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Foto: IRKA

Nr. 20 Dezember 2011

IRR-‐Rheinstrecke zwischen Illmündung und Bodensee

Ausbauprojekt der IRR startet Zwei Staaten widmen sich mit

und Bodensee dient. Das Ziel der

Staatsverträgen geregelt. Seit der

ne Abflusskapazität von Q = 4300

heute schon fast von einem Gleich-

m/s erhöht werden.

gewichtsstand sprechen kann. Das

dem «Ausbauprojekt der IRR»

im Konzept entwickelten Hand-

weitgehenden Umsetzung des 3.

der nachhaltigen Hochwassersi-‐

lungsschwerpunkte ist, den Schutz

Staatsvertrages von 1954 hat sich

bedeutet, dass - mit Ausnahme

Erhöhung der Abflusska-‐ von Dammerhöhungen bei den Varianten 2 und 5 - jede bauliche Rheinstrecke. Der Alpenrhein soll verbessern und gleichzeitig den Strecke in Bezug auf die Hoch- pazität Hochwasserereignissen

zu

die Situation im Gebiet der IRR-

cherheit auf der internationalen

vor

von der Illmündung bis zum Bo-‐

Anliegen der Bereiche Grundwas-

wassersicherheit

zweifacher

Um die Abflusskapazität inner-

Massnahme zur Vergrösserung des

densee so umgestaltet werden,

ser, Ökologie und Naherholung

Hinsicht verändert. Zum einen

halb der bestehenden Hochwas-

Fliessquerschnitts die langfristige

dass die Anliegen von Hochwas-‐

optimal Rechnung zu tragen. Im

hat sich die Abflusskapazität in-

serschutzdämme zu erhöhen, muss

Entwicklung der Sohle dauerhaft

serschutz und Ökologie in Zu-‐

Rahmen einer Vorstudie wurden

nerhalb der Dämme durch die

der Fliessquerschnitt vergrössert

beeinflussen wird.

kunft verbessert erfüllt werden

sieben Varianten hinsichtlich ihres

kontinuierliche Auflandung der

werden. Grundsätzlich kann dies

können.

langfristigen Einlusses auf die Soh-

Rheinsohle unterhalb von km 80

durch die Absenkung des Mittel-

trägen festgelegte Schutzziel von

sowie durch die Aufweitung des

Um diesen Einfluss zu quantifizie-

lenlage untersucht.

in

Vorstudie: Prüfung ver-‐ verkleinert. Das in den Staatsver- gerinnes und/oder der Vorländer schiedener Varianten

Zwei Staaten – eine Aufgabe

Zwischen der Illmündung und

Q = 3100 m/s kann deshalb in

Mittelgerinnes oder die Erhöhung

ren, wurde die zeitliche Entwick-

Mit dem Entwicklungskonzept

Bodensee werden die Massnah-

Zukunft nur eingehalten werden,

der Dämme erreicht werden. Die

lung der Rheinsohle für die näch-

Alpenrhein (EKA) der Interna-

men

wenn dem Rhein - zusätzlich zu

regelmässig vermessenen Quer-

sten 50 Jahre mittels numerischer

tionalen

Rheinregulierung

unter

den schon heute erfolgenden Bag-

profile der Sohle des Alpenrheins

Simulation

Alpenrhein (IRKA) wurde ein

der Leitung der «Gemeinsamen

gerungen - Geschiebe entnommen

auf der IRR-Strecke zeigen, dass

wurde die langfristige Wirkung al-

länderübergreifendes Gesamtkon-

Rheinkommission» von Öster-

wird. Zum anderen hat das Scha-

die Sohle in den letzten 40 Jahren

ler grundsätzlich möglichen Mass-

zept entworfen, das als Grundlage

reich und der Schweiz umgesetzt.

denpotenzial als Folge des Sied-

insgesamt

aufgeschottert

nahmen, mit denen der Fliessquer-

für die nachhaltige Entwicklung

Die Zusammenarbeit der bei-

lungswachstums

zugenommen.

wurde, die Veränderungen aber so

schnitt vergrössert werden kann,

des Rheins zwischen Reichenau

den Länder wurde in bisher drei

Das Schutzziel soll deshalb auf ei-

langsam voran schreiten, dass man

untersucht.

