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AFA ARCHITEKTUR

MAGAZIN

4. AFA-Architektenveranstaltung 15. Mai 2014 anerkannt von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

Architektur ohne Rampenlicht Gehört der sozialen Architektur die Zukunft?

Building-Information-Modeling – Mode oder Mehrwert?

Gentrifizierung am Beispiel Istanbuls

PORTRÄT

AFA 2014

4,90 €

BJARKE INGELS GROUP

www.afa-architekturmagazin.de

n° 01


DAVENTO WIND- UND SICHTSCHUTZ AUS GLAS

Editorial Eine Architektur, der die Zukunft gehört Liebe Kolleginnen und Kollegen! Abseits von Rampenlicht und PR-Wirbel existiert eine Architektur, die eine besondere Nachhaltigkeit und einen hohen gesellschaftlichen Wert besitzt. Sie erreicht die Menschen in direkter und unmittelbarer Weise und ändert ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Aufstiegschancen und vor allem ihre Zukunft. Aktuell gewinnt diese Thematik immer mehr an Bedeutung und regt einige Menschen zum Nachdenken und Handeln an. Es ist von großer Bedeutung den Menschen mit Architektur von „innen heraus“ helfen zu können und die Situation nachhaltig zu verbessern. Ihnen die Möglichkeit auf eine gesunde und unabhängige Zukunft zu eröffnen. Die soziale Verantwortung der Architektur gerät neben imposanten Großprojekten zu oft aus dem Fokus und dieses Thema verdient einen größeren Teil unserer Aufmerksamkeit. Es muss in Zukunft einen gemeinsamen Ansatz, ja vielleicht eine Bewegung geben, deren Ziel es ist, die Welt etwas besser zu machen.

DAVENTO von GLASSLINE ist das innovative Ganzglas-System für den zeitgemäßen Sicht- und Windschutz im Freien.

Auch wir als Magazin beschäftigen uns mit diesem Thema der nachhaltigen und gesellschaftlich wertvollen Architektur und machen diese zu einem Teil unserer persön­ lichen Betrachtungsweise auf die Dinge. In unserem Magazin gehen wir mit dem Artikel ­„Architektur ohne Rampenlicht“ auf dieses Thema ein, mit dem Ziel es ein Stück näher in den Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit zu rücken.

Für Terrassen und Balkone sowie Restaurant- und Wellnessbereiche im Freien Individuelle Maßanfertigung

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude und Anregung beim Lesen.

Hochwertiges Verbundsicherheitsglas Glasdekore, Farben und Transparenzgrade nach Wunsch Extrem strapazierfähig und robust Resistent gegen Hitze, Nässe und Sonne Freistehend bis 4 m Scheibenhöhe. Ohne Tragstützen, Glasverbindungen oder bauseitige Halterungen.

Langlebig und pflegeleicht

Herausgeber Dipl.-Ing. Architekt Frank Pawlak

LGA-geprüfte Sicherheit Geprüfte Typenstatik Ballwurfsicher

Glassline GmbH Industriestraße 7-8 I 74740 Adelsheim info@glassline.de I w w w.glassline.de

DESIGN ENTSCHEIDET


Inhalt

Bjarke Ingels Group Seite 44

Architektur ohne Rampenlicht Seite 4

Architektur ohne Rampenlicht

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Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée (MuCEM) 8

// Innovative Produkte

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Nachhaltig umweltfreundlicher Brandschutz für ökologisches Bauen

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4. AFA-Architektenveranstaltung „Energetische Sanierung“

am 15. Mai 2014 im Kulturund Medienzentrum Pulheim

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SmartHome Initiative Deutschland

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15. Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“

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Building-InformationModeling – Mode oder Mehrwert?

Gentrifizierung Istanbul

// Brandschutz

Architektenhotels:

Art Déco im Wiener Hotel Bristol

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Wie sicher sind unsere Krankenhäuser?

Hochstimmung und Wachstum

// Messen

Neuauflage des Kompendiums Energetische Sanierung,

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Messe und Kongress DCONex fand erstmals in Kombination mit DEBAUKOM Essen statt

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Altbausanierung, Freiraumgestaltung undWohnungsneubau

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Gestalteter Beton – Konstruieren in Einklang von Form und Funktion

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Porträt

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// Objektberichte

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Light + Building 2014

Form follows funktion vs. form follows fiction

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Beantragung auf Erlass der Grundsteuer für Vermieter

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Automobile

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Citroen C4 Picasso E-HDI 115 Mercedes C 250 Bluetec Lexus IS 300H Nissan Leaf Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet Range Rover 4,4 TDV8 Toyota Landcruiser 3.0 D-4D VW Touran

Bjarke Ingels Group

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Glatte Betonoberflächen und Flexibilität im Bauablauf durch Schalrohre der H-BAU Technik GmbH

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// Energetische Sanierung

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Bücher

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Lichtbahn für Holzfaser-Dämmung

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Wettbewerbe

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Ausstellungen

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Messen 2014

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Ausblick + Impressum

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Weltwassertag 2014 war am 22. März

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setzt nach Aussteller- und Flächenrekord mit über 210.000 Besuchern eine weitere Bestmarke

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// Bauen im Bestand

Schadstoffe und Altlasten sicher beherrschen

FeuerTRUTZ 2014:

Testlabor für Smart Grid – Stromnetz auf dem Prüfstand

Gentrifizierung Istanbul Seite 26

Fit für den Zukunftsmarkt Bauen im Bestand

Operation Brandschutz:

// Gebäudeautomation

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Building-Information-Modeling – Mode oder Mehrwert? Seite 18

Das Motto in diesem Jahr: „Wasser und Energie“

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RCHITEKTUR OHNE RAMPENLICHT Gehört der sozialen Architektur die Zukunft? Große Architektennamen, exaltierte Bauformen, exponierte Standorte. Prestige, Öffentlichkeit und nicht zuletzt Geld. Sehr viel Geld. Attribute, die einen Bau ins Rampenlicht befördern. In diesem Licht werden Bauprojekte gefeiert, verrissen oder gar skandalisiert. Inwieweit dies jeweils berechtigt ist oder auch nicht, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Stattdessen widmen wir uns einmal der Frage, wie es um die Architektur abseits der öffentlichen Bühnen steht. Genauer, wie es um soziale Architektur bestellt ist. Was ist überhaupt unter sozialer Architektur zu verstehen? Interagiert nicht jede Form architektonischen Ausdrucks mit gesellschaftlichen Aspekten und Symptomen? Was ist das Besondere an sozialer Architektur und welche Bedeutung hat sie für die Zukunft? Das Schlagwort des sozialen Wohnungsbaus beispielsweise weckt auf den ersten Zuruf nicht zwangsläufig positive Assoziationen. Mittellosigkeit, sowohl von Städten, Bund und Ländern als auch kennzeichnend für die Bewohner dieser Wohnformen, dürfte ein erster Gedanke zum Thema sein. Weitere Konnotationen sind Notdürftigkeit, Lieblosigkeit, d. h. durch Finanzierungsdefizite und nicht durch ästhetischen Anspruch bedingter Reduktionismus in der baulichen Gestaltung. Nicht zuletzt die Verbannung sozialer Bau-/Wohnprojekte in städtische Randzonen als in Beton manifestierte Ausgrenzung sozialer Gruppen. Und hiermit wären wir am wichtigsten Punkt bezüglich der Frage, ob der sozialen Architektur die Zukunft gehört. Innerhalb welcher Prozesse befinden wir uns derzeit und was wäre erforderlich oder zumindest wünschenswert für die Zukunft? Der Stadtsoziologe Jens S. Dangschat führt in seinem Essay „Architektur und soziale Selektivität“ (APUZ 25/2009) wichtige Aspekte zum Thema an und stellt die These auf, das postmoderne Architektur zunehmend instrumentalisiert wird, um partikularen Interessen zu dienen. Um welche Interessen es hier laut Dangschat u. a. geht soll im Folgenden kurz angerissen werden:

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1. Sozialer Wandel und Identifikation mit dem Wohnort Die Gestaltung des öffentlichen Raumes geht einher mit sozialer Positionierung. Im Zuge eines immer schneller fortschreitenden sozialen Wandels „nimmt die Möglichkeit, sich mit dem jeweiligen (Wohn-)Ort identifizieren zu können, deutlich zu (auf der regionalen Ebene, der Gemeinde, des Stadtteils und Kiezes) und wird für immobile Gruppen sogar zur Notwendigkeit. In dieser Situation wird eine Zuspitzung der Auseinandersetzung um die kulturelle Hoheit – gegenüber Fremden, die Menschen mit Zuwanderungshintergrund sein können, ebenso wie Bourgeois Bohemians (BoBos) –, um neue Einrichtungen des Einzelhandels und der Gastronomie, aber auch neue Architektur resp. städtebauliche Gestaltung des öffentlichen Raumes zu einem wesentlichen Element der Identifikation mit dem Ort.“

2. Architektur als Standortfaktor Erinnern wir uns an den Bilbao-Effekt, die gezielte Aufwertung von Orten durch spektakuläre, teils provokative Architektur. Hiermit soll das Interesse von Investoren und zahlungskräftigem Publikum geweckt werden, um strukturschwache Gebiete aufzuwerten und die wirtschaftlichen Bedingungen in der jeweiligen Region zu verbessern. Die Frage ist, dient diese Entwicklung einigen wenigen oder wird hier tatsächlich einem utilitaristischen Anspruch Genüge getan zum Nutzen der Allgemeinheit? Fakt ist, diese Form der Rampenlicht-Architektur ist Mittel zum Zweck: „Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbs von Städten und Stadtregionen um Wirtschaftswachstum, Auslands-Direktinvestitionen, Positionen in ‚rankings‘, TouristInnen und um die Identifikation der BürgerInnen mit ihrem Wohnort werden Architektur und Städtebau (des öffentlichen Raumes) zunehmend lediglich als Standortfaktor genutzt – eine neue Variation der Nutzung von Architektur zu Zwecken der Sicherung von Herrschaft und Macht.“

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die Technologie, d. h. Information, Virtualität und Kommunikation sowie die Anforderungen sich im Wandel befindlicher globaler Gesellschaftsstrukturen. Die globale Dimension sozialer Architektur zeigte der deutsche Kurator und Architekturhistoriker Andres Lepik 2010 mit der Ausstellung Small Scale, Big Change: New Architectures of Social Engagement im Museum of Modern Art in New york. Vorgestellt wurden elf Projekte auf fünf Kontinenten. Ziel dieser Projekte war es, mit geringstmöglichem finanziellen Aufwand und einem Höchstmaß an Pragmatismus die Lebensbedingungen der Bewohner vor Ort zu verbessern. Hierzu gehörten unter anderem die METIschool in Bangladesch, von lokalen Handwerkern und mit vor Ort vorhandenen Materialien wie Bambus und Lehm realisiert. Für den Entwurf zeichnet sich Architektin Anna Heringer verantwortlich. Leitbild für ihre Arbeit ist die Verknüpfung von Architektur und Identität: „Wir sind davon überzeugt, dass Architektur mehr ist, als das Befriedigen der Bedürfnisse nach Schutz und Geborgenheit. Für uns ist Architektur eng verknüpft mit dem Schaffen von Identität und Selbstvertrauen. Und gerade dies ist die Basis jeder nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung.“

3. Inklusion vs. Exklusion Bei diesem Punkt stellt sich vielleicht nicht zuerst die Frage, ob soziale Architektur die Zukunft ist, sondern viel grundlegender, in was für einer Gesellschaft wir zukünftig eigentlich leben wollen. Architektur erschafft oder löst selbstredend nicht sämtliche soziale Probleme. Hier sind zunächst Politik, Wirtschaft, Recht und Bildung gefordert. Aber Architektur ist EIN Werkzeug um soziales Leben und Erleben zu gestalten. Insbesondere im großstädtischen Raum ist zunehmende Segregation unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zu beobachten, Schlagwort Gentrifikation. Die Entmischung sozialer Gruppen erfolgt in Abhängigkeit von Wohnverhältnissen und städtebaulichen Umgebungsfaktoren. Steigende Wohnpreise bedingen die Abwanderung ärmerer oder sozial unerwünschter Bevölkerungsgruppen, der Zuzug wohlhabenderer Gruppen wird gefördert, das Angebot durch neu entstehende hochwertige Architektur in präferierten Innenstadtlagen und sogenannten Szenevierteln erweitert. Doch nicht allein wirtschaftliches Potenzial ist entscheidend für diese Prozesse. Wesentlich sind auch Ästhetik und Symbolkraft eines Standortes: „Nicht nur Kaufpreis und Mieten sowie das Preisniveau der Waren machen diese Orte nur für einen Teil der StadtbewohnerInnen zugänglich, sondern auch die architektonischen Formen und gewählten Materialien. Der „teure“ Eindruck führt dazu, dass diese Orte von vielen sozialen Gruppen gemieden werden (…)“ Dies bedeutet, dass sozial unerwünschte Gruppen nicht nur aus ihren Lebensräumen entfernt werden,

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2013 kuratierte Lepik die Ausstellung Think global, build social! – Bauen für eine bessere Welt in Frankfurt. Im Blickpunkt auch hier die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur. Insbesondere ging es um Partizipation, Kultur, Wohnen, Material und Design-Build Programme. Das Rampenlicht fiel diesmal auf ökologisch und sozial verträgliches Bauen am Beispiel realisierter Projekte. Zurecht, denn festzuhalten ist, alle diese ethisch motivierten Ansätze gelten für Bangladesch ebenso wie für BerlinNeukölln. Soziale Architektur geht weit über Ästhetik und Entwurf hinaus, sie nimmt notwendig soziale Fragen und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen in ihren Diskurs auf. Nicht elitär für kleine Interessengruppen, sondern für den Großteil der globalen Bevölkerung. Soziale Architektur gehört nicht der Zukunft, sie ist die Zukunft. Autorin: Claudia Bassier

sondern dass innerhalb dieser Gruppen selbst eine zunehmende Identifizierung mit der eigenen sozialen Außenseiterrolle stattfindet. Durch die räumliche Verlagerung werden die Probleme nicht gelöst, sondern im Gegenteil verschärft, der Weg zur Entstehung von Parallelgesellschaften wird geebnet. Die Homogenisierung von Wohn- und Lebensräumen und damit ihrer Bewohnerstruktur darf daher nicht zur Prämisse architektonischer und städtebaulicher Planung werden. Eine soziale Architektur muss sich tatsächlichen, nicht an von einzelnen Interessengruppen idealisierten oder sogar ideologisierten gesellschaftlichen Verhältnissen stellen. Sie sollte sozial integrativ wirken und sich nicht politisch oder ökonomisch instrumentalisieren lassen. Zusammenfassend: Architektur besitzt eine ethische Dimension, die in einer sozialen Architektur mehr denn je für die Zukunft zu berücksichtigen ist. Diese Forderung ist nicht neu. Dass Bewusstsein für eine Architekturethik wächst, zeigen die folgenden Beispiele: Less Aesthetics, More Ethics, so lautete bereits im Jahr 2000 das Motto der Architekturbiennale in Venedig. Im Mittelpunkt stand hierbei eine 360 Grad Perspektive auf die moderne Großstadt des 21. Jahrhunderts. Massimiliano Fuksas, künstlerischer Leiter der Abteilung Architektur dieser Biennale, widmete sich mit diesem Konzept den ethischen Fragen des Bauens und nicht wie üblicherweise rein ästhetischen Aspekten. Er hob hierzu drei Hauptthemen hervor: Die Umwelt als Subjekt und Objekt des Denkens,

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Musée des Civilisations de l'Europe et de la Méditerranée (MuCEM) Seit Juni letzten Jahres ist Frankreich um ein Museum von beeindruckender Architektur reicher. Das „Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeerraums“ (kurz MuCEM) wurde Anfang Juni im alten Hafen der südfranzösischen Stadt Marseille eröffnet. Hauptanlass für den Neubau war, dass Marseille zusammen mit Košice in der Slowakei zur Kulturhauptstadt Europas 2013 ernannt wurde. Aus diesem Grund hat man in der Hafenstadt Museen renoviert, umgebaut und sogar neu errichtet. Der alte Hafen ist Marseilles Dreh- und Angelpunkt. Es wurde besonderer Wert darauf gelegt, die dortigen Kulturund Tourismuseinrichtungen bis 2013 noch weiter auszubauen und zu beleben. Deshalb wurde die Fußgängerzone erweitert und nach dem Abriss kleinerer Gebäude am Hafen, ein Pavillon von Foster & Partners sowie die Villa Méditerranée von Stefano Boeri aus Mailand hinzugefügt.

Auf einer künstlichen Halbinsel wurde das MuCEM geschaffen. Es befindet sich direkt neben dem Fort Saint-Jean, das aus dem 17. Jahrhundert stammt und ist mit diesem durch eine vom Dach ausgehende, 130 Meter lange, schmale und freitragende Brücke verbunden. In Teilen des Forts sind ebenfalls Ausstellungen zu sehen. Bis in die 60er Jahre befand sich hier militärisches Sperrgebiet. Das Kulturministerium, zu dem es später gehörte, bemühte sich ebenfalls nicht, es für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern brachte dort das Institut für Unterwasserarchäologie unter. Vom Fort aus kann man weiter in Richtung Panier-Viertel spazieren. Hierfür wurde eine weitere schlanke Fußgängerbrücke aus ultrahochfestem Spannbeton erbaut. Das MuCEM soll ein Ort der Begegnung und des Austauschs sein. Im Museum wird die Geschichte und die Traditionen der Mittelmeerl­ änder erlebbar gemacht und Kunst von allen Anrainer-Staaten gezeigt. Es soll zum Nachdenken über eine Mittelmeerkultur angeregt werden. Darum scheint auch kaum ein anderer Ort in Frankreich passender zu sein als Marseille. Schließlich handelt es sich hier um eine multikulturelle Stadt am Schnittpunkt zwischen der westlichen Welt und dem afri­ kanischen Kontinent. Der Direktor des Museums, Bruno Suzzarelli, weist darauf hin, dass das Museum außerdem ein “großer Akt bei der Dezentralisierung der Kultur” sei. Mit dieser Äußerung spielt er darauf an, dass es bis heute

wenige bedeutende Museen in Frankreich gibt, die nicht in Paris stehen. Architekt des MuCEM ist Rudy Ricciotti, der 2002 als Sieger aus einem international ausgeschriebenen Wettbewerb hervorging und dem in Bandol bei Marseille ein mittelgroßes Architekturbüro gehört. Er stammt aus Algerien, studierte in Marseille an der Ecole d’Architecture und war somit wie geschaffen, ein Gebäude für die gestellte Aufgabe zu entwerfen. Seine Kenntnisse über den Ort – die Winde, das provenzalische Licht und die verschiedenen Ausblicke – sind in den Entwurf eingeflossen. Der Grundriss des MuCEM basiert auf einem Quadrat, dessen Außenwände ­jeweils genau 72 Meter messen. Hinter der äußeren Hülle des Gebäudes verbirgt sich ein weiterer Kubus von jeweils 52 Metern Kantenlänge im Grundriss und 18 Metern oberirdischer Höhe. Im Erd- und zweiten Obergeschoss befinden sich die Ausstellungsräume, die über bis zu 9 Meter Raumhöhe und 3.600  Quadratmeter Ausstellungsfläche verfügen. Die Tragkonstruktion besteht aus Ultrahochleistungsbeton mit Decken aus bis zu 23 m langen, hellgrauen Spannbetonfertigteilen. Dies ist ein Material, das Ricciotti auch schon bei anderen Bau-

werken, z. B. einer Brücke in Seoul, Südkorea erfolgreich eingesetzt hat. Der Innere Kubus ist umgeben von Stützen, die wegen ihrer organischen Form an Äste erinnern. Betritt man das Foyer, so wirkt es trotz vieler Glaselemente wegen der schwarzen ­Wände und den Böden aus dunkelgrauem „béton ciré“ recht dunkel. Vom Foyer ausgehend führen Rampen um den inneren Kubus, in dem sich Ausstellungs- und Konferenzräume befinden, herum bis zur großzügigen Dachterrasse, auf der wärmebehandelte amerikanischer Esche verlegt wurde, die sich dadurch auszeichnet, besonders wetter- und belastungsresistent zu sein. Das Dach wirkt wie ein filigranes Netz. Es handelt sich hierbei um Betonfertigteilgitter mit organischen Formen, die an ­Fischernetze erinnern sollen. Die Paneele


