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Winter 2016/2017

Casa Girasol Infoblatt Neuigkeiten von unserem Engagement fĂźr Strassenkinder in Honduras, Mittelamerika

Infos, Bilder und Tagebuch: www.casagirasol.ch ISSN 2235-3666


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Das Wichtigste in Kürze

Eckdaten zu Casa Girasol Der Förderverein Casa Girasol wurde 2006 gegründet und ist in der Schweiz wie auch in Honduras als gemeinnützig anerkannt. Spenden an Casa Girasol sind in der Schweiz zu 100% steuerabzugsberechtigt. Wir organisieren in Honduras, Mittelamerika, Camps für Strassenkinder, sind Partner des Kinderheims Diamante, in dem wir 100 Kinder betreuen und realisieren an jedem Tag der Woche Kinderprogramme in verschiedenen Kinderheimen.

Unser Ziel: Den Strassenkindern von Honduras auf christlicher Basis Hoffnung, Liebe und ein neues Zuhause zu schenken und ihr Leben dank Ausbildung nachhaltig zu verbessern.


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Was Sie erwartet

Ihre Unterstützung

Ihre Ansprechpartner

Inhaltsverzeichnis

Spendenkonto

Wir sind für Sie da!

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Postkonto: 85-462791-4 Förderverein Casa Girasol, 8586 Erlen IBAN CH24 0900 0000 8546 2791 4 BIC POFICHBEXXX

Förderverein Casa Girasol Traubenquartier 2 8586 Erlen Schweiz Telefon: +41 71 648 26 71 info@casagirasol.ch www.casagirasol.ch

Grusswort Campwoche zum Thema Esther Erlebnisbericht Viva! Camp von Michelle Eichenberger Spielnachmittage CREA Zirkus-Workshops CREA Kindernachmittage San Miguel Wandbild Kinderheim Diamante Wohnhaus-Umbau Diamante Kurzeinsätze Interview mit Bettina Braun Teilnehmerin Basis-Einsatz Aktuelle Spendenideen Ihr Darlehen an Casa Girasol Casa Girasol im Internet

Institut (fürs Ausland): Swiss Post – PostFinance, Nordring 8, 3030 Bern, Schweiz (Bitte gewünschten Verwendungszweck und bei Auslandüberweisungen Ihre Adresse angeben.) Die Informationen zu unserem EURO-Konto und die Option „Spenden per Kreditkarte“ finden Sie auf unserer Webseite www.casagirasol.ch.

Präsidentin: Monika Blum monika@casagirasol.ch Gesamtleiter: Alexander Blum alexander@casagirasol.ch Whatsapp: +504 3339 55 43 Aktuarin: Marina Martin-Vaccaro marina.martin-vaccaro@bluewin.ch


4 Persönliches Grusswort

Die Not motivierte uns zur Veränderung Die letzten Monate waren für uns etwas ganz Besonderes! Wir feierten ein Jahr lang unser 10-jähriges Jubiläum, kämpften mit finanziellen Schwierigkeiten und richteten unsere Arbeit neu aus. Wir sind bereit fürs kommende Jahr und voller Tatendrang. Es geht noch mehr, davon sind wir überzeugt! Im Jubiläumsjahr erschien unser Logo mit dem Zusatz „10 tolle Jahre!“. Immer wieder hat mich das daran erinnert, was alles bereits hinter uns liegt und welche Erfolge wir in der ersten Dekade verbuchen konnten. Es tut gut, zwischendurch einfach mal zurück zu lehnen und die letzten Jahre Revue passieren zu lassen. Da gab es so viele tolle Momente und tausend Gründe, unseren Spendern, Mitarbeitern und

Gott von Herzen dankbar zu sein! Ohne sie hätten wir das alles nicht geschafft und Casa Girasol wäre nicht das, was es heute ist. Unser Jubiläumsjahr hatte stürmisch begonnen und während des ganzen Jahres war das Geld zu knapp. Leider hatten die tieferen Spendeneinnahmen auch zur Folge, dass wir gute Mitarbeiter entlassen mussten. Wir mussten unsere Aktivitäten den veränderten Umständen anpassen und uns fragen, wie es weitergeht.

In diesem Infoblatt erfahren Sie, dass wir einen neuen Arbeitsbereich – die Kinderprogramme – gestartet haben, die Campwochen reduzierten und mit dem Basis-Einsatz eine völlig neue Möglichkeit schafften, um direkt vor Ort mitzuarbeiten.

„Not motiviert zur Veränderung! Dieser Chance wurden wir uns bewusst. Statt Trübsal zu blasen, haben wir uns hingesetzt und unsere Arbeit neu definiert.“

Stolz können wir heute verkünden, dass wir mit weniger Kosten wöchentlich mehr Kinder betreuen. Zudem ist unsere Arbeit noch nachhaltiger geworden. Wir haben nach 10 Jahren neue Schritte gewagt und Altlasten abgelegt – darüber freuen wir uns!


