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UNIONE EUROPEA

Regione Basilicata

Dipartimento Agricoltura, Sviluppo Rurale, Economia Montana


Zusammenfassung Sommario .. DER ZAUBER DER LANDSCHAFT,..DER REIZ DER BEVOLKERUNG UND DER WURZIGE GESCHMACK DER PRODUKTE AUS LUKANIEN

UNIONE EUROPEA

Regione Basilicata

Dipartimento Agricoltura, Sviluppo Rurale, Economia Montana

Vincenzo Viti - Assessor der Region für die Landwirtschaft, die ländliche Entwicklung und den Erhalt und die Förderung der Berggegenden der Region Basilikata

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Reise in den Gebieten der Basilikata DOC WEINE

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Aglianico del Vulture Terre dell’Alta Val d’Agri Matera

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IGT WEINE Basilicata Grottino von Roccanova Die Veröffentlichung fand unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Entwicklung und Pflege der Land- und Agrarwirtschaft sowie der Wirtschaftsförderung im Bergland der Region Basilikata stattSekretariat für Qualitätsüberprüfung und Dienstleistungsservice agromktg@regione.basilicata.it e

Regione Basilicata 2009

www.regione.basilicata.it/sportelloeuropa www.porbasilicata.it Die Herausgabe wurde durch die Europäische Union im Rahmen der Maßnahme A.T. 1 des POR für die Basilikata 2000/2006 mitfinanziert Produziert und hergestellt vom Magazine ORIGINE - Il sapore del territorio italiano veröffentlicht von Edizioni L’Informatore Agrario Spa Via Bencivenga-Biondani, 16 - 37133 VERONA Tel. 045 8057511 - Fax 045 8009378 www.informatoreagrario.it www.origineonline.it

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DOP Der Pecorino von Filiano Caciocavallo Silano

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IGP Die Fagioli von Sarconi Paprika von Senise Brot von Matera ..

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Der extravergine Olivenöl von “Vulture” Weißen Bohnen von Rotonda Die rote Aubergine von Rotonda ..

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DOP (vorlaufige Herkunftsbezeichnung)

IGP (vorlaufige Herkunftsbezeichnung)

Der in Fondaco gereifte Canestrato von Moliterno

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Die Gebacken Olive von Ferrandina

.. ANTRAG FUR IGP EINGEREICHT

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Der Marroncino von Melfi Lucanica von Picerno

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.. ANTRAG FUR DOP EINGEREICHT

Grafik und Fotos von

HERKUNFTSZERTIFIKAT

Via del Commercio, sn - 75100 MATERA Tel./Fax 0835 381852

Der Blumenkohl der Valle dell’Ofanto Der lukanische Honig Der “Cacioricotta lucano” Das Lamm der lukanischen Dolomiten

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Gedruckt im März 2009

lukanische horizonte

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DER ZAUBER DER ..LANDSCHAFT, DER REIZ.. DER BEVOLKERUNG UND DER WURZIGE GESCHMACK DER PRODUKTE AUS LUKANIEN Wenn die Ambition einer Region darin liegt, das Beste von dem, was sie zu bieten hat, vorzustellen, dann hat die Basilikata jeden Grund, um zu behaupten, dass ihre Vorzüglichkeit in den landwirtschaftlichen Produkten liegt. Einst Teil der griechischen Kolonie der Magna Graeca ist die Basilikata eine kleine Region im Süden der italienischen Halbinsel, die vom tyrrhenischen und dem ionischen Meer begrenzt wird. Die Geschichte und die Wurzeln ihrer organisierten Landanbaugebiete reichen zurück bis in die Zeit der griechischen Kolonisation, die auf ihren Gebieten den Anbau von Olivenbäumen und Trauben einführte, so wie sie die Viehzucht verbreiteten. Ein Beispiel für die Evolution und Optimierung jener «historischen und technischen Entwicklung», die der Kunst der Griechen zu verdanken ist, zeigt sich in der Aglianico Traube, die den Weg in die Basilikata dank der Ellenen fand und im Norden der Region, flussaufwärts, an den Ufern des Vulture, ideale klimatische Bedingungen antraf, die dazu beitrugen, dass es zur Herstellung des Aglianico Weines kam, ein Juwel der lukanischen Weinherstellung. Alle unsere Produkte aus der Landwirtschaft und aus der Viehzucht sind das Ergebnis von Jahrtausenden an Erfahrung. Das Brot, die Pasta, der Wein, die Oliven und das Extravergine Olivenöl, die verschiedene Käsesorten und Wurstwaren sind Produkte, die auf Grund ihrer organoleptischen Qualitäten an erster Stelle auf nationaler Ebene unter den Nahrungsmitteln stehen. Der hohe Standard der Produkte findet sich auch bei den Gemüsesorten, beim Obst, wie Pfirsiche und Nektarinen, Aprikosen, Erdbeeren, Orangen, Klementinen aus dem Gebiet des Metaponto, das sogenannte „Kalifornien des Südens“. In dieser Region sind die positiven Folgen der massiven Förderung der Landwirtschaft spürbar, die im Zuge der Agrarreform in den 50er Jahren zur Bewirtschaftung des Bodens geführt haben und noch heute längerfristige Auswirkungen zeigen. Doch die Basilikata ist auch eine Region voller Hügel und Berge. Im Mittelpunkt der Viehzucht steht z. B. die sogenannte Podolische Kuh, die auf üppigen Weiden gezüchtet wird, deren Milch zum berühmten Caciocavallo verarbeitet wird, mit Sicherheit eine der wohl beliebtesten italienischen Käsesorten. Sehr wertvolle Milchprodukte und Wurstwaren werden aus der natürlichen und biologischen Viehzucht gewonnen. In Matera, der Stadt der Steine, die seit 1993 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, stammt das markengeschützte Igp Brot und der Wein von Matera Doc. Im Vulture, inmitten der vulkanischen Landschaft, die von Kraterseen charakterisiert ist, wird der berühmte Aglianico Doc hergestellt, der von den Fachleuten unter die 100 besten Weinen der Welt gezählt wird, sowie das Extravergine Öl aus dem Vulture. Nicht weniger berühmt und köstlich sind die Äpfel des Agri Tals und der wertvolle Wein aus der Alta Val D’Agri Doc, oder die Bohnen aus Sarconi und die Peperoni aus Senise Igp. In der Gegend von Potenza bei Picerno, im Herzen des antiken Lukaniens, wird die Lukanische Salciccia hergestellt, eine besondere Art von getrockneter Wurst, die bereits im antiken Rom von Geschichtsschreiber und Literaten besungen wurde. Im charakteristischen Filiano wird der Pecorino von Filiano Dop erzeugt, der an Seite des Canestrato von Moliterno

Igp und des Caciocavallo Silano Dop zu den beliebtesten Käseprodukten der Halbinsel gehört. Nicht zu vergessen außerdem, der intensive Duft und der pikante Geschmack der einzigartigen Roten Aubergine des Pollinos und die geschmackvolle Süße der gebackenen Olive von Ferrandina, die bereits im vorigen Jahrhundert große Beliebtheit genoss und sogar in die Vereinigten Staaten exportiert wurde. Um weiter Besonderheiten diese Region zu nennen, sollte man nicht Weine wie den Igt Basilicata und den Grottino di Roccanova unerwähnt lassen; den Geschmack der Weisen Bohnen von Rotonda vergessen oder des schmackhaften Marroncino von Melfi, die einzige Kastaniensorte, die in ganz Italien für ihren Geschmack bekannt ist, deren Frucht frisch verzehrt wird aber auch bei der Herstellung von Süßwaren verwendet wird. Die fünfzehn Typologien des lukanischen Honigs; der Weiskohl aus dem Tal des Ofanto, wichtigste Zutat des Minestrone nach bäuerlicher Art; der Cacioricotta aus Lukanien mit seinem genießbarem Geschmack sowohl wenn er frisch ist als auch wenn er gereift wurde; und das zarte Fleisch des Lamms aus den lukanischen Dolomiten, das in den üppigen Weiden des Innlands lebt. Wenn man die Basilikata also besucht, lernt man ihre Produkte und ihre Küche, ihre Kultur und die Geschichte, die aus einer tausendjährigen Tradition besteht kennen. Aus diesem Grund empfehlen wir den „Touristen des Geschmacks und der Kultur“ die Basilikata in ihren Routen mit einzubeziehen. Sie werden beeindruckt sein von ihrer Einzigartigkeit, verführt von der Gastfreundschaft der Bevölkerung und eine positive Erinnerung am würzigen Geschmack ihrer Gerichte und Produkten, die den Geschmack einer antiken Tradition in sich tragen, mit nach Hause nehmen.

Vincenzo Viti

Assessor der Region für die Landwirtschaft, die ländliche Entwicklung und den Erhalt und die Förderung der Berggegenden der Region Basilikata natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien




Die Schatzkammer des lukanischen Geschmacks

Reise in den Gebieten der Basilikata Die Basilikata ist ein Mikrokosmos auf Grund seines unglaublichen Landschaftsreichtums. Sie schenkt uns unvergessliche und magische Augenblicke im Kontakt mit der Natur, Kultur, mit dem Geschmack und der Gastfreundschaft der Menschen. Alle diese Gefühle könnten den Reisenden auf den Spuren des Geschmacks während seiner Reise durch die Basilikata mit Begeisterung erfüllen. Es wird eine unglaubliche Erfahrung sein, in die Natur und in die Wurzeln dieser antiken und gastfreundlichen Gegend einzutauchen, eine Gegend, die man langsam erforschen sollte, um sich ihrem Rhythmus anzupassen, ihrer komplexen Morphologie, die keinen Raum der Mentalität des „alles, gleich!“ übrig lässt, sondern nahezu dazu drängt, die Reise in kleinen Etappen zu vollbringen, weil jede ein einzigartiges Erlebnis verbirgt. So ist es, weil das relativ kleine Gebiet der Basilikata - das weniger als 10.000 Qkm beträgt - einen großen Reichtum an Schätzen und unterschiedlichen und suggestiven Landschaften bietet: das Meer, die Berge, die Seen und Flüsse, Wälder und Täler, die sich abwechseln in einem Kontinuum von unterschiedlichen Szenarien, die alle sehr beeindrucken wirken. Jedes



Szenario stellt eine geschützte ökologische Oase dar, oder versteckt einen kulturellen Schatz von artistischer, historischer, archäologischer Bedeutung, aber auch unlöschbare Spuren der Persönlichkeiten, die in dieser südlichen Region Italien gewohnt haben. Zum Beispiel Friedrich II. Stupor mundi (das Weltwunder) der die gute Küche liebte und die Region des Vulture sehr schätzte, weil er hier seinen Freizeitaktivitäten - insbesondere die Falkenjagd - betreiben und seinen kontemplativen Beschäftigungen nachgehen konnte in einer ländlichen, ruhigen Gegend, die heute wegen seiner Spezialitäten berühmt ist, allen voran dem Aglianico Doc.

Der Grancia Park Noch heute überleben einige der aus Friedrichs Zeit erhaltene Traditionen: die Vorstellungen mit den Falken, die im alten Stadtteil von Melfi stattfinden, beleben hier den normalen Ablauf der Tage durch regelmäßigen Veranstaltungen, die meist am Wochenende stattfinden, wenn die Leute in den wunderschönen Naturpark der Grancia gelockt werden, wenige Kilometer von Potenza entfernt. Am gleichen Ort wird auch die größte volkstheatralische Aufführung «La storia bandita» inszeniert, in der über 400 Komparsen auftreten und die mit aufwändigen technischen Mittel aufgeführt wird und von internationaler artistischer Bedeutung ist. Wenige Kilometer von der Grancia entfernt breitet sich das Szenario der Lukanischen Dolomiten aus, die mit ihrem bizarren und beeindruckenden Profil im Mittelpunkt des Parco Regionale Gallipoli Cognato stehen, dieses Gebiet das mit seinen 27.000 Hektar Grünland eine weite Region des Landesterritoriums beschützt, das besondere naturalistische, historische und ethnologischanthropologische Eigenschaften besitzt. Das Herz dieser Gegend konzentriert sich zwischen Castelmezzano (der zu den schönsten Dörfern Italiens zählt) und Pietrapertosa, deren Gipfeln seit einiger Zeit durch ein Stahldraht verbunden sind, an dem der Besucher sich über das Tal einige Minuten lang über den Abgrund schwingen kann. Ein einzigartiges Abenteuer, das es in Europa kein zweites Mal gibt und das sowohl wegen der Schönheit der Aussicht als auch wegen der


Maximalhöhe, die bei der Überquerung erreicht wird, besticht: es ist der Engelsflug. Schwebend zwischen Himmel und Erde, wird es möglich sein, zwei Routen zu wählen: man wird entweder von Pietrapertosa (Anfangshöhe 1020 Meter) bis Castelmezzano (859 Meter) über 1.415 Meter mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 Km/h schwingen können, oder von Castelmezzano (Anfangshöhe von 1019 Meter) nach Pietrapertosa (auf 888 Meter Höhe) mit 120 Km/h über eine Distanz von 1.452 Meter „fliegen“. Wenn man sich bis Materano in das Innenland wagt, führt der Weg durch die Felder und weidenden Tiere (unter anderen leben hier die berühmten Kühe der Podolica Rasse) den Besucher nach Accettura. Hier spätestens holt die Magie der Pflanzenrituale (wie der berühmte „Maggio“) auch die Seele des Skeptikers ein, sobald er sich von der Atmosphäre, die das Fest, indem das Heilige und das Profane sich mischen, beherrscht, berauschen lässt. Das Fest beginnt an Pfingsten, wenn ein großes Stück Zerreichenholz, das man „maggio“ nennt, geschnitten wird, von den Ästen befreit und entrindet wird, um dann von zwei Ochsen ins Dorf geschleppt zu werden. Gleichzeitig wird in den Wäldern von Gallipoli eine „cima“ geholt, eine Stecheiche, die von Männern auf dem Rücken in das Dorf transportiert wird. Zwei Tage später, an Dienstag nach Pfingsten wird die „cima“ auf den „maggio“ aufgepfropft, um die Vereinigung der zwei Pflanzen zu symbolisieren, in einem Ritual der Fruchtbarkeit und zugunsten der reichen Ernte. Der „maggio“ kann dann in die Piazza transportiert werden, wo er mit Hilfe dicker Seile und Winden von den älteren und erfahrenen Männern mit bloßen Händen hochgehoben und in der Mitte der Piazza aufgestellt wird.

Das Vulture Auf den Spuren von Friedrich den II. findet man zwischen Potenza und Melfi Filiano, die erste Befestigung des Vultures. Hier findet man anthropologische Funde, wie die Wandmalereien von Tuppo die Sassi, die einzigartig in der Basilikata sind. Auf dem Weg nach Foggia wird die Naturlandschaften durch die vom Kaiser errichteten Befestigungen, die sehr unterschiedlich erscheinen, unterbrochen. Lagopesole zum Beispiel diente nur als Sommerresidenz wenn es in Apulien und Sizilien zu heiß war, Palazzo S. Gervasio, das eine Art Jagdschloss war und schließlich Melfi. In dieser Stadt erließ das Stupor mundi die «Constitutiones Augustales», die sogenannte Verfassung von Melfi, eine Gesetztafel, die das normannische und römische Recht vereinigte und als Verfassung für das Königreich der Zwei Sizilien dienen

sollte. Sie gilt als eins der wichtigsten juristischen Werke der Rechtsgeschichte. Melfi war lebenswichtig für das Kaiserreich und befand sich am Kreuzweg der Verbindungsarterien. Die Stadt war Sitz des „höchsten Finanzhofs“. Vulture ist als kaum nur Synonym für gute Küche und ein Besuch der traditionellen und auch moderneren Weinkeller ist sehr empfehlenswert. Wir befinden uns in nord östlichen Teil der Provinz von Potenza, zwischen Apulien und Kampanien. Venosa, Heimatstadt des römischen Dichters Quintus Horatius Flaccus, gehört zu den schönsten Städtchen Italiens, verdient die Beachtung des Besuchers allein auf Grund der Weinanbauten, die das Aussehen der Landschaft sehr beeinflussen, aber auch weil sie Spuren aufweist, die das Zeugnis der antiken Kulturen sind, die vor über 600.000 diese Gegend bereits bewohnten. 291 v.Chr. gegründet von den Römern mit dem Namen Venusia, ist die Stadt durch einige spektakuläre Bauten und Monumente charakterisiert, wie das Kastell von Pirro del Balzo, der einstige Herzog, der das Schloss bebauen ließ, oder den Kirchenkomplex der Dreifaltigkeit „Trinitá“, in dessen Inneren sich eine Kirche befindet die unvollendet ist und daher „Incompiuta“ genannt wird. Von den Kirche und Palästen und Brunnen erreicht man den archäologischen Park mit Funde und Zeugnisse aus der republikanischen Zeit zwischen 509 und 27 vor Chr. Auch die jüdischen Katakomben sollten nicht unbeachtet bleiben. Sie wurden 1853 entdeckt und seit 1974 studiert. Sie bestehen aus einer Reihe langer Korridore, die von Gräbern und Ikonen begleitet sind. Sie besitzen die besondere Eigenschaft, nebenan die Gräber der Christen zu beherbergen. Es handelt sich um ein Zeugnis von friedlichem Zusammenleben der zwei Religionen. Am Fuße des Vulture befinden sich zwei vulkanische Seen, die aus Monticchio, ein beliebtes Urlaubsziel besonders in den sommerlichen Monaten, eine Berühmtheit machen. Der kleinere See beträgt eine Fläche von 16 Hektar und einen Durchmesser von 1800 Meter, der große See 38 Hektar und 2700 Meter Durchmesser. Über den zwei Seen ragt die Abtei von San Michele Arcangelo, die im VIII. Jahrhundert über einer Höhle, die zuvor von den Mönchen aus dem Orden der Basilianer bewohnt war, erbaut wurde. Sehr einflussreich ist auch das religiöse Erbe im ganzen Vulture. Davon zeugen die Riten zu Ostern, die noch heute dem Zuschauer das Gefühl des dramatischen religiösen Empfindens der Menschen bei der Via Crucis - dem Kreuzgang - vermitteln, aber auch die zahlreichen Kirchen, die hier und da auftauchen und kleine und große Kunstschätze in sich aufbewahren. Wunderschön ist auch die Kathedrale von Acerenza, ein weiteres bezauberndes Dörfchen, die aus dem XII. Jahrhundert stammt und von den einheimischen natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien




Architektenerbaut wurde. Diese jedoch standen unter dem Einfluss der französischen Baumeistern, die sich ihrerseits von der Architektur des benediktinischen Klosters von Cluny inspirieren ließen.

