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w.i.n. Nr. 2

April 2008

Wirtschaft in Nidwalden / E ngelberg

Mit Kleidern aus Nidwalden nach Peking

Lackieren auf High-Tech-Niveau

Korporationen – verlässliche Partner der Wirtschaft

Preisgekrönte Bücher aus Dallenwil

Das Magazin der Nidwaldner und Engelberger Wirtschaft


Pure Performance

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Chronomat Der automatische Chronograph par excellence. Offiziell COSC-zertifizierter Chronometer.

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Inhaltsverzeichnis Design

Seite 5 bis 7

Gewerbe

Seite 9

Industrie

Seite 14 und 15

Wibaro

Seite 19

Tourismus

Seite 11

Korporationen

Weiterbildung

Seite 13

Who is who?

Nidwalden Contact Dorfplatz 7a 6371 Stans www.nwcontact.ch

Editorial

Verlag/Redaktion akomag Kommunikation & Medienmanagement AG Spichermatt 17 Postfach 41 6371 Stans Telefon: 041 618 07 07 contact@akomag.ch www.akomag.ch

Chefredaktion Beat Christen (bchristen@akomag.ch) Mitarbeit: Werner Flury Redaktionskommission: Peter Murer, Herbert Würsch, Hanna Baumann, Hans-Peter Lüthi, Mathias Küchler, Brigitte Speck Fotos Christian Perret, Emmetten Gestaltung/Druckvorstufe Ristretto Kommunikation ASW St. Klara-Rain 1, 6371 Stans www.ristretto.ch Druck Druckerei Odermatt AG 6383 Dallenwil www.dod.ch © akomag – Kommunikation & Medienmanagement AG, Stans/Luzern

Seite 25 und 26

Dank Öffnung auf Erfolgskurs

Herausgeber Pro Wirtschaft Nidwalden/Engelberg Dorfplatz 7a 6371 Stans www.prowirtschaft-nw.ch

Verlagsleitung Ronald Joho (rjoho@akomag.ch)

Seite 21 bis 23

freizügigkeit stärken wir die Schweiz als attraktiven Werkplatz und sichern die guten bilateralen Beziehungen mit der EU. Dies kommt unseren Unternehmen zugute, die so erleichterten Zugang zum EU-Binnenmarkt haben.

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er Schweiz geht es gut; auch dem Kanton Nidwalden. Wir haben eine erfolgreiche Formel zur Förderung von Beschäftigung und Lebensqualität: Offenheit, gepaart mit Toleranz und Neugier, führt zu Innovation, Wachstum und damit zu Wohlstand. Dieses Rezept hat die Schweiz über Jahrzehnte angewendet; das Resultat darf sich sehen lassen! Auf diese Weise wollen wir auch in Zukunft unsere gute Position in der Welt ausbauen. Dazu sind zwei Elemente besonders wichtig: die Fortsetzung der Personenfreizügigkeit mit den Staaten der EU, also auch mit Bulgarien und Rumänien, sowie die Marktöffnung mit Europa im Agrarbereich. Die Personenfreizügigkeit gilt zu Recht für die Schweiz als wesentlicher Wachstumsfaktor. Dank ihr konnten wir im letzten Jahr den dringend benötigten Fachkräftebedarf rekrutieren. So wurde die gute Auftragslage nicht abgewürgt, sondern unterstützt. Über 80 000 Stellen wurden allein im letzten Jahr geschaffen. Mit der Weiterführung der Personen-

Editorial

Den gleichen Effekt eines verbesserten Marktzugangs haben auch die Freihandelsabkommen mit diversen Staaten weltweit, darunter auch das vom Bundesrat angestrebte Abkommen mit der EU im Agrarbereich. Es wird die Kaufkraft der Konsumentinnen und Konsumenten steigern. Gleichzeitig erschliessen wir mit dem Abkommen unseren Bauern für ihre hochwertigen, umwelt- und tiergerecht produzierten Lebensmittel einen Markt von 490 Millionen potenziellen Konsumentinnen und Konsumenten. Beim Übergang von der heutigen zur neuen Marktsituation wollen wir die Landwirtschaftsbetriebe mit verschiedenen Massnahmen unterstützen. Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsstandortes Schweiz und, als Teil davon, Nidwalden stehen in engem Zusammenhang mit einem offenen, flexiblen Arbeitsmarkt und einem möglichst freien Zugang zu den wichtigsten Märkten der Welt. Auf diesem Erfolgspfad wollen wir gemeinsam in die Zukunft schreiten.

Doris Leuthard, Bundesrätin

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lebendig Wir zeigen Ihnen neue Wege und Möglichkeiten in der Kommunikation mit Medien! Unsere Druckerzeugnisse und Ihre Ideen: eine lebendige und erfrischende Mischung! Wir verwandeln zwar kein Wasser in Wein, doch die Qualität unserer Erzeugnisse spricht für sich!

D r u c k e re i O d e r m a t t A G, D o r f p l a t z 2, C H - 6 3 8 3 D a l l e n w i l, i n f o @ d o d . c h , Te l e f o n 0 4 1 6 2 9 7 9 0 0 , F a x 0 4 1 6 2 9 7 9 0 1

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Wir nehmen uns Zeit, damit Ihr Geschäft läuft. Als Unternehmer haben Sie aufgrund Ihrer Flexibilität, Selbständigkeit und Verbundenheit zur Region ganz spezielle finanzielle Bedürfnisse. Weil wir genauso lokal verankert sind wie Sie, sprechen wir die gleiche Sprache. www.raiffeisen.ch

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Wir machen den Weg frei

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Olympia-Start mit Glückszahl Die Olympischen Sommerspiele von Peking werden am 8. August 2008 um 20.08 Uhr, also am 8.8.08 um 8.08 pm, eröffnet. Die Zahl 8 gilt in China als Glückszahl. Unter dem Motto «Leidenschaft, Stärke und Leistung» bereitet Swiss Olympic das Treffen der weltbesten Sportler vor. Das Motto von Swiss Olympic hat Designer Oliver Fuchs (Bild)

beim Entwerfen der Kollektion umgesetzt. Die Bekleidung des Swiss Olympic Team 2008 bleibt der Bevölkerung auch diesmal nicht vorenthalten. Ab Mai werden Fans ausgewählte Kleidungsstücke im Detailhandel erwerben können. Der erstmalige Verkauf von Teilen aus der Olympia-Kollektion von Turin 2006 war sehr erfolgreich.

Designs, die Geschichten erzählen

Design

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Fuchs Design AG, Stansstad Die Haupttätigkeiten sind Designs kreieren, Textilsiebdruck, Sticken und Kleiderkollektionen entwerfen und umsetzen für den Schweizer Markt. So finden die Kunden sozusagen alles unter einem Dach und können von der Idee bis zur Realisation einer Bekleidungskollektion vom grossen Know-how profitieren. Anlässlich der Olympischen Spiele 2004 in Athen durfte Oliver Fuchs das offizielle Maskottchen der Schweizer Delegation – die Kuh Helvetia – entwerfen und bauen.

Diese erfolgreiche Umsetzung seiner Ideen hat ihn dazu bewogen, weitere solche Projekte in Angriff zu nehmen. So sind laufend neue Ideen in diese Richtung entstanden. Im Moment ist er gerade an der Umsetzung seiner Ideen für einen Abenteuerpark in den Bündner Bergen. Bereits zum dritten Mal nach den Olympischen Spielen von Athen 2004 und Turin 2006 durfte Oliver Fuchs nun auch die Kleider für das Swiss Olympic Team 2008 entwerfen.

Nidwaldner Design für Olympioniken Wenn am 8.8.2008 die Schweizer Olympia-Teilnehmer in Peking bei der Eröffnungsfeier ins grosse Stadion einlaufen, tragen sie Kleider, die in Nidwalden entstanden sind. Nach Athen und Turin hat Oliver Fuchs bereits zum dritten Mal die Schweizer Olympia-Kleiderkollektion entworfen.

tigen. Da präsentierte einer seine Ideen mit so viel Begeisterung und Herzblut, wie man es bei Swiss Olympic noch nie erlebt hatte.

