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AFA ARCHITEKTUR

MAGAZIN

Zukunft Stück für Stück in Richtung

Architektenporträt Molter Linnemann BDA

1. AFA-Architektenveranstaltung vom 30.10.2012 Nachlese

Parasitäre Architektur – oder: nehmen um zu geben

AFA 2012

4,90 €

www.afa-architekturmagazin.de

n° 04


UMWELTINSTITUT AKADEMIE FÜR ARBEITSSICHERHEIT UND UMWELTSCHUTZ

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Projektmanageme nt

Instrumentarien zu r Verbesserung

Offenbach:

der Projektabwickl ung

liche h c fa z t u h c s s it e Arb ete n ig e e g r ü f e s is Kenntn ren SiGe-Koordinato

Sicherheits- & Gesundheitsschutzkoordinator

SiGe-Koordinator nach Baustellenverordnung

Berlin:

21.-22.03.13 | 03 .-04.07.13 28.-29.10.13 07.-08.05.13 | 18 .-19.09.13 04.-05.12.13

der ang zum Erwerbn rg eh -L ts ka ifi rt nach de Viertägiger Ze hen Kenntnisse 30, Anlage B lic ch fa tz hu sc its AB arbe rderungen der R 013 Ausbildungsanfo 24 12 | .-27.06.2 Offenbach:

17.-20.12.20 18.-21.11.2013

Viertägiger Zertifikats-Lehrgang zum Erwerb der Koordinatorenkenntnisse nach den Ausbildungsanforderungen der RAB 30, Anlage C Offenbach: 10.-13.12.12 | 24.-27.09.12 | 04.-07.03.13 08.-11.07.13 | 14.-17.10.13 | 09.-12.12.13 Berlin:

13.-16.05.13 | 04.-07.11.13

Besuchen Sie unsere Webseite für weitere Informationen oder ihre Anmeldungen:

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Umweltinstitut Offenbach GmbH | Frankfurter Str. 48 | 63065 Offenbach a. Main  069 - 810679 | Fax: 069 - 823493 | mail@umweltinstitut.de


Editorial Liebe Leser und Leserrinnen des AFA-Architekturmagazins! Wieder geht ein Jahr zu Ende und viele von uns werden sich folgende Fragen stellen: War es ein gutes und erfolgreiches Jahr? Gab es überwiegend positive Ereignisse und was war nicht so schön und wollen wir ändern? Welche Vorsätze fassen wir und wie können wir Sie umsetzen, damit es nicht nur Vorsätze bleiben. Wir von AFA haben uns diese Fragen auch gestellt und kommen zu dem Schluss, dass dieses Jahr 2012 ein positives Jahr war. Wir haben immerhin vier AFA-Architekturmagazine herausgegeben und sind mit unserer „neuen“ Internetplattform www.afa-architekturmagazin.de online gegangen. Weiterhin haben wir es geschafft, und darüber habe ich mich besonders gefreut, unsere 1. AFAArchitektenveranstaltung zum Thema „Feuchteschäden an Gebäuden und deren Vermeidung“ hier im Kongresszentrum des Technologiepark Köln, Sitz des Frank Pawlak Verlags, zu präsentieren (Bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite www.afa-architekturmagazin.de im Eingangsslider „Nachlese“ und im Innenteil der aktuellen AFA-Ausgabe 4/2012 ab Seite 10). Immerhin hatte unsere Premierenarchitektenveranstaltung über 100 Teilnehmer, bei denen ich mich nochmal recht herzlich für ihr zahlreiches Erscheinen und ihr Interesse am Thema bedanke. Und von den Architektenkammern wurde die Veranstaltung als Fortbildungsmaßnahme anerkannt. Die AFA-Architektenveranstaltungen sollen somit auch fester Bestandteil im Portfolio des AFAArchitekturmagazins werden und wir planen deshalb für 2013 insgesamt 4 weitere Veranstaltungen zu aktuellen Architektenthemen. Die 2. AFA-Architektenveranstaltung mit dem Thema „Energetische Sanierung“ soll im März 2013 nach der ISH in Frankfurt stattfinden, aktuelle Hinweise auch zum genauen Termin entnehmen Sie bitte in regelmäßigen Abständen unserer Webseite. Wie Sie sehen haben wir überwiegend Positives zu berichten, was uns sehr erfreut. Negatives gab es auch, aber in unserem Team siegt immer wieder der Optimismus, sodass das Positive das Negative verdrängt.

Weihnachtliche Grüße aus Köln wünscht Ihnen

Herausgeber Dipl.-Ing. Architekt Frank Pawlak


Inhalt

Parasitäre Architektur – oder: geben um zu nehmen  Seite 4

1. AFA-Architekturveranstaltung  Seite 10

Parasitäre Architektur – oder: nehmen um zu geben

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Schneller, feuchtigkeits­unempfindlicher Bodenaufbau

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Volles Programm

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Feuchteschäden an G ­ ebäuden und deren ­Vermeidung – 1. AFA-Architekten­veranstaltung

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Patentierter Systemverbund für ­­ schnee- und eisfreie Betonpflaster­flächen

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ORCA AVA 2013 mit neuem Workflowund Nachtragsmanagement

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2 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Finanzielle Anreize für altersgerechten ­Wohnungsumbau erforderlich!

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Modulares Bauen – Stück für Stück in Richtung Zukunft

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HP Designjet ePrint & Share

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LichtAktiv Haus erhält Bundespreis ­Ecodesign

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Schüco auf der BAU 2013

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Büroportrait Molter Linnemann ­Architekten

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Modulares Bauen – Stück für Stück in Richtung Zukunft  Seite 18

Vergleich der Bewertung von Baukunst mit anderen Künsten  Seite 32

wedi Fundo jetzt auch für Holzdecken

„Schwebendes Dach“ für die neue Rhein-Neckar-Arena

40

Automobile

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30

Vergleich der Bewertung von Baukunst mit anderen bildenden Künsten

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INTERGEO 2012

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Messen 2013

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Leipzig bietet wieder Forum für Erdgasexperten

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Buchbesprechung

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Erstes LeShop.ch DRIVE Abholcenter in Studen (BE) eröffnet

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Ausblick + Impressum

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Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. Einfamilienhaus in München modernisiert

Fiat 500 Abarth BMW 530d, Gran Turismo BMW Cabrio Jaguar Cabrio Convertible Portfolio Lexus IS 250 Cabrio VW Golf Cabrio VW Beetle Land Rover, Freelander

Stand C3.616

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Ausschreibungstexte • News • Information rund um die Uhr – weltweit!

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Parasitäre

Architektur

Max Bächer sagte einmal im Rahmen eines Vortrags an der TU Kaiserslautern: „Meine Position entsteht aus der Konsequenz der Opposition.” Diese Haltung scheint mir die Existenzgrundlage parasitärer Architektur zu sein.

Parasiten sind • gebauter Ausdruck von Transformationsprozessen im Stadtraum • polarisierend • so vielfältig wie ihre (Zwischen-)Nutzung • Produkt ressourcenorientierter und somit nachhaltiger Planungsprozesse • verdichtende Strukturen im Stadtraum ion Meine Posit • grenzüberschreitend und somit grenzs der auflösend entsteht au • Ausdruck von kreativer Aneignung Konsequenz der des urbanen Raumes • Akteure einer wandelbaren Stadt Opposition.

Max Bächer

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– oder: nehmen um zu geben

Parasitäre Bauten gab es schon im Mittelalter: Die Piazza in Lucca, eine assimilierte römische Arena. Die Mezquita-Catedral de Córdoba, der Einbau einer Basilika in eine der bemerkenswertesten Moscheen Europas. Die Notwendigkeit der Anwendung von Parasiten als Architekturen formuliert Oswald Matthias Ungers 1966 in seinem Artikel „Großformen im Wohnungsbau”. Er begründet das Bauen von Großformen wie folgt: „Die Großform schafft den Rahmen, die Ordnung und den geplanten Raum für einen unvorhersehbaren, nicht planbaren, lebenden Prozess, für eine parasitäre Architektur. Ohne diese Komponente bleibt jede Planung starr und leblos.” In diesen undefinierten Raum greifen Archigram im selben Jahr mit ihrem „Living Pod”-Konzept ein. Der Living Pod ist jedoch noch auf Andockmodule angewiesen. Coop Himmelb(l)au entwickeln 1967 mit der "Villa Rosa" einen Baukörper, der mit seiner Tragstruktur flexibel in einen Bestand einzugreifen vermag. Parasiten als architektonische Intervention im Stadtraum lassen jedoch noch auf sich warten. Erst 1996 lassen Kas Oosterhuis und Ilona Lénàrd ihren „paraSITE” – einen aufblasbaren Pavillon in Form eines Luftschiffs – in europäischen Städten andocken, Informationen der Stadträume sammeln und anschließend präsentieren. Die Rotterdamer Architekten KorteknieStuhlmacher nutzen 1999 die Parasit-Strategie, um mit ihrem giftgrünen LP2 auf den Leerstand und das Konversionspotential eines ehemaligen Kaufhauses hinzuweisen. Dies ist der Ausgangspunkt für ihre Parasite-Foundation. Es handelt sich dabei um ein offenes Labor für Interventionen im Stadtraum, die den Parasiten eine Renaissance beschert. Diese dauert etwa bis 2006 an und endet mit der Tour des Everland-Hotels 2002-09. Der klassische Parasitbau findet seitdem nur noch wenig Anwendung, ist jedoch Ausgangspunkt für zwei gegensätzliche Formen des Umganges mit Potentialen im Stadtraum geworden: strategische und lokale Intervention.

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Die strategische Intervention weitet die Signalfunktion des Parasiten auf den Stadtraum aus statt ein einzelnes Gebäude zu thematisieren. Sie ist auf lange Sicht ausgelegt, aufwändig und inflexibel. Ein Beispiel hierfür findet sich in der Hamburger Elbphilharmonie von Herzog & DeMeuron: Der ehemalige Kaispeicher A erhält eine gläserne Krone, von der sich die Hamburger Bürgerschaft eine Initialzündung für die Hafen City verspricht. Der Ausbau jedoch verschlingt seinen Wirt. Der Kaispeicher wird entkernt und zum Parkhaus degradiert. Die Krone sprengt alle finanziellen und zeitlichen Pläne: Die geplante Eröffnung 2009 ist ebenso hinfällig wie der Finanzrahmen von ursprünglich 77 Mio. Euro (z. Zt. 476 Mio. Euro). In Zeiten, in denen Stadträume von Initiativen und der Verantwortung vieler Einzelner interpretiert und überformt werden, erscheint ein derart kolossales Projekt fragwürdig. … Lesen Sie den gesamten Artikel von Paul Mocanu auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Architektenportraits“

Badsanierungen mit temperierbarer und bodengleicher Dusche

Schneller, feuchtigkeitsunempfindlicher Bodenaufbau Bei Neubau und Sanierungen in Bad- und Wellnessbereichen bietet UFloor Systems mit dem Uzin-Turbolight-System nun einen feuchtigkeitsunempfindlichen, flexiblen und leichten Bodenaufbau an, der für temperierbare und bodengleiche Duschen eingesetzt werden kann. Das Schnellbausystem mit integrierter elektrischer Heizmatte ermöglicht eine äußerst geringe Gesamtkonstruktionshöhe bei niedrigem Flächengewicht. Eine maximale Rohrüberdeckung von ca. 2,5 cm sowie das nötige Gefälle für die sichere und kontrollierte Wasserabführung sind dabei gewährleistet. Mit dem Leichtausgleichssystem Uzin-Turbolight lassen sich nun auch elektrisch temperierbare Nassbereiche schnell und sicher gestalten. Wichtiger Bestandteil des Schnellbausystems für den Boden ist die feuchtigkeitsunempfindliche Gefällespachtelmasse codex NC 395 sowie eine elektrisch temperierbare Heizmatte der Schutzklasse IPx7 oder IPx8 wie der AEG THERMO BODEN Comfort WELLNESS. …

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Lesen Sie den gesamten Artikel von Joachim Fülle auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Pressemitteilungen“


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Die bH & Dörken Gm uf der BAU Co. KG ist a nchen 2013 in Mü Nr. 330 auf Stand in Halle A3

Volles PROGRAMM

zu finden.

Mit den neuen Aufdachdämmelementen Delta-Maxx Polar können Planer und Verarbeiter bei der energetischen Optimierung der Konstruktion jetzt ganz im DeltaSystem bleiben. Ob Zwischensparrendämmung mit und ohne Zusatzdämmung oder eine reine Aufdachdämmung: In jeden Fall werden energetisch zukunftssichere Konstruktionen erreicht.

