Page 1

AUSGABE · 09.2012

Liebe Leser, Kunden und Vertreter von Medien, vor ihnen liegt ein neues Produkt: der RunAir Runner. Dieser Newsletter soll ihnen einen Einblick in die geschäftlichen Leistungen der RunAir-Gruppenmitglieder sowie einen Überblick über die Produktangebote der beteiligten Unternehmen ermöglichen. Ausgewählte Fallbeispiele und die dabei genutzte Informationstechnologie zur Datensicherung sollen das anschaulich illustrieren. Anbieter von Luftfracht-Ersatzverkehren auf deutschen Straßen gibt es zuhauf. Aber ein Alleinstellungsmerkmal bietet nur die RunAir-Gruppe dem Markt. Dieser USP besteht aus der einmaligen Kombination von a) Luftfracht-Nahverkehrstransporten, also regionalen Abhol- und Zustelldiensten, sowie b) der Beförderung von Cargosendungen im Rahmen von überregionalen Liniennetzwerken. Ergänzt wird das Portfolio um die Bodenabfertigung der Frachtstücke. Alles aus einer Hand, lautet die Devise der acht beteiligten Unternehmen. Ob Fahrten von Hannover nach Frankfurt oder Lkw-Verkehre von Berlin nach München – die RunAir-Partner vernetzen – vorwiegend im Nachtsprung – die wichtigsten deutschen Airports. Zudem liefern sie Sendungen auch nach Amsterdam, Luxemburg und zu anderen Flughäfen im benachbarten Ausland. Alle acht Mitgliedsunternehmen besitzen den Status des Reglementierten Beauftragten, weshalb sie verlässlicher Garant von Sicherheitsleistungen sind. Dieser sensible Aspekt bildet – aus aktuellem Anlass – den thematischen Schwerpunkt in dieser Erstausgabe.

K&M bietet Luftfracht-Sicherheit von A-Z Schulen, trainieren, coachen oder röntgen. Und das alles aus einer Hand. Diese und weitere Dienstleistungen rund um die Luftfracht-Sicherheit bietet die Nürnberger K&M Transporte ihren Kunden. Doch nicht als Einzelunternehmen, sondern in Partnerschaft mit der AirPart GmbH, dem Bodendienstleister des Nürnberger Flughafens (100%). „Sie bringen ihre Expertise ein, wir unsere“, beschreibt K&M-Geschäftsführer Klaus Rotter die Basis der Zusammenarbeit. „Wir kooperieren mit K&M schon seit vielen Jahren sehr verlässlich auf verschiedenen Feldern. Da bot es sich an, die eingespielte Partnerschaft auch auf den sensiblen Bereich der Luftfrachtsicherheit auszudehnen“, begründet Peter Pyka, der Chef von AirPart, das geschäftliche Zusammenrücken. Technischer Fixpunkt und zugleich Kernstück der Kooperation ist ein Röntgengerät, das Sendungen bis zu einer Größe von 178 x 178 cm als Gesamteinheit durchleuchten kann. Die Anlage steht zusammen mit einem hochmodernen Sprengstoff-

detektionsgerät in der Frachthalle von AirPart, die sich im Sicherheitsbereich des Airports befindet. Mit Blick auf den 25. März 2013 gibt es aber bereits einen Plan B, kündigt Pyka an. Dieser sieht vor, bei wachsendem Bedarf ein Nachbargebäude als Sicherheits-Dienstleistungszentrum zu nutzen. Neben dem bereits vorhandenen Röntgengerät sollen dort dann weitere X-Ray-Anlagen aufgestellt werden. Hintergrund dieser Überlegungen: Ab dem 25.3.2013 gelten alle Sendungen als unsicher, die nicht von einem amtlich lizensierten bekannten Versender stammen. Und das werden viele sein, da die große Mehrzahl der deutschen Exporteure die Registrierung beim zuständigen Luftfahrt-Bundesamt offenbar aus Kosten- oder bürokratischen Gründen scheut. Folglich wird die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen deutlich steigen. Gut für Anbieter, die dies frühzeitig erkannt und sich technisch sowie personell auf den Tag X gezielt vorbereitet haben. >>

Der RunAir Runner wird künftig in regelmäßigen Zeitabständen erscheinen, speziell anlässlich wichtiger Termine wie etwa der Messe „Transport Logistik“ in München sowie anderer für die Luftfrachtindustrie bedeutsamer Veranstaltungen. Er ist online verfügbar www.runair.net oder als Druckausgabe über die Mitgliedsunternehmen erhältlich. Wir wünschen viel Lesevergnügen und würden uns über Reaktionen aus der Industrie freuen.

