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kunst:stück

Lichte Momente Osnabrück | Foto: Stine Deja, Hard Core, Soft Bodies

Magazin für Kunst und Kultur in der Region Osnabrück und dem Münsterland issue 87 | Dezember 2020 / Januar 2021

CORONA UPDATE

zur immungen tueller Best ie Aufgrund akg der Corona-PandemsEindämmun such der Museen / Au t kann der Betemporär eingeschränkr dem stellungen formieren Sie sich vo en sein. Bitte in such auf der jeweilig gen. Bestimmun geplanten Be er geltende Website üb


Kunsthaus Kloster Gravenhorst

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SCHREI

BUNG 22

DA ist Mitmachen und Mitdenken

Projektstipendium KunstKommunikation Bewerbungsschluss für 2022: 24.01.21

Kunst erleben bis 24.01.21 AUSBLICK!

bis 24.01.21 RÜCKBLICK!

Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt

Assembly – mit Anschlussmöglichkeiten

Kunstprojekte 21

Kunstprojekte 20

20.02.21 AUFTAKT!

Samuel Treindl

Growth

bis 14.02.21 Winterlicht –

Klangrecherche/ Tänzelrecherche

Imagined dimensions Tim Roßberg*

Jorn Ebner**

eson #DAgo Virtuelle Rundgänge, Künstlerpost, Anleitungen zum Mitmachen und Mitdenken, Garten für die Ohren, Winterlicht digital – Inspiration pur auf allen Kanälen...

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Klosterstraße 10 D-48477 Hörstel T +49 (0) 2551 6942-00

Bewerbungsunterlagen:

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Gefördert durch: * Kreissparkasse Steinfurt ** LWL – Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Marte Kiessling

www.da-kunsthaus.de


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Foto: © Ella Malin Visse

Lichte Momente: Body Hacking Monika Witte und Joran Yonis, Kurator*innen www.lichtemomente-osnabrueck.de In diesem Jahr wurde unsere Normalität auf den Kopf gestellt, unser Alltag hat sich verändert. Vieles verläuft nun in anderen Bahnen – und zwar weltweit. Es ist eine neue Normalität entstanden, in der digitale Räume, virtuelle Begegnungen und technische Neuerungen großen Platz einnehmen. Auch die Beschäftigung mit körperlichen Veränderungen und pharmazeutischen Entwicklungen hat an Dringlichkeit gewonnen. Lichte Momente beschäftigt sich in diesem Jahr mit der „Optimierung“ von menschlichen Körpern unter Zuhilfenahme der technischen und virtuellen Modifikationen unserer Zeit: „Bodies“ werden „gehackt“ und transformiert, neue Lebenswirklichkeiten entstehen. Die Videoarbeiten der diesjährigen Künstler*innen Stine Deja, Filip Ćustić, Eva Papamargariti und Younghee Shin kreisen allesamt um das Thema „Body Hacking“. Ihre ästhetische Auseinandersetzung damit geschah nicht aufgrund der aktuellen Lage, aber unsere derzeitige

Lebensrealität lässt ihre Arbeiten noch brisanter erscheinen. Vom 28. November bis 31. Dezember präsentiert Lichte Momente bereits zum dreizehnten Mal Videokunst im öffentlichen Raum. In einem Jahr voller Einschränkungen – auch im musealen Bereich – gewinnt diese Darstellungsform an Relevanz. Wir laden Sie ein, die eigenen vier Wände zu verlassen und, natürlich unter Einhaltung des gebührenden Abstands, durch die Osnabrücker Altstadt zu flanieren, um sich dort die an Häuserfassaden projizierte Videokunst anzuschauen. Wir freuen uns, dass mit „Lichte Momente: Body Hacking“ in dieser herausfordernden Zeit ein künstlerisches Kommentieren unserer Lebensrealität möglich ist. Sie sind herzlich eingeladen, sich davon inspirieren zu lassen! Monika Witte und Joran Yonis

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03 Grußwort 03 - Monika Witte und Joran Yonis Lichte Momente Osnabrück 04 Inhalt 04- Impressum 06 Osnabrück 16 - Herford 20 - Mettingen

26 Ausstellungsverzeichnis 32 - Lingen 34 - Rheine 36 - Hörstel 40 - Nordhorn 61 Münster xx Spezielles in dieser Ausgabe 08 - Lichte Momente Osnabrück

DAS TITELBILD LICHTE MOMENTE 2020 – BODY HACKING 28. November bis 31. Dezember 2020 www.lichtemomente-osnabrueck.de Heger-Tor-Viertel/Altstadt Osnabrück Lichte Momente 2020 – BODY HACKING Kunst, die es meist nur im Museum zu sehen gibt, wird bei der Outdoor-Videokunst-Ausstellung Lichte Momente 2020 an Häuserwände und Fassaden der Osnabrücker Altstadt projiziert. Vom 28.11. bis 31.12. kann das Publikum dort beim Flanieren die Arbeiten international tätiger Künstler*innen erleben. → Seite 6 Foto: Stine Deja, Hard Core, Soft Bodies

kunst:stück Magazin

online | 24h / 7day www.kunststueck-magazine.de

IMPRESSUM h2 werbeagentur + kunst Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.) Zum Knapp 2 · 49565 Bramsche Tel: 05461 705 477 mail@kunststueck-magazine.de

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Redaktionsschluss Osnabrück + das Münsterland für die Ausgabe Feb/März: 15. Januar 2021


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Picassoplatz 1 | 48143 Münster | T.: 0251 / 414 47-10 | info@picassomuseum.de www.kunstmuseum-picasso-muenster.de | MO–SO: 10–18, FR: 10–19 Uhr Die Ausstellung wird gefördert von den

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Abb. links: © Filip Ćustić, "Retrato de φLπ ЧУСTИЧ" reinterpretación del "retrato de Giovanna Tornabuoni“

Lichte Momente 2020 – BODY HACKING

Kunst, die es meist nur im Museum zu sehen gibt, wird bei der Outdoor-Videokunst-Ausstellung Lichte Momente 2020 an Häuserwände und Fassaden der Osnabrücker Altstadt projiziert. Vom 28.11. bis 31.12. kann das Publikum dort beim Flanieren die Arbeiten international tätiger Künstler*innen erleben. 28. November bis 31. Dezember 2020 www.lichtemomente-osnabrueck.de | 17–22 Uhr, Heger-Tor-Viertel/Altstadt Osnabrück Unter dem Motto Body Hacking stellt Lichte Momente in diesem Jahr die viel diskutierte Thematik der Posthuman Bodies in den Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung: Bodyhacker lassen sich beispielsweise RFID-Chips unter die Haut operieren, mit denen Türen entriegelt, Smartphones entsperrt oder Daten gespeichert werden. Durch die Einnahme von chemischen Substanzen und Hormonen optimieren sie ihre Körper – und führen so alle normativen Kategorien ad absurdum.

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Die Outdoor-Videokunst-Ausstellung fragt danach, wie sich das fundamental verändernde Verhältnis des Menschen zu Technik und Pharmazie auf unsere Lebenswelt auswirkt: Was bewirkt die technische Optimierung von menschlichen Körpern? Welche Chancen und Risiken verbergen sich hinter dieser gelebten Praxis? Was für soziale und psychische Auswirkungen wird die Omnipräsenz neuer Technologien auf uns heute und in Zukunft haben? Bis zu welchem Punkt ist technische Optimie-


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Abb. Mitte oben: Eva Papamargariti, But for now all i can promise is that things will become weirder // unten: Younghee Shin, 1, 2, 3, 4 ... (Nationale Gymnastik) // rechts oben + unten: Stine Deja, Hard Core, Soft Bodies

rung ethisch vertretbar und bis zu welcher Grenze gilt der Mensch noch als Mensch? Vor allem in den Generationen der jüngeren Kreativen gewinnt diese Thematik zunehmend an Relevanz – nicht allein in der ästhetischen Reflexion, sondern auch in der Praxis: Sogenannten CyborgKünstler*innen gestalten ihren Arbeitsalltag mit der Unterstützung von Prothesen. Computerspielästhetik, Internetart und Virtual Reality werden in das künstlerische Schaffen einbezogen. Die diesjährigen Künstler*innen Filip Ćustić, Eva Papamargariti, Stine Deja und Younghee Shin umkreisen, befragen und reflektieren in ihren ästhetischen Positionen das Thema Body Hacking und nähern sich ihm auf ernsthafte, poetische, ironische oder humorvolle Weise.