Ihre Systemlösungen für den Neubau und die Sanierung von Steildächern stellt die Dörken GmbH & Co. KG, Herdecke, in den Mittelpunkt ihrer Präsentation auf der BAU 2013. Dabei wird das Programm abgerundet durch die neuen Aufdachdämmelemente Delta-Maxx Polar. Ein zweiter Themenschwerpunkt in München sind Spezialnoppenbahnen, die als hoch leistungsfähige Horizontaldränagen auf Flachdächern und Deckenflächen oder unter Gründächern eingesetzt werden. ABGESTIMMTES KOMPLETTPAKET FÜR DAS STEILDACH Die Delta-Systeme bieten abgestimmte Komplettlösungen aus Unterdeck- und Schalungsbahnen, Luft- und Dampfsperren, Aufdachdämmplatten und einem umfassenden Systemzubehörpaket. Ganz gleich ob Zwischensparrendämmung – mit und ohne Zusatzdämmung – oder reine Aufdachdämmung: In jeden Fall werden energetisch zukunftssichere geneigte Dachkonstruktionen erreicht, die genau auf das jeweilige Objekt zugeschnitten sind. Mit den neuen Aufdachdämmelementen Delta-Maxx Polar können Planer und Verarbeiter bei der energetischen Optimierung der Konstruktion jetzt ganz im Delta-System bleiben. Die Hochleistungsdämmplatten aus Polyurethan-Hartschaum (PUR/PIR) nach DIN EN 13165 haben ein hervorragendes Dämmvermögen, so dass sich schon mit geringen Dämmstoffdicken sehr gute Wärmedämmwerte erzielen lassen. Für die kombinierte Verlegung mit einer Zwischensparrendämmung bei der Sanierung empfiehlt

| Architekturmagazin | Architekturmagazin 8 8AFAAFA für Architekten für Architekten


sich zum Beispiel die 50 Millimeter dicke Sanierungsplatte Delta-Maxx Polar SP. Als reine Aufdachelemente ermöglichen Delta-Maxx Polar MV und AL energetisch effiziente Lösungen für die Dachkonstruktionen – auch ohne Berücksichtigung einer möglichen Zwischensparrendämmung. Durch den Einsatz oberhalb der Sparren werden Wärmebrücken vermieden, so dass man mit denselben Dämmstoffdicken bis zu 30 Prozent mehr Dämmleistung erreichen oder – bei gleicher Dämmleistung – bis zu 30 Prozent Dämmstoff einsparen kann. ANSCHLUSSMANSCHETTE AUS DER DOSE Luftdichte Anschlüsse an aufgehende und durchdringende Bauteile im Innen- und Außenbereich des Steildaches können mit Delta-Liquixx fachgerecht und einfach ausgeführt werden. Die strukturviskose, pastöse Funktionsbeschichtung ist universell auf den verschiedensten Untergründen einsetzbar, lässt sich problemlos mit dem Pinsel verarbeiten und dichtet in Kombination mit einem abgestimmten Strukturvlies auch schwierige oder schwer zugängliche Details sicher ab. Eine wirtschaftliche und vor allem baustellengerechte Lösung, die inzwischen viele Verarbeiter überzeugt hat.

Die auf den verschiedensten Untergründen universell einsetzbare Reinacrylat-Dispersion Delta-Liquixx lässt sich einfach mit dem Pinsel verarbeiten und dichtet auch schwierige oder schwer zugängliche Details sicher ab. Die Spezialnoppenbahn Delta-Terraxx kann auch als horizontale Schutz- und Dränschicht auf Flachdächern und Deckenflächen verlegt werden. Die hohe Druckbelastbarkeit und die dauerhafte Filterstabilität des Materials ermöglichen dabei eine sofortige Schutzwirkung gegen mechanische Belastungen und eine sichere und langlebige Dränagefunktion. Delta-Floraxx Top wurde speziell für die Dränage, Wasserspeicherung und -filterung bei extensiv und intensiv begrünten Flachdächern entwickelt. Die spezielle Noppenstruktur verleiht dem Material ein hohes Dränage- und Speichervermögen bei extremer Druckfestigkeit.

NOPPENBAHNEN IM SPEZIALEINSATZ Die Grundmauerschutz- und Dränagebahn Delta-Terraxx wird in München als horizontale Schutz- und Dränschicht unter Nutzflächen auf Flachdächern und Deckenflächen vorgestellt. Die zweilagige Sandwichbahn bietet für diesen Einsatzzweck bei nur wenigen Zentimetern Aufbauhöhe eine besonders hohe Dränagekapazität, die – bei geringer statischer Belastung – deutlich über der eines klassischen Kies- oder Splittbettes liegt. Besonders schnell und wirtschaftlich von der Rolle verlegt, schützt sie die Abdichtung sofort vor mechanischen Belastungen. Die dauerhafte Filterstabilität der Dränschicht und die hohe Druckbelastbarkeit des Materials von 400 kN/m² ermöglichen dabei eine sichere und langlebige Schutz- und Dränwirkung. Speziell für die Dränage, Wasserspeicherung und -filterung bei extensiv und intensiv begrünten Flachdächern wurde Delta-Floraxx Top entwickelt. Durch die spezielle Oktagon-Form der Noppen mit zusätzlichen Verstärkungsrippen ist das Material extrem druckfest und hält auch hohen Auflasten sicher stand. Mit ihrem hohen Ableitvermögen ersetzt die Bahn die mineralische Sickerschicht bei deutlich weniger Gewicht und geringer Aufbauhöhe. Gleichzeitig dienen die Noppen als Wasserspeicher, die der Begrünung auch über Trockenzeiten hinweghelfen. Das bereits aufkaschierte Drän- und Filtervlies spart einen zusätzlichen Arbeitsgang, so dass sofort nach Verlegung der Bahn das Erdsubstrat aufgebracht werden kann.

Text: Dagmar Riefer

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AFA

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lud das AFA-­Architekturmagazin interessierte Architekten und Ingenieure zu einer Informationsveranstaltung ein, die sich mit dem Thema der Beseitigung und Vermeidung von Feuchteschäden an Gebäuden befasste. Anlass dieser Veranstaltung war eine vorausgegangene Studie des Aachener Instituts für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik, die festgestellt hat, dass Schäden an erdberührten Bauteilen an dritter Stelle der Baustatistik stehen. Diese Schäden werden durch Fehleinschätzungen der zu erwartenden Wasserbelastung, und der daraus resultierenden falschen Auswahl an Schutzmaßnahmen, verursacht. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, bot das AFA-Architekturmagazin, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen, die sich unter anderem auf das Thema der Gebäudeschadensvermeidung spezialisiert haben, erein informatives Programm an. hielt es ebenfalls von den Architektenkammern Nordrheinwestfalen und Hessen, die dieses Seminar als Fortbildungsmaßnahme mit vier Unterrichtsstunden anerkennen ließen. Die Veranstaltung wurde im Kongresszentrum des Technologieparks Köln arrangiert, das sich besonders durch seine attraktive Lage auszeichnet. Neben kostenlosen Parkmöglichkeiten, die von dem Veranstalter offeriert wurden, konnten die Teilnehmer sowohl problemlos mit der S-Bahn, als auch mit dem Bus vom Kölner Hauptbahnhof aus anreisen. In einem mit modernster Bild- und Medientechnik ausgestattetem Rahmen, erhielten die über hundert Interessenten die Möglichkeit, sich über die wichtigsten Neuheiten in der Schadensvermeidung zu informieren. Bereits vor Beginn des Seminars, konnten die Teilnehmer an den Ausstellungsständen der referierenden Unternehmen, AIA AG, Dörken GmbH & Co.KG, Dallmer GmbH & Co.KG sowie der Wismar International Graduation Services GmbH, Informationen sammeln und Broschüren besichtigen.

Um 8.45 Uhr wurde das Seminar, durch die Begrüßung des Herausgebers des AFA-Architekturmagazins Herrn Frank Pawlak, offiziell begonnen, der darauf anschließend das Wort an den ersten Referenten des Tages übergab. Ulrich Langen, der Geschäftsführer der Architektenversicherung AIA AG, leitete die Veranstaltung durch seinen

Vortrag ein, und schaffte es mit Humor und anschaulichen Praxisbeispielen, dieses nüchterne Thema auflockernd und ansprechend zu gestalten. In seiner Ausführung beschäftigte sich Ulrich Langen mit haftungsund versicherungsrechtlichen Aspekten von hochwertig genutzten Untergeschossen und wies darauf hin, dass jeder Architekt die Aufgabe besitzt, sich mit dem rechtlichen Umfeld seines Berufs vertraut zu machen. Er zeigte den aktuellen Stand der Gesetzgebung sowie der Rechtsprechungen auf und erklärte den interessierten Zuhörern, auf welche Art sie am besten Verträge gestalten und welchen Versicherungsschutz Architekten und Ingenieure wirklich benötigen. Im Anschluss folgte das zweite Referat von Arne Witzke, staatlich geprüfter Bautechniker und technischer Berater der Dörken GmbH & Co.KG, welche seit über vierzig Jahren ein zuverlässiger Partner für Architekten, Planer und Bauherren ist. U ­ nter dem Markennamen DELTA bietet sie innovative Lösungen für individuelle Anforderun, der gen in den Bereichen der sowie der im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau an. Der Vortrag von Herrn Witzke befasste sich mit dem Thema „Abdichtung im Grundmauerschutz nach DIN 18195“ und er betonte hier besonders, dass die Wahl der Abdichtungsart erst nach der genauen Festlegung der Bodenart möglich sei und stellte verschieden Abdichtungsarten mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Nach diesen ersten anspruchsvollen Beiträgen, folgte eine einstündige Pause, in der die Teilnehmer sich am kulinarischen Buffet stärken und sich untereinander in geselliger Atmosphäre austauschen

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konnten. Neben dem Buffet besuchten die Teilnehmer auch sehr rege die Ausstel­lungsstände, an denen die Referenten nicht nur ihre Produkte präsentierten, sondern auch für Nachfragen und Beratungen der Interessenten zur Verfügung standen. Als besonderes stellte sich die heraus, die sich im großen Pausensaal befand. Die La Linea Kraftfahrzeughandelsgesellschaft präsentierte den Veranstaltungsgäs­ ten ihre aktuellen und innovativen Fahrzeuge , die besonders durch ihr skandinavisches Design bei den Architekten gefallen fanden.Nach der Pause kamen die Zuhörer wieder im Vortragssaal zusammen, um sich den nächsten beiden Referenten interessiert zuzuwenden. Herr Ralf Wagner, Dipl.-Ing. Architekt und Architektenberater der Dallmer GmbH & Co.KG, referierte über das Thema der sicheren Bodenablauf Entwässerung und stellte die ­Regelwerke Verbundabdichtungen gemäß dem ZDB-Merkblatt 1/2010 und Bauwerksabdichtungen nach DIN 18195 vor. Daran anschließend zeigte er praxisbezogene Lösungen sowie detaillierte Abdichtungsvarianten auf und beschrieb die Abhängigkeiten von

Bodenaufbauten und Ablaufsystemen. Herr Wagner beendete seinen Vortrag in dem er noch wichtige Hinweise zur Montage- und Konstruktionsweise an die Zuhörer weiter gab. Als abschließender „Master Programmpunkt wurde der Bautenschutz“ der Wismar International Graduation Services GmbH von dem Herausgeber Frank Pawlak vorgestellt. Er informierte die teilnehmenden Gäste über das spezielle Angebot dieses berufsbegleitenden Studiums, dass in einer voraussichtlichen Gesamtdauer von vier Semestern absolviert werden kann. Es wurde von speziell auf die branchenspezider fischen Bedürfnisse erarbeitet und kann nur von Personen besucht werden, die bereits über ein abgeschlossenes Bachelorstudium und Berufserfahrung verfügen. Nach diesem letzten informativen Vortrag endete die Veranstaltung um 15.15 Uhr und die teilnehmenden Gäste hatten noch die Möglichkeit sich persönlichen untereinander und mit den Referenten auszutauschen. Das Feedback der Teilnehmer war allseits positiv und die Veranstaltung stellte einen vollen Erfolg dar.

Text: Bianca Jasinski

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Tech parksnKoOlogieln

Feucht eschäd en an ­Gebäu den un d deren ­Vermei dung

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Plus an Effizienz

Plus an Klimaschutz

Das Plus technologieoffener Energiepolitik: Mehr Modernisierungen im Gebäudebestand Schnelles Erreichen der Energieeinsparziele braucht Vielfalt Deutschlands Gebäudebestand ist so vielfältig wie seine Bewohner. Die Möglichkeiten und Lösungen zum Energiesparen und für mehr Klimaschutz sind individuell verschieden. Es gilt jetzt, die Einsparpotenziale bei allen Energieträgern mit vorhandenen Technologien zu nutzen. Nur so kann Energieeffizienz maximiert und zugleich Sozialverträglichkeit gewährleistet werden. Bereits auf gutem Weg: Der Heizölverbrauch der rund 6 Millionen Ölheizungen in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert – insbesondere durch modernisierte Heiztechnik. Die Einführung des schwefelarmen Heizöls war dabei eine wesentliche Voraussetzung zur Nutzung der besonders effizienten Öl-Brennwerttechnik. Nahezu jede zweite Neuinstallation wird heute zudem mit Solarthermie kombiniert. Mehr Informationen und Beispiele für vorbildliche energetische Sanierungen AFA | Architekturmagazin für Architekten 13 aus der IWO-Aktion Energie-Gewinner unter www.iwo.de/standpunkte.


AEG Haustechnik und Lithonplus bündeln ihre Stärken zur BAU 2013:

Patentierter Systemverbund für schneeund eisfreie Betonpflasterflächen AEG Haustechnik und Lithonplus bündeln ihre Stärken zur BAU 2013 In einem Kooperationsprojekt haben AEG Haustechnik und die Lithonplus Steinmanufaktur einen perfekt aufeinander abgestimmten Systemverbund entwickelt. Im Fokus steht eine zuverlässige Schnee- und Eisfreihaltung von Pflasterbelägen im Winter. Denn Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit und nachhaltige Kosteneinsparungen im Winterdienst sind Faktoren, die Planer, Bauherren sowie ausführende Experten im Garten-, Wege- und Landschaftsbau überzeugen. Die passgenaue Gesamtlösung eignet sich für Altstadtbereiche und Anliegerstraßen, öffentliche Plätze, Busverkehrs- und Parkflächen, Fußwege und Zufahrten. Als Produktkombination ist LP 5 COMFORT nachweislich geprüft und patentiert. Hinter der Entwicklung, die auch Kostenkalkulation, Ausschreibung sowie den Einkauf bündelt, stehen zwei starke Partner: Die Lithonplus Steinmanufaktur mit Hauptsitz im pfälzischen Lingenfeld ist einer der marktführenden deutschen Hersteller für funktional und ästhetisch anspruchsvolle Pflaster- und Plattensysteme und produziert bundesweit an 18 Standorten. Die AEG Haustechnik in Nürnberg ist seit 2002 eine selbstständige Unternehmenssparte der Marke AEG, spezialisiert auf Produktlösungen für die elektrische Anwendung am Bau. AEG Freiflächenheizungen erwiesen sich als perfekte Basis für eine Markenkooperation mit Lithonplus, da diese Kombination dem technischen Fortschritt sowie den veränderten Anforderungen hinsichtlich Glatteisunfällen und Wirtschaftlichkeit Rechnung trägt.