Liechtenstein

Internationale Rheinregulierung

Regierungskommission

Vorarlberg

Graubünden

St. Gallen

von

der

Internationalen (IRR)

leicht

abgeschätzt.

Dazu


Zukunft Alpenrhein

Nr. 20 Dezember 2011

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   " 

Experten als Gutachter der IRR

  " !  !     "  "  

   

Prof. Dr. Robert Boes, Zßrich Berufsbezeichnung: Direktor Versuchsanstalt fßr Wasser-� bau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zßrich (VAW)

Variante 4: Beidseitige Aufweitung

Schwerpunkt: ÂŤMein Aufgabe ist die Begleitung und Be-â€? urteilung der Planung in Bezug auf Aspekte des baulichen Hochwasserschutzes und des Flussbaus. Zum baulichen Hochwasserschutz zählen die Schutzmassnahmen im und am Gewässer, die wechselseitige StrĂśmung sowie grund-â€? sätzliche Ăœberlegungen zu Schutz-â€? und Notfallkonzepten.Âť

Dipl.-�Ing. Dr. techn. Michael Hengl, Wien

Variante 5: DammerhĂśhung und MittelwuhrerhĂśhung

Grafik: Internationale Rheinregulierung

Berufsbezeichnung: Leiter des Instituts fßr Wasserbau und hydrometrische Prßfung im Bundesamt fßr Wasser-� wirtschaft Schwerpunkt: Mein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Ver-�

Varianten der Machbarkeitsstudie

bindung Schutz der Menschen vor Hochwasser und Öko-�

Aufweitung

Auflandungstendenz klar erkennbar

Die VergrĂśsserung des Fliess-

Die Prognoserechnungen fĂźr das

Variante 4: Beidseitige

logie unserer Fliessgewässer. Die flussmorphologische

Variante 1: Bestand

querschnitts soll durch die Ent-

Jahr 2060 zeigen, dass grundsätz-

Entwicklung bestimmt wesentlich die nachhaltige Hoch-�

Die Variante ÂŤBestandÂť (1) dient

fernung der Mittelwuhre und

lich eine Tendenz zur Auflandung

wassersicherheit und Ăśkologische Funktion des Rheins in

als Vergleichsreferenz und um-

die Absenkung beider Vorlän-

besteht. Bei der Variante 2 mit der

der Tallandschaft vor dem Bodensee.Âť

fasst zusätzliche Baggerungen

der erreicht werden.

DammerhĂśhung entwickel sich die Rheinsohle entsprechend der Beibe-

zur langfristigen AufrechterhalUniv. Prof. Dr. phil Mathias Jungwirth, Wien Berufsbezeichnung: Universitätsprofessor am Institut fßr Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität fßr Bodenkultur

tung des heutigen, staatsvertrag-

Variante 5: ErhĂśhung der

haltung des heutigen Zustandes. Die

lich vereinbarten Hochwasser-

Hochwasserdämme und

abgelagerten Geschiebemengen sind

schutzzieles von 3100 m/s. Es

der Mittelwuhre

aber etwas kleiner. Aufweitungen

wurden zwei Fälle mit unter-

Neben der VergrĂśsserung des

linksseitig (3), beidseitig (4) oder

schiedlicher Bewirtschaftung des

Fliessquerschnitts, soll durch

streckenweise bei der Kombination

Geschiebes untersucht.

die Konzentration der StrĂś-

von verschiedenen Regelprofilen

mung auf das Hauptgerinne die

(6) fĂźhren an den entsprechenden

sen sich mit Gewässer-� und FischÜkologie. Spezielles Inte-�

Variante 2: DammerhĂśhung

Anlandungstendenz abgemin-

Stellen zu deutlich verstärkter Soh-

resse gilt in Forschung und Lehre seit Jahren dem Bereich

Die VergrĂśsserung des Fliess-

dert werden.

lenanhebung. DafĂźr sind die Auf-

RestaurationsÜkologie von Fliessgewässern. Im Experten-�

querschnitts soll durch eine Er-

team wird mein Fokus im Bereich GewässerÜkologie lie-�

hĂśhung der heutigen Hochwas-

Variante 6: Kombination

des Geschiebes anfänglich gerin-

gen.Âť

serschutzdämme erreicht wer-

von verschiedenen Regel-�

ger, weil weniger gebaggert werden

den. Die Auflandungstendenz

profilen

muss. Die Variante mit ErhĂśhung

soll zudem mit zusätzlichen

Die Massnahmen linksseitige

der Mittelwuhre (5) verhindert Auf-

Prof. Dr.-�Ing. ETH Zßrich Wolfgang Kinzelbach,

Geschiebeentnahmen

und

Aufweitung

landungen weitgehend, sodass ein

ZĂźrich

werden.