Oliver Fuchs wechselt mit seinen Designs Emotionen.

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äre es nach Oliver Fuchs gegangen, hätte er nie für die Schweizer Olympia-Delegation die Kleider entwerfen können. Rechtsumkehrt wollte er machen, als er in einem Zürcher Hotel all seine Mitbewerber sah, die mit Designer-Anzügen und gestylten Damen an ihrer Seite den

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Verantwortlichen von Swiss Olympic ihre Ideen für die Bekleidungslinie der Schweizer Athleten für die Olympischen Sommerspiele in Athen 2004 präsentierten. Zum Glück blieb er, bekleidet mit einem sportlichen Norwegerpullover und Jeans, sitzen. Sein Auftritt überzeugte die Schweizer Olympia-Gewal-

Design

Stolz und Ehre Das Nidwaldner Unternehmen Fuchs Design mit Sitz in Stansstad entwarf die Kleider für die Schweizer Olympia-Delegation 2004. Auch die Kollektion für die Winterspiele von 2006 in Turin trug die unverkennbare Handschrift von Oliver Fuchs. Und nun werden ebenfalls die Schweizer Olympioniken in Peking Kleider tragen, die der heute 49-Jährige entworfen hat. Stolz sei er, sagt Oliver Fuchs, «dass ich es mit meinem kleinen Team geschafft habe, bereits zum dritten Mal offizieller Designer von Swiss Olympic zu sein. Und es ist eine Ehre für mich», ergänzt er, «dass die besten Sportler der Schweiz am wichtigsten Anlass ihrer sportlichen Laufbahn meine Kleider tragen.» Oliver Fuchs vergleicht die Olympischen Spiele mit einem modernen Amphitheater, in dem die weltbesten Sportler nach jahrelangem Training am Tage x ihre Höchstleistung abrufen müssen. Ideenküche Wer das Vergnügen hat, Oliver Fuchs gegenüberzusitzen, wähnt sich schnell einmal in einer anderen Welt. Die Ideen sprudeln nur so aus dem in Luzern aufgewachsenen Mann heraus. Sich selber


Perle der Seilbahnunternehmungen «Perle der Schweizer Seilbahnbranche» – diesen Titel stellt Titlis Rotair einmal mehr unter Beweis, schliesst doch das Unternehmen bei Einnahmen von 43,7 Millionen Franken mit einem Gewinn von 4,8 Millionen ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 21 Prozent. Der Bereich Bergbahnen‚ steht mit

bezeichnet er als «Ideenküche». Bei der Betrachtung eines neuen Designs seien die ersten 5 Sekunden entscheidend, ob es gefällt oder nicht. «Alles was länger dauert», ist Oliver Fuchs überzeugt, «trifft selten den Geschmack des Betrachters.» Die für die Olympia-Bekleidung verwendeten Design-Elemente sollen eine Brücke schlagen zwischen dem Gastgeberland China und der Schweiz, so Oliver Fuchs und verrät weiter: «Um die chinesische Mentalität zu verstehen, habe ich mich intensiv mit diesem Land und vor allem seinen Menschen auseinander gesetzt.» Entstanden ist dabei eine Bekleidungslinie, die sich von jener der Olympischen Sommerspiele in Athen vor 4 Jahren grundlegend unterscheidet. Emotionen wecken Oliver Fuchs liebt den Sport über alles. Diese Tatsache ist mit ein Grund, dass er es immer wieder versteht, mit seinen Design-Entwürfen Emotionen zu wecken. «Ich will mit meinen Designs Geschichten rüberbringen.» Details wie welche Naht nun die richtige sei, interessieren ihn dabei nicht. «Auch überlege ich mir nie, was mir ein Design finanziell bringt, wenn ich es jetzt so oder anders mache.» Oliver Fuchs gesteht freimütig ein, dass er mehr Künstler als Geschäftsmann sei. Doch ohne das eine hat das andere keinen Bestand. In den vergangenen 21 Jahren ist sein Unternehmen vom Ein-Mann-Betrieb zum Unternehmen mit 15 Angestellten gewachsen. Als einen guten Entscheid bezeichnet er seinen Zuzug vor zehn Jahren nach Nidwalden. An der Rotzbergstrasse hat er sein Atelier und seine Produktionsstätte, die bis zum Start der Olympischen Sommerspiele am 8.8.2008 aus allen Nähten platzen wird. Zeichnen und Kreativität sei der kleinste Teil der Arbeit. «Das Ausmessen der Athleten, die Umsetzung bis hin zur Auslieferung der Bekleidungsstücke dauert um einiges länger.»

Titlis Rotair: Partner im House of Switzerland Wenn Oliver Fuchs in Peking das House of Switzerland betritt, wird er auf alte Bekannte treffen. Das Engelberger Unternehmen Titlis Rotair ist einer von zwölf offiziellen Partnern im House of Switzerland. Die Verbindung von Fuchs mit Titlis Rotair ist beinahe 20 Jahre alt. Titlis Rotair war das erste Unternehmen, das dem Stansstader Designer das Vertrauen mit einem Grossauftrag schenkte. Für Albert Wyler, Geschäftsführer von Titlis Rotair, ist das Engagement «eine einmalige Chance, uns bei den chinesischen Partnern zu präsentieren».

Einnahmen von 28,4 Millionen Franken (plus 2,1 Millionen gegenüber dem Vorjahr) zu Buche. Titlis Gastroland nahm im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr 1,9 Millionen Franken mehr ein, und auch das Hotel Terrace schrieb bei Einnahmen von 6,2 Millionen Franken ein Plus von 440 000 Franken.

Er verspricht sich von der Präsenz seines Unternehmens im House of Switzerland während der Olympischen Spiele eine nachhaltige Wirkung. Die Öffnung Chinas hat sich sehr stark auf das Reiseverhalten der chinesischen Bevölkerung ausgewirkt. «In Bezug auf die uns besuchenden Gäste zählt China heute bereits zu den Top drei.» Eine weitere Zunahme von Gästen aus China schliesst Albert Wyler angesichts des grossen Potenzials nicht aus. Die Gruppengäste sind heute für den Titlis überlebenswichtig und machen bereits 55 Prozent aus. Der Schneesport, einst das wichtigste Standbein der Unternehmung, steht noch mit 45 Prozent zu Buche.

Erst kürzlich wurde bei Fuchs Design das zur Zeit modernste Acht-FarbenDruckkarussell in Betrieb genommen.

Design

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27.3.2008 12:35:05 Uhr


Preise in Serie Perfekte Bücher haben ihren Preis – vor allem als Auszeichnung! Das Bundesamt für Kultur (BAK) prämiert jährlich unter dem Titel «Die schönsten Schweizer Bücher» besondere Werke. Als Mehrfachpreisträger hat sich die DO profiliert: Insgesamt 35 Auszeichnungen haben die Schwarzkünstler aus Dallenwil in den letzten 10 Jahren eingeheimst. Diese

Anerkennung greift doppelt, wenn man weiss, dass die prämierten Werke vornehmlich im Ausland produziert werden. Apropos Ausland. Das Buch über das verstorbene Luzerner Stadtoriginal Emil Manser erhielt den Preis «Die schönsten Bücher Europas», vergeben vom Design- und Kunstfestival «Illustrative Berlin 07».

Die Buchmacher aus Dallenwil Im folgenden Artikel ist nicht von Pferdewetten die Rede. Aber wir wetten gleichwohl – auf die Qualität der Druckerei Odermatt AG in Dallenwil. Denn das 50-köpfige Team um die Gebrüder Gerold und David Odermatt und um Partner Erich Keiser geniesst weit über die Landesgrenzen hinaus den Ruf als exzellente Buch-Produzentin.