5 Die Gewitterwolken am Horizont haben sich noch nicht ganz verzogen und wir hoffen auf das eine oder andere finanzielle Wunder zu Weihnachten. Hoffentlich helfen Sie uns mit einer Spende, den fehlenden Betrag von CHF 63‘000.– zu decken, um das Jubiläumsjahr schuldenfrei beenden zu können. Für mich persönlich war der Druck dieses Jahr so hoch wie noch nie und die Zeit arbeitsintensiv und stressig. Doch ich bin mir sicher: Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und sind bereit für die nächsten zehn Jahre. Nicht zuletzt auch darum erscheint das Infoblatt erstmals in neuem Gewand.

„Danke für all Ihre Unterstützung, Ihre Gebete und Ihre Mitarbeit. Unser Weg ist noch lange nicht zu Ende und die Not der Strassenkinder in Honduras ist gross. Es gibt noch viel zu tun!“ Es grüsst Sie Alexander Blum, Gesamtleiter alexander@casagirasol..ch


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Übersicht Campwochen Projektname: Camps für Strassenkinder Zusammenarbeit mit: Verschiedenen Heimen Zielgruppe: 20 Kinder oder Jugendliche pro Camp, Strassenkinder, Suchtkranke, Missbrauchte und Traumatisierte Inhalte: Workshops, Sport, Spiele, Gruppenspiele, Handarbeit, Pool, Theater, Inputs Ziele: Für die Kinder da sein, ihnen Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe schenken. Auf Gottes Plan für ihr Leben hinweisen. Verantwortung: Alexander Blum und Team Budget: CHF 2000.– pro Camp


7 Camp im Campamento Girasol

Esther wird Königin und rettet ihr Volk Im Oktober 2016 luden wir 20 Mädchen aus einem befreundeten Kinderheim zu einer Campwoche ins Campamento Girasol ein. In dieser Woche drehte sich alles um die (innere) Schönheit und Gottes Plan für unser Leben. In der biblischen Geschichte sucht der König Ahasveros seine zukünftige Gemahlin und wird von Esthers Schönheit verzaubert. Gott hatte Grosses mit Esther vor und rettete durch sie das jüdische Volk vor dem drohenden Untergang. Für unsere acht Volontäre aus der Schweiz und aus Deutschland war es schnell klar, dass sie die Geschichte von Esther als Überthema für das Camp wählen wollten und sie haben damit

eine ausgezeichnete Wahl getroffen. In vielen kleinen Theaterstücken wurde die Geschichte aus dem Alten Testament erzählt. In den Inputs behandelten sie Themen wie „Schönheit und Gottes Wahrheiten über dein Leben“, „Gottes Plan mit dir“, „Triff Entscheidungen“ oder „Vertraue auf Gott“.

In den Workshops wurde fleissig gebacken, getanzt, Schmuck hergestellt und ein persönlicher Spiegel gestaltet. Zum Nachmittagsprogramm gehörten Spiele, Sport, Schönheitsmasken und ausgiebiges Baden in unserem Pool. Wie in der Bibel luden wir zum Abschluss zum grossen Purim-Fest ein und feierten, wie Gott

Esther brauchte, um sein Volk zu segnen. Auch dieser bunte Abend war ein Highlight! Eine Campwoche für 20 Kinder verursacht Kosten für Liegenschaft, Löhne, Lebensmittel und Materialien von ca. CHF 2000.–. Da wir unser Personal reduzieren mussten, finden die Campwochen weniger häufig und immer dann statt, wenn ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Wir greifen dann jeweils temporär auf zusätzliches Personal zurück, um die Kinder wie gewohnt intensiv und persönlich betreuen zu können.


8 Einsatzbericht von Michelle Eichenberger

„Es kommt darauf an, was man daraus macht.“ Michelle Eichenberger war als Volontärin drei Wochen in Honduras und hat an einem Viva! Camp teilgenommen. Sie half mit, die Oktober-Campwoche mit 20 Mädchen vorzubereiten und durchzuführen. Michelle hat für uns einen kurzen Bericht geschrieben. Die erste Woche des 3-wöchigen Hondurasaufenthaltes verging wie im Flug. Wir, die Teilnehmer des Viva!-Camps, bekamen viele verschiedene Eindrücke. Die ersten bereits während der Fahrt vom Flughafen zum Campamento Girasol, bei der einige von uns zusammen mit den Koffern auf der Ablagefläche des Pick-Ups fahren durften. Zum ersten Mal sahen und erlebten wir die Hauptstadt Tegucigalpa und lernten den honduranischen Fahrstil kennen. Im Casa Girasol angekommen, schliefen wir unse-

ren Jetlag aus, doch bald schon wurde kräftig gearbeitet und mit der Machete rasengemäht. Ausserdem besuchten wir einen, für schweizerische Verhältnisse, riesigen Supermarkt und einen honduranischen Markt. Natürlich wurde auch viel für die Lagerwoche mit den Kindern vorbereitet. Was mich persönlich aber am meisten beeindruckte, waren die Besuche in zwei verschiedenen Kinderheimen. Das erste Kinderheim, das wir besuchten, war das CREA. Dort durfte ich ein Kinderprogramm, das von zwei Volontärinnen und zwei Angestellten des Casa Girasol durchgeführt wurde, begleiten. Wir spielten fast den ganzen Nachmittag Fussball und die Kinder und Jugendlichen hatten grossen Spass dabei.

