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Diie Oberm O mühhle Bosw B wil 120 Jahre im Be esitz de er Fam milie Sttöckli (gesc chrieben n für den Tag d er offen nen Türe e im Frü ühling 19 988)

alten Mühlen, sowohl in Stä ädten wie w auf dem La ande, Die a finde en wir immer an a den Wasse erläufen n. Sie a alle wurrden mit W Wasserr über ober-, o m mittel- oder untersch hlächtig ge Wass serräde er ange etrieben n. Mit dem d Ein nzug de er Elekttrizitätsw werke sind s sie e in grosser Za ahl vers schwun nden. Das D Mahlen des Brotge etreidess wurde e imme er mehrr in Gro ossd Städ dte sow wie an der d Lan ndesgre enze betrieben der konz zentrierrt. Das Brot, einst Inb ahrung begriff der me enschlic chen Na g, spielte noch h im vo origen JJahrhun ndert eine bed deutend de Rolle e, und so s nahm m auch h der Brrotgetre eideanb bau im erste en Dritttel dieses Zeittabschn nittes eine grö össere Fläch he ein als a heutzutage e. Noch h fehlte en die B Bahnen und ande ere leisttungsfä ähige Transportmitte el. In Fe ehljahre en wurd de Brot knapp, ja es hungerrte die Bevölk kerung. er damaligen Zeit zählte Bo oswil drrei Müh hlen. Die In de untere nutz zte die vereinigten Wasser W des d Forrst- und d ssenbac ches, die oberre und jene j vo on Weisssenbac ch Weis (Werrdenswil) hatten das Nutzungsrech ht am W Weissenbach h. Seit Jahren J drehte sich nur noch h das v von der ülerscha aft oft bestaun b nte Wasserrad d von 8 Meterrn Schü Durc chmesser in de er oberren Müh hle. Anno 192 26 wurd de es abge ebroche en und durch e eine moderne e Franciis-Turbine ersettzt.


Die O Obermü ühle soll die älteste sein. s Sie war 1 1282 im m Lehe ensbesittz des Chuno C von Ise enbrech htswile e und sc cheint ein g gewöhn nliches Zinsleh Z hen gew wesen zu z sein (15 Viertel Kernen), da as 1362 2 als Te eil der Kelnhof K f pflichttigen Hube enbesitzer (od der Spittter) de en Zinsherren wechs selte. Es m müssen ursprünglich a auf dem m Platz z, wo im m Jahre e 1868 8 die ne eue Mühle geb baut wu urde, eine Gettreide- und eine Gipsmühle mit zwei Wasse errädern n sowie e ein Oeltrotte engebä äude in Riegelbau miit Stroh hdach g gestand den habe en. Letz zteres wurde w d dann in n ein Wohnhau us umge ebaut. Aus d den Fertigung gsprotokollen geht he ervor, d dass um m die Mitte e des vo origen Jahrhunderts die obere Mü hle häu ufig den Besitze er wech hselte, ssei es durch d freiwillig gen Verrkauf sserung g auf dem Geldstag (Konku urs). An nno oder Veräus 1868 8 kaufte e Heinrrich Stö öckli, Wirt W in Boswil B ((im alte en Hälm mhus an n der Niesenbe ergstra asse), von v J.W W.Nietlis spach in Wohlen die d Lieg genscha aft zum m Preise e von 1 7'000 Franken.


Heinrich Stö öckli lie ess die alten äulichke eiten abreisse en und Gebä erbaute gro osszügig und g geräum mig Mühle mit m Bäckerei, die M Wohnhaus und Scheune.. Für jene Zeit war es ein e gewagtes Unte ernehmen, kam men do och zu den G Gebäud dekoste en noch h jene für M Maschin nen und d Einrichtunge en. Für d die Führung se eines B Betriebe es hatte e Vaterr Heinrich sein nen Soh hn Xave er, geb.. 1842, auserssehen. Im Ja ahre 18 879 übernahm m diese er die Liiegenscchaft un nd anno o 1887 vermäh hlte er sich mit Soph hie Dov vé aus Pfefffikon. Langsam m, doch h stetig g wuchs s die Ku undschaft, und a auch der Land dwirtschaftsbe etrieb wurde w a ausgew weitet. hdem Vater V Xa aver am m 16. Nach Februar 191 17 vers storben n war, en die beiden b ä älteren übernahme ne Xave er, geb. 1888,, und Söhn Fritz,, geb. 1889, 1 den d Bettrieb. Gemäss Kaufvertrrag vom m 19. Mai M 7 ging die d Müh hle mit Bäckerrei 1917 über an Frittz Stöckli, derr seine Berufslehre e in der Hellmü ühle egg und die weiter w Wilde Ausb bildung im Welschlan nd erfah hren ha atte. hre 191 18 erlag g er während der Gre enzAberr schon im Jah besetzung auf a dem m Montte Cene eri der Grippee G epidem mie, zurück liess er eine jjunge Witwe W mit m dre ei Klein-und z kinde ern.


