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Ausgabe 2/20i8 Vereinsjournal aktion tier –menschen für tiere e.V.

aktion tier in Gew nspie

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„Wildes Deutschland“

Gefährliche Umweltverschmutzung

Mikroplastik in den Meeren aktion tier Tierschutzunterricht

Tierschutz kennt keine Ferien

aktion tier-Kampagne

Mein tierfreundlicher

Garten


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redaktion Alexandra Pfitzmann (geb. Diezemann) Redaktion mensch und tier Für aktion tier – menschen für tiere e.V. Sächsische Straße 72 10707 Berlin Tel.: + 49 30 24535181 Mobil: +49 172 3110212 journal@aktiontier.org www.aktiontier.org gestaltung P. Bolz druck

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beiträge

Stefanie Bacher, Ursula Bauer, Sandy Both, Dr. Florian Brandes, Marion Gonzalez, Dr. Tina Hölscher, Kathrin Lange, Myriam Laser, Tanya Lenn, Dr. Evelyne Menges, Jan Peifer, Alexandra Pfitzmann, Ingeborg Polaschek, Simone Schweiger, Beiträge der Projektpartner

fotos:

aktion tier/Ursula Bauer, aktion tier/Dr. Tina Hölscher, aktion tier/Wildtierstation Sachsenhagen, aktion tier Seefeld, aktion tier/Sieme, aktion tier Zossen, aktion tier Zossen/Myriam Laser/Michaela Gebhardt, Ursula Bauer, Bolz, Dr. Florian Brandes, CC0 Nadia Dietz, Christian Verlag/Hansi Heckmair, Deutsches Tierschutzbüro, Fotolia.com, A. Hartl, Dr. Tina Hölscher, ipo Bildagentur, Daniel Keller, Daniel Kühler, Tanya Lenn, Jan Peifer, Ingeborg Polaschek, Alexandra Pfitzmann, sabo, Universum, Veganz, Bilder der Projektpartner, Titel: © nounours1/Fotolia.com

Ausgabe 2/2018; Gesamtauflage 200 000 nächster Redaktionsschluss: 2. Juli 2018 Die nächste Ausgabe von „mensch und tier“ erscheint am: 28. September 2018 „mensch und tier“ ist das Mitgliederjournal des Vereins aktion tier – menschen für tiere e.V. und wird den Mitgliedern und den Projektpartnern von aktion tier kostenlos zugestellt. Alle Beiträge/Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit ausdrück­licher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Beiträge übernehmen Herausgeber und Redaktion keine Gewähr. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen und/oder zu überarbeiten. Texte und Bilder werden gegebenenfalls auf der Website von aktion tier veröffentlicht. Redaktionelle Fremdbeiträge oder Leserbriefe entsprechen nicht immer der persönlichen Meinung der Redaktion, werden jedoch mit Rücksicht auf die freie Meinungsäußerung einbezogen. Für den Inhalt von Anzeigen ist die Redaktion nicht verantwortlich.

© moventis GmbH


editorial Liebe Tierfreunde, Mitglieder und Projektpartner,

© Ursula Bauer

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der Sommer ist in vollem Gange, und was gibt es da Schöneres, als sich in der Natur aufzuhalten? Die Bäume sind grün, die Blumen blühen, und die Bienen und Hummeln summen vor sich hin. Oder doch nicht? Fakt ist, dass es in den deutschen Gärten immer mehr exotische Gewächse gibt mit denen unsere heimischen Tiere nicht viel anfangen können. Hübsch sind sie zwar, die fremdländischen Rhododendren oder der exotisch anmutende Bambus – nützen den Tieren, die auf Nektar und Pollen angewiesen sind, aber nichts. Mit der neuen aktion tier Kampagne „Mein tierfreundlicher Garten“ möchten wir alle Gartenbesitzer und auch Balkonliebhaber animieren, ihre Gärten, Kübel und Kästen in eine Oase für Wildtiere zu verwandeln. Unsere Kampagne startete am 22. Mai an bundesweit verteilten Orten. Die Aufklärungsteams waren unter anderem ausgerüstet mit der für die Kampagne umfangreich erstellten Broschüre, die auch Tipps für Nisthilfen gibt und mögliche Gefahrenquellen für Tiere aufzeigt. Diese Broschüre können Sie online unter www.aktiontier.org einsehen oder bei uns in der Berliner Geschäftsstelle anfordern. Lesen Sie unseren ausführlichen Artikel zum Thema ab Seite 28.

Marienkäfer und ihre Larven sind nützliche Blattlaus-Fresser.

„Tierschutz geht uns alle an“, so ist unser Motto. Daher hat aktion tier in den vergangenen Jahren an vielen Schulen bundesweit Tierschutzzimmer eingerichtet. Schließlich ist es wichtig, die junge Generation für die Thematik zu sensibilisieren, damit sie der Natur- und Tierwelt respektvoll begegnet. Das Interesse ist riesig, und es geht dabei nicht immer nur um süße Hunde und Katzen, sondern auch um „ernstere“ Themen. Unsere Tierschutzpädagogin Simone Schweiger, die in Berlin und Brandenburg im Einsatz ist, stellt dies bei ihren Unterrichtseinheiten in den verschiedenen Einrichtungen immer wieder fest. Sie hat in einem Bericht einmal zusammengefasst mit welchen Fragen sie an Schulen seitens der Kinder konfrontiert wird. Mehr hierzu lesen Sie auf den Seiten 54-57. Kinder und Tiere passen gut zusammen. Das dachte sich auch eine Lehrerin der Evangelischen Oberschule Großrückerswalde in Sachsen, die kurzerhand mit ihrer ganzen Klasse und der Schuldirektorin ins aktion tier Tierheim nach Teneriffa in Spanien geflogen ist, um den Schülern zu zeigen, was es mit der Arbeit in einem Tierheim so auf sich hat. Die Besonderheit im Ausland ist dabei, dass man bei einer möglichen Vermittlung der Tiere vor zusätzlichen Herausforderungen steht. Das Tierheim auf Teneriffa wird sehr häufig von Schulklassen besucht, hierbei in erster Linie aus Schulen auf der Insel. Auch hierbei gilt es, den Kindern aufzuzeigen, dass Tierhaltung mit viel Verantwortung einhergeht. Erfahren Sie mehr ab Seite 20. Sie haben in den Medien sicherlich schon viele Berichte zum Thema Mikroplastik im Meer gelesen oder gehört. Ganze Plastikstrudel wurden in den Ozeanen gesichtet, und viele Meeresbewohner verschlucken die kleinen Plastikteile bei ihrer Nahrungssuche. Jetzt denken Sie vielleicht, dass Sie dagegen nichts unternehmen können? Können Sie doch! Achten Sie zum Beispiel beim Einkauf von Kosmetika darauf, was alles in der Produktbeschreibung steht. Es gibt mittlerweile eine hilfreiche APP fürs Mobiltelefon, und auch online kann man sich über die gefährlichen Inhaltsstoffe informieren, die über den Abfluss in der Dusche zum Beispiel ins Abwasser und dann letztlich ins Meer gelangen. Schauen Sie mal in unseren Bericht rein ab Seite 43. Mit einem vielleicht „leidigen“ Thema starten wir diese Ausgabe: Datenschutzverordnung. Wir erläutern Ihnen gerne, was Sie als Mitglieder betrifft, damit Sie informiert sind. Natürlich können Sie uns hierzu auch jederzeit anrufen oder uns schreiben, sollte etwas unklar sein. Wir sind für Sie da! Und wenn Sie noch eine kleine Sommerlektüre suchen – wir stellen für unsere Leseratten das Buch „Mein Schmetterlingsjahr“ von Peter Henning vor, der seit mehr als 50 Jahren sich mit den wunderschönen, bunten Insekten beschäftigt. Da bekommt man richtig Lust auf die Natur! Genießen Sie die Sonne, das satte Grün, und erfreuen Sie sich an der Vielfalt, die unsere Umwelt zu bieten hat! Ihre Redaktion mensch und tier aktion tier – menschen für tiere e.V.

Mitgliederjournal

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Machen Sie

mit

Inhalt

aktuelles + + + NEWS + + + Die neue Datenschutzverordnung . . . . . 6-7 aktion tier Zossen, Brandenburg Frühjahrsputz im Tierheim . . . . . . . . . . . . 8-9 aktion tier Rettungsaktion Schwan umgesiedelt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 aktion tier Kampagnenergebnis Animal Hoarding Unterschriftenliste überreicht . . . . . . . . . . . 10 Eichhörnchenseil in Berlin kontrolliert . . . . 11

© Studio Hamburg Enterprises

innspiel beim Gew

Der Film „Wildes Deutschland 5“ lädt Groß und Klein zum Staunen und Schmunzeln ein. In fünf Episoden stehen die Tiere und Pflanzen rund um den Chiemsee, die Havel, dem Spessart und dem Steigerwald sowie die Rhön und die Müritz vor der Kamera. Machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel, und gewinnen Sie eine von drei DVDs!

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aktion tier Gewinnspiel Wildes Deutschland . . . . . . . . . . . . 12-13 Unsere Gewinner! Die Reise der Pinguine 2 Unsere Erde 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

projekte

aktion tier Eichhörnchenhilfe Brandenburg Ein kleiner Einblick in unsere Tätigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . 14-15 aktion tier Seefeld, Mecklenburg-Vorpommern Schülerbesuch aus Rehna . . . . . . . . . . 16-17 aktion tier Zossen, Brandenburg Nuri – zurückgelassen im Wald . . . . . 18-19

In die aktion tier Eichhörnchenhilfe Berlin Brandenburg kommen nicht nur junge verwaiste Hörnchen, sondern auch ausgewachsene Tiere, die bei Autounfällen und aus anderen Gründen verletzt oder geschwächt und krank gefunden wurden. Dank der großen Erfahrung können die meisten gesund gepflegt und wieder in die Freiheit entlassen werden.

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aktion tier Tierheim Acción del Sol, Teneriffa, Spanien Hunde & Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 aktion tier Tierheim Acción del Sol, Teneriffa, Spanien Besuch aus München . . . . . . . . . . . . . . . . 21 aktion tier Tierheim Acción del Sol, Teneriffa, Spanien Schülerpraktikum im Tierheim „Accion del Sol“ . . . . . . . . . . . . . . . 22-23 aktion tier Roggendorf, Mecklenburg-Vorpommern Glück auf vier Pfoten . . . . . . . . . . . . . . 23-25 aktion tier Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Niedersachsen Von Seeadler, Mäusebussard und neuer Sprunggrube . . . . . . . . . . . . . . . . . 26-27

wir klären auf

aktion tier-Kampagne Mein tierfreundlicher Garten . . . . . . . . 28-37 Unter die Lupe genommen … Im Trend: Vegan. . . . . . . . . . . . . . 38-40 Wieder eine Tierseuche Kommt die Schweinepest? . . . . . . . . 40-41

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aktuelles

• Ausgabe 2/2018

Ein Garten, noch dazu direkt am Haus, ist für die meis­ ten Menschen etwas Wunderbares. Ein kleines Paradies, das nach den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen gestaltet und bepflanzt werden kann. Was dabei herauskommt, ist leider oft enttäuschend. Insekten, Vögel, Eichhörnchen und Igel brauchen einen vielfältigen, möglichst naturnahen Lebensraum, der ihren Bedürfnissen gerecht wird. aktion tier hat daher am 22. Mai die Kampagne „Mein tierfreundlicher Garten“ gestartet. Mit unseren Tipps möchten wir Sie dabei unterstützen, Ihr privates Grün in eine Oase für Wildtiere zu verwandeln.

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© Richard Carey - Fotolia.com

wir klären auf

Plastik ist heute kaum noch aus dem Alltag wegzudenken. Die Industrie profitiert von der Vielseitigkeit der synthetisch, also künstlich hergestellten Stoffe – und die Natur leidet darunter. Bilder von müllbedeckten Strandabschnitten oder Meeresbewohnern, die sich an Plastikmüll klammern sind längst zum Inbegriff der Umweltverschmutzung geworden. Vor allem die Mikroplastik macht dem Öko­ system Meer zu schaffen.

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Keine Abschaffung der Massentierhaltung in Brandenburg Kein Erfolg trotz Volksbegehren. . . . . 42-43 Gefährliche Umweltverschmutzung Mikroplastik in den Meeren. . . . . . . . 43-45

report aktion tier Berlin Die Spechtschmiede . . . . . . . . . . . . . . 46-47 aktion tier informiert Die Bachstelze . . . . . . . . . . . . . . . . . 48-49 aktion tier Haustiertipps Das 1 x 1 der Kaninchenpflege . . . . . . 50-51

© Daniel Kühler

junior Eine Schmiede ist in der Tierkunde eine natürliche Stelle wie beispielswiese ein Stein oder eine extra zurechtgemachte Örtlichkeit wie etwa ein Spalt in einem Baumstamm, an der Vögel Nahrung einklemmen, die nicht ohne weiteres gefressen werden kann und daher erst bearbeitet werden muss. Wir haben das Thema „Spechtschmiede“ unter die Lupe genommen.

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Der von aktion tier in Berlin und Umgebung angebotene Tierschutzunterricht findet auch in den Schulferien statt. Neben Schulen und KiTas besuchte die aktion tier Pädagogin Simone Schweiger in den Ferien auch besondere Einrichtungen, wie zum Beispiel die Lebenswelt gGmbH, eine interkulturelle Jugendhilfe in Berlin.

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Comic – Max und Lolo in: Der tierfreundliche Garten . . . . . . . . . . . . 52 Rätselspaß & Kids-Infoseite . . . . . . . . . . 53 aktion tier Tierschutzunterricht Tierschutz kennt keine Ferien . . . . . . . . 54-57

rat & tat Verbraucherschutztipps Die Ferkelfabrik . . . . . . . . . . . . . . . . 58-59 Aus der Tiermedizin Giardien – die unbekannten Wesen . . . 60-61

unsere partner Tierheim „Ein Herz für Tiere“, Beuern, Hessen Welpenalarm! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62-63 Katzenhilfe Rheine e.V., NRW Leon – Glück gehabt! . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Wildvogelstation Kirchwald, Rheinland-Pfalz Mäusebussarde in Not – wir helfen! . . . 64-65 Tierhuus Insel Föhr, Schleswig Holstein Viele Robbenpatienten in 2017 . . . . . . . . 65

service Pressespiegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66-67 aktion tier Shop Geschenke für den Tierschutz . . . . . . . . . 68 Für unsere Leseratten Mein Schmetterlingsjahr . . . . . . . . . . . . . 69 aktion tier macht Appetit! Kulinarisch-vegetarisch . . . . . . . . . . . . . 70-72 Patentiere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73-77 Vermittlungstiere . . . . . . . . . . . . . . . . 78-92 Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93-98

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+ + NEWS + + + NEWS + + + NEWS + Datenschutz bei aktion tier – menschen und tiere e. V. Am 25. Mai 2018 ist die Europäische DatenschutzGrundverordnung und das entsprechende Bundesdatenschutzgesetz in Kraft getreten. Mit diesen gesetzlichen Neuerungen sollen sog. personenbezogene Daten besser und stärker geschützt werden. aktion tier – menschen für tiere e. V. kommt diesen Anforderungen sehr gerne nach. Denn schon in der Vergangenheit ist unser Verein mit äußerster Sorgfalt und Sensibilität mit den Daten unserer Mitglieder umgegangen. Nachfolgend möchten wir Sie über die Datenverarbeitung in unserem Verein informieren. Sollten Sie Fragen dazu haben, beantworten wir sie Ihnen gerne. Information für Interessenten und Mitglieder über die Datenverarbeitung gem. Art. 13, 21 Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) Inhalt 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8 9. 10. 11.

Verantwortlicher im Sinne der DS-GVO Datenschutzbeauftragter Zwecke der Verarbeitung, Kategorien Ihrer Daten und Rechtsgrundlage Empfänger oder Kategorien von Empfänger Ihrer Daten Drittland Dauer der Speicherung Ihrer Daten Ihre Datenschutzrechte uns gegenüber Beschwerderecht gegenüber Aufsichtsbehörde Erforderlichkeit der Bereitstellung Ihrer personenbezogenen Daten Keine automatisierte Entscheidungsfindung einschl. Profiling Information über Ihr Widerspruchsrecht Art. 21 DS-GVO

1. Verantwortlicher im Sinne der DS-GVO

Wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft in unserem Verein interessieren oder bereits Mitglied sind, ist für Sie die Geschäftsstelle unseres Vereins zuständig: aktion tier – menschen für tiere e. V. Jüdenstr. 6 13597 Berlin Tel. +49 30 30 111 62-0 Fax: +49 30 30111 62-20 E-Mail: datenschutz@aktiontier.org

2. Datenschutzbeauftragter ist:

Alexander Damrow, c/o team@work Systemhaus GmbH, Tel.: 030/29039822

3. Zwecke der Verarbeitung, Kategorien Ihrer Daten und Rechtsgrundlage

Personenbezogene Daten haben wir von Ihnen aufgrund Ihres konkreten Interesses an unserem Verein aktion tier – menschen für tiere e. V. erhalten. Diese Daten werden für die Verfolgung der

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aktuelles

• Ausgabe 2/2018

Vereinsziele sowie für die Betreuung und Verwaltung der Vereinsmitglieder (= vertraglicher Beziehungen) oder Ihres Interesses an unserem Verein (= vorvertragliche Beziehung) im Sinne von Art. 4 Ziff. 2 DS-GVO von unseren Auftragsverarbeitern (= Art. 3 Ziff. 8 DS-GVO) verarbeitet. Dabei werden die von Ihnen gem. § 3 Abs. 2 unserer Satzung angegebenen Daten verarbeitet, wie • Ihr Vorname und Nachname, • Geburtsdatum, • Etwaige Mitgliedsnummer, • Adresse (= Stammdaten) sowie • Telefonnummer, FAX, • E-Mail-Adresse (= Kontaktdaten) • und Ihre Bankdaten, soweit Sie sie uns auch freiwillig angegeben haben. Die Stammdaten sind für die Verfolgung unserer Vereinsziele und für die Durchführung der Mitgliedschaft sowie für Ihre Wahrnehmung Ihrer Mitgliedschaftsrechte, wie die Einladung zur Mitgliederversammlung, zwingend erforderlich. Rechtsgrundlage hierfür ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DS-GVO sowie unsere Vereinssatzung. Alle personenbezogenen Daten, die Sie uns im Rahmen Ihres Interesses an unseren Verein geben, werden von Ihnen freiwillig erteilt (Art. 6 Abs. 1 lit. a DS-GVO). Diese Einwilligung kann schriftlich, elektronisch, mündlich oder konkludent erfolgen. Diese Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen (§ 51 Abs. 3 Satz 3 BDSG). Sie erhalten von uns unsere Mitgliederzeitschrift Mensch und Tier als Drucksache oder, wenn von Ihnen gewünscht, als onlineAusgabe per E-Mail. Diese Zeitschrift ist unsere offizielle Vereinspublikation und enthält Mitteilungen und Informationen an unsere Mitglieder, wie die Einladung zur Mitgliederversammlung, Satzungsänderungen sowie regelmäßige Information über unsere Kampagnen und weitere Tierschutzthemen. Darin informieren wir Sie viermal im Jahr über unsere Vereinsaktivitäten. Es handelt sich dabei um keine Werbung. Die in Unterschriftenlisten oder bei Abgabe einer Stimme zu einer Online-Petition eingetragenen personenbezogenen Daten und Unterschriften erfolgen aufgrund Ihrer Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DS-GVO. Diese Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen (§ 51 Abs. 3 Satz 3 BDSG). Diese Daten werden von uns nach Erreichen einer vorgegebenen Stimmenanzahl an Politiker/Institutionen/Verantwortliche der Anzahl nach bekanntgegeben. Der Empfänger der Unterschriftenliste erhält keine personenbezogenen Daten von Ihnen. Nach Übergabe der Unterschriftenliste oder bei Abbruch der Unterschriftenaktion werden Ihre Daten selbstverständlich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften von uns gelöscht bzw. vernichtet. Eine Verarbeitung Ihrer Daten außerhalb Ihres berechtigten Interesses der Vereinsmitgliedschaft findet nicht statt.

4. Empfänger oder Kategorien von Empfänger Ihrer Daten

Ihre Daten erhalten diejenigen internen Stellen unseres Vereins, die diese zur Erfüllung unserer vertraglichen und gesetzlichen Pflichten oder im Rahmen der Umsetzung unseres berechtigten Interesses benötigen. Eine Weitergabe an externe Stellen erfolgt ausschließlich an die von uns ausgewählten auftragsverarbeitenden Firmen i.S.v. Art. 3 Ziff. 8 DS-GVO soweit wir Dritte benötigen, um unsere berechtigten Interessen wahrzunehmen (z. B. Behörden, Steuerberater oder Rechtsanwälte). Soweit wir Dienstleister im Rahmen einer Auftragsverarbeitung oder Dritte beauftragen, unterliegen Ihre Daten dort den gleichen Sicherheitsstandards wie bei uns.


+ + + NEWS + + + NEWS + + Gem. § 4 unserer Satzung haben Sie bestimmte Wertrechte. Soweit Sie diese in Anspruch nehmen, geben wir Ihre Stammdaten und Kontaktdaten zur unentgeltlichen Beratung weiter an unseren Vereinstierarzt zu Fragen der Tierhaltung und der tiermedizinischen Betreuung (§ 4 lit. a Satzung), an unsere Fachberatungsstelle für Tierschutz und Tierhaltung (§ 4 lit. b Satzung) sowie an unsere Vereinsanwälte in Tierschutzfragen, Fragen der Tierhalterhaftung sowie in allen rechtlichen Problemen der Tierhaltung (§ 4 lit. c Satzung). Gem. § 4 lit. d Satzung haben wir für Sie eine unentgeltliche Haftpflichtversicherung für die persönliche und gesetzliche Haftung als Tierhüter und -halter aus dem vorübergehenden Besitz von Fundtieren bei der ERGOVersicherung abgeschlossen. Hierbei melden wir jedoch nur die Anzahl unserer Mitglieder. Eine Weitergabe Ihrer Stamm- und Kontaktdaten erfolgt erst im Versicherungsfall, den Sie uns bekannt geben müssen. Für den Einzug Ihrer Mitgliedsbeiträge oder anderer Forderungen werden wir, vorausgesetzt Sie haben dem Lastschrifteinzug schriftlich zugestimmt, entsprechend den Anforderungen von SEPA Ihren Namen und Ihre Bankverbindung an unsere Bank übermitteln. Hierbei handelt es sich um freiwillige Angaben, die Sie jederzeit widerrufen können. Wir werden Ihre Daten darüber hinaus nicht an Dritte weitergeben. Wir machen keine Direktwerbung. In den übrigen Fällen dürfen die Empfänger die Daten nur für die Zwecke nutzen, für die sie Ihnen übermittelt wurden.

5. Drittland

Eine Datenübermittlung an Stellen in Staaten außerhalb der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums erfolgt nicht.

6. Dauer der Speicherung Ihrer Daten

Ihre Daten speichern wir im Rahmen der Dauer Ihres Mitgliedschaftsverhältnisses sowie auch im Rahmen Ihres Interesses an unserem Verein. Aufgrund verschiedener gesetzlicher Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten sind wir gehalten, auch über das Ende unseres Vertragsverhältnisses hinaus, bis zu zehn Jahre, Ihre Daten zu dokumentieren. Sind Ihre Daten für die Erfüllung von Pflichten und Rechte nicht mehr erforderlich, werden diese gelöscht.

7. Ihre Datenschutzrechte uns gegenüber

Die DS-GVO gewährt Ihnen eine Reihe von Datenschutzrechte, über die wir Sie informieren wollen: Sie können uns gegenüber Ihre Datenschutzrechte gem. Art. 13 Abs. 2 lit. b i. V. m. Art. 15-21 DS-GVO geltend machen: • Sie haben das Recht, von uns Auskunft über Ihre bei uns gespeicherten Daten gem. Art. 15 DS-GVO (ggf. mit Einschränkungen nach § 34 BDSG) zu erhalten. • Auf Ihren Antrag hin werden wir die über Sie gespeicherten Daten nach Art. 16 DS-GVO berichtigen, wenn diese unzutreffend oder fehlerhaft geworden sind. • Ihre Daten werden wir nach Ihrer Aufforderung gem. Art. 17 DS-GVO löschen, sofern andere gesetzliche Regelungen (z. B. gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder die Einschränkungen nach § 35 BDSG) oder ein überwiegendes Interesse unsererseits (z. B. zur Verteidigung unserer Rechte und Ansprüche) dem nicht entgegenstehen. • Sollten die Voraussetzungen des Art. 18 DS-GVO vorliegen, können Sie von uns verlangen, die Verarbeitung Ihrer Daten einzuschränken. • Gegen die Verarbeitung Ihrer Daten können Sie grundsätzlich Widerspruch gem. Art. 21 DS-GVO einlegen. Hierüber informieren wir Sie ausführlich unter 11.

• •

aktuelles

Sie haben das Recht, Ihre Daten gem. Art. 20 DS-GVO in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten oder sie einem Dritten zu übermitteln, um sie prüfen zu können. Solange Sie keine Vereinsmitgliedschaft mit uns abgeschlossen haben, haben Sie das Recht, eine erteilte Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten gem. Art. 7 Abs. 3 i. V. m. Art. 13 Abs. 2 lit. c DS-GVO jederzeit uns gegenüber mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Ihre freiwilligen Kontaktdaten sowie Ihre Bankdaten können Sie auch während Ihrer Vereinsmitgliedschaft jederzeit uns gegenüber widerrufen.

Wenn Sie Ihre Datenschutzrechte ausüben wollen, bitten wir Sie, uns Ihre Erklärung schriftlich an die oben angegebene Anschrift oder direkt an unseren Datenschutzbeauftragten zu senden.

8. Beschwerderecht gegenüber Aufsichtsbehörde

Sollten Sie der Meinung sein, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DS-GVO verstoßen könnte, haben Sie das Recht, sich bei der Datenschutzaufsichtsbehörde, die für Ihren Wohnort zuständig ist, gem. Art. 77 DSGVO zu beschweren. Es könnte jedoch sinnvoll sein, Ihr Anliegen zunächst unserem Datenschutzbeauftragten vorzutragen.

9. Erforderlichkeit der Bereitstellung Ihrer personenbezogenen Daten

Im Rahmen der Vereinsmitgliedschaft benötigen wir Ihre personenbezogenen Daten in Form Ihrer Stammdaten. Ohne diese Stammdaten kann weder ein Mitgliedschaftsverhältnis angebahnt noch aufrechterhalten werden. Wir können Sie ohne diese Stammdaten auch nicht zu Mitgliederversammlungen einladen oder Ihnen unsere Vereinszeitschrift Mensch und Tier zusenden. Alle weiteren Daten, wie die Kontaktdaten und Ihre Bankdaten erteilen Sie uns freiwillig, damit wir mit Ihnen schneller und einfacher kommunizieren können und Sie Ihre Mitgliedschaftsbeiträge, falls Sie eine Lastschrifteinzug erteilt haben, einfacher begleichen können. Ihre freiwilligen personenbezogenen Daten können Sie jederzeit uns gegenüber widerrufen.

10. Keine automatisierte Entscheidungsfindung einschl. Profiling

Wir setzen keine rein automatisierten Entscheidungsverfahren gem. Art.22 DS-GVO ein.

11. Information über Ihr Widerspruchsrecht Art. 21 DS-GVO

Gegen die Verarbeitung Ihrer Daten können Sie unter den Voraus­ setzungen der Datenverarbeitung aufgrund einer Interessensabwägung (Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO) oder im öffentlichen Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. e DS-GVO) grundsätzlich Widerspruch gem. Art. 21 DS-GVO einlegen, soweit ganz besondere Umstände Ihrer persönlichen Situation vorliegen. Sollten Sie Widerspruch erheben wollen, dann richten Sie ihn bitten schriftlich an unseren Verantwortlichen gem. oben 1. oder unseren Datenschutzbeauftragten gem. oben 2. Erhalten wir einen Widerspruch von Ihnen, dann werden wir die Verarbeitung Ihrer Daten beenden. Dies ist dann nicht der Fall, wenn wir schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen können, die gegenüber Ihren Interessen, Rechten und Freiheiten überwiegen, oder aber unsere Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Stand: 20. Mai 2018 Mitgliederjournal

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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aktion tier Zossen, Brandenburg

Frühjahrsputz im Tierheim

© aktion tier, Ursula Bauer

Ende März haben uns fast 30 ehrenamtliche Heinzelmänner und -frauen beim Aufräumen des Tierheimgeländes von aktion tier Zossen geholfen. Wie das eben so ist – im Laufe der Zeit entstanden hier und dort kleine und große Haufen von Bauschutt, Steinen, Holzabfälle, Gerümpel und ausrangierten Gerätschaften. Ein Bericht von Ursula Bauer, aktion tier Geschäftsstelle Berlin

© aktion tier, Ursula Bauer

Vorstandsmitglied Elna Windmann zerlegt eine morsche Hundehütte.

aktuelles

• Ausgabe 2/2018

© aktion tier, Ursula Bauer

Fleißigen Helfer füllen die Container. Ines, die Altholz-Königin.

© aktion tier, Ursula Bauer

© aktion tier, Ursula Bauer

© aktion tier, Ursula Bauer © aktion tier, Ursula Bauer

Haufen mit Baumaterial, Altholz und Gerümpel werden sortiert und umwelt- Auch diese Vereinsmitglieder sind exgerecht entsorgt. tra zum Arbeitseinsatz gekommen.

Begeisterte Unterstützung erhielten wir außerdem von zwei Geflüchteten und deren Betreuerin aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Wünsdorf. Gemeinsames Arbeiten verbindet. Wir fanden Wege, uns zu ver-

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Gemeinsam arbeiten schweißt zusammen.

© aktion tier, Ursula Bauer

Toni und Karo vom Aufklärungsteam.

Kleine Verschnaufpause. v.l. unser Allrounder Thomas, Mitglied Tommi und der geflüchtete Haitham entsorgen Bauschutt. © aktion tier, Ursula Bauer

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Die Zeit für einen Frühjahrsputz war überreif. Zumal wir planen, eine kleine Halle zu errichten und dafür entsprechend Platz brauchen. Darin sollen in Zukunft zum Beispiel Tierfutter und Arbeitsmaterial gelagert werden. Eine umweltgerechte Entsorgung ist für uns selbstverständlich. Daher hatten wir mehrere Container für die verschiedenen Materialien organisiert, die dann von unseren fleißigen Helfern gefüllt wurden. Gekommen waren einige Vereinsmitglieder und deren Freunde sowie 15 Mitarbeiter der aktion tier-Aufklärungsteams, die unter der Woche an unseren Infoständen arbeiten. Respekt, dass sich diese jungen Menschen nach einer harten Arbeitswoche so bereitwillig auf die doch ziemlich anstrengende Entrümpelung gestürzt haben.

© aktion tier, Ursula Bauer

So viele helfende Hände.


aktuelles

unseren Helfern, die so unglaublich „tierisch“ engagiert sind, ein herzliches Dankeschön!

© aktion tier, Sieme © aktion tier, Sieme

© aktion tier, Ursula Bauer

Nach dem erfolgreichen Frühjahrsputz hatten wir vereinbart, die für alle Beteiligten fruchtbare Zusammenarbeit weiterzuführen. So kamen kurze Zeit später wieder fünf Geflüchtete zum Helfen vorbei. Diese Menschen sind tierisch engagiert – herzlichen Dank! Fleißig unterstützten uns die vier Männer und eine Frau zusammen mit deren Betreuerin vom Deutschen Roten Kreuz beim Aufräumen des Tierheimgeländes. Es wurden Steine geschleppt und weitere Haufen mit Bauschutt und Müll sortiert, aufgeräumt und fachgerecht entsorgt. Bei fast durchgehend schönem Wetter haben wir gemeinsam viel geschafft und natürlich auch zwischendurch die Pausen mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen genossen. Wir bedanken uns herzlich für die Hilfe und freuen uns schon darauf, wenn unsere netten und fleißigen schwitzten zusammen und trennten Nachbarn das nächste Mal vorbeikommen. uns am Abend als Freunde. Allen

© aktion tier, Sieme

Geflüchtete arbeiten ehrenamtlich im Tierheim

ständigen: Die beiden Männer probierten ihre ersten Deutschkenntnisse aus, mal half Englisch, und wenn alles nicht funktioniert, gibt es noch Hände und Füße. Wir lachten und

aktion tier Rettungsaktion

Im Februar dieses Jahres haben wir einen erwachsenen Höckerschwan eingefangen, der am „Septimer Becken“ lebte. In diesem kleinen Teich in Berlin-Reinickendorf stand das Wasser nur noch kniehoch, und die Hälfte seiner Oberfläche war bereits mit Eis bedeckt. Ein Bericht von Ursula Bauer, aktion tier-Geschäftsstelle Berlin die vor allem aus Ufer- und Wasserpflanzen sowie Algen besteht. Diese Möglichkeit würde mit dem vollständigen Zufrieren des Teiches wegfallen, so dass unser Schwan immer schwächer werden würde. Auch könnte er auf dem Eis wahrscheinlich nicht mehr starten, um sich aus der misslichen Lage selbst zu befreien.

Schlechte Aussichten für den Schwan am Septimer Becken.

Die ersten Schritte am Havelstrand.

Aus diesen Gründen habe ich zusammen mit dem ehrenamtlichen

© aktion tier, Ursula Bauer

© aktion tier, Ursula Bauer

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Es ist zwar unwahrscheinlich, dass ein gesunder Wasservogel im Eis festfriert, aber das ohnehin schmale Nahrungsangebot in dem völlig verschlammten und mit Müll verunreinigten Teich verringert sich bei geschlossener Eisdecke natürlich weiter. Höckerschwäne sind Vegetarier. An Land fressen sie Gras oder Getreidepflanzen wie Raps. Sie verbringen jedoch die meiste Zeit im Wasser und suchen sich auch hier ihre natürliche Nahrung,

© Holger Friedrich

Schwan umgesiedelt Ursula Bauer mit Höckerschwan.

Tierschützer Holger Friedrich den schönen Wasservogel an Land gelockt und problemlos eingefangen. In eine Decke gewickelt hat der Schwan den Transport zur Havel im Grunewald gut überstanden. Hier leben zahlreiche Höckerschwäne in Kolonien friedlich zusammen, da für alle genug Platz und Nahrung vorhanden ist. Unser Höckerschwan hielt sich erst ein wenig außerhalb der Gruppe und ging dann ins Wasser, um zu schwimmen und ein Stückchen zu fliegen. Nach dieser ersten Erkundung kam er zurück und mischte sich unter die anderen Schwäne, Enten und Blesshühner. Wir hatten den Eindruck, dass er sich wohlfühlt und wünschen ihm alles Gute.

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aktion tier Kampagnenergebnis

Animal Hoarding Unterschriftenliste überreicht

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Insgesamt konnten wir mit Eurer Hilfe rund 10.550 Unterschriften sammeln, welche ich mit Ursula Bauer am Freitag, den 23.03. im Paul-Löbe-Haus in Berlin an den Bundestagsabgeordneten Kai Wegner (CDU) und seinen Referenten Thorsten Schatz (CDU) überreichen durfte. Kai Wegner, der sich bereits seit vielen Jahren kontinuierlich für Tierschutzthemen engagiert, hat sich viel Zeit genommen. Und auch sein persönlicher Referent und Pressesprecher Thorsten Schatz war sehr interessiert. Es entstand ein lebhafter Austausch. Wir sprachen unter anderem über die Arbeit von aktion tier und natürlich speziell über das Phänomen „Animal Hoa­r­ding“ sowie die Not­wendigkeit eines Zen­tral­registers. Fälle von ausufernder Tierhaltung, bei denen zahllose Hunde, Katzen, Kleintiere oder Reptilien unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden, nehmen

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aktuelles

• Ausgabe 2/2018

© aktion tier, Ursula Bauer

Animal Hoarding – das krankhafte Tiersammeln – ist ein brisantes Thema, dem wir bereits vor einiger Zeit eine Kampagne gewidmet haben. Zeitgleich starteten wir damals eine Unterschriftenaktion für ein bundesweites Register, in dem Tiermessies und Tierquäler gemeldet werden. Ein Bericht von Ann Kari Sieme, aktion tier-Geschäftsstelle Berlin

Foto: v.l.n.r. Kai Wegner (MdB), Ann Kari Sieme (aktion tier), Thorsten Schatz (pers. Referent v. Hr. Wegner)

in Deutschland immer mehr zu. Da unsere Veterinärbehörden nicht miteinander vernetzt sind, können sich Tiermessies und auch andere Tierquäler sehr einfach durch einen Umzug einer Kontrolle und Weiterverfolgung entziehen und oft sogar trotz Tierhalteverbot völlig unbehelligt an einem neuen Wohnort weitermachen. Ein bundesweites Animal Hoarder und Tierquäler-Zentralregister hätte den Vorteil, dass sich Veterinärämter darüber informieren könnten, ob neu in ihrem Zuständigkeitsbereich auftretende Tierhalter in der Vergangenheit auffällig geworden und

eventuell sogar mit einem Tierhalteverbot belegt sind und dann entsprechend handeln. Kai Wegner und Thorsten Schatz sind selbst Hundebesitzer und wissen daher, dass Tierhaltung Verantwortung bedeutet. Wir rannten mit unserem Anliegen quasi offene Türen ein. Kai Wegner möchte uns helfen, das Thema weiter voran zu bringen und wird versuchen einen gemeinsamen Termin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu organisieren, da hier die tierschutzrelevanten Gesetze entworfen werden. Wir sind uns sicher, dass die Unterschriftenlisten in guten Händen sind und bedanken uns bei allen, die mitgesammelt haben!

Unseren Flyer zum Thema „Animal Hoarding“ kann man kostenfrei in unserer Berliner Geschäftsstelle anfordern unter: berlin@aktiontier.org oder unter Tel. 030 30103831


aktuelles

KURZ

Eichhörnchenseil in Berlin kontrolliert

© aktion tier, Ursula Bauer

Im März hat unser Experte Alexander Geist das aktion tierEichhörnchenseil am Müggelseedamm unter die Lupe genommen. Das im März 2014 von uns errichtete Seil muss jährlich kontrolliert und eventuelle Schäden behoben werden. Alex hat das Kunststofftau Stück für Stück untersucht und fotografiert. Dabei ist ihm aufgefallen, dass an vielen Stellen Tierhaare an dem Seil haften. Ein schöner Hinweis, dass die Eichhörnchen ihre Ganz schön hoch ... Luftbrücke nach wie vor frequentieren. Wir haben die Inspektion genutzt, um auch wieder eine Kamera mit Selbstauslöser anzubringen. Diesmal ist sie auf Videomodus eingestellt, und wir hoffen inständig, ein paar schöne Sequenzen von Eichhörnchen auf dem Seil zu erhalten. Natürlich werdet ihr sie zu sehen bekommen.