Die Val d’Agri Von Potenza erreicht man im südlichen Teil der Provinz ein Gebiet dem die Natur sehr viel geschenkt hat: die Val d’Agri eine Mischung aus unangetasteter Natur und typischer Produkte für den Feinschmecker. Wir befinden uns mitten im Park der Val d’Agri-Lagonegrese ein Ziel für jeden, der Freizeit und Ruhe verbinden will, zwischen Kultur und antiker Tradition, die es zu entdecken gibt, in dem man von einem Dorf zum nächsten Städtchen wandert. Denn zu jeder Jahreszeit begegnet man hier beeindruckenden Landschaften. Die Liebhaber der Archäologie werden im Park der römischen Stadt Grumentum auf ihre Kosten kommen. Die Ursprünge dieser Stadt liegen in der ersten Hälfte des III. Jahrhundert vor Chr., als auch Paestum und Venusia gegründet wurden. Die Stadt hatte eine strategische Lage und war aus wirtschaftlicher Hinsicht privilegiert, da sie sich im Mittelpunkt des Straßennetzes der Lukania befand: am Kreuzweg der Herculia, Appia und Popilia Straßen. Im Innland wird die Landschaft dann rauer und härter, die Verbindungsstrassen unzugänglicher. Dort befindet sich Guardia Perticara in der Gegend des Flusses Sauro, ein kleines Dörfchen in dem die Häuserfronten aus Steinen hervorragen und das nach dem Erbeben von 1980 komplett renoviert werden musste. Die kahlen Steinmauern der Häuser erinnern an Umbrien und der Provence, obwohl die Stadt im Herzen der Region liegt, die von den Enotren besiedelt war, ein antikes und faszinierendes Folk, von dem die Lukanen herstammen.

Das Pollino Verlässt man die Val d’Agri um noch mehr nach Süden vorzurücken, stößt das Auge auf immer steilere Berggipfeln. An der Grenze zwischen der Basilikata und Kalabrien befinden sich die Dörfern an immer steileren Hängen und immer höher. Es ist die Region des Pollino Massivs. Mit 182.000 Hektar ist es der größte Naturpark Italiens und wird nach dem Bergmassiv Pollino benannt. In diesen Bergen befinden sich 56 Gemeinden, 32 in Kalabrien und 24 in der Basilikata. Wappenzeichen des Parks ist die loricato Pinie, die auch das meist begehrte Objekt der Bergwanderer ist, die sich bis auf die höchsten Gipfeln wagen, um diese Pinie aus nächster Entfernung zu sehen. Die Begegnung mit der Natur, der Flora



und Fauna ist allgegenwärtig. Es macht Spaß sich der Erforschung der Dörfchen zu widmen, der Abteien und Heiligenstätten, oder die Landschaft zu betrachten, die vom Laut der Gabelweihe, des Adlers und Geiers der in der Luft kreist, beherrscht ist, während die wilden Pferde zwischen den Tannen und Buchen galoppieren, um in die Weite zu flüchten. Im Frühjahr kann man die Orchideen blühen sehen, die Feilchen, Enziane, Glockenblumen wie auch unzählige Arten von Arzneipflanzen, Gewürze wie Thymian, Lavendel, Bohnenkraut, Ysop, deren Blütezeit mitten im Sommer gipfelt und eine delikate Zusammenstellung von Farben und Nuancen erzeugt. Nicht weniger von Bedeutung sind die verschiedenen Familien der Waldfrüchten, der spontanen Bäume, die Früchte oder Beeren erzeugen, wie wilde Äpfel, die verschiedene Prunus Sorten, die Walderdbeeren und die durststillenden Himbeeren, die überall in den Wäldern und Weiden gedeihen. Der Sport, schließlich findet in verschieden Formen im Pollino statt: Wanderungen, Trekking, Canioning, Rafting, Speläologie, Mountenbike fahren und Langlaufski sind die meistverbreiteten Sportarten, die man auf dem Massiv betreiben kann.

Matera Ein Kapitel für sich stellt auf der Route des Geschmacks die Stadt von Matera dar, die touristische Hauptstadt der Basilikata und Ort der antiken Rioni Sassi, die von der Unesco 1993 zum Weltkulturerbe ernannt worden sind. So beschreibt sie der Schriftsteller Carlo Levi bei seiner Ankunft im Werk “Cristus hat in Eboli halt gemacht”.


„Ich erreichte Matera gegen 11 Uhr morgens. Ich hatte im Reiseführer gelesen, dass es sich um eine malerische Stadt handelte, die es verdient hatte besucht zu werden, das es ein Museum der Antike gab und kuriose Häuser aus der Steinzeit. Als ich mich ein wenig vom Bahnhof entfernt hatte, erreichte ich eine Straße, die nur auf einer Seite von Häusern flankiert war, während sich auf der anderen Straßenseite ein gähnender Abgrund eröffnete. In jenem Abgrund befandet sich Matera. Die Form jenes Abgrundes war komisch; wie von zwei nebeneinander liegenden Trichtern, die von einem kleinen Sporn getrennt sind und an der Basis einen gemeinsamen Eingang haben. Und an jenem Ende, konnte man von hier oben eine weiße Kirche erkennen, die Kirche von Santa Maria de Idris, die im Boden gestampft zu sein schien. Diese umgedrehten Kegeln, diese Trichter wurden Sassi genannt. Sie hatten die Form, die wir in der Schule, wenn wir die Göttliche Komödie von Dante lasen, der Hölle zuschrieben, denn zwischen den engen Fassaden dem Hang entlang verliefen die Gassen und sie waren gleichzeitig Fußboden für den, der aus den Häusern heraustrat, und Dach für die unteren Häusern. Als ich meine Augen nach oben richtete, bemerkte ich endlich, wie einen schrägen Wall, Matera in ihrer Gänze. Es war tatsächlich eine wunderschöne Stadt, beeindruckend und gleichzeitig malerisch“. Obwohl die Stadt verschiedene Umsiedlungen und Wiederbesiedlungen erlebte, gehören noch heute die typischen topografischen Merkmale der Stadtvierteln, die Rioni genannt werden, zu den „Postkartenblicke“ par excellence der Basilikata, beliebtes Urlaubsziel von Reisenden aus Italien und der Welt zu allen Jahreszeiten. Viele Lokale, von denen die meisten im Tuffstein gemeißelt sind, haben bis in die Nacht geöffnet und bieten den Gästen traditionelle Küche an, die teilweise auf moderne Art überarbeitet wurde. Die Besucher werden dort für den Besuch der steinernen Kirchen, von denen es 150 im Gebiet der murgia materana gibt, oder des Castello Tramontano, der Hypogäen von Piazza Vittorio Veneto oder der Paläste, die sich im Stadtzentrum befinden gestärkt. Bewundernswert sind die kulturellen, artistischen und archäologischen Schätze, die sich in den Museen befinden: in dem Nationalmuseum für mittelalterliche und moderne Kunst zum Beispiel, der sich mit der Pinakothek D‘Errico und dem Carlo Levi Zentrum in den Räumen des Palasts der Lanfranchi aus dem VII. Jahrhundert befindet. Das Nationalmuseum für Archäologie «Domenico Ridola» enthält zum größten Teil Funde aus der Umgebung von Matera und hat eine große Bedeutung für die Erforschung der Urzeit in Süditalien und für die Kenntnis der einheimischen Kulturen und Bevölkerungen, wie Enotren

und Lukanen, die mit den griechischen Siedlungen in Kontakt standen. Musma heißt das Museum für gegenwärtige Skulptur, darin befindet sich eine sehr reiche Sammlung von Werke, die die Geschichte der italienischen und internationalen Skulptur von 1800 bis heute erzählen. Auch das Labor-Museum der Bauernkultur sollte besucht werden, wie auch das Museum der mittelalterlichen Foltermethoden. Kinoliebhaber schließlich können die Szenarien der Filme der wichtigsten Regisseure wiedererkennen, die in einer einzigartigen Stadt wie Matera ihre Filme gedreht haben: zum Beispiel „La Lupa“ von Alberto Lattuada (von 1953) von „Vangelo secondo Matteo“ von Pierpaolo Pasolini (1964) bis zu „The Passion“ von Mel Gibson (2004), alle diese Filme haben dazu beigetragen, di Stadt der Steine zum Schauplatz für die große Leinwand bekannt zu machen, sowie sie zur Ikone des internationalen Tourismus zu weihen (in der Zwischenzeit gibt es etwa Dreisieg Filme, die in Matera gedreht wurden).

Das Metapont Obligatorische Etappe jeder Reise auf den Spuren der Geschmäcker der Basilikata ist ein Halt im Ionischen Teil der Region, das Gebiet mit der stärksten touristischen Berufung, das das größte Angebot an Hotels und Übernachtungsstrukturen besitzt. Die Faszination dieses Gebiets, das früher eine griechische Kolonie war, stammt aus der Zeit des VIII. Jahrhunderts vor Christi, als hier einige unter den wichtigsten Philosophen und Mathematikern lebten, unter anderem Pythagoras (im VI. Jahrhundert vor Chr.). Man atmet noch von der Luft der Magna Graecia wenn man die sogenannten Palatinischen Tafeln betrachtet, die zu jener Zeit gefertigt wurden als Pythagoras dort lebte; es handelt sich um 15 dorische Kolonnen eines antiken Tempels, die von der religiösen Bedeutung des Ortes zeugen. Heute ist diese Gegend den Feinschmeckern allerdings aus dem Grund bekannt, dass von hier das meiste Obst made in Basilikata stammt. Insbesondere dank des milden, trockenem Klimas gehört dieser Teil der Basilikata und Policoro insbesondere zu den führenden Regionen, was die Herstellung von frühzeitig reifenden Produkten und Obstsorten anbelangt wie Erdbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, die besonders vom Klima sowohl während ihrer Blüte als auch während der Reifung begünstigt sind. Auch aus wissenschaftlicher und experimenteller Sicht gibt es hier eine konkrete Förderung des Anbaus durch die Landesregierung und das Agrar - und Nahrungsdistrikts für Qualität im Metapont. Dieses Förderungsnetzwerk unterstützt die Hersteller, die sich ihrerseits intelligenter Weise in Körperschaften zusammen zu schließen wussten und nun auch handelstechnisch ihre Produkte gut vermarkten können. natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien




doc weine

AGLIANICO DEL VULTURE doc Der Rotwein der Italien und die Vereinigten Staaten verbindet



Bezeichnung

Aglianico del Vulture Doc

Siegel gesch端tzt laut

D.M. vom 18-2-1971 (G.U. n. 129 vom 22-5-1971)

Ertrag

100 q/ha

Maximaler Ertrag Traube/Wein

Nicht mehr als 70%

Typologien

Rotwein, Vecchio und Riserva, Spumante

Anbaugebiet

15 Gemeinden von Vulture in der Provinz von Potenza: Rionero in Vulture, Barile, Rapolla, Ripacandida, Ginestra, Maschito, Forenza, Acerenza, Melfi, Atella, Venosa, Lavello, Palazzo San Gervasio, Banzi und Genzano di Lucania

Rebsorten

Aglianico del Vulture 100%


doc weine

«Der Aglianico, ein wunderbarer und vernachlässigter Wein». So betitelte die Herald Tribune - die bekannte US-amerikanische Zeitung - am 18. September 2008 Jahres einen Artikel in dem die unzureichende Kenntnis von diesem Wein in USA beteuerte und andererseits die Verbesserung des Preis Leistungsverhältnis, die einige der lukanischen Winzer zutage legten, gelobt wurde. Wenn auch auf der Ebene des globalen Marktes noch viel in die Promotion und Vermarktung des Aglianico del

DIE HERSTELLUNG Der Aglianico del Vulture Doc ist der «älteste» Markenwein aus der Region (Doc -Wein seit 1971) und er gilt auch als «Dekan» aller lukanischen Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Er ist bekannt als «Barolo des Südens», eine Kennzeichnung, die seiner Vorzüglichkeit Ehre macht und wird aus einheimischen Rebsorten gewonnen, die wahrscheinlich bereits von den Griechen importiert wurde, wie seine Etymologie bezeugen könnte: die Ellenische Traube, auch Hellenica genannt, könnte ihre phonetische Aussprache in Agliano auf Grund der spanischen Aussprache während der Besetzung der Aragoneser im 16. Jahrhundert entwickelt haben. Das Anbaugebiet befindet sich auf 200 bis 700 Metern Höhe und die Bodenbeschaffung der Hügel ist sehr fruchtbar und zum Teil vulkanischen Ursprungs. Die Weinbereitung und Veredelung und Alterung müssen innerhalb des Anbaugebiets stattfinden. Eine Spur der langjährigen Tradition des Weinanbaus im Gebiet von Vulture-Melfese bieten die zahlreichen Winzerkeller, die sich im Gewölbe der Häuser der meisten Siedlungen befinden. Sowohl in deren Umgebung als auch in den historischen Gebäuden trifft man im Erdgeschoss auf Räumlichkeiten, die der Aufbewahrung von Speisen und Wein dienten. Diese Lokale wurden von den Bauern im Tufffels gemeißelt, wenn die Arbeit auf den Feldern verrichtet war und sie weisen eine Hufeisenform im Eingangsbereich auf. Die moderneren Keller, werden heute noch von Feinschmeckern besucht und bieten einen Grund mehr, dieses Territorium kennen zu lernen, das sehr reich an kulinarischen Ressourcen ist, unter anderem der Sitz eines landwirtschaftlichen Distrikts. Der Aglianico del Vulture Doc wird durch die reine Verarbeitung der Trauben von Aglianico gewonnen.

Consorzio di tutela Vino Aglianico del Vulture Obmann: Teodoro Palermo c/o Cantina di Venosa S.c.ar.l. Via Appia - C.da Vignali - Venosa (PZ) Tel. +39 0972 36702 - Fax +39 0972 35891 info@cantinadivenosa.it

Volture Doc investiert werden muss, so gilt er bereits in Italien als Markenzeichen für die Basilikata und genießt einen großen Bekanntheitsgrad. Diese Bekanntheit hat auch dazu geführt, dass man Lukanien mit diesem Produkt in Verbindung gesetzt hat, das den Schriftsteller aus Potenza Gaetano Cappelli zu seinem Roman «Die umstrittene Geschichte des unaufhaltsamen Erfolgs des Agliatico in der Welt» («Storia controversa dell‘inarrestabile fortuna del vino Aglianico nel mondo») inspiriert hat.

Die Typologie des „Rotweins“, die einen Alkoholanteil von mindestens 11,5 %Vol vorweist, darf nicht vor dem 1. November, ein Jahr nach der Lese, für den Handel freigegeben werden. In der Regel dauert die Veredelung mindestens ein Jahr und sie findet in Holzfässern statt. Die Agliatico del Vulture Doc Weine, die einem längeren Alterungsprozess ausgesetzt werden, weisen einen höheren Alkoholprozentsatz auf, der mindestens die 12 Vol% erreichen muss. Sie dürfen zur Herkunftsbezeichnung den Zusatz «Vecchio» tragen, wenn sie drei Jahre, davon zwei im Holz, und «Riserva», nach fünf Jahren, wovon zwei im Holz gelagert wurden. Laut Richtlinie der Herkunftsbezeichnung ist auch eine Typologie von «Spumante» vorgesehen, die aus dem Most oder den Weinen gewonnen wird, die laut Regelung innerhalb des Herstellungsgebiet wachsen. Es gibt 55 Winzerbetriebe, die zur Winzergenossenschaft zum Schutz der Herkunftsbezeichnung gehören. Das Netzwerk der urkundlich registrierten Betriebe verfügt über 1.120 Hektar Anbaufläche, die zur Doc Bezeichnung gehören. Es werden insgesamt 113 verschiedene Etiketten und 3.860.000 Weinflaschen im Jahr hergestellt.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Wein weist eine rubinrote Färbung, die mehr oder minder ausgeprägt sein kann und bis ins granatfarbene reicht, nach der Lagerung sogar orangene Reflexe vorweisen kann. Sein Duft besitzt eine charakteristische Note, die sehr delikat ist und durch das Altern akzentuiert wird. Der Geschmack ist trocken, vollmundig, frisch, harmonisch, mit einer ausgewogenen Tanninnote, die mit dem Altern seiden wird.

