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Hoffnung f端r Strassenkinder in Honduras Portrait unserer Arbeit


Persönliches Vorwort Vom Gründer Alexander Blum

Liebe Leser, 2006 wagte ich es, meinen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen und ein Werk für Strassenkinder in Honduras zu gründen. In diesen ersten Jahren durften wir als Team bereits sehr viel erreichen: Wir haben schon zahlreiche Lagerwochen organisiert, konnten den Nachbarsfamilien tatkräftig helfen, organisierten spannende Einsätze für Volontäre aus der Schweiz und aus Deutschland und durften 2010 unser

Kinderheim Rafael eröffnen! Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die sich in den letzten Jahren derart engagiert haben! Allen voran bei meiner Familie, meinen Freunden und den Missionaren Schmid, Somandin, Waehry, Biaggi und Zwicky. Schliesslich war und ist auch die Unterstützung der honduranischen Mitarbeiter, freiwilligen Helfer, Spender und Sponsoren eine grosse Ermutigung! Herzlichen Dank.

Alexander Blum


Zeichnung von Brayan


Wertvorstellungen eine christliche Orientierung

Wir glauben an den Gott der Bibel, der uns durch Jesus Christus seine Liebe erwiesen hat. Aus dieser Hoffnung schöpfen wir persönlich Kraft und Motivation für unsere Arbeit. Unser Ziel ist es, den Kindern auf christlicher Basis Hoffnung, Liebe und ein neues Zuhause zu schenken und ihr Leben nachhaltig zu verbessern.

Wir begegnen den Strassenkindern mit ihren körperlichen und seelischen Bedürfnissen. Wir respektieren ihre Einzigartigkeit, ihre kulturelle und religiöse Herkunft. Casa Girasol ist keine Kirche und bildet keine bindenden Gemeinschaften. Als Verein sind wir Mitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) und der Christlichen Geschäftsleute Schweiz (CGS) und Partner von Livenet.ch.


M채dchen im Casa Girasol


Tätigkeitsbereiche für die Strassenkinder

Das Engagement von Casa Girasol lässt sich in fünf Tätigkeitsbereiche einteilen: In der Schweiz: - Öffentlichkeitsarbeit, Koordination In Honduras: - Lagerwochen für Strassenkinder - Nachbarschaftshilfe - Kinderheim Rafael - Einsätze für Volontäre

Alle Arbeitsbereiche werden von Casa Girasol in enger Zusammenarbeit mit anderen Organisationen geführt. Finanziert wird unsere Arbeit grösstenteils durch Privatspenden aus der Schweiz und aus Deutschland. Getragen werden wir auch von Kirchgemeinden, Firmen und Institutionen. In Honduras beschäftigt Casa Girasol lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Missionare Biaggi und Zwicky aus der Schwez.


Lageraktivit채t in der Umgebung vom Casa Girasol


Kinder in Honduras

Armut in Honduras zur Situation der Kinder

Laut Berichten der Weltbank leben gegen 80 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Der lateinamerikanische Staat zählt somit zu den ärmsten Ländern der Welt. Über die Hälfte der sieben Millionen Einwohner ist minderjährig. Es sind also besonders die Kinder und Jugendlichen – die Zukunft des Landes – die bereits jetzt in grosser Not leben. Als Erwachsene werden sie kaum eine Chance haben, aus diesem Elend auszubrechen.

Strassenkinder: Durch politische Zwangsmassnahmen wurde das Bild der Städte zwar deutlich ‹gesäubert› und die Armen weitgehend vertrieben, doch deshalb ist die Armut noch lange nicht verschwunden. Die Organisation Casa Alianza rechnet mit einigen tausend Strassenkindern alleine in der Hauptstadt Tegucigalpa. Zudem geht sie davon aus, dass pro Jahr 1000 Strassenkinder ermordet werden. Wer sie auf dem Gewissen hat ist unklar. Man hört, das Problem würde gezielt beseitigt. Menschen-