/ / I N N O VAT I V E P R O D U K T E

messen 6 x 3 Meter, sind lediglich 10 cm dick und auch an zwei weiteren Außenfassaden angebracht. Die in grau gehaltenen Betongitter harmonieren je nach Lichtsituation und Blickwinkel mit dem jeweiligen Ausblick und scheinen dann entweder mit dem Meer oder mit der Küstenlandschaft zu verschmelzen. Sie übernehmen sie die Rolle des Sonnenschutzes und bewahren so die wertvollen Exponate vor zu viel Lichteinstrahlung. Gleichzeitig entstehen bei sonnigem Wetter interessante Lichtmuster im Inneren. Die beiden anderen Fassaden, hinter denen sich Büro-, Verwaltungsräume und ein Shop befinden, bestehen aus einer Glaskonstruktion. Diese Bereiche verfügen außerdem über ein eigenes Tragsystem aus zweireihigen Stützen. In den zwei Untergeschossen des Museums befinden sich unter anderem Lager, Archive, Technikräume und ein zweigeschossiges Auditorium mit 325 Sitzplätzen. Als aussteifende Elemente dienen Wandscheiben, hinter denen sich geschickt Aufzüge, Treppen und WC-Anlagen verbergen. Einen besonderen

Anblick bietet das MuCEM bei Nacht. Dann wir es durch eine von yann Kersalé entworfene Beleuchtung in ein Farbenspiel aus Blau und Türkis getaucht. Das Fort Saint Jean war früher eine Festung, die Marseille vor den Gefahren des Mittelmeers schützte und abschirmend wirkte. Dadurch, dass nun das MuCEM an die vorderste Front gebaut wurde, öffnet sich die Stadt heute wieder in alle Richtungen und verkörpert so eindrucksvoll den Gedanken der gemeinsamen Mittelmeerkultur. Autorin: Eva Kruse-Bartsch

Nachhaltig umweltfreundlicher Brandschutz für ökologisches Bauen Im Fokus der Entwicklungsarbeit der Rudolf Hensel GmbH stehen Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit der Hensel-Beschichtungsprodukte für den Einsatz im passiven baulichen Brandschutz. In der Green Product Linie präsentiert Hensel alle Non-VOC-Brandschutzprodukte, die sich aufgrund eines Anteils flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) unter der Nachweisgrenze als Baustoffe für ökologisches Bauen qualifiziert haben. Diese Produkte erfüllen damit die Anforderungen nach den „Zulassungsgrundsätzen zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten in Innenräumen“ (DIBtMitteilungen 10/2010) in Verbindung mit den NIK-Werten des Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) und empfehlen sich somit auch für den Einsatz in öffentlichen Bauten, die den Kriterien des Bewertungssystems „Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entsprechen müssen. Zu den ausgezeichneten Produkten gehören die Stahlbrandschutz-Systeme HENSOTHERM® 410 KS und HENSOTHERM® 420 KS, zugelassen nach Europäischer Norm EN 13501-2 für die Anwendungsschwerpunkte R30/R60 und R90/R120 sowie HENSOTHERM® 460 KS und HENSOTHERM® 470 KS, geprüft und zugelassen nach British Standard. Diese Systeme setzen sich jeweils zusammen aus der Grundierung HENSOGRUND AQ, der Dämmschicht bildenden Brandschutzbeschichtung und dem Decklack HENSOTOP AQ im gewünschten Farbton. Alle Systemkomponenten haben eine auf Wasser basierende Rezeptur und sind damit besonders umweltfreundlich. Ebenfalls zertifiziert wurden HENSOMASTIK® 5 KS, das für den Abschottungsbau und den Kabelbrandschutz – auch im Außenbereich – eingesetzt wird, das transparente Holzbrandschutz-System HENSOTHERM® 1 KS und die Produkte HENSOMASTIK® B 3000 und HENSOTHERM® 8 KS und HENSOTHERM® 820 KS für den Brandschutz von Betonbauteilen. Mit ihrer Non-VOC-Eigenschaft entsprechen diese Produkte auch den Anforderungen des LEED credit EQ c4.2. Die Emissionszertifikate der Produkte nach ISO 16000 und nach dem Bewertungsschema des AgBB bringen Architekten und Planern sogenannte credit points für die Beurteilung des Umweltstandards eines Gebäudes nach BREEAM und bei der Auszeichnung mit dem Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB). Aufgrund der französischen Emissionszertifikate nach DEVL1101903D und DEVL1104875A wurden alle Produkte zudem in die Emissionsklasse A+ (sehr geringe Emission) eingestuft.

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/ / G ebäudeautomation

Testlabor für Smart Grid –

Dr. Norbert Aschenbrenner Corporate Communications, Corporate Technology, Siemens AG

Stromnetz auf dem Prüfstand Genau das verhindern die CT-Forscher in Erlangen in ihren Tests. Sie simulieren etwa starke Sonneneinstrahlung, sodass der Umrichter der Photovoltaikanlage viel Strom liefert. Wenn dadurch im Netz ein Überangebot an Energie entsteht, steigen die Spannung und die Frequenz. Die Forscher passen dann die Parameter des Umrichters an, so dass er zur Netzstabilisierung beiträgt und nicht blindlings seine maximale Leistung ins Netz einspeist.

Wie die intelligenten Stromnetze (Smart Grids) in Zukunft funktionieren, das testet die globale Siemens-Forschung Corporate Technology (CT) in einem speziellen Labor in Erlangen. Wie das Forschungsmagazin „Pictures of the ­Future“ berichtet, können die For­scher in ihrer 170 Quadratmeter großen Halle fast jedes Smart Grid nachbilden – denn neben den Schränken mit Batterien, einem Blockheizkraftwerk, einem Notstromaggregat, einem regelbaren Ortsnetztransformator, verschiedenen Lasten und den Umrichtern stehen ihnen auch zwei Kältemaschinen und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage zur Verfügung.

In dem Testlabor gibt es auch ein Szenario für einen Zusammenbruch des Stromnetzes. Dann müssen die dezentralen Erzeuger wie die Batterie- und die Photovoltaikanlage das Netz wieder zum Laufen bringen. Bei einem solchen Schwarzstart synchronisieren die Forscher die verschiedenen Komponenten so, dass sie im Gleichtakt miteinander die Netzspannung auf ihren vorgegebenen Wert anheben und sich die Leistung der angeschlossenen Lasten gleichmäßig auf die Quellen verteilt. Sie stellen die internen Regler so ein, dass sich die Umrichter anhand der Spannungsund Frequenzinformation synchronisieren und einen stabilen Betrieb herstellen.

Das Team kann die verschiedensten intelligenten Netze im Kleinformat nachbauen. Der Dieselgenerator kann auch die Rolle eines Gas- und Dampfkraftwerkes oder eines Biomassereaktors spielen, wobei das Verhältnis von fluk­ tuierenden und konventionellen Energiequellen der Praxis auf dem Strommarkt entspricht. Smart Grids werden in einigen Jahren üblich sein: Wenn der Anteil der schwankenden Energiequellen im Netz weiter steigt, dann müssen­ intelligente Steuerungen dafür sorgen, dass die dezentralen Erzeuger perfekt mit Großkraftwerken zusammen­ spielen. Sonst drohen Instabilitäten und schlimmstenfalls Blackouts, die zu großen Schäden führen können.

Die Arbeit im Erlanger Labor gibt einen Vorgeschmack auf die Herausforderungen, vor denen die Netzbetreiber im Rahmen der Energiewende stehen. Sie müssen unzählige Photovoltaikanlagen, Windräder und Biomassereaktoren mit konventionellen Kraftwerken und Energiespeichern verbinden und daraus ein stabiles Stromnetz bilden. Wie das in der Praxis aussehen kann, untersuchte Siemens von 2011 bis Herbst 2013 zusammen mit dem Allgäuer Überlandwerk in einem Netzgebiet um das 2.500-Einwohner-Dorf Wildpoldsried im Kreis Oberallgäu, in dem die Einwohner zeitweise fünfmal so viel Strom auf regenerative Weise produzieren wie sie selbst verbrauchen.

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/ / G E B Ä U D E A U T O M AT I O N

SmartHome Initiative Deutschland

IM E T Z F T Ä U R H K C H S C N A F E T U A B RAGT

GEF

SmartHom e 2013 Co nference & begeistert Expo e Teilnehm er. Die jä SmartHom hrliche e Fachtagu ng hat auc Teilnehme h 2013 r und Auss teller wied tert. Die e r b egeiseinzige S martHome mit Marktr -T a gung elevanz ze igte mark Produkte tf e rtige und Dien stleistunge Bewältigu n zur ng der gro ßen Herau rungen „D sfordeemografisc her Wand Energiepre el“ und isentwicklu ng. Smart tronische e, elekAssistente n dienen besserung zur Verder Sicherh eit, zur Erh des Komfo öhung rts und zu r Reduzieru Energieve ng des rbrauchs von priva gewerblic ten und hen Immo bilien.

In Deutschland wird kräftig saniert: Drei Viertel aller Wohnungsbauinvestitionen fließen in Sanierung bestehender Gebäude – WINGS bietet berufsbeglei-

n aus alle kamen r e e m m o h e n artH Die Teil g der Sm n a h c tl o n e H en m Bereich ette. Vo k s g ft n o S fu öp und Wertsch r Harde b ü is r b o s n te fes Architek schulpro kler und ic Fertigw d t n n u e ware chaft ts ir w s g ehmer nun die Teiln zur Woh n re a h w r telle en auc haushers h fehlt ic rl tü d a Han n. N us dem a vertrete r re ie s Reali l. nicht die hhande dem Fac d n u rk e w

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Weitere Informationen unter www.smarthome-deutschland.de

Über SmartHome Initiative Deutschland SmartHome Initiative Deutschland e. V. ist eine Gewerke übergreifende, interdisziplinäre Kommunikationsplattform. Sie dient dem Erfahrungsaustausch zwischen den regionalen SmartHome Organisationen und Anbietern aus Forschung, Entwicklung, Industrie, Handel und Handwerk. Mitglieder der Initiative decken die ganze Bandbreite der Gebäudeautomation ab: Elektrik, Elektronik, IT, TK, CE, Medizintechnik Industrie, Handel, Handwerk, Architektur, Forschung und Lehre.

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Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nimmt die Beschäftigtenzahl im Baugewerbe seit 2006 kontinuierlich zu. Was nicht jeder weiß: Der Großteil der Bauinvestitionen in Deutschland fließt nicht in Neubaumaßnahmen, sondern in die Instandsetzung und -haltung bestehender Gebäude. Rund 75 Prozent betrug hierfür der Ausgabenanteil im vergangenen Jahr im Wohnungsbau laut DIW. Fachkräfte mit spezifischer Ausbildung sind daher sehr gefragt. WINGS, ein Tochterunternehmen der Hochschule Wismar, bietet den berufsbegleitenden „Master Bautenschutz“ an. Der Fernstudiengang richtet sich in erster Linie an Architekten und planende Bauingenieure. „Im Bereich der Gebäudeerhaltung und -instandsetzung gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Akademikern“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Manfred Ahn, Geschäftsführer von WINGS. „Der Fokus beim ‚Master Bautenschutz’ liegt auf nachhaltigen Sanierungsstrategien und -verfahren, mit denen künftige Bauschäden vermieden werden können.“ Im Laufe des viersemestrigen Masterprogramm stehen unter anderem folgende Themenschwerpunkte auf dem Lehrplan: Ursachenanalyse von Bauschäden, präventive Bautenschutzmaßnahmen, Eigenschaften verschiedener Baustoffe sowie Beratung zur Instandhaltung und Sanierung. Nach erfolgreicher Master Thesis schließen die Studierenden mit dem international anerkannten staatlichen Hochschulabschluss „Master of Science (M. Sc.)“ ab. Zum Wintersemester 2014/15 können sich Interessierte noch bis zum 31. August für den „Master Bautenschutz“ einschreiben. Weitere Informationen finden Sie unter www.wings-fernstudium.de/bautenschutz.

Neuer Showroom am Standort Bielefeld Die Schüco International KG hat am Standort Bielefeld einen 800 m2 großen Showroom errichtet. Dort wird das aktuelle Produktportfolio der Metallbau-Sparte interaktiv präsentiert und in Bezug auf Design, Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz in ansprechender Weise in Szene gesetzt. Der Vorteil dieses Investments in das Schüco Kerngeschäft: Architekten, Planer, Investoren und Metallbauer haben jetzt ganzjährig die Gelegenheit, neue und bewährte Fenster-, Türenund Fassaden-Technologien aus Aluminium visuell und haptisch zu erleben. Der Showroom präsentiert z. B. das auf dreidimensionalen Entwürfen und Planungen basierende Schüco Parametric Concept und die unter Schüco SimplySmart zusammengefassten Entwicklungen für effiziente Planung, Fertigung und Montage von Aluminium-Systemen für Fenster, Türen und Fassaden. Hinzu kommen Produkte für mehr Effizienz und Design wie beispielsweise LED-Beleuchtungslösungen für Fenster und Fassaden oder das Door Control System mit seinen Komponenten für Zutrittskontrolle, Fluchttürsicherung und Türkommunikation. Wie ältere Gebäude energetisch aufgerüstet und mit zusätzlichem Komfort durch neue Funktionen ausgestattet werden können zeigt ein weiterer Themenkomplex der Ausstellungsfläche. Auch das mit zwei international renommierten Designpreisen ausgezeichnete Schiebesystem ASS 77 im Panorama Design hat – neben den bekannten Fenster-, Türen- und

Schüco zum Anfassen Fassadensystemen von Schüco – im Showroom seinen Platz. Für Besprechungen stehen eine Espressobar und eine Lounge in der ersten Etage zur Verfügung. Auf den Punkt gebracht zeigt die interaktiv gestaltete Ganzjahresausstellung nutzerorientierte Lösungen für unterschiedliche Themenbereiche, die bereits heute einsetzbar sind und mit denen sich Zukunft gestalten lässt. Denn in den kommenden Jahren werden andere Rahmenbedingungen bei Energieeffizienz und Nachhaltigkeit – aber auch bei Design und Sicherheit – eine Rolle spielen. An diesen komplexen Bedürfnissen orientiert sich Schüco bei seinen Entwicklungen – und unter dieser Prämisse werden die Inhalte der Ausstellung stets aktualisiert. Architekten, Planer, Investoren und Schüco Partner können den Schüco Showroom ab sofort von montags bis freitags in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr in Begleitung ihres Schüco Ansprechpartners besuchen. Die Anmeldung erfolgt entweder beim jeweiligen Schüco Ansprechpartner oder über www.schueco.de/showroom-bielefeld


15. Fachtagung

„Erdgas Umwelt Zukunft“ vom 30.01.2014 erfolgreich abgeschlossen Die 15. MITGAS Fachtagung „Erdgas Umwelt Zukunft“ fand am 30. Januar 2014 mit großer Beteiligung von Ingenieurund Planungsbüros, Architekten, Wohnungsbaugesellschaften, Heizungsbauunternehmen, Netzbetreibern und Versorgungsunternehmen im Congress-Center Leipzig statt. Vom Fachpublikum heiß diskutiert, wurde in diesem Jahr die Forderung der EU zur Senkung des Energieverbrauchs um 1,5 Prozent jährlich und wie innovative Anwendungstechnik diese erfüllen kann. Das Energiesparziel der EU für 2020 sieht vor, den Verbrauch um 20 Prozent zu senken. Die Senkung des Treibhausgasausstoßes um 20 Prozent und der Ausbau der Energie aus erneuerbaren Quellen auf 20 Prozent am Verbrauch ist eine weitere EU-Vorgabe. Die fachliche Ausrichtung dieser Tagung stellt sich dieser Anforderung. Die Moderation wurde von Prof. Dr. Michael Kubessa der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig übernommen. Um 9.00 Uhr begann die Veranstaltung durch eine Begrüßung von Herrn Dr. Auerbach von der enviaM/MITGAS. Es folgte um 9.10 Uhr ein Vortrag zum Thema Energiewende – deutscher Alleingang oder europäische Systemlösung von Jan Papsch von der Europäischen Kommission/Generaldirektion Energie. Dieser Vortrag trug den Titel „Binnenmarkt für Strom und Gas- Aktuelle Herausforderungen“. Hierbei wurden als Erstes die einheitlichen Regeln und die Herausforderungen im Binnenmarkt besprochen. Herr Papsch gab den interessierten Zuhörern eine umfassende Übersicht über die Marktentwicklungen der liquideren Märkte für Gas und Strom, sowie zur wachsenden Bedeu-

tung erneuerbarer Energien. Die nächsten Punkte waren eine Übersicht über die einheitlichen Regeln im Binnenmarkt und die Herausforderungen für den Klimawandel bis 2020, 2030 und 2050. Es wurden zum Ende des Vortrages eine Übersicht über die Indikatoren für dieses Thema, sowie der Infrastrukturausbau und staatlichen Interventionen im Stromsektor von Herrn Papsch gegeben. Zu diesem Impulsvortrag gab es eine anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Jürgen Sterlepper, Vorstand von Buderus und Dr. Andreas Auerbach, Geschäftsführer der MITGAS. Nach dieser anregenden Diskussion, ging es weiter mit einem Vortrag zum Thema Effizienz, Dezentralität und Intelligenz des Energiesystems der Zukunft. Dieser Vortrag wurde von Dr.-Ing. Jürgen Sterlepper, Geschäftsführer der Bosch KWK Systeme GmbH gehalten. Dieser Vortrag beschäftigte sich mit den Trends in der Energie-und Gebäudetechnik, mit Bezug auf die Robert Bosch GmbH. Es wurden die Eckdaten und das Know-how vorgestellt, sowie Ziele und Systeme zur Umsetzung der Energiewende genannt. Um 11.00 Uhr folgte eine erfrischende Kaffeepause, die zu Gesprächen unter den Teilnehmern und Vortragenden einlud. Nach der kurzen Stärkung klärte Prof. Dr. Bert Oschatz (Institut für Technische Gebäudeausrüstung, Dresden) die Teilnehmer über die EnEV 2014 – ihre Neuerungen, Anwendungs- und Umsetzungskriterien im Bestand und Neubau, auf. Es wurden wesentliche Änderungen der EnEV 2014 im Überblick, sowie ihre Kontrolle vorgestellt. Sowohl das Modellgebäudeverfahren zum baulichen Wärmeschutz, als auch die Primärenergieanforderungen im Neubau und

andere bauliche Anforderungen an den Neubau, waren Thema. Prof. Dr. Oschatz hinterfragte die Auswirkungen der EnEV 2014 auf die Anlagentechnik und ob sie zu den langfristigen Energie- und klimapolitischen Zielen passt. Nach der Mittagspause hörten die Teilnehmer um 13.00 Uhr einen Vortrag mit dem Thema „Erdgastechnologien als Kernelemente effizienter Energieverwendung“ von Dr. Rolf Albus (Gas- und Wärme-Institut, Essen). Themen in diesem Vortrag waren die Energiewende im Gebäudebereich und die Ziele im Energiekonzept der Bundesregierung sowie die sogenannten Gas-Plus-Technologien. Die energetische Gebäudesanierung bietet große Potenziale und Perspektiven für die Gas‐Plus‐Technologien im Kontext der Energiewende. Diese sind Gasbrennwertgerät plus Solarthermie, Gaswärmepumpe plus Umweltwärme und KWK Wärme plus Strom. Zum Abschluss des Vortrages wurde das Effizienz-und Technologiepotential von Herrn Dr. Rolf Albus verdeutlicht. Der nächste Vortrag mit dem Titel „Status der Brennstoffzellentechnologie in der Hausenergieversorgung und Feldtestergebnisse“ wurde von Herrn Dipl.-Ing. Uwe Dietze (RWE, Duisburg), gehalten. Herr Dipl.-Ing. Dietze informierte die Zuhörer über Brennstoffzellen im Allgemeinen sowie über ihre Geschichte und ihr Prinzip. Dann ging es um die Akti-

vität von Brennstoffzellen in Europa, bei RWE und in Japan. Abschließend wurden die Marktpotentiale für Brennstoffzellen, sowie der aktuelle Status der Brennstoffzellentechnologie in der Hausenergieversorgung beschrieben. Um 14.30 Uhr hörten die Gäste der Fachtagung einen Vortrag zum Thema „PV Speichersystem Bosch VS 5 Hybrid“ von Bernd Schlitt (Bosch Power Tec GmbH, Hamburg). Zunächst wurde eine Agenda zum PV Speichersystem Bosch VS5 Hybrid vorgestellt und auf die Unternehmensbereiche der Robert Bosch GmbH eingegangen. Die Energiesysteme und deren Zukunftsperspektiven waren Einleitung zu technischen Details zum BPTE S5 Hybrid. Herr Helmut Bangert (Viessmann, Allendorf ), hielt anschließend um 15.00 Uhr seinen Vortrag zum Thema „Intelligente Steuerung von KWK-Anlagen“. Die Bereitstellung der Grundversorgung mit Strom befindet sich in einem massiven Wandel mit der Konsequenz, dass neue Anforderungen an die  Versorgungssysteme gestellt werden. Dies betrifft auch das Gasnetz. Es folgten Informationen zu Produkten, mit denen Viessmann diesen Anforderungen gerecht werden will. Um 15.45 Uhr gab es eine Zusammenfassung dieser informativen und erfolgreichen Tagung mit anschließendem Imbiss. Eine Ausstellung begleitete anschaulich die Fachthemen. Autorin: Julia Speicher