© aktion tier, Ursula Bauer

BÜNDIG

© aktion tier, Ursula Bauer

Alex bringt die Kamera in Position.

Die Teleskopbühne bringt Alex Geist auf 9 Meter Höhe zum Eichhörnchenseil.

Das Seil wird auf seiner gesamten Länge von 21 Metern Stück für Stück geprüft.

© aktion tier, Ursula Bauer

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KURZ

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© CC0 NadiaDietz

BÜNDIG

Kaninchen richtig tragen

Die schönen Tage sind da, Kaninchen und Co. dürfen wieder im Garten herumtollen. Vor allem in kinderreichen Haushalten ist das Langohr besonders häufig anzutreffen. Umso wichtiger, dass den heranwachsenden Zweibeinern der fachgerechte Umgang mit den Heimtieren nahe gebracht wird. Will man ein Kaninchen hoch heben, darf man es Beim Umgang mit Kaninchen ist keinesfalls nur unter den viel Ruhe angesagt. Achseln oder am Bauch fassen. Als natürliche Abwehrbewegung schlagen Kaninchen dann nämlich mit den Hinterbeinen aus. Oft kommt es dabei

zu Frakturen der Wirbelsäule. In diesen Fällen gibt es keine Rettung mehr für das Tier. Der junge Tierbesitzer ist in der Folge zu Tode betrübt, weil er sich die Schuld am Elend gibt. Beim Hochheben von Kaninchen muss immer mit der zweiten Hand der Po des Tieres unterstützt werden. So wird ein Ausschlagen mit den Hinterpfoten unterbunden. Generell sind Kaninchen äußerst stressempfindlich. Keinesfalls dürfen sie im Garten gejagt werden. Besonders bei Temperaturen über 20°C kommt es bei dieser Tierart schlagartig zum Kreislaufversagen. Den Weg zum Tierarzt überleben die Patienten oft nicht mehr. Daher ist im Umgang mit Kaninchen immer viel Ruhe angesagt. Schattenreiche Plätze schützen vor allzu massiver Sonneneinstrahlung. Einem Sommer ohne Sorgen steht bei Beachtung dieser Grundsätze nichts mehr im Wege. Mitgliederjournal

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aktion tier Gewinnspiel

Wildes Deutschland © Studio Hamburg Enterprises

Kämpfende Rothirsche, spazierfreudige Zebramuscheln und blau leuchtende Pilzmückenlarven. Keine Frage: Die deutsche Natur hat viel zu bieten. Verständnisvoll mit hochwertigen farbenfrohen Bildern lädt „Wildes Deutschland 5“ Groß und Klein zum Staunen und Schmunzeln ein. In fünf Episoden stehen die Tiere und Pflanzen rund um den Chiemsee, die Havel, dem Spessart und dem Steigerwald sowie die Rhön und die Müritz vor der Kamera. Studio Hamburg Enterprises bringt die bezaubernde Naturdokumentation auf DVD und Blu-Ray in den Handel. Ein Gewinnspiel von aktion tier – menschen für tiere e.V.

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© Studio Hamburg Enterprises

Bis zu fünf Kamerateams sammelten mit Highspeed- und anderen Spezialkameras zwei Jahre lang spektakuläre Bilder aus der Tier- und Pflanzenwelt. Dabei beobachteten die Naturfilmer Svenja und Ralph Schieke das Geschehen mit Makro-Objektiven auf und unter dem Wasser. Extreme Zeitlupenbilder sowie Zeitraffer machen deutlich, was das menschliche Auge nicht erfassen kann. Es entstehen Flugbilder vom Hubschrauber und ferngesteuerten Drohnen, die die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate zeigen. Bewegende Geschichten machen die Doku spannend und regen zum Nachdenken an. So werden am Chiemsee in Bayern seit mehr als 30 Jahren BTI-Bakterien Eisklumpen (Bacillus Thuringiensis Israelensis – ein Bakterium, das vor allem im Boden, aber auch an Pflanzen und in Insektenkadavern gefunden werden kann) über dem Wasser abgeworfen: eine Methode, um Mückenlarven erfolgreich abzutöten. Doch die Insekten sind ein wichtiges Glied in der Nahrungskette für unzählige Seebewohner. Ein Problem, mit dem auch die Seeadler kämpfen, die ihre Jungen irgendwie satt bekommen müssen. Nicht alle Jungtiere überleben bis sie ausgewachsen sind.

Sehen Sie Deutschlands schönste Naturregionen aus einem neuen Blickwinkel: Fünf Dokumentationen über Deutschlands einzigartige Natur und die artenreiche Tierwelt!

Aber es gibt auch glückliche Momente: Das Klettern der Wildkatzenjungen oder die Wildschweine, die sich im Schlamm suhlen als Wellnessprogramm, machen diese Doku zu einer liebevoll gemachten Unterhaltung. Es ist, als würden die Tiere und Pflanzen ihre eigenen Geschichten erzählen.

Episodenübersicht: 01. Der Chiemsee 02. Die Havel 03. Spessart und Steigerwald 04. Die Rhön 05. Die Müritz

© A. Hartl

© Studio Hamburg Enterprises

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Neueste HD-Kameras mit extreme Zeitlupen und Zeitrafferaufnahmen Beeindruckende Luftaufnahmen ungewöhnlicher PerspektivenAufwendige Kamerafahrten, einmalige Luft- und Unterwasseraufnahmen


aktuelles

Vielen Dank an Studio Hamburg Enterprises für die Bereitstellung der Preise!

Machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel, und gewinnen Sie eine von drei DVDs!

Gewinnspielfrage: In welchem Bundes­l­and liegt der Chiemsee?

Senden Sie Ihre Lösung zusammen mit Ihrem vollständigen Namen und Ihrer Anschrift bis zum 6. August 2018 an*: aktion tier – menschen für tiere e.V.

Stichwort:

a) Berlin b) Bayern c) Baden Würtemberg

Unsere Gewinner

„Wildes Deutschland“ Kaiserdamm 97 14057 Berlin *Wir versichern, dass alle persönlichen Daten aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht an Dritte weitergeleitet werden. Mitarbeiter von aktion tier – menschen für tiere e.V. und deren Angehörige sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen. Die Namen der Gewinner werden im nächsten Journal bekannt gegeben und die Gewinne versandkostenfrei zugeschickt.

Unsere Gewinner

Die Reise der Pinguine 2

Den fantastischen Film „Unsere Erde 2“, der im März seine Premiere im Zoopalast in Berlin feierte, haben wir ebenfalls zusammen mit einem Gewinnspiel in der letzten Ausgabe von mensch und tier vorgestellt. a) b) c)

Wir wollten von Ihnen wissen: Welches Tier jagt der Liebe hinterher?

© universum

Unsere Erde Teil 2

Ein Esel Ein Faultier Ein Pinguin

In unserer letzten Ausgabe von mensch und tier haben wir Ihnen den Film „Die Reise der Pinguine 2“ mit Gewinnspiel vorgestellt.

Die richtige Antwort ist b) ein Faultier. Ausgelost unter den zahlreichen Teilnehmern wurden:

• •

Wir gratulieren zu je 2 Kinofreikarten für:

Folgendes wollten wir von Ihnen wissen: In welchem Monat beginnt in der Antarktis der Frühling?

Unsere Erde 2 sowie der DVD „Unsere Erde“.

a) b) c)

© Alexandra Pfitzmann

Gaby Jensen, 24999 Wees Dagmar Tewes, 44143 Dortmund Andreas Borkmann, 06628 Naumburg

Die richtige Antwort ist b) im Oktober.

Unter den vielen richtigen Einsendungen wurden folgende Gewinner ausgelost:

© Alexandra Pfitzmann

Am 7. März 2018 fand die Premiere von Unsere Erde 2 im Zoopalast in Berlin statt. v.l.n.r. Andreas Marut, Karolina Kucharska und Alexandra Schulz, Mitarbeiter­Innen von aktion tier, durften bei der Premiere dabei sein.

Im Mai Im Oktober Im März

• • •

Matthias Leonhardt, 88271 Wilhelmsdorf Marlen Blust, 79312 Landeck Helga Schmidt, 04249 Leipzig Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen viel Spaß mit der gewonnenen DVD, die Ihnen zugestellt wird!

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aktion tier Eichhörnchenhilfe Brandenburg

ihr richtig anmerken, wie glücklich sie über die neu gewonnene Ruhe war. Nun futtert sie ausgiebig, versorgt liebevoll ihre Kinder, und die gesamte Familie wird später an einem sichereren Ort wieder ausgewildert.

Wenn man die Fotos unserer niedlichen kleinen Eichhörnchenkinder anschaut, mag man meinen: Ach wie schön, die bekommen diese süßen Tiere, ziehen sie auf und haben viel Freude daran. Ja, wir haben sehr viel Freude an unseren Schützlingen. Dieser Punkt ist richtig. Ihr Vertrauen zu uns und ihr Lebenswillen und ihre Fähigkeit, das Beste aus allem zu machen, nötigen uns immer wieder sehr großen Respekt ab. Aber es bedarf daneben sehr viel Zeit und Aufwand. Und die Einsicht, dass wir trotz aller Mühe nicht jedem Tier helfen können. Ein Bericht von Tanya Lenn

Überall Baumfällungen und Baumaßnahmen, die den Lebensraum von Eichhörnchen zerstören, das ist inzwischen (zu) oft der Fall. In einem anderen Fall war die Hörnchenmutter dadurch so verstört, dass sie wohl verunglückte. Hörnchenfreunde, die das Muttertier gefüttert hatten, vermissten es bereits. Wie oft in einer solchen ausweglosen Situation begaben sich die Kleinen alleine auf die Suche und liefen dabei gezielt zu den im Hof laufenden Menschen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sie dringend Hilfe benötigten. Nach einem Telefonat mit uns versuchte das Ehepaar, die drei einzufangen. Zwei der ca. 7 Wochen alten Hörnchen ließen sich problemlos hochheben und wurden in einem

Ein kleiner Einblick in unsere Tätigkeit

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Zu uns kommen nicht nur junge verwaiste Hörnchen, sondern auch so einige ausgewachsene Tiere, die bei Autounfällen und aus anderen Gründen verletzt oder geschwächt und krank gefunden wurden. Inzwischen haben wir viel Erfahrung sammeln können und schaffen es bei vielen, sie wieder gesunden zu lassen und auszuwildern. Die Eichhörnchen werden nicht alle zu uns gebracht. Oft bitten uns Anrufer um Hilfe vor Ort. Wenn es uns möglich ist, machen wir uns auf den Weg. Manchmal können wir dann z. B. mithelfen, dass eine Mutter mit ihren Jungen wieder zusammengeführt wird. Hier zwei andere Beispiele aus den ersten Monaten dieses Jahres:

In einem Wohngebiet in Berlin wurden viele Bäume gefällt. Eine der dort nistenden Eichhörnchenmütter zog daraufhin schnell mit ihren Neugeborenen auf einen Balkon im 7. Stock um. Netterweise stellte ihr die dortige Mieterin improvisiertes Nistmaterial zur Verfügung, so dass ein kuscheliges Nest für die Babys entstehen konnte. Aber eine Woche später wurde mit dem Abriss der Balkone begonnen. Der Bauleiter war sehr kooperativ (Danke!) und gab uns zwei Tage Zeit, um die Hörnchenfamilie zu retten. Wir legten auch sogleich los und schafften es schließlich am 2. Tag, die Mama mit ihren vier Kindern sicher wegzuholen. Smokie und ihre Jungen zogen erstmal in eine unserer Volieren. Man konnte

Wegen einer Baumfällung war ein Eichhörnchen samt Neugeborener auf den Balkon im 7. Stock eines Hauses umgezogen.

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projekte

• Ausgabe 2/2018

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hne die langjährige Unterstützung von aktion tier – menschen für tiere e.V. und die gute Zusammenarbeit könnten wir nicht so vielen Eichhörnchen helfen. Wir möchten daher die Gelegenheit nutzen, um uns dafür ganz herzlich, auch im Namen der Hörnchen, zu bedanken! Unser Dankeschön schließt auch Sie, liebe aktion tier-Mitglieder, mit ein. Sie ermöglichen es wiederum, dass wir alle Gutes und Sinnvolles für unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, bewirken können.


projekte

warmen Körbchen in Sicherheit gebracht. Das dritte Geschwisterchen jedoch kletterte auf die Baumspitze des einzig verbliebenen Baums und blieb dort sitzen. Nach einigen Stunden des Wartens brach die Dämmerung herein, und wir beschlossen mit mehreren Mitarbeitern, das Hörnchen einzufangen. Ein schwieriges Unterfangen, das glücklicherweise ein gutes Ende fand! Schließlich konnten alle drei Geschwisterchen gefüttert werden und ihr neues Zuhause bei ihrer Pflegemama beziehen. Alle drei entwickeln sich toll und sind sehr aktiv. Wenn sie groß genug sind, werden sie über eine Voliere wieder in die Natur ausgewildert.

Spendenaufruf Unsere Auffangstation für Eichhörnchen besteht aus einer über 140 m² großen Außenvolieren Anlage, einem großen Küchen- und Futterraum, zwei speziell eingerichteten Hörnchenzimmern und weiteren Räumen, u.a. zur Behandlung unserer Schützlinge. In den Zimmern werden Jungtiere, verletzte Hörnchen und erkrankte Tiere untergebracht. Leider ist etwas völlig Unerwartetes passiert: Unsere Heizungs- und Warmwasseranlage hat sich verabschiedet. Sie ist nicht mehr zu reparieren. Die Installation einer neuen Anlage ist mit rund 20.000 Euro veranschlagt worden. Wir stehen unter Schock – diesen Betrag kann unser Verein leider nicht stemmen. Aber ohne Heizung und Warmwasser kann die Station auf Dauer nicht fortgeführt werden. Aber vielleicht schaffen wir es mit vereinten Kräften vieler Tier- und Eichhörnchenfreunde. Wir hoffen aus ganzem Herzen, dass die Auffangstation noch viele Jahre Hörnchen helfen kann. Dürfen wir auf Ihre Unterstützung zählen, helfen Sie uns und den Eichhörnchen mit einer Spende?

Konto: Eichhörnchen-Hilfe Berlin/Brandenburg e.V. IBAN DE98 1009 0000 7486 7740 07 BIC BEVODEBB

ng“

weck „Heizu

sz Verwendung

KURZ

BÜNDIG

Todesfalle Schornstein

Immer wieder fallen Vögel in ungesicherte Schornsteine, aus denen sie ohne menschliche Hilfe nicht mehr herauskommen. Mitarbeiter von Vogelpflegestationen retten regelmäßig die verrußten und halbverhungerten Tiere aus ihrer misslichen Lage.

© Ingeborg Polaschek

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sonders häufig ab. Vielfach werden Hausbewohner dann durch Rascheln und Flattern aufmerksam und sollten diesen Geräuschen auch schnellstens auf den Grund gehen! Es em­pfiehlt sich in jedem Falle, den Bezirksschornsteinfeger hinzuzuziehen.

Hausbesitzer sollten, wenn irgend Für viele Piepmätze sind Schornmöglich, präventiv tätig werden und Dieser junge Steinkauz war im Schornstein steine von Wohnhäusern beliebte abgestürzt. Er konnte gerettet werden. dafür sorgen, dass nach oben hin Rast- und Aussichtsplätze. Besonoffene Schornsteine etwa mit Dohders jetzt in der Jungvogelzeit stürlenschutzgittern, Kaminhüten aus zen unerfahrene kleine Singvögel, Eulen und Käuze in die nicht brennbarem Material oder Metall- und PlastikaufsätTiefe und finden aus eigener Kraft nicht mehr den Weg zen abgedeckt werden. Die verschiedensten Konstruktionen nach oben. Auffallend häufig zeigen sich Dohlen sehr in- sind im Fachhandel erhältlich und sollten am besten schon teressiert an Schornsteinöffnungen und stürzen derzeit be- beim Hausbau angebracht werden. Mitgliederjournal

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aktion tier Seefeld, Mecklenburg-Vorpommern

Schülerbesuch aus Rehna

Alle Fotos: ©aktion tier Seefeld

Unsere Kursleiterin Frau Rüthenbudde leitet seit Mitte der 90er Jahren einen Kurs an der Schule ,,Käthe-Kollwitz“ in Rehna, in dem Sie sich zu Herzen nimmt, jungen Leuten den richtigen Umgang mit Tieren beizubringen. Ich besuche diesen Kurs nun seit zwei Jahren und kann mein Wissen über die Tier- und Menschenwelt immer mehr erweitern. Zum einen versucht sie uns zu vermitteln, Tiere richtig einzuschätzen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Zum anderen macht sie uns auf Missstände in der industriellen Tierhaltung aufmerksam, in dem wir Vorträge halten und unsere Meinungen dazu in Form von Diskussionsrunden preisgeben. Ein Bericht von den Mädels aus Rehna

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Zu Beginn bearbeiten wir theoretische Themen und lernen anhand von Spaziergängen mit unseren Hunden die Praxis. Sie möchte damit erreichen, dass junge Menschen die Verantwortung erkennen, die jede Tierhaltung mit sich bringt, und es dadurch mehr verantwortungsbewusste Tierbesitzer gibt. Wir besuchten auch unter anderem das aktion tier-Tierheim Roggendorf. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe ging in das Katzenhaus, und den anderen wurden ein bis zwei Hunde zur Verfügung gestellt, mit denen wir spazieren gingen. Ich fand es ein wenig schade, da ein Hund meist „zu wenig“ für ca. 5 Leute war. Andererseits verstehe ich dies auch, weil das Tierheim uns keiner Gefahr aussetzen wollte und uns deshalb nur die Hunde gab, bei denen es mit Sicherheit keine Probleme geben würde.

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projekte

• Ausgabe 2/2018


projekte

Vor kurzer Zeit machte ich ein immer freiwillige Helfer sucht, entzweiwöchiges Praktikum auf dem schieden wir uns dazu, dort mit anHof aktion tier Seefeld, den ich zupacken. Die Aufgaben sind sehr daraufhin meinem Kurs vorstellte. vielfältig gestaltet, zum Beispiel durften wir uns aktion tier Seefeld am ersten Tag erst ist ein Hof für Tiere einmal mit allen verschiedener Art, Da der Hof durch Spenden am Leben erhalten wird, freuTieren vertraut madie entweder nicht en sie und die Tiere sich stets chen und ergriffen mehr gewollt werüber finanzielle Unterstützung. die Initiative, die den oder auf Grund Die Arbeit mit Tieren kann sehr Esel zu putzen. Zuvon schlechter Halzeitaufwändig und manchmal dem müssen auch tung dort hinkomauch etwas anstrengend sein, täglich alle Ställe men, um dann ein demnach sind freiwillige Helfrisch ausgemistet friedliches Leben fer dort gern gesehen. Auch und wieder sauber genießen zu könKinder sind immer erwünscht, eingestreut werden. nen. Mir fiel auf, denn so wie es auf dem Hof Jedes Tier benötigt dass jedem die Arso schön heißt: ,,Was Kinder frisches Wasser und beit auf diesem Hof nicht kennen, lernen sie nicht Futter, Streicheleinviel Freude bereitet lieben – was sie nicht lieben, heiten gehören naund dort generell eischützen sie nicht“. türlich auch dazu. ne sehr angenehme All diese Aufgaben Stimmung zwischen erledigen wir mit den Menschen untereinander, sowie zwischen Tier viel Freude, wenn wir zu Besuch und Mensch herrscht. Wir waren kommen. Wir sind beeindruckt von alle begeistert vom Konzept. Auf der Vielzahl an Tieren. So erhielten Grund der Tatsache, dass dieser wir Einblicke in die Verhaltenswei-

sen und Bedürfnisse von verschiedenen Tierarten, wie zum Beispiel Pfauen, Schweine, Pferde, Alpakas und viele mehr. Wir freuen uns Tieren auf dieser Weise helfen zu können, sowie den Umgang mit ihnen zu erlernen.

DankSeeefealdn für

Alle Fotos: ©aktion tier Seefeld

aktion tier Zeit! die schöne

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aktion tier Zossen, Brandenburg

Nuri – zurückgelassen im Wald Die Hündin, von der wir euch nun erzählen wollen, haben wir auf den Namen „Nuri“ getauft. „Nuri“, das bedeutet so viel wie „Licht“ oder „erleuchtet“. Denn wir hoffen, dass die kleine Nuri auch bald wieder strahlen wird und die Sonnenseiten des Lebens erleben kann. Wir lernten Nuri im Februar kennen. Das Ordnungsamt hatte uns verständigt, dass ein vermutlich ausgesetzter Hund dicht an einer stark befahrenen Straße herumlief. Alle Einfangversuche waren bislang gescheitert, Nuri hatte sich nicht anfassen und schon gar nicht greifen lassen. Die nahegelegene Straße machte das Unterfangen nicht gerade einfacher. Auf keinen Fall durfte der Hund vor ein Auto geraten! Ein Bericht von Sandy Both

Myriam verbrachte die nächsten vier Stunden im winterlichen Wald, versuchte die Hündin anzufüttern und deren Scheu zu überwinden. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Nuri ließ sich zwar mit viel Geduld aus der Hand füttern und lief weiterhin nicht weg, ließ aber auch niemanden näher an sich heran. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Michaela, die unterdessen hinzugestoßen war, 18

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Vorsichtig und mit großem Abstand werden wir gemustert. Myriam füttert Nuri aus der Hand.

entschied Myriam schließlich, die Fangversuche erst einmal einzustellen, später wiederzukommen und eine Futterstelle einzurichten. Am Abend stellten beide für Nuri eine große Hundebox in den Wald, damit das Tier bei den vorherrschenden Temperaturen wenigstens einen Unterschlupf hatte. Es folgten weitere Tage, in denen Michaela und Myriam jeden Tag im Wald saßen, um Nuri zu füttern und ihr Vertrauen zu gewinnen. Langsam aber sicher kam die junge Hündin immer näher, wurde mutiger und merkte, dass man ihr nur Gutes wollte. Allerdings waren die zweifelsfrei auch nett gemeinten Versuche einiger Michaela kommt zunächst nicht an Nuri heran. Alle Fotos: © aktion tier Zossen, Myriam Laser/ Michaela Gebhardt

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aktion tier-Mitarbeiterin Myriam erkannte vor Ort schnell, dass hier Ruhe und Geduld gefragt war. Die Hündin hatte keinerlei Vertrauen in die Menschen. Verständlich, denn insgesamt befand sich Nuri in keinem guten Zustand. Viel zu dünn und mit verfilztem Fell schienen es „ihre“ Menschen nicht gut mit ihr gemeint zu haben. Niemand weiß, wie Nuri in den Wald kam. Fakt ist aber, dass sich die Hündin trotz der ganzen Menschen, die sie zu fangen versucht hatten, trotz des Trubels und der Unruhe und entgegen ihres Fluchtinstinktes, nicht vom Ort wegbewegt hatte. Zudem lag nahe der Straße ein offener Sack Trockenfutter. Daher vermutete Myriam, dass jemand Nuri an der Straße ausgesetzt und ihr das Futter dagelassen hatte. Nuri hoffte nun vielleicht, dass „ihre“ Menschen zurückkommen… und wich deswegen nicht vom Fleck.


projekte

Noch enttäuschter waren wir, als am Sonntagmorgen unsere Hundebox weg war. Jemand hatte sie mitgenommen und Nuri damit ihren einzigen Unterschlupf im kalten Wald genommen. Das Schicksal meinte es wirklich nicht gut mit der Kleinen. Wir können darüber nur traurig den Kopf schütteln… Wer zum Teufel klaut denn einem so vom Schicksal gezeichneten Hund auch noch die Schlafbox? Wie wenig Herz und Verstand kann man denn haben? Am Sonntag dann fand diese Episode aus Nuris Leben ein Ende. Aufgrund der vorherrschenden Minusgrade und der zunehmenden Aufmerksamkeit, die die Hündin nun auf sich zog und die die geplante Sicherung akut gefährdete, sahen wir keine andere Möglichkeit mehr und mischten ihr in tierärztlicher Absprache Beruhigungstabletten ins Futter. Wir dosierten es relativ niedrig, um den Organismus nicht allzusehr zu belasten. Weitere Stunden vergingen, bis wir Nuri, deren Reflexe schlussendlich langsamer geworden waren, mit einer Schlinge einfangen konnten. Die junge Hündin ist jetzt bei uns im Tierheim und scheint sich ihrem Schicksal schlichtweg ergeben zu haben. Sie lässt sich anfassen, kommt uns mittlerweile auch schon freudig

Alle Fotos: © aktion tier Zossen, Myriam Laser/ Michaela Gebhardt

Menschen, Nuri in Abwesenheit der Tierheimmitarbeiter zu füttern, dabei leider nicht sehr hilfreich. Die kleine Hündin hatte viel Aufmerksamkeit erregt, viele kamen und wollten helfen. Doch das machte die Arbeit leider nicht einfacher. Im Gegenteil. Wir wurden sogar dafür kritisiert, dass wir den Hund nicht schon längst hatten einfangen können, obwohl so viele andere bereits dabei gescheitert waren und wir uns allergrößte Mühe gaben, Nuri aus ihrer Lage zu befreien.

Nuri noch etwas scheu, aber wohlbehalten im Tierheim aktion tier Zossen.

entgegen, wenn wir das Zimmer betreten. Sie weiß nicht, wie man aus einem Futternapf frisst, und muss zahlreiche neue Dinge lernen. Gott sei Dank ist Nuri noch sehr jung. Wir arbeiten daran, einen gesunden, lebensfrohen Hund aus Nuri zu machen… doch das wird seine Zeit brauchen. Nuri hat so viel Enttäuschung erlebt. Sie braucht Zeit, um das aufzuarbeiten. An dieser Stelle möchten wir noch einmal sagen, dass nicht jede Form von Hilfe auch wirklich Hilfe für uns ist. Bitte fragt uns einfach, womit ihr uns unterstützen könnt! Wir tun alles in unserer Macht stehende, um Tieren zu helfen und sind dabei manchmal eben auch auf die Mitarbeit und die Rücksichtnahme anderer angewiesen. Haltlose Kritik an unserem Vorgehen hilft uns dabei ebenso wenig wie Menschen, die einfach ohne Rücksprache in derselben Sache aktiv werden. Und was den Diebstahl der Hundebox betrifft… dazu fehlen uns wirklich die Worte. Ebenfalls möchten wir uns auch noch einmal bei unserer lieben Tierschutzkollegin Claudia Sailer bedanken – auch sie verharr-

te mit uns in der Kälte und stand uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Auch für die Unterstützung des Teams von „Entlaufene Hunde Berlin/Brandenburg“ sowie den ortsansässigen Jägern und Förstern sagen wir DANKE!

Nuri wurde am 27. Mai in ihr neues Zuhause gebracht. Über Wochen kam ihre neue Familie täglich ins Tierheim und gewann das Vertrauen unserer kleinen Waldelfe. Wir freuen uns riesig, denn bei ihrem tollen Frauchen und den Hunden Yette und Raja wissen wir Nuri in besten Händen. Wir wissen nun, wo Nuri herkommt, eine recht abenteuerliche Geschichte … Hierzu berichten wir aber erst in Ausgabe 3 2018. Nuri und Raja

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aktion tier Tierheim Acción del Sol, Teneriffa, Spanien

Hunde & Kinder

Das Jahr 2018 hat für das Tierheim Acción del Sol nicht nur mit vielen Neueingängen von ausgesetzten Hunden begonnen, sondern auch mit vielen Besuchen von Schulklassen (rund 2.000 Schülern) von diversen Teilen der Insel. Mädchen und Jungs im Alter von 3 bis 16 Jahren erhielten im Zentrum für Tierschutz und Umwelt wichtige Informationen und konnten hautnah miterleben, wie traurig es ist, hunderte von Fundtieren zu sehen. Ein Bericht von Marion Gonzalez

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Mit Demonstrationen und Feingefühl versucht das Team von aktion tier den Kindern auf spielerische Art und Weise, die Wertschätzung und den Nutzen von Haus- und Wildtieren zu vermitteln. Mit didaktisch abgestimmten Spielen gehen die Kids voll motiviert auf die Herausforderungen ein. Viele der Lehrkräfte bestätigen uns nach den Besuchen, dass es sich hier nicht nur um einen netten Ausflug gehandelt habe, sondern um eine sehr wertvolle, tierschutzbezogene Aufklärung. Oftmals bringen die kleinen Tierschützer Tüten mit Futter, Bettlaken, Spielzeug und Decken für die Hunde mit, und plötzlich wird aus den vielen Tüten ein großer Berg von Spenden, der später mit Stolz begutachtet wird. Wenn bei der Verabschiedung dann noch ein warmes „Adios y Gracias“ über ihre Lippen kommt oder gar Sätze laut werden, wie: „Das war der schönste Ausflug in meinem Leben!“, ist es für uns trotz aller Mehrarbeit klar, mit dieser Aktivität fortzufahren. Vielleicht haben wir eines Tages dazu beigetragen, dass diese Kinder das Erlernte anwenden und die neue Generation noch mehr Verständnis und Liebe für die Vierbeiner aufbringt. Das wäre unsere schönste Belohnung!

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projekte

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nt und ngageme Mit viel E nächsten wird der Hingabe htigkeit ic n die W o ti ra e n e G rklärt. chutzes e des Tiers


projekte

aktion tier Tierheim Acción del Sol, Teneriffa, Spanien

Besuch aus München Es sind schon wieder zwölf Jahre vergangen, seit das Tierheim accion del sol von aktion tier – menschen für tiere e. V. auf Teneriffa gegründet wurde. Damals hatte der ehemalige Regierungspräsident von Teneriffa, Don Ricardo Melchior, den Verein gebeten, auf seiner Insel ein modernes Umwelt- und Tierschutzzentrum zu bauen und zu unterhalten. Als Rechtsanwältin war ich damals mitbeteiligt, die Verhandlungen mit den spanischen Behörden zu führen. Ein Bericht von Dr. Evelyne Menges, Stadträtin München, Präsidentin aktion tier-tierrettung münchen e. V.

Das Tierheim Acción del Sol ist einzigartig auf Teneriffa.

Dr. Evelyne Menges liegt das Tierheim sehr am Herzen.

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Das Tierheim accion del sol kann man als Erfolgsmodell bezeichnen, zu Recht, wie ich bei meinem weiteren Besuch im Februar 2018 feststellen konnte. Das Tierschutzzentrum liegt auf 10.000 qm Grund auf dem Gelände der Umweltbehörde ITER im Süden Teneriffas. Das Tierschutzzentrum „accion del sol“ mit angeschlossener moderner Tierklinik bietet etwa 200 ausgesetzten, notleidenden Hunden Unterkunft und medizinische Versorgung. Bei meinem Besuch fanden sogar 220 Hunde eine Aufnahme. Manch ein Hund ist auch das Opfer eines Sterbefalls und wurde von den Erben zurückgelassen, andere sind ausgesetzte Jagdhunde. Es gibt große und kleine, junge und alte Hunde – wenn man in ihre Augen sieht, möchte man am liebsten gleich ei-

nen mitnehmen, um ihm daheim ein neues Zuhause zu geben. Erfreulich ist, dass etwa die Hälfte der Hunde unmittelbar auf Teneriffa selbst vermittelt werden. Accion del sol bietet aber nicht nur herrenlosen Hunden eine Bleibe. Die Botschaft, vor allem für die Jugend heißt: Tiere sind treue Freunde des Menschen, für die dieser die Verantwortung trägt. Kinder sollen spielerisch den artgerechten, liebevollen Umgang mit Hunden erlernen; sie sollen lernen, dass Hunde keine Spielsachen sind, derer man sich entledigt, wenn man ihrer überdrüssig geworden ist. Die Tierheimleiterin, Frau Marion Gonzalez, setzt deshalb auf regelmäßige Präventionsarbeit durch

li. Frau Marion Gonzalez, Leiterin des Tierheims.

eine intensive Kinderund Jugendaufklärung über Hunde. aktion tier ist es als erste Organisation auch gelungen, mit den umliegenden Kommunen einen nach deutschem Vorbild erstellten Fundtiervertrag abzuschließen. Dies bedeutet, dass die örtliche Polizei Streunerhunde beim Tierheim abgibt. Bei meinem Besuch konnte ich feststellen, dass zwei Ponys ebenfalls einen Rückzugsbereich gefunden haben. Diese und die Hunde sind wichtige Kontakttiere für die vielen Kinder, die in das Tierheim eingeladen werden. Wir haben einen kleinen Eindruck davon bekommen und sind sehr stolz auf das, was aktion tier nachhaltig und vorbildlich erreicht hat.

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aktion tier Tierheim Teneriffa, Spanien

Schülerpraktikum im Tierheim „Accion del Sol“

Fahrt auf den Berg Teide.

Vom 02.-09.04.2018 verbrachten elf Schüler der Evangelischen Oberschule Großrückerswalde, gemeinsam mit zwei Lehrerinnen, eine Woche auf Teneriffa im Tierheim „Accion del Sol“. Voller Spannung und Erwartung stiegen wir am 2. April in Leipzig in den Flieger, der uns nach Teneriffa bringen sollte. Nach knapp fünf Stunden Flug kamen wir im sommerlichen Teneriffa an und wurden von der Leiterin des Tierheims, Marion Gonzalez, herzlich empfangen. Kaum angekommen, durften wir schon einige Hunde kennenlernen und mit ihnen zum Meer spazieren gehen. Ein Bericht von Katrin Lange

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Während unseres Aufenthaltes erfuhren wir interessante Fakten über Straßenhunde auf Teneriffa, das Tierheim und wie anstrengend die Arbeit sein kann. Hinein schnuppern konnten wir auch, denn es hieß auch Hunde waschen, trocknen, bürsten. Auch die Reinigung der Zwinger stand auf dem Programm.

einen großen Teil der Arbeit im Tierheim einnimmt, erfuhren wir an dem Tag, als wir Steckbriefe für Vermittlungstiere geschrieben haben. Jeder durfte sich ein Tier heraussuchen, welches eine neue Familie sucht. Ein passender Steckbrief mit Foto wurde erstellt. Hoffentlich wird es sich lohnen. Immer wieder unternahmen wir Spaziergänge mit großen und kleinen Hunden, diese begeisterten nicht nur unsere Schüler. An einem Tag füllten wir sogar 1 ½ Müllsack mit Plastikabfällen, Blechdosen und allerlei Unrat. Zumindest für einige Zeit dürfte dieser Strandabschnitt Müll frei sein. Auch halfen wir Marion Gonzalez bei der Vorbereitung des „CaminaSpaziergang zum Strand.

Waschen der Hunde.

Reinigung der Zwinger.

Ein Kackhaufen riecht ja schon… aber Viele? Nase zu und durch hieß es dann, und mit Eifer ging es ans Schruppen der Wände und Böden, säubern der Wasserschalen… und das mit kleinen und großen Hunden im Zwinger. Dabei hatten die Schüler keinerlei Berührungsängste. Aber auch Pferd und Esel wollten Beschäftigung, ein sauberes Gehege und Streicheleinheiten. Dass die Vermittlung der Hunde an neue Herrchen und Frauchen 22

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• Ausgabe 2/2018

Auch die lokale Presse berichtete über das Praktikum der Schüler.

ta Musical“, am 14.04.2018. Dazu bemalten wir fast 80 Halstücher für die Hunde, die an diesem Tag viele Gäste erwarteten, die mit ihnen und viel Musik Gassi gehen. Auch hinterließen wir „Spuren“ in Form einer bunten Steinschlange und einem neuen Eselunterstand. So langsam neigte sich die Woche dem Ende entgegen, aber keiner wollte es wirklich wahrhaben. Denn eine tolle Aktion folgte der Nächsten. Damit keine unkontrollierte Vermehrung mehr stattfindet, gehören auch Kastrationen und Sterilisationen zum Tierheimalltag dazu. Dazu kam am Samstag der Tierarzt, und wir durften bei Kastration und Sterilisation zuschauen. Nicht alle waren standfest. Der Tierarzt selber strahlte eine faszinierende Ruhe und Sicherheit aus, welche die Hunde und uns beruhigte. Einige von uns blieben bis zum Schluss und assistierten oder beruhigten die „Patienten“ in der Einschlaf- und Aufwachphase.


projekte

Auf diesem Weg möchten wir uns von ganzem Herzen bei Marion Gonzalez, ihrer Familie und ihrem Team für ihre Gastfreundschaft, liebevolle Betreuung und die zahlreichen Möglichkeiten, Einblicke in das Tierheim zu bekommen, bedanken. Wir haben sie als eine sehr engagierte Frau kennengelernt und respektieren ihre tägliche Arbeit in „Accion del Sol“… es war wirklich eine „Aktion der Sonne“.

Selbst gestaltete T-Shirts.

Frau Gonzalez und ihr Team waren sehr bemüht, um uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Sie und Irene kochten uns die leckersten spanischen Gerichte. Sie zeigten uns die Insel, organisierten eine Bootsfahrt zu den Delfinen, Klettertouren und sogar einen Tauchkurs. Auch diese Aktionen außerhalb des Tierheims waren tolle Erlebnisse für uns, die wir nie vergessen werden.

