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. Ausgabe April 2008 1 Many Germs. One Solution.

WIRFÜRSIE OROCLEAN Hygiene-Club

Liebe Club-Mitglieder Herzlich willkommen im OROCLEAN Hygiene-Club! Es ist toll, dass Sie dabei sind. 35 arbeitsreiche Jahre bieten sich an, um ein lange geplantes Projekt zu verwirklichen: Die Herausgabe eines Newsletters rund um das Thema Hygiene. Am 12. September 1969 wurde die ORO CLEAN CHEMIE von Heinz und Ursula Suter gegründet - damals mit einem einzigen Desinfektionsmittel. Heute sind wir in über 50 Ländern tätig und unser umfassendes Produktesortiment erfreut sich hoher Beliebtheit. Mit dem OROCLEAN Hygiene-Club möchten wir Ihnen bei der Auswahl und Anwendung von Desinfektionsmitteln beratend zur Seite stehen. Durch unsere langjährige Tätigkeit hatten wir Einblick in viele Praxen und lernten deren Stärken, aber auch Schwächen kennen. Dieses Know-how wollen wir weitergeben, damit Sie optimale Arbeitsabläufe sowie effiziente und kostengünstige Hygienemass������������ nahmen umsetzen können. Ausführliche Hygieneschulungen, ein persönliches Betreuungsangebot durch unser kompetentes Beratungsteam und natürlich unser Newsletter, von dem Sie die Erstausgabe in Ihren Händen halten, runden das Angebot ab. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der Erstausgabe und freue mich auf Ihr Feedback. Herzliche Grüsse

Jürg Suter juerg.suter@ oroclean.com Marketing Manager

Wer sucht, der findet und spart.

Versteckte Kosten? Aufgepasst! Preisvergleiche werden immer wieder gern angestellt. Sie nehmen die Preislisten verschiedener Anbieter und vergleichen die notierten Beträge. Der eine Lieferant ist viel billiger als der andere und Sie bestellen die Produkte bei dem preisgünstigeren Anbieter. Wenn Sie dann aber einige Tage später die Rechnung in den Händen halten, erleben Sie die böse Überraschung: Versteckte Kosten sorgen dafür, dass die Produkte viel teurer sind als in Broschüren und Preislisten abgedruckt. Von Transparenz keine Spur. Wie ist das möglich?

und deshalb bei der Entstehung dieses Schadstoffes relevant. VOCs bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Verbindungen mit zum Teil toxischer und kanzerogener Wirkung. Um die Umwelt besser zu schützen werden, gestützt auf diese Verordnung, seit dem 1. Januar 2000 alle verdampfbaren organischen Verbindungen mit einem Dampfdruck von mindestens 0.1 mbar bei 20°C bzw. mit einem Siedepunkt von höchstens 240°C bei 1013.25 mbar mit einer Abgabe von 2 Franken pro Kilogramm belastet. Die VOC-Steuer wurde am 1. Januar 2003 auf 3 Franken pro Kilogramm erhöht. Die Abgabe betrifft auch die

VOC-Steuer – Aufpreis für Schnelldesinfektionsmittel Im Bemühen um eine Verminderung der Belastung der atmosphärischen Umwelt mit flüchtigen organischen Schadstoffen wurde, gestützt auf das Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983, am 12. November 1997 die Verordnung über die Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen (VOCV) erlassen. VOC (volatile organic compounds) bzw. flüchtige organische Verbindungen sind Vorläuferstoffe für die Ozonbildung

Offizieller Sponsor des SVDA


für eine Schnelldesinfektion notwendigen niederen und leicht abbaubaren Alkohole wie Ethanol, n-Propanol und Isopropanol. Damit haben sich die Kosten für derartige Schnelldesinfektionsmittel, wie sie täglich in der zahnärztlichen Praxis verwendet werden und die für ihre Wirksamkeit auf einen entsprechenden Anteil dieser Alkohole angewiesen sind, deutlich erhöht. Anwendungsspezifisch wird es nur in wenigen Fällen möglich sein, die Alkoholanteile wesentlich zu reduzieren, ohne dass entscheidende Einbussen bei der Wirksamkeit hingenommen werden müssen. Schnelldesinfektionsmittel für Oberflächen sind wegen des hohen Alkoholgehalts stark von der VOCV betroffen. Je nach Produkt, Alkoholgehalt und Gebindegrösse kann die Steuer bis zu 15 Franken betragen! Dieser Aufpreis wird von Herstellern und Depots dem Kunden belastet – teilweise ohne dies vorher zu kommunizieren! Achten Sie beim Vergleich von Preisen darauf, ob die VOC-Steuer bereits im Betrag inbegriffen ist. Professionelle Hersteller und Depots deklarieren dies auf ihren Preislisten sehr transparent. Ohne entsprechenden Hinweis sollten Sie unbedingt

