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Die AKAD f체r gymnasiale Matura, Passerelle, Berufsmaturit채t und Handel. Effizient. Sicher. Individuell.

KAKADU

0114 Semester-Bulletin f체r Studierende, Mitarbeitende und Ehemalige


EDITORIAL

Sehr schöne Prüfungsresultate Liebe Akadianerinnen, liebe Akadianer Das KAKADU hat ein neues Erscheinungsbild! Nicht nur sieht das KAKADU neu aus, auch AKAD College hat sich stark verändert. Auf Januar 2014 haben AKAD College und AKAD Profession fusioniert. Ich freue mich sehr, dass die Schülergemeinschaft grösser wurde und die Bereiche Berufsmatura und Handelsschule neu auch bei AKAD College angesiedelt sind. Zusammen mit den Maturandinnen und Maturanden sowie den Passerellen-Studierenden ist die Studierendenzahl auf über 1000 geklettert. An den beiden Standorten Zürich und Bern führt AKAD College Lehrgänge durch. In Bern sind es vor allem Lehrgänge in den Bereichen Berufsmaturität und Handelsschule, in Zürich bieten wir alle Lehrgänge an. Diese KAKADU Ausgabe ist die 25. Die Fusion und dieses kleine Jubiläum sind der Grund für das veränderte Aussehen des KAKADU.

Herausgeber AKAD College, Ronnie Sturzenegger (r.sturzenegger@akad.ch), Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich, Telefon 044 307 33 90 — Redaktion www.ammann-pr.ch — Konzeption/Realisation www.dezemberundjuli.ch — Herstellung www.edubook.ch — Erscheinungsweise KAKADU erscheint 2-mal jährlich — Gesamtauflage 5000 Exemplare, nächste Ausgabe Oktober 2014 — Nachdruck Nur mit Hinweis «aus dem Semester-Bulletin KAKADU von AKAD College» gestattet

In dieser Ausgabe Hotspot für kaufmännische Kompetenz _3 Eine kaufmännische Qualifikation erweist sich regelmässig als Schlüssel für das berufliche Fortkommen.

Qualität heisst, keine Diplome zu verschenken _4 Ohne Fleiss kein Preis. Das gilt auch für alle, die sich am AKAD College auf die Berufsmaturität vorbereiten.

Mädchen für alles? _5 Der Standortleiter Bern bringt einen vielfältigen Werdegang mit. In seiner heutigen Aufgabe ist er als Multitalent gefragt und beliebt.

Flexibler geht es nicht _6

An der letzten Prüfungssession haben unsere Studierenden sehr schöne Prüfungsresultate erzielen können! In der Hausmatura haben alle Kandidierenden bestanden. An den externen schweizerischen Prüfungen waren 90% erfolgreich und an den Passerellenprüfungen waren es 74%. Auch die Berufsmaturandinnen und -maturanden waren sehr erfolgreich. 91% der Studierenden in Bern und 88% der Studierenden in Zürich haben die BM-Prüfung bestanden. Ebenso gratuliere ich den Studierenden, die die Prüfungen für das Bürofach- und Handelsdiplom bestanden haben. Hier waren 79% der Studierenden erfolgreich.

Das AKAD College gilt dank der einzigartigen Kombination von Selbststudium und Präsenzunterricht nicht umsonst als erste Adresse.

Ihnen allen wünsche ich frohe Lektüre mit dem neuen KAKADU und einen schönen Sommer!

In seiner Maturaarbeit nahm Elias Meier eine mysteriöse Ruine nahe seinem Wohnort im solothurnischen Grenchen unter die Lupe.

Politik und Wirtschaft in Peking und Hongkong _7 Summa cum laude für eine Interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) zum Reich der Mitte.

Das Geheimnis der Ruine Sur les Roches _8 Podestplätze – Herzliche Gratulation! _9

Ronnie Sturzenegger, Rektor AKAD College

Wer hat in den fünf Disziplinen Gymnasiale Matura, Passerelle, Berufsmaturität, Handelsdiplom und Bürofachdiplom Gold, Silber und Bronze gewonnen?

Historiker aus Passion _11 Dass jemand sich schon im Primarschulalter mehr für Geschichtsbücher als für Comichefte interessiert, kommt nicht alle Tage vor.

Lernen in Abu Dhabi – mit AKAD College _12 «Uf u dervo». Daniel Hörler machte, was Gölä in einem seiner bekannten Lieder besingt.

«Unser TV-Gerät landete auf dem Estrich» _13 Beatrix Benz ist heute Kommunikationsleiterin von Vicor Pharma und erinnert sich gern an ihre Zeit an der Jungholzstrasse.


HANDELSSCHULE BEI AKAD COLLEGE

Hotspot für kaufmännische Kompetenz Eine kaufmännische Qualifikation erweist sich in einer Dienstleistungsgesellschaft regelmässig als zentrales Kriterium für das berufliche Fortkommen. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene mit bereits umfassender Berufserfahrung legen an der Handelsschule von AKAD College ein gutes Fundament für ihre weitere Laufbahn. Schulleiterin Andrea Bruhin hat selbst einen klassischen Werdegang: Matura, Phil-1-Studium in Germanistik und Latein, Höheres Lehramt. Dann folgten der Einstieg in die betriebliche Weiterbildung bei der Basler Versicherung und der Wechsel in die Nachwuchsentwicklung, d.h. die Ausbildung von Lernenden und Maturanden. Die rund 200 Studierenden, welche sie an der Handelsschule von AKAD College betreut, teilen sich in zwei Hauptgruppen. «An die 30 Jugendliche beginnen jährlich bei uns, um mit dem KV eine Grundausbildung abzuschliessen.» Wer z.B. durch eine abgebrochene KV-Lehre oder eine Gymiphase bereits Basiswissen mitbringt, kann den verkürzten Weg wählen, bei dem die Verbundmethode voll zum Tragen kommt.