Am 9. April ging für uns eine sehr erlebnisreiche, spannende, lustige und sehr emotionale Woche vorbei. Jeder Schüler bekam ein Zertifikat über die Teilnahme an diesem Praktikum. Dass nun keiner gern seinen Koffer packten wollte, kann man sich denken. Am liebsten wäre den Schülern eine Verlängerung der Zeit oder zumindest in jedem Koffer ein Hund gewesen. Da beides nicht möglich war, mussten wir uns schweren Herzens von Marion Gonzalez, ihrem Mann und Sohn verabschieden. Das eine oder andere Tränchen floss. Zwei kleine schwarze Hunde durften doch mit uns nach Deutschland fliegen, diese

aktion tier Roggendorf, Mecklenburg-Vorpommern

Glück auf vier Pfoten Gerne möchten wir den Lesern unseres Vereinsjournals einmal auch kleine Erfolgsgeschichten von glücklich vermittelten Tieren aus dem Tierheim aktion tier Roggendorf zeigen. Jedes Jahr werden hier sehr viele Tiere in ein neues Zuhause vermittelt. Die glücklichen neuen Besitzer spüren die Dankbarkeit der Tiere und zeigen, dass es eben nicht der Welpe oder Zuchthund sein muss … Ein Bericht von Alexandra Pfitzmann

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Der Tierschutzverein Roggendorf und Umgebung e.V. wurde 1997 von engagierten Tierschützern gegründet und eröffnete ein paar Jahre später das Tierheim. Für die Finanzierung war maßgeblich aktion tier – menschen für tiere e.V. verantwortlich, der den Verein seit 1998 unterstützt. Insgesamt ca. 1500 Hunde und rund 2000 Katzen hat das Tierheim dann bis zum Jahr

2010 aufgenommen und hat diese meist erfolgreich in ein neues Zuhause vermittelt. Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommerns hat im Jahr 2005 das Tierheim Roggendorf als vorbildliches Tierheim mit besonders art- und verhaltensgerechten Haltungsbedingungen für Hunde und Katzen in Tierheimen ausge-

Wir sagen Danke für die schönen Tage.

warten nun im aktion tier Tierheim Meißen in Sachsen auf liebevolle Hundehalter. Ebenso hatten wir Spendengelder vom „Tag der offenen Tür“ von unserer Schule dabei, die vor Ort überreicht wurden.

zeichnet. Im Jahr 2015 hat aktion tier das Grundstück des TSV Roggendorf und Umgebung gekauft. Viele Firmen und das Landwirtschaftsamt in Schwerin sowie das Amt Gadebusch unterstützten das Tierheim dann zusätzlich in der Verwirklichung der Pläne!

Hier kommen die Erfolgsgeschichten: Das sind Amy und Luke, ehemals Saphir und Sam. Die beiden sind seit August letzten Jahres an meiner Sei-

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• aktion tier – menschen für tiere e.V.

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te. Ich habe sie adoptiert als sie vier Monate alt waren, jetzt sind sie bald schon 1 Jahr alt und gar nicht mehr wegzudenken. Die beiden Frechdachse halten mich zwar ganz schön auf Trab, machen das aber durch ausgiebiges Schmusen wieder wett. Wir haben Kater Egon 2015 ein neues Zuhause geschenkt. Er ist ein wirklicher Schmusekater und missen möchte ihn hier keiner mehr. Denn er ist ein kleiner verfressener „Sack“, den man einfach nur lieb haben muss.

draußen bewegen, ist allerdings sehr anhänglich und entfernt sich eigentlich nicht alleine vom Hof. Sein Fell ist auch wieder weiß, und er hat reichlich zugenommen. Er schnurrt eigentlich durchgehend, ist sehr lieb und verschmust. Meine Tochter und ich geben ihm viel Liebe (die er auch zurück gibt), ich glaube er freut sich jeden Tag über sein neues Leben, und wir freuen uns darüber, dass er bei uns ist. Wir haben Jordan im August 2017 adoptiert. Er ist so unkompliziert,

Egon Adoptiert wurden Garfield und Emma im Oktober 2017. Seitdem

haben wir sehr viel Spaß mit den beiden. Bei Emma ist es so gewesen: Aus einem hässlichen Entlein entwickelte sich ein wunderschöner „Schwan“. Eigentlich wollten wir ja keine zweite, beziehungsweise dritte Katze. Die beiden haben uns aber sowas von gekonnt um die Pfote gewickelt, dass wir den beiden Das „hässliche“ einfach ein neues Zuhause Entlein Garfield. geben mussten.

anhänglich, verschmust und manchmal auch frech – ein Traumkater!

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Im August 2017 sind wir auf Stanley aufmerksam geworden und dachten „Mensch, der würde super zu unserem Fynnie passen“. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, Stanley war da bereits seit 10 Jahren im Tierheim Roggendorf und war quasi nicht vermittelbar, da er sich von niemandem anfassen oder auch nur jemanden in die Nä-

Eigentlich wollte ich einen älteren Hund zu meinem Oskar dazu haben. Am liebsten einen Terrier oder Terriermix, gerne schwarz und natürlich groß. Dann sah ich Pelle, ehemals Odin, und schwuppdiwupp marschierte ich mit dem kleinen, knapp einjährigen Yorkimix von dannen... Aber immerhin ist es ein Terrier geworden. Pelle kam genau zur richtigen Zeit in mein Leben. Er hat mir schon so oft mein Lachen zurück gebracht. Danke für diesen wunderbaren Hund.

Jannes wohnt seit März 2017 bei

uns. Er hat sich gut erholt. Laufen auf hartem Untergrund war am Anfang kaum möglich, aber nun sind seine Pfoten schon länger komplett verheilt, so dass er auch mal mit uns durchs Dorf spaziert oder meine Tochter mit mir vom Schulbus abholt. Er kann sich drinnen und

Das sind Simba (ehemals Thymian) und Sammy (ehemals Klee) in die wir uns Anfang November 2017 sofort verliebt haben und die sich prächtig entwickelt haben. Wir sind so froh, dass wir die beiden bei euch gefunden haben.

Pelle

he kommen ließ. Davon erfuhren wir als wir dann vor Ort waren, dennoch wollten wir ihn nicht aufgeben. Wir fuhren dann 4 Wochen lang jedes Wochenende zu ihm, um mit ihm zu arbeiten. Schließlich hatten wir das Gefühl, dass wir mehr erreichen können, wenn er mal über ein Wochenende zu uns kommt. An diesem Wochenende machte er sozial so einen großen Sprung, dass wir es nicht übers Herz brachten ihn (auch wenn nur vorerst) wieder zurückzubringen. Seitdem hat er


projekte Das diesjährige Sommerfest im aktion tier-tierheim Roggendorf findet statt am 9. September 2018 ab 11 Uhr. Kommen Sie vorbei, und lernen Sie in einer schönen Atmosphäre das Tierheim kennen!

sich so toll entwickelt und ist ein absolut liebenswerter Begleiter. Er ist das beste Beispiel dafür, dass man keinen dieser Hunde, Katzen oder sonstigen Bewohner der Tierheime abschreiben sollte... Ich sende Ihnen Fotos von Jack und Sami. Zu Anfang wohnten wir in Thandorf. Nach dem Umzug nach Niendorf kam erst Hund „Nemo“ und dann noch der rote Tiger dazu. Leider verschwand Tiger nach anderthalb Jahren spurlos. Vor zwei Jahren zog ich nach Rieps in die Alte Molkerei. Hier kam dann die Räubertochter Ronja dazu. Sie saß eines Tages, genauso wie damals Tiger, einfach vor der Tür. Der Nemo ist mittlerweile leider von uns gegangen, so dass es jetzt ein reiner Katzenhaushalt ist.

Unsere Trudsche (ehemals Luna) hat sich unseren Sohn (damals 6) im August 2015 bei einem Besuch bei Euch ausgesucht und hielt seine Füße fest ganz nach dem Motto: Hier bin ich, nimm mich mit! Somit zog Trudsche am Folgetag bei uns ein und ist eine Bereicherung für die

ganze Familie geworden. Sie ist bis heute fixiert auf unseren Sohn und unsere kleine pflegeleichte Diva. Hallo, mein Name ist Loona (Aria). Ich habe seit Oktober 2017 meine neue Familie. Dort fühle ich mich sehr wohl. Auch mit meinen beiden Spielgefährten verstehe ich mich sehr gut. Eigentlich hätte ich ein Fisch werden sollen, denn ich liebe Wasser über alles. Liebe Grüße Loona (ehemals Aria)

Rike, ehemals Henrike, sorgte für

viele Tränen. Ihr Bild im Netz machte mir damals Hoffnung, meine seit 2008 vermisste Pietze wiedergefunden zu haben. Per E-Mail konnten wir jedoch schnell Übereinstimmungen ausschließen, aber Frau Herbing überzeugte mich doch persönlich das Tier anzusehen, sie meinte auch Tierärzte können sich verschätzen oder Fehler machen. Also fuhr ich nach Roggendorf, und ich spürte schon vorm Tor, dass es nicht meine Pietze war, Tränen im Überfluss, alles kam hoch, der Verlust schmerzte beim Anblick von Henrike so sehr. Pietzes Verschwinden ist bis heute nicht geklärt. Es kostete etwas Über-

zeugungsarbeit daheim, aber Henrike ließ mir keine Ruhe. Es dauerte keine Woche, dann zog sie doch bei uns ein, und ganz oft habe ich das Gefühl dass Pietze es war, die Henrike zu uns schickte.

Luna ist am 3. Januar

2018 im Tierheim Roggendorf aus- und bei uns eingezogen. Wir haben die kleine Maus sofort ins Herz geschlossen. Sie entwickelt sich prächtig, und im Moment entdeckt sie auch die Vorzüge als Freigängerin. Sie geht jetzt täglich zweimal mit uns raus, was ihr sehr gefällt. Sie ist immer um uns rum und begleitet jeden Schritt. Luna ist eine sehr liebe Katze, die es liebt gekrault und beschmust zu werden. Es war eine sehr gute Entscheidung, sie zu uns zu holen. Meinen Mann hat sie sofort um ihre Pfötchen gewickelt, na ja, und mich sowieso.

Unser Monty (ehemals Rio) ist nun seit 3 Monaten bei uns und bereits die dritte Katze aus dem Tierheim Roggendorf ... Am Anfang dachten wir, das wird nie was mit dem schon vorhandenen Kater Ferby... Aber mit ganz viel Geduld und Liebe sind alle drei (unser Hund gehört natürlich auch dazu) ein Herz und eine Seele.

TSV Roggendorf u. U. e.V. Gadebuscher Str. 3 19205 Roggendorf

Vermittlungszeiten: Mi., Fr., Samstag und Sonntag 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Besuchszeiten zum Gassigehen und ehrenamtliche Mitarbeit: Im Sommer: Mo.-So., ca. 11-17 Uhr Im Winter: Mo -So., ca. 11-15:30 Uhr Wir bitten um telefonische Voranmeldung. Wenn Sie uns nicht erreichen, sprechen Sie bitte auf den AB.

www.tierheim-roggendorf.de

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aktion tier Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Niedersachsen

Von Seeadler, Mäusebussard und neuer Sprunggrube Im Februar 2018 haben besorgte Bürger der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen einen verletzten Seeadler gemeldet, der sich seit Tagen an demselben Ort aufhielt und einen Flügel stark hängen ließ. Nach einer kurzen Hetzjagd über das Feld konnten Mitarbeiter der Wildtierstation den Vogel einfangen, der zwar flugunfähig, aber noch recht gut zu Fuß unterwegs war. Bei der Eingangsuntersuchung konnte schnell festgestellt werden, dass der rechte Flügel schwer beschädigt war. Ein Bericht von Dr. Florian Brandes

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Die Flügelspitze hing nur noch an Geweberesten, die Wunde war bereits mehrere Tage alt und eingetrocknet. Leider blieb nur die Amputation der Handschwinge, womit der Vogel dauerhaft flugbehindert und nicht mehr auswilderungsfähig sein wird. Ursache für die schwere Verletzung könnte die Kollision mit den Flügeln eines Windrades gewesen sein. Gleich mehrere Windkraftanlagen befanden sich in unmittelbarer Umgebung des Fundortes.

Später Wintereinbruch macht Wildtieren das Leben schwer Nachdem die Zeichen schon auf Frühling standen, hat ein später Wintereinbruch Ende Februar / Anfang März vielen Tieren noch einmal Probleme gemacht. Am Ende des Winters haben die meisten Tiere ihre Vorräte aufgebraucht und warten auf den Frühling. Bereits geschwächt können Schlecht26

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Die Eingangsuntersuchung des Seeadlers.

Über die Ringe, welche der Seeadler trug, konnten wir in Erfahrung bringen, dass der männliche Adler bereits 2009 in Neudorf / Osthavelkreis in Brandenburg beringt wurde. Glücklicherweise fand sich in der Adlerwarte Berlebeck ein Platz, wo der Vogel dauerhaft untergebracht werden kann. Hoffen wir, dass er mit dem bereits dort lebenden Weibchen wenigstens noch in Menschenobhut zum Erhalt seiner Art beitragen und Nachwuchs großziehen kann.

Graureiher.

Amputation der Handschwinge beim Seeadler.

wetterphasen ihnen dann den Rest in der ohnehin verlustreichen Jahreszeit geben. Besonders unter den unerfahrenen Jungtieren gibt es natürlicherweise eine hohe Ausfallsrate im Winter. In der Wildtierstation haben wir besonders viele halbverhungerte Mäusebussarde aufgenommen und wieder aufgepäppelt. Aber auch Vogelarten, die auf offene Gewässer angewiesen sind wie Graureiher und sogar zwei


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Zwei Graureiher fanden Zuflucht.

Exemplare der seltenen Wasserralle haben in der Wildtierstation Zuflucht gefunden. Diese konnten, nachdem sie sich erholt hatten und die zugefrorenen Gewässer wieder aufgetaut waren, in den Naturschutzgebieten rund um das nahegelegene Steinhuder Meer wieder freigelassen werden.

Wasserralle.

Sprunggrube im Naturlehrpfad wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert Nach Planung durch Miriam Obermüller ist in unserem Naturlehrpfad eine neue Station entstanden an der Kinder und Jugendliche ihre Kräfte im Weitsprung mit einheimischen Tierarten messen können. Entstanden ist mit Förderung durch die Niedersächsische BingoUmweltstiftung eine Sprunggrube, an der die Sprungkraft verschiedener Tierarten wie Eichhörnchen, Der Weitsprung war ein Ansporn für alle.

Sprunggrube Bau.

Hase, Fuchs und Reh ausgeschildert ist. Während eines Aktionstages halfen die Kinder bei der Fertigstellung und testeten erstmalig die Grube und ihre eigene Sprungkraft. Anschließend konnten sie sich mit frisch über dem Feuer gebackenem Stockbrot stärken.

Mit Stockbrot am Lagerfeuer wurde es gemütlich.

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Ein Garten, noch dazu direkt am Haus, ist für die meisten Menschen ein kleines Paradies, das nach den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen gestaltet und bepflanzt werden kann. Was dabei herauskommt, ist leider oft enttäuschend. Viele Hausgärten wirken monoton und phantasielos. Kurzgeschorener englischer Rasen, getrimmte Hecken aus fremdländischem Lebensbaum, Serbischer Fichte oder Türkischem Kirschlorbeer, eine Nordamerikanische Blautanne am Rand. Vielleicht noch ein Japanischer Ahorn und ein Forsythien Strauch dazu, garniert mit einigen unkrautfreien Rosenbeeten – fertig ist das langweilige Ziergarten-Einerlei. Ein Bericht von Ursula Bauer, aktion tier Geschäftsstelle Berlin

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© Ursula Bauer

Mein tierfreundlicher Garten

Der tierfreundliche Garten ist bunt und ein bisschen wild.

welt und fördert die heimische Flora und Fauna. Also los – die Tiere brauchen Sie!

Die ökologische Wertigkeit eines solchen Gartens ist sehr gering, und Tiere wird man nur vereinzelt darin finden. Kein Wunder – Insekten, Vögel, Eichhörnchen und Igel brauchen einen vielfältigen, möglichst naturnahen Lebensraum, der ihren Bedürfnissen gerecht wird. Angesichts des dramatischen Rückgangs vieler heimischer Tierarten, von denen bereits zahlreiche ausgestorben und etwa 30 Prozent in ihrem Bestand bedroht sind, können und sollen Haus- und Kleingärten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Auch Menschen, die ein Haus mit Garten gemietet haben, können sich in das Abenteuer Wildgarten stürzen. Denn die Gartengestaltung ist Privatsache, der Vermieter darf dem Mieter hier keine Vorschriften machen.

Auf die Wahl der Pflanzen kommt es an

Aus diesem Grund führt aktion tier die Kampagne „Mein tierfreundlicher Garten“ durch. Wir möchten Sie mit unseren Tipps dabei unterstützen, Ihr privates Grün in eine Oase für Wildtiere zu verwandeln. Das ist gut für die Um-

Auf den folgenden Seiten wird öfter die Rede von `heimischen Pflanzen´ sein, denen man den Vorzug geben soll. Vielleicht werden Sie denken: Aber die wachsen doch

Gehen Sie beim Gärtnern neue Wege.

Dieser Garten ist für Wildtiere ungeeignet.

draußen in freier Natur, was sollen die dann auch noch in meinem Garten? Leider wird permanent Natur zerstört oder durch intensive Nutzung, verbunden mit dem Einsatz von Pestiziden, für die meisten Lebewesen wertlos. Immer mehr Tierund Pflanzenarten sind dadurch vom Aussterben bedroht. Dieser Tendenz können wir entgegenwirken, indem wir unseren Garten in ein Stückchen Natur mit heimischen Arten verwandeln.

Pflanzen stellen die Ernährungsgrundlage zahlreicher Insekten dar, die entweder Teile davon fressen, ihren Saft trinken oder ihre Blüten besuchen, um Nektar und Pollen zu sammeln. Diese Insekten wiederum dienen räuberisch lebenden Arten als Nahrung. Beide Gruppen sind lebenswichtig für zahlreiche Wirbeltiere wie Eidechsen, Vögel, Fledermäuse, Maulwürfe, Igel und Spitzmäuse, die sich vorrangig oder sogar ausschließlich von Insekten ernähren.

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wir klären auf

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© aktion tier, Ursula Bauer

Neben Regenwürmern, Schnecken und Spinnen fressen Igel vor allem Insekten. © Ursula Bauer

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aktion tier-Kampagne


wir klären auf

© Ursula Bauer

Die roten Beeeren des heimischen Weißdorns (Crataegus monogyna) sind bei Vögeln sehr beliebt.

Bei der fast ausschließlich angepflanzten Garten-Forsythie (Forsythia x intermedia) handelt es sich um eine sterile Kreuzung, deren Blüten weder Nektar noch Pollen enthalten.

Unsere Insekten sind auf heimische Pflanzen „programmiert“. Nehmen wir als Beispiel die Schmetterlinge. Die erwachsenen Falter saugen meistens Nektar, die süße Absonderung der Pflanzenblüten, wo immer sie ihn finden. Also auch bei Blüten fremdländischer Pflanzenarten. Anders verhält es sich bei

Raupen ernähren sich ausschließlich von Brenn­nesseln (Urtica dioica), die Sie zumindest in einem kleinen Eckchen im Garten wachsen lassen sollten.

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Die Brennnessel (Urtica dioica) ist für viele Schmetterlingsraupen eine wichtige Futterpflanze.

Die ungefüllte Blüte der Gartenprimel (Züchtung, Primula veris x vulgaris) liefert sehr wenig Nektar und Pollen.

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Nur unsere heimischen, wilden Primeln produzieren viel Nektar und Pollen.

Die Wacholderbeeren des bei uns heimischen Juniperus communis mögen sogar über 40 Vogelarten, während die Früchte des bei vielen Gartenbesitzern beliebten China-Wacholders (Juniperus chinensis) so gut wie keine Abnehmer finden.

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Über 30 Vogelarten fressen die Früchte unseres heimischen Weißdorns (Crataegus spec.). Die Beeren des häufig angepflanzten, nah verwandten, aber aus Amerika stammenden Scharlach-Weißdorn (Crataegus pedicellata) finden dagegen nur zwei Vogelarten schmackhaft.

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den Schmetterlingsraupen. Diese benötigen einheimische Fraßpflanzen und sind häufig auf eine oder einige wenige Arten spezialisiert. Wenn wir den erwachsenen Falter in unserem Garten erleben möchten, müssen wir seiner Raupe die entsprechende Futterpflanze zur Verfügung stellen. Rund 50 unserer heimischen Schmetterlingsarten nutzen die Brennnessel als Raupen-Fraßpflanze. Typische `Brennnessel-Schmetterlinge´ sind Tagpfauenauge, Landkärtchen und Kleiner Fuchs. Ihre

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Dass heimische Pflanzen im Gegensatz zu fremdländischen für die hiesige Tierwelt extrem wichtig sind, zeigen die folgenden Beispiele:

Die gefüllte Blüte einer Gartenprimel (Züchtung, Primula veris x vulgaris) besitzt weder Nektar noch Pollen.

Nicht nur Exoten, sondern auch züchterisch veränderte Pflanzen sind für blütenbesuchende Insekten wenig attraktiv. Bei gefüllten Blüten ist für Insekten nichts mehr zu holen, da diese entweder keinen Nektar und keinen Pollen mehr produzieren oder die Tiere nicht an das Innere der Blüten herankommen.

Ohne Raupe kein Schmetterling.

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Der aus China und Tibet stammende Sommerflieder liefert erwachsenen Schmetterlingen zwar Nektar, ist jedoch keine Raupenfutterpflanze.

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© Ursula Bauer

© aktion tier, Ursula Bauer

Die Erdkröte versteckt sich gerne in Totholzhaufen.

Strukturvielfalt fördert Artenvielfalt

Schön bewachsene Steinspirale.

In diesem Zaun aus Ästen hat ein Igel seinen Unterschlupf.

Tiere kommen nicht zum Spaß in unsere Gärten, sondern weil sie hier Nahrung, Unterschlüpfe und Nistmöglichkeiten finden. Schaffen Sie möglichst viele unterschiedliche Lebensräume, denn vielfältige Strukturen sorgen für Artenreichtum. Eichhörnchen und Vögel etwa benötigen Bäume und Sträucher, Schlangen und Eidechsen sind in

cken und Spinnentieren, Eidechsen und Blindschleichen als Versteck, Überwinterungsmöglichkeit oder zum Sonnen beliebt sind.

langsam verwittert, machen sich zum Beispiel die Larven von verschiedenen Borken-, Bock-, Prachtund Rüsselkäfern an die Arbeit. Die von den Holzfressern genagten Gänge können im Anschluss von Wildbienen und einigen Wespenarten für ihr Brutgeschäft genutzt werden. Schwämme und Pilze, die gerne morsches Holz besiedeln, bieten einen weiteren Lebensraum für spezielle Käfer und Fliegen.

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Asthaufen

trocken-warmen Biotopen anzutreffen, und die meisten Frösche und Kröten brauchen eine gewisse Feuchte. Steine Natursteine bereichern jeden Garten. Aus ihnen lassen sich recht einfach und kostengünstig wertvolle Biotope bauen, die bei Mäusen, Igeln, Kröten, Insekten, Schnewir klären auf

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Stehendes Totholz ist seltener und daher ökologisch wertvoller als liegendes.

Wasser Ein Feuchtbiotop ist für jeden Garten eine hübsche und ökologisch wertvolle Bereicherung. Es

Bestimmte Käfer ernähren sich ausschließlich von Baumpilzen.

Artenreich bepflanzter, naturnaher Gartenteich.

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Bereits ein einfacher Steinhaufen ist eine Bereicherung für jeden Garten.

Die Larve des Gefleckten Schmalbocks (Strangalia maculata) ernährt sich von morschem Laubgehölz wie Buche, Birke, Eiche und Weißdorn.

Sie können einfach Äste im Garten aufhäufen oder in Form einer Hecke oder eines Zaunes gestalten. Neben Insekten finden hier Eidechsen und Schlangen geeignete Sonnenplätze. Auch Kröten, Igel, Wiesel und Spitzmäuse nutzen Asthaufen als Jagdrevier sowie als Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeit. Verwenden Sie das in Ihrem Garten anfallende Schnittgut, und denken Sie daran: Laubholz ist grundsätzlich artenreicher als Nadelholz.

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Totholz Abgestorbenes Holz wird von vielen verschiedenen Tieren genutzt. Allein über 1.300 Käferarten sind darauf angewiesen. Wenn Holz

Zauneidechsen (Lacerta agilis) bewohnen warme Biotope.

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Bei einer Mauer aus Naturstein sollten die Fugen offen bleiben, damit sie von Tieren und Pflanzen besiedelt werden können.

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Synthetische Düngemittel und auch sämtliche Torfprodukte gehören nicht in einen tierfreundlichen Naturgarten. Kunstdünger belastet die Umwelt, und außerdem mag es der naturnahe Garten grundsätzlich mager. Wenn das im Garten anfallende Laub und der Grasschnitt nicht „entsorgt“, sondern unter Bäumen und Sträuchern verteilt werden, können Pflanzen daraus wichtige Nährstoffe zurückgewinnen.


wir klären auf

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Am häufigsten finden sich Grünfrösche am Gartenteich ein. Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) ist eine Großlibellenart, die sich gerne an pflanzenreichen Teichen aufhält.

kann ein Teich sein, eine Wassermulde oder ein größeres, wassergefülltes Gefäß. Hat man die Möglichkeit, einen richtigen Teich anzulegen, sollte dieser über unterschiedlich tiefe Zonen verfügen. Tiefe Stellen von mindestens 1m sind wichtig, damit das Gewässer im Winter nicht vollständig durchfriert und Tiere wie Wasserfrösche, junge Molche, Fische und Libellenlarven überwintern können. Flachwasserzonen (etwa 10-40 cm tief) dürfen ebenfalls nicht fehlen, und an den Rändern sollten sanft auslaufende Uferbereiche modelliert werden, über die Teichbewohner leicht hinein- und auch wieder herauskommen können. Es empfiehlt sich, Sauerstoffpflanzen wie Wasserfeder (Hottonia palustris) oder Tannenwedel (Hippuris vulgaris) in den Teichgrund zu pflanzen, da diese das Teichwasser klar halten, das Algenwachstum reduzieren und Sauerstoff abgeben. Große und kleine Steine am Ufer, auf denen Insekten rasten und sonnenbaden können, sind sinnvolle, zusätzliche Strukturelemente. Für den Rückzugs- und Fortpflanzungsraum eignen sich Sumpfpflanzen wie TeichBinse (Schoenoplectus lacustris), Rohrkolben (Typha angustifolia), Wasser-Schwertlilie (Iris pseudaco-

rus), Wasserdost (Eupatorium cannabinum) und Blutweiderich (Lythrum salicaria). In Flachwasserzonen können Sie Arten wie Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica), Wasserminze (Mentha aquatica) oder Froschkraut (Luronium natans) setzen. Für den Tiefwasserbereich eignen sich untergetauchte oder schwimmende Pflanzen wie Weiße Seerose (Nymphaea alba), gelbe Teichrose (Nuphar lutea) und Krebsschere (Stratiotes aloides).

Die Bepflanzung sollte nicht zu dicht sein, damit sich die Vegetation von selbst ganz natürlich entwickeln kann. Sie können sich Anregungen aus der Natur holen und naturnahe Seen, Teiche und Tümpel näher untersuchen. Aber bitte entnehmen Sie keine Pflanzen, sondern kaufen Sie diese in einer Gärtnerei!

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Selbst solch ein kleines Wasserbecken ist sinnvoll.

Ein naturnah gestalteter Gartenteich wird meist schon nach wenigen Wochen von den ersten Libellen besucht, und in der Regel stellen sich dann auch bald Frösche, Kröten und Molche ein. Weitere, an Wasser gebundene Tierarten wie Wasserläufer, Köcherfliegen und Wasserwanzen kommen im Laufe der Zeit von allein dazu. Viele Vögel werden die Uferbereiche zum Baden und Trinken nutzen, und auch andere Gartenbewohner wie Igel, Mäuse und Schmetterlinge können hier ihren Durst löschen.

Gehölze Bäume und Sträucher sind mit ihren unterschiedlichen Wuchshöhen wichtige Strukturelemente und bringen `tierisch´ viel Leben in den Garten. Außerdem vergrößern Blätter und Äste mit ihrer umfangreichen Oberfläche den Lebensraum für Tiere. Nicht nur zahlreiche Säugetiere und die meis„Ich möchte alt ten Vögel sind auf Gehöl- werden!“ Inforze angewiesen, die sie als mieren Sie sich Nist- und Versteckmög- vor dem Pflanzen lichkeiten nutzen und von über die Endgröße deren Früchten sie sich eines Baumes. ernähren. Die Blätter von Bäumen und Sträuchern werden außerdem von Raupen und Käfern gefressen, und die Blüten liefern vielen Insekten Nektar. © Ursula Bauer

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Wenn der Platz für einen Teich nicht ausreicht, lässt sich auch aus einem Holzfass, einer Zinnwanne oder einem ausgehöhlten Stein mit anspruchslosen Pflanzen wie Binsen, Seerosen und Sumpfdotterblumen leicht ein Mini-Feuchtbiotop zaubern. Frösche und Molche werden sich hier natürlich nicht ansiedeln. Aber Wasserschnecken bekommen Sie oft über die gekauften Wasserpflanzen automatisch dazu, und auch Libellen und andere Insekten werIn einem Naturden in der Regel von teich sollten Sie kleinen Wasseroasen selbstverständlich magnetisch angezoauf jegliche Chemie gen. Alle Behältnisse sowie den Einsatz mit geraden, hohen technischer Geräte Wänden brauchen wie Schlammsauger aber unbedingt eine verzichten! Algen Ausstiegshilfe wie beilassen sich auch gut spielsweise ein angemit einem Kescher rautes Holzbrett oder entfernen. einen dickeren Ast mit rauer Rinde.

Viele Vögel, darunter die Kohlmeise, ernähren sich von den Früchten heimischer Gehölze.

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Sogar der in Deutschland sehr selten gewordene Laubfrosch (Hyla arborea) ist gelegentlich in Gärten mit Teichen zu finden.

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Die Beeren des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) werden von ca. 60 Vogelarten gefressen.

Im zeitigen Frühjahr sind blühende Ostbäume wie diese Kirsche wichtige Nektarquellen für Insekten.

Aus Holunderbeeren kann man auch Saft und Marmelade herstellen.

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Auf Weißdorn (Crataegus monogyna und Crataegus laevigata) leben etwa 150 Insektenarten wie Käfer, Wanzen, Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge. Außerdem ernähren sich mehr als 30 Vogel- und viele Säugetierarten von seinen roten Früchten.

Obst aus dem eigenen Garten ist nicht perfekt, aber gesund und schmackhaft.

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Die Birke – Betula pendula – kann bis zu 150 Jahre alt und bis zu 30m hoch werden.

Auch die Zitter-Pappel oder Espe (Populus tremula) ist für Tiere wie Raupen von über 30 heimischen Schmetterlingsarten wie Großer Eisvogel, Großer Schillerfalter und Trauermantel eine wichtige Futterpflanze.

Für Fledermäuse sind Baumhöhlen sehr wichtig.

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Die Larve des auffällige Nashornkäfer (Oryctes nasicornis) entwickelt sich im Holz von Alteichen. ●

Entstehende Löcher und Höhlungen sind wichtig für höhlenbrütende Vögel wie Gartenrotschwanz, Buntspecht, Kleiber und Meise. Eichhörnchen nutzen Baumhöhlen als Vorratskammer, Fledermäuse und Siebenschläfer als Nisthöhlen und Winterquartiere. Auch Hornissen und Wildbienen legen ihre Nester gerne in Höhlungen von Bäumen an. (S. Seite 30, `Totholz´)

Mindestens ein ökologisch wertvoller, heimischer Laub- oder Obstbaum sollte in jedem Garten stehen. Nur wenn wirklich genug Platz ist, können es auch mehrere sein. Geeignete Bäume (Endhöhe 10 bis über 20 m) für große Gärten sind Stieleiche (Quercus robur), Zitter-Pappel (Populus tremula), Birke (Betula pendula), Grauerle (Alnus incana), Hainbuche (Carpinus betulus) und Feld-Ahorn (Acer campestre). In einen kleinen Garten sollte man nur Bäume pflanzen, die höchstens 10m hoch werden wie beispielsweise Salweide (Salix caprea), Reifweide (Salix daphnoides), Eberesche (Sorbus aucuparia) und Holzapfel (Malus sylvestris). Von den Obstbäumen sind Apfel (Malus domestica) und Pflaume (Prunus domestica) empfehlenswert. Nicht

In Bezug auf unsere heimische Tierwelt leben in und an den beiden hiesigen Eichen (Quercus robur und Quercus petrea) die meisten Insektenarten. An keiner anderen Baumart wurden über 150 Großschmetterlingsarten, über 500 holzbesiedelnde Käfer und über 400 weitere, zum Teil räuberisch lebende Insekten nachgewiesen. © Hectonichus CC-BY SA 3.0

Einzelbäume

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Beispiele für die ökologische Bedeutung einheimischer Gehölze:

Der seltene Klarapfel ist nicht nur äußerst lecker, sondern außerdem ein guter Pollenspender und daher insektenfreundlich.

nur für die Tiere, sondern auch als kulinarische Bereicherung für den Gartenbesitzer. Lassen Sie Ihre Bäume bitte alt werden, denn Altbäume sind äußerst wertvoll.

© aktion tier, Ursula Bauer

Sträucher Den meisten Nutzen für die heimische Tierwelt bringt eine gemischte, möglichst lange Hecke. Allerdings kommen die Sträucher einer oft gestutzten Schnitthecke meist nicht zum Blühen und Fruchten. Wenn genug Platz vorhanden ist, wäre es daher besser, den Heckensträuchern die Möglichkeit zur freien Entfaltung zu geben. Ökologisch wertvolle heimische Straucharten sind Haselnuss (Corylus avellana), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) und Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum). Dornensträucher wie Schlehdorn (Prunus spinosa), Weißdorn (Crataegus laevigata, Crataegus monoSchlehdorn – Prunus spinosa – blüht nicht nur hübsch, sondern ist mit seinen Dornen auch ein wichtiger Vogelschutzstrauch. © Ursula Bauer

Die heimische Berberitze (Berberis vulgaris) passt sehr gut in eine Wildstrauchhecke. © Ursula Bauer

gyna), Hundsrose (Rosa canina), Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) und Brombeere (Rubus fruticosus) sollten in keiner Hecke fehlen, da sie zusätzlich die Vogel-


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Schauen Sie sich die Artenzusammensetzung eines naturnahen Feldgehölzes in Ihrer Umgebung an.

Grüne Wände Eine kurzgeschnittene, artenarme Rasenfläche ist für Tiere uninteressant.

Im zeitigen Frühjahr sind die reifen Früchte des Efeus eine wichtige Nahrung für viele Wildvögel.

Legen Sie doch einmal ein unkonventionelles Beet an, indem Sie die unterschiedlichsten Pflanzen miteinander mixen. Die größte Vielfalt und daraus resultierend der größte ökologische Nutzen entsteht, wenn man Kräuter, Obststauden, Gemüse und Blumen nicht als Monokultur, sondern als bunte Mischkultur pflanzt.

Wenn Sie Glück haben, findet sich die geschützte Feldgrille (hier eine Larve) ein. © Ursula Bauer

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Die Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa) überwintert gerne an efeubewachsenen Wänden.

Fremdländische Rhododendren hat jeder.

Südafrikanische Geranien nutzen der heimischen Tierwelt wenig.

Steinhummel (Bombus lapidarius) auf einer wilden Kornblumenblüte.

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Haussperling, Gartenrotschwanz und Amsel bauen gerne ihre Nester im Fassadenbewuchs. Geeignet sind selbstklimmende heimische Kletterpflanzen wie Efeu (Hedera helix), Wilder Wein (Parthenocissus tricuspidata) und Waldrebe (Clematis vitalba).

Bunte Wildblumenwiese.

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Mit Efeu und Wildem Wein berankte Fassade.

Ein Beet mit unterschiedlichen, fremdländischen Tagetes (Studentenblumen) ist attraktiv, die gefüllten Sorten bieten Insekten jedoch kaum Nahrung.

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den Wildblumen sind nicht nur eine Augenweide für uns Menschen, sondern auch ein Paradies für Insekten und all die Tiere, die sich von ihnen ernähren. Anders als der Rasen sollte die Blumenwiese nur ein bis zwei Mal im Jahr geschnitten werden, um die Selbstaussaat der Pflanzen zu fördern. Am besten verwendet man eine Handsense, die eine umweltschonende und rücksichtsvolle Mahd ermöglicht und die Wiesenbewohner nicht in Gefahr bringt. Das Schnittgut sollte komplett entfernt werden, damit sich eine magere, artenreiche Wiese entwickeln kann.

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Begrünte Fassaden und Mauern sind schön und wertvoll. Die Pflanzen isolieren und schützen die Bausubstanz und stellen attraktive Lebensräume für Vögel und viele Kleinlebewesen wie Spinnen, Schmetterlinge, Fliegen dar. Mehrere Singvogelarten wie Zaunkönig,

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Blumenwiese Die meisten Gärten verfügen über eine oder mehrere Rasenflächen. Wenn Sie zumindest einen Teil davon in eine artenreiche Blumenwiese umwandeln, können Sie Ihr buntes Wunder erleben. Die blühen-

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Kaufen Sie Strauch- und Baumarten, die bei Ihnen in der Natur wachsen. Diese sind heimisch und standorttypisch und werden sicherlich in Ihrem Garten gut gedeihen.

Beete Setzen Sie dem Beete-Einheitslook aus fremdländischen Geranien, Hortensien, Rhododenren, Bambus und Funkien sowie allerlei Zuchtrosen ein Ende. Unsere heimische Tierwelt kann mit diesen exotischen Pflanzen wenig anfangen. Sind deren Blüten auch noch gefüllt, sind sie nicht einmal für Nektar- und Pollensammler interessant.

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Amselweibchen.

Die Vielfalt im Beet bringt’s.

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brut vor Elstern, Katzen und anderen Raubtieren schützen.

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Natürliche Möglichkeiten für den Nestbau in morschen Bäumen oder in Hohlräumen an Gebäuden sind selten geworden. Mit geeigneten Nistkästen können Sie Vögel gut unterstützen. Die meisten Vogelarten bevorzugen Höhlen mit Einfluglöchern, die zu ihrer Körpergröße passen. Daher werden Nistkästen mit sehr

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Eichhörnchen im Vogelnistkasten.

reinigten Nistkästen neu aus und nutzen sie in der kalten Jahreszeit als Schlafplatz. Ab Oktober dürfen die Nisthilfen dann nicht mehr angetastet werden, damit Tiere, die sich schon eingerichtet haben, nicht gestört werden oder plötzlich obdachlos sind!

HINWEIS: Auf unserer Homepage unter www.aktiontier.org finden Sie in der „Bastelecke“ eine Reihe von Anleitungen für Nisthilfen zum Selberbauen.

