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Welche Entwicklungsprojekte

Welche Entwicklungsprojekte unterstützen wir? In Absprache mit seinen Partnerorganisationen hat AEI einige Auswahlkriterien ­festgelegt:

··Priorität haben Projekte, die direkt oder indirekt Kindern und ihren Eltern zugute kommen, und dies mittels eines integrierten Entwicklungsansatzes für ihre Gemeinschaften.

··Die Projekte müssen mindestens eine Komponente beinhalten, welche die Ursache der vorhandenen Probleme und der Armut bekämpft, und nicht bloß die Symptome behandeln.

··Die lokale Bevölkerung wird in allen Phasen

der Durchführung des Projektes mit einbe-

zogen und in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung gefördert; Initiativen einer bloßen Bereitstellung von Dienstleistungen werden nicht unterstützt, und Projekten wirtschaftlicher Natur müssen Programme zur Bewusstseinsbildung und zur Organisation der Gemeinschaften vorausgehen.

··Jedes Projekt muss die kulturellen und sozi-

alen Gegebenheiten der Zielgruppe berücksichtigen und die Wirkung des Programms auf deren Sitten und Lebensumstände voraussehen.

AEI ist nicht auf direkte Nothilfe spezialisiert, unterstützt jedoch bei schweren Katastrophen gezielte Rehabilitierungs- und Wiederaufbaumaßnahmen, welche vor Ort von Partnerorganisationen ergriffen werden.

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Rechte

Zugang zu ihren Rechten für die am meisten Benachteiligten Die Rechtslage in Indien und Nepal Obwohl die Grundrechte für alle Bürger sowie die Gleichstellung von Mann und Frau in der Verfassung verankert sind, sieht die Wirklichkeit in Indien und Nepal ganz anders aus. So leben mehrere hundert Millionen Menschen in bitterer Armut und leiden unter Entbehrungen und Ungleichheiten im Bezug auf Grundrechte wie dem Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung. Zusätzlich sind sie immer wieder Opfer von wirtschaftlicher Ausbeutung und Übergriffen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf den Rechten Die folgenden Initiativen zur Stärkung der Rechte der ins soziale Abseits gedrängten Bevölkerung werden von lokalen Partnern von AEI durchgeführt: für die Wahrung von Frauenrechten: Ver··Aktivitäten besserung der materiellen und rechtlichen Lebens-

umstände alleinstehender Frauen; Programme zur Verhinderung und Abschaffung häuslicher Gewalt; Sensibilisierung und Lobbyarbeit für Frauenrechte sowie Gleichheit zwischen Frau und Mann Aktivitäten für die Einhaltung von Kinderrechten: Kampagnen gegen Kinderarbeit und -heiraten, Einschulung der Kinder, vor allem der Mädchen Aktivitäten für die Wahrung der Rechte der niederen Kasten und der indigenen Bevölkerung: Medienkampagnen, Lobbyarbeit mit Regierungsbeamten Inkenntnissetzung der Dorfbewohner über Regierungsprogramme und -darlehen, auf welche sie Anspruch haben; Gewährleistung der korrekten Durchführung der unterschiedlichen Regierungsprogramme (Programm für die finanzielle Unterstützung beim Anlegen von Gemüsegärten, Witwenrente, Rentenzahlungen im hohen Alter,

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Gesundheitsversorgung, Wahlrecht, usw.); Dialog mit den lokalen Behörden für die Umsetzung der Regierungsprogramme und Organisation von Fortbildungen für Beamte

SYM – Indigene Bevölkerungsgruppen und der Zugang zu ihren Rechten SYM, eine Partnerorganisation von AEI im indischen Staat Chhattisgarh, führt in 30 entlegenen und von indigenen Bevölkerungsgruppen bewohnten Dörfern ein Programm zur Gewährleistung ihrer Rechte auf Bildung, Gesundheit und eine Existenzgrundlage durch. Informationskampagnen über die Rechtslage, die Rechte der indigenen Bevölkerung und die existierenden Regierungsprogramme, die den Dorfbewohnern zugute kommen könnten, werden von SYM organisiert. Die Einwohner nehmen an Fortbildungen teil, bei denen sie lernen, ihre Anträge an die entsprechenden Regierungsstellen zu stellen und ihre Rechte einzufordern. Parallel hierzu wird Lobbyarbeit bei den verantwortlichen Regierungsbeamten betrieben.

