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Bild: Douglas lebt bei uns im Kinderheim Rafael.

CG Info Sommer 2011 Das kleine Infoblatt für Freunde und Interessierte. www.casagirasol.ch

Casa Girasol – Persönliches Vorwort zum Einstieg

«Das Strassenleben zurücklassen»

Taufen Wir haben im Vorfeld einige Gemeinden besucht, fanden aber keine, die uns passend schien. Eines Tages gingen wir in die Gemeinde, die von den Mädchen besucht wird, die zuletzt bei uns in einer Lagerwoche waren. Wir waren sofort überzeugt, dass diese Gemeinde das Richtige für unsere Jungs ist. An jenem Sonntag waren auch die Mädchen aus der Lagerwoche anwesend und es liessen sich etwa die Hälfte der 22 jungen Frauen taufen! Das war sehr bewegend und ein Zeugnis. Sogar der Direktor hat uns nachträglich gesagt, wie wichtig ein Gottesdienstbesuch für die Jungs ist und dass sich die Leben der Mädchen verändert haben, seit sie regelmässig zur Kirche gehen. Also schlugen wir den Erziehern des Rafaels vor, diesen Gottesdienst zu besuchen. Herzlich wurden die Jungs von der Gemeinde empfangen. Jeden Sonntag werden unsere

Kinder nun mit einem Kleinbus zum Gottesdienst abgeholt – ohne dass wir dafür auch nur einen Lempira zahlen müssen! Im Gottesdienst war berührend zu sehen, wie einige der Jungs bei einem Aufruf nach vorne gingen, um Jesus ihr Leben zu übergeben. Der Pastor hat alle Kinder des Rafaels auf die Bühne gerufen und jedes einzelne in den Arm genommen und ihm gesagt, dass es wertvoll und geliebt ist. Das haben ihnen wahrscheinlich noch nicht viele Menschen gesagt. Ich glaube, durch Gebet und Menschen wie diesem Pastor werden auch diese oft so verhärteten und verwundeten Jungs verändert werden.

Theaterstück

hat mich beeindruckt: Eine Gruppe Strassenkids verprügelt einen Jungen und raubt einen Mann aus. Doch dann kommt der Mann zu ihnen und lädt sie in die Kirche ein. Am Ende des Theaters findet eine Versöhnung mit dem Verprügelten statt, was sie sehr eindrücklich darstellten. Mit Gewalt und ständiger Angst davor, verprügelt zu werden, haben sie wohl ihr Leben auf der Strasse erlebt. Es ist ermutigend zu sehen wie einzelne Jungs vorwärts gehen und das alte Leben auf der Strasse zurücklassen dürfen. Susan Biaggi

Jahresrechnung Diese Themen erwarten Sie:

Fünfzehn Jungs leben unterdessen bei uns im Heim. Ab diesem Jahr wollten wir mit den Jungs regelmässig Gottesdienste besuchen. Da die Kinder verschiedene konfessionelle Hintergründe haben, sollte das auf freiwilliger Basis geschehen.

Unsere fünfzehn Kinder sind in drei Schlafzimmern untergebracht. Sie bilden Gruppen, die gemeinsam Punkte sammeln können. Diese Woche haben sie pro Zimmer einen «Schlachtruf» kreiert sowie ein Theater aufgeführt. Die Vorführung mit den jüngeren Jungs hat mich besonders beeindruckt: Vor ihrem gemeinsamen «Schlachtruf» sind sie im Kreis gestanden, haben sich bei den Schultern gehalten und zusammen gebetet. Auch ihr Theaterstück

Seite 2 Kinderheim Seite 3 Brief von Heidi Seite 4 Ein Arbeitstag Seite 5 Pate werden Seite 7 Lagerwochen

und Reisen

Seite 8 Wunschliste


Casa Girasol – Das Kinderheim Rafael in Honduras

Im Kinderheim Rafael läuft es rund Das Rafael durften wir 2010 eröffnen. Zur Zeit leben 15 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren im Heim. Unser Team bietet ihnen ein familiäres Umfeld. Im Rafael erfahren die verstossenen Kinder eine liebevolle Erziehung und Wertschätzung.