LP 5 COMFORT im Detail Den innovativen Systemverbund LP 5 COMFORT bilden das bewährte Lithonplus Pflastersystem LP 5 und das AEG No-Frost-System zur flexiblen Flächenauslegung – bestehend aus dem Freiflächen-Heizkabel DIC 30 und dem AEG Eismelder EM 50 mit Feuchte- und Temperaturfühler. Das Lithonplus Funktionspflaster LP 5 erfüllt alle Anforderungen der DIN EN 1338. Lagestabilität durch 5-seitige Verschiebesicherung, Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit sowie sehr gute Versickerungseigenschaften in der fachgerechten Verlegung sind seine herausragenden Merkmale. Eine spezielle

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á Der patentierte Systemverbund LP 5 Comfort beugt Glatteisunfällen im Winter wirksam vor. Hierfür wird das flexible Heizkabel DIC 30 von AEG Haustechnik unmittelbar auf dem Splitt/Sandbett und unter dem Betonpflasterstein LP 5 fixiert.

8 Millimeter tiefe Profilierung an der Steinunterseite wird zur Einbindung der AEG Heizkabel DIC 30 auf dem Splitt-/ Sandbett genutzt. So liegt das elektrische System oberflächennah, wo es optimale Heizleistungen erzielt. Gleichzeitig lassen sich die geforderten Heizleiterabstände ideal einhalten. Das AEG Heizkabel DIC 30 entspricht der VDE DIN 0253 und zeichnet sich durch eine geringe Heizleiterbelastung von 30W/m aus. Mit hochwertigem Twin-Heizleiter und mehrfacher Schutzummantelung ist das AEG Freiflächenheizkabel robust, absolut sicher und weist obendrein eine hohe Flexibilität bei der Verlegung auf. Die Nutzung von nur einer Anschlussleitung machen die Planung und Installation besonders einfach und sicher. Auf der Baustelle erfolgt die unmittelbare Fixierung des AEG Freiflächenheizkabels sehr zeitsparend. Hierbei wird das DIC-Kabel einfach schleifenförmig auf dem Sand-/ Splittbett auslegt und mit der ersten Steinreihe sowie durch eine weitere Steinreihe inmitten oder am Ende der Fläche angebracht. Zusätzliche Verlegehilfen und Abstandshalter sind nicht er-


Fotos: Lithonplus / AEG Haustechnik

ß Bei der Ausführung bindet der Fachmann das AEG Freiflächen-Heizkabel direkt in die Profilierung ein. Ein gleichmäßiger Abstand der Heizleiter unter dem Pflasterverbund ist somit gewährleistet.

LP 5

UNTERSEITIGE PROFILIERUNG à Ein starkes Team, das den veränderten Anforderungen auf Plätzen, Verkehrsflächen und Wegen gerecht wird: LP 5 Comfort ist eine patentierte Kombination aus dem bewährten Lithonplus Betonsteinpflastersystem LP 5 und einer elektrischen Freiflächenheizung von AEG Haustechnik.

forderlich. In der zu beheizenden Fläche platziert der Fachmann den Feuchte- und Temperaturfühler im Belag. In die schnee- und eisfreie Wege- oder Platzgestaltung lassen sich auch Treppenanlagen mit Blockstufen einbinden. AEG Heizelemente sind dann bereits werkseitig integriert. Damit die Freiflächenheizung über viele Jahrzehnte hinweg zuverlässig, energieeffizient und kostensparend arbeitet, ergänzt der AEG Eismelder EM 50 das Gesamtsystem. Er befindet sich in einem Schaltschrank und steuert die Freiflächenheizung automatisch. Anhand des Feuchte- und Temperaturfühlers erkennt der EM 50 einsetzenden Schneefall und überfrierende Nässe. Der Eismelder aktiviert das Heizsystem zum optimalen Einschaltzeitpunkt. Er unterbricht die Energiezufuhr, sobald die Abtautemperatur erreicht ist. Unter –15 Grad Celsius schaltet sich die Freiflächenheizung nicht mehr ein, da in diesem Temperaturbereich kein Niederschlag entstehen kann. Weitere Informationen gibt es direkt bei der AEG Haustechnik unter info@eht-haustechnik.de oder unter www.aeg-haustechnik.de.

SPLITTBETT HEIZKABEL

 AEG Haustechnik stellt aus auf der BAU 2013 in München in Halle B2, Stand 141.

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mit neuem Workflow- und Nachtragsmanagement

,2013 Ihr Kostenmanager! Optimierung der Arbeitsabläufe und noch mehr Transparenz standen im Mittelpunkt bei der Weiterentwicklung von ORCA AVA, dem Komplettprogramm zur Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung und dem Kostenmanagement von Bauleistungen. Das Workflow-Management bietet nun die Möglichkeit zur differenzierten Kennzeichnung verschiedener Sachverhalte und Bearbeitungsstände. Auch in komplexen Projekten erkennt der Planer anhand der Visualisierung schnell den aktuellen Stand und die daraus resultierenden Arbeitsschritte, z. B.

welche LVs veröffentlicht werden können. Darüber hinaus kann ein zugewiesener Status nachfolgende Maßnahmen beeinflussen: Ist z. B. ein Auftrag vergeben, werden alle später eingefügten Positionen automatisch als Nachtragspositionen angelegt. Die Kennzeichnungen sind optional anzuzeigen und ermöglichen anhand unterschiedlicher Abfragen vielschichtige, praxisorientierte Auswertungen. Im Nachtragsmanagement wird jede Nachtragsposition gemäß den Vorgaben aus VOB/VHB und GAEB ausführlich dokumentiert, u. a. mit Bezeichnung, Ursache, genehmigt und Datum. Auf dieser Grundlage lassen sich im Handumdrehen relevante Auswertungen wie z. B. Nachtragslisten ermitteln. Im Programmteil Kostenverlauf bieten neue Einstellungsoptionen mehr Transparenz: Hier gibt es nun kompakte Darstellungen und ausgewählte Ansichten, die den Überblick bei komplexen Projekten erleichtern und neue Auswertungen ermöglichen. Mit den

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entsprechenden Druckvorlagen kann der Planer dem Bauherrn den Kostenverlauf leicht nachvollziehbar darstellen. Eine wesentliche Vereinfachung ist der neu konzipierte Datenimport von Leistungspositionen. Externe Daten werden unabhängig von ihrem Format (GAEB, DATANORM, STLK/STLB) einheitlich in einem eigenen Dialog abgebildet, anhand verschiedener Kriterien individuell zusammengestellt und anschließend in das Leistungsverzeichnis übernommen. Der Vorteil: keine redundanten Daten, Zeitersparnis und bester Bedienungskomfort. Darüber hinaus bietet ORCA AVA 2013 viele Innovationen im Detail, z. B. ist der Datenexport in Microsoft Office-Programme auch in den neuen Datenformaten .xlsx und .docx möglich. ORCA AVA 2013 ist in allen Funktionalitäten auf dem neuesten Stand der Technik. Dabei bleibt die Anwendung trotz steigendem Leistungsumfang intuitiv und komfortabel zu bedienen.

ROPÄISCHER CHITEKTURPREIS ERGIE + ARCHITEKTUR 12

Stand

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Stand C3.616

Text: Roswitha Schneider-Sorger

Foto: wedi GmbH

Finanzielle Anreize für altersgerechten Wohnungsumbau erforderlich! Eine gemeinsame Erklärung von SHK-Handwerk und Wohnungswirtschaft

Foto: wedi GmbH

Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) – GdW Bundesverband deutscher WohnungsCHREIBUNGSUNTERLAGEN und Immobilienunternehmen e. V. – Bundesverband Freier Immobilien und Wohnungsunter-

Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Pressemitteilungen“

nehmen e. V. (BFW) In Deutschland fehlen barrierearme Wohnungen. Nur rund 1,5 Prozent aller Wohnungen gelten heute schon als barrierearm. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat deshalb den altersgerechten Umbau von Häusern oder Wohnungen entsprechend gefördert. Bis zum Jahresende 2011konnten modernisierungswillige Immobilienbesitzer neben günstigen Krediten auch aus Bundesmitteln finanzierte Zuschüsse beantragen. Zum Leidwesen von Handwerk und Wohnungswirtschaft ist diese Variante ersatzlos entfallen. Es fehlen aktuell entscheidende finanzielle Anreize für den altersgerechten Wohnungsumbau! Denn Darlehen bilden einen finanziellen Anreiz für Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen. Für Seniorinnen oder Senioren jenseits der Rentengrenze ist ein Zuschuss für barrierearme Umbaumaßnahmen besser geeignet. …


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n olger Hoffman ering: Prof. H

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, 2011 © Rend n, Treehugger an m off H r Holge ne day / Prof. ier und one fi

r ktur des Museums fü te hi rc A r zu hr ja en s Them – und damit auch da zu de En Ausstellung des Jahres m te de öß m gr sa d ng un la le h ra sic nt t ig ze f die Das Jahr 2012 ne Rückblick, vor allem au n ne ei r Bauen generell. fü e it ar ul Ze . od ln m Kö s t da ns d Ku un e italter“ Angewandt auen im digitalen Ze B es ar ul od M – n he „Architekturteilc

Bauen mit Modulen hat eine lange Tradition. Geschichtlich betrachtet existiert diese Bauform schon immer. Doch gerade jetzt, im digitalen Zeitalter, werden zahlreiche neue Möglichkeiten des Bauens mit Modulen sichtbar und realisierbar. Dabei entwickeln sich nicht nur die Module an sich weiter, auch die Herstellungs- und Ausführungsweisen verändern sich. Das Museum für angewandte Kunst in Köln (MAKK) griff diese Thematik auf, reflektierte diese Entwicklung und fügte so in einer Gesamtschau historische Beispiele, materiale Besonderheiten und aktuelle internationale Architekturprojekte zusammen. Kuratiert wurde die Ausstellung von der Kölner Architektin Aysin Ipekçi in Zusammenarbeit mit dem Museum, dem BDA Köln und dem Haus der Architektur Köln (hdak).

Nicht nur die Exponate zeigten in Form von Modellen, Fotografien, Zeichnungen, Animationen und Filmen Beispiele modularer Bauten und der Modularität an sich, auch die Ausstellungsarchitektur setzte sich aus „Architekturteilchen“ zusammen. Aus den geometrischen Formen des Tetraeders und Oktaeders wurden Körper und Strukturen formiert, die die Gestaltung mit schrägen und diagonalen Linien und Flächen prägten und so die Art und Weise des Betrachtens beeinflussten. Darüber hinaus erinnerten die Formen an Systembauweisen aus verschiedensten Epochen der Architekturgeschichte, sowie auf Grund der kristallinen Formen an die Natur.


á Do-It-Yourself-Pavillion, Hybrid Space Lab 2009–2011© Foto: Andy Tam, Hong Kong

In mehreren Achsen wurde die geschichtliche Entwicklung des modularen Bauens beispielhaft anhand der fünf Baustoffe Holz, Stein, Beton, Metall und Kunststoff dargestellt. Neben der historischen Betrachtung, wurden im Erdgeschoss Modelle und Prototypen gezeigt, die einzelne Materialien und Methoden begreifbar machten oder technologische Innovationen und zukunftsweisende Perspektiven näher beleuchteten. Der darauf aufbauenden Exkurs „Wohnmodule und Städtebau“ behandelte die Idee des modularen Bauens im großmaßstäblichen und stadtplanerischen Kontext. Zu Beginn der Entwicklung modularer Bauweisen bestanden Bauten aus allen Werkstoffen aus standardisierten Einzelbauteilen. Diese waren gleich oder ähnelten sich stark in ihrer Form, wie es beim Ziegel deutlich wird. Auch frühe Holz-, Beton- oder Metallbauten bestanden aus einzelnen, identischen Elementen, die zusammen einen Gesamtbau ergaben. Auf dieser Art und Weise basiert das System der Modularität, das sich aus einzelnen Komponenten zusammensetzt. Im Gegensatz zu monolithischen Bauweise, bei der jedes Element genau einen möglichen Platz hat und das System nur als ganzer Block funktioniert, sind die einzelnen Komponenten des modularen Prinzips nicht durch ihre Position, sondern durch ihre Schnittstellen definiert. Über diese Schnittstellen interagieren sie miteinander und können einfach ausgetauscht werden. So kann schnell, kostengünstig und nachhaltig gebaut werden: Die Standardisierung der Einzelteile ermöglicht nicht nur schnelles Bauen vor Ort, die einzelnen, kleineren Teilstücke können auch besser transportiert werden. Darüber hinaus entstehen standardisierte, baugleiche Gebäude, die auf Grund der geringeren Produktionskosten der Module deutlich günstiger sind.

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á Wolfgang Feie rbach, Kunststo ffhaus fg2000, © fg design 1968

á , Hong Kong e Lab 2009–2011© Foto: Andy Tam Do-It-Yourself-Pavillion, Hybrid Spac

Vorteile für das modulare Bauen gibt es seit jeher viele: Die Flexibilität im Sinne der Austauschbarkeit einzelner Module ist sicherlich an erster Stelle zu nennen. Alte oder defekte Bausteine können leicht gegen neue ausgetauscht werden. Die defekten Bauteile haben keine Auswirkungen auf die anderen Elemente oder auf deren Funktion. Das System an sich ist trotz einzelner Änderungen voll funktionsfähig und in sich schlüssig. Weitere Vorteile des modularen Bauprinzips sind niedrigere Herstellungskosten durch baugleiche Serien, geringe Entwicklungskosten und schnellere Produktzyklen in der Produktion, sowie einfache Montageprozesse vor Ort. Gerade auf großen Baustellen ist es eine Erleichterung fertig angelieferte Module direkt verbauen zu können, anstatt diese vor Ort noch herstellen zu müssen. Auch die Variation mehrerer Elemente verschiedener Gruppen aus einer Produktklasse ist ein Vorteil, der eine flexible und individuelle Gestaltung ermöglicht. Das System, zum Beispiel in Form einer Fassade oder eines Bodenbelags, kann schnell und einfach an neue Bedingungen durch das Auswechseln der Module angepasst werden. Dieses Vorgehen kann Kosten, die ein eventueller Umbau mit sich geführt hätte, deutlich senken. Es hat zudem einen nachhaltigen Charakter, da nur einzelne Module und nicht das komplette System erneuert werden müssen.