Consorzio di valorizzazione Aglianico del Vulture Doc «Qui Vulture» Obmann: Gerardo Giuratrabocchetti c/o Cantine del Notaio Via Roma, 159 - Rionero in Vulture (PZ) Tel. + 39 0972 723689 - Fax +39 0972 725435 info@cantinedelnotaio.it natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien




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TERRE DELL’Alta val d’agri DOC ..

Ein Aristokrat mit ausgepragtem Charakter

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Bezeichnung

Terre dell’Alta Val d’Agri Doc

Siegel geschützt laut

D.M. vom 4-9-2003 (G.U. n. 214 vom 15-9-2003)

Ertrag

100 q/ha

Maximaler Ertrag Traube/Wein

70%

Typologien

Rotwein, Rotwein Reserve, Rosé

Anbaugebiet

Gemeinde von Viggiano, Grumento Nova und Moliterno Provinz von Potenza

Rebsorten

Für den Rotwein und den Reserve Rotwein: Merlot (minimum 50%), Cabernet Sauvignon (minimum 30%) mit der Möglichkeit auch autorisierte Trauben zuzufügen, die aus der Provinz von Potenza stammen (20%); für den Rosé: Merlot (minimum 50%), Cabernet Sauvignon (minimum 20%); Malvasia di Basilicata (minimum 10%) und wetere Rebsorten mit roten und weisen, nicht aromatisierten aber in der Provinz von Potenza autorisierten Trauben bis zu einem Maximum von 20%


doc weine

Die sehr günstige Lage der Hügel von Val d’Agri, die nach Süden gerichtet sind und von viel Sonne bestrahlt werden, bildet dank der starken sommerlichen thermischen Schwankungen besonders im August und bis zur endgültigen Ausreifung der Früchte von Mitte bis Ende Oktobers, ideale mikroklimatische Bedingungen zum Anbau der zwei international bekannten Rebsorten des Cabernet Sauvignons

DIE HERSTELLUNG Die Geschichte und die Archeologie bezeugen mit ihren Funden schon im Umfeld der antiken Siedlung von Grumentum, einer römischen Kolonie aus dem III. Jahrhundert v.Chr., dass Weinanbau und Weinherstellung bereits stattfanden. Einen Beweis dafür erbringen die Öfen zur Herstellung der Anforen, die sich dazu eigneten, um den Wein zu transportieren, die aus der Epoche zwischen dem I. und dem II. Jahrhundert nach Christus stammen und die heute im Nationalmuseum der Alta Val d’Agri von Grumento Nova ausgestellt werden. Eines der zahlreichen schriftlichen Zeugnisse stammt vom reisenden Geschichtsschreiber Giuseppe Antonini aus dem Werk «La Lucania» vom Jahre 1747 in dem er von den Ländereien von Viggiano berichtet: «reichlich kultiviert, insbesondere die Weinreben werden von den Bauern auf so treffende Art anebaut, dass sie nichts zu beneiden haben im Vergleich zu denen aus der Toskana». Aus dem selben Text geht hervor, dass es einen Ort bei Viggiano gibt, der «Vigne» genannt wird, über den es einen Spruch gibt: «Sich in den Weingärten von Viggiano verirren». In dieser Lokalität, in dem die Weinreben einen Labyrinth bilden, wird noch heute am ersten Oktobersonntag das Weinfest gefeiert, am Tag der Heiligen Madonna von Pompei, wenn die Weinberge sich in ihrer vollen Pracht zeigen kurz bevor sie ihre Frucht abgeben. Als der Doc Gütesiegel für den “Terre dell’Alta Val d’Agri” 2003 in Betracht gezogen wurde, gab es in der Basilikata nur die 32-jährige Vorherrschaft des «Doc Aglianico del Vulture» und es erwies sich als kein leichtes Unterfangen, dem großen Publikum einen neuen Protagonisten der Weinanbausszene in Lukanien vorzustellen. Die immer steigende Zahlen von Seiten der Herstellung und die positive Antwort des Marktes haben jedoch dem Charakter dieses Weines recht gegeben. Die Weinberge wurden bebaut auf einem Boden aus mittlerem Gemisch auf einer Höhe über den Meeresspiegel von maximal 800 Meter, in der Nähe von Viggiano, Grumento Nova und Moliterno, die auch das Anbauterritorium darstellen und zur geschützten Herkunftsbezeichnung gehören. Der Wein wird in drei Varianten angefertigt: in der Rotwein Variante, deren

und des Merlots. Der Wein, der aus dem ersten Teil dieses kleinen Gebiets der Val d´Agri stammt, erhält durch dieser Rebsorten eine besonders ausgewogene Struktur und eignet sich gut, um gelagert zu werden: der „Terre dell’Alta Val d’Agri Doc“, der zweite aus Lukanien der einen Doc-Güte Siegel erhalten hat, 2003, nachdem der Anerkennung des Aglianico del Vulture. Alterung laut Gütesiegel mindestens ein Jahr dauern muss, als Reserve Rotwein, der zwei Jahre alt sein muss (davon 6 Monate im Fass) und für beide Ausführungen ist die Verfeinerung in Flaschen vorgesehen, respektive 3 und 4 Monate lang; der Rosé sieht die Verwendung des Malvasia Bianca di Basilicata vor. Die Weinbetriebe, die der Winzergenossenschaft zum Schutz des Gütesiegels gehören sind 6, die Anbaufläche, die im Doc -Register urkundlich eingetragen und registriert sind 14,5 Hektar. Gegenwärtig werden 8 Etiketten produziert, die etwa 80.000 Flaschen pro Jahr entsprechen.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Terre dell’Alta Val d’Agri Doc hat eine rubinrote Färbung. Von seidenem Geruch und mit einer aristokratischen Note. Die Konsistenz ist gut, mit süßem Maulbeerenduft und starken Tanninen. Der Abgang ist elegant und intensiv.

Consorzio di tutela e valorizzazione del vino Doc Terre dell’Alta Val d’Agri Obmann: Francesco Pisani c/o AASD «Bosco Galdo» Via Grumentina, 118 - Villa d’Agri di Marsicovetere (PZ) Tel. +39 0975 352547- Fax +39 0975 352403 info@terredellaltavaldagri.it natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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doc weine

DER MATERA DOC Der Greco, der Primitivo, der Bianco, der Moro...

Diese Doc -Bezeichnung ist die jüngste aus der Basilikata, sie wurde im Juli 2005 zugelassen und 2007 für den Vertrieb frei gegeben. Seitdem setzt sich dieser Wein immer mehr auf dem extraregionalen Markt durch, favorisiert durch einen

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Namen, der bereits universellen Bekanntheitsgrad genießt, «Matera», und der an das reiche kulturelle, historische, naturalistische Erbe der Stadt der Steine (Città dei Sassi), Weltkulturerbe der Unesco anknüpft.


doc weine

Bezeichnung

Matera Doc

Siegel geschützt laut

D.M. vom 6-7-2005 (G.U. n. 163 vom 15-7-2005)

Ertrag

100 q/ha

Maximaler Ertrag Traube/Wein

70%

Typologien

Rotwein, Primitivo, Moro, Greco, Weißwein und Spumante

Anbaugebiet

Alle Gemeinden der Provinz von Matera

Rebsorten

Für den Rotwein: Sangiovese (60% minimum), Aglianico (minimum 10%), Primitivo (minimum 10%); für den Primitivo: Primitivo (minimum 90% und andere Trauben mit nicht aromatischer aber autorisierter schwarzer Rebe); für den Moro: Cabernet Sauvignon (minimum 60%), Primitivo (minimo 20%), Merlot (minimum 10%) und andere Rebsorten mit schwarzer, nicht aromatischer, autorisierter Rebe zu einem Maximalanteil von 10%; für den Greco: Greco Bianco (minimum 85%) und weitere autorisierte Trauben mit weißer, nicht aromatischer Rebe, zu einem Maximalanteil von 15%; für den Weißwein: Malvasia Bianca di Basilicata (minimum 70%), Greco Bianco (minimum 10%) und andere autorisierte, nicht aromatische weißer Reben zu einem Maximalanteil von 20%; für den Spumante (nach klassischer Methode): Malvasia Bianca di Basilicata (minimum 70%), Greco Bianco (minimum 10%) und andere autorisierte, nicht aromatischer weißer Reben zu einem Maximalanteil von 20%

HERSTELLUNG Das Gebiet in der Umgebung von Matera weist eine langjährige Winzertradition auf, deren Wurzeln zurück in die Zeiten der Magna Graeca, der griechischen Kolonien reichen, wie die archäologisch-botanischen Studien aus dem Metaponto bewiesen haben, wo Holzreste aufgefunden wurden, die von Weinpflanzen und Reben aus dem 4. Jahrhundert vor Christus stammen. Außerdem ist gerade dies die Gegend, die von den Griechen Enotria, also „Weinland“ genannt wurde. Andere Funde stammen aus dem XVIII. Jahrhundert. In einem Bericht an Karl den III. von Bourbone wurden folgende Gegenden als Weinherstellungsgegenden erwähnt: Matera, Montescaglioso, Ferrandina, Irsina, Miglionico, Tricarico, Tursi, Pisticci, Pomarico. Schließlich existieren zahlreiche Weinkeller in den Vierteln von Matera, die Sassi genannt werden: die topographischen Registern der Gemeinde registrieren 96 von diesen Winzerkeller, deren 53 sich allein im Stadtviertel von Casalnuovo del Sasso Caveoso befinden, ein Serbisch Kroatisches Viertel in dem die Bauten im XV. Jahrhundert gefertigt wurden. Heute befinden sich die Weinberge in Gebieten, die dazu geeignet sind, Qualitätsweine herzustellen. Sowohl die Weinbereitung als auch das Einfüllen in Flaschen muss vor Ort stattfinden. Die Weine von Matera mit Doc -Bezeichnung dürfen erst vertrieben werden, nach dem sie 1 Jahr lang gelagert wurden, davon mindestens ein Monat lang in der Flasche veredelt. Der Spumante Matera Doc muss durch die wiederholte Fermentierung in der Flasche, nach klassischer Methode erzeugt werden. Die Winzer, die dem Konsortium zum

Schutz der Doc gehören, sind 9, während die Fläche, die für die Herstellung der Doc zugelassen ist, 58,72 Hektar beträgt. 8 Etiketten und 300.000 Flaschen im Jahr beträgt das gesamte Herstellungsvolumen dieser Doc -Bezeichnung.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Matera doc feierte 2008 beim Vinitaly seinen Debut, als das erste Etikett vorgestellt wurde, das mit der Doc-Basiliskata versehen war: nämlich der Matera Greco Le Paglie. Der Greco ist nur eine der 6 Typologien dieses Matera - Doc - Siegels, die man herstellen und verkosten kann, dazu sind zu zählen: der Rotwein, der Primitivo, der Weißwein, der Moro, ein rubinroter Wein, mit langanhaltendem Duft, trockenem Geschmack, vollmündig, harmonisch und fast seiden. Der Alkoholgehalt muss bei dieser Typologie mindestens 12%Vol betragen. Von besonderer Kostbarkeit ist der Spumante, der aus den selben Trauben des Matera Bianco - Malvasia di Basilicata und Greco - gewonnen wird und nach klassischer Methode hergestellt wird, nämlich durch die erneute Fermentierung in der Flasche. Der Spumante weist einen feinen und andauernden Schaum auf, sowie eine strohgelbe Färbung und einen lieblichen und fruchtigen Geschmack, der Mindestgehalt an Alkohol beträgt 12,5%Vol.

Consorzio di tutela Vini Matera Doc Obmann: Michele Dragone Via Lucana, 23 - Matera - Tel. +39 0835 256344 info@doc.matera.it - www.doc.matera.it

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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IGT weine

BASILIcATA G.G.A.

..

Der Wein als gemeinsamer Nenner fur die Region

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IGT weine

Bezeichnung

Basilicata Igt

Siegel geschützt laut

D.M. vom 3-11-1995 (G.U. n. 267 vom 15-11-1995)

Ertrag

170 Q/ha mit Zelt Anbauformen

Maximaler Ertrag Traube/Wein

75%; 50% für die Typologie des Passito

Typologien

Weiswein (auch sprudelnd), Rotwein (auch sprudelnd und Neuwein), Rosé (auch sprudelnd) und Passito

Anbaugebiet

Die Provinz von Matera und Potenza

Rebsorten

Empfohlene oder/und autorisierte Rebsorten aus der Region; die Angabe einer der empfohlenen und / oder autorisierten Rebsorte, mit Ausnahme von Aglianico und Montepulciano, für die betroffenen Provinzen ist nur Weinsorten erlaubt, die aus Weinberge stammen, die zu einem Mindestanteil von 85% Prozent aus den entsprechenden Rebsorten bestehen

Klein sind die Betriebe, die ihre Bindung zum Territorium bewahrt haben und dank ihrer Führsorge für die Weinberge und der Leidenschaft, die sie bei der Weinbereitung in ihre Arbeit einfliesen lassen, um Weine zu produzieren, die ein hohes qualitatives Niveau und große Verbreitung erreichen. Es sind kleine Betriebe, die ihre Verbundenheit mit dem Territorium behalten haben und durch die

DIE HERSTELLUNG

Leidenschaft mit der sie den Weinanbau und die Weinbereitung in den Winzerkellern pflegen, Weine von sehr hohem qualitativen Anspruch herstellen, die sehr weit vertrieben werden. Der gemeinsame Nenner dieser Weine liegt in ihrer geschützten Herkunftsbezeichnung g.g.A. Basilikata welches das gesamte regionale Territorium einschließt. herstellt, die einen besonderen Wert haben: die «Colline

Laut offizieller Veröffentlichung des Landesministeriums

Materane», deren meistverbreitete Traubensorte der

von 2007, gibt es in der Region Basilikata über 122

Primitivo von Matera ist. Weitere Rebsorten, die in

Weine und 282 Etiketten, die das g.g.A. Siegel Basilikata

dieser Gegend angebaut werden sind der Sangiovese, der

tragen, das 43,2% der gesamten Herstellung entspricht,

Montepulciano, der Merlot, der Cabernet und von denen

also liegt diese geschützte Bezeichnung er an erster

mit heller Traube, den weisen Malvasia der Basilikata

Stelle noch vor der Doc -Bezeichnung des Aglianico von

und der Greco.

Vulture (die aus 113 Etiketten besteht und damit 40 % darstellen).

ERKENNUNGSMERKMALE

Diese Tatsache erklärt sich damit, dass sich die Gebiete

Die Weine, die mit einer g.g.A. Basilikata versehen sind,

der g.g.A. Weine sich zum Teil mit den Gebieten der

die 1995 zugelassen wurde, können in 6 Typologien

Doc-Weine überlappen, von denen das Anbaugebiet

unterteilt werden: Weiswein, Rotwein, Rosé, Sprudelnd,

des Aglianico von Vulture am ausgedehntesten ist.

Neuwein und Passito.

Viele der g.g.A. Weine werden gleichzeitig innerhalb der

Es ist nicht einfach sie durch einen gemeinsamen

Gebiete hergestellt die zur Doc-Herkunftsbezeichnung

Nenner zu beschreiben, denn sie können von sehr

gehören, obwohl für ihre Herstellung Trauben verwendet

unterschiedlichen Rebsorten stammen - von denen die

werden, die von hohem qualitativem Wert sind, gehören

empfohlen und/oder autorisiert für die Provinzen von

diese manchmal nicht den von der Doc, die in jenem

Potenza und Matera sind - jedes Produkt vereinigt in sich

Gebiet wirksam ist, vorgesehenen Rebsorten an, oder

alle wichtigsten Eigenschaften des Referenzterritoriums,

unterscheiden sich die Weinbereitungsmethoden von

vereint in sich Tradition und Geschichte.

jenen, die von der „überlappten“ Doc vorgesehen

Die niedrigste Alkoholgradation muss 10,5 Vol.% beim

werden.

Weiswein und 11Vol.% beim Rosé und Rotwein erreichen.

Im Bereich des Basilikata g.g.A. möchten wir die

Der Passito wird mit aromatisierten Trauben hergestellt,

Existenz eines Gebiets unterstreichen, das auf Grund

die man auf der Pflanze oder auf Darren trocknen lassen

seiner Geschichte, Tradition und Verbreitung Weine

darf. natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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IGT weine

GROTTINO VON ROCCANOVA g.g.A. ..

