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kunst:st端ck

Friedrich einhoff, Atelierbilder Atelier Einhoff, Foto: Friedrich Einhoff

Magazin f端r Kunst und Kultur in der Region Osnabr端ck und dem M端nsterland issue 80 | Juni / Juli 2019


Foto: Michael Jezierny

Kunsthaus Kloster Gravenhorst

saisonale r te s r o h n e v a #gr

Kunstaktionen zur SAISONALE* bei:

Projektstipendium KunstKommunikation

16.06. Aktionstag | ab 11 Uhr »Schlösser und Burgen 2019«

Live bei openART:

12.07. openART – DA passiert Kunst | ab 18 Uhr

Abend der offenen Tür

12.07. - 01.09. SOUNDSEEING Klangkunstfestival – Sommerausstellung im DA Klanginstallationen Denise Ritter, Erwin Stache und Franziska Windisch

21.08. »Der wunderbare Garten der Bella Brown« Open-Air-Kino im Innenhof

PRESERVED//Grünkohl/ Gravenhorst Swaantje Güntzel & Jan Philip Scheibe

Einst war jetzt

Claudia Antonius & Jörg Jozwiak

Sonne.Mond.Wasser. Andy Brauneis

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

»FilmSchauPlatz« der Filmund Medienstiftung NRW ab 19 Uhr | Eintritt frei

Klosterstr. 10 | D-48477 Hörstel Tel. +49 (0) 2551 6942-00 da-kunsthaus@kreis-steinfurt.de

Tipp: Café im DA | Tel. 05459 9069310 wertarbeit-steinfurt.de/cafe

Alle Termine:

www.da-kunsthaus.de

Gefördert durch:


. grußwort

Berit Gerd Andersen bei der Grünkohlpflanzaktion (PRESERVED Scheibe & Güntzel) Foto: Michael Jezierny

Einladung ins KLOSTERGRÜN… Berit Gerd Andersen, DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Leiterin und Kuratorin // www.da-kunsthaus.de Das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst ist ein einzigartiges historisches Denkmal, dessen Konvents- und Wirtschaftsgebäude nahezu alle erhalten sind, so dass das Klosterensemble heute fast in Gänze zu erleben ist. Seit 2004 wird es für ein außergewöhnliches Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm mit Licht- und Klangkunst sowie partizipatorische Kunstprojekte als Kunsthaus genutzt. Eine Besonderheit des Ortes ist das Zusammenspiel von Innen und Außen, die Ausstellungsräume und die großen Freiflächen, welche als naturnaher Park mit benutzbaren Skulpturen und Veranstaltungen bespielt werden. Dank einer dreijährigen Förderung des Landes NRW wird dieses „Klostergrün“ mit der Gravenhorster SAISONALE* temporäre Kloster.Garten.Kunst in den nächsten Jahren verstärkt zur Bühne für Kunstinterventionen und Veranstaltungen, die sich mit Natur, Garten und Landschaft beschäftigen. Am Sonntag 16.06. laden wir Sie ein, anlässlich des münsterlandweiten Schlösser- und Burgentags ein literarisch-kulinarisches SAISONALE-Picknick mit Reinhard Krehl und die blühende Strohballenskulptur »Expandierender Garten //colonizing the place« von Peter Möller im Innenhof zu erleben. Bequem auf einer der Picknickdecken

»Gravenhorster Blatt« von An Seebach oder einem SAISONALE-Liegestuhl sitzend, können Sie sich auch auf die Lichtkunst im Klostersee von Knut Eckstein freuen. Auch bei openART | Abend der offenen Tür am Freitag 12.07. wird im KLOSTERGRÜN künstlerisch interveniert. Die Klangkunstausstellung SOUNDSEEING wird nicht nur im Innenraum (Denise Ritter, Franziska Windisch), sondern auch mit Klangobjekten auf der Wiese (Erwin Stache) eröffnet. Die Dialogfontäne (Gilbert Geister) sorgt für ein spritziges Vergnügen an den Gräften und PRESERVED / Scheibe & Güntzel wird auf der Grünkohl-Plaza mitten im Grünkohlfeld vor dem Kloster das Publikum mit einer Performance überraschen…. Achten Sie ab jetzt auf die pinkfarbene SAISONALE*-Blüte… Dabei geht es um zeitgenössische, internationale, ortsspezifische (Garten)Kunst zum mitgärtnern, entdecken und genießen mitten im KLOSTERGRÜN… TIPP: Fotos von den SAISONALE-Veranstaltungen, Skulpturen und Kunstinterventionen im KLOSTERGRÜN machen, mit Hashtag #gravenhorstersaisonale auf Instagram oder facebook posten und mit den meisten Likes ein SAISONALE-Liegestuhl gewinnen... Herzlich Berit Gerd Andersen

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14.. grußwort – 29. Juni 2019

15 Jahre

Morgenland Festival Osnabrueck

Informationen & Tickets unter: 4 kunst:stück www.morgenland-festival.com


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Michael Dreyer, Foto: Liudmila Jeremies

Morgenland Festival Osnabrück Michael Dreyer, Künstlerischer Leiter www.morgenland-festival.com

Liebe Leser, 15 Jahre Morgenland Festival Osnabrück. Nie hätte ich gedacht, dass wir so ein Jubiläum einmal feiern würden. Als ich 2004 mit der Planung begann, hatte ich eigentlich nur ein kleines Festival für ein Jahr machen wollen. Ich dachte, es ist doch komisch, dass wir in den Nachrichten quasi täglich Horror-Nachrichten aus dem Nahen Osten hören und sehen, aber jenseits dieser Themen so wenig erfahren. Und überhaupt: Gibt es Rockmusik im Irak, Jazz in Syrien, HipHop im Iran? Angetrieben von dieser Neugierde und einer angeborenen Reiselust zog ich also los - und fand erst mal fast nichts. Das war 2004 im Libanon. Es regnete auch non-stop (auch das hatte ich irgendwie nicht erwartet...). Nach einer Probe, die ich mir im Konservatorium angehört hatte, stand ich draußen an der Straße und wartete auf ein Taxi, als ein Auto anhielt und mir jemand eine CD rausreichte. Vielleicht wäre das ja interessant für mich. Es war André el Hajj, Oudspieler (und heute Dirigent), der mir ein Demo seines Trios gab. Ich hörte es erst zurück in Osnabrück. Die Musik gefiel mir und ich lud die drei jungen Musiker nach Osnabrück ein. André schrieb mir, er würde gerne noch einen Perkussio-

nisten mitbringen. Und so kam Rony Barrak 2005 zum ersten Mal nach Osnabrück. Rony war nun fast jedes Jahr hier, in den verschiedensten Besetzungen hat er uns mit seinem Darboukaspiel in Staunen versetzt und begeistert. Dann war das erste Morgenland Festival vorbei und mir war klar, dass dies erst der Anfang einer großen Entdeckungsreise war. Diese dauert nun schon 15 Jahre und wird hoffentlich noch lange weitergehen. Und dass solch ein fantastisches Publikum unsere Neugierde und Begeisterung teilt, macht das Morgenland Festival Osnabrück überhaupt erst zu dem, was es heute ist. Dafür möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken! Wir haben zum 15. Jubiläum ein üppiges Programm, und zum ersten Mal ist meine Vorfreude größer als die Nervosität, und natürlich ist Rony dabei... Feiern Sie mit uns! Herzlich Ihr Michael Dreyer Künstlerischer Leiter 
 Morgenland Festival Osnabrück www.morgenland-festival.com

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. inhalt

03 GRuSSWORT 03 Berit Gerd Andersen, DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst 05 Michael Dreyer, Morgenland Festival Osnabrück 06 INHALT 04 Impressum

08 KuLTuRGEFLÜSTER 10 OSNABRÜCK 10 Osnabrück 24 Bramsche

26 WEITER WEG 30 Rheine 32 Hörstel 38 Mettingen 40 Lingen 42 Nordhorn 44 Werther 50 Petershagen 60 Bocholt

54 MÜNSTER 54 Münster

xx FESTIVALS / KONZERTE

10 Morgenland Festival Osnabrück 46 Soundseeing Festival

62 AuSSTELLuNGSVERZEICHNIS

DAS TITELBILD Friedrich einhoff Das vertraute unbekannte Gemälde und Zeichnungen 23. Juni bis 15. September 2019 Museumsquartier Osnabrück www. museumsquartier-osnabrueck.de Friedrich Einhoffs (1936-2018) künstlerisches Interesse galt dem Menschenbild. Zeitlebens stand die menschliche Figur im Mittelpunkt, nicht um sie abzubilden, sondern nach ihr zu suchen und sie in einem langwierigen Prozess entstehen zu lassen. >> Seite 14 Atelierbilder Atelier Einhoff, Foto: Friedrich Einhoff

kunst:stück Magazin

online | 24h / 7day www.kunststueck-magazine.de

IMPRESSuM h2 werbeagentur + kunst Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.) Zum Knapp 2 · 49565 Bramsche Tel: 05461 705477 mail@kunststueck-magazine.de

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kunst:stück

Redaktionsschluss für die Ausgabe Aug / Sept: 15. Juli Anzeigenberatung: Klaus Hortenbach Tel: 05461 705477 Mobil: 0178 1352443


NOBUYUKI TANAKA

31.3. – 30.6.

201 9

Urformen. Primordial Memories

Museum für Lackkunst

Windthorststraße 26 48143 Münster Telefon 0251/4 18 51-0 Telefax 0251/4 18 51-20 www.museum-fuer-lackkunst.de Öffnungszeiten: dienstags 12 – 20 Uhr (freier Eintritt) mittwochs bis sonntags und an gesetzlichen Feiertagen 12 – 18 Uhr Führung durch die Sonderausstellung: dienstags 17.30 Uhr ( 2,– € )

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BASF Coatings GmbH Eine Einrichtung der BASF Coatings GmbH

Find us on


. kulturgeflüster

kulturgeflüster von Franziska Gähr

PR-Volontärin | Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH

Open Air Saison in Stadt und Landkreis Osnabrück! Im Juni und Juli erleben Sie Musik, Kultur und Geschichte unter freiem Himmel.

den größten Römer- und Germanentagen im Museum und Park Kalkriese geben Legionäre, Handwerker und Händler Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren.

Das 15. Morgenland Festival Osnabrück bringt erneut Künstler aus West‑ asien in die Stadt. Sie präsentieren sich, ihre Musik und ihre Kultur auf verschie‑ denen Bühnen in Osnabrück. Erleben Sie eine Entdeckungsreise von Iran und Irak über Syrien bis nach Kurdistan. Mit dabei ist zum Beispiel der Weltklasse Pianist Saleem Ashkar, der das Morgenland Festival schon seit Beginn an begleitet. Ein weiteres Highlight ist das große Open Air Konzert am letzten Festivalabend vor dem Dom, bei dem die Morgenland All Star Band gemeinsam mit dem Osnabrücker Symphonieorchester spielen wird.

Schafe liefern Wolle: Das ist jedem bekannt. Aber so einfach wie Sie denken ist das nicht mit den Schafen und der Wolle. Das Tuchmacher Museum in Bramsche lädt am 16. Juni zum Schafstag ein. Bei freiem Eintritt geben Schäfer, Hütehunde, Färber und Spinner Einblicke in ihre Arbeit und zeigen den Weg von den Schafen zur Wolldecke im strahlenden Bramscher Rot.

Das Osnabrücker Symphonieorchester feiert 100-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass spielen die Musikerinnen und Musiker in der kommenden Konzert‑ saison nicht nur im Theater. Unter dem Motto „StadtLandTon“ treten sie auch im gesamten Landkreis, auf öffentlichen Plätzen und in Betrieben auf. Ab dem 15. Juni beginnt der Sommer in der Stadt mit über 100 Kulturveranstal‑ tungen. Die Osnabrücker Samstage laden zum gemütlichen Stadt-Bummel ein. Rund um den Wochenmarkt, in der Altstadt und in der Fußgängerzone präsentieren die unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler ihre Musik. Auch im Landkreis genießen Sie in den kommenden Monaten zahlreiche Open Air Angebote. Zunächst auf nach Kalkriese! Denn an Pfingsten schlagen dort hunderte Römer und Germanen ihre Lager auf. Bei

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„My Home ist my Castle“ heißt das Motto des großen Ippenburger Sommerfestivals. Vom 20. bis 23. Juni erwarten Sie über 150 Aussteller, traumhafte Gärten und jede Menge Inspiration für ihren eigenen Gartentraum. An den fünf darauf folgenden fünf Sonntagen öffnet das Schloss Ippenburg ebenfalls seine Gärten für die Besucher. Machen Sie sich auf ins Grüne! Und in den Museen? Am Schölerberg läuft aktuell die Sonderausstellung „Die geheime Welt der Pilze“. Ob Lebensmittel, Medizin oder Gift: Pilze sind vielseitige und faszinierende Wesen. Zurück in die 60er Jahre geht es im Museum Industriekultur. Mit der Sonderausstellung „Für wen tun wir das denn alles? – Leben und Arbeiten in den 60er Jahren“ feiert das Museum sein 25-jähriges Bestehen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dem Kulturprogramm in den nächsten Wochen und verbleibe mit schönen Grüßen Franziska Gähr Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH


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Mit freundlicher Unterstützung durch

Karten 0541/76 000 76 | www.spieltriebe-osnabrueck.de kunst:stück

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Im Osten viel Neues

Das 15. Morgenland Festival Osnabrück 14. bis 29. Juni 2019 Osnabrück | www.morgenland-festival.com Das Morgenland Festival Osnabrück widmet sich seit 2005 der faszinierenden Musikkultur des Vorderen Orient, von traditioneller Musik bis zu Jazz, Rock und Avantgarde. Mit dem Schwer‑ punkt auf einer Region, die als „Orient“ unmittelbar positive wie negative Klischeebilder hervorruft, hat sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diesen Bildern authentische Eindrücke entge‑ genzusetzen. Das Festival ermöglicht seinem Publikum und seinen Gästen die Begegnung mit dem Anderen als ein

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Komplexes – mal Verwandtes, mal inspi‑ rierend Fremdes. Das Osnabrücker Festival hat Chor- und Orchesterprojekte in Iran, Irak, Syrien, Jordanien, Kasachstan, im Libanon und in der Türkei realisiert. Der erste Auftritt eines westlichen Symphonieorchesters in Iran nach 1979 oder die Iran-Premiere der Bach’schen Johannes-Passion waren Höhepunkte in der Geschichte des Festi‑ vals, ebenso das wohl erste Internationale Musikfestival in Kurdistan/Irak.


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Morgenland Festival Osnabrück Fotos: © Andy Spyra

Ab dem 14. Juni präsentiert das Morgen‑ land Festival Osnabrück Ergebnisse einer 15-jährigen intensiven Auseinandersetzung mit der Musik Westasiens: herausragende Solisten und Ensembles der traditionellen Musik wie Alim Qasimov, Moslem Rahal oder Waed Bouhassoun; Experimentelles von den iranischen Musikern Mohsen Namjoo, Makan Ashgvari oder dem Ensemble 'Sound of Montréal' unter der Leitung von Kiya Tabassian und Sandeep Bhagwati, großformatige Projekte wie die erstmalige Zusammenarbeit der Morgen‑ land All Star Band mit dem Osnabrücker Sinfonieorchester oder eine Produktion

mit dem syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh und der NDR Bigband. Das Morgenland Festival Osnabrück hat sich in den letzten Jahren zu einem Mekka nicht nur für Musikliebhaber, sondern auch für die ungezählten Musiker entwickelt, die die Friedensstadt längst als ihr zweites Zuhause betrachten. ––– Programm und Tickets: www.morgenland-festival.com info@morgenland-festival.com Tel. +49 176 2324 3555

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. morgenland osnabrück festival

15. Morgenland Festival Osnabrück

14.—29. Juni // Interview mit dem künstlerischen Leiter des Festivals, Michael Dreyer

# Das Morgenland Festival steht kurz bevor: Auf welche bekannten Künstler dürfen sich die Besucher des Morgenland Festivals in diesem Jahr freuen?

