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bed breakfast das akafö-magazin ausgabe 24 | sommer 2010

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Kommt zur Ruhr ?! Highlights und Probleme einer Kulturhauptstadt interview Andreas Pröve reist im Rollstuhl

international

AKAFÖ kooperiert mit tunesischen Studentenwerken

Wohnen

Millionen für Wohnanlagenmodernisierung


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ICH wIll’S wISSEN. ARtIkEl 26:

Jeder hat das Recht auf Bildung.

60 JAHRE MENSCHENRECHtE ICH SCHützE SIE – SIE SCHützEN MICH Mehr zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und weitere Informationen unter www.amnesty.de


bed & breakfast inhaltsverzeichnis

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18 12 Standards

3 | Meine Meinung. AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken zum Thema soziale Selektion 4 | Werkstätten (4). Die Strandbar vor GB 6 | Semesterzahlen 7 | Aktuelles in Kürze 22 | AKAFÖ-Quiz. Wie gut kennst du die Ruhr-Universität? 23 | Impressum

Titelthema: Kulturhauptstadt 8 | Ruhr 2010 Unsere komplett schaumfreie Übersicht über die Highlights der Kulturhauptstadt.

Wohnen

10 | Betonbrocken statt Brockhaus. Mit Millionenaufwand werden zur Zeit Wohnanlagen modernisiert und ein neue Halle erbaut.

10 Soziales und Service

12 | Durch Indien mit dem Rollstuhl. Interview mit Andreas Pröve, der im Rollstuhl Indien entdeckt. 16 | Die Sozialerhebung. Alles Wichtige zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden

meine meinung: Studiengebühren verschärfen soziale Selektion!

Internationales

14 | Kooperation mit Tunesien. Das AKAFÖ startet eine Kooperation mit den tunesischen Studentenwerken. 15 | Study Buddy Ein internationales studentisches Mentoring-Programm bringt Bochumer und internationale Studis zusammen.

Kultur

18 | CampusClub. Die Musikreihe im KulturCafé bietet Nachwuchs eine Bühne 19 | bosKop@BochumTotal. Auch beim Bochumer Festival ist boSKop vor Ort mit der Wortschatzbühne

Freizeit

20 | Freizeittipps für alle Sinne. Neue CDs, Kinofilme, Bücher, Theater, Partys, Spiele und Sudoku

Die aktuelle Sozialerhebung zeigt: 31% Prozent der Studierenden müssen für Studium und Nebenjob deutlich mehr als 50 Stunden in der Woche aufwenden. 21 Prozent der Studierenden sind somit faktisch in einem Teilzeitstudium, obwohl es an den Hochschulen kaum formale Teilzeit-Studiengänge gibt. Auch in diesem Kontext sind Studiengebühren sicherlich hinderlich, um die soziale Selektion des Bildungssystems zu bekämpfen. Jörg Lüken, AKAFÖ-Geschäftsführer > Joerg.Lueken@akafoe.de


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bed & breakfast werkstätten

WerkStätten Arbeitsplätze beim AKAFÖ (4)

Während die große RUB-Mensa umgebaut wurde, war die jetzige Strandbar eine Ausgabestelle für die Mensa. Im dritten Jahr ist sie nun ein chillliger Kommunikationsort auf dem Bochumer Campus. Wenn es mal zu heiß wird: Ein leckeres Eis sorgt für Abkühlung. Und übrigens: Im Sommer werden wir hier einige Spiele der Fußball-WM übertragen!

Rund um die Strandbar gibt es den einzigen Sandstrand in Bochum ohne Wasser. Viele gemütliche Liegestühle laden zum Entspannen ein. Hier lassen sich unsere Cocktail-Spezialitäten richtig gut genießen.


bed & breakfast werkstätten

Nachschub haben wir in dieser Hütte gebunkert, damit uns nicht die Getränke ausgehen. Die Palmen am Eingang sind übrigens unecht – im Winter dürfen Sie die Mensa aufhübschen.

Diese Hütte ist im Sommer unsere Grillhütte: Hier bekommt man leckere Spezialitäten vom Grill. Im Winter wird die Grillhütte zur Crêperie „La Mer“ mit Crêpes und warmen Kakaogetränken.

Einfach studieren. erungswerk es | Kultur | Kitag Akademisches Förd ierung | Wohnen | Sozial

e > www.akafoe.d 11 010 Tel. (02 34) 32 -

Gastronomie | Finanz

hroers arbeitet Wolfgang Töller-Sc -Gastronomie pus Cam seit 2009 in der t er die Cafereu bet r Hie FÖ. des AKA affeebars und terien, die Edwards-K Der staatlich die Strandbar vor GB. Hotel und iter sle rieb geprüfte Bet atzausZus e ein hat en Gaststätt somit ist bildung als Barista und

Spezialist für Kaffee. t er richtungen entwickel Für die betreuten Ein e -Tüt Du“ fsthaf die „Das-Sc immer neue Ideen, wie n, man kel Hen der r ode s bar in den Edwards-Kaffee in ahlzeit zum Mitnehmen der warmen Pfannenm ge nta /mo fkü und NC. (fotos: den Cafeterien GA, GB und text: jan)

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bed & breakfast semesterzahlen

512 Scheinwerfer

waren in diesem Jahr beim Bochumer Hochschulball im Einsatz. Der Bochumer Hochschulball ist das größte Ball-Event in Bochum und findet seit 2006 in der Mensa statt. Die Scheinwerfer wurden für die beiden Bühnen und als Dekorationslicht genutzt. Insgesamt 16 Scheinwerfer sind sogenannte „Moving Heads“ kopfbewegte Scheinwerfer. Er lässt sich um alle Achsen schwenken und ist mit einem Farbwechslersystem ausgestattet. Ebenso lässt sich der Lichtaustritt regulieren.

Auf 670

Euro pro Monat soll der BAföG-Höchstsatz zum Wintersemester steigen. Durch die Anhebung der Freibeträge soll außerdem der Kreis der Studierenden erweitert werden, die BAföG erhalten. Die Grenze für das Einkommen der Eltern, bis zu der ein Kind die volle Förderung erhält, steigt den Plänen zufolge um drei Prozent. Die BAföG-Novelle wird dem Bundesbildungsministerium zufolge Mehrkosten von rund 373 Millionen Euro im Jahr verursachen.

Mit 111.000

Erstsemestern rechnet die Landesregierung für das Jahr 2013, in dem die doppelten Abiturjahrgänge an die Hochschulen drängen. Dies wären 20.000 Studienanfänger mehr als 2009. Trotzdem soll es keine künstliche Verringerung der Studierendenzahlen etwa durch Verschärfung des Numerus Clausus geben.

Rund 370.000

Über 1000

Professorinnen waren im vergangenen Jahr an NRWs Universitäten und Fachhochschulen beschäftigt. Mehr als jemals zuvor. Insgesamt liegt der Frauenanteil bei den Professuren jedoch immer noch nur bei mageren 16,3 Prozent. Spitzenreiter ist die Uni Wuppertal mit 20,3 Prozent.

Genau 16.370

Studierende aus 210 deutschen Hochschulen nahmen im vergangenen an der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks teil. Die Auswertung ergab unter anderem, dass ������������������� 66 Prozent der Studierenden im Erststudium jobben. Das sind drei Prozentpunkte mehr gegenüber der vorangegangenen Sozialerhebung. Nimmt man diese Erwerbstätigen allein in den Blick, dann kommt man auf 13,5 Stunden, die diese jobbenden Studierenden in der Woche für den Nebenjob aufwenden müssen, um ihren Studium und Leben zu finanzieren.

Studierende gibt es im nordafrikanischen Land Tunesien. Die Gesamtbevölkerung besteht aus circa 11 Millionen Einwohnern. Ein drittel des Gesamthaushalts wird in Tunesien in Bildung investiert. Es gibt insgesamt drei Studentenwerke, die – ähnlich wie das AKAFÖ – für die Verpflegung und Finanzierung der Studierenden, die Bereitsstellung von günstigem Wohnraum und die soziale und kulturelle Betreuung zuständig sind. Deshalb war es nicht schwer, eine Kooperation zwischen dem AKAFÖ und den tunesischen Studentenwerken zu beschließen. Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie auf Seite 14.


bed & breakfast kurzmeldungen

Umbau der Mensa-Küchen:

Spülen im Container Undichte Böden. Drei Jahre nach Eröffnung der umgebauten Mensa in der Ruhr-Universität Bochum wurde 2009 unterhalb der Mensaküche stellenweise eine Durchfeuchtung der Decke festgestellt. Ein Gutachter stellte bei einer Untersuchung des Küchenfußbodens fest, dass die Abdichtung des Fußbodens bei den Umbauarbeiten nicht fachgerecht ausgeführt wurde. Dadurch konnte Brauchwasser die Decke durchdringen. Doch nicht nur in der Produktionsküche wurde der Fußboden nicht fachgerecht ausgeführt, dies betrifft auch die Böden in der Bistro-Küche und der Spülküche. Diese werden nun saniert. Nun wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), der offiziell für die Umbaumaßnahmen zuständig ist, die Fußböden bis auf den Rohboden abtragen, neu abdichten und dann wiederherstellen lassen. Containerspüle. Um die Arbeiten durchführen zu können, müssen nun Spülküche und Bistroküche umziehen.

Die Bistroküche findet vorübergehend Asyl im bisherigen Küchenprovisorium auf der Empore Nord-Ost im großen Saal, das Geschirr wird in den nächsten Wochen und Monaten in den Containern zwischen Audimax und MensaGebäude gespült. Laufbänder. Damit das Geschirr nun zur Spülküche kommt, können nicht mehr die Laufbänder in der Mensa genutzt werden, sondern das schmutzige Geschirr und Besteck muss in Transportwagen per Hand in die neue Spülküche geschoben werden - hier geht es dann auf Rollbrettern weiter und zu vier kleineren Spülanlagen, in denen dann das Geschirr und Besteck gespült werden. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2010 dauern. Wir hoffen, dass wir danach wieder lange einen reibungslosen Betrieb in der Mensa haben werden und danken für Ihr Verständnis.