rechtsorganisationen kritisieren, dass die meisten brutalen Morde unaufgeklärt bleiben bzw. es nicht einmal zu einer Untersuchung kommt. Strassenkinder sind ‹hoffnungslose Fälle›. Ihre Lebenserwartung ist kurz. Sie schnüffeln Leim und konsumieren Drogen, um ihre Leid zu ertragen. Jugendbanden: Die Jugendbanden sind ein zunehmend grösseres Problem. Für viele Jugendliche sind die sich rivalisierenden ‹Maras› zu einer Art Familienersatz geworden. Es ist der Ort, wo sie Führung erleben und sich stark, aber auch beschützt fühlen können. Die Jugendbanden sind sehr gewalttätig und in viele kriminelle Machenschaften verwickelt. Man schätzt die Zahl der Bandenmitglieder auf über einhunderttausend. Kinderarbeit: Die in Honduras tätige Kindernothilfe Deutschland geht davon aus, dass über 20‘000 Mädchen im Land als billige Haushaltshilfen ausgebeutet werden. Sie arbeiten und wohnen isoliert und weitab ihrer Familien in Privathaushalten der Mitteloder Oberschicht. Sie arbeiten täglich von früh bis spät und sind nebst der Schufterei oft Opfer von sexuellem Missbrauch und

Vergewaltigungen. Überall trifft man auf arbeitende Kinder: Auf den Müllhalden beim Sortieren von Wiederverwendbarem, auf den Tabak-, Kaffee- und Bananenplantagen oder als Lastenträger auf Baustellen. Wer arbeitet kann nicht zur Schule gehen und wird beruflich niemals eine Chance erhalten. Laut einem Bericht der Weltbank sind das rund 30 bis 50 Prozent der Kinder unter der Armutsgrenze. Hunger: Wetterphänomene wie Wirbelstürme und extreme Dürre führen bald schon jährlich zu Missernten und treiben die Lebensmittelpreise in unerschwingliche Höhen. Viele Kinder leiden unter Mangelernährung oder gar Hunger. Absurderweise besitzt Honduras zwar teilweise sehr guten und ertragreichen Boden, doch die dort hergestellten Lebensmittel gehen in den Export in die USA oder nach Europa. Aids/HIV: Rund 3000 Kinder und Jugendliche sterben landesweit jedes Jahr an den Folgen des HI-Virus. Jeden Tag verlieren neun Kinder einen Elternteil aufgrund des Virus. Honduras hat eine der höchsten AidsRaten Lateinamerikas.


Casa Girasol und Schlafbus

Unser Casa Girasol ein gemütliches Lagerhaus

Seit 2007 betreiben wir im Casa Girasol aktive Nachbarschaftshilfe und führen lebensverändernde Lagerwochen für Strassenkinder durch. Die Liegenschaft wurde liebevoll hergerichet und verfügt heute über: -

eine kleine Küche und einen Esssaal drei Schlafräume und WC/Dusch-Anlagen vier Schlafbusse (umgebaute alte Busse) einen überdachten Spielbereich eine Feuerstelle und eine Theater-Arena ein Angestellten-Haus

Das Casa Girasol liegt 12km ausserhalb der Hauptstadt Tegucigalpa in einem Pinienwald. Die Umgebung ist ruhig, es duftet frisch nach Bäumen und Kräutern und das Klima ist sehr angenehm. Hier können die Kinder eine Auszeit haben, aufatmen und Abenteuer erleben. In Zukunft stehen der Aufbau eines kleinen Streichelzoos und ein Fussballplatz auf dem Plan. Bei allem wollen wir den natürlichen, gemütlichen Charakter beibehalten.


Unser Casa Girasol


Die Lagerwochen Stärkung für Kinderseelen

Für unsere Lagerwochen laden wir Strassenkinder ein, die bereits von anderen Institutionen in Heimen oder Programmen betreut werden. Anders als die Partnerorganisationen können wir die Kinder jedoch viel persönlicher begleiten. Dank der engen Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern ist die Lagerarbeit sehr nachhaltig.

Das Wertvollste, was wir den Kindern und Jugendlichen bieten, ist Zeit und Aufmerksamkeit. Als Leiter beschäftigen wir Frauen und Männer aus der Nachbarschaft. Sie kümmern sich liebevoll um die Kinder und hören ihnen zu. Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sich jemand wirklich für sie interessiert!

Unsere Partnerorganisation Casa Alianza bestätigt uns, dass die Kinder gestärkt und mit neuer Lebensfreude zurückkehren.

Es ist erstaunlich, dass bereits eine Woche helfen kann, die tief traumatisierten Kinderseelen ein Stück weit zu trösten.