––– In den letzten 15 Jahren ist so etwas wie eine Morgenland-Familie entstanden, ein Netzwerk, das menschlich wie musikalisch zauberhaft ist. Auch unser Publikum ist im Grunde ein Teil davon. MusikerInnen wie Kinan Azmeh, Dima Orsho, Rony Barrak und viele mehr sind uns so sehr ans Herz gewachsen, dass wir nicht ohne sie Geburtstag feiern wollen! Aber es gibt natürlich auch viele neue Gesichter. Die Familie wächst, und das ist wunderbar! Vor kurzem fand ich eine Pressemitteilung vom ersten Morgenland Festival, das war 2005. Zur Pressekonferenz hatte ich auch zwei Künstler eingeladen: die iranische Schauspielerin Neda Rahmanian und den palästinensischen Pianisten Saleem Ashkar. Neda kennen heute viele als Kommissarin in der ARD und Saleem hat eine sagenhafte internationale Karriere gemacht in den Jahren. Nun sind beide beim 15. Morgenland Festival wieder dabei, beide sind auch bis heute sehr enge Freunde. Das meinte ich mit Morgenland-Familie.

# Welche Programm-Highlights wird es in den zwei Festivalwochen geben?

––– Wir haben noch nie so ein üppiges Programm gehabt. Etwa 20 Konzerte in Osnabrück, dazu Gastspiele in Kirgisistan und Kasachstan, Workshops, Film und eine Foto-Ausstellung. Es fällt mir immer schwer, Highlights zu nennen, aber ich freue mich natürlich sehr auf das erste Zusammentreffen der Morgenland All Star Band mit dem Osnabrücker Symphonie-Orchester oder auf die NDR Bigband mit dem syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh in einer VW Werkshalle. Ich bin auch sehr gespannt auf Nour Kamar. Sie wurde in einer tunesischen Kinder-Talentshow entdeckt und spielte (und sang!) die arabische Diva Oum Kulthum als Mädchen in einem Film der berühmten Künstlerin und Regisseurin Shirin Neshat, Sie darf noch nicht alleine reisen, daher wird sie von ihrer Schwester begleitet. Singen tut sie schon jetzt wie eine Diva.

# Was erwartet uns beim Open Air Konzert auf dem Domvorplatz am 29. Juni? Ist das das große Finale?

––– Das wird auf jeden Fall ein grandioser Abschluss! Erstmals spielt die Morgenland All Star Band gemeinsam mit dem Osnabrücker Symphonie-Orchester. Die Band ist ein absolutes Weltklasse-Ensemble. Sie hat den legendären Amsterdamer Jazzclub 'Bimhuis' ebenso gerockt hat wie den Pierre-Boulez-Saal in Berlin, die Philharmonie in Almaty/Kasachstan ebenso wie den NDR Sendesaal oder Konzerthäuser in Shanghai und Izmir. Wir haben für dieses Konzert beim Hamburger Komponisten Wolf Kerschek ein Doppelkonzert für 2 Klaviere und

Michael Dreyer Künstlerischer Leiter Morgenland Festival Osnabrück www.morgenland-festival.com Foto: © Liudmila Jeremies

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. morgenland . osnabrück festival

Orchester in Auftrag gegeben. Die Solisten sind Salman Gambarov aus Aserbaidschan und der deutsche Jazzpianist Florian Weber - zwei der Musiker, die mich immer wieder verblüffen und beglücken. Kerschek ist eine absolut beeindruckende Musikerpersönlichkeit, er arrangiert für Rammstein und Helene Fischer, leitet die Jazzabteilung der Hamburger Hochschule für Theater und Musik, komponiert spannende Orchesterwerke. Ich weiß nicht, wie und wann er das alles tut. Ich freue mich riesig auf diese Uraufführung.

# Wie plant man ein solches Festival? Was steckt dahinter?

––– Wir arbeiten genau ein Jahr an einer Festival-Edition. Es ist deshalb so aufwendig, weil wir quasi nur eigene Produktionen zeigen. Ganz selten nur buchen wir fertige Programme über Agenturen. Ich brauche den Kontakt zu den Musikern, in der Regel entwickeln wir Projekte gemeinsam. So entsteht bei den Musikern die gleiche Spannung und Vorfreude auf die Konzerte wie bei mir und beim Publikum. Ich glaube, das ist etwas ganz Anderes, als wenn das Ensemble XY zum 100. Mal sein Programm abliefert. Diese Spannung und Neugierde ist vielleicht der Grund, dass wir uns trotz der 15 Jahre immer noch wie in den Startlöchern fühlen. Und das ist sehr schön so! ––– www.morgenland-festival.com

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Friedrich Einhoff

Das vertraute Unbekannte. Gemälde und Zeichnungen 23. Juni (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 15. September 2019 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Der Mensch ist ein Rätsel. Unzählige Male am Tag blickt man Personen ins Gesicht und kann doch nicht erkennen, was in Ihnen vorgeht. Jeden Tag begibt der Mensch sich in Rollen, maskiert sein Wesen. Friedrich Einhoffs (1936–2018) künstle‑ risches Interesse galt dem Menschenbild. Zeitlebens stand die menschliche Figur im Mittelpunkt, nicht um sie abzubilden, sondern nach ihr zu suchen und sie in einem langwierigen Prozess entstehen zu lassen. Wenn der Künstler mittels gebro‑ chener Linien, aufgelöster Konturen oder ineinanderfließender Flächen das äußere Erscheinungsbild des Menschen auflöst, taucht in den Werken – gleich einer Erin‑ nerung – das Innere auf: Zweifel, Offen‑ heit und Verletzlichkeit menschlicher Existenz.!Rätselhaft erscheinen seine Figuren, wenn Umrisse verschwimmen, schorfige Flächen sich über Augen oder

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Nase ausbreiten, Schlieren Gesichter und Figuren verzerren, als würden sich die anthropomorphe Gestalt und ihre Ober‑ fläche zersetzen. Diese „Figurenspuren“, wie Einhoff sie nennt, entstehen in einem künstlerischen Prozess des ständigen Befragens: des Auf- und Abtragens von Farbe, des Linienziehens und -löschens, des Abkratzens oder Abschmirgelns und Freile‑ gens. Die Präparierung der Leinwand oder des Papiers mit ungewöhnlichen Materi‑ alien wie Asche, Sand oder Erde gibt den Werken eine haptische Qualität, eine fühlund sichtbare Oberflächenstruktur: „... eine Bildhaut wachsen lassen durch Erta‑ sten, Bedecken, Betreten, und Begreifen mit Farbe, Sand und Kohle. Aus der Unför‑ migkeit des Beginns entstehen Figuren als vertraute Unbekannte“ (Friedrich Einhoff). In seiner Kindheit war es die existenti‑ elle Erfahrung von Gewalt, die seine Erin‑ nerungen prägte. Seine Kinderaugen


. osnabrück

Linke Seite: Friedrich Einhoff, Mit offenem Ausgang, 1989, Acryl, Kohle, Sand auf Leinwand, 50 x 115 cm, Courtesy of LEVY Galerie, Hamburg, Foto: Dirk Masbaum, Hamburg ––– Abb. oben: Atelierbilder Atelier Einhoff, Foto: Friedrich Einhoff

bezeugten eine Welt kriegsversehrter Körper und verwundeter Seelen. Die menschenverachtende Massenvernich‑ tung im Nationalsozialismus war Realität, der sich nicht nur das Nachkriegsdeutsch‑ land zu stellen hatte. In einer Zeit, in der viele Künstler und Künstlerinnen sich der abstrakten Kunst zuwendeten, hielt Fried‑ rich Einhoff konsequent an der Figur fest und fand Anregungen unter anderem bei Francis Bacon, Jean Dubuffet und Fran‑ cisco de Goya wie auch bei Paula Moder‑ sohn-Becker oder Maria Lassnig. Die Ausstellung zeigt mit einer Auswahl von circa 90 Werken – Gemälde und Zeich‑ nungen – aus den verschiedenen Schaf‑ fensphasen des Künstlers eine umfas‑ sende Werkschau im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück. In den Kabinetten laden Leihgaben aus der Hamburger Kunsthalle zu einer ruhigen, konzent‑ rierten Betrachtung der Themenfelder

„Gruppe/Masse“ sowie „Individuum/ Auflösung“ ein. Im Oberlichtsaal lässt die kreative Hängung die Atelierwelt des Künstlers nachemp‑ finden. Friedrich Einhoff kombinierte in seinem Atelier Werke zu Personenensem‑ bles, die sich gegenseitig beeinflussten. Zu Gruppen an der Wand, häufig ohne Rahmen oder auf dem Boden ausgelegt, konnten verschiedene Perspektiven eige‑ nommen werden. Stand ein Bild längere Zeit im Atelier, nahm Einhoff es auch noch Jahre später wieder auf, um es zu verän‑ dern. „Das eigene Sehen verändert sich ja auch von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, auch dem eigenen Bild gegenüber. Den endgültig fertigen Zustand eines Werks gibt es wahrscheinlich überhaupt nicht. Es gibt nur Versuche, sich einer Figurbildung anzunähern“ (Friedrich Einhoff). Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

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. osnabrück

Hiltrud Schäfer, Skulptur

Hiltrud Schäfer

Das Zischen der Rasen im Sommer – künstlerische Annäherung an Joni Mitchell 27. Juni (Eröffnung: 19 Uhr) bis 03. August 2019 www.skulptur-galerie.de Kunst ist immer ein Experiment ohne bekannten Endpunkt. Das kann man auch über das Projekt: „Das Zischen der Rasen im Sommer“ – künstlerische Annäherung an Joni Mitchell sagen. Joni Mitchell, geb. 1943, ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Singer-Songwriterinnen Amerikas; musi‑ zierte mit vielen bekannten Musikern. Sie kreierte einen eigenen Musikstil, der auch Jazzelemente enthielt. Mit ihrem Musikstil und ihrer beeindruckenden Stimme ist sie Vorbild für viele Musiker unserer Zeit. Angeregt durch den Autor Jan Decker entstand eine künstlerische Annähe‑ rung an die Liedtexte und die Musik Joni Mitchells. Zu der Musik und den Texten Joni Mitchells (speziell zu „The hissing of summerlawns“) entsteht eine Rauminstallation aus kleinen Objekten an der Wand und Skulpturen im Raum. Geplant sind drei Hörstationen: – Musik: The hissing of summerlawns – deutsche Übersetzung der lyrischen Texte

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– Feature über Joni Mitchell, das der Autor für Deutschlandradio Kultur erarbeitet hat Im Mittelpunkt des Raumes werden aus Papier gebaute Elemente stehen, die Assoziationen an Haus / Wohnung / Gefängnis / Luftschloss etc. zulassen, mit integrierten Objekten, die beim Hören der Musik und dem Lesen der Texte assoziativ gefunden werden. Dazu kommen Skulp‑ turen – ebenfalls aus Papier, kleine Boden‑ installationen, eine Vielzahl von Fundstü‑ cken, die Assoziationen und Erinnerung wecken. Der Besucher wird den Raum mit der Installation umschreiten, die Musik hören, Bilder und Objekte sehen, den Assozi‑ ationen der Künstlerin folgen, die dazu anregen, seine eigenen Bilder im Kopf entstehen zu lassen. ––– Öffnungszeiten: Mo, Do, Fr, 15–19 Uhr / Sa, So, 11–16 Uhr und auf Anfrage skulptur-galerie.de Bierstraße 2, 49074 Osnabrück


. osnabrück 5.5.19 – 15.9.19

Museum Peter August Böckstiegel Schloßstraße 109/111 | 33824 Werther Telefon 05203|3297

Peter August Böckstiegel, Jugend und Alter, 1920, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Bielefeld

DER MENSCH IM WERK VON PETER AUGUST BÖCKSTIEGEL

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. osnabrĂźck

Abb. oben: Grieteke Roosma, o.T., 2018. Fineliner auf Papier, 30 x 40 cm Abb. unten: Erdem Kucuk-Koroglu, Equilibrium Series No. 43, 2019, Mischtechnik, 30 x 42 cm

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. osnabrück

Frank Gillich, 011118, 2018 150 cm x 120 cm. Kugelschreiber auf Papier

Julia Lia Walter, o.T., 2018 Pigment auf Acrlyglas, 70 x 40 cm

Be Absolutely Concrete

Drawing Worlds – Welten zeichnen

21. Juni bis 03. August 2019 hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst | www.hase29.de Be absolutely concrete – „sei absolut konkret“ kann heute unterschiedlichste Aspekte beinhalten und formale wie auch soziologische Dimensionen berühren. Die Ausstellung „Be Absolutely Concrete“ präsentiert Werke des internationalen Künstlerkollektivs The Drawing Collective, ergänzt durch ausgewählte Arbeiten aus dem Open Call von hase29. 24 + 7 internationale und regionale Künst‑ lerinnen und Künstler beziehen sich in ihrer Arbeit auf die Formensprache des Konstruktivismus und der konkreten Kunst. Neue Ausdrucksformen im Spiegel der Gegenwart eröffnen ein breites Spektrum: Bleistiftzeichnungen, Werke in Tusche, Kohle, mit Farbpigment zeigen reduzierte oder auch komplex-räumliche Liniengebilde und geometrische Farbkompositionen. Der Blick des Betrachters wird von der Vielschichtigkeit und zuweilen Radikalität der zeichnerischen Lösungen gefangen: Verläufe, Überlagerungen und verzerrte Linien lassen an Bildstörungen denken. Diese Erkundungen beinhalten ein kritisches Interesse, das mit einem Plädoyer für Freiheit und Offenheit einhergeht. Die

Kunstschaffenden zeichnen Realitäten, die von sich selbst erzählen und von Verände‑ rungen, die sie in der Wahrnehmung ihrer Betrachter hinterlassen möchten. Die Ausstellung offenbart Bezugnahmen auf das reduzierte Bauhaus Formenvoka‑ bular, ebenso wie auf den in Osnabrück geborenen Künstler Friedrich Vordem‑ berge-Gildewart mit seinen geometrischabstrakten Kompositionen. The Drawing Collective ist ein Zusammen‑ schluss von mehr als 20 KünstlerInnen aus 11 Ländern. Der Kunstraum hase29 freut sich, im Bauhaus-Jahr in Osnabrück eine internationale Ausstellung des Kollektivs auszurichten. Nach Stationen in Paris, Sydney und Portland (USA) wird die Präsen‑ tation in hase29 durch Werke von Künst‑ lerinnen und Künstler aus dem eigenen Einzugsbereich erweitert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Gefördert durch die Stadt Osnabrück und den Landschaftsverband Osnabrücker Land hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29 / 30, 49074 Osnabrück

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Die geheime Welt der Pilze Gift, Genuss und Mythos

Neue Ausstellung im Museum am Schölerberg 19. Mai 2019 bis 26. Januar 2020 Museum am Schölerberg | www.museum-am-schoelerberg.de Pfifferlinge, Champignons & Co sind jedem wohl bekannt. Doch, was im Wald gesammelt und gern als Delika‑ tesse auf den Tisch kommt, ist nur ein Bruchteil einer Welt, die weitestge‑ hend im Verborgenen existiert. Das Osnabrücker Museum am Schölerberg, Natur und Umwelt, lüftet ihre Geheim‑ nisse nun in einer eigenen Ausstellung. Ein drei Meter Fliegenpilz vor dem Eingang des Museums lässt vermuten – diese Welt steckt voller Überraschungen und Superlative!

