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JUNI/JULI 14 www.dermonat.li

TOURISMUS: Sommerferien im eigenen Land WEITWANDERN: Über Vaduz von Triest nach Monaco FORSCHUNG: Im Team zum Doktortitel stärkt den Durchhaltewillen


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I N H A LT | E D I T O R I A L

Natur und Kultur Aussicht auf den Sommer 3

Die einen zieht es in die Ferne, andere geniessen die Ferien im eigenen Land und entdecken dabei immer wieder neue Schönheiten. «Sommerferien im eigenen Land» Wieder andere freuen sich auf überschaubar und dennoch lohnenswert das kulturelle Angebot, das besonders in der Ferienzeit sehr abwechslungsreich ist. Für uns wäre es zu aufwendig, alle die Angebote der weiten Welt zu beschreiben. PA N O R A M A  4 Aber «Sommerferien im eigenen Land» ist machbar, weil überschaubar und dennoch T O U R I S M U S lohnenswert. Ergänzt wird dieser Sommerferien im eigenen Land 6 Beitrag von Tourismus Liechten P U B L I R E P O R TA G E stein durch einen Erlebnisbericht Steuern steuern über die «Via Alpina», die über Neue Steuerberatungskanzlei in Liechtenstein 9 alle Alpenstaaten führt und da TREUHANDWESEN bei auch Liechtenstein mit herrli PGR und Entstehung des Gesellschaftswesens10 chen Wanderungen einbezieht. BREGENZER FESTSPIELE Natürlich besteht diese Ausgabe Das Spiel auf dem See nicht nur aus Tourismus und 12 Sponsoren aus Liechtenstein Günther Meier Wandern. Und noch etwas: Am VOR 30 JAHREN Chefredaktor «Der Monat» ­­1. Juli kommt unser Magazin 29. Juni 1984: Frauenstimmrecht eingeführt 15 wegen der Ferienzeit nicht, die nächste Ausgabe erscheint als Sondernummer zum E R S T E R W E LT K R I E G Staatsfeiertag am 1. August. Attentat in Sarajewo: Ausbruch des Weltkriegs 16 FORSCHUNG

Im Team zum Doktortitel stärkt den Durchhaltewillen

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Jubiläumsparty in den Alpen

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MALBUN

S T. L U Z I S T E I G

Waffenplatz Luzisteig sorgte für Aufregung 22

KUNSTDENKMÄLER

Vom Bauern- zum Kunsthaus Küefer-Martis-Huus in Ruggell

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NACHGEFRAGT Martina Rüdisühli «youli» – Konto für die Jugend

IMPRESSUM: 8. Jahrgang, Nr. 88, Juni 2014, 18 750 Exemplare HERAUSGEBER: Alpenland Verlag AG, Feld­kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan, Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li REDAKTION: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, redaktion@dermonat.li VERLAGSLEITUNG: Max Meinherz, Tel. +423 239 50 20, m.meinherz@gutenberg.li SEKRETARIAT: Eva Rubin, Tel. +423 239 50 30, office@gutenberg.li ANZEIGEN: Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@gutenberg.li GESTALTUNG: Florian Leiter, Gutenberg AG SATZ UND DRUCK: Gutenberg AG, FL-9494 Schaan PAPIER: PlanoJet, 100 g/m² ONLINE: «Der Monat» im Internet: www.dermonat.li TITELBILD: Erlebnisreiche Bergwelt Liechtensteins, die zum Wandern einlädt. (Foto: Tourismus)

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WEITWANDERN Über Vaduz von Triest nach Monaco

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RÄTSEL

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JUNI/JULI 2014


PA N O R A M A

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Foto: Ikr

Liechtenstein wird ab März 2015 für vier Jahre Mitglied der Kommission zur Rechtsstellung der Frau (CSW). Das hat der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen am 23. April in New York beschlossen. Die CSW ist das wichtigste zwischenstaatliche UNO-Gremium für Frauenfragen und Gleichberechtigung und besteht aus 45 Mitgliedern. Die Kommission verabschiedet Empfehlungen und internationale Standards zu Themen wie Gewalt gegen Frauen, Armutsbekämp­ fung, Entwicklungspolitik, etc. Die zweiwöchigen CSW-Hauptsitzungen jeden März zählen zu den wichtigsten internationalen Treffen im Hinblick auf Frauenförderung und bringen hunderte Führungspersönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Liechtenstein wird sich während seiner Mitgliedschaft besonders für den Schutz von Frauen in bewaffneten Konflikten, gleichberechtigte Teilhabe auf allen Ebenen, Beendigung von Gewalt gegen Frauen sowie für die Wahrung der Menschenrechte von Frauen einsetzen. Unser Bild zeigt Aussenministerin Aurelia Frick mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Aufschwung für Finanzplatz Liechtenstein Der Finanzplatz profitiere von anziehender Konjunktur und stabilerem Finanzsystem, schreibt die Finanzmarktaufsicht (FMA) in ihrem Jahresbericht 2013.

Foto: Exportmarktplatz

UNO-Gremium für Frauenrechte

Export-Marktplatz für innovative Unternehmen Die internationale Wettbewerbssituation und die Wechselkursproblematik Euro – Franken macht es Exportunternehmen nicht einfach, sich in fremden Märkten zu behaupten oder neue Märkte zu erschliessen. In einer solchen Situation, die geprägt wird durch verschiedene Unsicherheiten, kommt dem Informationsaustausch eine wichtigere Rolle als in normaleren Zeiten zu. Deshalb wird auch dieses Jahr der Export-Marktplatz durchgeführt, der eine Plattform für den Informationsaustausch zwischen Unternehmen, Verbänden und staatlichen Stellen bildet. Der Export-Marktplatz findet am 5. Juni 2014 in Schaan statt. Themen der Veranstaltung sind beispielsweise: «Herausforderung bei der Auswahl einer globalen Sanktionslistenprüfungslösung» oder «Elektronische Zollanmeldung – ­Herausforderung oder Chance für KMU?» oder «Freihandel Chancen und Risiken bei der Nutzung von Freihandelsabkommen». www.exportmarktplatz.com

Ein «Grüner Gipfel» tagt in Liechtenstein

 Die Banken verwalteten Ende 2013 ein Kundenvermögen von

195,4 Mrd. Fr. Gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 6 Prozent. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 7,9 Mrd. Fr.  Die Vermögensverwaltungsgesellschaften verwalteten Kundenver-

mögen von 29,8 Mrd. Fr. Ein Anstieg von 26,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  Bei den Fonds beliefen sich die verwalteten Netto-Vermögen auf

38,4 Mrd. Fr. und liegt damit über dem Vorjahr mit 37,2 Mrd. Fr. Im Versicherungsbereich nahmen die Lebensversicherungen ab, die Schadenversicherungen legten dafür markant zu.

Im Rahmen des «Grünen Gipfels», der am 6./7. Juni in Liechtenstein durchgeführt wird, steht das Thema «Region der Zukunft» auf dem Programm. Diskutiert werden soll, wie nachhaltige Entwicklungen von Städten und Siedlungen zielgerichtet realisiert werden können – auch über Grundstücks-, Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus. Ziel der Veranstaltung ist, neue Impulse für die Region Alpenrheintal-Bodensee im Sinne von schöneren, effizienteren und nachhaltig-erneuerbaren Räumen für Menschen und Natur zu erhalten. JUNI/JULI 2014


Der Liechtensteinische Bankenverband setzt seine internationale Public Affairs- und Öffentlichkeitsarbeit fort. So wird der LBV am 11. Juni 2014 einen weiteren Informationsabend im Stadtpalais Liechtenstein in Wien durchführen, um aus erster Hand über die Entwicklungen am Bankenplatz Liechtenstein zu informieren und den Gedankenaustausch mit Parlamentariern, Regierungs- und Medienvertretern fortzuführen. Ebenfalls noch im ersten Halbjahr wird sich der LBV auch in Berlin im Rahmen eines weiteren Parlamentarischen Abends Mitgliedern des Bundestags und Behördenvertretern präsentieren und auch hier den Dialog führen. Nicht zuletzt wird der traditionelle Liechtensteinische Bankentag am 3. September 2014 in Vaduz stattfinden und mit Pascal Saint-Amans, dem Direktor des Zentrums für Steuerpolitik der OECD, wiederum hochkarätig besetzt sein.

Gesundheitsmarkt als Wirtschaftsfaktor Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der steigenden Kostenentwicklung wird Gesundheit immer mehr zum Wirtschaftsfaktor. Vor diesem Hintergrund hat Regierungsrat Mauro Pedrazzini in Wien mit Österreichs Gesundheitsminister ­A lois Stöger über das Spannungsfeld zwischen steigenden Gesundheitskosten und Gesundheit als Wirtschaftsfaktor konferiert. Beide betonten, dass aufgrund der hohen Bedeutung der Gesundheit der Staat in der Gesundheitswirtschaft traditionell in grosser Verantwortung stehe. Ein weiteres Schwerpunktthema des Arbeitstreffens waren die steigenden Ausgaben für die Gesundheitsversorgung und die damit zusammenhängende zunehmende Kostenbelastung für die Bevölkerung und die Wirtschaft.

Faszination Römerzeit im Landesmuseum

Foto: Landesmuseum

Die Ausstellung «Die Spuren Roms in der Provinz – Archäologische Funde aus Liechtenstein» im Liechtensteinischen Landesmuseum ist noch bis 7. September 2014 zu sehen. Römische Funde – wie der abgebildete Ring – erlauben einen Einblick in das Alltagsleben der Bevölkerung zwischen dem 1. Jahrhundert vor Christus und dem 5. Jahrhundert danach. Ein Highlight stellen die beiden Legionärshelme aus Schaan dar. Nach ihrer Entdeckung im Jahr 1887 wurden sie verkauft. Jetzt sind sie das erste Mal wieder im Original in Liechtenstein zu sehen. Das Liechtensteinische Landesmuseum besitzt nur originalgetreue Kopien.

Foto: Meisterkurse

Bankenverband wirbt für den Finanzplatz

Kultursommer 2014 Musikalische Höhepunkte Der Sommer 2014 verspricht in Liechtenstein wieder viel Kultur. Ein sehr breites kulturelles Angebot allein in den vier Schwerpunktveranstaltungen – Internationale Meisterkurse, Ligita, Sommer im Hof und yourlife – bietet für Liebhaber musikalische Genüsse ganz unterschiedlicher Ausrichtungen. Die Internationalen Meisterkurse haben sich seit ihrer Gründung 1970 zu einer internationalen Seminar- und Veranstaltungsplattform in Liechtenstein etabliert. Die Konzerte der Dozenten und Teilnehmer bilden einen wesentlichen Bestandteil des kulturellen Sommerangebots. Auch an der «Ligita» nehmen Kursteilnehmer aus der ganzen Welt teil. Für die Meisterkurse, die in erster Linie der Nachwuchsförderung der klassischen Gitarre dienen, und für Workshops reisen Gitarristen von weit her ins Liechtensteiner Unterland, um bei den Meistern in Eschen lernen zu können. Auch dieses Jahr werden rund 70 Teilnehmende erwartet. Die Dozenten und Kursteilnehmer geben eine Reihe von öffentlichen Konzerten. Musikalische Leckerbissen verspricht auch dieses Jahr der «Sommer im Hof» der Liechtensteinischen Landesbank in Vaduz. Im Innenhof der Landesbank wird renommierten, aber auch unbekannten Bands aus der Region die Möglichkeit geboten, sich in einem speziellen Ambiente einem grösseren Publikum zu präsentieren. Das «Liechtenstein Festival» findet in Schaan statt und verbindet Musik, Kultur und Kunstperformance. Mitten in Schaan erwartet die Besucher am 4./5. Juli 2014 ein buntes Programm. Das Festival kombiniert verschiedene Elemente zu einem einzigartigen Event.


