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ÜBERBLICK

Ein starkes „C“ für Thüringen „Die christliche Lehre drängt uns dazu, Missstände anzuprangern, Vorschläge zu unterbreiten und uns zu engagieren für eine kulturelle und soziale Entwicklung, sie drängt uns zu einer effektiven Tatkraft, die alle, denen das Schicksal des Menschen aufrichtig am Herzen liegt, dazu anspornt, einen eigenen Beitrag zu leisten.“

► Rückblick

Papstbesuch ► Stammzellenforschung: Mensch von Anfang an ► Der AEK lädt ein – Mitgliedertagung in Roßbach

BIBEL ZITIERT Joh 1,1-14 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.

Durch Engagement Vertrauen (zurück-) gewinnen Der Arbeitskreis Engagierter Katholiken (AEK) greift diese Passage der Katholischen Soziallehre auf und sieht darin Anlass, das Christsein wieder verstärkt ins politische Leben zu tragen. Ein starkes „C“ für Thüringen soll deshalb künftig wieder zum Leitfaden christlich-demokratischer Politik im Freistaat werden. Außerdem gilt es, das verloren gegangene Vertrauen vieler Bürger, die besonders mit Blick auf das „C“ der CDU sowohl inhaltlich als auch vom politischen Umgang her Enttäuschungen hinnehmen mussten, zurück zu gewinnen. Das „C“ als Auszeichnung und Auftrag (wieder-) entdecken „Wir werben um katholische Christen in der CDU und alle, die sich bewusst vor Gott verantwortet politisch engagieren wollen. Der AEK versteht sich als Kern

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der CDU, ohne den die Partei ihre Seele verliert. Wir erinnern die Partei daran, dass das ‚C‘ zugleich ‚Auszeichnung und Auftrag‘ ist“, betont Christian Sitter, Sprecher des AEK in Thüringen. Die Frage nach dem christlichen Menschenbild wurde in der Thüringer Union um den Papstbesuch herum wieder verstärkt aufgegriffen, jedoch heißt es nun, weiter am Thema zu bleiben – nicht nur inhaltlich, sondern auch im politischen Alltag. Dabei darf nicht außer Acht bleiben, dass das Wertegerüst „Christliches Menschenbild“ ohne seinen Bezug zum Ursprung, nämlich den Glaube an Gott, lediglich sinnbildlich eine Monstranz ohne den Leib Christi ist: Schön anzusehen, aber doch nur eine leere Hülle. Von Lebensschutz, sozialer Gerechtigkeit, Wirtschaftspolitik und Ökumene Thematisch wird sich der AEK seinen Stammthemen wie Familie und dem Lebensschutz widmen. Insbesondere die Debatten um die Präimplantationsdiagnostik (PID) und die Stammzellenforschung, die auch einen Forschungszweig in Thüringen hat, stehen dabei im Fokus. Weitere inhaltliche Punkte beziehen sich auf die Wirtschaftspolitik auf Basis der Christlichen Soziallehre, auf die Frage, was bedeutet „konservativ“ oder „wie gehen wir mit der Schöpfung um.“ Zu erahnen ist eine spannende und offene Debatte, auch im Sinne des ökumenischen Dialogs. Letztlich kann aus christlicher Perspektive und noch dazu in der Diaspora auch politisch nur an einem Strang gezogen werden. Der AEK ist bereit, seinen Beitrag in der Union und für Thüringen dazu zu leisten. ◄◄

OKTOBER 2011


Papst zitiert: „Nicht Nicht die SelbstverwirkliSelbstverwirkl chung, das sich selber HabenHaben und Machen-Wollen Wollen schafft die wahre Entfaltung des Menschen, wie es heute als Leitbild modernen Lebens propagiert wird, das leicht zu einem verfeinerten Egoismus umschlägt. Vielmehr ist es die Haltung der Hingabe, des sich Weggebens […]“ (Etzelsbach) „Aber Aber der Glaube der Christen beruht nicht auf einer AbwäAbw gung unserer Vor- und NachNac teile. Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausau denken und aushandeln. Er ist die Grundlage, auf der wir leben.“ (Augustinerkloster)

Pastoraler und historischer Höhepunkt:

Besuch des Heiligen Vaters Benedikt XVI. in Thüringen Alexander lexander Hein, stellvertretender AEK-Sprecher AEK Sprecher in Thüringen

„Wo Gott ist, da ist Zu-kunft“ machte Papst Be-nedikt zum Leitgedanken seines Pastoralbesuchs im September in Deutschland land und besuchte in dem Rah-men auch das Eichsfeld und Erfurt.