Ängste Alle unsere Kinder lebten auf der Strasse und sind suchtkrank oder stark gefährdet. Auf der Strasse konsumierten sie Crack, Haschisch oder Leim, um ihre Sorgen und Ängste zu vergessen. In den nächsten Jahren werden sie ein vierstufiges Rehabilitations-Programm durchlaufen. Ziel ist es, dass die Jungs bei Volljährigkeit auf eigenen Beinen stehen können.

Bild: Die Jungs vom Rafael.

Ausbildung

Glaube als Basis

Die stark traumatisierten Kinder und Jugendlichen erhalten eine intensive Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten und suchtfrei leben zu können. Betreut werden die Kinder von einem honduranischen Betreuerteam und unseren Missionaren. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass wir für die Kinder schulisch wie auch beruflich eine Ausbildungsmöglichkeit schaffen. Die Jungs besuchen die öffentliche Schule am Ort und werden von Thomas Biaggi und seinem Team handwerklich gefordert und gefördert.

Unsere Motivation, das Kinderheim Rafael aufzubauen und in enger Zusammenarbeit mit einer befreundeten Organisation zu betreiben, schöpfen wir aus dem persönlichen Glauben. Wir sehen es als unsere Aufgabe den Kindern das Evangelium so gut wie möglich vorzuleben und zu verkünden. In der Botschaft von Tod und Auferstehung von Jesus Christus steckt Hoffnung – und Hoffnung ist genau das, was diese Kinder am meisten brauchen.

Die Leitsätze des Kinderheims Rafael

Alexander: «Mit dem Kinderheim Rafael ist ein Grosser Traum in Erfüllung gegangen. Es ist für mich heute noch ein Wunder und ein Geschenk Gottes.»

Die Kinder, ihr Wohl, ihre persönliche Entwicklung, ihre Gesundheit und ihre Zukunftschancen liegen uns am Herzen. Wir haben ein ganzheitliches, christliches Menschenbild, das sich auf gegenseitige Wertschätzung und Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Kindes gründet. Wir respektieren die soziale und kulturelle Herkunft der Kinder. Wir bieten den Kindern ein stabiles Umfeld, in dem sie Liebe, Aufmerksamkeit, Gemeinschaft, Kontinuität, Verlässlichkeit und Geborgenheit erfahren. Wir begleiten die Kinder in ein suchtfreies, gewaltfreies und selbständiges Leben.

Bild: Unsere Jungs Jose, Douglas und Reinaldo.

Wir erwarten von Gott Liebe, Fürsorge, Heilung und Zuversicht.


Casa Girasol – Unsere Missionarin berichtet von ihren Erlebnissen

Ein persönlicher Brief von Heidi Zwicky Liebe Leser, ich bin nun seit einem halben Jahr in Honduras und möchte euch mit diesem Brief persönlich berichten, wie ich die Kinder im Rafael erlebe: In der ersten Zeit waren die Kinder ruhig und zurückhaltend. Sie mussten zuerst etwas abtasten. Auch ich habe die Kinder zuerst einmal beobachtet. Ich stellte mir die Fragen: Welches sind die Aussenseiter, welche etwas schwieriger, wie gehen sie miteinander um und wo haben sie Defizite? Aber nach ein paar Tagen war das Eis gebrochen. Ja, diese Kinder brauchen viel Zuwendung, Geduld, Verständnis und Liebe. Für mich ist wichtig, dass ich alle gleich behandle. Ich möchte jedes Kind so annehmen und lieben wie es ist. Die Kinder kommen oft mit ihren Anliegen, Fragen und Wünschen zu mir. Die Kinder sind so hungrig nach Liebe und Zuwendung und umarmen mich immer wieder. Die Kinder geniessen es, wenn man ihnen zuhört, sie ernst nimmt, und sich für sie Zeit nimmt. Kürzlich kam ein 15-Jähriger zu mir und sagte: «Abuela – was soviel heisst wie Grossmutter –, ich werde von meiner Familie nicht geliebt. Meine Mutter ist gestorben, mein Vater im Gefängnis, mein Bruder in einem anderen Heim. Ich habe niemanden.» Ich musste wirklich kurz überlegen, wie ich reagieren soll? Ich nahm ihn in die Arme und sagte: «Aber ich bin deine Abuela und habe dich gern!» Er strahlte mich an und bedankte sich.