Coaching auf Praktikumssuche Jugendliche Handelsschüler drücken nicht nur die Schulbank. Während eines Jahres absolvieren sie ein Praktikum. Inwiefern unterstützt sie das AKAD College dabei? Andrea Bruhin: «Wir haben eine spezielle Praktikumsbetreuerin, Esther Brunner. Über die Stiftung Acroidis koordiniert sie die gesamte betriebliche Ausbildung bei Kalaidos. Nebst einer Adresskartei bietet sie den Studierenden vor allem Coaching beim Bewerbungsprozess.» Die gesammelten Erfahrungen erweisen sich als sehr wertvoll, wenn die KV-Absolventen später direkt auf Stellensuche gehen.

Eigene Unterrichtstätigkeit fördert Verständnis Den Grossteil der Studierenden stellen Erwachsene mit gestandener Berufserfahrung. Sie können über das Bürofach- und Handelsdiplom innert zweier Jahre den KV-Abschluss für Erwachsene erwerben. Dank der Verbundmethode konzentriert sich der Präsenzunterricht auf jeweils einen Tag pro Woche. Sowohl die Samstags- als auch die Montagsklasse sind beliebt, da parallel zur Weiterbildung ein hoher Beschäftigungsgrad beibehalten werden kann. Im Schnitt sind Studierende zu 80 Prozent berufstätig. Nicht wenige leisten sogar weiterhin ein Vollpensum. Das gilt auch für Mitglieder der Montagsklasse, die sich z.B. für Leute aus dem Gastgewerbe und dem Verkauf eignet. Andrea Bruhin steht als Schulleiterin regelmässig selbst vor den Klassen. Ihr Motiv: «Meine eigene Unterrichtstätigkeit fördert das Verständnis für die jeweilige Perspektive bzw. für das, was Lehrpersonen und Studierende beschäftigt.»

Andrea Bruhin: «An die 30 Jugendliche beginnen jährlich bei uns, um mit dem KV eine Grundausbildung abzuschliessen.»


B E R U F S M AT U R I T Ä T

Qualität heisst, keine Diplome zu verschenken Die Schlussprüfungen als Hausmaturität – das ist für Berufsmaturanden mit Präsenzunterricht am AKAD College schon seit Jahr und Tag der Königsweg zur Fachhochschulreife. Rund 350 berufstätige Studierende schaffen sich dadurch eine hervorragende Grundlage für ihre weitere Ausbildung. «Dass Bildung mein Thema ist, merkte ich schon früh.» Schulleiter Marcel Hinder fügte das HSGStudium als Wirtschaftspädagoge nahtlos an seine eigene Zeit am Gymnasium Solothurn. Nach Abstechern ins Controlling und ins Personalwesen bzw. Management Development folgte er dem Motto ‹Back to the roots›. Seit vier Jahren ist er mittlerweile als Schulleiter am AKAD College für die Berufsmaturität zuständig. In dieser Funktion ist er zugleich Qualitätsverantwortlicher für die Berufsmatura innerhalb der Kalaidos Bildungsgruppe. Der Lehrgang, den man am Standort Zürich in vier Fachrichtungen anbietet, floriert. «Ob mit kaufmännischer, technischer, gesundheitlich-sozialer oder gestalterischer Ausprägung – wir starten grundsätzlich in jedem Semester mit entsprechenden Klassen.»

Perfekt mit Erwerbstätigkeit kombinierbar Das Erfolgsrezept für die hohe Nachfrage liegt unter anderem im Gestaltungsfreiraum, welcher sich dank der Verbundmethode erschliesst. Berufsmaturanden am AKAD College verfügen in aller Regel über einen Lehrabschluss bzw. ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und mehrere Jahre Berufspraxis. Die beiden Varianten, Weg 1 und Weg 2 mit jeweils einem oder zwei Tagen Präsenzunterricht, sind prädestiniert für eine ausgewogene Kombination von Erwerbstätigkeit auf Teilzeitbasis und Studium. Die Gärtnerin und der Laborant im Weg 1 sind während der anderthalbjährigen Studienzeit zu 70  Prozent in ihren Betrieben angestellt. Der Elektriker und

die Polygrafin arbeiten während ihres Jahres im Weg 1 40 bzw. 50 Prozent. Marcel Hinder: «Es ist wichtig, dass jeder bei uns seinen eigenen Takt bestimmen kann.» Es gibt zudem eine stattliche Zahl, welche sich nicht scheut und die Berufsmaturität im reinen Selbststudium vorbereitet. Marcel Hinder: «Diese Variante erfordert mit Sicherheit am meisten Selbstdisziplin. Sie wählen vor allem Leute, welche oft und länger im Ausland weilen – bedingt durch ihren Beruf oder ihren Spitzensport. Ein Radrennfahrer, eine Flight-Attendant mit Hauptbasis in Singapur oder ein Schweizer Feuerwehrmann, der gegenwärtig sein Know-how zum modernen Corpsaufbau an Berufskollegen im fernen Dubai weitergibt.»

«Es ist wichtig, dass jeder bei uns seinen eigenen Takt bestimmen kann.» Dozenten mit viel «Feu sacré» Mit einer langjährigen Erfolgsquote von 85 Prozent gehört das AKAD College bei der Berufsmaturität im Quervergleich zu den fairen und zugleich strengen Instituten. Marcel Hinder: «Qualität heisst, dass wir keine Diplome verschenken.» Und Qualität bedeutet, bei der Rekrutierung der Lehrkräfte auf

jene zu setzen, in deren Innerem ein echtes Feu sacré für ihr anspruchsvolles Metier lodert. Woran man das als Schulleiter erkennt? Marcel Hinder: «Das offenbart sich untrüglich am ‹Wie›, d.h. an der Art und Weise der Stoffvermittlung. Sie ist der

Gradmesser für die Glaubwürdigkeit in der Unterrichtsdramaturgie. Entscheidend ist dabei, wie der Praxisbezug durch treffende eigene Beispiele zur Berufswelt gelingt, mit der unsere Studierenden sehr eng verflochten sind.»

Marcel Hinder fügte das HSG-Studium als Wirtschaftspädagoge nahtlos an seine eigene Zeit am Gymnasium Solothurn.