TOURISMUS

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Sommerferien im eigenen Land

7 Von Martina Hoch

Berge oder Meer? Städtetrip oder Naturerlebnis? Für das renommierte National Geographic Traveler Magazine – ­ ­grösstes Reisemagazin der USA – ist die Entscheidung klar: Es empfiehlt Liechtenstein als eines der 20 Top-Reiseziele weltweit für 2014.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das empfohlene Ferienland vor der Haustüre liegt? Vielfältige Naturerlebnisse, eine facettenreiche Kultur und viel Genuss sind übrigens die Gründe für die weltweit beachtete Auszeichnung. Und es gibt viel Neues zu entdecken… Neu sind beispielsweise die von Vielfältige Naturerlebnisse, Juli bis Oktober organisierten, eine facettenreiche Kultur ­geführten Kräuterwanderungen und viel Genuss – und das und Wildbeobachtungen in der Liechtensteiner Natur, die moalles vor der Haustüre natlich stattfinden. Mit «Pfeil & Falke» gibt es ab sofort die Möglichkeit, den beliebten Bogenparcours mit dem Besuch der Greifvogelflugshow in Malbun zu verbinden. Und die Fürstenwoche rund um den Staatsfeiertag ermöglicht Liechtensteinern und Gästen gleichermassen viele fürstlich gute Erlebnisse. Der aktuelle Erlebnispass enthält die wichtigen 25 Attraktionen des Landes und überrascht mit der grossen Vielfalt an Erlebnissen zu 19 Franken pro Person.

Die einzigartige Vielfalt und Kombination aus Kultur und Natur wird in vielen Reiseführern gelobt – doch wer kennt sein Land in all seinen Facetten tatsächlich? Märchenweg, WalserSagenWeg, Philosophenweg, Fürstin-Gina-Weg, Fürstensteig – dafür kommen Besucher aus der ganzen Welt nach Liechtenstein. Diese und viele weitere Wanderungen finden sich übrigens unter www.tourismus.li und können einfach ausgedruckt werden.

Vielfältiger Genuss und gesunde Bewegung

Für alle, die Kraft und Erholung in den heimischen Bergen suchen, bieten sich zum Beispiel die Liechtensteiner Hüttentouren durch eine der schönsten Kulturlandschaften Europas an. Ein Besuch der Alpen – beispielsweise Guschg, Pradamee oder Valüna – ermöglicht vielfältigen Genuss in Kombination mit gesunder Bewegung. Ein besonderes Erlebnis ist – auch für G ­ äste – die AdlerWanderung mit ­Norman Vögeli, die übrigens weltweit als einzigartig gilt. Er lässt sein Adlerweibchen im natürlichen Lebensraum des Steinadlers fliegen und erzählt die ­Geschichte dieses majestätischen Vogels sowie die der Falknerei. Während der gesamten Wanderung begleitet der ­Adler die Wanderer und ermöglicht so faszinierende Fotomotive und Erlebnisse. Weitere Top-Fotomotive und viel Informatives


Liechtenstein bietet im Sommer eine Vielzahl von Möglichkeiten

Fotos: Liechtenstein Tourismus

für Sport und Spiel, Wandern und Kultur.

Beach-Volleyball-Turnier in Vaduz im August. Und der Seilpark im Forst in Triesen ­ begeistert bietet übrigens auch der neu ausgeschilderte histori- ­Familien und Gruppen beim Klettersport gleichersche Höhenweg am Eschnerberg. massen. Lust auf Brunch im Grünen? Musikgenüsse für Sonntags gibt es zum Beispiel im Bangshof in Rug- jede Geschmacksrichtung gell einen exzellenten Brunch, den Buurazmorga, Mit Sonderausstellungen wie mit vielen schmackhaften und gesunden Produkten, der sich auch für Familien ideal eignet. Auch die Al- «Gladiatoren und Kolosseum – Helden und Archipen planen für Frühaufsteher und Wanderer wieder tektur im Dienst der Mächtigen» im Landesmusedie beliebten «Alpzmorga». Für Sportler, die noch um sowie den Ausstellungen des Kunstmuseums, mehr Outdoor-Erlebnisse suchen, ist Liechtenstein unter anderem «Die Veränderung der Skulptur ein Eldorado. Beispielsweise gilt der LGT Alpin-Ma- durch die Fotografie», sorgt Liechtenstein auch in rathon im Juni überregional als anspruchsvoller diesem Jahr überregional für Aufmerksamkeit. SeBergmarathon mit einzigartiger Atmosphäre und henswert sind ebenso Ausstellungen in den kleineKulisse. Sehenswert ist ebenso das internationale ren Museen, z.B. dem Walsermuseum, Postmuseum oder dem FIS-Ski- und Wintersportmuseum. Mit «Jazz & Blues im Hof» in VaErlebnispass duz, dem Life-Festival in Schaan, den Liechtensteiner Gitarrentagen und dem «Rock around Malbun» Erleben Sie Liechtensteins Attraktionen hautnah. Mit dem Erlebnisim Juli, dem «Openair Wavejam» in Balzers im pass geniessen Sie freien Eintritt zu 25 Attraktionen und Angeboten ­August, «The Princely Liechtenstein Tattoo» im Sepim Wert von über 200 Franken. tember in Schellenberg und den vielen weiteren Womit bietet man Kindern einen erlebnisreichen Ausflug? Der ErlebKonzerten im Land bietet Liechtenstein eine Szene, nispass «Liechtenstein all inclusive» bietet zahlreiche Ideen, und dies die für jeden Geschmack echten Musikgenuss erzu einem Schnäppchenpreis ab 19 Franken. Infos unter www.tourismöglicht. Das Bundessängerfest in Eschen-Nendeln mus.li und hochwertige Klassikkonzerte runden das AngeEine Eventübersicht für 2014 mit vielen Informationen ist auf www. bot in diesem Jahr ab. Ein besonderer Tipp: Das tourismus.li zu finden. ­Beiza-Festival mit vielen Live-Bands in Schaan und Der gedruckte Wandkalender mit den Liechtensteiner Highlights Vaduz ist einzigartig und erlebenswert. Einfach Ter2014 kann kostenfrei im Liechtenstein Center in Vaduz abgeholt mine vormerken, Freunde einladen und ausser­ ­werden. gewöhnliche Konzerte erleben... JUNI / JULI 2014


TOURISMUS

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Die Anfänge des Tourismus in Liechtenstein

Das waren noch Zeiten für den liechtensteinischen Tourismus: 1872 wurde auf Gaflei eine «Molkenund Luftkuranstalt» errichtet. Fünf Vaduzer kauften damals die Alp mit Wohngebäude und Stall, bauten die Gebäude aus und versorgten die Wanderer mit Speis und Trank. Die Idee der «Molkenund Luftkuranstalt» stiess auf Resonanz bei Touristen, denn schon 1975 wurden 20 Gäste betreut, die einen herrlichen Ausblick auf die Schweizer Berge, gute Luft und Wandermöglichkeiten in beinahe unberührter Natur hatten. Der Erfolg führte zum Ausbau. Zwanzig Jahre nach den ersten Gästen warb der damalige Besitzer Karl Schädler mit JUNI/JULI 2014

Prospekten für das Kurhaus Gaflei und bot 80 Gastbetten für die Naturfreunde an. Die Serviceleistungen auch ausserhalb des Kurhauses, das im Jahre 1900 bereits 100 Gastbetten anbieten konnte, wurden stetig ausgebaut. Für die ausländischen Gäste brachte täglich ein Extrabote die Post nach Gaflei, die Gäste selbst konnten sich mit einem Pferdefuhrwerk von Vaduz ins Kurhaus Gaflei transportieren lassen. Die Sennerei der nahen Alp­ hütte lieferte Milch und Butter. Die Gästeschar auf Gaflei hatte nicht zuletzt deshalb gegen Ende des 19. Jahrhunderts stark zugenommen, weil 1898 der Fürstensteig eröffnet wurde, der für die Berggänger entweder den Ausgangspunkt oder die Endstation bildete. Der Erfolg des Kurhauses Gaflei spornte andere Unternehmer an, ebenfalls in den Tourismus zu investieren. So wurde 1895 auf der Alp Sücka, hinter dem Kulm, ein Kurbetrieb mit Beherbergungsmöglichkeiten eröffnet. Unterhalb von Gaflei, auf Masescha, entstand schon 1887 ein Gasthaus, das als Pension geführt wurde. Auf ­Silum wurde 1911 das «Kurhaus Silum» erbaut. Malbun, das heute das Zentrum des Sommer- und Wintertourismus im liechtensteinischen Alpengebiet ist, wurde etwas später als die Sonnenhänge oberhalb Triesenberg für den Tourismus entdeckt. Eine Voraussetzung dafür war die Erschliessung für Fuhrwerke, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte. In das 1908 errichtete «Kurhaus Malbun» brachten Fuhrwerke die Gäste aus dem Ausland, während junge Triesenberger als Gepäckträger tätig waren. Auch das Walserdorf Triesenberg profitierte vom Alpentourismus. 1880 wurde das Gasthaus «Alpenrose» gebaut, dann folgten das «Samina» und das «Kulm». Zur Hauptsache bestand der Tourismus bis zum Ersten Weltkrieg aus Sommertourismus, während der Wintertourismus sich mit dem Aufkommen des Skisports erst langsam zu entwickeln begann. Der Erste Weltkrieg machte dem aufstrebenden Tourismus in Liechtenstein aber einen Strich durch die Rechnung, ausländische Gäste blieben bis Mitte der 1920er-Jahre aus.  Günther Meier |


