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Inhaltsverzeichnis Vorwort Den néien Comité stellt sech fir

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REPORTS Bourse de stage Aus dem Logbuch vun engem Psychologiestudent Studieren im Ausland Vergleich des Studenten­ lebens in Spanien und Canada Psychologie in der Freizeit – für Couchpotatoes (I) für Leseratten für Couchpotatoes (II) Photocollage vun eisen Visiten

Seite 10 Seite 11­13

INFORMATION Meet a scientist: Bob Reuter EFPSA ­ For You Soirée d'Information sur la Psychologie 2017 Some (smart) Apps

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NEWS Editor gesiicht Upcoming Events Hall of Fame

Seite Seite Seite Seite

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Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, Fünf Jahre. Es sind einfach mal so ­ von gestern auf heute, fünf Jahre vergangen. Mein Psychologiestudium an der Universität Luxemburg neigt sich zu Ende und der Berufseinstieg steht bereits vor der Tür. Einige von euch befinden sich noch am Anfang der universitären Ausbildung, andere unter euch sind bereits fest eingesattelt ­ sei es als Psychologe, Professor oder Doktorand. Eines haben wir alle gemeinsam: wir kennen die Höhen und Tiefen des Studentenlebens ­ und wir lesen alle den Psycho­lo. Eine Zeitung die sich innerhalb von fünf Jahren immer wieder neu erfand ­ expandierte und zu einer hochwertigen Studentenzeitung heranreifte. Daher gilt auch mein Auruff an alle: wir suchen dringend einen Redakteur, der bereit wäre meinen Posten in der Alep zu übernehemen. Jemand der bereit wäre, sich sowohl im kreativen ­ als auch im technischen Bereich bei der Erschaffung eines solchen Magazins, persönlich weiterzuentwickeln. Wie bei jedem Verein, steht und fällt alles mit den Freiwilligen ­ daher meine Bitte: engagiere dich!

Auch in dieser Ausgabe haben wir kleine Veränderungen vorgenommen: wir haben unsere Unterkategorien auf drei, einschlägige Rubriken reduziert ­

Reports, Information und News. Diese Reduktion trägt jedoch nicht zu einer Qulitätsminderung bei ­ im Gegenteil: ich bin sehr stolz darauf, dass wir in dieser Ausgabe soviele Erfahrungsberichte wie noch nie veröffentlichen konnten. Dies zeigt darauf hin, dass ihr was zu erzählen habt und euch mitteilen wollt. Eine als angehende/r Psychologe/in wertvolle Eigenschaft. Nun bleibt mir nichts anders übrig als mich zu verabschieden. Danke für die tollen Zeiten ­ Danke für die netten Freundschaften ­ Danke an euch alle!

Hoffmann Yannick Editor Psycho­lo


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Firwuert Léif Lieserinnen an Lieser, Fënnef Joer. Et sinn einfach mol sou ­ vun gëschter op haut, fënnef Joer vergaangen. Méin Philologiestudium  op der Universitéit  vun Lëtzebuerg  neigt sech dem Enn zou an den Wiesel an Beruffsliewen steet virun der Dier. Verschiddener vun Iech befannen sech nach um Ufank  vun hirer  universitärer Ausbildung, anerer ënnert Iech sinn  schon fest etabléiert  ­ sief  et als Psychologe, Professer  oder Doktorand. Eppes hun mir all gemeinsam: mir kennen Héichten  an Déiften  vum Studenteliewen  ­ an mir liesen all den Psycho­lo. Eng Zeitung déi sech ënnerhalb  vun fënnef  Joer ëmmer  rem nei erfonnt huet ­ expandéiert ass an zu engem héichwäerteger Studentenzeitung erungewuess ass. Dohier gelt  och mäin  Opruff un all: mir siichen  dringend een neien Redakter, deen bereet wär mäin  Posten bei der Alep ze iwwerhuelen. Een deen bereet wär, sech souwuel am kreativen ­ als och am techneschen Beräich  bei der  Erstellung vun sou engem Journal, perséinlech  weider ze entwéckelen. Wei bei all Veräin, steet an fält alles mat den Fräiwëllegen  ­ dohier meng Bitte: engagéier dech! Och an dëser  Ausgabe hun mir nees kleng Verännerungen virgeholl: mir hun eis Ënnerkategorien  op dräi, prägnant Rubriken reduzéiert  ­ Reports, Information an News. Des Reduktioun

dréit jedoch net zu enger Qualiteitsanschränkung bei, neen am Géigendeel: ech sinn houfreg iech  matzedeelen, dass mir an dëser  Ausgabe souvill  Erfahrungsberichter wei nach nie verëffentlechen  konnten. Dat wéisst  dorops hin, dass dir eppes ze erzielen hutt an iech  och matdeelen wëllt. Eng als ungehenden Psycholog/in wäertvoll Eegenschaft. Dann bleift mir lo näischt aneschters  iwwereg, wei mech bei iech ze verabschiden.

Merci, fir déi flott Zäiten, Merci fir déi léif Frëndschaften, Merci un iech all!

Hoffmann Yannick Editor Psycho­lo


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Den néien Comité stellt sech fir Name: Joëlle Hoffmann Position: Präsidentin & Vice Member Representative in EFPSA Studiert an der: Université de Liège Mein Motto: Giving up is never an option Lieblingsfilm oder ­serie: Game of Thrones Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... beim Sport und bei meinen Freunden. Psychologie ist für mich... mehr als nur ein Studium Name: Simone Wagener Position: Vizepräsidentin & Member Representative in EFPSA & Studiert an der: Goethe Universität Frankfurt am Main Mein Motto: Trust the flow of life! Lieblingsfilm oder ­serie: Shameless, Parcs and Recreaction Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... beim Handballtraining

Psychologie ist für mich... die menschliche Psyche auf biologischer und analytischer Ebene zu verstehen und durch Forschung und Zusammenarbeit zum gesellschaftlichen Fortschritt beizutragen


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Name: Carmen Schmit Position: Sekretärin & Webmaster & Comité de Pilotage Studiert an der: Ruhr-Universität Bochum (Kriminologie) & Uni Trier (Psychologie) Mein Motto: Take it easy, be cool, be happy Lieblingsfilm oder ­serie: Sherlock, Der Bergdoktor, Krimis Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... im Sport, beim Serien schauen, bei Freunden und wenn ich einfach das Leben genieße Psychologie ist für mich... spannend, interessant, abwechslungsreich und erleuchtend

Name: Sam Bernard Position: Kassenwart Studiert an der: Universität Luxembourg Mein Motto: If at first you don't succeed; call it version 1.0 Lieblingsfilm oder ­serie: One Piece & Breaking Bad Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... in meiner Musik und in einer Runde mit Freunden (gelegentlich auch mit dem ein oder anderen Tropfen) Psychologie ist für mich... verstehen was andere verstehen


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Name: Florence Krecky Position: Event Manager & Déléguée SLP Studiert an der: Universität Luxemburg Mein Motto: Travelling is the only thing you buy that makes you richer Lieblingsfilm oder ­serie: The Mentalist Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... im Sport, beim Musik hören, beim Reisen Psychologie ist für mich... die spannende Wissenschaft den Menschen in seiner ganzen Vielfalt zu verstehen

Name: Cara Ströbel Position: Event Manager Studiert an der: Universität Luxemburg Mein Motto: Life isn’t about waiting for the storm to pass, it’s about learning to dance in the rain Lieblingsfilm oder ­serie: Man lernt nie aus

Name

Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... gemeinsam mit Freunden, bei Pferden oder in der Musik

Positi

Psychologie ist für mich... ein sehr wichtiger und vor allem interessanter Fachbereich, mittels dessen ich meine berufliche Zukunft gestalten will

Mein

Studi

Liebli

Den A Aquar

Psych


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Name: Naida Zaimovic Position: Déléguée SLP & Praktikumsbörse Studiert an der: Universität Trier Mein Motto: Stand firmely out for justice Lieblingsfilm oder ­serie: The Hobbit: An unexpected journey Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... In sportlichen Aktivitäten, Kunst Psychologie ist für mich... Die Wissenschaft in der der Mensch zentrales Thema ist. Verantwortung, Gerechtigkeit, Ethik, Neugierde und Liebe zum Menschen spielen eine wichtige Rolle im Beruf des Psychologen Name: Johannes Heuschkel Position: Vorstandsmitglied Studiert an der: Universität Luxemburg Mein Motto: Stay Positive Lieblingsfilm oder ­serie: Sherlock Holmes Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... mit Musik und Sport Psychologie ist für mich... mein LebensinhaltSpaß :D - ein interessantes Studium Name: Yannick Hoffmann Position: Redakteur vom Psycho-lo Studiert an der: Universität Luxemburg Mein Motto: Der Weg ist das Ziel Lieblingsfilm oder ­serie: Synecdoche: New York Den Ausgleich zum Uni­Stress finde ich... Aquaristik und Musik und Spaziergängen Psychologie ist für mich... aber auch für dich...


