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Türkei für Schulen 2013 2.Tag: Istanbul ASIA MINOR - Byzanz - Türkei

Die Westtürkei ist eine faszinierende Welt kultureller und landschaftlicher Höhepunkte zwischen Bosporus und Taurus. Schon im Altertum Brücke zwischen den Kulturen des Orients und des Okzidents, zeigt kaum eine andere Region so viele Zeugnisse der Geschichte, Kultur und Kunst von der Antike bis zur heutigen Zeit auf so engem Raum wie dieser Teil Kleinasiens. Den Auftakt der Studienreise bildet Istanbul, die ,,Perle des Orients". Die Fahrt entlang der Küste des Marmarameeres, an der Westküste mit einem Abstecher ins Landesinnere hinunter zur Südküste führt über ehemals blühende hellenistischrömische Handelsstädte (Pergamon und Ephesos, Priene, Milet, Didyma) zu alten Konzilstädten, die unübersehbare Spuren der frühen Christenzeit bis heute zeigen, zu alten Haupt- und Kulturstädten des Osmanischen Reichs (Bursa) mit ihren prächtigen Moscheen, schlanken Minaretten und Karawansereien. Der trojanische Krieg, die Auseinandersetzungen der Griechen mit den Persern, die Ausbreitung des römischen Weltreichs nach Osten, die Missionsreisen des Apostels Paulus werden auf dieser Reise lebendig und nacherlebbar. Im legendären Troja erschlossen die Ausgrabungen Schliemanns einst der Altertumswissenschaft eine neue Welt. Die Grabungen des Tübinger Professors Korfmann zeigen heute vor Ort die Möglichkeiten der modernen wissenschaftlichen Methoden, mit denen man sich ein exakteres Bild von den Siedlungen der frühen Bronzezeit bis ins klassische Altertum machen kann. Wir schlagen Ihnen hier ein Programm vor, das sich bei Schulgruppen besonders bewährt hat. In das Standard - Programm können Begegnungen und Sonderprogramme nach dem Wunsch der Gruppe eingearbeitet werden.

1.Tag: Istanbul

Transfer vom Flughafen zum Hotel. Übernachtung. (Abendessen in Istanbul Aufpreis ca. € 10).

Türkei - 1 -

Ganztägige Stadttour mit Besichtigung des Hippodrom - Platzes, der Blauen Moschee, der Hagia Sophia, dem Topkapi Palast und dem Großen Bazar. Übernachtung in Istanbul. 3.Tag: Bursa

Heute geht es mit der Fähre über das Marmara - Meer nach Bursa, einst Hauptstadt des Osmanenreiches. Besichtigung der Sultansgräber, der grünen Moschee u.a. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Kusadasi. 4.Tag Ephesus

Fahrt nach Ephesus, dem Wallfahrtsort der Göttin Artemis. Besichtigung von Ephesus mit der Arkadiane, Theater, Celcius - Bibliothek, Bouleuterion, Kuretenstraße u.a. Am Nachmittag Möglichkeit zum Baden am Strand oder Besuch der Johannes - Basilika und des Museums. Übernachtung in Selçuk oder Kusadasi.

5.Tag Milet und Priene

Nach dem Frühstück Fahrt nach Priene, der antiken Mustersiedlung mit gut erkennbarer Stadtanlage. Besichtigung: Osttor, Theater, Tempel der Athena, Ratssaal. Weiterfahrt nach Milet, Heimat des Philosophen und Mathematikers Thales. Besichtigt werden das Theater und die Thermen der Faustina. Weiter geht es nach Didyma mit dem Apollontempel, einst eine der bedeutendsten Orakelstätten Kleinasiens. 6.Tag Pergamon

Heute geht es an Izmir vorbei nach Norden zur hellenistischen Metropole Pergamon. Wir fahren hoch zur Akropolis, um den Trajans-Tempel, das Gymnasium, das Theater und die Stelle zu sehen, wo der Pergamon-Altar stand, der sich heute in Berlin befindet. Anschließend geht es zu den Ruinen des Asklepion - Heiligtums, das dem griechischen Gott der Heilkunst geweiht war. Weiterfahrt nach Ayvalik. Abendessen und Übernachtung.


7.Tag Troja

Besichtigung von Troja, das Erinnerungen an die Helden Homers und die Ausgrabungen Schliemanns weckt. Überfahrt mit der Fähre bei Gallipoli. Fahrt entlang der Dardanellen. Übernachtung in Istanbul.

8.Tag Transfer zum Flughafen

Das Programm kann aus organisatorischen Gründen umgestellt werden. In diesem Falle ändert sich die Reihenfolge, das Programm wird aber ohne Abstriche durchgeführt.

te mit Vorratslagern, Tierställen, Schlafräumen und Gemeinschaftsküchen. In diesen Wohnungen fanden die frühen Christen durch die Natur gut versteckt, zu religiösen Gemeinschaften zusammen und waren so sicher vor Verfolgungen. Kappadokien mit der Bagdadbahn

Die ersten beiden Tage werden in Istanbul verbracht; dann geht es teilweise auf der Strecke der Bagdadbahn nach Konya. (Ausführlicher Artikel im Studienordner 6.2.7). Mit dem Bau der Bagdadbahn suchte das Deutsche Reich einen Zugang zu den Märkten Kleinasiens, aber auch zu den Ölfeldern des Persischen Golfes. Der Bau der Strecke war eine Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst. Diese Pläne musste aber auch die Briten provozieren, sie waren auch ein Mosaikstein auf dem Weg zum Ersten Weltkrieg.