P U B L I R E P O R TA G E

Steuern steuern Neue Steuerberatungskanzlei in Liechtenstein In Liechtenstein, aber auch den umliegenden Ländern sind in den letzten Jahren verschiedenste Anpassungen der Steuergesetze vorgenommen worden. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich dies in Zukunft weiter fortsetzen wird und die Regelungen im Steuerbereich komplexer und umfangreicher werden. Daher ist es, um ein ­Steuer­optimierungspotenzial möglichst umfangreich festzustellen und auszuschöpfen, unabdingbar, dass diesem Thema Beachtung geschenkt wird. Dies sowohl bei Unternehmen als auch bei ­Privat­personen. Es empfiehlt sich, eine Planung aller ­möglicher Steuer­folgen bereits frühzeitig ins Auge zu fassen. Wird dies vernachlässigt, so können die Steuer­ folgen unter Umständen erhebliche finan­ zielle Auswirkungen haben. Bereits seit längerer Zeit stand die Idee der Initianten, Dr. Patrick Kranz und Dr. ­Patrick Roth, im Fürstentum Liechtenstein eine reine Steuerberat­ungs­kanzlei zu eröffnen. Vor einigen Wochen wurde dieses Vorhaben realisiert und die Gründung der Axalo Steuerberatung AG fand statt. Diese neue Unternehmung hat anfangs Mai, nach Eintritt von Urs Schnider (eidg. dipl. Steuerexperte) als Geschäftsführer die Tätigkeit aufgenommen. Die Axalo Steuerberatung AG hat sich voll und ganz der Steuerberatung verschrieben. Durch die langjährige Tätigkeit aller beteiligten Personen im nationalen und internationalen Steuer­bereich vereint die Gesellschaft die Dynamik einer jungen Unternehmung mit reichhaltigen Erfahrungen. Sollten der Beizug weiterer Spezialisten verschiedenster Bereiche im Rahmen einer optimalen Beratung notwendig sein, so kann dies durch die Einbettung der Axalo Steuerberatung AG in die Axalo-Gruppe (www.axalo.com)

Patrick Kranz, Urs Schnider, Patrick Roth

einerseits und die Roth+Partner Rechtsanwälte AG (www.rothpartner.li) andererseits einfach gewährleistet werden. Die Axalo Steuerberatung AG ist Ansprechpartner für sämtliche Fragen des nationalen und inter­nationalen Steuerrechts, der Steuerplanung und -beratung. Die Axalo Steuerberatung AG versteht sich als aktiv mitdenkender Unternehmer, der die Steuern seiner Kunden professionell und wirkungsvoll steuert.

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TREUHANDWESEN

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PGR und Entstehung des Gesellschaftswesens

11 Von Günther Meier

Liechtenstein erlebte nach dem Ersten Weltkrieg politisch und wirtschaftlich turbulente Zeiten. Der Zollvertrag mit der Schweiz ebnete den Weg für die Übernahme des Schweizer Frankens als offizielle Währung sowie für den Aufbau des Treuhandwesens.

Der Erste Weltkrieg riss auch Liechtenstein, obwohl nicht direkt in die Kriegswirren und Schlachten verwickelt, wirtschaftlich in eine Notlage. Der Zollvertrag mit dem Nachbarland ÖsterDie Anwerbung von reich, der Liechtenstein seit Mitte des 19. Jahrhunderts eng an das Domizilgesellschaften war Kaiserreich gebunden hatte, warf keine Erfindung der keine Einnahmen mehr ab. Weil die Wirtschaft fast zum Erliegen liechtensteinischen Politiker kam, blieben die Einnahmen für den Staatshaushalt ebenfalls aus. In dieser wirtschaftlichen Notlage wurde nach neuen Einnahmequellen gesucht, die den Staatshaushalt sanieren und ­gleichzeitig auch Arbeitsplätze schaffen sollten. Zu den Ideen, die damals gewälzt wurden, gehörte der Vorschlag, mit Hilfe möglichst günstiger Steuerbedingungen ausländische Gesellschaften dafür zu gewinnen, ihren Sitz nach Liechtenstein zu verlegen. Mit der Gründung der Bank in Liechtenstein war eine Grundlage geschaffen worden, vorher im Kaiserreich tätige Unternehmen, die nach Kriegsende auf verschiedene neue Nationalstaaten verteilt waren, unter einem Sitz zu vereinen. Die Werbung der Bank in Liechtenstein formulierte schon 1920, dass sich das Fürstentum Liechtenstein hervorragend eigne für die Errichtung von «Holding- und Domizilgesellschaften». Der erste Schritt für den späteren ­Aufbau des Treuhandsektors war damit getan, z­ usätzlich begünstigt vom

absehbaren Übergang von der Kronenwährung zum Schweizer Franken sowie vom Zollpartner Österreich zum Zoll- und Wirtschaftspartner Schweiz.

Steuerliche Sonderbehandlung für Gesellschaften

Liechtenstein handelte in der aussergewöhnlichen Lage nach dem Ersten Welt­ krieg schnell. Ausländische Gesellschaften, die im Land selbst nicht aktiv werden durften, erhielten eine steuerliche Sonderbehandlung: Die Pauschalierung des jährlichen Steuerbetrags wurde grosszügig gehandhabt, teilweise nicht nur über Jahre hinweg festgelegt, sondern über Jahrzehnte. Die Politiker sahen die Chancen für das arme Land, die ausländische Gesellschaften boten. Andererseits gab es auch besonnene Stimmen, die trotz der wirtschaftlichen Notlage vor den Risiken warnten. Josef Peer, der damalige Landesverweser in der Funktion des Regierungschefs, warnte vor dem Landtag: «Punkto Pauschalierung müssen wir uns hüten, ein Land der Steuerflucht zu werden!» Die Anwerbung von Domizilgesellschaften war aber keine Erfindung der liechtensteinischen ­ Politiker, sondern als Vorbild dienten einige Schweizer Kantone, wie etwa der Kanton Glarus, der schon vor dem Ersten Weltkrieg auswärtige Sitz- und Holdingunternehmen lediglich ­einer tiefen Kapitalsteuer unterwarf. Liechtenstein folgte diesem Beispiel und legte die neue Gesellschaftssteuer auf nur 1 Promille des einbezahlten Kapitals fest, während die Gewinne dieser Unternehmen steuerbefreit blieben. Im Vergleich mit der Entwicklung des Treuhandwesens nach dem Zweiten Weltkrieg war der Erfolg in den ersten Jahren bescheiden: Im Öffentlichkeitsregister wurden bis 1928 lediglich 381 Eintragungen vorgenommen, wobei im


Fotos: Günther Meier

Die Einführung des Schweizer Frankens und das Personen- und Gesellschaftsrecht begünstigten den Aufbau des Treuhandsektors.

Jahre 1926 ein besonderer Ein­ tragungsschub erfolgte, was mit der Einführung des Personenund Gesellschaftsrechts (PGR) zusammenhängt. Gesellschaften nach ausländi- schen Rechtsnormen

Mit dem PGR wurde 1926 eine Rechtsordnung geschaffen, die sich nach der Abkehr von Österreich am schweizerischen Wirtschaftsrecht orientierte, aber auch Teile aus anderen Rechtsordnungen übernahm. Eine der Hauptabsichten bei der Erstellung des PGR bestand darin, ausländischen Kunden zu ermöglichen, eine Gesellschaft in Liechtenstein nach den ihnen bekannten Rechtsnormen in ihren Heimatländern zu gründen. Deshalb führte Liechtenstein mit dem PGR auch Gesellschaftsformen ein, die in den unmittelbaren Nachbarstaaten unbekannt waren. Beispielsweise den angelsächsischen Trust oder das Treuunternehmen, das dem Trust nachgebildet wurde. Verschiedene der mit dem PGR zugelassenen Rechtsinstitute fanden aber wenig Verbreitung. Meistens erfolgte die Gründung von Anstalten oder Stiftungen, Treuhänderschaften oder Treuunternehmungen sowie Aktiengesellschaften, die heute noch die Mehrzahl der Gesellschaften ausmachen.

Zusammenspiel von Steuern und Gesellschaftsrecht

Einen bedeutenden Anteil am Aufbau des Treuhandwesens in Liechtenstein hatte das Steuergesetz, das der Landtag am 2. Dezem­­ber 1922 in Kraft setzte. Auch die Stimm­berechtig­­­­­ten ­erklärten sich mit den steuerlichen Neuerungen einverstanden: An der Volksabstimmung am ­ Heiligabend, am 24. Dezember 1922, stimmten ­ 1075 mit Ja, 728 warfen ein Nein in die Urne. Schon 1923 kam es zu Änderungen, die vor allem die ­Gesellschaften betrafen. Die Holdinggesellschaften ­erhielten zusätzliche Steuerbegünstigungen, insbesondere wurde die Ertragssteuer aufgehoben, um noch mehr ­ausländisches Kapital ins Land zu holen. Wie bei dem Steuergesetz sprachen sich die Stimmberechtigten 1924 auch für diese Abänderungen in ­einer V ­ olksabstimmung aus. Mit dem Personenund ­Gesellschaftsrecht (PGR) erhielt die Steuerverwaltung die Kompetenz, mit den Sitz- und Holdinggesellschaften die steuerlichen Belange zu ­regeln, ­Stiftungen und Anstalten bei Bedarf auch von der Steuerpflicht zu befreien. Die Zulassung ­attraktiver Gesellschaftsformen in Verbindung mit niedrigen Steuern schuf damals erste Anreize für die Gründung von Gesellschaften und trug damit zur rasanten Entwicklung des Treuhandsektors in | Liechtenstein über Jahrzehnte hinweg bei. JUNI/JULI 2014


BREGENZER FESTSPIELE

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Das Spiel auf dem See Sponsoren aus Liechtenstein

13 Von Günther Meier

Die Bregenzer Festspiele haben sich zu einem international bekannten Kulturfestival entwickelt. Das Spiel auf dem See, die Bühne im Bodensee, ist ein Anziehungspunkt für die Besucher. Zu den Hauptsponsoren gehört die LGT Bank in Liechtenstein.

Auch wenn «Die Zauberflöte» den Opernfreunden bekannt ist, fasziniert ihre Mischung aus Popularität und Weltsicht immer wieder neu. Mit viel Hintersinn hat Intendant David Pountney schon im vergangenen Jahr Wolfgang Amadeus Mozarts Welterfolg auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele inszeniert – und bietet «Die Die Inszenierung von Zauberflöte» zu seinem Abschied David Pountney rückt nach elf Jahren aus Bregenz nochmals an. Diese Aufführung mardie «Zauberflöte» in eine kiert den Abschied des interna­ leuchtende Fantasy-Welt tional bekannten Intendanten von der Bregenzer Seebühne. Die letztmalige Aufführung unter der Regie von Jérôme Savary im Jahre 1985 signalisierte den Aufbruch der Bregenzer Festspiele in eine neue Ära. Obwohl schon vorher unter Musikliebhabern bekannt, gewannen die Festspiele seit damals an internationalem Format und bieten neben dem Spiel auf dem

See eine Reihe weiterer musikalischer und kultureller Veranstaltungen an. In der «Zauberflöte» geht es nicht nur um die vordergründige Handlung, die Suche des Prinzen Tamino nach der entführten Königstochter Pamina. Die Sinnreise zwischen Gut und Böse, in das Lichtreich und das Nachtreich, wird zur Selbstfindung eines jungen Menschenpaares. Das entrückte Märchen wird zum Spiegel der Realität, heute so aktuell wie damals bei der Entstehung zur Zeit der Französischen Revolution. Die absolutistischen Alleinherrscher, in der «Zauberflöte» von der Königin der Nacht symbolisiert, waren der Vergangenheit geweiht, aber auch das erstarkte Bürgertum mit seinen pseudo-religiösen Werten war erstarrt. Damit gehört dem jungen Paar, Tamino und Pamina, die Zukunft. Die Frage nach der Zukunft beschäftigt alle Inszenierungen der «Zauberflöte». Für David Pountney sind Tamino und Pamina die «Repräsentanten einer neuen Ordnung, einer aufgeklärten Weltordnung, die weder die überflüssigen Hierarchien und den Aberglauben von Monarchen und Priestern länger benötigen noch deren antike musikalischen Merkmale.» Bleibt noch Papageno, der Vogelfänger, der als heiterer Naturmensch jeweils zum gefeierten Publikumsliebling wird. Erstmals mit Drehbühne und Karussell-Schiene Die Inszenierung von David Pountney rückt die «Zauberflöte» in eine leuchtende Fantasy-Welt. Flankiert von drei riesigen «Drachenhunden» spielt die Handlung auf einem mit Gräsern bewachsenen Schildkrötenpanzer, der für Bühnenbildner Johan Engels den «Wald des Lebens» symbolisiert. Die drei Drachenhunde – Weisheit,


