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So. Guten Tag. drei nudeln. drei nudeln, hohl, können eine ganze menge sein. wirklich eine GANZE menge. mit soße und so. schmackhaft auch. warm natürlich. oder heiß. vieleicht auch kalt. aber da wohl vier. nudeln. mit soße. so mancher meint auch fünf oder sechs. wäre besser. vollmundiger. nun, eine frage des geschmacks, auch wohl der löffel und kiefergrösse. nicht zuletzt des hungers. hunger. jetzt werde ich tief-tiefsinnig. ein loch im bauch. ganz groß. und tief und breit und gähnend. hungrig eben. und doch, entgegen aller metaphorischen modelle, läßt sich dieses hungerloch mit einer kleinigkeit von einem salzkräcker oder (eben) drei bis sechs nudeln (eine quantitative differenz von bis zu hundert prozent!) adäquat stopfen. ist übrigens in so manchen dingen so. in der Liebe. reicht manchmal auch ein arschloch (also praktisch weniger als nichts, denn ein loch ist ja nichts, mit etwas drumherum, ohne das drumherum.

und es ist ja auch noch negativ und so. ja. arschloch ist eindeutig negativ.) um dieses hochemotionale hungerloch zu stopfen, zu kitten und sogar noch ein schloß darauf zu bauen. ein (vorsicht, jetzt werde ich vulgär) beschissenes, selbstzerfressenes, verficktes mistschloss zwar, das vor lauter leid und dreck und sehnsucht nur so raucht, aber trotz alledem. das loch ist gestopft. ganz zuschweigen von den anderen löchern die man wirklich mit dem allerletzten allerletzten dreck stopfen kann (ja, von diesen löchern rede ich auch). wäre schön wenns nicht so wäre. ist aber so. dies ist die sechste almat. und so manches (emoptionales auch) loch wird dadurch besser gestopft als durch diverse taten, worte, schwänze (etc.) etc. schon ein halbes jahr (jedes monat eins: sechs :almat: in einem halben jahr. tääterätää!). und zum schluss noch etwas für den intellekt: rechtsseitiger kerl ist Geronimo, häuptling der apachen, 1829-1908, der niemals eine schlacht verlor und fern der heimat starb. ehre seinem andenken. 0003


Sinn der

des

lehms der

Egon Watzlafski und der Sinn des Lehms Eine Frage: Welchen Sinn hat bitte dieses komische Alphabet, wo man so mi t A rm en un d B ei ne n rumfuchteln soll, wie die Beatles auf dem Cover von Help! (Nein, nicht das mit ohne Schuhe) Ich meine, wenn tatsächlich einer auf einer einsamen Insel festsitzt, und um die Unwahrscheinlichkeit in astronomisch bodenferne Gefilde zu entlocken, dieser Schiffbrüchige auc h noc h die ses kom isc he Alphabet, wo man so mit Armen und Beinen rumfuchteln soll wie die Beatles auf dem Cover von Help! (Nein, nicht das mit ohne Schuhe) beherrscht und was wollte ich jetzt eigentlich sagen? (Das Gedankengut das sich erst gerade angesammelt zu haben schien, ist nun, wie der Anglophone sagt, fade out, bzw. fade away). Ach ja. Wenn

Sinn des

lehms 0004

jetzt noch, unwahrscheinlich wie ein Lottosechser nach Samstag oder der erste Preis im Breitsaufingsberger Dorfbordellshintergrundgedüdelkompo nierwettbewerb der katholischen Topflappenklöppellandjugend e.V., ein Schiff vorbeikommen sollte,wüßten die ja wohl allein durch die Tatsache,daß er rumhampelt wie ein notpä dophiler Epileptiker am Kathreinsonntag, daß er gerettet werden will und nicht etwa drei Chop Suey mit Käse bestellen will. Da spielt es auch keine Rolle, ob er “S.O.S.” oder “Puff Daddy hat zwei Analöffnungen” signalisiert, und ähnlich verhält es sich wohl auch bei einer anderen lustigen Sache: im Krieg. Wie will man bitte geheime Nachrichten übermitteln? Wenn man da so doof rumhampelt wie ihr wißt schon,als hätte man gewiße Preise gewonnen oder Platten veröffentlicht, wird man doch sofort vom Feind entdeckt und liquidiert. Nicht auszudenken, wie mancher Krieg verlaufen wäre, wenn die Truppen die