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Kundennähe dank Ferienstimmung Bleiben wir bei den Büchern. Rund 100 Titel werden jährlich produziert. Grafiker, Autoren und Verleger aus dem fernen Zürich, aus europäischen Ländern und Übersee finden den Weg nach Nidwalden. Sie kommen hierhin, um persönlich die Produktion zu überwachen, Farben abzustimmen oder Andrucke zu begutachten. Dies geschieht oft dann, wenn andere noch tief schlafen - beispielsweise morgens um vier Uhr! Dazu steht im neu umgebauten Gebäude ein Zimmer zur Verfügung, ausgerüstet mit allen Schikanen und dekoriert mit wohlfeilen Büchern, produziert in Dallenwil. Da kann es vorkommen, dass bei den Auftraggebern nachgerade Ferienstimmung aufkommt; ein Zusatznutzen, den Konkurrenten schlicht nicht bieten können.

as Buch gehört zur «Königsdisziplin» der Druckergilde – und es gewinnt an Bedeutung. Was zählt, ist die hohe Kunst der Sorgfalt. Auch im Internet-Zeitalter ist absolute Präzision gefragt. Meister Johannes Gutenberg (1400 bis 1468) feiert Urständ – vor allem im 1775-Seelen-Dorf Dallenwil, auf halbem Weg zwischen dem Hauptort Stans und dem Kurort Engelberg gelegen. Qualität als Werbeträger Die Druckerei Odermatt AG, kurz DO genannt, hat mit der Herstellung von Büchern im Premium-Bereich eine Nische entdeckt, die das kreative Unternehmen erfolgreich positioniert: Wer wertvolle Bücher produzieren kann, der ist auch ein allgemeines Drucksachen-Ass. «Wir empfehlen uns durch unsere Produkte. Bücher sind da ein hervorragender Werbeträger», sagt denn auch Inhaber Gerold Odermatt. Und sein Partner Erich Keiser doppelt nach: «Nicht ein Inserat ist die Werbung für den nächsten Auftrag – nein, das Produkt an dem wir gerade arbeiten. Dies ist für das ganze Odermatt-Team ein Ansporn. Und das ist wirklich ein gutes Team.» Gemeint sind die 50 Mitarbeitenden in Vorstufe, Litho, Druck und Ausrüsterei. Allesamt gut ausgebildete Fachkräfte – und sieben Lehrlinge, die sich in Dallenwil das Rüstzeug für die

Die Kunstbücher aus dem Hause der Druckerei Odermatt (Bild Erich Keiser) werden regelmässig vom Bundesamt für Kultur mit Preisen ausgezeichnet. Zukunft holen. Natürlich gehört auch eine eingespielte Administration dazu, ist die Druckerei Odermatt doch Herausgeberin des «Nidwaldner Blitz», eines erfolgreichen Anzeigenblatts, das jeden Donnerstag in alle Haushaltungen des Kantons gelangt.

Gewerbe

Internationale Kundschaft Ein Blick auf die Referenzenliste spricht Bände: Das Kunstbuch «Fischli/Weiss: Fragen & Blumen» wurde ebenso in Dallenwil gedruckt wie Kataloge für die Galerie Hauser & Wirth in Zürich und die Tate Modern Gallery in London. Zur zufriedenen Kundschaft gehört auch das Zentrum Paul Klee in Bern. Beliefert werden auch die Kunsthäuser in Luzern und Zürich. Und Künstlerinnen wie die New Yorkerin Jenny Holzer wissen die Qualität aus dem Hause Odermatt zu schätzen.

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Alpen z'Morgä Brunch jeweils Sonntags von 9.00h bis 13.00h 4. Mai 08 / 8. Juni 08 / 6. Juli 08 / 3. August 08 / 7. September 08/ 5. Oktober 08 im Alpenrestaurant Wirzweli bitte voranmelden: Tel. 041 628 14 14 Erwachsene Fr. 39.-Kinder 7-12 Jahre Fr. 24.-Kinder -6 Jahre Gratis Preise: (inkl. Retourbillett Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli)

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Erfolgreicher Wirtschaftsstandort Der Ferienort Engelberg hat sich wirtschaftlich zu einem der stärksten Tourismusorte mit der höchsten Performance in der Schweiz entwickelt. Gemäss einer Studie der Credit Suisse ist Engelberg 2007/08 die Aufsteigerdestination. Gemäss dem BAK Topindex (Herausgeber: Staatssekretariat für Wirtschaft, Dezember 2007) liegt Engelberg in Bezug auf die tourismuswirtschaftliche Performance auf dem 5. Platz im Alpenraum, gar vor Luzern. Die Hotellerie nimmt wirtschaftlich in Engelberg eine Spitzenposition ein.

Engelberg braucht zusätzliche Hotelbetten Der Ferienort Engelberg hat sich wirtschaftlich zu einem der stärksten Tourismusorte in der Schweiz entwickelt. Mit einem neuen Hotel im 4-Sterne-Bereich soll jetzt der wirtschaftliche Aufschwung zusätzlichen Schub erhalten.

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ine bei der CFB Networking AG in Zürich in Auftrag gegebene Marktanalyse der Tourismusdestination Engelberg hat ergeben, dass eine nachhaltige Nachfrage für zusätzliche Hotelbetten im 4-Sterne- und 4Sterne-Superior-Segment besteht. Laut Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Eberli Partner Generalunternehmung AG in Sarnen, war dieses positive Signal unter anderem mitentscheidend, gemeinsam mit der Halter AG Zürich Studien bei namhaften Schweizer Architekturbüros in Auftrag zu geben.

den Häusern wird unter anderem mit einer ähnlichen Proportionierung des Gebäudekörpers erzeugt. Das geplante

Identität mit dem Ort Unter der Leitung des renommierten Churer Architekten Valentin Bearth hat die Jury die Studie des Architekturbüros Smolenicky und Partner aus Zürich auf den ersten Platz gesetzt und dieses Projekt zur Weiterbearbeitung empfohlen. Die Strategie von Joseph Smolenicky und seinem Team besteht darin, «das neu zu bauende Hotel mit dem bestehenden Hotel Europäischer Hof als städtebauliches Ensemble zu planen». Im äusseren Erscheinungsbild weist das erstplatzierte Projekt eine starke Verwandtschaft mit dem bestehenden Hotelbau auf. «In ihrer historischen Distanz sind die Gebäude vergleichbar mit dem Verhältnis Grossvater zu Enkel», gibt Joseph Smolenicky zu verstehen. Innenansicht eines der Zimmer im geDie Verwandtschaft zwischen den bei- planten 4-Sterne plus Hotel.

Tourismus

Hotel erfüllt alle Anforderungen, um sich in Engelberg als Leitbetrieb zu positionieren. Laut Toni Bucher sollen primär diejenigen Gäste angesprochen werden, «die aktive Erholung inmitten einer attraktiven und landschaftlich intakten Region suchen». Der Ertragswert des Hotels liegt nach heutigem Stand des Projekts im Bereich von 28 bis 30 Millionen Franken. Gute Voraussetzungen Die Auftraggeber des Studienauftrages Eberli Partner Generalunternehmung AG Sarnen sowie Halter AG Zürich sind überzeugt, dass das vorliegende Projekt beste Voraussetzungen hat, einen Investor oder Betreiber für das zukünftige Hotel im Kurpark zu finden. Die langjährigen Erfahrungen der Eberli Partner Generalunternehmung AG auf dem Gebiet der Investorensuche haben gezeigt, dass eine Zusage erst erfolgt, wenn sämtliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Realisierung erfüllt sind. Im konkreten Fall des Projekts «Hotel im Kurpark» heisst dies, dass das Engelberger Stimmvolk noch einer Änderung des Zonenplanes zustimmen muss. Damit das Umzonungsgesuch dem Engelberger Stimmvolk unterbreitet werden kann, werden gemäss Toni Bucher die dazu notwendigen Arbeiten vorangetrieben.

