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„Jeder Mensch bringt ganz individuelle Eignungen und Neigungen mit und die gilt es bei der Wahl des richtigen Berufes zu berücksichtigen.“ (Seite 4)

Mai 2011 Nr. 4/2011, XXV. Jahrgang Zugestellt durch Post.at

AK-Präsident Hubert Hämmerle

Die Vorarlberger Monatszeitung für Arbeit und Konsumentenschutz

www.ak-vorarlberg.at

AK steht einen Tag lang im Zeichen der Familie

Seiten 6 und 7

Aus dem Inhalt

Frauen sehen mehr Nachteile als Männer Die Zufriedenheit der Frauen mit ihrem beruflichen Umfeld ist in den letzten zwei Jahren gesunken, belegt der jüngste Arbeitsklimaindex. Seite 3

Niedrigqualifizierte sind weiterhin gefragt Eine Fachtagung der AK Vorarlberg beschäftigt sich am 20. Mai 2011 mit dem Thema „Niedrigqualifizierte“. Die Anforderungen haben sich stark verändert, gefragt sind diese Personen am Arbeitsmarkt noch immer. Seite 5

25.000-Euro-Rechnung fürs Handy hat Folgen Anzeigen wegen Sachwuchers gegen drei Handybetreiber, Ermittlungen der Kripo – nach der Horrorrechnung an einen Skilehrer ist ein Umdenken bei den Netzbetreibern gefordert. Seite 8

Neues „Millionenspiel“ – Geld bleibt aus Beim „Millionenspiel“ werden den Konsumenten haufenweise Lügen aufgetischt, damit es zum Vertragsabschluss kommt oder teure Mehrwertnummern zurückgerufen werden. Seite 9

Neuauflage der AKSummerschool Zum zweiten Mal findet die AKSummerschool dieses Jahr statt. Sie soll Volksschulkindern den Übertritt in die nächste Schulstufe erleichtern. Seite 11

Gewinnen: Sony eBook-Reader Am 14. Mai 2011 findet von 9 bis 16 Uhr die erste Familien-Info-Messe in Vorarlberg statt. Zwölf Institutionen präsentieren an diesem Tag ihr breites Leistungsangebot.

Beruf und Familie

Alle relevanten Broschüren zum Thema Familie und Beruf werden bis zur Familien-Info-Messe am 14. Mai 2011 neu aufgelegt. Neben allen Infos zur Teilzeitarbeit sind das unter anderem Mutterschutz und Wochengeld sowie Tipps und Ansprüche für berufstätige Eltern. Alle weiteren Infos finden Sie auf den Seiten 6 und 7. Telefon 050/258-8000, bestellen@ak-vorarlberg.at

Mehr Spielraum für Rückkehr in den Beruf Nach langen Krankenständen ist es für die Betroffenen oft schwer, wieder in den Beruf einzusteigen. AKPräsident Hubert Hämmerle fordert bessere Rahmenbedingungen für die Rückkehr. Neben Unfällen und körperlichen Gebrechen führen vor allem psychische Belastungen zu teils lang andauernden Krankenständen. Der Wiederein-

stieg in den Beruf ist in vielen Fällen nur sehr behutsam möglich. Doch die Rechtslage steht vernünftigen, weil individuell zugeschnittenen Lösungen entgegen. AK für rasche Einführung „Weil es in Österreich im Gegensatz zu anderen Ländern nur Krankenstand oder Arbeitsfähigkeit, also entweder krank sein oder volle Arbeitsbelastung

gibt, sind wir für die rasche Einführung eines so genannten Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) nach Langzeitkrankenständen“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle. Bei der AK-Vollversammlung im Mai wird ein entsprechender Antrag diskutiert. Kern des Anliegens, das die Situation von zahlreichen Arbeitnehmern verbessern hilft: Betroffene sollen die Möglichkeit haben, Arbeitsversuche zu machen und stufenweise wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Voraussetzung wäre neben einer ärztlichen Expertise die Freiwilligkeit von Arbeitnehmer und Arbeitgeber für diese Maßnahme – es würden beide Seiten profitieren, so Hämmerle. Seite 3

Seite 12 AK-Kontakte

AK-Rechtsservice Tel. 050/258 Betriebsreferat – 1500 Info Arbeitsrecht – 2000 Insolvenzrecht – 2100 Sozialrecht – 2200 Lehrlinge/Jugend – 2300 Arbeitsrecht Feldkirch – 2500 Familie/Frauen – 2600 Konsumentenschutz – 3000 Steuerrecht – 3100 AK Bregenz – 5000 AK Dornbirn – 6000 AK Bludenz – 7000


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Reaktionen

mai 2011

Kommentar von AK-Direktor Rainer Keckeis: „Kein Zwang zum Glück“

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nachdem die Bundesregierung viel getan hat, um den Stellenwert der Lehre noch weiter zu verschlechtern, wartet nun Sozialminister Hundstorfer mit der neuesten Idee auf. Offenbar aufbauend auf traditionellen „sozialdemokratischen Werten“, fordert er einen Zwang zur Ausbildung. Wenn ein Jugendlicher nicht bereit ist, sich einer beruflichen oder schulischen Ausbildung zu stellen, soll die Familienbeihilfe gestrichen werden. Wirklich nicht verkennend, dass das dieser Forderung zugrundeliegende Anliegen einer ordentlichen Ausbildung für jeden vernünftig und gut ist, verleitet die

ministerielle Naivität dieses Vorschla- verweigerer schaffen müsste. Einfach ges zum Schmunzeln. Dem stehen ohne ein entsprechendes Angebot allerdings die Erfahrungen der letzten Sanktionen durchsetzen zu wollen, Jahre entgegen, nachdem solche Vor- wäre rechtlich unmöglich. Wer aber schläge, wie unpraktikabel und popu- soll ein neues, ergänzendes Schullisitisch sie auch klingen mögen, von oder Ausbildungsangebot bezahlen? der Regierung durchaus ernst gemeint Natürlich trifft das den Steuerzahler sind. Die Umsetzung des Vorschlags in voller Härte. Wieso dessen knappe würde letztlich Mittel aber in ein auf eine VerProjekt investiert „In unserem Schul- und Auslängerung der werden sollen bildungssystem mangelt Schulzeit um für Personen, die es wahrlich nicht an Zwang, mindestens drei dies als unnötige sondern an Chancen­ Jahre hinauslauZw a n g s b e g l ü gleichheit.“ fen. Denn dass ckung verstehen, die Betriebe zur ist schwer nachAusbildung von Jugendlichen zwangs- vollziehbar. Wenn jemand nicht lerverpflichtet werden, steht im Wider- nen will bzw. auch keine Ausbildung spruch zu fundamentalen Grund- machen möchte, bringt eine zwangssätzen. Deshalb liegt folgerichtig der weise Verpflichtung in Wirklichkeit Ball beim Staat, der ein Ausbildungs- gar nichts. Denn die angedrohte Sankangebot für diese jugendlichen Total- tion, dass den Eltern die Familienbei-

hilfe gestrichen wird, kann einem pubertierenden Rebellen nur ein Lächeln entlocken. Er will ja verweigern und mit seiner Haltung zeigen, wie wenig ihm an gesellschaftlich erwünschtem Verhalten liegt. Mit Zwang – und das zeigt sich in kaum einem Bereich so deutlich wie in der Bildung – ist gar nichts zu erreichen. Was wir brauchen, sind hingegen mehr Chancen für Jugendliche und mehr Unterstützung für jene Personen, die aus ihrem Leben etwas machen wollen. Es mangelt in unserem Schul- und Ausbildungssystem wahrlich nicht an Zwang, sondern an Chancengleichheit, Herr Minister!

AK-Direktor Rainer Keckeis

Leserforum Nachhilfestunden: Eltern integrieren Kinder fragen meist nicht den Lehrer, wenn Schwierigkeiten bei Aufgaben auftauchen. Eltern werden von ihren Kindern als Erstes gefragt, wie diese oder jene Aufgabe zu lösen wäre. Tauchen Probleme auf, bucht man teure Nachhilfestunden. Ich frage nun: Warum sollen nur die Kinder teure Nachhilfestunden besuchen, wenn die Eltern meistens den Stoff, den die Kinder gerade bearbeiten, in ihrer Kindheit oder Jugendzeit gelernt haben? Mein Vorschlag wäre, dass Eltern auf Wunsch gratis in den Nachhilfeunterricht einbezogen werden. Was das Kind nach dem Unterricht oder Nachhilfeunterricht nicht mehr weiß, fällt vielleicht den Eltern wieder ein. Ebbing­ haus lässt grüßen. Oft hört man die Sätze: „Jetzt kann ich dir nicht mehr helfen, das weiß ich nicht mehr“ oder „Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie das ging.“ Aber Eltern können ihre Erinnerungen genauso auffrischen, sich wieder an Aufgaben aus der Schulzeit erinnern und ihren Kindern helfen. Wollen sollen sie aber schon müssen, und wenn etwas gratis ist, wollen sie vielleicht auch. Das sollten sich Nachhilfelehrer einmal durch den Kopf gehen lassen und Eltern sollten ihr(e) Kind(er) unterstützen. Gerhard Hlavacek, Hard

Transaktionssteuer als erster wichtiger Schritt Der Markt sollte mittelfristig gerechter aufgeteilt werden. Ansonsten sehe ich auch in der westlichen Welt einen Umbruch größeren Ausmaßes. Ein erster Schritt ist sicher die Finanztransaktionssteuer. Dieses Geld sollte nicht automatisch in das jeweilige Länderbudget oder EU-Budget fließen. Besser wäre es, mit dem Geld, das mit dieser

Steuer eingenommen wird, eine überregionale Kommission zu bilden. Sie sollte aus Fachleuten aus Wirtschaft und mit einbezogenen Universitäten bestehen, die mit dem Geld notleidende Länder im Aufbau unterstützen. Hilfe zur Selbsthilfe. Dietmar Assmann, Braz

Handyabzocke sorgt für Empörung Herr Mathies sollte eine HandyRechnung von 25.000 Euro bezahlen für eine Leistung, welche er gar nicht in Anspruch genommen hat. Ich finde, die Netzbetreiber sollten an der Technik feilen, damit das Einloggen von Dritten nicht möglich ist oder am Handy-Display ersichtlich ist. Klar ist es okay etwas zahlen zu müssen, wenn man das Limit übersteigt, jedoch sollten die erbrachten Leistungen und die Kosten in einem logischen Verhältnis stehen und man sollte vom Betreiber informiert werden, bevor es zu solchen Summen kommen kann. Auch ich bin der Meinung, dass das Missbrauchsrisiko nicht ausschließlich beim Konsumenten liegen darf. Für Jugendliche zum Beispiel ist solch eine Summe unbezahlbar und auch für den einen oder anderen Erwachsenen. Mein Appell richtet sich somit an die Netzbetreiber. Schützt eure Kunden vor dem Zugriff Dritter und informiert sie rechtzeitig über erreichte und überzogene Limits, dann kann es nicht zu solch unerklärlich hohen Rechnungen kommen. Jasmin Flatz, E-Mail Ich finde es schlimm, wie schlecht die Konsumenten über ihre Tarife aufgeklärt sind. Kaum jemand kann etwas mit den Fremdwörtern und Benennungen der Anbieter anfangen. Oftmals kennen sich die Mitarbeiter selber nicht wirklich mit den Ange-

Inakzeptabel: Sprit aus Nahrungsmitteln Die Arbeiterkammer setzt sich dafür ein, dass das Landwirtschaftministerium den Plan zur Einführung von E10 aufgibt. „Die Verspritung von Nahrungsmitteln ist absolut inakzeptabel“, sagt AK Wien-Direktor Werner Muhm. Werde der Treibstoff vom Acker eingeführt, würden auf die Konsumenten Mehrkosten von etwa 52 Millionen Euro zukommen. Jeder Autofahrer würde im Jahr etwa 22,5 Euro mehr berappen müssen. Ebenso verursache die Einführung des Biotreibstoffs auch Mehrkosten bei Lebensmitteln. „Weltweit wird durch die Forcierung von Biokraftstoffen die Nachfrage nach Getreide und Ölsaaten gewaltig nach oben getrieben. Das führt zu steigenden Weltmarktpreisen und verstärkter Spekulation auf den Rohstoffmärkten“, führt Muhm aus.

