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TITELBILD: EBERNER

Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Liebe Leserinnen, liebe Leser, an einem Haus in der schönen MarktGemeinde Buchenberg im Oberallgäu findet sich folgende Inschrift: »Hat’s allat dau, wird’s allat gau.« Weil der Allgäuer nicht viele Worte macht, erklärt er so kurz und griffig: Wie es immer war, so wird es immer sein. Und so gern man zunächst schmunzelnd das Sprüchlein zitiert – irgendwann kommt der Moment, da man mit leisem Erschrecken erkennt: Es ist das Hohe Lied der Stagnation, des Stillstands, des Sich-Nicht-VerändernWollens. Was einmal gut und richtig war, das soll also auch in Zukunft gut und richtig sein. Wie es einmal funktioniert hat, soll es auch in Zukunft laufen. Welch ein Glück, dass dieser Satz allerhöchstens ein Quäntchen Wahrheit enthält! Besäße er größere Gültigkeit – wie anders sähe das Allgäu aus! Es wäre keine prosperierende Wirtschaftsregion mit einer Arbeitslosenquote von nur drei Prozent im September 2011, übrigens mit weiter abnehmender Tendenz. Wäre der Satz wahr, dürften wir zwar gelegentlich Gäste begrüßen, die sich an der Schönheit der Landschaft erfreuen wollen, aber als lukrative Einnahmequelle, als florierende Branche und als wichtiger Arbeitgeber wäre der Tourismus-Sektor zu vergessen. Bis zum heutigen Tage wären das Allgäu und seine Wirtschaft nahezu ausschließlich geprägt von der Landwirtschaft, dem landwirtschaftlichen Bedarfshandel sowie einiger begleitender Verarbeitungsbetriebe wie etwa Käsereien. Die Welt hätte sich weiter gedreht, das Allgäu aber auf der Stelle getreten.

Wahr war dieser Satz aber zum Glück noch nie. Denn immer schon gab es Tüftler, Visionäre, die neue Wege beschritten haben oder doch mit dem Bestehenden so unzufrieden waren, dass sie Verbesserungen ersannen. Ärger, Unzufriedenheit, Anspruch – so negativ die Begriffe zunächst klingen: Sie sind also durchaus Antriebskräfte, die uns vorwärts bringen, die auch das Allgäu vorwärts gebracht haben. Wer bestehende Lösungen unbefriedigend findet, wer bessere Antworten finden will und kann, wer keine Lust hat, auf andere zu warten, der nimmt die Sache selbst in die Hand – und entwickelt, verändert, führt. So sehen wir uns in einer Region, in der immer neue Unternehmen gegründet und Niederlassungen eröffnet werden, in der innovative Ideen in die Tat umgesetzt und Entwicklungen angestoßen werden – viele Beispiele finden Sie immer wieder in diesem Magazin. Die wirtschaftliche Stärke des Allgäus hängt auch zusammen mit der Heimatverbundenheit vieler Unternehmer, die ihre Wurzeln hier haben, ihre Kontakte und Verbindungen – und sie auch für ihr Unternehmen nutzen. Von ihnen gehen wichtige Impulse aus für unternehmerische Weiterentwicklungen ihrer Partner. Enge regionale Netzwerke entstehen so und werden als wertvoll empfunden und gepflegt. Diese Heimatverbundenheit speist auch ein hoch ausgeprägtes Verantwortungsgefühl für die nachkommende Generation. Viele Unternehmer reden gar nicht lange drüber; für sie ist es selbstverständlich, auszubilden. So ist

die Situation für die Jugendlichen im Allgäu relativ entspannt – vorausgesetzt, sie bringen eine gewisse Flexibilität mit: Wer sich nicht auf eine einzige Firma versteift, hat gute Chancen auf qualifizierte Ausbildungsplätze in der Region. Diese Verantwortung und die enge Verbundenheit mit ihrer Heimat hat die Allgäuer schon immer geprägt – und wird sie vielleicht auch immer prägen. Insofern hat unser Eingangssatz denn doch eine gewisse Gültigkeit. In diesem Sinne: Machen wir weiter, sorgen wir für Fortschritt und vergessen wir darüber unser aller Verantwortung nicht: für die Region, für einander, für die Zukunft. Auch in dieser Ausgabe finden Sie wieder viele Unternehmen, die diese Philosophie tagtäglich leben, ganz selbstverständlich und auf unterschiedlichste Weise. Wenn auch Ihnen dieses Thema am Herzen liegt – oder auch ein ganz anderes, dann erzählen Sie uns davon. Schicken Sie uns einen Brief oder eine Mail an info@tt-verlag.de und machen Sie Ihr Thema zu unser aller Thema. Wir sind gespannt und wünschen Ihnen viel Vergnügen auf den folgenden Seiten. Herzlichst Ihre

Kordula Küper (Redaktion)

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Inhalt 10

Präsente

Es müssen nicht immer Blumen, Gutscheine oder Geldgeschenke sein: Wer auf der Suche nach dem außergewöhnlichen Etwas ist, der kann bei Gourmet Berner in Weinstadt die richtige Geschenkidee für jeden Anlass finden.

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Elektrotechnik

Als professioneller Dienstleister im Bereich der Fertigung elektronischer Baugruppen hat sich ETL Elektrotechnik Lauter GmbH aus Mauerstetten weltweit einen Namen gemacht.

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Holzwerkstoffe

Mit seiner nahezu unerreicht breiten Produktpalette bietet die Firma Thermopal in Leutkirch, Hersteller von designorientierten Holzwerkstoffen, anspruchsvollen Kunden aus ganz Europa attraktive Gestaltungsmöglichkeiten für den kreativen Innenausbau.

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Hochspannung

Es ist ein spannendes Geschäftsfeld, das breite Spektrum der Energie- und Anlagentechnik der Firma Elektro Gunkel aus Halblech. Für Hochspannung ist vor allem dann gesorgt, wenn außergewöhnliche Aufträge wochenlang vorzubereiten und dann in einem genau fixierten Zeitfenster zu erledigen sind.

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WIRTSCHAFT und LEBEN im Allgäu

Baumaschinen

Wenn von Handel, Vermietung und Service von Baumaschinen die Rede ist, denkt man zunächst nicht unbedingt an Spektakuläres. Die »B+K Bregler & Klöckler GmbH« in Bad Waldsee lehrt Besseres.

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Schrott- und Metallhandel

Wer für seinen vermeintlichen »Schrott« stets den besten Preis erzielen möchte, überlässt den Verkauf am besten kompetenten Fachleuten – wie der Familie Hoffmann in Marktoberdorf.

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Transport

Mit einer effektiven Kombination aus durchdachten Prozessen, fungiert die Unternehmensgruppe Franz Lebert & Co. als starkes Bindeglied entlang einer globalen Lieferkette über alle Kontinente und Verkehrsträger hinweg.

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Baugewerbe

Moderner Hausbau und energieeinsparende Wärmedämmung gehören heutzutage untrennbar zusammen – genau wie die Josef Mang Bauunternehmung GmbH und die JOMA Dämmstoffwerk GmbH. Ein Familienunternehmen mit fast 100-jähriger Tradition im Baugewerbe.

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Raumdesign

In der »Ideen-Fabrik« in Westheim arbeiten kreative und fähige Menschen, die stilvolle Architektur mit handwerklicher Perfektion vereinen und »Raumdesign« im weitesten und umfassendsten Sinne bieten.

48

Blechbearbeitung

Bedeutende Ereignisse prägen das laufende Geschäftsjahr des Blechbearbeitungsbetriebes BlechTECH GmbH & Co. KG in Augsburg: Darunter die Fusion mit der Kemptener »Eirenschmalz Blechtechnik« und die Inbetriebnahme einer neuen Pulverbeschichtungsanlage.

50

Beflockung

Die Firma Hella Priem aus Altenstadt bei Schongau hat sich auf die technische Beflockung industrieller zweioder dreidimensionaler Teile und Profile spezialisiert. Der kleine Betrieb mit zehn Mitarbeitern bekam im Jahr 2007 den »Design+Technology Award« für seine innovative Oberfläche zugesprochen.

52

Fahrzeuge

Wer zu Nonnenmacher & Schorpp kommt, muss nicht auf eine Marke festgelegt sein. Der Kfz-Meisterbetrieb in Bergatreute arbeitet frei und bietet als Spezialität eine große Auswahl an Nutzfahrzeugen bis 7,5 Tonnen.


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Schmuck

Ein wahres Kleinod ist Helmut Schmid Schmuck in Immenstadt. Dort findet man Schmuckstücke für Persönlichkeiten – von Hand und mit viel Phantasie und Kreativität gefertigt.

56

Ofenbau

Ulrike Hegele ist Ofenbaumeisterin aus Leidenschaft und Inhaberin von »Ofenbau Hegele – Wohnen mit Wärme« in Immenstadt. Sie führt das Traditionsunternehmen in dritter Generation.

58

Holzbrennstoffe

Wenn die Temperaturen draußen sinken, beginnt für den Biomassehof in Kempten die heiße Zeit. Das Unternehmen bietet zahlreiche Holzbrennstoffe für Privathaushalte und für Gewerbetreibende.

60

Holzbau

Die Firma Anton Ambros GmbH aus Hopferau hat sich auf den energieeffizienten Neubau und die energetische Sanierung mit TES Energy Facade-Elementen spezialisiert, an deren Entwicklung das Unternehmen im Rahmen einer internationalen Projektgruppe von Anfang an beteiligt ist. Ein Konzept, das auch Wissenschaftler aus dem Ausland begeistert.

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Schreinerkunst

Schreinermeister und Interieur Marcel Geyer aus Pfronten-Kappel versteht es, mit seinen phantasievollen und individuellen Gestaltungsideen die Persönlichkeit eines Raumes und des jeweiligen Bewohners in Harmonie zu bringen.

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Anlagenbau

Weltweit sind die Produktionssonderanlagen des Blaichacher Anlagenbauers Behr Systems im Einsatz. Diffizile Aufgabenstellungen versteht das hochmotivierte und hochqualifizierte Team als spannende Herausforderung.

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Hydraulik und Pneumatik

Die Firma Nold Hydraulik + Pneumatik besteht seit 30 Jahren. Was einst mit der Schlauchkonfektionierung in einem ehemaligen Bauernhaus begann, entwickelte sich zu einem Unternehmen, das heute von sich sagen kann, es sei die Nummer 1 in der Region.

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Hoch hinauf

Bei der Firma Weiss – Technologie für Fahr- und Hebebewegungen in Bad Wurzach-Unterschwarzach werden rund 400 Tonnen Stahl in unterschiedlichen Bereichen verarbeitet.

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Gesundes Wohnen

Die Holzfaser-Dämmplattensysteme von Zimmermeister Reinhard Doser aus Pfronten wurden mit einer Silbermedaille ausgezeichnet und sind heute in der Baubranche ein Begriff für beste, vor allem biologische Qualität.

80

Papierveredelung

Faszinierend sind die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Folien, Lacken und Spezialbeschichtungen im Bereich Druck- und Papierveredelung, auf die sich die Firma »dpv haubold« in Ungerhausen versteht.

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Hotelsoftware

Bei der »hotline hotelsoftware GmbH« in Sonthofen hat mit dem Zusammenschluss mit der »SoftTec GmbH« aus Mering eine neue Ära begonnen. Gemeinsam stellen die beiden einen der größten Anbieter für Hotelund Gastronomielösungen auf dem deutschen Markt dar.

84

Eventmanagement

Auf so vieles muss achten, wer ein Fest organisiert. Eventmanagerin Annette Meier aus Lindenberg denkt schon bei der Planung ans große Ganze – und vergisst auch nicht die entscheidenden Details. Mit ihrer Agentur macht sie private und Firmen-Events zu unvergesslichen Ereignissen.

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WIRTSCHAFT und LEBEN im Allgäu

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Lettershop

Mit modernster Technik werden bei der Hartmann GmbH in Jengen personalisierte Sendungen, wie Mailings und Zeitschriften, be- und verarbeitet und zur Übergabe an die Post vorbereitet. Eine schnelle und qualitativ hochwertige Ausführung garantieren Werner Hartmann und seine Frau Annelen mit den 18 Mitarbeitern.

90

Einrichtungen

Als Artur Gann 1987 das »Forum Einrichtungen« in Memmingen eröffnete, hatte er eine klare Intention: Er wollte einen »Marktplatz« für hochwertige, stilvolle Möbel und Wohnaccessoires schaffen. Auch Sohn Oliver hat sich dieser Philosophie verschrieben.

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Confiserie

Wer beim Naschen das Besondere liebt, kommt am Café Gerlach in Oberstdorf nicht vorbei – erst recht nicht jetzt, da es sich nach gründlicher Renovierung in neuem, einladend jungem Ambiente präsentiert.

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Services

LiSe ist die Abkürzung von »Liebenau Service GmbH«, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren. Zu den Aufgabenfeldern der LiSe gehören Catering, Textilservice, Gebäudeservice sowie Organisationsberatung und Training.

100 Neue Medien Holzer Druck und Medien in Weiler im Allgäu erweitert die Offsetdruckerei mit Neuen Medien und setzt mit globalisierter Technik und maximaler Flexibilität Maßstäbe.

104 Kunst und Genuss Eine Gaststätte, eine Ausstellungsfläche und ein Ladenlokal für schöne Dinge, die auf verschiedenste Art zur Lebensqualität und zum Genuss beitragen: Dies alles bietet Leporello in Bad Hindelang.

106 Massivbau Professionalität in Sachen Hausbau und Wohnraumkonzeption ist das Markenzeichen der Massiv Trendbau GmbH in Oberauerbach. Das Unternehmen für Massivund Trendbau hat sich auf den Ein- und Zweifamilienhausbau spezialisiert. Seit 2005 ist das Unternehmen Lizenz-Partner von Town & Country Haus.

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108 Raumkonzepte Unternehmen, aber auch Privatleute sind fasziniert von den Ideen, mit denen Florian Keck aus Bad Hindelang seit 13 Jahren namhafte Hotels, industrielle Flächen aber auch Wohnräume sowie Praxen und Kanzleien auf der ganzen Welt individuell plant und gestaltet.

111 Freizeitvergnügen Echte Erholung auf Allgäuer Art bietet das AlpspitzBade-Center (ABC) in Nesselwang. Freizeitspaß mit Familiencharakter.

112 Glasprodukte Von Neugablonz in die ganze Welt: Seit fünfzehn Jahren führt Renate Schäfer das 1960 gegründete Traditionsunternehmen Schäfer Glas GmbH, das Glasprodukte für höchste Qualitätsansprüche fertigt.

115 Hotellerie Die Hagener GmbH in Immenstadt ist eines der führenden Generalunternehmen für alle Ausbauleistungen und die Ausstattung der internationalen 4- und 5-Sterne-Hotellerie.

118 Maschinentechnik Vor 23 Jahren haben die Unternehmer Hans-Peter Endras und Georg Braun den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und in Nesselwang mit der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen, Geräten und Apparaten für den Formen- und Maschinenbau begonnen.

120 Bohren und Sägen Die Firma Schenk Betonbohr- und Sägeservice GmbH aus Bad Hindelang ist immer dann im Einsatz, wenn es um präzises Schneiden und Bohren von Beton oder Spezialabbrüche geht.

122 Finanzberatung Das Team der Neue Vermögen AG in Kempten berät Kunden in allen finanziellen Belangen und legt vor allen Dingen Wert auf Unabhängigkeit.

124 Immobilien Immobilienerwerb und Immobilienveräußerung sollten Hand in Hand gehen. Dafür, dass beide Seiten bei der Vermarktung zufrieden sind, sorgt seit fast fünf Jahren das Immobilienbüro Engel & Völkers in Kempten.


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HIER LIEGT ALLER ANFANG Shames Mountain, British Columbia, Kanada. Ein Ort, an dem jede Saison durchschnittlich 12 Meter Schnee fallen, und der nahezu unbegrenzte Skimöglichkeit abseits der Piste bietet. Hier ist man ganz nah an der Wirklichkeit. An der Wirklichkeit, für die wir unsere Produkte herstellen: Wind, Schnee und Kälte. Vorzugsweise am selben Nachmittag. Auch den Farbtönen der Natur kommt man hier nahe, von den ersten Sonnenstrahlen am Morgen bis zum bläulichen Licht der Abenddämmerung über den Bergen.

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WIRTSCHAFT und LEBEN im Allgäu

128 Messe

138 Haustechnik

Immer mehr Unternehmen setzen im digitalen Zeitalter auf moderne Kommunikation und Transparenz. Den Durchblick im zunehmend vernetzten und mobilen Berufsalltag des 21. Jahrhunderts verschafft die Messe IT&BÜRO in Friedrichshafen.

1967 legte Herbert Sauter den Grundstein für das Unternehmen Sauter Haustechnik. Das Kerngeschäft bildeten damals die Bereiche Tankschutz und Ölfeuerung. Mit Maß und Ziel wuchs die Firma stetig, das Familien-Unternehmen steht mit seinen verschiedenen Standbeinen auf einer soliden Basis.

130 Antriebstechnik Ein Spezialist für Spezialisten: Sondergetriebe und Antriebselemente werden von der RS Antriebstechnik GmbH in Sonthofen gefertigt. Sie entsprechen in Leistung und Größe exakt den besonderen Anforderungen internationaler Kunden aus den verschiedensten Branchen.

132 Bauunternehmen Unternehmen, die einen neuen Standort suchen, ihre Räumlichkeiten erweitern oder umbauen wollen, finden mit Kuhn Bau in Bad Wurzach einen Partner, der sich um die komplette Projektabwicklung kümmert.

134 Behindertenwerkstatt Integration in das Berufs- und Arbeitsleben, die Bestätigung, etwas geschaffen zu haben – das finden die rund 520 Beschäftigten der Wertachtal Werkstätten Kaufbeuren – Marktoberdorf an ihrem Arbeitsplatz.

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140 Druckerei Von der edlen Visitenkarte bis zum XXL-Druck für Messestände – die Druckerei Wagner, im Mindelheimer Industriegebiet, überzeugt mit einem vielfältigen Programm und bietet einen Komplett-Service: von der Beratung bis zur Erfolgskontrolle der getroffenen Werbemaßnahmen.

142 Erholung Raus aus dem Alltag und sich gezielt eine Auszeit nehmen: Das kann man in »Schüle’s Gesundheitsresort & Spa« in Oberstdorf, das zum dritten Mal in Folge mit drei Lilien im sogenannten Relax-Guide ausgezeichnet wurde. Der Relax-Guide bewertet nach Lage, Ambiente, Dienstleistung, Küche, Architektur, Infrastruktur, Ausstattung, Wohlfühlkriterien sowie Preis-LeistungsVerhältnis.


144 Sportartikel

156 Trachtenmode

162 Tipps von den Profis

Eishockeyausrüstung von Kopf bis Fuß: So lässt sich das Angebot der Firma Schanner Eishockeyartikel in Füssen kurz beschreiben. Der Großhändler beliefert 450 Kunden und Sportgeschäfte in Deutschland, Österreich und Slowenien. Ab Januar kommen 27 Vereine in Italien dazu.

Tracht ist Trend: Madeleine Baronsee leitet die Sportalm Waltner in Nesselwang, die ihr Großvater 1917 gründete. Gemeinsam mit ihrer Tochter Eva-Maria führt sie das Traditionshaus mit viel Herzblut.

Die Steuerberater von Angele & Kollegen in Türkheim informieren: Aufwendungen für Studium und Ausbildung sind jetzt steuerlich absetzbar.

147 Marketing Betriebswirtin Adrienn Wörle berichtet über ihre Erfahrungen im sozialen B2C-Marketing, die sie in Japan und Deutschland gesammelt hat und zieht Schlüsse für das Allgäu

150 Geldanlage Mit kompetenter und ehrlicher Beratung, Offenheit und Transparenz will man bei der Allgäuer Volksbank ein verlässlicher und sicherheitsbewusster Partner in allen Geldfragen sein.

154 Extremsport 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen – alles an einem Stück, am gleichen Tag – im Allgäu gibt es nur eine Handvoll Ausdauersportler, die an der Weltmeisterschaft des Ironman auf Hawaii teilgenommen haben. Axel Reusch aus Sonthofen ist einer von ihnen.

158 Feiern mit Flair Ob für Hochzeiten, Geburtstags- und Jubiläumsfeiern, Firmen-Events und Weihnachtsfeiern oder kulturelle Veranstaltungen – die Alpvilla in Buchloe bietet Raum für kleine und große Feierlichkeiten.

159 Tagungen und Seminare Seit 30 Jahren ist die Familie Knie in der Gastronomie zu Hause und führt im Ostallgäu drei Hotelbetriebe: das Stadthotel in Buchloe, den Goldenen Hirsch in Kaufbeuren und den Grünen Baum in Oberbeuren.

163 Recht in der Praxis Unter einem Whistleblower versteht man einen Menschen, der Missstände in die Öffentlichkeit bringt. Wie ist die Situation rechtlich zu beurteilen, wenn ein Arbeitnehmer als »Whistleblower« auftritt?

165 Wirtschaftsmeldungen in Kürze Das aktuelle Wirtschaftsleben im Allgäu

178 Impressum

160 Betriebliche Altersvorsorge Die Geschäftsführer und MitarbeiterInnen der Blenk & Schlachter GmbH in Kempten und Wangen verfügen über langjährige Erfahrung im Vermögens- und Kapitalanlagenbereich. Im Interview mit dem Allgäuer Wirtschaftmagazin erzählt Firmengründer Christoph Blenk über diese Erfahrungen in der Finanzwelt und verrät (hoffentlich) auch den einen oder anderen Tipp.

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Gute

Das

liegt so nah…

Geht es darum jemanden mit einem Präsent eine Freude zu machen, dann geht es auch um die Wertschätzung, die der Schenkende damit ausdrücken will. ur allzu oft finden wir nicht die notwendige Zeit, eben eine passende Aufmerksamkeit zu finden, ohne dabei gedankenlos zu wirken. Es müssen nicht immer gleich Blumen, Gutscheine oder Geldgeschenke sein, wenn wieder einmal ein besonderer Anlass ansteht. Wer auf der Suche nach dem außergewöhnlichen Etwas ist, der kann bei Gourmet Berner genau die richtige Geschenkidee für jeden Anlass finden. Der Unternehmer Johannes Berner bringt mit seinen Produkten genau diese besondere Wertschätzung zum Ausdruck. Der gebürtige Schwabe betreibt und vermarktet mit seiner Partnerin Susanne Klinger feine und außergewöhnliche Lebensmittel. Ob selbst hergestellte Liköre, zugekaufte Brände, feinste Öle oder eigene Honig-, Teeund Gewürzkreationen – das kulinarische Sortiment bietet wahre Gaumenfreuden. Das Erfolgsrezept bringt Berner klar auf den Punkt. »Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Produkte aus erlesenen und natürlichen Erzeugnissen bestehen. Eine einzigartige, schlichte aber dennoch liebevolle Präsentation rundet all unsere Produkte

N

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Feine

und außergewöhnliche Lebensmittel


Wir

schließlich ab«, unterstreicht Johannes Berner seine Geschäftsphilosophie. Inzwischen beliefert der gelernte Techniker mit Schwerpunkt Obstverwertung und Brennerei Kunden in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich. Auch im Allgäu, genauer gesagt im Schongau, können kulinarische Leckerbissen gekauft werden. In der Möbelzentrale Schongau hat der Unternehmer ein sogenanntes Shop-inShop-System platziert. Zwischen einer gewöhnlichen Boutique und einem kleinen Bistro finden Kunden nun auch Köstlichkeiten zum mitnehmen. Bisher gibt es nur einen Shop in dieser Region, allerdings sieht Berner genügend Potential im Allgäu, sein Geschäftsmodell weiter auszubauen. Daher ist er immer auf der Suche nach Shop-Interessenten und Kooperationspartnern. Gerade für Hersteller, die ihre Produkte nicht gleich in ein endloses Regal mit Konkurrenzprodukten stellen wollen, finden in dem Shopin-Shop-System eine willkommene Alternative. Der Betreiber des Shop-in-Shops reserviert nämlich bestimmte Präsentationsflächen im eigenen Verkaufsraum für das angebotene Sortiment. Dadurch erreicht das Produkt in seiner Vorstellung eine Sonderstellung, ja fast eine gewisse Exklusivität. Und die Symbiose funktioniert, denn ShopBetreiber sprechen damit auch weitere Kunden an. Durch die stetige Besucherfrequenz profitieren sowohl Hersteller als auch der Verkäufer – egal, ob das System in Kaufhäusern, Fachhandelsgeschäften oder Handwerksbetrieben realisiert wird. Gerne werden nämlich besondere Köstlichkeiten als kleine Aufmerksamkeit verschenkt. Dass solche Geschäft oft schwer zu

BILDER: BERNER

» sorgen dafür, dass sich Beschenkte gut und gerne an den Schenkenden erinnern …«

finden sind, dies kennt sicherlich jeder von uns. Insofern kommt es Menschen, die auf der Suche nach einem guten Geschenk unerwartet entgegen. Abseits des privaten Lebens werden ebenfalls gerne Geschenke überreicht. Daher bietet Berner einen besonderen Service für den geschäftlichen Bereich an. Wer Firmenkunden oder Geschäftspartner ein individuelles Präsent überreichen will, bestellt bei Berner einfach eines seiner Geschenksets. Ist die Auswahl getroffen, kümmert sich der engagierte Schwabe um die gesamte Auftragsabwicklung. »Wir sorgen dafür, dass sich Beschenkte gut und gerne an den Schenkenden erinnern, und der Schenkende natürlich auch an uns«, so Berner. Mit diesem Konzept wendet sich der Geschäftsmann überwie-

gend an Firmen, aber auch an die Gastronomie sowie Hotellerie. Anlässe jedenfalls gibt es genug, nicht immer nur Blumen, Gutscheine oder Geldgeschenke zu überSina Weiß reichen.

Gourmet Berner® GmbH & Co. KG Boschstraße 7 71384 Weinstadt Telefon (07151) 2051360 Telefax (07151) 2051361 info@gourmetberner.de www.johannesberner.de

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Hightech aus Mauerstetten im Allgäu

Elektrotechnik Lauter ist auf der ganzen Welt zu Hause 12 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011


Als professioneller Dienstleister im Bereich der Fertigung elektronischer Baugruppen hat sich ETL, Elektrotechnik Lauter GmbH, weltweit einen Namen gemacht. Der mittelständische Familienbetrieb geht flexibel, schnell und individuell auf die Wünsche seiner Kunden ein und deckt vom Prototyping bis zur Serienanfertigung alle gewünschten Sparten ab. TL fertigt mit 120 Mitarbeitern in Mauerstetten im Allgäu pro Jahr etwa 400 000 Baugruppen mit ca. 2 000 unterschiedlichen Varianten. Hierfür werden rund 150 Millionen Bauteile verarbeitet. Ein Großteil der Hightechprodukte geht dabei

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in den Export und wird weltweit eingesetzt. Die Kunden von ETL haben dabei einen Partner, der neben hoher Qualität vor allem flexibel auf deren Wünsche eingehen kann. Hierzu ist nicht nur eine technische Ausstattung nötig, die bei ETL stets dem neuesten

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»Als verantwortungsvolles Unternehmen bietet ETL zahlreiche Möglichkeiten, um den Kunden zu unterstützen und ihm die Arbeit zu erleichtern.« 14 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011


Das erfolgreiche Brüderpaar, die Geschäftsführer von ETL, Marc (li.) und Jürgen Lauter.

Stand der Technik entspricht, sondern vor allem auch hochmotivierte Mitarbeiter, die auf Grundlage aktueller Normen in der Elektronikindustrie ausgebildet werden. Das Management von ETL ist verpflichtet, regelmäßig in allen Abteilungen selbst mitzuarbeiten, um eine volle Integrität aller Mitarbeiter in die Firma und flache, direkte Hierarchien zu ermöglichen und zu gewährleisten. Schwachstellen können so erkannt und Prozesse mit den Mitarbeitern kontinuierlich verbessert werden. Gegründet wurde ETL im Jahr 1979, bereits 1989 wurde die erste SMD-Bestückungslinie in Betrieb genommen und die Produktion automatisiert. Kurz nach dem Umzug nach Mauerstetten 2001 in ein neues Unternehmensgebäude wurde die automatische optische Inspektion als prozesssichernde Qualitätskontrolle eingeführt. In den Folgejahren wurden umfangreiche Investitionen in qualitätssichernde Technologien wie Röntgen, Computertomographie, automatische Druckparameterkontrolle so-

wie ganzheitliche Rückverfolgung (Traceabiltity) von Prozessen und Materialien getätigt. Da die Produkte unter anderem in der Medizintechnik Verwendung finden, ist dieser Punkt besonders wichtig. Dank des durchgängigen Traceability Systems mit Rüstkontrolle auf RFID-Basis und Anbindung aller Maschinen kann zu jedem Zeitpunkt jedes Bauteil bis zum Ursprung, den Herstellern der Einzelbauteile zurück verfolgt werden. Dabei werden die Wareneingänge durch einen eigenen Bildscanner

ebenso erfasst und lückenlos dokumentiert, wie die Qualitäts- und Prozessdaten, die in der gesamten Wertschöpfungskette anfallen. Die Lüftungs- und Klimatisierungsanlage mit Be- und Entfeuchtung sorgen nicht nur für gleichbleibende Produktionsbedingungen sondern auch für ein angenehmes Arbeitsklima. Alle Böden, Arbeitsmaterialien und Arbeitsplätze sind geerdet, um eine statische Aufladung und eine entsprechende Schädigung von elektronischen Bauteilen zu verhindern. Durch die vier Produkti-

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Eine qualitativ hochwertige, flexible und kostengünstige Fertigung stellt den Schlüssel für die Produktion von perfekten Produkten dar.

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Bilder: eTl (7), donaTh (1)

onslinien, drei Serienlinien und eine Prototypenlinie ist ein schneller Produktwechsel möglich, es können Serien von 1 bis 20 000 Stück gefertigt werden. Zusatzleistungen entlasten den Kunden Einer der wichtigsten Faktoren auf dem Weg zu einem konkurrenzfähigen Produkt ist der Einkauf. Aus diesem Grund arbeitet ETL weltweit ausschließlich mit namhaften Distributoren und Herstellern zusammen. Dabei steht nicht nur der Preis, sondern auch beste Qualität und perfekte Logistik im Vordergrund, um am Ende rechtzeitig und qualitativ hochwertig liefern zu können. Auch hier steht der Wunsch der Kunden an oberster Stelle. Je nach Anfrage sind flexible Varianten der Teilebeschaffung möglich, ob Komplett- oder Teilbeschaffung oder auch Teilebeistellung durch den Kunden – machbar ist grundsätzlich alles. ETL bietet neben der klassischen Auftragsfertigung zahlreiche weitere Möglichkeiten, den Kunden zu unterstützen und ihm die Arbeit zu erleichtern. So über-

nimmt ETL die ganzheitliche Produktion der Geräte, testet, konfiguriert und führt die Endmontage durch, kümmert sich um die direkte Endkundenbelieferung und bei Bedarf auch um die Zollabwicklung. Fertigbarkeitsberatung, Auftragsreparatur, End of Life Management, Bevorratung, Lagerung, After Sales Services sowie Entwicklung und CAD von elektronischen Schaltungen über externe Partner sind weitere angebotene Dienstleistungen. Darüber hinaus können Baugruppen, welche in widrigen Umgebungen wie zum Beispiel in Staub und Feuchtigkeit eingesetzt werden, mit speziellen Lacken behandelt oder Bauteile entsprechend verklebt werden, um Vibrationen Stand zu halten. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wird großgeschrieben bei ETL, die bereits 2004 in neue Lötanlagen investierte um bleifreie Produkte zu fertigen (RoHs – green electronic). Das verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Unternehmen installierte eine Photovoltaik-Anlage zur CO₂freien Produktion des eigenen Strombe-

darfs. Am Ende des Produktlebenszyklus besteht über ETL die Möglichkeit, die Baugruppen einem fachgerechten und nachhaltigen Recycling zuzuführen. Zusammengefasst bedeutet die Zusammenarbeit mit ETL für den Kunden, dass er sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann – er liefert lediglich die Produktidee, um die Realisierung kümmert sich Karin Donath ETL.

ETL Elektrotechnik Lauter GmbH Konrad-Zuse-Straße 2 87665 Mauerstetten Telefon (08341) 966145-20 Telefax (08341) 966145-46 sales@elektrotechnik-lauter.de www.elektrotechnik-lauter.de

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Leistungsstark:

Design mit Anspruch Verschiedenste Trägermaterialien, verschiedenste Dekore, verschiedenste Strukturen, ganz nach Wunsch kombinierbar – mit seiner nahezu unerreicht breiten Produktpalette bietet der Hersteller von designorientierten Holzwerkstoffen Thermopal aus Leutkirch anspruchsvollen Kunden aus ganz Europa attraktive Gestaltungsmöglichkeiten für den kreativen Innenausbau.

U

nter uns: Nicht alles, was wie Holz aussieht, ist tatsächlich Massivholz. Eher ist das Gegenteil der Fall: Im Laden- und Möbelbau werden schon seit langem vornehmlich beschichtete Spanplatten unterschiedlichster Qualitäten eingesetzt, abgestimmt auf die jeweiligen funktionalen Erfordernisse. Versehen mit einer dekorativen Deckschicht, zum Beispiel einer Holznachbildung auf Basis von Dekorpapier und Melaminharz, sehen sie dem Echtholz täuschend ähnlich – haben ihm gegenüber aber klare Vorteile. Denn Holz lebt und reagiert, schrumpft bei trockener Luft, dehnt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit aus und biegt sich. Starke Beanspruchung hinterlässt Spuren an seiner Oberfläche, Kratzer oder gar – bei Arbeitsplatten etwa – Kerben und Schnitte, bei Wandverkleidungen Dellen und Schrammen. Daher ist man im Möbel-, Laden- und Innenausbau längst dazu übergegangen, robustere, widerstandsfähigere und für Spezialeinsätze optimierte Plattenmaterialien einzusetzen. Mit seinem breiten Programm, den verschiedenen Trägermaterialien und den außergewöhnlich vielfältigen Dekoren und Strukturen erfüllt ermopal in Leutkirch höchste Ansprüche an Design und Qualität.

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»Wir geben jedem Kunden die Freiheit, jedes Dekor mit jeder Struktur auf jedem Trägermaterial zu realisieren.«

Eleganz auf Reisen Diese höchsten Ansprüche an Design und Qualität sind bei der Ausgestaltung von Kreuzfahrtschiffen heute Standard. ermopal gilt in diesem Segment des Objektgeschäfts international als Experte. So lief unlängst die Norwegian Epic vom Stapel, deren 2 100 Passagierkabinen mit hochwertigem Hochdruckschichtstoff von ermopal ausgestattet worden ist. Speziell für diesen Auftrag wurde ein Olivenbaum-Dekor den Wünschen der Einrichter angepasst, so dass die Gäste nun in elegantem, hochglän-

zendem Holz-Ambiente eine Atmosphäre gediegener Ruhe und Entspannung genießen können. Ebenso wie Objekteure, die Firmensitze, Ladenketten und eben auch Luxuskreuzer ausstatten, hält auch die Möbelindustrie rund 20 Prozent am Gesamtumsatz. Den Löwenanteil am Umsatz tragen ausgesuchte Holzfachhändler in Deutschland und Europa, die mit ihrem anspruchsvollen Programm Ladenbauer, Innenausbauer und -einrichter beliefern. Insgesamt stehen über 300 Dekore, 13 Strukturen und 20 Trägermaterialien zur

Wahl, die kostengünstig direkt beschichtet oder mit hochwertiger, robuster HPL-Oberfläche belegt werden. Gemäß dem von ermopal entwickelten DST-System lassen sich diese drei Merkmale, abgestimmt auf ihre jeweiligen Einsatzbereiche und auf die damit verbundenen Erfordernisse, miteinander kombinieren. Denn die ermopal-Philosophie lautet: »Wir geben jedem Kunden die Freiheit, jedes Dekor mit jeder Struktur auf jedem Trägermaterial zu realisieren.« Und das ab Stückzahl Eins! So können individuelle Räume aus einem Guss entstehen, mit

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Die Vielfalt der Optik geht einher mit einer ebenso beeindruckenden Vielfalt der Funktionalität.

einheitlicher Optik, aber unter Umständen mit unterschiedlichen Eigenschaften. In aller Welt sind die Trend-Scouts unterwegs, auf allen namhaften Möbel- und Designmessen, um stets frühzeitig die neuen Entwicklungen aufzugreifen und für das ermopal-Programm umzusetzen. Stein, Holz, Linoleum Von der Natur nicht zu unterscheiden sind die zeitlos-modernen Holzdekore, die mit Melaminharzbeschichtung auf die verschiedenen Trägermaterialien aufgebracht werden können. Die Palette reicht von hell bis dunkel, von bewegt bis zurückhaltend, von heimischen bis zu exotischen Hölzern. 87 Uni-Dekore sorgen für ruhige oder spannende Farbakzente. Metallisch anmutende Optiken sind hier ebenso zu finden wie Echtmetall-Oberflächen oder auch kühle SteinOptiken. Perfekt reproduzieren sie die optischen Charakteristika von Schiefer, Marmor und Graphit und vielen anderen mehr, jeweils erhältlich in mehreren Nuancen. Angenehm warm im Griff sind Oberflächen, die mit Linoleum veredelt werden – ein Material, das seit einigen Jahren eine wahre Renaissance erlebt.

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Besonders stolz ist man bei ermopal auf die Designers’ Collection, die von sechs international renommierten Künstlern und Architekten entwickelt wurde. »Von Kreativen für Kreative« verheißt die Überschrift der 18 Avantgarde-Designs in je drei Farbstellungen. Die mutigen, außergewöhnlichen und thematisch breit gefächerten Motive wurden denn auch mit dem red dot design award ausgezeichnet. Mal sind es einzelne Striche, die sich zu zarten Mustern gruppieren, mal Punkte, mal Wellen. Andere Entwürfe setzen aufs Gegenständliche: Da kreuzen Segelflieger oder Fische durchs Bild, es schweben Engel oder Schmetterlinge durch den Raum. Oder es bilden U-BahnRöhren und Hausansichten avantgardistische Muster. Und wenn man’s noch individueller möchte und eigene Motive oder Logos präsentieren will, dann ist dies mittels Digitaldruck ab Stückzahl Eins möglich. Mehrere deutsche Schulen haben so ihre ganz persönlichen Lernumfelder geschaffen. Strukturiert Ganz nach Wunsch ändern all diese Motive und Dekore ihren Charakter – allein durch die Wahl der Oberflächenstruktur. 13 ver-

schiedene Strukturen stehen zur Wahl und empfehlen sich für je eigene Einsatzfelder: verschiedene Glatt- und Glanz-Varianten, vornehmlich für den vertikalen Einsatz als Möbelfronten bestimmt, mehrere Matt-Lösungen sowie spezielle Rau- und Holzstrukturen, die sich sowohl für den horizontalen als auch für den vertikalen Einsatz empfehlen. Letztlich entscheidend für die richtige Wahl sind Eigenschaften wie Kratzfestigkeit, Fleckenempfindlichkeit, Abriebbeständigkeit und Oberflächenruhe. Die Vielfalt der Optik geht einher mit einer ebenso beeindruckenden Vielfalt der Funktionalität, die sehr stark bestimmt wird durch die Qualität der Trägermaterialien. Da gibt es sehr leichtes Plattenmaterial, Papierwaben etwa, die zwar hochstabil sind, aber, verarbeitet etwa als Konferenztisch, leicht zu bewegen sind. Elektrostatisch ableitfähige Trägerplatten sind insbesondere an IT-Montageplätzen und in Laboren sinnvoll. Bad- und Küchenmöbel sollten wiederum aus Platten gefertigt werden, die gegen Feuchtigkeit weitgehend unempfindlich sein. Und hochverdichtete Holzfaserplatten werden – dünn und stark wie sie sind – im Möbel- und im Messebau, für Rückwände,


Wenn man’s noch individueller möchte und eigene Motive oder Logos präsentieren will, dann ist dies mittels Digitaldruck ab Stückzahl Eins möglich.

Im Spitzensegment »Wir arbeiten im Premium-Segment«, erklärt man stolz bei ermopal: »PremiumProdukte, Premium-Qualität für PremiumKunden.« Als besonders angenehm erlebt die Kundschaft, dass am Standort Leutkirch alle Fäden zusammen laufen und die Wege zwischen Produktion- und Innendienst

denkbar kurz sind. Das vereinfacht nicht zuletzt Abwicklung und Kommunikation. Auf dem rund 200 000 Quadratmeter großen Grundstück findet die gesamte Produktion auf hohem industriellen Niveau statt, die Herstellung der unterschiedlichen Spanplattenqualitäten, die Imprägnierung der Dekorpapiere, die Verpressung zu Hochdruckschichtstoff und die Beschichtung der vielfältigen Trägermaterialien in unterschiedlichen Verfahren. Darüber hinaus werden in einem separaten Produktionsgang Arbeitsplatten und Fensterbänke gefertigt. Der Lieferradius beträgt rund 1 200 Kilometer und schließt Frankreich, die Benelux-Länder, Großbritannien, Italien, Österreich, die Schweiz, Slowenien, Serbien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Polen und Dänemark ein. Etwa 40 Prozent der Produktion geht an ausländische Kunden.

profitieren von den Investitionen in die Unternehmenszukunft. Um auch in den kommenden Jahren seine Position am Markt zu halten und auszubauen, lädt ermopal alle Schulabgänger herzlich ein, sich für eine Ausbildung in einem grundsoliden und traditionsreichen Unternehmen zu bewerben: als Industriekaufleute, Industriemechaniker oder Elektroniker für Betriebstechnik. Und wer sich jetzt schon fürs nächste Jahr bewerben will, hat die Nase vorn. Kordula Küper

Azubis gesucht! ermopal ist die gesunde, leistungsfähige Tochter des Pfleiderer-Konzerns, der sich, nach jüngsten Schwierigkeiten, inzwischen neu aufgestellt hat und wieder auf Erfolgskurs steuert. Auch ermopal sowie seine 460 überwiegend langjährigen Mitarbeiter

BILDER: THERMOPAL

Füllungen und Fronten eingesetzt. Wieder andere Materialien beweisen mit offenen Kanten ihre Designqualitäten, die BirkeMultiplexplatte beispielsweise. Trennwände und Wandschutzpaneele aus Kompaktschichtstoff halten auch schwerster Beanspruchung Stand und finden Verwendung unter anderem in den Gängen von Krankenhäusern und Wohnheimen. Wo Brandschutzvorschriften einzuhalten sind, genügen speziell zertifizierte Qualitäten den gesetzlichen Vorschriften, von der schwer entflammbaren Spanplatte über den Kompaktschichtstoff bis zur letzten Innovation aus dem Hause ermopal, der nichtbrennbaren Kompaktplatte »flameprotect«, welche bereits mit dem Innovationspreis für Architektur und Bauwesen und dem M Technology Award ausgezeichnet wurde.

Thermopal GmbH Wurzacher Straße 32 88299 Leutkirch im Allgäu Telefon (07561) 89-0 Telefax (07561) 89-232 info@thermopal.com www.thermopal.com

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Für ist gesorgt

BILDER: GUNKEL

Es ist ein spannendes Geschäftsfeld, das breite Spektrum der Energie- und Anlagentechnik, in dem die Mitarbeiter der Firma Elektro Gunkel aus Halblech gefragte Experten sind. Für Hochspannung ist vor allem dann gesorgt, wenn außergewöhnliche Aufträge wochenlang vorzubereiten und dann in einem genau fixierten Zeitfenster zu erledigen sind. Beispiel gefällig? In mehreren Schichten haben Ingenieure, Meister und Monteure von Elektro Gunkel an nur einem Wochenende bei MAN in Augsburg die alten Einbauten demontiert und 16 neue Verteilerschränke installiert, angeschlossen, getestet und in Betrieb genommen, so dass es dort in der Grauguss-Gießerei zu keinem Stillstand gekommen ist.

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Die Türen geöffnet: So sieht das Innenleben eines Schaltschrankes aus.


ittlerweile ist Elektro Gunkel bei namhaften Kunden dick im Geschäft. Zurückzuführen ist das auf das Know-how der knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Firmenchef Josef Benedikt Gunkel, aber auch auf deren Schlagkraft und Flexibilität. Seit sechs Jahren ist die Firma aus der Gemeinde Halblech Partner von Siemens bei der Herstellung von Sivacon-Schaltanlagen. Dabei handelt es sich um Niederspannungs-Geräten mit hoher Verfügbarkeit, die heutzutage von vielen Industriebetrieben gefordert werden. Das Unternehmen im südlichen Ostallgäu hat die Marktchance genutzt. Inzwischen liefert es Schaltanlagen für viele Kunden. Dazu zählen die Osram-Werke, Fujitsu-Siemens, das Zentralklinikum in Augsburg, aber auch MAN Diesel in Augsburg, wo neben Projekten in der Energieversorgung auch bei Prüfständen für Großmotoren Know-how aus dem Hause Gunkel gefragt ist.

M

Energietechnik für Molkerei Geschäftsführer Josef Gunkel blickt im Gespräch mit dem Allgäuer Wirtschaftsmagazin auf ein weiteres Vorhaben: Es handelt sich um ein Projekt der Firma Hochland, die im Werk in Schongau den wertvollen Rohstoff aus der Region verarbeiten möchte. Dazu sind von Herbst 2011 bis Sommer 2012 zahlreiche Einbauten in der Steuerungsund Energietechnik notwendig. Und dies wird wiederum von der Firma Gunkel übernommen. Für die Firma Hochland hatte man bereits seit Mitte der neunziger Jahre zahlreiche Aufträge ausgeführt, sei es bei der neuen Molkerei in Schongau-West oder bei Produktionsstätten in Polen, Rumänien und Frankreich.

Es ist inzwischen 26 Jahre her, dass Josef Benedikt Gunkel den Elektrobetrieb von seinem Vater German Gunkel übernommen hatte. Er führt es in der dritten Generation. 2009 wurde das 100-jährige Bestehen gefeiert – siehe dazu die Zeittafel auf der folgenden Seite. Vorgesehen ist, dass Sohn David in fünf Jahren in das Unternehmen einsteigt. Der 26-Jährige ist Elektroingenieur bei einer Firma in Stuttgart, die auch im Bereich Consulting tätig ist. Tochter Annalena ist 22 Jahre und studiert Innenarchitektur. Ob sie später im Unternehmen tätig sein wird? Es wäre wünschenswert, aber einen Zwang ausüben könnten die Eltern nicht, bekundet Mutter

Gabriele Gunkel, die das repräsentative Lichtstudio im Firmengebäude in Halblech führt. (Lesen Sie zum Lichtstudio den Beitrag auf Seite 26). Regionale Projekte Bei einer Fülle von regionalen Projekten ist die Elektrotechnik durch Mitarbeiter der Firma Gunkel ausgeführt worden. Jüngstes Beispiel ist die Beleuchtung im Wittelsbacher Museum in Hohenschwangau, wo in einem früheren Grand-Hotel die Geschichte der Herrscher-Dynastie veranschaulicht wird. Eine weitere Aufgabe, die quasi auch »vor der Haustüre« lag: das Mittelspannungsnetz mit Trafostationen am Tegelberg.

»Da brauchen Sie qualifizierte Mitarbeiter, die hochwertige Arbeit abliefern. Die müssen Sie aber auch gut zahlen.« Josef Gunkel

Gut überschaubar und doch schlagkräftig für größere Projekte: Knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt die Firma Gunkel in der Ostallgäuer Gemeinde Halblech.

Ein Blick in das zweite Betriebsgebäude: Jede Menge Platz, um Schaltanlagen zu fertigen.

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Die dritte und die vierte Generation. Josef Benedikt Gunkel mit Ehefrau Gabriele, die das Lichtstudio führt. Daneben Tochter Annalena, die Innenarchitektur studiert, und Sohn David, der als Elektroingenieur bei einer Firma in Stuttgart arbeitet.

100 Jahre Gunkel Der Blick auf die Zeittafel

Mehr als ein Jahrhundert besteht die Firma, die ihre Wurzeln in Trauchgau hat und deren Betriebsgebäude sich seit einem Jahrzehnt im Gewerbegebiet von Halblech befinden. 100 Jahre Gunkel – das Jubiläum ist vor zwei Jahren groß gefeiert worden. Von den Anfängen zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur heutigen Ausrichtung – ein Blick auf die Zeittafel zeigt die Entwicklung auf!

1909

German Gunkel, Großvater von Josef Benedikt Gunkel, gründet eine mechanische Werkstätte in Trauchgau. Später kommt ein Zweiradgeschäft dazu.

1919

Die Gemeinden Buching und Trauchgau werden aus Stromnetz angeschlossen. German Gunkel übernimmt die Wartung.

1996

Erstellen der elektrischen Infrastruktur für einen Windpark in Mecklenburg-Vorpommern. Es folgen bis 2008 drei weitere Windparks in Mecklenburg-Vorpommern und in der Oberpfalz. Aus diesem Anlass entsteht die Tochterfirma Gunkel – Neue Energien.

1997

Neubau eines Gebäudes für den Schaltanlagenbau in Halblech mit Materiallager und Logistikhalle; dort werden Auslandsaufträge vorbereitet. Errichtung des Kabellagers und einer Tiefgarage.

1950

German Gunkel übergibt den Elektrobereich an seinen Sohn Josef German.

1954

Elektro Gunkel bezieht ein neues Wohn- und Geschäftshaus in Trauchgau.

2000 2002

Übergabe der Geschäftsleitung an Sohn Josef Benedikt Gunkel. Das Unternehmen erfährt einen Aufschwung im Bereich des Schaltanlagenbaus sowie im Industrie- und Projektgeschäft.

2003

Verwaltung, Planungsbüro, Elektrokonstruktion und Materiallager beziehen das neue Gebäude. Das Lichtstudio unter der Leitung von Gabriele Gunkel wird eröffnet.

2005

Beginn der Zusammenarbeit mit der Firma Siemens; seitdem Franchise-Partner zur Herstellung für Sivacon-Schaltanlagen.

2009

Jubiläum 100 Jahre Elektro Gunkel.

1985

1994

Erster Auslandsauftrag an einem Wasserkraftwerk in Malawi, Südostafrika. Zudem Errichtung eines Elektro-Konstruktionsbüros sowie eines Materiallagers und eines Prüfraumes.

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Neubau des Betriebsgebäudes auf der Tiefgarage – gleich neben der Halle für den Schaltanlagenbau.


Apropos Gipfel: Nicht hoch hinaus, sondern hoch hinauf war angesagt bei der Installation der Trafostation für den Doppelsessellift am Breitenberg, die sich auf 1 700 Meter Höhe befindet. Unter den regionalen Projekten erwähnt Geschäftsführer Gunkel auch das Hotel Kaufmann in Roßhaupten, die Renovierung des Hotels Ludwig der Bayer in Ettal oder das Hotel Bannwaldsee. Gunkel ist vor Ort verankert. Dies äußert sich auch dadurch, dass der Betrieb das Stromnetz der Gemeinde wartet, zu dem 2 000 Haushalte gehören und an dem zu gleichen Teilen der EON-Konzern und die Gemeinde Halblech beteiligt sind. Zwei Monteure sind mit dieser Aufgabe betraut. Seitdem Josef Gunkel den Betrieb Mitte der achtziger Jahre übernommen hat, expandiert das Unternehmen im Schaltanlagenbau sowie im Industrie- und Projektge-

schäft. Ein Markstein war der erste Auslandsauftrag, und das gleich 10 000 Kilometer vom schönen Allgäu entfernt. Es war die Elektrotechnik an einem Wasser-Kraftwerk in Malawi in Südostafrika. Nicht nur die Ausführung vor Ort, sondern die gesamte Logistik inklusive der Verschiffung des Werkzeugs musste genau getimt werden und war eine logistische Meisterleistung. Auf Strommast in Ägypten Eine weitere Begegnung in Afrika, wenngleich im Norden des Kontinents, sollte folgenreich sein. Josef Gunkel traf in der ägyptischen Metropole Alexandria Werner Riedl aus Graz. Der Österreicher Bauingenieur wollte ebenso wie der Ostallgäuer Elektrotechniker in 25 Meter Höhe eine fertiggestellte Textilfabrik fotografieren, an der beide mit ihren Ideen bzw. ihrem Know-

how mitgewirkt haben. Riedl stellte den Kontakt zu Architekt Gerhard Wallner her, der das neue Gebäude für Elektro Gunkel an der Lechbrucker Straße geplant hatte, das seit dem Jahr 2003 mit der schrägen Glasfassade auf der Westseite und der geschwungenen, 15 Meter langen gläsernen Front auf der Südostseite einen markanten Baukörper darstellt. Der Betrieb befindet sich in der Nachbarschaft des großen Bihler-Werkes. 30 Mitarbeiter Elektro Gunkel hat 30 Mitarbeiter. Drei Ingenieure und eine Technikerin haben ihre geräumigen Büros im ersten Stock. Drei Meister und 18 Monteure sorgen dafür, dass die Arbeiten auf den Baustellen gewissenhaft und zeitgerecht ausgeführt werden. Zurzeit sind es bei Elektro Gunkel vier Lehrlinge: drei Jugendliche im gewerblichen

»Das trauen wir uns zu.« Firmenchef Josef Gunkel über minutiöse Einbau-Aktionen, die von Freitagabend um zehn Uhr bis Montagfrüh um sieben Uhr gehen.

Moderne Architektur kennzeichnet den Firmensitz von Elektro Gunkel in Halblech. Was für ein Ausblick! Regina Raschke (Technikerin) und Gerhard Krebentitscher (Projektleitung) an ihrem Arbeitsplatz im ersten Stock des Betriebsgebäudes.

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Planung und Design

Ins rechte rücken Light: Das englische Wort mit den fünf Buchstaben hat zweierlei Bedeutung. Als Hauptwort ist es mit Licht zu übersetzen. Als Adjektiv heißt es leicht. Beide Begriffe – Licht und leicht – sind durchaus mit dem Studio von Gabriele Gunkel in Zusammenhang zu bringen. Das Lichtstudio ist das optische Highlight im markanten Gebäude von Elektro Gunkel an der Lechbrucker Straße. Wenig Wind macht Firmenchef Josef Gunkel um sein Engagement bei regenerativen Energien. Das Unternehmen aus dem Ostallgäu unterstützt die Betreiber von Windparks mit dem Errichten der gesamten Infrastruktur. Das reicht vom Anschluss an das Umspannwerk bis zur Vernetzung mit Datenleitungen vor Ort. Das Bild zeigt eine Anlage im Windpark Friedland, wo Gunkel auch Gesellschafter ist.

Bereich der Energie- und Gebäudetechnik und eine junge Dame, die im Büro eine kaufmännische Ausbildung durchläuft. Entspannen Wie ein Firmenchef, der beruflich auf dem Feld der Elektrotechnik so viel mit Spannung zu tun hat und bei manchen Projekten unter Hochspannung arbeitet, selbst entspannen kann? Hobbys von Josef Gunkel sind Segeln, Skifahren und Tennis. Mit seiner Frau engagiert er sich auch im Lionsclub Füssen. Ein Anliegen ist ihm auch, den Freundeskreis vom Studium her zu pflegen; Gunkel hatte über den zweiten Bildungsweg ein Studium an der Technischen Universität München absolviert. »Abschalten« kann der Firmenchef auch, wenn er mal ein Schlosskonzert auf Neuschwanstein besucht. Schließlich soll auch ein Elektrotechniker und Geschäftsführer nicht ständig »unter Strom stehen«. Johannes Jais

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Stimmige Farben: der runde grüne Sessel, das gedämpfte Licht, der hellbraune Tresen aus Holz, der auf silbernen Metallfüßen steht. Ins rechte Licht gerückt: Im markanten Gebäude an der Lechbrucker Straße in Halblech stellt das Lichtstudio zweifellos ein Highlight dar.


propos Optik: Gabriele Gunkel, die Frau des Firmenchefs, stammt aus dem Pfaffenwinkel und ist eine gelernte Augenoptikerin. Seit 1986 ist sie mit ihrer Familie in Trauchgau zu Hause. Der frühere Beruf sei der Grund dafür, »warum ich mich mit dem Medium Licht angefreundet und eingehend beschäftigt habe«.

A

Mit dem Licht wohlfühlen Das berufliche Spektrum umfasst nicht nur das filigrane Lichtstudio. Einen Schwerpunkt bildet für Gabriele Gunkel die Planung, die immer individuell auf den Kunden abzustimmen sei. »Er muss sich mit dem Licht wohlfühlen und leistungsfähig sein«, gibt sie zu verstehen, dass Planungen für Arbeitsplätze in Büros und gewerblichen Betrieben, aber auch in Gastronomie, Museen und Freizeiteinrichtungen mit intensiven Beratungsgesprächen einhergehen. Mancherorts seien die Voraussetzungen an Arbeitsplätzen oft noch schlecht, stellt Gabriele Gunkel kritisch fest. Konsequenz: Die Leistung der Mitarbeiter sei herabgesetzt. »Ziel ist eine stabile optische Wahrnehmung«, gibt Gabriele Gunkel als Devise aus. Dies sei wichtig, um eine konstante Arbeitsleistung zu erreichen. Entscheidend sei unter anderem, wo sich die Lichtquelle befindet und mit welcher Lichtstärke sie sich verteilt.

»Ziel ist eine stabile optische Wahrnehmung.«

In Kirchen, Museen und Hotels Zahlreiche Gebäude sind mit Leuchten aus dem Lichtstudio, wo vorwiegend Produkte von deutschen, italienischen und holländischen Herstellern präsentiert werden, ausgestattet worden. Dazu gehören Kirchen,

Eines von vielen Beleuchtungsprojekten: der Altarraum in der Pfarrkirche zu Trauchgau.

wie beispielsweise in Trauchgau, das Wittelsbacher Museum oder Hotels. Sich mit den vielen Facetten des Lichts zu befassen und Architektur ins rechte Licht zu rücken, ist die Passion von Gabriele Gunkel. Wer sich einmal in dieses ema vertieft, sieht dieses weite Spektrum nachher mit ganz anderen Augen. jj

War außen und innen eine herausfordernde Aufgabe: die Beleuchtung am Hotel Kaufmann in Roßhaupten.

gunkel-elektro Lechbrucker Straße 20 87642 Halblech Telefon (08368) 9109-0 Telefax (08368) 9109-20 gunkel@gunkel-elektro.com www.gunkel-elektro.com

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Starker Partner Wer sich Handel, Vermietung und Service von Baumaschinen vorstellt, denkt zunächst nicht unbedingt an Spektakuläres. Das ist ein Fehler. Denn das Geschäft steckt voller Herausforderungen, wie sich bei der Firma »B+K Bregler & Klöckler GmbH« zeigt. Das Unternehmen aus Bad Waldsee mit Niederlassung in Kissing arbeitet seit 1966 erfolgreich in der Baumaschinen-Branche und hat schon manch knifflige Aufgabe gelöst – orientiert an den individuellen Bedürfnissen der Kunden.

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D

as Unternehmen B+K Bregler & Klöckler vertreibt Turmdrehkrane, Mini-und Kompaktbagger mit dazubenötigtem Anbauwerkzeug und vieles mehr. Das Angebot umfasst Baumaschinen und Baugeräte vom Latthammer bis zum Turmdrehkran mit 16 bis 70 Meter Ausladung. Im zugehörigen Fachmarkt präsentiert B+K eine große Auswahl an Baugeräten. Kunden, die weder neue noch gebrauchte Maschinen kaufen wollen, können sie bei B+K samt entsprechendem Zubehör mieten. Stets auf neuestem Stand geschulte Monteure bieten ihnen dazu professionellen Service. Das klingt alles sehr nüchtern.