Eindrücke: „Die Die Stimmung in Etzelsbach war einfach einmalig. Es kam mir wie eine riesige FamilienFamilie feier vor. So viele bekannte Menschen, die friedlich ch zuz sammen die Marienvesper feierten. Ich hab zum ersten Mal gespürt, wie tief das ganga ze Eichsfeld im Glauben verve wurzelt ist. Als am Ende alle gemeinsam das Eichsfeldlied sangen, hatte ich Gänsehaut. Ich bin froh dabei gewesen zu sein. Dieses Ehre wird meiner me Heimat wahrscheinlich nicht noch einmal zuteil.“ Katrin Hesse, Beuren „Den Den Nachfolger des Petrus Pe für einen Tag als Nachbarn gehabt zu haben, muss erst noch verarbeitet werden. Schön, die Signale an die JuJ gend, entgegen des allg. ZeitZei geistes, auch heute noch die Hl. Elisabeth als das Vorbild im Glauben und Handeln von unserer Kirche empfohlen zu bekommen.“ Thomas Walloschek, Erfurt

schen in Thüringen über sich ergehen lassen mussten. Er würdigte besonders die Leistungen derer, die aus dem geschützen Raum der christlichen Gemeinden und von kirchlichen Amtstägern erbracht wurden, um letztlich aus der Kraft des christlichen Glaubens und dessen freiheitlichem Werteverständnis ab dem Jahr 1989 wieder zur Freiheit zu gelangen.

Ankunft des Papstes

Der Heilige Vater sprach in seiner Ansprache in Etzels-bach im Eichesfeld von Hingabe und Nächstenliebe stenliebe und betonte auf dem Er-furter Domplatz den Ge-danken des Hoffens und der Zuversicht.

Der Nachfolger Petri und Bischof von Rom im Bistum Erfurt

Sein Besuch und seine eine Worte waren auch mit erinnerndem Blick auf die wechselhafte Geschichte te zweier Diktaturen zu verstehen, die die Men--

Eucharistie auf dem Domplatz

Mit den Heiligen Sankt Bonifatius und Sankt Elisabeth von Thüringen benannte der Papst nicht nur kirchliche Schlüsselfiguren, sondern auch Persönlichkeiten, die zutiefst mit der Geschichte Thüringens und des Bistums Erfurt und damit mit den Menschen vor Ort verbunden sind. Gleichzeitig betonte er die Vorbildwirkung der genannten Heiligen und Mariens für den Glauben und das Miteinander unter den Menschen.

Zeichen der Ökumene im evangeevang lischen Augustinerkloster

Die Bemühungen um ein ökumenisches öku Miteinander würdigte Benedikt mit sehr hohem zeichenhaften ChaCha rakter, indem er das AugusAugus tinerkloster besuchte. Dort sprach er mit Vertretern der evangelischen Kirchen in Deutschland und hielt anschließend einen ökumeökume nischen Wortgottesdienst in der einstigen WirkungWir sstätte Martin Luthers. Luthers Zu den GottesdienstteilnehGottesdienstteil mern zählten u.a. BundesBundes präsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin AngeAnge la Merkel. ◄◄ Fotos: Alexander Hein/ Jana-Fritzsche-Foundation Jana Texte Benedikts im Netz: Predigt in Erfurt http://www.vatican.va/holy_father/benedi ct_xvi/homilies/2011/documents/hf_benct_xvi/homilies/2011/documents/hf_ben xvi_hom_20110924_domplatzxvi_hom_20110924_domplatz erfurt_ge.html

Ansprache in Etzelsbach:: http://www.vatican.va/holy_father/benedi ct_xvi/speeches/2011/september/docume nts/hf_ben-xvi_spe_20110923_vespersnts/hf_ben etzelsbach_ge.html

Impressum: AEK-Thüringen Sprecher: Christian Sitter Stellv. Sprecher: Alexander Hein Marktstr. 17, 99867 Gotha www.aek-online.de aek.thueringen@gmail.com www.facebook.com/aek.thueringen.cdu

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Stammzellenforschung Stammzellenforschung:

Mensch von Anfang an Karl G. Peschke, Eisenach

Ganz gleich, ob Alzheimer, Parkinson, Herzinfarkt oder verbrannte Haut – die Stammzellenforschung ist der Hoffnungsträger der Medizin. Wissenschaftler rücken mit ihren ForFo schungsberichten die kühnküh sten Hoffnungen n in den BeB reich des Machbaren. DieselDiese be Stammzellenforschung ist aber auch das SchreckgeSchreckg spenst der Ethik: Um diese Heilerfolge zu erzielen, wird die Vernichtung menschlimenschl cher Embryonen in Kauf genommen. Und genau diedi ser Satz ist richtig und falsch zugleich:: Er gilt für die ForFo schung mit embryonalen Stammzellen. Die Forschung mit adulten Stammzellen ist ethisch einwandfrei. Eine Stammzelle ist eine Zelle, aus der sich andere

