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Über die autoren: Manfred Böse „Schon als Kind haben mich biblische Geschichten begeistert. Später habe ich sie selbst in Kindergottesdiensten weitererzählt, um den Kindern die Liebe Gottes nahe zu bringen. Mit den damals einfachen Mitteln stellte ich kleine Trickfilme zur Veranschaulichung her. Weil mir die Zeit fehlte, die dazu nötig war, konnte das nur in geringem Maße geschehen. Heute habe ich als Rentner, fast 75 Jahre alt, viel mehr Möglichkeiten, zumal mir der Computer eine große Hilfe ist.“ (Manfred Böse im Juni 2008) Daniela Schüler Daniela befindet sich derzeit in der Ausbildung zur Erzieherin. Die Leidenschaft, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, sie zu unterstützen, wo sie nur kann und zu fördern mit allen Mitteln, die ihr zu Verfügung stehen, überwiegt seit einem zehntägigen Hilfseinsatz in einem ukrainischen Waisenheim im Jahr 2005. Mit hoher Motivation, einer großen Portion Neugier und der Begeisterung für die bunten und vielfältig einsetzbaren biblischen Schnipselfilme sah sie sich in der Lage, die Arbeitshefte zur Schnipsel-Reihe auszuarbeiten.

Idee und Ausarbeitung: Daniela Schüler Nach dem Film „Was dem Wuschel so geschah“ von Manfred Böse erschienen in der Reihe „Schnipsel - Die bunte Welt der Bibel“ Die Bibelstellen sind der Übersetzung Hoffnung für alle® entnommen Copyright © 1983, 1996, 2002 by International Bible Society. 2. Auflage 2009

www.amano-kunst.de


„Du kannst Gott aufgeben, aber Gott gibt dich nicht auf.“ Alice cooper, Rockmusiker


Inhalt Es geht los! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Einheit 1: Wuschel geht es gut. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Lied: Was dem Wuschel so geschah. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Material: Maske. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Einheit 2: Wuschel macht sich Gedanken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Beispiel: Handpuppe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Einheit 3: Wuschel geht weg und findet alles toll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Extra /// Bastelbogen: Wuschel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Einheit 4: Wuschel gerät in Gefahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Extra /// Bastelbogen: Der gute Hirte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Einheit 5: Der Hirte macht sich auf die Suche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Material: Ziehbild. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Einheit 6: Wuschel wird gefunden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Material: Wegkarte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Text des Wuschel-Films von Inge Böse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Wuschel-Ausweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35


Es geht

los

!

Die Bibel fasziniert. Mehr und mehr. Sie bewegt und macht Spaß. Als Kind haben wir unsere bunte Kinderbibel geliebt. Wir haben sie immer und immer wieder durchgeblättert und konnten bald alle Geschichten daraus nacherzählen. Seitdem haben sich die Geschichten nicht verändert. Die Bibel hat immer noch die gleiche Kraft, Kinderherzen höher schlagen zu lassen. Wuschel, das ist ein Schaf. Kein schwarzes Schaf, das beim Betrachten die altbekannten Vorurteile weckt. Wuschel ist eines von Einhundert. Wir, als an die Großstadt gewöhnten Menschen, bekommen natürlich recht selten eine Schafherde zu Gesicht. Aber es gibt andere Herden, die wir tagtäglich zu Hunderten weiden sehen. Mitten in der Innenstadt, auf dem Weg zum Supermarkt oder in der Straßenbahn. Es sind Menschenherden. Du kannst sie überall entdecken, wie sie sich in Massen durch die Welt bewegen.

elt unte W n. b e i D ipsel u biete „Schn och mehr z s wieder : a j d Un te at n eft gib bel“ h em der Bi m Arbeitsh lm. Außerd m e fi s k ue Zu die senden Tric eiter an ne w s a s den p bereit ter: en wir ! t i e fos un e b r n I a g u e z sel kunst.d Schnip mano.a w w w

