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März/April 2013 . www.missio.at

allewelt DAS MAGAZIN DER PÄPSTLICHEN MISSIONSWERKE

Neue Hoffnung für den Kongo

Mutige Frauen und Erzbischof Maroy engagieren sich für die Opfer eines der blutigsten Konflikte in Afrika

„Sexuelle Gewalt ist eine Kriegswaffe“ Menschenrechts-Preisträger Maroy im Interview

SEHNSUCHT NACH FRIEDEN Im Heiligen Land ist ein friedliches Zusammenleben möglich – eine vietnamesische Schwester zeigt das seit 50 Jahren mit ihrem Leben

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Missio ist eine päpstliche Einrichtung, die unter dem Namen „Päpstliche Missionswerke“ in mehr als 150 Ländern vertreten ist. Missio – die Päpstlichen Missionswerke in Österreich wollen Menschen im christlichen Geist bilden. Sie helfen in den ärmsten Ländern der Welt mit Nahrung, Zugang zu Bildung und mit Gottes Wort.

DER AUFTRAG VON MISSIO Der größte Teil der Christen lebt heute in den sogenannten „Ländern des Südens“. Missio ist eine materielle und spirituelle Brücke zwischen Nord und Süd: Zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen wecken das Interesse am Leben unserer Schwestern und Brüder in aller Welt und das Bewusstsein unserer gegenseitigen Verantwortung. Den Christen in den Ländern des Südens fehlen vor allem finanzielle Mittel für ihre pastoralen und sozialen Aufgaben. Mit der jährlichen weltweiten Kirchensammlung am Weltmissions-Sonntag im Oktober werden die 1.100 ärmsten Diözesen der Welt unterstützt. Die Päpstlichen Missionswerke gewährleisten in internationaler Absprache eine gerechte Verteilung der Mittel. Eine weitere Kirchensammlung „Für Priester aus allen Völkern“ am 6. Jänner ermöglicht die Ausbildung von Priestern in den Ländern des Südens. Darüber hinaus unterstützt Missio jährlich eine Vielzahl an Projekten in Afrika, Lateinamerika und Asien.

Menschen dienen, Gott geben: füreinander beten voneinander lernen gegenseitig unterstützen

Missionarische Bewusstseinsbildung gehört zum Kernauftrag der Päpstlichen Missionswerke und ist gerade jetzt hochaktuell. Von der Kirche in den Ländern des Südens dürfen wir gerade auch in Österreich viel für unser persönliches Glaubensleben lernen: Das Selbstbewusstsein von Christen, die etwa in Minderheitensituationen leben, ist bewundernswert und ansteckend zugleich. Monika Schwarzer, Leiterin Missio-Bildungsabteilung (Bild: Beim Bäumepflanzen)

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Editorial ✜ 2/2013

Hunger, Gewalt und Krieg prägen den Alltag vieler Menschen in den Ländern des Südens. Es vergeht kein Tag, an dem nicht unzählige Menschen, vor allem Kinder, an Hunger sterben sowie Opfer von Ausbeutung und Gewalt werden. Grundlegende Menschenrechte werden systematisch und vorsätzlich mit Füßen getreten – oft von Regierenden, die ihre Macht brutal missbrauchen. Christliche Missionare reden meist nicht viel, aber sie wirken dort, wo das Elend am größten ist. Sie werden nicht nur aktiv, wo zum Himmel schreiende Ungerechtigkeiten für jeden sichtbar geworden sind, sondern erkennen die Not auch dort, wo die Weltöffentlichkeit nicht hinschaut. Der kongolesische Erzbischof Francois-Xavier Maroy spricht von der „unsichtbaren Gewalt“ eines tragischen Krieges, der seit Jahrzehnten in seiner Heimat tobt. Dort, wo jeden Tag Frauen und Kinder vergewaltigt und ausgebeutet werden, ist die Kirche mit ihrem Netzwerk an Missionaren und engagierten Helfern präsent. Sie sind es, die den in ihrer Seele tief verwundeten Frauen und Kindern Trost, Hilfe und Schutz bieten.

Video

Blog

PATER LEOS BLOG In seinen Videoblogs auf der Webseite von Missio beschäftigt sich Msgr. Maasburg mit aktuellen Themen und den großen spirituellen Themen – knapp und auf den Punkt gebracht.