Ihre Detlef Warburg, Sven Zelmer Geschäftsführer der RunAir GmbH

Foto: Shutterstock

Freundliche Grüße,


2

AUSGABE · 09.2012

Foto: THS-Hamburg

Betrieben wird das Gerät von Fachpersonal der Wiesbadener Security Training International GmbH – STI, mit der neben K&M auch andere Mitglieder des RunAir-Verbundes zusammenarbeiten. Für die Auslastung der Anlage ist laut Manager Rotter schon heute gesorgt: „Wir halten aktuell bei Röntgendienstleistungen einen beträchtlichen Anteil am Sendungsaufkommen in Nürnberg“. Allein im vergangenen Juni wurden nach Angabe Rotters 190 Tonnen durch das Doppelaugen-Gerät (Dual View) geschleust. Der Vorteil dieser Dienstleistung für die örtlichen Spediteure und deren Auftraggeber ist offensichtlich: Ihre Luftfracht wird an Ort und Stelle sicher gemacht und kann damit in Frankfurt oder München direkt in ein Flugzeug verladen werden. „Wir vermeiden damit Warteschleifen an den großen Drehkreuzen“, weist Rotter auf die Vorteile dezentraler Kontrollen für die Car-

goindustrie hin. Und Partner Pyka ergänzt: „Von der Abholung der Sendung am Werkstor bis zur Anlieferung der Airline bieten wir in der Kombination mit K&M unseren Kunden einen Service aus einer Hand“. Die Röntgen-Dienstleistung ist Teil eines umfassenden Sicherheitspakets der K&M Transporte. Das Produkt heißt „Cargo X Secure“ und beinhaltet die fachliche Schulung von Personal, Trainingskurse für Mitarbeiter der Transportbranche oder deren gezieltes Coaching. „Es wurde von dem Bremer RunAir-Mitglied P+B Team Aircargo Service GmbH entwickelt und von uns sowie weiteren Mitgliedern des RunAir-Verbundes in das Leistungsportfolio übernommen“, sagt Manager Rotter. Zugleich verweist er darauf, dass neben Frankfurt und München sein Unternehmen im Nachtsprung auch Linien-Lkw-Fahrten zu den Flughäfen in Luxemburg und Amsterdam anbietet. „Wir sind halt breit aufgestellt“, sagt er nicht ohne Stolz.

AirPart ist 24h aktiv! Die Nürnberger Flughafentochter AirPart GmbH bietet Luftfracht-Kunden maßgeschneiderte Lösungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Dies deshalb, weil Nürnberg im Unterschied zu Frankfurt oder München einer der wenigen deutschen Flughäfen ist, die 24h für den Verkehr geöffnet sind – ohne jegliche Betriebseinschränkung. Mit Eröffnung des Cargo Centers I und der Erweiterung durch das Cargo Center II, welches nach neuesten Maßstäben entworfen wurde, stehen in der Fracht ca. 14.000 m² Lagerfläche und 7.000 m² Bürofläche zur Verfügung.


AUSGABE · 09.2012

3

Cargo-X-Secure im Überblick

Foto: Shutterstock

Das Bremer RunAir-Mitglied P&B Team Aircargo Service GmbH hat ein umfassendes Sicherheitskonzept für die Kunden entwickelt. Name des Produkts: Cargo-X-Secure. Es wurde von sämtlichen Gruppenpartnern übernommen, wodurch es an allen Standorten des RunAir-Verbundes angeboten wird. Möglich ist dies, weil die RunAir-Partner ausnahmslos den amtlichen Status des Reglementierten Beauftragten (RB) besitzen. Dadurch sind sie berechtigt, Verladern und wahlweise auch Versendern sämtliche Luftfracht-Sicherheitsdienste zu offerieren und vor Ort praktisch umzusetzen.

Durchleuchtung der Luftfracht per Hochleistungsröntgengerät, wodurch sie den Status sichere Fracht erhält. Bei Bedarf auch Kontrollen mit einem Sprengstoffdetektionsgerät und/oder manuelle Nachkontrolle.

Maßgeschneiderte Beratung, kundenzentrierte Begleitung des Transportprozesses, Schulung und Training von Mitarbeitern, technische sowie logistische Unterstützung rund um das Thema Sicherheit durch qualifiziertes und lizensiertes Fachpersonal.

Überprüfung der Begleitdokumente hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, etwa beim Versand von Gefahrgütern.

Kontrolle von Verpackungen und Sendungsaufklebern (Labels) mit den Angaben in den Begleitpapieren. Umgehende Information des Kunden im Fall von sicherheitstechnischen Beanstandungen.

Stichtag ist der 25. März 2013. Ab diesem Datum gelten alle Frachtstücke offiziell als unsicher, die nicht von einem durch das zuständige Luftfahrt-Bundesamt (LBA) lizensierten bekannten Versender (bV) stammen. Um dennoch abgeflogen zu werden, müssen diese zuvor den Status ‘sichere Fracht‘ erhalten. Das beinhaltet Röntgenkontrollen oder anderweitige Sicherheitsüberprüfungen der Packstücke. Diese dürfen ausschließlich von Reglementierten Beauftragten (RB) erfolgen, die vom Luftfahrt-Bundesamt zuvor lizensiert worden sind. Jeder Exporteur oder Spediteur kann diesen Status im Grundsatz erwerben. Doch die Antragstellung ist kostspielig. Denn die Lizensierung durch das LBA, das Schulen der eigenen Mitarbeiter, Fortbildungsoder Auffrischkurse verschlingen viel Geld. Grundsätzlich stehen viele Unternehmen vor der Frage, ob es für sie nicht günstiger

Foto: THS-Hamburg

Diese zentralen Leistungen bietet Cargo-X-Secure:

und auch effizienter ist, mit einem externen Sicherheitsdienstleister zusammenzuarbeiten. Mit Cargo-X-Secure bieten die Mitglieder der RunAir-Gruppe der hiesigen Cargo-Community Sicherheitslösungen aus einem Guss, egal ob in München, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Hannover oder Bremen.


