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Juli/August 2013 . www.missio.at

allewelt DAS MAGAZIN DER PÄPSTLICHEN MISSIONSWERKE

Sommerspaß beim Englischkurs Auf einem Jugendlager in Burma / Myanmar finden moderne Unterrichtsmethoden großen Anklang

„Die Kirche ist jung“ Der Weihbischof von Rio über die Vorbereitungen des Weltjugendtages

BEFREIUNG VON DER TEUFELSDROGE Brasilien ist der weltweit größte Verbraucher der harten Droge Crack – in der Gemeinschaft „Fazenda da Esperança“ schaffen viele Süchtige den Neustart

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Missio ist eine päpstliche Einrichtung, die unter dem Namen „Päpstliche Missionswerke“ in mehr als 150 Ländern vertreten ist. Missio – die Päpstlichen Missionswerke in Österreich wollen Menschen im christlichen Geist bilden. Sie helfen in den ärmsten Ländern der Welt mit Nahrung, Zugang zu Bildung und mit Gottes Wort.

DER AUFTRAG VON MISSIO Der größte Teil der Christen lebt heute in den so genannten „Ländern des Südens“. Missio ist eine materielle und spirituelle Brücke zwischen Nord und Süd: Zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen wecken das Interesse am Leben unserer Schwestern und Brüder in aller Welt und das Bewusstsein unserer gegenseitigen Verantwortung. Den Christen in den Ländern des Südens fehlen vor allem finanzielle Mittel für ihre pastoralen und sozialen Aufgaben. Mit der jährlichen weltweiten Kirchensammlung am Weltmissions-Sonntag im Oktober werden die 1.100 ärmsten Diözesen der Welt unterstützt. Die Päpstlichen Missionswerke gewährleisten in internationaler Absprache eine gerechte Verteilung der Mittel. Eine weitere Kirchensammlung „Für Priester aus allen Völkern“ am 6. Jänner ermöglicht die Ausbildung von Priestern in den Ländern des Südens. Darüber hinaus unterstützt Missio jährlich eine Vielzahl an Projekten in Afrika, Lateinamerika und Asien.

Menschen dienen, Gott geben: gegenseitig unterstützen füreinander beten voneinander lernen

„Ich bete täglich mein Gesätzchen für Frieden und Mission im Rahmen des Lebendigen Rosenkranzes. Die geistige Verbundenheit mit meinen 19 Mitbetern trägt mich im Gebet. Gemeinsam können wir mit dem Rosenkranz die Welt zum Besseren verändern und am Kommen des Reiches Gottes mitarbeiten.“ Jetzt mitmachen: missio.at/lrk Mag. Eugen Waldstein, Bereichsleiter Missio Werke und Pressesprecher

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Editorial ✜ 4/2013

In tausenden und abertausenden Pfarren und Klöstern, in Missionsstationen und Kathedralen der ganzen Welt ist am ersten Sonntag im Juni ein wirklich katholisches, und das bedeutet wörtlich ein weltweites, globales Ereignis still und von den meisten Medien unbemerkt über die Bühne gegangen, das wir wahrscheinlich in seiner historischen und spirituellen Dimension noch gar nicht richtig erfassen. Erstmals in der Weltgeschichte haben in derselben Stunde weltweit – von 17 bis 18 Uhr Mitteleuropäischer Zeit – Menschen auf Christus im heiligsten Altarsakrament geschaut und dem Mensch gewordenen Sohn Gottes durch eine Stunde der Anbetung ihren Glauben und ihre Liebe gezeigt. Erstmals in der Geschichte der Menschheit geschah Anbetung in einer so globalen und weltumspannenden Form! Nur drei Tage zuvor hatte Papst Franziskus in einer Aufsehen erregenden Predigt das Ereignis beschrieben, das für die aufgeklärte, moderne Welt das größte Ärgernis darstellt: die Fleischwerdung des Wortes Gottes und die Verkündigung dieses unerhörten Geschehens. Alle kulturellen und sozialen Errungenschaften, alle Spitäler, Kinder- und Armenhäuser, die unsere Kirche der Welt über die Jahrhunderte hin geschenkt hat, lobt diese Welt oder nimmt sie zumindest an. Die Verkündigung der Menschwerdung Gottes und seines Kreuzestodes aber ist den Klugen dieser Welt ein Ärgernis oder bestenfalls eine überflüssige Torheit. Diese Verkündigung des Mensch gewordenen Sohnes Gottes ist aber die Wurzel des christlichen Glaubens, der Kern der christlichen Verkündung. Die weltweite Anbetung des Eucharistischen Leibes des Herrn richtet den Blick von Millionen Menschen auf Christus in der Eucharistie. Wird diesem großen Weltereignis ein noch größeres Weltwunder folgen? Dass wir Ihn erkennen, wenn Er uns in der „schrecklichen Verkleidung der Ärmsten der Armen“ ebenso global, ebenso überall auf der Welt begegnet? „Es ist der selbe Jesus, in der Eucharistie und in den Ärmsten der Armen“, so sagte die selige Mutter Teresa.