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allewelt DAS MAGAZIN DER PÄPSTLICHEN MISSIONSWERKE

Neue Hoffnung für den Kongo

Cover 2/13, Israel: Orthodoxes Mar Saba Kloster in der judäischen Wüste bei Bethlehem. (Foto: Claudia Henzler)

Mutige Frauen und Erzbischof Maroy engagieren sich für die Opfer eines der blutigsten Konflikte in Afrika

Und wie steht es um den Schutz der Kinder bei uns, in unserer Gesellschaft? Verschließen wir die Augen vor dem Unrecht, oder tun wir, was wir tun können? Eine Möglichkeit, etwas zu tun, bietet die europaweite Bürgerinitiative „one of us“: Sie sammelt in allen 27 EU-Staaten Unterschriften, um zu erreichen, dass die Europäische Union in ihrem Kompetenzbereich den Schutz des menschlichen Lebens an seinem Beginn garantiert. Bis 10. Mai können Sie bei „www.oneofus.eu“ mit Ihrem Namen und Ihrer Unterschrift dafür eintreten, dass die Würde des menschlichen Embryos geachtet wird. Österreichisches Recht ist davon nicht berührt, aber durch diese Bürgerinitiative soll unterbunden werden, dass EU-Gelder für die „verbrauchende Embryonenforschung“ und für Organisationen ausgegeben werden, die Abtreibungen in Entwicklungsländern propagieren oder durchführen. Wenn sich jeder von uns mit seinen Kräften gegen sichtbares und unsichtbares Leid stemmt, dann kann Ostern konkret und der auferstandene Christus in unserem Leben erfahrbar werden.

„Sexuelle Gewalt ist eine Kriegswaffe“ Menschenrechts-Preisträger Maroy im Interview

SEHNSUCHT NACH FRIEDEN Im Heiligen Land ist ein friedliches Zusammenleben möglich. Eine vietnamesische Schwester zeigt das seit 50 Jahren mit ihrem Leben.

Herzlichst, Ihr

Monsignore Dr. Leo-M. Maasburg Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke

IMPRESSUM: Alleineigentümer, Herausgeber und Medieninhaber: Missio-Päpstliche Missionswerke in Österreich, Seilerstätte 12, 1015 Wien, Tel. (01)513 77 22, Fax (01)513 77 37, E-Mail: allewelt@missio.at; Redaktion: Mag. Stefan Beig, Mag. Marie Czernin, Philipp Langmann, Mag. Bernhard Rindt (ON MISSION); Ständige Mitarbeiter: Mag. Monika Schwarzer, Mag. Eugen Waldstein; Art Direktion und Grafik: Petra Kuchenbecker; Illustrationen ON MISSION: Mirek Kolar; Herstellung: Print ON (Druck),m2p medienfabrik (Litho). „alle welt“ wird auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Bestellungen: Seilerstätte 12, 1015 Wien Offenlegung im Sinne des Mediengesetzes: „alle welt“ erscheint zweimonatlich, und zwar im Jänner, März, Mai, Juli, September, November. „alle welt“ ist das Magazin des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung und informiert über Weltkirche, Religionen und Kulturen in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika. Der Jahresbeitrag im Päpstlichen Werk der Glaubensverbreitung für das Missio-Magazin „alle welt“ beträgt 12,- Euro (Ausland 17,- Euro). Bankverbindung: Postscheckkonto Nr. 7015.500

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Inhalt ✜ 2/2013

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24 STARKE SCHWESTERN Eine oberösterreichische Schwester berichtet über ihren Einsatz bei den koptischen Christen in Ägypten.

12 FRIEDEN Schwester Teresa aus Vietnam setzt mit ihrem Leben ein Zeichen für Frieden und Versöhnung im Heiligen Land.

Neue Serie

30 30 REISENOTIZEN Die kolumbianische Stadt Cartagena ist eine der schönsten Städte Lateinamerikas.

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28 GUSTO Eine bengalische Spezialität zeigt, wie vielfältig die Küche in Indien ist.

34 WELTKIRCHE Der kongolesische Erzbischof von Bukavu setzt sich für ausgebeutete Frauen und Kinder in seiner Diözese ein.

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Editorial Impressum 04–05 Inhalt 43 Rätsel

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06–07 Ein Augenblick

28–29 Gusto

In Nigeria eskaliert die Gewalt gegen Christen und erreicht somit eine neue Dimension.

08–11 Kontinente Neuigkeiten aus der Weltkirche: Irak, Kuba, Pakistan, Libyen und Kolumbien.

Ein bengalisches Fischrezept, das mit Zimt und anderen indischen Gewürzen verfeinert wird.

30–31 Reisenotizen Cartagena in Kolumbien ist nicht nur Weltkulturerbe. Neben den Touristen zieht es auch Binnenflüchtlinge an.