Gemeinsam erreichen wir mehr! Kürzlich haben die Bewohner von 5 Dörfern im Distrikt Kabirdham bei einer Versammlung beklagt, dass es keinen Trinkwasserzugang gibt. Sie beschlossen, sich in der Angelegenheit an die Distriktverwaltung zu wenden. Ihre Vertreter tauschten sich vor Ort nicht nur mit den Beamten der Distriktverwaltung, sondern auch mit Journalisten aus. Sie sprachen über Themen wie Trinkwasser, Gesundheit, Bildung und die Durchführung von Regierungsprogrammen. Schließlich wurden in zwei Dörfern und in einer Grundschule Handpumpen installiert. Dieser kleine Sieg motiviert die Dorfbewohner, sich weiterhin gemeinsam für die Wahrung ihrer Rechte einzusetzen.

AEI finanziert mehrere Projekte im Bereich der Rechte in Indien und Nepal. Für eine Unterstützung dieser Projekte, spenden Sie bitte auf das Konto CCPLLULL IBAN LU03 1111 0367 5084 0000 mit dem Kennwort „Rechte”. Ihre Spenden an AEI sind steuerlich absetzbar.

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Landwirtschaft

Dorfgemeinschaften mithilfe landwirtschaftlicher Entwicklung stärken Die Landwirtschaft in Indien und Nepal Immer noch leben 70% der indischen Bevölkerung von der Landwirtschaft. Selbst wenn Indien von Esswareneinfuhren unabhängig ist, sind die Lebensmittel ungleich verteilt. Indien zählt derzeit 57 Millionen unterernährter Kinder. In Nepal sind 85% der Bevölkerung abhängig von der Landwirtschaft. Ein zehn Jahre lang anhaltender bewaffneter Konflikt und eine Folge von mehreren unstabilen Regierungen haben die Produktion und die Verteilung von Lebensmitteln stark beeinträchtigt. Schätzungen gehen davon aus, dass 3,48 Millionen Nepalesen von Ernährungsunsicherheit bedroht sind.

Auf dem Weg zu einer ­nachhaltigen Landwirtschaft Für AEIs Partnerorganisationen, die im Bereich der Landwirtschaft und der Ökologie arbeiten, sind die Hauptziele Ernährungssicherheit und Verbesserung der finanziellen Situation der Familien. Konkret beinhalten diese Initiativen Folgendes: nachhaltige Bewirtschaftung von Land, Wasser ··eine und Wäldern der genetischen Vielfalt der Pflanzen ··diedie Erhaltung landwirtschaftlicher Kooperativen ··eineGründung wirksamere Vermarktung der landwirtschaftlichen ··Produkte

SRHC – Mittellose ­Bauern und verbesserte ­landwirtschaftliche Techniken Das „Social Rise Help Centre (SRHC)“ bemüht sich darum, die Einkommensquellen von etwa 600 Familien aus 6 Dörfern im Distrikt Palpa in Nepal zu diversifizieren. Es hilft diesen Kleinbauern dabei, ihr Wissen über altbewährte traditionelle Anbauweisen aufzufrischen und den Ertrag durch eine mäßige Anwendung von Düngemittel zu verbessern. Gleichzeitig führen die Bauern den Biogemüseanbau ein, entwickeln die Aufzucht von Kleinvieh und bauen ein Vermarktungssystem der erzeugten Ernten auf.