Tourismus bleibt eine Problembranche boten aus. Zudem werden wir über eine anstehende Tarifänderung oder einen Tarifverfall per SMS informiert, was in meinen Augen äußerst unseriös ist. Auch ich hatte schon das eine oder andere Problem mit meinem Anbieter. Beispielsweise wurde eine Tarifänderung ohne mein Einverständnis vorgenommen und später konnte sich keiner erklären, warum diese vollzogen wurde. Auch fühlt sich niemand verantwortlich für ein solches, fälschliches Verhalten. Was mich aber wirklich ärgert, sind diejenigen, die uns Kunden versprechen etwas an der unübersichtlichen Lage zu ändern und auch etwas ändern könnten, es aber vor sich her schieben und ignorieren. Es ist weder für die Kunden noch für die Politiker beruhigend und unterstützend, wenn vorhandene Gesetzesänderungen in irgendwelchen Schubladen verstauben. Mein Appell richtet sich nicht nur an die Politiker, die in der Lage sind, die Konsumenten zu schützen, sondern auch an die Handynetzanbieter. Es wäre für sie und für uns einfacher, wenn es weniger Tarife geben würde, dafür klar voneinander abgegrenzte und verständliche für Anbieter sowie Nutzer. Die Politiker sollen die angefangenen Gesetze ausarbeiten und rechtmäßig machen. Es würde beiden Seiten viel Ärger ersparen! Natascha Raid, E-Mail Die Mobilfunkbetreiber müssen sich bessere Kontrollen zur ordentlichen Telefonkostenabrechnung einfallen lassen. Gut, dass die AK ein Auge darauf hat. Sascha Kapeller, Dalaas Jede Woche versuchen die Netzbetreiber mithilfe „toller“ Angebote mehr Konsumenten für sich zu gewinnen. Jede Woche übertrumpfen sie sich mit immer noch günstiger werdenden Angeboten und jede Woche entdeckt

Die horrende Handyrechnung von Willi Mathies sorgt für reges Feedback an die AK.

man bei diesen verlockenden Angeboten das berühmte kleine Sternchen, welches auf das Kleingedruckte deutet, dass das vermeintlich tolle Angebot in oftmals hohen Rechnungen niederschlagen lässt. Meiner Meinung nach wirken die Netzbetreiber auf viele Konsumenten sehr undurchsichtig, da bei sehr günstig wirkenden Angeboten im Kleingedruckten auf Nebenkosten oder andere Vertragsbedingungen hingewiesen wird, auf welche die Kunden nicht oder nur flüchtig aufmerksam gemacht werden. Außerdem bringen die verschiedenen Anbieter in immer kürzer werdenden Abständen neue Angebote auf den Markt, so ist es für die Konsumenten und die Verkäufer in den Handyshops schwierig einen Überblick zu bewahren. Durch diese Umstände mangelt es oft an wichtiger Beratung und die verschiedenen Verbraucher verfallen immer wieder vermeintlich günstigen Lockangeboten der Handybetreiber und erkennen dies erst zu spät an der teuren Monatsrechnung. Ich appelliere an die Netzbetreiber, weniger Angebote auf den Markt zu bringen und mehr Wert auf die Beratung ihrer Kunden zu legen, um solche Schlagzeilen zu vermeiden und das Vertrauen ihrer Kunden wieder zurückzugewinnen. Manfred Hager, E-Mail

Hohe Stressbelastung, mangelnde Aufstiegschancen, ungünstige Arbeitszeiten und geringe Entlohnung – so lässt sich die Arbeitssituation im Tourismus laut Studie der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft vida zusammenfassen. Der langjährige Vergleich zeigt, dass sich die Lage in den letzten 20 Jahren im Grunde nicht geändert hat. Die Unzufriedenheit hängt insbesondere mit der Zeiteinteilung und dem Einkommen zusammen. Im Schnitt verdienen Beschäftigte im Tourismus monatlich 1100 Euro netto, Arbeitnehmer aus anderen Sektoren kommen auf 1420 Euro netto. Liebe Leserinnen und Leser

Wegen der vielen Zusendungen war es uns leider nicht möglich, alle erhaltenen Beiträge zu veröffentlichen.

Den Sony eBook-Reader im Wert von rund 150 Euro aus der letzten AKtion hat Dietmar Assmann aus Braz gewonnen. Der Gewinn wird in den nächsten Tagen per Post zugesandt. Wir gratulieren! Impressum

Die Vorarlberger Zeitung für Arbeit und Konsumentenschutz Herausgeber, Medieninhaber und Sitz der Redaktion: Arbeiterkammer Vorarlberg, 6800 Feldkirch, Widnau 2–4 presse@ak-vorarlberg.at Redaktionsleitung: Mag. Martina Podgornik Grafik: Baschnegger Ammann und Partner Fotografie: Georg Alfare, Dietmar Mathis, Lisa Mathis, fotolia, Bilderbox, Jürgen Gorbach, Blum, Skills Austria, EKIZ Druck: Vorarlberger Medienhaus, Schwarzach Aus Gründen der Lesbarkeit wird in der AKtion nur die männliche Form verwendet. Selbstverständlich sind Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen.


mai 2011

Ideen und Beispiele sind vorhanden, doch gesetzliche Rahmenbedingungen fehlen noch

Rückkehr in Beruf: Wer lange krank ist, benötigt Begleitung Langzeitkrankenstände belasten in erster Linie Betroffene, fordern aber auch Arbeitgeber und unser Gesundheitssystem heraus. Intelligente Lösungen für eine optimale Rückkehr ins Arbeitsleben sind gefragt. Die AK Vorarlberg fordert deshalb ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Burnout hat den heute 47 Jahre alten Dietmar Poppler aus der Bahn geworfen. Insgesamt eineinhalb Jahre lang war er im Krankenstand bzw. berufsunfähig oder in Rehabilitation. Für eine Rückkehr bot ihm sein Dienstgeber, die VGKK, einen anderen Posten an. „Es wird mir mehr Zeit gelassen und darauf geschaut, was zumutbar ist und dass es nicht zur Überforderung kommt“, berichtet Dietmar Poppler. So fasse er wieder Tritt. „Neue Aufgabengebiete kommen Schritt für Schritt hinzu.“ Für AK-Präsident Hubert Hämmerle ist hier beispielhaft eine für alle Seiten optimale Rückkehr ins Berufsleben gelungen. Bei der kommenden Vollversammlung der AK Vorarlberg wird deshalb ein Antrag diskutiert, wie betriebliches Eingliederungsmanangement durch gesetzliche Rahmenbedingungen ermöglicht und forciert werden soll. „Im Fokus steht für mich dabei ganz klar die Gesundung des Arbeitnehmers“, sagt Hämmerle, „das alte Schema krank oder volle Arbeitsbelastung greift in vielen Fällen zu kurz. Ein fließender und damit schonenderer Übergang ist doch viel gesünder!“ Sanfter Übergang Im Arbeits- und Gesundheitsgesetz fehlen dafür aber die notwendigen Ergänzungen. Für Hämmerle wichtig: Der sanfte Übergang muss unter dem Dach der Krankenstandsregelungen erfolgen und dürfe nicht Teil eines bereits wieder normalen Beschäftigungsverhältnisses sein: „Sonst entsteht

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Preventa-Symposion: Fairness in der Arbeit Wie schaffen wir es, mittels Fairness im Arbeitsleben das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu stärken beziehungsweise zu fördern? Das ist das Generalthema eines AK/ÖGBSymposions im Rahmen der Messe „Preventa“ in Dornbirn am 20. Mai 2011 von 9.15 bis 12 Uhr. Vor einer Podiumsdiskussion referiert der Arbeits- und Organisationspsychologe Dr. Thomas Rigotti von der Universität Leipzig. Er beschäftigt sich in seinem Forschungsschwerpunkt mit Möglichkeiten und Auswirkungen von Flexibilisierung der Arbeitswelt. Rigotti ist Autor zahlreicher Beiträge zum Themenkreis Arbeit und Gesundheit. Das Symposion wird von Dr. Franz Josef Köb moderiert. Anmeldungen und Auskünfte: Gabriele Graf, 050/258-4042, gabriele.graf@ak-vorarlberg.at

Land bei PISA auf Alleingang angewiesen

Dietmar Poppler bekam nach seinem Burnout vom Arbeitgeber die Chance, sich wieder sukzessive und behutsam einzuarbeiten.

zwangsläufig Druck durch die Arbeitgeberseite nach dem Motto ,Hier Geld – hier Leistung’, und dieser Druck kann nicht gesund sein.“ Andere Länder haben bereits seit Jahren solche oder ähnliche Ansätze in die Praxis umgesetzt, beispielsweise unsere Nachbarn Schweiz und Liechtenstein. „Durch die vielen Grenzgänger haben die niedergelassenen Ärzte in Vorarlberg bereits Erfahrung, was Untersuchung, Diagnose, Behandlung und Procedere angeht“, sagt Ärztekammerpräsident Dr. Peter Wöß, „es wäre kein Novum für uns.“ Es mache auf jeden Fall Sinn: „Solche Möglich-

keiten zur besseren Eingliederung sind aus ärztlicher Sicht zu empfehlen.“ 530.000 Krankenstandstage „Betroffene stufenweise wieder ins Arbeitsleben zu integrieren, macht auch für uns Sinn“, begrüßt der Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse Manfred Brunner die AK-Initiative: „Unterm Strich erwarten wir uns eine frühere Rückkehr in den Beruf und damit eine Reduzierung von Krankenstandszeiten.“ Brunner schildert anhand konkreter Zahlen die Dimension der Langzeitkrankenstände, also 40 Tage oder längere Arbeitsunfähigkeit

aufgrund von Unfällen oder Erkrankungen: „145.000 Fälle mit weniger als 40 Tagen Krankenstand machen in Summe rund 800.000 Krankenstandstage aus. Die zirka 5000 Langzeitkrankenstands-Fälle bringen es zusammen auf 530.000 Krankenstandstage.“ Die 2010 von der AK-Vollversammlung geforderte allgemeine Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene gibt es inzwischen. Im nächsten Schritt gilt es, vom Gesetzgeber die rechtlichen Leitplanken einzufordern, damit Betriebliches Eingliederungsmanagement im Sinn aller Beteiligten zur ganz normalen Einrichtung wird.

Vorarlberger Arbeitsklimaindex: deutliche Verschiebungen im vergangenen Jahr

Frauen sehen deutlich geringere Karrierechancen als Männer Der Arbeitsklimaindex gilt als Maßstab für die Arbeitszufriedenheit sowie den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus Sicht der Arbeitnehmer. Für Vorarlberg wird er im Auftrag der AK Vorarlberg ermittelt.

Politik

2008 waren die Frauen noch deutlich zufriedener als die männlichen Arbeitnehmer im Ländle. In den letzten beiden Jahren ist die Arbeitszufriedenheit der weiblichen Beschäftigten allerdings um einen Indexpunkt unter

So (un)zufrieden sind Vorarlbergs Arbeitnehmer Abweichung zum Index für Vorarlberg

Index für Vorarlberg

Männer

Frauen

bis 29

30 bis 44

ab 45

Arbeit

78

-

-

+1

-1

+2

Allgemeine Berufszufriedenheit

78

+1

-1

-1

-1

+4

Einkommen

59

+6

-5

-4

-1

+6

Psychischer Stress, Zeitstress

24

+3

-2

-3

+3

-1

Physische Belastungen

19

+6

-4

-2

+1

+2

Innovationsstress

19

+2

-2

-4

+1

+2

Erwartungen

53

+2

-2

+3

-

-5

Karriere

66

+4

-3

-

-2

+4

Arbeitsmarktchancen

39

-

-1

+6

+3

-14

Quelle: AK-Arbeitsklimindex

den Durchschnitt zurückgefallen. Unzufriedenheit macht sich besonders in den Bereichen Sozialleistungen im Betrieb (61 Punkte anstelle der Teilindexzahl 64) und der Einkommenssituation breit. Zudem schätzen Frauen ihre Karriere- und Arbeitsmarktchancen geringer ein als Männer. Dazu einige Details aus der jüngsten Erhebung. Unterschiedliche Stressfaktoren Im Teilindex Arbeit liegen die Frauen mit 78 Indexpunkten zwar mit den Männern gleichauf. Stark abweichend sind hingegen aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeitsprofile und der höheren Teilzeitquote Faktoren wie die der geringeren körperlichen Belastungen der Frauen (15 Indexpunkte gegenüber 25 bei Männern), auch der psychische, Zeit- und Innovationsstress liegt bei den Frauen unter dem Durchschnitt der Vorarlberger Beschäftigten. Besonders gravierend bleibt weiterhin als Manko die deutlich niedrigere Einkommenszufriedenheit der weiblichen Beschäftigten in Vorarlberg (54 Index-

punkte gegenüber 65 Indexpunkten der Männer). Auch die Erwartungen von Männern (55 Indexpunkte) und Frauen (51 Indexpunkte) differieren: Frauen schätzen insbesondere ihre Karrieremöglichkeiten, aber auch ihre subjektiven Arbeitsmarktchancen deutlich geringer ein als Männer. Altersunterschiede Jüngere Beschäftigte unterscheiden sich von ihren älteren Kollegen am meisten bei der subjektiven Einschätzung der Arbeitsmarktchancen. Während unter 30-Jährige dafür einen Indexwert von 45 (2009: 57) Indexpunkten aufweisen, beträgt der entsprechende Wert bei den ab 45-Jährigen lediglich 28 (2009: 33) Indexpunkte. Andererseits sind jüngere Arbeitnehmer bei den Teilindizes Betrieb (Sozialleistungen, Image, Führungsstil) und Arbeit (Einkommen und Arbeitszeit) zum Teil deutlich unzufriedener. Weiter vorantreiben „Um diese Werte zu verbessern, müssen die Betriebe endlich die Themen Generationenmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung weiter vorantreiben. Damit kann die Zufriedenheit am Arbeitsplatz für alle Altersschichten aufgewertet werden“, betont AK-Präsident Hämmerle.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied plant auch bei der kommenden PISA-Studie 2012 keine Bundesländerauswertung. Durch die dafür nötige Vergrößerung der Stichprobe würden die Kosten des 1,6 Millionen Euro teuren Bildungsniveauvergleichs um weitere 850.000 Euro steigen. Das Ergebnis wären aber lediglich „Vergleiche innerhalb eines Systems“, so Schmied. Bei PISA 2009 hatte es mit Tirol und Vorarlberg erstmals eine eigene Auswertung von Bundesländerergebnissen gegeben. Die zusätzlichen Kosten von jeweils 60.000 Euro wurden von den Ländern übernommen.

Die Vorarlberger Teammitglieder bei den World Skills in London.

World Skills: 7 von 28 sind aus dem Ländle 28 Teilnehmer entsendet Öster­reich zu den internationalen Berufsweltmeisterschaften „World Skills“, die dieses Mal vom 5. bis 8. Oktober in London stattfinden. Nach Ober­ österreich stellt Vorarlberg das größte Bundesländerkontingent: Martin Fink, Patrik Fröwis, Martin Hinteregger und Thomas Schneider arbeiten bei Blum in Höchst, Renate Lässer bei Fetz Malerei GmbH in Alberschwende, Andreas Liftinger bei Fliesen Liftinger in Hohenems, und der Vandanser Dominic Hartmann studiert derzeit an der HTL für Bau und Kunst in Innsbruck. Sie stellen ihr fachliches Können in ihrem Beruf in einem internationalen Feld von über 1000 Teilnehmern unter Beweis. Seit 1961 brachten Österreichs bisherige 419 Teilnehmer insgesamt 170 Medaillen nach Hause. World Skills 2011 in London: www.skillsaustria.at

Kurz gemeldet ... q Am 1. Mai steht der Arbeitsmarkt in den „alten“ EU-Staaten auch Arbeitnehmern aus den Beitrittsländern offen. q Mit 9,1 Tagen waren Männer 2010 durchschnittlich etwas länger im Krankenstand als Frauen (8,7 Tage). q Österreich wendete als sozialpolitische Ausgaben im Kampf gegen die Krise insgesamt 4,54 Mrd. Euro (1,61 Prozent des BIP) auf.