Mir wurde bewusst, wie wenig Kinder eigentlich benötigen, um sich zu beschäftigen. Das Gleiche faszinierte mich auch bei unserem Besuch im Kinderheim Diamante, wo eine ganze Schar Jungen um ein paar Murmeln versammelt war und mit ihnen spielte. Es kommt nicht darauf an, was man hat, sondern was man daraus macht!


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Was ebenfalls positiv auffiel, war die Struktur des Kinderheimes Diamante, wo die Kinder nicht nur in die Schule gehen, sondern in verschiedenen Werkstätten auch noch das handwerkliche Arbeiten erlernen. Die erste Woche wurde mit zwei schönen Ausflügen an den Pazifik und in ein koloniales Dörfchen abgerundet. Während diesen Ausflügen durften wir weitere schöne Seiten von Honduras kennenlernen. Am Montagmorgen der zweiten Woche waren alle Leiter des Camps noch damit beschäftigt, letzte Vorbereitungen zu treffen. Die Freude war gross, als die 20 Mädchen aus dem Kinderheim CREA eintrafen. Mit einem ersten Theater wurden die Kinder in die biblische Geschichte

von Esther eingeführt. Am Nachmittag wurden Spiele gespielt und ausgelassen im Pool geplanscht. Am Dienstag wie auch an den anderen Morgen wurden verschiedene Workshops durchgeführt, in denen die Kinder kreativ sein konnten. Zudem waren wir sportlich sehr aktiv. Mit vielen verschiedenen Aktivitäten, Andachten und Gesprächen ging die Woche rasch vorbei. Diese Zeit bleibt in sehr guter Erinnerung, vor allem wegen der schönen Momente, die ich zusammen mit den wunderbaren Mädchen

verbringen durfte. Auch wenn es einige Sprachbarrieren gab, hatten wir beim Spielen, Backen, Schwimmen oder dem gemeinsamen Lernen neuer Dinge einen grossen Spass. Die schönsten Eindrücke des Camps waren die Herzlichkeit, Offenheit und Freude der Mädchen. Sie werden noch lange in Erinnerung bleiben. Michelle Eichenberger


10 Kinderprogramme

Spielnachmittage im Kinderheim mit kleinen Jungs Im September besuchten wir zum ersten Mal das Kinderheim für kleine Jungen der Organisation CREA. Seither dürfen wir jeden Mittwoch dafür sorgen, den Heimalltag bunter zu gestalten und ein Leuchten in die Kinderaugen zu zaubern. Die in vielen Ländern Lateinamerikas tätige Organisation CREA wandte sich mit ihrem Anliegen an uns. Sie fragten, ob wir sie bei der Betreuung der Kinder unterstützen und unsere Erfahrungen mit ihnen teilen könnten. Gerne haben wir zugesagt und besuchen seither das Kinderheim mit zwölf Buben zwischen sechs und zwölf Jahren einmal wöchentlich. Die Heime von CREA leiden an finanziellen und personellen Engpässen. Oft betreut nur

ein Erwachsener alle Kinder. Da bleibt kaum Zeit für Beschäftigung, Spiel und Therapie. Im Rahmen unserer Kinderprogramme springen wir in die Lücke und organisieren abwechslungsreiche Aktivitäten für die Kinder. Wir fördern sie, stärken ihr Selbstbewusstsein und ihre Sozialkompetenz und lassen sie spannende, lustige, kreative und bewegungsintensive Stunden erleben.

„Unser Team besucht das Kinderheim und sorgt für bunte Momente und fröhliches Kinderlachen inmitten eines manchmal gar eintönigen Heimalltages“. Die Kinder lieben diese Nachmittage und erwarten unsere Mitarbeiter mit grosser Vorfreude.


11 Es braucht nicht viel, um ein Kind zu stimulieren und zu motivieren: Ein tolles Team, ein paar gute Ideen, Spiele, Bastelmaterialien und einige Bälle reichen aus, um einen kindergerechten Nachmittag durchzuführen.

„Nebst dem Spass steht auch immer eine Botschaft im Mittelpunkt der Aktivitäten. Spielerisch sollen Werte vermittelt oder biblische Geschichten thematisiert werden.“ Die Nachmittage sind Teil des neu geschaffenen Arbeitsbereiches Kinderprogramme und sind zeitlich unbegrenzt. Für uns ist es eine grosse Chance, die Kinder langfristig zu betreuen und ihre persönliche Entwicklung zu prägen. Mit der Zeit wachsen die Beziehungen und wir werden zu Vertrauenspersonen, die die Heranwachsenden so dringend brauchen. Wir können Gottes Liebe ganz praktisch weitergeben und nachhaltig helfen, Leben positiv zu verändern. Gleichzeitig unterstützen wir das Engagement

einer erfahrenen Partnerorganisation und helfen dort, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie es, auch diesen Arbeitsbereich zu finanzieren, bei dem Lohn-, Transport- und Materialkosten anfallen. Ein Nachmittag für alle Kinder kostet nur CHF 100.–. Ein kleiner Beitrag, der grosse Wirkung hat! (Vermerk „Spielnachmittage“).