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nachfragen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Transportkosten – Können schnell ins Gewicht fallen! Es lohnt sich vorgängig abzuklären, ob die Transportkosten vom Hersteller/Depot übernommen oder dem Kunden belastet werden. Denn Transportkosten können massiv ins Gewicht fallen. Ein Paket bis 30 kg, welches mit der Post verschickt wird, kostet beispielsweise 26 Franken. Bei grösseren Mengen und Paletten, die mit Lastwagen transportiert werden, steigen die Transportkosten rasch über 100 Franken. Plötzlich ist das vermeintlich günstigere Produkt dann nicht mehr so günstig. Mehrwertsteuer – Inklusiv oder Exklusiv? Die Mehrwertsteuer von 7.6 % auf Produkte im Bereich Desinfektion und Reinigung ist in der Schweiz obligatorisch. Da sie vom Konsumenten getragen werden soll, wird sie in der Regel auf ihn überwälzt. Meist wird sie separat auf der Rechnung ausgewiesen, seltener ist sie bereits im Verkaufspreis inbegriffen. Dies gilt es beim Preisvergleich ebenfalls zu beachten.

Weitere Spar-Tipps:  Bei Konzentraten, zum Beispiel für die Instrumentendesinfektion, immer die anzuwendenden Konzentrationen vergleichen. Ein Produkt kann einen günstigen Eindruck machen, jedoch statt einer 2%-igen Lösung eine 4%-ige Lösung erfordern. Das bedeutet doppelt so hoher Verbrauch und doppelt so hohe Kosten!  Bei Gebinden ist die Grösse zu beachten. Einige Hersteller bieten 5 Liter-Kanister an, andere verkaufen 2x2.5 Liter. Nehmen Sie sich die Zeit, um die Preise für identische Gebinde auszurechnen. Lassen Sie aber auch andere Kriterien in Ihre Entscheidung einfliessen.  Die Preise von Feuchttüchern können problemlos miteinander verglichen werden – meint man auf den ersten Blick. Erst auf den zweiten Blick wird klar: Während der eine Hersteller 120 Tücher in seine Dose packt, verkauft der andere Hersteller nur 100 Tücher. Das ist ein Unterschied, der mit der Zeit mächtig ins Geld geht! Wichtig ist auch immer, die Grösse der Tücher zu vergleichen: Grössere Tücher verfügen erwiesenermassen über eine grössere Reichweite. Der Verbrauch an Tüchern nimmt ab, Sie können Kosten sparen.

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Fussbodendesinfektion - Sinn oder Unsinn?

Bakterien, Viren, Pilze: Am Boden zerstört Bei sichtbarer Kontamination des Fussbodens durch Blut, Speichel oder andere potenziell infektiöse Sekrete ist eine Reinigung und Desinfektion selbstverständlich. Wie sieht es aber aus, wenn keine sichtbare Verschmutzung vorliegt? Muss der Boden trotzdem täglich gereinigt und desinfiziert werden? Sie kennen die Situation: Der Behandlungstag neigt sich zu Ende, der letzte Patient hat die Praxis verlassen, alle Instrumente wurden fertig aufbereitet und versorgt und die Absauganlage desinfiziert. Der wohlverdiente Feierabend steht kurz bevor, wäre da nicht noch die Reinigung und Desinfektion des Praxisbodens. Viele Praxisteams können sich glücklich schätzen, da diese mühsame und zeitintensive Angelegenheit durch ein externes Reinigungsteam vorgenommen wird. Andere müssen es selber machen. Ganz einfach, mögen Sie denken, schliesslich sind Sie mit dem Reinigungsvorgang, den Sie von den eigenen vier Wänden her kennen, bestens vertraut. Falsch gedacht! Anders als zu Hause ist der Behandlungsboden am Abend durch den mit Keimen belasteten Sprühnebel stark kontaminiert. Die Gefahr einer Infektion ist realistischerweise nicht allzu gross, doch ist aus Sicht einer umfassenden Infektionsprophylaxe eine tägliche, desinfizierende Reinigung durchzuführen. Dies insbesondere im Hinblick auf die Keimverschleppungsgefahr auf andere Bereiche wie z.B. das Wartezimmer. Der Fussboden im Behandlungsbereich, Röntgen- und Prophylaxeraum sowie im Labor sollte daher am Ende jedes Arbeitstages desinfiziert werden. Dafür werden spezielle Desinfektionskonzentrate verwendet, welche in der vom Hersteller vorgeschriebenen Konzentration angesetzt werden sollten. Meist wird der Fussboden mit der sogenannten „2-Eimer-Methode“ gereinigt