Beim Aufhängen der Nistkästen an Bäumen, Hauswänden oder auf Balkonen in Höhe von 2-3 Metern sollte darauf geachtet werden, dass der Standort windgeschützt und für mögliche Fressfeinde wie Katzen, Marder und Waschbären unerreichbar ist. Das Einflugloch sollte nach Osten oder Südosten zeigen.

Beim Anbringen an lebenden Bäumen bitte nur rostfreie Aluminiumnägel verwenden.

Hier entsteht ein Nistkasten für Meisen.

Sind im September auch die letzten Vogelkinder ausgeflogen, sollten die Nisthilfen gereinigt werden. Auf Reinigungs- oder Insektenvernichtungsmittel bitte unbedingt verzichten. Wenn die Nistkästen wieder an ihrem alten Platz hängen, dienen sie anderen Gartenbewohnern wie Ohrwürmern, Wespenköniginnen oder auch Haselmäusen, Eichhörnchen und Siebenschläfern als Winterquartier. Außerdem polstern sich manche Vögel die ge-

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Nisthilfen für Vögel

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kleinem Einflugloch zwischen 25 mm und 28 mm auch von kleinen Meisenarten wie Blau-, Haubenund Tannenmeise bevorzugt. Kleiber, Kohlmeise und Spatz beziehen dagegen nur Kästen mit größeren Eingängen zwischen 32 und 35 mm Durchmesser.

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Der Regenwurm wandeln Organisches in fruchtbare Erde um.

Blaumeise an Nistkasten.

Tannenmeise (Parus ater).

Bestimmte Vögel benötigen sogenannte Halbhöhlen mit großem, offenem Eingangsbereich. Neben Arten wie Hausrotschwanz, Bachstelze und Zaunkönig zählen auch Amseln zu diesen Offenbrütern.

Lavendel wird von Schmetterlingen, Hummeln und Bienen geliebt, von Mücken dagegen gehasst.

Ein Komposthaufen im Garten ist eine sinnvolle Ergänzung, da er nährstoffreichen Naturdünger für die Beetpflanzen liefert und auch von den Gartentieren genutzt wird.

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Empfehlenswerte heimische, insektenfreundliche Stauden sind Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis), Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum), Blauer Natternkopf (Echium vulgare), Echte Schlüsselblume (Primula veris), Rainfarn (Tanacetum vulgare), Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) und Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea). Bienen und Co. lieben Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Pfefferminze, Thymian, Bohnenkraut und Borretsch.

Nisthilfen für Wildbienen Hierzulande gibt es über 550 Wildbienenarten. Ihre Bedeutung bei der Pflanzenbestäubung ist mindestens genauso groß wie die der Honigbienen. Auch Wildbienen sind aufgrund von Futterknappheit, Verlust von Lebensräumen und Niststätten sowie durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft in Gefahr. Sie werden immer seltener, und zahlreiche Arten sind bereits ausgerottet worden oder vom Aussterben bedroht. Indem Sie in Ihrem Garten viele heimische Gewächse anpflanzen sowie geeignete Nisthilfen zu verfügung stellen, können Sie den Wildbienen gut helfen.


Zweckmäßige, gut belegte Nisthilfe.

besonnt sein. Insektenlarven brauchen Wärme, um sich gut zu entwickeln. Tränken Wenn Sie in Ihrem Garten keinen Teich oder ein anderes Feuchtbiotop haben, können Sie mit einer Tränke vielen Tieren Gutes tun. Vor allem kleine Säugetiere und Vögel finden in unseren Städten immer weni-

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Der Standort sollte möglichst vor Wind und Regen geschützt, aber voll Ungeeignet – die für Wildbienen völlig wertlosen Fächer mit Zapfen und Rindenstückchen hätten besser genutzt werden können.

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Wiesenhummel (Bombus pratorum) saugt Nektar auf einer Calendulablüte.

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Nisthilfen sind Möglichkeiten der Eiablage. Die häufig verwendete Bezeichnung „Insektenhotel“ ist falsch und irreführend. Fertigprodukte mit Kiefernzapfen, Borkenstücken oder Holzspänen sehen zwar hübsch aus, taugen aber nicht als Nisthöhlen. Sinnvoll sind unter anderem Materialien wie Hartholz mit unterschiedlich großen Bohrungen, hohle Schilf- oder Bambusstängel, markige Holunder- oder Brombeerstängel, Lehmmörtel sowie ungebrannte Lehmziegel. Das Material der Nisthilfe sollte fest sitzen, so dass nichts verrutschen kann. Außerdem müssen Pflanzenstängel glatte Schnittkanten haben, und die Bohrungen im Holz müssen sauber sein, damit die Tiere ins Innere gelangen, ohne sich ihre zarten Flügel zu verletzen. Wildbienen krabbeln nämlich zur Eiablage rückwärts in die Brutröhren.

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Die meisten wildlebenden Bienenarten bilden keinen sozialen Staat, sondern leben einzeln. Bei diesen sogenannten Solitärbienen legt das befruchtete Weibchen mehrere hintereinander liegende Zellen unter anderem in hohlen Stängeln oder in Gängen von holzfressenden Käferlarven an. In jede dieser Brutkammern wird ein Ei gelegt und diese werden wieder verschlossen. Aus dem Ei schlüpft eine Larve, die sich nach einer Weile verpuppt und schließlich als voll entwickeltes Insekt aus ihrer Puppenhülle kriecht.

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Vom Bau der Brutkammern erschöpfte Wildbiene.

ger Möglichkeiten, ihren Durst zu löschen. Auch Insekten benötigen H 2O. Wespen, die ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung decken, verwenden das frische Nass zur Eichhörnchen beim Wassertrinken. Herstellung und zur Kühlung ihrer C el lu lose-Nester. Außerdem baden die meisten Vögel leidenschaftlich gerne! Um mögliche Krankheitsübertragungen zu minimie- Amseln baden sehr gerne. ren, sollten Wassergefäße täglich gereinigt werden. An heißen Tagen muss man das Wasser eventuell mehrmals erneuern. Soll das Vogelbad/die Tränke auf dem Boden stehen, ist ein Platz unter einem hohen Baum mit wenig Unterbewuchs oder mindestens zwei Meter Abstand von einem Gebüsch entfernt günstig. Hier bemerkt der Vogel schnell, wenn sich ein potentieller Feind nähert.

Dieses Wassergefäß eignet sich als Vogeltränke und -bad und ist mit den kleinen Einkerbungen auch optimal für Insekten.

Gefahrenquellen für Tiere ausschalten Keine Gartenmaschinen verwenden Wenn möglich, sollte in einem tier­ freundlichen Naturgarten grund­ sätzlich auf den Einsatz von Ma­ schinen verzichtet werden. Vor allem durch Tellersensen, Fadenmäher und Rasentrimmer werden zahlreiche Kleintiere getötet und regelmäßig Igel schwer verletzt. Auch durch motorbetriebene Rasenmäher finden viele Kleintiere den Tod. Durch Fadenmäher verletzter Igel. © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen

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Die zugedeck­ el­ten Röhren sind besetzt.

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Hummeln (Gattung Bombus) gehören auch zu den Wildbienen! Die meisten Hummelarten leben nicht solitär, sondern bilden einen Staat. Diese pummelig-pelzigen Wildbienen sind ebenfalls wichtige Pflanzenbestäuber und manchmal sogar effektiver als Honigbienen. Obstbauern halten sich daher häufig Hummelvölker.

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Regentonnen abdecken Alle Wasserbehältnisse mit hohen, glatten Wänden sind für Tiere gefährlich und müssen daher abgedeckt werden, damit durstige Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und Insekten nicht hineinfallen und ertrinken. 36

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Scheibenanflüge verhindern Je nach Lichteinfall spiegeln Fenster die Landschaft, so dass Vögel arglos darauf zufliegen. Betroffen sind vor allem im Herbst die unerfahrenen Jungvögel. Milchglas oder strukturiertes Glas sind aufgrund der geringeren Reflektion weniger gefährlich. Auch vorgezogene Gardinen und Rollos machen GlasfläDiese Singdrossel hat den Aufprall auf eine Glasfront nicht überlebt.

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Tödliche Gefahr, nicht nur für Igel und Mäuse.

In Netz verfangenes Vogelküken.

chen für Vögel besser erkennbar. Gute Erfolge wurden mit Mobiles oder Aufklebern erzielt. Auch der „birdpen“ ist ein effektives HilfsGuter Schutz für Vögel – mit dem birdpen Streifen auf die Scheibe malen. © aktion tier, Ursula Bauer

mittel. Mit diesem Stift kann ein für Menschen kaum sichtbares Muster auf Scheiben gemalt werden, die von Vögeln besser gesehen werden. Als weitgehend wirkungslos haben sich schwarze Greifvogel-Silhouetten erwiesen. Staub und Schmutz vermindern ebenfalls die Reflektion. Glasscheiben nicht so häufig zu putzen ist daher ein wirkungsvoller und für alle, die Hausarbeit nicht mögen, sicher willkommener Beitrag zum Vogelschutz. Greifvogelsilhouetten sind unwirksam.

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Durchgänge schaffen Der tierfreundliche Garten sollte nach außen nicht hermetisch abgeriegelt sein. Verschiedene „Fußgänger“ unter den Tieren wie beispielsweise Igel haben größere Reviere und müssen Grundstücksgrenzen problemlos passieren können. Damit unser Garten ein Vernetzungselement und keine Einbahnstraße ist, in der ein Tier unter Umständen sogar gefangen ist, müssen durchgehende Zäune oder Mauern entsprechende Durchlässe aufweisen. Mehrere Löcher von etwa 13 mal 13 cm sind ausreichend. Dieser bis zum Boden reichende Zaun ist für viele Tiere nicht passierbar. Igel auf der Suche nach einem Durchgang.

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Unter diesem Zaun kann sogar ein Igel bequem durchschlüpfen.

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Keine Netze über Obststräucher und -bäume Netze, die in Gärten für Obstbäume und -sträucher als Schutz vor naschenden Vögeln verwendet werden, gehören nicht in einen tierfreundlichen Garten. Nicht nur Vögel, sondern auch Igel, Eichhörnchen und viele andere Tiere können sich darin verfangen und qualvoll sterben.

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Kein Feuer im Garten Gartenabfälle wie Laub, Rasen und Baum- oder Strauchschnitt sollten nie verbrannt werden. Abgesehen von der Geruchsbelästigung und der Umweltbelastung werden auch alle in den Abfällen befindlichen Lebewesen durch das Feuer getötet.

Schächte und Treppen sichern Offene Lichtschächte sollten abgedeckt werden, damit Tiere gar nicht erst hineinfallen. Ein Gitterrost ist aufgrund der Löcher kein ausreichender Schutz. Außerdem befinden sich an den meisten Häusern steile Außentreppen, die zum Keller führen. Es kann vorkommen, dass Tiere auf ihrem Weg durch den Garten hinunterfallen. Igel, Kröten und Molche, die nicht so gut klettern können, kommen nicht mehr aus eigener Kraft hinauf. Am besten ist es, den gesamten Schacht mit einem Spezialblech abzudecken.

© aktion tier, Ursula Bauer

© aktion tier, Ursula Bauer

Ver­wais­tes Eichhörnchenbaby.

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Vorsicht beim Baumschnitt Im zeitigen Frühjahr werden gerne Bäume beschnitten oder gefällt. Ab Januar, also noch bevor Vögel mit dem Brutgeschäft beginnen, haben unsere Eichhörnchen bereits Junge, und es besteht die Möglichkeit, dass sich in dem betreffenden Baum ein Nest mit Babys befindet. Aktiv genutzte Tiernester dürfen gemäß Bundesnaturschutzgesetz nicht zerstört werden.


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Schneckenkorn tötet nicht nur Nacktschnecken, sondern auch die nützliche und geschützte Weinbergschnecke (Helix pomatia).

Kampagnenstart

„Mein tierfreundlicher Garten“

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Am 22. Mai fiel der Startschuss für unsere Gartenkam­ pagne unter anderem am Potsdamer Platz in Berlin sowie bundesweit an vielen weiteren Orten. Insgesamt drei entsprechend des Kampagnenthemas liebevoll ausgestaltete Infoanhänger kamen dabei zum Einsatz. Nisthilfen für Vögel und Wildbienen, Pflanzen und allerlei Insekten zeigten, wie man Tiere in den eigenen Garten locken kann. Plakate und ein eigens erstellter Film lieferten weitere Informationen. Unsere freundlichen Mitarbeiter gaben gerne kompetente Auskunft und verteilten unsere umfangreiche Kampagnen-Broschüre sowie als Geschenk Tütchen mit einer insektenfreundlichen Saatgutmischung.

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Die umfangreiche und informative KampagnenBroschüre können Sie bei unserer Berliner Geschäftsstelle anfordern.

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+++ kampagnenstart +++ kampagnenstart +++ kampagnenstart +++ kampagnenstart +++

Statt Gift im Garten Nützlinge fördern Die Verwendung von Gift ist im tierfreundlichen Garten tabu.

Schneckenkorn oder Gartendünger mit Blaukorn können Säugetiere töten, wenn sie gefressen werden. Auch auf Bäume aufgesprühte Insektenvernichtungsmittel können Eichhörnchen, die an Baumteilen nagen oder die Früchte fressen, das Leben kosten.

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Oder Sie ziehen den Zaun gleich so, dass er ca. 10 cm oberhalb des Bodens endet.

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Unter die Lupe genommen …

Im Trend:

Die Zahl der Menschen, die auf Fleisch oder sogar vollständig auf tierische Produkte verzichten, steigt immer mehr. In Deutschland liegt die Zahl der Vegetarier bei rund 8 Millionen; etwa 1,3 Millionen Menschen leben vegan, nehmen also keinerlei tierische Produkte zu sich und kaufen weder Leder noch Daunenprodukte. Die vegane Lebensweise ist modern geworden, längst haben dies auch die großen Ketten erkannt und bieten entsprechende Produkte an. Die Veggie-Welle ist so groß, dass sogar Fleischproduzenten vegetarische oder vegane Wurst und Fleischalternativen anbieten, die den Umsatz ihrer klassischen Fleischwaren oft übertreffen. Seit etwa zehn Jahren steigen die Umsatzanteile der Fleischalternativen rasant und gewinnen jährlich etwa 30% Zuwachs, längst ist der Markt millionenschwer geworden. Ein Bericht von Jan Peifer

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Die Gründe für den steigenden Anteil von Vegetariern und vor allem Veganern sind vielfältig. Die vegane Ernährung ist eine radikale Antwort auf Entwicklungen unserer Gesellschaft, die viele bewusste Verbraucher nicht mehr mittragen wollen. Im Vordergrund steht oft die Ablehnung der modernen Intensivtierhaltung, die immer mehr Fleisch produziert. Die Massentierhaltung hat sich zu einer brutalen und rücksichtslosen Ausbeutungsindustrie entwickelt, die sich in fast unvorstellbaren Dimensionen abspielt. Jedes Jahr leben und sterben allein in Deutschland 745 Millionen Tiere in der, für die und durch die Massentierhaltung. Weltweit liegt die Zahl der getöteten Tiere bei geschätzten 1,5 Milliarden. Dies entspricht rechnerisch fast 5.000 toten Tieren pro Sekunde, jeden Tag, das ganze Jahr. Fast alle dieser Tiere werden ihren Haltungsbedingungen angepasst, viele sehen niemals

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Tageslicht. Alle Tiere leiden unter Enge, Stress und Angst, vielfach auch an Missbildungen und Schmerzen, ein großer Teil stirbt schon vor dem Ende der Mast an den qualvollen Bedingungen. Wer dieses Massenleiden und -sterben nicht unterstützen und mitfinanzieren möchte, dem bleibt kaum eine andere Wahl als auf tierische Produkte komplett zu verzichten. Auch der Gesundheitsaspekt bringt viele Menschen dazu, Fleisch und Wurst von ihrem Speiseplan zu streichen. Denn der übermäßige Verzehr von Fleisch gilt als Ursache für viele Zivilisationskrankheiten. Fleisch wurde daher von der WHO sogar als krebserregend eingestuft. Die Unmengen von in der Tiermast verwendeten Antibiotika bedeuten zudem unkalkulierbare Risiken für den Verbraucher; Todesfälle infolge von antibiotikaresistenten Keimen sind schon lange keine Seltenheit mehr.

Die weltweite Tieragrarindustrie zieht weitere Folgen nach sich. So ist die moderne Intensivtierhaltung maßgeblicher Bestandteil für ein enormes Ernährungsungleichgewicht auf der Welt. Mit einer rein vegetarischen Ernährungsweise wäre die Menschheit in der Lage, fast 12 Milliarden Erdenbewohner zu versorgen und vor Hunger zu schützen. Stattdessen aber verbraucht die Produktion eines Kilogramms Fleisch bis zu 20 Kilogramm Pflanzenmasse und Tausende Liter Wasser, die an anderer Stelle fehlen. Dieser Ressourcenverschwendung sind durch die natürliche Verfügbarkeit Grenzen gesetzt, und doch gibt es heute annähernd so viele übergewichtige wie hungernde Menschen. Darüber hinaus ist die Tierhaltung für den Treibhaus­effekt mitverantwortlich; um ein Kilogramm südamerikanisches Rindfleisch zu erzeugen, wird die gleiche Menge an Co2-Ausstoß verursacht wie bei einer bis zu 1.600 Kilometer langen Autofahrt. Tierische Produkte können gut ersetzt werden Wer aus Tierschutz- oder anderen Gründen vegan leben möchte, muss konsequent sein und genau hinschauen. Denn die industrielle Tierhaltung liefert nicht nur Fleisch, Milch und Eier. Gelatine etwa, gekocht aus den Knochen der Tiere, findet Verwendung in Gummibärchen oder Kuchen, Leder (und Pelz) landen in der Bekleidungsindustrie,


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und auch weit darüber hinaus finden sich tierische Produkte vielerorts, wo sie auf den ersten Blick niemand vermuten würde: Seifen, Zahnpasta, Bier oder Zigarettenfilter werden häufig mit Hilfe tierischer Stoffe hergestellt. Die gute Nachricht ist: Alle diese Produkte gibt es auch ohne tierische Zusätze. Anders als noch vor 15 Jahren müssen Veganer heute auf kaum etwas verzichten. Vielleicht ist auch dies ein Grund, warum sich so viele Prominente zu einem veganen Lebensstil bekennen und diesen bewerben. Zu ihnen gehören weltberühmte Sportler wie die Tennis-Schwestern Serena und Venus Williams, Boxlegende Mike Tyson, Formel-1 Weltmeister Lewis Hamilton oder die Schauspieler Alicia Silverstone, Johnny Depp und Natalie Portman sowie zahlreiche weitere. Besonders wichtig ist dennoch nicht nur für vegane Spitzen- und Hochleistungssportler eine genaue Auseinandersetzung mit Zusammensetzung, Inhaltsstoffen und Wirkungsweisen pflanzlicher Ernährung. Weit verbreitet ist auch heute noch das Vorurteil, vegane Ernährung bringe Mangelerscheinungen hervor und sei daher ungesund. Doch diese Sichtweise ist einseitig. Denn ebenso wie vege-

tarische Kost besteht eine vegane Ernährung nicht in erster Linie aus dem Weglassen von Fleisch, Milch und Eiern. Vielmehr werden Nährstoffe tierischen Ursprungs durch Äquivalente pflanzlicher Herkunft ersetzt. So kann etwa der Bedarf an Kalzium, das üblicherweise mit tierischen Milchprodukten aufgenommen wird und wichtig für die Erhaltung von Knochen und Zähnen ist, problemlos über grünes Gemüse, Nüsse und pflanzliche Öle gedeckt werden. Auch Eisen, verantwortlich für Sauerstofftransport, Immunabwehr und überhaupt für Energie, lässt sich über Nüsse, Hülsenfrüchte, Ölsamen oder Trockenfrüchte leicht abdecken. Gleiches gilt für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und die Spurenelemente Zink und Selen. Lediglich die Versorgung mit Vitamin B12 ist mit einer rein veganen Ernährung nicht ohne weiteres sicherzustellen. Vitamin B12 ist wichtig für die Blutbildung und Nervenfunktionen, eine typische Mangelerscheinung ist Blutarmut, die sich durch häufige Müdigkeit und Blässe zeigt. B12 wird von Mikroorganismen gebildet und ist in den meisten Lebensmitteln tierischen Ursprungs reichlich enthalten, vor allem in

Fleisch und Innereien. Veganer und Vegetarier sollten in diesem Fall zu Nahrungsergänzungspräparaten greifen und im Verdachtsfall eine Blutuntersuchung vornehmen lassen. Im Allgemeinen aber ist eine vegetarische oder vegane Ernährung, wenn sie gut geplant und überdacht ist, kein Grund für Mangel. Im Gegenteil: Eine ausgewogene und vollwertige pflanzliche Ernährungsweise wird von immer mehr Ärzten und Ernährungsberatern unterstützt. Sie steigert die Gesundheit, das Gesundheitsempfinden und hat eine positive Wirkung auf die Lebenserwartung.

Vegane Ernährung ist nicht durch Verzicht, sondern durch Genuss, Vielseitigkeit und Lebensgefühl geprägt. Dies zeigt sich auch in der wachsenden Zahl veganer Restaurants und sogar VollsortimentsSupermärkte in vielen Städten. Wer

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Vegane Wurstalternativen gibt es fast in jedem Supermarkt.

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Es gibt sogar rein vegane Supermärkte, wie das Veganz in Berlin.

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auf eine richtige Zusammenstellung seiner Nahrungsmittel achtet und sich ein wenig mit Inhaltsstoffen beschäftigt, findet heute aber auch in fast jedem konventionellen Supermarkt gute Möglichkeiten, vollwertig und vegan einzukaufen. Vegan ist ein Trend; neue vegane Kochbücher werden nahezu wöchentlich veröffentlicht, längst gibt es eigene Fernsehsendungen und unzählige Internetseiten, Foren und Blogs. Diese sind nicht nur für Neuveganer eine gute Anlaufstelle, denn sie liefern wertvolle Tipps z.B. zu veganen Shoppingseiten oder Reiseveranstaltern. Insbesondere Bekleidung spielt für viele Veganer eine wichtige Rolle. Wer aus ethischen Gründen keine Tiere isst, der möchte sie

auch nicht als Lederschuhe oder Daunenjacke tragen. Leder und Daunen sind meist offensichtlich, doch häufig fehlt der Hinweis auf „nichttextile Bestandteile tierischen Ursprungs“ auf den Auszeichnungen in den Läden. Aber wie auch zu Produkten aus tierischem Leder gibt es vielfältige Alternativen. Leder etwa ist ein beliebtes Produkt, es ist vielseitig einsetzbar, langlebig und robust, gleichzeitig weich, hautfreundlich und atmungsaktiv. Eben diese Eigenschaften konnten Entwickler mittlerweile mit Geweben aus Pflanzenfasern erzielen. Zu den vielversprechendsten Rohstoffen für veganes Leder gehören bisher Fasern aus Hanf, Kork, Ananas oder Pilzen. Aus diesen lassen sich pflanzliche Pendants zu tierischem

Leder herstellen, die über nahezu die gleichen Eigenschaften verfügen, ganz ohne Tierleid. Ob Schuhe, Bekleidung oder Autoausstattung und Möbel – nicht nur Veganer sehen für diese Produkte eine große Zukunft voraus. Für den Weg einer rein pflanzlichen Lebensweise gibt es viele Beweggründe. Ob es ethische, gesundheitliche oder ganz andere Motivationen sind, ist dabei gleich. Allen gemein ist aber, dass der Entschluss zu einem veganen Leben ein sehr bewusster und gut überlegter Schritt ist. Wenn dieser Entschluss verantwortungsvoll gestaltet wird, kann die Frage, ob vegan ungesund ist, nur noch mit einer Gegenfrage beantwortet werden: Warum nicht vegan sein?

Wieder eine Tierseuche

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Kommt die Schweinepest?

Die afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, die Haus- und Wildschweine befällt. Die Erkrankung verläuft bei einer Ansteckung nahezu immer tödlich, ist aber auf den Menschen und andere Haustiere nicht übertragbar. Sie stammt ursprünglich aus Afrika und trägt daher auch ihren Namen. Vor etwas mehr als zehn Jahren schaffte sie den Sprung nach Asien und Europa, vermutlich durch illegale Entsorgung von kontaminierten Speiseresten. Ein Bericht von Jan Peifer 40

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Zuerst wurden Fälle der Seuche in Georgien gemeldet, dann vermehrt auch aus dem Süden Russlands. 2014 erreichte sie schließlich die Außengrenzen der EU in Polen und Litauen, nur wenig später folgten Meldungen aus Lettland und 2017 aus Rumänien und Tschechien. Die ASP breitet sich nahezu unkontrol-


lierbar aus, denn eine Impfung ist nicht möglich. Ursprünglich wurde sie durch Zecken übertragen, heute wird sie vor allem durch den Menschen und den grenzübertretenden Verkehr eingeschleppt. Besonders gefährlich sind nicht nur verunreinigte Schweinetransporter oder Kleidung und Ausrüstung von Jägern. Auch unüberlegt entsorgte Nahrungsreste sind ein großes Risiko. Denn selbst in verarbeiteten Fleischprodukten wie Wurst und Schinken kann das Virus sich halten und sogar unentdeckt vermehren – was für Wildschweine eine willkommene Nahrungsquelle, etwa in den Abfallbehältern von Autobahnraststätten ist, und bildet damit auch eine Ansteckungsgefahr für die Schwarzkittel. Die ASP ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Schon beim Verdacht auf eine Infektion muss das Veterinäramt unterrichtet werden. Bestätigt sich ein Verdacht, wird in der Regel der gesamte Tierbestand getötet (gekeult), um ein weiteres Ausbrechen zu unterbinden. Für Landwirte ist dieses rigide Vorgehen nicht nur mit hohem Aufwand, sondern auch mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden; der Deutsche Bauernverband schätzt den möglichen Schaden für die Tieragrarindustrie im Falle eines Ausbruchs der ASP in Deutschland auf bis zu zwei Milliarden Euro jährlich. Dieser dürfte sich nicht nur in einem wahrscheinlich sehr weit absinkenden Preis für Schweinefleisch zeigen, auch der Export in Drittländer würde massiv einbrechen. Die Reaktionen sind daher fast überall ähnlich.

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Dicht gedrängt müssen die Schweine stehen, so können sich Seuchen sehr leicht ausbreiten.

Drastische Maßnahmen werden vorsorglich auch in Deutschland ergriffen: Immer mehr Länder zahlen Jägern Prämien für den Abschuss von Wildschweinen, darunter Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bayern. Zudem wurde eine Aufhebung der Schonfrist beschlossen, vermehrt sollen junge Bachen und Frischlinge geschossen werden. Tierschützer geben allerdings zu bedenken, dass die Gefahr durch Wildschweine möglicherweise viel geringer ist als bisher angenommen. Denn Wildschweine sind standorttreu, infizierte Tiere sterben schnell und haben verhältnismäßig wenige Möglichkeiten, das Virus weiterzugeben. Mit Hausschweinen kommen sie physisch kaum in Kontakt. Schon jetzt liegt die Zahl der in Deutschland geschossenen Wildschweine im Schnitt der letzten zehn Jahre bei

Um Wildschweinwanderungen zu unterbinden, plant Polen die Errichtung eines mehr als 1.000 km langen Schutzzauns entlang des gesamten Grenzverlaufs zu Weißrussland und der Ukraine. Noch 2018 soll mit dem Bau begonnen werden. Um höhere Abschusszahlen von Wildschweinen zu ermöglichen, sollen polnische Jäger Sonderurlaub erhalten. Der polnische Zaun folgt dem Vorbild Tschechiens, hier wurde ein 45 km langer Zaun bereits errichtet. Und auch Dänemark macht sich für eine derartige Grenzsicherung stark; ein entsprechendes Bauvorhaben entlang der deutsch-dänischen Grenze wird derzeit geprüft.

etwa 500.000 pro Jahr, vereinzelt sogar sehr viel höher. Auf eine verstärkte Bejagung reagieren die Tiere stets mit steigendem Populationswachstum, wie hoch die Zahl der hierzulande lebenden Wildschweine tatsächlich ist, ist völlig unklar. Eine große Wildschweindichte, vor allem in bevölkerungsnahen Gebieten, ist dafür seit jeher ein Dorn im Auge vieler Landwirte. Denn Wildschweine können nicht nur Krankheitserreger in die Nähe von Hausschweinen bringen, sie verursachen auch ernstzunehmenden Schaden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie z.B. Maisfeldern. Daher warnen Vertreter wichtiger Organisationen vor einer Panikmache beim Thema Schweinepest auf Kosten der Wildschweine. Viel effektiver sei die Kontrolle der Abfallentsorgung, da hauptsächlich durch den Menschen verunreinigte Fleischerzeugnisse in Umlauf gelangen und Gefährdungspotenzial bieten. Nicht zuletzt liegt die Wurzel des Problems aber, wie vielerorts, an den billigen, überall und jederzeit verfügbaren Produkten aus der Massentierhaltung. Nicht nur um der Verbreitung der Schweinepest Einhalt zu gebieten, sollte zum Wohle aller Menschen und Tiere auch auf höherer Ebene an dieser Stellschraube gedreht und die Massentierhaltung eingedämmt werden.

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Keine Abschaffung der Massentierhaltung in Brandenburg

Kein Erfolg trotz Volksbegehren

Trotz deutlicher Abstimmung gegen die Massentierhaltung gibt es in Brandenburg Megaställe.

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des Bündnisses durch die Berufung eines Landestierschutzbeauftragten für das Land Brandenburg erfahren, außerdem sollte großen Tierschutzverbänden ein Klage-

recht eingeräumt werden. In anderen Bundesländern wurde dieses gegen den Widerstand der AgrarLobby bereits verwirklicht, damit der im Grundgesetz verankerte Tierschutzgedanke besser umgesetzt werden kann und dem Wohl der Tiere auch vor Gericht größeres Gewicht beikommt. Darüber hinaus hatte das Bündnis an den Brandenburger Landtag appelliert, einen Gesetzesentwurf in den Bundesrat einzubringen. Dieser sollte ermöglichen, bundesweit Kommunen mehr in Genehmigungsverfahren von Tiermastbetrieben mit einzubeziehen und ihnen hierbei ein stärkeres Mitspracherecht zu verschaffen. So sollten nicht nur die Tiere als die direkten Leidtragenden der Industrialisierung in der Tierhaltung besser geschützt werden, sondern insbesondere auch die schädliche Beeinflussung der Umwelt und damit auch der Menschen durch die Agrarindustrie eingedämmt werden. Der Brandenburger Landtag nahm das Volksbegehren an, wenn auch abgeändert und nicht in allen Punkten. Das Parlament for-

Ein Blick in einen Hähnchenstall, auch dies sollte es in Brandenburg nicht mehr geben.

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Schon länger hatten sich aufgrund der vielen Neuanträge für den Bau von Großmastanlagen in Brandenburg zahlreiche Bürgerinitiativen gebildet; Kräfte zu bündeln und der Zusammenschluss zum Aktionsbündnis war für die Gegner der Agrarindustrie der entscheidende Schritt nach vorn. Die Unterstützer des Bündnisses hatten die Landesregierung Brandenburgs aufgefordert, industrielle Massentierhaltung nicht mehr zu fördern und nur noch die artgerechte Haltung von Tieren zu unterstützen. Explizit verboten werden sollte das Verstümmeln von Tieren durch Abschneiden von Schnäbeln oder Schwänzen. Zwar ist diese Praxis schon jetzt eigentlich nicht mehr gestattet, dank zahlreicher Ausnahmeregelungen aber ist das sogenannte Kupieren in nahezu jedem Stall der Intensivtierhaltung an der Tagesordnung. Einen weitergehenden Schutz sollten die Tiere nach dem Anliegen

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Mit deutlichem Ausgang machte vor knapp zwei Jahren ein Volksbegehren in Brandenburg auf ein Thema aufmerksam, das viele Wähler beschäftigt: die Massentierhaltung. Fast 104.000 Menschen hatten von Juli 2015 bis Januar 2016 ihre Stimme für einen Zusammenschluss aus über 50 Organisationen, Verbänden und Initiativen abgegeben, welche sich gemeinsam für die Eindämmung der Massentierhaltung in Brandenburg einsetzen. Damit hatte das Bündnis rund 24.000 mehr Unterstützer sammeln können, als für einen ersten Erfolg notwendig gewesen wären: Der Landtag musste sich erneut mit der Forderung nach einer Begrenzung der Subventionen von Megamastställen beschäftigen. Ein Bericht von Jan Peifer


wir klären auf

derte die Landesregierung auf, Förderung und Genehmigung von Großmastanlagen einzuschränken, einen Tierschutz-Beauftragten einzusetzen sowie den Medikamenteneinsatz stärker zu reglementieren und damit die Gefährdung und Belastung von Tieren, Menschen und Umwelt zu verringern. Die Einführung eines Klagerechts für Tierschutzverbände hingegen unterstützte der Landtag nicht. Und auch die Begeisterung über angekündigte Verbesserungen hält sich nach einem Beschluss des Landtags vom Februar 2018 in Grenzen. Zwar wurde der Posten des Landestierschutzbeauftragten bereits geschaffen, die Förderpolitik für große Stallanlagen wurde neu geordnet und auch ein Erlass für Ab-

luftfilter in großen Schweinemastbetrieben erreicht, der den Neubau solcher Anlagen deutlich verteuern und damit erschweren soll. Doch hat die Regierung noch bis zum Ende des Jahres 2018 Zeit, ein Umsetzungskonzept für den Brandenburger Tierschutzplan vorzustellen, der u.a. bis Ende 2019 ein vollständiges Kupier Verbot vorsieht. Aus Sicht der Bündnisträger ist dieser Zeitraum viel zu lang, nicht zuletzt, weil Neuordnungen von Agrarvorschriften immer auch bei den Beratungen für den Landeshaushalt mit berücksichtigt werden müssen, was so jedoch kaum möglich ist. Unverständlich ist die lange Zeitspanne auch, weil zu den insgesamt 131 im Tierschutzplan aufgeführten

Punkten bereits intensive Vorarbeit geleistet wurde, auf die unverzüglich zurückgegriffen werden könnte. Vor allem aber wird die vorhandene Massentierhaltung in Brandenburg in der bisherigen Form kaum beeinträchtigt, solange geplante Maßnahmen nicht umgesetzt werden. So entstehen etwa im Spreewald, der Uckermark oder der Prignitz schon neue, riesige Ställe für Tausende Hühner und Mastschweine, ohne dass die beschlossene Beteiligung der Kommunen berücksichtigt wird. Das Aktionsbündnis hat daher den letzten Landtagsbeschluss auf das Schärfste kritisiert – gleichzeitig aber auch weitere Hilfe bei der Umsetzung des Plans angeboten, um eine möglichst zeitnahe Realisierung weiter voranzutreiben.

Gefährliche Umweltverschmutzung

Mikroplastik in den Meeren

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Die Rede ist von winzig kleinen Kunststoffpartikeln mit einem Durchmesser von unter fünf Millimetern. Sie entstehen unter anderem durch den Zerfall größerer

Kunststoffteile. Die Langlebigkeit von Kunststoff, die normalerweise als Vorteil angepriesen wird kehrt sich hier zum Nachteil, denn Kunststoff ist nur schwer bis gar

© Richard Carey - Fotolia.com

Plastik ist heute kaum noch aus dem Alltag wegzudenken. Die Industrie profitiert von der Vielseitigkeit der synthetisch, also künstlich hergestellten Stoffe – und die Natur leidet darunter. Bilder von müllbedeckten Strandabschnitten oder Meeresbewohnern, die sich an Plastikmüll klammern, sind längst zum Inbegriff der Umweltverschmutzung geworden. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn die viel schlimmere Belastung lauert wie bei vielem auch hier im Detail, im Kleinsten, im Mikroplastik. Ein Bericht von Stefanie Bacher

nicht abbaubar und kann dadurch nur in immer kleinere Partikel zerfallen. So wird Plastikmüll im und am Wasser durch Umwelteinflüsse wie Sonne, Wind und Wellengang Mitgliederjournal

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© Alexandra Pfitzmann

Vom Meer angespülte Plastikteile am Strand.

in Kleinstpartikel zerlegt, aber auch Kosmetikverpackungen oder synthetische Kleidungsstücke durch Abrieb zerkleinert und an das Ökosystem abgegeben. Neben diesem sekundären Mikroplastik gibt es auch das primäre, also Kunststoffe, die von Anfang an in sehr kleinen Durchmessern in Umlauf gebracht werden. Dazu zählen Basispellets, die Grundlage der gesamten Plastikproduktion, sowie Kunststoffe aus der Kosmetikindustrie. Letztere verwendet den synthetischen Stoff einerseits in partikulärer Form, also kleinsten Kügelchen, die durch Reibung zur mechanischen Reinigung der Haut beitragen sollen, wie es beispielsweise in Peelings oder Duschcremes oft der Fall ist. Aber auch in Putzmitteln, Cremes oder Lippenstiften finden sich die Kunststoffe als flüssige Bindemittel, Füllstoff und Glanzverstärker wieder. Die Plastikzusätze sind günstig, einfach herzustellen und daher in der Kosmetikindustrie allgegenwärtig. Lediglich Zahnpasten haben das Plastik bereits vor ein paar Jahren von der Inhaltsliste verbannt. Ganz egal in welcher Form, über das Abwasser gelangen die Partikel aus unserem Badezimmer in die Gewässer, denn die Kläranlagen können die kleinen Teilchen nicht rausfiltern. Studien beweisen, dass sich die Verschmutzung nicht 44

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nur auf die Weltmeere beschränkt, sondern auch in Seen und Flüssen bereits angekommen ist. So sind knapp ein Viertel aller Partikel, die in südwestdeutschen Binnengewässern gefunden wurden, Mikroplastik, die meisten davon stammen von Kosmetika. Die Kosmetikindustrie trägt zwar nicht die alleinige Schuld, hat aber einen großen Anteil an der Verschmutzung und ist nach Aussagen von Umweltschützern zudem leicht vermeidbar. Das sahen auch führende Kosmetikhersteller ein und kündigten bereits vor Jahren an, freiwillig bis Ende 2014 in ihren Produkten zumindest teilweise auf den synthetischen Zusatz zu verzichten. Tatsächlich hat die Verwendung seit dem aber zugenommen, wie die Verbraucherplattform „Codecheck“ verkündete. Eine Reglementierung sollte daher gesetzlich festgelegt werden, und tatsächlich gibt es seit einigen Jahren Druck von der politischen Seite. So dürfen seit vier Jahren solche Produkte, die Mikroplastik enthalten, kein EU-Ecolabel mehr tragen. Die Vereinigten Staaten, Canada und Großbritannien haben bereits 2015 ein Mikroplastikverbot unterschrieben. Auch Irland und Neuseeland unterzeichneten Gesetze, nach denen Mikroplastik in Kosmetika bis zum Sommer 2018 ebenfalls der Kampf angesagt werden soll, Italien will im folgenden Jahr nachziehen.