Übersicht Spielnachmittage Projektname: Spielnachmittage Zusammenarbeit mit: Hogares CREA Zielgruppe: 10-15 Kinder von sechs bis zwölf Jahren, Kinder aus armen Verhältnissen, Waisen, Strassenkinder Inhalte: Spiele, Sport, Basteln, biblische Geschichten Ziele: Vermittlung von Werten und biblischen Geschichten, Stimulation und Motivation, Beziehungsarbeit Verantwortung: Danilo Sanchez Budget: CHF 100.– pro Nachmittag


12 Kinderprogramme

Zirkus-Workshops mit jugendlichen Heimkindern Seit diesem Herbst heisst es: Manege frei! Im Rahmen der Kinderprogramme organisieren wir einmal wöchentlich einen Zirkus-Workshop mit 23 Jugendlichen ab 13 Jahren im Jugendlichen-Heim von CREA.

„Die Zirkus-Welt ist eine ganz besondere! Sie lädt zum Träumen und Staunen ein und beflügelt unsere Fantasie. Dank unserer Mitarbeiter können wir diese faszinierende Welt zu den Jugendlichen ins CREA bringen, die dort eine Drogenrehabilitation absolvieren.“ Auch dieses Heim besuchen wir wöchentlich und veranstalten Workshops zu den Themen: Theater, Akrobatik, Jonglieren, Stelzenlaufen

und rhythmisches Musizieren. Die Kinder lernen nicht nur all diese Fertigkeiten, sondern stellen auch sämtliche benötigten Utensilien gleich selbst her. Dank unseres erfahrenen Mitarbeiters Neil Ramirez verfügen wir über das artistische Know-How und können den Kindern dieses einzigartige Wissen vermitteln. Kunst hat ein unglaubliches therapeutisches Potenzial. Sie stärkt die Fähigkeiten, sich auszudrücken, an sich selbst zu glauben und Grenzen zu überwinden. Dadurch fördern wir die Persönlichkeiten der Jugendlichen und leisten einen Beitrag, damit sie ihre Therapie erfolgreich fortführen und zu Ende bringen können. Dank der Regelmässigkeit der Workshops haben wir auch bei diesem Kinderprogramm die Möglichkeit, eine langfristige Beziehung


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mit den Jugendlichen aufzubauen und können Werte gezielt vorleben und praktizieren. Die Zirkus-Workshops sind ebenfalls kostengünstig. Pro Kind kosten sie gerade mal CHF 8.– pro Nachmittag, wobei Personalkosten und Utensilien bereits inbegriffen sind. Nebst den Workshops wäre es auch schön, mit den Jugendlichen ab und zu einen Zirkus oder einen anderen kulturellen Anlass besuchen zu können. (Vermerk: „Zirkus-Workshop“).

„Mit suchtkranken Jugendlichen zu arbeiten ist eine besondere Herausforderung! Unser Ziel ist es, dass sie neue Strategien entwickeln, um ihre Probleme zu bewältigen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen.“

Übersicht Zirkus-Workshops Projektname: Zirkus-Workshops Zusammenarbeit mit: Hogares CREA Zielgruppe: 20-25 Jugendliche ab 13 Jahren mit Suchtproblemen, Strassenkinder, ehemalige Bandenmitglieder Inhalte: Workshops (Jonglieren, Einradfahren, Theaterspielen, Stelzenlaufen) Ziele: Förderung von Selbstvertrauen, Sozialkompetenz und Kreativität, Vermittlung von Werten Verantwortung: Neil Ramirez Budget: CHF 200.– pro Nachmittag


14 Kinderprogramme

Kindernachmittage Colonia San Miguel Arcangel In unmittelbarer Nähe zum Campamento Girasol befindet sich das Dörfchen San Miguel Arcangel. Aus Dankbarkeit für eine stets positive Nachbarschaft und im Blick auf die vorherrschende Armut haben wir auch dort ein Kinderprogramm ins Leben gerufen. San Miguel ist eine der vielen Wohnsiedlungen, die seit 1998 nach dem verheerenden Wirbelsturm Mitch in der Umgebung von Tegucigalpa entstanden sind. Mittellose und obdachlose Familien sollten ein neues Zuhause erhalten. Doch wie so oft in der Entwicklungshilfe fehlte es an einer langfristigen Strategie und die Wohnsiedlung wandelte sich zu einer Armensiedlung. Zwar erhielten tausende Menschen ein neues Zuhause, aber Arbeit gibt es dort keine. Es herrscht somit Armut und Aussichtslosigkeit.

Eine der wenigen Einrichtungen, aus der Gutes hervorgeht, ist die örtliche evangelische Kirche. Deshalb haben wir den Kontakt mit dem Pastor gesucht und ihn schnell für unser Anliegen gewinnen können. Die Kirchgemeinde stellt uns jeden Mittwoch die Kirche zur Verfügung und wir organisieren einen Kindernachmittag für 20 bis 25 Kinder aus dem Dorf.

„Wir sehen die Kindernachmittage als Präventionsarbeit. In der armen Wohnsiedlung laufen die Kinder Gefahr, zu verwahrlosen oder in die Fänge von Jugendbanden zu geraten, wodurch ein schrecklicher Teufelskreis seinen Anfang nehmen würde.“


15 Unter der Leitung von Danilo Sanchez und Neil Ramirez werden für die meist jüngeren Kinder erlebnisreiche Stunden vorbereitet. Zum Programm gehören Gruppenspiele und kleine Handarbeiten, wie etwa Bändeli-Knüpfen oder Tiermasken gestalten. Anhand einer kurzen biblischen Geschichte bringen wir den Kindern Gottes Nachricht und leisten einen Beitrag, um ihre Herzen zu stärken.

