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kunst:st端ck

Faire-part EMAF/Anne Reijniers , Anne Nizar Saleh, Paul Shemisi, Rob Jacobs (BE)

Magazin f端r Kunst und Kultur in der Region Osnabr端ck und dem M端nsterland issue 79 | April / Mai 2019


Kunsthaus Kloster Gravenhorst

temporäre Kloster.Garten.Kunst 04.- 09.19 Gravenhorster SAISONALE*

Das Klostergrün wird zur Bühne für Kunst & Interaktion bis 28.04.19 taNDem »HIER/DAAR/VICEVERSA« Wiebke Bartsch (D) und Danielle Spoelman (NL)

bis 08.09.19 »Sommerfrische Gravenhorst« Historische Präsentation im DA

07.04.19 »Schräge Bretter« | HAUT Anja Hilling | 18 Uhr Theater im Kloster für Jugendliche und Erwachsene

19.05.19 Marktzauber | 11 bis 18 Uhr Klostermarkt mit regionalen Produkten, Künstlerdorf, Aktionen Projektstipendium KunstKommunikation 19 Das volle Programm: Gefördert durch:

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Klosterstraße 10 D-48477 Hörstel T +49 (0) 2551 6942-00

www.da-kunsthaus.de Europäische Union Europese Unie

www.deutschland-nederland.eu


. grußwort

Hermann Nöring

European Media Art Festival Osnabrück 2019 Hermann Nöring, Osnabrück Ausstellungskurator // www.emaf.de

Wilde Grammatik: Das EMAF 2019 beschäftigt sich mit dem Thema Sprache Gedichte verfassen, sprechen, brabbeln, ins Smartphone hacken, schnell eine Notiz kritzeln oder eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben. Alte Meister, Selfies, Plakate und Nachrichten, bewegte Bilder aller Orten. Wenig wird für die zivilisatorische Entwicklung des Menschen eine so große Bedeutung haben wie die Sprachen. Nicht nur die gesprochenen oder textlichen Sprachen der Kulturen der Erde, auch die Sprachen ihrer Symbole, Bilder und Mythen erzeugen unser Bild von der Welt. Von dem, was wir Wirklichkeit nennen. Wovon wir nicht reden, das ist ohne Bedeutung. Was wir nicht benennen können, existiert buchstäblich nicht. Unter dem Motto WILD GRAMMAR bietet das 2019er EMAF eine breitgefächerte Auseinandersetzung mit dem Thema Sprache. Dabei stehen insbesondere der Un-Sinn, Gegenreden und Widersprüche zu bestehenden Kommunikationsregeln im Vordergrund der Betrachtungen. Denn Ordnungssysteme wie Grammatiken bieten sowohl den Rahmen, den es braucht, um kommunizieren zu können. Ihre Normen sind häufig aber nicht gerade Impulse für Wandel und Veränderungen.

Und hier wird’s wild, denn das sind gute Gründe, um sich mal näher mit Sprache zu befassen. Um durchaus auch ihre Regeln auf den Prüfstand zu stellen, und zu fragen, ob und wieweit mit kreativen Regelbrüchen die Möglichkeiten der Sprachen zu erweitern sind. Wir fragen, ob Bildsprachen, ob Sprachen des Kinos, der digitalen Codes oder die der Bildenden Kunst nicht auch einem ständigen Wandel unterliegen, wie Sprachen an sich auch. Und ob dieser Wandel nicht gelegentlich auch forciert werden kann. Lassen Sie sich in den Filmprogrammen des Festivals, in den Ausstellungen, den Performances oder in der Konferenz des Festivals überraschen. Erleben Sie, wie die Kunst und ihre Sprachen die Grenzen der verbalen und non-verbalen Kommunikation verschiebbar zeigen. Kunst will nicht unbedingt das Perfekte suchen, aber indem sie Normen und Grenzen des sprachlichen Konsenses überwindet, schafft sie neue Kreativräume und kann den Kopf frei werden lassen, um einfach „zwanglos draufloszudenken" (Max Ophüls). Hermann Nöring Kurator der EMAF-Ausstellung und Teil der Festivalleitung

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. inhalt

03 GRUSSWORT 03 Hermann Nöring, Osnabrück European Media Art Festival

28 Rheine 32 Hörstel 42 Sögel 44 Herford

04 INHALT 04 Impressum

06 KULTURGEFLÜSTER 08 OSNABRÜCK 08 Osnabrück 22 Bramsche

26 WEITER WEG 26 Petershagen

46 MÜNSTER 46 Münster

xx FESTIVALS / KONZERTE

08 European Media Art Festival 38 Soundseeing

52 AUSSTELLUNGSVERZEICHNIS

DAS TITELBILD

European Media Art Festival no. 32 Wild Grammar Festival: 24. – 28. April 2019 Ausstellung: 24. April – 26. Mai Osnabrück | www.emaf.de

Faire-part, EMAF/Anne Reijniers , Anne Nizar Saleh, Paul Shemisi, Rob Jacobs (BE)

Das EMAF widmet sich 2019 unter dem Titel „WILD GRAMMAR“ der Frage nach der transformativen Kraft der Sprache. Vom 24. bis zum 28. April werden dazu wieder zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück ist darüber hinaus noch bis zum 26. Mai zu sehen. >> Seite 58

kunst:stück Magazin

online | 24h / 7day www.kunststueck-magazine.de

IMPRESSUM h2 werbeagentur + kunst Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.) Zum Knapp 2 · 49565 Bramsche Tel: 05461 705477 mail@kunststueck-magazine.de

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Redaktionsschluss für die Ausgabe Juni / Juli: 15. Mai Anzeigenberatung: Klaus Hortenbach Tel: 05461 705477 Mobil: 0178 1352443


24.04.— 28.04.2019 ↳ FESTIVAL 24.04.— 26.05.2019 ↳ AUSSTELLUNG

No XXXII [wa ld 'g æm. ( )]

European·Media·Art·Festival¬ No32·Wild·[wa ld]¬ Grammar·['g æm. ( )]¶ 24–28/04 ↦ Festival¬ 24/04 –26/05 ↦ Exhibition¶ www.emaf.de¶

.DE

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WILD GRAMMAR


. kulturgeflüster

kulturgeflüster von Sven Christian Finke-Ennen Kulturmarketing | Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH Sven Christian Finke-Ennen Kulturmarketing, Osnabrück

Raus geht’s! Endlich Frühling, dass macht doch richtig Lust, möglichst viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen und den einen oder anderen Sonnenstrahl einzufangen. Und schon locken auch wieder etliche Märkte mit Genuss und Unterhaltung. Den Anfang mach der HAGENER GENIESSERMARKT am ersten Aprilsonntag. Dort werden zusammen mit dem Verein Slow Food Osnabrück hochwertige Lebensmittel und Leckereien angeboten – alles unter dem Motto „gut, sauber, fair“. Am selben Tag können Sie auch an der Belmer Mühle einen OSTERMARKT oder den KREMPELMARKT in Bersenbrück besuchen. Am zweiten April-Wochenende geht es in die angesagten Clubs von Osnabrück. Der neunte POPSALON bringt wieder ein breites Line-up an Bands und Musiker*innen auf die diversen Bühnen. Die Festivalmacher haben in den letzten Jahren immer wieder eine gute Auswahl getroffen, kamen doch einige der zum Zeitpunkt ihres Auftritts in Osnabrück noch eher als Insider-Tipp gehandelten Acts im Anschluss groß heraus. Schwenk in die KUNSTHALLE OSNABRÜCK: Nach der grandiosen Ausstellung „Inventur“ von Katharina Hohmann, die leider nur noch in den ersten Apriltagen zu sehen ist, eröffnet in der zweiten Aprilhälfte das EUROPEAN MEDIA ART FESTIVAL oder kurz EMAF am selben Ort. Unter dem diesjährigen Thema

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„Wild Grammar“ geht das Festival der Frage nach der transformativen Kraft der Sprache nach. Welche Bilder unserer Welt werden durch Sprache erzeugt, wie interagieren wir mit ihr und untereinander mittels Sprache, ob verbal oder nonverbal, wie wird Sprache für bestimmte Zwecke instrumentalisiert? Die teilnehmenden Künstler*innen werden sich in ihren Werken über Film- und Medienkunst mit diesen und anderen Fragen auseinandersetzen. Hinaus ins Osnabrücker Land: Wenn Ihnen statt Medienkunst mehr nach Reitsport ist, dann sollten Sie Ende April dem Hof Kasselmann in Hagen einen Besuch abstatten, wenn sich die großen Namen des Reitsports mit vielen wertvollen Pferden zu HORSES AND DREAMS dort einfinden. Neben den zahlreichen sportlichen Highlights gibt es mit Verkaufsausstellung, Abendshows, Kinderland und einer Erlebniswelt jede Menge Angebote, in diesem Jahr ganz französisch eingefärbt. Wollen Sie mal in die Luft gehen? Der Mai startet mit dem Flugtag in Bohmte. Hier können Sie die unterschiedlichsten Fluggeräte bestaunen oder sich auf einem Rundflug das Osnabrücker von oben anschauen. Mitte Mai sehen uns wir wo? Natürlich auf der MAIWOCHE! Neun Tage Musik und Stimmung quer durch die Innenstadt, die wie immer unter freiem Himmel und natürlich bei freiem Eintritt zur Partymeile wird.


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Wer dann weiterfeiern möchte, findet dazu beim HÜTTENMARKT in Georgsmarienhütte oder beim Stadtfest in Bramsche jeweils am letzten Maiwochenende gute Gelegenheiten. Noch einmal zurück in die Museen. Am dritten Sonntag im Mai haben Sie beim INTERNATIONALEN MUSEUMSTAG die gute Gelegenheit, in allen teilnehmenden Museen bei freiem Eintritt sowohl die laufenden Ausstellungen anzuschauen, als auch an vielen Sonderveranstaltungen teilzunehmen, die speziell für diesen Tag angeboten werden. Am letzten Tag im Mai bestimmt dann die Musik den Takt in Osnabrück. Das Deutsche Musikfest wird an vier Tagen mit über 300 Musikgruppen und ebenso vielen Veranstaltungen Blas- und Spielleutemusik in jeden Winkel der Stadt bringen. Das Motto spricht für sich: „Klang. Vielfalt. Leben.“ Sie sehen – ob drinnen oder draußen, der Veranstaltungskalender ist in diesem Frühjahr mal wieder reichlich gefüllt. Bleibt nur noch, uns viel gutes Wetter und viel Kulturgenuss zu wünschen. In diesem Sinne sonnige Grüße

Kultur aus der region www.KunststuecK-magazine.de

24/7 das Magazin für Kunst & Kultur aus der region – gedrucKt iM handlichen taschenforMat oder als app – iMMer dabei regionale ausgaben c/o osnabrücK + Münsterland (h2 werbung & Kunst, braMsche)

c/o breMen+ oldenburg

(h2 werbung & Kunst, braMsche) Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH

c/o ostwestfalen

(Movin verlag, bielefeld)

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Graeme Arnfield, Pedigree, Videostill

European Media Art Festival No. 32 Wild Grammar

Festival: 24. – 28. April 2019 | Ausstellung: 24. April – 26. Mai 2019 Osnabrück | www.emaf.de Das EMAF widmet sich 2019 unter dem Titel „WILD GRAMMAR“ der Frage nach der transformativen Kraft der Sprache. Vom 24. bis zum 28. April werden dazu wieder zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück ist darüber hinaus noch bis zum 26. Mai zu sehen. Gerade künstlerische Sprachen haben immer wieder gegen die Vereinfachung und Verfestigung unseres Bildes von Wirklichkeit angearbeitet: Sie haben bewusst Un-Sinn produziert, Widersprüche kultiviert, Hierarchien auf den Kopf gestellt und neue Codes erfunden, die uns die Welt auf andere Weise sehen und erfahren lassen. Gleichzeitig zeigt ein Blick in Geschichte und Gegenwart, wie Sprachen – auch künstlerische Sprachen – immer wieder für politische Zwecke instrumentalisiert werden. Die wuchernde Dynamik und „wilde Grammatik“ etwa, die derzeit die Kommunikation in den sozialen Medien prägt, ist bestens dazu angetan, gefühlte Wirklichkeiten zu erzeugen und komplexe Erfahrungswelten in eindimensionalen Weltbildern zu fixieren. Das Thema „WILD

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GRAMMAR“ geht diesen Widersprüchen in Filmprogrammen, Ausstellungen und einer Konferenz nach. In seinen zehn internationalen Wettbewerbsprogrammen präsentiert das EMAF auch in diesem Jahr eine aktuelle Auswahl hochkarätiger kurzer und langer Filme von Künstler*innen aus mehr als zwanzig Ländern. Darüber hinaus entwickelt das Kuratorenduo Gabriela Monroy und Caspar Stracke ein fünfteiliges Programm zum diesjährigen Themenschwerpunkt „WILD GRAMMAR“, das neben aktuellen Beiträgen auch Klassiker aus Videokunst und Experimentalfilm präsentieren wird. Ein weiteres Highlight ist das von Graeme Arnfield, dem EMAF Award-Gewinner 2018, kuratierte Sonderprogramm „Dogs Leaving the Factory“, das sich in Arbeiten von den 1970er Jahren bis heute mit Hunden im Experimentalfilm auseinandersetzt. Hinzu kommen ausgewählte Live-Filmperformances, die das Kino als Ort einer einzigartigen, gemeinsamen Erfahrung feiern. Die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück versammelt einige internationale


WI. osnabrück LD WILD

WILD GRAMMAR

No XXXII [wa ld 'g æm. ( )]

Ein Beispiel ist die Lecture-Performance von Erik Bünger: Ein Thema, das darin immer wieder auftaucht, ist die menschliche Stimme, ihre kulturellen, sozialen und psychologischen Funktionen. Büngers besonderes Interesse gilt dabei dem Einfluss, den Technologien der Aufzeichnung und der Reproduktion nehmen. Sprachphilosophisch analysiert der Schwede Bünger die Macht, Irrationalität und den Widersinn der Stimme in der Popmusik, in Film und Medien.