Blut spenden: Vor dem Mittagessen Die erfolgreiche Kooperation von DRK und AKAFÖ wird fortgesetzt: Auch in 2010 kann in der Mensa wieder Blut gespendet werden. Nicht nur der Gesellschaft erweist man damit einen Dienst. Jede Spende wird mit den neuesten Methoden überprüft, bevor sie an Patienten weitergegeben werden kann. Die Spender erhalten so einen kleinen Gesundheitscheck hinsichtlich der durch Blut übertragbaren Krankheiten wie AIDS. Blut spenden kann grundsätzlich jeder Gesunde zwischen 18 und 68 Jahren mit einem Mindestgewicht von 50 kg. Zwischen zwei Spenden müssen mindestens acht Wochen liegen. Über die Zulassung zur Blutspende entscheidet der anwesende Arzt. Wichtig: Vorher ausreichend essen und trinken und den Personalausweis mitbringen.  <fkü www.drk-blutspende.de

die nächsten termine >01. und 02. Juni > 13. und 14. Juli > 17. August > 26. und 27. Oktober 10 bis 15.30 Uhr, Mensafoyer der RUB.

Der Henkelmann ist zurück Früher, als der Himmel über der Ruhr bestenfalls grau war, die Schlote rauchten und Universitäten noch weit weg, da aß die werktätige Bevölkerung ihr Mittagessen aus dem Henkelmann, einem Blechbehälter, in dem man sich eine Mahlzeit mit zur Arbeit nahm. Jetzt ist der Henkelmann in seiner modernen Inkarnation zurück im Pott. Da vielen Studierenden inzischen dank dichtem Stundenplan die Zeit fehlt, um sich gemütlich in die Mensa zu setzen, gibt es in den Cafeterien NA, GA und GC an der Ruhr-Uni Bochum jetzt als Alternative leckere Pfannengerichte zum Mitnehmen in der praktischen Henkelbox.  > jan

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bed & breakfast titelstory

Ruhr.2010 Wann warum wohin? Was es bedeutet, mitten in einer europäischen Kulturhauptstadt zu leben, und wie man sich in einem schier unübersehbaren Dschungel aus Terminen und Projekten zurechtfindet – dazu gibt die bed & breakfast eine kleine Hilfestellung. Lange bevor das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas wurde, konnte man hierzulande in Theater, Konzerthäuser, die Oper gehen und jede Menge freie Kultur genießen. Abseits von wenigen Großprojekten wie der spektakulär verschneiten Eröffnung mit Grönemeyers Ruhr-Hymne, der Sperrung der A40 am 18. Juli oder dem Day Of Song hat manc h e r

vielleicht noch gar nicht begriffen, was es bedeutet, Kulturhauptstadt zu sein. Ein kurzer, Bochum-zentrierter Überblick. Still-Leben A 40: „Die längste Biertischreihe der Welt“, spötteln Kritiker. Die offizielle Verlautbarung des Projekts lautet so: Am 18. Juli steht die Hauptschlagader des Reviers still. Die A 40 wird gesperrt und verwandelt sich in eine fast 60 km lange Tafel aus 20.000 Tischen, in das größte und bunteste Straßenfest Eu-

ropas. www.ruhr2010.de/stillleben Day Of Song: Der Day Of Song stellt am 5. Juni den großen Abschluss des vom obersten Bochumer Symphoniker Steven Sloane angeleierten Projekts „!Sing“ dar. Ab 10 Uhr morgens treten in Bochum Chöre in sozialen Einrichtungen, der Innenstadt, in Kaufhäusern, Fußgängerpassagen, öffentlichen Plätzen, U-Bahnstationen und vielen weiteren Orten auftreten. Beim großen Abschlusskonzert in der Schalke-Arena treten dann auch die Wise Guys und Bobby McFerrin auf. www.ruhr2010. de/sing

Kreativquartiere: Bochum hatte sich so viel vorgenommen. Zwischen Marienkirche und dem Club Riff sollte während der Ruhr.2010 in der Innenstadt das Viktoria Quartier entstehen. Mit Konzerthaus, Kammermusiksaal, Kleinkunstbühne Cafe Industrie und weiteren Projekten. Die kommunale Finanzkrise machte den hochtrabenden Plänen einen Strich durch die Rechnung. Die einzige Neueröffnung auf dem Areal ist momentan eine Lidl-Filiale. Frischen Wind in die Innenstadtkultur brachte vor allem das Rottstr5-Theater, das auf private Initiative hin entstand. www.rottstr5-theater.de Slam 2010: Bei der ersten deutschen Poetry-Slam-Meisterschaft, die im Ruhrgebiet ausgetragen wird, treten über 150 der selbst ernannten Poetinnen

Kein Wuselbild aus dem Kindergarten, sondern eine Skizze, wie den das StilLeben auf der A40 am 18. Juli aussehen kann.


bed & breakfast titelstory

und Poeten aus mehr als 80 Städten in den Kategorien Einzel, Team und U20 gegeneinander an. Austragungsort der Vorentscheidungen ist unter anderem der Freibeuter im Bochumer Bermuda Dreieck. Das große Finale findet am 13. November in der Jahrhunderthalle statt. www.ruhr2010.de/ slam2010 Jugendkultur: Die Nacht vom 3. und 4. Juli wird in der gesamten Ruhr-Region zur Nacht der Jugendkultur. Museen, Parks, Bürgerhäuser, Medienwerkstätten und Industrieanlagen in allen 53 Städten stehen Jugendlichen ab 12 Jahren offen. Mit Partys, Mitmachaktionen, Nachtwanderungen, Bandwettbewerben und was den jungen Kulturschaffenden noch so einfällt. www.urbanatix.de Jugendkunstausstellung: Künstlerisch begabte Jugendliche aus Essen, Bochum und Herne begegnen kreativen Talenten aus den europäischen Partnerstädten . So wird im Kulturhauptstadtjahr zum ersten Mal eine Europäische Jugendkunstausstellung stattfinden, die eine ruhrgebietsweite Vernetzung auf dem Gebiet der Jugendkunstförderung begründen soll. Zu sehen ist sie vom 6. bis 27. Juni in der Turbinenhalle Bochum. Next Generation: Die Zukunft der Ruhrregion und die Visionen ihrer jungen Bewohner stehen im Mittelpunkt dieses Projekts. In Zukunfts-

werkstätten erfinden Jugendliche aus unterschiedlichen Stadtteilen mit Filmemachern, Musikern, T h e a termachern, politischen Bildnern und Wissenschaftlern ihre Stadt neu. Die Präsentation ihrer Zukunftsvision soll am 28. Oktober im Schauspielhaus Bochum stattfinden. Local Hero: In der Woche vom 11. bis 17. Juli ist Bochum Local Hero. Das heißt: Die Stadt steht im Fokus der kulturhauptstadtweiten Aufmerksamkeit. Herausragender Programmpunkt ist bisher das ohnehin jährlich, umsonst und draußen stattfindende Festival Bochum Total. Ein außergewöhnliches Ruhr.2010-Programm wurde bisher nicht angekündigt. Mit knapp einer Million Besuchern an vier Tagen ist man sowieso bereits eins der größten Festivals Europas. Luxuslärm, Madsen und Sebastian Sturm treten unter anderem auf. Das AKAFÖ-Kulturbüro boSKop betreibt eine Wortschatzbühne. www.bochumtotal.de Festivals: Wie das Beispiel Bochum Total zeigt, gehören zu den besten Programmpunkten der Ruhr.2010 viele ohnehin

Bei der Aktion „Schachtzeichen“ wurden die alten Zechenschächte mit gelben Ballons markiert - an zwei Nächten auch beleuchtet (hier ein Bild von der Generalprobe)

bestehende Veranstaltungen. Vom 20. August bis 11. Oktober findet etwa wieder das Kulturfestival Ruhrtriennale mit dem Hauptspielort Jahrhunderthalle Bochum statt. Die zweite Intendanz des Opernregisseurs Willy Decker widmet sich dem islamischen Kulturkreis und dem Thema Wanderung. Vom 20. August bis 5. September gibt es das dritte Zeltfestival Ruhr am Kemnader See. Mit Ich+Ich, Simple Minds und Element of Crime. Mitten im Kulturhauptstadtjahr wird mit der Extraschicht am Abend des 19. Juni auch wieder der größte Touristenmagnet der Region gefeiert: Die Industriekultur. www.ruhrtriennale.de, www. zeltfestival-ruhr.de, www.extraschicht.de Platz des europäischen Versprechens: Das Projekt des international renommierten Künstlers Jochen Gerz scheint in Bochum ein gutes Ende zu finden. Nachdem die Finanzierung erst unsicher war, soll jetzt doch noch in 2010 mit der Verlegung von steinernen Namensplatten vor der Christuskirche am Rathaus begonnen werden. Alle Namensgeber haben ein geheimes Versprechen an bzw. für ein friedliches Europa gegeben. www.pev2010.eu Die Uni und die Kunst: Starke Kunstorte hat die Ruhr-Universität mit der

Kunstsammlung auf dem Campus und dem Museum Situation Kunst (für Max Imdahl) im Schlosspark Weitmar zu bieten. Für die Kunstsammlung wird Mischa Kuball 100 Personen, Studierenden aus aller Welt und ihren Familien, eine Lampe schenken. Dafür schenken sie ihm Geschichten und Bilder. Ausgestellt werden die Foto- und Film-Dokumentationen ab dem 28. Oktober. www.rub. de/kusa Kubus: Das größte Bochumer Bauprojekt, das zum Kulturhauptstadtjahr realisiert werden konnte, ist der Anbau des Museums Situation Kunst, das zur RUB-Kunstsammlung gehört. Ein viergeschossiger Glaskubus, circa 800 qm groß, der in der Schlossruine des Hauses Weitmar eingepasst ist. Aktuell sind darin 120 bedeutende Werken europäischer Landschaftsmalerei seit dem 17. Jahrhundert zu sehen. www.situation-kunst.de Wissenschaftstag: Bochums Stadtzentrum wird am 13. Juli – mitten in der „Local Heros”-Woche zur UniverCity. In Geschäften, Orten des öffentlichen Lebens und unter freiem Himmel stellen Forscher aus den Hochschulen in anschaulicher Weise Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit mit Bezug zum jeweiligen Standort vor. www. rub.de/kulturportal <fkü

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bed & breakfast wohnen

Wohnheim-Sanierung:

Betonbrocken statt Brockhaus Das AKAFĂ&#x2013; geht mit der Zeit: Das Studentenwerk modernisiert

zwei Wohnanlagen und errichtet eine moderne Veranstaltungshalle. Die Investitonen kosten mehrere Millionen Euro.