1.Tag : Istanbul

Transfer zum Hotel. 2.Tag : Istanbul - Konya

albaTours-Gruppe mit Reiseleiter Muammer

Von Hethitern und Vulkanen – Anatolische Impressionen

In Zentralanatolien und Kappadokien erlebt der Besucher die Spuren einer vieltausendjährigen Geschichte in einer unglaublich vielfältigen Landschaft. Noch bis vor wenigen Jahren war außer einigen Hinweisen im Alten Testament so gut wie nichts bekannt über das Volk der Hethiter. Seit der Entzifferung ihrer Keilschrift und Hieroglyphen wissen wir über dieses Volk fast so viel wie über die anderen Hochkulturen des Alten Orient. Im Tal von Göreme sehen wir die ältesten Wohnstätten von Menschen, die dort vor 5000 Jahren in den Felsen angelegt wurden. Hier entstanden ganze StädTürkei - 2 -

Wir erleben Konstantinopel als Hauptstadt des byzantinischen und des osmanischen Reiches. Unser Besuch gilt den alten Stadtmauern des Theodosius, auf denen wir ein Stück spazieren gehen können und dem Hippodromplatz, Brennpunkt des öffentlichen Lebens in römischer Zeit. Dort steht übrigens der von Kaiser Wilhelm II. gestiftete deutsche Brunnen, der ein sichtbares Monument deutsch-türkischer Freundschaft sein sollte. Die von Justinian erbaute Hagia Sophia ist das prächtigste und wichtigste Bauwerk der byzantinischen Architektur und klassisches Vorbild für die Kirchen des Ostens. Am Nachmittag besuchen wir die Süleyman-Moschee mit dem Grabmal Süleymans des Prächtigen. Dieser Herrscher war es, der zum ersten Mal Wien belagerte und der die Grenzen des Osmanischen Reiches über den ganzen Balkan vorantrieb. Der Topkapi Palast war das politische Zentrum des Riesenreiches. Nach der Besichtigung des Großen Bazars geht es zunächst zum Sirkeci-Bahnhof, dem Endbahnhof des Orient – Express. Hier steigen Erinnerungen an


den legendären Orient – Express und an Agathe Christie auf, die hier bei ihren zahlreichen Besuchen der Bosporus – Metropole ankam. Dann geht es auf den asiatischen Teil zu dem von Deutschen erbauten Haidarpascha – Bahnhof, dem Anfangspunkt der Bagdadbahn. Fahrt mit dem Nachtzug nach Konya.

in der Steinzeit. Der Handel mit diesem Produkt rief die ersten Handelsströme im Orient hervor. In Derinkuyu wurden in den 60er - Jahren erstaunliche Troglodytenstädte entdeckt, die vermutlich schon im Paläolothikum entstanden. Weiterfahrt ins Tal von Soganli mit vier interessanten Kirchen aus dem 11.-13. Jahrhundert.

3.Tag: Konya

Die antike Stadt Iconion blühte zwar schon in hellenistischer und römischer Zeit, doch die glänzendste Zeit erlebte Konya als Sitz eines seldschukischen Sultans. Dank des Handels über die alten römischen Straßen, die sich hier kreuzten, wurde die Stadt reich, wovon Karawansereien, Türben, Moscheen und Klöster zeugen. Paulus kam öfters in diese Stadt um zu predigen. Heute gilt Konya als religiöses Zentrum der Türkei, vor allem das als Pilgerort dienende MevlânaKloster, in dem die tanzenden Derwische die Reisenden früherer Zeit in ungläubiges Staunen versetzten. Daneben besuchen wir die Burgmoschee (Alaeddin Camii) und die Büyük Karatay Medresesi, früher eine Rechtsschule, heute ein Museum für Fayencen. Auf Wunsch kann ein Besuch in Çatalhüyük organisiert werden, einer der wichtigste prähistorischen Fundorte der Türkei. Die Ausgrabungen trugen außerordentlich viel zu unserer Kenntnis der anatolischen Kulturen im Neolithikum und der Bronzezeit bei. Die Gerätschaften und Skulpturen gehen teilweise bis auf 6800 v.Chr. zurück. Danach geht die Reise weiter durch die anatolische Hochebene nach Kappadokien. Abendessen und Übernachtung in Kappadokien.

4.Tag: Kappadokien

Besonders widmen wir uns hier den Formen des Vulkanismus, der hier – dank der Tätigkeit des 3916 m hohen Vulkans Erciyes Dagi (des antiken Argaios) in vielfältiger Form erscheint. Heute steht eine Wanderung durch die bizarre Tuffsteinlandschaft von Kappadokien auf dem Programm. Wir durchqueren auf einer Wanderung das Taubental und das Tal von Göreme. Danach besuchen wir die Höhlenkirche von Çavusin und ein verlassenes Dorf mit zahlreichen Spuren des Urchristentums. Überall im Dorf und in der Umgebung finden sich Höhlenwohnungen und Höhlenkirchen. Abendessen und Übernachtung. 5.Tag: Derinkuyu

Heute steht die unterirdische Stadt Derinkuyu auf dem Programm. Auf der Fahrt dorthin sammeln wir Obsidiansteine. Obsidian ist ein Vulkanprodukt und war das fortschrittlichste Werkzeug der Menschheit

Türkei - 3 -

6.Tag : Kappadokien – Bogazkale ( Hattuscha)

Heute geht es zu dem verschollenen Königreich der Hethiter. Dies waren Indogermanen, deren Reich sich von hier nach Persien und bis nach Ägypten erstreckte. Seit 80 Jahren sind wir sogar in der Lage ihre Schrift zu lesen, die uns in über 30.000 Tontafeln erhalten ist. Wir schauen uns das Ausgrabungsgelände der hethitischen Hauptstadt Hattuscha an. Gewaltige Stadtmauer, Löwentor, Tunneltor, Königstor, großer Tempel u.a. sind heute die Beweise der Macht und Pracht dieser verschollenen Zivilisation. Übernachtung in Bogazkale. 7. Tag: Bogazkale – Ankara

Nach der Besichtigung von Yazilikaya, dem religiösen Zentrums der Hethiter fahren wir nach Ankara, die Hauptstadt der Türkei. Besichtigung des Grabmals von Atatürk, dem Gründer der modernen Türkei. Wir hören über das Werk dieses Mannes und seine Rolle beim Umbau der osmanischen Herrschaft in einen modernen Staat. Das „Museum für anatolische Zivilisationen“ in Ankara gehört zweifellos zu den bedeutendsten historischen Museen der Welt; es zeigt Schätze aus sechs Jahrtausenden. Je nach Abflugzeit, fahren wir entweder mit dem Nachtzug oder mit dem Bus nach Istanbul. 8.Tag : Rückflug

Transfer zum Flughafen.

