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Heimat schaffen

> F端r unseren Dienst hat Heimat eine zentrale Bedeutung Heimat erhalten > Kinder in Bolivien ohne Vision f端r ihre Zukunft Heimat finden > Meine Eltern haben die Berufung, Gott im Libanon zu dienen

Ausgabe 1 | 2012 > www.agape.ch


inhalt > 0 3 Porträt Interview mit Roberto Galanti > 04 L e i t art i k e l Heimat schaffen > 06 ruanda Ein Kurzzeiteinsatz in Ruanda > 10 B ol i vi e n Leben auf dem Land – Heimat mit Zukunft? > 14 Kub a Mangel und trotzdem Hoffnung > 16 P os t e r > 18 Ag ap e N e w s > 20 Ge b e t s i n f o > 2 1 Ge dank e n e in er Mita r b eiter in Vom Fall und Aufstehen eines Christen > 22 ag ap e ak t u e ll > 24 L i b an on Ein Leben als Missionarskind – wo ist Heimat? > 26 V i s i on H i m a l a y a Geschichten wie zur Zeit der ersten Christen > 28 J ap an Ein Jahr nach der Katastrophe > 3 0 re z e p t Schnelle Peking – Ente

Liebe Leserin, lieber Leser Kurz gemähter Rasen, Geranien vor den Fenstern, saubere Luft… ist das Heimat? Oder ist es die Familie, die uns ein Gefühl von zu Hause sein gibt? Ich lebe nun schon seit über 40 Jahren im gleichen kleinen Dorf und kann nur schwer nachvollziehen, was es heisst, die gewohnte Umgebung zu verlassen und eine neue Existenz an einem neuen Ort aufzubauen. Aber ich kann mir vorstellen, dass so etwas unheimlich herausfordert und gewaltige Kräfte beansprucht. Es kann natürlich auch spannend sein. Viele Dinge kann man so einfach hinter sich lassen. Für uns ist ein Wegziehen oft mit unserem eigenen Wunsch nach Veränderung verbunden, aber in vielen der Länder, in denen wir tätig sind, ist es der verzweifelte Versuch, ein besseres Leben zu finden. Doch leider ist das Leben in der neuen grossen Stadt oft noch schlechter und noch härter. Wie ist es zu verhindern, dass Menschen diese Erfahrungen machen müssen? Wie können wir helfen, ihnen die eigene und ursprüngliche Heimat so weit zu verbessern, dass es dort lebenswert ist? In Bolivien arbeitet unser Mitarbeiter Willy Vaca genau dafür. Das Projekt heisst Dorfentwicklung. Gärten anlegen, Hühnerställe bauen und auch mit Hühnern die Heimat zu einem Ort machen, wo die Leute gerne und gesünder leben. In Kuba investiert unser Mitarbeiterehepaar Zeit in junge Kubaner. In einem Land mit offensichtlichem Mangel wird in ihnen Hoffnung wach. Sie selbst gestalten die Zukunft, indem sie sich für ihr Land einsetzen. Wie nachhaltig Ziegen das Leben von Witwen verbessert, auch darüber berichten wir. Und alles Engagement geschieht immer aus der Perspektive, dass unsere Heimat nicht hier auf der Erde ist, sondern im Himmel. Trotzdem hat auch Jesus für die Nöte in seiner Umgebung gesorgt. Auch wir haben beides im Fokus, das Wort Gottes weitergeben und das Wohl der Menschen in Wort und Tat. Öffnen Sie Ihr Fenster, ob mit oder ohne Geranien, für einen Blick in die Heimat anderer. Herzlich

Nathalie Burgherr

impressum Herausgeber: Agape international Leitung: Kurt Burgherr Field Director: Stefan Burckhardt und Dr. Martin Stoessel Redaktion: Nathalie Burgherr (verantwortlich), Aysel Isik, Uschi Marty (Lektorat) Druck und Versand: Jordi AG · Belp, klimaneutral gedruckt Bildnachweis: Agape international, Hans-Günter Ulmer, Nathalie Burgherr, istockphoto.com · Sarah Lee, Paul Brighton, Andrew Ilyasov, Soyhan Erim Gestaltung: Space Gesellschaft für visuelle Kommunikation · Frankfurt «frisch» erscheint 2-mal jährlich

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porträt

Interview mit Roberto

«Meine Pünktlichkeit hat sich zwangsläufig den asiatischen Regeln angepasst.» Wir haben Fragen. Fragen, die vielleicht nicht wirklich wichtig sind. Aber uns trotzdem unter den Nägeln brennen und wir unsere Ausland-Mitarbeiter schon immer fragen wollten. Roberto lebte bis vor kurzem in China. Zögern Sie nicht, weitere Fragen an Roberto oder andere Mitarbeiter zu schreiben: info@agape.ch.

Hallo Roberto, wer bist du, hast du Familie und wo lebst du jetzt? Meine Eltern sind Italiener. Mein Bruder und ich wurden in der Schweiz geboren und sind hier aufgewachsen. Mit 22 Jahren habe ich Jesus gefunden und von diesem Zeitpunkt an wollte ich nach China. Anscheinend war dies auch auf Gottes Herzen für mich, denn ich habe insgesamt 16 Jahre in Asien gelebt; 5 Jahre in Hongkong, wo ich mit Jackie Pullinger zusammengearbeitet habe und 11 Jahre in Peking. In Peking habe ich meine Frau getroffen; Hai Ha. Mittlerweile sind wir 13 Jahre verheiratet und haben drei Söhne. Momentan wohnen wir im Zürcher Oberland.

Worauf muss man achten, bei einer traditionell chinesischen Einladung zum Essen? Das man alles isst, was einem in die Schüssel gelegt wird (in China benützt man keine Teller). Wie alt ist deine Zahnbürste? Ist sie noch von der Zeit aus China oder ist sie neu? Neu, gerade frisch gekauft.

Familienausflug

Du hast bis vor kurzem in China gelebt. Man sagt ja, dass die Bevölkerung von China ca. 1.3 Mrd Einwohner beträgt. Wie viele davon kennst du? Also im Herzen kenne ich jede einzelne Person in China, weil ich dieses Land in meinem Herzen trage und dafür bete. Kennen tue ich so um die 2000 Chinesen, dies ist aber ganz schwer zu schätzen.

Hast du typisch chinesische Eigenschaften angenommen? Natürlich! Meine Pünktlichkeit hat sich zwangsläufig den asiatischen Regeln angepasst. Dann die chinesische Flexibilität bei Planung und Organisation von Events. Rülpsen nach dem Essen und weitere kulinarische Un-Gepflogenheiten, die ich hier besser nicht erwähne.

Was vermisst du am meisten? Die engen Beziehungen zu meinen chinesischen Freunden. Wenn ein Chinese dich als engen Freund bezeichnet, wird dieser alles für dich tun. Fast so ähnlich, wie es in der Bibel beschrieben ist, dass jemand sein Leben für seine Freunde lässt. Natürlich vermisse ich das chinesische Essen sehr. In China hat das Essen einen hohen Stellenwert. Beim Essen wird auch die Gemeinschaft gepflegt.

Was ist ein Luxus, auf den du nie verzichten willst? Das ist jetzt eine schwierige Frage… Mmh, Ferien machen. Wie lautet der längste chinesische Name, den du kennst? Im Chinesischen besteht der Name aus einem oder zwei Zeichen für den Vornamen und einem Zeichen für den Nachnamen. Es gibt also keine langen Namen; z.B. Wang Xiaoning 王小宁.

Was war das schönste Erlebnis in China? Dass meine chinesischen Freunde mich nicht als Ausländer bezeichnen, sondern mich als einen von ihnen betrachten. Im Weiteren zu sehen, wie Chinesen freigesetzt wurden, in der Freiheit von Jesus zu leben. Im April 2011 waren Hai Ha und ich nach über 10 Jahren wieder in Hongkong zu Besuch bei Jackie Pullinger. Es war für mich eine grosse Freude, viele wieder zu sehen, denen ich während meiner Zeit dort (1992 bis 1996) in der DrogenReha diente. Sie sind alle noch dabei und dienen Gott mit ihrem Leben. Wo trifft man dich meistens an? Beim Plaudern. Was ist dein Lieblingsrezept? Mein Lieblingsessen ist auf der zweitletzten Seite zu finden. Fragen: Aysel Wäspi-Isik

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leitartikel

heimat Wir wollen Heimat schaffen Nur veränderte Menschen können die Welt verändern. Durch unsere ganzheitlich wirkenden Projekte wollen wir ‘Heimat schaffen’. Nur wenn der Mensch sich an Leib, Seele und Geist sicher fühlt, fühlt er sich zu Hause und hat ein erfülltes Leben. Multiplizierbare und nachhaltige Projekte in Asien, Afrika, Südamerika und Europa geben diese neue Lebensperspektive im eigenen Umfeld.