Eindrucksvolle Einsätze Doch auf der Internetseite von B+K Baumaschinen ist das Foto eines Krans auf der Zugspitze abgebildet. Es zeigt ihn beim Bau einer Gondelhalle nahe dem Schneefernerhaus. Ein imposantes Bild. Die Geschichte dahin-

ter ist es nicht weniger: Monteure der Firma B+K hatten einen Turmkran so zerlegt, dass der für maximal 1,3 Tonnen Last ausgelegte Helikopter die Einzelteile in entsprechenden Tonnagen auf Deutschlands höchsten Berg hieven konnte – genauso wie das Werkzeug, das die B+K-Monteure auf der Zugspitze für den Zusammenbau brauchten. 15 Mal musste der Helikopter fliegen. Innerhalb eines Tages hatten die B+K-Leute den Kran dann wieder aufgebaut. Tobias Klöckler und Achim Bregler, die beiden Geschäftsführer der B+K Bregler & Klöckler GmbH, erinnern sich gut an die »Herausforderung«, vor die der Auftrag sie gestellt hatte. Ihre Firma war die einzige, die ein Angebot mit einem unten drehenden Kran in dieser Form abgegeben hatte. Der Abtransport gestaltete sich übrigens auch nicht gerade einfach. Da es über Nacht überraschend geschneit hatte, schaufelten sechs Mann die Teile des Krans zuerst aus zwei Meter hohem Schnee, bevor


BILDER: B+K BREGLER & KLÖCKLER

der Helikopter sie wieder nach unten fliegen konnte.

»Wir wollen unsere Kunden hervorragend betreuen.«

Guter Draht zum Kunden Es ist nicht die einzige Geschichte dieser Art, die Bregler und Klöckler erzählen können. Als eines Freitagnachmittags von der Kanalinsel Jersey die Anfrage kam, ob man nicht schnellstens einen Kran umbauen könnte, machte B+K auch dieses möglich. Die Monteure wurden mit dem Flugzeug in Biberach abgeholt, am Montag war der Auftrag erledigt. »Wir wollen unsere Kunden hervorragend betreuen«, sagt Achim Bregler. Ihr Partner sein. Ein starker Partner. Sie mit TopProdukten von führenden Herstellern beliefern. Ihnen Ersatzteile zügig beschaffen, wenn es denn einmal nötig ist. Ihnen professionellen Service bieten. Da ist Flexibilität eine Selbstverständlichkeit. Noch etwas anderes trägt zur Bindung bei: »Wir haben einen sehr guten Draht zu unseren Kunden«, berichtet Bregler. Man kennt sich persönlich. Meistens zumindest. Denn seit die Gebrauchtmaschinen auch via Internetbörse gehandelt werden, hat B+K auch schon nach Indien geliefert. »Da kommen ganz interessante Kontakte zustande«, schmunzelt Tobias Klöckler. Achim Bregler und Tobias Klöckler haben das Unternehmen von ihren Vätern übernommen. Georg Bregler und Gerold

Klöckler gründeten die Firma 1966 im Eiskeller einer ehemaligen Brauerei. Damals waren sie in eine Marktlücke gestoßen. Es fehlte ein Baumaschinenhändler in der Region. Heute ist B+K eine feste Größe in der Branche. Die beiden Gründer blieben Mitgeschäftsführer, als ihre Söhne die Geschäfte übernahmen. Die Söhne Achim Bregler und Tobias Klöckler sind stolz darauf, dass der Generationswechsel hervorragend geklappt hat. Miete oder Kauf Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen jetzt bei B+K mehr als 4 000 Kunden in Oberschwaben und im Allgäu. Darunter sind sämtliche führenden Unternehmen aus dem Hoch-, dem Tief-, dem Straßen-, dem Garten- und dem Landschaftsbau zwischen Ulm und Bodensee, zwischen Singen und Oberstdorf und aus der Region Vorarlberg. Eine Niederlassung in Kissing bei Augsburg kümmert sich seit 2007 um die Wünsche der Kunden in BayerischSchwaben. Seit Jahren hat das Unternehmen viele Kunden im Allgäu. Seine Stärke liegt unter anderem darin, dass die Maschinen und Geräte nicht allein zum Kauf, sondern auch zum Mieten angeboten werden. Vertrieb und Fachberatung übernehmen die Außendienstmitarbeiter. Als B+K 1969 die Vertretung für Potain-Krane erhielt,

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»Wir haben einen sehr guten Draht zu unseren Kunden.«

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zählte die Firma zu den ersten Händlern in Deutschland. Krane standen damals nur auf großen Baustellen. Beim Bau von Privathäusern wurden sie erst später eingesetzt. Inzwischen hat B+K knapp 2 000 Potain-Krane verkauft – beispielsweise Turmdrehkrane für den Hochbau oder Zimmermannskrane zur Schnellstmontage mit komplettem Ballast verfahrbar. Krane mit einer Ausladung von 16 bis zu 70 Metern. Bei unten drehenden Kranen mit 16 bis 50 Meter Ausladung verfügt B+K über eines der breitesten Angebote in der Region. 1999 übernahm B+K die Vertretung des Bagger-Herstellers Takeuchi. Das Unternehmen vertreibt und vermietet Minibagger ab 800 Kilogramm bis hin zu Kompaktbaggern mit15 Tonnen – Zubehör inklusive. Krane und Bagger sind die Hauptumsatzträger bei B+K. Doch im Laufe der Jahre hat sich neben dem Handel die Vermietung zu einem stetig wachsenden Bereich entwickelt. Der Mietpark wächst infolgedessen schon seit zwei Jahrzehnten. B+K-Kunden mieten beispielsweise Baumaschinen, um Spitzen abzudecken oder leihen sich Zubehör, um immer speziellere Aufgaben lösen zu können. Denn aus Baggern sind längst Multifunktionsgeräte geworden, die mal mit Anbaurüttelplatte, mal mit Hydraulikhammer, mal mit Mehrzweckgreifer arbeiten. B+K kann

flexibel auf die Kundenwünsche reagieren. Wenn eine Maschine nicht sofort greifbar ist, besorgen sie die Profis von B+K. Wer mietet, will und bekommt die optimale Maschine für seine entsprechenden Zwecke. Immer eine Lösung Das gilt natürlich auch für die Krane. Zum Zubehör gehören Ausladungs- und Bereichskontrolle ebenso wie Flugbefeuerung. Die Kranlogistik ist eine wichtige Säule des Geschäfts. B+K liefert, baut auf und wieder ab und fährt mit dem eigenem Lastwagen. »Wir halten für sämtliche Potain-Krane ein Schnellläuferfahrwerk für den Transport vor«, sagt Tobias Klöckler. Die Firma hat Dauergenehmigungen für die Transporte. Um manche Aufträge zu erfüllen, muss man ganz schön findig sein. Es dürfte zu den einfacheren Aufgaben gehören, einen Kran durch einen Torbogen zu manövrieren, auch wenn das nur mit einem Spezialfahrzeug zu schaffen ist. Getüftelt haben die B+KLeute mit einem Kunden so lange, bis sie eine Lösung hatten für sein Problem. Er musste ein Hochhaus von oben abtragen – mit Hilfe eines Baggers, der an einem Kran hing. B+K brachte am Kran eine Halterung für die Baggerkabine an und sorgte dafür, dass der TÜV eine Genehmigung erteilte. Auch als das Oberdeck eines Schiffes auf der Werft nur mithilfe eines Krans zu bauen war, konn-


te B+K behilflich sein. Achim Bregler und Tobias Klöckler sehen derlei Herausforderungen gerne und gelassen: »Eine Lösung hast du immer. Sie muss halt bezahlbar sein.« Auf neuestem Stand B+K-Monteure haben schon Radlader geborgen, die bei Bauarbeiten in einem Fluss versanken – und die Maschine wieder zum Laufen gebracht. Sie haben Bagger auf Allgäuer Berge gefahren, am Berg abgestürzte Krane geborgen oder nachts zwischen 20 und sechs Uhr Spezialaufträge in Fußgängerzonen erledigt. Im Einsatz, wenn die meisten Menschen schlafen. »Wir sind froh, dass wir entsprechende Mitarbeiter haben«, sagen die Chefs. Die Arbeit ist nicht immer ungefährlich. Aber richtig schwere Unfälle der Mitarbeiter hatte B+K Gott sei Dank noch nie zu verzeichnen. Die B+K-Monteure sind Profis auf ihrem Gebiet. Sie werden regelmäßig geschult, meist direkt bei den Herstellern der Maschinen. So sind sie stets auf dem neuesten technischen Stand. Kleinere Reparaturen führen sie in der Werkstatt aus, größere machen sie vor Ort. In ihren Wagen können die Monteure im Außendienst auf ein stattlich bestücktes Ersatzteillager zugreifen. Über 100 Ketten für alle gängigen Takeuchi-Bagger hält die Firma im Ersatzteillager vor, ebenso alle gängigen Austauschmotoren für die Kra-

ne. Dank des B+K-Service kann auch eine Maschine, die am Freitagnachmittag plötzlich streikt, am Samstag wieder in den Einsatz gehen. Die Geschäftsführer von B+K streben nicht nach stetig steigenden Umsatzzahlen, sondern danach, »in diesem Bereich das Bestmögliche zu machen.« Jutta Nichter-Reich

B + K Bregler & Klöckler GmbH Baumaschinen Stahlstraße 9 88339 Bad Waldsee Telefon (07524) 9712– 0 Telefax (07524) 9712– 40 mail@buk-baumaschinen.de www.buk-baumaschinen.de

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Wertvoller »Schrott« Schrott ist nicht gleich Schrott und vor allem ist er bares Geld wert. Denn Metalle wie Eisen, Nichteisen- und Buntmetalle wie Kupfer werden an der Börse gehandelt. Wer also für seinen vermeintlichen »Schrott« stets den besten Preis erzielen möchte, überlässt den Verkauf am besten kompetenten Fachleuten. Die Familie Hoffmann betreibt seit 45 Jahren erfolgreich ihren »Schrott- und Metallhandel« und wird in der Branche hoch gehandelt, pardon, geschätzt.

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I

m Jahre 1964 gründete Josef Hoffmann senior die Firma »Hoffmann Schrott- & Metallhandel« und legte somit den Grundstein für die heutigen Betriebe in Marktoberdorf und Westheim (Rheinland-Pfalz) mit derzeit insgesamt acht MitarbeiterInnen. Vielleicht waren es Zukunftsvisionen, zumindest aber ein vorausschauendes Denken, das ihn zu diesem Schritt bewog. Möglicherweise ahnte er damals bereits, dass eine »Wegwerfgesellschaft« auf Dauer nicht bestehen kann, Rohstoffe stattdessen sehr wertvoll sind und (natürliche) Ressourcen geschont werden müssen. Das Unternehmen jedenfalls wuchs stetig. Die beiden Söhne Josef und Harald begeisterten sich eben-


Möglicherweise ahnte Josef Hoffmann damals bereits, dass eine »Wegwerfgesellschaft« auf Dauer nicht bestehen kann.

falls für die Materie und stiegen in die Firma mit ein. Josef Hoffmann junior führt seit gut 20 Jahren den eigenen Betrieb in Westheim, während Harald Hoffmann den Schrottund Metallhandel in Marktoberdorf, mittlerweile selbstständig, leitet. Die beiden Unternehmen arbeiten dabei stets eng zusammen. Auf dem Betriebsgelände in Marktoberdorf stehen rund 3 800 Quadratmeter Hallenfläche dem Recycling von Buntmetallen zur Verfügung. Im 16 000 Quadratmeter großen Außenbereich werden Stahl und andere Materialien gelagert beziehungsweise recycelt. Ein Metier, in dem eine ganze Reihe von Gesetzesvorschriften und –regeln zu

beachten und einzuhalten ist. Selbst der eigene Betrieb musste nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSCHG: Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge) errichtet werden. Kompetenz und Vertrauen Die Firmenphilosophie der Familie Hoffmann lautet von jeher: Die Vorteile und Gewinne der Kunden stehen stets im Vordergrund. Somit gehören heute namhafte Unternehmen aus der metallver- und -bearbeitenden Industrie sowie Landwirte und private Kunden zu Hoffmanns treuer Klientel.

Fairness und Vertrauen auf beiden Seiten untermauern die langen und äußerst guten Geschäftsbeziehungen. »Unsere Kunden wissen, dass wir stets die optimalen Preise für ihren Metallschrott erzielen,« bestätigt Harald Hoffmann, »denn wir beobachten die Börse täglich, ja, stündlich.« Während die Preise für Stahl beispielsweise relativ stabil sind und sich im wöchentlichen oder sogar monatlichen Turnus bewegen, schwanken die Preise für Buntmetalle wie etwa Kupfer täglich. Gerade bei Kupfer kommt es zusätzlich noch auf die Legierung an, ob es sich um »leichtes« oder »schweres« Kupfer handelt. Da ist eine exakte Materialkunde gefragt, die sich nur im Laufe der Jahre durch

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»Abfälle« werden gesammelt, sortiert, aufbereitet, recycelt und/oder an spezielle Schmelzwerke weiterverkauft.

Erfahrung lernen lässt. Manchmal jedoch fühlt sich Harald Hoffmann eher als »Broker« denn als Schrott- und Metallhändler – und das bedeutet, dass er ein Geschäft schon mal um ein paar Tage verschiebt, bis sich die Preise erholt haben oder gesunken sind – je nach Kundenvorteil. Denn nur so kann er seine Kunden über Jahre fair bedienen und wird gerne weiter empfohlen.

BILDER: BITSCH

Leistungen und Service Ein eigener, moderner Fuhrpark mit Spezial-Ladeeinrichtungen, ein Wechselbehälterund Containerdienst mit termingerechtem, regelmäßigem Austausch und individuelle Entsorgungskonzepte für Betriebe und Un-

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ternehmen sind selbstverständliche Dienstleistungen des Hoffmann’schen Schrottund Metallhandels. »Abfälle« aus Industriebetrieben wie Aluminium, Edelstahl, Eisen, Stahl, Kupfer, Messing, Bronze und andere Metalle werden heutzutage nicht einfach »weggeworfen«. Dazu sind sie viel zu wertvoll. Sie werden gesammelt, sortiert, aufbereitet, recycelt und/oder an spezielle Schmelzwerke weiterverkauft. Die Sortierung kann entweder vom Kunden selbst oder vom Hoffmann-Team übernommen werden. Die fachgerechte Entsorgung dieser Metalle unterliegt dabei strengen, gesetzlichen Verordnungen und Bedingungen, die exakt einge-

halten werden müssen. Das gilt im Übrigen auch für die Entsorgung von Papier, Altholz, Kunststoffen, Folien oder Altreifen. Harald Hoffmann und sein Team beraten dabei jeden Kunden vorab und erstellen die entsprechenden, auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittenen Konzepte zur Entsorgung der unterschiedlichen Materialien. Um diese unterschiedlichen Materialien direkt vor Ort, beim Kunden, zu sammeln und eventuell zu sortieren, werden Spezial- und Schrott-Container ab fünf Kubikmeter – auf Wunsch auch in Sondergrößen und -ausführungen – aufgestellt und termingerecht ausgetauscht. Absetzcontainer, Abrollcontainer oder auch spezielle Be-


»Unsere Kunden wissen, dass wir stets die optimalen Preise für ihren Metallschrott erzielen.«

hälter hält Hoffmann dabei für die verschiedenen Materialien bereit. Übernimmt der Kunde selbst die Sortierung seiner Rohstoffabfälle schlägt sich dies natürlich im Preis nieder. Beim Transport von »überwachungsbedürftigen und besonders überwachungsbedürftigen Abfällen« müssen ebenfalls Vorschriften und Gesetze befolgt werden. Die Fahrzeuge von Hoffmann sind selbstverständlich entsprechend ausgerüstet und die Fahrer speziell geschult. Um darüber hinaus dem Umwelt-Gedanken gerecht zu werden und die nötigen LKW-Fahrten besser auszulasten, werden meist nur große, tonnenschwere Ladungen bewegt. Mithilfe einer Überflurwaage bis 50 Tonnen

(Marke Pfister), die in regelmäßigen Abständen mit einem amtlichen Eichsiegel ausgezeichnet werden muss, werden diese exakt gewogen. Für private Kunden, die natürlich direkt in den Hoffmann’schen Betrieb kommen können, lohnt sich der Verkauf von Metallen ab etwa einem Kilo. Bei größeren Mengen ist auch hier eine Abholung durch einen Mitarbeiter von Hoffmann möglich. Eine weitere Dienstleistung der beiden Unternehmen Hoffmann ist das Recycling von Abbruch- und Demontage-Material auf Großbaustellen. Vor kurzem geschehen in Koblenz beim Abbau der Rhein-MoselHalle.

Ohne eine gezielte Rohstoff-Rückführung und Rohstoff-Wiederverwertung zu vernünftigen und fairen Preisen ist ein reibungsloser Wirtschaftskreislauf beziehungsweise Kreislaufwirtschaft nicht mehr möglich. Unternehmen, wie »Hoffmann Schrott- und Metallhandel« unterstützen und stärken diesen Kreislauf, schonen dabei Ressourcen und Umwelt. Karin Bitsch

Hoffmann Schrott- und Metallhandel Wertachstraße 25, 87616 Marktoberdorf Telefon (08342) 9189– 49, Telefax (08342) 9189– 16 Mobil (0172) 740|9750 info@hoffmann-mod.de, www.hoffmann-mod.de

Firmeninhaber Harald Hoffmann (li.) mit seinem Team.

Jahnstraße 20, 67368 Westheim Telefon (06347) 608311, Telefax (06344) 943661 Mobil (0174) 2444806

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Das Bindeglied in der Lieferkette

Ein durchschnittliches deutsches Automobil besteht aus annähernd 28 000 gleichen und ungleichen Bauteilen. Die unterschiedlichen Komponenten werden von nahezu 4 500 Lieferanten hergestellt. Um solche Fahrzeugteile zu produzieren, beziehen diese Hersteller wiederum spezielle Teile von anderen Lieferanten. Werden jetzt sämtliche Teile in allen Komponenten und Teilkomponenten addiert, so besteht das Automobil aus insgesamt mehreren zehntausend Bauteilen.

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amit ein neues Auto das Werk verlassen kann, müssen die vielen Ebenen der Lieferkette reibungslos mit einander verbunden sein. Mit einer effektiven Kombination aus durchdachten Prozessen, fungiert die Unternehmensgruppe Franz Lebert & Co. als starkes Bindeglied entlang einer solchen, beschriebenen, gesamten Lieferkette.

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Vom Hersteller bis zum Endverbraucher Wie die ganzen Produktionsstätten, so sind auch die Zulieferer für Einzelteile und Komponenten inzwischen weltweit verstreut. Ob nun Automobil-, Solar- oder Medizintechnik, die internationalen Aktivitäten aller Beteiligten müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Um diese unzähligen Produktionsprozesse besser zu vernetzen, hat die

Unternehmensgruppe Lebert mit der Firma Navis in Hamburg ein Joint Venture gegründet. »Mit Lebert Navis sind wir multimodal gut aufgestellt. Dadurch koordinieren wir noch besser das gesamte Zusammenspiel entlang der globalen Lieferkette«, so André Biwer, Geschäftsführer von Franz Lebert & Co. Über alle Kontinente und Verkehrsträger hinweg bietet Lebert ein ganzheitliches

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»Mit Lebert Navis sind wir multimodal gut aufgestellt. Dadurch koordinieren wir noch besser das gesamte Zusammenspiel entlang der globalen Lieferkette.«

Transportkonzept für seine Kunden an. Egal welches Produkt, Volumen oder Gewicht, zusammen mit starken Partnern und bewährten Kooperationen überwinden die Kunden weite Distanzen. »Im Bereich der globalen Lieferkette arbeiten wir mit verschiedenen mittelständischen und großen Unternehmen zusammen. Dieses perfekte Zusammenspiel kommt vor allem unserem Kunden zugute«, versichert André Biwer. Gerade im Bereich der Solar- und Medizintechnik ist der Logistiker weltweit unterwegs. Oft werden die Waren mit dem Schiff aus Fernost nach Hamburg gebracht. Im Hafen angekommen werden die unterschiedlichen Bauteile entweder direkt zum Kunden oder in eines der Lager des Logistikers transportiert. Dort werden die Komponenten

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zwischengelagert, bis der Kunde sie für die eigene Produktion benötigt oder für die Weiterverarbeitung verschicken lässt. Unabhängig von der Art des Bauteils setzt der Logistiker Lebert dabei auf die Kombination von Straße und Schiene. Logistik ist auch Vertrauenssache Weil die fertigen Komponenten nur selten von den Kunden geprüft werden können, übernimmt das Logistikunternehmen mit der Qualitätskontrolle gleich eine weitere wichtige Aufgabe. »Wir übernehmen oftmals die Qualitätskontrolle für unsere Kunden und ersparen ihnen dadurch Zeit und Aufwand«, erklärt André Biwer. Solche Kontrollen sind weit mehr als reine Sichtprüfungen. In vielen Fällen testet der Logistiker


gleich auch die Funktionen. Im Auftrag der Kunden werden zudem die Kartons bedruckt, mit Labeln versehen, verpackt und in die europaweite Verteilung aufgegeben. »Selbstverständlich bieten andere Logistikunternehmen dieselben Leistungen an, sodass eine Vergleichbarkeit nur schwer möglich ist. Wo wir uns von anderen Anbietern einfach abheben ist, dass wir letztendlich immer verfügbar, immer ansprechbar und immer erreichbar sind. Sowohl große als auch kleine Kunden werden von uns gleichermaßen unterstützt«, so Biwer. Genau darauf baut der Logistiker, um sich von den großen, weltweit tätigen Konzernen zu differenzieren. »Wir sind näher am Kunden und können dadurch besser den Anforderungen gerecht werden«, fügt der Marketingleiter An-

BILDER: LEBERT

»Sowohl große als auch kleine Kunden werden von uns gleichermaßen unterstützt.«

dreas Witzigmann hinzu. Obwohl sich die logistischen Prozesse weitgehend standardisieren lassen, besitzt jede Lieferkette seine ganz individuellen Eigenheiten. Dass solche Standards vom Logistikunternehmen Lebert beherrscht werden, zeigt der Dienstleister dabei jeden Tag immer wieder aufs Neue. Gisela Brämer

Franz Lebert & Co Internationale Spedition GmbH & Co. KG Dieselstraße 18 87437 Kempten Telefon (0831) 702-0 Telefax (0831) 702-295 info@lebert.com www.lebert.com 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 39


Vom Keller bis zum Dach Perfekt auf Dämmung gebaut Moderner Hausbau und energieeinsparende Wärmedämmung gehören heutzutage untrennbar zusammen – genau wie die Josef Mang Bauunternehmung GmbH und die JOMA Dämmstoffwerk GmbH. Ein Familienunternehmen mit fast 100-jähriger Tradition im Baugewerbe und innovativen, umweltgerechten, vor allem aber selbst entwickelten und patentierten Dämmsystemen. Eine Kombination, wie sie für Bauherren und Kunden vorteilhafter kaum sein könnte.

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lles begann im Jahre 1912 mit einem kleinen Baugeschäft in Rummeltshausen, gegründet durch Franz Josef Mang. Noch im selben Jahr errichtete er eine Produktionsstätte für Silosteine. Beharrlichkeit, Kontinuität und Tradition auf der einen Seite, Innovativität, Investitionsbereitschaft und bedarfsgerechte Produktentwicklungen auf der anderen ließen bis heute ein erfolgreiches, namhaftes Unternehmen mit

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rund 130 Mitarbeitern entstehen. Selbst die Zerstörungen und Entbehrungen zweier Weltkriege konnten die Familie Mang nicht von ihrem einmal eingeschlagenen Erfolgskurs abbringen. 1954 übernahm Sohn Josef Mang das Bauunternehmen. Zwei Jahre später verlagerte er die Silosteinproduktion nach Holzgünz und errichtete eine Fertigungshalle für Leichtbauplatten. In den folgenden Jahren wuchs das Unternehmen stetig, weitere Produktions- und Lagerhallen wurden gebaut. 1962 erfolgte schließlich die Umfirmierung in »JOMA Dämmstoffwerk«. Die Herstellung von Styropor ab dem Jahr 1968 kann als wichtigster Meilenstein der Firmengeschichte betrachtet werden und stellte die Weichen für die Zukunft. Denn damit eröffneten sich neue Möglichkeiten für Fertigelemente, zum Beispiel als Kellerdecken- und Fußbodendämmung. Die größten Innovationen entwickelte JOMA in der Fassadendämmung und Kelleraußenwanddämmung. Die Marke JOMA galt bald als Vorreiter in diesen Bereichen


Die geschäftsführenden Gesellschafter Josef (li.) und Roland Mang.

Um dem Leitsatz »bedarfs- und umweltgerechte Produkte herzustellen« treu zu bleiben und dem Gedanken der Ressourcenschonung gerecht zu werden, werden Styroporabfälle, Eigen- und Fremdstyropor recycelt.

und etablierte sich sehr schnell auf dem Markt. Eine Reihe von Produkten, die im Laufe der Jahre im Hause JOMA entwickelt wurden, sind patentiert und einzigartig in Deutschland. Dabei sind die Mitarbeiter beider Unternehmen stets in den Schaffensund Entwicklungsprozess neuer Produkte mit eingebunden, können (und sollen) eigene Ideen einbringen und umsetzen. Seit 1991 wird in Holzgünz auch Alt-Styropor recycelt, womit sich JOMA wiederum als Pionier bewies. In diesem Jahr wurde zudem die Tochterfirma der JOMA Dämmstoffwerke in Cretzschwitz bei Gera gegründet. Heute werden die Josef Mang Bauunternehmung und JOMA Dämmstoffwerke GmbH in der dritten Generation von Roland und Josef Mang geführt. Dessen Sohn Matthias Mang ist ebenfalls bereits in der Firma als Produktmanager tätig. Die Herstellung Die Herstellung von Styropor (EPS) ist relativ einfach, umweltfreundlich und geschieht

in drei Stufen. Der Rohstoff wird mithilfe von Sattdampf vorgeschäumt. Dadurch blähen sich die winzigen Kügelchen um etwa das zwanzig- bis fünfzigfache ihres ursprünglichen Volumens auf, wobei im Inneren eine geschlossene Zellstruktur entsteht. Anschließend müssen die so behandelten Perlen gelagert werden, damit noch vorhandener Wasserdampf kondensieren kann. Erst nach ausreichender Lagerung können die Styroporperlen zu Blöcken weiterverarbeitet, und dann nach Lagerung in Platten oder verschiedene Formen geschnitten werden. Dazu sind entsprechende Spezialmaschinen nötig. JOMA produziert Dämmplatten in unterschiedlicher Stärke und verschiedenen Qualitäten – je nach Wunsch und Bedarf der (Groß-) Kunden und Systemanbieter. Und jeder Kunde erhält seine Lieferung termingerecht in eigens beschrifteten Folien verpackt. Um dem Leitsatz »bedarfs- und umweltgerechte Produkte herzustellen« treu zu bleiben und dem Gedanken der Ressourcen-

schonung gerecht zu werden, werden Styroporabfälle, Eigen- und Fremdstyropor recycelt. Rund 100 000 Kubikmeter Styroporabfälle werden dabei jährlich angenommen und wiederverwertet. Die Selbstverpflichtung zu regelmäßigen Kontrollen sichert eine stets gleichbleibende, hohe Qualität. Komplette Lösungen Die Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmen und Dämmstoffwerk birgt speziell für Kunden und Bauherren einen unschätzbaren Vorteil: JOMA – Produkte werden stets praxisorientiert entwickelt und hergestellt. Die langjährige Erfahrung mit dem Dämmstoff Styropor ist darüber hinaus auch heute noch die Basis für ein erfolgreiches Produktmanagement und bietet den Kunden, wie etwa Systemherstellern, komplette Lösungen vom Keller bis zum Dach. Das Portfolio reicht dabei von der Deckenund Bodendämmung über Fassadendämmung und Akustikplatten bis zu Spezial5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 41


EPS gibt es schon lange nicht mehr nur in Weiß und nur in einer Größe – JOMA bietet die Farben Gelb, Weiß und Grau in verschiedenen Größen und Qualitäten an.

JOMA – Spezialist im Bereich Wärmedämmung und Energieeffizienz

Ein Auszug aus den Neuprodukten des Jahres 2011 (v. li. n. re.): Kellerdecke Premium mit fugenfreier Verlegung und wasserunempfindlicher bzw. abwaschbarer Oberfläche sowie die optisch sehr hochwertige Kellerdecke Deco mit Schalldämmung und Eignung für Trockenräume.

zuschnitten. Über die Standardlösungen hinaus werden eine Reihe von Individuallösungen und Sonderprodukten geboten. Einige, wenige Beispiele für die Produktinnovationen seien hier erwähnt: der JOMA ermoboden, der JOMA Jalousiekasten, das Obergeschoss- beziehungsweise Speicherboden- und Kellerdecken-Dämmelement. Für die beiden ersteren besitzt JOMA die Patente. Von der erstklassigen Wärmedämmung abgesehen, zeichnen sich die JOMA Dämmsysteme durch viele weitere Vorteile aus, wie etwa verschiedene Oberflächen (für jeden Dachboden die richtige!), die wärmebrückenfreie Montage durch Nut und Feder, die bewährte Unterlüftung als Dampfdruckausgleich (verhindert eine Durchfeuchtung des Bauteils), das Wärmebrücken-Sicherheitssystem (WSS) und eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit. Die verschiedenen Perimeter-Dämmungen finden beispielsweise Anwendung

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Die exklusive geschosshohe Perimeterdämmung erleichtert das Handling und beschleunigt die Verarbeitung auf der Baustelle.

als Dränagen und eignen sich sogar zur Dämmung runder Behälter. »Wir sind der einzige Hersteller in Deutschland, der Runddämmungen anbietet,« erklärt Matthias Mang, »diese werden zum Beispiel für Biogasanlagen gebraucht.« Auch sind die Perimeter-Dämmungen in variablen Wunschhöhen, maximal bis zu drei Metern und bis zu 300 Millimetern Dicke zu bekommen. Die Dämmelemente und Dämmsysteme von JOMA werden sowohl in der Großindustrie als auch im privaten Hausbau eingesetzt. Bauunternehmen »Made in Germany« Der Begriff »Made in Germany« wird im Bauunternehmen Josef Mang gleichgesetzt mit Kompetenz, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und hoher Ausführungsqualität – was sich selbstredend aus der langen Tradition heraus erklärt. Aus dem soliden, traditionellen Bau-Handwerksbetrieb wurde eine innovative, quali-


Josef Mang – Bauunternehmen »Made in Germany«

Maßgenaues Arbeiten und hohe Qualität am Bau sind Voraussetzung für die Josef Mang Bauunternehmung.

Enger Kontakt und Absprache in der Planung ermöglicht dem Kunden während dem Bau eine stressfreie Bauzeit. Jeder Kundenwunsch wird realisiert.

tätsbewusste Bauunternehmung, die kundenspezifische Anforderungen nach dem neuesten Stand der Technik erfüllt. Dank der Partnerschaft mit JOMA erweist sich das Bauunternehmen Mang als Spezialist im Bereich Wärmedämmung und Energieeffizienz. Übrigens wurde das erste Passivhaus in der Region von einem Mitarbeiter des Betriebs errichtet. So wird die Firmenphilosophie in Realität umgesetzt! Die festangestellten Energieberater empfehlen – vorausschauend wie es für Familie Mang und ihr fachkundiges Team typisch ist – in punkto Wärmedämmung und Energieeffizienz stets ein wenig mehr zu leisten als derzeit nötig. Denn die nächsten, strengeren Energie-Einsparverordnungen kommen mit Sicherheit. Vorbeugen ist also besser als späteres, nochmaliges Nachrüsten. Speziell bei Renovierungen und Sanierungen lohnen sich für den Bauherrn ein ausführliches Informations- und Bera-

Das erste Passivhaus der Region, eines Mitarbeiters der Firma JOMA, entstand bereits im Jahr 2002.

tungsgespräch und eine exakte Planung, um notwendige Investitionen sinnvoll einzusetzen. Somit hat die Renovierung »Hand und Fuß« und die Energieeinsparungen schlagen schon nach kurzer Zeit in barer Münze zu Buche. Bei Neubauten können die Kunden wählen zwischen Schlüsselfertigbau oder Teilschlüsselfertigbau (für Selbstausbauer) – gleichgültig ob Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, Niedrigenergie- oder Passivhaus. Auf Wunsch wird selbstverständlich die komplette Bauleitung und Betreuung übernommen, von der ersten Planung bis zur Schlüsselübergabe – und somit »klappt’s« perfekt mit dem lange ersehnten Traumhaus. Ob Josef Mang Bauunternehmung oder JOMA Dämmstoffwerk – eine Leitlinie gilt für beide Betriebe: Die treue, zuverlässige Partnerschaft, die sie verbindet, soll auch zufriedene, langfristige KundenbeziehunKarin Bitsch gen prägen!

Josef Mang Bauunternehmung Niederrieder Straße 8 87752 Holzgünz Telefon (08393) 78– 0 Telefax (08393) 78– 55 info@bauunternehmung-mang.de www.bauunternehmung-mang.de

JOMA Dämmstoffwerk GmbH Jomaplatz 87752 Holzgünz Telefon (08393) 78– 0 Telefax (08393) 78– 15 info@joma.de www.joma.de Hauptstraße 31 07554 Gera-Cretzschwitz Telefon (036695) 81– 0 Telefax (036695) 203– 41

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Ein Name wird

Philosophie

Wer hinter dem Begriff »Ideen-Fabrik« kreative und fähige Menschen vermutet, die ständig neue Ideen und Konzepte entwickeln, der liegt völlig richtig. Stilvolle Architektur vereint mit handwerklicher Perfektion lässt dabei immer wieder Häuser, Gebäude und Objekte entstehen, die in Staunen und Bewunderung versetzen – »Raumdesign« im weitesten und umfassendsten Sinne, von der Planung bis zur Ausführung.

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chon die gegensätzlichen, dabei sich ergänzenden Berufe der beiden Geschäftsführer Dietmar Kolb und Andreas Witzig lassen die Vielfalt der beiden erfolgreichen Unternehmer erahnen. Der eine ist gelernter Dachdecker und Kfz-Mechaniker, der andere Elektriker, Automatenaufsteller und Gastronom. Und hier, in der Gastronomie, liegen auch die Anfänge der Ideen-Fabrik. Andreas Witzig pachtete marode Gaststätten, Bars oder Spielcasinos an, renovierte sie, baute sie nach seinen Vorstellungen und Ideen um und betrieb sie oft eine zeitlang selbst. Tagsüber wurde gehämmert, geschraubt, Leitungen verlegt und ähnliches, abends Getränke ausgeschenkt und Gäste bewirtet. Geschlafen hat Andreas Witzig kaum in dieser Zeit. Ein wenig leichter wurde es, als er Dietmar Kolb kennen lernte. Da konnte die Arbeit aufgeteilt werden. Die ausgefallenen, pfiffigen und sehr in-

S

Verändern, verbessern und neue, bisher nicht gewagte Wege gehen … dividuellen Gastronomie-Konzepte der beiden Allrounder wurden schnell zum Gesprächsstoff in der Branche und alsbald folgten die ersten Fremdaufträge. Das jedoch stellte Dietmar Kolb und Andreas Witzig vor neue Probleme: Sie brauchten eine Werkstatt mit Büro und weitere Handwer-

ker aus den verschiedensten Branchen, MitarbeiterInnen, die ihre Ideen und Konzepte verstanden und mittrugen, ja, erweiterten. Doch auch diese Probleme waren bald gelöst und so nahm eine einzigartige Erfolgsgeschichte ihren rasanten Lauf. 1996 war die Geburtsstunde der Ideen-Fabrik mit der ersten Werkstatt in Ungerhausen – als »Büro« diente ein Podest in der Mitte der Halle. Umbauten beziehungsweise Renovierungen von Spielstätten und Gastronomiebetrieben waren bis dato noch das Hauptgeschäft der Ideen-Fabrik, doch wurde das Spektrum immer mehr ausgedehnt auf die Gestaltung von Büro- und Konferenzräumen, Arztpraxen, Ladeneinrichtungen und privaten Objekten und Häusern. Auftritte auf internationalen Messen trugen zum weiteren Bekanntheitsgrad der Ideen-Fabrik bei. 2002 erfolgte der Umzug in die heutige Wirkungsstätte in Westerheim. Die Werkstatt mit modernstem Maschinenpark und eine großzügige Büroetage für Design und Planung beflügelten das Team zu weiteren Höchstleistungen und ließen die Ideen-Fabrik zu einem der Marktführer im Casinound Spielstättenbau werden. Doch damit nicht genug. Die Ideen-Fabrik würde ihrem Namen nicht gerecht werden, würde sie sich nicht selbst stetig weiter entwickeln, vergrößern, verändern, verbessern und neue, bisher nicht gewagte Wege gehen. Rund 75 festangestellte Mitarbeiter/-innen und eine ganze Reihe von Freiberuflern sind heute ausschließlich für die Ideen-Fabrik tätig. Architekten, Trockenbauer, Schreinermeister, Maler, Lackierer, Elektriker, Grafik-Desig-

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ner, Lageristen, Bodenleger. Werbespezialisten ... Fachkräfte jeglicher Couleur aus allen Branchen arbeiten für die Kunden nicht nur »unter einem Dach«. Sie alle (und noch weit mehr) sorgen dafür, dass der Anspruch »alles aus einer Hand« hier hundertprozentig erfüllt wird: vom ersten Beratungsgespräch

»Wo andere Fehler gemacht, sich verkalkuliert haben und einfach nicht mehr weiterkommen, springen wir gerne ein und führen das Objekt erfolgreich zu Ende!« über die Planung bis zur kompetenten Ausführung wurde der Name längst zur Firmenphilosophie. Kaum besser möglich »Wo andere Fehler gemacht, sich verkalkuliert haben und einfach nicht mehr weiterkommen, springen wir gerne ein und führen das Objekt erfolgreich zu Ende!« erklärt Andreas Witzig – Erfahrungen aus fünfzehn Jahren Ideen-Fabrik veranlassen ihn zu dieser Aussage. »Wir haben schon die verrücktesten Dinge erlebt,« ergänzt Dietmar Kolb, »was bei der Planung und Ausführung von Neubauten, aber auch Renovierungen alles vergessen beziehungsweise falsch geplant wird, ist schlichtweg unglaublich!« Lieber ist es dem »Ideen-Team« natürlich, wenn Bauherren, ob privat oder gewerblich, ihm gleich zu Anfang den Auftrag erteilen. Selbst aus der Praxis kommend, weiß jeder einzel-

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ne Mitarbeiter genau, worauf es bei der Planung ankommt, und so gehen eorie und Praxis sinnvoll Hand in Hand. »Unser großer Vorteil liegt auch darin, dass wir fast ausschließlich mit eigenen, bei uns angestellten Fachkräften arbeiten. Diese müssen allerdings einen Kompetenznachweis erbringen und zu ständiger Weiterbildung bereit sein.« erläutert Firmenchef Andreas Witzig. Individuelle Betreuung In einem ersten, ausführlichen Gespräch werden sämtliche Wünsche und Vorstellungen, aber auch Bedürfnisse und Notwendigkeiten (zum Beispiel bei Geschäftsum- und -neubauten) aufgenommen. Somit können Fehler gleich von Anfang an ausgeschlossen werden. Auch werden (eventuelle) Genehmigungen und Behördengänge schon im Vorfeld eingeholt und erledigt. Bereits die ersten Planungen und Zeichnungen, die mithilfe modernster CAD-Programme in 3-DQualität erstellt werden, entsprechen somit den Wünschen der Kunden. Geplant wird bis ins kleinste Detail, keine noch so winzige Schraube, kein Lichtschalter wird vergessen. Selbst die Inneneinrichtung wird vom Bodenbelag über die passenden Möbel bis zur Deckenlampe geschmackvoll und stilsicher aufeinander abgestimmt. Tauchen bei der Ausführung dann tatsächlich einmal unvorhergesehene Probleme auf, werden diese direkt vor Ort gelöst. Eine ständige Kommunikation und regelmäßige Besprechung über den Stand der Arbeiten beugen darüber hinaus Fehlplanungen und Missverständnissen vor.


Bilder: ideen-FaBrik

Das Ergebnis? Kann sich mehr als sehen lassen …

Mit der Fertigstellung und Schlüsselübergabe ist für das kreative Team aber noch längst nicht Schluss. Bei gewerblichen Objekten werden zum Beispiel die Außenwerbung und das Werbekonzept als solches ebenfalls entworfen und erfolgreich in die Tat umgesetzt – dafür sorgt die erweiterte Grafik- und Designabteilung unter Peter Ludat. »Mit unserem lückenlosen RundumKonzept heben wir uns tatsächlich vom Markt ab,« bestätigt er, »ich persönlich kenne niemanden, der solch einen umfassenden Service, ein Raumkonzept von A bis Z, bietet wie wir.« »Gut gebettet« – die schönste Referenz Erst kürzlich wurde der Umbau des Bettenfachgeschäfts »Schlummerland« in Memmingen durch die Ideen-Fabrik fertiggestellt. Rund 800 Quadratmeter Ladenfläche

mussten innerhalb einer Woche komplett renoviert, umgebaut, umgestaltet und mit neuer Außenwerbung versehen werden. Wurde diese Vorgabe erfüllt? »Mehr als das«, begeistert sich Martin Wartig, Inhaber des »Schlummerland«, »der Umbau war nicht nur termingerecht fertig, sondern hat meine Erwartungen noch übertroffen. Ideen von allen Seiten wurden eingebracht und schon der erste Entwurf hat mich überzeugt. Da galt es nur noch, einige Details zu klären. Beinahe rund um die Uhr wurde gearbeitet. Sechs, sieben Mitarbeiter waren stets vor Ort und hatten sichtlich Spaß an der Arbeit. Man hat gemerkt, dass hier ein eingespieltes und kompetentes Team zu Werke ging.« Das Ergebnis? Kann sich mehr als sehen lassen und erhält durchweg positive Resonanz, sowohl von Kunden des »Schlummerland« als auch Branchenkollegen. Die nächsten

Gestaltungsideen rund um seinen Bettenmarkt, die Martin Wartig selbst schon wieder »im Kopf hat«, darf wohl erneut das Team der Ideen-Fabrik in die Tat umsetzen. »Wie man sich bettet, so liegt man!« Kann es eine angenehmere Referenz geben? Karin Bitsch

Ideen-Fabrik GmbH Lehenbergstraße 7– 9 87784 Westerheim Telefon (08336) 81392-0 Telefax (08336) 81392-92 info@ideen-fabrik.com www.ideen-fabrik.com

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BLECH FÜR BLECH ZUM ERFOLG Bedeutende Ereignisse prägen das laufende Geschäftsjahr des Blechbearbeitungsbetriebes Blech-TECH GmbH & Co. KG in Augsburg: Die Fusion mit der Kemptener »Eirenschmalz Blechtechnik« und Konzentration an einen gemeinsamen, starken Standort, die Inbetriebnahme einer neuen, zukunftsweisenden Pulverbeschichtungsanlage und ein Jubiläum, nämlich die zehnjährige Zugehörigkeit zur Eirenschmalz Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Schwabsoien.

or zehn Jahren allerdings sah die Zukunft für das Unternehmen BlechTECH alles andere als rosig aus: Die Insolvenz drohte. Was dieses »Damoklesschwert« schließlich entschärfte, war zum einen das einzigartige Engagement des Augsburger Betriebsleiters Georg Maier und seinem damals 25-köpfigen Team. Zum anderen entpuppte sich die Übernahme durch die »Eirenschmalz Maschinenbaumechanik & Metallbau GmbH« als echter Glücksfall. Heute gilt Blech-TECH, gemeinsam mit der Mutter Eirenschmalz, als Laser-

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Spezialist für Aluminium-, Edelstahl-, Stahlbleche und Formstahl sowie als Spezialist für Präzisionstechnik und, vor allem, Pulverbeschichtung. Der Mitarbeiterstab ist mittlerweile auf rund 80 angewachsen. In der gesamten Eirenschmalz-Unternehmensgruppe sind derzeit rund 190 MitarbeiterInnen beschäftigt. Heute gehört Eirenschmalz mit der Tochterfirma Blech-TECH zu den führenden Unternehmen im Bereich der Blechfertigung und der Blechbe- und –verarbeitung im gesamten süddeutschen Raum. Technologie und Leistungen Modernste Technologien und Bearbeitungsverfahren, optimal ausgestattete Maschinenparks und eine perfekt funktionierende Logistik zeichnet die Firmengruppe aus. Bei der Auftragsbearbeitung werden von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt sämtliche Kernkompetenzbereiche des Unternehmens durchlaufen. In Absprache mit den Kunden und unter Berücksichtigung deren Wünsche und Bedürfnisse werden zu-


Herausragendes Merkmal bei BlechTECH in Augsburg ist dabei die kombinierte Laserschneid- und Stanzanlage, die zwei aufwendige Arbeitsgänge auf einmal erledigt.

Anton Eirenschmalz, Firmenchef (li.) und Georg Maier, Betriebsleiter von Blech-TECH in Augsburg.

Karin Bitsch

BILDER: EIRENSCHMALZ

nächst fotorealistische 3-D-Modelle per Computer erstellt. Sind die Kunden hundertprozentig zufrieden, erfolgt die Herstellung und weitere Bearbeitung des jeweils gewünschten Produktes: Laserschneiden und -stanzen, Abkanten, Schweißen, Zerspanen, ja, sogar bis zum Gravieren und der Pulverbeschichtung. Beide Standorte, Augsburg und Schwabsoien, verfügen dabei über das entsprechende Handling und die Kapazitäten zur präzisen Montage von einzelnen Teilen, Baugruppen oder Systemkomponenten wie Schaltschränke, Gehäuse oder Maschinenverkleidungen.

Pulverbeschichtung Was bis vor kurzem in der »Eirenschmalz Blechtechnik« in Kempten ausgeführt wurde, obliegt nun ausschließlich der BlechTECH in Augsburg: die Pulverbeschichtung. Die hypermoderne Pulverbeschichtungsanlage, die im Oktober bei BlechTECH offiziell in Betrieb genommen wurde, sorgt dabei dafür, die Vorreiterrolle der Eirenschmalz-Gruppe weiter auszubauen: Zunächst ist die gründliche Materialvorbereitung die wichtigste Voraussetzung, um der Beschichtung den optimalen und notwendigen Halt zu bieten. Daher erfolgt die Vorreinigung in einer Drei-Zonen-Waschanlage mit Eisendickschichtphosphatierung und VE-Spülung. Anschließend werden die Lackpulverpartikel in einer Sprühpistole elektrostatisch aufgeladen. Zwischen dem Werkstück und der Sprühpistole wird ein elektrisches Feld erzeugt, so dass die Pulverpartikel am zu beschichtenden Werkstück haften bleiben. Im Einbrennofen schließlich

verschmelzen die Pulverteilchen bei etwa 200 Grad Celsius zur homogenen Lackschicht. Das Pulverbeschichten ist gegenüber dem Nasslackieren ein sehr umweltfreundliches Verfahren und eignet sich für Stahlbleche, Stahlkonstruktionen und Aluminiumteile. Pulverbeschichtete Teile sind korrosionsgeschützt, witterungsfest, biegestabil, abrieb- und schlagfest und chemikaliengeschützt. Eine Nachhärtezeit ist nicht notwendig. Doppel- und Umbeschichtungen in zahlreichen Effektfarben, ob glatt oder strukturiert, sind jederzeit möglich. Alles Vorteile einer Oberflächenveredelung, die die Qualität der beschichteten Produkte enorm erhöht, dabei deren Lebensdauer verlängert und somit der heute geforderten Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung Rechnung trägt. Stetiges Wachstum prägte also die vergangenen zehn Jahre der Blech-TECH GmbH & Co. KG in Augsburg. Die Fusionierung der beiden Eirenschmalz-Tochterfirmen ermöglicht nun eine noch schnellere Bearbeitung durch kürzere Wege und effizienteres Arbeiten. Somit wird die Marktposition stärker gefestigt und ausgebaut, die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben.

Firmengeschichte der Eirenschmalz Unternehmensgruppe in Kürze

Blech-TECH GmbH & Co. KG

1990

Firmengründung in Schwabsoien durch Anton Eirenschmalz, zunächst als Schlosserei

1993

Die erste Laserschneidmaschine wird angeschafft

Schafweidstraße 35 86179 Augsburg Telefon (0821) 9067930 Telefax (0821) 9067933 blechtech@blechtech.de www.blechtech.de

1994 – 1996 Ständige Erweiterung 1997

Auszeichnung für »Vorbildliche Existenzgründer im Handwerk« durch Dr. Otto Wiesheu

2001

Übernahme der heutigen Blech-TECH GmbH & Co. KG in Augsburg-Inningen

2002

Übernahme der Eirenschmalz Blechtechnik in Kempten

2006

Neue Fertigungshalle mit Hochregallager in Schwabsoien

2007

Vergrößerung und Umzug der Blech-TECH GmbH & Co. KG nach Haunstetten

2011

Fusion von Blech-TECH GmbH & Co. KG und Eirenschmalz Blechtechnik GmbH & Co. KG

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik & Metallbau GmbH Altenstadter Straße 4 86987 Schwabsoien Telefon (08868) 1800-0 Telefax (08868) 1800-933 vertrieb@eirenschmalz.de www.eirenschmalz.de

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Beflockung Profis und Bilder: Jais (2), Hella Print (3)

Profile Der Farbenpalette ist keine Grenze gesetzt: Caroline Belz beflockt für einen Kunden aus Pfronten, der Deko-Artikel in alle Welt verkauft, einen Hirschkopf.

Ob bei Einfassungen für Autodächer, bei Handschuhkästen, Gummiprofilen, bei Bügeleisen-Oberteilen als Hitzeschutz, bei Kleiderbügeln, Kofferschalen, Kameragehäusen, Glasflaschen für Parfums oder bei Gleitschienen für Rollos: Solche und viele andere Produkte werden von der Firma Hella Priem veredelt, die in Altenstadt bei Schongau ansässig ist. Der kleine Betrieb mit zehn Mitarbeitern hat sich in Industrie- und Designerkreisen etabliert – vor allem, seit er im Jahr 2007 den »Design+Technology Award« für die innovative Oberfläche zugesprochen bekam.

nach Faserstärke und Faserlänge kann der Velours weich (beispielsweise als Flocksamt in Etuis) oder hart erscheinen (zum Beispiel bei Reinigungstüchern). Grundsätzlich kann alles beflockt werden: Textil, Holz, Glas, Metall, Kunststoff oder Gummi. Dem Farbspektrum sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Dreidimensional Das Unternehmen ist seit Beginn spezialisiert auf die technische Beflockung industrieller zwei- oder dreidimensionaler Teile und Profile. Konkret bedeutet dies, kurzstapelige Textilfasern an einem Untergrund aufzubringen, der vorher mit Klebstoff versehen wird. Dieser ist bei Hella Priem immer lösemittelfrei, wie im Unternehmens-Profil erwähnt wird. Grundlage der Beflockung ist die Erzeugung eines elektrischen Spannungsfeldes, in dem die Feldlinien immer senkrecht auf die Oberfläche des Gegenpols auftreffen. Je

Flock vielseitig verwendbar Die Einsatzpalette reicht vom Spielzeug bis zum Automobil. Zahlreiche Hersteller wissen die Vorzüge zu schätzen. Flock gleitet, poliert, gleicht Toleranzen aus, vermeidet Kondenswasser und Vibrationsgeräusche, dämmt, dämpft, dichtet, dekoriert und reinigt. »Wir möchten uns sehr breit aufstellen und alle Bereiche bedienen, die mit dreidimensionaler Beflockung zu tun haben«, gibt Geschäftsführer Matthias Hauf zu verstehen. Damit meint er Kunden aus dem Bereich des Maschinenbaus, der Automobilzulieferer, der Verpackungsindustrie und

egründet wurde die Firma Hella Priem Beflockungs GmbH vor mehr als 30 Jahren in Schongau. Bald wurde der Standort nach Peiting verlagert. Seit zehn Jahren führt Matthias Hauf (43) mit seiner Frau Claudia den Betrieb. Weil die Zahl der Kunden und die Palette an Produkten zugenommen haben, sind die Fertigungsräume zu klein geworden. Seit Januar 2009 ist der Firmensitz in dem geräumigen Gebäude der ehemaligen Strumpffabrik Vatter in Altenstadt – direkt unterhalb der »Burg«, wo die deutsche Luftlande- und Lufttransportschule beheimatet ist.

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des Designs. Teile, die von der Firma Hella Priem veredelt werden, finden sich zum Beispiel in Autos der Hersteller Porsche, Rolls Royce und Mercedes. Zehn Frauen und Männer sind in der Fertigung tätig. Geführt wird der Betrieb von Matthias Hauf. Seine Frau Claudia kümmert sich um das Personal und um das Qualitätsmanagement. Sie sei »das Mädchen für alles«, wie sie mit einem Schmunzeln ihre Rolle beschreibt. Das Ehepaar hat drei Buben und eine Tochter im Alter von sieben bis 18 Jahren. Arbeit und Familie wissen die Haufs gut zu vereinbaren. Denn sie wohnen in der Nähe der geräumigen Produktionsstätte. Zu schätzen wissen die Unternehmer am neuen Standort auch die verkehrsgünstige Lage des Betriebes am Verkehrskreisel in Altenstadt. Von dort ist

es nur ein Kilometer bis zur Auffahrt in die B 17 (Augsburg – Füssen). Zur B 472 (Marktoberdorf – Bad Tölz) sind es nur drei Autominuten. Kleinserien Den Schwerpunkt legt die Firma nicht nur auf die Großserien-Fertigung, sondern auch auf Kleinserien. Zudem sind die Profis von Hella Priem anderen Unternehmen bei der Forschung und Entwicklung behilflich. Gerade den neuen Anwendungsfeldern der technischen Beflockung zeigt sich der Beflockungs-Betrieb, der nach der DIN ISO 9001 in der aktuell gültigen Version zertifiziert ist, aufgeschlossen. Auch das gehört zum Profil der Hella Priem Beflockungs GmbH! Johannes Jais

»Wir möchten uns sehr breit aufstellen und

alle Bereiche bedienen, die mit dreidimensionaler Beflockung zu tun haben.« Matthias Hauf

Weit gefächert ist die Palette bei der Fertigung. Die Bandbreite reicht von Velours für Automotiv-Interieur über den Designbereich bis zu Messeständen.

Hella Priem Beflockungs-GmbH

Ein Blick in die Vitrine, und schon sieht der Betrachter, welche Teile und Accessoires bei der Firma Hella Priem veredelt werden. Links Geschäftsführer Matthias Hauf, rechts seine Frau Claudia.

Niederhofener Straße 6– 8 86972 Altenstadt Telefon (08861) 66929 Telefax (08861) 66068 info@beflocker.de www.beflocker.de

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Frei und flexibel Wer zu Nonnenmacher & Schorpp kommt, muss nicht auf eine Marke festgelegt sein. Der Kfz-Meisterbetrieb in Bergatreute arbeitet frei, schnell und flexibel. Seit 25 Jahren. Hier sind Privatkunden ebenso gut aufgehoben wie Handwerker. Letzteren bietet die Nonnenmacher & Schorpp GmbH eine ungewöhnlich große Auswahl an Nutzfahrzeugen bis 7,5 Tonnen.

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ie Nutzfahrzeuge sind eine Spezialität der Firma. Ein solch breites Angebot verschiedener Marken gibt es nicht oft. Es richtet sich vor allem an Handwerker aus allen Sparten. Bei Nonnenmacher & Schorpp finden die Kunden alles vom Kipper über den Kasten- bis zum Kühlwagen – je nach Wunsch neu oder gebraucht. 14 bis 15 solcher Fahrzeuge stehen gut sichtbar auf einem Verkaufsplatz an der B 30 in Bad Waldsee-Enzisreute. So wurde kürzlich sogar ein Handwerker aus Ostrach mal eben im Vorbeifahren fündig.

Bilder von oben: Mit Hilfe eines Spezialgeräts werden Klimaanlagen gewartet. Reifenwechsel an der Hebebühne für Nutzfahrzeuge. Die Werkstatt ist lichtdurchflutet.

Umfassender Service Die Stammkundschaft weiß ohnehin schon lange, was sie an Nonnenmacher & Schorpp hat. Denn der Service des Kfz-Meisterbetriebes endet nicht mit dem Verkauf. Handwerker, die ihre Nutzfahrzeuge zur Reparatur nach Bergatreute bringen, bekommen auf Wunsch ein Ersatzfahrzeug gestellt, bis ihr eigenes wieder einsatzfähig ist. »So können unsere Kunden ohne Einschränkung weiterarbeiten«, sagt Geschäftsführer Erwin Nonnenmacher. Die Gebrauchtfahrzeuge bezieht er seit 23 Jahren von der gleichen Firma und gibt sie an seine Kunden weiter – Serviceheft inklusive. Das Bestmögliche herausholen Um die Privatkunden kümmert sich Nonnenmacher & Schorpp mit dem gleichen Engagement. Und mit den Vorteilen, die eine freie Werkstatt bietet: bestellen, was ge-

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wünscht wird, schnell reagieren können, reparieren, was sich zu reparieren lohnt, schauen, dass es für die Kunden möglichst kostengünstig wird. Egal, ob es sich um den Kauf eines Wagens oder eine Reparatur handelt: »Wir holen für unsere Kunden das Bestmögliche heraus«, sagt Gaby Nonnenmacher. Die Kunden sollen gerne in die Werkstatt kommen und sich aufgehoben fühlen. Sie tun es offensichtlich. Man kennt sich und hat persönliche Kontakte aufgebaut. Manchmal findet Gaby Nonnenmacher auf der Überweisung ein »Danke für die super Arbeit.« Die Kunden blieben, als Nonnenmacher & Schorpp im Jahr 2004 von Baienfurt nach Bergatreute in den Neubau im Gewerbegebiet Auäcker zog. Die lichte Halle mit Empfangs- und Bürobereich ist dreimal so groß wie es die Werkstatt war, in der Erwin Nonnenmacher und Karl-Heinz Schorpp vor 25 Jahren ihre GmbH in Baienfurt gegründet haben. In Bergatreute ist Platz, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Saubere Klimaanlagen Hier werden regelmäßige Werkstattchecks gemacht, Reparaturen ausgeführt, täglich Hauptuntersuchungen vorgenommen, Unfallautos fachgerecht wieder instand gesetzt und Klimaanlagen gewartet. Denn die streiken, wenn man nicht regelmäßig nach ihnen sieht. Oder sie strömen äußerst unangenehme Gerüche aus. Bei einer gängigen Inspektion aber gehört die Wartung der Klimaan-


lage meist nicht zum Leistungsumfang. Bei Nonnenmacher & Schorpp gibt es deshalb auf Wunsch regelmäßige Klima-Checks mit einer Spezialausstattung an Mess- und Testinstrumenten. Klimaanlagen sollten übrigens mindestens einmal im Monat laufen, damit sie feucht bleiben und sich das Flüssiggas nicht verflüchtigt, raten die Fachleute von Nonnenmacher & Schorpp.

Stets gibt es Neues. Jeder Tag ist anders. Was will man mehr.

Jutta Nichter-Reich

Bilder: Nichter-reich (5), NoNNeNmacher (1)

Immer up to date Natürlich werden auch in einer freien Werkstatt Original-Ersatzteile verbaut. Softwaretechnisch ist sie so ausgerüstet, »dass wir jedes Fahrzeug auslesen können«, sagt Gaby Nonnenmacher. »Wir geben viel Geld für Up-Dates aus, damit wir immer aktuell sind.« Das muss sein in einer Zeit, in der Autos voll elektronischer Bauteile stecken und aus dem Kfz-Mechaniker ein Kfz-Mechatroniker geworden ist. Ständige Schulungen sind selbstverständlich, damit man »immer am Ball bleibt«, sagt Erwin Nonnenmacher.

Die beiden Geschäftsführer arbeiten immer noch in der Werkstatt mit. Wenn man das nicht tue, sagt der gelernte Kfz-Mechaniker-Meister Nonnenmacher, »bist Du schnell draußen. Das will ich nicht.« Auch Karl-Heinz Schorpp greift gern zum Werkzeug. Er ist Kaufmann mit »Faible fürs Schrauben.« Ansonsten sind die Bereiche aufgeteilt. Nonnenmacher ist zuständig für den Fahrzeugeinkauf und technische Werkstatt-Abläufe, Schorpp für den Einkauf von Ersatzteilen und die Kundenannahme. Seit die beiden vor 25 Jahren ihre Firma gründeten, wuchs sie stetig. Außer den beiden Geschäftsführern und Gaby Nonnenmacher gehören zwei Gesellen und zwei Auszubildende zur Belegschaft. Die Frage, ob sie es wieder so machen würden, beantworten die Geschäftsführer mit einem entschiedenen »Ja«. Denn langweilig wird es bei Nonnenmacher & Schorpp nie. Stets gibt es Neues. Jeder Tag ist anders. Was will man mehr.

