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AFA ARCHITEKTUR

MAGAZIN SERPENTINE SACKLER GALLERY

Mobile Architektur Temporäre Bauten Architekturreise: Funchal auf Madeira Ideelle Bedeutung Architektur

AFA 2013

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Editorial Temporäre Architektur Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Architektur und ihre zahlreichen Facetten sind einem kontinuierlichen Wandel unter­ legen, der sowohl von innen als auch von außen einen Einfluss ausübt. Eine Architek­ turform, die am schnellsten und effektivsten auf diese Veränderungen reagieren kann, ist die Temporäre. Sie bildet zahlreiche Erscheinungsformen aus und dient den unterschiedlichsten An­ wendungsgebieten wie zum Beispiel temporäre Pavillons zur Präsentation. Hier kommen auch leichte, flexible Materialien, bis hin zur Luft zum Einsatz. Für Orte an denen sich temporäre Gebäude ansiedeln können, kommen sogar Wasserflächen als Bauflächen in Betracht und können genutzt werden. Diese Gebäude sind auf Grund ihrer Vielschichtig­ keit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, ein Thema in unserem neuen Magazin. Als repräsentative bauliche Anlage hat diese Form der Architektur eine lange Geschichte, die bis in das barocke Zeitalter reicht. Sie findet Anwendung im Innen- und Außenbereich. Eine der erfolgreichsten Ansammlungen temporärer, der Darstellung von Unternehmen dienender Architektur, ist die Messe. Aber auch Probleme wie die zurückgehende Verfügbarkeit von Lebensraum in großen Städten oder die Zugänglichkeit zu günstigem und flexiblem Wohnraum sind Aufgaben­ bereiche der temporären Architektur. So dient sie der modernen Gesellschaft und ihrer Schnelllebigkeit und versucht die sich kontinuierlich verändernden Bedürfnisse zu bedie­ nen. Daraus ergeben sich für die Architektur völlig neue Anforderungen und auch eine Verantwortlichkeit der Gesellschaft gegenüber. Auch wir als Magazin beschäftigen uns mit diesen stetigen Veränderungsprozessen und versuchen Sie stets über besondere Neuerungen und Innovationen zu informieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen.

Herausgeber Dipl.-Ing. Architekt Frank Pawlak


Inhalt

Architekturreise Funchal auf Madeira Seite 10

Wohnen und Arbeiten verbinden – ein Selbstversuch Seite 24

Bauen für Kinder

4

Die H­BAU Technik GmbH präsentiert Novum in der Abdichtungstechnik

8

Bad der Zukunft

9 Architekturreise:

Funchal auf Madeira

// Gebäudeautomationen Energiespeicher spielen zentrale Rolle

10

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Vorausschauend planen, schützt Leben und Werte

26

Ganzheitlicher Brandschutz beugt vor

26

Brandschutzkonzepte geben Eigentümern, Nutzern und Planern Sicherheit

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Auszeichnung für Fernstudiengang „Master Lighting Design“

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Neubau eines Verwaltungsgebäudes in Modulbauweise mit angrenzender Produktionshalle

Serpentine Sackler Gallery

17 Mobile Architektur/ Temporäre Bauten

// Brandschutz

24

32

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bei der Umstellung auf dezentrale Energieversorgung

Licht und Gesundheit

Wohnen und Arbeiten verbinden – ein Selbstversuch

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von Zaha Hadid

34

RWE setzt verstärkt auf dezentrale Energieversorgung

39


Mobile Architektur/ Temporäre Bauten Seite 18

Serpentine Sackler Gallery von Zaha Hadid Seite 34

// Energetische Sanierung

40

Wissenschaftliches Gutachten warnt: Öko­Umlage auf Heizenergie schafft soziale Ungerechtigkeit

40

// Bauen im Bestand

43

Nachlese der 3. AFA­Architektenveranstaltung zum Thema „Bauen im Bestand“

im Kongresszentrum des Technologieparks Köln

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Volles Programm

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Das BIM Aufmaß, bauteilorientierte Bestandserfassung leicht gemacht

50

Jaguar F­Type Citroen DS3 Cabrio Jaguar XKR 5.0 Convertible Lancia Flavia Cabrio Mercedes E400 Seat Leon 1.4 TSI Tesla Model S VW California Comfortline

Alte Badewannen haben ausgedient, moderne Duschen erobern die Nasszelle

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Bücher

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Seismic Safety und INTERGEO Eurasia

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Wettbewerbe

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Ausstellungen

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Messen 2014

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Ausblick + Impressum

64

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54

In einem Tag zum gefahrenfreien Badezimmer – 43

Ideelle Bedeutung Architektur

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Bauen für Kinder

Seit die Bundesregierung den Rechtsanspruch für eine Kinder­ betreuung von unter Dreijährigen beschlossen hat, herrscht ein wahrer Bauboom für Kindertagesstätten und Kindergär­ ten. Bestehende Einrichtungen werden umgebaut, erweitert und auch neue Betreuungsstätten werden gebaut. Doch nicht nur an die Betreuung von unter Dreijährigen werden beson­ dere Anforderungen gestellt. Auch die Bauaufgabe „Bauen für Kinder“ stellt an die beteiligten Planer und Architekten andere Ansprüche als bei herkömmlichen Bauvorhaben. Da die Kinder Hauptnutzer der zu schaffenden Räume sind und eine deutlich andere Statur haben als Erwachsene, darf sich die Planung nicht nur an den Erwachsenenmaßstäben orien­ tieren. Wichtig ist hier auch einmal den Standpunkt des Be­ trachters zu wechseln und die Planung mit den Augen eines Kindes zu sehen. Neben den erhöhten Ansprüchen an die Unfallsicherheit ist vor allen Dingen die Größe der Kinder zu beachten. Sanitärob­ jekte die auf Normhöhen eingebaut sind, können Kinder nicht optimal nutzen. Daher ist es angebracht die Einbauhöhen auf eine passende Nutzungshöhe für die Kinder abzustimmen. Das beginnt bei den Sanitärobjekten und zieht sich über das Mobiliar bis hin zu den Brüstungshöhen der Fenster hin. Eine reguläre Brüstungshöhe eines Fensters beträgt in der Regel 90 cm. Das entspricht in etwa einer Körpergröße eines Drei­

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jährigen Kindes. Demnach könnten die Kinder nicht ohne ein Hilfsmittel aus dem Fenster schauen. Laut Bauordnungs­ recht muss ein Fenster aber ab einer Absturzhöhe von bis zu 12 m eine Brüstungshöhe von mindestens 0,80 m, bei einer Absturzhöhe von mehr als 12 m mindestens 0,90 m hoch sein. Lediglich im Erdgeschoss sind Unterschreitungen zu­ gelassen. Alternativ dazu kann die erforderliche Brüstungs­ höhe auch über „brüstungsähnliche Vorrichtungen“ erbracht werden. (vgl. § 41 Landesbauordnung NRW) Für die Praxis bedeutet das, dass Räume für eine Kinderbetreuung optimal im Erdgeschoss anzusiedeln sind. Ist das nicht möglich, so ist es an den Planern, sich geeignete Maßnahmen zu über­ legen, die zum einen die Anforderungen an die Sicherheit erfüllen, zum anderen aber auch die Bedürfnisse der Kinder nach einem problemlosen Ausblick aus dem Fenster berück­ sichtigen. Eine Lösung könnten beispielsweise vorgesetzte Glasbrüstungen sein. Insgesamt ist das Thema Kindertagesstätten und Kindergär­ ten bauordnungsrechtlich ein heikles Thema. Gemäß der Landesbauordnung NRW zählen diese zu den Sonderbau­ ten nach § 54 LBO NRW. Für den Bau von Schulen gibt es in NRW die Schulbaurichtlinie, die sich auch mit dem Thema Brandschutz befasst. Eine solche Sonderbaurichtlinie gibt es bisher leider noch nicht für den Bau von Kitas und Kinderhor­


ten. Das Bauministerium des Landes NRW hat im Jahr 2011 im Rahmen einer Dienstbesprechung eine Niederschrift ver­ fasst, die gemäß einer Landtagsanfrage im November 2011 durch den Abgeordneten Dr. Jörg Geerlings (CDU), als gel­ tende Niederschrift bestätigt wurde und damit ausdrücklich für die Bauaufsichtsbehörden als verbindlich gilt. (vgl. Kleine Anfrage 1330 vom 21. November 2011 des Abgeordneten Dr. Jörg Geerlings (CDU), Drucksache 15/3476) Diese Nieder­ schrift hat somit Erlasscharakter und beschäftigt sich haupt­ sächlich mit Themen wie Brandschutz, Stellplatzbedarf, Schallschutz etc. Für das Bundesland Bayern wurde vom Bayerischen Landes­ jugendamt sogar extra für die Tagespflege von mehr als fünf Kindern ein Praxisleitfaden herausgegeben, der sich neben den oben genannten Punkten auch mit den Anforderungen an die Räumlichkeiten beschäftigt. Neben den rechtlichen Bestimmungen ist bei der Planung einer Betreuungseinrichtung für Kinder auch ein besonde­ rer Blick auf die Institution „Kindergarten“ bzw. „Kinderhort“ zu werfen. Dass ein Kindergarten nur noch der zeitweisen Unterbringung der Kinder dient, ist längst ein Relikt aus vergangener Zeit. Heutzutage werden Einrichtungen zur

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Kinderbetreuung immer mehr als Bildungseinrichtung ver­ standen. Darauf müssen auch die architektonischen Kon­ zepte reagieren. Viel Platz für Bewegung und Spielen, aber auch Räume für kreative Gestaltung, Sprachförderung und Ruheräume. Wenn möglich sollte auch ein Außenbereich mit Kletter- und Spielmöglichkeiten geschaffen werden. Im Vordergrund der Planung sollte die Anregung der sen­ sorischen und motorischen Fähigkeit der Kinder stehen. Ebenso wichtig ist die Erfahrung von ersten Sozialkontakten und das Erlernen von Sozialverhalten. Durch bewusst an­ gelegte Gemeinschafts- und Ruhezonen kann dieses gezielt gefördert werden. Mit der Anlegung von unterschiedlichen

Tätigkeitsbereichen entsteht zudem für die Kinder eine feste Struktur, an der sie sich orientieren können und die ihnen Sicherheit gibt. Beginnt der Kindergartentag jeden Morgen im Gemeinschaftsraum mit einer Begrüßungsrunde und endet nachmittags in der Kuschel- und Leseecke, können sich die Kinder anhand des Rituals schon einmal mental auf den nächsten Schritt vorbereiten. So fällt einigen Kindern vielleicht auch der Abschied nicht mehr so schwer. Ein weiterer Vorteil von einer Zonierung ist das Erleichtern zum Einhalten von Regeln. Darf an dem einen Tag im Ge­ meinschaftsraum getobt und gerannt werden und am an­ deren Tag soll dort in Ruhe gemalt werden, lässt sich einem


Kind schwer begreiflich machen warum das heute erlaubt und morgen verboten ist. Wenn klar ist, dass in der Leseecke das Rennen und Toben verboten ist und es dafür einen ei­ genen Bewegungsraum gibt in dem die Kinder sich jagen und fangen spielen dürfen verstehen die Kinder die aufge­ stellten Regeln besser. Haben die Kinder die Regeln einmal verstanden, lassen sich diese auch einfacher durchsetzen. Als Ergebnis wäre wünschenswert durch die architekto­ nische Raumkonzeption die Phantasie und Eigeninitiative der Kinder anzuregen und sie so zum selbstständigen Aus­ probieren und Gestalten zu verleiten. Gemeint ist an dieser Stelle nicht nur eine farbliche Gestaltung der Räumlich­

keiten, sondern das geschickte Zusammenspiel von Raum­ konstellationen und Möblierung in Verbindung mit dem effizienten Ausnutzen von viel Tageslicht und frischer Luft. Doch auch die Bedürfnisse der Betreuungspersonen dürfen nicht vernachlässigt werden. Angefangen von Büroräumen für die Verwaltungsangelegenheiten über Besprechungs­ räume bis hin zu Sanitärräumen für Angestellte und erwach­ sene Besucher. Ebenso elementar sind die Wickelräume. Diese sollten sowohl für die Kinder angenehm gestaltet sein, aber auch für die Erzieher den größtmöglichen Arbeitsplatz­ komfort bieten. Denn wenn es gelingt mit gut durchdachten Konzepten und intelligenten Möbelstücken die täglichen Arbeitsabläufe besser zu strukturieren und eventuell sogar zu vereinfachen bleibt unter dem Strich mehr Zeit übrig für die, um die es eigentlich in der Hauptsache gehen sollte: Die Kinder.

Autorin: Dipl.-Ing. (FH) Arch. Sarah Zietek

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Die H-BAU Technik GmbH präsentiert Novum in der Abdichtungstechnik Neues Fugenblech mit doppelter Funktion: PENTAFLEX KB® Plus ersetzt Fundamenterder Mit zusätzlichen, erst neu zu integrierenden Zubehörprodukten reagieren in der Regel die Hersteller von Bauprodukten auf die zahlreichen, immer komplexer werdenden Anforderungen an ein Bauteil. Die H-BAU Technik GmbH beschreitet mit der Innovation ihres Fugenblechs PENTAFLEX KB® Plus den umgekehrten, für den Betonverarbeiter zeit- und kostensparenden Weg. Der im südbadischen Klettgau ansässige Marktführer bei Fugenabdichtungssystemen hat sein bewährtes PENTAFLEX KB® Fugenblech zur Abdichtung von Weißen Wannen so weiterentwickelt, dass es in vollem Umfang die Funktion eines Fundamenterders übernehmen kann. Das bifunktionale F­ ugenblech ist bereits zum Patent angemeldet. Mehrfach ist die H-BAU Technik GmbH schon für ihre Produktentwicklungen ausgezeichnet worden – auf den BetonTagen Ulm hat sie allein dreimal den Innovationspreis erhalten. Mit PENTAFLEX KB® Plus präsentiert der Mittelständler nun wieder ein Produkt, das den Rohbauer als Anwender und den ausschreibenden Ingenieur als Planer gleichermaßen verblüffen dürfte – hätte doch die Möglichkeit, die ohnehin anspruchsvollen Abdichtungsmaßnahmen bei einer Weißen Wanne zu vereinfachen, längst von jedermann erkannt werden können.

Abdichtung und Fundamenterdung bisher getrennt

Elektrotechnische Nachweise erbracht

Das beschichtete Stahlblech PENTAFLEX KB® zur Fugenabdichtung gegen drückendes Wasser steht auf der oberen Bewehrungslage eines Betonfundaments für wasserundurchlässige WU-Bauwerke; darunter befindet sich auf der unteren Bewehrung der Fundamenterder in Form eines Band- oder Stabstahls. Die übereinander liegenden Stahlelemente haben bisher, als geschlossene Ringe ausgeführt, jeweils ihre Aufgabe für sich erfüllt – die der Abdichtung einerseits und der Fundamenterdung andererseits. Da hat es im wahrsten Sinne nahe gelegen, beide Funktionen miteinander zu kombinieren.

Bis zur normgerechten Praxiseinführung waren zahlreiche elektrotechnische Nachweise erforderlich. Ein Fundamenterder ist ein integraler Bestandteil der elektrischen Anlage eines Gebäudes und damit ggf. auch Bestandteil eines Blitzschutzsystems. Die Anforderungen an solche Systeme ergeben sich durch die Normen DIN 18014:2007 und EN 62305-3:2011. Zur Sicherstellung, dass die einschlägigen blitzschutztechnischen Anforderungen erfüllt werden, erfolgten im Dezember 2012 diverse Prüfungen der Blitzstoßstrom-Festigkeit nach DIN EN 50164-1:2009 am Hochspannungslabor der Bundeswehruniversität München. Alle Fugenbleche erwiesen sich ohne Einschränkung als einsetzbar. Grundlage für die Verwendung und Installation des PENTALEX KB® Plus ist die in Anlehnung an die DIN 18014 entstandene gutachterliche Stellungnahme von Prof. Dr.-Ing. Alexander Kern, Lehrstuhlinhaber für Hochspannungstechnik und Grundlagen der Elektrotechnik an der FH Aachen vom 20. März 2013.

Neues Fugenblech mit Zusatzfunktion spart Zeit und Geld Nach intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ist mit der Patentanmeldung das Fugenblech PENTAFLEX KB® Plus zur Markteinführung bereit. Das Stahlblech kann uneingeschränkt die Funktion eines Fundamenterders übernehmen. Da zukünf­ tig zwei Arbeitsschritte in einem erfolgen können, spart der Rohbauunternehmer Zeit und Material. Die Logistik sowie die Lagerhaltung reduzieren sich und das Schadensrisiko geht gegen Null, denn das PENTAFLEX® Abdichtungssystem, das nun eine Zusatzfunktion übernimmt, steht für jahrzehntelange Qualität und geprüfte Sicherheit. Die ausgezeichneten Produkteigenschaften des bewährten Fugenblechs KB wie zugelassener Wasserdruck von 2,0 bar bei einer geprüften 2,5-fachen Sicherheit bleiben bestehen; die PENTAFLEX® Anschlusselemente ABSAbschalelement, OBS- und FTS-Sollbruchelemente sowie das KB-Eck können uneingeschränkt eingesetzt werden.

 PENTAFLEX KB® Plus – Abdichtung und ­Fundamenterdung vereint in einem Produkt

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Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Abdichtungstechnik“


Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat das Forschungsprojekt „Bad der Zukunft“ gestartet. In Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach a. M. werden Design­Studenten gemeinsam mit Praktikern aus dem Sanitär­ handwerk zukunftsweisende Badkonzepte entwickeln. Einge­ bunden sind auch Badnutzer, die in ihrem Alltag auf barriere­ freie Bäder angewiesen sind. Die Forschungsergebnisse werden auf der internationalen Sanitär­ und Heizungsmesse ISH im März 2015 vorgestellt. „Wir möchten mit diesem Forschungsprojekt der Sanitärwirt­ schaft neue, innovative Impulse für die Entwicklung von generationsübergreifenden Bädern geben“, erläuterte Mat­ thias Thiel, zuständiger Projektleiter beim ZVSHK anlässlich der Auftaktveranstaltung in Offenbach. Im Fokus stünden die ästhetische Qualität und die Nutzerfreundlichkeit für eine möglichst breite Zielgruppe. Finanziell ermöglicht haben das Projekt Sponsorengelder der fünf Gewinner des ZVSHK­Produkt­ Awards 2013 „Badkomfort für Generationen“: Hansgrohe SE, Hewi Heinrich Wilke GmbH, HSK Dusch­ kabinenbau KG, Franz Schneider Brakel GmbH + Co.KG, Keramag AG. Ein weiterer Sponsor ist der Gentner Verlag aus Stuttgart. Die wissenschaftliche Leitung des Forschungsprojektes liegt bei Prof. Frank Georg Zebner sowie Mathias Knigge, Vorstandsmitglied von EDAD. Mit dem Kompetenznetz­ werk zum Thema Design für Alle hat der ZVSHK bereits seinen internationalen Produktwettbewerb „Badkomfort für Generationen“ durchgeführt. Das Badezimmer hat die entscheidende Schlüsselfunk­ tion für das lebensgerechte Wohnen älterer Menschen. Vor allem an diesen Ort ist die Vorstellung von einem selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden gekoppelt. Hier gewährleisten die Aspekte Komfort, Ästhetik, Sicherheit und Hygiene die Lebensqualität bis ins hohe Alter. Die 30.000 Innungsbetriebe des Sanitärhandwerks verstehen sich als die fachkompetenten Ansprechpartner für die Beratung, Planung und Umsetzung von Barrierefreiheit in diesem Schlüsselwohnbereich. Sie haben im Jahr 2012 rund 480.000 Bäder saniert, davon immerhin ein Drittel altersgerecht.

 Vorhang auf für das Projekt „Bad der Zukunft“ – Design­ Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach mit den wissenschaftlichen Leitern und den Sponsorpartnern.

