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Brasilien - Rebouças Juli 2011 Liebe Pateneltern und Freunde, es ist kaum zu glauben, dass die Hälfte des Jahres schon wieder vorüber ist. Es kommt uns so vor, als hätten wir gerade erst Weihnachten gefeiert! Und doch ist schon viel passiert in den letzen sechs Monaten. Wir möchten euch ein wenig davon berichten. Das Jahr hat mit Veränderungen begonnen. Wie im letzten Brief berichetet wurde, mussten Ina und Willi Grabowski aufgrund von Visumproblemen zurück nach Deutschland gehen. Ende Januar kamen wir nach Reboucas. Wir möchten uns ganz kurz vorstellen.Wir sind Elsa und Rubèn Farìas. Rubèn ist Paragayer und hat bisher in Paraguays Hauptstadt Asuncion gelebt. Er hat in einer internationalen Firma in der Verwaltung gearbeitet. Elsa kommt aus Neuwied in Deutschland und hat 5 Jahre lang in der Kindertagesstätte in Imbituva, Brasilien gearbeitet (ca. 50 km von Rebouҫas entfernt). Wir haben letztes Jahr geheiratet und wohnten zuerst in Paraguay, bis Gott uns nach Rebouҫas rief. Inzwischen haben wir uns schon recht gut eingelebt und die Arbeit macht uns viel Freude. Wie jedes Jahr, begann auch dieses mit der Neuanmeldung der Kinder. Viele sind in die Schule gekommen, manche wollten nicht mehr zur Tageststätte (in portugiesisch Creche) kommen, so dass die Kinder der Warteliste nachrutschen konnten. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal auch ältere Kinder. Einige der 6 jährigen Kinder wollten so gerne noch bleiben. Wir fanden eine Möglichkeit sie noch ein Jahr länger in der Creche zu lassen. Ausserden haben wir die Kinderzahl erhöht, weil die Warteliste so lang war. Wir haben jetzt 65 Kinder im Alter von 3-8 Jahren. Die neuen Kinder wurden alle zu hause besucht um sie und ihre Familien kennen zu lernen. Manche Kinder möchten gerne in die Creche aber wenn sie dann wirklich da sind vermissen sie ihre Mami so sehr, dass sie dann nach einigen Wochen wieder abspringen. So dauert es immer einige Monate, bis wirklich fest steht wer kommt und bleibt. Inzwischen haben sich alle Kinder gut eingelebt und sie kommen alle sehr gerne in die Creche. Wir freuen uns immer, wenn wir die Möglichkeit haben den Kindern etwas besonderes bieten zu können. Aufgrund der Armut ist es ihren Eltern nicht möglich. So ist es schön, wenn wir das manchmal können. Dafür eignen sich Geburtstage besonders gut. Alle 2 Monate machen wir ein grosses Geburtstagsfest für die Kinder. Manchmal leihen wir ein Trampolin aus, das ist ein ganz besonderer Höhepunkt. Beim letzen Fest gab es ausserdem noch einen „Zuckerwattemann“, der den ganzen Tag lang Zuckerwatte gemacht hat. Die Kinder waren total begeistert. Die Geburtstagskinder bekommen auch ein kleines Geschenk. Für die meisten das einzige Geburtstagsgeschenk dass sie erhalten. Es ist eine Freude zu sehen wie ihre Augen leuchten, auch wenn es nur ein paar Murmeln oder Haarspängchen sind.


Zum Osterfest bereiteten die Kinder ein kleines Theaterstück vor: „Der Traum der drei Bäume“. Es ist eine Geschichte, die zeigt dass Gott unser Leben lenkt. Oft haben wir andere Träume als er, aber im Rückblick werden wir feststellen, dass seine Träume die besseren sind . Fast alle Eltern kamen zur Feier, die inm Gemeindehaus statt fand. Es waren über 100 Personen da. Nur wenige der Eltern besuchen sonst Gottesdienste, so war es besonders schön, dass sie am Osterfest eine klare Botschaft hörten. Es hat allen sehr gut gefallen, und einige der Eltern kommen seitdem hin und wieder zum Gottesdienst am Sonntag. Die Kinder erhielten ein Osternest mit einigen Süssigkeiten und auch die Geschwisterkinder bekamen Schokolade geschenkt. Da Schokolade hier in Brasilien ziemlich teuer ist, gibt es sie nur zu besonderen Anlässen. Wie jedes Jahr an Muttertag, luden wir die Mütter zu einem speziellem Kaffeetrinken ein. Fast die Hälfte der Mütter folgte der Einladung und wir verbrachten einen gesegneten Nachmittag zusammen. Wir sprachen darüber, dass Gottes Liebe doch sehr der bedingungslosen Liebe einer Mutter gleicht. Unser Wunsch ist es, dass die Creche nicht nur die für die Kinder da ist, sondern auch zum Segen für ihre Eltern wird. Im August wird in Brasilien der Vatertag gefeiert, dann möchten wir die Väter zu einem besonderen „Väternachmittag“ einladen. Bitte betet mit uns, dass die Eltern der Kinder Gott kennen lernen. Der Winter ist dieses Jahr sehr früh gekommen und er ist aussergewöhnlich kalt. Nachts wird es bis zu -4 Grad kalt, und die Häuser haben keine Heizungen. Nachmittags wird es dann bis zu 25 Grad warm und sobald die Sonne untergeht, wird es kalt. Bei diesen grossen Temperaturschwankungen hat man schnell eine Erkältung. Hier wachsen viele Zitronen und Orangenbäume, die jetzt Früchte tragen. In der Creche gibt es jeden Tag frischgepressten Zitronen oder Orangensaft, damit die Kinder viel Vitamin C erhalten. Aber trotzdem sind viele Kinder krank, vor allem mit Husten. Bitte betet für die Kinder, dass sie gesund bleiben und sie keine Lungenentzündungen bekommen, denn das geht hier ganz schnell. Ausserdem haben dieses Jahr viele Kinder Probleme mit Magen-Darm-Krankheiten. Die ärztliche Versorgung ist leider nicht sehr gut. Vielen Dank liebe Pateneltern für eure Gebete und eure finanzielle Unterstützung. Ihr seid im Leben dieser Kinder ein grosser Segen. Wir wünschen euch weiterhin viel Freude an eurem Patenkind und Gottes reichen Segen.

Aus dem kalten Brasilien schicken wir herzliche Grüsse ins sonnige Deutschland

Eure Elsa & Rubèn Farìas

Konktaktadresse: Obra Missionària Mensagem da Paz, Elsa und Rubèn Farìas, Rua Armado Costa 1119, 84550-000 Reboucas, Paraná-Brasil Tel. 0055-42-3457-1803 oder 0055-42-3457-2610, email: ekrahn@to-all-nations.de Kontaktmission: “to all nations” Kontonummer 50 313 303 BLZ 370 502 99 Kreissparkasse Köln, Bitte Verwendungszweck angeben: Projekt 3104

Juli 2011 - Rundbrief Rebouças  
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