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Jugend

mai 2011

Lehrlingstipp

Mehr Geld für ältere Lehrlinge?

Nur wer seinen Lehrberuf mit Bedacht und allen nötigen Informationen wählt, hat während und nach der Ausbildung Spaß an seiner Arbeit.

„Viele sind bei der Wahl ihres Berufes zu wenig informiert“ Rund 250 verschiedene Lehrberufe werden in Österreich angeboten. Viele Jugendliche entscheiden sich aber für vergleichsweise wenige Berufe. Besonders auffallend: 50 Prozent der Mädchen wählen einen von nur drei Lehrberufen. Vorarlberg ist in punkto duale Ausbildung praktisch eine Musterregion, im ganzen Bundesgebiet ergreifen anteilsmäßig nirgends so viele junge Menschen einen Lehrberuf. Rund 50 Prozent der Schulabgänger sind es jedes Jahr. Nicht jeder ist für eine schulische Laufbahn geeignet, die heute auch nicht mehr zwingend nötig ist, um beispielsweise die Matura abzulegen. Interessante Berufe Neben Modellen wie Lehre und Matura kann seit mehr als einem Jahrzehnt auch die Berufsreifeprüfung absolviert werden, was den Weg in ein Studium für jeden ebnet, der das nötige Engagement und den Willen mitbringt mehr aus sich zu machen. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich, so kommen Maturanten unter bestimmten Voraussetzungen in den Genuss einer verkürzten Lehrzeit. Vom Anlagenelektriker bis zum Zerspanungstechniker werden von Gewerbe über Industrie bis hin zu Dienstleistungsbetrieben unzählige interessante Berufe für Einsteiger angeboten.

Feststellbar ist aber ein Trend zu einigen wenigen, vielleicht weil ein Freund denselben Beruf erlernt, weil die Eltern nur wenige Ausbildungswege und damit verbundene Berufskarrieren aufgezeigt haben oder weil der Heranwachsende bei der Berufsorientierung in der Schule zu wenig unterstützt wurde. Bewusstseinsbildung nötig Für AK-Präsident Hämmerle ist es schade, dass insbesondere Mädchen sich für eine sehr enge Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten zu interessieren scheinen, wie die Statistik belegt. Immer noch entscheiden sich 50 Prozent von ihnen für die Berufe Frisörin, Einzelhandels- und Bürokauffrau. „Hier muss noch sehr viel Bewusstseinsbildung betrieben werden, wenn wir wollen, dass sich die Einkommensschere schließt. Es ist leider immer noch so, dass Frauen, die voll im Beruf stehen, rund ein Viertel weniger verdienen als Männer“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle. Das sei nicht zuletzt auf die Bezahlung in den eher frauenspezifischen Branchen zurückzuführen, die leider traditionell eher im unteren Segment beheimatet seien. Doch allein damit sei dieser eklatante Unterschied natürlich nicht erklärbar. Dabei hätten Mädchen um keinen Deut schlechtere Voraussetzungen als Burschen, man müsse dieses Potenzial nur so früh als

möglich erkennen und nutzbar machen. „Jeder Mensch bringt ganz individuelle Voraussetzungen mit und die gilt es bei der Wahl des richtigen Berufes zu berücksichtigen. Es ist schlicht und einfach nicht korrekt die Geschlechter immer über einen Kamm zu scheren und Mädchen zum Beispiel eine Schwäche in Mathematik anzudichten oder bei Burschen davon auszugehen, sie hätten schon von Geburt an eine technische Begabung“, merkt der AK-Präsident an. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden demographischen Entwicklung ist es wichtig, den Facharbeitern von morgen heute schon Entwicklungspotenziale in verschiedensten Bereichen näherzubringen. So wie einige Berufe über kurz oder lang zum aussterben verurteilt sind, wird es auch neue Betätigungsfelder geben. Neben der Computertechnik, die aus vielen Berufen nicht mehr wegzudenken ist, erwarten viele Experten künftig rasante Entwicklungen auf dem Energiesektor oder in der Mechanisierung von bisher händisch ausgeführten Tätigkeiten. „Schnuppern ist wichtig“ „Wichtig bei der Berufswahl ist es, das ganze Paket zu betrachten, welche Eignung und Neigung bringt man mit, welche Perspektiven bzw. Aufstiegsmöglichkeiten bietet mir die Ausbil-

dung und kann ich mein Leben mit dem zu erwartenden Verdienst finanzieren“, sagt Hämmerle. Wichtig sei auch, in so viele Berufe wie möglich hineinzuschnuppern und damit auch die handelnden Personen in den Betrieben kennenzulernen. Das Klima und der menschliche Umgang im Betrieb seien neben der fachlichen Ausbildung wichtige Voraussetzungen dafür, dass man seinen Beruf mit Freude ausüben kann. Ihre Vorschläge sind gefragt

Die AKtion wird in den kommenden Ausgaben außergewöhnliche Berufsfelder vorstellen und zählt dabei auch auf Ihre Mithilfe. Sie haben eine Tochter, die sich in einer Männerdomäne ausbilden lässt? In Ihrem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der einen der vielen neuen und zukunftsträchtigen Lehrberufe ergriffen hat? Oder Sie sind Lehrlingsverantwortlicher und bieten in Ihrem Unternehmen Ausbildungsformen an, die noch nicht in aller Munde sind. Dann melden Sie sich bei uns. Vielleicht stellen wir in der nächsten Ausgabe gerade Ihren „Hinweis“ vor. Senden Sie Ihren Vorschlag an presse@ak-vorarlberg.at

Lerninhalte langfristig an Lehrlinge vermitteln

Professor Gerhard Steiner gab in seinem Referat wertvolle Informationen, wie Wissen an Lehrlinge so vermittelt werden kann, dass es dauerhaft erhalten bleibt.

Bei einer Impulsveranstaltung der Akademie Lehrlingsausbildung im bestens gefüllten Vinomnasaal in Rankweil präsentierte Thomas Schmidinger, in der Lehrlingsausbildung der Firma

Informationen und Beratung: www.akbasics.at

Blum-Lehrlinge sicher auf zwei Rädern Blum-Lehrlinge müssen künftig ein Fahrsicherheitstraining für einspurige Fahrzeuge absolvieren. Der theoretische Teil des Trainings ist verpflichtend und Teil der regulären Lehrausbildung. Der praktische Teil kann auf freiwilliger Basis absolviert werden. Die einspurigen Kfz-Lenker zählen nach wie vor zu den stark gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Für Blum Grund genug, um den Lehrlingen des ersten Ausbildungsjahres ein verpflichtendes Fahrsicherheitstraining für einspurige Fahrzeuge anzubieten. Die Veranstaltung wird betriebsintern gemeinsam mit dem Landespolizeikommando Vorarlberg durchgeführt.

Mario Feldkircher vom Landespolizeikommando schult Blum-Lehrlinge.

Schüler besuchen die AK Vorarlberg

Akademie Lehrlingsausbildung stellt Qualität der Ausbildung sicher

Die Akademie Lehrlingsausbildung ist eine Kooperation der Arbeiterkammer mit der Wirtschaftskammer und dem Land Vorarlberg. Sie soll durch die Fortbildung von Lehrlingsverantwortlichen die Qualität der Ausbildung sicherstellen.

Elke ist bereits 19 Jahre alt und möchte doch noch eine Berufsausbildung beginnen. Sie Christine Raggl hat auch schon eine Lehrstelle als Blumenbinderin und -händlerin (Floristin) gefunden. Bei der Lehrlings- und Jugendabteilung erkundigt sie sich, wie es mit der Entlohnung aussieht. Erhält sie auf Grund dessen, dass sie über 18 Jahre alt, ist eine höhere Lehrlingsentschädigung als ein jüngerer Lehrling? Die Antwort hängt sehr vom Einzelfall ab. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die vorsieht, dass Personen, die älter als 18 Jahre sind, Anspruch auf eine höhere Lehrlingsentschädigung haben. Einzelne Kollektivverträge, wie etwa der Kollektivvertrag für das holzverarbeitende Gewerbe (unter anderem anzuwenden für Tischler oder Tischlereitechniker) oder der Kollektivvertrag für das Baugewerbe (Maurer, Tiefbauer, etc.) sehen erhöhte Lehrlingsentschädigungen vor. Der Kollektivvertrag für Blumenbinder und -händler sieht allerdings keine derartige Vereinbarung vor. Dies bedeutet, dass Elke die normale Lehrlingsentschädigung erhalten wird. Ob etwaige Fördermaßnahmen durch das Arbeitsmarktservice zur Anwendung gelangen, muss auf jeden Fall vor Beginn der Lehrzeit abgeklärt werden.

Doppelmayr Seilbahnen tätig, als Praxisbeispiel seine Projektarbeit mit dem Titel „Qualitätsverbesserung durch sys­tematische Rotationsausbildung“. Zudem erläuterte Professor Gerhard Steiner von der Universität Basel in seinem Referat „Lerninhalte bleibend vermitteln“, wie es gelingt, Lehrlingen Wissen so näher zu bringen, dass es auch langfristig erhalten bleibt und nicht am folgenden Tag schon im Strudel des Vergessens untergegangen ist.

Wieder haben viele Schüler und deren Lehrer die AK Vorarl­berg in Feldkirch besucht. Dabei wurden ihnen von Referenten der Lehrlings- und Jugendabteilung die zahlreichen Serviceleistungen der Arbeiterkammer erläutert. Zum Abschluss gab es einen kleinen Imbiss und ein Geschenk für die Jugendlichen.

Riedenburg 7. Klasse, Bregenz


mai 2011

Fachtagung der AK beschäftigt sich am 20. Mai 2011 mit dem Thema „Die Zukunft der Niedrigqualifizierten“

Haben Niedrigqualifzierte eine Zukunft in Vorarlberg? Am 20. Mai 2011 findet in der Arbeiterkammer Vorarlberg eine Fachtagung zum Thema „Niedrigqualifizierte“ statt. Gibt es noch Chancen für Menschen, die einfache Arbeit verrichten? Was hat sich diesbezüglich in den letzen Jahren gewandelt? Wenn man heute von beruflicher Weiterbildung spricht, dann stehen meist qualifizierte Berufe im Mittelpunkt. So genannte „einfache Arbeit“ hingegen ist unter der Perspektive des Qualifikationswandels weigehend unterbelichtet geblieben. Es wurde stets davon ausgegangen, dass geringqualifizierte Arbeit entweder als bloße Hilfsarbeit wegrationalisiert oder im Zuge der Globalisierung in Niedriglohnländer verlagert wird. Die verbleibenden Tätigkeiten in diesem Bereich, so lautete die Annahme, könnten im Prinzip von jedermann durchgeführt werden. Damit erübrige sich auch die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich. Höhere Anforderungen Der Bereich der einfachen Arbeit ist zwar geschrumpft, doch sind gleichzeitig die Qualifikationserfordernisse erheblich gestiegen. Bei diesen Erfordernissen handelt es sich heute nicht allein um handwerkliche Fähigkeiten. Auch soziale, kommunikative und organisatorische Fähigkeiten werden gefordert. Heute sind auch niedrigqualifizierte Arbeiten mit erhöhten Anforderungen verbunden, wie Teamfähigkeit, Selbstmanagement in Richtung eigenständiger Zeit- und Einsatzplanung, Kommunikation mit Auftraggebern oder Verantwortlichkeit für den Ablauf von Betriebsprozessen und für eigenständige Fehlerwahrnehmung und -behebung. Hier wird der Arbeitsmarkt auch in Zukunft für Geringund Niedrigqualifizierte Raum bieten – vorausgesetzt allerdings, dass sie sich diese Qualifikationen aneignen. Dazu haben auch Niedrigqualifizerte gute Möglichkeiten – denn „niedrigqualifiziert“ bedeutet nicht „unqualifiziert“. Diese Menschen haben Fähigkeiten, die in Schule und Ausbildung nicht

Was gilt es zu berücksichtigen und in Zukunft zu beachten, damit Niedrigqualifizierte nicht automatisch in der Sackgasse landen? Die Fachtagung der AK Vorarlberg widmet sich am 20. Mai 2011 genau diesem Thema.

berücksichtigt wurden, und sie haben Kompetenzen, die sie sich im Laufe der bisherigen Arbeit erworben haben. Darauf gilt es aufzubauen. Fachtagung gibt Antworten Niedrigqualifizierte Arbeit – unterhalb der Ebene der Facharbeit – wird auch in Zukunft benötigt. Sie ist durch Produktionsverlagerungen und Rationalisierungen keineswegs verschwunden, schon gar nicht in den persönlichen Dienstleistungen. Doch haben sich die Anforderungen grundlegend gewandelt. Den klassischen Hilfsarbeiter will niemand mehr. Wer also sind heute die Niedrigqualifizierten, was sollten sie können und welchen Platz haben sie künftig auf dem Arbeitsmarkt? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt eine international besetzte, öffentliche Fachtagung der AK Vorarlberg am 20. Mai 2011 von 16 bis 21 Uhr in Feldkirch (Details siehe Factbox).