Sí abuela! Bei einer anderen Begebenheit war ein älterer Junge sehr traurig. Ich habe ihn angesprochen und er hat mir seine Sorgen erzählt. In diesem Moment erschien einer von den kleineren Jungs im Zimmer und wollte sich auch neben mich setzen. Ich habe ihm dann erklärt: «Dein Bruder möchte gerne alleine mit mir reden, verstehst du das? Wenn du mich brauchst bin ich auch für dich da.» «Si Abuela, alles klar.» Ist doch schön, wenn die Kinder so Verständnis zeigen! Die Kinder sind offen und erzählen aus ihrem Leben. Die Jungen haben viele traurige und schwere Erlebnisse gemacht. Die meisten haben

Heidi Zwicky (60) aus Rickenbach-Sulz lebt seit 2010 in Honduras.

Heidi: «Die Kinder sind so hungrig nach Liebe und Zuwendung. Sie umarmen mich immer wieder.» zahlreiche Geschwister und oft keinen Vater zu Hause. Ich frage mich oft, was diesen Kindern alles durch den Kopf gehen muss, wie sie das alles verarbeiten. Diese Erlebnisse zeigen sich dann, in dem sie traurig, aggressiv oder unmotiviert sind. Da braucht es auch von meiner Seite her viel Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen. Ich bin froh, dass die Jungs bei uns im Rafael ein Zuhause gefunden haben.

Dankbarkeit Kürzlich sagte ein Erzieher zu mir, er möchte den Kindern eine Freude bereiten, weil sie sich die ganze Woche über gut verhalten haben, aber er habe kein Geld dazu. Er wusste sehr wohl, dass Heidi weich wird. So ging ich auf den Markt und habe dort Mützen gekauft. Am Abend erklärte der Erzieher den Kindern, ich hätte ein Geschenk für sie. Bevor sie wussten was, stürmten alle auf mich zu und umarmten mich und bedankten sich. Ich sage euch, diese Freude und das Geschrei hättet ihr sehen und hören müssen! Als sie dann die Mützen sahen strahlten ihre Augen. Was gibt es Schöneres als strahlende Kinderaugen? Seit ich die verschiedenen Familien

der Kinder kennen gelernt habe, die alle sehr arm leben, habe ich noch mehr Verständnis für die Kinder, wenn sie oft auch nicht so mitmachen wollen. Ich denke mir, da steckt bei jedem eine persönliche Geschichte dahinter. Manchmal versuchen die Jungs aber auch mit einer Umarmung etwas zu erlangen. Aufgepasst, sie sind schlau! Da braucht es oft die härtere Seite, die mir weniger liegt, und das haben die Kinder schnell raus. Oft höre ich dann mit einer lieben Stimme und einem lieben Blick: «Abuela, bitte, bitte». Es braucht manchmal etwas Kraft, Nein zu sagen. Ich darf sagen, ich habe zu allen Kindern eine gute Beziehung und bin dankbar dafür. Mein Wunsch ist es, dass die Kinder geheilt werden von ihrer traumatischen Vergangenheit und dass sie sich im Heim zu Hause fühlen. Ich möchte ihnen weiterhin eine gute Abuela sein, die ihnen Liebe und Wärme vermittelt und für sie da ist, wenn sie es schwer haben. Ich kann das jedoch nur mit Gottes Hilfe. So bin ich dankbar, dass ich jeden Tag neu Gott alles hinlegen darf und er die Kinderherzen berührt. Es grüsst euch herzlichst eure Heidi