AKAD COLLEGE BERN

Mädchen für alles? Zentraler kann eine Schule nicht liegen. Wer einem Zug im Berner Hauptbahnhof entsteigt, ist zwei Minuten später trockenen Fusses an der Genfergasse 3, dem Hauptgebäude von AKAD College in der Bundesstadt. Standortleiter Oswald von Arx hat selbst einen Werdegang, der in vielem jenem seiner Schützlinge ähnelt. Ja, das könne man schon so sagen. Er sei ein Stück weit in Bern das Mädchen für alles, und das durchaus gern. Sagt Standortleiter Oswald von Arx und ergänzt: «Da ich als Standortleiter sowohl für die Berufsmaturanden als auch für die Studierenden der Handelsschule zuständig bin, stehe ich mitten im Geschehen.» Ganz generell: Wer die vier nah beieinanderliegenden Altstadthäuser mit insgesamt 23 Unterrichtszimmern an der Genfer- und der Aarbergergasse besucht, erlebt die dort domizilierten Kalaidos-Institute AKAD College, AKAD Business und Minerva Nordwestschweiz als familiäres Ensemble. Man kennt sich, hilft und unterstützt sich gegenseitig.

Aus allen vier Himmelsrichtungen Gut 200 Studierende zählt AKAD College in Bern. Die Studierenden kommen aus einem geografisch breit gefächerten Einzugsgebiet rund um Bern. Nebst der unmittelbaren Agglomeration sind es vorwiegend Wissenshungrige aus dem Emmental, dem Berner Oberland sowie dem Seeland (Biel, Murten). Oswald von Arx: «Der Kanton Bern ist kulturell ausserordentlich buntscheckig. Von dieser Durchmischung mit ganz verschiedenen Mentalitäten profitieren unsere Klassen.» Doch an den Kantonsgrenzen ist noch lange nicht Schluss. Dank der raschen Intercity-Verbindung durch den Lötschberg-Basistunnel entdecken auch mehr und mehr Walliser die Vorteile eines Studiums bei AKAD

College Bern. Und was Bildung betrifft – ist sogar die Brücke über den Röstigraben geschlagen. «Vor allem im Raum Neuchâtel haben wir bei Romands, die bilingue sind, einen hohen Bekanntheitsgrad.» Angesichts des grossen Einzugsgebiets dürfte das Potenzial somit durchaus vorhanden sein, um mittelfristig nebst der Berufsmaturität und der Handelsschule in Bern auch die gymnasiale Matura und die Passerelle anzubieten.

Während Studium über 1000 Lektionen gegeben Die Biografie von Standortleiter Oswald von Arx liest sich so, als könnte er selbst Absolvent der Schule sein. Von Haus aus Maurer machte er die Berufsmaturität. Doch er wollte mehr. Um sein kaufmännisches Know-how aufzurüsten, bildete er sich noch vor dem Fachhochschulstudium als Technischer Kaufmann und Marketingplaner weiter. Dort stellten sich auch die Weichen für seine Zukunft im Bildungswesen. Kaum mit dem Lehrgang fertig, fragte man ihn an, ob er  – zunächst aushilfsweise  – nicht selbst unterrichten könne. Sein Pensum als Dozent wuchs und wuchs. Bereits am Ende seines Studiums als Betriebsökonom hatte Oswald von Arx über 1000 Lektionen Rechnungswesen und Betriebswirtschaft erteilt. Auch heute steht er wöchentlich vor den Berner Klassen und unterrichtet sie in Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht. «Das Engagement als Dozent

ermöglicht mir direkte Kontakte zu allen Studierenden. Ich kenne sie persönlich so besser. Was gefällt und wo eventuell der Schuh drückt, das bekomme ich sehr rasch mit.»

«Der Kanton Bern ist kulturell ausser­ ordentlich buntscheckig. Von dieser Durchmischung mit ganz verschiedenen Mentalitäten profitieren unsere Klassen.»

Als Standortleiter auch ein beliebter Dozent: Oswald von Arx erläutert das Prinzip von Angebot und Nachfrage.


FÜR ALLE, DIE IHREN EIGENEN WEG GEHEN

Flexibler geht es nicht Das AKAD College gilt dank der einzigartigen Kombination von Selbststudium und Präsenzunterricht nicht umsonst als erste Adresse, um die Maturität oder die Passerelle zu machen. Inklusive der Vorkurse für diverse Fachhochschulen sowie die Universität Luzern sind in den von Dr. Eichhorn betreuten Lehrgängen ca. 500 Studierende eingeschrieben. Man stelle sich einen Stammbaum der Kalaidos Bildungsgruppe vor. Hier darf das AKAD College für sich in Anspruch nehmen, in absolut direkter Linie zu den Ursprüngen des Unternehmens zu stehen. Das Hauptanliegen, mit dem das Institut vor bald 60 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, ist bis heute aktuell, vielleicht sogar aktueller denn je: Menschen, die nicht die klassische, «linerare» Variante über eine Kantonsschule gehen können oder wollen, den Zugang zu einer universitären Ausbildung ermöglichen. Biografien verlaufen individuell und lassen sich nicht in Schablonen pressen. Genau diesem Aspekt trägt das AKAD College Rechnung.

«Wir meisseln das Modell bzw. den Weg, den jemand für die Maturität zunächst favorisiert, bewusst nicht in Stein.» Auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten Über die Jahre hat das AKAD College Tausende von Studierenden erfolgreich auf die Matura vorbereitet. Viele Absolventen haben es weit gebracht.

Ob Matura oder Passerelle, wer das AKAD College wählt, kann hier sein Studium exakt auf seine Bedürfnisse zugeschnitten in Angriff nehmen. Das bietet talentierten Sportlern ebenso grosse Vorteile wie anderen, die beispielsweise an einem öffentlichen Gymnasium nicht aufblühten. Oder Personen, die nach der Lehre und einigen Jahren Berufspraxis einen Schritt weitergehen wollen und einen akademischen Grad erreichen möchten. Landauf, landab hört man den gleichen Tenor: Die Lehrerinnen und Lehrer sind bestens qualifiziert, Lehrmittel perfekt für einen hohen Anteil an Selbststudium. Und vor allem: Die Flexibilität am AKAD College ist einzigartig. So hat man die Wahl zwischen mehreren Modellen, welche Selbststudium und Präsenzunterricht in unterschiedlicher Weise kombinieren. Rebecca Eichhorn, Konrektorin: «Wir meisseln das Modell bzw. den Weg, den jemand für die Maturität zunächst favorisiert, bewusst nicht in Stein.» Das heisst switchen ist möglich und ggf. durchaus sinnvoll. So kann man nach Rücksprache mit der Schulleitung auf Beginn des nächsten Semesters vom einen zum anderen Weg wechseln. Ein weiterer USP sind die sorgfältige Beratung und Abklärung, wo genau jemand steht. Rebecca Eichhorn: «Damit ein möglichst passgenauer Einstieg gelingt, messen wir einer exakten Analyse individueller Stärken und Stofflücken hohen Stellenwert zu.» Als Leitplanke bzw. Kompass dient dabei der

gegenwärtige Wissensstand in Mathematik. Das Fach folgt in der Stoffvermittlung einem logischen Aufbau. Ohne Grundlagen der Algebra verinnerlicht zu haben, kann man sich nicht an die Differentialrechnung heranwagen.

