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Fake Fiction Quotes, 2018 © Filip Markiewicz

Magazin für Kunst und Kultur Region Osnabrück und Münsterland issue 83 | Dezember / Januar 2019/20


Kunsthaus Kloster Gravenhorst

vvAUS

SCHREI

BUNG 21

DA ist Mitmachen und Mitdenken

Projektstipendium KunstKommunikation Bewerbungsschluss für 2021: 17.01.20

Kunst erleben bis 26.01.20 AUSBLICK!

bis 26.01.20 RÜCKBLICK!

Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt

PRESERVED//Grünkohl/ Gravenhorst | Swaantje Güntzel

Kunstprojekte 20

Tipp: 01.12.19 - 23.02.20 Winterlicht – Raumzeichnungen Susanne Rottenbacher Eröffnung: 01.12. um 16 Uhr 06.12.19 Slam DA – ein literarischer Wettstreit Beginn: 19.30 Uhr Eintritt: 11 € VVK | 14 € AK Besuchen Sie das Café Clara im DA | T 05459 9069310 www.wertarbeit-steinfurt.de/cafe

Bewerbungsunterlagen: Gefördert durch:

Kunstprojekte 19 & Jan Philip Scheibe

Einst war jetzt

Claudia Antonius & Jörg Jozwiak

Sonne.Mond.Wasser. Andy Brauneis

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Klosterstraße 10 D-48477 Hörstel T +49 (0) 2551 6942-00

www.da-kunsthaus.de


. grußwort

Monika Witte, Pia Tabea Visse Selfie

Lichte Momente

Videokunst in der Osnabrücker Altstadt www.lichtemomente-osnabrueck.de Selbstdarstellung, Selbstinszenierung und Fremdwahrnehmung sind Themen, mit denen sich die Videoarbeiten der eingeladenen Künstler*innen Julika Rudelius, Vajiko Chachkhiani und Marla Fides Koop im Outdoor-Videokunst-Projekt „Lichte Momente“ 2019 beschäftigen. Nachdem „Lichte Momente“ im vergangenen Jahr den Fokus auf den inneren Prozess der Selbstfindung und die Beeinflussungen, denen wir auf diesem Weg unterliegen, gelegt hat, richtet sich der Blick 2019 stärker nach außen: auf Formen von (Selbst-)Darstellungen. Die Besucher*innen werden konfrontiert mit Fragen der Selbstwahrnehmung, der Selbsterhöhung, der möglichst vorteilhaften, absichtsvollen Darstellung der eigenen Persönlichkeit und Eigenschaften gegenüber anderen Personen. Gleichzeitig werden Zuschreibungen von außen hinterfragt.

Kuratiert wird „Lichte Momente“ bereits zum dritten Mal von der Künstlerin Monika Witte. Zum ersten Mal arbeitet sie in diesem Jahr mit der jungen Künstlerin und Kuratorin von Young Urban Performances (YUP) Pia Tabea Visse im Kuratorinnenteam. Gemeinsam legen die beiden den Fokus auf einen generationsübergreifenden Ansatz. Aus diesem Grund wurden neben zwei etablierten Videokünstler*innen auch eine Kunststudentin eingeladen. „Wir freuen uns auf die vielschichtigen Videoarbeiten und laden auch in diesem Jahr dazu ein, nicht nur en passant wahrzunehmen, sondern innezuhalten und sich anregen zu lassen. Gemeinsam mit Ihnen freuen wir uns auf inspirierende und überraschende Momente“ Pia Tabea Visse und Monika Witte www.lichtemomente-osnabrueck.de

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. inhalt

03 GRUSSWoRTe

38 Hörstel 44 Neuenhaus 46 Nordhorn 47 Sögel 50 Emden 54 Herford

03 Pia Tabea Visse und Monika Witte lichtemomente-osnabrueck.de

04 iNHALT 04 Impressum

56 MÜNSTeR

06 oSNABRÜCK

56 Münster

06 Osnabrück

FeSTivALS / KoNzeRTe

26 UMLAND & WeiTeR WeG

70 Malgartener Klosterkonzerte

22 Bramsche 28 Mettingen 30 Rheine

62 AUSSTeLLUNGSveRzeiCHNiS

DAS TiTeLBiLD

FILIP MARKIEWICZ CELEBRATION FACTORY 29. November 2019 bis 02. Februar 2020 Kunsthalle Osnabrück | kunsthalle.osnabrueck.de Die Kunsthalle Osnabrück präsentiert „Celebration Factory“, ein sich entwickelndes Ausstellungs- und Performance-Projekt des Künstlers Filip Markiewicz, das 2016 im NN Contemporary Art Northampton begann und 2018 im Casino Luxembourg - Forum d’Art Contemporain und Anfang 2019 im CCA (Centre for Contemporary Art) Derry~Londonderry fortgesetzt wurde. → Seite 08

Fake Fiction Quotes, 2018 © Filip Markiewicz

kunst:stück Magazin

online | 24h / 7day www.kunststueck-magazine.de

iMPReSSUM h2 werbeagentur + kunst Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.) Zum Knapp 2 · 49565 Bramsche Tel: 05461 705477 mail@kunststueck-magazine.de

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Redaktionsschluss für die Ausgabe Feb / März: 15. Januar Anzeigenberatung: Klaus Hortenbach Tel: 05461 705477 Mobil: 0152 389 510 24


MIXED MEDIA AUSSTELLUNG VOM 08.12.2019 BIS 01.02.2020

E R Ö F F N U N G S O N N T A G 0 8 .12 . 2 019 A B 14 : 0 0 U H R

KLASSISCH | ANALOG | SEMI-DIGITAL | DIGITAL DIESE AUSSTELLUNG MIT VIELEN ZUSÄTZLICHEN ARBEITEN UND DIE FOTOAUSSTELLUNG »RHEINSCHIFFE« VOM 21. DEZEMBER 2019 BIS ZUM 15. MÄRZ 2020 AUF ARTLET.ONLINE 48143 Münster, Harsewinkelgasse 21 artlet.online | artlet-studio.com [0251] 93 25 97 00


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Julika Rudelius, Forever (2006)

Lichte Momente 2019

Lichte Momente 12 präsentiert Videokunst in der Altstadt: Inszenierung des vermeintlich Eigenen 30. November bis 31. Dezember 2019 www.lichtemomente-osnabrueck.de | ab 17 Uhr, Heger-Tor-Viertel/Altstadt Osnabrück Menschen flanieren an langen Winterabenden durch das Heger-Tor-Viertel und werden unerwartet konfrontiert: mit Medienkunst. Bereits zum zwölften Mal präsentiert das Projekt „Lichte Momente“ performative Videoarbeiten im öffentlichen Raum. In diesem Jahr stellen die künstlerischen Arbeiten Themen wie Selbstdarstellung, Selbstinszenierung, Eigen- und Fremdwahrnehmung in den Fokus. Monika Witte und Pia Tabea Visse haben als Kuratorinnenteam drei Video-Künstler* innen mit insgesamt sieben Arbeiten eingeladen. Die international tätige Künstlerin

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Julika Rudelius (Amsterdam und New York) konfrontiert ihr Publikum mit Aspekten von emotionaler Abhängigkeit, sozialer Macht, Identität und kultureller Hegemonie. Der Künstler Vajiko Chachkhiani, der in Berlin und Tiflis lebt und arbeitet, beschäftigt sich mit dem Einfluss von historischen oder politischen Ereignissen auf die menschliche Psyche. Als dritte künstlerische Position werden Werke von Marla Fides Koop gezeigt. Auch diese junge, sich noch im Studium befindende Künstlerin beleuchtet Aspekte verzerrter Selbst- und Fremdwahrnehmung aus unterschiedlichen Perspektiven.


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Abb. oben:Vajiko Chachkhiani:, Life track (2014) Abb. unten: Vajiko Chachkhiani, Winter which was not there (2017)

Ob in überspitzter, ironischer Manier oder nachdrücklich ehrlich: Die Videoarbeiten hinterfragen kritisch unsere Wahrnehmung. Es wird mit ihr gespielt, sie wird neu ausgehandelt. Die Inszenierung des vermeintlich Eigenen bildet das Zentrum dieser Auseinandersetzung. Mit Situationskomik gelingt es den Künstler*innen, die Thematik der Selbstinszenierung, die zur Zeit durch die sozialen Medien höchste Relevanz und Brisanz aufweist, pointiert abzubilden. Sie spielen einerseits mit Ironie, Klischees und Vorurteilen und portraitieren andererseits die bittere Realität von unterschiedlichen Lebenswelten und -wahrheiten. „Lichte Momente“ will Menschen im öffentlichen Raum für Medienkunst begeistern. Das Projekt des European Media Art Festivals hat die Zielsetzung, seinem Publikum barrierefrei und kostenlos Zugänge zu zeitgenössischen Videoar-

beiten zu ermöglichen. Im Rahmen des Projekts werden zudem zwei Medienkunst-Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene unter dem Titel „IchMomente“ angeboten. Ihre Ergebnisse sind ebenfalls als Projektion bei Lichte Momente zu sehen. ––– Führungen: Treffpunkt: vor der Kunsthalle Osnabrück, samstags, 17.30 Uhr | Kosten: 3 € pro Person, Dauer ca. 90 Minuten ––– Gruppenführungen nach Vereinbarung bis 20 Teilnehmer*innen, Kosten: 40 € info@lichtemomente-osnabrueck.de Tel. 0179 683 1402 // Tel. 0157 5322 6492 ––– Weiter Infos unter: www.lichtemomente-osnabrueck.de

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Filip Markiewicz: Celebration Factory, Installationsansicht, CCA Derry~Londonderry, 2019 © Filip Markiewicz, Foto: CCA Derry~Londonderry & Simon Mills

Filip Markiewicz. Celebration Factory Kuratiert von Enrico Lunghi

29. November 2019 bis 02. Februar 2020 Kunsthalle Osnabrück | kunsthalle.osnabrueck.de Die Kunsthalle Osnabrück präsentiert „Celebration Factory“, ein sich entwickelndes Ausstellungs- und Performance-Projekt des Künstlers Filip Markiewicz, das 2016 im NN Contemporary Art Northampton begann und 2018 im Casino Luxembourg - Forum d’Art Contemporain und Anfang 2019 im CCA (Centre for Contemporary Art) Derry~Londonderry fortgesetzt wurde. Während Europa und die Welt in ihren eigenen Widersprüchen verwickelt sind, indem sie immer noch das Wirtschaftswachstum und den technischen Fortschritt als Heilshorizont der Menschheit feiern, lädt Markiewicz dazu ein, in ein Universum von Zeichen und Bildern einzutauchen, die die Leere unserer aktuellen Diskurse darstellen. Seine Ausstel-

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lung ist zum Teil eine Bühne, auf der der Einzelne als Zuschauer des Niedergangs seiner eigenen Zivilisation auftreten kann, wo der Mythos des Automobils in trostlosen Friedhöfen mit verrosteten Motoren und isolierten, nutzlosen Reifen endet, wo riesige Banknoten das trügerische, obszöne Spektakel der (Selbst-)Repräsentation von Politik und Medien vorführen und auf der alle revolutionären und emanzipatorischen Impulse in einer Illusion versinken, die durch endlosen Konsum und die Kunstwelt selbst gefördert wird. Wie der Künstler in seiner Theaterperformance „Fake Fiction“ im Theater Basel 2017 feststellte: „Heute sind wir alle ein kleiner Bela Lugosi¹ geworden: Der Vampirtanz des europäischen Bildes kann beginnen. Es ist Zeit, unsere Masken aufzusetzen und das


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Filip Markiewicz: Celebration Factory, Installationsansicht, Casino Luxembourg - Forum d'Art Contemporain, 2018 © Filip Markiewicz, Foto: Sven Becker

digitale Blut zu trinken, bis unsere Festplatte für die Ewigkeit formatiert ist.“ Durch eine Kombination verschiedener Ausdrucksformen wie die Bildende Kunst, die Performance, die Musik, die Debatte und, wie der Titel vermuten lässt, das Feiern, sowie in Zusammenarbeit mit Tänzern, Schauspielern und Musikern erforscht Markiewicz die Möglichkeiten einer künstlerischen Sprache, die das individuelle Bewusstsein und den persönlichen Widerstand gegen die Herrschaft der Angst fördert. Sie gibt jedoch keine Lektionen oder weckt vergebliche Hoffnung. Eine solche Sprache kann als utopisches Streben nach Flucht aus der sklavischen und mephitischen Haltung des „business as usual“ verstanden werden und erinnert an den Geist des jungen La Boetie, der bereits 1576 in seiner „Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft“ erklärte: „Soyez résolus de ne servir plus, et vous voilà libres!“ (Seid entschlossen, nicht mehr zu dienen, und ihr seid frei!).