Strassenkinder beim Theater-Spiel


Die Lagerwochen Inhalte und Nutzen

Die Lagerwochen ‹Schatzjäger-Camps› bieten ein buntes und vielseitiges Programm. Die Kinder sollen Spass haben, neuen Mut schöpfen und gestärkt werden. Verschiedene Aktivitäten sorgen für ein unvergessliches Lagererlebnis: Gesunde Ernährung -> Stärkung des körperlichen Wohlbefindens / Morgenandacht -> Ermutigung der Kinder zum selbständigen Nachdenken, Hinterfragen und Prüfen / Spielzeiten -> Bewegung, Spass, Gemein-

schaft, Teamwork / Pantomime-Geschichte -> Teamarbeit, Motorik, Körperbewusstsein / Reiten -> Selbstvertrauen / Basteln -> Kreativität und Feinmotorik / Singen -> Spass, Koordination, Zusammenhalt / Freizeit -> neue Freundschaften knüpfen, Zeit für sich haben/ Nachtspiele, Lagerfeuer, Abschlussfeier und vieles mehr...


Strassenkinder w채hrend den Lagerwochen


Nachbarschaftshilfe mit wenig viel bewirken

Die Arbeit mit unseren Nachbarn nimmt an Bedeutung zu. Es gibt immer mehr Aktivitäten für die Kinder und Erwachsenen aus unserer unmittelbaren Umgebung. Die Not unserer Nachbarn ist gross. Es gibt viele traurige Schicksale. Die Menschen berichten von zerrütteten Familien, Krankheiten, Hunger und Hoffnungslosigkeit. Verkündigung des Evangeliums geht immer mit guten Taten einher. Wir tun und geben daher, was wir können und was wir

von Gott empfangen haben. So entstanden bisher auf ganz einfache Weise: Tage der offenen Tür, Englischunterricht, Gebetskreise und Spielnachmittage. Darüber hinaus arbeiten wir für den Unterhalt und die Betreuung während der Lagerwochen mit Männern und Frauen aus der Nachbarschaft und ermöglichen ihnen so ein Einkommen.


Bilder mit unseren Nachbarskindern


Kinderheim Rafael ein Zuhause schenken

Das Kinderheim Rafael wird seit 2010 von uns finanziert und von unseren Missionaren und Mitarbeitern betreut. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der seit Jahrzenten vor Ort tätigen Organisation Casa Alianza, um von Synergien zu profitieren. Das Rafael bietet Platz für aktuell 15 Kinder und Jugendliche und liegt ganz in der Nähe vom Casa Girasol auf einem grossen Gelände. Wir haben beschlossen, uns um die ‹hoffnungslosesten› Kinder zu kümmern. Unsere

Kinder sind Strassenkinder und haben ein Suchtproblem, da sie z.B. Lösungsmittel konsumierten, um ihre Sorgen und Ängste zu vergessen. Für diese Kinder besteht bisher keine vergleichbare Einrichtung. Die stark traumatisierten Kinder und Jugendlichen benötigen eine intensive Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten, suchtfrei zu leben und nach der Schul- und Berufsbildung ein selbständiges Leben führen zu können.


Das Kinderheim Rafael


Kinder vom Rafael

Programm Rafael

individuell und vielseitig

Um den Kindern ein honduranisches Leben zu ermöglichen, beschäftigen wir erfahrene lokale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Als ergänzende Betreuung stehen unsere Missionare und Volontäre zur Verfügung. Das Rehabilitationsprogramm ist in vier Stufen gegliedert, welche von den Kindern individuell durchlaufen werden: Entzug, Standortbestimmung, Stabilisierung, Integration. Der Tagesablauf ist klar strukturiert und

beinhaltet folgende Programm-Fächer: Arbeit: Hausarbeit, Garten, Bauarbeiten, Backen / Sport: Fussball, Konditionstraining, Gymnastik, Ballspiele / Kultur: Basteln, Malen, Rhythmik, Singen, Theater, Tanz / Bildung: Schule, Andacht, Computer, Nachhilfeunterricht, Seminare. Der Aufenthalt im Rafael dauert bis zur Selbständigkeit oder bis sich eine für das Kind bessere Möglichkeit ergibt, als sie das Rafael bieten kann (z.B. Rückkehr in die Familie).