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Building-Information-Modeling – Mode oder Mehrwert? Die Zeiten als Architekten und Ingenieure noch mit Tuschestiften und Rasierklingen an Reißbrettern saßen, gehören längst der Vergangenheit an. Vorbei auch die Zeiten von Transparentpausen, die noch per Hand umständlich kopiert und vervielfältigt werden mussten, und Nerven raubenden Änderungen mit Rasierklingen und Korrekturstiften. Heutzutage regiert stattdessen in fast allen Architektur- und Ingenieurbüros das Computer Aided Design-System. Besser bekannt unter der Abkürzung CAD. Statt den Bauherren die Entwurfsideen mit Modellen näher zu bringen, sind mittlerweile, dank des CAD-Systems, virtuelle Rundgänge mit Lichtund Sonnenstudien möglich, die bequem auf einem Tablet-PC verkaufswirksam präsentiert werden können. Die früher so verhassten Plankorrekturen und Änderungen sind heute im Vergleich zu früher ein Klacks. Auch ist eine Zeichnung per CAD auf den Zehntelmillimeter genau, was besonders im Maschinenbau viele Vorteile ermöglicht. Doch leider gibt es neben den vielen Arbeitserleichterungen und Vereinfachungen auch Nachteile. Denn die Einführung des Computers sowie die Erfindung von Smartphone und ­Tablet – PC haben nicht nur die Arbeit der Bauzeichner und technischen Zeichner revolutioniert, sondern nehmen auch großen Einfluss auf die Arbeitsabläufe von Architekten und Ingenieuren. Durch die mobile Kommunikation finden viele Arbeitsschritte bereits auf der Baustelle statt. Auch das Thema Heimarbeit gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Früher gab es eine originale Transparentpause, die von einem Mitarbeiter bearbeitet werden konnte. Diese und die Tuschestifte konnten überall problemlos mit hingenommen und Änderungen eingetragen werden. Da das Original immer nur bei einer Person verbleiben konnte und von dieser weitergeben wurde, existierte ausschließlich ein aktueller Planstand mit allen eingetragenen Änderungen. Auf den ersten Blick ist das mit CAD-Plänen auch kein Problem, doch sobald mehrere Mitarbeiter eines Büros, oder sogar ­zusätzliche Fachplaner an einem Projekt beteiligt sind können schnell Probleme auftreten. Datenaustauschformate, wie DWG- oder DXF-Dateien, werden erzeugt und an Fachplaner weitergegeben, deren Informationen später dem Projekt wieder hinzugefügt werden. Da das manuelle Einarbeiten häufig umständlich und zeitraubend ist, werden die neu erzeugten DWG- und DXF-Dateien wieder eingelesen und Projektstände überschrieben. Häufig gehen dabei Informationen auf unter­ schiedlichen Ebenen verloren. Spätestens wenn mehrere Dateiversionen eines Projektes mit unterschiedlichen Projekt-

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ständen auftauchen ist das Chaos perfekt. Datenverluste und fehlerhafte bzw. unvollständige Datenübernahmen sind vorprogrammiert. Was das für ein Projekt im Zweifel bedeuten kann, mag man sich kaum ausmalen und doch entstehen genauso häufig erhebliche Planungsfehler, die eigentlich hätten vermieden werden können. Genau dieses Problem hat die Softwareindustrie auch erkannt und bietet dafür jetzt eine Lösung an: BIM – Building Information Modeling. Unter diesem Begriff wird eine Softwarelösung verstanden, die hauptsächlich in der Bau- und Immobilienwirtschaft anhand eines dreidimensionalen Gebäudemodells Schnittstellen übergreifende Teamarbeit von Entwurfs- und Ausführungsplanungen ermöglicht. Dabei bedeutet „Team­ arbeit“ nicht ausschließlich die Zusammenarbeit von Mitarbeitern Büro intern, sondern auch die Kooperation zwischen einzelnen Unternehmen. Hintergrund dieser neuen Arbeitsweise ist die Erkenntnis, dass während einer Projektlaufzeit vielfach Arbeitsschritte doppelt und dreifach erfolgen, obwohl an anderer Stelle deren Ergebnisse bereits vorliegen. Beispielsweise werden im Rahmen einer Ausschreibung ­Flächen und Bauteilmassen ermittelt, die einzelne Fachplaner ohne einen Datenaustausch noch einmal ermitteln müssten. Das Funktionsprinzip von BIM-Systemen basiert auf einer einfachen Serverlösung in Verbindung mit einem geeigneten CAD-Programm. Auf dem sogenannten BIM-Server wird eine Projektdatei angelegt – vergleichbar mit der ursprünglichen Originalpause, nur digital. In einem weiteren Schritt werden einzelne Nutzerprofile angelegt, denen unterschiedliche Bearbeitungsmöglichkeiten zugewiesen werden. Diese reichen von der Leseberechtigung bis zur kompletten Bearbeitung des Projektes. Dabei können ebenso einzelne Bauteile wie auch gesamte Geschosse an einen Nutzer verteilt werden.

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Um eine doppelte Bearbeitung zu vermeiden, werden die zugewiesenen Bereiche für den Nutzer reserviert und können nur noch von diesem bearbeitet werden oder alternativ von diesem an einen anderen Benutzer übergeben werden. Dazu ist in vielen BIM-Systemen eine Art Chat integriert, mit dem man auch Anfragen an Mitarbeiter in externen Büros oder im Homeoffice stellen kann. Jeder Bearbeiter bekommt von dem Server eine Kopie des Projektes zur Verfügung gestellt, die auf seinem Rechner ­bearbeitet werden kann. Dabei sieht er zwar den gesamten Projektstand, kann aber nur Veränderungen an den ihm zugewiesenen Bauteilen oder Geschossen vornehmen. Beispielsweise werden die Grundrisspläne eines Objektes von einem Architekten an einen Statiker weitergegeben. Der Statiker hat dann die ihm zugewiesene Berechtigung die Dimensionierungen der einzelnen Bauteile einzutragen, darf aber nicht zusätzliche Fenster einfügen. Dafür bräuchte er dann die Freigabe der entsprechenden Bauteile durch den Architekten. Hat der Statiker nun seine Informationen in die Pläne ein­ gefügt, synchronisiert er seine Projektdatei mit dem BIM-Server. Dieser aktualisiert die Originaldatei, so dass alle anderen Nutzer, sofern Sie mit dem Server verbunden sind, umgehend die Informationen des Statikers erhalten. Andersherum erhält der Statiker umgehend eine Aktualisierung seiner Datei, wenn der Architekt Wände verschoben oder zusätzliche Öffnungen in die Zeichnungen eingefügt hat.

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Die großen Vorteile dieser Methode liegen besonders bei den kurzen Informationswegen und der Effizienz durch die Nutzung eines Informationspools. Viele unterschiedliche Fach­ informationen laufen an einem Punkt zusammen und können von anderen Projektbeteiligten genutzt werden. Diese Nutzung geht sogar über die Planungs- und Ausführungsphase hinaus, bis hin zum Facility Management. Übergabeverluste werden dadurch fast gänzlich ausgeschlossen. Nachteile könnten durch die unterschiedlichen CAD-Systeme entstehen. Da jedes CAD-System auf unterschiedlichen Konstruktionsmethoden basiert, sollte eine Kompatibilität zwischen den verschiedenen Programmen entstehen. Bisher funktionieren BIM-Modelle hauptsächlich CAD intern. Das heißt ein Softwareanbieter stellt den Nutzern derselben Software die Möglichkeit zur Verfügung die BIM-Methode zu nutzen. Wie sich ältere Softwareversionen oder gar unterschied­ liche Softwarelösungen miteinander „vertragen“ bleibt abzuwarten. Einen weiteren Nachteil stellt der Nutzer selber dar. Neben e ­ iner ausreichenden Qualifikation, erfordert die BIMMethode eine konsequente Umstrukturierung der bisherigen Arbeitsabläufe in den Büros. Besonders für ältere, nicht so Computer affine Mitarbeiter kann dieses zu einem großen Problem werden. Auch erfordert die BIM-Methode ein sehr strukturiertes und gewissenhaftes Vorgehen. Sobald Änderungen an einem Projekt erfolgt sind und in der Datei nicht mehr gearbeitet wird muss umgehend eine Synchronisation

mit dem BIM-Server erfolgen. Geschieht dies nicht, können die Arbeitsabläufe schnell ins Stocken geraten. Zu klären sind ebenfalls die rechtlichen Konsequenzen, die aus einer solchen Arbeitsweise resultieren. Bisher findet die BIM-Methode hauptsächlich bei großen Unternehmen Anwendung. Doch das soll sich nach Meinung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bald ändern.

Ganz aktuell hat das BMWi in Kooperation mit dem Fraun­ hofer-Institut für Bauphysik IBP und fünf weiteren Projektpartnern das dreijährige Forschungsprojekt „BIMiD – BIMReferenzobjekt in Deutschland“ initiiert, was „anhand eines konkreten Bauprojekts beispielhaft BIM-Methoden demonstrieren und evaluieren wird“ (vgl. BIMiD Pressemitteilung Nr. 1 vom 06.02.2014). Autorin: Sarah Zietek



Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Bauen im Bestand“

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Architektenhotels

Art Déco

im Wiener Hotel Bristol Im Jahre 1892 als Hotel am Ring eröffnet, ist das Hotel Bristol für viele ein Stück Wien. Seine Geschichte – sowie Gegenwart und Zukunft – waren und sind geprägt von großer Tradition und internationalen Gästen. Für diese Besucher sowie für alle Wienerinnen und Wiener wird das Hotel Bristol seit zwei Jahren in mehreren Phasen revitalisiert. Das Ergebnis: Ab sofort bezaubern die Optik des neuen Restaurants „Bristol Lounge“ und der veränderten Lobby und tragen neben dem unverwechselbaren Art Deco-Stil des Hauses die Handschrift des international renommierten HotelDesigners Pierre yves Rochon. Sein umfangreiches Wissen über die europäische Klassik, vor allem den französischen Stil und die Kultur, finden sich in den Designs seiner Projekte wieder. Seit Oktober 2012 stehen fünf exklusive Banketträumlichkeiten für Veranstaltungen mit zehn bis 350 Personen zur Verfügung. Der neue sogenannte ‚Gardenfloor‘ entstand nach umfassender Revitalisierung und reflektiert in harmonischer Weise das einzigartige Wiener Flair der Jahrhundertwende. Raumhohe Visualisierungen holen Wiener Institutionen, wie die Gloriette oder den Park in Schönbrunn in die Salons. Gäste werden im eleganten schwarz-weißen Marmorfoyer empfangen, die exquisite Innenausstattung wird von imposanten Kristalllustern widergespiegelt. Elegantes Ambiente trifft modernste Technologie.

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In den zehn Bristol-Suiten und -zimmern, ebenfalls gestaltet von Pierre yves Rochon, prägen warme Ockertöne, Schwarz und Weiß den traditionsreichen und nun wieder belebten Art Déco Stil des Hauses. Feinster Marmor in den Eingangsbereichen und Bädern wurde mit edlen schwarzen Holzböden in den Wohn- und Schlafbereichen raffiniert kombiniert. Liebevolle Details, wie ausgewählte Dekorationsgegenstände auf dem Kaminsims oder auf den Tischen, vervollständigen die harmonische Gesamtkomposition. Der überwiegende Charakter der beliebtesten Hotel-Bar Wiens ist im Wesentlichen geblieben. Dies wird vor allem durch den Erhalt der wunderschönen Wandvertäfelungen und durch die liebevolle Restaurierung der originalen Möbelstücke, wie zum Beispiel der Barhocker, deutlich. Allerdings hat Star-Architekt Pierre yves Rochon mit der sanft-cognacfarbenen Decke sowie dem stylish-frechen Teppichboden im Leopardenmuster für neue Hingucker gesorgt. „Wir bemühen uns stets, unseren Gästen das Gefühl zu geben, als hätten sie bei uns ein zweites Zuhause: Wer hier ein paar Stunden verbringt, findet nicht nur eine Oase der Erholung inmitten des geschäftigen Treibens im Herzen der Stadt (…)“, beschreibt Gerald R. Krischek die Stimmung, die sich beim Gast einstellen soll. Weitere Informationen unter www.bristolvienna.com

Fladnitz 119 8163 Fladnitz a.d. Teichalm T  +43/3179-6161-0 

www.josefgoebel.at

VitroSTAR der Firma ATJ Jürgen Pauli Systembauteile GmbH

Inidividuelle Glasdächer

Universell Einsetzbar Das punktgestützte Vordachsystem VitroStar der Firma ATJ eignet sich für den Privat- wie den Objektbau, zum Beispiel für die Überdachung von Ladenpassagen. In Material und Design passt es zum Stil moderner, innovativer Architektur.

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Weniger ist mehr VitroStar fällt aus dem Rahmen: Das Glas-Vordach wird lediglich von vier Punkthaltern (classic xl: sechs) getragen. Alles an VitroStar wirkt leicht und filigran. Auch die Glasscheibe: Sie ist nur 17,5 mm dick (bzw. 13,5 mm beim VitroStar compact). Möglich wird dies durch eine technische Optimierung der Beschläge für das verwendete TVG-Glas. Alle Wetter VitroStar bietet Schutz vor Wind und Wetter in wirklich jeder Hinsicht. Dank seiner hochwertigen Materialien ist es dauerhaft witterungs- und UV-beständig. Der Pflege- und Wartungsaufwand ist gleich Null. Mehr Licht VitroStar wirkt nicht nur leicht und transparent, es lässt auch mehr Licht in den Eingangsbereich, auf die Terrasse oder in Ihr Schaufenster. Keine Frage: Hochwertige Materialien (Edelstahl und TVG) haben ihren Preis. Aber durch die einfache, schnelle und sichere Montage macht Vitrostar die etwas höheren Einstandskosten mehr als wett.

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Schulstr. 38 • 53809 Ruppichteroth ✆ +49 (0) 178 567 43 90 • Fax: +49 (0) 2 295 902 078 e-Mail: jpauli@ATJGMBH.de • www.ATJGMBH.de


AFA ARCHITEKTUR

MAGAZIN

4. AFA-Architektenveranstaltung

Anmeldung zur 4. AFA-Architektenveranstaltung am 15. Mai 2014 im Kultur- und Medienzentrum Pulheim, Steinstraße 15, 50259 Pulheim Kostenbeitrag 25,– € (inkl. Mwst.)

„Energetische Sanierung“ am 15. Mai 2014 im Kultur- und Medienzentrum Pulheim

Vor Beginn der Veranstaltung können Sie bei einem ausgiebigen Frühstück und einer guten Tasse Kaffee die anderen Teilnehmer kennenlernen und die Ausstellungshalle besuchen, um Informationen der teilnehmenden Firmen zu erhalten.

Anerkannt mit 3 Fortbildungsstunden von den Architektenkammern

Weitere Infos und Anmeldung unter www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik … „AFA lädt ein“ Anmeldung und Überweisung auf das Konto: Kölner Bank eG, Kontonummer: 688 331 005, BLZ: 371 600 87, BIC: GENODED1CGN, IBAN: DE13371600870688331005

Ort: Kultur- und Medienzentrum Pulheim, Steinstraße 15, 50259 Pulheim

Vorname .......................................................... Name ............................................................... Ort/PLZ ........................................................................................ Anzahl der Personen ..............

8.30–9.00 Uhr

„Come together“ Architektenfrühstück

9.00–9.10 Uhr

Begrüßung Frank Pawlak, Dipl.-Ing. Architekt, Herausgeber AFA-Architekturmagazin

9.10–9.55 Uhr

Energetische Sanierung mittels Geothermie

Per E-Mail: Franken@afa-architekturmagazin.de

1. Vortrag

• Besonderheiten bei der Wärmequellenerschließung • Bau von Erdwärmesonden und geothermische Brunnen • Praxisbeispiele Referent: Dr. Thomas Mathews, Baugrund Süd GmbH

Über unsere Webseite: www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „AFA lädt ein“ und der Rubrik „Architektenveranstaltungen“

Telefon ........................................................... E-Mail ................................................................ Ort, Datum .............................................. Unterschrift ............................................................... Per Fax: 0221-16 91 36 65

Bauen im Bestand

12.05–12.50 Uhr

Energetische Sanierung unterstützt durch Thermografie

• Effektiver Einsatz von Wärmepumpen im Bestand • Brennwerttechnik mit Solar, eine bewährte Hybridtechnologie Referent: Michael Grabow, Max Weishaupt GmbH

4. Vortrag

• Sanierungsaufwand bei Altbauten, z. B. Energieverluste über Außenfassade möglich • Kontrolle bei Bauabnahmen, z. B. nach Dämmung der Fassade • Analyse der Bausubstanz Referent: Florian Gritsch, Testo AG/Thermografie

12.50 Uhr

Mittagspause (60 Minuten)

13.50–14.35 Uhr

Lüftungsanlagen: Notwendigkeit oder lästiges Übel?

5. Vortrag

• Sind Energiesparhäuser zu dicht? • Anforderungen an die Gebäudedichtheit • Beispiel für eine Lüftungsplanung Referent: Andreas Kroll, Öko-Haustechnik, inVENTer GmbH

14.40–15.30 Uhr 6. Vortrag

Energieoptimiertes Bauen in der Sanierung am Beispiel zweier öffentlicher Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern

10.00–10.45 Uhr

Wie Sie mit der richtigen Hardware sparen

2. Vortrag

• Neue Wege wagen mit HP Designjet ePrint and Share • Tinte schon beim Kauf des Plotters sparen • HP-GL/2 und PostScript- alles andere können Sie sich sparen Referent: Peter Kocht, Technischer Berater, Hewlett-Packard

10.45 Uhr

Pause (30 Minuten)

11.15–12.00 Uhr 3. Vortrag

Energetische Sanierung historischer Bausubstanz am Beispiel der „ABEL BAUTEN“ am RheinEnergie Stadion in Köln • • • • •

Bestandsaufnahme Definition der unterschiedlichen Nutzungen, Nassräume, Sanitärräume und Ruheräume Ermittlung der Feuchtelasten durch die Nutzung Planung des denkmalgeschützten Umbaus und Rückbaus der Bausubstanz Bauphysikalische Optimierung der Innendämmung zur Vermeidung von Kondensation und Schimmelpilzbildung • Energieeffiziente Planung der Sporthalle Referent: Gerhard Hoffmann, Dipl.-Ing./Dipl. Wirt.-Ing. Ifes GmbH Mitglied der TÜV Rheinland Group

KOOPERATIONSPARTNER

• Modellprojekt Plus Energie Schule in Rostock • Kindertagesstätte Plappersnut in Wismar Referent: Prof.-Dr. Ing. Manfred Ahn Wings/Hochschule Wismar 15.35 Uhr

Diskussion und Messebesuche

Weitere Infos und Anmeldung unter www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „AFA lädt ein“ und der Rubrik „Architektenveranstaltungen“.