Südliche Türkei für Biologen und Geographen

Die Türkei hat sich in den letzten Jahren als Ziel für Studienreisen etabliert; dies nicht nur wegen des Reichtums an historischen Stätten, sondern auch wegen der vielen landschaftlich schönen Gebiete, die sich durch eine vielfältige und beeindruckende Pflanzenwelt auszeichnen. Die Flora der Türkei umfasst etwa 8500 Arten, die sich ungefähr 1.200 Gattungen aus 157 verschiedenen Familien zuordnen lassen. Die Artenzahl ist damit fast dreimal so hoch wie die der Bundesrepublik. Davon sind wahrscheinlich 2800 Arten oder nahezu 30% endemisch d.h. in ihrem Vorkommen ausschließlich auf das Gebiet der Türkei beschränkt.


3.Tag - das Hinterland

Neben der üppigen Natur kann die Türkei mit geologischen Phänomenen aufwarten, wie die Kalksinterterrassen von Pamukkale, die einmalig in der Welt sind. Diese Reise macht die Jugendlichen aber auch mit den Anfängen unserer abendländischen Kultur vertraut, denn gerade die Landschaft Lykien ist stolz auf einige sehr alte anatolische Kulturstätten. Daneben soll den Gästen durch persönliche Begegnungen aus Deutschland Einblick in die Arbeit und das tägliche Leben der Türken gegeben werden.

1.Tag Transfer ins Hotel 2.Tag - Ins Taurusgebirge

Die Fahrt geht zuerst in den Termosos-Gulluk National Park, der nördlich von Antalya auf einem Travertinplateau am Hang des Taurus-Gebirges liegt. Das Taurus-Gebirge ist Teil des eurasischen Faltengebirgsgürtels und erstreckt sich als hoch aufragende Barriere entlang der gesamten Südküste der Türkei. Diese Mittelmeer-Region zwischen Antalya und Alanya wird ganz entscheidend durch das TaurusGebirge geprägt, das sich als mächtiger, mit mehreren Gipfeln über 3000 m reichender Gebirgswall erhebt. Hier finden sich auffällige Karstlandschaften (zerschluchtete Karstplateaus, Dolinen, Poljen, Karrenfelder, Karstquellen) mit Tannen und Zedern Gebirgswälder. Allein die Fahrt dorthin mit dem spektakulären Panorama ist ein unvergessliches Erlebnis. Die alte Stadt Termessos liegt an der Straßen, die von Antalya in das Landesinnere führt, um von hier das Land zu kontrollieren. Die Ruinen der Stadt bedecken eine große Fläche; ausgegraben sind Theater, Tempel und Rathaus. Im Naturpark informieren wir uns über die Flora und Fauna der Türkei, z.B. Insekten, Zikaden, Schmetterlinge und machen eine 4 km lange botanische Wanderung. Wir sehen zwischen 400 und 500 Sarkophage und eine reiche Botanik. Übernachtung in Antalya.

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Elmali ist ein Ort im Taurusgebirge mit fruchtbarem Schwemmland, der ringsum von bis zu 1000 Meter hohen Bergen umgeben ist. Elmalý machte wegen eines Umweltfrevels von sich reden. Hier gab es einen See der von den Einwohnern gedankenlos trocken gelegt wurde. Jetzt sieht man, welchen Schaden der Mensch anrichten kann und wie die Natur sich rächt. Amerikanische und türkische Techniker versuchen den See wieder erstehen zu lassen. Dies gelingt nur mit Mühe, da der See seit 20 Jahren ausgetrocknet ist und das Wasser versickert ist. Die Stadt ist stolz auf die alten ottomanischen Holzhäuser, in denen Türken, Griechen und Armenier bis zum 1. Weltkrieg friedlich zusammen lebten. In der Nähe sieht man noch Reste der Straße, auf der Alexander der Große 333 v.Chr. gegen die Perser zog und sie bei Issos schlug. Tlos war eine bedeutende griechische Stadt mit eigenen Münzen. Heute heißt die Siedlung Douvar und liegt malerisch auf der ehemaligen Akropolis über der Saklikent-Schlucht, durch die der wasserreiche Kanthus fließt. Übernachtung bei Dalyan.

4.Tag - Im Reich der Carreta - Carreta

Der vier Kilometer lange Strand von Dalyan ist vor allem auch durch die Meeresschildkröte CarettaCaretta bekannt geworden: Von Mai bis September kommen die urweltlichen Tiere hierher zur Eiablage im feinen, weißen Sand. 1988 sollte ein gigantischer Hotelbau die Natur-Idylle zerstören - Naturschützer aus aller Welt haben es geschafft, das zu verhindern. Seitdem ist der Strand von Dalyan Naturschutzgebiet. Das Gebiet im Bereich der Flussmündung ist bis heute nur mit dem Boot zu erreichen. Eine Beobachtung der Meeresschildkröten beim Eierlegen durch Touristen ist jedoch nicht möglich. Dennoch gelingt es meist, die Caretta Caretta im Wasser zu beobachten. Weiterfahrt nach Pamukkale, vorbei am Salda-See, einem Karstsee bei Yesilova. Übernachtung in Pamukkale. 5.Tag - Das Baumwollschloss (Kalksinterterrassen)

Durch Kalziumkarbonat in den heißen Quellen wurden Terrassen aus Stalaktiten und Kalkflächen gebildet, in denen schon die alten Römer gebadet haben.


Isparta ist das wichtigste Anbaugebiet für Rosen. Wir erleben, zu welchen Produkten diese Blume verarbeitet werden kann: Kosmetik, Rosenöl, Marmelade, Shampoo. u.v.a. Wir studieren unterwegs die Landwirtschaft der Türkei. Je nach Jahreszeit besuchen wir einen Betrieb, der Baumwolle, Tabak, Gemüse erzeugt. Auf Wunsch können die Ausgrabungen und das Museum von Aphrodisias besucht werden. Die Stadt war in der römischen Kaiserzeit das Zentrum der Bildhauerkunst. Von hier wurden Statuen und Sarkophage in alle Teile des Imperiums geliefert. Alternativ zu Aphrodisias kann die Route entlang des Salda Sees gewählt werden. Übernachtung in Antalya 6. Tag Phaselis - Olympos

Die alte Hafenstadt Phaselis am Pamphylischen Golf wurde reich durch den Handel mit Ägypten, Griechenland und dem Land der Phönizier. In Phaselis steht ein Baum der einen Schatten mit einem Radius von 500 m hat. Unterwegs besuchen wir das sagenhafte Olympus, eine Stadt aus dem 2.Jh.v.Chr. Hier wurde Hephaestos (römisch Vulcanus), Gott des Feuers verehrt und zwar wegen eines erstaunlichen geologischen Phänomens. Die so genannte Chimaera ist eine ewige Flamme , die nicht weit von der Stadt bereits seit der Antike aus dem Boden lodert. Die Lage ist einmalig zwischen wilden Feigen, Oleandern, Lorbeer und Pinien. Ein Fluss schlängelt sich durch enge Schluchten und fließt durch einen feinen Sandstrand ins Meer.