Aussicht vom Rafael

Leitsätze des Rafael grundlegende Werte

Die Kinder, ihr Wohl, ihre persönliche Entwicklung, ihre Gesundheit und ihre Zukunftschancen liegen uns am Herzen. Wir haben ein ganzheitliches, christliches Menschenbild, das sich auf gegenseitige Wertschätzung und Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Kindes gründet. Wir respektieren die soziale und kulturelle Herkunft der Kinder.

Wir bieten den Kindern ein stabiles Umfeld, in dem sie Liebe, Aufmerksamkeit, Gemeinschaft, Kontinuität, Verlässlichkeit und Geborgenheit erfahren. Wir begleiten die Kinder in ein suchtfreies, gewaltfreies und selbständiges Leben. Wir erbitten und erwarten von Gott Liebe, Fürsorge, Heilung und Zuversicht.


Unsere Kinder und Betreuer


Einige Rafael Kinder. Fussball ist ihr Liebblingssport


Umbau Rafael

ein kleines Wunder

Das Kinderheim Rafael konnten wir für die nächsten Jahre von unserer Partnerin Casa Alianza übernehmen. Die Gebäude standen seit Jahren leer und waren sehr heruntergekommen. Von November 2009 bis Februar 2010 reisten Marcel und Fränzi Somandin unentgeltlich nach Honduras, um den Umbau professionell zu leiten. Ende Februar war das Ziel erreicht und die

Gebäude waren bezugsbereit. Mit knapp 20‘000 Franken wurde das Dach ersetzt, neue Fenster und Türen montiert, die Einfahrt erneuert, die Zisterne saniert, innen alles neu gestrichen, der grosse Garten zurechtgemacht, eine komplett neue Küche eingebaut und vieles mehr. Dank den Sponsoren, freiwilligen Helfern und drei lokalen Arbeitern wurde ein kleines Wunder vollbracht. Das Rafael wurde zu einem liebevollen und schönen Zuhause!


Vor dem Umbau

Nach dem Umbau


Workcamp

Bau- & Kreativeinsatz Im Sommer fanden 2007-2009 in Honduras die Workcamps statt. Bisher haben über 150 Personen mitgeholfen, das Casa Girasol und das Kinderheim Rafael umzubauen und zu verschönern. Das Workcamp ist ein spannender Mix aus Abenteuerferien und Kurzeinsatz (2-8 Wochen) mit freiwilligen Helfern aus der Schweiz und aus Deutschland. Die Kosten des Einsatzes tragen die Teilnehmer jeweils selbst. Während den bisherigen Einsätzen wurden

folgende Leistungen vollbracht: Neubau WC/ Duschhaus, Umbau von vier alten Schulbussen zu Schlafbussen, Umgestaltung des Gartens, Unterhaltsarbeit an der Zufahrtsstrasse, Überdachung des Spielbereiches, diverse Renovationsarbeiten, Bau einer Theater-Arena, Bau einer Lager-Feuerstelle etc. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Spuren hinterlassen und dazu beigetragen, das Casa Girasol und das Rafael in unverwechselbare Orte zu verwandeln.


Bilder aus vergangenen Workcamps


Viva! Camps Sozialeinsatz

Seit 2009 bieten wir mehrmals jährlich das Viva! Camp an. Während drei Wochen hilft eine kleine Gruppe von Volontären bei den Vorbereitungen und der Durchführung einer Lagerwoche mit Strassenkindern mit. Anschliessend unternehmen die Volontäre eine kleine Rundreise durch Honduras. Die Volontäre kommen für alle Kosten selbst auf.

Missionaren und Frauen aus der Umgebung) setzen sich die Volontäre für die Kinder und Jugendlichen ein: Sie unterstützen uns bei den Einkäufen, können in der Küche mithelfen, bei den Workshops mitmachen, mitspielen, mitsingen und mitbeten. Das Allerwichtigste ist die Aufmerksamkeit und Zeit, die sie den Kindern schenken.

Das Viva! Camp ist für die Strassenkinder in vielerlei Weise eine wertvolle Bereicherung. Gemeinsam mit dem Team (bestehend aus

Die Kinder zeigen ihre Dankbarkeit und Freude darüber, dass sich die Volontäre für sie interessieren!