ga nz e Wa hr he it hi nt er ma nc he r Mitteilung erkannt hätten... Das alles scheint der Grund dafür zu s e i n , d a ß s i c h d i e s e Ko mm un ik at io ns me th od e ni e durchgesetzt hat, zumindest nicht im alltäglichen Gebrauch. Aber warum eigentlich nicht?Wer nicht gerade in den Nachbarstaat einmarschiert oder in Mikronesien festsitzt, dem bittet dieses Se ef ah re ra lp ha be t ei ne kn uf fi ge Alternative zum Handy. Denn stylish kommt es allemal, der Welt mit der Aussage “Ich habe einen Schwarm Bienen in der Markenpulli” Toleranz und Mitleid abzuverlangen und ihr bei der Gelegenheit noch auf eine besonders hippe Art zu zeigen, daß es doch Leute gibt, die mit einem reden wollen. Naja, es wird schon werden, vielleicht bin ich Illusionist. Bis irgendwann, euer Egon. Markus Bogasch


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szeneinterview zwischen juff für :almat: und shri hari a also ich schreib rein, da du der rocco nuccio bist. oder soll ich schreiben "shri hari"? s hmm, rastamann a du bist der rastamann. DER rastamann? s hmm a ohh, machen dich deine haare zum rastamann? s ja ich bin der ... rastamann. a wer sagt dir des? s meine haare sagen mir des. a du wohnst in rotenstadt? s ...oh mann,oh mann. über was willst du mich überhaupt interviewen? a des is so das szeneinterview, ich stell halt a paar blöde fragen, was weiß ich?da kommt noch a bildl von dir rein, da dich die leut kennen. was willst du den leuten sagen? s ....wart nur. mir fallt schon was ein.

also ich will alle grüßen, wo mich kennen, und wo mich mögen... a ich kann dich auch wann anders mal interviewen. s ... ja mir fallt schon was ein...ja ich möcht alle grüßen, die mich kennen und mich lieben. a was willst du in deinem leben noch erreichen? s ...ich hab eigentlich alles. a was hast du denn in deinem leben schon gemacht? s ...ich hab...ich bin in den urlaub gefahren, nach marokko. a ja? s ja. ...über italien gefahren, nach...bis nach genua. von genua bis nach...spanien, von spanien nach marocko. und in marocko bin ich dann...hab ich kein geld mehr gehabt, bin ich dann so ein bisserl rum trampt. war a hammermäßig schöner urlaub, hey. sonne...einer...ich hab trampt, einer hat angehalten, ein mann um die 30 und ne frau um die 30 neben ihm,

nein, die war a bissl jünger: 25 und hinten kleine tochter, vielleicht 10 jahr, oder so.nicht mal 10 jahr. aber ganz kleines moidl. und dann steig ich da ei, der halt an, und so, und auf einmal gibt er stoff, draht sein radl ummer und haut den bass voll rein, und so, und auf einmal geht voll der reggae los, hey. ich glaub vielleicht, des war alpha blondy oder...ich wei es nichtaber es war halt so, wie"witness jah rising sun" von alpha blondy. da draht der auf einmal voll auf, und die palmen rauschen vorbei, die sonne knallt auf des autodach, und so, nicht schlecht, hey. 40 grad hat s gehabt. naja, ich hab halt urlaub gemacht, des jahr schon. gardasee war auch schon, und in venedig. aber ich glaub am schönsten war s in marocko. da bin ich bis südmarokko runtergefahren, nach...so kleines dorf war des... a mit dem zug? s nach taffraouth. ein kleines dorf in den bergen...


a wie hast du dich da unten ernährt? s . ..nja ich hab ja eigentlich keine probleme gehabt, weil die marokkaner waren sehr gastfreundlich...die...die waren sehr gastfreundlich. a und wie war die verstõndigung, rein sprachlich? s ...hm... a marokkanisch? oder... s ... a ...ja... s ...ach geh...ach geh, ach geh, ach geh... a ...ja, õh ,warum bist du dann einfach weggefahren? hat dir weiden nicht mehr gefallen? s ja. mir wars zu kalt. a aber zurück kommen bist trotzdem. s ...home sweet home... a was st÷rt dich am juZ? oder passt es so? s ...hm...(hantiert am diktiergerõt rum)...was n des für eine firma? a panasonic, glaub Ich... s ...ja, genau... a ...40 mark...blo batterien sind a bisserl

schwach. s .......... a ..ja, hat s dir heut gefallen im juZ? s .......... a oder soll ich dich mal wann anders interviewen? s .......... a ja, bist müde? s .......................... a willst noch irgendwas sagen? s ........pscht!...................interview abbrechen! juff

