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kunst:stĂźck Magazin fĂźr Kunst und Kultur in der Region Bremen Oldenburg und Hannover issue 41 | September + Oktober 20 19

Terrakotta-Figur von Johanna Beil


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André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand, Musée d'Art moderne de Troyes © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Im Rausch der Farbe Von Gauguin bis Matisse

Prof. Dr. Markus Müller, Museumsleiter Kunstmuseum Pablo Picasso Münster www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Die französische Champagne wird im öffentlichen Bewusstsein untrennbar mit dem gleichnamigen, perlenden Nobel-Getränk assoziiert. Weit weniger bekannt sind im Ausland ihre üppigen Kunstschätze und Museen, die man in Flaschenform leider nicht exportieren kann. So ist es ein ausgesprochener Glücksfall, dass das Musée d’Art Moderne in Troyes wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist und Münster als einzige europäische Ausstellungsstation den Zuschlag erhalten hat, die Bestände dieses Museums zu präsentieren. Die Impressionisten mit ihrer heiteren Freilichtmalerei sind in den Beständen des Museums in Troyes ebenso vertreten wie die expressive, farbintensive Malerei der „Fauves“. Als „wilde Tiere“ taufte die Kunstkritik eine Gruppe von Künstlern, die sich als Altersgenossen freundschaftlich um Henri Matisse gescharrt hatten. André Derain, Maurice de Vlaminck und Georges Braque sind in Troyes mit Spitzenwerke aus ihrer fauvistischen Hochphase vertreten. Die dort versammelten Gemälde können es mit jedem großen Museum der Welt aufnehmen.

Der Sammelleidenschaft des Textilindustriellen Pierre Lévy und seiner Ehefrau Denise ist es zu verdanken, dass diese prominenten Kunstschätze in Troyes eine Heimat gefunden haben. So folgt denn die Kollektion ihren Geschmacksvorlieben und erhebt nicht den Anspruch, einen historischen Abriss der französischen Moderne zu liefern. So trugen die Lévys das Schönste und Vornehmste zusammen, was die französische Kunst vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Von Rodin bis Degas, von Matisse bis Gauguin sind all die großen künstlerischen Schöpfer Frankreichs in dieser Kollektion vertreten. Der Gang durch diese opulent mit 70 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Wandteppichen bestückte Ausstellung hat das Potenzial, dass nicht nur moussierende alkoholische Getränke, sondern auch die vereinten Kunstwerke bei moderatem Genuss einen Rausch bewirken – den Rausch der Farbe. Prof. Dr. Markus Müller Museumsleiter Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

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INhALT 03 Grußwort 03 Prof. Dr. Markus Müller Museumsleiter Kunstmuseum Pablo Picasso Münster 04 Inhalt 04 - Impressum 06 Bremen & Umzu 23 - Worpswede 25 - Syke 26 - Sögel 28 - Bremerhaven 30 - Achim 32 - Verden 34 - Föhr

38 Oldenburg & Umzu 43 - Wilhelmshaven 48 - Rastede 50 - Hude 52 - Dötlingen 54- Papenburg 56 - Nordhorn 57 - Emden 60 62 58 70

Münster Osnabrück hannover hamburg

DAs TITELBILD Terrakotta trifft Zeichung ForumFormClemenswerth zeigt Arbeiten von Johanna Beil und Ingeborg Dammann-Arndt ––– 07. September bis 31. Oktober 2019 Emslandmuseum Schloss Clemenswerth www.clemenswerth.de Ausdrucksstarke monochrome Figuren aus Terrakotta der Keramikerin Johanna Beil treffen auf spannende Zeichnungen der GrafikDesignerin und Bildhauerin Ingeborg Dammann-Arndt. → Seite 26 Terrakotta-Figur von Johanna Beil

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online | 24h / 7day www.kunststueck-magazine.de

IMPREssUM h2 werbeagentur + kunst Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.) Zum Knapp 2 · 49565 Bramsche Tel: 05461 705 477 mail@kunststueck-magazine.de

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redaktionsschluss für die Ausgabe Nov / Dez: 15. Oktober 2019 Anzeigenberatung: Klaus Hortenbach Tel: 05461 705 477 Mobil: 0152 389 510 24


MUSEEN PAULA MODERSOHN-BECKER BÖTTCHERSTRASSE MUSEUM

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Ichbin Ich Paula Modersohn-Becker Die Selbstbildnisse 15.9.2019 – 9.2.2020 Museen Böttcherstraße Bremen

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Claudia Piepenbrock – zustand in zonen 25. August bis 17. November 2019 Gerhard-Marcks-Haus, Am Wall 208, 28195 Bremen www.marcks.de Claudia Piepenbrock (geb. 1990) markiert, definiert und inszeniert Räume im Raum. Sie schafft Objekte und Situationen und positioniert sich damit innerhalb des Gesprächs über die zeitgenössische Bildhauerei. Ihre plastischen Arbeiten wechseln zwischen autonomen Skulpturen und Gebrauchsgegenständen. Manche sind zum Betrachten, andere zum Benutzen da – und das Erfahren des Unterschieds gehört zu ihrer Kunst. In ihrer ersten großen Einzelausstellung gestaltet sie gleich sechs Räume im Gerhard-Marcks-Haus neu – in einer Form, die den Besucher in jeweils neue Situationen eintreten lässt. Sie schafft Ensembles aus verschiedenen Materialien mit einer großen körperlichen Präsenz, die Leichtigkeit und Schwere, Statik und Dynamik vereinen. Alle Aspekte ihres be-

vorzugten Materials Schaumstoff werden berücksichtigt: er ist bunt, flexibel, weich und bleibt doch stehen, wenn er an eine Wand angelehnt wird. Piepenbrocks Interventionen zielen auf die Veränderung der vorgefundenen Raumsituation und greifen in die Funktion der Räume und die Bewegungsabläufe der Besucher und deren Gedankenwelt ein. Eine begehbare Form, irgendetwas zwischen Arena, Bühne und Käfig im zentralen Raum des Gerhard-Marcks-Hauses verbindet all diese Elemente. Claudia Piepenbrock ist Absolventin der Hochschule für Künste Bremen. Sie erhielt 2016 den renommierten Karin Hollweg Preis. Die Jury war von der plastischen Setzung, besonderen Materialität und Körperlichkeit der Arbeiten überzeugt – das Gerhard-Marcks-Haus auch.

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Annette Voigt – nass 25. August bis 17. November 2019 Gerhard-Marcks-Haus | www.marcks.de „Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in Räumen, die wir jedoch oft nur peripher wahrnehmen. Trotzdem wirken diese Orte auf uns und beeinflussen unser Befinden“, sagt Annette Voigt (geb. 1957). Die Künstlerin erforscht das Potential von Räumen und entwickelt daraus raumgreifende Installationen, die mit dem Vorhandenen mitklingen und den jeweiligen Ort verändern. Ihre Eingriffe in den Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses zeigen ein hohes Maß an Originalität. Sie verwendet

Leitungen, Rohre und Wasserhähne, ursprüngliche Funktionen werden aufgehoben, drapiert und in neue Sinnzusammenhänge gebracht. Die Raumveränderung verweigert sich einem konkreten Gebrauch zugunsten einer irritierenden und gedanklichen Eigenständigkeit. Die Künstlerin studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Die Installations- und Objektkünstlerin lebt seit 2000 in Erlangen.

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Kosmos Marcks

Gerhard Marcks – Die Tücke liegt im Detail 25. August bis 17. November 2019 Gerhard-Marcks-Haus | www.marcks.de Die Ausstellung zeigt die Arbeitsweise und Haltung zum bildnerischen Detail im Werk von Gerhard Marcks. Die Ausstellung verfolgt vier Stränge: Jünglingsdarstellungen

aus den 1940er-Jahren, zeichnerische Studien, Köpfe und eine auf das Detail fokussierende Intervention der im Pavillon ausstellenden Künstlerin Annette Voigt.

––– Abb. oben: Claudia Piepenbrock, Zustände/States, 2019 Abb. unten links: Gerhard Marcks, Kopf eines Knaben, um 1940, Gips, Leihgeber: Privatbesitz, VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Abb. unten rechts: Annette Voigt, Passion, 2019, Metall, Kunststoff, Edition, © VG Bild-Kunst, 2019

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Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis frontal, 1897/98, Privatbesitz

Ich bin Ich – Paula Modersohn-Becker Die Selbstbildnisse

15. September 2019 bis 09. Februar 2020 Museen Böttcherstraße | www.museen-boettcherstrasse.de „Ich bin nicht Modersohn und ich bin auch nicht mehr Paula Becker. Ich bin Ich, und hoffe es immer mehr zu werden“, schrieb Paula Modersohn-Becker 1906 an Rainer Maria Rilke. Die Auseinandersetzung mit sich selbst als Persönlichkeit und Künstlerin zieht sich durch das gesamte Schaffen der Malerin. Das äußert sich insbesondere in den mehr als 60 Selbstbildnissen, die während der nur 11 Schaffensjahre von Paula Modersohn-Becker entstanden sind. Erstmals widmet sich nun eine eigene Ausstellung diesem großen Thema im Gesamtwerk der Künstlerin. Die Selbstporträts von Paula

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Modersohn-Becker zählen zu ihren wichtigsten Arbeiten, die in keiner großen Ausstellung, keiner Monografie fehlen dürfen. Umso verwunderlicher, dass erst jetzt diese Lücke geschlossen wird. Vom 15.09.2019 bis zum 09.02.2020 geht die große Sonderausstellung mit mehr als 50 Zeichnungen und Gemälden, bekannten und noch nie ausgestellten Kunstwerken zum einen den Gründen für die hohe Anzahl an Selbstbildnissen nach. Zum anderen bietet die Zusammenführung die einmalige Chance, die künstlerische Entwicklung von Paula Becker, der Schülerin, zu Paula ModersohnBecker, der Künstlerin, aus ihrer eigenen Perspektive in Bildern nachzuvollziehen.


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Die Ausstellung beginnt mit den frühesten, selten gezeigten und daher kaum bekannten Arbeiten aus den 1890er-Jahren. Dort präsentiert sich Paula Becker als talentierte Schülerin, die Ausdrücke studiert und ihr eigenes Spiegelbild erforscht. Sind diese Arbeiten von der akademischen, meist impressionistischen Malweise geprägt, verändert sich ihr Stil sichtbar bereits 1900: Der erste Paris-Aufenthalt beeinflusst ihr Selbstverständnis als Künstlerin und mit einhergehend ihre Selbstdarstellung. Die Eheschließung mit Otto Modersohn aber vor allem die weiteren Paris-Aufenthalte prägen fortgehend ihre künstlerische und persönliche Entwicklung. Die Lust am Experimentieren sowie die Begegnung mit anderen Kulturen und Künstlern treiben die Suche nach der großen Einfachheit voran. Das eigene Gesicht scheint zunehmend nur Mittel zu sein, um ihren Ideen und Vorstellungen Ausdruck zu verleihen. 1903 schreibt sie in ihr Tagebuch: „Stirn, Augen, Mund, Nase, Wangen, Kinn, das ist alles. Es klingt so einfach und ist doch so sehr, sehr viel.“ Sie ist auf dem Weg zu der Bildsprache, für die sie später einmal in die Kunstgeschichte eingehen wird. Die Person Paula Modersohn-Beckers tritt nun bisweilen hinter dem Kunstwerk zurück. Eine Ausnahme bildet hier das „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ (1906), mit dem sich Paula ModersohnBecker in die Kunstgeschichte eingeschrieben hat. Der erste Selbstakt einer Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts war eine Revolution, die aufgrund der Brisanz und Intimität des Kunstwerks erst 20 Jahre nach ihrem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis, Halbfigur nach links, um 1904, Pappe, Privatsammlung ––– Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Kamelienzweig, 1906/07, Pappe auf Holz, Museum Folkwang Essen

Abb. oben: Eva Besnyö, Sommerhaus in Groet, Nordholland, 1934, Silbergelatine, Foto: © Eva Besnyö / MAI Abb. darunter: Eva Besnyö, Starnberger Straße, Berlin, 1931, Silbergelatine, Foto: © Eva Besnyö / MAI

Ein Wechselblick zwischen den biografischen Meilensteinen und künstlerischen Zeugnissen offenbart, dass Paula Modersohn-Beckers Selbstbildnisse sich vor allem in Zeiten verändern, die eine Zäsur in ihrer Biografie darstellen. Insbesondere das Jahr 1906 ist für sie sowohl persönlich wie künstlerisch von großer Bedeutung. Dies schlägt sich auch in der enormen Anzahl von über 15 Selbstbildnissen nieder, die allein in dieser Zeit entstanden sind. Museen Böttcherstraße, Böttcherstraße 6-10, 28195 Bremen

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Ariel Reichman, Grain #2, Silbergelatineprint, 160 x 120 cm, 2019, © PSM und der Künstler

This Is Not A Photo

Projekt Fotografie

12. Oktober (Eröffnung: 20 Uhr) bis 14. Dezember 2019 galerie mitte im Kubo | www.galeriemitte.eu galerie mitte zeigt ein Projekt mit Positionen zum Umgang mit Fotografie in der Bildenden Kunst. Was sind die Möglichkeiten und Grenzen von Fotografie und wie kann ein künstlerischer Umgang mit dem Medium aussehen? Die Vorstellung von Fotografie als selbstbezügliches Abbildungsmedium soll in der Ausstellung erweitert und als selbstreflexives Medium verstanden werden und so Bezugspunkt und nicht Mittelpunkt sein. In geballter Vielfalt wird ein künstlerischer Umgang mit dem Material Fotografie und dessen Entgrenzung gezeigt. Der Begriff des Fotografen wird obsolet, denn Kenntnisse der technischen Prozesse stellen in diesem Fall keine notwendige Bedingung

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für den Umgang mit Fotografie und dem Einsatz der Kamera dar. Im Gegenteil beginnt der Arbeitsprozess oftmals nicht mehr hinter der Kamera, sondern mit bereits vorhandenem fotografischem Material. Fotografie ist dabei Teil eines künstlerischen Konzeptes, die Grenzen des Mediums verschwimmen und Öffnungen hin zu Video, Performance, Malerei, Zeichnung oder Installation werden vorgestellt. Künstler*innen: Anja Engelke, Ariel Reichman, Christine Prinz, Kornelia Hoffmann, Lisa Wilkens, Liav Mizrahi, Lu Nguyen, Sebastian Riemer, Tobias Heine … und weitere. Galerie Mitte im Kubo Beim Paulskloster 12, 28203 Bremen


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Max Kaus, Sonnenuntergang Sylt, 1968, Gouache

Wasser – Wolken – Watt

Nordsee-Bilder von Hubert Berke, Roland Helmus, Max Kaus, Johannes Oberthür, Wolfram Scheffel, Sabine Schellhorn und Richard Vogl 13. September (Eröffnung: 19 Uhr) bis 19. Oktober 2019 Galerie Ohse | www.galerie-ohse.de WASSER, WOLKEN, WATT. Eine Landschaft, sieben Sichtweisen. Die neue Ausstellung der Galerie OHSE vereint NordseeEindrücke von sieben Künstlern zu einem vielfältigen Ensemble. Die Werke, jedes meisterhaft in seiner Form, reizen in ihrer Vielfalt: von abstrakt bis konkret mit Beispielen aus der Nachkriegsmoderne bis hin zur zeitgenössischen Kunstproduktion. Die Nordsee schäumt auf den Gemälden von Roland Helmus, Hubert Berke und Richard Vogl. Die meeresnahen Landschaften finden farbenfrohen Ausdruck in den Gemälden von Max Kaus und Wolfram Scheffel. Kontrastreiche Lichteindrücke von Johannes Oberthür und kartographische Wasserkantenschnitte von Sabine Schellhorn vertreten eine abstrakte Position bei der Wiedergabe des traditionellen Themas der Landschaftsdarstellung. Text: Theresa Saacke

Eröffnung: Freitag, 13. September 2019, 19 Uhr Einführung: Dr. Birk Ohnesorge Musik: Gisela Fischer (Akkordeon)

Hubert Berke, Sylt, 1960, Gouache, 62 x 48 cm

Öffnungszeiten: Mi – Fr, 15 – 19 Uhr / Sa, 11 – 16 Uhr sowie Termine nach Absprache Galerie Ohse Contrescarpe 36, 28203 Bremen

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Eva Matti, Paradise (Ausschnitt), Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, 2018

