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05/12 Schneeschuhwandern

Wintersportgerät Schneeschuh

Qualität im Detail: Durch das flexible Ende ist nicht nur ein angenehmes Auf- und Abwärtsgehen möglich, sondern durch die Elastizität erfolgt ein ergonomisches Abrollen von der Ferse bis zum Ballen Fotos: Stefan Steinegger

Schneeschuhwandern hat sich zum wahren Volkssport entwickelt. Mit dem steigenden Bedarf an Schneeschuhen wuchs auch das Angebot an unterschiedlichen Modellen in allen Preis- und Qualitätsklassen. Mit diesem Beitrag möchte der Alpenverein keine bestimmten Produkte empfehlen, sondern Merkmale und Eigenschaften aufzeigen, die ein guter Schneeschuh vorweisen sollte, damit der Wintersportler gemeinsam mit dem Berater im Bergsportfachgeschäft das für seinen Verwendungszweck richtige Schneeschuhmodell ausfindig machen kann. Die drei gängigsten Bauweisen haben im jeweiligen Einsatzbereich ihre Vor- und Nachteile.

Aus diesem Grund ist es bereits im Vorfeld wichtig zu wissen, für welches Einsatzgebiet man die Schneeschuhe benötigt. Einsatzgebiet Spaziergänger im flachen Gelände: Bei gemütlichen Tiefschneewanderungen, Tagesausflügen und Rundwanderungen im flachen bis gemäßigten Gelände liegt der Schwerpunkt der Belastung durch das Körpergewicht auf die Schneeschuhe in der Mitte der Modelle. Die Funktion der Harscheisen rückt in den Hintergrund. Winterwanderer mit Gipfelambitionen: Schneeschuhe für Gipfelbesteigungen sollten den Schwerpunkt nach vorne verlagern, damit beim Aufstieg das Gewicht auf den Harscheisen

Schneeschuhgänger fahren darauf ab ...

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liegt. Entsprechend sollten die Harscheisen etwas griffiger sein. Alpinist und Freerider: Bei einem Einsatz im steilen alpinen Gelände wird der Schwerpunkt weit nach vorne in die Spitze der Schneeschuhe verlagert, die dadurch weit aufgebogen sein sollten, um eine ideale Kraftübertragung zu gewährleisten. Harscheisen müssen sehr griffig bis aggressiv sein und sich auch seitlich gut in den Schnee krallen. Auch die Steighilfe ist für den alpinen Einsatz unerlässlich. Bauweisen Schneeschuhe mit Rohrrahmenkonstruktion: Diese sind an ihrem runden, umlaufenden Rohrrahmen zu erkennen, der mit einem planenartigen Material bespannt ist. Konstruktionsbedingt sind diese Schneeschuhe nur für einfaches Gelände geeignet. Querungen in steilerem Gelände sind damit aber nicht zu bewältigen. Kunststoffschneeschuhe: Die Schneeschuhe aus Hartplastik oder sehr schlagzähem Kunststoff bestehen aus einer tragenden Kunststoffbasis und sind mit meist umlaufenden Zacken oder Zähnen aus Metall ausgestattet. Gerade bei hartem Schnee sind diese oft eher kleinen Modelle recht praktisch und leicht. Der mögliche Einsatzbereich hängt aber in erster Linie von der Auflagefläche und den Zacken ab, womit eine generelle Einteilung hier nicht möglich ist. Meistens bieten diese Modelle aber einen recht guten Halt, um mit ihnen auch schwierige Querungen machen zu können. Man ist gut damit beraten, auf ein Markenprodukt zurückzugreifen, denn der Anspruch an den verwendeten Kunststoff ist hier sehr

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Berge erleben - AVS Mitteilungen Dezember 2012  

Das Magazin des Alpenverein Südtirol

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