4

AUSGABE · 09.2012

Foto: Flughafen DUS

© Jörg Engel - Fotolia.com

RUNAIR fährt auf DUS ab! Punkt-Punkt-Verbindungen – das ist in Düsseldorf weitgehend Vergangenheit. Weil der rheinische Airport sich in den zurückliegenden Jahren zunehmend zum Drehkreuz des Luftverkehrs entwickelt hat. Speziell dank neuer Verbindungen der beiden Großkunden Lufthansa und Air Berlin. Aber nicht nur. Hinzu kommt eine Vielzahl anderer Gesellschaften, die ab Düsseldorf Frachtkapazitäten zu interessanten Destinationen anbieten. Derzeit werden ab Düsseldorf über 180 Destinationen von mehr als 70 Fluggesellschaften angeboten. Dies geschieht nicht ohne Grund. Düsseldorf liegt inmitten eines der größten Industrie- und Ballungsgebiete Europas. Mit mehr als 18 Millionen Einwohnern in einem Umkreis von 100 km bietet diese Region erhebliche Importpotenziale. Neben der hohen Be-

völkerungsdichte ist auch die Nähe zu den BeNeLux-Ländern mit ihren zahlreichen Distributionszentren ein großer Standortvorteil. So sind die häufig direkt an der niederländischen Grenze gelegenen Verteilzentren zum Teil nicht mehr als 65 km vom Düsseldorfer Flughafen entfernt. Exportseitig ist das Potenzial der Region um Düsseldorf noch erheblich höher. Neben zahlreichen DAX-Konzernen gibt es eine hohe Dichte von mittelständischen Unternehmen, die häufig Weltmarktführer in ihrer Branche sind. Ein Großteil der hier hergestellten Produkte sind typische Luftfrachtsendungen. Insgesamt werden in NRW 20% der gesamtdeutschen Exporte hergestellt. Soweit dieser Exkurs zum Standort. Für die RunAir-Gruppe ist der Platz besonders wegen seines wachsenden Luftverkehrsangebots von steigendem Interesse. Mehr

internationale Strecken erhöhen zugleich die Möglichkeiten für das Ein- und Ausladen von Luftfracht in DUS, so das Kürzel des Airports. Dabei sind es vor allem Passagierflugzeuge, die in Düsseldorf starten und landen. Doch in ihren Frachtkammern bieten sie eine hohe Beiladekapazität für die Mitnahme von Luftfrachtsendungen. Speziell das im benachbarten Ratingen ansässige RunAir-Mitglied ATS Air Truck Service GmbH arbeitet eng mit dem Airport zusammen. Konkret: Mit dessen Toch-


AUSGABE · 09.2012

ter Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH (FDCG). „Der Airport liegt praktisch vor unserer Haustür und der Service, der uns dort geboten wird, ist exzellent“, lobt Geschäftsführer Detlef Warburg die Zusammenarbeit mit dem Frachtabfertiger. Die FDCG ist Platzhirsch in DUS. Sie verfügt über eine 12.650 m² große Halle mit direkter Vorfeldanbindung. Es sind alle technischen Ausstattungsmerkmale vorhanden, die für eine reibungslose und professionelle Luftfrachtabfertigung notwendig sind. Sämtliche Räumlichkeiten und Dienstleistungen stehen den Kunden, folglich auch den RunAir-Partnern, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr zur Verfügung. Gleiches gilt für Röntgenprüfungen durch ein Gerät des Herstellers Smiths Heimann. Dank des 178 x 178 cm großen Tunnels können Packstücke mit einem Maximalgewicht von bis zu 2.500 kg im Detail und zuverlässig durchleuchten werden. Durch Einsatzzeiten rund um die Uhr bietet die Anlage den Marktteilnehmern ein Höchstmaß an Nutzungsflexibilität. „Hierfür unterbreiten wir Airlines und Spediteuren auf Wunsch ein Angebot“, sagt Vertriebs- und Marketingchef, Thomas Schürmann. Und weiter: „Hinsichtlich der ab März 2013 geltenden verschärften Sicherheitsregeln fühlen wir uns als Anbieter bestens vorbereitet“. Jetzt prüft sein Unternehmen die Ausweitung des Produktportfolios um beispielsweise Sniffing-Dienstleistungen. „Wir haben uns im Jahr 2011 ganz bewusst für die Integration in das RunAir-Netzwerk entschieden und sind froh, dass wir dort aufgenommen worden sind“, betont Geschäftsführer Gerton Hulsman von der FDCG. Zudem betont er einen Pull-Effekt: „Die Kooperation mit RunAir versetzt uns in die Lage, weitere Carrier für Düsseldorf zu interessieren, da wir dank der Kooperation mit RunAir alle Dienstleistungen im Verbund mit der Gruppe aus einer Hand anbieten können“. Diese arbeitsteilige Kombination sei besonders für Fluggesellschaften interessant, die noch nicht auf dem deutschen Markt aktiv sind, diesen Schritt aber erwägen würden, hofft Hulsman im Verbund mit den RunAir-Partnern auf weitere Akquisitionserfolge.