Wenn Jesus predigte, gebrauchte er dabei gerne Tiere als Veranschaulichung. Das Bild des Hirten und seiner Schafherde ist dabei sehr zentral und zieht sich durch die ganze Bibel. Jesus sprach oft in Gleichnissen. Gleichnisse sind Geschichten, die damals alltägliche Situationen beschrieben, um den Menschen die Aussage möglichst leicht verständlich zu erklären. Die Geschichte vom verlorenen Schaf kann eine Möglichkeit bieten, Kinder verschiedene Emotionen durchleben zu lassen: Abenteuerlust, Neugier, Verlust und Angst. Es werden in der Arbeit mit dieser Geschichte aber auch Themen wie „Grüppchenbildung“, „Verlustangst“ und „der Umgang mit Besitz von anderen“ angesprochen. Hierbei sind dein Engagement und deine Empathie gefragt. Empathie zu zeigen, heißt einfühlsam auf die Kinder und deren Emotionen zu reagieren und auch selbst authentisch zu bleiben. Dieses Heft kann dich in deiner Arbeit mit Kindern kreativ unterstützen. Dazu findest du in diesem Heft Spiele, Bastelvorlagen, Ideen und kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Es hilft, wenn du im Vorfeld das spezielle Treffen durchliest und dich entsprechend darauf vorbereitest, gerade was die Kinderfragen zu dieser Geschichte angeht.

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EINFÜHRUNG Auf dich wartet die Ausarbeitung der Geschichte von dem verlorenen Schaf. Diese haben wir in sechs Einheiten gegliedert. Pro Einheit solltest du jedoch zwei Treffen planen. Für ein Treffen sind grob 50 bis 60 Minuten geplant (sprich 100 bis 120 Min. pro Einheit). Manche Einheiten lassen sich bestimmt länger gestalten. Die Zeit, die übrig bleibt, kannst du aber auch dafür nutzen, manche Spiele zweimal zu spielen. Durch die Zeit, die bleibt, um Fragen stellen zu dürfen, bekommen die Kinder die Chance, etwas von der Geschichte zu verinnerlichen. Diese Verinnerlichung geschieht jedoch nicht nur ausschließlich durch das zweimal Spielen der Spiele, sondern unter anderem auch dadurch, dass du eine nicht leistungsorientierte Atmosphäre bietest. Für unsere Geschichte mit dem verlorenen Schaf zählt der Einfallsreichtum. Was bedeutet, dass wir dich dazu ermutigen wollen, Orientierung nicht auf das Ergebnis zu lenken, sondern auf jede einzelne inhaltliche Befassung mit der Geschichte. Die Kinder werden dabei den Teil, der für sie am wichtigsten ist, lernen. Du wirst jedoch auch merken, dass manche Vierjährige oder auch Fünfjährige Probleme haben, konzentriert zuzuhören. Wir haben überlegt, dass eine Gruppengröße von 10 bis 15 Kindern realistisch ist.

Bei jedem Treffen sollten die Kinder folgendes mitbringen: Ihre Wuschel-Mappe In der sie alle Arbeitsblätter und gebastelten Werke sorgfältig unterbringen können. Als Deckblatt für die Mappe könntest du einfach das Titelblatt farbig kopieren. Ihren Wuschelausweis (Seite 35) In dem die Kinder für jedes besuchte Treffen einen Stempel erhalten (pro Einheit haben die Kinder also zwei Stempel in ihrem Wuschelausweis – sonst gibt es vielleicht bittere Tränen, wenn der Papa oder die Mama an einem Sonntag krank waren und nicht fahren konnten). Wenn nötig, bringt jedes Kind seine eigene Schere und seinen eigenen Kleber mit. Zu dem Zeitplan und dem Ablaufsplan für die Einheiten haben wir dieses grobe Schema ausgedacht: 1. Treffen: 10 Minuten 15 Minuten 25 Minuten 10 Minuten