Jugend. scheißjugend. unanständig, obzön, fickt die ganze zeit in der gegend umeinander. hach. jugend halt. und später. später ist man schlauer. und macht alles besser. supertoll besser. ja. wenn wir älter sind, dann sind wir schlauer. viel schlauer. aber. aber die welt ist ganz ganz beschissen. ganz beschissen. warum? bestimmt. bestimmt wegen der Jugend

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seit Jahren sammeln sich Fundsachen im juZ-B端ro... also, wer vermisst Schl端ssel, Brillen, Handys... Wir haben alles! Fragt an der Theke im Caf辿 oder im B端ro. 0009


Ein Tag In Der Schönen Neuen Welt Teil2 von 3 .... Der computer zeichnet alles auf. “Hier ist ihr computer. Die 2+ meldung wird jetzt von selbst abgespielt. Falls sie sich weige rn zuzuh ören wird ihr strafpunktkonto um 4 punkte erhöht.” Das strafpunktkonto. Meines ist schon ziemlich voll. Vor allem weil es als gesellschaftsstörend gilt, viel zeit allein zu verbringen. Letzte woche wurde ich dabei ertappt, daß ich den alljährlichen produktionsfeiertag nicht besuchte: 3 strafpunkte. Ich saß zu hause und laß verbotene bücher aus ihrem jahrhundert, von hesse. Jeder bewohner darf maximal 50 solcher punkte bekommen, sonst wird man als fehlerhaft eingestuft und in ei ne re pr og ra mm ie ru ng sa ns ta ll t geschickt. Durch besondere leistungen werden einem natürlich Fehler vergeben. “Peter 100 3 423 a-. Strafpunkte: 27 + 3. Dein verhalten entspricht nicht der norm. Un s is t au fg ef al le n, da ß de in 0010

konsumverhalten sehr zu wünschen übrig läßt. Konsumiere mehr! Du bist nichts - die gesellschaft alles...ende...” Das individuum hat keine dasei nsber echti gung wenn es der gesellschaft nicht dient. Ich erkenne ja das ich einen Fehler gemacht habe. Doch gleich 3 strafpunkte! Jemand hat es auf mich abgesehen. “Du bist nichts- die gesellschaft ist alles!” lautet einer der sätze mit dem jedes kind in der aufzucht und normanstalt pausenlos beschallt wird. Auch im schlaf, so daß diese sätze bald ins unterbewußtsein der personen eindringen. Schlafsaalparolen nennen wir das im manipulationsministerium. In ihrer wirkung kommen sie hypnose gl ei ch . Na ch 20 00 nä ch tl ic he n wiederholungen glaubt jeder daran. Andere sprüche wie “ich konsumiere also bin ich” oder “gehorche dem pro gra mm” geh öre n zum fes ten bestandteil des unter-bewußtseins eines jeden bürgers. Noch vor 50 jahren versuchten die herrschenden mit hilfe

von desinformation im fernsehen oder den zeitungen kontrolle über menschen zu gewinnen. Jedoch gab es immer einen teil der nicht zu überzeugen war. Im schlaf jedoch ist der willkürliche teil unseres gehins abgeschaltet und sie suggestierten parolen nisten sich im unterbewußtsein ein. Erfolg garantiert. Jetzt muß ich aber zur arbeit ins ministerium. Der lift braucht heute wieder mal etwas länger als sonst. Auf dem weg vom 46. zum erdgeschoß steigt unterwegs ein epsylon zu. Um die einzelne menschenrassen unterscheiden zu können tragen alle verschiedene farben. Beim betrachten der grauen kleidung des Epsylons schrecke ich zurück. Es gibt dafür natürlich keinen rationalen grund doch ich bin mir sicher, daß alle kasten durch schlafsaal-parolen darauf programmiert wurden sich aus dem wege zu gehen. Das System ist überall, nicht nur mit hilfe von kameras und videotafeln nimmt es einfluß auf unser leben, es sitzt tief in uns. Ein

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entkommen ist unmöglich. Am parkplatz angekommen steige ich in das nächste auto, natürlich ein ausschließlich für alfas gebaute modell, und mache mich auf den weg. Der rote st ah lb et on ba u de s ma ni pu la ti on sministeriums ragt wie eine bedrohlich wirkende klippe über das konsumzetrum. 579m hoch, ein wunderwerk der technik. Es besitzt sogar ein eigenes fusionskraftwerk um in krisenfällen völlig autark sein zu können. In der eingangshalle befindet sich eine garnison der antiwiderstandseinheit, kurz awe. Bei kleineren volksunruhen, die trotz alle dementi seitens der regierung häufig stattfinden, setzen sie gasförmiges t2p ein. Um die menge zu beruhigen. Vor nicht allzulanger zeit sah ich allerdings einige awe-beamten die mit maschienepistolen wahllos in eine menge aufgebrachter gammas schossen nachdem das t2p keine wirkung zeigte. Befriedungs-maßnahmen, hies es von seiten der regierung. Doch ich kenne die realität. Die wirkung der droge