Zeugnis eines Erfolges Dambar Kumari Baral ist Mitglied einer Gruppe von Bäuerinnen im Dorf Jhadewa im Distrikt Palpa. Ihr Ehemann arbeitet im Ausland und schickt seiner Familie regelmäßig Geld. Dieses reicht aber oft nicht aus. Dambar Kumari hat neue landwirtschaftliche Techniken erlernt und bei der Selbsthilfegruppe einen Kredit von 10 € aufgenommen, um Kartoffeln anzubauen; der Verkauf der Ernte hat ihr 100 € eingebracht. Nun kann sie selber kleine unvorhergesehene Ausgaben der Familie decken.

AEI finanziert mehrere Projekte im Bereich der Landwirtschaft in Indien und Nepal. Für eine Unterstützung dieser Projekte, spenden Sie bitte auf das Konto CCPLLULL IBAN LU03 1111 0367 5084 0000 mit dem Kennwort „Landwirtschaft”. Ihre Spenden an AEI sind steuerlich absetzbar.

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Bildung

Bildung als Sprungbrett für eine bessere Zukunft Bildung in Indien und ­Nepal

Samvada – Von der ­Minenarbeit zur Schule

Das Schulwesen in Indien und Nepal ist von großen Ungleichheiten geprägt : Privatschulen von sehr hohem Niveau bestehen neben öffentlichen Schulen, denen es oft an den grundlegendsten Dingen mangelt, wie Stühle und Bänke, pädagogisches Material oder sanitäre Einrichtungen. Außerdem verfügen viele öffentliche Schulen nicht über gut ausgebildetes Lehrpersonal. Die Ärmsten sind allerdings auf dieses kostenlos zugängliche Schulwesen angewiesen. Ein kürzlich verabschiedetes Gesetz schreibt zwar den Schulbesuch für alle indischen Kinder zwischen 6 und 14 Jahren verbindlich vor, doch hapert es bei der Umsetzung des Gesetzes: eine sehr große Zahl indischer Kinder arbeitet immer noch anstatt zur Schule zu gehen. Bedenkt man außerdem die hohen Analphabetenraten innerhalb der ländlichen Bevölkerung, der niederen Kasten, der indigenen Bevölkerung und der Frauen, wird schnell ersichtlich, dass die Stärkung der Bildung in Indien von allergrößter Bedeutung ist.

Die lokale Organisation Samvada fördert die Schulbildung, insbesondere der Mädchen, in zwanzig Slums und Dörfern rund um die Stadt Hospet, einer Region im indischen Bundesstaat Karnataka, in der Eisenerz abgebaut wird. Frühere Kinderarbeiter bekommen hier die Möglichkeit, eine Berufsausbildung abzuschließen; Aufklärungskampagnen über das indische Gesetz zum Recht auf Bildung werden organisiert. Zugleich klärt Samvada die öffentlichen Stellen und Minenbesitzer über das Problem der Kinderarbeit auf.

Schwerpunkt Bildung Im Bereich der Bildung fördert AEI folgende Initiativen:

für Jugendliche und Erwach··Alphabetisierungszentren sene sowie Abendschulen, welche Kinder auf den Besuch einer regulären Schule vorbereiten

und Vorschulen ··Kindergärten Fortbildungen für Jugendliche und Frauen, welche auf ··einkommenschaffende Aktivitäten vorbereiten zur Förderung der Einschulung von Kindern ··Kampagnen der lokalen Bevölkerung über die Wichtig··Aufklärung keit von Schulbildung für ihre Kinder – vor allem die Töchter – und Unterstützung der Dorfgemeinschaften bei der Kontrolle der lokalen Regierungsschulen

Informelle Bildung für ­ehemalige Kinderarbeiter Shivganga lebt in der Region Bellary im indischen Staat Karnataka. Ihre Familie hat sich bei der Suche nach einer Arbeit in den Eisenerzminen hier niedergelassen. Bis zu ihrem achten Lebensjahr hat sie dort mit ihrer Mutter gearbeitet, den ganzen Tag über Steine zerkleinert und nebenbei auf ihre jüngeren Geschwister aufgepasst. Zurzeit besucht sie ein Ausbildungszentrum, welches informelle Bildungsmöglichkeiten anbietet, und hofft, sich bald in einer staatlichen Schule einschreiben zu können. Einer ihrer Klassenkameraden, 12 Jahre alt, hegt denselben Wunsch: tagsüber, während seine Eltern als Tagelöhner in einer nahe gelegenen Mine arbeiten, hütet er das Vieh der Familie. Neuerdings, um Arbeit und Lernen zu verbinden, läßt er die Kühe auf einer Wiese neben der Schule weiden: dies erlaubt ihm, sein Vieh im Auge zu behalten und gleichzeitig am Unterricht teilzunehmen.