12–21 Thema: Frieden in Israel Eine vietnamesische Schwester zeigt, wie ein friedliches Zusammenleben mit Muslimen in Nazareth möglich ist.

32–33 Gedankensplitter Nigeria ist ein Land voller Widersprüche: Neben friedfertigen Gottgläubigen verbreiten Terroristen Hass und Gewalt.

22–23 Kraft der Stille Beten verändert die Welt, heißt es. Und schafft Ruhe im Alltagsstress.

Der mutige Erzbischof von Bukavu engagiert sich im Ostkongo für vergewaltigte Frauen und Kinder. Für seinen Einsatz erhielt er den Menschrechtspreis der Stadt Weimar.

40–41 Gehört – Gesehen Bücher- und DVD-Tipps, aktuelle Ausstellungen.

26–27 Interview Menschenrechtspreisträger Erzbischof Maroy von Bukavu analysiert die Hintergründe des blutigen Konflikts im Ostkongo.

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34–39 Reportage Weltkirche

24–25 Starke Schwestern Sr. Juliana Baldinger erzählt von den Herausforderungen in Ägypten zwei Jahre nach der Revolution und von ihrer Mission bei den koptischen Christen.

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Mission Österreich Missionarische Neuigkeiten aus den Pfarren und den Diözesen in Österreich.

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Das Thema ✜ Friede

Die Karfreitagsliturgie im orthodoxen Ritus nimmt bereits das Ostermysterium vorweg. Das mit Blumen geschmückte Kreuz ist Ausdruck dafür, dass Christus die Sünde der Welt durch sein Leiden am Kreuz in neues Leben verwandelt hat.

Text MARIE CZERNIN Fotos CLAUDIA HENZLER, ERNST ZERCHE, MARIE CZERNIN

Im Heiligen Land nehmen in jüngster Zeit auch die Spannungen zwischen arabischen Christen und Muslimen zu. In Nazareth, der größten arabischen Stadt Israels, zeigt eine vietnamesische Schwester, dass es möglich ist, in dieser krisengeschüttelten Region in Frieden und Respekt miteinander auszukommen.

Foto: Claudia Henzler

Sehnsucht nach Frieden

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Das Thema ✜ Friede

„Hier in Nazareth, wo Jesus 30 Jahre lang unerkannt lebte, wollte ich meinen Alltag mit Menschen teilen, die zu Heimatlosen im eigenen Land geworden waren.“ Sr. Teresa

Der Friede trügt. Hinter

der alten Klostermauer, die entlang der Paul VI. Road verläuft, vernimmt man nichts vom Lärm hupender Autos und von der Spannung, die sonst überall in der Luft zu spüren ist. An dieser Hauptverkehrsachse unweit der Verkündigungsbasilika in Nazareth stehen die Fahrzeuge meistens im Stau. An jenem Karsamstagmorgen bahnt sich die Kleine Schwester Teresa ihren Weg zu Fuß durch die ver-

stopfte Straße. Sie huscht an den Autos und den laut diskutierenden Männern vorbei, die untätig am Straßenrand stehen und verschwindet hinter der Klosterpforte. Eilig betritt sie die Kapelle der Kleinen Brüder Jesu, in der die Reliquien des Seligen Charles de Foucauld verehrt werden, und verweilt dort eine Zeit lang im Gebet. Der ruhige Ort ist ihr vertraut. Hier, in diesem Kloster, lebte Charles de Foucauld drei Jahre als Einsiedler, bevor er im Jahre 1900 in die algerische Wüste aufbrach. Und hier verbrachte auch Sr. Teresa die meiste Zeit ihres Lebens.

der ersten Schwestern, die dem Aufruf Schwester Magdeleines folgte, in Nazareth eine neue Niederlassung zu gründen“, erzählt die kleine, fröhliche Schwester mit einem großen Lächeln. „Ich überlegte nicht lange, denn in die Stadt der Heiligen Familie hatte es mich schon lange hingezogen.“ So entkam sie den Grauen des Vietnamkrieges, doch was sie im jungen Staat Israel erwartete, war auch nicht der ersehnte Friede. Hier wurde sie zur Zeugin des Sechstagekrieges und

Stadt der Heiligen Familie

Die aus dem Vietnam stammende Ordensfrau kam vor 50 Jahren ins Heilige Land. Zuvor war sie in ihrem Heimatland in den 1939 von Magdeleine Hutin gegründeten Orden der Kleinen Schwestern Jesu eingetreten, die ihr Leben am Beispiel des französischen Einsiedlermönchs Charles de Foucauld orientieren: „Ich war eine

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Fotos: Missio/Czernin (3), Claudia Henzler (1), Ernst Zerche (2)