Nächtlicher Fischfang Alternativ zu Phaselis kann Myra besucht werden. Myra ist bekannt als Bischofsstadt des hl. Nikolaus; seine Grabkapelle kann besichtigt werden, jedoch wurden seine Gebeine im 12. Jh. geraubt und befinden sich heute in Bari. Die Stadt Myra besitzt eine riesige lykische Nekropole mit Hunderten von Gräbern in den hohen Felswänden, die einen Gürtel um die Stadt bilden. Hier erleben wir ursprüngliche kleinasiatische Kunst, denn der griechische Einfluss hat Lykien erst sehr spät erreicht.

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7. Tag - mit den Fischern hinaus

Für Frühaufsteher (4 Uhr) gibt es – abhängig von Saison und Wetter - die Möglichkeit mit den Fischern hinauszufahren und ihnen bei ihrer harten Arbeit zuzusehen (Aufpreis € 15). Alternative 1: Besichtigung der griechischen Ruinen – Städte. In Perge, einer bedeutenden hellenistischen Stadt finden sich die bedeutendsten Ausgrabungen aus griechischer Zeit: Nymphäum, römische Säulenstraße, Agorà, Thermen, Stadion und Palästra. Die Fahrt geht weiter zum geschichtsträchtigen Fluss Eurymedon, wo eine der am besten erhaltenen Brücken der Römer steht. Aspendos ist das am besten erhaltene Theater der Antike; seine Erhaltung verdanken wir den Seldschuken, die den Bau in eine Karawanserei umwandelten und so vor der Zerstörung bewahrten. Unterwegs kommen wir beim Fluss Eurymedon zu Stellen, wo wir große Mengen von Landschildkröten in der freien Natur beobachten können. Alternative 2: Wir besichtigen landwirtschaftliche Betriebe, die Zitrusfrüchte oder Gemüse erzeugen. 8.Tag - Rückflug nach Deutschland

Kleinasien - Wiege der Wissenschaften

Zu den faszinierendsten Fragen der Geschichte gehört, warum gerade an den Küsten Joniens die Philosophie und Wissenschaft das Licht der Welt erblickte. Lange Zeit glaubte man, dass die Griechen dort ihre Erkenntnisse ohne fremden Anstoß sich verschafften, heute weiß man, dass Ägypter und Babylonier viele Dinge vorgedacht haben. Dennoch waren es die Griechen, die als erste über die Ansammlung bloßen Erfahrungswissens hinaus, nach allgemeinen Gesetzen in und hinter den Erscheinungen suchten. Ihr Denken war rational und weltlich, relativ frei sowohl von Aberglauben wie von der Vermischung mit oder der Bindung an religiöse Vorstellungen oder Dogmen. Thales (624-545)

Der „Oberanführers“ oder „Ahnherrn“ der Philosophie, wie ihn Aristoteles nennt, war Thales.


Er war Kaufmann, Staatsmann, Philosoph, Mathematiker, Astronom und Ingenieur und bietet uns damit gleich ein Muster der Vielseitigkeit. Der Weg des Wissens aus Ägypten und Babylonien ist bei Thales besonders deutlich zu sehen. Er bereiste nämlich diese Länder und eignete sich das dort vorhandene und von ihm bewunderte Wissen an, besonders in Mathematik und Astronomie. Eine der praktischen mathematischen Leistungen des Thales besteht darin, dass er die Höhe einer Pyramide in Ägypten maß. Er müsste also schon das Gesetz der Proportionen gekannt habenThales war auch der erste große Astronom der Griechen, denn er konnte zum ersten Mal eine Sonnenfinsternis vorausberechnen. Die anderen kleinasiatischen Naturphilosophen, die auf der Reise zur Sprache kommen, sind Anaxagoras, Anaximenes und Heraklit. Aristoteles (384 - 322)

Der griechische Philosoph, Logiker und Naturforscher Aristoteles war Erzieher von Alexander dem Großen. Acht Jahre lang war Aristoteles aber auch in Kleinasien Makedonien tätig. Aristoteles betrieb Forschungen auf diversen Gebieten und arbeitete an zahlreichen Manuskripten über Themen der Naturwissenschaft, Psychologie, Metaphysik, Ethik, Dichtkunst und Rhetorik. Wissenschaft im weitesten Sinn wird von Aristoteles in theoretische und praktische eingeteilt. Theoretische Wissenschaften untersuchen "das, was nicht anders sein kann", und fragen schlicht nach der Wahrheit. Sie zerfallen in drei Disziplinen mit je eigenem Thema: Die Physik studiert Gegenstände mit selbständiger Existenz und der Tendenz zur Veränderung. Die Mathematik studiert das, was unveränderlich, aber ohne selbständige Existenz ist. Bei dem mit Physik betitelten Werk handelt es sich um eine überwiegend naturphilosophische Abhandlung, die die Begriffe Werden, Veränderung, Ort, Zeit, Raum, Endlichkeit, Unendlichkeit u. a. m. erläutert. Pythagoras von Samos (ca. 540 - 500)

Pythagoras wurde auf Samos geboren, ansonsten wissen wir nicht viel von ihm. Er verließ seine Heimatinsel, weil er die Regierung des Tyrannen Polykrates ablehnte. In Kroton in Unteritalien fand er eine zweite Heimat. Dort begründete er die Schule der Pythagoreer. Er wurde Generationen von Schülern bekannt durch seinen Satz des Pythagoras. Türkei - 6 -

Programm Die Reise führt zu den Stätten, in denen die frühen Naturphilosophen wohnten und wirkten. Der Reiseleiter macht mit den Schülern eine Einführung in das philosophische und naturwissenschaftliche Denken der frühen Griechen und zeigt an Ort und Stelle die Bezüge auf. Es gibt jedoch keine speziell Museen mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung wie in der Toskana. 1.Tag Kusadasi Flug nach Izmir . Transfer zum Hotel bei Kusadasi. Übernachtung. 2.Tag Milet

