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Idee und Ausarbeitung: Daniela Schüler Nach dem Film „Jona und sein schwerer Auftrag“ von Manfred Böse erschienen in der Reihe „Schnipsel - Die bunte Welt der Bibel“ Bibelzitate erfolgen i.d.R. nach der Übersetzung: „Hoffnung für alle“ © 1986, 1996, 2002 by International Bible Society. Übersetzung: Brunnen Verlag Basel und Gießen. 1. Auflage 2008

www.amano-kunst.de


„Ich mag Jona sehr gern. Da entdecke ich mich auch wieder. So einer, der sich um die Wahrheit rummogeln möchte und denkt, er kommt so drum rum. Der immer wieder auf die Schnauze fällt, aber auch wieder eine Chance kriegt.“ Ben Becker, Schauspieler


Inhalt Es geht los! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Einheit 1: Eine böse Stadt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Material: Bastelbogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Einheit 2: Flucht! Jona rennt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Material: Zahlenbild. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Einheit 3: Wind. Die strürmische See . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Material: Kartenspiel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Einheit 4: Die Tiefen des Meeres. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Material: Bastelbogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Einheit 5: Fisch. Jona im Bauch. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Material: Textrahmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Einheit 6: Angst. Ninive fastet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Material: Ausmalbild. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Lied: Der Herr ist gnädig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Einheit 7: Material: Suchbild. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Gnade. Kein Gericht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Extra /// Bastelbogen „Stadttor“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Einheit 8: Einspruch. Jona klagt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Reisepass. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Text des Jona-Films von Inge Böse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Extra /// Bastelbogen „Jona vor seinem Haus“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42


Es geht

los

!

Die Bibel fasziniert. Mehr und mehr. Sie bewegt und macht Spaß. Als Kind haben wir unsere bunte Kinderbibel geliebt. Wir haben sie immer und immer wieder durchgeblättert und konnten bald alle Geschichten daraus nacherzählen. Seitdem haben sich die Geschichten nicht verändert. Die Bibel hat immer noch die gleiche Kraft, Kinderherzen höher schlagen zu lassen. Die Geschichte von Jona ist dabei eine der vielschichtigsten Erzählungen der Bibel. Trauer, Glück Angst, Hoffnung, Eifersucht, Einsicht, Wut und Freude. Das Drama um Ninive deckt das ganze Spektrum der Gefühle ab. Es ist Jonas Angst, Unsicherheit, Trotzigkeit, seine Schadenfreude die aus Jona einen von uns macht: einen Menschen mit allen Ecken und Kanten. Die Bibel bleibt erbarmungslos ehrlich. Sie produziert keine Helden. Die Erzählung um Jona zeigt wesentliche Eigenschaften von uns Menschen, aber auch von Gott auf. Es geht ihm nicht nur um die Rettung einer ganzen Stadt, sondern auch um den Einzelnen. Gott geht auf die riesige Metropole ein, aber auch auf Jonas eigenartige Vorstellungen.

Doch das Buch Jona hat noch mehr zu bieten: Eine panische Flucht, einen heftigen Sturm, leidenschaftliche Erweckungspredigten, eine riesige Gangstermetropole, einen gigantischen Fisch, einen einsichtigen König, einen eigensinnigen Propheten und viele, viele Soldaten. All diese aufregenden Elemente sind es, die die Kinderaugen zum Funkeln bringen werden – und dieses Arbeitsheft soll dabei helfen! Dieses Heft kann dich in deiner Arbeit mit Kindern kreativ unterstützen. Dazu findest du in diesem Heft Spiele, Bastelvorlagen, Ideen, kreative Gestaltungsmöglichkeiten und speziell auf Kinder abgestimmte Fragen. Ich hoffe, dass du eben so viel Spaß beim Vorbereiten der Jonageschichte hast, wie die Kinder später beim Zuhören und Mitmachen! Achja: „Schnipsel – Die bunte Welt der Bibel“ hat noch mehr zu bieten. Zu diesem Arbeitsheft gibt es den passenden Trickfilm. Außerdem arbeiten wir bereits jetzt an neuem Schnipselzeug!