Sr. Teresa am Brunnen des Klosters der Kleinen Brüder Jesu (u. l.); Morgensonne in Nazareth (ganz l.); die Verkündigungsbasilika (M.); das heilige Grab in der Anastasis, wie orthodoxe Christen die Grabeskirche in Jerusalem nennen. (l.); orthodoxe Christen beim Gebet (gr. B.).

erlebte, wie viele Palästinenser aus dem von der israelischen Armee annektierten Westjordanland vertrieben wurden. Gemeinsam mit den anderen Schwestern stand sie den Menschen in ihrer Not bei: „Ich wollte meinen Alltag mit den Menschen teilen, die zu Heimatlosen im eigenen Land geworden waren“, erklärt die mutige Schwester, die es versteht, zwischen den streitenden Bevölkerungsgruppen zu vermitteln. „Hier in Nazareth, wo Jesus 30 Jahre lang mit seiner Familie unerkannt und in Bescheidenheit lebte, bis er von seinen eigenen Mitbewohnern aus der Stadt vertrieben wurde, wollte auch ich mich für die Menschen in Bedrängnis einsetzen.“ In dieser Zeit pilgerte Sr. Teresa oft zu der Ruine jenes

NAZARETH AUS HISTORISCHER SICHT Der Ort Nazareth ist für Christen von großer Bedeutung, da er als Heimatort Jesu gilt, der gemäß der Evangelien dort seine Kindheit und Jugendzeit mit seiner Mutter Maria und seinem Ziehvater Josef verbrachte. In den Evangelien wird Jesus selbst als „Nazarener“ bezeichnet, womit seine Herkunft „aus Nazareth“ gemeint ist. Der Ort wird weder im Alten Testament noch im Talmud erwähnt, weshalb manche Bibelwissenschaftler im 19. Jahrhundert die Existenz des Ortes zur Lebzeit Jesu in Zweifel gezogen haben. Archäologische Funde haben jedoch bewiesen, dass es zur Zeit Jesu an diesem Ort bereits eine Siedlung gab, die bis ins 2. Jahrtausend vor Christus zurückreicht. Man kann daher auch Nathanael besser verstehen, der Philippus fragte, als jener den Messias erkannte: „Kann aus Nazareth schon etwas Gutes kommen?“ (Joh 1,46). Der Ort war zur Zeit Jesu zu unbedeutend, als dass er in den damaligen historischen Quellen eine Erwähnung gefunden hätte.

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Pilger besuchen die orthodoxe Verkündigungskirche in Nazareth (l.); die Verkündigungsgrotte hinter dem Altarraum (o.); der Hauptplatz vor der Verkündigungsbasilika (r.); der Alltag im arabischen Souk (M. u. ganz r.); Sr. Teresa am Weg zum Kloster (u.r.).

antiken Hauses in der Altstadt von Nazareth, in dem nach biblischer Tradition der Engel Gabriel der Mutter Jesu erschienen sein soll. Hier hatte auch der Selige Charles de Foucauld viele Stunden im Gebet verbracht: „Ein anbetungswürdiger Ort, wo Gott Mensch geworden ist, wo 30 Jahre lang die Stimmen von Jesus, Maria und Josef widerhallten. Ich bin

DER SELIGE CHARLES DE FOUCAULD (1858-1916) Als Sohn einer französischen Adelsfamilie führt Charles de Foucauld in seiner Jugend ein ausschweifendes Leben und verliert dabei seinen Glauben.1883 unternimmt er mit einem Rabbiner eine Entdeckungsreise nach Marokko, wo er sich mit der Kultur der Berber-Stämme befasst. Nach seiner Rückkehr veröffentlicht er ein Buch über seine Forschungsergebnisse, das ihn in Frankreich Ruhm verleiht. Angeregt durch seine Nordafrika-Reise und den Kontakt zu gläubigen Muslimen lässt ihn die Frage nach Gott nicht mehr los. Allmählich findet er zurück zu Gott und tritt 1890 bei den Trappisten ein. Die ersten Jahre lebt er in einem syrischen Kloster. 1897 zieht er nach Nazareth, wo er drei Jahre als Einsiedler verbringt. 1900 führt ihn sein Weg in die Sahara Algeriens, wo er am Gipfel des AhaggarGebirges auf 2700 Meter Höhe eine Einsiedelei errichtet. Dort lebt er mit dem steten Wunsch, der „Bruder Aller“ zu sein. Am 1. Dezember 1916 wird er von einer vorbeiziehenden Bande erschossen. Sein Leben lang sehnt er sich nach Mitbrüdern und Schwestern, die mit ihm „das Leben von Nazareth“ teilen,