WILD GRAMMAR No XXXII [wa ld 'g æm. ( )]

Setzungen der grammatikalischen Grenzverschiebungen, des freien Umgangs mit Regeln und Normen der Bild-Sprache, der Kunst und des Kunstbetriebs. Die Künstler*innen beschäftigen sich mit der Poesie und analytischen Wirkmächtigkeit von Sprache, mit den Irrungen und Wirrungen unterschiedlicher Landessprachen und Spracherfassungen ebenso wie mit dem Ausdruck des Körpers oder den diversen Bildsprachen und -ritualen der Populär-Medien.

24.04.— 28.04.2019 ↳ FESTIVAL 24.04.— 26.05.2019 ↳ AUSSTELLUNG .EMAF.DE 24.04.— 28.04.2019 ↳ FESTIVAL 24.04.— 26.05.2019 ↳ AUSSTELLUNG

.EMAF.DE

Ginta Vasermane beschäftigt sich in ihrer mehrkanaligen Videoperformance mit den elitären Orten von Debatten in Parlamenten, Hörsälen oder Konferenzräumen und den darin stattfindenden im wahrsten Sinn ausufernden, grenzüberschreitenden Diskussionsverläufen. Die gebürtige Lettin, die in Amsterdam lebt, zeigt Raufereien, tätliche Angriffe und diskursives Ringen.

WILD

Ale Bachlechner, Jonathan Kastl und Felix Zilles-Perels dagegen gehen in ihrer Arbeit „Studio Hallo“ sehr frei mit den Codes und den etablierten Bild-Sprach-Mustern von TV- und Streaming-Serien um und betreiben damit eine namenlose Verdichtung von Gedanken und Gefühlen.

WILD GRAMMAR No XXXII [wa ld 'g æm. ( )]

Das EMAF gilt international als eines der einflussreichsten Foren für zeitgenössische Medienkunst. Das Festival versteht sich als Experimentierfeld und Labor, in dem außergewöhnliche Arbeiten und Projekte entstehen und präsentiert werden. Jedes Jahr kuratieren unabhängige Auswahlkommissionen ein internationales Programm, das seinen Besucher*innen in Osnabrück einen aktuellen Überblick über Experimentalfilme, Installationen, Performances, digitale Formate und hybride Formen bietet.

24.04.— 28.04.2019 ↳ FESTIVAL ––– ––– 24.04.— 26.05.2019 Mehr Infos zum Programm gibt's unter: v.o.n.u.: Ginta Tinte Vasermane, Supportive Structures // ↳ AUSSTELLUNG Ale Bachlechner, Jonathan Kastl und Felix Zilles-Perels, www.emaf.de Studio Hallo // Erik Bünger, The Elephant Who Was a Rhinoceros // Yalda Afsah, Tourneur // Stephanie Lagarde, Deploiements // Alle Abb.: EMAF 2019, Osnabrück

.EMAF.DE

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Klang 2019

Von A-nklingen bis Z-aunkönig – das Kulturextra Klang 2019 bietet ein facettenreiches Programm. Kulturextra Klang, vom 24.05. bis 02.10.2019 Osnabrück | www.Klang2019.de Neben vielen Konzerten und Musikveranstaltungen liefert das neue Motto jede Menge Spielraum für klangreiche Interpretationen. Von Soundinstallationen und Klangobjekten im öffentlichen Raum über Hörspaziergänge und historische Klänge hin zu Luftgitarrenwettbewerben, Tanzveranstaltungen und vielen weiteren spannenden Aktionen und Programmpunkte, auf die sich die Osnabrücker Bürger und Gäste unserer Stadt freuen können. Highlights sind unter anderem die Ausrichtung des 6. Deutsche Musikfest vom 30.05. bis 02.06. mit über 300 Veranstaltungen,

sowie die Feiern anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Osnabrücker Sinfonieorchesters und des Konservatoriums, die heutige Heimat der Musikschule und des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück. Auch während der Kulturnacht am 31.08 wird das Thema von der Kulturszene aufgegriffen und so Osnabrück zum Klingen bringen. ––– Die Website www.Klang2019.de präsentiert das vielfältige Programm auf einen Blick und wird fortlaufend aktualisiert. # Kulturextra Klang, 24.05. – 02.10.2019

6. Deutsches Musikfest 30. Mai bis 02. Juni 2019

• Ausrichterstadt: Friedensstadt Osnabrück • ca. 15.000 Teilnehmende in 300 Orchestern • 130.000 bis 150.000 Gäste werden erwartet • Ehrenamtliche Helfer: 300 Ehrenamtliche werden benötigt • ca. 30 Spielstätten im gesamten Innenstadtgebiet (indoor und outdoor)

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360-Grad-Konzert

"...schläft ein Lied in allen Dingen – die da träumen fort und fort - und die Welt hebt an zu singen – triffst du nur das Zauberwort!" 360°Konzert, am 31.05., 21 Uhr am Markt | Eintritt frei, Open-Air-Veranstaltung Während des Deutschen Musikfestes vom 30.05. bis 02.06. präsentiert sich Osnabrück den Zuschauern im „Osnabrücker Fenster“. Zahlreiche Gastronomen, Einzelhändler, Kulturakteure der Kunst- und Musikszene sowie städtische Institutionen nehmen an der Gestaltung eines facettenreichen Rahmenprogramms teil. Highlight ist das 360-Grad-Konzert, eine multimediale Zeitreise vom Ursprung der geblasenen menschlichen Kommunikation, über harmonisch anspruchsvolle Kompositionen des Barock, bis hin zum Jazz und Swing der 50er – 60er Jahre.

• Veranstaltungen: etwa 450 Galakonzerte, Platzkonzerte, Kirchenkonzerte, Wettbewerbe und Wertungsspiele unter anderem im Rahmen der 5. Deutsche Meisterschaft Spielleutemusik • Weitere Formate: Gesprächsformate, Musikfachmesse, Verbändeausstellung „Klingende BDMV“ • Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände: 22 Mitgliedsverbände auf

Osnabrücker Kernmarken wie die Varusschlacht, der Westfälische Frieden oder Erich Maria Remarque, werden mit Ton, Licht und Laser gekonnt in Szene gesetzt und zu einem visuell und akustisch beindruckenden Rundum-Konzert verwoben.

# Deutsches Musikfest 30.05. bis 02.06. verschiedene Spielorte # 360°Konzert Open-Air-Veranstaltung 31.05., 21 Uhr am Markt, Eintritt frei Das 360 Grad Konzert wird von der Volksbank Osnabrück gefördert.

Bundes- und Landesebene, 11.000 Musikvereine in 18.000 Orchestern, 1,3 Mio. Mitglieder • Deutsche Bläserjugend (DBJ), Jugendorganisation der BDMV • Die DBJ vertritt Kinder- und Jugendliche bis 27 Jahre in den Mitgliedsvereinen und -verbänden der BDMV. Deren Anteil beträgt ca. 60 % der aktiven Mitglieder der BDMV.

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Blutsbrüder

der Mythos Karl May in Dioramen

26. Januar bis 02. Juni 2019 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Noch bis zum 02. Juni widmet sich das Kulturgeschichtliche Museum des Museumsquartiers Osnabrück in Kooperation mit der Universität Osnabrück dem Schriftsteller Karl May die Ausstellung „Blutsbrüder – der Mythos Karl May in Dioramen“. Die Ausstellung führt mitten hinein in die exotischen Welten, die May imaginierte – etwa anhand kleiner Dioramen, die Szenen aus den WinnetouRomanen in Miniatur nacherzählen. Dabei geht es auch um Großes. Zwischen humanistischer Utopie und Stereotyp Einerseits steckt in Karl Mays Romanen das emanzipatorische Potenzial fantastischer Literatur. Andererseits zeigt sich: Seine Romane prägen ambivalente Bilder und Vorstellungen von „den Indianern“ – bis heute. Wenig davon stimmt oder hat jemals gestimmt: Marterpfahl? Nicht bei den Apachen. Blutsbrüderschaft? Nein. Skalpieren? Wahrlich keine Erfindung der Ureinwohner Amerikas, das gab es schon bei den alten Griechen. Die Erzähltradition seiner Zeit aufgreifend macht Karl May seinen Winnetou sukzessive zum edlen Wilden: Der Apache liest Longfellow, versucht, sich mittels der Errungenschaften der westlichen Welt von den „primitiven“ Sedimenten der indigenen Kultur abzusetzen und konvertiert zu guter Letzt zum Christentum. Gleichzeitig nutzt May das Fremde als Freiraum, in den er eine humanistische Kultur projiziert. Immer wieder beschreibt er utopische Sehnsuchtsorte, in denen ein Gleichklang unterschiedlicher Kulturen gelebt werden kann: die Oase des Bloody Fox („Unter Geiern“), das Tal der Jesiden („Durchs wilde Kurdistan“) oder das Reich der Shen („Und Friede auf Erden“). Große Themen in Miniaturformat Indianerfiguren in Felsenkulisse, Blutsbrüderschaft zwischen Old Shatterhand und Winnetou, Überfall auf einen Siedlertreck: Zu den Ausstellungsstücken gehören auch kleine Dioramen. Die dreidimensionalen Schaukästen erzählen Szenen aus den Winnetou-Romanen in Miniatur nach und suggerieren durch ihre Nähe zu naturkund-

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lichen Ausstellungsformaten: So ist es wirklich gewesen. Dioramen arrangieren Geschichten und Lebensräume scheinbar wirklichkeitsgetreu. Die „kleinen Welten“ machen Komplexes überschaubar – kurbeln gleichzeitig jedoch die Fantasie der Betrachterinnen und Betrachter an. Karl Mays literarischer Kosmos bietet reichlich Stoff für solch plastische Visualisierungen und schafft reichlich Raum dafür, sich in sie hineinzufantasieren. Die Bildobjekte in 3D lassen die Betrachter zum Teil einer fremden Welt werden. Und schon stellt sich wiederum die Frage: Welcher Blick auf fremde Kulturen entsteht da eigentlich? Woher kommt er? Was bewirkt er? Wer bin ich? Vergnügen und Zwiespalt Wenn auch Karl Mays Winnetou-Romane in die Jahre gekommen sind – die archetypisch konstruierte Geschichte von Old Shatterhand und Winnetou begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene nach wie vor. So gehen etwa die Besucherzahlen der regelmäßig in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeführten „Karl-May-Spiele“ jährlich in die Millionen. Auch die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung werden erleben, dass die Ausstellungsstücke einen lustvollen Erinnerungs-Sog an mitfiebernde Lesenächte unter der Bettdecke und selbstvergessene „Indianer-und-Cowboy“-Spiele auslösen können – inklusive aller kolonialistischen Ressentiments, Rassismen und Asymmetrien, die Karl Mays Texte ebenfalls erzählen. Diesem Zwiespalt ist schwer zu entkommen. Wie soll, wie kann man sich heute zwischen der inszenierten Literatur- und Filmwelt Karl Mays sowie seiner Figuren und der Geschichte von Nordamerikas „First Nation“ positionieren? Diese Frage nimmt die Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern bewusst nicht ab. Ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung lädt dazu ein, diese Frage gleichermaßen mit Verstand und Vergnügen auszuloten. Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück


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Sammlung im Dialog 2.0 Stille Post(s) zum Jubiläum

03. März bis 19. Mai 2019 140 Jahre Museums- und Kunstverein Osnabrück e.V. / Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de „Was will uns das Kunstwerk eigentlich damit sagen?“ wird im Museum oft gefragt. Das Museumsquartier Osnabrück bringt endlich Licht ins Dunkel, die moderne Kommunikationstechnik macht es möglich! Die zweite Sammlungspräsentation im Rahmen des 2018 eingeführten Formats „Sammlung im Dialog“ lässt aus Anlass des 140-jährigen Bestehens von Museums- und Kunstverein e.V. und des Kulturgeschichtlichen Museums im Museumsquartier Osnabrück 14 herausragende Kunstwerke aus den Depots des Museums vom 03. März bis 19. Mai offen miteinander sprechen. 14 Highlights der Gemäldesammlung des Kulturgeschichtlichen Museums werden miteinander in den Dialog gestellt – nicht nur visuell, sondern auch verbal. Über

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in den Raum verteilte Tablets kommunizieren die Werke miteinander, erzählen sich gegenseitig ihre Geschichten, stellen Fragen und geben Antwort. Der Chat erzählt von der Bedeutung der Gemälde, wie zum Beispiel von den „persönlichen“ Geschichten des Gemäldes „Pfarrer in Haarlem“ von Pieter van der Weil aus dem Jahr 1666 und der Reproduktion des seit 1933 verschollenen Gemäldes „K33“ des Künstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart. Besucher können mittels eigener Posts kreativ werden und den Dialog weiterführen. Neben der werkeigenen Historie zeichnen die 14 Gemäldehighlights die Sammlungsgeschichte des Museums nach und veranschaulichen die Bedeutung des Museumsund Kunstvereins.


