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interview | 11

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kennung für all die ehrenamtlichen Tätigkeiten des Gremiums. Ich betone: Es sind alles Leute, die in ihrer Freizeit Aufgaben übernehmen, wie etwa Plakate aufzuhängen oder Karten abzureißen, damit das Festival gelingt und zu einem Erfolg wird. König des deutschen Jazzschlagers, Götz Alsmann, präsentiert sein Album „In Paris“ mit seiner Band bei den internationalen Sonneberger Jazztagen. Auch in den vergangenen Jahren waren immer wieder musikalische Größen als Stargäste mit dabei. Was macht das Festival für solch erfolgreiche Musiker so attraktiv? Peter Wicklein: Das ist auch eine Geschichte, die wie ein Motor wirkt. Sonneberg ist durch eine besonders sorgfältige Vorbereitung in dieser Richtung bekannt geworden. Die Leute kommen an, sie haben meist eine sehr lange Anreise hinter sich, werden also erst einmal anständig begrüßt, da muss es nach Kaffee riechen, da müssen Würstchen da sein, damit sie erst einmal etwas zwischen die Zähne bekommen. Sie müssen sich wohlfühlen können. In der Garderobe liegen frische Handtücher, Kühlschrank, Dusche – alles ist vorhanden, auch spezifische Catering-Wünsche werden erfüllt. Das sind Dinge, die für uns dazugehören. Die richtige Organisation kombiniert mit der Gastfreundschaft – das macht es aus und spricht sich

dann eben auch in den Künstlerkreisen herum. Warum sollten Leute das Festival auch in diesem Jahr auf keinen Fall verpassen? Peter Wicklein: Wir haben viele neue Dinge, auf die sich Besucher in diesem Jahr freuen können. Unter anderem gibt es zum ersten Mal den Workshop „Jazz for Kids“, speziell für Kinder der Klasse1-4 an der musikalischen Grundschule Wolkenrasen. Hier können Kinder dieser Schule in der Wolke 14 einen ganzen Schultag lang selbst aktiv Musik machen. Auch unser Gospelworkshop „The Gospels of Aretha“, wo junge Sänger vom wohl besten Gospel-Pianisten Europas, Niko Schlenker, animiert und vorbereitet werden, ist eine einmalige Erfahrung für alle Teilnehmer. Dass viele der Workshop-Teilnehmer in seinen Workshops zum ersten Mal Bühnenluft schnuppern, ist ihnen nach der hervorragenden Vorbereitung kaum anzumerken – auch nicht, wenn sie zum ersten Mal ein Solo-Mikrofon in der Hand haben und voller Leidenschaft den Song zu „ihrem Song“ machen. Als Vocal Coach unterstützt Niko in diesem Jahr Dorrey Lin Lyles. Die Tochter von Reverend Charles Lyles wurde 1970 sprichwörtlich in die Gospelszene hineingeboren. Als weiterer Vocal Coach und genialer Solist ist der fantastische New Yorker Soul- und Gospelsänger Boysie White dabei. Beim großen Abschlusskonzert

THE GOSPEL EXPERIENCE steht der Sonneberg Workshop Choir zusammen mit Niko, Dorrey, Boysie und den „Voices of Black Gospel“ auf der großen Gesellschaftshaus-Bühne. Was ist Ihre schönste Jazzfestival-Erinnerung aus den 26 Jahren? Peter Wicklein: Die Begegnung mit Paul Kuhn zu den 24. Internationalen Sonneberger Jazztagen im Jahre 2010 war etwas ganz Besonderes. Er faszinierte mich, als Mensch ebenso wie als Musiker. Der Paul, der hat mich gedrückt, weil er sich hier so willkommen und wohl gefühlt hat. Er schilderte mir seine Ankunft in der Stadt: „Ich habe in Sonneberg an einer Tankstelle gehalten und nach dem Weg zum Schloßberg-Hotel gefragt. Ein junger Mann antwortete: ´Herr Kuhn, ich fahre voraus und Sie fahren mir hinterher´. So etwas passiert nicht mehr oft.“ Es war sehr offensichtlich, wie sehr diese Gastfreundschaft den Star beeindruckte. Aber auch

das Ambiente im Hotel mit Zimmer mit Blick über Sonneberg und die Erfüllung seiner Wünsche an Garderobe, Catering und Bühne fand er hier in Sonneberg einzigartig. Ich erinnere mich oft und gerne an meine Begegnungen mit Paul Kuhn. In diesem Zusammenhang darf ich meinen vielen Mitstreitern, den Sponsoren, den Unterstützern unseres Festivals und nicht zuletzt den starken Frauen an der Spitze von Stadt und Landkreis Sonneberg herzlich danken. Ohne sie wäre eine Veranstaltung, wie die Internationalen Sonneberger Jazztage nicht zu stemmen. Herr Wicklein, wir danken für das Interview, wünschen Ihnen für die diesjährigen Veranstaltungen viel Erfolg und für Ihre persönliche Zukunft alles erdenklich Gute, Gesundheit, Kraft und Elan, damit Sie weitere schöne Jahre mit der Jazzmusik erleben können. Die Fragen stellte Vivian Hopf

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amadeus Magazin 23/2013  

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