„Qualifikationsland Vorarlberg – die Zukunft der Niedrigqualifizierten“

Fachtagung der AK Vorarlberg am 20. Mai 2011 von 16 bis 21 Uhr im AK-Festsaal in Feldkirch, Widnau 2-4 Programm und Referenten: • Florian Neumann vom Forschungsinstitut Berufliche Bildung aus Nürnberg: Wer und was sind die Niedrigqualifizierten? Restgröße des Arbeitsmarktes oder eine zukünftige Ressource? • Julia Casutt, Leiterin von AMOSA in Zürich – Geringqualifizierte Stellensuchende in der Ostschweiz – Herausforderungen und Chancen • Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl, Donau-Universität Krems, Department Migration und Globalisierung: Niedrigqualifizierte – Perspektiven für Österreich: Arbeitsmarkt, Demografie, Bildungspolitik • Zwei Gesprächsrunden mit Praktikern aus Wirtschaft und Politik zu den Themen „Qualifikationsherausforderung für Niedrigqualifizierte im Wandel – Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis mit Ing. Bernhard Feigl (Glas Marte), Daniel Entner (Entner Verputz), Mario Hammerer (Sutterlüty Handel), DI Christoph Hinteregger (Doppelmayr) und Birgit Florineth (Schoeller) und „Wie weiter? Wo stehen wir und was ist zu tun?“ mit Dr. Peter Kircher (WKV), Norbert Loacker (ÖGB), Dipl.BW Harald Moosbrugger (Vbg. Landesregierung), Gerhard Ouschan (AK) und Anton Strini (AMS) • Im Anschluss lädt die AK Vorarlberg zu einer Vernissage zum Thema „Vorarlberger Arbeitswelten“ mit Fotografien von Georg Alfare. Anmeldungen werden bis 17. Mai 2011 erbeten unter Telefon 050/2584026 oder gabriela.pietsch-veit@ak-vorarlberg.at Der Eintritt ist frei.

Arbeit

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Weiberkram

Häuslich, treu und attraktiv … So soll sie sein, die ideale Frau für Herrn Österreicher. Außerdem sollte sie die Familie zusam- Univ.-Prof. Dr. menhalten und auf Irene Dyk-Ploss deren gesunde Lebensführung achten. Was sich wie ein Heiratsannoncenklischee aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts liest, hat eine brandneue IMAS-Umfrage ergeben. Und was zwischen 60 und 70 Prozent der Männer von den Frauen erwarten, deckt sich im Wesentlichen mit dem, was auch die Frauen als ihr optimales Selbstbild sehen – nur dass an dritter Stelle noch die Verwirklichung eigener Interessen angeführt wird. Das Männerbild erscheint da schon ein bisschen differenzierter: gut 50 bis 60 Prozent der Männer sehen als Kennzeichen eines „echten Mannes“, dass er sich in Geldangelegenheiten gut auskennt, dass er nach beruflichem Aufstieg und Erfolg strebt, und: dass er viel Verständnis für Wünsche und Probleme seiner Partnerin aufbringt. Für die Frauen ist das das wichtigste Merkmal des Traummannes, fast gleichauf mit Treue und „dass er warmherzig und mitfühlend“ ist. Als Hauptverdiener und Existenzsicherer der Familie sehen sich 47 Prozent der Männer, während das nur 39 Prozent der Frauen erwarten. Dafür wünschen sie sich zu 55 Prozent Mithilfe im Haushalt, die aber nur für 35 Prozent ihrer Partner zum Idealbild des Mannes passt. Rund die Hälfte der Frauen wiederum sieht eigene erfüllte Berufstätigkeit und Kompetenz im Umgang mit Geld als kompatibel mit dem idealen Frauenbild – bei den Männern sind das gut 10 Prozent weniger. Ein wenig Beziehungssprengstoff ergibt sich da – und ein Stück Hoffnung auf tatsächliche Gleichberechtigung … E-Mail: irene.dyk@jku.at

Österreicher lesen, um sich zu informieren Arbeit, Pflicht und Langeweile assoziieren die wenigsten mit Lesen, stattdessen dient das Lesen laut GfK-Studie für 93 Prozent der Österreicher der Information. Mehr als drei Viertel verbinden Lesen mit Freizeit, Entspannung, dicht gefolgt von Spaß und Unterhaltung.

Einkommensteuererklärung noch bis 30. Juni 2011

100.000 zusätzliche Arbeitskräfte pro Jahr

Freie Dienstnehmer müssen Frist beachten Papiertiger haben nur mehr bis Ende April Zeit dafür, Internet-Affine immerhin noch bis 30. Juni 2011. Spätestens dann aber müssen freie Dienstnehmer ihre Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben. Die Arbeiterkammer bietet für „Freie“ nun einen neuen Service, um die alljährliche Steuererklärung schnell und effizient abwickeln zu können. Neben der Ausfüllhilfe für das Formular E1a gibt es auf der AK-Homepage einen eigenen Servicebereich für diese Personengruppe, wo steuer- und sozialrechtliche Aspekte erörtert werden. Countdown läuft bereits Wichtig für diese Personengruppe ist, wie sich freie Dienstverträge von Werkverträgen abgrenzen oder wie sich eine Kombination verschiedener Jobs steuerlich und hinsichtlich der Sozialversicherung auswirkt. Für die

Einkommensteuererklärung über Einkünfte vom Vorjahr läuft bereits der Countdown: Wer seine Einkommensteuererklärung klassisch am Papier beim Finanzamt abgibt, muss dies bis Ende April erledigen. Wird elektronisch über Finanz­Online eingereicht, verlängert sich die Frist bis zum 30. Juni. Wer Einkünfte unter 11.000 Euro bezogen hat, muss keine Einkommensteuererklärung machen. www.ak-vorarlberg.at/ freiedienstnehmer

AK hilft freien Dienstnehmern.

Die EU-Kommission rechnet mit einem starken Zuzug ausländischer Arbeitskräfte nach Deutschland in den kommenden Jahren. Infolge der Öffnung des Arbeitsmarktes ab dem 1. Mai 2011 sei zu erwarten, dass „in den kommenden vier Jahren rund 100.000 Arbeitnehmer jährlich nach Deutschland kommen werden“, sagte EU-Sozialkommissar Laszlo Andor. Ungefähr die Hälfte werde nach Einschätzung des Kommissars aus Polen stammen.

EU-Kommissar Hahn: Vorzeigeregion Ländle Menschen wollen keine (Staats-)Grenzen, lautet eine Erfahrung, die Johannes Hahn als EU-Kommissar für Regionalpolitik täglich macht. Seine Aufgabe sei unter anderem, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der 271 Regionen innerhalb der EU auszubauen und dabei auch die „Grenzen im Kopf“ abzubauen. Hahn war auf Einladung der AK Vorarlberg, der Gemeinde Nenzing und der Regionalentwicklung Walgau in Nenzing zu Gast. Bei dem von Musikern und Schülern aus dem Walgau mitgestalteten Informationsabend schilderte der EU-Kommissar anhand konkreter Beispiele, wie die EU Regionen fördert. Vorarlberg werde in Brüssel als „Vorzeigeregion“ wahrgenommen, so Hahn, „die zeigt, was möglich ist, wenn man gut ausgebildete, engagierte Menschen hat“. Ein ausführliches Interview mit EU-Kommissar Johannes Hahn finden Sie auf dem AK-Videoportal unter akvideo.vol.at

Für Sie da: AK-Präsident Hämmerle

Sie haben Fragen an den AKPräsidenten oder ein persönliches Anliegen? Nutzen Sie folgende Gelegenheiten: • Telefonsprechstunde am 3. Mai von 14 bis 15 Uhr unter 050/258-6800 • Arbeitnehmersprechtag am 17. Mai von 18 bis 19 Uhr im Gemeindeamt in Klaus


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Familien-Info-Messe 2011

mai 2011

Zwölf Institutionen präsentieren ihre Angebote und Serviceleistungen für Familien

Erste Familien-Info-Messe am 14. Mai in der AK Vorarlberg Am 14. Mai 2011 findet von 9 bis 16 Uhr in der AK in Feldkirch die erste Familien-Info-Messe statt. Zwölf Institutionen präsentieren an diesem Tag ihre Leistungen, die Familien zugute kommen. Familien bilden die wichtigste Säule unserer Gesellschaft. Die Angebote im Land sind vielfältig, wurden bisher jedoch noch nie an einem einzigen Standort präsentiert. Im Rahmen des Internationalen Familientages organisiert die AK Vorarl­berg zum ersten Mal eine Familien-Info-Messe. Eingeladen sind alle Interessierten, die sich über die Leistungen der wichtigsten Institutionen informieren möchten (siehe Factbox). Schwerpunktthema bildet die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für die sich die Arbeiterkammer bereits seit Jahren erfolgreich einsetzt. Alle Angebote auf einen Blick Abgedeckt wird auf der Familien-InfoMesse nahezu die gesamte Angebotsvielfalt, die in Vorarlberg geboten wird. Neben Schwangerschaftsberatung über

Kleinkindbetreuung bis hin zu Jugendarbeit und Erwachsenenbildung reicht die Palette. „Uns ist wichtig, dass Eltern, Kinder und Jugendliche umfassend in ihrem täglichen Leben unterstützt werden und ihnen durch diese

Familien ein Auslangen mit dem Einkommen schwer machen“, gibt Hämmerle zu bedenken. Umso mehr sind Eltern beziehungsweise Alleinerzieher auf die Förderungen des Landes und vieler weiterer Organisationen ange-

„Besuchen Sie die Familien-Info-Messe in der AK in Feldkirch und profitieren Sie von den umfassenden Informationen von insgesamt zwölf Institutionen.“ Hubert Hämmerle, AK-Präsident

Messe alle Informationen und Hilfestellungen auf einen Blick präsentiert werden“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle. Förderung statt Teuerung Besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten und bie den ständig steigenden Preisen ist es wichtig, Familien bestmöglich zu unterstützen. „Neben den unverschämt hohen Treibstoffpreisen, den steigenden Wohn- und Mietkosten sind es auch die Lebensmittelteuerungen, die den

Familien im Land benötigen bestmögliche Unterstützung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Am 14. Mai 2011 widmet sich die erste Familien-Info-Messe diesem Thema.

wiesen. Damit auch niemand wesentliche Leistungen übersieht, präsentieren insgesamt zwölf Institutionen mittels persönlichen Gesprächen, Broschüren, Flyern und Plakaten über die Möglichkeiten, wie Unterstützung an-

gefordert werden kann sowie, was dabei unbedingt beachtet werden muss. Angebote der AK Vorarlberg Im Bereich Beruf und Familie beantwortet die AK Vorarlberg insbesondere Fragen zu arbeits-, sozial- und steuerrechtlichen Belangen, wickelt den Bildungs-, Wohn- und Zinszuschuss ab, organisiert die Auszeit für Alleinerziehende sowie den Erholungsurlaub für pflegende Angehörige und bietet für berufstätige Eltern und Wiedereinsteigerinnen ein breites Aus- und Weiterbildungsangebot an. „Wir freuen uns darauf, viele Eltern, Kinder, Jugendliche, Großeltern und alle Interessierten bei der Messe begrüßen zu können“, so Hämmerle abschließend.

Aussteller und Schwerpunktthemen der Familien-Info-Messe

• AK Vorarlberg: Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht, Förderwesen (Bildungs-, Wohn- und Zinszuschuss), Auszeit für Alleinerzieher und Erholungsurlaub für pflegende Angehörige sowie Aus- und Weiterbildungsangebote für Berufstätige und Wiedereinsteigerinnen • Land Vorarlberg: Kinder in die Mitte – Miteinander der Generationen, Familypoint, Familienpass, Frauenreferat • Institut für Sozialdienste: Die Beratungsdienste des IfS bieten Menschen in psychischen oder sozialen Problemsituationen Hilfe an. Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen sowie an Paare und Familien; IfS-Familienberatung; IfS-Elternratgeber • Vorarlberger Familienverband: Familienangebot in den Gemeinden, Frau Holle Babysittervermittlung, Familienhilfepool, Interessenvertretung für Familien • Caritas Vorarlberg: Wohngemeinschaft Mutter & Kind, Beratungsstelle Existenz & Wohnen, Familienhilfe • Ehe- und Familienzentrum – In jeder Beziehung: Bildung, Beratung, Seelsorge • Frauenberufszentrum*Vorarlberg: Aus- und Weiterbildung, Wiedereinsteiger­innen, Laufbahn-Planung • Stadt Feldkirch: Familienangebote • Arbeitsmarktservice Vorarlberg: Frauenreferat • ÖGB Landesorganisation Vorarlberg: Rechtsinformationen rund um Familie und Beruf • Beratungsstelle schwanger.li: Junge Liebe: Pubertät, Beziehung, Sexualität • Landeselternbüro des Landeselternverbandes Vorarlberg

Das Rahmenprogramm sorgt für Unterhaltung und vertiefende Gedanken zum Thema Familie

Gratis Anreise, Kinderbetreuung und Fotoausstellung auf der Messe Die erste Familien-Info-Messe wird bunt und unterhaltsam. Neben einer kostenlosen Kinderbetreuung erwartet die Besucher eine Fotoausstellung und das Theater der Figur aus Nenzing mit dem Stück „Prinzessin auf der Erbse“. Umfassende Informationen zum Thema Familie werden im AK-Festsaal im Erdgeschoss der Arbeiterkammer an zwölf Messeständen präsentiert. Natürlich ist auch für Unterhaltung für Jung und Alt gesorgt. So wurden beispielsweise im Vorfeld der Messe drei Vorarlberger Familien einen Tag lang mit Video- und Fotokamera begleitet. Präsentiert werden die Ergebnisse ebenfalls im AK-Festsaal. Die Video­beiträge sowie eine Fotoausstellung geben einen Einblick, wie Familien aus dem Ländle ihren Alltag meistern. Im Vordergrund steht auch hier die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kinderbetreuung, Kinderprogramm Damit sich die Eltern auf der Familien-Info-Messe genügend Zeit lassen können, um das vielfältige Informationsmaterial durchzusehen und die Kinder trotzdem beste Unterhaltung,

Spiel und Spaß erleben, wird von 9 bis 16 Uhr eine kostenlose Kinderbetreuung im Eltern-Kind-Zentrum direkt in der AK Vorarlberg angeboten. Nicht verpassen sollten Kinder ab 4 Jahren um 11 Uhr das Theater der Figur aus Nenzing, das in der AK-Bibliothek das Stück „Prinzessin auf der Erbse“ präsentiert. Ebenfalls auf dem Programm steht während der gesamten Messezeit die Anfertigung eines Familienportrait-Buttons, der vor der Bibliothek von AK-Mitarbeiterinnen in wenigen Minuten produziert wird.