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Linke Seite: Jan De Bray, (Haarlem 1627 – 1697 Haarlem), Pieter van der Weil, Pfarrer in Haarlem, 1666, Öl auf Eichenholz, signiert und datiert an der Stuhllehne „J.D. Bray, 1666“, Foto: Museumsquartier Osnabrück Abb oben: Isaac (Izaack) van Ostade, (Haarlem 1621 – 1649 Haarlem), Bauernkirmes, nach 1642, Öl auf Holz, unten mittig signiert „Isack van Ostade“, Foto: Museumsquartier Osnabrück

Dass das „Museum zu Osnabrück“ auch überregional anerkannt wurde, hängt eng mit der Entwicklung seiner Kunstsammlung zusammen. Zwar gelangten bereits in den ersten Jahren nach der Gründung 1879 vereinzelt Gemälde in das Museum. Doch konnte damals von einer echten Kunstsammlung nicht die Rede sein. Übergangsweise halfen Leihgaben aus den KöniglichPreußischen Museen in Berlin aus; einige davon sind bis heute im Bestand des Museums verblieben. Ein in der Museumswelt geachtetes Museum wurde das Haus noch nicht mit der Eröffnung des eindrucksvollen Museumsgebäudes am Wall im Jahre 1890. Doch zog dieses nun bestehende Bauwerk seine glanzvollere Zukunft an. Im neuen Jahrhundert kam die entscheidende Wende für das Renommee des Osnabrücker Museums mit dem Einzug kunsthistorisch herausragender Werke: 1911 vermachte der Osnabrücker Regierungspräsident und langjährige Vorsitzende des Museumsvereins, Gustav Stüve (1833-1911), der Stadt seine wertvolle Privatsammlung mit der Auflage, diese dauerhaft auszustellen. Die heute im Obergeschoss des Kulturgeschichtlichen Museums präsentierte „Sammlung Gustav Stüve“ mit niederländischen und flämischen Werken des „Goldenen Zeitalters“ besitzt internationalen Rang. Seit nunmehr 140 Jahren trägt der Museums- und Kunstverein Osnabrück erheblich dazu bei, dass die Stadt ihren Rang als Museums- und Kulturstandort

behaupten und ausbauen kann. Im Friedenssaal des Rathauses wurde der „Museums-Verein für den Landdrosteibezirk Osnabrück“ 1879 von engagierten Bürgern gegründet. Größere und kleinere Stiftungen der ersten Mitglieder bilden den Grundstock der Sammlungen – wie die benannte Gemäldesammlung niederländischer Meister des 16. und 17. Jahrhunderts der Familie Stüve. 1929 übergibt der Verein seine Sammlungen dem Städtischen Museum unter der Bedingung, dass die Stadt einen hauptamtlichen Museumsleiter für das 1890 errichtete Museumsgebäude einstellt: Dank des bürgerlichen Engagements war das Kulturgeschichtliche Museum geboren und etabliert sich als feste Institution. Zum runden Geburtstag tritt nun die Ausstellung „Sammlung im Dialog 2.0 – Stille Post(s) zum Jubiläum“ im Oberlichtsaal des Kulturgeschichtlichen Museums mit Stüves Erbe in einen Dialog, der neugierig macht auf die Kunst der (vorwiegend) Alten Meister und einen neuen Blick eröffnet, den die Besucher im angrenzenden Raum beim perspektivischen Zeichnen selbst erproben können. Kurator der Ausstellung: Dr. Thorsten Heese unter Mitwirkung von Lukas Attermeier, Lara Kolonko, Dr. Maren WaikeKoormann und Dr. Mechthild Achelwilm Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

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reprint. Wandel durch Reproduktion 10. Mai bis 8. Juni 2019 hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst | www.hase29.de Einen aktuellen Einblick in neue künstlerische Druckprozesse eröffnet hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst in seiner Ausstellung REPRINT. Ob Linoldruck, Holzschnitt, Digital- oder 3-Druck – das Zeitalter der Reproduzierbarkeit verwandelt auch den Umgang der Künstler*innen mit dem Medium der Druckgrafik. Suchten Künstler*innen bisher eine spezifische Form, (er)finden sie heute vielfach Möglichkeiten, künstlerische Traditionen des Druckens weiterzuentwickeln oder zu verändern. Dafür rücken sie den Prozess der Transformation verstärkt in den Mittelpunkt. So kehrt etwa David Semper (*1980) den Druckprozess um, indem er ein in die Wand eingebautes Stempelkissen als Druckmedium nutzt: Die Tinte blüht aus und es

entsteht ein Selbstdruck. Motive und Oberflächen verwandeln sich also ständig in einem offenen künstlerischen Experiment. Werke von internationalen Künstler*innen wie Lola Läufer, Nick Ervinck und Nasan Tur spiegeln dieses breite Spielfeld an innovativen und experimentellen Möglichkeiten. Alle Exponate, die durch einen open call bei hase29 eingereicht und von einer Fachjury ausgewählt wurden, fordern den Betrachter auf, das Kunstwerk selbst weiter zu denken, seine Wirklichkeit zu radikalisieren oder in Frage zu stellen. Die Ausstellung wird gefördert vom Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29 / 30, 49074 Osnabrück

––– Bildnachweise, Abb. linke Seite oben, dann unten; diese Seite oben links und rechts: Nick Ervinck, Bortoby, 2010, 3D Print, 44 x 45 x 39 cm, © Nick Ervinck Nasan Tur, History is Fiction, 2016, wood, 84 x 100 cm, © VG Bild Kunst, Bonn, 2019, Courtesy Sammlung Wemhöner David Semper, Fresco, 2011, Stempelkissen in die Wand gesetzt, verputzt und überstrichen, ca. 12 cm x 8 cm, Courtesy Galerie Gisela Clement Lola Läufer, Cabinet VII, 2016/17, Digitaldruck auf Vinylfilm auf Acrylglas, 80 x 120 cm

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Regine Wolff, Zorn, 2017, Mischtechnik, 100 x 120 cm

Regine Wolff Walden

24. Mai (Eröffnung: 19 Uhr) bis 29. Juni 2019 Kunst-Quartier des BBK | www.bbk-osnabrueck.de Umso mehr sich unsere natürlichen Ressourcen erschöpfen und um so ferner von der Natur wir leben, desto größer scheint die Sehnsucht nach dem „Natürlichen“. Regine Wolff beschäftigt sich in ihren Bildern mit der Trennung von Mensch und Natur . Sie sucht das Absurde, das im Beharren auf diesem künstlichen Konstrukt liegt. In Wolffs Bildern geht es um Leben, um diesen „Willen“, der in jeder Kreatur und noch im kleinsten Teil der belebten Welt so unbedingt vorhanden ist. Tiere spielen als Motive oft eine wichtige Rolle. Wolffs Arbeiten sind der Versuch, daran zu erinnern, dass, egal welche technischen „Fortschritte“ wir erzielen und wie bequem wir es uns machen, wir doch immer ein Teil der Natur bleiben, aus der wir kommen und die wir in immer rasenderem Tempo verbrauchen. Die Kreaturen in Wolffs Bildern, ob Mensch oder Tier, sind Individuen mit einer eigenen Stärke, man soll ihre Kraft spüren, ihren Willen, ihre Verzweiflung oder auch ihren Widerstand. Oft wählt sie eine genaue Darstellung, um bestimmten Motiven eine besondere Präsenz zu verleihen und die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erringen. Die Malerin kombiniert die genauen, „realis-

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tisch“ ausgeführte Bildteile immer auch mit vagen, angedeuteten oder eher gestischen Elementen und lotet so aus, was malerisch nötig ist, um als „wahr“ zu gelten. In ihren neuesten Bildern arbeitet Regine Wolff mit einer Kombination aus Druck und Malerei. Die Künstlerin verwendet als Malgrund Druckversuche, die sie in ihrer langjährigen Tätigkeit als Textildesignerin gesammelt hat. Auch Diese Drucke sind wiederum Kombinationen aus den Schablonen verschiedener Muster. Sie wirken auf den ersten Blick wie ein homogener Untergrund für das eigentliche Motiv. Bei genauerem Hinsehen öffnet sich dem Betrachter ein vielschichtiger und komplexer Kosmos aus einer scheinbar unendlichen Zahl sich wiederholender und überlagernder Elemente. Der unterschiedlich starke Kontrast zwischen den gedruckten und gemalten Ebenen erzeugt Spannung und Tiefe. Es gibt eine vordere Ebene, die zunächst dominiert, während man auf den zweiten Blick die vielen filigranen Details entdecken kann, die weitere Ebenen und Räume eröffnen und wie eine geheimnisvolle fraktale Grundstruktur den Szenen zugrunde liegen Kunst-Quartier des BBK Bierstraße 33, 49074 Osnabrück


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MUSIK

INSTALLATIONEN LESUNGEN

PERFORMANCES

STADTERKUNDUNGEN UND VIELES MEHR

GRENZENLOS. GUTES. HÖREN.

lang DAS KULTUREXTRA 2019

24. MAI—2. OKTOBER 2019 www.klang-2019.de WWW.KLANG-2019.DE

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. osnabrück

Azim Becker

Azim Becker This ain't Street

27. April bis 19. Mai 2019 Galerie Letsah | www.galerie-letsah.de Azim Becker studiert derzeit Kunst an der Uni Osnabrück. Die Galerie Letsah zeigt mit Azim Beckers erster Einzelausstellung seine von der Urban-Art inspirierten Werke. Ein Schritt raus aus der Straße, rein in den Ausstellungsraum. Einflüsse aus dem urbanen Raum finden sich als verstrickte Motive und skurrile Illustrationen auf in den Straßen gefundenem Material wieder. Wie viel bleibt von der Straße, wie viel vom Ausstellungsraum? Der Anfang der Urban Art liegt im Graffiti. Aus den an Häuserwänden hinterlas-

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kunst:stück

senen Signaturen der 70er Jahre, hat sich diese Kunstrichtung weltweit verbreitet. Mit großformatigen Schriftmotiven und ihren figurativen Elementen entwickelt sich das Graffiti weiter und zeigt sich als dauerhafte und wandelbare Subkultur. ––– Öffnungszeiten: Sa + So 14 - 19 Uhr und nach Vereinbarung Galerie Letsah Süntelstraße 49, 49088 Osnabrück


. osnabrück

reprint.

Wandel durch Reproduktion 10. Mai – 8. Juni 2019

hase29 | Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.

www.hase29.de ©Nick Ervinck

6. 4. – 12. 5. 2019

Bildwirkerei von Andrea Milde

Im Angesicht der Zeit Eröffnung 5. 4. 2019, 19.00 Uhr

Mühlenort 6, 49565 Bramsche, Tel. 0 54 61/94 51-0 21 www.tuchmachermuseum.de, Di. – So. 10.00 – 17.00 kunst:stück Uhr R


. bramsche

Andrea Milde – Bildwirkerei Im Angesicht der Zeit

05. April (Eröffnung: 19 Uhr) bis 12. Mai 2019 Tuchmacher Museum Bramsche | www.tuchmachermuseum.de Die Berliner Künstlerin Andrea Milde widmet sich seit 30 Jahren der Bildwirkerei – einer komplexen Textiltechnik, die schon in der Antike bekannt war und ihren Höhepunkt im Spätmittelalter erlebte. Durch aktuelle Inhalte ihrer Arbeiten die Bildwirkerei in die Zukunft zu tragen und ihr Wissen weiter zu geben, ist ein großes Anliegen von Andrea Milde. Die Ausstellung „Im Angesicht der Zeit“ gibt einen Einblick in das Werk und die Arbeitsweise der Künstlerin, die am Freitag, 5. April, um 19 Uhr eröffnet wird und bis zum 12. Mai im Tuchmacher Museum Bramsche zu sehen ist. „Die klassische Bildwirkerei“, so Andrea Milde über die von ihr angewandte Kunsttechnik, „ist verwand genug mit der Weberei, um oft mit ihr verwechselt zu werden, aber doch ganz unterschiedlich, was den Entstehungsprozess anbelangt.“ Bei der Wirkerei werden die Schussfäden nur bis zum Rand der im Muster vorgegebenen Farbfläche hin- und zurückge-

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wirkt, während sie bei der Weberei durch die gesamte Webebreite, von einer Kante zur anderen eingeschossen werden. In langwieriger Handarbeit entstehen kunstvolle, gewirkte Bilder. Bei aller Unterschiedlichkeit der Motive in den Arbeiten von Andrea Milde sind es vor allem zwei Themen, die sie immer wieder bewegen: „Die Dimension Mensch und die Dimension Zeit. Beides wird gerade in der Weberei (er) fassbar. Bei den Inhalten meiner Bildwirkereien geht es in wenigen Worten gesagt darum, wie ein Mensch als Frau, Mutter und Nomadin die Welt wahrnimmt, wo es sie freut, und wo es sie schmerzt hinzusehen.“ Andrea Milde lebte und arbeitete nach ihrer Ausbildung an der renommierten École nationale d’art décoratif d’Aubusson (Frankreich) als freischaffende Künstlerin in Spanien, bevor sie 2017 nach Deutschland zurückkehrte. Ihre Arbeiten waren bereits in vielen europäischen Ländern, Japan, Kanada und USA zu sehen.