Ihnen allen einen Platz Malerei von Eva Matti

05. Oktober (Eröffnung: 18 Uhr) bis 22. Dezember 2019 Atelier Brandt Credo | www.atelier-brandt-credo.de WOW! Der Atelierbesuch bei Eva Matti ist ein Kunsterlebnis besonderer Art. Großformatige Arbeiten in kräftigen und ausdrucksstarken Farben nehmen sofort gefangen. Die Bremer Künstlerin sagt dazu:“Das ist meine Art der Malerei. Wie sprechen die Dinge miteinander? Wie sprechen sie mit dem Betrachter? Es sind turbulente Bilder und der Betrachter soll sich durcharbeiten.“ Menschengruppen, Köpfe, Hände, Lippen, Augen, Blüten und Blätter, aber auch Tiger, Wölfe, Tauben und viele weitere Elemente haben in Acryl auf Leinwand ihren Platz gefunden. Die Künstlerin gibt „Ihnen allen einen Platz“ und präsentiert eine Auswahl ihrer neuen Arbeiten ab Oktober in der Galerie im Altbremer Haus. Dort entfalten sie wieder eine ganz andere Wirkung – noch direkter - und die Besucher der Ausstellung können sich auf diese Bildwelt einlassen. Eva Matti beginnt ihre Arbeiten mit Vorzeichnungen unterschiedlichster Elemente zu einem Grundthema. Auf der Leinwand ergeben sich im Arbeitsprozess Anzahl und Anordnung ausgewählter Motive. Sie ist überzeugt:“Irgendwann führt die Leinwand ein eigenes Leben. Dinge verändern

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sich, kommunizieren miteinander oder verschwinden. Die Situation verdichtet oder öffnet sich. Ich male, prüfe, verändere.“ Bei genauer Betrachtung sind Spuren dieses Arbeitsprozesses zu entdecken. Übermalungen lassen Verworfenes durchscheinen, Elemente wurden versetzt, vergrößert oder verkleinert. Aber auch Farbigkeiten wurden verändert, verstärkt oder zurückgenommen. Manchmal entsteht erst während der Arbeit ein Titel, der einen Einstieg in die Flut von Eindrücken unterstützt, zum Weiterdenken herausfordert und die Kunst von Eva Matti zu einem besonderen Erlebnis werden lässt. Eva Matti, 1958 geboren in Hannover, lebt und arbeitet in Bremen. Von1996 bis 2001 studierte sie im Fachbereich freie Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen und machte 2002 den Abschluss als Meisterschülerin bei Prof. Peter Schäfer und Prof. Wolfgang Schmitz. Seit 2001 zeigt sie ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen. Zahlreiche Arbeiten befinden sich in privatem und öffentlichem Besitz. Atelier Brandt Credo Meyerstraße 145, 28201 Bremen


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Hideo Chita, rot-grün, Öl auf Leinwand (Ausschnitt), 65 cm x97 cm, 2018

Hideo Chita (Tokyo) Farbe

07. September (Eröffnung: 19 Uhr) bis 21. September 2019 Kunst [ ] Raum Bremen | www.kunstraum-bremen.de Hideo Chita steht in der Tradition der Farbfeldmalerei. Er arbeitet expressiv und meditativ zugleich. In seiner Malerei rückt er die Farbe in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit. Farbe und ihre Kontraste, beispielsweise Komplementärkontraste oder nachbarliche Farbkontraste prägen seine Arbeit. Die Farben bilden Pole und fügen sich in ihrer Gegensätzlichkeit zu einer neuen Ganzheit. In seinen Bildern muss man sich einlassen auf einen Dialog der Farbe/n. Chita schafft Farbräume, in dem Farben aufeinander wirken wie Frage und Antwort. Er arbeitet mit Ölfarbe auf Leinwand. Sein Farbauftrag ist pastos, die Tiefen entstehen durch Überlagerungen und Zwischenräume, die den Blick in vorhergehende Schichten freigeben. Die glänzende Oberfläche bewirkt, dass das Licht in seinen wechselnden Situationen Variationen der Farbtiefen und Veränderungen der Farbwirkung auslöst. Transparente Schichten überlagern manchmal zart das Farbgeschehen und verbinden die Gegensätze. Chita verwendet die Farbe sehr direkt, was

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in der japanischen Kultur eigentlich eher weniger vorkommt. Seine Farbkontraste und leuchtenden Zusammenstellungen findet man eher z.B. in der Farbgebung der mexikanischen, südamerikanischen Kultur. Durch die pastose Malweise entsteht auch Struktur und jeweils eine Art Muster als Bildelement. In jedem Bild findet sich eine andere Struktur, die repetitiv den Bildraum erfüllt. Hier kann man sich verbunden fühlen in der japanischen Kultur, wo ausgeprägte Muster z.B. bei Stoffen, aber auch repetitive Ansätze grundlegend sind. Musikalisch fühle ich u.a. erinnert an manches Stück von Steve Reich. Öffnungszeiten: Di 10.09. / Sa 14.09. / So 15.09. / Sa 21.09 jeweils 16–18 Uhr Mi 11.09. + 18.09., 17.30–18.30 Uhr Finissage: Sa 21.09., 19 Uhr, mit musikalischem Dialog von Edna Eversmeier (Violine) und Clive Ford (Kontrabass / Flöte) Kunst [ ] Raum Bremen Rückertstraße 21, 28199 Bremen


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Ute Seifert

Ute Seifert

In Between, Malerei 05. Oktober (Eröffnung: 17 Uhr) bis 13. Oktober 2019 atelier 7 art / on-off Galerie | www.kunstraum-bremen.de Zwischen Innen und Außen, Träumen und Wachen, zwischen vorbewusster Empfindung und reflektierter Wahrnehmung, zwischen Natur und Kultur, zwischen Sinnlichkeit und Sinnbildlichkeit von Materialien und Motiv legt Ute Seifert ihre Kunst an. Sie bewegt sich gattungsübergreifend zwischen Malerei, Photographie und Installation, zwischen Fläche und Raum, Raum und Klang, wobei die Frage nach Zeit, Gegenwart und Gegenwärtigkeit Grundfragen der Wahrnehmung und der menschlichen Existenz berühren. Mit reduzierter, verdichteter Bildsprache öffnet sie weite Wahrnehmungsfelder und Assoziationshorizonte. Die stillen, konzentrierten Arbeiten laden ein zu Kontemplation und Reflektion. Wesentlich in der Malerei von Ute Seifert ist die Frage nach der Farbe und ihrer Wahrnehmung – Farbe verstanden nicht als Colorit, sondern als Energie. Das kann auch das Verschwinden sein, die Grenze des Wahrnehmbaren. Die Kontextualisierung von Farbe/Malerei und Musik führte bei Ute Seifert zur Frage nach dem Raum: FARBE - BEWEGUNG

- ZEIT - GRENZE - RAUM. Die ursprüngliche „Parallele Komposition in Malerei und Musik“ entwickelte sich hin zu installativen, raumbezogenen Arbeiten, in denen sich bildende Kunst und Musik begegnen. Die Arbeit integriert auch Sprache als gleichberechtigt zum visuell-bild-künstlerischen Teil der Arbeit. So entstehen verschiedene Werkgruppen, die das „vermeintlich immer Gleiche“ in neue Erscheinungsformen, Dialoge und Fragestellungen bringen. Jeder Blick nach außen hat gleichzeitig einen Blick nach innen, sozusagen: "Ein Auge sieht nach außen, ein Auge sieht nach innen". Wege entstehen. (Textauszug Dr.Rainer Bessling) Öffnungszeiten: 05.10. / 06.10. / 12.10. / 13.10, 14–18 Uhr Eröffnung: 05.10., 17 Uhr. Begrüßung: Petra Herrmann, atelier 7 art Die Künstlerin ist an allen Tagen anwesend. atelier 7 art / on-off Galerie Presen 7a, 23769 Fehmarn

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Claus Hänsel, Kopf und Hände, 1982, Tusche, Tubetten, Aquarell, Papier, 100 x 140 cm

Haensel und Prinz – definitiv figürlich

Eine retrospektive Doppelausstellung zum Werk von Claus Haensel und Christine Prinz 17. August bis 20. Oktober 2019 Städtische Galerie | www.staedtischegalerie-bremen.de In einem retrospektiven Überblick wird auf der einen Seite das Werk der 2013 verstorbenen Christine Prinz gewürdigt. Auf der anderen Seite ordnet Claus Haensel eigene Arbeiten de-nen seiner Lebensgefährtin zu und erschließt so die gegenseitige Beeinflussung und die Bezugnahme von zwei sich ansonsten eigenständig entwickelnden Gesamtwerken. Claus Haensel und Christine Prinz haben 1963-68 bzw. 1973-78 ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, erhalten. Beide haben in der DDR und deren Fokussierung auf den „Sozialistischen Realismus“ einen individuellen Stil entwickelt, der deutlich der Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte der Moderne, aber nicht einem politischen Programm verpflichtet war. Die Unangepasstheit des Künstlerpaares führte 1984 zur Ausreise aus der DDR, bewusst wurde Bremen als neue Heimat gewählt, wo Claus Haensel und Christine Prinz seitdem die Kunstszene mit ihren besonderen Positionen bereichert und geprägt haben. Im retrospektiven Blick werden über die verschiedenen Orte und die politischen

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Systeme vor allem Kontinuitäten deutlich: Im Zentrum von beiden Werken steht die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur, bei beiden durchaus mit ähnlichen Themen wie dem weiblichen Akt, bei Christine Prinz spezifisch aber auch bezüglich der Rolle als Künstlerin. In diesem Zusammenhang erweist sich vor allem die Fotografie als Katalysator eines besonderen, letztlich malerischen und zeichnerischen Prozesses, wie dies für Claus Haensel bereits für Arbeiten seit den späten 1970er Jahren gilt. Mit seinen Serien von Gemälden, Grafiken und Zeichnungen nach Fotografien steht er für die Position einer (ost) deutschen Pop-Art, die später in eine neoexpressive Malerei und schließlich eine neue Figürlichkeit überführt wird. Deutlich wird in der Ausstellung, wie sehr sich das Künstlerpaar aufeinander bezogen hat, obwohl sie immer autonom gearbeitet haben und jeder für sich einen eigenen Ansatz entwickelt hat. Zwei Kataloge weisen im Rahmen der Ausstellung über die ausgestellten Arbeiten hinaus. Städtische Galerie Buntentorsteinweg 112. 28201 Bremen


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WunderWelten CELIA BROWN · SUSANNE SMAJIC 13. August – 20. Oktober 2019 Ausstellungszentrum Gut Altenkamp Papenburg-Aschendorf

Dienstag–Sonntag 10–17 Uhr ww.gut-altenkamp.de · Tel. 04962 6505

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Kunsthalle Bremen | Am Wall 207 | 28195 Bremen T. 0421 329080 | www.kunsthalle-bremen.de – Karin Kneffel. Still | bis 29.09. – Ikonen. Was wir Menschen anbeten | 19.10.19 bis 01.03.20 Claudia Piepenbrock, Ausblick, 2018, Schaumstoff, Metall, Gerhard-Marcks-Haus

Gerhard-Marcks-Haus | Am Wall 208 | 28195 Bremen T. 0421 9897520 | www.marcks.de – Claudia Piepenbrock | bis 17.11. – Annette Voigt. nass | bis 17.11. – Kosmos Marcks. Detail | bis 17.11. Weserburg – Museum für moderne Kunst | Teerhof 20 | 28199 Bremen | T. 0421 5983970 | www.weserburg.de – So wie wir sind 1.0 | bis 05.01.20 – Erik Steinbrecher zur Kasse bitte | bis 13.10. – Künstlerbücher: Vielfältig Mehrseitig | 20.09. bis 12.01.20 – Andrea Bowers | 28.09. bis 23.02.20

Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis frontal, 1897/98, Privatbesitz, Museum Böttcherstaße

Städtische Galerie | Buntentorsteinweg 112 | 28201 Bremen | T. 0421 3615826 | www.staedtischegalerie-bremen.de – Haensel und Prinz. definitiv figürlich | bis 20.10. Übersee-Museum Bremen | Bahnhofsplatz 13 | 28195 Bremen | T. 0421 160380 | www.uebersee-museum.de – Anja Schindler. Naturalia Artistica | bis 03.11.

Claus Hänsel, Kopf und Hände, 1982, Tusche, Tubetten, Aquarell, Papier, Städtische Galerie

Museen BöttcherstraSSe | Böttcherstraße 6–10 | 28195 Bremen | T. 0421 3388222 | www.museen-boettcherstrasse.de – Ich bin Ich - Paula Modersohn-Becker. Die Selbstbildnisse 15.09. bis 09.02.20 Galerie mitte im Kubo | Beim Paulskloster 12 | 28203 Bremen | T. 0421 76026 | www.galeriemitte.eu – This Is Not A Photo. Projekt Fotografie | 11.10. (Eröffnung: 20 Uhr) bis 14.12.

Ariel Reichman, Grain #2, Silbergelatineprint, 160 x 120 cm, 2019, © PSM und der Künstler Galerie Mitte

Atelier Brandt Credo | Meyerstraße 145 | 28201 Bremen T. 0421 558455 | www.atelier-brandt-credo.de – Ahmad Motiee. Eine Reise | bis 29.09. – Eva Matti. Ihnen allen einen Platz - Malerei | 05.10. bis 22.12. Galerie Ohse | Contrescarpe 36 | 28203 Bremen | T. 0421 327550 | www.galerie-ohse.de – Wasser – Wolken – Watt. Nordsee-Bilder von Hubert Berke, Roland Helmus, Max Kaus, Johannes Oberthür, Wolfram Scheffel, Sabine Schellhorn und Richard Vogl | 13.09. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 19.10.

Hubert Berke, Sylt, 1960, Gouache, 62 x 48 cm, Galerie OHSE

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Künstlerhaus Bremen | Am Deich 68/69 | 28199 Bremen T. 0421 508598 | www.kuenstlerhausbremen.de – Dafna Maimon. Mutating Mary | 21.09. bis 17.11.


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Claudia Piepenbrock

»zustand in zonen«

25. August bis 17. November 2019 Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr Am Wall 208, 28195 Bremen, www.marcks.de Gefördert von

Medienpartner freundes kreis

↗ weitere Veranstaltungen siehe galeriemitte.eu


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kunst [ ] raum | Rückertstraße 21 | 28199 Bremen | T. 0151 12755983 | www. kunstraum-bremen.de – Hideo Chita (Tokyo). Farbe | 07.09. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 21.09. kunstmix | Produzentengalerie im Schnoor | Kolpingstraße 18 28195 Bremen | T. 0421 68534406 | www.kunstmixbremen.de – Mit dem Skalpell geschnitten. Rainer Kosubek & Laila Seidel | bis 12.09. – Ulrike Brockmann | 15.09. (Eröffnung: 12 Uhr) bis 11.10. – Udo Reutter | 13.10. (Eröffnung: 12 Uhr) bis 08.11. Scherenschnitt Kosubek Kunstmix Galerie

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst e.V. | Teerhof 21 | 28199 Bremen | T. 0421 500897 | www.gak-bremen.de – Marie Cool Fabio Balducci. Can Carry No Weight | bis 22.12. Hafenmuseum Speicher XI | Am Speicher XI 1 | 28217 Bremen | T. 0421 3038279 | www.hafenmuseum-speicherelf.de – use–less. Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung | bis 20.10.

Cordula Prieser, stranger than, 2014 , Galerie des Westens

Galerie des Westens | Reuterstraße 9–17 | 28217 Bremen T. 0421 3807990 | www.gadewe.de – Frequenzverschiebung. Ausstellung der Ateliergemeinschaft Nordstraße | bis 27.09. Galerie Herold | Künstlerhaus Güterbahnhof Beim Handelsmuseum 9 | 28195 Bremen | www.galerieherold.de – Ingunn Fjóla Ingthorsdóttir – You are the Input | 13.09. (Eröffnung: 20 Uhr) bis 13.10. (Finissage: 15 Uhr) Städtische Galerie Delmenhorst | Fischstraße 30 Delmenhorst | www.staedtische-galerie-delmenhorst.de – Fredrik Værslev. Fenstermalerei | 31.08. bis 20.10

Margit Rusert, o.T., Detail, Öl auf Leinwand, Mischtechnik, 80 x 60 cm, 2016, Kunstverein Achim

Kunstverein Achim e.V. | Ausstellungen im Haus Hünenburg | Schwedenschanze 39 und/oder im Rathaus Achim I Obernstraße 38 | 28832 Achim | www.kunstverein-achim.de – Heike Jeschonnek. Wie wir leben wollen - Zeichnungen in Wachs | bis 27.10. / Haus Hünenburg – Margit Rusert. Layers | 29.09. (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 23. Oktober / Rathaus Achim Kulturhaus Müller Ganderkesee | Ring 24 | 27777 Ganderkesee | T. 04222 806550 | www.kulturhaus-mueller.de – Was hast Du für einen altmodischen Garten! Malerei von Bärbel Woitas | bis 13.10.

Anja Fußbach, Crawler I, 2018, Foto: Andreas Baudisch Syker Vorwerk

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Syker Vorwerk | Waldstraße 76 | 28857 Syke | T. 04242 577410 | www.syker-vorwerk.de – Animal Turn. Künstlerinnen zum Thema Tier | bis 03.11.