Celebration Factory ist eine Koproduktion mit NN Contemporary Art, Northampton, Casino Luxembourg - Forum d’Art Contemporain und CCA (Centre for Contemporary Art) Derry~Londonderry. Die Ausstellung wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und unterstützt vom Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e.V., von Ableton, dem FOCUNA Fonds Culturel National Luxembourg und dem Bühnen Archiv Oskar Schlemmer. Co-Kuratoren sind Catherine Hemelryk und Kevin Muhlen. ––– ¹ Bela Lugosi ist der erste Schauspieler, der Dracula personifiziert hat. Die britische Post-Punk-Band Bauhaus, die das Logo der von Oskar Schlemmer gegründeten Bauhausschule verwendet, kündigte 1979 an: „Dracula ist tot und kehrt zu seinem Grab zurück“. Kunsthalle Osnabrück Hasemauer 1, 49074 Osnabrück

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Deutscher Friedenspreis für Fotografie – Felix Schoeller Photo Award 20. Oktober 2019 bis 08. März 2020 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Erstmals loben die Friedensstadt Osnabrück und die ortsansässige Felix Schoeller Group den „Deutschen Friedenspreis für Fotografie“ im Rahmen des 4. „Felix Schoeller Foto Award“ aus. Die beiden hochdotierten Wettbewerbe richten sich an professionelle Fotografinnen und Fotografen und den Berufsnachwuchs weltweit. Aus 113 Ländern gingen in diesem Jahr insgesamt über 10.000 Arbeiten ein. Das Preisgeld beider Wettbewerbe liegt bei 10.000 Euro. Die hochkarätig besetzte und unabhängige Jury traf die Auswahl der in der Aus-stellung im Museumsquartier Osnabrück präsentierten Werke. Frieden fotografieren Für Frieden gibt es keine einfachen Formeln. Das gilt für den Frieden zwischen Ländern ebenso wie für das Zusammenleben von Gesellschaften oder gar einzelnen Menschen. Der Begriff „Frieden“ wirft zudem Fragen auf. Was bedeutet Frieden eigentlich? Und für wen? Und ist Frieden nicht geradezu nur als Gegenbegriff von Krieg und Gewalt denkbar? Welche Voraussetzungen – gesellschaftlicher, politischer

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und individueller Art – braucht Frieden? Wann herrscht überhaupt Frieden? Kunst im friedenspolitischen Kontext Der Deutsche Friedenspreis für Fotografie greift ein existenzielles Thema auf. 363 gewaltsamen Konflikten und Kriegsgeschehen zählt das Heidelberger Institut für Konfliktforschung für 2018. Ob Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Süd- und Mittelamerika, Asien oder Europa: Religion, Ideologie, ethnische Gegensätze, Kämpfe um Ressourcen und um nationale Macht verhindern Frieden – weltweit. Neuer Kulturpreis als Bekenntnis zur Friedensstadt Dass ein neuer Friedens-Kulturpreis aus Osnabrück kommt, ist kein Zufall. Die Initiatoren haben den Deutschen Friedenspreis für Fotografie aus Kontext der besonderen Geschichte der Stadt ins Leben gerufen. Die Stadt Osnabrück begreift ihre besondere Geschichte als Auftrag für friedenspolitisches Engagement. Das gilt auch für die kulturellen Angebote, die die Stadt entwickelt – über regionale Grenzen hinaus.


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Johanna Maria Fritz, Gewinnerin des „Deutschen Friedenspreis für Fotografie” © Museumsquartier Osnabrück linke Seite: Gewinnerbild von Johanna Maria Fritz, „Like a Bird” © Museumsquartier Osnabrück

Die Jury Zur Jury des „Deutschen Friedenspreis für Fotografie“ zählen neben dem Vorsitzenden Michael Dannenmann (Porträtfotograf, DGPh*), Clara Maria Sels (Galeristin und Leiterin des Düsseldorf Photo Weekend), Gérard A. Goodrow (freier Kurator und Autor, Dozent am CIAM Zentrum für Internationales Kunstmanagement in Köln und Düsseldorf), die beiden Friedensforscher Dr. Dana Landau (Schweizerische Friedensstiftung, Universität Basel) und Prof. Dr. Ulrich Schneckener (Professor für Internationale Beziehungen & Friedens- und Konfliktforschung, Universität Osnabrück) und NilsArne Kässens (Museumsdirektor des Museumsquartier Osnabrück) an. Der Felix Schoeller Photo Award Der internationale Felix Schoeller Photo Award richtet sich seit 2013 alle zwei Jahre ausschließlich an Profifotografen und den fotografischen Berufsnachwuchs in aller Welt. Der Wettbewerb wurde 2019 in fünf thematischen Kategorien und der neuen Sonderkategorie ausgeschrieben: Porträt, Landschaft/Natur, Mode, Fotojournalismus/Editorial und freie/konzeptionelle Fotografie. Zudem konnten in

der Sonderkategorie „Beste Nachwuchsarbeit“ Fotografen in Ausbildung ihre Arbeiten einreichen. Die Preisträgerin – Johanna Maria Fritz „Like a bird” heißt die Arbeit der Berliner Fotografin Johanna Maria Fritz, die die Jury überzeugte. Fritz zeigt den Zauber und die Kraft der Zirkustradition in krisenerschütterten Ländern und Regionen. Ihre Fotografien der Clowns aus dem Gaza „reflektieren die Absurdität des Lebens an der Frontlinie zwischen der armen Bevölkerung und der israelischen Armee” (Johanna Maria Fritz). „Zirkusschulen in Afghanistan zeigen den Kindern einen anderen Weg auf.” Als Betrachtende der Fotografien reiht man sich in das Publikum der kaukasischen Seiltänzer ein, besucht den Zirkus im Iran und folgt mit den Werken der Stimme eines kleinen Jungen, der mit den Worten „Like a Bird” sein Zirkusleben umschrieb. Johanna Maria Fritz zitiert mit dem Titel „Like a Bird” diesen Jungen und findet in seinen Worten die „Essenz” (Johanna Maria Fritz) ihrer Fotografien. Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

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Felix-Nussbaum-Haus, Innenansicht © Stadt Osnabrück, Foto: Sven Jürgensen

NASAN TUR

In der Reihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische Künstler*innen begegnen Felix Nussbaum“ 13. Dezember 2019 bis 15. November 2020 Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Ohne die Kleider fallen zu lassen, macht Nasan Tur sich nackt. Seine Bilder – gattungsübergreifend geschaffen in Form von Videos, Skulpturen, Installationen, Performances, Fotografien, Soundarbeiten u. m. – legen seine Gedanken- und Gefühlswelt offen: Getriebensein, Zerrissenheit, Ängste, Beklemmung, Mitgefühl, Widerstand, Verehrung oder Wünsche. Ergreifend ist seine direkte Ehrlichkeit, die ohne ein Wort auskommt. Berührend ist seine ungeschönte Menschlichkeit. Anstoßend sind seine Reflexionen: sie setzen Gedanken und Austausch in Bewegung. Im Felix-Nussbaum-Haus stellt der 1974 in Offenbach geborene und in Berlin lebende Nasan Tur als zweiter Künstler in der Reihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische Künstler*innen begegnen Felix Nussbaum“ aus. Nicht nur seine Biographie berührt die Nussbaums in gemeinsamen Lebensstationen; auch treiben gleiche Themen – Machtstrukturen, Flucht, Exil oder Fragen der Identität – sie zu ihrem Schaffen an. Heute und in Deutschland

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lebend sieht Nasan Tur sich in der Verantwortung die hier in den Grundrechten festgeschriebene Freiheit der Kunst zu nutzen und sie als kritische Stimme zu Gesellschaft und Politik einzusetzen. Auf die Frage, ob er ein politischer Künstler sei, antwortet Tur, dass er vor allem ein politischer Mensch sei. Mit großer Empathie, Sensibilität und Spürsinn wirft er den Blick auf menschliche Verhaltensmuster oder politische Rhetorik, spürt in seiner Kunst Wunden in der Gesellschaft auf und gibt geträumte Utopien preis. Die in dieser Ausstellung präsentierten Werke sind von Nasan Tur aus der Begegnung mit dem Leben und Werk von Felix Nussbaum ausgewählt sowie geschaffen. Sie zeigen ältere Arbeiten, die in diesem Rahmen eine neue Aktualität bekommen, und neue Arbeiten als Reaktion und Kommentar auf die gegenwärtige Begegnung. Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück


1918

1914

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DAMALS NICHT, JETZT NICHT, NIEMALS! 30.11.19 bis 16.02.20

Projektidee: Volker-Johannes Trieb, www.atelier-trieb.de Dank für die breite Unterstützung aus der Friedensregion Osnabrück.

VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese Venner Straße 69, 49565 Bramsche Tel: 05468 9204-0 www.kalkriese-varusschlacht.de www.friedensprojekt.com

Getragen von der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und dem Landkreis Osnabrück

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Maria im Strahlenkranz. Holzschnitt von Albrecht Dürer (1511), Leihgabe der Konrad Liebmann Stiftung in der Stiftung Niedersachsen © Museumsquartier Osnabrück. Kulturgeschichtliches Museum

Sammlung Albrecht Dürer

Dauerausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de Herausragende Holzschnitte und meisterhafte Kupferstiche: Das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück im MQ4 beherbergt eine umfangreiche Sammlung mit grafischen Werken Albrecht Dürers (1471 bis 1528). In seiner aktuellen Konzeption zeigt das Dürer Kabinett seine Werke zum „Marienleben” als Folge von 18 Blättern. Albrecht Dürers „Marienleben” gehört neben der „Passion“ und der „Apokalypse“ zu Albrecht Dürers drei großen Holzschnittfolgen. Sie erschienen 1511 jeweils in Buchform. Bereits seit 1502 hatte sich Dürer künstlerisch intensiv mit einzelnen Motiven des Lebens der Jungfrau Maria auseinandergesetzt. Die 1511 veröffentlichte Folge umfasste schließlich 18 Blätter. Dürers innovative Bildfindungen im „Marienleben“ werden seinen traditionellen Marienbildnissen vergleichend gegenübergestellt.

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Zu verdanken ist dieser großartige Kunstschatz dem Osnabrücker Antiquar und Sammler Dr. Konrad Liebmann. Innerhalb von zwei Jahrzehnten trug er die umfangreiche Sammlung an DürerGrafiken zusammen. Sein Wunsch war es, sie geschlossen seiner Heimatstadt Osnabrück zur Verfügung zu stellen. Die Stiftung Niedersachsen kam Liebmanns Anliegen nach und übergab die Dürer-Sammlung dem Kulturgeschichtlichen Museum als Dauerleihgabe. Teile der Sammlung wurden von der Stiftung erworben, weitere Werke stiftete Dr. Liebmann anlässlich der Gründung der KonradLiebmann-Stiftung unter dem Dach der Stiftung Niedersachsen. Kulturgeschichtliches Museum Museumsquartier Osnabrück Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück


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30. November — 31. Dezember 2019 täglich 17— 22 Uhr Videokunst im Heger-Tor-Viertel, an der Kunsthalle Osnabrück und im Museumsquartier Osnabrück am Felix-NussbaumHaus mit Julika Rudelius, Vajiko Chachkhiani und Marla Fides Koop

Der Jugendworkshop ICH_Momente wird ermöglicht durch die

Gefördert von: Stadt Osnabrück | Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur | Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. | Kunsthalle Osnabrück | Spiekermann & Co. AG | Herrenteichslaichschaft Osnabrück | outdoorbeamer.com | Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. | Museumsquartier Osnabrück | Heger Tor Viertel e. V.

www.lichtemomente-osnabrueck.de

#limo2019 kunst:stück

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Martin Hesselmeier Poesie der Materie

06. Dezember 2019 bis 18. Januar 2020 hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst | www.hase29.de Im Kunstraum hase29 rollen ab 6. Dezember 2019 entlang von wellenförmigen LEDBahnen Lichtpartikel auf und ab, beschleunigen und verlangsamen, pendeln hin und her. Der KölnerKünstler Martin Hesselmeier macht Licht auf ungewöhnliche Weise erfahrbar. Das Aufeinandertreffen von Kunst und Forschung zeigt sich eindrucksvoll in der mit dem Internationalen Lichtkunstpreis prämierten Installation "the weight of light" (das Gewicht des Lichts). Denn das Licht der Installationen

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erleuchtet den verdunkelten Ausstellungsraum variabel und erscheint wie flüssige Masse. Synchron zur Bewegung des Lichts wandert auch der Klang der Installation im Ausstellungsraum. Auch in den weiteren gezeigten Arbeiten geht es um die Nutzbarmachung innovativer Technologien, z.B. wenn Hesselmeier kleine Roboter über Fotopapier fahren lässt und diese sichtbare Spuren als Notizen ihres mechanischen Tanzes


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Martin Hesselmeier, the weight of light, Kunstraum Rhenania, 2016

hinterlassen. Allen präsentierten Projekten gemein ist die Poesie, die den verwendeten Werkstoffen innewohnt. Die Ausstellung ist eine Ermutigung, sich einzulassen auf das Ephemere, die Schönheit des Situativen und nicht zuletzt auf die grenzenlosen Potentiale des Lichts. Martin Hesselmeier, 1978 in Schwetzingen geboren, studierte an der Hochschule für Gestaltung in Mannheim und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Er erforscht und hinterfragt mit seinen ortsspezifischen Installationen die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung. Dabei widmet er sich insbesondere naturwissenschaftlichen Themen und Fragestellungen.

Hesselmeiers Arbeiten und Projekte sind im Inland wie auch international präsent - u.a. in São Paulo, Riga, Tokio, Istanbul, London. Das Projekt wird gefördert durch die Stadt Osnabrück, den Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. und die Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft. Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch die Felicitas- und Werner Egerland Stiftung. Martin Hesselmeier, Poesie der Materie, wird kuratiert von Tim Roßberg. hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29 / 30, 49074 Osnabrück

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Mechthild Wendt: o. T. (W 4011), Wachs, Pigment, Papier auf Karton, 30x40 cm

Mechthild Wendt

transparent undurchsichtig

29. November 2019 bis 11. Januar 2020 KunstQuartier des BBK | www.bbk-osnabrueck.de Orte, die sich auflösen oder aufgelöst werden, Brachen, Baustellen und Ruinen, dies sind die Orte, die Mechthild Wendt interessieren und mit denen sie sich in Ihrem Werk beschäftigt. An solchen Plätzen verbringt sie Stunden, indem sie zeichnet, fotografiert und das Terrain wie in einer Spurensicherung sondiert. Von hier nimmt sie Fotografien, Skizzen und Fundstücke mit ins Atelier.