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Bourse de stage In den kommenden Ausgaben des ,,Psycho­Lo‘‘ werden jeweils drei verschiedene Praktika aus unserer „Bourse de stage“ vorgestellt. In dieser Ausgabe gibt es Einblicke in die klinische Psychologie, die gerontologisch­psychologische Forschung und die Gesundheitspsychologie. Centre Hospitalier Emile Mayrich Das CHEM ist mit über 2000 Angestellten das größte Krankenhaus im Süden Luxemburgs. Es ist an drei Standorten vertreten: Esch, Niederkorn und Dudelange. Des Weiteren beherbergt das Institut auch das Nationale Zentrum der Radiotherapie François Baclesse und das Nationale Zentrum der hyperbaren Oxygenierung. Im CHEM arbeitet ein großes, interdisziplinäres Team, unter anderen in den Abteilungen Traumatologie, Chirurgie, Gynäkologie, ORL, Kardiologie, Endokrinologie, Gerontologie, Neurologie, Onkologie, Pädiatrie und Psychiatrie. Im CHEM gibt es 8 Psychologen, die in der sogenannten „Cellule de psychologie“ auf den drei zuvor erwähnten Standorten aufgeteilt sind. In Dudelange werden psychologische Dienstleistungen in der Neuropsychologie, der neurovaskulären Re­edukation und der Gerontologie angeboten. In Esch arbeiten Psychologen in den Abteilungen Onkologie, Geburtsstationen, Psychiatrie und Neuropsychologie. In Niederkorn gibt es

ebenfalls neuropsychologische Dienste. In Esch und Dudelange dürfen Praktikanten bei Testverfahren für kognitive Funktionen wie etwa Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wahrnehmung, Sprache, Intelligenz, Demenz usw. mit zur Hand gehen. Die Praktika können während dem ganzen akademischen Jahr durchgeführt werden, dabei sollte man neben sprachlichen Fähigkeiten in Luxemburgisch, Deutsch und Französisch (von Vorteil sind ebenfalls Portugiesisch und Italienisch) auch theoretische Kenntnisse der Neuropsychologie haben. Man sollte sowohl selbstständig, als auch in einer interdisziplinären Gruppe arbeiten können, dynamisch und flexibel sein und Reflexionen und Vorschläge hinsichtlich des Umgangs mit den Patienten einbringen können. Es ist wichtig zu erwähnen, dass nur Studierende, die im letzten Jahr ihres Masterstudiums sind, angenommen werden.


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RBS – Center fier Altersfroen – Cellule de Recherche Das RBS wurde Ende der achtziger Jahre als Reaktion auf die demographische Entwicklung der Bevölkerung Luxemburgs ins Leben gerufen. Das Zentrum befindet sich in Itzig. Zu seinen Haupttätigkeitsbere ichen gehören Fort­ und Weiterbildungen in der Altenpflege und Gerontologie. Für Senioren wird die Deutschland sogenannte „Seniorenakademie“ Deutschland angeboten. Dabei handelt es sich um ein Long­Life­Learning Konzept, indem sich Deutschland die Senioren mit Themen wie Altern, physischen und psychischen Deutschland Wohlbefinden und anderen bedeutungsvollen Themen Deutschland auseinandersetzen. Außerdem hat das RBS eine Abteilung für gerontologisch­ Österreich psychologische Forschung, die man unter cellulederecherche.lu konsultieren Österreich kann. Zu den wissenschaftlichen Aktivitäten dieser Abteilung gehören unter Belgien anderem Forschung, Vorträge für Spanien Centre d'information et de prévention

Senioren und die breite Bevölkerung, sowie wissenschaftliche Publikationen. Die Abteilung publiziert auch ein jährliches Magazin mit dem Namen „Angewandte Forschung – Magazin für Psychogerontologie und Entwicklung über die Lebensspanne.“ Ein Praktikum ist ab dem 4. Semester des Bachelors möglich. Neben sozialen und methodologischen Fähigkeiten sollten Praktikanten die landestypischen Sprachen Luxemburgs beherrschen, motiviert, kreativ, autonom, offen sein und einen wissenschaftlichen Geist haben. Des Weiteren sollen die Bewerber Kenntnisse in SPSS und Bibnet verfügen und kontaktfreudig gegenüber älteren Personen sein. Zu den Tätigkeiten der Praktikanten zählen Mitarbeit in wissenschaftlichen Projekten, Literaturrecherche, Textverarbeitung, halbstrukturierte Interviewverfahren und schließlich quantitative sowie qualitative Analysen.

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Spanien 1 Das Zentrum der Information und Prävention engagiert sich seit 2005 für Suizidprävention. Die Hauptaufgaben bestehen darin, statistische, analytische und Frankreich 3 epidemiologische Informationen bezüglich Suiziden zu liefern, Formationen und Weiterbildungen für Fachkräfte zu organisieren, die Bevölkerung bezüglich der Frankreich 3 Anzeichen von Suizid zu sensibilisieren und Aktionspläne auf landesweiter Ebene hinsichtlich der Suizidprävention zu koordinieren. Das Zentrum befindet sich in Frankreich 3 Bertrange und kooperiert mit anderen Institutionen Luxemburgs wie dem Réseau Psy, LiewenItalien dobaussen, ALUPSEUniversità und vielendegli mehr. DesdiWeiteren nimmt das Zentrum jährlich Studi Bergamo 2 am Welttag der Suizidprävention teil, welcher am 10. September stattfindet und vom internationalen organisiert wird. Niederlande Verbund für Suizidprävention Universiteit Leiden 2 Ein Praktikum kann zu jeder Zeit im Jahr durchgeführt werden und richtet sich an Niederlande Maastricht University 2 Studierende des Bachelors und Masters in Psychologie. Gewünschte Fähigkeiten der Praktikanten sind neben den vier Landessprachen auch Seriosität, Enthusiasmus und


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Liste der Erasmus­ Plätze Land

Institution

Plätze pro Jahr

Neugierde. Zusätzlich soll ein eigenes Praktikumsprojekt definiert werden. Weitere Informationen gibt es unter: info@prevention.lu. Portugal Universidade de Aveiro 4 Fähigkeiten sollten Praktikanten die landestypischen Sprachen Luxemburgs Schweiz Université de offen Fribourg 3 beherrschen, motiviert, kreativ, autonom, sein und einen wissenschaftlichen Geist haben. Des Weiteren sollen die Bewerber Kenntnisse in SPSS und Bibnet verfügen und kontaktfreudig gegenüber älteren Personen sein. Zu den Tätigkeiten der 2Praktikanten Schweiz Université de Genève zählen Mitarbeit in wissenschaftlichen Projekten, Literaturrecherche, Textverarbeitung, halbstrukturierte Interviewverfahren undZürich schließlich quantitative sowie3 qualitative Schweiz Universität Analysen. Für die Masterstudiengänge in Psychologie gibt es zurzeit (Stand: Sommersemester 2015/2016) Partneruniversitäten in Bamberg (Deutschland), Leiden (Niederlande) und Zürich (Schweiz).Abhängig von dem Zielland gibt es Erasmus­Geld in verschiedenen Höhen.

Free Mover Für diejenigen, die an eine die kein Partner der Uni Möglichkeit, als free mover gehen. Das heißt, man sollte nachfragen, ob sie noch entsprechend alle mit einiger Unterstützung Allerdings gibt es nur eine die Zieluniversität eine ist (weitere Infos auf der

Universität gehen wollen, Luxemburg ist, gibt es die an diejenige Universität zu an der Universität selbst Plätze haben, und Vorkehrungen selbst treffen des Mobilitätsbüros. finanzielle Beihilfe, wenn Universität der Großregion Homepage

Global Exchange Für diejenigen, die es über die Grenzen Europas zieht, gibt es das Global Exchange Programme. Hier gibt es für die ganze Universität begrenzte Plätze. Die Bewerbung umfasst mehrere Schritte, angefangen beim Ausfüllen eines Bewerbungsantrags mit Angabe von drei Präferenzen, gefolgt von Unterlagen wie Motivationsbrief, Lebenslauf und Zeugnis. Auf dessen Grundlage folgt eventuell ein persönliches Interview durch ein Auswahlkomitee. Also, eine ganz schön aufwändige Prozedur mit genauen Deadlines. Informiert euch gründlich darüber auf der Homepage und auf den dafür vorgesehenen Broschüren. Die Liste des Sommersemesters 2015/2016 findet ihr in der unten stehenden Tabelle mit Partneruniversitäten, die für Psychologie­Studenten relevant sind. Auch in diesem Programm gibt es eine finanzielle Beihilfe, abhängig vom jeweiligen Land.


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Aus dem Logbuch vun engem Psychologiestudent Den folgenden Text ass am Verlaaf vun mengem Praktikum entstanen, deen ech am Cader vun mengem Masterstudiengang "Psychological Interventions" op der Universiteit zu Letzebuerg absolveiert hun. Ech hun mein Praktikum am Centre Roger Thelen zu Beckerich absolveiert ­ een Center maat verschieden "Ateliers protegées" déi speziell op Menschen maat enger Autismus­Diagnose adapteiert sin.

Ufank vum eischten Dag: Ech weess wat Autismus ass... - Ech hat jo ëmmerhin een Cours op der Uni iwwert desThematik. Enn vum eischten Dag: ...Wat ass Autismus? Do der teschent: Jonk Léit déi um Computer schaffen. Sech iwwert Videospiller ënnerhalen. Zesummen gagsen an laachen....An trotzdem ass iergendeppes anescht... Eppes wat ech net direkt ze faassen kréien...

-------------------------------------------------------Enn vun der eischter Woch: Verschidden "Ateliers protégées" besicht. Erkannt, dass net all Autist jonk ass... Erkannt, dass et wierklech eng "Spektrum-Stéierung" ass... Notiz un mech selwer: Den Här X ni méi op Autoen uschwätzen...!


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Enn vum eischten Mount: Am gaangen mech anzeliewen. Hunn nach bei kengem eng Kris ausgeléist: YES! Ëmmer méi am Austausch mat den Autisten... Wann och nach laang net mat hinnen all....