Bad der Zukunft

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a r i e d a M f u a l a h c n u F : e s i Architekturre Kruse-Bartsch Autorin: Eva

Die portugiesische Insel Madeira befindet sich im Atlantik, etwa 1000 km von Lissabon und 800 km von Marokko ent­ fernt. Der Name Funchal bedeutet „viel Fenchel“ und be­ zeichnet die heutige Hauptstadt der portugiesischen Insel so­ wie den dazugehörigen Distrikt, der sich im Süden befindet. Die meisten Besucher erreichen Madeira mit dem Flugzeug. Der Flughafen „Santa Catarina“ liegt im Osten der Insel in un­ mittelbarer Nähe der Stadt Santa Cruz. Schon der Anflug auf den Flughafen ist sehr speziell und will daher hier erwähnt werden. Lange Zeit galt er als einer der schwierigsten über­

Flughafen Santa Catarina – Richard Bartz

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haupt, da es aufgrund seiner Lage an einem Steilküstenhang mit gelegentlich auftretenden Schwerwinden sowie einer ver­ gleichsweise kurzen Landebahn immer wieder zu turbulenten Landungen und auch zu schweren Unfällen kam. Nur beson­ ders geschulte und erfahrene Piloten durften die Landungen durchführen. Seit September 2000 gibt es nun eine um 1020 m auf 2777 m verlängerte Landebahn, die mittels eines auf­ wändigen und imposanten Stützenbauwerks ins Meer hinein gebaut wurde. Es wurden Betonpfeiler von 3 m Durchmesser und einer Länge von bis zu 120 m verbaut. Hiervon sind bis zu 59 m oberirdisch, der Rest wurde im Meeresboden ver­ ankert. Das Gebäude und die verantwortliche brasilianische Ingenieurgesellschaft, Andrade Gutierrez, erhielten 2004 den „Outstanding Structure Award“ der IABSE. Ebenfalls am Flug­ hafen wird man zum ersten Mal den „Azulejos“ begegnen,


den bekannten blauen Kacheln, auf denen Szenen aus dem Leben der Madeirenser dargestellt werden. Sie sind ein Erbe der Mauren, die auch die Architektur auf der Insel geprägt ha­ ben und sind sowohl auf der Fassade als auch im Innenraum verschiedenster Gebäude in Funchal zu sehen. Madeira ist gemeinhin als „Blumeninsel“ des Atlantik bekannt. In der Hauptstadt Funchal, die sich, umgeben von imposan­ ten Bergen, in einer Art Talsenke am Meer befindet, gibt es eine üppige Vegetation und zahlreiche Gärten. Der bekann­ teste ist wohl der tropische Garten „Nossa Senhora do Monte“, welcher auf dem Berg Monte liegt und den man man per Seilbahn, dem so genannten „teleférico“, erreicht. Für die rasante Abfahrt verwenden Touristen gerne die be­ kannten Korbschlitten, mit denen sie wieder ins Tal gefah­ ren werden. Funchal hat aber gerade auch in architektonischer Hinsicht Vieles zu bieten. Wenn man seine Besichtigungstour mit den

historischen Gebäuden beginnen möchte, so ist das Viertel Sé im Zentrum von Funchal am Meer sicher ein guter Startpunkt. Dort befindet sich die Kathedrale Sé, genauer „Sé Catedral de Nossa Senhora da Assunção“ in der Rua da Sé. Mit dem Bau der Kirche wurde 1500 begonnen. 1508 wurde sie eingeweiht und 1514 von der Kirche zur Kathedrale erhoben als Funchal zum dritten Bischofssitz Portugals ernannt wurde. Die Kirche verbindet südeuropäischen Gotik mit maurischen und ma­ nuelinischen Elementen sowie der lokalen Inselarchitektur. Die Natursteinfassade ist recht schlicht, teilweise weiß ver­ putzt, und wird von einer Turmspitze aus vielfarbigen Kachel­ schindeln gekrönt. Auf der Apsisseite gibt es schraubenartig gedrechselte Türmchen und eine verschnörkelte Brüstung zu sehen. Im Inneren verbinden zehn gotische Bögen die Kirchenschiffe miteinander. Das vergleichsweise spärliche Ta­ geslicht fällt durch lediglich acht manuelinische Fensterluken, eine Fensterrosette im Bereich des Portals und einige schmale, längliche Fenster über dem Altarraum. Auffällig schön ist die aus dem 16. Jahrhundert stammende Holzdecke mit ihren

Praca do Municipio

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Elfenbeinintarsien. Die ehemals prunkvolle Einrichtung der Kathedrale ist inzwischen in den Museen der ganzen Stadt verteilt. Von der ursprünglichen Ausstattung sind noch das Taufbecken, die Kanzel und der kleine Hochaltar in der Kirche verblieben. Von hier aus gelangt man in wenigen Gehminuten zum dem etwas weiter nordöstlich gelegenen Rathaus, der „Câmara Municipal do Funchal“. Es befindet sich am gepflasterten Platz „Praca do Municipo“, einem der schönsten Plätze Funchals. Das Rathaus liegt an dessen Stirnseite. Es ist ein Barock­ palast aus dem 18. Jahrhundert, den die Stadt im Jahr 1883 einer wohlhabenden Familie abkaufte und bis heute nutzt. Das zweigeschossige Gebäude besitzt ein verziertes in Stein gemeißeltes Eingangsportal und fällt durch die im Ober­ geschoss mit Balkonen versehenen Fensterreihe auf. Auf der Nordwestseite des Platzes findet man das frühere Jesuiten­ kolleg mit der beeindruckenden Kirche „Igreja do Colégio“ aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche ist ein prachtvolles Beispiel für die Verbindung des manieristischen und barocken Bau­ stils, den es auf der Insel öfter zu sehen gibt. Heute sind hier Räumlichkeiten der Universität Madeira untergebracht. Direkt gegenüber der Kirche befindet sich außerdem der Bischofs­ palast der heute das Museums für sakrale Kunst beherbergt.

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Funchal war seit jeher Ziel von Piratenübergriffen. 1566 traf es die Stadt besonders heftig. Die damalige Festung konnte den Angriffen nicht standhalten, weshalb man sich nach und nach an verschiedenen Orten in der Stadt verstärkte, so dass man noch heute mehrere Befestigungsbauten besichtigen kann. Ebenfalls im Stadtviertel Sé befindet sich die Festung bzw. der „Palácio de São Lourenço“. Er wurde bis ins 19. Jahrhundert stetig ausgebaut und vergrößert und zählt heute zu den best­ erhaltensten Beispielen portugiesischer Befestigungsbauten des 16. und 17. Jahrhunderts im maurischen Stil. Aktuell gibt es hier eine Dauerausstellung zur Geschichte der Festung zu sehen, die vom Militärkommando organisiert wird, das neben dem amtierenden Ministerpräsidenten derzeit die Räumlich­ keiten nutzt. Eine weitere Festung ist die ockergelbe „Fortaleza de Santia­ go“, die sich im östlichen Teil der Stadt im Viertel São Pedro befindet und 1614 errichtet wurde. Bis 1922 diente das Fort rein militärischen Zwecken. Seitdem wird es für kulturelle Ver­ anstaltungen genutzt und beherbergt heute das Museum für zeitgenössische Kunst. Die „Fortaleza de São João do Pico“, wurde erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt. Sie liegt auf der 111 m hohen Anhöhe Pico dos Frias und gehört seit dem 20. Jahrhundert der Marine. Seit 1943 steht der gesamte Ge­ bäudekomplex unter Denkmalschutz. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, da man von der leicht erhöhten Position einen guten Blick über Funchal und das Meer hat. Auf jeden Fall einen Ausflug wert und wahrscheinlich das be­ kannteste Bauwerk Funchals ist Oskar Niemeyers „Pestana Ca­ sino Park“ aus dem Jahre 1976. Es handelt sich hierbei um ein Ensemble aus Casinogebäude, Hotel und 15.000 m² großer

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12 AFA | Architekturmagazin für Architekten


SĂŠ Kirche

Fortaleza de Sao Tiago

Statue of Leda and the Swan, AFA | Architekturmagazin fĂźr Architekten 13 City Hall, Camara Municipal


Parkanlage mit Jahrhunderte alten Bäumen und typischen Pflanzen der Insel. Das Casino selbst besteht aus kreisförmig gruppierten vertikalen Betonrippen und erinnert damit an einen Vulkan. Im Innenraum beeindruckt es mit seiner Weit­ läufigkeit und dem Spiel mit dem Tageslicht. Es ist über eine Brücke mit dem dazu gehörigen Hotel verbunden. Das Hotel ist im Erdgeschoss aufgeständert und umgibt das Casino in Form eines Halbkreises. Wen zeitgenössische Architektur besonders interessiert, dem ist ein Ausflug ins nahe gelegene Calheta zu empfehlen. Dort kann man ein Werk des erfolgreichen Architekten Paulo David, der in Funchal geboren wurde und auch heute hier lebt und arbeitet, besichtigen: das Kunstzentrum „Casas das Mudas“.

Es handelt sich hierbei um ein, aus heimischem Vulkange­ stein erbautes Kunstzentrum, einschließlich eines Museums für moderne Kunst. Das Gebäude ist direkt an einer steil ab­ fallenden Klippe erbaut worden. Der Besucher betritt es über das Dach und steigt dann bis zu 3 Stockwerke hinab. Dabei scheint das Museum mit seiner Umgebung zu verschmelzen – zum einen wegen der verbauten heimischen Materialien, zum anderen wegen der beeindruckenden Ausblicke auf den Atlantik, die es bietet. Hierfür wurde Paulo David 2004 für den Mies van der Rohe Preis nominiert. Es zeigt sich also, dass die „Blumeninsel“ Madeira in Funchal auch Kultur­ und Architek­ turinteressierte nicht zu kurz kommen lässt – und das, dank des durchgängig milden Klimas, praktisch das ganze Jahr. Autorin: Kruse-Bartsch

Funchal bei Nacht

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/ / G E B Ä U D E A U T O M AT I O N E N

Energiespeicher spielen zentrale Rolle bei der Umstellung auf dezentrale Energieversorgung

der komplette selbsterzeugte Strom direkt verbraucht beziehungsweise der Bedarf gedeckt werden. Um den Eigenverbrauch bei solchen Anlagen zu erhöhen und den Autarkiegrad bei der Energieversorgung zu stei­ gern, ist also eine Speicherung der elektrischen Energie notwendig. Anlagen für die Erzeugung von elektrischer Energie aus regenerativen Quellen, wie Sonnen­ oder Windenergie, haben in den vergangenen Jahren in Deutschland vor allem dadurch einen Boom erlebt, dass die garantier­ ten Einspeisevergütungen relativ hoch waren. Um den aktuellen Kostensteigerungen bei den Strompreisen entgegenzuwirken, werden die Einspeisevergütungen aber sukzessive abgesenkt. Dadurch steigt der Anreiz, die selbst erzeugte Energie hauptsächlich für den eige­ nen Bedarf zu verwenden, weil die Einspeisevergütung unter dem aktuellen Preis für den aus dem Netz bezo­ genen Strom liegt. Außerdem ist speziell für kleinere Photovoltaikanlagen, die zwischen Januar 2009 und März 2012 in Betrieb gegangen sind, im Erneuerbare­ Energien­Gesetzes (EEG) ein finanzieller Anreiz für den Eigenverbrauch vorgesehen (Eigenverbrauchsvergü­ tung). Photovoltaik­ und Windenergieanlagen haben einen Nachteil: Sie erzeugen nur dann Strom, wenn die Sonne scheint oder der Wind bläst. Diese Zeiten decken sich aber nicht unbedingt mit denen, in denen die elek­ trische Energie benötigt wird. Daher kann nicht immer

Effiziente Speichermöglichkeiten für elektrische Energie Elektrische Energie zu speichern, ist mit unterschiedli­ chen Methoden möglich. Im großtechnischen Maßstab ist eine Speicherung elektrischer Energie vor allem not­ wendig, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Hierfür kommen beispielsweise Pumpspeicherkraftwerke zum Einsatz, bei denen die elektrische Energie eingesetzt wird, um Wasser in ein höher gelegenes Speicherbe­ cken zu pumpen. Wird elektrische Energie benötigt, strömt das Wasser aus dem Speicherbecken und treibt Turbinen an, die dadurch wiederum elektrische Ener­ gie erzeugen. Auch die Speicherung der Energie in Form von Schwungrädern oder Druckluftspeichern sind Möglichkeiten, die zur Netzstabilität beitragen. Aktuelle Feldversuche untersuchen die Herstellung von Wasser­ stoff oder Methan, das gespeichert oder ins Erdgasnetz eingespeist werden kann. Mit solchen Power­to­Gas­ Anlagen kann bei der Umwandlung in Blockheizkraft­ werken gleichzeitig Wärme zum Heizen erzeugt werden (Kraft­Wärme­Kopplung).

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/ / G E B Ä U D E A U T O M AT I O N E N

Für den Gebäudebereich setzt man überwiegend auf Akkumulatoren, die die elektrische Energie durch einen elektrochemischen Prozess speichern. Die älteste Form des Akkumulators – der Blei­Säure­Akkumulator – wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Seit etwa 20 Jahren steht mit dem Lithium­Ionen­ Akkumulator ein elektrochemisches Speichermedium zur Verfügung, das ver­ schiedene Vorteile im Vergleich zu Blei­Säure­Akkumulatoren hat, wie die höher erreichbare Energiedichte sowie die geringere Selbstentladungsrate. Lithium­ Ionen­Akkumulatoren sind in Mobiltelefonen und Laptops weit verbreitet und entsprechend erprobt. Auch für den Ausbau der Elektromobilität spielt der Einsatz dieses Speichermediums eine entscheidende Rolle. Daneben sind im Gebäude­ bereich auch Systeme gefragt, die elektrischen Strom in Wärme speichern. Wenn die Heizungsanlage beispielsweise mit einer Wärmepumpe arbeitet, kann die elektrische Energie aus Solar­ oder Windkraft verwendet werden, um sie in Form von warmem Wasser zu speichern.

Batteriespeicher mit intelligentem Energiemanagement Auf Basis der Batterietechnologie sind inzwischen neben Lösungen für größere Quartiere und Gewerbeeinhei­ ten auch solche für kleinere Gewerbebetriebe und sogar für Ein­Familien­Häuser erhältlich. Die Speicherleistung kann vom einstelligen Kilowatt­ bis zum Megawattbereich variieren. Davon hängt natürlich auch die Größe des Energiespeichers ab, für eine kleine Gewerbeeinheit ist sie etwa vergleichbar mit einem herkömmlichen Kühl­ schrank. Die geeignete Speichergröße wird unter anderem aufbauend aus Lastprofilen, Kosten­Nutzen­Analysen und Strompreisen ermittelt. Eine intelligente Steuerung – ein so genanntes Energiemanagementsystem – sorgt dafür, dass mit dem selbst erzeugten Strom zunächst der aktuelle Bedarf gedeckt wird. Überschüssige elektrische Energie lädt dabei den Speicher auf. Erst wenn dieser vollständig geladen ist, speist das Energiemanagementsys­ tem die weitere überschüssige Energie in das Versorgungsnetz ein. Beispielsweise nachts, wenn die Photovolta­ ikanlage keinen Strom erzeugen kann, versorgt der Energiespeicher die elektrischen Verbraucher. Erst wenn der Energiespeicher erschöpft ist, muss Energie aus dem Versorgungsnetz bezogen werden. Energiespeicher haben, wenn sich flächendeckend variable Strompreise durchsetzen, noch einen Vorteil: Durch das Laden eines Strom­ speichers in lastschwacher Zeit und das Entladen bei Spitzenbedarf verringern sie den Strombezug in Zeiten hoher Strompreise. Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa­architekturmagazin.de in der Rubrik „Gebäudeautomationen“

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Licht und Gesundheit Die Wirkung dynamischer Beleuchtung auf den Menschen Lange wurde Licht lediglich auf seine Grundfunktion heruntergebrochen: Helligkeit zu spenden, um Sehaufgaben auch nach Sonnenuntergang nachkommen zu können. Inzwischen hat man die enormen Auswirkungen des Lichts auf den Menschen und seine Gesundheit erkannt. Licht bestimmt maßgeblich unser Wohlbefinden, es steuert den Schlaf­Wach­Rhythmus und sorgt für verschiedenste Hormonausschüttungen im Laufe des Tages. Vor diesem Hintergrund kann Be­ leuchtung heute mittels moderner Lichttechnik beispielsweise in Krankenhäusern, Büros oder Schulen gezielt eingesetzt werden, um maßgeblich zur Genesung, Leistungs­ oder Konzentra­ tionssteigerung beizutragen.

Der dritte Fotorezeptor – Licht steuert die innere Uhr Dass dies überhaupt möglich ist, ist einer Entdeckung zu verdanken, die Forscher erst vor rund zehn Jahren machten: Im Jahr 2002 entdeckten sie neben Zapfen und Stäbchen einen dritten Fotorezeptor im Auge, die sogenannten Ganglienzellen, die auf der Netzhaut verteilt sind. Das Un­ gewöhnliche daran: Diese Zellen dienen nicht dem Sehen. Sie sind stattdessen direkt mit einem Hirnareal verbunden, das unsere „innere Uhr“ steuert und den Körper und seinen Stoffwechsel auf die Aktivitäten am Tag und die Ruhe in der Nacht einstimmt. Forschungen haben ergeben, wie genau sich das Tageslicht auf unseren Körper auswirkt, dass wir mittags ein Leistungstief haben, nachmittags eher schmerzunempfindlich sind und morgens unser Kurzzeitgedächtnis am besten arbeitet. Da Menschen in einer industrialisierten und durch ein festes Zeitraster geprägten Gesell­ schaft in der Regel nicht ihrem natürlichen Biorhythmus nachgehen können, sind Beleuchtungs­ lösungen gefragt, die sich in positiver Weise auf den Rhythmus des Menschen auswirken.

Wirkung von dynamischer Beleuchtung Die Auswirkungen biologisch wirksamer Beleuchtung sind derzeit insbesondere für Büroarbeits­ plätze interessant und werden in diesem Bereich zunehmend eingesetzt. Die sogenannte Tages­ lichtarchitektur setzt auf die möglichst intensive Nutzung des natürlichen Tageslichts, dem bei Bedarf Kunstlicht hinzugeschaltet wird. In Räumen oder Gebäuden mit wenig Tageslichteinfall kann hingegen der natürliche Tageslichtverlauf durch moderne Leuchtmittel und Lichtmanage­ mentsysteme simuliert und damit der gleiche biologische Effekt erzielt werden: Am Morgen dient ein zusätzlicher Blauanteil der Anregung, hellblaues, konzentrationsförderndes Licht leuchtet am Nachmittag und eine sanftere Beleuchtung in Gelb­ und Orangetönen begleitet in den Feier­ abend. Studien belegen, dass Mitarbeiter besser schlafen und am Tag leistungsfähiger sind, häufig geht auch eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens mit einher, was sich selbstverständ­ lich auch auf die Arbeit und die Motivation auswirkt. … Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa­architekturmagazin.de in der Rubrik „Gebäudeautomationen“

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Wir leben in einem globalen Zeitalter, in dem sich unvorhergesehene Veränderungen schnell einstellen können. Autorin: Tamara Scheck

Die Aufgabe zeitgemäßer Architektur ist es folglich auf diesen Aspekt zu reagieren um dem Zeitbedürfnis gerecht zu werden. Dabei wird die Thematik der Flexibilität und Mobilität immer wichtiger. Auch hinsichtlich des demographischen Wandels zeigt sich die Dringlichkeit der Anforderungen an eine Nach­ und Umnutzbarkeit von Architektur. Social net­ working erleichtert die Kommunikation und den Transfer zwischen Arbeit und zu Hause. Resultat ist unter anderem eine rasant steigende Zahl an Homeoffices. Sie sind Produkt einer neuen Zeit, in der das Business mit der privaten Zone ver­ schmilzt. Mobile Architektur ist dabei eine Möglichkeit eines architektonischen Lösungsansatzes. Architektur muss auf die sich immer wieder verändernden Bedingungen schnell und flexibel reagieren können. Neben einer modularen Bauweise, welche durch ihre Variabilität Raumänderungen ermöglicht, ist auch Mobilität von Bedeutung. Sie erlaubt einen zusätz­ lichen Standortwechsel ohne großen Energie­ und Kostenaufwand.

