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DIE

BRIEFMARKE Post und Philatelie in Österreich

Schöne Weihnachten!

Kunstvoll gefertigte Krippe des Vereines „Krippenfreunde Pinkafeld Südburgenland“ Foto: Thomas Rieger

12.11 2.10 58. Jahrgang 59. Dezember Februar 2010 2011 Einzelpreis EUR 3,50 Sponsoring Post, Entgelt bezahlt, Verlagspostamt 1060 Wien, GZ: 02 Z 031235 S


IN DIESEM HEFT

Editorial...........................................................................................................................................3

Winterzeit: Nicht nur wenn es schneit........................................................................6-7 Großes Gewinnspiel.......................................................................................8

PHILATELIE

Vorphilatelie: Von Postmeistern, Verordnungen und Stempelfarben........................................10-12 Thematische Philatelie: 50 Jahre WWF – Im Zeichen des Panda................................................ 13 Feldpost: Nationalfeiertag am 26. Oktober....................................................................................14 Philatelie Spezial: Verrechnungsmarken.......................................................................................45 Traditionelle Philatelie: Schweizer Kantonalmarken 1843-1854..............................................46-47 Ballonpost: Vom Burgenland in die Steiermark – Ballonpost einmal anders............................48-49 Philatelie und Zeitgeschichte: Merkur hinter Stacheldraht.......................................................50-52 Postgeschichte: „Ausgelagerte“ Stempel der Österr. Post im Bereich der Deutschen Post....53-55 Ansichts- und Motivkarten: Gruß vom Krampus.......................................................................56-57

ALBUM

Sondermarke „220. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart“....................................................... I Editorial...........................................................................................................................................II Impressum.......................................................................................................................................II Das Ausgabeprogramm 2012.........................................................................................................III Ausblick auf 2012....................................................................................................................... IV-V Nachlese.........................................................................................................................................V Weihnachten naht....................................................................................................................VI-VIII Neuausgaben.................................................................................................................................IX Philatelietage im Dezember............................................................................................................X Weihnachtssonderstempel aus Oberndorf bei Salzburg.................................................................X Sonderstempel.........................................................................................................................XI-XII Sonderpostbeförderungen............................................................................................................XIII AWZ..............................................................................................................................................XIII Postämter-Chronik...................................................................................................................... XIV

AUSLAND

Neues aus aller Welt................................................................................................................58-59

VERBAND

VÖPh-Jugend...........................................................................................................................60-61 Termine: Philatelistische Veranstaltungen, Auktionen und Wettbewerbsausstellungen...........62-63

GESELLSCHAFT

Neues aus unseren Verbandsvereinen....................................................................................64-65

SERVICE

Leserforum....................................................................................................................................66 Literatur....................................................................................................................................66-67 Wortanzeigen...........................................................................................................................67-68 Impressum.....................................................................................................................................71

STAMP!

Die STARKEN Seiten für MARKEN-Kids.................................................................................69-71

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DIE BRIEFMARKE 12.11


winterzeit

Nicht nur wenn es schneit… Brrrr… Winterfreud oder Winterleid? Es kommt auf die jeweilige Sichtweise an. Auf Briefmarken sind „winterliche“ Gemälde weniger zu finden. Anders bei Motiven in Verbindung mit wintersportlichen Ereignissen. Hier sind dann auch Staaten dabei, in denen wohl nur die wenigsten von deren Einwohnern jemals in ihrem Leben mit Schnee in Kontakt gekommen sind.

Giuseppe Arcimboldo, „Winter“ (1563, KHM Wien)

Es kam wohl überwiegend auf den jeweiligen sozialen Status der Menschen an: Leichtfüßig-harmlose Winterfreuden oder lebensbedrohliche Naturgewalt – beide Szenarien existieren in der Kunst. Es gelang jedoch nur einer kleinen gesellschaftlichen Schicht, der unwirtlichen Außenwelt einen Zauber abzugewinnen. Frei von Alltagssorgen verkürzte man sich, wohl gewärmt und genährt, die kalten Monate durch diverse Vergnügungen.