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Publireportage

Es geht vorwärts auf dem Bürgenstock – Betriebe teilweise offen Für rund 300 Millionen Franken wird die Hotelanlage auf dem Bürgenstock erneuert. Sie soll im Jahre 2011 eröffnet werden. Spätestens im November 2008 gelangt das Projekt vor die Gemeindeversammlungen in Ennetbürgen und Stansstad. Einzelne Betriebe, so das «Park Hotel», bleiben jeweils von März bis Ende Jahr geöffnet. Geplant ist ein Hoteldorf, unter anderem mit Familienhotel, Herbergen und 5-Stern-Hotels, Kultur- und Konferenzzentrum sowie einem Erholungszentrum und Spa. Der «Neue Bürgenstock» steht allen offen: Tagestouristen, Wanderern, Feriengästen sowie Konferenz-und Kongress-Teilnehmern. Im Einklang mit der Natur Die Bürgenstock Hotels AG zeigt mit der Neugestaltung Respekt vor dem historischen Ort und seiner natürlichen Umgebung. Das Gesamtkonzept baut auf den Komponenten «Natur» und «Ökologie» auf; so wird die gesamte Anlage autofrei sein. Die Energiegewinnung wiederum erfolgt hauptsächlich über Erdwärme und Holz. Teil des Konzeptes ist zudem der Einbezug einheimischer Produkte. Schritt für Schritt ans Ziel Zurzeit laufen beim Kanton Nidwalden und bei den Gemeinden Ennetbürgen und Stansstad verschiedene Genehmigungsverfahren. Läuft es nach Plan, können nach einer öffentlichen Auflage die Gemeindeversammlungen von Ennetbürgen und Stansstad im November 2008 dem Projekt, konkret dem Zonenplan, zustimmen. Gestartet werden soll mit der Sanierung des Hotels «Honegg». Geplant ist ein 5* Boutique Hotel mit 18 Zimmern und Suiten. Das Gesamtprojekt «Neuer Bürgenstock» löst ein Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Franken aus. Es sollen rund 400 neue Arbeitsplätze entstehen. Verschiedene Betriebe für die Bevölkerung geöffnet Während der Planungs und Bauarbeiten bleiben einzelne

Betriebe geöffnet. Damit wollen die Initianten den Kontakt zur Bevölkerung aufrecht erhalten. So ist das «Park Hotel» wieder eröffnet worden; es ersetzt das «Waldhotel». Geöffnet sind bis Ende Oktober 2008 ebenfalls das Restaurant «Taverne», das «Piazza Café» sowie die Bürgenstock-Bahn. Der Golfclub ist von April bis Ende Oktober 2008 geöffnet. Am 1. Juni 2008 werden mit dem sanierten Felsenweg der Hammetschwand Lift und das gleichnamige Bergrestaurant ihren Betrieb wieder aufnehmen. Ab Sommer läuft eine permanente Ausstellung zum Projekt.

Reservationen und Auskünfte Bürgenstock Hotels & Resort AG Maja Engeler Direktion Tel.: 041 612 99 02 E-Mail: direktion@buergenstock-hotels.ch


Sechs Jahrzehnte KMU-Erfahrung Die Höhere Fachschule Schreiner auf dem Bürgenstock gilt heute als eine der führenden Institutionen für Weiterbildung im Bereich KMU. Die Schule ist längst nicht mehr nur für die Schreinerbranche zuständig. Dank ihrer innovativen Kursangebote gilt die Schule heute landesweit als Impulsgeberin für die Berufsbildung.

«Unsere Seminare orientieren sich ausnahmslos am betrieblichen Praxisnutzen, die Referenten sind Praktiker ihres Fachgebiets mit hohem Aktualitätsbezug», gibt Bruno Krucker (Bild) zu verstehen. Der Austausch unter Gleichgesinnten und das branchenübergreifende Networking gelten als echter Mehrwert.

Mehr Vitalität für KMU-Betriebe Egal, ob es nach Brot oder Käse riecht, ob gestrichen, gehobelt oder geschweisst wird – die strukturellen Herausforderungen sind für gewerbliche Betriebe überall gleich. «Bildung Bürgenstock» setzt auf die gezielte Weiterbildung für KMU.

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ie Anforderungen an KMU, Unternehmer und Mitarbeiter sind vielfältig und steigen stetig», weiss Bruno Krucker, Bereichsund Schulleiter der Höheren Fachschule Schreiner auf dem Bürgenstock. Termine, Wettbewerb und Innovationsdruck sind nur drei der Themen, die moderne Kleinunternehmen auf Trab halten. Zudem möchte jede Firma aus sich heraus ihr Überleben sichern und sich weiterentwickeln. «Es gilt also», so Bruno Krucker, «die externen Erwartungen an den Betrieb und seine eigenen Entwicklungsbestrebungen zu kanalisieren und die daraus erwachsenden Energiepotenziale konstruktiv zu nutzen.» Die meisten Unternehmer wissen das, «sie schenken dem Thema der betrieblichen Entwicklung im hektischen Alltag aber oft zu wenig Beachtung.» Weiterbildung mit System Seit dem 1. Januar 2008 verleiht das Label «Bildung Bürgenstock» der branchenübergreifenden Weiterbildung neue Impulse. Schulleiter Krucker: «Bildung Bürgenstock steht für ein speziell auf KMU abgestimmtes, vierstufiges System von Unterstützungs- und Entwicklungsmassnahmen, die auf den bestmöglichen Nutzen der KMU abzielen.» Basis jeder seriösen Weiterbildung sei die betriebsspezifische Bedarfsermittlung. Die zweite Komponente des Systems sind die Seminare zu KMU-fo-

kussierten Themen. Über diese strukturierten Seminare hinaus stellt «Bildung Bürgenstock» auch betriebsindividuelle Angebote bereit. Ob Projektbegleitung, Betriebskultur oder Führung, «Bildung Bürgenstock» verfügt über ein Netzwerk kompetenter Spezialisten für alle KMU-Anliegen. Bedürfnisermittlung Die Frage, welche Weiterbildung der Betrieb braucht, lässt sich mit dem KMUSelbstevaluationstool von «Bildung Bürgenstock» präzise beantworten. Es wurde zur Ermittlung nachhaltiger

Entwicklungspotenziale geschaffen und hilft, Stärken und Schwächen des Betriebs objektiv zu erkennen. Das KMUTool macht den Weiterbildungsbedarf klar. Eine persönliche Beratung vor Ort gehört zum KMU-Tool dazu und hilft, die Erkenntnisse breiter abzustützen und betriebsspezifische Massnahmen festzulegen. Mit dem KMU-Tool bietet «Bildung Bürgenstock» die Grundlage für eine nachhaltige Personalentwicklung im Betrieb. Weitere Informationen unter www.bildung-kmu.ch

Die Höhere Fachschule Schreiner gilt heute als eine der führenden Institutionen für Weiterbildung im Bereich KMU.

Weiterbildung

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Modernste Arbeitsplätze Der neue Stolz der Unternehmer ist das neue Werk in Dallenwil. Daniel Meienberg spricht von einem Traum, den sie sich hier erfüllt haben. Betriebs- und Prozessabläufe seien genau analysiert worden und später von einem auf Spritztechnikbauten spezialisierten Architekten zuerst auf Papier und später am Bau umgesetzt worden. «Bei diesem Neubau kam uns

die 22-jährige Erfahrung zugute», so Daniel Meienberg. So verfügt beispielsweise in Dallenwil heute jeder Arbeitsplatz über eine Liftanlage, und jede Zelle der Lackieranlage wurde mit der neusten Filtertechnik ausgestattet. «Denn», gibt Daniel Meienberg zu verstehen, «das Wohl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen.» Dass sich

der Einbau der neuen Filtertechnik auch auf die Umwelt positiv auswirkt, ist ein willkommener Nebeneffekt.

Revolutionäre Spritztechnik Immer einen Schritt voraus sein. Die Veredelung verschiedenster Materialien mit stets neu entwickelten Technologien ist für Daniel Meienberg und Beat Liem und ihr Team Herausforderung und Leidenschaft zugleich.