In Folge des rasanten Wachstums der niederländischen Bevölkerungsdichte, ist die sogenannte Containerarchitektur in den Niederlanden schon lange populär. Berlin greift dieses Thema jetzt mit dem Bau eines Studentenwohnheims im Ortsteil ‚Plänterwald‘ des Bezirks ‚Treptow‘ auf. Jörg Duske, Geschäftsführer der Presto 46. Vermögensverwaltung GmbH ist Initiator der Projektidee ‚EBA51‘. Das Konzept basiert auf drei Containermodulen. Das erste Modul bildet dabei der Single Container mit einer Fläche von 26 m² und einer Abmessung von 12,19 m x 2,44 m. Die Innenausstattung besteht aus vorgefertigten Modulelementen. Küche, Essbereich, Duschbad, Bett und Einbauschränke sind vorhanden. Der Nass­ kern befindet sich immer in der Mitte des Containers, was eine gute Belichtung der Hauptnutzungen ermöglicht. Bei dem Double Container handelt es sich um das nächst größere Modul mit 52 m². Hier wurden zwei Container mit jeweils den Abmessungen des Single Containers aneinandergereiht. Diese Wohneinheit wird als Wohngemeinschaft für zwei Personen angeboten. Es gibt zwei Schlafzimmer und einen größeren Wohn­ wie Essbereich. Der Trible Container ist mit 78 m² das größte Modul, bei dem drei Einheiten zu einer Einheit geschaltet werden. Er wird als Wohngemeinschaft für drei Personen angeboten. Der Container verfügt entsprechend über drei Schlafzimmer, eine große, offene Küche mit Essbereich und eine zentrale, geräumige Wohnzone. Die Module werden über mehrere Geschosse aufeinander­ gestapelt. Theoretisch wäre nach Bedarf somit auch ein Angebot an Maisonettewohnungen realisierbar. Die Container stellen eine modulare, mobile und variable Innovationsvariante mit hohem Um­ und Nachnutzungspotential dar. Die Mobilität ergibt sich dabei aus der schnellen Demontage der einzelnen Module, welche einen Standortwechsel er­ möglicht. Die Flexibilität hingegen basiert auf der Schaltbarkeit der Module.

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Eine Steigerung des Mobilitätsbegriffes findet sich in dem Konzept von ‚schwimmender Architektur‘.

Hintergrund und Anlass zu dieser Überlegung ist unter anderem der Klimawandel, welcher den Anstieg des Meeresspie­ gels zur Folge hat. Laut deutscher Bundesregierung sind jetzt bereits etwa 75 % der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt. Diese Tatsache sichert die Zukunftsrelevanz der ‚floating houses‘.

Um schwimmende Häuser zu realisieren, errichtet man sie häufig auf hohlen Betonwannen, welche sich dem ‚archime­ dischen Prinzip‘ bedienen. Dieses geht davon aus, dass das zu tragende Gewicht genauso groß ist, wie die verdrängte Masse. Dabei muss die mittlere Dichte der Betonwanne mit der darin enthaltenen Luft geringer sein, als die des Wassers. Neben dieser Methode, aus einem Gebäude ein schwimmendes Objekt zu machen, besteht aber auch die Möglichkeit mehrere gestapelte Styroporplatten mit Spezialbeton aufzugießen, woraus sich das schwimmende Fundament ergibt. So entsteht ebenfalls ein Schwimmkörper, der ein Haus auf dem Wasser tragen kann.

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Bereits 2008 wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) im Fürst­Pückler Land ein Wettbewerb ausgelobt, welcher die Möglichkeiten schwimmender Architektur thematisierte. Es sollten nachhaltige und energieeffiziente Alter­ nativen für das Leben auf dem Wasser untersucht werden. Der Entwurf von Jan Holzhausen greift das Hohlkörperprinzip auf, indem der Baukörper an sich einen Hohlraum bildet. Der horizontale Hohlzylinder treibt bis zu etwa einem Drittel im Wasser. Dieses Konzept vervollständigt er mit einer überlegten Materialwahl der Betonfertigteile, aus denen der Baukörper besteht. Er sieht dafür Ultra­Hochfesten Beton (UHPC) vor. Dieser ist sehr gefügedicht sowie korrosionsbeständig und be­ günstigt somit seinen Einsatz im Wasser. In den Konzepten der ‚floating houses‘ wird des Weiteren versucht, durch ausgear­ beitete Energiekonzepte eine größtmögliche Autarkie herzustellen, welche einerseits der Umwelt und andererseits auch der Unabhängigkeit der Benutzer zu Gute kommt. So wird neben Mobilität und Flexibilität auch Autonomie ermöglicht, welche wiederum den Freiheitsgrad der Architektur und somit auch ihren Zukunftswert steigert.

Auch bei der Internationalen Bauausstellung 2013 in Hamburg wird ein schwimmendes Objekt präsentiert. Es handelt sich um das Informationszentrum der IBA namens ‚DOCK‘ und befindet sich im Müggenburger Zollhafen auf der Veddel, nahe des Hamburger Hauptbahnhofs. 2010 wurde es bereits fertiggestellt. Mit einer Gesamtfläche von 1.000 m² ist es aktuell das größte, schwimmende Bauwerk in Deutschland. Ein 1.250 m² großer Ponton aus Beton trägt das Gebäude auf dem Wasser. Die Besonderheit des Bauwerks findet sich in seiner Konstruktion. Denn neben seiner schwimmfähigen Mobilität verfügt das Haus auch über eine leichte Demontierbarkeit sowie Umnutzungsfähigkeit, da es in einer Modulbauweise aus 18 m langen Stahlrahmen errichtet wurde. In die Stahlrahmen wurden nicht tragende Trennwände in Leichtbauweise eingesetzt. Dies er­ möglicht bei Bedarf zum einen schnelle und unkomplizierte Grundrissumgestaltungen und zum anderen auch eine leichte Demontage. Dieses Projekt funktioniert ebenfalls durch die Nutzung von Sonnen und Wasserenergie autark.

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Eine besonders innovative Idee gelang Mitchell Joachim zusammen mit seinem Bruder und Fitnesstrainer Douglas Joachim. Im Rahmen einer Wettbewerbsausschreibung des New York Magazine im Jahr 2005, reichte er einen Entwurf eines mobilen Fitnessstudios ein.

Die Innovation seines Konzeptes findet sich dabei in der Tatsache, dass die schwimmende Fitnessinsel durch die von den trainierenden Leuten erzeugte Energie fortbewegt wird. Geplant sind 15­minütige Docking­Stopps entlang des Hudson und East River um New york City, an denen man zu­ und absteigen kann. Einerseits sollen so bequeme Menschen zu einem Sporterlebnis begeistert werden und andererseits stellt es eine energieeffiziente Transportalternative dar. Eine weitere Überlegung des Architekten war es die überschüssige Energie für den Betrieb von Wasserreinigungsgeräten zu verwenden, welche unter den Gebilden vorgesehen sind. So könnte ein zusätzlicher Beitrag zur Erhaltung der Natur geleistet werden. Die Funktion des Fitness­Mobils stützt sich auf die Umwandlung kinetischer Energie in elektrische Energie. Dieser Vorgang entspricht dem Prinzip der Stromerzeugung durch Windkraft. Auch hier wird durch die Bewegung der Windrad­Rotorblätter zunächst mechanische Energie erzeugt, welche später mittels Generatoren zu Strom umgewandelt wird. Die Idee könnte sich in nahezu allen, an Flüssen gelegenen Großstädten durchsetzen. Mitchell Joachim belegte mit diesem Wettbewerbs­ beitrag den dritten Platz. Sein futuristischer Entwurf ist eine energieeffiziente Alternative der Fortbewegung, einer immer mehr flexibler und mobiler werdenden Gesellschaft. In diesem Beispiel zeigt sich eine Prognose der urbanen Zukunft.

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Brennstoffzellentechnologie – Auswer technischen Systems

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Erdgasexperten treffen sich in Leipzig zur 15. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ am 30. Januar 2014 im Congress Center Leipzig Kann die Energiewende auch als deutscher Alleingang gelingen, oder ist eine europäische Systemlösung erforder­ lich? Mit diesem Thema eröffnet Jan Papsch von der Europäischen Kommission in Brüssel die 15. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ am 30. Januar 2014 in Leipzig. Die Tagung im Congress Center Leipzig (CCL) auf der Neuen Mes­ se lädt auch in diesem Jahr Energieexperten aus Forschung, Politik und Energiewirtschaft ein und behandelt Themen wie Energieeffizienz, Erdgastechnologien und Energiepolitik. Aktuell wird die Energieeinsparverordnung (EnEV) reformiert. Über die neuen Kriterien für Neubauten und Bestands­ gebäude informiert das Institut für Technische Gebäudeausrüstung in Dresden. Ein weiterer Vortrag des Gas­ und Wär­ meinstituts in Essen beleuchtet die Rolle verschiedener Erdgastechnologien bei der effizienten Energieverwendung. MITGAS und RWE berichten über die Monitoringergebnisse gemeinsamer Feldteststudien von Brennstoffzellen in Mittel­ deutschland. Solche Feldtests innovativer Erdgasanwendungen unter realen Bedingungen treibt MITGAS bereits seit 15 Jahren voran. Ab Februar 2014 startet ein neuer Feldtest zu Brennstoffzellen­Typen gemeinsam mit der HTWK Leipzig. Den Abschluss der Fachtagung bildet das Thema „Intelligente Steuerung von Kraft­Wärme­Kopplungsanlagen“, über die der Hersteller Viessmann, Allendorf, referiert. Veranstalter der Fachtagung sind neben MITGAS die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH (MITNETZ GAS) und die Buderus GmbH. Die Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ spricht vorrangig Architekten, Ingenieure, Planer, Installateure und ande­ re Berufsgruppen an, die mit dem Einsatz verschiedener Energieformen in Berührung kommen. Sie ist aber auch für andere Interessierte offen. Ziel ist es, den Teilnehmern neue Entwicklungen aus ihrem Berufsumfeld aufzuzeigen und den Gedankenaustausch über wichtige Fragen der effizienten Energienutzung zu fördern. Die Fachtagung wird von Professor Dr.­Ing. Michael Kubessa, HTWK Leipzig, moderiert. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es unter www.fachtagung-mitgas.de

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Wohnen und Arbeiten verbinden – ein Selbstversuch

Ein erschrockener, kurzer Blick auf die Küchenuhr, ein entsetzter Aufschrei und der Gedanke an den bevorstehenden Berufsverkehr verwandeln in wenigen Sekunden die gemütliche Frühstücksrunde in einen quirligen Ameisenhaufen. Alle wuseln hektisch durcheinander. Eilig wird der Rest des Brötchens herunter geschlungen und mit dem letzten Schluck Kaffee heruntergespült. Hastig werden Schlüssel, Notizbuch und Brötchendose in die Taschen gestopft um anschließend im Auto festzustellen, dass doch die Hälfte zu Hause geblieben ist. Was in vielen deutschen Familien zum täglichen Wahnsinn gehört, lässt mich heutzutage nur noch wissend schmunzeln. Denn ich gehöre zu den Glücklichen, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbinden können. Als freischaffende Architektin mit einem eigenen Planungsbüro genieße ich mein Frühstück gemütlich in den eigenen vier Wänden um dann entspannt über den Flur wenige Meter weiter zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen. Kein Stress, kein Stau und sogar das vergessene Handy auf dem Küchentisch – kein Problem. Auch private Dinge, wie das bestellte Buch vom Brief­ träger entgegennehmen, während der Mittagspause Wäsche aufhängen oder mal eben den Hund in den Garten schicken, lassen sich wunderbar nebenher erledigen. Doch leider hat eine Medaille bekanntermaßen immer zwei Seiten. So reizvoll der kurze Arbeitsweg zum einen sein mag, so verheerend kann er werden, wenn man sich nachts von einer Seite auf die Andere wälzt. „Wenn ich schon mal wach bin, könnte ich doch mal eben …“ und ehe man sich versieht sitzt man nachts um drei in seinem Büro und zeichnet Ausführungsdetails. Auch nasskalte Wochenenden bieten sich hervorragend an, stundenlang im Büro zu ver­ schwinden. „Das Wetter war sowieso zum fürchten, da hätten wir eh nichts unternehmen können.“ lautet die schlichte Rechtfer­ tigung. Auch das Sonntagsfrühstück beginnt nicht mehr direkt nach dem Aufstehen. Stattdessen kann man ja den Morgen ohne störende Anrufe prima im Büro verbringen und aufgeschobene E­Mails beantworten oder die lästige Buchhaltung erledigen. Erst wenn ein übermüdeter und genervter Partner kurz vor Mittag nörgelt: „Sollen wir noch Brötchen holen oder willst du direkt Mittagessen?“ klappt man den Laptop und die Bürotür hinter sich zu. Dabei hätte man noch so viel schaffen können.

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Wenn man Arbeiten und Wohnen miteinander kombinieren möchte, sollte man sich im Klaren sein, dass eine Verbindung immer von zwei Seiten funktioniert. Verbindung und Trennung beider Bereiche sind dabei unabdingbar. Das kann vor allen Dingen über eine klare räumliche Trennung erfolgen. Ein kleiner Schreibtisch, der in einem belebten Wohnzimmer steht mag zum Surfen im Internet durchaus seine Berechtigung haben, wird als ernstzunehmender Arbeitsplatz jedoch wenig Erfolg haben. Steht derselbe Schreibtisch aber in einem extra dafür vorgesehenen Arbeitszimmer, bei dem man bei Lärm und Trubel auch mal die Tür hinter sich zu machen kann, bietet dieser Arbeitsplatz durchaus mehr Potenzial. Auch die Größe eines Arbeits­ zimmers ist nicht entscheidend. Sie sollte jedoch auf die Tätigkeit abgestimmt sein. Ein Schriftsteller hat mit Sicherheit einen anderen Platzbedarf für seine Arbeitsmittel als ein Fotograf. Denkt man also ernsthaft darüber nach Wohnen und Arbeiten miteinander zu verbinden, sollte man sich zunächst Gedanken über die eigene Tätigkeit machen, denn nicht jeder Beruf ist auch für die „Heimarbeit“ geeignet. Industriebetriebe oder Werkstätten sind alleine aus baurechtlichen Hintergründen nicht überall zu realisieren. Weniger problematisch ist die Ausübung von Tätigkeiten, die weder großen Lärm, noch Emissionen oder Mengen von Abfällen produzieren. Nach § 13 Baunutzungsverordnung (BauNVO) sind in reinen und allgemeinen Wohngebie­ ten „für die Berufsausübung freiberuflich Tätiger und solcher Gewerbetreibender, die ihren Beruf in ähnlicher Art ausüben“, Arbeitsräume zulässig. In besonderen Wohngebieten sind sogar ausdrücklich Gebäude dafür erlaubt. Nähere Bestimmungen hierzu regelt in weiteren Fällen, falls vorhanden, der Bebauungsplan. In diesem können bestimmte Nutzungen ausgeschlossen oder ausnahmsweise erlaubt werden. Auch „Läden und nicht störende Handwerksbetriebe, die zur Deckung des täglichen Be­ darfs für die Bewohner des Gebiets dienen“ sind gemäß §§ 3–4 BauNVO in reinen und allgemeinen Wohngebieten zulässig. … Autorin: Dipl.- Ing. (FH) Sarah Zietek

Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa­architekturmagazin.de in der Rubrik „Wohnen und Arbeiten“

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// BRANDSCHUTZ

Vorausschauend planen, schützt Leben und Werte Sei es in Kliniken, Verwaltungsgebäuden, Industrieanlagen oder im eigenen Zuhause: Moderner Brandschutz ist unver­ zichtbar für die Sicherheit von Menschen, Sachwerten und Gebäuden. Ganzheitliche Brandschutzkonzepte helfen Men­ schenleben zu schützen und die Folgen eines Unglücks zu mindern. Zudem erfüllen sie die steigenden Anforderungen seitens des Gesetzgebers und der Versicherungswirtschaft an Betreiber, eine möglichst sichere Umgebung zu gewähr­ leisten. Brandgefahr darf nie unterschätzt werden – das sollte jeder Betreiber von Gebäudeeinrichtungen beachten: egal ob in einer Pflegeeinrichtung oder in einem Einkaufszentrum. Vorbeugender Brandschutz spielt daher die zentrale Rolle in jedem Sicherheitskonzept. Tyco Integrated Fire & Security, Technologieanbieter und Systemintegrator integrierter Brand­ schutz­, Sicherheits­ und Kommunikationssysteme, unterstützt Planer und Anwender ganzheitlich mit zukunftsfähigen Lö­ sungen rund um den Werkschutz, Sicherheitsrisikomana­ gement, stationären und mobilen Brandschutz, Prävention und Prozessoptimierung: von der Planung, Technikauswahl und ­integration über die Wartung bis hin zur Schulung von Brandschutzbeauftragten sowie Brandschutz­ und Evakuie­ rungshelfern.

Anlagentechnischer Brandschutz – Expertensache Das Ziel ist: Die Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Bränden zu verhindern oder einzuschränken. Baulicher, technischer und organisatorischer Brandschutz bilden hierbei die drei Säulen eines ganzheitlichen Brandschutzkonzeptes: Der bauliche Brandschutz befasst sich unter anderem mit Aspekten wie dem Brandverhalten von Baustoffen. Der an­ lagentechnische Brandschutz beschäftigt sich mit gebäude­ technischen Anlagen wie Rauch­ und Wärmeabzugsanlagen oder Brandmelde­ und Löschsystemen. Die organisatorischen Maßnahmen umfassen die Entwicklung von Brandschutz­ plänen oder auch Schulungen von Mitarbeitern im Umgang mit brennbaren Stoffen und Gefahrenquellen. Auch im Brandschutz sind langfristige Sicherheit und Rentabilität ent­ scheidend. Daher sollten Betreiber und die jeweiligen Verant­ wortlichen von brandschutztechnischen Anlagen in enger Zusammenarbeit mit dem Planer, Errichter, Sachverständigen und möglichst der zuständigen Feuerwehr von Beginn an zu­ kunftsorientiert planen. In einem ersten Schritt steht hier die Risiko­ und Schwachstellenanalyse. In puncto anlagentechni­ schem Brandschutz heißt das: Sämtliche potenzielle Gefahren und sicherheitsrelevante Ereignisse in Betracht zu ziehen, die bei der jeweiligen Einrichtung auftreten können. Neben der gebäudetechnischen Ausstattung sowie den örtlichen Ge­ gebenheiten sind die definierten Schutzziele zu berücksich­ tigen – unter anderem rasches Entdecken von Bränden und Informieren der betroffenen Menschen, ein automatisches Ansteuern von Schutz­ und Löscheinrichtungen, schnelles Benachrichtigen der jeweiligen Einsatzkräfte und das eindeu­ tige Lokalisieren des Gefahrenbereiches für die Einsatzkräfte.

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Mit einer Risiko­ und Schwachstellenanalyse können so vor jeder Entscheidung für eine neue Brandmelde­ (BMA) oder Löschanlage bzw. die Modernisierung bereits vorhandener Systeme grundlegende Punkte geklärt werden: Die allgemei­ ne Gefahreneinschätzung, das Erkennen und Schließen von Sicherheitslücken, der technologische Anspruch an eine An­ lage, die Investitionskosten in das Sicherungssystem und die nachfolgenden Betriebs­, Instandsetzungs­ und Wartungs­ kosten.

Ganzheitliches Schutzkonzept Nach der Risiko­ und Schwachstellenanalyse folgt das Brand­ schutzkonzept. Es umfasst die Dokumentation rund um die Einrichtung einer Brandschutzanlage: von der Ist­ und Soll­ analyse, Technikmontage, Inbetriebnahme und regelmäßi­ gen Wartung und Instandsetzung über den Service bis hin zur Technik, Beauftragung eines nach DIN 14675 oder VdS2 zertifizierten und geschulten Errichterunternehmens sowie eines Zeitrahmens zur Implementierung. Ebenso wichtig sind die versicherungsrelevanten Richtlinien sowie die baurecht­ lichen und technischen Normen zum Einbau und Betrieb von Brandschutzanlagen und Löschsystemen, denn seitens der Versicherung werden strenge Auflagen an die Betreiber gestellt. Darüber hinaus sollte im Rahmen eines ganzheitlich greifenden Gefahrenmanagements stets die Kopplung mit anderen Gewerken angedacht werden – etwa Zutrittskon­ trolle und Videoüberwachung über Sprachalarmierung bis hin zu einem übergreifenden steuernden Gebäude­Manage­ mentsystem.