-------------------------------------------------------Enn vum zweeten Mount: Ukomm! Erkannt, dass et Léit sinn, déi och Dreem hunn... Zieler fir hier Zukunft. Léit déi sech op hiren Congé freeën... Mee och oft Leit, déi an hirer Vergaangenheet leider oft schlecht Erfahrungen gemaach hunn. Well se "anescht" sinn, mee heiansdo net "anescht genuch", dat aner Léit dat op den éischten Bléck erkennen... Besonnesch am jonken Alter, wou et fir vill Jonker besonnesch wichteg ass, net "eleng- anescht" ze sinn, riskéieren des jonk Leit eleng, Zilscheif vun Onverständnis an Gehässegkeeten ze ginn.... Notiz un mech selwer: Am Ëmgäng mat Autisten sinn zwou Saachen wichteg: 1) Een geschäerften Bléck, an 2) eng theoretesch Basis fir dësen Bléck ze entwéckelen. Dofiir ass Opklärungsaarbecht op allen Niveauen onerlässlesch. Hoffmann Yannick


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Simon

Liste der Global­Exchange Plätze

Erfahrungsberichte -

Land Canada

Institution

Einschränkung

Studieren im Ausland University of Ottawa

nur für Bachelor in Psychologie

CanadaBirchen ­ Master Université du Québec à Chicoutimi Jennifer in Neuropsychology @ Maastricht University Université de Montréal Hello, my name is Jennifer Birchen. I am currently doing my Master’s Degree in Neuropsychology Canada at Maastricht University in the Netherlands. I am signed-up in a 1 -year Master program, but the Maastricht MasterLaval program of 2 years in Neuropsychology. nur für Master in CanadaUniversity also offers a Research Université Psychologie the a nurstudents für Bachelor in Maastricht University Psychologie

The USA

first semesterNorthern of the 1 -year MasterUniversity program is(Arizona) designed to give Arizona theoretical baseline in neuropsychology, neuroanatomy and neuroscience. is well-known for its PBL (Problem-Based-Learning), which means that the students get self-study USA Miami University (Ohio) material in the form of scientific articles to read, analyse and discuss in tutorial groups. A typical studyUSA week is characterized by 6 hours of tutorial group, 4 hours of differentnur lectures and 2 hours University of Virginia’s College at Wise für Bachelor in of practical skills training class. The semesters are divided in two periods, 6-8 weeks each, during (Virginia) Psychologie whichUSA three different subjects are being prepared. After every period, examsnur are für organised in in Bachelor Lakeland order to avoid a single big exam periodUniversity at the end of(Wisconsin) the semester. Psychologie nur für Bachelor in Psychologie nur für Bachelor in Psychologie

Turkey China Hong Kong

F

Japan

S

Japan

University During the second semester,Waseda the students have the chance to improve their practical skills Japan Hokkaido University by doing internships. You have the choice between a research internship of 7 months or the clinical variant consisting of 4 months research internship and a 3,5 months clinical internship. Austrailia of Newcastle The 1 -year Master is interesting University for people how wish to finish the Master degree quickly, but it is also a more condensed, energy and endurance-demanding program compared to the two years program. Uruguay Universidad de la República

Studying Brasilien

in MaastrichtUniversidade means to meetFederal many international da Bahia students, especially for the Master program the students come from all over the world, which gives you the opportunity to learnmit about differentProgramm foreign countries, cultures and traditions. Egal, welchem ihr reist, es empfiehlt sich immer, mit Studierenden, die schon in dem Wunschland gewesen sind, zu sprechen. Da die Anzahl der Psychologie­ Maastricht is a small ist, city inbietet the South of the Netherlands the German and Belgian Studenten überschaubar diese Tatsache eine close gute toBasis für einen regen borders, offering a large choice of leisure time activities like sports facilities, concert halls, Austausch und sollte auf jeden Fall genutzt werden.

theatres, art museums or boat and cave visits. On sunny evenings, it is very pleasant to get a bike ride to the riverside to chill with friends and enjoy the sunset.


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Simone Wagener ­ Auslandssemester (ERASMUS) @ Université Paris

Vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn belegte ich einen Intensivsprachkurs für Fortgeschrittene in Französisch. Während diesen zwei Wochen wohnte ich in der Maison Heinrich Heine, dem Haus für deutsche Studierende in der Cité Universitaire. Glücklicherweise hatte ich für das Semester einen der begehrten Plätze im Wohnheim ergattert und teilte mir mit einer freundlichen Chinesin ein 20 qmgroßes Zimmer. Für das Wohnheim musste ich in den ersten Wochen noch eine ganze Menge Dokumente besorgen. Auch ein Bankkonto und ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel musste in den ersten Tagen vor Ort organisiert werden. Obwohl die verschiedenen Anmeldeverfahren nicht immer ganz klar waren, begegneten mir die meisten Ansprechpartner sehr nett und hilfsbereit. Das Studium an einer französischen Universität ist deswegen so interessant, weil in

Frankreich noch hauptsächlich die psychoanalytischen Theorien gelehrt werden. Ich konnte tatsächlich während des Semesters viel über den psychoanalytischen Aspekt lernen und verschiedene Vertiefungen dazu auswählen. An der Université Paris Descartes stützt man sich besonders auf die Theorien von Freud und seinen Nachfolgern. Zwar waren die Vorlesungen oft nicht besonders dynamisch, dennoch waren die meisten Seminare sehr authentisch, da die Dozenten oft junge, praktizierende Psychotherapeuten waren. Die Universitätsbibliothek war angemessen groß und hatte ein vielfältiges Angebot. Die Vernetzung unter den Studierenden erfolgt über Facebook Gruppen und durch verschiedene Studentenverbindungen, die einem alle möglichen Fragen zum Studium beantworten. Außerdem unterstützte die Programmbeauftragte der Universität vor Ort mich bei allen organisatorischen Fragen.

Leider befindet sich das Gebäude der Universität etwas außerhalb von Paris, so dass ich viel Metro fahren musste, aber man bekommt als eingeschriebener Studierender ein vergünstigtes Semesterticket. Paris ist natürlich voller Sehenswürdigkeiten. Mal macht man ein Picknick am Fuße des Eiffelturms, mal beobachtet man den Sonnenuntergang vom Montmartre aus. Das kulturelle Angebot ist vielfältiger als dass man alles in einem halben Jahr hätte sehen können. Zahlreiche Museen, in die man als junger Erwachsener kostenfrei reinkommt, und vergünstigte Eintrittskarten für Kino, Schwimmbad und Co. lenken einen gerne mal vom Universitätsalltag ab. Alles in Allem muss man aber sagen dass Paris eine ziemlich teure Stadt ist, wo z.B. ein Bier standardmäßig um die acht Euro kostet. Man muss aber dazu erwähnen, dass die Happy Hour in Paris meist mehrere Stunden andauert und man hier und da zu früher Abendstunde ein günstiges Getränk ergattern kann. Wer gerne mal in Restaurants essen geht findet z.b. bei Montparnasse oder in der rue Mouffetard zahlreiche Crêperies oder geht in China Town asiatisch essen. Wer auf Facebook aktiv ist, verpasst auch nicht die zahlreichen Erasmus-Partys, wo viele Austauschstudierende sich regelmäßig zum Feiern verabreden. Eine kleine Metro Map sollte man in jedem Fall immer in der Tasche haben, so kommt man ganz einfach und schnell von A nach B. Mit den ausleihbaren Fahrrädern, die in der ganzen Stadt verteilt sind, ist man ebenfalls für einen günstigen Monatspreis recht mobil. Insgesamt konnte ich während meinem Semester in Paris einen interessanten Einblick in die psychoanalytische Lehre gewinnen und mein Sprachniveau beträchtlich steigern. Ich kann diese Erfahrung demnach nur weiterempfehlen.


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Erfahrungsbericht: Vergleich des Studentenlebens in Spanien und Canada Aufgrund der hervorragenden Ausstattung der Universität Luxemburg hinsichtlich studentischer Austauschprogramme, ist es möglich gleich zwei Auslandsaufenthalte in verschiedenen Ländern zu planen. Da ich immer sehr interessiert an unterschiedlichen Lebensarten quer über den Kontinent und die Erdkugel war, habe ich mein Glück versucht und mich sowohl für das Erasmus­ Programm als auch fürs Global Exchange Programm beworben. Kurze Zeit standen meine beiden Wohnorte für rund acht Monate respektive zwei Semester fest: Salamanca in Spanien und Ottawa, die Hauptstadt Kanadas. Im September ging es nach Spanien, wo ich bis Ende Dezember blieb. Dagegen war für die Wintermonate der Aufenthalt in Kanada geplant, wo ich von Januar bis Ende April mein neues Zuhause finden sollte.

Bewerbungsverfahren Das Bewerbungsverfahren für Erasmus ist im Vergleich zur Global Exchange Bewerbung weniger aufwändig. Für Erasmus war es möglich, drei Wünsche für Universitäten anzugeben, von denen man die bestmögliche Option zugewiesen bekam. Weiterhin war es nötig, einige persönliche Daten und Dokumente wie Ausweis und Versicherungskarte zu scannen und per Mail an die betreffende Institution zu senden. Dies war innerhalb des Zeitlimits leicht machbar. Bei Global Exchange war der Prozess hingegen etwas komplexer: Für die Bewerbung an der Uni Luxemburg war ein Motivationsschreiben sowie ein Bewerbungsgespräch vorgesehen. Als man dann einer Universität zugewiesen wurde, musste man sich speziell an dieser nochmals bewerben, was bei Ottawa doch sehr kompliziert war, da es einige technische Probleme gab und innerhalb sehr kurzer Zeit der TOEFL­Sprachtest abverlangt wurde, den ich zu dem Zeitpunkt noch nicht hatte. Es hat dann tatsächlich auf den Tag genau ausgereicht, dass ich meine vollständige Bewerbung samt TOEFL­Ergebnis einreichen konnte und auch von der Universität in Ottawa angenommen wurde. Ein Tipp hierbei ist, selbst dann, wenn man denkt, man habe noch Zeit, bereits alle nötigen Dokumente wie einen gültigen Pass oder den Sprachtest vorzubereiten, da es aufgrund der vorgegebenen Deadlines plötzlich zeitlich sehr knapp werden kann.