Casa Girasol – Die Arbeit unserer Missionare in Honduras

Ein Arbeitstag mit Thomas Biaggi Ich möchte euch erzählen, wie ein normaler Tag meines Lebens als Missionar hier in Honduras aussieht. Spätestens um sechs Uhr in der Früh stehe ich auf und nutze die Stille, um mir einen Input im Internet anzuhören. Nach den täglichen Pflichten, der Morgentoilette und dem Frühstück, begebe ich mich auf den zweiminütigen Arbeitsweg ins Rafael.

Uno spielen Um sieben Uhr (mittlerweile fast immer pünktlich) empfange ich meine drei honduranischen Mitarbeiter. Die erste halbe Stunde des Tages lehre ich die Mitarbeiter spielen und singen. Inzwischen beherrschen sie UNO mit Spezialregeln und spielen es auch fleissig mit den Kindern. Ich habe mir fest vorgenommen, ihnen auch noch andere Spiele beizubringen. Die meisten Honduraner kennen das nicht. Ich finde es sehr wichtig für die Kinder, dass sie eine Betreuung haben, die sich mit ihnen intensiv beschäftigt und das geht oft über ein Spiel am einfachsten.

Bild: Darwin, Nelson und Humberto beim Zementieren eines Schachtdeckels.

Bibelarbeit Von halb acht bis acht widmen wir uns der Bibel. Im Moment beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Gebot (Lukas 10,25-28). Wir suchen nach Ideen, wie wir die Kinder zum Nachdenken anregen können, was dieses Gebot beinhaltet. Was ist Liebe? Was will Gott? Reden wir nur von

Gottes Willen oder handeln wir auch danach? Wie zeigt sich Nächstenliebe in diesem Heim? Ich stellte fest, dass in Honduras offen über den Glauben geredet wird.

Fussballverrückt Susan, Jael, Thomas und Levi Biaggi aus dem Fricktal sind im Oktober 2010 als Familie nach Mittelamerika gezogen. Als Physiotherapeutin und Maurer/Zimmermann sowie Arbeitsagoge sind Susan und Thomas vielseitig einsetzbar. Im Vordergrund steht die Ausbildung der Mitarbeiter. In ihrem Blog www.biinho2010. blogspot.com berichten sie von ihrem Leben in Honduras.

Um acht Uhr stossen zwei 15-Jährige Rafael-Jungs zu uns, die am Nachmittag Schule haben und am Morgen mit uns Sport machen. Honduraner sind «fussballverrückt». Es ist eine weitere Herausforderung für mich, den Kindern die Wichtigkeit von Einlaufen, Ballschulung und Übungen beizubringen. Sie würden viel lieber einfach nur spielen. Nach einer Stunde Sport mit Kraftübungen haben wir uns einen Kaffee verdient. Dann heisst es raus aus den Sport- und rein in die Arbeitskleider. Neben den täglichen Arbeiten wie

Missionare in Honduras

Thomas: «Ich sehe meine Aufgabe hauptsächlich darin meine drei Mitarbeiter einzuarbeiten und mein Wissen und Meine Erfahrung an sie Weiterzugeben.»

Laubrechen, Wischen, Abfall entsorgen, Gras schneiden, Kaffee schälen, haben wir auch Reparatur- und Maurerarbeiten zu erledigen. Heute habe ich mit einem Kind einen Lichtschalter repariert. Wir versuchen alles selbst zu reparieren, was wir können. Einerseits ist das billiger und meistens auch schneller. Mit den zwei Jugendlichen zu arbeiten

 Casa Girasol beschäftigt seit 2008 Missionare. Nur dank der ehrenamtlichen Mitarbeit können wir unsere Arbeit in Honduras mit kleinem Budget verwirklichen.  Unsere Missionare haben ein brennendes Herz für Kinder und Jugendliche, leben eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus und kommen aus verschiedenen landeskirchlichen und freikirchlichen Gemeinden.  Casa Girasol stellt den Missionaren Kost und Logis zur Verfügung. Für Reisekosten, persönliche Ausgaben, Krankenkasse etc. sind sie selbst verantwortlich.  Im Online-Tagebuch und in den Missionsberichten kann man mehr über ihre persönliche Motivation, ihre Erlebnisse sowie aktuelle Gebetsanliegen erfahren.  Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie die Missionare allgemein oder jemanden persönlich kontaktieren bzw. unterstützen möchten.


