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FÜR PFERDEGERECHTE SÄTTEL: AMERIGO Daniel Deußer hat sie, Steve Guerdat auch. Nicht nur im Springsport sind Sättel von AMERIGO das Nonplusultra. Hinter den Sätteln der Top-Reiter steckt ein Mann: Peter Menet

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er Mann ist kein Sattler, wie er selbst betont. Aber Überzeugungstäter. Vielleicht ist gerade das das Geheimnis hinter den Sätteln von Amerigo. Peter Menet, 61, ist einer, der begeistert ist, von dem was er tut. Seine Augen funkeln, wenn er von Sätteln spricht. Vor allem aber, wenn es ihm gelingt, dass sein Gegenüber stutzt. Menet sagt Dinge wie: „Sie gewinnen nicht unseretwegen, aber wir hindern sie auch nicht daran.“ Sie, das sind Spitzenreiter wie der Olympiasieger und Weltranglisten-Erste im Springen, Steve Guerdat, wie Menet ein Schweizer. Oder Daniel Deußer und Edwina Tops-Alexander (AUS). Im Busch sind Dirk Schrade und Sam Griffiths (AUS) unterwegs. Und Christoph Wahler und Calvin Böckmann – junge Talente frühzeitig erkennen und unterstützen, das ist wenn man so will, sein Hobby. „Lotti!“, Peter Menet strahlt. Die Britin Charlotte Fry, die ihr EM-Debüt in Rotterdam gibt, zählt auch zu Menets Reiterinnen. Mit keinem der Top-Reiter gäbe 86

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es einen Vertrag, sagt Menet. „Aber sie bleiben bei uns“, und das heißt wohl, dass Peter Menet und seine Philosophie vom Sattel überzeugt: „Pferdegerechte Sättel“ und den Spitzensport verbinden, das ist sein Ziel. Nicht ohne Stolz sagt er, dass Amerigo-Sättel „Weltklasse in allen drei Disziplinen“ seien.

dend mitgeprägt. Noch heute vertraut er auf italieni­sches Handwerk und Leder für seine Produkte. Neben Sätteln bietet Amerigo auch Trensen- und Kandarenzäume und weiteres Lederzeug an. Für alle Reiter und Pferde – denn nicht nur ein Steve GuerAmerigo verwendet dat wird im Sortiment ausschließlich Holzfeder­ fündig, selbst Gangpferde­ sattelbäume. reiter finden den passenden ERST KAUFMANN UND Sattel. 1986 entschied Menet SPRINGREITER sich zur Selbstständigkeit. Als Kaufmann hat Peter So konnte er seine Ideen, Menet seine Karriere begonwie er denn ganz genau nen. Springen ist er in seiner auszusehen hat, der „pferdeFreizeit geritten, dann hat er gerechte Sattel“, umsetzen. „den Bazillus bekommen“, Fürs Springen galt vor allem Peter Menet wie er sagt. Den Sattelbazilzu klären, wie die kinetische lus. Seit mehr als 30 Jahren Energie in der Landephase arbeitet er mit Firmen in Italien und hat die absorbiert werden kann, so dass diese das oberitalienische Sattelindustrie entscheiPferd nicht zusätzlich stört.

„Symmetrische Pferde gibt es nicht“

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1 ❘ Handarbeit ist selbstverständlich, wenn ein neuer Amerigo Sattel entsteht. 2 ❘ Alles muss passen, Individualität ist Trumpf.