läßt langsam nach und es wird der tag kommen an dem sie nicht mehr zu gebrauchen ist. Dann müssen die menschen wieder anfangen ihre eigenen entscheidungen zu treffen. Die flucht in die betäubende welt des t2p ist nicht mehr möglich. Dies führt zu unruhen und revolution und die partei versucht alles um dies zu verhindern. Seit dieses gerücht im umlauf ist, arbeitet meine abteilung mit größter anstrengung an einem neuen mittel. .... Fortsetzung folgt

progr Peter Prölß

amm

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int e rv iew (mit einem "ganz normalen" JuZo-Manen)

Ort: JuZ-Cafe Zeit: 0.30 Interviewpartner:

T.: -: T.: -: T.: -:

Tobias Kraus (T.)

Eklig: Was ist eklig? Der alte Geier da, der so besoffen rumhängt. Also, worüber wollen wir reden? Zum Beispiel über grundlegende Fragen der Gesellschaft. Das ist uns zu intellektuell. Wie ist denn deine Grundstimmung heute so? T.: Na ja, im Moment zerbricht alles um mich herum... Aber 0012

persönlich geht's mir ganz gut. -: Würdest du dich als Kandidat für die Bundestagswahl aufstellen lassen? R.: Hey, wir machen da keine Wahlwerbung! T.: Für welche Partei überhaupt? -: Für die UGWP vielleicht, die Partei der Ungewählten Wähler. T.: Die Parteien sind doch alle verlogen. Und als kleine Partei kannst du sowieso nix bewirken. Da bist du doch nur ein lächerlicher Außenseiter. -: OK - Themenwechsel. Wie findest du denn das Design vom JuZ? T.: Die Teestube ist jetzt super. Das haben sie toll hingekriegt. Vorher war es einfach ein gammliger Müllhaufen mit gutem Tee. Jetzt ist es ein toller, gemütlicher Müllhaufen mit gutem Tee. R.: Nur Scheiße, daß um halb zwei die Außenbeleuchtung aus ist. T.: Das liegt wahrscheinlich auch daran, daß zuwenig Leute da sind. -: Und die Musik? T.: Ab halb zwölf ist die Musik im Cafe beschissen - zu kommerziell. Das JuZ sollte eine Alternative sein. In letzter Zeit verliert es an Atmosphäre. -: Was machst du immer nach dem JuZ? T.: Da geh' ich heim. Das W2 ist Scheisse... . Im JuZ trifft man doch noch einige nette Leute. -: Findest du das JuZ anonym? T.: Manchmal schon. Viele Leute kennst du vom Sehen, aber sie sind zu distanziert, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Aber das ist im Moment sowieso der Trend unter den jungen Leuten. -: Wo liegen deiner Meinung nach die Gründe für diese Entwicklung? T.: Zunehmende Anonymität durch Automatisierung (aus Amerika importiert) - Bankautomaten, Internet -. Du verlierst den Kontakt zu den Leuten. Du kannst zwar eine Menge machen, aber es gibt keinen Austausch mehr untereinander. -: Stichwort: Cliquenwirtschaft im JuZ?

T.: Ja, das gibt es schon. Da sind bestimmte Gruppen von Leuten. Also, wenn ich nicht schon Leute kennen würde, würde ich mich hier ziemlich schlecht fühlen, glaube ich. Aber wenigstens kannst du im JuZ auch deine Ruhe haben, wenn du willst. -: Uns stört manchmal die ,,Coolness" hier, dich auch? T.: Cool, ja das ist genau das Problem. Du mußt dir vorher erst immer überlegen, was du zu wem sagst. Zu keinem kannst du einfach hingehen und sagen: ,,Hör' zu, mir geht's schlecht!" oder so. - Dann gibt es Leute, mit denen kannst du immer nur über ein Thema sprechen - Literatur zum Beispiel. Du sagst einen Autor und der oder die überschüttet dich sofort mit einem Schwall Worte. - Und vor allem: Jeder meint, er ist der Chef! (Dabei sind sie nur armselige kleine Würmchen...) Das ist nicht aufgeschlossen, sondern engstirnig. -: Was ist dein "Wort zum Samstag"? T.: Es ist 0.45 und ... -: Und? T.: Und jeder sitzt in seinem Wurmloch und keiner verändert die Welt.