Bereichernde Vielfalt Es ist eine bereichernde Vielfalt, welche Studierende in ihren Klassen am AKAD College antreffen. Die Leichtathletin, welche als Schweizer Nachwuchshoffnung für die Olympischen Sommer-

spiele in Rio de Janeiro gilt, drückt die Schulbank mit dem 30-jährigen Laboranten, der an der ETH Chemie studieren möchte. Der Teenager, der sich an der Kanti langweilte, lernt gemeinsam mit der dreifachen Mutter, die ein Psychologiestudium in Angriff nehmen will. Sie alle eint etwas ganz Besonderes. Sie tragen gerne Selbstverantwortung, bringen viel Selbstdisziplin mit und lernen entsprechend zielorientiert – für den Abschluss und vor allem, um sich als Persönlichkeiten weiterzu­ entwickeln.

Rebecca Eichhorn: «Wir klären fächerspezifisch sehr sorgfältig ab, wo jemand steht, um einen massgeschneiderten Einstieg ins College zu ermöglichen.»


I N T E R D I S Z I P L I N Ä R E P R O J E K TA R B E I T

Politik und Wirtschaft in Peking und Hongkong Ein Land, zwei Systeme – so lautet seit dem Übergang der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong an die Volksrepublik China der Leitsatz im Reich der Mitte. Die beiden Berufsmaturanden Marko Vasilj und Arturo Pacheco wollten in ihrer Interdisziplinären Projektarbeit (IDPA) wissen, inwiefern sich unterschiedliche politische Spielregeln auf die ökonomische Situation in Hongkong und im Grossraum Peking auswirken. China steht mit Sicherheit weit oben auf der Prioritätenliste für künftige Reisen von Marko Vasilj und Arturo Pacheco. «Die IDPA hat unsere Faszination für diese Region weiter entfacht, welche sich mehr und mehr zum Gravitationszentrum der Weltwirtschaft entwickelt. Man denke nur schon an die Dutzenden von Millionenstädten in diesem riesigen Land.» Die Wahl fiel nach reiflicher Reflexion auf das spannende Thema. Zunächst liebäugelten die beiden auch mit einem vertieften ökonomischen Blick auf Myanmar (früher Burma), da die Aufweichung der dortigen Militärdiktatur vieles in Bewegung gebracht hat. Marko Vasilj: «Uns schwebte indessen ein Vergleich vor, d.h. eine sinnvolle Gegenüberstellung von zwei facettenreichen Wirtschaftsräumen. Mit Hongkong und Peking war ein passendes Tandem gefunden, wobei wir anstelle der ehemaligen Kronkolonie auch Taiwan hätten nehmen können.»

Vasilj bewusst vorsichtig. Ob Hongkong letztlich die Nase vorne haben wird, weil sich dort nebst (etwas) ausgeprägteren individuellen Mitbestimmungsrechten ein vergleichsweise breiter Mittelstand als tragende Säule der Gesellschaft erweist? Oder ob die Volksrepublik mit prototypischen Metropolen wie Peking oder Schanghai trotz des grossen Gefälles von Reich und Arm sowie mannigfaltiger Privilegien der politischen Kaste die besseren wirtschaftlichen Karten in der Hand hält, weil der Einzelne auch wegen eines nur rudimentär entwickelten sozialen Sicherungsnetzes einfach arbeiten muss? Der Ausgang bleibt offen ebenso wie die Frage, wie gut China auf lange Sicht der Balanceakt einer marktwirtschaftlichen Öffnung ohne substanzielle Schritte Richtung Demokratisierung gelingt.

Offener Ausgang Die beiden Autoren haben eine Fülle spezifischer Daten zusammengetragen und analysiert. Die Datenerschliessung war dabei vor allem mit Blick auf Festlandchina nicht immer ganz einfach. Wenn es nun um die Beurteilung der wirtschaftlichen Effizienz und der ökonomischen Dynamik geht, welche ursächlich mit zwei unterschiedlichen politischen Systemen zusammenhängen, bleiben Pacheco und

Freuen sich sichtlich über die gute Bewertung: Marko Vasilj und Arturo Pacheco.


M AT U R A A R B E I T VO N E L I A S M E I E R

Das Geheimnis der Ruine Sur les Roches Um Verborgenes zu entdecken, muss man nicht um die halbe Welt reisen. In seiner Maturaarbeit nahm Elias Meier die Ruine Sur les Roches nahe seinem Wohnort Grenchen SO unter die Lupe. Dabei begab er sich unter anderem als Pionier in der Schweiz auf das Feld der keltischen Limitationsforschung und kam zu einem interessanten Schluss. Bei der Lektüre der Maturaarbeit von Elias Meier fühlt man sich fast ein wenig an versunkene InkaStädte erinnert. Doch der Gegenstand, den der AKAD Maturand erforschte, liegt nicht in Südamerika, sondern mitten in der Schweiz, am Rande des Kantons Bern. «Wer wohnte hier?», so lautet der Untertitel der von College-Dozent Thomas Schaffner betreuten Untersuchung der Ruine Sur les Roches. Dies lässt sich zwar nach einem akribischen Effort, in den der Autor über 500 Stunden investierte, nicht schlüssig beantworten. Doch enttäuscht über das Resultat ist Elias Meier deshalb

Elias Meier will die Rätsel um die Ruine Sur les Roches lösen.

keineswegs. «Ich schloss von Anfang an nicht aus, dass sich eventuell keine ‹harten Beweise› dafür finden liessen, wer die Ruine in früheren Zeiten bewohnt hat.» Faszinierend sei vor allem der Gegenstand an und für sich gewesen: eine über lange Zeit vergessene Burg oder besser gesagt ein Monument, das bisher kaum Gegenstand der Wissenschaft war. Gerade deshalb konnte Meier aus dem Vollen schöpfen; beginnend mit einer sorgfältigen Feldbegehung und folgendem Quellenstudium sowie diversen Interviews und vielen weiteren Forschungsschritten.