Zellen entwickeln können. Embryonale Stammzellen sind totipotent, d.h. aus ihnen kann sich jegliches Gewebe entwickeln. Adulte Stammzellen sind pluripotent, d.h. aus ihnen können sich bestimmte Zellen entwickeln. Jeder Erwachsene – deswegen die Bezeichnung „adult“ – braucht solche Stammzellen, damit sich sein Körper regeneriert. Weil embryonale Stammzellen mehr können als die adulten, lässt sich mit ihnen leichter forschen und schneller Geld verdienen. Forscher wie Professor Oliver Brüstle rechtfertigten den Verbrauch von Embryonen mit den zu erwartenden Heilerfolgen für die Lebenden. Und schließlich könne man doch einem solchen Molekülhaufen keine Menschenwürde im Sinn des Grundgesetzes zusprechen. Das sah der Europäische Gerichtshof anders: „Jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an, ist ein menschlicher Embryo“. Und als ob dies noch nicht genüge, fügen die Richter eigens hinzu: Selbst „jede unbefruchtete menschliche

Eizelle, die durch Parthenogenese (also Jungfernzeugung) zur Teilung und Weiterentwicklung angeregt worden ist“ ist ein Embryo. Jede Zelle, die sich zu einem Menschen entwickeln kann, ist mit diesem Urteil von jeglicher Patentierung – denn darum ging der Rechtsstreit – grundsätzlich ausgeschlossen. Damit lässt sich die Forschung an menschlichen Embryonen zwar nicht verbieten, aber sie verliert ihren Reiz: Mit der Vernichtung menschlichen Lebens lässt sich fortan kein Geld machen. Braucht man ja gar nicht. Japanischen und amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, adulte Stammzellen in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) umzuwandeln. D. h. adulte Stammzellen werden in den Zustand embryonaler Stammzellen reprogrammiert; sie sind dann verwendbar wie embryonale Stammzellen, sind aber keine. Aus solchen Zellen wird kein Mensch. Grund zum Jubeln? Leider nein. In England dürfen Wis-

Herzliche Einladung:

Gründungsveranstaltung der AEK-Landesverbände AEK Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt Anhalt und Thüringen am 12. November 2011, um 9.00 Uhr

senschaftler zwischenzwisch artliche Embryonen generiegeneri ren: Sie pflanzen den menme schlichen Zellkern in die Eizelle eines Rindes ein. MiM nothauros lässt grüßen. ◄◄ Bischöfe stimmen EuGH-Urteil EuGH zu:

Keine PatentiePatenti rung von StammStam zellen Die Nutzung von embryoembry nalen Stammzellen, die eine Zerstörung des Embryos nach sich ziehen kann, ist nicht patentierpatentie bar. Das betonten die Richter des Europäischen Gerichtshofs an diesem Dienstag in Luxemburg. Der Beschluss trifft bei der Deutschen Deu Bischofskonferenz auf breite ZuZ stimmung. So erklärte der Weihbischof von AugsAug burg, Anton Losinger, selbst Mitglied im DeutDeu schen Ethikrat: „Dieses Dieses Urteil freut mich außerordentlich. Es ist ein Erfolg für die MenschenMensche würde und ein deutliches Signal gegen den MachbarMachba keitswahn des Menschen.“ Menschen. Quelle: www.kath.de , 18.10.2011

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Der Europäische GerichtsGericht hof hat der Forschung mit embryonalen Stammzellen einen Riegel vorgeschoben. Der Aufschrei in der WisWi senschaft ist nichts als Heuuchelei. Denn die Forschung mit adulten Stammzellen lässt die gleichen ErgebnisErgebni se erwarten – ohne ethieth sches Risiko.

in der Jugendbildungsstätte St. Michaels Haus, Am Leihdenberg 1, 06618 Naumburg/Roßbach Sie fahren von der A9 kommend in Richtung Naumburg. In Naumburg orientieren Sie sich bitte auf der B180 in Richtung Freyburg. Falls Sie eine Mitfahrgelegenheit benötigen, geben Sie bitte rechtzeitig BeB scheid. Unko Wir bitten Sie für die Verpflegung, außerdem einen kleinen Unkostenbeitrag einzuplanen. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen unter: aek.thueringen@gmail.com

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Wegweiser AEK Oktober 2011