Video

Blog PATER LEOS BLOG In seinen Videoblogs auf der Webseite von Missio beschäftigt sich Msgr. Maasburg mit aktuellen Themen und den großen spirituellen Themen – knapp und auf den Punkt gebracht.

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Herzlichst, Ihr

DAS MAGAZIN DER PÄPSTLICHEN MISSIONSWERKE

Sommerspaß beim Englischkurs Auf einem Jugendlager in Burma / Myanmar finden moderne Unterrichtsmethoden großen Anklang

„Die Kirche ist jung“ Der Weihbischof von Rio über die Vorbereitungen des Weltjugendtages

BEFREIUNG VON DER TEUFELSDROGE Brasilien ist der weltweit größte Verbraucher der harten Droge Crack – in der Gemeinschaft „Fazenda da Esperança“ schaffen viele Süchtige den Neustart

Foto: istockphoto

Cover 4/13, Brasilien: Rio befindet sich bereits im Erwartungstaumel auf den bevorstehenden Weltjugendtag mit Papst Franziskus.

Monsignore Dr. Leo-M. Maasburg Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke

IMPRESSUM: Alleineigentümer, Herausgeber und Medieninhaber: Missio-Päpstliche Missionswer ke in Österreich, Seilerstätte 12, 1015 Wien, Tel. (01)513 77 22, Fax (01)513 77 37, E-Mail: allewelt@missio.at; Redaktion: Mag. Stefan Beig, Mag. Marie Czernin, Philipp Langmann, Mag. Bernhard Rindt (ON MISSION); Ständige Mitarbeiter: Mag. Monika Schwarzer, Mag. Eugen Waldstein; Art Direktion und Grafik: Petra Kuchenbecker; Illustrationen ON MISSION: Mirek Kolar; Herstellung: Print ON (Druck),m2p medienfabrik (Litho). „alle welt“ wird auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Bestellungen: Seilerstätte 12, 1015 Wien Offenlegung im Sinne des Mediengesetzes: „alle welt“ erscheint zweimonatlich, und zwar im Jänner, März, Mai, Juli, September, November. „alle welt“ ist das Magazin des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung und informiert über Weltkirche, Religionen und Kulturen in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika. Der Jahresbeitrag im Päpstlichen Werk der Glaubensverbreitung für das Missio-Magazin „alle welt“ beträgt 12,- Euro (Ausland 17,- Euro). Bankverbindung: Postscheckkonto Nr. 7015.500

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Inhalt ✜ 4/2013

24 KENIA BRASILIEN Drogenabhängige befreien sich auf der „Fazenda da Esperança“ mit Hilfe des Gebets und der täglichen Arbeit von ihrer Sucht.

Das Thema: Gottes Liebe befreit die Süchtigen

Als junge Frau wurde Sr. Leonardi Pfausler von ihrem Orden nach Afrika geschickt. Seit fast 60 Jahren lebt und arbeitet sie nun in Tansania und Kenia.

Starke Schwester berichtet von ihrem Leben in der Mission

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BRASILIEN Weihbischof Antônio Dias Duarte von Rio de Janeiro spricht über die Herausforderungen des Weltjugendtags 2013 und die junge Kirche in seinem Land.

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Interview über die Vorbereitung des Weltjugendtags

Die Reportage aus der Weltkirche BURMA / MYANMAR Die Kirche darf keine Schulen betreiben. In Internaten und auf Jugendlagern kümmert sie sich dennoch um die Bildung der nächsten Generation.

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AKTUELLES 08–11 Kontinente

INNEHALTEN 06–07 Ein Augenblick

Neuigkeiten aus der Weltkirche: Buddhisten attackieren Muslime in Ostasien, Christen in Nordkorea, u. a.

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Interview Weihbischof Antonio Augusto Dias Duarte von Rio de Janeiro koordiniert die Vorbereitungen für den Weltjugendtag 2013. Er unterstreicht: „Wir haben viele Berufungen.“

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22–23

Mission Österreich Missionarische Neuigkeiten aus Österreich: Lange Nacht der Kirchen bei Missio und ein Trommelworkshop für die Jugendaktions-Gewinner.

SERIE 24–25 Starke Schwestern Sr. Leonardi Pfausler war 47 Jahre lang in Missionsstationen ihres Ordens in Tansania tätig, seit 12 Jahren lebt sie in Kenia.

SERVICE 28–29 Gusto Der orientalische Salat mit Melanzani, Granatapfel und Safranjoghurt passt perfekt für heiße Sommertage.