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Von der Delikatesse zur Droge – Was sind Pilze überhaupt? Pilze gehören weder zu den Tieren noch zu den Pflanzen. Sie bilden ein eigenes Reich voller skurriler Lebewesen mit außerge‑ wöhnlichen Talenten. Blauschimmelkäse, Antibiotika, Waschmittel oder ein kühles Pils – nichts geht ohne Pilz! Die Schau im Museum am Schölerberg klärt vermeint‑ lich einfache Fragen: Was sind Pilze über‑ haupt? Wo leben sie? Wovon ernähren sie sich? Wie nutzen und schaden sie dem Menschen? Riesenpilzmodelle versetzen


. osnabrück

pilZBerAtunGen, WAnDerunGen unD Workshops unD Mehr Zusammen mit den Pilzexpertinnen und -experten des Natur- und Geoparks TERRA.vita und den Pilzfreunden Osnabrücker Land sind rund 40 Veranstaltungen für Jung und Alt als Begleitung zur Ausstellung entstanden: Pilz-Fans und solche, die es werden wollen, können in offenen Pilzsprechstunden ihre Pilzfunde bestimmen lassen, in kulinarischen Workshops Rezepte ausprobieren oder auf Wanderungen ihre Artenkenntnis aufpolieren. Höhepunkt wird das Pilz- und Apfelfest am 22. September mit einer großen Frischpilzausstellung und unterschiedlichen Aktivstationen. ––– Weitere informationen unter www.geheime-welt-der-pilze.de ––– öffnungszeiten Montag: geschlossen, Dienstag: 9–20 Uhr, Mittwoch bis Freitag: 9–18 Uhr, Samstag: 14– 18 Uhr, Sonntag: 10–18 Uhr

––– oben: Geheime Welt der Pilze // rechts: Riesenpilz zur Sonderausstellung Pilze / darunter: Schimmelpilzkulturen Ausstellung / beide Fotos: © Swaantje Hehmann

Besuchende in die Ameisenperspektive, während unter der Lupe der Mikrokosmos der Pilzwelt entdeckt werden kann. Riechstationen überraschen mit intensiven Gerüchen – vom leckeren Trüffel-Aroma bis zum beißenden Aas-Geruch der Stinkmorchel. In der Abteilung Pilze als Parasiten wird es noch skurriler. Hier befallen sie Insekten und machen diese zu echten Zombies. Daneben zeigt die Ausstellung eine große Sammlung detailgetreuer Pilzmodelle zu heimischen Arten. Eine Keramikpilzsamm‑ lung verblüfft mit der Gegenüberstellung von Speisepilzen und ihren giftigen Doppelgängern. Erschreckend – die Ähnlichkeit von Champignon und Grünem Knollenblätterpilz! Museum am schölerberg Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

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. osnabrück

"Studio Hallo" von Ale Bachlechner, Jonathan Kastl und Felix Zilles-Perels, Foto: Kerstin Hehmann

European Media Art Festival No. 32 Wild Wild Grammar

24. April bis 30. Juni 2019 Kunsthalle Osnabrück | kunsthalle.osnabrueck.de | www.emaf.de Die Ausstellung „Wild Wild Grammar“ des European Media Art Festivals in der Kunsthalle Osnabrück wird um fünf Wochen verlängert und nun bis zum 30. Juni zu sehen sein. Dabei erweitert und verändert sich das Programm der Ausstellung: Sie präsentiert zusätzlich vier Filme und eine Installation. Im Zuge dieser Verlängerung erfährt das Filmprogramm des EMAF folgende Erweiterungen: Ab sofort werden die Filme Video Home System von Sharlene Bamboat, ALTIPLANO von Malena Szlam, Ink in Milk von Gernot Wieland und ПРЕОБРАЖЕНИЕ / The Transfiguration von Stephan Ganoff im Forum der Kunsthalle Osnabrück gezeigt. Ab dem 14. Mai ist die Installation 20grad - Gravity von Yannik Bussman, Dirk Erdmann und Robert Schnüll zu sehen. Die Kunsthalle Osnabrück freut sich sehr, diesen hochrangigen Ausstellungsparcours

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fünf zusätzliche Wochen zu Gast zu haben. Hintergrund ist neben der hohen Nachfrage die Verschiebung der Ausstellungslaufzeiten für das Jahr 2019 aufgrund der Neubesetzung des Direktionspostens der Kunsthalle Osnabrück. Die Fülle und die gleichzeitig hohe Qualität der Arbeiten laden zu mehrmaligen Besuchen in die Kunsthalle Osnabrück ein, sind sich die Kuratoren des Festivals und der Kunsthalle einig. Zudem wird ein erweitertes Vermittlungsprogramm mit Workshops, Führungen und begleiteten Rundgängen angeboten, das vom Vermittlerteam der Kunsthalle Osnabrück für die Ausstellungsverlängerung extra aufgelegt wird. kunsthalle osnabrück Hasemauer 1, 49074 Osnabrück


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TextilWerk Bocholt | Spinnerei TextilWerk Bocholt | Spinnerei

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Modewelten StephanHann Hann Modewelten von Stephan 26.Mai 2019 26.Mai bis bis 6.Oktober 6.Oktober 2019 www.lwl-industriemuseum.de www.lwl-industriemuseum.de


. bramsche

Prisma, Foto: Wolfram Knelangen

Prisma

Prisma widmet sich musikalisch den vier Jahreszeiten bei den Malgartener Klosterkonzerten Sonntag 23. Juni, 17 Uhr Klosterkirche, Kloster Malgarten | www.iam-ev.de Die berühmtesten "Vier Jahreszeiten" hat sicherlich Antonio Vivaldi der Musikwelt beschert. Dass sich zahlreiche barocke Komponisten in ganz unterschiedlicher, gleichwohl stets reizvoller Art und Weise den Jahreszeiten gewidmet haben, stellt das Bremer Ensemble Prisma beim näch‑ sten der Malgartener Klosterkonzerte unter Beweis. Am Sonntag, den 23. Juni um 17 Uhr erklingen in der Klosterkirche die schönsten, ausdrucksvollsten, virtuo‑ sesten Variationen berühmter barocker Tänze (wie etwa die Ciaccona oder die Tarantella) - und dies in durchaus beson‑ derer Besetzung: Barockvioline, Block‑ flöte, Laute und Gambe. Die Bremer Blockflötistin Elisabeth Cham‑ pollion verzauberte schon zweimal das Malgartener Publikum mit ihren atembe‑ raubenden Fähigkeiten. Diesmal kommt sie mit ihrem Ensemble Prisma. Das hat es in sich, wie auch im Mai 2015 der "Intern. Heinrich Ignaz Franz Biber Wettbewerb" in Österreich feststellte, bei dem sich das Ensemble den 1. Preis erspielte. "Prisma verzauberte das Publikum mit seiner

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kunst:stück

Musikalität, dem perfekten Zusammen‑ spiel, der Kunst der Verzierung und der schieren Freude, miteinander zu musi‑ zieren. Kein Wunder, dass diese Gruppe den Publikumspreis (des EeemergingFestivals) gewann," so der Musikjourna‑ list Leszek Bernat. Bei den Malgartener Klosterkonzerten werden Kompositionen von Tarquinio Merula, Andrea Falconieri, Francesco Turini, Giovanni P. da Pale‑ strina u. a. erklingen. Kann man eigent‑ licher schöner in den Sommer starten als derart beschwingt? Auf Grund der geringen Platzkapa‑ zität in der Klosterkirche empfiehlt der Veranstalter den Kartenvorverkauf bei der Tourist Information Osnabrück (Tel. 0541/323 22 02), der Filiale Bramsche der Kreissparkasse Bersenbrück (Tel. 05461/930 412) oder beim Intern. Arbeits‑ kreis für Musik e. V. (Tel 05461/99 63 0). Malgartener Klosterkonzerte im Internationaler Arbeitskreis für Musik e. V. Am Kloster 1a, 49565 Bramsche-Malgarten


. osnabrück

Rosen-Lust, 24. Juni – 30. Juni Unser großes Fest rund um die Königin der Blumen mit über 300 Rosensorten - am Wochende mit Café und Imbiss Hof- & Garten-Fest, 21./22. September Der Start in die beste Pflanzzeit des Jahres mit Blick hinter die Kulissen, Gartenvorträgen, großem Landfrauen-Café und Imbiss Adventsmarkt, 16. Nov. – 23. Dezember Vorweihnachtliche Träume in der Orangerie

IGEL

KIRCHEN LAND OSNABRÜCK

600 1416-2016

Park der Igel Gartenkultur

Ein Ein Hof Hofschreibt schreibt Geschichte!

Eine Ausstellung im Grünen zur bäuerlichen und ländlichen Geschichte des Osnabrücker Landes

Geschichte!

MAI BIS OKTOBER 2019 www.osnabruecker-landesgeschichte.info

Ein Hof schreibt Geschichte!

Unsere Gartenbaumschule empfängt Sie mit einem ausgewählten und umfangreichen Angebot an Pflanzen und Gartenzubehör. Rosen finden Sie bei uns in über 300 Sorten, Stauden sogar in mehr als 500 Arten und Sorten. Sie können sich aber auch einen Großbaum für Ihren Garten in unserer Baumschule aussuchen oder Gartenmöbel Probe sitzen. Wichtig ist uns eine kompetente Beratung - daher werden Sie bei uns nur von ausgebildeten Fachkräften mit langjähriger Erfahrung empfangen. Denn das Gartenglück beginnt schon mit der Auswahl der richtigen, gesunden und vor allem fachgerecht aufgezogenen Pflanzen!

Stadtführer Osnabrück

von Karsten Igel erhältlich im Buchhandel & in unserer Buchabteilung 9,95 €

Igel Gartertenkultur GbR Im Eikrode 10 | 49565 Bramsche-Engter Telefon: 05468-1584 | www.baumschule-igel.de Unsere Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr Samstag: 8.00 - 16.00 Uhr Jeder Sonntag ist Schautag: 10.00 - 18.00 Uhr

Verkaufsoffene Sonntage 2019: 30. Juni, von 14 – 17 Uhr 22. September, von 14 – 17kunst:stück Uhr (nur Pflanzenverkauf)

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. bramsche

Schafstag im Tuchmacher Museum Bramsche, Foto: fotolia, stockphoto mania

Schafstag

Aktionen und Markt rund ums Schaf 16. Juni 2019, 10–17 Uhr Tuchmacher Museum Bramsche | www.tuchmachermuseum.de Über 400 Jahre verarbeiteten die Tuchma‑ cher die Wolle der Schafe – heute werden im Tuchmacher Museum auf historischen Maschinen Wolldecken aus Merinowolle hergestellt. Doch Schafe sind viel mehr als nur Lieferanten für Wolle. In Koopera‑ tion mit dem Schäfer Norbert Stehmann vom Hof Tepe, dem Landkreis Osnabrück, Slow Food Osnabrück, der Kunterbunten Wollspinnerey, dem Landes-Schafschutz‑ verband Weser-Ems e. V. und weiteren

Akteuren dreht sich an diesem Tag alles um das Schaf. Eine ganze Herde – über 200 Schafe – wird auf der Wiese hinter dem Museum geschoren, Hütehunde zeigen Ihr Können, ein Markt und ein kleines Café auf dem Mühlenort bieten Textiles und Kulinarisches vom Schaf, in der Färberei wird Wolle mit Krapp im Bramscher Rot gefärbt, schnelle SpinnerInnen messen sich im Wettbewerb. Kinder können beim Filzen und Färben aktiv werden.

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Was guckst Du!?

Kommunikation mit T-Shirts 19. Mai bis 23. Juni 2019 Tuchmacher Museum Bramsche | www.tuchmachermuseum.de Die schlichte Form des wohl am häufigsten getragenen Kleidungsstücks der Welt eignet sich perfekt, um durch Aufdruck, Stickerei oder Applikation von Zeichen, Texten oder Bildern Botschaften aller Art zu transportieren. Die Absichten und Stra‑ tegien der Kommunikation über T-Shirts sind vielfältig und haben sich im Kontext des gesellschaftlichen Wandels der vergan‑

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kunst:stück

genen sieben Jahrzehnte stetig erweitert: von der Produktwerbung, über witzige, selbstironische oder politische Statements bis hin zum tragbaren Kunstwerk. Die Ausstellung beleuchtet anhand ‚spre‑ chender‘ Objekte die große Bandbreite der hautnahen und immer populäreren Form nonverbaler Kommunikation.


. bramsche

Tuchmacher Museum Bramsche, Entwurf Gunta Stölzl, Foto: Fotostudio Kröger

Auf den zweiten Blick

Bauhaus-Stoffe als Inspiration 05. Juli (Eröffnung: 19 Uhr) bis 08. September 2019 Tuchmacher Museum Bramsche | www.tuchmachermuseum.de Das Bauhaus, dessen 100-jähriges Grün‑ dungsjubiläum 2019 gefeiert wird, hat einen unbestreitbaren Platz in der Desi‑ gngeschichte des 20. Jahrhunderts. Die Weberei, die am längsten existierende und erfolgreichste Bauhaus-Werkstatt, wurde jedoch lange Zeit nicht ange‑ messen gewürdigt. Die Impulse, die ihre Künstlerinnen setzten, waren entschei‑ dend für die Entwicklung und Professiona‑ lisierung des Textildesigns. Dazu gehörten ein experimenteller Umgang mit neuen Materialien, die Hinwendung zur Indus‑ trie und die Entwicklung von Stoffen für die Massenproduktion. Die Ausstellung würdigt die großen Pionie‑ rinnen der modernen Weberei, wagt aber auch eine Neuinterpretation aus der Perspektive des aktuellen Textildesigns. Das grundlegende Konzept von Entwurf, Herstellung und Nutzung von Textilien im Bauhaus wird den Abläufen des heutigen Design- und Produktionsprozesses gegen‑ über gestellt. Textile Entwürfe von Gunta Stölzl (1897 – 1983), die von 1927 bis 1931 als erste Meisterin die Webereiwerkstatt des Bauhauses Dessau leitete, werden

zur Inspirationsquelle für Studentinnen des Faches Textiles Gestalten der Univer‑ sität Osnabrück. Da die Jacquardweberei in der Entwicklung der Bauhaus-Stoffe eine wichtige Rolle spielte, entwerfen sie, begleitet von der Textildesignerin Lucia Schwalenberg, moderne Designs für die Produktion einer Wolldecke auf dem histo‑ rischen Jacquardwebstuhl des Museums. Der gesamte Prozess – vom Entwurf, über die Patronenzeichnung und das Schlagen der Lockarten bis zum Weben – kann in der Ausstellung mit verfolgt werden. In Kooperation mit dem Fach Textiles Gestalten der Universität Osnabrück. Die Ausstellung wird gefördert vom Nieder‑ sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Landschaftsverband Osna‑ brücker Land e.V., der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Kreissparkasse Bersenbrück sowie dem Förderverein Tuch‑ macher Museum Bramsche e.V. ––– Tuchmacher Museum Bramsche Mühlenort 6, 49565 Bramsche

kunst:stück

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. bramsche

Impressionen aus dem Park der Igel Gartenkultur

Kirchen Land Osnabrück

Eine Ausstellung im Grünen zur bäuerlichen & ländlichen Geschichte des Osnabrücker Landes | bis Oktober 20120 Park der Igel Gartenkultur | www.osnabruecker-landesgeschichte.info Es ist an der Zeit, Geschichte zu schreiben. Im Jahr 1416 wurde der Hof Igel das erste Mal in einer Urkunde genannt. Zur Feier der 600 Jahre widmet der Hof Igel auch von Mai–Oktober 2019 eine große Ausstellung der bäuerlichen und ländlichen Geschichte des Osnabrücker Landes. Über drei Jahre ist sie im Park der Igel Gartenkultur rund um den alten Hof mit dem 1684 erbauten Bauernhaus zu sehen. Vier ausstellungen – eine Geschichte: osnabrücker landesgeschichte. Die im zweiten Jahr gezeigte Ausstellung „KirchenLandOsnabrück“ ist der zweite Teil zu einem größeren Projekt, in dem mit jeweils einer dreijährigen Ausstellung, die Osnabrücker Landesgeschichte im Park der Igel Gartenkultur vorgestellt wird. Mit der Einrichtung des Bistums Osnabrück um das Jahr 800 wurden auch die