HIDEO CHITA (Tokyo) →Eröffnung: Sa, 07.09, 19 Uhr →Finissage: Sa, 21.09., 19 Uhr mit musikalischem Dialog von Edna Eversmeier (Violine)und Clive Ford (Kontrabass/Flöte) →Öffnungszeiten: Di 10.09., Sa 14.09., So 15.09., Sa 21.09., 16–18 Uhr Mi 11.09. + 18.09., 17.30–18.30 Uhr

Gefördert von: Sparkasse Bremen

FARBE

→ 07.–24. September 2019 Kunst [ ] Raum Rückertstraße 21 28199 Bremen www.kunstraum-bremen.de

KUNST [ ] RAUM BREMEN


. bremen & umzu

Die Worpsweder Museen | Barkenhoff I Große Kunstschau I Haus im Schluh I Worpsweder Kunsthalle | T. 04792 3968 I www.worpswede-museen.de – Kunstkosmos Worpswede – 100 Jahre Worpsweder Kunsthalle | bis 03.11., Worpswede Kunsthalle – Norbert Schwontkowski. Gemalte Poesie - Die Sammlung Seinsoth | bis 03.11., Barkenhoff – Hans-Herman Rief, Fritz Netzel und die Worpsweder Kunsthalle | bis 03.11., Haus im Schluh – Merrill Wagner. Landscapes of colour | bis 03.11., Kunstschau Norbert Schwontkowski, Ohne Titel [Porträt im Regen], 2004, Öl, Pigmente auf Leinwand, 30 x 24 cm, Sammlung Seinsoth, Bremen, Foto: © Caspar Sessler und Fabian Georgi | Balkenhof

Galerie im Village | Neuer Worpsweder Kunstverein Bergstraße 22 | 27726 Worpswede | www.nwwk.de – Tilman Rothermel + Hans Müller. Mensch im Raum | bis 08.09. – Inger Seemann + Bogdan Hoffmann. Dual - Druckgrafik, Zeichnung und Stahlplastik | 15.09.bis 08.12. Historisches Museum Bremerhaven | An der Geeste 27570 Bremerhaven | T. 0471 308160 | www.historischesmuseum-bremerhaven.de – Die 1980er Jahre. Krisen, Protest und Punk | bis 24.11.

Die 1980er Jahre – Krisen, Protest und Punk © Historisches Museum Bremerhaven

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven | Columbusstraße 65 | 27568 Bremerhaven | T. 0471 90 2200 www.dah-bremerhaven.de – Etwas Besseres als den Tod findest du überall | bis 31.10. – So far, so good. Lisel Mueller | bis 05.01.20 Deutsches Pferdemuseum e.V | Holzmarkt 9 | 27283 Verden / Aller | T. 04231 807140 | www.dpm-verden.de – Das perfekte Pferd? Pferdebeurteilung im Wandel der Zeit bis 20.10. Kunstverein Bremerhaven von 1886 e. V. | Karlsburg 1/4 | 27568 Bremerhaven | www.kunstverein-bremerhaven.de – Franzisca Holstein. Geschichte, gemalt | 08.09. bis 03.11.

Erich Kuithan, Italienerin am Meer, um 1911, © Foto: Ulrich Fischer / Kunstsammlung Jena Ausstellung im Kunsthaus Stade

Kunsthaus Stade | Wasser West 7 | 21682 Stade | T. 04141 7977320 | www.museen-stade.de – Aufbruch in die Moderne. Der Künstler Erich Kuithan | bis 15.09. – Gratwanderung. Expressionistische Holz- und Linolschnitte im Dialog mit zeitgenössischen Positionen.| 03.10. bis 26.01.20 Schwedenspeicher Stade | Wasser West 39 | 21682 Stade | T. 04141 797730 | www.museen-stade.de – Fleisch. Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit | bis 20.10.

Michael Ancher, Fischer am Meer an einem Sommerabend, 1888, Öl auf Leinwand, 141 × 188,5 cm, SMK, The National Gallery of Denmark, Foto: Jacob Skou-Hansen Museum Kunst der Westküste

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kunst:stück

Museum Kunst der Westküste | Hauptstraße 1 | 25938 Alkersum/Föhr | T. 04681 747400 | www.mkdw.de – 10 Jahre MKdW. Contemporary, Joakim Eskildsen (DK), Anja Jensen (D), Ellen Kooi (NL) und Mette Tronvoll | bis 12.01.20 – 10 Jahre MKdW. Meisterwerke | bis 12.01.20


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Marie S. Ueltzen, Ablassgrenze , 2019, Baumwollstickerei, Acryl auf Jute, 245 x 85cm

Lebe Dein Aendern

Randlage Artfestival Worpswede 21. September (Eröffnung: 12 Uhr) bis 20. Oktober Galerie Altes Rathaus | www.kw-randlage.de Eine Ausstellung in der Galerie Altes Rathaus mit Positionen von über 20 Künstler*innen aus Berlin, Bremen, Braunschweig, Hamburg, Köln und Worpswede bildet den Mittelpunkt des Artfestivals:

mahl sein“ vor. Über eine Welt voller Lösungen, den Energiemarkt, Künstliche Intelligenz und künstlerische Manifeste geht es in den Filmen, die immer freitags in der Ratsdiele gezeigt werden.

Die Installation „Tiny Residence“ von Repus Neman stellt die Frage, wie wir in Zukunft eigentlich leben wollen, eine Videoarbeit von Jost Wischnewski beschäftigt sich mit Vergangenheit und Gegenwart, um die Verflechtung von Alltag, Exotik, eigenen Erfahrungen, Wünschen, Neugier geht es bei den Gummigrafien von Frauke Hänke und Claus Kienle, ein visuelles Tagebuch zu Konsum und Ritualen der Nahrungsaufnahme zeigt Ingo Rabe mit seiner Fotoserie „Kompost“, um Gorillas geht es in der Videoarbeit von Chrstine Schulz, um ein warnendes Signal in der Arbeit „Ablassgrenze“ von Marie S. Ueltzen. Claudia Christoffel provoziert mit einem Lichttransparent und Birte Hölscher mit einem nicht gezeigten Film ... In 8 Abendtalks geht es um humoristische Gesellschaftskritik mit dem Cartoonisten Til Mette, um gelebte Diversität u.a. mit der Autorin Luzie Loda, Künstliche Intelligenz mit Christian Jacobs, um „Kunst in/ der Veränderung“ mit Beate Arnold, Vertrauen und Wahrheit der Fotografie u.a. mit Bernd Arnold und Jürgen Strasser … Mit ihrer Performance 7 TAEGLICHKEITEN erforscht die Klangkünstlerin Gabriele Hasler an 7 Tagen die Akustiken von 7 Kunstorten Worpswedes und gibt zusammen mit der Trompeterin Birgit Ulher im „Kaffee Worpswede“ der Großen Kunstschau das Konzert SEVEN SILENCES. Kurator, Künstler und Festivalleiter Volker Schwennen moderiert die Abend:Talks und stellt zudem das Buch „Darf das Leben ein Fest-

Der Vernissage am 21.09. um 12 Uhr folgt am Abend ab 19.30 Uhr die Opening-Party mit Herwig Gillerke im Hemberg – direkt gegenüber der Galerie. Tickets und alle Informationen: www.kw-randlage.de Galerie Altes Rathaus Bergstraße 1, 27726 Worpswede Christine Schulz, Videostill aus IVO IV, 2019, Videoaufnahme mit Sound, Full HD, Loop, SW © Christine Schulz und VG BILD-KUNST, Bonn, 2019

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. worpswede

Abb. oben: Bogdan Hoffmann, XOVII430 // Abb. unten: Inger Seemann, Raum XI, Ausschnitt

Inger Seemann und Bogdan Hoffmann DUAL – Druckgrafik, Zeichnung und Stahlplastik 15. September (Eröffnung: 15 Uhr) bis 08. Dezember 2019 Galerie des nwwk im Village | www.nwwk.de Inger Seemann und Bogdan Hoffmann aus Bremen zeigen in ihrer Ausstellung DUAL Arbeiten von Landschaften und Räumen. Bogdan Hoffmann arbeitet in der Technik des Linol- und Holzschnittes, sowie der Kaltnadelradierung und Zeichnung. Vereinfachte Landschaftsräume zeigen in ihren Abstraktionen vorwiegend Ausschnitte horizontaler Küstenreliefs und Flussläufe. Die schwarzweißen Drucke erwecken durch ihren zeichnerischen Charakter den Eindruck eines spontanen Augenblickes. Perspektivische Ansichten vermitteln zumeist Ferne,

die sich von persönlichen Standpunkten aus erschließt. Inger Seemann zeigt Stahlplastiken, Holzund Linolschnitte, sowie Stahldrucke, die sich durch eine lineare Darstellungsform auszeichnen. Mit einer Kombination experimenteller und traditioneller Druckverfahren weisen die Drucke in ihrer Abstraktion eine eigene Handschrift auf. Thematisiert werden Zeichen, Symbole, zeitliche und logistische Abläufe. Die Stahlplastiken können als dreidimensionale Grafiken aufgefasst werden. Sie beschreiben Räume, die sich in Flächen und lineare Formen aufteilen und doch eine Einheit bilden. Gefaltete Stahlbleche, kombiniert mit geschmiedeten Elementen, fügen sich zu körperlich anmutenden Elementen zusammen. Am Eröffnungsnachmittag (15 Uhr) werden beide Künstler persönlich anwesend sein und freuen sich auf eine lebendige Auseinandersetzung! Alle Kunstwerke können im Rahmen der Ausstellung auch käuflich erworben werden. Tägl. geöffnet von 10–18 Uhr. Eintritt frei Galerie des nwwk im Village Bergstraße 22, 27726 Worpswede

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links: Anja Fußbach, Crawler I, 2018, Foto: Andreas Baudisch // rechts: Edith Pundt, Schlüpfen, Wolle, 2019

Animal Turn

Künstlerinnen zum Thema Tier 25. August bis 03. November 2019 Syker Vorwerk | www.syker-vorwerk.de In Kooperation mit dem Künstlerinnenverband Bremen, GEDOK Die Ausstellung wird durch eine Arbeitsgruppe des Künstlerinnenverbandes in Zusammenarbeit mit Nicole Giese-Kroner, künstlerische Leiterin des Syker Vorwerks, organisiert und kuratiert. Die öffentliche Ausschreibung war offen für alle Mitglieder und alle professionellen Künstlerinnen außerhalb des Verbandes. In den letzten Jahren ist das Thema Tier gesellschaftlich allgegenwärtig geworden. Es wurden unzählige Diskussionen zu Themen wie (Massen-)Tierhaltung, Fleischproduktion, Veganismus etc. geführt. Künstler*innen haben sich in zahlreichen Ausstellungen mit dem TIER in allen möglichen Aspekten auseinandergesetzt. Die Ausstellung im Syker Vorwerk möchte diesem anscheinend erschöpfend behandelten Thema etwas bisher Übersehenes abgewinnen. Wir suchen einen neuen, möglichst unverbrauchten Blick auf das Tier – wir fahnden nach dem Abseitigem, Absurden, dem Widerspenstigen, dem Intimen, dem Außerordentlichen. Teilnehmende Künstlerinnen: Anne Baisch, Monika B. Beyer, Mechtild Böger, Susanne Bollenhagen, Marion Bösen, Ul-

rike Brockmann, Kirsten Brünjes, Claudia Christoffel, Irmgard Dahms, Ingeborg Dammann-Arndt, Kathrin Delhougne, Veronika Dobers, Christiane Fichtner, Anja Fußbach, Martina Gropius, Susann Hartmann, Marikke Heinz-Hoek, Regina Hennen, Conny Himme, Renate Hoffmann, Patricia Lambertus, Isolde Loock, Ellen Mäder-Gutz, Maria Mathieu, Claudia Medeiros Cardoso, Silke Mohrhoff, Beate Möller, Erika Plamann, Elke Prieß, Edith Pundt, Edeltraut Rath, Elianna Renner, Meike Rohde, Sabine Schellhorn, Gertrud Schleising, Anne Schlöpke, Susanne Schossig, Joanna Schulte, Ulrike Schulte, Marina Schulze, Jette Slangerod, Sibylle Springer, Annemarie Strümpfler, Isabel Valecka, Anette Venzlaff, Christina Völker, VON WEIT HER(GEHOLT), Diane Welke, Svenja Wetzenstein, Sabine Wewer, Susanne Katharina Willand, MeiShiu Winde-Liu, Gisela Winter Ein Begleitprogramm mit Künstlerinnenführungen, Lesung und Vortrag wird angeboten. Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst Waldstraße 76, 28857 Syke

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kunst:stück


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Terrakotta trifft Zeichung

ForumFormClemenswerth zeigt Arbeiten von Johanna Beil und Ingeborg Dammann-Arndt 07. September bis 31. Oktober 2019 Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | www.clemenswerth.de Die Ausstellungsreihe ForumFormClemenswerth hat seit den 1970er Jahren einen guten Namen in der norddeutschen Ausstellungslandschaft. Sie präsentiert am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in zwei- bis dreimal jährlich wechselnden Ausstellungen ausgewählte Malerei, Grafik, Bildhauerei und Keramik. 175 Ausstellungen sind in fast 50 Jahren im ForumFormClemenswerh zu sehen gewesen. Vom 07. September bis 31. Oktober treffen in dieser traditionsreichen Reihe ausdrucksstarke monochrome Figuren aus Terrakotta der Keramikerin Johanna Beil auf spannende Zeichnungen der GrafikDesignerin und Bildhauerin Ingeborg Dammann-Arndt. Beils Figuren, die zum Teil nur zwanzig Zentimeter messen, zeigen stille und alltägliche Momente, die zum Teil überhöht werden. „Die Poesie der kleinen, unspektakulären Augenblicke sichtbar zu machen, seine Lebendigkeit einzufangen, das ist es, was mich antreibt“, so Beil selbst. Dammann-Arndt vermag es nur mit Strich und

Linie Räumlichkeit auf Papier zu bringen. Ihre Inspirationsquelle sind die Natur, organische Formen und Dinge des Alltags. Dabei bildet sie nicht ab, sondern transloziert die Dinge mit ihrer eigenwilligen und ausdrucksstarken Technik in eine lineare Welt. Gefördert wird die Ausstellung mit Mitteln der EWE Stiftung, der Wisniewsky Stiftung und der Sparkasse Emsland. Ihr Besuch ist im regulären Museumseintritt inklusive, d.h. neben der Sonderausstellung laden auch das Schloss, die einzig erhaltene Alleesternanlage weltweit, mit seinen Ausstellungen zum Rundgang ein. Programm: Die Vernissage ist am Freitag, den 06. September um 19. Uhr. Eine Führung mit den beiden Künstlern findet zur Finissage am Donnerstag, den 31. Oktober um 15 Uhr, statt. Emslandmuseum Schloss Clemenswerth 49751 Sögel

––– Abb. linke Seite: Terrakotta-Figur von Johanna Beil Abb. oben: Zeichnung von Ingeborg Dammann-Arndt

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Collage Ausstellung auf.um.ab. BRÜCHE, © Kulturkirche Bremerhaven

auf.um.ab. BRÜCHE

1 Thema | 8 Künstler*innen | 1 Ausstellung

01.–15. September 2019 Kulturkirche Bremerhaven | www.kulturkirche-bremerhaven.de Pauluskirche, Hafenstraße 124, 27576 Bremerhaven Aufbrüche, Abbrüche, Umbrüche – sie begleiten uns, unser Umfeld, die Welt. Brüche – das klingt erst mal nach verletzt, beschädigt, kaputt. Brüche versuchen wir zu vermeiden und zu verstecken. Dabei sind sie so vielseitig und eröffnen uns neue Sichtweisen und Perspektiven. Für die Kunst sind Brüche ein Motor. Sie bieten die Möglichkeit, essenziell auf das Leben zu schauen. In einer bundesweiten Ausschreibung der Kulturkirche Bremerhaven wurden Kunstschaffende eingeladen, die acht Bögen unter den Emporen der Pauluskirche zum Jahresthema „Brüche“ künstlerisch zu bespielen. Fast 200 Künstler*innen sind dieser Einladung gefolgt. Sie haben sich auf unterschiedlichsten Ebenen mit dem Thema Brüche und dem Kirchenraum auseinandergesetzt. Eine Jury hat daraus acht Arbeiten ausgewählt. Sie zeigen eine Vielfalt künstlerischer Handschriften. Künstler+innen: Vera Burmester (mixed media) | Gregor Gaida (Skulptur) | Marikke Heinz-Hoek (Video) | Jeong-Eun Lee (Videoprojektion) | Malte Lück (Skulptur) | Dietmar Paetzold (Objekte, Installation) | Johanna Sarah