. bramsche

TUCHMACHER MUEUM BRAMSCHE

Andrea Milde, 2017, Bildwirkerei. Kette: Baumwolle / Schuss: Wolle, Baumwolle, Leinen, Metallgarne, Seide. Herstellung: 2015–2017, 190 x 150 cm | Foto: Andrea Milde

Tausend Blumen weben

Workshop mit Andrea Milde Begleitprogramm zur Ausstellung „Im Angesicht der Zeit“ Von der Akelei bis zum Zauberglöckchen – Blumen waren als Färberpflanzen und symbolische Bedeutungsträger ein wichtiges Thema in der Bildweberei. Über und über mit fein gewobenen Blumen sind die Tausendblumenteppiche ein beeindruckendes Zeugnisse spätmittelalterlicher Textilkunst. Auf die Spuren dieser Tradition begibt sich der Workshop „Tausend Blumen weben“ mit der Bildweberin Andrea Milde im Tuchmacher Museum Bramsche. Inspiriert von der Blumenpracht im Frühling soll die Idee des Tausendblumenteppichs in kleine Bildteppiche umgesetzt werden. Gewebt wird auf mobilen Webrahmen – wenn das Wetter es erlaubt, auch draußen auf der Wiese. Die Künstlerin Andrea Milde wurde an der renommierten École nationale d’art décoratif d’Aubusson (Frankreich) ausgebildet und widmet sich seit 30 Jahren der Bildwirkerei. Ihre aktuelle Ausstellung „Im Angesicht der Zeit“ gibt Einblicke in ihr Werk und ihre Arbeitsweise. Dabei ist es ein großes Anliegen von Andrea Milde, die traditionelle und komplexe Webtechnik

durch aktuelle Inhalte ihrer Arbeiten in die Zukunft zu tragen und ihr Wissen weiterzugeben. ––– Tuchmacher Museum Bramsche Mühlenort 6, 49565 Bramsche ––– Der Workshop „Tausend Blumen weben“ findet an drei Terminen statt: Freitag, 03. Mai, von 17 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag, 04. und 05. Mai, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Er ist sowohl für Anfänger*Innen als auch für Teilnehmer*Innen mit Vorkenntnissen geeignet. Die Kosten für den dreitätigen Workshop betragen 90 Euro zuzüglich 15 Euro Materialkosten. Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 18. April unter der Telefonnummer 0 54 61/94 51-0 oder per Mail: info@tuchmachermuseum.de möglich.

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Legionäre auf dem Marsch. © Osprey Publishing, Illustration: Graham Sumner

Roms Legionen

Neue Sonderausstellung ab 30. März in Museum und Park Kalkriese 30. März bis 03. November 2019 Museum und Park Kalkriese | www.kalkriese-varusschlacht.de In Miniatur – Kleine Römer groß in Szene Was war das Erfolgsrezept der militärischen Supermacht der Antike? Wie war die römische Armee aufgebaut und wie sah der Alltag eines römischen Legionärs aus? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die neue Sonderausstellung „Roms Legionen“ im Museum und Park Kalkriese, wenn rund 10.000 handbemalte ZinnLegionäre Kalkriese [zurück-] erobern. Die Sonderschau zeigt auf spielerische wie authentische Weise die verschiedenen Facetten des Lebens im römischen Heer – dazu gehörten repräsentative Reiterübungen, aber auch anstrengende kilometerlange Märsche und dramatische Kampfauseinandersetzungen. Das Römische Reich erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung vor etwa 2000 Jahren vom Atlantik bis nach Klei-

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nasien und von der afrikanischen Nordküste bis zur Nordsee. Innerhalb kürzester Zeit wurden riesige Gebiete erobert und kontrolliert, sodass ein beispielloses Herrschaftsgebiet entstand. Zu verdanken war diese erfolgreiche Expansionsgeschichte den kaiserlichen Legionen. Deren Organisationsstruktur, professionelle Ausrüstung und nicht zuletzt eiserne Disziplin machten die römische Armee auf Eroberungszügen (nahezu) unbesiegbar. Diese Erfolgsgeheimnisse werden in der Sonderschau thematisiert. Im Mittelpunkt stehen die Modelllandschaften mit tausenden handbemalten Zinn-Legionären, die in ihrer Detail- und Originaltreue ein lebendiges Bild des Alltags römischer Legionäre in den ersten Jahrhunderten nach Christus zeigen. Ein besonderer Höhepunkt sind zudem die zahlreichen Mitmachstationen, an denen


. bramsche

VARUSSCHLACHT

IM OSNABRÜCKER LAND MUSEUM UND PARK KALKRIESE Modellszene „Auf dem Marsch“ © Mules-of-Marius.com, Foto: W. Hartung

große und kleine Legionäre eine originalgetreu gefertigte Rüstung anziehen, am Pfahl trainieren oder ihre eigene Getreideration mahlen können. Die Ausstellung „Roms Legionen“ ist in Kooperation mit dem Leihgeber Mules of Marius entstanden, dessen renommierte Wanderausstellung bereits Besucher in Großbritannien, Polen und Österreich begeistert hat. Sie besticht vor allem durch ihre Authentizität – sowohl die Modellfiguren, die lebensgroßen Illustrationen römischer Legionäre des bekannten britischen Zeichners Graham Sumner als auch die Repliken von Schilden oder Rüstungen beruhen auf historischen Quellen und archäologischen Funden. Führungen für Groß und Klein, Mitmachprogramme, Vorträge und Ferienaktionen ergänzen das Angebot zur Sonderausstellung. varusschlacht im osnabrücker land Museum und Park Kalkriese Venner Straße 69, 49565 Bramsche

Öffentliche Führung roMS lEGionEn Anhand eindrucksvoller Dioramen, lebensgroßer Illustrationen und Mitmachstationen mit authentischen Repliken wird bei einem Rundgang durch die Sonderausstellung der Alltag römischer Legionäre beleuchtet. [Dauer 60 Minuten, 3,00 €] Sonn- und feiertags 16.00 Uhr ––– Familienführung – für Erwachsene und Kinder Zu BESuch BEi DEn lEGionEn Anfassen erwünscht! Bei der Familienführung legen Groß und Klein einen römischen Schienenpanzer an oder mahlen ihre eigene Getreideration und erfahren, wie das Leben eines römischen Legionärs aussah. [Gesamtdauer 90 Min., 4,00 €] An Familiensonntagen (immer der erste Sonntag im Monat) 14.00 Uhr, sonn- und feiertags 14.00 Uhr, donnerstags in den Ferien 12.00 Uhr Weitere Informationen unter: www.kalkriese-varusschlacht.de

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. bramsche

Auf Einladung von Marion Tischler entwickelten die beiden Künstler Joshua Sassmannshausen (Hamburg) und David Rauer (Osnabrück) eine improvisierte Architektur. Foto: Marion Tischler

Z.A.T.

Zuhause At Home Thuis 24. März bis 30. Mai 2019 Bramscher Bahnhof | www.bramscher-bahnhof.de Das Kioskprojekt Z.A.T. – ZUHAUSE AT HOME THUIS hat begonnen. Vom 24. März bis zum 30. Mai 2019 können sie im Kunstkiosk des Bramscher Bahnhofs Souvenirs und Originale kaufen, die sich mit dem Thema ZUHAUSE auseinandersetzen. Es sind über 20 KünstlerInnen aus Berlin, Bremen, Münster, Osnabrück, Bersenbrück und Bramsche beteiligt. Z.A.T. (aus den Anfangsbuchstaben von ZUHAUSE. AT HOME.THUIS.) ist ein deutsch-niederländisches Projekt der Stiftung MIKC mit dem Projektraum Perron 1, Delden NL und der Künstlerin Marion Tischler in Kooperation mit dem Bramscher Bahnhof (einer Arbeits- und Kulturstätte der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück), Bramsche DE. Z.A.T. wird im Rahmen des INTERREG Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt.

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kunst:stück

Zu dem Foto: Auf Einladung von Marion Tischler entwickelten die beiden Künstler Joshua Sassmannshausen (Hamburg) und David Rauer (Osnabrück) eine improvisierte Architektur. Die Künstler formten ein begehbares Objekt, das Werke der teilnehmenden Künstler beherbergt und präsentiert. In dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude ist so eine begehbare KunstSchachtel entstanden, die sich durch Form und der rosa Farbe in heiterer Art und Weise in der Bahnhofshalle behaupten kann. ––– Ausstellungsdauer 24.03. bis 30.05.2019 Mo bis Freitag von 8 bis 14 Uhr Bramscher Bahnhof, T. 05461/70859 ––– Bramscher Bahnhof Bahnhofsstraße 7a, 49565 Bramsche


14. – 29. Juni 2019

15 Jahre

Morgenland Festival Osnabrueck

Informationen & Tickets unter: kunst:stĂźck www.morgenland-festival.com

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. petershagen

Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

Leuchten der Moderne

Glasproduktion im Licht des Bauhauses 10. Februar bis 25. August 2019 LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim | www.lwl.org Vor 100 Jahren wurde in Weimar das Bauhaus gegründet. Anlässlich des Jubiläums stellt das LWL-Industriemuseum Beleuchtungsglas der Moderne erstmals in einer Überblicksausstellung vor. Sie schlägt einen Bogen vom hitzebeständigen Glas über die Formkonzepte des Bauhauses über Wilhelm Wagenfelds Entwürfe der 1930er Jahre bis zu den

Formen der sogenannten Neuen Sachlichkeit. Die Präsentation der Leuchten – allesamt seltene, vielfach nie gezeigte Objekte aus Museen und Privatsammlungen – wird begleitet von zeitgenössischen Fotos, Werbematerial, Katalogen und Entwurfszeichnungen. Die Ausstellung ist Teil des Verbundprojektes „100 jahre bauhaus im westen“.

–––

Weingläser aus vier Jahrhunderten Die Sammlung Christian Jentsch 21. Oktober 2018 bis 12. Mai 2019

Aus welchen Gläsern trinken wir Wein? Diese Frage wurde in den letzten vier Jahrhunderten unterschiedlich beantwortet. Die Ausstellung mit Gläsern aus der Samm-

lung Jentsch widmet sich diesem Thema. Das Spektrum der gezeigten, kunstvoll gestalteten Gläser reicht von 1600 bis zur Gegenwart.

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20 x Glas aus Gernheim 20 Jahre Museumsarbeit 21. Oktober 2018 bis 12. Mai 2019

Im Oktober konnte die Glashütte Gernheim auf 20 Jahre Museumsarbeit zurückblicken. Im Zentrum stand dabei die Arbeit am Glasofen. Anlässlich des Jubiläums erinnert das Museum deshalb an die großen Ausstellungen mit Glasobjekten, die in Gernheim entstanden sind oder repräsentativ für die Konzeption des Hauses stehen. Darunter sind Werke von Erwin Eisch,

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Karin Hubert oder Ursula Huth. Objekte neueren Datums aus der Hand finnischer oder italienischer Glasmacher erweitern die Sammlung ebenso wie historische Stücke, so z.B. farbenprächtige Objekte der französischen Verreries Schneider. LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim Gernheim 12, 32469 Petershagen


Hari-Hara Kopf, Prä-Angkor Periode, 7. Jhd., Privatsammlung Mark Tobey, Nightlife, 1958, Privatsammlung

EINE PRIVATSAMMLUNG. 2. Februar - 28. April 2019

Pablo Picasso Le Corbusier Georges Braque Skulpturen der Khmer Afrikanische Kunst Tony Cragg Simone Pellegrini Gustav Seitz Günter Haese

Picassoplatz 1 | 48143 Münster | t.: 02 51/4 14 47 - 10 | info@ picassomuseum.de www.kunstmuseum-picasso-muenster.de | Di – So: 10 – 18 Uhr

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. rheine

Annette Hurst, o.T., 2013. Foto: Peter Schuster

Annette Hurst Raum Fluss

17. März bis 26. Mai 2019 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Die Werke von A. Hurst sind vielschichtig und erzählen von Raum, Landschaft, Fragment, Zeit. Großformatige, abstrakte Zeichnungen, die im schweizerischen Engadin am Inn inmitten der weiten Berglandschaft mit Blick auf den Fluss entstanden, sind ein Schwerpunkt der Ausstellung. Die kraftvollen Linien sind meist aus Holzkohle und stehen mit viel Umraum und großer Präsenz auf dem Papier. Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt liegt auf Gebilden aus Kartonage und Wellpappe. Es sind zeichenhafte Setzungen architektonischer Elemente im Raum.

Bruchstücke und insbesondere Leerstellen gehören mit zum Wesentlichen dieser Arbeiten. Hurst interagiert mit dem Raum, setzt ihre Werke mit den Eigenheiten des Ausstellungsraums in Beziehung. Sie ergänzen sich dabei auf ganz bemerkenswerte Weise mit dem Charakter des Kreuzgangs und der Salons im Westflügel des Klosters. Kerben, Ritzen, ehemalige Durchgänge, die als Umrisse noch immer sichtbar sind, und nicht zuletzt die teilweise freigelegten Wandzeichnungen werden Teil der Ausstellung. So werden diese Eigenheiten des Raums geradezu hervorgehoben.