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kunst:stück

ersten Grundlagen für die Entstehung des späteren Hochstifts als geistlicher Herrschaft gelegt. Zugleich entwickelte sich das Domkapitel im Laufe des Mittelalters zum ersten Stand des Landes. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der vorreformatorischen Zeit und betrachtet das gesamte Bistum, nicht nur das kleinere Hochstift. ––– Infos zur Ausstellung und zum weiteren Projekt im Internet unter: www.osnabruecker-landesgeschichte.info Geöffnet ist die Ausstellung täglich bis zum Sonnenuntergang, der Eintritt ist frei. Führungen auf Anfrage an: karsten.igel@uni-muenster.de Igel Gartenkultur Im Eikrode 10, 49565 Bramsche-Engter


DIE GEHEIME WELT DER PILZE GIFT, GENUSS UND MYTHOS EINE SONDERAUSSTELLUNG VOM 19. Mai 2019 bis 26. Januar 2020

MUSEUM AM SCHÖLERBERG NATUR UND UMWELT | PLANETARIUM WWW.MUSEUM-AM-SCHOELERBERG.DE kunst:stück

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. rheine

Bassist Tony Levin, Foto © Marc Mennigmann

Marc Mennigmann Hands

07. Juni (Eröffnung: 17.30 Uhr) bis 04. August 2019 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de In Kooperation mit dem Verein Bluesnote aus Rheine präsentiert das Kloster Bent‑ lage eine hochmusikalische Fotoausstel‑ lung: Mit der Serie „HANDS“ portraitiert Marc Mennigmann Musiker auf eine unge‑ wöhnliche Art und Weise. Er fotografiert ihre Hände, losgelöst vom Instrument, denn die Hände sind die Körperteile des Musikers, der maßgeblich an der Formung des Tons, an der Erzeugung des Klangs beteiligt ist. An den Händen hinterlässt lebenslanges Üben und Musizieren die meisten Spuren. Fast 250 Musiker hat er mittlerweile auf diese Weise portraitiert, alle Bilder in klas‑

sischem schwarzweiß gehalten, wobei zu jedem Bild der Hände auch ein Foto des Musikers auf der Bühne mit Instrument gehört. Dies verleiht den frei im Raum schwebenden Händen den notwendigen Kontext. In der Liste der teilnehmenden Musiker finden sich Jazz-Legenden wie John Aber‑ crombie, Steve Gadd und Carla Bley neben Musikern wie T.M. Stevens, Steven Wilson oder Tony Levin. Zur Ausstellungseröffnung wird Marc Mennigmann, der selbst auch Musiker ist, mit seinem Trio auftreten.

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Marita G. Weiden Farbkosmen

17. Juli (Eröffnung: 11 Uhr) bis 06. September 2019 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Marita G. Weidens Malerei ist pure Farbe, pures Licht. Großflächig, monochrom strahlen ihre abstrakten Bilder den Betrachter an. Sie scheinen von innen zu leuchten. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein eruptiver Schaffensrausch, ist das Ergebnis eines langen Arbeitsprozesses. Schicht für Schicht baut Weiden ihre Farbräume auf, stellt sie skeptisch beiseite, um sie nach längerer „Reifezeit“ frisch betrachten zu können, etwas zu ergänzen oder wegzunehmen. Freie Formen und Strukturen entwickeln sich und lösen sich wieder auf, Farbverläufe konzentrieren sich zu einem dominierenden Rot, Gelb oder Blau. So entstehen energiegeladene

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kunst:stück

Farbflächen, die den Ausstellungsraum und die Besucher unter Spannung setzen. Marita G. Weiden hat an der Kunstaka‑ demie Düsseldorf zunächst bei Gerhard Richter, später bei Gotthard Graubner und Gerhard Merz studiert. Ihre Werke hängen in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen. Die Ausstellung mit Arbeiten aus den letzten Jahren zeigt eine künstle‑ rische Forscherin, die sich stetig weiter‑ entwickelt und im Kosmos der Farben noch immer unentdeckte Regionen ans Licht bringt. Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine


LWL-Industriemuseum

. osnabrück

Glashütte Gernheim | Petershagen

Leuchten der Moderne Glasproduktion im Licht des Bauhauses 10. Februar bis 25. August 2019

6. 7. – 8. 9. 2019

Auf den zweiten Blick

Bauhaus-Stoffe als Inspiration

Eröffnung 5. 7. 2019, 19.00 Uhr Eine Ausstellung in Koop. mit dem Fach Textiles Gestalten der Universität Osnabrück gefördert durch:

Förderverein Tuchmacher Museum Bramsche e.V.

kunst:stück 31 Mühlenort 6, 49565 Bramsche, www.tuchmachermuseum.de


. hörstel

Pfelder, Dancefloor © Foto-Michael Jezierny

# Abend der offenen Tür 12.07., 18 Uhr

openART – DA passiert Kunst

Mit Ideenwerkstatt, vielen Performances, Künstler*innen vor Ort und viel Kunst im Werden | 12. Juli, 18 Uhr DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | www.da-kunsthaus.de openART ist der inspirierende Treff‑ punkt für lebendige Kunst im Münster‑ land: mit Ideenwerkstatt zum Projekt‑ stipendium KunstKommunikation 20, Aktionen der aktuellen Stipendiat*innen und den Kunstprojekten 19 und natür‑ lich viel Kunst im Werden! Ein einzigar‑ tiger Abend der offenen Tür u.a. auch

Projektstipendium KunstKommunikation Live bei openART:

# PRESERVED // Grünkohl / Gravenhorst Swaantje Güntzel & Jan Philip Scheibe –––

mit Eröffnung der Sommerausstellung SOUNDSEEING. Sie sind ausdrücklich eingeladen, in das Kunstgeschehen im DA einzutauchen und mit den ausstel‑ lenden Künstlern*innen bei einem Glas Wein über die Kunst und die manchmal recht ungewöhnliche Sicht der Dinge ganz unbeschwert zu philosophieren… # Einst war jetzt Claudia Antonius & Jörg Jozwiak ––– # Sonne.Mond.Wasser. Andy Brauneis –––

Von April bis September wird das Klostergrün zur Bühne für Kunst & Interaktion * gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

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kunst:stück


. hörstel

Erwin Stache, Klanginstallation © Erwin Stache

# Sommerausstellung im DA 12.07.–01.09.2019

Klangkunstfestival SOuNDSEEING Die Kunst des Hörens

Das münsterlandweite Klangkunstfestival Eröffnung im Rahmen von openART: 12.07., 18 Uhr Soundobjekte, Installationen, Konzerte und Performances bieten im DA ein sinnliches Erleben von Klängen im Raum. Hochkarätige, nationale und internationale Künstler*innen präsentieren diese besondere Kunstform münsterlandweit in Ausstellungen, Konzerten, Performaces und Workshops. Im DA widmet sich die Sommerausstellung des Kunsthauses dem Thema SOUNDSEEING mit Klanginstallationen und Objekten von Denise Ritter, Erwin Stache und Franziska Windisch. Wie unterschiedlich Klangkunst sein kann, das ist im großen Saal sowie im Außenraum

zu erleben, wo spielerische Klangobjekte von Erwin Stache zur Interaktion einladen. In den Gewölben präsentieren Denise Ritter und Franziska Windisch zwei neue Arbeiten, die auf die Besonderheiten des Orts eingehen und zu intensivem Hören anregen. SOUNDSEEING — das münsterlandweite Klangkunstfestival wird gefördert durch: Land NRW, Kunststiftung NRW | Kulturpartner: WDR3 | Medienpartner: kultur. west | Kooperationspartner: Stiftung Hören

RECHERCHEN – GRÜNDÜNGuNG: Uta C. Schmidt, »Geschichte des Klostergartens von Gravenhorst« | Reinhard Krehl, Bodenbeschaffenheit/Landschaftsanalyse – Zeigerwerte für Kunst und Gartenkultur | Prof. Dirk Manzke und Studierende der Landschaftsarchitektur, Garten am Pastorat – Entwurfsplanung PROJEKTE: Peter Möller, Expandierender Garten//colonizing the place | Swaantje Güntzel & Jan Philip Scheibe, PRESERVED//Grünkohl/Gravenhorst – Begegnungen und Performances | Alexander Edisherov & Katerina Kuznetcowa, »Liegewiese für einen Himmelstisch« LICHTKuNST: Knut Eckstein, wild strawberries//номенклатура VERANSTALTuNGEN: Tom Koesel, My private Gravenhorst – Erzählparcours (Oral History) An Seebach, O.T. (Gravenhorster Blatt), Hörstel 2015 – Picknick auf dem Klostergrün u.v.m.

kunst:stück

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. hörstel

30.03. – 08.09.19

Sommerfrische Gravenhorst Historische Präsentation im DA Die historische Ausstellung »Geschichte hinterm Giebel« 2019 dreht sich um Gravenhorst als Ausflugsziel gestern und heute. Auf der Sonnenterrasse des »Café Meyer« mit bunten Sonnenschirmen

gab es Maibowle, Limonade und Floren‑ tiner mit Kakao. Der Ort profitierte von der Eisenbahn, die 1856 Hörstel an die Schienenverbindung Osnabrück-Rheine anschloss.

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Scheibe & Güntzel, Grünkohl jäten Foto: Jan Philip Scheibe

PRESERVED // Grünkohl / Gravenhorst Swaantje Güntzel und Jan Philip Scheibe

Projektstipendium KunstKommunikation 19 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken In ihrem Projekt PRESERVED // Grünkohl / Gravenhorst beschäftigt sich das Hamburger Duo Scheibe & Güntzel künst‑ lerisch mit der Frage, welche identitäts‑ stiftende Bedeutung der Grünkohl für die Menschen in Westfalen hat.

Hierzu legen die Künstler auf dem Gelände vom DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst einen Grünkohlacker an, in dessen Mitte sich eine Sitzgelegenheit befindet, die als kommunikative Plattform dient.

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17.05. – 23.06.19

Jugend gestaltet

Ausstellung der besten Arbeiten aus dem Wettbewerb Seit über 30 Jahren bietet der Kreis Stein‑ furt ein kreatives Forum für alle Schüle‑ rinnen und Schüler der münsterländischen Region. Mit dieser Ausstellung zeigt er, welches enorme schöpferische Potential in den jungen Menschen steckt. Im Laufe

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kunst:stück

der Jahre sind neben der Malerei, den Ton-, Gips- oder Papierarbeiten, der Zeichnung oder dem Druck viele neue Medien hinzu‑ gekommen. Und so ist die Ausstellung bis heute ein Füllhorn an guten Ideen und origineller Umsetzung.


Die Kunst des Hörens | März - Oktober 2019

Das münsterlandweite Klangkunstfestival

Hochkarätige Klangkunst an authentischen Kulturorten, poetische Klangobjekte, raumfüllende Installationen, experimentelle Workshops, Konzerte & Performances... ||:

25.05. - 31.07.19 | »Klangkunst im Eiskeller« Klanginstallationen | Claus van Bebber | Eiskeller Altenberge

[ ]

16.06. - 31.07.19 | »Klanggarten« Klanginstallationen von Pierre Berthet und Claus van Bebber mit Konzert: 16.06. | 12 Uhr | Kulturgut Haus Nottbeck | Oelde

WIO – ein Orchsester dirigiert sich selbst

16.06. | 18 Uhr Konzert | Landesmusikakademie NRW | Heek 22.06. | 20 Uhr Konzert | TextilWerk Bocholt

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12.07. - 01.09.19 | »Klangkunstausstellung« Klanginstallationen und Objekte von Denise Ritter, Erwin Stache, Franziska Windisch | DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

Projektleitung: Landesmusikakademie NRW T +49 (0)2568 9305-0 | info@landesmusikakademie-nrw.de

Alle Termine: Gefördert durch:

Kulturpartner:

Medienpartner:

Kooperationspartner:

kunst:stück

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Formenspiel Kombinieren Sie spielerisch Funktionen, Farben, Formen und gestalten Sie Bereiche, in denen die gemeinsame Zeit kreativ genutzt werden kann.


Vertriebsgesellschaft mbH Sutthauser Straße 287, 49080 Osnabrück Tel. 0541-33 50 63 0 info.osnabrueck@prooffice.de, www.prooffice.de


. mettingen

Glaube

Erster Teil der Ausstellungstrilogie Glaube, Liebe, Hoffnung 19. Mai bis 18. August 2019 Draiflessen Collection | www.draiflessen.com Die Draiflessen Collection setzt sich in drei aufeinander folgenden Kunstausstellungen mit den Begriffen Glaube, Liebe, Hoffnung auseinander. Der erste Teil der Ausstel‑ lungstrilogie widmet sich dabei dem Thema Glaube. Mit ihm verbinden sich auch weit über die religiöse Bedeutung hinaus Sehn‑ süchte, Trost- und Zukunftsversprechen, aber auch Ängste, Enttäuschungen und Zweifel. Anhand der Arbeiten von Anna Oppermann, Francis Alÿs, Angela Strass‑ heim und anderen vertretenen Künstle‑ rinnen und Künstlern werden Bezüge und Brüche zu tradierten Vorlagen – seien sie

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kunst:stück

biblischen, mystischen oder legendären Ursprungs – sichtbar. Die komprimierte Auswahl an Werken bietet Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit den Arbeiten selbst und für die Reflexion der eigenen Glaubensvorstellungen. Ambivalenzen des Glaubens Die Ausstellung liefert einen eher essayis‑ tischen Beitrag zum Thema Glaube ohne dieser Vorstellung eine genaue Definition zu geben. Stattdessen werden durch die Werke immer wieder Ambivalenzen deut‑ lich gemacht, die der Begriff mit sich bringt.


. mettingen

linke Seite: Louis Soutter, The Empty Cross, 1939, Aargauer Kunsthaus, Aarau / Schenkung Betty und Hartmut Raguse-Stauffer // diese Seite: v.o.n.u. Michael Buthe, Der Engel und sein Schatten, 1974, Sammlung Rosenstiel, Köln // darunter: Rupprecht Geiger,OE 477 / 67 Gerundetes Gelb, 1967, Sammlung Lambrecht-Schadeberg / Rubens-preisträger der Stadt Siegen (im Museum für Gegenwartskunst Siegen) // Paul Thek, Ohne Titel (Selbstporträt), 1966/1967

Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Kunst‑ werken, die zum einen religiöse Themen aufgreifen und sich zum anderen mit exis‑ tenziellen Fragen des Menschseins auseinan‑ dersetzen. Dazu gehören auch Fragen nach den Normen und Regeln im Leben, nach dem Überschreiten gesetzter Grenzen und nach einem möglichen Leben nach dem Tod. Eine Ausstellungtrilogie Mit der Ausstellungstrilogie widmet sich die Draiflessen Collection drei zentralen Vorstellungen christlicher Tugend, die in den jeweiligen Ausstellungen von der Moderne bis in die Gegenwart beleuchtet werden, um nachzuspüren was Glaube,

Liebe, Hoffnung in dieser Zeit bedeu‑ teten und welche Aktualität sie bis heute besitzen. Jede Ausstellung behandelt zwar ein eigenständiges Thema, nimmt dennoch auf die nachfolgenden oder vorange‑ henden Konzepte Bezug. ––– Die Ausstellung wird durch ein umfang‑ reiches Rahmenprogramm aus Themen‑ führungen, einer Exkursion und museumspädagogischen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen erweitert. Draiflessen Collection Georgstraße 18, 49497 Mettingen

kunst:stück

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. lingen

Parastou Forouhar, Das Gras ist grün, der Himmel ist blau und sie ist schwarz, 2017, Fotografie, 80 x 120 cm, Courtesy Parastou Forouhar

Schluss mit Reden, spielen wir!