Univ

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Universitätsvergleich In Salamanca waren die Psychologen zusammen mit den Künstlern am nördlichen Stadtrand untergebracht, was zwar nicht ganz so stilistisch ist, wie die wunderschönen Universitätsgebäude der Innenstadt, aber dennoch einen starken Wohlfühlfaktor besitzt. Es gibt dort einen schönen grünen Innenhof und eine kleine Cafeteria, wo man Essen und Getränke bestellen konnte. Das Kurssystem in Salamanca beinhaltete den Hauptkurs, in dem man keine Anwesenheitspflicht hatte und jeweils ein oder zwei zugehörige Vertiefungsstunden, die sich „las prácticas“ nannten und in denen regelmäßig eine Anwesenheitsliste herumgegeben wurde. In diesen Stunden wurden Referate abgehalten oder Gruppenarbeiten bearbeitet und vorgestellt, die zum Teil benotet wurden. Der Prácticas­Teil zählte 40% der Gesamtnote und die Klausur, die am Ende jedes Fachs folgte, zählte die restlichen 60%. Alle Kurse in der Psychologiefakultät waren auf Spanisch. Gerade um Kontakt zu knüpfen und um die mündlichen Sprachkenntnisse anzuwenden, waren die Vertiefungsstunden sehr gut geeignet. Ich hatte bei fast allen Gruppenarbeiten großes Glück mit sehr netten und hilfsbereiten Spaniern zusammenarbeiten zu können, die gerne dazu bereit waren, mir auch sprachlich behilflich zu sein und in diesem Sinne schwer verständliche Themen öfter zu erklären. Auch die Professoren waren größtenteils sehr herzlich und haben angeboten, die Austauschstudenten

sprachlich zu unterstützen. Allerdings muss ich anmerken, dass kaum Kontakt mit den spanischen Studierenden außerhalb der Vorlesungen zustande kam, da die Sprachkenntnisse der meisten Erasmus­Studierenden wahrscheinlich zu gering waren und da die Spanier bereits ihre festen Freundeskreise hatten. Viel mehr ergaben sich Freundschaften zwischen den Austauschstudenten. Eine sehr gute Alternative war es, sich mit Lateinamerikanern anzufreunden, da diese selbst neue Freunde suchten und man so seine Spanisch­ Kenntnisse ebenfalls sehr gut verbessern konnte. In Ottawa hatte ich ein Studentenzimmer auf dem Campus in der Innenstadt, was es mir möglich machte, innerhalb von 10 Minuten bei jedem Kurs zu sein. Zudem gibt es hier ein in Mitteleuropa unbekanntes „All­you­ can­eat“ Kantinensystem, das man 24 Stunden und 7 Tage die Woche nutzen kann. Hier konnte ich nur fünf Kurse belegen, was sich zwar wenig anhört, aber doch sehr arbeitsaufwändig war. Dies kommt daher, dass die Kurse, welche 1,5 Stunden dauern, jeweils zwei Mal pro Woche stattfanden. Die Kurse waren entweder auf Französisch oder Englisch. Ich hatte mich aber dafür entschieden, ausschließlich auf Englisch zu studieren, da ich mich auf eine Fremdsprache konzentrieren wollte. In meinen Kursen wurden entweder zwei sogenannte „Midterms“


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(Zwischenklausuren) abgehalten oder im anderen Fall nur ein Midterm geschrieben und dafür eine zusätzliche Hausarbeit abgegeben. Dadurch hatte ich schon während dem Semester sieben Klausuren mit einem nicht gerade geringen Arbeitsaufwand. Das war aber deshalb in Ordnung, weil ich die Kurse, die ich belegt hatte, wirklich sehr gerne mochte und die Themen sehr interessant waren. Leider Campus Belval is keinerlei developingGruppenarbeiten, constantly with more university as well as gab es hierbei aber bei denen man buildings engeren Kontakt mit student residences. The image of the “Cité des Sciences sur la Terrasse des Hauts den kanadischen Studierenden hätte knüpfen können. So blieb es hier leider bei Fournaux” is completing. We would Beziehungen, like to present three buildings that are jede going Woche to be eher oberflächlichen freundlichen bei denen man sich opened from the next winter term 2016­2017 on. kurz vor und nach den Kursen unterhielt. Ich denke, dass sich durch das höhere Sprachniveau in Englisch eher Freundschaften durch Gruppenarbeiten ergeben hätten, da man sich auch außerhalb der Universität hätte austauschen müssen. Maison des Arts et des Stattdessen“La standen auch hier vor allem die Freundschaften zwischen den Etudiants” (house of arts and Austauschstudenten im Fokus.

Campus Belval – new buildings are coming

students):

All activities that are dedicated to creativity and student life besides university take place in this building. Many ateliers for artistic events, offices for student organizations and a huge multi­ purpose hall for about 500 places are installed. As such, concerts, exhibitions and receptions can be realized. This building is planned to open for 2017. "La Maison du Nombre” (house of numbers):

Together with the “Maison des Arts et des Etudiants”, it Studententreffen & Reisen represents the north of the “terrasse des hauts fournaux” includes for von Erasmus­Partys, die abends in einem Café In and Salamanca gablaboratories es eine Reihe computer Auch and generell mathematical stattfanden. gab es sehr viele“La kleinere denenofman auch MaisonKneipen, du Livre”in(house sciences. Also, teaching tanzen konnte. books): especiallywaren for master programs” In Ottawa die Partys eher selbstorganisiert, da das Büro für internationale will be taking The opening The former Möllerei building Studenten eher place. gemütliche Zusammentreffen wie beispielsweise fürwill Brettspiele is scheduled for the end of 2016. be the university library organisierte. Natürlich gab es dort aber auch zahlreiche Clubs oderopen Kneipen, die also for the public at large. It man mit Freunden besuchen konnte. includes thegute future “Centre von der Sowohl in Salamanca als auch in Ottawa gab es einige Reiseangebote National Städtetrips de la sowie Culture Universität. In Spanien konnte man verschiedene einen nach Industrielle” (Nationalangesagt. Centre forSo wurde Marokko unternehmen. In Ottawa waren eher Winterausflüge Industrial Cultural) and und the mithilfe ein Ausflug angeboten, bei dem man sich mittels eines Snowmobils Nationales” von Schlittenhunden über die verschneiten“Archives kanadischen Weiten (National bewegen konnte. Archives). Planned opening is the Zudem gab es einen Wochenendtrip zu einem Ureinwohner, wo man das Glück beginning of the academic year 2017.


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Summer Session in Asian Studies Tokyo 2016

haben konnte, Polarlichter zu sehen und wo man Snowshoeing ausprobieren konnte. Selbst kleine Ausflüge per Reisebus oder Bahn zu organisieren ist natürlich immer möglich. So war man von Salamanca aus schnell in Madrid, Bilbao, Porto oder Sevilla und in Kanada durfte man sich Quebec City, Montreal und Toronto nicht entgehen lassen. In der Gegend von Ottawa es natürlich auchdes einige Insgesamt neun Bachelor­ und gibtLeidenszeit Hungerns Nationalparks, die im Winter zwar auch schön zum Wandern sind, aber Masterstudenten der Universität einstellten, landeten wir wahrscheinlich vor allem im Sommer erst richtig belebt werden. Wenn man viele Luxemburg haben jährlich das letztendlich nach zwölf Stunden verschiedene Tiere auf einmal bestaunen möchte, ist der Omega Parkgespannt zu empfehlen, große Vergnügen, an dem total zerstört und in der wo es neben Rehen und weißen Wölfen auch und Elche und gibt. stürmten – wie dreiwöchigen Sommerkurs in Karibus Millionenstadt

asiatischen Lehren der « Sophia Wetterverhältnisse University » in Tokyo teilzunehmen.

sollte es anders sein – erstmal alle zu den Toiletten, da man die schnarchenden Japaner neben Das Nachdem Wetter in Salamanca und Ottawa ist natürlich grundlegend verschieden. uns die aufregende und einem im Flieger nur Auch ungern wenn es im nördlichen Spanien im Herbst und Winter schon recht kalt werden unglaubliche Nachricht erreichte, weckenauch wollte. Toiletten mit « kann, ist esdiesjährigen in Kanada natürlich noch einmalArschspülung deutlich kälter.»,In« Pinkelgeräusche Salamanca hatte » zusoden Auserwählten ich dennoch den Fehler gemacht, mir zu viele Sommersachen mitzunehmen und zu gehören, wurden wir auch schon und geheizte Klobrillen erwarteten musste mir bereits in der Woche einen Mantel kaufen, da esuns einen gleich in die « zweiten Manners and uns und ließen dann gleich plötzlichen Kälteeinbruch gab. Inwissen, Ottawa hatte meine der Mischiefs » der im September japanischen dass ich wirnatürlich uns während Wintersachen von vorneherein dennoch Kanada­taugliche Gesellschaft eingeführt dabei, und aber musste mir kommenden drei Wochen nun Schuhe zulegen, die doch deutlich anders aussehen als unsere europäischen instruiert, besser immer « in ungewohnten Winterschuhe. Sie »sind Grad Celsius warm nice socks inzwar dernicht schön, aber sollen bis ­32 sozialgesellschaftlichen halten. In Kanada liegt in der kalten Jahreszeit eigentlich kontinuierlich Schnee. Tasche mitzuführen, Kreisen bewegen Selbst, Winter, den wärmerer mit nur bis « da wenn die der Schuhe in ich dort verbracht habe, eher einwürden. Total zu ­20 Grad Celsius war, so ist der Boden dennoch so kalt, dass die Schneereste Japan öfters mal am geflasht » von inden der Zeit von Januar stehen bis Anfang April nie vollständig wegeschmolzen sind, wogegen Eingang nicht enden wollenden dieser in Europa nicht so lange liegen geblieben wäre. bleiben müssen. Die Lichtern dieser riesigen Zeit verging rasch und Stadt wurden wir von da standen wir schon netten Taxifahrern ins alle gemeinsam am Sophia International House Flughafen und tauschten gefahren. nervöse Blicke aus: „Habe ich genug Kleidung eingepackt? Mist, Tatsächlich war es während der die Taschenlampe für den Fujiyama ersten Tage nachts heller als am habe ich vergessen! Hmm...und ein Tag, da wir die Nachwirkungen der Block wäre vielleicht ganz hilfreich Regenzeit noch miterleben durften. gewesen, wir gehen ja schließlich Tagsüber waren unter 20°C, die zur Uni?! Die Japaner tragen oben von Nässe begleitet wurden – und lang und unten kurz? Bitte ja genau, wir hatten die falschen was...dann habe ich wohl nichts Kleider dabei und froren. Nach zum Anziehen dabei...!“ einer Woche erreichte uns endlich Nachdem das Übergewicht einiger die lang ersehnte und versprochene Gepäckstücke zum Glück kein tropische Hitze. Bei 36°C jeden Problem war, das geliebte Morgen über eine Stunde Brust an Nutellaglas aber leider nicht mehr Brust und den Atem der Nachbarn im Handgepäck mitdurfte und wir im Nacken spürend konnte man in uns deshalb schon auf eine der Metro eine Nadel fallen hören,


