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AGRO aktuell

Für unsere Landwirte

WEINLAND G e n o s s e n s c h a f t

Juli 2012

www.landiweinland.ch G E T R E I D E Ö L S A AT E N

Rapsanbau 2013

Gefragter HOLL-Raps Die Entwicklung des Rapsanbaus und des Verkaufs von Speiseoelen aus Schweizer Raps in den letzten 10 Jahren ist eine Erfolgsgeschichte. Der Einsatz von Speiseoel aus konventionellem Raps für die kalte Küche kommt nun aber langsam an eine Sättigungsgrenze - der Anbau kann deshalb nicht weiter ausgedehnt werden. Dem gegenüber scheint das Absatzpotenzial für HOLL-Raps noch nicht voll ausgeschöpft zu sein. Speiseoele aus HOLL-Raps werden zunehmend zum Frittieren und Braten in der Nahrungsmittelindustrie, der Gastronomie und auch im Haushalt verwendet. HOLL-Rapssorten (High Oleic Löw Linolenic) zeichnen sich durch eine für diesen Einsatzzweck geeignete Fettsäurenzusammensetzung aus (hohe Erhitzbarkeit und Stabilität). Seit 12 Jahren engagiert sich die fenacoLANDI Gruppe zusammen mit den Markt-

Geschätzte Landwirtinnen Geschätzte Landwirte

partnern für HOLL-Raps. Die Beschaffung erfolgt via Vertragsproduktion in enger Zusammenarbeit mit den LANDI/Getreidesammelstellen. Diese organisieren in Absprache mit der fenaco den Anbau und die gezielte Trennung von konventionellem Raps in der Uebernahme, Aufbereitung und Lagerung bis zur Lieferung an die Oelwerke. Damit können Vermischungen vermieden und die Qualität für die Verarbeitung zu einem hochwertigen Endprodukt garantiert werden. Die Herausforderung besteht weiterhin darin, durch konventionelle Züchtung neue HOLLRapssorten mit einem noch tieferen Lindensäuregehalt bei gleichzeitig gesteigertem Etragspotenzial marktfähig zu machen. Mit dem aktuellen Mehrpreis gegenüber konventionellem Raps ist HOLL-Raps eine interessante Kultur im Anbau. Für die kommende Aussaat zur Ernte 2013 ist ausschliesslich die HOLL-Sorte V2BOOL vorgesehen. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer LANDI/Getreidesammelstelle auf und sichern Sie sich diese Kultur durch Unterzeichnung einer Liefervereinbarung. Die Zuteilung des Saatgutes erfolgt durch die beteiligten LANDI.

Bereits ist das halbe Jahr verstrichen und die Erntearbeiten haben begonnen. Schon bald müssen Sie den Raps für die nächstjährige Ernte säen. Raps ist von den Oelwerken nach wie vor gesucht und auch finanziell eine sehr interessante Kultur. In der Beilage finden Sie das Bestellformular für Rapssaatgut, Rapsdünger und Rapspflanzenschutzmittel. Um die Verfügbarkeit zu gewährleisten bitten wir Sie die Bestellungen bis Ende Juli zu retournieren. Produzenten von HOLL-Raps für die Landi Weinland müssen kein Saatgut bestellen, dieses wird anhand der Anbauverträge zugeteilt. Die Preise für Sojaschrot steigen fast täglich und eine Kehrtwende ist nicht absehbar. Trotzdem führen wir wiederum eine Einlagerungsaktion durch. Wir wünschen Ihnen gutes Erntewetter! Mit Bestem Dank LANDI Weinland Robert Kürsteiner

www.landiweinland.ch LANDI Weinland Güeterstrass 3 CH-8460 Marthalen www.landiweinland.ch info@landiweinland.ch bestellungen@landiweinland.ch

Büro / Landwirtschaft

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Öffnungszeiten Landwirtschaft Montag bis Freitag 08.00 – 12.00 13.15 – 17.30 Samstag 08.00 – 12.00