5

Foto: ATS

Foto: Flughafen DUS


AUSGABE · 09.2012

Foto: Shutterstock

6

Diesen Beruf gibt es offiziell zwar nicht. Doch Rüdiger Suhrke und Johannes Riege haben ihn schon mal ausprobiert: den Job als Tester einer neuen Fachmesse. Es handelt sich um die Transfairlog, die vom 12. bis 14. Juni in Hamburg stattfand. Motto der Show: „Neue Wege für neue Herausforderungen“. Im geografischen wie thematischen Fokus standen der Wirtschaftsraum der Nordsee- und Ostseeanrainer mit den dort existierenden Straßen-, Schienen-, Luft- und Schiffsverkehren sowie die Lagerlogistik. Wie ökonomisch potent dabei allein der Ostseeraum ist, belegen zwei Zahlen: Er umfasst mit 147 Millionen Bewohnern ein knappes Drittel der gesamten EU-Bevölkerung; es werden in den Ländern mit Zugang zum baltischen Meer aktuell 725 Milliarden Euro jährlich erwirtschaftet. Das

sind gut 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aller EU-Staaten. Vor allem gehören die Anrainer – im Unterschied zu Südeuropa – nicht zu den Krisenländern, sondern sind ökonomisch eher stark. Da passt eine Messe wie die Transfairlog als Schaufenster für die regionale Logistikindustrie aus Sicht der Veranstalter hervorragend in die Landschaft. „Hingehen, mitmachen und testen“, sagten sich Suhrke und Riege. Also mieteten die Chefs der Hamburger ths aircargo services gmbh und der in Düsseldorf ansässigen Riege Software International GmbH einen Gemeinschaftsstand. Ihr deckungsgleiches Fazit: „Die Fachmesse war deutlich überschaubarer als die überbordende Münchner Transport Logistik“, urteilt Suhrke. Und Riege hebt diese Unterschiede hervor: „Erstens warean die Quadratmeterpreise für den Stand

Foto: transfairlog 2012

Die Messetester

niedriger als auf der Münchner Messe und zweitens versanken wir in Hamburg als vergleichsweise kleiner Dienstleister nicht im riesigen Heer der vielen Aussteller, wie uns das in München regelmäßig passiert“. IT-Spezialist Riege wies auf einen weiteren


Foto: THS-Hamburg

Aspekt für seine Teilnahme hin: die vielen in Hamburg sitzenden Spediteure. Speziell wegen des Hafens hätten zahlreiche Agenten die Hansestadt als Hauptsitz gewählt oder seien mit Niederlassungen vor Ort vertreten. Diese „Branchenballung“ hat das Duo Riege/Suhrke und auf der Messe genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen und Geschäftsbeziehungen auszuloten. Dass die Anzahl der Fachbesucher in der Hamburger Messehalle noch überschaubar war, es kamen 2.650 Teilnehmer, lag sicher an der Novität der Veranstaltung. „Für uns als in Norddeutschland beheimatetes Unternehmen stellte die Transfairlog ein willkommenes Angebot für Kundenkontakte, Fachgespräche und soziales Netzwerken dar“, bilanziert ths-GF Suhrke. Interessierten Standbesuchern stellte er das Drei-Säulenmodell seiner Unternehmensgruppe vor: Erstens das breite Transportangebot für Luftfrachtsendungen, welches die gesamte Zustellkette vom Herstellerwerk bis zum Empfänger umspannt („Trucking“). Sodann das Kerngeschäft der ths: die Abfertigung von Luftfracht im World Cargo Center am Rande des Hamburger Flughafens („Handling“). Schließlich – drittens – die vom zertifizierten Reglementierten Beauftragten ths und den zur Firmengruppe gehörenden Schwestergesellschaften wie etwa der Avia Concil Security-Consulting Versendern und Veladern gleichermaßen angebotenen Dienstleistungen rund um das sensible Thema Luftfrachtsicherheit (Security). Bei seinen Gesprächen mit Kunden sowie in der ausliegenden Informationsmappe wies Suhrke auf die Mitgliedschaft seiner ths im RunAir-Verbund hin. Etwa auf die von der Gruppe dem Markt gebotenen tägliche Luftfracht-Ersatzverkehre zwischen diversen deutschen Flughäfen, speziell zum Konsolidierungsknoten von RunAir, dem Rhein-Main-Airport. „RunAir saß bei uns gedanklich immer mit am Tisch auf dieser Messe und wurde oftmals thematisiert“, bilanziert Suhrke die Gespräche während der drei Tage. Zu den Fachbesuchern des Gemeinschaftsstands von Suhrke und Riege gehörte auch Geschäftsführer Ulrich Dünnes von der Wiesbadener STI Security Training Inter-