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egonnen hat alles mit der Leidenschaft für Autos und einem grossen Hagelgewitter. Dieses ging just an jenem Tag über Nidwalden nieder, als Daniel Meienberg und Beat Liem in Ennetbürgen ihren Traum von der eigenen Autolackierwerkstatt erfüllten. «Die uns am Morgen noch plagende Sorge um Aufträge waren wir vorerst los», erinnert sich Daniel Meienberg mit einem Schmunzeln. Die beiden Jungunternehmer machten damals, vor 22 Jahren, ihre Arbeit so gut, dass sie sich bis heute nicht über mangelnde Aufträge zu beklagen haben.

Nichts ist unmöglich «Paint Styling», der Name steht für hohe Qualität und innovative Ideen. «Das Wort ‹unmöglich›», so Daniel Meienberg, «existiert bei uns nicht.» Die Suche nach immer neuen und vor allem auch revolutionären Technologien im Spritztechnikbereich macht das Nidwaldner Unternehmen zu einer auch national führenden Firma. Autos zu lackieren ist zwar immer noch die grosse Leidenschaft, aber nicht mehr ausschliesslich. Für die Wagen der SBB werden heute Kunststoffteile nach einem bei «Paint Styling» entwickelten System lackiert. 350 SBB-Fahrzeuge sind in der Zwischenzeit mit Teilen ausgerüstet worden, die bei «Paint Styling» einen neuen Farbanstrich erhalten haben. Selbst ganze Flugzeuge fliegen auf verschiedenen Kontinenten mit der

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Seit je zu den Kernkompetenzen von «Paint Styling» zählen die Firmen-, Reklameund Designbeschriftungen. Bemalung der Nidwaldner Lackierspezialisten herum. «Damit unsere Dienstleistung auch flugtauglich ist, mussten

Industrie

wir spezielle Prüfungen absolvieren.» Heute ist der Betrieb SQS-zertifiziert nach ISO 9001.


Verschiedene Berufe «Paint Styling» hat sich zu einem Betrieb entwickelt, der gleich mehrere Berufe unter einem Dach vereint. «Wir beschäftigen momentan bei uns sowohl Autolackierer wie auch Industrielackierer sowie Schriften- und Reklamegestalter», gibt Daniel Meienberg zu verstehen. Der Kunde erhält heute bei «Paint Styling» alles aus einem Guss. Parkbeulen oder Kratzer können schnellstens behoben werden. Bei grösseren Schäden am Fahrzeug profitieren die Kunden vom Vollservice, welcher bei der Beratung beginnt, mit dem Kostenvoranschlag und der

Erledigung der Versicherungsformalitäten seine Fortsetzung findet, ein Ersatzfahrzeug miteinschliesst und schliesslich mit der Auslieferung des reparierten Fahrzeuges seinen Abschluss findet. Sämtliche Arbeiten werden mit neuster Technologie und mit naturverträglichen Lacksystemen ausgeführt. Seit je zu den Kernkompetenzen von «Paint Styling» zählen die Firmen-, Reklame- und Designbeschriftungen. Und auf Wunsch verwandeln die Spezialisten von «Paint Styling» jegliche Art von Fahrzeugen in ein Unikat.

Die Entw icklung neuer Technologien im Spritztechnikbereich macht Paint Styling zu einer national führenden Firma. KMU-Betrieb mit 36 Mitarbeitern Vom klassischen Zweimannbetrieb im Jahre 1986 ist «Paint Styling» in den vergangenen 22 Jahren zu einem stattlichen KMU-Betrieb mit 36 Mitarbeitenden angewachsen. Grossen Wert legen die beiden Firmeninhaber Meienberg und Liem auf die Ausbildung ihrer Mitarbeitenden. «Die beste Investition, die ein Unternehmen machen kann», ist Daniel Meienberg überzeugt. So werden bei «Paint Styling» momentan nicht nur sechs eigene Lehrlinge ausgebildet: «Auf Grund unseres grossen Know-hows in den verschiedensten Bereichen der Lackiertechnik haben wir immer wieder Austauschlehrlinge aus anderen

Betrieben in unserem neuen Werk in Dallenwil temporär zu Gast.» Neuer Betrieb in Dallenwil Die beiden Firmengründer sind stolz auf die neue, erst kürzlich in Dallenwil in Betrieb genommene Produktionsstätte. Heute sei er zu 100 Prozent davon überzeugt, dass der Ausbauschritt richtig war, sagt Daniel Meienberg. Der bisherige Betrieb in Ennetbürgen liess keine Ausbaupläne mehr zu. Verschiedene Standortevaluationen in der Nähe der bisherigen Produktionsstätte verliefen negativ. «Auf der anderen Seiten waren wir bereit, erneut einen grossen Schritt nach vorne zu wagen.» So wie damals, als sie sich im Jahre 2000 für

Industrie

den Kauf einer modernen Pulverbeschichtungsanlage entschieden. 1,5 Millionen Franken haben die beiden Unternehmer damals investiert. Auch im Bereich Nasslack, der vielfach bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen Verwendung findet, kann «Paint Styling» heute an der Spitze mitreden. «Investitionen», sind sich die beiden Patrons einig, «die sich gelohnt haben.» «Paint Styling» zählt heute im Bereich Lackiertechnik zu den Branchenleadern und ist auch für Grossaufträge eingerichtet. Gute und zuverlässige Arbeit, das spricht sich in der Branche herum. Und auch, dass man bei «Paint Styling» auch bei ausgefallenen Kundenwünschen nicht gleich sagt: «Das geht nicht.»

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Überblick 5. IV-Revision Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Sie verfolgt zwei Hauptziele: Reduktion der Neurenten durch Stärkung des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente». Zudem leisten verschiedene Sparmassnahmen einen Beitrag zur finanziellen Gesundung der IV. Eingliederung Früherfassung, Frühintervention und Integrationsmassnahmen sind die neuen Instrumente, die der IV-Stelle ermöglichen, noch rascher die Eingliederung zu fördern. Bei der Früherfassung können Personen, die seit einem Monat arbeitsunfähig sind oder innerhalb eines Jahres immer wieder wegen Krankheit am Arbeitsplatz fehlen, der IV-Stelle gemeldet werden. Zur Meldung sind auch der Arzt oder der Arbeitgeber berechtigt. Das Verfahren ist rasch und unkompliziert. Im Rahmen der Frühintervention kann die IV-Stelle verschiedene Sofortmassnahmen ergreifen. Diese können ganz unterschiedlich aussehen: Anpassungen am Arbeitsplatz, Ausbildungskurse zur Umplatzierung im Unternehmen, Arbeitsvermittlung oder Job-Coaching. Die IV-Stelle klärt gemeinsam mit den Beteiligten ab, welche Massnahmen geeignet sind. Mit der betroffenen Person und ihrem Umfeld wird ein Eingliederungsplan erstellt. Integrationsmassnahmen sind als Vorstufe zur beruflichen Eingliederung zu sehen. Ziel ist es, vor allem Menschen mit psychischen Problemen für einen Wiedereinstieg in der freien Wirtschaft fit zu machen. Stufenweise wird die Belastbarkeit trainiert und erhöht. Die Spezialisten der IVStelle begleiten diese Massnahmen. Für Arbeitgebende bestehen Anreizmassnahmen wie Einarbeitungszuschuss, Entschädigung für krankheitsbedingte Beitragserhöhungen der Krankentaggeldversicherung und Entschädigung bei der Durchführung von Integrationsmassnahmen im Unternehmen selbst. Sparmassnahmen Aufhebung der laufenden Zusatzrenten, Streichung des Karrierezuschlags, Aufhebung des Taggeldes für nicht erwerbstätige Personen, Reduktion des Kindergeldes, Kürzungen der IV-Leistungen im Fall von Überversicherung, Erhöhung der Mindestbeitragszeit für den Anspruch auf eine ordentliche IV-Rente und Streichung der medizinischen Massnahmen für die Eingliederung von über 20jährigen Personen sind Sparmassnahmen im Rahmen der 5. IV-Revision. Weitere Informationen, Merkblätter und Broschüren erhalten Sie unter www.iv-stelle.ch.