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Kulturunterschiede Die denn Menschen in Salamanca sehr tatsächlich waren sind etwaiges aufgeschlossen und herzlich. Die Sprechen, Telefonieren und lautes allermeisten dort inwirken sehr Musikhören den wirklich Zügen mit warm und hilfsbereit und plaudern gerne vielen bösen Blicken verknüpft. mit Allerdings einem, wenn beispielsweise gabman es sich keinen Grund im Supermarkt begegnet selbst zur Sorge,zufällig denn vor und solchen dann, wenn man sich noch sehr nicht Missgeschicken wirddavor in Japan kannte. Im Gegensatz zu den eher kühler gut vorgesorgt. An jedem Ort wird wirkenden anhand von « Mitteleuropäern Manners­ » fühlen sich sehr die Plakaten meisten Spanier genau bei festgehalten, raschem Körperkontakt was man tun überhaupt darf und nicht was unwohl. Es kam nicht. Als manchmal Frau bitte vor, in dassderderMetro Abstand nie mit die dem Gesprächspartner Schminktusch ungewohnt eng e auspacken, wurde man das oder Pornoheft innerhalb einer bei Männern Konversation des wird da schon Öfteren berührt eher toleriert. wurde, für Keine wasSorge mich eher liebezwar Männer, ungewöhnlich ist, ganz aberverschont dafür auch wieder etwas bleibt ihr Herzliches an sich allerdings hat.auch Die Kanadier nicht. dagegen Wenn verhalten die sichKleidung sehr ähnlich der wie Freundin Mitteleuropäer, sehr freundlich, aber mal nicht gefällt, sollte bleiben dennoch eher etwas auf Distanz. man nie die Worte « grauenvoll » Sehr ungewöhnlich es für sondern mich am oder « hässlich war » wählen Anfang, Spanier das» Frühstück eher dass « interessant oder « auslassen oder erst sehr spät zuliebe sich außergewöhnlich ». Zudem, nehmen und dafür erst gegen zehn oder Männer, sei euch angeraten, daself UhrHandy abendswährend essen. Es ist «sozusagen alles dem Sex » besser etwas gemütlich nach hinten verschoben. nicht zu benutzen. Ja genau, das Die alles altbekannte Fiesta wirdmehr von lernt vielen und noch vieles Geschäften noch eingehalten und so man in Tokyo. Besonders ist diees doch etwas gewöhnungsbefürftig, wenn Freundlichkeit ist dort sehr wichtig

und man wird schnell mehr oder

man um drei Uhr nachmittags vor dem weniger unfreiwillig in einen « geschlossenen Copyshop steht, welcher Bowing­ » Wettkampf verwickelt: erst vier Uhr wieder verbeugt öffnet. Die Wernach sich tiefer und länger größeren Supermärkte machen davon aber gewinnt. keinen Gebrauch, weshalb man sich zumindest umsind diewirklich Verpflegung keine Die Japaner sehr nett größeren Sorgen machen musste. Auch» die und hilfsbereit. Mit einem « Nein Pünktlichkeit ist nicht das liebste tun sie sich recht schwer und Steckenpferd Spanier. helfen wo sieder können, So kam esmit schon einem mal vor, immer dass die Professoren herzlichen Lächeln imeine Viertelstunde zu das spät Gesicht. Wie man kamen. Allerdings gab es auf ihren Gesichtern auch sehr pünktliche eingemeißelte Grinsenund strukturierte auf Dauer aushalten Gegenbeispiele. kann, weiß ich auchDas Zuspätkommen nicht, aber die bei Gruppenarbeiten konnte Japaner sind sehr man besonders daran stolz auf gut ihr erkennen, wenn mal wieder sogenanntes « ein Austauschstudent Nihonjinron » oder vereinsamt vordabeider handelt es sich Bibliothek doch nur stand um eineund verzweifelt auf die Spanier utopische Ideologie? aus seiner Referatsgruppe wartete. waren Einer Die Spanier der jedoch bei Vorlesungen vielfältigen Kurse, größtenteils pünktlich. Man die an der « Sophia kann also annehmen, dass University » angeboten es bei Freunden tendenziell werden, genannt « lockerer gesehen wird, Contemporary wenn man sich verspätet. Japanese Society », In Ottawa war dahingehend beschäftigt sich unter alles sehr ähnlich wie in anderem mit dieser Mitteleuropa sind mit keinederzeit größeren Thematik, und abermir auch Kulturunterschiede aufgefallen, außer, aktuellen Themen wie « Pokémon dass Menschen hier Parade möglicherweise Go die », der « Pikachu » in noch ein wenig höflicher sind, Anime einem «fast Yokohama oder dem neuen ausnahmslos Tür aufhalten Aggressive die Retsuko ». Aber und auchsich bei jeder Gelegenheit gerne entschuldigen, kritische Denker der japanischen selbst, wenn siewie nicht geringste Schuld Gesellschaft derdie Autor « Haruki trifft. Murakami » sollten nicht zu kurz

kommen. Andere Kurse boten Einblicke in Japans Geschichte, Literatur, Wirtschaft, Politik, Sprache und Kultur und zusätzlich


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Sprachverbesserung Das Ziel eines Auslandssemesters ja in vielen Fällen mitunter die Ceremony Verbesserung wurden von der « Sophia »ist Veranstaltungen wie die « Tea », des betreffenden Sprachlevels. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, mandem nutzen Besuche zum alten Shinto Shrine « Meji Jingu » die oder kann. traditionellen Ich muss dazu japanischen anfügen, dass«ich, als ich nach Spanien nur etwa Monate Kabuki Theater » sowiekam, Einblicke in 2das lang auf eigene Faust Spanisch gelernt hatte, wodurch ich natürlich ein sehr geringes japanische Trommeln « Wadaiko » angeboten. Sprachniveau hatte. In Salamanca angekommen habe ichhat einen zweiwöchigen 70% des Inselstaates Japan ist gebirgig und dementsprechend Intensivkurs in Spanisch besucht, wichtigsten hat. Einen naturlandschaftlich sehr der vieldiezu bieten. Basisregeln Neben denvermittelt anregenden MonatKursen später habe ich mich nochmal zu einem B1/B2 Erasmus­Sprachkurs wurden wir während unseres Aufenthalts nicht nur von den entschlossen, der drei Wochen lang jeden Tag für zwei Stunden stattfand und mir packenden Landschaften, sondern auch den ungewohnt­ sprachlich wirklich sehr viel gebracht hat. Dieser war allerdings dafür gedacht, die herausfordernden kulturellen, sprachlichen und Sprachkenntnisse nur aufzufrischen und dadurch sehrgefesselt anstrengend jemanden, der sozialgesellschaftlichen Aspekten Japans undfürerhielten diese Kenntnisse noch nichtEinblick hatte. Daneben es auch die Möglichkeit einen einen vertiefenden in diegab Präfektur Tokyo aus mehreren Privatlehrer zu engagieren, was in Spanien relativ günstig gewesen wäre. In Canada habe Blickwinkeln. ich keinen Sprachkurs belegt, da meine Englischkenntnisse zumindest für alles, was ich tun musste ausgereicht haben. Von einem Kommilitonen habe ich aber erfahren, dass es auch möglich ist, Sprachkurse kostenlos an der Uni zu belegen. Was ich sehr sinnvoll fand war, dass es ein Writing Center gab, an das man sich wenden konnte, wenn man Hilfe bei einer Hausarbeit oder dergleichen brauchte. Gerade als Austauschstudent war das ein sehr sinnvolles Angebot. Generell ist es natürlich wichtig, sich möglichst viel auf der jeweiligen Fremdsprache zu unterhalten. Wenn man neben dem Studium und den sozialen Kontakten noch Zeit findet, ist es immer hilfreich sich Literatur in der jeweiligen Sprache zu beschaffen oder nochmals Grammatikregeln oder Vokabeln zu wiederholen und weiter auszubauen. Zur Entspannung kann man auch Filme oder Serien auf Landessprache verfolgen.