GENTRIFIZIERUNG ISTANBUL

Istanbul – Eine globalisierte Stadt, zwischen Segregation und Mobilisierung. Wo der Charme historischer Architektur auf modernen Lifestyle trifft. Eine Stadt der Gegensätze und Vielfalt. Hier leben aktuell etwa 15 Millionen Menschen, unterschiedlichster Nationalität und Konfession. Dies ist zumindest die offizielle Zahl. Die Dunkelziffer wird fast auf ein Doppeltes geschätzt. Würde man die Bevölkerung gleichmäßig auf ganz Istanbul verteilen, würde sich die Bevölkerungsdichte auf etwa 2732 Einwohner je Quadratkilometer belaufen. Die Einwohnerzahl hat sich seit dem Jahr 2000 beinahe verdoppelt. Grund dafür ist vorwiegend der Wirtschaftsaufschwung, der Prognosen zu Folge 2014 weiter um etwa 4 % wachsen soll. Mehr als 500 der bedeutendsten türkischen Großkonzerne sind hier ansässig. Hinzu kommt die geopolitisch günstige Lage der Stadt, die sich als Tagungs-und Konferenzzentrum für NATO, IWF und G-8 26 AFA | Architekturmagazin für Architekten

anbietet. Allein das Tourismusgeschäft durch die Tagungsteilnehmer ist schon enorm. Die Tourismuszahlen haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. Aber Istanbul ist auch Heimat der Creativ Class, die sich insbesondere in dem Szeneviertel Beyoğlu etabliert hat. An einem Ort der Konflikte, finden sie Material mit dem sie arbeiten können. Die Kreativen und Künstler lassen die Stadt pulsieren und geben ihr Identität. Aber genau dieser Aspekt machte den Stadtteil auch für Spekulanten, Investoren und das Aufwertungskonzept der Regierung interessant. Plötzlich müssen subkulturell organisierte Szenekneipen auf den Tourismus ausgelegten Bars und Modeboutiquen weichen. Beyoğlu wird mit seinem Überangebot an internationalen, angesagten Geschäften und Restaurants zum Herz der Stadt, das vor allem für eine bestimmte Gruppe von Menschen schlägt, für die Touristen.


Seit den Gezi-Park Protesten ist klar, dass sich die Stadt in einer soziokulturellen Krise befindet. Die Bewegung kritisierte vorwiegend den Aspekt des autoritären Eingriffes in öffentlichen Lebensraum mit der Absicht Profit zu erwirtschaften. Bei den Demonstrationen formierten sich neben den unterschiedlichsten Initiativen auch diverse Künstlerkollektive, die versuchten die Stimme des Volkes zu vertreten. Der Park galt einst, wie viele andere nun bebaute Landschaftsflächen, als ein zu schützender Freibereich Istanbuls. Im Falle eines einsetzenden Erdbebens könnten sich die Bewohner auf diese Freiflächen flüchten. Betrachtet man nun die Tatsache, dass der Park jetzt stattdessen einem Shopping Center weichen muss, stellt sich einem durchaus die Frage nach dem eigentlichen Interesse des Großprojekts. Der Idealismus der Politik scheint im Konflikt zur Gesellschaftsideologie der Bevölkerung zu stehen. Denn Kapitalismus und Gewinnorientiertheit sind die Beschleuniger einer sich negativ auswirkenden Gentrifizierung. Am 10. Oktober 2013 fand in Berlin eine Vortagsreihe und Diskussionsrunde unter dem Thema ‚Istanbul-Verdrängung brutal‘ statt. Die Veranstaltung fokussierte den rasend schnell voranschreitenden

Gentrifizierungsprozess in Istanbul und seine Auswirkungen. Dennis Kupfer spricht von einem totalitären Herrschaftsregime. Er bezieht sich auf die Vorfälle während der Gezi-Park Demonstrationen. Die Regierung ließ die friedlichen Proteste mit brutalster Vorgehensweise niederschlagen. Hier zeige sich die autoritäre Haltung der Politik. Aber nicht nur öffentliches Eigentum muss dem urbanen Transformationsprogramm weichen, auch Privateigentum ist betroffen. Vor allem sogenannte Gecekondus sind der Regierung ein Dorn im Auge. Sie gelten als Schandflecken und besetzen wertvolles Kapitalland. Gecekondus sind Armenviertel, die häufig von Arbeitern, Migranten und Roma besiedelt sind. Die selbstgebauten Häuser wurden größtenteils ohne Baugenehmigung errichtet, galten aber dennoch bisher immer als von der Regierung geduldet. Doch die AKP hat nun mehrere neue Gesetzesgrundlagen verabschiedet, die den Abriss dieser Wohnviertel zu Gunsten eines finanzstärkeren und statushöheren Bevölkerungsmilieus rechtfertigen. Die staatliche Wohnbaugesellschaft TOKI ist bei der Umsetzung dieser Modernisierungsmaßnahmen Hauptakteur und unterliegt bis auf den Premierminister Erdoğan, keiner

Kontrollinstanz, was beispielsweise die Haushaltsausgaben betrifft. Die Baugesellschaft ist auf Grund dessen in den vergangenen Jahren vermehrt in die Kritik geraten. Die Gecekondus in Sulukule und Tarlabaşı mussten bereits den Erneuerungsprozess über sich ergehen lassen. Aktuell ist das in bester Lage am Bosporus gelegene Küçük Armutlu betroffen. In Sulukule beispielsweise lag der Kapitalertrag bei etwa 900.000 Lira. Die Grundstücke wurden für rund 40.000 Lira gekauft und für etwa 60.000 Lira bebaut. Verkauft werden konnten sie für bis zu einer Millon Lira. Durch die starke Nachfrage steigen die Renditen und somit der Ertrag an Immobilienkapital. Argumentiert wird mit dem Vorwand einer Erdbebenvorsorgemaßnahme. Laut Experten beträgt die Erdbebenwahrscheinlichkeit in den nächsten 30 Jahren immerhin 60 %. Die Häuser würden einem Erdbeben nicht stand halten und es müssen Neue gebaut werden, so die Verantwortlichen. Die Betroffenen haben keine Wahl. Entweder sie verkaufen dem Staat ihr Grundstück und siedeln um in teure, weit entferntere soziale Wohnungsbauten, die ihnen zugewiesen werden oder ihnen droht die Obdachlosigkeit. So werden die Menschen der unteren Schicht in die

Peripherie verdrängt. Im Gegensatz hierzu entstehen immer mehr Gated Communitys in Vierteln wie Levent für ein sehr finanzstarkes Milieu. Der Sapphire Tower ist ein Beispiel für ein vertical gated development. Der Wolkenkratzer ist 236 Meter hoch und beherbergt Luxuswohnungen, ein Einkaufszentrum, diverse Freizeiteinrichtungen, unter anderem einen Golfplatz und vertikale Gärten auf jeder dritten Etage. Das Gebäude soll das energieeffizienteste Hochhaus der Türkei sein. Aber es gibt auch zahlreiche horizontale Gated Communities in Istanbul, die sich über ein ganzes Gebiet erstrecken. Es handelt sich dabei um tatsächlich durch bauliche Maßnahmen abgegrenzte Stadtbereiche, die lediglich der finanzstarken Elite zugänglich sind. Sie sind Produkt der verstärkten Nachfrage einer statushohen Bevölkerungsgruppe, deren Anspruch sich an exklusiven Lebensstandards, Sicherheit und homogener Sozialstruktur misst. Der Prozess der Segregation ist offensichtlich. Sie behindert Integrationsprozesse und


// BRANDSCHUTZ spaltet die Bevölkerung räumlich nach ihrem sozialen Status. Die Unterschicht wird abgeschoben und ausgegrenzt um der zahlungsfähigen Oberschicht attraktiven Lebensraum zur Verfügung stellen zu können. Mit der Planung diverser Großprojekte wie der dritten Bosporusbrücke und dem neuen Flughafen will die Regierung einerseits den Bausektor stabilisieren, indem rund 15 % der arbeitenden Bevölkerung beschäftigt ist und darüber hinaus die Metropole zur ‚Global City‘ avancieren lassen. Gesetztes Ziel ist es, Weltzentrum für Wirtschaft, Kongresse, Finanzgeschäfte und Tourismus zu werden. Erst im Oktober vergangenen Jahres wurde der 1,4 km lange Marmaray Tunnel eröffnet, der den Zugtransfer von der europäischen zur asiatischen Seite erleichtert. Ein Milliardenprojekt unter vielen, mit dessen Gelingen sich der Regierungschef Erdoğan schmückt, während gleichzeitig in genau derselben Stadt die sozial benachteiligte Schicht um das finanzielle Überleben kämpft. Man versucht die infrastrukturellen Probleme zu bewältigen und vernachlässigt dabei das Interesse für sozio-

kulturelle Strukturmaßnahmen, die einen ebenfalls nicht zu unterschätzenden Prioritätsanspruch haben. Die immer stärker voranschreitende sozialräumliche Verdichtung bestimmter Randgruppen führt zu massiven Gesellschaftskonflikten, die bald untragbare Ausmaße annehmen können. Es bleibt zu überlegen ob es für die urban-positive Entwicklung der Stadt nicht ratsamer wäre ein Teil des Staatskapitals in die Förderung kollektiver Sozialinteressen der in Istanbul lebenden Menschen zu investieren statt in Gigantenprojekte. Formen doch die Bürger das Stadtprofil, nicht die architektonischen Monumente. So avanciert Istanbul zur Megametropole, die sich an dem Überangebot von Luxusappartments und Shopping Malls zwar profilieren kann, aber zugleich an einem Defizit von Kommunikationsplätzen leidet, auf denen soziale Interaktion, kulturelle Produktion und multikulturelle Integration stattfinden könnte. Plätze, auf denen man Menschen die Möglichkeit gibt zusammen zu kommen, statt sich von einander zu differenzieren. Was der politischen Instanz nicht bewusst zu sein scheint, dass sie mit der Image-Polierung Istanbuls gleichzeitig eine Identitätskrise verursacht, die nicht nur das historische Erbe gefährdet sondern auch die Existenz derer, die Istanbul erst zu dem besonderen Ort machen, der er ist: Ein Ort der Vielfältigkeit und Perspektiven.

eck a Sch r a m : Ta Autorin

Operation Brandschutz: Wie sicher sind unsere Krankenhäuser? Feuer ist größte Gefahr im Krankenhaus / Gesetzliche Richtlinien für Brandschutz nicht einheitlich geregelt / Wirkungsvolle Brandschutzkonzepte mit baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Maßnahmen gefordert Rund 40 Brände mit fünf Toten und 28 Verletzten listet die Schadensstatistik des bvfa-Bundesverband Technischer Brandschutz e. V. für 2013 in Deutschlands Krankenhäusern auf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Laut FM-Schadensstatistik gilt Feuer als größte Gefahr im Krankenhaus: Etwa 34 Prozent aller Schäden werden durch Brände verursacht; die meisten entstehen durch technische Defekte, Unachtsamkeit bei Baumaßnahmen und Renovierungsarbeiten, sowie Brandstiftung. Abhilfe schafft ein auf das Krankenhaus zugeschnittenes Brandschutzkonzept, da sind sich die Experten einig und zeigen in der neusten Ausgabe der „BrandschutzKompakt“ des bvfa die Anforderungen auf, die es dabei noch zu lösen gibt.

Der Sicherheit im Weg stehen häufig vermeintlich die Kosten: Durch jahrelange Zurückhaltung der Länder bei den von ihnen nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz zu tragenden Investitionen wird angesichts steigender Baukosten am Brandschutz gespart. Probleme gibt es insbesondere auch bei Altbauten, in denen bauliche Mängel das Brandrisiko erhöhen. Als Ausgleich könnten flächendeckend selbsttätige Feuerlöschanlagen installiert werden. Das ist zwar aufwendig, in Bereichen mit hohem Gefährdungspotenzial und/oder Wertkonzentration wie Patientenzimmern oder Diagnosestationen aber trotzdem geboten – und lebensnotwendig. Rund fünf Minuten sind für die Evakuierung eines Patienten aus dem OP einzuplanen, weiß Stefan Brunner, Stv. OP-Leiter am Universitätsklinikum Erlangen. Umso wichtiger ist es, dass Flure nicht „zugeparkt“, Fluchtwege frei und die Mitarbeitenden für den Ernstfall gut geschult sind.

Neben den organisatorischen tragen bauliche (Brandschutzklappen, Rauchschürzen etc.) und anlagentechnische Maßnahmen (wie Brandmelde- und automatische Löschanlagen/ Sprinkler) dazu bei, Gefahren zu begrenzen. Doch weder die Musterbauordnung, noch die Krankenhausbauverordnung (KhBauVO) von 1976 sind bindend und den heutigen Ansprüchen an ein modernes Krankenhaus genügend. Das Regelwerk von 1976 werde inzwischen auch nicht mehr formal angewendet, so die hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH. Hilfestellung bieten die VdS 2226 : 2008-01 (04) – Krankenhäuser, Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen – Richtlinien für den Brandschutz, die ebenfalls unverbindlich sind. Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es nicht. Brandschutz für Krankenhäuser ist in den Landesbauordnungen geregelt und unterliegt einem „Flickenteppich“ an gesetzlichen Vorgaben, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Umso wichtiger ist Eigeninitiative: Ein ganzheitliches Schutzkonzept mit aufeinander abgestimmten baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Maßnahmen ist die beste Lösung, um das Brandrisiko zu minimieren und im Ernstfall die Eingriffszeit zu verlängern. Die neue Ausgabe „BrandschutzKompakt“ Nr. 52 steht ab sofort unter www.bvfa.de zur Ansicht und zum Download bereit und beinhaltet neben dem Schwerpunktthema „Brandschutz in Krankenhäusern“ noch viele weitere Informationen rund um Sicherheit und Brandschutz.

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/ / B randschutz

sucherbestmarke. Die Kongressbesucher diskutierten über rechtliche Fragen, aktuelle Entwicklungen und wegweisende Konzepte im vorbeugenden Brandschutz. Themenschwerpunkt war der Brandschutz in Sonderbauten wie Pflegeeinrichtungen, Museen oder Recyclingbetrieben.

FeuerTRUTZ 2014:

Hochstimmung und Wachstum

Termin 2015 schon jetzt vormerken! Die nächste FeuerTRUTZ findet vom 18. bis 19. Februar 2015 im Messezentrum Nürnberg statt.

+++ Rund 5.000 Messe- und Kongressbesucher aus rund 20 Ländern +++ +++ 186 Aussteller präsentierten Produkte, die Leben retten können +++ +++ FeuerTRUTZ baut Position als führende Brandschutzveranstaltung aus +++

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Für Brandschutzexperten war die FeuerTRUTZ 2014 vom 19. bis 20. Februar 2014 die erste Adresse. Rund 5.000 Besucher* (2013: 3.555) und 186 Aussteller* (2013: 165) trafen sich im Messezentrum Nürnberg zur vierten ­Ausgabe der Fachmesse mit Kongress für vorbeugenden Brandschutz, die erstmals in zwei Hallen stattfand. „Volle Hallen, lebhafte und intensive Fachgespräche, eine Steigerung der Besucherzahlen um über 40 Prozent und eine Rekordbeteiligung auf Ausstellerseite – die FeuerTRUTZ hat sich als Branchentreffpunkt etabliert“, freuen sich die Projektverantwortlichen Günter Ruhe, Feuertrutz Verlag und Stefan Dittrich, NürnbergMesse.

Rund 5.000 Fachbesucher informierten sich in Nürnberg über alle Aspekte des vorbeugenden Brandschutzes. ­ Architekten, Bauingenieure, Fachplaner, Prüfsachverständige, Behördenvertreter und Handwerker informierten sich über das umfassende Produktspektrum der beteiligten Unternehmen. 186 Aussteller aus sechs Ländern präsentierten auf der FeuerTRUTZ 2014 die neuesten Produkte für den baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz erstmals in zwei Messehallen. Neben feuerfesten Toren und Türen wurden innovative Brandschutzhülsen, Rohrabschottungen und Ansaugrauchmeldesysteme, neuartige Schaumlöschanlagen sowie Flucht- und Rettungssys­ teme gezeigt. Premiere feierten zwei Tages-Seminare als zusätzliches Weiterbildungsangebot neben den beiden AusstellerFachforen. Die Seminare mit insgesamt über 300 Teilnehmern vermittelten passgenaues Fachwissen für ­Architekten und Handwerker im Innenausbau. Mit 950 Teilnehmern (2013: 900) verzeichnete der ­parallel zur Fachmesse laufende Kongress eine neue Be-

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// MESSEN

So Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Mit 2.458 Ausstellern (2012: 2.3021) und damit sieben Prozent mehr als bei der vergangenen Veranstaltung sowie einem Flächenplus von vier Prozent auf jetzt 245.000 Quadratmeter (2012: 235.0001) verzeichnete die Light + Building 2014 in allen relevanten Bereichen neue Rekorde. Entsprechend positiv fällt das Fazit von Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, aus: „Wenn es um Licht, Lichtdesign und das zukunftsgerichtete Gebäude- und Energiemanagement geht, führt kein Weg an der Light + Building vorbei. Die Hersteller haben in den vergangenen Tagen gezeigt, welche Einsparpotenziale durch den Einsatz von innovativen, marktreifen Technologien beim Energieverbrauch realisierbar sind.“ Bei der diesjährigen Light + Building stand das Thema Energieeffizienz im Mittelpunkt. Ein zentraler Aspekt der Energiewende, der in der öffentlichen Diskussion oftmals zu wenig Beachtung findet. Dabei bietet die Industrie Innovationen und Lösungen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes durch intelligente Gebäudetechnik senken und zugleich den Komfort erhöhen. Diese innovativen Lösungen sind damit nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern bieten auch ökonomische Anreize.

Intelligentes Gebäudemanagement und LED-Technik ermöglichen hohe Einsparpotenziale

Light + Building 2014 setzt nach Aussteller- und Flächenrekord +++ mit über 210.000 Besuchern eine weitere Bestmarke +++ Energieeffizienz ist dominierendes Thema auf Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik Topergebnisse von Ausstellerund Besucherseite bei Umfrage der Messe Frankfurt Die Light + Building hat ihre führende Rolle als Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die weltgrößte Leistungsschau für Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Software für das Bauwesen endete am 4. April mit Rekordzahlen auf Besucherseite: Während der sechs Messetage informierten sich 211.500 Fachbesucher (2012: 195.5821) aus 161 Ländern über die Innovationen und Lösungen der Hersteller. Das entspricht einem Zuwachs von acht Prozentpunkten. Auch der Internationalitätsgrad bei den Besuchern ist nochmals um drei Prozentpunkte angestiegen. Mit einem Anteil von 47 Prozent an der Gesamtzahl kam fast jeder zweite Besucher aus dem Ausland. Die stärksten internationalen Besucherländer waren Italien, die Niederlande, Frankreich, China und Österreich. Auch aus vielen Wachstumsmärkten wie Russland, Südafrika, Mexiko, der Türkei und Indonesien war ein deutliches Plus zu verzeichnen. Auffallend war zudem die Rückkehr von Besuchern aus Südeuropa. Sowohl aus Spanien und Portugal als auch aus Griechenland waren teilweise hohe zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen.

Im Rahmen eines intelligenten Nachhaltigkeitsmanagements, widmete sich die Weltleitmesse dem zentralen Thema des zukunftsgerichteten Gebäude- und Energiemanagements – einem elementaren Baustein bei der Neuausrichtung der Energieversorgung. Die Sonderschau „Smart Powered Building – Ihr Gebäude im Smart Grid“ präsentierte Technologien für die intelligente Steuerung des Energiebedarfs. Reale Installationen im Live-Betrieb zeigten, wie vernetzte Gebäude dezentral Energie erzeugen, speichern, verteilen und nutzen. Ressourcenschonung und Energieeffizienz treiben auch den Lichtmarkt. Die Umstellung der traditionellen Beleuchtungsquellen auf energieeffiziente Lösungen steht dabei im Fokus. Rund 20 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs werden für Beleuchtung eingesetzt. Moderne LED-Technik mit intelligentem Lichtmanagement ermöglichen eine Senkung der Stromrechnung um bis zu 70 Prozent. Die Digitalisierung des Lichts bringt neben neuen Design- und Einrichtungsoptionen auch Komfort und Sicherheit. Dementsprechend war ein Schwerpunkt im Lichtbereich der Light + Building 2014 der Themenkomplex Mensch und Licht. Dabei ging es unter anderem um die Wirkung des Lichts auf den Menschen sowie die Auswirkungen des Lichts auf dessen Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Umfassendes Rahmenprogramm rund um den Themenkomplex „Explore Technology for Life“ Die Schwerpunktthemen der Light + Building 2014 zogen sich auch durch das umfangreiche Rahmenprogramm. Neben der Sonderschau „Smart Powered Building“ erfreuten sich unter anderem das E-Haus, das Technologieforum, das Trendforum mit den Wohntrends für die kommende Saison, das Design Plus Areal sowie der Treffpunkt Zukunft eines großen Zuspruchs. Besonders spannende Debatten liefert die Diskussionsreihe „Futurecourse“, die Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf der weltgrößten Messe für Licht und Gebäudetechnik zusammenbrachte.