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EINFÜHRUNG Wir haben die Geschichte von Jona in acht Einheiten gegliedert. Pro Einheit die du durchführen möchtest, solltest du aber zwei Treffen planen. Für ein Treffen sind grob 50 – 60 Min. geplant (sprich 100 – 120 Min. pro Einheit). Du hast es in der Hand, ob du manche Einheiten länger gestalten möchtest oder kürzer. Die Kinder bekommen durch die Zeit, die bleibt, Fragen stellen zu dürfen und manche Spiele sogar zweimal spielen zu können, die Chance, auch etwas von der Geschichte tatsächlich zu verinnerlichen und müssen nicht einem sturen Programm folgen. Apropos Kinder, wir haben uns überlegt, dass eine Gruppengröße von 15 Kindern realistisch ist. Wir finden auch, dass du dir gerne eine weitere Person nehmen kannst, mit der du zusammen die Gruppe durch das Projekt führst, dann ist es sogar möglich noch mehr Kinder mit einzubeziehen. Mute dir nur nicht zu viel zu, denke an deine Stimme. Es ist nicht immer leicht die Aufmerksamkeit aller Kinder zu bekommen. Mädchen und Jungen im Alter von 6 – 12 Jahren dürften die Aktionen und Spiele am meisten Freude bereiten. Wir haben uns Mühe gegeben, dir dementsprechend altersgerechte Spiele zur Verfügung zu stellen. Pro Einheit stehen dir zwei Bewegungsspiele zur Auswahl, so dass du zwischen dem Spiel, das viel Platz benötigt und dem Spiel, das wenig Platz benötigt, entscheiden kannst. Zurück zu den Einheiten. Bei jedem Treffen, sollten die Kinder Folgendes mitbringen: Ihren Jona Ordner in dem sie alle Arbeitsblätter und gegebenenfalls ihre Basteleien sorgfältig unterbringen. Dafür kannst du den Kindern das Titelblatt als Deckblatt farbkopieren.

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Ihren Reisepass (Seite 35) in dem die Kinder für jedes besuchte Treffen einen Stempel erhalten. (Pro Einheit haben die Kinder also zwei Stempel in ihrem Reisepass – sonst gibt es vielleicht bittere Tränen, wenn der

Papa an einem Sonntag krank war und nicht fahren konnte.) Wenn nötig bringt jedes Kind seine eigene Schere und seinen eigenen Kleber mit. Zu dem Zeitplan und dem Ablaufsplan für die Einheiten haben wir dieses grobe Schema ausgedacht: 1. Treffen: 10 Minuten 20 Minuten 20 Minuten 10 Minuten

Anfangskreis Erzählen Aktion Abschlusskreis

2. Treffen: 10 Minuten 20 Minuten 25 Minuten 5 Minuten

Anfangskreis Reflektion Aktionsspiel und/oder Fertigstellung der letzten Aktion Abschlusskreis

Erläuterung zu den Plänen! Anfangskreis: Dieser sollte zu einem gemeinsamen Anfang mit den Kindern dienen. Begrüßung und Anfangsritual, wie das Jona-Lied (Seite 27), wären ein schöner Einstieg in den Beginn des Projekttages. Du nimmst die Kinder nun mit auf eine Reise in das Buch Jona. Man weiß nie, ob vielleicht ein Kind genau an diesem Tag Geburtstag hat oder es ein anderes Kind gibt, das ganz viel zu erzählen hat, bevor es sich selbst darauf konzentrieren kann, etwas erzählt zu bekommen. Auch für das zweite Treffen der Einheit ist ein gemeinsamer Anfang in einem Sitzkreis immer am schönsten. Reflektion: Am besten bleibst du mit den Kindern in einem Sitzkreis, wenn du die Reflektion des letzten Treffens durchnimmst. Reflektion bedeutet für die Kinder, Wiederholung und ein wieder ins Gedächtnis rufen, was sie letztes Mal gemacht haben. Du wirst


schnell merken, dass diese Reflektion einen hohen Stellenwert für das Ziel des Projektes hat. Die Kinder sollen weitgehend die Geschichte von Jona verinnerlichen können und dazu ist Wiederholung unabdinglich. Du weißt auch nie, ob neue Kinder zum Projekt hinzukommen. Vielleicht war ein Kind bei dem ersten Treffen im Urlaub oder krank oder ein anderes Kind bringt einen Freund mit zum Projekt. Durch die Reflektion bekommt jedes Kind die Möglichkeit, das, was es vom letzten Mal verinnerlicht hat zu erzählen. Achte darauf, dass nicht immer dieselben Kinder alles reflektieren. Gib auch den ruhigeren und schüchternen Kindern die Gelegenheit einen Beitrag zu geben.

kleine Hausaufgabe). Achte darauf dass das Schreiben vor der Gruppe nicht zum negativem „Vorführen“ unter den Kindern angesehen wird. Halte Augen und Ohren offen.