Casa Girasol – Einen Heimplatz ermöglichen

Pate eines Kindes werden Nachmittag

Nach der Mittagspause treffen wir uns erneut in der Bodega und planen den Input. Jeden Tag ist ein Mitarbeiter verantwortlich, den Kindern einen Input zu geben. Danach teilen wir die Gruppe. Die Hälfte arbeitet draussen, je zwei Jungs pro Betreuer. Die andere Hälfte ist im Haus und beschäftigt sich mit Bändeli knüpfen oder macht Hausaufgaben. Um drei Uhr werden die Gruppen gewechselt und es wiederholt sich alles. Um vier Uhr wechseln die Kinder die Kleider und begeben sich auf den Sportplatz. Fussball! Freude in allen Gesichtern!

Familienleben Um fünf Uhr endet für mich offiziell der Tag mit den Kindern, doch meistens spiele ich mit ihnen noch eine Partie und es wird fast sechs Uhr bis ich zu Hause bin. Dort wartet meine Familie auf mich. Den Abend verbringe ich mit meiner Familie. Donald-Duck schauen, Ballspielen, Tanzen, Kinder ins Bett bringen und Zeit mit der Ehefrau sind die Teile des täglichen Abendprogramms. Ich bin zuversichtlich, dass ich einen grossen Teil meiner Aufgaben bald am Tag erledigen kann, wenn die Mitarbeiter immer selbständiger werden. Um spätestens elf Uhr sinke ich müde und meistens zufrieden in mein Nest. Thomas Biaggi

Freundschaft Als Patin oder Pate unterstützen Sie das Kinderheim Rafael mit einem regelmässigen Betrag Ihrer Wahl. Unabhängig von der Höhe der Unterstützung haben Sie die Möglichkeit, sofern Sie das wünschen, eine persönliche Brieffreundschaft mit einem der Kinder zu pflegen und so an seinem Leben Anteil zu haben. Für die Burschen bedeutet es sehr viel, zu wissen, dass jemand für sie aufkommt, sich für sie interessiert und für sie betet. Gerne werden wir die Briefe übersetzen. Bitte schreiben Sie uns einen Brief oder ein Mail und übernehmen Sie eine Patenschaft, damit wir bald alle Heimplätze finanzieren können.

Freiwillig Mit einer Patenschaft gehen Sie keinerlei Verpflichtung ein und können die Unterstützung jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden. Die Spenden können in der Schweiz bei den Steuern abgezogen werden. Ob Sie 20.– oder 250.– monatlich spenden wollen, jeder Betrag ist eine grosse Hilfe.

Informationen

Um elf Uhr trennen sich die zwei von uns und stylen sich für die Schule. Wir Arbeiter begeben uns in unsere Bodega (Werkstatt) und planen den Nachmittag. Nebst der Planung von Arbeit und Sport für dreizehn Kinder am Nachmittag widmen wir uns der schriftlichen Arbeit. Wir halten Auffälligkeiten der Kinder fest, die wir beobachten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir mit jedem einzelnen Kind Gespräche führen, um persönliche Ziele zu definieren und Wege aufzuzeichnen, die dahin führen. Meine Hauptaufgabe sehe ich in der Ausbildung der Arbeitsbetreuer.

Fünfzehn Kinder leben im Rafael. Bisher haben wir für zehn Kinder Paten gefunden. Um auch für die anderen Kinder den Heimplatz zu finanzieren brauchen wir Ihre Hilfe!