sowie DammerhĂśhung werden

Grossteil des Sediments im Bereich

in zwei Untervarianten in ihrer

der Internationalen Strecke durch-

Ăśrtlichen Abfolge unterschied-

transportiert wird und oberhalb

lich kombiniert.

der Vorstreckung durch Baggerung

Schwerpunkt: Meine prioritären Arbeitsbereiche befas-�

begrenzt

Berufsbezeichnung: Professor fĂźr Hydromechanik und Grundwasser

Variante 3: Linksseitige

wendungen zur Bewirtschaftung

beidseitige

Schwerpunkt: ÂŤMein Fokus gilt dem Grundwasser und

Aufweitung

der Numerik. Dies umfasst die Interaktion zwischen Fluss-�

Die Abflusskapazität des Rheins

Variante 7: Eintiefung

riante ÂŤEintiefungÂť (7) ist laut der

und Grundwasser sowie die EinflĂźsse von Eingriffen auf

soll durch eine linksseitige Auf-

Bei dieser Variante wird die

Vorstudie nicht nachhaltig. Das aus-

Grundwasserstände und Grundwasserabflßsse allgemein.

weitung des Hauptgerinnes und

VergrĂśsserung des Fliessquer-

gebaggerte Gerinne fĂźllt sich wieder

Die Prognose der Wirksamkeit von Massnahmen baut auf

zusätzliche Geschiebeentnahmen

schnitts durch Absenkung und

mit Sediment auf, was praktisch ei-

numerischen Modellen auf.Âť

auf das neue Schutzziel von Q =

Verbreiterung des Mittelgerin-

ner RĂźckkehr zum aktuellen Zu-

4300 m/s angehoben werden.

nes erreicht.

stand entspricht.

entnommen werden muss. Die Va-


Zukunft Alpenrhein

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Neue Projektleitung beim Ausbauprojekt der IRR Die Internationale Rheinregulierung (IRR) ist kßrzlich von Rorschach nach St. Margrethen, Parkstrasse 12, ßbersiedelt. So sind die Bauleitungen Lustenau und die Bauleitung St. Gallen, welche fßr die Internati-� Foto: IRKA

onale Strecke des Alpenrheins von der Illmßndung bis zum Bodensee (km 65-�91) zuständig sind, unter

Ill-�Mßndung

einem Dach beim Zentralbßro. In Zusammenhang mit der Gewährleistung eines nachhaltigen Hochwas-� serschutzes auf der Flussstrecke der Internationalen Rheinregulierung wurde mit Markus Mähr neu ein fachkompetenter und ausgewiesener Projektleiter fßr das IRR-�Ausbauprojekt bestellt. Wir haben uns mit Markus Mähr ßber seine Aufgaben und Ziele unterhalten.

Laufende Baggerungen notwendig

Ergebnisse bis Ende 2012

Herr Mähr, Sie sind der neue Pro-�

auch Ăśkonomisch und Ăśkologisch

jektleiter fßr das Ausbaupro-�

auf lange Sicht halten.

Das neue Schutzziel von 4300

Diese

Varian-

jekt der IRRÂť. Welches sind ihre

m/s wird unter Berßcksichtigung

ten von Massnahmen dienen als

schwerpunktmässigen Aufgaben-�

Welche Ziele wurden mit der Mach-�

eines Freibords von 1.00 Meter

Grundlage fĂźr den anlaufenden

gebiete?

barkeitsstudie verfolgt?