FÜHRUNGEN: Die Projektionen sind vom 28.11. bis 31.12.2020 täglich von 17–22 Uhr zu sehen. Führungen können aufgrund der Corona-bedingten Lage frühestens im Dezember gebucht werden. Leider muss in diesem Jahr auf einen offiziellen Eröffnungsrundgang verzichtet werden. ––– STAY SAVE +++ Besucher*innen der Lichten Momente 2020 sind verpflichtet, die zum Zeitpunkt ihres Besuchs geltenden Corona-bedingten Abstandsund Hygieneregeln einzuhalten! +++ ––– Weiter Infos unter: www.lichtemomente-osnabrueck.de

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Vom Glück im Unglück

Arbeiten in und aus der Islolation

Kuratiert von Michael Kröger und Elisabeth Lumme und Lena Wolters gefördert von der Stadt Osnabrück 06. Dezember 2020 bis 31. Januar 2021 Kunstraum hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst www.hase29.de Die Corona-Pandemie hat der Welt, unserer Gesellschaft und damit uns allen Grenzen aufgezeigt: in psychischer, sozialer, ökonomischer, medizinischer Hinsicht. Wir haben alle – jede/r auf seine / ihre Weise -Erfahrungen mit unseren eigenen Grenzen gemacht. Das Homeoffice verwandelt die eigenen vier Wände für sehr viele in eine Art persönliches Atelier, einen produktiven Zwischenraum, in dem eine neue Normalität erprobt wird. Wie gehen KünstlerInnen mit dieser extremen Gegenwart um? Welche Probleme stellen sich ihnen gerade jetzt? Gerade KünstlerInnen kennen diese Momente, in denen in äußerster Isolation aus etwas Unbekanntem neue, unerwartete Zugänge zu ästhetischen Wirklichkeiten entstehen. Ob und wie das gegenwärtig praktizierte social distancing in die Kunst Eingang gefunden hat, wissen wir erst dann, wenn wir Werken begegnen, die in dieser Zeit entstanden sind. Der Kunstraum hase29 hat in einem Open Call KünstlerInnen dazu aufgerufen, unter dem Titel „Glück im Unglück“ entstandene Werke, Projekte und Ideen einzureichen. Eine Jury hat Arbeiten von 16 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt, die eine ganze Bandbreite an künstlerischen Techniken aber auch inhaltlichen Fragestellungen spiegeln. Die Ausstellung präsentiert Malerei, Fotografie, Videoarbeiten, Zeichnung, Rauminstallationen und Objekte sowie Konzeptarbeit. Mit Werken von: Renke Brandt, Luzia-Maria Derks, Jonas Fleckenstein, Lofti Ghariani, Zandra Harms und Gunilla Jähnichen, Kerstin Hehmann, Christine Hoffmann, Lucas Kuster, Gabriele Undine Meyer, Reiner Nachtwey, Kai Uwe Onken, Cornelia Rößler, Sophia Schomberg, Elisabeth (Lis) Schröder, Matthias Surges hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29 / 30, 49074 Osnabrück ––– Abb. linke Seite oben: Gabriele Undine Meyer, 90 Tage, Ausschnitt, © Gabriele Undine Meyer // unten: Lofti Ghariani, Watching the sky, © Lofti Chariani // dieses Seite oben: Cornelia Rößler, Philema, © Cornelia Rößler

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Johanna Diehl, Banyuls-sur-Mer I, 2020, C-Print

Johanna Diehl Taubes Geäst

13. Dezember 2020 bis 14. November 2021 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de In der dritten Ausstellung der Reihe „Gegenwärtig“ trifft die Fotografin Johanna Diehl auf das Leben und Werk des Malers Felix Nussbaum. Sie begibt sich auf seine Spuren während des Exils und der Flucht und untersucht, in welcher Gestalt sein vom Widerstand geprägtes Werk heute noch präsent ist. Sie findet Formen des Überschreibens von Erinnerung und spürt dem Verborgenen und Übersehenen im kulturellen Gedächtnis nach. In Nussbaums Gemälden interessiert sich Diehl dabei für die Dinge, die sich außerhalb des Bildzentrums, am Rand, gewissermaßen in den „Falten“ des Bildes befinden.

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In ihren für die Ausstellung entstandenen fotografischen und filmischen Arbeiten konzentriert sich die Künstlerin u.a. auf die gestutzten Bäume aus Nussbaums Werk, die symbolisch mitunter für das frühzeitig Um-die-eigene-Existenz-gebracht-werden stehen. „Oft im Hintergrund, scheinen die gestutzten, verkürzten, eingegangenen und gekrümmten Hölzer von den ungeheuren Vorgängen einer Welt im Krieg und von existentieller Bedrohung zu erzählen“ (Johanna Diehl). Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück


Lichte Momente . osnabrück

V  ideokunst im Heger-Tor-Viertel. Body Hacking Mit Arbeiten von Stine Deja, Eva Papamargariti, Filip Ćustić, Younghee Shin www.lichtemomente-osnabrueck.de

28.11.— 31.12.2020 kunst:stück

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Kulturmarathon

Gemeinsam für Osnabrück

Osnabrück | www.kulturmarathon-os.de Die Stadt Osnabrück, die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, die Felicitas und Werner Egerland Stiftung, die Evangelische Stiftungen Osnabrück, die CaritasStiftung, die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur und der Stiftung der Sparkasse Osnabrück unterstützen mit der Sonderförderung „Kulturmarathon“ Kulturschaffende in der Corona-Pandemie.

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Spannende Projekte wurden entwickelt, die trotz der Corona-Pandemie unter den vorgegebenen Auflagen stattfinden können. Der Kulturmarathon unterstützt mit dieser Förderung die lebendige Kunst- und Kulturszene und die Vielfalt des Kulturlebens in Osnabrück. Die Ausstellung Lieblingsgedichte unterwegs #UrbanPoetryArt von Maria Martin Sanabria greift in der besonderen Situation einer weltweiten Pandemie die Themen Isolation, Solidarität und Identität in Kombination mit Kunst und Lyrik auf. Sie ist, sobald die Bestimmungen es zulassen, im Dezember in der Pizzeria Trattoria am Rathaus zu sehen und ab Januar in der Galerie des Klinikums Osnabrück. Im Café Mandela am Rosenplatz kann von außen ein Teil der Uban Poetry Art bewundert werden. Die von den Genres Downbeat und AmbientPop beeinflusste Band PULSAR aus Osnabrück veröffentlicht ihren neuen Song Routine, das auf gängigen Videoplattformen nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen


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––– Abbildungen von links nach rechts: Improvisierende Weltreise - Anna-Lena Schnabel, Foto: Haberland und Florian Weber, Foto: Christoph Bombart // PULSAR // unten links: Lieblingsgedichte unterwegs: Maria Martin Sanabria

sein wird. Einen weiteren musikalischen Leckerbissen in der Vorweihnachtszeit bescheren uns Saxophonistin und Querflötistin Anna-Lena Schnabel und Pianist Florian Weber mit einem Jazz-Konzert im Live-Stream. Das Duo nimmt das Publikum von ihrem Zuhause aus mit auf eine improvisierende musikalische Weltreise. Im Januar findet zum 12. Mal das durch den Verein Sozio-kultureller Dialog e.V. ehrenamtlich organisierte Festival des japanischen Films statt. Im Zentrum stehen Produktionen, die im nordwestdeutschen Raum sonst nicht zu sehen sind. ––– Ein täglicher Besuch auf der Internetseite www.kulturmarathon-os.de lohnt sich ganz besonders im Dezember, denn der Kultur-Adventskalender bietet täglich ein besonderes Highlight hinter jedem virtuellen Türchen.

–––––– ↗ Lieblingsgedichte unterwegs –––––– Dezember, Trattoria am Rathaus und Café Mandela, Rosenplatz Januar/Februar, Galerie Klinikum Osnabrück –––––– ↗ Eine improvisierende Weltreise –––––– 18. Dezember, 19 Uhr www.annalenaschnabel.com –––––– ↗ Japanisches Filmfest –––––– 12.01. bis 17.01.2021, Haus der Jugend Große Gildewart, Osnabrück

Weit über 100 Kulturprojekte finden Sie auf www.kulturmarathon-os.de

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Junge Kurator  *innen ll Junge Kurator*innen II 13.–24. Januar 2021 www.skulptur-galerie.de

Ein Kunstkurs der IGS-Eversburg hat aus den Bewerbungen für die Ausstellung drei. de Künstler*innen und Kunstwerke ausgewählt, die sie in ihrer Ausstellung in der skulptur-galerie.de im Januar 2020 ausstellen wollen. In einem Parallelverfahren zur Auswahl der Jury der Galerie wird ein interessanter Vergleich der Jurysichtung und der Sichtweise junger Menschen entstehen. Die jungen Kurator*innen haben auch andere Künstler*innen und Kunstwerke ausgewählt als die Jury. Jedes Mitglied der Kurator*innengruppe wählt ihr/ sein Lieblingswerk aus und gibt eine schriftliche Begründung für die Wahl. Für die Ausstellung der jungen Kurator* innen erscheint ein eigener Katalog.