Die Besucherstruktur unterstreicht die Bedeutung der Light + Building als weltweit führende Messe für Licht und Gebäudetechnik. Für die Industrie ist der hohe Anteil von ausländischen Besuchern ein wichtiger Faktor für die positive Beurteilung der Messe.

Kaum eine Messe der Welt zeigt so viele Innovationen wie die Light + Building. In der Licht- und Gebäudetechnik entstehen binnen kürzester Zeit komplexe und hoch effiziente Systeme. Hier hat die Light + Building 2014 alle Erwartungen weit übertroffen. Sie hat sich als Weltleitmesse eindrucksvoll bestätigt.

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Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Messen“

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„form follows function „form follows fiction

ideologisch-gestalterisch Postmoderne Architektur wendet sich gegen die Prinzipien des Funktionalismus der Moderne, gegen den Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellten Gestaltungsleitsatz des amerikanischen Architekten Louis Sullivan, dass sich die Form eines Gebäudes oder auch eines Gegenstandes von dessen Funktion ableiten solle. Dieser Leitsatz setzte Maßstäbe für die Architektur- und Designgeschichte der Moderne. Die Idee einer postmodernen Architektur entstand in den 1960er Jahren in den USA und verbreitete sich bis in die 90er Jahre in Europa, vereinzelt auch in Asien. Es wurde angestrebt, sowohl einer technisch und funktional dominierten Bauweise, als auch ideologischer und gestalterischer Universalität entgegenzuwirken.

Der architektonische Entwurf sollte sich auf menschliche Dimensionen, Affektivität und Emotion beziehen, sowie die individuelle Einbettung des Baukörpers in den städtebaulichen Kontext stärker berücksichtigen. Ziel dieser Konzeption war, der wachsenden Komplexität humaner Erfordernisse durch die Gestaltung des Baukörpers Ausdruck zu verleihen: Architektur als sinnliche, kommunikative Erfahrung, die über reine Betrachtung und Intellekt hinausgeht. Der amerikanische Architekt und Architekturtheoretiker Charles Jencks, der initial den Begriff der Postmoderne auf die Architektur anwandte, ging noch einen Schritt weiter und formulierte den Anspruch an postmoderne Bausprache, dass sie metaphysische Inhalte aufweisen und kommunizieren sollte.

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der metaphysischen Welt gar Nichts aussagen, als ein Anderssein, ein uns unzugängliches, unbegreifliches Anderssein; es wäre ein Ding mit negativen Eigenschaften. Wäre die Existenz einer solchen Welt noch so gut bewiesen, so stünde doch fest, dass die gleichgültigste aller Erkenntnisse eben ihre Erkenntnis wäre (…)“ Der Entwurf einer Architektur, die über die Natur des Menschen hinaus ihren Ursprung sucht, scheitert

funktional-technisch bereits bei dieser Überlegung. Jencks spricht zudem von einem „rhetorischen Ganzen“, und zielt damit auf die historisierenden Elemente postmoderner Baukunst ab, er spricht sich für einen „radikalen Eklektizismus“ aus, um diese Ganzheit zu repräsentieren. Zwar ist für die Postmoderne die Verwendung von Stilelementen und Motiven verschiedener Epoche charakteristisch, aber eben nicht ausschließlich um ein großes Ganzes darzustellen, z. T. ging es den Architekten auch um bewusste Dekonstruktion. Die Postmoderne lehnte, in Kritik an Moderne und ökonomischem Rationalismus, reinen Funktionalismus ab. Diese Bauweise wurde als traditionsnegierend und des Weiteren sogar als menschenfeindlich interpretiert. Tradierende, beispielsweise antike Bauzitate wurden ironisierend oder verfremdet integriert, in der Absicht, den Plura-

Emotion

In diesem Zusammenhang stellt sich die philosophische Frage, ob eine architektonische Manifestation von Metaphysik überhaupt realistisch sein kann. Um dies zu verneinen, soll im Folgenden insbesondere auf die Metaphysikkritik Nietzsches Bezug genommen werden. Zwar gibt es in Nietzsches Werk nur vereinzelt Textstellen, die explizit etwas über Architektur aussagen, dennoch wird der Philosoph in der Architekturtheorie sowohl von Vertretern des Funktionalismus als auch des Postmodernismus, wenn auch unterschiedlich, rezipiert. Grundsätzlich ist der Begriff des Bauens bei Nietzsche als ein Synonym für einen fundamentalen Gestaltungswillen zu verstehen, der aus elementaren menschlichen Bedürfnissen resultiert. Der Baukunst schreibt er eine eigene Wirklichkeit zu, in ihr manifestiert sich der Wille zur Macht: „Im Bauwerk soll sich der Stolz, der Sieg über die Schwere, der Wille zur Macht versichtbaren (…).“ Charles Jencks interpretiert möglicherweise eine derartige „Versichtbarung“ als Manifestation eines übergeordneten metaphysischen Prinzips, allerdings wirkt dieser Ansatz eher metaphorisch und besitzt keine philosophische Immanenz. Jencks selbst formuliert es – widersprüchlich zu seiner eigenen Idee – folgendermaßen im Hinblick auf die öffentliche Rezeption von Architektur: „Die Menschen betrachten ein Gebäude unweigerlich in Verbindung mit einem anderen Bauwerk oder einem ähnlichen Objekt, kurz: als Metapher.“ Nietzsche bezieht sich zudem in seiner Bemerkung über die Baukunst nicht auf metaphysische, sondern auf empirische bzw. psychologische Aspekte. Seine Auseinandersetzung mit den bildenden Künsten im Allgemeinen zielt eher auf den geistigen Entwurf, die Vision ab, weniger auf Perzeption und Kommunikation eines Kunstwerkes. Eine metaphysische Welt ist für ihn bereits vom Grundsatz her spekulativ, zwar ist die Existenz einer solchen Welt annehmbar, allerdings wäre diese Annahme in der empirischen Welt nicht überprüfbar und damit letztendlich zwecklos: „Denn man könnte von

Affektivität Funktionalismus 38 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Toleranz

Freiheit

lismus gegenwärtiger Gesellschaften und Werte wie Toleranz und Freiheit abzubilden. Ob dies durch den meist willkürlich und substanzlos wirkenden Einsatz ironisch-eklektizistischer Stilelemente gelingen kann, bleibt fraglich und wird in der Architekturtheorie kontrovers diskutiert. Insbesondere die Säule, als Prototyp eines antiken bzw. klassizistischen Zitates ist hier von Bedeutung. Die Tatsache, dass die antike Säule, ein zentrales Element des Tempelbaus, nach menschlichem Maß proportioniert wurde, spricht ebenfalls gegen ein metaphysisches Konzept. Und um die Metaphysikkritik Nietzsches aufzugreifen: Wenn bereits die Sprache als adäquater Ausdruck aller Realitäten anzweifelbar ist, kann erst recht die Bausprache der Postmoderne zwar Prinzipien menschlicher Dimensionen, aber keinesfalls metaphysischen Grundannahmen entsprechen. Architektur kommuniziert nicht in metaphysischer, sondern in metaphorischer Hinsicht. Das – falls vorhandene – „Wesen“ des Bauwerks kann nicht in der empirischen Welt erscheinen, da das Verhältnis zwischen Objekt und wahrnehmendem Subjekt laut Nietzsche maximal ein ästhetisches sein kann, in Form einer Übertragung oder Übersetzung. Selbst eine permanente Wiederholung, um das Beispiel des Säulenzitats aufzugreifen, führt niemals dazu, dass ihre Perzeption durch das Subjekt in eine metaphysische Sphäre gelangt: „(…) das Hart-

und Starrwerden einer Metapher verbürgt durchaus nichts für die Notwendigkeit und ausschließliche Berechtigung dieser Metapher.“ Nietzsche hatte durchaus selbst eine Affinität zum antiken Tempelbau – im Gegensatz zur Gotik, die er sowohl stilistisch als auch in ihrer Funktion als christliche Repräsentationsarchitektur ablehnte. Seine euphorische Beschreibung des Poseidontempels in Paestum: „Es ist uns beinahe noch so zu Muthe (…), als ob eines Morgens ein Gott spielend aus solchen ungeheuren Lasten sein Wohnhaus gebaut habe; anderemale als ob eine Seele urplötzlich in einen Stein hineingezaubert sei und nun durch ihn reden wolle.“, erfolgt aus subjektiver Perspektive. Eine andere als diese steht nicht zur Verfügung, „Wir sehen alle Dinge durch den Menschenkopf an (…).“ Der Ansatz von Charles Jencks ist aus zwei Gründen verfehlt: Zum einen entbehrt er philosophischer Konsistenz. Zum anderen bleibt ein radikaler Eklektizismus der Tradition verhaftet, anstatt die tatsächlichen kulturellen Gegebenheiten in eine zeitgemäße Bausprache umzusetzen. Die ruhige Eleganz einer Fassade aus poliertem Stahlbeton ist einer formalen Populärästhetik jedenfalls vorzuziehen.

Autorin: Claudia Bassier

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/ / bauen im B estand

Fit für den Zukunftsmarkt Bauen im Bestand – Schadstoffe und Altlasten sicher beherrschen:

Messe und Kongress DCONex fand ­erstmals in Kombination mit der DEUBAUKOM Essen statt

Vom 15. bis 17. Januar 2014 widmete sich die DCONex der Sanierung von Bestandsimmobilien sowie der Reaktivierung von Brachstandorten und kontaminierten Flächen/Veranstalter beider Messen setzen auf Synergien Träger der DCONex ist der­ Gesamtverband Schadstoffsanierung e. V. Essen – Seit ihrer Premiere 2009 hat sich die DCONex mit wachsenden Aussteller- und Besucherzahlen als attraktive Informationsplattform und zentraler Branchentreff etabliert. Die einzige integrative Spezialmesse rund um das Schadstoffmanagement und die Altlastensanierung wurde nun vom 15. bis 17. Januar 2014 zum dritten Mal und erstmals in Kombination mit der DEUBAUKOM in Essen durchgeführt. Die DCONex ergänzt die DEUBAUKOM als wichtige Jahresauftaktveranstaltung der Bauwirtschaft mit einem interessanten Themenspektrum, das sowohl für den Umgang mit Bestandsimmobilien in allen Lebenszyklusphasen als auch für die Revitalisierung von schadstoffbelasteten Liegenschaften unverzichtbar ist. Davon können die ausstellenden Unternehmen, die beteiligten Branchenverbände und die Fachbesucher beider Messen gleichermaßen profitieren. Veranstaltet wird die DCONex von der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH, fachlicher Träger der DCONex ist der Gesamtverband Schadstoffsanierung e. V. (Berlin). Darüber hinaus haben zahlreiche Branchenverbände und Organisationen als Kompetenzpartner die DCONex begleitet und am Kongressprogramm mitgewirkt.

Elisabeth Gulich, Geschäftsführerin des Gesamtverbandes Schadstoffsanierung e. V., weiß aus der Praxis, dass den Beteiligten jedoch oft gar nicht klar ist, womit sie hantieren bzw. es wird allzu leichtfertig mit diesen gefährlichen Materialien umgegangen mit der Konsequenz ernsthafter Gesundheitsgefährdungen. Beim unsachgemäßen Transport durch Treppenhäuser oder Entsorgung in offenen Containern werden darüber hinaus auch Mieter, Nutzer sowie unbeteiligte Nachbarn und Passanten gefährdet.

Die Themen der DCONex sind hochaktuell

Anders als häufig angenommen ist auch Asbest, obwohl vor 20 Jahren verboten, kein Problem von vorgestern, son­dern von heute und diese Problem wird uns auch noch übermorgen beschäftigen. Bedauerlicherweise ist das Bewusstsein um die Gefährlichkeit dieses einst so hochgelobten Baustoffes und die Kenntnis, in welchen Gebäudeteilen er noch versteckt ist, teilweise verloren gegangen. Die EFBWW – Föderation der europäischen Bau- und Holzarbeiter engagiert sich deshalb seit Jahren für ein asbestfreies Europa. Mit überwältigender Mehrheit hat das Europäische Parlament am 14. März 2013 nunmehr einen Initiativbericht zur vollständigen Beseitigung des noch vorhandenen Asbests bis 2028 in Europa angenommen und mahnt internationale und nationale Aktionspläne an.

Zunehmend verlagert sich die Bautätigkeit auf die Sanierung von Bestandsimmobilien. Dieser Trend wird verstärkt durch die Energiespar- und Klimaschutzziele des Landes. Parallel werden bebaubare Flächen für Wohn- und Gewerbegebäude knapp. Brachgelände, kontaminierte Liegenschaften und Immobilien sowie Konversionsflächen gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung. Werden Gebäude angefasst, die in den 1950er bis 1980er Jahren errichtet, umgebaut oder modernisiert wurden, muss immer mit einer ganzen Palette von Schadstoffen gerechnet werden – Asbest, Holzschutzmittel, PCB in Fugenmassen, Teerprodukte u. a. m. Der Umfang der Arbeiten ist dabei nicht entscheidend – alle Personen, die mit schadstoffbelasteten Bauteilen in Kontakt kommen, sind gefährdet, auch Installateure und Elektriker, die Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen durchführen, oder Hausmeister.

Parallel dürften aktuelle Urteile zu zivilrechtlichen Ansprüchen zu einem sofortigen Umdenken bei ­Eigentümern, Planern und Sachverständigen führen. Das Landgericht Berlin hat in einer Entscheidung am 16. Januar 2013 die Rechte der Mieter gestärkt und festgestellt, dass bei einem Bruch einer Vinyl-Asbestplatte eine Mietminderung von 10 % der Miete gerechtfertigt ist. Diese Entscheidung hat bereits dazu geführt, dass in Berliner Wohnungsunternehmen die Entfernung dieser Fußbodenplatten mit entsprechenden Programmen vorangetrieben wird. Betroffen sind mehr als 100 000 Wohnungen im Westteil der Stadt. Keinesfalls handelt es sich dabei nur um ein regionales Problem – die gleichen Beläge sind in allen alten Bundesländern eingebaut worden. Ob Asbest oder andere Schadstoffe – in den meisten Fällen wird gerade bei Sanierungs- oder Abrissmaßnahmen durch den dabei entstehenden Staub die Gesundheitsgefahr potenziert. Deshalb stellt die komplexe Beachtung von Umwelt-, Arbeitsund Nutzerschutz in der Praxis immer eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar. Kooperation und intensiver fachlicher Austausch ist dafür unerlässlich. Für diese Vernetzung bieten Messe und Kongress mit einer Vielzahl kompetenter Ansprechpartner vor Ort den idealen Rahmen, sowohl für Spezialisten als auch für Interessenten, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen.

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/ / B A U E N I M B E S TA N D

Altbausanierung, Freiraumgestaltung und Wohnungsneubau

Wegen der verbesserten Wärmedämmung und Gebäudesanierung ist das Weltquartier ein Vorbild beim Thema Energieeffizienz: Es erfüllt die künftig gültigen energetischen Anforderungen, denn die Neubauten werden überwiegend im Passivhaus-Standard errichtet. Ein wichtiger Bestandteil beim Umbau ist zudem die Umstellung der Wärmeversorgung der Häuser: Seit 2013 liefert der benachbarte alte Flakbunker als "Energiebunker" regenerative Energie für die Erzeugung von Wärme und Strom für das Reiherstiegviertel, so dass für die sanierten Gebäude im Weltquartier der CO2-Ausstoß auf Null und der Primärenergiebedarf von 300 auf 9 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr gesunken ist.

© IBA Hamburg GmbH/Bernadette Grimmenstein

Die Umgestaltung der Freiräume zwischen den einzelnen Gebäuden spielte eine große Rolle bei der Planung. Zwar mussten zur Schaffung von Rettungswegen zahlreiche Bäume im Innenbereich zwischen Veringstraße und Weimarer Straße weichen, dafür sieht das landschaftsarchitektonische und im Wettbewerb prämierte Konzept qualitativ hochwertige Grünflächen vor. Darüber hinaus haben alle Mieter die Möglichkeit, gemeinschaftlich nutzbare Garteninseln kostenfrei zu mieten. Zudem sind zahlreiche, neu gestaltete Wegeverbindungen über den Weimarer Platz ins Reiherstiegviertel, zum benachbarten Welt-Gewerbehof und ins angrenzende Rotenhäuser Feld entstanden.

Das Weltquartier nimmt Gestalt an: Obwohl die Umbauarbeiten in der Siedlung noch bis Anfang 2015 andauern, kann man sich im Umfeld der Weimarer Straße bereits heute ein umfassendes Bild vom Weltquartier machen. Ein Großteil der Wohngebäude ist bereits umgebaut und von ihren früheren Bewohnern wieder bezogen. Im Süden und im Norden entstanden Neubauten, die mit ihren asymmetrischen Dachformen der ehemaligen klassischen Backsteinsiedlung einen individuellen Charakter verleihen. Garteninseln, Spielplätze und ein mäandrierender Weg im Innenhof erweitern das Freiraumkonzept und bieten den Bewohnern hochwertige und vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Zu Beginn des Jahres 2008 wurde der städtebauliche Realisierungs- und Ideenwettbewerb zur Umgestaltung des Weltquartiers entschieden. Rund zwanzig Arbeitsgemeinschaften hatten dort die Aufgabe, die charakteristischen Elemente des Stadtraums und des Gebäudebestands zu untersuchen und im Hinblick auf die Stärkung einer interkulturellen Nachbarschaft weiterzuentwickeln. „Der Siegerentwurf geht auf die besonderen Ansprüche der internationalen Bewohnerschaft im Weltquartier ein. Die Aufenthaltsqualität in den Freiräumen wird den Wünschen der Bewohner entsprechend verbessert“, bewertete IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg den ersten Preisträger (kfs Architekten, Lübeck mit Sven Andresen und Urte Schlie Landschaftsarchitektur, Lübeck).

Ein gemeinsames Projektteam von SAGA GWG und IBA Hamburg GmbH hat sich anschließend intensiv mit der Konkretisierung der Planung und dessen Umsetzung beschäftigt. Viele der Gebäude wurden bewusst erhalten, um die ursprüngliche Struktur des Wohnquartiers nicht völlig zu verändern. Lediglich in einigen, städtebaulich interessanten Situationen wurden neue Akzente gesetzt und Neubauten errichtet. Die Gesamtzahl der Wohnungen verringert sich zwar um etwa 50 auf ca. 770 Wohneinheiten – jedoch ist die Gesamtfläche stark gestiegen, da höher bzw. breiter gebaut werden konnte. Grundrisse und Ausstattungen werden komplett erneuert und an die Bedürfnisse der größtenteils interkulturellen Bewohnerschaft angepasst. Dazu zählen der Anbau großzügiger Loggien, der erstmalige Einbau von Badewannen und die Ermöglichung großer Küchen mit Essplatz. Die Nachfrage nach diesen Wohnungen ist sehr groß, bleiben die Mieten doch auf einem ähnlichen Niveau. Bezieht man die möglichen Energieeinsparungen nach dem Umbau von ca. 0,40/qm € mit ein, so werden sich die Warmmieten um ca. 0,13/qm € erhöhen – die Wohnungen erreichen jedoch Neubaustandard.

Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Bauen im Bestand“ 42 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Gestalteter Beton – Konstruieren in Einklang von Form und Funktion BetonMarketing Süd: 10. Symposium Baustoffe und Bauwerkserhaltung, Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) Eine zentrale Eigenschaft des Werkstoffs Beton ist seine plastische Formbarkeit im frischen Zustand. Durch erhebliche Fortschritte sowohl in der Betontechnologie als auch der Tragwerksplanung sind dem Architekten und Planer dabei kaum mehr Grenzen in der Formgebung und Gestaltung von Bauwerken gesetzt. Zielsetzung des 10. Symposiums Baustoffe und Bauwerkserhaltung war es, die Grundlagen der Gestaltung geometrisch anspruchsvoller Bauwerke aus Sicht der Architektur, Tragwerksplanung und Betontechnologie zu vermitteln. Nach einem historischen Überblick über die Ursprünge des Werkstoffs Beton wurde im ersten Themenblock der Veranstaltung das Zusammenwirken von Architektur, Konstruktion und Betontechnologie anhand eines ausgewählten Bauwerks erläutert. Im zweiten Themenblock wurden Kriterien und Methoden vorgestellt, anhand derer die Frischbetoneigenschaften gezielt auf die Bauteilgeometrie und die gestalterischen Wünsche des Bauherrn abgestimmt werden können. Der dritte Themenblock der Veranstaltung zeigte auf, welche Möglichkeiten sich dem Planer durch die Verwendung des neuen Werkstoffs Textilbeton bieten und dass auch Betonfertigteile ein enormes gestalterisches Potential aufweisen. Die Veranstaltung schloss mit ausgewählten Beispielen aus der Praxis und erläuterte, wie bei diesen Objekten den außergewöhnlichen Anforderungen an den Werkstoff Beton begegnet wurde. Das 10. Symposium Baustoffe und Bauwerkserhaltung wandte sich an Ingenieure, Architekten und Fachfirmen.


