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kunst:stück Magazin für Kunst und Kultur in der Region Bremen Oldenburg und Hannover issue 39 | Mai + Juni 20 19

Miriam Cahn, Ohne Titel, 1996, aus der Reihe: 1 Woche London, 6.9.-11.9.1996, Öl/Lwd., 45,3 x 30,6 cm © Miriam Cahn. Sammlung Kunsthalle Emden


Seebad Wyk auf Föhr 1819 bis 2019

3. März bis 15. Juli 2019 mkdw.de · Hauptstraße 1 · D-25938 Alkersum · Föhr


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Oliver Fok © Emslandmuseum Schloss Clemenswerth – Ramona Krons

Kunst und Natur das Thema auf Schloss Clemenswerth

Schloss Clemenswerth zeigt Landschaftsbilder der NDR-Kunstsammlung Oliver Fok | Direktor Emslandmuseum Schloss Clemenswerth www.clemenswerth.de Das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth präsentiert Ausstellungen zur Wohnkultur des Adels, zur barocken Jagd, zur Baugeschichte, zum Deutschen Orden, zum Clemenswerther Jagdservice und zur zeitgenössischen Kunst, Keramik und Glaskunst. Eine besondere Ausstellung hat das Thema „Maler sehen die Geestlandschaft des Hümmlings“. Es werden Bilder gezeigt, in denen Künstler die unberührte archaische Landschaft des Hümmlings und seiner bäuerlichen Bevölkerung zum Bildmotiv nahmen. Diese Schau wird nun mit der Sonderausstellung „Weite und Licht – Künstler entdecken den Norden“, die über siebzig Landschaftsbilder aus der Kunstsammlung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zeigt, in einen größeren Kontext norddeutscher Landschaftsmalerei gestellt. Werke von Künstlern wie Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Overbeck, Arthur Illies, Horst Janssen, Otto Modersohn und Günter Grass zeigen in Gemälden und Grafiken realistisch eingefangene norddeutsche Landschaften und die Sehnsucht der Menschen nach dem Land in der Zeit von 1900 bis heute.

Nicht zuletzt als Reaktion auf die sich rasant entwickelnde Industrialisierung zog es viele Künstler seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufs Land. Die archaisch rauen Landstriche der Küsten, der Berge, der Heide und des Moores waren ihre bevorzugten Ziele, so wie eben auch der Hümmling. Hier fanden die Künstler ihre Motive: eine von der Zivilisation weitestgehend unberührte Landschaft, das ursprüngliche bäuerliche Leben und besondere Lichtverhältnisse. In Hamburg entfaltete sich – zur gleichen Zeit wie in Worpswede – ebenfalls die neue Form der Landschaftsmalerei, die vom damaligen Direktor der Kunsthalle Alfred Lichtwark mit den Worten „Meine Herren, malen Sie hamburgische Landschaften“ propagiert wurde. Hierfür stellte er auch einen Ausstellungssaal zur Verfügung. Auch von diesen Bildern zeigt die NDR-Ausstellung Beispiele auf Schloss Clemenswerth. Wir freuen uns, dass die noch bis zum 23. Juni zu sehende Ausstellung von der Emsländischen Landschaft gefördert wird. Besuchen Sie uns! Oliver Fok

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INHALT 03 Grußwort Oliver Fok, Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

34 Oldenburg & Umzu 40 - Neuenhaus 41 - Emden 44 - Papenburg 46 - Petershagen 50 - Osnabrück

04 Inhalt 04 - Impressum 06 Bremen & Umzu 22 - Syke 24 - Ottersberg 26 - Stade 28 - Stadtland 32 - Föhr

50 Osnabrück 56 Hannover 59 Hamburg

DAS TITELBILD

Hauptsache Kopf Jawlensky, Warhol, Cahn bis 19. Mai Kunsthalle Emden | www.kunsthalle-emden.de Die Ausstellung setzt Werke von der klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst in einen so vielfältigen wie anregenden Dialog und präsentiert dabei ein breites Spektrum an Kopfdarstellungen von Masken über Charakterköpfe und Stereotype bis hin zu expressiv übermalten Antlitzen und regt sinnlich-emotionale Assoziationen der Besucher an. Miriam Cahn, Ohne Titel, 1996, aus der Reihe: 1 Woche London, 6.9.-11.9.1996, Öl/Lwd. © Miriam Cahn. Sammlung Kunsthalle Emden

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online | 24h / 7day www.kunststueck-magazine.de

IMPRESSUM h2 werbeagentur + kunst Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.) Zum Knapp 2 · 49565 Bramsche Tel: 05461 705 477 mail@kunststueck-magazine.de

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Redaktionsschluss für die Ausgabe Juli / August: 15. Juni Anzeigenberatung: Klaus Hortenbach Tel: 05461 705 477 Mobil: 0152 389 510 24


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STADT LAND FLUSS LICHTENSCHEIDT PETSCHAT SCHREIBER KLEINHANS

NEUBERT

GRAFIEN

04. JUNI – 28. JULI 2019

R UND NATUR 5. Ausstellungszentrum Mai 2019 Gut Altenkamp

rum Gut Altenkamp

Papenburg-Aschendorf

g-Aschendorf Dienstag–Sonntag 10–17 Uhr tag von 10 – 176505 Uhr Tel. 04962 ww.gut-altenkamp.de www.gut-altenkamp.de

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Bildhauerinnen

05. Mai bis 11. August 2019 Gerhard-Marcks-Haus, Am Wall 208, 28195 Bremen Museen Böttcherstraße, Böttcherstraße 6-10, 28195 Bremen www.marcks.de | www.museen-boettcherstrasse.de Die Ausstellung „Bildhauerinnen“ erstreckt sich über zwei Bremer Museen. Zusammen zeigen das Gerhard-Marcks-Haus und die Museen Böttcherstraße knapp 100 Werke aus 150 Jahren Bildhauerei von rund 50 Bildhauerinnen, die zwischen 1806 und 1948 geboren wurden. Erstmals wird das Schaffen von vier Künstlerinnengenerationen im 19. und 20. Jahrhundert in den Fokus genommen, um Entwicklungen und Umbrüche der weiblichen Bildhauerei zu markieren. Künstlerinnen hatten es in Deutschland lange schwer: Viele von ihnen wurden verkannt, nicht wahrgenommen und verschwanden aus dem kunsthistorischen Bewusstsein. Für die vermeintlich »unweiblichste aller Künste«, die Bildhauerei, gilt dies besonders. Die Werke von Frauen wurden – bis auf wenige Ausnahmen, wie Käthe Kollwitz, Clara Rilke-Westhoff oder Renée Sintenis – nur vereinzelt von Museen gesammelt. Die gezeigten Werke bewegen sich zwischen Klassizismus und Videokunst, von eher konventionellen Arbeiten bis hin zu expliziten Versuchen, Tradition zu durchbrechen. Die hohe Qualität dieser Arbeiten stellt die grundsätzliche Frage nach Anerkennung, Diskriminierung, Rollenbilder und Emanzipation. ↓

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↑ Inge Mahn, Hundehütten, 1977, Gips, Ketten und Metallnäpfe, © Inge Mahn; Courtesy of the artist; Max Hetzler, Berlin | Paris and Kadel Willborn, Düsseldorf, VG-Bild Kunst, Bonn 2019 ––– ↓ Priska von Martin, Schwimmendes Rentier, um 1955, Bronze und Stahl, Städtische Museen Freiburg, Museum für Neue Kunst

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Bildhauerinnen 05. Mai bis 11. August 2019 –––

Jedes Museum wird sich anhand der gezeigten Exponate verschiedenen Schwerpunkten widmen: In den Museen Böttcherstraße liegt der Fokus auf Bewegung und Tanz, Tierdarstellungen und Körperbildern. Das Gerhard-Marcks-Haus beschäftigt sich mit Klischees und Hürden für Bildhauerinnen und setzt sich dabei mit Motiven, Materialien und Porträts auseinander. Das Buch »Bildhauerinnen« ist mehr als ein Ausstellungskatalog. Es fasst die wissenschaftlichen Ergebnisse der kunsthistorischen Forschung der letzten Jahrzehnte zusammen und schließt somit eine Lücke. Sieben Autorinnen und Autoren richten den Blick auf die Anfänge der Bildhauerinnen in Deutschland, auf die Ausbildungssituation im 19. Jahrhundert, auf Geschlechterkonstruktionen und fragen, wie sich Frauen heute im Kunstbetrieb durchsetzen und sichtbar bleiben. ––– Gerhard-Marcks-Haus Am Wall 208, 28195 Bremen www.marcks.de Museen Böttcherstraße Böttcherstraße 6-10, 28195 Bremen www.museen-boettcherstrasse.de

← Verena Pfisterer, Lutschwürfel, 1964, Rekonstruktion, 1981, Liebesperlen, Privatbesitz

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Begleitprogramm (Auswahl) ––– Donnerstag, 09.05.2019 um 18.30 Uhr 10 € Eintritt Filmvorführung Bildhauerinnen im Gerhard-Marcks-Haus Schöpferinnen von Kunst in Stein. Ein Film von Émilie Valentin und Marie Balducchi für ARTEFrance ––– Samstag, 18.05.2019 von 15–17 Uhr 12 € inkl. Eintritt »Meute im Museum« Start in den Museen Böttcherstraße Aktion in Rattenkostümen mit der Künstlerin Lili Fischer ––– Donnerstag, 20.06.2019, um 18.30 Uhr 10 € Eintritt Kunst-Talk: Dialog der Generationen in den Museen Böttcherstraße Die Bildhauerinnen Laura Eckert (Leipzig) und Prof. Dr. Elisabeth Wagner (Hamburg) diskutieren mit Dr. Arie Hartog und Dr. Frank Schmidt ––– Samstag, 22.06., 13.07., 03.08.2019 von 15–17 Uhr 16 € inkl. Eintritt, Kombiführungen sind auch als Termine für Gruppen buchbar Kombiführungen im Gerhard-Marcks-Haus und in den Museen Böttcherstraße In einem zweistündigen Rundgang erleben Sie beide Teile der Ausstellung Bildhauerinnen. Beginnend im Gerhard-Marcks-Haus, endet der Rundgang mit den Kunstvermittlerinnen Britta Petersen oder Regina Gramse in den Museen Böttcherstraße. ––– Donnerstag, 08.08.2019 um 18.30 Uhr 12 € inkl. Eintritt Musik live im Gerhard-Marcks-Haus Bernadette La Hengst, Elektro-Pop-Musikerin und Agitations-Chanteuse aus Berlin singt und spielt Texte u.a. aus ihrem neuen Album »Wir sind die Vielen«. ↙ Katharina Heise, Läuferin, 1928-1930, Bronze, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg ↓ Käthe Kollwitz, Mutter mit zwei Kindern, 1932-1936, Privatsammlung, Köln

↓ Else Bach, Bambi, 1936, Majolika, Stadtmuseum Karlsruhe

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Rosa Jaisli, Daphne“, Papierarbeit, 75 x 100 cm, 2019

Die Kraft der Bäume

Papierarbeiten von Rosa Jaisli 04. Mai (Eröffnung: 18 Uhr) bis 28. Juli 2019 Atelier Brandt Credo | www.atelier-brandt-credo.de Hell wie selten zuvor präsentieren sich die Galerieräume im Altbremer Haus. Hell und filigran haben die Papierarbeiten von Rosa Jaisli ihren Platz im Atelier Brandt Credo gefunden. Schon der erste Eindruck verrät den Schwerpunkt in der neuen Ausstellung: Der Baum als Ursymbol. Die Künstlerin hat sich neugierig auf das Abenteuer Baum eingelassen, ausgelöst durch die Abholzung einer stattlichen Baumreihe direkt an ihrem Atelier und die Entdeckung eines Buches zum Thema Baum. Rosa Jaisli war fasziniert und begann eine neue Werkreihe. Nach Portraits und Totentanz entstanden nun in der von ihr entwickelten Technik der Weltenbaum, der Lebensbaum, der Baum der Erkenntnis und weitere Motive. Aus dünnem Papier werden mit dem Skalpell Linien, Umrisse, kleinste Details zeichnend geschnitten. Das Ergebnis ist in der Wirkung dreidimensional, wirkt filigran und doch aufregend kraftvoll. Die Stärke der Bäume ist spürbar und sichtbar. Tief greifen die Wurzeln des Baumes in die Erde, mit aufrechtem Stamm strebt die Krone dem Licht zu und bei leichtem Luftzug ist Bewegung zu erleben. Bäume sprechen zu unseren Sinnen.