Nonnenmacher & Schorpp GmbH

Gruppenbild mit Dame: Gaby Nonnenmacher zwischen Erwin Nonnenmacher (li.) und Karl-Heinz Schorpp (re.) im Kreis der Kollegen.

Auäcker 8 88368 Bergatreute Telefon (07527) 954844 Telefax (07527) 954845 noscho@t-online.de www.nonnenmacher-schorpp.de

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Alles, was schön ist Ein wahres Kleinod ist Helmut Schmid Schmuck in Immenstadt – mit Strahlkraft weit übers Städtle hinaus. Ganz Besonderes findet man hier: Schmuckstücke für Persönlichkeiten.

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s gibt zwei Arten, Schmuck zu tragen. Zum einen kann man einen Ring, einen Armreif, eine Kette als Selbstverständlichkeit nehmen – morgens angelegt und schon vergessen. Andererseits kann man sich mit ihnen aber auch schmücken, seine Stimmung unterstreichen und sich den Tag über oder einen besonderen Anlass lang daran erfreuen. Mit jedem Schmuckstück gelingt das nicht – wohl aber mit den Kostbarkeiten, die man bei Helmut Schmid Schmuck in Immenstadt findet und die von Hand, mit viel Phantasie und Kreativität gefertigt werden. Die ausgefallensten Materialien – Eisen, Leder, Holz und Horn – werden so zu schmückenden Pretiosen. Kombiniert mit Gold, Silber oder auch Diamanten verwandeln sie sich in kleine Kostbarkeiten, die Aufmerksamkeit fordern und das Verlangen wecken, sie zu besitzen. Buntes Glas war und ist ein wichtiges ema – antikes Glas, das zuvor rund 2 000 Jahre in der Erde geschlummert hatte, ehe es im heutigen Iran, Irak oder Pakistan wiederentdeckt und ihm in der Goldschmiedewerkstatt Helmut Schmids neues, junges Leben eingehaucht wurde. Amuletten gibt man hier mit speziellen Steinen ein raffiniertes Innenleben, das ihren Trägern Glück bringen soll und genau abgestimmt ist auf deren Wünsche. Und das rostige Blech eines alten Spatens, den Helmut Schmid bei einem Spaziergang gefunden hat, wird mit Gold veredelt und geht mit seiner Strahlkraft eine spannende Liaison ein.

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Schmuck mit Geschichte So hat jedes Schmuckstück seine eigene Geschichte, erzählt und in Szene gesetzt von Helmut Schmid und seinen Mitarbeiterinnen, die, wie er selbst, sich höchsten Ansprüchen verpflichtet fühlen. Da ist es kein Zufall, dass Goldschmiedin Heidi Zwiessler ihre Ausbildung 2007 als Bundessiegerin abschloss. Zwei weitere ehemalige Azubis von Helmut Schmid wurden als Innungssieger ausgezeichnet. »Wir kümmern uns nicht um Trends«, erklärt er selbstbewusst. »Wir machen alles, was schön ist!« Mit dieser Einstellung hat er, als er 1993 sein Geschäft eröffnete, Neuland betreten. In Immenstadt und weit darüber hinaus war er ein Wegbereiter des Besonderen. »Mir war immer klar«, so Helmut Schmid, »dass mein Schmuck anders aussehen musste als maschinell produzierter.« Die Zahl seiner Fans wuchs schnell; aus München, aus Stuttgart, aus der Schweiz gar kommt ein großer Teil seiner Kunden. Nicht selten bringen sie eigenes Material mit, um es einschmelzen und – Kosten-reduzierend – etwas Neues erstehen zu lassen. Altgold-Recycling sieht Helmut Schmid als selbstverständlichen, umweltbewussten Umgang mit dem Rohmaterial. Trendiges im Schmuckraum Sehr viel trendbewusster ist das Angebot im Schmuckraum, dem zweiten Immenstädter Geschäft von Helmut Schmid, das vor wenigen Wochen eröffnet worden ist. Namhafte Uhrenmarken findet man hier, ausgefallenen Trachtenschmuck und eine breite Auswahl an Swarovski-Ringen und -Colliers, darüber hinaus fröhliche Accessoires und allerhand Schönes zum Wohnen. Auch wenn das Preisniveau deutlich niedriger ist – Helmut Schmid ist sich treu geblieben. Wer das Besondere liebt, wird fündig: im Schmuckraum und bei Helmut Schmid Schmuck. Kordula Küper

TEAMBILD: KÜPER BILDER: SCHMID&KECK,

Helmut Schmid Schmuck Bahnhofstraße 4 87509 Immenstadt Telefon (0 83 23) 32 22 info@helmutschmidschmuck.de www.helmutschmidschmuck.de

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Teambilder: Sauer

Bettina Goschier, Ulrike Hegele, Gerhard Zapf und omas Immler (v.li.).

Entspannen, wohlfühlen, genießen

bilder: Hegele (4), Tonwerk lauSen (2), Sikken (2)

Öfen für die Ewigkeit – ein Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen, weiß man bei Ofenbau Hegele – Wohnen mit Wärme in Immenstadt

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Mediziner und Baubiologen empfehlen dieses Heizprinzip als die gesündeste Art der Raumerwärmung.

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elch ein entspannender Anblick, dem Tanz der Flammen zuzuschauen! Das war früher so, und so ist es noch heute, meint Ulrike Hegele, Ofenbaumeisterin aus Leidenschaft und Inhaberin von Ofenbau Hegele – Wohnen mit Wärme in Immenstadt. Sie führt das Traditionsunternehmen in dritter Generation und kümmert sich hier um Beratung und Planung. Die Arbeiten vor Ort, beim Kunden, liegen in den Händen von omas Immler, einem ebenfalls erfahrenen Ofensetzermeister. Zwei weitere Mitarbeiter komplettieren das Team.

Schwergewicht auf kleinem Raum Wärme ist Leben und Lebensqualität und ein schöner Ofen ist eine Bereicherung des Wohnens. Das gilt ganz besonders für moderne Speicheröfen, deren Strahlungswärme der Wirkung von Sonnenstrahlen am nächsten kommt. Mediziner und Baubiologen empfehlen dieses Heizprinzip als die gesündeste Art der Raumerwärmung, da die Luft dabei frisch und sauber bleibt. Überzeugend auch ihre Energie-Bilanz: Nur sechs Kilogramm Holz sorgen zwei Stunden lang für ein beeindruckendes Flammenspiel und je nach Modell für bis zu 20 Stunden wohlige Strahlungswärme. Heizobjekte aus Speichersteine, Stahl oder Guss wiegen in schwerster Ausführung über 500 Kilogramm, trotzdem sind ihre Formen verblüffend schlank. Eine große Auswahl hochwertiger und formschöner Öfen findet man bei Ofenbau Hegele, gefertigt in kleinen Ofenmanufakturen oder individuell geplant nach Kundenwünschen. Funktional und dekorativ bereichern sie Wohn- und Lebensraum – eine Investition fürs Leben. Zudem machen sie unabhängig von Öl und Gas und sind so ein Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen. Kordula Küper

Hegele – Wohnen mit Wärme Sonthofener Straße 16 87509 Immenstadt Telefon (08323) 6255 Telefax (08323) 7127 ulrike.hegele@ofenbau-hegele.de www.ofenbau-hegele.de

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Masse oder Klasse? … llmählich­werden­die­Tage­wieder­kürzer­und­die­Nächte­kühler.­In­der­Frühe bilden­ sich­ oft­ Nebelfelder,­ die­ sich über­die­Wiesen­und­Felder­erstrecken.­In den­ Wäldern­ ist­ ein­ wunderbares­ Farbenspiel­der­Blätter­in­Hunderten­von­verschiedenen­Gelb-,­Orange-­und­Rottönen­zu ­beobachten.­Mit­den­ersten­kühlen­und­stürmischen­Tagen­bereitet­uns­der­Herbst­allmählich­auf­den­Winter­vor.­In­diesen­Tagen werden­vielerorts­bereits­die­ersten­Kaminfeuer­entzündet.­ Wenn­ die­ Temperaturen­ draußen­ sinken,­beginnt­für­den­Biomassehof­Kempten die­heiße­Zeit.­Inmitten­des­Industriegebietes­in­Ursulasried­auf­dem­ehemaligen­Bundeswehrgelände­ bietet­ das­ Unternehmen zahlreiche­Holzbrennstoffe­für­Privathaushalte­ und­ für­ Gewerbebetreibende.­ Das

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»Die Zukunft beginnt heute, das haben wir schon vor langer Zeit erkannt.«

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­Allgäuer­ Unternehmen­ hat­ sich­ auf­ den ­ erkauf­von­gespeicherter­Sonnenenergie V in­Form­von­Holz­spezilaisiert.­Seit­nun­mehr als­14­Jahren­ist­Helmut­Müller­Vorstandsvorsitzender­ der­ Biomassehof­ Allgäu­ eG und­ hat­ damit­ einen­ aktiven­ Beitrag­ zum Klimaschutz­und­zur­Inwertsetzung­ländlicher­Räume­geleistet.­Die­von­der­Waldbesitzervereinigung­Kempten­gegründete­Genossenschaft­hatte­sich­anfänglich­das­Ziel gesteckt,­dass­bei­der­kontinuierlichen­Waldpflege­anfallende­Energieholz­professionell und­ mit­ höherer­ Wertschöpfung­ zu­ vermarkten.­ Das­ Vorhaben­ hat­ eine­ kleine ­Eigendynamik­ erhalten.­ Heute­ finden­ die ­Kunden­auf­dem­Biomassehof­Brennmaterialien­ wie­ Holzhackschnitzel,­ Brennholz, Holz­pellets,­Holzbriketts,­Rindenmulch­sowie­Anfeuerholz­und­Anzünder.­


Wenn man das Team des Biomassehof in Kempten fragt, kommt als Antwort: »Bei uns bekommen sie beides«. Hier im Industriegebiet Ursulasried hat man sich auf den Verkauf von Holzbrennstoffen aus der Region spezialisiert.

Tonnen Pellets sind im vergangenen Jahr an Haushalte, Kommunen, Handels- oder Gewerbebetriebe verkauft worden«, berichtet Wintergerst. Biomasse ist schon immer verfügbar gewesen und gehört damit zu den ältesten Formen der erneuerbaren Energien. Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern CO₂-neutral. Ob nun natürliche Zersetzung oder gezielte Verbrennung, der Anteil an freiwerdendem Kohlendioxid bleibt gleich. »In dem wir nur Holz aus der Region verwenden, unterstützen wir gleichzeitig die einheimische Wirtschaft«, so Helmut Müller, Vorstandsvorsitzender des Biomassehofes. Nahezu alle Holzlieferanten sind PEFC zertifiziert, wodurch die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die hohe Qualität sichergestellt werden soll.

BILDER: WEISS

»Wer in die Zukunft investieren und valide planen will, der kommt um das ema Bioenergie nicht herum«, weiß Vertriebsleiter Roland Wintergerst. Er kümmert sich vorrangig um den Vertrieb von Handelsware und von Pellets. Das Pelletsgeschäft ist mitunter eines der wichtigen Standbeine für den Biomassehof in Kempten geworden. »Pellets schonen die Umwelt und den Geldbeutel«,bestätigt auch Helmut Müller. Trotz der gestiegenen Preise für Pellets in den letzten Jahren, seien Holzpellets immer noch günstiger als Heizöl oder Erdgas. »Die Zukunft beginnt heute«, sagt Wintergerst »Das haben wir schon vor langer Zeit erkannt«. Auch immer mehr Endverbraucher aus der Region entscheiden sich für das Heizen mit Biomasse. »Etwa 20 000

Dass Nachhaltigkeit auch ein ema für Kunden ist, registriert auch der Biomassehof Allgäu deutlich. Für die unterschiedlichen Kunden bietet das Unternehmen jederzeit die richtige Lösung. Ob gespaltenes, fertiges oder ofentrockenes Brennholz in verschiedenen Scheitlängen, in den großen Hallen findet der Kunde alles, um das Eigenheim oder den Betrieb zu beheizen. Was sprichwörtlich nicht mehr in den eigenen Kofferraum passt, kann auf dem betriebseigenen Anhänger mitgenommen oder mithilfe des unternehmenseigenen Lkw direkt zugestellt werden. Wer das Brennholz lieber klein und verpackt benötigt, der wird hier ebenfalls fündig. Sowohl Hackschnitzel als auch die Premium-Pellets sorgen für warme Temperaturen an kalten Wintertagen. Das Holz aus den Allgäuer Wäldern eignet sich aber nicht nur für das Befeuern von Kaminen und Öfen. Im Frühjahr und Sommer erhalten Privatpersonen und Firmen frischen Rindenmulch, um die unterschiedlichen Grünflächen damit auszustatten. Um welche Jahreszeit es sich auch handelt, durch den Biomassehof Allgäu holen wir uns ein Stück Allgäu ins eigene Zuhause. Sina Weiß

Biomassehof Allgäu eG

Für die Produktion, den Betriebshof, den Verkauf ist das insgesamt 13köpfige Team des Biomassehof verantwortlich.

Riederau 1 87437 Kempten Telefon (0831) 540273-0 Telefax (0831) 540273-120 info@holzbrennstoffe.de www.holzbrennstoffe.de

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Holzfassade mit Mehrwert

Die energieeffiziente Modernisierung von Altbauten ist eine der großen Herausforderungen, denen sich das Baugewerbe und das Handwerk in Zukunft stellen müssen. Der Holzbau bietet dazu vielfältige Lösungen an. Eine Firma, die die Zeichen der Zeit längst erkannt hat, ist die Anton Ambros GmbH aus Hopferau. Sie hat sich auf den energieeffizienten Neubau und die energetische Sanierung mit TES Energy Facade Elementen spezialisiert, an deren Entwicklung das Unternehmen im Rahmen einer internationalen Projektgruppe von Anfang an beteiligt ist. Ein Konzept, das im Übrigen auch Wissenschaftler aus dem Ausland begeistert.

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as ema Energiewende und Energiesparen ist in unserer Gesellschaft schon lange angekommen. Dennoch gibt es in Sachen fachgerechter Gebäudesanierung noch Informations- und Nachholbedarf. Viele denken dabei zuerst an Lärm, Dreck und langwierige Störungen des Arbeits- und Wohnumfeldes. Doch Josef Ambros tritt mit seinem Fassadensystem den Gegenbeweis an. »Schnell und effizient muss eine Sanierung sein«, sagt der Geschäftsführer des Ostallgäuer Holzbauunternehmens. Denn gerade im Gewerbeund Industriebau sowie bei Schulen muss eine Gebäudesanierung meist bei fortlaufendem Betrieb stattfinden. »Unser Konzept

basiert auf einem hohen Vorfertigungsgrad. Die Baumaßnahmen vor Ort reduzieren wir dadurch auf ein Minimum. Zudem erneuern wir alle zu sanierenden Bauteile gleichzeitig und nicht nach und nach. Darin liegt ein großer Unterschied zur herkömmlichen Sanierung, die zeit- und kostspieliger ist«, erklärt er. Im Werk in Hopferau werden die Fassadenmodule mit integrierter Wärmedämmung, Verglasung, Sonnenschutz-, Lüftungs- und Elektrotechnik komplett vorgefertigt. Erst danach montieren die AmbrosMitarbeiter diese an die alte Gebäudefassade. Damit die neue Gebäudehülle später auch wie eine zweite Haut sitzt, muss im

Vorfeld eine sehr präzise Vermessung des Bestandes erfolgen, die übrigens weit über eine normale Bestandsaufnahme hinausgeht. Moderne Messtechniken sorgen hierbei für zuverlässige und exakte Ergebnisse. Eine neue Fassade in sechs Wochen Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Technischen Universität München sowie Forschungsinstituten in Finnland und Norwegen wird daran gearbeitet, das TES-Verfahren ständig weiter zu entwickeln, das sogar im Jahr 2011 die beiden bedeutendsten Auszeichnungen der nationalen und internationalen Holzbaubranche, nämlich den Schweighofer Preis und den Deutschen

»Unser Konzept basiert auf einem hohen Vorfertigungsgrad. Die Baumaßnahmen vor Ort reduzieren wir dadurch auf ein Minimum.«

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»Die Firma Ambros hat klasse gearbeitet. Von der Planung über die Fertigung bis zum Abschluss des Projektes.«

Interview mit Josef Schweinberger, Erster Bürgermeister der Stadt Buchloe

Allgäuer Wirtschaftsmagazin (AWM): Die Stadt Buchloe hat vergangenes Jahr von der Firma Ambros aus Hopferau Sanierungsarbeiten durchführen lassen. Können Sie uns sagen, um welches Objekt es sich dabei genau handelte? Josef Schweinberger: Es handelte sich um die Buchloer Mittelschule. Ein Gebäude mit einer massigen Betonfassade und mit riesigen Glasfronten. AWM: Welche Gründe waren ausschlaggebend, die Sanierungsarbeiten der Firma Ambros zu übertragen? Schweinberger: Das Schulgebäude sollte energetisch saniert werden. Das Hauptthema war somit die Erneuerung der Außenfassade. Genau darauf ist die Firma Ambros ja spezialisiert. Auch ihr Konzept mit den

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vorgefertigten Holzfassadenelementen überzeugte uns, weil wir dadurch nicht nur Kosten, sondern auch Bauzeit sparen konnten. Für die Außensanierung des Gebäudes stand uns nämlich nur die sechswöchige Ferienzeit im Sommer zur Verfügung. So suchten wir insbesondere nach einer schnellen Lösung. Diese Aspekte waren für uns ausschlaggebend, ihr den Zuschlag zu erteilen. AWM: Und wie beurteilen Sie insgesamt die Zusammenarbeit mit der Firma Ambros? Schweinberger: Die Firma Ambros hat klasse gearbeitet. Von der Planung über die Fertigung bis zum Abschluss des Projektes. Die Arbeiter haben mit vollem Einsatz bis zum letzten Ferientag gearbeitet, so dass der Schulbeginn im September pünktlich und

bis auf wenige Einschränkungen problemlos beginnen konnte. Auch die Zusammenarbeit und die Abstimmung mit den anderen Baufirmen sowie dem Architektenteam funktionierten einwandfrei. Mich persönlich hat übrigens die exakte Vorarbeit begeistert. Denn es wurden ja nicht nur die Fassadenelemente im Werk in Hopferau vorgefertigt. Auch die Fenster wurden schon dort eingebaut. Vor allem, wenn man sieht, wie die jetzt auf den Millimeter genau schließen, bekommt man eine leise Ahnung davon, wie perfekt das TES-Verfahren ist. AWM: Also rundum zufrieden? Schweinberger: Ja! Voll und ganz. Denn schließlich hat das Schulgebäude durch die Sanierung einen hohen energetischen StanRL dard erreicht.


Holzbaupreis, erhielt. Wissenschaftlich begleitet wurde das Verfahren bereits mehrfach, unter anderem bei Schulsanierungen in Buchloe und Berlin. So wurden der Buchloer Real- und Hauptschule innerhalb von sechs Wochen während der Schulferien neue Fassaden übergestülpt. »Durch die Generalsanierungen konnte seitdem nicht nur der Energiebedarf deutlich reduziert werden. Auch die Luftqualität in den Klassenräumen hat sich verbessert, was wiederum positiv für die Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler ist«, berichtet Ambros. Holz ein idealer Stoff In sein Konzept gehört auch, den Menschen Möglichkeiten aufzuzeigen, welche Vorteile eine Sanierung mit Holz in der heutigen Zeit bieten kann. »Holz ist ein leichter Baustoff und deshalb kann ich auch vieles damit machen. Ferner handelt es sich um einen ökologischen Baustoff. Und durch eine neue verbesserte Gebäudedämmung verringert sich der Energieverbrauch um ein Vielfaches.

»Die Öko- und Energiebilanzen stimmen also auch«, erklärt er. Hinzu kämen die zahlreichen Material- und Gestaltungsmöglichkeiten bei der Fassadenbekleidung. Aus architektonischer Sicht bestehe zum Beispiel die Möglichkeit, ein weiteres Stockwerk oder etwa statische Teile, wie Vordächer oder Balkone, anzubauen. Ein in die Jahre gekommenes und oft auch unschön anzusehendes Gebäude verwandle sich auf diese Weise zu einer attraktiven und hochwertigen Immobilie. »Für mich ist wichtig, dass eine Gebäudesanierung eine Veränderung bewirkt, die auch nach außen sichtbar ist. Auch diesen Effekt gilt es neben den energetischen und nachhaltigen Ansätzen zu nutzen und damit sicher zu stellen, dem Wettbewerb in Sachen Innovation immer ein Stück voraus zu sein«, so beschreibt Josef Ambros seine FirmenRL philosophie.

»… Die Ökound Energiebilanzen stimmen also auch.«

Anton Ambros GmbH Hauptstraße 5 87659 Hopferau Telefon (08364) 98343– 0 Telefax (08364) 98343– 23 info@ambros-haus.de www.ambros-haus.de

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Edelste Schreinerkunst Wohnräume – die Orte und Plätze, in denen wir uns tagtäglich aufhalten und unser ganzes Leben verbringen – verdienen ganz besondere Aufmerksamkeit. Schließlich soll jeder Mensch sich darin auf seine persönliche Weise wohl, sprich: zuhause, fühlen. Schreinermeister und Interieur Marcel Geyer versteht es meisterhaft, mit seinen phantasievollen und individuellen Gestaltungsideen, die Persönlichkeit eines Raumes und des jeweiligen Bewohners in Harmonie zu bringen.

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enn Marcel Geyer eine Raum betritt, hat er meist schon das fertige Konzept im Kopf, wie der Raum einmal aussehen könnte. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob es sich um ein kleines Bad oder einen ballsaal-großen Wohnraum handelt. »Jeder Raum verlangt im Grunde nach seiner individuellen Gestaltung und Einrichtung, nach bestimmten Farben, Formen, Mustern und Möbeln,« erklärt Marcel Geyer lächelnd, »wenn man diese Sprache ohne Worte versteht, spürt man recht schnell, wie ein Raum eingerichtet und ausgestattet werden sollte.« Dass Marcel Geyer dabei sämtliche Wünsche und Vorstellungen seiner Kunden berücksichtigt, versteht sich von selbst. Die Wohnträume seiner Kunden »lesen« zu können und sie perfekt und harmonisch im Raum mit »erlesenen« Materialien umzusetzen, ist eine seiner wichtigsten Prämissen. Apropos, Materialien: Aus Tradition heraus – die Schreinerei

Edelste Hölzer,

jede Menge kreative Ideen, viel Gefühl und liebevolle Handarbeit.

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Geyer besteht schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts – arbeitet Marcel Geyer am liebsten mit Holz, weil es »atmet und lebt«. Doch als moderner Schreinermeister und Künstler des Innenausbaus beherrscht er den Umgang mit anderen Materialien wie Metall, Glas, Stein, Kunststoff und ähnlichen ebenso perfekt. Alles aus einer Hand Möchte man das umfangreiche Leistungsspektrum im Innenausbau der Schreinerei Geyer möglichst schnell beschreiben, stellt man am besten die Frage: »Was wird nicht angeboten?« Denn, vom ersten Beratungsgespräch, das stets vor Ort beim Kunden stattfindet, über den ersten Entwurf und die Planung bis zur kompletten Ausführung übernehmen Marcel Geyer und sein 14köpfiges Team alle notwendigen Arbeiten – im privaten wie im geschäftlichen und gewerblichen Bereich. Ob der Kunde nun ein


Aus Tradition heraus –

die Schreinerei Geyer besteht schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts. einzelnes Möbelstück, die Verlegung eines neuen Fußbodens oder den Innenausbau eines ganzen Hauses wünscht – jede Aufgabe ist für Marcel Geyer Ansporn, stets sein bestes Können einzusetzen und wird mit akribischer Sorgfalt erledigt. CAD-Programme per Computer leisten dabei wertvolle Unterstützung. Darüber hinaus legt Marcel Geyer Wert darauf, für jedes Haushaltsbudget das passende Angebot zu erstellen.

Marcel Geyer

Innenausbau Geyer KG Steinebachweg 11 87459 Pfronten-Kappel Telefon (08363) 207 Telefax (08363) 82 72 info@marcel-geyer.com www.marcel-geyer.com

BILDER: GEYER

Holzfußböden by Marcel Geyer Die Herstellung unterschiedlichster Holzböden in der eigenen Schreinerei kann schon als »Steckenpferd« von Marcel Geyer gelten. Edelste Hölzer, die meist aus heimischen Wäldern mit nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, jede Menge kreative Ideen, viel Gefühl und liebevolle Handarbeit sowie CNC-gestützte Bearbeitungszentren sind die »Grundelemente« für die Holzfußböden »made by Marcel Geyer«. Aus verschiedensten Hölzern werden mit Intarsienarbeiten, unterschiedlichen Verlegearten und – richtungen, zum Teil kombiniert mit anderen Materialien, immer neue, raffinierte Kreationen geschaffen. In der Gestaltung der Oberflächen ist dabei nahezu alles möglich, der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Dabei sind die Oberflächen nicht nur von aus-

gesuchter Schönheit, sondern extrem strapazierfähig und selbst für Fußbodenheizungen geeignet. Um das Gesamtbild eines Raumes oder Treppenhauses abzurunden, werden auch Treppenläufe passend zum Boden in verschiedensten Formen, Materialien und Ausführungen gefertigt. Holzböden von Marcel Geyer sind Kunstwerke mit hohen Alltagsqualitäten. Weltweit bekannt und beliebt, werden sie ebenso in der Schweiz und den USA vertrieben. »Und, wenn mer guat isch,« wie Marcel Geyer verschmitzt bekennt, dann – ja, dann verlegt man schon mal einige Holzböden in teuren Yachten prominenter Milliardäre – und übertrifft sich dabei oft genug selbst. Handwerkliches Können und künstlerischer Ausdruck ergänzen sich in jeder Arbeit, jedem Stück, das Marcel Geyer kreiert und dem er mit seinen Händen Leben »einhaucht«. Aus Tradition werden Werte geschaffen, die in einer schnelllebigen Zeit Beständigkeit und Harmonie ausstrahlen: Hier darf »Mensch« zur Ruhe kommen und sich zuhause fühlen. Marcel Geyer drückt es so aus: »Jeder Raum ein Unikat. Jeder Zentimeter fühlbare Leidenschaft. Jeder Millimeter Qualität. Made in Bavaria.« Made by Marcel Karin Bitsch Geyer.

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Maschinen

BILDER: BEHR SYSTEMS

und Menschen

Weltweit sind die Produktionssonderanlagen des Blaichacher Anlagenbauers Behr Systems im Einsatz. Firmenchef Uwe Behr weiß, dass der unternehmerische Erfolg getragen wird durch sein hochmotiviertes und hochqualifiziertes Team. Diffizile Aufgabenstellungen versteht man hier als spannende Herausforderung.

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Die Geschäftsleitung (v.li.n.re.): Franz Peter Martin (Fertigungsleiter), Uwe Behr (Geschäftsführer) und Michael Gert (kaufmännischer Leiter).

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igentlich hatte Uwe Behr, als er sich im Jahr 2000 selbstständig machte, gar nicht vor, in den Anlagenbau einzusteigen. Vielmehr schwebte dem Maschinenbau-Ingenieur eher eine beratende Tätigkeit vor: Er wollte Unternehmen bei Planung und Bau von Produktionsanlagen mit seinem Know-How begleiten. Zur Industrie hatte der erfahrene Anlagenbauer exzellente Kontakte, genoss dort als hartnäckiger Tüftler bereits einen erstklassigen Ruf. Und so kam es, dass diese bewährte und vielfach erprobte Zusammenarbeit sogleich mit einem ersten Millionen-Auftrag fortgesetzt wurde: Uwe Behr sollte für die Daimler AG eine Anlage zur Produktion von Frontscheinwerfern planen, bauen und in Betrieb nehmen. Viel verlangt für ein Ein-Mann-Unternehmen, das er damals noch war. Er holte sich externe Fachkräfte hinzu, mietete kurzfristig Flächen für die Herstellung, improvisierte, wo immer es nötig war – und lieferte.

Mechanische Fertigung

»Wir fangen bei nichts an, und am Ende steht eine funktionierende Anlage da!« Clevere Köpfe Inzwischen beschäftigt Behr Systems 55 Mitarbeiter, und aus dem Einzelkämpfer Uwe Behr ist ein begeisterter Team-Player geworden. Stolz ist er auf die hochqualifizierten Experten, mit denen er zusammen arbeitet: lauter Individualisten, lauter findige Köpfe, lauter Leute, die diffizile Aufgaben als faszinierende Herausforderung sehen. Wenn es richtig schwierig wird, fühlen sie sich gefordert, wenn getüftelt werden muss und maßgeschneiderte Lösungen verlangt sind, die exakt dem Anforderungsprofil und den besonderen Spezifikationen der Kunden entsprechen. Jeder bringt seine Kompe-

tenzen ein, trägt zur optimalen Umsetzung des Auftrags bei – in engem Austausch mit den Kollegen. »Der Anlagenbau ist ein sehr kommunikativer Prozess«, erläutert Uwe Behr. Längst sind planungsintensive, hochtechnisierte Sonderanlagen für die Großindustrie das wichtigste Standbein des Unternehmen. »Quasi unser Alleinstellungsmerkmal!«, so Uwe Behr. Für die verschiedensten Sparten plant, entwickelt und realisiert Behr Systems Einzelarbeitsplätze oder verkettete Systeme, teil- oder auch vollautomatisierte Montage-, Prüf- und Fertigungsanlagen, exakt gemäß den Wünschen der Kunden: für die

Elektroinstallation 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 67


»Aus jedem Bereich ziehen wir Ideen, Entwicklungen, Details, die unsere Arbeit immer neu befruchten und weiter entwickeln.« Automobil-Industrie und ihre ZuliefererBetriebe, für Unternehmen der Medizintechnik, für Elektro- und Elektronik-, Konsumgüter und Keramikindustrie. So entstehen hochspezialisierte Unikate, manchmal auch eine zweite Anlage, selten eine dritte. Uwe Behr: »Unser Können ist verlangt, wenn auf dem Markt nichts Serienmäßiges zu kaufen ist.« Namhafte Unternehmen vertrauen den besonderen Kompetenzen von Behr Systems, weltweit tätige Industriebetriebe wie etwa Bosch, VW, Siemens, Swoboda, Zeiss, Hamberger und

Konstruktive Kreativität Wenn Uwe Behr den Anlagenbau erklärt, ahnt man die kreativen Prozesse, die dem Endprodukt voraus gehen: »Wir fangen bei nichts an, und am Ende steht eine funktionierende Anlage da!« Vier bis acht Monate dauert der Entwicklungsprozess in der Regel, bei hochkomplexen Anlagen kann er

Verwaltung

Projektplanung und Konstruktion

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Hilti. Nicht ohne Stolz kann der Firmenchef darauf verweisen, dass in seinem Haus gefertigte Produktionsanlagen in allen fünf Erdteilen in Betrieb sind.

sich auch über ein ganzes Jahr erstrecken. Behr Systems kümmert sich von der Planung bis zur Inbetriebnahme um alle Aspekte, um Entwicklung und Konstruktion, Projektplanung und Leitung, Montage, Schaltschrankbau und Installation, Software-Entwicklung, um Inbetriebnahme der Anlage und den After-Sales-Service – alles aus einer Hand. Auch die Testläufe werden in Blaichach durchgeführt. Wenn nötig werden Experten von außen hinzugezogen oder Bauteile eingekauft, Zerspanteile etwa. Und wenn’s mal hakt, dann können die Experten in den meisten Fällen per Internet oder Telefon den Fehler beheben. Das geht ohne Wartungsverträge, das ist Service bei Behr Systems. Was die anspruchsvolle Klientel besonders schätzt, sind die Weltoffenheit und die kompetente Kreativität des Experten-Teams, die sich nicht zuletzt aus der Viel-


falt der Aufgabenstellungen und dem weit gefächerten Branchenspektrum speisen. »Aus jedem Bereich ziehen wir Ideen, Entwicklungen, Details, die unsere Arbeit immer neu befruchten und weiter entwickeln«, erläutert Uwe Behr und erklärt damit, weshalb auch Großunternehmen, die eigene Entwicklungsabteilungen unterhalten, in speziellen Fragen gern der Kompetenz seines Hauses vertrauen. Hier holen sich die Experten immer wieder neuen Input aus einem Ideen-Netzwerk, zu dem sich Behr Systems mit Technischen Universitäten, Hochschulen sowie mit dem Fraunhofer-Institut zusammen geschlossen hat: immer offen für Innovation und Fortschritt. Es war nicht zuletzt die breite Aufstellung, dank derer Behr Systems auch die Krisen der Jahre 2009 und 2010 nahezu unbeschadet überstanden hat.

Gewerbliche Ausbildung

Gute Aussichten Viele Mitarbeiter sind schon seit den Anfangsjahren im Team; die Fluktuation ist minimal. Das liegt sicher auch am angenehmen, kameradschaftlichen Klima. Kein Wunder, begegnet man sich doch auch privat immer wieder, in der Musikkapelle etwa, im Trachtenverein. Seine Mitarbeiter, weiß Uwe Behr, sind sein wichtigstes Kapital. Und deshalb macht er sich auch für den Nachwuchs stark. Derzeit sind fünf Azubis in der eigenen Lehrwerkstatt beschäftigt. Immer wieder kommen Praktikanten in den Betrieb, von den Fachoberschulen oder der Hochschule in Kempten. Und wer Interesse hat, der darf sich jetzt bei Uwe Behr bewerben: Er würde sein Team gern um einige junge oder auch erfahrene Konstrukteure und Programmierer erweitern.

Behr Systems GmbH Burgberger Straße 17 87544 Blaichach Telefon (08321) 60966– 0 Telefax (08321) 60966– 19 info@behrsystems.de www.behrsystems.de

Kordula Küper

Monteure 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 69


PremiumQualität nach Maß Die Firma Nold Hydraulik + Pneumatik besteht seit 30 Jahren. Was einst mit der Schlauchkonfektionierung in einem ehemaligen Bauernhaus begann, entwickelte sich zu einem Unternehmen, das heute in Sachen Hydraulik und Pneumatik von sich sagen kann, es sei die Nummer 1 in der Region – als Hersteller, als Händler und als Dienstleister der Kunden. Ein Familienbetrieb mit »Geht nicht gibt’s nicht-Leidenschaft«.

E

s ist eine typisch schwäbische Erfolgsgeschichte. Sie nahm 1981 ihren Anfang in einem ehemaligen Bauernhaus in Bad Waldsee-Enzisreute – mit einem neun Quadratmeter großen Büro und Lager im ehemaligen Kuhstall. Das Anwesen liegt nur einen Steinwurf weit entfernt vom jetzigen Hauptsitz mit Verwaltungsgebäude und drei großen Hallen. In Schorndorf, in Riederich bei Reutlingen und in Biessenhofen im Allgäu stehen Niederlassungen der Firma. Die Kunden und damit der Erfolg stellten sich zügig ein, denn der Firmengründer Josef Nold war damals in »ein Vakuum in Sachen Hydraulik und Pneumatik« in der Region gestoßen. Schnell baute er die Produktpalette aus. Zu Schläuchen kamen Rohre, daraus entwickelten sich die Hydraulikaggregate und schließlich kam – zunächst mit Kompressoren – die Pneumatik hinzu. Was man eben braucht, um Maschinen am Laufen zu halten, die kleinen und die großen. Die ersten Kunden

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waren Landmaschinenhändler oder Forstund Baggerbetriebe, bald folgten die Industrieunternehmen. Zu Nolds Kunden zählen heute das Handwerk und die Industrie: Automobilzulieferer, Baumaschinenindustrie, Sondermaschinenbau, Pressenhersteller, Landwirtschafts- und Kommunalmaschinen-Hersteller, Papier- und Kartonagenproduzenten. Herstellen und handeln Auf dem Gebiet der Hydraulik stellt das Unternehmen nach Kundenwunsch aus hochwertigen Bauteilen namhafter Produzenten Hydraulikaggregate her, ob kompakt oder als Großanlage. In der Rohrbiegerei können mithilfe dreier Halbautomaten und zweier CNC-Vollautomaten einfache Formen bis hin zu komplexen Montagesätzen mit 1 000 und mehr Teilen gefertigt werden. In der Schlauchkonfektionierung ist Nold Spezialist für Einzel- und Serienfertigung von Schlauchleitungen. Nach Maß


»Auto ist nicht gleich Auto, so ist das bei Kompressoren auch.«

Familie Nold: Lucie Nold, Maria Nold, Markus Nold und Josef Nold (v.li.n.re.) sowie Lukas und Klara Nold (unten).

werden Zylinder für die Hydraulikaggregate der Kunden angefertigt. Im hauseigenen Öllabor unterzieht Nold die Schmierstoffe einer Prüfung und bietet mit Triboproof ein Auswertgerät zum Bruggertest in den Firmen an. Mit Kolbenkompressoren begann 1983 der Einstieg in die Pneumatik. Inzwischen stellt Nold pneumatische Steuerungen und Baugruppen her und ist zum Spezialisten für den Schaltschrankbau avanciert. Druckluftsysteme und Druckluftverteilungssysteme werden nach den speziellen Anforde-

rungen der Kunden gebaut. Denn jedes System muss andere Anforderungen erfüllen. »Auto ist nicht gleich Auto, so ist das bei Kompressoren auch«, sagt Markus Nold. Man braucht sie im Sägewerk genauso wie in der Pharmaindustrie. Druckluftverteilungsnetze müssen projektiert, installiert und gewartet werden. Bei pneumatischen Steuerungen und Baugruppen ist Nold Hydraulik + Pneumatik Spezialist für die Stahlindustrie, Stahl- und Metallbau, Umwelttechnik sowie chemische und Kunststoffindustrie. Im Großhandel mit Hydraulik- und Pneumatikkomponenten bietet Nold mehr als 100 000 Produkte namhafter Hersteller wie Parker oder Atlas Copco an. Parker und Atlas Copco sind Marktführer in der Hydraulik beziehungsweise Pneumatik. »Wir wollen Premium-Produkte haben«, sagt dazu Markus Nold. 2004 wurde die Firma zum »Parker Hydraulik Technology Center«, 2006 eröffnete der »Parkerstore«. Industrie- und Druckluftwerkzeuge können die Kunden in Nolds Ausstellung anschauen oder sich direkt in ihrer Fertigung zeigen lassen. Ganz nah am Kunden Seine erste Niederlassung baute Nold schon vor zwei Jahrzehnten im Allgäu auf. 14 Leute arbeiten in Biessenhofen nahe Kempten, wo im Jahr 2000 ein Neubau ent-

standen war. Von hier aus wird der Traktorenhersteller Fendt mit Schlauch-RohrKombinationen nach Maß für Traktoren von 60 bis 360 PS beliefert. Doch nicht nur das. Die Niederlassung betreut die Kunden aus dem bayerischen Allgäu und führt das gleiche Handelssortiment wie die Zentrale in Bad Waldsee. Seit elf Jahren ist Markus Nold, der Sohn des Unternehmensgründers, Geschäftsführer. Wenn man ihn fragt, was zum Erfolg der Firma beigetragen hat, nennt er zuerst: »intensiv praktizierte Kundennähe.« Hydraulikaggregate oder Druckluftsysteme werden nach den Anforderungen der Kunden projektiert, mittels CAD entwickelt, aus hochwertigen Teilen gefertigt und streng kontrolliert, bevor sie beim Kunden installiert werden. Von Anfang an haben die Firmen einen festen Ansprechpartner. Draußen kümmern sich zehn Service-Mitarbeiter von Nold und sein Außendienst um ihre Belange. Innovativ »Wir haben schon viele Entwicklungen mitgetragen und Maschinen mitentwickelt«, sagt Markus Nold. Das größte Hydraulikaggregat, das Nold gebaut hat, steht in Berlin und ist das Herz einer Tunnelwuchtanlage. Das Aggregat hat stolze Maße: 3,50 Meter breit, 4,25 Meter hoch, 7 Meter lang, mit einem 8 000-Liter-Behälter ausgestattet. Ein

30 Jahre

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Jahr Arbeit steckt in diesem Aggregat von der ersten Konzeption bis zur Endmontage in Berlin. Doch Nold fühlt sich den Kunden auch darüber hinaus verpflichtet. In Notfällen ist Flexibilität gefragt. Als einmal einer Firma der Technikraum abbrannte, baute Nold ihr über Nacht ein Hydraulikaggregat. Die Standardlieferzeit beträgt mehrere Wochen. Geht nicht gibt’s nicht Damit ist Markus Nold bei einer weiteren wichtigen Maxime des Unternehmens angelangt: bei der »Geht nicht gibt’s nichtLeidenschaft«. Sie war schon immer Teil dessen, was man heute Unternehmensphilosophie nennt. Und sie macht es möglich, dass Nold-Servicetechniker selbst in den USA oder in Südkorea schneller sein können als andere. »Wenn ein Kunde Probleme hat, wissen wir zu reagieren und können schnell in die Bresche springen«, sagt der Chef nicht ohne Stolz. In früheren Jahren ist er selbst über Nacht nach Italien gefahren, um Ersatzteile zu holen. Ganzheitliche Dienstleistung Unterstützung bietet Nold seinen Kunden auch auf andere Weise: Wenn beispielsweise eine Druckluftanlage streikt, stehen die Maschinen still. Für solche Fälle – oder für Auftragsspitzen in der Produktion – können die Kunden Kompressoren mieten. Mehr als 20 Maschinen von fünf bis 160

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Kilowatt stehen im Mietpark zur Verfügung, außerdem Hydraulikaggregate, Druckluftaufbereitung, Rohrbiegemaschinen, Schlauchpressen und Filteraggregate. Nold sieht sich nicht nur als Lieferanten seiner Kunden, sondern als Dienstleister in ganzheitlichem Sinne, der von der Projektierung über Auftragsabwicklung, Anlieferung, Montage, Einweisung und Nachbetreuung auch einen werkseigenen Kundendienst mit eigenen Fahrzeugen und 7-TageHotline bietet. In der Nold-Akademie gibt das Unternehmen in Seminaren Fachwissen und Know-how in den Bereichen Hydraulik und Pneumatik an Mitarbeiter seiner Kunden weiter. Nolds Streben ist darauf ausgerichtet, den Kunden größtmöglichen Nutzen zu bringen und jeden Kontakt zum positiven Erlebnis werden zu lassen. Dazu passt eine nette kleine Geste: Wer zu Nold nach Bad Waldsee kommt, darf sich am Kaffeeautomaten oder am Apfelkorb bedienen. Wer solche Kundennähe praktiziert und höchste Ansprüche stellt an Qualität, braucht gute Leute. Rund 100 Mitarbeiter sind bei Nold beschäftigt. Sie tragen die Philosophie des Unternehmens mit und sind bestens geschult. Weil qualifiziertes Personal auf dem freien Markt schwer zu kriegen ist, ist Nold bestrebt, seine Mitarbeiter selber heran zu bilden. Rund fünf junge Leute stellt die Firma jährlich ein, um sie zu Groß- und Außenhandelskaufleuten,

Bilder: Nichter-reich (3), Nold (13)

Fachwissen und Know-how in den Bereichen Hydraulik und Pneumatik

Hydraulikpumpen im Lager in Bad Waldsee.

zu Anlagenmechanikern, zu Fachkräften für Lagerlogistik und gemeinsam mit der Berufsakademie zu Ingenieuren auszubilden. Familiärer Teamgeist Es ist der Vorteil eines Familienbetriebs: Der Chef ist erreichbar und kennt seine Mitarbeiter. Entscheidungswege sind kurz. Markus Nold hat von Kindesbeinen an in der Firma mitgeholfen. Mit 18 reifte sein Entschluss, sie später einmal selbst zu übernehmen. Heute guckt schon Markus Nolds Sohn ab und an herein und macht sich nützlich, wo er es mit seinen zehn Jahren kann. Mit im Betrieb arbeiten auch Markus Nolds Ehefrau Lucie, natürlich die Eltern Josef und Maria Nold, und außerdem Cousins und


Computer-gesteuert ist die Messanlage für die Rohrbiegerei. Mit einem Messarm wird das Muster nachgefahren, der Messarm überträgt die Daten ins System.

Cousinen der Familie. Auch darauf passt der Titel der filmischen Unernehmenspräsentation: »Zukunft braucht Herkunft«. Feiern in Biessenhofen Im September hat Nold das 30-Jährige gefeiert, mit Hausmesse in Bad Waldsee und Tag der offenen Tür in Biessenhofen. Die Besucher konnten in Biessenhofen die Fertigung und Montage von SchlauchRohrkombinationen, die Einzel- und Serienfertigung und die vollautomatische Schlauchschneidemaschine erleben und führten viele interessante Fachgespräche über Neuheiten rund um Hydraulik und Pneumatik mit den Mitarbeitern von Nold. Spaß und Unterhaltung boten Segway Parcours, Bungee-Trampolin und Kinder-

Am neuen Schlauchprüfstand können auch bis fünf Meter lange Schläuche und Rohre problemlos geprüft werden.

schminken. Im Zelt sorgte die Musikkapelle Altdorf für flotte Töne bei Snacks und Getränken. Der Andrang war groß. Ein rundum gelungenes Fest. Ganz nach der Firmenmaxime, die Markus Nold so formuliert: »Im Dienst am Kunden wollen wir uns von niemandem übertreffen lassen.« Jutta Nichter-Reich

NOLD Hydraulik + Pneumatik GmbH Enzisreuter Esch 11 88339 Bad Waldsee Telefon (07524) 9720-0 Telefax (07524) 9720-70 info@nold.de www.nold.de

Niederlassung Allgäu

»Zukunft braucht Herkunft.«

Gewerbepark 15 87640 Biessenhofen Telefon (08342) 9168-0 Telefax (08342) 9168-70 biessenhofen@nold.de

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Hoch

»

hinauf« Aus der einstigen »One-Man-Show«, wie Firmenchef Joachim Weiss die Anfänge seines Betriebes scherzhaft bezeichnet, hat sich ein Unternehmen mit weltweitem Aktionsradius entwickelt. Rund 400 Tonnen Stahl werden in unterschiedlichen Bereichen heute verarbeitet. Das außergewöhnliche Spezialgebiet jedoch bildet die »Technologie für Fahr- und Hebebewegungen« mit Scherenarbeitsbühnen und SonderTransportgeräten, die auf der ganzen Welt Anwendung finden.

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»Geht nicht« bedeutet für Joachim Weiss

Ansporn und Herausforderung zugleich, bis er die passende, und vor allem optimale Lösung gefunden hat.

J

oachim Weiss gehört unbedingt in die Reihe der erfolgreichen Allgäuer Unternehmer, die mit ihrem Pionier- und Erfindungsgeist, ihren visionären Ideen, Mut und Risikobereitschaft nicht nur den regionalen, sondern auch den globalen Wirtschaftsmarkt bereichern. Für ihre kreativen Lösungen im Sondermaschinenbau der Flurfördertechnik und in der Hebetechnik wurde die Firma Weiss bereits zweimal mit Preisen ausgezeichnet. 2008 war Joachim Weiss in Kooperation mit der Uni Stuttgart der glückliche Gewinner des »MM Logistik Awards«, ein Innovationspreis mit dem alljährlich herausragende Produkte und Lösungen, die auf der CeMAT präsentiert werden, prämiert werden. Die Auszeichnung wurde ihm in der Kategorie Flurförderzeuge/Technik für die »Scherenarbeitsbühne mit Raupenfahrwerk« verliehen. Zwei Jahre später wurde Weiss mit dem »Innovationspreis der WIR-Wirtschaftsförderungsgesellschaft« für seine Raupenbühne geehrt. Doch, »back to the roots« – wie begann die Erfolgsstory in diesem sehr speziellen, technologischen Bereich?

Fahr- und Hebetechnik Im Jahr 1993 gründete Metallbaumeister Joachim Weiss seine »Ein-Mann-Firma« in Eberhardzell als Schlosserei. Kontinuierlich baute er seinen kleinen, aber innovativen Betrieb auf und entwickelte ihn stetig weiter in den Bereichen Metallverarbeitung, Stahlbau und Maschinenbau. In den Jahren 2002 und 2003 erfolgte schließlich der Neubau einer Fertigungshalle mit Büro- und Sozialräumen auf einer Gesamtfläche von rund 2 000 Quadratmetern und Umzug an den heutigen Standort Bad Wurzach-Unterschwarzach. Kurz darauf wurde eine Hebebühnen-Produktlinie der Firma Lissmac übernommen – und das könnte so zu sagen als »Durchbruch« für das Unternehmen Weiss in der Technologie für Fahr- und Hebebewegungen angesehen werden. Von da an reihte sich Erfolg an Erfolg. Joachim Weiss und sein mittlerweile 25-köpfiges Team erweiterten und verbesserten zunächst die Lissmac-Hebebühnen, um sie in vielerlei Bereichen einsetzen zu können, wie zum Beispiel für Reinigungs- und Wartungsarbeiten, Installations- und Sanierungsar-

beiten, Lager- und Malerarbeiten in Gebäuden, Messehallen und im Freien. Die Scherenarbeitsbühnen von Weiss sichern dabei die Wirtschaftlichkeit, steigern die Produktivität und ersparen zeitraubende Maßnahmen wie das Aufstellen von Gerüsten, Leitern und ähnlichen provisorischen Vorrichtungen. Bis zu 20 Metern Arbeitshöhe können erreicht werden bei einer Tragfähigkeit bis zu 500 Kilogramm. Die 1,90 beziehungsweise 2,50 Meter lange Arbeitsplattform ist serienmäßig mit einer ein Meter langen und auf sechs Gleitbolzen gelagerten, ausschiebbaren Zusatz-Plattform ausgestattet. Die CBaureihe der Weiss’schen Arbeitsbühnen bietet mit ihrem doppelten Plattformausschub sogar eine 5,3 Meter lange Arbeitsplattform. Die kompakte Bauweise mit Elektrofahrantrieb, die knappen Abmessungen und der Radeinschlag von fast 90 Grad garantieren eine optimale Wendigkeit und die Durchfahrt durch enge Türen und Gänge. Dank ihrer einfachen Handhabung sind die Scherenarbeitsbühnen äußerst bedienerfreundlich. Viele »Patentlösungen« 2007 meldete Joachim Weiss schließlich seine erste Eigenentwicklung zum Patent an: die Raupenscherenbühne. Sie kann problemlos auf vermindert tragfähigen Böden im Innenbereich, wie zum Beispiel Sportböden, eingesetzt werden, hat jedoch ebenso die Zulassung für den Außenbereich. Die Raupenketten sind nicht markierend, somit wird ein Gummiabrieb auf Hallenböden vermieden. Die Arbeitshöhe reicht über zehn Meter. Die Spurbreite, die von 0,83 auf

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»Wir experimentieren so lange, bis wir zu einer

perfekten Lösung

Bilder: Bitsch (4), Weiss (7)

kommen.«

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1,30 Meter hydraulisch erweitert werden kann, bietet höchste Standsicherheit. Zudem wurden in diesem Jahr auch drei weitere neue Arbeitsbühnen im Bereich Hubtechnik vorgestellt, die die bereits vorhandenen Serien erweiterten und ergänzten. An speziellen Sondermaschinen beziehungsweise -lösungen wird bei Weiss ständig gearbeitet, um Bereiche wie etwa die UBahn-Reinigung oder die Flugzeugwartung und -reinigung zu bedienen. »Wenn es um besondere, ausgefallene Lösungen geht, sind wir immer die richtigen Ansprechpartner,« meint Joachim Weiss dazu lachend. 2010 konnte mit dem neuen Vertriebspartner in der Schweiz, »MavelTech«, ein innovatives Fahrzeug im Bereich der Hebetechnik in Serie gefertigt werden, der »Air Lift SF10«. Ursprünglich in den USA patentiert, sollte dafür nun eine teleskopierbare Schere entwickelt werden. Der Air Lift SF10 kann eingesetzt werden in der Industrie, im Handwerk und Dienstleistungsbereichen, Kommunen sowie in verschiedenen anderen Branchen und bietet für die Kunden eine ganze Reihe von Vorteilen und Nutzen, die überzeugen. Der aktuelle und wohl auch herausforderndste Auftrag für das Unternehmen Weiss kam vor kurzem aus China. Ein Unternehmen, das in China ICE-Züge konstruiert, war für diverse umfangreiche und diffizile Montagearbeiten auf der Suche nach entsprechenden Arbeitsbühnen, die sehr spezifische Voraussetzungen und Bedin-

gungen erfüllen müssen. »Geht nicht«, hieß es da von den meisten Arbeitsbühnenherstellern. Eine Aussage, die Joachim Weiss so nie stehen lassen kann. »Geht nicht« bedeutet für ihn Ansporn und Herausforderung zugleich, bis er die passende, und vor allem optimale, Lösung gefunden hat. »Wir experimentieren so lange, bis wir zu einer perfekten Lösung kommen,« bestätigt der kreative Unternehmer. Das Spezial-Transportgerät mit eigens entwickeltem Mecanum-Antrieb, das einem schweren »fliegenden Teppich« gleicht, erfüllt exakt und perfekt alle chinesischen Sonderwünsche. Bei einer Traglast von 24 Tonnen und geringer Höhe besitzt es eine einmalige Manövrierfähigkeit mit extrem engem Wendekreis. Aus der Bestellung der Chinesen resultierten große Aufträge eines namhaften, deutschen Autoherstellers – und es werden mit Sicherheit noch viele andere folgen. Herausforderungen beflügeln Joachim Weiss und sein Team zu Höchstleistungen – und deshalb sind weitere Geräte und Arbeitsbühnen in Planung, die auf der »Bauma« 2013 vorgestellt werden sollen. Metallverarbeitung und Stahlbau Mit großer Begeisterung bleibt Joachim Weiss darüber hinaus seinen Anfängen treu. Gemäß dem Slogan »Metall perfekt gestalten« ist er im Stahlbau tätig, kreiert er Treppenanlagen, Balkone und Geländer in Stahl und Edelstahl. Die Kombination aus Glas


und Stahl erlaubt extravagante Kreationen für Hallen, Vordächer und Überdachungen – eine weitere Spezialität der Firma Weiss. Dabei wird nach Kundenwünschen und – vorgaben mit modernster CAD-Technik geplant und konstruiert. Maschinen für die Lohnfertigung stehen zudem zur Verfügung. Eine Wasserstrahlschneidanlage, Biegetechnik bis 1 000 Tonnen und die Schweißtechnik komplettieren das Spek-

trum in der Metallverarbeitung. Modernste Technik und kompetente sowie engagierte Fachkräfte sorgen in allem für eine reibungslose Auftragsabwicklung – um sämtlichen Ansprüchen aller Kunden rundum gerecht zu werden. Und – Joachim Weiss wäre nicht Joachim Weiss, würde er nicht auch hier individuelle, kreative und außergewöhnliche Lösungen anstreben und auch finden. Karin Bitsch

Weiss GmbH Technologie für Fahr- und Hebebewegung Pfarrfeldstraße 9 88410 Bad Wurzach-Unterschwarzach Telefon (07564) 9340– 50 Telefax (07564) 9340– 60 info@weiss-metallverarbeitung.de www.arbeitsbuehnen-weiss.de

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Genial. Einfach. Bio.Logisch. Patentiert. Ein visionärer Geist, stets einen Schritt seiner Zeit voraus, und ein Herz, das für naturnahes, gesundes Bauen und Wohnen schlägt, führten zu einer genialen, doch einfachen

nd, die einfachsten Dinge im Leben sind ja bekanntlich meist die besten. Die Holzfaser-Dämmplattensysteme von Zimmermeister Reinhard Doser aus Pfronten wurden mit einer Silbermedaille ausgezeichnet und sind heute in der Baubranche ein Begriff für beste, vor allem biologische Qualität. Doch damit nicht genug … Reinhard Doser ist Maurermeister und Zimmermeister, hat darüber hinaus Bautechnik und Baubiologie studiert und das Studium als einer der ersten »geprüften Baubiologen« abgeschlossen. Beste Voraussetzungen also, um als Pionier, ja, Revolutionär im Bereich »naturnahes Bauen und Wohnen« zu gelten. Sein Betrieb umfasst heute Zimmerei, Baustoffhandel und insbesondere Herstellung, Vertrieb und Einbau der »Doser Holzfaser-Dämmsysteme« (DHD).

U

Alles, was das »ökologische Herz begehrt«.

BILDER: DOSER

Vorher

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Erfindung.

Nachher

Wer, wie Reinhard Doser, am Fuße der Berge inmitten einer Bilderbuchlandschaft aufwächst, arbeitet und wohnt, will diese auch geschützt und in Ehren gehalten wissen. Von jeher war für ihn die Natur Vorbild, dem er vor allem im Beruf nachfolgte. Das gesunde Haus, – so nannte er auch seine erste eigene Zimmerei im Jahre 1984 – das umweltfreundlich, energiesparend und aus rein biologischen Materialien erbaut nicht nur der menschlichen Gesundheit förderlich ist, sondern auch Natur und Ressourcen schont, stand und steht für ihn stets im Mittelpunkt. Dazu gehört nicht nur eine gesunde Bausubstanz, sondern auch eine perfekte RundumDämmung aus Natur-Materialien und sämtliche biologischen, natürlichen und naturnahen Baustoffe vom Fußbodenbelag bis zur Deckenfarbe, von der Innenfarbe bis zum Außenputz.


Perfekt gedämmt Anfang der 1980er Jahre, als Reinhard Doser seine ersten ökologischen »Niedrig-Energiehäuser« baute, war die Auswahl an natürlichen Dämmstoffen recht dünn. Was also tun? Ganz einfach: Reinhard Doser erfand kurzerhand ein eigenes Dämmsystem. Und was liegt für ein Zimmermeister näher, als den nachwachsenden Rohstoff Holz zu verwenden? Die geniale, dabei einfache Idee an den Weichfaser-Dämmplatten aus Holz ist die besondere Rand-Profil-Form, dank derer sich die Dämmelemente in allen Bereichen des Wärme- und Schallschutzes einsetzen lassen: im Fußbodenbereich als Trittschalldämmung, als Wand-, Decken- und Dachdämmung sowie als Beplankung im Holzrahmenbau für Innen und Außen. Wie die Dämmplatten auch gedreht und gewendet werden, sie fügen sich stets nahtlos zusammen und sind dabei einfach auf Montageleisten anzubringen. Dieses einfach geniale und genial einfache Patent brachte seinem Erfinder 1994 auf der Erfindermesse in Genf die Silbermedaille ein. Die Dämmelemente sind diffusionsoffen – »atmungsaktiv« wie man es bei Kleidung wohl formulieren würde – und sehr widerstandsfähig. Dank der

variablen Dämmdicke können sie in allen Bereichen, innen wie außen, eingesetzt werden und eignen sich sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung und Renovierung von Altbauten, ja, selbst für die Restaurierung denkmalgeschützter Häuser. (Letzteres kann übrigens als Spezialität von Doser bezeichnet werden.) Da die Dämmplatten ein reines Naturprodukt sind, können sie ebenso problemlos wieder entsorgt werden. Das heutige DHD Wärmedämmverbundsystem mit baurechtlicher Zulassung bietet Hausbesitzern die Möglichkeit, ihre Häuser wetterbeständig zu verputzen – denn Dämmen und Verputzen gehen Hand in Hand. Holzbau und Zimmerei Was passt besser in die Allgäuer Landschaft als ein Holzhaus? Familie Doser – Tochter Annika und Sohn Christoph sind schon seit einigen Jahren in die Geschäftsführung mit eingestiegen – und ihr Team pflegen die traditionelle Holzbauweise des Alpenraumes, den Ständerbohlenbau. Alte Handwerkskunst, kombiniert mit moderner Haustechnik und hervorragend ökologischer Dämmung, lässt echte Traumhäuser zum Wohlfühlen entstehen. Tradition und Moderne,

Vergangenheit und Zukunft werden so bestens vereint. Die Holzständerbauweise stellt mittels Querstreben eine sehr stabile Konstruktion dar. In der Produktionshalle der Zimmerei Doser können ganze Bauteile wie Wände oder Decken vorgefertigt werden. Das Aufrichten des Hauses vor Ort kann dann innerhalb weniger Tage geschehen. Mit den entsprechenden Partnerfirmen bietet Doser einen Komplettservice »aus einer Hand« und baut schlüsselfertig. Ein rundum biologisches Niedrigenergie-Haus aus Holz verwöhnt seine (zukünftigen) Besitzer und Bewohner mit einem einzigartigen Wohnklima. Ökologischer Baustoffhandel Im Doser Baustoff-Shop finden Bauherren und Baufirmen alles, was das »ökologische Herz begehrt«, von der Dämmung aus Hanf oder Zellulose über Lehmputze bis zur mineralischen Wandfarbe. Und damit wird das ökologische Gesamtkonzept des naturnahen Bauens und Wohnens komplett und optimal abgerundet, vom einzelnen Baustoff bis zum fertigen »Allgäuer Holzhaus« aus Tradition. Karin Bitsch

Ein rundum biologisches Niedrigenergie-Haus aus Holz verwöhnt mit einem einzigartigen Wohnklima. Doser Holzfaser-Dämmsysteme GmbH Doser Naturnah Bauen und Wohnen OHG Vilstalstraße 80, 87459 Pfronten Telefon (08363) 9600-0 Telefax (08363) 9600-20 info@doser-dhd.de, www.doser-dhd.de info@zimmerei-doser.de, www.zimmerei-doser.de 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 79


Glänzend veredelt

mit vielerlei Funktionen

Müssten wir erklären, was Druck- und Papierveredelung bedeutet, kämen die meisten von uns wohl in Schwierigkeiten. Dabei halten wir tagtäglich derart »veredelte« Produkte in Händen: Broschüren, Buchumschläge, Postkarten, Ordner, Verpackungen aller Art und Branchen, ja, sogar Backformen. Kaum fassbar, doch faszinierend, sind die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Folien, Lacken und Spezial-Beschichtungen in diesem Bereich.