SALIGIA

Die 7 Todsünden. 7 Mobile Installationen 03. Mai bis 23. Juni 2019 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Die künstlerische Interpretation der sieben sogenannten Todsünden hat eine weit zurückreichende Tradition. Auch, wenn sich die Lebensumstände seit dem 5. Jahrhundert geändert haben, bleibt dieser Sündenkanon (unangenehm) aktuell und damit in der zeitgenössischen Kunst Impuls und Fundus für Ideen und Projekte. Sieben bundesweit tätige KünstlerInnen interpretierten mit dem ihnen eigenen Formenrepertoire – seien es Bildhauerei, Installationen oder Malerei – jeweils eine der sieben Todsünden zeitgemäß. So entstehen sieben mobile Kunstwerke, die als Wanderausstellung im Außenraum

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kunst:stück

präsentiert werden. Unter Federführung des Klosters Bentlage haben sich sieben Partnerinstitutionen für dieses Projekt zusammengetan. Die fest auf Anhänger montierten Kunstobjekte werden in Form einer Wagen-Kolonne vom einen zum nächsten Ausstellungsort transportiert. Mit Zwischenstopps auf innerstädtischen Plätzen und an geeigneten ländlichen Locations wird die Reise dabei selbst zur Performance. Weitere Ausstellungsorte in 2019 sind Telgte, Münster und Vreden, 2020 folgen Liesborn, Saerbeck und Herne. Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine


. osnabrück

Sonderausstellung Weite und Licht Künstler entdecken den Norden Mi 03. April - So 23. Juni 2019

49751 Sögel | www.clemenswerth.de

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. osnabrück

Make it yours ! USM pflegt die wohlüberlegte Reduktion: klassisches Design, klare Formen, unaufdringliche Eleganz.

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kunst:stück


. osnabr端ck

pro office Osnabr端ck Sutthauser Str. 287, 49080 Osnabr端ck Tel. 0541 / 33 50 63 0, Fax 0541 / 33 50 63 3 info.osnabrueck@prooffice.de, www.prooffice.de

kunst:st端ck

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. andere ausstellungsorte

Gravenhorster

SAISONALE

temporäre Kloster.Garten.Kunst

Frühling im DA!

Startschuss zur ersten Gravenhorster SAISONALE*

temporäre Kloster.Garten.Kunst | Auftaktpräsentation 30.03.– 28.04.2019 | Eröffnung mit Frühlingsfest: Sa 30.03. ab 17 Uhr DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | www.da-kunsthaus.de Grünkohl live performen…an einer Strohballen-Kolonie mitgärtnern…auf dem Gravenhorster Blatt picknicken… In den kommenden drei Jahren werden die Außenanlagen des Kunsthauses, das KLOSTERGRÜN, zur Bühne für Kunst & Interaktion zum Thema Garten, Natur, Landschaft… Erstmals wird im DA temporäre KlosterGarten-Kunst vorgestellt. Im jährlichen Rhythmus werden in den Sommermonaten auf dem Außengelände zeitgenössische Formen der Gartenkunst und künstlerische Interventionen im Naturraum präsentiert. Die Kunst tritt saisonal in Erscheinung, betritt die Bühne temporär und thematisiert in besonderer Weise ihr

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kunst:stück

eigenes Werden und ihre Vergänglichkeit. In den Abendstunden wird durch Lichtkunst ein zusätzlicher atmosphärischer Akzent im Naturraum gesetzt. So verändert sich die Ansicht des Klosters einmal im Jahr besonders künstlerisch und die zeitgenössische Kunst kreiert eine eigene Gravenhorster Jahreszeit: Die Gravenhorster SAISONALE* ––– # Die Gravenhorster SAiSonAlE* wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW # Mehr zur SAiSonAlE* unter: www.da-kunsthaus.de # Making of, Statements der Künstler*innen, Impressionen zu den Kunstprojekten und vieles mehr aktuell auf facebook


. andere ausstellungsorte

DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Klosterstraße 10, 48477 Hörstel | www.da-kunsthaus.de

Foto oben: Michael Jezierny Foto unten: Moritz Köller

# SAISONALE* 2019

Jahresthema: »Nature Listening« Von April bis September wird das Klostergrün zur Bühne für Kunst & Interaktion

RECHERCHEN – GRÜNDÜNGUNG: Uta C. Schmidt, »Geschichte des Klostergartens von Gravenhorst« | Reinhard Krehl, Bodenbeschaffenheit/Landschaftsanalyse – Zeigerwerte für Kunst und Gartenkultur | Prof. Dirk Manzke und Studierende der Landschaftsarchitektur, Garten am Pastorat – Entwurfsplanung ––– PROJEKTE: Peter Möller, Expandierender Garten//colonizing the place | Swaantje Güntzel & Jan Philip Scheibe, PRESERVED//Grünkohl/Gravenhorst – Begegnungen und Performances | Alexander Edisherov & Katerina Kuznetcowa, »Liegewiese für einen Himmelstisch« ––– LICHTKUNST: Knut Eckstein, wild strawberries//номенклатура ––– VERANSTALTUNGEN: Tom Koesel, My private Gravenhorst – Erzählparcour (Oral History) | An Seebach, O.T. (Gravenhorster Blatt), Hörstel 2015 – Picknick auf dem Klostergrün u.v.m.

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. hörstel

Sommerfrische, coloriert + ausgeschnitten, Abbildung: Sammlung Schmidt

30.03. – 08.09.19

Sommerfrische Gravenhorst Historische Präsentation im DA Die historische Ausstellung »Geschichte hinterm Giebel« 2019 dreht sich um Gravenhorst als Ausflugsziel gestern und heute. Auf der Sonnenterrasse des »Café Meyer« mit bunten Sonnenschirmen

gab es Maibowle, Limonade und Florentiner mit Kakao. Der Ort profitierte von der Eisenbahn, die 1856 Hörstel an die Schienenverbindung Osnabrück-Rheine anschloss.

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09.03. – 28.04.19

taNDem HIER/DAAR/VICEVERSA

Wiebke Bartsch (D) und Danielle Spoelmann (NL)

Kunstverbinding – Kunstverbindung Deutsch – niederländische künstlerische Begegnung TaNDem ist ein neues, grenzüberschreitendes Kunst- und Kulturprojekt in der EUREGIO. Von 2018 bis 2020 werden Projekte im Grenzgebiet konzipiert und umgesetzt. Dabei steht jedes Jahr unter einem anderen Thema. Innerhalb des Projektes bilden deutsche und niederländische

Künstler*innen „Tandems“ und setzen gemeinsam eine eigene kreative Idee um. »Hier/ Daar/ Viceversa« von Danielle Spoelman und Wiebke Bartsch ist ein nonverbaler zeichnerischer Schlagabtausch, eine entschleunigte Auseinandersetzung mit Aspekten des zu Hauses, der Heimat – grenzüberschreitend durch die gemeinsame Sprache der Zeichnung.

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Ende April / Anfang Mai

PRESERVED // Grünkohl / Gravenhorst Swaantje Güntzel und Jan Philip Scheibe

Projektstipendium KunstKommunikation 19 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken In ihrem Projekt PRESERVED // Grünkohl / Gravenhorst beschäftigt sich das

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kunst:stück

Hamburger Duo Scheibe & Güntzel künstlerisch mit der Frage, welche identitäts-


. hörstel

Die Kunst des Hörens | März - Oktober 2019

Das münsterlandweite Klangkunstfestival

Hochkarätige Klangkunst an authentischen Kulturorten, poetische Klangobjekte, raumfüllende Installationen, experimentelle Workshops, Konzerte & Performances...

31.03. - 22.04.19 | »Reise zwischen Auge und Ohr« Eröffnungsausstellung | Klangskulpturen | Nico Parlevliet (NL) | Ausstellungshalle Hawerkamp | Münster

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01.05. - 31.05.19 | »Klangkunst im kubaai« Klanginstallationen | Dodo Schielein, Pierre Berthet, Claus van Bebber | Podiumsbrücke im kubaai | Bocholt

03.05. - 31.05.19 | »Schritte und Türen«

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Klanginstallationen | Dodo Schielein und Torsten Bruch | cuba-Foyer | Münster

25.05. - 31.07.19 | »Klangkunst im Eiskeller« Klanginstallationen | Claus van Bebber | Eiskeller Altenberge

Projektleitung: Landesmusikakademie NRW T +49 (0)2568 9305-0 | info@landesmusikakademie-nrw.de

Alle Termine: Gefördert durch:

Kulturpartner:

Medienpartner:

Kooperationspartner:

kunst:stück

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. hörstel

stiftende Bedeutung der Grünkohl für die Menschen in Westfalen hat. Hierzu legen die Künstler auf dem Gelände vom DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst einen Grünkohlacker an, in dessen Mitte sich eine Sitzgelegenheit befindet, die als kommunikative Plattform dient. Ende

April / Anfang Mai – der genaue Termin wird auf der Website und auf Facebook kurzfristig bekanntgegeben – pflanzen Swaantje Güntzel und Jan Philip Scheibe die für ihren Acker vorgezogenen Grünkohl-Pflänzchen per Hand auf dem Klostergelände ein. Helfer sind sehr willkommen!

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17.05. – 23.06.19

Jugend gestaltet

Ausstellung der besten Arbeiten aus dem Wettbewerb Seit über 30 Jahren bietet der Kreis Steinfurt ein kreatives Forum für alle Schülerinnen und Schüler der münsterländischen Region. Mit dieser Ausstellung zeigt er, welches enorme schöpferische Potential in den jungen Menschen steckt. Im Laufe

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der Jahre sind neben der Malerei, den Ton-, Gips- oder Papierarbeiten, der Zeichnung oder dem Druck viele neue Medien hinzugekommen. Und so ist die Ausstellung bis heute ein Füllhorn an guten Ideen und origineller Umsetzung.

Foto: Michael-Jezierny

19.05.19

Marktzauber

Klostermarkt mit regionalen Produkten, traditionellem Handwerk, Kunsthandwerk, Kulturprogramm und Künstlerdorf Entdecken, staunen, genießen – die einzigartige Mischung aus Kunst, Handwerk, Unterhaltung und Kulinarik mit über 70 Aussteller*innen lädt Jahr für Jahr zahlreiche Gäste aus dem Münsterland, dem Osnabrücker Land und den Niederlanden zu einem bunten Markttreiben auf dem ehemaligen Klostergelände Gravenhorst

ein. Im Künstlerdorf stellen die aktuellen Stipendiaten*innen ihre Projekte mit spannenden Mitmachaktionen vor: Wie wird Grünkohl gekocht, welche Hörsteler Gebäude sind in Erinnerung geblieben und was macht ein Wasserrad in der Gräfte… # DA Außengelände | Beginn: 11.00 Uhr Eintritt: 2 €, Kinder bis 14 J. kostenlos

––– DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Klosterstraße 10, 48477 Hörstel, T. 05459 9146-0 | www.da-kunsthaus.de

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ET IN ARCADIA EGO EGO Jens Hausmann Malerei

5.5.2019 2.3.– 5.5.2019

Pavillon//November November –– Öl Öl//Lw. Lw. –– 2018 2018 ©© Jens Jens Hausmann Hausmann Pavillon

Herforder Kunstverein Kunstverein Herforder im Daniel-Pöppelmannhaus Daniel-Pöppelmannhaus e. V. e. V. Deichtorwall 2, 32052 32052 Herford Herford || 0 52 21 18 96 89 0 52 21 18 96 89||www.herforder-kunstverein.de www.herforder-kunstverein.de Mittwoch Mittwoch bis bis Samstag Samstag 14  14 ––18 Uhr, 18 Uhr,Sonntag Sonntag11–18 Uhr 11–18 Uhr


. soundseeing

SOUNDSEEING – Klänge zum Angucken

März bis Oktober 2019 | Die Kunst des Hörens im Münsterland www.soundseeing.net

Außergewöhnliche Klänge an münsterländischen Kulturorten, das zeichnet die bundesweit einmalige Klangkunstreihe »SOUNDSEEING« schon seit mehr als 10 Jahren aus. Von Oelde bis Heek und von Hörstel bis Bocholt ist hochkarätige Klangkunst in allen Kreisen des Münsterlands und der Stadt Münster an authentischen Orten zu hören. Ob der Eiskeller in Altenberge, das DA, Kunsthaus Gravenhorst in Hörstel, die Hawerkamp-Halle in Münster, die Burg Vischering in Lüdinghausen oder das neue Kubaai-Kulturquartier in Bocholt – international bekannte Künstler wie Nico Parlevliet, Simon Rummel, Dodo Schielein, Denise Ritter, Paul Plamper, Franziska Windisch oder Erwin Stache lassen sich mit den Mitteln der Klangkunst auf die besonderen Kulturorte ein und verzaubern sie mit poetischen Klangobjekten, raumfüllenden Klanginstallationen, öffentlichen Hörspielvorführungen und neuartigen Instrumenten. Die Ohren und Augen für Neues zu öffnen, das ist das Ziel!