Der Wein aus den Sandsteinhohlen

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Bezeichnung

Grottino di Roccanova Igt

Geschützt laut

D.M. vom 14-3-2000 (G.U. n. 78 del 3-4-2000)

Ertrag traube

100 q/ha

Maximaler Ertrag Traube/Wein

75%

Typologien

Rotwein (auch als Neuer Wein), Rosé (auch lieblich und prickelnd) und Weiswein (auch lieblich und prickelnd) und Passito

Herstellungsgebiete

Gemeinde von Roccanova, Castronuovo Sant’Andrea, Sant’Arcangelo in der Provinz von Potenza

Rebsorten

Die Weine müssen aus einer oder mehr jener in der Provinz von Potenza empfohlenen oder erlaubten Trauben hergestellt werden. Die meist verwendeten darunter sind: Sangiovese, Barbera, schwarzer und weiser Malvasia der Basilicata, der Trebbiano und der Muskateller


IGT weine

Der Reichtum und die Vielfalt der zur Weinbereitung autorisierten Rebsorten und das günstige Klima der Valle dell’Agri, stellen nur zwei der drei Vorzüge dieser Gegend dar, um den Wein günstig altern zu lassen. Im Mittelpunkt des Alterungsprozesses stehen die Höhlen aus Sandstein, die für diese Region typisch sind und in denen der Wein an Farbe und Geschmack veredeln kann, vom Vergehen der Zeit beschützt durch das Gestein. In der Veredelung durch die

DIE HERSTELLUNG Der Anbau dieser Rebsorte stammt aus der Griechischen Kolonisation (III.-IV. Jahrhundert v.Chr.), die aus ihrer Heimat die Technik des Weinanbaus mitbrachten und verbreiteten, wie die Funde, die heute in den Museen von Metaponto und Policoro aufbewahrt werden, beweisen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die hochwertige und heilende «Bagarini» Weine, die von Plinius dem Alten im «Naturalis Historia» zitiert und nicht weit von Grumentum hergestellt wurden, direkt in Verbindung mit Roccanova standen. Noch heute wird in Roccanova, am Tag der „Immacolata“ (die Feier der unbefleckten Empfängnis) am 8. Dezember, ein Weinfest gefeiert, bei dem die Madonna «Spertusavotte» gefeiert wird. Bei dieser Feier wird der Wein das erste Mal umgegossen und die Höhlen werden gesalbt. Es handelt sich um charakteristische Kellerhöhlen, die direkt in den Sandstein gemeißelt wurden: manche wurden im XVIII. Jahrhundert angefertigt und viele Winzer führen sie den Besuchern voller Stolz vor, weil der gemeinsame Aufenthalt in diesen Orten, auch ein Grund sein kann, um Freundschaften zu verstärken. Die Krönung dieser Tradition und der qualitativen Entwicklung der letzten Jahre erfolgte im Jahr 2000 mit der Anerkennung der geschützten Herkunftsbezeichnung des Grottino di Roccanova. Das Herstellungsgebiet liegt in den Gemeinden von Roccanova, Castronuovo di S. Andrea und Sant’Arcangelo und deckt eine Fläche von 21,3 Hektar, die in der g.g.A. registriert sind. Die Landschaft ist hier mittel bis stark hügelig und die Höhe variiert von 400 bis 750 Meter über dem Meeresspiegel. Das Klima ist typisch für die inneren Regionen der Basilikata: der Winter ist streng und der Sommer warm, sehr trocken, das ganze Jahr über bleibt die Niederschlagquote gering und die meisten Niederschläge konzentrieren sich im Frühjahr und im Herbst. Der Boden ist sehr fruchtbar und die Felder sonnenreich, so dass die Trauben ein unverwechselbares Aroma und einzigartige Merkmale bekommen. Die meist verwendeten Typologien sind: Sangiovese, Barbera,

Lagerung im Sandstein liegt das Geheimnis des Grottinos aus Roccanova g.g.A., der seinen Namen der jahrhundertlangen Tradition verdankt, den Wein in den Höhlen, bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu lagern. Diese Grotten bilden unterirdische Gänge, die unter den Häusern der Siedlung im Sandstein gemeißelt wurden: manche stammen aus dem XVIII. Jahrhundert und es gibt über 300 davon.

Malvasia di Basilicata mit schwarzer und weißer Traube, der Trebbiano und der Moscato; die meist verbreiteten Anbausysteme sind das tiefe Spaliersystem oder nach traditioneller Art die Anbauform des Alberello. Bis heute existieren 14 Etiketten und das Herstellungsvolumen beträgt 163.000 Flaschen. Die Herstellung wird bis heute hauptsächlich von Familienbetrieben vorangetrieben. Im September 2008 wurde das Konsortium zum Schutz der g.g.A. gegründet, dem 5 Betriebe angehören.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Wein erreicht normalerweise keinen höheren Alkoholgehalt als 13%Vol. und er sollte bei etwa 18 °C serviert werden. Seine charakteristische Farbe ist das Rubinrot, das mit fortgeschrittenem Alterungsprozess intensiver wird und eine leichte Violette Note erhält. Der Duft erinnert an kleine Früchte, sein Geschmack ist trocken, weich und mit einer leichten Tanninnote.

Consorzio di tutela per la valorizzazione del Grottino di Roccanova Igt Obmann: Vincenzo Petruzzelli c/o Municipio di Roccanova Piazza del Popolo - Roccanova (PZ) Tel. +39 348 0053915 consorziogrottino@libero.it natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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DOP

DER PECORINO VON FILIANO DOP

..

Geboren auf den Weiden reich an Heilkrautern und Quellen

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DOP

Benennung

Pecorino di Filiano Dop

Siegel geschützt laut

Reg. CE n. 1485 vom 14-12-2007 (GUCE L. 330 vom 15-12-2007)

Eigenschaften

Hartkäse aus Schafsmilch

Herstellungsgebiet

Atella, Avigliano, Balvano, Baragiano, Barile, Bella, Cancellara, Castelgrande, Filiano, Forenza, Ginestra, Maschito, Melfi, Muro Lucano, Pescopagano, Picerno, Pietragalla, Pignola, Potenza, Rapolla, Rapone, Rionero in Vulture, Ripacandida, Ruoti, Ruvo del Monte, San Fele, Savoia di Lucania, Tito, Vaglio di Basilicata, Vietri di Potenza in der Provinz von Potenza

Der Pecorino von Filiano Dop ist das erste Nahrungsprodukt natürlichen Ursprungs aus der Region, das den Siegel der geschützten Herkunftsbezeichnung erhalten hat. Es handelt sich um einen Hartkäse, der aus Schafsvollmilch hergestellt wird, die von Schafe

DIE HERSTELLUNG Dort wo der Pecorino von Filiano Dop gemäß der DopVorschrift hergestellt wird, verwenden die Käser immer noch die traditionellen Utensilien, wie das «scuopolo» (ein Holzlöffel) um das Lab zu brechen und die «fuscedd» (die „fuscelle“), die charakteristischen Körbchen, die aus Binsen geflochten werden, um dem Käse seine typische Form zu verleihen. Die Schafzucht ist traditionell mit dieser Gegend verbunden und die große Zahl der Tiere, die bereits in der Vergangenheit gezüchtet wurden, hat auch die Namensgebung der Stadt des Pecorinos - nämlich Filiano - beeinflusst, denn sie stammt vom italienischen Wort für „spinnen“ und kommt von der Verarbeitung der Schafswolle. In diesem Sinne war auch das Produktionsnetzwerk der Adeligen von Doria repräsentativ, die sich bereits im 17. Jahrhundert zu einem kleinen Betrieb entwickelt hatten: im Territorium von Melfi gab es in der Schaf Schwein - Kuh - und Büffelzucht spezialisierte Gutshöfe. Es geht aus den Betriebsregistern, die im Staatsarchiv von Potenza aufbewahrt werden hervor, das allein die Schafzucht über 10.000 Tiere zählte. Somit wurde die Lokalwirtschaft auch durch die Verarbeitungsbetriebe von Milch und Wolle belebt. Die Schaf herden des «Betriebs» der Doria verweilten und weideten auf der Piana dell’Ofanto, wo sie überwinterten, und wurden im Sommer in die Höhen der Valle di Vitalba getrieben. Auf diesen Höhen fand im Juni und Juli das Ritual der Käserei statt, insbesondere zur Herstellung des Pecorinos, dessen Geschmack insbesondere den Kräutern der Weiden wie Oregano, Thymian, wilder Fenchel und auch dem an mineralen reichen Wasser, das aus den Schichten vulkanischen Ursprungs des Monte Vulture quillt, zu verdanken ist. Die urkundlich registrierten Betreibe sind heute 11:3 Käsereien und 8

der Rasse Gentile di Puglia und Lucania, Leccese, Comisana, Sarda und ihre Kreuzungen gewonnen wurde. In etwa 30 Gemeinden zwischen Vulture und Melandro wird dieser Käse hergestellt.

Züchter, die zum Konsortium zum Schutz des Pecorino von Filiano Dop gehören, aber das unausgeschöpfte Erweiterungspotential ist sehr groß.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Pecorino von Filiano Dop hat einen anfänglich süßen, delikaten Geschmack, wenn er gereift ist, dann wird dieser Geschmack pikanter und erhält ein typisches Aroma und Geruch. Zum größten Teil wird der Pecorino in Familienbetrieben, nach alter Käsertradition und mit Hilfe archaischer Technologien, aus natürlichen Produkten und in enger Verbundenheit zum Herkunftsterritorium hergestellt. Der Pecorino von Filiano hat eine zylindrische Form mit glatten Extremitäten, während die Ränder leicht gerundet oder konvex sein können. Das Gewicht schwankt zwischen 2,5 und 5 Kilogramm. Die Reifung dauert 180 Tage.

Consorzio di Tutela del Pecorino di Filiano Dop Obmann: Luigi Zucale Corso Giovanni XXIII - Filiano (PZ) Tel. e fax +39 0971 808757 info@pecorinodifiliano.it www.pecorinodifiliano.it natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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dop

DER CACIOCAVALLO SILANO DOP Delikat und lebhaft

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dop

Bezeichnung

Caciocavallo Silano Dop

Siegel geschützt laut

Reg. CE n. 1263 vom 1-7-1996 (GUCE L. 163 vom 2-7-1996) und Reg. CE n. 1204 vom 4-7-2003

Eigenschaften

Halbharter pasta-filata-Käse aus Kuhvollmilch

Herstellungsgebiete der Basilikata

Provinz von Matera: Accettura, Bernalda, Calciano, Cirigliano, Ferrandina, Garaguso, Gorgoglione, Irsina, Matera, Montescaglioso, Oliveto Lucano, Pisticci, Policoro, Pomarico, Rotondella, Salandra, Scanzano Jonico, San Giorgio Lucano, San Mauro Forte, Stigliano, Tricarico, Tursi Provinz von Potenza: Abriola, Acerenza, Albano di Lucania, Anzi, Atella, Avigliano, Balvano, Banzi, Baragiano, Bella, Brienza, Brindisi di Montagna, Calvello, Castelgrande, Castelsaraceno, Corleto Perticara, Filiano, Forenza, Genzano di Lucania, Grumento Nova, Lagonegro, Laurenzana, Lauria, Lavello, Maratea, Marsiconuovo, Marsicovetere, Melfi, Moliterno, Montemilone, Muro Lucano, Oppido Lucano, Palazzo San Gervasio, Paterno, Pescopagano, Picerno, Pietrapertosa, Pignola, Potenza, Rapone, Rionero, Ruoti, Ruvo del Monte, San Fele, Sant’Arcangelo, Tito, Tolve, Tramutola, Trecchina, Vaglio di Basilicata, Venosa, Viggiano

Obwohl er einen Hinweis auf eine bekannte geographische Ortschaftsbezeichnung Kalabriens in seinem Namen trägt, gehört der Caciocavallo Silano zu den Produkten die am ehesten mit der Basilikata in Verbindung gebracht werden. In der Tat gehört dieser Dop-Gütesiegel, der 1993 entstanden ist, zu den

Schutzsiegeln, die interregionale Wirkung haben, und verschiedene Gemeinden aus Kalabrien, Kampanien, Molise, Apulien, Basilikata interessieren. Es gibt etwa 52 lukanische Gemeinden, die in das Territorium des Caciocavallo Silano gehören und auf beide Provinzen verteilt sind.

DIE HERSTELLUNG

ERKENNUNGSMERKMALE

Die historischen Spuren, welche von der Bedeutung dieses Produktes zeugen, stammen bereits aus der Zeit des Hyppokrates, der 500 v.Ch. die Technik beschrieb, die von den Griechen angewandt wurde, um diesen Käse herzustellen. Plinius dagegen beschrieb aus römischer Sicht die Qualitäten des «butirro», einen Ahnen des Caciocavallos, den der Historiker als Delikatesse bezeichnete. Der Caciocavallo Silano Dop ist ein halbharter Pasta-filata Käse aus Kuhvollmilch. Die Milch darf auf maximal 58°C erhitzt werden, unter der Bedingung, dass die Prozedur im Etikett erwähnt wird. Die Milch wird dann mit dem Lab vom Kalb oder von der Ziege bei 36-38°C hinzugefügt. Sobald der Käsebruch die gewollte Konsistenz erreicht hat, wird er gebrochen, bis sich die Klumpen auf die Größe einer Nuss reduziert haben. Sobald der Teig fertig ist, kann er gerührt, geknetet und gezogen werden, nach einer bestimmten Prozedur: es wird eine Art Zopf geflochten, der geknetet und gezogen wird, bis er die gewollte Form erlangt hat. So geformt, wird der Teig kurz in sehr heißes Wasser getaucht und bei etwa 80-85°C am Ende abgetrennt. Dann wird die Operation per Hand wiederholt. Die so erhaltenen Formen werden zuerst in kühlendes Wasser eingetaucht, dann in Salzlake und schließlich zu zweit an Holzlatten gehängt um mindestens 30 Tage lang getrocknet zu werden.

Die Form ist oval oder konisch, mit einer kleinen Rundung an der Extremität oder ohne, in Abhängigkeit von den lokalen Traditionen. Das Gewicht variiert zwischen 1 und 2,5 Kg. Die Kruste ist dünn, glatt und strohgelb. Der Geschmack ist aromatisch, lieblich, zart und süß, wenn der Käse frisch ist, bis hin zu scharf, wenn er lange Zeit gelagert wurde. Zahlreich sind die kulinarische Zusammenstellungen, die von der Reife des Käses abhängen. In kleine Würfel geschnitten, kann er erste Gänge begleiten, die mit Gemüse und sommerlichen Salaten serviert werden. In Scheiben von mittlerem Durchmesser, kann er auch paniert werden und zu schmackhaften Medaillons verarbeitet werden. Der gereifte Caciocavallo Silano passt sehr gut zu Honig oder zu einem gut strukturierten Rotwein oder zu einem Passito.

Consorzio di tutela Formaggio Caciocavallo Silano Via Forgitelle - Camigliatello Silano (CS) Tel. e fax +39 0984 570832 www.caciocavallosilano.net

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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IGP

DIE FAGIOLI VON SARCONI g.g.A. Oval oder rund: immer schon weich und zart

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Bezeichnung

Fagioli di Sarconi Igp

Siegel geschützt laut

Reg. CE n. 1263 vom 1-7-1996 (GUCE L. 163 vom 2-7-1996)

Herstellungsbegiete

Sarconi, Grumento Nova, Marsiconuovo, Marsicovetere, Moliterno, Montemurro, Paterno, San Martino d’Agri, Spinoso, Tramutola, Viggiano, alle in der Provinz von Potenza

Typologien

Lokale Ökotypen von cannellino und borlotto (fasuli russi, tovagliedde rampicanti, verdolini, napulitanu vasciu, napulitanu avuti, ciuoti oder regina, tabacchino, munachedda, nasieddo, maruchedda, San Michele, muruseddu, truchisch, cannellino rampicante)


IGP

Ihr Geheimnis liegt im Wasser verborgen. Die Qualität der Bohnen von Sarconi g.g.A. ist wohl auf die milderen sommerlichen Temperaturen und auch auf die Frische der Bewässerung zurückzuführen, die es den Samen ermöglicht, einen hohen Anteil an einfachen Zuckerkristallen zu erhalten, die der Frucht ihren charakteristischen süßen Geschmack verleihen. In Sarconi, eine kleine Stadt in der Alta Val d’Agri, wurden einst nur wenige Felder bestellt, die gerade ausreichten, um den Eigenbedarf zu decken. Außerdem verwendeten die Bauern ausschließlich die traditionelle Bewässerungsmethode «a scorrimento». Erst mit der Anwendung des neuen Bewässerungssystems «a pioggia» konnte die Produktion verbessert werden

DIE HERSTELLUNG In der Antike war die Bohne den Griechen und den Römern bekannt, die diese Frucht regelmäßig verspeisten, diese Frucht aber keineswegs für eine Delikatesse hielten. Virgil zum Beispiel nannte die Bohnen «vilem phaseulum», weil man diese Nahrung leicht auftreiben konnte. Im Rezeptbuch von Apicius wird die Bohne als Vorspeise erwähnt und in scharfen Saucen verarbeitet. Während des Mittelalters wurde daraus die Nahrung des Volkes, weil der Anbau leicht fiel und da es eine sehr nahrhafte Frucht ist: Bohnen wurden zum Armenbrot, dem sogenannten «pane dei poveri». Die Ursprünge der Anbautradition in der Valle dell’Agri liegen im Dunkeln, auch wenn seit dem XVIII. Jahrhundert eine starke Tradition des Bohnenanbaus und der Verarbeitung im Territorium bezeugt ist. Die einzigartige Geschichte des Anbaus in dieser Region liegt in der Kombination verschiedener natürlichen Elemente: das Klima, die Eigenschaften des Bewässerungswassers (leicht und wenig alkalisch) und der stickstoffreiche und kalkarme Bodenreich alluvialen Ursprungs. Der Borlotto und der weiße Cannellino sind die meist verbreiteten Sorten obwohl die klassische Bohnenart von Sarconi der sogenannte «ciuoto» ist; verdolini, tabacchini, monachedde und tovaglielle gehören zu den hergestellten Ökotypen, sehr geeignet, auch um verzehrt zu werden, aber auch um in ihren unterschiedlichen Formen und besonderen Farben beobachtet zu werden

und daraufhin Resultate erreicht werden, die qualitativ und quantitativ die Einführung eines g.g.A. Siegels berechtigen konnten, der dann 1996 mit der Paprika aus Senise erhalten wurde. Die Anbaugebiete befinden sich auf über 600 Metern Höhe, während die Saat zwischen April und Juli stattfindet. Ein weitere Eigenschaft, die diese Bohnensorte mit dem Wasser in Verbindung setzt, liegt darin begründet, das sie kein Einweichen im Wasser vor dem Kochen benötigt, sondern «a prima acqua» (im ersten Wasser) und sehr schnell gegart werden können, womit sie ihre zarte Konsistenz und ihren Geschmack bewahren können.