Die vermeintlich heisse Fährte Unter anderem führte die Arbeit Elias Meier ins Staatsarchiv Bern, ins Archiv Porrentruy und ins Bur­ gerarchiv Pieterlen. Autodidaktisch brachte er sich bei, wie man Handschriften aus dem Spätmittelalter entziffert. Eine Frage beschäftigte ihn besonders stark: Gibt es einen Bezug zwischen der in der Westschweiz weitverzweigten Familie de la Roche und der Ruine? Könnte diese gar der Stammsitz des einstigen Patriziergeschlechts gewesen sein? Doch die vermeintlich heisse Fähre verlief im Sand. «Da war ich doch ein wenig ernüchtert, denn allein in diese Abklärung hatte ich gut und gerne 50 Stunden investiert.»

Erhärtete Vermutung: keltischer Ursprung Elias Meier kommt zum Schluss, dass die dreigliedrige Ruine Sur les Roches wahrscheinlich bis auf

Eindrückliches Ensemble von Natur und vergangener Zivilisation.

die Kelten zurückgeht. Dafür präsentiert er verschiedene Indizien. Das noch vorhandene Mauerwerk enthält keinen Mörtel, wie man ihn im Mittelalter verwendet hätte. Zudem wäre der Grundriss der Anlage für römische Bauherren untypisch. Den vorrömischen Ursprung untermauert Elias Meier mit seiner Pionierforschung zur sogenannten keltischen Limitation. Er fand heraus, dass die Anlage Sur les Roches in direktem geometrischem Bezug zu anderen Monumenten in der Umgebung steht, deren keltische Wurzeln bewiesen sind. Seine Forschungen zur vorrömischen Organisation und Vermessung des Raumes möchte Elias Meier nun im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes vertiefen. Man darf gespannt sein, wie viele Geheimisse er rund um zahlreiche weitere Ruinen in der Westschweiz noch lüftet.


P O D E S T P L Ä T Z E – H E R Z L I C H E G R AT U L AT I O N !

Gymnasiale Matura

Handelsdiplom

Elias Meier (112.5 Punkte) 2. Platz Thirza Villiger (108.0 Punkte) 3. Platz Reto Schlegel (104.5 Punkte)

Tanja Suhr (Note 5.7) 2. Platz Rebecca Weibel Nadja Röthlisberger (Note 5.4)

Passerelle

Bürofachdiplom

1. Platz

Matthias Schäfer (28.0 Punkte) 2. Platz Juliana Zgraggen (27.0 Punkte) 3. Platz Lanny Heiz (24.5 Punkte)

1. Platz

Berufsmaturität Andreas la Roi (Note 5,8) 2. Platz Lea Schiess (Note 5,7) 3. Platz Esther Holenstein Michelle Hunziker Michael Schmidig (Note 5,5) 1. Platz

1. Platz

Sibylle Gubler (Note 5.9) 2. Platz Selin Stäger (Note 5.8) 3. Platz Myrta Villoz (Note 5.3)

1. Platz

VEREINIGUNG EHEMALIGER VON AKAD COLLEGE (VEDA)

Generalversammlung Die VEDA ist die Vereinigung der ehemaligen Studierenden von AKAD College. Einmal pro Jahr findet die General­versammlung statt. Zudem führt die Vereinigung einen kulturellen Anlass oder eine Ringvorlesung durch. Ziel der VEDA ist es, einen sozialen und kulturellen Austausch zu pflegen. Dieses Jahr laden wir in diesem Rahmen den Leiter der Abteilung für Gewaltprävention bei Sportveranstaltungen der Stadtpolizei Zürich an unsere GV ein. Ist Hooliganismus ein Medien-Phänomen und wie steht die Polizei dazu? Die kommende GV findet am 13. Juni 2014 statt und beginnt um 18.15 Uhr an der Jungholzstrasse 43 in Zürich. Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen unter college@akad.ch


Die Besten B E S T E G Y M N A S I A L E M AT U R A

BESTES HANDELSDIPLOM

Elias Meier Viele spannende Begegnungen

Tanja Suhr Lern-Know-how und Vorwissen

Nach dem 9. Schuljahr stand Elias Meier für die Matura vor der Gretchenfrage: Kanti oder AKAD College? «Das AKAD Modell hat sich für mich wirklich als ideal erwiesen, denn ich konnte das Lerntempo selbst bestimmen, Lücken eigenständig füllen und Langweiliges überspringen. Die Schule ist in jeder Hinsicht gut organisiert. Die Lehrmittel gaben mir nach dem Durcharbeiten stets zuverlässig das Gefühl, dass ich den relevanten Stoff tatsächlich beherrsche. Und das hat sich so auch bewahrheitet.» Als weiteren positiven Umstand wertet Elias Meier die hohe Motivation aller Kolleginnen und Kollegen. «Uns einte mit der Matura dasselbe Ziel und es kam zu vielen spannenden Begegnungen.» Einstweilen freut sich Elias Meier darüber, etwas mehr Zeit für Leichtathletik, sein sportliches Steckenpferd, zur Verfügung zu haben. Im kommenden Herbst beginnt er ein Primarlehrer-Studium.