BJARKE INGELS GROUP PORTRÄT

Jung, mutig und erfolgreich. So lässt sich in etwa das Team um Bjarke Ingels beschreiben. Nicht bereit zwischen den Kontrahären utopisch und pragmatisch zu differenzieren, wählen die motivierten, jungen Dänen den Weg, der beide Bereiche gleichermaßen abdecken soll. Seit 2005 leitet der 39-jährige Bjarke sein etwa 76-köpfiges Architekturunternehmen unter dem Namen BIG. Doch bereits 2001 erlangt er mit seinem ersten Büro PLOT und zusammen mit seinem damaligen Unternehmenspartner Julien de Smedt, internationale Aufmerksamkeit. Grund dafür sind Bjarkes idealistische Grundsätze und sein daraus resultierender Ausdruck. Sein Stil: plakativer, Pragmatismus mit visionären Tendenzen. Seine Philosophie: „Yes is more!“ Sein Ziel: eine Architektur, die sich durch frische Ideen flexibel an aktuelle Bedingungen anpasst, so Orte generiert, die kompromisslos funktionieren und möglichst alle Bedürfnisse bedient.

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Das mag etwas utopisch klingen, aber genau das darf es auch. Denn Yes is more! Ja, zu einer Utopie die mit pragmatischen Ansätzen modifiziert, vielleicht zur Innovation werden könnte. Nachdem Ingels 1998 erfolgreich sein Studium beendet, arbeitet er zwei Jahre im Büro OMA für den ebenfalls populären Rem Koolhaas. Es ist durchaus naheliegend, dass seine architektonische Haltung zum Teil auch durch ihn inspiriert und geprägt wurde. Bjarke Ingels sieht es als die Aufgabe der Architekten, Gesellschaftskonflikte zu erkennen und anhand unkonventioneller Ideen zu stabilisieren. Er überträgt die Verantwortung der zukunftsorientierten Entwicklung ökonomischer, ökologischer und kollektiver Urbanität an Architekturschaffende. Der Maßstab, welchen er dabei an die Architektur stellt setzt neben Funktionalität gleichzeitig auch einen gewissen Hedonismus voraus, woraus sich sein innovatives Geschäftskonzept ergibt. Mit „Yes is more“ drückt Ingels sein Verständnis und seine philosophische Haltung zur Architektur aus. Ja zu mehr … Mut, Größe, Stärke und Kraft. Dieser Grundgedanke findet sich auch in der Abkürzung des Unternehmens „BIG“ wieder-die eigentliche Abkürzung für „Bjarke Ingels Group“, die noch weitere Interpretationen zu lässt. So könnte „BIG“ auch für Großdenker stehen. Kreative, mutige Menschen, die es verstehen über die konventionellen Grenzen hinauszudenken, um neue Möglichkeiten für eine moderne, evolutionierte Gesellschaft zu schaffen. Oder für Großes, im Sinne von Großes erschaffen wollen mit möglichst viel AussageKRAFT. Aber vor allen Dingen sagt die Architekturgruppe auch Ja, zur Realität. Mag sie manchmal auch noch so rau sein. Für Ingels bedeuten Hindernisse Herausforderung. Erst durch die nüchterne Auswertung gegebener Tatsachen, kann auf Missstände positiv reagiert werden. Die Aufgaben der Architektur formulieren sich grundsätzlich immer aus den Bedürfnissen einer Gesellschaft. Finden soziale Veränderungsprozesse statt, müssen sie erfasst und untersucht werden, denn mit ihnen verändern sich auch die Interessen der Menschen. Dabei sind Lebensgewohn­ heiten, Rollenverteilung, Wertesysteme und Familienstruk­ turen zu betrachten. Aktuelle Tendenzen dieser neuen Urban­ität finden sich in dem Wandel der work-life-balance, Transparenz, Globalisierung und Mobilität. Zu beobachten ist beispielsweise eine zunehmende Homogenisierung der privaten und öffentlichen Zonen des Lebens. Bürounternehmen beispielsweise, bieten ihren Angestellten immer häufiger private Komfortangebote, was sich positiv auf die Unternehmenskultur auswirkt. Umgekehrt wird Freelancern, die sich früher in home offices organisierten, durch

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Die Aufgaben der Architektur formulieren sich grundsätzlich immer aus den Bedürfnissen einer Gesel schaft.

Coworking Spaces eine neue Dimension des gemeinschaft­ lichen Arbeitens ermöglicht. Was sich früher auf die private Zone beschränkte, wird heute auch in öffentlichen Bereichen angeboten. Und auf genau diesen Umstrukturierungsprozess, welcher auf der Evolution unserer Gesellschaft basiert fokussiert sich die Arbeit von BIG. Die Architekten untersuchen Potentiale des öffentlichen Raums und suchen nach zeitgemäßen Lösungen, die alle Lebensbereiche zu befriedigen versuchen. Ein Beispiel ist das Mountain Dwellings Projekt in Kopenhagen, das im Jahr 2008 fertig gestellt wurde. Das Projekt verknüpft ein attraktives Wohnangebot mit Bereichen öffentlicher Nutzung. Bjarke Ingels wirkt der ebenen Landschaft Dänemarks mit einer raffinierten Architektur entgegen. Er schiebt Parkhausfunktionen und eine Sporthalle unter die 80 Wohneinheiten, was zu einer Abtreppung der Hofhäuser über elf Geschosse führt. Damit wird ­jeder Einheit ein attraktiver Ausblick und eine unverschattete Südseite ­garantiert. Gleichzeitig entsteht unter dem Hang aus Wohnmodulen Raum für mehrgeschossige Nutzungen, wie das Parkhaus und die Sporthalle. Diese Bereiche werden von Norden erschlossen und belichtet. In diesem Entwurf zeigt sich die Motivation Gegensätze zu vereinen. Eine dichte Reihenhausbebauung schließt den Vorzug einer Gartenlandschaft nicht aus. Eine ebene Topografie schließt den Vorzug der Hanglage nicht aus. Um einen Eindruck vom kreativen Repertoire der Architekten, zu gewinnen seien auch nicht realisierte Arbeiten erwähnt. Ein nennenswertes Projekt ist „die bewohnte Brücke“. Hier zeigt sich der philanthropische Leitansatz der BIG-Architektur. Um den Verkehrsproblemen Kopenhagens ohne einen finanziellen Mehraufwand entgegenzukommen, entwickelte das Team eine Brücke, dessen Tragstruktur auf Wohnmodulen basiert. In den oberen Etagen sind Parkebenen vorge­ sehen und der Abschluss bildet die Verkehrsebene ganz oben. Die Wohnungen profitieren von einer attraktiven Lage direkt auf dem Fluss mit großartigem Ausblick und die zusätzliche Nutzung als Verkehrsangebot dient zugleich den Mobilitätsinteressen der Stadt. Auch wenn der Entwurf nicht verwirklicht wurde, so zeigt er doch innovatives Potential und das wurde mit BIG’s erstem Patent belohnt. Verschafft man sich einen Überblick über die bisherigen ­Arbeiten der Bjarke Ingels Group, kann man eine Vorliebe für künstlich generierte Landschaften feststellen. So auch in ­einem Wettbewerb für eine Konzerthalle in Stavanger, Norwegen. Die Idee war es, das sonst nur einer elitären Minder­ heit vorbehalte Konzerthaus, für die breite Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Dies gelang anhand einer abgetreppten

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/ / O bjektberichte

n und e h c ä l f r etonobe uablauf durch bH B e t t a l G ät im Ba BAU Technik Gm t i l i b i x e Fl e der Hr h o thek r l a sbiblio Sch urger ersität ren gen Freib

Fassade, Richtung Meer. Die Vorgaben im Zusammenhang mit den geforderten Hauptfunktionen, einer Konzerthalle und einem Veranstaltungsraum zielten auf zwei Baukörper ab. Die zum Teil in die Landschaft eingebetteten Volumen sind so positioniert dass sich aus dem Zwischenraum eine V-geformte Freifläche ergibt. Um einen Bezug von der Umgebung zum Meer herzustellen wurde dieser Freiraum arena­gleich abgetreppt. Dahinter befindet sich die Lobby. Die Architekturgruppe dramatisiert die bereits vorhandene Topografie und integriert eher den Entwurf in die konzeptionelle Absicht. Bei Dunkelheit, wenn die Konzerthalle vorwiegend genutzt wird, entsteht eine strukturierte Fassadenoptik. Die Zwischenräume der Terrassierungen sind verglast und bewirken durch die Hinterleuchtung des Konzerthauses eine leichte, atmosphärische Transparenz. Am Tag steht die gleichermaßen als Fassade dienende Landschaftstreppe der Allgemeinheit zur Verfügung und bietet ein atemberaubendes Meerpanorama unter freiem Himmel. Der durch die Architektur entstandene Freibereich ist so gut inszeniert, dass er beispielsweiße auch für kollektive Veranstaltungen genutzt werden könnte. Leider

hat sich auch diese Vision nicht durchgesetzt, konnte aber dennoch begeistern. Zurzeit wird auf der IBA in Hamburg ein Projekt der Bjarke Ingels Group unter der Überschrift „Maritimes Wohnen am Kaufhauskanal“ realisiert. Bis Ende 2014 sollen im ersten Bauabschnitt 60 von 130 Wohnungen fertiggestellt werden. Der Entwurf konnte durch Sensibilität hinsichtlich der umgebenden Bestandsbebauung, Energieeffizienz und städtebau­ lichen, differenten Freiraumqualitäten punkten. Neben diesem­ Projekt hat BIG aber noch viele weitere internationale Baustellen, welche die Erfolgswelle vorantreiben. Man kann ­sagen, angesichts dessen, dass Ingels ursprünglich hat Comics statt Architektur zeichnen wollen, ist ihm sein Weg zum Erfolg mehr als gelungen. In den kommenden Jahren wird man wohl noch so einige interessante Projekte aus Kopenhagens populärem Architekturbüro erwarten können. Autorin: Tamara Scheck

iv h n prä hitekten der Un n 1970er Ja etonstütze mbau Degelo Arc e n U d 500 Sichtb o rechv n k e d in e n u ä d r de er se gen eksgeb s d th le u o , r li a d e ib n t n ib s u ­Un gr Ra kte rägen ende rchite in sch u dem h A z g e t t n ie s p u e e d e h d n nz sb äu rec Ihr Ko ickelte e Geb Entsp tur. Da t w k e t n u n , a n r r t k e e s rg nifi od de ützen Freibu eine m ine neue sig ahlbetonst Gebäu s n t e e u n d a e t n g e nd tzen fi t 500 S H aus Klett n, die entsta en fas tonstü rten Stütze b e m der m b a t k G t h ä g t uali chnik hrun ionie ten Sic Q e ü it f T s s o ie u U p D . en, -BA uell . Zur A urden der H artung w n w individ möglichen t r e r ll E e h t ie ealro rges ur er inen d räge g T®Sch rg he kubat zum e schten Sch IDOBA embe f t P a t r A r m t r R ü a d it it be ün -W die m r gew rt und hen ü Baden e c e ä d d n r fl e je r o h e e g r den ob dlic ig in erb fü chend im sü ksseit tbeton w e r r h e e p b ic s w t S t t iverWe f en sen n die ger Un n s dem verlau r nahtlo ren konnte u u u a A ib . B e n Fr te em H-BAU erstellte passnde werde alten chitek gen d zum a imiert Jahre elo Ar halun in 0 g c genau die Schalrohre für 4 in e S m . e D d a n H e n an rc üro fertigt urf vo ng de che sige B e Aufw u w s r is t die Stützen, ob senkrecht, h ä t c n ie s a E is n is t m a em ris gis el dern der lo in Bas eine p hält h bei d in unterschiedlichsten ie Mo s c – ic d s a s l s d d e s u 6 n e a uu her 200 elte s Juw n e g d e d n in r d a Winkeln oder wie hier n g e u Umba e h F ek bä reg or ury iblioth ten Ge ute, kurz v in auf Laut J r b e . a s r t in Form eines Stützenb o m ä h v z u it r c t s Nu r he ena .“ He am „ mehr den b uziert winne em Te paares, bei dem zwei d e s in  % e u G r e 0 a e s 2 ls k a e t„ der nd sich iblioth er Architek beson RAPIDOBAT® Schalrohre B gelo u m, die e r r ie e D o D d F . h ric bau hweiz ivität ieren e t s c t ionale s a s S d t a zusammenführen. n ä s r t e e M n im ko g“ s nd der drei d s, kan sten mens“ e Umgebun chein n h lu s c e o n li b V A d a h ie en  % des rogen auvor tersch und d ndig des B von 20 ußerst hete die un n g i n e io zu stä t u b k ll a is ä u „ d b d e r d e e in n R t Ob senkrecht oder schräg tigste e u n f otz rin, au gieren w Media Ce hen. (…) tr gestellt – die Präzision und die zu rea lag da u mac e l z g fläche e N r n a ib u in s b r e b r sen sforde ht erle hervorragende Oberflächenk übe nisch Herau liothe nal leic itekto ib h io b c t r z k a n n beschaffenheit der RAPIDOBAT® d se fu latten lich un n – von Prä tzen – hossp c lä s p e s G it Schalrohre sind bei jeder Stütze e ng rbe seiner den inzela Nutzu tehen per in E r s r n ö o e offensichtlich. k v h u er Ba Diese glic asst.“ d den iden d zugän e n p r n u e h v n c e sses ig ten egs beruh sproze rch W iaman g u u D z n d „ u n m n u e lum enfläs Pla e-Ba liff zu assad r-Jahr nd de das Vo n Sch F e e e r n 0 ie e h in 7 ä e g D n m e ssan. tw bei de n Einbuchtu ere Fa nzept rsetze gnahm uherrschaf , e o r in e k o u le s W v f z k r h d h rc Ba sa ine ken erse Entwu Bestan wir du als sich die ben e nzept n Dec er div e m o n e d e g e K h r d n c b e s r e a , is r , e rt en ird der gh üb olie Degelo realisie u, alle ober ur folg uch gegen elung Rohlin t Interp g h a h c m b ie c u e r u p a S K u D az n liobra n: „ rde und d und d ber die nd die Bib neigte giever stärke ü r ee wu d e „ e g u ie id n d z s h n f E ir c u r z e r s w h k e Präsen ende Entwu ückbau ent liothe Bereic nnte d . Außerdem er Bib g R en ko vielen ) d le n m il d  % e in h t e n 0 r a T d 5 u e n n s ß gr ng weit rten u en Ma desten ie Umgebu em er erenzie weiter n min d e , iff it r zu ein s a d m la r w G en die de geben on und samm kt. chen, gespr (vorge lplatte he. Zu h c n rchite a ä e t A fl s d r r ich an r e e e e m r b o iz w e r o e t b t h t n r la en en ie sC de chw reduz r mit P Fassad ster au rgänzt der S u t u  % s k im 0 M u 7 r n t tze um “, e ags Teil de inem tonstü h ein che Tr ebung lien, e e c a g f ia u lb r e a m in h e a t e r in U e r r be hr Ma n St Teil de ine se tig mit ecke a hräge e ö m d c n s s u h s z c r o o li e k en dd the n, w sätz Weg in esch en un Platte ktem nstütz der G grund t „ e o h n t n ir c u e e d e a io d r t f lb B en seien uk au enk che Stah besteh er Red tützen rch Kräfte l der s S d rüngli rägen ie ie p ie h it p d s ie d c s r s D m ir u n n . , u Die mme ben w ss der wurde h dad eleitet fweise s Zusa en sic „So ha elo, da m“ au Weise te abg b i. g n a e e e ,5 s e s g 7 r D ie Auf da m e n t n s da er ge vo uf d eigt. E d Fun erläut gegan en“. A raster n gen chen, sse un e loren efang ützen r o t g g e S h n b v c a u s s m g ine ystem Stütze ten Unterge Überle und e hen S neuen ßigen er ä d .“ n m r ä n statisc r u e ie ve Lesen Sie den gesamten Artikel auf ng ingen die un Neigu s „rein dene u ie a www.afa-architekturmagazin.de h c o s als 34 ver in der Rubrik „Objektberichte“



Die einfache vorhandene Tragstruktur mit Platten und einem Stützenraster von 7,50 m wurde im Fassadenbereich durch die Reduktion der Geschossdecken verändert. Neue Stützen leiten die Kräfte der bestehenden Platten auf direktem Wege nach unten ab.

AFA | Architekturmagazin für Architekten 49


/ / E nergetische S anierung

Weltwassertag 2014 war am 22. März. Das Motto in diesem Jahr: „Wasser und Energie“ Ohne Wasser kein Leben. Eine nachhaltige Nutzung des Wassers ist wesentlich für eine tragfähige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung weltweit. Wasser hat eine zentrale Bedeutung für Ernährung, Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft und Energieerzeugung. Der Weltwassertag erinnert jedes Jahr am 22. März an dieses wichtige Thema!

„Wasser und Energie“ Im Jahr 2014 stand der Weltwassertag unter dem Motto „Wasser und Energie“. Mit diesem Schwerpunkt werden nun wichtige Voraussetzungen für menschliches Leben in Verbindung zueinander gesetzt. So erfordern beispielsweise die Energieerzeugung und -übertragung insbesondere für Wasserkraft, Kernkraft und thermische Energiequellen die Nutzung von Wasserressourcen. Wasser und Energie sind zudem wertvolle Faktoren für die Nahrungsmittelproduktion und die wirtschaftliche Entwicklung. Alle Prognosen und Szenarien weisen auf einen steigenden globalen Bedarf nach beiden Ressourcen hin – deren Bereitstellung ihrerseits Auswirkungen auf die Umwelt haben kann.

Gleichzeitig gibt es in weiten Teilen der Welt nach wie vor die Probleme einer mangelhaften Wasser- und Sanitärversorgung. Hauptschwierigkeit ist es, den nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser für mehr Menschen zu ermöglichen. In Europa fällt der Wasserverbrauch seit Jahren stetig. In der Landwirtschaft ist dies durch Effizienzmaßnahmen und staatliche Vorschriften gelungen. Gleichzeitig ist die Wasserverschmutzung durch die Industrie massiv zurückgegangen.

Deutschland Auch in Deutschland sind die Wechselwirkungen zwischen Wasser und Energie von Bedeutung, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch wenn es um die Steigerung der Energieeffizienz in der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung geht. In Deutschland ist Wasser ein streng kontrolliertes Lebensmittel. Hohe gesetzliche Anforderungen und die regelmäßige Wartung von sanitären Anlagen sorgen in der Bundesrepublik dafür, dass eine sehr gute Wasserqualität gewährleistet werden kann. Hierbei kommt dem SHK-Handwerk eine besondere Bedeutung zu, denn mit einer fundierten Beratung und der effizienten Installation gelingt es, eine wassersparende Technik einzusetzen.

„Wasser ist Leben“ Die SHK-Organisation ist sich der weltweiten Wasserproblematik sehr bewusst. Bereits im Jahr 2011 führte der ZVSHK anlässlich der ISH 2011 einen internationalen Plakatwettbewerb mit dem Titel „Wasser ist Leben“ durch. Mit diesem Wettbewerb thematisierte der ZVSHK weltumspannend die Probleme von Wassermangel und Wasserverschwendung. Die Bedeutung eines

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„Ich hab’ besseres zu tun als mir ständig Sorgen zu machen.“

sicheren Zugangs zu sauberem Trinkwasser wurde gerade den Menschen nahe gebracht, die in Industrieländern leben und sich in ihrem Alltag über den ungehinderten Zufluss an frischem Wasser wenig Sorgen machen müssen. Dem Wettbewerbsaufruf folgten fast 5.000 Teilnehmer aus 83 Ländern. Unter großer Anteilnahme und mit durchweg positiver Resonanz fanden nachfolgend Ausstellungen in Kapstadt/Südafrika, China und Ungarn statt.