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Schlenk (Installation, Partizipation) | Meike Zopf (Malerei) Ebenso wurden Bremerhavener Schulen angeschrieben, sich mit eigenen Arbeiten der Schüler*innen an der Ausstellung zu beteiligen. So werden in einem eigenen Raum der Kirche die Arbeiten des Grundkurses Kunst des Schulzentrums Geschwister Scholl zu sehen sein. Die Ausstellung wird unterstützt von der Ursula-Wulfes-Stiftung, dem Regio-Fonds der Weser-Elbe-Sparkasse und vom Haus Lehe. Veranstaltungen: Sonntag | 01. September 2019 | 17 Uhr Gottesdienst zur Eröffnung | im Anschluss Grußwort und Einführung in die Ausstellung Predigt: Pastorin Andrea Schridde | Kulturkirche Bremerhaven Musik: Bernd Schlott (Saxophon, Klarinette, chromatische Mundharmonika), Silke Matscheizik (Flügel) Im Anschluss spricht Michael Frost (Stadtrat für Schule und Kultur) ein Grußwort. Kuratorin Silke Mohrhoff führt in die Ausstellung ein. Empfang mit Wein, Saft und Wasser. → weiter auf der nächsten Seite


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Sonntag | 15. September 2019 | 17 Uhr Finissage | Künstlergespräch und Tanzperformance Kuratorin Silke Mohrhoff führt mit den Künstler*innen der Ausstellung ein Gespräch über ihre Arbeiten. Jana Herr zeigt eine zum Thema „Brüche“ erarbei-

tete Tanzperformance. Ausklang bei Wein, Saft und Wasser. Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Sonntag | 15 - 17 Uhr Mittwoch und Samstag | 9.30 - 12 Uhr und auf Anfrage

–––

Foto: Detlef Hartung

BRUCH LOS

Eine Lichtinstallation von Detlef Hartung und Georg Trenz 27.–31. Oktober 2019 | 17–23 Uhr Kulturkirche Bremerhaven | www.kulturkirche-bremerhaven.de Pauluskirche, Hafenstraße 124, 27576 Bremerhaven Ein Bruch ist immer auch eine Chance für einen Neuanfang, eine Weiterentwicklung. Er setzt Einzelelemente frei: Bausteine, die neu zusammengesetzt werden können. Aus dem festen, statischen, geordneten Ganzen wird ein bewegtes chaotisches, aber auch modulierbares Vieles. Wenn Detlef Hartung und Georg Trenz in ihrer Arbeit BRUCH LOS in der Pauluskirche in Bremerhaven-Lehe Bibeltexte scheinbar brechen und zerstören, so ist es gleichzeitig ein Appell an alle Betrachter die Wörter und Texte neu zu lesen, aktiv zu überdenken und aus den Text- und Buchstabenfragmenten neue Gedanken zu entwickeln. „Lesen“ schreibt Andreas Thalmayr, alias Hans Magnus Enzensberger in seinem Buch Wasserzeichen der Poesie „heißt im-

mer auch: zerstören – wer das nicht glauben will, möge die Gehirnforscher fragen; zerstören und neu zusammensetzen. Dabei entsteht allemal etwas Neues.“ Dieser Leseprozess kann auch als Lebensprozess interpretiert werden. Nichts ist so bruchlos im Leben wie der ständige Wechsel von Bruch/Zäsur und erneuten Aufbau und Zusammenfügen. ––– Veranstaltungen: Sonntag | 27. Oktober 2019 | 17 Uhr Gottesdienst zur Eröffnung | im Anschluss Einführung in die Arbeit, die Künstler sind anwesend Donnerstag | 31. Oktober 2019 | 17 Uhr Finissage | mit Worten von Birgit Mattausch

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. achim

Margit Rusert, Aufenthalt II, Farbe und Grafit auf Japanpapier, Mischtechnik, 60 x 22 cm, 2016

Margit rusert Layers

29. September (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 23. Oktober 2019 im Rathaus Achim Kunstverein Achim www.kunstverein-achim.de

Margit Rusert, Aufenthalt I, Farbe und Grafit auf Japanpapier, Mischtechnik, 60 x 22 cm, 2016

Margit rusert Layers

29. September (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 23. Oktober 2019 im Rathaus Achim Kunstverein Achim | www.kunstverein-achim.de

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In der Ausstellung „Layers“ im Achimer Rathaus zeigt Margit Rusert grafische Arbeiten auf Papier und Malerei auf Leinwand, die dem Thema „Landschaft“ gewidmet sind.

Realität eingefügt. Die hierzu verwandten Bilder fügen sich ein in den sie umgebenden Raum – und passen doch wieder nicht. Realität wird greifbar und entzieht sich wieder.

Es handelt es sich um eine abstrakte Bildsprache, die durch strenge horizontale Einteilung der Bildfläche, die sich wiederum in verschiedene Farbschichten aufgliedert, die Assoziation eines horizontalen Landschaftsmotivs weckt. Es entstehen so stille „Landschaften“, die zeit- und ortlos sind. In diese Landschaften wurden Frottagen als Ausschnitte der uns umgebenden

Der Betrachter befindet sich in einem Dazwischen von abstrakt angeordneten Farbschichten, Bildern, Landschaften, Eindrücken, Stimmungen und nicht greifbaren Realitäten.

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Rathaus Achim Obernstraße 38, 28832 Achim


Horst Janssen, Rembrandt, 04.09.1981, Aquarell und Feder auf Papier, 23,5 x 20 cm. Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kosmos Janssen Horst Janssen und die Bildende Kunst

28. Sept. 2019 bis 26. Jan. 2020 Kunsthalle Emden Info +49 (0) 49 21 97 50-50 · www.kunsthalle-emden.de

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Blick in die Ausstellung "Das perfekte Pferd?"

Das perfekte Pferd?

Pferdebeurteilung im Wandel der Zeit 27. Juni bis 20. Oktober 2019 Deutsches Pferdemuseum | www.dpm-verden.de Auch die Pferdewelt ist von Moden, Trends und Schönheitsidealen beeinflusst. Die Ausstellung „Das perfekte Pferd? Pferdebeurteilung im Wandel der Zeit“ im Deutschen Pferdemuseum zeigt, wie und zu welchem Zweck die Menschen von der Antike bis zur heutigen Zeit immer wieder Kriterien zur Beurteilung von Pferden gesucht und gefunden haben. Anhand von Gemälden, Graphiken und Skulpturen zeichnet die Ausstellung die Geschichte der Pferdedokumentation und –beurteilung nach und zeigt auf, wie sich über die Jahrhunderte diverse Schönheitsideale gebildet haben und welche Maßnahmen teils ergriffen wurden, um diesen gerecht zu werden. Alle heutigen Pferde – vom Schulpony bis zum Hochleistungssportpferd - sind das Ergebnis einer Evolutionsgeschichte, die seit Millionen von Jahren andauert. Seit Beginn der Domestikation vor etwa 5.000 Jahren nimmt der Mensch Einfluss auf die Entwicklung des Pferdes. Er züchtet und selektiert nach unterschiedlichen Gesichtspunkten und für verschiedene Anforderungen. Heutzutage sind Pferde in Deutschland vor allem als Sport- und Freizeitpartner bekannt. Bis in die 1960er Jahre hinein aber

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waren sie als Zug-, Reit- und Tragtiere wirtschaftlich und militärisch von entscheidender Bedeutung. Die verschiedenen Nutzungen erforderten unterschiedlichste Anforderungen an Körperbau und Temperament. Um Pferdekäufer und –besitzer bei der Bewertung zu unterstützen, entstanden seit der Antike unzählige Ratgeber mit Theorien und Maßstäben zur Pferdebeurteilung. Das Wissen half beim Pferdekauf die Tricks so genannter „Rosstäuscher“ zu entlarven und die tatsächlichen Eigenschaften des Pferdes richtig einzuschätzen. Das Streben nach dem Ideal hält bis heute an. Doch, hat die jahrhundertelange Suche am Ende zu einer einheitlichen Vorstellung von dem „perfekten Pferd“ geführt? Oder liegt Schönheit und Perfektion auch in diesem Fall schlichtweg im Auge des Betrachtenden?!? Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr Infos zur Ausstellung und zum umfangreichen Begleitprogramm: www.dpm-verden.de Deutsches Pferdemuseum Holzmarkt 9, 27283 Verden/Aller


13.–15.09. 2019

25. Messe für textile Kunst und Handarbeit OsnabrückHalle www.nadelundfaden-osnabrück.de

Ticket-Service OsnabrückHalle Schlosswall 1–9 · 49074 Osnabrück Telefon 05 41. 34 90 -24 ticketservice@osnabrueckhalle.de www.osnabrueckhalle.de Veranstalter: Osnabrücker Veranstaltungsund Kongress GmbH kunst:stück 33


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Ausstellungsansicht, Foto: Lukas Spörl // rechte Seite, Museumsansicht, Foto: Lukas Spörl

10 Jahre MKdW – Meisterwerke 01. August 2019 bis 12. Januar 2020 Museum Kunst der Westküste / www.mkdw.de Als das Museum Kunst der Westküste am 31. Juli 2009 eröffnete, konnte niemand ahnen, dass es ein so großer Erfolg werden und landesweit sowie international Anerkennung finden würde. Die außergewöhnliche Architektur, das auf die Bildthemen „Meer & Küste“ bezogene, einzigartige Sammlungskonzept und das darauf abgestimmte Ausstellungsprogramm begeistern und berühren Besucher aus dem In- und Ausland. Die Sammlung des Museums Kunst der Westküste (MKdW) umfasst heute über 800 Werke, die zwischen 1830 und 1930 im beeindruckenden Landschaftsraum entlang der Nordseeküste in Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden entstanden sind. Das Herzstück der Sammlung bilden Meisterwerke berühmter Maler, darunter Peder Balke, Edvard Munch, Peder Severin Krøyer, Piet Mondrian und Jan Toorop, Max Liebermann und Emil Nolde. Durch die Wechselausstellungen, in deren Rahmen die Kunst von der Romantik bis zur Moderne immer wieder mit Po-

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sitionen der Gegenwartskunst verknüpft wird, sowie das Artist-in-Residence-Programm, das jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt auf die Insel Föhr führt, wird die Sammlung fortwährend auch um internationale zeitgenössische Werke erweitert. Hierzu zählen etwa Arbeiten von Joakim Eskildsen, Jochen Hein, Nan Hoover, Denis Rouvre, Trine Søndergaard und Mila Teshaieva. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums treffen rund 100 Highlights aus der Sammlung auf über 50 Gemälde und Grafiken, die eigens aus den vier Westküstenländern anreisen und das Sammlungsprofiel unterstreichen. Die hochkarätigen Leihgaben sind vielfach zum ersten Mal in Deutschland zu sehen und kommen unter anderem aus dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen, den Art Museums of Skagen, der Nationalgalerie in Berlin, dem Gemeentemuseum Den Haag, dem Nordnorsk Kunstmuseum in Tromsø und von der Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten in Ascona.


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Abb. rechts v.o.n.u.: Peder Severin Krøyer, Badende Jungen an einem Sommerabend am Strand von Skagen, 1899, Öl auf Leinwand, 100,5 × 153 cm, SMK, The National Gallery of Denmark, Foto: Jacob Skou-Hansen Max Liebermann, Zwei Reiter am Strand nach links, 1910, Öl auf Leinwand, 70 × 100,5 cm, Museum Kunst der Westküste, Alkersum/Föhr Michael Ancher, Fischer am Meer an einem Sommerabend, 1888, Öl auf Leinwand, 141 × 188,5 cm, SMK, The National Gallery of Denmark, Foto: Jacob Skou-Hansen

Die Ausstellung präsentiert ein Jahrhundert Malerei und damit einen Zeitraum, in dem sich bedeutende künstlerische Entwicklungen Bahn brachen – von der norwegischen Romantik über die realistischen Strömungen im Umkreis der Haager Schule bis hin zu den vielfältigen stilistischen Spielarten zwischen Impressionismus und Expressionismus. In den Gemälden entdeckt der Betrachter die sich wandelnde Wahrnehmung der Küstenregionen entlang der Nordsee, die Veränderungen im Leben der Fischer und ihrer Familien an Land und auf See, die Eroberung des Strandes als gesellschaftliche Bühne um 1900 sowie die Bedeutung des Lichts, das zu unverwechselbaren Naturphänomenen führt oder Interieurs stimmungsvoll ausleuchtet. Die Ausstellung 10 Jahre MKdW – Meisterwerke steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Museum Kunst der Westküste Hauptstraße 1, 25938 Alkersum / Föhr

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Joakim Eskildsen, Skagen X, 2008, 55 cm x 65 cm, Pigment print

10 Jahre MKdW – Contemporary

Joakim Eskildsen, Anja Jensen, Ellen Kooi, Mette Tronvoll 16. Juli 2019 bis 12. Januar 2020 Museum Kunst der Westküste / www.mkdw.de Auch in seinem Jubiläumsjahr widmet sich das Museum Kunst der Westküste zeitgenössischer Kunst und versammelt unter dem Titel 10 Jahre MKdW – Contemporary vier spannende fotografische Positionen. Mit ihren Werken treten die Künstlerinnen und Künstler dabei in Dialog zur Malerei und Grafik der Sammlung von der Romantik bis zur Moderne. Sie repräsentieren jeweils eines der vier Westküstenländer, deren Kunst seit zehn Jahren im Museum gezeigt wird: Niederlande, Deutschland, Dänemark, Norwegen. Der Däne Joakim Eskildsen, die deutsche Künstlerin Anja Jensen, Ellen Kooi aus den Niederlanden und die Norwegerin Mette Tronvoll knüpfen in ihren Fotoarbeiten an Motive der Meisterwerke an und richten den Blick auf die in den Küstenlandschaften lebenden Menschen. Der Charakter der Werke ist dabei weder eindeutig beobachtend noch inszeniert, die Fotogra-

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fien entfalten ihre intensive Bildwirkung vielmehr im Dazwischen. Im Hinblick auf Bildthemen und -ausschnitte wiederum tritt in der Überschau untereinander Vergleichbares zutage – sowie unerwartete Ähnlichkeit mit den Gemälden, Ölskizzen und Grafiken der Sammlung des Museums. In der Ausstellung werden Werke aus Joakim Eskildsens Serie Skagen gezeigt, die bereits zur Sammlung gehören und nun um weitere ergänzt werden. Anja Jensen, die wie Eskildsen bereits als Artist-in-Residence in Alkersum auf Föhr ausgestellt hat, ist mit Fotoarbeiten vertreten, die im vergangenen Jahr auf der Insel entstanden. Die Kunst von Ellen Kooi und Mette Tronvoll ist hingegen erstmalig im MKdW zu sehen. Museum Kunst der Westküste Hauptstraße 1, 25938 Alkersum / Föhr


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ForumFormClemenswerth ForumFormClemenswerth ForumFormClemenswerth

Die feine Form Die Die feine feine Form Form

Terrakotta trifft trifft Zeichnung Terrakotta Terrakotta trifft Zeichnung Zeichnung Johanna Beil Beil und und Johanna Johanna Beil und Ingeborg Dammann-Arndt Dammann-Arndt Ingeborg Ingeborg Dammann-Arndt Sa 07.09. 07.09. - Do 31.10.2019 31.10.2019 Sa Sa 07.09. -- Do Do 31.10.2019 49751 Sögel Sögel | www.clemenswerth.de 49751 49751 Sögel || www.clemenswerth.de www.clemenswerth.de DieAusstellung Ausstellung wirdgefördert: gefördert: Die Die Ausstellungwird wird gefördert:

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. oldenburg + umzu

Horst-Janssen-Museum | Am Stadtmuseum 4–8 | 26121 Oldenburg | T. 0441 2352891 | www.horst-janssen-museum.de – Jorinde Voigt. Universal Turn | bis 03.11.

© Milena Tsochkova, in five minutes, 2015, Öl auf Leinwand, Kunstforum Oldenburg

Stadtmuseum Oldenburg | Am Stadtmuseum 4–8 26121 Oldenburg | www.stadtmuseum-oldenburg.de – Edeltraut Rath trifft Johannes Oberthür. Rhythmische Farbräume – Malerei | bis 06.10. – Kult! Angesagte Orte in Oldenburg | 25.10. bis 01.03.20 Edith-Russ-Haus für Medienkunst | Katharinenstraße 23 26121 Oldenburg | T. 0441 2353208 | www.edith-russ-haus.de – Ho Tzu Nyen. G for Gong | bis 29.09. – Pilvi Takala. The Stroker | bis 27.10, im Pulverturm

© Curt R. Lehmann, Koikarpfen Kunstforum Oldenburg

Oldenburger Kunstverein | Damm 2a | 26135 Oldenburg | T. 0441 27109 | www.oldenburger-kunstverein.de – Renaud Regnery. Lockvogel | 06.09. bis 10.11. Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg | Damm 1 | 26135 Oldenburg | T. 0441 40570400 www.landesmuseum-ol.de – Fritz Fuhrken. Zum 125. Geburtstag | bis 01.12. – Si-Sook-Kang. Im Gleichklang | bis 15.09. – Graf Anton Günther und sein Weserzoll | bis 15.09.