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Diese können dann so etwas wie „gedankliche Keimzellen“ für die weitere künstlerische Arbeit werden. Sie wirken dabei wie Impulsgeber für das malerische Werk, das sich dann im Arbeitsprozess nach eigenen Kriterien entwickelt. Wendt geht es dabei nicht so sehr um die Wiedererkennbarkeit eines bestimmten, zuvor besuchten Ortes, es geht ihr auch nicht darum, die Existenz und den Zustand


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dieser Stätten zu kritisieren oder anzuprangern. Vielmehr gilt ihre ganze Aufmerksamkeit an diesen Orten den Veränderungen durch Zeit, durch Natureinwirkungen und entfremdete Benutzungen. Sie interessiert die Ästhetik und Logik dieser (eigentlich auch skulpturalen) Prozesse im Stadtbild und sie findet für ihre Bilder die geeigneten Materialien um hier, auf Leinwand oder Papier, diese Prozesse wieder zu inszenieren: Wachs, Acrylmalerei, Holz- und Linolschnitt, Zeichnung sind ihre Medien. Wachs ist dabei ein vielseitiges malerisch-skulpturales Material. Es ist weich, haptisch greifbar, verformbar und ein Gegensatz

zu den in der Stadtlandschaft gefundenen Strukturen. Wie eine plastische Bearbeitung kann es geritzt, geschabt und getrieben werden. Es kann transluzent/ transparent oder auch undurchlässig sein. Es reagiert auf die zeichnerischen Strukturen und Farbschüttungen im Bild. All diese Prozesse in Mechthild Wendts Bildern können wir als Betrachter nachvollziehen. Damit verweist uns die Künstlerin als eine heutige Landschaftsmalerin wieder auf die seltsam gebrochene Schönheit des uns umgebenden Stadtraumes. KunstQuartier des BBK Bierstraße 33, 49074 Osnabrück

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Monke Herbert Rauer, Oma und Opa

Dreidimensional

15. November bis 23. Dezember 2019 www.skulptur-galerie.de Aktuelle Entwicklungen der letzten drei Jahre von Skulpturen regionaler Künstler/ innen zeigt die Ausstellung „Dreidimensional“. Keine der plastischen Arbeiten wurden bislang in Osnabrück ausgestellt. Die von Dagmar von Kathen kuratierte Ausstellung in der Skulpturgalerie ist eine Übersichtsausstellung, die vom 15. November bis 23.Dezember gezeigt wird.

Die Jury hat aus den Bewerbungen 14 Künstler/innen ausgewählt: Peter Bannas, Nazim Becker, Inge Buschmann, Eva Dankenbring, Carolin Enax, Frank Gillich, Christoph Hafkemeyer, Monika Herbst, Karin MacKay, David Möller, Nadia Pereira Benavente, Monke Herbert Rauer, Christine Wamhof, Nicolle Widner. Die Jury besteht aus folgenden Experten: Dr. Ulrike Hamm, Wolfgang Knaup, Dagmar von Kathen, Jens Raddatz.

–––

Junge Kurator*innen 09. Januar bis 19. Januar 2019 www.skulptur-galerie.de

Für das Projekt wird eine junge Kurator* innengruppe gebildet werden. Eine 12. Schulklasse/ Kunstkurs der IGS Eversburg. Die jungen Menschen suchen aus den Künstler*innen, die bereits in der skultur-galerie.de ausgestellt haben, Künstler*Innen aus, die sie in ihrem Atelier besuchen wollen. Von jedem der beteiligten Künstler*innen wählen die Kurator*Innen eines oder mehrere Kunstwerke aus. Jedes Mitglied der Kurator*innengruppe kann sein/seine Lieblingswerk auswählen, für einen Teil der Werke wird es eine Gruppenentschei-

dung geben. Die ausgewählten Werke werden vom 09.–19. Januar 2020 als eigene Ausstellung in der Galerie gezeigt. Der Aufbau der Ausstellung kann unter fachlicher Anleitung von den jungen Menschen gemacht werden. Zu der Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog, in dem die Kunstwerke, die Künstler*Innen und die Kurator*innen vorgestellt werden. Die Finissage wird als kleines Fest gestaltet werden. Das Projekt wird durch die Felicitas und Werner Egeland-Stiftung gefördert.

––– Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr, 11–19 Uhr / Sa, So, 11–16 Uhr und auf Anfrage

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skulptur-galerie.de Bierstraße 2, 49074 Osnabrück


. osnabrück

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. bramsche

Ellen Mäder-Gutz, Landschaft im Fadenkreutz, Foto: Ellen Mäder-Gutz

ellen Mäder-Gutz

Landschaft im Fadenkreuz 13. Dezember 2019 (Eröffnung: 19 Uhr) bis 09. Februar 2020 Tuchmacher Museum Bramsche | www.tuchmachermuseum.de Das Tuchmacher Museum Bramsche zeigt in der Ausstellung „Landschaft im Fadenkreuz“ vom 14. Dezember 2019 bis zum 09. Februar 2020 textile Werke der in Vechta und Freyenstein lebenden Künstlerin Ellen Mäder-Gutz. Sie studierte von 1975 bis 1982 an der Kunsthochschule Weißensee Grafik und Bildhauerei. Spätestens mit ihrem Weg in den Westen, der sie 1987 nach West-Berlin führte, erarbeitet sie einen individuellen Formenkanon. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit steht die tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Natur: die Suche nach der erfahrbaren Wirklichkeit und dem transzendenten Wesen der Natur. „Ellen Mäder-Gutz“, so Christoph Tannert, künstlerischer Leiter des Berliner Künstlerhauses Bethanien, „malt, ausgesprochen

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atmosphärisch, mit Fäden. Sie navigiert von naturnahen Landschaftsperspektiven zu eher offenen Farbverläufen bis hin zu ornamentalen oder stark abstrahierten Flächenordnungen im Sinne des Konstruktivismus.“ Dabei arbeitet sie mit ganz unterschiedlichen Techniken: der Holzbildhauerei, dem Siebdruck, dem Transferdruck, der Zeichnung sowie dem Stricken und Weben. In der Ausstellung in der Kornmühle werden gewebte und gestrickte Landschaftsfotografien sowie florale Gebilde gezeigt. Die Ausstellung wird Freitag, 13. Dezember um 19 Uhr im Tuchmacher Museum Bramsche eröffnet. Tuchmacher Museum Bramsche Mühlenort 6, 49565 Bramsche


. bramsche 09|11|2019 URBAN POP ART

© Bildung-Kultur.org

Gedanken zu Verantwortung & Zukunft

Kunst mit Botschaft im Dialog Ein Dialog unserer Zeit mit der Sprache der Kunst und den zeitgenössischen Künstlern Baumgärtel | Bitter | Bouchet | Britto | Kiddy Citny Fetting | Götze | Grimm | Hunto | Müller-Stahl | Noir Ren Rong | Reuber | Schnabel | Vetere u.a. Infos: herforder-kunstverein.de und www.Bildung-Kultur.org

09. November 2019 bis 26. Januar 2020 32052 Herford | Deichtorwall 2

kunst:stück 23 Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Stiftung für Bildung & Kultur


. bramsche

Damals nicht, jetzt nicht, niemals

Internationale Kunstschau seit dem 30. November 2019 in Museum und Park Kalkriese 30. November 2019 bis 16. Februar 2020 Museum und Park Kalkriese | www.kalkriese-varusschlacht.de 31 Kunstobjekte zum Thema Krieg und Frieden – Ein Jahrhundert nach dem Ende des Ersten Weltkriegs setzen Künstlerinnen und Künstler in der Sonderausstellung „Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ ein Zeichen. Zu sehen ist die Ausstellung, die sich als mobiles Mahnmal für den Frieden versteht, vom 30. November 2019 bis zum 16. Februar 2020 in Museum und Park Kalkriese. Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Im Wald von Compiègne wurde der Waffenstillstand unterzeichnet. Von Januar 1919 bis August 1920 wurden, u.a. in Versailles bei Paris, Friedensverträge geschlossen. 100 Jahre später beziehen Künstlerinnen und Künstler Stellung. Im Rahmen von „Damals nicht, jetzt nicht, niemals“ sind 31 symbolhafte Friedenszeichen – gestaltet von Künstlerinnen

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und Künstlern aus den 31 Staaten, die am Ersten Weltkrieg militärisch beteiligt waren – entstanden. 29 Staaten hatten die Pariser Vorortverträge unterzeichnet, Russland und die Ukraine bereits zuvor Separatfrieden geschlossen. Initiator ist der Osnabrücker Künstler Volker-Johannes Trieb. Er erwarb aus einem Frontabschnitt im Elsass rund 65 Tonnen Eichenholz und verwendete es in zahlreichen Kunstaktionen. Um seine Friedensmission weiterzutragen, stellte er 31 Quader davon zur Verfügung. Granatsplitter und Geschosse haben die Maserung „verletzt“, Metall hat in Reaktion mit der Gerbsäure der Eiche das Holz verfärbt. Das Holz ist vom Krieg gezeichnet und Relikt und Zeitzeuge. Der Ausstellungstitel geht zurück auf das Buch „Toen niet, nu niet, nooit“ der niederländischen Bildhauerin und Widerstandskämpferin Truus Menger-Oversteegen.


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VARUSSCHLACHT

IM OSNABRÜCKER LAND MUSeUM UND PARK KALKRieSe

Bildinformationen: Atelierfoto Jean Boghossian, Foto: studio of the artist ––– Repros der Kunstwerke Copyright © courtesy of the artist, Foto: Jack Kulcke

International renommierte Künstlerinnen und Künstler folgten dem Appell, sie zu Friedenszeichen werden zu lassen. Sie schufen Werke, die an das Unsägliche erinnern und ein Zeichen setzen gegen die Gewalt. Aus den ursprünglich einheitlichen Blöcken sind dabei 31 ganz unterschiedliche Kunstwerke entstanden. So wird das Holz mit Text gestaltet, als „Leinwand“ bemalt oder als Skulptur in eine Kiste gelegt. Der neuseeländische Künstler David McCracken hat den Quader zu Holzwolle verarbeitet und eine bombenförmige Skulptur darauf gebettet. In einer hölzernen Transportkiste verstaut, wirkt die Bombe wie ein handelsüblicher Gegenstand, der über eine weite Strecke transportiert wird. Jana Želibskás (Tschechien) Skulpturengruppe unter Plexiglas vereint verdörrtes Holz, Rabenfiguren und einen metallenen Totenschädel zu einer Allegorie

TeiLNeHMeNDe KÜNSTLeR*iNNeN Aljoscha (Ukraine), Mirosław Bałka (Polen), Jean Boghossian (Armenien), Christian Boltanski (Frankreich), Monica Bonvicini (Italien), Wim Botha (Südafrika), Geta Brătescu (Rumänien), Pedro Cabrita Reis (Portugal), Tony Cragg (Großbritannien), Berlinde De Bruyckere (Belgien), Braco Dimitrijević (Kroatien), Cevdet Erek (Türkei), Fiona Hall (Australien), IRWIN (Slowenien), Ilya & Emilia Kabakov (Russland), Anish Kapoor (Indien), David McCracken (Neuseeland), Hermann Nitsch (Österreich), Roman Ondak (Slowakei), Sándor Pinczehelyi, (Ungarn), Sadaharu Horio (Japan), Sean Scully (Irland), Kiki Smith (USA), Nedko Solakov (Bulgarien), Jana Sterbak (Kanada), Rirkrit Tiravanija (Thailand), Raša Todosijević (Serbien), Günther Uecker (Deutschland), Costas Varotsos (Griechenland), Huang Yong Ping (China), Jana Želibská (Tschechien). Weitere Informationen unter: www.kalkriese-varusschlacht.de

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auf den Tod. Jean Boghossian (Armenien) hat den Block in zwei Hälften getrennt, die sich konträr, aber auch passend gegenüberstehen: „Diese beiden Welten haben die Möglichkeit, sich perfekt anzupassen, um eine Welt der Harmonie und des Friedens zu bilden. Getrennt präsentiert und einander gegenübergestellt, beobachten sich diese Welten gegenseitig, aber da ihre Kanten bedrohlich erscheinen, rufen sie die Prämissen von Aggression und Konflikt hervor.“ In Kalkriese wird die Ausstellung durch einen Informationskubus zum Ersten Weltkrieg erweitert. Hier erhalten Besucherinnen und Besucher eine Einführung in die Thematik. Schlaglichtartig wird die

Rolle/n der in der Ausstellung beteiligten Staaten beleuchtet. Zu sehen war die Ausstellung, vor der Station in Kalkriese, bereits im Deutschen Bundestag in Berlin. Demnächst wird sie im UN-Hauptquartier in New York City zu sehen sein. „Damals nicht, jetzt nicht niemals“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Initiators und Künstlers Volker-Johannes Trieb mit dem Landkreis Osnabrück und der Art & Culture International gemeinnützige GmbH, in Kooperation mit dem Kurator Mattijs Visser und Andreas Brenne, Universität Osnabrück sowie Jost von Papen, Hochschule Osnabrück. Das Projekt wurde durch eine breite Unterstützung aus der Friedensregion Osnabrück möglich. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Projekts unter www.friedensprojekt.com abrufbar. Die Sonderausstellung in Kalkriese wird gefördert durch die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück und den Landkreis Osnabrück. Weitere Informationen zur Ausstellung in Kalkriese, Führung und Veranstaltung sind auf www.kalkriese-varusschlacht.de bereitgestellt. Varusschlacht im Osnabrücker Land Museum und Park Kalkriese Venner Straße 69, 49565 Bramsche

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. osnabrück

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Liebe

Zweiter Teil der Ausstellungstrilogie Glaube, Liebe, Hoffnung 13. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020 Draiflessen Collection | www.draiflessen.com Die Liebe ist allgegenwärtig: Nicht nur in Romanen, Filmen oder Liedern steht sie als starkes Gefühl, emotionale Kraft oder unerreichbares Ideal im Mittelpunkt, sondern sie ist immer auch Teil gesellschaftlicher Diskurse. Wie lieben wir? Wen lieben wir? Und warum? Und was passiert, wenn die Liebe einmal aufhört? Der zweite Teil der im Mai 2019 gestarteten Ausstellungstrilogie Glaube, Liebe, Hoffnung setzt sich unter anderem mit diesen Fragen auseinander. Dabei wird Liebe vor allem als eine Form besonderer sozialer Beziehungen verstanden, die sich in zwischenmenschlicher Interaktion äußern. Mit einer pointierten Auswahl von Kunstwerken aus dem 19. bis 21. Jahr-

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hundert, darunter Arbeiten von Stephan Balkenhol, Marc Chagall und Maria Lassnig reflektiert die Ausstellung über Möglichkeiten, Grenzen und Widersprüche der Liebe. Gleichzeitig rückt sie diese aus der Verklärung in die Realität und stellt so gesellschaftliche Normen und Vorstellungen in Frage. Widersprüche und Gegensätze Die Liebe ist geprägt von extremen Gegensätzen: Vertrauen und Eifersucht, Geborgenheit und Verlustangst, Autonomie und Hingabe. Solche emotionalen Erfahrungen sind sowohl innerhalb einer Partnerschaft oder Freundschaft als auch zwischen Eltern und ihren Kindern oder