Nach dem Frühstück Fahrt nach Priene, der antiken Mustersiedlung mit "hippodamischer" Stadtanlage. Wir hören, wie die Stadtplaner versuchten, Gerechtigkeit im Staat auch mit Hilfe der Geometrie zu verwirklichen. Wir besichtigen: Osttor, Theater, Tempel der Athena, Ratssaal. Weiterfahrt nach Milet, Heimat des Philosophen und Mathematikers Thales. Besichtigt werden das Theater und die Thermen der Faustina. Das dritte Ziel ist Didyma mit dem Apollontempel, einst eine der bedeutendsten Orakelstätten Kleinasiens. In Didyma fand man in den Mauern den Bauplan eingeritzt, der die Höhe des Baus 30:1 anzeigt. Übernachtung in Kusadasi. 3.Tag Ephesus

Fahrt nach Ephesus, dem Wallfahrtsort der Göttin Artemis. Besichtigung von Ephesus mit der Arkadiane, Theater, Celsius - Bibliothek, Bouleuterion, Kuretenstraße u.a. Am Nachmittag Möglichkeit für Baden am Strand oder Besuch der Johannes - Basilika und des Museums. Übernachtung in Seldschuk oder Kusadase. Übernachtung im Raum Kusadasi. 4.Tag Pamukkale

Fahrt nach Pamukkale. Besichtigung der weltberühmten Sinterterrassen. Die Ablagerungen bestehen aus verschieden großen halbmondförmigen flachen Terrassen, die stufenförmig den Hang herunterkommen. Besonders in den Morgen - und Abendstunden ist das Panaroma so eindrucksvoll, dass man glaubt auf dem Mond


zu sein. Es gibt die Möglichkeit die griechischen Ausgrabungen von Aphrodisias anzusehen (365 km). Übernachtung im Raum Kusadasi.

Istanbul

5.Tag Samos oder Ruhetag

1. Tag: ANKUNFT IN ISTANBUL

Möglichkeit zum Ausflug mit dem Schiff auf die griechische Insel Samos. Sie war die Heimat des Philosophen und Wissenschaftler Pythagoras. Samos ist uns außerdem durch Schillers Ballade "Der Ring des Polykrates" bekannt. (Aufpreis ca. € 35. Der türkische Reiseleiter kann die Gruppe nicht auf die griechische Insel begleiten). Alternative für Samos kann kann die Gruppe nach Heraklaia oder Magnesia am Mäander , bzw, auf die Dilek Halbinsel (Naturschutzgebiet) fahren (ohne zusätzliche Kosten). In Magnesia wurde Polykrates hingerichtet. Heute sind hier sehenswerte Überreste einer hellenistischen Stadt und eines ArtemisTempels zu sehen. Übernachtung im Raum Kusadasi. (Falls kein Ausflug nach Samos gewünscht wird, raten wir dazu, den freien Tag in Ayvvalik zu verbringen wegen der Landschaft und des schöneren Strandes).

Transfer zum Hotel mit dem Bus. (je nach Ankunftszeit kann noch etwas unternommen werden)

6.Tag Pergamon

Die Fahrt geht nach Norden nach Pergamon. Wir fahren hoch zur Akropolis, um den Trajans-Tempel das Gymnasium, das Theater und die Stelle zu sehen, wo der Pergamon-Altar stand, der sich heute in Berlin befindet. Anschließend geht es zu den Ruinen des Asklepion - Heiligtums, das dem griechischen Gott der Heilkunst geweiht war. Weiterfahrt entlang der ägäischen Küste Übernachtung im Kreis Ayvalik. (330 km)

2. Tag: HIPODROM – BLAUE MOSCHEE – HAGIA SOPHIA – TOPKAPI – YEREBATAN ZISTERNE – TAKSIM / BEYOGLU ISTIKLAL CADDESI BEI NACHT

Nach dem Frühstück fahren wir mit der Straßenbahn zum Hipodromplatz. Wir besichtigen hier den Deutsche Brunnen, den ägyptischen Obelisk, die Schlangensäule und den gemauerten Obelisk im Hipodromplatz. Einführung in die Römische und Byzantinische Geschichte in Istanbul. Anschließend besuchen wir die Blaue Moschee, indem unser/e Reiseführer/in über die islamische Religion und den Osmanische Baustil erzählt. Begegnung mit einem Imam. Unterhaltung über den Islam in der Türkei. Dann besuchen wir die Hagia Sophia Die von Justinian erbaute Hagia Sophia ist das prächtigste Bauwerk der byzantinischen Architektur und klassisches Vorbild für die Kirchen des Ostens. Am Nachmittag machen wir eine Reise in das bunte Leben der Osmanen, während wir den Palast und den Harem besuchen. Auf dem Rückweg zum Hotel besuchen wir Yerebatan, die unterirdische Zisterne aus dem 6. Jahrhundert.

7.Tag Troja

3. Tag: GEDECKTE BASAR – GEWÜRZBASAR – GOLDENEN HORN – GALATA BRÜCKE – GALATA TURM – KATHOLISCHE, APOSTOLISCHE, ORTHODOXE KIRCHEN

Tagesausflug nach Troja. Besichtigung von Troia, das Erinnerungen an die Helden Homers und die Tätigkeit Schliemanns weckt. Durch die Ausgrabungen Prof.Korfmanns und die vielbeachtete Ausstellung rückte Troja ins Interesse einer breiten Öffentlichkeit. Weitere Aufmerksamkeit erfuhr die Stadt durch Petersens Film "Troja". Auf dem Rückweg besuchen wir Assos. Hier lebte In dieser Stadt lehrte und forschte der große Aristoteles für einige Jahre unter dem Schutz des Herrschers von Atarneus, Hermias. (348 km). Übernachtung im Kreis Ayvalik. 8.Tag Transfer zum Flughafen und Rückflug.