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realities:united, studio for art and architecture, Berlin, Germany, Crystal Mesh, Singapur, 2009 © Fotos: realities:united, Berlin011© Fotos: Andy Tam, Hong Kong

ugleiche enheit ba g n a rg e V ngefügt in der zusamme m Während e e st y S xe System zu einem ch, komple li g ö Elemente ten m rm te eu h gefo nd, ist es h rschiedlic te ron u , rf worden si n u rtigte Entw sp digitalen iduell gefe n iv o d v tsten in fe e s il u n a rfahre n. Mit H e e g sv u g e n u rz ll e zu Thema, Herste Modulen steuerten speziellen e m rg e te in o e b ltigkeit, d ro t mit sich meis er Nachha zessen un d ie r e d d , o n n re ntiere r 1851 für hitektu Experime ens ist de u m hen so Arc a e B d t, n ä re it il rfen vom odula der Flexib ce“. Entwo Beispiel m la s a e P s h l wie etwa a ü fr st ry Ein eht diese te „Ch er setzen. s Fox best on gebau e d rl n a rt o h e L C n auseinand n in rt ri ung nd e alisie eltausstell n und re menten u g W to e x te a ss P rs la u e h G a p ie B d d un der n Jose struktion n konnte Architekte r Eisenkon 17 Woche e r u in e n britischen odells In u M . a r äusern rund de ebäude sh fg h sg c u g ä a n w u rn e ll G te e. Me Ausste ktur von Zeitspann 5 mal 150 ie Archite gefähr 61 eil kurze) n u (w n re o stark an d K ä v F n e G o h oluti stoff Grundfläc – eine rev uen Werk mit einer t werden n dem ne a te h h ionäre c ic a is rr v e rb g Feie e neue n e a g bauweise Id lf o ie d W es und sse von icklung d sterharz) Das Intere tes Polye n die Entw rk te tä m rs t e te im rv h st be erric (Glasfase estalten, ltenstadt dule zu g 1968 in A s a d dulen, “, o 0 0 Wohnmo m Decken ses fg20 u a d h n ff u o st d en, „Kunst aus Wan rmig bild estehend aus ringfö H s a d wurde. B n e t tz t werd . mengese es errichte g a T die zusam s e in nerhalb e AFA | Architekturmagazin für Architekten 21 kann es in


â Jürgen Mayer H. Architects, Metropol Parasol, Sevilla, Spanien, 2004–2011 © Fotos: David Franck

Der „Do-It-Yourself Pavillon“ wurde 2009/2010 von dem Büro Hybrid Space Lab speziell für die „Hong Kong and Shenzhen Bi-City Biennale of Urbanism und Architecture“ entwickelt. Als mobiler und temporärer Bau besteht er aus einzelnen Modulen, die mithilfe des Computers berechnet und mit einer digital gesteuerten Säge zugeschnitten worden sind. Verbunden werden die einzelnen Teile per Hand mit Kabelbindern – ein experimenteller und improvisierter Eindruck entsteht. Mit dem „Metropol Parasol“ schuf das Architekturbüro Jürgen Mayer H. im vergangenen Jahr in Sevilla ein neues Wahrzeichen. Zusammengesetzt aus zahlreichen Einzelteilen, hergestellt aus circa 30.000 Kubikmeter Fichte, überzogen mit einer Beschichtung aus cremefarbenem Polyurethan, wirkt diese dreidimensionale Dachlandschaft wie aus einem Guss. Gleichzeitig symbolisiert „Metropol Parasol“ eine neue Art der Gestaltung von öffentlichen Plätzen, indem es den horizontalten Ort um mehrere vertikale Achsen in fast utopischer Weise erweitert. Im Vergleich zu früheren modularen Bauweisen, in der es vor allem um Vereinfachung des Bauprozesses, dem Interesse an Materialität oder aber der Fortschrittseuphorie der 60er und 70er Jahre ging, versucht sich modulares Bauen heute experimentell und visionär. Auch das übergeordnete Denken in einem größeren, stadtplanerischen Kontext erscheint mithilfe unterschiedlicher, flexibler und veränderbarer Module lohnenswert und zukunftsweisend. Modulares Bauen entwickelte sich aus standardisierten, schnellen und preisgünstigen Gebäuden hin zu experimentellen, innovativen und komplexen Architekturen, die mit Hilfe digitaler Entwurfsmechanismen den Weg in die Zukunft bereiten. Es entstehen viele neue Möglichkeiten und Chancen mit Problemen innovativ umzugehen und Lösungen in Form, Farbe, Konstruktion und Komposition aufzuzeigen. Text: Lisa Pusch

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HP Designjet ePrint & Share Mit HP Designjets über die Cloud drucken

Ob im Konferenzraum, am Kundenstandort oder von zu Hause aus – mit HP Designjet ePrint & Share drucken Sie Ihre Dokumente über die Cloud von jedem beliebigen Ort aus. Mit diesem kostenlosen Webservice greifen Sie über Ihren Tablet-PC, Ihr Smartphone, Ihren Laptop oder über den Touchscreen Ihres Druckers problemlos auf Großformatdokumente zu, um diese zu drucken(1. Standortunabhängiges Drucken Greifen Sie über Ihr Smartphone oder Ihren Tablet-PC auf Projekte zu, um Dokumente zu drucken(1. Mit der HP Designjet ePrint & Share App können Sie Großformatdokumente ganz einfach über Ihr Apple®- oder Android™-Smartphone oder über Ihren Tablet-PC abrufen und drucken(1. Senden Sie Ihre Projekte per E-Mail an einen HP Designjet ePrinter. Fügen Sie ganz einfach eine PDF- oder andere druckfähige Datei an eine E-Mail an und senden Sie diese an die dedizierte Adresse Ihres Druckers(1. Drucken Sie Ihre Dokumente von praktisch jedem Standort aus auf Ihrem mit dem Internet verbundenen HP Designjet Drucker(1. Senden Sie von zu Hause oder von einem beliebigen anderen Ort an dem Sie eine Internetverbindung haben, Druckaufträge an den HP Designjet ePrinter im Büro. Mit HP Designjet ePrint & Share warten Ihre gedruckten Dokumente bereits auf Sie, wenn Sie im Büro ankommen(1. Nahtlose Plot-to-Print-Funktion aus AutoCAD® WS(1. Ganz egal, ob Sie im Büro arbeiten oder unterwegs sind: Wählen Sie einfach eine Datei aus und klicken Sie auf die Plot-to-Print-Funktion, um einen Druckauftrag an Ihren mit dem Internet verbundenen HP Designjet Drucker zu senden(1.

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LichtAktiv Haus erhält BUNDESPREIS ECODESIGN DEUTSCHER BEITRAG DES INTERNATIONALEN VELUx ExPERIMENTS MODEL HOME 2020 WURDE IN DER KATEGORIE KONZEPT AUSGEZEICHNET Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurden am 22. November 2012 im Bundesumweltministerium die Preisträger des „Bundespreises Ecodesign“ in den Kategorien Produkt, Konzept und Nachwuchs bekannt gegeben. Zu den Preisträgern gehört das VELUX LichtAktiv Haus. Das im Rahmen des internationalen VELUX Experiments Model Home 2020 zum Nullenergiehaus modernisierte Siedlerhaus aus den 1950er Jahren wurde in der Kategorie Konzept ausgezeichnet. „Das Modellprojekt VELUX LichtAktiv Haus zeigt, dass sich Energieeffizienz auch in Altbauten verwirklichen lässt. Ein typisches Siedlerhaus aus den

50er Jahren wird vom „Klimaschreck“ zum „Klimahelden“. Es deckt seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien und erzeugt mehr Energie, als es selbst verbraucht. Die gelungene gestalterische Umsetzung macht es auch für seine Bewohner zu einem Ort, an dem sie sich wohlfühlen können. Dieses Beispiel sollte Schule machen!“, würdigt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamt, das Projekt. … Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Pressemitteilungen“ Astrid Unger (zweite von rechts) freut sich über die Auszeichnung für das VELUX LichtAktiv und nahm den Ecodesign Preis in der Kategorie Konzept entgegen. Moderne Architektur verbindet sich mit der städtebaulichen Idee der Siedlerhäuser: Das LichtAktiv Haus zeigt, wie sich zeitgemäße Wohnansprüche auch im Rahmen von Modernisierungen realisieren lassen.

Schüco auf der BAU 2013 Halle B1, Stand 502, ab 14. Januar 2013 in München Schüco setzt mit seinem Messeauftritt für Architekten, Planer, Investoren, Metallbaubetriebe sowie Bauherren und Modernisierer richtungsweisende Impulse. Während der sechs Messetage in Halle B1 am Stand 502 stehen wirtschaftliche Lösungsansätze zur Planung und Fertigung von energie-effizienten nachhaltigen Gebäudehüllen im Vordergrund, die im Einklang mit Natur und Technik den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Vordergrund stellen. Zur nutzerorientierten Kommunikation seiner kreativen und designorientierten Ideen bedient sich das Unternehmen einer Mediatektur, mit der dem Messebesucher komplexe Verknüpfungsprozesse sowie Funktionselemente in der Fassade erlebbar gemacht werden. Schüco präsentiert auf der BAU 2013 wirtschaftliche Lösungen, die den Kundennutzen in den Vordergrund stellen – für jeden Gebäudetyp, ob Neubau oder Modernisierung. Durch die einzigartige Kombination von Serviceleistungen und technisch ausgereiften Produkten werden höchste architektonische Ansprüche, einfache Planung sowie rationelle Fertigung und Montage miteinander vereint. Für Architekten bietet Schüco maximale Gestaltungsfreiheit bei hundertprozentiger Planungssicherheit, beispielhaft dargestellt in einer zukunftsweisenden Inszenierung mit parametrischen Systemfassaden. Das Unternehmen unterstützt die komplette Entwurfs-, Ausschreibungs- und Fertigungskette bis hin zu Softwarelösungen und Maschinen. Das gibt auch dem Schüco Partnerbetrieb die nötige Sicherheit bei der Fertigung von Fassadenkonstruktionen, die über den bisherigen gewohnten Standard hinausgehen. …

Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Pressemitteilungen“


Mitgas Anzeige 12. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“

14. Fachtagung Erdgas Umwelt Zukunft

Donnerstag, 27. Januar 2011, Congress-Center Leipzig (CCL)

am 23. Januar 2013 im Congress Center Leipzig (CCL)

n 09:00 Uhr

Begrüßung

n 09:10 Uhr

Dr. Andreas Auerbach enviaM/ MITGAS Tagungsinhalte Herausforderung – Energiewende auch im Verkehrssektor

Klimaschutz – grünes Dogma oder Motor der Umweltbranche

Dr. Christian A. Rumpke, dena, Berlin

n 10:00 Uhr

Synthetisches Erdgas (SNG) – Nutzung von Windstrom, Luft und Wasser

E-Gas – Natural Fuel Concept

Erfahrungsbericht Einsatz von Mikro - Gasturbinen Reinhard Otten, Audi,zum Ingolstadt

n 10:45 Uhr

Feldtestbericht zum Einsatz von Stirling - Mikro - KWK - Geräten Diskussion

n 11:00 Uhr

Erfahrungen und Einsatzkriterien mit dem Projekt Honda/Vaillant Kaff eepause

n 11:30 Uhr

Verkehrsumweltzonen – mit im Tank Der Heizungsmarkt imBioErdgas Wandel – ein Lösungsansatz oder eine Mogelpackung? die Trends von morgen!

Hans-Georg Kring, Buderus, Wetzlar im Rahmen der enertec Empfang am MITGAS - Messestand

n 12:15 Uhr

Innovative Erdgasanwendungen – Vorstellung von Monitoringergebnissen

Moderation: Prof. Dr. Michael Kubessa, HTWK Leipzig

Uwe Dietze, RWE, Duisburg

n 13:00 Uhr

Mittagspause Anmeldung und Informationen unter www.fachtagung-mitgas.de

n 14:00 Uhr

Einsatz von Brennstoffzellengeräten im Rahmen des Callux-Programms Michael Braun, Baxi Innotech, Hamburg

n 14:30 Uhr

Hybridtechnologien – Chancen für die Gaswirtschaft Andreas Rembold, Bosch Thermotechnik, Wernau

n 15:00 Uhr

Anwendung des ASUE – BHKW-Tools Dr. Jochen Arthkamp, ASUE, Essen

n 15:45 Uhr

Zusammenfassung der Tagung mit anschließendem Imbiss

Anmeldung unter: www.fachtagung-mitgas.de

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A R C H I T E K T E N P O R T R ÄT

Büroporträt

Molter-Linnemann

E

ine der anspruchsvollsten Aufgaben unseres Berufsstandes liegt darin, ein Bauwerk so zu formen, dass es zwischen seinem Kontext, seinem Programm und seinen