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Empfehlung Da Empfehlung zumindest ein Auslandssemester an der Luxemburgischen Universität Pflicht ist, sollte man sich vor allem die Frage stellen, an welchem Ort man gerne ein Semester verbringen möchte. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich den Aufenthalt in Spanien etwas spannender fand, da die Kulturunterschiede zu Mitteleuropa deutlich größer sind als zu Kanada, obwohl Letzteres viel weiter entfernt liegt. In Spanien taucht man verhältnismäßig in eine neue Lebenswelt ein, in der man sich erst einmal zurechtfinden muss. Wer nicht den ganz großen Kulturschock sucht, dafür aber gerne Winterausflüge macht, dem kann ich allerdings Kanada wärmstens empfehlen. Vor allem das strukturierte Universitätssystem und die Fächer, die ich dort belegt hatte, haben mir wirklich sehr zugesagt.Doch egal, an welchem Ort man sie macht – Auslandserfahrungen lassen einen hinsichtlich Selbstständigkeit und Anpassungsfähigkeit immer ein ganzes Stück weiter reifen. Dabei kommt es zu sowohl positiven als auch negativen Erfahrungen. Da man jedoch vor allem aus schwierigen Situationen etwas lernen kann, sollte man auch diese als Chance wahrnehmen, um seinen Erfahrungsschatz zu erweitern und etwas Positives für sich daraus ziehen.

Sandra Gigl


uropa anien al ne allem n mir ngen zes ngen. n

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Alina

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Cover (It's all about science)


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Psychologie in der Freizeit – für Couchpotatoes (I)

A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn Erscheinungsjahr : 2001 Dauer : 135 Minuten Psychologie Bezug: Wahnvorstellungen, schizophrene Psychose

A Beautiful Mind ist ein preisgekrönter, US­amerikanischer Kinofilm aus dem Jahr 2001. Er basiert, trotz einiger filmischen Anpassungen, auf der realen Lebensgeschichte des Mathematikers John Forbes Nash, welcher insbesondere für seine Spieltheorie bekannt ist.Der Hauptcharakter Nash gilt bereits während seiner Studentenzeit als Mathematikgenie, pflegt jedoch kaum soziale Kontakte. Zu diesem Zeitpunkt beginnt er eine schizophrene Psychose zu durchleben und im Rahmen dessen geheime Aufträge für sowjetische Agenten auszuführen. Auch wenn sein psychotisches Erleben sich zunächst gut in den Handlungsverlauf einfügt, kann der Zuschauer im Verlauf des Films dank Perspektivwechsel die Realität der Figuren zunehmend trennen.Schließlich folgt ein Zusammenbruch mit anschließendem Psychiatrieaufenthalt. Nach einer medikamentösen Behandlung, mit ausgelöstem Koma, wird Nash entlassen und daraufhin zu Hause von seiner Frau unterstützt, diese gerät jedoch zunehmend an ihre Grenzen. Nachdem weitere Jahre vergangen sind erhält Nash im Jahr 1994 schließlich den Alfred­Nobel­Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften.Auch, wenn optische Halluzinationen nicht als das typischste Symptom der Schizophrenie verstanden werden, scheint die Darstellungsweise dennoch realitätsnah und ermöglicht einen guten Einblick.

Empfehlung von: Cara Ströbel


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Ein ganzes halbes Jahr – Me before You Erscheinungsjahr : 2016 Dauer : 1h 51 Minuten

Als die junge Dame Louisa Clarke, welche aus einem herzlichen Familienumfeld stammt, dringend einen neuen Job sucht, gerät sie über eine Arbeitsagentur an ein ganz spezielles Angebot: Die gut situierte Familie Traynor sucht neben den Pflegekräften nach einer freundschaftlich unterstützenden Kraft für ihren Sohn, der halsabwärts querschnittsgelähmt ist. Louisa, welche auf das Geld angewiesen ist, nimmt die Herausforderung dankend an und landet somit im anfänglich sehr kalten Familienumfeld der Traynors, welche auf einem herrschaftlichen Grundstück nahe ihrem eigenen Familienhaus residieren. Ihr Sohn William, welcher seit seinem Verkehrsunfall, der ihn an den Rollstuhl band, stark verbitterte Züge aufweist, zeigt sich zunächst ganz und gar nicht erfreut über ihre Anwesenheit. Zuvor hatte er sein Leben in großen Zügen ausgekostet – war beruflich erfolgreich, hatte eine hübschen Freundin – alles Dinge, die ihm der schreckliche Unfall genommen hatte und ihn dazu brachten, Louisa in garstigem Ton anzusprechen, wenn er sie überhaupt beachtete. Es dauert sehr lange, bis er schließlich ein wenig Vertrauen zu ihr fasst und sie ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen. William wird zu ihrer Geburtstagsfeier im Kreis ihrer Familie eingeladen, wohingegen er sie zu der Eheschließung seiner Exfreundin mitnimmt. Auf der Hochzeit wird erstmals deutlich klar, dass sich Louisa in William verliebt hat. Innerhalb ihrer Annäherungsphase erfährt Louisa, dass William bereits den Entschluss gefasst hat, seinem Leben mithilfe einer Schweizer Sterbehilfeorganisation ein Ende zu setzen. Ihm bleibt ein halbes Jahr bis zu seinem voraussichtlichen Sterbedatum, was den Film eine traumatische Wende nehmen lässt. Von diesem Zeitpunkt an hat Louisa genau „ein ganzes halbes Jahr“ Zeit, um William davon zu überzeugen, dass sein Leben trotz der Lähmung lebenswert ist – eine schwierige Aufgabe, die sie mit viel Herz, Hingabe und buntem Ideenreichtum tapfer auf sich nimmt. Ob sie William am Ende davon überzeugen kann, dass es sich lohnt, weiterhin am Leben festzuhalten, wird hier natürlich nicht preisgegeben. Zur Aufklärung muss man sich „Ein ganzes halbes Jahr“ natürlich selbst ansehen. Es handelt sich in jedem Fall um einen sehr empfehlenswerten Film, der sowohl viele humorvolle als auch bewegende und herzerfüllende Szenen bereithält.

Empfehlung von: Sandra Gigl


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Psychologie in der Freizeit – für für Leseratten

Morgen bin ich ein Löwe Autor : Arnhild Lauveng Erscheinungsjahr : 2005 Originalausgabe „I morgen war jeg altid en løve“ Psycho Bezug : persönliche Erfahrung Schizophrenie

Die Autorin Arnhild Lauveng arbeitet als klinische Psychologin, ist eine gefragte Referentin und erfolgreiche Autorin. Jedoch hat sie einige Jahre ihres Lebens in der Psychiatrie verbracht, da sie in ihrer Jugend an einer Schizophrenie erkrankte. Von ihren Erfahrungen und ihrem Weg aus der Krankheit berichtet sie in dieser Autobiografie. Arnhild Lauveng setzt sich für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen ein, denn „Erwartungen können direkten Einfluss auf unser Verhalten haben und auf das, was wir tatsächlich leisten.“ Dies hat die Autorin am eigenen Leib erfahren.„Im Nachhinein denke ich, dass das deutlichste Warnsignal dafür, dass etwas mit mir nicht stimmte, die Tatsache war, dass sich meine Identität, meine Sicherheit, ich selbst zu sein, langsam auflöste.“ Hinzu kamen optische und auch akustische Halluzinationen. „Manchmal herrschte ein einziges brabbelndes Chaos in meinem Kopf, wie ein Walkman, der zu laut war und den ich nicht absetzten konnte, was auch immer ich versuchte.“ Selbstverletzendes Verhalten und Aufenthalte in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen folgen.Die Einsamkeit wird ein mächtiger Begleiter doch schließlich schafft die Autorin es sich mit sich selbst auseinander zu setzen und auf diese Weise ihre Symptome zu besiegen. Sie schildert, wie schließlich ganz einfache Dinge oder Handlungen ihr geholfen haben.„Es geht mir heute gut, sehr gut. Ich lebe ein gutes, reiches, volles Leben. Manchmal bin ich froh, manchmal bin ich traurig.“ „Das Viereck ist noch da, aber es macht nichts kaputt. Es ist ein Teil des Ganzen – ein Teil meines Lebens.“

Empfehlung von: Cara Ströbel


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Die Welt, die ist ein Irrenhaus, und hier ist die Zentrale Autor : Claudia Hochbrunn Erscheinungsjahr : 2015 Psycho Bezug : Psychiatrie

In „Die Welt, die ist ein Irrenhaus, und hier ist die Zentrale“ nimmt die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie C. Hochbrunn (Pseudonym) die Leser mit auf eine Reise durch den Alltag einer psychiatrischen Klinik. Die Autorin selbst hat in verschiedenen psychiatrischen Kliniken, beim Sozialpsychiatrischen Dienst sowie im forensischen Maßregelvollzug mit Schwerverbrechern gearbeitet, sodass sie über ein breites Erfahrungsspektrum verfügt.Sie erläutert Krankheitsbilder wie Schizophrenie, Depression und die Borderline­Persönlichkeitsstörung, geht auf unterschiedliche Therapieformen (Psychoedukation, Gruppentherapie…) ein, sowie auf Rehabilitationsmöglichkeiten beziehungsweise ambulante Hilfen.Dabei beschreibt C. Hochbrunn jeweils ein situatives Beispiel aus ihrem Berufsdasein, weshalb das Buch einen humoristischen Charakter erhält und sich sehr leicht lesen lässt.Über grundlegende Begriffe und Phänomene im Zusammenhang mit der Psychiatrie erhält insbesondere der Leser, der noch wenig Einblick in die Praxis erhalten hat, nebenbei einen guten Überblick über Fachbegriffe. Wie die Autorin selbst jedoch ebenfalls anmerkt, handelt es sich hierbei keinesfalls um ein Fachbuch.