und desinfiziert. Bei dieser Technik wird neben dem Eimer mit Desinfektionslösung ein zweiter, leerer Kessel bereitgestellt über dem der Wischer ausgepresst wird. Dadurch wird sichergestellt, dass die Desinfektionslösung nicht unnötig belastet und verschmutzt wird, was die Wirkungsleistung beeinträchtigen könnte. Diese Technik ist aber umständlich und zeitintensiv. Die Lösung: Der OROCLEAN® Floor Wiper OCC Switzerland hat die schnelle, einfache und sichere Lösung für die Bodendesinfektion. Mit dem neuen OROCLEAN® Floor Wiper wird die Reinigung und Desinfektion von Fussböden zum Kinderspiel. Der speziell konstruierte Wischer hat einen abnehmbaren Wassertank mit 1 Liter Fassungsvermögen. Darin kann problemlos die Gebrauchslösung hergestellt werden. Einfach den leeren Behälter entnehmen, das Konzentrat beigeben, mit Wasser auffüllen, den Behälter einsetzen und das Tuch in den Wischkopf einspannen – fertig! Revolutionär am OROCLEAN ® Floor Wiper ist sein funktionaler Sprühhebel. Die Gebrauchslösung wird durch Betätigung des Hebels am Griff direkt und in optimaler Dosierung auf den Boden gesprüht. Die Gefahr irritierender Dämpfe durch das Sprayen besteht nicht, da kaum ein Bodendesinfektionsmittel grössere Mengen Alkohol beinhaltet.

Tipps & Tricks Anwendungstipps für die Bodendesinfektion mit dem neuen OROCLEAN® Floor Wiper:  Immer ein Konzentrat verwenden und mit Wasser verdünnen. Nie ein Produkt in konzentrierter Form verwenden, da dies für die meisten Böden zu aggressiv und auch ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll ist.  Die Gebrauchslösung immer frisch zubereiten. Alte Lösungen entsorgen.  Zuerst das Desinfektionsmittel in den Behälter geben, anschliessend mit kaltem Wasser bis zur Markierung auffüllen. Für die Wahl der Konzentration die Angaben des Herstellers beachten.  Niemals Produkte miteinander mischen. Verwenden Sie ein Produkt, welches in einem Arbeitsschritt reinigt und desinfiziert: Zum Beispiel ISORAPID® Floor oder OROLIN ® OPForte AF.  Nicht geizig sein! Für die gründliche Benetzung werden 20-40 ml/ m2 Gebrauchslösung empfohlen.  Den Boden erst wieder betreten, wenn er trocken ist.  Wischer und Wassertank nach Gebrauch desinfizierend reinigen, anschliessend trocken und sauber lagern. Die verwendeten Lappen unverzüglich zur Schmutzwäsche geben und bei 95 Grad (oder chemothermisch bei 60 Grad) waschen. Einmaltücher sofort nach Gebrauch entsorgen.

Mit dem eingespannten Tuch kann die Fläche auf mechanische Weise einfach und sicher desinfiziert werden. Mit dem schwenkbaren Wischkopf ist zudem auch eine Benetzung von schwierig zugänglichen Stellen und Zimmerecken möglich. Der OROCLEAN ® Floor Wiper ist ab Mitte April verfügbar.

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Alkoholfreie Schnelldesinfektionsmittel versprechen oft mehr als sie halten.

Alkoholfreie Schnelldesinfektion: Das TB-Tabu? Immer öfter gibt es Anbieter, die in ihren Formulierungen für Schnelldesinfektionsmittel gänzlich auf Alkohole verzichten. Stattdessen bestehen diese Produkte aus einer Kombination verschiedener Quartärer Ammoniumverbindungen. Damit will man dem Problem der schädlichen Alkoholdämpfe bei der Sprühund Wischdesinfektion entgegen wirken und die Materialverträglichkeit erhöhen. Was auf den ersten Blick wie ein Fortschritt klingt, ist beim genauen Hinsehen aber eher ein Rückschritt. Denn solche alkoholfreien Schnelldesinfektionsmittel haben meist drei gravierende Mängel:  Sie sind nicht gegen TB-Bakterien wirk- sam  Sie hinterlassen Rückstände auf den desinfizierten Flächen  Sie benötigen längere Einwirkzeiten Tuberkulozid – eine Pflicht Tuberkulose-Bakterien gehören zu den widerstandsfähigsten Keimen. Geringe Konzentrationen von Desinfektionsmitteln können sie problemlos unbeschädigt überstehen. Während TB-Bakterien durch Alkohole vernichtet werden, sind andere Stoffe – wie zum Beispiel Quartäre Ammoniumverbindungen – gegen die Erreger nicht wirksam. Deshalb ist ein Produkt, welches Bakterien tötet, nicht auch automatisch gegen Tuberkulose-Bakterien wirksam. Vielmehr legen die Europäischen Normen fest, dass der Hersteller für die Wirksamkeit gegen TB-Bakterien einen separaten Test einreichen muss. Nur wenn das Produkt auf diese Weise getestet und als wirksam befunden wurde, darf der Hersteller den Zusatz „tuberkulozid“ auf seinem Produkt anbringen. Macht er keine Angaben, so kann davon ausgegangen werden, dass das Produkt gegen TB-Bakterien nicht wirksam ist.