Renaud Regnery, Lockvogel Oldenburger Kunstverein

Otto Pankok, Christus zerbricht das Gewehr, 1950 | Galerie im Heuerhaus

KUNSTFORUM OLDENBURG | Rosenstraße 41 | 26122 Oldenburg | T. 0441 9990840 | www.werkschule.de – Milena Tsochkova. Malerei und Zeichnung | 03.09. (Eröffnung: 18 Uhr) bis 25.10. – Curt R. Lehmann. Tierplastiken | 05.11. (Eröffnung: 18 Uhr) bis 20.12. Landesmuseum Natur und Mensch | Damm 38–44 26135 Oldenburg | www.naturundmensch.de – Land - Küste - Meer. Einblicke in die Schatzkammern des Nordens | bis 03.11. – Sielmann! | bis 03.11. // Heinz Sielmann war Tierfilmer. Seine „Expeditionen ins Tierreich“ prägten das deutsche Fernsehen. Galerie am Stall | Am Ebenesch 4 | 27798 Hude | T. 04408 8099848 | www.galerie-am-stall.de – Martin Paulus und Willi Weiner. Troiza | bis 08.09. – Marlies Nittka. coloured entities, Malerei und Stoffdruck 29.09. (Eröffnung: 15 Uhr) bis 27.10.

Marlies Nittka, ohne Titel, 2018, Stoffdruck auf Stoff, Galerie am Stall

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kunst:stück

DIE GALERIE IM HEUERHAUS | Rittrumer Kirchweg 4 | 27801 Dötlingen | T. 04433 1241 | www.galerie-im-heuerhaus.de - Otto Pankok. Glaube – Liebe – Hoffnung, Holzschnitte und Kohlezeichnungen | bis 08.09. – Ellen Mäder-Gutz. natur verbunden – Grafik, Skulptur, Fotografie | 29.09. (Eröffnung: 15 Uhr) bis 17.11.


KUNSTKURSE BILDHAUEREI | MALEREI | FOTO+FILM | KERAMIK

Luzie Uptmoor, Selbstporträt in blauer Bluse (Ausschnitt), Privatbesitz, Fotograf Jürgen Christ

www.palais-rastede.de | Feldbreite 23 | 26180 Rastede | T. 04402-81552

Kunst- und Kulturkreis Rastede . Palais Rastede

Rosenstraße 41 | 26122 Oldenburg | Tel. 0441-9990840 | www.werkschule.de

KÜNSTLERINNEN AUS DEM OLDENBURGER LAND

Malerei – Graphik – Plastik Ausstellung im Palais Rastede · 15. September bis 8. Dezember 2019


. oldenburg + umzu

Palais Rastede | Feldbreite 23 | 26180 Rastede | T. 04402 81552 | www.palais-rastede.de – Künstlerinnen aus dem Oldenburger Land. Malerei – Graphik – Plastik | 15.09. (Eröffnung: 11.15 Uhr) bis 08.12 Olga Potthast von Minden, Weg am Mühlenteich, o. J., Öl auf Leinwand, 48 x 68 cm, Heimatverein Varel e. V., Fotograf Jürgen Christ, Palais Rastede

Cecylia Malik, 365 Bäume, 2009–2010, © Cecylia Malik, Kunsthalle Wilhelmshaven

Franz Radziwill Haus | Sielstraße 3 | 26316 Dangast/ Varel | T. 04451 2777 | www.radziwill.de – Franz Radziwill. Inszenierte Bildräume | bis 13.01.2020 Kunsthalle Wilhelmshaven | Adalbertstraße 28 26382 Wilhelmshaven | www.kunsthalle-wilhelmshaven.de – Moritz Götze – Götzendämmerung. Bilder zur deutschen Geschichte | bis 15. 09. – Through a Forest Wilderness. Aktionen im Wald. Performance, Konzeptkunst, Events. 1960 – ∞ | 27.09. bis 27.10. Ostfriesisches Landesmuseum emden | Brückstraße 1 26725 Emden | www.landesmuseum-emden.de – Maler sehen Ostfriesland | in der Neuen Galerie – Der 80-jhr. Krieg und Ostfriesland | in der Emder Rüstkammer – #wissen:schaft ostfriesland | bis 13.10.

Horst Janssen, Rembrandt, 04.09.1981, Aquarell und Feder auf Papier, 23,5 x 20 cm, Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Kunsthalle Emden

Kunsthalle Emden | Hinter dem Rahmen 13 | 26721 Emden | T. 04921 975050 | www.kunsthalle-emden.de – Marc, Macke, Nolde. Meisterwerke der Sammlung Ziegler bis 22.09. – OTTO Coming Home (he kummt na huus) | bis 22.09. – Kosmos Janssen. Horst Janssen und die Bildende Kunst 28.09. bis 26.01.20 GALERIE AMUTHON-ART| Hammer Straße 14 | 26723 Emden T. 04921 9920292 | www.amuthon-art.de – Projektionen aus dem Inneren. Arbeiten auf Papier von Helmut Müller | bis Ende Oktober Ausstellungszentrum Gut Altenkamp | Am Altenkamp 1 | 26871 Papenburg-Aschendorf | T. 04962.6505 www.gut-altenkamp.de – Celia Brown und Susanne Smajic. Wunderwelten | bis 20.10.

Susanne Smajic, Gut Altenkamp

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | 49751 Sögel | T. 05952.932325 | www.clemenswerth.de – Die feine Form - Terrakotta trifft Zeichnung. Johanna Beil und Ingeborg Dammann-Arndt | 06.09. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 31.10. – „Die Rückkehr des Platzhirschs auf die mittlere Clemenswerther Teichinsel“ von Thomas Otto

Terrakotta-Figur von Johanna Beil, Schloss Clemenswerth

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Kunsthalle Lingen | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de – Ian Kiaer. Endnote, ping | 21.09. bis 22.12. – Harry Kramer. Atelier Kramer | 21.09. bis 22.12., Wasserturm


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Renaud Regnery, -Palisade-Painting,2018

Renaud Regnery Lockvogel

06. September (Eröffnung: 19.30 Uhr) bis 10. November 2019 Oldenburger Kunstverein | www.oldenburger-kunstverein.de Renaud Regnery (*1976 in Epinal, Frankreich) arbeitet mit vorgefundenen Materialien, deren Ästhetik durch Funktionalität bestimmt ist: Tapetenmuster aus den 30er Jahren, Wandbekleidungen aus den 50er Jahren, industriell gefärbte Büropapiere. Seine Werkgruppen wirken zunächst sehr unterschiedlich – von großformatigen monochromen Bildern in strahlendem Pink, statischen Gitterbildern, bis hin zu Werken, die wie Holzpalisaden erscheinen oder an gestische Malerei erinnern – sie alle basieren jedoch auf formellen und inhaltlichen Korrespondenzen. Regnery nutzt nostalgische Dekorationsmaterialien der industriellen Massenproduktion vergangener Tage, verarbeitet sie mit analogen und digitalen Techniken und referiert damit auch auf den Ursprung seines Ausgangsmaterials. In einer Werkgruppe bringt er z.B. Tapetenmuster auf Leinwand an, sodass die Werke an die Holzoptik einer Palisade erinnern. Dabei interessieren ihn die Gebundenheit von Bildern und die Entwertung der materiellen Welt in einer immer weiter fortschreitenden allgegenwärtigen Digitalisierung. Regnery schafft Illusionen und irritiert mit der Beschaffenheit seiner Werke, indem er mit den Konventionen des Sehens spielt. Klebekanten

und Leinwandrückseiten durchbrechen die Illusion und lassen Rückschlüsse auf die Machart und Ausgangsmaterialien der Werke zu. Bei anderen Arbeiten fotokopiert, vergrößert oder transferiert er einzelne Formelemente von Tapeten mittels Siebdruckverfahren und UV-Druck auf Leinwand. Der Künstler greift in die Struktur der technischen Massenware ein und subjektiviert sie. Geordnete statische geometrisch anmutende Strukturen treffen auf dynamische gestische Brüche. Die Originaltapete bleibt unter der Schichtung der Elemente dabei stets durchscheinend sichtbar. Der in Frankreich geborene Künstler hat ein Meisterschülerstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden absolviert. Er lebt und arbeitet in Berlin. In der Ausstellung werden neben aktuellen Werken auch Arbeiten der letzten acht Jahre gezeigt, um einen Einblick in die Vielfalt, technische Diversität und Komplexität und die Entwicklung im Schaffen des Künstlers zu vermitteln. Oldenburger Kunstverein Damm 2a, 26135 Oldenburg

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Städtische Galerie Nordhorn | Vechteaue 2 | 48529 Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de – Ein Ausstellungslabor in der Städtischen Galerie Nordhornn 08.09. (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 27.10. Kunstverein Grafschaft Bentheim | Hauptstr. 37 49828 Neuenhaus | www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de – Carina Schüring. Atelier auf Zeit | bis 06.10.

Susanne Kutter, »Lost in the Middle of the Street«, 2018 Holzmodell eines verlassenen Parkhauses, mumifizierte Insekten, Miniaturlampen, Papier, Plastik, Metall, © VG Bild-Kunst Bonn 2019, Foto: Antonio Maniscalco Städtische Galerie Nordhorn

Museum und Park Kalkriese | Venner Straße 69 | 49565 Bramsche | T. 05468.92040 | www.kalkriese-varusschlacht.de – Roms Legionen. Kleine Römer groß in Szene | bis 03.11. – Forum Kalkriese. SOKO Varusschlacht - 30 Jahre archäologische Detektivarbeit | 03.–06.10. Tuchmacher Museum Bramsche | Mühlenort 6 | 49565 Bramsche | T. 05461.94510 | www.tuchmachermuseum.de – Tuchmarkt. Neues, Individuelles und Schönes von Textilkünstler- und Textilhandwerker*innen | So 15.09., 10-17 Uhr – Auf den zweiten Blick. Bauhaus-Stoffe als Inspiration | bis 08.09. Draiflessen Collection | Georgstraße 18 | 49497 Mettingen | T. 05452.91683000 | www.draiflessen.com – Vom Wesen der Landschaft | 06.09. bis 19.01.20

Tuchmacher Museum Bramsche, Entwurf Gunta Stölzl, Foto: Fotostudio Kröger

bauhaus 1930, Musterkarte, 1930/31, Rasch-Archiv, Bramsche Museumsquartier Osnabrück

Museumsquartier osnabrück, Felix-NussbaumHaus, Kulturgeschichtliches Museum | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück | T. 0541.3232207 www.museumsquartier-osnabrueck.de – Friedrich Einhoff. Das Vertraute Unbekannte | bis 15.09. – Brigitte Waldach. Existenz | bis 10.11.19 – Bauhaustapete – neu aufgerollt | bis 08.12. – Deutscher Friedenspreis für Fotografie. Felix Schoeller Foto Award| 20.10.2019 bis 07.03.2020 KUNSTHALLE OSNABRÜCK | Hasemauer 1 | 49074 Osnabrück T. 0541.3232190 | kunsthalle.osnabrueck.de – Crossing Lines | bis 03.11. // mit den Handabdrücken des Bauhaus Künstlers László Moholy-Nagy und künstlerischen Arbeiten von Heba Y. Amin, Jakob Gautel, Olaf Holzapfel, Reuven Israel, Kostis Velonis und Jan Tichy Kunstraum – hase29 | Hasestraße 29/30 | 49074 Osnabrück | T. 0541. 58051396 | www.hase29.de – Like a House – Rauminstallation und Wandzeichnung von Tim Cierpiszewski | bis 05.10. – Moving but Minimal. Musikperformance über 6 Stunden mit drei Flügeln und Tanz | Sa, 26.10.2019, 11 - 17 Uhr

László Moholy-Nagy, Right Hand in Green, May 20th 1926, Courtesy of Hattula Moholy-Nagy Kunsthalle Osnabrück

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SKULPTUR GALERIE | Bierstraße 2 | 49074 Osnabrück | www.skulptur-galerie.de – Joachim Jurgelucks. Form und Linie | bis 14.09.


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Cecylia Malik, 365 Bäume, 2009–2010, © Cecylia Malik

Through a Forest Wilderness

Aktionen im Wald. Performance, Konzeptkunst, Events. 1960 – ∞ 27. September bis 27. Oktober 2019 Kunsthalle Wilhelmshaven + Neuenburger Urwald | www.kunsthalle-wilhelmshaven.de „The clearest way into the Universe is through a forest wilderness“, erkannte der schottisch-amerikanische Naturforscher John Muir 1890 – lange bevor Künstler weltweit den Wald als Raum für sich entdeckten. Mit der Aktionskunst trat seit den 1960er-Jahren das Verhältnis von Kunst und Natur in eine neue Phase. Es begann eine intensive, oft körperliche Auseinandersetzung mit Natur. Die Ausstellung nimmt den existenziellen Dialog zwischen Kunst und Wald in den Blick. Neben histo-

rischen Werken aus Aktionskunst, Minimal Art und Konzeptkunst sind zeitgenössische Arbeiten zu sehen – in der Kunsthalle und im Freien (Neuenburger Urwald). Öffnungszeiten: Dienstag 14–20 Uhr Mittwoch bis Sonntag 11–17 Uhr Kunsthalle Wilhelmshaven Adalbertstraße 28, 26382 Wilhelmshaven und Neuenburger Urwald

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Neue Kunstkurse der Werkschule e.V.

Interdisziplinäres | Bildhauerei | Malerei | Fotografie | Keramik Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit e.V. im Kunstforum Oldenburg www.werkschule.de Endlich mit dem Zeichnen beginnen, sich an die erste Holzskulptur wagen, von Profis lernen, im Austausch mit Kunstinteressierten sein, sich auf intensive künstlerische Prozesse einlassen… Die Kunstkurse der Werkschule e.V. in Oldenburg starten im September 2019 wieder in eine neue Saison und bieten eine besondere Mischung aus Kunstvermittlung, künstlerischer Weiterbildung und Experimentierfeld für kreative Köpfe. Kunstkurse unterschiedlichster Formate

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– Einführungskurse für Kunst-Einsteiger, Aufbau-Workshops für Geübte, Themenoder Kompaktkurse am Wochenende – geben Kunstpraxis-Interessierten die Möglichkeit, Ausflüge ins aktive Gestalten zu unternehmen und ihren Ideen eine Form zu geben. Das neue, dreistündige Kursformat „kunst:kompakt“ für kurzweilige Kunsterlebnisse rundet das Angebot ab – Ausstellungen und Veranstaltungen im Kunstforum Oldenburg und soziokulturelle Projekte ergänzen das Programm der Werkschule e.V.


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EINE AUsWAhL DER KUNsTKURsE 2019:

Alle Fotos: © Werkschule e.V. –––

Rund 25 ausgebildete Profis stehen gemäß dem Slogan „Von Künstlern lernen – mit Künstlern arbeiten“ den 6-8 Kursteilnehmern mit Rat, Tat und Know-how zur Seite, führen in die Welt der Künste ein und begleiten fachkundig auf dem Weg durch die künstlerische Praxis. Ausgiebigen Platz für das künstlerische Schaffen findet sich in den Ateliers auf insgesamt 700 Quadratmetern im Kunstforum Oldenburg inmitten des lebendigen Oldenburger Bahnhofviertels. Werkschule e.V. Rosenstraße 41, 26122 Oldenburg

Reisen in die Wunderkammer: Ein Malereikurs, montags, ab 02.09.2019, mit Maler Till Gerhard ––– Der Garten der Lüste – Pflanzenaufbau 25. – 27.10.2019, mit Bildhauerin Ilka Raupach ––– Der schöne schein: Lichtobjekte aus Porzellan, 26. – 27.10.2019, mit Keramikerin Karla hüneke ––– Museumserfahrungen – Götter und helden, 15. – 17.11.2019, mit Bildhauer Amir Omerovic Informationen zum Kursprogramm und Anmeldung: www.werkschule.de info@werkschule.de Tel: 0441 / 999 0840

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SIELMANN!