Geschäftsführer Bernd Haubold präsentiert Tanja Aurhammer vom Allgäuer Wirtschaftsmagazin das Ergebnis einer erfolgreichen Folienkaschierung.

80 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

S

eit rund siebzehn Jahren führt Bernd Haubold seinen Betrieb für »Druckund Papierveredelung« in Ungerhausen und beschäftigt derzeit neun MitarbeiterInnen. Was muss man mitbringen für diesen Beruf? »Viel Gefühl, ein Händchen für’s Material und ein bisschen Grips im Kopf,« erklärt der Diplom-Wirtschaftsingenieur lachend, »das heißt, man muss die Technik verstehen, wie die speziellen Veredelungsmaschinen funktionieren. Das ist fast schon alles.« Aber der Teufel steckt auch oft hier im Detail. »Learning by doing« heißt das Zauberwort in dieser Branche. Die Kunst, Papier und Druckerzeugnisse zu veredeln, das heißt mit Folie zu kaschieren oder mit Speziallacken zu beschichten, lässt sich nur durch jahrelange Erfahrung beherrschen. Wie muss die Folie ausgerichtet werden, um blasen- und faltenfrei das Papier zu umhüllen? Wie reagieren die unterschiedlichen Materialien, wenn sie zusammenkommen? Wie werden Lebensmittelbehälter, wie zum Beispiel Backformen aus Karton, die Fertigbackmischungen beiliegen, resistent gegen Fett und Hitze? Diese und viele andere Fragen lassen sich nur aus der Erfahrung heraus beantworten. Und die besitzt Bernd Haubold, genauso wie sein Team. Flexibilität, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit zeichnen ihn dabei aus. Müssen besondere Bedingungen erfüllt, eine Spezial-Verpackung kreiert werden – Bernd Haubold findet die Lösung. Seine langjährigen Kunden wissen: »Wenn der Haubold sagt, er macht’s, macht er’s auch! Auf den Millimeter exakt. Terminge-


recht.« Der eigene Fuhrpark garantiert dank Abhol- und Lieferservice eine schnelle Zustellung. Denn, oft genug muss ein Auftrag binnen weniger Tage oder sogar Stunden fertiggestellt sein. Und oft genug stehen die Kunden selbst morgens um sieben vor Haubolds Tür und nehmen ihre fertige Ware kurze Zeit später wieder mit.

Bilder: Bitsch (1), dPV (6)

Wie wird veredelt? Zwei Hauptvarianten der Druck- und Papierveredelung gibt es: die Folienveredelung und die Lackierung beziehungsweise Beschichtung. Bei der Folienkaschierung wer-

den hauchdünne Folien mit Spezialmaschinen auf das Papier gezogen und mit ihm verklebt. Rund 200 Sorten Folien liegen bei der dpv haubold gmbh auf Lager, in unterschiedlichen Größen, Qualitäten und Materialien. Alle gängigen Aufträge können dadurch sofort bearbeitet werden. Ob matt, glänzend, mit Soft-Struktur oder in Leinenprägung, acrylbeschichtet oder metallisiert – die Oberflächengestaltung ist facettenreich und vielseitig – je nach Produkt und Kundenwünschen. Dabei sind die Folien universell einsetzbar, wasser- und schmutzabweisend, chemikalienbeständig und lebensmittelgeeignet. Bei der Lackierung kommen unterschiedliche Lacke zur Anwendung wie UVLacke, Glanz-Dispersionslacke, Blister- und Barrierelacke und spezielle Funktionsbeschichtungen. Welche Lacke für welche Produkte geeignet sind, hängt von der jeweiligen Funktion ab und muss stets individuell besprochen und geklärt werden. Die Lacke erfüllen jedoch sämtliche Anforderungen, vom Korrosionsschutz bis zur fälschungssicheren Verpackung. Sämtliche Folien und Kunststoffe, die bei dpv haubold verwendet werden, sind zudem hundertprozentig recycelbar. Und, so viel ist sicher: Für besondere Anforderungen entwickelt Bernd Haubold auch gerne besondere Lösungen. Warum wird veredelt? Schönheit, Schutz und Funktion sind im wesentlichen die Hauptgründe für die Druckund Papierveredelung. Eine Speisekarte oder ein Ordner aus Papier oder Pappe werden schlichtweg strapazierfähiger und weisen eine längere Haltbarkeit auf, wenn sie mit Folie kaschiert oder mit Lack beschich-

tet werden. Außerdem erfährt das »papierene« Produkt eine qualitative Aufwertung. Man denke dabei nur einmal an teures Parfum: Dank einer außergewöhnlichen, luxuriösen Verpackung wirkt es noch exklusiver. Die Werbewirksamkeit wird somit durch ein entsprechendes Produktimage erhöht. In den letzten Jahren gewinnt jedoch die Funktion eines Produktes für die Veredelung immer mehr an Bedeutung. In Heimwerkermärkten finden sich beispielsweise so genannte »Blisterpackungen«, die Schrauben, Glühbirnen und andere Kleinteile enthalten. Hier hat Bernd Haubold »seine Finger im Spiel«: Durch einen speziellen Blisterlack kann der Karton mit der Blisterhaube aus Kunststoff versiegelt werden. Ein weites Feld ist darüber hinaus auch der Lebensmittelbereich. Die Backformen aus Karton, die ganz besonderen Bedingungen standhalten müssen, wurden bereits erwähnt. Und, wer das nächste Mal im Flugzeug sitzt und die kleinen, meist quadratischen Boxen mit leckerem Inhalt öffnet, darf getrost an Bernd Haubold denken. Seiner Kunst der Papierveredelung ist es zu verdanken, dass solch ein luxuriöser Genuss überhaupt erst möglich ist! Karin Bitsch

dpv haubold Druck- und Papierveredelung GmbH Bahnhofstraße 12– 16 87781 Ungerhausen Telefon (08393) 9301 Telefax (08393) 9302 info@dpv-haubold.de www.dpv-haubold.de

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Software als Schlüssel zum Erfolg

Bei der hotline hotelsoftware GmbH hat 2011 eine neue Ära begonnen. Seit Beginn des Jahres zieht das Sonthofer Unternehmen und die SoftTec GmbH aus Mering unter der Leitung des neuen geschäftsführenden Gesellschafters Rolf Füßner an einem Strang. Mit diesem Zusammenschluss entstand einer der größten Anbieter für Hotel- und Gastronomielösungen auf dem deutschen Markt. as vor 25 Jahren mit einer Gästeverwaltung begann, ist heute eines der erfolgreichsten HotelsoftwareProdukte auf dem deutschsprachigen Markt. Seit dem Erscheinen der ersten Programmversion der Hotel- und Pensionsverwaltung 1986 hat sich einiges getan. Die damalige Software »hotpens« wurde über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt und ausgebaut, sodass nach und nach Reservierungs- und Abrechnungsfunktionen sowie weitere Module hinzukamen. Inzwischen erfreut sich die umfangreiche Produktpalette von hotline hotelsoftware auch außerhalb Deutschlands großer Beliebtheit. »Weit über 2 000 Kunden, darunter auch Anwender in Paraguay, Spanien, ailand oder Lettland setzen unsere Software ein,« berichtet Geschäftsführer Rolf Füßner und erzählt weiter: »Über unser in Sonthofen beheimatetes Service-Center werden unsere Anwender kompetent beraten und betreut. Und das übrigens 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr. Man kann durchaus sagen, hier in Sonthofen befindet sich das Herz des Unternehmens. Hier werden nämlich alle unserer Software-Produkte entwickelt.« Das Mittel-

BILD: AHRDNT

W »Unsere Produkte helfen als attraktive Marketinginstrumente dabei, aus einem Erstgast einen begeisterten Gast zu machen, der gerne wiederkommt.«

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standsunternehmen beschäftigt 20 Mitarbeiter und bildet in beliebten Berufen wie dem der Bürokaufleute, Informatikkaufleute oder Fachinformatiker aus. Meilensteine und Auszeichnungen Ein wichtiger Meilenstein ist die 2010 geschlossene Partnerschaft mit der DATEV, die es den Kunden der hotline hotelsoftware GmbH ermöglicht, Arbeitsschritte aus dem Bereich des Rechnungswesen deutlich zu vereinfachen. Darüber hinaus heimsen die Allgäuer Entwickler regelmäßig Preise und Awards ein. »Bereits im Jahr 2008 wurden wir mit dem Signet Innovationsprodukt in der Kategorie Mobile ausgezeichnet. Im Jahre darauf erhielten wir diese Auszeichnung für unser Modul hotline sales & marketing. Im Rahmen des Innovationspreises 2010 wurde hotline frontoffice als besonders empfehlenswert befunden und in die ITBestenliste aufgenommen. Dieses Programm erleichtert die Kommunikation zwischen Hotel und Gast. Durch automatische Newsletter-Funktionen können unter anderem Gäste zielgruppengerecht angesprochen und informiert werden. Durch das


Fachmagazin Tophotel wurde dieses Produkt schließlich mit dem sogenannten Star Award ausgezeichnet«, freut sich Marketingleiter Björn Ahrndt über den Erfolg des Unternehmens.

hotline hotelsoftware gmbh Hindelanger Straße 35 87527 Sonthofen Telefon (08321) 6749-0 info@hotlinesoftware.de www.hotlinesoftware.de

BILDER: HOTLINE

Marketing fürs Hotel Die Software der hotline hotelsoftware GmbH steht also für deutlich mehr, als die reine Gästeverwaltung oder Abwicklung von Buchungen. Marketingleiter Ahrndt erklärt das Zusammenspiel von Software, richtigem Verkaufen und Marketing in der Hotellerie so: »Das Ziel unserer Kunden ist die Gewinnung zufriedener Gäste. Unsere Produkte helfen als attraktive Marketinginstrumente dabei, aus einem Erstgast einen begeisterten Gast zu machen, der gerne wiederkommt.«

Unter einer Firmengruppe vereint, werden die beiden Firmen SoftTec GmbH und hotline hotelsoftware GmbH künftig ihre Marken gemeinsam präsentieren. Dazu zählen neben der Hotelsoftware auch die Bereiche Gastronomie- und Kassenlösungen sowie Individualprogrammierung und Netzwerktechnik. ora Engstler

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Idee, Planung, Umsetzung:

Events, die unvergesslich werden

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enn ein Unternehmen schon 30 Jahre erfolgreich am Markt besteht, ist das ein schöner Anlass, sich bei Freunden, Lieferanten und Kunden für die langjährige Treue zu bedanken. Und so wollte auch die PEKANA Naturheilmittel GmbH in Kißlegg ihr 30-jähriges Firmenjubiläum im September dieses Jahres mit einem mehrtägigen Fest feiern. Als Auftakt sollte ein Gala-Abend stattfinden, gefolgt von einem Tag der Offenen Tür mit buntem, abwechslungsreichem Programm für Groß und Klein. Schnell war klar, dass Planung und Organisation in die Hände eines Profis gehörten. Also zog Geschäftsführerin Katharina Beyersdorff schon im September 2010 Eventmanagerin Annette Meier hinzu, die sich erst wenige Monate zuvor mit einer eigenen Agentur in Lindenberg selbstständig gemacht hatte. Großes Aufsehen hatte sie bereits mit der Eröffnung ihres Büros erregt: Zum Apéro hatte sie geladen und ihm das Motto »Erdbeeren« gegeben, sind doch emen-Events ihre Leidenschaft. Allgegenwärtig waren die süßen Früchte, ihr Duft, ihre Farben, und luden ein zum Genießen mit allen Sinnen. Eindrucksvoll bewies Annette Meier, dass es nicht immer Prosecco und Häppchen sein müssen, dass eine pfiffige Idee Events so außergewöhnlich macht, dass sie in Erinnerung bleiben. Getreu ihrer Philosophie »Im Detail liegt der Erfolg!« kümmert sie sich mit der gleichen Aufmerksamkeit und Akribie ums große Ganze wie auch um das scheinbar Nebensächliche. »Nur wenn alles stimmt, wird eine Veranstaltung als gelungen erlebt«, weiß die Fachfrau.

Bilder: Meier (6), HannaH StuMpp (6)

W

Perfekt geplant und koordiniert Vieles war zu bedenken für die Jubiläumsfeier der PEKANA GmbH. Da musste für den Gala-Abend und die weiteren Tage ein Programm entwickelt werden, es mussten Künstler und Catering gebucht, die Veran-

staltungstechnik beschafft, ein Zelt geordert werden. Annette Meier entwickelte einen abwechslungsreichen Mix aus Festvorträgen und Einlagen, aus mehrgängigem Menü und anspruchsvollen Unterhaltungselementen, alles angepasst an die Firmenphilosophie. Als es dann Ernst wurde, koordinierte sie die Belange aller Beteiligten und sorgte dafür, dass etwa der Sound-Check der Pyrotechniker nicht zeitgleich mit der Rede des Bürgermeisters stattfand. Ausgestattet mit Walkie-Talkie, war sie während der ganzen Veranstaltung in engem Kontakt mit den verschiedenen Profis. Sie hielt die Fäden in der Hand, lenkte die Gäste und führte Regie. Abwechslungsreich und spannend »Events«, erklärt die Expertin, »müssen eine Spannungskurve haben.« Und so setzte das Klang-Feuerwerk, bei dem bekannte Melodien mit professioneller Pyrotechnik in ein opulentes optisches Spektakel umgesetzt wurden, um 23 Uhr den furiosen Schlusspunkt des offiziellen Programms – nicht zu früh und nicht zu spät, so dass noch Zeit blieb für zwanglose Plaudereien ganz privat. Auch den Tag der Offenen Tür hat die diplomierte Eventmanagerin mitgestaltet und dafür gesorgt, dass die anwesenden Gäste stets rechtzeitig auf den nächsten Programmpunkt hingewiesen wurden und die verschiedenen Angebote gleichmäßig ausgelastet waren. Das PEKANA-Jubiläum ist Annette Meiers jüngstes Groß-Event und allen Beteiligten in bester Erinnerung. Mit außergewöhnlichen Ideen und spannenden Highlights organisiert sie ebenso Vernissagen wie Geburtstagsfeiern, entwickelt Alternativen für die obligate Firmenweihnachtsfeier oder einen Mitarbeiterevent und macht so jede Veranstaltung zum individuellen Fest. Dank perfekter Organisation durch die Fachfrau können die Gastgeber entspannt genießen und sich mit ganzer Aufmerksamkeit ihren Gästen widmen.

Bild: Küper 

Auf so vieles muss achten, wer ein Fest organisiert. Eventmanagerin Annette Meier denkt schon bei der Planung ans große Ganze – und vergisst auch nicht die entscheidenden Details. Mit ihrer Agentur in Lindenberg macht sie private und Firmen-Events zu unvergesslichen Ereignissen. »Entscheidend«, sagt sie, »sind Kreativität und Idee«.

Annette Meier verlässt sich auf bewährte Partner, auf Menschen, Unternehmer, die wie sie Spezialisten ihres Fachs sind – und ebensolche Perfektionisten. Weil sie hohe Ansprüche an die Qualität ihrer Arbeit stellt, hat sich die toughe Eventmanagerin schon bald nach ihrem Start in die Selbstständigkeit einem Netzwerk angeschlossen, das aus rund 150 Agenturen besteht, mit verschiedensten Schwerpunkten und Spezialgebieten im Event-Bereich. Dank dieser Kontakte kann sie durch das Einholen diverser Angebote und ihr Know-How eine optimale Nutzung des Budgets sicher stellen. So spart sich der Kunde wertvolle Zeit und unnötige Kosten. Von der Idee bis zur Kostenkontrolle organisiert sie professionell jede Phase des Events ganz nach den individuellen Ansprüchen. In Kooperation mit der ESB (Europäische Sponsoring- Börse) kann sie darüber hinaus auf Wunsch VIP-Tickets für Veranstaltungen der Extraklasse buchen, für jedes exklusive Event weltweit, von der Formel 1 bis zu klassischen Konzerten – eine weitere attraktive Möglichkeit für Geschäftsleute und deren Partner. Kordula Küper

Meier Eventagentur Lauenbühlstraße 59 88161 Lindenberg Telefon (08381) 889980-1 Telefax (08381) 889980-2 info@meier-eventagentur.de www.meier-eventagentur.de

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Leistungsfähigkeit und höchste Qualität

Mit modernster Technik werden bei der Hartmann GmbH in Jengen personalisierte Sendungen, wie Mailings und Zeitschriften, be- und verarbeitet und zur Übergabe an die Post vorbereitet. Eine schnelle und qualitativ hochwertige Ausführung garantieren Werner Hartmann und seine Frau Annelen mit den 18 Mitarbeitern.

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Im Lettershop erfolgt das komplette Datenmanagement mit Datenabgleich, Dublettensuche, Adresskorrektur und postalischer Sortierung.

uf einem großzügigen Gelände von 3 200 Quadratmetern und einer Produktionsfläche von 900 Quadratmetern mit liebevoll angelegten Außenanlagen verbirgt sich ein mittelständischer Betrieb, bei dem der familiäre Charakter im Vordergrund steht. Es ist ein herrlicher Sommertag – Mittagszeit – als wir den Betrieb besuchen. An einem schattigen Platz an einem großen Steintisch neben dem Teich sitzen die Mitarbeiter bei der Brotzeit – ein harmonisches Bild. Und genau das gehört zur Firmenphilosophie von Werner Hartmann: er behandelt seine Mitarbeiter immer fair und legt großen Wert auf ein gutes Miteinander; im Gegenzug bekommt er dafür einen hundertprozentigen Arbeitseinsatz, der durchaus auch mal in Überstunden münden kann, wenn es die Auftragslage erfordert. Die 18 Voll- beziehungsweise Teilzeitkräfte erledigen die Mehrarbeit gerne. Wenn es sein muss auch am Wochenende. Leistungsfähigkeit und eine sehr hohe Qualität sind die Ansprüche, die Firmeninhaber Werner Hartmann nicht nur an sich selbst stellt, sondern auch von seinen Mitarbeitern erwartet. Der Olympiateilnehmer im Diskuswerfen 1984 in Los Angeles überträgt viel von seinen sportlichen Erfahrungen, vor allem den Teamgeist, in die Firma. Und der Erfolg gibt ihm recht. Was 1998 als eineinhalb Perso-

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nenbetrieb begann, ist nun ein gesund gewachsenes mittelständisches Unternehmen, das deutschlandweit seinen festen und sehr zufriedenen Kundenstamm hat, den sich Werner Hartmann allein durch Mundpropaganda erworben hat. Im Lettershop erfolgt das komplette Datenmanagement mit Datenabgleich, Dublettensuche, Adresskorrektur und postalischer Sortierung. Selbstverständlich werden Infound Pressepostaussendungen komplett abgewickelt. Die Hochleistungs-Kuvertiermaschinen können bis zu 8000 Exemplare pro Stunde liefern, über den Broschürenversand verlassen jährlich 80 verschiedene Titel von namhaften Verlagen mit einer Gesamtauflage von circa einer Million Heften die Hallen der Hartmann GmbH. Insgesamt etwa drei bis vier Millionen Mailings werden im Jahr abgewickelt. Die drei Inkjetanlagen bringen – je nach Einlauflänge – eine Taktleistung von bis zu 25 000 Exemplaren pro Stunde. Die Hartmann GmbH bietet ihren gewerblichen Kunden darüber hinaus eine breite Palette an Angeboten, die weit über die gewöhnlichen Aufgaben eines Lettershops hinausgehen. Mit modernster Technik wird gefalzt, verpackt und konfektioniert. Dazu gehören unter anderem Folienschweißen, Paketum-

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Werner und Annelen Hartmann (re.) sind stolz auf ihre Mitarbeiter, die maßgeblich zum Erfolg der Firma beitragen.

reifen, Banderolieren, Lochen, Rillen, Perforieren und Stanzen, um nur einige Beispiele zu nennen. Gedruckt wird Digital in schwarzweiß und Farbe, außerdem sind Offsetdruck, Hüllendruck, Stanzen und Blindprägen möglich. Für den Kunden besonders bequem ist die Möglichkeit des Warehousing, zu der auch die datenbankgestützte Auftragsabwicklung gehört. Der Kunde hat einen direkten Zugriff auf die Datenbank, dadurch verkürzt sich die Auftragszeit erheblich. Die Kontrolle der Auftragsabwicklung erfolgt mittels Barcodeerfassung, sodass zu jedem Zeitpunkt der aktuelle Sachstand des Einzelauftrags abgerufen werden kann. Bei allein 28 000 Einzelaufträgen für zwei Verlage pro Jahr kann nur so der Überblick gewahrt bleiben. Und vor allem kann der Kunde am PC seine Sendung verfolgen – zeitraubende telefonische Rückfragen entfallen damit. Auch in Zukunft wird sich die Hartmann GmbH technisch immer auf dem neuesten Stand bewegen und für Qualität und erstklassigen Service bürgen. Karin Donath

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BILDER: HARTMANN

Insgesamt etwa drei bis vier Millionen Mailings werden im Jahr abgewickelt.

Hartmann GmbH – Lettershop Gewerbestraße 6– 8, 86860 Jengen Telefon (08241) 80062-0 Telefax (08241) 80062-21 info@hartmann-gmbh.net, www.hartmann-gmbh.net


Sie möchten sich präsentieren?

Auch oder Ihr Unternehmen/Ihre Firma im Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Wir bieten Ihnen den Service einer R qualifizierten Redaktion: Das heißt individuelle Berichterstattung über Ihre Firma/Ihr Unternehmen. R Bei uns gibt es keine Berichte »von der Stange«, ein Mitglied unseres Redaktionsteams besucht Sie und begleitet Sie während des Auftrags. R Viel Zeit nehmen wir uns zudem für ein ansprechendes Layout (Grafik). R Die Endabstimmung erfolgt natürlich in Absprache mit Ihnen vor der Drucklegung. R Wir garantieren zudem die Verteilung von 10000 Magazinen im württembergischen und bayerischen Allgäu. R Alle Hefte werden im Übrigen personifiziert zugestellt – namentlich und direkt an die Entscheidungsträger aller Firmen. R Zusätzlich wird unser Heft auch über den Einzelhandel verkauft (u. a. 83 Feneberg-Filialen im Verbreitungsgebiet).

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Rufen Sie uns unverbindlich an, wir beraten Sie gerne! Ansprechpartner: Thomas Tänzel Telefon (0831) 960151-10, taenzel@tt-verlag.de Unsere nächste Ausgabe erscheint am 14. Dezember, Redaktionsschluss ist am 21. November.

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Forum des guten Geschmacks Als Artur Gann 1987 das »Forum Einrichtungen« in Memmingen eröffnete, hatte er eine klare Intention: Er wollte einen »Marktplatz«, einen »Versammlungsort«, (so die deutsche Übersetzung für das lateinische Wort »forum«) für hochwertige, stilvolle Möbel und Wohnaccessoires schaffen. Stil war und ist dabei im »Forum« keine Frage des Preises, sondern des persönlichen Geschmacks – und somit ist die Angebotspalette sehr breit gefächert und »stilvoll« präsentiert.

eute ist Oliver Gann alleiniger Geschäftsführer der »Forum Einrichtungen«, bleibt jedoch den elterlichen Vorgaben treu. Auf über 1 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche über drei Etagen finden seine Kunden die unterschiedlichsten Kollektionen führender, internationaler Hersteller. Namen wie Ackermann, COR, B & B Italia, Cassina, interlübke, ligne roset, Schönbuch, Stilo, Vitra – um nur einige wenige zu nennen – sind zu lesen. »Design international« heißt der Slogan von »Forum Einrichtungen« somit zurecht und

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erhebt den Anspruch auf zeitlose, langlebige, wertbeständige Qualität und Design. »Wie groß Ihr Budget ist, das Ihnen für die Wohnungseinrichtung zur Verfügung steht, spielt nicht wirklich eine Rolle,« betont Oliver Gann, »entscheidend ist, dass Sie auf die Qualität eines Möbelstücks achten. Billige Wegwerfmöbel zu kaufen, entspricht nicht dem heutigen Gedanken von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Und mal ehrlich: Möbel, die bereits nach zwei, drei Jahren entsorgungsreif sind, erfreuen doch nicht wirklich die Herzen ihrer Besitzer.«

Der Begriff »Qualität« beschränkt sich bei Oliver Gann jedoch nicht nur auf die Produkte, die er verkauft. »Jeder träumt seinen eigenen Traum« So unterschiedlich die Menschen selbst sind, so individuell sind auch ihre Vorstellungen und Wünsche, ja, Träume vom Wohn- oder Arbeitsbereich, in dem sie sich wohl fühlen. In einem ausführlichen Beratungsgespräch, das entweder im »Forum« oder beim Kunden vor Ort stattfinden kann,


Bilder: Bitsch (7), cOr (1), interlüBke (1)

lernt Oliver Gann zunächst die Ideen und Wünsche des jeweiligen Kunden kennen. Danach werden, von Hand oder am PC, die ersten Planungen gezeichnet. Anhand der Zeichnungen werden schließlich die Details besprochen – denn schließlich soll alles harmonisch aufeinander abgestimmt sein, vom Teppichboden bis zu den Farben der Wände und Decken. Da kommt es schon des öfteren vor, dass zum Beispiel das ausgewählte Lieblingssofa mit dem Stoff eines anderen Herstellers bespannt werden soll. Oder es sind Sonderanfertigungen nötig beziehungsweise gewünscht. Auf den Millimeter genau werden Sondermaße beim Hersteller bestellt, ob es sich nun um die neue Regalwand oder den massiven Büroschreibtisch handelt. Auch die so genannten Baukastensysteme verschiedener Hersteller ermöglichen problemlos individuelle Lösungen. Um raffinierte Akzente zu setzen, muss auch die Platzierung der Lichtquellen exakt geplant sein. Die Planungen, die Oliver Gann und seine sieben MitarbeiterInnen erstellen, umfassen also stets den gesamten Raum, stellen ein ganzheitliches Konzept vom ersten Gespräch bis zur Ausführung dar. Das eigene Liefer- und Montageteam bringt schließlich jeden Auftrag erfolgreich zum Abschluss. Danach erfolgt die Abnahme durch Oliver Gann persönlich, denn ihm ist es wichtig, zufriedene und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu erhalten – auch, wenn der Kunde »nur« eine bequeme Couch oder einen praktischen Esstisch kaufen möchte!

Steffen Wiedmann (Einrichtungsberater), Margarita Kugler (Azubi) und Oliver Gann (Inhaber und Geschäftsführer v.li.n.re.).

Ein-Zimmer-Apartment oder Bürokomplex? Was für Privatkunden gilt, gilt natürlich auch für Geschäftskunden. Denn, nicht nur das Familienzuhause will gemütlich und überzeugend schön eingerichtet sein. Gerade im gewerblichen Bereich kommt es auf eine durchdacht konzipierte Planung an, müssen doch die unterschiedlichsten Voraussetzungen und Bedürfnisse erfüllt sein. In einem Krankenhaus herrschen schließlich völlig andere Bedingungen vor als beispielsweise in einem Autohaus oder Bürogebäude. Vom EDV-Arbeitsplatz über das Chefbüro bis zum Konferenzraum plant, liefert und montiert »Forum Einrichtungen« die kompletten Inneneinrichtungen für diverse gewerbliche Institutionen und Branchen. Als Referenzen mögen hier einige Beispiele dienen wie das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren, die Karwendel-Werke in Buch-

loe, das Autohaus Reisacher in Memmingen oder Maschinenbau Demmeler in Heimertingen. Wer sich nun an seiner wunderschönen, harmonischen und perfekt passenden, neuen Einrichtung erfreut, kann auf einem »Schlendergang« durch das »Forum«-Einrichtungshaus noch so manches »Tüpfelchen auf dem I« entdecken. Vielleicht ein Designer-Geschirr zum neuen Esstisch? Ein paar »Lümmelkissen« für die großzügige Sitzlandschaft, die seidige Bettwäsche für’s Schlafgemach oder die Massivholz-Kleiderbügel für die Garderobe? Selbst die ausgefallene Uhr oder die extravagante Handtasche für die geliebte Gattin als Weihnachtsgeschenk bietet die Accessoires-Abteilung im »Forum« hin und wieder. Stilvoll, exklusiv, geschmackvoll und stets individuell – wie »Forum EinrichtunKarin Bitsch gen« selbst.

Forum Einrichtungen Eichenstraße 35 87700 Memmingen Telefon (08331) 9798-0 Telefax (08331) 9798-30 info@forum-einrichtungen.de www.forum-einrichtungen.de

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Nebelhornspitzen, Fellhorngeister, Rossbolla, Schneeballen, Oberstdorfer Busserl

Das süße Herz von Oberstdorf Wer beim Naschen das Besondere liebt, kommt am Café Gerlach in Oberstdorf nicht vorbei – erst recht nicht jetzt, da es sich nach gründlicher Renovierung in neuem, einladend jungem Ambiente präsentiert.

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BILDER: GERLACH

N

ur passionierte Wanderer denken bei der Nebelhornspitze an mühsame Kraxelei und beschwerliche Aufstiege. Genießer hingegen verbinden mit dem Wort die feinen zweifarbigen Pralinen, für die die Conditorei-Confiserie Gerlach in Oberstdorf berühmt ist: ein zart schmelzender Traum aus heller oder dunkler Schokolade, Cointreau und Krokant. Nicht weniger raffiniert sind die Fellhorngeister, Rossbolla, Schneeballen und Oberstdorfer Busserl, die süße Gaumenfreuden verheißen. Liebhaber anspruchsvoller Süßigkeiten haben mit der Conditorei-Confiserie Gerlach ihr Paradies gefunden. Hier schwelgen sie in feinsten Genüssen, süßen, ausgefallenen Kompositionen in reicher Auswahl. 30


verschiedene Torten stehen zur Wahl, 50 Sorten Pralinen, köstliche Schokoladen, zarte Gebäckkreationen sowie fruchtige Marmeladen und Konfitüren. Und wer einmal Früchtebrot und Baumkuchen der Confiserie Gerlach probiert hat, der versteht, weshalb die Köstlichkeiten von Oberstdorf aus an Genießer in aller Welt verschickt werden. Gern nutzen auch Unternehmen die Präsente des Hauses, um Kunden und verdienten Mitarbeitern ihre Verbundenheit zu zeigen. Regelmäßig ist der Gerlach-Stand auf dem Hindelanger Weihnachtsmarkt dicht umlagert, wenn dort zum Baumkuchen der selbst kreierte Orangenpunsch ausgeschenkt wird. Café in neuem Look Das Café Gerlach, in dem man die Torten und Kuchen gleich vor Ort genießen kann, ist seit der Geschäftseröffnung 1972 ein beliebter Oberstdorfer Treffpunkt. Entspannt genießen anspruchsvolle Gäste samstags, sonntags und an Feiertagen das reiche Frühstücksbuffet, das mit selbst gemachtem Bircher Müsli, frischem Obstsalat, mit Fruchtjoghurts, Marmeladen und französischem Baguette verwöhnt. Inhaber, Konditormeister und Betriebswirt, Peter Gerlach, der das Geschäft vor rund zehn Jahren von seinen Eltern Fritz und Elfriede Gerlach übernommen hat, hat ihm nun nach gründlicher Renovierung und Erweiterung ein ganz neues Aussehen gegeben. Bequeme Möbel, frische Farben und eine reduzierte, klare Formensprache lassen das Café Gerlach jung und modern wirken, dabei einladend und behaglich. Als Reminiszenz geleitet das originale Geländer den Gast auf die Empore, die mit warmen Caféhaus-Farben zum Plausch einlädt. Im Parterre setzt leuchtendes Rot fröhliche Akzente. Modern und alpenländisch Als beeindruckende Erweiterung ist das alpcafé hinzu gekommen, in einem eigenen Anbau mit großer Sonnenterrasse davor. Einst stand hier das »Oberstdorfer Stüble«, ein Gasthaus, das schon vor einiger Zeit seine Tore für immer geschlossen hat. Mit dem alpcafé ist die Moderne in Oberstdorf eingezogen, alpenländisch interpretiert, mit Fichten- und Eichenholz im Innern, mit Kuhfellen und Kaminofen, mit einer attraktiven Lärchenholz-Fassade. Unkompliziert gibt sich das Ambiente, schlicht und geradlinig, doch dem hohen Niveau verpflichtet, das man mit dem Namen Gerlach verbindet. Es ist ein Treffpunkt für junge Leute und jung gebliebene, von früh bis in den Abend. Zweimal pro Woche, donnerstags und frei-

tags, werden die Gäste bis 22 Uhr mit ausgewählten Weinen und feinen Snacks verwöhnt, Flammkuchen etwa oder Quiche Lorraine. Für private Feiern oder offizielle Events bis 70 Personen verwandelt sich das alpcafé in einen separaten Veranstaltungsraum. Ausgestattet mit dem nötigen Equipment, mit Beamer und Leinwand, kann der Raum auch für geschäftliche Meetings genutzt werden. Insgesamt finden nun rund 210 Gäste Platz. In Service und Produktion sorgen 17 Mitarbeiter für das Wohl der Gäste und Kunden, sechs von ihnen in der Backstube. Der Nachwuchs liegt Peter Gerlach besonders am Herzen. So gibt er sein Wissen und seine Kunst gern an die fünf Azubis weiter, die derzeit bei ihm das Konditor-Handwerk erlernen. Auch bei der Ausbildung weicht der Chef nicht von seinen hohen Ansprüchen ab. Daher kann Peter Gerlach nicht ohne Stolz erklären: »Unsere Azubis gehören immer zu den Innungsbesten, sind mindestens unter den ersten drei!« Kordula Küper

Bequeme Möbel, frische Farben und eine reduzierte, klare Formensprache.

Conditorei Café Gerlach Metzgerstraße 13 87561 Oberstdorf Telefon (08322) 4354 Telefax (08322) 8827 info@cafe-gerlach.de www.cafe-gerlach.de

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Dienstbare

Geister

LiSe – der Name klingt nach einer freundlichen Helferin. Und so ist es auch. Nur, dass es

Lecker

sich bei der »LiSe« nicht um eine fleißige Person handelt, sondern gleich um ein paar hundert dienstbare Geister. Sie nehmen Unternehmen Dinge ab, die nicht zu deren Kerngeschäft gehören, aber ebenfalls erledigt werden müssen: Mitarbeiter oder Festgäste mit Speisen versorgen, Wäsche waschen, Fenster und Fassaden reinigen oder organisatorische Dinge erledigen. Die LiSe hilft auch in einem weiteren Sinn: Sie sorgt dafür, dass Menschen mit Behinderung einen Platz im Arbeitsleben finden. LiSe ist die Abkürzung von »Liebenau Service GmbH«, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren. Zu den Aufgabenfeldern der LiSe gehören Catering, Textilservice, Gebäudeservice sowie Organisationsberatung und Training.

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Speisen fürs Oktoberfest Im Küchentrakt in Meckenbeuren herrschte in den vergangenen Wochen Hochbetrieb. Neben der üblichen Arbeit – das heißt, je nach Bestellung, täglich 1 800 bis 2 500 Mittagessen kochen – belieferte die LiSe das deutsch-schweizerische Oktoberfest in Konstanz mit Gerichten. Paulaner Bierbraten mit Semmelknödeln beispielsweise, Bierkutschergulasch oder Obatzda. Zusätzliche 2 500 Speisen täglich, 13 OktoberfestÖffnungstage lang. Jeden Tag brachte ein firmeneigener Lastwagen die Gerichte an den Bodensee. Die LiSe stellte darüber hinaus die Küchenleitungen in den beiden Festzelten und sorgte bei Sonderveranstaltungen für Auswahl an den Büffets. Solch eine Großveranstaltung ist eine logistische Herausforderung und gleichzeitig bereits Routine. Denn es war bereits das

fünfte Oktoberfest, bei dem die LiSe das Catering übernommen hatte. Weitere Großaufträge folgten dann 2008. Zum Beispiel von der Brauerei Meckatzer. 8 000 Gäste kamen damals zu deren Weiß-Goldenem Genusswochenende. Im selben Jahr versorgte die LiSe als Caterer 20 000 Gäste beim Jubiläum der Wangener Firma Waldner. Täglich Brot Im üblichen Tagesgeschäft beliefert die Küche einerseits interne Kunden, also Einrichtungen der Stiftung Liebenau, andererseits externe Betriebe in der Region. Bei Vetter in Ravensburg sowie Liebherr in Lindau betreibt die LiSe eigenständig die Betriebskantinen, andere Unternehmen werden nur mit Mittagessen und Snacks beliefert. Die Referenzliste ist lang. Außenstellen fürs


Auf dem Liebenau-Gelände von Küche zu sprechen, wäre

eine maßlose Untertreibung.

Event-Catering unterhält die Liebenau Service GmbH außerdem im Schloss in Bad Wurzach und im Kochwerk Ravensburg, wo neben Event-Catering ein Mittagstisch angeboten wird und von wo aus die gewerblichen Schulen Ravensburg sowie der Schwörsaal in Ravensburg gastronomisch bedient werden. Auch im Dornier-Museum in Friedrichshafen lädt die LiSe im Restaurant DO-X zu einem leckeren Mittagstisch. Strenge Kontrollen Auf dem Liebenau-Gelände von Küche zu sprechen, wäre eine maßlose Untertreibung. Es handelt sich um einen Trakt mit Kühlräu-

men, Gemüseküche, Warmküche, Kaltküche, Spülabteilung und Versand. Täglich werden in Meckenbeuren allein rund 170 Kilogramm Blattsalat und Rohkost angeliefert, schätzt Rebecca Langer, Betriebsleiterin der Region Liebenau. Vor der Verarbeitung passieren alle Lebensmittel strenge Qualitätskontrollen. Im ersten Kühlraum beginnt die Arbeitsvorbereitung. Mitarbeiter sind den ganzen Tag damit beschäftigt, Nudeln und andere Zutaten aus der Verpackung zu nehmen und in Stangenwagen zu füllen. Was sie in welchen Mengen vorbereiten müssen, entnehmen sie den vorbereiteten Rezepten aus dem Computer.

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Sauber

Schonende Zubereitung Die Produktionsküche arbeitet nach dem »Cook and Chill«-Verfahren. Was an einem Tag gekocht wird, kommt am Folgetag auf die Teller. Drei Mittagsmenüs stehen täglich zur Wahl und zwei verschiedene Abendessen. Damit Qualität und Vitamine nicht leiden, kühlen die fertigen Speisen binnen eineinhalb Stunden in Schnellkühl-Geräten auf drei Grad Celsius herunter, um später vor Ort in Kombidämpfern wieder auf Essenstemperatur gebracht zu werden. Diätköche sorgen dafür, dass auch Menschen, die auf Diätkost angewiesen sind, mit geeigneten Speisen versorgt werden können.

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Integrativ Menschen mit Behinderung sind unter fachlicher Anleitung in die tägliche Arbeit mit eingebunden. Je nachdem, was sie vermögen, wiegen sie ab, schöpfen Essen, schließen Behältnisse oder kleben Etiketten auf. Beim Abwasch in der Spülküche gibt es ebenfalls zu tun. Im Versand werden die kompletten Mittagessen sowie an manchen Tagen Bestellungen an Käse, Wurst, Obst oder Gemüse den Kunden zugeordnet und fertig gemacht zum Transport. Jeder Arbeitsschritt folgt strengen Qualitätskriterien, wird dokumentiert und kontrolliert. Neben Gesundheitsamt und Dekra überwacht ein unanhängiges Institut die Arbeit im Catering. Dieser unabhängigen Kontrolle unterzieht sich das LiSe-Catering freiwillig. Tonnenweise Wäsche Unweit des Küchentraktes auf dem Gelände befindet sich der Textilservice der LiSe. Neun Tonnen Wäsche werden hier täglich vom Schmutz befreit – alles von der Socke bis zur Matratze. Zu den Kunden gehören die Behindertenhilfe und Altenpflege der Stiftung Liebenau, aber auch Metzgereien, Krankenhäuser, Hotels und Gaststätten. Das Einzugsgebiet reicht bis Böblingen und im Winter sogar bis nach St. Anton. Im no-

blen Skiort am Arlberg haben sich mehrere Hotels zusammen getan und lassen ihre Wäsche von der LiSe waschen. Es muss nicht die eigene Wäsche sein. Hotels und Gastronomen können Laken, Kissen, Überzüge, Handtücher oder Tischwäsche bei der LiSe mieten. Mit großer Sorgfalt Weil über 90 Prozent der Aufträge im Textilservice kiloweise abzurechnen sind, wird zunächst gewogen, was verschmutzt über zwei Lastwagenrampen ankommt. Kunde für Kunde wird separat behandelt. An einem Band helfen Menschen mit Behinderung beim Vorsortieren, etwa nach »Jeans, Cordhosen, Biberbettwäsche dunkel« oder Wäsche in der Farbe »Rot«. Schmutzige Unterwäsche muss niemand in die Hand nehmen. Sie bleibt liegen und fällt am Ende in einen separaten Behälter. Ganz besonders sorgfältig geht der Textilservice mit Wäsche aus Altenheimen um. Die Kleidung und vor allem die Lieblingsstücke darunter gehören zu den persönlichen Dingen, die den Menschen wichtig sind. Damit jeder zurückbekommt, was ihm gehört, werden Patchzeichen mit Kundennummer und Namen des Besitzers in die Kleidung gepatcht. Die Zeichen stellt der Textilservice her und patcht sie in der Schneiderei ein. Die Wäsche für Firmen kann mit Barcode ausgestattet werden. Nach dem Einscannen ist leicht zu erkennen, welche Kleidungsstücke wie oft gewaschen werden. Das ist etwa bei Metzgereien wichtig, in denen die Kleidung täglich gewechselt und das auch nachgewiesen werden muss. Vollautomatisch Nach der Vorsortierung werden die mächtigen blauen Behälter am Beginn der Waschstraße gewogen. Sie fassen 50 Kilo wie die Maschinen, zehnmal so viel wie eine Haushaltswaschmaschine. Die Waschstraße ist groß wie ein Haus und verfügt über zwölf verschiedene Kammern zum Vorwaschen,


Neun Tonnen Wäsche werden hier täglich

vom Schmutz befreit.

zum Hauptwaschen und zum Spülen. Was sauber ist, verlässt die Straße mit hautneutralem PH-Wert. Gesteuert wird die Waschstraße per Computer. Er sorgt dafür, dass Waschmittel aus dem Tank unter der Waschstraße zugeführt, Wäsche je nach Verschmutzungsgrad behandelt und das jeweilige Mittel verwendet wird, das vom RobertKoch-Institut vorgeschrieben ist. Für ganz empfindliche Sachen wie Seidenblusen oder Angorapullis stehen drei separate Maschinen zur Verfügung. Auch die Wäschetrockner arbeiten computergesteuert. Vollautomatisch transportieren die Maschinen

die Wäsche aus der Schleuder in die Trockner und befördern sie dann auf ein Band, wo sie sortiert werden. Von Hand Mangeln, Dampftrockner, Maschinen zum Falten, Heißdampftunnel für Oberbekleidung – die Wäscherei der LiSe ist modern und automatisiert. »Bügeleisen werden Sie hier nicht finden«, erzählt die Leiterin Christiane Wernet. Trotzdem bleibt noch genügend zu tun für die Mitarbeiter. Sie glätten Laken mit geübtem Griff, bevor die Heißmangel sie einzieht. Das gibt ein besseres Er-

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Integrativ

gebnis. Die Kunden schätzen das und sind bereit, solch eine Leistung zu honorieren. Im Textilservice arbeitet niemand im Akkord. 46 Beschäftigte im Textilservice sind Menschen mit Behinderung. Sie sind integriert in den Arbeitsablauf, drücken die Spitzen von Kissen aus, drehen Wäsche auf rechts und ziehen Ärmel heraus, öffnen Knoten an Schürzen, hängen Wollpullis zum Trocknen auf, sortieren T-Shirt zu TShirt , Polohemd zu Polohemd, Hose zu Hose, bevor alles maschinell gefaltet wird. Im angeschlossenen WfbM-Bereich (Werkstatt für behinderte Menschen) herrscht eine ungezwungene Stimmung. Hier arbeiten jene, die ohne Betreuung durch eine Fachkraft nicht tätig sein könnten. Gemeinsam legen sie an zwei großen Tischen zusammen, was maschinell nicht möglich ist.

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Ökologisch Für den Textilservice wurde ein ausgefeiltes Energiekonzept entworfen. Warmes Abwasser etwa dient zum Aufheizen von Frischwasser. Dampfenergie liefert der »Windelwilli«, in dem Inkontinenzabfälle und Windeln verbrannt werden. Der Textilservice ist nach DIN-Norm zertifiziert und hat alle weiteren Zertifikate, die er braucht, um Haushalts- und Objektwäsche, Krankenhauswäsche sowie Wäsche aus Lebensmittelbetrieben zu behandeln. Regelmäßige Qualitätskontrollen gehören zum Standard wie in jedem Betrieb. Emotional Trotzdem ist das Arbeiten in den verschiedenen LiSe-Zweigen anders als in konventionellen Unternehmen. Da kann es schon mal sein, dass man spontan umarmt oder geküsst wird. »Man muss damit umgehen können«, sagt Christiane Wernet und fügt hinzu: »Unterm Strich ist es eine große Bereicherung.« Denn es gibt so schöne Erlebnisse wie jenes mit einem Autisten, den seine Kollegin mit ihrem munteren Geplapper sogar zum Lachen brachte.

Ganz sauber Neben Catering und Textil-Service bietet die LiSe einen Gebäudeservice an. Dazu gehört die klassische Unterhaltsreinigung von Büros, in Wohngruppen, Läden oder Gastronomie. Mehr als 100 Objekte betreut der Gebäudeservice, darunter die Gemeinde Meckenbeuren und die Mega Company Euronics XXL in Tettnang. Auch in diesem Unternehmenszweig arbeiten Menschen mit Behinderung mit. Betreut von pädagogischen Mitarbeitern reiben sie Tische ab oder wischen. Zu den Kunden gehören außerdem die Ökologischen Molkereien Allgäu in Kisslegg (ÖMA). Dort reinigt das LiSe-Personal mit biologischen Mitteln – wirksam und umweltverträglich. Inzwischen kommen entsprechende Nachfragen auch von weiteren Kunden. Bei Bau- und Sonderreinigungen hat sich ebenfalls ein fester Kundenstamm herausgebildet. Die LiSe übernimmt die Grundreinigung von Böden ebenso wie die Reinigung von Glas, Fassaden und Photovoltaikanlagen, deren Energieausbeute deutlich höher ist, wenn die Module frei von Schmutz gehalten werden. Der AquaQlean mit auf 18 Meter ausfahrbarer Teleskopstange aus Carbon ist dabei ein äußerst nützlicher Helfer. Im Rahmen des Gebäudeservice werden auch Hausmeisterdienste angeboten. Auf Wissensstand »LiSeplus« heißt der Beratungszweig des Unternehmens. LiSeplus bietet Seminare für Mitarbeiter von Unternehmen auf den Feldern Verpflegung, Wäscherei sowie Reinigung an – völlig unabhängig vom Dienstleistungsangebot der LiSe. In puncto Unternehmensführung geht es um Personalmanagement oder Hygiene und Arbeitssicherheit. Gerade half LiSeplus dem Kloster Hegne, seine Wäscherei nach einem speziell aufs Kloster abgestimmten Konzept zu erneuern. In den St. Vinzentius Einrichtungen in Bad Waldsee überarbeiteten die Liebe-


Dort reinigt das LiSe-Personal mit biologischen Mitteln –

wirksam und umweltverträglich. nauer das Ernährungskonzept. Ins Portfolio gehören darüber hinaus maßgeschneiderte Fortbildungen für Unternehmen, die auch in deren Räumen angeboten werden.

Egal, auf welchem Feld die LiSe tätig ist: »Besonders im Detail« muss es schon sein. Jutta Nichter-Reich

Liebenau Service GmbH Siggenweilerstraße 11 88074 Meckenbeuren Telefon (07542) 107010 Telefax (07542) 107999 service@lise-gmbh.de www.lise-gmbh.de

Bilder: richter-reich (4), lieBenau (10)

Sozial und erfolgsorientiert Als Tochter der Stiftung Liebenau ist auch das Dienstleistungsunternehmen LiSe sozial ausgerichtet. Die gelbe Rose steht als Zeichen für eine »integrative, menschliche Unternehmensform«. Die Atmosphäre im Betrieb, so beschreiben es Mitarbeiter, sei offen, freundlich und unkompliziert. Trotzdem ist

der Betrieb natürlich auch am Erfolg orientiert. Die GmbH wurde 1999 gegründet und ist seither stetig gewachsen. Heute arbeiten unter Geschäftsführer Frank Moscherosch 435 Leute. Die LiSe offeriert mit Catering, Textilservice, Gebäudeservice und Beratung ein Angebot, das anderen Unternehmen Dinge abnimmt, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Im Branchenjargon spricht man von Facility-Management. Die LiSe versteht das als ganzheitliche und umfassende infrastrukturelle Unterstützung

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Holzer Druck und Medien in Weiler im Allgäu erweitert die Offsetdruckerei mit

Neuen Medien Individualisierte Drucksachen, Broschüren und Flyer, die gleichzeitig weltweit bearbeitet werden können, kostengünstiger Schwarz-Weiß- und Farb-Digitaldruck in kleinen und mittleren Auflagen – die Abteilung Neue Medien bei Holzer Druck und Medien in Weiler setzt mit globalisierter Technik und maximaler Flexibilität Maßstäbe.

ehmen wir mal an, ein deutschlandweit oder gar international agierendes Allgäuer Unternehmen möchte sich mit einer Jubiläumsbroschüre feiern. Der Geschäftsführer lebt und arbeitet hier, die Niederlassungsleiter aber jeweils vor Ort. Sie alle sollen ein Grußwort beisteuern. Die fachspezifischen Texte liefert ein versierter Redakteur in Stuttgart, die weiteren Texte eine PR-Agentur, die nun wiederum in der Medienstadt München sitzt. Mit der Gestaltung soll ein Grafiker im hohen Norden beauftragt werden, mit dem man seit langen Jahren verbunden ist. Zu guter Letzt braucht man die Broschüre aber nicht nur in Deutsch, sondern in den Sprachen all der Länder, in denen das Unternehmen seine Dependancen hat: So ist also auch noch ein Tross Übersetzer am Werk. Unvorstellbar, welche Daten- und Papiermengen zwischen den Beteiligten hin- und herfließen, wie viel Zeit dabei vergeht und gegen wie viele Fehlerquellen man sich absichern muss! Genau das hat man in der Abteilung Neue Medien bei Holzer Druck und Medien in Weiler erkannt und nach Alternativen gesucht. Wie wäre es, so hat man hier überlegt, wenn alle Beteiligten zeitlich und örtlich unabhängig ihren Part beisteuerten zu dem gemeinsamen Projekt, das allen als

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Frank Stadler, Leitung Neue Medien.

Teamwork in Zeiten der Globalisierung! 100 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011


Das Neue Medien-Team: Franziska Immler, Frank Stadler, Alexandra Fichter und Anita Eugler (v.li.n.re.).

Online-Dokument, abgelegt auf einem zentralen Server, zur Verfügung steht. So entstand das Translation Management System. Über das Internet haben Administratoren und Editoren, ausgestattet mit je verschiedenen Rechten, Zugriff auf die Datei und ihre vorab definierten Arbeitsbereiche. So ist sicher gestellt, dass kein Unbefugter Änderungen vornimmt und dass die CI-Vorgaben nicht allein im Master-Dokument, son-

dern auch in den jeweiligen Arbeitsversionen strikt eingehalten werden. Da werden Überschriften eingepasst, Texte genau nach Zeilenvorgabe formuliert, Übersetzungen gestrafft. »Speichern« lautet der einfache Befehl, der sicher stellt, dass weltweit die stets aktuellste Version bearbeitet wird. Ohne kostspielige Software-Installation und ohne aufwendige Schulungen stellt Holzer Druck und Medien dieses Tool den Kunden zur

Verfügung. Gearbeitet wird wie gewohnt mit dem professionellen Grafik-Programm Adobe InDesign. Die Vorteile liegen auf der Hand: kurze, schnelle Kommunikations- und Abstimmungsprozesse, Kosten- und Zeitersparnis, die Minimierung von Datenverlusten und zugleich die Sicherheit, den Stand der Dinge stets im Blick zu haben: Team-Work in Zeiten der Globalisierung!

Alle Beteiligten steuern zeitlich und örtlich unabhängig ihren Part zu dem gemeinsamen Projekt bei.

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Anita Eugler, Leitung Digitaldruck.

Digitaldruck – flexible und kostengünstige Alternative zum Offset-Druck.

Digitaldruckmaschine mit Weiterverarbeitung: falzen, Rückendrahtheftung und schneiden in einem Durchgang.

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Digitaldruck: schnell, flexibel, kostengünstig Doch denkt man bei Holzer Druck und Medien nicht nur in weltumspannenden Dimensionen. Auch ganz kleine Druckprojekte, ab der Stückzahl Eins, werden in der Abteilung Neue Medien mit gleicher Sorgfalt und Akribie abgewickelt. Wenn nötig, arbeiten zwei Schwarz-Weiß- und ein FarbDrucker rund um die Uhr, drucken Bedienungsanleitungen, Messeauflagen, Flyer, Plakate, Visitenkarten in jeder gewünschten Menge. Viele Firmen nutzen die Vorteile längst, lassen ihre Drucksachen nicht in hoher, sondern nur in der gerade benötigten Auflage drucken: Print-on-Demand macht eine aufwendige Bevorratung überflüssig – und auch die teure Vernichtung nicht benötigter Exemplare. Nicht zuletzt dank der hohen Beweglichkeit gehört der Digitaldruck zu den wichtigsten neuen Standbeinen des Unternehmens – als flexible und kostengünstige Alternative zum Offset-Druck. Schon traditionell lässt beispielsweise die Firma Liebherr ihre Manuals und Bedienungsanleitungen in Weiler produzieren. Selbstverständlich gehören zum Auftrag, falls gewünscht, auch Konfektionierung und Versand. Ein weiterer Vorteil des Digitaldrucks: Dank leistungsstarker Software lassen sich Drucksachen im Digitaldruck im Handumdrehen personalisieren.


Ganz einfach Werbemittel und Drucksachen bestellen Ganz einfache Bestellmöglichkeiten bietet eine neue Dienstleistung, mit der Holzer Druck und Medien in Kürze online gehen wird. Unter dem Namen »Holzer Printportal« präsentiert sich ein klar strukturiertes und übersichtliches Printportal, das kostengünstigen Digitaldruck für alle offeriert. Ganz einfach kann man mithilfe verschiedener Vorlagen Flyer, Visitenkarten, Briefpapier oder auch ganze Broschüren bestellen. Nach wenigen Schritten hat selbst der Laie druckfähige Daten erstellt – und kann nach wenigen Tagen schon mit der Lieferung seiner bestellten Drucksachen rechnen. Dieses Printportal bietet aber auch Druckkunden die Möglichkeit ihre vordefinierten Vorlagen in einem geschützten Mandantenbereich zu editieren und zu bestellen. Auch die Lagerhaltung, die Holzer seinen Kunden bietet, kann über das Portal einfach und komfortabel verwaltet werden. Und wer sich nicht traut oder sich doch lieber auf die Kreativität von Fachleuten verlassen möchte, der findet auch für diese Belange kompetente Ansprechpartner bei Holzer Druck und Medien. Weil die Zukunft des Drucks hier nämlich schon begonnen hat. Kordula Küper

Holzer Print-Shop – ein klar strukturiertes und übersichtliches Printportal.