Carolin Gerner(-) und Regine Hartmann(R.) Datum: 11.09.1998


Der Autounfall

oder

der Triumph der Sinnlosigkeit ein unvollendetes Spektakel mit nur einer Szene (in zwei Teilen); Teil 1:

“Du hast mein Auto zu Schrott gefahren”, schrie Ali seinen ziemlich geschockten Freund Alfons ins Gesicht. Der Angesprochene reagierte gar nicht und versuchte verzweifelt, seinen Arm aus dem Lenkrad zu befreien, welches sich aber verbissen wehrte. Einfach lächerlich. Die ganze Szene war schlicht und einfach lächerlich. Mitten auf einer Wiese lagen die Überreste eines tiefergelegten Golfs mit Heckspoiler. Einfach so. Irgendwo im angrenzendenden Wald wunderte sich ein Kanarienvogel über die höhenverstellbaren Radkappen, die jetzt wohl nie wieder benutzt werden, schade eigentlich. Wie sie dahin kam, weiß heute keiner mehr, doch Ali war ziemlich sicher, daß Alfons schuld gewesen ist. “Du hast mein Auto zu Schrott gefahren!”

schrie er noch einmal in dem verzweifelten Versuch, daß sein Freund endlich Ja sagen würde und er ihn guten Gewissens verprügeln konnte. “Warum soll ich Schuld sein? Hast du irgendwelche Beweise?” fragte Alfons: “Nein? Wie kannst du dann einfach so behaupten, daß es mein Fehler war?” Ali war im Begriff seinen besten Freund mit dem abgebrochenen Türgriff zu erschlagen, der so frech im Gras lag als wäre nichts geschehen. Er überlegte es sich doch anders als er feststellen mußte, daß seine Jacke gerade dabei war, ihn zu grillen, und auch seine Haare schon leicht angesengt waren. Nachdem er das Feuer mit einem Gin Tonic gelöscht hatte, den er gerade in der Tasche hatte, (Toller Zufall, werdet ihr jetzt sicher sagen. Aber, seid mal ehrlich: ich kann die Hauptperson doch nicht schon zu Beginn verbrennen lassen.), beschloß er sich mies zu fühlen und insgeheim seinen besten Freund, trotz fehlender Beweise, die Schuld an dem Schlamassel zu geben. “Das Auto ist kaputt!” bemerkte Ali scharfsinnig als nun auch der letzte Sitz in

ei ne r sc hw ar ze n, fi es gr in se nd en Rauchwolke aufging. Haßerfüllt blickte er auf Alfons während seine rechte Hand langsam zu dem Türgriff in seiner, leicht verkohlten Jacke wanderte. “Was?” “Das Auto ist kaputt!” “Sei froh daß du noch lebst...du könntest längst tot sein.”Diesen Satz sagte Alfons mit Absicht denn er kannte die Folgen auf Alis Nervenkostüm. Natürlich wollte er nur seinen besten Freund davon abbringen ihm doch noch mit dem Türgriff physische Schäden zuzufügen. 10 Sekunden später erlebte Ali etwas, was man gemeinhin als Panikattacke bezeichnet. Ohne seinen Freund noch eines Blickes zu würdigen, nahm Alfons eine Flasche Bier aus seiner Re is et as ch e, we lc he da s Un gl üc k phantastischerweise überlebt hatte, und nahm ein paar kräftige Züge. Währenddessen versuchte Ali soviel Gras wie möglich zu zertreten und sang glei chze itig die Nati onal hymn e von Mikronesien. Nach vier oder fünf weiteren Bieren sang auch sein bester Freund mit.

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Da na ch gr il lt en si e n oc h e in pa ar selbstgefangene Preiselbeeren über dem brennenden Kühler bist die rote Sonne hinter dem Hügel verschwand. “Wie kommen wir hierher?” überlegte Ali: ”vor ein paar Minuten waren wir noch auf der Autobahn und jetzt sind wir irgendwo auf einer Wiese, weit weg von jeder Zivilisation.” “Vielleicht ein Zeitstrudel oder die Schuld der Regierung.” “Das ist alles deine Schuld” wiederholte Ali, aber wir kennen ja seine Meinung schon. Wie sie nun so im Sonnernuntergang versuchten ihr Erinnerungsvermögen mit Bier auf die Sprünge zu helfen, hopelte irgendwoanders ein Kühlschrank durchs Gebüsch ohne sich auch nur einmal umzudrehen. Ziemlich seltsam. Jeder weiß doch, daß Kühlschränke nicht in Wäldern vorkommen, sondern ausschließlich in der Sahara. Denn dort werden sie als Gottheiten verehrt. Ja, ja die mögen das, die kleinen Biester, die mit ihrem Kühlmittel unsere Umwelt zerstören. Ach, ist ja egal. Zurück zu Alfons und Ali. Nachderm kein Bier mehr da war, beschlossen sie sich auf dem Weg zu machen.