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Der Aufbau der Ausstellung wird von den jungen Menschen konzipiert und durchgeführt. Mitglieder der Jungen Kurator*innen filmen den Entstehungsprozess ihrer Ausstellung. Das Ausstellungsprojekt wird durch die Förderung der felicitas-werner-egerlandstiftung ermöglicht. ––– Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr, 11–18 Uhr / Sa, So, 11–16 Uhr und auf Anfrage skulptur-galerie.de Bierstraße 2, 49074 Osnabrück


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20.12.2020 – 21.02.2021 STEPHAN US & GÄSTE PSSSSST! STILL WIRD ES GEWESEN SEIN

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www.klartext-grafik.de

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. herford

Moritz Götze

Malerei, Grafik, Emaille- und Objektkunst 07. November 2020 bis 24. Januar 2021 Herforder Kunstverein | www.herforder-kunstverein.de Moritz Götze *1964 | Halle (Saale) zählt neben Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Romero Britto und auch Heiner Meyer, Hans Ticha, Werner Berges und Gerhard Richter („German Pop“) zu den bedeutendsten Vertretern der Pop Art und der zeitgenössischen deutschen Figuration. Mit seinen Öl- & Acrylarbeiten, Graphiken, Radierungen und Emaillewerken etabliert der Künstler Moritz Götze einen überaus charakteristischen Stil in der Malerei. Seine Werke erscheinen auf den ersten Blick

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frisch, bunt, humorvoll und comicartig – jedoch offenbaren viele seiner Arbeiten bei genauerem Hinsehen eine geheimnisvolle Melancholie und Tiefsinnigkeit. Mit interessiertem Blick auf unsere heutige Zeit bedient sich der Künstler Moritz Götze im Dialog mit der unverwechselbaren Sprache der Kunst und seiner figurativen farbgewaltigen Aussagekraft zu einem malenden Historiker – ja, man kann sagen zu einem Sammler von historischen Themen


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Abb. links: Eberhard Bitter, Unmittelbar 2020, © Stiftung Mache Abb. rechts: Werner Reuber, Atelier Düsseldorf, © Mache Stiftung

Moritz Götze, Glück, © Stiftung Mache

und damit zu einem Geschichtenerzähler unserer Zeit. Seit 1986 als freischaffender Künstler etabliert er sich schnell in der Kunstszene. 1991 nimmt er einen dreijährigen Lehrauftrag für Serigrafie an der renommierten Burg Giebichenstein in seiner Geburtsstadt Halle an, danach führt ihn eine Gastprofessur für Serigrafie an die Pariser Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts. In den letzten Jahren kann Moritz Götze – neben zahlreichen Kunstprojekten wie „Superstar 2.0 – von Martin Luther bis Friedrich II.“ in der Kulturkirche St. Jakobi in Stralsund, der Ausgestaltung der

barocken Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg, dem Cranach- Experiment in der Marktkirche Goslar und mit den Arbeiten für den Deutschen Bundestag zur Geschichte des Deutschen Parlamentarismus – seine künstlerische Handschrift zum Ausdruck bringen. In dieser aktuellen Ausstellung werden neben einem umfangreichen Spektrum seines Œuvre auch künstlerische Resultate der spektakulären Kunstaktion „Tintenfasswurf“ auf der Wartburg zu sehen sein. Gemeinsam mit dem Wuppertaler Künstler und Ästhetik-Professor Bazon Brock rekonstruierte Moritz Götze in der historischen Studierstube des Reforma-

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Moritz Götze, Ruhige See in stürmischer Zeit, nach Picasso, 80×60 cm, 2019, © M. Götze

tors Luther den heftigen Wurf mit dem Tintenfass während seiner Arbeit an der Bibelübersetzung (1521) auf der Wartburg. Diese kulturelle Spannung zwischen historischem Mythos und der Wissenschaft wurde zum Thema dieser Tintenwurfaktion mit größtmöglicher Authentizität und damit Moritz Götze, Tisch des Zeichners, © M. Götze

zur „experimentellen Geschichtsschreibung“. Für Moritz Götze steckt im Gestus des Tintenfasswurfs ein Stück widerspenstiger und avantgardistische Energie, die für jeden interessierten Betrachter eine Einladung in seinen Bildraum darstellt – eine Entdeckung mit neuen Gedanken und Wegen für die Gestaltung seiner eigenen Zukunft. Zahlreiche Kunstpreise und Ausstellungen in Galerien, Sammlungen und Museen belegen seine künstlerische Qualität: Sprengel Museum Hannover, Indiana University Art Museum, Deutsches Generalkonsulat New York, Stadtmuseum Dresden, Museum der bildenden Künste Leipzig, Kunstmuseum Magdeburg, Saarlandmuseum Saarbrücken, Museum Junge Kunst, Frankfurt (Oder), Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale), Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, Deutsches Historisches Museum Berlin, Museum Folkwang Essen u.v.m. Eine Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung für Bildung & Kultur Witten www.Bildung-Kultur.org Wegen der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist das Museum momentan geschlossen. Aktuelle Informationen, Fotos und Aktionen zur Ausstellung finden Sie auf der Homepage. Herforder Kunstverein Deichtorwall 2, 32052 Herford

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. osnabrück

CK Ü L G M VO CK Ü L G N IM U

ARBEITEN IN UND AUS DER ISOLATION 06.12.2020 - 31.1.2021 Kunstraum hase29 Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V. www.hase29.de | mail@hase29.de gefördert durch Stadt Osnabrück

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. mettingen

Emil Nolde

a critical approach by Mischa Kuball 11. Oktober 2020 bis 7. Februar 2021 Draiflessen Collection, Georgstraße 18, 49497 Mettingen | www.draiflessen.com Die Draiflessen Collection hat den Konzeptkünstler Mischa Kuball (* 1959) eingeladen, sich mit dem Maler Emil Nolde (1867–1956) auseinanderzusetzen. Emil Nolde ist einer der bekanntesten Künstler der Klassischen Moderne. Dass er bekennender Nationalsozialist war, geriet für Jahrzehnte aus dem Blick – obwohl dies den Zeitgenoss*innen und auch denjenigen klar war, die sich nach 1945 kritisch mit ihm beschäftigten. Seit längerem gelangte die politische Orientierung Noldes aber wieder in den Fokus. Das künstlerische Werk Emil Noldes hat sich nicht verändert, aber unser Blick darauf. Nach welchen Kriterien beurteilen wir Kunst? Wie prägt unser Wissen ihre Wahrnehmung? Wer war (und ist) an ihren Deutungen beteiligt? Mischa Kuball entwickelte für die Ausstellung EMIL NOLDE – A CRITICAL APPROACH BY MISCHA KUBALL künstlerische Arbeiten, die ein vielschichtiges, offenes, kritisches und zugleich ästhetisches Durch-

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leuchten eines der ambivalentesten deutschen Künstler der letzten 100 Jahre umfassen. Kuball ist für die Aufgabe der Auseinandersetzung mit Noldes Werk und seiner Person durch seinen künstlerischen Ansatz und eine Reihe früherer Arbeiten besonders prädestiniert. Über das Medium Licht und Lichtbildverfahren wie Film und Fotografie verhandelt er gesellschaftspolitische Themen und Fragen der Wahrnehmung, indem er Zusammenhänge und Strukturen sichtbar werden lässt und die Aufmerksamkeit in neue Richtungen lenkt. So erlauben die neu entstandenen Videoinstallationen und Bildserien Kuballs für das Ausstellungsprojekt einen ungewohnten Blick auf das Œuvre Emil Noldes, denn sie zeigen oder reproduzieren keine Werke, sondern öffnen Assoziationsräume, die über das konkrete Beispiel Nolde hinausweisen. So soll angeregt werden, Prozesse im Hintergrund der Werke abstrakt zu beleuchten, bewusst werden zu lassen und kritisch zu hinterfragen.


. mettingen

Die Nolde Stiftung Seebüll ermöglichte Mischa Kuball freien Zugang zu ihren Räumlichkeiten, um vor Ort neue künstlerische Arbeiten für diese Ausstellung zu entwickeln. Kuball rückt dabei drei Aspekte in den Fokus: Noldes Umgang mit fremden Kulturen, sein Engagement für die Nationalsozialisten und seine nach 1945 forcierte Stilisierung zu einem Künstler im Widerstand. Kuballs besonderes Interesse galt neben dem ehemaligen Wohn- und Atelierhaus den nicht öffentlichen Bereichen der Stiftung, dem Kunstdepot und Archiv, in denen Werke Noldes, seine Korrespondenz und seine zu Lebzeiten zusammengetragene Sammlung von Ethnografika bewahrt werden. Von zentraler Bedeutung für die Ausstellung sind außerdem die drei ersten Ausstellungen der documenta, auf denen Werke Noldes gezeigt wurden. Kuball wählte für sein Projekt ausschließlich Arbeiten aus, die in diesen drei Schauen zu sehen waren. Vor allem die erste documenta von 1955 wurde als Gegenentwurf zur Ausstellung Entartete Kunst von 1937 wahrgenommen. Sie war nicht das einzige Projekt, das am Mythos von Nolde als verfemtem Künstler Anteil hatte, aber in jedem Falle jenes, mit der bis in die heutige Zeit weitreichendsten Wirkung.