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Rückstände auf den desinfizierten Flächen Alkoholmoleküle verdampfen in der Luft. Deshalb ist die Sprüh- und Wischdesinfektion auch ungesund, und es kann zu Atemwegreizungen, Augenentzündungen oder Hautausschlägen kommen. Andersherum haben Alkohole den Vorteil, dass sie nicht auf der Fläche „kleben“ bleiben. Ein rückstandsfreies Auftrocknen ist die Folge. Genau umgekehrt ist die Situation bei einem hohen Anteil Quartärer Ammoniumverbindungen. Sie produzieren zwar keinen unangenehmen Geruch, aber sie bleiben auf den desinfizierten Flächen zurück und bilden Rückstände. Das ist ein grosser Nachteil. Streifen und Schlieren vermitteln dem Patienten nicht den Eindruck einer sauberen und hygienisch einwandfreien Praxis. Lange Einwirkzeit - längere Wartezeit Alkohole wirken sehr schnell. Deshalb sind sie auch die optimalen Inhaltsstoffe für Schnelldesinfektionsmittel. Muss zum Beispiel das Praxiszimmer zwischen den Patienten aufbereitet werden, vergeuden Sie keine Zeit durch untätiges Warten. Quartäre Ammoniumverbindungen besitzen eine wesentlich längere Einwirkzeit. Eine schnelle und effiziente Aufbereitung des Behandlungsraumes ist damit nicht mehr möglich. Fazit Um bei der Flächendesinfektion keine Risiken einzugehen und den Infektionsschutz in Ihrer Praxis zu gewährleisten, sollten Sie weiterhin auf Schnelldesinfektionsmittel mit alkoholischen Inhaltsstoffen vertrauen. Negative Nebeneffekte wie Atemwegirritationen (Nasen und Rachen) können minimiert werden, indem Sie das Sprayen auf ein Minimum reduzieren und mehr auf Desinfektionstücher setzen. Das Nachfeuchten der Tücher kann mit einer Desinfektionsflasche mit Klappverschluss erfolgen. Bei der

Auswahl eines Reinigungs- und Desinfektionsmittels müssen Sie das Wirksamkeitsspektrum und die entsprechenden Einwirkzeiten beachten. Für die Vernichtung der widerstandsfähigen TB-Bakterien ist meist eine etwas längere Einwirkzeit nötig. Achten Sie darauf, dass Ihr Hersteller entsprechend transparente Angaben macht. Tuberkulose – hoch ansteckend und sehr gefährlich Das TB-Bakterium, in der Fachsprache Mycobacterium tuberculosis, ist Auslöser der gefährlichen Lungenkrankheit Tuberkulose. Sie ist nach AIDS die häufigste und schlimmste Infektionskrankheit. Noch nie wurden so viele neue Fälle registriert wie in diesen Tagen: Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit dem TB-Bazillus infiziert. Jährlich erkranken 9 Millionen Menschen neu an Tuberkulose. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem neusten Bericht vom Februar 2008 schreibt, tauchen immer

häufiger multiresistente Stämme der TBBakterien auf. Sie sind gegen viele Antibiotika resistent, eine Infektion ist daher nur beschränkt therapierbar. Noch agressiver sind die ultraresistenten Stämme der TB-Erreger („extensively drug-resistantTB“), welche immer häufiger auftreten. Hier spricht eine Therapie mit Antibiotika überhaupt nicht mehr an, die Todesrate liegt bei schrecklichen 42%. Von TB sind nicht nur Menschen in Entwicklungsländern betroffen. In Westeuropa weisen gemäss der Studie der