Das Problem der Konsequenz liegt allerdings in der Definition, denn viele Staaten verbieten nur die partikulären Plastikteile in Kosmetik, die flüssigen dürfen überwiegend noch bestehen. Allerdings nehmen mittlerweile auch die Hersteller die Bedrohung für voll, sodass zu Beginn dieses Jahres bereits 46 Marken vollkommen auf synthetische Zusätze verzichten. Aber warum ist der Verzicht auf kleine Plastikpartikel in der Kosmetik überhaupt wichtig, worin liegt die Gefahr? Sind die Partikel einmal im Abwasser, durchlaufen sie einen langwierigen Kreislauf. Sie werden von Meeresbewohnern wie Plankton, Würmern und Miesmuscheln mit Nahrung verwechselt und gefressen oder direkt über das Wasser aufgenommen. Über die Nahrungskette setzt sich der Kreislauf über größere Fische bis hin zum Menschen, der Fisch und Meeresfrüchte samt Plastikpartikel zu sich nimmt, fort. Aber auch Vegetarier bleiben nicht verschont, wie die Carl-vonOssietzky-Universität in Oldenburg beweisen konnte. Demnach wurden Plastikpartikel aus Kosmetikprodukten auch in Milch, Bier und Softdrinks, sowie in Honig gefunden. Der Kreis schließt sich also, indem das Plastik zurück zu seinem Erzeuger gelangt und gibt damit nicht nur aus Liebe zur Umwelt Anlass zur Vorbeugung.


wir klären auf

© Ursula Bauer

Eine App als Einkaufsratgeber

Plastik tötet.

Plastik verursacht schwere Vergiftungen Denn auch wenn die eigentliche Schädlichkeit von Mikroplastik noch nicht bewiesen ist, konnte festgestellt werden, dass die Partikel weitere Gifte und Schadstoffe wie ein Magnet anziehen und an ihrer Oberfläche binden und damit einen Giftcocktail bilden, der sich über die Jahre hinweg erweitert. Bei kleinen Wasserbewohnern führt das zu teils schweren Vergiftungen und Entzündungen. Es liegt auf der Hand, dass auch der Mensch am Ende der Nahrungskette nicht von den Schadstoffen verschont bleibt, und ganz abgesehen davon, wirkt die Vorstellung, Plastik auf den Tellern zu haben nicht gerade appetitlich. Wem das nicht schmeckt, der sollte eingreifen, auch wenn die Vermeidung synthetischer Stoffe in Anbetracht des häufigen Vorkommens erstmal wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken mag. Als erster Anlauf eignet sich das heimische Badezimmer, denn dort versteckt sich das meiste Mikroplastik, das durch kunststofffreie Alternativen ersetzt werden kann. Die meisten Kosmetikhersteller setzen auf Mikroplastik, da es ein günstiges Füll- und Bindemittel ist und die Konsistenz einerseits zu einer einheitlichen Masse zusammenhält, aber auch kostengünstig streckt. Dieser Vorteil wird auch noch für

Wer wissen will, ob seine Kosmetikprodukte Mikroplastik enthalten, muss eigentlich nur einen Blick auf das Etikett werfen, denn wie alle Inhaltsstoffe müssen auch sie aufgelistet werden. Da diese Inhalte aber für die wenigsten verständlich sind und damit selten für Klarheit sorgen, bietet die Homepage des BUND einen Einkaufsratgeber in Form einer Produktliste, bei der sämtliche Kosmetika mit Mikroplastik aufgelistet sind. Wem die analoge Recherche zu aufwendig erscheint, der kann sich auch Unterstützung für das Smartphone holen und seine Lieblingsprodukte durch Einkaufsratgeber-Apps überprüfen. Ein kurzer Scan des Barcodes reicht aus, um einen Einblick in die Inhalte zu bekommen. Der Vorteil einer solchen App liegt ganz klar in der Verständlichkeit, aber auch in der Funktion, den Fokus auf bestimmte Inhalte zu setzen, sodass diese in der Inhaltsliste ganz oben erscheinen. Neben Mikroplastik meldet die App auch weitere schädliche Inhaltsstoffe wie Palm- oder Mineralöl, außerdem zeigt sie, ob das Produkt vegan oder vegetarisch ist, Gluten oder Laktose enthält. Ein echter Allrounder

also für Küche und Bad eines jeden umweltbewussten Verbrauchers! Aber auch jenseits des heimischen Badezimmers kann man helfen, Verschmutzungen durch Mikroplastik einzuschränken. Wie immer lohnt es sich, den eigenen Plastikverbrauch möglichst klein zu halten, also weitestgehend auf verpackungsfreie Alternativen oder Gläser zurückzugreifen. Darüber hinaus nützt auch ein wachsamer Blick. Ganz egal, ob beim Spaziergang mit dem Hund oder beim gemeinsamen Grillen im Park, wer darauf achtet wird leider schnell feststellen, dass es praktisch keine größere Fläche ohne (Plastik-) Müll mehr gibt. Müll, den man ganz einfach aufheben und gezielt entsorgen kann, damit er nicht durch Wind und Regen in den nächsten See oder das Grundwasser gelangt, um dort durch weitere Umwelteinflüsse in Kleinstpartikel zerlegt zu werden. Noch wichtiger als die Unterbrechung der Verbreitungskette von Mikroplastik wäre ein generelles globales Verbot oder zumindest eine konsequentere Einschränkung. Denn ist das Plastik einmal Teil des Ökosystems, ist es nicht mehr zu entfernen und ist es nicht beängstigend, dass da etwas ist, was da nicht hingehört, aber niemals wieder entfernt werden kann?

Wir müssen mithelfen, unsere Umwelt zu erhalten. Mitgliederjournal

© Ursula Bauer

Naturkosmetika genutzt, der konsequente Umstieg auf natürliche Produkte reicht hier also nicht aus.

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© Daniel Kühler

Der Buntspecht hat einen Zapfen in seine Schmiede geklemmt.

aktion tier Berlin

Die Spechtschmiede

Eine Schmiede ist in der Tierkun­ de eine natürliche Stelle wie bei­ spielswiese ein Stein oder eine extra zurechtgemachte Örtlichkeit wie et­ wa ein Spalt in einem Baumstamm, an der Vögel Nahrung einklemmen, die nicht ohne weiteres gefressen werden kann und daher erst bearbei­ tet werden muss. Dabei fungiert der Untergrund wie ein Amboss, und der Vogelschnabel ist der Hammer. Verschiedene Vogelarten zeigen diese intelligente Art, sich Nah­

© Ursula Bauer report

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rung zu erschließen. Der Bunt­ specht ist wohl der eifrigste Schmied – daher spricht man von der Specht­

Bei dieser Schmiede wurde ein natürlicher, durch einen Astbruch verursachter Spalt genutzt.

Hier hat der Buntspecht ein Loch in die Rinde gehackt, um Nahrung einklemmen zu können.

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Die Robinie vor der Anbringung unseres Eichhörnchenseiles.

© Ursula Bauer

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Bei näherer Untersuchung entdeckte ich dann, dass an mehreren Stellen Zapfen in die Rinde der Robinie ge­ steckt worden waren. Das sah lustig aus, wie eine Dekoration. Aber in der Natur hat alles seinen Sinn, und auch in diesem Fall war klar, was hinter dieser vermeintlichen „Instal­ lation“ steckte. Ein Tier hatte die Zapfen in den Spalten der Baumrin­ de verkeilt, um besser an die Samen heranzukommen. Genauer gesagt ein Vogel. Unsere Robine wird als sogenannte Schmiede genutzt.

© aktion tier

Als wir im März unser Berliner Eichhörnchenseil kontrollierten, fiel mir auf, dass am Boden unter der Robinie, an der das eine Seilende befestigt war, zahlreiche Fichten- und Douglasienzapfen lagen. Wer hatte die hier hergetragen und zu welchem Zweck? Ein Bericht von Ursula Bauer, aktion tier-Geschäftsstelle Berlin


Daniel Kühler ist zwar passionierter VogelFotograf, ihm gelingen jedoch auch fantastische Natur- und Landschaftsaufnahmen. Der Schweizer hat viel Geduld, wenn er seine Lieblingstiere fotografieren möchte und ist zu Recht stolz darauf, dass alle seine Aufnahmen in freier Natur entstanden sind. Er macht es sich nicht leicht, lockt die Tiere nicht mit Futter an, sondern wartet, beobachtet und drückt dann im richtigen Augenblick den Auslöser seiner Kamera. Wir danken Herrn Kühler herzlich, dass er uns die beiden seltenen Fotos von einem Buntspecht beim Benutzen seiner Schmiede kostenlos zur Verfügung gestellt hat! Weitere Informationen und viele schöne Bilder finden Sie unter: www.danielkuehler.ch

Mit seinem Schnabel zerhackt er den Zapfen, um an die nahrhaften Samen zu gelangen.

Der alte Zapfen wird entfernt, der neue in die Schmiede gestopft und mit dem Schna­ bel so lange bearbei­ tet, bis der Specht die Samen mit der Zunge herausziehen kann. Geeignete Schmieden wie unsere Robinie mit dem Eichhörn­ chenseil werden gerne immer wieder benutzt. Daher die vielen Zap­ fen am Boden.

© Ursula Bauer

schmiede. Normalerweise fressen Buntspechte (Dendrocopos major) vorrangig tierische Kost. In der kal­ ten Jahreszeit, wenn Käfer, Schne­ cken und Würmer in ihren Verste­ cken Winterruhe halten, stellt der Vogel seine Ernährung auf Beeren, Nüsse und Samen um. Um Nüsse zu knacken und an die Samen in den Zapfen von Nadelbäumen zu gelangen, trägt er die widerspens­ tige Beute im Schnabel zu seiner Schmiede. Oft hacken Buntspechte dafür extra ein Klemmloch in ei­ nen Ast oder einen Baumstamm.

© Daniel Kühler

report

Dieser Zapfen ist „leergeräumt“.

Drosselschmiede

Singdrossel

© Klaus Roggel

Auch die Singdrossel (Turdus philomelos) ist ziemlich pfiffig, wenn es darum geht, an Nahrung zu kommen. Sie liebt Bänderschnecken, kann deren Gehäuse jedoch nicht mit ihrem zierlichen Schnabel zerstören. Also sucht sich der schlaue Vogel einen Stein, an dem er das Schneckenhaus zerschlagen kann. Im Laufe der Zeit liegen eine Menge Gehäuse-Scherben herum, da Singdrosseln ihre Drosselschmiede immer wieder gebrauchen.

Die Leibspeise der Singdrossel sind Bänderschnecken.

© Ursula Bauer

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aktion tier informiert

Es ist Sommer. Viele Blumen sind schon lange aus ihrer Winterruhe erwacht und setzen bunte Farbtupfer in Feld und Flur. Die Natur zeigt ein neues Gesicht. Das satte Gelb der Sumpfdotterblumen leuchtet weithin, unterbrochen von weißen Haarschöpfen des Wollgrases. Ein Bericht von Ingeborg Polaschek, aktion tier Fachberatung für Wild- und kleine Haustiere

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Schon frühmorgens singt der Am­ selhahn sein Frühlingslied, um ein Weibchen anzulocken und sein Revier anzuzeigen, und das „Pinkpink“ der Meisen begleitet sein melodisches Flöten. Auch Bach­ stelzen sind nun auf Partner- und Wohnungssuche. Wie ihr Name schon sagt, nisten sie gerne in Ge­ wässernähe. Von Seen, Teichen und Bächen fühlen sie sich angezo­ gen, und an Überschwemmungsflä­ chen sowie kleinen Feuchtgebieten sind die­se lebhaften Vögel zu beo­ bachten. Bachstelzen sind jedoch nicht unmittelbar an Gewässer gebunden. Sie haben als Kultur­ folger neue Lebensräume für sich erschlossen. So sind sie auf großen Rasenflächen in den Städten, wie auch auf Sport- und Campingplät­ zen, in Parks und in Kiesgruben zu finden. Gerne nisten sie in Ge­ höften, denn dort gibt es besonders auf Misthaufen ausreichend Insek­ tennahrung für ihre Brut. In Schup­ pen, Scheunen, unter Dachfirsten, in Holzstößen und Mauerlöchern sowie in Höhlungen der Kopfwei­ den bauen sie ihre Nester. Bekannt sind auch Berichte von Tierfreun­ den, die mitunter ihre Baumaschi­ nen, Traktoren und Kraftfahrzeuge während der Brutzeit der Bachstel­ zen nicht benutzten, um dort die Eier und Jungen dieser Vögel nicht zu vernichten.

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Wassergärtner können sich Kinn, Kehle und Vorderbrust in glücklich schätzen, wenn auf ihrem glänzendem Schwarz zeigen. Die Gelände ein Bachstelzenpärchen übrige Unterseite und auch die heimisch geworden Unt er s c hwa n z d e ­ ist. Es ist schön, cken sind weiß be­ In früheren Zeiten brachdiese grazilen Vö­ fiedert. Tiefschwarz te ihnen dieser Wippgel zu beobachten. und teilweise weiß schwanz die Bezeichnung Charakteristisch ist besäumt sind die „Ackermännchen“ ein. ihr langer, schwar­ Flügel dieser schö­ Dies resultierte daraus, zer Schwanz mit nen Vögel. dass Bachstelzen gerden weißen Außen­ ne hinter pflügenden säumen. Auf Stel­ Männchen und Bauern herliefen, um zenart ist er ständig Weibchen sind ähn­ Bodeninsekten zu fanin Wippbewegung lich, so dass es für gen. Sie saßen auf den und daher ein gutes einen Laien schwie­ frischen Ackerschollen, Bestimmungsmerk­ rig ist, sie auseinan­ und das Schwanzwippen mal. der zu halten. Bei erweckte den Eindruck, jungen Bachstel­ die Vögel würden den Gemessen von der zen sind die Farben Bauern helfen, große Schnabelspitze bis und Konturen noch Ackerschollen klein zu zum Schwanzende nicht stark ausge­ schlagen. erreichen Bachstel­ prägt, man kann sie zen eine Gesamt­ jedoch gut durch ihr länge von 18 cm. Ihr Verhalten den Bach­ Gewicht liegt bei 23 g. Auffallend stelzen zuordnen. Zum Beispiel ist das schwarz-weiße Federkleid das Laufen in fast waagrechter dieser hübschen Vögel. Die Stirn Körperhaltung mit dem bereits er­ vom Schnabelansatz bis zum hin­ wähnten wippenden Schwanz und teren Augenwinkel ist leuchtend ihr auf- und abbogiger, wellenför­ weiß und unterscheidet sich deut­ mige Flug. Auffallend ist auch das lich von der schwarzen Kopfplatte. immer wieder kurze Hochschnel­ Bis zum Vorderrücken zieht sich len, um auffliegende Insekten zu das glänzende Schwarz und mün­ erhaschen. Dabei rufen sie scharf det in graue Rücken- und Schul­ „tsissik-tsissik“. Es ist lustig an­ terfedern. Dunkelgrau bis grau­ zuschauen, wenn Bachstelzen mit schwarz ist der Bürzel. Kopf- und weit ausholenden Schritten ihrer Halsseiten sind weiß, wogegen sich Beute nachjagen.

© ipo Bildagentur

Die Bachstelze


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© ipo Bildagentur

Europäische Bachstelzen sind Teilzieher. Zum Teil überwintern sie in Mittel- und Westeuropa, zum Teil im Mittelmeerraum, und viele zieht es bis nach Zentralafrika. Im März/April finden sie sich wieder in ihrem Brutgebiet ein, wobei die Männchen den größten Anteil der „Zuerst-Heimkehrer“ bilden. Wenn auch die Weibchen eingetroffen sind, wird emsig nach einem güns­ tigen Nistplatz in dem vorher vom Männchen ausgewählten Territori­ um gesucht. Mit Halbhöhlenkästen kann man die Ansiedlungen von Bachstelzen fördern. Die emsigen Vögel werden Gefaser, Blättchen und Moos herbeitragen und zusam­ menfügen. Als künftige Vogeleltern geben sie sich viel Mühe, um die Innenseite des Nestes dicht mit Fe­ dern, Haaren und anderen feinen Materialien auszukleiden. Bald lie­ gen 4-6 winzig befleckte weißgraue, graue oder braungraue Eier in der Mulde. Nach einer Brutzeit von 1116 Tagen schlüpfen die Jungen, die vornehmlich vom Weibchen ausge­ brütet wurden, während das Männ­ chen mit seinem Ruf „dschiwiddschiwid“ jeden Konkurrenten wis­ sen ließ: „Revier besetzt“. Das Ku­ ckucksweibchen allerdings lässt sich davon weniger beeindrucken, denn hin und wieder sucht es auch Bach­ stelzennester auf, um dort eines sei­

© ipo Bildagentur

Ein Bachstelzenjahr

ner Eier abzulegen. Dann ist natür­ lich die Bachstelzenbrut verloren, denn der geschlüpfte Kuck­uck dul­ det keine fremden Jungen im Nest und wirft sie kurzerhand hinaus. Diesem Schicksal entkommen, wachsen die Bachstelzenjungen schnell heran, gut gefüttert von bei­ den Eltern, die eifrig Köcher- und Eintagsfliegen, kleine Libellen, Ameisen, Wanzen und Spinnen her­ beitragen. Flohkrebse und kleine Fischchen gehören ebenfalls zu ih­ rer Nahrung. Nach etwa 13-14 Tagen verlassen die nun flügge gewordenen

Jungen das Nest. Sie werden von den Eltern noch einige Tage gefüt­ tert und geführt. Wenn sie selbst­ ständig sind, beginnen die Eltern in der Regel mit einer zweiten Brut. Auch Drittbruten sind möglich. Da Bachstelzen so gut wie nicht lär­ mempfindlich sind und auch nicht besonders wählerisch bei der Brut­ platzsuche, haben sie es leichter, ge­ eignete Brutplätze zu finden als an­ dere Vogelarten. So dienten schon Blumentöpfe oder auch Gewächs­ hauseinrichtungen und alte Schuhe als Kinderstube. Von einigen Vo­ gelarten wie Staren und Saatkrä­ hen ist allgemein bekannt, dass sie Schlafgesellschaften bilden. Auch Bachstelzen neigen zu diesem Ver­ halten. Tagsüber gehen sie meist al­ leine auf Nahrungssuche, jedoch in der Nacht schlafen sie gerne gesel­ lig, besonders Jungvögel und jene, die nicht mehr brüten. Der Wegzug nach dem Süden be­ ginnt Ende August, wobei Jungvö­ gel den Anfang machen. In Scharen zusammengefunden ziehen sie in ihre Überwinterungsgebiete, ge­ folgt von den Altvögeln im Septem­ ber/Oktober. Hoffen wir, dass sie wieder gesund zurückkehren, unter unserem Hausdach brüten oder im Gebüsch am Gartenteich ihr Nest bauen und Insekten aus dem Was­ ser fischen.

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aktion tier Haustiertipps

Das 1 x 1 der Kaninchenpflege Kaninchen sind super süß, keine Frage. Doch leider ist es bei all ihrer Niedlichkeit nicht immer ganz so einfach zu erkennen, ob es ihnen gut geht. Deshalb haben wir einen kleinen Leitfaden erstellt, der es dem Kaninchenbesitzer leicht machen soll, nichts Wichtiges zu übersehen. Schließlich können die schnuckeligen Fellnasen nicht sprechen und haben auch ansonsten wenige Möglichkeiten, sich auszudrücken. Sie können weder mit dem Schwanz wedeln noch winseln, nicht fauchen noch die Krallen ausfahren. Deshalb müssen Kaninchenhalter besonders aufmerksam sein und gewisse Dinge im Auge behalten. Ein Bericht von Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

© Dr. Tina Hölscher, aktion tier

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Verweigert ein Kaninchen das Futter, muss es sofort zwangsernährt werden.

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Die Zähne Ein wichtiges Thema sind die Zäh­ ne. Kaninchenzähne wachsen le­ benslang. Sie nutzen sich beim Fressen ab. Allerdings nur, wenn ausreichend Rohfaser von den Klei­ nen gefuttert wird. Nur diese har­ ten Bestandteile sind grob genug, so dass sich die Zähne ab raspeln. Deshalb ist es wichtig, dass vorwie­ gend hochwertiges Heu verfüttert wird. Wenig Saftfutter (als Faustre­ gel kann hier 80 g pro Tier und Tag angesetzt werden) ist in Ordnung. Auf Getreide sollte am besten ganz verzichtet werden. Das macht das Kaninchen zwar satt, aber die Zähne nutzen sich bei dieser Nah­ rungsform nicht ab. Sie werden im­

Fehlstellung oder Fehlernährung lässt die Zähne zu lang werden. Das Tier kann nicht mehr fressen und verhungert.

Zu lange Zähne wachsen in die Backe ein und führen zur Abszess Bildung. Dieses Tier muss operiert werden.

© Dr. Tina Hölscher, aktion tier

Das Gewicht Einmal wöchentlich ist je­ des Kaninchen zu wiegen. Hierzu eignen sich Brief-, Baby- oder auch Küchenwaa­ gen. Das Tier wird behutsam auf die Waage gesetzt und das Gewicht notiert. So kann der Verlauf der Ge­ wichtsentwicklung über Jahre hin­ weg genau dokumentiert werden. Gewichtsabnahmen weisen immer auf ein Problem hin.

© Dr. Tina Hölscher, aktion tier

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Das Fressverhalten An erster Stelle gilt es sicherzustel­ len, dass jedes Tier jeden Tag frisst. Tut es das nicht, stimmt etwas nicht. Kaninchen müssen jeden Tag Nah­ rung zu sich nehmen und können sehr schnell abbauen, wenn sie das nicht tun. Sie versterben innerhalb weniger Tage, wenn sie kein Futter aufnehmen. Deshalb müssen Halter von Kaninchen wirklich jeden Tag genau beobachten, ob Futter aufge­ nommen wurde. Wenn nicht, muss sofort ein Tierarzt konsultiert wer­ den.


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© Dr. Tina Hölscher, aktion tier

Die Krallen Einmal im Monat ist Nagelkon­ trolle angesagt. Kaninchen, die im Freien leben, nutzen ihre Krallen fast immer ausreichend ab. Anders Kaninchen, die vorwiegend in der Wohnung leben. Sie haben keine Möglichkeit zu buddeln, und ihre Krallen werden lang und länger. Be­ vor sie aussehen wie die Fingernä­ gel von Struwwelpeter, müssen sie gekürzt werden. Das kann der Tier­ halter selber machen. Am besten er holt er sich dazu eine Hilfsperson, die das Kaninchen fixiert. Sehr ge­

doch mal ein Tropfen Blut kommt, Der Kot und Urin ist das nicht schön, aber es pas­ Hier gilt es zum einen zu beurtei­ siert auch nicht wirklich etwas. Die len, wurden Kot und Urin abge­ setzt, und wie ist Kralle sollte nicht die Konsistenz? Ist verbunden werden. Eines sollte jeder Kanindie Farbe normal, Das Horn wächst chenhalter darüber hinaus oder hat eines der von selber nach. unbedingt wissen: Kaninchen Tiere Durchfall? sind keine Hasen. Bei Hasen Vor allem in den Die Vorsorge handelt es sich um eine ganz Som mer monaten Um gesund zu blei­ andere Tierart. Kundige Kaninkann Dünnpfiff ben benötigen Ka­ chenbesitzer sprechen deshalb gefährlich werden. ninchen zwei Imp­ auch niemals von Hasen, Fliegen werden von fungen. Die eine wenn sie von ihren Lieblingen den Kotresten an­ schützt sie vor ei­ berichten. Schließlich will eine gezogen und legen ner Krankheit, die Katze auch nicht als Hund bedort gerne Eier ab. heißt Myxomatose. zeichnet werden, oder? Aus ihnen schlüp­ Die andere vor ei­ fen Maden, die sich ner Seuche namens unter die Haut des RHD (Rabbit Hae­ morrhagic Disease). Diese Seuche Kaninchens bohren. Das geschieht kann in zwei Varianten auftreten. innerhalb von Stunden. Deshalb Deshalb muss die Impfung vor bei­ müssen Tiere, die im Freien leben den Sorten, vor der RHD 1 und der und weichen Stuhl haben immer gründlich beobachtet und bei Be­ RHD 2, schützen. darf gesäubert werden. Encephalitozoon cuniculi: Kopfschiefhaltung deutet auf eine ansteckende Krankheit hin. Infizierte Tiere müssen von gesunden getrennt werden und dürfen nur mit gleichartig erkrankten zusammen gehalten werden.

Überlange Krallen.

Fremdkörper auf Schneidezähnen.

© Dr. Tina Hölscher, aktion tier

schickte und zudem geübte Besit­ zer schaffen es aber auch alleine. Kaninchen haben vorne fünf und hinten vier Krallen. Vor allem die etwas höher angesetzte Daumen­ kralle auf der Innenseite der Vor­ derpfoten ist leicht zu übersehen. Ist das Horn durchsichtig, kann man leicht den rosa Zapfen erkennen, der innerhalb der einzelnen Kralle gelegen ist. Er muss unbedingt ge­ schont werden, sonst tut man dem Tier weh. Die Kralle darf also nur so weit gekürzt werden, dass zum rosa Zapfen ein Abstand von einem Millimeter gewahrt wird. Schwie­ riger wird es bei pigmentierten Krallen, die braun oder schwarz sind. Da sieht man nicht, wo das Leben beginnt. Umso vorsichtiger muss man schneiden. Wenn dann

Das Fell Die Fellqualität sollte dicht und ohne Schuppen sein. Kahle Stellen können auf einen Pilzbefall hindeu­ ten. Verfilzte Strukturen verhin­ dern, dass Sauerstoff an die Haut gelangt. Daher müssen Knoten herausgekämmt, geschnitten oder besser geschoren werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die perga­ mentartige superdünne Haut der Kaninchen nicht verletzt wird.

© Dr. Tina Hölscher, aktion tier

mer länger und wachsen schließlich in die Backenschleimhaut ein. Es bilden sich üble Entzündungen, die kaum mehr in den Griff zu be­ kommen sind. Im schlimmsten Fall kann das Kaninchen irgendwann kein Futter mehr aufnehmen und stirbt.

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Nachdem wir von dem Insektensterben und dem Rückgang der Bienen gehört haben, wollten wir einfach etwas tun.

Hallo, Kids, heute wollen wir euch einmal unseren Garten zeigen. Den stellen wir gerade tierfreundlich um. Äh Max, übertreibst du nicht wieder?

Warte Max, ich mache auf. Aber warte mal... Passt schon Lulu. Wurst schun suhen!

Der tierf­r eund­ liche Garten ... Hey, Max, der Stock ist doch viel zu breit für unser Garten­ törchen!

Ohweh. Ich kann nicht hingucken.

Max baut begeistert an seiner Benjeshecke. Auch Tot­ holzhecke genannt. Das sind Hecken, die durch Samenan­ flug eine Bepflanzung entwickeln und einer Vielzahl von Tieren einen natürlichen Unterschlupf bieten. Einige Lücken lassen kleine Tiere ungehindert passie­ ren. Es entsteht ein grüner lebender Zaun.

Aber, aber, aber, wie hat er das denn jetzt gemacht?

Lasst auch ruhig mal den Stamm eines toten Bau­mes stehen. Ihr werdet staunen wie schnell viele Lebe­ wesen in ihn einziehen werden.

Staunen könnt ihr aber auch, wenn ihr einmal eine begrenzte Fläche eurer Wiese einfach mal nicht mehr mäht. Das bietet vielen Insekten einen ganz neuen Lebensraum. Mit heimischen Wildblumensamen ver­ setzt, wird es im nächsten Jahr dann auch richtig bunt.

Auch wenn man keinen Platz hat, um einen Teich zu bauen, Platz für eine Vo­ geltränke bietet sich immer. Es gibt doch nichts schöneres als den Piepmätzen beim Trinken und Baden zuzuschauen.

Überredet doch mal eure Eltern die eine oder andere Idee auch in eurem Garten umzusetzen. Habt ihr selber keinen Garten, aber vielleicht einen Balkon? Dann könnt ihr auch mitten in der Stadt etwas tun und einen Blumenkasten mit schönen Wildblumen bepflanzen. Aber ganz egal was ihr vorhabt, besprecht das zuerst mit euren Eltern.

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junior

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in

r­ e f r e i t

u n d l­i c h

Ein tierfreundlicher Garten ist nicht auf­ geräumt und am besten etwas wild, denn alle Tiere mögen Verstecke. Hier seht ihr was Lolo und Max schon alles in ihrem Garten geändert haben. Denn je abwechslungsreicher ein Garten ist, desto mehr Tiere zieht er an.

junior

er G arten Beim Pflanzen von Obstbäumen achtet auf heimische Arten. Sie bieten vielen Tieren Unter­ schlupf und Futter.

Kompost Natursteinmauer Nisthilfen für un­ sere gefiederten Freunde

Gartenteich

Viele weitere Hinweise auf einen tierfreundlichen Garten findet ihr auf den Seiten 28-37 in diesem Heft.

Heimische, abwechs­ lungsreiche Pflanzen und Blumen.

Liebe Kinder! Auch diesmal ha­ ben sich im rechten Bild wieder zehn verflixte Fehler ein­ geschlichen. Könnt ihr sie alle finden?

© Illustrationen – Peter Bolz

Weitere Informationen erhaltet ihr unter:

www.aktiontier-junior.org

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aktion tier Tierschutzunterricht

n t n k e e k i n z t e u Ferie h c s r e n i T

Deshalb findet unser Tierschutzunterricht auch in den Schulferien statt. Neben Schulen und KiTas besuche ich in den Ferien auch besondere Einrichtungen, wie zum Beispiel die Lebenswelt gGmbH, eine interkulturelle Jugendhilfe in Berlin. Ein Erfahrungsbericht von Simone Schweiger, aktion tier Tierschutzpädagogin

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Bei LebensWelt finden Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung. Ein wichtiger Bestandteil der sozialpädagogischen Arbeit ist die Vermittlung gesellschaftlicher Normen und Werte. Unser Tierschutzunterricht kann genau dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Denn die pädago-

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junior

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gische Wirkung des Tierschutzunterrichts geht weit über die Vermittlung des richtigen Umgangs mit Tieren hinaus. Mit Hilfe verschiedener Übungen und durch das offene Besprechen persönlicher Erfahrungen der Kinder mit Tieren, wird oft schnell deutlich, dass Tiere, wie wir Menschen, empfindsame Lebewesen sind. Eine Methode, die ich gerne anwende, ist der Vergleich von Haus-

tieren und deren Wildtierform. Damit wird das Erschließen der optimalen Lebensbedingungen für Haus- und Nutztiere zum Kinderspiel. Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel: Wenn wir die Wildform des Hundes, den Wolf und seine natürliche Lebensweise, betrachten, wird schnell deutlich, welche Bedürfnisse unser Haustier Hund hat. Genauso wie der Wolf immer im Rudel, einem sozialen Verbund, lebt, möchte auch ein Hund bei sei-


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ner Familie sein und nicht lange allein zuhause bleiben. Wölfe bewegen sich viel, denn sie müssen ihr Futter noch selbst jagen. Ein starker Bewegungsdrang ist Hunden deshalb in die Wiege gelegt. Natürlich ist dieser von Hund zu Hund unterschiedlich stark ausgeprägt, aber dennoch: Ein Hund braucht Bewegung! Wie schon angedeutet, ein Wolf jagt. Was frisst er also? Ganz genau: hauptsächlich Fleisch! Auch das Futter unseres vierbeinigen Freundes sollte deshalb einen hohen Fleischgehalt aufweisen und nicht voller „tierischer Nebenerzeugnisse“ stecken (genauere Informationen zur Ernährung von Hunden und Katzen findet ihr in unserer Broschüre „Tierliebe geht durch den Magen“ und auf unserer Homepage). Durch entsprechende Vergleiche mit verschiedenen Wildtierformen, über deren natürliche Lebensbedingungen die Kinder meist erstaunlich viel wissen, entsteht ein tiefliegendes Verständnis für die Bedürfnisse aller Lebewesen.

schwierig – und in manchen Fällen sogar unmöglich – diese Aufgabe ist, wird den Kindern durch das ausführliche Diskutieren bewusst. Empathie, Mitgefühl und Verständnis gegenüber anderen Lebewesen und deren Bedürfnissen werden so gestärkt. Auch Eigenverantwortlichkeit sowie die Bereitschaft und Pflicht, die Folgen für sein Verhalten zu tragen, sind essentielle Werte, die im Tierschutzunterricht Vermittlung finden. In meinen Unterrichten begegne ich immer wieder Schülern, die besonders stark am Tierschutz interresiert sind. So erhalte ich viele E-Mails mit Fragen, die ich immer gerne beantworte. Auch Luis und seine Mutter haben mir geschrieben. Im Folgenden findet ihr meine Antworten auf Luis Fragen. Vielen Dank für die Blumen, und bis zum nächsten Mal!

Der Tierschutzunterricht stärkt die Empathie Fähigkeit der Kinder Wenn man sich ein Haustier hält, ist man dafür verantwortlich, dass es dem Tier gut geht. Im Vergleich zum Wildtier hat das Haustier nicht die Möglichkeit, sich selbst Futter zu suchen, wenn es hungrig ist, oder einfach los zu laufen, wenn es Lust zu laufen hat. Einem Tier optimale Lebensbedingungen zu bieten ist aber gar nicht so einfach. Wie

Simone Schweiger

Lieber Luis, vielen Dank für deine interessanten Fragen, die zeigen, dass du sehr viel über das Thema Tier(-schutz) nachdenkst! Zur ersten Frage „Die toten Tiere im Supermarkt sind sowieso tot, dann könnte ich sie doch essen bzw. auch mal probieren“ lautet meine Antwort: „Probieren geht über Studieren!“ wie man so schön sagt. Es spricht überhaupt nichts dagegen, dass man Fleisch einmal probiert – oder sogar regelmäßig Fleisch isst. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Jeder Mensch hat eine andere Einstellung gegenüber Tieren, die sich aus seinem Wissen über Tiere, seinen Erfahrungen mit diesen und seinen Gefühlen gegenüber Tieren ergibt. Genau deshalb sieht jeder von uns in einem Tier etwas anderes. Für viele Menschen – mich eingeschlossen – sind Tiere tatsächlich Lebewesen. Wie der Name schon sagt, wollen alle Lebewesen leben. So wie wir Menschen auch! Und ich möchte sie nicht daran hindern. Ich bin davon überzeugt, dass Tiere, genauso wie wir, Leid, Schmerz und Freude empfinden und möchte nicht, dass ein Tier meinetwegen, für oder durch mich leidet. Deshalb habe ich mich schon vor vielen Jahren dazu entschlossen, keine Tiere zu essen. Denn mit jedem Kauf von Fleisch und somit mit jedem Bissen, den man isst, unterstützt man, dass Tiere geschlachtet werden und in

Ferien sind Ferien! tzunterricht im Sitzen. Deshalb gab es diesmal Tierschu

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den meisten Fällen leiden müssen. Wenn man Fleisch essen möchte, musste dafür zuerst ein Tier getötet werden. Ganz einfach! Möchtest du also nicht, dass ein Tier leiden oder sterben muss, kannst du mit deiner Entscheidung kein Fleisch zu essen, jeden Tag aufs Neue dazu beitragen, dass für dich schon mal kein Tier geschlachtet werden musste. Mit der Entscheidung kein Fleisch zu essen, beeinflusst du nicht nur das Leben der Tiere, sondern auch das deiner Mitmenschen und leistest zudem einen großen Beitrag zur Gesunderhaltung deiner Umwelt. Denn wie du sicher weißt, wird für die „Produktion“ von Fleisch die Umwelt ganz schön verschmutzt! Ich wurde schon sehr oft gefragt, warum ich kein Fleisch esse. Immer wenn ich der interessierten Person meine Entscheidung erklärt habe, habe ich mein Wissen und meine Erfahrung an sie weitergegeben. Genau dadurch ändert sich dann in manchen Fällen sogar die Einstellung dieser Person gegenüber Tieren. Wenn sich dann auch diese Person dazu entscheidet, in Zukunft kein oder weniger Fleisch zu essen, hat man gleich doppelt so

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viele Tierleben gerettet und seine Umwelt geschützt. Zur Beantwortung deiner zweiten Frage „Warum esse ich ab und zu Fisch, aber nie Fleisch?“ möchte ich zunächst etwas ausholen: Wie ich schon in meiner ersten Antwort schreibe, hat jeder eine andere Einstellung gegenüber Tieren, jeder aus seinem eigenen Blickwinkel eine andere Sicht auf die Dinge. Deshalb hat jeder Mensch eigene Vorstellungen darüber, wie etwas zu sein scheint. Richtig oder falsch, gut oder schlecht – jeder versteht darunter etwas anderes, und das ist auch völlig in Ordnung so. Manchmal handeln wir jedoch widersprüchlich zu unseren eigentlichen Vorstellungen und können uns bei genauerem Nachdenken erstmal selbst gar nicht erklären warum. Viele Menschen essen zum Beispiel einerseits billiges Fleisch – wofür Tiere mit großer Sicherheit leiden mussten – haben aber gleichzeitig ein Haustier, das sie behandeln wie ihr Kind und dem niemand jemals Schmerzen oder Leid zufügen dürfte. Wie kann das sein? Ich erkläre mir das so: Bei ihrem Hund sind sich die meisten Menschen ganz sicher,

dass er Gefühle hat. Das ist so, weil sie mit ihm zusammenleben und seine Gefühle wahrnehmen und beobachten können. Dass das bei einem Schwein so genau ist, darüber haben sie vielleicht noch gar nicht nachgedacht. Oft möchten Menschen auch einfach nicht darüber nachdenken, weil sie Angst davor haben die grausame Wahrheit zu kennen. Denn Wissen bestimmt unser Handeln. Und weiß man, wie sehr „Nutztiere“ leiden, so müsste man eigentlich handeln und aufhören Fleisch zu essen. Das bringt viele Menschen in einen inneren Konflikt, denn: Menschen sind Gewohnheitstiere. Vielen Menschen fällt es schrecklich schwer, ihre Gewohnheiten zu ändern. Du kennst das vielleicht selbst. Um fünf Uhr morgens aufzustehen ist gar nicht so leicht! Aber zurück zum Thema: Der Unterschied vom Schwein zum Haustier ist in Deutschland für viele Menschen sehr groß, da sie einfach kein Schwein kennen und deshalb wenig über deren Empfindungen und Gefühlsleben wissen. Wir Menschen lernen durch Beobachtung. Und darin steckt auch meine Lösung für deine Frage, warum einige Menschen Fisch essen,


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Du hast noch Fragen? Auch du denkst viel über Tiere nach und hast eine Frage zum Thema? Dann schick mir gerne eine E-Mail an:

Die Adresse lautet: aktion tier – menschen für tiere e.V. z. H. v. Simone Schweiger Kaiserdamm 97 / 14057 Berlin

tierschutzpaedagogin@aktiontier.org

Natürlich kannst du mich auch anrufen! mich Am besten erreichst du er: mm Nu er end unter folg 0177 42 43 085

oder einen Brief in unsere Geschäftsstelle.

aber kein Fleisch. Im unserem Alltag begegnen uns lebende Fische – außerhalb eines Aquariums – schon mal gar nicht. Wie auch? Wir leben schließlich in unterschiedlichen Elementen! Natürlich gibt es sehr viel Forschung über Fische, aber trotzdem. Über Fische wissen die meisten Menschen einfach nicht so viel wie über andere Tiere. Sehr viele Menschen gehen zum Beispiel davon aus, dass Fische anders oder weniger als Säugetiere empfinden und finden es

deshalb in Ordnung Fisch zu essen. Jeder muss das für sich entscheiden. Außerdem ist es – bei aller Tierliebe – wichtig, auf seine eigene Gesundheit zu achten. Viele Fische sind sehr gesund, deshalb entscheiden sich manche Menschen für das „geringere Übel“ und essen Fisch statt Fleisch. Für mich sind alle Tiere gleich. Deshalb esse ich auch keinen Fisch. Aber wie ich mehrfach betont habe – jeder Mensch sollte das für sich entscheiden.