Neues Bundesgesetz zur Bekämpfung von Schwarzarbeit* Was ist Schwarzarbeit? Als Schwarzarbeit wird in der Regel eine selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit bezeichnet, die unter Missachtung gesetzlicher Vorschriften ausgeübt wird. Die Bandbreite erstreckt sich von kleinen Handwerkerleistungen nach Feierabend bis hin zu ausschliesslicher, illegaler Erwerbstätigkeit unter Umgehung des Steuer-, Sozialversicherungs-, Wettbewerbs- und insbesondere des Ausländerrechts. Gemeinsam ist den meisten Formen der Schwarzarbeit, dass in teilweise erheblichem Umfange öffentlich-rechtliche Abgaben umgangen werden. Das seit dem 1. Januar 2008 geltende Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA) ermöglicht es den kantonalen Kontrollorganen, die gesetzlichen Vorschriften (beispielsweise in den Bereichen Steuern, Sozialabgaben, Ausländerrecht) effizienter zu kontrollieren und Verstösse strenger zu sanktionieren. Vollzug im Kanton Nidwalden Seit Juni 2004 ist das Bundesgesetz über die in die Schweiz entsandten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (EntsG) in Kraft. Die Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden haben sich zu einer Arbeitsmarktregion zusammengeschlossen und den Vollzug des Gesetzes einer Tripartiten Arbeitsmarkt-Kommission (TAK) übertragen, welche in Altdorf angesiedelt ist. Da das Bundesgesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit sehr viele Parallelen hat, wurde der Vollzug dieses Gesetzes ebenfalls der TAK übertragen. Der Personalbestand wurde um eine Vollzeitstelle erweitert. *Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Kanton Nidwalden.

Das vereinfachte Abrechnungsverfahren Arbeitgeber, welche Personen in kurzfristigen oder im Umfang geringen Arbeitsverhältnissen beschäftigen (z.B. Reinigungspersonal in Privathaushalt), können mit der AHV-Ausgleichskasse im vereinfachten Verfahren abrechnen. Die Ausgleichskasse erhebt folgende Beiträge bzw. Steuern: AHV-, IV-, EO- und ALV-Beiträge, Beiträge für Familienzulagen, Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern. Separat und direkt mit dem Versicherer abzurechnen ist die Prämie für die obligatorische Unfallversicherung. Der Arbeitgeber meldet sich zu Beginn des Arbeitsverhältnisses bei der AHV-Ausgleichskasse innerhalb eines Monates an. Unter www.nw.ch und www.ausgleichskasse.ch erfahren Sie mehr zum Thema.

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Tiefe Arbeitslosenrate Die Personalauslastung bei den Nidwaldner Betrieben weist auch im vergangenen Jahr ein erfreulich hohes Niveau aus. Gemäss Befragung hat sich die Personalauslastung gegenüber der Vorperiode gar von 67 auf neu 70 Prozent verbessert. Die allgemein gute Wirtschaftslage im Kanton Nidwalden wirkt sich ebenfalls auf den Arbeitsmarkt aus. Dies widerspiegelt

sich denn auch in der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Der Jahresdurchschnitt der arbeitslos Gemeldeten in Nidwalden betrug im vergangenen Jahr 246 Personen (Vorjahr: 345). Dies entspricht einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 1,2 Prozent. Damit liegt Nidwalden ganz klar unter dem schweizerischen Durchschnitt von 2,8 Prozent Arbeitslosen.

Nidwaldner Wirtschaft weiterhin auf Erfolgskurs Das Wirtschaftsklima ist im Kanton Nidwalden weiterhin gut. Das zeigt eine von der Volkswirtschaftsdirektion bei 200 Betrieben durchgeführte Umfrage. Einzig die Baubranche verzeichnet schlechtere Werte als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007.

D

ie Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Nidwalden führt regelmässig bei über 200 Betrieben im Kanton eine Umfrage zu verschiedenen Kennzahlen durch. Sie zeichnet ein Bild der Befindlichkeit der Nidwaldner Unternehmungen. «Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 haben sich in der zweiten Jahreshälfte gesamthaft keine deutlichen Entwicklungstendenzen ergeben», so Hanspeter Schüpfer von der Volkswirtschaftsdirektion Nidwalden, der jeweils die Kennzahlen auswertet. Seine Kurzbilanz: «Die Nidwaldner Wirtschaft bleibt in Fahrt.» Auf hohem Niveau Unterschiede gibt es bei der Personalauslastung. Kleine Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitenden weisen im Vergleich zum Durchschnitt eine tiefere Personalauslastung aus. Einen Einbruch erlitt die Baubranche, während Banken, Versicherungen und Dienstleister über dem Durchschnitt liegen. Letztere konnten diese Kennzahl im Vergleich zur Vorperiode von 67 auf 70 Prozent verbessern. Als stabil bezeichnet Direktionssekretär Hanspeter Schüpfer den Personalbestand bei den Nidwaldner Betrieben: «Mit zunehmender Betriebsgrösse nimmt der Personalbestand überdurchschnittlich zu. Vor allem in

Gegenüber dem kantonalen Durchschnitt hat sich die Baubranche im letzten Halbjahr schlechter Entw ickelt. grösseren Betrieben werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.» Baubranche mit tieferen Werten Je mehr Mitarbeitende die befragten Betriebe beschäftigen, umso optimistischer wird der aktuelle Auftragsbestand beurteilt. Eine Ausnahme ist auch da die Baubranche: «Hier hat sich der Auftragsbestand schlechter als der Durchschnitt entwickelt», hält Hanspeter Schüpfer fest. Konkret heisst das: Der Anteil der befragten Betriebe mit gutem Auftragsbestand ist gegenüber der ersten Hälfte 2007 von 67 auf 45 Prozent gesunken.

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Das gleiche Bild präsentiert sich bei den Auftragseingängen. Die Baubranche schneidet nochmals schlechter als der Durchschnitt aller befragten Betriebe ab. Generell verzeichneten 23 Prozent der befragten Betriebe einen schlechteren Auftragseingang. Im ersten Halbjahr 2007 waren es noch 14 Prozent. Ob diese Ergebnisse eine Trendumkehr in der wirtschaftlichen Entwicklung andeuten, kann gemäss Hanspeter Schüpfer zum heutigen Zeitpunkt nicht schlüssig beurteilt werden. Immerhin bezeichnen 60 Prozent der befragten Betriebe die Aussichten für die erste Hälfte 2008 als gut.

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Die Nidwaldner Korporationen Uertekorporation Altzellen Genossenkorporation Beckenried Uertekorporation Boden (Wolfenschiessen) Genossenkorporation Buochs Uerte Büren nid dem Bach (Büren) Uerte Büren ob dem Bach (Wolfenschiessen) Uertekorporation Dallenwil Genossenkorporation Emmetten

Genossenkorporation Ennetbürgen Uertekorporation Ennetmoos Genossenkorporation Hergiswil Uertekorporation Oberrickenbach Genossenkorporation Stans Uertekorporation Stansstad Uertekorporation Waltersberg (Oberdorf)

Korporationen – «Entwickler» oder «Bremser»

Korporationen

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Mehr als Landschaftspfleger sind notwendig, um den Schutz der Siedlungsgebiete und deren Bewohner gewährleisten zu können. In den letzten Jahren haben sich die Korporationen verschiedene weitere Arbeitsbereiche zugelegt. Diese vielfältigen Aufgaben werden heute nach unternehmerischen Grundsätzen ausgeführt. Die Korporationen beschäftigen 35 Mitarbeiter.

