch die Frauenakademie mein politisches Netzwerk erweitern zu können. Ich sehe die Teilnahme als große Bereicherung für meine weitere politische Tätigkeit an.

Schreiben will gelernt sein von Claudia Pachta „SPÖ Rohdiamanten werden geschliffen!“ lautet das ehrgeizige Motto der diesjährigen Frauenakademie. Der vierte Jahrgang der politischen Ausbildung beginnt für die Teilnehmerinnen aufregend, spannend und sehr arbeitsintensiv. 22 Frauen aus allen Bezirken Niederösterreichs starteten am 11. Oktober mit dem ersten Modul „Medienarbeit“ in den vierten Lehrgang der SPÖ NÖ Frauenakademie in St.Pölten.

Viele Bewerberinnen „Das große Interesse an der SPÖ NÖ Frauenakademie zeigt, dass es sich dabei um ein Erfolgsmodell handelt. Wir wollen weitere Schritte bei der Chancengleichheit von Frauen und Männern setzen.Es ist uns wichtig, dass die Frauen in der Politik mitgestalten und ihre Sichtweisen und Positionen einbringen. Deshalb ist es das Ziel der SPÖ NÖ, die Politikerinnen noch besser zu qualifizieren, zu unterstützen, zu fördern“, erklärt der SPÖ NÖ Landesparteivorsitzende Mag. Matthias Stadler, der gemeinsam mit der Landesfrauenvorsitzenden der SPÖ NÖ, Nationalrätin a. D. Gabriele Binder-Maier, dem Landesgeschäftsführer der SPÖ NÖ, Robert Laimer und der Landesfrauengeschäftsführerin der SPÖ NÖ, Annemarie Mitterlehner, die vierte Runde

Gespannte Aufmerksamkeit und auch ein bisschen Skepsis. So vieles gilt es zu beachten für einen guten Pressetext

der Akademie eröffnete.

Politische Bildung ist „in“ Zahlreiche Bewerbungen politisch engagierter Frauen erreichten Annemarie Mitterlehner, denn die Nachfrage und die Begeisterung der Frauen, sich politisch und persönlich weiter zu bilden und weiter zu 12

entwickeln, ist ungebrochen. Sowohl bereits in der Politik aktive Frauen als auch Politik„Neulinge“ finden sich in dem kleinen Kreis ausgewählter Teilnehmerinnen.

Frau.Macht.Politik. „Wir wollen mit der Frauenakademie der SPÖ NÖ Frauen top


„Bescheidenheit ist eine Tugend, aber sie ist nicht immer angebracht. Ein gut formulierter Pressetext wird Politikerinnen helfen, auf ihre Leistungen aufmerksam zu machen.“ Mag.a Gabriele Strahberger

qualifizieren und ihnen so den Einstieg in die Politik erleichtern. Ihnen die Möglichkeit geben, neue Perspektiven zu entwickeln“, erklärt Gabriele Binder-Maier zu Beginn der vierten Frauenakademie.

Ausbildung dauert bis Juni nächsten Jahres Bis Juni 2014 werden die Teilnehmerinnen in insgesamt acht umfassenden Modulen ihr politisches Rüstzeug und „Know-how“ erhalten. Die themenübergreifenden Module setzen sich auseinander mit Themen wie Medienarbeit, Frauen machen Geschichte, Gleichberechtigt/Gleichbehandelt, Stimm-und Sprachtraining, Vorhang auf für Frauen in der Politik, Strategien und Statuten, und Frauensprache/Männersprache, letzteres mit einer abschließenden Projektarbeit. Frauen wollen verstärkt in politische Funktionen und somit Mitspracherecht in dieser „männerlastigen“ Domäne Politik haben.

Übung macht die Meisterin „Forderungen und Rechte ‚pressegerecht‘ zu verfassen, einem Redakteur die eigene Sichtweise schmackhaft zu

machen, ist ein Handwerk, kein Talent!“, sagt Gabriele Strahberger, Pressereferentin der SPÖ Niederösterreich und Trainerin des ersten Moduls der Akademie.

soll in aller Munde sein und somit in die Öffentlichkeit getragen werden. Hier ist die Pressearbeit ein wichtiges und nützliches Werkzeug, das es zu erlernen gilt.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Klare Standpunkte Um auf Missstände, Diskriminierung und Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, braucht es eine richtige und effiziente Darstellung in den Medien. Politik ohne Medienarbeit ist nicht möglich. Noch dazu haben die Pressearbeit und das Publizieren von politischen „Statements“ unter den veränderten Bedingungen einer modernen Mediengesellschaft zunehmend in der Öffentlichkeitsarbeit an Bedeutung gewonnen.