Holzer Druck und Medien Druckerei und Zeitungsverlag GmbH + Co. KG Fridolin-Holzer-Straße 22 + 24, 88171 Weiler im Allgäu Telefon (08387) 399-0, Telefax (08387) 399-33 info@druckerei-holzer.de, www.druckerei-holzer.de

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Kunst, Genuss und schöne Dinge Eine Gaststätte, eine Ausstellungsfläche und ein Ladenlokal für schöne Dinge, die auf verschiedenste Art zur Lebensqualität und zum Genuss beitragen – unter dem Namen »Leporello« verbinden sie sich zu einer vielgestaltigen Einheit und bringen dem Ortskern von Bad Hindelang ein Stück moderne Urbanität.

ielleicht braucht man die kritische Distanz des Außenstehenden, um so klar zu erkennen, was Bad Hindelang fehlte: Es war das Besondere, das Außergewöhnliche, das Annja und Stefan Hülsmann an zentraler Stelle vermissten. Mit der ihnen eigenen Energie, Weitsicht und visionären Kreativität machten sie sich daran, Abhilfe zu schaffen, um dem Ort einen entscheidenden Impuls zu geben – eine Initialzündung für seine Weiterentwicklung und seinen Aufbruch in die Moderne, ohne aber Tradition und Historie zu verraten. »Unser Projekt soll Menschen zusammen und miteinander in Verbindung bringen«, erklären die beiden: gemeinsam zur Freude aller. Und wie sollte das besser gelingen als mit einem Gasthaus, das sich als kommunikativer Treffpunkt versteht? Der Standort lag quasi auf der Hand: mitten im alten Ortskern, in unmittelbarer Nähe zum Rathaus. Zwei benachbarte und na-

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Miteinander stark Schon während der Bauphase setzten Annja und Stefan Hülsmann die Idee des Miteinanders in die Tat um. Damit das Leporello ein gemeinsames Projekt vieler Hindelanger werden konnte, zogen sie nicht einen, sondern vier ortsansässige Schreiner hinzu, zwei Maler-, zwei Heizungsbauer-Betriebe und zwei Raumausstatter. Und siehe da: Die Rechnung ging auf! Alle Beteiligten kamen ins Gespräch, man schaute sich über die Schulter und vertraute einander so, dass schließlich sogar die Werkzeuge offen liegen blieben und man sich gegenseitig half. Das war genau der Zusammenhalt, den die beiden Unternehmer sich gewünscht hatten. Diesem Prinzip bleibt Annja Hülsmann auch in ihrem Restaurant »Leporello, Die Wirtschaft« treu: Zwei Metzger der Region beliefern sie, zwei Bäcker u.s.w.. »Sie ergänzen und befruchten sich!«, schwärmt sie. Saisonal und regional geprägt sind die Gerichte, die aus ihrer Küche kommen; auch die Zutaten bezieht sie überwiegend von umliegenden Produzenten, das Gemüse aus der Bodenseeregion. Von Convenience-Produkten hält sie absolut nichts. Eine ehrliche Küche ist ihr wichtig. Sie verwöhnt ihre Gäste mit frischen Zutaten, aus denen der Chefkoch, Stefan Fischer, außergewöhnliche, saisonale, regionale und auch internationale Gerichte kreiert die individuell zubereitet werden. »Schnell, viel, billig gibt es bei mir nicht. Vielmehr soll die Küche preiswert und ehrlich sein«, erklärt Annja Hülsmann mit Nachdruck. Und weil sie auch keine Kinderkarte hat, dürfen die Kleinen sich wünschen, worauf sie Lust haben – und Stefan Fischer versucht, ihre Wünsche zu erfüllen. Nach seinen Worten ist Individualität das Credo des Hauses; sei es im Umgang mit Gäste-

wünschen oder der Gestaltung von Veranstaltungen wie Jubiläen, Firmen- oder Weihnachtsfeiern. Gemeinsam mit dem Gast soll das Besondere geboten werden. Harmonie der Gegensätze Modern ist das Ambiente des großzügigen Gastraums, cool und einladend zugleich. Widersprüche verbinden sich, was unvereinbar scheint, wird Teil des Ganzen: Holz und Sichtbeton, schlichte Reduktion und Beachtung heischende Accessoires. Außergewöhnliche Dekorationen inszenieren als Tischschmuck immer wieder neue emen, die auch in den angeschlossenen Ausstellungsräumen kunstvoll umgesetzt werden. Wer sich dadurch hat inspirieren lassen, findet all die schönen Dinge in reicher Auswahl im angrenzenden Ladenlokal: Kissen und Decken in zarten und kräftigen Couleurs, Kerzen, Leuchter und Lampen, Glas und Porzellan in dem besonderen Stil, für den das Leporello sich stark macht. Darüber hinaus locken feine Schokoladen, raffinierte Tees und Kaffeespezialitäten den anspruchsvollen Genießer. Die Kunst gehört für Annja und Stefan Hülsmann zum Leben und zum Genießen einfach dazu. Daher komplettieren als dritter Teil wohnraumähnliche Ausstellungsräume die Erlebniswelt des Leporello. Hier präsentiert Stefan Hülsmann, selbst ein passionierter Sammler, Skulpturen, Gemälde und Collagen, die ihm gefallen: Kunstwerke von Malern und Bildhauern aus der europäischen Szene und hin und wieder auch aus der Region. Neben Malerei stellt das »Leporello, Die Ausstellung« auch Arbeiten aus Holz, Glas oder Stahl. Gelegentlich werden aber auch Objekte aus der eigenen Sammlung gezeigt. Doch ist die Ausstellungsfläche mehr als nur ein Kunstforum. Die attraktiven Räumlichkeiten können auch für Veranstaltungen aller Art genutzt werden, für private Feiern, Lesungen, Konferenzen im kleinen Rahmen – mit Catering oder auch mit eigenem Koch, für den eine professionell ausgestattete Küche bereit steht. Wer das Besondere liebt, genießt hier Kunst, Kultur und Köstliches in einem fast privaten Ambiente. Der Lebensfreude dienen – dieses Motto zieht sich als schlüssiger roter Faden durch das gesamte Objekt.

BILDER: LEPORELLO

hezu baufällige Häuser standen zum Verkauf, und beherzt griffen die Hülsmanns zu. Nach dem Abriss der beiden Gebäude wuchs das Leporello empor: ein geschickt gegliederter Gebäudekomplex, dessen moderne Architektur sich harmonisch in das historische Dorfplatzensemble fügt und in dem ein Restaurant, eine Ausstellungsfläche und ein Ladenlokal mit Wohn-, Küchenund Lifestyle-Accessoires, ergänzt durch erlesene Köstlichkeiten und raffinierte Leckereien, die auch im Laden Platz finden.

Leporello Annja Hülsmann Marktstraße 4– 6 87541 Bad Hindelang Telefon (08324) 93350010 Telefax (08324) 93350049 a.h@leporello-hindelang.de www.leporello-hindelang.de

Kordula Küper 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 105


Massiv Trend Massive Bauweise, niedrige Preise, höchste Sicherheitsstandards Professionalität in Sachen Hausbau und Wohnraumkonzeption ist das Markenzeichen der Massiv Trendbau GmbH, die sich auf den Ein- und Zweifamilienhausbau spezialisiert hat. Seit 2005 ist die GmbH Lizenz-Partner von Town & Country Haus, Deutschlands meistgekauftem Markenhaus 2007, 2008, 2009 und auch 2010. obert Brechenmacher, seit mehr als 25 Jahren selbstständig in der Bauund Sanierungsbranche tätig und geprüfter IHK-Projektmanager hat sich im ersten Stock des Musterhauses sein Büro eingerichtet, Gäste empfängt er in der »guten Stube«. Gemeinsam mit seinem Sohn, Christian Brechenmacher, gründete er die Massiv Trendbau GmbH; hier wird der Bauherr von der Beratung und Planung bis zur Umsetzung und Fertigstellung des Wunschhauses ganz nach seinen persönlichen Wünschen und Vorstellungen betreut. Sicherheit für den Bauherren ist für Robert und Christian Brechenmacher oberstes Gebot, vom Grundstückskauf bis zur Schlüsselübergabe und weit darüber hinaus sind alle Eventualitäten abgesichert. Town & Country Haus hat bereits 2004 drei im Kaufpreis jedes Hauses enthaltene Hausbau-Schutzbriefe eingeführt, den Bau-Finanz-Schutzbrief, den Bau-QualitätsSchutzbrief und den Bau-Service-Schutzbrief. Neben Festpreis- und Geld-zurückGarantie bieten die Schutzbriefe auch eine

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Die Massivhäuser werden durch Handwerker vor Ort errichtet. Dies sichert bestehende und schafft neue Arbeitsplätze in Vertrieb und Bauhandwerk.

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Bauzeitgarantie, die teure Zwischenfinanzierungen überflüssig macht. Die vierfache Baufertigstellungs-Bürgschaft, die ebenfalls in den Schutzbriefen enthalten ist, geht über das gesetzlich vorgeschriebene Maß weit hinaus. Weitere Sicherheitskomponenten der Schutzbriefe sind eine BaugewährleistungsBürgschaft in Höhe von 75 000 Euro, die Immobilienkreditversicherung sowie der 20Jahre-Nothilfeplan. Hier erhalten unverschuldet in Not geratene Bauherren über die Town & Country-Stiftung Unterstützung von Experten und bei Bedarf auch finanzielle Hilfe. Dazu kommen Baugrundgutachten durch ein geologisches Institut, TÜV geprüfte Planung, individuelle Gestaltung des Hauses und ein Grundstücks-Suchservice. Bei soviel verbriefter Sicherheit ist ein entspanntes Bauerlebnis garantiert. »Viele schieben ihr Vorhaben für den Erwerb eines Eigenheims derzeit aus emotionalen Gründen auf. Vernünftig ist das nicht, eben weil Immobiliendarlehen weiter günstig sind«, ist sich Christian Brechenmacher sicher. Heimische Unternehmer bevorzugt Die in Massivbauweise errichteten Häuser überzeugen speziell bei Normalverdienern und Familien durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die mehr als 30 verschiedenen Haustypen können dank der standardisierten Modulbauweise in mehreren hun-


Town & Country setzt auf nachhaltiges Wachstum Um seine Marktposition zukünftig noch mehr ausbauen zu können, will Town & Country gemeinsam mit den Partnern die Qualität in der Beratung und im Hausbau weiter steigern. Dabei stehen Konzepte und neue Initiativen zur Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung im Vordergrund der Überlegungen. Dies zeigt sich insbesondere durch den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur, mit Umwelt und Ressourcen. Eine der Maßnahmen des Nachhaltigkeitskonzepts von Town & Country ist die Kooperation mit EUROPARK Deutschland, der Dachorganisation der »Nationalen Naturlandschaften«. So ist ab sofort im Kaufpreis eines jeden Town & Country-Energiesparhauses ein Betrag von rund 200 Euro enthalten, der direkt in Nachhaltigkeits- und

Umweltprojekte fließt. »Dadurch sollen die Folgen, die jeder Hausbau für die regionale und globale Ökobilanz hat, weitgehend kompensiert werden«, erläutert Robert Brechenmacher. Zum Beispiel finden Pflanzaktionen in Nationalparks und Biosphärenreservaten der »Nationalen Naturlandschaften« statt, die mit der Durchführung der UNO-Kampagne im Jahr der Wälder beauftragt sind. Auch das Energiekonzept der Häuser ist von den Gedanken der Nachhaltigkeit und Effizienz geprägt. Ob Strom oder Wärme – »am besten ist die Energie, die erst gar nicht verbraucht wird«, so Robert Brechenmacher. »Schon seit Jahren bieten wir verstärkt TÜV-geprüfte Energiesparhäuser an. Allein im Jahr 2010 sind gut 20 Prozent Energiesparhäuser mehr verkauft worden als im Jahr davor.

Energiekonzept »Am besten ist die Energie, die erst gar nicht verbraucht wird.«

Massiv Trendbau GmbH Stettener Straße 12 87719 Oberauerbach Telefon (08261) 759900 info@massiv-trendbau.de www.massiv-trendbau.de

BILDER: MASSIV TRENDBAU

dert Varianten errichtet und so nach den individuellen Kundenwünschen gestaltet werden. Die beim Bau verwendeten Materialien und Produkte stammen ausnahmslos von Markenherstellern. So kann Town & Country durch die hohe Anzahl besonders preisgünstige Konditionen für Häuslebauer gewährleisten. Seit 2005 wurden in den Landkreisen Unterallgäu, Memmingen und Günzburg über 150 Massivhäuser gebaut, weitere 50 sind bereits in Planung. Auf Grund seines LizenzpartnerSystems mit den regionalen Partnern und Handwerkern ist Town & Country Haus ein bedeutsamer Faktor für die regionale Wirtschaft. Die Massivhäuser werden durch Handwerker vor Ort errichtet. Dies sichert bestehende und schafft neue Arbeitsplätze in Vertrieb und Bauhandwerk.

Professioneller Hausbau

Bau

Grundsätzlich bieten Town & CountryEnergiesparhäuser vielfältige Vorteile. Sie machen ihre Eigentümer weit unabhängiger von immer knapper werdenden fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Zudem bieten solche Häuser beste Energieeffizienz, was zu einem niedrigen Energiebedarf für Heizung und Warmwasser bedeutet. Ein großer Pluspunkt ist die nachhaltige Förderung durch die staatliche KfW Bank über zinsgünstige und befristet tilgungsfreie Baudarlehen. Abhängig von den jeweiligen Energiewerten eines Hauses und den Lebensgewohnheiten seiner Verbraucher machen sich die Zusatzkosten für den Kauf einer Energie sparenden Immobilie spätestens nach zehn Jahren bezahlt. Gemeinsam mit der Massiv Trendbau kann der Traum vom Eigenheim schon bald Wirklichkeit werden! Karin Donath

Christian und Robert Brechenmacher (dritter und vierter von links) mit ihrem Team.

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Unternehmen, aber auch Privatleute sind fasziniert von den vielfältigen Ideen, mit denen Florian Keck aus Bad Hindelang seit 13 Jahren namhafte Hotels, industrielle Flächen aber auch Wohnräume sowie Praxen und Kanzleien auf der ganzen Welt individuell plant und gestaltet. Mitten in Bad Hindelang hat er vor kurzem sein neues Studio eingerichtet, das sich in nächster Nähe des Geschäftes »Raumrausch Magazin« befindet, das seine Frau Monika führt.

ie Gestaltung von Räumen sowie deren sinnvolle Flächennutzung sind die gestalterische Hauptaufgabe von Florian Keck. »Wer zu mir kommt, möchte meistens ein bestehendes Gebäude, eine Wohnung, einen Gewerberaum oder ein Büro besser nutzen können und sucht nach Möglichkeiten, wie diese Verbesserung aussehen könnte. Nutzungsänderungen und Ideen für Neubauten spielen hier gleichfalls eine Rolle«, berichtet Keck über die Anliegen seiner Kunden. »Bevor es überhaupt an die Planung geht, steht eine ausführliche Beratung im Vordergrund, bei der dem Auftraggeber zunächst aufgezeigt wird, welche Möglichkeiten der Veränderung es überhaupt gibt«, so Keck weiter. Nach dieser ausführlichen Beratungsphase beginnt schließlich die Planungsarbeit, in der konkrete Ideen entwickelt und stilistische Kriterien festgelegt werden. Dazu gehören neben vielen funktionalen Eigenschaften auch gestalteri-

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Es entsteht ein stimmiges Raumkonzept, das sich an den Bedürfnissen des Kunden orientiert.


BILDER: KECK

sche Elemente, wie etwa die Wandgestaltung, neue Farben und das Beleuchtungskonzept, das zusammen mit den entwickelten Ideen im bestehenden Gebäude oder auf dem Grundriss umgesetzt wird. Mit Ideen für individuelle Möbel, Leuchten und Einrichtungen, die zur Innenarchitektur passen, entsteht ein stimmiges Raumkonzept, das sich an den Bedürfnissen des Kunden orientiert. In dieser Phase legt Keck einerseits die Beschaffenheit der zu verwendenden Materialien fest, und holt andererseits Angebote ein, für die Phase der Realisierung. »Möbel, Einrichtungen und auch Küchen, die ich für dieses Konzept entworfen habe, lasse ich individuell von Handwerkern anfertigen. Ganz am Ende der Umsetzungsphase werden mit Accessoires und fein abgestimmten Details die letzten Akzente gesetzt, die dem Raum eine ganz persönliche Note geben. Das Magazin Raumrausch mit seinem breiten Angebot an Wohnaccessoires und Einrichtungsgegenständen bildet hier praktisch die Verbindung zwischen Innenarchitektur und Wohnen. »Wenn ich schließlich mit meiner Arbeit fertig bin, ist immer etwas für meinen Kunden entstanden, das in sich schlüssig und komplett ist«, erzählt Florian Keck, der vor allem in der Modebranche und für die Industrie sehr erfolgreich arbeitet. Seit gut zehn Jahren entwirft der Hindelanger Flagship-Stores, Showrooms und Shop-in-Shop-Konzepte für seine Kunden, darunter auch international namhafte Modelabels. Für das Modelabel Repeat zum Beispiel hat er europaweit einige Flagship-Stores geplant und umgesetzt. »Amsterdam, Zürich, Bern, Genf, Köln, Salzburg. Egal ob für Industriekunden oder Privatleute, ich bin häufig für meine Kunden unterwegs«, lacht Keck und berichtet von weiteren Projekten, wie etwa einem namhaften Hotel in Tirol, einem privaten Penthouse in Miami, oder auch einer Zahnarztpraxis in München, die er geplant und gestaltet hat. Privatleute, aber auch Hotels und Industrieunternehmen sowie Geschäfte verschiedenster Branchen zählen zu den Kunden des Allgäuers.

»Die Sachen, die wir im Raumrausch Magazin anbieten, wurden mit viel Liebe zum Detail angefertigt und sehr bewusst von uns ausgewählt.«

Lust auf Wohnen Mit dem Umbau der Geschäftsräume in Bad Hindelang zeigt Raumrausch innerhalb des Magazins und der Ausstellung ein breit gefächertes Angebot und macht Lust auf stilvolles Einrichten und Wohnen. Während es im Büro von Florian Keck eher schlicht und zurückhaltend zugeht und hier viel Raum für kreatives Schaffen ist, zeigt sich das Ladengeschäft mit den darüberliegenden Ausstellungsräumen als abwechslungsreiche In-

spirationsquelle. »Mit Stoffmustern und Farbbeispielen zeigen wir, was man aus Räumen alles machen kann, um Ideen und Anregungen zu geben, was alles möglich ist,« erklärt Monika Keck. Zu den typischen Produkten von Raumrausch gehören unter anderem auch Stoffe von Designers Guild, Leuchten von Foscarini oder Tobias Grau, Teppiche von Bic oder Danskina sowie Möbel von Gervasoni, Poliform oder auch Varenna Küchen.

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… sich selbst oder guten Freunden eine besondere Freude machen.

»Die Sachen, die wir im Raumrausch Magazin anbieten, wurden mit viel Liebe zum Detail angefertigt und sehr bewusst von uns ausgewählt«, umschreibt Monika Keck das Warenkonzept des Ladens. »Wir haben die Bereiche Wohnen und Leben konzeptionelle miteinander verknüpft, weshalb wir nur Produkte von festen Lieferanten kaufen, deren Waren diese Philosophie ergänzen«, so Monika Keck weiter. So gibt es hier hochwertige Markenprodukte ausgefallener Labels wie KitschKitchen oder Marimekko, deren 60er-Jahre-Stil sonst kaum irgendwo im Allgäu zu finden ist. Kunsthandwerker aus München, wie etwa die Töpferin Elisabeth Klein mit ihren zarten Porzellanbechern oder auch die Goldschmiedin Juliane Krose gehören zum

sorgfältig ausgewählten Sortiment von Monika und Florian Keck. Außerdem warten von Hand gefertigter Modeschmuck von Ayala Bar und ausgewählte europäische Weine darauf, entdeckt zu werden. Interessante Einrichtungsgegenstände und Accessoires machen aber nicht nur das Wohnen und Leben schöner, sondern laden dazu ein, mit einem ausgewählten Stück sich selbst oder guten Freunden eine besondere Freude ora Engstler zu machen.

Raumrausch Büro für Innenarchitektur Florian Keck Marktstraße 5 87541 Bad Hindelang Telefon 08324 973447 Telefax 08324 973449 Mobil 0170-2960686 www.raumrausch.de mail@raumrausch.de

Raumrausch Magazin für Wohnen und Leben Monika Keck Marktstraße 3 87541 Bad Hindelang Telefon 08324 973446 Telefax 08324 973449 www.raumrausch.de mail@raumrausch.de

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BILDER: ABC NESSELWANG

Freizeitspaß mit Familiencharakter

Im Sanarium relaxen. In der »Stadelsauna« schwitzen. Mit den »Kids« (oder auch ohne) den »Crazy Bob« hinunterrutschen. Sanfte Massagen genießen. Einfach nur schwimmen. Im Liegestuhl am Naturbadesee entspannen und die atemberaubende Aussicht auf die »Alpspitze« inhalieren … das sind nur einige wenige Freizeitvergnügen, die das Alpspitz-Bade-Center (ABC) in Nesselwang bietet: Echte Erholung auf Allgäuer Art! eder Gast soll sich bei uns rundum wohl fühlen und sich auf seine persönliche Art erholen können,« erklärt André Weißenburger, Leiter des ABC, mit Nachdruck. »Ganz bewusst sehen wir unser Bade-Center als den Freizeit- und Erlebnispark mit Familiencharakter. Zudem wollen wir die Merkmale der reizvollen Allgäuer Landschaft hervorheben.« Und tatsächlich: Wohl nur wenige Freizeit- und Bäderanlagen fügen sich in ihrer gesamten Architektur so perfekt in die Region ein und weisen darüber hinaus noch zahlreiche Attraktionen, die vom Babyschwimmen bis zum Senioren Spezial reichen, für die Gäste auf. Das Erlebnisbad garantiert »Badespaß« für die ganze Familie: Kinderbecken, Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Sprudelliegen, 25-Meter-Becken für’s Schwimmtraining und – nicht zu vergessen – »Crazy Bob«, der Wildwasserkanal, der als »verrückte Reifenrutsche« zum unvergesslichen Vergnügen für Alt und Jung wird. Einheimische und Urlauber finden hier gleichermaßen Ruhe, Erholung und Freizeitspaß – sei es für einen Tag oder einen Monat.

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Neue Sauna-Landschaft Rechtzeitig im Dezember – bevor uns wieder der Winterblues ereilt – wird die neue Seesauna im ABC eröffnet. Der Umbau, der derzeit im Gange ist, erfolgt dabei so sanft und sensibel, dass die Gäste ungestört bleiben und Bade- und Saunabetrieb reibungs-

los weitergehen. Verschiedene Sauna-emen wie die »Allgäuer Stadelsauna«, die finnische Kelo-Sauna oder das Sanarium erfreuen die Herzen aller Sauna-Liebhaber. Die kleine, aber feine Sauna-Anlage passt sich mit dem Naturbadesee perfekt in das Landschaftsbild ein. Der See, der aus einer natürlichen Quelle gespeist wird und auch im Winter eisfrei bleibt, ist in eine wunderschöne Gartenanlage eingebettet. Zukünftig kann man von der Terrasse der Seesauna direkt in den See gelangen. See und Sonnendeck geben den Panoramablick frei auf die herrliche (verschneite) Allgäuer Landschaft und die »Alpspitze«, den Hausberg Nesselwangs. Vielleicht sind Sie, lieber Gast, der Sie gerade bequem im Liegestuhl entspannen, eben diesen Hang mit eleganten Skischwüngen hinabgeglitten und genießen nun, nach einem wohltuenden Saunagang, in vollen Zügen die Erinnerung daran? Nach ausgiebiger Rundum-Erholung am Natursee, in Saunalandschaft und Erlebnisbad wartet das hauseigene Café und Restaurant »Taverna« im ABC mit kulinarischen Köstlichkeiten auf. Ob Frühstück, Nachmittagskaffee, Mittag- oder Abendessen: Nehmen Sie gemütlich Platz, lassen Sie Ihren Blick über die glitzernden Wasserflächen schweifen – und vielleicht entscheiden Sie dann: »Morgen komme ich wieder!« Karin Bitsch

Alpspitz-Bade-Center Nesselwang Badeseeweg 11 87484 Nesselwang Telefon (08361) 9216-20 www.abc-nesselwang.de info@abc-nesselwang.de

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BILDER: SCHÄFER GLAS

Von Neugablonz

in die

Welt

Glasprodukte für höchste Qualitätsansprüche Seit fünfzehn Jahren führt Renate Schäfer das 1960 gegründete Traditionsunternehmen Schäfer Glas GmbH in Neugablonz in dritter Generation.

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las glitzert. Glas funkelt. Glas verzaubert. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Luxushotels, die in eine märchenhafte Welt entführen wollen, ihr Interieur mit viel Glas ausstatten. Im Burj Al Arab in Dubai, eines der Luxushotels weltweit, sind allein für die Wasserhähne in den Bädern 10 000 Griffe aus Glas eingebaut worden. Diese kristallglitzernden Glasgriffe sind in Neugablonz hergestellt worden. »Das ist reine Manufakturarbeit«, erklärt Volker Herrmann, der für Design und Entwicklung in der Firma zuständig ist. Schäfer

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Glas arbeitet seit mehr als 35 Jahren mit einer Firma für edle Badausstattung zusammen, die auch das arabische Luxushotel ausstattete. Zwei Erfolgsgeheimnisse Die Faszination, die von dem vielseitigen Werkstoff Glas auf unvergleichliche Weise ausgeht, prägt den Geist unserer Firma und ist die Motivation für unsere Arbeit. Zudem legen wir großen Wert auf langjährige Geschäftsbeziehungen – das sind die beiden Erfolgsgeheimnisse, mit denen sich Schäfer


Veränderungen

»Wir haben uns immer wieder neu auf umgestellt, gesucht und uns mit einer breiten flexibel aufgestellt«

Nischen Produktpalette

95 Prozent aller Formen werden kundenspezifisch maßangefertigt

Glas am Markt durchsetzt und behauptet. »Wir haben uns immer wieder neu auf Veränderungen eingestellt, Nischen gesucht und uns mit einer breiten Produktpalette flexibel aufgestellt«, erklärt Renate Schäfer. Und so produziert das Traditionsunternehmen blankgepresste Gläser für Bereiche wie Technik, Medizin und Raumgestaltung. Ein dritter Bonuspunkt, den die Firma Schäfer Glas für sich verzeichnen kann, sind die langjährigen Mitarbeiter, die oft über mehrere Jahrzehnte dabei sind und mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung viel Wertvolles einbringen. »Wir sind eine tolle Truppe, die immer zusammenhält«, sagt die Chefin, die ebenso den Zusammenhalt der Neugablonzer Firmen fördert und in der Vorstandschaft des dortigen Industrievereins sitzt: »Wir sind alle aufeinander angewiesen«, lautet ihr Credo.

erhitzt und dann in die verschiedenen Werkzeuge gepresst », erklärt Volker Herrmann. Es ist ein harter Job, die schweren Stangen bei einer gefühlten Temperatur von 80 Grad Celsius am Körper zu bearbeiten. Anschließend werden die gepressten Formen je nach Dicke des Glases zwei bis vier Tage gekühlt, damit sie weiterverarbeitet werden können – sägen, bohren, schleifen und polieren.

Ein Team, das zusammenhält.

Das Herzstück des Unternehmens Betritt man die Produktionsräume, fällt der Blick sofort auf den Ofen, in dem die heißen, hellen Flammen lodern – das Herzstück des Unternehmens. »Die Rohware, bunte Glasstangen, die wir in allen Farben auf Lager haben, werden bei bis zu 1200 Grad Celsius 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 113


Minikügelchen für die Pharmaindustrie

Von der Einzel- zur Serienfertigung Egal ob optische Linsen, Dekorationsartikel, Geschenkartikel, Griffe für Möbel oder Badarmaturen, Glaselemente für Treppengeländer oder Esoterikartikel – 95 Prozent aller Glasprodukte werden kundenspezifisch angefertigt. »Von der Idee bis zum fertigen Produkt – unser Angebot reicht vom Design zur Konstruktion, vom Modellbau zum Prototypen und von der individuellen Einzelfertigung zur Serienfertigung. Viele neue Aufträge kommen mittlerweile aus dem LED-Bereich für Designleuchten oder für Beleuchtungsobjekte die in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden.« Minikügelchen für die Medizin Ein weitere Branche, die Schäfer Glas bedient, sind weltweit tätige Konzerne aus der Pharmaindustrie. Extreme Sorgfalt und Genauigkeit haben gerade für die Herausforderungen der modernen Medizin und Technik oberste Priorität. Dieser Verantwortung ist man sich bewusst und setzt auf ein fachlich bestens ausgebildetes Mitarbeiterteam. »Wir produzieren kleine Glaskugeln aus Bo-

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rosilikatglas mit einem Durchmesser von einem bis fünfzig Millimeter. Diese werden beispielsweise als Aufschüttelkugeln für Insulin verwendet«, erklärt Volker Herrmann. Es ist faszinierend, wie die kleinen Kügelchen nach der Bearbeitung aus den 1 100 Grad Celsius heißen Spezialöfen heraus kullern. »Das ist eine alte Glasmacherweisheit: Glas und Wasser sind wie Schwester und Bruder. Glas ist gekühltes Wasser. Und so verformen sich die kleinen Kugeln fast von selbst zu runden Präzisionskugeln« Die Technik bleibt dabei aber ein wohlgehütetes Geheimnis. Der Löwenanteil dieser Kügelchen geht ins Ausland. Um die Dimensionen besser zu erkennen: Ein Kilogramm von Kugeln in der Größe vier Millimeter entspricht ca 14 000 Stück. Volker Herrmann: »2011 haben wir bereits einige Tonnen davon produziert. Wir haben weltweit einen sehr guten Ruf.« Bestand in der Veränderung Das Unternehmen ruht sich auf seinen Erfolgen nicht aus. »Das Einzige, worauf man sich verlassen kann, ist die Veränderung. Deshalb müssen wir ständig innovative und

Glas und Wasser sind wie Schwester und Bruder.

kreative Entscheidungen für die Zukunft treffen und uns auf neue Situationen einstellen«, erklärt Renate Schäfer. »Doch die teils 35 Jahre währenden Geschäftsbeziehungen beweisen auch, dass wir einen guten Namen in der Branche haben. Für unsere Spitzenqualität erhalten wir national und internaCarolin Kober tional beste Referenzen.

Schäfer Glas GmbH Tannwasserstraße 2 87600 Neugablonz Telefon (08341) 626-19 Telefax (08341) 696-45 info@schaeferglas.de www.schaeferglas.de


In der internationalen Hotellerie zu Hause Die konsequente Weiterentwicklung der mehr als 20-jährigen Erfolgsgeschichte des Immenstädter Unternehmens hagenauer, als Generalunternehmer für Ausbau & Ausstattung internationaler Hotelprojekte, hat einen Namen: hagenauer-group! ie zunehmende Komplexität der Hotelprojekte sowie die steigenden Anforderungen von Investoren und Betreibern erfordern spezialisierte Fachteams, umfangreiches Know-how und maßgeschneiderte Konzepte zur bestmöglichen Realisierung der Hotelprojekte bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit. Der Unternehmer Martin Hagenauer hatte seit der

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BILDER: HAGENAUER

Modern: Die 2011 frisch renovierten und ausgebauten Public Areas des Hilton Berlin.

Das Hilton Berlin mit 600 Zimmern, Suiten, Public Areas und Meeting Rooms der Luxusklasse.

Konzepte und kreative Ideen mit höchster Qualität.

Firmengründung 1989 die Vision, ein umfassendes hochwertiges Leistungsportfolio einem möglichst breiten Kundenkreis anzubieten. Die Entwicklung der Firma hagenauer unter der Dachmarke »hagenauer-group« wird mit momentan 280 Mitarbeitern diesem Ziel gerecht: Die Gesellschaften unter der Dachmarke »hagenauer-group« Die hagenauer GmbH in Immenstadt, mit Tochtergesellschaften in Österreich, der Schweiz und in Frankreich, ist eines der führenden Generalunternehmen für alle Ausbauleistungen und die Ausstattung der

Die hagenauer-group auf einen Blick 1989 1990 1993 2004

Gründung als Einzelfirma in Ratholz, Immenstadt Umwandlung in die hagenauer GmbH Umzug der Firma in die Julius-Kunert-Straße, Immenstadt Umzug der Verwaltung und des Projektmanagements in die heutige Zentrale der hagenauer-group in der Mittagstraße, Immenstadt

2008 2010 2010

Gründung der französischen Tochter hagenauer SARL

2011

Gründung der österreichischen Tochter hagenauer Austria GmbH Mehrheits-Übernahme Kalwaryjskie Zaklady Meblarskie mebloform Sp. z o.o. in Polen • •

Gründung der hoterio GmbH in Linz, Österreich Gründung der hagenauer Swiss GmbH Vereinung der Gesellschaften unter der Dachmarke hagenauer-group

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internationalen 4- und 5-Sterne-Hotellerie. Langjährige Branchenerfahrung und umfangreiches Know-how machen das Unternehmen zu einem kompetenten Partner für Investoren, Architekten, Designer und Betreiber. Expertenteams garantieren durch Professionalität höchste Qualität und dadurch Sicherheit bei der Umsetzung komplexer und anspruchsvoller Hotelprojekte. So bietet die hagenauer-group das gesamte Dienstleistungsspektrum im Rahmen von Neubau- und Renovierungsprojekten an. Die hoterio GmbH in Linz in Österreich, ist innerhalb der hagenauer-group auf das Geschäftsfeld FF&E spezialisiert. FF&E steht für Furniture, Fixture & Equipment und umfasst das gesamte Einrichtungspaket und dekorative Ausstattung eines Hotels. Es bestimmt den »Wohlfühlfaktor« und hat daher maßgeblichen Einfluss auf die Zufriedenheit des Gastes. Als kompetenter Partner für Hoteliers, Investoren, Betreiber und Innenarchitekten versteht es das Allgäuer Unternehmen, Konzepte und kreative Ideen termingerecht und innerhalb des vorgegebenen Budgets zu realisieren. Ein Team aus erfahrenen Planern, Technikern und Projektleitern begleitet die anspruchsvollen Projekte von der ersten Idee bis zum Projektabschluss. Die Kalwaryjskie Zaklady Meblarskie mebloform Sp. z o.o. in Kalwaria in Polen verfügt über 75-jährige Erfahrung in der Möbelproduktion und ist seit 2010 ebenfalls eine Gesellschaft unter der Dachmarke der hagenauer-group. Ganz im Sinne der übergeordneten Unternehmensphilosophie »quality is our passion« stellt meblo-


Gediegen und luxuriös: Die Renovierung der 41 Gästezimmer und acht Suiten des Montreux Palace Hotels in Montreux.

form höchste Ansprüche an die Qualität ihrer Tischlerleistungen. Durch den Einsatz modernster computergesteuerter Maschinen und hochqualifizierter, motivierter Facharbeiter werden höchste Anforderungen an Design, Material und Verarbeitung erfüllt. Entsprechend den individuellen Wünschen und Vorgaben von Hoteliers und Architekten werden attraktive Preise bei bester Qualität gewährleistet. Die besonderen Stärken des Unternehmens liegen in der Furnierverarbeitung sowie der Oberflächenveredelung. Egal ob matt oder hochglanzlackiert, geölt oder gewachst, alles ist möglich. Die fachkundige Verarbeitung von Holz, Kunststoff, Laminat, Metall, Glas, Leder oder Textilien macht die mebloform Qualitätsmöbel zu wahren Designerstücken. »Laufende Qualitätskontrollen im gesamten Fertigungsprozess und die reibungslose Montage vor Ort sind die Garanten für eine termingerechte und mängelfreie Fertigstellung und damit für die nachhaltige Zufriedenheit unserer Kunden,« berichtet Firmenchef Martin Hagenauer und berichtet weiter: »Die ISO

Elegant: Die Premium-Suiten des Montreux Palace Hotels.

9001- und IQNet 9001-Zertifizierungen nach europäischem Standard sind das Ergebnis all dieser Maßnahmen und Ausdruck unseres Strebens nach kontinuierlicher Verbesserung. Jede unserer Gesellschaften zeichnet sich durch hohe Fachkompetenz und der Wertschöpfung auf ihrem Spezialgebiet aus. Durch die Diversifikation und Flexibilität unseres Angebotsspektrums können wir nationale und internationale Kunden der hagenauer-group noch effizienter und zielgerichteter betreuen.«

Qualifikationen machen diese Leistung erst möglich«, beschreibt Hagenauer und erklärt weiter: »Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital. Gerade wegen unseres breiten Leistungsspektrums benötigen wir ständig Fachleute der verschiedensten Branchen.« Die hagenauer-group ist immer auf der Suche nach Bauingenieuren, Bauund Projektleitern, CAD-Zeichnern, Konstrukteuren, aber auch nach Einkäufern und Mitarbeitern im administrativen Bereich, die an der Erfolgsgeschichte des Immenstädter Unternehmens mitwirken. ora Engstler

Qualifizierte Mitarbeiter als Erfolgsbasis Namhafte Hotels wie das »Hilton Berlin«, das »Hilton Dresden«, »Fairmont Le Montreux Palace«, der »Breidenbacher Hof Düsseldorf« sowie das »e Regent Grand Bordeaux« und viele weitere bedeutende Häuser weltweit stehen auf der Referenzenliste des Allgäuer Unternehmens. »Eine schlanke Organisation, flache Hierarchien innerhalb des Unternehmens sowie motivierte Mitarbeiter mit entsprechenden

Höchste Anforderungen an Design, Material und Verarbeitung.

hagenauer-group

Im Dolder Grand Zürich war die hagenauer-group unter anderem mit dem Ausbau der 114 Gästezimmer und der Juniorsuiten in dem Neubauflügel »Spa- und Golf-Wing« betraut.

Mittagstraße 7 87509 Immenstadt Telefon (08323) 9605– 0 Telefax (08323) 9605– 55 info@hagenauer.de www.hagenauer.de

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Hans-Peter Endras und Georg Braun leiten das Unternehmen seit 1988.

Know-how Mut Basis für den Erfolg

Das richtige und eine große Portion sind die

Eine Firmengründung muss gut durchdacht und vorbereitet sein. In der Regel sind gründliche Vorarbeiten die Voraussetzung für eine erfolgreiche, unternehmerische Zukunft. Unvorhergesehenes kann dem Neugründer schnell einmal einen Strich durch die Rechnung machen. Die Firmengründung zeigt eine Alternative auf, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen. Viele sehen darin auch die bessere Variante zu einer abhängigen Beschäftigung.

»Der Bereich Maschinentechnik ist auch heute unser festes Standbein, auf dem unser ganzer Erfolg basiert.« 118 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

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us ähnlichen Gründen entschieden die Unternehmer Hans-Peter Endras und Georg Braun vor 23 Jahren sich selbstständig zu machen. Gemeinsam wagten sie den mutigen Schritt, eine eigene berufliche Existenz in Nesselwang zu schaffen. Die Firmenidee der Gründer basierte damals auf der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen, Geräten und Apparaten für den Formen- und Maschinenbau. Während Firmengründungen heute vermehrt vom Staat gefördert und Gründer viele Vorteile und Unterstützungen dabei erfahren, so war dies damals eher selten der Fall. »Zu unserer Zeit gab es diese Unterstützung einfach nicht«, erinnern sich die beiden Geschäftsführer. »Wenn wir mit unserem heutigen Wissen auf die vergangenen Jahre zurückblicken, sind wir selbst vom Mut beeindruckt, den wir mit dem Kauf unserer Fertigungshalle während der Finanzkrise bewiesen hatten. Es ist bei Weitem nicht immer leicht gewesen, aber das gehört zum Unternehmertum dazu. Geschenkt wird einem nichts.« Zusammen bauten Endras und


stücke. Weiter gibt es die Abteilung Werkzeugvoreinstellung, in der die hoch genauen und empfindlichen Schneidwerkzeuge der Bearbeitungszentren penibel montiert, vermessen und verwaltet werden. Das Herzstück von Multitec, ein maßgeschneidertes und kompromisslos betriebenes PPS (Produktions-, Planungs- und Steuerungssystem) gewährleistet eine zeitlich und örtlich optimale Positionierung aller Fertigungsschritte, ein termingerechtes Bestellwesen von Zukaufteilen sowie die lückenlose Dokumentation aller Aufträge und deren Arbeitsfolgen nach DIN ISO 9001. Insgesamt beschäftigt Multitec 35 Mitarbeiter, die sowohl in der Verwaltung, der Konstruktion, der Programmierung, der Fertigung und der Montage beschäftig sind. In nicht allzu ferner Zukunft will der Betrieb auch Zerspannungstechniker ausbilden. Für Endras ist die Ausbildung und das gute Fachwissen seiner Mitarbeiter das Fundament für ein gut funktionierendes Geschäft. Endras und Braun sind Chefs zum Anfassen. Wenn sie in der Fertigungshalle nach dem Rechten schauen, dann haben sie immer ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiter und packen auch mit an. »Ohne das motivierte Team läuft nichts« bestätigt Georg Braun. »Wir schätzen unsere engagierten Mitarbeiter sehr. Sie sind unser wichtigstes Gut und durch ihre beispielhafte Einsatzbereitschaft, nicht zuletzt auch in extrem hektischen Zeiten, tragen sie maßgeblich zum Firmenerfolg von Multitec bei«. Gerade ist man dabei, auf dem Gelände im Nesselwanger Gewerbegebiet einen zusätzlichen Anbau für eine weitere Fertigungshalle zu bauen. »Wir haben gut zu tun, wir haben eine tolle Mannschaft und gemeinsam sehen wir kommenden Herausforderungen interessiert entgegen.«

BILDER: WEISS

Braun die Firma Multitec Werkzeug- und Gerätebau nach und nach auf. Die ersten Anschaffungen waren moderne CNC-Bearbeitungsmaschinen, die sich auch für die mechanische Fertigung von komplizierten Werkstücken eignen. Durch das stetige Engagement liefen die Geschäfte gut an. Die Firma wuchs und wuchs. Immer mehr hochwertige Fertigungsmaschinen mussten angeschafft werden. Es folgte ein CAD-CAM (Konstruktions- und CNC-Programmiersystem), um den stetig steigenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Schon zwei Jahre nach der Gründung hatten sie sich dann auch an eigene Produkte gewagt. Zu den Firmenkunden zählten schon damals überwiegend Firmen aus der Umwelt- und Medizintechnik sowie dem Formenbau in der Lebensmittelbranche. »Der Bereich Maschinenbau ist auch heute eines unser festen Standbeine, auf dem unser Erfolg basiert«, weiß Hans-Peter Endras. Multitec stützt sich dabei aber nicht nur auf die Produktion und Fertigung von einzelnen Komponenten, sondern bietet dem Kunden hier die Komplettlösung an. Es sind ganze Baugruppen, die das Team von Hans Peter Endras und Georg Braun für die Industrie produzieren. »Einzelteile fertigen – das machen viele Firmen aus der Region sehr gut, doch wir gehen noch einen Schritt weiter, um uns von der Konkurrenz am Markt abzuheben«, sagt Endras. Der derzeitige Maschinenpark umfasst acht hocheffiziente CNC- Bearbeitungszentren und Werkzeugfräsmaschinen mit dazugehöriger Peripherie. Ein ausgeklügeltes Qualitätsmanagement sichert unter anderem mittels eines speziell eingerichteten Messraumes und qualifizierten Mitarbeitern die gleichbleibend hohe Präzision der gefertigten Werk-

Multitec GmbH Obere Wank 17 87484 Nesselwang Telefon (08361) 925940 Telefax (08361) 39 61 info@multitec.net www.multitec.net

Sina Weiß 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 119


Profis am Bau

Vor 25 Jahren von Peter Schenk gegründet und heute unter der Leitung von Sohn Alexander Schenk, ist die Firma Schenk Betonbohr- und Sägeservice GmbH aus Bad Hindelang immer dann im Einsatz, wenn es um präzises Schneiden und Bohren von Beton oder Spezialabbrüche geht.

»Immer wenn an einem Gebäude Veränderungen vorgenommen werden, sind wir mit von der Partie.«

W

enn in einem Gebäude oder auf einer Baustelle Durchbrüche in Betonwänden oder -decken benötigt werden, ist die Firma Schenk Betonbohrund Sägeservice GmbH der richtige Ansprechpartner für Architekten, Installateure, Baufirma oder auch den Bauherrn direkt. Als Spezialunternehmen konzentrieren sich die Aufgaben des Allgäuer Betriebes auf Aufgaben wie Kernbohrungen, Großlochbohrarbeiten, Betonsägen in Wand und Boden sowie das Seilsägen. Darüber hinaus gehören das Fugenschneiden in Beton und Asphalt, das hydraulische Sprengen, der Spezialabbruch und Betonbeißen sowie Mauerwerkssanierungen zum Leistungsumfang des Betriebs.

Spezialwerkzeuge und langjährige Erfahrung »Immer wenn an einem Gebäude Veränderungen vorgenommen werden, sind wir mit von der Partie. Manchmal werden wir direkt

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vom Bauherrn beauftragt, häufiger aber von Architekten, Ingenieurbüros oder Installationsbetrieben oder auch als Subunternehmer von Baufirmen«, berichtet Geschäftsführer Alexander Schenk. »Häufig wird dann am bestehenden Gebäude etwas umgebaut, wie etwa eine Wendeltreppe eingebaut oder Ähnliches. Oder an einem Neubau werden Öffnungen für Wasser- und Elektroleitungen oder Lüftungen benötigt. Unsere modernen Säge- und Bohrausrüstungen sowie neue Spezialseilsägen machen Schnitttiefen von mehreren Metern möglich, weshalb wir auch immer wieder für besondere Projekte beauftragt werden«, so Schenk weiter. »Für die energetische Sanierung der Wohnanlage Bärensee in Kaufbeuren haben wir in diesem Jahr rund 360 Balkone abgesägt. Oder unser Einsatz im Alpenhotel in Oberjoch. Hier mussten innerhalb von zehn Tagen gut 40 Türen geschnitten werden. Die Räume, in denen wir gearbeitet haben, waren alle mit Teppich ausge-


BILD: RAINER STURM/PIXELIO, KLEINE BILDER: SCHENK

legt. Hier war neben zügigem Arbeiten auch besondere Sauberkeit geboten, da die Räume nach dem Umbau direkt wieder bewohnbar sein mussten«, so Schenk weiter. Ehefrau Ursula ergänzt: »Wenn im Innenbereich mit Teppichboden oder in bewohnten Räumen gearbeitet wird, muss nach unserer Arbeit wieder alles sauber und bewohnbar sein. Darauf achten wir natürlich sehr und haben im Lauf der Jahre unsere Tricks entwickelt, wie uns dies auch zuverlässig gelingt.« Neben Kunden aus dem gesamten Allgäu betreut die Firma Schenk auch Bauvorhaben im Raum Reutte und dem Außerfern. Zu weiteren bemerkenswerten Einsätzen gehören unter anderem Projekte wie der Einsatz an einer Hafenmauer in Frankreich, der Umbau der Seebühne in Bregenz sowie Arbeiten zum Ausbau des Zugspitzrestaurants. Moderner Maschinenpark Zuverlässigkeit und Terminsicherheit sind weitere wichtige Pfeiler auf die sich der Erfolg des Unternehmens stützen. »Wenn wir sagen, wir kommen, dann kommen wir«, betont Unternehmerfrau Ursula Schenk und begründet weiter: »Wenn beispielsweise ein Elektriker auf eine Wandöffnung wartet, muss diese schnellstmöglich von uns ausgeführt werden, damit die Arbeiten auf der Baustelle weitergehen können. Damit das

immer zuverlässig klappt, geben unsere Mitarbeiter immer ihr Bestes.« Alexander Schenk stimmt zu und ergänzt: »Vor allem Hoteliers ist eine saubere Terminplanung wichtig, da ja nur zu bestimmten Zeiten im Jahr umgebaut werden kann und die Umbauzeit oft knapp bemessen ist. Da muss es dann einfach schnell gehen.« Alexander und Ursula Schenk schätzen die Zuverlässigkeit und Kompetenz ihres Teams, das mit insgesamt vier komplett ausgestatteten Fahrzeugen unterwegs ist und flexibel auf die Anforderungen vor Ort reagieren kann. Dem modernen Maschinenpark misst Unternehmer Alexander Schenk eine ganz besondere Bedeutung bei: »Wir haben nicht nur eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, sondern investieren regelmäßig in unsere Maschinen. Früher mussten wir noch mit 36 kW sägen, was heute schon mit 20 kW möglich ist. Unsere Geräte wie etwa die Hochfrequenzsägen arbeiten durch moderne 1 000 Hz-Technik genauso leistungsstark, verbrauchen aber deutlich weniger Energie. Außerdem sind sie leiser und schneller wie früher. Das ist unser Beitrag zum ökologischen Arbeiten, was natürlich auch viele unserer Kunden sehr positiv bewerten.« ora Engstler

»Da muss es dann einfach schnell gehen.«

A. Schenk GmbH Betonbohr- und Sägeservice Büroanschrift Ornachstraße 20 87541 Oberjoch Werkstatt An der Lexenmühle 20 87541 Vorderhindelang Telefon (08324) 7765 Telefax (08324) 7766 schenkbohr@t-online.de www.betonsaegen-allgaeu.de www.betonsaegen-ausserfern.at

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ie Angst vor einer Rezession verwandelte sich in den Industriestaaten schnell in Panik. Die zunehmend im Einsatz befindlichen technischen Verkaufsprogramme drücken zusätzlich auf die Kurse. Innerhalb weniger Tage verloren konjunkturabhängige Aktien bis zu 40 Prozent ihres Wertes. Obwohl viele Fakten gegen einen dauerhaften Einbruch der Weltkonjunktur sprechen, verursachte die unkalkulierbare Situation an den Finanzmärkten eine enorme Anspannung bei Anlegern. Vor allem einen Rat sollten letztere gegenwärtig beherzigen: Noch nie war es so wertvoll wie jetzt, in der Geldanlage breit aufgestellt zu sein.

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Unabhängiger Partner mit langer Erfahrung Diesen Rat geben die Mitarbeiter der Neue Vermögen AG, die 17 Filialen in Deutschland hat – eine davon im Herzen des Allgäus: in der Kemptener Beethovenstraße. Das Unternehmen, das zu den Vorreitern der Branche zählt, versteht sich als bankenunabhängiger Vermögensverwalter und allein den Interessen der Kunden verpflichtet, so der Kemptener Geschäftsbereichsleiter der Neue Vermögen, Jürgen Steinhauser. Gemeinsam mit seinem neunköpfigem Team,

Unabhängige Finanzberatung Die Talfahrt der Börsen hält an und die Kurseinbrüche sorgen für Weltuntergangsstimmung – wieder einmal. Das Marktdesaster hat mehrere Ursachen. Die BonitätsHerabstufung der USA und die anhaltende Schuldenkrise in Europa sowie die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit einiger EU-Staaten und Großbanken heizten die Stimmung zusätzlich auf.

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zu dem Bankkaufleute, Fachwirte und Betriebswirte gehören, betreibt er sein Handwerk mit Leidenschaft und Herzblut. Mittlerweile 600 Kunden im Allgäu wissen dies zu schätzen. »Werte, die man mit Geld nicht kaufen kann« Bei der Neue Vermögen AG, die im Übrigen eine Banklizenz besitzt, kann man die gesamte Palette an Finanzprodukten kennenlernen und die gesamte Vermögens-Betreuung aus einer Hand haben. Das Kemptener Team informiert umfassend und unabhängig über die vielen Möglichkeiten im dichten Dschungel der Finanzwelt. »Auf partnerschaftlicher Ebene«, wie Jürgen Steinhauser versichert. Fairness, Ehrlichkeit, Transparenz und Vertrauen seien für die Neue Vermögen AG noch »Werte, die man mit Geld nicht kaufen kann«. Oberstes Gebot sei: »Das Vermögen der Kunden erhalten, strukturieren und mehren.« Basis dafür sei Konstanz, Zuverlässigkeit und vor allem eben die viel zitierte Unabhängigkeit. Um die individuellen Bedürfnisse der Kunden kennenzulernen, findet zunächst eine Bestandsaufnahme statt, bei der geprüft wird, ob die bestehenden Anlagen zu den Kundenwünschen passen. Schwerpunkt hierbei sei auch, zu sehen, wie sicherheitsorientiert oder risikobereit der Kunde ist. Erst dann sei es möglich, eine maßgeschneiderte Lösung zu erarbeiten. Angebot ist vielfältig Weil sich die Neue Vermögen eine Betreuung in allen Finanzangelegenheiten anbietet, und auf Wunsch auch als Versicherungsmakler auftritt. Aufgrund der vertrauensvollen Partnerschaft mit Privatanlegern, Unter-

nehmen, Ruhestandsplanern oder Stiftungen komme es im Übrigen nicht selten vor, dass die Neue Vermögen zu einer Art »Family Office« für ihre Kunden wird. Da wird das Team dann auch mitunter bei einer Erbschaftsangelegenheit um Rat gefragt oder als Testamentsvollstrecker eingesetzt. Aber natürlich liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit ganz klar in der Anlage- und Altersvorsorgeberatung, die eng miteinander verknüpft sind. Und da zu einer gut diversifizierten Altersvorsorge auch Immobilienvermögen gehört, ist die Neue Vermögen auch im Finanzierungsbereich stark engagiert. Nicht verrückt machen lassen Zur aktuellen Börsentalfahrt setzt man bei der Neue Vermögen auf Vernunft. Anleger sollten sich nicht verrückt machen lassen. Laut Statistik dauert ein Konjunkturzyklus etwa vier bis sieben Jahre. Eine Rezession nach zwei guten Jahren wäre also äußerst untypisch und werde es wohl nicht schon wieder geben. Das Wachstumstempo soll sich in nächster Zeit dennoch verlangsamen. Für Deutschland sind Wachstumsraten von ein bis zwei Prozent pro Jahr zu erwarten, die Weltwirtschaft wird um etwa drei bis 3,5 Prozent pro Jahr wachsen. »Der wirtschaftliche Weltuntergang wird also wieder einmal ausbleiben«, beruhigt Jürgen Steinhauser. Die Mischung macht’s Angesichts unabwägbarer Marktrisiken sollten dem Portfolio jedoch mehrere unterschiedliche Anlageklassen beigemischt werden. Neben wenig konjunktursensiblen Aktien mit einer stabilen Dividende mache sich beispielsweise eine indirekte Immobilienanlage gut im Depot.

»Diversifizieren lautet das Gebot der Stunde.«

Der eine oder andere so genannte Offene Immobilienfonds, über die Börse mit Abschlag eingekauft, stelle hierbei eine viel versprechende Anlage dar. Kurzlaufende Zinsanlagen in gute Euro-Industrieanleihen sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Es gibt auch Risiken Viele möchten ihre Gelder auch von Euro oder Dollar in Währungen mit soliden Staatshaushalten umschichten. »Doch Vorsicht: Wenn eine Währung zu stark wird, ist dies nicht im Interesse einer Volkswirtschaft«, weiß Jürgen Steinhauser. Also seien solche Investments immer auch mit dem Risiko der verbalen und geldpolitischen Intervention verbunden. Das könne bei Gold weniger passieren. Genauso wie Gold in ein Portfolio gehöre, sollten auch Währungen von gesunden Ländern in einem Depot nicht fehlen, aber auch nicht übergewichtet werden. Fazit der Experten: »Diversifizieren lautet das Gebot (aw/xl) der Stunde.«

Neue Vermögen AG

Der wirtschaftliche Weltuntergang wird ausbleiben

Beethovenstraße 18 87435 Kempten Telefon (0831) 58098-10 Telefax (0831) 58098-11 j.steinhauser@ neue-vermoegen.de www.neue-vermoegen.de

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Beständige Werte aus kompetenter Hand Auf der einen Seite stehen die Verkäufer, auf der anderen die Käufer – und beide wollen für sich das Beste, denn im Mittelpunkt steht immer und in jedem Falle die eigene, interessante Immobilie. Dabei gehen Immobilienerwerb und Immobilienveräußerung doch eigentlich Hand in Hand. Damit beide Seiten rundum zufrieden und »wunschlos glücklich« sind bei der Vermarktung ihrer Immobilien – dafür sorgt seit fast fünf Jahren das Immobilienbüro Engel & Völkers in Kempten.

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Exklusiver Rundumservice vom ersten Kontakt bis zum Vertragsabschluss.

m Jahr 1977 wurde in Hamburg mit dem ersten Büro der Grundstein für die weltumspannende Erfolgsgeschichte von Engel & Völkers gelegt. Zehn Jahre später erfolgte die Umfirmierung in die Engel & Völkers GmbH, deren Vorstandsvorsitz nach wie vor Christian Völkers zeichnet. Heute gilt Engel & Völkers längst als Marktführer in Deutschland bei der Vermittlung von Wohnimmobilien und ist mit über 400 Immobilienbüros und -shops in weiteren 38 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten. Diese langjährige Erfahrung, ein nationales und internationales Netzwerk und eine fundierte Ausbildung aller MitarbeiterInnen in der eigenen Akademie bieten den Kunden enorme Vorteile bei der Vermarktung ihrer Immobilien. Hinzu kommt ein exklusiver Rundumservice vom ersten Kontakt bis zum Vertragsabschluss, der den Kunden stets das Gefühl vermittelt, gut aufgehoben zu sein. Eine beständige Aktualisierung des erworbenen Wissens und der kontinuierliche Wissens- und Informationstransfer innerhalb des Unternehmens, der eine überdurchschnittlich schnelle Bedienung der Kunden ermöglicht, sind weitere Leistungsversprechen von Engel & Völkers – Leistungsverspre-

I

chen, die Immobilienexperten Eugen Josef Maucher vor gut fünf Jahren bewogen, Lizenzpartner von Engel & Völkers zu werden. Kempten bewies und beweist sich dabei immer wieder als optimaler Standort für den Kernmarkt »Allgäu«. Die mittlerweile acht Immobilienmakler und MitarbeiterInnen des Kemptener Immobilienbüros von Engel & Völkers können in dieser kurzen Zeit bereits auf eine stolze Bilanz zurückblicken. Gründe genug für die eigenen vier Wände Ein kuscheliges Nest unter’m Dach oder ein Häuschen im Grünen für die Familie? Ein »Adlerhorst« in den Bergen oder eine Luxusvilla in der Karibik? Ein schlichtes Landhaus oder eine schlossähnliche Residenz? Ein eigenes Zuhause, das alle Sehnsüchte erfüllt, in das wir uns zurückziehen können, uns vom Alltag erholen und neue Kraft tanken können – jeder Mensch braucht einen Ort der Ruhe. Solch ein Rückzugsort, den man sein eigen nennen darf, steigert die individuelle Lebensqualität um ein Vielfaches – das ist übrigens in vielfachen Studien nachgewiesen. Dabei sind die Bedürfnisse und Vorstellungen des Einzelnen jedoch sehr unter-

5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 125


Jeder Mensch braucht einen Ort der Ruhe.

Bilder: engel&Völkers (6), Bitsch (1), tänzel (1)

schiedlich. »Jeder Mensch hat andere Träume und Wünsche, stellt andere Bedingungen an sein Zuhause,« bestätigt Eugen Josef Maucher, »wir möchten jedem Kunden sein persönliches Zuhause vermitteln, in dem er sich rundum wohl fühlt – ob nun in der Ferne oder in unserer Heimatregion, mitten im Allgäu.« Gerade im Allgäu gibt es traumhaft gelegene Immobilien in jeder Größe und Preisklasse, die neben ideellen Werten, »handfeste«, finanzielle Vorteile aufweisen. So gehören insbesondere Immobilien zu den Sachwerten, die vor Geldentwertung geschützt sind. Immobilien – ob nun Wohnung oder Haus – stellen stets sowohl Bestandteil und als auch Vermehrung des eigenen Vermögens dar, das letztlich den Besitzern Kreditwürdigkeit und Steuerersparnisse einräumt. Als »Königsklasse der Geldanlagen« eignen sich Immobilien optimal für die Altersvorsorge. Was könnte schöner und zugleich sicherer sein, als den Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen?