Das Bühnenbild der «Zauberflöte» Foto: Bregenzer Festspiele

dominieren die drei Drachenhunde und der drehbare Schildkrötenpanzer.

lenwert in der Unternehmensphilosophie der LGT und des Fürstenhauses einnimmt, wie Vernunft und Natur – haben ohne Fundament ein Norbert Biedermann im nachstehenden Interview Gewicht von 60 Tonnen, die Hörner des mittleren erklärt, ist davon auszugehen, dass die LGT auch für Drachenhundes bilden mit 28 Metern über dem die nächste Spielzeit wieder zu den Sponsoren zähWasserspiegel den höchsten Punkt. Der Schildkrö- len wird. tenpanzer in der Mitte des Bühnenbildes ist eine Spiel auf dem See drehbare Kuppel und besteht aus einer Stahl- und und Festspiele Holzkonstruktion. Zum Bühnenbild gehören auch Der Inszenierung der «Zauberdie 125 Gräser auf dem Schildkrötenpanzer, die aufgeblasen werden können, wobei der längste flöte» kommt dieses Jahr eine besondere Bedeutung zu, weil sich Intendant David Pountney mit einem Grashalm eine Höhe von 6,3 Metern erreicht. Für die «Zauberflöte» wurde facettenreichen Programm von den Bregenzer Festerstmals auf dem See eine Drehbühne eingesetzt. spielen verabschiedet. Unter dem Motto «Wien Ebenso kommt eine Karussell-Schiene zum Einsatz, zartbitter» stehen Werke des österreichischen Komdie 2,5 Meter unter der Wasseroberfläche rund um ponisten Heinz Karl Gruber im Mittelpunkt, da­ die Seebühne verläuft – mit einem Durchmesser runter die Auftragskomposition «Geschichten aus von 61 Metern und einem Umfang von beinahe 200 dem Wiener Wald», eine Oper, die im Festspielhaus Metern. Ein riesiger technischer Aufwand, zu dem Bregenz gezeigt wird. Die ­Bregenzer Festspiele, daRegisseur David Pountny bemerkt, auch Mozart rauf deutet der Name hin, umfassen nicht nur das habe die Möglichkeiten gekannt, um gute Unter- Spiel auf dem See, sondern eine Reihe weiterer kulhaltung zu bieten und mit dem Publikum zu kom- tureller Veranstaltungen an verschiedenen Orten munizieren. Der Erfolg des vergangenen Jahres hat rund um das Festspielhaus am See. So zeigt das ihm Recht gegeben, das Publikum kam in Scharen Theater am Kornmarkt die satirische Oper «Gloria zu dieser weltweit meistgespielten Oper. Für dieses von Jaxtberg», ­während im Theater Kosmos das Jahr sind noch mehr Vorstellungen vorgesehen, Puppenspiel «The Table» auf dem Programm steht. David Pountney möchte den Foüber 200'000 Tickets stehen damit zur Verfügung. kus in seiner letzten Spielzeit auf «Reichtum, Ar LGT Bank in Liechtenstein ist mut, Charme, Korruption, Heiterkeit und Neuro einer der Hauptsponsoren sen, Kultiviertheit und Abartiges, Sensibilität und Die Bregenzer Festspiele sind im Sentimentalität, Freundlichkeit und Falschheit» leLaufe der Zeit zu einem Unternehmen gewachsen, gen, kurzum auf die «vielschichtigen Gegensätze das aktuell ein Jahresbudget von 20 Millionen Euro von Österreichs legendärer Hauptstadt Wien». Breaufweist. Ein Teil der Einnahmen stammt von genz scheint ihm dafür ein geeigneter Ort zu sein, Sponsoren, wobei die LGT Bank in Liechten- denn die Vorarlberger Hauptstadt liege weit weg – stein für die Spielzeit der «Zauberflöte» zu den und das biete den Vorteil, «mit dem langen Löffel Hauptsponsoren unter den privaten Sponsoren aus dem – manchmal übersüssen – Honigtopf von zählt. Weil Kunst und Kultur einen zentralen Stel- Wien naschen zu können.» JUNI/JULI 2014


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Sponsoring der Bregenzer Festspiele Interview mit Norbert Biedermann, LGT Bank in Liechtenstein Welchen Hintergrund hat das Sponsoring der ­Bre­-­­ g­e­nzer Festspiele für die LGT Bank in ­Liechtenstein: Auch wirtschaftliche Interessen?

Herr Biedermann, die LGT Bank in Liechtenstein ist einer der Hauptsponsoren der Bregenzer Festspiele, die international einen ausgezeichneten Ruf in Kulturkreisen geniessen. Was hat die LGT zum Sponsoring bewogen?

Wirtschaftliche Interessen stehen sicher nicht im Vordergrund, aber wir erwarten von jedem Sponsoring einen gewissen Nutzen für das Geschäft.

Die Bregenzer Festspiele sind vor zwei Jahren auf uns zugekommen und haben uns angefragt, ob wir Sponsor werden wollen. Wir haben dann für eine Spielzeit zugesagt und werden diesen Sommer über eine Verlängerung entscheiden.

Die LGT Bank in Liechtenstein sponsert nicht nur Kultur. In welchen Bereichen tritt die LGT ebenfalls als Sponsor auf?

Wir engagieren uns auch in verschiedenen Sportbereichen, so zum Beispiel im Skisport oder an Reitturnieren. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat auch der LGT Alpin Marathon. Nicht zuletzt unterstützen wir auch viele lokale Institutionen und Aktivitäten in Liechtenstein, wie zum Beispiel die Bergbahnen Malbun und Vereins- und Verbandsaktivitäten im Bereich von Musik und Gesang.

Gibt es spezielle Verbindungen zwischen der LGT Bank in Liechtenstein und der Kultur?

Kunst und Kultur haben für uns einen zentralen Stellenwert. Unser Eigentümer, das Fürstenhaus, sammelt seit Jahrhunderten Kunst. Heute gehören die Fürstlichen Sammlungen zu den bedeutendsten Privatsammlungen weltweit. Auch Musik spielte immer eine grosse Rolle. Unter anderem hat Mozart für das Fürstenhaus komponiert.

Ja, Kundenanlässe oder individuelle Besuche der Festspiele sind ein wichtiger Teil unseres Sponsoringengagements. Dank der Zusammenarbeit mit den Veranstaltern können wir unseren Gästen auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. JUNI/JULI 2014

Foto: LGT

Was umfasst das Sponsoring der LGT Bank in Liechtenstein bei den Bregenzer Festspielen: Machen Sie an den Festspielen auch Kundenanlässe? Laden Sie bestehende oder potenzielle Kunden zu einem Spiel auf dem See ein? Norbert Biedermann Vorsitzender der ­Geschäftsleitung der LGT Bank AG, ­Vaduz


VOR 30 JAHREN

29. Juni / 1. Juli 1984 Frauenstimmrecht eingeführt

Foto: Landesarchiv/Eddy Risch

Am Staatsfeiertag 1984, am 15. August, unterzeichnete Fürst Franz Josef II. auf Schloss Vaduz das Verfassungsgesetz über die Einführung des Frauenstimmrechts. Nach der Sanktion des Landesfürsten, gegeben mit der Unterzeichnung, setzte auch Regierungschef Hans Brunhart seine Gegenzeichnung unter das Dokument. Für die Frauen in Liechtenstein eine historische Stunde, denn nun konnten sie auch auf Landesebene die politischen Rechte ausüben, die bis zu diesem Zeitpunkt den Männern vorbehalten war. Die Männer hatten im dritten Anlauf nach 1971 und 1973 dem Frauenstimmrecht zugestimmt. Bei einer Stimmbeteiligung von 86 Prozent stimmte am 29. Juni/3. Juli 1984 eine Mehrheit von 2370 Männern der politischen Gleichberechtigung zu, 2251 Männer votierten dagegen: Das Stimmenverhältnis lautete 51,3 Prozent Ja gegen 48,7 Prozent Nein! In die Verfassung wurde nach der Annahme der Vorlage der Zusatz aufgenommen: «In Landesangelegenheiten stehen die politischen Rechte allen Landesangehörigen zu, die das 20. Lebensjahr vollendet, im Lande ordentlichen Wohnsitz haben und nicht im Wahl- und Stimmrecht eingestellt sind.» Ungefähr ein Vierteljahrhundert hatte es gedauert, bis von der ersten Wortmeldung im Landtag, eigentlich sollten die Frauen die politische Gleichberechtigung erhalten, die Stimmberechtigten endgültig die Zustimmung erteilten. Dazwischen lagen viele Jahre des Nichtstuns, aber auch Diskussionen, Demonstrationen, Gerichtsurteile und Landtagsdebatten. Gegen Ende der 1950er-Jahre hatte der FBP-Abgeordnete Ernst Büchel die Frage des Stimm- und Wahlrechts für die Frauen aufgeworfen, Mitte der 1960er-Jahre forderte der VU-Abgeordnete Roman Gassner eine Probeabstimmung, damit sich die Frauen selbst zu den politischen Rechten äussern könnten. Im Jahre 1968 folgte dann tatsächlich eine Meinungsumfrage, wobei die Männer mit 887 Ja gegenüber 1341 Nein eine deutliche Nein-Haltung vertraten, die Frauen hingegen mit 1265 Ja gegen 1241 Nein mit knapper Mehrheit für die politische Gleichberechtigung stimmten.