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50 AFA | Architekturmagazin für Architekten

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Die Gründe für nasse Keller sind vielfältig – doch Schimmel und Feuchte können Besitzer teuer zu stehen kommen. Der Verband Privater Bauherren e. V. (VPB) rät Eigentümern, zu klären, ob die Feuchtigkeit durch eine mangelnde vertikale oder horizontale Abdichtung bedingt ist – denn erst dann können Maßnahmen zur Schadensbehebung erfolgen, so der Verband. Im Falle eines alten Bitumenanstriches können die Kosten bis zu 15.000 Euro oder mehr betragen – alternativ sind zur Vermeidung eines Aufsteigens von Feuchtigkeit Injektionen aus Zement oder Expoxyharz ins Mauerwerk möglich.

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52 AFA | Architekturmagazin für Architekten

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lzkat

Durch einen unwirksame Befristung wird ein Mietvertrag nicht außer Kraft gesetzt – dies entschied der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil (AZ VIII ZR 235/12). Im vorliegenden Fall hatten die neuen Wohnungseigentümer den Mietern wegen Eigenbedarfs zum 31. Oktober 2010 gekündigt, diese hatten allerdings mit dem Vorbesitzer im November 2009 einen bis zum 31. Oktober 2012 gültigen Zeitmietvertrag geschlossen und akzeptierten die Kündigung nicht. Der BGH vertrat die Ansicht, dass das Mietverhältnis durch die Kündigung wegen Eigenbedarfs nicht beendet wurde – zwar war der Zeitmietvertrag nicht wirksam, reiche aber aus, um die Kündigung auszuschließen.

MAGAZIN

R

ARCH

ARCHITEKTUR

MAGAZIN

ARCHITEKTUR

TU ITEK

Die Sa

Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) rechnet vor allem wegen der geplanten Ökostromabgabe bis zum Jahr 2018 mit 300 Millionen Euro Mehrkosten für die Energiewende. Laut BSW-Solar wurde die Solarstromförderung für neu in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlagen in der vergangenen Legislaturperiode um fast 70 Prozent reduziert, die Preise für diese Anlagen werden allerdings nicht entsprechend schnell genug sinken. Die EEG-Umlage werde dem Verband zufolge Mehrkosten in Millionenhöhe verursachen.

AFA

AFA

Hamburg

Bis zum 31. März 2014 konnten Vermieter einen Teilerlass der Grundsteuer beantragen, wenn sie im Jahr 2013 erhebliche Mietausfälle hatten. Betrugen die Mieterträge weniger als 50 Prozent des üblichen Rohertrags, ist ein Grundsteuerlass von bis zu 25 Prozent möglich, für gänzlich ertraglose Objekte sogar von 50 Prozent. Vermieter, die wegen unverschuldeter Mietausfälle in den Genuss des Grundsteuererlasses kommen möchten, müssen dauerhafte und ernstgemeinte Vermietungsbemühungen nachweisen können – zum Beispiel eine Maklerbeauftragung oder Vermietungsannoncen.

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Immobilienverwalter und -besitzer können wieder auf einen aktuellen Leitfaden für die Sanierung von Bestandsimmobilien zugreifen: Das Kompendium Energetische Sanierung wurde vom Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) neu aufgelegt und beinhaltet umfangreiche Tipps und Informationen rund um die Gebäudesanierung. Der Leitfaden soll private Wohneigentümer von den Vorteilen einer energetischen Sanierung überzeugen und kann kostenlos über den DDIV bezogen werden.

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Automobile

Der familienfreundliche Franzose Am Wochenende, wenn die Familie ihren Citroën belädt, um mit ihm ans Meer zu fahren, muss nicht viel zu Hause bleiben. Ob Liegestuhl, Gummi­ boot oder Sonnenschirm, alles findet Platz an Bord. 537 Liter Kofferraumvolumen sind nicht von schlechten Eltern. Und wer die verstellbaren Einzelsitze nach vorn schiebt, kommt sogar auf ein Volumen von 660 Liter. Die Variabilität des Innenraums im C4 Picasso ist absolut familientauglich. Die Gestalt des hochaufragenden Viertürers zeugt von seinen Intentionen. Er steht wie

Sparsamer Teufel

Vollwertige Elektrokost

Lexus und Hybridtechnik gehören seit jeher

Elektroautos müssen nicht winzig klein und

zusammen. Das Unternehmen hält auch in

­unkomfortabel sein. Der Beweis, dass der Elektro­

Zukunft an dieser Technologie fest. Bereits in ­

mobilität die Zukunft gehört, ist der Nissan Leaf.

der dritten Generation wird der Lexus IS nun in

Das Auto überzeugt als geräumiges Stadtmobil

Deutschland verkauft. Neben dem Basisbenziner

und vollwertiger Kompaktwagen. Nissan hat

(IS 250) gibt es jetzt auch die Hybrid-Variante IS

das E-Mobil Leaf gezielt nachgebessert. Nun

300h. Der Vollhybrid überzeugt durch eine sehr

kommt der Stromer nicht nur weiter, er ist auch

harmonische Abstimmung zwischen den beiden

komfortabler und geräumiger. Die Sitze bieten

Motoren und dem Automatik-Getriebe. Die Sys-

mehr Seitenhalt und sind nun auch in der Höhe

temleistung liegt bei 164 kW/223 PS und sorgt

einstellbar. Die Fondpassagiere freuen sich über

für ordentliche Fahrleistungen. Außerdem kann

eine Menge Beinfreiheit, da die Vordersitze gut ausgeformt sind. Aber nicht nur die Insassen

ein Riese auf 17 Zoll großen Leichtmetallrädern. Die horizontale Betonung der Front mit dem Doppelwinkel und die dreidimensionale Ausprägung der Flanken sehen einfach flott aus. Das

Lexus IS 300h

ter kürzer als sein Vorgänger, aber dafür hat der Radstand zugelegt: 5,5 Zentimeter Zuwachs sind üppig und sorgen im Innenraum für fürstliche Platzverhältnisse. Außen kommt der C4 Picasso

Wechselstrom für den Elektromotor umwandelt, wanderte vom Heck unter die Motorhaube. Das

Der sanfte Riese

Fassungsvermögen stieg dadurch auf 370 Liter,

In der Mittelklasse geht ein neuer Stern auf.

mal 720 Liter Stauraum zur Verfügung. Auch

Denn im Rennen um die Gunst von Familien­

beim Fahrwerk leisteten die Nissan Ingenieure

vätern und Firmenfahrern bringt Mercedes die

Feinarbeit. Die Dämpfer wurden straffer ab­

neue C-Klasse auf die Straße. Sie ist größer und

gestimmt, die Servolenkung neu kalibriert. Tat-

frischer gezeichnet, nobel und perfekt ausgestat-

sächlich fährt sich der Nissan Leaf jetzt noch

tet. Edel, sparsam und breit aufgestellt wie kein

knackiger als bislang, was dem bekannten

bei umgeklappter Rücksitzlehne stehen maxi-

­Federungskomfort aber nicht geschadet hat. …

anderer. So definiert Mercedes die Maßstäbe in

Citroën C4 Picasso e-HDI 115 mit knappen Überhängen, breiter Spur und nied-

der Mittelklasse und geht damit in die Vollen.

man es den deutschen Autoherstellern leider

Nicht Evolution, sondern Revolution war das Leit-

nicht ersparen: Das, wovon sie immer sprechen,

motiv von Designern und Entwicklern. Schon von

hat Lexus nun in einem Paket eingelöst: Mehr

außen sieht die neue Limousine deshalb über­

von allem, auch von der Sparsamkeit, denn der

raschend jung und schnittig aus, wenn sie ihren

Verbrauch fällt dank der Hybridtechnik erstaun-

stolzen Bug in den Wind rückt, das Licht in den

lich gering aus. Im Schnitt genügten 7,5 Liter

muskulösen Flanken spielt oder der Blick auf das

auf 100 km, wobei auch ein Verbrauch um sechs

strömungsgünstig gerundete Heck fällt. Dass sie

Liter leicht einzufahren ist. Je nach Fahrsituation

zudem zehn Zentimeter in die Länge gegangen

laufen die Aggregate zusammen oder getrennt,

ist und nun 4,69 Meter misst, das haben die

bis rund 30  km/h ist auch rein elektrisches

­Designer geschickt kaschiert. Luftfederung, LED-

Fahren (EV) möglich. Über ein Drehrad obliegt

Scheinwerfer, klimatisierte Sitze, Innenraum­

es dem Fahrer, zwischen EV, Eco, Normal und

beduftung oder Internetzugang – alles ist zu­

Sport zu wählen. Zudem kann er über Schalt-

bekommen. …

wippen hinter dem Lenkrad virtuell die Gänge wechseln oder die Motorbremse in sechs Stufen

riger Dachlinie daher, drinnen herrscht Wohl­

steigern. Das alles funktioniert einwandfrei und

fühl-Atmosphäre auf allen Plätzen. Die Panora-

erfordert kaum Übung. Sobald das Reisetempo

ma-Frontscheibe trägt außerdem zum guten

Dann schaltet sich der Benziner kaum merklich

bequem, den Beifahrersitz gibt es in der Exclusiveausfahrbarer Beinauflage und auch die drei Einzelsitze hinten fallen selbst für Erwachsene angenehm groß aus. … 54 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Nissan leaf

erreicht ist, gibt es nur noch pure Entspannung.

Raumgefühl bei. Die vorderen Sitze sind äußerst Ausstattung sogar mit Massagefunktion und

steht mehr Platz zur Verfügung. Der Grund: Der Inverter, der den Gleichstrom der Batterie in

Mercedes C 250 Bluetec

Heck steht steil und fast über der Hinterachse. Der 4,43 Meter lange C4 Picasso ist vier Zentime-

finden mehr Raum vor, auch für das Gepäck

zu und wieder ab, während der E-Motor mit sei-



Fortsetzung der Testberichte auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Automobile“

nen 300 Newtonmeter Drehmoment für Schub und damit für Ruhe im ohnehin gut gedämmten Innenraum sorgt. …



Fortsetzung der Testberichte auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Automobile“

AFA | Architekturmagazin für Architekten 55


Automobile

Für jeden SpaSS zu haben

Der rustikale Hightech-Offroader

Jedem traditionsbewussten Porsche-Fan geht

Sie sind selten geworden, aber es gibt sie noch –

beim 911 so richtig das Herz auf. Das Unterneh-

robuste Offroader wie den Toyota Landcruiser,

men aus Stuttgart-Zuffenhausen liefert mit dem Klassiker auch in der siebten Generation einen Sportwagen, der allen Ansprüchen gerecht wird.

Range Rover 4.4 TDV8 Autobiography

nur der Asphalt, sondern der Weg an sich enToyota Landcruiser zwar nicht auf moderne

den Sommermonaten glänzt und Freude macht.

Assistenzsysteme, ist aber im Grund seines ­

Das Komplettpaket aus gran­diosem Klang, be-

­Wesens ein Weltenbummler geblieben. Neben

eindruckenden Langstreckenquali­täten und per-

dem guten Gefühl, hoch über allem zu thronen,

fekten Sportwagengenen, lassen den Porsche

bietet er vor allem als Zugfahrzeug handfeste

911 Carrera S Cabrio zu einem unübertroffenen

Vorteile. Auf der Straße ist der Landcruiser

Saisonarbeiter werden. In Sachen Lenkung,

­sowohl vom Fahrwerk als auch von der Leis-

Bremsen und Fahrwerk ist der Porsche 911 von

tungsentfaltung ein echter Cruiser. Als braver

keinem zu schlagen. Im Carrera 4S werkelt ein

Bursche erweist sich der 3,0-Liter-Common-Rail

3,8-Liter-Boxermotor mit 400 PS. Das Herzstück

vor allem bei Autobahnfahrten. Im Gelände lebt

des Carrera ist unglaublich drehfreudig und

er richtig auf. Toyota begegnet den Offroad-

Verfechter traditioneller Saugmotoren kommen zichtet auf eine Turboaufladung und bietet

Luxus XL

Drehzahlbereich mehr als genug Kraft, um das

Range Rover hat sein Flaggschiff in der aktuellen

1,5 Tonnen schwere Cabrio in 5,1 Sekunden von

dritten Generation kräftig überarbeitet und krönt

0 auf 100 km/h zu befördern. Außerdem sorgt

das Topmodell der Marke mit einem Power-­Diesel

eine schnelle und perfekte Siebengang-Doppel-

und einer neuen Achtstufen-Automatik. Der

kupplung für äußerste Schaltzufriedenheit. …

größte Stolz der Entwickler ist natürlich die VollAluminium-Karosserie, welche das Gewicht ­drastisch nach unten bringt. In Verbindung mit weiteren Leichtbaumaßnahmen – auch das Fahrwerk ist beispielsweise aus Aluminium – wiegt das Basismodell nun 420 Kilo weniger als die Vorgängervariante. Außerdem besitzt der Range Rover 4.4 TDV8 Autobiography 0,8 Liter mehr

Ladung Elektronik. Der Vierzylinder-Turbodiesel

Viele gute Gründe sprechen für den Marktfüh-

erhielt jetzt die zweite Generation der Com-

rer bei den Minivans. Der VW Touran TDI 2.0

mon-Rail-Direkteinspritzung: mehr Einspritz-

Highline besticht durch Komfort und ausgefeilte

druck (1600 statt 1350 bar), zwei statt einer

Technik. Um den Erfolg zu festigen, gab es zum

Voreinspritzung und einen neuen Turbolader für

neuen Modelljahr ein Facelift, das dem Kom-

mehr Ladedruck. Ergebnis: 166 statt 163 PS,

pakt-Van außerordentlich gut bekommen ist.

410 statt 343 Nm Drehmoment und ein weiche-

Die Front- und die Heckleuchten sind jetzt kon-

rer Motorlauf. Durch das höhere Drehmoment

turierter geschnitten. Das Facelift hat natürlich

und den Turbolader mit elektrisch verstellbaren

nichts an den hinlänglich bekannten Qualitäten

Leitschaufeln wirkt der Motor subjektiv deutlich

des Touran geändert. Zudem ist er qualitativ

spontaner als früher. Zügige Zwischenspurts

hochwertig verarbeitet, kennt keine funktiona-

sowie dynamischer Durchzug sind garantiert.

len Schwächen und bietet auf 4,41 Meter

Und selbst wer die erlaubten 2,8 Tonnen an den

Grundlänge eine optimale Raumausnutzung.

Haken nimmt, fährt mit dem Selbstzünder aus-

Fünf Einzelsitze warten auf Passagiere, die drei

gesprochen gut. …

hinteren lassen sich einzeln umklappen, senkrecht stellen oder auch herausnehmen. Das Koffer­

Hubraum als der Vorgänger, ein Drehmoment-

raumvolumen beträgt unglaubliche 695 Liter, so-

Gebirge von 700 Newtonmeter und einen um

lange man auf zwei weitere Sitze verzichtet. Für

18 Prozent verringerten Verbrauch. Von außen

Großfamilien gibt es auch eine zweiplätzige

fallen der in Chrom glänzende Grill und die ver-

dritte Sitzreihe, die im Kofferraumboden ver-

änderten Lufteinlässe auf. Im Innenraum sind es

senkt werden kann. Wird sie nicht gebraucht,

neue Instrumente, der animierte Tacho und der

verschwindet sie durch einfaches Vorklappen

Alu-Drehschalter für die Automatik, der bei ein-

Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet

Der kleine Luxus für die Familie

Ansprüchen der Kundschaft mit einer geballten

hier auf ihre Kosten – denn das 4S Cabrio ver-

Saugers. Dabei bieten die 440 Nm im o ­ beren

die erst richtig gefordert werden, wenn nicht det. In seiner neusten Generation verzichtet der

Hier ist ein Cabrio entstanden, das nicht nur in

stattdessen das unverwechselbare Feeling eines

VW Touran

der Lehnen. …

geschalteter Zündung aus der Mittelkonsole fährt. Und im Fond dürfen sich die Passagiere jetzt über elektrisch einstellbare Einzelsitze mit Heizung und Lüftung freuen. Der Zug am dicken



Fortsetzung der Testberichte auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Automobile“



Türgriff ist nur eine kleine Handbewegung –

Fortsetzung der Testberichte auf www.afa-architekturmagazin.de in der Rubrik „Automobile“

doch sie öffnet die schwere Pforte in eine andere Welt. …

Toyota Landcruiser 3.0 D-4D 56 AFA | Architekturmagazin für Architekten

AFA | Architekturmagazin für Architekten 57


Building with Bamboo. Design and Technology of a Sustainable Architecture, 160 Seiten Gernot Minke Birkhäuser Verlag

Englisch

Als traditionelles Baumaterial der warmen Klimazonen Asiens und Lateinamerikas, erfreut sich Bambus neuerdings eines wachsenden Interesses unter Architekten der nördlichen Hemisphäre: Bambus hat nicht nur ein geringes Gewicht bei großer Stabilität und ist ausgesprochen elastisch, sondern zeichnet sich auch durch Eigenschaften aus, die in Zeiten schwindender Ressourcen besonders gefragt sind: das Material ist reichlich verfügbar und zudem erneuerbar. Die Anwendungsbereiche von Bambus in der Architektur haben sich erheblich erweitert und diversifiziert, so dass heute sogar weitgespannte Konstruktionen wie Brücken daraus gebaut werden. Der Band ist ein detailliertes Handbuch für Bambuskonstruktionen und bietet darüber hinaus eine umfangreiche Präsentation von Bambusbauten weltweit, darunter das spektakuläre deutsch-chinesische Haus auf der EXPO Shanghai 2010 und ein Parkhaus in Leipzig: ein nachwachsendes und attraktives Baumaterial.

Photovoltaik ist im Kontext von Energiekrise und Klimawandel eine der vielversprechendsten Technologien zur globalen Energiegewinnung. Photovoltaikmodule stehen inzwischen in einer solch großen Bandbreite zur Verfügung, dass nahezu alle üblichen flächigen Bauteile mit photovoltaischer Funktion versehen werden können. Dieses Buch erklärt die Technologie, zeigt die verfügbaren Produkte und vermittelt anschaulich deren Einsatz am Gebäude mit Schwerpunkt auf großmaßstäblichen Bauten. Es liefert Architekten alles notwendige Know-how, um ein neues oder bestehendes Gebäude mit einer Photovoltaikanlage auszustatten Planung und Ausführung verbindend. Nicht zuletzt ist es ein wertvolles Arbeitsinstrument, um sich auf die Kommunikation mit den relevanten Herstellern und den Bauherren vorzubereiten.

Wir müssen die Welt verändern Oscar Niemeyer 96 Seiten 12,95 €

„Wenn man mich fragt, was für mich die Fantasie bedeutet, antworte ich: Fantasie ist die Suche nach einer besseren Welt.“ Oscar Niemeyer – einer der berühmtesten Architekten unserer Zeit – hat im hohen Alter von 104 Jahren, kurz vor seinem Tod, ein Resümee seines Lebens verfasst. Er schildert in acht kurzen Kapiteln seine persönliche Philosophie des Lebens, die Rolle der Architektur im Wandel der Gesellschaft, sowie seine Sicht über Politik, Freundschaft und Kunst. Er lässt uns teil an seinen Erinnerungen und Begegnungen mit Leitfiguren des 20. Jahrhunderts von Fidel Castro bis Satre und Le Corbusier. Der Architekt, der seiner Heimat Brasilien eine neue Hauptstadt entwarf, erklärt uns in einem Buch voller Hoffnung, warum die Welt sich ändern muss – und dass es allein von uns abhängt, sie zu einem besseren Ort zu machen.

FLEXIBLE VERBUNDMATERIALIEN IN ARCHITEKTUR, 232 SEITEN BAUWESEN UND INNENARCHITEKTUR René Motro

49,95 €

Seit Jahrhunderten fasziniert textile Architektur die Menschheit und in den letzten Jahren konnten durch innovative Materialien neue Möglichkeiten geschaffen werden, diesen besonderen Werkstoff sowohl in der Architektur, im Bauwesen als auch im Design einzusetzen. Das Werk widmet sich den technischen Textilien in drei Teilen: Im ersten Kapitel wird das Material in seinen spezifischen Eigenschaften vorgestellt, das zweite Kapitel befasst sich mit den Anwendungen in den Bereichen Architektur, textile Fassaden, Sonnenschutz und Innenarchitektur unter besonderer Berücksichtigung von Verarbeitungsweisen und Konstruktionsprinzipien. Das dritte Kapitel dokumentiert eine Auswahl von 24 internationalen gebauten Projekten, um die verschiedenen Einsatzgebiete auch unmittelbar zu veranschaulichen.