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Rosa Jaisli verwandelt Papier in Kunstwerke, in denen es wiederum um Verwandlungen, Symbole, Mythen und Träume geht. Die Besucher der Ausstellung können sich eingehend beschäftigen mit der Weltenesche Yggdrasil, der Verwandlung von Daphne in einen Lorbeerbaum, auch mit Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis. Es ist zu entdecken, dass Buddha seine Erleuchtung unter einem Bodhibaum, einer Pappel-Feige, fand. Mit Trank und Nahrung der Unsterblichkeit speist die ägyptische Baumkönigin die Toten. Im Bezug zu den in den Papierarbeiten dargestellten Gefäßen wird die Ausstellung ergänzt durch die Alabasterarbeiten „Gefäße“. Die Künstlerin wurde 1955 in Temuco, Chile geboren. Seit 1990 ist sie als freie Künstlerin in Bremen tätig. In zahlreichen Einzelund Gruppenausstellungen in Amsterdam, Porto, Posen, Malmö, Zürich, Santiago de Chile, Hamburg, Köln, Bremen und weiteren Städten zeigte sie ihre Arbeiten. Atelier Brandt Credo Meyerstraße 145, 28201 Bremen


Kunst_Sommer_018 Kunst machen – Kunst erleben! 23. - 28. Juli 2018

Kunstkurse und Rahmenprogramm in Ottersberg

www.hks-ottersberg.de

LWL-Industriemuseum

GlashĂźtte Gernheim | Petershagen

Leuchten der Moderne Glasproduktion im Licht des Bauhauses 10. Februar bis 25. August 2019


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Rolf Händler, Gartenstuhl, 1992, Öl auf leinwand, 25 x 30 cm

Rolf Händler. Garten-Bilder

Galerie Ohse, www.galerie-ohse.de | 18. Mai bis 16. Juni 2019 Eröffnung: 17. Mai, 19 Uhr | Einführung: Dr. Josephine Gabler, Käthe-Kollwitz-Museum, Berlin Rolf Händler gehört zu den wichtigen Berliner Malern in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Geprägt von der Dresdener Malkultur, die einen besonderen deutschen Spät-Impressionismus kultiviert und tradiert hat, fand er in den 1970er Jahren zu einer individuellen malerischen Ausdrucksform, die sich, ohne spektakuläre Brüche an der Peripherie des laut und hektisch agierenden Berliner Kunstbetriebs entwickelt hat. Dabei erkundete er die klassischen Genres der Malerei: Porträt, Landschaft, Stilleben und schuf komplexe Werkgruppen mit einer jeweils charakteristischen Handschrift. Während seine unprätentiösen Blumen- und Gartenstilleben neben den Stilleben von Hermann Teuber (1894 –1985) – dem »deutschen Morandi« – hängend, wetteifern würden im Reichtum der Farbnuancen und Lichtreflexe auf den Oberflächen der kleinen Dinge, lässt sich kaum ein anderer deutscher Maler seit Wilhelm Trübner (1851–1917) mit einer derart ausdifferenzierten Grün-Palette finden, wie Rolf Händler sie in seinen Garten- und Landschaftsbildern entwickelt hat. Händlers Garten- und Blumenstilleben mit ihrer delikaten Farbigkeit zeigen einmal mehr, wie in der individuellen Anverwandlung die Errungenschaften der Tradition lebendig bleiben. Seine künstlerische Umsetzung der analytischen Seharbeit in der Tradition Cezannes ist ein sinnliches Erlebnis, das uns wieder einmal daran erinnert, wie viel »Welt« in einem »großen Rasenstück « verborgen sein kann. (B.O.) Galerie Ohse, Contrescarpe 36, 28203 Bremen

––– Fotos Rolf Händler: Frank Pusch, Bremen Fotos Jan Kollwitz: Götz Wrage, Hamburg

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Jan Kollwitz, Teeschale Chawan, 2018, Höhe 8,5 cm

Jan Kollwitz. Anagama-Keramik

Galerie OHSE, www.galerie-ohse.de | 18. Mai bis 16. Juni 2019 Eröffnung: 17. Mai, 19 Uhr | Einführung: Dr. Josephine Gabler, Käthe-Kollwitz-Museum, Berlin Matinée mit Künstlergespräch: Am Sonntag, den 16. Juni 2019, um 11 Uhr, sprechen die Leiterin des Wilhelm Wagenfeld Hauses Dr. Julia Bulk und der Keramiker Jan Kollwitz über die Ausstellung. Die Keramiken von Jan Kollwitz werden in einem speziellen japanischen Holzbrennofen (Anagama) gebrannt, den sich dieser Ende der 1980er Jahre von einem japanischen Ofensetzer im Ostseeort Cismar bauen ließ. Hier entstehen seine der japanischen Tradition entlehnten einfachen, nur wenige Formentypen variierenden Gefäße, die im aufwändigen Feuerungsprozess ihre besondere Oberflächenwirkung erhalten. Die Asche des im Ofen verbrennenden Holzes legt sich auf die Keramiken und verschmilzt mit den Mineralien der Tonoberfläche bei Temperaturen von über 1200 Grad Celsius zur charakteristischen Flugascheglasur, die abhängig vom Standort des Gefäßes in Ofen ocker- und brauntonige bis blau- und grünfarbige Varianten bildet. Nach seiner Ausbildung in Deutschland und Japan hat sich Jan Kollwitz in seiner nunmehr über 20jährigen Arbeit einen überregionalen Ruf erarbeitet und für seine kostbaren, nur in jeweils geringer Zahl entstehenden Gefäße einen Kreis von Liebhabern gewonnen, die das Besondere dieser Keramik erkennen und schätzen gelernt haben.

Galerie OHSE, Contrescarpe 36, 28203 Bremen

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Kap-Horn-Art - Die Elfte - Kunst in den Hallen 2019 TЯAnsparenzen | 15. und 16. Juni 2019 Künstlerhaus Hafen-Ateliers | www.kaphoorn-art.de Am 15./16. Juni wird bereits im elften Jahr in dem Hallen-Komplex der „Hafen-Ateliers Kap-Horn-Straße“ von einer der größten und ältesten Künstlergemeinschaften der freien Kunstszene Bremens die Kunstausstellung Kap-Hoorn ART veranstaltet. Die nicht kommerziell ausgelegte Ausstellungsreihe wird jedes Jahr ehrenamtlich von den KünstlerInnen der „Hafen-Ateliers“ organisiert. Sie hat sich bereits weit über die Bremer Grenzen hinaus einen Namen gemacht und ist aus der Bremer Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken.

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In diesem Jahr sind wieder ca. 60 Kunstschaffende aus dem In- und Ausland mit ihren persönlichen Positionen zeitgenössischer Kunst und ihres generellen Schaffens mit dabei, in den zwei ehemaligen Lagerhallen von fast 1.800 qm Fläche ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am Sa 15. Juni 2019, 15 Uhr wird die Veranstaltung in der Kap-Horn-Straße 9 in Bremen-Gröpelingen mit einem Grußwort von Marco Bode vom SV Werder Bremen eröffnet.


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v.l.n.r.: Tatjana Deutschland ©, Jungle Lady IV, 2018, 120 x 100cm, Eitempera, Öl und Acryl auf Leinwand // Tanja Thordsen ©, Schwarz sehen können die anderen, 2018, 80 x 80cm (Ausschnitt), Rakel Kratz-Technik // Martin Koroscha ©, 6.18 I, 2018, 60 x 80cm, Acryl auf Baumwolle

Die Ausstellung ist Sa 15. Juni 2019, von 13–18 Uhr und So 16. Juni 2019, von 11–18 Uhr geöffnet. Die Kap-Hoorn ART – Die Elfte, zeigt ein breites Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen von Malerei über Zeichnungen, Collagen, Fotografie, Medienkunst, Holz- und Linolschnitten zu Objektkunst, Installationen und Bildhauerei. Die Kunstschaffenden sind während der Veranstaltungstage anwesend und freuen sich auf einen regen Austausch über ihre Werke mit dem kunstinteressierten Publikum.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. An beiden Veranstaltungstagen ist zudem das Künstler-Café geöffnet. Parkraum ist ausreichend vorhanden. Die Hafen-Ateliers sind im öffentlichen Nahverkehr mit der Straßenbahnlinie 3, Haltestelle „Kap-HornStraße” erreichbar. Eintritt frei. Künstlerhaus Hafen-Ateliers Kap-Horn-Straße 9, 28237 Bremen ––– v.l.n.r.: Maria Prinz ©, Ohne Titel, 2017, 105 x 200 x 80cm, Metall, Textil // Sung Hern Lee ©, Bücher 01, 2018, 35 x 35 x 35cm, Mischtechnik aus MDF, Garn // Katharina HolsteinSturm ©, Körper - Hüllen - Wurzeln, 2018, Japanpapier, Faden, Blätter, Draht // Halina Bober ©, Transformation I, 2016, 100 x 100cm, Acryl auf Leinwand // Jea Yun Lee ©, Deformation, 2014, 120 x 100cm, Öl und Acryl auf Leinwand

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Kunsthalle Bremen | Am Wall 207 | 28195 Bremen T. 0421 329080 | www.kunsthalle-bremen.de – Unser Lehm ist der Kunz geweint | bis 02.06. – Tierischer Aufstand | bis 01.09.

Else Bach, Bambi, 1936, Majolika, Stadtmuseum Karlsruhe, Gerhard-Marcks-Haus

Ana Rodríguez Heinlein, Agro Town Paradise | Galerie Mitte

Gerhard-Marcks-Haus | Am Wall 208 | 28195 Bremen T. 0421 9897520 | www.marcks.de – Bildhauerinnen | 05.05. bis 11.08. – Stephanie Baden. Tempietto | 05.05. bis 11.08. – Kosmos Marcks. Marguerite Friedlaender-Wildenhain und Gerhard Marcks | bis 11.08. Weserburg – Museum für moderne Kunst | Teerhof 20 | 28199 Bremen | T. 0421 5983970 | www.weserburg.de – André Thomkins. Überall, aber schwebend | 04.05. bis 11.08. – Erik Steinbrecher zur Kasse bitte | bis 13.10. – Kapielskis Buch-, Flach- und Krachwaren | 17.05. bis 01.09. – Meisterschüler*innen 2019. Karin Hollweg Preis 2019 | bis 11.08. Städtische Galerie | Buntentorsteinweg 112 | 28201 Bremen | T. 0421 3615826 | www.staedtischegalerie-bremen.de – Tandem - Haifa - Bremen | 25.05. bis 27.07. Übersee-Museum Bremen | Bahnhofsplatz 13 | 28195 Bremen | T. 0421 160380 | www.uebersee-museum.de – Naturalia Artistica | 28.06. bis 03.11.

Rosa Jaisli, Daphne, Papierarbeit, Atelier Brandt Credo

Museen BöttcherstraSSe | Böttcherstraße 6–10 | 28195 Bremen | T. 0421 3388222 | www.museen-boettcherstrasse.de – Bildhauerinnen | 05.05. bis 11.08. Galerie mitte im Kubo | Beim Paulskloster 12 | 28203 Bremen | T. 0421 76026 | www.galeriemitte.eu – Masters Studio Culture and Identity der HFK Bremen. Minsk Минск Мінск. Photography and Investigations | bis 12.05. – Wolfgang Zach. Plot | 07.06. bis 25.07.

Rolf Händler, Obsternte, 1977, Öl auf Leinwand, 30 × 35 ccm Galerie Ohse

Atelier Brandt Credo | Meyerstraße 145 | 28201 Bremen T. 0421 558455 | www.atelier-brandt-credo.de – Rosa Jaisli | 04.05. (Eröffnung: 18 Uhr) bis 28.07. Galerie Ohse | Contrescarpe 36 | 28203 Bremen | T. 0421 327550 | www.galerie-ohse.de – Rolf Händler. Garten-Bilder + Jan Kollwitz. Anagama-Keramik 17.05. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 16.06.

KrallenbÅste, 2009, verschiedene Materialien bemalt, 100 x 60 x 45 cm // © Menno Fahl Kränholm

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Kränholm Kunstcafé / Galerie | Auf dem Hohen Ufer 35 | 28759 Bremen | www.kraenholm.de – Menno Fahl. Form. Farbe. Raum | bis 26.05. – Bernd Schwarting. Känozoikum –Malerei | 22.–30. Mai – Lange Nacht der Museen | 25.05., 18 Uhr bis 23 Uhr


galerie mitte

im KUBO

WOLfgang

Zach PLOT

07. Juni bis 25. Juli 2019

––– Wolfgang Zach, Ring Nebel (Messier57), Hubble 2013, ESA

Eröffnung: Freitag, 07. Juni, 20 Uhr ----Finissage: Donnerstag, 25. Juli, 19 Uhr -----

Zach stellt seine Bildmotive mit selbstgebauten und selbst programmierten Plottern her. Grundlage von Zachs Bildmotiven sind unter anderem Luftbilder der ESA. So zum Beispiel eine Supernova oder ein Ringnebel (Messier 57) eine Hubble Aufnhme von 2013 und andere Weltraum Motive.

galerie mitte //

Beim Paulskloster 12 // 28203 Bremen www.galeriemitte.eu // Tel. 0421.76026 Do–So, 15–18h und nach Vereinbarung

Atelier Brandt Credo

Die Galerie im Altbremer Haus Ausstellungen 2019: Rosa Jaisli 4.5.-28.7. Ahmad Motiee 3.8.-29.9. | Eva Matti 5.10.-22.12. Meyerstr.145 | 28201 Bremen | Tel. 0421 – 55 84 55 mail@atelier-brandt-credo.de | www.atelier-brandt-credo.de

Kultur aus der region

Kultur aus der region www.KunststuecK-magazine.de www.KunststuecK-magazine.de

24/7

24/7

das Magazin für Kunst & Kultur aus der region gedrucKtfür iM handlichen das–Magazin Kunst & Kultur taschenforMat oder als app K – iMMer dabei aus der region – gedrucKt Kt iM iM handlichen

taschenforMat t taschenfor Mat oder als app – iMMer dabei regionale ausgaben c/o osnabrücK + Münsterland

c/o breMen+ oldenburg

regionale ausgaben (h2 werbung & Kunst, braMsche) (h2 werbung & Kunst, braMsche)

c/o osnabrücKK + Münsterland

c/o ostwestfalen

(Movin verlag, bielefeld)

c/o breMen+ oldenburg

(h2 werbung & Kunst, braMsche) (h2 werbung & Kunst, braMsche)

c/o ostwestfalen

(Movin verlag, bielefeld)


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Künstlerhaus Bremen | Am Deich 68/69 | 28199 Bremen T. 0421 508598 | www.kuenstlerhausbremen.de – Tender Buttons. Nadja Buttendorf, Christin Kaiser, Stephanie Kiwitt, Luise Marchand, Florian Meisenberg, Julien Prévieux, Jimmy Robert, Frances Scholz, Pilvi Takala | 13.04. bis 10.06. Christin Kaiser, Smart Body (III), 2014 Künstlerhaus Bremen

Edeltraut Rath | Kunstmix

kunstmix | Produzentengalerie im Schnoor | Kolpingstraße 18 28195 Bremen | T. 0421 68534406 | www.kunstmixbremen.de – Hinter der Tür: Arbeiten von Silke Mohrhoff & Christian Plep bis 17.05. – Round about: Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Edeltraut Rath | 19.05. (Eröffnung: 12 Uhr) bis 14.06. – Querbeet VIII: kunstmix & friends | 16.06. (Eröffnung: 12 Uhr) bis 16.08. Hafenmuseum Speicher XI | Am Speicher XI 1 | 28217 Bremen | T. 0421 3038279 | www.hafenmuseum-speicherelf.de – use–less. Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung | 22.03. bis 20.10. Galerie des Westens | Reuterstraße 9–17 | 28217 Bremen T. 0421 3807990 | www.gadewe.de – Anne Schlöpke. Mit Dingen reden | bis 31.05. Galerie Herold | Künstlerhaus Güterbahnhof Beim Handelsmuseum 9 | 28195 Bremen | www.galerieherold.de – Anna Bart – Gästezimmer. Malerei und Installation | 24.05. (Eröffnung: 18 Uhr) bis 23.06.