7

Foto: transfairlog 2012

AUSGABE · 09.2012

v.l.n.r: Suhrke (ths), Riege (Riege), Schmidt (Riege), Dünnes (STI), Koal (AviaConcil)

national GmbH. „Wir nutzen solche Events, um unsere Kontakte zu Geschäftspartnern wie der ths und anderen Mitgliedern der RunAir-Gruppe zu vertiefen“, sagte der Manager. Gemeinsam mit der Hamburger ths, der Nürnberger K&M Transporte und weiteren Teilnehmern des RunAir-Verbundes betreibt die STI Röntgenanlagen in deren Umschlaghallen und Sprengstoffdetektionsgeräte. „Suhrkes ths ist einer unserer Konzentrationspunkte für die Gewährleistung von Luftfrachtsicherheit, neben München und Nürnberg. Weitere sind geplant“, kündigte Dünnes auf der Translogfair in den Hamburger Messehallen an. Da der bisherige Status des Bekannten Versenders im Frühjahr 2013 wegfalle und nur wenige Firmen den neuen Status nach einer LBA-Zertifizierung erwerben werden, komme der Vorkontrolle von Cargosen-

dungen in der Fläche eine immense Bedeutung zu. Die RunAir-Mitglieder hätten das frühzeitig erkannt und sich beizeiten für die Kooperation mit der STI in Sachen Sicherheit entschieden. Das entzerrt die Kontrollen rein geografisch und beschleunigt den Fluss der Packstücke. Denn zum Stichtag im April nächsten Jahres wird es voraussichtlich zu erheblichen Staus von Luftfracht speziell am Frankfurter Flughafen kommen“, ist Dünnes sich sicher. Gute Nachrichten also für jene Versender von Luftfracht, die mit einem der RunAir-Kooperationspartner zusammenarbeiten: Ihre Exporte, weil schon in Stuttgart, Düsseldorf oder Nürnberg „secure“ gemacht, können am Abflughafen schnellstmöglich in einen Flieger geladen werden – vorbei an dem dort erwarteten Röntgenstau.


8

AUSGABE · 09.2012

Riege wird offensiv:

Der Spediteur muss bei E-Freight das Sagen haben und die Fluglinie, gebe es bei E-Freight eine Fülle von Mitwirkenden. Neben den Spediteuren und Fluglinien die Versender der Waren, die Trucker und Frachtabfertiger, verschiedene Zollämter im In- und Ausland . Dann noch die jeweiligen Frachtagenten im Zielland sowie die dortigen Bodendienstleister und Behörden, um wichtige Vertreter der Zustellkette beispielhaft zu nennen. Kümmert sich jeder dabei nur um die eigenen Aufgaben, um sich ansonsten auf die anderen Beteiligten zu verlassen, läuft E-Freight sehr schnell in die Abseitsfalle, lautete zugespitzt der Einwurf des glühenden Fußballfans in Richtung Teilnehmer der Frankfurter Fachtagung. „Es reicht nicht, wenn alle Beteiligten sich als Botschafter für eine gute Sache verstehen. Das System braucht zusätzlich einen Häuptling, bei dem die Fäden zu-

sammenlaufen und der den Gesamtprozess steuert“, lautet Rieges Position. Papierlose Luftfrachtprozesse zahlen sich auch pekuniär aus. Dazu verwies der Elektronikexperte in seiner Frankfurt-Rede auf eine Analyse der Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS) aus dem vergangenen Jahr. Der Studie zufolge kostet die traditionelle Erstellung einer House-Air Waybill (HAWB) im statistischen Mittel 2,70 US-Dollar pro Mitarbeiter. Nutzt derselbe Beschäftigte hingegen E-Freight, reduzieren sich die Bearbeitungskosten je HAWB auf 1,60 USD. Macht unter dem Strich folglich 1,10 USD an Einsparungen aus, auf der Basis der Kostenstruktur im südostasiatischen Stadtstaat.

Foto: Shutterstock

Endlich mal eine klare Ansage in Sachen papierlose Luftfracht: Sie kommt vom Düsseldorfer IT-Spezialisten Johannes Riege. Die Forderung des Unternehmers: Bei E-Freight sollten die Spediteure die Zügel in die Hand bekommen. „Es sind sehr viele Unternehmen an dem Prozess beteiligt, weshalb einer das Kommando übernehmen sollte, um die Abläufe zu koordinieren“, plädiert der Experte für ein hierarchisches Entscheidungsmodell. Diese Forderung trug er jüngst auf einer Fachtagung des internationalen Luftfahrtverbandes IATA in Frankfurt/Main vor. In seiner Rede erinnerte Riege daran, dass E-Freight eine viel komplexere Aufgabe sei als das im Passagiergeschäft übliche elektronische Ticketing (Etix). Während bei Etix-Buchungen im Grundsatz nur zwei Handelnde beteiligt sind, der Reisende

Weiterer Vorteil: Die Produktivität pro Beschäftigtem erhöht sich substanziell. So werden laut CAAS-Untersuchung täglich durchschnittlich 24 House-Air Waybills nach dem traditionellen Muster fertiggestellt, während es bei der elektronischen Dokumentenabwicklung 41 HAWBs je Beschäftigtem waren. In Europa oder Nordamerika, hob Riege hervor, seien die sich aus der Nutzung von E-Freight ergebenden finanziellen Vorsprünge noch deutlich höher als in dem Beispiel der Singapur-Studie. Deren Verfasser hätten acht US-Dollar als Stundenlohn für einen Speditionsmitarbeiter angesetzt. „Für dieses Salär arbeitet vermutlich keiner Ihrer Beschäftigten“, wandte er sich an die Luftfrachtagenten im Raum. Worauf es jetzt ankomme, sagte Riege abschließend, sei die gemeinsame Anstrengung der Branche, E-Freight voranzutreiben und den Spediteur in seiner Rolle als Koordinator sowie Treiber des Gesamtprozesses nicht nur zu akzeptieren, sondern nach Kräften zu unterstützen. Der eingefleischte Dortmund-Anhänger wörtlich: „Nur zusammen sind wir stark, ob bei E-Freight oder im Fußball. Doch jede gute Mannschaft braucht zu ihrer Führung einen fähigen Kapitän“.