Abb. links: Mischa Kuball, ethnographica_lumetri_ Nolde/Kritik/Kuball, 2020, © Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf / VG Bild-Kunst Bonn, 2020 // rechts: Mischa Kuball, ... a critical approach!, 2019, © Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf / VG Bild-Kunst Bonn, 2020 –––

Mischa Kuball

1959 geboren in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Düsseldorf Der Konzeptkünstler Mischa Kuball arbeitet seit 1977 im öffentlichen und institutionellen Raum. Mithilfe des Mediums Licht erforscht er architektonische Räume sowie deren soziale und politische Diskurse. Er reflektiert dabei unterschiedliche Facetten von kulturellen Sozialstrukturen bis hin zu architektonischen Eingriffen, die den Wahrzeichencharakter und den baugeschichtlichen Kontext betonen oder neu kodieren. In politisch motivierten und partizipatorischen Projekten verschränken sich öffentlicher und privater Raum. Es wird eine Kommunikation zwischen den Teilnehmer*innen, dem Künstler, dem Werk und dem urbanen Raum ermöglicht. Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art / Öffentlicher Raum an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). 2002 bis 2008 war er assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) und am Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM). Seit 2015 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Düsseldorf.

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. mettingen

Hendrik Cornelisz. Vroom, Kriegsschiffe in ruhigem Gewässer, Ende 16. /Anfang 17. Jahrhundert, Draiflessen Collection (Liberna), Mettingen, Foto: Stephan Kube

Seestücke

4. November 2020 bis 9. Mai 2021 Draiflessen Collection, Georgstraße 18, 49497 Mettingen | www.draiflessen.com

Beim Anblick des Meeres spüren wohl die meisten Menschen eine unerklärliche Faszination. Diese Faszination zeigt sich seit jeher in der Kunst. Besonders in den Niederlanden des 17. Jahrhundert werden Darstellungen der Schifffahrt und der See zu eigenständigen Bildmotiven. Es entsteht ein neues Kunstgenre: das Seestück. Dramatische Seeschlachten, Flottenparaden und alltägliche oder sehnsuchtsvolle Küstenlandschaften spiegeln nicht nur das politische, sondern auch das gesellschaftliche Interesse an der Seefahrt wider. Die Kabinettausstellung der Draiflessen Collection beleuchtet die verschiedenen Facetten und die Entwicklung des Genres mit Zeichnungen, Grafiken und einem Gemälde der Sammlung, die zusammen mit nautischen Instrumenten aus dieser Zeit präsentiert werden. Krieg und Handel Im 17. Jahrhundert – der „Geburtsstunde“ des Seestücks – ringen die drei vorherrschenden Seemächte Europas England, die Niederlande und Spanien um die Seehandelswege. Damit werden die Meere zunehmend zum Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen, die den politischen Alltag Europas prägen und damit ihren Weg in künstlerische Darstellungen finden. Der Kampf um Handelsrouten hängt unmittelbar mit wirtschaftlichen Entwick-

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lungen der jeweiligen Länder zusammen. Das Goldene Zeitalter der Niederlande bringt eine reiche, kaufmännische Bürgerschaft hervor, die zu den neuen Auftraggebern der Künstler werden. Ihr Interesse gilt dabei alltäglicheren Motiven, die ihre Lebenswelten wiedergeben – und dazu gehört vor allem der Handel. Hafenansichten, die vor großen Schiffen nur so wimmeln, lassen keinen Zweifel an der wirtschaftlichen Macht der Auftraggeber. Der Mensch und das Meer Die detaillierten Darstellungen der Schiffe, so aufwändig, dass diese auch als Schiffporträts bezeichnet werden, verdeutlichen das Interesse und die Wertschätzung für die Wasserfahrzeuge. Immer wieder werden sie in stürmischer See gezeigt und wie sie dem Wetter und den Gezeiten trotzen. In dramatischer Schräglage und mit geblähten Segeln bevölkern sie die Küsten und Häfen. Teilweise entsteht der Eindruck, dass die Schiffe als Verbindung zwischen Mensch und Natur dienen, wenn sie vor felsigen Küstenabschnitten kreuzen. Diese Beziehung erscheint aber ambivalent: Einerseits ist das Meer eine bedrohliche Naturgewalt, andererseits ermöglicht Seefahrt die Bezwingung der ländlichen Grenzen und nicht zuletzt dem wirtschaftlichen und politischen Erfolg.


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. osnabr端ck

making places collaborative

pro office B端ro + Wohnkultur Sutthauser Str. 287, 49080 Osnabr端ck Tel.: 0541.33 50 63 0, Fax: 0541.33 50 63 3 www.prooffice.de

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usm.com

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CORONA UPDATE

Aufgrund aktueller Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann der Besuch der Museen / Ausstellungen temporär eingeschränkt sein. Bitte informieren Sie sich vor dem geplanten Besuch auf der jeweiligen Website über geltende Bestimmungen.

MUSEUMSQUARTIER OSNABRÜCK, FELIX-NUSSBAUMHAUS, KULTURGESCHICHTLICHES MUSEUM | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück | T. 0541.3232207 www.museumsquartier-osnabrueck.de – Möser. eine begehbare Graphic Novel | bis 11.4.2021 – Johanna Diehl. Taubes Geäst | 13.12.20 bis 14.11.2021 KUNSTHALLE OSNABRÜCK | Hasemauer 1 | 49074 Osnabrück | T. 0541.3232190 | kunsthalle.osnabrueck.de – Enttäuschung | bis 14.2.2021 Justus Möser, © Peter Eickmeyer, 2020, Museumquartier

ERICH MARIA REMARQUE-FRIEDENSZENTRUM | Markt 6 | 49069 Osnabrück | T. 0541.969244 | www.osnabrueck.de – Weltweit Remarque. Anlässlich des 50. Todestages | bis 22.6.2021 HASE29 – GESELLSCHAFT FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST Hasestraße 29/30 | 49074 Osnabrück | T. 0541. 58051396 www.hase29.de – Vom Glück im Unglück. Arbeiten in der Isolation | 6.12.2020 bis 31.1.2021

Jovana Reisinger, beauty is life, Filmstill, 2020, Setfotografin: Jenny Bräuer, Courtesy the artist, © Jovana Reisinge Kunsthalle Osnabrück

SKULPTUR GALERIE | Bierstraße 2 | 49074 Osnabrück | www.skulptur-galerie.de – drei.de – die 24 Stunden-Galerie bis zum 8. Januar 2021 – Junge Kurator*innen II | 13.1. bis 24.1.2021 MUSEUM AM SCHÖLERBERG | NATUR UND UMWELT | PLANETARIUM | Klaus-Strick-Weg 10 | 49082 Osnabrück | T. 0541.323-7000 | www.museum-am-schoelerberg.de – Mission 2030 – Globale Ziele erleben | bis 3.1.2021 MUSEUM INDUSTRIEKULTUR OSNABRÜCK | Süberweg 50a | 49090 Osnabrück | T. 0541.122447 | www.industriekultur-museumos.de – Dauerausstellung: Eltern spielen mit ihren Kindern

Lofti Ghariani, Watching the sky, © Lofti Chariani (Detail), Kunstraum hase29

Thomas Remme, Tuchmacher Museum

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TUCHMACHER MUSEUM BRAMSCHE | Mühlenort 6 | 49565 Bramsche | T. 05461.94510 | www.tuchmachermuseum.de – Wasser, Wind und Wellen. Bramscher Verein für Bildende Kunst e.V. | 2.12.2020 bis 7.2.2021 DRAIFLESSEN COLLECTION | Georgstraße 18 | 49497 Mettingen | T. 05452.91683000 | www.draiflessen.com – Emil Nolde – a critical approach by Mischa Kuball | bis 7.2.21 – Seestücke – Kabinettausstellung | bis 9.5.21 – „Das Meer ruft!“ Wagnis Tonfilm | bis 9.5.21 / DAS Forum


. oldenburg . bremen

Die Stadt Osnabrück und die Osnabrücker Stiftungen unterstützen in der Zeit der Corona-Pandemie Künstlerinnen und Künstler, freie Kulturträger, Vereine und Initiativen. Diese interessanten Projekte, die trotz Corona stattfinden können, finden Sie hier:

www.kulturmarathon-os.de PROJEKTE. FÖRDERER. LEUTE. INFOS.

VOM 1. BIS 24. DEZEMBER MIT GROSSEM OSNABRÜCKER

KULTUR ADVENTSKALENDER kunst:stück

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. ausstellungen

CORONA UPDATE

Aufgrund aktueller Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann der Besuch der Museen / Ausstellungen temporär eingeschränkt sein. Bitte informieren Sie sich vor dem geplanten Besuch auf der jeweiligen Website über geltende Bestimmungen.

KLOSTER BENTLAGE RHEINE | Bentlager Weg 130 | 48432 Rheine | T. 05971.918400 | www.kloster-bentlage.de – Stephan US. Pssssst! – Still wird es gewesen sein | 20.12.20 bis 21.02.21 – Hermann Willers. Ansichtssache, Fotografie | 20.12.20 bis 21.02.21 – Heike Negenborn. Terra Cognita | 31.1. bis 11.4.21

Mischa Kuball, ... a critical approach!, 2019, © Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf / VG Bild-Kunst Bonn, 2020 Draiflessen Collection

Hermann Willers, Ansichtssache Kloster Bentlage

FALKENHOF MUSEUM RHEINE | Tiefe Straße 22 | 48431 Rheine | www.rheine.de | T. 05971.920611 – Bürgersinn und Seelenheil. Der Kirchenschatz von St. Dionysius | Sonderausstellung seit dem 30.8.