Charlott Szukala, Wasserfarbe 1, 2018, Kunsstverein Achim

Kunstverein Achim e.V. | Ausstellungen im Haus Hünenburg | Schwedenschanze 39 und/oder im Rathaus Achim I Obernstraße 38 | 28832 Achim | www.kunstverein-achim.de – Charlott Szukala . Gewöhnliche Wunder – Bildhauerei und Malerei | bis 16.06. Kulturhaus Müller Ganderkesee | Ring 24 | 27777 Ganderkesee | T. 04222 806550 | www.kulturhaus-mueller.de – Schaut, wie ich das sehe. Stickkunst von Stephanie Ritterhoff | bis 16.06. Syker Vorwerk | Waldstraße 76 | 28857 Syke | T. 04242 577410 | www.syker-vorwerk.de – Rita Bieler. Rasterfahndung | 19.05. bis 04.08. – Julia Schramm. Federn lassen | 23.06. bis 04.08.

Rita Bieler, o.T. 2, 2019, glasierter Ton, Foto: Tobias Hübel Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst

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Die Worpsweder Museen | Barkenhoff I Große Kunstschau I Haus im Schluh I Worpsweder Kunsthalle | T. 04792 3968 I www.worpswede-museen.de – Kunstkosmos Worpswede – 100 Jahre Worpsweder Kunsthalle | bis 03.11., Worpswede Kunsthalle – Resonanzen II. Studierende der Kunsthochschulen Berlin, Bern und Kiel | bis 16.06., Barkenhoff, Große Kunstschau


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Wolfgang Zach, Ring Nebel (Messier57), Hubble 2013, ESA

Wolfgang Zach Plot

07. Juni (Eröffnung: 20 Uhr) bis 25. Juli 2019 Galerie Mitte im Kubo | www.galeriemitte.eu Der Bremer Künstler Wolfgang Zach stellte in den frühen Jahren der Computerkunst eigene Plotter her, die nach seinen selbst erstellten Programmen Zeichnungen erstellen. Zachs Plotter bleiben für uns sehr interessant, weil sie es schaffen, dem ungeheuren Tempo in der Entwicklung der digitalen Möglichkeiten und der damit einhergehenden Vergänglichkeit etwas entgegenzusetzen. Die Plotter werden mit einer oder mehreren Graphitminen bestückt, die sehr präzise und doch mit Handzeichnung ähnlichen Abweichungen Strich für Strich und über Tage hinweg die schwarz weißen Bilder auf lange Papierbahnen aufzeichnen. Die Graphitminen müssen nachgefüllt werden, die Grauwerte des Künstlerstiftes changieren je nach Druckstärke, und die Ansatzstellen der Zeichenmine bringen unerwartete Haptik in die großformatigen Zeichnungen, die wir von heutigen Digitaldrucken kaum kennen. Der Dialog zwischen Zachs Denken mit der Kunst und der ausführenden Maschine wirkt ungewohnt lebendig.

Grundlage von Zachs Bildmotiven sind unter anderem Luftbilder der ESA. So zum Beispiel eine Supernova oder ein Ringnebel (Messier 57) eine Hubble Aufnhme von 2013 und andere Weltraum Motive Wolfgang Zach studierte von 1969 bis 1972 Informatik an der Universität Karlsruhe und von 1972 bis 1977 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Horst Egon Kalinowski und Günter Neusel. In den 1970er Jahren schuf er Fahrradobjekte und kinetische Drahtobjekte. Seit Anfang der 1980er Jahre erarbeitet er vor allem – mit eigenen Programmen – computergenerierte Zeichnungen. 1987 baute er aus Industriekomponenten einen Flachbettplotter und schrieb dafür Software, die Linienzeichnungen mit Künstlerstiften ermöglicht. Galerie Mitte im Kubo Beim Paulskloster 12, 28203 Bremen

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– Talent und Humor. Eva Kausche-Kongsbak | bis 16.06., Haus im Schluh – Norbert Schwontkowski. Gemalte Poesie - Die Sammlung Seinsoth | 30.06. bis 03.11., Barkenhoff – Merrill Wagner. Landscapes of colour | 30.06. bis 03.11., Große Kunstschau – Hans-Herman Rief, Fritz Netzel und die Worpsweder Kunsthalle | 30.06. bis 03.11., Haus im Schluh Hans am Ende, Frühling in Worpswede, um 1900, Öl/Lwd. Kunsthalle Worpswede

Paul Kunze, Segelboote im Hafen (um 1950), © Historisches Museum Bremerhaven

Galerie im Village | Neuer Worpsweder Kunstverein Bergstraße 22 | 27726 Worpswede | www.nwwk.de – Dorota Albers + Katja Wunderling. Flora Organica – Zeichnung, Assemblage,Porzellanobjekte | bis 26.05. – Tilman Rothermel + Hans Müller. Mensch im Raum | 02.06. bis 08.09. Historisches Museum Bremerhaven | An der Geeste 27570 Bremerhaven | T. 0471 308160 | www.historischesmuseum-bremerhaven.de – Motiv: Bremerhaven. 100 Jahre – 20 Maler/innen | bis 05.10. Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven | Columbusstraße 65 | 27568 Bremerhaven | T. | 0471 90 2200 www.dah-bremerhaven.de – Ich packe meinen Koffer. Mit Kindern Migration erleben 31.03. bis 20.08. Deutsches Pferdemuseum e.V | Holzmarkt 9 | 27283 Verden / Aller | T. 04231 807140 | www.dpm-verden.de – Das perfekte Pferd? Pferdebeurteilung im Wandel der Zeit 27.06. bis 20.10.

Leonardo Da Vinci, Selbstporträt, Rötelzeichnung, um 1512, Museen Stade, Schwedenspeicher

Kunstverein Bremerhaven von 1886 e. V. | Karlsburg 1/4 | 27568 Bremerhaven | www.kunstverein-bremerhaven.de – Norbert Schwontkowski | bis 16.06. – Anders. Die neue Dauerausstellung im Kunstmuseum Kunsthaus Stade | Wasser West 7 | 21682 Stade | T. 04141 7977320 | www.museen-stade.de – Es war einmal. St. Pauli und Altona in Fotografien von Herbert Dombrowski, Anders Petersen und Germin | bis 05.05. – Erich Kuithan. Von Mensch und Natur | 25.05. bis 15.09. Schwedenspeicher Stade | Wasser West 39 | 21682 Stade | T. 04141 797730 | www.museen-stade.de – Da Vinci 500. Bewegende Erfindungen | 02.03. bis 10.06. – Fleisch. Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit | 22.06. bis 20.10.

Blick auf den Strand am Sandwall, 1920er-Jahre, Postkarte, 14 × 9 cm, Foto und Verlag: Rudolf Lambeck, Berlin, Archiv der Ferring Stiftung, Alkersum/ Föhr | MKdW

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kunst:stück

Museum Kunst der Westküste | Hauptstraße 1 | 25938 Alkersum/Föhr | T. 04681 747400 | www.mkdw.de – 200 x Badesaison. Seebad Wyk auf Föhr 1819 – 2019 | bis 15.07.


. bremen

querbeet 8

kunstmix & friends 16. Juni (Eröffnung: 12 Uhr) bis 16. August 2019 Kunstmix – Produzentengalerie im Schnoor | www.kunstmixbremen.de Die sechs Betreiber*innen der Produzentengalerie Kunstmix, Dirk Lohmann, Martin Koroscha, Laila Seidel, Ulrike Brockmann, Udo Reutter und Christian Plep haben auch in diesem Jahr Künstler*innen eingeladen mit ihnen gemeinsam an der Gruppenausstellung „querbeet 8“ teilzunehmen. Die so fast 80 zusammen gekommenden Werke aus den Bereichen Malerei, Druckgrafik, Bildhauerei, Fotografie und Zeichnung werden nun in einer Petersburger Hängung präsentiert. Ausstellungseröffnung: Sonntag,16. Juni 2019, 12 Uhr. Die Ausstellenden: Stefanie Supplith, Sarah Hillebrecht, Carola Schapals, Elke Paul, Sirma Kekeç, Ulrike Leopold, Marlies Nittka, Lena Berns, Susanne Bollenhagen, Julia Gubitz, Tilman Rothermel, Rainer Weber, Gertrud Schleising, Akkela Dienstbier, Erika Plamann, Ingeborg Steinhage, Teena Leitow, Armand de Bussy, Silke Pradler, Betie Pankoke, Margarita Escribano; Carl F. , Silke Mohrhoff, Ilo-

na Tessmer und Edeltraut Rath sind aus Bremen und dem Umland. Güde Renken kommt aus Braunschweig, Michaela Wühr aus München, Gabriele Klimek aus Hildesheim und Jónína Mjöll Þormóðsdóttir aus Island. Helena Rennkamp und Gaby Bergmann sind aus Hamburg, Anna Fiegen und Andrea Imwiehe aus Berlin. Die vielseitige Ausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten bei freiem Eintritt. besucht werden und endet am Freitag, 16. August 2019 um 17 Uhr mit einer Finissage und einer kleinen Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Produzentengalerie. ––– Öffnungszeiten: Do + Fr 11–13 Uhr + 16–18 Uhr Sa 11–16 Uhr Kunstmix Produzentengalerie im Schnoor Kolpingstraße 18, 28195 Bremen

kunst:stück

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. syke

Rita Bieler, o.T., Keramik im Rakubrand, 2019, Foto: Tobias Hübel

Rita Bieler

19. Mai bis 04. August 2019 Syker Vorwerk | www.syker-vorwerk.de Das Syker Vorwerk widmet sich in der Ausstellung „Rasterfahndung“ dem facettenreichen Werk der Künstlerin Rita Bieler. Die Präsentation findet im Obergeschoss des Ausstellungshauses statt. Die Bildhauerin, 1951 in Niedersachsen geboren, lebt in Stuhr im Landkreis Diepholz, hat dort seit 1987 ein eigenes Atelier und ist Mitglied im Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. (BBK). Rita Bieler studierte von 1981 bis 1989 Bildhauerei an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Bernd Altenstein. Sie erhielt 1994 den Kulturpreis des Landkreises Diepholz für Bildhauerei. Obwohl die Künstlerin seit mehr als dreißig Jahren hauptsächlich plastisch mit Keramik arbeitet, ist sie auch malerisch auf Leinwand und Papier tätig. Die Hauptthemen von Rita Bieler sind klassische bildhauerische, formale Fragestellungen wie Linie, Fläche und Durchblicke. Waren die Arbeiten zu Beginn der Zweitausender Jahre – darunter auch die drei Skulpturen im Park des Syker Vorwerks – noch bestimmt vom Interesse an einer

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kunst:stück

klaren, gebauten Form, scheinen die neuen Arbeiten demgegenüber das zeichnerische Kreisen der Hand auf dem Blatt nachzuziehen. Anstatt allerdings brav auf dem Papier zu bleiben, greifen diese Linien in den Umraum hinaus. Sie werden plastisch und überlassen sich der Freiheit; die Freiheit jedoch bleibt eingebunden in das künstlerische Konzept der Künstlerin. Meist führt Rita Bieler die Auswüchse wieder zurück. In einer Art Dreischritt wird aus der Struktur zunächst Chaos und dann wieder Ordnung. Der Titel „Rasterfahndung“ bezieht sich auf diese Ordnung, die den Skulpturen und Bildern der Künstlerin zugrunde liegt, auch wenn sie der Betrachter nicht auf den ersten Blick immer sofort erkennen kann. Doch die künstlerischen Arbeiten von Rita Bieler lohnen sich einen zweiten und dritten Blick auf sie zu werfen um ihre zugrunde liegenden Strukturen zu erkennen. Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst Waldstraße 76, 28857 Syke


. achim

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. ottersberg

Foto links. Cindi Jacobs / Foto rechts: Wenke Wollschläger

Kunst_Sommer_018

Workshops vom 23. bis 28. Juli 2018

Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg | www.hks-ottersberg.de Am Wiestebruch 68 | 28870 Ottersberg | Tel: 04205 39490 Seit 2014 bietet der Kunst_Sommer an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg ein besonderes Kursprogramm in außergewöhnlichem Umfeld an. Inmitten der wunderschönen Wümme-Landschaft können Kunstinteressierte ruhig und konzentriert künstlerisch arbeiten und sich dabei von der Natur inspirieren lassen. Die Workshops werden von professionellen Künstler_innen angeleitet und reichen von Holzbildhauerei, Malerei über Maskenbau bis hin zu Tango Argentino. Für Kinder gibt es im offenen Atelier ein kreatives Abenteuer. Es wird gemalt, gezeichnet und es werden Kostüme hergestellt. Die Workshops sind so konzipiert, dass Expert_innen und unerfahrene Kunstinteressierte gleichermaßen angesprochen und angeleitet werden. Sei es zur Vorbereitung auf ein Studium, zur Weiterbildung im künstlerischen und gestalterischen Beruf oder um sich von der besonderen Atelieratmosphäre inspirieren zu lassen. In den Gruppen findet ein reger Austausch über die künstlerischen Werke statt. Abgerundet wird die Woche bei einer gemeinsamen Werkausstellung. Die Arbeiten werden in den Ateliers ausgestellt, dazu finden Künstler_innengespräche mit Kaffee und Kuchen statt. Wir freuen uns auf kreative Tage mit Ihnen! Anmeldung und weitere Infos bei, Ariane Weidemann: aw@hks-ottersberg.de, Tel. 04205 394933. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.hks-ottersberg.de

Kurs 01: Mo.–Fr. von 10–17 Uhr

Kurs 02: Mo.–Fr. von 10–17 Uhr

Workshop: Aktzeichnen mit Modell Dozent: Helmut Feldmann Dieser Workshop bietet Ihnen eine intensive Auseinandersetzung mit der zeichnerischen und malerischen Erfassung und Wiedergabe des menschlichen Körpers. Feldmann studierte an der Kunstakademie Minerva, NL., Grafik und Malerei und leitet seit vielen Jahren einen Aktzeichenkurs im Horst-Janssen-Museum Oldenburg.

Workshop: experimentelle Malerei Dozentin: Ariane Weidemann Es werden verschiedene Möglichkeiten des künstlerischen Materials und der Aufbau von Farbschichten erprobt. Malerei, Collage, Materialbild – hier ist alles möglich. Auch werden Wege zur künstlerischen Sprache gefunden. Es besteht die Möglichkeit eine künstlerische Bewerbungsmappe mit den entstandenen Werken zu erstellen.