Eugen Josef Maucher

Full-Service von Anfang an Ob nun Traumhaus oder lang ersehnte Wohnung – beim Kauf wie beim Verkauf von Immobilien soll schließlich alles glatt gehen! Schließlich steht fast immer das persönliche Zuhause auf dem Prüfstand. Wer würde schon einen Gerichtstermin ohne Anwalt wahrnehmen? Na bitte! Warum also nicht bei (lebens-)wichtigen Entscheidungen wie Kauf oder Verkauf von Immobilien die Marktstrategien und Fachkompetenz von professionellen Engel & Völkers-Maklern nutzen? Die exakte Bewertung von Immobilien durch fundierte Kenntnisse des Marktes, der Zugang zu einem internationalen und solventen Kundenkreis, das weltweite Netzwerk, die perfekt geschulten Makler und nicht zuletzt das Wissen, dass jeder den bestmöglichen Preis für seine Immobilie erhalten möchte (und auch erhält) garantieren schließlich, neben viele andere Voraussetzungen, einen für alle Parteien optimalen Abschluss. Kauf und Verkauf von Immobilien sind Vertrauenssache. Das wissen Eugen Josef Maucher und sein Team aus langjähriger Erfahrung – und dafür stehen sie mit dem Namen »Engel & Völkers«. Karin Bitsch

Engel & Völkers Kempten Klostersteige 3 87435 Kempten Telefon (0831) 960790-0 Telefax (0831) 960790-10 www.engelvoelkers.com/kempten

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Allgäuer Wirtschaftsmagazin

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Die IT&BÜRO offenbart bereits heute die Arbeitswelt von morgen

IT&BÜR Immer mehr Unternehmen setzen im digitalen Zeitalter auf moderne Kommunikation und Transparenz. Den Durchblick im zunehmend vernetzten und mobilen Berufsalltag des 21. Jahrhunderts verschafft die IT&BÜRO vom 17. bis 19. November 2011 in Friedrichshafen. Die zweite Auflage der Messe für IT-Lösungen, Kommunikation und Organisation lässt keine Fragen zur Arbeitswelt der Zukunft offen. Bereits mehr als 80 Aussteller bieten Vertretern kleiner und mittelständischer Unternehmen wie auch den Entscheidern großer Firmen eine kompetente Beratungs- und Beschaffungs-Plattform. chon die Premiere im vergangenen Jahr hat bewiesen, dass die IT&BÜRO den Ausstellern interessierte Kunden an den Stand bringt, die auch ordern. »Die frühe Rückmeldung zahlreicher Unternehmen werten wir als tolles Feedback der erfolgreichen Erstveranstaltung. Sie hat gezeigt, dass es uns gelingt, Besucher aus der Region und Großkunden gleichermaßen anzusprechen«, erklärt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. Auch 2011 richtet sich die IT&BÜRO mit praxisnahen Lösungen an Vertreter der Arbeitsbereiche Industrie, Handel, Hotellerie, Dienstleistung, Gesundheitswesen und Handwerk. Kompetente Partner aus dem IT- sowie Büromöbel-Bereich garantieren das notwendige Know-How. Namhafte Firmen wie KUMAtronik, CompuMac, O&S EDV, Adlon Datenverarbeitung System, Gessler + Funk, Columbus Systems, OKI Systems, comforts IT Solution, Kramer & Crew, Bechtle, Klain Büromöbel, TeleData Friedrichshafen und weitere Unternehmen sind als Aussteller registriert. Insgesamt sind in Messehalle B5 schon mehr als 80 Aussteller vertreten. »Die Maxime der IT&BÜRO

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BILDER: MESSE FRIEDRICHSHAFEN

O ist es, den Besuchern eine gute Orientierungs-Plattform zu schaffen, deren Aussteller eine solide Verlässlichkeit bieten«, erklärt Projektleiterin Diana Waggershauser. »Der Aussteller reduziert seinen Service nach dem Messegeschäft nicht nur auf die Präsenz in Form einer Hotline, sondern geht mit dem Kunden auf Zeitreise.« Sonderschau »Büro heute« – Ordnung ist das halbe Leben Wie sich ein expandierendes Unternehmen auf gleicher, vorgegebener Raumfläche trotzdem vergrößern kann, können Besucher in der Sonderschau »Büro heute« erkunden. Die Experten des Fachmagazins »Mensch&Büro« zeigen auf 400 Quadratmetern Büroprojekte mit anspruchsvollen Arbeits- und Kommunikationsräumen: Hier stehen nicht nur Tische und Stühle im Vordergrund, sondern ganzheitlich eingerichtete Büroräume. Gemeinsamer Schwerpunkt aller Szenarien liegt in diesem Jahr auf der akustischen Abschirmung. Wenn mehrere Personen in einem Büro zusammen ar-

beiten, ist Kommunikation essentiell und sich ausbreitender Schall bremst die Leistungsfähigkeit. Die richtigen Akustikwände am richtigen Ort und in der richtigen Menge machen das Büro zu einem effektiven und angenehmen Arbeitsplatz. Kostenlose Hilfestellung bietet zur IT&BÜRO die geprüfte Büroberaterin Cornelia Huth-Neumann, die die Messebesucher bei der individuellen Raumplanung unterstützt. Heiter bis wolkig: Cloud Computing ist auf dem Vormarsch Vertreter der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche wittern bei Cloud Computing einen lukrativen Zukunftsmarkt, der in Deutschland im kommenden Jahr bereits über zwei Milliarden Euro einbringen soll. Doch viele potenzielle Kunden stehen noch ratlos da. Mit der Sonderschau »Cloud Computing am Bodensee« bringt die IT&BÜRO Licht in die dunkle Wolke des Misstrauens. Hier erhalten Besucher maßgeschneiderte und verständliche Tipps zur Nutzung der Cloud-Services

– also IT-Leistungen, wie beispielsweise Software oder virtuelle Festplatten, die in Echtzeit über Datennetze bereit gestellt werden. Im Kompetenznetzwerk regionaler Firmen wurde mit dem Dynamik Data Center die Basis für professionelle IT-Services aufgebaut. Sowohl Klein-, als auch Großunternehmen profitieren davon. Öffnungszeiten und Preise Die IT&BÜRO ist am Donnerstag, 17. und Freitag, 18. November 2011 von 10 bis 18 Uhr und am Samstag, 19. November von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, im Vorverkauf 10 Euro.

Messe Friedrichshafen Neue Messe 1 88046 Friedrichshafen Telefon (07541) 708-0 Telefax (07541) 708-110 www.messe-friedrichshafen.de

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Antrieb

bringt Auftrieb

Ein Spezialist für Spezialisten: Sondergetriebe und Antriebselemente werden von der RS Antriebstechnik GmbH in Sonthofen gefertigt. Sie entsprechen in Leistung und Größe exakt den besonderen Anforderungen internationaler Kunden aus den verschiedensten Branchen. ie Welt zu Gast – wenn in Hannover alle zwei Jahre die Exposition Mondiale de la Machine Outil, kurz: EMO, stattfindet, dann gibt es in der Werkzeugmaschinen-Branche kaum ein namhaftes Unternehmen, ob Hersteller oder Zulieferer, das diesen Termin versäumt. Es ist für diese Industriesparte international die wichtigste Messe; es ist eine Messe für Fachbesucher; und es ist eine Messe, auf der vor Ort Aufträge vergeben und Kaufentscheidungen getroffen werden. Selbstverständlich war auch RS Antriebstechnik aus Sonthofen mit einem eigenen Stand vertreten. Der Spezialist für Getriebe und Antriebselemente präsentierte hier zwei speziell für Werkzeugmaschinen entwickelte Antriebe, einen Spindel- und einen Drehtischantrieb, die sich vielfältig verwenden lassen und als Einzelstück oder in Serie produziert werden können. Viele Kontakte wurden während der sechs Messetage Ende September geknüpft und erneuert, und viele Anfragen haben sich inzwischen in konkrete Aufträge verwandelt. Geschäftsführer Gerhard Beer: »Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.«

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Vom Einzelstück bis zur Serie Bei der RS Antriebstechnik GmbH werden sowohl Einzelgetriebe, als auch Serien und Prototypen produziert: verschiedenste Getriebe wie Planeten-, Stirnrad-, Kegelrad-, Kegelstirnrad-, Extruder- und Sondergetriebe bis zu 6,5 Tonnen. Sie entsprechen in Form und Größe, Leistung und Anwendungsbereich genau den Spezifikationen des Kunden. Gerhard Beer erläutert: »Im Prüfstands- und Werkzeugmaschinenbereich entwickeln und produzieren wir als einer von wenigen Anbietern wälzgelagerte Präzisionsgetriebe mit über 20 000 Umdrehungen pro Minute bei Leistungen bis zu 700 Kilowatt.« Als weiterer Schwerpunkt komplettieren Antriebselemente das Programm. Höchste Präzision prägt den gesamten Herstellungsprozess. Gearbeitet wird an modernsten Maschinen, mit maximaler Sorgfalt und regelmäßigen Kontrollen. Um die hohe Qualität garantieren zu können,

Gerhard Beer, Geschäftsführender Gesellschafter


BILDER: RS ANTRIEBSTECHNIK

»Dort, wo der Standard aufhört, fangen die Aufgaben der RS Antriebstechnik GmbH an.«

die die Kunden erwarten, findet von der Entwicklung und Konstruktion über die Produktion und Montage bis hin zum Service vor Ort alles im eigenen Unternehmen statt. »Wir haben eine Fertigungstiefe von ca. 70 Prozent«, erklärt Gerhard Beer nicht ohne Stolz. Die Zertifizierung nach ISO 9001 : 2008 war für ihn ein Muss für den kundenorientierten Nachweis der eigenen hohen Ansprüche. Getriebelieferant für verschiedenste Branchen Die verschiedensten Branchen vertrauen dem Qualitätsversprechen von RS Antriebstechnik. So werden die Antriebe nicht allein in der Werkzeugmaschinenbranche eingesetzt, sondern auch in Prüfständen, bei Kunststoff- und Walzwerksmaschinen, in der Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie, bei der Herstellung von Textilien und Papier, beim Druck und in Baumaschinen. Dass das Unternehmen so breit aufgestellt ist, gibt ihm eine große wirtschaftliche Sicherheit. Über 90 überwiegend langjährige Mitarbeiter beschäftigt RS Antriebstechnik derzeit, Ingenieure, Konstrukteure, Industriemechaniker, Monteure und Kaufleute. Ein besonderes Anliegen ist Gerhard Beer die Ausbildung des Nachwuchses. So verspricht er, auch im nächsten Jahr interessierten und engagierten Jugendlichen Ausbildungsplätze. Nach bestandener Prüfung haben sie allerbeste Chancen übernommen zu werden und sich in einem international tätigen Unternehmen weiterzuentwickeln. Gute AusKordula Küper sichten!

RS Antriebstechnik GmbH Oberstdorfer Straße 24, 87527 Sonthofen Telefon: 08321– 60771– 0, Telefax: 08321– 60771– 99 info@rs-antriebstechnik.de, www.rs-antriebstechnik.de

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Rundum sorglos

Unternehmen, die einen neuen Standort suchen, ihre Räumlichkeiten erweitern oder umbauen wollen, finden mit Kuhn Bau in Bad Wurzach einen Partner, der sich um die komplette Projektabwicklung kümmert, von der Standortwahl bis zur schlüsselfertigen Übergabe.

enn sich die Geschäftsführung eines Unternehmens entschließt zu expandieren, einen neuen Standort zu beziehen oder Erweiterungsbauten zu errichten – wer kümmert sich dann eigentlich um die Realisierung? Das Unternehmen selbst verfügt meist weder über das Personal noch über das spezielle Know-How für diese komplexe Aufgabe, die mit der Standortsuche beginnt, unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen wie etwa Topografie, Geologie sowie Grundstückspreise, Beiträge und Gebühren einer Gemeinde, die Planung und Realisierung umfasst bis zur schlüsselfertigen Übergabe der Anlage an den Auftraggeber. Viele Unternehmen verlassen sich daher auf einen Partner, der als kompetenter Partner für Planung, Projektentwicklung und Realisierung von mittelständischen Büro- und Industriebauten einen erstklassigen Ruf genießt: Rund 1 000 Projekte hat Kuhn Bau in Bad Wurzach in den 27 Jahren seines Bestehens erstellt, günstige Systemgebäude und viele individuelle Bauten – Neubauten, An- und Umbauten, Sanierungen.

BILDER: KUHN BAU

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Von der Planung bis zur Inbetriebnahme Im Umkreis von rund 150 Kilometern zählt Kuhn Bau namhafte Unternehmen zu seinen Kunden. So beauftragte zum Beispiel Zeppelin Mobile Systeme den bewährten Partner mit Planung und Umsetzung einer Produktionsstätte für moderne Shelter-Ele-

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»Unser Ziel ist es, unseren Kunden

maximalen Mehrwert zu bieten…«

mente. Bürogebäude, Werkhalle sowie verschiedene Außenanlagen mussten erstellt werden, Gefahrgutlager, Industrielackieranlage, Lagerhalle, aber auch Mitarbeiterparkplatz, Fahrstraßen und Einfriedung. Nachdem Meckenbeuren als Standort bestimmt worden war, konnte nach nur acht Monaten auf einer Gesamtfläche von 14 440 Quadratmetern und einer Gesamtnutzfläche von 8 500 Quadratmetern die Produktion aufgenommen werden. Eine Vielzahl von Fragen wurden im Vorfeld von dem Expertenteam von Kuhn Bau geklärt: Grundstücksanalyse, Geländemodellierung, Produktivitäts- und Investitionsplanung, Konzepte für Abwasser, Brandschutz und die energetische Versorgung der Gesamtanlage. Insbesondere in der Planungsfrühphase kann man entscheidende Weichenstellungen vornehmen, die letztlich auch den unternehmerischen Erfolg mitbestimmen. Um hier beste Lösungen zu finden, ist profundes Know-How verlangt zu Produktions- und Verwaltungsabläufen

sowie allen einschlägigen Vorschriften und Gesetzen. Geschäftsführer Wolfgang Kuhn erläutert seine Philosophie: »Unser Ziel ist es, unseren Kunden maximalen Mehrwert zu bieten durch die hocheffiziente Anordnung von Gebäuden und Maschinen, für optimalen Warenverkehr und Personenfluss.« Dabei verlangt nicht jedes Unternehmen spezialisierte Bauten, die ganz individuelle Erfordernisse umsetzen. Besonders kostengünstig ist der Systembau, bei dem Kuhn Bau standardisierte Lösungen anbietet und bereits realisierte Elemente baugleich in neue Gebäude integriert. Für den Mittelstand, mit dem Mittelstand Auf lange Sicht ist auch ein ausgereiftes Energiekonzept für den Unterhalt des Gebäudes ein entscheidender Faktor. Um die Kosten niedrig zu halten, ist für die Experten von Kuhn Bau die Nutzung der Prozesswärme selbstverständlich. Nach der Planungsphase schließlich kümmern sie sich um die Realisierung, um Anträge und Genehmigungen,

um Ausschreibung und Auftragsvergabe für die verschiedenen Gewerke und deren Koordination. Eng und vertrauensvoll ist die Zusammenarbeit mit den regionalen Handwerksfirmen, und durch die kleinräumig organisierten Strukturen kann Kuhn Bau seinen Kunden oft günstigere Bedingungen verschaffen als bei der Einzelgewerkevergabe. Wolfgang Kuhn: »Wir bauen mit dem Mittelstand der Region für den Mittelstand. Dabei sind wir der Ansprechpartner für alle Belange.« Ständig ist Kuhn Bau bemüht, den Service und die Rundum-Betreuung seiner Kunden zu verbessern. So komplettiert das Facility Management seit kurzem das Portfolio. Nicht ohne Hintergedanken, wie Wolfgang Kuhn erläutert: »Nie schaut man genauer hin als beim Putzen!« Ausgestattet mit einer Checkliste notieren die Reinigungskräfte bei der Endreinigung des Gebäudes möglicherweise notwendige Nachbesserungen, eine fehlende Silikonfuge etwa oder eine vergessene Steckdose – zum Vorteil des Kunden. »Im laufenden Betrieb wären diese Reparaturen weit schwieriger auszuführen«, so Wolfgang Kuhn, dessen Maßstab einzig die Wünsche seiner Kunden sind. Stets versetzen sich er und sein 23-köpfiges Team in ihre Lage, stellen ihre Ansprüche in den Mittelpunkt – getreu dem Leitsatz von Kuhn Bau: »Zufriedene Kunden sind das Fundament für ein gesundes und wachsendes Unternehmen.« Kordula Küper

Kuhn Bau GmbH Memminger Straße 16– 18 88410 Bad Wurzach Telefon (07564) 9300-0 Telefax (07564) 9300-30 info@kuhn-bau.de www.kuhn-bau.de

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Mitten

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BILDER: DONATH

Integration

Integration in das Berufs- und Arbeitsleben, die Bestätigung, etwas geschaffen zu haben, das finden die rund 520 Beschäftigten der Wertachtal Werkstätten Kaufbeuren – Marktoberdorf an ihrem Arbeitsplatz. Immer mehr Firmen nutzen das vielfältige Potenzial der Werkstätten und lassen hier fertigen.

Elektrobereich: Lötarbeiten und Kabelbaum-Fertigung (oben). Montagebereich: Verpackung von Kindernahrung-Musterbeuteln in Präsentationsdisplays (unten).


drin statt am Rande dabei M

Elektrobereich: Montage von Elektronik-Bauteilen in Rahmenkühlkörper (oben). Schreinerei: Fertigung eines Spielzeugsystems für Kindertagesstätten (unten).

itten drin statt am Rande dabei – in den Wertachtal Werkstätten Kaufbeuren – Marktoberdorf wird nach dieser Devise gelebt und gearbeitet. Die Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt, berufliche Rehabilitation, sind die Idealziele, doch auch wenn dies in vielen Fällen nicht möglich ist, so wird doch eins erreicht: die Beschäftigten finden hier eine solide berufliche Bildung, einen ihnen angemessenen Arbeitsplatz, der ihren Fähigkeiten entspricht und ihnen das Gefühl gibt, gebraucht zu werden. Sie können hier teilhaben an einem normalen Arbeitsprozess, an dessen Ende Produkte stehen, die in allen Bereichen des Lebens zu finden sind. Seit fast 40 Jahren bestehen die Wertachtal Werkstätten mit verschiedenen Betriebsstätten in Kaufbeuren, Neugablonz und Marktoberdorf. Endgültig verabschieden sollte man sich von dem Gedanken, in Werkstätten dieser Art würden nur Holzkisten gebaut und Kartons gefaltet. Hier wird eine qualitativ hochwertige Arbeitsleistung erbracht, die Endprodukte durchlaufen alle erforderlichen Qualitätskontrollen – ein mittlerweile fester Kundenstamm weiß diese Leistungen zu

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Hier wird eine qualitativ hochwertige Arbeitsleistung erbracht, die Endprodukte durchlaufen alle erforderlichen Qualitätskontrollen.

schätzen. Firmen wie Nestlé, Sensor Technik Wiedemann oder auch die Firma AGCO/Fendt lassen hier produzieren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Integration der Beschäftigten. Im Angebot: Hildegard Naturprodukte Beim Rundgang zeigt sich die Vielseitigkeit der verschiedenen beruflichen Angebote, die sich hinter der hellen Glasfassade verbirgt. In der Metallwerkstatt wird gebohrt, gesägt, und Gewinde geschnitten. Auch an den CNC-Maschinen wird konzentriert gearbeitet. Genauso bei der Sache sind die Beschäftigten in der Elektroabteilung. Hier werden unter anderem Kabelbäume zusammengestellt, elektrische Prüfgeräte gebaut, Baugruppen und Platinen bestückt und Schaltschränke verdrahtet. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der verschiedenen Leistungen, die hier angeboten werden; es wird kundenorientiert und individuell nach den Wünschen der Auftraggeber gefertigt. Serien- oder Einzelanfertigungen unterschiedlicher Gebrauchsgegenstände werden in der Schreinerei hergestellt – was aus Holz zu machen ist, wird gemacht. Doch nicht nur Holz, auch Kunststoffe werden bearbeitet und zugeschnitten. Viel zu tun gibt es auch immer vor und nach der Festzeltsaison: die Biertische und -bänke werden in der Schreinerei restauriert und für den nächsten »Einsatz« klar gemacht. Weitere Betriebszweige sind die Wäscherei, die Küche, die Näherei und die Grünanlagenpflege. In der Küche wird nach strengsten Hygienevorschriften gearbeitet, mit professionellen Geräten werden hier leckere Mahlzeiten für Betriebe, Heime, Schulen, Kindergärten, Werkstätten und andere Kunden zubereitet. Etwas Besonderes ist der Versandhandel »Hildegard Naturprodukte«. Hier wird den Beschäftigten ein vielfältiges Spektrum an qualifizierten Arbeitsplätzen mit interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeiten geboten. Bürotätigkeiten, Warenkommissionierung, Abfüllen und Mischen von Ge-

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würzen und Mehlen, Herstellung von Lebensmitteln und das Entwickeln neuer Produkte zählen zu den Arbeitsbereichen. Ein hochwertiger Katalog, der die unterschiedlichsten Naturprodukte anbietet, kann bei den Wertachtal Werkstätten angefordert werden. Selbstverständlich kann das gesamte Sortiment auch im Internet unter »www.hildegard-naturprodukte.de« bestellt

werden. Mit dem Verkauf der (Eigen-)Produkte werden gleichzeitig die Arbeitsplätze der Beschäftigten nicht nur gesichert, sondern können auch ausgebaut werden. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt Arbeitsbegleitende Maßnahmen wie Sprach-, Physio- und Ergotherapien finden im Haus statt; Sozialpädagogen, Heilerzie-

hungspfleger und Psychologen fördern die Persönlichkeit und lebenspraktischen Fähigkeiten der Beschäftigten und begleiten sie in eine größtmögliche Selbstständigkeit. Der Einzelne steht dabei immer im Mittelpunkt, »wir arbeiten am Menschen orientiert, wir schaffen Entwicklungsmöglichkeiten und reagieren auf Veränderungen«, erläutert Volker Holata, Geschäftsführer der Wertachtal Werkstätten die Prinzipien des Hauses. »Die Menschen sollen die Möglichkeit haben, dort zu arbeiten wo sie auch leben. Wir wollen die Stärken jedes Einzelnen fördern.« Derzeit sind in den WertachtalWerkstätten 520 Menschen mit Behinderung im Alter zwischen 18 und 65 Jahren beschäftigt. Nachdenklich stimmt in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass 80 Prozent der Behinderten ihre Behinderung erst im Laufe ihres Lebens erworben haben, sei es durch Unfall oder Krankheit. »Ich würde mich freuen, wenn viele heimische Firmen auf uns aufmerksam werden und auch vermehrt Außenarbeitsplätze für geeignete Beschäftigte zur Verfügung stellen«, wünscht sich Volker Holata. »Auch dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Integration/Inklusion.« »Schwellenängste abbauen und neue Kunden gewinnen, die wir durch die Leistung unserer hoch motivierten Mitarbeiter überzeugen werden«, das erhofft sich Volker Holata für die Zukunft. Karin Donath

»Schwellenängste abbauen und neue Kunden gewinnen…« Bilder linke Seite: Berufsbildungsbereich: Verpackung von Garnspulen Blick in die Schreinerei Elektrobereich: Erstellung eines Kabelbaumes, Elektrobereich: Bestückung von Leiterplatten

Wertachtal-Werkstätten GmbH

Bilder rechte Seite: Wäscherei in Neugablonz Metallbereich: Bohrmaschinen-Arbeitsplätze Großküche Mahlzeit: Speisenzubereitung Montagebereich: Abfüllung und Etikettierung von Flüssigseifen (jeweils von links oben nach rechts unten)

Porschestraße 30 87600 Kaufbeuren Telefon (08341) 9007-0 Telefax (08341) 9007-199 info@wertachtal.de www.wertachtal.de

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Ein ausgezeichnetes Konzept I

BILD: AHRNDT

Beim Vergleich erfolgreicher Firmen stellt man immer wieder fest, dass Erfolg in langfristigem unternehmerischen Denken und Handeln begründet liegt. Bei der Sauter Haustechnik GmbH blickt man inzwischen auf eine 45-jährige Tradition zurück.

Hubert Buhl (Erster Bürgermeister von Sonthofen) überreicht Geschäftsführer Christian Sauter die »1A Fachhandwerker«-Urkunde. Weitere Personen auf dem Bild: Victoria, Annette und Herbert Sauter (v.li.n.re.).

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m Mai 1967 legte Herbert Sauter den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens. Das Kerngeschäft bildeten zum damaligen Zeitpunkt die Bereiche Tankschutz und Ölfeuerung. Mit Maß und Ziel wuchs die Firma in den kommenden Jahren stetig. Von der Philosophie eines kunden- und serviceorientierten Betriebes geleitet, führte Herbert Sauter als einer der ersten Unternehmer im Allgäu 1976 die elektronische Datenverarbeitung für den Kundendienst ein. Auf diesen, zum damaligen Zeitpunkt revolutionären Schritt ist man noch heute stolz. Im Jahr 1980 wurde die Sauter Haustechnik GmbH als Tochterfirma der Sauter Tankschutz & Ölfeuerung gegründet, bevor beide im Jahre 2002 zur jetzigen Firmierung fusionierten.

Ein solides Fundament Das Familien-Unternehmen steht mit seinen verschiedenen Standbeinen auf einer soliden Basis. »Mit den Bereichen BadPlanung und -Sanierung, Wasserschadensmanagement, Heizung und Tankschutz sind wir bestens aufgestellt, so dass wir konjunkturelle Schwankungen sehr gut ausgleichen können«, berichtet Christian Sauter,


BILD: VIESSMANN

schul-Fahrzeug bis 7,5 Tonnen zur Verfügung. Immer ein bisschen mehr, als erwartet Von der Beratung vor Ort, über die 3D-Planung bis hin zur Montage durch den Fachmann. Der Kunde erhält ein ‘Rundum-Sorglos-Paket’. Auf Wunsch wird auch die komplette Koordination der Arbeiten mit anderen Handwerkern übernommen. Das gilt sowohl für die Planung und Installation von Bädern, als auch für die Konzeption neuer Heizungsanlagen. Das ema Energiekosten nimmt sowohl in Privathaushalten, als auch bei Firmen eine immer größer werdende Stellung ein. Deshalb wird hier besonderen Wert auf eine qualifizierte Beratung gelegt. Egal, ob regenerative Energieträger wie Holz, Pellets, Rapsöl, Sonnenkraft oder klassische Brennstoffe wie Öl oder Gas zum Einsatz kommen. »Mit der Modernisierung von Heizungsanlagen und der Erstellung von Energiekonzepten lassen sich enorme Einsparungen erzielen und es ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Die Natur macht es uns hierbei vor. Pinguine nutzen die eigene Körperwärme, um sich gegenseitig warm zu halten. Dieses Konzept der Wär-

BILDER: SAUTER

der seit dem Jahr 2000 zusammen mit seinem Vater die Geschicke der Firma leitet. In der großen Bäderausstellung »Aqua Terra« in Sonthofen können sich Kunden inspirieren lassen. Von einfach bis elegant ist die Ausstellung ein Schaufenster für Innovationen und Neuheiten der Branche. Ganz im Trend von Wellness & Spa haben sich die Sauters auch auf die Planung und Realisierung von »Wohlfühl-Oasen« spezialisiert. Auch das ema »Barrierefreiheit« spielt zwischenzeitlich eine größer werdende Rolle. »Der demografische Wandel hat auch auf unsere Arbeit deutliche Auswirkungen«, erklärt Christian Sauter. »In diesem Bereich gelten besondere Anforderungen. Fachwissen allein reicht nicht mehr aus. Daher haben wir auf die Weiterqualifizierung besonderen Wert gelegt und können unseren Kunden nachhaltige Konzepte an die Hand geben.« Um den hohen Standard zu sichern setzt Christian Sauter auf den Nachwuchs aus dem eigenen Haus. Dadurch baut er aber auch einem Phänomen der Branche vor. Durch die Ausbildung junger Menschen beugt Herr Sauter dem Fachkräftemangel vor. Dazu steht sogar ein firmeneigenes Fahr-

Erfolg durch nachhaltiges, langfristiges Denken und Handeln merückgewinnung machen sich auch moderne Heizungsanlagen zu Nutze«, erläutert Christian Sauter. Das Konzept der Fokussierung auf Service und Dienstleistung wurde aktuell mit der Zertifizierung als »1a-Fachhandwerker« bestätigt. Nach 2008 wurde die Sauter Haustechnik GmbH bereits zum zweiten Mal mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Neben dem umfassenden Dienstleistungsspektrum und einem großen, aussagefähigen Produktangebot renommierter Markenhersteller, werden seit 2011 vor allen Dingen eine qualifizierte Beratung und ein hoher Service-Standard vorausgesetzt. Die Bestätigung erfolgt dabei nicht nur durch das Bewerungskommittee, sondern wird anhand von Referenzkunden auch tatsächlich geprüft. Herbert und Christian Sauter sehen in der Auszeichnung eine Bestätigung der Qualität ihrer Mitarbeiter und nicht zuletzt eine Bestätigung der Firmenphilosophie: ein kunden- und serviceorientiertes UnterBjörn Ahrndt nehmen.

Sauter Haustechnik GmbH

VORHER

PLANUNG

NACHHER

Oststraße 12 87527 Sonthofen Telefon (08321) 6618– 0 Telefax (08321) 89396 info@sauter-haustechnik.de www.sauter-haustechnik.de

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Faszination

Die Druckerei der Zukunft bietet das komplette Portfolio aller Werbemöglichkeiten

DRUCK und neue Medien

Das Kreativteam: Anne Köhl, Azubi Florian Werschkull und Mathias Bader.

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Drucker Daniel Bier beim Plattenwechsel am A1-Belichter.

or sieben Jahren entstand das moderne, repräsentative Gebäude der Druckerei Wagner mit vielen Kundenparkplätzen direkt vor der Haustür. Was für eine Druckerei eher außergewöhnlich ist, ist der großzügige Ausstellungsbereich auf der Galerieebene im ersten Stock. Hier können sich die Kunden von der breiten Produktpalette überzeugen.

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Klassischer Offsetdruck Ein großer Geschäftsbereich ist der klassische Offsetdruck. »Dabei liefern wir alles aus einer Hand, von der Druckvorstufe über den Druck bis hin zur Klebebindung, der Veredelung und dem personalisierten Postversand«, betont Wagner, der das Unternehmen vor 27 Jahren gegründet hat und weiß, was die Kunden wünschen, nämlich einen Komplett-Service. Vom Kreativteam mit Grafiker und Mediengestaltern erhält der Kunde komplette Werbekonzepte für sein Unternehmen. Egal ob für Handwerk oder Industrie, egal ob für eine Kleinauflage ab einem Stück oder eine Großserie – der Kunde bekommt maßgeschneiderte und individuelle Lösungen. »Wir beraten ihn, entwerfen ein Layout, ein passendes Logo, machen eigene Fotos und bieten bis zur fertigen Broschüre und Post-

Bilder: Wagner (6), KoBer (2)

Von der edlen Visitenkarte bis zum XXL-Druck für Messestände – die Druckerei Wagner, im Mindelheimer Industriegebiet, überzeugt mit einem vielfältigen Programm. »Wir bieten einen Komplett-Service, der bei der Beratung beginnt und mit der Erfolgskontrolle der getroffenen Werbemaßnahmen endet. Nur durch die Umsetzung durchdachter Werbekonzepte erfahren unsere Kunden auch den gewünschten Erfolg«, erklärt Geschäftsführer Dietmar Wagner.


auslieferung alles aus einer Hand«, erklärt Wagner. Die Vielfalt der Produkte bei gleichzeitig nur einem Ansprechpartner, das ist die große Stärke der Druckerei Wagner. Und so erhält der Kunde hochwertige Imagebroschüren, Etiketten, Visitenkarten, Mappen, Prospekte, Festschriften, Geschäftspapiere, Formulare, Karten, Vereinshefte u.v.m. genau nach seinen Vorstellungen. Ein eigener Lieferservice gehört mit zum Portfolio. Digitaler XXL-Druck Der zweite Geschäftsbereich sind Großformatdrucke. »Seit sieben Jahren bieten wir den digitalen XXL-Druck an, der auf Messeständen, als Werbeposter, Schaufensterbeschriftung, Firmenschild oder Fahrzeugbeschriftung zum Einsatz kommt«, erklärt Wagner. »Wir haben beispielsweise ein ganzes Hotel mit großformatigen Wandtapeten ausgestattet.« Der Vielfalt in der Messe- und Werbetechnik sind mit den Großformatdrucken keine Grenzen mehr gesetzt.

Dietmar und Marlies Wagner mit ihrem Team.

Kunden im Fokus Zu den Kunden zählen neben Industrie und Handwerk auch viele Privatkunden, Vereine und Pfarreien. Für wiederkehrende Periodika bietet die Druckerei Wagner einen besonderen Service: Tangoteam, eine Webto-Print-Software zur professionellen

Druckvorlagenerstellung, mit der Kunden ihre Printprodukte selbst gestalten können. Was Dietmar Wagner und sein Team antreibt, ist die pure Lust an der Medienwelt. Papier, Farbe, Know-how und modernste Technik kombiniert mit Leidenschaft: so entstehen Werbemedien, die den Kunden begeistern. Mit dem kompletten FullService zu fairen Preisen ist Werbung bei Wagner in guten Händen. Carolin Kober

Drucker Florian Krumm an der 5-Farben-Maschine.

Echtes Großformat bis 220 Zentimeter.

Druckerei Wagner GmbH Fellhornstraße 15 87719 Mindelheim Telefon (08261) 71070 Telefax (08261) 71071 info@druckerei-wagner.de www.druckerei-wagner.de

Azubi Nina Worschech an der Digitaldruckmaschine.

Ideengarten für Kunden und Mitarbeiter mit wechselnder Kunstausstellung.

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Entschleunigung als Prävention

In derRuhe liegt die Kraft »Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt…«.

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BILDER: SCHÜLE

elten zuvor trafen diese Zeilen des Rilke-Gedichts auf unsere Gesellschaft so sehr zu, wie heute. Schneller, höher, weiter, besser. Überall treffen wir auf Superlative. Superlative als Anforderung an unsere Arbeit, unsere Leistung, Anforderung an uns selbst. Einhergehend mit den technischen Errungenschaften unserer Zeit peitschen wir uns zu immer neuen Geschwindigkeitsrekorden. Auch der Zivilisationskrankheit »Burn out« laufen wir somit immer schneller entgegen. Oft ohne es zu merken. An dieser Stelle setzt das Angebot des »Schüle’s Gesundheitsressort & Spa« an. 1930 als Erholungsheim von Georg und Marie Schüle gegründet, haben eo und Gisela Schüle 1954 die Kneipp-Kur nach Oberstdorf gebracht. Seit 1996 leiten Karl-Arnold und Katrin Schüle das traditionsreiche Haus.

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Dynamische Kontinuität als Geheimnis des Erfolgs Visionär, für manchen Kneippianer gar revolutionär, haben Karl-Arnold und Katrin Schüle seitdem die kneipp’schen erapien stetig weiterentwickelt und an die modernen Verhältnisse angepasst. Immer treu den fünf Säulen »vital«, »aktiv«, »natürlich«, »harmonisch« und »gesund« prägten sie als erste den Begriff vom »Gesundheits-Resort«. Die individuell ausgewogene Zusammensetzung der Säulen ist der Schlüssel zum ganzheitlichen Lebensstil jedes Einzelnen. Besonders stolz sind die Schüles auf die Auszeichnung mit drei Lilien im Relax-Guide. Schließlich wurde das Haus zum dritten Mal in Folge mit dem begehrten Gütesiegel ausgezeichnet. Der Relax-Guide bewertet dabei jährlich neu nach Lage, Ambiente, Dienstleistung, Küche, Architektur, Infra-

»Gesundheit an Körper, Geist und Seele. Das beschreibt am besten die Einzigartigkeit unseres Hauses. Dazu bieten wir unseren Gästen zusätzlich eine abendliche Besinnung. An 365 Tagen im Jahr.« Karl-Arnold Schüle

struktur, Ausstattung, Wohlfühlkriterien sowie Preis-Leistungs-Verhältnis und passt die Kriterien regelmäßig am Branchendurchschnitt an. Kernkompetenz »Medical-Wellness« Allzu oft wird der Begriff Wellness mit Massage, Sauna & Co. in Verbindung gebracht. Im »Schüle’s« geht man einen Schritt weiter.« Raus aus dem Alltag und sich gezielt eine Auszeit gönnen. Das alles macht nur Sinn,

wenn man gezielt auf die Bedürfnisse und persönliche Situation des Gastes eingeht«, weiß Karl-Arnold Schüle. Im GesundheitsResort geschieht das unter fachärztlicher Anleitung. Eine Kardiologin und Internistin,

dernen Gesellschaft durchaus bewusst und sie steuern gezielt gegen. Das »Schüle’s Gesundheitsresort & Spa« hält hierzu verschiedene Angebote parat. Vom »Schnupperangebot«, dem Day-Spa, bis hin zu Wochen-

»Auch wenn es vielleicht nur wenige Auszeiten sind, so sollten wir diese wieder mehr schätzen und vor allem bewusst genießen. Oft genügt es schon, die Füße in einen Bach zu stecken oder auf einer Bank dem Wolkenspiel zuzusehen.« Katrin Schüle

sowie ein Facharzt für Allgemeinmedizin/ Naturheilverfahren/Klimatologie, Balneologie und Sport- und Unfallmedizin stehen hierfür bereit. Ebenso werden im Haus Gesprächstherapien angeboten, die gezielt zur Prävention und Behandlung von Burn-outPatienten eingesetzt werden. Vor drei Jahren wurden das »Schüle’s Gesundheitsresort & Spa« umgebaut und modernisiert. »Mit unseren medizinischen, therapeutischen und kneipp’schen Einrichtungen zählen wir zur Speerspitze der deutschen Gesundheitshotels. Dabei kombinieren wir die Annehmlichkeiten eines 4-Sterne-Superior-Hotels mit der Kompetenz einer Klinik und eines Sanatoriums«, erklärt Karl-Arnold Schüle stolz und fährt fort: »das und die unvergleichliche Schönheit des Allgäus machen uns und unser Angebot nahezu Einzigartig.« Schutz des Kapitals Mensch Von leitenden Angestellten und Managern wird viel abverlangt. »Ohne die notwendigen Auszeiten laufen aber gerade diese Gruppen Gefahr »auszubrennen«, beschreibt Karl-Arnold Schüle eine Tatsache unserer heutigen Gesellschaft. Vielen Unternehmen sind diese Gefahren unserer mo-

end- und längeren Aufenthalten. Prävention heißt das Zauberwort. Ob Top Manager oder leitender Angestellter. Viele Firmen bieten ihren Mitarbeitern inzwischen diese Form der Entschleunigung im GesundheitsResort in Oberstdorf an. Nicht ohne Grund. Überlastung und somit die Krankheitstage von Mitarbeitern können durch präventive Maßnahmen deutlich reduziert, die Motivation der Mitarbeiter wiederum deutlich gesteigert werden. Das Vertrauen zwischen Unternehmen, Hotel, Gast und Arzt steht bei alldem im Zentrum. Nachhaltigkeit und soziale Kompetenz Die Schüles nehmen nicht nur in Sachen »Medical Wellness« eine Vorreiter-Rolle ein. Auch in Sachen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind sie sich ihrer Rolle bewusst. So nahm das »Schüle’s Gesundheitsresort & Spa« als erstes Allgäuer Hotel am Klimaschutzprojekt Allgäu teil und konnte seitdem den CO₂-Ausstoß um zwei Drittel reduzieren. Zudem werden derzeit 16 junge Menschen in vier unterschiedlichen Berufsbildern ausgebildet. Björn Ahrndt

SCHÜLE’S Gesundheitsressort & Spa Ludwigstraße 37–41a 87561 Oberstdorf Telefon (08322) 7010 Telefon (08322) 701516 info@schueles.com www.schueles.com

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Partner für Ausrüstung von Kopf bis Fuß: Schanner Eishockeyartikel

Schläger-Typen

Zupackendes Wesen: Inhaber Marc Meier, Ex-Nationalspieler Wolfgang Kummer (Teamservice), Franz Görmiller (Verkaufsleiter) und Jan Peer Otto (Einkauf/Controlling) haben nicht nur den Schläger fest im Griff (v. li. n. re.).

Schläger-Typen gibt’s in dieser Firma genug. Dabei sind die Männer und Frauen bei Eishockeyartikel Schanner ganz friedvoll. Aber sie haben echt Ahnung im Ein- und Verkauf. Das trifft vor allem auf das breite Sortiment der Schläger zu, die bei dem Großhändler in Füssen der größte Umsatzträger sind. 450 Kunden und Sportgeschäfte in Deutschland, Österreich und Slowenien gehören mittlerweile zu den Kunden. Ab Januar 2012 kommen 27 Vereine in Italien dazu. ishockeyausrüstung von Kopf bis Fuß: So lässt sich das Angebot kurz beschreiben. Dazu gehören Helme, Handschuhe, Hosen, Schlittschuhe und vieles mehr. Im Fokus stehen freilich die Schläger – sowohl mit Blick auf die Stückzahlen als auch auf den erzielten Umsatz. 38 Frauen und Männer arbeiten bei der

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Firma, die sich im Westen Füssens auf dem Areal zwischen der Allgäu-Kaserne und der Eishockey-Arena befindet. Das Sagen hat seit Mai 2010 Marc Meier. Er ist alleiniger Inhaber und hat das Geschäft von Paul Schanner gekauft, der in den Ruhestand gegangen und mit seiner Frau, die aus Finnland stammt, nach Helsinki gezogen ist.


Bis zu 500 Pakete täglich Marc Meier kommt es nicht nur auf die Fläche drauf an. Entscheidend ist, dass Eishockeybedarf Schanner 6 800 verschiedene Artikel bereithält. Mit intelligenten Abrufsystemen und mit den neuen Paketstraßen verschickt der Großhändler in Füssen jeden Tag über 200 Pakete. Doch damit stößt der Versand noch lange nicht an seine Kapazitätsgrenzen. Spitzen von bis zu 500 Paketen am Tag können mittlerweile problemlos abgedeckt werden. Jedes Jahr wird die Lagerkapazität fünfmal umgeschlagen, rechnet der 38-jährige Inhaber vor. Immerhin elf der 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Und: Im Lager befindet sich noch eine Werkstätte, wo Zdravko Culafic nach kleinen Beanstandungen zum Beispiel Kufen schleift oder auswechselt. Die Kollegen nennen ihn nur »Jugo«; diesen Spitznamen hat er auch beim EV Füssen weg, wo

Bilder: Jais (3) schanner/haas (3)

Aus der Oberpfalz Marc Meier stammt aus Weiden in der Oberpfalz. Er ist gelernter Steuergehilfe. Seine Leidenschaft war freilich immer der Sport, da vor allem Tennis. Ein Jahr führte er zusammen mit einem Partner in Weiden einen Eishockeyshop, wo ebenfalls Artikel des Großhändlers Schanner vertrieben wurden. Der Füssener hatte ihn 1995 dann ins Ostallgäu in seine Firma geholt. Zunächst machte der gelernte Steuergehilfe die Buchhaltung, doch er hatte zunehmend mehr im Verkauf zu tun und wurde später Verkaufsleiter im Unternehmen. Als Paul Schanner im Mai 2010 ausschied, folgte ihm Marc Meier als alleiniger Inhaber nach. Franz Görmiller ist als neuer Verkaufsleiter nachgerückt. In diese Zeit des Wechsels fällt eine wichtige Investition, die der frühere Chef und sein Nachfolger gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Die Rede ist vom Neu- und Umbau des Lagers. 1,5 Millionen Euro sind dafür investiert worden. Nun steht auf drei Ebenen eine Fläche von 3 300 Quadratmeter zur Verfügung. Aufgeteilt ist der Bereich in ein Palettenlager und in ein Kommissionierlager.

Im Lager, das umgebaut und erweitert wurde. 6800 verschiedene Artikel rund ums Eishockey sind dort vorrätig.

der gebürtige Bosnier als Betreuer fungiert. Die Marken Bauer und Sherwood sind zwei bedeutende Hersteller aus Nordamerika, bei denen die Firma aus Füssen einkauft. Hergestellt werden die Artikel freilich überwiegend in Fernost. Meier anerkennend: »Das Knowhow der Firma Bauer hat uns nach vorn gebracht.« Ausstatter für sieben DEL-Teams Stolz ist Geschäftsführer Meier darauf, dass Schanner im Eishockey nicht nur das deutsche und das österreichische Nationalteam ausstattet, sondern auch sieben von vierzehn Teams in der Deutschen EishockeyLiga (DEL). In der Summe sind es 40 Vereine, deren Schläger, Helme, Handschuhe, Schulterschutz, Hosen und Schlittschuhe aus dem Lager der Füssener Firma geordert An der Versandstraße. Täglich werden bei Eishockeyartikel Schanner 200 und mehr Pakete auf den Weg gebracht.

»Wir können Eishockey.«

Marc Meier

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Er ist die gute Seele im Versand und seit sechs Jahren in der Werkstätte zu finden, wo er beispielsweise an Schlittschuhen die Kufen schärft oder auswechselt: Zdravko Culafic, der zudem Hausmeister ist und sich als Betreuer beim EV Füssen engagiert.

Der

»Imagefaktor« von Markenartikeln, die ein Profi trägt bzw. in die Hand nimmt, ist nicht zu unterschätzen.

Kundenfreundlichkeit wird großgeschrieben. Im Bild Julia urnes vom Customer Service. Sie ist ein Tiroler Kindl, der Chef stammt aus der Oberpfalz. Julia kommt mit Marc Meier gut klar, nur: Das Zubereiten von Weißwürsten müsse er noch üben.

werden. Dies sei gut fürs Prestige. Der »Imagefaktor« von Markenartikeln, die ein Profi trage bzw. in die Hand nehme, sei nicht zu unterschätzen, sagt Marc Meier. Viele Kinder und Jugendliche wollen gern den gleichen Schläger haben wie das Idol in ihrem Lieblingsverein, verdeutlicht er. Dennoch macht Eishockeybedarf für Mannschaften den kleineren Teil des Umsatzes aus. Mehr als Dreiviertel werden durch Versand an die über 400 Sportgeschäfte erzielt. Diese befinden sich in Deutschland, Österreich und Slowenien, wo drei Vereine in der ersten österreichischen Division spielen. Geschäftsführer Meier blickt voraus, dass ab Januar 2012 noch Shops und Teams in Südtirol dazu kommen; dort befinden sich die meisten Eishockeymannschaften Italiens, die künftig auch vom kanadischen Hersteller Bauer, der seinen Europasitz in Rosenheim hat, und über den Großhändler Schanner in Füssen beraten bzw. bedient werden. Sieben Mitarbeiter sind im Vertrieb Ansprechpartner für die Shops zwischen Berlin und Klagenfurt. Dazu gehört auch der ehemalige deutsche EishockeyNationalspieler Wolfgang Kummer. 24-Stunden-Service Service gegenüber dem Kunden wird groß geschrieben. Egal, ob Anfragen bzw. Aufträge telefonisch oder über das Internet (B2B-Webshop) kommen – bestellte Artikel werden innerhalb 24 Stunden an den Kunden ausgeliefert. »Heute bestellt – morgen beim Kunden!« Wie Marc Meier die Firma in den nächsten Jahren ausrichten möchte? Neben Hockey-Ausrüstung werden jetzt schon

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Inline-Artikel angeboten. Das mache saisonunabhängiger. Aber grundsätzlich halte er es mit dem Spruch »Schuster, bleib’ bei deinen Leisten«. Meier verdeutlicht es mit einem kurzen Satz: »Wir können Eishockey«. Buben spielen Eishockey Auch in der Freizeit hat Eishockey bei Marc Meier einen Stellenwert. Gern schaut er sich Spiele des EV Füssen an. Oder er nimmt, wenn er jedes zweite Wochenende in die Oberpfalz fährt, seine zehn- und zwölährigen Buben aus erster Ehe, die in Weiden bei den Kleinschülern und den Knaben spielen, mit zupackenden Duellen – sei es in der DEL, BL, Oberliga oder Bayernliga. Auch Yamik, der gemeinsame Sohn mit Lebensgefährtin Anita Fischer, schnuppert schon Eishockeyluft. Im Oktober ist der Vierjährige erstmals beim EV Füssen in die Eisschule der »Leopardinos« gegangen. So treffen – leicht abgewandelt – auch familiär die Worte zu, die Marc Meier sonst aufs Geschäft münzt: »Wir können Eishockey.« Johannes Jais

Schanner Eishockeyartikel GmbH & Co. KG Kemptener Straße 79c 87629 Füssen Telefon (08362) 9109– 0 Telefax (08362) 9109– 18 info@schanner.de www.schanner.de


Mehr soziale Verantwortung im »B2C-Marketing« mit »4E« Wie kann es sein, dass wir heutzutage nicht »namenlose« Billigprodukte, sondern Produkte mit »sozialer Bedeutung« wählen und kaufen wollen? Folgen die Markenstrategien dabei der sozialen Verantwortung? Setzt sich die Globalisierung künftig weiter fort oder folgen wir doch eher lokalen Marketingstrategien? Und warum können die Marketing-Maßnahmen mit dem sog. »4E«-Marketing-Mix so erfolgreich sein? Welche Schlüsse lassen sich aus einem Beispiel in Japan für das Allgäu ziehen?

ährend und nach der Wirtschaftskrise haben Unternehmen noch stärker als früher nach Ideen gesucht, wie sie ihre Kunden binden und die Krisenzeit überstehen können. Es reichte nicht aus, nur klassische Fragen zu stellen, wie: »Sind unsere Produkte und unser Service wettbewerbsfähig?«, »Können die Konsumenten auf unsere Produkte verzichten oder nicht?«, »Haben wir viele ähnliche Produkte, bei denen es viele Wettbewerber auf dem Markt gibt?« Viele erfolgreiche Unternehmen setzten bewusst modernste Marketingstrategien und einen MarketingMix ein. Eine im Bereich »Business to Consumer« (B2C) – vor der Erdbeben-,

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Tsunami- und Atomkastastrophe – in Japan durchgeführte empirische Marktanalyse macht einige Einblicke in die sog. Marketing-Mix-Evolution am Beispiel einer dortigen Supermarktkette möglich. Der japanische Marketing-Mix kann neuerdings als »4E« bezeichnet werden – »Environment, Education, Emotion and Ethics« (Umwelt, Bildung, Gefühl und Moral). Wie funktioniert der 4E-Marketing-Mix in der Praxis? Eine japanische Supermarktkette setzt beispielsweise auf zwei Schwerpunkte mit »national Brand« und »private Brand«.

Die Markthalle im japanischen Oshu (li.) im Jahr 2010 und eine dortige Produktkennzeichnung bei Weißkraut und Spinat einschließlich der Angaben über Anbauregion und Name des Produzenten (re.). 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 147


4P Product Price Place Promotion

4C

4E

Customer value Cost Convenience Communication

Environment Education Emotion Ethics

Die Darstellung zeigt die Entwicklung des Marketing-Mixes vom klassischen 4P (Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik,Kommunikationspolitik) über 4C (Kundennutzen, Kosten, Mühelosigkeit des Zugriffs, Kommunikation) zum 4E (Umwelt, Bildung, Gefühl und Moral).

Auch im Allgäu zeigen sich in der gleichen Branche entsprechende Veränderungen – hier finden sich inzwischen Produkte die bundesweit verfügbar sind und solche, die bewusst einem enggefassten regionalen Bereich entstammen, der dem Verbreitungsgebiet des Absatzmittlers entspricht. Im japanischen Beispiel gelten »national Brand«-Produkte, die nur in Japan hergestellt und nur im Inland verkauft werden, als ein eindeutiges Zeichen der Lokalisierung. Für diese Supermarktkette werden ungefähr 5 000 »private Brand«-Produkte produziert, die eine eigene Marke darstellen. Ständige, strenge Qualitätskontrollen und ethische Kontrollen der Produkte und Lieferanten wollen den Käufern ein soziales und qualitatives Versprechen geben. Den Käufern wird sogar die Einsicht in die Prüfprotokolle angeboten, um die Kunden von sozial und fair gehandelten Produkten zu überzeugen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Die nachstehende Abbildung zeigt wie Qualitätsund ethische Kontrollen durchgeführt werden. Die japanische Supermarktkette hat strenge Vorschriften bezüglich Nachhaltigkeit, umweltfreundliche Produktion und Einhaltung der Gesetzte (siehe Kasten re.).

Lieferanten genauer Name, Ursprungsland des Produkts

Beobachtung von der Produktion bis zur Anlieferung, Registration der Lieferanten und Besonderheiten

Ein weiteres Beispiel für den 4 E-Marketing sind Verkaufsstände in einer Markthalle in der Stadt Oshu, ebenfalls in Japan. Oshu hat zirka 250 000 Einwohner und befindet sich nördlich von Tokio, in der Präfektur Iwate. Hier werden die Produkte von lokalen Produzenten angeliefert und verkauft, wobei jedes Produkt mit den Namen des landwirtschaftlichen Betriebes versehen ist. Überdies werden dem Konsumenten Informationen über die Zulieferbetriebe und deren Mitarbeiter im Markt präsentiert.

Evolution des Marketing-Mix vom klassischen 4P bis zum 4E Der klassisch auf die 4 P aufgebaute Marketing-Mix im ursprünglichen Sinne ist kaum mehr alleine zu finden. Die 4 C-MarketingMix-Elemente, die sich auf Kundennutzen, Kosten,Mühelosigkeit des Zugriffs und Kommunikation konzentrieren, wurden nach der 4 P-«Methode« aufgebaut, heutzutage sind sie nach wie vor üblich, werden aber meist mit dem 4 E-Marketing-Mix kombiniert. • Mit dem ersten »E« für Environment wird die Umwelt symbolisiert: Verbraucher empfinden immer mehr Sensibilität und Verantwortung der Umwelt gegenüber und wollen bei Präventionsmaßnahmen und Umweltschutz aktiv mitwirken. Der Umweltschutz spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Produktentwicklung beispielswei-

Zehn »soziale Kriterien«, die von Lieferanten erfüllt werden müssen 1. Arbeitsverbot (auch Teilzeit und saisonale Arbeit) für Personen unter 14 Jahren 2. Vertrauenswerte Produkte ohne schädliche Inhaltsstoffe. Dabei sind die Regelungen über Bioanbau und die chemischen Mittel in der Agrarwirtschaft der Japanischen Gesundheitsämter maßgebend. 3. Einhaltung nationaler Regeln und internationaler Abkommen 4. Verbot der Diskriminierung (Ausnahme Punkt 1) 5. Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen 6. Entlohnung, Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne und -Gehälter 7. Soziale Verantwortung des Managements 8. Umwelt und Umweltschutz 9. Überprüfung der Qualität bei den Lieferanten durch die Qualitätssicherung 10. Verbot der Korruption Ableitung vom Nikkei Business, Management-Magazin, Frühjahr 2008, S. 83

II. Kontrolle Fachleute der Supermarktkette 90 Kontrolleure (mit Fachausbildung) berichten für die Supermarktkette I. Kontrolle (Fragen, um die mögliche Fehler zu entdecken)

III. Kontrolle Sonstige nationale und internationale Kontrollgruppen im Land 370 Personen (mit Fachausbildung) beauftragt Kontakte über Internet, nationales Berichtswesen

Ableitung vom Nikkei Business, Management-Magazin, Frühjahr 2008, S. 82f.

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Korrekte Produkt und Herkunftsinformationen sind auf allen Produktetiketten zu finden, was eine sehr große Ähnlichkeit mit den sozialen und ethischen Richtlinien der Supermarktkette zeigt.

Berichte – Verbesserungsvorschläge (für die Lieferanten bezüglich Code of Conduct) Dokumentation, Feedback, Verbesserungsvorschläge Beurteilung von Produkten, Klassifizierungen Ideen für Produktund Prozessentwicklung


Frische Makrelen, gefangen im Meer von lokalen Fischern.

se bei Hybrid-Autos, Öko-Verpackungsmaterial und bei der Sammlung von Bonuspunkten im Fall vom Kauf von Produkten mit dem »Grünem Punkt«. Auch bei der Kommunikation wird Umweltschutz groß geschrieben, dafür finden sind in Deutschland und Österreich genügend Beispiele. • Das zweite »E« für Education repräsentiert die Bildung: So wie in Japan werden auch in Deutschland und Österreich in den Schulen die Kinder auf die soziale Verantwortung, die Wichtigkeit der sozialen Werte und Gesellschaft aufmerksam gemacht. Japanische Unternehmen fördern auch die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter bei allgemeinen emen durch Aufklärungsseminare oder Vorträge über die soziale Verantwortung. Die Aufklärung und Stärkung der sozialen Kompetenz haben eine enorme Bedeutung, da die immer größer werdende Öffnung der sog. »Gesellschaftsschere« zwischen reichen und armen Bevölkerungsschichten stattfindet, die große soziale Probleme mit sich bringen kann. Das Marketing darf solche Probleme nicht einfach ignorieren, wobei einige Markenstrategien eben auf diese Unterschiede aufbauen und dadurch ihre Stärke und Einzigartigkeit betonen. Beispiele sind die Luxusmarken, die noch mehr Luxus ausdrücken und noch gezielter eine obere Gesellschaftsschicht ansprechen sollen. Als Gegenteil kennen wir die Prospekte und Kataloge mit billigen Produkten zu Spotpreisen und den wöchentlichen Discount-Angebotsartikeln, die nicht nur von Familien mit geringen Einkommen angenommen werden. • Das dritte »E« für Emotion bedeutet Gefühle: Nicht nur in Japan, auch in Europa

Restaurants werben auch mit einheimischen Produkten von lokalen Produzenten.

sieht man vermehrt den gezielten Einsatz sozialer Verantwortung von Firmen, die durch Spenden-Kampagnen uns emotional bewegen wollen. • Das vierte »E« für Ethics spiegelt die ethischen Werte wider: Unternehmen sollen nicht nur auf Qualitäts-, Umweltfreundlichkeits- und Gesundheitszertifikate sondern auch auf ethische Werte hinweisen und so belegen, dass ein Produkt beispielsweise ohne Kinderarbeit und Zwangsarbeit hergestellt wurde. Bei der beispielhaften japanische Supermarktkette gibt man sich überzeugt davon, dass der kombinierte Einsatz der 4 P-, 4 C- und 4 E-Elemente die richtige Strategie für die Zukunft ist. Laut Pressemitteilungen soll der Umsatz speziell durch eine Erweiterung der »private Brand«-Produkte gesteigert werden. Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Leute bereit sind, mehr Geld für die Umwelt und humanitäre Zwecke auszugeben, kann der 4 E-Marketing-Mix dadurch erfolgreich eingesetzt werden. Die Marketingfachleute der japanischen Supermarkt-

kette betonen, dass der Schwerpunkt auf »Social Responsibility« (also der sozialen Verantwortung in der Kommunikation und im Branding) eine sinnvolle Investition in die Zukunft ist. Auch regionalen Händlern und Dienstleistern im Allgäu können diese Ideen und Impulse ein hilfreicher Wegweiser für Adrienn Wörle die Zukunft sein …

Über die Autorin Adrienn Wörle studierte an der Westungarischen Universität in Sopron Volkswirtschaftslehre und zuvor an der Fachhochschule Kempten Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing. Sie beschäftigt sich besonders mit emen in den Bereichen soziales Marketing und interkulturelle Kommunikation. Der Artikel gibt ihre Erfahrungen im sozialen B2C-Marketing wieder, die sie in Japan und Deutschland gesammelt hat. Derzeit schreibt sie ihre Dissertation zum ema »Bedeutung von Marken und Markenkombinationen auf gesättigten Märkten«.

Empfohlene Literatur – Aaker, David A. Management des Markenwerts, Frankfurt/M. 1992 – Courrier Japon – Magazin für Marketing und Wirtschaft, April 2009 – R. M. Grant: Contemporary strategy analysis, 4th Edition, Blackwell, 2002 – H. Hungenberg – T. Wulf: Grundlagen der Unternehmensführung, Springer, 2007 – Horizont (Zeitung für Marketing, Werbung und Medien) 10. September 2009 – Japan.Inc-Magazin (Business, People, Technology), Winter edition 2008/09 – W. C. Kim-R. Mauborgne: Blue Ocean Strategy, Harward Business School Press, 2005 – P. Kotler: Marketing Management, Müszaki Könyvkiadó, 1998 – H. Meffert: Internationale Marketingstrategien, Wiesbaden, 1988 – Nikkei Business, Management Magazin, Frühjahr 2008 – M. E. Porter: On competition, Harward Business School Press, 1998 – W. Repenn, Handbuch der Markebewertung und -verwertung, Weinheim, 1998 – R. G. Wittmann – M. Reuter: Unternehmensstrategie und Business Plan, Moderne Industrie Verlag, 2004

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Inflationssorgen wachsen

Mehr Sicherheit fürs Geld Die Furcht vor Inflation gehört hierzulande zu den größten finanziellen Sorgen der Bevölkerung. Mit Vermögensmanagement-Konzepten, die flexibel auf die Entwicklung an den Märkten reagieren, sind Anleger in einer guten Ausgangsposition. Ebenso sind Geldanlagen in Sachwerte und auch solche, mit denen sie die Chancen bestimmter Märkte nutzen können, aber zum Laufzeitende abgesichert sind, besonders für Zeiten steigender Inflation interessant. Viele Menschen erwarten eine Entwertung ihres Geldvermögens. Dies bestätigt erneut eine aktuelle Umfrage von Union Investment, der Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen FinanzGruppe. 72 Prozent der Befragten erwarten leicht steigende, 12 Prozent sogar stark steigende Preise. Daher machen sich zwei Drittel aufgrund der erwarteten Teuerung auch Sorgen um ihre Ersparnisse, so die Ergebnisse im dritten Quartal 2011.