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Nachdem die Kontroverse Diskussion im Landtag über die Durchführung einer Schweiz 1970, elf Jahre nach dem Volksabstimmung zur Einführung wuchtigen Zwei-Drittel-Nein der des Frauenstimmrechts. Männer wieder einen Anlauf zur Einführung des Frauenstimmrechts wagte, regten sich auch in Liechtenstein fortschrittliche Kreise. Am 7. Februar 1971 gaben die Männer in der Schweiz den Frauen das Stimm- und Wahlrecht, in Liechtenstein dagegen resultierte am 26./28. Februar 1971 mit 1897 gegen 1816 ein Nein in der Abstimmung. Zwei Jahre später misslang auch der zweite Anlauf, denn diesmal legten 2126 Männer ein Nein in die Urne, nur noch 1675 stimmten dafür. Erst nachdem einige Gemeinden das Frauenstimmrecht eingeführt hatten, schien die Zeit reif zu sein. Bevor die Frauen bei den Landtagswahlen mitwählen durften, wurden 1983 in Gamprin schon zwei Frauen – Maria Marxer (FBP) und Elsa Oehri (VU) – und in Vaduz Emma Brogle (VU) in den Gemeinderat gewählt. Maria Marxer war anschliessend die erste Frau, die in das Amt des Vorstehers gewählt wurde, Emma Brogle die erste Vize-Bürgermeisterin. Der Jubel blieb am 1. Juli 1984 nicht aus, als das Resultat verkündet wurde: Mit Liechtenstein hatte nun auch das letzte Land den Frauen das Stimm- und Wahlrecht zuerkannt. | JUNI/JULI 2014


E R S T E R W E LT K R I E G

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Attentat in Sarajewo Abenteuerspielplatz Ausbruch des Walensee Weltkriegs rund um den

17 Von Günther Meier

Am 28. Juni 1914 wurde das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar in Sarajewo ermordet. Das Attentat führte zuerst zur Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Serbien und löste anschlies-send einen Krieg aus, der sich zum Ersten Weltkrieg ausbreitete.

Hundert Jahre sind es, seit in Sarajewo die tödlichen Schüsse auf Erzherzog Franz Ferdinand, den Thronfolger des Kaiserreichs Österreich-Ungarn, fielen. Das Attentat vom 28. Juni 1914 wurde von einem Mitglied Freiwillige aus Liechtenstein der Studentenorganisation «Mlada Bosna» ausgeführt, die sich meldeten sich bei der Armee und die Befreiung von der österreibei der Marine, aber auch beim chisch-ungarischen Herr­schaft zum Ziel gesetzt hatte. ÖsterRoten Kreuz und als Erntehelfer reich-Ungarn vermutete auch Serbien hinter dem Attentat. Aber erst einen Monat später stellte das Kaiserreich ein Ultimatum an Serbien, das nicht alle Forderungen erfüllen wollte. Daraufhin erklärte Österreich-Ungarn den Krieg, der als Lokalkonflikt zwischen Österreich-Ungarn und Serbien begann und dann mit dem Kriegseintritt anderer Länder zum Weltkrieg eskalierte.  Liechtensteinische Sympathien für das Kaiserreich Die Stimmung in Liechtenstein, als Nachbarstaat und wirtschaftlich Verbündeter von Österreich-Ungarn, schwankte zwischen Hoffen und Bangen, doch die Sympathien lagen beim Kaiserreich. Unter dem Titel «Das Bomben- und Revolver-Attentat in Sarajewo» berichtete das «Liechtensteiner Volksblatt» ausführlich über das Geschehen: «Eine furchtbar erschütternde Nachricht kam am Sonntag in den ersten Nachmittagsstunden aus Sarajewo nach Wien. Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gattin Herzogin Sophie Hohenberg sind von Mörderhand gefallen, während sie in Sarajewo zu Gaste weilten. Ein serbischer Student, ein neunzehnjähriger Bursche, hat das Thron-

folgerpaar während der Fahrt aus nächster Nähe angeschossen und tödlich verletzt.... Am Vormittag schon wurde ein Attentat versucht: Ein Mann warf eine Bombe gegen den Wagen des Erzherzogs, der mit dem Arme das Geschoss zurückschleuderte.... Mit bewundernswerter Kaltblütigkeit begab sich der Erzherzog kurze Zeit nach dem Attentat an das Lager der Verwundeten, um nach ihrem Befinden zu sehen. Und auf diesem von edelster Menschenliebe diktierten Weg traf den Erzherzog und seine Gattin die Kugel eines Ruchlosen.» Berichte über Kriegsbegeisterung in Deutschland

Am 1. August 1914, als Deutschland in den Krieg mit seiner Kriegserklärung eintrat, berichtete das «Volksblatt» aus den deutschen Hauptstädten und schrieb dazu: «Damit ist zur Wahrheit geworden, dass zwischen den drei grössten militärischen Mächten der Welt in wenigen Tagen, vielleicht nur Stunden, ein furchtbares Ringen und Schlachten entstehen wird.» Gleichzeitig teilte die Zeitung der Leserschaft ein Stimmungsbild aus Deutschland mit, das den Satz enthielt: «Die Kriegsbegeisterung ist ungeheuer und selbst die Sozialdemokratie erfüllt ihre patriotische Pflicht im vollen Masse.» Auf der Titelseite des «Volksblatt» wandte sich Landesverweser Leopold Freiherr von Imhof in einer Stellungnahme an das Volk, die in Fettdruck publiziert wurde: «Österreich, unser Nachbarstaat, mit dem das Fürstentum seit jeher in engen Beziehungen steht, führt einen gerechten Krieg. Hohe Begeisterung erfüllt sämtliche Kreise seiner Bevölkerung und vereinigt alle jene, welche die Pflicht gegen ihr Vaterland nicht zu den Waffen gerufen hat, zu erhebenden Werken der Menschlichkeit,


Denkmal für die Gefallenen aus Liechtenstein, das 1934 im Friedhof in Schaan enthüllt wurde

Foto: Landesmuseum / Sven Behan

lige aus Liechtenstein meldeten sich bei der Armee und bei der Marine, aber auch beim Roten Kreuz und als Erntehelfer, um die fehlenden Arbeitskräfte, die sich im Kriegseinsatz befanden, zu ersetzen. Ob alle, die sich für die Front meldeten, auch tatsächlich in den Krieg zogen, lässt sich nicht genau sagen. Bekannt aber sind zwölf Männer als Kriegsteilnehmer, die für den Fronteinsatz teils mit Tapferkeitsmedaillen ausgezeichnet wurden, teilweise aber gar nicht bis an die Kampffronten gelangten. In den Krieg ziehen mussten hingegen alle wehrfähigen Österreicher und Deutsche, die in Liechtenstein lebten. Das Denkmal auf dem Schaaner Friedhof, das 1934 errichtet wurde, enthält die Namen von 27 österreichischen und deutschen Soldaten, die gefallen sind oder als vermisst galten. Von den Liechtensteinern kamen vier Freiwillige nicht mehr aus dem | Krieg zurück.

um die Leiden des Krieges nach Möglichkeit zu mildern.... Diese edlen, von wahrem Patriotismus getragenen Kundgebungen und Bestrebungen finden lauten Widerhall in den Herzen aller jener, die Österreich nahe stehen.» Der Landesverweser rief dazu auf, nicht hinter den Nachbarn zurückzustehen und dem Roten Kreuz Österreichs Spenden zukommen zu lassen: «Möge der Erfolg dieser Sammlung ein schönes Zeugnis geben von dem warmfühlenden Herzen der Liechtensteiner und ihrer Sympathie für alle Angehörigen der altehrwürdigen Nachbar-Monarchie.» Freiwillige aus Liechtenstein ziehen in den Krieg Dem Aufruf des Landesverwesers war der erhoffte Erfolg beschieden. Trotz Mangel an Bargeld kam eine hübsche Summe zusammen, die das Rote Kreuz Österreichs mit warmen Worten verdankte. Aber auch wer kein Bargeld locker hatte, konnte etwas für die sich im Krieg befindlichen Nachbarn tun: Die Frauen strickten Socken, Leibbinden und Pulswärmer für die Soldaten, auch Nahrungsmittel, Rauchwaren und Schnaps für den Fronteinsatz wurden gesammelt. Während sich die meisten mit Geld- und Naturalspenden begnügten, wollten andere auch an der Front mithelfen, diesen «gerechten Krieg» zu gewinnen. Freiwil-

Fürstenbesuch verschoben «Wegen der furchtbaren Katastrophe, von welcher das österreichische Kaiserhaus, mit dem unser Fürstenhaus in nahen verwandtschaftlichen Beziehungen steht, Sonntag, den 28. Juni, betroffen wurde, musste der in Aussicht gewesene, von der Bevölkerung sehnlichst erwartete Besuch unseres Durchlauchtigsten, allgeliebten Landesfürsten verschoben werden. Herr fürstlicher Landesverweser von Imhof wurde letzte Woche von Seiner Durchlaucht nach Wien berufen und es wollte der Landesherr, Donnerstag, den 2. dieses Monats, in Vaduz eintreffen. Die Vorkehrungen für Höchstdessen mehrtägigen Aufenthalte im Fürstentum waren bereits getroffen.» (Liechtensteiner Volksblatt am 5. Juli 1914)

JUNI/JULI 2014


FORSCHUNG

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Im Team zum Doktortitel Abenteuerspielplatz stärkt denden Durchhaltewillen rund um Walensee

19 Von Kornelia Pfeiffer

Wer an der Uni in Vaduz promoviert, bewegt sich auf Top-Niveau. «Die ­Doktorats­ausbildung mit interdisziplinären Aspekten ist eine unserer ­Stärken», sagt Professor Stefan Güldenberg, Dekan der Graduate School der Universität Liechtenstein.

Herr Professor Güldenberg, wofür lohnt es sich zu promovieren?

Für sich selbst. Denn Sie erwerben eine Schlüsselkompetenz, die in einer immer komplexeren und dynamischeren Gesellschaft zentral ist: Sie lernen, Problemstellungen in der Tiefe zu verstehen und systematisch zu lösen. Top-Positionen in grossen Unternehmen werden überdurchschnittlich oft mit Leuten besetzt, die einen Doktortitel vor dem Namen haben. Oder Die Doktoranden werden anders gesagt: Leute, die eine viel intensiver betreut fundierte wissenschaftliche Ausbildung im Rucksack haben, sind und ihr Durchhaltewillen auch in der Praxis gefragt.

ist spürbar höher

Wo liegen die Unterschiede ­zwischen klassischer Individualpromotion und Promotion an der Universität Liechtenstein?

Bei der Individualpromotion sind Doktoranden viel zu häufig sich selbst und ihrem Betreuer überlassen. Die Gefahr des Scheiterns ist sehr gross, weil oft nicht rechtzeitig erkannt wird, wenn etwas nicht rund läuft. An der Universität Liechtenstein beugen wir dem ganz bewusst vor. Über die Fakultäten hinweg studieren unsere Doktoranden im Team. Sie kennen sich von gemeinsamen Lehrveranstaltungen, über einen Round Table oder auch von Forschungskolloquien. Wenn es irgendwo Schwierigkeiten gibt, sprechen wir frühzeitig darüber. Wir lassen niemanden allein. Das beginnt bereits damit, das schriftlich festgehalten wird, was Betreuer, Doktorand und Dekan leisten müssen und erwarten dürfen. Schliesslich soll am Schluss eine Dissertation herauskommen, die einem hohen wissenschaftlichen Niveau entspricht.

Was bedeutet «interdisziplinär» im Doktoratsstudium an der Universität Liechtenstein?