AEI finanziert mehrere Projekte im Bereich der Bildung in Indien und Nepal. Für eine Unterstützung dieser Projekte, spenden Sie bitte auf das Konto CCPLLULL IBAN LU03 1111 0367 5084 0000 mit dem Kennwort „Bildung”. Ihre Spenden an AEI sind steuerlich absetzbar

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Einkommen

Verbesserung der Einkommen in ländlichen Regionen Indiens und Nepals Fehlende Existenzgrundlagen

lichkeiten für Dorfbewohner

70% der Inder und Nepalesen leben in ländlichen Regionen. Ihre Existenz wird durch relativ niedrige Alphabetisierungsraten und einen mangelnden Ausbildungsgrad sowie durch einen begrenzten und ungerechten Zugang zu Ressourcen und durch die Globalisierung bedroht. Außerdem verstärken ungünstige klimatische Bedingungen wie Dürren oder andere Naturkatastrophen die Anfälligkeit dieser Agrargesellschaft.

Die Kongregation der « Daughters of the Cross » führt in 40, mehrheitlich von der indigenen Bevölkerung bewohnten und im Unionsterritorium Dadra & Nagar Haveli sowie im Bundesstaat Maharashtra gelegenen Dörfern ein Projekt zur Verbesserung der Existenzgrundlagen durch: die Bauern werden geschult, um die Bewässerung ihrer Felder zu verbessern und so die Ernteerträge zu erhöhen; die Frauen nehmen an Berufsausbildungen teil, um einkommensschaffende Aktivitäten ins Leben zu rufen; die Jugendlichen besuchen Computerkurse, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Hauptziel Einkommen AEIs Partnerorganisationen, die sich für eine Verbesserung der Einkommen der benachteiligten ländlichen Bevölkerung einsetzen, schließen in ihren Projekten eine oder mehrere der folgenden Initiativen mit ein:

Bewirtschaftung der Böden, der Wasserres··Nachhaltige sourcen und der Wälder von Selbsthilfegruppen und Kooperativen, ·· Gumründung Spar- und Kreditsysteme sowie Umlaufvermögen aufzubauen, Unterstützung einer kollektiven Vermarktung der erzeugten Produkte Berufsausbildungen, um einkommensschaffende Aktivitäten ins Leben zu rufen Unterstützung bei der Gründung von Kleinunternehmen Hilfestellung bei den Bemühungen, staatliche Unterstützung zu erhalten

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Daughters of the Cross – Schaffung von Einkommensmög-

Mehr Einkommen führt zu besseren Lebensumständen für die ganze Familie Anusaya, ihr Mann und ihre vier Kinder arbeiten als Tagelöhner auf den Feldern anderer. In einer unter dem Impuls der lokalen Partnerorganisation von AEI ins Leben gerufenen Frauenselbsthilfegruppe erfuhr Anusaya von einem Regierungsprogramm für Leute, die unter der Armutsgrenze leben. Dieses sieht vor, dass sich fünf Leute aus einem Dorf zu einer Gruppe zusammenschließen und gemeinsam ein Darlehen beantragen, um eine einkommensschaffende Aktivität anzugehen. Anusaya bewarb sich mit vier weiteren Bewohnern aus ihrem Dorf. Mit dem Geld des Darlehens kaufte Anusaya schließlich zwei Kühe, die täglich zirka 8 Liter Milch geben. Anusaya verkauft diese auf dem lokalen Markt. So kann sie nun ihre Familie finanziell unterstützen und den Kredit zurückzahlen. Auch ist sie davon überzeugt, dass es notwendig ist, ihre Kinder wieder zur Schule zu schicken. Deshalb meldete sie sie in der Regierungsschule in einem Nachbarort an.