Bewegte Linien

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kunst:stück

Time Out


. ottersberg

Kurs 06: Mo.–Fr. von 12–20 Uhr Schwankhalle Bremen

Inklusives Tanztraining

Kurs 03: Mo.–Fr. von 10–17 Uhr

Wege ins Holz

Workshop: Freie Holzbildhauerei Dozentin: Nicola Dormagen Eigene Themen und Ideen in Holz umsetzen. Alles ist erlaubt! Verschiedenste Bearbeitungstechniken und Werkzeuge kommen dabei zum Einsatz und können ausprobiert werden. Dieser Kurs ist für Anfänger_innen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Kurs 04: Mo.–Fr. von 10–17 Uhr

Landschaften

Workshop: Zeichnen nach der Natur Dozent: Peter Boué Dieser Kurs beinhaltet das Zeichnen nach der Natur, wie auch das Entwickeln von Ideen. Es geht um das Sehen und Auswählen, und hier ist das Begreifen von Landschaft und die Darstellung von Natur der Ausgangspunkt, von dem aus zu eigenen Ergebnissen gelangt werden kann. Kurs 05: Do. + Fr. 19–21 Uhr, Sa. 11–13 Uhr, So. mit Tangobrunch 11–14 Uhr

Vier Beine - zwei Herzen - ein Tanz

Workshop: Tango Argentino Dozent_in: Hans-Joachim Reich und Christiane Reich-Ludwig Spielerisch werden die Teilnehmer_innen in den Tango geführt. Mit einfachen Grundschritten und Figuren lässt sich der eigene Tanz gestalten. Samstagabend können die Teilnehmer_innen einen Tango-Film und ihre Tanzgelegenheit selbst gestalten.

Workshop: Tanz für Menschen mit Parkinson als Beispiel eines inklusiven Tanztrainings Dozent: Tomas Bünger Der Workshop richtet sich an alle Menschen, die Lust haben ihren Körper in einem speziell für Menschen mit Parkinson entwickelten Training tänzerisch neu zu erleben. Der Kurs ist eine Aufmerksamkeitsschulung, um körperlich und geistig in Bewegung zu kommen. Tomas Bünger hat 2013 am Mark Morris Dance Center in New York eine inklusive Tanzlehrerfortbildung absolviert (Dance for People with Parkinson's) und ist einer der wenigen Dozenten in Deutschland, der diese Methode weitervermittelt. Kurs 07: Mo.–Fr. von 10–17 Uhr

Ottos Mops

Workshop: Maskenbau und Maskenspiel Dozent: Hans-Joachim Reich Angelehnt an Loriot geht es diesmal um die Beziehung zwischen Mensch und seinem Lieblingstier. Unter Anleitung wird eine Maske gebaut, Lieblingstier oder Mensch. Die Teilnehmer entwickeln zu der Maske eine Figur und lernen damit im freien Spiel miteinander zu improvisieren. Es besteht die Möglichkeit bei dem Straßentheater Festival La Strada unterwegs in Rotenburg vom 17. - 19.08.2018 teil zu nehmen. Kurs 08: Mo.–Fr. von 10–17 Uhr

Königskinder

Alter: von 6 bis 10 Jahren Leitung: Gwen Herz, Lioba von Stein, Adriana Kleuser, Sophie Fuhlendorf und Raja Goltz Die Kinder tauchen ein in die Welt der Könige und Königinnen. Spielerisch erlernen sie den Umgang mit Techniken des Malens, Zeichnens und dem plastischen Gestalten von Kostümen und Objekten. Es entstehen eigene, phantastische Werke. Angeleitet von angehenden Kunstpädagog_innen der Hochschule können die Kinder eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Auf dem großen Außengelände erwarten die Kinder spannende Abenteuer und Spiele. Am Ende der Woche findet eine Atelierausstellung statt.

kunst:stück

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. stade

Da Vinci 500. Bewegende Erfindungen

Museum Schwedenspeicher, www.museen-stade.de – 02. März bis 10. Juni 2019 Der vor 500 Jahren verstorbene Italiener Leonardo da Vinci (1452-1519) war Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Er ist der wohl berühmteste Universalgelehrte aller Zeiten. Einer seiner Leitsätze lautete: ›Es gibt immer eine andere Möglichkeit‹. Diese Feststellung war ihm ein permanenter Ansporn, besonders die Technik der frühen Neuzeit weiterzuentwickeln. Dabei basierten seine vielfältigen Forschungen ––– Leonardo da Vinci, Luftschraube, Feder auf Papier, um 1487-90, Institut de France Paris

zunächst auf der Beobachtung. Stets führte er ein Skizzenbuch mit sich, in dem er alles, was um ihn herum geschah, dokumentierte. In unzähligen Zeichnungen und detaillierten Beschreibungen widmete er sich den verschiedensten Lebensbereichen seiner Zeit. Tausende Manuskriptseiten bieten heute einen bislang nur in Teilen erschlossenen Einblick in die Welt der Renaissance und in die Fragen, die Da Vinci an sie stellte. Leider ist sein Vermächtnis inzwischen über die ganze Welt verstreut. Dennoch sind viele Seiten für die Forschung zugänglich und eröffnen uns heute eine Vorstellung seines Erfindungsreichtums und der wissenschaftlichen Akribie, die seinen Studien zugrunde lagen. Vor etwa 15 Jahren begann sich Prof. Dr.Ing. Horst Langer von der Fachhochschule Bielefeld mit Da Vinci zu beschäftigen. Im Studiengang Produktentwicklung des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik widmete er sich mit seinen Studenten der Aufbereitung seiner Forschungen. Die Studenten setzten die Skizzen in Funktionsmodelle um. Die dazu nötigen Studien, die Auseinandersetzung mit dem technischen Entwicklungsstand der Renaissance und die praktische Umsetzung der 500 Jahre alten Forschungen des ›Künstler-Ingenieurs‹ sind eine perfekte Grundlage in der Ausbildung zum Produktentwickler des 21. Jahrhunderts.

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kunst:stück


. stade

v.l.n.r.: Junge Besucher am Schneckenmodell // Experimente am Zuggewinde // Zahnradtechnik in Nahsicht Alle Fotos: © FH Bielefeld

Inzwischen entstanden mehr als 100 Modelle aus allen technischen Forschungsbereichen Da Vincis: Vom Flugwesen über die Bewegungs-, Förder- und Hubtechnik, über Mess- und Musikinstrumente bis hin zur Kriegstechnik und dem Brückenbau. In Kooperation mit dem Fachbereich Gestaltung erfolgte hierfür eine spannende visuelle Aufbereitung. Aus den Studienobjekten wurde eine einzigartige Ausstellung, die heute Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Thorsten Jungmann in der Abteilung für Technikdidaktik betreut. Etwa 40 dieser Exponate sind im Museum Schwedenspeicher zu sehen. Die Ausstellung knüpft an eine erste Präsentation an, die im Jahr 2014 in Stade erfolgte. Von den Besuchern können die meisten Modelle bewegt und ausprobiert werden – ›Begreifen‹ ist ausdrücklich erwünscht. Besonders spannend ist die Erkenntnis, dass sich zahlreiche technische Entwicklungen Da Vincis bis in unsere Zeit gehalten haben. Seine Getriebe sind noch heute wichtige Bestandteile in der modernen Motoren- und Maschinentechnik; und die Messinstrumente und Forschungsergebnisse zu vielen physikalischen

Gesetzen sind bis in die Gegenwart Grundlage für zahlreiche Wissenschaften. Kaum ein anderer Gelehrter der letzten 500 Jahre hat so viele nachhaltige Forschungsergebnisse geliefert. Leonardo da Vinci ist heute noch genauso aktuell wie damals, besonders seine beobachtende Herangehensweise ist derzeit wieder allgegenwärtig. Denn wie er bemühen wir uns heute wieder verstärkt, von der Natur zu lernen: Bionik – eine 500 Jahre alte Wissenschaft! Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Rahmenprogramm. Termine und Informationen: www.museen-stade.de Museen Stade, Schwedenspeicher Wasser West 39, 21682 Stade ––– v.l.n.r.: Leonardo Da Vinci, Selbstporträt, Rötelzeichnung, um 1512 // Leonardo da Vinci, Zeichnung aus Codex Atlanticus (Detail), um 1478-1518, Biblioteca Ambrosiana Mailand

kunst:stück

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. stadland

kunst intensiv 2019

Gestalten am Meer und auf dem Land Kurse | Übungen | Workshops Achterstädter Straße 10, 26936 Stadland, Tel: 04737 8111 961, www.kunst-intensiv.de

» Freuen Sie sich auf kreatives Schaffen in kleinen

Gruppen an einem ruhigen und abgeschiedenen Ort, an dem man sich ganz der Kunst widmen kann! «

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kunst:stück


. stadland

kohle – farbe – silber

Astrid Gamper, Zeichnung . Hertha Poppinga, Malerei . Maria-Anna Nordiek, Kleinskulptur 19. Mai (Eröffnung: 15 Uhr) bis 16. Juni Ysabel Sureth Privatgalerie | www.ysabel-sureth.de Für die diesjährige Ausstellung wurden Künstler aus drei verschiedenen künstlerischen Disziplinen eingeladen. In die Ausstellung einführen wird die Literatur- und Sprachwissenschaftlerin Dr. Uta Fleischmann. Astrid Gamper . Zeichnungen Sie war als Modedesignerin in Paris und New York tätig, bis sie sich 2000 ganz der bildenden Kunst widmete. Auf großformatigen Papieren erschafft sie Körperbilder/ Akte. Haltung und Gestalt von Körpern lernte sie aus der Perspektive der Mode kennen, so hat sie einen ganz eigenen Blick auf dieses Sujet. Sie zeichnet mit Kohle und Grafit. Mit Papierfetzen, zum Teil von anderen Zeichnungen, ergänzt sie einige ihrer Werke. Astrid Gamper lebt und arbeitet in Klausen, in ihrer Heimat Südtirol. Hertha Poppinga . Malerei Die bildende Künstlerin arbeitet experimentell und benutzt Materialien wie z. B. Acryl, Schlamm, Kleisterpapiere, Sand oder Stroh, die sie in die malerischen Kompositionen einbezieht. Ihre Werke sind eine Gratwanderung zwischen Gegenstand und Abstraktion, in denen sie den Bildelementen einen besonderen Ausdruck verleiht. Der Künstlerin geht es nicht um die bloße Dar-

stellung von Dingen, sondern um deren innewohnende Kraft. Hertha Poppinga lebt und arbeitet in Bad Zwischenahn. Maria-Anna Nordiek . Kleinskulptur Mit ihren erzählerischen Objektinstallationen und Szenarien kreiert sie Bilder voller Poesie und Aktualität. Die Bildhauerin setzt hierbei auf die Wirkung des kleinen Maßstabs. Für ihre Skulpturen im Miniaturformat verwendet sie unter anderem gefundene Gegenstände, zum Beispiel Spielzeugfiguren. Ihre Werke sind meist aus Metall, wie Silber und Eisen, gefertigt. Die bildende Künstlerin arbeitet als Schmuckgestalterin und bildende Künstlerin in Sandhatten bei Oldenburg (Oldb) im Atelier 5. Öffnungszeiten, 19.05. bis 16.06.2019: Sa, 14-18 Uhr, So/Feiertage, 11-18 Uhr, u.n.V. ysabel sureth privatgalerie Achterstädterstraße 11, 26936 Stadland

Info: In einer ehemaligen Schule erschaffen Sie Ihre originären Werke unter fachlicher Betreuung oder Sie können sich ein eigenes Atelier mieten. Unsere ausgebildeten Künstler unterstützen Ihre Kreativität mit viel Gespür, um Ihren Vorstellungen eine Basis zu geben. Lernen Sie intensiv die künstlerischen Techniken und diskutieren Sie Ihre eigene Kunst mit Ihren anderen Kursteilnehmern und Dozenten. ––– Zugang: In allen Kursen sind Anfänger sowie Fortgeschrittene willkommen. Pausen: In der Mittagspause ist ein Mittagssnack vorgesehen, der im Kurspreis inbegriffen ist. Tee und Kaffee stehen zur Verfügung. Unterkünfte: Auf Wunsch ist Kunst Intensiv allen Kursteilnehmern bei der Suche nach einer Unterbringung behilflich.

Lage: Die Räumlichkeiten befinden sich im nördlichen Niedersachsen, auf dem platten Land inmitten von Marschwiesen, auf denen Kühe weiden. Die Hansestadt Bremen ist ca. 60 km entfernt. Die Nordsee erreicht man in 10 Autominuten. Anmeldung: www.kunst-intensiv.de

kunst:stück

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14. – 29. Juni 2019

Morgenland Festival Osnabrueck

Informationen & Tickets unter:

www.morgenland-festival.com


15 Jahre


. föhr

200 x Badesaison

Seebad Wyk auf Föhr 1819 bis 2019 03. März bis 15. Juli 2019 Museum Kunst der Westküste / www.mkdw.de Das Seebad Wyk auf Föhr feiert sein 200-jähriges Bestehen und das Museum Kunst der Westküste feiern mit! Als ältestes Seebad Dänemarks und ältestes an der schleswig-holsteinischen Westküste spielte es schon immer eine überragende Rolle und lockte Gäste von nah und fern zum Kuren und Erholen an. Die dänischen Könige, die hier ihre Sommerresidenz einrichteten, genossen ebenso wie preußische Prinzen die Annehmlichkeiten des Seebades. Inspiriert von der Insel arbeiteten hier Schriftsteller und Dichter wie Hans Christian Andersen, Theodor Storm und Theodor Fontane. Johann Strauß verlebte seine Hochzeitsreise auf Föhr und komponierte den Walzer „Nordseebilder“.