DA, KUNSTHAUS KLOSTER GRAVENHORST | Klosterstraße 10 | 48477 Hörstel | T. 02551 694200 | www.da-kunsthaus.de – Projektstipendium KunstKommunikation 20 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | bis 24.1.21 – Kunst in der Region. Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer Kunst | bis 24.1.24 – RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 20 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | bis 24.1.21 – AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 21 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | bis 24.1.21 – Winterlicht - Imagined dimensions. Lichtinstallation von Tim NOLDE-KU Roßberg | bis 14.02.21 STÄDTISCHE GALERIE NORDHORN | Vechteaue 2 48529 Nordhorn | staedtische-galerie.nordhorn.de | T. 05921.971100 – Paul Seawright. Beasts of Burden | 1.12.20 bis 24.1.21 – Michaela Meise. Arbeiten auf Papier | 1.12.20 bis 24.1.21 KUNSTHALLE LINGEN | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de – Helen Feifel. something else shapes – Lingener Kunstpreis 2020 | 12.12.20 bis 21.3.21 KUNSTMUSEUM PABLO PICASSO MÜNSTER | Picassoplatz 1 48143 Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de T. 0251.4144710 – Picasso/Miró – Eine Künstlerfreundschaft | bis 28.2.21

Edvard Munch, Das weinende Mädchen, 1909, LWL-Museum für Kunst und Kultur © LWL/Neander

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kunst:stück

LWL-MUSEUM FÜR KUNST UND KULTUR | Domplatz 10 48143 Münster | www.lwl-museum-kunst-kultur.de – Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle | bis 14.2.21 – Eine Frage der Herkunft | bis 10.01.21 – RADAR. Kate Andrews: Unfeigned Hoax, Veritable Nonsense | bis 17.01.21


04.11.2020–09.05.2021

11. Oktober 2020 bis 7. Februar 2021

kabinettausstellung

EMIL NOLDE – A CRITICAL APPROACH BY MISCHA KUBALL

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www.skulptur-galerie.de | Bierstraße 2 am Rißmüllerplatz · 49074 Osnabrück Öffnungszeiten hoffentlich: Mo, Mi, Do, Fr 11–18 Uhr, Sa, So 11–16 Uhr


. ausstellungen

CORONA UPDATE

Aufgrund aktueller Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann der Besuch der Museen / Ausstellungen temporär eingeschränkt sein. Bitte informieren Sie sich vor dem geplanten Besuch auf der jeweiligen Website über geltende Bestimmungen.

KUNSTHAUS KANNEN | Alexianerweg 9 | 48163 Münster T. 02501.96620000 | www.kunsthaus-kannen.de – In der Meeresweite meiner Seele... | bis 31.1.21

Daniel Steegmann Mangrané, Fog Dog (Eye), 2019–2020 (Detail) Kunsthalle Münster

KUNSTHALLE MÜNSTER | Hafenweg 28 | 48155 Münster T. 0251.4924191 | www.kunsthallemuenster.de – Daniel Steegmann Mangrané: Dog Eye | 3.2. bis 28.2.2021 – Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster | bis 10.1.2021 HERFORDER KUNSTVEREIN IM DANIEL-PÖPPELMANNHAUS | Deichtorwall 2 | 32052 Herford | T. 05221.189689 www.poeppelmannhaus.de | www.herforder-kunstverein.de – Moritz Götze. Malerei, Grafik, Emaille- und Objektkunst | bis 24.01.21

Moritz Götze, Tisch des Zeichners, © M. Götze, Herforder Kunstverein

MUSEUM PETER AUGUST BÖCKSTIEGEL | Schloßstraße 109 | 33824 Werther | T. 05203.2961220 | www.museumpab.de – Peter August Böckstiegel 1933-1945. Dunkle Jahre, voller Farben | Wiedereröffnung am 6.1.21 Ausstellung bis 7.2.21

#alarmstuferotosnabrueck

Aktion zu weiteren Einschränkungen in der Kultur Wie befürchtet, wird es wohl aufgrund der hohen Infektionszahlen auch im Dezember zu weiteren Einschränkungen kommen. Kultureinrichtungen, Spielorte und Gastronomie bleiben geschlossen so die weiteren Prognosen. Die Durchführung von Kulturveranstaltungen ist damit weiterhin nicht bzw. nur extrem eingeschränkt möglich. Davon betroffen sind auch die städtischen Kultureinrichtungen wie u.a. die Kunsthalle, die Museen, die Stadtbibliothek, die Musik- & Kunstschule sowie das Kulturhaus. Der Fachbereich Kultur wird daher – über die seit Jahren bereits durchgeführte Weihnachtsbeleuchtung hinaus – die städtischen Kultureinrichtungen in der kompletten Adventszeit in Anlehnung an die Aktion #alarmstuferot rot beleuchten. Damit soll auf die Schließungen aufmerksam gemacht werden. An der Aktion beteiligen sich bereits über die städtischen Einrichtungen hinaus einige weitere Kulturbetriebe innerhalb und außerhalb der Innenstadt. Diejenigen, für die eine Beleuchtung über einen längeren Zeitraum nicht möglich ist, konzentrieren sich hierbei auf das erste Adventswochenende. Der Fachbereich Kultur wird die Aktion fotografisch begleiten und die Bilder auf Facebook und Instagram einstellen. Schicken Sie uns gerne Fotos zu oder verlinkt uns. Genutzt werden die Hashtags #alarmstuferotosnabrueck #alarmstuferot #osnabruecksiehtrot

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kunst:stück


. bremen

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kunst:stück

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. lingen

Helen Feifel

something else shapes – Lingener Kunstpreis 2020 12. Dezember 2020 bis 21. März 2021 Kunsthalle Lingen | www.kunsthallelingen.de Bereits zum 24. Mal wird der etablierte und renommierte Lingener Kunstpreis vergeben. Seit 1983 widmet er sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern, die im Medium Malerei arbeiten, bisherige Preisträger*innen waren u.a. Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004), Birgit Megerle (2010), Marieta Chirulescu (2014), Éder Oliveira (2016). 2018 erhielt ihn Georgia Gardner Gray. In diesem Jahr wurden insgesamt zwölf Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen aus Deutschland und Bulgarien um jeweils zwei Vorschläge gebeten. Das Niveau der eingereichten Bewerbungen war erstaunlich hoch. Die Jury - bestehend aus den Mitgliedern des Freundeskreises des Lingener Kunstpreises Sigrid Hohoff, Richard Lange und Peter Leuschner, sowie Dr. Jule Hillgärtner (Direktorin, Kunstverein

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kunst:stück

Braunschweig), Merle Radtke (Leiterin, Kunsthalle Münster) und Meike Behm (Direktorin, Kunsthalle Lingen) ist zu dem Ergebnis gekommen, den Preis in diesem Jahr an die Künstlerin Helen Feifel zu verleihen. Die Stadt Lingen (Ems) als beratendes Mitglied wurde in Kenntnis gesetzt. Helen Feifel wurde 1983 in Schwäbisch Gmünd geboren und lebt heute in Berlin, sie schloss ihr Studium der freien Kunst 2011 an der Kunstakademie in Karlsruhe ab. Ihre Arbeiten wurden bisher in Einzelausstellungen im Museum Mönchehaus in Goslar und im Kunstverein Braunschweig gezeigt und sie nahm an Gruppenausstellungen im Sprengel Museum Hannover, in der Städtischen Galerie Nordhorn und in der Bundeskunsthalle in Bonn teil. Helen Feifel arbeitet sowohl im Medium übermalte Fotografie als auch aquarellierte


. bremen . lingen

linke Seite: Helen Feifel, Stage II, 2019 , Malerei auf Fotografie, 150 x 140 cm, Courtesy Helen Feifel und Kadel Willborn, Düsseldorf, Foto: Jens Ziehe rechte Seite: Helen Feifel, Entwurf für ein Cocktailkleid nach Mundi, 2017, Bleistift und Aquarell auf Papier, 42 x 30 cm , Courtesy Helen Feifel und Kadel Willborn, Düsseldorf, Foto: Jens Ziehe