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Fotos: Missio/Czernin (3), Ernst Zerche (4)

Das Thema ✜ Friede

innerlich ganz glücklich, diese Felswände, auf denen die Augen Jesu ruhten und die er mit seinen Händen berührte, zu betrachten,“ schreibt der Einsiedlermönch 1897 an seinen Schwager Raimond de Blic. Neue Verkündigungskirche

Anfang der 1960er Jahre fand Sr. Teresa am ehrwürdigen Ort der Verkündigung bereits eine Baustelle vor, als die alte franziskanische Kirche abgerissen wurde, um für den Bau einer noch größeren Kirche Platz zu machen. Über die antiken Reste des Hauses der heiligen Familie wurde ein großes Dach gespannt, das sich wie ein Schutzmantel über die Ruine legte. 1964 fand schließlich die Einweihung der neuen Verkündigungsbasilika statt. Inzwischen war Nazareth zur

größten arabischen Stadt Israels herangewachsen, in der die Juden auf dem Hügel von Nazareth-Illit eine Minderheit bildeten. Doch während die arabischen Christen bis in die Mitte des vorherigen Jahrhunderts noch die ZweidrittelMehrheit in der Bevölkerung Nazareths darstellten, kam es aufgrund einer anhaltenden Abwanderung vieler Christen allmählich zur demographischen Umgewichtung. Eine starke Abwanderungswelle gab es vor allem auch während der ersten Intifada, die 1993 durch das Oslo-Abkommen ein Ende fand. Geplanter Moscheebau

Nun meldeten sich immer mehr Muslime lautstark zu Wort, die inzwischen in Nazareth als Mehrheit auftraten. Eine islamische Bewegung forderte die Errichtung einer großen Moschee auf dem Hauptplatz neben der Basilika. Der Streit, der sich wie ein Keil zwischen die christlichen und muslimischen Bewohner Nazareths drängte, wurde zum Politikum. „Früher lebten hier die Christen und die Muslime noch friedlich nebeneinander, doch auf einmal änderte sich alles,“ bedauert Sr. Teresa, die sich an die Zeit erinnert, als die Auseinandersetzungen in den 1990er

„Ein anbetungswürdiger Ort, wo Gott Mensch geworden ist, wo 30 Jahre lang die Stimmen von Jesus, Maria und Josef widerhallen.“ Sel. Charles de Foucauld

Jahren besonders virulent waren. Doch die stille Präsenz der Kleinen Schwestern, die in Nazareth sowohl von den Christen als auch von den Muslimen respektiert werden, trug inmitten der aufgeheizten Atmosphäre zur Beruhigung der politischen Lage bei. Schließlich widersetzte sich der damalige Ministerpräsident Ariel Scharon dem Drängen der muslimischen Kräfte, als er während der zweiten Intifada ein Machtwort sprach und dem Projekt des alle welt

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„Wir beten für die orthodoxe Kirche und hoffen, dass wir das Osterfest bald an einem gemeinsamen Datum feiern können.“

Fotos: Missio/Czernin

Sr. Teresa

Moscheebaus 2002 ein Ende setzte. „Die Diskussion ist damit aber leider noch immer nicht ausgestanden,“ fährt Sr. Teresa fort, während sie den alten Souk im muslimischen Stadtteil durchquert und zur orthodoxen Kirche beim Marienbrunnen geht. An jenem Tag, an dem die orthodoxe Kirche den Karsamstag feiert, nimmt sie an einer Lichterprozession teil, bei der zum ersten Mal das „heilige Feuer“ aus der Jerusalemer Grabeskirche nach Nazareth gebracht und vom lokalen griechisch-orthodoxen Bischof Kuriakos in Empfang genommen wird. Am Weg dorthin eilt sie an der Verkündigungskirche vorbei und erzählt vom Besuch Papst Benedikts XVI. im Mai 2009, als die Muslime ein großes Banner mit einer Sure aus dem Koran über den Hauptplatz spannten, das bis heute an dieser Stelle sichtbar ist. Damals seien die Papst-Poster von den Fassaden der Häuser gerissen worden, während Kinder von erwachsenen Muslimen aufgehetzt wurden, um mit schwarzen Dschihad-Flaggen gegen den Papst 18

zu wettern. „Sie okkupierten den Hauptplatz, wo nach ihrer Überzeugung ein Neffe Saladins begraben ist. Auch heute noch halten sie dort auf Teppichen ihre Gebete ab.“ Sr. Teresa wird nachdenklich und muss wieder an den geistigen Vater ihrer Ordensgemeinschaft denken. „Der selige Charles de Foucauld hat uns beigebracht, wie wir die Muslime respektieren und lieben sollen. Er wird uns auch heute in Nazareth sicher nicht im Stich lassen,“ erklärt sie zuversichtlich.