Erzählen: Jetzt bist du gefragt evtl. sogar dein schauspielerisches Talent. Du schaffst die Überleitung zur Geschichte. Du befindest dich jetzt in der Erzählerrolle. Wie du diesen Teil der Geschichte um Jona am Besten erzählst, wird unter dem Symbol des Mundes erklärt.

Die Materialien für die Bewegungsspiele sind unter jedem Spiel extra aufgeführt: Pro Kind eine Schere, ausreichend funktionstüchtige Klebestifte, evtl. TesaFilm.

Aktion: Unter dem Symbol der Hand verbirgt sich immer eine Aktion, welche du mit den Kindern zu diesem Teil der Geschichte durchführen kannst. Meist ist dies eine kreative Aufgabe für die Kinder, in der sie gestalterisch, auf jeden Fall aber aktiv werden können. Abschlusskreis: Irgendwann ist leider auch diese Einheit zu Ende. Ein trauriges „Oooh“ von den Kindern spricht hierbei übrigens immer für dich. Setze dich immer für den Abschluss in einen Kreis. Genau wie für den gemeinsamen Anfang. Dann könnt ihr euch alle gemeinsam noch Fragen aufschreiben, die ihr habt. Tipps zu den Fragen, welche bei Kindern aufkommen könnten, findest du unter dem Symbol des Fragezeichens. Wichtig: Es werden in dem jeweils „ersten“ Treffen von zwei im Abschlusskreis nur Fragen aufgeschrieben! Noch nicht geklärt. Entweder schreibst du sie auf – jede Frage auf einen bunten Papierstreifen und bewahrst sie bis zum nächsten Mal auf oder du lässt die Kinder, die keine Schwierigkeiten beim Schreiben haben, ihre Fragen aufschreiben und mit nach Hause nehmen (vielleicht sogar als

Das Fragezeichen soll dich darauf aufmerksam machen, welche Fragen die Kinder evtl. haben. Ideal wäre es, wenn du die vorgefertigten Fragen gar nicht vorgeben musst und diese Fragen bei den Kindern von alleine aufkommen. Der Fuß ist das Zeichen für die Bewegungsspiele. Dabei werden die Kinder gefordert und gefördert. Materialliste:

Für die Einheiten allgemein wird viel Tonkarton gebraucht. Davon legst du dir am besten zu Beginn des Projektes einen Vorrat an: Tonkarton in verschiedenen Farben, jeweils hell und dunkel, denn je mehr Farben zur Auswahl stehen, desto bunter und lebhafter wirken die nachgebastelten Elemente. Du kopierst dir die Vorlage hier im Heft und überträgst sie auf den Tonkarton (Grau, Rot, Lila, Rosa, Grün, Braun, Blau, Schwarz, Weiß und Hautfarbe). Ansonsten würden wir dich bitten, die Einheiten vor der Durchführung sorgfältig durchzulesen und dir aufzuschreiben, was du speziell für die Treffen noch besorgen musst. Wir wünschen dir viel Erfolg und offene Ohren bei der Durchführung des Projektes und bitten dich, uns über die Erfahrungen, die du mit dem Arbeitsheft gemacht hast, mitzuteilen. Wir sind für jede Kritik offen und über jede Rückmeldung dankbar. Immerhin wollen wir dich in der Arbeit mit Kindern unterstützen und sind daher auf deine Tipps, Ratschläge, Erfahrungen angewiesen. Danke schon einmal im Voraus.