Weitere Informationen erhaltet ihr unter:

www.aktiontier-junior.org

Das war eine tolle Projektwoche zum Thema „Haustier“! Vielen Dank an die Schüler der Grundschule Wilhelm Busch in Königs Wusterhausen!

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Verbraucherschutztipps

Offiziell werden die Schweine fixiert, um sie vor Verletzungen etwa bei Rangkämpfen zu schützen, doch tatsächlich dienen die Kastenstände einzig dazu, möglichst viele SchweiDie Aufklärung über Fleischproduktion und Massentierhaltung ist nicht ne auf möglichst wenig Platz unternur vielen Tierschützern ein Herzensthema. Doch obwohl ihr mittlerweile zubringen, ohne dass sie sich gegenseitig in die Quere kommen können. allgemein ein schlechter Ruf sicher ist, nimmt die industrielle Massen­ tierhaltung immer größere Ausmaße an. Der Grund dafür ist die gleich­ Ihre einzige Aufgabe ist es, Ferkel zur Welt zu bringen. Während ein bleibend hohe Nachfrage nach Fleisch. Ein Bericht von Jan Peifer „normaler“ Wurf eine Größe von etwa 2 bis 8 Ferkeln hat, bringen Zuchtsauen nicht selten mehr als 10 Ob als Schnitzelbrötchen, Schinken jeden geschlachteten Tieres über- Jungtiere zur Welt. Häufig kommen auf der Pizza, Speck in Conveni- haupt verarbeitet. Selbst das über Ferkel dabei schon tot zur Welt, vieence-Produkten wie Bratkartoffeln den Handel verkaufte Fleisch wird le überleben die ersten Tage und oder Sauerkraut, als Minisalami- zum Teil noch vom Konsumenten Wochen nicht. Sogenannte KümTaschensnack oder Fast Food an weggeworfen; mehr als vier Kilo- merlinge, die zu schwach sind, um jeder Tankstelle, Bäckerei und Im- gramm pro Kopf und Jahr landen in einen Saugplatz an den Zitzen der bissbude – Fleisch ist in unserer der Mülltonne. Doch Fleisch wird Mutter zu erkämpfen, verletzte oder missgebildete Ferkel Gesellschaft zum billigen, stets und immer weiter produziert, sind von Anfang an überall verfügbaren Rohstoff ge- ohne Rücksicht auf Veroderne Zuchtsauen in der konven­ zum Sterben verurworden. Die Zeiten des Sonntags- luste. Viele Verbraucher tionellen Haltung ver­ bratens als Höhepunkt der Woche haben keine Idee dabringen die Hälfte ihres sind längst vorbei, Fleisch hat seine von, dass Tiere für ihren Lebens nahezu bewe­ Konsum leiden. Enge, Wertschätzung verloren. gungsunfähig in soge­ überfüllte und dunkle nannten Kastenständen. Noch höher als die Nachfrage ist Ställe ohne Auslauf und das Angebot: Rund 60 Millionen BeschäftigungsmöglichSchweine sterben jedes Jahr allein keiten bestimmen den in Deutschland für die Lust auf Alltag vieler Nutztiere, so auch von Fleisch. Knapp ein Drittel, so wird Schweinen. Aber damit nicht genug: geschätzt, landet direkt im Müll. Je- Nicht nur die Haltungsbedingungen des fünfte Schwein stirbt schon vor werden optimiert, die Zuchtanlader Schlachtung an den Folgen der gen werden immer größer und die Haltungsbedingungen. Darüber hi- Tierbestände höher, auch die Tiere naus wird nur etwa die Hälfte eines selbst müssen immer mehr liefern.

Die Ferkelfabrik

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Abgestempelt als Gebärmaschinen, artgerechte Haltung: Fehlanzeige.

wieder werden solche Vorfälle von Tierschützern mit versteckten Kameras dokumentiert, auch ehemalige Mitarbeiter von Schweinezuchtanlagen haben sich nach Ausstrahlung von entsprechenden Aufnahmen an Redaktionen gewendet und diese Praxis bestätigt. Diese Tötung von Schweinen ist illegal und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, der mit Haftstrafen von bis zu drei Jahren bestraft werden kann, entsprechende Verfahren jedoch werden fast immer eingestellt.

teilt. Entweder sie verhungern oder sie werden aussortiert und getötet, manche lebend in der Kadavertonne entsorgt. Es gibt zwar Vorschriften, wie mit nicht (über-)lebensfähigen Tieren umgegangen werden muss, dafür, wie diese ohne Stress und Leid (falls das überhaupt möglich ist) getötet werden sollen, doch finden diese in der Praxis oft keine Anwendung. Nach einer fachgerechten Betäubung müssen Tiere in solchen Fällen mit einem Kehlen Schnitt getötet werden, doch die Wirklichkeit in den Ställen sieht anders aus.

Auch wenn Bauernverbände und Lobbyisten stets von bedauerlichen Einzelfällen sprechen – offensichtlich handelt es sich bei diesem brutalen Vorgehen um eine gängige Maßnahme, die bundesweit Anwendung findet. Die jüngsten dokumentierten Fälle aus Niedersachsen, Sachsen-

Einen Tierarzt sehen die todgeweihten Ferkel schon aus Zeit- und Kostengründen nicht, sie werden mit Hämmern erschlagen oder an den Hinterläufen gepackt und ihr Kopf mit Schwung auf dem Betonboden der Stallflure zertrümmert. Immer

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Kranke Ferkel werden einfach auf dem Boden totgeschlagen.

Anhalt, Thüringen, MecklenburgVorpommern oder Nordrhein-Westfalen liefern deutliche Belege. Besonders pikant: Selbst in Ställen von Agrarfunktionären, die eigentlich als Vorzeigebetriebe gelten sollen, wurde das gesetzeswidrige Töten von Ferkeln schon gefilmt. Dies zeigt, dass der raue Umgang mit Zuchtferkeln zum System der Massentierhaltung gehört. So gibt es für den verantwortungsbewussten Kon­su­menten nur einen Weg: Wer den schonungslosen Umgang mit Tieren nicht unterstützen möchte, darf die moderne Tierhaltungsindustrie nicht mit seinem Kauf finanzieren. Nur mit einem konsequenten Verzicht auf Fleisch kann die Nachfrage gesenkt und so der überbordenden Produktion Einhalt geboten werden.

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Verletzte und kranke Ferkel sind für die Industrie wertlos.

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Aus der Tiermedizin

Giardien – die unbekannten Wesen Der Hund hat Durchfall, manchmal bricht er. Und immer, wenn man gerade denkt, die Krankheitsphase ist überwunden, geht die Proble­ matik von vorne los. Seit Tagen bekommt das Tier Schonkost, Huhn mit Reis. Doch in regelmäßigen Abständen geht das Gluckern im Bauch wieder von vorne los. Der Stuhl wird erneut flüssig und stinkt dabei erbärmlich. Was ist hier los? Ein Bericht von Dr. Tina Hölscher

Ein Giardientest.

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Schuld daran sind häufig Einzeller. Sie tragen den gewöhnungsbedürftigen Namen Giardien. Ihre lateinische Bezeichnung lautet Giardia duodenalis. Es handelt sich hierbei um einen Darmparasiten, der viele Säugetiere aber auch den Menschen befallen kann. Er ist unter unseren Haustieren weit verbreitet. Studien belegen Befallsraten von über 15%. Sie werden in unseren Breiten mit dem Kot bereits erkrankter Hunde oder auch Katzen ausgeschieden. In diesen Haufen überleben sie viele Tage, da die Erreger Umwelteinflüssen gegenüber sehr resistent sind. So können sie in 4°C warmem Wasser drei Monate überleben, in feuchtem Boden bis zu sieben Wochen. Gesunde Hunde und Katzen infizieren sich, wenn sie an Kothaufen anderer Giardien ausscheidender Tiere schnüffeln und sich danach die Schnauze ablecken. Doch auch über Trinkwassernäpfe oder Futterschüsseln, die gemeinsam benutzt werden, kann der Erreger übertragen werden. Nun dauert es nicht lange und die neu erkrankten Tiere haben selber Dünnpfiff, manchmal auch gepaart mit Vomitus, also Erbrechen. In seltenen Fällen erbricht das Tier auch nur, ohne dabei Durchfallsymptomatik zu zeigen. Meist erwischt es junge Hunde und Katzen, deren Immunsystem noch nicht so stark ist, als dass sie den krankmachenden Feind eliminieren könnten.

Giardien verursachen unter dem Strich in aller Regel nur mittelschwere Symptome. Erkrankte Tiere haben Bauchweh, Durchfall und Erbrechen. Sind sie aber nicht Meist erwischt es junge Hunde noch zusätzlich durch und Katzen! eine andere Erkrankung geschwächt, versterben sie nicht. Aber sie schaffen es auf der anderen Seite eben auch häufig nicht, dem Erreger Herr zu werden, ohne dass ihnen unterstützend mit Medikamenten geholfen wird. Das


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ist der eine Grund, warum jeder Giardienbefall tierärztlich behandelt werden muss. Der zweite, fast noch gewichtigere Grund ist, dass es sich hier um eine Zoonose handelt. Also um eine Krankheit, bei der sich der Mensch beim Tier anstecken kann. Für die Zweibeiner gilt ebenfalls: Hochdramatisch verläuft die Infektion meist nicht. Handelt es sich bei den Betroffenen allerdings um Senioren oder Kleinkinder, oder um immungeschwächte Personen wie HIV Patienten, kann auch eine Giardiose, so der Fachterminus für diese Erkrankung, richtig gefährlich werden. Eine Stuhlprobe schafft Klarheit Klarheit, ob es sich tatsächlich um den lästigen Parasiten handelt oder nicht, bringt ein Schnelltest beim Tierarzt oder eine Probe, die an ein Labor geschickt wird. Dazu bedarf es einer Stuhlprobe. Eine haselnussgroße Menge ist ausreichend. Sie darf auch richtig matschig oder sogar noch dünnflüssiger sein, mit Grasbeimengungen oder mit Katzenstreu gemischt, das spielt alles keine Rolle. Der Test kann innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden und funktioniert wie ein Schwangerschaftstest. Ein Streifen, negativ, also keine Giardien, zwei Streifen positiv, das heißt, das Tier scheidet den Parasiten aus und hat sich infiziert. Ist ein Giardienbefall nachgewiesen, muss eine Therapie eingeleitet werden. Und jetzt wird es richtig kompliziert. Tierärzte müssen laut Arzneimittelgesetz zur Behandlung von Krankheiten immer Präparate verwenden, die für die entsprechende Tierart und für die jeweilige Indikation zugelassen sind. So ein Medikament gibt es für Giardien, allerdings muss es über einen langen Zeitraum gegeben werden, und leider hilft es oftmals nicht. Erst wenn er dieses Mittel bereits eingesetzt hat, darf der Tierarzt auf Alternativen zurückgreifen, die für diese Tierart aber für andere Erkrankun-

gen zugelassen sind. Oftmals führen auch diese Varianten zu keiner befriedigenden Lösung, das heißt auch auf diesem Wege wird das Tier seinen Parasiten nicht los. Einzig Präparate, die weder für Hunde und Katzen noch für den Giardienbefall an sich zugelassen sind, helfen fast immer. So zum Beispiel ein Medikament für Tauben. Doch bis der Tierarzt dieses einsetzen darf, sind bereits Wochen vergangen, in denen erfolglos therapiert wurde, und in denen der Vierbeiner zudem weiter den Parasiten ausscheidet und damit munter andere Kollegen unbeabsichtigter Weise ansteckt. Daher ist die Behandlung unter dem Strich häufig langwierig, teuer und somit sehr unbefriedigend für den Besitzer. as die Fütterung betrifft, ist es in diesem Fall ratsam, von der übli­ chen Schonkost (leicht verdauliche Kohlenhydrate) bei Durchfallerkrankungen abzuweichen. Denn Giardien ernähren sich ausgerechnet von Kohlenhydraten. Deshalb ist eine kohlenhydrat­arme, pro­ teinreiche Kost empfehlenswert. Auf Reis, Kartoffeln oder Nudeln sollte also besser verzichtet werden, dafür darf der Fleisch­ anteil üppiger ausfallen. Erschwerend kommt hinzu, dass schon zehn Oozysten, so das Fremdwort für die infektiöse Form des Parasiten, ausreichen, um sich erneut anzustecken. Und das, wo in einem Gramm Kot eines erkrankten Tieres zehn Millionen Zysten zu finden sind. Deshalb ist oft nicht klar, ob es nicht gelungen ist, den Giardien den Garaus zu machen, wenn ein Befall behandelt wurde, oder ob sich das Haustier erneut angesteckt hat. Eines ist wenigstens erfreulich: Schlägt die Therapie an, bessert sich die Symptomatik meist schlagartig. Ein Test, um den Behandlungserfolg zu prüfen, darf aber erst 7 bis 14 Tage nach Abschluss der Medikation gemacht werden. Denn bis dahin kann der

Tierkörper noch abgetötete Oozysten ausscheiden. Da der Test nicht zwischen vitalen und bereits abgestorbenen Erregern unterscheiden kann, würde er auch bei toten Parasiten ausschlagen. Deshalb müssen einige Tage ins Land gehen, bevor es wirklich Sinn macht, erneut zu testen, um abzuklären, ob der Kampf gegen die Giardien gewonnen wurde. Neben der medikamentösen Therapie könnte man meinen, dass Desinfektionsmaßnahmen der Umgebung ähnlich bedeutsam sind, wie die Behandlung des Haustieres selber. Doch auch hier stoßen wir auf gewaltige Probleme. Der Parasit ist so widerstandfähig, das handelsübliche Desinfektionsmittel ihm nichts anhaben können. Einzig Spezialpräparate töten den Keim wirklich ab. Doch zumindest erreicht der Besitzer durch die gründliche Reinigung der Umgebung und der Körbchen eine Reduzierung der Anzahl der krankmachenden Parasiten, was ja auch schon ein Gewinn ist. Deshalb sollten alle waschbaren Gegenstände bei 60°C in die Waschmaschine wandern, alles was kochendes Wasser aushält mit selbigem gereinigt und Böden gründlich gewischt und getrocknet werden. Soweit möglich sollte man Untergründe mit Dampfstrahl über 60°C behandeln, darüber hinaus können ammoniakalische Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen. Auch wenn viele Tierhalter ob der Dauer der Erkrankung nahe dran sind zu verzweifeln: Werden all diese Maßnahmen ergriffen, ist der Spuk irgendwann vorbei. Letztlich weiß man dann nicht, was den Ausschlag gegeben hat, dass die fiesen Dinger endlich beseitigt sind, doch irgendwann sind sie weg. Und schließlich ist letzten Endes die Hauptsache, dass es dem Vierbeiner endlich wieder gut geht und er niemand anderen mehr anstecken kann.

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Französische Bulldoggen.

Tierheim Beuern „Ein Heim für Tiere“, Hessen

Welpenalarm!

Das Jahr 2018 startete im Tierheim Beuern rasant und in diesem Fall mit einer wahren Herausforderung auf insgesamt 112 Pfötchen. Es begann am Montag, den 29. Januar 2018 als es im Rahmen einer Kontrolle mit dem Veterinäramt zu einer Abgabe von 13 Französischen Bulldoggen Welpen mit ihren Muttertieren Lilly und Kimmy, sowie Hündin Baya kam. Baya ging es gesundheitlich so schlecht, dass das Tierheim Beuern noch am selben Tag den Tierarzt aufgesucht hat. Sie bekam eine Infusion, Schmerzmittel und Antibiotika, sowie wie eine ausführliche Untersuchung mit Blutentnahme und Ultraschall. Ein Bericht von Johanna Schäfer

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Für die Mütter mit ihrem Nachwuchs wurden die Räume Welpengerecht eingerichtet und so konnten die kleinen Wonneproppen ihre Unterkunft beziehen. Diese wurden auch von den Muttertieren wohlwollend angenommen. Mittlerweile haben alle 13 Welpen und Baya ein schönes Zuhause gefunden. Nur die Muttertiere Lilly und Kimmy suchen noch ein Zuhause. Nicht mal 24 Stunden später zogen durch eine Sicherstellung zwölf weitere Mischlingswelpen aus Tschechien in das Tierheim Beuern ein. Diese waren mit erst sieben Wochen zu jung, nicht geimpft und dadurch illegal nach Deutschland, in den Schwalm-Eder-Kreis eingeführt worden. Glücklicherweise waren sie in einem stabilen Zustand, wenn auch stark verdreckt. Sie bezogen die Quarantänestation im Tierheim Beuern. Nach einer ersten in Augenscheinnahme zeigten

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sich alle Welpen aufgeschlossen und hungrig. Auch diese Welpen haben ein schönes Zuhause gefunden. An dieser Stelle appelliert das Tierheim Beuern erneut daran, keine Tiere aus nicht bekannter Herkunft zu kaufen. Weder auf einem Rastplatz, noch aus Kofferräumen oder notdürftig gebauten Unterkünften bekommt man einen Wel-

Kimmy

Lilly

pen, der artgerecht und aus Tierschutzsicht vernünftig aufwachsen konnte oder korrekt versorgt worden ist. Wenden Sie sich lieber an ein Tierheim oder Tierschutzverein in dem qualifiziertes Fachpersonal Sie berät.

Achten Sie bitte bei einem Welpenkauf auf folgende Dinge: • • • • • • • • • •

!

Ist das Muttertier anwesend? Wo und wie wird verkauft? Gibt es einen Kaufvertrag? Ist die Umgebung sauber? Werden Sie beraten? Gibt man Ihnen Auskunft? Wie sehen die Welpen aus? Mischlingswelpen im Tierheim Beuern. Wirken die Tiere gesund? In welchem Alter ist die Übernahme geplant? (die Welpen sollten min. die 8. Lebenswoche vollendet haben) Stellt der Verkäufer Fragen? Werden Fragen zu Ihrer Person gestellt?


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Helfen Sie mit einer Zusatzspende!

Tierheimfest am 19. August 2018 Tierheimfest im Jahr 2017.

Liebe Tierfreunde, am 19. August 2018 ist es wieder soweit - unser alljährliches Tierheimfest findet statt. Es wird wieder ein buntes Programm mit diversen Vorführungen, so wie vielen Informations- und Verkaufsständen geboten. Auch unsere Schützlinge werden vorgeführt und vorgestellt. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt! Wir würden uns sehr über den Besuch von Ihnen mit Familie und Freunden, sowie Ihrem/n vierbeinigen Begleiter/n freuen!

Umfang den Tieren zu Gute. Bitte unterstützen Sie den Tierschutzverein, damit das Tierheim Beuern

© Karl-Heinz Mierke

Eine so große Anzahl an Welpen bedeutet einen hohen Arbeitsund Zeitaufwand, da die Hunde bis zu ihrer Vermittlung mehrere Wochen versorgt werden müssen. Auch die finanziellen Aufwendungen sind enorm, durch Futter-, Medikamentenkosten und die allgemeine Betreuung von Pfleger und Tierarzt. Mit einer Futter- und Versorgungspatenschaft helfen Sie dem Tierheim Beuern, die hohen Kosten für die Unterbringung und Versorgung der Tiere zu bewältigen. Das Geld kommt in vollem

auch in Zukunft eine sichere Anlaufstelle für in Not geraten Tiere sein kann.

Kontaktdaten: „Ein Heim für Tiere“ e.V. Tierheim Beuern Steinbruchsweg 1a 34587 Felsberg-Beuern

Tel.: 05662-6482 (14 bis 16 Uhr) Fax: 05662-8879359 Besuchszeit Do.-So. 13 bis 16 Uhr info@tierheim-beuern.com www.tierheim-beuern.com

Kreissparkasse Schwalm-Eder BIC: HELADEF1MEG IBAN: DE69 5205 2154 0031 3131 33

Katzenhilfe Rheine e.V., NRW

Leon – Glück gehabt!

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Leon lag am Straßenrand im Regen als armseliges rotes Fellbündel – da war er etwa fünf Wochen alt. Die Finderin brachte ihn gleich zum Tierarzt. Seine Diagnose: Der Welpe war wohl aus einem fahrenden Auto geworfen worden; darauf deuteten die Schürfwunden. Ein Bericht von Ulrike Steinel, 1. Vorsitzende

Der kleine Kater wurde von einer unserer Pflegestellen aufgenommen. Von Anfang an war er das liebenswerteste Geschöpf, das man sich vorstellen kann. Er liebte alles: Menschen, die Artgenossen in Groß und Klein und auch die Hunde in seiner Pflegefamilie. Seine Schürfwunden heilten nach und nach ab – was blieb, war ein völlig gefühlloses Vorderbeinchen. Zunächst bestand Hoffnung, dass der zerstörte Nerv sich regenerieren

könnte, was leider nicht geschah. Er stützte sich auf dem unteren Gelenk beim Laufen ab. Dadurch Das Vorderbein des Katers war schwer entzündet.

wurde der Bereich wund, und es drohte eine ernsthafte Entzündung. Schweren Herzens wurde der Beschluss auf Drängen der Tierklinik gefasst, das Beinchen zu amputieren. Eine treue Unterstützerin unseres Vereins übernahm die Kosten. Jetzt läuft Leons Leben so richtig rund. Er hat ein tolles Zuhause gefunden bei einem jungen Ehepaar und zwei weiteren Katzen. Der große Balkon ist eingenetzt, so kann Leon gefahrlos das „draußen sein“ genießen. Zu bemerken ist: Je schneller der Kater unterwegs ist, desto weniger bemerkt man seine Behinderung – das belegen auch die Videos, die uns seine glücklichen Besitzer schicken. Wir als Tierschützer werden viel zu oft mit Tierleid konfrontiert, dass böse Menschen hilflosen Tieren antun – leider finden nicht alle Schicksale so ein gutes Ende.

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Wildvogelstation Kirchwald, Rheinland-Pfalz

Mäusebussarde in Not – wir helfen!

Mäusebussard mit einem Rückentrauma und einem Flügelbruch.

Dieses Jahr schien das Frühjahr für die Mäusebussarde besonders schwierig zu sein. So wurden in diesem Jahr deutlich mehr verletzte Mäusebussarde bei uns in die Station eingeliefert, als in den Jahren vorher. Auch wenn wir nach dem Ende der Frostperiode schon einige wieder gesund auswildern konnten, so verweilen zurzeit noch 27 Mäusebussarde in unserer Station. Ein Bericht von Dr. Anja Baronetzky

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Praktisch alle von ihnen zogen sich ihre Verletzung bei einer Kollision mit einem Auto zu. Wildvögel können die Geschwindigkeit eines Autos leider nicht abschätzen, so dass sie beim Überfliegen der Straßen schnell vom Auto erfasst werden. Je weniger Nahrung sie in der Natur finden, umso leichtsinniger werden die Tiere und umso schlechter werden die Reflexe. Einige der verunfallten Bussarde waren sehr mager. Je höher die Geschwindigkeit des Autos ist mit dem die Vögel zusammenstoßen, desto schwerer ist in der Regel die Verletzung. So wie bei dem schwerverletzten Mäusebussard, der auf dem Seitenstreifen einer Autobahnauffahrt gefunden und mit zwei gebrochenen Flügeln und schwerem Lungenbluten bei uns eingeliefert wurde. Danke einer modernen Sauerstoff-Wärmebox, Infusionen und Schmerzmitteln, stabilisierte er sich relativ schnell, so dass seine gebro-

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Schwer verletzter Mäusebussard.

Trainingsvoliere der Mäusebussarde.

chenen Flügel bereits am nächsten Tag operiert werden konnten. Auch wenn er am Anfang noch nicht selbstständig essen konnte, so schaffte er es schon am Tag nach seiner Operation selbstständig zu stehen. Wir ernährten ihn fünf Mal am Tag per Sonde, diese schluckte er brav, ohne dass wir ihn dabei an-

fassen mussten. So brav sind natürlich lange nicht alle Mäusebussarde. Inzwischen übt er schon wieder in unserer großen Flugvoliere, und wir hoffen, dass er bald in die Natur zurückkehren kann.

Beginn der vorsichtigen Sondengabe. Die flüssige Nahrung wird in den Kropf verabreicht.

Schon drei Wochen später war der Mäusebussard in der Lage, in unserer Innenvoliere bis auf den höchsten Ast zu fliegen.

Wenn die Bussarde mit den Beinen voran vom Auto erfasst wer-


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Mäusebussard mit einem Bruch der Handschwinge und fixierendem Verband.

Mäusebussard mit einem Beinbruch.

den, dann können diese leicht brechen. Je weiter oben sich der Bruch befindet, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Beine nur nach einer Operation wieder so ausheilen, dass der Vogel sie anschließend wieder benutzen kann. Noch gefährlicher als gebrochene Beine sind Traumen oder sogar Brüche der Wirbelsäule. Je nach Schwere der Verletzung bleiben die Bussarde zwischen sechs Wochen und einigen Monaten in unserer Station. Erst wenn sie wieder topfit sind, dürfen sie in ihr Revier zurückkehren.

Tierhuus Insel Föhr, Schleswig Holstein

Viele Robbenpatienten in 2017 Kurz vor dem Start in die Veranstaltungssaison und der kommenden Heuler Zeit gibt es nochmal einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. 2017 hatten wir deutlich mehr Patienten im Robbenzentrum als die Jahre zuvor, resümieren Janine und André. Ein Bericht von Janine Bahr

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Ob der Grund mehr in Not geratene Tiere sind oder einfach aufmerksamere Menschen, die uns früh genug informieren, ist nicht klar zu sagen. Aber auch wenn wir uns wünschen, dass alle Meeressäuger in ihrem Lebensraum gesund und munter alt werden, so sind wir froh, in Not geratenen Tieren helfen zu können! Wer also am Strand eine offensichtlich hilfsbedürftige Robbe entdeckt, sollte bitte Abstand halten und uns anrufen!

Eine nicht alltägliche Hilfsaktion für das Robbenzentrum Team konnte am 4. April erfolgreich gestartet werden! Ein Schweinswal, der hilflos im Watt lag, wurde heute Mittag von einem Tierarztkollegen im Robbenzentrum gemeldet.

0177 3300077 0163 3333770 0177 3300077 01577 5054219

www.robbenzentrum-foehr.de www.tierhuus.org

Gestrandeter Schweinswal vor Föhr

Unsere Notfalltelefone sind 24 Stunden erreichbar unter: Robbenzentrum Tierhuus Janine Bahr-van Gemmert André van Gemmert

transportiert werden. Da trotz dieses sehr seltenen Einsatzes schon einiges an Erfahrung im Umgang mit diesem Meeressäuger im Robbenzentrum vorhanden ist, gelang es mit viel Aufwand und Einsatz den Schweinswal nach kurzem Check im Robbenzentrum lebend zurück in die Nordsee zu bringen.

Sofort wurde alles Nötige zusammen gepackt, und wir rückten in „Windeseile“ aus. Durch die gute Betreuung der Finder u des Kollegen, der eigentlich mit Familie nur wattwandern und mal Krebse sehen wollte, konnte das Tier dann vom Robbenzentrumsteam schnell versorgt und entsprechend Mitgliederjournal

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aus: Berliner Woche, 18.10.2017

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service

• Ausgabe 2/2018

aus: Schaufenster Bonn, 14.02.2018

aus: Rheinische Post, 03.02.2018

+++ Pressespiegel +++

aus: Rheinische Post, 03.02.2018

aus: Trierischer Volksfreund, 13.02.2018


aus: Schweriner Volkszeitung,13.06.2017

service

aus: markt am Mittwoch, 07.06.2017

aus: Badische Neueste Nachrichten, 02.02.2018

aus: Dorstener Zeitung, 22.06.2017

aus: Westfalenpost, 01.07.2017

aus: B.Z., 09.02.2018

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Dieses Angebot gilt nur in Deutschland. Ein Umtausch ist innerhalb von 14 Tagen möglich. Ein Angebot der aktion tier GmbH, Jüdenstr. 6, 13597 Berlin, Amtsgericht Berlin Charlottenburg, HRB 125023B Ust-Nr. 27/404/04711 68

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• Ausgabe 2/2018


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Für unsere Leseratten

Mein Schmetterlingsjahr Peter Henning hat sich einen Traum erfüllt. Als Siebenjähriger fing er die ersten Schmetterlinge in den Mainauen. Jetzt, 50 Jahre später, ist er aufgebrochen zu seiner großen Falterexpedition. Ein Buchtipp von Alexandra Pfitzmann

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Ein Jahr lang fuhr er kreuz und quer durch Europa. Es ist eine Reise in eine faszinierende, verborgene Welt, die als Suche beginnt und als Abenteuer endet. Sein Buch ist eine Liebeserklärung an die flüchtigen Wesen, die zum Schönsten und Geheimnisvollsten zählen, was die Natur zu bieten hat. „Der Schmetterling gilt als Sympathieträger. Man begegnet ihm auf Werbeplakaten, Postkarten, Briefmarken, Kalendern und unzähligen Buchumschlägen, als Motiv von Schmuckstücken oder als modisches Accessoire. (…) Der Schmetterling wird als schillernder Meister der Metamorphose und als Sinnbild fragiler Anmut gepriesen. Die Mythologie sieht in ihm ein Symbol für Wiedergeburt und Unsterblichkeit. Für viele Menschen verkörpert er die Leichtigkeit des Seins, Grazie, Lebens- und Sinnenfreude.“

Peter Henning lebt als freier Schriftsteller in Köln. Im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit als Journalist schrieb er wiederholt für die FAZ und die ZEIT über seine Falter-Expeditionen. Er beobachtet, sammelt und züchtet Schmetterlinge seit mehr als 50 Jahren.

Erschienen im Theiss Verlag, 2018 Hardcover in Leinen Bestellnummer 1020095 Verlag wbg Theiss Seitenzahl 228 46 Illustrationen, schwarz-weiß Deutsch 19,95 EUR ISBN 978-3-8062-3687-3 www.theiss.de

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aktion tier macht Appetit

Kulinarisch-Vegetarisch

Zubereitung

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Mango-Mozzarella-Tatar mit Orangen-Vinaigrette und Sprossen

Die Avocados halbieren, den Kern herausdrehen und das Fruchtfleisch vorsichtig aus der Schale drücken. Klein würfeln und mit 2 EL Zitronensaft mischen.

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Den Mozzarella ebenfalls klein würfeln. Die Mango schälen, das Fruchtfleisch in 1 cm dicke Scheiben am Kern herunterschneiden und würfeln. Ebenfalls mit 1 EL Zitronensaft mischen. Den Salat abbrausen, zerkleinern und trocken schleudern. Kirschtomaten waschen, trockentupfen und halbieren.

Die Pinienkerne in einer heißen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Die Chili waschen, in schmale Ringe schneiden und dabei nach Belieben die Kerne entfernen.

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Zutaten für 4 Personen

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2 reife Avocado Zitronensaft 2 Kugeln veganer Mozzarella à 125 g 1 große Mango reif Salat saisonal 8 Kirschtomaten 3 EL Pinienkerne 1 rote Chilischote 3 EL Orangensaft 1 TL Agavendicksaft 1 EL Olivenöl Salz nach Belieben weißer Pfeffer aus der Mühle, nach Belieben 100 g Sprossen oder Kresse

Den Orangensaft mit dem Agavendicksaft und Öl verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit der Hälfte der Vinaigrette alle Zutaten zu einem Salat vermischen. Je einen Formring (ca. 7 cm Durchmesser) auf einen Teller stellen und den Ring mit dem Tatar befüllen. Dieses vegane Mango-M

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Alles leicht zusammendrücken und den Formring vorsichtig entfernen. Mit Sprossen garnieren und mit der übrigen Vinaigrette beträufeln.

ozzarellaTatar mit Orangen-Vi naigrette und Sprossen ist ein optimaler Vitamin Lieferant.

© Daniel Keller

Warme Sonnenstrahlen scheinen einem ins Gesicht, die Blumen auf dem Balkon oder im Garten blühen, die Abende sind lau … herrlich – der Sommer ist da! Passend zur Jahreszeit haben wir Ihnen von der Seite des Vegetarierbundes Deutschland wieder feine vegane/vegetarische Rezepte zum Ausprobieren ausgesucht. Hier dreht sich alles um einer der saftigsten Sommer-Obst-Sorten – die Orange, Sinnbild für gute Laune und Gesundheit. Viel Spaß beim Nachkochen wünscht Alexandra Pfitzmann


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Zutaten für die Kohlrabi-Filets:

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Zubereitung

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Für das Kartoffel-Brennnessel-Püree die Haselnüsse in eine Schüssel geben. Mit kochendem Wasser übergießen, 1 TL Salz zugeben und die Nüsse 30 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln mit Schale in einem Topf mit 3 Liter gesalzenem Wasser 25–30 Minuten weich kochen.

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©Christian Verlag/ Hansi Heckmair

Kohlrabi-Filets mit Brennnessel-Püree und Spargel-Orangen-Sauce

2 Kohlrabis groß, geschält ½ Limette davon den Saft 1 TL Sesamöl 3 EL Olivenöl 1,5 TL Agavendicksaft Salz nach Belieben Pfeffer aus der Mühle, nach Belieben 8 Stangen grüner oder weißer Spargel geschält 1 EL Sojasauce 2 TL Sesam ½ TL Schwarzkümmel ½ TL Koriander gemahlen

Für das KartoffelBrennnessel-Püree:

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60 g Haselnüsse Salz nach Belieben 300 g mehlige Kartoffeln 30 g junge Brennnesselblätter 4 EL Olivenöl plus etwas für die Nüsse Pfeffer nach Belieben Muskatnuss gerieben, nach Belieben Vanille gemahlen, nach Belieben 1 TL Zitronensaft

Die Brennnesseln in ein Sieb geben und kurz mit kochendem Wasser überbrühen. Mit 4 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss glatt pürieren. Die Seiten jedes Kohlrabis so begradigen, dass je ein rechteckiger Block übrigbleibt. Jeden dieser Blöcke halbieren, sodass vier große Filets (etwa 2 cm dick) entstehen.

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Die Kohlrabi Abschnitte grob raspeln. Den Limettensaft, 2 EL Olivenöl, 1 TL Agavendicksaft, eine Prise Salz und eine gute Prise Pfeffer in einer Schüssel zu einer Marinade verrühren. Die Kohlrabi Raspel untermischen und marinieren lassen.

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Für die SpargelOrangen-Sahnesauce:

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Die gekochten Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abschrecken, pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Brennnesselpaste untermischen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Ofen bei 70 °C warm halten. Von den Spargelstangen das obere Drittel einschließlich der Spargelspitzen abschneiden und zu den Kohlrabi Filets beiseitelegen. Den restlichen Spargel in dünne Scheiben schneiden.

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• • • • • • • • •

1 EL Olivenöl 1 Zwiebel fein gewürfelt 50 ml Orangensaft ½ TL Salz schwarzer Pfeffer aus der Mühle, nach Belieben Zimt nach Belieben Kreuzkümmel nach Belieben 1 EL weißes Mandelmus ½ TL Agavendicksaft

Für die Sahnesauce in einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen und darin die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Die Spargelscheiben dazugeben, 3 Minuten mitbraten und dann alles mit dem Orangensaft ablöschen. Mit dem Salz, etwas Pfeffer, Zimt und Kreuzkümmel würzen und alles etwa 7 Minuten sanft köcheln. 1 EL Mandelmus zugeben und alles mit einem Stabmixer glatt pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Warm halten.

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In einer Pfanne das Sesamöl, 1 EL Olivenöl und ½ TL Agavendicksaft erhitzen und darin die vier Kohlrabi Filets und die acht Spargelspitzen von jeder Seite 5 Minuten bei mittlerer Temperatur anbraten. Sobald die Filets eine schöne Röstfarbe angenommen haben, die Spargelspitzen herausnehmen und warm halten.

Filets mit der Sojasauce ablöschen. Gleichzeitig in einer Pfanne ohne Öl den Sesam, den Schwarzkümmel und 9 Die den Koriander leicht anrösten. Die gebratenen Kohlrabi-Filets in dieser Mischung wälzen und die Hülle leicht andrücken. eingeweichten Haselnüsse grob hacken oder in einem Mörser zerdrücken. Mit je einer Prise Salz, Pfeffer und 10 Die Vanille, dem Zitronensaft und etwas Olivenöl vermischen.