Ein orthodoxer Pope trägt ein arabisches Kind (o. l.). Ein Banner mit einer Sure dominiert den Hauptplatz von Nazareth (l.). Orthodoxe Pfadfinder gehen bei der Karsamstagsprozession voran (M. u. o.). Bischof Kuriakos empfängt das heilige Feuer (gr. B. r.).

Den Muslimen mit Respekt begegnen

Neben dem seligen Einsiedlermönch, der in stiller Bescheidenheit ein Zeugnis für die Wahrheit ablegte und dafür mit dem Tod bezahlte, verehrt Sr. Teresa auch ihre Namenspatronin, die Heilige Thérèse von Lisieux, die überzeugend vorgelebt hat, wie man durch die kleinen Dinge des Alltags Großes vollbringen kann. „Ich bin nicht sehr großgewachsen und auch nur eine Kleine Schwester. Aber ich weiß, dass Gott durch mich und meine Mit-

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Das Thema ✜ Friede

schwestern viel Positives tun kann, wenn wir unsere Nächsten lieben, vor allem auch die Muslime.“ Das Beispiel der Kleinen Schwestern wirkt sich positiv auf ihre Umgebung aus. So fördert nun sogar der kommunistische Bürgermeister von Nazareth Initiativen, die einem friedlichen Miteinander von Christen, Muslimen und Juden in seiner Stadt dienen sollen. Er eröffnete unter anderem im Jahr 2011 unmittelbar gegenüber der Verkündigungskirche ein „Internationales Zentrum Maria von Nazareth“. Dort wird ein tieferes Verständnis für die Bedeutung Mariens im Heilsplan Gottes aus christlicher, aber auch aus jüdischer und islamischer Sicht anschaulich vermittelt. Dieses multimediale Zentrum zieht allerdings weniger die lokale Bevölkerung als vielmehr die Pilger an, die meist nur ein paar Stunden in der sonst eher unattraktiven und etwas chaotischen Stadt bleiben und nach dem Besuch der Verkündi-

DAS OSTERDATUM Ostern ist als Feier der Auferstehung Christi das wichtigste Fest der Christen. Da Tod und Auferstehung Christi nach Auskunft des Neuen Testaments in eine Pessachwoche fielen, bestimmt der Termin des beweglichen jüdischen Pessach-Festes auch das Osterdatum. So wurde der Ostertermin als der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgesetzt. Die Urchristen verwendeten anfangs noch den jüdischen Kalender. Erst allmählich übernahmen sie den von Julius Caesar eingeführten julianischen Kalender. Während die orthodoxen Kirchen bis heute diesen antiken Kalender aus Rom in Gebrauch haben, hält sich die katholische Kirche an die gregorianische Kalenderreform aus dem Jahre 1582, die nach Papst Gregor XIII. benannt wurde. Daher kann es vorkommen, dass das katholische und das orthodoxe Osterfest im Extremfall bis zu fünf Wochen auseinander liegen. Heute ist dieser, an das Sonnenjahr angepasste, gregorianische Kalender weltweit in Verwendung.

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Der Khan Al-Basha gegenüber der Verkündigungsbasilika (l..); muslimische Studentinnen unterhalten sich in der Unterrichtspause (r.); Studenten in der Bibliothek (M.); ein Blick auf Jerusalem (r.).

gungskirche lieber mehr Zeit am idyllischen See Genezareth verbringen. Eine andere Initiative, die der Bürgermeister von Nazareth wohlwollend unterstützt, ist eine von den einheimischen Christen ins Leben gerufene Hochschule, an der sowohl arabische Christen als auch Muslime und Juden studieren können. Das „Nazareth Academic Institute“ ist ein ambitioniertes Friedensprojekt, an dem sich neben arabischen Akademikern auch jüdische Professoren beteiligen, die auch an renommierten jüdischen Universitäten in Tel Aviv, Jerusalem oder in Haifa unterrichten. „Unsere Gemeinschaft betet für das Gelingen dieses Versöhnungsprojekts,“ beteuert Sr. Teresa, die sich inzwischen der Lichterprozession angeschlos-