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THAILAND Einst galt Bangkok als „Venedig des Ostens“. Heute ist es eine moderne Stadt mit beeindruckender Skyline.

Die Reisenotizen entführen nach Bangkok

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Reportage Weltkirche Im Dorf Kanazogone in Burma / Myanmar leitet die Kirche ein beliebtes Internat mit bewegter Geschichte. Hier erhalten Jugendliche eine soziale und spirituelle Bildung.

Reisenotizen Bangkok in Thailand ist eine Stadt der Gegensätze. Zu den Füßen der Wolkenkratzer befinden sich Slums, in denen vor allem Migranten leben.

REPORTAGEN 12–21 Thema: Hoffnung Billige Drogen wie Crack überschwemmen Brasilien und hinterlassen zerstörte Existenzen. Die geistliche Gemeinschaft „Fazenda da Esperança“ kann bei der Therapie große Erfolge vorweisen.

Kraft der Stille Beten verändert die Welt, heißt es, und schafft Ruhe im Alltagsstress.

Gedankensplitter Ein „kräftiger Fingerzeig Gottes“ ist der Erfolg der Weltjugendtage für Eugen Waldstein, den Pressesprecher der Päpstlichen Missionswerke in Österreich.

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Die Landschaft um den Inle-See ist idyllisch, hat aber eine dunkle, gewalttätige Vergangenheit.

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Gehört – Gesehen Bücher- und DVD-Tipps, aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen.

STANDARDS 03 Editorial Papst Franziskus empfing im Mai die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke. Dabei fand der Papst deutliche Worte zur Mission.

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Impressum Rätsel On Mission Expeditionsbuch

KINDER Beilage On Mission Pater Leo schickt das On Mission Team diesmal zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro in Brasilien.

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Das Thema ✜ Hoffnung

Ehemalige Drogensüchtige arbeiten während der Zeit des Drogenentzugs in einer Fabrik der geistlichen Gemeinschaft „Fazenda da Esperança“. Mehr als 1.000 Flaschen aus recyceltem Plastik werden in Guaratinguetá pro Tag hergestellt, mit Mineralwasser gefüllt und in der Region vertrieben.

Text und Fotos: MARIE CZERNIN

Die Befreiung von der Teufelsdroge In Guaratinguetá, auf halbem Weg zwischen den großen brasilianischen Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo, erfahren Drogensüchtige die Liebe Gottes und finden dadurch einen neuen Sinn in ihrem Leben. alle welt

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Das Thema ✜ Hoffnung Auf der Fazenda in Guaratinguetá wird Plastikmüll gesammelt (r. u.). Aus dem recycelten Müll werden Flaschen hergestellt, mit Mineralwasser gefüllt und in Kartons verpackt (r. Mitte). Die Teilnehmer am Entzugsprogramm freuen sich auf das Mittagessen (ganz r.)

Wie viele seiner

Freunde hat Marcelo jahrelang harte Drogen konsumiert. Er feierte die Nächte durch, putschte sich mit Kokain auf und landete schließlich bei einer der mörderischsten Drogen: Crack. Dieses Suchtmittel gilt als „Teufelsdroge“ und als „Droge der Armen“, denn es wird aus den Überresten der Kokainraffination leicht und billig hergestellt. Es kostet nur einen Bruchteil des Kokains und ist daher überall in Brasilien verbreitet. Marcelo hatte keinen wirklichen Grund, Drogen zu nehmen: Eine hübsche Ehefrau, zwei Kinder und ein gut bezahlter Job als Finanz-Controller bei TV Globo, dem größten staatlichen Fernsehsender Brasiliens, ermöglichten ihm ein Leben im Wohlstand. Marcelo besaß eigentlich alles, um glücklich zu sein. Und dennoch fehlte ihm etwas. Er spürte eine

mir am schnellsten die nächste Dosis?“ Die meisten „Cracker“ sterben bereits nach einem Monat an den Folgen des Drogenkonsums. „Bauernhof der Hoffnung“ Es wäre auch das sichere Ende von Marcelo gewesen, hätte er nicht durch seine Frau von der „Fazenda da Esperança“ erfahren,