Für Tanja Suhr kam das Top-Resultat beim Handelsdiplom mit Notendurchschnitt 5.7 nicht ganz überraschend. Schon beim Bürofachdiplom belegte sie den ersten Platz und meint: «Da ich bereits eine Erwachsenen-Matura abgelegt hatte, brachte ich Vorwissen und vor allem auch Lern-Know-how mit.» Hoher Einsatz und viel Selbstdisziplin waren indessen allemal gefragt. Die Adliswilerin absolvierte parallel zum Handelsdiplom das BankenEinstiegsprogramm für Mittelschulabsolventen auf der Bank Thalwil. «Ich suchte bewusst eine Regionalbank, um in der Finanzdienstleistungsbranche basisorientiert Fuss zu fassen.» Bis Mitte Jahr drückt Tanja Suhr weiter die Schulbank am AKAD College und bereitet sich auf die LAP vor. Die Wahl für das Institut an der Jungholz­ strasse sei gefallen, weil der Internetauftritt klar und einfach sei und bekannte Personen in ihrem Umfeld gute Referenzen gegeben hätten. Eine Frage brennt unter den Nägeln: Warum – mit Maturität – ein KV-Abschluss und nicht gleich ein Studium? «Das KV bietet branchenübergreifende Perspektiven. Ein Studium, z.B. im Bereich Marketing, kann ich mir gut vorstellen. Doch ich möchte dann dank einer qualifizierten Teilzeitarbeit finanziell unabhängig sein. Genau diese Grundlage schaffe ich mit dem KV.»

B E S T E B E R U F S M AT U R I T Ä T

Andreas la Roi Ich wusste, was mich erwartet Die Handelsschule bei AKAD Profession und dann auch noch das Praktikum am selben Ort – kein Wunder, sagt Andreas la Roi: «Ich wusste, was mich erwartete. Denn während des Praktikums betreute und beriet ich Interessenten und Lernende der Berufsmaturität.» So erkannte er frühzeitig, dass es ein Defizit in Mathematik zu beheben galt, und absolvierte den speziellen Vorkurs. Als Buchhalter mit Teilzeitpensum auf einer grösseren Zürcher PR-Agentur hielt er für die Berufsmaturität Ausschau nach einem Anbieter, bei dem er sein Ausbildungsziel gut berufsbegleitend erreichen konnte. «In nur einem Jahr ans Ziel, das ist wirklich ein Vorteil der AKAD.» Andreas la Roi wird ab kommendem Herbst Informationswissenschaften an der HTW Chur studieren. Ein Lehrgang, der klassische und topmoderne Gebiete wie Bibliothekswesen, IT, Datenmanagement und auch den Umgang mit historischen Quellen facettenreich verbindet.

BESTES BÜROFACHDIPLOM

Sibylle Gubler Den Lehrplan diszipliniert einhalten «Ich wählte die AKAD, weil ich eine Variante mit ausschliesslichem Selbststudium bevorzugte. Da stand für mich von Anfang an fest: Der Lehrplan ist verbindlich. Entsprechend diszipliniert machte ich auch die OnlinePrüfungen zur regelmässigen Standortbestimmung.» Als Mittvierzigerin ging die gelernte Coiffeuse aus dem Kanton Solothurn ihre erste Weiterbildung mit Abschluss mit gesundem Respekt an. Und das zahlte sich aus. Hatte das reine Selbststudium nicht etwas sehr Anonymes an sich? «Nein, denn das Sekretariat und die Schulleitung sind immer erreichbar und hatten für all meine Anliegen ein offenes Ohr.» Die erworbenen Kenntnisse kann Sibylle Gubler in ihre berufliche Funktion (Sekretariat und EDV) bei einem Gartenbaubetrieb sehr gut einbringen. Den theoretischen Background rundet sie bis zum Sommer am AKAD College noch mit dem Handelsdiplom ab.


THOMAS SCHAFFNER

Historiker aus Passion Dass jemand sich schon im Primarschulalter mehr für Geschichtsbücher als für Comichefte interessiert, kommt nicht alle Tage vor. Kein Wunder, stand für Thomas Schaffner früh fest, dass er Historiker werden wollte. Als Dozent kennt er beide «Gymiwelten» – jene der Kantonsschulen und jene am AKAD College. Warum er gerade hier in der privaten Bildungsstätte besondere Befriedigung erfährt, hat er KAKADU verraten. Ob es so etwas wie ein Historikergen gibt, lässt sich durch die Biografie von Thomas Schaffner zwar nicht endgültig sagen. Sein Werdegang zeigt aber auf jeden Fall, dass der Apfel nicht immer nahe des Stammes fällt. «Weder meine Mutter noch mein Vater hatten beruflich noch privat mit Geschichte zu tun oder interessierten sich besonders dafür.» Was fesselte ihn denn bereits als Kind an vergangenen Zeiten? «Intuitiv spürte ich, dass Geschichte als vernetztes Gebilde etwas sehr Universelles an sich hat. Psychologie, Wirtschaft, Naturwissenschaften und Geografie spielen wie andere Fachgebiete hinein und beeinflussen den Gang der Dinge.»

durchaus von meinem juristischen Fundament, welches sogar Voraussetzung zur Ausbildung als Staatskundelehrer war.»

Doch besser ein Brotberuf?

Anstrengend und sehr befriedigend

Zunächst in St. Gallen und dann in Altdorf aufgewachsen, hielt Thomas Schaffner bis heute dem Ostschweizer Dialekt unverkennbar die Treue. Bemerkenswert: Nach der Matura begann er zunächst mit einem Jus-Studium. Hatten ihm die Eltern ins Gewissen geredet, er möge doch besser einen Brotberuf erlernen? «Nein, das war ich selbst. Aber nach einigen Semestern wurde mir klar, dass das Recht mit seinem engen Regelwerk nicht meine Welt sein kann.» Danach folgte er seiner wirklichen Berufung und studierte in Zürich und Bern Geschichte. Sein Gastspiel an der juristischen Fakultät bereut er in keiner Weise: «Da ich Geschichts- und Staatskundelehrer werden wollte, profitierte ich

Seit sieben Jahren ist Thomas Schaffner Dozent am AKAD College sowie bei AKAD Profession. Wer die Matura, die Berufsmatura oder die Passerelle im Hause AKAD anpeilt, hat gute Chancen, ihn im Fach Geschichte zu haben. Nach langer Erfahrung an verschiedenen Kantonsschulen interessiert die Frage, inwiefern sich der Unterricht unterscheidet. «Am AKAD College ist es durch den reduzierten Präsenzunterricht zum Teil sicher anstrengender. Auf der anderen Seite erlebe ich eine sehr grosse Befriedigung. Die Studierenden hier bringen eine enorm hohe Selbstmotivation mit. Da sie in der Regel schon etwas älter sind, fällt ihnen auch das Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge

«Intuitiv spürte ich, dass Geschichte als vernetztes Gebilde etwas sehr Univer­ selles an sich hat.»

leichter. Ebenso positiv ist für mich der Kontakt zur Schulleitung – ein Austausch, der immer auf Augenhöhe stattfindet.»