Intelligente Melder und Löschsysteme Die Wahl eines Brandmelde­ und Löschsystems und deren Komponenten sollte unter Betrachtung der spezifischen Si­ tuation geschehen. Was die Brandmelde­ und Löschtechnik leisten muss, variiert je nach Größe, Komplexität und Nutzung der Gebäude sowie der vorliegenden Brandrisiken.

Frühzeitig Brände detektieren und melden Im Kern besteht eine Brandmeldeanlage (BMA) aus unter­ schiedlichen angeschlossenen Meldern, die Alarme und Stö­ rungen an eine Brandmeldezentrale melden, dort angezeigt und an eine hilfeleistende Stelle – zum Bespiel die Feuerwehr oder eine externe Notruf­Service­Leitstelle – weitergeleitet werden. Ein System wie die ZETTLER Brandmeldezentrale EX­ PERT aus dem Hause Tyco arbeitet mit zentraler Intelligenz. An das Brandmeldesystem können je nach Einsatz Mehrkriterien­ Melder sowie die besonders für den Personenschutz geeig­ neten Kohlenmonoxid­3oTec­Melder, aber auch Ansaugrauch­ melder und lineare Wärmesensoren angeschlossen werden. Moderne hoch­integrative, schnittstellenoptimierte Brand­ meldezentralen lassen sich zudem nahtlos miteinander ver­


Ganzheitlicher Brandschutz beugt vor netzen, in ein übergeordnetes Alarm­ und Sicherheitsmana­ gementsystem integrieren und überwachen. Auch lassen sich Gas­ und Wasserlöschanlagen automatisch über die Brand­ meldezentralen ansteuern. So wird im Brandfall wertvolle Zeit gewonnen.

Löschen nach Maß, vorausschauend planen Ob Sprinkler­ oder Sprühwasseranlagen oder spezielle Kü­ chenschutzsysteme wie ANSUL R­102: Ein geeignetes Lösch­ verfahren und –medium muss jeweils speziell auf die vor­ liegenden Brandrisiken und Schutzbereiche abgestimmt werden. Hierbei ist auf eine ressourcensparende Planung und Installation der Anlagen zu achten. Bei den Gaslöschsyste­ men – wie INERGEN® oder CO2 – vermeidet Sicherheits­ und Brandschutzspezialist Tyco zum Beispiel hohe Druckspitzen beim Ausströmen des Gases im Rohrnetzsystem durch eine integrierte Konstantdruckregelung. Das reduzierte, niedrige Druckniveau eröffnet somit Einsparpotenzial in puncto Infra­ struktur – von Rohrleitungen bis zur Entlüftung von Räumen. Besonders sensible Bereiche wie Serverräume erfordern einen speziellen Schutz durch Gaslöschanlagen – zum Beispiel auf der Löschmittelbasis eines umweltfreundlichen Inertgasge­ misches wie INERGEN® oder Sapphire.

Reibungsloses Zusammenspiel im Ernstfall Darüber hinaus enthält ein Brandschutzkonzept die Fest­ legungen von Brandabschnitten. Zudem müssen die Lösch­ und Brandmeldeanlage bei der Feuerwehr aufgeschaltet und die Alarmierung hilfeleistender Stellen und Maßnahmen zur Evakuierung festgelegt sein. Gerade in Einrichtungen mit hohem Publikumsaufkommen sollten Sprachalarmanlagen (SAA) zur Evakuierung von Menschen nicht fehlen. Denn im Ernstfall sind eine schnelle Alarmierung und Intervention ent­ scheidend: Menschen müssen aus dem Gebäude evakuiert und gebäudetechnische Systeme wie Türen, Lüftung, Aufzüge oder Rauchabzug gesteuert werden. Brandmelde­ und Lösch­ systeme sind daher via intelligenter Brandfallsteuerung und Integration optimal in Prozesse und Infrastruktur rund um Si­ cherheit, Kommunikation und Gebäudetechnik einzubinden. Integrierte Einsatzleit­ und Gebäudemanagementsysteme wie der Tyco Integrated Systems Manager (TISM) schaffen hier einen Gewinn an Effizienz rund um Gebäudeautomation und ­sicherheit. Im vernetzten Verbund ermöglichen die einzelnen Gewerke so eine flexible Kommunikation, einen schnellen Datentransfer und Informationszugriff in verschiedensten Organisations­ und Managementbereichen. Das Ergebnis: Das Zusammenspiel ausgereifter Technologien, vorausschauender Planung und erstklassigem Service schafft mehr Schutz, eine langfristige hohe Verfügbarkeit der Anlagen sowie ein spür­ bares Plus an Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit.

Membrankonstruktionen für eine anspruchsvolle Architektur Architekturmembranen aus hochfesten

ETFE-Überdachung, HB Salzburg

Rhein-Galerie, Ludwigshafen

ETFE-Dome, Botanic Garden Aahus

Rhein-Neckar-Arena,Sinsheim

Textilgeweben und ETFE-Folien sind ideale Baustoffe: In Verbindung mit Tragstrukturen aus Stahl und Stahlseilen lassen sich hoch beanspruchbare und dennoch leichte, filigrane Konstruktionen realisieren. Zudem überzeugen Membranbauten durch kurze Planungs- und Montagezeiten, lange Haltbarkeit und kostengünstige Realisierung. CENO bietet Ihnen eine hochqualifizierte Ausführung im Full-Service: 

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/ / B randschutz

Brandschutzkonzepte geben Eigentümern, Nutzern und Planern Sicherheit Jahr für Jahr werden bei Gebäudebränden in Deutschland un­ gefähr 600 Menschen getötet und ca. 6.000 schwer verletzt. Die jährliche Schadensumme beträgt mehrere Milliarden Euro. Die Versicherungen kommen für den Schaden nur auf, wenn alle Vorgaben und technischen Regelwerke des Gesetzgebers erfüllt wurden, das gilt sowohl für den Neubau als auch für den Bestand von Gebäuden. Die gesetzlichen Anforderungen an den Brand­ schutz sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Zudem gibt es durch den europäisch geöffneten Markt für Bau­ produkte eine Vielzahl neuer Begrifflichkeiten und Nachweise, die noch nicht generell bekannt und sicher genutzt werden. Daher gewinnt die fachlich qualifizierte Brandschutzberatung mehr und mehr an Bedeutung. Brandschutzkonzepte erhöhen nicht nur die Sicherheit für Betreiber und Nutzer, sie sparen auch Bau- und Versicherungskosten. Das trifft besonders bei der Sanierung des Gebäudebestandes zu. Die derzeit häufig durchgeführten energetischen Gebäude­ erneuerungen lassen sich sehr gut mit einer brandschutztech­ nischen Aufwertung kombinieren. „Viele bestehende Gebäude entsprechen nicht mehr den gültigen baurechtlichen Vorgaben und aktuellen technischen Regelwerken, da die in den Bauge­ nehmigungen enthaltenen Nutzungen im Laufe der Zeit quasi schleichend verändert wurden. Im Schadensfall haftet dann oft der Eigentümer“, erklärt Dipl.-Ing. Thomas Hübler von der Material­ prüfanstalt Dresden, einem der renommiertesten Kompetenz­ zentren für Brandschutz. Mit der Einführung der europäischen Bauproduktenverordnung zum 1. Juli 2013 wird unter Ignorie­ rung bestehender deutscher Gesetzlichkeiten eine komplette Neuregelung des gesamteuropäischen Bauproduktmarktes ver­ bindlich. Dies ist mit einer Vielzahl von neuen Begrifflichkeiten, Nachweisen und Besonderheiten verbunden. Für Bauherren und Planer bedeutet das, sich mit einem völlig neuen Fachthe­ ma intensiv und kurzfristig vertraut zu machen. Beide sind in der

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Verantwortung für die Umsetzung dieser neuen Regelungen, wobei zusätzlich auch weiter geltendes nationales deutsches Recht zu beachten ist. Gerade bei der Sa­ nierung im Bestand, insbesondere bei Denkmälern mit Wohnnutzung, und bei Mischnutzungen – z. B. von Gewerbe oder Handel – und Vermietung gibt es jetzt sehr viel Neues zu beachten. Deshalb ist es empfehlenswert, auch für be­ stehende Gebäude brandschutztechni­sche Sanierungskonzepte erarbeiten zu lassen. „Die besten und teuersten Brandschutzmaß­ nahmen können jedoch völlig wirkungslos bleiben, wenn sie nicht in ein umfassendes schutzzielorientiertes Brandschutzkonzept integriert sind“, so Thomas Hübler. Auf die­ se Basis für den modernen Brandschutz darf kein Unternehmen, kein Eigentümer verzichten. Für die Anpassung an die bau­ ordnungsrechtlichen Anforderun­gen ist vor allem die Bewertung des Gebäudebestan­ des in Form von brandschutztechnischen Gutachten v. a. zum Feuerwiderstand eine wesentliche Voraussetzung, da bei gründli­ cher und detaillierter Ausführung unnötige Ertüchtigungen und damit erhebliche Kos­ ten eingespart werden können. Brandschutz-Kompetenzzentren sind auf die Erstellung von Brandschutzkonzepten inkl. Flucht- und Rettungsplänen, die Be­ wertung von Bestandsbauteilen wie Decken oder Brandschutztüren oder auch ganzer Gebäude hinsichtlich des Brandschutzes spezialisiert. Die einzigartige Kombinati­ on von projektbezogenen Planungen und Begutachtungen und akkreditierter sowie notifizierter Prüf-, Inspektions- und Zertifi­ zierungsstelle mit spezieller Ausrichtung auf Brandschutzprodukte aller Art in der MPA Dresden bietet Immobilieneigentümern und -nutzern, die Beratungs-, Begutach­ tungs- und Prüfleistungen im Bereich des Brandschutzes benötigen, die gewünschte Sicherheit. Weitere Informationen über baulichen Brandschutz findet man unter: www.mpa-dresden


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Risiko erkennen, Kosten sparen, Sicherheit geben! Oftmals werden riskante Dachlasten wie Schnee und Stauwasser viel zu spät erkannt. Dies führt häufig zu teuren, schnellen Räumungsaktionen oder im schlimmsten Fall sogar zum Einsturz. Besonders flache Dächer sind bei zu starker Belastung einsturzgefährdet. Durch das Überwachungs- und Frühwarnsystem SAS-307 können derartige Katastrophen verhindert werden. Die Montage erfolgt auf oder unter der Dachabdichtung und ist nachträglich möglich. www.dachlastsensor.de

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Brandschutz und Schallschutz mit SoniFoam-Kabelboxen

Beim Durchdringen von Brandabschnitten müssen Öffnungen für Installationen feuerbeständig verschlossen werden. Nicht selten sind an gleicher Stelle nicht nur Brandschutz sondern auch Schallschutzanforderungen zu erfüllen. Die neuen SoniFoam – Kabelboxen erfüllen mit der Feuerwiderstandsklasse S90 und einer geprüften Normschallpegeldifferenz von 59 dB beide Anforderungen und erhalten gleichzeitig Flexibilität in der Elektroinstallation. Die vorgefertigte Brandabschottung schließt durch ihr spezielles Funktionsprinzip bei Brandabschottungen häufig auftretende Montagefehler, wie z. B. eine Überbelegung von vornherein aus. Sie sorgt so dafür, dass der Brandschutz im Ernstfall funktioniert und die Investitionen nicht vergebens waren. Für die Funktion einer Kabelabschottung ist auf Dauer die Instandhaltung entscheidend. Bei Nach- oder Umrüstung von Installationen müssen die Abschottungen geöffnet und wieder verschlossen werden. Hierbei kommt es für den Gebäudenutzer entscheidend darauf an, an jeder Stelle das richtige Schottsystem einzusetzen, da die Instandhaltung je nach Schottsystem schon nach wenigen Kabelinstallationen sehr teuer werden kann. Die SoniFoam-Kabelboxen eignen sich hervorragend in Bereichen, in denen noch mit Nachinstallationen gerechnet werden muss, da sie besonders einfach, sicher und kostengünstig nachgerüstet werden können. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.wichmann.bizx

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USZEICHNUNG FÜR FERNSTUDIENGANG „MASTER LIGHTING DESIGN“ Im Rahmen der internationalen Fachtagung Professional Lighting Design Convention 2013 (PLDC) in Kopenhagen erhält der berufsbegleitende Fernstudiengang „Master Lighting Design“ der Hochschule Wismar den PLDR Award for Education

WINGS, das Fernstudienzentrum der Hochschule Wismar, bietet den englischsprachigen, berufs­ begleitenden Fernstudiengang „Lighting Design – Architectural Lighting and Design Management“ mit dem international anerkannten Abschluss „Mas­ ter of Arts (M. A.)“ an – eine auf dem Studienmarkt einzigartige Kombination aus Lichtdesign und Management mit Dozenten verschiedener Natio­ nalitäten sowie Workshops in Wismar, Berlin und Bangkok. WINGS hat den Master seit dem Herbst 2012 im Programm und zieht mit seinem welt­ umspannenden Konzept Studierende aus zahlrei­ chen Nationen an: Neben deutschen Teilnehmern stammt ein Großteil aus Asien, aus Süd­ und Mittel­ amerika sowie aus dem arabischen Raum. Es ist der erste internationale englischsprachige Fernstudien­ gang, bei dem Lehrinhalte wie Planungspraxis der Architekturbeleuchtung mit designorientiertem Management kombiniert werden.

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Am 2. November 2013 ist auf der Professio­ nal Lighting Design Convention 2013 (PLDC) in Kopenhagen im Rahmen der Verleihung der PLDR Awards (Professional Lighting De­ sign Recognition) das Konzept des deutschen Fernstudiengangs mit dem PLDR Award for Education vor rund 600 Zuschauern ausge­ zeichnet worden. „Die Auszeichnung unseres ‚Master Lighting Design‘ mit dem PLDR Award ist eine große Ehre“, so Prof. Dr. Thomas Röm­ hild, Studiengangsleiter des Master­Fernstu­ diengangs, der den Preis bei der Verleihung entgegennahm. „Sie bestätigt, dass wir mit unserem internationalen Konzept hochqualifi­ zierte Lichtdesigner ausbilden, die auch in der Praxis weltweit anerkannt und gefragt sind.“ Die internationale Jury, eine Expertenrunde renommierter Lichtdesigner und Architek­ ten, bestimmt die Preisträger. Sie ehrt mit dem Award Einzelpersonen, Organisationen und Forschungsinstitute, die mit ihren Arbeiten die Entwicklung des professionellen Lichtdesigns fördern. In der Kategorie „PLDR Award for Education“ waren außer­ dem noch nominiert: „Parsons The New School for Design“ und „The Nuckolls Fund“ – beide aus New york/USA. Insgesamt wird die Auszeichnung in acht Kategorien verliehen: Award at Large, Lifetime Award, Award for the Best Partner in Industry, Award for the Best Project, Award for the Best Daylight Project, Award for Research, Award for the Best Newcomer und der Award for Education. Die PLDC findet alle zwei Jahre statt. Auf dem Kongress treffen sich internationale Lichtdesigner und Archiktekten. Sie tauschen sich über aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Lighting Design aus. Weitere Informationen unter www.wings-lightingdesign.com und www.pld-c.com

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Neubau eines Verwaltungsgebäudes in Modulbauweise mit angrenzender Produktionshalle Der neue Firmenstandort bildet eine Einheit für die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Produktion. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf ein nachhaltiges Gesamtkonzept ge­ legt. Der gezielte Einsatz regenerativer Energien wie Photovoltaik, Erdwärme und Regenwassernutzung, in Verbindung mit einem wärmebrückenfreien Fassaden-Dämmsystem ermöglicht eine Unterschreitung der Anfor­ derungen der Energieeinsparverordnung um mehr als 25 %. Das Verwaltungsgebäude besteht aus einzelnen industriell im Werk vorgefertigten Raummodulen und besticht archi­ tektonisch durch seine offene Grundrisskonzeption, prägnante Baukörperausbildung und hoch­ wertige Materialauswahl, welche sich ins­ besondere im zentralen Foyer-Bereich (Treppenraum mit Fadenbrunnen und Empfangszone) sowie in der Fassadengestaltung bemerkbar macht.

Nutzung: Produktionshalle zur Herstellung von Wasserhydraulik-Kom­ ponenten sowie ein Verwaltungsgebäude für Entwicklung und Vertrieb. Bauweise: Die Produktionshalle wurde aus Betonfertigteilelementen erstellt, das Bürogebäude in vorgefertigter Modulbauweise. Materialauswahl und Ausstattung: Zur Repräsentation des Unternehmens wurde besonderer Wert auf eine hochwertige Gebäudeausstattung und ­Materialwahl sowie auf ein individuelles Beleuchtungs­ konzept gelegt. Fassade: Halle: Hochwärmegedämmte Integralfassade mit flächig integrier­ ten Fensterbändern. Büro: Vorgehängte Aluminiumkassettenfassade mit farbigen Glaspaneelen zwischen den Fensterelementen und groß­ zügiger Pfosten-Riegel-Konstruktion.

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Volumen und Flächen: BRI Büro: 2.427 m³ BRI Halle: 16.108 m³ BRI Insg.: 18.535 m³ NF Büro: 551 m² NF Halle: 1.765 m² NF Insg.: 2.316 m² Energiekonzept: KfW-Energieeffizienzprogramm (242–244) Nutzung regenerativer Energien – Photovoltaikanlage auf der Produktionshalle (50 kWp) – Erdwärmenutzung mittels Erdsonden 3 x 133 m (Sole–Wasser-Wärmepumpe mit 24 kW) – Regenwassernutzung über Zisterne 75 cbm Jahres-Primärenergiebedarf: Halle: 118 kWh/m²*a Büro: 150 kWh/m²*a

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Serpentine Sackler Gallery von Zaha Hadid

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Seit Herbst letzten Jahres gibt es in London einen neuen kulturellen Hotspot. Nicht nur für den kunstaffinen, gleichermaßen für den architektur­interessierten Besucher.