P. Hans Stapel „Junge Menschen, die zur Droge greifen, spüren, dass ihnen etwas fehlt. Doch sie nehmen leider das falsche Medikament ein.“ Leere, die er mit Kokain, der beliebten Partydroge der Reichen, zu füllen begann. Eine Zeitlang suchte er nach der anstrengenden Arbeit einen Ausgleich auf nächtelangen Partys mit Kokain, dann kam der Absturz mit Crack. Er konnte sich nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren, verlor seinen Job und vernachlässigte seine Familie. Menschen, die Crack konsumieren, laufen wie Zombies durch die Straßen und haben nur eines im Sinn: „Wie beschaffe ich

einer kirchlichen Lebensgemeinschaft, in der ausgeschlossenen oder vernachlässigten Menschen, und im Besonderen auch vielen Drogensüchtigen der Neuanfang gelingt. Dieser „Bauernhof der Hoffnung“ liegt am Stadtrand von Guaratinguetá, genau auf halbem Weg zwischen Rio de Janeiro und São Paulo. „Etwa 80 Prozent der Drogensüchtigen, die ein Jahr auf unserer Fazenda verbringen, schaffen es, mit Hilfe des Gebetes und der

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Drogensucht in Brasilien Im Frühjahr 2012 kündigte die brasilianische Regierung an, mehr als 1,5 Milliarden Euro in die Drogenbekämpfung zu stecken. Denn in den zurückliegenden Jahren ist Brasilien zum weltweit größten Verbraucher von Crack und zweitgrößten von Kokain geworden. Mobile StraßenTeams, bestehend aus Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern sollen das Vertrauen der Drogenabhängigen gewinnen und sie zur Entzugstherapie überreden. Noch größere Erfolge bei der Therapie von Süchtigen als die staatlichen Projekte kann die „Fazenda da Esperança“ vorweisen.

täglichen Arbeit ein neues Leben zu beginnen, ohne rückfällig zu werden. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass mehr als 90 Prozent unserer Bewohner ehemalige Crack-Konsumenten sind“, erklärt Pater Hans Stapel, der Gründer der Fazenda, der auf portugiesisch „Frei Hans“ genannt wird. Keines der staatlich finanzierten Drogenentzugsprogramme könne diese hohe Erfolgsquote aufweisen, erzählt der Missionar aus Paderborn, der seit den 1970er Jahren in Brasilien lebt. Laut einer Studie der Universität von São Paulo ist Brasilien der weltweit größte Markt für Crack und der zweitgrößte für Kokain. Sechs Millionen Brasilianer haben demnach bereits einmal Kokain probiert, während etwa drei Millionen süchtig nach Crack sind. Durch das Leben auf der Fazenda hat sich auch Marcelos Leben innerhalb von drei Monaten völlig verändert: Die manuelle Arbeit und der Sport haben ihm neue Kräfte verliehen. Marcelo stellt sich mit neuer Motivation wieder den Herausforderungen.

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Fazenda da Esperança

Die Gründung der „Fazenda da Esperança“ geht auf den deutschen Franziskanerpater Hans Stapel und auf Nelson Giovanelli Rosendo dos Santos zurück. Gemeinsam begannen sie im Jahre 1983 sich um die Drogensüchtigen in ihrer Stadt Guaratinguetá zu kümmern. Fünf Jahre später entstand die erste Fazenda für drogensüchtige Frauen. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 70 Fazendas. Allein in Brasilien gibt es 40 Niederlassungen. Am 24. Mai 2010 wurde die „Familie der Hoffnung“ von Papst Benedikt XVI. offiziell als geistliche Gemeinschaft anerkannt.

Täglich schwimmt er einige Längen im Schwimmbad und spaziert knapp vier Kilometer zum Bauernhof in Pedrinhas, wo er beim Melken der Kühe mithilft. Dort hört er sich auch spirituelle und psychologische Vorträge über ein Leben ohne Drogen an. Die Abende verbringt Marcelo mit den anderen Mitbewohnern vor dem Allerheiligsten in der Kapelle. Hier im Gebet erfährt Marcelo die lebendige Präsenz Jesu. Wie bei den anderen geschieht auch bei Marcelo ein Heilungsprozess, der ihn innerlich verwandelt und ihn allmählich zurück ins Leben führt. Die barmherzige Liebe Gottes, die Marcelo im täglichen Gebet erfährt, das Angenommensein durch die anderen Mitbewohner trotz all seiner Schwächen, und auch die Gewissheit, diesen Weg der Rückkehr ins Leben nicht alleine gehen zu müssen, haben ihn darüber hinaus wieder sensibel gemacht für die Bedürfnisse und die Nöte der anderen. „Meine Frau ist stolz“ Heute strahlt Marcelo wieder. Er hat in seinem Leben einen neuen Sinn gefunden. Der 38-jährige Familienvater führt Tagebuch über seine Erfahrungen während der „Rekuperation“ – so nennt Frei Hans den einjährigen Entwöhnungsprozess von den Drogen – und zeigt stolz das Foto seiner Familie her: „Meine Frau und meine Kinder sind mein Ein und Alles. Sie sind meine ganze Freude“, beteuert er mit einem breiten Lächeln. Einmal im Monat, an den Besucher-Sonntagen, kommt