Empfehlung von: Cara Ströbel


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Psychologie in der Freizeit – für Couchpotatoes (II)

Erscheinungsjahr: 2015 Start in Belgien, 2017 in Deutschland Anzahl Folgen: 34 in Originalversion (3. Staffel in Planung) derzeit Remake in Deutschland und Frankreich; die 4 Folgen der deutschen Version aktuell in der ZDF Mediathek (2. Staffel des deutschen Remakes soll im Herbst 2017 gedreht werden) Psychologie Bezug: Kriminologie

Die belgische Serie "Professor T." dient der deutschen Version als Grundlage. In dem Remake wird Jasper Thalheim, Professor für Kriminalpsychologie an der Uni Köln, von der Kripo als Unterstützung bei besonders schwierigen Fällen als Berater engagiert. Dieser zeichnet sich jedoch nicht nur durch seinen scharfsinnigen Verstand und die ungewöhnlichen Lösungsansätze, sondern auch durch ein loses Mundwerk und neurotische Züge aus, weswegen seine Intervention nicht ausschließlich geschätzt wird. Während eine seiner ehemaligen Studentinnen, inzwischen Kommissarin bei der Kripo Köln, von sich aus auf den Professor zukommt, will sich der leitende Kriminalhauptkommissar der Mordkommission beispielsweise nicht wirklich auf die Unterstützung des exzentrischen Professors einlassen.Auch die Leiterin der Kriminalpolizei, die ehemalige Liebe von Jasper Thalheim, reagiert auf die Ermittlungen ihres Ex‘ zwiegespalten.Aufgrund Thalheims uneingeschränkter Schlagfertigkeit ist die Serie nicht nur für Krimifans sehr unterhaltsam und auch psychologische Konzepte lassen sich finden.

Empfehlung von: Cara Ströbel


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Meet a scientist : Bob Reuter Für die Frühlingsausgabe der ALEP­Zeitschrift ‘‘Dë Psycho­lo‘‘ hatte der Vorstand die Ehre ein Interview mit Bob Reuter, einem der Gründungsmitglieder der Vereinigung durchzuführen. Aus dem damaligen Psychologiestudenten der neunziger Jahre ist heute ein inspirierender Wissenschaftler, dessen Hauptforschungsgebiet Lernen und Lehren ist, geworden. Außerdem ist er Dozent im Bachelor en Sciences de l'Éducation der Universität Luxemburg. ALEP: Sie haben in Brüssel studiert. Was sind Ihrer Meinung nach die Unterschiede zwischen der brüsseler und der luxemburgischen Didaktik an den Universitäten? Und was denken Sie könnte ein luxemburgischer Studierende von einem belgischen Studierende lernen und umgekehrt?

Bob Reuter: Ich bin schon zu lange aus Brüssel weg als dass ich diese Frage beantworten könnte. Ich weiß nicht was sich seitdem dort alles verändert hat. Ich kann nur berichten wie es zu meiner Zeit war. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Universitäten ist die Zahl der Studierenden. In meinem Jahrgang waren damals zum Studienbeginn 400 Studenten eingeschrieben. Die meisten Kurse waren Vorlesungen, die im Audimax stattgefunden haben. Seminare und praktische Arbeiten gestalteten sich hier anders als in Luxemburg. Die Wochenstundenzahl war auch anders als in Luxemburg. Wir hatten ungefähr sechzehn Stunden pro Woche, wobei niemand die Anwesenheiten kontrollierte. Bei so vielen Studierenden ist das auch fast unmöglich. Daher würde ich sagen, dass es in Brüssel vor allem autodidaktisches Lernen war. Wir hatten zwar einen „Syllabus“, ein gebundenes Buch, welches von Studierenden oder vom Professor selbst zusammengestellt wurde, trotzdem brachte man sich viel selbst bei und musste vieles selbst nachlesen. Die Prüfungen waren damals in Form von offenen Fragen. Die luxemburgischen Studierenden können von den belgischen Studierenden vor allem zwei Dinge lernen. Erstens, den lockeren Umgang mit der französischen Sprache zwischen den Studierenden. Da Französisch die Muttersprache der frankophonen Belgier ist, gehen sie mit der französischen Sprache genauso schlecht bzw. falsch um wie die Luxemburger mit der Luxemburger Sprache. Daher sollte man sich diesbezüglich keinen Stress machen. Zweitens, Party machen. Die belgischen Studierenden machen viel mehr Party als die luxemburgischen. Die luxemburgischen Studierende scheinen eher nach den Kursen gleich nach Hause zu gehen und setzen sich nicht mit den Mitstudierenden hin um sich auszutauschen oder eine Freistunde zu verbringen.


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ALEP: Sie sind Dozent und Wissenschaftler an der Uni.lu, Vize­Leiter vom Institute of Applied Educational Sciences, Gutachter von verschiedenen Journals, Aktivist, Mitglied in verschiedenen Vereinen und Vater von zwei Kindern. Wie bekommt man das alles unter einen Hut? Bob Reuter: Schwer. (Lacht). Man muss sich mal für das Eine, mal für das Andere mehr Zeit rausnehmen. Prioritäten setzen ist ebenfalls sehr wichtig. Bei der Einteilung der Freizeit muss man auch lernen Nein sagen zu können.

ALEP: Was sind Ihre aktuellen Forschungsprojekte? Bob Reuter: Ein gerade laufendes Forschungsprojekt ist die Geschichte des naturwissenschaftlichen Unterrichts in der Luxemburger Grundschule. Hierbei werden historische Aspekte, Ursachen, Beweggründe und Unterrichtsarten erforscht. Eine Historikerin gehört ebenfalls zum interdisziplinären Team. Mein Part in dem Projekt ist es Interviews mit Stakeholdern und den zentralen Akteuren der Implementierung des neuen Curriculums zu führen. Daneben untersuche ich inwiefern mit digitalem Material und Technologien an Schulen gelernt wird. ALEP: Wenn Sie einen Rat an einen Psychologiestudierenden des ersten Semesters weitergeben könnten, welcher wäre es? Bob Reuter: Ich finde Ratschläge kommen immer etwas arrogant rüber. Es ist schwierig einem Psychologiestudierenden Ratschläge zu geben, weil die Psychologie ja einen breiten Weg und verschiedene Berufsmöglichkeiten hergibt. Einen Rat würde ich dann trotzdem allgemein an alle Studierende geben: Genießt die Zeit im Bachelor und im Master und studiert so viel wie möglich. Rückblickend kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, so viel Verschiedenes gelesen zu haben und Zeit hatte mich selbst weiterzubilden. Die Zeit im Bachelor und Master ist die Zeit in der man ein breit gefächertes Interesse haben sollte. Ich hatte damals auch zusätzlich Kurse belegt, die ich eigentlich gar nicht machen musste, wie z.B. diverse Formen der Psychotherapie, auch wenn ich schon früh wusste, dass ich diesen Weg nicht einschlagen werden würde. ALEP: Sie sind eines der Gründungsmitglieder der ALEP. Was wünschen sie sich für die Zukunft der Vereinigung? Bob Reuter: Dass sie weiter bestehen bleibt (lacht). Die ALEP ist ein guter und wichtiger Verein, weshalb ich mir wünschen würde, dass sie sich ein bisschen mehr internationalisiert. Seitdem es die Uni Luxemburg gibt, erscheint es so als sei die ALEP eher ein nationaler Verein geworden, da sich die Studierenden der Uni Luxemburg aus Flexibilitäts­ und Mobilitätsgründen eher dazu entscheiden in der ALEP mitzumachen als vielleicht Studierende, die in anderen Ländern studieren. Weil wir gar nicht wussten wie Psychologie an anderen Universitäten in anderen Ländern gelehrt wird, wollten wir mit der ALEP einen internationalen Verein gründen. Unsere Idee war es ein Netzwerk aus Psychologiestudierenden aufzubauen, die Schüler/innen der Abschlussklassen Informationen zum Studium geben können. Damals hatten wir viel weniger Zugang zu


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Information zum Psychologiestudium an verschiedenen Universitäten, als es heute der Fall ist. Wir konnten entweder auf den Rat des SPOS­Psychologen hören oder uns selbst auf die Suche nach einer geeigneten Universität machen. Wir waren damals eher an ausländischen Universitäten und trotzdem in der Lage den ‘‘Psycho­Lo‘‘ drei bis viermal im Jahr zu veröffentlichen. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, wenn man sich nur an den Wochenenden treffen kann. Wenn man im Ausland studiert ist es natürlich nachzuvollziehen, dass manSTABILITY nicht wegen OF einem ALEP­Treffen aus ACCURACY der Schweiz oder TEMPORAL INTEROCEPTIVE England in die Heimat fährt. Trotzdem würde ich die Wichtigkeit dieser Treffen nicht unterschätzen. Auch sollte es in der heutigen Zeit einfacher sein, im Kontakt mit den Martin F. Wittkam anderen zu sein. MitAndré der ALEP verbinde ich Claus Freundschaften, die noch heute weitergehen. Examiner: Dr. Schulz; Prof. Dr. Vögele

Master­Thesis

ALEP: Was war Ihre Motivation die ALEP zu gründen und welche Ziele hatten Sie? ABSTRACT Bob Reuter: Unser Ziel war die Vernetzung zwischen Studierenden und Interoceptive accuracy (IAc), the sensealsofWissenschaft the physiological of verbreiten. the body, has Informationen über die Psychologie undcondition Praxis zu Durch den been considered a temporally stable trait variable that is related to the onset and ‘‘Psycho­Lo‘‘ wollten wir versuchen die Vorurteile über Psychologiestudierende und maintenance of psychological disorders. However, theregesagt, is still adass lack Psychologiestudierende of evidence to Psycholog/innen zu beseitigen. Es wird ja immer support the assumption temporal stability IAc. The study temporal „Mir hu Psychologie studieren of um sich selbst zu in heilen. Ichpresent antworte da examined gerne, humorvoll: stability of IAc across three identical measurement occasions with time intervals vläicht en Eck ewech, mee dofir kenne mir d'Stéierung beim Numm ofnennen“. approximately one week, with two tasksPsychologie and over two Außenstehenden fällt meist als heartbeat einziger perception Bereich der nurdifferent die klinische states, a state of rest and a state of mental stress. Forty-four healthy participants Psychologie ein, und vergessen dabei die Neuropsychologie, die Verkehrspsychologie, die estimated their heartbeats in a heartbeat counting and eine a heartbeat discrimination task. Sozialpsychologie und andere Bereiche. Dies ist Reduzierung der Psychologie als Mental stress was induced with an adaptive choice reaction time task. The present Wissenschaft, aber auch als Tätigkeit. Es war uns wichtig dies zu bekämpfen.