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WHO unsere Nachbarländer Italien und Deutschland die meisten TB-Erkrankungen auf. Auch in der Schweiz treten jährlich rund 500 Fälle auf, über 50 Schweizerinnen und Schweizer sterben jedes Jahr an Tuberkulose. TB ist extrem ansteckend. Ein infizierter Patient kann die Bakterien mit Husten, Schneuzen oder sogar Sprechen über Tröpfchen übertragen. In Form von Aerosolen (zum Beispiel durch Sprühnebel) können die Keime auch Flächen besiedeln

und dort mehrere Stunden überleben. Da eine Infektion auch über kleine Schnitte und Risse in der Haut erfolgen kann, ist eine Übertragung beim Kontakt mit kontaminierten Flächen möglich. Um diese Gefahr auszuschliessen, ist gemäss den gesetzlichen Empfehlungen die Wirkung eines Schnelldesinfektionsmittels gegen TB Pflicht. Man spricht in der Fachsprache von Tuberkulozidie.

Gewinnen Sie einen iPod nano oder einen iPod shuffle

Ihre Meinung zählt: Gewinnen Sie einen iPod! Sie halten gerade die erste Club-Ausgabe „WIRFÜRSIE“ des OROCLEAN Hygiene-Clubs in Ihren Händen. Ihre Meinung ist uns wichtig: Wie gefällt Ihnen die Ausgabe? Und über welche Themen würden Sie gerne mehr lesen?

Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit für eine Leserumfrage. Sie helfen uns mit Ihrem wertvollen Feedback, die Club-News weiterzuentwickeln und zu professionalisieren. Beantworten Sie lediglich 10 Fragen auf www.hygieneclub.ch und Sie haben die Chance einen iPod nano (regulärer Verkaufspreis 299 Franken) oder einen von zwei iPod shuffle (regulärer Verkaufspreis 79 Franken) zu gewinnen. Die Verlosung findet am 15. Mai 2008 unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und in der nächsten Ausgabe von „WIRFÜRSIE“ namentlich erwähnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Tipps & Tricks Die richtige Anwendung eines Flächendesinfektionsmittels ist entscheidend, damit die Wirksamkeit des Produkts garantiert werden kann. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei.  Stellen Sie in der patientennahen Zone (2 Meter rund um den Behandlungsstuhl) möglichst wenig Objekte auf, da diese nach der Behandlung als kontaminiert gelten. Handschuhboxen, Ständer mit Instrumenten oder Behälter für Watte und Medikamente sollten nicht in diesem Bereich stehen.  Die Oberflächen Ihrer Geräte und Materialien sollten möglichst glatt, abwaschbar und leicht zu reinigen sein. In Fugen oder Vertiefungen könnten sich Schmutz und Keime ansammeln, die zum Infektionsrisiko werden! Wenn Sie ein neues Gerät anschaffen, lohnt es sich, darauf zu achten.  Legen Sie eine verbindliche Reihenfolge beim Desinfektionsvorgang fest (z.B. mit dem Stuhl beginnend, dann zum Unit wechselnd etc.). Der konstante und stets gleiche Ablauf schützt davor, einzelne Flächen zu vergessen.  Beim Desinfektionsmittel sollten Sie nicht geizig sein. Schliesslich geht es um die Sicherheit von Ihnen und Ihren Patienten! Wenn die Fläche nicht ausreichend benetzt ist, können Wirkungslücken entstehen. Wir empfehlen deshalb, pro Quadratmeter 30 ml Desinfektionslösung zu verwenden.  Augenscheinliche Verschmutzungen sollten Sie zuerst mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Einwegtuch beseitigen, bevor Sie die Fläche vollständig desinfizieren. Organische Belastung kann bei einzelnen Produkten nämlich zu einem Wirkungsverlust führen.  Versuchen Sie nach Möglichkeit immer zu wischen und nicht zu sprühen. So wird die Aerosolbildung und damit die Reizung der Atemwege reduziert.

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Kundenbindung - Wir verraten wie es geht.

umso dankbarer sind, wenn Zahnarzt und Praxispersonal individuell auf sie eingehen und bereit sind, mehr Zeit zu investieren.