Nutzern Bezüge schafft. Molter-Linnemann Architekten aus Kaiserslautern loten dieses Beziehungsgeflecht in ihren Bauwerken aus. Der Reichtum an Möglichkeiten, den der Umgang mit dem Kontext einer Bauaufgabe mit sich bringt, eröffnet den beiden Architekten ein enormes Potenzial. Im Bau von Nutzbauten geht das Büro Wege, die bisher nur selten von Architekten bestritten wurden. Nähert man sich Kaiserslautern von der Autobahn, fährt man einige Kilometer über eine Bundesstraße, an einem Gewerbegebiet vorbei, danach über einen Verteiler und einer breiten Einfahrtsstraße, die nächst an US-Kasernen in die Stadt führt – eine für den Betrachter trostlose Strecke, in einer belanglos wirkenden Umgebung, die man schnell durchfahren möchte. Um die amerikanischen Liegenschaften an das Wassernetz Kaiserslauterns anzubinden, musste diese Stadteingangssituation um eine Druckerhöhungsanlage ergänzt werden. Die Technischen Werke Kaiserslautern betrauten das Büro MolterLinnemann damit, deren Lösung darin bestand, sich auf die komplex kodierte Umgebung einzulassen. Sie bedienten sich der Ressourcen des Kontextes und verbanden diese zu einem überraschenden Bau. Die „Erlkönige“ der nahe gelegenen Opel-Werke, die Lage an Militärstützpunkten und die Notwendigkeit, ein Gebäudevolumen optisch zu verringern, verknüpften die Architekten mit dem Dazzle-Paint. Das Dazzle-Paint ist ein Streifentarnmuster, das es den deutschen U-Booten erschweren sollte Größe, Lagewinkel, Ausrichtung und Geschwindigkeit alliierter Kriegsschiffe einzuschätzen. Das in schwarzweiß-grauen Metallscharen eingedeckte Gebäude ist unübersehbar. Seine Größe und Form lassen sich schwer einschätzen, und es ist unverzichtbar als Ankerpunkt für die Identität an einer vorher völlig belanglosen Stadteinfahrtssituation. Ein anderer Nutzbau ist ähnlich komplex: das im Biosphärenreservat Pfälzerwald gelegene Wasserwerk „Rote Hohl“. Durch seinen flachen, langgestreckten Bau und der dunklen Außenfassade greift er die gedämpfte Stimmung des Pfälzer Waldes auf und verschmilzt mit seiner Umwelt. Im absoluten Kontrast dazu steht sein Inneres, das eine Offenheit ausstrahlt, die die Frische des Wassers aus Tiefbrunnen und den Biosphärenbezug erfahrbar macht. Die Technischen Werke Kaiserslautern nutzen das Gebäude zur chemischen Filtrierung

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Architekten

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von Wasser und als Informations- und Tagungszentrum rund um das Thema Wasser. Diese Zweiteilung „offen – geschlossen“, „hell – dunkel“ gliedert das ganze Gebäude. Scheinbar untergeordnete Gebäude werden mit der gleichen Sorgfalt detailliert und bearbeitet, sodass es den Architekten gelingt, den Gebäuden zu einer angemessenen Konstruktion zu verhelfen. Sie rücken die Gebäude und die Situation vor Ort in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, um ihnen schlussendlich gesellschaftliche Relevanz zu verleihen. Ein weiterer Aspekt des Anspruchs von Molter-Linnemann an Architektur ist der Umgang mit der Materialität. Der Umbau und die Sanierung des Weingutes Kruger-Rumpf in Münster-Sarmsheim illustrieren dies. Das denkmalgeschützte Hofgut von 1830 beherbergt seit mehr als 15 Jahren die Weinstube Kruger-Rumpf. Die Straßenansicht des Gutes wird dominiert von zwei gegensätzlichen Häusern: Neben dem Gutshaus steht ein ebenfalls 1830 erbautes Stein-

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haus. Dieses war bis vor der Baumaßnahme ungenutzt und sollte in den Betrieb mit einbezogen werden. Das Bauvorhaben gliedert sich in drei Teilbereiche, die es in eine Gesamtkonzeption zusammenzufassen galt: Das Bauvorhaben gliedert sich in drei Teilbereiche, die es in eine Gesamtkonzeption zusammenzufassen galt: • der Neubau des Eingangsbereichs • die Sanierung des denkmalgeschützten Steinhauses • der Abbruch und Wiederaufbau des Seitenflügels


Ebenso wichtig wie der Entschluss, das vorgefundene Material durch seine weitere Nutzung anzuerkennen, ist an dieser Stelle der interpretatorische Umgang mit Baustoffen und deren Geschichte.Der Eingangsbereich ist naturbetont und klassisch in den Materialien Kupfer, Eichenholz und Schiefer herausgearbeitet – den traditionellen Materialien der Böttcher und Weinkellereien. Schiefer und Quarzit spielen auf die Lagen an, in denen die Weine von Kruger-Rumpf angebaut werden. Im Steinhaus ist ein Gewölberaum als Gastraum ausgebaut worden, dessen Bestand sorgfältig saniert und seine bestehenden Potentiale belassen wurden. Ein derartiges Bauvorhaben umzusetzen, zudem noch im laufenden Kellerei- und Gastbetrieb, verlangt den Bauherren eine starke Beteiligung ab und setzt voraus, dass diese sich einbinden lassen. Diese enge Einbindung des Bauherrn erklärt auch, dass sich die einzelnen Elemente wie selbstverständlich in einander fügen ließen. Schaut man sich die Projekte von Molter und Linnemann näher an stellt man fest, dass das Ergebnis wie ein Herantasten anmutet.

Wir entwerfen nie auf eine bestimmte Gestalt hin, sie stellt sich ein. Im Prinzip ist ein fertiges Gebäude auch nur ein erstarrter Moment im Entwurfsprozess. Der Ausdruck unserer Beiträge ist sehr unterschiedlich, vielleicht besteht darin unsere Position.

Diese Suche nach einem gesellschaftlich relevanten Beitrag ist nicht im Sinne künstlerischen Arbeitens zu sehen, obwohl sie damit viele Gemeinsamkeiten hat. Architektur ist jedoch in der Regel zweckgebunden und die Bedürfnisse, denen ein Gebäude Raum gibt, sind bestimmt durch den Bauherrn. Freies, künstlerisches Schaffen findet man bei Molter-Linnemann in einer Kreiselskulptur in Zweibrücken. Ebenfalls eine Stadtein-

fahrtsituation und auch im Auftrag der Stadtwerke, unterscheidet sich die Kreiselskulptur deutlich von den vorher genannten Bauten. Die Frage, die die Architekten aufwerfen, ist hier eine Frage nach der Leere. Die Architekten dazu: „Wozu dient eigentlich das Loch im Donut?“ Notwendigerweise ist die Aufmerksamkeit des sich Nähernden auf die Mitte und das Dahinterliegende fixiert. Die Mitte bleibt unerreicht, das Dahinterliegende ist ein kurzfristiges Ziel. Hierdurch entsteht die Situation einer Arena und der dazugehörigen umspülenden Bewegung. Bezogen auf Jaques Tatis „Playtime“ von 1967 überzeichnen Molter und Linnemann die Flut technischer Neuerungen, der wir uns heute gegenübersehen. Auch hier bedienen sie sich aus dem Kontext. Materialität, Farbe und das In-denRaum-Greifen der Skulptur beziehen sich auf den öffentlichen Auftrag der Stadtwerke und – mit einem Augenzwinkern – auch auf deren Selbstdarstellung im Stadtmarketing, das sie dadurch betreiben, dass sie am Stadteingang einen Kreisel gestalten lassen. Die glitzernd-polierte Ästhetik des Objektes stellt einen Bezug auf die der Stadt vorgelagerten Gewerbebetriebe dar, die ebenso grell-bunt um Aufmerksamkeit haschend, ein kleines Stück essentielles Konsumgut feilbieten und dabei der Erfüllung ihres Glücksversprechens ebenso fern bleiben wie Jaques Tati es bereits in seinen Filmen angemahnt hat. ZU IHREM KONTExTBEZUG BEFRAGT ÄUSSERN SICH DIE ARCHITEKTEN FOLGENDERMASSEN:

Die Beziehung zwischen Architektur und Kontext ist etwas Immanentes. Manchmal ist der kontextuelle Einfluss direkt ablesbar oder er bleibt abstrakt. Die kontextuelle Codierung eines Gebäudes kann komplex und manchmal eben verkümmert sein wie z. B. bei dem zur Zeit massenhaft, fast ausschließlich ökonomisch geprägten Wohnungsbau.


wedi Fundo

jetzt auch für Holzdecken

á Für Holzbalkendecken in Alt- und Neubauten entwickelte wedi eine spezielle Fundo-Variante. Fundo Ligno ist perfekt in die Holzschicht integrierbar, baut keine zusätzliche Höhe auf und ist – wie alle Fundo Elemente – zu 100 Prozent wasserdicht.

Mit Fundo Ligno baut wedi seine erfolgreiche Produktfamilie Abmessungen in Kombination mit drei unterschiedlichen der bodengleichen Duschelemente aus und wird seinem Ruf Ablaufpositionen sorgen für gestalterischen Spielraum und als Problemlöser für verfliesbare Oberflächen erneut gerecht. machen Fundo Ligno mit nahezu jeder Balkenlage „kompatibel“. Der jüngste Zugang in der Fundo Linie ist speziell für den Ein- Fundo Ligno präsentiert sich damit, nach der erfolgreichen bau auf Holzbalken konzipiert und erweitert damit die Ein- Fundo Plano (dem Komplettsystem in der Altbausanierung mit baumöglichkeiten in Alt- und Neubauten. Selbstverständlich einer minimierten Aufbauhöhe von nur 65 Millimetern), als ein gelten auch für Fundo Ligno die gewohnten Qualitätskriterien weiterer echter Problemlöser aus dem Hause wedi. der Marke wedi. Wie zum Beispiel die hochwertig abgedichtete Oberfläche und die Systemsicherheit durch die ideal aufeinanGarantierte Dichtigkeit des Systems der abgestimmten Fundo Komponenten. Auf Bodenaufbauten mit Holzbalken trifft der Verarbeiter auch in Badezimmern Gerade im Feuchtraum spielt die Dichtigkeit der eingesetzten immer wieder – sei es bei der Sanierung von Altbauten, sei es Baustoffe eine wichtige Rolle. Besonders interessant wird diese bei Neubauten in Holzbauweise. Mit Fundo Ligno bietet Anforderung, wenn sie im Zusammenhang mit Holzdewedi dem Handwerker auch für diese Begebenheit cken betrachtet wird. Hier kommen die Vorzüge des das richtige System. Das im Randbereich nur Systems Fundo Ligno besonders zum Tragen. 20 Millimeter starke bodengleiche DuschWie alle Fundo Elemente ist auch dieses bodenelement ist eigens für Planungen auf Holzgleiche Duschelement zu 100 Prozent wasseri ed Die w ab Januar d decken konzipiert. Dank seiner speziellen, dicht und verfügt über ein integriertes, durchit ist Bau- un e h schlanken Konstruktion baut es keine ungehendes und exakt gleichmäßig ausgeführtes u Ne ber den ndel a ü nötige Höhe auf und lässt sich problemlos Gefälle. Bewährte Systemsicherheit bieten h 2013 esenfach h. i c l in die Deckschicht einbinden. Der stärker die Fundo Abläufe sowie das Fundo Dichtset, i F rhältl e aufbauende Teil des Elements rund um den in dem alles für eine sichere Abdichtung des Abfluss herum findet problemlos zwischen Duschelementes im Übergangsbereich zu Fußden tragenden Balken Platz. Fünf unterschiedliche boden und zur Wand enthalten ist.

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Die Bodenelemente geben die Bewegungen des Holzuntergrundes nicht an die Fliese weiter. Diese EntkopplungsFunktion schützt die Fliesen nachhaltig vor Rissen und Beschädigungen.

Das am Außenrand nur 20 mm starke bodengleiche Duschelement wedi Fundo Ligno. Der stärker aufbauende Teil des Elements auf der Unterseite (rund um den Abfluss herum) findet problemlos zwischen den tragenden Balken Platz.

Bei der integrierten Ausführung erfolgt die Abdichtung der Stöße zur angrenzenden Holzkonstruktion mit dem wedi Fundo Dichtset. Anschließend kann ohne zusätzliche Abdichtung des Bodenelements direkt verfliest werden.

Bei der ebenso einfachen Montage auf dem Holz kommen neben der Fundo Ligno die Höhen ausgleichenden wedi Bauplatten zum Einsatz. Die Abdichtung erfolgt hierbei lediglich mit wedi 610.

Membrankonstruktionen für eine anspruchsvolle Architektur Architekturmembranen aus hochfesten

ETFE-Überdachung, HB Salzburg

Rhein-Galerie, Ludwigshafen

ETFE-Dome, Botanic Garden Aahus

Rhein-Neckar-Arena,Sinsheim

Textilgeweben und ETFE-Folien sind ideale Baustoffe: In Verbindung mit Tragstrukturen aus Stahl und Stahlseilen lassen sich hoch beanspruchbare und dennoch leichte, filigrane Konstruktionen realisieren. Zudem überzeugen Membranbauten durch kurze Planungs- und Montagezeiten, lange Haltbarkeit und kostengünstige Realisierung. CENO bietet Ihnen eine hochqualifizierte Ausführung im Full-Service: 

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Das Gemälde „Die Kerze“ von Gerhard Richter hat bei der letzten Auktion ca. 12 Millionen Euro eingebracht. Die reinen Materialkosten liegen schätzungsweise im dreistelligen Bereich. Wie sieht es im Gegenzug mit der Wertentwicklung eines millionenschweren Bauprojekts in Abhängigkeit zu seinem materiellem Verfall und den Tendenzen des Immobilienmarkts am Standort aus? Dieses Beispiel pointiert die Beziehungsdimension zwischen Mensch und zu bewertendem Gegenstand. Das Wort Gegenstand bezeichnet nicht nur Materielles, sondern alles, auf was sich das Bewusstsein richten kann. Dies kann ebenso ein Prozess, ein Ideal, ein Begriff von etwas sein. Der konkrete Geldwert ist ein erstes Indiz, wieviel Wert etwas für jemanden hat. Doch selbst wenn speziell der Kunstmarkt in dieser Beziehung teils absurde Blüten treibt, erschöpft sich

Die Frage, was Kunst letztendlich IST, kann und muss zweifellos gestellt werden, allerdings kann sie nicht dogmatisch ein für alle Mal beantwortet werden. Dies würde das künstlerische Ideal von der Freiheit gegenwärtiger und zukünftiger kreativer Prozesse konterkarieren. Der Gedanke an Baukunst ist immer mit Handwerk assoziiert. In Bezug auf Architektur bietet sich daher zunächst eine klassische Position an, die aristotelische Auffassung des Begriffs der „techné“, der Kunstfertigkeit, dem fachliches Können. Er zielt zum einen auf handwerkliches und zum anderen auf theoretisches und methodisch begründetes Können ab. Aristoteles unterscheidet zwischen herstellenden und gebrauchenden Künsten. Zu letzteren gehören die Fähigkeiten des Architekten. Sein Vorgehen entspringt „höheren Einsichten“, er be-

Vergleich der Bewertung von

Baukunst

die Bedeutung einer Sache nicht in ihrem finanziellen Äquivalent. Ein Vergleich zwischen Baukunst und anderen bildenden Künsten bedarf weiterer plausibler Kriterien, welche als Maßstab zur Bewertung angelegt werden können. Eine philosophische Herangehensweise erfordert initial immer eine Klärung der Begriffe. Folglich stellen sich als erstes Fragen wie: Was ist Baukunst? Ab wann oder kann man Architektur überhaupt als Kunst bezeichnen? Was ist eigentlich Kunst? Diese wesentlichen Fragen können an dieser Stelle nicht in vollem Umfang unter Berücksichtigung sämtlicher kunst- sowie architekturtheoretischer Kontroversen erläutert werden. Sie unterliegen in ihrer Bedeutung dem Wandel des Zeitgeistes im Verlauf der Kunst- und Kulturgeschichte. Zum Thema können hier nur einzelne Aspekte herangezogen werden, um Unterschiede oder Gemeinsamkeiten festzustellen.