bis ins Jahr 2060 von der Varian-

Planungsprozess

werden

Markus Mähr: Als Projektleiter

Die Machbarkeitsstudie ist eine Vor-�

te mit DammerhĂśhung (2) sowie

dabei nochmals vertieft unter-

bin ich fßr sämtliche Belange,

untersuchung, die den Einfluss des

der Variante mi DammerhĂśhung

sucht. Die Planung wird unter

die das Ausbauprojekt der IRR

Geschiebeeintrages auf die Sohlen-�

und ErhĂśhung der Mittelwuhre

Aufsicht des Projektleiters Mar-

betreffen, zuständig. Derzeit be-�

veränderung der zur Debatte stehen-�

(5) eingehalten. Soll der Hochwas-

kus Mähr zusammen mit einer

deutet das vor allem die FĂźhrung

den Varianten untersucht hat. Dabei

serschutz fĂźr einen Abfluss von Q

eingesetzten Planungsgemeinschaft

der Planungsarbeiten durch die

wurde mittels Berechnungen die

= 4300 m/s dauerhaft eingehalten

durchgefĂźhrt. Die Ă–ffentlichkeit

beauftragte

Bietergemeinschaft,

Entwicklung der Sohle fĂźr jede der

Markus Mähr

werden, sind bei allen anderen Va-

wird ebenfalls in den Planungspro-

welche aus zehn anerkannten In-�

sieben Varianten auf einen Zeitraum

Projektleiter des IRR-�Ausbau-�

rianten - zusätzlich zu den bereits

zess eingebunden. Ein fachkompe-

genieurbĂźros aus der Schweiz und

von 60 –100 Jahren simuliert.

projektsÂť

ausgewiesenen

aufgefĂźhrten

und

Geschiebeentnah-

tentes Expertenteam wird die Ar-

Ă–sterreich besteht. Daneben sind

men - laufend Baggerungen auf der

beiten laufend einer vertieften PrĂź-

wir dabei, die Öffentlichkeitsar-�

Welches sind die nächsten kon-�

Jahrgang: 1974

gesamten betrachteten Flussstrecke

fung unterziehen, damit letztlich

beit aufzugleisen und es gibt noch

kreten Schritte betreffend der Imple-�

Wohnort: RĂśthis, Vorarlberg

notwendig.

die Ziele des Hochwasserschutzes

eine Reihe weitere Aufgaben.

mentierung der Ziele des Entwick-�

und der Ă–kologie fĂźr die kĂźnftigen

lungskonzeptes AlpenrheinÂť?

Titel/Ausbildung:

Geschiebemenge schwankt

Generationen nachhaltig umgesetzt

Was ist unter ÂŤnachhaltigem

Die IRR macht mit dem Ausbaupro-�

Dipl.-�Ing. Dr. Studium Bauinge-�

werden kĂśnnen. UnterstĂźtzt wird

Hochwasserschutz auf der IRR-�

jekt der IRR einen wichtigen Schritt

nieurwesen, Doktorat auf dem

Die GĂźte der Modelle wurde an-

das Projekt von den Rheinbaulei-

Strecke zu verstehen?

bei der Umsetzung der Ziele des Ent-�

Gebiet der Geotechnik

hand der unterschiedlichen Verhält-

tern Daniel Dietsche, IRR Schweiz,

Der Wasserbau ist ähnlich der

wicklungskonzepts. Ich hoffe, dass

nisse von Kalibrierungs- und Va-

und Martin Weiss, IRR Ă–sterreich.

Forstwirtschaft – von welcher

unser Projekt auch ein neuerlicher

Beruflicher Werdegang:

lidierungsperiode aufgezeigt. Das

Mit Ergebnissen und der Ermitt-

der Begriff ursprĂźnglich stammt

Impuls fßr die weiteren Massnah-�

5 Jahre Universitätsassistent am

Antwortspektrum der prognosti-

lung der Bestvariante ist bis Ende

– ein Bereich, der in sehr lan-�

men des Entwicklungskonzepts ist,

Institut fßr Geotechnik und Tun-�

zierten Sohlenentwicklungen hängt

2012 zu rechnen. Die weiteren Mei-

gen Zeiträumen plant und baut.

damit das grosse Ziel der Verbes-�

nelbau, Univ. Innsbruck

vor allem von der Menge des einge-

lensteine in den nächsten zwei Jahr-

So ist es am Alpenrhein auf der

serung des ganzen Alpenrheins er-�

2 Jahre Bauleiter bei Rhomberg-�

tragenen Geschiebes ab. Der Ein-

zehnten sind die DurchfĂźhrung ei-

Strecke der IRR nun nach etwa

reicht wird. Unsere nächsten Schritte

bau

trag beträgt pro Jahr ca. 60'000 bis

ner Umweltverträglichkeitsprßfung

60 Jahren wieder notwendig, die

sind die vertieften Variantenuntersu-�

5 Jahre Planung und Projektlei-�

120'000 mÂł. Die Modelle liefern in

(bis 2017) sowie die anschliessende

vorhandenen Schutzmassnahmen

chungen und dann die Ausarbeitung

tung bei der Tiroler Wasserkraft

einer vergleichenden Betrachtung

Ausbauphase bis ins Jahr 2035.