Natürlich darf auch ein z‘Vieri nicht fehlen, um die Kinder mit einer Kleinigkeit zu verwöhnen. Unser Team wird bei den Kindernachmittagen von den Volontärinnen und Volontären unterstützt, die einen Basis-Einsatz bei Casa Girasol leisten.

Übersicht Kindernachmittage Projektname: Kindernachmittage Zusammenarbeit mit: Evangelische Kirche Zielgruppe: 2x 25 Kinder aus armen Familien Inhalte: Spiele, Basteln, Spass und Bewegung Ziele: Vermittlung von Werten, Prävention Verantwortung: Danilo Sanchez, Neil Ramirez Budget: CHF 120.– pro Nachmittag


16 Kinderheim Diamante

Neues Wandbild zeigt die Arbeit in den Werkstätten Im Kinderheim Diamante haben die Kinder gemeinsam mit Ronal Bonilla ein wunderschönes Wandbild verwirklicht und dabei grosse künstlerische Fähigkeiten bewiesen. Das Wandbild zeigt den farbenfrohen Alltag der Kinder und macht deutlich, dass die verschiedenen Heimbetriebe, die als Ausbildungsstätten dienen, bei den Kindern sehr beliebt sind. Sie malten die Kühe der Landwirtschaft, das Fischen in der Fischzucht, die Arbeit mit Holz, die Gartenarbeit und das feine Brot, das sie in der Bäckerei backen. Seit zwei Jahren arbeiten wir nun eng mit dem Kinderheim Diamante zusammen, helfen bei der Kinderbetreuung, realisieren Umbauten und finanzieren einen Teil des Heimbetriebs durch Projektpatenschaften. Die Zusammenarbeit

hat sich bisher sehr bewährt. Und wir freuen uns auf die kommenden Jahre, bei denen viele gemeinsame Projekte geplant sind.

„Die Kinder im Diamante geniessen ein vielseitiges Tagesprogramm, erhalten Schul- und Berufsbildung, haben ausreichend Bewegung und genügend erwachsene Betreuungspersonen. Dank der guten Leitung von Jose Hidalgo, der eine langjährige Erfahrung als Heimleiter besitzt, und dank dem Engagement der Mitarbeiter, ist das Kinderheim Diamante ein Vorzeigeprojekt.“ Doch leider war das 2016 auch fürs Kinderheim

finanziell ein sehr schwieriges Jahr, denn der Staat hat sein Versprechen nicht eingehalten und keine Unterstützungen ausbezahlt. Wir sind daher dringend auf der Suche nach weiteren Projektpatinnen und -paten, die einen Heimplatz (oder einen beliebigen Teil davon) mit einer monatlichen Spende finanzieren. Die Kosten für ein Kind belaufen sich auf CHF 240.– pro Monat. Mit Ihrem Beitrag helfen Sie uns, einem Kind ein liebevolles Zuhause und dank praktischer Berufsbildung eine wahre Zukunftschance zu ermöglichen.


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Übersicht Kinderheim Diamante Projektname: Kinderheim Diamante Zusammenarbeit mit: Juventud Renovada Zielgruppe: 48 Kinder im Heim, 50 Kinder im Familienprogramm, Kinder und Jugendliche mit Suchtproblemen, Strassenkinder, Waisen Inhalte: Schule, Lernwerkstätten, Sport, Beschäftigungstherapie Ziele: Die Kinder langfristig weg von der Strasse und weg von den Drogen zu begleiten Verantwortung: Jose Hidalgo Budget: CHF 240.– pro Kind / Monat Patenschaften: In frei wählbarer Höhe


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Kinderheim Diamante

Wohnhaus-Umbau während des Workcamps Sommer 2016 Während des Workcamps im Sommer und in den darauffolgenden Monaten haben wir fleissig am Umbau eines Wohnhauses im Kinderheim Diamante gearbeitet. Mit einer Spendenaktion auf der Crowdfunding Plattform 100-days.net hatte im Frühjahr alles begonnen. Wir sammelten erfolgreich CHF 2500.– für den anstehenden Umbau. Im Sommer reiste dann eine Gruppe von freiwilligen Helfern aus der Schweiz und aus Österreich nach Honduras, um in mühevoller Arbeit das seit Jahren leerstehende und heruntergekommene Gebäude zu renovieren. Es gab viel Arbeit zu verrichten: Die Wände mussten neu verputzt werden, das Dach wurde ausgewechselt, die Fenster und Türen ersetzt und vieles mehr. Ganz fertig ist der Umbau noch nicht.