4 In der Regel wird mit Heimat ein geografischer Raum bezeichnet. Heimat ist aber auch ein Begriff für ein soziales Umfeld und Geborgenheit. Heimat kann sich im Laufe des Lebens örtlich verändern. Menschen verändern eine Lebenssituation und finden eine neue Heimat an einem neuen Ort oder sogar in einem andern Land. Je nach Persönlichkeit leiden entwurzelte Menschen unter ‘Heimweh’. Heimweh hat mit Heimat zu tun. Das vertraute Heim fehlt. Heimweh kann auch nach einem Umzug in einen anderen Kanton erlebt werden. Oft ist weniger die geografische Distanz als mehr die fehlende Vertrautheit von Menschen und Umfeld die Ursache. Trotz der Globalisierung braucht der Mensch eine Heimat. Wenige sind in der Lage, ‘global’ zu leben. So ist zu beobachten, dass Senioren zurückkehren in ihre Heimat, wo

sie aufgewachsen sind. Das gibt Aufschluss, wo für jemand die wirkliche Heimat ist. Für unseren Dienst hat Heimat eine zentrale Bedeutung Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen in ihrem eigenen Land Heimat haben. Sie sollen sozial, wirtschaftlich und geistlich gesichert leben können. Leider ist dies nicht in allen Ländern dieser Welt so einfach möglich. Wirtschaftliche Notsituationen, Bürgerkriege, politische und gesellschaftliche Unterdrückung und Einschränkungen der Religionsfreiheit verhindern das. Für viele scheint dann die Flucht ins ‘gelobte’ Europa oder nach Amerika der einzig mögliche Ausweg. Leider finden sie dort keine wirkliche Heimat. Unser Ziel ist, dass Menschen in ihrem angestammten Umfeld eine Lebensperspektive erhalten. Unsere Projekte dienen dazu, ganzheitlich zu helfen, damit Menschen


in ihren Heimatländern ‘Heimat’ finden. Für uns gehört neben dem Essen und der Infrastruktur auch ein befreites Leben im Glauben dazu. Also darf sich unsere Perspektive nicht auf irdische Dimensionen beschränken. Die Bibel spricht klar von einer Ewigkeitsperspektive. «Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht, sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen. Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind, auferstehen werden» (Paulus in 1. Korinther 15, 19+20).

hier. Deshalb ist uns wichtig, eine ewige Sicht zu vermitteln. Ewigkeitsperspektive soll aber keine billige Flucht sein. Vielmehr ist sie der Grund für unser Handeln hier auf der Erde. Wir leben unseren Glauben, weil wir eine Ewigkeitsperspektive haben und nicht, damit wir sie bekommen. Von besonderer Bedeutung wird das in schwierigen Lebensumständen. Weltweit beobachten wir, wie Glauben neue Perspektiven ermöglicht, das Umfeld positiv verändert. Oft sind es nicht spektakuläre Dinge, die einen Unterschied machen, sondern kleine, aber nachhaltig wirkende Projekte. Wichtig ist: Nur veränderte Menschen können die Welt verändern.

So gesehen ist es wichtiger, dass wir in der ewigen Dimension eine Heimat haben. Rein rechnerisch dauert die Ewigkeit länger als die menschliche Lebenserwartung. Aber sie beginnt bereits

«Trotz der Globalisierung braucht der Mensch eine Heimat. Wenige sind in der Lage, ‘global’ zu leben.»

Kurt Burgherr

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ruanda

Wenn eine Ziege den Erhalt von Leben & Heim bedeutet Z i eg en p rojekt e i n Ru anda

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www.agape.ch/frankophon_afrika


Wir besuchten die ärmsten Witwen von Rushashi, nördlich von Kigali. Die Fahrt dorthin war allein schon ein Abenteuer! Wir waren sehr dankbar für unseren sicheren Fahrer und unser gutes Auto. Ein Auto – das hat hier auf dem Land kaum jemand. Die meisten Menschen sind zu Fuss stundenlang unterwegs. Die wenigen Fahrräder sind manchmal mit mindestens 3 Säcken Kartoffeln beladen. Wir staunen, wie jedes Stück Land für die Landwirtschaft genutzt wird. Welch fleissige Landbevölkerung! Und alle Arbeit geschieht, bis zu den obersten Hügeln, ohne jegliche technische Hilfsmittel. Ab und zu ist ein Hang auf die Strasse gerutscht. Dann sind die Leute am Schaufeln und Räumen, damit wir schnellstmöglichst weiterfahren können.

des Projekts, ein Tierarzt schult die Frauen und betreut – wenn nötig – die Tiere. Dank der Ziegen haben die Frauen eine neue Gemeinschaft und Tiere zum Pflegen, zudem Dünger für ihre Gärten und

Das ist auch eine faszinierende Seite dieses Landes: Ungeachtet aller Umstände nutzen sie jede Gelegenheit zum fröhlichen Tanzen. Gakenke: Was ein solches Projekt bewirkt In Gakenke trafen wir Witwen, die vor einem Jahr Ziegen bekommen hatten. Der Unterschied in ihrem Gesichtsausdruck war frappant. Nachdem sie die Ziegen erhalten hatten, waren sie aufgefordert, sich regelmässig zu treffen. Dank der Ziegen konnten sie ihre Gärten düngen. Sie erzielten eine grössere Ernte und konnten mehr als bisher anpflanzen. Auf einem erhaltenen Stück Land wollen sie gemeinsam eine Geflügelfarm bauen, und sie planen den Anbau von Kaffee. Ein Methodisten-Pastor, der sich sehr um Witwen und Waisen kümmert, betreut diese Frauen. Auch wir haben sie ermutigt. Zum Abschied überraschten sie uns mit Geschenken. Das bewegte uns sehr.

«Dass Menschen, die mich gar nicht kennen, mir eine Ziege schenken, zeigt mir, dass Gott an mich denkt.»

Start des Projekts in Rushashi Der katholische Priester von Rushashi hatte den Auftrag, 40 Witwen auszusuchen, die eine Ziege erhalten sollen. Die Ziegen werden sehr koordiniert abgegeben. Es gibt einen Verantwortlichen

am Schluss Fleisch für ihre Familien. Nachdem wir die Ziegen verteilt hatten, führten uns junge Erwachsene aus dem Dorf traditionelle Tänze vor, voll Leidenschaft und Kraft. Die Witwen waren auch eingeladen, sie nahmen ihre Ziegen gleich auf die Zuschauertribüne mit. Trotz des Geschenks spiegelten ihre Gesichter Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und eine innere Leere. Erst beim letzten Tanz tauten einige auf. Sie begannen zu klatschen, einzelne lachten sogar. Und zum Schluss tanzten wir alle auf der Bühne.

Franziska Bevilacqua, Ruth Lang, Maja Guidon, Vreni Nüesch

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INFOBOX

Am jeweiligen Projektstandort werden die bedürftigsten Witwen ausgewählt und mit ihnen wird ein Verein gebildet. Dann wird ihnen je eine Ziege anvertraut, deren erstes Jungtier sie an eine andere Witwe weitergeben, die weiteren Jungtiere dürfen sie behalten. Jeder Projektstandort wird von einer Gemeinde begleitet. Das gewährleistet die geistliche Betreuung der Witwen. Seit 2004 haben unsere Partner von ‘Women Today’ in Ruanda mit unserer Hilfe zehn solcher Ziegenprojekte (mit je 16 – 45 Ziegen) begonnen. Diese Projekte gehen über den materiellen Nutzen (Dünger für die Felder, Milch, Fleisch) hinaus. Die Frauen, die allein im Leben stehen, werden durch die Ziegen in eine Gemeinschaft eingebunden. Sie treffen sich regelmässig, bekommen Besuch vom Tierarzt und vom zuständigen Pfarrer. Der symbolische Wert dieser Ziegen ist gross. Das Wichtigste ist, dass sie neue Hoffnung schöpfen und ermutigt werden, die Initiative zu ergreifen.


ruanda

«Ich möchte beten wie sie!»

E in Kurzzeiteinsatz in Ruanda

Ich habe mich mit Ruth in Zürich getroffen. Sie hat als Pianistin und Primarlehrerin gearbeitet und lebt zurzeit im Tessin, wo sie in der Erwachsenenbildung tätig ist. Ruth ist Koordinatorin der Frauenfrühstückstreffen im Tessin.

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Im vergangenen November reiste sie mit drei Frauen aus der Frauenfrühstücksarbeit nach Ruanda. Ziel des gut zweiwöchigen Einsatzes war es, Frauen zum Starten von Frühstückstreffen zu motivieren, sie zu schulen und zu unterstützen. Alle Einsätze und Treffen waren von Bibiche Rutunda (der Frau des Nationalleiters von Campus pour Christ Ruanda) vorbereitet und begleitet worden. Wie haben Sie die Rolle der Frau in Ruanda wahrgenommen? Es sind die Frauen, welche die Felder von Hand bestellen, die Kinder versorgen, den Haushalt führen. Je mehr stadteinwärts wir fahren, umso mehr beobachten wir, wie die Männer an den Strassen stehen und nichts tun. Es ist nicht verwunderlich, dass die Kinder fast verwahrlost wirken, wenn die Mütter auf sich selbst gestellt, fürs nackte Überleben arbeiten müssen.

Schweiz, nagen an den gleichen Themen und sehnen uns nach Veränderung. Was hat dieser Kurzzeiteinsatz in Ruanda Ihnen persönlich gebracht? Bei diesen Treffen mit den Frauen erlebte ich, dass sie manchmal mit einem völlig hoffnungslosen Gesichtsausdruck ankamen. Sobald sie durch Bibiche mit einem ‘Halleluja’, einem kleinen Gebet, Bibelvers oder Input begrüsst wurden, begannen viele Gott anzubeten und ihn zu preisen. Bibiche könnte selbst traurig sein, weil ihr Sohn mit Malaria im Spital liegt, oder müde, weil sie nachts mit jemandem gebetet hat. Aber sie nimmt sich Zeit zum Lobpreis und zur Anbetung. Das begeistert mich! Das ist ihre Form von Anbetung. Sie fokussieren sich auf Gott, egal in welchen Umständen sie sich befinden. Das will ich für mich übernehmen.