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aren und Dienstleistungen kosteten im September durchschnittlich 2,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt am 28. September 2011 in einer ersten Schätzung mit. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im September 2008 mit 2,9 Prozent. Im Juli und August lag sie noch bei 2,4 Prozent. Damit überschritt die Inflation abermals die ZweiProzent-Marke, bei der die Europäische Zentralbank die Preisstabilität gewahrt sieht. Noch ist im Euroraum Inflation – auch aufgrund der Niedrigzinspolitik – aber kein ema, doch ganz unberechtigt sind die Sorgen der Bevölkerung nicht. So sorgt die hohe Staatsverschuldung einzelner Länder im Euroraum und in den USA für große Verunsicherung. Investoren legen daher ihre Gelder sehr kurzfristig und hauptsächlich in Geldanlagen an, denen eine hohe Sicherheit be-

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scheinigt wird. Später werden diese Gelder vermutlich jedoch reinvestiert oder konsumiert, was zu einer steigenden Nachfrage und zu Inflation führen kann. Und nicht zuletzt erinnern sich auch viele Menschen, dass Inflation früher häufig als einfaches Mittel zur Schuldenreduzierung von Staaten diente. Darüber hinaus birgt auch die Globalisierung eine gewisse Inflationsgefahr. Denn schon heute haben insbesondere die Schwellenländer aufgrund ihres starken Wirtschaftswachstums mit steigenden Preisen zu kämpfen. Ihre Inflation könnte in die preisstabilen Länder importiert werden. Vermögen aktiv und flexibel verwalten »Anleger befinden sich derzeit in einem Dilemma. Doch nichts tun und das gesamte Vermögen am Geldmarkt zu ›parken‹ ist – abhängig vom individuellen Kundenbedürf-

Andreas Hutzenlaub, Leiter Privatkunden

nis – nicht unbedingt die optimale Lösung. Denn das Zinsniveau ist derzeit so niedrig, dass es nicht einmal die aktuelle Inflationsrate ausgleicht. Die Geldanlage verliert also an Wert«, erklärt Andreas Hutzenlaub, Leiter Privatkunden bei der Allgäuer Volksbank eG. Dabei sei gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, die Weichen für die richtige Vermögensanlage zu stellen. »Wichtiger denn je ist heute ein aktives und flexibles Management des Vermögens. Eine Geldanlage also, die verschiedene Anlageklassen kombiniert und je nach Marktsituation zwischen den einzelnen Anlageklassen dynamisch umschichtet. Zudem sollte der individuelle Wunsch eines Anlegers nach Sicherheit berücksichtigt werden«, nennt Hutzenlaub die Anforderungen an eine Anlageform, die den veränderten Kundenbedürfnissen und den Anforderungen der Kapitalmärkte gleicher-


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Inflation kann den Wert der Geldanlage gefährden: Selbst wer sein Geld zehn Jahre fest anlegt, kann derzeit die Inflationsrate nicht ausgleichen und die Geldanlage verliert an Wert. Mit einem VermÜgensmanagement-Konzept, indirekten Immobilienanlagen und wertgesicherten Fonds sind Anleger – nicht nur bei Inflation – in einer guten Ausgangssituation.

maĂ&#x;en gerecht wird. ÂťBei solchen VermĂśgensmanagement-Konzepten sorgen beispielsweise Fondsmanager fĂźr die passende Streuung des VermĂśgens. Sie beobachten die Kapitalmärkte genau und investieren zum geeigneten Zeitpunkt Ăźber viele Anlageklassen und mit unterschiedlichen InstrumentenÂŤ, erklärt Hutzenlaub. Die Fondsmanager setzten dabei aber nicht einfach nur auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. ÂťVielmehr kombinieren sie die Anlageklassen mit Rohstoen sowie gegebenenfalls Immobilieninvestments und verschieben die Schwerpunkte, je nachdem, wie gerade die Marktlage istÂŤ, sagt Hutzenlaub weiter. SchlieĂ&#x;lich proďŹ tierten Substanz- beziehungsweise Realwerte wie Aktien, Rohstoffe und Immobilien von steigenden Preisen in der Regel mit einem Kursanstieg.

weiteren Anstieg der Immobilienpreise ist gut, sagt Hutzenlaub und ergänzt: Besonders die europäischen Märkte und insbesondere Deutschland stehen gut da und sind recht stabil. Interessant seien dabei indirekte Immobilienanlagen, da Anleger sich an einer Vielzahl von gewerblichen Immobilien beteiligen kÜnnen und nicht mit dem Verwaltungsaufwand belastet sind – wie es beim Immobiliendirektbesitz der Fall ist. Anleger kÜnnten Miteigentßmer herausragender Bauwerke an zahlreichen attraktiven Standorten wie Berlin, Mßnchen, Hamburg, London oder Paris sein. Zukunftsweisende Bßroimmobilien, hochmoderne Shoppingcenter, luxuriÜse Hotels oder auch multi-

funktionale Logistikimmobilien – all dies ďŹ ndet man in solchen Geldanlagen. Objekte, die Experten als wertbeständig und ertragreich eingestuft habenÂŤ, so Hutzenlaub. Anleger sollten jedoch den Langfristcharakter von solchen Geldanlagen berĂźcksichtigen, ihr Kapital also mindestens fĂźnf Jahre investieren. ÂťDann kann man sich auf attraktive Ertragschancen freuen, die teilweise steuerfrei sein kĂśnnenÂŤ, ergänzt er. Hutzenlaub und seine Kollegen prĂźften gerne, was sich fĂźr die individuelle Geldanlage eigne. Geldanlagen fĂźr den Fall der Fälle Selten war es so schwer einzuschätzen, wie es an den Märkten weitergeht. Auch bedeutet gerade die Unbeständigkeit der Märkte fĂźr die meisten Anleger puren Stress, weshalb sie der Sicherheit ihrer Geldanlage hĂśchste Priorität einräumen. Diese Situation bestätigt auch die Allgäuer Volksbank in ihrem Geschäftsgebiet: ÂťHäuďŹ g ist den Menschen aber nicht bewusst, dass es Geldanlagen gibt, mit denen sie die Chancen bestimmter Märkte nutzen kĂśnnen, aber zum Laufzeitende abgesichert sindÂŤ, erklärt Finanzexperte Andreas Hutzenlaub. Gemeint sind wertgesicherte Geldanlagen oder sogenannte Garantiefonds, die zusätzlich zu ihrem Garantieversprechen, wie alle Investmentfonds, einen weitreichenden Anlegerschutz und umfassende Transparenz bieten. Und wie man bei der Geldanlage auf Ertragschancen setzen kann, ohne sein SicherheitsbedĂźrfnis zurĂźckstellen zu mĂźssen, haben viele Anleger in den letzten Monaten vorgemacht: Sie legten ihr Geld in Garantiefonds an. GemäĂ&#x; der Absatzstatistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. (BVI) stieg das verwaltete VermĂśgen dieser Anlageklasse in den letzten Jahren stetig. ÂťAllein unser Fondspartner

Stabilisierendes Element im Depot ÂťEin stabiler Anker fĂźr das Depot kĂśnnen in diesem Umfeld auch Immobilien seinÂŤ, meint der Leiter Privatkunden, Hutzenlaub. Immobilien seien Sachwerte und gelten insbesondere bei Erwartungen steigender Ination als attraktive Geldanlagen. Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten änderten kaum etwas daran, dass viele Unternehmen derzeit neue Mietächen benĂśtigten. ÂťNach einer längeren Durststrecke ist die Wende erreicht. Die Mieten steigen, die Leerstände sinken und in den zentralen Lagen werden vor allem grĂśĂ&#x;ere BĂźroächen wieder knapp. Das Potenzial fĂźr einen 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 151


BILDER: ALLGÄUER VOLKSBANK

»Ein stabiler Anker für das Depot können auch Immobilien sein« Union Investment hat seit 2001 bereits 91 wertgesicherte Publikumsfonds mit verschiedenen Anlageschwerpunkten und Laufzeiten aufgelegt«, informiert Hutzenlaub. Per Ende Juli 2011 ist die genossenschaftliche Fondsgesellschaft mit einem Anteil von 49,1 Prozent und rund 16,56 Milliarden Euro investierten Geldern laut BVI Marktführer bei wertgesicherten Fonds. Eine Frage des Vertrauens Vertrauen ist in Geldfragen wichtig. Das gilt heute mindestens so sehr wie früher. Vor allem Freundlichkeit und Sympathie, die zuverlässige Einhaltung von Zusagen, der gute Ruf und der engagierte Einsatz für die Belange des Kunden haben einen entscheidenden Einfluss auf das Vertrauen zur Bank und in die richtige Beratung. »Wer zu den besonders sicherheitsorientierten Menschen gehört oder als erfahrener Anleger eine Teilabsicherung seines Depots wünscht«, erklärt Hutzenlaub, könne in Garantiefonds, die auch Möglichkeiten attraktiver Märkte nutzen, eine interessante Anlageform finden. Doch sagt er auch, dass immer die individuellen Anlageziele und die persönliche Chance-Risiko-Neigung wichtig sind und sich diese am besten in einem persönlichen Gespräch bestimmen lassen. Eine kompetente und ehrliche Beratung, Offenheit und Transparenz und die Berücksichtigung der Anlageperspektive des Kunden seien wesentliche Elemente, die die Allgäuer Volksbank als verlässlichen und sicherheitsbewussten Partner in unserer Region auszeichneten, so Hutzenlaub. Das Grundprinzip von Garantiefonds Das Grundprinzip von Garantiefonds ist einfach: Der Anleger kann von einer positiven Entwicklung beispielsweise eines Aktienmarktes profitieren und erhält gleichzeitig eine Garantie auf sein eingesetztes Kapital (exklusive Ausgabeaufschlag, ohne Berücksichtigung möglicher Depotkosten sowie abzüglich etwaiger Ausschüttungen, Steuerabzüge und fiktiver Erträge). Für dieses Sicherheitsnetz verzichtet er im Gegen-

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Die Allgäuer Volksbank in Kempten.

zug auf einen Teil der am Markt erzielbaren Erträge. Der Kapitalschutz gilt meist zum Ende einer festgelegten Laufzeit des Fonds, so dass der Anleger am Stichtag den garantierten Anteilwert zurückerhält – und dazu möglichst einen weiteren Ertrag, der sich aus der positiven Entwicklung des jeweiligen Anlagemarktes ergibt. Aber auch bei Garantiefonds gibt es Risiken – beispielsweise das Risiko marktbedingter Kursschwankungen oder das Ertragsrisiko. Auch besteht das Risiko des Anteilwertrückganges wegen Zahlungsverzug bzw. -fähigkeit einzelner Aussteller oder Vertragspartner. Diese Risiken werden jedoch durch die Mindestanteilwertgarantie zum Laufzeitende begrenzt. Schließlich ist eine grundsätzliche börsentägliche Rücknahme von Fondsanteilen gegeben, eine befristete Rücknahmeaussetzung im Ausnahmefall aber möglich. Ebenso ist die Möglichkeit eingeschränkter bzw. fehlender Handelbarkeit von Anlagen in Fonds, die auch zu erhöhten Kursschwan-

kungen führen können und die Ausfallmöglichkeit des Garantiegebers gegeben. Vor Erreichen des jeweiligen Garantietermins kann der Mindestanteilwert unterschritten werden, und vor diesem Zeitpunkt besteht keine Garantie. Deshalb können Garantiefonds vor allem Menschen nutzen, die ihr Vermögen mittelfristig, also für etwa fünf xl/aw bis sieben Jahre, anlegen wollen.

Allgäuer Volksbank eG Kempten-Sonthofen Rathausplatz 12 87435 Kempten Telefon (0831) 25389– 0 Telefax (0831) 25389– 29 info@allgaeuer-volksbank.de www.allgaeuer-volksbank.de


Wir brauchen

Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Foto: © Margot Kessler/pixelio.de

Verstärkung!

Freie Redaktionsmitarbeiter/innen gesucht Unser Allgäuer Wirtschaftsmagazin hat inzwischen einen festen Platz in der Allgäuer Zeitungslandschaft. Das freut uns sehr – beschert uns aber auch zunehmend mehr Arbeit. Daher brauchen wir Verstärkung und suchen nach freien Mitarbeitern, die Lust haben, in unserem Team mitzuarbeiten. Wenn Sie gerne und gut schreiben und auch fotografieren können, wenn Sie Freude am Kennenlernen interessanter Menschen und dem Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Firmen im Großraum Allgäu/Oberschwaben haben, dann melden Sie sich bei uns.

Wir freuen uns, Sie bei einem persönlichen Treffen kennen zu lernen. Erste Kontakte/Informationen: Verlagsleiter Thomas Tänzel Telefon (08 31) 96 01 51 10 oder Chefredakteurin Maria Anna Weixler-Gaci Telefon (08 31) 5 20 77 71

Bewerbungsunterlagen (idealerweise mit Arbeitsproben) senden Sie bitte an TT Verlag GmbH, St.-Mang-Platz 23, 87435 Kempten.


Die Faszination der Langstrecke

swim. bike. run. 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen – alles an einem Stück, am gleichen Tag und natürlich in Bestzeit. So lauten die Bedingungen für die Teilnehmer der Langstrecken-Distanz im Triathlon – dem faszinierenden Ironman. Im Allgäu gibt es nur eine gute Handvoll Ausdauersportler, die bereits an der Weltmeisterschaft des Ironman auf Hawaii teilgenommen haben. Axel Reusch aus Sonthofen ist einer von ihnen.

Ironman D er legendäre Ironman wurde 1978 erstmals auf Hawaii ausgetragen und ist seit 2006 offizieller Austragungsort für die Weltmeisterschaft der Ironman-Distanz im Triathlon. Jedes Jahr werden von der World Triathlon Corporation rund 1 800 Startplätze für den legendären Wettkampf vergeben. Deutschland stellte im Jahr 1997 mit omas Hellriegeln, 2004 und 2006 mit Norman Stadler und 2005 mit Faris Al-Sultan bereits viermal den Weltmeister in der Ironman-Distanz. Nach den USA bilden Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sogar das überwiegende Startfeld der Weltmeisterschaft.

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BILDER: REUSCH

»In Hawaii tatsächlich zu starten ist sozusagen die Königsklasse.« gen unser Wimbledon, wo wir alle mal hinmöchten«, erklärt Triathlet Axel Reusch aus Sonthofen, der selbst schon über 20 Ironman-Wettkämpfe bestritten hat.

Europameisterschaft in Frankfurt Der Wettkampf der »Eisenmänner« und »Eisenfrauen« besteht aus einer Schwimmdistanz von 3,86 Kilometer, einer Radfahretappe von 180,2 Kilometer und einem anschließenden Marathonlauf von 42,195 Kilometer. Diese Langstrecken-Distanz im Triathlon wird zwar als Ironman bezeichnet, die Marke »Ironman« gilt auf kommerzieller Basis jedoch als eingetragenes Warenzeichen. Wettkämpfe über die Ironman-Distanz gibt es inzwischen unzählige auf der ganzen Welt und finden, wie etwa die »Challenge« in Roth, unter anderen Lizenzen statt und werden nicht als Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaft auf Hawaii anerkannt. In Deutschland sind die Austragungsorte Regensburg und Frankfurt als Ironman-Qualifikationsrennen lizenziert. In Frankfurt findet überdies jedes Jahr die Europameisterschaft der Serie statt. »In Hawaii an den Start zu gehen, ist mehr, als an einem Wettkampf teilzunehmen. Der Nimbus Hawaii ist übermächtig, das ist sozusa-

Hartes Training und intensive Vorbereitungszeit »Am Anfang gab es für Hawaii lediglich sechs Qualifikationsrennen weltweit, heute gibt es schon 30 davon«, beschreibt Reusch die Entwicklung des Sportevents. Bei den Qualifikationswettkämpfen werden proportional zu den Altersklassen entsprechend viele Startplätze für Hawaii vergeben. In der Altersklasse von Axel Reusch etwa waren es bei der letzten Qualifikation in Wisconsin, USA, 450 Athleten, die an den Start gingen. Um sich das begehrte Ticket für Hawaii zu erkämpfen, ist eine Platzierung unter den ersten fünf dieser Altersklasse notwendig. Im Gesamtfeld aller Teilnehmer bedeutet dies eine Platzierung unter den Ersten 30, was inzwischen extrem schwierig ist, wie Reusch berichtet. Ehrgeiz alleine reicht nicht aus, sondern auch entsprechendes Talent und viele Stunden hartes Training im Wasser, auf dem Rad und lange Laufeinheiten gehören zum Pflichtprogramm. Um die Distanzen in einer bestmöglichen Zeit zu bewältigen und für den extrem anspruchsvollen Wettkampf auf den Punkt genau seine Höchstleistungen abrufen zu können, ist neben körperlicher Fitness auch mentale Stärke und Härte gefordert, um die eigene Schmerzgrenze zu überwinden. Die persön-

liche Bestzeit von Axel Reusch, die er 1999 beim Ironman in Roth ablieferte, lag bei einer Gesamtzeit von acht Stunden und 57 Minuten. Neben weltweiten Wettkämpfen in Spanien, Portugal, Frankreich, Australien, Neuseeland, Japan, Kanada und den USA ging Wahlallgäuer Reusch bereits sieben Mal in Hawaii an den Start. »In Hawaii tatsächlich zu starten ist sozusagen die Königsklasse. Es gibt sehr viele, die das gerne auch einmal tun möchten, aber der letzte Schritt bis zur Quali ist echt schwierig und gelingt leider nicht immer.« Der heute 43-jährige, der schon seit Jahren ein Fachgeschäft für Laufsport betreibt, hat bereits 1989 den Triathlon für sich entdeckt. Den ersten Ironman bestritt er schließlich 1992. »Rennen konnte ich schon immer, mit 17 Jahren habe ich dann angefangen zu Joggen. Und dann hat mich der Freund meiner Schwester angesteckt. Der fand Triathlon nämlich toll, hat aber nie selbst einen gemacht«, lacht Sportler Reusch, der sich mittlerweile alle paar Jahre intensiv auf eine Qualifikation vorbereitet. ora Engstler

3,86 180,2 42,195 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 155


Bezaubernde

Tradition Kein Kleidungsstück ist so weiblich und verlockend wie ein Dirndl, betont so vorteilhaft die Figur der Frau, zaubert ein wunderschönes Dekolleté und zieht dadurch alle Blicke auf sich. Aus dem Allgäu ist die Tracht praktisch nicht mehr wegzudenken. Das Dirndl hat sich inzwischen mehr und mehr zu einem sehr modischen und angesagten Kleidungsstück entwickelt. Aber auch überregional trägt die Frau gerne Dirndl – getreu dem Motto: Tracht ist Trend.

E

in gut gearbeitetes Dirndl unterstreicht die weibliche Figur besser als jedes andere Gewand. Das schmale Mieder zaubert eine perfekte Taille. Sogar Problemzonen können damit geschickt kaschiert werden. Dabei ist es zu jeder Gelegenheit noch schick«, sagt Madeleine Baronsee. Sie leitet die Sportalm Waltner, die einst der Großvater Josef Waltner 1917 gründete. Gemeinsam mit ihrer Tochter Eva-Maria führt sie das Traditionshaus in dritter Generation und das machen die beiden Damen mit viel Herzblut. In angenehmer Atmosphäre, bei bester Beratung und einer guten Tasse Kaffee fühlen sich die Kun-

Tracht

ist nicht gleich Tracht 156 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

dinnen wohl. »Wir haben uns hier etwas Einzigartiges aufgebaut«, sagt Madeleine Baronsee. Über die Grenzen des Allgäus hinaus ist die Sportalm Waltner bekannt für exklusive Mieder in bestechender Passform und Eleganz. Besonders gern wird für Hochzeiten und Familienfeste gearbeitet. »Tradition und Moderne verbinden« Familie Baronsee fertigt für jedes Alter, für jede Gelegenheit und jeden Geschmack die richtige Tracht. Mittlerweile darf das Dirndl sogar bunt oder etwas schrill sein. Mit verschiedenen Accessoires lässt sich das Outfit dabei immer wieder passend verändern. Die


Kunst besteht darin, immer das Traditionelle und Historische zu erhalten, das »Gwand« aber gleichzeitig der modernen Frau von heute auf den Leib zu schneidern.

BILDER: WALTNER/KÖSSLER

»Klasse statt Masse« »Ein schönes Dirndl entsteht bei uns während der Anprobe. Wir suchen jedes einzelne Accessoire gezielt aus und kreieren ein perfektes Ganzes. Gemeinsam mit der Kundin entsteht somit etwas ganz Individuelles. Wir bestehen darauf, das jedes noch so kleine Detail perfekt zusammen passt«, verrät Madeleine Baronsee, die damit ihrem guten Ruf alle Ehre macht. Eine Tracht ist ein hochwertiges Kleidungsstück. »Es ist uns wichtig,

dass die Kundin lange Freude daran hat.« In den meisten Fällen besitzt eine Frau ihre Tracht ein Leben lang und wird darüber hinaus noch in der Familie weiter gegeben. Deshalb legt man in Nesselwang auch sehr viel Wert auf exklusive, hochwertige Stoffe von bester Qualität und Verarbeitung. Die Kunden des traditionellen Familienbetriebs wissen das zu schätzen. Viele Stammkunden kommen aus diesen Gründen immer wieder her. Über drei Generationen hinweg ist sich der Familienbetrieb seinen Grundsätzen immer treu geblieben. Die Sportalm Waltner hat sich zu einer der ersten Adressen für exklusive Trachtenmode allgäuweit etabliert. SW

Sportalm Waltner

Reichliche Stoffauswahl

Exklusive Brautdirndl

Madeleine Baronsee, Carla Baronsee und Eva-Maria Kehle (v.li.)

Familie Baronsee 87484 Nesselwang Telefon (08361) 207 Telefax (08361) 1873 www.sportalm-waltner.de

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Uriger und gemütlicher Stadl

Feiern

in alpenländischem Flair

BILDER: KOBER

Ob für Hochzeiten, Geburtstags- und Jubiläumsfeiern, Firmen-Events und Weihnachtsfeiern oder kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett oder Konzerte – die Alpvilla in Buchloe ist ideal für kleine und große Feierlichkeiten.

Bis zu 300 Gäste finden in der Alp-Villa Platz.

Gemütliche Bar.

Viel Liebe zum Detail.

158 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

D

er große Saal bietet Patz für bis zu 300 Personen. Das Wirtshaus im alpenländischen Flair wird von rustikalem Altholz dominiert. An der hohen Decke hängen alte Gerätschaften aus dem Handwerk wie Fässer und Wagenräder. Die bodentiefen Fenster an der Seite zum Biergarten durchfluten den Raum mit viel Licht und Sonne. Das Altholz, kombiniert mit einigen roten Backsteinelementen, verleihen dem Stadl ein rustikales Flair. Passend dazu wurden Tische aus Massivholz ausgewählt. Und obwohl der Raum auf den ersten Blick riesig erscheint, ist er doch in kleine Nischen unterteilt, wo man auch einen netten Abend zu zweit verbringen kann, ohne dass man sich verloren fühlt.

Ideal für große Events Ideal ist der Stadl für Großveranstaltungen – von Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern über Firmen-Events, Jubiläums- oder Weihnachtsfeiern bis hin zu Busgesellschaften oder kulturellen Veranstaltungen. »Wir sind mit einer professionellen Beschallung ausgestattet, haben eine Großbildleinwand von drei auf vier Meter für Präsentationen und eine Bühne mit acht auf sechs Metern für Live-Bands«, erklärt Martin Knie. Alles ist offen und transparent gestaltet. Die Gäste erhalten Einblick in die große Schänke, entlang dieser die große Büffetstraße verläuft, zu der auch ein Grill für Live-Cooking gehört. Die Familie Knie hat viel Liebe zum Detail bewiesen. In der urigen Skihütte oder an der Bar lassen sich in intimer Atmosphäre kleine private Events ausrichten.

Große kulinarische Auswahl Ebensoviel Wert wie auf die Einrichtung hat die Familie Knie auf die Speisekarte gelegt. Bereits ab neun Uhr haben die Gäste ein große Frühstücksauswahl – von süß bis herzhaft, von rustikal bis italienisch. Beim À-lacarte-Essen kommen alle Geschmäcker auf ihre Kosten. Die schwäbisch-bayerischen Spezialitäten, aber auch mediterrane und vegetarische Küche und leichte Salatvariationen lassen keine Wünsche offen. Wer es eher deftig mag, der wird in der großen Brotzeitkarte fündig. Kuchen aus der eigenen Konditorei runden das kulinarische Angebot ab. Zusätzlich zu preisgünstigen Mittagsgerichten für Berufstätige werden emenabende angeboten: dienstags Flammkuchen, mitwochs Hähnchen, donnerstags Steakvariationen frisch vom Grill und freitags italienische Küche. Am Donnerstagvormittag gibt es kesselfrische Weißwürste. Neben Bierspezialitäten von der Aktienbrauerei Kaufbeuren werden Weine vom eigenen Weingut in der Südpfalz angeboten: herrlich leichte Weißweine wie Chardonnay, Riesling oder Weißburgunder und feine Rotweine wie Dornfelder und Portugieser. Ideale Lage Die Alp-Villa kann also nicht nur mit ihrer originellen Einrichtung, sondern auch mit ihrem reichen kulinarischen Angebot punkten. Und das sieben Tage die Woche – ohne Ruhetag! Dabei stehen großzügige Parkplätze für Busse und Pkw zur Verfügung. Und die Lage ist ideal am südöstlichen Ortsrand von Buchloe, nur zwei Kilometer von der Autobahnausfahrt Buchloe-Ost entfernt und doch mitten im Grünen. Carolin Kober

Alp-Villa Münchener Straße 44 86807 Buchloe Telefon (08241) 9960930 Telefon (08241) 9960931 www.alp-villa.de


Drei Hotels im Ostallgäu

Gastronomie mit Leidenschaft

Stadthotel.

Seit 30 Jahren ist die Familie Knie in der Gastronomie zu Hause und führt im Ostallgäu drei Hotelbetriebe: das Stadthotel in Buchloe, den Goldenen Hirsch in Kaufbeuren und den Grünen Baum in Oberbeuren. Alle drei eignen sich hervorragend für Seminare, Tagungen, Kongresse, Versammlungen oder Feierlichkeiten.

Hotel Goldener Hirsch.

G

ute Laune, Geschick im Umgang mit Mitarbeitern und Fachwissen – das sind für Seniorchef Martin Knie und Juniorchef Christian Knie die drei wichtigsten Eigenschaften, die einen guten Hotelier auszeichnen. Mit diesen drei Regeln führt seine Familie die drei Hotels im Ostallgäu. Was auf den ersten Blick auffällt, ist das freundliche, aufmerksame, gut geschulte Personal am Empfang, so dass sich der Gast gleich willkommen fühlt. Denn ihr Credo gibt die Familie Knie auch an seine Angestellten weiter ebenso wie an seine Auszubildenden. »Interesse, Engagement und Freundlichkeit« müssen die angehenden Hotelfachleute, Restaurantfachleute und Köche mitbringen, wenn sie in einem der Knie Gastronomiebetriebe arbeiten wollen.

Freundliches Ambiente Insgesamt bieten die drei Hotelbetriebe zusammen 118 Zimmer für 200 Gäste. Alle drei Häuser sind hell, freundlich und modern mit hochwertigem Interieur ausgestattet. Während das Traditionshotel Goldener Hirsch sowie das Stadthotel jeweils mitten im Stadtzentrum liegen, aber dennoch über eine eigene Tiefgarage verfügen, ist der Grüne Baum idyllisch im Grünen in Oberbe-

uren, einem Stadtteil von Kaufbeuren, anzutreffen. Gemütliche Sitzecken laden auch außerhalb der Gäste- und Seminarräume zum Treffen und Entspannen ein. Und natürlich ist für das Kulinarische gesorgt: Mit regionaler Küche werden die Gäste in den Hotels verwöhnt. Wer nach einem arbeitsreichen Tag noch abschalten will, der geht am besten in die hauseigene Sauna oder in den Fitnessraum. Moderne Tagungstechnik In jedem Hotel steht eine moderne Tagungstechnik in tageslichtdurchfluteten Konferenzräumen zur Verfügung. Egal ob für Seminare, Versammlungen, Kongresse oder Tagungen — die Räumlichkeiten sind für zehn bis 150 Personen ausgelegt. Mit Beamer, Internetanschluss, Moderationskoffer, Leinwand, Flipchart und Overhead ist jeder Tagungsraum technisch auf dem neusten Stand. Auch für die Verpflegung während der Veranstaltungen ist gesorgt. Besonders beliebt zum Kaffee sind die Kuchen und Torten aus der hauseigenen Konditorei in Türkheim oder vom Catering- und Partyservice, der zu den Knie-Gastronomiebetrieben gehört. Carolin Kober

Grüner Baum.

Stadthotel Bahnhofstraße 47 86807 Buchloe Telefon (08241) 506-0 Telefax (08241) 506-135 info@stadthotel-buchloe.de www.stadthotel-buchloe.de

Hotel Goldener Hirsch Kaiser-Max-Straße 39– 41 87600 Kaufbeuren Telefon (08341) 4303-0 Telefax (08341) 4303-75 info@goldener-hirsch-kaufbeuren.de www.goldener-hirsch-kaufbeuren.de

Grüner Baum Obere Gasse 4 87600 Kaufbeuren Telefon (08341) 96611-0 Telefax (08341) 96611-79 info@gruener-baum-hotel.de www.gruener-baum-hotel.de

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»Finanzwissen gepaart mit Charakter« Wirtschaftskrise, Eurokrise und weltweite Finanzkrisen, die jedes Land in irgendeiner Form zu spüren bekommt. Wie werden Regierungen und Verantwortliche die Krisen meistern? Welche Folgen entstehen daraus für die Bürger? Selbst optimistisch gestimmte Menschen fragen sich derzeit, welche sicheren Anlagen für ihr Vermögen, welche sinnvollen Altersvorsorgen es jetzt noch gibt. Wer hätte da nicht gerne einen erfahrenen »Guide« an seiner Seite durch diesen »Finanzdschungel«? Die Geschäftsführer und MitarbeiterInnen der Blenk & Schlachter GmbH in Kempten und Wangen verfügen über langjährige Erfahrung im Vermögens- und Kapitalanlagenbereich. In einem Interview mit dem Allgäuer Wirtschaftmagazin (AWM) erzählt Firmengründer Christoph Blenk über diese Erfahrungen in der Finanzwelt und verrät (hoffentlich) auch den einen oder anderen wertvollen Tipp. Allgäuer Wirtschaftsmagazin (AWM): Herr Blenk, Sie haben sich bereits im zarten Alter von knapp zwanzig Jahren mit Aktienfonds und Börsengeschäften auseinander gesetzt. Was hat Sie damals dazu bewogen und wie profitieren Sie heute davon? Haben Sie sich das erträumte Vermögen damit geschaffen? Christoph Blenk (lacht): Ich wollte einfach wissen, wie der Finanzmarkt funktioniert. Eine Materie, die mich von jeher fasziniert hat. Natürlich habe ich anfangs viele Fehler gemacht, aber ich sagte mir: Lieber fehlerhaft begonnen, als perfekt gezögert. Reich bin ich damals nicht geworden, aber ich habe ein bisschen Geld verdient und vor allem viel dazu gelernt. Es blieb ja nicht nur bei der Beobachtung der Aktienbörsen, sondern des allgemeinen Finanzmarktes, den ich heute recht gut kenne.

BILDER: TÄNZEL

AWM: Wann und wie kam es schließlich zur Gründung des jetzigen Unternehmens »Blenk & Schlachter«? Christoph Blenk:Oh, das war noch ein sehr weiter Weg bis dahin. Ich habe in vielen Branchen und Bereichen gearbeitet, mir immer mehr Wissen erworben. Nach und nach habe ich meine derzeitigen Mitstreiter und Kollegen kennen gelernt und so kam es 1998 zur Gründung des gemeinsamen Unternehmens. Wir bringen alle vielfältige Erfahrungen ein. Mein Mitbegründer Karl-Heinz Schlachter ist beispielsweise Bankvorstand a. D. Dann haben wir noch einen Mathematiker, einen Wirtschaftsjuristen und Steuerberater, einen Versicherungsspezialisten, eine Bankbetriebswirtin, einen Finanzkaufmann – wir kommen wirklich aus allen Sparten und das macht unser Knowhow aus. Diese hohen Kompetenzen befähigen uns, zum Beispiel für Unternehmer die betriebliche Altersvorsorge so umzusetzen, dass sie eine finanzielle Unabhängigkeit gegenüber den Banken erreichen können. Gebündelt betrachtet, verfügt unser gesamtes Team über 200 Jahre Erfahrungen im Bank-, Versicherungs- und Kapitalanlagenbereich. AWM: Eine wahrhaft »stolze Zeit«! Wie schätzen Sie denn die derzeitige, finanzielle Situation weltweit ein? Was kann da auf uns alle noch zukommen?

160 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011


Christoph Blenk: Wir sollten uns nicht zu sehr auf Griechenland und andere verschuldete Länder konzentrieren. Die Schulden im eigenen Land sind wahrlich hoch genug. Ich denke, letztlich wird dieses tatsächlich weltweite Problem nur über eine Währungsreform, Vermögensabgaben, Hypothekengewinnabgaben und ähnliche Maßnahmen zu bewältigen sein. Das muss aber nicht zwangsläufig negativ sein. Einen Vorteil hat es in jedem Fall: Wir können von vorne anfangen und alles besser machen. AWM: Apropos, besser machen! Sie haben sich mittlerweile einen sehr großen Kundenkreis geschaffen. Welche Vorteile genießen Ihre Kunden? Christoph Blenk: Wir leisten vor allem eine freie und unabhängige Beratung. Wir sind weder einer Bank noch irgendeiner Versicherungsgesellschaft verpflichtet. Auch die meisten Finanzbüros sind in ihren Entscheidungen nicht frei, sondern sind an die Vorgaben ihrer Mutterhäuser gebunden. Wenn Sie als Kunde über diese Tatsache informiert sind, ist das in Ordnung, nur, wer informiert Sie wirklich darüber? Wir legen auch unseren Kunden immer wieder nahe, nach größtmöglicher Unabhängigkeit von der Finanzindustrie zu streben. In fast alle Anlagen, die wir empfehlen, haben wir auch selbst investiert. Somit können wir stets mit ruhigem Gewissen beraten, denn wir wollen unseren Kunden auch noch nach einigen Jahren ins Gesicht schauen können. Bei uns finden Beratungsgespräche nämlich stets »auf Augenhöhe« statt: Von Investor zu Investor, von Unternehmer zu Unternehmer, der Kunde spricht immer mit einem Firmeninhaber. Finanzielle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und getragen. »Fachwissen gepaart mit Charakter« nennen wir diesen, unseren Beratungsstil. Wir setzen auf langfris-

tige Kundenbindung, Vertrauen und Kundenzufriedenheit. AWM: Welche konkreten Kapital- und Vermögensanlagen können Sie denn empfehlen, um zum Beispiel im Alter gut versorgt zu sein? Christoph Blenk: Das hängt vom Kunden ab. Sachwerte sind immer eine gute Investition und davon gibt es eine ganze Menge. Natürlich empfehlen wir auch manchmal die ein oder andere Versicherung, Aktiendepots oder Fonds – natürlich immer je nach individueller Situation und den Zielen des Kunden. AWM: Welche Sachwerte sind gemeint? Immobilien? Christoph Blenk:Auch, aber nicht zu jedem Preis. Bei Immobilien, die natürlich eine hervorragende Investition darstellen können, kommt es nicht allein darauf an, sie zu kaufen, sondern den Kauf so zu gestalten, dass das vorhandene Vermögen zusätzlich geschützt wird. Wir haben für unsere Kunden im Preis-Leistungsverhältnis das beste Immobilien-Konzept Deutschlands mit staatlicher Förderung entwickelt – und das beweisen wir gerne, aber nur ernsthaft interessierten Investoren! Weitere Sachwerte, in die investiert werden kann, sind Edelmetalle, Münzen, Kunstgegenstände und andere. Beteiligungen an Schiffen, Firmen und ähnlichem eignen sich ebenso – doch, wie schon gesagt, das hängt von der persönlichen Situation des Kunden ab. AWM: Sie erwähnten gerade Schiffe, doch über den Schiffsmarkt hört man derzeit keine positiven Nachrichten! Christoph Blenk: Genau das ist das Geheimnis gewinnbringender Investitionen! Man muss stets antizyklisch agieren und das

bedeutet im Fachjargon: Bei Angst kaufen, bei Gier verkaufen. 90 Prozent der Marktteilnehmer spricht über antizyklisches Verhalten, doch nur die wenigsten handeln auch danach. Was verständlich ist, denn jeder scheut sich, Entscheidungen gegen den »main stream« zu treffen. Dazu braucht man einen verlässlichen Begleiter, der einen durch den Finanzdschungel führt – und das übernehmen wir gerne! Aber, um Ihre Frage korrekt zu beantworten: Gerade konnten wir für unsere Kunden ein Mehrzweckschiff für die Hälfte seines Erstellungswertes kaufen. Damit verdienen unsere Investoren momentan mehr als zehn Prozent pro Jahr, die darüber hinaus zu 99 Prozent steuerfrei sind. Übrigens können auch Sie gerne noch daran teilhaben. Sie sollten sich allerdings recht bald entscheiden! AWM: Okay, wenn Sie meinen! Aber, noch eine ganz andere Frage: Glauben Sie, dass Geld den Charakter verdirbt? Christoph Blenk: Klares Nein! Der Charakter bleibt immer gleich. Doch, viele Menschen trauen sich erst dann ihren wahren Charakter zu zeigen, wenn sie Geld im Rücken haben. Auch das muss nicht zwangsläufig immer negativ sein. Es gibt auch Menschen, die sich mit ihrem Geld zum Beispiel sozial engagieren. AWM: Ein schönes Schlusswort! Herr Blenk, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch! Karin Bitsch

»Wir setzen auf langfristige Kundenbindung, Vertrauen und Kundenzufriedenheit.«

Blenk & Schlachter GmbH Kompetenz in Vermögensfragen und betrieblicher Altersvorsorge Daimlerstraße 68 87437 Kempten Telefon (0831) 575367-0 Telefax (0831) 575367-33 Marienstraße 1 88239 Wangen Telefon (07528) 975159 Telefax (07528) 975171 info@blenkundschlachter.de www.blenkundschlachter.de

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BILD: ANGELE & KOLLEGEN

Tipps von den Profis

Aufwendungen für Studium und Ausbildung

jetzt steuerlich absetzbar Ausbildungskosten Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung und für das Erststudium ließ die Finanzverwaltung lediglich im Rahmen eines Sonderausgabenabzugs bis zu 4 000 Euro im Kalenderjahr zu. Ein Sonderausgabenabzug setzt allerdings entsprechende steuerpflichtige Einnahmen voraus, was besonders bei Studierenden in vielen Fällen gerade nicht der Fall war.

fähig sein können, wenn das Studium oder die Ausbildung Berufswissen vermittelt und das Gelernte in dem später ausgebüten Beruf zu entsprechenden Einkünften führt (Urt. V. 28. Juli 2011 AZ. VI R 38/10, VI R 7/10). So kann beispielsweise ein angehender Hotelfachwirt oder ein Kochlehrling, der diesen erlernten Beruf später tatsächlich ausübt, seine Ausbildungs- bzw. Studienkosten als Werbungskosten geltend machen.

Behandlungskosten als Werbungskosten Nun aber hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass Ausbildungskosten auch als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abzugs-

Der Clou Mit dem Werbungskostenabzug kommt es nicht mehr darauf an, ob in der entsprechenden Ausbildungs- oder Studienzeit steuerpflichtige Einkünfte erzielt worden sind.

Sämtliche Kosten lassen sich als Verluste unbegrenzt für Folgejahre vorgetragen, in denen dann Einkünfte erzielt werden. Voraussetzung ist, dass der Kochlehrling oder der Hotelfachwirt während seiner Ausbildungszeit Steuererklärungen abgibt und alle Aufwendungen nachweist, angefangen von den Fahrtkosten bis hin zu den Mietaufwendungen am Ausbildungs-/Studienort. Steuererklärungen können noch bis zu vier Jahren rückwirkend nachgereicht werden. Des Weiteren ist wichtig, dass der Studierende bzw. Auszubildende diese Kosten selber trägt und auch die Rechnungen bzw. Verträge auf ihn lauten (wie beispielsweise Mietvertrag).

Brutto gleich netto Wieviel kann ein Student laut BFH absetzen (Beispielerchnung in Euro). Im ersten Berufsjahr kann er seine steuerlichen Einkünfte auf null drücken und spart so 8 000 Euro. Jahr 2011 (Studienabschluss) Einkünfte Miete für Studentenbude Heimfahrten am Wochenende Fahrten Studentenbude FH Studiengebühren Fachliteratur Laptop Büromaterial/Kopien Verlust

0 6 000 1 800 300 500 500 500 400 10 000

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Jahr 2012 (Berufsstart) Einkünfte abzüglich: Verlust 2011 Verlust 2010 Verlust 2009 Verlust 2008 Ergebnis Steuern 2012 (Ersparnis)

40 000 10 000 10 000 10 000 10 000 0 0 (ca. 8 000)

Angele & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft GmbH & Co. KG Irsinger Straße 3 86842 Türkheim Telefon (08245) 9602-0 www.angele-kollegen.de kanzlei@angele-kollegen.de


Arbeitgeber aufgepasst

Whistleblower – der Arbeitnehmer als Informant über Unternehmensinterna Laut Wikipedia ist die Herkunft des Begriffs »Whistleblower« zwar nicht eindeutig belegt. Unter einem Whistleblower versteht man heute wohl einen Menschen, der Missstände in die Öffentlichkeit bringt. Wie ist nun die Situation rechtlich zu beurteilen, wenn ein Arbeitnehmer als »Whistleblower« auftritt? Was darf ein Arbeitnehmer ohne Zustimmung des Arbeitgebers an Informationen in die Öffentlichkeit bringen und was nicht?

Es gibt Missstände in Unternehmen, über die darf ein Arbeitnehmer ohne negative rechtliche Folgen für sein Arbeitsverhältnis informieren.

n jedem Unternehmen gibt es Interna, die nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollen. Dies gilt nicht nur für Geschäftsgeheimnisse sondern auch für andere Sachverhalte, insbesondere solchen, die geeignet sind, dem Unternehmen zu schaden, sofern sie öffentlich bekannt werden. Daher wäre es völlig unverhältnismäßig, wenn ein Arbeitnehmer alles, was ihm im Zusammenhang mit seinem Arbeitsverhältnis über seinen Arbeitgeber bekannt geworden ist, unter Hinweis auf sein Recht auf freie Meinungsäußerung in die Öffentlichkeit tragen könnte und hierfür keinerlei zivilrechtliche Folgen für sein Arbeitsverhältnis befürchten müsste. In einer demokratischen Gesellschaft gibt es aber Grenzen. Es gibt Missstände in Unternehmen, über die darf ein Arbeitnehmer ohne negative rechtliche Folgen für sein Arbeitsverhältnis informieren. In diesem Zusammenhang erregte jüngst das Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) vom 21 Juli 2011 beachtliche Aufmerksamkeit. In diesem Urteil sprach der EGMR einer Altenpflegerin eine Entschädigung zu, nachdem diese von ihrem Arbeitgeber fristlos gekündigt worden war, weil sie auf Pflegemissstände öffentlich aufmerksam und ihren Arbeitgeber wegen Betrugs angezeigt hatte. Der EGMR sah die Altenpflegerin durch die fristlose Kündigung in ihrem Recht auf freie

I

Meinungsäußerung verletzt. Das öffentliche Interesse an der Offenlegung von Missständen in der Altenpflege sei in einer demokratischen Gesellschaft so wichtig, dass es das Interesse des Unternehmens am Schutz seines Rufs und seiner Geschäftsinteressen überwiege (zitiert aus beck-online/becklink 1015018). Mit ähnlichen Fällen befassten sich in den letzten Jahren aber auch schon das Bundesverfassungsgericht und das Bundesarbeitsgericht. Es existiert inzwischen sogar ein Gesetzesentwurf zum Schutz von Arbeitnehmern bei Veröffentlichung von Missständen. Das ema ist also brandaktuell. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht vom 2. Juli 2001 Mit Beschluss vom 2. Juli 2001 (Az.: 1 BvR 2049/00) entschied das Bundesverfassungsgericht, dass es keine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber rechtfertigt, wenn ein Arbeitnehmer im Rahmen eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens gegen seinen Arbeitgeber aussagt und auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft Unterlagen übergibt. Begründet hat dies das Bundesverfassungsgericht mit dem Rechtsstaatsprinzip. Wer Aussagen gegenüber der Staatsanwaltschaft macht und auch Unterlagen übergibt, erfüllt die von der verfassungsmäßigen Rechtsordnung aufgestellten Pflichten. Die Zeugenpflicht ist eine allgemeine Staatsbürgerpflicht. Ferner kann die Staatsanwaltschaft die Herausgabe be5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 163


stimmter Gegenstände verlangen (§§ 94 ff. StPO). Mit diesen Pflichten im Rechtsstaat ist es nicht vereinbar, wenn derjenige, der diese ihm gesetzlich auferlegten Pflichten erfüllt und nicht wissentlich unwahre oder leichtfertig falsche Angaben macht, da-

Nicht nur der Arbeitnehmer genießt als Bürger der BRD verfassungsrechtlichen Schutz.

durch zivilrechtliche Nachteile erleidet. Nur so kann die verfassungsrechtliche Pflicht des Staates, eine funktionsfähige Strafrechtspflege im Interesse der Allgemeinheit zu gewährleisten, erfüllt werden. Wissentlich unwahre oder leichtfertig falsche Angaben liegen aber nicht schon dann automatisch vor, wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Verdächtigten später einstellt. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 3. Juli 2003 (Az.: 2 AZR /02) In diesem Fall hatte ein Arbeitnehmer von sich aus Strafanzeige gegen seinen Vorgesetzten wegen diverser Vorfälle erhoben. Das Verfahren gegen den Vorgesetzten wurde seitens der Staatsanwaltschaft später eingestellt. Daraufhin kündigte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer fristlos. Im Gegensatz zum Sachverhalt, der der Entscheidung des Bundesverfassungsgericht zugrunde lag, ging die Strafanzeige vom Arbeitnehmer selbst aus. Sie richtete sich aber nicht gegen den Arbeitgeber selbst sondern gegen einen anderen Mitarbeiter des Unternehmens. Der Arbeitnehmer hatte behauptet, sein Vorgesetzter würde mit Hilfe falscher Abrechnungen Unternehmensgelder veruntreuen. Das Bundesarbeitsgericht knüpfte an die frühere Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts an und entschied sinngemäß wie folgt: Ein Arbeitnehmer ist nicht schutzwürdig, wenn er eine Anzeige erstattet und hierbei wissentlich unwahre oder leichtfertig falsche Angaben macht. Hat er hingegen in gutem Glauben eine Strafanzeige erstattet, dürfen ihm grundsätzlich keine Nachteile erwachsen, nur weil sich seine Behauptungen nach behördlicher Prüfung als unrichtig oder unaufklärbar erweisen. Dies gilt aber nur grundsätzlich, also nicht uneingeschränkt. Es kommt nach Ansicht des BAG auch noch auf die Motivation des Arbeitnehmers an. Nicht nur der Arbeitnehmer genießt als Bürger der BRD verfassungs-

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rechtlichen Schutz. Auch der Arbeitgeber kann sich auf Grundrechte berufen. Diese Rechte bestehen gleichberechtigt nebeneinander. Daher muss der Grundrechtsschutz des Arbeitnehmers und der des Arbeitgebers gegeneinander abgewogen werden. Die Abwägung erfolgt nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. So ist jeder Arbeitnehmer rechtlich durch einen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber verbunden. Einem Arbeitsvertrag sind zahlreiche Nebenpflichten immanent. Hierzu gehören die vertraglichen Rücksichtnahmepflichten sowie die Pflicht, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu wahren. Erfolgt nun eine Anzeige durch einen Arbeitnehmer allein deshalb, um den Arbeitgeber zu schädigen bzw. ihn »fertig zu machen«, verdient der Arbeitnehmer keinen Schutz. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 7. Dezember 2006 (Az.: 2 AZR 400/05) In dieser Entscheidung führt das BAG seine Rechtsprechung weiter fort. Hier hatte der Arbeitnehmer eine Anzeige gegen seinen Arbeitgeber selber erhoben. Die Anzeige führte zu einer Verurteilung des Arbeitgebers. Gleichwohl wurde dem Arbeitnehmer gekündigt. Das BAG entschied, dass die Kündigung rechtswidrig ist. Einen Strafanzeige darf nicht zu unverhältnismäßigen Reaktionen bis hin zur Schädigung des Arbeitgebers führen. Handelt es sich aber bei den dem Arbeitgeber zur Last gelegten Vorfällen um schwerwiegende Vorwürfe und sind die betreffenden Straftaten vom Arbeitgeber selber begangen worden, ist die Erstattung einer Anzeige regelmäßig legitim. Der Arbeitnehmer ist in solchen Fällen grundsätzlich auch nicht verpflichtet, vor der Anzeige eine innerbetriebliche Klärung zu versuchen. Diese ist nur dann vorher durchzuführen, wenn sie Aussicht auf Erfolg hat. Davon kann keine Rede sein, wenn der Arbeitgeber allein oder zusammen mit anderen vorsätzlich und fortgesetzt gesetzliche Pflichten verletzt. Des Weiteren kommt es nicht auf die Stellung des Arbeitnehmers im Unternehmen an. Die Anzeige kann sowohl vom leitenden Angestellten als auch vom einfachen Arbeitnehmer erstattet werden. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer ein staatsbürgerliches Recht redlich wahrnimmt und dies im öffentlichen Interesse liegt. Konsequenzen für die Praxis Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Arbeitnehmer die Lebenswirklichkeit in einem Unternehmen anders wahrnimmt als der Arbeitgeber. Und es gehört wohl auch

Rechtsanwalt Roland Stemke Residenzplatz 1 87435 Kempten Telefon (0831) 26991 Telefax (0831) 12359 www.ra-stemke.de rastemke@t-online.de

zur Lebenswirklichkeit, dass in einem Unternehmen Rechtsvorschriften nicht immer im gehörigen Maße beachtet werden. Daher kann sich kein Arbeitgeber davor schützen, dass ein Arbeitnehmer aufgrund angeblicher Missstände im Unternehmen Anzeige erstattet. Er kann sich auch nicht davor schützen, dass gegen ihn oder Mitarbeiter des Unternehmens aufgrund der Anzeige ermittelt und gegebenenfalls sogar eine Strafe oder ein Bußgeld verhängt wird. Er kann

Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer ein staatsbürgerliches Recht redlich wahrnimmt und dies im öffentlichen Interesse liegt.

allenfalls anschließend gegen den Arbeitnehmer arbeitsrechtlich vorgehen, zum Beispiel in dem er das Arbeitsverhältnis kündigt und/oder Schadensersatz geltend macht. Dieses Vorgehen hat aber nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn der Arbeitnehmer bei Erstattung der Anzeige entweder wissentlich unwahre oder leichtfertig falsche Angaben machte oder die Anzeige allein deshalb erfolgte, um dem Arbeitgeber zu schaden bzw. ihn »fertig zu machen«. War hingegen der Arbeitnehmer redlich, stehen dem Arbeitgeber selbst dann keine Sanktionsmöglichkeiten zu, wenn er infolge der Anzeige erhebliche Nachteile erlitten hat. Fazit: Ein Arbeitgeber ist daher gut beraten, dafür zu sorgen, dass in seinem Unternehmen die Rechtsordnung eingehalten wird.


WIE–WO–WAS–WANN–WER–WARUM–WIE–WO–WAS–WANN–WER–WARUM–WIE–WO–WAS

Wirtschafts-Meldungen in Kürze

Marktoberdorf/Leuterschach

BILD: NIEHOFF

Ein gelungenes Fest zum Jubiläum

Geschäftspartnern, den Lieferanten und last but not least auch der Belegschaft sowie allen Ehemaligen. Abgerundet wurde die Jubiläumsfeier mit einem Ausstellungsprogramm, das den geladenen Gästen Einblicke hinter die Kulissen der Produktionsmaschinen, Elektronikentwicklungen und des Schaltanlagenbaus gewährte. rl

Kempten

Wacker Chemie verlässt Kempten

Geschäftsführer der Niehoff GmbH & Co. KG Heinz Rockenhäuser bei seiner Festansprache anlässlich des 50-jährigen Jubiläums in Leuterschach.

Mit insgesamt rund 80 geladenen Gästen hat die Maschinenfabrik Niehoff diesen Sommer ihr 50-jähriges Bestehen am Standort Marktoberdorf-Leuterschach gefeiert. Zahlreiche Geschäftspartner, Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Kollegen aus Tschechien sowie Vertreter der Gesellschafterfamilien, des Aufsichtsrates und der Schwabacher Firmenleitung nahmen an den Festivitäten teil. In seiner Festansprache würdigte Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer die Niederlassung in Leuterschach als einen »Glücksfall für beide Seiten«. Gegründet wurde die Allgäuer Zweigniederlassung 1961 von Walter Niehoff. »Ein typisches Beispiel für die Entwicklung des Maschinenbaus« nannte Heinz Rockenhäuser, Geschäftsführer der Niehoff GmbH &Co. KG, das Leuterschacher Werk. Es sei aus dem Verbund Niehoff nicht mehr wegzudenken. 80% der Wertschöpfung des Unternehmens, das Produktionsmaschinen für die Kabel-

und Drahtindustrie herstellt, kommen aus Schwabach und Leuterschach. Im Allgäuer Werk entwickeln, fertigen und prüfen rund 54 Mitarbeiter Schaltanlagen für die Produktionsmaschinen und die Steuerungssoftware. Als wichtige Erfolgsfaktoren hob Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Schwarzer in seiner Rede vor allem die spürbare Motivation und Begeisterung der Belegschaft, die ehrgeizigen Ziele des Managements sowie die Struktur als Familienunternehmen hervor. Zahlreiche Handelsvertretungen, Partnerfirmen und mittlerweile zehn Niederlassungen zählt die Schwabacher Niehoff Gruppe. Als Vertreter der Gesellschafterfamilien unterstrich Dr. Jürgen Kroher die sehr enge Verbundenheit mit dem Leuterschacher Werk. Werksleiter Armin Zeiler bewertete sowohl die aktuelle Auftragslage als auch die Eigenentwicklungen im Elektronikbereich als sehr positiv. Abschließend dankte er in seiner Rede insbesondere der Gesellschafterfamilie für ihr kontinuierliches Vertrauen, den

Fast acht Jahrzehnte lang war das Unternehmen Wacker Chemie eine feste Größe am Wirtschaftsstandort Kempten. Nun hat der Chemiekonzern seinen Betrieb im Allgäu eingestellt. Das Gelände im Kemptener Stadtteil Sankt Mang soll laut Unternehmenssprecher Christof Bachmeier verkauft werden. Im Werk waren zuletzt noch 50 xl Mitarbeiter beschäftigt.

Allgäu

Neue Führung für Tourismusverband Im Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben gibt es einen Generationswechsel: Alfons Zeller hört nach 15 Jahren auf. Der 66-Jährige aus Burgberg hatte vor 15 Jahren »fast schon unter Druck« den Posten übernommen, wie er jetzt gestand. Damals habe die Spaltung des Verbandes gedroht, weil sich die Allgäuer wegen des Verbandsitzes in Augsburg nicht richtig repräsentiert fühlten. Als Reaktion auf die Kritik kam es vor sieben Jahren zur Gründung der Allgäu Marketing GmbH mit Sitz in Kempten. xl

5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 165


Bild: Hotel Prinz-luitPold-Bad

Vier Generationen gelebte Gastlichkeit

Sabine­Gross­komplettiert­ab­1.­Oktober die­ Geschäftsleitung­ des­ Vier-SterneHotels­Prinz-Luitpold-Bad­in­Bad­Hindelang. Das­Hotel­Prinz-Luitpold-Bad­blickt auf­eine­lange­Geschichte­zurück.­Es­gilt als­eines­der­ersten­»Wellnesshotels«­in Bayern.­Im­Jahr­1888­wurde­der­Badeanlage­der­Titel­»Prinz-Luitpold-Schwefelmineralbad« durch­den­damaligen­Prinzregenten­Luitpold­zuerkannt.­Seit­1923­befindet­sich­das­traditionsreiche­Hotel­Prinz­Luitpold­Bad­im­Besitz­der­Familie­Gross.­Sabine­Gross­unterstützt künftig­ihren­Mann,­Armin­Gross,­und­seinen­Vater­Albert­in­der­Führungsebene­des­Hotels. Die­ gelernte­ Diplom-Kauffrau­ bringt­ dabei­ ihre­ Erfahrung­ als­ Marketingleiterin­ und ­Merchandising­ Managerin­ in­ einem­ international­ führenden­ Unterhaltungselektronik­Konzern­ein.­ ba

Leutkirch

Der Leutkircher Wirtschaftsbund bekommt Verstärkung Volker­Bellmann­wird­ab­1.­November­als Assistent­Kerstin­Mangler­in­ihrer­Arbeit­in der­Geschäftsstelle­des­Wirtschaftsbundes unterstützen.­Auf­der­Jahreshauptversammlung­ des­ Verbandes­ hat­ Bellmann­ zudem gleich­die­neue­Homepage­des­Wirtschaftsbundes­ vorgestellt.­ Oberbürgermeister Hans-Jörg­ Henle­ konnte­ darüber­ hinaus ­erfreut­feststellen,­dass­in­Leutkirch­insbesondere­ im­ Tourismusbereich­ vieles­ auf­ den­ Weg­ gebracht­ werden­ konnte:­ Einen neuen­ Gastroführer,­ den­ Wohnmobilstellplatz­und­auch­die­neue­Wanderwegbeschilderung.­ xl

Isny

Kempten/Rettenberg­

Deutliche Umsatzsteigerung

Brauerei Zötler schenkt auf Festwoche im Bierzelt aus

Weiter­auf­Rekordkurs­rollt­das­Isnyer­Unternehmen­ Dethleffs.­ Der­ WohnwagenHersteller­ erzielte­ im­ abgelaufenen­ Geschäftsjahr­einen­Umsatz­von­326,6­Millionen­Euro­und­machte­damit­einen­Umsatzsprung­ von­ mehr­ als­ 20­ Prozent.­ Für­ das kommende­Jahr­werden­gar­340­Millionen Euro­Umsatz­angestrebt,­wie­das­Unternehmen­mitteilt.­An­die­8 000­Reisemobile­und 3 600­ Caravans­ sollen­ produziert­ werden. Bei­ den­ Reisemobilen­ bedeutet­ dies­ eine Steigerung­ von­ 7,6­ Prozent,­ bei­ den­ Caravans­sogar­satte­13,3­Prozent.­ xl

Tausende­besuchten­wieder­die­Allgäuer­Festwoche­und­Tausende­feierten­abends­im­Festzelt ein­rauschendes­Fest.­Damit­wurde­das­größte­Sommerfest­im­Allgäu­nicht­nur­ein­großer ­Erfolg­für­alle­Beteiligten,­sondern­macht­bereits­jetzt­schon­Lust­auf­die­nächste­Allgäuer­Festwoche­im­kommenden­Jahr.­»Es­war­auch­in­diesem­Jahr­ein­großartiges­Fest!­Mein­Dank­gilt den­trotz­Hitze­wieder­zahlreichen­Besuchern­des­Festzeltes­und­natürlich­den­beiden­Festwirten­ Hans­ Schmid­ und­ Matthias­ Vogler­ sowie­ der­ Engelbrauerei­ für­ die­ perfekte­ und Bild: engstler

Wirtschafts-Meldungen

Bad­Hindelang

Weingarten

Engel – sind nicht nur himmlische Geschöpfe Sondern­ auch­ Hersteller­ von­ Schrauben und­Muttern.­Das­in­Weingarten­ansässige Unternehmen­beliefert­damit­eine­europaweite­Kundschaft.­Das­Sortiment­der­Firma Engel­umfasst­neben­herkömmlichen­Verbindungselementen­ auch­ Sonder-­ und Zeichnungsteile.­2009­hatte­die­Firma­finanzielle­Probleme.­2010­aber­zogen­die­Umsätze­wieder­an:­So­wurde­bis­zum­Jahresende 2010­ ein­ Umsatzwachstum­ von­ 13,7­ Prozent­ auf­ knapp­ 28­ Millionen­ Euro­ erzielt. Auch­das­Jahr­2011­begann­mit­einem­starken­Zuwachs.­Für­das­Gesamtjahr­rechne man­mit­einem­Umsatzplus­von­15­bis­16 Prozent.­ xl

166 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

Nicht nur im Festzelt, auch am Stand innerhalb der Ausstellung herrschte stets großer Andrang.