 D  er Förderverein Casa Girasol ist vom Kanton Thurgau als gemeinnützig anerkannt und in den meisten Kantonen steuerbefreit.  D  er Vorstand, die Leitung und die Missionare arbeiten ehrenamtlich.  H  aben Sie Fragen? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Gesamtleiter Alexander Blum auf.

Casa Girasol – Danke für ein gutes Jahr

Jahresrechnung 2010 Wir wurden im vergangenen Jahr reich beschenkt. Allen Spendern, Sponsoren und Helfern möchten wir von Herzen danken! Etwa CHF 147‘000.– durften wir 2010 als Spenden, Sponsorenbeiträge und Kollekten entgegen nehmen. Im Vorjahr waren es CHF 86‘000.–. Für Mittelbeschaffung und Verwaltung haben wir nur 6% verwendet. Auch mit den Einsätzen konnten wir einen kleinen Gewinn erzielen, der dem Casa Girasol zugute kommt.

Ehrenamtlich 2010 haben wir das Heim Rafael renoviert und eröffnet. Zudem haben wir einige Lagerwochen im Casa Girasol mit Strassenkindern durchgeführt. Dies alles war nur dank der zusätzlichen Spenden und

Bild: Ein Strauss Sonnenblumen.

ist sehr befriedigend, denn sie haben den Willen zu arbeiten und zu lernen.

der freiwilligen Mitarbeit von vielen Personen möglich. Der Vorstand, die Leitung, die Missionare arbeiteten alle ehrenamtlich und wurden von zahlreichen Volontären unterstützt. In den ersten Monaten 2011 haben wir leider einen Spendenrückgang von 25% gegenüber dem Vorjahr. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Monaten wieder leicht zulegen können, um das Heim und die Lagerwochen finanzieren zu können.


Casa Girasol – Kinderherzen für Jesus Christus gewinnen

Lagerwochen für Strassenkinder Casa Girasol lädt Strassenkinder, die ansonsten von befreundeten Organisationen in Heimen und Auffangstellen betreut werden, zu Lagerwochen ins Casa Girasol ein.

Strassenkinder

Pferde reiten Natur pur hilft Wunden heilen! Abenteuer, Spass und biblische Geschichten, statt Gewalt und Armut. Mit Camps schaffen wir für einige Tage ein Stück heile Welt für die traumatisierten Strassenkinder. Raus aus

Bild: Gruppenspiele.

der Stadt, ab in die Natur! Zum ersten Mal die Sterne sehen oder eines unserer Pferde reiten! Es gibt keinen Ort, der den verletzten Kinderseelen wohler tut, als die Natur. Gleichzeitig möchten wir die Kinder für ein Leben mit Jesus Christus gewinnen. Dies geschieht freiwillig und ohne Druck.

Lagerwochen

 E  ine Lagerwoche kostet ohne Personalkosten ca. CHF 1900.- für zwanzig Kinder. Eine Investition, die sich lohnt!  F  otos und das genaue Programm einer Lagerwoche finden Sie auf www.casagirasol.ch.

Casa Girasol – Nach Honduras reisen und selbst mitmachen

Ein Viva! Camp vor Ort miterleben Seit zwei Jahren organisieren wir mehrmals jährlich Viva! Camps und bieten so Interessierten die Möglichkeit sich in einem dreiwöchigen Einsatz vor Ort zu engagieren. Die bisherigen Viva! Camps waren für die Teilnehmer eine tolle Erfahrung: direkt mit den Strassenkindern zusammen zu sein, ihnen Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe zu schenken und mitzuhelfen, dass sie das Evangelium kennen lernen.

Abenteuerferien An einigen Tagen werden wir das eindrückliche Land bereisen, im Pazifik und in der Karibik baden, Maya Pyramiden sehen, in typischen Hotels übernachten und einfach Land und Leute kennen lernen und das Leben geniessen. Jeder Tag ein Abenteuer!