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Damit Klangkunst auch schon in jungen Jahren gelingt, bietet SOUNDSEEING neben den künstlerischen Projekten, Klanginstallationen und Konzerten auch Workshops an. Sie richten sich an Kinder, Jugendliche und Interessierte. Das Wuppertaler Improvisations Orchester WIO ermöglicht Nachwuchsmusikern in Bocholt und Heek mit dem Orchester aufzutreten und es gar selbst zu dirigieren. Im Rahmen eines Workshops zu akustischer Kunst und experimenteller Tontechnik an der Landesmusikakademie fahnden die Teilnehmenden nach spannenden Klängen. Das Hören vertiefend finden gemeinsam mit der Stiftung Hören in fünf Städten des Münsterlands Erfahrungsworkshops und Vorträge zur Welt der Klänge statt – unsere akustische Umwelt ist reicher und inspirierender als wir denken. Musik, Improvisation, Technik und Experimentierfreude bringen die Münsterlandorte zum Klingen!


. soundseeing

Nico Parlevliet,Tuning

Nico Parlevliet

Eine Reise zwischen Auge und Ohr Ausstellung mit Klangskulpturen | 31. März bis 22. April 2019

Ausstellunghalle, Am Hawerkamp 31, 48155 Münster www.cuba-cultur.de | www.am-hawerkamp.de | www.soundseeing.net In seinen Videoarbeiten und Installationen betont Nico Parlevliet stets das Prozesshafte. Besonders faszinieren ihn spielerische Momente und Elemente des Zufälligen. In seinen Klangkunstarbeiten geht es ihm um das Sichtbarmachen von Klängen, wozu er spezielle Mechaniken, Installationen oder Videos produziert. Ausgehend vom Klang oder Bild liegt sein künstlerisches Resultat stets in dem Zwischenbereich, in dem die beiden Welten verschmelzen. Die Form steht für den Klang – sie bildet den Klang ab. Ursprünglich als Fotograf ausgebildet wandte sich Nico Parlevliet früh auch anderen künstlerischen Techniken zu. In seinen Videoarbeiten und Installationen betont er dabei stets das Prozesshafte, besonders faszinieren ihn spielerische

Momente und Elemente des Zufälligen. In seinen Klangkunstarbeiten geht es ihm um die Sichtbarmachung von Klängen, wofür er dafür spezielle Mechaniken, Installationen oder Videos produziert. Dabei geht er entweder vom Klang aus oder vom Bild, sein künstlerisches Resultat liegt aber immer in dem Zwischenbereich, in dem die beiden Welten verschmelzen. Die Form steht für den Klang – sie bildet den Klang (ab). Nico Parlevliet (*Katwijk aan Zee, 1948) lebt und arbeitet in Dordrecht. Neben seiner künstlerischen Arbeit wirkte er auch als Kurator und Kunstberater (u.a. für das Centrum Beeldende Kunst in Rotterdam). # freitags 16–20 Uhr / samstags 15–20 Uhr / sonn- und feiertags 11–18 Uhr | Eintritt frei

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. soundseeing

Claus van Bebber, Pierre Berthet, Dodo Schielein, Erwin Stache # Klangkunst im kubaai

01.05. (Eröffnung: 12h) – 31.05. / 10-18h, Eintritt: frei Podiumsbrücke kubaai – Kulturquartier, Bocholt Der neu angelegte Landschaftspark des Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße (kubaai) wird erstmalig zum Ort für Klangkunst. # Interaktive Klangobjekte von Erwin Stache im Rahmen des kubaai Brückenfestivals beim Internationalen Kinder- und Familienfest # Drei Klanginstallationen von Dodo Schielein, Pierre Berthet und Claus van Bebber Claus van Bebber (D) am Niederrhein geboren, künstlerischer Autodidakt | Bildende und darstellende Kunst, sowie für komponierte und improvisierte experimentelle Neue Musik, Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Heinrich Mucken“ (1982 - 1990), hiermit Teilnahme unter anderem an Documenta 8, Kassel 1987; Teilnahme an internationalen Künstlersymposien. Stipendien als Gastkünstler u.a. bei Artists Unlimited Bielefeld, de Fabriek Eindhoven, Städtische Galerie Villingen-Schwenningen, Kulturpreis der Stadt Kevelaer 1992 Pierre Berthet (BE) ist Schlagzeuger und Komponist, seit mehr als 30 Jahren baut er Klangobjekte und –installationen aus Stahl,

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Plastik, Wasser und Magnetfeldern. Seine Arbeiten werden international gezeigt, vor allem in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Belgien. Dodo Schielein (D) lebt und arbeitet seit 1992 in Hamburg. Sie studierte Kommunikationsdesign sowie Freie Kunst bei Henning Christiansen an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und besuchte Seminare für Komposition und Musiktheorie, u.a. bei Manfred Stahnke. Tätigkeiten als Komponistin, Klangkünstlerin und bildende Künstlerin. Erwin Stache (D) studierte Mathematik und Physik arbeitete schon früh auch als Pianist und Organist. Diese beiden Seiten – Technik und Musik – verbindet er seit 1983 in seiner Tätigkeit als Klangobjektebauer. Seine Objekte basieren zumeist auf der Verfremdung alltäglicher Gegenstände, sowohl akustischer als auch elektronischer Art. Ausgangssituation waren dabei oft die schwierigen Materialbeschaffungsgegebenheiten in der DDR. Erwin Staches künstlerische Tätigkeit erstreckt sich heute auf die Bereiche Installation, Konzert, Film und Workshop.


. soundseeing

links: Nico Parlevliet, Horizonluisterapparaat - Horizont Hörgerät (2005) // Mitte: Torsten Bruch, Tür auf, Tür zu // rechts oben: Nico bij de Kippenvleugel, Foto: Dolf Verlinden (2008) // rechts unten: Nico Parlevliet, The Sea - Das Meer (2017)

Dodo Schielein und Torsten Bruch # Schritte und Türen

03.05. (Eröffnung: 19 Uhr) – 31.05. | cuba-Foyer, Münster Die Durchgangssituation des cuba-Foyers wird auf zwei Arten thematisiert. Bei der Arbeit "walking" von Dodo Schielein scheint ein Gehender die Linien der verspannten, 300 m langen Lautsprecherkabel ab zu schreiten. Torsten Bruch wiederum zeigt in seiner Videoarbeit "Tür auf, Tür zu" eine fiktive Verfolgungsjagd zweier Fremder über drei Monitore. Dodo Schielein (D) lebt und arbeitet seit 1992 in Hamburg. Sie studierte Kommunikationsdesign sowie Freie Kunst bei

Henning Christiansen an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und besuchte Seminare für Komposition und Musiktheorie, u.a. bei Manfred Stahnke. Tätigkeiten als Komponistin, Klangkünstlerin und bildende Künstlerin. Torsten Bruch (D) absolvierte sein Kunststudium in Braunschweig und Tourcoing. In zahlreichen Ausstellungen u.a. in Deutschland, Frankreich und Südkorea präsentierte er künstlerische Arbeiten vor allem in den Bereichen Video und Installation. # Mo - Fr 10 - 21 Uhr, Eintritt: frei

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Claus van Bebber

# Klangkunst im Eiskeller

25.05. (Eröffnung: 12 Uhr) – 31.07. | Eiskeller, Altenberge Claus van Bebber ist bildender Künstler und Musiker, seit Jahrzehnten ist er vor allem bekannt für seine Installationen und die Arbeit mit alten Schallplattenspielern. Für den Eiskeller wird er eine neue Arbeit entwickeln, die sich mit den Gegebenheiten des historischen Gewölbes

auseinandersetzt. Bei der Eröffnung präsentiert er eines seiner dekonstruktiven Schallplattenkonzerte. # Sa 13 - 16.30 Uhr | So 11 - 16.30 Uhr und nach Vereinbarung, Besichtigung nur mit Führung möglich | Eintritt: 2 €

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Platzhirsch von Thomas Otto © Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

Barock trifft Moderne Kunst

Drei Sonderausstellungen in 2019 auf Schloss Clemenswerth Emslandmuseum Schloss Clemenswerth · 49751 Sögel | www.clemenswerth.de Auf Schloss Clemenswerth, der einzig erhaltenen Alleesternanlage weltweit, verbinden sich Kultur und Natur zu einem besonderen Erlebnis: Das Museum lädt mit seinen Ausstellungen und Angeboten (u.a. Kostümführungen) zu einer Zeitreise ins Barock ein und der auf 42 ha angelegte Waldpark mit ausgedehnter Teichanlage zum Spazieren und Verweilen. Zudem schaffen die Sonderausstellungen immer wieder einen spannenden Brückenschlag vom 18. Jahrhundert ins Heute. Das Ausstellungsjahr startet im April unter dem Titel „Weite und Licht – Künstler entdecken den Norden“ (03.04. – 23.06.) mit Landschaftsbildern namhafter Künstler von 1900 bis heute aus der Kunstsammlung des NDR. Die Schau bringt die seit 2016 zu sehende Dauerausstellung „Maler sehen die Geestlandschaft des Hümmlings“ in einen größeren Kontext. Landschaft ist auch das Thema der Sommerausstellung „Der Blick des Malers“ (29.06. – 01.09.) mit Bildern von Werner Heinze. In der Ausstellung „Die feine Form“ (07.09. – 31.10.) treffen zum Ende der Saison die ausdrucksstarken

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Terrakotta-Figuren von Johanna Beil auf das spannende grafische Werk von Ingeborg Dammann-Arndt. Ein Wiedersehen gibt es auch mit dem „Platzhirsch“, einem über fünf Meter hohen Hirschkopf aus Aluminum-Streckblech des Metallbildhauers Thomas Otto. Dank einer privaten Spendeninitiative kehrt die Figur ab Mitte des Jahres auf die große Insel der Teichanlage zurück. Des Weiteren bietet das Museum dem Publikum in 2019 rund 110 Veranstaltungen. Darunter befinden sich das Osterevent (21.04.), das Fest der Sinne (15./16.06.) mit dem Fernseh-Pflanzenarzt und Bestsellerautor René Wadas, der Kunstmarkt ParkArt (10./11.08.), der Falknertag (01.09.), die Schleppjagd (22.09.) und der große Advent auf Schloss Clemenswerth (07./08.12.). Das Programm kann kostenlos angefordert werden unter Tel. 05952 / 932325 oder schloss@clemenswerth.de Weitere Informationen unter: www.clemenswerth.de


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Fritz Overbeck, Bauerngärtchen mit Wäsche, 1898 © NDR Kunstsammlung / Reproduktion David Paprocki

Weite und Licht – Künstler entdecken den Norden NDR-Kunstsammlung gastiert auf Schloss Clemenswerth 03. April bis 23. Juni 2019 Am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth sind vom 03. April bis 23. Juni unter dem Titel „Weite und Licht – Künstler entdecken den Norden“ die schönsten Landschaftsbilder aus der Kunstsammlung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zu sehen. Werke von namhaften Künstlern wie u.a. Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Overbeck, Arthur Illies, Horst Janssen, Otto Modersohn und Günter Grass zeigen in Gemälden und Grafiken realistisch eingefangene norddeutsche Landschaften und die Sehnsucht der Menschen nach dem Land in der Zeit von 1900 bis heute. Nicht zuletzt als Reaktion auf die sich rasant entwickelnde Industrialisierung zog es viele Künstler seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufs Land. Die archaisch rauen Landstriche der Küsten, der Berge, der Heide und des Moores waren ihre bevorzugten Ziele. Hier fanden die Künstler ihre Motive: eine von der Zivilisation weitestgehend unberührte Landschaft, das ursprüngliche bäuerliche Leben und besondere Lichtverhältnisse. Sind heute Namen wie Otto Modersohn und Fritz Overbeck mit ihren Bildern aus Worpswede nicht mehr wegzudenken, war der Norden lange Zeit kein bildwürdiges Thema in der Kunst. Mit der in der zweiten Hälfte des 19.

Jahrhundert aufkommenden modernen realistischen Landschaftsmalerei und ihren Motiven, die, anfänglich skizziert, dann auch ganz unter freien Himmel entstand, konnte sowohl die Fachwelt als auch das breite Publikum zunächst nichts anfangen – zu tief verwurzelt war noch die „Italienschwärmerei“. Dies änderte sich mit der „Landnahme“ und der Gründung von Künstlerkolonien wie in Worpswede und im Ostseedorf Ahrenshoop. In Hamburg entfaltete sich – zur gleichen Zeit wie in Worpswede – auch eine neue Form der Landschaftsmalerei, die vom damaligen Kunsthallen-Direktor Alfred Lichtwark tatkräftig angeschoben wurde. U.a. stellte er Elbansichten und Hafenbilder in dem eigens dafür in der Kunsthalle eingerichteten „Saal der Bilder aus Hamburg“ aus. Auch diese Hansestadtansichten sind Teil der NDR-Sammlung und damit der Ausstellung auf Schloss Clemenswerth, die mit Mitteln der Emsländischen Landschaft e.V. gefördert ist. Die Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, den 02. April um 19 Uhr. Eine Führung mit NDR-Mitarbeiterin und Kuratorin der Sammlung, Branka de Veer, findet am Dienstag, den 09. April um 18 Uhr, statt.