«Ich staunte, wie sie dieses Manko selbst spürten und erlebte, dass sie sich sehr gut selbst reflektierten und den Wunsch nach einer tieferen Beziehung zu ihren Kindern erfüllen wollen.»

Wie geht es den Kindern in Ruanda? Ich war erstaunt, als ich sah, wie schlecht die Kinder betreut sind. Als Säuglinge trägt die Mutter sie in einem Tuch am Körper und verrichtet ihre Feldarbeit. Sobald die Kinder laufen können, sind sie auf sich selbst gestellt. In den Städten gehen die Frauen einer bezahlten Arbeit nach. Die Kinder werden je nach finanziellen Verhältnissen von Hausangestellten oder gar nicht betreut.

Wir waren zum Abendessen bei einer gebildeten Ruanderin eingeladen und erlebten diese Realität: Die Frau kam spät von der Arbeit, ging in die Küche, um die Küchenmannschaft zu instruieren und setzte sich dann mit ihrem Mann zu uns an den Tisch. Die fünf Kinder blieben im Hintergrund und in der Küche. Wir verliessen dieses Haus bedrückt und traurig. Was habt ihr mit dieser Feststellung gemacht? Diese Not war Bibiche schon bewusst. Sie lud im Vorfeld viele Frauen aus städtischen und ländlichen Gegenden zu einem mehrtägigen Treffen ein. Es kamen gebildete, berufstätige und sehr arme Frauen, viele legten über 20 km mit ihren Kleinkindern zurück. Meine Kolleginnen hatten schon vor der Reise Vorträge zum Thema Kindererziehung, Mutterliebe (Gottesliebe) und Selbstwert vorbereitet. Wir stellten fest, dass die Frauen dafür sehr offen waren. Ich staunte, wie sie dieses Manko selbst spürten und erlebte, dass sie sich sehr gut selbst reflektierten und den Wunsch nach einer tieferen Beziehung zu ihren Kindern erfüllen wollen. Wir alle, ob Mutter in Afrika oder in der

Was hat Sie zu diesem Kurzzeiteinsatz in Ruanda bewogen? Es wurde noch eine Begleitperson gesucht, also meldete ich mich. Ich verspürte grossen Respekt für die Menschen mit einer grauenhaften Vergangenheit. Gleichzeitig fühlte ich eine starke Verbundenheit mit meinen ruandischen Geschwistern. Frauenfrühstücke sind eine ideale Möglichkeit, um Frauen aus entlegenen Gebieten aus der Isolation zu holen, Gemeinschaft mit andern zu ermöglichen, zu ermutigen, zu stärken, ihnen Selbstwert und Bildung zu vermitteln. Bibiche und Emmanuel Rutunda leisten eine gewaltige und wichtige Arbeit in Ruanda! Es war ein enorm starker Input für meine persönliche Beziehung zu Gott. Die Inbrunst ihres Betens, wie konkret und bewusst sie mit Gott leben, mit welchem Enthusiasmus sie auf Gebetserhörung warten, das hat mich reich beschenkt. Bibiche und eine Freundin beteten zwei volle Stunden für mich, da durfte ich Gott im Gebet nah sein und erleben, wie wichtig es ist, sich dafür Zeit zu nehmen. Ruth ist mit vielen offenen Fragen zurückgekehrt. Die empfundene Not führt sie ins Gebet: «Gott, begegne du den Nöten und bringe du Hilfe, denn wir haben nicht genug für alle.» Aysel Wäspi-Isik

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bolivien

Leben auf dem Land – Heimat mit Zukunft? In Bolivien wachsen die Städte rasend schnell. – Immer mehr Leute ziehen vom Dorf weg in die Stadt. Warum verlassen viele ihre Heimat auf dem Land?

Therese Bucher Vaca ist unsere Standortleiterin in Bolivien. Vor 17 Jahren hat sie ihre Heimat Schweiz verlassen und eine neue gefunden. Willy Vaca ist ihr Mann und hundert Prozent Bolivianer. Im kleinen Dorf ‘La Belgica’, 40 km nördlich von Santa Cruz, ist er auf die Welt gekommen. Seine Familie hat dort gelebt bis zu seinem achten Lebensjahr. Um den Kindern eine Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen, ist dann die ganze Familie nach Santa Cruz gezogen. Santa Cruz ist in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen. 1976 zählte die Stadt etwas über 250 000 Einwohner, 2001 waren es ca. 1.1 Mio. und 2010 bereits fast 1.7 Mio. Also sind 67 000 Menschen pro Jahr hinzugekommen, die Unterkunft und Arbeit brauchen. Das sind pro Jahr so viele, wie in der Stadt St. Gallen wohnen.

Wenn eine bessere Zukunft lockt Auch Willys Familie hat die Heimat auf dem Land verlassen und in der Stadt ein besseres Leben gesucht. Eine aufstrebende Stadt wie Santa Cruz verspricht viele Vorteile. Universitäten, fliessendes Trinkwasser, Arbeitsmöglichkeiten und Einkaufshäuser. Die Kehrseite sind Gewalt, Verbrechen sowie die Verwahrlosung von Kindern und Jugendlichen. Gewalt und Kriminalität hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Ein Mädchen unserer Jugendgruppe Rescatones wurde ab einem belebten Markt entführt und vergewaltigt. Dorfleben zwischen Idylle und Mühsal In einem kleinen Dorf sieht das Leben ganz anders aus. Wir haben in einer Region, 250 km nordöstlich von Santa Cruz, ein Projekt für Dorfentwicklung gestartet. Willy ist der Projektleiter. In Puquio leben etwa 70 Familien. Die Naturstrasse ist nur bei trockenem Wetter passierbar. Die nächste, grössere Ortschaft mit Teerstrassen, Concepcíon, liegt ca. 80 km nördlich. Verbrechen sind da weniger ein Thema, da jeder jeden kennt. Das grosse Thema sind eher die Lebensumstände, denn schätzungsweise

Damit wir weiteren Familien helfen können, sind wir auf zusätzliche Spenden angewiesen. Sie können mit beigelegtem Einzahlungsschein Geld überweisen, bei der Aktion ‘bike to work’ mitmachen (im Juni mit dem Velo zur Arbeit)*, einen Sponsorenlauf durchführen (Kirchgemeinde, Sonntagsschule, Sportverein)*, an Ihrem Geburtstag ein Projekt protegieren.

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90% der Dorfbevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Strom gibt es immerhin seit einem Jahr und einen Fluss, aber das Wasser ist nicht sauber und eigentlich ungeniessbar. Die Bewohner haben aber meist nur dieses. Aus Unwissenheit wird die Umwelt belastet und wichtige Ressourcen vernichtet Es gibt kaum Handwerksbetriebe. Die meisten Leute leben von der Land- und Forstwirtschaft, mangels Ausbildung auf tiefem Niveau, zu oft wird der Wald gerodet. Das Gebüsch und minderwertiges Holz wird verbrannt. Die Asche dient als Dünger. Eine neu gewonnene Ackerfläche wird zwei bis drei Jahre genutzt. Dann ist der Boden ausgelaugt und eine weitere Waldfläche muss gerodet werden, um neues Ackerland zu gewinnen. Überall im Dorf läuft Kleinvieh frei herum. Das heisst, die Hühner verlegen die Eier irgendwo im Busch. Entsprechend ist der Ertrag der Hühnerbesitzer. Dies alles macht das Leben hart. Und doch ist das Dorf die Heimat vieler. Sie sind dort aufgewachsen. Mit der Umgebung, der Familie und der ganzen Gemeinschaft vertraut


und verbunden. Nur wie lange noch? Eine junge Frau um die 20 hat in der Stadt Recht studiert, ist aber ohne festen Job. Wovon soll sie in Puquio leben? Über kurz oder lang besteht die Gefahr, dass sie in die Stadt abwandert. Pastor Pablo leitet eine Kirche in El Porvenir, nur wenige Kilometer von Concepcíon entfernt. Er unterstützt den Pastor in Puquio und weitere Pastoren in den umliegenden Dörfern. So haben die Gläubigen eine geistliche Heimat. Die Natur, der ein Einkommen nur durch harte Arbeit abzugewinnen ist, der Zusammenhalt in der Familie und innerhalb des Dorfes, die Gemeinschaft der Gläubigen; alles fliesst ineinander und all das bedeutet Heimat für die Leute der Region Lomerío. Wir wollen Lebensgrundlagen erhalten und neue schaffen Unser Projekt soll helfen, die Heimat dieser Leute zu erhalten. In erster Linie versuchen wir, den Bewohnern eine Lebensgrundlage zu geben. Das Ziel ist, die Armutsgrenze zu sprengen. In Zukunft sollen sie genügend Mittel haben, um sich gesund zu ernähren. Medizinische Versorgung ist wichtig und auch, dass Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht wird. Auch notwendige Transportmittel sollen sich die Familien leisten können. Alles Dinge, die in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit sind. In dieser Ecke der Welt ist dies den Bewohnern bisher zu einem grossen Teil verwehrt. Somit sind das sehr hohe Ziele, die nicht über Nacht zu erreichen sind. Es braucht Geduld und einen langen Atem. Aber die ersten Schritte sind getan.