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Am 28. September eröffnete das renommierte Serpentine Museum in der britischen Metropole ein zweites, zusätzliches Ausstellungsgebäude: die Serpentine Sackler Gallery. Benannt nach Dr. Mortimer und Dame Theresa Sackler, deren Stiftung die Finanzierung des Projekts ermöglichte. Bloomberg Phil­ anthropies, langjährige Unterstützer der Serpentine Gallery, stellten ebenfalls großzügig Mittel zur Verfügung. Michael Bloomberg, derzeit noch amtierender Bürgermeister New yorks, wird im kommenden Jahr den Vorsitz der Galerie über­ nehmen. Architektonisch verantwortlich für das neue Aus­ stellungsgebäude zeichnet Pritzker­Preisträgerin Zaha Hadid. Ihr Name ist untrennbar verbunden mit kühnen, unkonven­ tionellen Bauformen. Die gebürtige Irakerin studierte zuerst Mathematik in Beirut, 1972 wechselte sie an die Architectural Association School in London – die Stadt ist inzwischen seit 40 Jahren ihre Wahlheimat – und lernte unter anderem bei Rem Kohlhaas. Einen eigenen Entwurf konnte sie erstmals 1993 in Deutschland umsetzen, das Feuerwehrhaus des Vitra­Werks in Weil am Rhein, eine in Beton gegossene Skulp­ tur ohne rechten Winkel. Seither baut sie in der ganzen Welt. Zum ersten Mal wird sie demnächst auch im Irak tätig wer­ den, sie erhielt kürzlich den Auftrag für den Bau der Zentral­ bank in Bagdad. Für London wünscht sie sich zukünftig mehr Projekte nach Art der Serpentine Sackler Gallery. Die 43­jährige Geschichte der Serpentine Gallery, die in einem neo­klassizistischen Teehaus aus dem Jahr 1934 residiert, be­ inhaltet wesentliches Engagement für moderne Architektur. Seit der Jahrtausendwende gestalten international arrivierte Architekten, Künstler und Designer im Jahresrhythmus tem­ poräre Bauten auf dem Gelände in den Kensington Gardens. Initial wurde bereits im Jahr 2000 Zaha Hadids Entwurf für einen Pavillon auf dem Gelände realisiert. Inmitten der Kensington Gardens, in wenigen Minuten fußläu­ fig zur Serpentine Gallery präsentiert die Architektin 13 Jahre später aufs neue ihr architektonisches Ideal der Öffentlich­ keit, die Abkehr vom rechten Winkel: „Das Wichtigste ist der Fluss der Dinge, eine nicht­euklidische Geometrie, in der sich nichts wiederholt: eine Neuordnung des Raumes.“ Diese spe­ zielle Denkweise trifft nun in London auf einen Bestandsbau

von 1805, auf „The Magazine“, ein ehemaliges Munitionslager, das bis in die 1960er Jahre militärisch, und in Folge als Lager für die Parkverwaltung „The Royal Parks“ genutzt wurde. DAS UNTER DENKMALSCHUTZ STEHENDE GEBÄUDE SOLLTE FÜR DIE ÖFFENTLICHE NUTZUNG FREIGEGEBEN WERDEN. EINEN ENTSPRECHENDEN KONZEPTWETTBEWERB GEWANN 2010 DIE SERPENTINE GALLERy. Mit einem finanziellen Gesamtvolumen in Höhe von ca. 14,5 Millionen Pfund und in Partnerschaft mit „The Royal Parks“ er­ folgten exklusive Sanierung und Umbau des Magazins sowie die Erstellung eines Ergänzungsbaus. Die gesamte Maßnah­ me oblag der Federführung von Zaha Hadid Architects. Es entstanden 900 Quadratmeter neue Ausstellungsfläche und ein Restaurant bzw. der „social space“. Letzteres, insbesonde­ re das Dach des Restaurants, markiert den Eyecatcher im Ge­ samtensemble: eine weiße, aus Glasfaser gewebte Dachkon­ struktion. Deren maßgeschneiderte Membran ist dreischichtig aufgebaut, Polytetrafluorethylen (PTFE), feuerfeste Zwischen­ schichten und Membrandecke. DIE FREIFLIESSENDE FORM SCHEINT IN DER SCHWEBE, SENKT SICH SANFT AN DEN TRAGENDEN FÜNF INNENSTÜTZEN, DIE SIE AUFFANGEN, AB. AUS DER FERNE WIRKT ES, ALS HÄTTE MAN EIN WEISSES LAKEN IN DIE LUFT GEWORFEN, DAS SICH BEIM HERUNTERFALLEN FAST ZUFÄLLIG AUF DEN STÜTZEN ARRANGIERT. Weitere Stabilität bietet ein umlaufender Fachwerkträger in ebenfalls freier Form, der an drei Stellen den Boden berührt. Die schwebende Wirkung der Gesamtkonstruktion wird durch die fast umlaufende Ganzglasfüllung zwischen der bis zum Boden geführten Fachwerkkonstruktion verstärkt. Das Restaurant grenzt an der Ostseite direkt an „The Maga­ zine“, dessen westliche Außenwand stellt seine Innenwand, der beibehaltene Backsteincharakter bricht das auch innen vorherrschende Weiß. Die fünf Stützen leiten zusätzliches Licht in den Innenraum, ihr konische Form öffnet sich in die Decke annähernd wie die Blüte einer Calla, vorherrschend ist hier aber kein florales, sondern das skulpturale Moment.

Für London wünscht sie sich zukünftig mehr Projekte nach Art der Serpentine Sackler Gallery.

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DENNOCH, DIE STÜTZEN ERINNERN AN ZAHA HADIDS „LILA INSTALLATION“ IM JAHR 2007, EBENFALLS EINE ARBEIT FÜR DIE SERPENTINE GALLERy, NOCH DEUTLICHER INSPIRIERT VON KOMPLEXEN, NATÜRLICHEN BLÜTEN-UND BLATTGEOMETRIEN. DIE INNENEINRICHTUNG DES RESTAURANTS, DIE MÖBLIERUNG SOWIE DAS GESCHIRR, ENTSPRECHEN DEM GESAMTKONZEPT, ES SIND EBENFALLS ENTWÜRFE ZAHA HADIDS.

IM FOKUS DES AUSSTELLUNGKONZEPTES DER SERPENTINE SACKLER GALLERy STEHT, WIE GEHABT, MODERNE SOWIE ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUF HÖCHSTEM INTERNATIONALEN NIVEAU. FÜR DAS RENOMMEE, DAS SICH DIE SERPENTINE GALLERy BEREITS SEIT DEN 1960ER JAHREN MIT BEDEUTENDEN AUSSTELLUNGEN ERARBEITET HAT, STEHEN NAMEN WIE GERHARD RICHTER, AI WEIWEI, ANDy WARHOL, JEFF KOONS, UM NUR EINIGE WENIGE ZU NENNEN.

Die architektonische Gestaltung des Zubaus kontrastiert mit der neo­klassizistischen Strenge der Außenhaut des ehemali­ gen Schießpulverdepots. Dessen massive Backsteinmauern wurde sichtbar beibehal­ ten. Insgesamt ließ Zaha Hadid den rechten Winkel im Be­ standsbau weiter walten und ging reduziert vor. Alle nicht­ historischen Elemente wurden entfernt. Ein aufgesetztes Glasdach spendet dem offenen Innenhof des Magazins weiterhin Licht, die beiden ehemaligen Schießpulverlager mit Tonnengewölbe wurden von einem ebenfalls lichtdurch­ flutetem Umgang eingefasst. Hierdurch wurden optimale Ausstellungsverhältnisse geschaffen. Eine stilgemäße Er­ weiterung erfolge im rückwärtigen Teil des Gebäudes. Dort wurden Büros und Versorgungsräume untergebracht, sowie Alt­und Neubau verbunden. Zielführend sollte jedoch bei dem Projekt nicht das Augen­ merk auf dem Widerspruch, sondern auf einer Synthese zwi­ schen historischer Bausubstanz und aktuellem Entwurf sicht­ bar gemacht werden. Zaha Hamid glaubt „… dass sich in der Architektur etwas ausdrücken lässt, von dem wir noch nicht ahnen, dass es möglich ist – eine neue Ordnung der Dinge, ein anderer Blick auf die Welt.“

Im Zuge der Eröffnungsausstellung werden die Arbeiten der Bildhauerin und Installationskünstlerin Marisa Merz als Ver­ treterin der italienischen Kunstbewegung „Arte Povera“ und Adrián Villar Rojas präsentiert. Insbesondere der 33­jährige Argentinier dürfte zumindest den Besuchern der Documen­ ta13 noch ein Begriff sein. Sein Metier sind großformatige Skulpturen, sie transportieren Zeitbegriffe, Vergangenheit, Moderne, Zukunft, Endzeitgedanken – Fragen danach, was bleibt und inwieweit menschliche Aktivitäten den Planeten Erde verändern. Seine Arbeiten sind inspiriert von Natur, Pop­ kultur, Science­Fiction und Quantenmechanik. Er bevorzugt Materialien wie Lehm, Schlamm und Ziegel. Ihm gefällt, „… dass die Projekte endlich sind und dass es keinen Markt dafür gibt. Nur das: Man stellt Skulpturen auf, lässt sie zurück und schaut, was mit ihnen passiert.“

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DEN FLUSS DER DINGE, IN DEM SICH NICHTS WIEDERHOLT, KANN MAN KAUM BESSER BESCHREIBEN. Autorin: Claudia Bassier


RWE setzt verstärkt auf dezentrale Energieversorgung  Sportcentrum Kamen-Kaiserau entscheidet sich für hocheffiziente Energieerzeugungsanlage  Energiewende in Deutschland ist aktuell eine der größten Herausforderungen

Das SportCentrum im westfälischen Kamen­Kaiserau ist nicht nur Trainingslager für viele national und international bekann­ te Fußballmannschaften. Es setzt zukünftig auch auf eine hocheffiziente und moderne Energieerzeugungsanlage. Ziel des SportCentrums ist, eine nachhaltige, ökologische und si­ chere Wärmeerzeugung zu gewährleisten. Gleichermaßen ist es auch Kerngeschäft der RWE Energiedienstleistungen GmbH (RWE ED) und damit Bestandteil der Gesamtstrategie der RWE Deutschland Gruppe. Grund genug für den Vorstandsvorsit­ zenden der RWE Deutschland AG, Dr. Arndt Neuhaus, den Ver­ triebsvorstand der RWE Vertrieb AG, Achim Südmeier, und die Führungskräfte der RWE ED zu einer Klausurtagung im Sport­ Centrum Kamen­Kaiserau zusammen zu kommen. Am realen Objekt, dem neuen Blockheizkraftwerk (BHKW) im SportCen­ trum, wird ein wesentliches Geschäftsfeld der RWE Deutsch­ land AG visualisiert.

„Die Energiewende in Deutschland ist aktuell eine der größten Herausforderungen“, verdeutlicht Dr. Arndt Neuhaus. „Verbraucher haben neue Bedürfnisse an Energiever­ sorger, die diese erfüllen müssen. RWE bietet hierbei eine part­ nerschaftliche Unterstützung an.“ Achim Südmeier ergänzt: „Zunehmend haben Kunden den Anspruch, ihre benötigte Energie selbst zu produzieren, um so unabhängiger zu werden und die Zukunft ihrer Energieversorgung selbst zu gestalten.“

Das Sportcentrum Kamen­Kaiserau ist nur eines von vielen Beispielen. Es zeigt, wie Energie effizient genutzt werden kann, wie Geldbeutel und Umwelt nachhaltig geschont wer­ den und wie die einzelnen Bausteine der Energiewende in­ einander greifen können.

„Die Themen sind sehr unterschiedlich und sehr komplex. Alle Angebote der RWE Energiedienstleistungen GmbH sind deshalb individuell. Es gibt kaum ein Projekt, das wir nicht realisieren können“, so Dr. Markus Mönig, technischer Geschäftsführer der RWE Energiedienstleistungen GmbH. Jörn­Erik Mantz, kaufmän­ nischer Geschäftsführer der RWE ED ist überzeugt: „Dezen­ trale Versorgungslösungen mit hocheffizienter Technik und dem Einsatz regenerativer Energiequellen werden ein Kern­ bestandteil zur Realisierung der Energiewende sein.“ RWE ED versorgt bereits seit Anfang der 60er Jahre rund 80.000 Endkunden mit Wärme aus dezentralen Fernheizwerken. Im Laufe der Zeit ist die Anlagentechnik moderner geworden und die Energiegewinnung effizienter. Das Unternehmen geht hier mit gutem Beispiel voran und modernisiert eigene Fernheizwerke sukzessive mit hoch effizienten BHKWs. In den letzten beiden Jahren wurden bereits 14 dieser Anlagen errichtet – unter anderem in Berlin, Hamburg und Dort­ mund.

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/ / E nergetische S anierung

Wissenschaftliches Gutachten warnt:

Öko-Umlage auf Heizenergie schafft soziale Ungerechtigkeit

Eine Sonderabgabe auf Heizöl und Erdgas nach dem Vorbild der Ökostrom-Umlage würde die ­Heizkosten in zwei Drittel der deutschen Haushalte deutlich nach oben treiben. Sie führt überdies zu erheblichen sozialen Verwerfungen. Denn Geringverdiener werden überproportional belastet. Zu diesem Ergebnis kommt ein wissenschaftliches Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Auftrag von Verbänden der Mineralölwirtschaft. Betroffen von einer derartigen ­Zwangsabgabe wären rund 27 Millionen Haushalte.

Jährliche Mehrbelastung der Haushalte durch eine Umlage auf den Öl- und Gasverbrauch in Höhe von 1,8 ct/kWh Alle Werte beziehen sich auf die Durchschnitte der jeweiliegn Haushaltstypen

290,52 € 222,72 € 170,16 €

Single

188,76 €

Alleinerziehend mit einem Kind

Quelle: IW Köln; Grafik: IWO

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Paar mit zwei Kindern

Alleinstehender Rentner mit selbstgenutztem Eigenheim


Eine Familie mit zwei Kindern beispielsweise müsste im Durch­ schnitt 24 Euro pro Monat zusätzlich für die warme Wohnung auf­ bringen. Rentnerhaushalte im Eigenheim würden monatlich mit fast 19 Euro, Alleinerziehende mit einem Kind mit knapp 16 Euro mehr belastet. Top-Verdiener hingegen könnten profitieren. Des­ halb erteilt das IW einer derartigen Umlage auf konventionelle Heizenergieträger eine klare Absage. „Nicht empfehlenswert, da sie zu sozialpolitisch kritischen Effekten führt und sich außerhalb der parlamentarischen Kostenkontrolle bewegt“, so das Fazit des Gutachtens. Zudem sieht das IW die Gefahr, dass mit der Umlage erneut nicht die kosteneffizientesten Techniken, sondern die teu­ ersten gefördert werden.

Ein verbrauchsabhängiger Zuschlag nach Muster der Öko­ strom-Umlage im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird seit Monaten von verschiedenen politischen Interessengruppen pro­ pagiert. Nach ihren Vorstellungen sollen künftig damit unabhän­ gig vom Bundeshaushalt energetische Gebäude­ sanierungen und regenerative Wärmeenergieträger subventioniert werden. Zu den Befürwortern der Öko-Umlage auf Gas und Heizöl zählen beispielsweise die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stif­ tung sowie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die finanziellen Auswirkungen einer solchen Zwangsabgabe treffen einkommensschwächere Haushalte besonders hart, wie die Be­ rechnungen belegen.

IW-Gutachter Dr. Hubertus Bardt: „Gemessen am Einkommen, wäre die Belastung für Geringverdiener mehr als dreimal so hoch wie die für Besserverdienende.“

Neben Alleinerziehenden und Familien mit Kindern würden Rentner überproportional zur Kasse gebeten, insbesondere Ren­ ter in einem selbstgenutzten Eigenheim. Denn sie verfügen in der Regel über ein geringeres Durchschnittseinkommen. Durch­ schnittlich mehr als fünf Prozent ihres Einkommens müssten sie mit der Öko-Zwangsabgabe auf Heizenergie aufwenden. Gene­ rell benachteiligt werden Mieter. Sie würden durch höhere Wär­ mekosten zwar zusätzlich belastet, haben aber keine Möglich­ keit, die aus dieser Umlage finanzierten Fördermittel selbst in Anspruch zu nehmen. Auch auf die Sanierungsbereitschaft ihres Vermieters haben sie keinerlei Einfluss.

Nutznießer einer derartigen Zwangsumlage hingegen wären vor allem einkommensstarke Haushalte. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einer Bilanz der bisher durchgeführten energeti­ schen Sanierungsmaßnahmen ableiten: Zwei Drittel aller Ge­ bäudesanierungen wurden in den vergangenen Jahren von ­Eigentümerhaushalten in der oberen Einkommenshälfte rea­ lisiert. Zu Ende gedacht, bedeutet das: Eine alleinerziehende Krankenschwester etwa und ein weniger betuchter Rentner müssten über die Heizenergieumlage womöglich die energe­ tische Sanierung einer hochherrschaftlichen Jugendstilvilla mit­ finanzieren.

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/ / E nergetische S anierung

Und das mit stets steigenden Anteilen. Im IW-Gutachten wird ein Förderbedarf von jährlich 6,2 Milliarden Euro zu­ grunde gelegt, um die politisch festgelegten Klimaschutz­ ziele im Gebäudebereich zu erreichen. Auf Basis des aktu­ ellen jährlichen Gas- und Heizölverbrauchs resultiert daraus eine Sonderabgabe von 1,8 Cent je verbrauchte Kilowatt­ stunde (kWh) Heizenergie. Dies entspricht etwa 18 Cent pro Liter Heizöl. „Damit wäre die durchschnittliche Belastung für die betroffenen Haushalte mit mehr als 13 Euro pro Monat schon zu Beginn höher als die Zusatzkosten durch die Öko­ strom-Umlage des EEG des Jahres 2013, die im Durchschnitt mit rund neun Euro zu Buche schlagen“, erläutert Dr. Bardt. Und wie bislang die Ökostrom-Umlage würde auch eine verbrauchsabhängige Heizenergieumlage kontinuierlich – und unkontrolliert – ansteigen. Denn aufgrund der weiteren Verbreitung effizienterer Heiztechnik und verbesserter Wär­ medämmung der Gebäude wird der Verbrauch von Heizöl und Gas beständig zurückgehen. Das jährliche Förderbud­ get müsste also über eine stets sinkende Energiemenge ge­ deckt werden. In der Folge stoßen immer mehr betroffene Haushalte an ihre finanziellen Grenzen.

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„Zur Förderung von energetischen Gebäudesanierungen und Heizungsmodernisierungen stehen effektivere und sozial ausgewogenere Möglichkeiten zur Verfügung“, so IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen. „Etwa die Wei­ terentwicklung der bestehenden KfW-Programme sowie eine progressionsunabhängige steuerliche Förderkompo­ nente, insbesondere auch für Teilsanierungen wie Heizungs­ erneuerung oder Fensteraustausch.“ Solche Lösungsansätze ermöglichen auch weniger einkommensstarken Haushalten, ihr Eigenheim schrittweise energetisch zu optimieren. Download des IW-Gutachtens sowie eine Zusammenfas­ sung mit den Schlussfolgerungen der Auftraggeber über www.iwo.de/studien

Alle Werte beziehen sich auf die Durchschnitte der jeweili­ gen Haushaltstype


/ / B A U E N I M B E S TA N D

AFA ARCHITEKTUR

MAGAZIN

Nachlese der

3. AFA-Architektenveranstaltung zum Thema

„Bauen im Bestand“ im Kongresszentrum des Technologieparks Köln

Nach den ersten beiden überaus erfolgreichen AFA­Architektenveranstaltungen zu den Themen Feuchteschäden an Gebäuden und deren Vermeidung sowie energetische Sanierung, folgte im November 2013 das zweitägige AFA­Event & Messe zum Thema „Bauen im Bestand“ im Kongress­ zentrum des Technologieparks in Köln. Am 11. und 12. November 2013 fanden sich abermals interessierte Architekten, Innenarchitekten, Ingenieure und Bauherren im Kongresszentrum des Technologie­ parks zusammen, um sich über die neuesten Innovationen und Produkte im Bereich der Gebäudemodernisierung zu informieren. Die Umnutzung, Erweiterung und energeti­ sche Sanierung bestehender Gebäude hat in den letzten Jahren an großer Bedeutung gewonnen und das AFA­ Architekturmagazin stellte in Kooperation mit zahlreichen Unternehmen ein zweitägiges Programm mit anregenden Vorträgen und sehenswerten Messeständen zu diesem aktuellen Thema zusammen. Neben großen Unternehmen wie die Dallmer GmbH, Firma Pender und Hewlett Pack­ ard, fand auch die Architektenkammer NRW Gefallen an dem Event und akkreditierte die Veranstaltung als Fort­ bildung mit wohlverdienten acht Unterrichtsstunden. Im Rahmen dieser zukunftsorientierten Messe realisierte das Team des AFA­Architekturmagazins im Außenbereich des Technologieparks die attraktive und innovative Ausstellung „Elektromobilität“. Hier konnten die Gäste des AFA­Events schon heute die Automobile von morgen bestaunen und austesten. Es wurden u. a. der revolutionäre Opel Ampera, der schicke Cityflitzer Renault Twizy, der clevere Smart for­ two und der umweltfreundliche Pionier Volvo V60 Plug­In Hybrid vorgestellt. Schon vor Beginn des ersten Vortrages erhielten die Teil­ nehmer die Möglichkeit bei einer ausgezeichneten Tasse Kaffee der Firma Löwen die reichlichen Messestände zu besuchen und sich vorab mit Informationsmaterialien und Broschüren einzudecken. So präsentierten Unternehmen

wie u. a. die Dallmer GmbH, die Weishaupt GmbH, die Bim Measurement GmbH, die Ceno Tec GmbH, das Institut für Wärme­ und Öltechnik (IWO), die AIA AG, die kfW Banken­ gruppe, SFA Sanibroy, die Firma Schulte & Todt, die Firmen Pender und Faro, die Saint­Gobain Building Distribution Deutschland GmbH, Tyco Integrated Fire & Security, Ropag High­Tech, Hewlett­Packard, die WINGS – Wismar Interna­ tional Graduation Services GmbH, Graphisoft, und die Orca GmbH ihre aktuellen, innovativen und zukunftsorientierten Produkte. Die Messe lieferte die Plattform zur Kontakther­