In den ersten zwei Tagen beschäftigen sich die Teilnehmerinnen mit Fragen wie: Was schreibe ich? Für wen schreibe ich? Wie verfasse ich einen Artikel möglichst interessant? Welches Foto? Von der stilistischen Textgestaltung bis hin zum Versenden einer fertigen, überzeugenden und lesbar gestalteten Presseausendung, wird in vielen praktischen Beispielen und Übungen der Umgang mit den Medien trainiert. Frei nach dem Motto „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, wird fleißig geschrieben, getextet und formatiert.

Zeitung und Pressetext als „Hausaufgabe“ Die umfangreichen Inhalte des ersten Moduls begleiten die Teilnehmerinnen bis zum Abschluss, da am Ende eines jeden Programms immer ein Presseartikel verfasst werden soll. Die Begeisterung zu schreiben, formulieren und zu gestalten ist spürbar, und mit Spannung wird erwartet welche Artikel in welchem Medium erscheinen.

Überzeugen mit Stil Selbst die Pausen werden genutzt, um zu erörtern wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) für Frauen in einer politischen Bewegung ist. Denn Politik geht alle an und prägt alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, 13

Tipp: Hilfreich können auf längere Sicht Wörterbücher sein. Die meisten Menschen nutzen im Alltag einen mehr oder weniger begrenzten Wortschatz – den so genannten aktiven Wortschatz. Über die Begriffe hinaus, die wir automatisch täglich nutzen, kennen wir aber viel mehr Wörter – das ist der passive Wortschatz. Leider fallen uns Wörter nicht immer dann ein, wenn wir sie brauchen. Und genau dafür sind Wörterbücher eine feine Sache. Die Anschaffung folgender Werke ist zu empfehlen: • Ein Wörterbuch - als Nachschlagewerk oder auch zum Stöbern zwischendurch. Täglich zehn Minuten darin blättern und damit denWortschatz stetig erweitern. • Ein Synonymlexikon - das ist für den alltäglichen Gebrauch sehr nützlich. Texte können so reicher und bunter gestalten werden.


Gesellschaftliches aus dem Seminar von Regine Köllner Das Hotel

Am Ende eines langen Seminartags fanden sich die 22 Teilnehmerinnen im neu renovierten Cityhotel in St. Pölten ein. Das mitten im Herzen der barocken Altstadt gelegene Hotel beeindruckte die Frauen sichtlich. Die hohen Räume des modern ausgestatteten, freundlich und offen gehaltenen Foyers gefällt durch die geschmackvolle Mischung von altem und neuen Design. Begleitet wurden die Teilnehmerinnen von Landesfrauengeschäftsführerin Annemarie Mitterlehner, die auch für den reibungslosen Ablauf der Seminare verantwortlich zeichnet.

gemeinschaftlichen Abendessen zusammen. LFGf Annemarie Mitterlehner, Pressereferentin der SPÖ NÖ Gabriele Strahberger und Christian Trinkl – Journalist der Bezirksblätter - begleiteten die Frauen auf die kulinarische Reise. Nach einer vorzüglichen Vorspeise gab es zwei delikate Hauptspeisen zur Auswahl. Abgerundet wurde das Abendessen mit einer köstlichen Nachspeise. Während des Essens wurde viel über die ausgesprochen geschmackvoll eingerichteten geräumigen Hotelzimmer gesprochen. Besondere Begeisterung erregten dabei die exquisiten Badezimmer.