Kurzeinsatz In den ersten zwei Wochen werden wir gemeinsam ein Kindercamp für Strassenkinder vorbereiten und schliesslich mit dem Team durchführen. Jeder setzt sich dort ein, wo es ihm am meisten Spass macht und man Talente mitbringt: Zum Beispiel als Kinderanimator, als Musikerin, als Köchin, als Chauffeur, als Krankenschwester, als Nachtwache, als Leiter eines Workshops etc. Während des ganzen Aufenthaltes sorgen unser Team und unsere Missionare für das Wohl der Volontäre aus Deutschland und der Schweiz. Mehr Informationen zu den Einsätzen und Reisen haben wir auf unserer Webseite www.casagirasol.ch zusammen gestellt.

Die Lagerarbeit ist eine gute Gelegenheit, die Kinder während einer Woche zu begleiten und öffnet die Türen für gegenseitiges Vertrauen. So kann das Team, bestehend aus honduranischen Mitarbeiterinnen und unseren Missionaren und Volontären, für die Sorgen der Kinder da sein, zuhören, trösten und helfen.

Bild: Ein bunter Papagai.


Casa Girasol – Informationen zum Geschehen vor Ort

Noch Näher am Geschehen sein Der Platz im Infoblatt reicht nicht aus, um über alle Ereignisse rund ums Casa Girasol und Rafael zu informieren. Wir haben noch viel mehr zu berichten! Deshalb bieten wir allen Interessierten weitere Möglichkeiten, um ganz nah am Geschehen zu sein.

Im Internet Im Internet bieten wir eine bunte Palette: Unsere Webseite www.casagirasol.ch ist aktuell und informativ und verfügt über eine Fotogalerie, ermöglicht Video-Rundgänge durchs Kinderheim und enthält ein Archiv mit allen Dokumenten. Wir verschicken zudem monatlich unseren E-MailNewsletter ‹Casa Girasol Telegramm› und sind in diversen Social Communities (Facebook etc.) vertreten.

Bild: Gabeln in Wassermelonen.

Portrait

Tagebuch-Blog

Um unsere Arbeit ausführlich zu präsentieren, haben wir ein Portrait zusammen gestellt. Gerne senden wir Ihnen unser Portrait per Post zu oder Sie können es online auf unserer Webseite durchblättern.

Unsere Missionare berichten regelmässig von ihren Erlebnissen während der Lagerwochen oder von ihrer Arbeit im Kinderheim Rafael. Auf unserer Webseite führt ein Link direkt zum spannenden Online-Tagebuch.

Casa Girasol – Sinnvoll in die Zukunft investieren

Sponsoring für einen Brunnen Wir denken langfristig und planen die Zukunft, soweit dies möglich ist. Ein grosser Wunsch von uns ist es, im Casa Girasol einen Brunnen zu bohren um so kostengünstig Wasser beziehen zu können. Rund zehntausend Dollar müssen wir für dieses Vorhaben, von dem auch die Nachbarsfamilien profitieren werden, investieren. Das Projekt Brunnenbau wird vom Ingenieur Thomas Blum ehrenamtlich betreut und soll Mitte 2012 realisiert werden. Zur Finanzierung des Projekts sind wir auf der Suche nach Sponsoren

IWP Weinfelden Mit einer Spende von rund CHF 3000.– macht das Ingenieurbüro IWP aus Weinfelden den Anfang . Wir danken der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern für diese grosszügige Spende. Die IWP AG ist im Bereich der kommunalen Wasserversorgung tätig. und somit ist es eine schöne Geste, dass sie einen Teil ihres Gewinns

in die Wasserversorgung in einem Drittweltland investieren.