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Das Thema ✜ Hoffnung Marcelo (l. u. in der Mitte) spaziert in der idyllischen Berglandschaft der „Serra da Mantiqueira“ zum Bauernhof in Pedrinhas. Die „Rekuperanten“ singen in der Band (l.), arbeiten im Garten oder in der Backstube (u.).

seine Familie aus São Paulo für ein paar Stunden auf die Fazenda. Seine Frau sei stolz auf ihn und die Fortschritte, die er in den vergangenen drei Monaten gemacht hat, erklärt Marcelo, der sich schon nach der nächsten Begegnung mit seinen Kindern sehnt. In ein paar Wochen wird Marcelo von der Fazenda in Pedrinhas, wo die Drogensüchtigen in völliger Abgeschiedenheit die ersten Monate verbringen, in die Fazenda in Guaratinguetá übersiedeln und dort die restliche Zeit seines Entzugsjahres in einer Fabrikhalle arbeiten. Die Männer stellen dort aus recyceltem Plastik Möbel und Flaschen her, die sie, gefüllt mit Mineralwasser, als exklusives Getränk der Fazenda in der ganzen Region verkaufen. Der unscheinbare Anfang Der wesentliche Impuls zur Gründung der „Familie der Hoffnung“ ging, neben Frei Hans, vor allem von Nelson Giovanelli Rosendo dos Santos aus: Der gottgeweihte Laie besuchte als Jugendlicher eine Gebetsgruppe von Frei Hans. Inspiriert von den Worten

des Franziskanerpaters, jeden Tag einen Satz des Evangeliums in die Tat umzusetzen, begann er als 17-Jähriger damit, junge Drogensüchtige an einer Straßenecke von Guaratinguetá anzusprechen. Das war im Jahre 1983. „An einem Tag meditierte ich den Satz des heiligen Paulus ,Den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen‘ (Kor 9,22). Ich entschied mich, einen

Nelson Gionvanelli Rosendo dos Santos „Ich verstand auf einmal, dass ich den Schwachen gegenüber ein Schwacher werden musste, um sie retten zu können.“ der Drogensüchtigen an der Straßenecke anzusprechen und ihn zu bitten, mir zu zeigen, wie er die Armbänder, die er trägt, knüpft.“ Der Süchtige war erstaunt darüber, dass Nelson bei ihm nicht Drogen kaufen wollte, sondern sich für seine Person interessierte. Er fing an, Nelson aus seinem Leben zu erzählen, und am Ende des Gesprächs sagte er zu ihm: „Es ist das erste Mal, dass ich einem wirklichen Freund begegnet bin.“

Auf dem Heimweg verspürte Nelson eine so große Freude wie nie zuvor in seinem Leben. Daraufhin begann er, jeden Tag seinen neuen Freund an jener Straßenecke aufzusuchen und lernte so die ganze Gruppe dort kennen. Allmählich entwickelte sich zwischen ihnen eine Beziehung des Respekts und des Vertrauens. „Eines Tages kam Antônio, einer der drogensüchtigen Jugendlichen, auf mich zu und schüttete alle welt

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Das Thema ✜ Hoffnung Die Genrosso-Band aus Italien besucht die Frauen-Fazenda (r.). Die Frauen beim Heumachen (u. r.) und beim Brotbacken in der Bäckerei (ganz r.).

mir sein Herz aus. Er sagte, dass er nicht mehr so weiterleben wolle und bat mich, ihn zu mir zu nehmen“, erzählt Nelson. „Die Zeit war reif, ihm zu erklären, was mich zu meinem Handeln bewegte. Ich lud Antônio ein, mir in die Kirche zu folgen und Frei Hans und unsere Gebetsgruppe kennenzulernen.“ Antônio war bereit für diese Begegnung. So begann er, Schritt für Schritt das Evangelium zu leben. Ein Weg mit Konsequenzen „Das machte natürlich den Rest der Gruppe neugierig, und so folgte uns mit der Zeit einer nach dem anderen“, berichtet Nelson. Schließlich gelang es ihm, ein Haus für die Drogensüchtigen zu mieten. „Wir wollten dort wie die ersten christlichen Gemeinschaften leben. Für mich war dieses

Bald entstand am Stadtrand von Guaratinguetá die erste Fazenda mit mehreren Häusern. Dort leben auch heute Süchtige in Gemeinschaft und beten miteinander, während ein jeder eine Aufgabe auf der Fazenda übernimmt. Seither ist tausenden Süchtigen in den vielen Niederlassungen der Fazenda ein Ausstieg aus der Teufelsspi-