Anfangskreis Erzählen Aktion Abschlusskreis

2. Treffen: Bei manchen Einheiten ist es sehr hilfsreich, eine weitere Person dazu zu nehmen. Mute dir nicht zu viel zu, denke an deine Stimme. Es ist nicht immer leicht, die Aufmerksamkeit aller Kinder zu bekommen. Mädchen und Jungen im Alter von 4 bis 8 Jahren dürften die Aktionen und die Spiele am meisten Freude bereiten. Wir haben uns Mühe gegeben, dir dementsprechend altersgerechte Spiele zur Verfügung zu stellen. Pro Einheit stehen dir zwei Bewegungsspiele zur Auswahl, so dass du zwischen dem Spiel, das viel Platz benötigt und dem Spiel, das wenig Platz benötigt, entscheiden kannst. Doch nun zurück zu den Einheiten.

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10 Minuten 10 Minuten 30 Minuten 10 Minuten

Anfangskreis Reflexion Aktionsspiele und/oder Fertigstellung der letzten Aktion Abschlusskreis

Erläuterung zu den Plänen! Anfangskreis: Dieser sollte zu einem gemeinsamen Anfang mit den Kindern genutzt werden. Eine herzliche Begrüßung aller Kinder in der Großgruppe stärkt nicht nur das Gruppengefühl, sondern auch das Selbstbewusstsein


der einzelnen Kinder. Die jüngeren Kinder genießen es, einen geregelten Ablauf zu haben, es gibt ihnen Sicherheit. Ein Anfangsritual wie das WuschelLied (Seite 11) wäre ein schöner Einstieg in den Beginn der Projektstunde. Du nimmst die Kinder ab dem ersten Tag auf eine Reise in die Geschichte und das Leben von Wuschel mit. Man weiß nie, ob vielleicht ein Kind an diesem Tag Geburtstag hat oder es ein anderes Kind gibt, das ganz viel zu erzählen hat, bevor es sich selbst darauf konzentrieren kann, etwas erzählt zu bekommen. Genau das gilt auch für das zweite Treffen, gemeinsam beginnen und gemeinsam beenden. Erzählen: Jetzt bist du gefragt und evtl. sogar dein schauspielerisches Talent. Du schaffst die Überleitung zur Geschichte. Du befindest dich in der Erzählerrolle. Wie du diesen Teil der Geschichte von Wuschel am besten erzählst, wird dir unter dem Symbol des Mundes erklärt. Aktion: Unter dem Symbol der Hand verbirgt sich immer eine Aktion, die du mit den Kindern zu diesem Teil der Geschichte durchführen kannst. Diese Aktionen bestehen aus einer kreativen Aufgabe für die Kinder. Auf verschiedene Art und Weise dürfen die Kinder gestalterisch aktiv werden. Das Fragezeichen soll dich darauf aufmerksam machen, welche Fragen bei den Kindern aufkommen könnten und welche Impulse du beim gemeinsamen Reflektieren geben kannst. Impulse sind in unserem Fall kleine Denkanstöße für die Kinder. Genau dazu solltest du ihnen viel Zeit einräumen. Die Geschichte auf sich selbst zu übertragen und im Alltag an bestimmte Verhaltensweisen erinnert zu werden, ist ein großes Wunschziel, das hinter diesem Arbeitsheft steckt. Die Geschichten aus der Bibel haben die Kraft, Leben zu verändern und dazu müssen Menschen noch nicht volljährig sein. Auch Kinder begreifen, sie begreifen nur anders: spielerisch. Sie brauchen dich für die Verknüpfung von Gespieltem, Gebasteltem und Gehör-