Wir warten bis die Regenzeit vorbei ist, um dem Haus den letzten Schliff zu geben, dann endlich steht das Gebäude wieder den Kindern des Familienprogramms (die jeweils ein paar Nächte im Kinderheim schlafen müssen) und den Praktikanten aus Kanada als Wohnhaus zur Verfügung. Dem Haus gaben wir den Namen ELEA (Gott ist mein Licht).

sollte die WC/Duschanlagerenovierung beendet werden, im Kinderheim Diamante fehlt eine Waschküche und die Dächer der Werkstätten und der Wohnhäuser sind noch aus Asbest. Letztere müssten, bevor sie zu bröckeln beginnen, ausgewechselt werden, damit keine Gefahr für die Gesundheit der Kinder und Mitarbeiter besteht.

„Solche Bauprojekte sind wichtig, denn es geht darum, das Kinderheim Diamante oder auch das Campamento Girasol stets gut zu unterhalten, damit die Liegenschaften langfristig ihren Dienst erweisen können.“

Wir freuen uns, wenn Sie mit einer Spende in den Unterhalt der Liegenschaften investieren möchten. (Vermerk: Liegenschaften). Oder melden Sie sich 2017 zum Workcamp an, um selbst Hand anzulegen. Infos dazu gibts unter: www.casagirasol.ch.

Wir hätten noch so viel zu tun! Im Campamento


20 Einsätze in Honduras

Direkt vor Ort mithelfen Casa Girasol bietet die Möglichkeit, in Honduras einen Kurzeinsatz zu leisten, direkt mit den Kindern zu arbeiten und mitzuhelfen, das Leben von Strassenkindern zu verändern.

„In den vergangenen zehn Jahren haben gegen 300 Personen aus der Schweiz und anderen Ländern einen Kurzeinsatz bei Casa Girasol geleistet. Wir freuen uns jeweils sehr auf die freiwilligen Helferinnen und Helfer, denn ohne ihr Engagement wäre unsere Arbeit so nicht möglich.“ Verschiedene Einsatzmöglichkeiten stehen zur Auswahl. Für jeden ist etwas dabei:

Workcamps Die Baueinsätze im Mai, Juli und August sind sehr beliebt. Als Gruppe realisieren wir kleine Bauprojekte und bereisen an den Wochenenden die schönsten Flecken des Landes. Honduras ist ein unbekanntes Reiseziel und hält viele Überraschungen bereit, wie die Karibikinseln oder die Maya-Pyramiden von Copán.

Wir sind sehr auf die Mitarbeit von Personen aus dem Ausland angewiesen und würden uns freuen, wenn Sie uns bei unserem Engagement unterstützen! Machen Sie doch selbst einen Einsatz (Workcamps und Viva! Camps sind auch ohne Spanischkenntnisse möglich) oder erzählen Sie in Ihrem Bekanntenkreis oder in Ihrer Kirchgemeinde von unseren Einsatzangeboten.

Viva! Camps Gemeinsam mit unserem Team planen und realisieren Sie eine Campwoche für Strassenkinder. Nach dem Camp geht‘s auf eine Rundreise durch Honduras und ans karibische Meer. Die Viva! Camps sind für alle Teilnehmer ein ganz spezielles Erlebnis.

„Der Einsatz bei Casa Girasol hat mein Leben verändert! Eigentlich wollte ich den Kindern nur meine Zeit und meine Liebe schenken. Doch dann habe ich gemerkt, dass ich selbst sehr reich beschenkt werde. Die Menschen in Honduras sind unglaublich herzlich und das hat mir so gut getan. Und ich habe gelernt, wie ich meine Begabungen für die Menschen und für Gott einsetzen kann.“ Rahel, 22

Neu: Basis-Einsatz Der Basis-Einsatz ist ein neues Angebot. Sie leben während ein bis drei Monaten im Casa Girasol und arbeiten in allen Programmen (Kinderheim, Kindernachmittage und Camps) mit. Gleichzeitig absolvieren Sie einen Spanisch-Kurs.


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Übersicht Kurzeinsätze Workcamps: 1-5 Wochen, Mai, Juli, August 2017 Viva! Camps: 2-3 Wochen, mehrmals jährlich Basis-Einsatz: 1-3 Monate, Daten frei nach Wahl Zielgruppe: Personen aus dem Ausland, mit oder ohne Spanischkenntnisse, ab 18 Jahren Auch individuell gestaltete Gruppeneinsätze können organisiert werden. Inhalt: Mix aus Kurzeinsatz und Abenteuerferien Verantwortung: Alexander Blum Informationen: www.casagirasol.ch oder per Mail an alexander@casagirasol.ch


22 Interview mit Bettina Braun

Basis-Einsatz: Vielfältig, lehrreich und fröhlich! Bettina Braun aus der Schweiz ist unsere erste Teilnehmerin eines Basis-Einsatzes. Während drei Monaten engagiert sie sich täglich für die Strassenkinder in den verschiedenen Arbeitsbereichen. Wir haben Bettina ein paar Fragen gestellt: Bettina, kannst du uns die Not der Kinder und Jugendlichen in Honduras beschreiben? Viele Kinder leiden an kaputten Familien oder sie haben gar keine. Soziale und finanzielle Unterstützung fehlen und sie müssen selber schauen, wie sie durchkommen. Armut, Kriminalität und Aussichtslosigkeit regieren ihr Leben. Zudem ist der Staat korrupt und viele Grundlagen für ein gutes Leben stehen ihnen daher nicht zur Verfügung. Sie haben oft keine Perspektive für ihr Leben und es fehlt der Lebenssinn.