anzupassen. Unter ÂŤnachhaltigÂť

des Projektes sowie die BehÜrden-�

verstehen wir daher Schutzmass-�

verfahren. Letztere beginnen jedoch

Bei der IRR seit:

nahmen, die sowohl technisch als

frĂźhestens 2015.

Juli 2011

zuverlässige Ergebnisse.


Zukunft Alpenrhein

Nr. 20 Dezember 2011

Foto: Paul Trummer

Foto: Amt fĂźr Energie (GR)

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Foto: Rheinschauen

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   " 

Spannende Exkursionen am Alpenrhein

Spatenstich Egelsee: RR Quaderer, LR Schwärzler, BM Berchtold, Vorsteher Kaiser

Rheinauengestaltung Isla Spinatsch

IRKA-�Rheinexkursionen

Aufwertung der Isla Spinatsch

Den Alpenrhein mit seinen Poten-�

Im Anschluss an die Exkursion

Das Abfluss-� und Geschiebe-�

im Bereich der Blockrampe ent-

Der am Wuhr entlang fĂźhrende

tialen und Defiziten im Bewusst-�

grillten die Teilnehmer an den Ăśrt-

regime des Hinterrheins sowie

fernt und das Ufer abgeflacht. Ein

Waldbewirtschaftungsweg wurde

sein der jungen Generation (und

lichen

WĂźrstchen

dessen Morphologie waren und

neuer ÂŤAltlaufÂť und Terrainab-

im Zuge dieser Rheinauengestal-

ihren Eltern und Lehrpersonen) zu

auf Weidenspiessen, dazu gab es

sind durch Wasserkraftanlagen,

senkungen in der Isla Spinatsch

tung an die Grenze zur landwirt-

verankern, ist erklärtes Ziel des er-�

Brot und erfrischende Getränke.

Kiesentnahmen und Flusskorrek-�

fĂźhrten somit zu mehr Wasser und

schaftlichen

folgreichen Rheinexkursionsange-�

Das Rhein-Flussfest 2011 war bei

tionen beeinflusst. Durch diese

zu einem kleineren Flurabstand in

und mit einem Fuss- bzw. Wan-

botes der IRKA. Unbestrittener HÜ-�

herrlichem Wetter, interessierten

Eintiefung des Hinterrheins lag

der Aue, (Differenz zwischen Ter-

derweg ergänzt. Die beiden beste-

hepunkt ist alljährlich das Rhein-�

und motivierten SchĂźlerInnen und

die Isla Spinatsch drei bis vier

rain und Grundwasser), so dass

henden naturnahen Feuchtbiotope

Flussfest.

Lehrpersonen ein Highlight, der

Meter hĂśher als das Flussbett.

sich wieder vermehrt eine auen-

blieben erhalten.

von der IRKA seit 2003 durch-

Mit einem neuen Gestaltungs-�

typische Vegetation entwickeln

Da der Hinterrhein in diese neuen

Am Donnerstag, 22. September

gefĂźhrten Rheinexkursionen fĂźr

konzept der Rheinauen wurde die

konnte. Oberhalb der Blockrampe

Wasserflächen Feststoffe eintra-

2011, trafen sich Schulklassen aus

Schulklassen.