bed & breakfast wohnen

Mit der Zeit gehen heißt für ein Studentenwerk auch: neue Baustellen eröffnen. Die Studierendenwohnanlagen Laerholzstraße 80 und 84 stammen noch aus den Gründungstagen der RuhrUniversität und auch die Appartements und Einzelzimmer „Auf der Papenburg“ haben schon 35 Jahre auf dem Buckel. Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket saniert und renoviert das AKAFÖ jetzt beide Häuser, ändert die Raumaufteilung und errichtet eine neue Halle, um Studierenden modernsten Raum zum Leben und Lernen zu bieten. Baustellenbesuch. Bei einem Besuch auf der Baustelle herrscht große Geschäftigkeit. Arbeiter durchbrechen Wände, legen neue Versorgungsschächte, erneuern Fassaden und Heizungsanlagen und vieles mehr. Etwa zwölf Millionen Euro kostet allein der Umbau für die Wohnanlage „Auf der Papenburg“, für die Laerholzstraße kommen noch einmal 8,6 Millionen dazu. Gut 80 Prozent der Baukosten hat das Studentenwerk aus dem Konjunkturpaket des Bundes erhalten. Allein für die „Papenburg“ schießt das AKAFÖ jedoch eine gute Million an Eigenmitteln dazu, um die dringend nötige Generalüberholung des Gebäudes zu finanzieren. Neue Aufteilung. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1975 hat sich in Punkto Wohnformen, Möblierung und energieoptimiertes Bauen einiges getan. Vor dem Umbau gab es auf den sechs Etagen etwa noch 225 Einzelzimmer und nur 16 Wohnungen. Viele Studierende mussten sich die wenigen Etagenküchen teilen. „Für den Umbau haben wir die Raumaufteilung etwas verändert“, erklärt AKAFÖ-Projektleiterin Bianca Rosskothen. „Jetzt werden sich Wohnverbünde von höchstens sieben Einzelzimmern eine Küche teilen.“ Deutlich aufgewertet werden die Wohnformen der mit eigenen sanitären Einrichtungen und Küchenzeile eingerichteten Einzelappartements, 2er- und 3er-Wohngemeinschaften. 20 Wohnplätze in Appartements und 81 in WGs werden nach der Sanierung angeboten – insgesamt wird die Wohnanlage „Auf der Papenburg“ 177 Wohnplätze bereit halten. „Die neue Aufteilung der Etagen war keine einfache Aufgabe, kleinste Änderungen in der Gebäudestruktur – etwa jede einzelne Kernbohrung – mussten mit dem Statiker abgestimmt werden“, so Rosskothen. Alle Wohnungen wurden für den Umbau leer gezogen und werden nach Ende der Bauarbeiten eine komplett neue Möblierung erhalten. Für die angenehm helle, schlichte und klare In-

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xxEtwa zwölf

nenraumausstattung Millionen Euro zeichnen sich die Bochumer Architekten kostet der Krampe, Reiter und Schmidt verantwortUmbau für die Zeitgemäßer und Wohnanlage Pa- lich. schöner wird auch penburg, für die die Außenfassade Laerholzstraße gestaltet: Die Fenster schließen nicht mehr kommen noch bündig an die Außenmal 8,6 Milliowand an, sondern werden leicht nach nen dazu. innen versetzt sein und dadurch sogenannte „Leibungen“ aufweisen. Orangefarbene Elemente werden sowohl die Fassade als auch die neue Flucht- und Feuertreppe optisch aufwerten. In der Laerholzstraße. Auch in der Wohnanlage Laerholzstraße 80, die aus drei Türmen (A, B und C) besteht, wird es wegen des moderneren Zuschnitts nach dem Umbau weniger Wohnplätze geben: 198 statt 231. Dafür wird es im Erdgeschoss 14 moderne Seminarräume geben. An Turm C, dessen Inneres vor wenigen Jahren noch modernisiert wurde, wird aktuell auch die Fassade erneuert. Keine einfache Aufgabe, wie AKAFÖ-Projektleiter Joachim Kiewaldt durchblicken lässt: „Da müssen zum Beispiel im bewohnten Zustand die Fenster gewechselt werden.“ Wenn der Mieter morgens das Haus verlasse, gehe gleich die Baufirma rein. Energie sparen. Äußerst sinnvoll ist die Erneuerung der Fassaden bei beiden Wohnanlagen, weil die Energieeffizienz bei Gebäudesanierungen heute eine sehr hohe Priorität hat. Durch die neue Dämmung und ein modernes Heizsystem wird das AKAFÖ sowohl beim Gebäude „Auf der Papenburg“ als auch mit dem neuen Wärmeverbundsystem der „Laerholzstraße 80“ enorme Energieeinsparungen erzielen können. Internationaler Flair. In direkter Nachbarschaft zur Studierendenwohnanlage Laerholzstraße 80, in der besonders viele internationale Studierende leben, ist das Landesspracheinstitut der RuhrUniversität (LSI) untergebracht. Hier lernen nicht nur Studierende Sprachen wie Arabisch, Chinesisch oder Russisch, sondern auch Mitarbeiter von Bundesministerien oder Astronauten der European Space Agency. Was läge näher, als beide Gebäudekomplexe zu verbinden und eine Art Internationalen Campus zu schaffen? Das AKAFÖ geht diese Herausforderung an mit dem Bau einer modernen Veranstaltungshalle. Ein Blickfang mit einer Fassade aus Glasund Alu-Elementen. Verbindungsgän-

ge führen sowohl zum Landesspracheninstitut wie zur Wohnanlage.

(1) Mit einer Betonsäge werden neue Türen durch die Wände gesägt.

(2) Die Computersimula-

tion gibt bereits einen

Max Kade. Geför- Eindruck der neuen Padert wird der Bau penburg. durch die Stiftung (3) Die Max-Kade-Hall soll des 1967 verstor- beide Gebäude an der Labenen Pharmaun- erholzstrasse verbinden. ternehmers und Mäzens Max Kade, der Max Kade Foundation New York. Die Max-Kade-Halle, die bis zum Herbst fertig werden soll, bietet auf zwei offenen Etagen eine Kommunikationsfläche von knapp 160 Quadratmetern, dazu kommen Nebenräume wie Thekenanlage, Kühlraum, Küche und WCs – also alles, was ein moderner Veranstaltungsraum braucht. Etwa 90 Personen finden hier Platz, noch einmal 100 können bei gutem Wetter die Außenterrasse nutzen. Mit einem ansprechenden Programm, Film- und Kulturabende, -Frühstücke oder Ausstellungen sind angedacht, wird es „die neue Laerholzstraße“ sicher nicht schwer haben, zu einem Anziehungspunkt mit internationalem Flair zu avancieren. <fkü


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bed & breakfast soziales

Mit dem Rollstuhl durch Indien Bereits 14 Mal hat Andreas Pröve im Rollstuhl Indien bereist. Er sagt im Interview: „Behinderte müssen nicht behütet sein“

Andreas Pröve hatte großes Glück: Er konnte seine Leidenschaft zum Beruf machen. Ein Motorradunfall, der den heute 52-Jährigen mit 23 Jahren an den Rollstuhl fesselte, brachte ihn nicht lange davon ab, sein Sehnsuchtsland Indien zu besuchen. Mittlerweile war er 14 Mal dort – und hat auch den Vorderen Orient und Persien bereist. Durch Deutschland tourt er seit vielen Jahren äußerst erfolgreich mit multimedialen Vorträgen über diese Abenteuerreisen. Entsprechend entspannt, mit sich selbst im Reinen, wirkt er vor einem Vortrag im Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität. Im Interview mit Florian Kühlem sprach er über seine eigensinnige Faszination für Indien und über den offenen Umgang mit der Behinderung. >> Hat der Motorradunfall Ihr Leben umgekrempelt? Pröve: Das war schon ein Wendepunkt, der alles umdrehte. Ich hatte mir gerade ein schönes neues Motorrad gekauft und wollte zum Nürburgring, um es dort für fünf Mark auszufahren. Am Autobahnzubringer hat es mich dann zerrissen. Mit dem Hubschrauber wurde ich in die Klinik Koblenz geflogen, wo man mir am dritten

Tag mitteilte: Ich bin querschnittsgelähmt und bleibe es auch. Meine Faszination für Indien gab es allerdings vorher schon. Kurz vor dem Unfall war ich noch drei Monate dort – in den Spätausläufern meiner Ich wünsche Hippiezeit.

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mir, dass ich ein

>> War Ihnen sofort anderes Bild vom klar, dass Sie Indien trotzdem wieder Leben mit Behinbereisen würden? derung vermitPröve: Erstmal hateln kann. ben die Probleme > andreas pröve überwogen, privat und beruflich. Die Frage: Wie soll ich jetzt leben? Das Personal im Krankenhaus hat mir keine großen Hoffnungen auf ausgedehnte Reisen gemacht, sie warnten vor überfüllten Zügen und regten Aufenthalte in behüteten Behindertenanlagen mit Rampen und Helfern an. Weil ich Indien kannte, habe ich es aber trotzdem gewagt. Vieles ließ sich gar nicht planen und ich bin dann einfach alleine hin. Ich wollte keine freundschaftliche Beziehung belasten, indem ich jemanden zur Begleitperson mache.

>> Welche Vor- und Nachteile birgt die Indienreise im Rollstuhl? Pröve: Es stellt sich immer die Frage: Helfen sie oder helfen sie nicht? Ich brauche ja manchmal drei Personen zum Treppenstufen-Hochziehen. Es führen zum Beispiel 50 Stufen zum Taj Mahal. Und da wollte ich hoch. Erst war es eine Überwindung, fremde Menschen anzusprechen. In Indien herrscht nach wie vor die Kastengesellschaft und da gibt es eben Arbeiten, die machen einige Leute nicht. Die Gefahr, dass Hilfegesuche abgelehnt werden, besteht also immer. Ich lernte jedoch schnell, wie man die Leute anspricht. Manchmal frage ich einfach: Wer will sich zehn Rupien verdienen? Als Fußgänger hätte ich sicher nie so viele Kontakte gehabt. Immer wieder fragen Helfer, wer ich bin, woher ich komme und manche laden mich ein. Dadurch habe ich viel Bekanntschaften und einige Freundschaften geknüpft und kann immer wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen. Bei allen Schwierigkeiten mit den ganzen Barrieren im Land ist das äußerst positiv.


bed & breakfast soziales

nicht besonders, wenn eine Person schon lebendig zum Gott gemacht wird. Ich kann das nur akzeptieren und beobachten.