Bilder aus vergangenen Viva! Camps


Eindrücke aus Honduras

Geschichte wichtige Eckdaten

2006 reist Alexander Blum zum wiederholten Male nach Honduras und kauft die Liegenschaft Casa Girasol. Familie und Freunde gründen den Förderverein Casa Girasol.

Carmela und Andreas Schmid vor Ort. Die Nachbarschaftshilfe wird ausgebaut und es finden regelmässig Lagerwochen für Strassenkinder statt.

2007 wird das erste Workcamp organisiert, um die Gebäude zu renovieren. Die ersten Anlässe für Kinder finden statt.

2009 wird wieder ein Workcamp organisiert. Zudem finden drei Viva! Camps statt. Wir können eine Liegenschaft einer befreundeten Organisation übernehmen und beginnen mit der Planung fürs Kinderheim Rafael. Das Ehepaar Marcel und Fränzi Somandin reist gemeinsam mit anderen freiwilligen

2008 werden zwei Workcamps organisiert und das Casa Girasol weiter ausgebaut. Seit diesem Jahr lebt das Leitungsehepaar


Helfern nach Honduras, um das Kinderheim Rafael zu renovieren. Die Lagerarbeit mit Strassenkindern im Casa Girasol erhält ein neues Konzept. Der Förderverein Casa Girasol vergrössert sein Team und füllt einen Container mit Einrichtungsgegenständen fürs Kinderheim. 2010 am 1. Juni wird das Kinderheim Rafael eröffnet und bietet 15 Strassenkindern ein neues Zuhause. Die Missionare Biaggi, Zwicky und Waehry reisen in diesem Jahr

nach Honduras, während uns das Ehepaar Schmid verlässt. 2011 organisieren wir vier Viva! Camps. Wir vertiefen die Zusammenarbeit mit Casa Alianza und vergrössern die Zahl der permanenten honduranischen Mitarbeiter auf neun Personen. Das Ehepaar Waehry kehrt nach Beendigung ihres Einsatzes in die Schweiz zurück. Das Ehepaar Blum wandert nach Honduras aus und übernimmt ehrenamtlich die Koordination vor Ort.


Eindrücke aus Honduras

Zukunftspläne

sinnvoll investieren

Brunnenbau Ein grosser Wunsch von uns ist es, im Casa Girasol einen Brunnen zu bohren. Das Projekt Brunnenbau wird vom Ingenieur Thomas Blum ehrenamtlich betreut und soll Mitte 2012 realisiert werden. Wir möchten den Brunnen so anlegen, dass auch unsere Nachbarsfamilien endlich sauberes Wasser beziehen können. Bisher müssen wir das Wasser mit einem Tankwagen heranführen und eine Zisterne

damit füllen, was mühsam und teuer ist. Die Nachbarsfamilien, die in kleinen Hütten wohnen und keine Wasserzisterne haben, holen sich Wasser aus dem Fluss oder waschen sich selbst oder ihre Wäsche in einem Tümpel. Der Brunnen wird also für viele Menschen von grossem Nutzen sein und die Hygiene und Gesundheit verbessern. Die Kosten von CHF 10‘000.– können wir dank grosszügigen Spenden bereits decken.


Mehrzweckhalle Die Platzverhältnisse im Casa Girasol und im Kinderheim Rafael sind sehr knapp. Eine Mehrzweckhalle würde uns die Arbeit erleichtern und die Grundlage schaffen, noch mehr Kinder in den Lagerwochen und im Kinderheim Rafael betreuen zu können. In der geplanten Mehrzweckhalle sollen nebst einem geräumigen Besammlungssaal ein Schulungsraum, eine grössere Küche und eine Werkstatt für die Ausbildung der

Kinder untergebracht werden. Für Landkauf und Rohbau rechnen wir mit CHF 80‘000.–. Innenausbau und Einrichtung kosten weitere CHF 25‘000.– . Das Projekt soll, sofern die Finanzen es erlauben, 2012 unter Leitung der Architektin Veronica Blum-Gonzalez realisiert werden. Unser Missionar Thomas Biaggi ist Maurer und Zimmermann und wird gemeinsam mit weiteren Volontären tatkräftig anpacken können, um die Kosten tief zu halten.