Gesprächsrunde mit Dr. Köb Um 14 Uhr findet schließlich eine Gesprächsrunde mit Dr. Franz Josef Köb in der AK-Bibliothek statt. Dort geht es darum, welchen Wert Familie – ökonomisch und ideell – für Kinder, Frauen, Männer, Wirtschaft und Gesellschaft hat. Folgende Gesprächsteilnehmer diskutieren mit Dr. Franz Josef Köb: Dr. Christoph Hackspiel vom Vorarlberger Kinderdorf, Andreas Prenn vom Vor­ arl­berger Familienverband, Dr. Brigitte Hutterer vom AK-Büro für Familien

Die AK Vorarlberg hat im Vorfeld der Familien-Info-Messe drei Familien einen Tag lang mit Foto- und Videokamera begleitet. Die Ergebnisse werden am 14. Mai 2011 präsentiert.

und Frauenfragen sowie eine erwerbstätige Mutter. Kostenlose Anreise mit Bus und Bahn Alle Besucher können kostenlos mit Bus und Bahn aus dem ganzen Land anreisen (siehe Kupon rechts). Familien-Info-Messe

Samstag, 14. Mai 2011 von 9 bis 16 Uhr in der AK Vorarlberg, Widnau 2-4, 6800 Feldkirch Der Eintritt ist frei! 9-16 Uhr, Foyer Lassen Sie Ihren persönlichen Familienbutton anfertigen! 9-16 Uhr, Eltern-Kind-Zentrum Kostenlose Kinderbetreuung im EKIZ direkt in der AK Vorarlberg 9-16 Uhr, Festsaal der AK Fotoausstellung zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ 11 Uhr, AK-Bibliothek Das Theater der Figur präsentiert das Stück „Prinzessin auf der Erbse“. Für Kinder ab 4 Jahren. 14 Uhr, AK-Bibliothek Diskussionsrunde mit Dr. Franz Josef Köb zum Thema „Vom Wert der Familie“ Für die Verpflegung sorgen die Catering-Schüler der Werkzeit Bregenz. Gratis An- und Abreise mit Bus und Bahn (siehe Kupon rechte Seite). Weitere Tickets unter www.ak-vorarlberg.at und www.v-mobil.at

Ein gutes Zeitmanagement und die Hilfestellung von


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Familien-Info-Messe 2011

Land Vorarlberg

Ehe- und Familienzentrum

Erfahren Sie mehr über den Vorarlberger Familienpass, den Fachbereich Jugend und Familie, die Initiative Kinder in die Mitte, den Familypoint und das Frauenreferat. Landesrätin Dr. Greti Schmid

Uns sind die Begegnung und der Kontakt mit den Menschen in jeder Beziehung wichtig. Wir präsentieren unsere Arbeitsbereiche und die aktuellen Angebote. Stefan Schäfer

Vorarlberger Familienverband

Arbeitsmarktservice Vorarlberg

Der Vorarlberger Familienverband setzt sich seit dem Jahr 1954 mit rund 7500 Mitgliedsfamilien und mehr als 400 Ehrenamtlichen für ein familienfreundliches Land ein. Andreas Prenn

Dem AMS Frauenreferat ist es ein besonderes Anliegen, dass Wiedereinsteiger­ innen das Angebot des Arbeitsmarktservice optimal nutzen, um berufliche Ziele zu erreichen. Mag. Kamila Simma

AK Vorarlberg

Frauenberufszentrum*Vorarlberg

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der AK ein großes Anliegen. Die Besucher erhalten auf der Messe alle Informationen zum Leistungsangebot für Famlien. Elisabeth Neßler

An uns können sich Frauen wenden, die sich aus- und weiterbilden möchten, einen Arbeitsplatz suchen oder Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben. Mignon Nagel-Selb

Landeselternverband Vorarlberg

Institut für Sozialdienste

Unser Angebot reicht von Unterlagen für Klassenelternvertreter über Hilfestellungen bei schulischen Angelegenheiten bis hin zur Vorstellung des Landeselternbüros. Monika Hilbrand

Das Familienleben ist nicht immer einfach – bei Problemen bietet das Institut für Sozialdienste Hilfe und Unterstützung für Eltern, Paare, Kinder und Jugendliche. Mag. Susanne Kraft

Beratungsstelle schwanger.li

Caritas Vorarlberg

Beziehung, Partnerschaft, Sexualität: Wir bieten Jugendlichen, Eltern und Pädagogen Seminare und persönliche Beratungen zu diesen zentralen Lebensthemen an. Mag. Tanja Moser

Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Wir helfen, unterstützen, entlasten, fördern und begleiten Familien in der Bewältigung ihrer jeweiligen Situation. Michael M. Natter

ÖGB Landesorganisation Vorarlberg

Stadt Feldkirch

Der ÖGB Vorarl­berg bietet allen Besuchern umfassende Beratung in arbeitsund sozialrechtlichen Fragen rund um das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Mag. Sabine Rudigier

Wir informieren über Neuzuzug-, Baby- und 2-Jährigen-Paket, das Kinderbetreuungs­ angebot und das Ferienprogramm 2011 sowie das Projekt „familie plus.“ DGKP Dr. Guntram Rederer

n Öffentlichkeit und Familie sind oftmals unverzichtbar, wenn es darum geht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

mai 2011

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GRATIS-TICKET FAmIlIEn-InFo-mESSE In dER AK maximo Tageskarte Vollpreis gültig am 14. mai 2011

für die Hin- und Rückfahrt aus ganz Vorarlberg und Liechtenstein inklusive den Grenzbahnhöfen Lindau (D), St. Margrethen, Buchs (CH) und St. Anton a. Arlberg. Sie haben einen Vorarlberger Familienpass oder die ÖBB VORTEILScard Familie? Dann ist das Gratis-Ticket für die ganze Familie gültig. Bitte füllen Sie dann zusätzlich diese Felder aus: Anzahl Erwachsene Anzahl Kinder Weitere Gratis-Tickets gibt es zum Download unter www.ak-vorarlberg.at oder www.vmobil.at Komplett ausgefülltes Gratis-Ticket gilt als Fahrschein. Bei Nutzung als Familienticket den Vorarlberger Familienpass oder die ÖBB VORTEILScard Familie mitführen.

Ein Ticket für Bus und Bahn. In ganz Vorarlberg.


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Konsumentenschutz

mai 2011

Schadenersatz nach MEL-Musterprozess

Nach den exorbitant hohen Handyrechnungen hat die AK Vorarlberg Anzeige gegen mehrere Netzbetreiber erstattet.

Kostenfalle Handy: Die AK wird nicht lockerlassen! Die 25.000-Euro-Handyrechnung für Willi Mathies hat quer durch sämtliche großen Fernsehsender, Radiostationen und Zeitungen österreichweit Schlagzeilen gemacht. Auch wenn nach Intervention der AK Vorarlberg für den Vorarlberger Skilehrer die Geschichte gut ausging – Handybetreiber sorgen weiterhin beinahe täglich für böse Überraschungen bei Konsumenten.

Nach wie vor erhalten Handynutzer Horror-Rechnungen im vierstelligen Euro-Bereich, die sie sich nicht erklären können. Die Kostenfallen lauern weiterhin. Dabei wäre es einfach, die Konsumenten davor zu schützen. Es bräuchte nur klare Regelungen im betreffenden Telekommunikationsgesetz. „Das wird derzeit zwar novelliert“, bekräftigt AKPräsident Hubert Hämmerle seine Forderung an die Politik zum Handeln, „doch der Entwurf des überarbeiteten Gesetzes ist noch unbefriedigend: Darin finden sich vor allem Kann-Bestim-

mungen. Der berechtigte Schutz vor der Handy-Abzockerei muss jedoch endlich verbindlich werden!“

Unzumutbares Versteckspiel Denn es sind dem Prinzip nach gleich zwei Übel, durch die Handybesitzer meist unbewusst zum Handkuss kommen, weiß AK-Experte Mag. Paul Rusching. Erstens: Die Handys werden immer leistungsfähiger und damit auch die Einstellungen komplexer. Die Funktionsbeschreibung von Smartphones erfordert oft zentimeterdicke Bücher – und was so genannte Apps im Hintergrund an Datenverkehr bewirken, bleibt oft unbekannt. Zweitens: „Die Datentarife der Netzbetreiber sind sogar für den Fachmann oftmals nur mit Mühe durchschaubar. Bestimmungen, wofür man wie viel zahlt, findet man entweder erst nach langem Suchen im Internet oder überhaupt nicht.“ Dann auch noch komplizierte Rechnungen über Verbrauch und mögliche Überschreitungen von Datenkontingenten anzustellen, ist

Otto Normalverbraucher schlicht unzumutbar. Die AK Vorarlberg fordert deshalb unter anderem übersichtliche und vor allem verständliche Tarifblätter bereits bei der Auswahl von Geräten und Tarifen im Laden. „Das Risiko für eine Schock-Rechnung ist für den Konsumenten nicht beherrschbar, die derzeitigen Tarife der Netzbetreiber lassen das einfach zu“, musste auch der Chef der Regulierungsbehörde RTR Georg Serentschy in der ZIB 1 und in anderen Medien bekennen, nachdem die AK Vorarlberg den 25.000-Euro-Fall ans Tageslicht brachte. Beliebte Ausreden Bereits der durchnittliche (!) Streitwert, der bei der Schlichtungsstelle der RTR landet, beträgt stolze 620 Euro. Die AK Vorarlberg hat Anzeige gegen drei Handynetzbetreiber eingebracht. Danach begann auch das Landeskriminalamt zu ermitteln, ob hinter den exorbitant hohen Rechnungen eines Betreibers nicht System und der

Straftatbestand des Sachwuchers stecken. Denn die Summen, die verrechnet werden, sind nur sehr fadenscheinig argumentierbar. Beliebte Ausrede: konsumentenfreundlichere Lösungen würden an der Technik scheitern. Interessant ist allerdings, dass zum Beispiel das generelle Sperren von Datenverbindungen beim einen Betreiber möglich ist, beim anderen nicht. Oder die angebliche Schwierigkeit, Kostenlimits zu setzen: „Wäre Herr Mathies gerade in Deutschland gewesen, hätte man ihm nur 60 statt 25.000 Euro verrechnet. Denn beim Data-Roaming wird bei diesem Betrag automatisch gesperrt“, erklärt Rusching – warum nicht im Inland? Der Entwurf des Telekommunikationsgesetzes „neu“ überlässt die Regelung weitgehend der Freiwilligkeit der Handynetzbetreiber und der RTR. „Das kann es wohl nicht sein!“, sagt AK-Präsident Hämmerle und verspricht, in dieser Sache nicht lockerzulassen.

Umfassender Entschließungsantrag vom Europäischen Parlament verabschiedet

Vorstoß für sicherere Produkte für die EU-Konsumenten Die Konsumenten in der EU brauchen besseren Schutz vor möglicherweise gefährlichen Produkten. Dies ist die Kernbotschaft einer Entschließung des Europäischen Parlaments über Produktsicherheit und Marktüberwachung. Die Globalisierung, Produktionsauslagerungen und das Wachstum des internationalen Handels insgesamt bedeuten, dass noch nie so viele Erzeugnisse angeboten wurden wie heute. Mehr Produkte bedeuten gleichzeitig auch mehr Gefahren für die Sicherheit der Konsumenten. Derzeit arbeiten die europäischen Institutionen an einer Überarbeitung der geltenden EUVorschriften über Produktsicherheit. Das EU-Parlament brachte mit einer Resolution seine Vorstellungen und Ansichten ein, wie künftig ein besserer Schutz der Verbraucher gewährleistet werden sollte. Der Bericht hält fest, dass bei der Marktüberwachung er-

hebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten bestehen und einige von ihnen nicht die dafür erforderlichen Mittel bereitstellen. Außerdem werde die Formulierung „Produkte, von denen eine ernste Gefahr ausgeht“ unterschiedlich interpretiert. Das könne die Verbrauchersicherheit in der EU

Der Großteil illegaler oder gefährlicher Güter gelangt über den Seeweg in die EU.

beeinträchtigen. Die Sicherung der Außengrenzen des Binnenmarktes, insbesondere der großen Seehäfen, wird als wichtige Maßnahme genannt, um gegen gefährliche oder illegale Produkte aus Drittländern vorzugehen. Besondere Aufmerksamkeit sollte auf Produkte gerichtet werden, die online aus Drittländern erworben werden und nicht den europäischen Normen entsprechen. Speziell pharmazeutische Erzeugnisse und Lebensmittel können Sicherheit und Gesundheit gefährden. Mit Sensibilisierungskampagnen sollen die Konsumenten zielgerichtet über solche Risiken informiert werden, so das EUParlament in seinem Entschließungsantrag. Hohe Bußgelder Die Mitgliedsstaaten sollen in koordinierter Form abschreckende Strafen einschließlich hoher Bußgelder für Unternehmen einführen, die vorsätz-

lich gefährliche oder nicht-konforme Produkte in Verkehr bringen. Produktverbote sollen nach dem Willen des Parlaments möglichst oft öffentlich gemacht werden, um Grenzkontrollen und Marktüberwachung mehr Sichtbarkeit zu verleihen und kriminelle Händler abzuschrecken. Rückverfolgbarkeit sichern Die Europaabgeordneten schlagen weiters die Einrichtung von Büros zur Aufklärung über die Produktsicherheit vor (zum Beispiel im Rahmen der Produktinfostellen), die Schulungsmaßnahmen unterstützen und Informationen an die verschiedenen Industriezweige weiterleiten könnten. Zudem wird angeregt, in die neue Produktsicherheitsrichtlinie einen Verweis auf Menschen mit Behinderungen (neben Verweisen auf Kinder und ältere Menschen, die es bereits gibt) aufzunehmen, um die Sicherheit für möglichst alle besonders schutzbedürftigen Verbraucher zu gewährleisten. Die Entschließung betont außerdem die Bedeutung der Rückverfolgbarkeit von Erzeugnissen zur Bestimmung des Herkunftslandes und des verantwortlichen Herstellers. Das müsse während der gesamten Lebensdauer eines Produktes gewährleistet sein.