tem. Dies wird dir gelingen. Auch wenn es zunächst eine kleine Umstellung für dich werden könnte, keine Fragen mehr zu stellen, die nur mit einem einfach „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Abschlusskreis: Irgendwann ist leider auch jede Einheit einmal zu Ende. Ein trauriges „Oooh!“ von den Kindern spricht hierbei übrigens immer für dich. Für den Abschluss setze dich immer in einen Sitzkreis. Genauso wie beim Anfang. In einem Kreis lassen sich am besten Fragen stellen und beantworten. Anders als bei Kindern, die schon das Lesen und Schreiben beherrschen, wird es nun wichtig sein, auch die Jüngeren zu Wort kommen zu lassen. Gegenseitige Rücksichtnahme, Respekt und Wertschätzung gegenüber den anderen Kindern und ihren Erlebnissen und Einstellungen zu entwickeln, wird unter anderem ein Ziel sein auf deiner Reise zu Wuschel. Materialliste: Die Materialien für die Bewegungsspiele des zweiten Treffens sind unter jedem Spiel extra aufgeführt und möglichst gering gehalten. Grob gesagt benötigst du für die weiteren Aktionen: Pro Kind eine Schere, ausreichend funktionstüchtige Klebestifte evtl. TesaFilm. Die Einheiten sind sehr verschieden. Wie schon geschrieben, würden wir dich bitten, die Einheiten vor der Durchführung des Treffens gut durchzulesen und dir aufzuschreiben, was du speziell für die Durchführung der Treffen noch besorgen musst. Wir wünschen dir viel Erfolg und offene Ohren bei der Durchführung des Projektes. Des Weiteren bitten wir dich, uns über die Erfahrungen, die du mit dem Arbeitsheft gemacht hast, zu berichten. Wir sind für jede Kritik und jede Rückmeldung dankbar. Immerhin wollen wir dich in der Arbeit mit Kindern unterstützen und sind daher auf deine Tipps, Ratschläge und Erfahrungen angewiesen. Danke schon einmal im Voraus.

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WUSCHEL

gEHT es gut.

Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen. Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen. Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen, weil er der gute Hirte ist. Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir. Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab. Psalm 23,1-4 So oder so ähnlich könnte es einem kleinen Schaf namens Wuschel gehen, dass täglich mit allem versorgt wird, was es braucht um glücklich und zufrieden zu sein. Das kleine Schaf wird satt auf den tollen, großen Wiesen, auf denen es ganz leckere saftige, grüne Grashalme zu futtern gibt. Auch wenn es Durst hat, wird vom guten Hirten dafür gesorgt, dass es etwas zum Trinken bekommt und keinen trockenen Hals hat. Es wird zu einer Quelle geführt, dort gibt es frisches Wasser, vielleicht sogar Wasser mit Geschmack. Auf den manchmal auch weiten Wegen durch Täler und über hohe Berge hat Wuschel keine Angst, denn es kann darauf vertrauen, dass der gute Hirte immer nach ihm sieht und es vor der Gefahr, die drohen könnte, beschützen wird.

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1. Treffen Bereite in der Mitte des Sitzkreises ein Festmahl für die Kinder vor. Stelle ihnen eine Schale mit verschiedenem Obst und Gemüse bereit und einige Getränke. Die Kinder sollen sich fühlen wie Wuschel, dem es an nichts mangelte. Vielleicht bringt ja auch jedes Kind etwas Gesundes mit? Dazu könntest du einfach einen Aushang gestalten. Das Anschließende Wegräumen und Aufräumen der Schalen und Gläser sollte bis zum Ende warten. Stapelt alles und stellt es, wenn möglich, auf ein Tablett oder einen Geschirrwagen. Nun beginne von Wuschel zu erzählen. Das ist eine Geschichte, die sogar Jesus in der Bibel den Erwachsenen Menschen erzählt hat. Diese Geschichte ist steinalt. Wecke Spannung und Neugier auf Wuschel, das sich gerade auf einer tollen saftigen Wiese befindet. Verpacke die Geschichte so, dass die Kinder selbst darauf kommen, dass Wuschel ein Schaf ist. Kopiere die Schablone auf Seite 12. Übertrage die Vorlage auf Pappe und lass die Kinder ihr Schafsgesicht ausschneiden. Sie können es nun mit Watte verzieren. Hilf ihnen, daraus eine Maske zu erstellen, indem sie die beiden Löcher am besten mit einem Gummiband verbinden. Wenn ein Kind Änderungen an seiner Schablone vornehmen möchte, beispielsweise ein kleineres Ohr, so lass es zu. Schablonenarbeit ist oft deswegen nicht angesehen, weil die Individualität des Kindes verloren geht. Stelle Gestaltungsmaterialien bereit, mit denen die Kinder ihre Wuschelmaske verschönern können.