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kunst:stück

Viele Exponate der Ausstellung sind erstmals auf Föhr zu sehen, so die frühimpressionistische Freilichtstudie „Das Seebad“ des Schweizer Malers Albert von Keller, die Aquarelle von Kronprinzessin Victoria von Preußen oder Studien vom Wyker Badestrand des Dresdner Impressionisten Paul Wilhelm. Von großer Bedeutung sind auch Kunstwerke, die für das namhafte Nordsee-Sanatorium des Dr. Gmelin am Föhrer Südstrand entstanden. Das Mobiliar wurde von dem berühmten Jugendstilarchitekten August Endell entworfen. Die Ausstellungsstücke zeigen, dass das Sanatorium große Anziehungskraft ausübte. Wenzel Hablik, Johann Vincenz Cissarz sowie Ada und Emil Nolde zählten zur il-


. bremen

Blick auf den Strand am Sandwall, 1920er-Jahre, Postkarte, 14 × 9 cm, Foto und Verlag: Rudolf Lambeck, Berlin, Archiv der Ferring Stiftung, Alkersum/Föhr

lustren Gästeschar. Mit der Eroberung des Strandes als touristischen Raum um 1900 wandelte sich dessen Ausstattung: Strandzelte, Strandkörbe und Sandburgen luden jetzt zum Verweilen ein. Badeanzüge und Bikinis zeigen, wie sich die Einstellungen zu Anstand und Sittlichkeit seit den 1920er-Jahren wandelten. Einen Gruß an die Daheimgebliebenen über Postkarten auszurichten, gilt dagegen bis in die heutige Zeit als „obligatorisch“ für jeden Reisenden. Doch welche touristischen Wege geht Föhr zukünftig? Die Ausstellung will nicht zuletzt dieser Frage Raum geben und die Besucher über ihre Vorstellungen befragen. Museum Kunst der Westküste Hauptstraße 1, 25938 Alkersum / Föhr

Seebad Wyk auf Föhr 1819 bis 2019

3. März bis 15. Juli 2019 mkdw.de · Hauptstraße 1 · D-25938 Alkersum · Föhr

kunst:stück

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. oldenburg + umzu

horst-Janssen-MuseuM | Am stadtmuseum 4–8 | 26121 oldenburg | t. 0441 2352891 | www.horst-janssen-museum.de – Natur Schöpfen. Eine wachsende Ausstellung | 18.05. bis 18.08.

Pflanzenfarben - Papier - Reuse, Modell für eine partizipative Installation, © Insa Winkler, Peter Reichenbach | Horst Janssen Museum

stadtMuseuM oldenburG | Am stadtmuseum 4–8 | 26121 oldenburg | www.stadtmuseum-oldenburg.de – Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg | 06.05. bis 02.06. – 100 % Strelow – Fotografien | 23.06. bis 11.08. – Jantje Almstedt: Gartenparty 2.0, Förderpreis Keramik im Pulverturm | 30.06. bis 11.08. edith-russ-haus für Medienkunst | Katharinenstraße 23 26121 oldenburg | t. 0441 2353208 | www.edith-russ-haus.de – Red Umbrella Struggles | bis 23.06.

Ennow Strelow Stadtmuseum Oldenburg

oldenburGer kunstverein | damm 2a | 26135 oldenburg | t. 0441 27109 | www.oldenburger-kunstverein.de – Tamina Amadyar und Anna Fasshauer. It's a Match | 03.05. (Eröffnung: 19.30 Uhr) bis 28.07. landesMuseuM für kunst und kulturGeschichte oldenburG | damm 1 | 26135 oldenburg | t. 0441 2207300 www.landesmuseum-ol.de – Graf Anton Günther und sein Weserzoll | bis 15.09. – Ernst Wilhelm Nay. Arbeiten auf Papier | bis 28.07. – Zwischen Utopie und Anpassung. Das Bauhaus in Oldenburg | bis 04.08

Tamina Amadyar, Anna Fasshauer, It's A Match Oldenburger Kunstverein

Kurt Grimm, Entwicklung 5, 2016, Eisenguss | Galerie am Stall

landesMuseuM natur und Mensch | Damm 38–44 26135 oldenburg | www.naturundmensch.de – Land - Küste - Meer. Einblicke in die Schatzkammern des Nordens | 06.04. bis 03.11. – Sielmann! | 02.06. bis 03.11. GAlERiE Am stAll | Am Ebenesch 4 | 27798 Hude | t. 04408 8099848 | www.galerie-am-stall.de – Kurt Grimm. Von Kreisen und Kuben, Stahlplastik | 05.05. (Eröffnung: 15 Uhr) bis 10.06. DiE GAlERiE im HEuERHAus | Rittrumer Kirchweg 4 | 27801 Dötlingen | t. 04433 1241 | www.galerie-im-heuerhaus.de – Christine Henke. Was wir sehen, blickt uns an. | bis 09.06. – Hannes Clauss und Herbert Blazejewicz | 16.06. (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 11.08.

Klaus Beilstein, Selbst mit Lisa (Ausschnitt), 2010 Palais Rastede

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kunst:stück

PAlAis RAstEDE | feldbreite 23 | 26180 rastede | t. 04402 81552 | www.palais-rastede.de – Klaus Beilstein. Vom Loch Ness zum Ellernteich – Gezeichnetes bis 19.05. – Kunstpreis und Jugendkunstpreis der Gemeinde Rastede 23.06. bis 01.09.


Emil Nolde, Königskerze und Lilien (Ausschnitt), 1935/39, Ö/L. Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr © Nolde Stiftung Seebüll 2019 © Foto: Stiftung Sammlung Ziegler

MARC, MACKE, NOLDE Meisterwerke der Sammlung Ziegler

25. Mai bis 15. September 2019 Kunsthalle Emden Info +49 (0) 49 21 97 50-50 www.kunsthalle-emden.de

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. oldenburg + umzu

Ysabel Sureth Kunst intensiv | Achterstädter Str. 11 | 26936 Stadland | T. 04737 8111961 | www.kunst-intensiv.de – Kohle – Farbe – Silber. Astrid Gamper, Zeichnung - Hertha Poppinga, Malerei - Maria-Anna Nordiek, Kleinskulptur | 19.05. (Eröffnung: 15 Uhr) bis 16.06. Franz Radziwill Haus | Sielstraße 3 | 26316 Dangast/ Varel | T. 04451 2777 | www.radziwill.de – Franz Radziwill. Inszenierte Bildräume | bis 13.01.2020 Hertha Poppinga, Malerei Ysabel Sureth Privatgalerie

Kunsthalle Wilhelmshaven | Adalbertstraße 28 26382 Wilhelmshaven | www.kunsthalle-wilhelmshaven.de – Bernd Zimmer. Kristallwelt | bis 19.05. – Hartmut Wiesner. Wild Wachsen | 02.06. bis 14.07. Ostfriesisches Landesmuseum emden | Brückstraße 1 26725 Emden | www.landesmuseum-emden.de – Maler sehen Ostfriesland | in der Neuen Galerie – Als Künstler Emden inszenierten | bis 26.05. – Der 80-jhr. Krieg und Ostfriesland | in der Emder Rüstkammer

Miriam Cahn, Ohne Titel, 1996, aus der Reihe: 1 Woche London, 6.9.-11.9.1996, Öl/Lwd., 45,3 x 30,6 cm © Miriam Cahn. Sammlung | Kunsthalle Emden

Kunsthalle Emden | Hinter dem Rahmen 13 | 26721 Emden | T. 04921 975050 | www.kunsthalle-emden.de – Hauptsache Kopf. Jawlensky, Warhol, Cahn | bis 19.05. – Marc, Macke, Nolde. Meisterwerke der Sammlung Ziegler 25.05. bis 15.09. GALERIE AMUTHON-ART| Hammer Straße 14 | 26723 Emden T. 04921 9920292 | www.amuthon-art.de – Informelles auf Papier. Wechselnde Werke von Helmut Müller Ausstellung bis Ende Juni 2019

Helmut Müller, ohne Titel, 2018, Acryl auf Pappe, 120 x 80 cm Galerie Amuthon-Art

Nel Aerts, Buddy, 2015-18, Acryl und Spachtelmasse auf Holz, 76 x 64 cm, Courtesy die Künstlerin, Carl Freedman Gallery, London, Plus-One Gallery, Antwerpen Kunsthalle Lingen

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Ausstellungszentrum Gut Altenkamp | Am Altenkamp 1 | 26871 Papenburg-Aschendorf | T. 04962.6505 | www.gut-altenkamp.de – Schreiber, Petschat, Lichtenscheidt und Kleinhans. Namen Stadt-Land-Fluss - Bilder und Plastiken | 02.06. bis 28.07. Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | 49751 Sögel | T. 05952.932325 | www.clemenswerth.de – Weite und Licht. Künstler entdecken den Norden | bis 23.06. – Werner Heinze. Der Blick des Malers | 28.06. bis 01.09. Kunsthalle Lingen | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de – Nel Aerts. Der Schlangenbeschwörer | bis 12.05. – Melanie Bonajo. Progress vs. Sunsets | bis 12.05. – Schluss mit reden, spielen wir! Zuzanna Czebatul, Angela Fette, Sina Folwaczny, Parastou Forouhar, Kalin Lindena, Mona Mahall / Asli Serbest, Anne Pöhlmann, Rebecca Ann Tess, Anke Weyer, Adrian Williams | 08.06. bis 25.08. – Weltanschauungen | 08.06. bis 25.08.


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Tamina Amadyar / Anna Fasshauer It's A Match

03. Mai (Eröffnung: 19.30 Uhr) bis 28. Juli 2019 Oldenburger Kunstverein | www.oldenburger-kunstverein.de Die künstlerischen Haltungen von Tamina Amadyar und Anna Fasshauer sind einander verwandt, obwohl sich beide vorrangig in verschiedenen Gattungen ausdrücken, nämlich in Malerei einerseits und Skulptur andererseits. Die Werke beider Künstlerinnen entstehen in der direkten Auseinandersetzung mit dem Material. Tamina Amadyar produziert Gemälde im Stile der Farbfeldmalerei, in denen Farbe als grundlegende Materie der Malerei thematisiert wird. Die in Kabul geborene Künstlerin verwendet dabei reines Pigment, das sie mit Hasenleim bindet und in großer Reduktion und Abstraktion in dünnen Schichten auf die Leinwand aufträgt. In maximaler Vereinfachung zeigen ihre Gemälde Räume und Zustände, die von ihrer Wahrnehmung und ihren Erinnerungen geprägt sind und unmittelbar auf der Leinwand entstehen. Tamina Amadyar kombiniert meist nur zwei Farben, die sich berühren, voneinander abgrenzen, sich überlappen und hintereinander verstecken. Jeder Pinselstrich bleibt sichtbar. Zunehmend entwi-

ckeln sich die Arbeiten zur völlig abstrakten Farbflächen, die durch Transparenz, Licht und Schatten Körper und Räume auf der Leinwand entstehen lassen. Die Skulpturen Anna Fasshauers korrespondieren in ihrer Vereinfachung und Konzentration mit den Werken Tamina Amadyars. Die in Köln geborene Künstlerin stellt ihre Skulpturen in einer prozesshaften Arbeitsweise durch direkte Verformung von industriellen Aluminiumprofilen her. Wie gefaltetes Papier wirkt das Material, das Anna Fasshauer zunächst lackiert, um danach in einer Praxis des Findens und Erfindens die Gestalt zu bestimmen. Der Charakter der Skulpturen spiegelt sich oftmals auf humorvolle Weise im Titel wider, wie bei Billy the Grid (2017), die eine Gitterstruktur aufweist, oder Birdy Croissant (2017) an das beliebte Frühstücksgebäck erinnert. Doch stets ist der Grad an Abstraktion hoch, die Assoziationen zu Gegenständen und die Bildtitel bleiben dabei deutungsoffen. Oldenburger Kunstverein Damm 2a, 26135 Oldenburg

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Städtische Galerie Nordhorn | Vechteaue 2 | 48529 Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de – Die HBK Braunschweig zu Gast in Nordhorn | 24.05. bis 11.08. (Eröffnung: 21.05., 19 Uhr)

Shunsuke Imai, Ohne Titel 2018 + 2019, Acryl auf Leinwand | Kunstverein Grafschaft Bentheim

Kunstverein Grafschaft Bentheim | Hauptstr. 37 49828 Neuenhaus | www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de – Shunsuke Imai. Range Finder – Malerei, Plastik | 26.05. bis 28.07. // Ein Beispiel aus der aktuellen jungen Kunstszene Japans – Parallel 39: Wolfgang Weßling, Portraitfotografie | 16.06. bis 07.07. Museum im Kloster | Stiftshof 4 | 49593 Bersenbrück T. 0541.5014034 | www.museum-im-kloster.de – Vorsicht Urne. Brandgräberfelder im Altkreis Bersenbrück 05.05. bis 07.0 7.

Modellszene „Auf dem Marsch“ © Mules-of-Marius.com Foto: W. Hartung Museum und Park Kalkriese

Museum und Park Kalkriese | Venner Straße 69 | 49565 Bramsche | T. 05468.92040 | www.kalkriese-varusschlacht.de – Roms Legionen. Kleine Römer groß in Szene | bis 03.11. – Römer- und Germanentage | Pfingsten, 09. / 10.06., 10-18 Uhr Tuchmacher Museum Bramsche | Mühlenort 6 | 49565 Bramsche | T. 05461.94510 | www.tuchmachermuseum.de – Andrea Milde. Bildwirkerei | bis 12.05. – Was guckst Du!? Kommunikation mit T-Shirts | 19.05. bis 23.06.

Andrea Milde, 2017, Bildwirkerei, Detail | Tuchmacher Museum

Mythos Karl May. Foto: Stadt Osnabrück, Claudia Drecksträter, Museumsquartier Osnabrück

Museumsquartier osnabrück, Felix-NussbaumHaus, Kulturgeschichtliches Museum | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück | T. 0541.3232207 www.museumsquartier-osnabrueck.de – Blutsbrüder. Der Mythos Karl May in Dioramen | bis 02.06. – Sammlung im Dialog 2.0 – Stille Post(s) | bis 19.05. – Friedrich Einhoff. Das Vertraute Unbekannte | 23.06. bis 15.09. – Brigitte Waldach. Existenz | bis 10.11.19 KUNSTHALLE OSNABRÜCK | Hasemauer 1 | 49074 Osnabrück T. 0541.3232190 | kunsthalle.osnabrueck.de – European Media Art Festival – Wild Grammar | bis 26.05. – Bauhaus Fingerprints | 16.06. bis 27.10. Kunstraum – hase29 | Hasestraße 29/30 | 49074 Osnabrück | T. 0541. 58051396 | www.hase29.de – Reprint. Wandel durch Reproduktion | 10.05. bis 08.06. – Be absolutely concrete ! Welten zeichnen – Grenzen des Konkreten. Gruppenausstellung | 21.06. bis 03.08.

Nick Ervinck, Bortoby, 2010, 3D Print, 44 x 45 x 39 cm, © Nick Ervinck | Hase29

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SKULPTUR GALERIE | Bierstraße 2 | 49074 Osnabrück | www.skulptur-galerie.de – Joshua Sassmannshausen. D. Fuge, polyphone Mehrstimmigkeit – Materialien, Töne, Skulptur, Objekte und Mixed Media 10.05. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 22.06.