(es sind über zwanzig Sorten davon bekannt). Die Kombination von Land und Produkt hat sich so sehr konsolidiert, dass es bereits 1981 zur Begründung einer der wichtigsten lukanischen Volksfeiern geführt hat, die gerade dem Fagiolo di Sarconi g.g.A. gewidmet ist: jedes Jahr, während der zweiten Hälfte des August, werden die Bohnen als Bestandteile der unterschiedlichsten Gerichten vorgestellt, von den ersten Gängen bis hin zum Eis, von der Pizza bis zur Marmelade. Die Besucher können bei dieser Gelegenheit durch die Gassen der Stadt die verschiedenen Restaurationsstände Revue passieren, die in Zusammenarbeit mit den besten Gaststätten des Tals organisiert wurden. Die Betriebe, die zum Konsortium zum Schutz des Siegels gehören, zählen 41 Hersteller, 4 Verpackungsfirmen; 24 Betriebe stellen urkundliche geschützte Produkte her, die auf einer Fläche von 42 Hektar angebaut wird.

ERKENNUNGSMERKMALE Die Bohne von Sarconi g.g.A. hat eine ovale oder runde Form und ist charakterisiert durch ein weiches Fruchtfleish, sowie leichte Verdaulichkeit. Die Sorten von Borlotto und Cannellino sind 19, ihre Merkmale sind helle Färbung, die von Gelb bis weiß reichen und evtl. dunkle Streifen haben. Im Handel sind diese Bohnen trocken, in von 250 und 500 Gramm Verpackungen, die das Siegel des Konsortiums tragen, erhältlich.

Consorzio di tutela dei Fagioli di Sarconi Igp Obmann: Terenzio Bove Piazza Aldo Moro, 1 - Sarconi (PZ) Tel. +39 0975 354488 - Fax +39 0975 354432

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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IGP

PAPRIKA VON SENISE g.g.A. ..

Knusprig und ein wahres Fest fur den Gaumen

Bezeichnung

Peperoni di Senise Igp

Siegel geschützt laut

Reg. CE n. vom 1-7-1996 (GUCE L. 163 vom 2-7-1996)

Anbaugebiet

In der Provinz von Potenza: Chiaromonte, Francavilla, Noepoli, Roccanova, Sant’Arcangelo, Senise; in der Provinz von Matera: Colobraro, Craco, Montalbano Jonico, San Giorgio Lucano, Tursi, Valsinni

Typologie

Echotypen stumpf, hakenförmig, spitz

Man findet sie zwischen der Provinz von Potenza und Matera, zwischen den Flüssen von Sinni und Agri. In dem Gebiet, das sich im mittleren und südlichen Teil der Basilikata befindet. In dieser Region färben die Paprika g.g.A. mit ihren feurigen Farben die Balkons der weisen Häuser der kleinen Dörfer während der Zeit der Dörre wie ein pulsierendes Herz. In Senise blüht die Tradition neu auf, festlich mit der Gasse der Paprika, dem «U Srittul ru Zafaran», denn «Zafaran» ist der Name der knusprigen Paprika, auch «cruschi» genannt, die zum Beispiel al Beilage zum frittierten Stockfisch serviert werden. Doch «U Srittul

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ru Zafaran» bezeichnet auch das Fest, das Mitte August in Zusammenhang mit dem Fest von San Rocco stattfindet und unter anderem sowohl das Stadtzentrum von Senise als auch die Paprika von Senise fördern soll. Zu dieser Gelegenheit werden die Gassen mit den sogenannten «serte», Ketten aus Paprikafrüchten, die von den Balkonen hängen, während auf den Marktplätzen gedeckte Tische aufgestellt werden, die mit allen einheimischen Produkten geschmückt sind. Es fehlt natürlich nicht die Möglichkeit, die typische Paprika zu probieren, die auf verschiedensten Arten zubereitet werden, sogar als Eis.


IGP

Consorzio per la tutela dei Peperoni di Senise Igp Obmann: Antonio Gazzaneo Corso Garibaldi, 283 - Senise (PZ) Tel. e fax +39 0973 585733

DIE HERSTELLUNG Die Geschichte erzählt, das die Paprika zwischen 1500 und 1600 in Senise eingeführt wurde, seitdem haben die lokalen Bauern jene Varietät selektiert, die bis heute angebaut wird. Die Paprika wurde sowohl getrocknet als auch zu Pulver verarbeitet. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung «zafaran», die an das kostbare Gewürz des Safrans erinnert. Die Paprika von Senise g.g.A. wird zwischen Februar und März gepflanzt und im Juli geerntet. Der Anbau betrifft einheimische Ökotypen, die sich auf Grund des Vitamin C - Gehalts und des niedrigeren Wassergehalts auszeichnen. Diese Spezialität wird frisch, getrocknet und als Pulver gehandelt. Die Trocknung erfolgt nach traditionellen Methoden, durch die indirekte Sonnenbestrahlung: die Paprika wird in langen „Ketten“ an sonnigen und luftigen Plätzen aufgehängt. Um jede restliche Feuchtigkeit zu beseitigen und um den Mahlprozess zu erleichtern, um das Pulver zu produzieren, wird die Paprika sehr kurz im Backofen erhitzt. Die Betriebe, die sich an die Vorschriften für den

Gütesiegel des Peperone von Senise g.g.A. halten, zählen vier Hersteller und drei Verarbeitungsunternehmen.

ERKENNUNGSMERKMALE Die Paprika von Senise g.g.A. hat eine spitzige Form, kann hakenförmig oder stumpf sein, was vom Typ abhängt. Anfänglich sind sie grün, dann dunkelrot purpurrot und von kleiner Größe. Das Fruchtfleisch ist dünn und die Beere löst sich nicht vom Stängel während der Trocknung. Der Geschmack ist süß. Die Paprika von Senise wird bei der Zubereitung zahlreicher Gerichte verwendet, die aus der traditionellen bäuerlichen Küche stammen: wenn sie im heißen Öl gegart und gesalzen werden, nennt man sie «cruschi», was knusprig bedeutet, und mit Käse, frischem Gemüse, wie Kichererbsen oder Salaten oder Stockfisch, serviert. Sie können auch als köstliches und originelles Aperitif serviert werden. Das Pulver dient außerdem der Verfeinerung zahlreicher lukanischer Wurstwaren, deren Geschmack, Färbung es beeinflusst und deren Reifung es leicht. natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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IGP

BROT VON MATERA g.g.A. Ein junges Herz mit viel Tradition

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Bezeichnung

Pane di Matera Igp

Siegel geschĂźtzt laut

Reg. CE n. 160 vom 21-2-2008 (GUCE L. 48/28 vom 22-2-2008)

Eigenschaften

20% des GrieĂ&#x;es muss aus regionalen Weizensorten stammen und lokalen, traditionellen Getreidearten wie, Senatore Cappelli, Duro Lucano, Capeiti, Appulo, die im Umkreis von Matera angepflanzt wurden

Herstellungsort

Die gesamte Provinz von Matera


IGP

Das Brot von Matera g.g.A. ist zeitlich gesehen das letzte Produkt mit lukanischer Herkunftsbezeichung, das von der europäischen Regelung zum Schutz der lokalen Produkte profitieren konnte: im Februar 2008 erhielt es gemäß EU-Verordnung den Siegel der geschützten geografischen Angabe „g.g.A.“, das auf italienisch Igp genannt wird. Erst im Oktober sind die ersten 5 Namen der urkundlich anerkannten Brotbäcker bekannt gegeben worden. Doch die Tradition des Brotes von Matera reicht zurück bis ins 16. und 17. Jahrhundert. Viele Legenden und Volksagen, die aus jener Zeit stammen, bezeugen wie wichtig der Weizenanbau und die Kultur der

Weizenverarbeitung in den Gebieten um Matera seit dem geblieben ist. Zu den handwerklichen Produkten, die mit der Brotherstallung in Matera verbunden sind, gehören z.B. die «timbri», zierliche Holzstatuen, die von den Schäfern während des Viehtriebs, auch Transhumanz genannt, geschnitzt wurden und dazu dienten, die Brotformen vor dem Backen zu „markieren“, um sie danach ihrem Besitzer zuordnen zu können. Sie wurden mit den Initialen des Familienhaupts verziert und trugen die Züge von Menschen oder Tiere (sie bildeten Menschen, Frauen, Hähne, Hühner, Katzen, Hunde usw. ab). Heute sind sie wahre Sammelobjekte.

DIE HERSTELLUNG

ERKENNUNGSMERKMALE

Ein Grund, der unter anderem dazu beigetragen hat, dass das Brot von Matera durch eine g.g.A. geschützt wurde, liegt in den Eigenarten der Zubereitung begründet. Laut Verordnung legt die EU-weite Regelung die Zubereitungsmodalitäten der Hefe mit frischem Fruchtfleisch aus reifen Früchten fest. Das Fruchtfleisch wird zuvor im Wasser gegärt. Durch diese typische Vorbereitungsweise wird verhindert, dass auch Hefesorten verwendet werden, die nicht aus der heimischen Manufaktur stammen. Zum Backen müssen einheimische Holzarten verwendet werden, deren Harze und Duft den typischen Geschmack des Produkts auszeichnen. Der Grieß muss zu einem Mindestanteil von 20% aus einheimischen Weizen stammen, deren Sorten festgelegt sind wie, Senatore Cappelli, Duro Lucano, Capeiti und Appulo. Diese Weizensorten werden in der Herstellungsregion und Umgebung von Matera angepflanzt. Um das Produkt zu verfeinern und die Verbindung zum Territorium zu unterstreichen, wird zur Zeit auch eine neue Grießmischung getestet, die aus einem Mindestanteil von 20% der „Senatore Cappelli Sorte“ besteht und deren Restanteil aus den Sorten gewonnen wird, die auf der Collina Materana angebaut werden. Wie zuletzt auch die jüngsten Schlagzeilen bekannt gaben, hat das Brot von Matera g.g.A. eine weitere „Tugend“ bewiesen - trotz der Preiserhöhung der meisten Backprodukte (Pasta und Brot) auf Grund der Erhöhung des Weizenpreises im Großhandel hat die Landesregierung der Region Basilicata, in Zusammenarbeit mit dem Verbraucherschutz und der Handelsgewerkschaft den Verkaufspreis dieser typischen Brotsorte festgelegt: der Preis muss pro Kilogramm in der Spanne zwischen 1,40 und 2,20 Euro liegen. Diese Initiative erntete Lob und Anerkennung beim Minister für Landwirtschaftspolitik Luca Zaia.

Das Brot von Matera g.g.A. wird in der charakteristischen Hörnchen- oder unregelmäßigen, klumpigen Form als „Pane Alto“ gefertigt und wiegt dann etwa 1-2 Kilogramm. Die Kruste ist mindestens 3 mm dick während die Brotkrume Strohgelb gefärbt, aber mit unregelmäßigen Luftblasen versehen sein muss, deren Luftfeuchtigkeit nicht die 33% überschreiten darf. Zahlreiche Vorzüge zeichnen das Brot von Matera aus: nicht nur schmackhaft, sondern ebenso gut verdaulich und einige Tage haltbar. Mit diesem Produkt ist auch ein typisches Rezept verbunden, ein traditionelles Rezept das «cialledda» genannt wird: eine originelle Minestra deren Hauptbestandteil aus altbackenem Brot besteht, verfeinert mit Olivenöl extravergine, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Salz, Origano und eine Auswahl vom regionalen Gemüse.

Associazione per la Promozione e valorizzazione del Pane di Matera Obmann: Massimo Cifarelli Via XX Settembre, 25 - Matera Tel. +39 0835 385630 - Fax +39 0835 383099 natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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DOP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

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DER EXTRAVERGINE OLIVENOL VON “VULTURE” DOP Das Gold aus dem erloschenem Vulkan

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Bezeichnung

Olio extravergine di oliva del Vulture Dop (vorläufige Herkunftsbezeichnung)

Siegel geschützt laut

D.M. vom 25-3-2005 (G.U. n. 78 vom 5-4-2005)

Anbaugebiete

Atella, Barile, Ginestra, Maschito, Melfi, Rapolla, Rionero in Vulture, Ripacandida, Venosa in der Provinz von Potenza

Typologie der Pflanze

Ogliarola del Vulture (70%), zum übrigen Teil 30% Coratina, Cima di Melfi, Palmarola, Provenzale, Leccino, Frantoio, Cannellino e Rotondella, die gemischt oder getrennt verwendet werden


DOP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

Im Herstellungsgebiet des Extravergine Olivenöl von Vulture Dop befinden sich innerhalb weniger Kilometer Distanz voneinander getrennt zwei Städte des Öls: Barile und Rapolla.

Es ist das greifbare Zeichen einer Tradition, die seit Jahrhunderten andauert und dennoch heute noch aktuell ist, die diese Gebiete auszeichnet und aus wirtschaftlicher Sicht belebt.

DIE HERSTELLUNG Das Extravergine Olivenöl von Vulture Dop erhält seine Besonderheit auf Grund zweier agronomischer und umwelttechnischer Merkmale: die klimatische Beschaffenheit der Gegend und der vulkanische Ursprung des Anbaugebiets. Die mit Olivenbäume bebauten Grundstücke befinden sich zum größten Teil auf den Hängen des Monte Vulture, ein antiker, nun inaktiver Vulkan, fast alle wachsen am Hang und erreichen die Höhe bei der auf Grund von Luftbedingungen und klimatischen Bedingungen der Olivenbaum allein überleben kann. Über die Jahrhunderte haben die Olivenbauer und die Inhaber der Olivenpressen gelernt, die Herstellungsmethoden an das Territorium anzupassen und angemessene Anbautechniken zu entwerfen. Das Extravergine Olivenöl von Vulture Dop stammt von der Presse von Oliven, die in den 9 Gemeinden von Vulture geerntet und verarbeitet worden sind. Zu 70% besteht die angebaute Fläche aus dem Ökotyp der Ogliarola Olive, insbesondere der Ogliarola del Vulture, die übrigen 30% der Pflanzen gehören den Sorten der

Coratina, Cima di Melfi, Palmarola, Provenzale, Leccino, Frantoio, Cannellino und Rotondella an, die alleine oder in Gemeinsamkeit verwendet werden. Auch die Abfüllung in Flaschen muss in der Gegend des Vulture geschehen, um Kontrolle, Nachweisbarkeit und Qualität des Produktes zu garantieren. Zum Zweck des Mahlens und der Extraktion des Öls dürfen nur mechanische und physische Prozesse verwendet werden. Das Olivenöl muss im Herstellungsgebiet konserviert werden, am Besten in wenig beleuchteten Räumen, bei einer Temperatur, die zwischen 18 und 10°C Grad liegen muss.

ERKENNUNGSMERKMALE Das extravergine Olivenöl von Vulture Dop ist durchsichtig, mit einer leicht gelblichen, bernsteinfarbigen Tönung und grünlichem Reflex. Der Duft ist fruchtig, mit einem leichten Hauch von Tomate; der Geschmack ist mittelfruchtig, von reifer Olive, ein süßer, leichter Mandelgeschmack, mit einer bitteren und pikanten Note.