Von der Mythologie bis zum Überlebenskampf Die Mythen, mit Hilfe derer die großen Kulturen die Entstehung der Welt zu erklären versuchten, sind sich meist einig: Der Winter kam als Bestrafung und als Plage auf die Erde. In der nordischen Mythologie kündigt eine dreijährige Frostperiode das Ende der Welt an. Und später: Von den Napoleonischen Feldzügen bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus sind viele Armeen in Eis und Schnee stecken gebliebenen, in Not und Elend versunken. Deren romantisierende, wohl als Propaganda gedachten Darstellungen konnten und können von den Betroffenen meist nicht nachvollzogen werden. Der Winter bringt aber auch eine ruhevolle und sorglos ausgelassene Stimmung: In der Nähe schneebedeckter weiter Ebenen kann man auf zugefrorenen Gewässern die Freuden der Eisläufer beob­achten. Nicolas Mignard, „Der Winter“

Die ersten Winterlandschaften Im Norden Europas – vor allem in Flandern – entstanden um die Mitte des 16. Jahrhunderts die ersten eigenständigen Winterlandschaften auf Gemälden. Genau diese Region litt während der so genannten „Kleinen Eiszeit“ unter besonders tiefen Durchschnittstemperaturen. Das wohl älteste Wintermotiv in der Kunst: Peter Bruegel d.Ä. „Jäger imSchnee“ (1565, Eichenholz, 117 x 162 cm)

© Kunsthistorisches Museum Wien

Sir Henry Raeburn, „Reverend R. Walker läuft Schlittschuh“

Bruegel, „Jäger im Schnee“ (Ausschnitt)

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winterzeit Erstmals wurden die Wintermotive im großen Stil aus dem ursprünglich üblichen Kontext der Kalender- und Monatsdarstellungen herausgelöst. Nachdem sie wieder aus der Mode gekommen und aus dem Blickpunkt verschwunden war, erlebte die Winterlandschaft dann in der Kunst des späten 18. Jahrhunderts ein Comeback. Von der ursprünglichen romantischen Verklärung ausgehend, konzentrierten sich die Maler später auf das äußere Erscheinungsbild der winterlichen Farbnuancen.

Bruegel „Winter“ auf einem rumänischen Block zur thematischen Ausstellung „Themabelga 1975“.

Der Winter in der Kunst Das „künstlerische Angebot“ an Wintermotiven ist vielfältig: Eislaufen als gesunder Sport für galante Paare, geselliges Trinken, Winterreisen, frierende Tiere, Bauern und Bettler, Kälte, Armut und Alter fanden über Jahrhunderte Eingang in künstlerische Auseinandersetzung und stilistische Entwicklungen. Selbst Portraits passen ins Bild, geben sie doch Einblick in die jeweiligen Wintermoden.

Der Winter in der thematischen Philatelie Vielleicht liegt es an der fehlenden Vielfalt von winterlichen Motiven aus dem Bereich der Kunst, dass sich so wenige thematische Sammlungen mit diesem Thema auseinandersetzen. Sportliche Großereignisse – und hier vor allem die jeweiligen Olympischen Winterspiele – finden hier, meistens allerdings nur als Gebrauchsgraphik, in den Markenbildern sehr wohl ihren Ausdruck.

Auch heute tut noch Hilfe Not! Auch heutzutage empfindet durchaus nicht jeder Winterfreuden. Etliche Tiere führen – soferne sie nicht von Haus aus einen Winterschlaf halten – einen winterlichen Überlebenskampf und bedürfen der menschlichen Hilfe. Und man sollte auch nicht vergessen, dass es viel versteckte Armut unter unseren Mitbürgern gibt. Viele können ihre Wohnungen nur spärlich oder gar nicht beheizen, Hilfs­organisationen wie Caritas oder Diakonie leisten hier wertvolle Hilfe. Man sollte dabei nicht übersehen, dass diese Hilfe Geld kostet. – Geben Sie einen kleinen Teil Ihres Wohlstandes weiter!

Herbert Judmaier

Bruegel, „Winter“ auf einer Maximumkarte (aus dem Block getrennte Einzelmarke).

© Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München

Richard Wenig „Nächtliche Schlittenfahrt König Ludwigs II.“ (um 1880, Leinwand, 80 x 125 cm)

Alfons Walde, „Kitzbühel im Winter“ Unser Ausstellungstipp: Wintermärchen (Winter-Darstellungen in der europäischen Kunst von Bruegel bis Beuys) Bis 8. Januar 2012: Kunsthistorisches Museum Wien Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr (Do bis 21 Uhr) 10. Februar bis 29. April 2012: Kunsthaus Zürich (in leicht veränderter Gestaltung)

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winterzeit

Exklusiv für die Leser der „Briefmarke“:

Großes WeihnachtsGewinnspiel!

Spielen Sie mit – und gewinnen Sie einen von 30 attraktiven Preisen! Rechtzeitig zum großen Fest werden diese am Gabentisch der glücklichen Gewinner liegen.

Gewinnfrage:

In welchem Jahr öffnete das berühmte Postamt Christkindl erstmals seine Pforten? A. 1940 B. 1950 C. 1960 Senden Sie eine Postkarte mit der richtigen Antwort an: Österreichische Post AG, Unternehmenszentrale, Abteilung Philatelie und Marken, 1030 Wien, Haidingergasse 1. Teilnahmeschluss ist der 12. Dezember 2011.