Unterwegs in Indien: Andreas Pröve

>> Was macht ihre Faszination für Indien aus? Pröve: Das Land ist sehr exotisch. Man kann nirgendwo hin reisen, wo es kulturell derartig anders ist. Indien hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt, in einigen Dingen ist es auch für mich immer noch so unverständlich... >> Beispiele bitte! Pröve: Ich kann nicht verstehen, warum ein Guru 20 Jahre auf einem Bein stehen muss, um seine spirituelle Stärke zu beweisen. Oder warum einige Leute die Liebe zu ihrem Gott beweisen, indem sie sich Eisenstangen durch die Wange schieben. Warum rebellieren die Kastenlosen nicht, wenn sie nicht denselben Brunnen benutzen dürfen wie die Höhergestellten? In gewisser Weise werde ich in diesem Land wohl immer ein Außenseiter bleiben. Man sieht mich oft als reichen westlichen Mann, Priester verbieten mir den Eintritt in manchen Tempel. >Dann >  steht bei Ihnen also nicht wie bei vielen Indienreisenden die Sehnsucht nach spirituellen Erfahrungen im Vordergrund? Pröve: Ich werde sogar über die Jahre immer ungläubiger und will mit diesen Dingen weniger zu tun haben. Ich mag es

>> Sehen Sie sich als Vorbild für andere Menschen mit Behinderung? Pröve: Ich würde mich nicht unbedingt als ein solches sehen. Auf den Werbeplakaten für meine Vorträge ist bewusst kein Rollstuhl zu sehen, weil ich das nicht in den Vordergrund rücken will. Vielleicht gebe ich aber in dem Sinne ein Vorbild ab, als dass ich denke, dass jeder an seine Grenzen gehen sollte. Für manche Leute reicht es ja schon, mit dem Zug durch Deutschland zu reisen und sie haben Angst, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Ich bin bei meiner letzten Reise bis zur Quelle des Ganges vorgedrungen. Sie liegt in 4000 Metern Höhe und ich bin vier Tage auf dem Rücken von Sherpas getragen worden. Wenn mir dann eine Frau, die ebenfalls im Rollstuhl sitzt, erzählt, dass sie von meinen Büchern inspiriert wurde und selber losgezogen ist, dann freut mich das natürlich. >> Was waren Ihre krassesten Grenzerfahrungen? Pröve: In Syrien hat man mich und meine Begleiter schon einmal für

Andreas Pröwe auf dem

israelische Spi- Weg durch Indien: „Man one gehalten und kann nirgendwo hin festgenommen. reisen, wo es kulturell Wir hatten in der derartig anders ist.“ Wüste in einem Militärgebiet geschlafen. Eine ganze Nacht lang wurden wir verhört. Aber vielleicht haben wir sogar noch Glück gehabt: Wir hätten auch in die Hände von Rebellen geraten können, die Geiseln nehmen. Im Iran habe ich aus Versehen von einem Berg aus ein nukleares Forschungszentrum fotografiert. Da kamen sofort Militärs mit Knarren an und zogen den Film aus meiner Kamera. Ich zeigte nur in den Himmel und sagte: Da hängt doch ein amerikanischer Satellit und nimmt sowieso alles auf. Da haben sie nur gegrinst. >> Machen Sie trotz dieses Erlebnisreichtums noch Pläne für die Zukunft? Pröve: Natürlich! Als nächstes möchte ich entlang des Mekongs reisen, der in Tibet entspringt und durch Vietnam, Laos und Kambodscha führt. Ich will wissen: Was ist da links und rechts los an Kultur? Mein Begleiter stammt aus Delhi – wir sind eng befreundet, seit er mir mal den Bürgersteig hochgeholfen hat. >> Gibt es etwas, das Sie mit Ihren Vorträgen erreichen oder bei den Menschen auslösen wollen? Pröve: Es gibt sie ja noch, diese verknöcherten Menschen der älteren Generation. Ich wünsche mir, dass ich ihnen ein anderes Bild vom Leben mit Behinderung vermitteln kann. Man muss als Behinderter nicht behütet sein!  <fkü

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bed & breakfast internationales

Neue Partnerschaft mit Tunesien

AKAFÖ unterschreibt Partnerschaftsvertrag im Ministerium in Tunis. Austausch von MitarbeiterInnen und Studierenden geplant, die erste tunesische Kulturwoche in Bochum angelaufen.

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Besuch in Tunesien. Papier ist geduldig Ezzin (Generaldirektor Angeregt durch die für Internationale Bezieund die ZielsetDeutsch-Tunesische Gehungen im Ministerium) zung ist das Belesellschaft und die perund Mohamed Mejatty sönliche Initiative des ben und inhaltliche (Generaldirektor für StuAKAFÖ-Gastronomiedentische AngelegenFüllen der Partnerleiters und gebürtigen heiten im Ministerium) schaften. Hierfür Tunesiers Ezzedine Zerria begrüßt, an den daraufkonnte Anfang des Mogibt es bereits erste folgenden Tagen wurde nats bei einer Delegatijeweils eines der drei reAnsätze. onsreise des Bochumer gionalen Studentenwerke Studentenwerkes in > Jörg Lüken, AKAFÖ mit Sitz in Tunis, Sousse Tunesien erstmalig ein und Sfax besucht und u.a. Partnerschaftsvertrag zwischen den be- Wohnheime, Gastronomieeinrichtungen teiligten Studentenwerken unterzeichnet und Kulturzentren besichtigt. werden. Auf Einladung des Ministeriums waren vor Tunesien hat ca. 11 Mio Einwohner, davon Ort der Geschäftsführer des AKAFÖ, Jörg sind ca. 370.000 Studierende, ein Drittel Lüken, seine Stellvertreterin Doris Czwalina, des Gesamthaushaltes wird in Bildung die Vorsitzende des Verwaltungsrates Birte investiert. Es gibt insgesamt drei StuSchleiting, Gastronomieleiter Ezzedine dentenwerke, im Norden (OOUN – Office Zerria, der Leiter des AKAFÖ-Kulturbüros des Oeuvres Universitaires pour le Nord), Ulrich Seifert und Pressesprecher Ralf Zentrum (OOUC) und im Süden Weber. Am ersten Tag wurde die Delega- (OOUS). Die Studentenwerke in tion im Ministerium in Tunis durch Jalel Tunesien sind zuständig für die Verpflegung und Finanzierung der Studierenden, die Bereitstellung von günstigem Wohnraum und die soziale und kulturelle Betreuung. Dies deckt sich mit den Zuständigkeiten der deutschen Studentenwerke. (li) Nomad Soundsystem spielte im Audimax

(re) Im Rahmen der Tunesischen Kulturwoche kam auch die tunesische Botschafterin zu Besuch

Am letzten Tag der Delegationsreise schließlich wurde im Ministerium ein Partnerschaftsvertrag zwischen dem AKAFÖ und den tunesischen Studentenwerken unterschrieben. Neben dem Austausch von Kulturgruppen und MitarbeiterInnen der Studentenwerke soll auch der akademische Austausch für die Studierenden forciert werden. Um dies umzusetzen, führt das AKAFÖ bereits viele Gespräche, um wichtige Institutionen an die Ausgestaltung des Vertrages zu beteiligen. In Bochum studieren derzeit ca. 50 Tunesier an den diversen Hochschulen, dies soll mittelfristig erhöht werden. Tunesische Woche in Bochum. Das AKAFÖ setzte bereits vier Wochen nach dem Treffen in Tunis einen ersten Startpunkt für die Zusammenarbeit. In Bochum organisierte das Kulturbüro boSKop eine tunesische Kulturwoche im Audi-Max der Ruhr-Uni. In zwei großen Zelten konnten hier Interessierte verschiedene kulturelle Veranstaltungen erleben, Vorträge hören, Filme schauen und eine Ausstellung besuchen. Ein Bazar brachte orientalisches Flair nach Bochum, und im gemütlichen Café „Medina“ bot das boSKop-Team tunesische Spezia-


bed & breakfast internationales

Akafö-Geschäftsführer Jörg Lüken mit seinen Amtskollegen in Tunis nach der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages

litäten an. Wer nordafrikanische Lebensart hautnah erleben mochte, konnte sich Hände und Füße mit Henna-Malereien verzieren lassen. Das vielseitige Programm umfasste neben orientalischem Tanz und einem tunesischen Musikabend auch Märchenerzählungen aus der gesamten nordafrikanischen

Mittelmeer-Region. Mitten auf dem Campus entstand so eine interkulturelle Oase, die wie ein Kurzurlaub in den Süden anmutete. Ein Highlight der Kulturwoche war der Auftritt einer der bekanntesten tunesischen Bands „Ouled Jouini“ und dem „Nomad Soundsystem“ aus Berlin. Zudem wurde das Studenten-

werk von der Botschafterin Tunesiens, Frau Alifa Chaabane Farouk, besucht, die einen interessanten Vortrag über ihr Land hielt. Der Geschäftsführer des AKAFÖ, Jörg Lüken, dankte im Namen aller aus der Bochumer Delegation für die „schönen Tage in Tunesien. Drei Dinge sind besonders aufgefallen: Bei allen Studentenwerken wurde eine einmalige Gast-

freundschaft geboten, überall herrscht der feste Wille, zu modernisieren, ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren und der feste Wille, den Studierenden im studentischen Alltag zu helfen. Und dies bindet uns als Studentenwerke aneinander, die ersten Schritte der Partnerschaft wurden bereits im Vorfeld vor der Unterschreibung des Vertrags besprochen, was soll jetzt noch schief gehen? Auf eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft der Studentenwerke und einen regen Austausch!“  <rw