P. Hans Stapel „Nur die Liebe Gottes kann die tiefen Verwundungen in den Seelen der Drogensüchtigen heilen.“ Abenteuer ein besonderer geistlicher Weg mit unvorstellbaren Konsequenzen.“ Niemals hätte sich Nelson damals den Zulauf so vieler Drogensüchtiger im Laufe der Jahre vorstellen können. „Ich habe anfangs viel Widerstand erlebt. Aber die Erfüllung, die ich spürte, die innere Freude und auch die überzeugenden Tatsachen gaben mir die Gewissheit, dass das der Weg war, den ich gehen musste. Es war ein Plan Gottes, der sich verwirklichte.“ Und tatsächlich wirkte Gott Wunder. 18

rale gelungen. Viele der Geheilten entschließen sich, nach dem Entwöhnungsjahr noch eine Zeit als Volontäre in einer der Fazendas anzuhängen. Sie leiten Hausgemeinschaften, helfen den Neuankömmlingen, sich im neuen Umfeld zurechtzufinden, sie besuchen psychologische Kurse und lernen, ihren Glauben zu vertiefen und ihn an andere weiterzugeben. Die Frauen-Fazendas Seit 1987 gibt es neben der Männer-Fazenda am Stadtrand

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Frauen-Fazenda Deutlich mehr Männer als Frauen sind in Brasilien drogensüchtig. Dennoch gab es nach der Eröffnung der ersten Fazenda für Männer auch den Bedarf an einer Frauen-Fazenda. Luci Rosendo dos Santos und Iraci da Silva Leite begannen damit. Sie nahmen drogensüchtige Frauen in einer Wohnung in Guaratinguetá auf. „Unser Werk ist eine Familie. Sie besteht aus Männern und Frauen“, sagt Iraci. Bald kam ein zweites Haus dazu, in dem sie Aids-Kranke pflegten. Heute gibt es neben Brasilien auch in Deutschland, Mozambique und auf den Philippinen Frauen-Fazendas.

von Guaratinguetá auch eine Frauen-Fazenda, die von Nelsons Tante Luci ins Leben gerufen wurde. Seit ihrem 21. Lebensjahr widmet sie sich mit ihrer Freundin Iraci den drogensüchtigen Frauen. Auch die Frauen-Fazendas haben sich mittlerweile an mehreren Orten der Welt ausgebreitet. Tanja aus Moskau kümmert sich seit zwei Jahren als freiwillige Helferin um die Frauen. „Während meiner eigenen Entwöhnungszeit war ich vor allem damit beschäftigt, von den Drogen loszukommen und brasilianisches Portugiesisch zu lernen. Ich konnte mich daher noch nicht so sehr auf das spirituelle Angebot in der Fazenda konzentrieren“, erzählt die 28-jährige Russin. Nach ihrem Entzugsjahr kehrte sie 2009 wieder nach Moskau zurück. „Dort traf ich meinen alten Freund, der noch immer im kriminellen Drogenmilieu unterwegs war. Trotz aller Bemühungen begann ich wieder Drogen zu nehmen.“ Nach zwei Wochen stand für Tanja fest: Sie will diese Art des Lebens nicht mehr führen. Tanja trennte sich von ihrem

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Das Thema ✜ Hoffnung

Freund und fand in Moskau eine Anstellung als Sekretärin. „Ich verdiente viel Geld und bekam bald vier weitere Angebote. Doch ich merkte, dass mich die Arbeit nicht mehr ausfüllte. Ich sehnte

mich nach der Fazenda und den Menschen in Brasilien. Also kehrte ich wieder dorthin zurück.“ Seither hat Tanja ihren Frieden wiedergefunden. Sie freut sich besonders über die spirituelle Vertie-

Die „Rekuperanten“ treffen sich am Abend zur Anbetung in der Kapelle (r.). Papst Benedikt XVI. besuchte 2007 die in der „Serra da Mantiqueira“ gelegene zweite Fazenda (r.).

fung: „Ich lerne viel über den Glauben und erlebe eine Liebe, die alles übersteigt. Hoffentlich kann ich diese Erfahrung den Menschen in Russland weitergeben.“ In einem Monat fährt Tanja nach Moskau zurück. Ihren Ex-Freund wird sie nicht mehr treffen, aber sie will sich in Zukunft für diejenigen einsetzen, die zur Droge greifen. Ein bewegter Papst Papst Benedikt XVI. besuchte im Jahr 2007 auf seiner Brasilienreise die „Fazenda da Esperança“. Die Begegnung mit den vielen geheilten Jugendlichen und jenen, die noch auf Entzugskur waren, bewegte ihn sichtlich. Die Verantwortlichen der Fazenda sollen „Botschafter der Hoffnung“ sein und die Liebe Gottes in die Welt hinaustragen, unterstrich der Papst damals. „Seit dem Besuch von Papst Benedikt haben sich unsere ,Bauernhöfe der Hoffnung‘ in Brasilien verdoppelt und auch in vielen Teilen der Welt ausgebreitet,“ erzählt Frei Hans. Heute gibt es mehr als 70 Fazendas weltweit, allein in Brasilien sind es mehr als 40. ✜ 20 alle welt