. mettingen

Stephan Balkenhol, Kugelmenschen (Mann und Frau), 2012, Courtesy Stephan Balkenhol und SENDA gallery © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

zwischen Gläubigen und Gott erlebbar. Die Ausstellung widmet sich demnach nicht der Liebe als rein romantische Zuneigung oder leidenschaftlicher Affekt, sondern der Fragestellung, wie ein so komplexes und widersprüchliches Gefühl entstehen und bestehen kann. Wie lässt sich Liebe darstellen? Mit Gemälden, Fotografien, Skulpturen, einer Installation und einer Videoarbeit präsentiert die Ausstellung künstlerische Positionen, die das Thema Liebe aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Wie lässt sich dieses menschliche Phänomen darstellen? Und welchen Stellenwert nimmt es in unseren Leben ein? So zeigt sich die Liebe als beschützende Geste der Mutter gegenüber ihrem Kind, als eine zwanghafte, gar kosmische Verbindung zwischen Mann und Frau, als

deren kulturelle Absurdität oder auch als abstrakte Kraft. Manchmal realitätsnah und plakativ, manchmal gegenstandlos zeigt die Schau so die Facetten menschlicher Beziehungen auf. # Künstlerinnen und Künstler Stephan Balkenhol, Carl Buchheister, Michael Buthe, Marc Chagall, Maria Lassnig, Wolfgang Mattheuer, Gabriel Cornelius Ritter von Max, Duane Michals, Tracey Moffatt, Anna Oppermann, Philippe Vandenberg # Publikation // Ergänzend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter, dreisprachiger Katalog Draiflessen Collection Georgstraße 18, 49497 Mettingen

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. rheine

Matthias Weischer, Reisen

Matthias Weischer Reisen

29. September bis 29. Dezember 2019 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Matthias Weischer hat für den neuesten Gedichtband "Moninkoog – Mönchsauge" des niederländischen Autors Cees Noteboom eine Reihe von Zeichnungen und Aquarellen geschaffen, die in einer Sonderauflage des Bandes gedruckt wurden. Für die Arbeit an diesen Zeichnungen ist Weischer u.a. auf die Inseln Schiermonnikoog und Menorca gereist, wo Noteboom seine Gedichte verortet. Das Erscheinen dieses Gedichtbandes im letzten Herbst war der Anlass, im Kloster Bentlage eine Ausstellung mit Zeichnungen, Aquarellen, Grafiken und Malereien zu präsentieren, die auf Weischers Reisen, die ihn beispielsweise auch nach

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Japan und Marokko führten, entstanden sind. Weischer, der mit dem Kloster Bentlage und nicht zuletzt mit seinem Geburtsort Elte noch immer eng verbunden ist, hat im Juni und Juli dieses Jahres einmal mehr einige Zeit in Bentlage verbracht, um hier zu zeichnen und auch eine neue Zeichentechnik auszuprobieren. Ergänzt um Skizzenbücher zu Notebooms Gedichtband und anderen Reisen werden die künstlerischen Ergebnisse dieses Aufenthalts Teil der Ausstellung. Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine


. osnabrück

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Cathrine Orjan, TheShadow, Auschnitt

prINT – Das Druckgrafikprojekt im Münsterland Festival part 10 Workshop, Symposium und Ausstellung 18. Oktober bis 29. Dezember 2019 Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de Europa, das erschöpft sich nicht in der geographischen Definition, sondern bezieht sich immer auf historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche und ideelle Aspekte, die oft unterschiedlicher nicht sein können. So war die Begegnung der 10 Künstler aus 10 europäischen Ländern, die im Mai in den Druckwerkstätten in Bentlage und Lette gearbeitet haben, auf den ersten Blick eine mit vielen Gegensätzen. Allein die räumliche Entfernung zwischen ihnen betrug bis zu 5.500 Kilometer, und auch die Altersspanne war beachtlich, da trifft z.B. die junge Akademieabsolventin auf die erfahrene und gestandene Künstlerin über 70. Auch auf der druckgrafischen Schiene war jeder anders unterwegs, zum Teil seit vielen Jahren, zum Teil als Neuling. Die einen auf traditionelle Weise, die anderen experimentell. Die kulturellen Einflüsse und die individuelle künstlerische Ausbildung spiegeln sich oft in den Arbeiten wider. Aber dann war da das Verbindende: zunächst über die englische Sprache, die Liebe zur Druckgrafik, die Freude am guten

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Handwerk, aber auch über die gegenseitige Unterstützung bei technischen Fragen, dem geplanten GemeinschaftsDruckwerk, nicht zuletzt dem Projekt selbst. Kooperationsprojekt Die Kulturelle Begegnungsstätte Kloster Bentlage und die Druckvereinigung Bentlage e.V. sind schon seit vielen Jahren Partner des Festivals, dazu kommen aber noch das Museum FARB in Borken, die Galerie Münsterland in Emsdetten, und auch die Kunstakademie AKI in Enschede beteiligt sich als Veranstalter eines Druckgrafik-Symposiums mit Vorträgen zu aktuellen Themen in der Druckkunst. Ausstellungen An allen genannten Orten werden die Künstler*innen des Festivals ausstellen, ihre im Mai entstandenen Druckwerke sowie weitere bereits fertige Arbeiten zeigen und einen Einblick in die vielseitigen Möglichkeiten der Druckgrafik geben. Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine


Mechthild Wendt, o. T. (W 4025), Wachs, Papier auf Karton, 40x30 cm

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Mechthild Wendt transparent undurchsichtig

KunstQuartier des BBK · 29. Nov 2019 – 11. Jan 2020 www.bbk-osnabrueck.de | Bierstraße 33 | 49074 Osnabrück | Di – Fr: 14 - 18 Uhr, Sa: 11 - 16 Uhr

Martin Martin Hesselmeier Hesselmeier

Die Die Poesie Poesie der der Materie Materie 6.12.2019—18.1.2020 6.12.2019—18.1.2020 www.hase29.de www.hase29.de

Das Das VermittlungsVermittlungsprogramm wird Das Vermittlungsprogramm wird gefördert programm wird die gefördert durch durch die gefördert durch die

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. rheine

Bernhard Hülskötter Namaste

10. November 2019 bis 05. Januar 2020 * vom 09. – 28.12. ist die Ausstellung geschlossen Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de In der Reihe "Von Nahem betrachtet" zeigt das Kloster Bentlage regelmäßig Künstler*innen aus dem geografischen und gefühlten Nahbereich. Der Mesumer Künstler Bernhard Hülskötter hat sich der fotorealistischen Malerei verschrieben. Seine Motive dazu hat er auf seinen zahlreichen Reisen nach Nepal, Indien, Kashmir und Ladakh gefunden. Vor allem die Menschen dort haben es ihm angetan. Er liebt ihre ausdrucksstarken Gesichter, die uns auf seinen Bildern selbstbewusst und freundlich entgegenkommen, stolz und

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religiös trotz widriger Umstände. Festgehalten in starken Ölfarben auf Leinwand zeigt er uns die faszinierende, farbenfrohe und zum Teil geheimnisvolle Welt der Hindus und Buddhisten. Namaste hat er seine Ausstellung betitelt. Übersetzt heißt das: Ich verbeuge mich vor dir. So kann man auch seine Malerei lesen: Als Verbeugung vor den Menschen, die er auf seinen Bildern vorstellt. Kloster Bentlage Bentlager Weg 130, 48432 Rheine


© VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Harald Metzkes, „Auf dem Schlappseil“, 1992 (Ausschnitt)

02 I 11 I 2019 – 02 I 02 I 2020

SALTO MORTALE

Zirkuswelten in der Kunst des 20. Jahrhunderts SONDERAUSSTELLUNG


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Make it yours ! USM schafft ein kollaboratives Arbeitsumfeld: kreatives Potenzial wird freigesetzt, Synergien optimal genutzt – ein Team, ein Tisch.

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kunst:stück


. osnabrück

Vertriebsgesellschaft mbH Sutthauser Straße 287, 49080 Osnabrück Tel. 0541-33 50 63 0 info.osnabrueck@prooffice.de, www.prooffice.de

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. hörstel

Susanne Rottenbacher

Winterlicht | Raumzeichnungen 01. Dezember 2019 (Eröffnung: 16 Uhr) bis 23. Februar 2020 DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | www.da-kunsthaus.de „Winterlicht – Raumzeichnungen“ zeigt in den historischen Räumen des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Gravenhorst drei zeitgenössische Rauminstallationen aus Licht und Farbe. Im Spannungsfeld der zisterziensisch klaren und funktionalen Ästhetik der Klosterräume zeigt sich die Ausstellung eine lebendig-bewegte Reflexion über Raum – und Zeitkoordinaten.

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Die meisten Zisterzienserbauten spiegeln Geist und Ordnungsideale wider: Schweigen, Isolation, Kontemplation, Askese und Armut. Die Lichtinstallationen von Susanne Rottenbacher entfalten sich im Umfeld dieser steinernen Zeugen als frei schwingende, physische Setzung im Raum - wie ein Spiel aus Flächen, Formen und Farben. Die organisch geschwungenen


. hörstel

Freitag 07.02.2020 | 19.00 uhr, Ökumenischer Gottesdienst mit Künstlergespräch

Foto: Susanne Rottenbacher

Linien kontrastieren die formal disziplinierte Komposition der zisterziensischen Raumarchitektur. Wie leuchtende Zeichnungen sitzen die Installationen statisch im Raum - und entspringen doch in ihrer Dynamik einer fließenden Bewegung. Einer holografisch-fantastischen Erscheinung gleich wechseln die Lichtskulpturen zwischen greifbarer Materialität und abstrakter Unstofflichkeit und versetzen den Raum in eine Bühne für eine fast unwirkliche, energiegeladene Szene.

Mitten in der Lichtkunst findet ein ökumenischer Gottesdienst mit Künstlergespräch statt. Immer wieder eine ganz außergewöhnliche Erfahrung. Der ehemals sakrale Ort lädt die Kirchen ein, um das positive Spannungsfeld zwischen Kirche und Kunst erlebbar zu machen. Beide sind gesellschaftlich engagiert, mischen sich ein, stellen gewohnte Sichtweisen infrage, suchen nach Wahrhaftigkeit und wenden sich gegen eine rein materialistische und konsum¬orientierte Verflachung des Lebens. Im anschließenden Künstlergespräch sprechen Kirchenvertreter, Künstlerin und Kuratorin über die Begegnung von Kirche und Gegenwartskunst und öffnen im Dialog die Sicht auf andere Perspektiven. DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Klosterstraße 10, 48477 Hörstel

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. hörstel

Projektstipendium KunstKommunikation 20 AUSBLICK! bis 26.01.20

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | www.da-kunsthaus.de 11 Projekte konnten Kunstfreunde im Sommer im Rahmen der Ideenwerkstatt bei »openArt – DA passiert Kunst« kennenlernen. Jetzt ist es soweit! Am 12.10.19 stellte die Jury mit Eröffnung der Entwurfsausstellung AUSBLICK! die überarbeiteten und weiterentwickelten Ideen, die es in die Endauswahl für das Projektstipendium KunstKommunikation 20 geschafft haben, vor – und präsentierte die für die Realisation ausgewählten Kunstprojekte.

Growth, Foto: Marte Kiessling

Growth von Marte Kiessling

Projektstipendium KunstKommunikation 20 Trotz Fridays for Future, Klimademos und verändertem Lebensstil sind wir mit einem Problem unverändert konfrontiert: Den Müllbergen aus Plastik, die ins unendliche wachsen. In dem Projekt „Growth“ beschäftigt sich die Berliner Künstlerin Marte Kiessling mit der Masse des Abfalls, die unseren Alltag bestimmt: Durch gemeinsame Sammelaktionen und konkrete Umarbeitung des „Materials“ mit der Bevölkerung aus Hörstel und der Umgebung soll eine künstliche „Wucherung“ entstehen, die langsam aber stetig das Klostergebäude einnimmt und über“wächst“, ähnlich dem natürlichen Wachstum von Pflanzen. Durch die kollektive Arbeit soll gleichzeitig eine Plattform für Kommunikation geschaffen werden.

Klangrecherche/Tänzelrecherche, Foto: Jorn Ebner

Klangrecherche/Tänzelrecherche von Jorn Ebner Projektstipendium KunstKommunikation 20 Das Projekt „Klangrecherche / Tänzelrecherche“ von Jorn Ebner befasst sich mit der Visualisierung von zwischenmenschlicher Entscheidungsfindung. Dazu nimmt er den Klang von Bienen und deren Kommunikationsformen, den Rund- und Schwänzeltänzen, zum Anlass, um in Zusammenarbeit mit Imkern, lokalen Tanzgruppen und interessierten Einzelpersonen im Verlauf des kommenden Jahres live Performances im öffentlichen Raum zu entwickeln. Das Projekt des in Berlin lebenden Künstlers ist offen strukturiert und kann in viele Richtungen (Zeichnungen, Klangperformances, Auftritte mit Musikern) künstlerisch skalierbart werden.

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Kabinettausstellung

Jan van der Kooi

LANDSCHAFT

VOM WESEN DER

Rembrandt van Rijn

6.9.2019–19.1.2020

13.10.2019 — 26.1.2020 www.draiflessen.com

KURATIERT VON ENRICO LUNGHI

WdL_Anzeige-kunststück.indd 1

05.08.1

CO-KURATOREN: CATHERINE HEMELRYK UND KEVIN MUHLEN

AUSSTELLUNG VOM 29. NOVEMBER 2019 — 2. FEBRUAR 2020

FILIP MARKIEWICZ: CELEBRATION FACTORY kunsthalle.osnabrueck.de

Hasemauer 1 49074 Osnabrück Di 13  — 18 Uhr Mi, Do, Fr 11 — 18 Uhr

am 2. Do im Monat 11 —  20 Uhr Sa + So 10  — 18 Uhr

Freunde der Kunsthalle Osnabrück e.V.