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Warum ist Wuschel fröhlich? Wie sieht eine perfekte Wiese für Schafe aus? Was ist eine Quelle? Wozu braucht der Hirte den Hirtenstab? Was hat der Hirte alles für seine Schafe gemacht? Bei der Klärung der Fragen musst du kein Lexikon zur Hand nehmen Es geht einfach darum, die Fantasie anzuregen. Die Kinder bekommen noch früh genug die Realität erklärt. Vielleicht glaubt ein Kind, dass die perfekte Wiese für Schafe blau gefärbt ist. Was ist schon dabei. Lassen wir die Fantasiewiese blau. Vierjährige wissen schon einiges, nur noch nicht alles, aber wer weiß das schon.

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2. Treffen In einem Kreis sitzend ist die Grundlage für die Kommunikation in einer Gruppe und besonders einer Gruppe von Mädchen und Jungen hervorragend geeignet, um heute etwas zu verdeutlichen: könnten wir nicht eine Herde repräsentieren? Sind wir aus der Sicht von Jesus nicht eine kleine Herde? Über wen haben wir beim letzen Treffen erfahren? Wie hieß das kleine Schaf? Und wer kann vielleicht sogar den Bibelvers vorlesen, um noch einmal zu verdeutlichen, was Wuschel alles hatte? Gib den Kindern Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Hilf ihnen durch offene Fragen, Fragen die nicht mit „Ja“ oder einem „Nein“ beantwortet werden können, das Gespräch aufrecht zu erhalten. Viel Platz Geräusch Hirte Anleitung: Alle Kinder suchen sich einen Partner. In der Zweiergruppe muss nun einer die Rolle des Hirten übernehmen und einer die Rolle des Schafes. Der Hirte verbindet seinem Schäfchen die Augen und vereinbart mit seinem Schaf ein Geräusch, dem es folgen muss, um zum Hirten zu gelangen. Die einfache Variante ist, die Hirten am Ende des Raumes in einer Reihe aufzustellen und die Schäfchen gegenüber am Anfang des Raumes aufzustellen. Auf „Los!“ geht’s los und die Hirten brüllen laut ihr vereinbartes Wort („Hier!“, „Kuckuck!“ etc.), oder ihr vereinbartes Geräusch (Schnalzen, Schnipsen, Gurgeln, Klatschen, Pfeifen etc.). Die Schafe müssen auf die andere Seite zu ihrem Hirten gelangen, nur aufgrund des Hörens. Es darf nicht gesprochen werden und die Schafe nur mit Gegengeräusch des dazugehörigen Hirten antworten. Die schwierigere Variante ist, dass es keine „Gegenüberstellung“ der Hirten und Schafe gibt, sondern, dass alle frei im Raum herumlaufen. Der Hirte führt sozusagen sein Schaf mit Hilfe des vereinbarten Geräusches im Raum umher. Vielleicht baut ihr vorher einen Parcours aus Stühlen auf, um