Wir verlosen unter allen richtigen Einsendungen

10 Stück des Marken Buches „Akt auf Marke“, 10 Stück des Marken Buches „Jagd in Österreich“ und 10 Stück der Numis Edition „Maria Theresia“. andreas h. bitesnich

Andreas H. Bitesnich / BEST OF NUDES

aktaufmarke

mit 8 exklusiven Briefmarken im Gesamtwert von € 5,28

Teilnahmeberechtigt sind alle Leser der „Briefmarke“, ausgenommen Mitarbeiter der Österreichischen Post AG und deren Tochterunternehmen. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftwechsel geführt werden. Die Ziehung der Gewinner erfolgt Mitte Dezember 2011. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barablöse ist nicht möglich. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

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thematische PHILATELIE

50 Jahre WWF – Im Zeichen des Panda: Mit Briefmarken zum Schutz seltener Tiere 50 Jahre sind vergangen, seit im September 1961 der weltweite Naturschutzbund WWF International mit seinen ersten regionalen Sektionen in der Schweiz, in Großbritannien und in den USA gegründet wurde. Berichtet haben wir darüber bereits in der März-Ausgabe des heurigen Jahres; hier eine Ergänzung weiterer Ausgaben, die nicht nur den Tierschutzgedanken fördern helfen, sondern auch einen attraktiven Platz in jeder entsprechenden thematischen Sammlung einnehmen.

Auch Briefmarken helfen Die offiziellen Briefmarken mit dem WWF-Logo des Pandabären setzen den Gedanken des Artenschutzes international anschaulich um und leisten gleichzeitig einen Beitrag für die Projekte des WWF. Bis heute sind rund um die Welt weit über eine Milliarde WWF-Postwertzeichen in Umlauf gekommen. Mit rund 500 Ausgaben und mehr als 2.000 Werten aus fast 220 Ländern ist diese Naturschutz-Reihe das Motivgebiet mit der größten internationalen Verbreitung. Neben postfrischen Ausgaben entstehen unter Koordination der Schweizer Groth AG Ersttagsbriefe, Maximumkarten und solide Alben, begleitet von ausführlichen, wissenschaftlich fundierten Beschreibungen der bedrohten Tiergattungen aus allen Kontinenten. Umgerechnet mehr als 20 Millionen Euro an Lizenzbeiträgen konnten dem WWF so bereits zur Unterstützung seiner Aktivitäten für Umweltanliegen zufließen.

Vielfalt im Jubiläumsjahr Im 50. Jubiläumsjahr feiern 2011 rund 30 Länder mit Sonderbriefmarken in Serien, Blocks und Kleinbogen die Arbeit der Organisation und stellen darauf schutzbedürftige Tiere aus ihren Regionen dar. Damit verspricht dieser Jahrgang der Vielfältigste und Farbenprächtigste der gesamten WWF-Kollektionen zu werden. Einen illustrierten Überblick mit detaillierten Informationen zu den bisher erschienenen WWF-Emissionen und ihren Besonderheiten bietet die Internet-Seite www.wwfstamp.com. Hier werden die Ausgaben nach Jahrgängen sortiert gezeigt, beschrieben und mit aktuellen Marktpreisen je nach Erhaltungsform versehen. f-p

DIE WWF BRIEFMARKENSAMMLUNG

Seit Beginn der Sammlung im Jahr 1969 sind bis jetzt 528 Sätze mit über 2100 Briefmarken von im entsprechenden Land bedrohten Tiere erschienen. Als Lizenznehmer von WWF International seit 1983 ist die Groth AG verantwortlich für die wohl schönste thematische Tiersammlung. Auf unserer Website www.wwfstamp.com sind sämtliche Ausgaben beschrieben und abgebildet und können auf unserem Webshop bestellt werden.

SONDERANGEBOT

Offizieller Katalog der WWF Briefmarken, Basiskatalog und Nachtrag 1 - 6, 1969 bis Ende 2009, vierfarbig, sowie aktuelle Katalogpreise bis und mit Oktober 2011. Normaler Verkaufspreis EUR 85.00 zum Sonderangebot von EUR 51.50, portofreie Zustellung.

THE WWF CONSERVATION STAMP COLLECTION GROT H AG Ge we r b e str asse 19 P.O. B ox 167 CH-6314 Un te r age r i

T e l e fon : +41 41 750 45 72 T e l e fax: +41 41 750 53 55 E -M ai l : i n fo@gr oth .c h www.wwfstam p .c om

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