2. Juni bis 3. November Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg | www.naturundmensch.de Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Lebenswerk des Tierfilmers Heinz Sielmann. Sein Name weckt bei Vielen positive Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Stunden vor dem Fernseher. In der Sendung „Expeditionen ins Tierreich“ rückte er zwischen 1965 und 1991 die Zerstörung von Lebensräumen und die Notwendigkeit ihres Schutzes in den Blickpunkt. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 1994 die „Heinz Sielmann Stiftung“. Dem Leitgedanken Sielmanns „Think global – act local“ folgend, kauft und fördert die Stiftung Flächen und schützt sie als Lebensräume für bedrohte Arten. Was Heinz Sielmann mit seinen Filmen geschafft hat, will nun auch die neue Sonderausstellung „SIELMANN!“ im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg erreichen: Die Faszination für die Natur und den Entdeckergeist wecken. Die Besuchenden gehen auf eine spannende Reise durch sechs Naturlandschaften, die von der Heinz Sielmann Stiftung betreut werden. Im Fokus steht dabei, wie die verschiedenen Naturlandschaften durch den Menschen beeinflusst wurden und was die Stiftung zum Schutz der Artenvielfalt unternimmt. Rund 80 Tierpräparate führen vor Augen, dass Regionen wie der Bodensee oder die Döberitzer Heide einzigartig und schützenswert sind. Jeweils ein Leitobjekt wird dabei mit passenden Aus-

schnitten aus den Filmen Sielmanns kombiniert. Zum Beispiel erzählt ein Präparat eines Wisents davon, wie diese beeindruckenden Tiere durch den Menschen in der freien Wildbahn ausgerottet wurden, nun aber dank der Heinz Sielmann Stiftung in der Naturlandschaft Döberitzer Heide wieder ein Zuhause gefunden haben. Ein Highlight der Ausstellung sind die „Entdeckerlinsen“, welche jeder Besuchende am Eingang erhält. Durch sie werden Inhalte der Ausstellung sichtbar und erfahrbar, die sonst im Verborgenen bleiben. Wie in der Natur lohnt sich genaues Hinsehen und die Themen „Artenvielfalt und Naturschutz“ werden spielerisch entdeckt. Dank einer besonderen Folientechnik sind zudem einige Texte erst lesbar, wenn der Besuchende die Perspektive wechselt, sich also auf Blickhöhe eines Kindes begibt. Denn der Blickwinkel und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen wurden von Anfang an in der Konzeption der Ausstellung mitgedacht und ernst genommen. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Heinz Sielmann Stiftung und dem Museum für Naturkunde Berlin. Landesmuseum Natur und Mensch Damm 38-44, 26135 Oldenburg

––– Abb. v.o.n.u.: Heinz Sielmann filmt in den Alpen, Foto: Heinz Sielmann Stiftung // Das Wisent ist eines der HightlightObjekte, Foto: Tanja Marotzke // links: Die Entdeckerlinse macht Unsichtbares sichtbar. Foto: Tanja Marotzke // rechts: Tierbeobachtung heißt, genau hinzuschauen, Foto: I. Blank // alle Fotos: © Heinz Sielmann Stiftung

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. rastede

Künstlerinnen aus dem Oldenburger Land Malerei – Graphik – Plastik

15. September (Eröffnung: 11.15 Uhr) bis 08. Dezember 2019 Palais Rastede | www.palais-rastede.de Neben ihrer Leidenschaft für die Kunst benötigten Frauen, die am Ende des 19. Jahrhunderts den künstlerischen Weg anstrebten, Energie und Willenskraft, um ihr Ziel zu erreichen. Oftmals stießen sie schon in ihren eigenen Familien bei der Berufswahl auf Unverständnis, zudem waren sie bis 1919 nicht an den öffentlichen Akademien zugelassen. Diejenigen von ihnen, die sich dennoch entschlossen, Künstlerin zu werden, mussten ihr Studium an den freien Malschulen der Künstlerinnenvereine absolvieren. Eine andere Möglichkeit bot sich in den Ateliers etablierter Maler, die sich in Großstädten, aber auch häufig in den Künstlerkolonien niedergelassen hatten. Im Oldenburger Land waren es Gerhard Bakenhus (1860 - 1939) und Wilhelm Kempin (1885 - 1951) in Kreyenbrück so-

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wie Georg Müller vom Siel (1895 - 1939) in der Künstlerkolonie Dötlingen, die junge Frauen unterrichteten. Auch wenn die Zahl der kunststrebenden Frauen damals groß war, fanden sie oft wenig Anerkennung und Achtung. Intensive Recherchen der beiden Kuratorinnen, Donata Holz (Kulturwissenschaftlerin) und Bärbel Schönbohm (Kunstwissenschaftlerin) offenbarten einen großen Umfang künstlerischen weiblichen Schaffens im Oldenburger Land und führten zu oft verborgenen Werken, die zum Teil noch nie ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurden. Mit Gemälden, Grafiken und Plastiken von 25 Künstlerinnen spannt die Ausstellung einen weiten Bogen von der naturalistischen Auffassung bis in die Abstraktion.


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Foto: Wilhelm Meyer

Begleitprogramm

Um Anmeldung wird gebeten unter: Tel. 04402-81552 oder per Mail: info@palais-rastede.de –––

Kuratorinnen-Führung:

Freitag, 27.9.2019, 15.30 Uhr Donnerstag, 14.11.2019, 15.30 Uhr

Vortrag:

Künstlerinnen auf dem Vormarsch, Dienstag, 22.10.2019, 18.00 Uhr –––

Eröffnung am Sonntag, den 15.9.2019, 11.15 Uhr Olga Potthast von Minden Weg am Mühlenteich, o. J. Öl auf Leinwand, 48 x 68 cm Heimatverein Varel e. V. Fotograf Jürgen Christ

In der Ausstellung sind folgende Künstlerinnen vertreten: Marie-Louise AhlhornPackenius, Veronika Caspar-Schröder, Louise Droste-Roggemann, Gertrud Freifrau von Schimmelmann, Helene Kempin, Anna Martens, Marie Meyer-Glaeseker, Luise Niemeyer, Elsa Oeltjen-Kasimir, Angela Peus, Olga Potthast von Minden, Hedwig Ranafier-Bulling, Emma Ritter, Emy Rogge, Trude Rosner-Kasowski, Paula Sedana Schiff-Magnussen, Ruth Schmidt Stockhausen, Ingeborg Schwonke-Harding, Wernhera Sertürner, Eva Simmat, Marie Stein-Ranke, Anna Maria Strackerjan, Marie Stumpe, Luzie Uptmoor und Carla Zierenberg Palais Rastede Feldbreite 23, 26180 Rastede

# Begrüßung: Dr. Claudia Thoben, Leiterin des Palais Rastede # Einführung: Donata Holz (Kulturwissenschaftlerin) Bärbel Schönbohm (Kunstwissenschaftlerin) – Kuratorinnen der Ausstellung # Musikalische Umrahmung: Pauline Schostok (Gesang) und Simon Brauer (Piano) –––

Öffnungszeiten:

Mi–Fr und So 11.00 bis 17.00 Uhr – 03. Oktober 11.00–17.00 Uhr – 31. Oktober (Reformationstag) 11.00–17.00 Uhr ––– Wir danken den öffentlichen und privaten Leihgebern. Die Ausstellung wird gefördert durch die Landessparkasse zu Oldenburg, die Oldenburgische Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen, die Gemeinde Rastede und den Landkreis Ammerland.

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. hude

Marlies Nittka Ohne Titel, 2018 Stoffdruck auf Stoff, 100 x 80 cm

Marlies Nittka coloured entities

29. September (Eröffnung: 15 Uhr) bis 27. Oktober 2019 Galerie am Stall | www.galerie-am-stall.de Der englische Begriff entity charakterisiert in seiner Mehrdeutigkeit sehr gut die Arbeiten der Bremer Künstlerin Marlies Nittka (*1969), ehemalige Meisterschülerin von Prof. Paco Knöller. Zunächst: Nittkas Bilder sind farbintensiv, die Farben in den neueren Arbeiten eher leuchtender als früher. Aber fast immer setzt sie die Farbe auf einen meist neutral ins Graue changierenden Hintergrund. Diese Art der Farbsetzung mit Ölfarbe unter Verwendung von Wachs und Graphit (oder in Form des Stoffdrucks) bringt gegeneinander abgegrenzte flächige malerische Objekte hervor. Anders als häufig in der Farbflächenmalerei sind diese aber nicht mit grafisch-harten Konturen gegeneinander gesetzt, sondern Marlies Nittka gibt ihnen oft weiche Linien, die sie wie organische Figurationen wirken lassen. Das Erstaunliche an diesen Gebilden: es sind abstrakte Flächenkompositionen, die bei eingehender Betrachtung unbestimmte figürliche Assoziationen evozie-

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kunst:stück

ren. Nittkas Farbflächen erinnern an reale Gebilde, verharren aber für den Betrachter häufig im Zustand des nebulös Irrealen. Ihre Arbeiten wirken in ihren gegeneinander abgegrenzten Farbflächen gleichzeitig ganz klar und unbestimmt. So als verberge sich hinter den abstrakten Farbobjekten eine weitere Bedeutungsebene - als seien sie farbige Wesenheiten. Marlies Nittka hat in ihren Werken auf Papier oder Stoff eine ganz eigene Bildsprache entwickelt, die eine faszinierende Melange aus Farben, Flächen und Linien präsentiert und doch weit mehr erzählt. Die Ausstellung coloured entities versammelt überwiegend neuere Arbeiten aus den letzten Jahren. Eröffnung: Sonntag, 29. Sept. 2019, 15 Uhr Öffnungszeiten: Mi–Fr, 15–18 Uhr So 14–18 Uhr und nach Vereinbarung Galerie am Stall Am Ebenesch 4, 27798 Hude


VON GAUGUIN BIS MATISSE . oldenburg . bremen

Meisterwerke aus dem Musée d‘Art moderne de Troyes

12. 10. 2019 – 19. 01 . 2020

HerbstHigHligHt 2019

André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand, Foto: Musée d’Art moderne de Troyes © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Picassoplatz 1 | 48143 Münster | t.: 0251/414 47-10 | info@picassomuseum.de www.kunstmuseum-picasso-muenster.de | Mo – So: 10 – 18 Uhr, Fr: 10 – 20 Uhr

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. dötlingen

Ellen Mäder-Gutz, Ferne Nähe, 2012, Linde, 153 x 14 x 14 cm

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. dötlingen . bremen

Ellen Mäder-Gutz, Vertrautes Fremdes, 2014, Siebdruck, 60 x 60 cm

Ellen Mäder-Gutz natur verbunden

29. September (Eröffnung: 15 Uhr) bis 17. November 2019 Die Galerie im Heuerhaus | www.galerie-im-heuerhaus.de „Als Künstlerin zu arbeiten, heißt für mich mit immer neuen Ideen leben, mich immer neu auszuprobieren." Zentraler Bezugspunkt der in Freyenstein und Vechta lebenden Künstlerin ist die Auseinandersetzung mit der Natur: Organisches, Florales, insbesondere Blüten sind ihr Thema. Als genaue Kennerin der floralen Welt, die sie immer wieder intensiv studiert, wird diese doch nie zu ihrem direkten Vorbild. Es sind vielmehr Intuition und Inspiration, die sich in der Auseinandersetzung mit dem Material ergeben. Dabei nutzt Ellen Mäder-Gutz unterschiedliche künstlerische Techniken wie Grafik, Skulptur, Fotografie oder Textiles. Mit der fantasievollen Umsetzung des natürlichen Kreislaufes von Blühen und Welken in einen bildnerischen Prozess, greift die Künstlerin die Tradition der symbolischen Verknüpfung von Natur und Weiblichkeit auf. Für ihre Skulpturen wählt die Künstlerin unterschiedliche Hölzer wie Walnuss, Kirsche oder Esskastanie und beginnt diese

zunächst mit der Kettensäge zu bearbeiten. Ohne vorher ein Modell gemacht zu haben, lässt sie sich auf das Material ein und trifft ihre Entscheidungen Schritt für Schritt. Aus der Fülle der Formen und Farben, die sie immer wieder in der Natur entdeckt, entstehen stets neue, die einerseits bekannt erscheinen und dennoch abstrakt sind, sodass die Suche nach der Wiedererkennung vergeblich ist. Dazu kombiniert sie die natürliche Farbe des Holzes mit einer individuellen Farbgebung einzelner Blütenelemente. Mal sind sie als einzelne Blüten zu sehen, dann wiederum als ganze Pflanze, die sich dem Licht entgegen reckt. Parallel zu den Skulpturen aus Holz zeigt sie eine Vielzahl grafischer Arbeiten. Feinste Graphitzeichnungen erscheinen wie botanische Studien einzelner Blütenelemente, während ihre farbigen Siebdrucke eine ganz eigene Mystik in sich bergen. Die Galerie im Heuerhaus Rittrumer Kirchweg 4, 27801 Dötlingen

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. papenburg-aschendorf

Wunderwelten

Celia Brown und Susanne Smajić 13. August bis 20. Oktober 2019 Ausstellungszentrum Gut Altenkamp, Papenburg-Aschendorf | www.gut-altenkamp.de Celia Brown und Susanne Smajić nehmen die Besucher mit in ihren künstlerischen Kosmos. Ausgehend von Zeichnung oder Malerei beschäftigen sich beide Künstlerinnen mit unterschiedlichen Druckverfahren, nicht nur zur Vervielfältigung, sondern auch zur Verwandlung des Motivs. Hierbei wählt Celia Brown moderne, digitale Medien zur Weiterbearbeitung ihrer Bildmotive, während Susanne Smajić auf das alte Druckhandwerk der Radierung zurück greift. Großformatige Bilder auf Plexiglas und Holz von Celia Brown (*1954 in Cambridge, GB)

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laden ein auf eine Reise in Alices Wunderland, verwoben mit Figuren und Motiven antiker Sagen und Mythen. Dabei spürt die Künstlerin antiken wie zeitbezogenen Quellen nach, die der englische Autor Lewis Carroll (1832-1898) in seinen Alice-Romanen anklingen lässt. Eigens für ihre Ausstellung auf Gut Altenkamp hat Celia Brown Bildserien zum Thema Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln (1865/1871) entwickelt, welche die Atmosphäre und Farbigkeit der Räumlichkeiten aufnehmen. Sie konzentriert sich auf den freien Fluss der Form, lässt Kunst und Wissenschaft


. papenburg-aschendorf . bremen

zusammenfließen und spinnt antike Mythen weiter. So löst sich die Welt in flirrende Linien auf, die über die Fläche mäandern. Susanne Smajić (*1972 in München) arbeitet freischaffend als Zeichnerin, Druckgrafikerin und Illustratorin. In ihrem Atelier in Konstanz entsteht alles per Hand direkt aufs Papier oder auf die Druckplatte, nichts wird digital bearbeitet. Ausgehend von Skizzenbüchern, die auf Streifzügen an den Ufern rund um den Bodensee entstanden sind, über Zeichnungen bis hin zu farbigen Originalen für Kinderbücher bietet sie einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens. Sie zeigt kostbare Unikat-Bücher, Goldschnitte, bemalte Leder- und Pergamenteinbände zu literarischen Klassikern von Dickens, Andersen, Grimm, Grass, Döblin, Melville, Carroll. Ein weiterer Schwerpunkt ist die (Farb-)Radierung: hier präsentiert sie die freien Zyklen Am Wasser, Am Meer, Am See. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr Ausstellungszentrum Gut Altenkamp Am Altenkamp 1, 26871 Papenburg-Aschendorf

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. nordhorn

Christine und Irene Hohenbüchler, Räume im Raum, Kunstmuseum Bonn, 2018 © VG Bild-Kunst Bonn 2019, Foto: David Ertl

Umordnungen

Ein Ausstellungslabor in der Städtischen Galerie Nordhorn 08. September (Eröffnung: 11.30 Uhr) bis 27. Oktober 2019 Städtische Galerie Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de Die Städtische Galerie Nordhorn zeigt eine Gruppenausstellung mit drei umfangreichen künstlerischen Installationen, die insbesondere für Kinder und Jugendliche (aber natürlich auch für alle anderen Altersgruppen) die Möglichkeit einer aktiven Beteiligung mit allen Sinnen und den eigenen kreativen Fähigkeiten bieten. Die Galerie nimmt damit Bezug auf eine Entwicklung in der zeitgenössischen Kunst und im internationalen Ausstellungwesen, wo die Teilhabe des Publikums und kooperatives Arbeiten einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Die Städtische Galerie Nordhorn ist nicht nur ein Ausstellungshaus, sondern folgt seit zwei Jahrzehnten mit Ihrer Kunstschule einem breiten Ansatz der Kunstvermittlung. Dabei spielt die eigene kreative Praxis mitten im Ausstellungsgeschehen bis heute eine zentrale Rolle im pädagogischen Konzept. Mit ihren Laboren, die Themen und Ausdrucksformen der Galerieausstellungen aufgreifen, gehörte die Kunstschule der Städtischen Galerie schon von Beginn an zu den innovativen Kunstschulen in Niedersachsen. Mit UMORDNUNGEN wird dieses Konzept als Ausstellung erfahrbar. Eine begehbare Raumskulptur von Susanne Kutter ermöglicht bildhauerisches Arbeiten mit Holz.