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Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007:

Papst Benedikt XVI. besuchte am 12. Mai 2007 die „Fazenda da Esperança“ in Pedrinhas. Pater Hans Stapel begrüßte den Papst auf der Anhöhe der „Serra da Mantiqueira“ mit den Worten: „Heiliger Vater, wir sind tief beeindruckt von Ihrer Entscheidung, die Ausgeschlossenen und Vernachlässigten der Gesellschaft zu besuchen.“ Sein Zwillingsbruder Paul, ebenfalls Priester und Leiter zweier Fazendas in Deutschland und in vielen anderen Ländern der Welt, war zu diesem Anlass auch nach Brasilien gekommen. Am Ende fand noch eine Begegnung mit dem Präsidenten des Kindermissionswerkes statt.

Worte Papst Benedikt XVI. „In einem gewissen Augenblick des Lebens kommt Jesus und klopft leise an, tief im Innern der wohl geneigten Herzen. In eurem Fall hat er das durch einen Freund oder Priester getan, oder vielleicht auch durch eine Reihe von Fügungen, um euch verstehen zu lassen, dass ihr Gegenstand der Liebe Gottes seid. Durch die Institution, die Euch Aufnahme gewährt, hat der Herr euch diese Erfahrung der körperlichen und geistlichen Regeneration möglich gemacht, die für euch und eure Familienangehörigen lebenswichtig ist. (...) Ihr müsst Botschafter der Hoffnung sein! Brasilien hat eine der markantesten Statistiken im Hinblick auf die Abhängigkeit von Drogen (...). Daher fordere ich die Drogenhändler auf, über das Böse nachzudenken, das sie zahlreichen Jugendlichen und Erwachsenen aller sozialer Schichten zufügen: Gott wird sie für das, was sie getan haben, zur Rechenschaft ziehen. Die menschliche Würde darf nicht auf diese Weise mit Füßen getreten werden.“ ✜

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Foto: Ernst Zerche 22_23_Kraft_Stille1.indd 2

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Kraft ✜ der Stille

Segen

Vater, du weißt, was wir brauchen! Dreimal am Tag eine Schüssel Reis, nicht viel, aber sie ist notwendig. Segne den Boden, damit die Pflanze wachsen kann, segne die Reispflanze und jedes einzelne Korn. Lass uns die Nahrung mit Dankbarkeit genießen und schenke uns den Geist des Teilens, damit niemand hungern muss. Du lässt das Gras wachsen und die Blume des Feldes. Du schickst die Sonne, den Regen und den Wind. Schenke uns unseren täglichen Reis, damit wir leben können zu deinem Lob und zu deiner Ehre! (Verfasser und Ort unbekannt)

Quelle: Sonne der Gerechtigkeit. Gebete zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Hrsg.: Missio, Aachen 1994, S. 62

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✜ Reisenotizen

Notiert von STEFAN BEIG

Bangkok

könnte Schauplatz eines ScienceFiction-Films sein. Krasse Gegensätze prallen in der Hauptstadt des Königreiches Thailand aufeinander. Neben den mehr als 400 buddhistischen Tempelanlagen ragen modernste und originelle Wolkenkratzer in den Himmel. Der Chao Phraya ist Ihnen zu Füßen befinden sich Slums, einer der größten Flüsse Thailands. An in denen überwiegend Migranten leben.

seinen Ufern sollen im 18. Jahrhundert noch Krokodile und Affen gehaust haben.

Factbox THAILAND Bevölkerung: Thailand hat

BANGKOK In der Kleinstadt Thonburi liegt der Ursprung Bangkoks, die 1772 zur neuen Hauptstadt des Königreiches wurde. Der offizielle Name der Stadt lautet in seiner Kurzform Krung Thep – das heißt „Stadt der Engel“. Diese Bezeichnung ist bis heute unter der Bevölkerung weit verbreitet und am geläufigsten.

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Das ehemalige „Venedig des Fernen Ostens“ Nur einzelne Wasserwege lassen heute noch erahnen, dass Bangkok einst als „Venedig des Ostens“ galt. Anfangs war die Stadt von einem dichten Netz von Kanälen – genannt Khlongs – durchzogen, auf denen sich der Verkehr großteils abspielte. Selbst die Märkte befanden sich auf dem Wasser. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die meisten Khlongs zugeschüttet, um Raum für den stetig wachsenden Straßenverkehr zu schaffen. Wem der stickige Straßenverkehr aber zu viel wird, der kann heute noch auf den breiten Fluss Chao Phraya ausweichen, wo Schnellboote und Fähren wie eh und je hin- und herpendeln.