­ nkomplizierte­Zusammenarbeit«,­so­Brauereichef­Herbert­Zötler.­»Und­man­muss­auch u feststellen,­ dass­ das­ gastronomische­ Angebot­ und­ der­ Service­ auf­ dem­ kompletten­ Fest­wochengelände­in­diesem­Jahr­auf­einem­sehr­hohen­Niveau­stattgefunden­hat,­egal­ob­bei uns­im­Festzelt,­bei­der­Familie­Heel­in­der­Parkterrasse­oder­in­Binser’s­Parkschenke.­Die Maß­krüge­waren­gut­gefüllt­mit­Allgäuer­Bierspezialitäten,­das­Essensangebot­reichlich­und te ausgezeichnet­und­der­Service­wirklich­­perfekt.­Hut­ab!«


Für die Umwelt und unsere Kinder

AHRNDT

Die »Spedition Max Müller« ist europaweit eines der ersten Unternehmen, das den neuen »Mercedes Benz Atego BlueTec Hybrid« im Tagesgeschäft einsetzt. Bei dem Lastkraftwagen handelt es sich um Europas ersten serienmäßig gefertigten Hybrid-Lkw. Es ist zugleich auch der erste seiner Art im Raum Allgäu-Oberschwaben-Bodensee, wie das Unternehmen berichtet.

Der Atego BlueTec Hybrid ist Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb »365 Orte im Land der Ideen« und wurde zudem mit dem »Deutschen Nachhaltigkeitspreis« Kategorie Deutschlands nachhaltigste Produkte/Dienstleistungen ausgezeichnet. Dank der umweltschonenden Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor werden laut Hersteller-Angaben der Kraftstoffverbrauch und der CO₂-Ausstoß um zehn bis 15 Prozent gesenkt. In Abhängigkeit von Topographie und Einsatzbedingungen seien sogar noch höhere Einsparungen möglich. Zudem sind durch den Einsatz des Elektro-Motors die Geräuschemissionen im Vergleich zu anderen Transportfahrzeugen dieser Art deutlich reduziert. Daher setzt Logistik- und Speditions-Unternehmen »Max Müller« das neue Fahrzeug nicht im Fern- sondern im Verteiler-Verkehr ein. Verantwortung für Mensch und Umwelt hat sich das Opfenbacher Unternehmen in ihr Firmen-Leitbild geschrieben. Seit September ist das auch auf dem neuen Lkw des Westallgäuer Unternehmens zu lesen. ba

Ravensburg

Unternehmerinnen werden gefördert Das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union fördern über das Programm »Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum« seit 2007 Existenzgründerinnen im ländlichen Raum. Nun wurde das Förderspektrum ausgeweitet, teilte das Landratsamt Ravensburg mit. Zusätzlich zu den Existenzgründerinnen können nun auch Frauen einen Investitionszuschuss erhalten, die ihr Unternehmen erweitern möchten. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen im ländlichen Raum liegt und dadurch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Das jeweilige Unternehmenskonzept sollte beispielgebend für die Region sein. xl

PENKE HEINZE KETTERL S T E U E R B E R AT E R | W I R T S C H A F T S P R Ü F E R | R E C H T S A N W Ä LT E

Norbert Penke und Tim-Felix Heinze, Partner von Penke Heinze Ketterl

„Wir beraten Sie auf Augenhöhe – von Unternehmer zu Unternehmer.“

fuessen@penke-heinze-ketterl.de sonthofen@penke-heinze-ketterl.de www.penke-heinze-ketterl.de

Morisse 1–3 87629 Füssen Tel. 08362 / 9105-0 Fax 08362 / 9105-55

Bahnhofstraße 16 87527 Sonthofen Tel. 08321 / 6621-0 Fax 08321 / 6621-40

Alpgaustraße 24 87561 Oberstdorf Tel. 08322 / 80999-0 Fax 08322 / 80999-40

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Wirtschafts-Meldungen

Opfenbach


Wirtschafts-Meldungen Kaufbeuren/Unteregg

Auszeichnung für Thomas Lünendonk omas Lünendonk, Gründer und Mehrheitsgesellschafter der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, ist eine hohe Ehre zuteil geworden. Die führende Branchenzeitung »Computerwoche« wählte ihn in ihrem Ranking der »Top 100 – Bedeutendste Persönlichkeiten in der deutschen IT« (Informationstechnik-Industrie) auf Rang 37. Ausgewählt wurden laut Computerwoche-Chefredakteur Heinrich Vaske 100 herausragende Persönlichkeiten, die folgende Kriterien erfüllen: Sie sollen nachweisliche Verdienste haben, ihre Stimme soll Gewicht in der Branche sowie in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft haben, sie sollen als Visionäre gelten und sich gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Partnern besondere Verdienste erworben haben. Darüber hinaus sollen sie unternehmerische und fachliche Kompetenz aufweisen und auch künftig eine wichtige Rolle in der IT-Branche spielen. In dem parallel erscheinenden Buch »Top 100« schreibt die Redaktion der Computerwoche über omas Lünendonk: »Er gab dem vielleicht wichtigsten Orientierungsdokument der IT-Branche seinen Namen.« Gemeint sind damit die seit 1984 erscheinenden »Lünendonk®-Listen«, die die umsatzstärksten Unternehmen der IT-Branche aufzählen und analysieren. kd

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Waltenhofen

Kempten

Solarpark Herzmanns soll 611000 Kilowattstunden Strom liefern

Sport, Sport und noch mal Sport

In Herzmanns bei Waltenhofen soll nun auf einer ehemaligen Mülldeponie bald Strom gewonnen werden. Das ehemalige Deponiegelände östlich der B 19 mit rund 300 000 Quadratmetern ist inzwischen mit Bäumen und Büschen eingewachsen. Hier stehen auf insgesamt 4 386 Quadratmetern 122 sogenannte »Tische« mit Photovoltaikmodulen, die sich im 30-Grad-Winkel Richtung Süden neigen. Am 6. Oktober wurde die Anlage des ZAK in Betrieb genommen und soll Strom für bis zu 245 Haushalte liefern. »Vor mittlerweile 20 Jahren haben wir hier eine Hausmülldeponie mit Millionenaufwand rekultiviert«, berichtet Verbandsvorsitzender Gebhard Kaiser während der Eröffnung. 20 Jahre später kann hier nicht Gras, sondern Ökostrom geerntet werden, und das übers ganze Jahr.« Nicht erst seit Fukushima sei Ökostrom eine wichtige Ergänzung der erzeugten Energien des Abfallzweckverbands. Seit Jahren leistete Strom aus Fernwärme, Biogas aber auch Solardächer ihren Beitrag zur CO₂-Einsparung. Das Projekt beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro und soll jährlich 611 000 Kilowattstunden Strom einspeisen, was einem Bedarf von etwa 245 Haushalten entspricht. te

Kempten

Azubi-Tag: Kultusstaatssekretär besucht Allgäuer Ausbildungs-Unternehmen Im Rahmen des »Bayerischen Tag der Ausbildung« besuchte Kultusstaatssekretär omas Kreuzer den Ausbildungsbetrieb Liebherr Verzahntechnik GmbH in Kempten. Mit seinem Besuch in der Kemptener Betriebstätte will der Politiker das allgemeine Bewusstsein der Betriebe für eine fundierte Ausbildung stärken. Der Staatssekretär betont wie wichtig und wertvoll eine fundierte Ausbildung ist. Kreuzer weist zudem auf die positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt hin. Er lobt die vielfältigen Weiterbildungsmaßnahmen für die jungen Menschen. Derzeit sind bei Liebherr 61 Lehrlinge in der Ausbildung sw

Das Haus Reischmann in Kempten zählt sich seit jeher zu einem der modernsten Häuser für Mode und Sport. Jetzt setzt das Traditonsmodehaus aus dem Allgäu aber noch eins oben drauf. Mit dem neuen Sporthaus in der Bahnhofstraße ist Reischmann Sport eines der größten Sporthäuser im Allgäu. Auf 5200 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet das Sporthaus ein Vollsortiment auf fünf Etagen. Winter- und Bergsport sowie Outdoor bilden die Schwerpunkte. Auch Sportausrüstung wie Sportschuhe, Wellness und Fitnessangebote hat das Sporthaus im Sortiment. sw

Oberstdorf

Tradition in neuem Glanz

Nach einer halbjährigen Kernsanierung wurde AlpinLifeStyleHotel LÖWEN & STRAUSS in Oberstdorf eröffnet. Neues Konzept und neuer Glanz. Das AlpinLifeStyleHotel will dem anspruchsvollen Urlauber, wie auch den Freunden der hochwertigen Küche, unbeschwerte Stunden und Gaumenfreuden bereiten. Das traditionsreiche Haus, dessen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurück reichen, wurde von den Eigentümern, der BergblickWohnbau und des neuen Pächters, Peter A. Strauss, mit viel Liebe von Grund auf renoviert. Peter A. Strauss, Mitglied bei Europas jungen Eliteköchen, den »Jeunes Restaurateurs D’Europe«, leitete bis vor kurzem das Königliche Jagdhaus in Oberstdorf. Die 22 hochwertig eingerichteten Suiten und Komfort-Doppelzimmer begrüßen den Gast mit stilvollen Details wie Naturkieselsteinböden, Designer-Waschtischen oder modernster Lichttechnik. Das ESS ATELIER STRAUSS wartet für den Gourmet mit edlen Gerichte und einer großen Auswahl an besten Weinen in geschmackvollem Ambiente auf. ba


Immenstadt

Mischanlagen von MAT weltweit im Einsatz Die MAT in Immenstadt ist ein mittelständischer Betrieb der Maschinenbau- und Anlagenbau-Branche und wurde 1990 gegründet. Das Allgäuer Unternehmen entwickelt, konstruiert und baut Maschinen und Anlagen für die Produktbereiche Mischtechnik, Fördertechnik und Trenntechnik und liefert vom Standort Seifen aus Maschinen für Bauprojekte in 30 Ländern der Erde. Die Kunden der MAT gehören Branchen wie dem Spezialtiefbau, Tunnelbau, Baustoffproduktion und der Umwelttechnik an. Jüngster Auftrag ist eine Millionenlieferung nach Brasilien. Hier soll ein See von Sicherstoffen befreit werden, in dem die Wettbewerbe im Kanufahren im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2016 stattfinden sollen. te

Reutte

Reiner Strom für die Region Viele Verbraucher entscheiden sich bei der Wahl ihres Stromtarifs für Strom aus erneuerbaren Energien. Doch woher kommt der Strom aus der Steckdose tatsächlich? Die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG bieten einen Stromtarif an, der vollkommen aus erneuerbarer Energie, und zwar aus Wasserkraft, gewonnen wird. Das bedeutet keine CO₂-Emissionen und kein radioaktiver Abfall. Das Ökostromprodukt »EWR-Wasserkraft« wurde durch den TÜV Süd gemäß EE02 zertifiziert. Bei dieser speziellen Zertifizierung geht es um die Gewinnung von Stromprodukten aus Erneuerbaren Energien mit zeitgleicher Lieferung. Das bedeutet, dass der bereitgestellte Strom auf eindeutig beschriebene und identifizierbare Quellen zurückgeführt werden kann. Also sauberer Strom aus der Region, für die Region. ba

Kaufbeuren

Einer für alles. Alles mit einem. Sämtliche Bauträger-Leistungen aus einer Hand Materialunabhängige Industriebauten jeder Art und Größe Wirtschaftlichkeit, Ausführungsqualität und Termintreue

»Geschenke mit Herz« Die gemeinnützige Hilfsorganisation »humedica« mit Hauptsitz in Kaufbeuren unterstützt auch in diesem Jahr wieder mit ihrer Aktion »Geschenke mit Herz« besonders bedürftige Kinder auf der ganzen Welt. Kinder in Waisenhäusern, Kinderheimen, Slums und auf der Straße sollen wenigstens zu Weihnachten »leuchtende Augen« bekommen und ein klein wenig glücklich sein. Heuer werden Weihnachtspäckchen im Wert von rund 20 Euro an Jungen und Mädchen in Ländern wie Albanien, Rumänien, Moldawien, Brasilien, Simbabwe, Äthiopien, Sri Lanka, dem Kosovo, der Ukraine und andere, auch in Deutschland, verschickt. Aktionsfreunde und MitarbeiterInnen von »humedica« sorgen zuverlässig dafür, dass alle Päckchen garantiert dort ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Jeder kann dabei »mithelfen zu helfen«, selbst ein Päckchen packen oder eine Geldspende leisten. Nähere Informationen zur Aktion unter der Telefonnummer (08341) 96 61 48 60 oder im Internet kb unter www.geschenk-mit-herz.de.

STAHLBAU

INDUSTRIEBAU

FERTIGUNGSSERVICE

Rettenberg

Sparkasse saniert Geschäftsstelle Innerhalb von nur zwei Monaten hat die Sparkasse Allgäu ihre Geschäftsstelle in Rettenberg saniert. Der neu gestaltete kinderwagen- bzw. rollstuhlgerechte Eingangsbereich führt jetzt barrierefrei in großzügig und modern gestaltete Bankräume mit modernster Banktechnik. »Überwiegend sind die Arbeiten von Firmen aus Rettenberg ausgeführt worden«, berichtet Rettenbergs Bürgermeister Oliver Kunz und betont: »Das Ambiente spricht für die hohe Leistung und Qualitätsarbeit des Handwerks.« te

ue ie ne d e i e S chür ellen .de B e s t g e b ro s e - w e r t e a g Im nen-we .visio www Biedenkapp Stahlbau GmbH Biedenkapp Industriebau GmbH Pettermandstr. 24 88239 Wangen im Allgäu T +49 (0) 75 22 97 02-0 F +49 (0) 75 22 97 02-88 www.biedenkapp-stahlbau.de www.biedenkapp-industriebau.de


Wirtschafts-Meldungen

Memmingen

angelegenheit und Kopfsache zugleich – schließlich sollen Azubis und Unternehmen gleichermaßen von einer guten Ausbildung profitieren«, erklärt Markus Pfalzer, Hauptgeschäftsführer der Firma Kutter. Mich freut natürlich besonders, dass unser Ausbildungskonzept von renommierten Experten der Berufsbildung so gelobt worden ist«. Der Betrieb arbeitet seit über 50 Jahren in den Bereichen Landschafts-, Sport- und Golfplatzbau und bildet derzeit 21 junge Menschen aus. sw

Ausbildungskonzept geht auf

Leutkirch

Fünf von elf sind Frauen

Der Memminger Ausbildungsbetrieb »Kutter GaLaBau« darf sich über eine besondere Auszeichnung freuen. Anlässlich des 6. Berufsbildungskongress in Berlin ist die Memminger Firma als Mitgliedsbetrieb der »Initiative für Ausbildung« mit einem Sonder-

preis beim Hermann Schmidt-Preis 2011 ausgezeichnet worden. Die Jury, allesamt Experten auf dem Gebiet der Berufsbildung lobte das umfassende und innovative Ausbildungskonzept von Kutter GaLaBau. »Eine gute Ausbildung ist für mich Herzens-

Ichenhausen

Das Land Baden-Württemberg verleiht jedes Jahr eine Wirtschaftsmedaille an Persönlichkeiten, Unternehmen oder Institutionen, die sich durch besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der Wirtschaft des Landes dienen, auszeichnen. Elf Preisträger gibt es in diesem Jahr, wovon fünf Frauen sind. Preisträger aus unserer Region sind: Anja von Drewitz, Geschäftsführerin der Firma Vaude Sport in Tettnang, Anne Schmieder, Firmengründerin und Geschäftsführerin der Firmen Schmieder und Schmieder Untersetzungen in Steig bei Ravensburg, sowie Adolf Stecher, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Stecher in Sauldorf. xl

Gemeinsamer Messeauftritt Die AL-KO KOBER Gruppe stellte im Rahmen ihres 80-jährigen Firmenjubiläums erstmals auf der Messe »Composites Europe« in Stuttgart aus. Auf dieser Leitmesse für faserverstärkte Kunststoffe und Leichtbau traten die beiden Geschäftsbereiche AL-KO Kunststofftechnik aus Ichenhausen und AL-KO Industriekomponenten aus Zell/Ramsau in Österreich gemeinsam auf, um die Synergieeffekte zwischen diesen beiden Bereichen darzustellen. Präsentiert wurden funktionale und designoptimierte Leichtbau-Komponenten aus Kunststoff, Metall und GFK sowie Kombinationen der verschiedenen Werkstoffe untereinander. Das 1931 gegründete Familienunternehmen, die heutige AL-KO KOBER GROUP, ist führender Anbieter in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Garten + Hobby und Lufttechnik. An weltweit 50 Standorten in Europa, Amerika, Asien, Afrika und Australien sind rund 3700 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2010 erwirtschaftete die AL-KO KOBER GROUP Die AL-KO KOBER Gruppe einen Umsatz von 624 Millionen stellte in Stuttgart auf der Messe »Composites Europe« aus. Euro. xl

170 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

Bad Waldsee

Neuer Geschäftsführer Die Bad Waliser Hymer AG bekommt einen neuen Geschäftsführer: Zum 1. Januar 2012 wird Dr. Robert Sala die Verantwortung für die Bereiche Produktion, Technik und Einkauf übernehmen. Der promovierte Polymer-Chemiker war zuletzt, nach mehrjährigen beruflichen Stationen in leitenden Funktionen im Technologie- und Innovationswesen, bei der 3A Technology und Management für die operative Leitung und die Reorganisation mit zwei Standorten in Frankreich und der Schweiz zuständig. HymerVorstandsvorsitzender Dr. Josef Spichtig sieht in der Berufung Salas einen wesentlichen Beitrag um die Produktion am Standort Bad Waldsee zu optimieren. xl


BILD: M&M HOLZHAUS

20 Jahre M&M Holzhaus

Ein modernes BĂźro- und Musterhaus von der Firma M&M Holzhaus GmbH in Nesselwang.

Holzhäuser in Deutschland, das wird nie was. An dieses Zitat seiner Studienkollegen erinnert sich Diplom-Holzingenieur Martin Mßller, einer der beiden Grßnder und Geschäftsfßhrer der M&M Holzhaus GmbH, mit einem Schmunzeln zurßck. Seit 1991 hat der Betrieb fßr baubiologisches und Ükologisches Bauen 500 Einfamilienund Doppelhäuser in Holzbauweise realisiert. Und die Tendenz ist steigend! In den

vergangenen fĂźnf Jahren waren es sogar konstant Ăźber 40 Häuser, die geplant, projektiert und gebaut wurden. Zusammen mit der Schwarzwälder PartnerďŹ rma Ă–kohaus Ibach zählen die Allgäuer zu den grĂśĂ&#x;ten Herstellern von handwerklich gefertigten Holzhäusern in ganz SĂźddeutschland. In Fachkreisen haben sich die Nesselwanger Ăźberregional vor allem durch ihre im Jahr 2005 entwickelte Energiesparwand

einen Namen gemacht. Doch nicht nur in Deutschland sind ihre Holzhäuser gefragt. Auch in Ă–sterreich, Italien, Holland und in der Schweiz wurden schon zahlreiche Projekte realisiert. ÂťMit jedem gebauten Haus bekommen wir meist mindestens einen weiteren Auftrag durch Freunde, Nachbarn oder Bekannte der BauherrenÂŤ, freut sich Architekt und Gesellschafter Hans MĂśst Ăźber die Zufriedenheit seiner Kunden. Das M&M BĂźro- und Musterhaus an der BundesstraĂ&#x;e B309 am Ortsausgang von Nesselwang und das 2005 nebenan erstellte Âťnaturbau forumÂŤ dienen zudem als Referenzadressen. Zum 20-jährigen Bestehen gab es Ăźbrigens ein neues Firmenlogo. Und auch fĂźr die Zukunft haben MĂźller und MĂśst noch groĂ&#x;e Pläne. ÂťWir wĂźrden gerne mal ein grĂśĂ&#x;eres, Üentliches Gebäude wie ein Altenheim, Schulgebäude oder auch ein mehrstĂśckiges Mehrfamilienhaus in Holzbauweise bauenÂŤ, sagt MĂźller. ÂťDas wäre noch einmal eine ganz besondere Herausforderung, die unsere qualiďŹ zierten und motivierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gerne annehmen wĂźrden.ÂŤ rl

Rettenbach

Eigene Akademie gegrĂźndet Etwas Besonderes hat sich die Reexa-Werke Albrecht GmbH aus Rettenbach einfallen lassen: Um Fachhändler und Monteure gezielt auf die neuen Herausforderungen eines wachsenden Marktes im Sonnenschutzbereich vorzubereiten, grĂźndete das Unternehmen die Reexa-Akademie. In Seminaren wird umfassendes Wissen aus allen Produktbereichen der Reexa-Sonnenschutztechnik an insgesamt vier deutschen Standorten vermittelt. Die grundlegende Anwendung von Verkaufsgesetzen, die optimale Gestaltung des Verkaufsraumes, technische Details zu den Produkten sowie rechtliche Aspekte bei der AuftragsdurchfĂźhrung sind unter anderem Inhalt der Expertenausbildung. ÂťĂœber eine umfassende und nachhaltige Vermittlung von Faktenwissen hinaus wollen wir aber auch mit unseren Mitarbeitern und Fachhändlern ins Gespräch kommen und Erfahrungen sowie Ideen diskutieren, um fĂźr zukĂźnftige Aufgaben gerĂźstet zu sein. Wir wollen keinen einseitigen Informationsuss, sondern einen interessanten und fruchtbaren AustauschÂŤ, so der Leiter der Reexa-Akademie Michael Enge. Das Familienunternehmen, das heuer sein 50-jähriges Bestehen feierte, beschäftigt am Stammsitz in Rettenbach und im Zweigwerk im sächsischen Oederan Ăźber 300 Mitarbeiter. Es zählt zu den Vollsortimentern im Sonnenschutzbereich in Deutschland und bietet maĂ&#x;geschneiderte LĂśsungen fĂźr alle AnsprĂźche und bei Problemen im Verschattungsbereich an. Von Innen- und AuĂ&#x;enjalousien Ăźber Markisen und Plissees bis hin zu Fensterbänken und Insektenschutzprodukten. DarĂźber hinaus gilt das Unternehmen als Experte fĂźr Schrägverschattungen. rl

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DER NEUE BMW 1er. Der neue BMW 1er fällt modernes       durch sein  eigenständiges,    Erscheinungsbild    auf.    Form wirkt   die kompakte    Bauweise      Am Seine dynamische durch besonders muskulĂśs.                  Heck betonen die kraftvoll ausgestellten Radhäuser den BMW typischen Hinterradantrieb.                Von hier aus orientiert sich die gesamte LinienfĂźhrung nach vorne und lenkt den Blick zur      Front, deren oben  abgeschnittene  Scheinwerfer die StraĂ&#x;e fokussieunverwechselbaren           ren. Doch BMW  nicht  nur sein  Design   macht den neuen   1er auf jeder   StraĂ&#x;e unverwech   sein  auĂ&#x;ergewĂśhnliches            selbar, auch Innenleben.            Sein grĂśĂ&#x;eres Raumangebot steigert die Fahrfreude ebenso wie die innovativen Techno           logiepakete von BMW Efficient Dynamics und BMW ConnectedDrive. Das individuelle Le    des  neuen BMW 1er wird noch   durch weitere   Design-Highlights     unterstĂźtzt:     bensgefĂźhl                Sowohl Exterieur als auch Interieur begeistern auf Wunsch mit zwei eigenständigen Aus-      prägungen – der Urban Line und der Sport Line. Beide Lines bieten hĂśchsten Komfort, beeindrucken mit derselben Dynamik und sind optisch doch absolut individuell. Der neue BMW 1er ist modern, extrovertiert, sportlich und selbstbewusst. Auch auf den belebten StraĂ&#x;en ist er ein echter Blickfang. Ein Fahrzeug mit eigener PersĂśnlichkeit, das Ăźberall Akzente setzt und bestens zu Charakteren passt, die sich auch selbst von der Masse abheben.

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Wirtschafts-Meldungen

Nesselwang


Wirtschafts-Meldungen

Oberstaufen/Oberstdorf

Museumsreife Spirituosen Ein Geschäft der besonderen Art ist das Schnaps-Kabinett in Oberstaufen. Hier werden insgesamt 33 Liköre, Kräuterschnäpse und Edelbrände unter der Bezeichnung Penningers Raritäten angeboten. Für einen historischen Rahmen sorgen zudem eine Kupferdestille, ein Likörmischer und eine Waage aus alten Zeiten. Denn die Hausbrennerei Penninger, gegründet im niederbayerischen Hauzenberg bei Passau, kann schon auf über 100 Jahre Tradition und Geschichte zurückblicken. Der Familienbetrieb, der vor allem in den vergangenen 20 Jahren stetig gewachsen ist, beschäftigt heute insgesamt rund 60 Mitarbeiter. Auf alte Traditionen legt man bei Penninger großen Wert, was sich insbesondere in vielen Rezepturen widerspiegelt. Wer Informationen über die Unterschiede der einzelnen Erzeugnisse und über die verwendeten Kräuter und Wurzeln haben möchte, wird in dem Spezialgeschäft, das in diesem Sommer sein zehnjähriges Bestehen in Oberstaufen feierte, umfassend beraten. Neben einer kostenlosen Schnapsprobe gibt

es darüber hinaus auch einen Verpackungsservice. Ganz ohne Aufpreis werden hier die Spirituosen originell und liebevoll auch als Geschenke verpackt. Über die Geschichte der Hausbrennerei und das Schnapsbrennen aus alten Tagen geben im Übrigen zahlreiche Schnaps-Museen in Ober- und Niederbayern Zeugnis. So wurde vor zehn Jahren auch in Oberstdorf ein Museum eingerichtet. In einer historischen Tenne sind hier unter anderem ei-

ne komplette Korn- und Steinhägerbrennerei aus den 1930er Jahren des letzten Jahrhunderts sowie weitere Geräte aus der Welt der Schnapsherstellung zu besichtigen. Im Obergeschoss des Museums werden anhand eines Filmes die Besonderheiten der bekannten Bärwurz-Spezialität näher erläutert. Und in der Stube des Museums hat auch der Besucher in Oberstdorf die Möglichkeit, die hochprozentigen Schnäpse und Liköre zu probieren. rl

Wildpoldsried

Kempten

Elektroautos zum Testen

AÜW trifft Bob Geldof

Die Gemeinde Wildpoldsried ist ausgesucht worden, am bayernweit einmaligen Projekt »Irene« teilzunehmen, weil die Bürger des Ortes bereits heute dreimal mehr Strom aus regenerativen Quellen erzeugen als sie verbrauchen. »Irene« bedeutet Integration regenerativer Energien und Elektromobilität. Letztere soll nun auch konkret forciert werden. Das Allgäuer Überlandwerk, das Projekt »Irene« gemeinsam mit Siemens, der Kemptener Hochschule und der RWTH Aachen initiiert hat, stellt den Bürgern Wildpoldsrieds nun Elektroautos zum Testen zur Verfügung. xl

Wer hat schon mal die Möglichkeit hautnah den berühmten Musiker und Umweltaktivisten Bob Geldof zu treffen und im gleichen Moment noch eine Auszeichnung von dem großen Star überreicht zu bekommen? Michael Lucke und Dr. Michael Fiedeldey vom Allgäuer Überlandwerk als Vertreter des Projektes eE-Tour Allgäu bekamen genau diese Chance. Mit einer rauschenden Feier in Hamburg wurden sie mit dem Umweltpreis »Clean Tech Media Award 2001« geehrt. Insgesamt fünf Unternehmen bzw. Projekte haben den diesjährigen Umweltpreis erhalten. Eine unabhängige 22-köpfige Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Schauspielern, Journalisten und Politikern wählte aus 81 Bewerbungen, in der Kategorie Mobilität, das elektrisierende Projekt eE-Tour Allgäu als ein Beispiel für Kreativität, Einfallsreichtum und Nachhaltigkeit aus. Der »Clean Tech Media Award 2011« wurde 2011 zum vierten Mal mit dem Ziel vergeben, ökologisches und ökonomisches Engagement und den Einsatz von alternativen Technologien zu fördern. sw

Friedrichshafen

ZF sichert sich Mehrheit an Hansen Transmissions International Die ZF Friedrichshafen AG hat Anfang Oktober über das Ergebnis des öffentlichen Übernahmeangebots für den belgischen Windkraftgetriebe-Hersteller Hansen Transmissions International NV informiert; demnach wurden ZF insgesamt 96,3 Prozent der Hansen-Aktien angeboten. »Wir freuen uns, dass eine sehr große Mehrheit der HansenAktionäre unser Angebot angenommen hat«, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende HansGeorg Härter. »Damit haben wir die Möglichkeit, ein führender Anbieter im globalen Markt für Windkraftgetriebe zu werden. Wir freuen uns jetzt darauf, dieses Geschäft gemeinsam mit unseren neuen Mitarbeitern weiter zu entwickeln.« Ende Juli hatte ZF ein Übernahmeangebot für den belgischen Anbieter in Höhe von 66 englischen Pence in bar je Hansen-Aktie abgegeben. Vor der Übernahme von Hansen konzentrierte sich das Windenergie-Geschäft von ZF auf die USA und weltweite Windkraft-Serviceaktivitäten. xl

172 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011


Erste Unternehmerinnen-Messe in Kempten Unter dem Namen S.I.E. veranstalten die Allgäuer Unternehmerinnen e.V. am 5. und 6. November die erste UnternehmerinnenMesse. S.I.E. steht für stark – innovativ – engagiert, also alles Adjektive, die auf die Unternehmerfrauen im Allgäu zutreffen. Einen repräsentativen Rahmen für die neue Messe bietet das Kornhaus in Kempten. Es werden nicht nur die Mitglieder der Allgäuer Unternehmerinnen e.V. ausstellen, sondern es sind alle Selbständigen, Unternehmerfrauen und Führungskräfte aufgerufen sich zu beteiligen. Interessentinnen können sich unter Telefon (0 83 21) 6 07 69 90 oder im Internet unter allgaeuer-unternehmerinnen.de oder messe-sie.de näher informieren. Ziel der Messe ist es, neue Geschäftskontakte zu knüpfen und Kooperationspartner zu finden. Diese beziehen selbstverständlich die Männer mit ein. »Wir wollen verdeutlichen, was Frauen im Allgäu auf die Beine stellen,« so Diana Hirnigl, Erste Vorsitzende des Vereins, »und hoffen, dass auch viele Männer die Messe besuchen werden.« Natürlich möchten die Aussteller auf der Messe

auch neue Kunden gewinnen. »Die S.I.E. ist die ideale Plattform, sich einem breiten Kundenkreis im Allgäu zu präsentieren, gerade für Dienstleister«, weiß Ausstellerin Claudia Reusch, Inhaberin der Firma Ski total. Während der Messe wird ein breites Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops angeboten. Selbstverständlich ist auch für eine umfassende kostenlose Kinderbetreuung gesorgt, sodass Mütter und Väter den

Messetag entspannt genießen können. Zudem können die Besucher an einer großen Verlosungsaktion teilnehmen, bei der attraktive Preise zu gewinnen sind. Der Messeeintritt beträgt 2,50 Euro. te

Wirtschafts-Meldungen

Kempten

Füssen

Meisterwerke der Uhrmacherkunst Unter dem Titel »Füssener Uhren und Uhrmacher« veranstaltet das Museum der Stadt Füssen in Zusammenarbeit mit Dieter und Ralph Prinz eine Dauerausstellung zur Geschichte der Uhrmacherkunst. Die Ausstellung befasst sich unter anderem mit Werken von Jakob Hiebeler und Johann Maurer, dem Meister der berühmten Totenkopfuhr und den Spindeltaschenuhren. Bereits seit Ende Oktober sind die Pforten des Museums für Kunstliebhaber und Freunde der Uhrmacherkunst geöffnet. Auch in den kommenden Jahren soll die Sonderausstellung mit jeweils wechselnden Schwerpunktthemen zu sehen sein. rl

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Wir mögen unsere Kunden, weil sie uns Freiraum geben um Sachen zu machen, die Klasse haben.

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Franz Schmid und Alexander Keck GbR 87545 Burgberg | Moosweg 3 Tel. (0 83 21) 25 99 | info@schmidundkeck.de 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 173 www.schmidundkeck.de


Friedrichshafen

Soziales Engagement

Satte Umsatzsteigerung bei ZF

Das Ziegelwerk Klosterbeuren, das dem Firmenverbund »Mein Ziegelhaus« angehört, unterstützt auch in diesem Jahr wieder den Verein »Hilfe für Kinder in Uganda e.V.«. Mit den Spendengeldern finanzierte der Verein bereits zahlreiche Projekte in der ugandischen Stadt Ssanda. So konnte bislang eine Schule, ein Internat und eine Schulaula damit gebaut werden. Über die Fortschritte der Bauprojekte freut sich auch omas ater, kaufmännischer Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren: »Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, Menschen in Not zu helfen. Sieht man, wie sich die Kinder in Uganda über den Bau einer eigenen Unterkunft zum Schlafen oder über eine Schulküche freuen, dann bekommt das oft zitierte »Ein Dach überm Kopf haben« die Bedeutung, die es verdient.« Zum Firmenverbund zählen darüber hinaus auch das Ziegelwerk Bellenberg, die Juwö Poroton Werke, Südwest-Ziegel, das Ziegelwerk Stengel und die Zeller-Poroton Ziegelwerke. Die sechs Partnerfirmen haben sich das ema »Bauen und soziales Engagement zeigen« ganz oben auf die Fahne geschrieben rl BILD: MEIN ZIEGELHAUS

Wirtschafts-Meldungen

Babenhausen/Ssanda (Uganda)

Der Friedrichshafener Autozulieferer ZF vergrößert seine Produktionskapazitäten weltweit. Und kann sich das auch leisten. Von Januar bis August 2011 stieg der Umsatz im Vergleich zu den ersten acht Monaten des Vorjahres um 48 Prozent. Auch die Zahl der Mitarbeiter steigt stetig: Anfang 2012 wird die Zahl bei rund 70 000 liegen. Die meisten freilich an deutschen Standorten: da sind es jetzt schon über 40 000. Der Konzern, der vom Boom der Autoindustrie profitiert, rechnet im Übrigen auch in Zukunft mit steigenden Umsätzen. Man werde durch Zugewinne bei den Marktanteilen den Wachstumskurs fortsetzen, im Zweifel auch ohne konjunkturellen Rückenwind. xl

Leutkirch

Mitarbeiter müssen gehen

Das Foto zeigt den Vorsitzenden des Vereins »Hilfe für Kinder in Uganda e.V.«, Reinhold Reinöhl (vorne re.), Ideengeber Pater Dr. Lawrence Ssemusu aus Uganda (hinten li.) sowie eine Memminger und Unterallgäuer Delegation, die sich während eines Besuches in Uganda ein Bild von den Lebensbedingungen und den Bauprojekten machte.

Das auf dentale und industrielle Antriebe spezialisierte Unternehmen Sycotec reduziert die Anzahl seiner Mitarbeiter als Reaktion auf deutlich zurückgegangene Umsätze mit dem Hauptkunden KaVo. Aus Sycotec-Kreisen war von einem Minus von 16 Millionen Euro die Rede. Zum Zeitpunkt der Ankündigung waren in dem Leutkircher Unternehmen 320 Mitarbeiter beschäftigt. xl

Kaufbeuren-Neugablonz

Schmuckindustrie zeigt sich von ihrer glänzendsten Seite Unter dem Motto »Sternenglanz« zeigt eine Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie »funkelnden Modeschmuck und mehr«. Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot aus den Werkstätten und Unternehmen der Gablonzer Industrie. Den eindeutigen Schwerpunkt der Erlebnisausstellung bildet Modeschmuck in den verschiedensten Stilarten. Aber auch Accessoires wie Handtaschen und Gürtel gibt es zu entdecken sowie nostalgische Spielwaren, Miniaturen und vieles mehr. Als Besonderheit gehen Besucher in der Erlebnisausstellung, die im Oktober eröffnet wurde und noch bis 24. Februar 2012 zu sehen ist, auf Entdeckungsreise. Wobei ausdrücklich auch Anfassen erwünscht ist. Der Besucher kann unter anderem sein Geschick beim Gravieren versuchen und an einem großen Goldbarren seine Kräfte messen. Mit Fingerspitzengefühl können zudem an der Taststation die einzelnen Arbeitsschritte von der Rohform bis zum edlen Schmuckstein ertastet werden. Die verschiedenen Erlebnisstationen sind Ausstellungsattraktionen, die junge wie erwachsene Besucher gleichermaßen begeistern sollen. Parallel zur Ausstellung werden für Gruppen außerdem Kurzvorträge über die Besonderheiten der Gablonzer Industrie und die einzigartige Geschichte des Kaufbeurer Stadtteiles Neugablonz angeboten. Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos. xl

174 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 5–2011

Kempten

Dachser investiert Die Firma Dachser baut sein Netz in Europa aus. So sind unter anderem ein neues Zentrum in Frankreich und eine neue Niederlassung in Oslo geplant. In das neue Umschlagzentrum im französischen ClermontFerrand wurden zehn Millionen Euro investiert; 100 neue Arbeitsplätze entstanden dort. Die neue Niederlassung in Norwegen soll im Juni kommenden Jahres in Betrieb gehen. Darüber hinaus baut das Kemptener Logistik-Unternehmen auch seine Präsenz in Baden-Württemberg aus: In einen Neubau der Niederlassung in Karlsruhe werden 25 Millionen Euro investiert. Jährlich sollen dort 20 bis 30 neue Mitarbeiter eingestellt werden. xl


Ottobeuren

Allgäuland-Käsereien gerettet

Hagelschäden weitestgehend beseitigt

Großes Aufatmen bei den Mitarbeitern, aber auch Bürgermeister Michael Lang: Der dänische Milch- und Käseriese Arla Foods darf das ins Schlingern geratene Unternehmen übernehmen. Hierzu war die Zustimmung der Mitglieder der Bergbauernmilch-Genossenschaft Sonthofen Schongau notwendig. Im August versagten die Bauern noch ihre Zustimmung zum Verkauf, was die Insolvenz für das Wangener Unternehmen bedeutet hätte. Jetzt stimmten 80 Prozent der Genossen zu. xl

Wirtschafts-Meldungen

Wangen

Memmingen

Solaranlagen für Rumänien Das Memminger Solarunternehmen Phaesun hat gemeinsam mit der Initiative »Student In Fee Enterprise« der Uni Regensburg das Projekt »Green Power« verwirklicht. Mit dem Projekt wird die Roma-Bevölkerung in Rumänien unterstützt. So wurden 30 Haushalte in drei Dörfern in Siebenbürgen mit sogenannten PicoPV-Systemen zur Stromversorgung ausgestattet. Das Unternehmen stellte die Solaranlagen unentgeltlich zur Verfügung. Sie werden für elektrische Beleuchtung und als Ladegeräte für Mobiltelefone dienen. xl

München

Staatssekretär Kreuzer gab den Startschuss für das neue Projekt »Bildungsportal Bayern«

FOTO: BVV

Das neue Projekt »Bildungsportal Bayern« stand im Mittelpunkt einer Pressekonferenz Anfang Oktober im Haus des Bayerischen Landkreistages in München. Zur Konferenz eingeladen hatten das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, die Allgäu GmbH und der Bayerische Volkshochschulverband (bvv). Den offiziellen Start des

Stellten das neue Bildungsportal vor: Die Herren Eisfeld, Stutzer und Fleschhut.

Projektes erklärte Staatssekretär omas Kreuzer vom Bayerischen Kultusministerium. Kreuzer lobte das vom Landkreis Ostallgäu und dem bvv gemeinsam entwickelte Konzept für einen zeitgemäßen und verlässlichen Bildungswegweiser. »Die Bürgerinnen und Bürger finden auf diesem Bildungsportal geeignete Angebote und Beratung, die sie in ihrer eigenen Bildungsentwicklung und in ihren Zielen unterstützen«, so Staats-

sekretär Kreuzer. Keimzelle des Bildungsportals ist der Landkreis Ostallgäu. Johann Fleschhut, Landrat des Landkreises Ostallgäu und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH, rief alle Bildungsanbieter im Landkreis auf, sich zu vernetzen. In kurzer Zeit stieg das Angebot von anfangs 30 Bildungsanbietern und 1 200 Kursen auf 61 Anbieter und 2 000 Kurse und weitete sich vom Landkreis Ostallgäu auf das gesamte Allgäu aus. Die große Nachfrage machen auch die 195 000 Aufrufe von www.bildung-allgaeu.de im Monat September 2011 deutlich. »Wir wollen das Bildungsportal auf ganz Bayern ausweiten und allen lernbedürftigen und lernwilligen Bürgern die regionalen Bildungsangebote verfügbar machen«, so Karl Heinz Eisfeld, Erster Vorsitzender des bvv. Eisfeld erläuterte, dass neben der technischen Lösung, alle trägerübergreifenden Angebote zu bündeln, der Mensch im Vordergrund steht, für den lebensbegleitend auf Wunsch eine qualifizierte Bildungsberatung verlässlich ermöglicht wird. Das Portal soll Anfang November in 14 bayerischen Regionen weiter ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2013 werden 60 Kommunen über das datengestützte bayernweite Portal mit regionalspezifischer Steuerung xl verfügen.

»Wir hatten noch mal Glück im Unglück!« erzählt Bettina Stock von der Gärtnerei Lorenz Stock in Ottobeuren. »Von der Sommerware war das meiste schon verkauft und von der Herbstware noch wenig eingetroffen.« Trotzdem zerstörte der Hagel, der gegen Ende des Sommers partiell über das Unterallgäu hereinbrach, einen Großteil der Produktionsgewächshäuser und Pflanzen. Lediglich das Gebäude für den Verkauf im Kundenbereich blieb, dank Sicherheitsglas, unbeschadet. Wenn auch die verheerenden Folgen der Zerstörung und Verwüstung mittlerweile weitestgehend beseitigt und weggeräumt wurden, wird es dennoch bis zum kommenden Frühjahr dauern, bis alles wieder vollständig hergestellt ist. Der Verkauf geht jedoch ungehindert weiter. Auch der alljährliche Adventsmarkt wird, wie gewohnt, stattfinden. Vom 18.11. bis 20.11. finden die Kunden wieder alles, was die Advents- und Weihnachtszeit verschönert: Deko-Artikel wie Christbaumkugeln und sonstigen Baumschmuck, Gestecke, Adventskränze (zum Basteln oder fertig gesteckt) und viele weitere Überraschungen. Musikalische Umrahmung, Kaffee und Kuchen »stimmen schon mal auf Weihnachten ein«. kb

Wiesbaden

Weniger Neugründungen Im ersten Halbjahr 2011 haben sich weniger Menschen selbstständig gemacht als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der neu gegründeten Betriebe in Deutschland ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 deutlich zurück. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurde bei größeren Unternehmen eine Abnahme von vier Prozent und bei Kleinunternehmen ein Minus von 4,7 Prozent verzeichnet. xl 5–2011 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 175


Wirtschafts-Meldungen

alhofen

Stuttgart

»Naturgeschichte Allgäu«

Wachstum im Mittelstand

Über 600 Seiten umfasst das Buch »Naturgeschichte Allgäu«, das kürzlich im Bauer-Verlag in alhofen bei Kaufbeuren erschienen ist. Autor Dr. Michael Schneider ist im Allgäu aufgewachsen, hat Biologie studiert und lebte zehn Jahre in Papua Neuguinea und Mosambik. Seit 2005 ist er wieder im Allgäu, veranstaltet unter anderem Naturerlebnis-Programme und führt naturkundliche Vorträge und Exkursionen durch. Sein Buch stellt nach einem Exkurs in Geologie und Klima Flora und Fauna des Allgäus vor. Auch werden rechtliche Aspekte des Naturschutzes beleuchtet. Das Buch kann durchaus als Natur- und Wanderführer gelten, erhebt jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Der Verfasser möchte dabei das Interesse der LeserInnen für die Natur und die einzigartige Schönheit der Allgäuer Landschaft wecken und darüber hinaus auf die zunehmende Bedrohung von Tier- und Pflanzenarten aufmerksam machen. Denn, »nur, was man kennt, schützt man auch.« kb

Deutsche Mittelständler sehen die Zukunft für ihr eigenes Unternehmen wesentlich optimistischer als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Das hat eine Umfrage ergeben. Im eigenen Betrieb rechnen demnach 54Prozent der Firmenchefs in den kommenden zwölf Monaten mit einem Wachstum von bis zu fünf Prozent. Deutschlandweit erwarten 68 Prozent aber auch eine Rezession. Die Untersuchung wurde vom Stuttgarter Institut für Familienunternehmen durchgeführt. Befragt wurden die Firmenchefs von 500 Unternehmen. xl

München Kempten

Weniger Neufahrzeuge

Bühne frei – für die neue Theatersaison

Deutsche Autohändler rechnen in den kommenden fünf Jahren mit einer Zunahme ihres Leasing- und Gebrauchtwagengeschäfts, aber weniger Neufahrzeugverkäufen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage, die der TÜV Süd in München vorstellte. Eine große Mehrheit der Autohäuser und Werkstattbetreiber erwarte demnach zudem, dass die meisten Autos künftig über das Internet präsentiert und verkauft würden anstatt in den Ausstellungsräumen der Autohäuser. Leasing, Mobilitätsverträge und Car-Sharing würden bis 2016 mit 56 Prozent den Löwenanteil des Geschäftes ausmachen. Darüber hinaus gebe es einen Trend zu weniger, aber größeren Autohäusern, so ein weiteres Umfrageergebnis. Befragt wurden die Verantwortlichen von 300 Unternehmen. xl

Richard Klug (Vorstand und künstlerischer Leiter Tanzherbst Kempten), Nikola Stadelmann (Künstlerische Direktorin TIK), Angela Löwen (Kostüme und Bühnenbild) und Jochen Heckmann (Choreograph und Tänzer) eröffnen die »Beziehungskiste« (v. li. n. re.).

Mit dem alljährlichen »eatercafé« im THEaterOben wurde am 9. Oktober die neue Spielzeit im »eaterInKempten«

Berlin

Trotz Krise optimistisch Der Präsident des Verbandes deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA, omas Lindner sieht die Zukunft für den Maschinenbau trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten optimistisch. Seitens der Konsumenten sehe er keinen Einbruch. China und Asien liefen stabil und die USA auch noch, so der Verbandschef. Mit gut 920 000 Beschäftigten ist der Maschinenbau der größte Industriebereich in Deutschland. xl

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(TIK) für die Saison 2011/12 eröffnet. Die Künstlerische eaterdirektorin Nikola Stadelmann und ihr Team gewährten Einblicke in die »Beziehungskiste« – so lautet das Motto der kommenden eatersaison. Dabei will das Motto nicht »bierernst«, sondern unterhaltsam, witzig, spritzig und mit leichtem Esprit verstanden werden – ist doch eine »Kiste« vielseitig verwendbar: Man kann interessante Dinge herausholen oder auch hineinpacken. Den Auftakt bildete wieder der »Kemptener Tanzherbst«, der auch in Zukunft den Oktober als festes Datum in Zusammenhang mit der Eröffnung der eatersaison beibehalten wird. Die Eigenproduktion des TIK in Kooperation mit Choreograph und Tänzer Jochen Heckmann, das Tanztheater »Two’s a couple, three’s a crowd« als Eröffnungspremiere, begeisterte das Publikum. »Drei sind einer zuviel« (etwas frei übersetzt) wirft die Frage auf: Was geschieht, wenn in eine (gewachsene) Zweierbeziehung ein Dritter einbricht? Und vielleicht finden eaterfreunde die Antwort darauf in einem der weiteren Stücke, die in dieser Saison noch aus der »Beziehungskiste« hervor gezaubert werden. Man kann natürlich auch ganz entspannt zu zweit oder dritt den Meisterkonzerten lauschen oder mit der ganzen Familie das Kinder- und Jugendtheater besuchen – die »Beziehungskiste« bietet vielerlei Möglichkeiten. Nähere Informationen zum Programm und dem Abo- sowie Kartenverkauf unter (08 31) 96 07 88-0 oder im AZ-Service in kb Kempten, Bahnhofstraße.

Wiesbaden

Mehr Umsatz im Handwerk Der wirtschaftliche Aufschwung hat den Handwerkern in Deutschland im zweiten Quartal 2011 gute Geschäfte beschert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum setzten die Handwerksbetriebe rund sieben Prozent mehr um. Ende Juni waren im zulassungspflichtigen Handwerk zudem 0,8 Prozent mehr Personen tätig als ein Jahr zuvor. Am meisten den Umsatz gesteigert haben die Handwerker für den gewerblichen Bedarf. Sie verzeichneten ein Plus von 14,8 Prozent. Zu dieser Gruppe gehören Metallbauer und Feinwerkmechaniker. xl


Leutkirch

Wiggensbach

Zehn Jahre »PrimaRind«

200000 Arbeitsplätze

Mit regionaler Küche und vielen Rindfleischspezialitäten haben sich im Festzelt in Schmidsfelden die Erzeuger und Vermarkter regionalen Rindfleisches gefeiert. Unter der Marke »PrimaRind« erzeugen die Kälber-Erzeugergenossenschaften und die Fir-

Spiegeln, Spiegeln an der Wand – wer ist der größte Arbeitgeber im Land? Die Antwort mag verwundern, denn es ist … der Wald! Das sagte Stefan Lau vom Forstamt Leutkirch. Allein in der großen Kreisstadt sind es 900 Menschen, die vom Holz leben. 5 100 Hektar Wald gibt es im Gemeindegebiet von Leutkirch. Das entspricht in etwa der Fläche von 5 000 Fußballplätzen. Die Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit dem Holz zu tun haben, reichen von der klassischen Forstarbeit und der Arbeit in holzverarbeitenden Betrieben wie Spanplattenwerk oder Sägewerk bis zu Papierfabriken, Möbelherstellern bis zu Zimmerei- und Schreinerbetrieben bis zu Holztransporteuren. Landesweit bieten Forst und Holz 200 000 Arbeitsplätze in 29 000 Betrieben. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von 31 Milliarden Euro. xl

Tag der offenen Tür kommt gut an

Gebhard Kaiser (Landrat Landkreis Oberallgäu), Georg Abele (Vorstand der Kälber EG), Hannes Feneberg (Geschäftsführer Feneberg) und Hans-Jörg Henle (Oberbürgermeister Leutkirch) feiern mit zahlreichen Gästen und Vertragsbauern zehn Jahre PrimaRind (v. li. n. re.).

ma Feneberg seit zehn Jahren gemeinsam Weideochsenfleisch. Einfach war der Weg der Vermarktung nicht – da waren sich alle Redner einig. Wer im Allgäu, dem Land der Milchkühe, mit Ochsen Geld verdienen wolle, sei selber ein Ochse, so Hannes Feneberg. »Ich bin stolz, zusammen mit Georg Abele einer der zwei größten Ochsen zu sein«, scherzte er. Als die Kälber-EG unter ihrem Vorsitzendem Georg Abele vor zehn Jahren als Partner der Firma Feneberg die Marke PrimaRind aufbaute, waren die Zweifel stark gewesen. »Was wollt ihr im Allgäu mit Rindfleisch?«, habe es geheißen, erzählte Georg Abele. Aber die Allgäuer Bauern seien eben flexibler und innovativer als ihr Ruf, lobte Feneberg. So wurden die »Allgäuer Braunen« mit der Rasse »Blonde d’Aquitaine« gekreuzt. Doch nicht nur die Genetik allein steht für beste Fleischqualität und Geschmack. Das PrimaRind-Programm gibt auch die Weidehaltung vor. Die Tiere verbringen die meiste Zeit im Freien auf den kräuterreichen Allgäuer Wiesen. Auch sonst erfüllt die Weideochsen-Haltung alle Kriterien einer extensiven und tiergerechten Landwirtschaft. Heute stellt die Fleischwirtschaft eine attraktive Alternative zur Milchwirtschaft dar. Rund 180 Landwirte beteiligen sich am Programm und liefern ca. 2 000 Kälber und etwa genau so viele Färsen und Ochsen jährlich an Feneberg und die Nachfrage nach Qualitätsfleisch aus der Region steigt. xl/kb

Erstaunt und hocherfreuter war man bei der Wiggensbacher Firma Swoboda über die Resonanz eines ersten Tages des offen Tür. Rund 1 200 Interessierte nutzten das Angebot zu einem Blick hinter die Kulissen des Unternehmens, das hochpräzise MetallKunststoff-Verbundteile für die Automobilindustrie herstellt. Im Fünf-Minuten-Takt wurden die Besucher durch die Produktionshallen geführt. Anschließend bestand Gelegenheit, Fragen zu stellen. Auch viele Jugendliche nutzten das Angebot. Sehr zur Freude der Firmenleitung. Denn Swoboda sucht Arbeitskräfte und Auszubildende. Denn das Unternehmen expandiert. Neben Werken in Deutschland, Tschechien und den USA entsteht gerade ein Neubau in China. Und auch in Wiggensbach soll eine weitere Produktionshalle entstehen. xl

Leutkirch

myonic expandiert myonic ist ein internationales Industrie-Unternehmen und gehört seit 2009 zur japanischen Minebea-Gruppe. Dank der über 70-jährigen Erfahrung in der Herstellung von PräzisionsMiniaturkugellagern liefert myonic verschiedene Produkte sowie Dienstleistungen für Spitzentechnologien der Luft- und Raumfahrt und der Medizintechnik. Um den Standort Deutschland zu sichern, entsteht neben dem Firmensitz in Leutkirch ein neues Produktionsgebäude, das wohl auch ein architektonisches Highlight darstellen wird. In der rund 3 000 Quadratmeter großen Halle sollen ab Mitte beziehungsweise Ende 2012 Präzisionsteile »am Rande des technisch Machbaren« gefertigt werden. Dazu investiert der japanische Mutterkonzern etwa 4,6 Millionen Euro in das Allgäuer Unternehmen. Mit der Grundsteinlegung am 24. August wurde offiziell der Startschuss für das Bauvorhaben gegeben. kb

Der Spatenstich zum neuen Produktionsgebäude von myonic erfolgte am 24. August.

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Wirtschafts-Meldungen

Schmidsfelden


Wirtschaftsmagazin

5_ 2011

IMPRESSUM Verlag TT VERLAG GmbH St.-Mang-Platz 23 87435 Kempten Telefon (08 31) 96 01 51-0 Telefax (08 31) 96 01 51-29 info@tt-verlag.de www.tt-verlag.de

Geschäftsführer (gesamtverantwortlich) omas Tänzel Redaktion Maria Anna Weixler-Gaci Sina Weiß Renate Leiprecht Karin Bitsch ora Engstler Kordula Küper Carolin Kober Karin Donath Jutta Nichter-Reich Walter Notz Johannes Jais Sabine Stodal Christine Tröger Manuel Hodrius (08 31) 96 01 51-0 Medienberatung omas Tänzel Gabriele Unglert Christian Sauer Tanja Aurhammer

(08 31) 96 01 51-10 (08 31) 96 01 51-11 (08 31) 96 01 51-14 (08 31) 96 01 51-13

Druckvorstufe und Druck Holzer Druck und Medien 88171 Weiler, Fridolin-Holzer-Str. 22 – 24 www.druckerei-holzer.de Magazin-Layout Brigitte Weixler, Jonas Falter 87437 Kempten, Füssener Straße 64 www.weixler-schuerger.de Anzeigen-Layout Katrin Rampp 87435 Kempten, Gerberstraße 18 www.composizione.de Bankverbindung Sparkasse Allgäu, Konto-Nr. 514 269 406 BLZ 733 500 00 Bezugspreis – Abonnement Einzelheft 4,90 Euro. »Allgäuer Wirtschaftsmagazin« im Einzelabonnement bei sechs Ausgaben – Inland: 27,90 Euro, Ausland: 38,40 Euro (jeweils inkl. Versand) ISSN 1868-3789 Alle Rechte vorbehalten. © für Layout und Konzept: Maria Anna Weixler-Gaci, © für Logo: TT VERLAG Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages. Jahresabonnements können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate vor Ablauf des Bezugszeitraumes) schriftlich beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen nicht die TT VERLAG Ansicht der Redaktion.

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nta Kinder-Uni: Die Zelle – Baustein des Lebens Mit einer Vorlesung zum ema »Die Zelle – Baustein des Lebens« wurde am 12. Oktober die diesjährige Kinder-Uni an der nta eröffnet. Mit Hilfe der etwa 60 Mädchen und Jungen erarbeitete Prof. Dr. H. Wiesinger von der Abteilung Biotechnologie zunächst die Kriterien für das Lebendige und zeigte dabei die Gefahren mancher Begriffe auf. Wachsen können auch Kristalle, Vermehrung und Stoffwechsel sind aber für lebende Organismen einzigartig. Dann ging es hinein in den Mikrokosmos, vom Tier zum Organ, zum Gewebe und schließlich zu den kleinsten Bausteinen, den Zellen. Auch wenn deren Dimensionen meist im µm-Bereich liegen, so gibt es doch Ausnahmen, etwa die meterlange Nervenzelle oder das von Prof. Wiesinger mitgebrachte (gekochte) Hühnerei. Aus den vielen Fragen wurde deutlich, wie fasziniert die Kinder von der Vorstellung waren, dass man Zellen auch des Menschen in kleinen Flaschen oder auf Schalen züchten und über Monate hinweg am Leben erhalten kann. Eine sterile Umgebung mit konstanter Temperatur und ein kompliziert zusammengesetztes Nährmedium sind die Voraussetzungen dafür. Am Ende der Vorlesung wurde die Neugier der Kinder mit der Möglichkeit belohnt, einen Blick durch das aufgebaute Mikroskop auf lebende Gehirnzellen zu werfen. xl BILD: NTA

Wirtschafts-Meldungen

Allgäuer

Isny

Memmingen

Millionenauftrag aus Angola Am Allgäu-Airport in Memmingen freut man sich über einen Millionenauftrag aus Angola, der die Spezialfirma Do-Tec ein halbes Jahr komplett auslasten wird. Zudem wird sich die Belegschaft von 12 auf 24 Mitarbeiter erweitern. Die Firma Do-Tec ist seit 2010 am Allgäu-Airport ansässig und kümmert sich vor allem um die Wartung und Überholung von Passagierflugzeugen. Für die Angolanische Fluggesellschaft werden drei Jets umgebaut, die vor allem im Auftrag von Mineralölfirmen und Goldminen unterwegs sind. Das vierte Flugzeug soll zu einem VIP-Flugzeug für die Angolanische Regierung umgebaut werden. xl

Weingarten

Neue Arbeitsplätze Fast zwei Drittel der Existenzgründer, die eine Beratung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben in Anspruch genommen haben, haben zwei Jahre nach ihrer Gründung neben ihrem Arbeitsplatz bereits mindestens einen weiteren geschaffen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der IHK hervor, deren Ergebnisse auch im neu aufgelegten Gründungs- und Nachfolgereport 2011 dokumentiert sind. Laut IHK hat sich die Region Bodensee-Oberschwaben als gründungsdynamische Region etabliert. Seit acht Jahren weise die Region pro Jahr zwischen 6 000 und 7 000 Gewerbeanmeldungen auf. Allein bei der IHK gibt es pro Jahr 2000 Anfragen von potenziellen Gründern. Rund 90 Prozent der Rat Suchenden wagt anschließend auch den Schritt in die Selbstständigkeit. Zur Vorbereitung bietet ihnen die IHK eine Vielzahl von Seminaren und Workshops. Darüber hinaus berät die IHK auch in Sachen Finanzierung und Fördermittelbeschaffung. Stark nachgefragt sind zu dem Beratungen bezüglich Unternehmensnachfolgen. Rund 600 bis 700 solcher Nachfolgen gebe es pro Jahr, knapp die Hälfte innerhalb der Familie. xl

Beilagenhinweis Dieser Ausgabe liegt eine Beilage für die »Alte Hausbrennerei Penninger« (Hauzenberg) bei.


Allgäuer Wirtschaftsmagazin 05_11  
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