Zeichnung und Skulptur. In ihren Werken interessieren sie traditionelle Aspekte der Malerei wie Zusammenstellungen, Harmonien und Kontraste von Farben sowie nuancierte Spannungsverhältnisse bei der Komposition eines Bildes oder eines Objekts. Ohne Rücksicht auf Ideologie oder auch Hierarchie wählt Helen Feifel ihre Materialien und Vorlagen – holländische Stillleben oder auch Mode bilden unter anderem Inspirationsquellen. Es entstehen teils großformatige Bilder, die durch ganz eigene Wirklichkeiten überraschen und durch besondere Farb- und Formenkompositionen faszinieren. Kleinformatige Zeichnungen in Bleistift und Aquarell mit Titeln wie „Toter Hase mit Affen und Vögeln“ rufen die Kunst des 17. Jahrhunderts in Erinnerung. Gleichzeitig aber hinterfragen die Werke Helen Feifels diese Tradition, indem sie diese heute wie aus Bruchstücken zusammengesetzt reflektiert. Einen wesentlichen Bestandteil des Werks von Helen Feifel bilden übermalte Fotografien, die über Titel wie „Stage“ (Bühne) immer auch die Grenze zum Thea-

ter berühren und aufgrund von Bildern, die abstrahierte Menschen in teilweise avantgardistischer Kleidung zeigen, demonstrieren die jüngsten Arbeiten, dass eine Grenze zwischen Kunst und Mode obsolet ist, denn beide formulieren Fragen nach Inszenierung und Identität. Die Ausstellung präsentiert Werke von Helen Feifel aus den letzten drei Jahren, ergänzt durch eine neue eigens für die Kunsthalle gestaltete Wandarbeit, Bänke aus Keramik, Tücher und Schirmmützen, die mit unterschiedlichen Batches verziert werden können. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Ausstellung und der sie begleitende Katalog werden durch den Freundeskreis des Lingener Kunstpreises ermöglicht. Die Preissumme wird durch Rechtsanwalt und Notar Robert Koop und Dr. Heribert Lange verbunden mit Mitteln aus der Lingener Bürgermeisterstiftung finanziert. Kunsthalle Lingen Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen

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. rheine

Photo: Stephan US – VG Bild-Kunst 2020

Pssssst! – Still wird es gewesen sein Idee und Konzept: Stephan US 20. Dezember 2020 bis 21. Februar 2021 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Pssssst! ... Pssssst! ... Stille ... Die Ausstellung "Pssssst! – Still wird es gewesen sein" erforscht die Stille und das Schweigen. In einer sich ständig wandelnden Präsentation werden zum einen die bisher in Münster und dem Münsterland durchgeführten künstlerischen Experimente gezeigt. Mit vielfältigen Positionen international agierender Künstler*innen wird die Ausstellung aber auch selbst zum Leise-Labor. Ob Performances, Installationen, Videoarbeiten, Fotografien, literarische Texte, Malerei, Vortrag oder Konzert, flüchtig oder permanent – es wird still. Die Ausstellung versucht ein facettenreiches Spiel von der bewegten Stille bis zur Totenstille, vom meditativen Schweigen bis hin zum Verschweigen zu eröffnen. Es wird still. Still bis zum Getöse der Stille.

Stephan US lebt und arbeitet als Künstler, Kurator, Vermittler und Dozent in Münster. Im Mai und Juni 2020 hat er bereits mit "Pssssst! Eine stille Performance bis die Poesie wieder lauter ist als das Wort Corona" im Kreuzgang des Klosters einen Vorgeschmack auf die Ausstellung gegeben. ––– Pssssst! wird gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Regionale Kulturpolitik NRW, Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW e.V., Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung, Kulturamt der Stadt Münster, Kloster Bentlage Rheine Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

–––

Hermann Willers Ansichtssache

20. Dezember 2020 bis 21. Februar 2021 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Bekannt geworden ist der Fotograf Hermann Willers vor allem durch seine einfühlsamen Stadtportraits von Rheine, Tecklenburg, Münster und Berlin. Außerdem durch den Bildband „florales“, seinen Hymnus auf die Vergänglichkeit der Flora.

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kunst:stück

In staunenswerter Weise brachte er darin das Kunststück fertig, durch Weglassen mehr zu zeigen. Mit sicher fokussiertem Blick blendete er das ganze laute Drumherum aus und konzentrierte sich streng auf das wesentliche Detail. Indem er das


. bremen . rheine

Hermann Willers, Ansichtssache

Kleine groß und das Große klein zeigt, stiftet er den staunenden, hinterfragenden, suchenden Betrachter zu entdeckendem Sehen an. Mit seinem neuen Projekt „Ansichtssache“ geht er nun aber noch einen entscheidenden Schritt weiter. Bei wiederholter Betrachtung seines über mehr als zehn Jahre angewachsenen Bilderschatzes kommunizierten Motive plötzlich miteinander und bildeten einen stim-

migen gedanklichen Einklang. Den machte Hermann Willers zu seinem neuen Thema und stellte verwandte Motive paarweise zusammen. Bei den Paaren muss man sehend Denken und tiefer hinschauen, um ihren poetischen Zusammenhang zu ergründen. Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

–––

Heike Negenborn Terra Cognita

31. Januar bis 11. April 2021 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Sie ist zeitgenössische Landschaftsmalerin. Sie ist darüber hinaus eine genaue Beobachterin, die Veränderungen in der Natur analysiert, kritisch hinterfragt, dokumentiert und in ihren Werken dem Betrachter bewusst macht. Heike Negenborns intensive Auseinandersetzung mit den Stilen der Renaissance und der Entwicklung der Zentralperspektive sind in jedem ihrer Werke lesbar ebenso wie der Einfluss der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts. Auf beeindruckende Weise überführt sie aber die Tradition in die Gegenwart. Typisch für ihre Arbeiten ist die Aufteilung der Leinwand. Unter Verwendung übereinanderliegender Gitternetze konstruiert sie weite, menschenleere Landschaften mit meist tief-

liegenden Horizonten, die sich zwischen Realität und Fiktion bewegen und oft Stellung nehmen zu der wachsenden Vereinnahmung der analogen Wirklichkeit durch das digitale Bild. Heike Negenborn erhielt 2016 den Wilhelm-Morgner-Preis und wurde 2018 mit dem renommierten Pfalzpreis für Bildende Kunst ausgezeichnet. ––– In Kooperation mit: Stadtmuseum Siegburg, Museum Wilhelm Morgner, Soest; Galerie Peter Zimmermann, Mannheim Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

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. hörstel

Foto: Sabine Herke

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst ↗ Veranstaltungen | www.da-kunsthaus.de Klosterstraße 10, 48477 Hörstel

Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung und Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt

Museumspädagogischer Multimedia-Guide für das DA NRW-Ministerin Ina Scharrenbach übergibt Zuwendungsbescheid | 200.000 € Landesförderung „Heimatzeugnis“ für das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst ↗ Heimat.Zukunft

↗ Reisen durch Raum und Zeit. Kulturvermittlung digital Mit dem Projekt „Reisen durch Raum und Zeit. Kulturvermittlung digital“ konnte das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst beim Förderprogramm „Heimat.Zukunft“ die Landesregierung überzeugen. Für die Entwicklung und Umsetzung eines digitalen, interaktiven Multimedia-Guides zur Geschichte des Ortes erhält das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst einen sechsstelligen finanziellen Zuschuss des Landes NRW aus dem Fördertopf „Heimatzeugnis“. Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, überbrachte am 4. Oktober 2020 persönlich den Zuwendungsbescheid, den Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, erfreut entgegennahm.

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kunst:stück


. hörstel

An der Entwicklung des 1256 in Gravenhorst gegründeten Zisterzienserinnenklosters und der Nutzung nach seiner Auflösung 1808 lassen sich politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen ablesen. Auf die Geschichte verweist heute nur noch die Architektur. Das Ensemble hat sich als DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst überregional einen Namen für partizipative Kunst gemacht. Historische Objekte, die den Alltag und das Leben im Kloster veranschaulichen könnten, sind an diesem geschichtsträchtigen Ort nicht mehr vorhanden. Hier setzt das geförderte Projekt „Reisen durch Raum und Zeit. Kulturvermittlung digital“ an. Der Multimedia-Guide, der voraussichtlich 2022 erscheint, erörtert die Geschichte des Klosters zwischen dem 13. und dem 20. Jahrhundert. Mit virtuellen Rekonstruktionen und Animationen bringt der Guide historische Objekte (die sich heute in den LWL-Museen befinden) zurück an ihren alten Platz im Kloster, vervollständigt Architekturspuren und rekonstruiert archäologische Befunde. Erzählt werden spannende Geschichten zum Kloster, zum Alltagsleben durch die Jahrhunderte und von Gravenhorsts Aufbruch in die Moderne. Der Förderverein Kloster Gravenhorst e.V. als Projektpartner, transportiert die alte Idee der „Heimat-Stube“ in das 21. Jahrhundert und schließt sie an den aktuellen Stand der geschichtswissenschaftlichen Forschung und Vermittlung an. Kulturinteressierte Erwachsene erhalten mit dem leicht bedienbaren Multimedia-Guide einen neuen Einblick von Gravenhorst als historischen Ort und Kinder im Grundschulalter tauchen über eine spielbasierte Entdeckungsreise in die Geschichte des Ortes ein.