Die Studierenden sind in ein starkes interdisziplinäres Netzwerk eingebunden. Alle Doktoranden der Universität besuchen gemeinsam interdisziplinäre Module. Studienpläne und Zulassungsrichtlinien sind aufeinander abgestimmt. Die jungen Leute lassen sich durch Fachgrenzen in ihrem Denken nicht einengen, das befähigt sie, Herausforderungen später in der Praxis zielorientiert zu meistern. Die Universität fördert gute Leute früh – und so auch ihren eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs. Übrigens scheint sich das bereits herumzusprechen: Ich erhalte – und zwar ohne Werbung – Bewerbungen aus aller Welt, die sich für eine Doktoranden- oder Habilitationsstelle interessieren. Sind Ihre Doktoranden als wissenschaftliche Mitarbeiter angestellt?

Vor ein paar Jahren haben wir das so gehandhabt, weil wir nicht zu schnell wachsen wollten. Inzwischen öffnen wir das Doktoratsstudium schrittweise für Bewerber von ausserhalb, die sich über Stipendium finanzieren oder teilweise im Arbeitsleben stehen. Wichtig ist hierbei, dass sie ihr Berufsleben auf höchstens die Hälfte ihrer Zeit begrenzen, um ausreichend Raum für ihre Forschungsarbeit zu sichern. Nicht mehr der einzelne Professor sucht «seine» Doktoranden aus. An die Stelle eines Doktorvaters tritt ein sogenanntes Promotionsgremium ...

... das läuft so ab: Der Doktorvater schlägt unserer Doktoratskommission einen vielversprechenden Kandidaten vor. Die Kommission, bestehend aus vier Professoren, prüft die Bewerbungsunterlagen


«Die Universität fördert gute Leute früh – und so auch ihren eigenen sagt Professor Stefan Güldenberg.

Foto: UNI/Michael Zanghellini

wissenschaftlichen ­Nachwuchs»,

und das Exposé für das Forschungsprojekt. Wer dem nicht standhält, wird abgelehnt. Die Kommission prüft auch die Qualität der einzelnen Doktoratsstudiengänge, und sie bestellt das Promotionsgremium, das am Ende des Studiums die Prüfung, die sogenannte Disputation abnimmt.

fit-Organisationen mit der Universität Liechtenstein zusammen. Damit fördern wir Doktoranden, die nicht allein in der Theorie, sondern auch in der Praxis daheim sind. Ein Doktorand erarbeitet ein wissenschaftlich und praktisch relevantes Thema, wobei er teils an der Uni und teils im Unternehmen Sie bereiten Doktoranden während ihrer Arbeit an angestellt ist. Mit einem attraktiven Arbeitsumfeld einer Dissertation gezielt auf wissenschaftliche zieht der Förderer neue Ideen und Talente an. Sie Karrieren vor. Scheitern damit weniger Doktoran- bindet er damit nachhaltig an das Unternehmen den? und die Region Liechtenstein und Alpenrheintal. Definitiv. Die Doktoranden werden intensiver betreut und ihr Durchhaltewillen ist spürbar höher. Wie richten Sie Ihre Master- und Doktoratsstu­ Im Austausch mit anderen Doktoranden sehen sie diengänge auf das aus, was Wirtschaft und Wisauch, dass kritisiert zu werden im Wissenschafts- senschaft in Zukunft brauchen? betrieb ganz normal ist. Wir ermutigen sie überdies, Wir sprechen mit Vertretern aus Wirtschaft und sich dem Wettbewerb in der wissenschaftlichen Wissenschaft, beobachten, denken nach, überzeuGemeinschaft zu stellen und sich bei Konferenzen gen und lernen so ständig hinzu. Das macht die Aroder Publikationen einzubringen. Das bringt ein beit eines Dekans aus und auch spannend. Gerade dann, wenn die Lösungsfindung, was Wirtschaft breitabgestütztes Feedback. und Wissenschaft in Zukunft wirklich brauchen, Mit welchen Forschungsschwerpunkten befassen für beide Seiten auch unbequem sein kann. sich die zurzeit 21 Doktoranden der Universität? Die Themen gehen über alle Bereiche und Lehr- Neu kann sich, wer den Dr. gemacht hat, in Vaduz stühle hinweg. Wir sehen zusätzlich vier gemein­ auch habilitieren. Die Habilitation ist fest verwursame, für Gesellschaft und Wirtschaft zentrale zelt mit einer Universitätskarriere. Für wen bilden Schwerpunkte: die Wissensgesellschaft, den demo- Sie diese Spezialisten aus? grafischen Wandel, den globalen Wettbewerb um Für die internationale Scientific Community, ForIdeen und Talente sowie die Frage der N ­ achhaltigkeit. schungseinrichtungen, Universitäten – und für uns. Über das Tenure-Track-Modell können KandidaDie Universität steht für Praxisnähe und Sie bie- ten nach einer Probezeit als Assistenz-Professoren ten ein «kooperatives Doktorat» an. Wie bewährt eine feste Laufbahnzusage erhalten. Damit müssen sich diese Liechtenstein-Innovation? hervorragende Wissenschaftler nicht die UniversiSehr gut. Beim «kooperativen Doktorat» arbeiten tät wechseln, wie sonst im deutschen Raum üblich, | kleine und mittlere Unternehmen sowie Non-Pro- sondern können bleiben. JUNI/JULI 2014


MALBUN

Zehn Jahre Summerchilbi, zehn Jahre Alpenmagazin Panorama, fünf Jahre «Rock around Malbun». Am Samstag, 26. Juli 2014, laden Triesenberg Malbun Steg Tourismus und der Verein Panorama, Herausgeber des Alpenmagazins, zur grossen Jubiläumsparty ein.

2004 gründete Markus Meier gemeinsam mit Heinz Beck und Erich Sprenger den Verein Panorama mit dem Ziel, ein Magazin herauszugeben, das sich schwerpunktmässig mit der liechtensteinischen Bergwelt befasst. Später gesellte sich Markus Schaper als Vereinsmitglied dazu.

der Verein Panorama in den vergangenen fünf Jahren deutliche Akzente gesetzt. Im Jubiläumsjahr 2014 wird «Rock around Malbun» aufgrund von Bauarbeiten im kleinen, aber feinen Rahmen ausgetragen. Die einheimische Formation «Naturtrüeb», die von Anfang an dabei ist, tritt im Rahmen der Malbuner Summerchilbi am 26. Juli ab 20 Uhr im Zelt zwischen den Häusern Jöraboda (Malbuner Lada) und Silberhorn auf. Vorab spielt der Triesenberger Handorgler Manfred Schädler.

Zehn Jahre Alpenmagazin «Panorama» Das Team arbeitet von Beginn an eng zusammen und bringt das Farbmagazin seit nunmehr 10 Jahren heraus. Es geht an alle Haushalte Liechtensteins und teilweise ins Ausland. Liechtenstein-Freunde in aller Welt sowie AuslandLiechtensteiner freuen sich jeweils ganz besonders über das «Panorama» in ihrem Briefkasten. Der Verein Panorama pflegt Partnerschaften mit der Liechtensteiner Jägerschaft, mit dem Fischereiverein Liechtenstein, mit dem Liechtensteinischen Skiverband, mit den Bergbahnen Malbun AG und mit Liechtenstein Marketing. Fünf Jahre «Rock around Malbun» Mit der Veranstaltung «Rock around Malbun» hat der Verein Panorama den Nagel zum zweiten Mal auf den Kopf getroffen. Der Event knüpft an die erfolgreichen Zeiten an, als Malbun noch mit einem attraktiven Musikangebot in Verbindung gebracht wurde. Live-Musik in der Taverna des Hotels Gorfion und Musik ab dem Plattenteller in der Tschuetta-Bar oder in der Galina-Bar lockte in den Siebziger- und Achtzigerjahren Gäste aus dem In- und Ausland nach Malbun. Mit «Mungo Jerry», «The Bay City Rollers» oder «The Sweet», aber auch mit regionalen Bands, hat JUNI/JULI 2014

Zehn Jahre Summerchilbi in Malbun Die Malbuner Summerchilbi hat sich im Laufe von zehn Jahren zu einem festen Bestandteil der Veranstaltungen in Malbun entwickelt. Veranstalter ist Triesenberg Malbun Steg Tourismus. Zahlreiche Verkaufsstände mit kulinarischen Köstlichkeiten locken jeweils kleine und | grosse Gäste aus der ganzen Region an. 

Foto: Symbolbild

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Jubiläumsparty in den Alpen


ALLE HABEN ES – ALLE BRAUCHEN ES… In den nächsten Tagen in Ihrem Briefkasten: Das neue blaue Telefonbuch 2014 • Offizielles und meistverwendetes Telefonverzeichnis für das Fürstentum Liechtenstein • übersichtlich und lesefreundlich gestaltet • zusätzlicher Informationsteil über alle Gemeinden • Ärzteverzeichnis • Umfassendes Branchenverzeichnis und viele weitere Informationen

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S T. L U Z I S T E I G

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Waffenplatz Luzisteig sorgte für Aufregung

23 Von Günther Meier

Der Waldbrand oberhalb Balzers, der 1985 als Feuerwalze das Dorf Balzers bedrohte, ist noch gut in Erinnerung. Ein neues Buch geht der wechselvollen Geschichte des Waffenplatzes St. Luzisteig nach, der mehrfach für Waldbrände sorgte.

Liechtensteins Regierungsrat Hugo Quaderer und Bundesrat Ueli Maurer, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung und Bevölkerungsschutz, trafen sich 2011 Gesellschaft Schweiz – beim Waffenplatz St. Luzisteig. Anlass für das hohe ZweiertrefLiechtenstein stellt ein fen war die Unterzeichnung eiBuch über die Geschichte ner neuen Vereinbarung über die Nutzung und den Betrieb des des Waffenplatzes Waffenplatzes, der in der VerSt. Luzisteig vor gangenheit immer wieder für Unstimmigkeiten in beiden Ländern geführt hatte. Das Ziel der Vereinbarung lautete, alle grenzüberschreitenden Fragen umfassend zu regeln, die sich aus Bestehen und Betrieb des Waffenplatzes ergeben. Die Regelung kann als Abschluss der zwischenstaatlichen Diskussionen gesehen werden, die sich nach dem Waldbrand von 1985 ergeben hatten und erst gut 25 Jahre später einen Abschluss fanden. Am Donnerstag, 5. Dezember 1985, fand auf dem Schiessplatz Andswiesen ein Übungsschiessen des Schweizer Militärs statt. Obwohl starker Föhn herrschte, wurde die Schiessübung nicht abgebrochen. Die Feuerwehr Balzers wurde am Nachmittag um 15.15 Uhr durch eine Privatperson alarmiert, die Rauch oberhalb von Balzers wahrgenommen hatte. Aus dem kleinen Feuer, entfacht auf dem dürren Gras durch ein Geschoss, entwickelte

sich mit Unterstützung des Föhnsturms ein grossflächiges Feuer im Wald oberhalb von Balzers. Zahlreiche Feuerwehren aus Liechtenstein und der Umgebung trafen am Brandort ein, doch konnten die Feuerwehrleute den Brand nicht löschen, sondern mussten sich im teilweise steilen Gelände damit begnügen, die Ausweitung des Brandes zu verhindern. Auch Helikopter, die während Stunden pausenlos Wasser über die Brandfläche ausschütteten, vermochten den Waldbrand vorerst nicht einzudämmen. Erst als der Föhn in den Morgenstunden des 6. Dezember nachlässt, kann das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Verschiedene Waldbrände seit den Fünfzigerjahren