Consorzio di tutela Olio extravergine d’oliva «Vulture» c/o Oleificio Cooperativo Rapolla Fiorente Obmann: Giovanni Grimolizzi Zona Industriale - Rapolla (PZ) Tel. e fax +39 0972 760200 rapolla63@libero.it

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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DOP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

weiß en BOHNEN VON ROTONDA DOP Die weißen Bohnen mit dem «garibaldinischen» Geist

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DOP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

Bezeichnung

Fagioli Bianchi di Rotonda Dop (vorläufige Herkunftsbezeichnung)

Siegel geschützt laut

D.M. vom 2-4-2008 (G.U. n. 89 vom 15-4-2008)

Anbaugebiet

Castelluccio Inferiore, Castelluccio Superiore, Rotonda, Viggianello in der Provinz von Potenza

Typologien

Fagiolo Bianco e Tondino Bianco (o Poverello Bianco)

Vier typische Städtchen am Fuße des Pollino Massivs, im größten Naturpark Italiens, streiten um ein Primat: sie beantragten beide gleichzeitig den nationalen,

DIE HERSTELLUNG Castelluccio Inferiore, Castelluccio Superiore, Rotonda und Viggianello heißen die Dörfer des Tals von Mercure - bereits bekannt dank des Anbaus der roten Aubergine von Rotonda - die das geschützte Anbaugebiet der weißen Bohnen von Rotonda bilden, außerdem befinden sich darin sieben Betriebe, die in der Dop- Zertifikation involviert sind. Die lokalen Ökotypen für die Weißen Bohnen von Rotonda Dop sind 2: der Fagiolo Bianco und der Tondino Bianco (auch «poverello» genannt). Die Hauptmerkmale der Bohnen von Rotonda Dop, die sie qualitativ so sehr von anderen Sorten unterscheiden, sind der hohe Proteingehalt (er erreicht sogar 27% der getrockneten Substanz), der niedrige Prozentsatz an Hülle im Verhältnis zum Gesamtgewicht, wodurch die Kochzeiten drastisch verkürzt werden und der zarte Geschmack, der dadurch erhalten bleibt und sie so beliebt unter den Verbrauchern macht und schließlich die homogene Farbe ohne Streifen. Diese Merkmale verdankt man den günstigen klimatischen Bedingungen der Gegend, mit milden Temperaturen und reichen Niederschlägen in der Zeit von Oktober bis Mai und der durch Überschwemmungen entstandenen Bodenbeschaffung, die sandig, lehmund tonhaltig ist, frisch, tief und nahrhaft mit guter Wasserspeicherkapazität. Die Produktion der weißen Bohnen darf nicht 13 Tonnen pro Hektar überschreiten, die den 3 Tonnen des getrockneten Produktes entsprechen. Die Ernte der Hülsen beginnt im August und muss bis Oktober beendet werden, sie darf nur von Hand stattfinden. Auf dem Mark sind sowohl die frischen Produkte, die man noch enthülsen muss, als auch die getrockneten auffindbar. Die Geschichte erzählt, dass sogar Giuseppe Garibaldi ein großer Liebhaber der Fagioli Bianchi von Rotonda Dop gewesen ist. Ein Bericht davon ist in der Ausgabe des 2. September 1860 vom «L’Eco di Basilicata Calabria Campania» enthalten.

transitorischen Herkunftssiegel Dop für zwei typischen Produkte und hatten in beiden Fällen erfolg: die “Bohnen von Rotonda Dop“ und die „Aubergine von Rotonda Dop“.

Darin wird geschildert wie der Held der zwei Welten auf dem Heimweg aus Sizilien in Rotonda halt machte und dort übernachtete und aß. Er fand dort die weißen Bohnen so gut, dass er ein Beutel davon mitnahm um sie in seiner Caprera anzupflanzen. Von da an sind diese Bohnen ein Markenzeichen der Hülsenfruchtproduktion aus dem Pollino bekannt.

ERKENNUNGSMERKMALE Die Fagioli von Rotonda Dop sind weiß, ohne Streifen und zeichnen sich auf Grund ihres reichhaltigen Proteingehalt aus, weil ihre Hülse so zart ist und daher schneller gar werden. Unter den typischen Rezepten der Anbaugegend gibt es die Scarole mit weißen Bohnen; Kohl mit weißen Bohnen; Kartoffeln, Bohnen und Suppe; Bohnen und Scorza (Schwein mit Schwarte); Lagane (eine Hülsenfrucht) und Bohnen. Heute werden diese Gerichte, obwohl sie immer noch im familiären Kreis konsumiert werden, auch in Restaurants, in Bauernhöfen sowie bei Volkfesten serviert. Unter den Veranstaltungen möchten wir die seit fast 30 Jahre stattfindende Sagra del Fagiolo Bianco von Rotonda Dop erwähnen, die jeden August Tausende von Besuchern in die gleichnamigen Ortschaft lockt und damit zeigt wie eng das Territorium mit dem Produkt selbst noch verbunden ist.

Comitato promotore per il riconoscimento della Melanzana Rossa di Rotonda Dop e dei Fagioli Bianchi di Rotonda Dop Obmann: Giuseppina De Marco c/o AASD Pollino Contrada Incoronata - Rotonda (PZ) Tel. +39 0973 667545 - Fax +39 0973 667621 azienda.pollino@alsia.it

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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DOP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

DIE ROTE AUBERGINE VON ROTONDA DOP Ein Original aus Berufung

Bezeichnung

Melanzana Rossa di Rotonda Dop (vorläufige Herkunftsbezeichnung)

Siegel geschützt laut

D.M. com 2-4-2008 (G.U. n. 90 del 16-4-2008)

Herstellungsgebiete

Castelluccio Inferiore, Castelluccio Superiore, Rotonda, Viggianello in der Provinz von Potenza

Es handelt sich dabei um eine Sorte, die aus Etiopien stammt (Solanum aethiopicum), die nur im Tal des Mercure wächst, im Nationalpark des Pollino. 1800 wurde diese Aubergine zum ersten Mal nach Italien in

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die Gemeinde von Rotonda importiert, wahrscheinlich von Soldaten, die vom Kolonialkrieg zurückkehrten, wie einige neunzigjährige Zeugen aus der Gegend bestätig haben.


DOP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

Die Bodenbeschaffung des Anbaugebiets ist alluvial, sandig, frisch, tiefgreifend und sehr fertil, mit einer guten Wasserspeicherungskapazität. Das Klima ist mild während der sommerlichen Monaten, wenn die Temperaturen um die 20-22°C liegen, und die zahlreichen Quellen und Bäche, welche das frische Wasser in den Zubringern des Mercure leiten, garantieren ideale Bedingungen, um die Rote Aubergine anzupflanzen, die einzige in Italien, die sich einer g.g.A. würdig erwiesen hat; diese Pflanze wurde auch von Slow Food seit 2000 als Beispiel für ein zu schützendes Ökoprodukt erklärt. Die noch jungen Pflanzen werden im Mai eingepflanzt und die erste Ernte erfolgt dann im August und wird bis zu den ersten kälteren Tagen fortgeführt. So wie man Tomaten und Paprika konserviert, wird auch diese Auberginensorte als «insertate» aufbewahrt, also in Sträuße zusammengebunden und zum Trocknen im offenen oder geschlossenem Raum aufbewahrt.

ERKENNUNGSMERKMALE Auf Grund ihrer äußeren Beschaffenheit ähnelt sie komischerweise der Form und der Farbe nach zu beurteilen einer Tomate oder einem Kaki. Es ist kein Zufall, dass die Melanzana Rossa von Rotonda in seiner Umgebung «tomatenähnliche Aubergine» (auf Dialekt «merlingiana a pummadora») genannt wird, denn sie ist nicht sehr groß und rundlich und sie hat eine orangene, von Streifen durchzogene farbliche Tönung, die um so rötlicher wird, desto reifer die Frucht ist. Vom Duft her ähnelt sie einer Feige, während sie auf dem Gaumen einen scharfen und leicht bitteren Geschmack hinterlässt. Sie wird meist in Essig oder Öl eingelegt und als Antipasto oder Beilage serviert, aber man kann sie auch auf der Pizza verwenden, in Süßwaren oder im Eis. Eine weitere Eigenschaft, die sie von anderen Auberginensorten unterscheidet, ist dass ihr Fruchtfleisch beim Kontakt mit der Luft nach einem Schnitt nicht schwarz anfärbt.

DIE HERSTELLUNG 1992 wurde diese Aubergine wissenschaftlich erstmals erfasst und klassifiziert, als sich ein Forschungsteam des C.N.R. aus Bari auf einer der regelmäßigen Explorationen durch Süditalien in Rotonda aufhielt, um Germoplasmaproben zu sammeln. Die einheimischen Bauern bauten diese Sorte hauptsächlich für den Eigengebrauch an, während man heute dank der g.g.A. die Herstellung einen bemerkenswerten Zuwachs erfahren hat.

Comitato promotore per il riconoscimento della Melanzana Rossa di Rotonda Dop e dei Fagioli Bianchi di Rotonda Dop Obmann: Giuseppina De Marco c/o AASD Pollino Contrada Incoronata - Rotonda (PZ) Tel. +39 0973 667545 - Fax +39 0973 667621 azienda.pollino@alsia.it

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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IGP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

DER IN FONDACO GEREIFTE CANESTRATO VON MOLITERNO g.g.A ..

Der Pecorino im fuscelle-Korbchen

Wenn man die Geschichte des Canestrato von Moliterno erzählen müsste, würde man von der letzten Phase der Verkäsung beginnen müssen: die Reifung. Über die Jahrhunderte hat sich in Moliterno, einem kleinen Dorf in der Val d´Agri, die Kunst der Reifung des Schafs- und Ziegenkäses in sogenannten «fondaci» gebildet, charakteristische Lokale, deren Namen auch im Gütesiegel der Herkunftsbezeichnung dieser

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Käsesorte ausschlaggebend ist. Diese Igp (g.g.A.) ist die einzige geschützte Herkunftsbezeichnung für ein Milchprodukt der gesamten Basilikata und wurde 2005 von der EU ratifiziert. Der Fondaco ist ein gutgelüfteter und frischer Raum, indem verschiedene Faktoren zur Entstehung bestimmter mikroklimatischer Bedingungen führen, die ideal sind für dieses Produkt und es einzigartig und sehr beliebt machen.


IGP (vorlÄufige Herkunftsbezeichnung)

Bezeichnung

Canestrato von Moliterno Stagionato in Fondaco Igt (vorübergehender nationaler Siegel zum Schutz geographischer Angaben)

Siegel geschützt laut

D.M. vom 21-5-2005 (G.U. n. 181 vom 5-8-2005)

Eigenschaften

Hartkäse aus Ziegen- und Schafsrohmilch

Rasse

Schafe: Gentile aus Lukanien und Apulien, Lecce, Sardinien, Comiso und Kreuzungen. Ziegen: aus dem Gargano, Malteser, Ionica Camosciata und Kreuzungen

Herstellungsgebiete

In der Provinz von Potenza: Armento, Brienza, Calvello, Calvera, Carbone, Castelluccio Inferiore, Castelluccio Superiore, Castelsaraceno, Castronuovo Sant’Andrea, Cersosimo, Chiaromonte, Corleto Perticara, Episcopia, Fardella, Francavilla in Sinni, Gallicchio, Grumento Nova, Guardia Perticara, Lagonegro, Latronico, Lauria, Marsiconuovo, Marsicovetere, Missanello, Moliterno, Montemurro, Nemoli, Noepoli, Paterno, Rivello, Roccanova, Rotonda, San Chirico Raparo, San Costantino Albanese, San Martino d’Agri, San Paolo Albanese, San Severino Lucano, Sant’Arcangelo, Sarconi, Senise, Spinoso, Teana, Terranova del Pollino, Tramutola, Viggianello, Viggiano In der Provinz von Matera: Accettura, Aliano, Bernalda, Craco, Cirigliano, Ferrandina, Gorgoglione, Montalbano Jonico, Montescaglioso, Pisticci, Pomarico, Scanzano Jonico, Stigliano, Tursi

DIE HERSTELLUNG Bereits im 18. Jahrhundert wurde die Herstellung von Pecorino zur Hauptbeschäftigung der Einwohner von Moliterno. Der Historiker Racioppi konnte schon im 19. Jahrhundert nachweisen, dass die Bezeichnung «Moliterno» aus der Wurzel «mulcternum» stammte, was so viel bedeutet wie «Ort an dem man Milch herstellt, wo die Tiere gemolken werden und die Milch fermentiert wird». Die Milch, aus die der Canestrato gewonnen wird, stammt aus einer Zucht von Schafen und Ziegen, die in den 47 Gemeinden der Provinz von Potenza und 14 Provinzen von Matera leben. Ein weites Territorium, reich an Weiden, wo die Herden genug Gras und reiche Nahrung finden und wo die Kunst und das Wissen der Hirten in einer langjährigen Tradition wurzelt, die bis hin zur bäuerlichen Kultur der Magna Graecia zurückreicht. Der Canestrato von Moliterno g.g.A. wird aus Rohmilch oder pasteurisierter Milch in den wärmsten Monaten des Jahres gewonnen. Der Anteil an Schafsmilch darf nicht geringer als 70% sein und nicht höher als 90% liegen und der Anteil an Ziegenmilch darf nicht unter 10% und nicht über 30% sein. Die Käsertechnik sieht vor, dass die nicht zu Käse verarbeitete Milch binnen 2 Stunden gekühlt aufbewahrt werden muss und innerhalb der folgenden 48 Stunden verarbeitet wird. Die Milchfermentierung muss bei einer Temperatur zwischen 36 und 40 Grad innerhalb von 30 min. nach Zuführung von Lab eines Lämmchens oder Zickleins stattfinden. Daraufhin muss die entstandene Masse zu kleinen Klumpen verarbeitet werden, von der Größe eines Reiskörnchen. Nach wenigen Minuten Ruhe, werden die

Klumpen aus dem Serum entfernt und in ein aus Stroh geflochtenem Körbchen deponiert, der sogenannten Fuscella. Dieses Körbchen verleiht dem Käse auch seinen Namen Canestrato (von Canestro = Korb). Nach dem Einfügen in diese Form erfolgt die Trocknung durch das Einlegen in Salz, welche nach 12 bis 24 Stunden stattfindet. Die Trocknung muss nach höchstens 15 Tagen abgeschlossen sein. Während der Reifung, die mindestens 30 Tage dauert, trocknet der Pecorino, er wird gesäubert und immer wieder gewendet und kann an der Oberfläche mit Öl behandelt werden. Um so länger die Trocknung gedauert hat, je unterschiedlicher fällt die Bezeichnung des Canestrato aus: als «primitivo» wird er nach einer Lagerungszeit bis zu 6 Monaten bezeichnet, als «stagionato» ab 6 Monaten und als «extra» erst nach einem Jahr Lagerung.

ERKENNUNGESMERKMALE Bestehend aus homogenem Hartteig weist der in Fondaco gereifte Canestrato von Moliterno g.g.A. eine strohgelbe Farbe und einen pikanten Geschmack auf. Er schmeckt stark und würzig und diese Note intensiviert sich mit dem fortschreitender Reifung.

Consorzio di tutela del Pecorino Canestrato di Moliterno stagionato in fondaco Obmann: Antonio Pugliese Via Roma - Moliterno (PZ) Tel. e fax +39 0975 668061 www.pecorinodimoliterno.com

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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ANTRAG FĂœR DOP EINGEREICHT

DIE GEBACKENE OLIVE AUS FERRANDINA ..

Ein Leckerbissen fur jeden Gaumen

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Bezeichnung

Oliva infornata di Ferrandina

Siegel anerkannt von

Presidio Slow Food; die Anfrage auf den Erlass einer Dop ist an das Ministerium eingereicht worden

Anbau - und Herstellungsgebiet

In der Provinz von Matera: Accettura, Aliano, Cirigliano, Ferrandina, Gorgoglione, Salandra, San Mauro Forte, Stigliano

Typologie

Maiatica


ANTRAG FÜR DOP EINGEREICHT

Die gebackene Olive aus Ferrandina vom Präsidium von Slow Food anerkannt und ist einmalig auf Grund der Zubereitung die besonders komplex ist: die ersten Zeugnisse der Verwendung dieser Aufbereitungstechnik bei Oliven geht zurück bis zum 18. Jahrhundert. Gegenwärtig werden kaum mehr die Holzöfen verwendet, um die Oliven zu trocknen, denn ab 1910 wurden diese durch Trocknungsanlagen ersetzt, die

DIE HERSTELLUNG Es handelt sich um Oliven der Sorte Maiatica, von denen die gebackenen Olive von Ferrandina stammt, für diese Olivensorte wurde einen Gütesiegel zum Schutz der Herkunftsbezeichnung bereits beantragt. In der Collina Materana bedeckt die Olive etwa 80% der Gesamtfläche und es ist die Maiatica, die meistverbreitete Typologie der Pflanzungen, weil sie ausgezeichnete klimatische Bedingungen im Tal des Basentos findet und außerdem die Bodenbeschaffenheit sehr reich an Ton ist, was dieser Oliventypologie besonderen organoleptischen Merkmalen verleiht, die sie sehr zur Herstellung von Olivenöl als auch von gebackenen Oliven eignen. Insbesondere konzentriert sich zu 20% die Gesamtherstellung auf die Gegend von Ferrandina in der Provinz von Matera. Von diesen Früchten ist die Hälfe für die Trocknung bestimmt. Die Maiatica hat besonders große Früchte mit einem sehr kleinen Kern im Verhältnis zur Masse des Fruchtfleisches. Dieses Merkmal ist fundamental für einen idealen Backvorgang, der nur bei voll gereiften Oliven gelingen kann, die also ein saftiges Fruchtfleisch und große Dimensionen haben müssen. Nach der Lese werden die Oliven auf einer Holztafel etwa eine Woche lang getrocknet. Daraufhin werden sie im heißen Wasser kurz eingetaucht, dann abgetrocknet, gesalzen und mit Oregano und Wildfenchel gewürzt. Sind einige Tage vergangen wird der Backvorgang vorgenommen, die sogenannte «infornata». Die Oliven werden dann bei mittlerer Temperatur in Trocknungsvorrichtungen bei etwa 50°C gebacken. Der Vorgang wird zweimal wiederholt, damit der natürliche Geschmack der Oliven zur Geltung kommen kann, ohne dass die Süße der Maiatica Olive verloren ginge.

mit heißer Luft funktionierten und in Deutschland produziert und erst später auch in Neapel nach dem deutschen Vorbild nachgebaut wurden. Die Modernisierung erhöhte die Produktion und ließ zu, dass die Hersteller nicht nur mit den angrenzenden Regionen Handelsverträge abschließen konnten, sondern ebenso mit Amerika, wo sie große Mengen an gebackenen Oliven schickten.

mit geriebenen Zitronen und Orangenschalen gewürzt. Sie passen außerdem ausgezeichnet zu Wurstwaren und lukanische Käsesorten, insbesondere zu gut gereiften Pecorino, aber auch zu Orangensalat oder Stockfisch mit Sauce.