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Ninive. die böse stadt

Der Herr sprach zu Jona, dem Sohn Amittais: „Gehe in die große und mächtige Stadt Ninive und kündige ihren Einwohnern an, dass ich sie bestrafen werde. Denn ich kenne ihre Bosheit.“ Jona 1,1-2 Die Geschichte von Jona ist wie keine andere im Alten Testament, eine Geschichte von der Barmherzigkeit Gottes. Ninive war in vielerlei Hinsicht eine böse Stadt. In der Bibel findest du einige Hinweise darauf.

Wehe dieser Stadt, die ein Blutbad nach dem anderen anrichtet, in der Betrug und Gewalt herrschen. Schon immer war sie auf Raub aus und wollte nie damit aufhören. Nahum 3,1 Weit und breit gibt es keinen, den sie nicht grausam gequält hat. Nahum 3,19 Gottes Geduld mit dieser Stadt ist beinahe am Ende. Er beauftragt den Propheten Jona, nach Ninive zu reisen, um den Menschen das Gericht Gottes anzukündigen. Jona betont Gottes Barmherzigkeit. Wieder und wieder. Wahrscheinlich war er, wie keiner seiner Zeitgenossen, von der Gnade Gottes überzeugt. Vielleicht war deswegen eine Predigt von ihm wirkungsvoller als 100 andere. Darum, so scheint es, ist Jona genau der Richtige für diese Mission.

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1. Treffen Fordere die Kinder auf, ganz nah zusammenzurücken. Dann beginne im Flüsterton von der 2700 Jahre alten Geschichte von Jona zu erzählen. Wecke Spannung, verpacke die Geschichte als ein Geheimnis. Erzähle wie Jona eines Morgens auf der Terrasse sitzt. Beschreibe die sonderbare Stimmung, die vielleicht an diesem Tag geherrscht hat. Erwähne, dass „Etwas“ in der Luft lag, die sonderbare Färbung des Himmels, die merkwürdige Stille an jenem Sommermorgen. Wenn Gott in der Geschichte zu Wort kommt, kannst du schlagartig laut und deutlich sprechen. Kopiere den Bastelbogen auf der nebenstehenden Seite. Nimm dir die Zeit und übertrage die Elemente auf grauen Tonkarton. Die Dächer auf rotem Tonkarton. Bedenke dabei, dass manche Kinder bestimmt zwei Türme bzw. Häuser bauen wollen. Die Elemente können zusammengeklebt und beliebig kombiniert werden. Lass die Kinder Ninive nachbauen. Es war eine riesige Stadt, der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Versuche kaum Farben mit hinein zu bringen, deute an, dass es eine böse Stadt war und darin nichts Schönes mehr zu finden war. (Farben kommen dann am Ende hinzu.) Bitte die Kinder zum nächsten Treffen Alltagsmaterialien mitzubringen (Toilettenpapierrollen, Plastikbecher, Alufolie, etc.) Als Untergrund für die Stadt solltest du dir etwas suchen, was einigermaßen stabil ist. Vielleicht einen zusammengeklappten Umzugskarton? Darauf wird die Stadt befestigt. Was ist ein Prophet? Warum will Gott Ninive warnen? Warum zerstört er die Stadt nicht sofort?


1 2. Treffen Ganz nach dem Motto „Reden und reden lassen“ solltest du dir heute viel Zeit nehmen um die Kinder zu Wort kommen zu lassen. Sie sollen sich gegenseitig die Geschichte erzählen, was bisher mit Jona geschah. Zeit um Fragen zu klären! Letztes Mal habt ihr Fragen aufgeschrieben. Jetzt werden sie geklärt. Versuche auch hierbei wieder, den Kindern die Möglichkeit zu geben sich gegenseitig zu erklären, was sie glauben, was zum Beispiel ein Prophet ist. Wenn es niemand weiß, so kannst du daraus auch ein Spiel machen. Du teilst die Gruppe einfach altersgemischt, in drei oder vier Kleingruppen und diese Gruppen bekommen jeweils eine Frage, die sie beantworten müssen. Stelle ihnen aber Bücher etc. zur Verfügung. Wie weit ist eure Stadt Ninive? Ist sie noch nicht fertig geworden, so bastelt ihr heute daran weiter, denn die Kinder haben ja ihre Alltagsmaterialien mitgebracht. Sind die Kinder schon fertig bzw. habt ihr gegen Ende der Fertigstellung noch Zeit, dann suche dir doch noch ein Spiel aus, das du mit den Kindern durchführst. Viel Platz Die Räuber kommen Anleitung: Zuerst werden jedem Mitspieler 5 -10 Wäscheklammern ausgeteilt. Die Klammern müssen gut sichtbar, an der Kleidung des Kindes befestigt werden. Nun gilt „Jeder gegen Jeden“. Nachdem du den Startschuss gibst, müssen die Kinder sich gegenseitig die Wäscheklammern von den Klamotten ziehen.