Die Schritte zum Unterschied Im letzten Jahr wurde ein Garten angelegt und das brachte eine grosse Salat- und Rüebliernte. Die Familien haben einen Teil der Ernte für sich genutzt, einen Teil verkauft und den zehnten Teil dem Pastor als Entgelt für seinen Dienst abgegeben. Einige Familien bekamen ein Gelege Hühner. Neu planen wir, Wasser von den Dächern zu sammeln und Bäume anzupflanzen. Im Weiteren werden die Menschen nicht immer von unserer Hilfe abhängig bleiben. Denn wir helfen ihnen, sich selbst zu helfen. Daniel Graf INFOBOX

Der Bedarf ist gross und der Weg ist lang, bis wir in Puquio und den umliegenden Dörfern die Heimat dieser Leute etwas sichern können. Es lohnt sich, denn: · wenn Fermin nicht mehr fürchten muss, dass seine Kinder an einer einfachen Durchfallerkrankung sterben … · wenn auch die Kinder und Grosskinder von Miguel noch Holz aus dem eigenen Wald für ihre Häuser und Möbel schlagen können … · wenn Pouletfleisch selber produziert wird, statt teuer gekauft werden muss … · wenn verschiedene Gemüse die Gesundheit fördern … · wenn Pastor Pablo für seine Arbeit in der Kirche den Zehnten der Gläubigen bekommt … · wenn durch all diese Taten der Nächstenliebe Pastor Pablo offene Herzen findet, um die Gute Nachricht zu säen … dann ist ein Stück Reich Gottes auf dieser Welt Wirklichkeit geworden.

Helfen Sie jetzt! 11 *Was und wo immer; wir informieren und unterstützen Sie gerne dabei. Kontakt: sponsorenlauf@agape.ch Telefon 044 857 13 28 www.agape.ch/sponsorenlauf

Wir finanzieren Regenwassertanks. 10000–LiterTank: Fr. 1200.-

Wiederaufforstung und nachhaltige Waldbewirtschaftung: Schon Fr 50.sind ein wertvoller Beitrag.

Hier einige Beispiele für benötigte Hilfsmittel. Spenden für Lager der Jugendgruppe ‘Rescatones’ 25.-/Jugendliche(r) Willy und Therese Vaca-Buchers Lohn wird durch Spenden gedeckt. Fr. 30.- pro Monat (Fr. 1.- pro Tag) sichern den wertvollen Dienst langfristig.

Eier und Poulet sind eine wichtige Ergänzung im Speiseplan. 20 Hühner pro Familie, Transport und Material: Fr. 170.-

Schon einfache Werkzeuge helfen bei der Gartenarbeit und auf dem Feld. Schaufel: Fr. 12.Pickel: Fr. 15.-


bolivien

Kinder in Bolivien – verlassen und sich selbst überlassen Vor knapp 10 Jahren verliessen tausende von Eltern ihre Kinder, ihr Zuhause und ihr Land. Durch die hohe Zahl der Arbeitslosigkeit, suchten sie im Ausland eine Stelle. Die Kinder blieben ohne Betreuung und Erziehung sich selbst und dem Schicksal überlassen. Dieser Exodus ist in den letzten drei bis vier Jahren zurückgegangen. Tatsache ist aber, dass ein Grossteil derjenigen, die ins Ausland gegangen sind, noch heute dort leben und ihre Familien in Bolivien nur einmal im Jahr besuchen (wenn überhaupt).

Eine weitere Tatsache; die Auswirkungen sind immer noch ganz aktuell und spürbar. Denn diese Eltern haben auch Kinder im Kleinkindalter zurückgelassen – sprich, die Auswirkungen bei den Schülern werden wir wahrscheinlich noch weitere 10 Jahre spüren. Die Auswirkungen sind enorm: störendes Verhalten in der Schule und schwache Leistungen, Respektlosigkeit gegenüber Lehrern, fehlendes Interesse, keine Vision fürs Leben usw.

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Wie können wir das ändern? Wir können weder den Eltern Jobs anbieten noch eine gute Betreuung der Kinder erzwingen. Aber wir können jährlich 600 bolivianische Schüler mit dem Evangelium erreichen. 60 Schüler leiten wir in den ersten Schritten eines christlichen Lebens an, gesunde und emotional gefestigte Personen zu werden. Wenn sich deren Leben auf biblischen Prinzipien und Werten gründet, werden sie selbst das Evangelium weitertragen. Wir helfen den Schülern und Jugendlichen mit dem Seminar ‘Wie ich gute Noten erreichen kann’. Sie verstehen die Wichtigkeit des Lernens und wie sich ihre Zukunft sowie berufliche Perspektiven verbessern. Das Seminar ‘Sexuelle Enthaltsamkeit’ sensibilisiert die Jugendlichen für die Wichtigkeit und den Platz der Sexualität. Eine ungewollte, frühe Schwangerschaft wird ihre Zukunft belasten und sie stark einschränken. Eine Schülerin schreibt nach Abschluss des Seminars: «Zum ersten Mal habe ich verstanden, wieso es sich nicht lohnt, sich auf vorehelichen Geschlechtsverkehr einzulassen; welches die emotionalen und auch physischen Auswirkungen sein können. Meine Entscheidung ist, bis zur Ehe zu warten, auch wenn das nicht immer einfach sein wird!»

Rodrigo Ari erzählt: «Zwei Monate vor Schulabschluss schien es unvermeidlich, dass ich dieses Schuljahr repetieren würde. Ich bat Carlos um Hilfe und war ab diesem Moment jede Woche einmal bei ihm zu Hause zum Nachhilfeunterricht. Meine Leistungen verbesserten sich, und ich bestand die Prüfungen in allen Fächern. – Mein Schuljahr war gerettet und ich habe gelernt, verantwortungsvoller zu sein! Jetzt weiss ich, wie wichtig es ist, pünktlich in der Klasse zu erscheinen, meine Aufgaben zu lösen und mich gut auf die Prüfungen vorzubereiten!» Wir bieten wöchentliche Schülertreffs an. Da hören die Schüler von Gottes Liebe und Vergebung. Sie werden immer wieder ermutigt und herausgefordert, eine persönliche Beziehung mit Jesus zu pflegen, Gottes Wort zu lesen und es in ihrem Leben umzusetzen. An einem Abend wurde unter anderem die Wichtigkeit des Vergebens hervorgehoben. Jimena nimmt seit etwa einem halben Jahr an unseren Treffen teil. Sie erzählte von einer Konfliktsituation und fragte, ob in so einem Fall auch vergeben werden müsse. Die Antwort schien für sie nicht befriedigend. An einem späteren Schülertreff war das Thema ‘Den Eltern vergeben’. Wir sahen gemeinsam einen kurzen Film an: Ein erwachsener Sohn besucht seinen Vater im Gefängnis und hat auf Zetteln aufgeschrieben, was der Vater ihm und der Familie alles an Leid zugefügt hat. Dann zeigt er seinem Vater den letzten Zettel mit den Worten: Ich vergebe Dir! Jimena Suarez bricht in Tränen aus und Esther nimmt sie zur Seite, in einen separaten Raum. Jimena kämpft mit ihren Gefühlen. Aber dann erzählt sie von dem Leid, das ihr Vater ihr und der ganzen Familie angetan hat, als er sie einfach verliess. Im Gespräch mit Esther entscheidet sich Jimena, Jesus in ihr Leben zu bitten. Und schliesslich ist sie bereit, ihrem Vater zu vergeben! Zuvor war diese junge Frau immer nur mit einem ernsten Gesicht anzutreffen. Sie sprach kaum mit jemandem und suchte sich hinter ihren Haaren zu verstecken. Heute sieht man sie meistens wie auf dem Foto, mit aufgedecktem Gesicht und einem Lächeln! Jimena sagt: «Ich habe gelernt zu vergeben! Ich weiss nun, dass Gott mich liebt und mir vergeben hat!» Theres Bucher DeVaca


«Wir sahen gemeinsam einen kurzen Film an: Ein erwachsener Sohn besucht seinen Vater im Gefängnis und hat auf Zetteln aufgeschrieben, was der Vater ihm und der Familie alles an Leid zugefügt hat.»

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kuba

Mangel und trotzdem Hoffnung Ist es möglich, in einem Land wo es an vielem fehlt, eine Vision zu haben? Martin und Rachel Stoessel waren in Kuba und haben miterlebt, was es heisst, hier Hoffnung zu verbreiten. Nicole und Gilberto Metzler-Dominguez, unsere Mitarbeiter, ermutigen junge Kubaner zur Eigeninitiative und zum festen Glauben, dass sie mit Gottes Hilfe etwas verändern können.

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Im ersten Moment fühlt man sich 50 Jahre zurückversetzt. Die Fahrzeuge, die uns auf der Strasse entgegenkommen, sind fast alle in den 50er Jahren in den USA gebaut worden. Für einen Fan von Oldtimern wäre hier ein Paradies. Die Ochsenund Pferdewagen lassen die Vermutung endgültig aufkommen, dass jemand das Rad der Zeit um ein halbes Jahrhundert zurückgedreht hat. Leider ist diese Erscheinung aber die Folge des Umstandes, dass neue Autos fast nicht importiert werden dürfen. So werden die alten, noch fahrbaren Untersätze gehegt und gepflegt. ‘Flicken lohnt sich nicht mehr’ gilt in Kuba eigentlich nirgends. Es ist die Folge eines chronischen Mangels. Während unserer Anwesenheit ist das Gerücht zu hören, dass in Havanna, immerhin eine 2 Mio Stadt, jetzt dann keine Babywindeln mehr zu kaufen seien. Was dann? Oder: Bei MetzlerDominguez zuhause ist vor geraumer Zeit die Toilettenspülung kaputt gegangen. In jeder von uns angesteuerten Stadt haben wir einen Bummel durch die Läden gemacht. Aber erst in der letzten Stadt haben wir die gesuchten Ersatzteile gefunden. Die Beschaffung solcher bei uns alltäglichen Kunststoffstücke erfordert in Kuba einen riesigen Aufwand.