Eindrücke aus Honduras

Vision 2014 Neues wagen

Mutter-Kind-Dorf Wohin geht die Reise in Zukunft? Diese Frage bewegt uns und wir wollen uns von Gott leiten lassen. Das Bedürfnis nach Hilfe ist gross. Sicher ist, dass wir am Bewährten festhalten wollen. Die Lagerwochen sollen weiterhin stattfinden und das Kinderheim Rafael ist eine sinnvolle Einrichtung, die wir auch in Zukunft tragen wollen.

ein grosses Bedürfnis für ein Mutter-KindDorf besteht. Es gibt viele alleinerziehende, arme Mütter, die mit vier, sechs oder gar acht Kindern von ihrem Mann sitzen gelassen wurden und auf sich alleine gestellt sind. Da diese Mütter arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, können sie nicht für die Kinder da sein. Oft landen diese auf der Strasse oder in Heimen.

Aufgrund vieler Erlebnisse und Lebensgeschichten, die wir erfahren, zeigt sich, dass

Es wäre in diesen traurigen Fällen viel sinnvoller, die Mütter mit ihren Kindern in einem


schlichten Dörflein aufzunehmen und sie zu unterstützen und zu begleiten. Mit nur etwa CHF 500.– könnte man eine sechsköpfige Familie ernähren. In einer ersten Phase planen wir den Bau von zehn einfachen Häusern in der Umgebung zum Casa Girasol. Die Kinder können die öffentliche Schule besuchen und die Mütter unterstützen sich gegenseitig in der Küche oder im gemeinsamen Gemüsegarten. Unterstützt werden sie dabei von Missi-

onaren und wo nötig, von weiterem Fachpersonal. Für den Kauf von Land und den Bau der Häuschen benötigen wir Sponsoren. Wir sind aber überzeugt, dass dieses Projekt gemessen an der Anzahl Begünstigter und der Nachhaltigkeit unterstützungswürdig ist. Wollen Sie als Privatperson, als FIrma oder als Gemeinde Sponsor dieses Mutter-KindDorfes werden? Jeder Spendenfranken ist auch hier gut investiert. Wir hoffen ab 2014 schrrittweise das Dorf realisieren zu können.


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Die Casa Girasol Familie die Menschen hinter unserem Werk

Alles begann am Anfang im kleinen Familienkreis. Langsam hat sich der Verein entwickelt und z채hlt zahlreiche freiwillige und angestellte Mitarbeiter in der Schweiz und in Honduras. Ehrenamtliche Mitarbeiter Schweiz: Monika Blum (Pr채sidentin) und Bruno 2,3 Marina Vaccaro (Aktuarin) 4 Alexander Blum (Gesamtleitung) 1 Dr. Mathias Bosshardt (1. Revisor) 6 Karin J채ger (2. Revisorin)

Regula Conzett (Lektorat) 5 Bruno Josi (Adressen) 10 Ehrenamtliche und Missionare in Honduras: Susan und Thomas Biaggi (seit 2010) 26 Heidi Zwicky (seit 2010) 18 Veronica und Thomas Blum (seit 2011) 7,8 Claudia und Eduardo Gonzalez 23, 22 Angestellte in Honduras: Nelson Cruz (Erzieher) 12 Rosibel Sanchez (K체che Rafael) 13


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Susana Gomez (K체che Casa Giasol) 14 Elmer Martinez (Arbeits-Instruktor) 15 Pedro Lino (Erzieher) 16 Hari Espinal (Erzieher) 17 Isabela Cruz-Reyes (K체che Casa Girasol) 19 Ricardo Coello (Leitung Rafael) 20

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Karlo Andino (Arbeits-Instruktor) 21 Danilo Sanchez (Arbeits-Instruktor) 24 Oscar Zambrano (Treuh채nder) Und viele Freiwillige Helfer und stundenweise Angestellte aus der Nachbarschaft sowie Volont채re aus Europa.


Blick auf Tegucigalpa

Organisation

familiär und übersichtlich Als junges Werk im Pionier-Status sind wir auf flexible Strukturen angewiesen, die sich an die Veränderungen anpassen können. Seit der Gründung 2006 besteht in der Schweiz der gemeinnützige und steuerbefreite Förderverein Casa Girasol. In Honduras wurde die Arbeit anfänglich als privates Projekt von Alexander Blum und Andreas Schmid verantwortet.