Heute fahren wir bis zum größten gedeckten Basar der Welt, dem Kapalicarsi. Sie erleben in einer historischen Atmosphäre das bunte Geschäftsleben Istanbuls. Zusammen bummeln wir durch den Kapalicarsi. Weiter geht es nach Eminönü. Hier besuchen wir den ägyptischen Bazar, der heute als Gewürzbazar bekannt ist. Dann überqueren wir das Goldene Horn über die Galatabrücke hoch zum Galata Turm und vorbei zur Istiklal Caddesi. In Istiklal Caddesi erleben wir christliche Glaubensrichtungen. Möglichkeit der Begegnung mit den türkischorthodoxen Christen. 4. Tag: RUMELI FESTUNG – ORTAKÖY – ÜSKÜDAR – KADIKÖY – HAYDARPASA

Heute fahren wir erst zur Rumeli Festung. Wir besuchen die von Mehmet II. in 4 Monaten erbaute gewaltige Festung. Anschließend fahren wir nach Ortaköy, wo drei Religionen aufeinandertreffen. Eine Moschee, eine Kirche und ein Synagoge sind hier zu Türkei - 7 -


sehen. Von Kabatas fahren wir mit dem Schiff zur asiatischen Seite nach Üsküdar. Von Üsküdar geht es weiter nach Kadiköy. Hier gleich in der Nähe besuchen wir den Haydarpascha Bahnhof, der von Deutschen gebaut wurde. Am Abend fahren wir mit dem Schiff nach Eminönü und von dort zum Hotel. (Alternativ zu diesem Programm kann man auch zu den Prinzinseln fahren.) 5. Tag: Abflug ( je nach Abflugszeit kann noch etwas unternommen werden)

Preis und Leistungen für alle Türkei - Programme

Asia Minor € 275 (Zuschlag Pamukkale € 20) Asia Minor ohne Istanbul € 225 (Zuschlag Pamukkale € 20) Von Hethitern und Vulkanen € 265 Südliche Türkei € 245 Kleinasien € 225 (Zuschlag Pamukkale € 20) Istanbul (5 Tage) € 193

7 Übernachtungen mit Frühstück in ordentlichen Hotels (Mehrbettzimmer für die Schüler, 1 Doppel- oder 2 Einzelzimmer für die Lehrer bei Gruppen ab 30 Pers. sonst EZ-Zuschläge. Halbpension (In Istanbul gibt es nur Frühstück, der Aufpreis pro Essen beträgt ca. € 10). Deutsch sprechende autorisierte Reiseleitung während der ganzen Zeit. Ein Freiplatz pro 30 zahlende Teilnehmer im Mehrbettzimmer. Nicht im Preis enthalten sind die Eintrittsgebühren. Aufschläge

Zuschlag Hochsaison 15.06.-31.08.2013: € 50 für Asia Minor, „Hethiter und Vulkane“ € 70 für Asia Minor ohne Istanbul, Kleinasien und Südliche Türkei Istanbul ohne Zuschlag Aufschlag für Doppelzimmer: € 50 pro Person. Aufschlag für Einzelzimmer: € 90 pro Person. Zufschlag für kleine Gruppen

20-24 Pers. 15-19 Pers. 10 - 14 Pers.

€ 10 pro Person € 25 pro Person € 50 pro Person

Flüge

Gern schauen wir für Sie auch nach günstigen Flügen. Die Vermittlungsgebühr beträgt hierbei € 10 pro Person. Sie können die Flüge auch gern selbst besorgen.

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4.1. Troja 4.1.1 Die Gründung 4.1.2 Homer und die Ilias 4.1.3 Beispiele aus der Ilias 4.1.4 Schliemann und die Ausgrabungen 4.1.5 Besichtigung 4.2.1 Assos 4.3 Pergamon 4.3.1 Geschichte 4.3.2 Die Akropolis 4.3.4 Das Asklepeion 4.3.5 Der Pergamon-Altar 4.3.6 Die Bibliothek 4.3.7 Das Museum 4.3.8 Die Ausgrabungen 4.4.1 Phokaia

Studienordner

1.0 Geschichte 1.1.3 Das frühe Anatolien bis Alexander 1.1.4 Hethiter - Geschichte 1.1.5 Hethitische Schrift 1.1.8 Phryger und Lydier 1.1.9 Galater 1.1.10 Seleukiden 1.1.11 Pergamener 1.2.3 Die Kreuzzüge 1.2.4 Der vierte Kreuzzug 1.2.5 Die Eroberung 1453 1.2.6 Seldschuken und Osmanen 1.2.7 Türkei im 20. Jahrhundert 1.2.8 Zeitleiste 1.3.0 Die heutige Türkei 1.3.1 Übersicht in Zahlen

4.5 Smyrna – Izmir 4.5.1 Geschichte 4.5.2 Rundgang in Izmir 4.6 Ephesus 4.6.1 Geschichte 4.6.2 Paulus in Ephesus 4.6.3 Kybele - Artemis - Maria 4.6.4 Ausgrabungen 4.6.5 Das Artemision 4.6.6 Die Johannes-Basilika 4.6.7 Museum

2.0 Istanbul 2.0.2 Die Geschichte 2.1 Weltliche Bauwerke 2.1.1 Die Stadtmauern 2.1.2 Der Hippodrom - Platz 2.1.3 Die Zisterne 2.1.4 Der Topkapi – Palast 2.1.5 Rumeli Hisar 2.2 Kirchen und Moscheen 2.2.1 Die Hagia Sophia - Baugeschichte 2.2.2 Die Hagia Sophia - Besichtigung 2.2.3 Die Chore - Kirche 2.2.4 Hagia Eirene 2.3.1 Die Süleyman – Moschee 2.3.2 Die Sultan–Achmed – Moschee. 2.5.1 Das Archäologische Museum

4.7 Milet 4.7.1 Geschichte 4.7.2 Die Ausgrabungen 4.8. Priene 4.9 Didyma 4.9.1 Geschichte und Apollo - Kult 4.9.2 Ausgrabungen 5.0 Die Städte des Innenlandes 5.1.1 Hierapolis 5.1.2 Pamukkale

3.0 Bursa 3.1 Geschichte der Stadt 3.2 Rundgang in Bursa 4.0 Die Küstenstädte 4.0.1 Die Dardanellen 4.0.2 Der Persische Krieg 4.0.3 Herodot: Der Persische Krieg