Reflektierter Einsatz neuer Medien Die rapide Entwicklung des Internets und anderer neuer Medien hat auch einen Einfluss auf die Vermittlung bzw. Aneignung von Unterrichtsstoff im Fach Geschichte. Zur Form, wie man «new media» im Unterricht oder im Selbststudium einsetzen kann, hat Thomas Schaffner eine differenzierte Meinung: «Für die Lektionsvorbereitung und das Zusammenstellen von Prüfungen kommt einem

Historiker das Internet sicher zugute. Viele Quellen, die man sich zuvor mühsam über Bibliotheken und Fachliteratur beschaffen musste, sind heute ebenso wie Bilder per Mausklick verfügbar.» Gegenüber den Studierenden ist jedoch zu betonen, dass man gerade im Internet ein gutes Auge auf die Seriosität der jeweiligen Website haben muss. Fehlerhafte Darstellungen und – primär bei filmischer Aufbereitung – Effekthascherei sind keine Seltenheit. Kein Wunder, gibt Thomas Schaffner den Ratschlag, Dokumentarsendungen z.B. auf Youtube  – wenn überhaupt – erst als allfälliges Element im Rahmen der Repetition anzuschauen.

Thomas Schaffner: «Die AKAD Studierenden bringen eine enorm hohe Selbstmotivation mit.»


INTERVIEW MIT DANIEL HÖRLER

Lernen in Abu Dhabi – mit AKAD College «Uf u dervo». Daniel Hörler machte, was Gölä in einem seiner bekannten Lieder besingt. Der gelernte Zimmermann bewarb sich, inspiriert durch die Sendung «Mein neuer Job», bei der Feuerwehr von Abu Dhabi. Für ein späteres Fachhochschulstudium bereitet er sich nun auf die Berufsmatura vor. Sie sind seit fünf Jahren in Abu Dhabi. Wie verlief Ihre Laufbahn bei der Feuerwehr? Als ich mich nach einer Sendung bei Kabel 1 spontan bewarb, war ich überrascht, sogar eine deutsche Homepage der Feuerwehr von Abu Dhabi zu finden. Ich begann bei der Emirates Fire and Rescue Company, EFRC, als Gruppenführer und stieg zum Zugführer auf. Vergangenes Jahr folgte die Beförderung zum stellvertretenden Wachleiter. Eine Wache ist im Dreischichtbetrieb organisiert und zählt rund 120 Einsatzkräfte.

Wer an die Vereinigten Arabischen Emirate bzw. Metropolen wie Dubai oder eben Abu Dhabi denkt, hat eine Skyline modernster Städte vor Augen. In solchen Gebäuden sollte der Brandschutz einen entsprechenden Perfektionsgrad erreicht haben. Stehen Ihre Feuerwehrkräfte da überhaupt regelmässig im Löscheinsatz? Ja, in der Wahrnehmung vieler dominiert die Kulisse mit gläsernen Hochhäusern. Doch ein beträchtlicher Teil der hiesigen Bausubstanz ist schon älter.

Auch als Kadermitglied im Feuerwehrcorps bleibt Daniel Hörler seinen Wurzeln treu: «Als gelernter Zimmermann schlägt mein Herz nach wie vor für das Bauwesen.»

Sprinkleranlagen oder andere Präventionsmassnahmen sind daher nicht flächendeckend verankert. Zudem verfügt Abu Dhabi über grosse Industrieanlagen. Sei es in der Petrochemie oder in der Stahl- und Aluminiumherstellung.

selbst muss ich dann vor Ort in Bern ablegen. Das habe ich für 2016 vor.

Sie haben einen spannenden Challenge in eine Management-Position. Weshalb bereiten Sie sich auf die Berufsmatura vor?

Als gebürtiger Appenzeller vermisse ich die grüne Landschaft der Schweiz natürlich schon ab und zu. Das Umland um Abu Dhabi gleicht für mich als passionierter Motorradfahrer einem spannenden, grossen Sandkasten. Doch das Land bietet auch für eine attraktive Freizeitgestaltung sehr viel. Ich bin mittlerweile nicht nur Fallschirmspringer, sondern auch Rettungstaucher geworden.

Als gelernter Zimmermann schlägt mein Herz nach wie vor für das Bauwesen. Ich möchte früher oder später ein technisches Fachhochschulstudium beginnen, z.B. als Bauingenieur.

Ein halbes Jahrzehnt sind Sie nun bereits im Mittleren Osten. Hand aufs Herz: Ist Heimweh für Sie ein Fremdwort?

Wie kamen Sie auf das AKAD Angebot? War Ihnen die Schule bzw. die Verbundmethode schon früher ein Begriff? Ich machte mich vor rund anderthalb Jahren auf die Suche. Da ich damals ja bereits in Abu Dhabi war, kam für mich nur ein Institut infrage, bei dem reines Selbststudium möglich ist. Da stand die Wahl recht bald fest. Das AKAD College kannte ich vorher allerdings nicht.

Wie lernen Sie in Abu Dhabi – weit von der Schweiz weg und somit ganz auf sich gestellt? Mir kommt sicher entgegen, dass ich schon in der Grundschule kein Gruppenlerntyp war. Meine Arbeitszeit hier dauert jeweils von 7.30 bis 14.30 Uhr. Somit bleiben nebst dem Wochenende – in muslimischen Ländern ist das Freitag und Samstag – im Durchschnitt werktags zwei bis drei Stunden für den Stofferwerb. Dank dem E-Classroom kann ich bei Bedarf jederzeit einen Online Teacher kontaktieren bzw. Online-Prüfungen lösen. Einzig die Matura

Abu Dhabi Den Kern der Stadt mit rund 620 000 Einwohnern bildet eine Insel im Persischen Golf. Die Maximaltemperaturen steigen im Juli und August an Spitzentagen über 50 Grad im Schatten. Obschon die Vereinigten Arabischen Staaten in einer Wüstenregion liegen, ist die mittlere Luftfeuchtigkeit durch die Nähe zum Meer in Abu Dhabi hoch. Übrigens: Abu Dhabi heisst urspünglich «Vater der Gazelle», weil diese Tierart dort offenbar in früheren Zeiten weitverbreitet war.