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Christine & Irene Hohenbüchler zeigen mit Studierenden der »Klasse Kooperative Strategien« der Kunstakademie Münster (Inhee Cho, Helena Stegemann, Erick David Morasosa und Eugen Grabowski) ein Gemeinschaftsprojekt, welches sich sowohl praktisch als auch mit dokumentarischen Bildern und Soundcollagen der Nordhorner Textilgeschichte angenommen hat. Martin Waldes Installation schließlich lädt zu einer Auseinandersetzung mit rätselhaften, möglichen und unmöglichen Alltagsdingen ein. Rund um das Ausstellungslabor wird außerdem ein temporäres Programm mit Workshops, Performance, Vorträgen und Fortbildungen aufgelegt. Bei einem Vortrags- und Gesprächsabend wird die aktuelle Kunstentwicklung hin zu kooperativem Arbeiten mit der Kunstwissenschaftlerin Stefanie Bringezu und weiteren Gästen diskutiert. Das Berliner Kollektiv »Hä*Wie!?« wird außerdem einen Tanzund Performanceworkshop anbieten Die Galerie zeigt sich bei diesem Projekt mehr denn je als Ort, an dem Kunst nicht nur bestaunt wird, sondern wo die eigene Haltung und die eigenen Möglichkeiten aktiv Städtische Galerie Nordhorn Vechteaue 2, 48529 Nordhorn


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Helmut Müller, ohne Titel, 2018, Gouache auf Papier, 100 x 70 cm

Projektionen aus dem Inneren Arbeiten auf Papier von Helmut Müller

bis Ende Oktober 2019 Galerie Amuthon-Art, Galerie für Gegenwartskunst | www.amuthon-art.de „Meine Werke sollen nicht nur durch ihre Komposition und ihr Design überzeugen, sondern sie sollen den Betrachter anregen sich mit ihnen und dem dargestellten Thema auseinanderzusetzen.“ (Helmut Müller) Vor allem auf Müllers meist kleinformatigen Papierarbeiten, die im Gegensatz zur Malerei keine Überarbeitung erfahren, da sie für ihn den Status einer Studie bzw. einer Skizze innehaben, ist diese Motivik – die energische und spontane Pinselführung – besonders konstant. Reine Projektion aus dem Inneren auf Papier gebannt, ein Statement, dessen nachträgliche Veränderung nicht notwendig erscheint. Die Papierarbeiten als aktuelle und vor allem ehrliche, unverstellte Zustandsbeschreibungen des Gemüts. Ganz im Duktus der informellen und abstrakten Malerei, verleiht Müller jedem Werk eine ganz eigene Präsenz. Keinem

bestimmten Thema untergeordnet und daher vollkommen frei in der Betrachtung wirken die Bilder auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen fallen jedoch mehrere Bezüge auf, die in Müllers Bildersprache wiederkehrend sind. Kreisformen, Bögen und wellenförmige Linien sind als Symbole der Veränderung und des steten Wandels zu verstehen; dem Auf und Ab, dem Spannungsfeld unserer Existenz. Jede Arbeit überzeugt für sich durch ihre dominanten Farben, deren spannende Kontraste, die energische, ausgewogene oder zurückgenommene Komposition. Es ist am Betrachter sich seine eigene Sichtweise bzw. Bilderklärung zu formen. Infos zu weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen finden Sie unter: www.amuthon-art.de Amuthon-Art Hammer Straße 14, 26723 Emden

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Horst Janssen, Rembrandt, 04.09.1981, Aquarell und Feder auf Papier, 23,5 x 20 cm. Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kosmos Janssen

Horst Janssen und die Bildende Kunst 28. September 2019 bis 26. Januar 2020 Kunsthalle Emden | www.kunsthalle-emden.de Die Kunsthalle Emden zeigt eine Ausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers als Kooperationsprojekt mit dem Horst-JanssenMuseum Oldenburg. Im Mittelpunkt der Ausstellung in Emden steht Janssens künstlerische Auseinandersetzung mit den alten Meistern ebenso wie mit Zeitgenossen. Bereits im Jahr 1988 präsentierte die Kunsthalle Emden eine Janssen-Ausstellung, die seinerzeit im persönlichen Dialog zwischen Henri Nannen und dem Künstler entstand. Damals erschien sein „Brief an Mynher Henri Nannen“ als Hommage an den 1630 in Emden geborenen Seemaler Ludolph Backhuizen. Ein Kapitel der Ausstellung schaut auf dieses Projekt zurück. In Oldenburg steht Janssens Beschäftigung mit der Literatur im Fokus. Jede Ausstellung funktioniert für sich allein, zusammen ergänzen sie sich zu einem facettenreichen Porträt des Künstlers.

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Horst Janssen und die Bildende Kunst Horst Janssen (1929–1995) gehört zu den Ausnahmefiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Zeitlebens setzte er sich intensiv ebenso mit Vorbildern wie mit Zeitgenossen auseinander, sei es aus Bewunderung oder aus Ablehnung. Er fand wie kaum ein zweiter Künstler seine großen Lehrmeister in der Kunstgeschichte. Mit ihnen hielt Janssen künstlerische Zwiesprache, während er gleichzeitig seine eigenen Zeitgenossen als Scharlatane entlarvte, oder besser: missverstand – Anlass für einen wunderbaren Parforceritt durch die Kunstgeschichte in dieser Ausstellung. Dürer und Rembrandt spielen bei Janssen eine besondere Rolle. Er definierte sich nicht nur in künstlerischer Hinsicht als Nachfahre der beiden großen Meister, sondern identifizierte sich auch mit ihrer Haltung, indem er sagte „Ohne mich und


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RAUMKAPITEL / ThEMEN DER AUssTELLUNG: # Einführung: Die Kopie als Schlüssel # Horst und Henri. Briefe an Henri Nannen # Erotisches Kabinett. Picasso, Rembrandt, Schiele # Von Katzen, Hühnern und Kaffeetanten. Janssens frühe Einflüsse: Picasso, Dubuffet, Ensor # Ein Spaziergang mit Hokusai. Janssen Auseinandersetzung mit Hokusai, Hokkei, Utamaro # Drei Romantiker und ein Realist. Füssli, Klinger, Friedrich und Menzel # Menschen Formen – Gesellschaftsstücke und Architekturbilder. Goya, Gavarni, Guardi, Piranesi, Meryon # In der Tradition der französischen und italienischen Zeichnung. Die Schule von Fontainebleau, Watteau und die Italienische Renaissance # Die zwei Großen. Dürer und Rembrandt # Die Lust am Spott. Janssen über das Zeitgenössische und Callot

VERANsTALTUNGsPROGRAMM.

v.o.n.u.: Horst Janssen, Der Alp – Variationen zu Heinrich Füssli, Blatt 2, 25.01.1973,Radierung, Strichätzung, Flächenätzung und Kaltnadel auf Papier, 16,1 x 22,5 cm. Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 // Horst Janssen, Katze blau, 1961, farbiger Holzschnitt auf Japanpapier, 39 x 53 cm. Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

meinesgleichen, wäre der liebe Gott gar nichts. Was immer er sich ausgedacht hat, ohne mich und meinesgleichen gäbe es überhaupt keine Nachricht davon, was er gemacht hat.“ Liste der Künstler, die in den Werken Janssens in dieser Ausstellung im Fokus stehen: Backhuizen, Boticelli, Callot, Caravaggio, Dubuffet, Dürer, Ensor, Friedrich, Füssli, Gavarni, Goya, Guardi, Hiroshige, Hokkei, Hokusai, Klinger, Maeryon ,Mantegna, Menze,l Picasso, Piranesi, Primaticcio, Rembrandt, Schiele, Utamaro, Watteau Kunsthalle Emden Hinter dem Rahmen 13, Emden

Kunstbaden Meditatives Kunstgespräch mit Marie Christin Raddatz. Dienstag, 01.10.2019, 19 Uhr ––– horst Janssen. ein leben Der Historiker Dr. Henning Albrecht liest aus seiner 2016 bei Rowohlt erschienen Biographie des Künstlers, anschließend Gespräch mit dem Autor. Sonntag, 06.10.2019, 16 Uhr ––– eine besondere Beziehung Horst Janssen und die Galerie St. Gertrude Ein Gesprächsabend mit der Verlags- und Galerieleiterin Sabrina Lemcke. Dienstag, 05.11.2019, 19 Uhr ––– führung mit tete böttger Anlässlich des 90. Geburtstages von Horst Janssen führt sein langjähriger Verleger, Sammler, Aussteller und Wegbegleiter durch die Ausstellung. Sonntag, 17.11.2019, 15 Uhr ––– Arbeitsmaterial Janssen. ein Gesprächsabend Die Künstlerin Helene von Oldenburg spricht über ihre künstlerischen Strategien der Um- und Aneignung der Kunst Horst Janssens für ihren 2017 geschaffenen Werkkomplex „Janssen Revisited“. Dienstag, 03.12.2019, 19 Uhr ––– Briefe an Mynher henri Nannen zu emden Die Leiterin der Horst Janssen Bibliothek, Hamburg Angelika Gerlach liest die Brieffolge Horst Janssens, die er an Henri Nannen 1988 schrieb. Anlass war die erste Einzelausstellung Janssens an der Kunsthalle Emden; Sommer 1988. Dienstag, 07.01.2020, 19 Uhr

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Im Rausch der Farbe – Von Gauguin bis Matisse Meisterwerke aus dem Musée d'Art moderne de Troyes 12. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Im Licht der Sonne des Mittelmeeres revolutionierten Henri Matisse und André Derain zu Beginn des 20. Jahrhunderts in dem südfranzösischen Fischerdorf Collioure die Malerei der Moderne. Die leuchtenden, expressiven Farben und die vereinfachenden Formen ihrer Bildkompositionen entwickelten eine derartige visuelle Sprengkraft, dass die Gruppe fortan „Fauves“ – „Die Wilden“ genannt wurde. Das Picasso-Museum präsentiert im Herbst 2019 rund 70 hochkarätige Werke von Malern wie Henri Matisse, André Derain, Georges Braque, Kees van Dongen, Maurice de Vlaminck und Othon Friesz, die mit ihren Gemälden das Pariser Publikum in einen fauvistischen Farbrausch versetzten. Die Ausstellung spiegelt die Bewunderung der Fauvisten für Künstler wie Paul Gauguin und Georges Seurat und erörtert

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die Entwicklung der Farbmalerei der Moderne. Vom Post-Impressionismus des 19. Jahrhunderts führt sie über den Kubismus zur Klassischen Moderne der 1920er- bis 1930er-Jahre. Abgerundet wird die Schau durch einen kurzen Spaziergang durch die Geschichte der Skulptur der Moderne ausgehend von Auguste Rodin und Edgar Degas über Pierre Bonnard und Aristide Maillol bis hin zu Ossip Zadkine. Alle Exponate entstammen der Sammlung Pierre Lévys, die der französische Mäzen dem Musée d'art moderne de Troyes zur Gründung schenkte. Die Sammlung des in Troyes ansässigen Textilmagnaten Lévy wird im Picasso-Museum erstmalig in Deutschland präsentiert. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster


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v.l.n.r.: Félix Vallotton, Afrikanerin, 1910, Öl auf Leinwand, Foto Ville de Troyes, Carole Bell © Domaine public 2019 // Amadeo Modigliani, Jeanne Hébuterne, 1918, Öl auf Leinwand, Foto Ville de Troyes, Carole Bell © Domaine public 2019 // Henri Matisse, Die Lesende, 1922-23, Öl auf Leinwand, Ville de Troyes, Foto Carole Bell © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 // Maurice de Vlaminck, Landschaft in Chatou, 1906, Öl auf Leinwand, Foto Laurent Lecat © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

André Derain, Hyde Park, 1906, Öl auf Leinwand, Foto Laurent Lecat © VG Bild-Kunst 2019

Wie Gott in Frankreich Picasso kulinarisch!

12. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Frischgefangene Fische, die in der Pfanne braten, aromatischer Rotwein aus der Provence und dem Languedoc, delikate Langusten, schmackhafte Artischocken und erfrischender Pastis – Picassos kulinarische Bildwelten laden zum Genuss ein. Die Ausstellung widmet sich mit Linolschnitten, Lithografien, Keramiken und Gemälden aus dem Eigenbestand des Museums Picassos künstlerischer Auseinandersetzung mit gutem Essen und Trinken. Die Schau beleuchtet darüber hinaus seinen kenntnisreichen Dialog mit

der Kunstgeschichte und seine Inspiration durch die spanischen und flämischen Küchenstilleben des Barock. Abgerundet wird die Präsentation durch zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografien von David Douglas Duncan, die Picasso in seiner am Mittelmeer gelegenen Villa „La Californie“ bei dem mittäglichen Genuss von Wein und Fisch zeigen, die Leichtigkeit des Daseins auskostend „wie Gott in Frankreich“. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster

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Nadel und Faden 2019

25. Messe für textile Kunst und Handarbeit

in der OsnabrückHalle vom 13.—15. September 2019 OsnabrückHalle Osnabrück | www.nadelundfaden-osnabrück.de Handgearbeitetes, Selbstkreiertes, mit Liebe Gestaltetes wird – im Vergleich zu maschinell hergestellter Massenware – von den meisten Menschen als besonders wertvoll empfunden und geschätzt. Darüber hinaus ist „Selbstgemachtes“ individuell, ja einmalig! Es ist Ausdruck des eigenen Geschmacks und der eigenen Originalität. So wundert es nicht, dass DIY (Do it yourself) voll im Trend liegt, denn in Zeiten, in denen wir immer mehr Zeit vor dem Computer verbringen, kann echte Handarbeit uns zu Entspannung im Alltag verhelfen. Handarbeiten ist schlichtweg in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hat sich vom Hype zum Mainstream entwickelt.

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Diesen erfreulichen Trend bedient auch im Jubiläumsjahr 2019 die Messe für textile Kunst und Handarbeit NADEL UND FADEN in der OsnabrückHalle unter der Leitung ihrer Gründerin und Projektleiterin Ellen Moschitz-Finger. ‚Altes Handwerk neu belebt‘ heißt es in der Knopfmacherei; hier gestalten Sie kunstvolle Knöpfe aus Holzrohlingen und farbigem Garn, oder Sie erlernen das Sticken mit Seidenbändchen, Woll- und Seidengarn und anderen Materialien. Im Kreativ-Atelier ‚Coole Masche‘ treffen sich Nadel & Faden Freundinnen zum kreativen Erfahrungsaustausch und plaudern aus dem Nähkästchen beim Erlernen der Makramee-Technik. Seien Sie gespannt auf den Walkact vom Jelicious Theatre „Cotton on“ aus den Niederlanden.


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oben: Messeimpression // rechts, v.o.n.u.: „Nachgedacht“ ist eine Arbeit aus der Sonderschau der Alküns zum Thema Frau. // Die Tasche ist ein Modell der Schweizer Designerin Maja Lörtscher, sie bedruckt die Produkteflächen mit der Oberfläche von Schweizer Schieferplatten. Dadurch entsteht ein einmaliges individuellen Design. // Zu Gast bei Nadel und Faden 2019: Walkact Theater Jelicious Cotton on aus den Niederlanden. –––

Spontane kostenlose Vorführungen an den Messeständen bieten Designerinnen und Fachgeschäfte zu vielen Themen, und Sonderschauen international renommierter Künstlerinnen zum Thema „Frau“ bereichern die Textilmesse NADEL UND FADEN 2019. Mit Sorgfalt ausgewählte Aussteller aus ganz Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz überzeugen vom 13.-15. September mit einem immensen Materialangebot und kreieren die geglückte Verbindung zwischen großer Verkaufsschau und textiler Kunstausstellung auf hohem Niveau. Lassen Sie sich also ruhig umgarnen und erleben Sie einen rundum inspirierenden Messebesuch in der OsnabrückHalle bei Nadel & Faden 2019.