Kreativität Dieser Mangel fördert die Kreativität der Kubaner enorm, speziell wenn es um elektrische Installationen geht. Wofür ist ein leerer Deo-Rollon zu gebrauchen? Für jeden Kubaner ist die Antwort klar: Als Lichtschalter natürlich. Beim Zusammendrehen gibt es Kontakt, und die Lampe brennt. Der Alltag fördert Kreativität, Spontanität und Improvisationsgabe. Geduld hat in Kuba jeder. Ungleichheit In den letzten 20 Jahren hat der kubanische Staat auf die Entwicklung des Tourismus gesetzt. Wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann privat Zimmer an Touristen vermieten. Die Investitionen, um sein Haus in den vorgeschriebenen Zustand zu versetzen, sind aber so hoch, dass ein ‘normaler’ Kubaner das nicht vermag. Ist dies aber geschafft, kann der Besitzer mit seinem Gastzimmer pro Tag mehr verdienen als sonst in einem ganzen Monat. Das führt zu unglaublichen Ungleichheiten und wiederum zu ebensolchen Frustrationen. Wenn der Mensch für sich keine Perspektive sieht, fühlt er sich zur Passivität verurteilt.


www.agape.ch/kuba

Christus in euch – die Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit! An diesem Punkt setzt die Schulung Fundamento de Liderazgo Joven FLJ, übersetzt Junge Leiterschaft mit Fundament, ein. Gilberto und Nicole bieten jungen, potenziellen Leitern seit fünf Jahren ein Programm an. Sie lehren ihre Studenten, wer die Hoffnung für Kuba ist, nämlich sie selbst; sie die nächste Generation – oder genauer: Jesus in ihnen. Gilberto und Nicole vermitteln ihren Zuhörenden eine Perspektive und leiten sie an, eine eigene Vision für ihr Leben, ihre individuelle Berufung sowie ihre Aufgabe zu finden. Die Ausbilder helfen so, eigene Gaben zu entdecken und sich darin zu üben.

Es ist frappant, wie die im FLJ gelebten Werte sich von denen unterscheiden, die üblicherweise den kubanischen Alltag prägen. Sie beklagen sich nicht über Ungleichheiten, sondern sie glauben, dass dank Gott ein jeder einen Unterschied macht. Sie erlauben Gott, an ihren Herzen zu arbeiten. Nur dann prägt nicht Eigennutz, Neid und Verbitterung das Leben. Einstimmig bekennen sie: «Unser Platz ist in diesem Land und Gott wird uns mit allem versorgen, was wir brauchen.» Die kubanischen Studenten bezahlen einen Teil der Ausbildung selber. Aber ohne die Unterstützung aus der Schweiz wäre das Projekt und die verschiedenen Kursmodule nicht realisierbar. Auch unverzichtbar ist das hohe Engagement von Gilberto und Nicole. «Dies ist das Tool, für das wir brennen und in welches wir all unsere Gaben und Stärken investieren können!» sagen Gilberto und Nicole übereinstimmend. «Wir hoffen, dass unser Team bald grösser wird!» Das Programm scheint perfekt zu passen, denn sie bewältigten diese Aufgabe hervorragend.

«Unser Platz ist in diesem Land und Gott wird uns mit allem versorgen, was wir brauchen.»

Gilberto und Nicole lehren ihre Studenten auch, dass ihr Leben einen tiefen Sinn hat. Ebenso, dass sie Teil des Plans sind, den Menschen Kubas Gott nahe zu bringen. Die jungen Leiter kommen aus den verschiedensten Denominationen. Der Unterricht ist interaktiv und in praktischen Umsetzungen wird Gelerntes trainiert. Die gut 30 Teilnehmenden reisen auf eigene Kosten ins Camp. Das zeigt Eigeninitiative und Bereitschaft zu persönlichem Engagement in diesem Kurs. Die Ausbildung ist ihnen wichtig. Die ersten Absolventen haben die zwei jährige Schule nun mit einer Feier und der Diplomübergabe abgeschlossen. Sie stellen sich mit stolz geschwellter Brust zum Gruppenbild auf!

Danke für alle Unterstützung. Sie ermöglichen es, dass junge Christen in Kuba Hoffnung haben. Sie finden ihre Berufung und prägen die Kirchen von heute und morgen. Martin Stoessel

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«Du aber darfst sagen: ‘Beim Herrn bin ich geborgen!’ Ja, bei Gott, dem Höchsten, hast du Heimat gefunden.»

Junge in Bukavu, Demokratische Republik Kongo Foto: Nathalie Burgherr

Psalm 91,9


agape news

Nepal-Himalaya Forum 2012

Eine Aktion von Agape international zusammen mit Dir und Deinen Freunden Herzen bewegen Gewinne Deine Freunde, um gemeinsam ein Projekt mit einem Sponsorenbeitrag zu unterstützen ... · für jeden Kilometer, den Du läufst, radelst, walkst · für jeden Fisch, den Du fängst · für jedes Kilo, das Du abnimmst · für jeden Takt, den Du vorspielst · für ein leckeres Mahl, das Du für sie kochst · für ... Angenommen Dein Hobby ist Velofahren. Du forderst deine Freunde und Bekannten heraus, Dir für jeden Kilometer, den Du z.B. im Monat Juni radelst, einen Franken für die Kinder in Bolivien zu spenden. Wenn Du 5, 10 oder 20 Leute aus Deinem Umfeld dafür gewinnst, ist dies wie ein Same, der aufgeht und zigfache Frucht bringt. Dein Hobby ist der Schlüssel, um vielen Menschen in Bolivien Hoffnung zu bringen. Weitere Infos unter www.agape.ch/sponsorenlauf

Marianne Nüesch bei Agape international Am 1. März begann Marianne Nüesch bei Agape international zu arbeiten. Sie stellt sich selber kurz vor:

Ein Ein aussergewöhnlicher aussergewöhnlicher Leiter Leiter vom vom Volk Volk der der Maihili berichtet aus der GemeindegrünMaihili berichtet aus der Gemeindegründungsarbeit dungsarbeit im im Süden Süden Nepals. Nepals. Kurzberichte Kurzberichte und und viele viele Bilder Bilder geben geben Ihnen Ihnen einen einen Einblick Einblick in in weitere weitere Projekte Projekte in in der der Himalaya-Region. Himalaya-Region.

Montag, 2. Juli 2012 18.30 - 21.00 Uhr Josefstrasse 206, Zürich Weitere Weitere kürzere kürzere Treffen: Treffen: Donnerstag, Donnerstag, 21. 21. Juni, Juni, Rybrüggstr. Rybrüggstr. 5, 5, Frutigen Frutigen Dienstag, Dienstag, 26. 26. Juni, Juni, Langhagstrasse Langhagstrasse 2, 2, Liestal Liestal (je (je 20.00 20.00 -- 21.30 21.30 Uhr) Uhr) Wir Wir laden laden Sie Sie und und Ihre Ihre Freunde Freunde herzlich herzlich ein. ein. Weitere Weitere Informationen Informationen und und Anmeldung Anmeldung www.nepalforum.ch ·· ybron@agape.ch www.nepalforum.ch ybron@agape.ch Telefon 044 044 857 857 13 13 20 20 Telefon

Ich bin seit zwei Jahre mit Daniel verheiratet. Ursprünglich komme ich aus Australien und bin letztes Jahr Mutter geworden. Wir kamen im Jahr 2009 in die Schweiz mit der Vision, bei Campus für Christus zu arbeiten und das Reich Gottes in der Schweiz zu bauen. Daniel arbeitet beim campus generation ministry, der Jugendarbeit, mit. Ich freue mich über meine 20%-Stelle bei Agape im Bereich KurzzeitProjekte. Ich habe mich in verschiedenen Teilen der Welt in lokale Gemeinden investiert. Ein Jahr lang war ich im Capernwray Bible College San Jose in Costa Rica und arbeitete mit in lokalen Hilfsprojekten. Ich engagierte mich regelmäßig für Frauen in schwierigen Verhältnissen. Ein anderes Projekt im Landesinnern war der Bau von zwei Schulgebäuden. Während der Jüngerschaftsschule in Westaustralien war ich drei Monate in Kairo, Ägypten. Dort unterrichtete ich Englisch und betete viel für die Einheimischen. Teilzeitlich studiere ich Lehrerin und ich geniesse die Zeit zu Hause als Mama von Ruby. Aktuell begleite ich das Projekt Heartbeat Tallinn 2012 und werde mich zukünftig in weiteren Kurzzeitprojekten investieren.