Filip Markiewicz: Fake Fiction Quotes, 2018 © Filip Markiewicz | Foto: Sven Becker


. hörstel

Entwurf Samuel Treindl Foto: Sabine Herke

Assembly - mit Anschlussmöglichkeiten Samuel Treindl Projektstipendium KunstKommunikation 20 DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Über den Zeitraum von mehreren Wochen finden beim DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Bauaktionen statt. Sand wird geliefert, ein Kiesbett wird angelegt, Schalungen werden gebaut, mit einem Zwangsmischer wird Beton gerührt. Stück für Stück entsteht das „Assembly“ als Grundstein für das soziale Infrastrukturobjekt von Samuel Treindl aus Münster. Das Assembly ist eine Skulptur mit Anbaumöglichkeiten. Zu unterschiedlichsten Anlässen wird die Skulptur in Betrieb genommen und hierfür zweckmäßig ergänzt und provisorisch erweitert. Auf der Sommerbaustelle entsteht so ein architektonisches Monument in Form einer Ecke. –––

Ausschreibung Projektstipendium KunstKommunikation Kunst zum Mitmachen und Mitdenken

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | www.da-kunsthaus.de Das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst ist eine der ersten Institutionen in Deutschland, die Kunst zwischen Partizipation und Intervention im ländlichen Raum zeigt und auf internationaler Ebene fördert. Auch für das Jahr 2021 vergibt das Kunsthaus das Projektstipendium KunstKommunikation. Der Bewerbungsschluss hierfür ist der 17.01.2020. Seit 2006 werden im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst im Rahmen des Projektstipendiums KunstKommunikation jährlich bis zu vier Kunstprojekte von international arbeitenden Künstler*innen durchgeführt. Diese wenden sich nicht nur an ein spezifisches Kunstpublikum, sondern auch an eine breite regionale Öffentlichkeit, die immer Teil der künstlerischen Konzepte und Aktionen ist. Lebensnahe, oft auch

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kunst:stück

polarisierende Themen bieten im DA und in der ganzen Region Anlass für künstlerische Aktionen und Interventionen. Kunst passiert oft dort, wo sie zunächst nicht vermutet wird: auf den Straßen, in Betrieben, Geschäften, Vereinen, auf den Bahnhöfen, in der Natur... überall dort wo Menschen sind. Mit dem deutschlandweit einmaligen Stipendiumsprogramm fördert der Kreis Steinfurt als Träger des DA, Kunsthauses im ländlichen Raum Kunst auf internationaler Ebene. ––– Weitere Informationen und Ausschreibungsunterlagen: DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst Klosterstr. 10, 48477 Hörstel T. 05459 9146-0 | www.da-kunsthaus.de


. ausstellungen weiter weg

LFW-Studienreisen Oeseder Straße 66 49124 Georgsmarienhütte Tel. 05401- 44168 www.lfw.de info@lfw.de

Studienreisen — Städtereisen — Konzertreisen

Winterwandern in Kärnten

25.01. - 01.02.20

1.390,- €

Oman

28.01. - 08.02.20

2.950,- €

Stuttgarter Kultur

16.03. - 20.03.20

980,- €

Madeira

24.03. - 31.03.20

1.350,- €

Prager Kulturkaleidoskop

25.03. - 29.03.20

830,- €

Andalusien

25.03. - 01.04.20

1.490,- €

Jordanien, Israel, Palästina

28.03. - 08.04.20

2.590,- €

Zypern

29.03. - 05.04.20

1.390,- €

Nepal und Bhutan

29.03. - 12.04.20

3.890,- €

Griechenland

01.04. - 09.04.20

1.290,- €

Madrid und Segovia

03.04. - 08.04.20

1.590,- €

Apulien

03.04. - 10.04.20

1.560,- €

Van Eyck in Belgien

05.04. - 08.04.20

890,- €

Lissabon / Algarve

13.04. - 20.04.20

1.690,- €

Loire

18.04. - 25.04.20

1.580,- €

Rom

21.04. - 25.04.20

999,- €

Drôme Provençale - Rad

26.04. - 03.05.20

1.460,- €

Unser aktuelles Studienreiseprogramm finden Sie im Internet unter www.lfw.de. Gerne geben wir Ihnen kunst:stück 43 auch telefonisch Auskunft.


. neuenhaus

Lucas Odahara, Tempos Verbais (the Volume of History and the Balance of Time), 2017 Installationsansicht Kestnergesellschaft, Hannover, 2017 | Photo: Lucas Odahara

Lucas Odahara

Read Before the Fire 01. März 2020 (Eröffnung 11.30 Uhr) bis 26. April 2020 Kunstverein Grafschaft Bentheim | www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de Der Kunstverein Grafschaft Bentheim richtet im März 2020 die erste institutionelle Ausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Lucas Odahara aus. Das Werk von Lucas Odahara entfaltet sich an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Schreibpraxis. Sprache als unser Leben bestimmende, allgegenwärtige Präsenz steht dabei im Fokus seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Bei der Umsetzung seiner Kunstwerke bedient sich Odahara diversen Medien und Techniken wie Malerei, Zeichnung, Stickerei, Bildhauerei, Soundkunst oder Installation. Der Künstler hinterfragt konventionelle Erzählmuster in Texten, gesprochener Sprache und Bildern, die historisch gewachsen sind und bis heute unsere Wahrnehmung der bestehenden Weltordnung und ihrer jeweiligen Machtverhältnisse prägen. In der Ausstellung in Neuenhaus wird neben älteren Arbeiten auch eine neue,

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kunst:stück

ortsspezifische Installation des Künstlers zu sehen und zu hören sein. Lucas Odahara (*1989 in São Paulo, Brasilien) studierte Produkt Design an der Staatlichen Universität São Paulo sowie Freie Kunst an der HFK Bremen. Seine Werke waren in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Europa sowie zuletzt in Johannesburg (Südafrika) und Karachi (Pakistan) zu sehen. ––– Zum Jahresende 2019 beendete Gudrun Thiessen-Schneider nach 25 Jahren die künstlerische Leitung des Kunstvereins Grafschaft Bentheim. Nachfolgerin ist die Kunsthistorikerin Elmas Senol. ––– Öffnungszeiten: Mi–Sa: 15–18 Uhr, So: 11–18 Uhr / u.n.V. Kunstverein Grafschaft Bentheim Hauptstraße 37, 49828 Neuenhaus


7.11.2019 – 2.2.2020

. ausstellungen weiter weg

Männer machen Mode Inro aus der Sammlung des

Museums für Lackkunst

Windthorststraße 26 48143 Münster Telefon 0251/4 18 51-0 Telefax 0251/4 18 51-20 www.museum-fuer-lackkunst.de Öffnungszeiten: dienstags 12 – 20 Uhr (freier Eintritt) mittwochs bis sonntags und an gesetzlichen Feiertagen 12 – 18 Uhr Führung durch die Sonderausstellung: dienstags 17.30 Uhr ( 5,– € )

Eine Einrichtung der

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Eine der BASFEinrichtung Coatings GmbH kunst:stück BASF Coatings GmbH

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. bad bentheim

Riet Wijnen

Sixteen Conversations on Abstraction Ausstellung zum Ruisdael-Stipendium 2019 27. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020 Burg Bentheim Schloss, tägl. 10–17 Uhr www.ruisdaelstipendium.org | www.kunstwegen.org | www.burg-bentheim.de Die Künstlerin Riet Wijnen ist die RuisdaelStipendiatin 2019. Das Ruisdael-Stipendium ist ein Ausstellungsprojekt für junge Künstler, das dem internationalen kulturellen Austausch gewidmet ist. Es entstand in Zusammenhang mit dem Werk „Residual“ von Willem de Rooij für das Skulpturenprojekt kunstwegen/raumsichten im Jahr 2012 auf der Burg Bentheim. Riet Wijnen (*1988 in Venray, NL) beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte und den Formen von Abstraktion, sowohl als künstlerischem Prinzip als auch in verschiedenen anderen Bereichen, wie etwa der Wissenschaft, der Philosophie

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kunst:stück

und dem Aktivismus. Ihre künstlerischen Arbeiten umfassen ein breites Spektrum von Skulptur über Grafik bis hin zu Texten. In dieser Überlagerung der Formen von Bildern, Recherche und Dialog entstehen Gedankenexperimente, mit denen historische und soziopolitische Konstruktionen eröffnet und kritisch befragt werden. Wijnens 2015 begonnene Werkreihe „Sixteen Conversations on Abstraction“ (Sechzehn Gespräche über die Abstraktion), arbeitet mit der Schaffung eigentlich unmöglicher Situationen, um die Vermischung unterschiedlicher Ideen und Perspektiven zu realisieren. Die


. bad bentheim

––– Abb. links: Riet Wijnen, Sculpture Sixteen, Conversations on Abstraction, 2016, Holz und Farbe, 300 × 300 × 40 cm, Foto: Gert Jan van Rooij // rechts: Riet Wijnen, Diagram Sixteen, Conversations on Abstraction: Conversation Three, One, Four and Six, 2018, Fotogramm, 115,5 x 90 cm, 2018

zentrale Struktur des Projekts ist eine Reihe von fiktiven Gesprächen zwischen Personen, die es gab, sich aber nie begegneten, wie die Akademikerin, Professorin und Aktivistin Silvia Federici (1924), der Philosoph Thomas Metzinger (1958), der Verein Création (1932-1936), der modernistische Künstler Marlow Moss (18891958) und Grace Crowley (1890-1979). Daneben besteht das Hauptorganisationsprinzip des Zyklus aus sechzehn daraus folgenden Werken und einer Skulptur, die als Diagramm oder Partitur fungiert und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesprächen abbildet. Diese drei Elemente bilden zusammen einen abstrakten Raum für Charaktere, Orte und Themen, in dem der Begriff Abstraktion aus verschiedenen Perspektiven untersucht, formuliert, konstruiert und dekon-

struiert wird. Informationen in einem Werk beeinflussen Inhalt und Form eines anderen Werkes, einige Werke des Zyklus befinden sich in einem ständigen Wandel. Wijnens skulpturales und grafisches Werk gibt einer von ihr konstruierten Ideengeschichte und Forschung ein anschauliches und zugleich abstraktes Bild. Außerdem zeigt sie damit, wie die Ideen und Theorien zur Abstraktion ganz real in die Organisation von Lebensräumen und Umgebungen umgesetzt wurden. Das künstlerische Prinzip der Abstraktion wird wieder als Ausdruck einer grundlegenden Leistung des Denkens in allen Bereichen erfahrbar. Burg Bentheim Schloss, 48455 Bad Bentheim

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. nordhorn

Dorothee Diebold, aus der Serie Surrender, 2016, Acryl und Pigmente auf Leinwand, je185 x 130 cm, Ausstellungsansicht Kunsthal 44 Møen, 2019, Foto: Städtische Galerie Nordhorn // Abb. unten: Dorothee Diebold, Foto: Stefan Draschan

Dorothee Diebold Biomorphelia

29. November 2019 bis 26. Januar 2020 Städtische Galerie Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de Die Städtische Galerie Nordhorn zeigt eine Einzelausstellung mit aktuellen Werken von Dorothee Diebold (* 1988 in Offenbach/Main, lebt und arbeitet in Berlin). Die Malerei von Dorothee Diebold zeichnet sich durch eine Konzentration auf wesentliche Elemente aus. Während der vergangenen Jahre hat die Künstlerin eine Reihe von abstrakten Werkgruppen geschaffen, deren Farbgebung mit wenigen Ausnahmen die Schattierungen zwischen Schwarz, Grau und Weiß umfasst. So erlangen Tonwerte, Bewegungsspuren und Verläufe eine zentrale Bedeutung. Zudem arbeitet sie ausschließ-

lich mit verdünnten Farben auf nicht grundiertem Stoff, wodurch die klassische Schichtung von Farbe auf dem Malgrund einer fließenden Durchdringung gewichen ist. Mit dieser konsequenten Reduktion hat Dorothee Diebold ein malerisches System von konzeptioneller Klarheit entwickelt. Dennoch öffnet sich in ihren Bildern eine ungeahnte Fülle an Nuancen und Formen. Aktuell bezieht Dorothee Diebold auch den Raum mit ein, indem sie den Leinwänden freie Konturen gibt. Dabei wird nicht nur das klassische Rechteck überwunden, sondern die Künstlerin formt mithilfe von Polsterungen auch plastische Wölbungen. Auf diese Weise entstehen ganz neuartige malerische Objekte, die an den Wänden, auf dem Boden oder sogar sich über beides ersteckend platziert werden können. Die biomorph wirkenden Formen und das beständige Fließen der Farbe schaffen einen Raum in Bewegung, in dem man auf poetische Weise daran erinnert wird, dass Malerei seit jeher ein Teil der Wahrnehmung und Erforschung der Welt ist. Städtische Galerie Nordhorn Vechteaue 2, 48529 Nordhorn

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. sögel

Advent auf Schloss Clemenswerth, © Manfred Bergmann

Advent auf Schloss Clemenswerth mit 100 Ausstellern

Weihnachtsmarkt in Sögel lädt am 07. und 08. Dezember zum Besuch ein Emslandmuseums Schloss Clemenswerth | www.clemenswerth.de Am 2. Adventswochenende (7./8.12.) findet in Sögel mit dem Markt „Advent auf Schloss Clemenswerth“ der größte Weihnachtsmarkt im Emsland statt. Vor barocker Kulisse laden 100 Stände mit individuellen Geschenkideen und besonderen Gaumenfreuden zum Bummeln und Verweilen ein. Mit den edlen Pagodenzelten und den klassischen Holzhütten ist der Markt eine Mischung aus weihnachtlicher Landpartie und heimeliger Budenstadt. Ein Besuch ist besonders am Samstag in den späten Nachmittags- und Abendstunden lohnenswert. Dann nämlich taucht das Schloss in ein Meer aus tausend Lichtern ein und hat bis 22 Uhr seine Pforten geöffnet. Mit seinem Mix aus Kunsthandwerk und Atmosphäre begeistert der Markt, organisiert vom Emslandmuseum Schloss Clemenswerth, seit über zehn Jahren tausende Gäste aus Nah und Fern – und bietet etwas für jeden Geschmack und Geldbeutel. Die Angebotspalette reicht von selbstgemachten Süßwaren über Dekorationen für Haus und Garten bis hin zu Schmiede- und Holzarbeiten sowie Schmuckunikaten. Auch das leibliche Wohl kommt an beiden Tagen nicht zu kurz.

