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Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Probleme bei der Produktion und dem Konsum von Tierprodukten als zentrale Faktoren zwar noch nicht durchgehend, aber immer öfter erkannt werden. Grundsatzfragen über die Nutzung von Tieren werden hier zwar meistens noch nicht gestellt, aber immerhin Verbesserungen gefordert.

2.3 Unser Lösungsansatz Um einen möglichst großen Beitrag zur Problemlösung zu leisten, sehen wir die besten Ansätze darin, Veränderungen in der Lebensmittelwirtschaft, im Konsumverhalten von Privatpersonen, im juristischen Bereich und bei weiteren Multiplikatoren zu erzeugen sowie generell zu begünstigen. Hierzu nutzen wir konkrete Hebel (s. u.). Um weitere Hebel auszumachen sowie bestmögliche Ziele zu formulieren und zu erreichen, arbeiten wir kontinuierlich an der Vergrößerung unserer Wissensbasis und eruieren dabei u. a. die Nutz- und Umsetzbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie Ansätze anderer Organisationen im In- und Ausland.

2.3.1 Leistungen (Output) und direkte Zielgruppen Lebensmittelwirtschaft In der Lebensmittelindustrie bilden EntscheiderInnen aus den Bereichen Lebensmittelproduktion, Handel, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung unsere Zielgruppen. Hier arbeiten wir vor allem über Informationsweitergabe, direkte Gespräche und Kampagnen daran, dass die Zielgruppen Tierschutzstandards anheben und vegane Angebote verbessern oder ausbauen. Insbesondere geht es dabei derzeit um folgende Aspekte: >> Käfigeier auslisten bzw. nicht mehr verwenden (Käfigfrei-Kampagne)32 >> Schnabelkürzen bei Legehennen so beenden, dass Tierleid tatsächlich reduziert wird33 >> Standards in der Masthuhn-Haltung erhöhen >> Standards in der Aquakultur erhöhen

DEUTSCHLAND WIRD

KÄFIGFREI

>> unternehmensweite Tierschutz-Richtlinien erstellen oder ausbauen >> weitere Tierschutz-Themen angehen, wenn sich Möglichkeiten dazu in Gesprächen abzeichnen >> tierliche Zutaten reduzieren und/oder vegane Produkte/Gerichte entwickeln und anbieten Nachdem wir die geeigneten AnsprechpartnerInnen in Unternehmen recherchiert haben, nehmen wir Kontakt zu ihnen auf und tauschen uns per Telefon, E-Mail und/oder in Meetings aus. Unseren Kontakten machen wir je nach Ausgangslage einfach umsetzbare Vorschläge (z. B. keine Käfigeier mehr zu verwenden) oder regen komplexe, auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Prozesse an (z. B. die Verbesserung/ Ausweitung des veganen Angebots oder die Umstellung von Rezepturen in der Lebensmittelproduktion). Um wichtige Informationen breit an unsere Kontakte streuen zu können, haben wir zudem die Website www.lebensmittel-fortschritt.de und einen dazugehörigen Newsletter ins Leben gerufen, den wir monatlich versenden. Außerdem ermitteln wir über Benchmarkings und Vergleiche, wie veganfreundlich die Unternehmen bestimmter Sektoren sind und welche Themen sie über ihre Tierschutz-Richtlinien angehen. Wenn wir mit konstruktiven Gesprächen nicht weiterkommen, führen wir auch Kampagnen gegen Unternehmen durch. Dabei helfen auch unser Straßenkampagnenteam sowie unsere ehrenamtlichen Aktionsgruppen (AGs).

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SRS 2017  

Wirkungsbericht 2017

SRS 2017  

Wirkungsbericht 2017

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