Mit M Hilfe e ihres S Schwag gers Xaver X fü ührte siie bis zur Verheira V atung m mit Jose ef Keusch K den Be etrieb weiter. w Dieser, D obwohl o l nicht Fachmann, verrsuchte e dem Betrieb B wieder Schwu ung zu geben. Nich ht leichtt war das Beginnen, denn der d Einsatz von v Fu ttermittteln war w in je enen Ja ahren recht r bescheid den, un nd der Markt m Backm mehlsek ktor auf dem mehr m als s gesätttigt. Die Müllereit M technik k nahm ungestüm ihre n Fortg gang. Im Ja ahre 19 934 wu urde die e Mühle e einer gründl ichen Revis sion un nterzogen. Die e Reinig gungs- sowie S Sichtmasc chinen wurden n vollsttändig durch d neue n un nd mod derne ersettzt, und d zusättzlich w wurde ein neue er Mahllgang (Müh hlstein) montie ert. Wu urde bis s dato das Me ehl noch h in einem m grossen Kasten vo on Hand d durch h Hin- u und He erschaufeln gemisch g ht, so w wurde nun n end dlich die e bereits für das JJahr 19 919 vorrgesehe ene Mis schmaschine e eingeba aut. Mit B Beginn des Zw weiten W Weltkrie eges errfolgte die Förde erung des d Inla andgettreidean nbaues, und K Korn, die bald verges ssene Getreide G eart, ka am wieder zu hohen Ehren. So musste m die Rö öllmühle e, die Jahrzeh nte zuv vor ssen wo orden w war, wie eder ne eu eing gerichte et herausgeris werd den. Du urch den Mehrranbau stellte sich di e Platz zfrage, und so o entsch hlossen n sich die Besi tzer im m Jahre e 1944 zum Bau B eine es Beto onsilos von 35 50 Tonn nen Fassung.


Die S Silolage erung ih hrerseitts brac chte ein n weiterres Problem, dasje enige der d einw wandfre eien Lagerung g. Im Ja ahre 19 955 liesse en wir einen elektris e T r anferrtigen, doch chen Trockne bereits anno 1960 0 musstte diese er einem m leistu ungsfähig geren mit m Oelffeuerun ng weic chen. ch die Krankhe K eit und den frü ühen Tod unse eres Durc geschätzten n Müllers Jose ef Wick aus Zu uzwil ge enötigt, chlosse en wir uns u im Jahre 1958 1 zu ur Tota alrevisio on entsc des M Mühlenbetrieb bes. Mu ussten einst e diie Zwisschenprodukte in n grosse e Säcke e abgeffasst un nd der Qualitä ät prechen nd zusa ammen ngestelllt werden, so werden n nun entsp die Z Zwische enprodu ukte au utomatiisch auf die ricchtigen n Verm mahlung gsmasc chinen geführtt, und an a Stel le der vielen v Bech herwerk ke trat die Pne eumatik k, die in n dünn en Roh hren das M Mahlgut nach den Ve ermahlu ungsma aschine en wegsaugt und a maschin nen leittet. Derr ganze e Vorga ang auf die Sichtm braucht nurr noch überwa acht zu werden.


Bereits im Jahre J 1964 1 wa ar die Siloanla S age zu klein, und u sie w wurde um u 300 Tonne en in vo orfabriz zierter B Bauweise in der R Rekordz zeit von n zwei Tagen erweite ert. Mit d der Aus sdehnun ng der Tierhalltung nahm au uch die e Futte ermittelherste ellung e einen un ngeahn nten Au ufschwu ung. Was wir im Jahre 1949 im m klein nsten Rahmen begon nnen habe en, ist in der Zwische Z enzeit zu z einer kräfti gen Stütze unse eres Unternehmens g geworden.


Bereits im Kaufver K rtrag anno 1868 istt die von a Back kstube erwähn e nt. Die Bäck kerei de er Oberrmühle war w währen nd Jahrzehn nten ein n Begrifff. Taus sende und u Aberrtausende von knus sprigen Vierpfü ündern (Pfün nderli waren w damals d unbe ekannt)) verlies ssen den g grossen n Holzo ofen und w wurden n in derr "Keh hri" zu allen a Jahre eszeiten, bei Wind W und W Wetter, zuverrlässig zzur Kun ndschaft in de en Dörffern Bosw wil, Bün nzen, Waldhäu W usern, Staffeln S n, Herm metschw wil, Kalle ern und d Uezwil gebra acht. Do och im Wande el der Zeit Z wurd de die Bäckere B ei im Ja ahre 19 963 aufgegebe en.

Im Ja ahre 19 946 verrkaufte e die E Erbenge emeinschaft F Fritz Stöckli die Liegens L schaft a an ntin und Fritz Stöcklii. Valen Was vielen Besitze ern derr oberen Müh hle vor dem K Kauf grossva ater durch unseren Urg gen ist, das nichtt gelung habe en unse ere Vorffahren und w wir mitt den ge etreuen n Ange estellten erreic cht.


Gewiiss, nicht alle Zeiten waren sonnig g, hat e es doch h an Sorgen und d Nöten n in kein ner Gen neration gefeh hlt. Abe er, g die Strrapazen n und Entbehr E rungen einer sind nicht gerade Reise e in spä äteren Zeiten die unv vergess sliche F Freude über das s schluss sendlich h erreicchte Zie el? Trotz z zeitwe eiliger Misserffolge un nd dem m so frü ühen To od unse eres Vatters haben wir uns, im Geg gensatzz zu vielen en Verhältniss Klein nbetrieb ben in ähnlich ä sen, ha alten könn nen. En ng sind wir verrbunden mit de er Landw wirtsch haft und d dem Bä äckerge ewerbe.. Ihre Ex xistenz ist auch h die un nsere. Mit M ihne en hang gen un nd bang gen wir jährlich um de en Sege en der F Felder, mit ihn nen bittten wirr Gott, dass d er uns alllen trottz der Unbill U de er Zeit Mut M zum m weite ern Be estehen n verleih he. So tre eten wir mit Z Zuversic cht ins s zweite e Jahrh hundertt. Va alentin Stöckli S sen.


Obermühle Boswil  

120 Jahre 1868 - 1988

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