Gerahmt wird die Veranstaltung aus einem Programm von his-torischen Straßenorgelklängen, weihnachtlicher Blasmusik und Chorgesang. Mit einer Mobilen Schmiede für Kinder, einem Kasperle-Theater und dem Nikolaus-Besuch wird auch Familien ein buntes Programm geboten. Der Eintritt kostet 4 € / Erw. und 1 € / ermäßigt. Die Karte ist gleichzeitig ein 1 €-Rabattcoupon für den Museumsbesuch in 2020. Geöffnet ist der Markt am Samstag (7.12.) von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag (8.12.) von 11 bis 19 Uhr. Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. Wie in den vergangenen Jahren gilt aufgrund der großen Besucherresonanz eine geänderte Verkehrsführung für den Ort Sögel. Alle Informationen zu Ausstellern, Programm und Anfahrt unter www. clemenswerth.de Busgruppen und Gruppen ab ca. 10 Personen wird empfohlen, ihren Besuch unter Tel. 05952 / 932 321 anzumelden. Emslandmuseum Schloss Clemenswerth Clemenswerth 2, 49751 Sögel

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Heinz Friedrich, Clown und Artisten in der Manege, 1997, © VG Bild-Kunst Bonn 2019

Salto Mortale

Zirkuswelten in der Kunst des 20. Jahrhunderts 02. November 2019 bis 02. Februar 2020, Sonderausstellung im Rathaus am Delft Ostfriesisches Landesmuseum Emden | www.landesmuseum-emden.de

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„Kommen Sie herein spaziert und staunen Sie: Sehen Sie biegsame Schlangenmenschen, wagemutige Akrobaten und erleben Sie die größten Clowns des Universums!“

Elend dahinter. Um die Fülle ihrer Eindrücke zu verarbeiten, schufen manche Künstler ganze Zirkus-Zyklen, die bis heute mit zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts zählen.

Die Zirkuswelt ist von einem Mythos umgeben und hat viele bildende Künstler inspiriert – mal widmeten sie sich einer schillernden Scheinwelt, mal dem sozialen

Die Ausstellung ‚Salto Mortale‘ zeigt etwa 140 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken, Radierungen sowie Holz-, Linol- und Scherenschnitte von über

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Heinz Friedrich, Auf dem Schlappseil, 1992, (Ausschnitt), © VG Bild-Kunst Bonn 2019

80 Künstlern wie Max Beckmann, Marc Chagall, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Henri Matisse, Paul Klee und Pablo Picasso sowie Arbeiten von Künstlern aus der ehemaligen DDR. Mit dem Ausstellungsprojekt wird auch in Ostfriesland der Blick 30 Jahre nach dem Mauerfall auf die Kunst in Ostdeutschland geschärft. Insbesondere die Zusammensetzung der Ausstellung birgt so einen besonderen Aspekt im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland. Ob mit dicker Ölfarbe auf Leinwand gebracht, mit Kreide flüchtig skizziert, ob detailverliebt oder abstrakt inszeniert –

zusammen spiegeln die Motive das facettenreiche Bild einer bis heute faszinierenden Zirkuswelt. Zu verdanken ist diese Ausstellung in ihrer Fülle dem Kunstsammler Wolfgang Finkbein, Dresden. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr An Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester, Neujahr und Karfreitag bleibt das Landesmuseum Emden geschlossen. Ostfriesisches Landesmuseum Emden Brückstraße 1, 26725 Emden

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Horst Janssen, Rembrandt, 04.09.1981, Aquarell und Feder auf Papier, 23,5 x 20 cm. Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kosmos Janssen

Horst Janssen und die Bildende Kunst 28. September 2019 bis 26. Januar 2020 Kunsthalle Emden | www.kunsthalle-emden.de Die Kunsthalle Emden zeigt eine Ausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers als Kooperationsprojekt mit dem HorstJanssen Museum Oldenburg. Im Mittelpunkt der Ausstellung in Emden steht Janssens künstlerische Auseinandersetzung mit den alten Meistern ebenso wie mit Zeitgenossen. Bereits im Jahr 1988 präsentierte die Kunsthalle Emden eine JanssenAusstellung, die seinerzeit im persönlichen Dialog zwischen Henri Nannen und dem Künstler entstand. Damals erschien sein „Brief an Mynher Henri Nannen“ als Hommage an den 1630 in Emden geborenen Seemaler Ludolph Backhuizen. Ein Kapitel der Ausstellung schaut auf dieses Projekt zurück.

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In Oldenburg steht Janssens Beschäftigung mit der Literatur im Fokus. Jede Ausstellung funktioniert für sich allein, zusammen ergänzen sie sich zu einem facettenreichen Porträt des Künstlers. Horst Janssen und die Bildende Kunst Horst Janssen (1929–1995) gehört zu den Ausnahmefiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Zeitlebens setzte er sich intensiv ebenso mit Vorbildern wie mit Zeitgenossen auseinander, sei es aus Bewunderung oder aus Ablehnung. Er fand wie kaum ein zweiter Künstler seine großen Lehrmeister in der Kunstgeschichte. Mit ihnen hielt Janssen künstlerische Zwiesprache, während er gleichzeitig seine


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Raumkapitel / Themen der Ausstellung: ––– # Einführung: Die Kopie als Schlüssel # Horst und Henri. Briefe an Henri Nannen # Erotisches Kabinett. Picasso, Rembrandt, Schiele # Von Katzen, Hühnern und Kaffeetanten. Janssens frühe Einflüsse: Picasso, Dubuffet, Ensor # Ein Spaziergang mit Hokusai. Janssen Auseinandersetzung mit Hokusai, Hokkei, Utamaro # Drei Romantiker und ein Realist. Füssli, Klinger, Friedrich und Menzel # Menschen Formen – Gesellschaftsstücke und Architekturbilder. Goya, Gavarni, Guardi, Piranesi, Meryon # In der Tradition der französischen und italienischen Zeichnung. Die Schule von Fontainebleau, Watteau und die Italienische Renaissance # Die zwei Großen. Dürer und Rembrandt # Die Lust am Spott. Janssen über das Zeitgenössische und Callot

Abb. oben: Horst Janssen, Nach Piranesi – La Conocchia (Der Spinnrocken), 20.12.1975, Blei- und Farbstift auf Papier, collagiert, 51,4 x 20,8 cm. Galerie Brockstedt, Hamburg/Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Abb. unten: Horst Janssen, Katze blau, 1961, farbiger Holzschnitt auf Japanpapier, 39 x 53 cm. Horst Janssen Museum Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

eigenen Zeitgenossen als Scharlatane entlarvte, oder besser: missverstand – Anlass für einen wunderbaren Parforceritt durch die Kunstgeschichte in dieser Ausstellung.

Liste der Künstler, die in den Werken Janssens in dieser Ausstellung im Fokus stehen: Backhuizen, Boticelli, Callot, Caravaggio, Dubuffet, Dürer, Ensor, Friedrich, Füssli, Gavarni, Goya, Guardi, Hiroshige, Hokkei, Hokusai, Klinger, Maeryon ,Mantegna, Menze,l Picasso, Piranesi, Primaticcio, Rembrandt, Schiele, Utamaro, Watteau Kunsthalle Emden Hinter dem Rahmen 13, Emden

Dürer und Rembrandt spielen bei Janssen eine besondere Rolle. Er definierte sich nicht nur in künstlerischer Hinsicht als Nachfahre der beiden großen Meister, sondern identifizierte sich auch mit ihrer Haltung, indem er sagte „Ohne mich und meinesgleichen, wäre der liebe Gott gar nichts. Was immer er sich ausgedacht hat, ohne mich und meinesgleichen gäbe es überhaupt keine Nachricht davon, was er gemacht hat.“

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Thomas Baumgärtel & Bildung-Kultur.org | Deutsche Freiheitsstatue 2009, Spraylack und Acryl auf Holz, 250 × 99 cm

Thomas Baumgärtel & Bildung-Kultur.org | Bananen, 2010, Spraylack und Acryl auf Leinwand, 25-teilig // Hunto (London) & Bildung-Kultur.org | Dialogue, 2019, Spraylack auf Wand

Urban Pop Art Berlin | Wall | Art

Gedanken zu Verantwortung & Zukunft 09. November 2019 bis 26. Januar 2020 www.herforder-kunstverein.de und www.Bildung-Kultur.org Ein ungewöhnliches Kunstprojekt setzt Zeichen! Konkret zeigt der Herforder Kunstverein in Kooperation mit der Stiftung für Bildung & Kultur in Witten Kunstwerke des international anerkannten „Bananensprayers“ Thomas Baumgärtel im künstlerischen Dialog mit Arbeiten renommierter Künstler der zeitgenössischen Kunst wie Kiddy Citny, Hunto, T. Noir und auch E. Bitter, C. Bouchet, R. Fetting, M. Götze, M. Grimm, A. MüllerStahl, Ren Rong, W. Reuber, J. Schnabel, G. Vetere u.a. – ein einmaliger Dialoggedanke mit der Sprache der Kunst! Die in dieser Ausstellung gezeigten Werke verbinden in ihrer jeweiligen Originalität einerseits die Charakteristika verschiedener Künstlergenerationen und anderer-

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seits die Einflüsse der gesellschaftlichen Realitäten und aktuellen zeitgenössischen Stilrichtungen. Sie präsentiert in besonderer Weise die Themen „Leben“, „Freiheit“ und „Verantwortung für die Zukunft“ im Dialog mit den Künstlern und deren Kunstwerken – Künstler unterschiedlichster Prägung und kultureller Ausdrucksvielfalt spiegeln verschiedene Facetten des gesellschaftlichen Verlangens nach positiver Veränderung, Freiheit und Verantwortung sichtbar wider. Mit dem Fokus auf die zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts werden – in Verbindung mit der 30-jährigen Freiheitsbotschaft nach dem Berliner Mauerfall – einmalige Schlüsselwerke präsentiert, die eine zentrale Botschaft darstellen und gleichzeitig auch einen Zukunftsdialog,


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Kiddy Citny, 3 Königinnen, 2019, Acryl & Mixed Media auf Lw., 100x 150 cm © K. Citny

einen Experimentier- und Gedankenraum für neue Perspektiven der gesellschaftlichen Verantwortung klar ausdrücken. ––– Führung mit Literaturrezitation Sonntag, 15. 12. 2019 und 05.01.2020 jeweils 15.00 Uhr Die Museumspädagogin Sonja ZiemannHeitkemper führt durch die Ausstellung. Sie wird hierbei unterstützt durch das Rezi-

tieren historischer und literarischer Texte durch Ronald Scheibe-Hopmann. ––– Führung mit Prof. Dr. Detlef H. Mache Sonntag, 12. 01. 2020, 16.30 Uhr Der Kurator Prof. Dr. H. Mache der Stiftung für Bildung & Kultur Witten führt durch die Ausstellung. Herforder Kunstverein Deichtorwall 2, 32052 Herford

Abonnement 2020

KornmühlenKonzerte Von Kammermusik bis Jazz Di, 28. 01. 2020, 20.00 Uhr Lili Vanryne (Harfe)* Mi, 26. 02. 2020, 20.00 Uhr Trio Orelon* Mi, 25. 03. 2020, 20.00 Uhr Renewing the Promise – Joachim Raffel Trio Di, 28. 04. 2020, 20.00 Uhr Trio Sérénade* Di, 27. 10. 2020, 20.00 Uhr Trio Würzburg Di, 24. 11. 2020, 20.00 Uhr Linda Guo (Violine) & Yuhao Guo (Klavier)* Regulärer Eintritt pro Konzert: 19,00 Euro/16,00 Euro (VVK)/10,00 Euro (Kinder & Jugendliche bis 18 Jahre) Alle Angaben ohne Gewähr

o Ab m i e ert Euro z on ,00 8 6 K 7kunst:stück 55

* Gefördert durch die Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung Tuchmacher Museum Bramsche Mühlenort 6, 49565 Bramsche Tel. 0 54 61/94 51-0 www.tuchmachermuseum.de


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Im Rausch der Farbe – Von Gauguin bis Matisse Meisterwerke aus dem Musée d'Art moderne de Troyes 12. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Im Licht der Sonne des Mittelmeeres revolutionierten Henri Matisse und André Derain zu Beginn des 20. Jahrhunderts in dem südfranzösischen Fischerdorf Collioure die Malerei der Moderne. Die leuchtenden, expressiven Farben und die vereinfachenden Formen ihrer Bildkompositionen entwickelten eine derartige visuelle Sprengkraft, dass die Gruppe fortan „Fauves“ – „Die Wilden“ genannt wurde. Das Picasso-Museum präsentiert im Herbst 2019 rund 70 hochkarätige Werke von Malern wie Henri Matisse, André Derain, Georges Braque, Kees van Dongen, Maurice de Vlaminck und Othon Friesz, die mit ihren Gemälden das Pariser Publikum in einen fauvistischen Farbrausch versetzten. Die Ausstellung spiegelt die Bewunderung der Fauvisten für Künstler wie Paul Gauguin und Georges Seurat und erör-

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tert die Entwicklung der Farbmalerei der Moderne. Vom Post-Impressionismus des 19. Jahrhunderts führt sie über den Kubismus zur Klassischen Moderne der 1920er- bis 1930er-Jahre. Abgerundet wird die Schau durch einen kurzen Spaziergang durch die Geschichte der Skulptur der Moderne ausgehend von Auguste Rodin und Edgar Degas über Pierre Bonnard und Aristide Maillol bis hin zu Ossip Zadkine. Alle Exponate entstammen der Sammlung Pierre Lévys, die der französische Mäzen dem Musée d'art moderne de Troyes zur Gründung schenkte. Die Sammlung des in Troyes ansässigen Textilmagnaten Lévy wird im Picasso-Museum erstmalig in Deutschland präsentiert. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster


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Abb. v.l.n.r.: Felix Vallotton, Frau die in einem Raum naeht, 1905, Oel auf Leinwand, Foto: Laurent Lecat © Domaine public 2019 // Félix Vallotton, Afrikanerin, 1910, Öl auf Leinwand, Foto Ville de Troyes, Carole Bell © Domaine public 2019

// Robert Delaunay, Die Laeufer, 1924, Oel auf Leinwand, Ville de Troyes, Foto: Carole Bell, © Domaine public 2019 // André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand, Musée d'Art moderne de Troyes © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wie Gott in Frankreich Picasso kulinarisch!

12. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020 Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de Frischgefangene Fische, die in der Pfanne braten, aromatischer Rotwein aus der Provence und dem Languedoc, delikate Langusten, schmackhafte Artischocken und erfrischender Pastis – Picassos kulinarische Bildwelten laden zum Genuss ein. Die Ausstellung widmet sich mit Linolschnitten, Lithografien, Keramiken und Gemälden aus dem Eigenbestand des Museums Picassos künstlerischer Auseinandersetzung mit gutem Essen und Trinken. Die Schau beleuchtet darüber hinaus seinen kenntnisreichen Dialog mit der Kunstgeschichte und seine Inspira-

tion durch die spanischen und flämischen Küchenstilleben des Barock. Abgerundet wird die Präsentation durch zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografien von David Douglas Duncan, die Picasso in seiner am Mittelmeer gelegenen Villa „La Californie“ bei dem mittäglichen Genuss von Wein und Fisch zeigen, die Leichtigkeit des Daseins auskostend „wie Gott in Frankreich“. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1, 48143 Münster

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Inro mit geschnitztem Guri-Dekor, 18. Jh.

Männer machen Mode.

Inrō aus der Sammlung des Museums für Lackkunst 07. November 2019 bis 02. Februar 2020 Museum für Lackkunst, Münster | www.museum-fuer-lackkunst.de Das inrō – ein Stapelkästchen, das der Mann der gehobenen Gesellschaft am Gürtel seines Kimonos trug – war im Japan des 16. bis 19. Jahrhunderts weit mehr als ein nützliches Accessoire. Ursprünglich als praktisches Behältnis zum Aufbewahren von Siegelzubehör eingeführt, später auch für Medizin und

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anderes verwendet, wurde es bald zu einem Statussymbol und Kennerschaft signalisierenden Kleinod. Das handliche Format reizte die Hersteller, ihre künstlerische Virtuosität unter Beweis zu stellen. Die allseitig gestalteten Oberflächen faszinieren bis heute aufgrund ihrer nahezu unendlichen Variationen an Dekoren, Themen und Stilen.


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oben: Inro mit Dekor der sieben Herbstgräser und Chrysanthemen am Ostzaun. 19. Jh. unten: Inro mit wechselnden Streifen aus Bambusfurnier und Brokatgründen� Zikade. 19. Jh.

oben: Inro mit fliegenden Schmetterlingen auf farbigen Streifen. 19. Jh. unten: Inro mit verschiedenen Brokatmustern und blütenförmig geschweifeten Paneelen. 19. Jh.

Thematisch gruppiert präsentiert das Museum für Lackkunst in der Sonderausstellung „Männer machen Mode“ über 100 Objekte aus eigenem Bestand.

senden. Sonderausstellungen vertiefen Einzelaspekte der traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst.

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Öffnungszeiten: Das Museum ist mittwochs bis sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen von 12.00 bis 18.00 Uhr und dienstags von 12.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

Das Museum für Lackkunst Das Museum für Lackkunst, eine Einrichtung der BASF am Standort Münster, beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung von Lackkunst aus Ost- und Südostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtau-

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Museum für Lackkunst Windthorststraße 26, 48143 Münster

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RAY-C, DropFlow, Videoinstallation Ursula Commandeur, Blaetterwald, Porzellan, Draht

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Mixed Media

Kunst mit klassischen und neuen Medien und Mitteln

08. Dezember 2019 (Eröffnung: 14 Uhr) bis 01. Februar 2020 *Diese Ausstellung, mit vielen zusätzlichen Arbeiten, sehen Sie vom 21.12. bis 15.03. auch auf www.artlet.online (Floor 2) ARTLETstudio Münster | www.artlet-studio.com Unter dem Stichwort »Mixed Media« werden bekannte und neue Künstler aus dem Programm der Galerie vorgestellt. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Einsatz unterschiedlichster Materialien und Konzepte bei der Erstellung der Kunstwerke. Dabei spannt sich der Bogen von klassischem Material wie Papier, Leinwand und anderem bis zu digitaler Kunst und Video und Fotografie. Während zum Beispiel die Karlsruher Künstlerin Franziska Schemel ihre Fotos mit ge- und bemalten Objekten, sei es Holz, Papier oder auch Keramik, gestaltet, spielt Dominik Schmitt mit seinen Figuren, die oft ihr Inneres nach außen kehren, teilweise erschaffen auf der Basis von Kollagen. Benjamin Burkard malt zum Teil nach

klassischem Vorbild auf Blattgoldgrund, Andrea Kraft erschafft ihre Skulpturen aus einem selbst entwickelten Materialmix, Marc Giai-Miniet kreiert seine vielschichtigen Boxen aus den unterschiedlichsten Materialien, Ursula Commandeur verbindet Porzellan mit Draht und Martina Lückener verarbeitet in ihren Arbeiten Filz, Papier, Metall und Acryl. Neu dabei ist auch Ray-C mit seinen Miniaturskulpturen aus »gefrorener« Bewegung und seinen sphärischen Animationen. Zudem zeigt das ARTLET-Studio digitale Malerei und präsentiert Neues aus der hauseigenen Edition MADE4ARTLET. ARTLETstudio Harsewinkelgasse 21, 48143 Münster

Einblick in die virtuelle Galerie des ARTLETstudio

Die virtuelle Galerie

Eine neue Art der Kunstpräsentation ARTLETstudio Münster | www.artlet.online Das ARTLETstudio präsentiert unter der Adresse www.artlet.online seine neue Online-Präsentation; die virtuelle Galerie. "Wir legen großen Wert darauf, dass dem Besucher auch im virtuellen Raum so viel Look and Feel vermittelt wird, dass, anders als bei herkömmlichen Online-Galerien, der Eindruck eines realen Galeriebesuchs entsteht. Es werden hier nicht unendlich lange und beliebige Bilderlisten angeboten, bei denen der potenzielle Kunde von einem Bild und einem Künstler unterschiedlichster Qualität zum nächsten geleitet wird, bis er sich in den Untiefen

der Objektlisten „verlaufen“ hat. Bei ARTLET.ONLINE möchten wir vielmehr – ganz wie in unseren physisch existenten Ausstellungsräumen oder -projekten und auf Messen – zum Verweilen einladen, dazu, das Objekt der Wahl aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, seine Wirkung im Raum zu erkennen, ausführliche Informationen zu erhalten und die virtuelle Darstellung bereits in Originalgröße mittels Augmented Reality an der eigenen Wand oder – bei Skulpturen – im eigenen Raum zu testen.Weitere Dienstleistungen und Funktionalitäten werden im Laufe der nächsten Zeit dazu kommen."

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. ausstellungsverzeichnis

Museumsquartier osnabrück, Felix-NussbaumHaus, Kulturgeschichtliches Museum | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück | T. 0541.3232207 www.museumsquartier-osnabrueck.de – Bauhaustapete – neu aufgerollt | bis 08.12. – Deutscher Friedenspreis für Fotografie – Felix Schoeller Photo Award | bis 08.03.20 – Nasan Tur. Gegenwärtig | 13.12.19 bis 15.11.20

Julia Bezhanova, Russia On the other side Felix Schoeller Photoaward Museumsquartier Osnabrück

KUNSTHALLE OSNABRÜCK | Hasemauer 1 | 49074 Osnabrück | T. 0541.3232190 | kunsthalle.osnabrueck.de – Filip Markiewicz. Celebration Factory | bis 02.02.20 Erich Maria Remarque-Friedenszentrum | Markt 6 | 49069 Osnabrück | T. 0541.969244 | www.osnabrueck.de – Armenische Architektur und Genozid 1915–2015 | 05.12. bis 19.01. hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Hasestraße 29/30 | 49074 Osnabrück | T. 0541. 58051396 www.hase29.de – Martin Hesselmeier. Poesie der Materie | 06.12.19 bis 18.01.20 – Invisible Dark Matter. audiovisuelles Projekt | 25.01.20, 20 Uhr

Mechthild Wendt: o. T., Wachs, Papier auf Karton, 40x30 cm Kunstquartier des BBK

Werner Kavermann, Muss ja| Skulptur Galerie

Die Luft des kältesten Tages Galerie Letsah

Die geheime Welt der Pilze Museum am Schöllerberg

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Kunst-Quartier | Bierstraße 33 | 49074 Osnabrück | www.bbk-osnabrueck.de – Mechthild Wendt. transparent undurchsichtig | bis 04.01. – What's New. Ausstellung der neuen BBK-Mitglieder | 17.01. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 22.02. / Evelyn Binzinger, Alexander Kapitanowski, Uwe Molkenthin, Lothar Nordmann und Barbara Wölfkes M. A. stellen ihre Arbeiten vor. SKULPTUR GALERIE | Bierstraße 2 | 49074 Osnabrück | www.skulptur-galerie.de – Dreidimensional. Gruppenausstellung | bis 23.12. – Junge Kurator*innen | 09.01. bis 19.01. – Werner Kavermann | 24.01. bis 14.03. Galerie Letsah | Süntelstraße 49 | 49088 Osnabrück | T. 0541.49911 | www.galerie-letsah.de – Das Finale. Gruppenausstellung | 07.12. (Eröffnung: 18 Uhr) bis 22.12. // Die Galerie Letsah schließt zum Jahresende. Nach 9 Jahren Ausstellundstätigeit mit vielen tollen Künstlern und Kunstwerken, habt man sich dazu entschlossen, die Galerie zu schließen. Zum Abschluss konnten viele der ausgestellten Künstler und Künstlerinnen für eine große Gruppenausstellung gewinnen können. Das wird bestimmt eine bunte und spannende Bilderschau. Museum am Schölerberg – Natur und Umwelt Klaus-Strick-Weg 10 | 49082 Osnabrück | T. 0541.560030 www.osnabrueck.de/mas – Die geheime Welt der Pilze | bis 16.01.


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www.klartext-grafik.de

Peter Bannas, Azim F. Becker, Inge Buschmann, Eva Dankenbring, Caro Enax, Frank Gillich, Christoph Hafkemeyer, Monika Herbst, Karin MacKay, David Möller, Nadia Pereira Benavente, Monke Herbert Rauer, Christine Wamhof, Nicole Widner

DREIDIMENSIONAL

15. November − 23. Dezember 2019

Bierstraße 2 · 49074 Osnabrück · www.skulptur-galerie.de Mo, Mi, Do, Fr 11–19 Uhr, Sa, So 11–16 Uhr


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Galerie Kunstgenuss | Liebigstraße 29 | 49074 Osnabrück | www.galerie-kunstgenuss.de – 400 Art Tripple View in der Liebigfabrik. Malerei, Grafik, Skulpturen, Objekte – Kunst aller Stilrichtungen des 20./21. Jahrhunderts

Ellen Mäder-Gutz, Landschaft im Fadenkreutz, Foto: Ellen MäderGutz, Tuchmacher Museum

Tuchmacher Museum Bramsche | Mühlenort 6 | 49565 Bramsche | T. 05461.94510 | www.tuchmachermuseum.de – Ellen Mäder-Gutz. Landschaft im Fadenkreuz | 13.12. (Eröffnung: 19 Uhr) bis 09.02. – 32. Jahresausstellung. Aktuelle Arbeiten der Mittglieder des Bramscher Vereins für Bildende Kunst e. V. | bis 08.12. Museum und Park Kalkriese | Venner Straße 69 | 49565 Bramsche | T. 05468.92040 | www.kalkriese-varusschlacht.de – Kunstschau. Damals nicht, jetzt nicht, niemals | bis 16.02. Draiflessen Collection | Georgstraße 18 | 49497 Mettingen | T. 05452.91683000 | www.draiflessen.com – Liebe. Teil 2 der Ausstellungstrilogie „Glaube, Liebe, Hoffnung“ | bis 26.01.20 – Vom Wesen der Landschaft | bis 19.01.20

Maria Lassnig, Be-Ziehungen II, 1993, Maria Lassnig Stiftung, © Maria Lassnig Stiftung / VG BildKunst, Bonn 2019, Foto: Roland Krauss | Draiflessen Collection

Otto Modersohn, Haus unter Föhren (die alte Schmiede), 1890, Privatbesitz (Detail) | Otto Modersohn Museum Tecklenburg

Kloster Bentlage Rheine | Bentlager Weg 130 | 48432 Rheine | T. 05971.918400 | www.kloster-bentlage.de – Matthias Weischer. Reisen | bis 29.12. – prINT – Das Druckgrafikprojekt im Münsterland Festival part 10. Workshop, Symposium und Ausstellung | 18.10. bis 29.12. – Bernhard Hülskötter. Namaste | 10.11.2019 bis 05.01.2020 DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Klosterstraße 10 | 48477 Hörstel | T. 02551 694200 | www.da-kunsthaus.de – Winterlicht – Raumzeichnungen von Susanne Rottenbacher 01.12. bis 23.02. – AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 20. Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt | bis Jan. 2020 – RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 19. Präsentation der Kunstprojekte | bis Jan. 2020 – AUFTAKT! Projektstipendium KunstKommunikation 20 – Kunst zu Mitmachen und Mitdenken. Start der Kunstprojekte mit erstem Künstlergespräch und Eröffnung der Projekträume | 13.02., 19 Uhr Otto Modersohn Museum | Markt 9 | 49545 Tecklenburg | T. 05482 9262160 | www.ommt.de – Dunkle Romantik. Otto Modersohn (Werke 1890–92) & Arnulf Rainer | bis 29.03.

Advent auf Schloss Clemenswerth, © Manfred Bergmann

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Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | 49751 Sögel | T. 05952.932325 | www.clemenswerth.de – Advent auf Schloss Clemenswerth | 07.12., 13-22 Uhr und 08.12., 11-19 Uhr


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Ausstellung Kunstpreis Osnabrück 2018 Foto: Angela von Brill © Museums- und Kunstverein Osnabrück

Kunstpreis Osnabrück 2020

Bewerbungszeitraum beginnt am 14. Januar 2020 www.muk-kunstpreis.de

Der Museums- und Kunstverein Osnabrück lobt zum dritten Mal den „Kunstpreis Osnabrück“ aus. Ab dem 14. Januar 2020 können sich Künstlerinnen und Künstler bewerben. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, zusätzlich wird ein Förderpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro vergeben.

Kulturgeschichtlichen Museum aus, die am 28. Juni 2020 eröffnet wird. Die Preisverleihung findet am 4. September statt, die Ausstellung endet am 27. September 2020.