Die Feuersbrunst von 1985 war nicht das erste Feuer, das vom schweizerischen ­Militär durch unachtsame Schiessübungen verursacht worden war. Die Feuerwehr Balzers hält in ihrer Vereinsgeschichte fest, dass in das Gebiet ­A ndstein mehrmals Löschkolonnen geschickt werden mussten, um kleinere oder grössere Brände zu löschen. So brannte es 1958 in der sogenannten Blindgängerzone, 1963 und 1971 musste dürres, sich entzündetes Gras gelöscht werden, in den Jahren 1960 und 1983 rückten die Balzner Feuerwehrsleute bei starkem Föhn aus, um Brandherde im Keime zu ersticken. Die grösste Feuerstelle war bis 1985 knapp 10 Hektaren gross, der ­Waldbrand von 1985 aber hatte weit grössere Aus-


Der Waldbrand von 1985, der das

Foto: Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein

Dorf Balzers bedrohte.

masse – und der Funkenflug gefährdete zudem die am Hang liegenden Wohngebiete. Gutnachbarliche Beziehungen nicht gefährden Die Waldbrände und der Schiesslärm vom Waffenplatz erregten immer wieder den Unmut der Balzner Bevölkerung, mit der Aufforderung an die Regierung, beim Militär oder beim Bundesrat in Bern zu intervenieren. Nach dem Waldbrand 1985 wurde eine Waffenplatzkommission eingesetzt, in der beide Länder vertreten waren. Die Kommission legte schon kurze Zeit danach neue Regelungen über Schiesszeiten und

Neues Buch «Sankt Luzisteig. Geschichte und Gegenwart» Autoren: Arthur Brunhart, Max Leuener, Roland Marxer Herausgeberin: Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein Satz und Druck: Gutenberg AG, Schaan 128 Seiten, Format A5, gebunden, mit Schutzumschlag, 20 Franken Zu beziehen ab 11. Juni 2014 bei: Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein c/o Treuhand- und Revisionsbüro Walter Bösch Bahnhofstrasse 29, 9470 Buchs Telefon 081 750 56 00, Fax 081 750 56 01 E-Mail: boeschtreuhand@bluewin.ch

Lärmbegrenzungen, über Zielorte und Munitionsarten fest. Auch der Bau einer Ortskampfanlage wurde beschlossen. Die Massnahmen haben sich bisher bewährt, denn seit 1985 ist kein grösserer Zwischenfall oderWaldbrand bekannt geworden. Buch der Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein

Die Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein, die in den vergangenen zwei Jahren von der früheren liechtensteinischen Aussenministerin Andrea Willi präsidiert wurde, hat sich der Frage um den Waffenplatz St. Luzisteig angenommen. Entstanden ist ein Buch, das in der Schriftenreihe der Gesellschaft erscheint. Die Gesellschaft führt am 6. Juni 2014 ihre traditionelle Frühjahrsexkursion auf der St. Luzisteig durch und stellt bei dieser Veranstaltung das neue Buch vor – bei gutem Wetter beim Guschaturm oberhalb des Waffenplatzes, bei schlechter Witterung in der Kaserne. Das Buch enthält drei Beiträge, die aus unterschiedlicher Perspektive den Waffenplatz und dessen Ausstrahlung auf die schweizerisch-liechtensteinischen Beziehungen beleuchten. Arthur Brunhart, Vorsteher von Balzers, macht einen historisch-heimatkundlichen Spaziergang rund um den Fläscherberg. Aus der Feder von Max Leuener, dem Stadtpräsidenten von Maienfeld, stammt ein geschichtlicher Abriss über den Waffenplatz und die schweizerisch-liechtensteinischen Verhandlungen. Den dritten Beitrag schrieb Roland Marxer, früher Leiter des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten, über die völkerrechtlichen Regelungen zwischen Liechtenstein | und der Schweiz zum Waffenplatz­.

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KUNSTDENKMÄLER

Foto: Günther Meier

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Vom Bauern- zum Kunsthaus Küefer-Martis-Huus in Ruggell

Das ehemalige Bauernhaus

Alte Bausubstanz lässt sich nicht ­«Küefer-Martis-Huus» aus dem nur in die neue Zeit retten, Jahre 1730 ist heute Kultur- und ­sondern kann auch sehr sinnvoll Begegnungszentrum der Gemeingenutzt werden. Das Küefer-Marde Ruggell. tis-Huus in Ruggell ist ein Musterbeispiel dafür, denn im denkmalgeschützten Gebäude finden Ausstellungen zu regionalen Themen und thematisch unterschiedliche Veranstaltungen statt. Aus dem früheren ­Bauernhaus ist ein Museum und Kulturzentrum der Gemeinde Ruggell entstanden, was sich der Erbauer im Jahre 1730 wohl kaum erträumt hatte. Das Küefer-Martis-Huus, so die heutige Beschreibung, sei konzipiert als Ort der

Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein Band 1: Das Unterland, erschienen 2013, 396 Seiten, Format 18,0 x 25,0 cm, reich bebildert. CHF 110.00 Band 2: Das Oberland, erschienen 2007, 504 Seiten, Format 18,0 x 25,0 cm, reich bebildert. CHF 110.00 Kombiangebot: Band 1 und Band 2 für CHF 180.00 Herausgegeben von der GSK, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern. Autorin: Cornelia Herrmann, Triesen Zu beziehen bei: www.buchzentrum.li office@buchzentrum.li oder direkt beim Alpenland Verlag AG, Feldkircher Strasse 13, 9494 Schaan, Tel. +423 239 50 30

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­ egegnung mit musealem Charakter: «Der MuseB umsteil befindet sich im renovierten und denkmalgeschützten Wohnhaus. Die Räume im Obergeschoss und Dachgeschoss sind in erster Linie für Ausstellungen zu unterschiedlichen regionalen ­Themen reserviert. Angesichts der Nähe des Hauses zum Rhein bildet der Themenkreis Wasser mit ­seinen vielschichtigen Bezügen zur Region einen inhaltlichen Schwerpunkt im Ausstellungsprogramm. Das Erdgeschoss mit der Küche im ­Eingangsbereich ist originalgetreu restauriert und mit alten Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Die Wohnstube mit Kachelofen, die alte Schlafkammer und die Küche mit dem alten Holzherd werden für verschiedenste Anlässe genutzt.
Im neu errichteten «Kulturtenn», dem direkt ans Wohnhaus angebauten ehemaligen Stall, finden kulturelle Aktivitäten unterschied­ lichster Art statt: Ausstellungen regionaler Künstler, ­Lesungen, Vorträge, Diskussionen, aber auch Treffen der örtlichen Senioren oder A ­nlässe regionaler ­Vereine.» Die Raumeinteilung entspricht laut Darstellung im unten angegebenen Buch dem in Liechtenstein über viele Jahrhunderte üblichen DreiRaum-Typus: Das heisst, im Erdgeschoss eine Stube, Nebenstube und quergestellte Küche, im Obergeschoss eine grosse und eine kleine Kammer sowie einen Vorraum. Einiges ist aus der Entstehungszeit erhalten geblieben, anderes im Laufe der Zeit dazugekommen. Der Kachelofen der Firma Schaedler, Nendeln, wurde 1916 eingebaut. Der E ­ isenherd stammt aus dem gleichen Jahr. Das ­Einbaubuffet kann auf 1900 datiert werden, wobei der obere Teil des Stubenbuffets offenbar zum ­ursprünglichen Hausinventar gehörte. Auch die ­Türgerichte von Stube und Nebenstube stammen aus der Zeit des Hausbaus im Jahre 1730. Anbauten und Umbauten sind im Laufe der Zeit dazu gekommen, auch die Fassadengestaltung wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert nach dem ­damals üblichen klassizistischen Stil gemacht. Noch jüngeren Datums ist die Rauchkammer, die erst 1937 in den Estrichraum eingebaut wurde, der bis zum Dachstuhl nach oben offen ist.  |


NACHGEFRAGT

Martina Rüdisühli «youli» – Konto für die Jugend 25

Die Liechtensteinische Landesbank geht mit «youli» auf die Jugend zu. Wollen Sie mit «youli» die jungen Leute zum Sparen anregen oder spart die Jugend so stark, dass sich ein neues Kundensegment öffnet?

Foto: Liechtensteinische Landesbank

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WEITWANDERN

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Über Vaduz Abenteuerspielplatz von nachWalensee Monaco rundTriest um den

27 Von Jakob Dietachmair

Zwischen Schloss Vaduz und dem Fürstenpalast Monaco liegen knapp 600 Strassenkilometer. Flora, Fauna und die unterschiedlichen Kulturen lassen sich auf Autobahnen nicht entdecken. Dafür gibt es die Via Alpina, die auch durch Liechtenstein führt.

Einen Schritt vor den anderen in der Natur setzen, Landschaft in ihrer ganzen Schönheit und Vielfalt erfassen, Land, Leuten und vor allem sich selber ­begegnen, das ist die Motivation vieler Wanderbegeisterter, immer wieder den Rucksack zu schultern und loszuziehen. Keine Rolle spielt, ob einen Tag, eine Woche oder den ganzen Weitwanderwege sind Sommer lang gewandert wird, denn der Weg ist das Ziel. BesonErfahrungswege der alpinen ders der abwechslungsreiche AlLebens- und Naturräume penraum ist eines der beliebtesten Wandergebiete weltweit. Seit sowie physische Verbindungen bald 15 Jahren bereitet der Verein zwischen allen acht Alpenländern Via Alpina den Weg für diese Erlebnisse auf. Die insgesamt ­ fünf Weitwanderwege sind Begegnungsorte, Erfahrungswege der alpinen Lebens- und Naturräume sowie physische Verbindungen zwischen allen acht

Alpenländern, von der Adria in Triest bis zum ligurischen Meer in Monaco. Dabei werden die grenzüberschreitenden Gemeinsamkeiten durch Jahrtausende währenden Austausch, wie zum Beispiel in Landwirtschaft oder Kulinarik, sichtbar. Sprache, Landschaft und Käsesorten wechseln entlang der Wege, die mächtige Natur, der traditionelle Umgang mit ihren Ressourcen und Risiken und die Via-Alpina-Wegweiser sind ständige Begleiter. Ein Weg für alle Bergfreunde

Die Wanderwege der Via Alpina liegen an ihrem tiefsten Punkt am Golf von Triest in Italien und der Côte d'Azur in Frankreich. Den höchsten Punkt erreichen Naturfreunde im Ötztal auf knapp über 3000 Metern. Da keine Gletscher überquert oder Steilpassagen hochgeklettert werden müssen, eignet sich der Weg auch für weniger erfahrene Wanderer, Familien oder Senioren. Thomas Geoffory und sein zehnjähriger Sohn Niels nach ihrer dreimonatigen Alpenüberquerung dazu: «Das Schwierigste war, den ersten Schritt zu wagen. Viele Leute wünschten uns Mut. Den aber brauchten wir vielmehr, um wieder aufzuhören und zur Routine zurückzukehren.» Über Routen, Kartenmaterial, Hütten, Gasthäuser und Allgemeine Hintergründe informiert detailliert die Website des Weitwanderwegs www.via-alpina. org, wo auch viele Kommentare und Berichte von bisherigen Wanderern nachzulesen sind.