Grosser Nutzen Der geplante Brunnen soll nicht nur das Casa Girasol mit Wasser versorgen. Wir möchten den Brunnen so anlegen, dass auch unsere Nachbarsfamilien sauberes Wasser beziehen können. Bisher müssen wir das Wasser mit einem Tankwagen heranführen und eine Zisterne damit füllen,

was mühsam und teuer ist. Die Nachbarsfamilien, die in kleinen Hütten wohnen und keine Wasserzisterne haben, holen sich Wasser aus dem Fluss oder waschen sich selbst oder ihre Wäsche in einem Tümpel ganz in der Nähe. Das Wasser ist verdreckt und voller Keime. Der Brunnen wird also für viele Menschen von grossem Nutzen sein und die Hygiene und Gesundheit verbessern. Und mittelfristig lässt sich damit sogar Geld sparen, da kein Wasser mehr gekauft werden muss.


Casa Girasol – Ihre Spende ermöglicht unsere Hilfe für Strassenkinder

Dank Spenden wahre Hoffnung säen Ohne Spenden wäre unsere Arbeit in Honduras nicht möglich. Sie schenken uns durch Ihr Weitererzählen, durch Ihre Spende und durch Ihre Gebete, die Unterstützung, die wir brauchen, um helfen zu können. Nur durch Spenden können wir uns im Kinderheim Rafael und während

der Lagerwochen im Casa Girasol für die Strassenkinder in Honduras einsetzen und sie wahre Hoffnung und Liebe erfahren lassen. Wir erzählen ihnen von Jesus Christus und säen einen kleinen Samen. Wir sind überzeugt, dass Gott diese Samen pflegt und wachsen lassen wird.

Susan: «Es wäre schön, wenn wir den Kindern im Rafael Arbeitskleidung und Schuhe kaufen könnten!» Kosten: Fr. 650.– Thomas: «Fürs Arbeitsprogramm wünschte ich mir eine Stihl Motorsäge MS 250.» Kosten: Fr. 380.– Alexander: «Es leben15 Kinder im Heim, aber es fehlen uns noch 5 Patenschaften, welche die Lebenskosten für mehr Kinder tragen.» Kosten pro Heimplatz: Fr. 250.– / Teilbeträge möglich Marina: «Wir würden gerne weitere Lagerwochen im Casa Girasol durchführen, um mehr Kinder zu erreichen.» Kosten 1 Lagerwoche für 20 Kinder Fr. 1900.– Heidi: «Ich würde gerne etwas mehr Budget für Spiele, Geschenke und Bastelsachen haben.» Kosten: ca. CHF 600.– / Jahr Bild: Sonnenblumensamen.

Alle Spenden werden vom Förderverein Casa Girasol verwaltet und sind in der Schweiz steuerbefreit. Der Verein ist Mitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA. Förderverein Casa Girasol Postfach 281 Postkonto: 85-462791-4 CH 8586 Erlen IBAN CH24 0900 0000 8546 2791 4 Tel. +41 71 648 26 71 BIC POFICHBEXXX eMail: casagirasol@directbox.com Swiss Post, Nordring 8, CH–3030 Bern Die Angaben zu unserem deutschen Spendenkonto finden Sie im Internet. Die Verdankung der Spenden erfolgt jährlich Ende Januar. Auf unserer Webseite können Sie auch mit Kreditkarte spenden (Via Paypal). Bei Zweckbestimmung bringen Sie bitte den Vermerk «Kinderheim», «Lager» etc. an. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen persönlich zur Verfügung. Weitere Informationen zum Casa Girasol finden Sie auch im Internet unter:

www.casagirasol.ch

www.wir-bauen-ein-kinderheim.ch

Impressum: Text & Gestaltung von Alexander Blum, Bilder von unseren Missionaren und zur Verfügung gestellt von Volontären. Korrektorat Blaufeder Verlag www.blaufeder.ch.

Adressen & Kontakte Casa Girasol Postfach 281, CH – 8586 Erlen +41 (0)71 648 26 71 casagirasol@directbox.com www.casagirasol.ch Alexander Blum, Gesamtleiter alex.blum@directbox.com Monika Blum, Präsidentin mblum@bluewin.ch Marina Vaccaro, Aktuarin marina.vaccaro@directbox.com Heidi Zwicky und Familie Biaggi +504 888 68 509 (HON)


CG Info Sommer 2011