erst einmal miteinander vertraut zu machen. Bezug zur Geschichte: Die Kinder versetzen sich in die Bewohner der Stadt Ninive, die einander nur Böses antaten, sie beklauten einander. Die jeweiligen Gewinner werden vielleicht von dir zum „Oberräuber der Stadt Ninive“ ausgezeichnet. (mündliche Auszeichnung)Erzähl ihnen, dass die Räuber sich sogar über solche Auszeichnungen freuten und dass es ihnen nichts ausmachte, dass alle anderen Menschen vor ihnen Angst hatten. Spieldauer: Du kannst die Zeit vorgeben, etwa 5 – 10 Minuten pro Spiel. (Plane am besten mind. zwei Durchläufe) Wenig Platz Der Räuber der Stadt Ninive Anleitung: Alle Kinder setzen sich auf ihre Knie und strecken ihre beiden Arme vor sich. Dabei müssen die Hände den Boden berühren. Du als Spielleiter solltest als erstes der böse Räuber der Stadt sein, und um dich herum ganz eng sitzen alle Kinder (die Bewohner der Stadt). Deine Hand kreist über die Hände der Kinder während du den gemeinen Spruch des Räubers (Seite 11) aufsagst. Bei dem Wort „hab“ des letzten Satzes schnappst du dir eine Hand. Für die Kinder ist dieses Wort das Signal zum Wegziehen. Erwischt du eine Hand, weil das Kind nicht schnell genug war, so muss es diese Hand aus dem Spiel nehmen und hat nur noch eine. Wenn ein Kind gar keine Hand mehr hat, wartet es bis das Spiel zu Ende ist oder es wird zum Räubergehilfen. Material: mind. eine gesunde Hand pro Mitspieler

Material: Wäscheklammern, Stoppuhr Ziel des Spiels: Dieses Spiel ist ein Gruppenspiel. Alle sind die Bösen. Solche Spiele, wo „Jeder gegen Jeden“ ist, eignen sich zu Beginn des Projektes hervorragend um die Kindergruppe

Ziel des Spiels: Bei diesem Spiel wird unter anderem die Konzentration der Kinder gefördert. Sie bekommen ein Signal, sowohl visuell als auch auditiv. Sie sehen: die Hand schnappt zu und sie hören den Sprechreim und das dazu

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Bastelbogen zu Einheit 1: „Ninive. Die böse Stadt“


1 gehörende Signalwort. Das Auswendiglernen des Räuberspruches macht jedem Kind Freude, wenn es merkt, es steht nicht im Mittelpunkt. Lass die Kinder zu Beginn des Spieles einfach ganz oft den Räuberspruch mit dir zusammen aufsagen.

Spieldauer: mind. 10 Minuten (kommt auf die Gruppengröße an. Vielleicht besteht die Möglichkeit aus der Großgruppe zwei Kleingruppen zu machen?)

Bezug zur Geschichte: Die Bewohner der Stadt Ninive konnten nicht mal ihr Haus verlassen, weil sie so eine schreckliche Angst vor den Räubern hatten, die in der Stadt umher liefen. Einer davon ist jetzt bei den Kindern. Dadurch wird klarer wie viel Angst die Bewohner der Stadt hatten – Die Frage in den Köpfen der Kinder, die Spannung erzeugt, ist: „Wann wird er wohl mich fangen?“

Ich bin der Räuber der Stadt Ninive und krieg ich dich oh weh oh weh, erst such ich dich, dann seh’ ich dich, dann fang ich dich – jetzt hab ich dich

Räuberspruch: Versuche eine Sprechmelodie zu finden.

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Jona und sein schwerer Auftrag - Arbeitsheft