In einem von der AK Vorarlberg angestrengten Musterprozess prüfte das Bezirksgericht St. Pölten, ob ein Anlageberater seinen Aufklärungsund Beratungspflichten gegenüber einer Anlegerin nachgekommen war und verneinte dies. Der Konsumentin wurde Schadenersatz zugesprochen, da der Berater grob fahrlässig gegen die Wünsche und Bedürfnisse der Kundin zur Veranlagung in MEL-Zertifikate geraten hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Konsumentin hatte 2006 der ASSET Finanzmanagement GmbH (mittlerweile in Konkurs) ihre Ersparnisse von rund 15.000 Euro zur Anlage überlassen. Da für sie die Sicherheit im Vordergrund stand und sie das auch unmissverständlich erklärte, liegt ihr Schaden nicht erst bei der schlechten Entwicklung der MELZertifikate, so das Gericht, sondern bereits in der Vermittlung dieses Wertpapiers. In Kenntnis der Familien- und Einkommenssituation habe der Berater jeglichen Hinweis auf die Risiken des Zertifikats unterlassen, ja sogar den Vergleich mit der Sicherheit eines Sparbuchs gezogen! Dennoch: Zu einem Drittel treffe auch die Konsumentin schuld, befand das Gericht, weil sie die Risikohinweise im Kaufauftrag nicht gelesen und hinterfragt habe.

Fluggastrechte werden von EU überarbeitet Die innerhalb der EU gültigen Rechte für Flugpassagiere stehen vor der Überarbeitung. Die Fluglinien hatten interveniert, nicht mehr allein die Kosten ausgefallener Flüge tragen zu müssen. Die Luftraumsperren wegen Vulkanasche und Schneechaos im Vorjahr sowie Fluglotsenstreiks, für die die Fluglinien nichts konnten, hätten in Brüssel Verständnis geweckt. Die EU will mit einer Neufassung aber auch Passagierrechte stärken und den nationalen Luftbeschwerdestellen mehr Kompetenzen geben.

966 Millionen Euro für Haut und Haare Die Österreicher haben 2010 erneut mehr Geld für Körperpflege ausgegeben: 966 Millionen Euro wurden in Haut und Haare investiert – um drei Prozent mehr 176 Millionen als im Jahr zuvor. fließen in die Haarpflege. Rund 100 Millionen ist den Österreichern Gesichtspflege wert, Haarpflege wiederum kommt auf rund 176 Millionen Euro Umsatz.

Bei Lebensmitteln hält „Aktionitis“ an Der heimische Lebensmittelhandel macht bei Frischeprodukten wie Gemüse, Eiern, Milchprodukten, Wurst und Fleisch bereits ein Viertel des Umsatzes mit Aktionsartikeln. In der Rewe-Gruppe ist der Anteil mit 27,5 Prozent besonders hoch, bei Spar sind es vergleichsweise niedrige 22,9 Prozent.

AK-Kritik an den Bausparkassen Für die fünf Millionen Bausparer in Österreich bleibt unterm Strich weniger übrig als vorgerechnet: Die AK-Konsumentenschützer kritisieren, dass in den Werbefoldern die jährlichen Kontoführungsgebühren „unterschlagen“ werden.


mai 2011

Konsumentenschutz

Mittels Drohungen versuchen Betrüger ehemaligen Türkeiurlaubern Geld aus der Tasche zu ziehen

Jahre nach Teppichkauf werden Türkeiurlauber massiv belästigt Konsumenten, die vor einigen Jahren Schmuck, Teppiche oder andere Waren während ihres Türkeiurlaubs eingekauft haben, befinden sich zur Zeit im Visier von Betrügern. In den letzten Wochen haben sich einige Konsumenten in der AK-Konsumentenberatung gemeldet, die von Betrügern zwecks einer angeblichen

mit einer zoll- und finanzrechtlichen Verfolgung zu rechnen hätte. Zudem rechtfertigte er den zu überweisenden Betrag damit, dass die Kontrollbehörden durch eine Änderung des Kaufdatums und der Fälligkeit von Zollgebühren lediglich getäuscht werden sollten und Frau Tagwerker den Betrag schließlich zurücküberwiesen bekommen würde.

„Zollbehörden machen Ansprüche nie telefonisch geltend, sondern jedenfalls per Bescheid. Bei Anrufen sollte niemals eine Überweisung getätigt werden.“ Dr. Karin Hinteregger, Leiterin AK-Konsumentenberatung

Zollfahndung kontaktiert wurden. Eine davon war Bernadette Tagwerker, die gemeinsam mit ihrem Mann vor fünf Jahren einen Teppich während ihres Türkeiurlaubs erstanden hat. Ein Anrufer meldete sich aus der Türkei und war bestens über den damaligen Einkauf informiert. Er behauptete, dass beim ehemaligen Teppichverkäufer die Zollfahndung im Haus stehen würde und Frau Tagwerker nun nochmals rund 4000 Euro per Western Union überweisen müsse. Konsumentin wurde gedroht Bernadette Tagwerker hatte vor fünf Jahren alle Einfuhrbestimmungen beachtet. Nachdem sie daraufhin Rückfragen stellte und sich weigerte, einer fremden Person eine solche Summe zu überweisen, drohte der Anrufer damit, dass sie spätestens nach drei Wochen

Bernadette Tagwerker wurde fünf Jahre nach dem Kauf eines Teppichs in der Türkei von einem Betrüger kontaktiert, der 4000 Euro von ihr verlangte.

Ein „Millionenspiel“ sorgt derzeit für Ärger bei den Konsumenten – das große Geld bleibt auf alle Fälle aus

Ein „Millionenspiel“ hält derzeit die AK-Konsumentenberatung auf Trab. Konsumenten werden dabei via Telefon haufenweise Lügen aufgetischt, damit sie Verträge abschließen oder teure Mehrwertnummern anrufen. Marlies Pal kann von dieser Masche ein Lied singen. Die Konsumentin wurde Ende März von einem Herrn telefonisch kontaktiert, der sich mit „Millionenspiel“ vorstellte. Als Frau Pal kurzerhand erklären wollte, dass sie kein Interesse hätte, teilte ihr der Herr am anderen Ende der Leitung mit, dass bereits ein Vertrag bestehe und dieser für weitere zwölf Monate weiterlaufen würde, wenn Sie diesen nicht bis Mittag kündigt. Auf Rückfrage der Konsumentin, um welchen Vertrag es sich denn dabei handeln sollte, erklärte der Anrufer lediglich, dass er dafür nicht zuständig wäre. Daraufhin erhielt Marlies Pal eine Kundennummer sowie die Mehrwertnummer 0900/560321, bei der sie anrufen müsse. Nebenbei erwähnte der Herr am Telefon, dass die Minute 3,50 Euro kosten würde. Als die Konsumentin sich darüber ärgerte, wie teuer dieser Anruf wäre, erklärte man ihr noch, dass die Angelegenheit in drei bis vier Minuten erledigt sei. Hinhaltetaktik am Telefon Als die Konsumentin bei besagter Mehrwertnummer anrief, wurde sie drei Minuten hingehalten, indem ihr erklärte wurde, man müsse erst die Un-

terlagen suchen. Kurz bevor Frau Pal auflegen wollte, meldete sich dann ein Herr zurück, der der Konsumentin erklärte, dass ihr Fall „speziell“ wäre und ganze drei Verträge auf die Konsumentin laufen würden. Aktuell könnten nur zwei davon aufgelöst werden, aber man könnte unter der Hand „ausma-

Reisende werden seit dem 31. März 2011 zusätzlich mit einer neuen Abgabe – der so genannten Flugabgabe – belastet. Sie gilt für Abflüge von einem österreichischen Flughafen, die nach dem 31. März 2011 durchgeführt werden. Für Buchungen von Pauschalreisen und Flügen, die nachweislich vor dem 1. Jänner 2011 getätigt wurden, ist keine Flugabgabe zu bezahlen. Zwischenlandungen beziehungsweise Transit- und Transferverkehr innerhalb von 24 Stunden bleiben außer Betracht. Demnach ist auch bei einem Flughafenwechsel für einen Weiterflug innerhalb von 24 Stunden nur der tatsächliche Zielflugplatz ausschlaggebend. Konkret beträgt die Flugabgabe für Kurzstrecken acht Euro, für Mittelstrecken 20 Euro und für Langstrecken 35 Euro. Die Staatsgebiete mit den entsprechenden Zielflughäfen der Kurz- und Mittelstrecke sind im Flugabgabegesetz taxativ aufgezählt. Alle dort nicht angeführten Staatsgebiete gelten als Langstrecke.

Lebensmittel haben sich massiv verteuert

Nicht auf Forderung reagieren Konsumenten sollten sich von solchen Anrufen keinesfalls einschüchtern lassen und auch niemals eine Überweisung tätigen. Zollbehörden machen Ansprüche nie telefonisch geltend, sondern jedenfalls per Bescheid. Grundsätzlich sollten beim Wareneinkauf im Ausland immer die jeweiligen Zollbestimmungen bei der Einfuhr beachtet werden.

Vorsicht: Neue Masche bei Gewinnspielen

Neue Flugsteuer ist in Kraft getreten

https://www.bmf.gv.at/steuern/_ start.htm

„Diese Rücküberweisung bleibt natürlich aus. Wenn das Geld einmal per Western Union auf den Weg geschickt wird, sieht es der Konsument nie wieder“, warnt Dr. Karin Hinteregger, Leiterin der AK-Konsumentenberatung.

AK-Konsumentenberatung, Telefon 050/258-3000, konsumentenberatung@ak-vorarlberg.at

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chen“ dass der dritte Vertrag nur drei Monate läuft. Marlies Pal beendete das Gespräch schließlich nach neun Minuten und wandte sich an die AK. Es stellte sich heraus, dass sie längst kein Einzelfall mehr war. Viele Konsumenten berichten von derselben Masche. Wer hinter diesen Anrufen steckt, beziehungsweise ob dadurch tatsächlich Verträge erschwindelt werden konnten, steht bis dato noch nicht fest. Tipps der AK-Konsumentenberatung Die Konsumentenschützer der AK Vorarlberg raten jedenfalls, keine Verträge

telefonisch zu kündigen, an die sich Betroffene nicht erinnern können. Sollte ein Unternehmen den Konsumenten gegenüber einen finanziellen Anspruch haben, wird es sich auf dem schriftlichen Wege melden. Zudem sollten Konsumenten in keinem Fall ihre Kontodaten am Telefon bekanntgeben und keinesfalls teure Mehrwertnummern mit der Vorwahl 0900 anrufen beziehungsweise zurückrufen. Ein neunminütiges Gespräch kostete im Fall von Marlies Pal bereits über 31 Euro!

Produkte des täglichen Bedarfs haben sich seit Jänner 2011 um vier Prozent, seit September 2010 um acht Prozent verteuert. Beispielsweise ist der Preis von Mehl im Zeitraum von September 2010 bis März 2011 um rund 69 Prozent gestiegen. Ein Kilogramm Kartoffeln verteuerte sich um 34 Prozent, Salatgurken um 26 Prozent, Bananen um 23 Prozent. Verbilligt haben sich Kosmetikprodukte wie Zahnpaste (-36 Prozent), Haarshampoo (-14 Prozent) oder Seife (-10 Prozent). Insgesamt kostet ein 44-Euro-Einkaufskorb fast 3,50 Euro mehr als noch vor einem halben Jahr.

Imageprobleme für Finanzdienstleister Unternehmer der Finanzdienstleistungsbranche haben bei Österreichs Konsumenten in den vergangenen Jahren viel von ihrer Glaubwürdigkeit verspielt. Das ist eines der wesentlichsten Resultate des Konsumentenbarometers 2011. Demnach ordnen die Konsumenten vor allem Versicherungen, Anlageund Vermögensberatern, Banken und Kreditvermittlern irreführende Werbung und Informationen sowie unklare Vertragsgestaltung zu. Telefonanbieter und TeleshoppingFirmen wurden in dieser Kategorie ebenfalls genannt. Finanzdienstleistungen wurden mit 59 Prozent auch mit Abstand am häufigsten ins Treffen geführt, wenn es um Erfahrungen mit unseriöser Werbung geht. An zweiter Stelle folgte die Telekommunikationsbranche.

Preisvergleich bei Sommerreifen Wer sich heuer neue Sommerreifen leisten muss, sollte nicht gleich beim ersten Angebot zuschlagen. Die AK-Konsumentenberatung rät, unbedingt die Preise von mehreren Anbietern zu vergleichen.

Kurz gemeldet ...

Keine teuren Mehrwertnummern mit der Vorwahl 0900 zurückrufen. Marlies Pal kostete ein neunminütiges Telefonat über 31 Euro.

q Im Jahr 2009 haben die Österreicher pro Kopf im Schnitt 66,5 Kilogramm Fleisch gegessen. Die Preise vor der Grillsaison steigen wieder an. q Notare fordern in Hinsicht auf das einheitliche europäische Vertragsrecht, dass das hohe Niveau des heimischen Konsumentenschutzes erhalten bleibt.