Isla Spinatsch aufgewertet.

wurde der Uferschutz zurĂźckver-

gen wird, sind in Zukunft Anlan-

setzt und ĂźberschĂźttet. Die not-

dungen nicht auszuschliessen. Eine

Feuerstellen

Diepoldsau und Sargans in Unter-

Nutzfläche

verlegt

vaz, um gemeinsam den Rhein in

Von Mai bis Oktober 2011 fanden

Die Isla Spinatsch wurde wieder

wendige Baugrube wurde unter

permanente Beobachtung und ent-

den Mastrilser Auen näher kennen

41 Exkursionen mit 670 SchĂźle-

mit dem Hinterrhein vernetzt.

die Rheinsohle abgetieft und nicht

sprechende Unterhaltsarbeiten, um

zu lernen. An verschiedenen Stati-

rinnen und SchĂźlern an den ver-

Dazu wurde der an der Kurve-

mehr aufgefĂźllt. Auf diese Weise

lokale Veränderungen im Rahmen

onen erfuhren die SchĂźlerinnen und

schiedenen Exkursionsorten am Al-

ninnenseite liegende Uferschutz

entstand ein Stillwasser mit An-

zu halten, sind aus diesem Grunde

SchĂźler von erfahrenen Exkursi-

penrhein statt. Auch im kommen-

bis auf einen kurzen Abschnitt

bindung an den Hinterrhein.

wichtig und notwendig.

onsleiterinnen und -leitern Interes-

den Jahr werden Rheinexkursionen

santes aus der Geschichte und Ăźber

durchgefĂźhrt. Anmeldungen und

die Zukunft des Alpenrheins.

Infos unter info@alpenrhein.net.

Rheinbähnle-�Brßcke

Egelsee wird neu belebt Anfang Oktober fand an der

wieder ein See entstehen. Der

Grenze zwischen Feldkirch-�To-�

neue Egelsee wird als RĂźckhalte-

sters und Mauren in Liechten-�

becken dienen und so die Hoch-

Die Zukunft der Dienstbahnbrß-�

der seitlichen Hochwasserdämme

stein der Spatenstich zur Wieder-�

wassergefahr fĂźr die Anlieger der

cke ßber den Rhein bei Mäder-�

und infolge Treibholzdruck ein

belebung des ÂŤEgelseesÂť statt. Es

ÂŤEscheÂť deutlich vermindern. Die

Kriessern ist ungewiss. JĂźngst

BrĂźckeneinsturz ereignen kĂśnnte.

wird damit ein wirksamer Hoch-�

Esche nimmt das Wasser aus dem

fand ein internationales Gespräch

Eine LÜsung wäre, wenn auf

wasserschutz sowie ein wert-�

Tisner Tobel-Bach, dem MĂźhl-

zum Erhalt der Rheinbähnle-�Brß-�

Schweizer Seite jeder zweite Pfei-

voller Naturraum geschaffen.

bach und dem Pritschenbach

ckeÂť statt.

ler entfernt und dementsprechend

auf und leitet es Ăźber Mauren

das Tragwerk fĂźr eine 30-Meter-

Es war ein ganz besonderer Spa-

und Eschen bei Bendern in den

Schwierigkeiten bereitet die lan-

Spannweite verstärkt wßrde. Der

tenstich, denn 182 Jahre nachdem

liechtensteinischen Binnenkanal.

ge Vorlandquerung auf Schwei-

Verein Rhein-Schauen erarbeitet

der berĂźhmte Wasserbau-Inge-

Bei Starkregen kann der Egelsee

zer Seite. Sie steht auf elf Pfeilern

nun zusammen mit der Rheinbau-

nieur Alois Negrelli (Suezkanal)

kßnftig rund 40’000 Kubikmeter

und durch sie kann ein Verschluss

leitung ein Konzept, das auf einen

mit der Trockenlegung des Tost-

Wasser aufnehmen, wodurch der

entstehen, sodass sich ein Aufstau

langfristigen Erhalt der ÂŤRhein-

ner Sumpfgebietes rund um den

Hochwasserschutz

des Rheins mit ĂœberstrĂśmung

bähnle-Brßcke ausgelegt ist.

ÂŤEgelseeÂť begonnen hat, soll hier

verbessert werden kann.

Unsere Angebote Homepage www.alpenrhein.net Bestellungen www.alpenrhein.net oder info@medienbuero.li Reservation Rhein-� exkursionen fßr Schulen www.alpenrhein.net Lehrbehelf www.alpenrheinSchule.net

bedeutend

Impressum Herausgeber: Internationale Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und Internationale Rheinregulierung (IRR). Grafik und Redaktionsleitung: Medienbuero Oehri & Kaiser AG, PR+Werbung, Grafik, Events, FL-�9492 Eschen Druck: Wälderdruck AG, A-�6863 Egg; Auflage: 3’500 Exemplare


Zukunft Alpenrhein