Jetzt Study Buddy werden! Neues AKAFÖ-Programm für internationale Freizeitkontakte Auch die aktuelle Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks hat es wieder ans Licht gebracht: Eines der größten Probleme von ausländischen Studierenden in Deutschland ist, Kontakt zu Deutschen herzustellen. Mit dem Partnerschafts-Projekt „Study Buddy“ will das AKAFÖ jetzt Abhilfe schaffen. 77 Prozent der rund 190.000 ausländischen Studierenden in Deutschland kommen laut Deutschem Studentenwerk (DSW) aus Entwicklungs- und Schwellenländern, 85 Prozent organisierten ihr Studium selbst. Ihre größten Schwierigkeiten: Die Studienfinanzierung, die Orientierung im deutschen Studiensystem und der mangelnde Kontakt zu ihren deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Zumindest bei letzteren Problemen kann das Projekt „Study Buddy“ eine Hilfe sein. „Anders als etwa beim Tandem-Programm geht es bei ‚Study Buddy‘ nicht in erster

Linie ums Sprachenlernen, sondern darum, gemeinsam Freizeit zu verbringen, sich im Alltag zu helfen.“ Das sagt Hanna Dziuba, die als studentische Hilfskraft beim AKAFÖ-Kulturbüro boSKop arbeitet und die Idee zum neuartigen Programm hatte. Die 24-Jährige studiert Pädagogik an der RuhrUniversität Bochum. Etwa zwölf Prozent der Studierenden kommen hier aus dem Ausland. Ein Großteil von ihnen wohnt in den Wohnanlagen des Akademischen Förderungswerks. Oft bleibt man da unter sich, knüpft vor allem Kontakte zu Landsleuten. Internationale Studierende, die in den AKAFÖ-Wohnheimen leben und Kontakte zu „Einheimischen“ suchen, und deutsche Studierende, die kontaktfreudig sind und offen gegenüber anderen Kulturen, können sich anmelden und werden dann untereinander vermittelt. „Im Anmeldebogen wird unter anderem nach Studienfächern, Sprachkenntnissen,

Hobbys und Interessen gefragt und ich schaue dann, was gut zusammen passt“, erklärt die Pädagogik-Studentin Hanna Dziuba ihr Programm. Da es vergleichbare Angebote bereits in Städten wie Bonn oder Kiel gibt, konnte sie sich dort einige Tipps geben lassen: „Die Kollegin aus Kiel gab etwa den Hinweis, dass man Studierenden aus dem arabischen Kulturkreis eher einen gleichgeschlechtlichen Buddy an die Hand geben oder zumindest vorher einmal nachfragen sollte.“ Auch für die „Bochumer Buddys“ hat das Programm viele Vorteile: Man erweitert seinen Horizont, kann eigene Auslandsaufenthalte vorbereiten und bekommt am Ende des Programms ein Zertifikat, das sich sicher gut im Lebenslauf macht. <fkü Interessierte melden sich bei Hanna  i  Dziuba, E-Mail: hanna.dziuba@ akafoe.de, Tel. (0234) 32 45 970

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bed & breakfast 19. sozialerhebung

Wer seid das ihr?

Die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) versucht zu zeigen, wie Studierende heute leben, arbeiten und studieren. DSW-Präsident Rolf Dobischat stellt im Interview die Ergebnisse vor. Alle drei Jahre werden die Studierenden in Deutschland im Rahmen der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage befragt. Finanziert wird die repräsentative Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wissenschaftlich durchgeführt vom Hochschul-Informations-System. An der jüngsten, 19. Sozialerhebung nahmen im Sommer 2009 16.370 Studierende von 210 Hochschulen teil. >> Was sind für das Deutsche Studentenwerk die wichtigsten Ergebnisse aus der neuen, der 19. Sozialerhebung? Wie ist es um die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden heute bestellt? Dobischat: So wenig, wie man von ‚dem Studenten‘ oder ‚der Studentin‘ schlechthin sprechen, so wenig einheitlich ist das Bild, das die 19. Sozialerhebung von der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden zeichnet. Man muss nach Teilgruppen der Studierenden und ihrer sozialen Herkunft differenzieren. Beispiel Einnahmen: Den Studierenden stehen im Bundesdurchschnitt 812 Euro im Monat zur Verfügung, das sind 42 Euro mehr als noch vor drei Jahren, als die vorangegangene Sozialerhebung durchgeführt wurde. Aber es gibt eine deutliche Spannbreite bei den Einnahmen. Ein Viertel der Studierenden muss mit weniger als dem BAföG-Höchstsatz von 648 Euro im Monat auskommen, 17% der Studieren-

den haben aber mehr als 1.000 Euro zur Verfügung. Auch zwischen West und Ost gibt es deutliche Unterschiede. Studierende in den alten Ländern verfügen über 832 Euro im Monat, in den neuen Ländern sind es 722 Euro. Beispiel Zeitaufwand: Die Studierenden haben, Studium und Erwerbstätigkeit zusammengenommen, eine 44-Stunden-Woche. Aber 31% der Studierenden müssen für Studium und Nebenjob deutlich mehr als 50 Stunden in der Woche aufwenden! 15% aller Studierenden sagen, die zeitliche Belastung sei zu hoch; bei den BachelorStudierenden sind es 19%. 21% der Studierenden sind faktisch in einem Teilzeitstudium, obwohl es kaum formale TeilzeitStudiengänge gibt. Beispiel Studiengebühren: Sie belasten vor allem Studierende aus der niedrigen sozialen Herkunftsgruppe; diese jungen Menschen aus hochschulfernen, einkommensschwäc h e re n Fa m i l i e n müssen mehr jobben und nehmen häufiger ein Studiengebühren-Darlehen in Anspruch als ihre Kommilitonen aus der hohen sozialen Herkunftsgruppe. >> …die die Gebühren leichter bezahlen können… Dobischat: „Ja. In diesen hochschulnahen, einkommensstarken Haushalten bezahlen in der Regel die Eltern die Studiengebühren ihrer Kinder. Und die Studierenden aus dieser sozialen Herkunftsgruppe sind auch öfter von

xxDie Studierenden

Studiengebühren befreit – möglicherweise wegen der in einzelnen Ländern geltenden Geschwisterregelungen. Das sei diesen Studierenden von Herzen gegönnt, Rolf Dobischat aber am anderen Ende der sozialen Schichtung sieht es eben kritisch aus: Schafft es jemand aus einkommensschwächeren Haushalten an die Hochschule, dann steht er oder sie angesichts der Studiengebühren wieder vor einer neuen Hürde. Was mich besorgt: Fast ein Viertel der Gebührenzahler lebt in einer finanziell angespannten Situation. Die Gebühren belasten vor allem jene, die sie mit eigenen Mitteln bezahlen müssen. Studiengebühren sind schlicht ein Kostenfaktor, und die Studierenden reagieren mit kostensparenden Gegenstrategien: Sie jobben mehr, sie verschulden sich, sie weichen auf preisgünstige Wohnformen wie das Elternhaus oder das Wohnheim aus. Nur 11% der Studierenden, die Studiengebühren bezahlen müssen, greifen auf die Studiengebühren-Darlehen der

haben, Studium und Erwerbstätigkeit zusammengenommen, eine 44-StundenWoche.

Zur Person:

Rolf Dobischat Prof. Dr. Rolf Dobischat, 59, ist Professor für Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Berufliche Aus- und Weiterbildung an der Universität Duisburg-Essen und seit 2006 Präsident des Deutschen Studentenwerks. Dobischat engagiert sich für mehr Chancengleichheit im deutschen Hochschulsystem und die sozialen Interessen der Studierenden. Er ist Mitglied im Hochschulrat der Universität Köln. Rolf Dobischat ist verheiratet und Vater einer dreizehnjährigen Tochter.


bed & breakfast 19. sozialerhebung

Länder zurück. Kosten sparen – das ist übrigens auch ein Merkmal, das die Bachelor-Studierenden auszeichnet. Sie wohnen gezwungenermaßen häufiger noch bei ihren Eltern oder bevorzugen das Studentenwerks-Wohnheim. Sie nutzen häufiger die Mensa, und das BAföG spielt bei ihrer Studienfinanzierung eine größere Rolle als bei den Studierenden der alten Studiengänge. Für mich ein klarer Beleg dafür, wie wichtig die Angebote der Studentenwerke – Wohnheime, Mensen, BAföG – für die Bachelor-Studierenden sind. Die Studentenwerke sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Studienstrukturreform. >> Stichwort Jobben. Arbeiten denn noch immer so viele Studierende nebenbei? In einem Bachelor-Studium hat man doch gar keine Zeit? Dobischat: Von wegen. Es sind laut 19. Sozialerhebung sogar noch mehr Studierende erwerbstätig als zuletzt im Jahr 2006. 66% der Studierenden im Erststudium jobben, das sind drei Prozentpunkte mehr gegenüber der vorangegangenen Sozialerhebung. Im Schnitt wenden die Studierenden acht Stunden in der Woche für den Nebenjob auf. Nimmt man aber die tatsächlich Erwerbstätigen allein in den Blick, dann kommt man auf 13,5 Stunden, die diese jobbenden Studierenden in der Woche für den Nebenjob aufwenden. BachelorStudierende an Fachhochschulen liegen mit 15 Stunden jobben in der Woche sogar über diesem Wert! Befragt nach den Gründen, weshalb sie neben dem Studium jobben, nennen die Studierenden an erster Stelle, das Jobben sei notwendig für ihren Lebensunterhalt. Das Jobben ist die zweitwichtigste Säule der Studienfinanzierung in Deutschland, Tendenz steigend. Dass die Studierenden in so hohem Maße nebenbei erwerbstätig sind, finde ich problematisch, weil Konflikte zwischen Studium und Nebenjob vorprogrammiert sind. Die Studierenden sollen sich ihrem Studium widmen können und nicht jobben müssen! >> Welches sind denn die anderen Säulen der Studienfinanzierung? Dobischat: Lassen Sie uns lieber von Finanzierungs-Quellen sprechen. Die Unterstützung der Eltern ist immer noch am wichtigsten. 87% der Studierenden werden von ihren Eltern gefördert, und zwar mit 445 Euro im Monat. Zum ersten Mal seit 1991 ist allerdings der Anteil der Eltern an der Studienfinanzierung leicht rückläufig. An zweiter Stelle kommt, wie gesagt,