Zahnarztbesuch aus der Sicht des Patienten Der Erfolg eines Unternehmens ist mit gutem Service und Kundenorientierung verbunden. Serviceorientierung gehört längst nicht mehr nur zum guten Ton, sie wird vom Kunden heute als selbstverständlich betrachtet. Warum sollte es bei Patienten einer Zahnarztpraxis anders sein, vor allem bei Selbstzahlern? Viele Patienten müssen für ihre Behandlung tief in die eigene Tasche greifen. Ein Patient erwartet dann völlig zu Recht, dass ihm ein professioneller Verlauf der zahnärztlichen Untersuchung genauso selbstverständlich zuteil wird, wie Höflichkeit und Freundlichkeit seitens des Praxispersonals. Guter Service beginnt bereits am Empfang, wo der Patient den ersten Kontakt zu Praxisangestellten herstellt. Der Patient achtet ganz genau darauf, wie man auf ihn zugeht, wie man mit ihm spricht, wie er schon im Vorfeld der Behandlung betreut wird. Überhaupt bezieht jeder Mensch das, was um ihn herum geschieht, in einem relativ hohen Mass auf seine Person. Der Dame am Empfang kommt hierbei grosse Bedeutung zu. Ihre gepflegte und freundliche Erscheinung sollte für den Patienten einer der ersten Eindrücke von der Praxis sein. Ein Patient muss begrüsst werden wie ein Gast, auf den man sich freut, jedoch nicht wie ein Störfaktor im Praxisbetrieb. Den Patienten bereits im Empfangsbereich warten zu lassen wäre ein erster Fauxpas, welcher den Gesamteindruck von der Praxis beträchtlich trüben dürfte. Eine gewisse Wartezeit für die Patienten vor der Behandlung ist leider in den meisten Fällen nicht zu umgehen. Wohl jeder Patient stellt sich darauf ein, erwartet aber auch, dass man ihn in dieser Situation nicht völlig sich selbst überlässt, sondern sich um ihn bemüht. Informationen darüber, wie lange er noch warten muss und warum, sollten ihm nicht vorenthal-

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ten werden. So lässt sich mancher Unmut vermeiden! Schnell entsteht sonst der verhängnisvolle Eindruck, die Praxis sei schlecht organisiert. Auch das Ambiente im Wartezimmer wird vom Patienten aufmerksam wahrgenommen. Die Anspannung ist vor der Behandlung besonders gross, so dass Patienten empfindlich auf die kleinsten Details reagieren. Ein Wasserspender gegen die trockene Kehle, ein Duftspender und klassische Hintergrundmusik zur Beruhigung der Nerven, vielleicht ein Fernseher gegen die Langeweile – wie einfach kann es sein, eine angenehme Atmosphäre zu erzeugen! Die Zeit im Zahnarztstuhl ist der „Höhepunkt“ jedes Zahnarzttermins. Es braucht hier nicht betont zu werden, dass das fachliche Können des Zahnarztes in erheblichem Mass über den Erfolg von Kundenbindung mitentscheidet. Doch allein damit ist es nicht getan. Es sind kleinste Details, die einen kritischen Patienten darüber entscheiden lassen, ob er sich bei „seinem“ Zahnarzt gut aufgehoben fühlt. Ist er nur Teil der täglichen Routine der Praxis oder dreht sich alles um ihn, wenn auch nur für eine halbe Stunde? Ein freundlicher Händedruck des Zahnarztes zur Begrüssung ist so einfach, aber leider nicht die Regel. Oft liegt der Patient schon im Behandlungsstuhl, wenn der Arzt (womöglich mit Mundschutz) den ersten Kontakt zu ihm sucht. Kommunikation ist ohnehin das A und O während der Behandlung. Der Patient will wissen, was mit ihm geschieht, sonst fühlt er sich hilflos ausgeliefert. Wird die Behandlung unangenehm, ist es nur fair, dem Patienten dies vorher mitzuteilen. Hier wird deutlich, dass Patienten eben mehr sind als zahlende Kunden. Sie wollen dem Zahnarzt uneingeschränkt vertrauen, sich unverkrampft zurücklehnen können. Dazu gehört auch die besondere Behandlung von Angstpatienten, die

Hat der Patient die Behandlung (hoffentlich schmerzfrei) überstanden, möchte er auch auf angemessene Art verabschiedet werden. Die Verabschiedung bereitet quasi schon den nächsten Besuch vor. Dem Patienten wird für seinen Besuch gedankt, er wird mit seinem Namen angesprochen und mit Händedruck verabschiedet, ihm wird in den Mantel geholfen und die Tür geöffnet. Geschieht dies nicht, kann schnell der Eindruck entstehen, Patienten würden in dieser Praxis wie am Fliessband abgefertigt. Wie gesehen sind es vor allem emotionale Aspekte, die den Patienten zu einer Entscheidung für oder gegen eine Zahnarztpraxis bewegen. Wer sich auf die Erwartungen und Gefühle der Patienten richtig einstellt, bindet Stammkunden an sich und gewinnt vielleicht neue Kunden hinzu. Zufriedene Patienten geben im Bekanntenkreis gerne Empfehlungen ab. Kundenbindung geht aber über die Behandlung hinaus. Ein kurzer Anruf nach der Behandlung vermittelt dem Patienten einen symbolischen Eindruck von der Praxiskultur. Erinnerungskarten vermitteln ihm, in der Praxis willkommen zu sein. Hier sollte sich der Zahnarzt als Unternehmer fühlen, der sich glücklich schätzen kann, wenn er eine möglichst grosse Anzahl zufriedener Stammkunden an sich binden kann.