AEI finanziert mehrere Projekte im Bereich der Existenzgrundlagen und der einkommensschaffenden Aktivitäten in Indien und Nepal. Für eine Unterstützung dieser Projekte, spenden Sie bitte auf das Konto CCPLLULL IBAN LU03 1111 0367 5084 0000 mit dem Kennwort ­„Einkommen”. Ihre Spenden an AEI sind steuerlich absetzbar.

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Gesundheit

Wir halten unsere Gesundheit in unseren eigenen Händen Gesundheitsfragen in Indien und Nepal Der Gesundheitssektor in Indien und Nepal ist sehr vielfältig: die Infrastrukturen des öffentlichen Gesundheitswesens funktionieren oft nicht sachgemäß mangels ausreichender staatlicher Finanzierung; der Privatsektor ist weit entwickelt und effizient, jedoch äußerst kostspielig. Dies führt zu einem ungleichen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung: vor allem die ärmeren Schichten bleiben außen vor.

Schwerpunkt auf ­Gesundheitsfragen Gesundheitsfragen sind mit einer ganzen Reihe sozialer und wirtschaftlicher Gegebenheiten verkettet. Gesundheit kann man am besten mithilfe eines integrierten Entwicklungsansatzes fördern, der Bildungsmaßnahmen, einkommenschaffende Aktivitäten und die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter miteinander verbindet. Eine Reihe der von AEIPartnerorganisationen durchgeführten Projekte bestehen aus einer oder mehreren Initiativen, die auf Folgendes abzielen: Befriedigung der grundlegenden Gesundheitsbe··Die dürfnisse der ärmsten Bevölkerungsschichten in den

Slums der Städte und in ländlichen Regionen unter Miteinbeziehung der betroffenen Gemeinschaften Den Aufbau von Krankenstationen und die Verbesserung des Gesundheitszustandes vor allem von Frauen und Kindern durch lokale Mobilisierung und Stärkung der Frauen sowie durch ihre Ausbildung zu Gesundheitshelferinnen Die Wissensvermittlung über Ernährung und Hygiene sowie, in einigen Fällen, die Versorgung besonders gefährdeter Bevölkerungsteile, wie schwangerer Frauen und Kleinkinder, mit zusätzlichen Nährstoffen AIDS-Prävention und die Unterstützung betroffener Personen; Die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, insbesondere durch die Schaffung von Beratungsstellen, die von eigens dafür ausgebildeten Sozialarbeiterinnen geleitet werden Die Bekämpfung althergebrachter Traditionen, welche sowohl der Gesundheit als auch der Würde der Frau schaden

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besseren Informationsaustausch mit den für Ge··Einen sundheitsfragen zuständigen Staatsbeamten Diesbezüglich werden Maßnahmen ergriffen, um Lobbyarbeit für ein qualitativ besseres öffentliches Gesundheitswesen zu machen, und selbsttragende lokale Gesundheitsdienste in den Dörfern einzurichten, die der gesamten Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Tathapi – Frauen und Gesundheit Tathapi, eine lokale Nichtregierungsorganisation (NRO), führt ein Programm zur Ausbildung von Gesundheitshelferinnen in 80 entlegenen Dörfern der drei Staaten Chhattisgarh, Madhya Pradesh und Maharashtra durch. 150 junge Frauen werden befähigt, die in ihren Dörfern am häufigsten auftretenden Krankheiten, wie Anämie oder Mangelernährung bei Kindern, zu diagnostizieren und zu behandeln. Außerdem konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung der Führungsqualitäten der Ausbildungsteilnehmerinnen, indem die Frauen über die Gleichberechtigung der Geschlechter, Familienplanung, Gewalt gegen Frauen und Frauenrechte informiert werden. Auch werden die Frauen zu Interessengruppen zusammengeschlossen und dazu ermutigt, sich für gut funktionierende öffentliche Gesundheitsdienste einzusetzen.