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/ / B A U E N I M B E S TA N D

stellung zwischen den Architekten, Bauherren und Unter­ nehmen, förderte anregende Gespräche und lud ebenfalls dazu ein, Erfahrungen untereinander auszutauschen. Nach der offiziellen Begrüßung der geladenen Gäste durch den Herausgeber des AFA­Architekturmagazins, Architekt Frank Pawlak, begann der Vortragsteil der 3. AFA­Architektenver­ anstaltung & Messe und das Wort ging an Dipl.­Ing. Architekt Ralph Wagner, dem Referenten von der Dallmer GmbH. Er begann den ersten Vortrag des mehrtägigen Events mit dem Thema der zukünftigen Vorteile einer bodengleichen Du­ sche. Er zeigte beispielhaft die Risiken einer handelsüblichen Duschwanne auf und stellte neuartige Sanierungstechniken für ein altersgerechtes Bad dar. Im direkten Anschluss stellte Dipl.­Ing. Architekt Holger Kreienbrink, von der Graphisoft Deutschland GmbH, den anwesenden Architekten eine neue Vielzahl an Möglichkeiten bei der Darstellung und Bearbei­ tung von BIM Modellen vor. Er zeigte mithilfe anschaulicher Entwürfe wie man Gebäudemodelle, vom ersten Entwurf bis hin zum letzten Detail, noch besser und durchgängiger nutzen kann. Nach einer kurzen Stärkung am Kuchenbuffet, wurde den Teilnehmern noch ein neuartiges PC­Programm für Architekten von Torsten Vogt, dem Systembetreuer der Orca Software GmbH vorgestellt: ORCA AVA. Mithilfe dieses Programms kann der Anwender alle Prozesse zur Kostenbe­ rechnung, Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung und das Kostenmanagement durchgängig abwickeln. Auf die einmal erfassten Eingaben kann er ebenfalls aus verschiedenen Pro­ grammteilen zugreifen und im Programmteil Kostenschät­ zung/­berechnung hat der Planer die Möglichkeit zwischen unterschiedlichen Vorgehensweisen zu wählen, je nach Ar­ beitsweise und Projekt. Selbst die Kostenschätzung ist nach

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der DIN 276 mit dieser Software möglich. Mit einem voll­ kommen anderen Thema beschäftigte sich danach Thomas Wirsik von der Saint­Gobain Building Distribution Deutsch­ land GmbH. Er zeigte die Gefahren bei Schnee­ und Stauwas­ serlasten auf Flachdächern auf und stellte den Schnee­ und Stauwasser­Alarmsensor SAS­307 der Firma tbm hightech control GmbH vor. Dieser Sensor umfasst drei Messstationen mit Verkabelung zu einer zentralen Steuereinheit, die belie­ big entfernt sein kann. So lässt sich eine der Messstationen im Bereich des Gullys zur Stauwasserlastmessung und die anderen beiden an kritischen Punkten auf dem Dach zur Schneelastmessung platzieren. Sobald eine Messstation die zulässigen Werte überschreitet, erfolgt der erste Alarm bei circa 50–60 Prozent, der zweite, variabel einstellbare Alarm bei circa 90 Prozent der zulässigen Last. Er erklärte den Teil­ nehmern die relativ einfache Montage der Sensoren, die entweder unterhalb der Dachhaut platziert oder als nach­ trägliche Anbringung mittels einer Montageplatte auf der Dachoberfläche befestigt werden können. Nach der Mittags­ pause brachte Dipl.­Wirtschaftsingenieur Klaus Gipperich von der Ceno Membrane Technology GmbH den Teilneh­ mern, anhand zahlreicher Projektbeispielen die Nutzungs­ erweiterung der ETFE­Folienkonstruktionen in Bestands­ bauten näher. Er erklärte warum Architekturmembranen aus hochfesten, beschichteten Polyester­ oder Glasgeweben und ETFE­Folien ideale Baustoffe sind, die in Verbindung mit Trag­ strukturen aus Stahl und Stahlseilen hoch beanspruchbare und dennoch filigrane Dach­ und Fassadenkonstruktionen realisieren können. Im Anschluss an den aufschlussreichen Vortragsteil des ersten Tages, erhielten die Teilnehmer noch­ mals die Möglichkeit Fragen und Anregungen zu diskutieren


und die Ausstellungsflächen der verschiedenen Unterneh­ men zu besuchen. Nach der traditionellen Begrüßung der Gäste durch den Herausgeber Architekt Frank Pawlak, star­ tete der zweite Tag des mehrtägigen Events direkt infor­ mativ durch, als Dipl.­Ing. Andreas Mahlberg von der IWO die vielen Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Hybridheizung vorstellte. Wesentliches Element einer Hy­ bridheizung ist ein großvolumiger, gut isolierter Pufferspei­ cher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Ener­ giequellen bevorratet wird. In den Sommermonaten kann die für Warmwasser benötigte Energie fast ausschließlich solar erzeugt werden. In der Übergangszeit und im Winter leistet der Holzkaminofen seinen Beitrag zur Beheizung des gesamten Gebäudes. Über einen Wärmetauscher wird ein Großteil der Wärme aus dem Kaminofen in den zen­ tralen Pufferspeicher eingespeist. Erst wenn Solaranlage und Kaminofen den Wärmebedarf alleine nicht mehr ab­ decken können, schaltet sich automatisch die Ölheizung hinzu. Im darauffolgenden Vortrag wurde nochmals eine neuartige BIM­Software vorgestellt, dieses Mal von Dipl.­ Ing. Architekt Armin Schweigardt vom BIM­Measurement. Die BIM­Technologie in ARCHICAD unterstützt den Planer hier ebenfalls wirkungsvoll von der ersten Planungsidee bis hin zum letzten Detail der Ausführungsplanung – zuver­ lässige und frühzeitige Kostenermittlung und Energiebe­ darfsermittlung inklusive. Hier erfolgen das Messen und das Modellieren direkt in einem Arbeitsschritt. Mit wenigen Messpunkten und/oder Messreihen entstehen drei dimen­ sionale Objekte und Bauteile in ARCHICAD. Mit dem virtu­ ellen Gebäudemodell stehen allen Anwendern wie Archi­ tekten, Ingenieuren, Handwerkern, Immobilienverwaltern,

Facility Managern und Energieberatern sofort alle relevan­ ten Informationen wie Flächen, Maße, Materialien etc. des Gebäudes zur Verfügung. Nach einer kurzen Kaffeepause erklärte Andreas Wagner von der SFA Sanibroy GmbH wie man innovativ und barrierefrei Bäder altersgerecht umbau­ en kann. Anhand des Beispiels „SANIMAGIC“ verdeutlichte er, wie ein altes Bad mit Badewanne ohne aufwändige Um­ baumaßnahmen in ein komfortables, sicheres Duschbad umgewandelt werden kann. Die Komplettduschen erset­ zen sinnvoll jede alte Badewanne, bieten viel Platz und ermöglichen dadurch einen leichten Einstieg. Wie diese Umbaumaßnahmen finanziert werden können, erläuterte daraufhin Dipl.­Ing. Jürgen Daamen von der KfW den Teil­ nehmern anhand des Förderungsprogramms 159 „Alters­ gerechtes Umbauen“ der KfW. Zum Abschluss hielt Michael Grabow, der technische Berater der Max Weishaupt GmbH, einen Vortrag über angewandte Heiztechnik und regene­ rativer Energien im Bestand und regte nochmals zu Fragen und Diskussionen im Publikum an. Viele Teilnehmer hatten sich für beide Eventtage angemeldet und wurden von dem Programm nicht enttäuscht. Es wurden abwechslungsreiche Themen vorgestellt, die die zukünftige Architektur mitbe­ stimmen werden – ob im theoretischen Sinne anhand Soft­ ware­Programme oder in der praktischen Umsetzung von energetischen und umweltfreundlichen Baumaterialien. Besonders die Themen Elektromobiltät und Umweltschutz liegen dem Team des AFA­Architekturmagazins am Herzen und es freut sich bereits wieder zahlreiche Gäste zur 4. AFA­ Architektenveranstaltung „Energetische Sanierung“ im Mai 2014 im Kultur­und Medienzentrum der Stadt Pulheim be­ grüßen zu dürfen! Autorin: Bianka Franken B. A.

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IDEELLE G N U T U E D E B R U T K E T I ARCH DIE FRANZ SISCHE NATIONALBIBLIOTHEK ZUM BEISPIEL HAT DIE FORM VON VIER AUFGEKLAPPTEN BÜCHERN UND SIGNALISIERT SOMIT IHRE FUNKTION NACH AUSSEN. „Es ist uns beinahe noch so zu Muthe (…), als ob eines Morgens ein Gott spielend aus solchen ungeheuren Lasten sein Wohnhaus gebaut habe; anderemale als ob eine Seele urplötzlich in einen Stein hineingezaubert sei und nun durch ihn reden wolle.“ beschreibt Friedrich Nietzsche 1878 in „Menschliches, All­ zumenschliches“ die antike Tempelanlage im italienischen Paestum. Ohne in metaphysische Welten abgleiten zu wol­ len – deren Zugänglichkeit überhaupt Nietzsche des Übrigen ebenfalls bezweifelte – eignen sich diese Worte als Einstieg, um über das Ideelle in der modernen Architektur nachzuden­ ken…wessen Sprache sprechen die „Tempel“ von heute?

lärsten Bauten der 1990er Jahre. Die Bibliothek hat die Form von vier aufgeklappten Büchern und signalisiert somit ihre Funktion nach außen. Auf den ersten Blick zu plakativ, nahezu banal? Jedenfalls ein Grund, den Einwurf genauer zu betrach­ ten. Er stammt von dem französischen Architekten Domini­ que Perrault. Die Entwürfe Perraults, der ursprünglich einmal Maler werden wollte, orientieren sich am Minimalismus, er lässt sich von den Kunstrichtungen Minimal Art und Land Art inspirieren. Immer auf der Suche nach einer Architektur die zeitlos ist, „…es gibt in der Architektur Augenblicke, die außerhalb der Vergänglichkeit liegen (…) eine Architektur der Bewegung und des Lichts.“

Der Begriff des Bauens ist bei Nietzsche als ein Synonym für einen fundamentalen Gestaltungswillen zu verstehen, der aus elementaren menschlichen Bedürfnissen resultiert. Nietz­ sche schreibt der Baukunst eine eigene Wirklichkeit zu, in ihr manifestiert sich der „Wille zur Macht“, mittels eines geistigen Entwurfs, einer Vision. Dieser Machtbegriff ist für den Philo­ sophen kein lebensweltliches Phänomen, sondern eines der Erkenntnis.

Für die Nationalbibliothek wurden vier winkelförmige, 80 m hohe Türme aus Glas, Stahl und Beton auf einem damals brachliegenden Feld im Viertel Tolbiac an den Ufern der Sei­ ne errichtet. Die Türme markieren die Eckpunkte eines recht­ eckigen Areals, dessen Grundfläche rund 65.300 m² beträgt. Sie tragen die Namen „Tour des Temps” (Turm der Zeit) „Tour des Lettres” (Turm der Buchstaben) „Tour des Nombres” (Turm der Zahlen) und „Tour des Lois” (Turm der Gesetze). In ihnen sind die Büchermagazine und Büros untergebracht. Unge­ töntes, nicht verspiegeltes Glas ummantelt die Landmarken, an den schmalen Seiten sind darüber hinaus Metallgewebe angebracht. Die Belichtung lässt sich (inzwischen) durch holzfurnierte, vertikal ausgerichtete Lamellen regulieren. Holz ist ebenso das primäre Gestaltungsmaterial im Innen­ bereich. Ein wesentlicher Teil der Gesamtbaumasse wurde unterirdisch erstellt: Öffentliche Bereiche wie z. B. Rezeption, Lesesäle und Nebennutzungsräume befinden sich unter der

Welche Erkenntnisse kann ein Bauwerk ausdrücken, trans­ portieren, abbilden, vielleicht lehren? Was ist es, oder soll es sein, dass über die reine Funktionalität eines Gebäudes hinausgeht? Welche Ideale und Visionen pflegen Architekten unserer Zeit? Als Beispiel soll die Französische Nationalbibliothek in Paris, gebaut 1989–1995, dienen. Sie gilt als einer der spektaku­

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Fläche, die durch die 4 Türme abgesteckt wird, und die somit oberirdisch weitestgehend als Freifläche beibehalten wurde. Die Französische Nationalbibliothek beherbergt heute so­ wohl den größten Buchbestand in Frankreich, als auch einen der größten weltweit: ca. 14 Millionen Monographien und Zeitschriften sowie zusätzliche Medienformate, von Hand­ schriften und Drucken bis zu elektronischen und audiovisuel­ len Medien. Er wächst jährlich um ca. 150.000 neue Einheiten. Ideell gesprochen repräsentiert sie somit die literarische, kul­ turelle und gesellschaftliche Identität der Nation. Wird Perraults minimalistisches Gestaltungskonzept vielleicht diesem Gedanken gerecht oder reduziert er diese Idee mit dem Bau von vier abstrahierten Büchertürmen auf eine banale Attitüde? Was ist seine architektonische Vision? Perraults Entwurf wurde 1997 mit dem Mies van der Rohe Preis für europäische Architektur ausgezeichnet. Dem ent­ gegen standen eine Vielzahl kritischer Stimmen. Der Satz „Perrault scheint vorher noch nie einen Fuß in eine Bibliothek gesetzt zu haben.“ war einer der harmloseren Kommentare. Die Kontroverse entzündete sich daran, dass Perrault sich überwiegend den stadtplanerischen Aspekten des Projekts gewidmet hatte und dabei dessen Funktionalität vernachläs­ sigte. Beispielsweise wurde nicht bedacht, dass Bücher nicht nur vor Feuchtigkeit geschützt werden müssen, sondern auch äußerst lichtempfindlich sind. Die erst nachträglich installier­ ten Holzblenden störten also die ursprünglich beabsichtigte Transparenz der Türme. Zudem schien es nicht ersichtlich, warum Millionen von Büchern in den sonnenexponierten Hö­ henlagen der Türme verbracht wurden, während der Biblio­ theksnutzer im „Keller“ hocken muss. Letzteres war durchaus eine bewusste Entscheidung Perraults, der für den Nutzer keine Kellerstimmung, sondern klösterliche Ruhe und Abge­ schiedenheit beabsichtigte. Doch was bleibt, wenn man even­ tuelle Planungs­ bzw. Ausführungsfehler, die sich wohl bei jedem noch so ambitionierten Bauprojekt früher oder später offenbaren, hinter die Idee des großen Ganzen zurücktreten lässt? Tadao Ando, ebenfalls Vertreter eines konsequenten Mi­ nimalismus, sagte einmal: „Architektur zu schaffen bedeutet, repräsentative Aspekte der realen Welt – wie Natur, Geschichte, Tradition und Gesellschaft – in einer räumlichen Struktur aus­

zudrücken, das heißt in einem abstrakten Konzept auf Grund­ lage einer klaren, transparenten Logik.“ Zur Verwirklichung städtebaulicher Großprojekte in dicht­ besiedelten Metropolen wie Paris im diskutierten Beispiel, stellen urbane Freiflächen von der Größe des Tolbiac­Areals im Osten der Stadt eine Seltenheit dar. Gleiches gilt für Berlin, New york, London, Tokyo etc. … Das ideelle Moment für Stadtplanung und Stadtentwicklung in Ballungsgebieten sollte sich jedoch an den tatsächlichen und elementaren Bedürfnissen der Bewohner des jeweiligen Lebensraumes orientieren. Dies umfasst, wie von Tadao Ando angesprochen, Natur, Geschichte, Tradition und Gesellschaft. Die Gestaltung von Lebensräumen im öffentlichen Bereich, wozu der Entwurf einer Nationalbibliothek zweifellos zählt, unterliegt komplexen und vielschichtigen Prozessen. Von der Idee der Erschließung neuer, qualitativ hochwertiger Lebensräume ist die Idee der gleichzeitigen Erschaffung bzw. Erhaltung urbaner Freiräume untrennbar. Mit dem Entwurf der französischen Nationalbibliothek folgte Perrault logisch, minimalistisch und transparent dieser Prämisse. Die abstrak­ te Bücherform der 4 Türme trägt letztendlich nur marginal zum ideellen Gehalt seiner Konzeption bei. Sie verschwindet nahezu hinter der Absicht, nicht das Bauwerk, sondern den leeren Raum dazwischen als Mittelpunkt eines neuen Le­ bensraumes zu etablieren. 20 Jahre nach der Realisierung des Bauprojekt reflektiert er selbst: „Bei der National­Bibliothek hatte man mich damals für verrückt erklärt. Denn es ging darum, eine Leere rund um eine Leere zu konstruieren. Damals war nichts auf dem Gelän­ de rund um die Bibliothek. 20 Jahre später hat sich ein Stadt­ viertel gebildet, die Stadt hat sich verdichtet und die Leere in­ mitten des Bibliotheks­Geländes wurde zum zentralen Platz dieses Stadtviertels. Ich denke, zwischen der Architektur und der Stadt gibt es eine Verbindung, die sich öffentlicher Raum nennt…“ Seine Erkenntnis: Wichtiger als die Architektur selbst werden zunehmend stadtplanerische Dimensionen und die Strukturierung des Geländes, demnach sollte Architektur nicht als Selbstzweck, sondern als integraler Bestandteil der Landschaft konzipiert werden. Autorin: Claudia Bassier


 Die diffusionsoffene Universalbahn Delta­Alpina wurde speziell für flache Dachneigungen und extreme Sicher­ heitsanforderungen – wie zum Beispiel außergewöhnliche Witterungsverhältnisse im alpinen Raum – entwickelt.

Volles Programm

Dörken stellt auf der DACH + HOLZ in Köln eine Hochleis­ tungsbahn für das wasserdichte Unterdach vor. / Delta­Alpina wurde speziell für flache Dachneigungen und extreme Sicher­ heitsanforderungen entwickelt. / Die Aufdachdämmelemente Delta­Maxx Polar runden das Delta­Steildachsystem ab. / Von der Lösung für die einfache Zwischensparrendämmung bis hin zum hoch leistungsfähigen Aufdachdämmsystem können so alle Anforderungen in Neubau und Sanierung sicher erfüllt werden. Ihre Systemlösungen für den Neubau und die Sa­ nierung von Steildächern stellt die Dörken GmbH & Co. KG, Herdecke, in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts auf der DACH + HOLZ International vom 18. bis 21. Februar 2014 in Köln. Die wasser­ und winddichte Unterdach­ und Schalungs­ bahn Delta­Alpina wird dabei erstmals auf einer Verarbeiter­ messe präsentiert. Die diffusionsoffene Universalbahn wurde speziell für flache Dachneigungen und extreme Sicherheits­ anforderungen – wie zum Beispiel außergewöhnliche Witte­ rungsverhältnisse im alpinen Raum – entwickelt. Sie erfüllt die Anforderungen des „Merkblatt für Unterdächer, Unterde­ ckungen und Unterspannungen“ des ZVDH sowie die stren­ gen Auflagen der schweizerischen SIA 232/1­2011 und der österreichischen ÖNORM B 4119. Das hochreißfeste PES­

Spezialvlies ist auf der Ober­ und auf der Unterseite mit einer PU­Beschichtung ausgerüstet und kann mit Heißluft oder mit dem Delta­Quellschweißmittel homogen verschweißt wer­ den. Spezielle Dichtlippen an beiden Bahnenrändern sorgen für zusätzlichen Kantenschutz. Ein zweiter Schwerpunkt der Messepräsentation sind die Aufdachdämmelemente Delta­ Maxx Polar, mit denen die energetische Optimierung der Konstruktion ganz im Delta­System möglich ist. Das Dämm­ system gibt es als Sanierungsplatte für die Ergänzung zur Zwischensparrendämmung und als reines Aufdachdämmele­ ment in verschiedenen Ausführungen. Die Delta­Steildach­ systeme bieten damit abgestimmte Komplettlösungen aus Unterdeck­ und Schalungsbahnen, Luft­ und Dampfsperren, Aufdachdämmplatten und einem umfassenden Systemzube­ hörpaket. Ganz gleich ob Zwischensparrendämmung – mit und ohne Zusatzdämmung – oder reine Aufdachdämmung: In jedem Fall werden energetisch zukunftssichere geneigte Dachkonstruktionen erreicht, die genau auf das jeweilige Objekt zugeschnitten sind. Die Dörken GmbH & Co. KG ist in Köln in Halle 6 auf Stand 306 zu finden. Autorin: Dagmar Riefer

Fotos: Dörken GmbH & Co. KG

Mit den Aufdachdämmelementen Delta­Maxx Polar können Planer und Verarbeiter bei der energetischen Optimierung der Konstruktion ganz im Delta­System bleiben. Ob Zwischensparrendämmung mit und ohne Zusatzdämmung oder eine reine Aufdach­ dämmung: In jedem Fall werden energetisch zukunftssichere Konstruktionen erreicht.