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ROMS LEGIONEN 30. März bis 3. November 2019

Venner Str. 69 | 49565 Bramsche| www.kalkriese-varusschlacht.de

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Ein Beispiel aus der aktuellen Kunstszene Japans und Shunsuke Imais erste Ausstellung in Deutschland vom 26. Mai bis zum 28. Juli 2019. Eröffnung am 26. Mai um 11.30 Uhr.

Shunsuke Imai

Range Finder– Malerei, Plastik 26. Mai (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 28. Juli 2019 Kunstverein Grafschaft Bentheim www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de Beide Abb.: Shunsuke Imai, Ohne Titel 2018 + 2019, Acryl auf Leinwand

Die Arbeiten von Shunsuke Imai basieren auf den Grundelementen der Malerei: Farbe, Form und Raum. Seine stark farbigen Malereien bestehen aus sich überlagernden Farbschichten, die wie vom Wind wellenartig bewegte Flaggen erscheinen. Seine frühen Arbeiten waren aus den Internet generiert, vorzugsweise Pop-Art-Vorlagen. Zwar ähneln seine illusionistischen Bilder immer noch stark der Pop-Art, thematisieren aber lediglich Strukturen. Neben der Erforschung grundlegender Wahrnehmungsbedingungen und des Potentials von Zweidimensionalität stellt er auch die Leere von Bildern und Informationen der heutigen Gesellschaft in Frage. Imai gehört der jungen Künstlergeneration an, die für die Geschichte der japanischen abstrakten Malerei von Bedeutung ist und zudem eine interessante Verschmelzung fern-östlicher mit sogenannter westlicher Tradition aufweist. Auch gehören einige seiner Werke bereits zum Sammlungsbestand des Museums für zeitgenössische Kunst in Tokyo. Shunsuke Imai wurde 1978 in Fukui, Japan, geboren und schloss im Jahr 2004 mit dem Master for Arts an der Musashino Art University in Tokyo ab. Er lebt und arbeitet in Tokyo, Japan. Öffnungszeiten: mi–sa 15–18 Uhr, so 11–18 Uhr und nach Vereinbarung Kunstverein Grafschaft Bentheim Hauptstraße 37 49828 Neuenhaus

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Helmut Müller, ohne Titel, 2018, Acryl auf Pappe, 120 x 120 cm

Informelles auf Papier

Wechselnde Werke von Helmut Müller bis Ende Juni 2019 Galerie Amuthon-Art, Galerie für Gegenwartskunst | www.amuthon-art.de „Das ganze Leben ist ein Auf und Ab. Niemand sollte so vermessen sein zu glauben, dass es immer nur aufwärts geht. Niemand ist wertvoller oder besser weil man sich gerade oben auf dem Gipfel befindet und nicht im Schatten des Tales, denn das Licht wandert. “ (Helmut Müller) Unser aller Leben besteht aus Veränderung. Aufgewachsen und wohnhaft in Emden prägten die ostfriesische Landschaft mit ihren Menschen, der Natur und vor allem dem Kommen und Gehen der Gezeiten, Müllers Lebenswelt. Alles um uns herum befindet sich in beständigem Wandel, macht den Augenblick, in dem etwas Neues entsteht, so unwiderstehlich. Hierin findet sich auch die Faszination der Gestaltung von Kunstwerken. Im individuellen Schaffensprozess, beeinflusst nur durch verschiedene Materialien und Formen von Bewegung. Spannende Moment-

aufnahmen zwischen den Ereignissen, in ihrer Entstehung oft emotional und intuitiv. Wechselwirkungen. Zwischen Ästhetik und Auseinandersetzung, zwischen Konformität und Emotion; der Drang nach persönlicher Freiheit als Konstante im Leben von Helmut Müller wird stets durchkreuzt von Veränderungen und Neuerungen, die sich vor allem in seiner Kunst widerspiegeln. Als einen Teil der Dauerausstellung präsentieren wir Ihnen in unseren Galerieräumen die neusten Werke Helmut Müllers, die stärker denn je vom Stil und der Philosophie des Informel geprägt sind. Infos zu weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage. www.amuthon-art.de Amuthon-Art Hammer Straße 14, 26723 Emden

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Marc, Macke, Nolde.

Meisterwerke der Sammlung Ziegler 25. Mai bis 15. September 2019 Kunsthalle Emden | www.kunsthalle-emden.de „Ausschließlich die Freude am Schönen war jeweils der Anlass zum Erwerb der uns umgebenden Kostbarkeiten.“ Karl Ziegler Vom 25. Mai bis zum 15. September zeigt die Kunsthalle Emden Meisterwerke aus der Sammlung Ziegler. Sie gehört zu den bedeutendsten Privatsammlungen des Expressionismus und der klassischen Moderne in Deutschland und hat ihre Heimat im Kunstmuseum in Mülheim an der Ruhr. Weil das Haus derzeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, kann sie nun in einer Auswahl von rund 100 hochkarätige Werken in Emden präsentiert werden.

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Seit den späten 1950er Jahren hat der Chemiker und Nobelpreisträger Karl Ziegler (1898–1973) zusammen mit seiner Frau Maria die einzigartige Sammlung zur modernen Kunst aufgebaut. Die Bilder spiegeln ihre Liebe zu Natur und Garten, sowie zu Orten, denen das Paar eng verbunden war. Bei den Ankäufen ließen sich sie sich nur selten beraten, vertrauten weit häufiger ihrer Intuition und gaben den eher hellen und intimen Bildern den Vorzug. Gesammelt wurde nicht nach kunsthistorischen Gesichtspunkten, sondern nach rein persönlichen Vorlieben, wobei Karl und Maria Ziegler die Bilder fast immer gemeinsam auswählten. Aus diesem intuitiven Zugang zur Kunst


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# linke Seite: Emil Nolde, Königskerze und Lilien, 1935/39, Öl auf Leinwand, 88,5 x 73,3 cm © Nolde Stiftung Seebüll 2019 // Abb. oben: Alexej Jawlensky, Auf rotem Tuch, 1909, Öl auf Leinwand, 38 x 46 cm // # darunter v.l.n.r.: August Macke, Mädchen auf dem Balkon II, 1910, Öl auf Leinwand, 60 x 40 cm // Franz Marc, Rotes Reh (Schlafendes Reh), 1913, Gouache und Bleistift auf Papier, 45,4 x 37,7 cm // Erich Heckel, Weidende Pferde, 1909, Öl auf Leinwand, 73,5 x 85,5 cm © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen 2019 // # alle Bilder: Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr © Foto: Stiftung Sammlung Ziegler ← Foto "Maria & Karl": Prof. Karl Ziegler und seine Frau Maria in der Mülheime Stadthalle anlässlich des 70. Geburtstages von Karl Ziegler © Foto: Evelyn Serwotke

entwickelte sich eine Kunstsammlung, die einen sehr individuellen Einblick in die Malerei des frühen 20. Jahrhunderts gewährt. Zur 2002 gegründeten Stiftung Sammlung Ziegler gehören heute sowohl der Bestand von Karl und Maria Ziegler als auch diejenigen Bilder, die von der nachfolgenden Generation der Familie gesammelt worden sind. Ihre internationale Klasse zeigt sich allein schon durch die Vielzahl hochkarätiger Arbeiten des rheinischen Expressionisten August Macke: Ein Werkblock von 15 Gemälden und Aquarellen findet seines-

gleichen nur noch in Bonn und Münster. Mit besonderem Schwerpunkt auf den Bildern von Emil Nolde, Franz Marc, Lyonel Feininger, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky und Paul Klee umfasst die Sammlung weitere wichtige Werke, u. a. von Max Beckmann, Lovis Corinth, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Oskar Moll, Otto Mueller, Paula Modersohn-Becker, Hans Purrmann, Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff. Kunsthalle Emden Hinter dem Rahmen 13, 26721 Emden

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Stadt. Land. Fluss

Katharina Lichtenscheidt, Ralph-J. Petschat, Michael Schreiber, Basilius Kleinhans Bilder und Plastiken, 04. Juni bis 28. Juli 2019 Ausstellungszentrum Gut Altenkamp, Papenburg-Aschendorf | www.gut-altenkamp.de Diese Ausstellung ist ein Zusammenschluss von drei Künstlern und einem Bildhauer unter dem Namen Stadt-Land-Fluss – Bilder und Plastiken. Die Künstler Schreiber, Petschat und Lichtenscheidt vereinen unterschiedlichste Stile wie Aqarellmalerei, Lithografien, Kohle und Kreidemalereien. Alle drei Künstler zeigen hauptsächlich Landschaften, Natur und Gewässer, mal sehr detailliert, mal sehr abstrakt, eine bunte Mischung aus kräftigen Farben, Gegensätzen, Licht und Schatten. Der Bildhauer Basilius Kleinhans arbeitet mit eher schweren Materialien wie Bronze, Stein und Gold. Er erschafft vorallem Skulpturen wie Boote, Engel oder Sonnen, wobei er viel mit Licht und den dadurch entstehenden Reflektionen spielt. ––– Katharina Lichtenscheidt 1964 in Wuppertal geboren, studierte Lichtenscheidt Freie Malerei in Düsseldorf, sie lebt und arbeitet heute in Neuss. Auch sie geht von Naturbeobachtungen aus, sie mag Strände und Seen und auch das Gebirge, kommt aber zu viel abstrakteren Bildlösungen. Ihr Farbauftrag ist expressiv und kraftvoll, doch es gibt auch zarte, transparente und ruhige Bildzonen. Häufig fügt Sie Materialien wie Gaze, Leinen oder Papiere in ihre Bildgründe ein und erschafft so eine lebendige, interessante Bildoberfläche. Ihre Acrylbilder lösen beim Betrachter Assoziationen aus, sie vermeidet eindeutige Benennungen durch überlagerte Zeichen oder unterschiedlich farbige Bildteile. Ihre Bilder bleiben rätselhaft und doch anziehend. Ralph-J. Petschat Der heute 54 jährige Ralph Petschat studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Er beschäftigte sich lange Zeit mit Farbfeldmalerei bis er es „wagte“, ganz gegenständlich zu arbeiten. Von je her hatte er sich eine ganz eigene Technik erarbeitet, er malt mit Acrylfarbe auf Papier, schneidet dann einzelne Formen, z.B. die Blüten, Zweige und Blätter einer Pflanze aus, diese klebt er dann auf die Leinwand. Seine Bilder gewinnen dadurch eine ganz eigene Realität und starke Präsenz. Meisterhaft auch sein unglaubliches Farbgefühl. Michael Schreiber 1949 in Bremen geboren, Studium in Bielefeld und Berlin, ist leider bereits 2012 viel zu früh verstorben. Er war ein sehr vielseitiger Künstler und beherrschte sowohl Ra-

dierung und Lithografie wie auch Öl- und Aquarellmalerei. Das Aquarell und seine Umsetzung in die Lithografie waren seine große Stärke. Hier in der Ausstellung zeigen wir auch die einzelnen Zustandsdrucke beim Entstehen einer Lithografie. Schreibers Bilder sind eine Mischung aus exakter Zeichnung und lockerem, äußerst gekonnt eingesetzten Farbauftrag. Transparenz, Räumlichkeit und das meisterhafte Arbeiten mit Licht und Schatten zeichnen seine Werke aus; sie zeigen häufig den Charme südlicher Landschaften und Architektur. Basilius Kleinhans Basilius Kleinhans ist Sohn des aus Sendenhorst stammenden Bildhauers Bernhard Kleinhans, bei ihm hat er eine Lehre als Bronzegießer absolviert, später hat er die Hochschule für angewandte Kunst in Wien besucht. Als Werkstoffe benutzt er Stein, Bronze und Gold. Seine symbolträchtigen Motive hat er stark vereinfacht: Häuser, Leitern und immer wieder Boote. Seine Plastiken erzählen Geschichten vom Reisen und Entdecken aber auch von Schutz und Geborgenheit. Die (häufig) vergoldeten Partien vieler Arbeiten reflektieren sehr eindrucksvoll das Sonnenlicht. Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Galerie Moderne in Bad Zwischenahn statt. ––– Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr Ausstellungszentrum Gut Altenkamp Am Altenkamp 1 26871 Papenburg-Aschendorf

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Leuchten der Moderne

Glasproduktion im Licht des Bauhauses 10. Februar bis 25. August 2019 LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim | www.lwl.org Die Sonderausstellung zum 100. Geburtstag des Bauhauses widmet sich den Rahmenbedingungen von Produktgestaltung und Industriedesign im frühen 20. Jh. Sie schlägt den Bogen vom hitzebeständigen Glas über das Industriedesign des Art Déco, die Konzepte des Bauhauses und Wilhelm Wagenfelds Entwürfe bis hin zu den Formen der sogenannten „Neuen Sachlichkeit“.

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Unter den gezeigten Objekten befinden sich viele seltene, noch nie gezeigte Stücke. Begleitet wird die Präsentation von zeitgenössischen Fotos, Werbematerial, Katalogen und Entwurfszeichnungen. „Das Material illustriert einen einschneidenden Abschnitt der deutschen Technik- und Designgeschichte, in der das elektrische Licht innerhalb weniger Jahre die


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linke Seite: Werbung für die Roban-Leuchte aus Jenaer Glas, Entwurf Laszlo Moholy-Nagy, um 1935. Foto: Schott Archiv // oben: Deckenbeleuchtung aus einem Katalog des Jenaer Glaswerks Schott & Gen, unter anderem mit Leuchten von Wilhelm Wagenfeld, 1930-32. Foto: Schott Archiv

Gaslichtbeleuchtung verdrängte“, erklärt LWL-Museumsleiterin Dr. Katrin Holthaus. Die Ausstellung bietet auch Neues: Fünf Designer der Gegenwart haben exklusiv für die Präsentation im LWL-Industriemuseum Neuinterpretationen einiger Wagenfeld-Leuchten entwickelt und zeigen damit die Relevanz der Leuchten-Gestaltung für die Gegenwart. Zudem ist die mundgeblasene Replik einer nur noch als Entwurf erhaltenen Wagenfeld-Leuchte zu sehen. Die Ausstellung ist Teil des Kooperationsprojektes „100 Jahre Bauhaus im Westen“ des Landes NRW sowie der beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe. Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören Führungen, Workshops und Exkursionen – nähere Infos und Termin finden Sie auf auf der Website des Museums. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei. Neuinterpretationen Die Ausstellung bietet auch Neues: Fünf Designerinnen und Designer der Gegenwart – Jörg Boner, Jakob Gebert, Ineke Hans, Hanna Krüger und Cecilie Manz – entwickelten exklusiv für die Ausstellung Neuinterpretationen einiger Wagenfeld-Leuchten, die in der Glashütte Gernheim umgesetzt wurden. Sie bezeugen damit die Relevanz der

Leuchten-Gestaltung für die Gegenwart. Zudem ist die mundgeblasene Replik einer nur noch als Entwurf erhaltenen Wagenfeld-Leuchte zu sehen.