Was die Ausbildung zur ­Gesundheitsarbeiterin für ­­ mich bedeutet Ich heiße Tulsa und bin 24 Jahre alt. Nach vier Jahren Prügel und Beschimpfungen hat mich mein Ehemann verlassen. Ich war gezwungen, mit meiner kleinen Tochter wieder zu meiner Familie zurückzukehren. Mein Selbstwertgefühl war völlig zerstört. Zuerst konnte ich es nicht glauben, dass die Dorfbewohner mich dazu ausgewählt hatten, an der Ausbildung zur Gesundheitsarbeiterin teilzunehmen. Innerhalb eines Jahres habe ich sehr viel gelernt und bin nun fähig, mein Wissen an andere weiterzugeben. Ich arbeite voller Zuversicht mit den Frauen meines Dorfes zusammen, da ich weiß, dass ich ihren Gesundheitszustand verbessere und ihren Kindern helfe, ein besseres Leben zu führen.

AEI finanziert mehrere Projekte im Bereich der Gesundheit in Indien und Nepal. Für eine Unterstützung dieser Projekte, spenden Sie bitte auf das Konto CCPLLULL IBAN LU03 1111 0367 5084 0000 mit dem Kennwort „Gesundheit”. Ihre Spenden an AEI sind steuerlich absetzbar.

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Sensibilisierungsarbeit

Sensibilisierungsarbeit Eine Kindheit im Dorf – wie sieht diese in Indien und Nepal aus? Warum müssen Kinder arbeiten? Industrialisierung und Ausbeutung von Bodenschätzen: welches sind die Folgen für die indigene Bevölkerung? Globale Erwärmung, Monsunregen, Tsunamis – gibt es einen Zusammenhang? Die Stellung der Frau zwischen Tradition und Emanzipation in Indien und Nepal Parias – Unberührbare – Dalits: wer sind sie? Was wollen sie? Maharadschas und Bettler – Satelliten und Ochsenkarren: der Graben zwischen reich und arm wächst… Indien zählt 69 Milliardäre – wo sind die Armen?

Dies sind einige der Themen und Situationen welche die Arbeitsgruppe „Sensibilisierung“ der AEI in ihren Begegnungen mit dem Luxemburger Publikum anschneidet. Fragen, die den rein geographischen Rahmen Indiens und Nepals sprengen und uns dazu bringen, über unsere Lebensweise und Konsumgewohnheiten bzw. unser Kaufverhalten nachzudenken. Denn eine wahre Solidarität zwischen den Völkern kann nur in der Achtung des Gegenübers und in der Bereitschaft, von ihm zu lernen, stattfinden. Die Arbeitsgruppe im Bereich Sensibilisierung versucht, den Schülern der Luxemburger Grund- und Sekundarschulen die Lebensbedingungen und Bedürfnisse indischer und nepalesischer Kinder nahezubringen, indem ein nuanciertes Bild der beiden Länder gezeigt wird. Die behandelten Themen sind u.a. Kinderarbeit, die Stellung der Frauen und Mädchen oder auch die Lebensumstände der indigenen Bevölkerung. Die Arbeitsgruppe stellt den Lehrkräften unterschiedliche pädagogische Materialien zur Verfügung und moderiert Workshops über verschiedene Aspekte des Lebens in Indien und in Nepal. Ein weiteres Anliegen der AEI ist, die breite Öffentlichkeit zu erreichen, sowohl über die Medien und den Vertrieb ihrer vierteljährlichen Vereinszeitschrift, wie durch Vorträge und Informationsabende, oft in Zusammenarbeit mit Vereinen und Gemeinden. AEI ist zudem Mitglied der beiden Plattformen „Votum Klima“ und „Luxembourg sans OGM“ (genfreies Luxemburg) und macht Lobbyarbeit bei Wirtschaftsakteuren und Politikern.

Wie können Überleben und Nahrungsmittelsicherheit der Kleinbauern in Indien und Nepal gewährleistet werden?

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Leitbild Aide à l'Enfance de l'Inde  
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