Aktuelle Neuigkeiten zu Nadel & Faden erfahren Sie hier: www.facebook.com/nadelfaden.os www.nadelundfaden-osnabrück.de Öffnungszeiten: Freitag /Samstag 10– 18 Uhr, Sonntag 10–17 Uhr. Eintritt 9 € Menschen mit Behinderung 5 € / DreiTages-Karte 19 € / Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Gruppen ab 10 Personen erhalten auf Anfrage Rabatt. Tickets erhalten Sie im Ticket-Service der OsnabrückHalle, online oder an der Tageskasse vor Ort! Osnabrückhalle Schlosswall 1 . 49074 Osnabrück

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. osnabrück

Friedrich Einhoff

Das vertraute Unbekannte. Gemälde und Zeichnungen 23. Juni bis 15. September 2019 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Der Mensch ist ein Rätsel. Unzählige Male am Tag blickt man Personen ins Gesicht und kann doch nicht erkennen, was in Ihnen vorgeht. Jeden Tag begibt der Mensch sich in Rollen, maskiert sein Wesen. Friedrich Einhoffs (1936–2018) künstlerisches Interesse galt dem Menschenbild. Zeitlebens stand die menschliche Figur im Mittelpunkt, nicht um sie abzubilden, sondern nach ihr zu suchen und sie in einem langwierigen Prozess entstehen zu lassen. Wenn der Künstler mittels gebrochener Linien, aufgelöster Konturen oder ineinanderfließender Flächen das äußere Erscheinungsbild des Menschen auflöst, taucht in den Werken – gleich einer Erinnerung – das Innere auf: Zweifel, Offenheit und Verletzlichkeit menschlicher Existenz.!Rätselhaft erscheinen seine Figuren, wenn Umrisse verschwimmen, schorfige Flächen sich über Augen oder Nase ausbreiten, Schlie-

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ren Gesichter und Figuren verzerren, als würden sich die anthropomorphe Gestalt und ihre Oberfläche zersetzen. Diese „Figurenspuren“, wie Einhoff sie nennt, entstehen in einem künstlerischen Prozess des ständigen Befragens: des Auf- und Abtragens von Farbe, des Linienziehens und -löschens, des Abkratzens oder Abschmirgelns und Freilegens. Die Präparierung der Leinwand oder des Papiers mit ungewöhnlichen Materialien wie Asche, Sand oder Erde gibt den Werken eine haptische Qualität, eine fühl- und sichtbare Oberflächenstruktur: „... eine Bildhaut wachsen lassen durch Ertasten, Bedecken, Betreten, und Begreifen mit Farbe, Sand und Kohle. Aus der Unförmigkeit des Beginns entstehen Figuren als vertraute Unbekannte“ (Friedrich Einhoff). In seiner Kindheit war es die existentielle Erfahrung von Gewalt, die seine Erinnerungen prägte. Seine Kinderaugen be-


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Linke Seite: Friedrich Einhoff, Mit offenem Ausgang, 1989, Acryl, Kohle, Sand auf Leinwand, 50 x 115 cm, Courtesy of LEVY Galerie, Hamburg, Foto: Dirk Masbaum, Hamburg ––– Abb. oben: Atelierbilder Atelier Einhoff, Foto: Friedrich Einhoff

zeugten eine Welt kriegsversehrter Körper und verwundeter Seelen. Die menschenverachtende Massenvernichtung im Nationalsozialismus war Realität, der sich nicht nur das Nachkriegsdeutschland zu stellen hatte. In einer Zeit, in der viele Künstler und Künstlerinnen sich der abstrakten Kunst zuwendeten, hielt Friedrich Einhoff konsequent an der Figur fest und fand Anregungen unter anderem bei Francis Bacon, Jean Dubuffet und Francisco de Goya wie auch bei Paula Modersohn-Becker oder Maria Lassnig. Die Ausstellung zeigt mit einer Auswahl von circa 90 Werken – Gemälde und Zeichnungen – aus den verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers eine umfassende Werkschau im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück. In den Kabinetten laden Leihgaben aus der Hamburger Kunsthalle zu einer ruhigen, konzentrierten Betrachtung der Themenfelder „Gruppe/Masse“

sowie „Individuum/Auflösung“ ein. Im Oberlichtsaal lässt die kreative Hängung die Atelierwelt des Künstlers nachempfinden. Friedrich Einhoff kombinierte in seinem Atelier Werke zu Personenensembles, die sich gegenseitig beeinflussten. Zu Gruppen an der Wand, häufig ohne Rahmen oder auf dem Boden ausgelegt, konnten verschiedene Perspektiven eigenommen werden. Stand ein Bild längere Zeit im Atelier, nahm Einhoff es auch noch Jahre später wieder auf, um es zu verändern. „Das eigene Sehen verändert sich ja auch von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, auch dem eigenen Bild gegenüber. Den endgültig fertigen Zustand eines Werks gibt es wahrscheinlich überhaupt nicht. Es gibt nur Versuche, sich einer Figurbildung anzunähern“ (Friedrich Einhoff). Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

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. osnabrück

bauhaus 1930, Musterkarte, 1930/31, Rasch-Archiv, Bramsche

Bauhaustapete – neu aufgerollt

17. August bis 08. Dezember 2019 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Tapeten und Bauhaus? Was nicht passt, wird passend gemacht! So oder so ähnlich hat Emil Rasch von der Hannoverschen Tapetenfabrik Gebr. Rasch & Co vielleicht gedacht, als er 1929 nach Dessau reiste, um den Bauhaus-Direktor Hannes Meyer von seiner Idee zu überzeugen – mit Erfolg! Im Jahr 1929 gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden des Bauhauses in Dessau entwickelt, wurde die in Bramsche bei Osnabrück produzierte bauhaustapete ein die Bauhaus-Ära überdauernder Erfolg. Die Konzeption der Ausstellung versteht die bauhaustapete explizit als Projekt, bei dem unterschiedliche Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Handwerk, Industrie und Wirtschaft trotz anfänglich konträr erscheinender Grundsätze erfolgreich kooperiert haben. Diesen Kooperationsgedanken spiegelt auch die Ausstellung wider: Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück, mit der Tapetenfabrik Rasch in Bramsche, zeitgenössischen Künstlern und unter Beteiligung von Osnabrücker Bürger*innen. Die Besucher*innen erwartet ein Gang entlang der 90jährigen Geschichte der bau-

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kunst:stück

haustapete. Sie erfahren etwas über ihren ursprünglichen Bestimmungsort, die sogenannte „Volkswohnung“, und lernen die Macher der Tapete kennen. Zudem erfahren sie etwas über die umfassende, zeitweise vom Bauhaus übernommene Werbekampagne sowie über die Geschichte der bauhaustapete nach Ende des Bauhauses bis hin zur aktuellen Kollektion 2019. Aus eben dieser gestaltet der zeitgenössische, international bekannte Künstler Tobias Rehberger eigens für die Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück eine großformatige Wandarbeit. Zum Ende des Rundgangs der Ausstellung trifft man auf einen Bereich, in dem die Frage nach dem Einfluss des Bauhauses und der dort (weiter)entwickelten, vielfältigen Formensprache auf unseren heutigen Alltag gestellt wird. Diesen Raum füllen zum einen Studierende des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück mit Leben. Sie erarbeiten designhistorische Antworten auf die Frage, inwiefern in unserem unmittelbaren Lebensraum und Alltag Bezüge zum Bauhaus (re)konstruierbar sind. Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück


. hannover

www.alphabet-art.de

AlphAbet-Art Die KunsT Zu schenKen

Wer nach einem besonderen Geschenk für einen besonderen Menschen sucht, ist bei Alphabet-Art richtig.

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Einmalig und zeitlos schön! Zur Geburt, zur Taufe u.v.m.

Was sich dahinter verbirgt? Ganz einfach: individuelle Fotokunstwerke, über die sich eine persönliche Botschaft vermitteln lässt: „Schön, dass es Dich gibt – Du bist mir wichtig!“ – und zwar nicht nur zu Weihnachten, sondern zu jedem Anlass. Kreiert werden die Unikate vom Schenker selbst: Er findet auf der Website www.alphabet-art.de einen breiten Fundus an hochwertigen Kunstfotografien, die alle eines gemein haben: Sie zeigen mal mehr, mal weniger „versteckte“ Buchstaben. Aus diesen können sich die Besucher ganz nach ihrem Geschmack und ihren persönlichen Interesse Vor- oder Nachnamen, aber auch Kosewörter sowie Wortkreationen mit Symbolcharakter und Bedeutung zusammenstellen. Oldtimerfan, Jäger, Surfer oder Kunstliebhaber – damit auf die persönlichen Vorlieben des Beschenkten Bezug genommen werden kann, bietet Alphabet-Art Buchstaben aus verschiedenen Themenbereichen wie Klassik, Garage-Art, Geweih-Art und Beach-Art an. Unter den Kunstfotografien sind Aufnahmen von Architektur-, Natur- und Sportelementen sowie von klassischen Automobilen und Alltagsgegenständen. Jedes ausgewählte Wort kann einzeln – also nur die Fotografien – oder von edlen Passepartouts betont und hochwertig gerahmt erworben werden.

Alphabet-Art – Schwachhauser Heerstraße 196 – 28213 Bremen – T. 0421-70 60 83 kunst:stück 67 www.alphabet-art.de


. hannover

Ericka Beckman. We imitate we break up, 1978

Wo Kunst geschehen kann Die frühen Jahre des CalArts

30. August bis 10. November 2019 Kestner Gesellschaft | www.kestnergesellschaft.de 1970 öffnete die von Walt Disney gegründete Kunst hochschule »California Institute of the Arts« (CalArts) bei Los Angeles ( Kalifornien, USA) ihre Türen. CalArts entwickelte in den ersten Jahren ein radikales, wegweisendes Schulmodell, das in seiner Interdisziplinarität an europäische und USamerikanische Vorgängermodelle wie dem Bauhaus und dem Black Mountain College anknüpfte. »Wo Kunst geschehen kann – Die frühen Jahre des CalArts« widmet sich den ersten zehn Jahren der Kunsthochschule und führt erstmalig die dort vertretenen Lehrkonzepte mit den daraus entwickelten künstlerischen Praktiken in einer Gruppenschau zusammen. Gezeigt werden ca. 100 Werke von rund 40 Künstler*innen, darunter Arbeiten, die zum ersten Mal öffentlich präsentiert werden. Die historisch angelegte Ausstellung zeichnet verschiedene Situationen nach, in denen Kunst entstehen kann. Ganz im Sinne von John Baldessari, der als einer der prägenden Lehrer die Auffassung vertrat, dass Kunst nicht lehrbar sei, sondern es darum ginge, Situationen

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zu schaffen »where art might happen«, wie er 1992 in einem Interview äußerte. Beleuchtet werden unter anderem Schlüsselfiguren wie Allan Kaprow, John Baldessari sowie Judy Chicago und Miriam Schapiro und ihre tragenden Ideen des Fluxus, der Konzeptkunst und des Feminismus. Neben Kunstwerken und wissenschaftlich aufbereitetem Archivmaterial wurden eigens für die Ausstellung Oral-History- Interviews mit 13 Künstler*innen des CalArts gefilmt, die als Zeitzeug*innen individuelle Einblicke in die damalige Situation geben. Auf diese Weise werden erstmals die Lehrmethoden, der historische Kontext und die interdisziplinären Zusammenhänge zwischen den künstlerischen Praktiken in einer Ausstellung sichtbar. Den Zeitgeist der 1970er Jahre vermitteln auch Erzählungen über legendäre Pool-Partys, Lehrveranstaltungen wie »Advanced Drug Research« und den Verzicht auf Noten und Lehrpläne im Schulalltag. Darüber hinaus legen die Interviews die Spannbreite persönlicher und zwischenmenschlicher Details offen.


. hannover

Abb. links: CalArts, unbekannt, ca. 1971-1972, s/w Fotografie, California Institute of the Arts Archives Photographic Materials Collection // Abb. rechts: Womanhouse: Linen Closet von Sandy Orgel, 1972, s/w Fotografie, California Institute of the Arts Archives, Feminist Art Materials Collection // Abb. unten: Womanhouse Katalogcover von Womanhouse, 1972 Fresno Feminist Art Program Cal State, Fresno, California 1970-71 © Judy Chicago/Artists Rights Society (ARS), New York Courtesy Through the Flower Archives

Künstler*innen der Ausstellung: Michael Asher, David Askevold, John Baldessari, Ericka Beckman, Ross Bleckner, Barbara Bloom, Troy Brauntuch, Sheila de Bretteville, Klaus vom Bruch, Judy Chicago, Dorit Cypis, Eric Fischl, Simone Forti, Jack Goldstein, Douglas Huebler, Stephan von Huene, Allan Kaprow, Mike Kelley, Alison Knowles, Suzanne Lacy, Matt Mullican, Daniel Joseph Martinez, John Miller, Susan Mogul, Ann Noël, Tony Oursler, Charlemagne Palestine, Stephen Prina, Anthony Ramos, Ulrike Rosenbach, David Salle, Mira Schor, Jim Shaw, Miriam Schapiro, Wolfgang Stoerchle, Mitchell Syrop, Carrie Mae Weems, James Welling, Faith Wilding, Christopher Williams und Emmett Williams.

Kooperationspartner: Kooperation mit der Freien Universität Berlin (Prof. Dr. Annette Jael Lehmann) und metaLAB (at) Harvard, Boston(at) Harvard, Boston. Kestner Gesellschaft Goseriede 11, 30159 Hannover

Kurator*innen der Ausstellung: Christina Végh (Direktorin Kestner Gesellschaft), Dr. Philipp Kaiser (Kurator, Los Angeles) Gefördert wird das Ausstellungs- und Forschungsprojekt von der Kulturstiftung des Bundes, der VolkswagenStiftung und der Stiftung Niedersachsen. Die Ausstellung wird darüber hinaus unterstützt vom Förderkreis der Kestner Gesellschaft und privaten Spenden.

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. hamburg

Walter Schels, Lias, 2016, Aus der Serie Transsexuell 40 x 40 cm, Pigment-Print, © Walter Schels

Walter schels Leben

Lorraine Hellwig – Y A MANIFESTO, www.guteaussichten.org, © Lorraine Hellwig

19. Juli bis 03. Oktober Haus der Photografie www.deichtorhallen.de Die Reihe HAMBURGER HELDEN, die mit der Ausstellung DIE ZWEITE HEIMAT des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schels (*1936) vom 19. Juli bis 3. Oktober 2019 im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt. Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil eines klassischen Studiofotografen vor vorwiegend neutralen, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Er löst die Figur aus seinem Lebensraum und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht. ––– Deichtorhallen www.deichtorhallen.de Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg

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Gute Ausichten

Junge Deutsche Fotografie 2018/2019 & Grant II 13. Juli bis 03. Oktober Haus der Photografie www.deichtorhallen.de Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert »gute aussichten 2018/2019« im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen neun Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit dem Anfang oft schließt und mit dem Ende beginnt.


. hamburg

Wolfgang Oelze, Break, 2018, Fotografie Courtesy the artist, © Wolfgang Oelze

Gerhard Richter, Kuh II, 1965 Öl auf Leinwand, 157 x 113 cm, Staatsgalerie Stuttgart © Gerhard Richter 2018 (26022018)

fuzzy dark spot

Videokunst aus Hamburg 13. April bis 03. November Sammlung Falkenber, Hamburg-Harburg www.deichtorhallen.de Die Ausstellung FUZZY DARK SPOT in der Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen Hamburg versammelt 56 Videoarbeiten von über 30 vornehmlich Hamburger Künstler*innen von den 1970er Jahren bis heute und präsentiert in thematischen Stationen historische und aktuelle Produktionen. Die Ausstellung untersucht, wie Video in der Kunst gesellschaftliche sowie mediale Irritationen und Manipulationen interpretiert. Felder dieser Untersuchung sind die Bezugnahme der Videokunst auf das Fernsehen, die aufklärerische Bewegung der Gegenöffentlichkeit der 70er Jahre, der Einsatz von Video als Überwachungsmedium, als Mittel künstlerischer Narration, als psychosozialer Spiegel sowie als Instrument der Selbstoptimierung in der digitalen Gegenwart. Der große Einfluss von Videobildern auf die kollektive Erinnerung und das Bewusstsein im 20. und 21. Jahrhundert lässt den Zweifel am Bild, das Unbehagen am Gewohnten sowie das Misstrauen gegenüber Wahrheitsansprüchen zu wichtigen Motiven künstlerischer Reflexion werden.

baselitz, richter, Polke und Kiefer Die jungen Jahre der alten Meister

13. September bis 05. Januar '20 Halle für aktuelle Kunst Baselitz, Richter, Polke und Kiefer – vier weltbekannte Künstler, deren Renommee in der Geschichte der bildenden Künste Deutschlands einzigartig ist. Den Grundstein dafür legten sie mit ihrem Frühwerk, das in den 1960er Jahren entstand – jenem Jahrzehnt der Herausforderungen und Umbrüche, der Utopien und Neuorientierungen, der Reaktion und Rebellion. Die damaligen Provokateure sind heute längst kunsthistorisch etabliert. Die Ausstellung bietet vom 13. September 2019 bis 5. Januar 2020 in den Deichtorhallen Hamburg einen neuen und umfassenden Blick auf die frühen Werke der heutigen Maler-Stars. Jeder dieser Künstler hat auf seine Art die damalige ästhetische Vorherrschaft der Abstraktion überwunden und auf einzigartige Weise das gesellschaftliche und politische Spannungsfeld der jungen Bundesrepublik in seinen Werken verdichtet.

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FRIEDRICH EINHOFF DAS VERTRAUTE UNBEKANNTE

BIS 15.9.19

Foto: Friedrich Einhoff

Museumsquartier Osnabrück | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück www.museumsquartier-osnabrueck.de | museum@osnabrueck.de Telefon: 0541 323-2207 / 323-2237

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kunst:stück c/o bremen / oldenburg + hannover - issue 41  

Ausgabe für September + Oktober 2019 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

kunst:stück c/o bremen / oldenburg + hannover - issue 41  

Ausgabe für September + Oktober 2019 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

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