Was brauchen die Kinder deiner Meinung nach am dringendsten? Sie brauchen Liebe, Verständnis, Ermutigung, Bildung, Sicherheit und einen Sinn fürs Leben. Die Grundlage dafür ist natürlich auch genügend Geld für Essen, Kleidung und Schule. Das Wichtigste, glaube ich, ist, dass sie ein Ziel für ihr Leben haben und Personen, die sie darin unterstützen. Warum glaubst du, dass es wichtig ist, den Strassenkindern von Gott zu erzählen? Der Glaube kann so viel verändern! Das Leben der Strassenkinder ist sehr schwierig, doch wenn sie Vertrauen und Glauben in Gott haben und die Wahrheiten der Bibel für sich beanspruchen, kann das ihr Denken, Handeln und Leben verändern.


23 Was ist die grösste Herausforderung bei deiner Arbeit? Da ich gerne Sachen plane, ist meine grösste Herausforderung, gelassen und spontan zu sein, wenn mal etwas anders kommt. Diese Spontanität und Gelassenheit ist aber lernbar :)

Was wünschst du den Kindern? Mein Wunsch ist, dass die Kinder erkennen, dass sie geliebt und gewollt sind. Zudem hoffe ich, dass es Menschen gibt, die sie persönlich unterstützen und sie Zukunftschancen erhalten. Du erlebst den Basis-Einsatz als eine spannende Erfahrung. Wem würdest du einen Einsatz bei Casa Girasol empfehlen? Allen! Denn es tut jedem gut, mal aus dem Alltag zuhause rauszukommen und eine neue Kultur kennenzulernen. Aber vor allem würde ich es Personen empfehlen, die Lust haben,

Neues zu erlernen (z.B. Jonglieren, Spanisch etc.), die bereit sind, sich auf die andere Kultur einzulassen, leckeres Essen mögen, ein Herz für andere Menschen und vor allem Kinder und Jugendliche haben und einfach gerne eine spannende, lustige und schöne Zeit in diesem wunderschönen Land erleben wollen. Würdest du wieder kommen? Ja sofort. Es ist unglaublich, wie vielfältig und lehrreich diese Zeit hier ist. Ich hoffe sehr, dass ich nach diesem Einsatz irgendwann nach Honduras zurückkehren werde.

Du arbeitest mit unserem honduranischen Team. Wie erlebst du die Menschen in Honduras? Die Menschen hier sind Lebenskünstler. Obwohl es viele Schwierigkeiten gibt, gehen sie mit einer lockeren und positiven Art damit um und haben eine fröhliche und lustige Art, die ansteckend ist. Ich kann so viel lernen – in kleinen wie auch in grossen Dingen. Welches Essen schmeckt dir am besten? Es gibt unglaublich viele leckere Gerichte! Was mir speziell gut schmeckt, sind frittierte Bananen (wie Pommes), Bohnenmus, Baleadas und die vielen Früchte und Fruchtsäfte. Wir würdest du den Basis-Einsatz in drei Stichwörtern beschreiben? Vielfältig, lehrreich und fröhlich!


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Sie wollen konkret helfen?

Aktuelle Spendenideen Casa Girasol finanziert sich durch Spenden von Privatpersonen, Gemeinden, Firmen und Institutionen. Spenden an unseren Verein sind in der Schweiz zu 100% steuerabzugsfähig. Um unsere verschiedenen Arbeitsbereiche Campwochen, Kinderprogramme und Kinderheim Diamante am Laufen zu halten, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Sie machen es letztlich möglich, dass wir uns in Honduras liebevoll um die Strassenkinder kümmern können, ihnen ein Zuhause und eine Ausbildung schenken, mit ihnen Gottes Liebe teilen und sie auf kreative Weise betreuen und begleiten können. Wir haben auf der Webseite www.casagirasol.ch einige konkrete Spendenanliegen zusammengestellt. Eine Auswahl finden Sie auch hier.


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Spendenideen

Spendenideen

Spendenideen

Kinderprogramme

Campwochen

Kinderheim Diamante

Einmalige Spendenideen - 1 Kindernachmittag kleine Kinder: CHF 100.– - 1 Zirkus-Workshop: CHF 200.– - 1 Zirkus-Besuch für 25 Kinder: CHF 350.– - 1 Spielnachmittag Dorf: CHF 120.– - Bastelmaterial: CHF 50.– - Spielutensilien: CHF 125.– - Professionelle Foto-Kamera: CHF 800.– - Laptop fürs Büro: CHF 1200.– - Drucker fürs Büro: CHF 300.–

Einmalige Spendenideen - 1 Campwoche für 1 Kind: CHF 100.– - 1 Bibel für 1 Kind: CHF 7.– - 1 T-Shirt für 1 Kind: CHF 6.– - Bastelmaterial: CHF 75.– - WC / Duschen: CHF 500.– - Theatermaterial: CHF 120.– - Obstbäume: CHF 230.– - Hühnerstall: CHF 2900.– - Spielutensilien: CHF 400.– - Rasenmäher: CHF 420.– - Neues Eingangstor: CHF 1200.– - Microwelle: CHF 85.–

Einmalige Spendenideen - Kleider pro Kind: CHF 85.– - Pick-Up: CHF 19‘000.– - Ausflug Wasserpark/Kind: CHF 13.– - Schulmaterial: CHF 800.– - Zahnreinigung/Kind: CHF 38.– - Workshop-Material: CHF 75.– - Maschinen Landwirtschaft: CHF 2000.– - Neubau Waschküche: CHF 10‘000.– - Spielutensilien: CHF 500.–

Regelmässige Spenden Als Projektpatin/-pate können Sie den Arbeitsbereich Kinderprogramme mit einem frei wählbaren monatlichen Beitrag (z.B. CHF 50.–) unterstützen und uns somit die Planung ungemein erleichtern.