“Hey Ali, alte Türkensau, geh’ ma!” “Is’ O.K., du alter Dorftrottel!” Ja, ja so waren sie nun mal, die beiden. Doch mal ehrlich: sie waren die besten Freude. Sogar noch bessere Freunde als Marianne und Michael oder Meister Eder und sein Pumuckl, doch lassen wir das. “Ist das eine Straße?” fragte Ali, als er beinahe von einem roten Lastwagen überfahren wurde, dessen Fahrer man wohl ohne Bedenken als “stark geistig defekt” bezeichnen darf. Nicht daß er doof war. Er hatte nur keine Lust normal zu sein und unter uns gesagt, mit 20mio. auf dem Konto und einem Sitz im Bundestag hatte er das auch nicht nötig. Wie dieser LKW nun fröhlich eine Vollbremsung hinlegte und dabei das eine oder andere Auto von der Straße abdrängte, kam Alfons auf eine super Idee. Die Idee war so super, daß man sie als genial, zumindest für Alfons, bezeichnen kann: “Wenn der da vorn schon bremst können wir doch mitfahren.” “Ja super, tolle Idee.” Und so kletterten unsere zwei wackeren Helden auf den Lastwagen. Inzwischen kam

de r F ah re r, ne nn en wi r i hn de r einfachheithalber Igor, der timbuktische Name mit dem er sich selbst beschreibt ist viel zu kompliziert, doch übersetzt heißt er soviel wie: “mein Name ist zu kompliziert um ihn euch zu erklären”, auf den Gedanken, daß es idiotisch war zu bremsen. Igor gab also wieder kräftig Gas und versuchte nicht hinzusehen wohin er fuhr. Er wollte es ja gar nicht wissen. Der Kühlschrank den er dabei überfuhr hätte es aber sicher gerne gewußt da er einfach keine Lust hatte einmal um die Stoßstange gewickelt zu werden. ... Teil 2 folgt... Peter Prölß


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:almat: Andi Hudl sagt: Be friendly Danke an: Sergej Eisenstein + Sexy Schwarzmeier + Splurge

Gruß an: -Fezzo, den Hundeschwanzquetscher und Dani-Fuß-brecher. Die Rache kommt bestimmt. -Franziska, das Geburtstagrind ( jaja, kein Teenie mehr) Bussi Dani

Ein kleines Lob an Steffi M. Du schaffst es einfach immer wieder Danke Es kann nur noch besser werden In Liebe Sabine

UCH LUBU FUNCHULTUU ! VUN KURSTUN

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Liebes :almat: Gut, daß es Euch gibt. Ihr seid die beste Zeitung, die es gibt. Besonders gefällt mir immer der Roman Von Bienlein und anderen Vögeln und das Interview. Wenns :almat: nicht gäbe, müsste ich meine Almosen immer irgendwelchen Punkern geben. :almat: lebe hoch

Lieber Jonas! Mein kleiner Schatz Wenn du ganz brav bist, dann spielen wir später Kicker! Hab Dich lieb! Deine Mama

Hey Kathy! “Baby, baby, wir sind am Meer!“

Juff

Tonne Gruß an ! SXE GTND-Crew, den Benz Fahrer, die Corsa-Crew, N.C.P., D.E., Spak, Caro, B.J.A., Kathi, Andrea und alle HC’s und PunkX aus dem juZ.

Macht Sex alles kaputt?

Alles Gute zum Geburtstag Christiane! Müde bin ich geh zur Ruh, schließe beide Augen zu. Jeder kennt ihn den klugen Delphin In diesem Sinne: Hängt auch der Arsch in Falten, Wir bleiben doch die Alten Jorinde & Joringel


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:almat: Gruß: Brum, Kabelmännchen, brumm! Ich hoffe Du hast in Zukunft keinen Stress mehr mit Ampeln und Ampelmännchen.

Claudi grüßt Andy ganz lieb zurück

I really don’t know what to say. Only that I would love you, if you weren’t so far from me.

Hallo Sybille E. Du bist der allergrößte Schatz, den ein Goldsucher wie ich finden konnte.

WENIGE WORTE AUGENBLICKE SCHWARZ-BLAUER-SEX OHNE AUTORITÄTEN nyc Hallo Maike! Es grüßt Dich ‘das V’

Bine

dein kleiner Leo

Andy + Marina grüßen: Nadine, Claudia, Steffi, Kai, Alex, Lu, Susi, Eva, Anna, Christina, Verena und alle anderen, die uns kennen und lieb haben.