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Computer-Tipp

WinDirStat Mit dem Programm WinDirStat (Windows Directory Statistics) können Sie Ihre Festplatten Oliver Fink analysieren und mit ganz einfachen Mitteln die größten Speicherfresser darauf finden. Die Software kann zur freien Verwendung von der Seite des Herstellers heruntergeladen und einfach per Doppelklick auf die exe-Datei installiert werden. Bei der Installation sollten Sie nicht vergessen die deutschen Sprachdateien mitinstallieren zu lassen. Beim Start des Programms können Sie die zu überprüfende Festplatte auswählen und nach einer kurzen Initialisierungsphase sehen Sie in der oberen Hälfte von WinDirStat die Baumstruktur der Festplatte und bei jedem Verzeichnis, wie viel Prozent des Speicherplatzes von diesem Ordner auf der jeweiligen Festplatte verbraucht wird. In der unteren Hälfte finden Sie eine grafische Darstellung der größten Dateien auf dem ausgewählten Datenträger. Mit einem Klick auf „Optionen“ und danach auf „Freien Platz anzeigen“ können Sie sich den auf der Festplatte verbleibenden freien Platz mit einem grauen Rechteck anzeigen lassen. Download: http://windirstat. info/wds_current_setup.exe

Zeit am Arbeitsplatz effizient managen Wo fange ich bloß an? Das ist eine Frage, die sich viele Berufstätige im Stress der modernen Arbeitswelt täglich stellen. Die Nutzung eines modernen Zeitmanagements ist in solchen Situationen ein sehr großer Vorteil. In diesem Seminar lernen Sie, Ihre Arbeit effizient zu planen sowie zweckmäßig einzuteilen. Weiters analysieren wir Störfaktoren und leiten aus Ihrer Ist-Situation konkrete Aktionspläne für den Einsatz zeitsparender und rationeller Arbeitstechniken ab. Das Seminar findet unter der Leitung von Michael G. Müller am 13. und 14. Mai 2011 in der AK in Feldkirch statt. Wirtschaft: Sandra Studer, 050/258-4032, sandra.studer@ ak-vorarlberg.at

Diplomarbeiten mit Word 2007 verfassen Projekt-, Abschluss- oder Fachbereichsarbeiten zu schreiben ist eine große Herausforderung. Hier spielt nicht nur der Inhalt eine große Rolle, es kommt auch auf die richtige Verpackung – die optische Gestaltung des Dokumentes – an. In diesem Kurs erfahren Sie, wie Formatierungen und Formatvorlagen erstellt und für Ihre Arbeit eingesetzt werden können. So schreiben Sie ganz entspannt Ihre Arbeit und im Handumdrehen erledigen Sie die Formatierung und Gestaltung Ihrer Textteile. Der Kurs findet am 19. Mai von 19 bis 22 Uhr in der AK in Feldkirch statt.

Die Vorbereitungslehrgänge zur Berufsreifeprüfung sind der Grundstein für eine positive Entwicklung der beruflichen Laufbahn und sorgen für das nötige Know-how.

Berufsreifeprüfung auch für die kleine Geldbörse möglich Schon seit zwölf Jahren besteht im AK-Bildungscenter die Möglichkeit sich auf die Berufsreifeprüfung (BRP) vorzubereiten. Seit Bestehen hat sich das Angebot der AK in diesem Bereich vervierfacht. Ab September 2011 bietet das AK-Bildungscenter in Bregenz und Feldkirch wieder Vorbereitungslehrgänge für die BRP an. Neue Zielgruppen erschließen Für diese Lehrgänge in Bregenz wurde ein in Vorarlberg einmaliges und wegweisendes Modell entwickelt. Die Kurse in den drei Fächern finden nur alle zwei Wochen statt, um so auch neuen Zielgruppen den Weg zur BRP zu öffnen. Die Kurszeiten sind immer Montag bis Donnerstag täglich von jeweils 18 bis 21.30 Uhr in den Räumlichkei-

ten der Handelsakademie Bregenz. Das Modell in Bregenz soll insbesondere auch jenen diese Weiterbildungsform eröffnen, die sonst keine Möglichkeit hätten, nachhaltig an ihrem beruflichen Aufstieg zu arbeiten. Zur engeren Zielgruppe gehören speziell Menschen mit eher unkonventionellen Arbeitszeiten, wie etwa Schichtarbeiter. Rund 250 Teilnehmer befinden sich derzeit in den Lehrgängen zur Vorbereitung auf die Berufsreifprüfung in Feldkirch und Bregenz, 70 davon werden diesen Sommer zur Prüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch antreten. Danach muss noch eine individuelle Fachbereichsprüfung abgelegt werden. Das bedeutet eine Vervierfachung des anfänglichen Angebotes. Gab es 1999 noch zwei Vorbereitungslehr-

Berufsbegleitende Abendkurse Vorbereitungslehrgänge für die BRP in Form von berufsbegleitenden Abendkursen gibt es ab Herbst auch wieder in Feldkirch. Die Unterrichtsabende sind dort wöchentlich Dienstag und Donnerstag von 18 bis 21.30 Uhr.

Damit können Interessenten aus dem ganzen Land das Kursmodell auswählen, welches sich am besten mit Beruf und Privatleben vereinbaren lässt. Mit attraktiven Förderungen – wie beispielsweise dem AK-Bildungsscheck im Wert von 100 Euro oder dem Vorarlberger Bildungszuschuss – eröffnet die AK Vorarlberg auch Interessenten mit kleinerer Geldbörse einen leistbaren Weg zur Berufsreifeprüfung. Auf Grund des sehr großen Interesses für die anstehenden Lehrgänge im Herbst wird eine rasche Anmeldung empfohlen. BRP: Helga Barta, 050/258-4014, helga.barta@ak-vorarlberg.at, Gabriele Schmitzer, 050/258-4034, gabriele.schmitzer@ak-vorarlberg.at und Dr. Franz Valandro, 050/258-4036, franz.valandro@ak-vorarlberg.at

AK-Präsident erkundet beim Arbeitnehmertag in Bezau/Bizau das Druckhaus Gössler und die Bergbahn Bezau

Hämmerle zu Besuch im Bregenzerwald Verschiedene Branchen haben in verschiedenen Regionen die unterschiedlichsten Probleme. Welche, erfährt man nur, wenn man – wie Hubert Hämmerle – direkt vor Ort ist. AK-Präsident Hämmerle und Geschäftsführer Bernhard Gössler mit dem Team der Druckvorstufe des Druckhauses Gössler in Bizau

EDV: Regina Knecht, 050/258-4030, regina.knecht@ak-vorarlberg.at

Haben Sie was zu sagen?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu einem Thema in dieser AKtion: AK Vorarlberg, Kennwort Leserbriefe, Widnau 2-4, 6800 Feldkirch oder leserbrief@ak-vorarlberg.at

gänge, sind es heute schon acht an der Zahl. Was sich ein wenig verändert hat, sind die Zielsetzungen der Teilnehmer. Zu Beginn war der Beweggrund für die Berufsreifeprüfung häufig noch der Wunsch ein weiterführendes Studium zu absolvieren, heute gilt es für die meisten ihre Position im Betrieb zu festigen oder im günstigsten Fall aufzusteigen. Vielfach wird Mitarbeitern vom Personalleiter empfohlen, die BRP zu absolvieren um Aufstiegsmöglichkeiten wahrnehmen zu können.

Fidel Meusburger (rechts hinten), Geschäftsführer der Bergbahn Bezau, und sein Team präsentierten eine der neuesten Seilbahnen im Ländle.

Der AK-Präsident hat in den letzten Jahren schon fast 200 Betriebe besucht und sich so ein breites Bild von der Leistungsfähigkeit der Vorarlberger Arbeitnehmer und deren Betrieben gemacht. Immer wieder stellt er fest, dass sich die Probleme verschiedener Branchen auch über ihre geografische Lage definieren. Unterschiedliche Herausforderungen Eine Druckerei im Bregenzerwald steht vor ganz anderen Herausforderungen wie ein Betrieb derselben Branche im Dornbirn. „Meist haben Firmen in Talschaften extreme Probleme Facharbeiter zu rekrutieren. Für einen Montafoner oder Bregenzerwäl-

der ist es zum Beispiel völlig normal zu pendeln, für Rheintaler ist das aber oft ein unvorstellbarer Gedanke“, geht Hämmerle auf eine konkrete Problemstellung des Arbeitnehmertages ein. Dass es auch anders geht, zeigen Beispiele von internationalen Konzernen, die die Arbeitsmoral der Bevölkerung dazu veranlasst genau in diese Regionen zu investieren und Betriebsstätten anzusiedeln. „Bei der Besichtigung eines Betriebes, der an die Automobilindustrie liefert – übrigens auch im Bregenzerwald –, erklärte mir der Geschäftsführer, dass man die Produktionsstätte hauptsächlich deshalb hier errichtet hat, weil die Arbeitnehmer im Ruf stehen würden zuverlässig zu sein und eine hohe Arbeitsmoral an den Tag zu legen“, bemerkt Hämmerle nicht ohne Stolz die Interessen derart international angesehener Arbeitnehmer vertreten zu dürfen.


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Bildung

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AK-Summerschool findet dieses Jahr schon zum zweiten Mal statt, sie soll Kindern aus Volksschulen den Übertritt in die nächste Schulstufe erleichtern

Summerschool: bereit für den Schulwechsel Der Übertritt von der Volksschule in die neue Mittelschule oder das Gymnasium ist für viele Kinder ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Schullaufbahn. Mit der Summerschool will die AK ihnen diesen erleichtern. Die AKtion hat sich mit Professor Franz Ludescher von der pädagogischen Hochschule (PH) Vorarlberg, er fungiert als pädagogischer Leiter des Projektes, über die Herausforderungen dieser Lernwoche vom 5. bis 9. September 2011 unterhalten. AKtion: Herr Ludescher, was unterscheidet die AK-Summerschool vom herkömmlichen Nachhilfeunterricht? Was die AK-Sommerschule ausmacht, ist die Abwechslung zwischen handelndem, praxisorientiertem und theoretischem Lernen. Herkömmliche Nachhilfe findet meist in Stundeneinheiten statt, dabei bearbeitet man Bücher, Arbeitsblätter, bespricht das Ganze und damit hat es sich aber auch. In der Summerschool haben wir vor, die Themen des Lehrplanes in Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch am Morgen beziehungsweise Vormittag zu besprechen und zu wiederholen und am Nachmittag Einheiten draußen zu machen. Wir besuchen den Wildpark, den Markt, die Schattenburg und setzen die Theorie der verschiedenen Fächer in die Praxis um. Damit wollen wir den Sinn vermitteln, dass Gelerntes im Alltag anwendbar ist. Das ist wesentlich fördernder und fordernder als zu sagen, wir machen jetzt den Stoff von Seite X bis Seite Y durch. Wie groß ist der Übergang beispielsweise zwischen der Volksschule und einer Mittelschule, muss man sich da wirklich speziell darauf vorbereiten? Ich denke, dieser Übergang ist einfach ein einschneidendes Erlebnis. Von der Volksschule sind die Kinder meist an eine einzige Lehrperson gewöhnt, in der neuen Mittelschule oder am Gym-

Vortrag von Reinhard Kahl im Cubus Im Veranstaltungssaal Cubus in Wolfurt findet am 6. Mai 2011 ein Vortrag zum Thema „Wie Schulen gelingen“ mit dem renomierten Referenten Reinhard Kahl statt. Der Hamburger arbeitete schon während seines Studiums bei verschiedenen Rundfunksendern und fand 1975 seine Heimat im Journalismus. Zeitweilig beim NDR festangestellt ist er heute als Reinhard Kahl. freier Journalist tätig und schreibt für Medien wie die Zeit, GEO oder die Süddeusche Zeitung. Kahl erhielt im Laufe seines Werdegangs zahlreiche Auszeichnungen, so auch den Grimme-Preis für die NDR-Serie „Kind sein ist kein Kinderspiel“. Anlass des hochkarätigen Vortrages ist das 10-jährige Bestehen des Vereins „FREIRAUM“ (Verein zur Förderung frei aktiver Pädagogik). Das Jubiläumsfest des Vereines findet am 22. Mai im „Haus für Kinder“ in Wolfurt statt.

nasium kommt plötzlich jede Stunde eine andere Lehrperson, es wird in 50-Minuten-Einheiten unterrichtet und der Stoff wird komplexer, was eine grundlegende Umstellung bedeutet. Mit dem Besuch der Summerschool sind die Kinder auf dem neuesten Stand, hören Wissen aus einer neuen Perspektive und sind sicher besser auf das vorbereitet, was künftig auf sie zukommt. Ist dann eine Woche nicht viel zu wenig, um die Kinder auf den neuen Schultyp vorzubereiten? (lacht) Das ist natürlich immer relativ. Aber es sind acht Stunden täglich an fünf Tagen insgesamt, also vierzig Stunden kompakte und praxisorientierte Wissensvermittlung, da kann einiges gemacht werden. Und es geht im Speziellen ja um Vertiefung und Wiederholung – alles, was die Kinder hören, sollten sie schon gelernt haben. Wir wollen lediglich Wissen auffrischen und aus einer anderen Perspektive erfahrbar machen, dafür ist eine Woche sicher nicht zu kurz. Für wen ist diese Woche im Speziellen konzipiert? Eigentlich für alle, die die vierte Klasse Volksschule abgeschlossen haben und im kommenden Schuljahr die neue Mittelschule oder das Gymnasium besuchen. Es sind auch die erhaltenen Noten nicht maßgebend für den Besuch, es tut auch lernstarken Schülern gut, den Stoff aufzufrischen. Wer unterrichtet in der AK-Sommerschule? Das sind alles sehr engagierte Studentinnen, die bei uns an der PH studieren, die ich selbst ausgesucht habe und die alle jetzt noch ein Jahr Studium vor sich haben, bevor sie fertige Volksschullehrerinnen sind. Wem bringt die Summerschool eigentlich mehr, den Schülern oder den angehenden Lehrerinnen? Ich hoffe natürlich, dass es alle weiter-

bringt. Die Erfahrungen in der Praxis sind für die Lehrerinnen immens wichtig, wobei sie natürlich im Rahmen ihres Studiums ganz normal Praxis an Schulen sammeln müssen. Das ist aber eine völlig andere Form von Unterrichten und unterscheidet sich sehr vom normalen Schulalltag. Ich sehe aber in der Summerschool, das was man heute gerne als win-win-Situation bezeichnet, weil auch die Schüler in außerordentlichem Maß davon profitieren. Sie starten voller Energie und Motivation in eine sehr wichtige Phase ihrer Schullaufbahn. Es unterrichten also PH-Studentinnen, war das eine Projektarbeit oder wer hat das Konzept entworfen? Das Konzept kommt zum größten Teil von den Studentinnen selbst. Ich habe die Rahmenbedingungen vorgegeben, wie beispielsweise die Dauer und Inhalte. Wir haben dann gemeinsam in mehreren Sitzungen besprochen, was alles Sinn macht, wie wir die Inhalte vermitteln wollen, und da kamen sehr viele Ideen von den Studentinnen. Didaktisch und methodisch wird nach neuesten Erkenntnissen der Lernforschung unterrichtet, was kann man sich als Laie darunter vorstellen? Die Studentinnen unserer PH sind pädagogisch natürlich auf dem neuesten Stand und gehen lehrplankonform vor. Wie wird unterrichtet, was wird unterrichtet, wie kann ich auf die verschiedenen Lernstile der Schüler eingehen, wo kann und muss ich sie inhaltlich abholen oder was muss beziehungsweise kann ich bei dieser oder jener Reaktion des Kindes tun. In der Ausschreibung der Summerschool ist beispielsweise von EnglischUnterricht draußen in der Natur die Sprache. Wie geht das? Also wenn das Thema zum Beispiel Stadt ist, dann wird wiederholt was man fremdsprachlich in der Stadt brauchen kann. Nach dem Weg fragen, den Weg erklären, auf dem Gemüsemarkt