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Das BIM Aufmaß, bauteilorientierte ­

Bestandserfassung leicht gemacht. Bauen im Bestand beginnt meis­ tens mit der Frage nach vorhan­ den Unterlagen, Plänen und Dokumenten die als Planungs­ grundlage

dienen

könnten.

Dabei können diese höchstens einen Hinweis geben, wie das Gebäude einmal geplant wurde, aber nicht wie es gebaut wur­ de und wie es sich im Lauf der Jahrzehnte verändert hat. Da­ her sollte ein stimmiges Aufmaß immer als Fundament für jede weitere Planung erstellt werden. Nur wie soll das Aufmaß erfolgen? Die Problematiken eines per Hand erstellten 2D Aufmaßes selbst unter Zuhil­ fenahme von Handlaserentfernungsmessern sind weitläufig bekannt. Ver­ gessene Maße, Zahlendreher, Ungenauigkeiten vor allem bei nicht recht­ eckigen Räumen, hoher Zeitaufwand etc. Die Firma BIMm GmbH bietet hier einen völlig neuen und sehr effektiven Ansatz. Das BIM Aufmaß. BIM steht für Building Information Modeling, ein Begriff der in der Bauwirt­ schaft Prozesse rundum ein virtuelles Gebäudedatenmodell beschreibt, das während der Planung, des Baus und letztendlich des Betreibens, also dem gesamten Gebäudelebenszyklus von allen Projektbeteiligten ge­ nutzt wird. Genau diese Datenbasis wird mit dem BIM Aufmaß erzeugt. Mit Flexijet4architects wird direkt vor Ort ein bauteilorientiertes Gebäu­ demodell „messgezeichnet“. Messen, zeichnen und modellieren in einem Arbeitsschritt, dass ermöglicht das flexible, lasergestützte 3D Aufmaßsys­ tem Flexijet welches über ein Add-on die 3D Daten direkt mit Bauteilen wie Wänden, Fenstern, Türen etc. verknüpft und in der CAD Software ARCHICAD von Graphisoft platziert. So entsteht ein dreidimensionales BIM Modell, aus dem alle Grundrisse, Ansichten und Schnitte abgeleitet werden. Die Nach­ bearbeitungszeit im Büro reduziert sich auf das Bemaßen und Layouten der Pläne. Über die IFC- Schnittstelle kann das BIM Aufmaß in alle gängigen CAD Programmen übergeben werden. Somit kann auch ein interdisziplinä­ rer Datenaustausch mit andern Fachplanern in einer sehr hohen Informa­ tionsdichte stattfinden. …



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Building Information Modeling 50 AFA | Architekturmagazin für Architekten


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15. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ Donnerstag, 30. Januar 2014, Congress-Center Leipzig (CCL)

Tagungsinhalte Energiewende – deutscher Alleingang oder europäische Systemlösung als Impulsvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion EnEV 2014 – Neuerungen und Anwendungs- und Umsetzungskriterien im Bestand und Neubau Erdgastechnologien als Kernelemente effizienter Energieverwendung Brennstoffzellentechnologie – Auswertung von Feldtests und Betrachtung des technischen Systems Strom- und Energiespeicherung aus KWK-Anlagen

Begleitende Fachausstellung mit innovativer Anwendungstechnik. Moderation: Prof. Dr. Michael Kubessa, HTWK Leipzig Die offiziellen Einladungen werden in der ersten Kalenderwoche im Januar 2014 versendet. Eine Anmeldung und weitere Informationen sind ab sofort unter www.fachtagung-mitgas.de möglich.

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Ihr Hersteller für zukunftsweisende und effiziente Hallenheizsysteme! Unser Motto ist „Hallen richtig heizen, lüften und kühlen“. Wir bieten ökologisch und ökonomisch hochwertige und in Deutschland gefertigte Hallenheizgeräte an. Auf hohe Kun­ denzufriedenheit legen wir höchsten Wert. Mit PENDER Hallenheizsystemen senken Sie die Betriebs­ kosten und schonen nebenbei noch unsere Umwelt. Um dies zu erreichen, werden Anlagen bedarfsgerecht entwickelt und nach vorhandenen Gegebenheiten ausgelegt. Sie erfüllen hohe Anforderungen an Technik und Design, sowie an ein­ fache Handhabung. Dies ist mehr als nur ein Produkt. Es ist ein ganzes Paket an Leistungen, von der Planung über die Fertigung, die Montage bis zur Inbetriebnahme und regelmäßiger Wartung. Gefertigt und installiert werden alle PENDER-Produkte auf höchstem Qualitätsniveau. Die verbauten Einzelkomponenten werden durch unsere Fachleute kontrolliert und geprüft. Das machen Produkte der Pender Strahlungsheizung aus:  Dunkelstrahler von Pender sind isoliert  vielfältig in den einzelnen Produktserie  Öl- oder Gasbetrieb möglich  variable Bauformen Für Planung, Beratung sowie Durchführung Ihres Projektes stehen Ihnen erfahrene Verkäufer, Projektleiter, Monteure und Servicetechniker mit Rat und Tat zur Seite. Mehrere tausend installierte Anlagen sind ein Beleg für hoch­ wertige Produkte und hohe Kundenzufriedenheit. Ihr Vorteil unser Anspruch:  Aufnahme und Projektierung  Kostenloser Energiekostenvergleich  Planung und Beratung  Montage und Inbetriebnahme  Service und Wartung

Mit Pender alles aus einer Hand und mit eigenem Personal. Technik ist immer dann sehr gut, wenn sie die Natur kopiert. PENDER tut dies seit über 30 Jahren. Unser Vorbild ist die Sonne. Die Sonne sendet Wärme als langwellige Strahlung aus. Trifft die Strahlung auf feste Kör­ per, wird sie in Wärmeenergie umgewandelt. Jeder kennt das: Ein Sonnenbad an Wintertagen kann trotz Lufttemperaturen unter 0 °C sehr angenehm sein. Nach diesem genialen Prinzip bringen wir Wärme in Ihre Halle. Wie geht das? Genau wie die Sonne erzeugen PENDER Strahlungswärme­ systeme eine langwellige Wärmestrahlung, die alle direkt im Strahlungsbereich befindlichen Körper und Flächen erwärmt. Dabei wird Wärmeenergie nicht wie in der Konvektion zum Beispiel durch die Luft transportiert, sondern durch Strah­ lung übertragen. Erst die so erwärmten Gegenstände, die Wände und der Fußboden geben Wärme an die Hallenluft ab. Im Vergleich zu Warmluftheizungen kommen PENDER Dun­ kelstrahler bei gleichem körperlichen Wohlbefinden erfah­ rungsgemäß bis 3 °C geringerer Raumlufttemperatur aus. Die Wärmeverluste durch Lüftung und Transmission verringern sich. Das Heizsystem kann wirtschaftlicher betrieben werden. Das schont Umwelt und Finanzen.  Die Sonne als Vorbild  Angenehme Wärmestrahlung, kein Wärmepolster unter der Hallendecke  Keine Staubaufwirbelung am Boden, keine Zuglufterscheinungen, gesunder Aufenthaltsbereich für die Mitarbeiter   Platzersparnis – die Produktionsfläche bleibt ­unangetastet  Wirtschaftlichkeit – schont Ihren Geldbeutel und unsere Umwelt  Über 85 % Wärmerezirkulation

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Automobile

Scharfe Mieze Jaguar hat ein großartiges Auto gebaut, das einmal gar nicht typisch britisch ist. Jahrzehntelang hatten die Coupés und Cabriolets von Jaguar eine gewisse altenglische Behäbigkeit. Nicht so der F-Type! Denn dieses Auto ist sehr laut – und sehr breit. Mit 1,93 Meter ohne Außenspiegel misst es satte 30 Zentimeter mehr als der E-Type, bei etwa vergleichbarer Länge. Der F-Type katapultiert die Sportlichkeit der Marke Jaguar in eine neue Dimension. Besonders gefällt die Soundkulisse, der F-Type kann Fauchen und Grollen, Kreischen und Bollern – besonders hörenswert ist es, mit offenen Klappen und hohen Drehzahlen im zweiten Gang durch enge Gassen zu fahren. Dieser Jaguar schreit seine Sportlichkeit geradezu heraus. Vom britischen Understatement ist nichts

Citroen DS3 Cabrio

mehr übrig. Die Raubkatze mit den schnittigen Formen, der langen roadstertypischen Schnauze mit den Haifischkiemen mit den senkrechten Streben im Kühlergrill und den schmalen R ­ ück­ leuchten, die oberhalb eines Doppelauspuff­ rohres sitzen, sorgt überall für drehende Hälse.­

Fahren wie Gott in Frankreich Sportlich? Keine Frage! Das Äußere des Franzosen vermittelt eine umwerfende Agilität, die sich nicht nur durch einzelne Designelemente ausdrückt, sondern den DS3 wie eine Aura umgibt. Für einen besonders sportlichen Kick sorgt einerseits die Frontpartie mit dem großen Kühlergrill, der einen guten Teil der Breite des DS3 einnimmt und einen guten Kontrast mit dem Dach herstellt. Ob zwischen der Wagen- und Dachfarbe oder durch geschickt platzierte Chromleisten – es werden überall dynamische Linien geschaffen, die ein vortreffliches Gesamtbild ergeben. Auf allzu gewagte Experimente wurde verzichtet, was jedoch keinen Nachteil darstellt. Dafür wurden Details wie die Auswahl der richtigen Felgen wunderbar umgesetzt. Die

Jaguar F-Type

Rückleuchten werden in einem unglaublich stylischen 3D-Design angeboten, das den Eindruck eines Lichttunnels erzeugt. Überraschend ange-

Dynamisch macht der F-Type ebenfalls eine gute

ordnet ist die Heckklappe …

Figur. Die 340 PS reichen aus, um engagiert unterwegs zu sein: Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 260 elektronisch begrenzt und mit einer Sprintzeit von 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h ist man sicherlich flott unterwegs …



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Britisches Unterstatement mit Frischluftgarantie

Das transatlantische ­Cabriovergnügen

Es gibt viele V8 Motoren, es gibt viele Cabriolets

Italienisches Logo, amerikanisches Auto: Frei

und es gibt auch in übersehbarer Anzahl eine

nach Lancias Mittelklasse aus den 60ern er-

Kombination aus beidem, doch schöne Cabrios

weckt Lancia den Namen Flavia wieder zum Le-

mit klangvollen Achtzylindern sind echte Man-

ben und präsentiert nun ein Cabrio, dass zwar

gelware. Gut, dass die Engländer dem etwas

keinen Boxermotor wie das Original hat, dafür

entgegen wirken und uns mit dem formvoll-

aber ein elektrisches Stoffverdeck. Mit fast fünf

endeten Jaguar XKR Cabrio und dem dazu

Metern Außenlänge und elegantem Styling ragt

wunderbar passenden 5,0-Liter V8 Kompressor

das neue Cabriolet über alle modernen Konkur-

Augen und Ohren verwöhnen. Ein Symphonie-

renten weit hinaus. Komfort ist Trumpf und

Orchester aus acht Zylindern vereint mit einem

auch Dynamik und Präzision kommen nicht zu

Doppel-Vortexkompressor, ein Motor, der Freude

kurz. Das Format des Italieners mit US-Wurzeln ist groß und dank starker Motorleistung macht

Jaguar XKR 5.0 convertible

das Cruisen mit ihm richtig Spaß. Er ist ein Cabrio, mit dem man am liebsten gleich über die Hügel der Toskana, entlang der Amalfi-Küste oder mitten durch Rom fahren möchte. Lancia baut also wieder ein Auto für die italienischen Momente im Leben. Federn und Dämpfer des Fahrwerks wurden eigens für europäische Verhältnisse straffer abgestimmt als beim Chrysler 200. Dank dieser Modifikationen ist der Flavia sehr komfortabel gefedert. Die Lenkung ist ebenfalls für hiesige Verhältnisse abgestimmt und optisch hat er einiges zu bieten: …

macht und überzeugt. Geschmeidige Linien wie eine Katze und ein Dach, das meistens im Kofferraum parkt. Der Fahrer darf sich nicht nur über ein hochwertiges Stoffdach freuen, sondern auch an dem daraus resultierenden großen Kofferraumvolumen von 313 Litern. Das rundum gefütterte, aus drei Schichten bestehende Dach bietet eine hervorragende Dämmung gegen Wind- und Fahrgeräusche. Das Dach lässt sich bis 16 km/h öffnen und schließen. In knapp 18 Sekunden verschwindet das Verdeck unter einer Aluminiumabdeckung. Die Form des Jaguar XKR ist klassisch. Eine lange Motorhaube einschließlich zwei Luftauslässen, seitliche Lufteinlasse mit Chromumrandung an der Front, eine flache Windschutzscheibe, seitliche Luft-

Lancia Flavia Cabrio

auslässe mit Jaguar Schriftzug, eine klare ununterbrochene Seitenlinie, die in einem schick geformten Heck endet, an dem die zwei Doppelrohre herausstechen, die für musikalische Unterhaltung bei allen Mitfahrern sorgen. …



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Automobile

Business-Class bitte! Vorab kann man schon sagen, die E-Klasse ist geblieben, was sie schon zuvor war. Eine hervorragende Limousine nämlich, die technisch auf dem neuesten Stand ist und es gibt wohl nur wenige Autos, mit denen sich so angenehm von

Seat Leon 1.4 TSI

A nach B reisen lässt. Auch an der Motorenfront hat sich mit dem E400 erstaunliches getan. Der Mercedes kommt mit einem neuen Sechszylinder Triebwerk daher. Der in V-Form verbaute Biturbo heißt E400 ist aber ein 3,0 Liter Motor. Vom speziellen Auspuffkrümmer über einzelne Nockenwellenversteller, die bedarfsgerecht fördernde Ölpumpe, die beiden Abgasturbolader und den Wasser-Luft-Ladekühler bis hin zur strahlgeführten Mehrfacheinspritzung bieten die Stuttgarter ein Technikpaket auf, das seine Wirkung erzielt. Die Fahrleistungen können sich mehr als nur sehen lassen. So leistet der V6 in der neuen E-Klasse 333PS und absolviert den Standardsprint in 5,6 Sekunden. Der Biturbo mit zweimal 1,8 bar Ladedruck pfeift dabei wie ein

Der feurige SpaSSmacher

Sportwagen. Bei 1.400/min liegen bereits 480 Nm Drehmoment an und in unablässiger Unauf-

Der Name des Seat Leon rührt von der spanischen

dringlichkeit ziehen die 333 PS voran, bis ihnen

Stadt León her, die ihrerseits nach dem Löwen

die Elektronik bei Tacho 250 km/h eine Grenze

benannt ist und diesen auch im Wappen trägt.

setzt. Unter Zügelung des Temperaments lässt

Die neue Generation des Leon basiert auf der

sich der E400 erfreulicherweise unter acht Litern

Plattform des Golf VII und greift auf die aktu­

bewegen. …

ellste Technik des VW-Konzerns zurück. Das kantige, dynamische Design des Leon wird dabei vor allem die jüngere Generation ansprechen. Die Fahreigenschaften sind zwar tendenziell sportlich abgestimmt, trotzdem eignet sich der Leon auch für lange Strecken. Man ist geneigt zu behaupten, dass er noch einen Tick fescher ist als der alte Leon, der eher rundliche Formen aufwies. Und dass scharfe Kanten gewiss kein Fehler sind, vor allem wenn sie harmonisch und klug gesetzt wurden (wie etwa die unterbrochene "Tornadolinie" oberhalb der Türklinken, die Dynamik pur ausstrahlt), beweist der TSI zweifellos denn der Seat Leon macht

Mercedes E 400

seinem tierischen Namensgeber tatsächlich alle Ehre. Er ist nicht zu weich, aber dennoch komfortabel gefedert, und sein 140-PS-Motor hat mit dem schlanken Spanier keine Mühe. Als



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sportlicher „FR“ zeigt sich der aufgeladene 1,4-Liter-Vierzylinder im Seat Leon 1.4 TSI FR bei nur 4.500 Umdrehungen pro Minute gut bei Kräften. …

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Amerikas elektrische ­Revolution

VW California Comfortline

Wichtige Neuerungen hat es beim Tesla gegeben: Toyota half beim Produktionsprozess und Mercedes bei der Entwicklung. Einige Bauteile im Interieur kommen direkt aus der schwäbischen Entwicklungsstube. Dazu engagierte Tesla-Chef Elon Musk mit der typischen amerikanischen Firmenbeteiligung die besten Autobauer aus Detroit und Software-Entwickler aus dem Silicon Valley an. Herausgekommen ist das Model S: eine stattliche Limousine mit starker Premium-Aura. Bereits im Stand kann der Amerikaner begeistern, doch ist er erst einmal in Fahrt, wird auch der letzte Elektro-Skeptiker innerhalb weniger Sekunden bekehrt. Der Hecktriebler stürmt locker unter die Fünf-Sekunden-Hürde von null auf 100 km/h. Die nötige Energie im

Der Reisebegleiter zum ­Surfstrand

Tesla Model S bezieht das Triebwerk aus einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 85

Jürgen Drews singt seit 1976 „Ein Bett im Korn-

kWh, auf den Tesla acht Jahre Garantie ohne

feld“, was für Romantiker sicher ein schöner

Kilometer-Begrenzung gewährt. Sofort nach

Traum ist. Wesentlich bequemer und komfor-

dem Start schafft das maximale Drehmoment

tabler schläft es sich allerdings im VW California

von 600 Newtonmetern, den Gummi von den

Comfortline. Das Konzept als vielfach nutzbarer

hinteren 21-Zoll-Felgen zu ziehen, und das ganz

Bulli überzeugt. Er ist Bus, Transporter und

ohne die in dieser Leistungsklasse übliche to-

Camper in einem. Drei Modellgenerationen ist

sende Geräuschkulisse. Beim Bremsen verzögert

das multifunktionale Freizeitfahrzeug mit den

er tadellos und wuselt agil. Sicher regelt der

vier Übernachtungsplätzen nun schon erfolg-

Tesla Model S schon bei 209 km/h ab. …

reich im Programm. Schon in den 50er Jahren waren Campingmobile auf Basis des VW Bus rund um den Globus zu finden – und auch­ heute hat Volkswagen mit dem California den idealen Partner für individuellen Tourismus im Programm. Im Inneren des California Comfortline findet sich der traditionelle Grundriss, der sich über die Jahre bewährt hat und für Alltagstauglichkeit und Reisemobilkomfort zugleich sorgt. Das Konzept basiert auf einer linksseitig verbauten Möbelzeile mit Küchenblock und Kleiderschrank sowie einer rechtsseitigen Doppelsitzbank mit Liegefunktion, die zusammen mit den gedrehten Fahrerhaussitzen eine bequeme Sitzgruppe bildet. …

Tesla Model S



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In einem Tag zum gefahrenfreien Badezimmer – Alte Badewannen haben ausgedient, moderne Duschen erobern die Nasszelle

Wer heutzutage baut, hat dabei die Zukunft fest im Blick: Damit man lange selbstständig in den eige­ nen vier Wänden wohnen bleiben kann, legen viele Bauherren von Anfang an den Fokus auf eine zu­ kunftsweisende Raumaufteilung und -ausstattung. Doch nach wie vor dominieren Bestandsbauten die Immobilienwelt. Vor vielen Jahren gebaut, erfüllen die meisten Häuser und Wohnungen die heutigen Ansprüche an ein barrierearmes Umfeld nicht. Mo­ dernisierungsbedarf besteht vor allem in Badezim­ mern, denn hohe Badewannenränder oder Dusch­ wannen gehören zu den häufigsten Unfallursachen. Unabhängig davon, ob die alte Badewanne in eine Ecke oder Nische gebaut wurde, bietet SFA Sanib­ roy mit seinem revolutionären Konzept SaniMagic eine unkomplizierte und schnelle Lösung an, mit der aus der Wanne eine moderne und gefahrenfrei zugäng­ liche Dusche wird. Montage und Einbau bean­spruchen lediglich einen Werktag, sodass am Abend bereits mehr Komfort und Sicherheit ins Badezimmer eingezogen sind. SaniMagic passt ­ sich an die Wohnumgebung an, denn weder be­ einträchtigen vorhandene Leitungen die Moderni­ sierungsmaßnahme noch muss ein neuer Fliesen­ spiegel verlegt werden. Die Duschwanne nimmt exakt den Raum ein, den früher die Badewanne für sich beanspruchte. Bei den Rückwänden kann zwi­ schen halber oder voller Höhe gewählt werden. Für die unterschiedlichen Bedürfnisse hat SFA Sanibroy zudem drei verschiedene Versionen im Angebot: SaniMagic Basic ist die Ausgangsvariante, die ohne Armaturen geliefert wird und mit einem Duschvor­ hang versehen werden kann. SaniMagic Design ist wahlweise mit einem offenen Einstieg oder mit ­einer Schiebetür erhältlich. Außerdem gehören eine natürlich rutschfeste, antibakterielle, wärme- und geräuschgedämmte Duschwanne sowie sämtliche Armaturen und Duschköpfe mit zur Ausstattung. Hierbei handelt es sich um die klassische Lösung für den Austausch der Familienbadewanne. Ein Höchstmaß an Selbstständigkeit und Komfort, vor allem für Senioren und körperlich beeinträch­tigte Personen, stellt die SaniMagic Superior dar, da sie zusätzlich noch passendes Sicherheitszubehör wie einen Haltegriff, einen Klappsitz und eine An­ tirutsch-Beschichtung enthält. Weitere Informatio­ nen unter www.sanilife.de. 58 AFA | Architekturmagazin für Architekten


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Urlaubsarchitektur.