findings yield fair temporal stability of IAc (.45 ≤ ICC ≤ .46) with fluctuations between andeinen significant changes overPsychologie, time. Temporal stability was almost for IAcoder ALEP:sessions Gibt es Bereich in der den Sie noch gerneidentical erforschen in kennenlernen a resting state würden and a state of mental stress, as well as for both heartbeat perception besser tasks. The stressful intervention had an effect during the first session of the heartbeat Bob Reuter: Ich sehe mich subsequent selbst heute mehr als als dass ich mich als counting task, not during sessions and Lernforscher, not for the heartbeat discrimination Psychologe beschreiben Thematik Lernens noch task. We suggest thatwürde. a singleDie measure is notdes sufficient to würde capture ich IAc gerne as a trait as weiter we erforschen. Lernen hat so viele diverse Formen und verschiedene Prozesse sind detected fluctuations over time and state variables might impact IAc as measured atdarin a impliziert. ergeben sich auch ganz diverse Erkenntnisse für didaktische und certainDaraus point in time. pädagogischen Handlungskonzepte.

Keywords: interoception, interoceptive accuracy, temporal stability, stress, trait, state ALEP: Was am Thema Lernen fasziniert Sie am meisten?

Bob Reuter: Gute Frage. Vielleicht die Tatsache, dass die Intuition der meisten Menschen sich oft wissenschaftlich als falsch erweist; allerdings ist dies meist schwer zu untersuchen. Ich sage immer: Lehren ist nicht lernen, aber lehren veranlasst lernen... manchmal. (Lacht). Im digitalen Zeitalter definieren Internet und Co. den Begriff des Lernens neu und in Zukunft wird er weiterhin neue Formen annehmen.


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ALEP: Wie sieht Lernen Ihrer Meinung nach in der Zukunft aus?

Bachelor­Thesis

Bob Reuter: Keine Ahnung. (Lacht). Divers und variabel. Lernen müsste eigentlich im Plural geschrieben werden, weil es so viele verschiedene Varianten des Lernens gibt: Lernen durch Zuschauen, Lernen durch Zuhören, Lernen durch Diskutieren, Lernen durch Lehren. Durch die digitalen Technologien werden neue Lernformen beikommen media: oder andere werden wichtiger werden. Die digitale Evolution Interactive wird verschiedene Prozesse The violence in video games on Rape und Formen deseffects Lernens of aufsexualized den Kopf stellen. Jahrtausende wurde das Wissen durch die Myth Sprache weitergegeben, dann änderte sich dieser Prozess durch dieAcceptance Entwicklung der Schrift, sowie der Einführung von Gutenbergs Drucker und heute mit dem Internet. Neue Martha de Henestrosa Formen sind Fernandez z.B. Audiodateien, welche die Form des Lerninhalts verändern. Die Illusion, Dr. André Melzer, Dr. Alexander Schmidt, dass Examiner: es nur einige Bücher gibt, Dipl.­Psych. die wichtig sind wird hinfällig sein,Dipl.­Psych. denn das Lernen transformiert sich viel und schnell und bleibt ein lebenslanger, wichtiger Prozess. In ABSTRACT Zukunft wird der Mensch auch vermehrt zum Selbstlerner werden müssen. Grund dafür ist die Herausforderung immer auf dem neusten Stand des Wissens zu sein, wodurch sich Wissen und Lernen radikal verändern werden. Man wird sich immer mehr weiterbilden Previous hasdass focused on the investigation of Schulen the separate of sexualdas wollen, daher research denke ich, die Hauptaufgabe bei den liegt,effects den Schülern and/or violent video game contents on the video game players. In particular, the focus of Lernen an sich beizubringen.

attention has been directed towards individuals’ Rape Myth Acceptance (RMA). Few studies Stelle have examined effects of sexualherzlich and violent presented An dieser möchte the sichcombined der ALEP­Vorstand beimaterial Dr. Reuter für indas video games. Thus,bedanken. the aim ofMehr this study further investigate consequences ofauf interessante Interview über is dietoForschung von Dr.the Reuter kann man sexualized violence in video games. on the players’ Rape Myth Acceptance. Participants seinem Blog www.simple.lu erfahren. (N = 82) played either a sexualized female avatar or a non-sexualized female avatar in a violent video game for a total duration of 20 minutes respectively. Moreover, participants completed established scales, assessing several outcome variables, among others, participants’ emotional states, their video game playing frequency, their gender roles attitudes and their RMA prior to and after the video gaming episode. Results indicate that sexualized violence in video games did not affect the players’ Rape Myth Acceptance. No gender differences among participants prior to and after the video gaming episode concerning individuals’ RMA were found. Moreover, the video gaming episode did not negatively affect participants’ emotional states. Yet, participants’ gender role attitudes, their trait RMA and their long-term exposure to video games predicted participants’ state RMA after the video gaming episode. The results of this study will be critically discussed and conclusion will be drawn. For instance, future research should focus on the role of attitudinal variables, as well as on the extent of the effects of long-term exposure to video games. Besides, the consequences of sexualized violence in video games on the players’ RMA need to be further clarified. Keywords: sexualized violence, video games, Rape Myth Acceptance, gender roles attitudes, video game playing frequency, emotional state


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Soirée d'Information sur la Psychologie 2017 De Freiden, den 21. Abrëll 2017 huet nees der ALEP hier traditionell Soirée d'Information sur la Psychologie am Haaptsëtz vun der BGL BNP Paribas stattfonnt. Mir hunn em di 70 Participanten gezielt, déi sech dësen Owend iwwert de Psychologiestudium an déi verschidden Beruffsfelder vun eisen Invitéen informéiere komm sinn. D'ALEP seet jidderengem dee komm ass e grousse Merci a freet sech iech op zukünftegen Events erëmzegesinn. Hei en klengen Resumé vun eise véier Invitéen:

Prof. Dr. Georges Steffgen:

Eisen éischten Invitée op der Soirée d'Information sur la Psychologie 2017 war den Här Prof. Dr. Georges Steffgen. Hien ass souwuel Professer an der Sozial­ an Arbeschtspsychologie op der Uni Lëtzebuerg, wéi och den Studiendirekter vum Bachelor of Science in Psychology a vum Master in Psychology: Psychological Intervention. Des Weideren ass hien de Leiter vun der Fuerschungsgrupp Health Promotion and Aggression Prevention an de beigeuerdneten Direkter vum Institute for Helath and Behavior. Den Diplom an der Psychologie huet hien op der Universitéit zu Tréier gemaach an ausserdeem ass hien Dokter vun den Naturwëssenschaften. Professionell Weiderbildungen huet hien an der Rational­Emotiver Therapie (RET) an als Sportpsycholog gemaach

Dr. Gilles Michaux: Eisen zweeten Invité war den Här Dr. Gilles Michaux, en Psycholog an Psychotherapeut aus dem ZithaGesondheetsZentrum. Och hien huet seng Etuden an der Psychologie op der Uni zu Tréier gemaach an ass Dokter vun den Naturwëssenschaften (Psychobiologie). Seng psychotherapeutesch Spezialitéiten leien an der ACT, der Schematherapie, der Bio­ Neurofeedbacktherapie sou wéi an der Hypnotherapie. Donieft ass hien och Trainer fir Entspaanungsverfahren an Stressmanagement


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Annekathrin Mundt: Eis drëtt Invitée war d'Madame Annekathrin Mundt, eng Psychologin an Psychotherapeutin an der Jugendpsychiatrie vum Hôpital Kirchberg. Mat enger kognitiv­ verhaltensorientéierter Therapie behandelt si virun allem jonk Patient/innen mat Stéierungen bei der sozialer Upassung, Psychosen, affektiv Stéierungen, Ofhängegkeeten, Iessstéierungen, ADHS an PTSD. Ausserdeem ass d'Madame Mundt d'stellvertriedend Leiterin vum psychosozialen therapeuteschen Team an der Jugendpsychiatrie

Pia Jungblut: Eis véiert Invitée war d'Madame Pia Jungblut, eng onofhängeg Psychologin an Psychotherapeutin. Si huet hier Etuden an der Psychologie op der Universitéit Paul Verlaine zu Metz gemaach an ass an der Gesondheetspsychologie spezialiséiert. Ausgebilt ass d'Madame Jungblut an der systemescher Behandlung, an der Psychoanalyse, an der Hypnose an an der Enstpaanungstherapie. Säit 2014 ass si ausserdeem Member vun der Société Luxembourgeoise de Psychologie (SLP).

E grousse Merci geet och un eisen Sponsor, d'BGL BNP Paribas, an eisen Partner, d'Uni Lëtzebuerg, ouni déi dësen Evenement an där Form net méiglech gewiescht wier.


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Hall of Fame

Die Redaktion bedankt sich herzlichst bei: Cara Ströbel für ihre Film­Serien und Buchempfehlungen Joelle Hoffmann für ihre Artikel über die Apps Simone Wagener für ihren Erfahrungsbericht und so viel mehr...! Sandra Gigl für ihren Vergleich und ihre Filmempfehlung Viktoria Mladenovski für ihre Zeichnungen (Cover und Zwischenbilder) Naida Zaimovic für ihre Bourse de stage und das Interview mit Bob Reuter Florence Krecky für ihr Interview mit Bob Reuter ... und allen die wir vergessen haben!


LUXEMBOURG - 1 Port-payé PS/43o

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Summer 2017

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