Franz Ludescher ist Professor an der pädagogischen Hochschule Vorarlberg und betreut als pädagogischer Leiter das Projekt AK-Summerschool.

wird eingekauft, Gemüse, Früchte und Geldeinheiten werden in Englisch ausgedrückt. Im Wildpark sind es dann Tiere, mit deren englischer Bezeichnung sie Kontakt bekommen oder mit Blumen beziehungsweise Bäumen am Weg dorthin. Alles aber immer ihrem Lernniveau angepasst und sehr spielerisch, es werden also keine Vokabellisten gelernt und abgefragt. Mathematik und Kreativität liegen im Allgemeinen nicht sonderlich nahe beieinander, wie fügt sich das in der Summerschool zusammen? Das eine muss das andere nicht ausschließen, ganz im Gegenteil. Es lässt sich sehr viel Mathematisches praktisch umsetzen, angefangen beim Kochen und Einkaufen. Da gibt es zum Beispiel ein Rezept für vier Person, will ich es aber für zehn Personen kochen, da muss ich schon mal dividieren und multiplizieren. Anhand der Rechnung kann auch ermittelt werden, wie viel das Essen pro Schüler gekostet hat – also Grundrechnungsarten in der Praxis angewandt. Und beim Thema Rezept sind wir bei einem weiteren wichtigen Aspekt der Woche, es wird täglich mit Unterstützung der Studentinnen von den Kindern gekocht. Da

Universität St. Gallen zeichnet vier Vorarlberger Betriebe und Institutionen mit Sonderpreis für Behindertenarbeit aus

ComeToAct-Auszeichnung für das Eltern-Kind-Zentrum Feldkirch Das Eltern-Kind-Zentrum Feldkirch erhielt die ComToAct-Auszeichnung der Universität St. Gallen für Bemühungen rund um die Beschäftigung einer Person mit schwerer Behinderung. Im Rahmen des Symposiums „Arbeitswelten von Menschen mit Behinderung“ wurde IfS-Spagat mit vier beteiligten Betrieben als Gewinner der Kategorie „Sonderpreis“ mit der „COMmitment-TO-ACTion-Auszeichung“ 2010 belohnt. Integrative Arbeitsplätze Neben der Gemeinde Schoppernau, Alfi Getränkehandel Lingenau und der Spielgruppe Rumpelspielchen aus Ludesch durfte sich auch das ElternKind-Zentrum Feldkirch über den Sieg freuen. Ausgezeichnet wurden die Betriebe, weil sie einen integrativen Arbeitsplatz für eine Person mit schwerer

geht es aber nicht nur ums Abwiegen und Zusammenzählen, es soll auch eine soziale Komponente vermittelt werden. Es geht um Gemeinsamkeit, darum, Schwächere zu unterstützen und damit die Gruppe und den Einzelnen zu stärken. Wie können Eltern ihre Kinder abgesehen von der AK-Sommerschule unterstützen? Das Wichtigste ist sicher, den Kindern begreiflich zu machen, dass das, was sie in der Schule lernen, von Nutzen ist. Sie sollten am Schulleben teilnehmen, nachfragen, was gelernt wurde. Das ist für einen bildungsnahen Elternteil natürlich leichter als für jemanden aus einer eher bildungsfernen Schicht, aber mit den Kindern über Gelerntes zu reflektieren kann eigentlich jeder. Sich erzählen lassen, über Erlebtes reden, sich mit Erfolgen und Misserfolgen befassen, Interesse zeigen für das, was rund um uns geschieht. Und extrem wichtig ist es auch, dem Kind zu zeigen, dass Wertschätzung nicht von guten Noten abhängt. Infos und Anmeldung: Gabriela Pietsch-Veit, 050/258-1426, gabriela.pietsch-veit@ak-vorarlberg.at

Buchtipp

Der Wegweiser zur digitalen Mündigkeit im Internet Warum findet Facebook jeden meiner Bekannten? Auf welche Datenspuren hat der Staat Zugriff? Und was kann man aus ihnen herauslesen? Die Experten für Informationssicherheit, Constanze Kurz und Frank Rieger, weisen den Weg zu einer neuen digitalen Mündigkeit. Sachkundig und verständlich erklären sie, was sich hinter den Benutzeroberflächen tatsächlich verbirgt. Aus dem Strom scheinbar harmloser Daten, die wir tagtäglich im Netz hinterlassen, werden geldwerte Informationen geschöpft, deren Ausmaß und Gehalt wir uns gar nicht vorstellen können. Ob der Staat oder Google, alle bedienen sich am Datensatz Mensch. Die Datenfresser

Mit Unterstützung der IfS-Einrichtung „Spagat“ schaffte Anna-Livia Müller (Bildmitte) trotz Behinderung den Sprung ins Berufsleben im Eltern-Kind-Zentrum Feldkirch.

Behinderung anbieten. Begleitet werden die Ländlebetriebe und -institutionen von der IfS-Einrichtung „Spagat“, einem Modell zur beruflichen Integ-

ration behinderter Menschen, die die Eingliederung der Teilnehmer begleitet. Vorrangiges Ziel ist die Vermittlung in den regulären Arbeitsmarkt.

Fischer Verlag Frankfurt, 271 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-10048518-2, 16,95 Euro


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Magazin

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Fledermäuse fühlen sich in Wien wohl Von der Mopsfledermaus über das Große Mausohr bis hin zum Kleinen Abendsegler und ganz neu die Nymphenfledermaus: In der Millionenstadt Wien leben 20 der 28 in Österreich vorkommenden Fledermausarten.

Österreichische Ärzte sind Burnout belastet Mehr als die Hälfte der Ärzte sind aktuell Burnout belastet. Deutliche bis schwere Symptome haben rund 30 Prozent, wie eine Studie unter mehr als 6000 Ärzten belegt. Besonders belastet sind Mediziner unter 47 Jahren sowie jüngere Frauen.

Zuwanderer haben es in Österreich schwer In vielen anderen europäischen Ländern haben es Zuwanderer einfacher als in Österreich. Es fehlen vor allem die notewendigen politischen Rahmenbedingungen und auch der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für Fremde schwierig. Insgesamt wurden in einer Studie 148 Indikatoren in den 27 EU-Staaten, in Norwegen, der Schweiz, den USA und Kanada untersucht. Die zuwanderungsfreundlichsten Länder sind demzufolge Schweden (83 Punkte) vor Portugal (79) und Kanada (72). Österreich erreicht hinter der Schweiz lediglich 42 Punkte und liegt deutlich unter dem EU-Schnitt von 52 Punkten.

Messestand der AK wurde von tausenden Besuchern gestürmt

Sicherheits-Tipp

Mülleimer schluckte massig Gewinnspiele Gewinnspielbenachrichtigungen und Einladungen zu Werbefahrten, die in Massen in den Briefkästen der Vorarlberger Konsumenten landen, wurden vier Messetage lang in großen Mengen im Mülleimer entsorgt. Der AK-Stand auf der Dornbirner Frühjahrsmesse wurde von den Besuchern regelrecht gestürmt. Anziehungspunkt stellten zwei schlichte Mülleimer dar, in denen Gewinnspielbenachrichtigungen, dubiose Lotteriespiele, fragwürdige Rätselaufgaben und natürlich Massen an WerbefahrtEinladungen Platz fanden. Die Besucher mussten die mitgebrachten oder vorbereiteten Gewinnbenachrichtigungen zerknüllen und mit etwas Geschick aus zirka drei Metern in den Papierkorb treffen. Als Dank erhielten die treffsicheren Konsumenten neben USB-Sticks mit 4 GB Speicherplatz auch praktische Schlüsselanhänger mit Einkaufswagenchip ausgehändigt. „Wir hoffen, dass dieser symbolische Akt auch in Zukunft Wirkung

zeigt und die Konsumenten sich nicht mehr auf dubiose Gewinnspiele einlassen“, so AK-Präsident Hubert Hämmerle. Im AK-Kultur-Café sorgten Markus Linder, Gail Anderson und Kurt

Wackernell für beste Stimmung und Musik vom Feinsten. Unter dem Motto „Virginia meets Vorarlberg“ entführten die Künstler mit tollem Blues viermal täglich in die Straßen von New Orleans.

Bernhard Heinzle (GPA-djp), Werner Gohm (AK-Vizepräs.), Hubert Hämmerle (AKPräs.), Edgar Mayer (Bundesrat) und Egide Bischofberger (AK-Vizepräs.) am AK-Stand

Kurz gemeldet ... q 72 Prozent der 13- bis 16-Jährigen und 27 Prozent der Neun- bis Zwölfjährigen haben ein öffentliches Profil auf sozialen Netzwerken. q 24 Gramm Alkohol pro Tag für Männer (= 1,5 Flaschen Bier) und zwölf Gramm für Frauen (= kleines Glas Weißwein) stellen den Grenzwert dar, damit das Krebsrisiko nicht erhöht wird.

In der Nanotechnologie kommen sehr kleine Teilchen zum Einsatz, deren Dr. Alfons Vith Durchmesser im Nanobereich liegt. 05574/78601 Der Begriff „Nano“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Zwerg. Ein Nanometer ist ein Milliardstel eines Meters. Es handelt sich dabei um eine noch junge Technologie, die beispielsweise bei Farbpigmenten, Kunststoffen, in der Halbleiter­ elektronik oder in medizinischen Kontrastmitteln verwendet wird. Da Schmutzpartikel auf den winzigen Teilchen nicht anhaften, werden Nanoteilchen als Oberflächenbeschichtungen aufgebracht.

Markus Linder, Gail Anderson und Kurt Wackernell entführten die Besucher des AK-Kultur-Cafés mit feinstem Blues in die Straßen von New Orleans.

Ehe hat für Europäer hohen Stellenwert Die Ehe bleibt für Österreicher und Europäer ein sicherer Hafen. In keine andere Institution ist das Vertrauen so hoch wie in die staatlich besiegelte Partnerschaft zweier Menschen. Hohes Vertrauen genießen daneben auch Umweltschutzorganisationen.

Gefahrenquelle Nanotechnik?

Großer Andrang herrschte am Messestand der AK Vorarlberg.

Die Nanotechnologie wird auch bei Oberflächenbeschichtung eingesetzt.

Nanoteilchen bzw. Nanotubes (winzige Röhrchen) werden erst seit relativ kurzer Zeit eingesetzt, somit gibt es noch zuwenig Erfahrungen über mögliche gesundheitliche Schädigungen. Nanoteilchen sind so klein, dass sie bis in die Zellen bzw. Zellkerne des Körpers eindringen können. Neuere Forschungsergebnisse geben zur Befürchtung Anlass, dass dadurch Schädigungen des Genmaterials und eine krebserzeugende Wirkung nicht ausgeschlossen werden können (nach derzeitigem Wissensstand). Deshalb stellt die Verarbeitung von freien Nanoteilchen eine große Herausforderung für die Risikobewertung und das Risikomanagement in Betrieben dar. Es sind bestmögliche Schutzmaßnahmen vorzusehen, wie der Umgang mit Nanoteilchen in einem eigenen abgetrennten Bereich, das Absaugen an der Entstehungsstelle sowie das Tragen einer Schutzmaske mit höchster Schutzstufe. Die Arbeitsinspektion ist auf der Preventa in Dornbirn vom 18. bis 20. Mai 2011 in Halle 12, Stand 6 vertreten. Schwerpunkt: „Belastungen am Arbeitsplatz“

Treffsicherheit war am AK-Stand gefragt.

Haben Sie etwas zu sagen?

Ihre Meinung Der AK Vorarlberg ist Ihre Meinung wichtig! In der AKtion werden aktuelle Themen aus den Bereichen Arbeit, Bildung und Konsumentenschutz behandelt. Schreiben Sie uns zu einem dieser Themen einen Leserbrief und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Sony eBook-Reader. Eine lebendige Zeitung für alle Arbeitnehmer in Vorarl­berg lebt vom Dialog. Ihre Meinung ist uns viel wert. Deshalb steht die Seite 2 mit der Rubrik „Leserforum“ ganz im Zeichen Ihrer Anregungen. Einige Themen aus dieser Ausgabe, zu denen uns Ihre Meinung interessiert: zur Forderung

eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements für Langzeitarbeitslose (Seite 3), zu außergewöhnlichen Lehrberufen (Seite 4), zur ersten FamilienInfo-Messe (Seiten 6 und 7), zur Kostenfalle Handy (Seite 8), zu den immer dreisteren Abzocketricks von Betrügern (Seite 9), zur Berufsreifeprüfung (Seite 10) oder zur Neuauflage der AK-Summerschool (Seite 11). Also: Schreiben Sie uns eine E-Mail an leserbrief@ak-vorarl­berg.at oder verwenden Sie den Kupon rechts (das Porto übernehmen wir) und gewinnen Sie einen Sony eBook-Reader!

Meine Meinung zum Thema

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Vorarlberger Monatszeitung für Arbeit und Konsumentenschutz

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