Zum „Kunstpreis Osnabrück 2020“ sind alle Gattungen zugelassen. Detaillierte Informationen zum Kunstpreis Osnabrück, zur Jury, den Terminen und die Teilnahmebedingen sind auf der Website: www. muk-kunstpreis.de zu finden. Bewerbungen sind nur online möglich. Das Bewerbungsformular wird am 14. Januar freigeschaltet. Bewerbungsschluss ist der 23. Februar 2020.

Durch die maßgebliche Unterstützung der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur ist es dem Museums- und Kunstverein Osnabrück e.V. möglich, den „Kunstpreis Osnabrück“ zum dritten Mal auszuloben. Der Kunstpreis wird in einem 2-jährigen Rhythmus vergeben und hat die Förderung der regionalen Künstlerinnen und Künstler zum Ziel. Mit dem „Kunstpreis Osnabrück“ möchte der Museumsund Kunstverein zur Weiterentwicklung der Kunstszene im Raum Osnabrück und zur Stärkung der kulturellen Identität dieser Region beitragen. Die Ausstellung zum „Kunstpreis Osnabrück“ bietet eine regelmäßige öffentliche Plattform für aktuelles Kunstschaffen aus Stadt und Landkreis Osnabrück und macht dieses einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Aus allen Bewerbern wählt die Jury die Finalisten für die Kunstpreis-Ausstellung im

Museums- und Kunstverein Osnabrück e.V.
 Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler, die in der Stadt oder dem Landkreis Osnabrück wohnen oder tätig sind. Es gibt keine Altersbeschränkung.

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. ausstellungsverzeichnis

Städtische Galerie Nordhorn | Vechteaue 2 48529 Nordhorn | www.staedtische-galerie.nordhorn.de T. 05921.971100 – Dorothee Diebold | bis 26.01.20

Dorothee Diebold Foto: Stefan Draschan Städtische Galerie Nordhorn

Burg Bentheim | Schloßstraße | 48455 Bad Bentheim www.burg-bentheim.de – Riet Wijnen. Sixteen Conversations on Abstraction. Ausstellung zum Ruisdael-Stipendium 2019 | bis 19.01 Kunstverein Grafschaft Bentheim | Hauptstr. 37 49828 Neuenhaus | www.kunstverein-grafschaft-bentheim.de – Yoana Tuzharova. Lichtinstallation für den Kunstverein bis 08.12. – Lucas Odahara. Read Before the Fire | 01.03. (Eröffnung:11.30 Uhr) bis 26.04. // Das Werk von Lucas Odahara entfaltet sich an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Schreibpraxis.

Ian Kiaer, Endnote, ping (pink), 2018, Acryl, Bleistift auf Papier, Plexiglas, 168 x 118 x 1 cm, Courtesy Alison Jacques Galerie, London Photo: Michael Brzezinski Kunsthalle Lingen

Yoana Tuzharova. Warmlight, Münster | Kunstverein Grafschaft Bentheim

Kunsthalle Lingen | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de – Ian Kiaer. Endnote, ping | bis 22.12. – Harry Kramer. Atelier Kramer | bis 22.12., Wasserturm – Wir von hier! Mitglieder des Kunstvereins Lingen stellen aus. 01.02. bis 01.03. Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | Picassoplatz 1 48143 Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de T. 0251.4144710 – Im Rausch der Farbe – Von Gauguin bis Matisse. Meisterwerke aus dem Musée d'Art moderne de Troyes| bis 19.01. – Wie Gott in Frankreich. Picasso kulinarisch! | bis 19.01. – Beauty is a line. Von Cy Twombly bis Gerhard Richter | 01.02. bis 24.05. MUSEUM FÜR LACKKUNST | Windthorststraße 26 | 48143 Münster
 | T. 0251.418510
| www.museum-fuer-lackkunst.de – Männer machen Mode. Inrō aus der Sammlung des Museums für Lackkunst | bis 02.02. Stadtmuseum Münster | Salzstraße 28 | 48143 Münster T. 0251.4924503
| www.stadtmuseum-muenster.de – Münster auf alten Postkarten | bis 19.04. – Gemeinsam für die Kunst – Die Anfänge der Freien Künstlergemeinschaft Schanze | bis 19.04. – Krippenausstellung - Neapolitanische Krippe und ein Elefant des Bildhauers Mazzotti | bis 12.01.

Inro mit geschnitztem Guri-Dekor, 18. Jh. Museum für Lackkunst

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kunst:stück

LWL-Museum für Kunst und Kultur | Domplatz 10 48143 Münster | www.lwl-museum-kunst-kultur.de – Salonfähig! 106 Werke aus dem Museumsdepot | bis 5.01. – Turner. Horror and Delight | bis 26.01. – The Public Matters | bis 15.11. – RADAR. Esper Postma | bis 19.01.20


André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand, Foto: Musée d’Art moderne de Troyes © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

VON GAUGUIN BIS MATISSE

Picassoplatz 1 | 48143 Münster | t.: 0251/414 47-10 | info@picassomuseum.de www.kunstmuseum-picasso-muenster.de | MO – SO: 10 – 18 Uhr, Fr: 10 –20 Uhr


. ausstellungsverzeichnis

ARTLeTstudio | harsewinkelgasse 21 | 48143 münster T. 0251.93259700 | www.artlet-studio.com – Mixed Media. Gruppenausstellung in der Galerie und zeitgleich, virtuell, auch unter artlet.online | 08.12.19 (Eröffnung: 14 Uhr) bis 01.02. – Miniaturen ArtAward 2020. Skulpturen und Objekte // Weitere Infos zum Kunstpreis finden sich auf der Website.

RAY-C, DropFlow, Videoinstallation, ArtletStudio

KUNSTHAUS KANNeN | Alexianerweg 9 | 48163 münster T. 02501.96620000 | www.kunsthaus-kannen.de – 22. Jahres- und Verkaufsausstellung | bis 27.01. KUNSTHALLe MÜNSTeR | hafenweg 28 | 48155 münster T. 0251.6744675 | www.kunsthalle.muenster.de – Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster | 11.12. bis 12.01. / Eröffnung + Preisverleihung: am 10.12., 19 Uhr

Peter August Böckstiegel, Eltern auf dem Roggenfeld, um 1922 Museum Peter August Böckstiegel

No CUBe | Schau- und Atelierraum für Kunst + Medien Achtermannstraße 26 | 48143 münster | www.nocube.net – kugelrund? Gruppenausstellung zum fünfjährigen Bestehen des no cube.Thema: Eine Auseinandersetzung mit kugelförmigen Baumschmuck. | bis 18.01. viLLA vAN DeLDeN | bahnhofstraße 91 | 48683 Ahaus T. 02561.72321 | www.ahaus.de – Erhard Wilde. Direkt und versteckt | 12.01.bis 09.02. museum PeTeR AugusT böcksTIegel | Schloßstraße 33824 werther | T. 05203.3297 | www.museumpab.de – Kirchner, Macke, Morgner… Grafische Meisterblätter aus der Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster | bis 12.01.

Thomas Baumgärtel & BildungKultur.org, Deutsche Freiheitsstatue 2009, Ausschnitt Herforder Kunstverein

Christbaumschmuck aus Lauscha - weißer Hirsch, Foto: LWL M. Holtappels | Glashütte Gernheim

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kunst:stück

heRFoRDeR kuNsTVeReIN Im DANIel-PöPPelmANNHAUS | Deichtorwall 2 | 32052 herford | T. 05221.189689 www.poeppelmannhaus.de | www.herforder-kunstverein.de – Urban Pop Art. Gedanken zu Verantwortung & Zukunft Thomas Baumgärtel, Kiddy City, u. a. | bis 26.01. MARTA HeRFoRD | goebenstraße 2-10 | 32052 herford T. 05221.9944300 | www.marta-herford.de – 9. RecyclingDesignpreis | bis 05.01. – Im Licht der Nacht. Vom Leben im Halbdunkel | bis 09.02. – Navid Nuur. Hocus Focus | 26.01. bis 26.04. GLASHÜTTe GeRNHeiM | LWL-industriemuseum | Gernheim 12 | 32469 Petershagen | T. 05707.93110 | www.lwlindustriemuseum.de – 20 x Glas aus Gernheim und mehr | bis 22.12. // Erweiterte Fortführung der Jubiläumsausstellung zum 20jährigen Bestehen der Glashütte Gernheim.


. münster

© Daniel Saul

Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster

10. Dezember 2019 (Eröffnung + Preisverleihung: 19 Uhr) bis 12. Januar 2020 Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, 48155 Münster | www.kunsthalle.muenster.de Zum 36. Mal findet in diesem Jahr die Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster statt, diesmal mit Werken von insgesamt 14 Studierenden: Tobias Doerr, Natalia Filatova, Julia Flaswinkel und Jana Weigelt-Harth, Marlena Gundlach, Daphne Klein, Valentino Magnolo, Irina Martyshkova, Maria Alejandra Medina Fuentes, Daniel Saul, Hanna Schneider, Lisa Tschorn, Peter Volkhardt und Lea Marie Wächter. Die Förderpreisausstellung ist ein besonderes Ausstellungsformat, das keinen thematischen Vorgaben folgt, vielmehr versteht sie sich als Plattform, die es Studierenden der Kunstakademie Münster ermöglicht, ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Unter den Arbeiten finden sich Malereien ebenso wie Skulpturen, Installationen, Fotografien, Performances und Videoarbeiten. Aus den 13 künstlerischen Positionen zeichnet die Jury – bestehend aus Nikola Dietrich (Direktorin Kölnischer Kunstverein), Christian Katti (Philosoph, Münster) und Mario Pfeifer (Künstler, Berlin) – drei Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Nachdem Merle Radtke im Oktober 2018 mit der Förderpreisausstellung ihr Debut als neue Leiterin der Kunsthalle Münster feierte, wartet sie beim 36. Förderpreis mit einem neuen Konzept auf, das eine engere inhaltliche Zusammenarbeit zwischen der Kunsthalle Münster und den Studierenden der Kunstakademie ermöglicht. Das Konzept ermöglicht abseits der Akademie Fachgespräche und Diskussionen mit den Studierenden zu ihren bisherigen Arbeiten und ihrer künstlerischen Praxis im Kontext des Ausstellens, als eine der wichtigen Erfahrungen für ihre künstlerische Laufbahn. Anders als in den vergangenen Jahren wurde die Anzahl der teilnehmenden Studierenden von 26 auf 13 (bzw. 14) reduziert; das bedeutet, dass aus jeder Klasse jeweils nur noch ein/e Studierende*r (in einem Fall ist es ein Künstlerduo) ausstellt, der/die von den Professor*innen der Kunstakademie ausgewählt wurden. Die Reduzierung der Teilnehmer*innenzahl erlaubt einen regen Dialog mit den Studierenden im Vorfeld der Ausstellung und ermöglicht auch den Besucher*innen eine intensivere Auseinandersetzung mit den einzelnen Positionen.

kunst:stück

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. münsterland

InAlto

"Stimmen" stehen im Fokus am dritten Advent – Belgisches Ensemble InAlto zu Gast bei den Malgartener Klosterkonzerten Sonntag, 15. Dezember, 16 Uhr Kloster Malgarten Bramsche, Am Kloster 1a, 49565 Bramsche-Malgarten www.malgartener-klosterkonzerte.de Advents- und Weihnachtsmusik aus der Zeit des 30-jährigen Krieges steht im Mittelpunkt des traditionellen Adventskonzertes im Kloster Malgarten am Sonntag, den 15. Dezember (Beginn ist um 16 Uhr). Die Konzertbesucher erwartet an diesem dritten Adventssonntag in der Klosterkirche ein Programm, in dessen Mittelpunkt "Stimmen" stehen werden: etwa die Stimmen der Engel, die Stimme der Jungfrau Maria oder die Stimmen der Gläubigen. "Zum Leben erweckt“

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sie das brilliante belgische Ensemble InAlto, die in Holland, Frankreich und Belgien regelmäßig, in Deutschland aber nur in Ausnahmefällen zu hören sind. Sie gehören zu den besten Ensembles ihrer Art in Europa; ihre CD-Veröffentlichungen werden regelmäßig mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet. InAlto kommt aber nicht allein, sondern in Begleitung der Christoph Prégardien-Schülerin Alice Foccroulle, derer wunderbarer Sopran dieses Programm veredeln wird.


. münsterland

InAlto, Foto: Tom Roelofs

Was passiert mit dem Freudenfest „Weihnachten“ in Kriegszeiten? Welche musikalischen Antworten können Komponisten wie z. B. Heinrich Schütz, Samuel Scheidt oder Roland de Lassus im Spannungsfeld zwischen Trauer, Verzweiflung, Leid und Not auf der einen Seite, Hoffnung, Freude über die Geburt Jesu, Verheißung und Friedensverlangen auf der anderen Seite geben? Der besonderen Kraft, die dieser Musik inne wohnt, kann man sich kaum entziehen und es gelingt ihr in höchstem Maße, in düsteren Zeiten Hoffnung zu verleihen und Perspektiven zu entwickeln. Ein Konzertprogramm, das kaum passender sein könnte für die Friedensregion Osnabrück, die sich bis heute in besonderer Art und Weise mit dem Friedensschluss von 1648 identifiziert.

Das Konzertpublikum kann sich folglich an diesem Nachmittag auf eine außergewöhnliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest 2019 freuen! Das Konzert wird gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V., den Landkreis Osnabrück sowie die Kreissparkasse Bersenbrück. ↗ Karten sind im Vorverkauf erhältlich beim Internationalen Arbeitskreis für Musik e. V. (Tel. 05461.99 630) oder in den beiden Vorverkaufsstellen Buchladen am Münsterplatz, Bramsche (Tel. 05461.88 66 80) bzw. Tourist Information Osnabrück in der Bierstraße in Osnabrück (Tel. 0541.32 32 202). Weitere Informationen unter: www.malgartener-klosterkonzerte.de

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kunst:stück Magazin | issue 83 - Osnabrück & Münsterland  

Ausgabe für Dezember 2019 + Januar 2020 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Osnabrück + Münsterland

kunst:stück Magazin | issue 83 - Osnabrück & Münsterland  

Ausgabe für Dezember 2019 + Januar 2020 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Osnabrück + Münsterland

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