ENTSCHEIDENDE DETAILS Es bedarf mehrerer Komponenten, um einen Amerigo Sattel zu bauen. Jeder der ca. 3.000 Sättel, die im Jahr entstehen, ist ein individuell gefertigtes Unikat. Das Herz ist der Holzfeder­stahlbaum. Französische Wollkissen sind ebenfalls ein Muss. Diese beiden Bestandteile sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Unterseite des Sattels der Oberlinie des Pferdes, Menet spricht vom „Schwung“, folgt. Wollkissen? Vielen gilt das Material, das nach längerer Verwendung zu klumpen beginnen kann, als überholt. Menet winkt lächelnd ab: „Wir haben das MPS Kissen (Microfunctional Panel System). Dabei verwenden wir eine synthetische Faser­mischung, wovon 80 Prozent für die richtige Form, 10 Prozent für die Anpassung an den Pferderücken und die restlichen 10 Prozent für gleichbleibende Konsistenz über Jahre sorgen. Wichtig sind Menet zwei Dinge: Zwar sei jedes Pferd asymmetrisch gebaut, das hieße aber nicht, dass man auch asymmetrische Sättel baut. „Kein Sattel kann geraderichten, das muss der Reiter machen.“ Wichtig ist dem Mann hinter den Marken Amerigo und Wega – die günstigere Variante mit Kunststoffbaum für Menschen, die auf Know-How von Amerigo nicht verzichten wollen– noch etwas: „Keine Nähte, keine Kan­ten direkt auf dem Pferd“. Pferdegerecht, das heißt vor allem, dass das Pferd sich wohlfühlen muss. „Bei großen Turnieren schauen wir nicht, ob das Pferd null geht, sondern ob es am Sonntag denselben Sprung macht wie am Mitt-

5 3 ❘ Die Sättel werden in Italien gefertigt … 4 ❘ … von dort stammt auch das weiche Kalbsleder der Amerigo-Sättel.

5 ❘ Der Schweizer Weltranglistenerste Steve Guerdat, hier mit Weltcup-Sieger Alamo, reitet seit Jahren nur in Sätteln von Amerigo.

2019 Zweite im Großen Preis von Aachen: Daniel Deußer und Tobago und ein Amerigo-Sattel.

woch, ob es genauso landet und wie es weitergaloppiert.“ Seine Sättel, das weiß er, widersprechen den Vorstellungen vieler Sattler, die in Deutschland ihr Handwerk erlernt haben. „Unsere Sättel dürfen durchaus auf dem Rücken etwas beweglich sein“. In Deutschland würden Keilkissen dafür sorgen, dass der Sattel stabil und ohne zu wippen auf dem Pferd liegt. „Das hat auch mit den Reitweisen zu tun“, sagt Menet. Für ihn ist entscheidend, dass „es Stellen gibt, da muss etwas hin und Stellen, da muss nichts hin.“ DAS GESAMTE PFERD SEHEN Der Austausch über das Pferd ist Menet wichtig. Regelmäßig spricht er in den Spitzenställen nicht nur mit den Reitern, sondern auch

mit Pflegern, Chiropraktikern und Physiotherapeuten. Beim Neuanpassen eines Sattels geht der Schweizer nicht zielstrebig als erstes auf Widerrist und Rücken zu, sondern auf Kiefergelenk und Zähne. Menet lässt das Pferd den Hals aufwölben, drückt auf die Brustwirbelsäule, selbstverständlich auch auf Widerrist und Rückgrat. Die Reaktionen des Pferdes geben ihm Aufschluss darüber, was für einen Sattel dieses Pferd braucht. Einen Amerigo, so viel steht fest … DATEN & FAKTEN

Amerigo 20 Jahre gibt es Amerigo Sättel bereits. 1998 kam es zur Kooperation von der Menetsattel AG und Selleria Equipe aus Italien – die Geburtsstunde der Marke Amerigo. Amerigo Sättel sind auf allen Kontinenten ein fester Begriff, bekannt für Design, Innovation und feinstes Kalbsleder, das in Italien verarbeitet wird. Sitz des Unternehmens ist Herisau im Kanton Appenzell unweit von St. Gallen, eine halbe Autostunde vom Boden­see entfernt. www.amerigo-saddles.com Aus der MasterclassSerie: Spring- (links) und Dressursattel (rechts).

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Foto: Amerigo

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Foto: Stefano Secchi

Peter Menet beim entscheidenden Moment des Maßnehmens: Dem Schwung des Rückens muss jeder Sattel folgen.

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Foto: Amerigo

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Fotos: Amerigo, Steve Guerdat: Stefano Secchi

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Profile for amerigo-saddles

ARTICLE ON ST. GEORG MAGAZINE_SEPTEMBER ISSUE  

The German magazine St Georg has dedicated a two page article to Amerigo saddles, highlighting the brand philosophy, the Italian manufactu...

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The German magazine St Georg has dedicated a two page article to Amerigo saddles, highlighting the brand philosophy, the Italian manufactu...

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