Gemäss Korporationsgesetz ist die Hauptaufgabe der Nidwaldner Korporationen, das Korporationsvermögen im gegenwärtigen und zukünftigen Interesse der Bürger zu erhalten, zu verwalten und zu nutzen. Die Pflege und die Nutzung der Allmend und des Waldes sind denn auch heute noch wichtige Aufgaben der Nidwaldner Korporationen. Die Arbeiten

Korporationen sind verlässlicher Partner der Wirtschaft Die Korporationen sind wohl die grössten Land- und Waldbesitzer in Nidwalden. Wie stehen sie als Landeigentümer zur Entwicklung der Gemeinden und des Kantons?

I

m Mittelalter und bis 1850 erfüllten die Genossenkorporationen in den Gemeinden auch alle politischen Aufgaben. Sie entschieden, wer Gemeindebürger oder nur «Beisäss» mit weniger Rechten wurde. Im Jahre 1695 wurde entschieden, dass in Nidwalden «das Boot voll ist» und keine Einbürgerungen mehr vorgenommen werden. Diese Haltung widersprach der Bundesverfassung von 1848. Deshalb wurden die Korporationen durch die Kantonsverfassung 1850 «entmachtet»; ihnen blieben allein die Allmenden und Wälder zur Verwaltung. Wie haben die Korporationen bis heute diese Verwaltung wahrgenommen?

Mit Bedacht, aber nicht verhindernd Zwischen dem Bürgenberg, dem Stanserund Buochserhorn und dem See liegt eine grosse, ebene Fläche. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war diese Fläche eine Ried- und Sumpflandschaft. Erst durch ein ausgeklügeltes Drainagenetz wurde diese Ebene fruchtbar. Gerade am Beispiel von Buochs und Ennetbürgen wird sichtbar, dass Dörfer sich zuerst am Hang entwickelten. Erst nachdem der Boden die nötige Festigkeit erlangt hatte, konnten sich die Siedlungsgebiete der Gemeinden in die Ebene hinaus entwickeln. Als in den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts auf der Allmend zwischen Buochs, Ennetbürgen

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Die Korporationen haben massgeblich zur Entw icklung der Nidwaldner Gemeinden beigetragen, indem sie Land für Industrie- und Wohnbauten zur Ver-

Korporationen


Genossenkorporationen Die Genossenkorporationen sind aus der Teilung einer grösseren Markgenossenschaft hervorgegangen. Die genossenschaftliche Organisation ist eine typisch germanische Rechts- und Besiedlungsform. Die Gesamtheit stellte dem Einzelnen zur Verfügung, was er brauchte, nämlich die Nutzung an Weide, Holz und Wasser. Neben dem Kanton war ausser der Kirchgemeinde die Korporation das einzige Gemeinwesen, das die politischen Rechte und Aufgaben auf kommunaler Ebene übernehmen konnte. Mit

und Stans erste Flugzeuge landeten und starteten, begann ein neues Kapitel für Nidwalden und auch für die Korporationen. Es waren insbesondere in Buochs und Ennetbürgen die Korporationen, welche ihr Allmendland für den Flugplatz und die Betriebsstätten zur Verfügung stellten. Die Stanser Korporation zeigte sich innovativ mit der Landabtretung an die Pilatus Flugzeugwerke. Waren die Korporationen knauserig oder weitsichtig? Sie traten keinen Meter Land mehr ab, als notwendig war. Wo sonst gibt es den Flugplatz, wo nur die asphaltierten Pisten dem Betreiber

der ersten Bundesverfassung 1848 gab es eine neue Aufgabenteilung. Die Kantonsverfassung von 1850 übertrug sämtliche öffentlich-rechtlichen Rechte und Pflichten auf die neu geschaffenen Bezirksgemeinden, heute politische Gemeinde, und beliess den Korporationen ihr Vermögen zur Verwaltung und Nutzung zu Gunsten ihrer Mitglieder. Indem die Korporationen keine hoheitlichen Funktionen mehr haben, sind sie seit 1850 zu privatrechtlichen Körperschaften des Kantonalen Rechtes geworden.

des Flugplatzes gehören und kein Zentimeter grünes Land? Die Bauern müssen ihre «Allmendstücke» nicht bei irgendwem geltend machen, sondern die Korporationen blieben ihre Partner.

Es kamen auch Menschen Es kamen nicht nur Flugzeuge, sondern auch Menschen, welche Wohnungen brauchten. Auch hier waren die Korporationen gefragt. Aber auch das einheimische Gewerbe, welches insbesondere in den Nachkriegsjahren vom Wohnungsbau profitieren konnte. Gerade Buochs

fügung stellen. Buochs und Ennetbürgen sind sich in den letzten Jahren immer näher gekommen.

Korporationen

und Ennetbürgen, oder die Bauten an der Eichlistrasse in Stans, zeigen, dass man bei Landabtretungen an das arbeitende Volk keinen Unterschied zwischen Genosse oder Nichtgenosse machte, obwohl jedes Landkaufgesuch durch die Genossengemeinde genehmigt werden musste. Diese Landpolitik hat wohl zur gesunden Entwicklung der Dörfer beigetragen. Korporationen als verlässliche Partner Der grösste Teil der Korporationswälder sind Schutzwälder gegen Lawinen, Hangrutschungen und Steinschlag in Richtung Siedlungsgebiete. Also sind die Korporationen Partner der Gemeinden. Das Gleiche gilt für die Landwirtschaft. Allerdings haben sie keinen Einfluss auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft. Für die Wirtschaftlichkeit eines Bauernbetriebes ist das Pachtland nur einer von vielen Faktoren. Bleibt der Einfluss der Korporationen auf die Verfügbarkeit von Bauland. Die Korporationen hätten in einigen Gemeinden die Möglichkeit, im Wohnungsbau auf eigenem Land Bauherren zu sein. Sie tun es nur in bescheidenem Masse und überlassen diesen Markt den Privaten. Für das Gewerbe und die Industrie sind sie seit Jahren Partner, indem sie das Land im Baurecht zur Verfügung stellen. Eine Form, die immer wieder in die Kritik gerät, da sie Ansiedlungen bremse. Sie ist allerdings ein nicht zu unterschätzendes Mittel gegen Baulandspekulation. Die Korporationen überlegen bei 50-jährigen Baurechtsverträgen gut, mit wem sie die Partnerschaft eingehen. Die Korporationen sind auch Förderer der Wohnqualität. Sie leisten mit ihrer Forst, Landwirtschafts- und Baulandpolitik oder indem sie serbelnde touristische Anlagen unterstützen, einen wichtigen Beitrag. Dies ohne «Abgeltungs- oder Leistungsvereinbarung», wie dies heute von vielen öffentlichen Organisationen verlangt wird.

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Who is who? High-Tech aus Ennetbürgen Jeden Tag gehen weltweit Rettungshubschrauber in die Lüfte, um Menschen zu retten. Nicht nur jede Sekunde kann dabei über Leben und Tod entscheiden, sondern auch die medizintechnische Ausrüstung. Die Rega, der ADAC, die DRF, NOLAS oder Elilario verlassen sich dabei auf die Kompetenz der Aerolite Max Bucher AG aus Ennetbürgen. Die Ausstattungen von Aerolite sind international gefragt. 1995 von Max Bucher (Bild) gegründet, beschäftigt das Unternehmen heute rund 60 Mitarbeitende. Seit 2007 existiert auch eine Tochterfirma in den USA. Weitere Pläne, die den Wirtschaftsstandort Nidwalden stärken, konkretisieren sich: ein neues Helikopter-Ausrüstcenter ist geplant. Diese Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Aerolite Max Bucher AG wurde kürzlich mit dem