Zuzanna Czebatul, Angela Fette, Sina Folwaczny, Parastou Forouhar, Kalin Lindena, Mona Mahall / Asli Serbest, Anne Pöhlmann, Rebecca Ann Tess, Anke Weyer, Adrian Williams 07. Juni (Eröffnung: 19 Uhr) bis 25. August 2019 Kunsthalle Lingen | www.kunsthallelingen.de Die Formulierung „Schluss mit Reden, spielen wir!“ stammt von der Figur Billie Jean King aus dem 2017 entstandenen Film mit dem Titel „Battle of the Sexes“, sie äußert ihn gegenüber ihrem männlichen Gegner im Tennisspiel Bobby Riggs. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt von dem Kampf um Gleichbe‑ rechtigung der Geschlechter am Beispiel von ungleichen Siegprämien beim Tennis‑ turnier. Auch heute noch verdienen Frauen in vielen Bereichen weniger als Männer, im Betriebssystem Kunst wird die Kunst von Künstlerinnen auf dem Kunstmarkt für weniger Geld angeboten, als diejenige von Künstlern. Vor diesem Hintergrund wie auch im Hinblick auf die aktuelle #metoo Debatte hinterfängt die Gruppenausstel‑ lung mit dem Titel „Schluss mit Reden, spielen wir!“ die Frage, ob feministische Themen heute in der Kunst nach wie vor relevant sind oder ob sie sich nach der feministischen Revolution in den 1970er Jahren Themen auf andere Aspekte verla‑ gert haben. Eingeladen wurden neun Künstlerinnen und die Architektinnen

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kunst:stück

Mona Mahall und Asli Serbest, deren Werk jeweils eine unterschiedliche Haltung bzw. eine eigene starke Position in Bezug auf das Medium, in dem sie jeweils arbeiten, und in Bezug auf das Thema, auf das ihre Werke jeweils verweisen, vermittelt. Zu sehen sind ein großes Objekt von Zuzanna Czebatul, eine Wandmalerei von Angela Fette, Keramiken von Sina Folwa‑ czny, Fotografien von Parastou Forouhar, Bilder und Objekte von Kalin Lindena, Foto‑ grafien und ein Modell von Mona Mahall und Asli Serbest, Stoffarbeiten von Anne Pöhlmann, Fotografien von Rebecca Ann Tess, Bilder von Anke Weyer und eine groß‑ formatige Tribüne von Adrian Williams, die für Lesungen eines neuen Textes von ihr zur Verfügung steht. ––– Eröffnung beider Ausstellungen und Sommerfest der Kunsthalle Lingen am Freitag, 07. Juni 2019 um 19 Uhr Kunsthalle Lingen Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen


. lingen

Weltenanschauungen, Grafik von Peter Lütje

Weltenanschauungen

07. Juni (Eröffnung: 19 Uhr) bis 25. August 2019 Kunsthalle Lingen | www.kunsthallelingen.de Die Ausstellung im Kabinett der Kunsthalle Lingen mit dem Titel „Weltenanschau‑ ungen“ wird die Systemtheorie des Biele‑ felder Soziologen Niklas Luhmann (1927 bis 1998) haptisch erfahrbar machen. Die Grundidee ist, eine Lehrausstel‑ lung auf hohem ästhetischem Niveau zu gestalten, die die komplexe Lehre des Sozi‑ alwissenschaftlers nahebringt. Kernaus‑ sagen Niklas Luhmanns sind z.B. „Soziale Systeme grenzen sich prinzipiell gegen ihre Umwelt ab“, „Die Grenze eines Systems zur Umwelt markiert ein Komplexitäts‑ gefälle“ oder auch „Soziale Systeme sind nichts anderes als Kommunikation“. Anspruch dieser Ausstellung ist es, diese Kernaussagen im Zusammenspiel dreier beispielhafter Sozialsysteme unserer Welt im Austausch miteinander darzustellen: Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Komplexitätsgefälle wird z.B. durch eine Wand zwischen den verschiedenen Systemen vermittelt, die einen ungehin‑ derten Austausch zunächst verhindert. Wie trotzdem Kommunikation statt‑ finden kann, wie viel davon beim Gegen‑ über ankommt, und wie das den Blick aufeinander prägt, wird in der Installa‑ tion erlebbar.

Die Aufgabe des Publikums ist es, die Gedanken Luhmanns dabei wiederzuer‑ kennen. Das konkrete Ziel besteht darin, eine immer komplexere und arbeitsteilige Welt als eine Art dreidimensionales und begehbares Venn-Diagramm in einem Raum darzustellen. Die Kuratoren Prof. Dr. Till Albert (Professor für Unternehmensführung, Hoch‑ schule Osnabrück, Standort Lingen) und Peter Lütje (Künstler, Lingen) wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder Mensch eine Wirkung zum Miteinander liefert, auch wenn nicht jeder das unmit‑ telbar erkennen kann. ––– Eröffnung beider Ausstellungen und Sommerfest der Kunsthalle Lingen am Freitag, 07. Juni 2019 um 19 Uhr. ––– Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr Samstag, Sonntag 11 bis 17 Uhr Kunsthalle Lingen Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen

kunst:stück

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. nordhorn

von links: Alexander Janz, Eileen Lofink, Jonas Habrich, Tuğba Şimşek, Jana Mertens, Reiko Yamaguchi, Timo Hoheisel

Ticket To Ride

Meisterschüler*innen der HBK Braunschweig 25. Mai bis 11. August 2019 Städtische Galerie Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de In Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) zeigt die Städtische Galerie Nordhorn eine Ausstellung von sieben Künstlerinnen und Künstlern, die aktuell ihr Meisterschüler‑ jahr an der HBK absolvieren. Das Projekt setzt eine erfolgreiche Reihe fort, in der die Hochschule mit verschiedenen Kunst‑ institutionen kooperiert und Meisterschü‑ lerinnen und Meisterschülern eine externe Ausstellung samt Publikation ermöglicht. Die Gruppe wurde im Januar 2019 durch eine Fachjury ausgewählt. Mit dem eigentlichen Ausstellungprojekt ist zudem ein vorbereitender zweiwö‑ chiger Aufenthalt der Künstlerinnen und Künstler in Nordhorn verbunden, der einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Ort, seinem Kontext sowie dem Kennen‑ lernen von Menschen und Institutionen dient. In dieser Zeit wird die Präsenta‑ tion gemeinsam in den Räumen der Städ‑ tischen Galerie erarbeitet. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit dem Team der Galerie Konzepte und Materialien zur Kunstvermittlung erstellt.

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kunst:stück

Für die Absolventinnen und Absolventen ist dies ein wichtiger Schritt aus der Universität hinaus und auf die Öffentlich‑ keit zu. Für das gastgebende Haus und sein Publikum bietet sich die Begegnung mit ganz frischen künstlerischen Ideen. Darüber hinaus gehen die Stadt Nordhorn und der Landkreis Grafschaft Bentheim mit der HBK Braunschweig auch einen neuen Weg in Richtung einer nachhaltigen kultu‑ rellen Zusammenarbeit zwischen den Regi‑ onen in Niedersachsen. Zur Ausstellung erscheint eine von der HBK Braunschweig und der Städtischen Galerie Nordhorn herausgegebene Publika‑ tion, die unter Mitwirkung weiterer Studie‑ render der HBK verfasst und gestaltet wird. Die Künstlerinnen und Künstler: Jonas Habrich, Timo Hoheisel, Alexander Janz, Eileen Lofink, Jana Mertens, Tuğba Şimşek, Reiko Yamaguchi Städtische Galerie Nordhorn Vechteaue 2, 48529 Nordhorn


. ausstellungen weiter weg

LFW-Studienreisen Oeseder Straße 66 49124 Georgsmarienhütte Tel. 05401- 44168 www.lfw.de info@lfw.de

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Schlossfestspiele Krumau

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Picardie - Wiege der Gotik

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Bulgarien - Weltkulturerbe

08.09. - 15.09.19

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Friaul - Große Kunst

13.09. - 19.09.19

1.450,- €

Mailand - mit Scala

23.09. - 27.09.19

1.740,- €

Rom… einmal anders

25.09. - 30.09.19

1.190,- €

Valencia

04.10. - 08.10.19

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Südafrika

04.10. - 18.10.19

3.790,- €

Breslau - Krakau

05.10. – 11.10.19

1.190,- €

Jersey - Guernsey

05.10. - 12.10.19

1.790,- €

Unser aktuelles Studienreiseprogramm finden Sie im Internet unter www.lfw.de. Gerne geben wir Ihnen auch telefonisch Auskunft. kunst:stück 43


. werther

Peter August Böckstiegel, Das Wort, 1920 Öl auf Leinwand, 128 x 115 cm, Privatbesitz, Bielefeld

Jugend und Alter

Der Mensch im Werk von Peter August Böckstiegel 05. Mai bis 15. September 2019 Museum Peter August Böckstiegel | www.museumpab.de Die Sommerausstellung im Museum Peter August Böckstiegel nimmt das Thema des Porträts im Werk des Künst‑ lers in den Blick und präsentiert rund 70 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken. Mit besonderer Begeisterung hat Böckstiegel alte Männer und Frauen, aber auch immer wieder Kinder gemalt und das für ihn selbstverständliche Mitei‑ nander der Generationen dargestellt. Mit

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kunst:stück

Vorliebe porträtierte er dabei Menschen aus seinem näheren Umfeld, zuallererst seine Eltern, seine Familie und Freunde, aber auch Weggefährten aus Dresden und Westfalen. Böckstiegel äußerte sich nur selten zu seiner Kunst, zu seinen Bild‑ nissen sagte er: „Die klare, große Linie, die große, einfache Form, den tiefen seelischen Gehalt dieser (…) Menschen festzuhalten, war mein Ziel.“


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Peter August Böckstiegel, alle Abbildungen links: Selbstbildnis mit Tochter, 1921, Aquarell auf Papier, 69 x 50,7 cm, Privatbesitz, Berlin // rechts oben: Selbstbildnis, 1919, Aquarell und Deckfarben auf Papier, 63,5 x 48 cm, Privatbesitz // rechts unten: Lappenjunge, 1925, Aquarell und Tusche auf Papier, 48 x 39,5 cm, Kunsthalle Bielefeld

Schwerpunkte der Ausstellung sind das Schaffen des Künstlers in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und in den 1920er Jahren, in denen Böckstiegel die Idee des Porträts in unterschiedlichsten Formen für seine Kunst nutzt. Dabei werden neben den Bildnissen seiner Weggefährten aus der westfälischen Heimat, den Bauern aus Arrode oder der eigenen Familie, in dieser Ausstellung auch zum ersten Mal kaum bekannte Werkgruppen gezeigt: Böck‑ stiegels Aquarelle und Zeichnungen aus den Dresdner Altfrauenhäusern zu Beginn seines Studiums im Jahr 1913 oder seine Aquarelle und Radierungen der Sámi, den Menschen aus Lappland, in ihren farb‑ kräftigen Trachten, von 1925. Neben bekannten Werken aus dem Besitz der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung werden auch Leihgaben aus privaten Sammlungen und Museen in ganz Deutschland die Ausstellung bereichern. Besonders das titelgebende Gemälde „Jugend und Alter“, um 1920 entstanden, könnte für manchen

Besucher eine Wiederbegegnung sein: Es hing lange Jahre im Bielefelder HelmholtzGymnasium und gehört nun der Kunsthalle Bielefeld, wurde jedoch das letzte Mal vor über 20 Jahren ausgestellt. Die nötigen konservatorischen Maßnahmen vor der Leihe dieses Gemäldes hat der P.A. Böck‑ stiegel-Freundeskreis finanziell unterstützt. Mithilfe dieser ganz unterschiedlichen Werke möchte die Ausstellung erneut das facettenreiche Schaffen und die hohe künstlerische Qualität Peter August Böck‑ stiegels vorstellen. Wie in jedem Sommer soll das Werk des „westfälischen Expressi‑ onisten“ von nun an im Museum in Arrode im Fokus stehen, Böckstiegel-Kenner über‑ raschen und neue Böckstiegel-Fans begei‑ stern. Die Ausstellung wird großzügig von Innogy gefördert. Museum Peter August Böckstiegel Telefon: 05203-3297 Schloßstraße 111, 33824 Werther (Westf.)

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SOuNDSEEING – Klänge zum Angucken

März bis Oktober 2019 | Die Kunst des Hörens im Münsterland www.soundseeing.net

Außergewöhnliche Klänge an münsterländischen Kulturorten, das zeichnet die bundesweit einmalige Klangkunstreihe »SOUNDSEEING« schon seit mehr als 10 Jahren aus. Nach den ersten erfolgreichen Klanginstallationen und Konzerten in Münster und Bocholt, ist in den Sommermonten Juni und Juli weitere Klangkunst im Eiskeller Altenberge, Kulturgut Haus Nottbeck, Textilwerk Bocholt, Landesmusikakademie NRW in Heek und im DA Kunsthaus Gravenhorst zu erleben. International bekannte Künstler wie Claus van Bebber, das SEQUOIA Kontrabassquartett, Pierre Berthet, Wolfgang Heisig, Jan Klare, Denise Ritter, Erwin Stache und Franziska Windisch lassen sich mit den Mitteln der Klangkunst auf die besonderen Kulturorte ein und verzaubern sie mit poetischen Klangobjekten, raumfüllenden Klanginstallationen, öffentlichen Hörspielvorführungen und neuartigen Instrumenten. Damit Klangkunst auch schon in jungen Jahren gelingt, bietet SOUNDSEEING auch Workshops an. Sie richten sich an Kinder, Jugendliche und Interessierte und führen in die außergewöhnliche Arbeit des Improvisations Orchesters Wuppertal, WIO, ein. Das WIO ermöglicht Nachwuchsmusikern

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am 16.06. in Heek und am 22.06. in Bocholt mit dem Orchester aufzutreten und es gar selbst zu dirigieren. Menschen, die Freude am Umgang mit Audiotechnik haben oder bereit sind, mit Instrument oder Stimme zu improvisieren, lädt die Landesmusikakademie NRW in Heek vom 14. bis 18. Juli im Rahmen des Festivals SOUNDSEEING zum Workshop „Experimentelles Hörspiel“ mit dem Performancekünstler Hubert Steins ein. Am 26.07. und Sa. 27.07., bietet der Klangworkshop „Besinnen und aufmerken“ des Künstlers Klaus Reiber im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst für alle Altersgruppen die Möglichkeit in das Hören im Zusammenhang mit anderen Sinnen zu erleben. Im Focus steht der Mensch und seine Fähigkeit des »Inbeziehungtretens«. »Nicht das Ohr hört, sondern der ganze Mensch.« SOUNDSEEING wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur NRW, und die Kunststiftung NRW und NRW.BANK, Kulturpartner ist WDR 3 Kurator SOUNDSEEING: Stephan Froleyks Träger SOUNDSEEING: Landesmusikakademie NRW, Direktorin: Antje Valentin


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v.l.n.r.: Erwin Stache // Claus van Bebber // Hubert Steins