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Vom Fall und Aufstehen eines Christen

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Gedankenversunken sehe ich aus dem Fenster und denke nach. Im Blickwinkel nehme ich wahr, wie von oben ein Käfer auf den Fenstersims fällt. Er liegt auf dem Rücken. Ich frage mich, woher der Käfer so plötzlich kommt. Ich sehe nochmals hoch zum Fenster, es ist zu. Der Käfer muss schon seit geraumer Zeit im Raum sein, vielleicht seit dem letzten Lüften am Morgen. Sicher ist er an der Fensterscheibe hoch gekrabbelt auf der Suche nach einem Ausweg, bis er den Halt verloren hat. Da liegt der Käfer nun, nach wie vor auf dem Rücken und kämpft sich ab. Zappelt mit seinen Beinchen, um sich zurück in Bauchlage zu drehen. Das geht so weiter, ich schaue zu und frage mich, schafft er’s oder schafft er’s nicht? Worte aus einer Tiersendung fallen mir ein: «Ein gesunder Käfer, der auf dem Rücken liegt, schafft es allein, sich zu drehen.» Das finde ich spannend. Wie geht es mir; was ist, wenn ich als Christin zu Boden gehe (im übertragenen Sinne)? Ich komme zum Schluss, ein ‘gesunder’ Christ am Boden schafft es, wieder hochzukommen. Genau wie ein gesunder Käfer, der auf dem Rücken liegt. Ein sich wieder Aufrichten wird durchaus einiges an Kraft kosten, doch evident ausgedrückt: «Wer liegen bleibt stirbt.» Wir haben uns Sorge zu tragen. Auf eine gesunde Entwicklung zu achten, damit am Tag, an dem wir zu Boden geworfen werden, die ‘Kraft’ zum Tragen kommt und uns zurück auf die Beine bringt. Wir wissen nicht, ob oder wann dieser Tag kommt. Die Frage ist, wenn es geschieht, sind wir bereit für diesen Kraftakt? Ein anderes Zitat illustriert diese Situation im Leben gut: Der heilige Geist arbeitet daraufhin, dass wir ‘gewurzelt in ihm’ (Kol. 2.7) ‘gewurzelt in der Liebe’ (Eph. 3.17) werden, während der Satan (Widersacher) der Auswurzler oder der Ausrotter ist, wie Adolf Heller (1895-1973) sagte. Wenn ich an die grösseren Krisen in meinem Leben zurückdenke, wie oft stand ich da mitten in einer herausfordernden Situation, mit meinem unruhig schlagenden Herz, verwundet und gleich einem Blatt im Wind. Dann erlitt ich jeweils ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Meine Gedanken schlugen in tausend Richtungen, verzweifelt nach einer Lösung suchend, damit mein Herz Ruhe fände. Je länger ich mit Gott lebe, umso weniger intensiv wird meine Reaktion auf solche Herausforderungen. Aber habe ich verstanden, warum das eigentlich geschieht? Nein, das habe ich nicht. Und das Motto: ‘Es geht dann schon vorbei!’ hilft mir überhaupt nicht. Warum bloss? Nehme ich die Aussage von A. Heller ernst? Der Widersacher ist ein Ausrotter, er will mich entwurzeln… Er ist es, der mich in diese Situationen bringt. Er reisst alles aus, was herausgerissen werden kann. Wie heilbringend und wohltuend ist die Botschaft der Bibel: «Unser allmächtiger Gott arbeitet daran, uns zu verwurzeln. Er gibt uns Boden, er festigt uns ihn ihm und in seiner Liebe.» Wenn dies alles geschieht, damit wir ‘gewurzelt’ in ihm und in seiner Liebe sind, dann können wir uns auf die nächste Herausforderung freuen. Denn alles, was in ihm und in seiner Liebe ‘gewurzelt’ ist, kann nicht mehr herausgerissen werden! Nie mehr! Was aber macht der Käfer auf meinem Fenstersims? Er hat es nach langer Mühe geschafft, sich zu drehen und sitzt nun einfach da. Ich helfe ihm, nach draussen zu gelangen. Ohne fremde Hilfe wäre das dann wohl doch nicht gegangen. Aysel Wäspi-Isik

Herzliche Einladung

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Zürich · Mittwoch, 6. Juni 19.00 Uhr, Josefstrasse 206 1. Stock Bern · Freitag, 8. Juni 19.00 Uhr, Nägeligasse 9 EGW Bern-Zentrum Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Weitere Informationen und Anmeldung www.agape.ch/russland, mit Antworttalon oder Telefon 044 857 13 20


agape aktuell

Wir sind in 15 Ländern mit über 50 Partnerschaftsprojekten tätig. In den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Mikrokredite, Know-how-Vermittlung etc. sind wir aktiv, um den Menschen Gottes Liebe ganzheitlich zu bringen. Einige Spotlights verschiedener Länder:

Afghanistan

China

Wir konnten im März an 117 Familien in vier Dörfern auf über 3000 m.ü.M. Grundnahrungsmittel verteilen. Jede Familie erhielt 50 kg Mehl, 25 kg Reis und 9 Liter Öl. Die Familien waren sehr dankbar. Der ausgebliebene Regen brachte bis zu 40% Ernteeinbusse. Für Selbstversorger ist das eine Katastrophe. Zudem kehren immer mehr Flüchtlinge aus dem Iran zurück. Wenn in solch einer Situation zusätzliche Mäuler zu stopfen sind, führt das sehr schnell an Grenzen. > www.agape.ch/afghanistan

Ausbildung von Gemeindegründern Unsere Partner bilden zurzeit an sechs Schulungsorten in verschiedenen Landesgegenden über hundert Gemeindegründer aus. Fünf weitere Orte bereiten sich auf den Start neuer Klassen vor. Die Gemeindegründer erhalten eine zweijährige, praxisorientierte Ausbildung. Ein Coach unterstützt sie darin, eine neue Gemeinde aufzubauen. > www.agape.ch/china

Frankophon Afrika – Manuel Rapold Bolivien · Therese und Willy Bucher Vaca

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Dorfentwicklungsprojekt In Lomerio hat die Legezeit der Hühner begonnen! Drei der fünf Hühnerbesitzer können sich bereits an dem Eiersegen freuen. Ein älteres Ehepaar zeigte Willy begeistert ihre 45 Eier. Schon über 20 hatten sie verkauft und mehrere gegessen! Schülerprojekt 10 Schüler nehmen wöchentlich am Nachhilfeunterricht teil – oder besser gesagt 'Vorhilfeunterricht'. Diese Schüler haben nämlich verstanden, wie wichtig es ist, sich während dem ganzen Schuljahr um gute Noten zu bemühen, nicht erst auf die Prüfungen hin, wenn es vielleicht schon zu spät ist. > wwww.agape.ch/bolivien

Ruanda Im Anschluss an den Einsatz eines Teams von Schweizerinnen (November 2011) haben in fünf Städten Frauenfrühstückstreffen begonnen: Gisenyi, Kibungo, Kibuye, Gitarama und Kigali. > www.agape.ch/ruanda Demokratische Republik Kongo Anfangs März konnten wir in Bukavu 45 einheimische Trainer ausbilden für das Seminar ‘Erfolgreich studieren’. Dies war sehr nötig, angesichts der steigenden Nachfrage: allein in Goma und Bukavu haben im letzten Jahr über 1000 Studierende daran teilgenommen. Viele bezeugen, dass sich ihre Prüfungsresultate dadurch verbessert haben.


Kidshouse Kaschmir – Simone und Simon Allenbach Alle neun Kinder der Familie sind fit und munter und entwickeln sich altersgerecht, obwohl sie nicht alle gleich gute Startbedingungen hatten. Die 4-jährige Jemima stiess als Neugeborene zur Familie. Sie hatte tagelang Zeichen einer Minderdurchblutung, wohl während der Geburt erlitten, und wir hatten Sorgen, ob sie sich normal entwickeln würde. Es gab etliche gesundheitliche Hürden mit ihr. Aber mittlerweile ist sie eine grossgewachsene kleine Dame, die ihren Geschwistern in nichts nachsteht und flott engagiert Memory spielt! Wir sind sehr dankbar für die gute Entwicklung der Kinder. > www.agape.ch/kaschmir

Nepal-Himalaja – Yves Bron, Andreas Kaderli Auf 2012 hin haben wir im Projekt Nepal (Gemeindegründungen) von verschiedenen Seiten grünes Licht erhalten für eine Gebietserweiterung! Die Abdeckung weiterer Gebiete im äussersten Westen Nepals bringt uns dem Ziel Nepal-2020 näher. Das geschieht gemeinsam mit den Nepali Partnern. Neu kommen Gebiete in Bhutan und Tibet hinzu. Die Vision ist, im ganzen Himalaja unerreichte Volksgruppen mit der frohen Botschaft zu erreichen und genug Gemeinden zu gründen, dass die Bewegung selbstständig weiter wächst. Hindernisse und somit besondere Gebetsanliegen sind weiterhin die Christenverfolgung, besonders in ländlichen Gebieten Nepals sowie die Christen im Untergrund in Bhutan und Tibet. > www.agape.ch/nepal

Kuba – Nicole und Gilberto Metzler Dominguez Wir freuen uns über 25 neue Pastoren und Inlandmissionare. Seit Anfang Jahr unterstützen wir sie. Im März waren wir für knapp drei Wochen im Osten Kubas unterwegs. Es war eine gute Reise, obwohl alle drei eine hartnäckige und kräftezehrende Grippe erlitten. Wir führten zwei Leiterschaftskurse durch und pflegten die Kontakte zu vier verschiedenen evangelischen Institutionen. Zwei weitere Denominationen möchten den Leiterschaftskurs in ihrer Arbeit unter jungen Verantwortungsträgern integrieren. Im April starten die ersten zwei vollzeitlich engagierten Mitarbeiter! > www.agape.ch/kuba

Libanon ACCESS geht neue Wege: Ausbildung für Schreiner Joerg Zimmermann ist mit seiner Frau und zwei Kindern seit 2007 Team-Mitarbeiter. Als Schreinermeister konnte er, dank der Hilfe von Partnern in Deutschland, Ende März die Ausbildungswerkstatt in Betrieb nehmen. Schulbildung Die Nachfrage nach Musikunterricht für Kinder stieg seit der Eröffnung 2008 ununterbrochen an und verspricht eine nachhaltige Plattform für die Gesellschaft. Nun bereitet sich ACCESS darauf vor, im Herbst mit einem neuen, modernen Schulmodell für die Primar- und Sekundarstufe zu beginnen. > www.agape.ch/libanon