Ruth Eschenfelder, Sabine Auer und Monika Scharinger an der Hotelbar

den Abend gemeinsam in Verfügung und beantworteder Lounge der geräumigen te die Fragen der politisch Hotelhalle ausklingen. Hier interessierten Frauen. Gehatten nun die Frauen, als Teil meinsam ließen die Frauen des abendlichen Rahmenpro- diesen ersten sehr lehrreichen, gramms, die Möglichkeit, sich und spannenden Tag in der in gemütlicher Atmosphäre Akademie Revue passieren besser kennen zu lernen und und plauderten über ihre gesich auch über ganz Privates sammelten Eindrücke und die auszutauschen. Darüber hinaus bevorstehenden Seminare auf wurde natürlich auch über die alle Teilnehmerinnen schon frauenpolitische Themen heftig sehr gespannt sind. Ein sehr diskutiert. Equal Pay Day und ereignisreicher Seminartag Einkommen, Chancengleich- fand mit einem Cocktail einen heit und Rollenbilder von Frau- entspannten Abschluß. en und Männern waren dabei Thema. Landesfrauengeschäftsführerin Annemarie Mitterlehner und Gaby Strahberger standen auch im Sylivia Hess, Anna Plantak, Annemarie MitterRahmen dieser lehner, Petra Pinter, Petra Wagner und Gaby Strahberger beim gemütlichen Ausklang Gespräche zur

Die Gesundheit

Das Hotelfoyer begeistert durch das tolle Design

Das Abendessen

In dem neu renovierten Speisesaal des Hotels, der ganz in weiß erstrahlte, fanden sich die Politikerinnen zu einem

Glücklicherweise konnten die gesundheitlichen Beschwerden einer Teilnehmerin gleich vor Ort durch Ruth Eschenfelder zumindest gelindert werden. Als sie von den - auch durch den langen Tag verursachten Schulterbeschwerden - ihrer Kollegin erfuhr, bot Ruth sofort eine Massage an - Ruth Eschenfelder ist ausgebildete klassische Masseurin.

Die Gesprächsthemen

Im Anschluss an das phänomenale Abendessen ließ man 14


Kurzmeldungen aus den Bezirken

KOMMENTAR

Sonja Radovic, GGR Ebenthal

von Sonja Radovic

Reden wir über Geld Der Equal Pay Day macht klar: Frauen verdienen noch immer deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Seit dem 8. Oktober arbeiten Frauen in Österreich bis zum Jahresende quasi „umsonst“. Leider wird die Lohnschere nur langsam kleiner. Frauen die Vollzeit arbeiten verdienen durchschnittlich ein Viertel weniger gegenüber ihren männlichen Kollegen. Genauer gesagt arbeiten Frauen nach diesen Berechnungen zwei Stunden am Tag oder insgesamt 85 Tage umsonst.

Viele Maßnahmen sind notwendig

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat schon viele Maßnahmen gesetzt, die zur Verbesserung der Lebenssituation der Frauen beitragen: Der rasche Ausbau von Ganztagsbetreuungsplätzen und ein leichterer Umstieg von Teilzeit auf Vollzeitarbeit. „Gezielte Frauenförderung, Frauenquoten und mehr Frauen in Führungspositionen sind ebenfalls wesentliche Schritte

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek beim Informieren der Frauen zum Equal Pay Day.

die Lohnschere zu verringern“, betont Heinisch-Hosek. Weiters müssen Betriebe in Stelleninseraten angeben, wie hoch der jeweilige kollektiv vertragliche Mindestlohn ist und verpflichtende Einkommensberichte vorlegen.

Mauthausen erleben Das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen war Ziel eines Tagesausfluges der Bezirksfrauen Gänserndorf mit Vorsitzender Ute Rotter und den Sozialdemokratischen Freiheitskämpfern. Der Schwerpunkt der Führung lag bei „Die Aufgaben und Rolle der Frauen“ während des Nationalsozialismus im Konzentrationslager und veran-

schaulichte sehr deutlich den grausamen Alltag. So war für weibliche Häftlinge Mauthausen bis zur Einrichtung eines Frauenlagers Hinrichtungsstätte oder Zwischenstation in ein anderes Konzentrationslager.

Jedes Jahr wird Mauthausen von Tausenden Menschen besucht. Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs ist ganz besonders in der heutigen Zeit sehr wichtig.