GRUNDSTEINLEGUNG – WEG ZUM FRIEDEN Der 12. Dezember 2012 wird als ein historischer Tag der Bevölkerung Nazareths in Erinnerung bleiben: Nach einem Tauziehen mit den israelischen Behörden um eine Baugenehmigung konnte die Grundsteinlegung für ein neues Hochschulgebäude des „Nazareth Academic Institute“ erfolgen, das seit drei Jahren in einer freistehen den Schule in Nazareth provisorisch untergebracht ist. An der Feier der Grundsteinlegung dieses bedeutenden Friedensprojekts nahmen neben dem Bürgermeister von Nazareth, Ramiz Jaraisy, auch der emeritierte lateinische Patriarch Michel Sabbah, Bischof Boulos Marcuzzo von Nazareth und andere orthodoxe, jüdische und muslimische Würdenträger teil. Von symbolischer Bedeutung ist auch der Ort, wo die Feier stattfand: Auf dem „Mount of Precipice“ („Hügel des Abgrunds“), wo nach biblischer Überlieferung Jesus von den Juden aus Nazareth vertrieben wurde und wo Papst Benedikt XVI. im Mai 2009 eine heilige Messe für rund 50.000 arabische Christen gefeiert hat, soll das neue Hochschulgebäude mit einem dazugehörenden Friedenszentrum entstehen.

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Fotos: Missio/Czernin (4), Ernst Zerche (1)

Das Thema ✜ Friede

sen hat und nun das Innere der orthodoxen Kirche betritt. Hier ertönen bereits die Hymnen, die die Auferstehung Jesu ankündigen. „Heute vereinen wir unsere Gebete mit jenen unserer orthodoxen Brüder in der Hoffnung, dass wir das Osterfest bald an einem gemeinsamen Datum feiern können“, erklärt sie überzeugt und dass auch Juden, Christen und Muslime an einem gemeinsamen Ziel im Heiligen Land arbeiten müssen: den langersehnten Frieden. Die sonst eher nüchterne Schwester ist bewegt, wenn sie von den großen Herausforderungen spricht. Viel hat sie in 50 Jahren in diesem Land mit seiner komplizierten Geschichte bereits erlebt. Doch will sie die Hoffnung nicht aufgeben, dass hier endlich der Friede einkehrt. ✜

Die Bildungsarbeit in Österreich ist ein wichtiger Auftrag von Missio. Unterlagen zur Gestaltung von Schul- und Gruppenstunden zum Thema „Friedensarbeit der Weltreligionen“ finden Sie kostenlos zum Download unter:

www.missiothek.at

Das Heilige Land

Unter dem Begriff „Heiliges Land“ versteht man eine religiöse Bezeichnung, die sich auf das Territorium des heutigen Israels und der palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland und im Gazastreifen beziehen. Das Heilige Land gilt den Juden bis heute als „das Land der Verheißung“, das laut Altem Testament Abraham und dem Volk Israel versprochen wurde. Die biblische Landverheißung war nach Beendigung des Ersten Weltkrieges neben dem Antisemitismus der entscheidende Grund für die Rückkehr der Juden in das „gelobte Land“, das damals Palästina hieß und britisches Mandatsgebiet war. Seit der Neugründung des Staates Israel im Jahre 1948 auf der Grundlage des Zionismus wird die religiöse Metapher des verheißenen Landes auch von nicht-religiösen Juden zur ideologischen Rechtfertigung des jüdischen Anspruchs auf das ganze Palästina verwendet. Dies führt immer wieder zu Spannungen

mit der palästinensischen Bevölkerung, die seit dem Mittelalter in diesem Gebiet ansässig ist und somit auch einen Anspruch auf das Land hat. Heute ist vor allem die heilige Stadt Jerusalem ein Anziehungspunkt für unzählige Gläubige der drei monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam. Aber auch in andere heilige Orte wie Bethlehem oder Nazareth strömen jedes Jahr Tausende von Pilgern. Aufgrund anhaltender innerpolitischer Spannungen und großer Abwanderungswellen machen die einheimischen Christen im Heiligen Land heute lediglich noch zwei Prozent der Gesamtbevölkerung von Israel aus. ✜

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✜ Reisenotizen

Notiert von ANDREAS THONHAUSER

Cartagena

ist nicht nur Weltkulturerbe, sondern wohl eine der schönsten Städte Lateinamerikas. Über die Jahrhunderte heiß umkämpft, war sie Schauplatz großer Tragödien und beeindruckender Glaubenszeugnisse. Auch heute noch zieht sie Touristen und Binnenflüchtlinge gleichermaßen an. Der Karneval wird auch in Cartagena ausgelassen gefeiert: Eine Farbenschlacht gehört da ebenso dazu wie Musik und Tanz.

Factbox KOLUMBIEN Bevölkerung: Mit 46,4 Mio.