+++++++ =7 6666666

Danke für Deine Hilfe und die vielen schönen Jahre mit Dir ! Hab Dich ganz doll lieb! (Skala 10)

(f.B.)

Meine Lebensweisheiten -keine...aber trotzem vielen Dank für den Kaffee. Holger

der Innhalt der aus der Tonne veröffentlichten Texte stimmt nicht unbedingt mit dem Meinungsbild der Redaktion überein.

Liebe Nessa

Där Schneebergär sitzt jeden Tag in Neustadt beim Gino ! Du faules Stück !!

Tonne DIE ADRESSE: www.Verteidigungsministerium.de Besucht uns im Internet

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Anders als gewollt 180°C des geplanten in die direkte Richtung des anderen dreht sich ich Gewissheit des Falschen in den Taschen schleppend mit aufrichtiger Energie für nichts bahnt sich den Weg ich Weisheitlich beobachtender Gutachters Bastarde streuen Blumen im sengenden Licht des Abgrunds entlang und länger noch als sie folgt ich Den Hauch herum im Nacken erspähend den ersten fallenden Verboten seiner seiner selbst beruhigt sich mit Schall + Rauch ich

Ins Leben sind wir gefallen nur um uns hier festzukrallen

tonne

(Die Erde brennt)

(wir sind getrennt) den Blick zu Boden...nicht nach oben Wo ist der Schalter fürs Aus ich will hier raus (Das Jetzt verrinnt in Sorgen) Genormte Autobahnen zum Ziel alles beschildert - ohne Exil der Begrenzungspfahl ist nah viel zu nah an Afrika (Hoffnung gerinnt am Morgen) Sie lassen dich nicht los verdrehen deine Wege Du bist ihnen zu groß Gedanken im Gehege (finde deine Sonnenbahn) h den Rhythmus Sekunden diktieren Ketten gibt es im Überfluß das System ist Fahrplan was geht in dir voran (tief im kalten Ozean) tauch in die See (vertrau auf die Sterne sie geben dir Wärme) lebe die Idee jenseits von jedem Raum ist Platz für jeden Traum wir fallen endlos stromauf (niemals getrennt ) Brich endlich auf (Die Erde brennt) das ende ist anfang ist ende ist unendlich wie der anfang

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unwort abklären: Ich wollt’ ich wär ein Huhn und hätt’ nicht viel zu tun ich fräße jeden Tag wos ei und manchmal auch mal2 oder 3 oder 4 5 6 7 ....9 Hey Kumpelz ich sauf eizart.. ramazzotti - simulator: 3-wege Laustsprecher, 4 Ohm - Impedanzsystem dezibel - 10/60 in einem Abstand von maximal 3 cm. Erhältlich in jedem ElektroFachgeschäft 0024


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directorscutdirectorscutdirectorscutdirectorscutdirectorscut directorscutdirectorscut Director’s Cut Prölgasch’s Stammtisch Heute:

Apocalypse now or never

*Liebe Leser. Vieleicht fandet ihr unseren letzten Stammtisch (Ausgabe 9.98) etwas ...unvollendet. Wir auch. Es fehlte doch tatsächlich ein gutes Stück! Danke Sebastian... Todeszelle dritte Tür links. Hier ist jedenfalls unser einziger Freund: das Ende...* Part II, zu guter letzt und hoffentlich vollständig, komplett und ohne Fehler ...anmelden, und diesmal können sich die Banker schlecht auf die Bahamas absetzen. Und was tun die Parteien? Wahlplakate für das Leben danach drucken: “Mit mir als Gott wird alles besser! Null Toleranz gegen Sünder! Die ewigen Jagdgründe sind kein Einwanderungsland!” Naja, müßig darüber zu spekulieren, wir haben ja noch Zeit. Die Sintflut kommt ja auch erst am 5.Mai 2000. Und egal ob die schneller ist als die Offenbarung des Johannes in Dolby Surround oder die neue Eiszeit in Widescreen, es läßt sich prima ein paar mal als Popcornstopfer ausschlachten. Na, Cameron, alter Seebär, wie wärs mit 0028