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gründet es theoretisch und richtet es zweckmässig und zielführend immer im Hinblick auf das Hervorzubringende aus. Der Architekt leitet den herstellenden Handwerker an. Dessen Tätigkeit fokussiert sich auf die Handhabung des geeigneten Werkzeuges und Materials, ist aber im Hinblick auf das Wesen des Hervorzubringenden selbst kunstlos. Die Begriff der Kunst bezieht sich auf das Hervorbringende, nicht auf das Handeln. „Baukunst ist immer der räumliche Ausdruck geistiger Entscheidung“, postuliert Ludwig Mies van der Rohe 1928 und bringt so den aristotelischen Gedankengang neuzeitlich auf den Punkt. Des Weiteren definiert er Baukunst als raumgefassten Zeitwillen und den Zweck d. h. die Funktion eines Bauwerks als seinen eigentlichen Sinn. Seine Architektur betont Logik, Ordnung und Funktionalität und bricht kategorisch mit historisierenden ästhetischen Traditionen. Die mathema-


tischen Begrifflichkeiten zur Beschreibung seiner Architektur deuten auf eine formvollendete Ästhetik hin. Eine Bewertung erfolgt über die Wahrnehmung von Zahl, Maß und Proportion, die man als systematisch oder kategorisch bezeichnen kann. Etwas Wohlgeordnetes wird als elegant, angenehm oder vielleicht sogar als „richtig“ empfunden. Doch ästhetische Merkmale können zwar Bestandteile einer Kunsttheorie darstellen, sind selbst aber keine Kunst. Kann Baukunst überhaupt künstlerische Ideale wie Freiheit oder Authentizität, als Bauwerk oder auch an einem Bauwerk, im Sinne einer individuellen Kunstaussage, die den Architekten eindeutig als Künstler identifiziert, darstellen ? Als Beispiel gegen diese Auffassung könnte man die architektonische Postmoderne anführen. Sie bedient sich zwar gezielt sämtli-

mit anderen bildenden Künsten

Versuch einer philosophischen Betrachtungsweise

cher ästhetischer Elemente, die eindeutig der Kunstgeschichte zugeordnet werden können. Kann aber ein Zitat aus der Antike in der Mitte der 1950er Jahre (Bau-)Kunst sein oder verliert es nicht eher auf seiner Zeitreise seinen Kontext in dem es Kunst war und transformiert zur Dekoration? Letzteres dürfte der Fall sein, denn der Wert einer antiken Säule liegt in ihrer Symbolkraft für die Zeit, in der sie erschaffen wurde. Ein Duplikat, das den Eingangsbereich einer neuzeitlichen Vorstadtvilla säumt, selbst wenn es aus Gold nachgebaut wäre, kann dies unter keinen Umständen leisten. Würde man dieser individuellen Symbolkraft und einzigartigen Verortung in Zeit und Umständen nicht Rechnung tragen, könnte man zumindest in der Theorie Gerhard Richters eingangs erwähntes Gemälde „Die Kerze“ materialgetreu kopieren und im Verkauf ebenfalls einen zweistelligen Millionenbetrag erzielen. ... Lesen Sie den gesamten Artikel von Claudia Bassier auf AFA | Architekturmagazin für Architekten 33 www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Themen“


INTERGEO 2012 legt an Internationalität abermals zu Eine höhere Beteiligung von internationalen Fachbesuchern und Ausstellern ebenso wie die erfolgreiche Einbindung der 1. Nationalen INSPIRE Konferenz, der CLGE-Konferenz (Council of European Geodetic Surveyors) sowie die gelungene Fortführung der Navigationskonferenz prägten die 18. Auflage der INTERGEO in Hannover. 16.000 Fachbesucher aus über 80 Ländern informierten sich an den drei Fachmessetagen (9.10–11.10.2012) bei knapp 530 Unternehmen aus 31 Ländern über die neuesten Produkte und Services von Unternehmen aller Kontinente. Damit übertraf die international führende Kongressmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement die Werte der Vorjahresveranstaltung in Nürnberg. Während der Zuwachs beim Anteil internationaler Fachbesucher fünf Prozent beträgt, ist die Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern insgesamt überwältigend hoch, wie repräsentative Umfragen der Gelszus Messe-Marktforschung GmbH Dortmund ergaben. Knapp 90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen, Institutionen und Verbände verwiesen darauf, ihre Messeziele erreicht zu haben. Über Dreiviertel trafen auf ihre wichtigsten Zielgruppen. Die Bereitschaft, sich auch künftig an der INTERGEO zu beteiligen, kennzeichnete über 90 Prozent der Befragten. Im Einklang wurde die hohe Qualität der Fachgespräche gelobt.

Hohe Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern von Kongress & Fachmesse

„Wir treffen seit über zehn Jahren auf der INTERGEO unsere Zielgruppen und Vertriebspartner aus aller Welt, die dieses Branchen-Highlight des Jahres nutzen, um unsere Neuheiten zu sehen und sich mit uns auszutauschen“, sagte Johannes Riegl Jr., Mitglied der Geschäftsführung der Riegl Laser Measurement Systems Österreich, beispielgebend für viele Aussteller. Die Besucher wiederum bereuten ihr Kommen nicht – ganz im Gegenteil: Knapp 95 Prozent gaben einen Wert der Zufriedenheit an. Kennen lernen von Neuheiten, der allgemeine Überblick über das Branchenangebot und der Kontaktaufbau sowie die Kontaktpflege waren die meistgenannten „Hauptantriebskräfte“ für einen INTERGEO-Besuch. Dass derweil auf der INTERGEO Spitzentechnologie gezeigt wurde, belegen die über 80 Produktneuheiten und Weltpremieren, die die Unternehmen in Hannover präsentierten. Fast 55 Prozent der Fachbesucher nahmen einen Anreiseweg von 300 Kilometern und mehr auf sich. Fast 93 Prozent erklärten ihre Wiederbesuchsabsicht für die INTERGEO 2013 in Essen. Die Befragung ergab zudem, dass 70 Prozent der Fachbesucher an Beschaffungsentscheidungen des repräsentierten Unternehmens mitwirken. ...

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Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Architektur & Geodäsie“ | Architekturmagazin | Architekturmagazin 34 AFA 34 AFA für Architekten für Architekten


Leipzig bietet wieder Forum für Erdgasexperten 14. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ beginnt am 23. Januar 2013

MITGAS und RWE präsentieren Ergebnisse gemeinsamer Erdgasfeldtests Die 14. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ am 23. Januar 2013 in Leipzig beleuchtet die Herausforderungen der Energiewende in Bezug auf die Erdgaswirtschaft. Die Tagung im Congress Center Leipzig (CCL) auf der Neuen Messe ist seit vielen Jahren Treffpunkt von Energieexperten aus Forschung, Politik und Energiewirtschaft und bietet ein Forum für Energieeffizienz, die neuesten Technologien und energiepolitische Fragen. In diesem Jahr ist die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit ihrer Mobilitätsstudie, die insbesondere den Entwicklungsstand der Erdgasmobilität in Deutschland berücksichtigt, zu Gast. Die Audi AG stellt ihre Technologie zur Umwandlung von Windenergie in synthetisches Erdgas vor. MITGAS und RWE berichten über die Monitoringergebnisse gemeinsamer Feldteststudien von StirlingHeizgeräten aus dem Raum Halle-Leipzig vor. Derartige Feldtests innovativer Erdgasanwendungen unter realen Bedingungen treibt MITGAS, bei vielen Projekten auch in Zusammenarbeit mit der HTWK Leipzig, bereits seit 14 Jahren voran. Weitere Beiträge im zweiten Teil der Tagung betreffen den „Einsatz von Brennstoffzellengeräten im Rahmen des Callux-Programms“ (Baxi-Group) und die Anwendung neuer effizienter Brennwert- und Wärmepumpensysteme (Junkers). Den Abschluss der Tagung bildet ein Vortrag der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. zur Anwendung des ASUE BHKW-Tools. Veranstalter der Fachtagung sind neben MITGAS die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH (MITNETZ GAS) und die Buderus GmbH. Die Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ spricht vorrangig Architekten, Ingenieure, Planer, Installateure und andere Berufsgruppen an, die mit dem Einsatz verschiedener Energieformen in Berührung kommen. Sie ist aber auch für andere Interessierte offen. Ziel ist es, den Teilnehmern neue Entwicklungen aus ihrem Berufs-

umfeld aufzuzeigen und den Gedankenaustausch über wichtige Fragen der effizienten Energienutzung zu fördern. Die Fachtagung wird wieder von Professor Dr.Ing. Michael Kubessa, HTWK Leipzig, moderiert. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es unter www.fachtagung-mitgas.de. Hintergrund: MITGAS als größter regionaler Gasversorger in Ostdeutschland mit Sitz in Kabelsketal handelt mit Erdgas, Bioerdgas, Flüssiggas und Wärme und bietet energienahe Dienstleistungen an. Darüber hinaus ist MITGAS Vorlieferant für Stadtwerke der Region. Das MITGASGrundversorgungsgebiet erstreckt sich über das südliche Sachsen-Anhalt, Westsachsen und Teile Thüringens. Hauptanteilseigner sind die envia Mitteldeutsche Energie AG mit 75,39 Prozent und die VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft mit 24,6 Prozent. Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) ist als einzige technisch orientierte Hochschule im Großraum Leipzig-Halle ein wichtiger Partner für die Wissenschaftseinrichtungen in der Region und ein Motor für die regionale Wirtschaft. Aktuell sind an der HTWK Leipzig über 6.800 Studierende immatrikuliert, etwa 50 Promotionsverfahren werden kooperativ betreut.

Lehre und Forschung der HTWK Leipzig orientieren sich an den vier Profilen n Bau und Energie: „RESSOURCEN schonen“ n Medien & Information: „INFORMATIONEN erschließen“ n Life Science & Engineering: „GESUNDHEIT erhalten“ und n Ingenieur & Wirtschaft: „VERANTWORTUNG übernehmen“.


Erstes

LeShop.ch DRIVE Abholcenter

in Studen (BE) eröffnet

Großschirme von MDT setzen bei der Neueröffnung in Studen (CH) Akzente. LeShop.ch eröffnete heute direkt an der A6 in Studen bei Biel das erste Abholcenter der Schweiz für Online-Lebensmittel-Einkäufe. Bei LeShop. ch DRIVE sind die Waren innert zwei Stunden ab Bestellung per PC oder Mobile abholbereit und werden in fünf Minuten kostenlos im Kofferraum der Kunden verstaut. Ein Mindestbestellwert entfällt. LeShop.ch geht damit einen strategischen Schritt: Mit dem Express-Einkaufsservice ergänzt die Migros-Tochter ihre Dienstleistungen um einen weiteren Service und macht das Einkaufen noch unabhängiger von Ort und Zeit. In Studen schafft LeShop.ch mit dem DRIVE-Format rund 30 neue Stellen, in Staufen (AG) ist ein weiterer Standort in Planung. LeShop.ch DRIVE richtet sich an aktive und berufstätige Leute mit wenig Zeit: Der Kunde bestellt online und lässt sich den Einkauf nach nur zwei Stunden beim Vorbeifahren im Abholzentrum bequem und kostenlos in den Kofferraum laden. Nach fünf Minuten ist er, ohne auszusteigen, wieder abfahrbereit. Der neue Abholmarkt liegt an einer Hauptverkehrsachse: 26.000 Fahrzeuge passieren den Standort täglich, mehrere hundert Bestellungen pro Tag können im LeShop.ch DRIVE in Studen verarbeitet werden. Für Christian Wanner, Mitgründer und Geschäftsführer von LeShop.ch, ist die Eröffnung des DRIVEModells ein strategischer Meilenstein in der Umsetzung der LeShopVision: «Im Supermarkt der Zukunft können die Kunden online nicht nur an jedem beliebigen Ort und zu jeder Zeit einkaufen, sondern auch frei wählen, wo und wann sie die Waren entgegennehmen wollen. …

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AFA-Architektenveranstaltung 30.10.2012 in Köln anerkannt als Fortbildung von der AKNW, Anmeldung siehe Seite 20/21

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Institut für Wärme und Oeltechnik e. V.

: Foto

IWO

Foto: IWO

Einfamilienhaus in München modernisiert

Das 1936 erbaute Haus der Familie Bodenmüller besaß zwei Nachteile: Ein viel zu hoher Heizölbedarf von fast 8.000 Litern pro Jahr und zu wenig Platz. Deshalb entschieden sich die Besitzer für eine Rundum-Sanierung.

Ein Anbau sorgt nun für zusätzlichen Platz. Gleichzeitig senkt die Modernisierung von Haus und Heizung den ­Heizölbedarf um ganze 82 Prozent. Einen Zuschuss zu den Investitionskosten erhielt die Familie aus dem IWO-Moder­nisierungswettbewerb „Aktion EnergieGewinner“.