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Zum Anrichten einen Speisering auf jeden Teller setzen. Zunächst eine etwa 0,5 cm dicke Schicht der Haselnussmasse einfüllen und andrücken. Mit dem Kartoffel-Brennnessel-Püree auffüllen und oben mit einem Löffel eine kleine Mulde formen. Die marinierten Kohlrabi Raspel hineingeben. Den Speisering vorsichtig nach oben abziehen.

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Je ein Kohlrabi-Filet auf den Püree Turm setzen, das zweite diagonal halbiert zusammen mit den Spargelspitzen daneben anrichten. Mit der Sauce beträufeln.

Das Rezept stammt aus dem Buch: Die vegane Kochschule von Sebastian Copien, Hansi Heckmair Küchenpraxis · Warenkunde · 200 Rezepte Christian Verlag, 256 Seiten, 29,99 EUR ISBN 978-3-86244-694-0

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Wir wünschen viel Vergnügen beim Kochen und einen guten Appetit!


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Patentiere Liebe Tierfreunde,

In unserem

Webtierheim

gibt es auch sehr viele Tiere, die Hilfe brauchen oder ein neues Zuhause suchen!

www.aktiontier-webtierheim.org

eine Patenschaft für ein Tier zu übernehmen bedeutet eine zusätzliche Hilfe für die Tierschutz- oder Pflegeeinrichtung in der das jeweilige Tier untergebracht ist. Meist sind es diejenigen Tiere, die aufgrund von Krankheit oder hohem Alter einfach nicht mehr vermittelt werden sollten, da der psychische oder auch physische Stress zu hoch ist. Helfen Sie einem Tier, das Sie gleich auf den folgenden Seiten ins Herz schließen. Wir sagen jetzt schon Danke! Bitte wenden Sie sich bei Interesse an einer Patenschaft direkt an den jeweiligen aktion tier-Projektpartner. Eine Patenschaft ist keine Dauerverantwortung und kann jederzeit auf Wunsch widerrufen werden. Felix von Seite 77.

Berliner Katzenschutz e.V. • 14542 Werder (Havel) • Tel.: 03327 42587 4Lisa kam ursprünglich einmal aus dem Pfötchen-Hotel in Beelitz und wurde nach dessen Schließung mit ihren zwei Geschwistern zu uns gebracht. Das ist jetzt schon eine ganze Weile her, und leider ist Lisa seither nicht wirklich zutraulicher geworden. Wenn es am Fensterbrett jedoch zum morgendlichen Frühstück läutet, traut sie sich in Begleitung ihrer neu gewonnenen Freunde auch in die Nähe von uns Menschen. Da sie so ängstlich uns gegenüber ist, suchen wir für sie einen liebevollen Paten, der sie ab und an einmal besuchen kommt. Wir würden uns sehr freuen, wenn es da draußen jemanden gibt, der ein wenig Zeit mit ihr und ihren Freunden verbringen würde.

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Berliner Katzenschutz e.V. • 14542 Werder (Havel) • Tel.: 03327 42587 6Susi war einst ein kleines Kätzchen bei uns in Glindow. Während ihre Geschwister alle ein tolles Zuhause bekommen haben, blieb Susi scheu und recht argwöhnisch dem Menschen gegenüber und lebt seit ihrem ersten Lebensjahr bei uns im Haupthaus. Dort hat sie eine tolle Freundin mit dem Namen „Rita“ gefunden. Diese hat schon wunderbare Paten bekommen, welche sie ab und an besuchen kommen. Nun möchten wir für unsere kleine (und mittlerweile recht runde) Susi auch liebevolle Paten finden, welche sie ab und an einmal besuchen kommen und ihr ein paar Leckerchen mitbringen. Darüber würde sich Susi sowie auch ihre beste Freundin unglaublich freuen, auch wenn sie es im ersten Moment vielleicht nicht direkt zeigt, aber sobald alle in ihrem Zimmer mit Leckereien versorgt werden, fängt auch die sonst so vorsichtige Susi an zu schnurren.

5Egon ist ebenfalls ein ehemaliges Kätzchen von uns, welches nie richtig zahm werden wollte. Er ist super neugierig, sehr verspielt, aber mit Streicheln und Schmusen beim Menschen hat er nicht viel am Hut, weshalb er uns Pfleger lieber von oben herab auf seinem Kratzbaum oder den Futterdosen beobachtet. Doch wie alle Leckermäulchen lässt auch Egon sich dazu herab von seinem Thron zu steigen, um sich verwöhnen zu lassen mit außergewöhnlich leckeren Zwischenmalzeiten, nur um danach wieder auf diesen zurückzukehren. Wie es ein echter König eben tut. Vielleicht gibt es jemanden da draußen, der sich gerne mit Egon anfreunden möchte und allein schon an seinem einzigartigen Blick gefallen findet.

3Elfe wird bei uns ganz liebevoll angesprochen mit „Muttilein“ oder einfach „Mutti“. Eine wunderschöne Kätzin, die leider noch nicht richtig zahm geworden ist und zu allem Übel noch ihre Futterstelle mit ihren einstigen Kumpels verloren hat. Elfe war vor etwas über drei Jahren ein Muttertier bei uns. Sie faucht nicht, kratzt nicht und haut auch nicht zu, wenn man ihr etwas näher kommt Aber anfassen lassen möchte sich die kleine Schönheit auch noch nicht. Sie hat in ihrem Zimmer nur ein bis zwei Freunde mit denen sie ab und an zusammen am Napf sitzt. Ansonsten ist die kleine Samtpfote eher alleine unterwegs. Sie lässt sich Leckereien gerne direkt vor die Nase stellen und liebt es in ihrem Holzkörbchen zu schlafen. Nase anstupsen geht auch schon, aber sobald man die Hand etwas höher hebt, zieht sie Elfe zurück und beobachtet die Pfleger mit Skepsis. Vielleicht gibt es da draußen jemanden, der sich vorerst mit Elfe anfreunden möchte und Lust hat, sein Glück auf eine Freundschaft mit ihr zu versuchen.

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Patentiere

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aktion tier Seefeld • 23936 Testorf-Steinfort • Tel.: 0173 6002852

5Chocki. Unser Sensibelchen ist ein Deutsches Reitpony, jetzt 20 Jahre alt, und kam 2011 wegen eines chronischen Sehnenschaden zu uns. Sie liebt Bodenarbeit und genießt es, geputzt und geschmust zu werden. Sie ist der Liebling vieler Kinder auf dem Hof, da sie sehr ruhig ist.

5Lilly. Der Zwergesel kam mit ihrer Mutter Jule aus einem Kinderhospiz 2014 zu uns. Jetzt ist sie 7 Jahre alt und hält unsere Seniorenesel mit ihrem Schabernack auf Trab. Wenn man nicht aufpasst, schubst sie zu gerne die Schubkarre um, während man ausmistet.

Pfauenpaar 5Friedrich und 5Elisabeth kamen 2016, da sie zu laut waren und Nachbarn sich beschwert hatten. Da die Besitzer sie nicht schlachten wollten, baten sie um die Aufnahme bei uns. Sie leben zusammen mit unseren Puten. Friedrich ist immer darauf bedacht wunderschön auszusehen. Zwerghahn 5Müsli kam 2016 aus Berlin zu uns. Da sein Besitzer die Hühner nicht mehr halten konnte, kam „Macho Müsli“ mit zwei Hühnern und mischte sich in unsere Hühnergang gut ein. Mit unseren anderen zwei Hähnen Otto und Gerhard versteht er sich gut, da es bei uns genug Hühner und Platz gibt.

4Collin, ein vierjähriger kastrierter Ziegenbock, lebt seit 2016 bei uns. Frech wie alle Ziegen, aber doch ganz besonders verschmust. Er geht gern an der Leine bei uns über die Wiesen und ist natürlich Chef bei uns im Meckerland.

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Katzenhilfe Westerwald e.V. • 56470 Bad Marienberg • Tel.: 02661 9839944

Ansprechpartner für die Patenkatzen: Claudia Stotz esterwald.de claudia@katzenhilfe-w Tel.: 0151 22811646

3Lucy, 4 J., ist eine kleine Diva, verschmust, zeigt aber auch deutlich, wenn ihr etwas nicht passt. Lucy kam mit einem Darmvorfall ins Tierheim, der operiert werden musste. Sie hat die Operation gut verkraftet. Damit Lucy aber keinen zu festen Kot hat, sollte sie Öl über das Futter und Lactulose bekommen. Lucy hatte außerdem Blasensteine, die in einer weiteren Operation entfernt wurden. Es handelte sich um Calciumoxalatsteine, diese können immer wieder auftreten. Deshalb muss zweimal jährlich Lucys Blase kontrolliert werden, und sie sollte möglichst lebenslang ein spezielles Futter bekommen. Da Lucy auch Herznebengeräusche hat, wurde noch ein Herzultraschall gemacht. Lucy hat eine leichte Herzklappenstenose, die nicht behandlungsbedürftig ist. Zur Vorsicht sollte aber einmal im Jahr ein Herzultraschall gemacht werden. Lucy ist wieder fit, auch die zweite Operation hat sie gut verkraftet. Sie wartet nun im Tierheim auf liebe Menschen, die sie trotz ihrer Krankengeschichte adoptieren. Lucy würde sich sicher sehr freuen, wenn sie bald in ein neues Zuhause umziehen dürfte. Sie kennt bisher nur Wohnungshaltung und ist damit auch zufrieden. Da Lucys Vermittlung wohl schwierig werden wird, wünscht sie sich liebe Menschen, die sie mit einer Patenschaft unterstützen.

4Leo, 7 J., hatte bisher nicht viel Glück in seinem Leben. Sein erstes Zuhause musste er verlassen, weil er nicht mit den Kindern zurechtkam. Im Februar 2017 vermittelt, kam er ein Jahr später wegen einer Allergie zurück. Leo versteht die Welt nicht mehr. Er hatte sich sehr gut in seinem Zuhause eingelebt, genoss das Leben ohne Kinder und mit seinem geliebten Freigang und musste nun wieder ins Tierheim. Leo ist ein lieber Kater, der auch gerne kuschelt, aber nur dann, wenn er es möchte. Man darf Leo nicht bedrängen, er kommt von sich aus, wenn er kuscheln möchte. Leo ist ein Einzelkater, seine Artgenossen mag er gar nicht. Er braucht ein ruhiges Zuhause, Freigang ist für Leo ein Muss. Leo wartet seit einigen Monaten im Tierheim auf seine Menschen, leider wollte ihn bisher niemand adoptieren. Bis es soweit ist, wünscht sich Leo liebe Paten.

Tiere in Not e.V. • 50354 Hürth • Tel.: 06597 3135 4Betti, 4 J., wurde wegen eines Umzugs abgegeben, weil sie nicht mit in die neue Wohnung durfte. Leider ist sie sehr scheu und lässt sich auch nicht gerne anfassen. Wir suchen tierliebe Menschen, die für Betti eine Patenschaft übernehmen möchten.

5Micki wurde verletzt gefunden und hat leider trotz medizinischer Versorgung ein Auge verloren. Sie ist sehr scheu, lässt sich nicht anfassen und sitzt nur in einem Schrank. Sie darf bei uns auf der Pflegestelle bleiben. Wir suchen für Micki tierliebe Menschen, die für sie eine Patenschaft übernehmen möchten.

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Tierschutzverein Korbach e.V. • 34497 Korbach • Tel.: 05631 3970 3Muschi stammt auch von der älteren Dame, wo Felix auch her kommt. Sie scheint schon recht alt zu sein, definitiv im zweistelligen Bereich. Sie ist eine sehr schüchterne Katze und kommt mit der Tierheimsituation auch schlecht zurecht. Sie leidet an einem chronischen Asthma und braucht circa einmal im Monat eine Spritze. Sie ist alt, zudem noch schwarz und chronisch krank. Alles zusammen gesehen macht eine Vermittlung nicht leicht. Muschi würde sich daher sehr freuen, wenn sich wenigstens ein Pate für sie finden würde.

6Felix wurde jahrelang von einer älteren Dame draußen versorgt. Er führte ein richtiges Streunerleben und sah auch danach aus. Als die Dame schwer erkrankte, brachten Angehörige die beiden eigenen Katzen der Dame und auch Streuner Felix ins Tierheim. Für alle war dies eine Katastrophe, und die drei wussten nicht mit der Situation umzugehen. Plötzlich ist das gesamte Leben zerbrochen. Vor allem für Felix war es extrem schwer. Er hatte noch nie zuvor Wände um sich rum und war noch nie eingesperrt. Anfangs ging er regelrecht die Wände hoch. Als er merkte, dass er nirgends raus kann, wurde er immer unglücklicher. Er fraß nicht mehr und musste sich stressbedingt ständig übergeben. Wir kämpften lange mit und um ihn und versuchten ihm zu zeigen, dass das Leben Sinn macht. Man hatte das Gefühl, als wolle er sich aufgeben. Inzwischen geht es etwas bergauf und er frisst wieder. Trotzdem merkt man ihm an, wie unglücklich er mit der momentanen Situation ist, und das tut uns sehr leid. Toll wäre es, wenn er ein Zuhause finden würde, z.B. auf einem Bauernhof oder ein Zuhause mit späterem Freigang, so dass er seine Freiheit wieder hat. Dies ist allerdings leichter gesagt, als getan. Felix wurde circa 2006 geboren und ist somit nicht mehr der Jüngste. Sein Früherkennungswert der Nieren ist erhöht. Am besten würde er schon jetzt Nierendiätfutter bekommen. Charakterlich ist er nicht der Draufgänger und schmust zwar, aber eher zaghaft. Er ist auch etwas schüchtern, und man muss ihn erobern. Durch diese Faktoren ist eine Vermittlung sehr schwer, und es wäre toll, wenn sich bis dahin ein Pate für ihn finden würde.

4Bonnie, Mischlingshündin, 6 J., kastr., Schulterhöhe 55cm, ist zurzeit unser größtes Sorgenkind. Sie kam als Junghund aus Bosnien mit einer Hepatozoonose im Gepäck. Relativ schnell fand sie ein Zuhause, Symptome zeigte sie keine. In 2016 ent­wickelte sie eine Epilepsie. Sie hatte phasenweise extrem viele Anfälle, damit verbunden war sie oft extrem unruhig und verlor ihre Stubenreinheit. Der Besitzer kam an seine Grenzen, und brachte Bonnie zu uns zurück. Der stressige Tierheimalltag ist sicherlich auch nicht gut für sie, aber es gestaltet sich auch sehr schwierig, jemanden zu finden, der immer da ist, der immer sofort ihre Ausscheidungen entfernen kann, bevor sie sie in ihrer Unruhe überall herumtritt usw. Die Anfälle passieren meist bei freudiger Aufregung. Momentan feilen wir noch etwas an der Medikamentengabe. Ansonsten ist sie superlieb, gut erzogen und sozialverträglich. Wer würde Bonnie mit einer Patenschaft unterstützen?

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In unserem

Vermittlungstiere Liebe Tierfreunde, wenn der Wunsch nach einem Haustier riesig und alles gut durchdacht und vorbereitet ist für den Einzug eines neuen Familienmitglieds, dann sind die folgenden Seiten für Sie genau richtig. Gerne stellen wir Ihnen (exemplarisch) viele Tiere vor, die in den Tierheimen oder Pflegeeinrichtungen unserer Partner leben und gut versorgt werden. Nehmen Sie sich im Falle des Falles Zeit, um das Tier kennenzulernen, und geben Sie dem Tier dieselbe Chance. Wir drücken die Daumen, dass die potenziellen Frauchen oder Herrchen hier fündig werden!

Webtierheim

gibt es auch sehr viele Tiere, die Hil­ fe brauchen oder ein neues Zuhause suchen!

www.aktiontier-webtierheim.org

Es besteht die Möglichkeit, dass Tiere, die hier vorgestellt werden, bereits vermittelt sind und dies redaktionell nicht mehr erfasst werden konnte. Die Einrichtung in der Nähe hilft Ihnen gern weiter. Bei Interesse an einem der Tiere wenden Sie sich bitte direkt an den dazugehörigen Projektpartner von aktion tier. Lucky von Seite 90.

Berliner Katzenschutz e.V. • 14542 Werder (Havel) • Tel.: 03327 42587 endlich zum kuscheln heraus. Wir suchen ganz dringend für die beiden ein neues paar Dosenöffner! Beide sind gechippt, entwurmt, entfloht, kastriert und natürlich auch geimpft. Sie können als reine Wohnungskatzen vermittelt werden oder auch mit Freigang oder vernetztem Balkon. Vielleicht gibt es da draußen jemanden, der den beiden gerne noch einmal eine neue Chance geben möchte.

5Igor und 4Emma, Geschwister, 7 J., sind nun nach 7 Jahren zu uns zurückgekehrt, da die Tiere nicht mit der immer größer werdenden Familie zurechtzukommen schienen. Die beiden sind sehr verkuschelt und total lieb im Umgang mit fremden Menschen. Sie benötigen einiges an Aufmerksamkeit und haben sich die ersten paar Tage vor uns Pflegern versteckt, aber immer wenn man die beiden bei ihrem Namen gerufen hat, haben sie geantwortet und kamen nach geraumer Zeit

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Berliner Katzenschutz e.V. • 14542 Werder (Havel) • Tel.: 03327 42587 4Cäpchen, 3 J., kastr., gechippt, wurde schweren Herzens von ihrer alten Besitzerin bei uns abgegeben, da ihr Ehemann im Laufe der Zeit eine schwerwiegende Allergie gegen die klei­ ne Samtpfote entwickelt hat. Ihr einstiges Frauchen erkundigt sich trotz allem regelmäßig nach ihr und hofft immer auf die wunderbare Nachricht, dass Capi eine neue Bleibe gefun­ den hat. Leider blieb der Erfolg auf ein neues Heim bislang aus. Capi ist eine ganz wunderbare Kätzin, die genau weiß was, wie und wann sie etwas will. Sie schmust, sie spielt, sie will beachtet werden. Sie ist zu allen neuen Personen nett und freundlich und lässt sich gerne von Besuchern verwöh­ nen. Doch bisher wollte einfach niemand sein Glück mit Capi versuchen. Sie geht ihren Artgenossen lieber aus dem Weg, weshalb sie auch als Einzeltier vermittelt werden kann. Cäp­ chen liebt es ihren dunklen Bauch in die Sonne zu strecken. Also braucht die junge Dame ein neues Zuhause mit Freigang. Wer kann unserer süßen, verschmusten Capi ein neues Heim schenken? Derjenige welche wird mit Sicherheit nicht ent­ täuscht von ihr sein.

3Tequila, 11 J., wurde privat bei uns abgegeben. Die berufliche Lauf­ bahn der Alt-Besitzer hatte sich drastisch verändert, weshalb sie sich nicht mehr in der Lage sahen, Tequila optimal zu versorgen. Also brachten sie die ältere Dame zu uns ins Heim, und nun sind wir auf der Suche nach einem Zuhause auf Lebenszeit für Tequila. Sie ist ähnlich wie ein Hund, sehr anhänglich und für ihr Alter super neu­ gierig. Sie schwänzelt den lieben langen Tag ihren Pflegern hinterher, mauzt sie an, bettelt um Streicheleinheiten und lässt sich königlich beköstigen. Tequila hat einen sanften, aber auch sehr quirligen Cha­ rakter, der einen des Öfteren schmunzeln lässt. Sie ist recht unkom­ pliziert im Umgang mit fremden Personen und geht mit sofortiger Begeisterung auf solche zu. Anderen Artgenossen geht sie jedoch strikt aus dem Weg und ignoriert sie gekonnt. Kommt ihr einer von ihnen jedoch zu Nahe, bekommt er ihre Krallen zu spüren. Genau aus diesem Grund wird Tequila als alleinige Sofakönigin vermittelt. Gerne in einen Haushalt mit Freigang oder vernetztem Balkon (dies ist allerdings kein MUSS, da Tequila bei ihren ehemaligen Besitzern eine reine Wohnungskatze gewesen ist). Tequila ist eine optimale An­ fängerkatze.

4Carlson & 4Lilebror sind übrig gebliebene Jungtiere vom letzten Jahr! Carlson (komplett gr./get.) ist circa 2 1/2 Jahre alt, während Lile im April genau 1 Jahr alt geworden ist. Beide sind seit Mitte des letzten Jahres bei uns, und bisher wollte ihnen noch niemand eine Chance geben. Dabei ist Carlson bei Leuten, welchen er vertraut, total verschmust, und auch Lile wird immer mutiger. Sie brauchen einfach nur eine geduldige und liebevolle Bezugsperson, die ihnen den richtigen Weg zeigt. Sie sind beide kastriert, besitzen einen Transponder-Chip und haben alle nötigen Impfungen plus Entwurmung und Ent­ flohung. Alles in allem also bereit für den Abflug in ein neues Zuhause. Sie können als Wohnungskatzen sowie auch als Frei­ gänger vermittelt werden. Wer möchte den beiden hübschen Samtpfoten eine Chance geben? Wir sind uns sicher, wer viel Liebe, Zeit und Geduld investiert, der wird bei Carlson und Lilebror schnell belohnt werden!

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Tierschutzverein Korbach e.V. • 34497 Korbach • Tel.: 05631 3970

5Timon, Mix-Rüde, 10 J., kastr., Schulterhöhe 38 cm, ist ein kleiner, lieber, anpassungsfähiger Hund. Er läuft noch flott Gassi und ist recht verträglich.

5Aponi, Fundkater, 1 J., ist ein richtiger Schatz, der aber recht grobmotorisch mit seinen Krallen und altersbedingt auch frech und verspielt ist. Leider hat Aponi einen Schnupfen und eine Allergie gegen sämtliches Getreide und Gelatine. Dies ist bei der Fütterung zu berücksichtigen. Aponi kann stundenlang auf dem Schoß kuscheln. Abgesehen von seinen Wehwehchen ist er ein ganz normaler, lustiger und junger Kater. Wer lässt sich nicht ab­ schrecken und gibt ihm ein neues Zuhause mit der Möglichkeit zum späteren Freigang? 3Mausi, mongolische Renn­ maus, 2 J., kam mit ihrer Schwes­ter zur Pension ins Tier­ heim, und sie blieben mehrere Wochen. Kurz vor der Abholung mussten wir Mausis Schwester leider erlösen, da sie voll mit Zysten war und starke Wasser­ ansammlungen im Körper hatte. Die Besitzerin, selbst eine äl­ tere Dame, entschied sich dann schweren Herzens dazu, dass Mausi in die Vermittlung geht. Rennmäuse sollten niemals al­ leine gehalten werden, jedoch ist eine Vergesellschaftung sehr schwer und kann einige Zeit dauern. Es wäre toll, wenn sich Menschen finden, die Erfahrung haben, am besten auch mit Ver­ gesellschaftungen. Wir würden, wenn nötig, Hilfestellung bei der Zusammenführung bieten.

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Tierschutzverein Korbach e.V. • 34497 Korbach • Tel.: 05631 3970 3Kiwi kam wegen Erkrankung des Besitzers zu uns ins Tierheim. Leider wissen wir nicht sehr viel über sie. Sie wurde schätzungsweise 2013 geboren und ist anfangs schüchtern. In dieser Zeit ist auch das Bild entstanden, wo sie etwas grimmig guckt. Inzwi­ schen ist es nicht leicht, ein schönes Foto von ihr zu bekommen, da sie sehr anhänglich und verschmust geworden ist. Bislang hat sie als Einzelkatze in Woh­ nungshaltung gelebt. Interessenten sollten die Fell­ pflege bedenken. Wo sind die Langhaarkatzenfans?

4Cappuccino ist Leuten zugelaufen. Er war unkastriert und hatte schlechte Zähne. Er hat sich aber sehr schnell in die Herzen der Finder geschmust, und sie wollten ihn bei sich aufnehmen, nachdem sich nie­ mand auf Fundmeldungen gemeldet hat. Sie ließen ihn kastrieren und die Zähne sanieren, dann durfte er einziehen. Leider waren die bereits vorhandenen Katzen nicht sehr begeistert von dem Plan und mobbten ihn. Die Besitzer haben alles versucht, doch nichts hat geholfen, und so gaben sie ihn schweren Herzens im Tierheim ab. Im Tierheim zeigt sich Cappuccino, der vermutlich ein Britisch Kurzhaar Mix ist, von seiner besten Seite. Er ist unglaublich verschmust und lieb. Geboren wurde er circa 2008. Für sein Alter ist er aber noch recht verspielt, ist sonst aber eher ein ruhiger Zeitgenosse. Cappuccino sucht ein neues Zuhau­ se mit Freigang. Wer hat ein Plätzchen für den Prachtkerl frei?

3Drops, Mischlingsrüde, 4 J., kastr., Schulterhöhe 40 cm, ist genauso, wie er ausschaut. Temperamentvoll, lustig und verspielt. Am Gehorsam sollte noch gearbeitet werden, aber er wird bestimmt schnell lernen. Mit Hündinnen kommt er gut zurecht.

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Tierschutzinitiative Odenwald • 64658 Fürth • Tel.: 0700 0410-6666 (12 Cent/Minute aus dem dt. Festnetz) 3Lissy, 1 ¾ J., kastr., tätowiert, entwurmt, wurde zusammen mit ihren Kitten auf einem abgelegenen Parkplatz gefunden. Da sie sehr ängstlich war, musste sie mit einer Lebendfalle eingefangen werden und wurde dann auch gleich dem Tier­ arzt vorgestellt. Leider stellte sich dort heraus, dass Lissy FIVpositiv ist. Während ihre Kinder schnell an Menschen vermit­ telt werden konnten, die keine Angst vor dem Ergebnis des FIV-Tests hatten, lebt Lissy jetzt in einer unserer Pflegestellen. Zu ihrem Pflegepapa hat sie inzwischen Vertrauen gefasst und lässt sich von ihm auch streicheln. Schön wäre für sie ein Zuhause mit geduldigen Menschen und anderen Katzen, an denen sie sich orientieren kann.

Sky

Charly

3Charly und 5Sky hatten eine ver­ wilderte Mutter, so dass sie sich an­ fangs schwertaten, den Menschen zu vertrauen, zumal sie schon 3 Monate alt waren, als sie in die Obhut der TSI kamen. Inzwischen haben sie aber verstanden, dass Menschen gar nicht so schlimm sind. Nicht zuletzt die vier Kater auf der Pflegestelle haben ihnen gezeigt, wie toll es ist, mit liebevollem Personal zusammenzuleben. Vor allem Sky ist ein richtiger Schmusetiger geworden, der sich schon morgens im Bett seine Streicheleinheiten abholt. Charly ist zwar noch nicht ganz so weit, er lässt sich aber auch anfassen, von seiner Pfle­ gemama auch streicheln, und will wie sein Bruder überall dabei sein. Die beiden Kater wünschen sich ein Zuhause bei katzenerfahrenen Menschen, und über einen menschenbezogenen Artgenossen im Haushalt würden sie sich auch freuen, ist aber nicht Bedingung. Nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit brauchen sie unbedingt Freigang, den sie auf ihrer Pflegestelle bereits genießen können. Da sich Charly und Sky sehr lieben, wäre es optimal, wenn sie zusammen ver­ mittelt werden könnten. Die zwei Halbstarken sind im Mai 2017 geboren, kastriert, tätowiert, negativ auf FIV und FeLV getestet, entwurmt und benutzen zuverlässig die Katzentoilette.

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Katzenhilfe Westerwald e.V. • 56470 Bad Marienberg • Tel.: 02661 9839944

5Safira, 10 J., ist eine sehr liebe und sehr menschenbezogene Katze, verschmust und freut sich über ausgiebige Streichelein­ heiten. Sie hat längere Zeit draußen gelebt, deshalb sollte im neuen Zuhause auch wieder Freigang möglich sein. 5Leila, 10 J., ist eine schüchterne und vorsichtige Katze. Leila lässt sich kuscheln, ist aber noch sehr zurückhaltend Menschen gegenüber. Sie war bis­ her Freigängerin und möchte deshalb auch in ih­ rem neuen Zuhause wieder Freigang genießen.

Alle Katzen sind bei t, entfloht, anVermittlung entwurm e kastriert, wi so und nachgeimpft ppt. chi ge d un t ier tätow

6Miezi, 4 J., ist sehr lieb und verschmust. Miezi hatte wohl mal einen Unfall, deshalb humpelt sie ein biss­ chen, dies stört Miezi aber gar nicht, sie kommt sehr gut damit zurecht. Miezi war bisher Freigängerin und möchte deshalb auch ein Zuhause, in dem sie wieder Freigang genießen kann.

6Leander, 3 J., hat sich vor längerer Zeit am Tierheim angesiedelt und ist auch geblieben. Anfangs sehr zurück­ haltend, hat Leander große Fortschritte gemacht. Er liebt seine Streicheleinheiten und „unterhält“ sich auch gerne mit den Menschen. Leander wünscht sich ein ruhiges Zu­ hause mit Freigang.

Ansprechpartner für alle Vermittlungstiere:

Marlene Winter 0151-2890714 3 Sylvia Schmidt 0171-2725271 www.katzenhilfe-westerwald.de

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Tiere in Not e.V. • 50354 Hürth • Tel.: 06597 3135

5Sammy, Berner-Sennen-Mix, 1 1/2 J., kastr., geimpft, gechipt, wurde wegen Schwangerschaft und Überforde­ rung abgegeben. Sammy ist unsicher, weil er nicht viel kennengelernt hat. Er ist seinem Alter entsprechend leb­ haft und agil. Artgenossen sucht er sich aus, da geht es nach Sympathie. Er sucht sportliche Menschen, die zu ihm Vertrauen aufbauen und die nötige Zeit haben. Er kennt die Grundkommandos und ist zurzeit auch noch in der Hundeschule. Zu den Menschen, die er kennt, ist er sehr freundlich.

4Dino, Bernhardiner, 3 J., geimpft, gechipt, wurde wegen Platzmangel abgegeben. Dieser sanfte Riese sucht Menschen mit viel Platz, das heißt mit einem großen Grundstück und Erfahrung mit dieser Rasse. Dino ist ein sensibler, verschmus­ ter Hund, und bei der Größe ist das auch schon mal umwerfend. Er hat natürlich viel Kraft, dessen er sich nicht bewusst ist. Wir bitten nur diejenigen nachzufragen, wer diese Rasse schon mal hatte und über genügend Platz verfügt.

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5Thorin, Schäferhund-Mix, 5 J., hat durch Krankheit in der Familie sein Zuhause verloren. Er ist sehr un­ sicher Fremden gegenüber, freundet sich aber sehr schnell an. Er sucht ein Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen mit Ruhe und Geduld und ohne Kinder. Thorin macht gerne lange Spaziergänge, bei Artge­ nossen entscheidet die Sympathie, deshalb sollte er an der Leine geführt werden. Thorin ist auch zurzeit in der Hundeschule.


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Tiere in Not e.V. • 50354 Hürth • Tel.: 06597 3135 4Odin, Husky-Mix, 3 1/2 Jahre geimpft, gechipt, wurde wegen Zeitmangel und Überforderung bei uns abgege­ ben. Odin ist, wenn er die Menschen kennt, sehr anhäng­ lich und verschmust. Er hat Rasse bedingt einen Jagdtrieb, deshalb sollte er nur an der Leine ausgeführt werden. Er sucht sportliche Menschen, die viel Zeit mit ihm verbringen, spazieren alleine genügt ihm nicht. Er verträgt sich nicht so gut mit Artgenossen außer mit souveränen Hündinnen. Wir suchen eine hundeerfahrene Familie ohne Kinder und Art­ genossen, am liebsten mit Haus und Garten.

3Benni, Jagdterrier, 9 J., kommt aus sehr schlechter Haltung und kam so über mehrere Stellen zu uns. Er ist ein typischer Ter­ rier, hat allerdings bei uns durch einen Hundetrainer schon viel gelernt. Er sucht Menschen, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können und ihn deshalb auch nicht ableinen. Benni ist noch sehr agil und braucht noch lange Spaziergänge. In seinem neuen Zu­ hause sollten keine anderen Tiere sein.

4Chico, Jack-Russel-King Charles-Mix, 6 J., kastr., geimpft, gechipt, kam zu uns, weil der Vorbesitzer keine Zeit mehr für ihn hatte und ihn auch lei­ der nicht sozialisiert. Chico sieht aus wie ein kleiner Schmuser, ist er aber nicht. Er hat halt so seine Marotten. Nur wenn er will, ist alles in Ordnung. Wir suchen deshalb für ihn hundeer­ fahrene Leute ohne Kinder, Artgenos­ sen und Kleintiere. Chico geht zurzeit in die Hundeschule, und er kommt mittlerweile auch mit allen zurecht. Er braucht eine führende Hand, man kann ihn gut korrigieren, und er lernt auch gerne. Man muss ihm Grenzen setzen, sonst ist er der Chef.

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• aktion tier – menschen für tiere e.V.

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aktion tier ZOSSEN • 15806 Zossen • Tel.: 03377 201517 3Zeus ist ein unheimlich netter und sehr menschenbezogener, knapp 11 Jah­ re alter Schäferhund-Senior, der seit seinem Umzug ins Tierheim die Welt nicht mehr versteht. Trotz seines Alters, und damit einhergehenden Wehweh­ chen u.a. im Bereich der Gelenke, ist Zeus noch fit und liebt ausgiebige Spa­ ziergänge. Er läuft manierlich an der Leine und findet die Damenwelt in der Regel sehr sympathisch – bei Rüden entscheidet er ganz individuell, diese Konstellation im neuen Zuhause würden wir jedoch nicht empfehlen. Zeus bekommt derzeit ein spezielles Futter, und auch in Zukunft wird wohl eine et­ was engmaschigere, tiermedizinische Betreuung von Nöten sein. Katzen und Kleinkinder sollten im neuen Zuhause nicht vorhanden sein.

4Igor, 11 J., wurde im Gewerbegebiet um­ herirrend gefunden und zu uns gebracht. Der große Mischlingsrüde ist freundlich und freut sich über jede Aufmerksamkeit und Kuschel­ einheit. Leider sieht Igor nichts mehr, findet sich aber trotzdem erstaunlich gut zurecht und versucht sich immer am Menschen zu orientieren. Er hört super auf sei­ nen Namen und ist sofort da, wenn man ihn ruft. Trotzdem muss der neue Halter natürlich vorausschauend mit ihm um­ gehen und ihm zu einem gewissen Teil sein Augenlicht ersetzen. Wir empfehlen auch eine gute Hundeschule, um dieses Miteinander zu erlernen. Igor versteht sich bei uns prima mit anderen Hunden. Mitunter ist er zwar etwas aufdringlich, aber jederzeit gut zu händeln. Es ist immens wichtig, dass Igors neue Familie verantwortungsbewusst und vorausschau­ end Hundebegegnungen managt, denn Igor sieht die Körpersprache des Gegenübers nicht. Igor ist sicherlich eine kleine Aufgabe. Auf der anderen Seite ist er aber ein toller und liebenswerter Hund, der es verdient hat in seiner eigenen Fa­ milie umsorgt und geliebt zu werden.

4Happy. Das Sprichwort „Klein aber Oho“ scheint wie für den knapp 6-jäh­ rigen kastrierten Rüden gemacht, denn Happy weiß sich durchaus durchzu­ setzen – notfalls auch mit den Zähnen. Happy verteidigt Ressourcen und ist auch Fremden gegenüber spürbar territorial motiviert. Wir suchen für un­ seren kleinen Happy hundeerfahrene Leute, die ihm souverän verdeutlichen, dass es nicht in seinem Aufgaben- und Ermessungsbereich liegt, wer wann wo hin geht und dass er keine dieser Situationen zu regeln hat. Dies erfor­ dert zum einen eine gute Portion Hundeverstand, aber auch Geduld und ein sicheres Auftreten, denn Happy ist nicht doof und kann gut einschätzen bei wem er wie weit gehen kann. Nichts desto trotz macht Happy seinem Namen alle Ehre – wenn er jemanden mag, dann auch richtig. Dann wird geküsst, geknuddelt, und Happys Welt ist in Ordnung. Auch andere Hunde stellen für unseren Kleinen kein Problem dar. Nur am Leinenpöbeln muss definitiv noch gearbeitet werden. Kinder sollten nicht im neuen Zuhause vorhanden sein.

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aktion tier ZOSSEN • 15806 Zossen • Tel.: 03377 201517 4Nestor, Labrador-Doggen-Mix, 9 J., sieht man sein Alter kaum an. Nestor muss noch einiges lernen, Leinenführigkeit ist für ihn bislang ein Fremdwort, Ressourcen verteidigt er. Zudem ist Nestor durchaus eine stattliche Erscheinung – und das weiß der selbstbewusste Rüde auch. In Diskussionen versucht er sich notfalls auch mal mit Körper­ kraft oder den Zähnen durchzusetzen. Hündinnen findet Nestor klasse, und auch im grundsätzlichen Menschenkontakt ist er freundlich. Nestor wird nicht zu Kindern vermittelt.

3Oskar, Schäferhundrüde, 5 J., kam als Fundhund zu uns. Fremden gegenüber ist er recht skeptisch und unsicher, taut aber mit etwas Geduld schnell auf. Oskar sucht hundeerfahrene Leute, die mit ihm arbeiten und eine gute Hundeschule besuchen werden. Zum einen möchte er noch vieles in Sa­ chen Grundgehorsam lernen, und zum anderen ist er recht pöbelig und distanzlos. Oskar wird nicht zu Kindern vermittelt.

4Acki, Staffordshire Terrier Mix, 9 J., kam zu uns, da seine Halter nicht mehr gewillt waren sich weiter um ihn zu kümmern. Hier im Tierheim zeigt sich der kräftige Bursche bislang unkompliziert, bisweilen jedoch etwas unsicher dem Menschen gegenüber – nimmt aber jede Aufmerksamkeit und Streicheleinheit dankbar an. Acki muss noch einiges in Sachen Grund­ gehorsam lernen und freut sich da­ her jetzt schon auf den Besuch einer guten Hundeschule mit seinen neuen Leuten. Mit Artgenossen zeigt sich Acki bislang leider nur bedingt ver­ träglich. Kinder sollten nicht im neuen Zuhause vorhanden sein. Aufgrund der Rassezugehörigkeit muss Ackis neue Familie – je nach Bundesland – gewisse Auflagen erfüllen.