WIRFÜRSIE Patientenumfrage leicht gemacht  Laden Sie die fixfertige Patienten- umfrage als PDF-Datei von www. hygieneclub.ch herunter.  Personalisieren Sie den Fragebo- gen mit Ihrem eigenen Logo, Praxisnamen und anderen Infos.  Geben Sie den Fragebogen Ihren Patienten zum Ausfüllen.  Schicken Sie uns die ausgefüllten Fragebögen zu. Wir analysieren diese vollautomatisch und Sie er- halten einen statistisch ausgewer- teten, detailierten Bericht.  Für Club-Mitglieder ist dieser Service kostenlos.

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Lohnt es sich, Desinfektionstücher selber herzustellen?

Desinfektionstücher selber herstellen? Gebrauchsfertige Desinfektionstücher sind praktisch. Müssen kleine Flächen oder einzelne Instrumente aufbereitet werden, dann sind die Tücher nicht mehr wegzudenken! Viele Anbieter führen neu auch ungetränkte Tücher, damit der Kunde mit dem Desinfektionsmittel seiner Wahl Feuchttücher selber herstellen kann. Doch lohnt sich der Aufwand? Wir rechnen nach.  100 Trockentücher kosten 2 - 4 Franken. Um eine Tücher-Rolle zu tränken, benötigen Sie ca. 250ml Desinfektionsmittel. Je nach Produkt kostet Sie das 5 - 7 Franken. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 7 - 11 Franken.  100 gebrauchsfertige Desinfektionstücher kosten Sie je nach Produkt zwischen 7 und 15 Franken.  Das Einsparungspotential ist klein. Ihr Vorteil ist, dass Sie Grösse und Material der Tücher sowie die Duftnote des Desinfektionsmittels selber wählen können.

Was ist zu beachten  Wird zuwenig Desinfektionsmittelflüssigkeit verwendet, kann die Wirksamkeit eingeschränkt sein.  Untersuchungen in unseren eigenen Labors mit einer grossen Anzahl von Trockentüchern haben ergeben, dass sich gewisse Sorten, die im Supermarkt gekauft werden können, nicht mit Desinfektionsmitteln „vertragen“. Es kann nach Anwendung über mehrere Monate hinweg zu chemischen Reaktionen und Verfärbungen auf dem Unit oder dem Bezug des Patientenstuhls kommen.  Benutzen Sie unter keinen Umständen Tücher, welche mit zusätzlichen Komponenten wie Puder etc. versehen sind. Gewisse Substanzen führen zu einer Unverträglichkeit oder beeinträchtigen das Wirksamkeitsspektrum und die Einwirkzeit. Auch Recycling-Papier, welches bereits chemisch behandelt wurde, ist für die Desinfektion ungeeignet.

Trockentücher Unsere Tücher sind aus dem gleichen, reissfesten Vliesmaterial hergestellt wie die bekannten DENTIRO® Wipes. Die Kompatibilität mit den entsprechenden Produkten kann somit sichergestellt werden. Je nach Bedarf können Sie einzelne Tücher benetzen oder die ganze Rolle tränken und in der OCC Dose aufbewahren. In jedem Fall gilt es die Angaben des Herstellers zu berücksichtigen.  DENTIRO® Dry Wipes (NEU) DENTIRO® Dry Wipes sind reissfeste Trockentücher aus Vlies (14.5 x 20 cm, 28g/m2) für die Herstellung von Feuchttüchern mit DENTIRO® Produkten (DENTIRO ® Light, DENTIRO® Mikro, DENTIRO ® Sensitive). Bei der Herstellung von Feuchttüchern mit anderen Desinfektionsmitteln ist die Verträglichkeit zu beachten. 12 Rollen (120 Tücher)

CHF 24.00

 DENTIRO® Jumbo Dry Wipes DENTIRO® Dry Wipes sind reissfeste Trockentücher aus Vlies (14.5 x 40 cm, 28g/m2) für die Herstellung von Feuchttüchern mit DENTIRO® Produkten (DENTIRO ® Light, DENTIRO® Mikro, DENTIRO ® Sensitive). Bei der Herstellung von Feuchttüchern mit anderen Desinfektionsmitteln ist die Verträglichkeit zu beachten. 12 Rollen (120 Tücher)

CHF 39.60

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Der 1. Hygiene-Club der Schweiz!