Veranstaltungen von SOUNDSEEING im Juni + Juli 2019

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# Ausstellung „klangkunst im eiskeller“, claus van Bebber Eiskeller, Altenberge, Gooiker Platz Ausstellungsdauer: 25.05. – 31.07. Öffnungszeiten: Samstags 13 – 16.30 Uhr und Sonntags 11 – 16.30 Uhr und nach Vereinbarung, Besichtigung nur mit Führung möglich ––– Claus van Bebber ist bildender Künstler und Musiker. Seit Jahrzehnten ist er vor allem bekannt für seine Installationen und Arbeiten mit alten Schallplattenspielern. Für den Eiskeller wird er eine neue Arbeit entwickeln, die sich mit den Gegebenheiten des historischen Gewölbes auseinandersetzt. # Konzert „rotAtions“ für vier kontrabässe, seQuoiA kontrabassquartett BLACK BOX im Cuba, Münster, Achtermannstraße 12, So 02.06., 18 uhr Solisten: Antonio Borghini, Meinrad Kneer, Klaus Kürvers , Miles Perkin ––– Ein Improvisationskonzept rund um Bewegung, Rhythmus und organisierte Vielfalt von Klängen und Geräuschen. Am Anfang steht die gedankliche Vorstellung eines klangvollen Szenariums: Eine große alte Fabrikhalle, voll mit alten, gerade noch funktionsfähigen, leicht fehlerhaften Maschinen – Räderwerke, betrieben mit Dampf und

Elektrizität: eine sich ruhig entfaltende, ständig an- und abschwellende Klanglandschaft aus sich überlagernden, pulsierenden Bewegungen und Geräuschen: Zischen, Kreischen, Rumpeln, Quietschen, Kratzen, Schnarchen, Schnaufen, Fauchen, Atmen, Knatschen, Poltern, Knacken, Knarren, Zirpen, Schleifen, Stampfen, Röhren, Rauschen … Jeder der vier Bassisten verkörpert eine oder mehrere der nacheinander einsetzenden Rotations-Maschinen und bestimmt über Klangfarbe, Art des Geräusches und der Textur, Lautstärke, Geschwindigkeit und darüber, wann er spielt und wann nicht. Beginn und Ende von ROTATIONS werden durch ein »weißes Rauschen« markiert. # Konzert Wuppertaler improvisationsorchester 16.06., 18 uhr, Konzertsaal, Landesmusikakademie NRW, Burg 15, Heek 22.06., 20 Uhr, TextilWerk, Spinnerei, Industriestraße 5, Bocholt ––– Unter dem Titel »WIO – Ein Orchester dirigiert sich selbst« wurde das Wuppertaler Improvisations‑Orchester in Zusammen‑ arbeit mit der Peter Kowald Gesellschaft im August 2007 gegründet. Das Ensemble orientiert sich an der vom »London Improvisers Orchestra« praktizierten Arbeits-

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weise der Conductions. Jeder Mitspieler hat durch Handzeichen die Möglichkeit die Leitung zu übernehmen und musika‑ lische Strukturen aus dem Moment heraus zu gestalten. Dabei knüpft das Wupper‑ taler Improvisations Orchester durchaus an vorhandene Vorbilder an: so das Globe Unity Orchestra, in dem Peter Kowald mitspielte, oder das Sun Ra Arkestra. Das WIO besteht aus einem Pool von mehr als 30 Musikerinnen und Musikern, deren musikalische Herkunft von der Klassik über den Jazz bis zur freien Improvisation reicht. # Konzert „Klanggarten“, Klanginstallationen von Pierre Berthet und Claus van Bebber und Konzert Wolfgang Heisig, Phonola und Jan Klare, Saxofon 16.06., 12 Uhr: Eröffnung der Klanginstallation und Konzert mit Wolfgang Heisig, Phonola und Jan Klare, Saxofon, Kulturgut Haus Nottbeck, Oelde 16.06.–31.07.: Ausstellung der Klanginstallation „Klanggarteen“ von Pierre Berthet und Claus van Bebber ––– Der idyllische Garten von Gut Nottbeck ist der Aufgangspunkt für die klangkünstle‑ rischen Fantasien von Pierre Berthet und Claus van Bebber. Ob sie bei ihren neuen Arbeiten Klangobjekte in die Bäume hängen werden oder klingende Drähte verspannen – auf jeden Fall werden sie uns neue akustische Facetten des Orts aufzeigen. # Klangkunstausstellung „SOUNDSEEING“ mit Denise Ritter, Erwin Stache und Franziska Windisch Eröffnung: 12.07., 18 Uhr bei »openART«, DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Klosterstraße 10, Hörstel Öffnungszeiten: Di – Sa 14 – 18 Uhr, So und Feiertage 11 – 18 Uhr ––– Klanginstallationen und Objekte von Denise Ritter, Erwin Stache und Franziska Windisch: Wie unterschiedlich Klangkunst sein kann, das ist im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst zu erleben, wo im großen Saal sowie im Außenraum spielerische Klang‑ objekte von Erwin Stache zur Interaktion einladen. In den Gewölben präsentieren Denise Ritter und Franziska Windisch zwei neue Arbeiten, die auf die Besonderheiten des Orts eingehen und zu intensivem Hören anregen.

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# Workshop „Experimentelles Hörspiel“ – Workshop mit Hubert Steins 14.07.–18.07., Praxisworkshop mit Hubert Steins // Ort: Landesmusikakademie NRW, Steinweg 2, Heek // Dauer: So 14 Uhr – Do 19.30 Uhr | mit Übernachtung // Ausschreibung + Anmeldung: www.soundseeing.net ––– Ein Kurs für Menschen, die Freude an Audi‑ otechnik und Improvisation mit Stimme oder Instrument haben. Inhalt: eigene Klangexperimente aufnehmen und zu einer experimentellen Hörspielproduk‑ tion zusammenfügen, dabei die Handha‑ bung von Mikrophonen, Tonabnehmern und Aufnahmegeräten, Interviewtech‑ niken und Improvisationskonzepten für Stimme und Instrument erproben. Erfah‑ rungen im Umgang mit Audio-Software sind wünschenswert, aber nicht Voraus‑ setzung. # Hörraumkonzerte und Workshops „Besinnen und aufmerken“ mit Klaus Reiber Workshops: Fr 26.07., 14 – 15.30 Uhr, Klangworkshop für alle Altersgruppen, Kinder in Begleitung Erwachsener // 15.30 – 18 Uhr, offene Ausstellung mit Begleitung durch den Künstler // 18 – 19 Uhr, Hörraumkonzert Sa 27.07., 14– 17 Uhr, offene Ausstellung mit Begleitung durch den Künstler // 17– 18 Uhr, Hörraumkonzert ––– Klaus Reiber (D) ist als Musiker Autodidakt und arbeitete seit dem Ende der 80iger Jahre als Schauspielpädagoge an den »Phänomenen«, die das bewusste Hören auf die Entwicklung von Resonanzfähig‑ keit als Grundlage zur Vorbereitung für chorische, solistische oder dialogische Bühnenveröffentlichung beim Bewegungs, Sprach, Gesangs und Handlungsakt haben. Durch seine kulturpädagogische Arbeit und seine Lehrtätigkeit auch im schu‑ lischen und universitären Zusammen‑ hängen entwickelte sich das Projekt oder die Installation »besinnen und aufmerken« mit der Wirkstatt des Hörens und den Hörraumkonzerten für Jedermann. Reso‑ nanzerfahrung und Resonanzbereitschaft sowie das Hören im Zusammenhang mit anderen Sinnen sind die Themen. Im Focus steht der Mensch und seine Fähigkeit des »Inbeziehungtretens«. »Nicht das Ohr hört, sondern der ganze Mensch.« Programm und weitere Informationen: www.soundseeing.net


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von Bazaine bis Singier

AbstrAktion in FrAnkreich

J. Bazaine, Chant de l’aube II, 1985, Öl auf Leinwand, 146 x 97 cm (Detail), Privatsammlung, Schweiz. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019.

KUNSTMUSEUM PABLO PICASSO münster Picassoplatz 1 48143 Münster t. 0251/4 14 47-10 www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr Montagkunst:stück geschlossen 49


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Leuchten der Moderne

Glasproduktion im Licht des Bauhauses 10. Februar bis 25. August 2019 LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim | www.lwl.org Die Sonderausstellung zum 100. Geburtstag des Bauhauses widmet sich den Rahmen‑ bedingungen von Produktgestaltung und Industriedesign im frühen 20. Jh. Sie schlägt den Bogen vom hitzebeständigen Glas über das Industriedesign des Art Déco, die Konzepte des Bauhauses und Wilhelm Wagenfelds Entwürfe bis hin zu den Formen der sogenannten „Neuen Sachlichkeit“.

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Unter den gezeigten Objekten befinden sich viele seltene, noch nie gezeigte Stücke. Begleitet wird die Präsentation von zeitgenössischen Fotos, Werbemate‑ rial, Katalogen und Entwurfszeichnungen. „Das Material illustriert einen einschnei‑ denden Abschnitt der deutschen Technikund Designgeschichte, in der das elek‑ trische Licht innerhalb weniger Jahre die


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linke Seite: Werbung für die Roban-Leuchte aus Jenaer Glas, Entwurf Laszlo Moholy-Nagy, um 1935. Foto: Schott Archiv // oben: Deckenbeleuchtung aus einem Katalog des Jenaer Glaswerks Schott & Gen, unter anderem mit Leuchten von Wilhelm Wagenfeld, 1930-32. Foto: Schott Archiv

Gaslichtbeleuchtung verdrängte“, erklärt LWL-Museumsleiterin Dr. Katrin Holthaus. Die Ausstellung bietet auch Neues: Fünf Designer der Gegenwart haben exklusiv für die Präsentation im LWL-Industriemu‑ seum Neuinterpretationen einiger Wagen‑ feld-Leuchten entwickelt und zeigen damit die Relevanz der Leuchten-Gestaltung für die Gegenwart. Zudem ist die mundge‑ blasene Replik einer nur noch als Entwurf erhaltenen Wagenfeld-Leuchte zu sehen. Die Ausstellung ist Teil des Kooperations‑ projektes „100 Jahre Bauhaus im Westen“ des Landes NRW sowie der beiden Land‑ schaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe. Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören Führungen, Work‑ shops und Exkursionen – nähere Infos und Termin finden Sie auf auf der Website des Museums. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei. Neuinterpretationen Die Ausstellung bietet auch Neues: Fünf Designerinnen und Designer der Gegen‑ wart – Jörg Boner, Jakob Gebert, Ineke Hans, Hanna Krüger und Cecilie Manz – entwickelten exklusiv für die Ausstel‑ lung Neuinterpretationen einiger Wagenfeld-Leuchten, die in der Glas‑ hütte Gernheim umgesetzt wurden. Sie bezeugen damit die Relevanz der

Leuchten-Gestaltung für die Gegenwart. Zudem ist die mundgeblasene Replik einer nur noch als Entwurf erhaltenen Wagen‑ feld-Leuchte zu sehen.

In der Glashütte Gernheim wurden eigens für die Ausstellung Neuinterpretationen von Wagenfeld-Leuchten produziert – hier nach einem Entwurf von Hanna Krüger und Jakob Gebert. Foto: LWL / Hübbe

Hintergrund Ausgangspunkt der Ausstellung sind zwei Sammlungen in Jena. An diesem Traditi‑ onsstandort der optisch-feinmechanischen Industrie und der Spezialglasherstellung existierte bereits seit den 1880er Jahren ein Kompetenz-Cluster zur Herstellung von Beleuchtungsglas und Beleuchtungskör‑ pern. Für das Ausstellungsprojekt werden die Beleuchtungsglas-Bestände dieser

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. petershagen

Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

Sammlungen erstmals präsentiert und um Exponate aus weiteren Privatsamm‑ lungen ergänzt. Noch nie gezeigte Leuchten stehen im Mittelpunkt der Präsentation. Begleitet werden sie von zeitgenössischen Fotos, Zeiss Ikon Stufenspiegel-Pendelleuchten. Entwurf von Adolf Meyer, 1930. Foto: Uli Steube

Werbematerial, Katalogen und Entwurfs‑ zeichnungen. „Das Material illustriert einen einschneidenden Abschnitt der deut‑ schen Technik- und Designgeschichte, in der das elektrische Licht im öffentlichen Raum ebenso wie im Innenraum inner‑ halb weniger Jahre die bis dahin vorherr‑ schende Gaslicht-Beleuchtung verdrängte. Licht und Beleuchtung übernahmen in einer neuen Qualität eine entscheidende Rolle im Gepräge und der Organisation von Räumen“, erläutert Museumsleiterin Holthaus. Bei Schott & Gen. hatte man mit dem Roban-Glas ein hitzebeständiges Milch‑ glas zur Verfügung, das die üblicherweise in der Leuchtenherstellung verwendeten Opalgläser wegen seiner günstigen Streu‑ ungseigenschaften überbot. Gleichzeitig arbeiteten im nahen Weimar am Staat‑ lichen Bauhaus Gestalter an formalen Herausforderungen, die sich aus der neuen elektrischen Lichttechnologie ergaben. „Der von Walther Gropius erhobenen Forderung ‚Kunst und Technik eine neue Einheit!‘ bot sich das Aufgabenfeld von Wohnkultur und zeitgemäßer Beleuch‑ tung besonders an. In der Metallwerk‑ statt des Bauhauses arbeitete Wilhelm Wagenfeld und stellte 1924 eine Tisch‑ leuchte mit Kuppel aus Jenaer Glas vor - ein legendärer Entwurf, bis heute populär als

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Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

‚Bauhaus-Leuchte‘“, so Holthaus. Ab 1931 entwickelte Wagenfeld am Jenaer Glas‑ werk ein Sortiment von Leuchten, unter anderem auch Modelle der „Astax“-Reihe: Leuchten, deren Korpus ganz oder teil‑ weise verspiegelt war.

NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen. Es wurde maßgeblich durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Bundes‑ ministerium für Ernährung und Landwirt‑ schaft) gefördert. Sie wird ab September 2019 im Stadtmuseum Jena zu sehen sein.