EXTRAVERGINE OLIVENÖL MAIATICA Die Olive von Maiatica eignet sich nicht nur für den Verzehr sondern ebenso für die Herstellung von Olivenöl, mit anderen Worten findet sie eine zweifache Verwendung. Die Olivenbäume dieser Sorte wachsen nur in dieser Gegend: sie existieren weder im Mittelmeerbecken, noch im Rest der Welt. Für das daraus gewonnene Olivenöl wurde bereits der Antrag für den Siegel zum Schutz der Herkunftsbezeichnung eingereicht, ausnahmsweise durch die Erwähnung des Zusatzes „Maiatica“ (da man die Sorte normalerweise nicht dazu verwenden darf) weil der Begriff mit der Bezeichnung der Gegend zusammenfällt. Der Erlass sieht vor, dass das Olivenöl “Maiatica” Dop nur durch die Presse von Oliven dieser Sorte zu 70% hergestellt werde und für die restliche 30 % aus den Sorten Coratina, Augellina, Justa, Leccino, Frantoio, Ogliarola, zusammen oder einzeln. Das Öl hat eine grünliche Farbe mit gelbe Reflexe; der Geruch ist fruchtig und von Olive, mit einer leichten bis starken würzigen Note. Der Geschmack ist leicht bitter und scharf und beide Komponenten sind ausgewogen. Das Herstellungsgebiet überschlägt sich teilweise mit dem der gebackenen Olive von Ferrandina und zählt 15 Gemeinden (Accettura, Aliano, Calciano, Cirigliano, Craco, Ferrandina, Garaguso, Gorgoglione, Oliveto Lucano, Salandra, San Mauro Forte, Stigliano, in der Provinz von Matera; Gallicchio, Missanello, Sant’Arcangelo in der Provinz von Potenza).

ERKENNUNGSMERKMALE Die gebackenen Oliven aus Ferrandina sind schwarz, saftig und süß von Geschmack. Sie werden in Tongefäßen aufbewahrt und sowohl verpackt als auch lose verkauft. Man kann sie, so wie sie sind verzehren, oder nach traditioneller Art mit Extravergine Olivenöl aus Maiatica, frischem in kleine Splitter geschnittenem Knoblauch,

Presidio Oliva infornata di Ferrandina c/o Gal Le Macine Referente: Angela Ciliberti Tel. +39 0835 675270 info@lemacine.com natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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ANTRAG FÜR IGP EINGEREICHT

DER MARRONCINO VON MELFI ..

Die neue Blutezeit der Kastanie

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ANTRAG FÜR IGP EINGEREICHT

Bezeichnung

g.g.A. Marroncino di Melfi Antrag an das Ministerium bereits in die Wege geleitet

Herstellungsgebiet

Atella, Barile, Melfi, Rapolla, Rionero in Vulture in der Provinz von Potenza

Am 29. September, am Fest der Erzengel Michael, Rafael und Gabriel trafen sich früher die Bauern aus dem Vulture, um in den Wäldern, am Rande des erloschen Vulkankraters die Kastanie zu sammeln, die man “Settembrina” oder “bianca” nennt. Diese

Kastaniensorte ist heute als Marroncino aus Melfi bekannt und es gibt verschiedene Hypothesen über ihre Einführung: entweder die Ankunft der Sarazenen oder die Rückkehr von den Kreuzzügen des normannischen Kaisers Friedrich II. aus Schwaben.

DIE HERSTELLUNG Der Kastanienanbau hat immer schon für die Region des Vultures eine sehr wichtige Nahrungsquelle dargestellt: in Zeiten der Hungersnot wurden die Kastanien in der Sonne getrocknet, um daraus einen Mehlstaub zu erhalten, mit dem man den Teig mischte, um Nudeln zuzubereiten und auch Brot (das „schwarze Brot“) mit dem die ärmsten Bauern das Semmelbrot ersetzten. Seit der zweiten Nachkriegszeit wurde der Kastanienanbau stark zurückgestellt, insbesondere weil viele junge Menschen die Feldarbeit verlassen haben, weil keine Früchte mehr in den Wäldern gesammelt werden aber auch auf Grund der kanzerogenen Krankheit, welche die Rinde der Kastanienbäume angreift und ihre Zahl dezimiert hat. Seit wenigen Jahren erst ist man in der Lage, diese Pflanzenkrankheit einzudämmen und auf Grund der immer wachsenden Nachfrage nach Produkte, die aus Kastanien hergestellt werden, erlebt dieser Sektor eine neue Blütezeit. Auch dank dem Marroncino von Melfi, der ein Anwärter für das g.g.A. Siegel ist, erhält der Sektor nun einen neuen Antrieb. Die meist betroffenen Gemeinden, was die Anerkennung dieser g.g.A. anbelangt, sind Melfi, Atella, Barile, Rapolla und Rionero in Vulture, die Fläche beträgt etwa 1490 Hektar, von diesen sind 900 der Fruchtkastanie vorbehalten. Die üppigsten Kastanienbäume wachsen in der Gemeinde von Melfi, entlang einem Streifen, der einige Kilometer zwischen den Ortschaften «Il Nucelleto» und «Giumentari» verläuft.

eignet er sich auch für die Herstellung von Marrons Glacés. Er wird im September und Oktober geerntet. Der Marroncino di Melfi ist bekannt mit dem Namen «varola», der vom dialektalen Begriff stammt, mit dem man die durchlöcherte Pfanne bezeichnet, die man braucht, um die Kastanien zu braten. Nach dem selben Namen ist eine der wichtigsten önogastronomischen Feiern benannt, die es in der Basilikata gibt: die Sagra della Varola. Dieses Fest findt seit 1960 in Melfi jedes Jahr statt. Bei dieser Gelegenheit kann man Kastanienprodukte aller Art probieren, von der Pasta bis zum Brot, von den Süßwaren bis hin zum Eiskuchen.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Marroncino von Melfi hat eine runde Form, ist symmetrisch, mit deutlichen Streifen versehen, auf Grund seiner organoleptischen Merkmalen und Größe Associazione dei produttori e trasformatori per la valorizzazione e tutela del Marroncino Melfi Obmann: Antonio Ciola c/o Comune di Melfi Piazza Pasquale Festa Campanile - Melfi (PZ) Tel. +39 0972 251111 natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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ANTRAG FÜR IGP EINGEREICHT

DIE LUCANICA DI PICERNO

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Die Salsiccia, die ganz Italien verfuhrt hat

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ANTRAG FÜR IGP EINGEREICHT

Bezeichnung

Die Prozedur für die g.g.A. Lucanica di Picerno wurde bereits eingeleitet

Herstellungsgebiete

Avigliano, Balvano, Baragiano, Bella, Brienza, Castelgrande, Filiano, Muro Lucano, Pescopagano, Picerno, Rapone, Ruoti, Sasso di Castalda, San Fele, Sant’Angelo Le Fratte, Satriano di Lucania, Savoia di Lucania, Tito, Vietri di Potenza in der Provinz von Potenza

In dieser Region der Basilika, die sehr reich ist an Weiden, Eichen, Kastanienbäume, Buchen, die Gegend des Marmo Platano Melandro befinden sich die meisten Viehzuchten. Hier ist ein Produkt entstanden, von dem bereits in der römischen Epoche die Rede war: die Lucanica. Marco Terenzio Varrone, beschrieb diese Wurstware im I. Jahrhundert vor Chr. In seinem Werk «De Lingua Latina» als «eine gemahlene Wurst, die in das Gedärm der Tiere gefüllt wird und die unsere Soldaten von den Einwohnern Lukaniens zuzubereiten gelernt haben». Zur selben Zeit sprach auch Cicero mit Emphase darüber und beschrieb die Zutaten, die von den Einheimischen verwendet wurden, um die «luganica» herzustellen. Apicius dagegen im Traktat «De re coquinaria», ein Traktat über Kochkünste, reihte die

DIE HERSTELLUNG Die Herstellungszentren der Lucanica befinden sich auf den Bergen von Avignano und Muro Lucano aber vor allem bei Melandro. Aus Picerno stammt der größte Teil des Schweinefleisches. Dort haben sich die wichtigsten Züchter - mit der Unterstützung der Handelskammer von Potenza und der Universität der Basilikata - zum Konsortium der Lucanica di Picerno zusammengeschlossen, um mehr Chancen auf die Anerkennung einer g.g.A. beim Ministerium für Agrarpolitik zu gewinnen. Die Ziele sind unterschiedlich: man möchte das Produkt auf den internationalen Markt verbreiten und Zugang zu moderneren und qualifizierteren Vertriebssystemen erlangen, die Promotionsarbeit zugunsten des Produktes intensivieren, durch die Teilnahme an nationalen und internationalen Messen. Die Lucanica wird aus dem Fleisch von Tieren gewonnen, die in Italien geboren, aufgewachsen und geschlachtet worden sind, welche den Merkmalen des ausgewachsenen Schweins der höchsten Gewichtsklasse entsprechen, also ein Gewicht von 160 Kg und ein Alter von über 9 Monaten. Vom Tier wird die Schulter ohne Knochen, der Bauch, das Filet und das Trito di Prosciutto verwendet, während die gesamte gemahlene Masse danach in natürlichen Schweinsinnereien gefüllt wird. Das Aroma, das am meisten den Geschmack beeinflusst, stammt von den Samen des wilden Fenchels, die man

Lucanica unter den „Beilagen“ und beschrieb sie als «gut gemahlenes Fleisch», das mit einer «reichlichen Menge Fett, ein langes und sehr dünnes Stück Gedärm füllte, das dann über Rauch aufgehängt wird». Seitdem gilt das Wort «Lucanica» als Synonym für Wurst und obwohl ihr Name einen klaren Hinweis auf Lukanien enthält, haben verschiedenen Regionen aus dem Norden versucht, die Herkunft der Lucanica der Basilikata streitig zu machen, eine Region, die in die Schweinezucht immer schon viele Energien investiert hat. Davon zeugt der Volksmund durch Sprüche, Gedichte und Ortsnamen, die nicht nur auf die Verbindung zwischen Tier, Eichenwald und Tradition Bezug nehmen, sondern auch das Schwein als unersetzbare Quelle von Nahrungsvorräten beschreiben. der Fleischmasse beimischt, aber darin kann man auch Pfefferkörner auffinden und in der scharfen Version sogar Paprika. Die charakteristische Form erinnert an ein „U“ und das Gewicht variiert zwischen 250 und 500 Gramm und die Länge liegt zwischen 40 und 70 Zentimeter. Nach der Herstellung muss die Lucanica getrocknet werden, diese Phase dauert 2 bis 7 Tage und danach folgt die Phase der Reifung, die mindestens 21 Tage dauern muss. Die Lucanica kann sowohl im Vakuum, ganz oder in Scheiben, geschnitten und verpackt verkauft werden als auch unverpackt, getrocknet im Öl oder Schweinefett eingelegt. Alle Verpackungsprozeduren dürfen nur im Herstellungsgebiet des Produktes stattfinden.

ERKENNUNGSMERKMALE Die Lucanica ist eine Wurstware, die aus Schweinefleisch hergestellt wird, das mit einem scharfen Messer zubereitet wurde und mit wildem Fenchel und süßen, roten Paprika eingelegt wurde. Der Geschmack ist entschlossen, stark und scharf, falls Paprikaschoten dem Fleisch beigemischt wurden.

Consorzio Lucanica di Picerno Obmann: Giovanni Lettieri Piazza Plebiscito - Picerno (PZ) Tel. +39 0971 991003 - Fax +39 0971 991667

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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HERKUNFTSSIEGEL

DER BLUMENKOHL DER VALLE DELL’OFANTO Der Prinz aller typischen Suppen

Bezeichnung

Kollektivsiegel für den “Cavolfiore della Valle dell’Ofanto”herkunftssiegel

Herstellungsgebiete

Die Gemeinden, die sich am Ufer des Ofantos befinden, welche zu den Provinzen von Potenza, Foggia und Bari gehören. Die Gemeinden der Provinz von Potenza sind: Lavello, Melfi, Montemilone, Venosa

Es war seit den 1920ern, dass in dem Tal vom Fluss Ofanto kein Kohl mehr verkauft wurde, an der Grenze zwischen Apulien und Vulture Alto Bradano. Der Anbau dieses Gemüses war unterlassen worden, weil die

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Arbeit und Pflege dafür so groß waren und man daher den großen Markt nicht erreichen konnte. Heute haben sich die Dinge verändert. Der Anbau des Blumenkohls aus dem Tal des Ofanto hat Schwung angenommen.


HERKUNFTSSIEGEL

Herstellerorganisation zusammengeschlossen haben, zu erreichen. Es sind also neue Strategien angewandt worden, um eine historische Anbaukultur - die bereits in den Rezepte Sammlungen von Apicius erwähnt wird - zu retten, denn der Blumenkohl ist im Zentrum sowohl der bäuerlichen als auch der adeligen Küche, weil er so unterschiedlich anwendbar und so nahrhaft ist. Heute wird er auf dem Markt 8 Monate im Jahr vertrieben, weil die angebauten Sorten unterschiedliche Wachstumszyklen aufweisen (von 70 bis 230 Tage von der Umpflanzung, in Abhängigkeit von den genetischen Eigenschaften). Laut Gütesiegel und Verordnung müssen die angebauten Sorten unter jenen gewählt werden, die am meisten in der Umgebung von Ofantina existieren, deren Blüten weiß und leicht gelblich sind. Die Lese muss per Hand stattfinden, für frühreifen Sorten findet sie im Oktober statt und endet im Mai für die sehr späten Arten. Gegenwärtig wird die Blumenkohlherstellung durch ein Kollektivsiegel geregelt und von einer Disziplinarverordnung, an die sich alle Hersteller halten müssen, und es gibt Bestreben einen Antrag an das Ministerium für die Landwirtschaftspolitik einzureichen um einen Herkunftssiegel IGP zu bekommen (Igp - geschützte Herkunftsbezeichnung) wurde bereits an das zuständige Ministerium gerichtet. Eine g.g.A. wäre die Anerkennung für ein so wichtiges Produkt der Nahrungsgeschichte und der Landwirtschaft in der Basilikata, das außerhalb der Region so gefragt ist.

ERKENNUNGSMERKMALE

DIE HERSTELLUNG Der Anbau der Blumenkohls aus der Valle des Ofanto betrifft drei Provinzen: eine in der Region Basilikata und eine in Apulien. Der lukanische Teil des Herstellungsgebiets betrifft vier Gemeinden, die sich in der Provinz von Potenza befinden und bereits auf Grund anderer Produkte bekannt sind: Lavello, Melfi, Montemilone und Venosa. Hier sind die klimatischen Bedingungen und die Bodenbeschaffenheit optimal, um ein hohes qualitatives Niveau, auch auf Grund des professionellen Geschicks der Operateure, die sich zu einer Kooperative und einer

In der traditionellen lukanischen Küche findet man den Kohl im Winter in der Suppe, beispielsweise der sogenannten “verheirateten” oder «maritate» Gemüsesuppe (auf Grund der perfekten Zusammenstellung der unterschiedlichen Zutaten); in der Provinz von Avigliano fand man diese Kohlsorte als Belag auf der Carchiola, einer Pizzabrotsorte, die aus Maismehl besteht und eine Form von getrocknetem „Armenbrot“ «pane dei poveri» darstellte. Mit dem Schinkenspeck leicht in der Pfanne gebraten, mit Knoblauch und Paprikaschoten serviert, half der Blumenkohl den winterlichen Krankheiten vorzubeugen und entfaltete all seine Heilungskräfte.

Consorzio Mensa Sobria Via Giovanni Robbe, 67 - Lavello (PZ) Tel. e fax +39 0972 86377 info@mensasobria.com www.mensasobria.com

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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HERKUNFTSSIEGEL

DER LUKANISCHE HONIG

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Die Sußigkeit teilt sich durch vier (und noch mehr...)