Leonardo diCaprio als Noah? In den Nebenrollen die CSU-Landtagsfraktion, und dann lassen wir noch Bruce Willis als US-Präsident auf UFOs voller außerirdischen Praktikantinnen ballern, wär das nichts? Eine anderes Szenario für den Weltuntergang sieht wie folgt aus: Bill Clinton versucht von seiner Affäre abzulenken, und nachdem die Raketenangriffe nicht so ganz das Wahre waren, inszeniert er jetzt unser aller Ende. Technisch wäre es ja möglich und ablenken würde es uns auf alle Fälle; leider hat die Sache einen Haken: irgendwann merken es die Leute halt doch. Wie es auch immer kommen möge. Beim Mainstreamspektakel Weltuntergang haben wir beschlossen, einfach nicht mitzumachen, nur weil jeder hingeht! Soll die Welt doch untergehen wir bleiben hier! Und noch ein Tip: lebt euer Leben, denkt nicht an Morgen und schaltet auf keinen Fall alle gleichzeitig eure nuklearen Haartrockner ein.

AMEN


:almat: Hallo Caféteria-Team! Ihr seid gut (zu gut!)

Horseman’s Adventure is dead Es lebe Kerstin und Mira

Viele liebe grüße an Betti. Auch wenn sie nimmer da ist.

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Ich grüße alle grrrls! Claudi

Andy grüßt alle grrrls!

Andy !!!!!! Shawoo!!

Ich grüße den: Ringe Claus Skater Claus Ackermann Claus Nikolaus Bass Claus Kaiser Kaus KLaus Lage, das Pirkerbrauhaus und House of Pain

Tonne der Klaus-Grüßer

Es heßt Liebe macht blind. Vielleicht sehe ich Dich deshalb so selten...

Wo bist du Bob?

Ich grüß den Weizen-Claus seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen

Das Leben ist schauen, denken und Schauspiel!

Schon mal im voraus falls ihr das macht, was ihr gesagt habt: ANDY + MARINA ihr seid so gemein!!! Ihr wißt schon warum! P.S. Schöne, liebe Grüße an: Lu, Claudi, Andy, Caro, Alex, Andrea, Conni, Miriam, Christina, Suzie, Jidka, Josip, Julia M., Anna L., Eva+Kai, und an alle, die ich vergessen hab + J.J.W. KoniR

Hallo Vanessa! Meine Liebste Sonnenstrahl, es geht immer ein Gefühl des Glückes auf wenn ich Dich sehe, alte Thekenschlampe! HAB DICH LIEB ! M. 0029


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Horoskop Widder 21.3. - 20.4. Es ist nicht immer ratsam, das zu tun, was andere dir sagen. Halt zu deiner Meinung und tu das, was dein Herz dir sagt, das ist bestimmt das richtige. Stier 21.4. - 20.5. Dein Traumpartner wartet auf dich, wieso traust du dich nicht hinzugehen? Wenn du diese Chanze nicht nutzt, wird es auch in nächster Zeit keine geben.

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Krebs 22.6. - 22.7. Ein dummer Streich, den du nicht vergessen kannst, frisst dich total auf. Versuch doch wenigstens ein bisschen toleranter zu sein.

Schütze 23.11. - 21.12. Nur bei dir läuft alles nach Herz und Sehle. Du verteilst wirklich gute Ratschläge. Deshalb kommen alle zu dir, freu dich drauf.

Löwe 23.7. - 23.8. Um auf andere Gedanken zu kommen, solltest du dringend einmal wegfahren. So wie jetzt kann es auf keinen Fall weiter gehen.

Steinbock 22.12. - 25.1. Streß ist doch total ungesund. Warum machst du ihn dir auch immer? Die Antwort ist so einfach, denk mal nach.

Jungfrau 24.8. - 23.9. Du hast es geschafft, dein Leben wieder etwas in den Griff zu kriegen. Weiter so und dir geht es bald wieder super; du fängst ganz von Vorne an.

Wassermann 21.1. - 19 .2. Du kannst jetzt endlich alles verwirklichen. Ist es nicht toll, daß du so glücklich bist. Ich freu mich für dich.

Fische 20.2. - 20.3. Waage 24.9. - 23.10. Auch wenn du manchmal nicht mehr weiter weißt, Versteck nicht deine Gefühle, sie sind doch gar weißt du, zu wem du gehen kannst. Ich bin auch nicht so schlimm. Mach dir doch keine immer für dich da. Probleme, nimms locker!

Zwillinge 21.5. - 21.6. In der Liebe klappt alles super, du kannst jetzt echt glücklich sein, ist das nicht schon Skorpion 24.10. - 22.11. immer das, was du wolltest? Schön, daß es Fahr deinen Stachel wieder ein, so hart ist es dir gut geht. doch nun wirklich nicht. Versuch mal von der anderen Seite auf dieses Problem zu sehen.

Genoveva


the engineers:

talbot 65

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:almat: #06 - November 1998  

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