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den die Schafe alle gleichzeitig geführt werden sollen. Das gibt Chaos und die Hirten müssen gut auf ihr Schaf aufpassen, da es sonst mit anderen Schafen kollidiert. Vielleicht muss so manch ein Hirte erst einen Umweg laufen, um dann sein Schaf sicher durch den Parcours zu führen. Material: Augenbinden für jedes Kind, Stühle pro Nase die mitspielt Ziel des Spieles: In dem Vordergrund, wird bei diesem Spiel die auditive Wahrnehmung gestellt. Dadurch, dass der „Sehsinn“ mit der Augenbinde ausgeschaltet wird, verstärkt sich der „Hörsinn“ der Kinder. Sie bekommen ein Gefühl von Hilflosigkeit und ohne das vereinbarte Geräusch wüssten sie nicht, wo sie hinlaufen müssen, damit ihnen nichts geschieht und sie sich nicht verletzen. Wichtig ist hierbei, dass du die Anzeichen der Kinder wahrnimmst, wenn sie Angst bekommen oder äußern. Achte auch darauf, dass vertrauensvoll miteinander umgegangen wird und die kleinen Hirten keinen Spaß daran entwickeln, ihr Schäfchen gegen die Wand laufen zu lassen. Wenig Platz Herdensuche Anleitung: Die Kinder laufen, rennen, hopsen, kriechen, (der Fortbewegung ist keine Vorschrift geboten) in dem Raum herum. Du rufst eine Zahl, beispielsweise „drei“ und die Kinder müssen sich zu dritt zusammenstellen und eine eigene kleine „Herde“ bilden. Als Schwierigkeitsstufe kannst du einbauen, dass sich nun jede kleine Herde eine Besonderheit ausdenken muss, die sie den anderen Herden vorstellen sollen. So stellt nun unsere Dreiergruppe aus dem Beispiel den anderen Dreiergruppen eine Bewegungsabfolge vor, die sie synchron darbieten. (Es kann auch ein Sprechreim zusammen vorgetragen werden wie z. B.: „Wir sind vier und stehen hier, wissen weiter nix und machen einen Knicks“). Es geht nur um die Originalität der jeweiligen Herde, nicht um die Qualität.


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Material: Papier und Stifte für die Darbietungen, die die Kinder geben werden. Ziel des Spiels: Die Gruppe ist sowohl eine ganze „Herde“, aber sie kann auch in kleinere „Herden“ unterteilt werden. Ziel ist es, aus so vielen Kombinationen wie nur irgendwie möglich, einmal jedes Kind mit jedem in einer Konstellation zusammengeführt zu haben. Interessant wird es, wenn du sie später fragst, ob sie das vielleicht aus der Pause in der Schule kennen. Gibt es im Alltag

der Kinder vielleicht auch Grüppchenbildung? Gehören die Kinder zu einer bestimmten Gruppe oder wird ihnen gar eine Gruppe zugeteilt, mit der sie nicht zurechtkommen? „Streber“, „Klassenclown“, „Petze“ oder gar „Heulsuse“? Wie gehen die Kinder damit um? Was kann man tun, um kein Kind in eine Gruppe zu stecken, in der es sich nicht wohl fühlt – vielleicht auf meine Gedanken achten?

Mäh, Mäh, Mäh Was dem Wuschel so geschah Nach dem Lied „Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp!“ (Karl Hahn 1807) Melodie: Karl Gottlieb Hering (1807) Text: Inge Böse (2008)

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Mäh,

mäh,

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mäh, G

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ich lieb‘ Gras und

Klee.

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Hir - te führt mich auf die Wei - de, dass ich kei - nen

Hun - ger lei - de.

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Mäh,

mäh,

mäh,

ich lieb‘ Gras und

Klee.

2. Mäh, mäh, mäh, in die Welt ich geh‘. Ich geh jetzt allein spazieren, will was Neues ausprobieren. Mäh, mäh, mäh, in die Welt ich geh‘. 3. Mäh, mäh, mäh, was ich alles seh‘! Märchentor und Riesensteine, Bäume, Blumen, große, kleine. Mäh, mäh, mäh, was ich alles seh‘! 4. Mäh, mäh, mäh, ich schrei Ach und Weh. Warum bin ich laufen ‘gangen, jetzt bin ich ganz eingefangen. Mäh, mäh, mäh, ich schrei Ach und Weh. 5. Mäh, mäh, mäh, ich bin frei, juchhe! Denn mein Hirt hat mich gefunden, er heilt alle meine Wunden. Mäh, mäh, mäh, ich bin frei, juchhe!

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Maske zu Einheit 1: „Wuschel geht es gut“


Was dem Wuschel so geschah