Basics Projektmanagement Architektur, Bert Bielefeld (Hrsg.), 416 Seiten, Birkenhäuser Berlin, Preis 39,95 €

Die schönsten Ferienhäuser zum Mieten Jan Hammer & Christiane Pfau, 191 Seiten, Callwey, Preis 29,95 € Der Sommerurlaub – die schönste Zeit des Jahres. Warum die Ferien in aus­ gebuchten Hotels verbrin­ gen, wenn es grandiose Alternativen gibt? Holen Sie sich mit diesem Werk Inspiration für den nächs­ ten Urlaub ins Haus. Ur­ laubsarchitektur bietet die etwas anderen Ferienhäu­ ser an. Architektenhäuser, die vieles vereinen, was sich sonst nur als Traum­ haus beschreiben lässt: Ein Baumhaus im Wald, ein Turm in Südtirol, oder eine Villa mit Blick auf Lavafontänen und blaues Meer? Diese und viele weitere Häuser entdeckt man in dem Sehnsuchtsbuch Urlaubs­ architektur. Die 150 schönsten Ferienhäuser zum Mieten von Jan Hamer und Christiane Pfau, ergänzt durch Essays von bekannten Architekturliebhabern und ­kritikern.

Basics Projektmanagement Archi­ tektur vereint die erfolgreichen Einzelbände Projektplanung, Aus­ schreibung, Terminplanung und Bauleitung der Studentenreihe BASICS in einem Buch, das um den neuen, bislang nicht erschienenen Band Kostenplanung ergänzt ist, und beantwortet so in einem Zusammen­ hang die entscheidenden Fragen nach dem Wie und Warum der Bauabwicklung.

Folke K

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Martin Das K kaltw asser, tigen ünstlerpaar W 240 Se Raum erk den a Folke Köb iten, J b e r c e s ovis, S h . r li S it n ie Gesell g und kritisie ektonis prach s M c c r h h e Eng a e e a r n den n Wid ft und t stören in K lisch, a A e lt r n d w d s s e t r Preis 2 a t o a n sser ze nd ge hen. D entge wachs ieg des 9,80 € g ig g ie Ü e e e e n n b s n n die Be in rien. D , baulic er aufko den Au erwach d ies la onsge abei nutzehe Interve mmendentoverkehr, ungsstaate gerung deem bildge angelebiete. 34 P n sie Straßntionen, kü Bedrohundie das Bil s, die kons s öffentlichwal­ tern d gte Publikrojekte ausen, Plätze, nstlerischeg setzen dd unserer Sumorientie en ie B r ie Her t a angehtion auf 24den letztenrücken, Pa Statement Künstler Aädte zu zete s r r k enswe , lt 0 Seit s s A e e u k r c n t nd hs ion ativ ­ e ise un d präsn. Kurze TeJahren vereInnenräum en und Th en xte au eo­ e als O entier int die s en da s küns der Feder als Werkk perati­ a tlerisc d he Re es Paars etalog rläu­ sultat .

Architekten zwischen Konzept und Strategie, Eduard Sancho Pou, 200 Seiten, Detail, Preis 39,– €

Die Wandlung innerhalb der Gesellschaft und der Politik findet ebenfalls in die Architekturszene Einzug. Architekten sehen sich mit einem gewandelten Markt, mit veränderten Aufgabenstellungen und neuen Anforderungen konfrontiert. Die Ansprüche der Auftraggeber haben sich verändert, aber auch die Finanz- und Wirtschaftskrise haben Einfluss auf das Berufsbild des Architekten genommen. Stand früher das reine Bauen im Vordergrund, müssen Architekten heute gegenüber ihren Auftraggebern vielfältige Rollen, vom Berater über den Vermittler, bis hin zum Markendesigner, einnehmen. Welche Strategien werden benötigt, um Aufträge zu erlangen oder Projekte interessant zu gestalten? Das Buch soll Architekten dazu inspirieren, über neue Möglichkeiten nachzudenken und ungewohnte Wege zu gehen.

AFA | Architekturmagazin für Architekten 59


Seismic Safety und INTERGEO Eurasia

. . . in den Startlöchern

Premiere des Messeduos vom 28. bis 29. April 2014 in Istanbul. Internationale Marktführer präsentieren sich auf den Messen. Gezieltes Konferenz- und Rahmenprogramm verbindet Theorie und Praxis.

Weltweit gewinnt der Umgang mit den Folgen von Naturkatastrophen an Bedeutung; insbesondere werden vermehrt Anstrengungen unter­ nommen, existierende Gefahrenpotenziale so zu beherrschen, dass die Folgen für Menschen und Infrastruktur möglichst gering bleiben. Seit 1999 trägt die UNO dieser Thematik Rechnung, indem sie eine interna­ tionale Strategie zur Reduktion der Auswirkungen von Naturkatastro­ phen (UNISDR) ins Leben rief. Auch die türkische Staatsregierung legt im Rahmen eines 400 Mrd. US­Dollar umfassenden Investitionspro­ gramms zur Stadtsanierung ein besonderes Augenmerk auf die wirk­ same Prävention von Erdbebenschäden.

NEU!

Edler kann Wasser nicht abfließen. CeraWall - das neue Ablaufsystem für bodengleiche Duschen. Oberhalb der Verbundabdichtung, installiert am Übergang zwischen Wand und Boden, wird das Wasser über eine Ablaufschiene (oder ein verstecktes Ablaufprofil) zentral in das Ablaufgehäuse geleitet. Die Konsequenz: Keine Gefälleschnitte auf der Duschfläche, einfach zu reinigen, angenehm anzuschauen. Erhältlich als Schiene CeraWall S oder als Profil CeraWall P.

Mehr über dieses und andere Produkte von Dallmer erfahren Sie unter 0800-DALLMER (3255637) oder auf www.dallmer.de

Diesem Leitgedanken folgt das Messeduo Seismic Safety und INTERGEO Eurasia vom 28. bis 29. April 2014 im Istanbuler WOW Convention Center. Es thematisiert die gesamte Prozesskette von Frühwarnsystemen bis zum erdbeben- und brandschutzsicheren Bauen und Sanieren von Gebäuden sowie einer präventionsorientierten Stadt- und Raumplanung. Nationale und internationale Experten präsentieren im Rahmen der Seismic Safety speziell auf die Region Istanbul–Türkei–Vorderasien abgestimmte Fragestellungen und diskutieren Lösungsansätze. Die Seismic Safety und INTERGEO Eurasia werden am 28.04.2014 mit einem Vortrag eröffnet, der die Synergien der beiden Veranstaltungen be­ leuchtet. Während der Messelaufzeit finden Expertengespräche und offene Diskussionen zu den Themen Erdbebensicherheit, Brandschutz und Stadterneuerung statt, die am Ende des zweiten Veranstaltungs­ tages in einem rückblickenden Programmpunkt zusammengefasst werden. Das Rahmenprogramm der Seismic Safety ergänzt somit die angebotenen Lösungen der ausstellenden Unternehmen. Die Aussteller setzen sich vor allem aus türkischen Unternehmen und internationalen Firmen aus Europa und Nordamerika zusammen. Unter anderem beteiligen sich namhafte Firmen wie Kronoply, Binderholz, AKG Gazbeton, Nedo und SISTEM A. Ş. Zur Seismic Safety und INTERGEO Eurasia. Es werden Fachbesucher aus den Bereichen Städteplanung, Bauingenieurwesen, Architektur und Projektentwicklung aus der Türkei sowie dem nahen und mittleren Osten erwartet.

Veranstaltet werden die Seismic Safety und INTERGEO Eurasia von der MMI Eurasia in Kooperation mit der Messe München International, der HINTE Messe sowie dem DVW e. V. (Gesellschaft für Geodäsie, Geoinfor­ mation und Landmanagement).

Weitere Informationen: www.seismic-safety.net, www.intergeo-eurasia.net Damit’s gut abläuft!


Wettbewerbe AB IN DIE MITTE! Die Innenstadt­Offensive Hessen

7th Making Cities Livable Coference

Bewerbungsschluss 11.02.2014, Teilnehmer Architekten, nähere Infos unter www.abindiemitte­hessen.de

Anmeldung bis 03.03.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Ingenieure Absolventen, Studenten nähere Infos unter www.healthycities.com.au/abstracts.html

2014 Interior Design Competition and Will Ching Design Competition Bewerbungsschluss 14.02.2014, Teilnehmer Innenarchitekten, Designer, international nähere Infos unter www.iida.org/content.cfm/idcwc­about

IES Illumination Awards 2014 Bewerbungsschluss 14.02.2014, Teilnehmer Architekten, Stadtplaner, Innenarchitekten nähere Infos unter www.ies.org

IT­Taranto: Le fabbriche di natura Dall’industria all’agricoltura, ritorno alle origini Einsendung bis 15.02.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Absolventen, Studenten, international nähere Infos unter www.startfortalents.com/1/ fabbriche_di_natura_3456558.html

European Design Awards 2014 Bewerbungsschluss 21.02.2014, Teilnehmer Innenarchitekten nähere Infos unter www.europeandesign.org

2014 International Skyscraper Competition Einsendung bis 22.02.2014, offener Ideenwettbewerb für Architekturstudenten, international nähere Infos unter www.mockfirms.org

Natural City

International Velux Award 2014 Anmeldung bis 03.03.2014, Studentenwettbewerb, international nähere Infos unter www.velux.de/fachkunden/architekten/ wettbewerbe

BE­Kortessem: MosBuild Architecture and Design Awards Anmeldung bis 07.03.2014, Teilnehmer Architekten, Absolventen, Studenten, international nähere Infos unter www.mada­awards.com/index.htm

Designwettbewerbs 2014 der IKEA Stiftung – „Platz für Ideen“ Abgabetermin 10.03.2014, offener Wettbewerb für Studenten der Innenarchitektur, Studenten des Designs nähere Infos unter www.designwettbewerb­lund.de/ wb_01.html

RSA Student Design Awards 2013­2014 Competition Abgabetermin 10.03.2014, offener Wettbewerb für Innenarchitekten, Studenten nähere Infos unter http://sda.thersa.org/en/page/about

young Package 2014 Bewerbungsschluss 14.03.2014, offener Wettbewerb für Innenarchitekten, Studenten nähere Infos unter http://young­package.com/

Anmeldung bis 25.02.2014, offener Ideenwettbewerb für Studierende der Fachrichtungen Architektur, Design, international nähere Infos unter www.awrcompetitions.com

Core77 Design Awards 2014

GreenBuilding Integrated Design Award

Open Now for Entries

Bewerbungsschluss 28.02.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten nähere Infos unter www.integrateddesign.eu/toolkits/ID_ award.php

Anmeldung bis 24.03.2014, Architekturpreis, Teilnehmer Architekten, Planer, Ingenieure, Projektträger, Bauherren und Baufirmen, Studenten, weltweitnähere Infos unter www.holcimfoundation.org/ AwardApplication/holcim­awards

WAN Awards 2014: Education

Bewerbungsschluss 20.03.2014, Innenarchitekten, Designer, Studenten nähere Infos unter www.core77designawards.com/main/

Bewerbungsschluss 28.02.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Stadtplaner, Absolventen, Studenten nähere Infos unter http://backstage.worldarchitecturenews.com/ wanawards/award/sector/education­14

AT­Wien: Superscape 2014

Office Next Moscow Awards 2014

Anmeldung bis 31.03.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten nähere Infos unter www.wettbewerbe­aktuell.de/de/ ausschreibungen/wettbewerbe/

Bewerbungsschluss 01.03.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Designer nähere Infos unter www.officenext­moscow.com/awards.php

Anmeldung bis 31.03.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten nähere Infos unter www.jp­perspektiven.at/Teilnahme

Mumbai City Museum Design Competition

AFA | Architekturmagazin für Architekten 61


Ausstellungen

Barcelona

Leipzig

Group R – Motor of Modernity + Antoni Abad – megafone.net (2004–2014) MACBA – Museu d´ Art Contemporani 07.02.2014–24.06.2014

Nina Fischer & Maroan el Sani Galerie Eigen + Art 11.01.2014–22.02.2014

Berlin

Thomas Schütte – Houses Kunstmuseum 26.10.2013–16.02.2014

Erich Mendelsohn (1887–1953) zum 60. Todestag Kulturforum Potsdamer Platz – Kunstbibliothek 22.11.2013–16.02.2014

Heilbronn Macht/Wahn/Vision – der Turm und urbane Giganten Kunsthalle Vogelmann – Städtische Museen Heilbronn 26.10.2013–23.02.2014

Herford 52 Wochen, 52 Städte – Fotografien von Iwan Baan Marta 01.12.2013–16.02.2014

Herne Uruk. 5000 Jahre Megacity LWL­Museum für Archäologie – Westfälisches Landesmuseum 03.11.2013–21.04.2014

Ishøj Hundertwasser Arken 01.02.2014–01.06.2014

Köln Oscar Tuazon Museum Ludwig 15.02.2014–13.07.2014

62 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Luzern

Mainz Monica Bonvicini & Sterling Ruby Kunsthalle 25.10.2013–02.02.2014

München Tempel des Ich – Das Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk. Europa und Amerika 1800–1948 Museum Villa Stuck 21.11.2013–02.03.2014

Oldenburg Neue Baukunst – Architektur der Moderne in Bild und Buch Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte 10.11.2013–23.02.2014

Osnabrück Phantastiken. Die Bauhäuslerin Lou Scheper-Berkenkamp Felix­Nussbaum­Haus/Kulturgeschichtliches Museum 20.10.2013–09.02.2014

Zürich Vintage – Design mit bewegter Vergangenheit Museum für Gestaltung 13.11.2013–06.04.2014


Messen 2014 Februar

bautec: Internationale Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik

Dach + Holz International:

18.02.–21.02.2014 Köln

Messe für Holzbau, Ausbau, Dach und Wand feuertrutz: t­Fachmesse mit Kongress für vorbeugenden Brandschutz

März/April

19.02.–20.02.2014 Nürnberg

CEB: Clean Energy & Passivehouse

06.03.–08.03.2014 Stuttgart

Wohnen & Interieur: Österreichs führender Wohlfühl­Event

08.03.–16.03.2014 Wien

HABITAT JARDIN: Haus­ und Garten­Ausstellung

08.03.–16.03.2014 Lausanne

SHK: Die Fachmesse für Sanitär, Heizung, Klima und erneuerbare Energien

12.03.–16.03.2014 Essen

Blickfang: Internationale Designmesse

14.03.–16.03.2014 Stuttgart

architectureworld: Europas größter Architekturkongress

Fensterbau Frontale: Internationale Fachmesse für Fenster­, Tür­ und Fassadenbau

light & building:

20.03.2014 Münster

26.03.–29.03.2014 Nürnberg

30.03.–04.04.2014 Frankfurt am Main

Weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik

Mai

28.02.–21.02.2014 Berlin

designmesse.ch: Verkaufsmesse für Möbel aus dem Wohn­ und Bürobereich

16.05.–18.05.2014 Zürich

AFA | Architekturmagazin für Architekten 63


Ausblick 01/2014

Thema 1: Architektur ohne Rampenlicht

Thema 2: Heilsame Architektur

Thema 3: Form follows function

Thema 4: Architektenporträt BIG

Thema 5: Building Information Modeling

Thema 6: Architekturreise Dubai

Impressum AFA Architekturmagazin für Architekten 10. Jahrgang 2013 Herausgeber Frank Pawlak, Dipl.-Ing. Architekt Chefredakteur Frank Pawlak Redaktion Julia Speicher B. A. Assistentin der Geschäftsführung Amrei Ines Czeschick Sekretariat Bianka Franken Telefon: 0221-169 28 112 Autoren Claudia Bassier, Eva Kruse-Bartsch, Tamara Scheck, Annika Schmidt, Sarah Zietek, Dagmar Riefer Mediaberatung (Anzeigen) Bernd Wagner Telefon: 0221-204 62 673 Cover & Layout Roman Bold & Black Ehrenstraße 15–17 50672 Köln www.roman-bold-black.de

Gentrifizierung am Beispiel Istanbuls

Druck Strube Druck und Medien OHG

Thema 8:

Copyright Nachdruck nur mit ausdrücklicher ­Genehmigung des Herausgebers

Thema 7:

Barrierefreiheit von Städten

Thema 9: Mucem

Fotos: Cover: © Luke Hayes; S. 2 klein o.l.: fotolia© poligonchik; S. 2 m.l.: fotolia © petroos; S. 2 u.l.: fotolia © thomasterchphoto; S. 2 o.l: fotolia © crimson; S. 2 o.r., S. 25 u.: fotolia © fischer-og.de; S. 4–5 Hintergrund: fotolia © room; S. 6–7 Hintergrund: fotolia © S.Kobold; S. 9 u.: fotolia © XtravaganT; S. 10–11 m.: © Richard Bartz; S. 11 u.r.: fotolia © KarSol; S. 12–13 u.: fotolia © petroos; S. 13: gettyimages © Acanthurus; S. 13 u.: fotolia © petroos; S. 14 u.l.: fotolia © Val Thoermer; S. 15: fotolia © F. Schmidt; S. 16: fotolia © Silvano Rebai; S. 17: fotolia © Andreas Schindl; S. 18–22: © holzer kobler architekturen; S. 21 o.r.: © Bernadette Grimmenstein; S. 22: © Bente Stachowske; S. 24 o.: fotolia © 2mmedia; S. 26–27: fotolia © Abstractus Designus; S. 34–38: © Luke Hayes; S. 41: IWO; S. 46–47 Hintergrund und r.: gettyimages © Rene Drouyer; S. 48 o.: fotolia © ra2 studio; S. 48 u.: fotolia © mottto; S. 54 o.r.: © Jean Brice Lemal; S. 54 u.l.: © Thomas D. Heere; S. 55 m.l.: Gudrun Muschalla; S. 56 u.l.: © Daimler AG; S. 56 o.r.: © Vista Different S.L.; S. 57 u.l.: © James Lipman; S. 64: fotolia: © Jennifer Jane, © Gina Sanders, © Oleg Zhukov, © fottoo, © MasterLu, © LaCozza, © martan­ foto, © fair image, © africa

64 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Erscheinungsweise viermal jährlich, Stückpreis 4,90 € Verlag Frank Pawlak Verlag Technologiepark Köln Eupener Straße 161 / E60 50933 Köln Telefon: 0221-169 28 112 Fax: 0221-169 13 665 info@afa-architekturmagazin.de www.afa-architekturmagazin.de


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AFA Architekturmagazin 04/2013  
AFA Architekturmagazin 04/2013  

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