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I M S U P E R N AT U R M A R K T

»Voraussetzung für ein gutes Öl ist die hohe Qualität der Saat.« Judith Moog, Geschäftsführerin von Bio Planète, Ölmühle Moog

JUDITH MOOG UND VERTRIEBSLEITER PHILIPP PLÜSCHKE bei der Ölverko-

stung (links unten): Das Öl sollte Raumtemperatur haben, es wird aus flachen blauen Gläsern probiert (blau, damit die Farbe nicht vom Geschmack ablenkt). Nach einer Duftprobe saugt man beim Probieren Luft mit ein, damit sich das ­Aroma komplett entfaltet. ÖLE AUS DER SERIE »AUS UNSERER HEIMAT«: für alle, denen es wichtig ist, Bio-Landwirtschaft vor Ort zu unter­stützen (rechts).

MIT DEM SONNENBLUMENÖL SCHLIESST SICH EIN KREIS in der

­ nternehmensgeschichte von Bio Planète, es war das erste Öl, das dort U 1984 gepresst worden ist. 1983 kaufte Judith Moogs Vater, Agraringenieur und zuvor in der Entwicklungshilfe tätig, einen Bauernhof im südfranzö­ sischen Bram. Judith Moog arbeitete ein Jahr in der Ölmühle, bevor sie ihr Studium der Ernährungswissenschaften aufnahm. 1989 starb ihr Vater und noch während des Studiums übernahm sie im Alter von 21 Jahren die Geschäftsführung. Zum französischen Standort ist 2004 der deutsche im sächsischen Lommatzsch-Klappendorf hinzugekommen. Hier werden neue Produkte entwickelt. Moog freut sich über die Leidenschaft, die ihr Team dabei an den Tag legt. Lächelnd zitiert sie eine Mitarbeiterin, die geschwärmt habe, sie liebe einfach Fettsäuren. Und Moog fügt zwin­ kernd hinzu: »Das geht natürlich runter wie Öl.« GS

Tipps zu Lagerung und Verwendung • Öle mit Omega-3-Fettsäuren wie Lein-, Lein­ dotter- und Walnussöl sollten im Kühlschrank gelagert werden, alle anderen bei Raum­ temperatur. • Kokos- und Olivenöl eignen sich gut zum ­Braten – aber Vorsicht: nicht über den Rauchpunkt erhitzen! (Kokosöl: 194 °C, kalt gepresstes Olivenöl: 130–175 °C) • Lein- oder Rapsöl eignet sich besser für die kalte Küche.

1 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als »wahrscheinlich krebserregend« ein, darauf folgte eine Studie der Europäischen Behörde für ­Lebensmittelsicherheit, die das Pestizid als ungefährlich einstufte, am 29. 6. 2016 verlängerte die EUKommission die Glyphosat-Zulassung um 18 Monate. 2 Das Insektizid kam in den 1950er-Jahren auf den Markt und ­stellte sich als hochschädlich für Umwelt und Mensch heraus. Die hormonähnliche Substanz wurde 1972 verboten. Bis heute ist sie im Boden und in Gewässern nachweisbar.

Alnatura Magazin 11.2016

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Alnatura Magazin - November 2016  

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