AUSGABE · 09.2012

9

BER im Überblick

Der Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ ist inzwischen weltbekannt – wegen der zahlreichen Pannen bei der Planung, Realisierung und der Vielzahl an technischen Mängeln. Als Folge musste die ursprünglich für Anfang Juni diesen Jahres geplante Eröffnung auf den 17. März 2013 verschoben werden. Fraglich ist indes, ob dieses Datum wegen der umfangreichen Nachrüstungen gehalten werden kann. Offen sind auch die Kosten. Diese werden mit 4,2 Mrd. Euro beziffert. Wegen möglicher Klagen von Airlines, Spediteuren oder Baufirmen könnte diese Summe jedoch deutlich überschritten werden. Eigner des Airports sind die Bundesländer Berlin und Brandenburg (jeweils 37%) sowie der Bund (26%). Der Platz verfügt über zwei Start- und Landebahnen und ist für eine jährliche Kapazität von 27 Mio. Passagieren konzipiert. Luftfahrtexperten bemängeln, dass die Anlage angesichts des hohen Interesses der Airlines bereits zu Beginn nahezu ausgelastet sein wird und damit umgehend erweitert werden müsste. Als Umschlagplatz für Luftfracht ist der Standort Berlin wegen der fehlenden Industrie in der Stadt und ihrem Umfeld eher zweite Wahl. So dürfte auch nach der Inbetriebnahme von BER die Masse des lokalen Aufkommens nach Frankfurt, München oder zu anderen Konsolidierungsknoten getruckt werden.

© cirquedesprit - Fotolia.com

WECASO trifft das BER-Debakel glimpflich Neben Airlines, Großspediteuren und Abfertigungsfirmen sind auch Mittelständler sowie zahlreiche kleinere Firmen negativ von dem Berliner Flughafenchaos betroffen. Etwa das örtliche RunAir-Mitglied Wecaso, weil der Transporteur in Erwartung der pünktlichen Eröffnung des Berliner Großflughafens zum 3. Juni bereits Monate zuvor Räumlichkeiten im Bürotrakt der von Investor Dietz errichteten neuen Frachthalle angemietet hatte. „Als der Termin platzte, mussten wir sofort reagieren und zurück ins Umfeld von Tegel gehen, weil unsere Frachtsendungen bis auf weiteres von dort abgeflogen werden“, sagt Wecaso-Eigentümer Guido Werkle. Glück für ihn: In einer Fahrdistanz zum Airport von rund fünf Minuten hat er vorübergehend ein Ersatzbüro gefunden. Zudem kann die Wecaso in den kommenden Monaten weiterhin die Luftfrachtanlage von Abfertigungspartner WISAG für den Umschlag der eigenen Sendungen in Tegel nutzen. Laut Werkle halten sich die wirtschaftlichen Schäden durch das Vor

und Zurück des Umzugs für ihn in Grenzen. „Aber uns sind wichtige Zusatzgeschäfte im deutlich fünfstelligen Umsatzbereich entgangen, da die mit zwei Kunden angebahnten Geschäftsbeziehungen an die termingerechte Eröffnung des Berliner Großflughafens gekoppelt waren“. Aufschieben musste Werkle zudem die Einstellung eines Buchhalters, eines Disponenten sowie von zwei Fahrern im Nahverkehr. Denn mit der geplanten Inbetriebnahme von BER „hätte ich eigene Fahrzeuge angeschafft und das Trucking von Fremdfirmen mit eigenem Fuhrpark und Personal bewerkstelligt“. Das alles muss jetzt warten. Wobei Werkle auch dem neuen Eröffnungstermin für „Willy Brandt“ am 17. März 2013 nicht recht traut. „Die Endabnahme des Flughafens kann zwischen sechs und neun Monaten dauern“, sagt er. Bei den noch anstehenden zahlreichen Umbauten und Verbesserungen, speziell dem Brandschutz, könnte das angepeilte Datum möglicherweise erneut nach hinten rutschen, unkt der Manager. Das würde die ohnehin höchst angespann-

te finanzielle Lage des BER-Betreibers zusätzlich schwer belasten. Schon heute ist das Projekt ein Fass ohne Boden. So kostet die Terminverschiebung nach übereinstimmenden Schätzungen rund 15 Millionen Euro pro Monat. Aufkommen dafür muss die von Airportchef Rainer Schwarz geleitete staatliche Flughafengesellschaft und damit letztlich der Steuerzahler. Nicht inbegriffen in diese Summe sind die zahlreichen Schadenersatzforderungen der geschädigten Firmen. Und deren Liste ist lang, ob Lufthansa oder Air Berlin oder die Dietz AG, die in BER eine Großhalle für Luftfracht gebaut hat, die nun weitgehend leer steht. Anders als bei den Fluglinien sind die wirtschaftlichen Schäden des BER-Debakels bei Spediteuren und Handlingunternehmen eher indirekt nachweisbar. Wie etwa bei RunAir-Partner Wecaso. Ihr ist Zusatzgeschäft durch die Lappen gegangen, und die Expansionspläne mussten vorerst auf Eis gelegt werden.