Das Lebensmotto der Gänserndorfer SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzenden Ute Rotter: „Ich selber muss positiv denken, dann beginnt sich meine Umgebung positiv zu verändern“. 15

Warum bin ich bei der SPÖ-Frauenakademie? In den vergangenen Jahren habe ich schon einige Seminare mit dem Ziel persönlicher und politischer Weiterbildung besucht. Durch die Teilnahme an der SPÖ-Frauenakademie erhoffe ich mir vor allem mehr Selbstsicherheit bei politischen Diskussionen. Daher ist mir Rhetorik, Stimm– und Sprachtraining besonders wichtig. Nicht ausser Acht zu lassen ist die Weiterbildung in den verschiedensten Themenbereichen, die bei den insgesamt acht Modulen bestimmt nicht zu kurz kommen wird. Denn „Wissen ist Macht“ und in diesem Zusammenhang bin ich gern „mächtig“! Bildung ist ein weiterer, sehr wichtiger Punkt in meiner politischen Arbeit. Da ich vor den Gemeinderatswahlen 2015 den Ortsparteivorsitz in Ebenthal übernehmen werde, erwarte ich mir Anregungen und Hilfestellungen in diesem Bereich. Ich würde gerne neue Wege einschlagen und erhoffe mir dadurch, die Zusammenarbeit in der Ortspartei interessanter und damit auch attraktiver für neue ParteimitarbeiterInnen zu machen. Last but not least freue ich mich, viele Freundinnen kennen zu lernen. Durch intensive Gespräche erfahre ich sehr viel über die politische Arbeit meiner Kolleginnen und kann hoffentlich einiges für mein politisches Handeln verwenden.


Heiße Debatte: Sprache „Gendern“ ? von Valerie Kalnein Die SPÖ-NÖ Frauenakademie-Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit Frauenpolitik in der Sprache. Ein polarisierendes Thema beschäftigte am Wochenende die SPÖ-Frauen Niederösterreich. Geschlechtergerechte Sprache - wirksames Mittel für mehr Gleichstellung oder unnötiges Lesehindernis?

Bewusste Sprache im Alltag „Sprache macht Bilder im Kopf. Wenn man von Chefs oder Chefinnen spricht oder von Kindergärtnerinnen oder Kindergärtnern, schafft das bestimmte Vorstellungen in den Köpfen der Menschen. Bewusste Sprache hat also zum Ziel, auf Geschlechterklischees aufmerksam zu machen und sie zu durchbrechen“, sind sich mehrere Teilnehmerinnen einig. Zur Veranschaulichung wird ein Beispiel genannt: „Der Vorstand einer großen Firma braucht einen neuen Vorsitz. Es wird nur über ‚den neuen Vorsitzenden‘ gesprochen. Bei dieser Formulierung denken die meisten Personen an ei-

nen Mann.“, erklärt Valerie Kalnein, eine Funktionärin der Sozialistischen Jugend.

Tatsächlich ist die Diskussion eine alte – aber noch immer brandaktuell. Durch das sogenannte „GenderMainstreaming“, den Versuch bei allen gesellschaftlichen Entscheidungen Männer und Frauen zu berücksichtigen, wurde die geschlechtersensible Sprache in einigen Bereichen schon umgesetzt. So ist es z.B. in wissenschaftlichen Arbeiten oder in der Lehre auf Universitäten Pflicht, geschlechtergerecht zu formulieren.

LFV NRin Gabriele Binder-Maier, SJ-Funktionärin Valerie Kalnein und LPV Bgm. Matthias Stadler

jedem Artikel auf geschlechterbewusste Sprache achten, wären die Zeitungsinhalte kürzer und die Zeit würde uns davonlaufen. Abgesehen davon ist meiner persönlichen Meinung nach geschlechtersensible Sprache nicht die Lösung des Problems.“ Fakt ist, dass nicht einmal Tageszeitungen wie der „Standard“ gendergerecht formulieren – trotz Frau an der Redaktionsspitze.

Die Weigerung der Medien Dem gegenüber stehen sich sträubende Medien, die nur in sehr seltenen Ausnahmen „gendern“.“Grund ist das mangelnde Platzproblem“, rechtfertigt sich Medienvertreter Christian Trinkl. „Wir stehen ständig unter immensem Zeitund Platzdruck. Müssten wir bei

Einen Lösungsansatz glaubt Landesfrauensekretärin Annemarie Mitterlehner gefunden zu haben: „Geschlechtslose 16

Formulierungen verhindern rein männliche Bilder im Kopf und lösen das Platzproblem. Beispielsweise werden aus TeilnehmerInnen die Teilnehmenden, aus LehrerInnen Lehrende oder aus SchülerInnen Jugendliche.“ „Dass Änderungen in der Sprache nicht die Lösung aller frauenpolitischen Probleme sind, sind sich wohl alle PolitikerInnen einig. Es kann jedoch ein Schritt in die richtige Richtung sein“, ist Medienexpertin Gabriele Strahberger überzeugt.

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