das Jobben, dann das BAföG, das etwa ein Viertel der Studierenden erhält. Die durchschnittliche Förderung hat seit der BAföG-Erhöhung von 2007/2008 deutlich angezogen. Bei den Einnahmen der Studierenden schlägt das BAföG mit 430 Euro im Monat zu Buche; 2006 sind es nur 376 Euro gewesen. Ein Stipendium erhalten lediglich 3% der Studierenden. Einen Studienkredit nehmen 5% in Anspruch. Die Kredite, die lange als neues Allheilmittel der Studienfinanzierung angepriesen wurden, werden also nur sehr zögerlich und in geringem Umfang angenommen. >> Sie sagen, die BAföG-Geförderten haben deutlich mehr in der Tasche. Dann greift also die BAföG-Erhöhung der Bundesregierung? Dobischat: Ja und nein. Es gibt mehr BAföG, aber leider nicht für mehr Studierende. Die Quote der Geförderten stagniert leider noch immer auf dem Niveau von 2006. Deshalb pochen wir als Deutsches Studentenwerk auch auf einer stärkeren Erhöhung der Elternfreibeträge, über die der Kreis der Förderberechtigten deutlich erweitert werden könnte. >> Wie erklären Sie sich, dass die Eltern nicht mehr so viel zur Studienfinanzierung beisteuern? Wollen oder können sie nicht? Dobischat: Ich vermute, sie können nicht. Gerade die Eltern in den sozialen Herkunftsgruppen „mittel“ und „niedrig“ scheinen an ihre finanzielle Belastungsgrenze gestoßen zu sein. Das könnte mit der Wirtschaftskrise zusammenhängen, die diese Gruppen wahrscheinlich härter trifft als die höheren Herkunftsgruppen. >> Eine neue Sozialerhebung, das heißt immer auch: neue Daten zur sozialen Selektion. Dobischat: Und die ist leider erschreckend stabil. Die Bildungsbiografie ist in Deutschland noch immer eng an die soziale Herkunft gekoppelt. Ob jemand studiert oder nicht, hängt ganz entscheidend vom Bildungsstatus der Eltern

ab, vor allem davon, ob die studiert haben oder nicht. Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71, von 100 Nicht-Akademiker-Kindern schaffen aber nur 24 den Sprung an die Hochschule. Vorher lag das Verhältnis bei 83:23 im Jahr 2005 und bei 83:26 im Jahr 2003. Die Hochschulen mögen einigen den Bildungsaufstieg ermöglichen. Noch stärker aber sichern sie den akademischen Status in der nachfolgenden Generation ab. Hochschulbildung gleicht einem ‚kulturellen Kapital’, das von Akademiker-Generation zu AkademikerGeneration weitervererbt wird. Anders ausgedrückt: Die Akademiker reproduzieren sich Ob jemand stu- selbst. Kinder von diert oder nicht, Beamten, die einen Hochschulabschluss hängt ganz ent- haben, studieren fast scheidend vom viermal so häufig wie Bildungsstatus Arbeiterkinder. Aber die Bildungspoder Eltern ab, vor tenziale bei den Akaallem davon, ob demikern sind so gut ausgeschöpft. Wir die studiert ha- wie müssten alles daran ben oder nicht. setzen, mehr junge, Rolf Dobischat begabte Menschen aus hochschulfernen, tendenziell einkommensschwächeren Familien für ein Studium zu mobilisieren. Das gelingt kaum. Von sozial offenen Hochschulen sind wir in Deutschland weit entfernt. Auch Bachelor/Master haben bisher offenbar nicht mehr junge Menschen aus hochschulfernen Schichten anlocken können – diese Hoffnung war mit der Einführung der neuen Studiengänge ausdrücklich verbunden; sie hat sich nicht erfüllt.

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>> Aber bei der sozialen Zusammensetzung der Studierenden gibt es doch Grund zum Optimismus: Die Anteile der mittleren und der niedrigen Herkunftsgruppen sind leicht gestiegen... Dobischat: Ja, aber ich sehe darin noch keine Trendwende hin zu einem sozial offeneren Hochschulsystem. Man wird die kommenden Sozialerhebungen abwarten müssen, um zu sehen, ob das mehr als eine Momentaufnahme ist.

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bed & breakfast kultur und freizeit

CampusClub: akustisch, pur und ganz besonders

Musikveranstaltungen gehören schon seit eh und je zum boSKop-Kulturprogramm. Die Bochumer Blues Session gibt es seit über fünfzehn Jahren, und auch das Bochumer Newcomer Festival geht bereits in die zwölfte Runde. Außerdem gibt es eine boSKop-Reihe, die so regelmäßig wie die Session stattfindet und mit dem Newcomer Festival die Neugier teilt, innovative junge Bands zu entdecken, und das ist: CampusClub. Wie alles begann. Bevor die Konzertreihe CampusClub startete, gab es bereits zwei ähnliche boSKop-Veranstaltungen. Los ging es 2004 mit „Meine Musik“. Studierende konnten an diesen Abenden ihre Lieblingsmusik vorstellen. Darauf folgte unter dem Titel „Students on Stage“ eine Reihe, mit der das boSKop-Team NachwuchsmusikerInnen ein Forum bieten wollte, um die eigene Musik vorzustellen, ganz ohne Genregrenzen. Seit 2007 schließlich kümmert sich Andre Wilimzig um die künstlerische Gestaltung des „SoS“Nachfolgers: CampusClub. Er gilt als Namenserfinder, und Andre war es auch,

der im letzten Jahr das neue Konzept entwickelte. Kuschel-Konzerte. Dieses sieht zwar immer noch Auftritte von jungen Bands vor, die allerdings akustische Sets spielen. Völlig ohne Strom muss es dabei aber nicht bleiben, so dass auch E-Bassistinnen oder Keyboarder willkommen sind. Wichtig ist bei allem nur die Lautstärke, die ein Maximum von 100 Dezibel nicht übersteigen sollte. Die gemütliche Atmosphäre des KulturCafés ist wie geschaffen für solche kuscheligen Unplugged-Gigs – akustisch, pur und ganz besonders. Indie-Nerd trifft Metal-Mähne. Wie auch schon bei „Students on Stage“ ist die Stilrichtung nicht ausschlaggebend. So trifft jeden dritten Donnerstag (manchmal auch Mittwoch) im Monat der Indie-Nerd auf das Visual-Key-Girl, nickt der langhaarige Metal-Fan dem neonfarbenen Wave-Punk zu. Diese breite Vielfalt macht das Einzigartige von CampusClub aus. Das Publikum kann die seltenen Akustik-Auftritte

Tritt im Sommersemester auf, Slowtide (grosses bild) , Auch dabei, die Jungs von Tauchsport (kleines Bild)

von bereits etablierten Künstlern wie Tommy Finke oder Ben Wild & The Wild Band erleben. CampusClub lädt aber ebenso dazu ein, bislang noch weniger bekannte Musiker wie Spaceman Spiff aus Hamburg oder das Experimental-Pop-Projekt The Sleeping Hylki aus Bochum zu entdecken. Im Sommersemester dürfen sich Musik-Fans unter anderem auf Auftritte von Tauchsport und Slowtide und vor allem auf viele neue Lieblingslieder freuen.  >ds www.akafoe.de/boskop  i  www.myspace.com/campusclubrub


bed & breakfast kultur kultur und & freizeit

Jede Menge Wortschätze! Bochum Total bietet auf der Wortschatzbühne Kleinkunst, Literatur und mehr

SoSe 2010:  i  Termine 19.05.2010 (Mittwoch!): Tauchsport

17.06.2010 (Donnerstag): Slowtide 14.07.2010 (Mittwoch!): N.N. CampusClub, präsentiert von boSKop    jeden 3. Donnerstag im Monat (innerhalb des Semesters, Änderungen vorbehalten) Ort: KulturCafé an der Ruhr-Universität Bochum Uhrzeit: 20.30 Uhr Eintritt: 3,- Euro

Bevor das Kulturbüro boSKop im nächsten Jahr seinen 25. Geburtstag feiert, wird im Sommer erst einmal das Open-AirFestival Bochum Total ein Vierteljahrhundert alt. Die Künstlerinnen und Künstler sind dabei aber keineswegs von gestern. Ganz im Gegenteil: Das Programm ist traditionsgemäß immer am Puls der Zeit, und die Veranstalter wissen, mit welchen Acts sie bei ihrem Publikum punkten können. Das gilt nicht nur für die großen Bühnen, sondern auch für die kleinere Wortschatzbühne. Mit ihrem Programm zwischen Kleinkunst, Musik und Literatur wirkt sie beinahe wie eine Oase der Kontemplation mitten im wilden Getümmel auf der Viktoriastraße. Die Bierbänke laden zu einer kurzen Rast ein, und die Darbietungen auf der Bühne, die immer in den Umbaupausen der Musik-Bühnen bespielt wird, verleiten nicht selten dazu, einfach sitzenzubleiben. Das Kulturbüro boSKop ist bereits zum dritten Mal gemeinsam mit Peter Liehs, dem Erfinder der Wortschatzbühne, für die künstlerische Gestaltung zuständig. Neben „alten Bekannten“ wie dem Zauberer Ju-Rim oder dem Kabarettisten Peter Rodemeyer, erobern in diesem Jahr die Mär-

Wortschatzbühne auf  i  Bochum Total 15.07. bis 18.07.2010 (in der Bochumer Local-Hero-Woche) Bochum-City Eintritt frei!

chenerzählerin Melanie Goebel oder Roland Heinrich mit seiner JohnnyCash-Coversong-Show die Bühne. Das dritte Jahr in Folge ist der Kultautor Oliver Uschmann dabei und inzwischen schon so etwas wie eine feste Institution unter den Wortschätzen. Ebenso sehen- und hörenswert sind die Auftritte der Autoren Myk Jung und Klaus Märkert („Schementhemen“) sowie Raymund Krauleidis und Roland Adelmann, die Herman-vanVeen-Interpretationen von Wolfgang Sternkopf, die Weinlesung mit Thomas Range und der transatlantische Folk von L. Bow Grease. >ds

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bed & breakfast kultur und freizeit

hören The miserable Rich: Of Flight & Fury

Oh, das macht Spaß! Ein Streichersatz, teilweise recht experimentell gesetzt, aber in der Auflösung immer der harmonischen Entwicklung des Songs dienlich. Mandolinen, Akustikgitarren und leichte Percussion. Darüber eine höchst sympatische Leadstimme. Ab und zu und gerade wegen der sich von der Songbasis teilweise lösenden Streicherarrangements ist eine