10

AUSGABE · 09.2012

Foto: Rudolph Trucking

Stephan Kalbes Urteil ist eindeutig: „Das war eine interessante und sehr ansprechende Veranstaltung“, urteilt der Vertriebschef von Air Canada für Deutschland und Osteuropa rückblickend. Die „Veranstaltung“ – das war eine Road Show der RunAir-Gruppe am 20. Juni in Esslingen, gemanagt und organisiert von der Stuttgarter Firma rudolph trucking & handling GmbH. Der Kapazitätsanbieter ist Mitglied im RunAir-Verbund. Eine täglich überzeugende Performance, das Schalten von Werbetexten in Fachzeitschriften: Dies sind zwei Möglichkeiten, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Eine dritte und mindestens so erfolgreiche sind Businesstreffen in lockerer Atmosphäre, wie die Road Show belegt. Rudolph und RunAir hatten gerufen und rund fünfzig Gäste sind der Einladung gefolgt. Wohl auch, weil die Location vielversprechend klang: das historische Wappenzimmer der Kessler Sekt GmbH in Esslingen.

Nach der Begrüßung durch Gastgeber Markus Rudolph und einer Führung durch die Kellerei informierte RunAir-Geschäftsführer Detlef Warburg die Teilnehmer über die im Herbst 2010 gegründete und damit noch recht neu im Markt agierende Marke. Im Zentrum seiner Ausführungen stand das nationale und über die Grenzen Deutschlands reichende Lkw-Netzwerk für eilige Luftfrachtsendungen, die im nächtlichen Linienverkehr von den RunAir-Partnern zu diversen Airports befördert und von dort abgeflogen werden. Etwa von Stuttgart nach Frankfurt, Bremen nach Hamburg oder Nürnberg nach Amsterdam, um nur drei Beispiele zu nennen. Rüdiger Suhrke von der Hamburger ths aircargo services gmbh widmete sich anschließend dem hoch aktuellen Thema der Luftfrachtsicherheit. Da sich absehbar nur eine überschaubare Zahl von Exporteuren als Reglementierte Beauftragte würde amtlich zertifizieren lassen, eröffne sich hier für Transporteure wie die RunAir-Part-

Foto: Rudolph Trucking

Rudolph lädt zur Road Show

ner eine interessante Geschäftstätigkeit – als Anbieter von Sicherheitsdienstleistungen. Alle acht Gruppenmitglieder besäßen den Status des Reglementierten Beauftragten, erläuterte Suhrke den Gästen. Dadurch seien die Firmen in der Lage, ihren Kunden umfassende Sicherheitsdienstleistungen anzubieten. Kernstück dafür sind Röntgenanlagen des Modells 178x178-2is,


AUSGABE · 09.2012

11

Foto: Detzer

Foto: Rudolph Trucking

Auch optisch auf den Strassen präsent: Die Mitglieder setzen zunehmend LKW mit RUNAIR-Beschriftung auf den Straßen Europas ein. Auf dem Bild: Der neueste Rollerbed-Truck des Mitgliedes Detzer Air Cargo GmbH aus MUC im Einsatz.

Mitglieder der RUNAIR-Gruppe: ATS AIR TRUCK Service 40880 Ratingen www.airtruckservice.de DETZER AIRCARGO SERVICE 85356 München (Stammsitz) www.detzer.com K&M TRANSPORTE 90411 Nürnberg (Stammsitz) www.kumtransporte.com NORBERT GOSLAR 30669 Hannover
 www.norbert-goslar.de P+B TEAM AIRCARGO SERVICE GMBH 28199 Bremen www.pbteam.de

die an den jeweiligen Standorten der RunAir-Firmen aufgestellt sind. „Wir bieten dem Markt neben zuverlässigen Transporten auch in Sachen Sicherheit eine Dienstleistung aus einer Hand“, lautete die Kernbotschaft Suhrkes an die Teilnehmer. Seine Ausführungen ebenso wie die der Manager Rudolph und Warburg kamen bei den Anwesenden offenbar positiv an. „Mit der

Stuttgarter RUDOLPH TRUCKING & HANDLING arbeiten wir schon seit Jahren erfolgreich zusammen. Jetzt haben wir auch den RunAir-Verbund näher kennengelernt, der für uns deutschlandweit eine zusätzliche Option mit zentraler Adresse der unter der Marke vereinten Firmen bietet“, resümierte Air Canadas Stephan Kalbe den Abend im Wappenzimmer der Kessler Sekt GmbH.