CARTAGENA Die Stadt mit knapp einer Million Einwohner wurde 1533 von Pedro de Heredia gegründet. Sie gilt als eine der ersten spanischen Stadtgründungen im Norden Südamerikas. Traurige Berühmtheit bekam sie als einer der wichtigsten Sklavenumschlagplätze der westlichen Hemisphäre.

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Die Perle von Las Indias Das komplett ummauerte alte Stadtzentrum Cartagenas mit einem Festungsring und dem Stadtteil Centro mit der Kathedrale und zahllosen Palästen im andalusischen Stil ist seit 1984 UNESCOWeltkulturerbe. Schon im 17. Jahrhundert wurde die Stadt aufgrund ihres Reichtums und der Uneinnehmbarkeit als die „Perle von Las Indias“ bezeichnet. Berühmt ist auch der heilige Pedro Claver: Der Jesuitenpriester kümmerte sich als Arzt um die zahllosen Sklaven, die hier gehandelt wurden. Er setzte sich für die Verbesserung der menschenunwürdigen Bedingungen ein, unter denen sie litten.

Was man immer dabeihaben sollte: EIN BUCH VON MARQUEZ Das Werk des Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez ist eng mit Kolumbien verbunden. Mit „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ setzte er der Hafenstadt Cartagena im Jahr 1985 ein literarisch eindrucksvolles Denkmal. Bei einem Spaziergang durch die alte Kolonialstadt erwachen Marquez‘ Werke zum Leben. ✜

Fotos: Andreas Thonhauser

Einwohnern ist Kolumbien nach Brasilien der bevölkerungsreichste Staat Südamerikas. 74 % der Gesamtbevölkerung leben in den Ballungsgebieten und Städten, während die Hälfte der Landesfl äche weitgehend unbesiedelt ist. Fläche: 1.138.748 km² Währung: PESO (COP) Politik: Kolumbien ist seit 1886 eine demokratisch verfasste Republik mit einer politisch starken Stellung des Präsidenten nach US-amerikanischem Vorbild. In qualitativer Hinsicht weist die kolumbianische Demokratie Defizite auf.

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KOLUMBIEN

Binnenflüchtlinge Kolumbien ist das Land mit den meisten Binnenflüchtlingen. Bis zu vier Millionen Menschen dürften sich innerhalb der Landesgrenzen auf der Flucht befinden. Mehr als vierzig Jahre dauert nun schon der Krieg zwischen den marxistischen Guerilla-Kämpfern der FARC, den Paramilitärs und der Staatsarmee. Finanziert wird der Krieg durch den Drogenhandel. Leider rekrutiert man auch Kinder und Jugendliche, vor allem in den Armutsgebieten.

Außerhalb der prächtigen Kolonialstadt herrscht oft bittere Armut.

, a en g a rt a C in r ie h l ü w h „Die Luft ist sc , er b ü er h se ri B le h ü k e n aber vom Meer bläst ei .“ auern m t d a St en ig lt a ew g ie d er üb Im Kindergarten kümmert sich Samira (r.) um die Kleinsten. Sie profitierte einst selbst von dem Angebot des katholischen Bildungsprojektes.

Junge Kirche in den Slums An den Toren Cartagenas herrscht Armut. Viele Menschen flohen aus dem Landesinneren vor der Gewalt der Drogenkartelle an die Küste. Hier betreibt die Missio-Partnerorganisation „Funscri“ ein wichtiges Bildungsprojekt, das Kindern aus armen Familien den Kindergarten- und Schulbesuch ermöglicht. Gegründet wurde das Projekt von der mittlerweile verstorbenen österreichischen Missionarin Herlinda Moises.

Bildung Die Kindergarten- und Vorschulprogramme bereiten die aus ärmlichen und zerrütteten Familienverhältnissen stammenden Kinder rund um Cartagena auf die reguläre Schule vor. „Wir versuchen, den Schuleinstieg so einfach wie möglich zu machen“, erklärt Kindergärtnerin Samira. Eine solide Bildung und ein gesunder Glaube seien die Schlüssel zu einem selbstbestimmten, glücklichen Leben, ist sie überzeugt. Zumindest bei ihr habe das einwandfrei funktioniert. Die Not am Stadtrand von Cartagena ist groß und Untersützung dringend notwendig. Menschen wie Samira sind für die Kinder ein echter Hoffnungsanker.

„Schwester Herlinda lehrte mich beten. Gott wurde zum Fundament meines Lebens. Jetzt möchte ich eine Pädagogin sein, die von den Kindern geliebt wird, weil sie sie liebt.“ Samira (o.r.), Kindergärtnerin alle welt

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