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LANDOR

Rapsanbau für Profis An die Nährstoffversorgung stellt der Raps besonders hohe Ansprüche. Nicht nur Stickstoff, Phosphor und Kali, auch Schwefel und Mikronährstoffe tragen entscheidend zu einem hohen Ertrag bei. In der gezielten Düngung liegt eine Erklärung, warum Spitzenbetriebe Erträge von bis zu 50 kg/a erreichen. Hoher Bedarf an Spurenlementen Raps hat bereits zu Vegetationsbeginn einen hohen Bedarf an Spurenelementen, deshalb lohnt sich der Einsatz von Flüssigdüngern. Hinzu kommt, dass in kurzer Zeit sehr hohe Mengen von Schwefel und Stickstoff gedüngt werden und sich deshalb der pH-Wert im Wurzelraum stark senkt und die

Aufnahme von Molybdän gehemmt wird. Auch die Manganversorgung gilt es zu beachten. Mangan wird bei hohen pH-Werten blockiert und kann somit von der Pflanze nicht aufgenommen werden. PHOTREL ist ein speziell auf die Rapskultur abgestimmter Blattdünger. PHOTREL versorgt die Pflanze mit den nötigen Spurenelementen, welche den Ertrag und die Kornqualität (Befruchtung, Ölgehalt) erhöhen. Spurennährstoffe werden vor allem in sehr wüchsigen Wachstumsphasen benötigt: Im Herbst zur Einlagerung, damit im Frühling aus dem Vollen geschöpft werden kann und in der Streckungsphase bis hin zur Kornbildung.

Tipp 1: Mischen Sie YaraVita Photrel und Yara Vita Azos im Verhältnis 3 : 2 und decken Sie so den Bedarf an sämtlichen Spurenelementen. Anwendungszeit: 1 x 5 Liter Mischung im Herbst, 2 x 5 Liter Mischung im Frühling zusammen mit Insektizid- oder Fungizidbehandlung. Tipp 2: Feinkrümeliges Saatbett dank Branntkalk. Raps bevorzugt Böden im alkalischen Bereich. Es ist deshalb sinnvoll, eine Kalkung in der Raps-Fruchtfolge vorzunehmen. Sollte es etwas schneller gehen, können 1000 bis 1500 kg Branntkalk zur Saat gegeben werden. Branntkalk vermindert die Ausbreitung des Kohlhernie- Bakteriums und verschafft ein feines, krümeliges Saatbett.

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FUTTERMITTEL UFA

PFLANZENSCHUTZ

Sommerhitze beim Milchvieh

Problemunkräuter

Auf die Minerstoffversorgung achten Der individuelle Bedarf an Mineralstoffen ist je nach Laktationsstadium, Leistungsniveau, Gesundheitszustand und Genetik unterschiedlich. Die Grundversorgung erfolgt mit einer fixen Gabe pro Tier und Tag, zusätzlich sollte man den Tieren Mineral- und Viehsalz anbieten zur freien Verfügung (z.B. Lecksteine/UFA-Mineralsalzautomat Microfeeder).

Die Ernte naht in zügigen Schritten. Vergessen Sie nicht die Vorerntekontrolle durchzuführen. Warum eine Vorerntekontrolle? Bei einem zügigen Marsch durch den Getreidebestand können Stellen mit Problemunkräutern rasch erkannt werden. Oft wachsen diese erst in den letzten Wochen vor der Ernte über das Getreide hinaus. Einzelne Blacken oder Disteln können rasch von Hand entfernt werden, so dass diese nicht versamen können. Bei Winden, welche immer Nesterweise auftreten, ist es wichtig sich die betroffenen Stellen zu merken. So können diese 4-5 Wochen nach der Ernte mit einem Glyphosat-Produkt und dem Zusatz eines Dicamba-Produkts bekämpft werden. Gleiches gilt auch für Disteln und Blacken. Dieser Kontrollgang und die daraus folgenden Massnahmen sind wichtig für eine einfache und erfolgreiche Unkrautbekämpfung in den folgenden Jahren.

Während der Sommerhitze ist die Mineralstoffversorgung besonders wichtig. Hitzestress führt zu reduzierter Futteraufnahme. Bei gleichbleibendem Kraftfutteranteil ist ein Abfall des Pansen-pH’s zu erwarten. Dies verändert die Absorption und den Stoffwechsel der Mineralstoffe im Pansen. Deshalb sollte während den Sommermonaten die Mineral- und Viehsalzgaben um ca. 25% erhöht werden.

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AKTUELL

Kalender Samstag, 28. Juli 2012 Bestellschluss Saatraps Ende Juli/ Anfang August 2012 Abholtermin Sojaschrotaktion Ihre LANDI Weinland

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