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HERKUNFTSSIEGEL

Bezeichnung

„Miele Lucano” herkunftssiegel

Herstellungsgebiet

Das gesamte regionale Territorium

Typologien

Millefiori, Orange, Kastanie, Eukalyptus

Noch nie zuvor war sich die europäische Öffentlichkeit von der außerordentlichen Bedeutung der Bienen für die Umwelt bewusst, deren Aussterben viel über die Umstände der Umwelt, in der wir leben, nachzudenken

DIE HERSTELLUNG Aus Sicht der Markforschung, lag die Basilicata, was die Herstelluung von Honig anbelangt, 2006 an zehnter Stelle in Italien. Insbesondere zählt der Bienensektor über 47.000 Bienenstöcke, die über 5.000 Zentner Honig im Wert von 660.000 Euro herstellen. 500 sind die amtlich registrierten Honighersteller und sie alle führen jene antiken Traditionen fort, die dazu führen, dass die Umwelt respektiert und geschützt wird, auch weil sie ein Produkt herstellen, das ein breites und vielschichtiges Feld von Kunden besitzt. Auch archäologische Funde bezeugen, wie alt die Honigtradition in der Basilikata ist; der älteste Fund ist die berühmte Goldkrone von Armento, die zur Sammlung von Carolina Bonaparte gehörte und ein Blumenmotiv darstellt mit Bienen, die um die Äste schwirren. Die unermüdliche Arbeit der Bienen, hat dazu geführt, dass man in der Basilikata eine Urkunde der Honigsorte aus Lukanien erstellt hat. Verfasst wird die „Carta die Mieli lucani“ vom Konsortium zum Schutz und zur Förderung des lukanischen Honigs und sie umfasst 15 unterschiedliche Typologien: Akazienhonig, Zitrusfrüchte, Süßklee, wie auch seltene Sorten, wie Efeu und Weißdorn. Die Honigsorten Millefiori, Orange, Kastanie und Eukalyptus wurden bereits im Amtsblatt, das die Honigherstellung in Lukanien regelt, eingeführt, das außerdem den bürokratischen Weg eingeschlagen hat, um, als geschützte Herkunftsbezeichnung das Recht auf eine g.g.A. zu bekommen.

gibt. In der Basilikata lebt eine riesige Vielfalt von Spezies an Pollen- und Honigbienen, die aus dieser Region eine kleine glückliche Insel machen und eine reiche und qualitativ sehr hohe Honigproduktion fördern.

ist sehr intensiv, von Dauer und stechend, erinnert ein wenig an den Geruch von nassem Holz. Die Herstellung ist konzentriert in der Gegend von Vulture-Melfi. Der Eukalyptushonig weist eine zwischen dunklem Amber und Grau-Beige schwankender Farbe auf. Sein Geschmack ist süß und das charakteristische Aroma erinnert an Lakritze, sein Duft ist unverwechselbar und reicht vom dem trockener Pilze bis hin zu Karamell.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Honig Millefiori besitzt eine helle Färbung, die von Weiß bis Amber reicht und sein Geruch und sein Geschmack variieren von delikat bis intensiv, fruchtig und von Karamellessenz sind die Nuancen. Der Orangenhonig wird in erster Linie im Metaponto hergestellt. Diese Honigsorte weist einen intensiven Duft auf, der an dem von Orangenblüten erinnert. Der Kastanienhonig hat eine rötliche und grünliche Tönung; der Geschmack

Consorzio regionale di tutela e valorizzazione del Miele Lucano Obmann: Franco Rondinella Via Giambattista Rossi - Ripacandida (PZ) Tel. e fax +39 0972 645404 info@mielelucano.it www.mielelucano.it natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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HERKUNFTSSIEGEL

DER “CACIORICOTTA LUCANO” Ziegenmilch mit hohem Beliebtheitsgrad

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Bezeichnung

Cacioricotta lucano herkunftssiegel

Herstellungsgegend

Basilikata

Eigenschaften

Hartkäse aus Vollmilch von einheimischen Ziegen und Kreuzungen mit anderen, dauerhaft in der Region existierenden Rassen wie Garganica, Maltese, Jonica e Camosciata


HERKUNFTSSIEGEL

Erfunden wurde dieser Käse, um die Käseproduktion während der Sommerzeit nicht zu unterbrechen, nämlich dann, wenn die Schafe kaum mehr Milch produzieren. Die Schäfer verwendeten also in dieser Zeit Ziegen - und Schafsmilch gemischt oder nur Ziegenmilch. Der «Cacioricotta» verdankt seinen

HERSTELLUNG Der Linguist und Ethnograph aus Zürich Paul Scheuermeier, zitiert in seinem Werk «Il lavoro dei contadini», die Worte des deutschen Sprachforschers Gerhard Rohlfs der 1923 festgestellt hatte, dass «in Lukanien eine besondere Sorte von Käse hergestellt werde, die man Cacioricotta nenne» und die in den anderen Regionen Süditaliens bald Verbreitung gefunden habe. Der Cacioricotta Lucano, neigt dennoch dazu sich zu differenzieren. Nun zählt dieser Käse zu den typischen regionalen Produkten und wird auch auf dem extraregionalem Markt mit Erfolg vertrieben. In der Basilikata liegt die Produktion nach Schätzungen um die 10.000 Tonnen im Jahr, mit einem Ertrag von 8 Millionen Euro im Jahr: Zahlen, die bald wachsen werden, wenn man bedenkt, dass die Basilikata zu den ersten Regionen in Italien, was die Anzahl der gezüchteten Schafe anbelangt, zählt. Als Produkt wird dieser Käse stark geschützt: 2007 wurde eine Organisation zu seinem Schutz und zur Förderung des Cacioricotta ins Leben gerufen, zu der etwa zehn Züchter und Käser gehören, die sich dafür einsetzten, dass eine g.g.A. eingeführt werde. Aus einem technischen Standpunkt ist der Cacioricotta ein Hartkäse, der aus der Vollmilch von einheimischen Ziegen gewonnen wird (oder von ihrer Kreuzung mit anderen einheimischen Rassen), die zu einem Mindestanteil von nicht weniger als 80% enthalten sein muss, sowie aus einem Anteil an Schafs- oder Kuhmilch, der nicht höher liegen darf als 20%. Diese Milch muss von Tieren stammen, die ebenfalls innerhalb der Basilikata gezüchtet wurden, die nur darin weiden dürfen und sich ausschließlich mit natürlichen Produkten ernähren dürfen. Die Integration der Nahrung ist nur durch Stroh, Hülsenfrüchte, wie Kichererbsen und Bohnen, die zu mindestens 70% aus dem selben Territorium stammen müssen, gekennzeichnet. Die Milch, die bei der Käseherstellung verwendet wird, darf nur Vollmilch sein und von ein bis zwei maliges Melken pro Tag gewonnen worden sein. Die Verarbeitung schließlich, darf höchstens 48 Stunden nach dem Melken abgeschlossen sein. Die Verarbeitungsstrukturen, die es in der Basilikata gibt und die Cacioricotta herstellen sind

Namen der besonderen Verarbeitungstechnik: dank der Temperatur der Milch, die nahe dem Siedpunkt liegen muss, wird im Käsebruch sowohl die Molke als auch jene Proteine aufgenommen, die normalerweise nach der Koagulation der Molke im Serum bleiben und zu Quark werden.

49 Käsereien, von denen 29 in der Provinz von Potenza und 20 in der Provinz von Matera liegen. Dagegen muss noch der Vertriebssektor verbessert werden: heute ist es möglich, dieses typische Produkt nur in zootechnischen Betrieben zu erwerben und oft nur auf Bestellung.

ERKENNUNGSMERKMALE Der Cacioricotta Lucano hat eine zylindrisch Form, mit einer Oberfläche, die gestreift ist, während der Teig kompakt und ohne Luftzellen ist. Der Geschmack ist leicht säuerlich und kann auch scharf wirken. Er kann sowohl frisch als auch gereift verzehrt werden, passt gut zu typischen Gerichten. Oft in großen Splittern gerieben begleitet er Pasta oder Salat. Er eignet sich ideal für die «strascinati» (frische Teigwaren aus Hartweizenmehl und Wasser, die zu kleinen Zylindern geschnitten werden, die dann auf einer rauen Fläche “gezogen” oder “strascinati” und ausgebreitet werden), die mit einfacher Tomatensauce oder Ragout oder mit dem typischen „lukanischen Ragout“ gewürzt sind, oder von einer knusprigen Brotkrume aus Hartweizenmehl, die man zuvor mit trockenen Paprikaschoten in der Pfanne geröstet hat, begleitet. Der Cacioricotta passt ausgezeichnet zu Cardancelli Pilze, die man mit Zitronensaft und Extravergine Olivenöl und einer Prise «puljo» (auch Calamita Minze genannt) ein typisches Gewürz der lukanischen Berge würzen kann. Man kann aber auch den Cacioricotta allein verzehren: zum Beispiel kann man ihn mit verschiedenen Sorten lukanischem Honig probieren. Zuerst muss er in runden, dann in dreieckigen Scheiben geschnitten werden. Am besten passen zu diesen Gerichten gut strukturierte Rotweine, allen zuvor der Aglianico del Vulture Doc.

Associazione di tutela e valorizzazione del Cacioricotta Lucano Obmann: Giovanni Samela c/o AASD Pantano di Pignola Contrada Pantano - Pignola (PZ) Tel. e fax +39 0971 482000 natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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HERKUNFTSSIEGEL

DAS LAMM DER LUKANISCHEN DOLOMITEN

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Von den Dolomiten bis auf die gedeckte Tafel Gutesiegel und .. Fleischprodukte: eine Garantie fur den Verbraucher

Bezeichnung

Agnello delle Dolomiti Lucane herkunftssiegel

Herstellungsgebiet

Die gesamte Region

Rassen

Lämmer, die durch die Kreuzung von Schafen und Widder gezeugt, die der Rasse der Merinos angehören (Merinizzata, Gentile, Sopravvisana)

In der Basilikata nimmt das Sektor der Schaf- und Ziegenviehzucht seit je her eine zentrale Rolle im Bereich der Zootechnik ein. Sie stellt einen wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Faktor dar: bis heute zählt sie 120.000 Ziegen und Schafe und 1.100 Betriebe. Das Lamm der lukanischen Dolomiten erhält seinen Namen von einer der beeindruckendsten Landschaften

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der gesamten Region, einem Gebiet, das durch hochragende Felsnadeln gekennzeichnet wird und zu einem Bergmassiv gehört, das vor etwa 15 Millionen Jahren entstand. Das Fleisch, das man aus den Tieren der Rasse der Merinos gewinnt, stellt eine aufstrebende Produktion dar, die erst kürzlich im zootechnischen Angebot der Basilikata aufgenommen wurde.


HERKUNFTSSIEGEL

DIE HERSTELLUNG Alles entstand aus dem Projekt«Basento Camastra», das von der Gruppe zur Förderung einheimischer Unternehmen (Gal) geplant und umgesetzt wurde und die Zusammenarbeit zwischen der Region Basilikata und den Berggemeinden von «Alto Basento» und «Camastra Alto Sauro», das durch ein Einigungsprotokoll von verschiedenen Ämtern besiegelt ist. «Das Lamm der lukanischen Dolomiten» ist somit ein gemeinsames Gütesiegel zur Herkunftsbezeichnung geworden, das seit Anfang 2008 jene Lämmer schützt, die von der Kreuzung von Schafen und Widdern der Merinizzata, Gentile und Sopravvisana Rasse stammen und im Gebiet der 55 Berggemeinden der gesamten Region gezüchtet werden. Durch das Herkunftssiegel können die einzelnen Schritte und die urkundlichen Spuren der Zucht jedes Lammes der lukanischen Dolomiten zurückverfolgt und damit der Endverbraucher geschützt werden. Es gibt 18 Vorzeigeunternehmen, die das Herkunftssiegel beanspruchen dürfen. Laut Regelung zur Vergabe des Siegels dürfen die Tiere nur innerhalb des Territoriums des Basilikata, um sie vor dem transportgebundenen Ladungs - und Entladungsstress zu bewahren, sowie nur nach 45 oder 100 Tagen, geschlachtet werden. Mit diesem kollektivem Herkunftssiegel möchte man den Sektor der Schaf - und Ziegenzucht unterstützen, der sich durch die Erzeugung von hochwertigem Fleisch auszeichnet aber auch eine schwierige Phase durchläuft, die auf Grund der tiefen Preise entstanden und wegen der Schwierigkeiten, die mit der Vermarktung von Rohfleisch verbunden sind, anhält. Letztendliches Ziel des Projekts ist die Förderung dieser Typologie von Lamm und das Bewusstsein des regionalen und nationalen Markts für diese Branche zu optimieren.

ERKENNUNSMERKMALE

Cooperativa Edere Lucanum Obmann: Vita Guglielmi c/o Gal Basento Camastra Via del Gallitello, 86 - Potenza Tel. e fax +39 0971 508029 info@galbasentocamastra.it www.galbasentocamastra.it

Das Fleisch der lukanischen Dolomiten verdankt seinen Geschmack dem Reichtum der Bergweiden; aus diesem Grund darf die Zucht der Schafherden laut Regelung fast ausschließlich auf freiem Gehege stattfinden, während das Beherbergungen der Tiere nur Nachts und im Winter erlaubt sind. An dieser Stelle möchten wir nur zwei der zahlreichen typischen Gerichte der lukanischen Küche, die dem Lammfleisch gewidmet sind, signalisieren: Lammkeule mit Kräutern und gebackene Lammrippen mit Gemüse.

natÜrlich, typisch, aber insbesondere aus lukanien

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«Lukanische Horizonte» Das typische Zentrum des territorialem Marketing

Mit «Lukanische Horizonte» wird aus typischen Produkten der Mittelpunkt von Initiativen, durch die man die Bekanntheit der Basilikata durch Italien und die Welt verbreiten möchte. Im Mittelpunkt befinden sich ihre Düfte, der unverwechselbare Geschmack ihrer Manufakturen, im Hintergrund die bezaubernde Landschaft dieser Region. Die Neuigkeit dieses kollektiven „Regenschirm“ Markensiegels, der im September 2008 von der Region Basilikata gefördert wurde, liegt darin, dass durch ihn zum ersten Mal fünf unterschiedliche Herstellungssektoren der Nahrungsbranche aus der Basilikata nämlich Weinherstellung, Olivenanbau, Weizenanbau, Fruchtund Gemüseanbau und Zootechnik unter einem Zeichen vereint wurden. Eine Initiative gefördert vom Züchterverband und des Departements für Landwirtschaft und Landentwicklung stellt das Markenzeichen von „Lukanische Horizonte“ ist dargestellt durch einen bunten Kreisel von Leckereien. Ein Markenzeichen, das bereits die erste Edition der Festa del Gusto meridiano in Matera, vom 26. bis zum 28. begleitet hat und von nun an bei allen Veranstaltungen zur Förderung und Verbreitung

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der wertvollsten Agrar- und Nahrungsmittelprodukte aus der Basilikata sichtbar sein wird. Der Zweck ist ein starkes, regionales landwirtschaftliches Entwicklungsmodell zu erschaffen, das wettbewerbsfähig und diversifiziert sei, wodurch die Verbindung von topographischen und geographischen Eigenschaften und historisch-sozialen Merkmalen der Region zur Geltung gebracht werde, um in erster Linie Basilicata von den anderen Regionen zu differenzieren und unterscheiden. Die Aufmerksamkeit des Departments für Landwirtschaft der Region gilt daher ganz der Förderung jener Systeme, die den qualitativen Standard erhöhen können, ohne die Differenzierung unserer Produkte aufzuheben, indem sie Reichtum schaffen und das soziale Netzwerk auf dem Land zu verbessern beitragen, auch indem sie auch die Identität der Region in ihrer Einzigartigkeit unterstützen. «Lukanische Horizonte» möchte also die Fahne der Besilikata mit vereinigten Interessen werden. Auf Grund der Überlegung, dass man heute, um sich auf dem im steten Wandel sich befindenden nationalen und internationalen Markt zu behaupten, die verschiedenen Sektoren in ein organischen System zusammenfügen sollte, möchte die Landesregierung die Herstellung besser programmieren, um hohe Qualität zu erreichen und ihre zootechnischen und Agrarprodukte sowohl auf dem Markt zu stärken als auch als Mittel gebrauchen, um die Region aufzuwerten, in der sie hergestellt wurden. «Lukanische Horizonte» zeichnet von der Basilikata das Bild eines kompakten Bauerguts, das alle Arten von Excellenzprodukte herstellt, deren Herstellung in unterschiedlichen Netzwerken unterteilt ist. Um die Präsenz von jedem Mitglied dieses Sektors zu unterstreichen, wurde ein dichtes Programm an nationalen und internationalen Veranstaltungen organisiert, bei dem sowohl die regionalen Institutionen als auch der Arbeitsgeberbund und die Arbeitsnehmer eine wichtige Rolle haben. Die Teilnahme des Departements für Landwirtschaft der Region Basilikata an den wichtigsten internationalen Veranstaltungen dieses Sektors, mit einer eigenen ad hoc kreierten Ausstellungsstruktur, wird die Aufwertung des Gebiets verstärken und das Projekt antreiben, um hoffentlich viele Operateure aus dem Sektor sowie das große Publikum der Kunden anzulocken, die vor allem ihre Entscheidungen auch nach qualitativen und umweltfreundlichen Kriterien orientieren.


Produziert und hergestellt vom Magazine

lich, typisch, aber insbesondere aus Lukanien  
lich, typisch, aber insbesondere aus Lukanien  

Der zauber der landschaft, der reiz der bevolkerung und der wurzige geschmack der produkte aus lukanien

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