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Ein Heim für Tiere e.V. • 34587 Felsberg/Beuern • Tel.: 05662 6482 3Xara, Dobermann-Hündin, 8 J., befindet sich seit dem 15.01.2018 aufgrund von Abgabe bei uns und sucht ihr Glück. Wie eine Prinzessin hat sie leider länger nicht mehr gelebt, und so erklärt es sich auch schnell, warum sie anfangs vorsich­ tig und schüchtern auf Menschen reagiert. Sie ist eine zarte Persönlichkeit mit ganz viel Charme. Im Umgang mit Artgenossen liegen ihre größten Schwächen, sie zeigt kein typisches Sozialverhal­ ten, sondern ist komplett mit der Situation, einem Artgenossen zu begegnen, überfordert. Sie scheint die Kontaktaufnahme mit anderen schlicht und ergreifend nie gelernt zu haben. Dafür kann sie sehr gut alleine bleiben, im Auto mitfahren und schmusen. Sie kennt Kinder, doch in ihrem neu­ en Zuhause sollten diese ab 14 Jahren aufwärts sein. Momentan hat sie nur wenig Muskulatur, weshalb nur kurze Spaziergänge möglich sind, um sie nicht zu überlasten. Für Xara suchen wir ein Zuhause mit Herz und Verstand. Menschen, die ihr alles nötige beibringen und in punkto Hunde­ begegnungen einen langen Atem zeigen. Ihr neues Zuhause sollte nicht zu viele Treppen haben und gerne einen Garten, in dem sie nach Lust und Laune toben oder einfach nur die frische Luft ge­ nießen kann. Suchen Sie eine echte Aufgabe? Eine liebenswerte Zeitgenossin, die ihre Zuneigung zu schätzen weiß? Dann nix wie los, lernen Sie die Hübsche persönlich kennen. 6Vino & 4Balduin, Europäisch Kurzhaar, 4 J. und 3 J., sind schon so lange bei uns und immer noch auf der Suche nach einem schönen Zuhause. Vino ist leider Leukose positiv, aktuell aber top fit. Balduin haben wir ebenfalls testen lassen, er ist negativ und wurde bereits geimpft. Gerne möchten die Beiden zusammen bleiben, auch wenn sie eigentlich zwei völlig unterschiedliche Charaktere sind. Vino ist der verschmuste und verspielte Zeitgenosse, wohingegen Balduin es mag, einfach nur auf dem Schoß zu liegen und nicht unbedingt dabei gestrei­ chelt zu werden. Er ist ein typischer Charakterkater, der eben seine passenden Leute sucht. Bei ihm ist es einfach Sympathie, wie er mit verschiedenen Men­ schen umgeht. Balduin und Vino verhalten sich wie ein altes Ehepaar. Es gibt Zuneigungsbekundungen und kleinere Diskussionen. Nun hoffen wir auf ein ge­ meinsames Heim, wo beide zusammen alt werden dürfen.

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Balduin


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Ein Heim für Tiere e.V. • 34587 Felsberg/Beuern • Tel.: 05662 6482 3Sammy, Schäferhund, 7 J., ist eine lebensfrohe Hündin, die noch viel in ihrem Leben sehen und kennenlernen möchte. Hier vor Ort zeigt sie sich aufgeregt und nervös, auf dem gemeinsamen Spaziergang allerdings deutlich entspannter. Auch bei einem Spaziergang mit anderen Hunden zeigt sie sich nach einer gewissen Zeit ruhiger, wenn natürlich die Che­ mie bei beiden Hunden passt. Neuen Situationen steht Sammy eher ner­ vös gegenüber, aber mit Übung und Vertrauen meistert sie auch diese. Auf neue Menschen geht sie fröhlich und voller Tatendrang zu, um ihre Freundlichkeit zu beweisen. Auch Schmuseeinheiten genießt sie in vollen Zügen. Sie fährt ruhig im Auto mit und ist eine Ruhe liebende Vertreterin ihrer Art. Neben der Ruhe herrscht bei ihr aber auch die typische agile Art. Sie spielt sehr gern mit Bällen oder mit Knotenspielzeugen. Wegneh­ men lässt sie sich diese jedoch eher ungern, und Futter wird ebenfalls nicht wieder freigegeben. Katzen gegenüber zeigt sie kein großes Inte­ resse, und bei Begegnungen mit Kindern zeigt sie sich eher vorsichtig. Wir suchen für Sammy erfahrene Menschen, die viel Zeit und Geduld haben. Wenn sie also standfest sind und Freude an einem wunderschö­ nen Schäferhund haben, kommen Sie gerne mal vorbei, um die Süße kennenzulernen.

6 Kurt, Arabian Mau, 8 J., ist erst seit ei­ nigen Monaten bei uns und dementspre­ chend noch sehr zurückhaltend, da ihn neue Situationen einschüchtern. Wenn er aber Vertrauen gefasst hat und jemanden mag, ist er sehr verschmust und anhäng­ lich. Im Spiel ist er aufmerksam, sehr wild und agil. Wir wünschen uns für Kurt ein Zuhause als Einzelprinz mit Freigang, ohne weitere Tiere im Haushalt und der näheren Umgebung, da er keine Scheu vor anderen Haustieren hat und diesen gerne zeigt, wer der Boss ist, typisch Wildkatze halt.

5Gregor, Europäisch Kurzhaar, 8 J., ist am 26.01.2018 bei uns einge­ zogen. Er wurde in Edermünde gefunden und bisher nicht vermisst. Bei der Aufnahmeuntersuchung zeigte sich bereits, dass er Probleme mit den Augen hat. Ein Auge war blutig, und die Pupillen haben sich bei Lichteinfall nicht verengt. Die tierärztliche Untersuchung hat ei­ ne Hypertension (Bluthochdruck) ergeben, welche wahrscheinlich Ursache für die Schädigung der Netzhaut ist. Aktuell wird Gregor daher medikamentös behandelt. Gregor lässt sich durch sein einge­ schränktes Sehvermögen sein Katzen-Dasein nicht vermiesen. Er ist einfach ein toller, verschmuster, liebenswerter, gesprächiger Kater, der sicher schon einiges in seinem Leben erlebt hat und für den wir uns einen Platz am wärmenden Ofen als Wohnungskater suchen. Bei Gregor wurde zusätzlich Diabetes festgestellt. Er befindet sich der­ zeit noch in Einstellungsphase der Insulin-Behandlung. Die Behand­ lung macht er tadellos mit und diese schlägt auch gut an. Wer einen lebensfrohen Wohnungskater sucht, kann gern vorbeikommen und Gregor einen Besuch abstatten. Gern dürfen schon andere souveräne Katzen im neuen Zuhause sein.

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Ein Heim für Tiere e.V. • 34587 Felsberg/Beuern • Tel.: 05662 6482 3Lucky, Border Collie-Mix, 3 J., wurde am 04.01.2018 bei uns aufgenommen. Lucky hat sich gut an uns erinnern können, und so war der Umgang mit ihm vom ersten Tag an kein Problem. Er zeigt sich recht aufgeregt, da er es natürlich nicht ganz verstehen kann, warum er wieder hier ist, ist aber doch freundlich und auf­ geschlossen. Das Vertrauen in uns hat er nicht verloren, und allge­ mein zeigt er sich sehr umgänglich, nach wie vor sehr verträglich mit Artgenossen und verspielt, freut er sich über Aufmerksamkeit. Ausgiebiges Schmusen mag er, und angenehm an der Leine laufen hat er gelernt. Einige Zeit alleine bleiben kennt er, und auch im Au­ to fährt er ruhig mit. Lucky zeigt sich in gewohnter Umgebung im Umgang mit fremdem Leute weiterhin unsicher. Schnell zeigte er daher unerwünschtes Verhalten. Er war im Training bei unserem Hundetrainer Armando, mit deren Unterstützung er auch bei der Vermittlung in sein neues Zuhause eingewöhnt werden soll. Für Lucky suchen wir Menschen mit Hundeverstand, die ihn lesen und führen können, und Rassebedingt angemessen beschäftigen. Lu­ cky ist ein Junghund, der noch einiges an Erziehung und Erfah­ rungen aufholen muss. Er sollte Zeit und Geduld, aber auch klare Grenzen gesetzt bekommen. Suchen Sie einen agilen, verschmus­ ten Begleiter? Eine Lebensaufgabe mit Herz? Dann kommen Sie vorbei und lernen Lucky persönlich kennen. 4Bonnie, Jagdterrier, 10 J., befindet sich seit 29.09.2017 bei uns und ist eine freundliche, aufgeschlossene Hundedame. Sie ist ver­ schmust und liebt ausgedehnte Spaziergänge. Bonnie fährt gut im Auto mit, läuft angenehm an der Leine und ist eine treue Seele. Für Bonnie suchen wir ein ruhiges Zuhause, wo sie ihr Hundeleben genießen kann. Sie ist sehr angenehm im Umgang und geht auf alle Menschen freundlich zu. Katzen sind allerdings ein absolutes Tabu. Gesucht werden aktive Menschen, die gerne in der Natur unter­ wegs sind und Bonnie fest in ihr Herz schließen. Sie ist gerne über­ all mit dabei und erkundet ihre Umgebung. Auch einfach mal Pause machen und in der Gegend herumschauen zählt zu ihren Hobbys. Sie hat uns schon bei Spendenübergaben begleitet und ist sehr positiv durch ihr unerschrockenes, und ruhiges Gemüt aufgefallen. Es fällt schon recht schwer, sie nicht toll zu finden. Bonnie geht immer offen auf Menschen zu, und sie ist wirklich sehr bestechlich, da muss man schon mal auf die Finger aufpassen. Bei uns ist sie oft sehr aufgeregt, erst bei einem Spaziergang zeigt sie ihre sen­ sible Seite und kuschelt bestimmt auch mit Ihnen. Suchen Sie eine unkomplizierte Begleitung? Einen ganz besonderen Schatz? Dann kommen Sie vorbei und lernen Bonnie persönlich kennen.

4Minerva, Europäisch Kurzhaar, 6 J., wur­ de am 16.11.2017 in Melsungen gefun­ den und befindet sich seit dem bei uns. Wie auf den Bildern zu erkennen, zeigt sie sich Menschen gegenüber noch unsi­ cher und braucht Zeit, bis sie erkennt, wie toll wir als Spiel- und Streichelkumpel sein können. Wer eine kleine Herausfor­ derung sucht und Zeit, Ruhe sowie Ein­ fühlungsvermögen sowie ein Zuhause mit der Möglichkeit auf Freigang besitzt, kann gern einmal zu uns kommen und schauen, ob die Chemie mit Minerva passt.

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aktion tier Seefeld • 23936 Testorf-Steinfort • Tel.: 0173 6002852

Schaf 5Pia, seit 2011 bei uns, ist ein wirklich sehr hübsches, ruhiges Schaf, das eine neue Herde sucht.

Die 5Chinchillabande besteht derzeit aus acht Mit­ gliedern. Wir vermitteln diese Süßen nur an erfah­ rene Chinchillamenschen und in Gruppenhaltung. Da sie nachtaktiv und nicht sehr zahm sind und zudem auch viel Platz brauchen, ist ein Kinderzimmer nicht der richtige Ort.

Schaf 6Bianca ist seit 2013 bei uns, noch etwas schüch­ tern, aber für Leckerlies kommt sie auch gerne mal ku­ scheln. Wer nimmt sie in eine Herde auf?

6Meerschweinchen, hier als Stellvertreter für alle unsere Meerschweinchen. Natürlich vermitteln wir die Tiere nur in Gruppenhaltung. Unsere leben alle im Freigehege der „Ost­ seeschweine“. Es wäre toll, wenn die neuen Halter auch die Möglichkeit für ein Freigehege haben.

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Tierheim Helenenhof Hürth • 50226 Frechen • Tel.: 02233 691067 3Durin, DSH-Rüde, 3 J., wurde vor ein paar Monaten ausgesetzt. Er leidet fürchterlich unter dem Stress, der ihn im Tierheimalltag begleitet. Leider zeigt sich dies bei ihm nicht nur darin, dass er sehr viel in seinem Zwinger bellt, sondern auch, dass er seiner eigenen Rute hinterher jagt. Außerhalb des Zwingers ist Durin dagegen ein typischer Vertreter seiner Rasse: sehr anhänglich, sehr gelehrig, aufmerksam und bei ihm vertrauten Menschen eine anhängliche Schmusebacke! Leider kann Durin aber nur schlecht al­ lein bleiben, was seine Vermittlung zusätzlich erschwert. Damit der Süße schnellst möglich aus dem Tierheim raus kann, suchen wir für ihn vorab eine Pflegestelle. Anfallende Tierarztkosten werden vom Tierheim über­ nommen. Bis dahin wird auch im Rahmen des Helenenhofs zusammen mit einem Hundetrainer an Durins Verhalten gearbeitet. Daher würden wir uns sehr über Patenschaften für den lieben Kerl freuen, die uns hier­ bei finanziell unterstützen würden. Wenn Sie mehr über Durin erfahren möchten, finden Sie weitere Infos unter www.tierheim-huerth.de.

6Skippy, Münsterländer-Dalmatiner-Mix Hündin, 8 J., wünscht sich ganz bald ein neues Zuhause. Sie kam ins Tierheim, weil ihr Herrchen verstarb und ihr Frauchen mit ihr nicht gut zurechtge­ kommen ist. Unsere Skippy scheint kein Wässerchen trüben zu können, aber das stimmt bei ihr leider nicht so ganz. Einerseits ist die sehr anhängliche Hündin unheimlich gelehrig, clever und mit ganz viel Spaß bei der Sache dabei, vor allem, wenn ein Lecker­ chen winkt … Andererseits ist Skippy eine eher unsichere Hündin, die in Situationen, die sie überfordern, gelernt hat, durch bellen oder schnappen sich die vermeintliche Gefahr vom Hals zu halten. Sie sucht daher ein Zuhause bei erfahrenen Hundehaltern. Sie braucht Menschen an ihrer Seite, die sie konsequent und sou­ verän durch den Alltag begleiten. Andere Hunde, Kleintiere oder Katzen sollten nicht mit im Haushalt leben. Auch sollten in der Familie keine Kinder dabei sein. Derzeit kriegt Skippy ganz viel Unterricht bei unserem Hundetrainer und ja, sie hat bei den Gas­ sigängern auch ganz viele Fans, die das Training mit ihr während der Spaziergänge motiviert fortsetzen. Wir würden uns sehr über eine Patenschaft für den charmanten Charakterkopf freuen, um weiterhin Trainerstunden finanzieren zu können. Mehr Infos und Bilder zu Skippy finden Sie auch unter www.tierheim-huerth.de.

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aktion tier Tierschutzzimmer

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Liebe Kinder, liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde, hier haben Sie die Möglichkeit, zu denen von aktion tier aufgebauten Tierschutzzimmern Kontakt aufzunehmen.

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Baden-Württemberg 76593

Gernsbach

Hahnbachweg 51

Tierschutzzimmer Weidenhof Pferde bewegen Menschen e.V. info@pferde-bewegen-menschen.com

Frau Kess

07224 6425759

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80804

München

Birkenfeldstr. 1

Tierschutzzimmer München Städtische Kindertagesstätte daniela.huggenbergermuenchen.de, www.birkenfeld.musin.de

Daniela Huggenberger

089 89051950

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Bayern

Berlin 10405

Berlin (Prenzlauer Berg)

Rykestr. 53

Tierschutzzimmer Berlin Prenzlauer Berg Lauder-Beth-Zion-Grundschule info@lauderschule.de, www.lauderschule.de

Frau Kuchling

030 440131622 oder 0177 8357012

12053

Berlin (Berlin Neukölln)

Boddinstraße 55

Tierschutzzimmer Berlin Neukölln Hermann-Boddin-Grundschule berlin.08g07@t-online.de

Frau Grieser

030 68874410 oder 0178 3282617

12439

Berlin (Niederschöneweide)

Bruno-Bürgel-Weg 7

Tierschutzzimmer Waldorfschule-Berlin-Südost post@waldorfsuedost.de, www.waldorfsuedost.de

Marion Mayr

030 67798010 oder 01577 3887769

12587

Berlin (Treptow-Köpenick)

Aßmannstr. 63

Tierschutzzimmer Berlin Treptow Köpenick Müggelsee Grundschule info@mueggelsee-grundschule.de www.mueggelsee-grundschule.de

Frau Brandenburg

030 6458806

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Berlin (Berlin-Hellersdorf)

Parsteiner Ring 24

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Frau Wilde

030 30344299

12689

Berlin (Marzahn)

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Tierschutzzimmer Berlin Marzahn Paavo-Nurmi-Grundschule nurmi-grundschule@gmx.de www.paavo-nurmi-grundschule.cidsnet.de

Frau Hirseland

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Berlin (Lichtenberg)

Malchower Chaussee 2

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Tobias Barthl

030 96248595 oder 0171 1464715

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Tierschutzzimmer Berlin Weißensee Hagenbeck-Schule info@hagenbeck-schule.de, www.hagenbeck-schule.de

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030 96275050 oder 0176 21502883

13125

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Tierschutzzimmer Berlin Pankow Grundschule am hohen Feld sekretariat@grundschule-amhohenfeld.de www.grundschule-amhohenfeld.de

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Frau Wierschin

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Sachsen 01309

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Meißen OT Winkwitz

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Tierschutzzimmer Meißen-Winkwitz aktion tier Meißen meissen@aktiontier.org, www.aktiontier-meissen.org

Herr Aßmann

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Sachsen-Anhalt 39167

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Mecklenburg-Vorpommern 23936

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Spanien 38632

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Granadilla Teneriffa/Spanien

Calle la Constitutión, s/n

Tierschutzzimmer Teneriffa CEIP La Jurada

Adressen und Ansprechpartner Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde, gerne können Sie sich bei unseren unten stehenden eigenen Projekten im In- und Ausland sowie den Einrichtungen unserer Projektpartner telefonisch oder auch via I­nternet noch näher über die jeweilige Einrichtung informieren. Liebe Projektpartner, bitte setzen Sie uns stets über jede Änderung zu Ihrer Einrichtung in Kenntnis. Vielen Dank. Land

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AKTION TIER IM AUSLAND Bolivien

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Postanschrift Deutschland: Stefan Hebele, Im Freihöfl 12, 85057 Ingolstadt

Animales SOS Bolivien www.animalessos.org, hebele_stefan@yahoo.com

Stefan Hebele

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Bucuresti Sector 6

Drumul Sabareni, Nr. 69-73, Bucaresti Sector 6

aktion tier Projekt: „aktion tier Christi Bukarest“ Dog Shelter, Giulesti, Drumul Sabareni, Nr. 69-73; Associatia “Prietenii animalelor” Romania,

Dr. Ionut Moise Dr. Vlad Saplacan

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Slowakei

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Revist’ské Podzámcie c 41

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aktion tier Projekt: aktion tier Teneriffa Tierheim „Acción del Sol“ Centro de protección animal y medioambiental de Tenerife, teneriffa@aktiontier.org

Marion Gonzalez

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BADEN-WÜRTTEMBERG 70193

Stuttgart

Markelstr. 30-32

Care 4 Life e.V., www.care-4-life.de

Silvia Greene

0711 8062805

0711 3151617

72336

Balingen-Ostdorf

Dorfstr. 42

URIA e.V. Verein z. Förderung einer neuen Art d. Tierhaltung www.uria.de, Info@uria.de

Hermann Maier

07433 21774

07433 22274

76275

Ettlingen

Am Baggersee 5

TSV Ettlingen e.V. www.tierschutzverein-ettlingen.info, info@tierheim-ettlingen.info

Andrea Zeiß

07243 93612

07243 93153

76593

Gernsbach

Hahnbachweg 51

Pferde bewegen Menschen e.V. www.pferde-bewegen-menschen.com Info@ pferde-bewegen-menschen.com

Frauke Kess

07224/6425759

77656

Offenburg

Am Flugplatz 2c

TSV Offenburg Zell a.H. e.V. www.Tierschutzverein-Offenburg.de info@tierschutzverein-offenburg.de

Uwe Dindas

0781 33333

77694

Kehl/Rhein

Alte Landstraße 5

Projekt kitty: Tierheim Kehl e.V. www.kehler-tierheim.de info@kehler-tierheim.de

79761

Waldshut-Tiengen

Steinatalstr. 2

Tierschutzverein Waldshut-Tiengen u.U. e.V. www.tierheim-steinatal.de tierheim-steinatal@t-online.de

Anja Fuchs

07741 684033

07741 9656776

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Fax

0781 9666761

07851 1755

BAYERN 80796

München

Herzogstr. 127

aktion tier Projekt: aktion tier-tierrettung münchen e. V., www.tierrettungmuenchen.de, info@tierrettungmuenchen.de

01805 843773

83075

Bad Feilnbach

Sonnenham 9

KatzenTRaum e.V. www.katzenTRaum.org, info@katzentraum.org

08064 909726

84389

Postmünster

Wald 4

Rottaler Tierfreunde e.V. www.rottaler-tierfreunde.beepworld.de rottaler-tierfreunde@t-online.de

Anita Schustereder

08561 2461

85445

Notzingermoos

Franzheimer Str. 6

aktion tier Projektpartner/Projekt Kitty: Tierschutzverein Schlupfwinkel e.V. www.tierschutz-schlupfwinkel.de info@tierschutz-schlupfwinkel.de

Heide Hagl

0811 9966787

91413

Neustadt a.d. Aisch

Robert-Bosch-Straße 5

aktion tier Projektpartner: TSV Neustadt a.d. Aisch u.U.e.V. www.tierschutzverein-neustadt-aisch.de tierheim-neustadt@t-online.de

Dr. Johannes Hofmann

09161 42 32

09161 875287

95643

Tirschenreuth

Mooslohe 2

TSV Tirschenreuth, www.tierheim-tirschenreuth.de, info@tierheim-tirschenreuth.de

Daniela Riedl

09631 2355

09631 798723

96317

Kronach

Ottenhof 2

Projekt Kitty: TSV Kronach u.U. e.V. tsvkc@gmx.de

Klaus Barnickel

09261 20111

09261 20111

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Fax

(0,14 Euro/ Min., max. 0,42 Euro/ Min. im Mobilfunknetz)

08561 910789

BERLIN 10243

Berlin-Friedrichshain

Kopernikusstr. 3

aktion tier Projekt: projekt kitty, Dienstag 14-18 Uhr.

Alexandra Fink

030 55669305 030 57795385

030 57794062

14193

Berlin

Wallotstr. 6

Leben mit Tieren e.V. Hundebesuchsdienst Mensch-Tier-Begegnungsstätten www.lebenmittieren.de, info@lebenmittieren.de

Viola Freidel Geschäftsführerin

030 70177953

030 76683904

14057

Berlin

Kaiserdamm 97

Mensch·Umwelt·Tier e.V. www.mut-ev.org, info@mut-ev.org

030 30096234

030 30096255

14057

Berlin

Kaiserdamm 97

aktion tier Projekt: aktion tier JUNIOR www.aktiontier-junior.org tierschutzzimmer@aktiontier.org

030 30103836

030 30103834

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Telefon

Fax

Kontakt

BRANDENBURG 03149

Forst (Lausitz)

Am Pferdegarten 6

Tierschutzverein Forst (Lausitz) u.U. e.V. www.tierheim-forst-lausitz.npage.de

14513

Teltow

Waldstr. 18 b

aktion tier Projekt: aktion tier-Eichhörnchen-Hilfe-Berlin/Brandenburg Projektpartner: Eichhörnchenhilfe-Berlin/Brandenburg e.V. www.eichhoernchenhilfe-berlin.de, info@eichhoernchenhilfe-berlin.de

Tanya Lenn

0172 3553314

14542

Glindow

Ziemensstraße 84 b

aktion tier Projekt / Projekt kitty: projekt kitty Babystation kindt.hummelwiese@t-online.de

Harry Kindt

03379 445533 03327 42587

03562 983023

Mitgliederjournal

• aktion tier – menschen für tiere e.V.

95


14542

Glindow

Ziemensstr. 84b

aktion tier Projektpartner: Berliner Katzenschutz e.V. www.Berliner-Katzenschutz.de Kindt.Hummelwiese@t-online.de

Harry Kindt

03379 445533 03327 42587 Paten und Vermittlungstiere: 03327 42587

14776

Brandenburg an der Havel

Rietzer Straße 17

aktion tier Projekt: aktion tier BRANDENBURG Projektpartner: Reptilienschutzzentrum brandenburg@aktiontier.org, www.aktiontier-brandenburg.org

Marko Hafenberg

0173 2473199

15806

Zossen

Strasse der Jugend 156

aktion tier Projekt: aktion tier ZOSSEN Projektpartner: Verein der Tierfreunde „Schützende Hand e.V.“ zossen@aktiontier.org, www.aktiontier-zossen.org

16303

Schwedt/ Oder

Berliner Straße 143

aktion tier Projektpartner: Schwedter Tierschützer – Hilfe für Tiere in Not e.V. www.schwedter-tierheim.de, tierheim-schwedt.de@t-online.de

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

03379 445549

03377 201517

03377 201686

Frau Wyrembek

03332 523933

03332 523933

Kontakt

Telefon

Fax

HESSEN 34497

Korbach

Mönchepfad 7

Tierschutzverein Korbach und Umgebung e.V. www.tierheim-korbach.de, info@tierheim-korbach.de

Petra Schlickewei

05631 3970 05631 7847

05631 915249

34587

Felsberg-Beuern

Steinbruchsweg 1 a

„Ein Heim für Tiere“ e. V. www.tierheim-beuern.com, info@tierheim-beuern.com

Ralf Pomplun

05662 6482

05662 930802

36208

Wildeck-Obersuhl

Eisenacher Str. 121

Naturschutz-Informationszentrum

Walter Gräf

06626 1887 8105

06626 915705

63589

Linsengericht

Augustastr. 14

aktion tier Projekt: aktion tier-Fachberatungsstelle Wild- und kleine Haustiere, Bildagentur.ipo@t-online.de

Ingeborg Polaschek

06051 73615

06051 75111

64658

Fürth

Forststr. 31

Tierschutzinitiative Odenwald www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de

Esther Görlich

0700 04106666

0700 04107777

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Fax

17429

Labömitz

Triftstr. 6

Projekt kitty: Tierhof Labömitz – Verein zur Förderung und Aufrecht­erhaltung des Tierhofs Labömitz e.V. tierhof.laboemitz@gmail.com

Sophie Möllnitz

038379 289892

038379 28948

18069

Rostock

Carl-Hopp-Straße 4 B

Projekt kitty: Kitty Forum Rostock Projektpartner: Katzenschutzbund Rostock e.V. katzenschutzbund-rostock@web.de

Felix Stengel

0175 8085407 (ehrenamtlich besetzt)

18239

Hastorf

Oberdorf 11

Projekt kitty: Kitty Forum Hastorf Projektpartner: Streuners Arche Hastorf e.V. w.r.j.neumann@t-online.de

Wolfgang Neumann

038207 73507 0151 44336666

18374

Ostseeheilbad Zingst

Störtebekerstr. 10

Projekt kitty: Kitty Forum Zingst/Darß Projektpartner: TSV Zingst Darß e.V.

Roswitha Skupski

0173 6071229

18439

Stralsund

Greifswalder Chaussee 62U

aktion tier Projektpartner: TSV Stralsund e.V. tiernotaufnahme-stralsund@t-online.de

Frau Ernst

03831 305318

03831 305318

MECKLENBURG-VORPOMMERN

038207 71549

Frau Scheurich

18528

Bergen OT Tilzow

Landstr. 12

aktion tier Projektpartner: TSV Rügen/ Hiddensee e.V. tiernotstation@tierschutz-ruegen.com, www.tierschutz-ruegen.de

Heike Stock

03838 251126

03838 251126

19205

Roggendorf

Gadebuscherstr. 3

aktion tier Projekt: Tierschutz Roggendorf und Umgebung e.V. www.aktiontier-roggendorf.org, roggendorf@aktiontier.org

Anette Herbing

038876 31863

038876 31863

23936

Seefeld

Waldweg 2a

aktion tier Projekt/ Projekt kitty: aktion tier Seefeld www.aktiontier-lottihof.org, lottihof@aktiontier.org

0173 6002852

03881 7524826

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Fax

aktion tier Projekt: aktion tier Wildtierauffangstation RASTEDE Projektpartner: Wildtierauffangstation Rastede e.V. www.wildvogelstation-rastede.de, station@wildtierstation-rastede.de

Klaus Meyer

04402 985444

04402 987850

NIEDERSACHSEN 26180

Rastede

Parkstr. 154

26524

Hage

Hinkenaweg 11 a

Tierhilfe Ostfriesland e.V.

Ingrid Habben

04931 76259

Eheweg 24

aktion tier Projektpartner: TSV Aurich e.V., www.tierheim-aurich.info, info@tierheim-aurich.info

Lena Sartorius

04941 71922

26607

96

Aurich

service

• Ausgabe 2/2018

04941 72647


service

30880

Laatzen

Am Südtor 11

aktion tier Projekt: aktion tier Igelzentrum NIEDERSACHSEN www.aktiontier-igelzentrum.org igelzentrum@aktiontier.org

0511 233161

31553

Sachsenhagen

Hohe Warte

aktion tier Projekt: aktion tier Wildtier- und Artenschutzstation Projektpartner Wildtierstation Sachsenhagen e.V. www.wildtierstation.de info@wildtierstation.de

05725 708730

31675

Bückeburg

Am Hasengarten 6

aktion tier Projektpartner: TSV Bückeburg-Rinteln u.U. e.V. www.tierheimbueckeburg.de

Monika Hachmeister

05722 5220

38159

Wedtlenstedt

Berliner Damm 32

Katzenschutz Braunschweig e.V. www.katzenschutz-bs.de katzenschutz-bs@web.de

Angelika Malik

05302 804811

38667

Bad Harzburg-OT Eckertal

Stapelburger Str. 4

Tierschutzverein Bad Harzburg www.tierschutzverein-badharzburg.de info@tierheimeckertal.de

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

05725 708740

01212 5 716 71 832

05322 53796

Kontakt

Telefon

Fax

05731 3001466

NORDRHEIN-WESTFALEN 32549

Bad Oeynhausen

Wöhrener Str. 74

Boxer Nothilfe Deutschland e.V. www.boxernothilfe.de geschaeftsstelle@boxernothilfe.de

Ute Helweg

05731 3001465

33100

Paderborn

Gogrevenstr. 38

Projekt kitty: Kitty Forum Paderborn john.pyka@aktiontier.org susan.smith@aktiontier.org

John F. Pyka Susan Smith

05252 9357018 0178 2375424

47802

Krefeld

Mevissenstr. 62b

Katzenschutzbund Krefeld e.V. wwbruder@arcor.de

Walter Bruder

02151 6531119

41189

Mönchengladbach

In der Schley 38

respektiere e.V. www.respektiere.com, kontakt@respektiere.com, Katzenvermittlung: Manuela Esser, Tel.: 02271-983038, manuela.esser@respektiere.com Hundevermittlung, Monika Reinhardt Tel. 07157-536228

Tobias Werner Manuela Esser

04322 751418 oder 0160 97737871

41379

Brüggen-Bracht

Königstr. 20

Katzenschutzbund Mönchengladbach e.V. www.katzenschutzbund.de info@katzenschutzbund.de

Gaby Classen

02157 909690

02157 125542

41470

Neuss

Im Kamp 16

Tierschutzverein Katzenhilfe e.V. Düsseldorf-Neuss Tierheim Neuss-Bettikum, www.tierheim-bettikum.de, info@tierheim-bettikum.de

Uta Wegener Monika Provaznik

02137 6672

02137 6672

42117

Wuppertal

Friedrich-Ebert-Str. 157 a

Netzwerk Igel e.V.

Monika Thomas und Christel Braun

0202 3097717

44797

Bochum

Brockhauser Str. 13 a

Tierhilfe Bochum e.V. www.tierhilfe-bochum.de

Gisela Ocker

0234 797074

44849

Bochum

Postfach 630146

KIS Ruhr e. V., Katzen Informations- und Schutzverein Bochum www.kisruhr.de kisruhr@web.de

Julia Oelschläger

0152 3018917

48565

Steinfurt

Münsterkamp 4 a

Projekt kitty: Katzenhilfe Rheine u.U.e.V. www.katzenhilfe-rheine.de ulli.steimel@gmx.de

Gerlinde Rieß

05971 71747

50354

Hürth-Efferen

Höninger Weg 98

Projekt kitty: Tierheim Helenenhof Hürth, Verein zur Verhinderung von Tierquälerei Köln u.U. e.V. www.tierheim-huerth.de info@tierheim-huerth.de

Wilhelm Wiedeloh

02233 691067

02233 692156

50354

Hürth

Kreuzstrasse 124

Tiere in Not e.V. www.tiere-in-not-ev.de info@tiere-in-not-ev.de

Irmgard Seehausen

02233 46302

02233 400259

52080

Aachen

Mühlenweidweg 1

Tierschutzverein Kreis Aachen

Nicole Kuhn

0176 48262230

52088

Aachen

Postfach 500431

Katzenhilfe Aachen e.V. www.katzenhilfe-aachen.de info@katzenhilfe-aachen.de

Manuela Pabich

0241 555688

52382

Niederzier

Römerstraße 23

Katzen in Not e.V. Kreis Düren www.katzeninnotdueren.de rwirtz@freenet.de

Roswitha Wirtz

02428 2097

57369

Lennestadt

Zum Hengstenberg 7

Katzenhilfe Olpe e.V. www.katzenhilfe-olpe.de

Christa Ellert

02721 8820

58285

Gevelsberg

Schieferbank 91

Projekt kitty: Tiernothilfe Katzen-Glück Kitty - Forum Gevelsberg www.katzen-glueck.de, ulrike-klaus@web.de

Ulrike Klaus

02332 558995

Mitgliederjournal

03212 1109559

02428 904361

• aktion tier – menschen für tiere e.V.

97


58566

Kierspe

Thingslindestr. 58

Arche Kierspe e.V., reginaflick@gmx.de www.tierschutz-kierspe.de

58730

Fröndenberg

Goethestr. 18

Projekt kitty: Katzen-Steunerhilfe Fröndenberg streunerhilfe@gmx.de, www.katzenstreunerhilfe.de

59071

Hamm

Lippestr. 134

Projekt kitty: Hilfe für Katzen in Not e.V. www.katzenhilfe-poetter.de info@katzenhilfe-poetter.de

Karin Pötter

02388 800 501 02388 800 471

02388 800 502

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Fax

54439

Saarburg

Fasanenweg 33

Freunde herrenloser Katzen e. V. Liane.Christmann@web.de

Liane Christmann

06581 5895

55438

Stromberg

Postfach 126

aktion tier Projektpartner: Tierschutzverein Stromberg Tierschutz-Stromberg@t-online.de

Rosemarie Meyer

06724 477

06724 477

56470

Bad MarienbergLangenbach

An der Schmiede 16

Projekt kitty: Katzenhilfe Westerwald e.V. www.katzenhilfe-westerwald.de info@katzenhilfe-westerwald.de

1. Vorsitzende Silke Müller

02661 9839944 0177 7889766

02661 9838265

56648

Saffig

Buchenstr. 6

Verein zum Schutz der Katze e.V.

Elvira Schumacher

02625 958299

02625 958171

56710

Mayen

Postfach 2021

aktion tier Projektpartner: Tierschutzverein Mayen u.U. www.tierheim-mayen.de, kontakt@tierheim-mayen.de

Hildegard Maas

02651 77438

02651 494733

56729

Kirchwald

Auf der Bachhell 1

aktion tier Projektpartner: Wildvogelpflegestation Kirchwald www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org, stationsleitung@wildvogel-pflegestation-kirchwald.org

Andrea Friebe

0160 96714064

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Bärbel Höll

02359 3628

02373/70147

RHEINLAND-PFALZ

0171 2725271

Fax

SACHSEN 01309

Dresden

Hepkestr. 34

TSV Dresden e.V. „Menschen für Tierrechte“ tierschutzdresden@web.de www.tierschutzdresden.de

Frau Sägner

0157 77844442

01665

Meißen

Dieraer Weg 85

aktion tier Projekt: aktion tier Meissen Projektpartner: Tierheim Meissen Winkwitz e.V., tierschutzcentrum-meissen.org www.aktiontier-meissen.org, meissen@aktiontier.org

Katrin Assmann

03521 730169

08223

Falkenstein

Luis Müller Str. 30

TSV Auerbach u.U. e.V.

Ursula Reinhold

03745 77372 0160 7723508

08280

Aue

Knollweg 14

Wildtierauffangstation dalasi@web.de

Bärbel Schroller

03771 23773

03771 257574

08451

Crimmitschau

Waldsachsener Weg 11

aktion tier Projekt: Tierheim aktion tier Crimmitschau Projektpartner: Tierschutzverein Crimmitschau/ Werdau e.V. www.aktiontier-crimmitschau.org, crimmitschau@aktiontier.org

Karin Junold

03762 705773

03762 705775

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

Fax

03521 730179

SCHLESWIG-HOLSTEIN 21514

Büchen

Auf der Heide 7a

Katzenschutzverein und Tiernothilfe Büchen e.V. kontakt@katzenschutzverein-buechen.de

23795

Bad Segeberg

Neuland 2

Tierschutz Bad Segeberg u.U. e.V. www.tierschutz-bad-segeberg.de info@tierschutz-bad-segeberg.de

Henrike Schwarz

04551 6551

04551 995832

24635

Rickling

Eichbalken 44

Tierhilfe Nord e.V., www.tierhilfe-nord.de, info@tierhilfe-nord.de

Johannes Franken

04328 722622

04328 722868

25938

Wyk auf Föhr

Grönland 1b

Tierhuus-Insel Föhr e.V. tierhuus@hotmail.com

Janine Bahr

04681 748789 0163 3333770

PLZ

Ort

Adresse

Name • Internet • Email

Kontakt

Telefon

04155 499807

Fax

© absolutimages – Fotolia.com

THÜRINGEN 36433

Bad Salzungen

An der Armbach 16

Tierhilfe Bad Salzungen

Helmut Hahn

03695 601849

98529

Suhl

Kleine Beerbergstr. 21

Tierhilfe Zella-Mehlis e.V. tierhilfe_zella-mehlis@web.de Postanschrift: Tierhilfe Zella-Mehlis e.V., Postfach 1243, 98537 Zella-Mehlis

Sandra Koch

0163-3792013

98

service

• Ausgabe 2/2018

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Das 'mensch & tier' ist das Vereinsmagazin von aktion tier - menschen für tiere e.V.

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