Winterlicht - Imagined dimensions | Lichtinstallation von Tim Roßberg |

bis 14.02.2021

Wechselnde, international arbeitende Künstler*innen interpretieren die historischen Räume mit Licht und Farbe und begeistern die Besucher in den Wintermonaten mit beeindruckenden Lichtinstallationen. In dieser Saison wird der deutsche Künstler Tim Roßberg unter dem Titel »IMAGINED DIMENSIONS« die Räume im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst durch Lichtprojektionen und Sounds in Bewegung setzen. Audiovisu-

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. hörstel

elle Inszenierungen geben Anlass über unsere Vorstellungen von Raum zu reflektieren. Die installativen Arbeiten erweitern die gegebene Architektur des Ortes und unsere Erfahrungswirklichkeit um weitere Dimensionen. Tim Roßberg gestaltet aus Licht, Videoprojektion, Objekt und Sound Hybridwerke, die vielschichtige Bild- und Wirkungsräume offenbaren. Sie oszillieren zwischen kühlem Konstruktivismus, sinnlicher Inszenierung und kosmischer Unendlichkeit. Speziell für das Kloster Gravenhorst konzipiert, vergegenwärtigen die raumfüllenden Environments Realität und Imagination — Eine Einladung an die Sinne. Inspirationen zur Lichtkunst von Tim Roßberg auf www.timrossberg.com → Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

bis 24.01.21 Projektstipendium KunstKommunikation 20 – Kunst

zum Mitmachen und Mitdenken

Auch 2020 luden ungewöhnliche Kunstaktionen dazu ein, mit der Künstlerin und den Künstlern vor Ort ins Gespräch zu kommen und sich an den Kunstprojekten zu beteiligen: Growth Marte Kiessling | Klangrecherche/Tänzelrecherche Jorn Ebner | Assembly – mit Anschlussmöglichkeiten Samuel Treindl

Kreis.Spiel.Garten von Nikola Dicke und Zoltan Labas Naturfreunde vs. Klimaaktive | Gravenhorster SAISONALE* temporäre Kloster.Garten.Kunst Ganzjährig |

Der Kreis.Spiel.Garten lädt die Besucherinnen und Besucher ein, den kontemplativen Aufenthalt auf den Bänken um den Blumengartenkreis mit einer spielerischen Aktion auf der runden Freifläche, dem Spielkreis zu verbinden. Gemeinsam mit Studierenden der Universität Osnabrück werden Spiele entwickelt. Seit Juli gibt es dazu die Spielanleitungen im Foyer des DA, Kunsthaus. → Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der Kreissparkasse Steinfurt

HORTUS TOXICUS | Reinhard Krehl | Geodome für heimische Giftpflanzen | Gravenhorster SAISONALE* temporäre Kloster.Garten.Kunst Ganzjährig |

Eine Sammlung heimischer Giftpflanzen wird im eigens dafür geschaffenen Geodome präsentiert. Neben dem Kennenlernen der Pflanzen und deren Gifte geht es im Geodome ebenso um die Ordnung der Natur und den damit einhergehenden Fragen zu Gut und Böse, zu Moral und Unmoral, zu Leben und Tod. Es geht um Alles oder Nichts, um Kunst, Religion und Wissenschaft. Der HORTUS TOXICUS besteht zudem aus einem Hörspaziergang im Umfeld des Klosters mit Kurzgeschichten zu Giftpflanzen und deren Wirkung auf uns oder auf Tiere. Mit dem Smartphone können die tragischen oder lustigen Geschichten direkt am Standort einer Gift-Pflanze gehört werden. → Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der Kreissparkasse Steinfurt

Am Brunnen hinter dem Tore | Valentin Hertweck und Irene Pätzug | Gravenhorster SAISONALE* temporäre Kloster.Garten.Kunst Ganzjährig |

Der Brunnen hinterm Tore ist ein künstlerisches Implantat, das den Sinn- und Sachzusammenhang des Zisterzienserklosters Gravenhorst neu belebt und seine Transformationen bis zum heutigen Kunsthaus offenlegt. Er verwandelt den leeren Hof wieder in einen repräsentativen Klosterhof, wobei er seine Natürlichkeit nur vorgibt. Im Brunnen befindet sich kein Wasser, sondern ein romantischer Rückzugsort, der allerdings hochgradig synthetisch ist. Die Brunnenschale ist eine Replikation, die Trauerweide über der Ruhebank ist künstlich. USB- und Satellitenanschlüsse markieren die Allgegenwart digitaler Kommunikationsräume, die selbst unter dem malerischen Blätterdom keine Zurückgezogenheit zulassen. → Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der Kreissparkasse Steinfurt

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kunst:stück


WWW.MUSEUM-FUER-LACKKUNST.DE WWW.MUSEUM-FUER-LACKKUNST.DE

BONBONNIERE BONBONNIERE Die Bonbonniere gehört zu einer Gruppe von

Die Bonbonniere zu einer Gruppe Objekten aus dengehört Werkstätten der Brüdervon Martin: Objekten aus den Vernis Werkstätten Martin: die so genannten Martin,der dieBrüder mit flächendie so genannten Vernis Martin, die mit flfarbdeckächendeckendem, in Ölfarben aufgebrachtem deckendem, Ölfarben aufgebrachtem enden Dekorindie französische Malerei desfarbdeckRokoko enden Dekor die französische Malerei des Rokoko im Miniaturformat wiedergeben. Sie zeigt eine im Miniaturformat wiedergeben. Sie zeigt eine mythologische Szene nach einer unbekannten mythologische Gemäldevolage.Szene nach einer unbekannten Gemäldevolage. Papiermaché mit Schwarzlackbeschichtung Papiermaché Schwarzlackbeschichtung und Dekor in mit Ölfarben, abschließend mit Klarlack und Dekor inMontierung Ölfarben, abschließend mit Klarlack überfangen; aus zweifarbigem überfangen; Montierung ausFrankreich zweifarbigem Gold; Futter aus Schildpatt; (Paris), Gold; Futter aus Schildpatt; Frankreich (Paris), Mitte 18. Jahrhundert Mitte 18. Jahrhundert

MUSEUM FÜR LACKKUNST

MUSEUM FÜR LACKKUNST Windthorststraße 26 Windthorststraße 26 48143 Münster | Deutschland 48143 | Deutschland + 49.251.41851-0 Telefon:Münster Telefon: + 49.251.41851-0

ÖFFNUNGSZEITEN ÖFFNUNGSZEITEN Dienstags (freier Eintritt) 12–20 Uhr, Dienstags Eintritt)und 12–20 mittwochs(freier bis sonntags an Uhr, mittwochs bisFeiertagen sonntags und anUhr gesetzlichen 12–18 gesetzlichen Feiertagen 12–18 Uhr

www.facebook.com/Museum.fuer.Lackkunst www.facebook.com/Museum.fuer.Lackkunst


. nordhorn

Paul Seawright

BEASTS OF BURDEN / THINGS LEFT UNSAID 1. Dezember 2020 bis 31. Januar 20210 Städtische Galerie Nordhorn | staedtische-galerie.nordhorn.de Paul Seawright (*1965 in Belfast, wo er lebt und arbeitet) gehört zu den international renommiertesten Fotokünstlern Nordirlands. Vor mehr als drei Jahrzehnten begann er damit, seine vom Bürgerkrieg gezeichnete Heimat als umkämpften Raum fotografisch zu erkunden. Die Arbeitsweise von Paul Seawright ist auf den ersten Blick dokumentarisch und klar. Dennoch entziehen sich seine zumeist in Serien angelegten Fotoprojekte einer schnellen Lesbarkeit. Sie richten den Blick auf Details, den Kontext oder auch auf Nebenschauplätze von gesellschaftlichen oder politischen Realitäten, längst über Nordirland hinaus, deren öffentliche Wahrnehmung normalerweise von einer stark am Ereignis orientierten Berichterstattung bestimmt ist. Paul Seawrights Motive erzeugen eine besondere Spannung. Die Fotografie, ein der

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kunst:stück

Konvention nach unbedingt dem Sichtbaren verbundenes Medium, wird in ihrer ganzen Präzision der authentischen Wiedergabe eingesetzt. Gleichzeitig gelingt es dem Fotografen jedoch, die Aufmerksamkeit jeweils auch auf etwas zu lenken, das unsichtbar bleibt. So spürt er konsequent in der Wirklichkeit seiner Bilder jenen blinden Flecken nach, die durch Gewalt, Konflikte und Ausgrenzung in unserem Bewusstsein erzeugt werden. In der Städtischen Galerie Nordhorn stellt er zwei formal sehr unterschiedliche Serien einander gegenüber, in denen sich jedoch zwei wesentliche Aspekte einer selektiven medialen Wahrnehmung von Kriegsschauplätzen auf künstlerische Weise begegnen. Die Serie »Things Left Unsaid« (2014) zeigt die eigentlich verborgene interne Landschaft eines Nachrichtenstudios im USFernsehen, einen Ort, wo für eine große Zahl von Menschen Wirklichkeit konstru-


. nordhorn

alle Abbildungen: Paul Seawright, aus der Serie »Things Left Unsaid« (2014)

iert wird. Inspiriert von den Theorien über elektronische Kriegsführung und Massenkommunikation als Waffe, vor allem durch den französischen Philosophen Paul Virilio, zeigt Seawright in seinen Fotografien Fragmente von Räumen, in denen Informationen durch Auswahl in Nachrichten umgewandelt und verbreitet werden. Mit seiner aktuellen Serie »Beasts of Burden« (2020) wendet er sich einem in der öffentlichen Aufmerksamkeit wenig präsenten Aspekt in der Geschichte des Genozids in Ruanda zu, der 1994 für weltweites Entsetzen sorgte. Damals töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit in rund 100 Tagen bis zu eine Million Menschen der Tutsi-Minderheit. Seitdem durchlebt das Land einen mühsamen und schmerzvollen Prozess der Versöhnung zwischen den Menschen der beiden ethnischen Gruppen, die bis heute teils in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander leben. Eines der Projekte, die im

kleinsten nachbarschaftlichen Kontext arbeiten, besteht in der gemeinsamen Aufzucht einer Kuh durch zwei Menschen oder Familien jeweils aus der Gruppe der Opfer und der Täter. Paul Seawrights Porträts von Mensch und Tier lenken den Blick auf eine höchst archaische Form gemeinsamen Handelns, die in einem irritierenden Kontrast zu der hochtechnisierten Medienwelt und Kommunikation industrialisierter Gesellschaften zu stehen scheint. Städtische Galerie Nordhorn Vechteaue 2, 48529 Nordhorn