In der Glashütte Gernheim wurden eigens für die Ausstellung Neuinterpretationen von Wagenfeld-Leuchten produziert – hier nach einem Entwurf von Hanna Krüger und Jakob Gebert. Foto: LWL / Hübbe

Hintergrund Ausgangspunkt der Ausstellung sind zwei Sammlungen in Jena. An diesem Traditionsstandort der optisch-feinmechanischen Industrie und der Spezialglasherstellung existierte bereits seit den 1880er Jahren ein Kompetenz-Cluster zur Herstellung von Beleuchtungsglas und Beleuchtungskörpern. Für das Ausstellungsprojekt wer-

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Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

den die Beleuchtungsglas-Bestände dieser Sammlungen erstmals präsentiert und um Exponate aus weiteren Privatsammlungen ergänzt. Noch nie gezeigte Leuchten stehen im Mittelpunkt der Präsentation. Begleitet Zeiss Ikon Stufenspiegel-Pendelleuchten. Entwurf von Adolf Meyer, 1930. Foto: Uli Steube

werden sie von zeitgenössischen Fotos, Werbematerial, Katalogen und Entwurfszeichnungen. „Das Material illustriert einen einschneidenden Abschnitt der deutschen Technik- und Designgeschichte, in der das elektrische Licht im öffentlichen Raum ebenso wie im Innenraum innerhalb weniger Jahre die bis dahin vorherrschende Gaslicht-Beleuchtung verdrängte. Licht und Beleuchtung übernahmen in einer neuen Qualität eine entscheidende Rolle im Gepräge und der Organisation von Räumen“, erläutert Museumsleiterin Holthaus. Bei Schott & Gen. hatte man mit dem Roban-Glas ein hitzebeständiges Milchglas zur Verfügung, das die üblicherweise in der Leuchtenherstellung verwendeten Opalgläser wegen seiner günstigen Streuungseigenschaften überbot. Gleichzeitig arbeiteten im nahen Weimar am Staatlichen Bauhaus Gestalter an formalen Herausforderungen, die sich aus der neuen elektrischen Lichttechnologie ergaben. „Der von Walther Gropius erhobenen Forderung ‚Kunst und Technik eine neue Einheit!‘ bot sich das Aufgabenfeld von Wohnkultur und zeitgemäßer Beleuchtung besonders an. In der Metallwerkstatt des Bauhauses arbeitete Wilhelm Wagenfeld und stellte 1924 eine Tischleuchte mit Kuppel aus Jenaer Glas vor - ein legendärer Entwurf,

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Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

bis heute populär als ‚Bauhaus-Leuchte‘“, so Holthaus. Ab 1931 entwickelte Wagenfeld am Jenaer Glaswerk ein Sortiment von Leuchten, unter anderem auch Modelle der „Astax“-Reihe: Leuchten, deren Korpus ganz oder teilweise verspiegelt war.

bel Pfeiffer-Poensgen. Es wurde maßgeblich durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) gefördert. Sie wird ab September 2019 im Stadtmuseum Jena zu sehen sein.

Die Werbung für das moderne Glas aus Jena konzipierte Lázló Moholy-Nagy und kultivierte dabei das Licht als zeitgemäßes gestalterisches Medium. Mit Jena ist auch der Name Zeiss als führendes Unternehmen der optisch-feinmechanischen Industrie verbunden. 1926 hatte sich das Unternehmen mit anderen Herstellern von Fotokameras zum Zeiss Ikon-Konzern mit Sitz in Dresden zusammengeschlossen. Zur Produktpalette gehörten auch verspiegelte Leuchten, produziert im Goerzwerk in Berlin. Einige Modelle entwarf Adolf Meyer, Architekt, Meister am Weimarer Bauhaus und langjähriger Mitarbeiter von Walther Gropius. Holthaus: „Die Zeiss Ikon-Leuchten stehen beispielhaft für die klare, aus Einzelelementen bestehende Formensprache der Neuen Sachlichkeit.“

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim Gernheim 12, 32469 Petershagen Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

Partner und Förderer Die Ausstellung wurde entwickelt von Prof. Jakob Gebert, Armin Huber, Hanna Krüger und Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland im Auftrag des LWL-Industriemuseums Glashütte Gernheim. Sie ist Teil des Kooperationsprojektes „100 jahre bauhaus im westen“ der beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe unter Schirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Isa-

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Im Osten viel Neues

Das15. Morgenland Festival Osnabrück 14. bis 29. Juni 2019 Osnabrück | www.morgenland-festival.com Das Morgenland Festival Osnabrück widmet sich seit 2005 der faszinierenden Musikkultur des Vorderen Orient, von traditioneller Musik bis zu Jazz, Rock und Avantgarde. Mit dem Schwerpunkt auf einer Region, die als „Orient“ unmittelbar positive wie negative Klischeebilder hervorruft, hat sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diesen Bildern authentische Eindrücke entgegenzusetzen. Das Festival ermöglicht seinem Publikum und seinen Gästen die Begeg-

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nung mit dem Anderen als ein Komplexes – mal Verwandtes, mal inspirierend Fremdes. Das Osnabrücker Festival hat Chor- und Orchesterprojekte in Iran, Irak, Syrien, Jordanien, Kasachstan, im Libanon und in der Türkei realisiert. Der erste Auftritt eines westlichen Symphonieorchesters in Iran nach 1979 oder die Iran-Premiere der Bach’schen Johannes-Passion waren Höhepunkte in der Geschichte des Festivals, ebenso das wohl erste Internationale Musikfestival in Kurdistan/Irak.


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Morgenland Festival Osnabrück Fotos: © Andy Spyra

Ab dem 14. Juni präsentiert das Morgenland Festival Osnabrück Ergebnisse einer 15-jährigen intensiven Auseinandersetzung mit der Musik Westasiens: herausragende Solisten und Ensembles der traditionellen Musik wie Alim Qasimov, Moslem Rahal oder Waed Bouhassoun; Experimentelles von den iranischen Musikern Mohsen Namjoo, Makan Ashgvari oder dem Ensemble 'Sound of Montréal' unter der Leitung von Kiya Tabassian und Sandeep Bhagwati, großformatige Projekte wie die erstmalige Zusammenarbeit der Morgenland All Star Band mit dem Osnabrücker Sinfonieorchester oder eine Produktion mit dem

syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh und der NDR Bigband. Das Morgenland Festival Osnabrück hat sich in den letzten Jahren zu einem Mekka nicht nur für Musikliebhaber, sondern auch für die ungezählten Musiker entwickelt, die die Friedensstadt längst als ihr zweites Zuhause betrachten. ––– Programm und Tickets: www.morgenland-festival.com info@morgenland-festival.com Tel. +49 176 2324 3555

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15. Morgenland Festival Osnabrück

14.—29. Juni // Interview mit dem künstlerischen Leiter des Festivals, Michael Dreyer

# Das Morgenland Festival steht kurz bevor: Auf welche bekannten Künstler dürfen sich die Besucher des Morgenland Festivals in diesem Jahr freuen?

––– In den letzten 15 Jahren ist so etwas wie eine Morgenland-Familie entstanden, ein Netzwerk, das menschlich wie musikalisch zauberhaft ist. Auch unser Publikum ist im Grunde ein Teil davon. MusikerInnen wie Kinan Azmeh, Dima Orsho, Rony Barrak und viele mehr sind uns so sehr ans Herz gewachsen, dass wir nicht ohne sie Geburtstag feiern wollen! Aber es gibt natürlich auch viele neue Gesichter. Die Familie wächst, und das ist wunderbar! Vor kurzem fand ich eine Pressemitteilung vom ersten Morgenland Festival, das war 2005. Zur Pressekonferenz hatte ich auch zwei Künstler eingeladen: die iranische Schauspielerin Neda Rahmanian und den palästinensischen Pianisten Saleem Ashkar. Neda kennen heute viele als Kommissarin in der ARD und Saleem hat eine sagenhafte internationale Karriere gemacht in den Jahren. Nun sind beide beim 15. Morgenland Festival wieder dabei, beide sind auch bis heute sehr enge Freunde. Das meinte ich mit Morgenland-Familie.

# Welche Programm-Highlights wird es in den zwei Festivalwochen geben?

––– Wir haben noch nie so ein üppiges Programm gehabt. Etwa 20 Konzerte in Osnabrück, dazu Gastspiele in Kirgisistan und Kasachstan, Workshops, Film und eine Foto-Ausstellung. Es fällt mir immer schwer, Highlights zu nennen, aber ich freue mich natürlich sehr auf das erste Zusammentreffen der Morgenland All Star Band mit dem Osnabrücker Symphonie-Orchester oder auf die NDR Bigband mit dem syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh in einer VW Werkshalle. Ich bin auch sehr gespannt auf Nour Kamar. Sie wurde in einer tunesischen Kinder-Talentshow entdeckt und spielte (und sang!) die arabische Diva Oum Kulthum als Mädchen in einem Film der berühmten Künstlerin und Regisseurin Shirin Neshat, Sie darf noch nicht alleine reisen, daher wird sie von ihrer Schwester begleitet. Singen tut sie schon jetzt wie eine Diva.

# Was erwartet uns beim Open Air Konzert auf dem Domvorplatz am 29. Juni? Ist das das große Finale?

––– Das wird auf jeden Fall ein grandioser Abschluss! Erstmals spielt die Morgenland All Star Band gemeinsam mit dem Osnabrücker Symphonie-Orchester. Die Band ist ein absolutes Weltklasse-Ensemble. Sie hat den legendären Amsterdamer Jazzclub 'Bimhuis' ebenso gerockt hat wie den Pierre-BoulezSaal in Berlin, die Philharmonie in Almaty/Kasachstan ebenso wie den NDR Sendesaal oder Konzerthäuser in Shanghai und Izmir. Wir haben für dieses Konzert beim Hamburger Komponisten Wolf Kerschek ein Doppelkonzert für

Michael Dreyer Künstlerischer Leiter Morgenland Festival Osnabrück www.morgenland-festival.com Foto: © Liudmila Jeremies

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. morgenland festival

2 Klaviere und Orchester in Auftrag gegeben. Die Solisten sind Salman Gambarov aus Aserbaidschan und der deutsche Jazzpianist Florian Weber - zwei der Musiker, die mich immer wieder verblüffen und beglücken. Kerschek ist eine absolut beeindruckende Musikerpersönlichkeit, er arrangiert für Rammstein und Helene Fischer, leitet die Jazzabteilung der Hamburger Hochschule für Theater und Musik, komponiert spannende Orchesterwerke. Ich weiß nicht, wie und wann er das alles tut. Ich freue mich riesig auf diese Uraufführung.

# Wie plant man ein solches Festival? Was steckt dahinter?

––– Wir arbeiten genau ein Jahr an einer Festival-Edition. Es ist deshalb so aufwendig, weil wir quasi nur eigene Produktionen zeigen. Ganz selten nur buchen wir fertige Programme über Agenturen. Ich brauche den Kontakt zu den Musikern, in der Regel entwickeln wir Projekte gemeinsam. So entsteht bei den Musikern die gleiche Spannung und Vorfreude auf die Konzerte wie bei mir und beim Publikum. Ich glaube, das ist etwas ganz Anderes, als wenn das Ensemble XY zum 100. Mal sein Programm abliefert. Diese Spannung und Neugierde ist vielleicht der Grund, dass wir uns trotz der 15 Jahre immer noch wie in den Startlöchern fühlen. Und das ist sehr schön so! ––– www.morgenland-festival.com


. bramsche

Roms Legionen

In Miniatur – Kleine Römer groß in Szene 30. März bis 03. November 2019 Museum und Park Kalkriese | www.kalkriese-varusschlacht.de In Miniatur – Kleine Römer groß in Szene Was war das Erfolgsrezept der militärischen Supermacht der Antike? Wie war die römische Armee aufgebaut und wie sah der Alltag eines römischen Legionärs aus? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die neue Sonderausstellung „Roms Legionen“ im Museum und Park Kalkriese, wenn rund 10.000 handbemalte ZinnLegionäre Kalkriese [zurück-] erobern. Die Sonderschau zeigt auf spielerische wie authentische Weise die verschiedenen Facetten des Lebens im römischen Heer – dazu gehörten repräsentative Reiterübungen, aber auch anstrengende kilometerlange Märsche und dramatische Kampfauseinandersetzungen. Das Römische Reich erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung vor etwa 2000 Jahren vom Atlantik bis nach Kleinasien

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und von der afrikanischen Nordküste bis zur Nordsee. Innerhalb kürzester Zeit wurden riesige Gebiete erobert und kontrolliert, sodass ein beispielloses Herrschaftsgebiet entstand. Zu verdanken war diese erfolgreiche Expansionsgeschichte den kaiserlichen Legionen. Deren Organisationsstruktur, professionelle Ausrüs-tung und nicht zuletzt eiserne Disziplin machten die römische Armee auf Erober-ungszügen (nahezu) unbesiegbar. Diese Erfolgsgeheimnisse werden in der Sonderschau thematisiert. Im Mittelpunkt stehen die Modelllandschaften mit tausenden handbemalten Zinn-Legionären, die in ihrer Detail- und Originaltreue ein lebendiges Bild des Alltags römischer Legionäre in den ersten Jahrhunderten nach Christus zeigen. Ein besonderer Höhepunkt sind zudem die zahlreichen Mitmachstationen, an denen große und kleine


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VARUSSCHLACHT

IM OSNABRÜCKER LAND musEum unD PARK KAlKRiEsE

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1+3, Mitmachstationen in der Sonderausstellung „Roms Legionen“ // 4, Römer- und Germanentage © Varusschlacht im Osnabrücker Land / Hermann Pentermann // 2, Modellszenen aus der Ausstellung © Mules-of-Marius.com, Foto: W. Hartung

Legionäre eine originalgetreu gefertigte Rüstung anziehen, am Pfahl trainieren oder ihre eigene Getreideration mahlen können. Die Ausstellung „Roms Legionen“ ist in Kooperation mit dem Leihgeber Mules of Marius entstanden, dessen renommierte Wanderausstellung bereits Besucher in Großbritannien, Polen und Österreich begeistert hat. Sie besticht vor allem durch ihre Authentizität – sowohl die Modellfiguren, die lebensgroßen Illustrationen römischer Legionäre des bekannten britischen Zeichners Graham Sumner als auch die Repliken von Schilden oder Rüstungen beruhen auf historischen Quellen und archäologischen Funden. Führungen für Groß und Klein, Mitmachprogramme, Vorträge und Ferienaktionen ergänzen das Angebot zur Sonderausstellung. Varusschlacht im Osnabrücker Land Museum und Park Kalkriese Venner Straße 69, 49565 Bramsche

Römer- und Germanentage 9. und 10. Juni 2019 Sie sind wieder da!