Nordkorea – Stefan und Anita Burckhardt Obstbau-Praktikanten Wie im vergangenen Jahr verbringen sechs Nordkoreaner und Nordkoreanerinnen die Zeit von Frühling bis Herbst bei Obstbauern-Familien in der Ostschweiz. Sie lernen, wie auf grossen Betrieben Beeren und Obst angebaut und verarbeitet werden. Dieses Fachwissen wenden sie dann in ihren Genossenschaftsfarmen in Nordkorea ‘fruchtbringend’ an. Die Betreuung der nordkoreanischen Gäste ist sprachlich und kulturell herausfordernd, aber sehr befriedigend und für beide Seiten ein Gewinn. Minergie-Haus Am Stadtrand von Pyongyang haben unsere Partner ein Musterhaus nach Minergie-Prinzipien zu bauen begonnen. Es steht auf der DuruInsel, neben einem schon fertiggestellten 2-KWWindrad. Mit diesem Haus wollen wir zeigen, wie mit lokal vorhandenen Materialien energiesparende, gut isolierte Gebäude erstellt werden können. Besonders im Winter steht oft kaum Energie zur Verfügung – weder zum Heizen noch für Licht oder andere Bedürfnisse. Das Bedürfnis wie auch das Potenzial für einfache Verbesserungen ist immens und wir hoffen, dass mit einem Musterhaus viele Bauherren überzeugt werden können, zukünftig anders zu bauen. > www.agape.ch/nordkorea

Weitere Projektinfos auf www.agape.ch

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libanon

Am 23. Juli 1993 bin ich in Basel geboren. Als ich eineinhalb Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir nach Kenia gezogen und wir lebten dort ein Jahr lang. Seit ich mich erinnern kann, lebe ich schon im Libanon. Mein Vater ist Schweizer, meine Mutter Libanesin. Meine Eltern haben die Berufung, Gott im Libanon zu dienen. Zunächst, als ich noch sehr jung war, verstand ich das nicht, verglich immer die beiden Länder miteinander und wollte meine Eltern beeinflussen, in die Schweiz zurückzukehren. Es gelang mir aber nicht so recht.

www.agape.ch/libanon

Meine Hobbys sind: Schwimmen, Skifahren, Sport. Ich habe ein Mountainbike, Computergames, ich lese gern Bücher (besonders C.S. Lewis), schaue gerne Filme. Wir haben eine Katze, die vor ein paar Tagen Nachwuchs bekommen hat (5 Kätzchen). Kosten: (die Preise sind ungefähre Zahlen in USD) Kino: $10 ($15 für 3D) PC Game: $4 Film: $1-2 Buch: $10-20 Essen Ausgang: $5-35 (von Sandwich bis Sushi)

Ein Lebe als Missi kind – w Heimat?


en ionarswo ist

Ferienland Schweiz Jedesmal, wenn wir in die Schweiz gingen, habe ich mich sehr gefreut, meine Freunde zu sehen und Spass zu haben. Da mein Geburtstag im Sommer ist, bekam ich auch ganz viele Geschenke in der Schweiz. Das hat mich besonders glücklich gemacht. Alle drei Jahre fliegen wir in die Schweiz, für ein paar Arbeiten und damit meine Eltern Kontakte zu ihrem Freundeskreis pflegen können. Dabei besuchen wir Bekannte, Freunde, Verwandte etc. Meistens ist unser Aufenthalt vom Juni bis zum Oktober (die Zeit der libanesischen Sommerferien). Für sechs Wochen besuchen meine zwei jüngeren Schwestern und ich dann die Schule in der Schweiz. Jedes Mal traf ich neue Leute und knüpfte neue Kontakte. Zurück im Libanon verlor ich sie wieder, da ich nicht so gerne schreibe. Zwischen den Welten Bisher galt ich überall, wo ich hinging als Ausländer. In der Schweiz wurde ich als Libanese betrachtet, im Libanon als Schweizer. Manchmal fühlt es sich gut an ‘anders’ zu sein, aber manchmal ist es mühsam. Ich habe einen für die arabische Sprache schwierig auszusprechenden Namen. Mein mittlerer Name ist arabisch (Nassim). Manchmal bin ich mit meinem ausländischen Pass benachteiligt (die Libanesen haben verschiedene staatliche Privilegien). Ein Beispiel: Ich darf keinen Job annehmen, auch keinen Studentenjob, ohne eine Arbeitsbewilligung vom Arbeitsministerium. Das libanesische Bürgerrecht bekomme ich nicht, da mein Vater nicht Libanese ist. Eigene Meinung Erst seit etwa einem Jahr beschäftige ich mich richtig mit meiner Identität. Ich realisierte, dass ich mehr Libanese als Schweizer bin, auch wenn ich im Libanon als Schweizer Ideologe bezeichnet werde und meine Gedanken sich vom libanesischen Denken sehr unterscheiden. Ich fühle mich manchmal ein bisschen weltoffener, umweltbewusster und verantwortungsvoller als meine lokalen Freunde. Aber manchmal fühle ich mich belächelt, oder meine Meinung wird nicht wirklich beachtet. Möglicherweise weil sie nicht ihren Vorstellungen entspricht? Ich glaube, es ergeht mir so, weil ich meine Kindheit nicht nur – wie andere Kinder hier – im Kindergarten und in der Schule im Libanon verbracht und abgeschlossen habe, sondern auch vielmals in der Schweiz die Schule und das Gymnasium besucht habe. Zuhause Es fällt mir viel leichter, im Libanon zu leben als in der Schweiz. Ich kenne mich hier besser aus, besonders mit den sozialen Umgangsformen und Gepflogenheiten. Hier ist man sehr gastfreundlich. Familie und Verwandte sind sehr wichtig und man besucht einander, anstatt Karten zu schreiben. Hier habe ich natürlich viele Freunde. Daher kann ich sagen, dass der Libanon meine erste Heimat ist. Beiruts Strassen sind mir vertraut und ich finde problemlos meinen Weg. Zudem sind die meisten meiner Erinnerungen hier.

Lars (rechts)

Ich erinnere mich an die Zeit, wo die Bomben (2005) hochgingen. Auch daran, wie der Hizbollah-Israel Krieg ausbrach (Juli 2006) und wir evakuiert wurden. Ich finde, das sind gute Erinnerungen, auch wenn sie in den meisten Leuten Angst auslösen. Ich habe aber nie eine solche Angst erlebt. Gott hat uns immer bewahrt, und hat mir immer einen inneren Frieden geschenkt. Spontane Feiertage Das Leben im Libanon unterscheidet sich sehr vom Leben in Europa und in der Schweiz. Es ist beispielsweise schwierig und zeitaufwändig, sich ohne Auto zu bewegen, besonders da wir ausserhalb der Hauptstadt Beirut leben. Mein Weg zur Uni dauert zwischen eineinhalb und zweieinhalb Stunden. Ohne Verkehrsstau wären es bloss 45 Minuten. Strom haben wir 12 bis 18 Stunden täglich, was auch den Zugang zum Internet limitiert. Während der Stromausfälle müssen wir uns bedacht verhalten: Wir kommen zum Essen zusammen, telefonieren, räumen das Zimmer auf oder gehen einkaufen. Anders als in der Schweiz sind die Feiertage nicht zu Jahresbeginn festgelegt. Manchmal gibt es Überraschungen. Da komme ich in die Uni und alles ist geschlossen. Dann erfahren wir, dass der Innenminister am Vorabend aus diesem oder jenem Anlass Schulen und Universitäten für geschlossen erklärte! Man lernt zwangsläufig, flexibel zu sein und mit Unvorhergesehenem umzugehen und das Beste daraus zu machen. Beirut ist eine sehr geschäftige Metropole mit Millionen Einwohnern. Es hat nur drei öffentliche Parks und eine Uferpromenade. Ansonsten ist überall Eintritt zu bezahlen: am Strand, zum Fussballspielen auf einem Fussballfeld, für private Parks, kleinere Tierparks, Museen etc. Nicht mal für Schüler und Studenten gibt es einen reduzierten Tarif. Gefahren Auf dem Land ist es je nach Gegend riskant, sich in der freien Natur aufzuhalten, denn während des libanesischen Bürgerkriegs wurden vielerorts Minen gelegt. Sie wurden noch nicht richtig entfernt. Es gibt jede Menge Restaurants, Hotels und touristische Attraktionen: Der Libanon ist ein geschichtsträchtiges Land und bietet herrliche, natürliche Landschaften. Trotz all dem betrachte ich den Libanon als Heimat. Ich fühle mich wohl mit der grossen Gastfreundschaft, der Wichtigkeit der Familie, dem Wert der Freunde, der Freundlichkeit... Lars