Die Werbung für das moderne Glas aus Jena konzipierte Lázló Moholy-Nagy und kultivierte dabei das Licht als zeitgemäßes gestalterisches Medium. Mit Jena ist auch der Name Zeiss als führendes Unter‑ nehmen der optisch-feinmechanischen Industrie verbunden. 1926 hatte sich das Unternehmen mit anderen Herstellern von Fotokameras zum Zeiss Ikon-Konzern mit Sitz in Dresden zusammengeschlossen. Zur Produktpalette gehörten auch verspie‑ gelte Leuchten, produziert im Goerzwerk in Berlin. Einige Modelle entwarf Adolf Meyer, Architekt, Meister am Weimarer Bauhaus und langjähriger Mitarbeiter von Walther Gropius. Holthaus: „Die Zeiss IkonLeuchten stehen beispielhaft für die klare, aus Einzelelementen bestehende Formen‑ sprache der Neuen Sachlichkeit.“

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim Gernheim 12, 32469 Petershagen Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Hübbe

Partner und Förderer Die Ausstellung wurde entwickelt von Prof. Jakob Gebert, Armin Huber, Hanna Krüger und Dr. Angelika Steinmetz-Oppel‑ land im Auftrag des LWL-Industriemu‑ seums Glashütte Gernheim. Sie ist Teil des Kooperationsprojektes „100 jahre bauhaus im westen“ der beiden Landschaftsver‑ bände Rheinland und Westfalen-Lippe unter Schirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes

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Nobuyuki Tanaka

Urformen. Primordial Memories 31. März bis 30. Juni 2019 Museum für Lackkunst, Münster www.museum-fuer-lackkunst.de In den Skulpturen des Künstlers Nobuyuki Tanaka, einem der kreativsten Akteure der Lackkunst Japans, verbinden sich jahrtau‑ sendealte Technik mit zeitgenössischer Formensprache. Inspirationen für seine innovativen Lackskulpturen, die einer‑ seits schwebend, andererseits massiv erscheinen, oder wiederum organisch anmuten, zieht Tanaka aus Naturphäno‑ menen und dem menschlichen Körper. Dem Farbklang traditioneller Lackkunst verbunden, erstrahlen die Oberflächen der raumgreifenden, amorphen Strukturen

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und Objekte in hochglänzendem Schwarz oder Rot. In Kooperation mit der Pfalzgalerie Kaiserslautern präsentiert das Museum für Lackkunst in Münster Nobuyuki Tanaka zum ersten Mal mit einer Ausstellung in Europa. Seine Werke wurden zuvor in Kaiserslautern gezeigt. ––– Das Museum für Lackkunst Das Museum für Lackkunst, eine Einrich‑ tung der BASF am Standort Münster, beherbergt eine weltweit einzigartige


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Nobuyuki Tanaka, Tanaka Studio © Nobuyuki Tanaka unten rechts: Inner side – Outer side, 2016 © Tadasu Yamamoto

Sammlung von Lackkunst aus Ost- und Südostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtau‑ senden. Sonderausstellungen vertiefen Einzelaspekte der traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst. ––– Öffnungszeiten: Mittwoch–Sonntag, gesetzliche Feiertage: 12–18 Uhr, Dienstag: 12–20 Uhr Museum für Lackkunst Windthorststraße 26, 48143 Münster

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. münster

Französische Nachkriegskunst im Picasso-Museum in Münster

Durch das Licht

Abstraktion in Frankreich 11. Mai bis 29. September 2019 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Die Schau „Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich“ setzt sich zum Ziel, die Malerei der französischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu entdecken, die vom Abstrakten Expressio‑ nismus amerikanischer Prägung mehrheit‑ lich aus den Museen verdrängt wurde. Die Ausstellung mit rund 100 Gemälden, Aqua‑ rellen und Zeichnungen ist eine Koope‑ ration zwischen dem Musée Granet, Aixen-Provence, dem Museum Roubaix, La Piscine – Musée d’art et d’industrie AndréDiligent und dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster. „Wir untermauern mit der einzigen deutschen Ausstellungsetappe, dass diese

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Spielart der französischen Kunst der Nachkriegsjahre internationale Strahlkraft besaß und noch immer besitzt. Picasso war kein ausgesprochener Freund der Abstraktion, aber für drei Monate wird er wohl diese künstlerische Nachbarschaft ertragen“, führt Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller aus. In den Jahren nach dem Zweiten Welt‑ krieg rangen einige französische Künstler um eine völlig neue Bildsprache, die die gegenständliche Welt hinter sich ließ. Sie schufen Strukturen und Farbsymphonien, die das Bild als gänzlich selbständige und eigengesetzliche Welt präsentierten. Jean Bazaine, Roger Bissière und Alfred Manes‑


. münster

sier gehörten ebenso zu dieser Gruppie‑ rung wie Elvire Jan, Gustave Singier und Jean le Moal. Gemeinsam beschritten sie den Weg in die Gegenstandslosigkeit. Die ihnen verliehenen Etiketten wie „Zweite École de Paris“ oder „abstrakte Land‑ schaftsmalerei“ werden ihrer Vielgestal‑ tigkeit jedoch kaum gerecht. Die Ausstellung zeigt Werke einer Schweizer Privatsammlung und Exponate aus französischen und Schweizer Museen. Sie überspannen einen Zeitraum von vier Jahrzehnten ab den 1950er Jahren. Kubismus und Surrealismus prägten maßgeblich die Künstlerin Elvire Jan und ihre männlichen Kollegen, die sich erst‑ mals im Jahr 1941 zu einer Ausstellung zusammenfanden. Alle in der Präsentation vertretenen Künstler haben Glasmalereien geschaffen. Die Arbeit in diesem Medium übte großen Einfluss auf ihr malerisches Schaffen aus. Insbesondere Alfred Manes‑

sier feierte mit seinen Fenster-Arbeiten für deutsche Kirchen (Essener Münster, Sankt Gereon, Köln, Liebfrauenkirche, Bremen) in den frühen 60er und 70er Jahre große Erfolge. Ausstellungskurator Florian Rodari (Fonda‑ tion Jean et Suzanne Planque) betont: „Die amerikanische Avantgarde in Gestalt des abstrakten Expressionismus und der Pop Art hat diese französischen Malerinnen und Maler ab den 70er Jahren von der Kunstbühne verdrängt. Dem klarsichtigen Blick eines Sammlers ist zu verdanken, dass wir die Zusammengehörigkeit dieser Gruppe von Künstlern in der Präsentation erfahren können. Sie arbeiteten zeitgleich nebeneinander, ohne jedoch eine Kunstbe‑ wegung im eigentliche Sinne zu bilden.“ Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster

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Pablo Picasso, Hockende Frau mit erhobenem Arm, 1956 Lithografie © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Picasso und die Nachkriegsmoderne

11. Mai bis 29. September 2019 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

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Parallel zu Schau „Durch das Licht Abstraktion in Frankreich“, zeigt das Picasso-Museum mit Werken aus seinem eigenen Bestand Picassos künstlerisches Schaffen der 1950er- und 1960er-Jahre, das im Spannungsfeld der weltweiten Entwicklungen der Kunst der Gegenwart steht. Zwischen Figuration und Abstrak‑ tion, zwischen politischem Engagement und dem Rückzug ins Private, zwischen massenmedialer Berühmtheit und der intensiven Auseinandersetzung mit der Kunst der Alten Meister kreiert Picasso ein einzigartiges, vielgestaltiges Werk, das sich gegenüber den künstlerischen Avantgardebewegungen der Nachkriegs‑ zeit immer wieder neu positioniert und erfindet. Anhand von Porträts, Stillleben und Akten vermittelt die Ausstellung einen intimen Einblick in Picassos künstlerische Strategien dieser Zeit.

ligen Gegenwartskunst der 1950er-Jahre vor Augen führen sollten.

Die Ausstellung thematisiert dabei Pica‑ ssos künstlerische Beiträge zur documenta 1 und 2, bei der auch Werke von Jean Bazaine, Roger Bissière, Alfred Manessier, Jean Le Moal und Gustave Singier sowohl einem breiten deutschen als auch internati‑ onalen Publikum die Tendenzen der dama‑

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Darüber hinaus beschäftigt sich die Schau mit unbekannten Seiten des künstlerischen Schaffens Picassos, wie die in Zusammen‑ arbeit mit dem norwegischen Bildhauer Carl Nesjar entstandenen Betonskulpturen, die – prominent im öffentlichen Raum in Weltstädten wie Amsterdam, Barcelona und New York platziert – ein spannendes Pendant zur brutalistischen Architektur der Nachkriegsmoderne repräsentieren. Abgerundet wird der Ausstellungsparcours durch die cinematografische Auseinan‑ dersetzung der Regisseure der Nouvelle Vague mit dem spanischen Ausnahme‑ künstler, die durch ihre unkonventionelle Filmästhetik das Kino der 1950er- und 1960er-Jahre revolutionierten. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen: 10.00 – 18.00 Uhr Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster


. münster

vergangenheit gegenwart zukunft Dies sind die drei Zeitstufen, die das Leben des Menschen bestimmen. Aus der Gegenwart heraus versuchen wir, die Zukunft zu formen und zu verändern. Dieser Gestaltungsversuch geschieht mit dem Wissen, das in der Vergangenheit gesammelt worden ist. Die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln ist daher ein wichtiges Element zur Gestaltung von Gegenwart und Zukunft. Das Leben in der Stadt und im Schloss Ahaus und die Geschicke seiner Bewohner im Lauf der Geschichte zu zeigen und zu erläutern, ist das Anliegen des torhausmuseums schloss ahaus. In wechselnden Ausstellungen tritt die Geschichte des Ortes dem Besucher vor Augen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen zu einer Einheit.

schloss ahaus Öffnungszeiten dienstags - freitags samstags sonntags, feiertags

10.00 bis 12.00 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr

torhausmuseum schloss ahaus kunst:stück Sümmermannplatz · 48683 Ahaus

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Fashion Material. Modewelten von Stephan Hann

neue Sonderausstellung im Textilwerk Bocholt

25. Mai bis 06. Oktober 2019 www.lwl-industriemuseum.de | LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt | Spinnerei Plastiktüten, Telefonbuchseiten oder Vide‑ obänder – der Berliner Künstler Stephan Hann schneidert seine Couture aus Materialien, denen wir keine Beachtung schenken. Kombiniert mit edler Seide, Spitze oder Kristallen entstehen Kleider, bei denen die Grenze zwischen Mode und Kunst verschwimmt. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Fashion Material“ im Textil‑ werk Bocholt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt in seinem Indus‑ triemuseum zu einer Reise in die phantasti‑ schen Modewelten von Stephan Hann mit rund 60 Objekten des Künstlers ein. „Wenn wir ehrlich sind: Unsere Kleider‑ schränke sind voll. Aber die Modeindustrie möchte gerne, dass wir sie immer wieder neu füllen. In Modezeitschriften und auf Social Media-Plattformen sehen wie immer neue Trends und werden zum Kaufen

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aufgefordert. Stephan Hann setzt sich in seinen Kreationen mit genau dieser Kurz‑ lebigkeit und dem Konsum auseinander. Seine außergewöhnlichen Kreationen lassen uns nachdenken über das Diktat der immer Neuen in der Mode“, erklärt Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Die Ausstellung „Fashion Material“ ist Teil des Verbundprojektes „Alles nur geklaut? Die abenteuerlichen Wege des Wissens“ mit insgesamt sechs Ausstellungen an verschiedenen Standorten des LWL-Indus‑ triemuseums. „In Bocholt greifen wir mit der Mode einen Aspekt des Themas auf, der jeden von uns betrifft. Wir fragen: Kann Mode überhaupt neu sein, oder ist das, was uns als letzter Schrei verkauft wird, schon einmal dagewesen und folglich alles nur geklaut?“, so Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums.


. bocholt

linke Seite: Vivienne Westwood // Design Tracht Hochschule,Hannover alle Bilderdieser Seite: Kreationen von Stephan Hann / © LWL-Industriemuseum, Fotos: Sven Betz

Stephan Hann ist gelernte Herrenmaß‑ schneider und Modedesigner. Für seine Roben verwendet er Materialien, die wir aus unserem Alltag kennen: Telefonbuch‑ seiten, Zeitungen, Malervlies, Architektur‑ pläne, Videoband oder Plastiktüten und andere Verpackungen. Dazu spielt der Berliner mit ikonischen Schnitten und Formen und veredelt seine Entwürfe durch den Einsatz von Seide, Spitze oder glitzernden Steinen. „Dadurch entsteht eine völlig neue ästhetische Wertig‑ keit. Allen Werken ist eine unglaubliche Eleganz zu eigen. Sie spielen mit Erinne‑ rung, entlarven den Luxus und kommen‑ tieren den unstillbaren Hunger unserer Gesellschaft nach Konsum“, sagt Martin Schmidt, wissenschaftliche Referent im Textilwerk Bocholt und Kurator der Ausstellung.

dung und hässliche Kleidung“. Sie handeln getreu dem Motto von Vivienne Westwood „Buy less, choose well, make it last”. Auch von der weltberühmten Designerin finden sich fünf Kreationen in der Bocholter Ausstellung. Sie werden ergänzt um Entwürfe aus der Hand des italienischen Modeschöpfers Giorgio Armani. LWL Industriemuseum TextilWerk Bocholt | Spinnerei Industriestraße 5, 46395 Bocholt

Als „Kommentar“ zu den Objekten von Stephan Hann zeigt das LWL-Industriemu‑ seum Arbeiten von Modedesign-Studie‑ renden der Hochschule Hannover. Upcy‑ cling, Recycling und Zero Waste sind Bausteine ihres Forschungsprojekts „use less: Designstrategien gegen Verschwen‑

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. ausstellungsverzeichnis

Museumsquartier osnabrück, Felix-NussbaumHaus, Kulturgeschichtliches Museum | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück | T. 0541.3232207 www.museumsquartier-osnabrueck.de – Friedrich Einhoff. Das vertraute Unbekannte. Gemälde und Zeichnungen | 23.06. (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 15.09. – Brigitte Waldach. Existenz | bis 10.11. KUNSTHALLE OSNABRÜCK | Hasemauer 1 | 49074 Osnabrück | T. 0541.3232190 | kunsthalle.osnabrueck.de – European Media Art Festival. Wild Grammar | bis 30.06. Atelierbilder - Atelier Einhoff, Foto: Friedrich Einhoff Museumsquartier Osnabrück

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum | Markt 6 | 49069 Osnabrück | T. 0541.969244 | www.osnabrueck. de – Darüber lacht die Republik – Friedrich Ebert und ‚seine‘ Reichskanzler in der Karikatur | bis 08.09. hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29/30 | 49074 Osnabrück | T. 0541. 58051396 www.hase29.de – reprint. Wandel durch Reproduktion | bis 08.06. – Be Absolutely Concrete. Drawing Worlds – Welten zeichnen 22.06. bis 03.08.

Regine Wolff, Zorn, 2017, Mischtechnik, 100 x 120 cm, Detail BBK Kunst-Quartier

Hiltrud Schäfer, Skulptur Skulptur Galerie

Kunst-Quartier | Bierstraße 33 | 49074 Osnabrück | www.bbk-osnabrueck.de – Reggine Wolff. Walden | bis 29.06. – Nicole Widner und Stella Metzig. selected: heiß und fertig | 05.07. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 24.08. SKULPTUR GALERIE | Bierstraße 2 | 49074 Osnabrück | www.skulptur-galerie.de – Joshua Sassmannshausen. D. FUGE, polyphone Mehrstimmigkeit – Materialien, Töne, Skulptur, Objekte und Mixed Media | bis 22.06. – Hiltrud Schäfer. Das Zischen der Rasen im Sommer – künstlerische Annäherung an Joni Mitchell | 27.06. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 03.08. Galerie Letsah | Süntelstraße 49 | 49088 Osnabrück | T. 0541.49911 | www.galerie-letsah.de – Jens Hunger. Stay with me | 01.06. bis 30.06. Galerie w | Heger-Tor-Wall 26 | 49078 Osnabrück | T. 0541.93397950 | www.galeriew.de – Sun-Rae Kim // Christoph Bouet | bis 29.06.

Riesenpilzmodelle für die Sonderausstellung „Die geheime Welt der Pilze“ im Museum am Schölerberg, Foto: Bernd Fickert, Museum Wiesbaden

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kunst:stück

Museum am Schölerberg – Natur und Umwelt Klaus-Strick-Weg 10 | 49082 Osnabrück | T. 0541.560030 www.osnabrueck.de/mas – Die geheime Welt der Pilze – Gift, Genuss und Mythos | bis 16.01.2020


. osnabrück

FRIEDRICH EINHOFF DAS VERTRAUTE UNBEKANNTE 23.6. - 15.9.19 Foto: Friedrich Einhoff

Museumsquartier Osnabrück | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück www.museumsquartier-osnabrueck.de | museum@osnabrueck.de Telefon: 0541 323-2207 / 323-2237 kunst:stück

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. ausstellungsverzeichnis

Tuchmacher Museum Bramsche | Mühlenort 6 | 49565 Bramsche | T. 05461.94510 | www.tuchmachermuseum.de – Was guckst Du!? Kommunikation mit T-Shirts | bis 23.06. – Auf den zweiten Blick. Bauhaus-Stoffe als Inspiration | 06.07. bis 08.09. – Schafstag. Aktionen und Markt rund ums Schaf 16.06., 10–17 Uhr

Tuchmacher Museum Bramsche, Entwurf Gunta Stölzl, Foto: Fotostudio Kröger

Museum und Park Kalkriese | Venner Straße 69 | 49565 Bramsche | T. 05468.92040 | www.kalkriese-varusschlacht.de – Roms Legionen. Kleine Römer groß in Szene | bis 03.11. – Römer- und Germanentage | Pfingsten, 09. / 10.06., 10–18 Uhr Museum im Kloster | Stiftshof 4 | 49593 Bersenbrück T. 0541.5014034 | www.museum-im-kloster.de – Vorsicht Urne. Brandgräberfelder im Altkreis Bersenbrück bis 07.07.