Fotos: CIPRA/dj

Auf Rot und Grün durch Liechtenstein

Über aussichtsreiche Bergwiesen und beeindruckende Mischwälder führen insgesamt fünf Tagesetappen der Via Alpina durch Liechtenstein. Der rote Wanderweg über die ­Sarojaalpe zur Gafadurahütte und weiter über die Sücka bis zur Pfälzerhütte, der grüne Wanderweg von der Sücka über Vaduz bis Sargans. Besonders reizvoll sind die unterschiedlichen Höhenlagen des Weges, vom Talboden bis auf 2600 Meter über dem Meer. Gerade der beeindruckend ausgesetzte, aber sehr gut gesicherte Fürstensteig bleibt vielen Wanderern in Erinnerung. Olav Beck, nationaler Sekretär der Via Alpina beim Amt für Umwelt in Liechtenstein, dazu: «Viele Menschen kennen Liechtenstein nur von der Karte oder der Durchreise mit dem Auto. Die Via Alpina gibt uns die Chance, Wanderern und Einheimischen Kultur und Natur näherzubringen. So haben wir zum Beispiel mehr als 1600 Pflanzenarten auf engstem Raum und viele Käsereien, die entdeckt werden können.»

ternational und Professor für naturBlick vom roten Weg der Via Alpina Richtung Steg nahen Tourismus an der Hochschule beim Berggasthaus Sücka. Rapperswil, führt dazu aus: «Die Via Alpina als vereinendes Element aller Alpenstaaten ist speziell für die CIPRA sehr interessant. So können Wissen und Themen der nachhaltigen Entwicklung in die Praxis umgesetzt werden. Die Via Alpina schafft dazu eine Verbindung der Regionen in allen Alpenländern.» Zu Fuss braucht es zwischen dem Schloss Vaduz und dem Fürstenpalast in Monaco rund 100 Tage. Die vielfältigen Erlebnisse, Eindrücke und Gespräche entlang des Weges, die Erfahrung der Langsamkeit und die Reise zu sich selbst bleiben bestimmt länger bestehen als nach sieben | Stunden hinter dem Lenkrad.

Vorzeigebeispiel Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg von Triest nach Monaco, durchquert auf ihren fünf Routen alle acht Alpenstaaten. Die 342 Tagesetappen führen auf 5000 Kilometern Wegestrecke von der Adria bis zum Mittelmeer. Fünf Tagesetappen durchqueren

Vernetzung des Alpenraums

Liechtenstein. Ziel des Vorzeigebeispiels, seit 2005 offizielles Umset-

Die Via Alpina ist auch eine Arbeitsplattform für Naturschützer, Touristiker und Regionalentwickler und wird von CIPRA International seit Anfang des Jahres koordiniert. In Zukunft sollen von Schaan aus spannende Ideen und Projekte links und rechts des Weitwanderweges gedeihen. Dominik Siegrist, Präsident von CIPRA In-

fördern und die vielfältigen, regionalen Besonderheiten des Alpen-

zungsprojekt der Alpenkonvention, ist die nachhaltige Entwicklung zu raums hervorzuheben. Dadurch wird ein ökologischer, ökonomischer und sozialer Mehrwert für die bereisten Regionen geschaffen. CIPRA International leitet die Via Alpina als Dachorganisation gemeinsam mit nationalen Vertretungen in acht Alpenländern. In Liechtenstein ist dies das Amt für Umwelt. www.via-alpina.org

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Lens-Based Sculpture Die Veränderung der Skulptur durch die Fotografie 16. Mai bis 31. August 2014 Vereinslokal Utopia Ein begehbare Installation von Goldproduktionen 6. Juni bis 17. August 2014

Veranstaltungen w w w. b i l d e r. l i – E i n U n t e r n e h m e n s b e r e i c h d e r G u t e n b e r g A G

über 600 Werke im Online-ShOp

Sonntag, 1. Juni 2014, 11 Uhr Eine Stunde Lens-Based Sculpture: Von der Wissenschaft zur Kunst. Bewegungsfotografie und futuristische Skulptur mit Friedemann Malsch Dienstag, 3. Juni 2014, 14–16 Uhr Kunst 60 plus Lens-Based Sculpture mit Barbara Redmann, ohne Anmeldung Donnerstag, 5. Juni 2014, ab 18 Uhr Vernissage Vereinslokal Utopia Donnerstag, 12. Juni 2014, 18 Uhr Vortrag «Home for my bird» – Aus dem Alltag einer Kunstgiesserei von Annina Zimmermann In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft Donnerstag, 12. Juni 2014, 20 Uhr Filmclub im Kunstmuseum Orphée von Jean Cocteau, FR 1950, 95’ Donnerstag, 26. Juni 2014, 12.30 Uhr Take Away Lens-Based Sculpture Donnerstag, 26. Juni 2014, 18 Uhr Vortrag Lens-Based Sculpture – Transformationen des Skulpturbegriffs seit Erfahrung der Fotografie von Ursula Frohne In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft

Alpenland Verlag AG Feldkircher Strasse 13 Fl-9494 Schaan

Telefon +423 239 50 30 Fax +423 239 50 31 www.buchzentrum.li

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KUNSTMUSEUM LIECHTENSTEIN


SCHLUSSPUNKT

Am Business-Tag der Frauen konnte ich für einmal in lauter Frauengesichter blicken. Das hat mich besonders gefreut, denn Frauen sind in der Politik- und Geschäftswelt auch heute noch ein eher seltener Anblick. Der Business-Tag ist der Frage nachgegangen, welche Bedeutung Vorbilder und Netzwerke für den Erfolg haben. Auch ich Frauen sind in der Politik- und Geschäftswelt habe mir diese Fragen gestellt. Welche Vorbilder oder Netzwer- auch heute noch ein eher seltener Anblick ke haben mich auf meinem Weg begleitet? Ich kann keine Vorbilder nennen, weder Frauen noch Männer. Es sind vor allem herausragende Eigenschaften, die mir an erfolgreichen Menschen gefallen. Netzwerke bedeuteten für mich früher: künstlich herbeigeführte Kontakte mit durchschaubaren Absichten. Heute sehe ich, dass Netzwerke bei ehrlichem Interesse an den Menschen, Leute in positiven Kontakt miteinander bringen können. Was macht Erfolg aus? Gibt es eine «Formel» für den Erfolg? Zwei bekannte Thesen besagen dies: Nach der ersten These führe die aktive Zielsetzung und Zielverfolgung früher oder später zum Erfolg; nach der zweiten solle man ein gesetztes Ziel gedanklich wieder loslassen und darauf vertrauen, dass es sich erfüllt. Beide Thesen sind für Marlies Amann-Marxer mich stimmig. Wichtig ist nur, dass man stets flexiRegierungsrätin und zuständig bel und offen bleibt. Denn: Ändert sich die Ausfür die Ministerien Infrastruktur, gangslage, gilt es, neue Chancen rasch erkennen zu Umwelt und Sport können, um vielleicht das Ziel neu zu definieren. Wenn ich den Erfolg in meinem Leben betrachte, dann zeigt sich eine immer wiederkehrende «Formel»: Im richtigen Moment am richtigen Ort sein. Das lässt sich jedoch mit Willen und Fleiss alleine nicht steuern. Zum Erfolg ist auch das berühmte Quentchen Glück nötig. Ich hatte dieses Glück. Doch Glück alleine reicht nicht aus. Es braucht im richtigen Moment auch die richtige Entscheidung. In meinem Leben gab es unterschiedliche Schwerpunkte und immer wieder richtungsweisende Entscheide. Beispielsweise damals, als ich bewusst meine Familie – und nicht eine berufliche oder politische Karriere – wählte. Im Nachhinein betrachtet, sind jedoch alle drei Elemente meist zeitlich passend ineinander geflossen. Ich konnte Schritt für Schritt in die Politik einsteigen, und heute darf ich als Regierungsrätin einen «Traumjob» leben und mein Land vertreten. | Dafür empfinde ich Dankbarkeit. Foto: Regierung

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Marlies Amann-Marxer Der richtige Moment

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tädtisches oder ländliches Umfeld? Lebensqualität? Nutzt Liechtenstei eine Chancen? Wie wichtig ist die Souveränität Liechtensteins? Ist di dentität und Souveränität Liechtensteins gefährdet? Steht Liechtenstei weiterhin für wenig Bürokratie und kurze Wege? Wie gut ist die Reputat n Liechtensteins im Ausland? Wie wichtig ist Reputation? Wirtschaftlich Entwicklung oder ein hohes Mass an Privatsphäre: Gibt es einen Zwischen weg? Was ist wichtiger? Wie wichtig ist der Schutz der finanziellen Priva phäre? Wohlstandserhalt durch Steuererhöhungen oder Einschnitte beim taatshaushalt? Mehr Einwandung für höhere Steuereinnahmen? Nähe ur Schweiz oder näher zur EU: Wohin soll Liechtenstein sich wenden oll Liechtenstein weiterhin niedrige Steuern erheben und die Gesund heitsversorgung, Bildung und Forschung grösstenteils an unsere Nachbar taaten outsourcen? Oder selbst mehr Verantwortung und Kosten für di Gesundheitsvorsorge, Bildung und Forschung übernehmen? Wie wichti st die EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins für die wirtschaftliche und ge ellschaftliche Weiterentwicklung? Soll die aktuell restriktive Zuzugspol ik aufrecht erhalten bleiben? Soll der Zuzug von qualifizierten Arbeits räften aus dem Ausland verstärkt werden? Kann Liechtenstein ohne di Unterstützung von Partnerstaaten langfristig überleben? Braucht Liech enstein stärkere Partnerschaften mit anderen Staaten? Welche Rolle wir er Finanzplatz für die Wirtschaft Liechtensteins in 10 Jahren spielen ollen sich vermehrt Unternehmen, Investoren, Anleger in Liechtenstei nsiedeln? Soll die Forschung zu Themen, die Liechtenstein betreffen, ehe m Inland oder im Ausland stattfinden? Ist die bestehende Infrastruktu m Bereich des öffentlichen Verkehrs ausreichend? Ist die bestehende In astruktur im Bereich des Gesundheitswesens ausreichend? Ist die beste hende Infrastruktur im Bereich der schulischen Ausbildung ausreichend ind die Lebenshaltungskosten im Verhältnis zum Einkommen zu hoch oll Liechtenstein in der Zukunft enger mit der Schweiz zusammenarbe en? Soll Liechtenstein zukünftig enger mit der Europäischen Union zu ammenarbeiten? Wie wichtig ist das Kulturangebot in Liechtenstein? I s ausreichend? Sind Massnahmen zur aktiven Integration von ausländ chen Einwohnern wichtig? Wie wichtig sind Kinderbetreuungseinrich ungen, die es ermöglichen, dass die Eltern einer Berufstätigkeit nachgehe

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Der Monat | Juni 2014  

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