WIRFÜRSIE – Was bietet mir der Club? Informationen Die Club-News sind unser Herzstück. 4 x jährlich informieren wir Sie mit unserem Newsletter über Themen rund um die Praxishygiene. Sie lesen spannende Artikel über die Entwicklung neuer Produkte und erhalten wertvolle Hinweise zur Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels. Neue gesetzliche Richtlinien durchleuchten wir kritisch und geben Empfehlungen ab, welche Sie in Ihren täglichen Hygienemassnahmen unterstützen. Mit praktischen Anwendungstipps helfen wir Ihnen, Zeit und Geld zu sparen. Persönliche Betreuung Die persönliche Betreuung unserer Mitglieder ist uns wichtig. Der OROCLEAN Hygiene-Club ist deshalb stets für Sie erreichbar! Unter der Club-Hotline (Tel. 044 226 44 44) hilft Ihnen unser kompetentes Team bei brennenden Fragen rund um die Praxishygiene. Sie können uns auch per Fax (044 226 44 00) oder Email juerg.suter@oroclean.com kontaktieren. Wir beantworten Ihre Anfrage umgehend. Messe Haben Sie uns schon einmal an einer Ausstellung oder einer Messe besucht? Für unsere Club-Mitglieder halten wir an unserem Stand immer kleine Überraschungen und Geschenke bereit. Auch ein persönliches Beratungsgespräch in unserer gemütlichen Sitzlounge ist möglich. Wir sind offen für Ihre Fragen und Anregungen. Fortbildung Hygienemassnahmen im Praxisalltag konsequent umzusetzen, ist eine grosse Herausforderung für das Praxisteam. Kontinuierliche Bemühungen sind nötig, um stets auf dem Laufenden zu sein und die neusten Entwicklungen nicht zu verpassen. Dafür sind wir da. Unsere Hygieneschulungen zeigen Ihnen, worauf es bei der Praxishygiene ankommt. In unseren Kursen lernen Sie die gefährlichsten Mikroorganismen und ihre

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Übertragungswege kennen. Sie erfahren, welche Wirkstoffe am effektivsten sind und worauf Sie sonst noch bei der Auswahl eines Desinfektionsmittels achten sollten. Neben der Theorie kommt die Praxis nicht zu kurz. Wir geben Ihnen nützliche Tipps für die Hände-, Flächen-, Instrumenten-, Sauganlagen- und Abdruckdesinfektion, die Sie bei Ihren täglichen Hygienemassnahmen unterstützen und die Anwendung vereinfachen. Umfangreiche Seminarunterlagen helfen Ihnen, das Gelernte zu verarbeiten. Mit dem persönlichen Kurszertifikat können Sie sich auch vor den Kunden als aktives, sicherheitsbewusstes Praxismitglied ausweisen.

IMPRESSUM WIRFÜRSIE Die Club-News der Oro Clean Chemie AG Allmendstrasse 21 8320 Fehraltorf Schweiz Tel. 044 226 44 44 Fax. 044 226 44 00 info@oroclean.com www.oroclean.com www.hygieneclub.ch

Die Schulungen finden an zentralen Orten in der ganzen Schweiz statt. Oder bei Ihnen in der Praxis! Als Club-Mitglied haben Sie die Möglichkeit, eine individuelle Fortbildung zu buchen. Wir kommen zu Ihnen und führen den Hygienekurs in Ihren Praxisräumlichkeiten durch. Kontrolle durch Abklatschtest Möchten Sie Ihren Patienten zeigen, dass die Hygienebedingungen in Ihrer Praxis eingehalten werden? Dann prüfen Sie jetzt Ihre Praxishygiene und buchen Sie einen Abklatschtest zum Sondertarif für Club-Mitglieder. Wir schicken Ihnen Abklatschplatten, und Sie machen auf verschiedenen Flächen einen Abdruck. In unseren modern eingerichteten Laborräumen untersuchen wir die mikrobiologischen Bedingungen. Den Testreport senden wir Ihnen zu und geben Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch konkrete Tipps bei der Behebung möglicher Schwachstellen. Bei guten Resultaten erhalten Sie neben dem Testbericht den begehrten Hygiene-Award, den Sie im Wartezimmer oder im Empfangsbereich aufstellen können.

© Copyright Hinweis Alle Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne vorherige Genehmigung durch das Management der Firma Oro Clean Chemie AG nicht verbreitet, gespeichert oder über die persönliche Information hinausgehend genutzt werden. DE 39521

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