Seelenverwandschaft zu den Arrangements eines George Martin beim weißen Beatlesalbum recht deutlich (siehe unter anderem „Bye, Bye, Kitty“). Das gesamte Album ist eine spannende Sammlung eingängiger, zeitweise recht beatleesker Melodien in sich zeitweise dagegen sträubender Songstruktur. Das ist durchgehend hörenswert. (Hazelwood) <rw

Portico Quartet: Isla

Ein Jazz-Quartett arbeitet in den legendären Abbey-RoadStudios mit John Leckie, der schon Radiohead und die Stone

Roses produziert hat. Was mag dabei herauskommen? Pop-Jazz à la Till Brönner? New Standards wie sie Brad Mehldau spielt? Nein, die vier jungen Musiker aus London gehen einen keinesfalls heranschmeißerischen eigenen Weg. Sie mixen nordischen Jazz mit minimal music und freien Elementen und erreichen trotzdem ein popaffines Publikum. (EMI) <fkü

Gisbert zu Knyphausen: Hurra! Hurra! So nicht. „Melancholie“ heißt

die erste Single aus dem neuen Album des Wahl-Hamburgers. Selten hat man eine

so ehrliche, selbstreflektive Auseinandersetzung mit dem täglichen Brot des Songwriters gehört. Ohne Melancholie wäre Gisbert nicht denkbar, seine zweite Platte noch weniger als das grandiose Debüt. „Hurra! Hurra! So Nicht.“ beschreibt alle Schattierungen der Gefühle, die einen vornehmlich an grauen Regentagen beschleichen. Dann vermögen Texte und die sanft arrangierte Musik zu trösten – das ist ihre Kunst. (Pias) <fkü

suchen

sehen Zombieland

Zombiefilme sind immer schrecklich und der totale Horror? Das muss nicht sein. Paradebeispiel für Zombies mit einem guten Schuß Comedy ist der britische Film „Shaun of the Dead“, in dessen Fußstapfen jetzt Zombieland tritt. Vier Überlebende (ein Nerd, ein Rednack und zwei Schwestern)einer Zombieepidemie treffen sich in den USA und machen sich auf den Weg zum vermeintlich zombiefreien Vergnügungspark. Unterwegs treffen sie nicht nur auf eine Menge wilder Zombies, sondern auch auf Bill Murray (der sich selbst spielt). Zombieland ist Roadmovie, Zombiefilm und Komödie in einem und beschert auch nicht Horror-Fans einen schönen Abend. Die DVD bietet neben dem Film auch noch einige Making-Of-Featurettes an. (Auf DVD und BluRay, Sony Pictures HE) < jan

District 9

Vor ein paar Jahren strandete ein außerirdisches Raumschiff über Johannesburg. Die Außerirdischen, auch als „Shrimps“ bezeichnet, müssen auf der Erde bleiben und werden im „District 9“ untergebracht, einem Slum, in dem schon bald Verbrechen und Schwarzmarkt regieren. Bei einer anstehenden Umsiedlung kommt einer der Beamten in Kontakt mit einer außerirdischen Flüssigkeit und verwandelt sich langsam

aber sicher in einen Außerirdischen. Jetzt wird auf ihn Jagd gemacht und er ist auf die Hilfe eines Außerirdischen angewiesen, der wiederum Großes plant. Der südafrikanische Science-Fiction-Film ist eine der Entdeckungen des letzten Jahres und bietet einen interessanten Plot mit sozialkritischen Untertönen, die DVD bietet auch einige schöne Extras an. (Auf DVD und BluRay, Sony Pictures) < jan

PLAY Edition

Machen wir uns nichts vor: Mit dem Beginn eines Studiums ist man noch lange nicht erwachsen. Manchmal sehnt man sich förmlich nach den Kindertagen zurück, als man noch nicht so viel Verantwortung tragen und Verwaltungskram erledigen musste und als das Kino- und Fernsehprogramm noch so viel besser war. Die PLAY Edition von Universum Film ist dementsprechend nicht nur für junge, sonder vor allem auch jung gebliebene Menschen geeignet. Ab dem 4. Juni werden Klassiker der 50er bis 80er Jahre auf neu aufbereitet herausgebracht: z.B. Ronja Räubertochter, Pippi Langstrumpf, Michel in der Suppenschüssel, Das fliegende Klassenzimmer, Die Konferenz der Tiere oder Die unendliche Geschichte. Und auch den großen Kinderfilmen von den 90ern bis heute widmet sich die neue Reihe mit u.a. Lippels Traum, Arthur und die Minimoys, Chicken Run, Der Schatz der weißen Falken oder James und der Riesenpfirsich. < fkü

Jazz in Bochum

Als der Bundesverband Musikindustrie Anfang Mai den neuen Echo Jazz in der Jahrhunderthalle vergab, war Bochum auf einmal Mittelpunkt der deutschen Jazz-Welt. Dieser kurze glamouröse Moment konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt sonst eher an der Peripherie der Szene liegt. Es gibt keinen Club wie das Domicil in Dortmund, an dem beständig eine Bandbreite von bodenständigen Sessions bis zu hochwertigen Konzerten angeboten wird. Bei längerer Suche kann man jedoch an verschiedenen Orten Schätze auftun: Konzert-Höhepunkte wie das des Londoner Portico Quartets in der Christuskirche oder Al Jarreau in der Jahrhunderthalle, die Reihen Tatort Jazz im Thealozzi oder John Dennis Renkens neuen „Gesellschaftsraum“ im Rottstr5-Theater, Sessions im Café Ferdinand oder dem Kulturcafé der RUB. Auch im Bahnhof Langendreer oder Kulturmagazin Lothringen kann man feine Abende mit Jazz verbringen. Ein fester Anker ist außerdem das jährliche Jazz Fest an der RUB. < fkü


bed & breakfast kultur und freizeit

lesen Cory Doctorow: Little Brother

Gewinn mich beim Sudoku!

Nach einem Terroranschlag in San Francisco gerät auch der jugendliche Hacker Marcus ins Visier des Heimatschutzministerium. Nach einigen Drohungen der Behörde organisert Marcus eine digitale Widerstandsbewegung, die den Kampf gegen den Sicherheitswahn des Heimatschutzes aufnimmt. Little Brother ist als Jugendbuch konzipiert, zeigt aber auch älteren Lesern, wie ein Überwachungsstaat funktioniert, wie man sich dagegen wehrt und dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist. (Rowohlt, 14,95 Euro)  < jan

Thomas Klupp: Paradiso

Drehbuchstudent Alex Böhm ist ein intellektuell daherschwatzendes Großmaul, errichtet auf Knopfdruck meterhohe Lügengebäude, flirtet aggressiv mit jungen Frauen und lässt sie kurze Zeit später aus Mangel an Interesse sitzen. „Was für ein A...“, könnte man denken, wenn einem seine Gedankengänge nicht doch manchmal so vertraut und verflixt sympathisch erscheinen würden. Der Debütroman des Hildesheimer KreativesSchreiben-Absolventen Thomas Klupp ist vieles: Großkotzige Popliteratur, im Rückblick erzählte Coming-of-Age-Geschichte, irrwitziges Bild der modernen Zerissenheit gut betuchter Bürgerkinder. Und vor allem: Total gut und ein echter Tipp. (Berliner Taschenbuch Verlag, 7,95 Euro) < fkü

David Safier: Plötzlich Shakespeare

Gewinn mich beim Sudoku!

Rosa, vom Liebesglück alles andere als gesegnet, wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, um so der wahren Liebe auf die Spur zu kommen. Dass sie sich dabei im Körper eines Mannes wiederfindet, der auch noch Shakespeare ist, macht die Suche nicht einfacher. Und so kämpft sich Rosa durchs 16. Jahrhundert, regelt die Liebesangelegenheiten der Queen und sieht sich vor die Frage gestellt: Wie gehe ich mit einem fremden, zudem männlichen Körper um? Und dann ist da ja auch noch Shakespeare, der ständig mitzureden weiß ... Leichte Kost für ein paar Stündchen zum Abschalten. (Kindler, 17,95 EUR) < jan

reisen

Joscha Remus: Reisehörbuchreihe „wegwärts“

Reisen kann man auch im heimischen Wohnzimmer. Oder in der U-Bahn, mit Kopfhörern auf. Die Hörbuch-Reihe „wegwärts“, für die der Kölner Verlag Headroom dieses Jahr den Deutschen Hörbuchpreis bekam, ist nämlich nicht nur Audio-Reiseführer für den Urlaub in Irland, Shanghai oder Istanbul, der anderen Kulturhauptstadt Europas. Sie ist ein haptisches Erlebnis mit Essay, hochwertigem Fotobuch und dem Herzstück aus zwei CDs. Für diese geht der Journalist und Klangsammler Joscha Remus auf ausgiebige Recherchereisen, auf denen er oft Geschichten aufspürt, die nicht einmal die Einheimischen kannten. (Headroom, 24,90 €)  < fkü

Gewinn mich beim Sudoku!

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Machen Sie mit beim AKAFÖ-Su-

doku auf der Heft-rückseite und gewinnen Sie tolle Preise.

Lieder machen Gewinn mich beim Sudoku!