Was man immer dabeihaben sollte: EINEN MINI-VENTILATOR

Bangkok liegt in der Nähe des Äquators. Dementsprechend heiß und schwül ist es. Auch in der Nacht kühlt es nicht merklich ab. Ein kleiner tragbarer Ventilator macht die drückende Hitze erträglicher. Wer zwischen Mai und Oktober die Stadt besichtigt, sollte darüber hinaus auch einen Regenschirm mitnehmen, denn es ist gerade Hauptregenzeit. ✜

Fotos: Stefan Beig, istockphoto

69,5 Millionen Einwohner. 75 Prozent davon gehören dem Volk der Thai an, 15 Prozent sind Chinesen und vier Prozent Malaien, die sich zum Islam bekennen. Die dominierende Religion des Landes ist der Buddhismus. Fläche: 513.115 km² Währung: Baht Politik: Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie. König Bhumibol Adulyadej regiert seit 1946. Er ist damit das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt und mit einem geschätzten Vermögen von 35 Milliarden Dollar der reichste Monarch weltweit.

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BANGKOK

Mit dem Dreirad durchs Verkehrschaos Ein charakteristisches Merkmal von Bangkoks chronisch verstopften Straßen sind die Tuk-Tuks – dreirädrige Gefährte mit Dach. Bis zu zwei Fahrgäste haben hinten Platz. Da Tuk-Tuks kein Taxameter besitzen, muss der Fahrpreis vor der Fahrt ausgehandelt werden. Die Anfangs verlangten Preise übertreffen meist den tatsächlich verhandelbaren Fahrpreis für ein Taxi um ein vielfaches. Zunehmend werden die Tuk-Tuks von den klimatisierten Taxis verdrängt.

Die dreirädrigen motorisierten Gefährte namens Tuk-Tuks (u.) fl itzen in ganz Bangkok herum.

eine en d il b r se u ä h h oc H en n er „Die mod en d in h oc D e. n li y Sk e d en b u atembera .“ t u rm A l ie v f u a n a m t öß Gassen st

Im Schatten des Bürgerkriegs nebenan Die Militärdiktatur und der Bürgerkrieg im benachbarten Myanmar sorgten jahrzehntelang für einen Flüchtlingsstrom nach Thailand. Geschätzte 150.000 Flüchtlinge leben zurzeit in den Flüchtlingslagern von Thailand, die Zahl der illegalen Flüchtlinge außerhalb der Lager ist unbekannt. Die Flüchtlinge aus Myanmar stehen somit vor der Wahl, ob sie jahrelang ohne Zukunftsperspektive in den Lagern leben, oder ohne Schutz vor Abschiebung außerhalb der Lager.

Der buddhistische Mönch Phra Tay Jae (u.) ist aus Myanmar geflohen. Gemeinsam mit dem Ordensbruder John Beeching kümmert er sich um andere Flüchtlinge in Thailand.

Missionar hilft Flüchtlingen aus Myanmar Wat Prok ist ein buddhistischer Tempel in Bangkok, in dem Flüchtlinge aus Myanmar Unterschlupf gefunden haben. Sie gehören der Minderheit der Mon an, die jahrzehntelang von der Militärdiktatur unterdrückt worden sind. Viele Kinder sind darunter und auch einige buddhistische Mönche. John Beeching vom Maryknoll-Missionsorden betreut gemeinsam mit dem buddhistischen Mönch Phra Tay Jae die Flüchtlinge. John Beeching lebt seit 1990 in Thailand. Er wurde von den Mönchen gebeten, den Flüchtlingen Englisch beizubringen und sie in der Klinik zu unterstützen. Mit Phra Tay Jae ist er seit vielen Jahren befreundet.

„In Bangkok gehe ich in Gemeinschaft mit jungen Leuten ins Gefängnis, zu Aids-Kranken und zu Flüchtlingen, denen wir so das Reich Gottes näherbringen.“ John Beeching, Ordensbruder des Maryknoll-Missionsordens alle welt

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Das ON MISSION Magazin für Kinder. Vier lustige Comic-Charaktere zeigen interessante Einblicke in das Leben der Kinder in Myanmar und präsentieren den jungen Lesern ein positives Bild von Weltkirche und authentisch gelebtem Glauben. Für Gruppenund Schulstunden geeignet. Unkostenbeitrag: 2,50 Euro

ON MISSION 2012/1 3

ON MISSION Magazin

Myanmar

ON MISSION im Auftrag von

r a m Myan 

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Expeditionsbuc h 2013/2014

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Expeditionsbuch 2013/2014 Im geheimnisvollen Land der goldenen Pagoden hilft die Kirche den Armen. Wir wollen es besuchen. Komm mit!

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alle welt 04 2013 Vorschau  

Das Magazin von Missio Österreich

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