Regelmässige Spenden Werden Sie Projektpatin/-pate und unterstützen Sie die Campwochen mit einem beliebigen regelmässigen Beitrag (z.B. CHF 100.–).

Regelmässige Spenden Ein Heimplatz kostet pro Monat CHF 240.–. Wir sind dringend auf der Suche nach mehr Projektpatinnen/-paten, die einen beliebigen Teilbetrag davon monatlich spenden und uns so helfen, die Heimplätze für die Kinder langfristig zu sichern.


26 Damit Ihr Geld nicht nur untätig herumliegt

Ihr Darlehen an Casa Girasol schafft Mehrwert Bankguthaben geben in der Schweiz oder in Deutschland, wenn überhaupt, kaum noch Zinsen. Statt Ihr Geld auf der Bank zu lagern, können Sie es auch in ein Projekt mit Sinn investieren. Wir bieten Ihnen dazu zwei interessante Möglichkeiten: Investition in unsere Arbeit Dank grosszügiger Spenden konnten wir in den vergangenen zehn Jahren ein Vermögen von rund CHF 300‘000.– aufbauen, das in Form von Gebäuden, Grundstücken und Fahrzeugen vorliegt. Dem gegenüber stehen Schulden von ca. CHF 23‘000.– (Forderungen und Darlehen) und Spendeneinnahmen von ca. CHF 140‘000.– pro Jahr. Wir stehen finanziell also auf gesundem Fundament, doch leider sind keine Barreserven vorhanden, die uns unsere Planung und Arbeit

ungemein vereinfachen würden. Die Spendeneinnahmen sind je nach Monat und Jahreszeit ganz unterschiedlich und in vielen Monaten schreiben wir einen Verlust, während einzelne Monat einen grossen Gewinn ausweisen.

„Um die Lage langfristig zu stabilisieren, möchten wir daher Barreserven von CHF 35‘000.- aufbauen. Das würde die Organisation entlasten und Zeit und Energie einsparen, die wir viel lieber direkt in die Arbeit mit den Kindern investieren würden.“ Daher suchen wir Personen, die uns mit einem Betrag nach Wunsch mit einem Darlehen unterstützen. Die Darlehensdauer kann zwischen

1 Jahr und 10 Jahren frei gewählt werden. Der Jahreszinssatz ist freiwillig und beträgt maximal 3%. Da das Leben manchmal Überraschung bereithält, bieten wir dem Darlehensgeber eine Kündigungsfrist von 90 Tagen an, so dass er jederzeit wieder auf sein Guthaben zugreifen kann. Investition in Eigenheim der Mitarbeiter Unsere Mitarbeiter leben in sehr einfachen Verhältnissen. Casa Girasol hat allen Mitarbeitern und Ehemaligen ein kleines Grundstück geschenkt, um sie beim Bau eines Eigenheims zu unterstützen. Zur Finanzierung des Baus


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sind wir auf der Suche nach Darlehen von CHF 9600.- pro Haus, welches die Mitarbeiter über 10 Jahre in Raten von CHF 80.– monatlich zurückzahlen. Sie geben Ihr zinsloses Darlehen an Casa Girasol und wir leiten es zinslos weiter. Die Eigenheim-Darlehen sind leider nicht vorzeitig kündbar, da die Mittel langfristig gebunden sind. Zu Ihrer Sicherheit bleibt das Grundstück aber im Grundbuchamt im Besitz von Casa Girasol, bis das Darlehen vollumfänglich zurückbezahlt wurde.

„Sie ermöglichen mit einem Darlehen in Wunschhöhe, dass eine arme Familie ihr eigenes Haus bekommt (und soweit es geht, auch selbst baut) und statt monatlich Mietkosten zu bezahlen, in die Zukunft der Familie investieren kann.“ Informationen zum Darlehen erteilt Ihnen Alexander Blum (alexander@casagirasol.ch).


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Wir sind online

Casa Girasol im Internet Wir sind im Internet da, wo Sie sich am liebsten aufhalten! Alle Links zum Blog, zu Instagram, Facebook und Twitter finden Sie auf unserer Webseite unter: www.casagirasol.ch

Impressum: Herausgeber: FÜrderverein Casa Girasol Text und Layout: Casa Girasol, Alexander Blum Bilder: Casa Girasol, Volontäre Lektorat: Regula Conzett, www.blaufeder.ch

Infoblatt Winter 2016 / 2017  

Casa Girasol Infoblatt im neuen Gewand! Infos zu unserer Arbeit mit Strassenkindern in Honduras, den Kurzeinsätzen und Erlebnisberichte.

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