Wader & Wecker

„Kein Ende in Sicht“ ist bei den Liedermacher-Urgesteinen Hannes Wader und Konstantin Wecker, die nach siebenjähriger Pause 2010 wieder gemeinsam auf Tour gehen. Es ist die Lust am Leben und an der Musik, die Abscheu gegen soziale Kälte und der unbändige Wunsch nach Frieden, selbst wenn dieser noch so aussichtslos scheinen mag, der sie weiter über die Bühnen des Landes ziehen lässt. Wenn sie im August auf der schönen Freilichtbühne Wattenscheid stehen, dann wird man dabei auch das Zusammenbringen markanter Unterschiede in eine neue Form von Harmonie beobachten – und vor allem hören können. Termin: 15. August, 19 Uhr, Freilichtbühne Wattenscheid >bahnhof-langendreer.de

spielen Die Tore der Welt

Nach dem großen Erfolg des Spiels zum Buch „Die Säulen der Erde“ gibt es jetzt auch zum neuen Roman-Bestseller von Ken Follett ein Spiel: Die Tore der Welt. Auch hier gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten, die man z.B. für die Beteiligung an n in Gew Bauvorhaben oder mich beim Sudoku! beim Kampf gegen die Pest bekommt. Gespielt wird in 4 Kapiteln je 6 Spielrunden, nach jedem Kapitel ist eine Zwischenwertung fällig, wenn man hier bestimmte Pflichtabgaben nicht leistet, kostet dies Siegpunkte. „Die Tore der Welt“, das vom gleichen Team wie „Die Säulen der Erde“ entwickelt wurde (Michael Rieneck, Stefan Stadler), hinterlässt einen stimmigen Eindruck und verspricht nicht nur für Ken-Follet-Fans Spaß am Spieltisch. (KOSMOS, 2-4 Spieler, ca. 35 Euro) > jan

Colonia

Für zwei bis sechs Spieler geht es ins mittelalterliche Köln. Noch durchkreuzen keine gefährGewinn lichen U-Bahmich beim nen die Stadt Sudoku! und so können sich die Spieler als Oberhäupter alteingesessener Patrizierfamilien ganz darauf konzentrieren, heilige Reliquien zu sammeln - denn wer am Spielende die tollste Reliquiensammlung hat, gewinnt das Spiel. Um an die Reliquien zu kommen, müssen Rohstoffe zu Waren verarbeitet werden und diese mittels Schiffen in Geld umgesetzt werden. Nach 6 Spielrunden steht dann der Gewinner in Dirk Henn’s (Alhambra) neuem Spiel fest. Colonia kann nicht nur vom Spielablauf, sondern auch in puncto Ausstattung und Grafik begeistern. (Queen Games, 2-6 Spieler, ca. 40 Euro) >jan


bed & breakfast der grosse test (1)

Bist du der RUB-Oberchecker? Finde heraus, wie gut du die Ruhr-Uni kennst und mach mit im ersten bed&breakfast-Test

Mach mit! Wie gut kennst du die Ruhr-Universität? Mach einfach bei unserem kleinen Quiz mit und fülle alle Fragen aus. Dann zähle deine Punkte nach der Tabelle unten zusammen (Am besten das Heft umdrehen, um die Tabelle besser lesen zu können). Dann schaust du in die Auflösung.

Hinter der Tür GB02/160 findet ihr... ……A ... den AStA-Copyshop ……B ... den persönlichen Referenten des Rektors ……C ... einen Seminarraum (bekannt als „das Aquarium“)

 6.

Was stellt die Architektur der RUB dar? ……A Den Hafen des Wissens mit Dampfern und einer Riesenmuschel ……B Das darf man Architektur nennen? ……C Nix. Die ist einfach nur funktional.

 7.

 2.

Auflösung 17-20 Punkte: RUB-Ober-Checker Du kennst jeden Winkel der Ruhr-Uni und kannst blind durch die Katakomben von ID nach GC laufen. Du weißt, welche Platte auf dem Nordforum klappert und welche nicht. Die Architekten und Künster am Bau kannst du so gut auswendig aufsagen wie ein Medizinstudent die Blutbahnen auf Lateinisch. Vielleicht solltest du nebenbei auch mal ein wenig studieren?

Was befindet sich unterhalb der RUB? ……A Versorgungsgänge zwischen allen Gebäuden und eine alte Zeche ……B Parkdecks. Ganz viele Parkdecks. Viel zu viele Parkdecks. ……C Der Planet Erde

 3.

Und das Gebäude GD beherbergt die folgende Fakultät ……A Die Fakultät für Parkraumbewirtschaftung ……B Also das Gebäude GD gibt es nicht. ……C Die Fakultät für Legotechnik

 4.

9-16 Punkte: RUB-Normalo-Student Du kennst dich aus und kommst einigermaßen zurecht. Du weißt, wo deine Seminare stattfinden und findest auch den Weg zum Klo, zur Bibliothek und Mensa. Okay, da gibt es noch mehr Unigebäude auf der anderen Seite der Mensa, aber da muss man eh nicht hin. Außerhalb der ausgetrampelten Pfade wird dir die RUB unheimlich.

Im Gebäude NT steht folgendes Gerät ……A NT? Das Gebäude gibt‘s wirklich nicht. ……B N - Das ist was Naturwissenschaftliches, bestimmt ein Mikroskop ……C Der größte der sogenannten „kleinen“ Tandem-Beschleuniger

 5.

Nr. der Frage 1 2 3 4 1 2 2 1 0 0 1 2 2 1 0 0

5 0 1 2

6 0 1 2

7 1 0 2

8 0 1 2

9 1 2 0

0 bis 8 Punkte: Hilfe, holt mich hier raus... Du findest dich gar nicht zurecht und hast bestimmt auch schon mal in den Gängen übernachtet, weil du den Ausgang nicht gefunden hast. Unser Tipp: Leg‘ dir einen Bernhadiner-Sennenhund zu. Mit Original Fäßchen. Oder ein großes Knäul roter Faden, das du am Ausgang festbinden kannst.  > jan

 1.

A B C

10 1 0 2

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Unter dem großen Saal der Mensa befindet sich was? ……A Die Küche der Mensa. ……B Parkdecks. Ganz viele Parkdecks. Viel zu viele Parkdecks. ……C Das Veranstaltungszentrum der RUB und da drunter noch ne Sporthalle. Welcher besondere Ort der Ruhe befindet sich im botanischen Garten? ……A Der japanische Garten. Schön mit Pagoden und Wasserfall ……B Es gibt Grünflächen auf dem Campus? ……C Der chinesische Garten. Ist aber nicht ruhig, wenn die Frösche gerade „ihre Zeit“ haben. Das Kunstwerk „Tor und Doppelwinkel“ findet man wo? ……A Auf den Kurzzeitsportanlagen ……B Im großen Saal der Mensa ……C Auf einem kleinen Hügel am Weg zwischen Forum und dem TUZ

 8.

In welchen Gebäuden gibt es eine Cafeteria? ……A GA, GB, GC, MA, IA, NA, ND, SH, UB, HZO ……B GA, GB, GC, MA, IB, NA, NC, SH, UB, HZO ……C Das frage ich mich auch....

 9.

 10. Das jetzige Tutorienzentrum auf der

Wiese zwischen G- und M-Reihe hatte schon welche Namen? ……A Das war doch mal die Mensa und wurde dann besetzt ……B Da steht ein Gebäude? Muss ich mal nachschauen ……C Querforum West, Freie Uni Bochum, Tutorienzentrum.


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bed breakfast das akafö-magazin ausgabe 24 | sommer 2010

Sudo

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Kommt zur Ruhr ?! Highlights und Probleme einer Kulturhauptstadt interview Andreas Pröve reist im Rollstuhl

international

AKAFÖ kooperiert mit tunesischen Studentenwerken

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Millionen für Wohnanlagenmodernisierung

Impressum Bed & Breakfast - Das AKAFÖ-Magazin, Ausgabe 24, Sommer 2010 Redaktion: Heiko Jansen (jan), Florian Kühlem (fkü), Denise Schynol (ds), Ralf Weber (rw) Anzeigen: Manuela Hildebrand Layout: Heiko Jansen, Ulrik Schreckert Druck: Flyeralarm.de Auflage: 7.000 Exemplare Redaktionsanschrift: AKAFÖ-Pressestelle, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Telefon: (0234) 32-11031, E-Mail: presse@akafoe.de, Web: www.akafoe.de V.i.S.d.P.: Jörg Lüken, Anschrift s. oben Bildnachweise: Auf Anfrage bei der Redaktion

Mit einem zinsfreien Darlehen der Daka Der Abschluss des Studiums steht bevor. Die Darlehenskasse der Studentenwerke unterstützt Sie finanziell in dieser wichtigen Phase. Zinsfrei und zu günstigen Konditionen. So können Sie sich ganz auf den Abschluss konzentrieren. Informieren Sie sich bei Ihrem Studentenwerk. Es lohnt sich. Weitere Infos und Ansprechpartner finden Sie unter www.daka-nrw.de

„Für die Finanzierung der Examenszeit sind die meist zinslosen Studienabschlussdarlehen der Darlehenskassen günstiger als Bankangebote. Fragen Sie beim örtlichen Studentenwerk nach Förderung.“ Ausgabe 9/2008


Mitmachen und gewinnen Das AKAFÖ-Sudoku

So geht‘s. Einfach die untenstehenden Sudokus lösen. In jeder Reihe und jeder Spalte dürfen die Zahlen von 1 bis 9 nur einmal vorkommen und in jedem der neun Unterquadrate auch. Der Gewinncode ergibt sich aus den unterlegten Flächen, diese Zahlen füllen Sie nacheinander in den Coupon, den Sie (Original oder Kopie) an das AKAFÖ

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schicken. Es ist auch unter www.akafoe.de (im Bereich Service) möglich, ohne Porto am Gewinnspiel teilzunehmen. Der Einsendeschluss ist der 15. Juli 2010 der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle Kunden des AKAFÖ, ausgenommen Mitarbeiter des AKAFÖ.

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Gewinncoupon Ausschneiden, in einen (Fenster-)Umschlag und ab die Post. Oder online unter www.akafoe.de/service teilnehmen.

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Die Gewinne: 2x zwei Karten für Konstantin Wecker und Hannes Wader am 15.08.2010, (Bahnhof Langendreer) 7x ein Semester Wohlfühlen mit dem ZEIT Campus Paket (Zeit Campus-Ausgabe mit Kaffee und Leckereien) (AKAFÖ/Zeit Verlag) 1x Buch „Little Brother“ (Rowohlt Verlag) 1x Brettspiel „Colonia“ (Queen Games) 1x Brettspiel „Die Tore der Welt“ (KOSMOS Verlag) 1x Buch „Plötzlich Shakespaere“ von David Safier (Kindler) Wir bedanken uns herzlich bei den beteiligten Firmen (jeweils in Klammern) für die Kooperation!

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Ja, ich will gewinnen! Der Gewinncode lautet:

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Name Anschrift PLZ und Ort E-Mail:

An das Akademische Förderungswerk Pressestelle Redaktion Bed & Breakfast Universitätsstr. 150 44801 Bochum

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns noch folgende Fragen zur Bed & Breakfast beantworten: Bitte vergeben Sie Schulnoten (1-6) für ... … den Gesamteindruck: ...............................  … den Informationsgehalt: .........................  … den Unterhaltungswert: .........................  … die Themenauswahl: ................................  … die Gestaltung: . .......................................... 

Was können wir noch verbessern, welche Themen wünschen Sie sich?


Bed & Breakfast 24