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Jens Hausmann Et in Arcadia ego

02. März bis 05. Mai 2019 Herforder Kunstverein e.V. | www.herforder-kunstverein.de Trouble in Paradise – der Titel von Ernst Lubitschs Filmklassiker passt gut zu den Gemälden von Jens Hausmann: Die Schönheit dieser eleganten, luxuriösen Villen in der Tradition des Bauhauses oder des „International Style“ ist gebrochen durch rätselhafte Geheimnisse. Die Zeit scheint still zu stehen, nichts bewegt sich, die Szene ist menschenleer. Das erinnert an die lichterfüllte Verlassenheit eines Edward Hopper, den suspense eines Alfred Hitch-

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cock. So durchsichtig die Häuser mit ihren Glaswänden sind, so viel verbergen sie doch, und so einladend die offenen Einund Durchgänge wirken, so bunkerhaft und abwehrend ist das zugleich. Die Villen in der Nachfolge eines Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier oder Richard Neutra sind Archetypen der Moderne, versehen mit ihren Pathosformeln: Flugdächer, Panoramafester und weite Terrassen mit Pools als Sinnbild


. herford

Computer, dann zeichnet oder aquarelliert er die Motive, um sich von der Foto-Ästhetik zu lösen, und überträgt sie freihändig auf die Leinwand. Der Pinselstrich beim Aufstreichen der Ölfarbe, oft in mehreren Schichten, gibt dem Bild sein Vibrato, lässt es atmen. Manche Motive stammen aus Brasilien, wo Jens Hausmann sich häufiger aufhält; dort erlebt er den Anspruch der Moderne auf Totalität in zugespitzter Weise. Er beobachtet, wie die demokratische Grundidee der modernen Architektur der Demonstration von Macht, Reichtum und Luxus gewichen ist. Ein Zeichen dafür ist die Materialsichtigkeit des béton brut (Le Corbusier). Das wilde Wuchern der tropischen Pflanzen steht gegen das Bestreben des Menschen, die Welt einem bestimmten Konzept zu unterwerfen. Der alte Kampf Mensch vs. Natur findet hier ein neues Sinnbild. Details wie tote Bäume oder Schutt von Abriss und Verwitterung, vor allem aber die Dämmerung, das Zwielicht deuten an, dass dieses Arkadien bedroht ist. Et in Arcadia ego, das Bildmotiv des Barock, das den Tod selbst in der romantischsten Paradies-Landschaft ansiedelt, erhält hier in eine zeitgenössische Form. Hausmanns Veduten sind, trotz Jens Hausmann links: Pavillon – November, 130 x 110cm, Öl/Lwd., 2018 oder gerade wegen der perfekt oben: the garden, 270 x 120cm, Öl/Lwd., 2018, courtesy by Privat konstruierten Schönheit der Sammlung Alexandra Kaddelbach,Potsdam Villen, zugleich Allegorien des Memento mori, der Vanitas – vereinnahmter Natur; Glaswände alter- die Spiegel-Effekte der ausgedehnten Glasnieren mit geschlossenen, blockhaften und Wasserflächen unterstützen diesen Mauern. Es ist die Idee des Hauses als Gedanken. abstrakte Skulptur. Das Artifizielle der So sind die Architektur-Bilder von Jens Situation wird betont durch Kunstwerke, Hausmann Reflexionen über Schönheit die Hausmann gelegentlich einfügt. Hier und Verfall, hoffnungsvolle Utopie und wohnt der moderne, der „neue“ Mensch; banale Realität, Fortschrittsgläubigkeit die alte Welt, die er überwunden hat, ist und skeptische Melancholie. auf einigen Bildern schemenhaft im HinterText: Ernst Busche 2017 grund zu erkennen. www.busche-kunst.com Dem Formelhaften der Architektur setzt Hausmann seine Arbeitsweise entgegen. Zunächst überarbeitet er die in Magazinen Herforder Kunstverein im oder dem Internet gefundenen – oder Daniel-Pöppelmann-Haus e.V. auch selbst fotografierten – Images am Deichtorwall 2, 32052 Herford

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Nobuyuki Tanaka

Urformen. Primordial Memories 31. März bis 30. Juni 2019 Museum für Lackkunst, Münster www.museum-fuer-lackkunst.de In den Skulpturen des Künstlers Nobuyuki Tanaka, einem der kreativsten Akteure der Lackkunst Japans, verbinden sich jahrtausendealte Technik mit zeitgenössischer Formensprache. Inspirationen für seine innovativen Lackskulpturen, die einerseits schwebend, andererseits massiv erscheinen, oder wiederum organisch anmuten, zieht Tanaka aus Naturphänomenen und dem menschlichen Körper. Dem Farbklang traditioneller Lackkunst verbunden, erstrahlen die Oberflächen der raumgreifenden, amorphen Strukturen und Objekte in hochglänzendem Schwarz oder Rot.

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Nobuyuki Tanaka, The Tactile Memory Floral Impression (2011-III)

In Kooperation mit der Pfalzgalerie Kaiserslautern präsentiert das Museum für Lackkunst in Münster Nobuyuki Tanaka zum ersten Mal mit einer Ausstellung in Europa. Seine Werke wurden zuvor in Kaiserslautern gezeigt. Öffnungszeiten: Mittwoch–Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen: 12–18 Uhr / Dienstag: 12–20 Uhr Museum für Lackkunst Windthorststraße 26, 48143 Münster

Das Museum für Lackkunst Das Museum für Lackkunst, eine Einrichtung der BASF am Standort Münster, beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung von Lackkunst aus Ost- und Südostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtausenden. Sonderausstellungen vertiefen Einzelaspekte der traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst.

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Blick in die Ausstellung, Picasso-Museum zeigt Privatsammlung, Foto: Micha Richter

Honoré Daumier

Die menschliche Komödie 02. Februar bis 28. April 2019 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Honoré Daumier (1808-1879) gilt als der wohl humorvollste Chronist des modernen Massenzeitalters. Mit der spitzen Feder des Karikaturisten beschreibt er überzeitliche, menschliche Schwächen, die heute ebenso aktuell sind wie im 19. Jahrhundert. Schon früh hat man Daumier das ruhmreiche Prädikat eines „Michelangelo der Karikatur“ verliehen. Über 40 Jahre lang veröffentlichte er seine Karikaturen in den französischen Satirezeitschriften „La Caricature“ und „Le Charivari“. So entstand über Jahrzehnte der fast täglichen zeichnerischen Auseinandersetzung mit dem politischen und kulturellen Geschehen ein fulminantes Gesamtwerk gigantischen Ausmaßes von 231 Gemälden, 826 Handzeichnungen und fast 4.000 Lithografien. Daumier wurde dabei zu einem „Künstler für Künstler“, einem von den Meistern der

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Moderne äußerst geschätzten Maler und Zeichner. Vincent van Gogh, Edgar Degas, Camille Pissarro und nicht zuletzt Pablo Picasso waren große Bewunderer und Sammler seiner Werke. Unter dem Titel „Die menschliche Komödie“ präsentiert das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster erstmals ausgewählte Grafiken Daumiers, die das Museum im September 2018 vom Münchner Sammlerehepaar Brigitte und Wolfgang Kames geschenkt bekommen hat. Hierunter befinden sich Szenen zum politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehen, sowie Blätter aus den beliebten Serien der „Bänker“ und „Juristen“, die Daumier wie kaum einen anderen Berufsstand regelmäßig auf‘s Korn genommen hat. Den Abschluss des Ausstellungsparcours bildet die Grafikfolge „Antike Geschichte“, in denen Daumier die griechischen Götter und Helden vom Olymp auf die Erde herunterholt.


. münster

Ein Fest für die Augen Eine Privatsammlung

02. Februar bis 28. April 2019 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Das Picasso-Museum zeigt im Frühjahr 2019 die private Kollektion eines westfälischen Sammlers. Die Ausstellung ist als kulturelle und künstlerische Crossover-Präsentation mit Kunstwerken aus unterschiedlichen Epochen und Regionen konzipiert. Von europäischen Künstlern der Klassischen Moderne wie Le Corbusier, Georges Braque und Pablo Picasso reicht die Werkauswahl bis hin zur Volkskunst Afrikas aus Mali, Kamerun und Gabun, deren geometrische Stilisierung sogar die Kubisten des 20. Jahrhunderts inspirierte. Gleichzeitig werden hochkarätige Khmer-Skulpturen aus dem 12. Jahrhundert in Dialog zu Werken von Mark Tobey gestellt, der als Vertreter des Abstrakten Expressionismus in Amerika stark von fernöstlicher Philosophie beeinflusst war.

wie Tony Cragg, Carsten Gliese, Christoph Worringer und Milo Köpp. Aber auch der 2016 verstorbene kinetische Künstler Günter Haese ist vertreten, der neben Max Beckmann, Josef Albers oder Mies van der Rohe zu einer kleinen Riege deutscher Künstler gehörte, denen das Museum of Modern Art in New York in den Nachkriegsjahren eine Einzelausstellung widmete.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden zeitgenössische in Deutschland lebende Künstler

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster

Die Werkauswahl spiegelt auch das Leben des Sammlers für und mit der Kunst wider. Von Angkor Wat und Bamako über New York und Paris führte es ihn bis nach Münster. Für den Ausstellungsbesucher entfaltet der Mix aus bekanntem und neu zu Entdeckendem ein sinnliches Fest für die Augen.

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. münster

Jean Bazaine, Chant de l'aube II, 1985, Öl auf Leinwand, © ADAGP, Paris 2019

Pablo Picasso, Der kleine Zeichner, 1954, Farblithografie © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich Von Bazaine bis Singier

11. Mai bis 29. September 2019 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg rangen einige französische Künstler um eine völlig neue Bildsprache, die die gegenständliche Welt hinter sich ließ. Sie schufen Strukturen und Farbsymphonien, die das Bild als gänzlich selbständige und eigengesetzliche Welt präsentierten. Jean Bazaine, Roger Bissière, Alfred Manessier gehörten ebenso zu dieser Gruppierung wie Elvire Jan, Gustave Singier und Joan le Moal. Ihre oftmals leise, subtile Bildsprache führte dazu, dass nur wenige von ihnen außerhalb ihres Heimatlandes Erfolge feierten und internationale Anerkennung erhielten.

Diese Vertreter mit ihren ganz unverwechselbaren künstlerischen Handschriften erneut in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken ist das erklärte Ziel dieser Kooperationsausstellung. Sie wird vom Musée Granet, Aix-en-Provence, dem Museum Roubaix, La Piscine – Musée d’art et d’industrie André-Diligent und dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster organisiert. Das Picasso-Museum ist die einzige deutsche Station der Ausstellung. Mit dieser Zusammenarbeit unterstreicht das Museum den internationalen Rang der gezeigten Werke.

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Picasso und die Nachkriegsmoderne

11. Mai bis 29. September 2019 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Pablo Picassos künstlerisches Schaffen der 1950er- und 1960er-Jahre steht im Spannungsfeld der weltweiten Entwicklungen der Kunst der Gegenwart. Zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen politischem Engagement und dem Rückzug ins Private, zwischen massenmedialer Berühmtheit und der intensiven Auseinandersetzung mit der Kunst der Alten Meister kreiert Picasso ein einzigartiges, vielgestaltiges Œuvre, dass sich gegenüber den künstle-

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rischen Avantgardebewegungen der Nachkriegszeit immer wieder neu positioniert und erfindet. Anhand von Porträts, Stillleben und Akten aus dem Eigenbestand des Picasso-Museums vermittelt die Ausstellung einen intimen Einblick in Picassos künstlerische Strategien dieser Zeit. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster


NOBUYUKI TANAKA

. münster

31.3. – 30.6.

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Urformen. Primordial Memories

Museum für Lackkunst

Windthorststraße 26 48143 Münster Telefon 0251/4 18 51-0 Telefax 0251/4 18 51-20 www.museum-fuer-lackkunst.de Öffnungszeiten: dienstags 12 – 20 Uhr (freier Eintritt) mittwochs bis sonntags und an gesetzlichen Feiertagen 12 – 18 Uhr Führung durch die Sonderausstellung: dienstags 17.30 Uhr ( 2,– € )

Eine Einrichtung der

BASF Coatings GmbH Eine Einrichtung der BASF Coatings GmbH

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. ausstellungsverzeichnis

Mythos Karl May. Foto: Stadt Osnabrück, Claudia Drecksträter, Museumsquartier Osnabrück

Museumsquartier osnabrück, Felix-NussbaumHaus, Kulturgeschichtliches Museum | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück | T. 0541.3232207 www.museumsquartier-osnabrueck.de – Sammlung im Dialog 2.0 – Stille Post(s) | bis 19.05. – Blutsbrüder. Der Mythos Karl May in Dioramen | bis 02.06. – Brigitte Waldach. Existenz | bis 10.11. KUNSTHALLE OSNABRÜCK | Hasemauer 1 | 49074 Osnabrück | T. 0541.3232190 | kunsthalle.osnabrueck.de – Katharina Hohmann. Inventur | bis 07.04. – European Media Art Festival. Wild Grammar | 24.04. bis 26.05. Erich Maria Remarque-Friedenszentrum | Markt 6 | 49069 Osnabrück | T. 0541.969244 | www.osnabrueck. de – Neue Beziehungen entstehen… – Flucht und Ehrenamt | 04.04. bis 12.05.