I N T E R V I E W M I T B E AT R I X B E N Z , M AT U R A 1 9 9 8

«Unser TV-Gerät landete auf dem Estrich» Erstens kommt es anders, zweitens, als man denkt. Als gelernte Biologie-Laborantin machte Beatrix Benz die Matura am AKAD College mit dem Ziel, danach Biochemie zu studieren. Doch dann erwachte ihr Interesse für Medien und Unternehmenskommunikation. Heute ist sie Head Global Communications von Vifor Pharma – eine spannende Tätigkeit, die gleichermassen geistes- und naturwissenschaftliche Kompetenzen erfordert. Warum kamen Sie zum AKAD College, um die Matura zu machen?

Was kam für Sie mit Blick auf Lernen und Selbststudium besonders hart an?

Ich habe ursprünglich Biologie-Laborantin gelernt und arbeitete 1996 als Cheflaborantin am Institut für Hirnforschung an der Universität Zürich. Meine Vision war ein Studium in Biochemie. Der gute Ruf und vor allem das kompakte Programm führten mich ans AKAD College, denn ich blieb auch während der Maturavorbereitung voll berufstätig. Die hohe Flexibilität meines Arbeitgebers und die Kombination von Selbststudium und Präsenzstudium machten dies möglich.

Sich konsequent auch bei einem Vollzeitjob zum Lernen hinzusetzen, das verlangte mir schon Überwindung ab. Da erwiesen sich bestimmte Tipps der Schule als sehr wertvoll. Zum Beispiel das Einrichten eines eigenen Lerntisches, an dem nichts anders als Lernen stattfindet. Oder der Hinweis, dass man beim Fernsehen viel Zeit vertrödelt. Deshalb landete unser TV-Gerät einstweilen auf dem Estrich. Als Konzession gegenüber meinem damaligen Partner und heutigen Mann unterbrachen wir die selbst auferlegte TV-Abstinenz nur während der Fussball-Europa- und -Weltmeisterschaften.

Was ist Ihnen aus dieser Phase in Erinnerung geblieben? Ein neues, lustvolles Lernerlebnis als Erwachsene. Im Vergleich zur Zeit des Pflichtunterrichts war die Selbstmotivation viel ausgeprägter. Die Unterlagen – viele davon habe ich bis heute – sind ein echter USP des Instituts und die Dozenten begegneten uns Studierenden stets auf Augenhöhe.

Gibt es in dieser Zeit erworbene Fähigkeiten, die Ihnen im Berufsalltag nun besonders zugutekommen? Ich bin sicher nicht allein, wenn ich als Absolventin die für eine Matura am AKAD College unerlässliche Selbstdisziplin ins Feld führe.

Heute sind Sie als globale Kommunikationsleiterin von Vifor Pharma tätig. Zeichnete sich der Weg in die Public Relations schon während der Maturazeit ab? Ich hatte mich an der ETH bereits für Biochemie immatrikuliert, als ich auf ein damals ganz neues Studium an der ZHW, der heutigen ZHAW, aufmerksam wurde: einen dreijährigen Lehrgang in angewandten Medienwissenschaften. Ich fand es als stark naturwissenschaftlich geprägter Mensch schon immer spannend, einem Publikum komplexe Sachverhalte gut verständlich und ansprechend zu vermitteln. Das Studium an der ZHW war daher genau das Richtige für mich.

Und warum zog es Sie nach dem Kommunikationsstudium in die Unternehmenskommunikation und nicht in den Wissenschaftsjournalismus? Ich hatte noch während des Studiums Gelegenheit, Praktika zu absolvieren. Eines bei der «Weltwoche» und eines bei Novartis. Da lernte ich beide Welten kennen. Für mich ist die Unternehmenskommunikation abwechslungsreicher als der «reine» Journalismus, bei dem man übrigens oft als Einzelkämpfer unterwegs ist. Sowohl bei Vifor Pharma als auch zuvor bei meinen früheren Arbeitgebern Nycomed (heute Takeda) oder Novartis schätze ich die Rollenvielfalt: Neben dem Schreiben organisiere ich Events, coache z.B. Geschäftsleitungsmitglieder im Vorfeld wichtiger Auftritte und bin vor allem Teamplayer.

Weshalb hielten Sie auch als Kommunikationsspezialistin der Pharmabranche die Treue? Für mich war und ist es wichtig, für eine Unternehmung bzw. eine Branche tätig zu sein, die dank Forschung Innovationen hervorbringt.

Vifor Pharma ist unter anderem auf Präparate zur Behandlung von Eisenmangel spezialisiert und weltweit führend in diesem Bereich. Wie wichtig ist ein guter Eisenwert für Leistung und damit z.B. für den Lernerfolg? Ein guter Eisenwert ist tatsächlich essenziell für kognitive Leistungen. Das ist wissenschaftlich belegt. Man weiss zum Beispiel aus Studien, dass Eisen­ mangel bei schwangeren Frauen und stillenden Müttern die Hirnentwicklung des Kindes beeinträchtigen kann. Frauen sind durch den Monatszy-

klus häufiger von Eisenmangel betroffen. Abgesehen von pharmazeutischen Produkten, wie wir sie bei Vifor Pharma entwickeln, ist eine ausgewogene Ernährung das Fundament für einen guten Eisenhaushalt. Dass Spinat viel Eisen enthält, stimmt übrigens nicht. Rotes Fleisch dagegen schon. Wer Vegetarier ist, findet z.B. in Hülsenfrüchten pflanzliche Nahrungsmittel mit vergleichsweise viel Eisen.

«Der gute Ruf und vor allem das kompakte Programm führten mich ans AKAD College, denn ich blieb auch während der Maturavorbereitung voll berufstätig.»


Beatrix Benz: «Sich konsequent auch bei einem Vollzeitjob zum Lernen hinzusetzen, das verlangte mir schon Überwindung ab.»

Kakadu 05 2014  

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