RUDOLPH TRUCKING & HANDLING GMBH 70629 Stuttgart www.rudolph-trucking.de THS AIRCARGO SERVICE GMBH 22842 Norderstedt bei Hamburg www.ths-logistics.de WECASO WERKLE CARGO SOLUTIONS 13507 Berlin www.wecaso.com


Foto: Shutterstock

V. Alexander gibt RunAir Note EINS Frankfurt ist der mit Abstand wichtigste Frachtflughafen in Zentraleuropa. Aus diesem Grund hat die Dispositionszentrale der RunAir-Gruppe in der dortigen CargoCity Süd ihren Sitz. Aufgabe des dortigen Teams ist es, die logistischen Anforderungen und Wünsche der Kunden zeitnah zu lösen. Aufgrund dieses zentralisierten Ansatzes fließen die Informationen hier zusammen und den Klienten werden Komplettlösungen aus einer Hand angeboten, das so genannte One Stop Shopping. Firmen, die eine Anfrage haben, Geschäftsverbindungen anstreben oder schnelle Auskunft über ihren Sendungsstatus erhalten möchten, stehen in der Frankfurter RunAir-Station für ihre individuellen Belange zuständige Ansprechpartner zur Verfügung. „Aufgabe unseres Teams ist es, den Kunden eine effiziente, zuverlässige und präzise Abwicklung ihres Auftrags zu gewährleisten“, sagt Stationsleiter Norbert Pommer. Der Vorteil: Zufriedene Geschäftspartner empfehlen ihren Dienstleister weiter. So geschehen beispielsweise kürzlich, als das global tätige Bremer Speditionsunternehmen V. Alexander Transport Systems GmbH als Neukunde begrüßt werden konnte. „Als typischer ‘Seehafenspediteur‘ besteht für uns die Notwendigkeit einen zuverlässigen, flexiblen Partner lokal am Frankfurter Flughafen zu haben“, nennt das Unternehmen den Grund für die neue geschäftliche

Verbindung. Und weiter: „Mit der RunAir haben wir diesen gefunden, wobei wir besonders mit der kompetenten Beratung, der ordnungsgemäßen Abwicklung der Sendungen, den wettbewerbsfähigen Preisen sowie dem schnellen kommunikativen Feedback zufrieden sind“. Soweit die Bewertung der bisherigen Zusammenarbeit durch die V. Alexander Transport Systems. Natürlich müsse der Außendienst nicht nur den bisherigen Kundenstamm pflegen, sondern möglichst neue Klienten hinzugewinnen, betont Manager Pommer. Eine Aufgabe, für die vor allem er verantwortlich ist. Die bisherige Erfahrung zeige, fasst er seine Eindrücke zusammen, dass das Konzept des Luftfrachtexpress-Netzwerks auf großes Interesse bei Versendern und Verladern stößt. Dies deshalb, „weil wir mit unserem flexiblen Team, dem bestehenden Linien-Netzwerk sowie dem großen Pool an Fahrzeugen sehr schnell und individuell auf die Anforderungen der Verlader eingehen können“.

Pommer leitet RunAir-Drehkreuz Der frühere DHL-Manager Norbert Pommer wird Leiter der Frankfurter Niederlassung von RunAir. Seinen neuen Job trat der 56-Jährige am 2. Mai an. Sitz der Geschäftsstelle ist die CargoCity Süd auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens. Auf Rhein-Main kreuzen sich die Netze der auf Luftfracht-Ersatzverkehre spezialisierten acht Mitgliedsfirmen des RunAir-Verbundes. Bislang koordinierten zwei Disponenten die Geschäfte der Transportgruppe

vor Ort. Pommers Aufgabenfeld ist komplex. Neben operativen Tätigkeiten ist ein Schwerpunkt die Betreuung von Großkunden, unter anderem von KEP-Diensten und Airlines. Pommer selbst sprach von der „Pflege bestehender Routen, dem Aufbau neuer Feeder-Verbindungen sowie Vertriebsinitiativen zur Unterstützung des RunAir-Produkts“. Der studierte Lehrer war 28 Jahre für DHL Airways tätig, wo er zuletzt den Bereich Verzollungen und Spezialprojekte in Osteuropa verantwortete. Nach seinem Ausscheiden vor einem Jahr arbeitete der gebürtige Groß Gerauer als Consultant.

RUNAIR - in Kürze: Europa ist in den vergangenen Jahren immer enger zusammengewachsen. Die Transportlogistik hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, denn ohne eine schnelle und sichere Lieferkette geht so gut wie nichts. Aus diesem Grund haben sich acht führende deutsche Anbieter von Luftfracht-Lkw-Transporten 2011 unter dem Namen RunAir zusammengeschlossen. Kombiniert bieten sie den Kunden ein bestens aufgestelltes nationales und europäisches Luftrachtexpress-Netzwerk mit schnellen Abhol-, Umschlag- und Zustellzeiten an. Über dieses hierzulande völlig neuartige Transportdienst-Netzwerk werden die wichtigsten nationalen und europäischen Verkehrsflughäfen zuverlässig über Nacht erreicht.

RUNAIR Runner – Der Newsletter der RUNAIR – the linehaul network Herausgeber: RUNAIR GmbH, Flughafen, Geb. 555b D-60549 Frankfurt/Main Telefon: 0049-69-9708660 E-Mail: info@runair.net www.runair.net V.i.S.d.P: Detlef Warburg, Sven Zelmer Konzept und Realisierung: e.go MediaService GmbH Neuengammer Hausdeich 23 D-21039 Hamburg / Germany Telefon: 0049-40-7235005 www.ego-mediaservice.de Druckauflage: 5.000 Exemplare und als Online-Version erhältlich

Runair Runner 09.2012  

Dieser Newsletter soll ihnen einen Einblick in die geschäftlichen Leistungen der RunAir-Gruppenmitglieder sowie einen Überblick über die Pr...