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japan

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www.agape.ch/Japan


Japan – ein Jahr nach der Katastrophe Japans geistliches Erwachen Am 11. März 2012 war es ein Jahr, seit die dreifache Katastrophe im Land der aufgehenden Sonne Land und Leute mitten ins Herz getroffen hat. Der Anfang war ein Erdbeben, gefolgt von einem Tsunami und der AtomreaktorKatastrophe. Das Geschehen hat nicht nur Japan tief erschüttert. Die Auswirkungen sind weltweit. Politiker setzen neue Akzente. In Japan selbst hat ein neues Zeitalter begonnen. Mehr als Überleben Die Zerstörungen durch die Katastrophe werden noch lange sichtbar bleiben, trotz rascher und auch international vielseitiger Hilfe. Materielle Hilfe ist das eine; die immaterielle Hilfe ist das Herzensanliegen von CRASH, einem Zusammenschluss verschiedener christlicher Organisationen und Gemeinden der evangelischen Allianz. Denn die Wiederherstellung der seelischen Befindlichkeit der japanischen Mitmenschen, die mitten in ihrer Identität getroffen sind, wird ungleich länger dauern. Technologien nutzen In Japan dient das Internet nicht nur als Kommunikationsmittel, es stellt oft auch die soziale Gemeinschaft dar. Das wussten die Initianten der Website Gottkennen.ch und hatten schon vor der Katastrophe Schritte geplant, um übers Internet Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Anfangs Dezember wurde das Projekt ‘Gottkennen-Website für Japan’ offiziell gestartet. Am Informations- und Mobilisationsanlass nahmen 50 Leiterpersönlichkeiten aus Medien, Kirchen und anderen christlichen Organisationen teil. Viele sind sehr dankbar, von nun an mit diesem Jesus.net-Projekt eine evangelistische Arbeit in Japan zu haben. www.knowinggod.jp bringt die ‘Gute Nachricht’ attraktiv über Internet, Smartphone etc. Zudem sind im Land nun viele Gemeinden bereit, suchende Menschen zu empfangen und ihnen den Weg zu Gott weiter zu erklären. Dafür wurden eigens sogenannte E-Coaches geschult – Christen, die Menschen via Internet begleiten. Dies ist allerdings eine besondere Herausforderung und braucht Motivationsarbeit. Denn in der japanischen Kultur ist es üblich, dass die Gemeindeleiter solche Aufgaben übernehmen. Aber das Umdenken hat begonnen, mehr und mehr motivierte Personen lassen sich für diesen Dienst rufen.

Japanisches und Schweizer Gottkennenteam

Jugendliche erzählen: Mini Gschicht mit Gott.

Geschichten der Hoffnung

Die ersten Erlebnisberichte sind ermutigend. Eine Frau aus Tokyo war im Januar auf der Webpage. Sie kam in Kontakt mit einer gläubigen Frau, die am Telefon mit der verzweifelten Frau betete. Das Gebet berührte die Frau zutiefst.

Seelische Befindlichkeiten, geistliche Aufbrüche Im Hinblick auf den ersten Jahrestag der Katastrophe haben die Projektpartner einen Gebetskalender für die diesem denkwürdigen Datum vorangehenden 30 Tage zusammengestellt. Damit wird auf einfache Weise Hintergrundinformation zum Leben in Japan vermittelt. An jedem Tag soll ein besonderes Anliegen vor Gott bewegt werden. Wie sehr ist Gott, der Schöpfer berührt, so die Überzeugung der Verantwortlichen, wenn sogar die Leser des Gebetskalenders spüren, dass da ein Volk zutiefst in der Seele getroffen ist? Zur japanischen Kultur gehört es, freundlich zu sein und zu lächeln. Aber dies ist meist oberflächliche Geste; oft verbirgt es tiefes Leid. 20 000 Tote forderte die Katastrophe, aber das ist nur die eine Seite. Die jährlich über 30 000 Suizidtoten (pro Tag gegen 100!) spiegeln die tiefe innere Not. Im Internet surfen viele nach Lebensthemen. Zum Beispiel beschäftigt die tiefe Geburtenrate, denn die Frage nach der Versorgung im Alter wie auch das Sehnen nach Gemeinschaft sind stark. Christen möchten die Suchenden über die neue Website abholen. Neben diesen neuen, evangelistischen Angeboten im Internet werden auch die Gemeinden wach. Vermehrt suchen sie nach neuen Leitern und investieren in entsprechende Ausbildung, damit neue Gemeinden entstehen. Gospelchöre und die schönen Künste, AlphaliveKurse und mobile Cafés werden angeboten. Auf welchem Weg auch immer, das Ziel ist, die Menschen in Japan mit Gottes Liebe bekannt zu machen. Der Japan-Gebetskalender unterstützt diesen Prozess, und die wachsende Zusammenarbeit der verschiedenen Partner, inklusive der Unterstützung aus der Schweiz, lässt auf einen geistlichen Aufbruch im Land der aufgehenden Sonne hoffen. Tom Sommer

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rezept

Schnelle Peking-Ente Zutaten für 4 Portionen: 3 Entenbrust – Filets à 350 g Marinade: 1 EL Stück Ingwer, püriert (oder frisch gehackt) 3 EL Sojasauce, 2 TL Öl (Sesamöl) Pfannkuchen: 2 TL brauner Zucker, 1 TL Zimt, 220 g Mehl,180 ml kochendes Wasser, 1 EL kaltes Wasser ½ Salatgurke 4 Frühlingszwiebeln 75 ml Wein (Mirin, chinesischer süsser Wein) 1 Glas Sauce (chinesische Pflaumensauce) Honig

In die Haut der Entenbrüste mit einem scharfen Messer gleichmässig kleine Rauten oder Quadrate einschneiden (damit sich das Fleisch beim Braten nicht zusammenzieht).

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Aus Ingwerpüree, Sojasauce, Sesamöl sowie Zucker und Zimt in einer Schale eine Marinade herstellen und die Entenbruststücke – Fleischseite nach unten – auf die Marinade legen; 45 Minuten marinieren lassen. Die Pfannkuchen zubereiten: das Mehl in eine Schüssel geben und das kochende Wasser langsam und unter stetigem Rühren dazugiessen, dann 1 EL kaltes Wasser dazu geben. Sobald die Temperatur es zulässt, den Teig auf einer bemehlten Fläche kneten, bis er weich und geschmeidig ist. Mit einem feuchten Tuch bedecken und 30 Minuten stehen lassen. Die Gurke schälen, in feine 4-5 cm lange Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Gurkenstreifen und Zwiebeln in je eine Tonschale geben und bis zum Servieren kaltstellen.

Den Teig von Hand lang und wurstförmig ausrollen, in 16 Stücke teilen. Jedes Teil zu einem Ball formen, flach drücken, dünn ausrollen. Die Pfannkuchen ohne Fett in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten braten, bis erste leichte Blasen schlagen. Im Ofen mit feuchtheissem Tuch bedeckt warm halten. Entenbrust zubereiten: den Ofen auf 220 Grad vorheizen, die Ente in Öl bei mittlerer Hitze anbraten und mit der Hautseite nach oben in eine flache, backofenfeste Form legen, die Haut mit etwas Honig bestreichen; im Ofen mit Oberhitze kurz bräunen, bis die Haut schön kross ist. Während des Backens den Fond in der Pfanne noch einmal erhitzen und mit dem Mirin ablöschen, die Pflaumensauce und die übriggebliebene Marinade darunterziehen. Anrichten: Das Entenfleisch quer (Hautseite nach oben) in feine Scheiben schneiden, auf einer heissen Platte servieren. Gurken, Zwiebeln und Sauce in Schalen dazustellen, ebenso die Pfannkuchen auf warmer Platte. Die Pfannkuchen zuerst mit 1-2 EL Sauce bestreichen, dann Gurken, Fleisch und on top die Zwiebelringe drauflegen. Pfannkuchen einrollen und dann entscheiden die Esser: Profis können solch ein Gebilde mit Stäbchen essen, andere nehmen Messer und Gabel. Gute Freunde essen von Hand.


Dein aussergewöhnlicher Weg in Afrika Ruanda Einsatz 2012 · vom 29. Juli bis 10. August 2012

Afrika ist ein Erlebnis. Landschaft, Leute und Leben sind aufregend und intensiv. Dies alles bietet ein abwechslungsreicher Agape-Einsatz im Sommer in Ruanda: vor Ort unmittelbar erleben, wie Agape Herzen bewegt, die Sehnsucht von vielen Jugendlichen nach einer echten Lebensperspektive spüren, die Menschen in ihrem Alltag unterstützen und gleichzeitig beschenkt zurückkommen. Und das in einer fremden Welt, die mit nichts Heimischem vergleichbar ist.

Du bist zwischen 18-35 Jahre alt und bereit für ein Abenteuer? Möchtest deine Zeit sinnvoll nutzen und für Hilfsbedürftige da sein? Dann ist dieser Einsatz eine ganz besondere Möglichkeit für dich. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.agape.ch/adventure oder Telefon 044 857 13 20 Kosten: ca. 900 CHF (Transport, Kost & Logis) im Land; zusätzlich ca. 1'600 CHF für Flug (Schweiz - Ruanda) Anmeldeschluss: 31. Mai 2012


Wir bewegen Herzen. Agape international ist eine christliche Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Sitz in der Schweiz. Agape international beschäftigt derzeit rund 60 voll- und teilzeitlich Mitarbeitende in der Schweiz und im Ausland und unterstützt rund 700 lokal Mitarbeitende im Ausland. Agape international wurde 1980 gegründet und ist Teil von Campus für Christus Schweiz, einer konfessionell unabhängigen Missions- und Schulungsbewegung mit 20 in Erwachsenenbildung, Diakonie und Mission engagierten Dienstzweigen.

«frisch» können Sie hier bestellen! Agape international CH-8037 Zürich Telefon: + 41 44 857 13 20 Fax: + 41 44 857 13 29 E-Mail: info@agape.ch Internet: www.agape.ch Twitter: @Agape_ch

Agape international koordiniert die Auslandtätigkeit von Campus für Christus. Die Organisation wird durch Spenden von Privaten, Kirchen, Stiftungen sowie Firmen finanziert. Agape international sieht ihren Auftrag im Community Development sowie in der Unterstützung von lokalen Kirchen und arbeitet mit einheimischen Partnern. In den Einsatzgebieten geht es darum, situationsspezifisch und ganzheitlich auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort einzugehen sowie Know-how und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten.

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