58 AFA | Architekturmagazin für Architekten

Maschinen zuhause: Die Technisierung des Wohnens in der Moderne, 257 Seiten

Simon Roberts und Nicoló Guariento Birkhäuser Verlag 42,95 Euro

41,95 €

Antje Kunstmann Verlag

BÜCHER

GEBÄUDEINTEGRIERTE PHOTOVOLTAIK. EIN HANDBUCH, 184 SEITEN

Katrin Eberhard Gta Verlag 48,– € Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts konzentrierten sich auf Komfort, Gesundheit und Kontrolle der Technisierung des Wohnens. Die neue Haustechnik beeinflusst Entwurf, Gestaltung sowie Wahrnehmung von Gebäuden und nicht zuletzt durch die aufkommende Elektrizität werden neuartige architektonische Lösungen im Haus möglich. Katrin Eberhard analysiert, vor dem Hintergrund der Kontroverse um den von Le Corbusier geschaffenen Begriff der "Wohnmaschine", die genannten Hauptmotive an drei charakteristischen Bauten aus dem Ende der 1920er Jahre: die Villa Cavrois von Robert Mallet-Stevens, das Lovell Health House von Richard J. Neutra und das Huis Van der Leeuw von Jan Brinkman und Leen van der Vlugt.

[YOUNG HOUSE] magazin URBANITÄT: Europa vs. China 208 Seiten Reinhart Wustlich (Hrsg.) Nicolai Berlin 24,90 € Neben Beiträgen zur aktuellen Architektur in Metropolen wie New york und Antwerpen, Johannesburg und Köln stehen Berichte über bemerkenswerte Beispiele junger Architektur in China und Paris. Design Cities präsentiert den Blick in den modernsten Newsroom einer Tageszeitung und in die Arbeitswelt eines Konzerns hinter historisierenden Fassaden. In einer Sonderbeilage wird Köln als Rheinpanorama vorgestellt, die Stadt, in der 50.000 Bürger für den Erhalt des Ensembles von Schauspielhaus und Oper eintreten, um nach dem Verlust des Stadtarchivs nicht einen weiteren Ort der Erinnerung der Stadt zu verlieren. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe des Magazins steht eine Revue der Urbanität unter Bedingungen der Umwertung von Lebensstilen und der Abgrenzung der Megalopolen. [yOUNG HOUSE] magazin URBANITÄT – ein ebenso offenes wie gegensätzliches urbanes Panorama.

[YOUNG HOUSE] magazin PERIPHERIE: Wendekreis des Südens 165 Seiten Reinhart Wustlich (Hrsg.) Nicolai Berlin 24,90 € Im Mittelpunkt dieser Ausgabe des Magazins steht eine Revue der Urbanität unter Bedingungen der Umwertung von Lebensstilen und der Abgrenzung der Megalopolen. In dieser Sonderbeilage des [yOUNG HOUSE] magazins werden die aktuellen Preisträger und das Panorama der vielfältigen Teilnehmerprojekte junger Architektur des DEUBAU Junior Award 2012 vorgestellt, des bedeutendsten Wettbewerbs für junge Architektinnen und Architekten in Deutschland.

Oscar Niemeyer. Eine Legende der Moderne, 143 Seiten Paul Andreas und Ingeborg Flagge (Hrsg.) Birkhäuser Verlag Deutsch/Englisch 36,95 € Der Brasilianer Oscar Niemeyer gehörte zu den berühmtesten Architekten des 20. Jahrhunderts und machte sich durch die Bauten für sein Heimatland unvergesslich. Mit seinem unverwechselbaren Stil schaffte er es Architektur und Landschaft miteinander zu verbinden. Neben dem Text „Meine Architektur“ von Niemeyer selbst, analysieren in dieser Publikation renommierte Autoren in Einzelbeiträgen wichtige und aktuelle Aspekte des Werks von Niemeyer. Themen sind zum Beispiel die Einordnung seines Schaffens in die moderne Architekturgeschichte Brasiliens, sein Beitrag als Stadtplaner, und sein Einfluss auf die Architektur der jüngsten Zeit in Deutschland. Den visuellen Glanzpunkt bilden die 48 Seiten mit Farbabbildungen, darunter 30 Fotos aus dem Niemeyer-Archiv, welche die Highlights seiner Architektur eindrücklich zur Darstellung bringen.

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Wettbewerbe

R Ü F N H A B T H C I D G LUFT N U M M A D R E S HOLZFA

2014 International Research Seed Funding Delta-Vent S kann besonders wirtschaftlich und zeitsparend oberhalb der Sparren verlegt werden. Mit den integrierten doppelten Klebezonen am oberen und unteren Bahnenrand und den systemkonformen Dicht- und Klebemitteln ist die Luftdichtheitsschicht einfach und sicher herzustellen. Ihre Unterdeck- und Schalungsbahn Delta-Vent S Plus stellte die Dörken GmbH & Co. KG, Herdecke auf der DACH + HOLZ International in Köln in einer neuen Anwendung bei DachSanierungssystemen mit Holzfaser-Dämmstoffen vor. Diese Dämmsysteme benötigen aufgrund ihrer spezifischen Materialeigenschaften in aller Regel keine zusätzliche Dampfbremse für die Feuchteregulierung, sondern lediglich eine Luftdichtheitsschicht, die im Sanierungsfall häufig von außen installiert wird. In diesen Fällen kann Delta-Vent S als hochdiffusionsoffene geprüfte Luftdichtheitsbahn besonders wirtschaftlich und zeitsparend oberhalb der Sparren installiert werden. Die dreilagige Bahn aus einer PP-Spinnvlies-Folien-Kombination ist äußerst reißfest, leicht zu verlegen und sicher luftdicht zu verarbeiten. Die Verklebung der Längsstöße erfolgt dabei mit den integrierten doppelten Klebezonen am oberen und unteren Bahnenrand. Die Verbindung Klebemasse in Klebemasse haftet dabei sofort, so dass auch ein sofortiger Wetterschutz für die Konstruktion gegeben ist. Für die fachgerechte Ausbildung von Querstößen, Durchdringungen und Anschlüssen an aufgehende Bauteile steht eine Palette systemkonformer Dicht- und Klebemittel zur Verfügung, darunter auch die struk-

turviskose, pastöse Funktionsbeschichtung Delta-Liquixx. Die „Folienmanschette aus dem Eimer“ ist universell auf den verschiedensten Untergründen einsetzbar, lässt sich einfach mit dem Pinsel verarbeiten und dichtet in Kombination mit einem abgestimmten Strukturvlies auch schwierige oder schwer zugängliche Details sicher ab. Bei der Überdämmung der Konstruktion mit Holzfaser-Dämmplatten empfiehlt sich vor allem bei stark gegliederten Dachflächen der Einsatz von Delta-Vent S auch als Unterdeckbahn. Aufgrund ihrer guten Verarbeitbarkeit bei Detailanschlüssen lässt sich so schnell und sicher eine winddichte Konstruktion herstellen. Ihre bewährten Verarbeitungsparameter und das geringe Materialgewicht machen Delta-Vent S besonders baustellengerecht. Die Bahn wird wie gewohnt über den Sparren bzw. auf den Holzfaser-Dämmplatten ausgerollt und ausgerichtet. Danach werden beide Schutzstreifen gemeinsam aus dem Überlappungsbereich gezogen. Dabei treffen in jedem Fall frische, unverschmutzte und trockene Klebeschichten aufeinander. Für die Klebebereiche sind dabei auch Arbeitsunterbrechungen kein Problem, da die Abdeckfolien den Klebstoff sicher vor Witterungseinflüssen schützen. Ihre Unterdeck- und Schalungsbahn Delta-Vent S Plus stellte die Dörken GmbH & Co. KG auf der Dach + Holz in einer neuen Anwendung als Lichtdichtheitsbahn bei Dach-Sanierungssystemen mit Holzfaser-Dämmstoffen vor. Autorin: Dagmar Riefer

Bewerbungsschluss 12.05.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Stadtplaner, Ingenieure, Absolventen, Studenten Nähere Infos unter http://www.ctbuh.org/TallBuildings/ ResearchDivision/ResearchSeedFunding2014/tabid/6128/ language/en-US/Default.aspx

Montreal Space for Life Architecture Competition, Kanada Abgabetermin bis 15.06.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Ingenieure, Absolventen, Studenten, weltweit nähere Info unter: http://mtlunescodesign.com/en/project/ Space-for-Life-architecture-competition

Innovative Minds 2014: Dimensional Evolutions

ADAA 2014 – Adobe Design Achievement Awards

Anmeldeschluss bis 15.05.2014, Anmeldeschluss 15.05.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Innenarchitekten, Ingenieure, Studenten Nähere Infos unter http://www.gurroo.com/architecturalcompetition/innovative-minds-2014-dimensional-evolutions/

Bewerbungsschluss 20.06.2014, Teilnehmer Architekten, Studenten, weltweit nähere Infos unter http://www.adobeawards.com/us/

ReGeneration – An Intergenerational Living Competition

Anmeldeschluss 23.06.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Studenten, weltweit nähere Infos unter http://www.ctbuh.org/Default. aspx?alias=www.ctbuh.org/competition

Bewerbungsschluss 15.05.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Stadtplaner, Ingenieure, Studenten, weltweit nähere Infos unter http://www.cpidcompetitions.org

Deutscher Fassadenpreis 2014 Abgabetermin bis 15.05.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten nähere Infos unter http://www.fassadenpreis.de/

International Conference New Urban Languages 2014: Re-thinking Urban Ideology in Post-ideological Times Bewerbungsschluss bis 20.05.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Stadtplaner, Ingenieure, Studenten nähere Infos unter http://www.newurbanlanguages.eu/

CTBUH 2014 International Student Tall Building Design Competition

Plasticity Anmeldeschluss 29.06.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, weltweit nähere Infos unter http://www.tex-fab.net/competition/ plasticity/

THE LUMEN PRIZE 2014 Abgabetermin 30.06.2014, Teilnehmer Innenarchitekten, weltweit nähere Infos unter http://lumenprize.com/

ICONIC AWARDS 2014

ifac 2014 International Festival of Art & Construction – Workshop

Anmeldeschluss 30.05.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Ingenieure nähere Infos unter http://www.german-design-council.de/nc/ designpreise/iconic-awards/2014.html

Anmeldeschluss 11.08.2014, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Stadtplaner, Ingenieure, Absolventen, Studenten nähere Infos unter https://ifac.me/workshops

DEUTSCHER VERKEHRSPLANUNGSPREIS 2014

Energy Efficient Lighting Design Competition 2014

Bewerbungsschluss 30.05.2014, Teilnehmer Ingenieure nähere Infos unter info@srl.de

Abgabetermin 15.08.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Stadtplaner, Absolventen, Studenten nähere Infos unter: http://lighting-design.co.za/

World Architecture Festival 2014 Bewerbungsschluss 30.05.2014, Teilnehmer Architekten, weltweit nähere Infos unter https://www.worldarchitecturefestival.com/

Organic Skyscraper London Abgabetermin 10.06.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Freiraumplaner, Stadtplaner, Ingenieure, Absolventen, Studenten nähere Infos unter https://www.superskyscrapers.com/

[HolzbauPlus 2014] Bundeswettbewerb – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen Bewerbungsschluss 01.09.2014, Teilnehmer Architekten nähere Infos unter http://www.holzbauplus-wettbewerb.info/

Sky Pavilion 2015 Anmeldung bis 04.11.2014, offener Wettbewerb, Teilnehmer Architekten, Innenarchitekten, Freiraumplaner, Ingenieure, international nähere Infos unter: http://www.archtriumph.com/

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Ausstellungen

Amsterdam

Berlin

Marcel Wanders Stedelijk Museum 01.02.2014–15.06.2014

Ai Weiwei Martin-Gropius-Bau 03.04.2014–07.06.2014

Aschaffenburg

Bingen

Raum und Licht: Riccardo De Marchi + Francesco Candeloro Neuer Kunstverein 18.05.2014–11.07.2014

dritte Skulpturen-Triennale Bingen zwischen Rheinfähre und Mäuseturm 26.04.2014–05.10.2014

Baden-Baden

Ishøj

Room Service – Vom Hotel in der Kunst und Künstlern im Hotel Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 22.03 2014.–22.06.2014

Hundertwasser Arken 01.02.2014–01.06.2014

Barcelona Group R – Motor of Modernity + Antoni Abad – megafone. net (2004–2014) MACBA – Museu d’Art Contemporani 07.02.2014–24.06.2014

Bergisch Gladbach Monika Grzymala – Rückbau Städtische Galerie Villa Zanders 09.02.2014–01.06.2014

Messen 2014 Mai

Venedig 14. Architektur Biennale „Fundamentals“ Giardini-Pavillons und Arsenaleräume 07.06.2014–23.11.2014

16.–18.05.2014 Karlsruhe

designmesse.ch: Verkaufsmesse für Wohn- und Bürodesign

16.–18.05.2014 Wien

The ARC Show: Beleuchtungsmesse für Architekten, Einzelhandel und Unternehmen

19.–21.05.2014 London, Großbritannien

Berliner Energietage 2014: Kongress mit begleitender Fachmesse Energie ImpulsE

19.–21.05.2014 Berlin

Design District: Ausstellung für Innenausstattung

21.–23.05.2014 Zaandam, Niederlande

greenEXPO: Internationale Messe für Green Business, umweltfreundliche Technologien und Innovationen, nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energien und einen bewussten Lifestyle

Juni

Köln Oscar Tuazon Museum Ludwig 15.02.2014–13.07.2014

EUNIQUE: Internationale Messe für Angewandte Kunst & Design

August

September

Berlin Neue Baukunst! Architektur der Moderne in Bild und Buch Bauhaus-Archiv – Museum für Gestaltung 12.03.2014–10.06.2014

Oktober Berlin 8. Berlin Biennale, KunstWerke und anderswo, u. a. KW Institute for Contemporary Art, im Haus am Waldsee sowie in den Museen Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin 29.05.2014–03.08.2014

November

GEOSummit: Messe und Kongress für Geoinformation

03.–05.06.2014 Bern, Schweiz

raumtex Rheinberg 2014: Fachmesse für Raumausstatter, Heimtex und Wohntrends

30.–31.08.2014 Rheinberg

Hausbaumesse Hartberg 2014: Die Messe für Bauen, Wohnen, Renovieren und Energiesparen

12.–14.09.2014 Hartberg

ARCHITECT@WORK Ausstellung und Kontaktbörse für Auftraggeber der Baubranche

17.–18.09.2014 Rotterdam, Nieder lande

Woonbeurs Amsterdam Messe für Inneneinrichtung und Wohnbedarf

30.09.2014–05.10.2014 Amsterdam, Niederlande

Glasstec 2014 Internationale Fachmesse mit Sonderschau glass technology live

21.–24.10.2014 Düsseldorf

ART.FAIR 2014 Messe für moderne und aktuelle Kunst

24.–27.10.2014 Köln

Designers Open 2014 Messe und Festival für Design

24.–26.10.2014 Leipzig

ARCHITECT@WORK BERLIN 2014 Totalevent für Architekten, Ingenieurbüros, Innenarchitekten, Einrichter und andere Auftraggeber mit Schwerpunkt Produktinnovationen WOHNDESIGN PURE VIENNA 2014 Messe für nationale und internationale Premium-Brands und Designer BauHolzEnergie-Messe 2014 Baumesse mit Kongressprogramm

62 AFA | Architekturmagazin für Architekten

22.–24.05.2014 Wien, Österreich

05.–06.11.2014 Berlin

08.–10.11.2014, Wien, Österreich 13.–16.11.2014,

Bern, Schweiz AFA | Architekturmagazin für Architekten 63


Ausblick 02/2014

Thema 1: Nakagin Capsule Tower, Ein Mensch pro Behälter

Thema 2: Entwicklungen im modernen Holzbau, Innovation trifft Nachhaltigkeit

Impressum AFA Architekturmagazin für Architekten 11. Jahrgang 2014 Herausgeber Frank Pawlak, Dipl.-Ing. Architekt (FH) Chefredakteur Frank Pawlak Redaktion Julia Speicher, Bachelor of Arts Assistentin der Geschäftsführung Amrei Ines Czeschick

Thema 3: Architektenporträt MVRDV

Thema 4: Ambient intelligence

Thema 5: Neues Bauen mit Stahl, nichts ist unmöglich?

Thema 6: Architekturreise Dubai

Thema 7: Heilsame Architektur

Thema 8: Barrierefreiheit von Städten

Fotos: Cover: © Jens Markus Lindhe; S. 2 o.r., S.6 o.: fotolia © africa; S. 2: m.l. fotolia © robinmhl, u.l. fotolia © ekostsov, m.r. fotolia © etemcolak, u.r. fotolia © Spectral-Design; S. 3: o.l. fotolia © adimas, o.r. fotolia © MasterLu, m.l. © kontraframe.dk; S. 4: fotolia © africa; Sfrankpeterschroeder.de; S. 18: fotolia © adimas; S. 19: fotolia © bnmk0819; S. 20: fotolia © cerezoff; S. 21: fotolia © arsdigital; S. 26: fotolia © MasterLu; S. 27: fotolia © asikkk; S. 28: fotolia © EvrenKalinbacak; S. 29: fotolia © Sergii Figurnyi; S. 30: fotolia © EvrenKalinbacak; S. 31: fotolia © SeanPavonePhoto; S. 32, S. 33: © NuernbergMesse; S. 34: © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jens Liebchen; S. 35: o.r. © Petro Suerta, u.l. © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel; S. 36: fotolia © mlk38; S. 37: fotolia © Max Krasnov; S. 38: fotolia © Mhalis A.; S. 39: fotolia © radub85; S. 42: © Bernadette Grimmenstein; S. 41: fotolia © eugenesergeev; S. 42: © www.dac.dk/en; S. 46: o.l. © Ulrik Jantzen, © www. big.dk; S. 48: o.l. © www.dac.dk/en, m.r. © Ulrik Jantzen; S. 61: fotolia © Franck Boston; S. 52: fotolia © Tiberius Gracchus; S. 54: u.l. © Citroen C4 Picasso 4/2013; S. 57: u.l. Sebastien Mauroy; S. 64: 2. v.o.: fotolia © lightpixel, 4. v.o. fotolia © DiMmEr; 5. v.o. fotolia © Silvano Rebai, 6. v.o. fotolia © philipus, 7. v.o. fotolia © xy, 8. v.o. fotolia © fottoo. 5: o.r.: fotolia © Kica Henk; S. 7: fotolia © Photocreo Bednarek; S. 8 u. 9 Hintergr.: dreamstime © Silvina Rusinek; S. 9: o.r. fotolia © Jennifer Jane, m.r. fotolia © tuulimaa; S. 10: o.l. dreamstime © Ferdericb; S. 12: fotolia © XtravaganT; S. 13: © Siemens AG; S. 14: fotolia © blackday; S. 15: Reihe unten + m.l.: © Eblenkamp, Christian/arturimages

Sekretariat Bianka Franken, Bachelor of Arts Telefon: 0221-169 28 112 Autoren Claudia Bassier, Eva Kruse-Bartsch, Tamara Scheck, Annika Schmidt, Julia Speicher, Sarah Zietek, Dagmar Riefer Mediaberatung / Anzeigen Deutschland: Bernd Wagner +49 221 588-71 210 wagner@afa-architekturmagazin.de Österreich: Christian Dander +43 664 588-0941 afa-architekturmagazin@gmx.at Cover & Layout Roman Bold & Black Ehrenstraße 15–17 50672 Köln www.roman-bold-black.de Druck Strube Druck und Medien OHG Copyright Nachdruck nur mit ausdrücklicher ­Genehmigung des Herausgebers Erscheinungsweise viermal jährlich, Stückpreis 4,90 € Verlag Frank Pawlak Verlag Technologiepark Köln Eupener Straße 161 / E60 50933 Köln Telefon: 0221-169 28 112 Fax: 0221-169 13 665 info@afa-architekturmagazin.de www.afa-architekturmagazin.de


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AFA Architekturmagazin 01/2014  
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