Rekordverdächtige Energieeinsparung Hauseigentümer, die mit dem Gedanken an eine Sanierung spielen, wollen meist vor allem eines: die Heizkosten senken. Dass sich der finanzielle und organisatorische Aufwand lohnt, zeigen zahlreiche Beispiele – wie etwa das der Familie Bodenmüller aus München. Sie war den jährlichen Heizölbedarf von fast 8.000 Litern leid und beschloss, das 1936 erbaute Einfamilienhaus am Stadtrand der bayerischen Landeshauptstadt einer umfassenden Modernisierung zu unterziehen. Auch die Wohnfläche sollte mit Hilfe eines Anbaus an heutige Ansprüche angepasst werden. Das Ergebnis ist beeindruckend: Ganze 6.500 Liter Heizöl spart die vierköpfige Familie nun im Jahr und ein großzügiger Grundriss mit lichtdurchfluteten Räumen sorgt für mehr Platz. Von zentraler Bedeutung war zunächst die Erneuerung der Heizungsanlage. Denn diese wurde mit einem 20 Jahre alten Kessel und einer alles andere als effizienten Umwälzpumpe betrieben. Heiße Abgase entwichen ungenutzt durch den Schornstein, so dass ein Teil der Heizenergie verschwendet wurde. Abhilfe schafft jetzt das neu installierte Öl-Brennwertgerät. Diese Technik ist besonders effizient, weil sie auch den Abgasen die im Wasserdampf gebundene Wärme entzieht und dem Heizsystem zuführt. Damit werden bis zu 98 Prozent der eingesetzten Energie tatsächlich genutzt – mehr ist physikalisch kaum möglich. Ebenfalls ersetzt wurde der alte, platzraubende 8.000-Liter-Öltank. An seiner Stelle stehen nun zwei deutlich kleinere doppelwandige Kunststofftanks mit einer Ummantelung aus verzinktem Stahlblech, die zusammen ein Fassungsvermögen von nur noch 2.000 Litern besitzen. Aufgrund des deutlich gesunkenen Ölverbrauchs reicht eine Füllung dennoch für mindestens anderthalb Jahre.

38 AFA | Architekturmagazin für Architekten


Foto: IWO

Foto: IW O

Der alte 8.000-Liter Tank wurde durch zwei kleinere doppelwandige Tanks ersetzt. Weil deutlich weniger Heizöl benötigt wird als vorher, reicht deren Fassungs­ vermögen von 2.000 Litern dennoch aus, um mit einer Füllung mindestens anderthalb Jahre auszukommen. Der gewonnene Platz wurde für den Solarspeicher genutzt.

Eine zehn Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach unterstützt die Heizung und erwärmt das Trinkwasser. Zwei 500 Liter fassende Schichtenspeicher sammeln bei Bedarf die Sonnenenergie für trübe Tage.

Einen zusätzlichen Beitrag zur Wärmeversorgung liefert die zehn Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach. Sie unterstützt die Heizung und erwärmt das Trinkwasser. Damit die Familie auch an trüben Tagen auf die Energie der Sonne zählen kann, sammeln zwei 500 Liter fassende Schichtenspeicher die Wärme. Eine intelligente Regelung sorgt dafür, dass die Sonnenwärme bei Bedarf sofort genutzt, und nicht erst in den Speicher eingespeist wird. Damit die nun effizient erzeugte Wärme auch im Haus bleibt, wurde die Gebäudehülle ebenfalls einer Generalüberholung unterzogen. Die Außenwände des Hauses bestanden aus 24 Zentimeter dickem Mauerwerk aus Hohlblocksteinen, durch die zu viel Energie verloren ging. Deshalb w ­ urden sie mit einem Wärmedämmverbundsystem aus 16 Zentimeter starken Hartschaumplatten und mineralischem Fassadenputz versehen. Das Dach erhielt eine Zwischensparrendämmung aus ­Mineralwolle und wurde anschließend neu gedeckt. Auch für die Kellerdecken gab es eine neue Dämmung. An Stelle der fast 30 Jahre alten Holzfenster befinden sich nun Elemente aus Holz und Aluminium mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung. Insgesamt investierten die Bodenmüllers rund 167.000 Euro, die sie aber nicht komplett aus eigener Tasche zahlen mussten. Neben staatlicher KfW-Förderung in Höhe von rund 10.000 Euro erhielt die Familie 16.725 Euro ­Zuschuss aus dem Modernisierungswettbewerb „Energie-Gewinner“. Bei dieser Aktion des Instituts für Wärme und Oeltechund werden mit e­ twas Glück von einer Fachjury ausgewählt. Die Höhe des ­Zuschusses richtet sich nach der erzielten Energieeinsparung. Die Aktion läuft noch bis Ende 2014. Details gibt es im Internet auf www.oelheizung. info/energiegewinner.

© DOC RABE Media – Fotolia.com

nik (IWO) können sich Bauherren mit ihrem Sanierungsprojekt bewerben


„Schwebendes Dach“

für die neue Rhein-Neckar-Arena

Das textile Dach als Wahrzeichen des neuen Stadions

Innerhalb nur weniger Monate hat das Unternehmen Ceno aus dem westfälischen Greven die Tribünenüberdachung für die neue Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim hergestellt und montiert – ein helles Membran­dach aus technischen Textilien rundet den Stadionneubau ab und bietet Schutz für über 30.000 Zuschauerplätze.

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Die von der agn Niederberghaus & Partner GmbH entworfene Stadionarchitektur orientiert sich an der leicht hügeligen Landschaft. Der Sockel der Arena ist als Einschnitt in die Landschaft konzipiert und erdet das Gebäude. Der mit viel Glas versehene Hauptkörper lässt das Stadion nach oben immer leichter werden, bis schließlich das von schlanken Stützen getragene Membrandach als organische Form über der Landschaft „schwebt“. Weiße, transluzente Dachmembranen unterstützen die leichte und luftige Architektur. Aus optischen und akustischen Gründen ist nicht nur die Oberseite, sondern auch die Unterseite des Stahltragwerks mit Membranen umspannt.


High-Tech-Materialien für den funktionalen Einsatz Zwei verschiedene Membrantypen fanden bei diesem Projekt je nach Funktion ihren Einsatz. Es wurden 21.000 qm Obermembranflächen und 21.500 qm Unter- und Schrägmembran­ bespannungen aus technischen Textilien hergestellt. Der Gesamtmaterialverbrauch liegt bei circa 60.000 Quadrat­ metern. Die nach außen gerichtete Obermembrane schützt vor Witterung, lässt aber dennoch Licht auf die Tribüne. Insgesamt 56 Dachfelder mit je fünf Stützbögen wurden mit Architekturmembranen bespannt, die aus transluzentem kunststoffbeschichtetem Polyestergewebe vom Typ III mit einem schmutzabweisenden Fluorpolymer-Lack bestehen. Dieser Lack ist witterungsbeständiger als herkömmliche Lacke.

Die zu den Tribünen gerichtete untergespannte Membrane soll optisch eine beruhigende Wirkung haben. Hierfür ist ein feinmaschiges kunststoffbeschichtetes Polyester-Gitter-Gewebe eingesetzt worden. Rund 750 Stahlrahmen wurden mit dem semitransparenten Material bespannt. Zu den Beson­der­heiten gehört weiter, dass die 750 bespannten Stahlrahmen verschieblich nach einem Fugenplan hergestellt wurden, um eine geschlossene homogene Unterdecke zu erreichen. „Der Entwurf des Architekten wurde konsequent mit vielen technischen Einzellösungen umgesetzt.“, so Meike Nieger. Zum weiteren Lieferumfang von CENO gehörte die zur Stadion­innenseite angebrachte Dachrandverglasung. Mehr als 7.000 Quadratmeter Makrolon-Stegplatten sorgen am umlaufenden Spielfeldrand für Witterungsschutz und Transluzenz.

AFA | Architekturmagazin für Architekten 41


Automobile

Ein kleiner Skorpion gibt Gas Klein und giftig ist er. Einer, den man besser nicht reizt, sonst sticht er – der Skorpion. Und eben dieses Wappentier hat Fiat seinem Abkömmling zugedacht. Damit ist klar: dieses Auto will nicht nur Frauenliebling sein, sondern auch von den Herren der Schöpfung ernst genommen

BMW 530d, Gran Turismo

werden. Dennoch bleibt der italienische Kleinwagen in erster Linie ein Auto, das Spaß macht. Allem Anschein nach haben die Italiener bei der Reanimierung des Fiats mit dem Skorpion im Logo alles richtig gemacht, denn der 500er Abarth ist eine kleine Sportskanone geworden. Das beginnt mit der Optik innen wie außen. Vorne dominiert ein dreifacher Lufteinlass, dessen Mittelteil deutlich vergrößert wurde. Wegen des Turboladers wurde die Front mit dem SkorpionLogo nach vorne verschoben. Die Seitenansicht

Ein Multitalent für die groSSe Reise Sie wünschen sich einen geräumigen Geländewagen, der aber auch elegant wie ein Coupé aussehen soll? Dann könnte Ihnen der BMW Gran Turismo gefallen. Der neue Bayer vereint Eigenschaften von Limousine, Kombi, Coupé und Geländewagen. Neue Maßstäbe wurden vor allem im Innenraum gesetzt. Ein opulentens

Fiat 500 Abarth

Raumgefühl verwöhnt die Insassen auf allen Plätzen. Vorne ein paar Zentimeter mehr Breite, hinten mehr Platz für die Beine der Passagiere. Eine solche großzügige Bein- und Kopffreiheit

wirkt deutlich dynamischer und gestreckter. Das

findet sich selten. Vorn wie hinten genießt man

Heck dominieren eine spezielle Stoßstange, Dif-

echten Oberklasse-Komfort, in allen Dimen-

fusor, Heckspoiler und die beiden Endrohre. Auf

sionen herrscht Großzügigkeit. Trotz der sehr

sportlich getrimmt ist auch das Interieur. …

hohen Schweller steigt man bequem ein. Und auch der Kofferraum kann es mit manchem Kombi aufnehmen. …

42 AFA | Architekturmagazin für Architekten


Bavarian open

Jaguar Cabrio Convertible Portfolio

Ein Sportcoupé mit vier Sitzen, elegantem Cabriodach und großem Motor, der viel leisten, aber wenig verbrauchen soll – ein schöner Traum! Und der ist mit dem BMW 640d Cabrio Wirklichkeit geworden. Wer einen BMW 640d sein eigen nennen darf, besitzt ein Fahrzeug, das nach dem heutigen Stand der Technik einer Perfektion schon sehr nahe kommt. Das 6er Cabrio lebt vor allem von seiner extrem flachen Silhouette, die das Fahrzeug förmlich auf den Asphalt zu drücken scheint. Aus jeder Lack-Pore strömt sein elegant geschmackvolles Design. Bei diesem Fahrzeug fließt nicht nur der Kraftstoff, sondern auch die Linie. Die typische BMW-Front ist hier noch ein wenig aggressiver geraten, die Motorhaube ist lang und die Seitenlinie makellos. Der nun nach innen gewölbte Abschluss des Kofferraumdeckels erzeugt Licht- und Schatteneffekte, die der Heckansicht Leichtigkeit verleihen. Und formvollendet wird man auch an die Luft gesetzt. Das dahinfließende Textilverdeck öffnet sich in 19 Sekunden, auch bei Fahrt bis zu 40 km/h. …

Sinnlich, scharf und spektakulär Stramme Muskeln, kräftiges Brüllen, megasicheres Fahrwerk. Dieser Jaguar XK 5.0 Portfolio Convertible gehört zur zweiten XK-Generation. Mit dezenten optischen Veränderungen an der Karosserie und im Innenraum und ausgestattet mit einem 5000cm³ Motor, schafft diese Version eine Leistung von 385 PS. Diese Luxus-Variante mit Heckantrieb beschleunigt von Null auf 100 km/h in 5,6 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Der Kraftstoffverbrauch im kombinierten Zyklus liegt bei 11,2 Litern je 100 Kilometer und die CO2Emissionenen bei 264 g/km. Äußerlich beweist Jaguar auch mit diesem Modell, dass diese Marke für emotionales und sinnliches Design steht und hat deshalb auf ein Rundum-Facelift verzichtet. Statt dem allgegenwärtigen Trend zum Stahlklappdach zu folgen, hat sich Jaguar für ein Stoffverdeck entschieden, welches sich per Knopfdruck in weniger als 18 Sekunden öffnen und schließen lässt und das selbst bei Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 16 km/h. Verfeinerungen außen wurden an den Frontstoßfängern vorgenommen, die nun …



Fortsetzung der Testberichte auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Automobile“

BMW Cabrio AFA | Architekturmagazin für Architekten 43


Automobile

In himmlischer Ruhe dahincruisen Zugegeben: der Lexus IS 250 Cabrio ist eher eine gemütliche Segelyacht als ein flottes Renn-

VW Golf Cabrio

boot. Aber angesichts der Tatsache, dass es selten Gelegenheit gibt, die volle Geschwindigkeit eines Autos voll auszunutzen, sind 208 PS, 252 Newtonmeter Drehmoment und eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h Werte, die sich durchaus sehen lassen können. Und gegen neun Sekunden um von Null auf Tempo 100 zu beschleunigen, kann niemand etwas einwenden. Das Fahrerlebnis in der Nobel-Tochter von Toyota beweist wahre Individualität in der Komfort-Klasse. Modern, komfortabel und zuverlässig setzen die Japaner mit dem Lexus Cabrio auf das Coupé-CabrioletPrinzip. Offen wie geschlossen kann sich der IS 250 C sehen lassen. Denn auch mit aufgesetztem Helm macht er eine gute Figur und wirkt harmonisch proportioniert. Den Designern ist es gelungen, dem Cabrio – trotz der Ähnlich-