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. münster

Passion Leidenschaft

Die Kunst der großen Gefühle 9. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021 LWL-Museum für Kunst und Kultur | www.lwl-museum-kunst-kultur.de Wo Menschen sind, gibt es auch große Gefühle. Dazu passt die Sonderausstellung "Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle" vom 9. Oktober 2020 bis zum 14. Februar 2021 im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Die bildende Kunst ist bis heute neben den darstellenden Künsten das Medium, in dem sich die Leidenschaften abbilden. Im westlichen Kulturkreis reicht die künstlerische Auseinandersetzung mit Emotionen bis in die Antike zurück. In einer großen internationalen Ausstellung wird zum ersten Mal mit 200 herausragenden Exponaten ein Bogen geschlagen von diesen Anfängen bis in die heutige Zeit.

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kunst:stück

Berühmte Künstler haben sich über die Jahrhunderte in ihren Werken mit den Schmerzen des Laokoon, dem Rausch des Bacchus, den Leiden Christi, dem ekstatischen Taumel und den Qualen Liebender befasst. Die Darstellung herzzerreißender, hochdramatischer, zutiefst beglückender und bis ins Mark erschütternder Figuren und Szenen zieht sich als roter Faden durch die gesamte abendländische Kunstgeschichte. Warum haben Menschen im Gottesdienst geweint? Wo sind die menschlichen Gefühle im Körper verortet? Wann wurde aus Adam und Eva in der Kunst ein erotisches


. münster

Abb. oben: Robert Arnold, The Morphology of Desire, video, 1998, 6min. © Robert Arnold & LIMA Amsterdam Abb. unten: Pauwels Franck, gen. Paolo Fiammingo , aus der Serie » Amori «: »Il frutto dell’amore «, 1585/89. Foto © KHM Museumsverband

Paar? Ist der „Wutbürger“ ein Phänomen unserer Zeit? Diese und weitere Fragen beleuchtet die Ausstellung aus verschiedenen Perspektiven und nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise durch den Kosmos ihrer Gefühle. Liebe und Hass, Hingabe und Begierde, Zorn und Wut, Schmerz und Trauer zeichnen uns Menschen aus. Leidenschaften führen dazu, dass Menschen ihren Verstand verlieren. Aber ohne starken inneren Antrieb hätte Leonardo da Vinci den Fallschirm nicht erfunden. Macht Leidenschaft besessen? Ist sie eine Macht, die den Liebenden oder das Genie in den Abgrund stürzt?

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Edvard Munch, Das weinende Mädchen, 1909, LWL-Museum für Kunst und Kultur, © LWL/Neander

Auch in wissenschaftlichen Disziplinen wie der Psychologie, der Sozial- oder der Neurowissenschaft sind Emotionen Forschungsgegenstand. Die natur- und neurowissenschaftlichen Erkenntnisse werden in der Ausstellung mit der kunst- und kulturwissenschaftlichen Perspektive zusammengeführt. Große Gefühle verändern die Welt, sie beeinflussen unser Denken und Glauben, sie führen zu Krieg und Widerstand. In Politik und Gesellschaft sind Emotionen aktueller denn je. Die Schau versammelt Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videoinstallationen unter anderem von Matthias Grünewald, Peter Paul Rubens, Anthonys van Dyck, Camille Claudel, Auguste Rodin, Egon Schiele, Edvard Munch, Käthe Kollwitz, Hermann Nitsch, Bill Viola und Maria Lassnig und vielen mehr.

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Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, am zweiten Freitag im Monat 10–24 Uhr, Montag geschlossen Öffentliche Führungen: Di bis Fr 16.30–17.30 Uhr, Sa und So 11–12 Uhr, 14–15 Uhr, 16–17 Uhr | max. 10 Pers. Teilnehmerkarten können nur online unter https://bit.ly/LWLMKK-Online-Tickets gebucht werden, Restkarten gibt es an der Museumskasse. Info: 0251 5907-201 +++ Öffnungszeiten und Führungen können aufgund der aktueller Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeschränkt sein. Bitte vor dem Besuch auf der Website informieren. +++ LWL-Museum für Kunst und Kultur Domplatz 10, 48143 Münster


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07.11.2020 07.11.2020–  – 24.01.2021 24.01.2021 07.11.2020 –  24.01.2021

MORITZ GÖTZE GÖTZE MORITZ

Eine Kooperation Kultur EineAusstellung Ausstellungin Kooperationmit mitder derStiftung Stiftungfür fürBildung Bildung& Kultur Eine Ausstellung ininKooperation mit der Stiftung für Bildung &&Kultur Info: www.Herforder-Kunstverein.de und www.Bildung-Kultur.org Info: www.Herforder-Kunstverein.de und www.Bildung-Kultur.org Info: www.Herforder-Kunstverein.de und www.Bildung-Kultur.org

Herforder HerforderKunstverein Kunstverein Herforder Kunstverein im Daniel-Pöppelmann-Haus imDaniel-Pöppelmann-Haus Daniel-Pöppelmann-Hause.V. e.V. im e.V.

Deichtorwall 2 | 32052 Herford | 0 52 21 18 96 89 Deichtorwall22| 32052 | 32052Herford Herford| 0 52 21 18 96 89 | 0 52 21 18 96 89 Deichtorwall Mittwoch bis Sonntag 14 –18 Uhr Mittwochbis bisSonntag Sonntag14  14  –18 Uhr Mittwoch –18 Uhr kunst:stück

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Picasso / Miró

Eine Künstlerfreundschaft 19. September 2020 bis 28. Februar 2021 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Anlässlich seines 20jährigen Bestehens widmet sich das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster der langen Beziehung zwischen den Jahrhundertkünstlern Pablo Picasso und Joan Miró. Die Ausstellung „Picasso/Miró – Eine Künstlerfreundschaft“ zeichnet mit über 100 Lithografien, Radierungen, Aquatinten, Holzschnitten, Fotografien, Filmen und einem Brief von Joan Miró die sich immer wieder kreuzenden Wege der beiden spanischen Künstler nach. Joan Miró (1893-1983) und Pablo Picasso (1881-1973) verband eine lebenslange Freundschaft. Die beiden Männer waren im Hinblick auf ihre Persönlichkeit und ihren Stil jedoch denkbar unterschiedlich. „Picasso und Miró waren in allem völlig konträr und das Geheimnis ihrer Freundschaft ist schwer zu ergründen“, betont Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Trotz ihrer verschiedenen Charaktere

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und Künstlerpersönlichkeiten haben sich die beiden Spanier hervorragend verstanden. Und die Ausstellung zeigt ihre Kunst in einem spannenden Dialog.“ Durch exemplarisch ausgewählte Arbeiten geht die Schau dem Einfluss nach, den der Surrealismus auf Picassos und Mirós Schaffen in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren hatte. Gleichzeitig betont sie ihre individuellen künstlerischen Handschriften: So war Picassos Werk durch häufige Richtungs- und Stilwechsel gekennzeichnet und Miró blieb in seiner Bildsprache eher konstant und gradlinig. Während Miró seine Grafiken minutiös entwarf, ging Picasso operativ, ohne präzise Bildidee ans Werk und konkretisierte diese erst bei der Arbeit. So führte er einmal aus: „Ein Bild ist nicht von vornherein fertig und ausgedacht. Während man daran arbeitet, verändert es sich im gleichen Maße wie die Gedanken.“


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Abb.oben: Miró-Werke in der Ausstellung, Foto: Christoph Steinweg / Picasso-Museum // unten: Pablo Picasso, Komponierte Figur II, 1949, Lithografie © Succession Picasso, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Ausstellung „Picasso/Miró – Eine Künstlerfreundschaft“ zeigt erstmalig die vollständige Miró-Kollektion, die der Sparkassenverband Westfalen-Lippe dem Picasso-Museum im August 2020 als Dauerleihgabe übergeben hat. Die Werke spannen einen Bogen von den ersten Radierungen Mirós im Jahr 1938 bis zum Jahr 1981. ––– Öffnungszeiten „Picasso/Miró“: Montag bis Sonntag und Feiertage 10–18 Uhr, Freitag 10–19 Uhr Corona-Lage: Aufgrund aktueller Corona-Bestimmungen, ist ein Museumsbesuch evtl. nicht möglich. Aktuelle Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Webseite. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster

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kunst:stück Magazin - issue 87  

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