5.2 Aphrodisias 5.2.1 Geschichte und Kult 5.2.2 Die Besichtigung 5.2.3 Das Museum 5.3. Sardes

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6.0 Zentral- und Ostanatolien 6.1 Geschichte 6.1.1 Zeitleiste 6.2 Raum Konya - Gordion 6.2.1 Konya Geschichte 6.2.2 Besichtigung der Stadt 6.2.3 Das Mevlâna - Kloster 6.2.4 Mevlâna 6.2.5 Archäologisches Museum 6.2.6 Karatay-Museum 6.2.7 Die Bagdad-Bahn 6.2.8 Der Sufismus und die Europäer 6.2.10 Catal Hüyük

6.7 Antiochien 6.7.1 Antiocheia – Antakya, Geschichte 6.7.2 Antiochien und die ersten Christen 6.7.3 Antiochien und der Kreuzzug 6.7.4 Besuch der Stadt 6.7.5 Das Archäologische Museum 7 Die Südküste 7.3 Lykien 7.3.1 Fethiye (Telmessos) 7.3.2 Xanthos und Patara 7.3.6 Termessos 7.3.7 Myra 7.3.8 Myra und der hl. Nikolaus 7.4.3 Antalya 7.4.4 Perge und Sillyon 7.4.5 Aspendos 7.4.6 Side

6.3 Ankara und Umgebung 6.3.1 Geschichte 6.3.2 Museum der Anatolischen Kulturen 6.3.3 Der Augustus - Tempel 6.3.4 Ankara – Stadt 6.3.10 Gordion 6.3.11 Die Galater

8. Wissen - Literatur 8.1.1 Herodot: Kandaules und Gyges 8.1.2 Die jonische Naturphilosophie 8.1.3 Lukian, Totengespräche Kunst 8.2.1 Byzantinische Kunst

6.4 Hethiter 6.4.3 Hattuscha 6.4.4 Die Götter 6.4.5 Yazilikaya

Persönlichkeiten 8.3.1 Kroisos 8.3.2 Sappho 8.3.5 Alexander 8.4.1 Justinian 8.4.2 Konstantin 8.4.6 Süleyman der Prächtige 8.4.7 Der Architekt Sinan 8.4.10 Atatürk

6.5 Kappadokien 6.5.1 Geschichte 6.5.2 Geologie 6.5.3 Göreme 6.5.5 Derinkuyu 6.5.6 Kayseri 6.5.7 Kültepe 6.5.9 Sultan Sazlýðý 6.5.11 Das Christentum in Kappadokien 6.5.12 Heilige Kappadokiens 6.5.13 Aretaios

Religion 8.5.1 Die frühe Ausbreitung des Islam 8.5.3 Die Orthodoxie 8.5.4 Johannes und die Apokalypse

Leseproben

6.6 Kilikien 6.6.1 Geschichte Kilikiens 6.6.2 Taurusgebirge und Kilikische Pforte 6.6.3 Karetepe 6.6.4 Kilikisches Hierapolis 6.6.5 Tarsus 6.6.6 Issos 6.6.7 Korykos 6.6.8 Soloi 6.6.9 Silifke 6.6.10 Adana

Zu: Hippodrom - die Reliefs ( 2.1.2) Der obere Block ist mit vier großen zweizonig aufgebauten repräsentativen Reliefs versehen. Im Südosten sieht man den Kaiser Theodosios mit dem Kranz für den Sieger, in der unteren Zone Zuschauer, Tänzerinnen und Musikanten, unter ihnen zwei Handorgelspieler. Am unteren Block steht auf einer typisch römischen Tafel (tabula ansata) die lateinische Inschrift: Difficilis quondam dominis parere serenis (...) Hippodrom: Der Deutsche Brunnen

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.... Dieser achteckige, mit einer Kuppel bedeckte Brunnen am Eingang des Hippodroms ist ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II. an den Sultan und an Istanbul (1898). Er wurde in Deutschland hergestellt, aber und im Jahre in Istanbul zusammengebaut. Die Kuppel des in neo-byzantinischem Stil gebauten Brunnens ist innen mit Goldmosaik geschmückt. Leider passt der Bau nicht zu den anderen alten Monumenten des Platzes. Die Türkei war Ende des 19. Jh. Und bis zum ersten Weltkrieg sehr deutschfreundlich, deshalb schloss die Regierung der „Jungtürken“ 1914 ein Bündnis mit Deutschland und trat am 31.10.1914 an der Seite Deutschlands in den Krieg ein. An vielen türkischen Fronten führten deutsche Generäle das Kommando. Gegen Ende des Krieges besuchte Kaiser Wilhelm II. auf Einladung des Sultans Mehmet Resad am 15. Oktober 1917 zum dritten Male Istanbul. Bei diesem Besuch trug er eine türkische Uniform und die hohe türkische Pelzmütze. Kaiser Wilhelm war übrigens ein begeisterter Reisender. Er verbrachte mehr Zeit auf Reisen als in Berlin. Besonders gern fuhr er mit der Bahn, weshalb er sich einen Sonderzug mit 30 Waggons und einen eigenen Bahnhof in Potsdam bauen ließ. Und so spottete man in Deutschland: “Heil Dir im Sonderzug..!” Zu: Pamukale ( 5.1.2) Bei den Ablagerungen handelt es sich um Kalksinter, eine besondere Form des Kalksteins, oder – besser gesagt – des Calciumcarbonats.Kalkstein ist durch sedimentäre Ablagerung im Meer gebildetes Calciumcarbonat. Manche Kalksteine, z.B. im weißen Jura sind relativ rein, andere sind durch geringe Mengen an organischen Substanzen - z.B. Bitumen - dunkel gefärbt, z.B. im Schwarzen Jura. Kalkstein war schon im Altertum ein wichtiges Baumaterial, z.B. für den Bau der Cheops-Pyramide oder die Aquädukte der Römer. Die chemisch stabilste Form des Calciumcarbonats ist der Calcit; er bildet farblose oder durch Fremdeinschlüsse gefärbte Kristalle. Er bildet häufig durchsichtige, farblose und schön geformte Kristalle. Manche großen Calcitsteine zeigen die Eigenschaft der Doppelbrechung des Lichts. Liegt er auf einem beschriebenen Blatt, sieht man die Schrift doppelt. Daher wird er auch Doppelspat genannt. Calcite bilden sich in Hohlräumen, Spalten, Klüften und Höhlen, die von hartem Wasser durchflossen werden. Zu: Pergamon - Bibliothek (4.3.6) Vorbild für die Bibliothek der Attaliden war die ein Jahrhundert ältere der Ptolemaier in Ägypten. Die Könige von Ägypten aber, so sollte Strabo (XIII 1,54) später berichten, hätten von Aristoteles gelernt, wie man eine Bibliothek einrichtet. Aristoteles‘ Türkei - 11 -