Einer der für alles offen ist Schon im Winter beginnt der Traum davon, im Frühling wieder „oben ohne“ durch die Landschaft zu cruisen und der Ruf: Weg mit der Verdunklung – her mit den Cabrios! wird wieder laut. Und da kommt der VW Golf Cabrio 1.4 TSI wie gerufen. Bei dem weiß man, was man hat, denn er hat seine wichtigste Eigenschaft – ein Golf zu sein – nicht verloren. Das, was ihn auszeichnet sind ein unspektakuläres Aussehen und eine vergebliche Suche nach Schwächen. Bestens verarbeitet, solide und praktisch öffnet der Wolfsburger nun sein Dach. Deutschlands Bestseller und das Auto einer ganzen Generation beweist, dass es sich auch ohne festes Dach nicht aus

Lexus IS 250 Cabrio keit zur Limousine – ein im direkten Vergleich attraktiveres Äußeres mitzugeben. Lediglich die Motorhaube, die Scheinwerfer, die Türgriffe und die Außenspiegel wurden von der Limousine übernommen. …

44 AFA | Architekturmagazin für Architekten

seiner niedersächsischen Ruhe bringen lässt. …


Royales Freiheitsgefühl Der will nicht nur spielen

Die englische Off-Road-Legende Land Rover startet wieder voll durch: diesmal mit dem Freelander. Als

VW hat dem guten alten Käfer einen kräftigen Image-

Ergänzung zur bisherigen Freelander- Produktpa-

wechsel verpasst, als die Wolfsburger 1998 den New

lette wurde er sehnlichst erwartet und präsentiert

Beetle schufen. War das Original noch ein echter

sich nun als kompromisslos in allen Belangen: noch

Sympathieträger, der an Hippie-Zeiten erinnert und

komfortabler, sportlicher und leistungsstärker. Die

dem auch heute noch lächelnd nachgeschaut wird,

zweite Generation des Einstiegsmodells der britischen

sind seine Nachfolger längst im Establishment ange-

Offroad-Marke ist optisch mehr am großen, teuren

kommen. Auf den New Beetle folgt nun der neue

Bruder Range Rover angelehnt als an den Marken-

Beetle, der jetzt wieder mehr an den Ursprungskäfer

geschwistern Discovery oder Defender. An den ver-

erinnert. So entspricht beispielsweise die Dachform

spielt wirkenden Freelander aus der Ehe von Land Ro-

des Beetle fast der des Original-Käfers. Veränderun-

ver und BMW erinnert heute nichts mehr. Land Rover

gen sind auf den ersten Blick erkennbar. Weit dyna-

scheute weder Mittel noch Mühen die Attraktivität

mischer als sein Vorgänger wirkt der neue Beetle vor

mittels eines „upgrades“ für die gesamte Baureihe

allem durch das flachere Dach und der niedrigeren, fast gechoppten Dachlinie. Die Gene des neuen Beetle zeugen von hochgezüchteter Technik, was vor allem

Land Rover, Freelander

der Heckspoiler beweist. Die Motorhaube wurde länger, die A-Säulen samt Frontscheibe niedriger. Klar ausdefinierte Lichtkanten verleihen ihm zudem mehr Schärfe und Wertigkeit. VW-Chef Martin Winterkorn bezeichnet ihn als „echten Hingucker“ und „Charaktertyp“ – und Recht hat er! Breit, satt, zufrieden und mit GTI-Motor rollt er in die Herzen seiner (meist) jungen Fans. Er ist eben ein ordentliches Lifestyle-Fahrzeug, dass Konkurrenten weit hinter sich lässt und dem sein Retro-Charme offensichtlich gut zu Gesicht steht. Und à propos Gesicht: eben dieses hat nun sein Dauergrinsen abgelegt. Der neue Beetle ist zwei Meter breit, 4,30 Meter lang und 1,4 Tonnen schwer. Spätestens hier hört die Ähnlichkeit mit dem UrKäfer auf. …

zu steigern. Und bei so viel Exklusivität, beginnend bei der Karosserieoptik, serienmäßigem Panoramaglasdach, elektrisch verstellbaren Sitzen, ein serienmäßig integriertes Telefonsystem mit Bluetooth-Funktion, einer Garagentor-Fernbedienung sowie Heizungen an Frontscheibe und Scheibenwischerdüsen, und schließlich endend beim Heckspoiler, bleibt eigentlich kein Wunsch mehr offen. …



VW Beetle

Fortsetzung der Testberichte auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Automobile“

AFA | Architekturmagazin für Architekten 45


Messen 2013 Januar

contractworld und DOMOTEx 2013

12.01. bis 15.01.2013 Hannover

Internationaler Treffpunkt für Architekten und Innenarchitekten Vorträge namhafter internationaler Referenten, Architektenführungen und die Präsentation innovativer Materialien für das Objektgeschäft erwarten Sie. Zentrales Element des Architekturforums im kommenden Jahr ist wieder der hochkarätig besetzte contractworld.congress, der um eine innovative Materialdatendank der Firma Materia sowie impulsgebende Führungen für Architekten ergänzt wird. Die contractworld wird im Rahmen der weltweit wichtigsten Bodenbelagsmesse DOMOTEx veranstaltet. Die DOMIOTEx ist die internationale Leitmesse für Teppiche und Bodenbeläge. Auf der DOMOTEx erfahren Sie, welche Produkte und Trends den Markt zukünftig bestimmen werden und knüpfen Kontakte zu Geschäftspartnern aus aller Welt. BAU 2013

14.01. bis 19.01.2013 München

Die BAU präsentiert Architektur, Materialien und Systeme für Industrie- und Objektbau, Wohnungsbau sowie Innenausbau. Das Angebot ist nach Baustoffen, Produkt- und Themenbereichen gegliedert – zukunftsweisende Themen wie „Nachhaltiges Bauen“ spielen dabei quer durch alle Ausstellungsbereiche eine bedeutende Rolle. Die BAU belegt mit über 2.000 Ausstellern aus 46 Ländern das gesamte Gelände der Messe München mit allen 17 Hallen und 4 Eingängen, insgesamt 180.000 m² Bruttoausstellungsfläche.

Februar

CEB Clean Energy Building 2013

07.02. bis 09.02.2013 Stuttgart

Die Messe CEB CLEAN ENERGY BUILDING Stuttgart ist die internationale Fachmesse und Kongress für Energieeffiziente Gebäude, Technische Gebäudeausrüstung und Regenerative Energieerzeugung. Rund 200 internationale Aussteller präsentieren sich auf der CLEAN ENERGY BUILDING CEB Messe Stuttgart mit ihren Produkten und Dienstleistungen rund um die Bereiche dezentrale und regenerative Energieerzeugung in Gebäuden, technische Gebäudeausrüstung, energieeffiziente und intelligente Gebäude, sowie grüne Dienstleistungen, wobei sämtliche Aspekte egal ob unter dem Fokus Ressourceneffizienz, Individualisierung oder Gesundheit betrachtet werden. Im Rahmen des Kongresses der CEB Stuttgart Messe informieren Referenten aus Politik, Wissenschaft und Forschung sowie Praktiker über ihre aktuellen Erfahrungen und zeigen Lösungen, aktuelle Marktentwicklungen und Trends für die Zukunft.

März

Minergie Expo 2013

14.01. bis 19.01.2013 Luzern Die Messe Minergie Expo Luzern ist die Messe für mehr Wohnkomfort und energieeffizientes Bauen. Zahlreiche Aussteller förderen auf der Minergie Expo Messe Luzern das energieeffiziente und komfortable Bauen und informieren über den aktuellen und künftigen Stand von Minergie, über neue Systeme, Produkte und Technologien sowie über die zu erwartenden Entwicklungen. Darüber hinaus bietet die Minergie Expo Luzern Messe ein attraktives Rahmenprogramm mit Vorträgen, Symposien und der internationalen Fachtagung. ISH 2013

12.03. bis 16.03.2013 Frankfurt Die Messe ISH Frankfurt am Main ist die Weltleitmesse für Bad, Gebäudetechnik, Energietechnik, Klimatechnik & erneuerbare Energien. Rund 2.400 Aussteller präsentieren auf der ISH Messe Frankfurt auf mehr als 250.000 m² Ausstellungsfläche ihre Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und erneuerbare Energien. Das Angebot reicht von Armaturen, Badmöbeln und Wasseraufbereitung, über Kessel, Brenner und Heizkörper, Geräte und Systeme für Vorwandinstallation, Rohre und Fittings, bis hin zu Solarthermie, Photovoltatic, Biomasse und Raumklimageräten. Ein spannendes Rahmenprogramm mit Wettbewerben, Sonderschauen, Foren und Symposien ergänzt die Ausstellung der ISH Frankfurt Messe.

46 AFA | Architekturmagazin für Architekten


Villen im Kölner Süden, Rodenkirchen, Sürth, Weiss und Hahnwald, 240 Seiten Wolfram Hagspiel | J. P. Bachem Verlag 59,95 € Der neue aufwendig gestaltete Bildband präsentiert dem Leser ein Werk zu herausragenden Bauten im Kölner Süden. Die Publikation greift nicht nur die Entwicklungsgeschichte der vorgestellten Kölner Stadtteile mit den zahlreichen geschichtlichen Bauten auf, sondern legt auch ein besonderes Augenmerk auf die herausragenden architektonischen Leistungen der Gegenwart. Neben zahlreichen historischen Fotos und Zeichnungen dominieren vor allem die einzigartigen farbigen Fotografien des preisgekrönten Fotografen Hans-Georg Esch, die auf eindrucksvolle Art und Weise die Qualität der Architektur der beschriebenen Gebäude darstellen.

BÜCHER

Fr ü h e Vi l l e n u n d L a n d h ä u s e r a m S t a r n b e rge r S e e , 5 4 4 S e i te n Gerhard Schober | Oreos Verlag 78,00 € An den Ufern des Starnberger Sees ließen sich seit dem 19. Jahrhundert Künstler, Wissenschaftler und Industrielle nieder und bauten sich individuelle, nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen gestaltete Landhäuser mit großen, reich gestalteten Gärten oder Parkanlagen nach englischem Vorbild. Viele renommierte Architekten haben bei der Entstehung einer der bedeutendsten Villenlandschaften Deutschlands mitgewirkt. Dieses Buch dokumentiert aufwendig die architekturgeschichtlich bemerkenswerte Vergangenheit der Villenkultur am Starnberger See mit zahlreichen historischen Abbildungen und originalen Bauplänen.

MODULIERTE OBERFLÄCHEN

Ornament und Technologie in der Gegenwartsarchitektur, 200 Seiten

Ben Pell | Birkhäuser Verlag 69,90 € Anhand von insgesamt 40 internationalen Beispielen werden gemäß den eingesetzten Technologien und den daraus entstehenden Typen von Ornamenten in fünf Gruppen die Fertigungsweisen und Anwendungsstrategien dekorieren und mustern, perforieren und schneiden, schichten und beschichten, formen und gießen sowie stapeln und eindecken vorgestellt. Zu der qualifizierten Einordnung der neuen technologischen Möglichkeiten durch den Autor kommen Erfahrungsberichte von Architekten mit besonderer Expertise auf dem Gebiet des avancierten Ornaments.

Der vierte Versuch, 304 Seiten Catherine O´Flynn | Arche Literatur Verlag München 19,90 € Frank Allcroft, Moderator bei einem kleinen Fernsehsender in Birmingham steht im Schatten seines glamourösen Vorgängers Phil, den eine Aura des Glücks umgab, bis er bei einem Unfall, der nie aufgeklärt wurde, ums Leben kam. In seiner Sendung berichtet er immer wieder von vereinsamten Menschen, deren Leichen erst nach Tagen und Wochen in den Sesseln vor ihren Fernsehern gefunden werden. Bis eines Tages die Leiche eines gewissen Michael entdeckt wird, unter dessen Habseligkeiten sich ein Foto befindet, das Michael und Phil in Kindertagen zeigt. In Frank lodert so etwas wie Neugier auf. Er macht sich daran, mehr über den Verstorbenen und Phil herauszufinden und stößt auf einen höchst sonderbaren Akt von Barmherzigkeit. AFA | Architekturmagazin für Architekten 47


Ausblick 01/2013

Am eigenen Leib Erfahrungen mit dem Altersanzug

Die Salzkathedrale von Zipaquira Ein architektonisches Wunderwerk

Oscar Niemeyer Nachruf auf einen großen Architekten

Grüne Wiek Baumhausdorf Beckerwitz

Augmented Reality – Pläne mit Leben erfüllt Überlagerung von Planungsdaten mit einem Live-Abbild

Hoteldesign Eintauchen in eine nicht alltägliche Welt

Frauen in der Architektur Architekturreise unbekannte Schauplätze

Stadträume/Stadtlandschaften

Impressum AFA Architekturmagazin für Architekten 8. Jahrgang 2012 Herausgeber Dipl.-Ing. Architekt Frank Pawlak Büro Amrei Ines Czeschick, Assistentin Geschäftsführung Bianca Jasinski Redaktion Claudia Bassier, Lisa Pusch, Bianca Jasinski, Paul Mocanu, Roswitha Schneider-Sorger, Joachim Fülle, Annika Schmidt, Dagmar Riefer, Melanie Goldberg Anzeigenleitung AFA Architekturmagazin für Architekten Telefon 0221-169 28 112 info@afa-architekturmagazin.de Cover & Layout Roman Bold & Black Ehrenstraße 15–17 50672 Köln www.roman-bold-black.de Druck Strube Druck und Medien OHG Stimmerswiesen 3 34587 Felsberg

Neue Kommunikationsräume in der Stadt Copyright Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers Erscheinungsweise viermal jährlich, Stückpreis 4,90 Euro

Fotos Heft 04/2012 Cover: Do-It-Yourself-Pavillion, Hybrid Space Lab 2009–2011© Fotos: Andy Tam, Hong Kong S. 39 © DOC RABE Media – Fotolia.com

48 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Verlag Frank Pawlak Verlag Technologiepark Köln Eupener Straße 161 50933 Köln Telefon: 0221-169 28 112 Fax: 0221-169 13 665 info@afa-architekturmagazin.de www.afa-architekturmagazin.de


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AFA Architekturmagazin 04/2012  
AFA Architekturmagazin 04/2012  

AFA-Architekturmagazin ist ein bundesweit erscheinendes Magazin für Architekten. In der 4. Ausgabe beschäftigt sich das Magazin mit den Them...

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