4. Rang des Zentralschweizer Unternehmerpreises 2008 des Swiss Venture Club (SVC) ausgezeichnet. ÖV und Tourismus vernetzen Bei der Zentralbahn ist Zug drin. Die aktuelle Entwicklung bei der Qualität sowie die Umsatz- und Ertragszahlen sprechen für sich. Investitionen in Zukunftsprojekte wie den Tunnel Engelberg, die TrasseeTieferlegung und den DoppelspurAusbau Luzern– Allmend sowie die geplanten Investitionen in die neue Rollmaterial-Flotte bringen der Zentralbahn einen weiteren Wachstumsschub. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet dies mehr Verbindungen, bessere Anschlüsse und modernere Züge. Die Zentralbahn sieht sich dabei immer als Bestandteil in der Mobilitätskette. Deshalb setzen die Verantwortlichen auf Kooperationen. «Nur wenn wir uns

zusammen mit ÖV- und Tourismuspartnern optimal vernetzen, erreichen wir einen Mehrwert für die Kunden», ist Ivan Buck (Bild), Leiter Marketing und Verkauf, überzeugt. Mit über 8000 eingelösten Gutscheinen gehört die zu Ende gegangene Winterkampagne zu einer der erfolgreichsten Marketingkampagnen in der Zentralschweiz. Credit Suisse – Neuer «Region Head Zentralschweiz» Werner Raschle leitet seit 1. März 2008 das Private-Banking-Geschäft in der Region und damit in Nidwalden. Er ist zusätzlich «Region Head Zentralschweiz» der Credit Suisse. In dieser Funktion hat Werner Raschle die Aufgabe, zusammen mit seinem Management-Team das Wachstum der Credit Suisse als Gesamtbank in der bedeutenden Region Zentralschweiz weiter voranzutreiben.

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Liquiditäts-Management: Kosten senken und Risiko verkleinern Um die betriebliche Zahlungsfähigkeit zu sichern, müssen stets genügend flüssige Mittel vorhanden sein. Die dadurch im Umlaufvermögen gebundenen Mittel werfen jedoch kaum Ertrag ab. Darum lohnt sich ein aktives betriebliches Liquiditäts-Management. Damit können Risiken minimiert, Kosten gesenkt und höhere Renditen erzielt werden. Liquiditätsplanung als Basis Die fundierte Liquiditätsplanung versucht, alle Zahlungsein- und -ausgänge über eine Zeitperiode möglichst exakt vorauszusagen. Eine Prognose ist angesichts der Vielzahl von Variablen immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, schafft aber Übersicht und Transparenz. In einem zweiten Schritt werden die Zahlungsströme möglichst optimal disponiert. Dies beinhaltet Überlegungen, wie Liquiditätslücken gedeckt oder überschüssige Mittel angelegt werden sollen, und mündet in eine Liquiditätssteuerung.

Rendite, Risiko und Flexibilität gegeneinander abzuwägen. Mit überschüssiger Liquidität lassen sich durchaus höhere Renditen erzielen als bei herkömmlichen Geldmarktanlagen, sofern man bereit ist, ein etwas grösseres Risiko einzugehen oder seine Flexibilität einzuschränken. Fremdkapitalzinsen können einen nicht zu unterschätzenden Kostenblock darstellen. Mit einer festen, längerfristigen Anbindung der Kreditzinsen lassen sich Liquiditätsschwankungen reduzieren. Für exportorientierte Firmen gehört zum Cash- auch das FremdwährungsManagement mittels Derivaten. Um abzuklären, was im Einzelfall sinnvoll und machbar ist, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Geschäftskundenberater. Markus Sieger Leiter Geschäftskunden MG Luzern, Ob- und Nidwalden Kontakt: 041 208 24 47 oder markus.sieger@ubs.com

Mehr Rendite, sinkende Kosten Bei der Verwendung von Liquiditätsüberschüssen sind

Who is who?

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Who is who? Mythos Bürgenstock Es kommt Bewegung in die Sache. Die Initiantin des neuen Hotelprojektes auf dem Bürgenstock, die Rosebud Héritage SA, sieht vor, die Hotelanlage im Jahre 2011 zu eröffnen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 300 Millionen Franken. Geplant sind über 400 neue Arbeitsplätze. Mit dabei ist der promovierte Jurist German Grüniger (Bild) aus Beckenried, Partner der renommierten Zürcher Anwaltskanzlei «Schumacher Baur Hürlimann». Er ist Mitglied des Verwaltungsrates der Bürgenstock Hotels AG, die für die Realisation des Projektes verantwortlich zeichnet. Verwaltungsratspräsident ist Ghanim Bin Saad Al Saad. Er ist Präsident der Immobiliengesellschaft Barwa Real Estate Company mit Sitz in Doha (Katar). Weiteres Mitglied ist Ghassan Ali Binali, CEO Barwa International. Das Unternehmen tritt auf dem Bürgenstock als Investor auf; es gehört zu den grössten börsenkotierten Immobilienunternehmen des Nahen Ostens. Delegierter des Verwaltungsrates ist Pierre Buyssens von der Rosebud-Gruppe. Für German Grüniger entsteht auf dem Bürgenstock ein Juwel. «Der Mythos Bürgenstock steht allen offen. Damit der Kontakt zur Bevölkerung während der Planungs- und Bauzeit bestehen bleibt, bleiben vereinzelte Betriebe jeweils offen.» Die Bürgenstock Hotels AG beteiligt sich zudem mit 500 000 Franken an den Sanierungsarbeiten für den Felsenweg. Hinzu kommen jährliche Unterhalts-

beiträge von 60 000 Franken. Bis anhin wurden bereits 250 000 Franken an Unterstützungsbeiträgen geleistet. UBS für KMU Markus Sieger (Bild) leitet das Geschäftskundensegment in den Kantonen Nidwalden, Obwalden und Luzern seit dem letzten Herbst. Dank seiner über 20-jährigen Erfahrung im KMU-Geschäft ist er mit den Bedürfnissen der Klein- und Mittelbetriebe in den drei Kantonen sehr vertraut. NSV: Ein KMU für KMU Es ist gut, zu wissen, dass jemand da ist, der hilft. Im Falle von Hagel, Stürmen, Lawinen, Erdrutschen, Hochwasser oder Feuer ist es die Nidwaldner Sachversicherung, kurz NSV. Mit zwanzig effizienten Mitarbeitenden selber ein KMU, hilft die NSV bei der Schadenverhütung, der Schadenbekämpfung und bei der Versicherung von Gebäuden und Mobiliar gegen Feuer- und Elementarschäden. Direktor und Jurist Michael Kohler (Bild) will in Zukunft vor allem die Prävention forcieren: «Wir stellen fest, dass sich Firmen wie auch Einzelpersonen sehr dafür interessieren, wie Schäden verhindert werden können. Dieses Interesse wollen wir nutzen.» Die NSV übernimmt als öffentlich-rechtliches Unternehmen wichtige Aufgaben des Kantons, ohne

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Who is who?

dass dieser dafür Kapital zur Verfügung stellen muss. Das Prämienvolumen umfasst rund 12,5 Millionen Franken. Jährlich werden im Schnitt rund 5 Millionen Franken an Schäden vergütet. Stöckli outdoor sports – Familientradition mit Zukunft Seit über 70 Jahren stellt Stöckli Swiss Sports AG (vormals Skifabrik Stöckli AG) den bekannten Schweizer Ski her. Josef Stöckli hat in den Anfängen den Skitrend erkannt und die Firma gegründet. Weitergeführt und ausgebaut wurde seine Arbeit von Sohn Beni Stöckli sen.. Per 1. April 2008 übergibt dieser nun die Geschäftsleitung seinem Sohn Beni Stöckli. Der bisherige CEO bleibt Verwaltungsratspräsident und übernimmt diverse repräsentative Aufgaben.

Mit der neuen Markenführung, welche im Oktober 2007 ein neues Logo (Stöckli outdoor sports) hervorgebracht hat, wird die Bekanntheit von Stöckli als kompetenter Sommersportanbieter weiter gefördert. Um den Beweis zu liefern, dass Stöckli Produkte auf höchstem Niveau herstellt, wird auch in Zukunft das grosse Engagement im Rennsport weiter geführt. Sepp Odermatt aus Oberdorf ist bei Stöckli als Leiter Marketing tätig und ist Mitglied der Geschäftsleitung. Das Unternehmen aus Wolhusen betreibt in Engelberg eine Zweigniederlassung.


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