Überzeugung von der kulturellen Mission des Griechentums wirkte in zwei bedeutenden Herrschern weiter, die über die Macht verfügten, eine solche Idee zu verwirklichen: in Alexander dem Großen und Ptolemaios, dem Freund und Anführer der Leibwache Alexanders. Unter den Generälen, die nach dem Tod des jugendlichen Eroberers (323 v. Chr.) das Weltreich unter sich aufteilten, war er der gebildetste. Aus seinem Werk über den Alexanderzug, das sich auf das Kriegstagebuch und andere offizielle Dokumente stützte, haben sich Generationen von Historikern bedient. Nach den Jahren in Assos und auf Lesbos war Aristoteles 342 v. Chr. einem Ruf Philipps II. nach Makedonien gefolgt, um die Erziehung des vierzehnjährigen Alexander zu übernehmen. Aristoteles hatte das Angebot angenommen, weil er darin eine einmalige Möglichkeit sah, Ideen politische Wirksamkeit zu verschaffen. Der Erfolg sollte ihm recht geben. Zur Macht gelangt, sah Alexander seine historische Aufgabe nicht lediglich in der Zerstörung des Perserreichs, in der Eroberung von Land und Reichtümern. Zu: Myra - Der Coca-Cola Nikolaus (7.3.8) (...) Ursprünglich gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Entwürfe und kein allgemein vertrautes Aussehen. 1809 trägt der Weihnachtsmann in dem Buch “Knickerbockers Geschichten aus New York” des Schriftstellers Washington Irving einen “tiefen Hut mit breiter Krempe, eine riesige flämische Kniehose und lange Pfeife”: In dem berühmten Gedicht “A Visit From St. Nicholas ” von Clement Moore aus dem Jahr 1822 wird der Nikolaus als “pausbäckiger, pummeliger, alter Kobold” beschrieben. ‘Twas the night before Christmas’, when (...) Clement Clarke Moore war Professor an der Columbia Universität von New York und schrieb das Gedicht für seine sechs Kinder. Das Gedicht eroberte sich in Windeseile die Herzen aller amerikanischen Kinder. Diese Beschreibung des Nikolaus prägte die Weihnachtszeichnungen bis ins Jahr 1931. 1947 veröffentlichte Erich Kästner eine deutsche Übersetzung. 1931 beauftragte die “The Coca - Cola Company” den schwedisch - amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom, den “Santa Claus” für eine Werbekampagne zu zeichnen. Sundblom schuf einen sympathischen “Weihnachtsmann zum Anfassen”. Seine Vorlage: das Gesicht eines pensionierten Coca-Cola Fahrverkäufers. Der erste “moderne” Weihnachtsmann erschien in einer Zeitschriftenanzeige der “Saturday Evening Post”. In den folgenden 35 Jahren entwicklte Sundblom immer neue Szenarien für Coca-Cola und Santa Claus. Jedes Jahr - bis 1966 - schuf Sundblom min-


destens einen fröhlichen Santa Claus für die Weihnachtswerbung von Coca-Cola. Zu: Suleyman - Moschee (2.3.1) In der Antike waren es nicht so sehr die Tempel und Kirchen, sondern die großangelegten Straßenzüge und Plätze die Grundelemente, welche das Bild der römschen und byzantinischen Stadt bestimmten. Bei der Neugestaltung von Istanbul durch die Türken wurden hingegen die Moscheen zum ordnenden und strukturbestimmenden Element. Obwohl die Hauptverkehrsadern die gleichen geblieben sind, war die städtebauliche Konzeption der Türken der Tradition der antiken und byzantinischen Stadtgestaltung vollkommen entgegengesetzt. Die spätantiken Basiliken und Foren waren stereometrisch geordnete Gebilde, deren Fassaden zugleich die Innenwände der großräumigen öffentlichen Plätze und Triumphstraßen bildeten. Die Plätze dar spätantiken und byzantischen Stadt waren Mittelpunkte, von denen aus alle wichtigen Straßen ausstrahlten. Die Plätze dienten hauptsächlich für die feierlichen Einzüge, die von der Porta Aurea in die Stadt kamen.... Zu: Die Apokalypse des Johannes (8.5.4) “Die Offenbarung des Johannes" oder auch ,,Apokalypse" (griechisch: apokálypsis = Enthüllung) ist das letzte Buch des Neuen Testamentes. Die Definition der ,,Apokalyptik" in einer Ausgabe des ,,Brockhaus" bezeichnet diese als eine prophetische Offenbarungsschrift, die in allen Religionen vorhanden ist, in denen die Frömmigkeit von der Erwartung eines Weltendes und Weltgerichts mitbestimmt ist. Die Apokalypsen des Johannes entstand in einem Strom von Offenbarungsbüchern der jüdischen und frühchristlichen Zeit. Diese sogenannten Apokalypsen bilden eine eigene literarische Gattung. Der Ursprung der jüdischen Apokalyptik liegt in der Makkabäerzeit, d. h. in der Religionsverfolgung unter Antiochus IV. Epiphanes um die Mitte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts. Entsprechend der Bedeutung “Enthüllung” oder “Offenbarung” will die Johannes - Apokalypse Enthüllungen und Offenbarungen über den Verlauf und das Ende der Geschichte bieten. Wie kommt es zu dieser Art von Literatur? Nach dem großen Babylonischen Exil hatte das Volk Israel ja das neue Heil erwartet. Aber die Heils-Zeit, die Deutero-Jesaja angekündigt hatte, war offensichtlich ausgeblieben. Nach den Feldzügen Alexanders des Großen, den Diadochenkämpfen und vor allem dann der Eroberung durch die Römer blieb von den Verheißungen des Deutero-Jesaja lediglich Enttäuschung. Daher war die Versuchung groß, zu sagen, die Jahwe-feindlichen Weltmächte haben nicht nur immer gesiegt, sie sind sogar die endgültigen Sieger geblieben. Türkei - 12 -


Türkei_2013