2010 haben wir nach langwierigen Behördengängen als Schweizer Verein in Honduras die juristische Persönlichkeit erlangt. Seit diesem Zeitpunkt wird die Arbeit in Honduras offiziell vom Förderverein Casa Girasol bzw. Asociación de Fomento Casa Girasol betrieben. Der Vorstand, die Leitung und die Missionare arbeiten ehrenamtlich. Beschäftigt werden zur Zeit ausschliesslich honduranische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.


Vollversammlung Förderverein Casa Girasol

Öffentlichkeitsarbeit

Nachbarschaftshilfe

Schweiz (ehrenamtlich)

Lager Casa Girasol

Honduras Koordination (ehrenamlich): Eduardo und Claudia Gonzalez Thomas und Veronica Blum-Gonzalez Leitung Arbeitsbereiche (ehrenamtlich): Missionare Biaggi und Zwicky Beschäftigung von lokalen Mitarbeiter/innen

Kinderheim Rafael in Kooperation

Rechnungs-Revision (ehrenamtlich) Dr. Mathias Bosshardt Karin Jäger

Ehrenamtliche Helfer

Vorstand (ehrenamtlich) Präsidentin: Monika Blum Aktuarin: Marina Vaccaro Gesamtleiter: Alexander Blum

Erweitertes Team (ehrenamtlich) -> Märkte, Vorträge, etc. mit vielen Helfern


Informationen

aktuell & transparent

Allen Spendern und Interessenten wollen wir die Möglichkeit bieten, die Entwicklungen im fernen Honduras mitzuverfolgen. Aus diesem Grund haben wir verschiedene Publikationsorgane geschaffen, um aktuell und transparent zu informieren:

- eMail Newsletter «Telegramm» - Missionsberichten

Webseite www.casagirasol.ch mit - ausführlichen Informationen - Fotos und Filmgalerie - Online-Tagebuch - Facebook-Gruppe

Darüber hinaus stehen wir bei allen Fragen und Anregungen gerne persönlich zur Verfügung. Den tiefsten Einblick in unsere Arbeit erhalten Sie bei einem Besuch vor Ort. Wir würden uns freuen!

Infoblatt CG-Info - erscheint 3x jährlich in gedruckter Form - Jahresbericht


Aussicht in der Umgebung vom Casa Girasol


Spenden und Helfen gemeinsam Hoffnung schenken

Wir sind uns bewusst, dass jede Spende ein besonderes Geschenk ist. Wir schätzen das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Anerkennung unseres Engagements. Wir sind dankbar, dass Sie unser Anliegen teilen, den Strassenkindern in Honduras Hoffnung zu schenken. Ihre Unterstützung bereitet uns und unseren Kindern und Jugendlichen grosse Freude! Besonders stolz macht uns die Tatsache, dass viele der bisherigen Volontäre, die unsere Arbeit vor Ort kennen gelernt haben, uns seither auch

finanziell unterstützen. Dürfen wir auch mit Ihrer Hilfe rechnen? Beispielsweise kostet ein Platz im Kinderheim Rafael 250 Franken monatlich. Räumlichkeiten, um weitere Kinder aufzunehmen sind vorhanden, leider fehlt es uns an finanziellen Mitteln, um für die Lebenskosten aufzukommen. Unsere Jahresrechnung und das Budget senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.


Spielnachmittag im Casa Girasol


Ansprechspartner Namen und Adressen

Gesamtleiter und Gründer Alexander Blum alexander@casagirasol.ch

Förderverein Casa Girasol Traubenquartier 2, Postfach 281 8586 Erlen, Schweiz, Tel. 0041 71 648 26 71

Projektleiter Honduras Thomas und Veronica Blum-Gonzalez Thomas Biaggi und Heidi Zwicky info@casagirasol.ch

Asociación de Fomento Casa Girasol Salida al norte, km12, entrando Camp. Betel San Matias, Tegucigalpa, Honduras C.A. Tel. 00504 888 68 509

Präsidentin Förderverein Casa Girasol Monika Blum monika@casagirasol.ch

info@casagirasol.ch www.casagirasol.ch www.wir-bauen-ein-kinderheim.ch

CG Portrait 2011/2012  

Portrait unserer Arbeit. Wir berichten über die aktuellen Arbeitsbereiche und unsere Visionen.

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