Modellszene „Auf dem Marsch“ © Mules-of-Marius.com Foto: W. Hartung Museum und Park Kalkriese

Draiflessen Collection | Georgstraße 18 | 49497 Mettingen | T. 05452.91683000 | www.draiflessen.com – fremd und vertraut – Kabinettausstellung | bis 04.08. – Glaube. Teil 1 der Ausstellungstrilogie „Glaube, Liebe, Hoffnung“ | bis 18.08. Kloster Bentlage Rheine | Bentlager Weg 130 | 48432 Rheine | T. 05971.918400 | www.kloster-bentlage.de – Saligia. Die 7 Todsünden. 7 Mobile Installationen | bis 23.06. – Marc Mennigmann. Hands | 07.06. (Eröffnung: 17.30 Uhr) bis 04.08. – Marita G. Weiden. Farbkosmen | 17.07.(Eröffnung: 11 Uhr) bis 06.09.

Louis Soutter, The Empty Cross, 1939, Aargauer Kunsthaus, Aarau / Schenkung Betty und Hartmut Raguse-Stauffer Draiflessen Collection

Jean-Baptiste Camille Corot, L’Etang, Gardeuse des Vaches (Teich mit Kuhhirtin), um 18601865, Öl/Holz, 40 x 33 cm, Otto Modersohn Museum Tecklenburg

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kunst:stück

Falkenhof Museum Rheine | Tiefe Straße 22 | 48431 Rheine | www.rheine.de | T. 05971.920611 – Dauerausstellung

8.4. - 10.6.2018

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Klosterstraße 10 | 48477 Hörstel | T. 02551 694200 | www.da-kunsthaus.de – Schlösser und Burgen 2019 | Aktionstag 16.06., 11 Uhr – Jugend gestaltet. Ausstellung | bis 23.06. – Sommerfrische Gravenhorst. Historische Präsentation Geschichte hinterm Giebel | bis 08.09 – openART – DA passiert Kunst, Abend der offenen Tür | 12.07., 18 Uhr Ideenwerkstatt, Performances, Künstler*innen – SOUNDSEEING. Klangkunstfestival – Sommerausstellung 12.07. bis 01.09. (Eröffnung im Rahmen von openART) Klanginstallationen: Denise Ritter, Erwin Stache, Franziska Windisch Otto Modersohn Museum | Markt 9 | 48545 Tecklenburg | T. 05482 9262160 | www.ommt.de – Barbizon und Otto Modersohn. Meisterwerke von Corot bis Rousseau aus einer Privatsammlung | bis 03.11.


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HILTRUD ScHäfer SCHÄFER Hiltrud 27.06.− 03.08. → Eröffnung ERÖFFNUNG 27.06.,19 uhr UHR

daS DAS ZiScHen ZISCHEN der DER raSen RASEN im IM Sommer SOMMER − künstlErischE KÜNSTLERISCHE AnnähErung ANNÄHERUNG An AN Joni JONI MitchEll MITCHELL

Bierstraße 2 · 49074 Osnabrück Mo, Do, Fr 15–19 Uhr, Sa, So 11–16 Uhr www.skulptur-galerie.de


. ausstellungsverzeichnis

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | 49751 Sögel | T. 05952.932325 | www.clemenswerth.de – Weite und Licht. Künstler entdecken den Norden | bis 23.06. – Der Blick des Malers - Werner Heinze | 29.06. bis 01.09.

Parastou Forouhar, Das Gras ist grün, der Himmel ist blau und sie ist schwarz, 2017, Fotografie, Ausschnitt, Courtesy Parastou Forouhar, Kunsthalle Lingen

Städtische Galerie Nordhorn | Vechteaue 2 48529 Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de T. 05921.971100 – Ticket To Ride. Meisterschüler*innen der HBK Braunschweig bis 11.08. Kunsthalle Lingen | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de – Schluss mit reden, spielen wir! Zuzanna Czebatul, Angela Fette, Sina Folwaczny, Parastou Forouhar, Kalin Lindena, Mona Mahall / Asli Serbest, Anne Pöhlmann, Rebecca Ann Tess, Anke Weyer, Adrian Williams | 08.06. bis 25.08. – Weltanschauungen | 08.06. bis 25.08.

Shunsuke Imai, Ohne Titel 2018 + 2019, Acryl auf Leinwand Kunstverein Grafschaft Bentheim

Kunstverein Grafschaft Bentheim | Hauptstr. 37 49828 Neuenhaus | www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de – Shunsuke Imai. Range Finder – Malerei, Plastik | bis 28.07. – Parallel 39: Wolfgang Weßling, Portraitfotografie | bis 07.07. HeinrichNeuyBauhausMuseum | Kirchplatz 5 | 48565 Steinfurt-Borghorst | T. 02552 9958309 | www.hnbm.de – Bauhaus-Dialoge. Die Avantgarde in Osteuropa | 02.06. (Eröffnung: 11 Uhr) bis 18.09. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | Picassoplatz 1 48143 Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de T. 0251.4144710 – Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich. Von Bazaine bis Singier | bis 29.09. – Picasso und die Nachkriegsmoderne | bis 29.09.

Jean Bazaine, Chant de l'aube II, 1985, Öl auf Leinwand, © ADAGP, Paris 2019, Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

MUSEUM FÜR LACKKUNST | Windthorststraße 26 | 48143 Münster
 | T. 0251.418510
| www.museum-fuer-lackkunst.de – Nobuyuki Tanaka. Urformen. Primordial Memories | bis 30.06. Stadtmuseum Münster | Salzstraße 28 | 48143 Münster T. 0251.4924503
| www.stadtmuseum-muenster.de – Alles auf Leeze! – Fahrradstadt Münster | bis 8.09. – Deutsche Bundeskanzler in Münster | bis 08.09. – Vor 50 Jahren - Münster 1969 | bis 24.11. – Aufbruch! Die Anfänge der Homosexuellen-Bewegung in Münster | bis 08.09.

Nobuyuki Tanaka, Tanaka Studio © Nobuyuki Tanaka Museum für Lackkunst

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kunst:stück

LWL-Museum für Kunst und Kultur | Domplatz 10 48143 Münster | www.lwl-museum-kunst-kultur.de – Sean Scully. Vita Duplex | bis 08.09. – Hülle und Kern. Multiples von Joseph Beuys | bis 29.09.


Marc Mennigmann

Fotos: Marc Mennigmann

HANDS Ausstellung Fotos: Marc Mennigmann

07.06. - 04.08.2019

Kloster Bentlage · Bentlager Weg 130 · 48432 Rheine Tel. 05971 918 468 · www.kloster-bentlage.de


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– Das Werk als Ort – Vom Entstehen kommunikativer Räume / Skulptur Projekte Archiv | bis 29.9. – Salonfähig! 106 Werke aus dem Museumsdepot | bis 26.01.20 Kunsthaus Kannen | Alexianerweg 9 | 48163 Münster T. 02501.96620000 | www.kunsthaus-kannen.de – Alles aus Erde, Lehm und Ton | bis 29.09. Christiane Blattmann, Opera Shoes, Keramik, Gips, Gesso, je 19 x 28 x 8 cm , 2018, Courtesy the artist | Kunsthalle Münster

Kunsthalle Münster | Hafenweg 28 | 48155 Münster T. 0251.6744675 | www.kunsthalle.muenster.de – Christiane Blattmann. Un-Break my Walls | bis 21.07. Westfälischer Kunstverein | Rothenburg 30 | 48143 Münster | T. 0251.46157 | www.westfaelischer-kunstverein.de – „L'Intrus REDUX“. Ayman Alazraq / Emanuel Svedin, Nadia Barkate, Mounir Gouri, Jumana Manna, Omar Mismar, Chelsea Knight / Shane Aslan Selzer, Mourad Krinah, Anna López Luna, Katharina Monka, Sondra Perry, Sreshta Rit Premnath, Lara Tabet | 15.06. bis 18.08. – RADAR: Jonas Justen. Plötzlich Vorstand | 15.06. bis 18.08.

Peter August Böckstiegel, Selbstbildnis, 1919, Aquarell und Deckfarben auf Papier | Museum Peter August Böckstiegel

TextilWerk Bocholt | LWL-Industriemuseum, Spinnerei Industriestraße 5 | 46395 Bocholt | T. 02871.216110 | www. lwl-industriemuseum.de – Fabrik. Denkmal. Forum. 40 Jahre Industriemuseum fotografiert von Berthold Socha | 06.04. bis 08.09. – Sounds of Changes. Make history heard | 06.04. bis 08.09. Museum Peter August Böckstiegel | Schloßstraße 33824 Werther | T. 05203.3297 | www.museumpab.de – Jugend und Alter – Der Mensch im Werk von Peter August Böckstiegel | bis 15.09.

Vivienne Westwood Textilwerk Bocholt

Herforder Kunstverein im Daniel-PöppelmannHaus | Deichtorwall 2 | 32052 Herford | T. 05221.189689 www.poeppelmannhaus.de | www.herforder-kunstverein.de – Die Briten in Westfalen | bis 14.07. – Aatifi – Bielefeld / Kabul. Alphabet der Malerei – Die abstraktskripturale Magie der Formen | 27.07. bis 27.10. Marta Herford | Goebenstraße 2-10 | 32052 Herford T. 05221.9944300 | www.marta-herford.de – Die Realität… ist absurder als jeder Film | bis 10.06. – Rebellische Pracht. Design-Punk statt Bauhaus | bis 01.09. – Haltung & Fall. Die Welt im Taumel | 29.06. bis 06.10. // Rund 30 Werke auf Leinwand und Papier

Werbung für die Roban-Leuchte aus JENAer Glas, Entwurf Laszlo Moholy-Nagy, um 1935, LWL Glashütte Gernheim

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kunst:stück

Glashütte Gernheim | LWL-Industriemuseum | Gernheim 12 | 32469 Petershagen | T. 05707.93110 | www.lwlindustriemuseum.de – Leuchten der Moderne. Glasproduktion im Licht des Bauhauses | bis 25.08.


kunst:stĂźck

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. osnabrück

MENSCH®

SPIELTRIEBE 8 – Festival für zeitgenössisches Theater www.spieltriebe-osnabrueck.de | 06. – 08. September 2019 Das SPIELTRIEBE-Festival für zeitgenössisches Theater wird zum achten Mal die Spielzeit des Theaters Osnabrück eröffnen. An ungewöhnlichen Spielorten in der ganzen Stadt wird zusammen mit dem Publikum drei Tage lang Theater als heutige Kunstform erkundet. MENSCH ® ist das Festivalthema, ein Bezugspunkt für 12 neue Theaterarbeiten, darunter dieses Mal auch eine KonzertInstallation, eine Performance sowie zwei Kunst-Installationen. Die Produktionen setzen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema auseinander, wie unsere Zukunft aussehen kann. Der Mensch als Ware oder als Patent, das rechtlich geschützt und dann ökonomisch ausgebeutet werden kann – ist das die Zukunft, die uns blüht? Geben wir mit der Verschmelzung von Mensch und Maschine nicht das auf, was uns als Menschen ausmacht? Das sind Konflikte,

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kunst:stück

mit denen sich sPiEltriEbE 8 auseinan‑ dersetzt. Beim SPIELTRIEBE-Festival entscheiden sich die Besucher*innen beim Kauf einer Karte für eine von fünf Festivalrouten. Alle Routen starten mit Die MenschenFABrik im Theater am Domhof. Im Anschluss an diese Auftaktproduktion erleben die Zuschauer*innen auf ihrer Route zwei Produktionen und eventuell noch eine Installation an ungewöhnlichen Spielorten in der Stadt. In Die MenschenFABrik werden Osnabrücker Bürger*innen zusammen mit Schauspieler*innen aus dem Ensemble ihre persönliche zukünftige Welt entwickeln. Grundlage des Stücks ist Oskar Panizzas gleichnamige Erzählung über den (Alb-) Traum vom künstlichen Menschen, in der der Protagonist in eine Menschenfabrik gerät und ihm die Vorteile des „neuen Fabrikats“ gegenüber des Prototyps


. osnabrück

„Mensch“ vorgestellt werden. Auf den sich anschließenden Routen vertiefen und erweitern sich dann die Fragen nach möglichen menschlichen, ökonomischen, moralischen und biologischen Zukunftsszenarien. Im emma-theater wird das Stück iki.rADikAlMensch uraufgeführt, das der Autor Kevin Rittberger eigens für SPIELTRIEBE geschrieben hat und in dem IKI, eine „Intime Künstliche Intelligenz“, und Peter ein Paar geworden sind. Der Laute Speicher wird gleich auf zwei Etagen bespielt: Im Erdgeschoss wird in nyotAiMori von Sarah Berthiaume die neoliberale Arbeitswelt mit ihren heimtückischen Zwängen zur Selbstoptimierung und Selbstausbeutung beleuchtet, während im Dachgeschoss die Grenzen des menschlichen Körpers neu ausgelotet werden. Denn der Protagonist des Stücks ein körper Für hier unD JetZt von Mehdi Moradpour strebt nach einem Körper jenseits der Geschlechtsspezifika, nach einem transhumanen Körper. Der Frage nach der Verbindung von Körper und Technik nimmt sich auch, aber anders, die Dance Company in tABulA rAsA in der Liebfrauen-Kirche an. Während die Konzertinstallation Der Alte trAuM in der Duni-Halle 1 zeigt wie die Neugier des Menschen ihn seit jeher dazu befähigte, seine Grenzen zu erweitern, setzt sich die Oper DAs eBenBilD (ebenfalls in der Duni-Halle 1) mit dem Klonen und den moralischen Grenzen der Forschung auseinander. In der Tischlerei

Seibt findet die OSKAR-Produktion linus in Der stuFenWelt von Anne‑Laure Bondoux statt. Hier lehnt sich Linus in einer fiktionalen Zukunft gegen die Ungerechtigkeit einer Weltordnung auf, die die Menschen in Stufen einteilt. Der Projektjugendclub findet sich extra für das SPIELTRIEBE-Festival zusammen und präsentiert Anthony Burgess‘ A clockWork orAnGe in dem ehemaligen Sportgeschäft „Sportarena“. In der Performance DAyDreAMs & niGhtscreAMs werden BR*OTHER ISSUES, die unverwandten Brüder und selbsternannten Experten Johannes und Moritz, auf Gut Leye ein Schlaflabor konstruieren. Denn was bedeutet der Schlaf in Zeiten des Kapitalismus? Ist er der letzte Zufluchtsort oder eine ungenutzte Möglichkeit zur Selbstoptimierung? Von Lan Pham und Yi-Jou Chuang werden SPIELTRIEBE Installationen auf Gut Leye und in der Duni-Halle 2 zu erleben sein, bei denen gezeigt wird, wie eng die Zukunft des Menschen mit technischen Geräten und dem stets fließendem Informationsfluss verwoben sein wird. Die Produktionen des Festivals machen verschiedene Zukunftsszenarien exemplarisch erlebbar und nachvollziehbar. Begeben Sie sich also mit dem Theater auf eine Reise in neue Welten – ob schön, erschreckend, utopisch oder dystopisch – wir werden Teil dieser Entwicklung sein und können Einfluss nehmen. Finden wir gemeinsam heraus, wie unsere Zukunft aussehen wird!


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kunst:stück Magazin | issue 80 - Osnabrück & Münsterland  

Ausgabe für Juni + Juli 2019 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Osnabrück + Münsterland

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