An Pfingsten schlagen hunderte Römerund Germanendarsteller im Museumspark Kalkriese ihre Lager auf und nehmen die Besucher mit auf eine Zeitreise in die bunte Welt der Antike. An zwei Tagen eröffnen römische und germanische Reiter, Händler und Handwerker Einblicke in die Zeit vor 2000 Jahren. Besucher erfahren etwas über Münzfälscher, das Keltern von Amphorenweinen oder die Heilkunst und Arzneien der Römer. An verschiedenen Ständen präsentieren die internationalen Akteure ihr Handwerk und in den Garküchen und Tarbernae locken Speisen und Getränke nach Originalrezepten. Zahlreiche Mitmachaktionen und Kinderprogramme laden die ganze Familie ein, sich am historischen Ort auf die Spuren der Römer und Germanen zu begeben. U.a. können Groß und Klein antike Gewänder anziehen, an der Feuerstelle Rezepte aus dem alten Rom ausprobieren oder sich beim Speerwurf austoben. Weitere Informationen unter: www.kalkriese-varusschlacht.de

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. hannover

Goshka Macuga stairway to nowhere

24. Mai bis 04. August 2019 Kestner Gesellschaft | www.kestnergesellschaft.de Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums präsentiert die Kestner Gesellschaft eine Einzelausstellung der polnisch-britischen Künstlerin Goshka Macuga (*1967 in Warschau, lebt und arbeitet in London). Macuga befragt in ihren Arbeiten die Geschichtsschreibung, insbesondere die Schlagworte der Moderne wie Fortschrittsglaube, Autorenschaft und Utopie. In detektivischer Recherchearbeit spürt sie Brüche, Fallstricke und Uneindeutigkeiten in einer vermeintlich linearen Erzählung auf. Ein besonderer Fokus liegt in dieser Ausstellung auf dem Bauhaus, der einflussreichen Schule für Kunst, Architektur und Design, und ihrer Verbindung zur Kestner Gesellschaft. Vom 24. Mai bis 4. August 2019 werden Installationen, Skulpturen, Textilien und Collagen von Goshka Macuga im ganzen Haus zu sehen sein. Eigens für die Ausstellung in der Kestner Gesellschaft entstehen auch neue Werke, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Londoner Lichtdesigner Michael Anastassiades.

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Goshka Macugas künstlerische Praxis basiert auf historischer Forschung und Archivrecherchen, die sie in ihren Arbeiten umsetzt. Als Künstlerin nimmt sie somit gleichzeitig die Rolle einer Historikerin, Kuratorin und Designerin ein. Im Fokus ihrer Ausstellung in der Kestner Gesellschaft steht dabei die wechselhafte ideologische Positionierung und politische Instrumentalisierung des Bauhauses aus historischer und heutiger Perspektive. Während das Bauhaus heute häufig als eine kohärente Einheit, als Marke des klaren Designs, wahrgenommen wird, möchte Macuga künstlerisch die gegensätzlichen Weltanschauungen aufzeigen, innerhalb derer die Institution Bauhaus verortet wurde, oder sich selbst verortet hat. Das reicht von frühen spirituellen, sozialistischen, marxistischen Ideologien bis hin zu apolitischen oder kapitalistischen Haltungen. Eine besondere Rolle spielt dabei die kritische Untersuchung der Repräsentationsfunktion von Design, nicht zuletzt anhand iko-


. hannover

Goshka Macuga – alle Abbildungen, Courtesy die Künstlerin und Andrew Kreps Gallery, New York links: Kabinett der Abstrakten (after El Lissitzky), 2003, MDF, Eichenfurnier und Lack sowie verschiedene Kunstwerke, 200 x 200 x 200 cm (geschlossen), 193 x 340 x 340 cm, (offen), Installationsansicht, The Artist’s Museum, The Institute of Contemporary Art/Boston, 2016-17, Arts Council Collection, Southbank Centre, London, Foto: John Kennard // rechts, v.o.n.u.: Karl Marx, 2016, Vase, 25 x 21 x 27 cm, Image courtesy of the Artist and Andrew Kreps Gallery, New York // Deutsches Volk – Deutsche Arbeit, 2008 Glas, Holz, Stahl 170 x 450 x 300 cm Collection Nicoletta Fiorucci, London, Installationsansicht, Turner Prize 2008, Tate Britain

nischer Entwürfe aus dem Umfeld der drei Direktoren des Bauhauses, Walter Gropius, Hannes Meyer und Mies van der Rohe, die ebenfalls unterschiedliche Auffassungen des Bauhauses verkörpern. Inhalt und Format von Goshka Macugas Ausstellungen sind stets abhängig von den spezifischen institutionellen Kontexten, in denen ihre Arbeiten gezeigt werden. Somit ist für das Konzept der Ausstellung auch die Geschichte der Kestner Gesellschaft bedeutsam, die in den 1920er und 1930er Jahren nahe Kontakte zu den Persönlichkeiten des Bauhauses, wie Feininger, Klee und Gropius pflegte, bedeutsam. Ein zentrales Werk der Ausstellung ist das »Kabinett der Abstrakten (after El Lissitzky)« (2003). Die Arbeit nimmt Bezug auf das historische Kabinett der Abstrakten, das 1927 im Provinzialmuseum in Hannover von El Lissitzky und Alexander Dorner realisiert wurde. Die Idee dieser ursprünglichen Ar-

beit, nämlich eine neue Art der Interaktion und Betrachtung von Kunst zu ermöglichen, bleibt auch bei Macuga bestehen. Mit dieser Arbeit greift Macuga ebenfalls die spezifische Geschichte des Ausstellungsortes auf, da sowohl El Lissitzky als auch Alexander Dorner als Interimsdirektor eine sehr enge Beziehung zu Kestner Gesellschaft hatten. Daneben werden die Installationen »Haus der Frau 1« (2008), »Haus der Frau 2« (2008) und »Deutsches Volk – Deutsche Arbeit« (2008), groß angelegte Rauminstallationen aus Glas, ausgestellt. Diese Arbeiten nehmen Bezug auf die Designerin Lilly Reich, eine weitgehend vergessene Vorreiterin des Ausstellungsdesigns, Partnerin von Mies van der Rohe und eine der ersten Frauen im Deutschen Werkbund.

Kestner Gesellschaft Goseriede 11, 30159 Hannover

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. hannover + umzu

UMBO, Porträt Joachim Ringelnatz / Portrait Joachim Ringelnatz, ca. / c. 1928, Sprengel Museum Hannover, Leihgabe / on loan from FRITZ BEHRENS STIFTUNG, Hannover, 2016, Repro: Herling/ Herling/Werner © hyllis Umbehr / Galerie Kicken Berlin / VG BildKunst, Bonn 2019

Sprengel Museum Hannover | Kurt-Schwitters-Platz Hannover | T. 0511 16843875 | www.sprengel-museum.de – Alice Aycock | 08.06. bis 01.09. – 100 Jahre Merz. Kurt Schwitters. Crossmedia | bis 06.10. – Umbo. Fotograf | bis 12.05. – Louisa Clemen. Remote Control | bis 10.06. – Viermal Neues auf Papier II. Christiane Baumgartner, Anke Röhrscheid, Miron Schmückle, Emma Stibbon | bis 30.06. – Peter Heber. Malerei | bis 19.05. – Markus Huemer. Ich hätte euch auch die gleiche Ausstellung immer wieder machen können | bis 30.06. – Bjørn Melhus. Ausstellung aus Anlass der Buchpublikation der Stiftung Niedersachsen | bis 01.09. – Elementarteile. Grundbausteine des Sprengel Museum Hannover und seiner Kunst | bis 31.12.21 Museum August Kestner | Trammplatz 3 | 30159 Hannover | T. 0511 16842730 | www.museum-august-kestner.de – Ausdruckstanz und Bauhausbühne | 23.05. bis 29.09. – Spuren der NS-Verfolgung | bis 29.09. Kunstverein Hannover | Sophienstraße 2 | 30159 Hannover | T. 0511 16992780 | www.kunstverein-hannover.de – Artistic Intelligence | 04.05. bis 30.06. Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst | Georgengarten 1 | 30167 Hannover | T. 0511 16999916 | www.karikatur-museum.de – Eric Carles Bilderbücher. 50 Jahre »Die kleine Raupe Nimmersatt«

Karl Marx, 2016, Vase, 25 x 21 x 27 cm, Image courtesy of the Artist and Andrew Kreps Gallery, New Yor | Kestner Gesellschaft

KESTNER GESELLSCHAFT | Goseriede 11 | 30159 Hannover T. 0511 701200 | www.kestnergesellschaft.de – Goshka Macuga | 24.05. bis 04.08. KUNSTVEREIN LANGENHAGEN | Walsroderstraße 91A 30851 Langenhagen | www.kunstverein-langenhagen.de – Artikel 132-75, Gruppenausstellung | bis 16.06. – Depiction, Again (AT), Gruppenausstellung | 26.06. bis 18.08. GEDOK GalerieSalon | Lola-Fischel-Straße 20 | 30173 Hannover | www.gedok-niedersachsenhannover.de – Sigrid Kislizyn. angesichts – lost order, Malerei | bis 19.05. – Cornelia León-Villagrá. angesichts – der Endlichkeit, Malerei, Holzschnitte, Installationen | 26.05. bis 30.06. // Der Mensch am Schnittpunkt zwischen Sein, Werden und Vergehen.

Götz Bergmann „Hinter dem Auge…“, Ausschnitt 2019 Städtische Galerie Lehrte

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Städtische Galerie Lehrte | Alte Schlosserei 1 | 31275 Lehrte | T. 05132 1096 | www.lehrte.de – Götz Bergmann & Kai Wetzel. Das Provisorium für heute – Objekte, Zeichnungen und Fotografien | bis 16.06. – Joanna Schulte und Heike Schötker. Moral Crime | 28.06. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 16.08. // Multimediale Installation


. hamburg

Deichtorhallen | Deichtorstraße 1−2 | 20095 Hamburg T. 040 321030 | www.deichtorhallen.de – Hyper! A Journey Into Art And Music | bis 04.08., Halle für aktuelle Kunst – Lauren Greenfield. Generation Wealth | bis 23.06., Haus der Photographie – Fuzzy Dark Spot. Videokunst aus Hamburg | bis 03.11., Sammlung Falckenberg KUNSTVEREIN IN HAMBURG | Klosterwall 23 | 20095 Hamburg | T. 040 322157 | www.kunstverein.de – Political Affairs. Language is not Innocent | 18.05. bis 21.07. Die Gruppenausstellung Political Affairs – Language Is Not Innocent untersucht, wie Künstler*innen mit Sprache umgehen, um politische und gesellschaftliche Behauptungen aufzustellen, um kritische Ideen über die gegenwärtige Gesellschaft zu formulieren und um die Modi von Mediation und Macht zu erforschen. – Cana Bilir-Meier. Düşler Ülkesi | 18.05. bis 21.07. Cana Bilir-Meier nimmt in ihren Arbeiten eine postmigrantische Perspektive ein. Siebeschäftigt sich mit Fragen nach sozialer, kultureller, emotionaler sowie struktureller Teilhabe und Gleichberechtigung von Migrant*innen und NichtMigrant*innen

Bettina Pousttchi, Die KatharinaShow, 200 (Videostill) © Bettina Pousttchi Deichtorhallen Hamburg

Sam Durant, Like, Man, I'm Tired of Waiting, 2002, Deichtorhallen Hamburg / Collection Falckenberg, Photo: Egbert Haneke Kunstverein in Hamburg

ERNST BARLACH HAUS | Stiftung Hermann F. Reemtsma Jenischpark | Baron-Voght-Straße 50a | 22609 Hamburg T. 040 826085 | www.barlach-haus.de – Herzenssache. Wilhelm Busch malt | bis 10.06. – Norbert Prangenberg. Formfreude – 70 Werke zum 70. Geburtstag | 23.06. bis 08.09. // Über die Grenzen von Malerei, Zeichnung und Skulptur hinweg entfaltete Norbert Prangenberg (1949–2012) ein eng vernetztes und weit verzweigtes Werk. Es vereint archaische Zeichenhaftigkeit und barocke Farbenpracht, geometrische Klarheit und organisches Wuchern, sinnenfrohe Üppigkeit und empfindsame Spiritualität. Freie Akademie der Künste in Hamburg | Klosterwall 23 | 20095 Hamburg | www.akademie-der-kuenste.de – Bauhaus in Hamburg. Künstler, Werke, Spuren | 09.05. bis 30.06.

Haus in der Halle, Landeskunstschule 1953 (Entwurf Gustav Hassenpflug) © Archiv der Hochschule für Bildende Künste Hamburg Freie Akademie der Künste Hamburg

Kunsthaus Hamburg | Klosterwall 15 | 20095 Hamburg www.kunsthaushamburg.de | T. 040 33 58 03 – Goutam Ghosh. Reptiles | bis 19.05. – Edith Dekyndt. The White, The Black, The Blue | 08.06. bis 04.08. // Edith Dekyndt entwickelt eine Reihe neuer Arbeiten, die vielfältige Bezüge zum Ort herstellen. Hamburger Kunsthalle | Glockengießerwall | 20095 Hamburg | T. 040 428131200| www.hamburger-kunsthalle.de Neben den hier vorgestellten Ausstellungen gibt es noch weitere. – Das Vertraute Unbekannte. Friedrich Einhoff | bis 26.05. – Hamburger Schule. Das 19. Jh. neu entdeckt | bis 14.07. – KP Brehmer. Korrektur der Nationalfarben | bis 23.06.

Edith Dekyndt, manufactura (production still) Kunsthaus Hamburg

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kunst:stück c/o bremen / hannover - issue 39  

Ausgabe für Mai + Juni 2019 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

kunst:stück c/o bremen / hannover - issue 39  

Ausgabe für Mai + Juni 2019 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

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