Mechthild Wendt,o.T. (SB I), 2018, Holzschnitt auf Papier, 56,5 x 44 cm | Kunstquartier des BBK

hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29/30 | 49074 Osnabrück | T. 0541. 58051396 www.hase29.de – Marathon der Zeichnungen. Offenes Atelier | 07.–13.04. – INIT | Media Campus des EMAF| 24.–27.04. – Reprint. Wandel durch Reproduktion | 10.05. bis 08.06. Kunst-Quartier | Bierstraße 33 | 49074 Osnabrück | www.bbk-osnabrueck.de – Ereignis Druckgrafik | bis 13.04 – Wild Wild Grammar, EMAF | 24.–28.04. – Pia Tabea Visse | 03.–18.05. – Reggine Wolff. Walden | 24.05. bis 27.06.

Azim Becker, This ain't Street Galerie Letsah

SKULPTUR GALERIE | Bierstraße 2 | 49074 Osnabrück | www.skulptur-galerie.de – Heiko Börner. Skulptur | bis 04.05. – Joshua Sassmannshausen. Der Funker und die Senfkiste | 10.05. bis 22.06. Galerie Letsah | Süntelstraße 49 | 49088 Osnabrück | T. 0541.49911 | www.galerie-letsah.de – Azim Becker. This ain't Street | 27.04. bis 19.05. Galerie w | Heger-Tor-Wall 26 | 49078 Osnabrück | T. 0541.93397950 | www.galeriew.de – Painting ... | 21.03. bis 27.04.

Riesenpilzmodelle für die Sonderausstellung „Die geheime Welt der Pilze“ im Museum am Schölerberg, Foto: Bernd Fickert, Museum Wiesbaden

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Museum am Schölerberg – Natur und Umwelt Klaus-Strick-Weg 10 | 49082 Osnabrück | T. 0541.560030 www.osnabrueck.de/mas – Ozeanversauerung – Das andere Kohlendioxid-Problem bis 28.04. – Die geheime Welt der Pilze | 19.05. bis 19.01.20


. osnabrück

ROMS LEGIONEN 30. März bis 3. November 2019

Venner Str. 69 | 49565 Bramsche| www.kalkriese-varusschlacht.de

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Tuchmacher Museum Bramsche | Mühlenort 6 | 49565 Bramsche | T. 05461.94510 | www.tuchmachermuseum.de – Andrea Milde. Im Angesicht der Zeit | 06.04. bis 12.05. – Was guckst Du!? Kommunikation mit T-Shirts | 19.05. bis 23.06. Museum und Park Kalkriese | Venner Straße 69 | 49565 Bramsche | T. 05468.92040 | www.kalkriese-varusschlacht.de – Roms Legionen. Kleine Römer groß in Szene | bis 03.11. Andrea Milde, 2017, Bildwirkerei, Detail | Tuchmacher Museum

Bramscher Bahnhof | Bahnhofstraße 7a | 49565 Bramsche | www.bramscher-bahnhof.de – Z.A.T. ‐ ZUHAUSE.AT HOME.THUIS. – Z.A.T. zeigt Werke von 56 Künstlern und Künstlerinnen, die sich mit dem Thema ZUHAUSE beschäftigt haben und sehr unterschiedliche Sicht‐ und Interpretationsweisen dazu ermöglichen | bis 30.05. Museum im Kloster | Stiftshof 4 | 49593 Bersenbrück T. 0541.5014034 | www.museum-im-kloster.de – Franz Hecker. Im Wandel der Jahreszeiten | bis 14.04.

Modellszene „Auf dem Marsch“ © Mules-of-Marius.com Foto: W. Hartung Museum und Park Kalkriese

Draiflessen Collection | Georgstraße 18 | 49497 Mettingen | T. 05452.91683000 | www.draiflessen.com – fremd und vertraut – Kabinettausstellung | 28.03. bis 04.08. – Glaube. Teil 1 der Ausstellungstrilogie „Glaube, Liebe, Hoffnung“ | 19.05. bis 18.08. Kloster Bentlage Rheine | Bentlager Weg 130 | 48432 Rheine | T. 05971.918400 | www.kloster-bentlage.de – Annette Hurst. Raum Fluss | bis 26.05. – Saligia. Die 7 Todsünden. 7 Mobile Installationen | 03.05. bis 23.06.

Zeichnung von Wiebke Bartsch und Danielle Spoelmann, DA Kunsthaus

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Klosterstraße 10 | 48477 Hörstel | T. 02551 694200 | www.da-kunsthaus.de – Frühling im DA! Startschuss zur ersten Gravenhorster SAISONALE* | 30.03., ab 17 Uhr bis 28.04. – Marktzauber – Klostermarkt mit regionalen Produkten, traditionellem Handwerk, Kunsthandwerk, Kulturprogramm und Künstlerdorf Kunsthandwerk, Kulturprogramm und Künstlerdorf | 19.05., ab 11 Uhr – taNDem HIER/DAAR/VICEVERSA. Wiebke Bartsch + Danielle Spoelmann | bis 28.04. – Jugend gestaltet. Ausstellung | 17.05. bis 23.06. – Sommerfrische Gravenhorst. Historische Präsentation Geschichte hinterm Giebel | bis 08.09 Otto Modersohn Museum | Markt 9 | 48545 Tecklenburg | T. 05482 9262160 | www.ommt.de – Barbizon und Otto Modersohn | 30.03. bis 03.11.

Jean-Baptiste Camille Corot, L’Etang, Gardeuse des Vaches (Teich mit Kuhhirtin), um 18601865, Öl/Holz, 40 x 33 cm, Otto Modersohn Museum Tecklenburg

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Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | 49751 Sögel | T. 05952.932325 | www.clemenswerth.de – Weite und Licht. Künstler entdecken den Norden | 03.04. bis 23.06.


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STäDTISCHE GALERIE NORDHORN | Vechteaue 2 48529 nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de t. 05921.971100 – YRD.Works – Kunstpreis der Stadt Nordhorn 2018 | bis 05.05. – Die HBK Braunschweig zu Gast in Nordhorn | 24.05. bis 11.08.

YRD.Works, Foto: Gabriel Poblete, Städt. Galerie Nordhorn

KUNSTHALLE LINGEN | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de – Nel Aerts. Der Schlangenbeschwörer | bis 12.05. – Melanie Bonajo. Progress vs. Sunsets | bis 12.05. KUNSTVEREIN GRAFSCHAFT BENTHEIM | Hauptstr. 37 49828 Neuenhaus | www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de – Julius Stahl (Berlin) | bis 28.04. – Shunsuke Imai. Range Finder | 26.05. bis 28.07. ReliGio WestFÄliscHes MuseuM FüR ReliGiöse KUNST | Herrenstraße 1–2 | 48291 telgte | t. 02504.93120 www.museum-telgte.de – Frohe Ostern! Ostereier aus aller Welt | bis 28.04.

Nel Aerts, Buddy, 2015-18, Acryl und Spachtelmasse auf Holz, 76 x 64 cm, Courtesy die Künstlerin, Carl Freedman Gallery, London, Plus-One Gallery, Antwerpen Kunsthalle Lingen

HEINRICHNEUYBAUHAUSMUSEUM | Kirchplatz 5 | 48565 steinfurt-Borghorst | t. 02552 9958309 | www.hnbm.de – Bauhaus-Dialoge. De Stijl in den Niederlanden | bis 19.05. KUNSTMUSEUM PABLO PICASSO MÜNSTER | Picassoplatz 1 48143 Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de t. 0251.4144710 – Honoré Daumier. Die menschliche Komödie | bis 28.04. – Ein Fest für die Augen – Eine Privatsammlung | bis 28.04. – Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich. Von Bazaine bis Singier | 11.05. bis 29.09. – Picasso und die Nachkriegsmoderne | 11.05. bis 29.09.

Julius Stahl Kunstverein Grafschaft Bentheim

MUSEUM FÜR LACKKUNST | Windthorststraße 26 | 48143 Münster | t. 0251.418510 | www.museum-fuer-lackkunst.de – Nobuyuki Tanaka. Urformen. Primordial Memories | 31.03. bis 30.06. STADTMUSEUM MÜNSTER | salzstraße 28 | 48143 Münster t. 0251.4924503 | www.stadtmuseum-muenster.de – Alles auf Leeze! – Fahrradstadt Münster | bis 8.09. – Deutsche Bundeskanzler in Münster | bis 08.09. – Vor 50 Jahren - Münster 1969 | bis 24.11.

Mark Tobey, Nightlife, 1958 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

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lWl-MuseuM FüR Kunst unD KultuR | Domplatz 10 48143 Münster | www.lwl-museum-kunst-kultur.de – Hülle und Kern. Multiples von Joseph Beuys | bis 29.09. – Das Werk als Ort – Vom Entstehen kommunikativer Räume / Skulptur Projekte Archiv | bis 29.9. – Konrad-von-Soest-Preis 2018: Tatjana Doll | bis 02.06. – Salonfähig! 106 Werke aus dem Museumsdepot | bis 26.01.20


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03. Mai – 23. Juni 2019

Kloster Bentlage Rheine

Wiebke Bartsch Stefan Demming Ottmar Hörl Katharina Krenkel Beate Passow Dietmar Schmale Peer Christian Stuwe Künstler*innen

Ausstellungstournee Kloster Bentlage, Rheine

Bioenergiepark, Saerbeck kult, Vreden

Projektförderer

Religio / Stadt Telgte

Flottmann-Hallen, Herne Museum Abtei Liesborn Stadt Münster

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. ausstellungsverzeichnis

Kunsthaus Kannen | Alexianerweg 9 | 48163 Münster T. 02501.96620000 | www.kunsthaus-kannen.de – "Anonyme Zeichner Archiv" zu Gast im Kunsthaus Kannen bis 19.05.

Christiane Blattmann, Opera Shoes, Keramik, Gips, Gesso, je 19 x 28 x 8 cm , 2018, Courtesy the artist | Kunsthalle Münster

Kunsthalle Münster | Hafenweg 28 | 48155 Münster T. 0251.6744675 | www.kunsthalle.muenster.de – Christiane Blattmann. Un-Break my Walls | 05.04. bis 21.07. Westfälischer Kunstverein | Rothenburg 30 | 48143 Münster | T. 0251.46157 | www.westfaelischer-kunstverein.de – Nel Aerts. Haus der Wanderer | bis 12.05. – RADAR: Heiko Schäfer | bis 12. 05. Villa van Delden | Bahnhofstraße 91 | 48683 Ahaus T. 02561.72321 | www.ahaus.de – Jiny Lan | ab 05.05.

Robert Sterl, Bauernjunge, um 1895, Öl auf Leinwand, 60 x 49,5 cm, Privatbesitz, Foto: VAN HAM Kunstauktionen, Museum Peter August Böckstiegel

Museum Peter August Böckstiegel | Schloßstraße 33824 Werther | T. 05203.3297 | www.museumpab.de – Gesehen, erschaut und erlebt. Der Dresdner Impressionist Robert Sterl | bis 21.04. – Jugend und Alter – Der Mensch im Werk von Peter August Böckstiegel | 05.05. bis 15.09. TextilWerk Bocholt | LWL-Industriemuseum, Spinnerei Industriestraße 5 | 46395 Bocholt | T. 02871.216110 | www. lwl-industriemuseum.de – Berthold Socha. 40. Jahre Industriemuseum | 06.04. bis 08.09. – Sounds of Changes. Make history heard | 06.04. bis 08.09.

Pavillon / November, 130 x 105 cm, Öl / Leinwand 2018 © Jens Hausmann Herforder Kunstverein

Herforder Kunstverein im Daniel-PöppelmannHaus | Deichtorwall 2 | 32052 Herford | T. 05221.189689 www.poeppelmannhaus.de | www.herforder-kunstverein.de – Jens Hausmann. Et In Arcadia Ego | bis 05.05. – Die Briten in Westfalen. Eine Ausstellung der Stadt Herford 19.05.bis 14.07. Marta Herford | Goebenstraße 2-10 | 32052 Herford T. 05221.9944300 | www.marta-herford.de – OWL5. Spurensuche | bis 05.05. – Die Realität… ist absurder als jeder Film | bis 10.06. – Rebellische Pracht. Design-Punk statt Bauhaus | 26.05. bis 01.09.

Werbung für die Roban-Leuchte aus JENAer Glas, Entwurf Laszlo Moholy-Nagy, um 1935, LWL Glashütte Gernheim

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kunst:stück

Glashütte Gernheim | LWL-Industriemuseum | Gernheim 12 | 32469 Petershagen | T. 05707.93110 | www.lwlindustriemuseum.de – Weingläser aus vier Jahrhunderten | bis 12.05. – 20 x Glas aus Gernheim | bis 12.05. – Leuchten der Moderne. Glasproduktion im Licht des Bauhauses | bis 25.08.


LFW-Studienreisen Oeseder Straße 66 49124 Georgsmarienhütte Tel. 05401- 44168 www.lfw.de info@lfw.de

Studienreisen — Städtereisen — Konzertreisen

Havel-Radweg

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Irland - Kelten und Kultur

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30.05. - 06.06.19

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Unser aktuelles Studienreiseprogramm finden Sie im Internet unter www.lfw.de. Gerne geben wir Ihnen auch telefonisch Auskunft. kunst:stück 61


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kunst:stück Magazin | issue 79 - Osnabrück & Münsterland  

Ausgabe für April + Mai 2019 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Osnabrück + Münsterland

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