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Kompetenz f端r meine Praxis

AGENDA 2016/17

Die aeBBildungspalette Fakten und Zahlen


Inhalt

AGENDA 2016/17 Editorial 3 Letztlich haben wir uns vom Unterrichten verabschiedet Interview mit Margret Rasfeld

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Naturbezogenes Lernen in der Mongolei – Ein Lernprojekt der besonderen Art

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ich bilde aus ... Impressum Herausgeberin aeB Schweiz Aarbergergasse 5 3011 Bern T +41 41 249 44 88 aeb.ch info@aeb.ch Auflage 25 000 Exemplare Redaktion Daniel Arnold Gestaltung design open gmbh, Luzern Druck Gassmann Print, 2501 Biel/Bienne

SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter NEU: SVEB-Zertifikat Praxisausbilderin, Praxisausbilder

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Eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder Dipl. Berufsfachschullehrerin BKU und BM, Dipl. Berufsfachschullehrer BKU und BM

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Weiterbildung für Berufsfachschullehrerinnen, Berufsfachschullehrer CAS FiB – Lehren im Berufsattest

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Berufsbildnerin, Berufsbildner in überbetrieblichen Kursen oder Lehrwerkstätten im Nebenberuf

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weiterbilden – netzwerken, Fachtagung für Berufsbildungsverantwortliche 13 Dipl. Dozentin HF, Dipl. Dozent HF 14 Dipl. Erwachsenenbildnerin HF, Dipl. Erwachsenenbildner HF 15 MAS in Adult and Professional Education CAS Lernen verstehen und didaktisch handeln 16 CAS Lernprozesse begleiten und Gruppen führen 16 CAS Bildungsprojekte entwickeln und umsetzen 17 CAS Bildungsangebote positionieren und Qualität sichern 17 Weiterbildungskongress 17 Dipl. Kommunikationstrainer NDS – ein Rückblick Interview mit Dr. Barbara Hellermann

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Dipl. Kommunikationstrainerin HF, Dipl. Kommunikationstrainer HF 19 Dipl. Kommunikationsexpertin, Dipl. Kommunikationsexperte aeB Schweiz 21

ich führe ...

DAS Schulleiterin, DAS Schulleiter MAS Schulmanagement PH Luzern

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Coaching für Qualitätssicherung und -entwicklung in der Führung Interview mit Astrid Frischknecht

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Im Dialog bleiben trotz tiefgreifender Konflikte? Führungs-Lab Interne Führungsentwicklung Aus der Praxis – für die Praxis CAS Leiten in Tagesstrukturen Kollegiales GruppenCoaching Führungsentwicklung on the job

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Reduziert gewinnt! Interview mit Yvo Wüest, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz

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ich berate ...

MAS Supervision und Organisationsberatung aeB/PHSG 31 Carpe Diem – Nachdiplomkurs Erwachsenenbildung 33

Weiterbildungen

Weiterbildungen Übersicht 34 Didaktisch-methodische Kompetenz 34 Führungskompetenz 36 Kommunikationskompetenz 38 Beratungskompetenz 40 Resonanzräume in Beratung und Ausbildung Von Prof. Dr. Magdalena Stemmer-Lück

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wir kommen zu Ihnen ...

Inhouse-Angebote 42

Informationsabende 42 aeB Netzwerk 43 Gigathlon 2015 – Studierende der aeB Schweiz am sportlichen Wettkampf mit dabei 44 Unsere Standorte 44 2

aeB Schweiz AGENDA 2016/17


Editorial

Reduziert gewinnt! Das Phänomen «Viel Stoff – wenig Zeit» beobachten wir in Schulen, Hochschulen und in der Erwachsenenbildung. Für Dozierende stellt sich die Frage, wie sie trotz beschränkten Lehrstunden umfangreiche Inhalte an Lernende vermitteln sollen. Der Auftrag wird noch anspruchsvoller, weil Lehrpersonen wissen, Frontalunterricht genügt nicht, wenn sie einen maximalen Wissenszuwachs bei den Lernenden erreichen wollen. Nur wenn sich diese aktiv um die Aufnahme von neuem Wissen bemühen und dieses mit vorhandenem Wissen verknüpfen, lernen sie wirklich dazu. Für einen professionellen Unterricht hat das Folgen: Reduzieren bedeutet immer, eine Auswahl treffen und gewisse Bereiche aussparen. Damit Wichtiges dabei nicht verloren geht, plädiert Yvo Wüest in seinem Buch «Reduziert gewinnt!» nicht «vollständig», dafür aber «gründlich» zu unterrichten. Wer nach dem Grundsatz «Gründlichkeit» unterrichtet, konzentriert sich auf das Wesentliche des Stoffs. Fachliches Denken und fachtypisches Lernen stehen damit im Mittelpunkt. Wer gründlich lehrt, setzt darum auf exemplarisches Lernen und eingängige, einprägsame und übertragbare fachliche Prototypen. Die aeB Schweiz engagiert sich für eine lernende Gesellschaft. Dies macht sie, indem sie Bildungsgänge und Weiterbildungen offeriert, mit denen Lehrpersonen ihre Arbeit professionalisieren können und exemplarisch lernen, wie heute erwachsenengerecht Stoff vermittelt wird. Nebst den traditionellen Ausbildungen, die vom SVEB-Zertifikat über den eidgenössischen Fachausweis, Dipl. Erwachsenenbildner/in HF bis zum Master in Supervision, Coaching und Organisationsberatung und zu vielen anderen Diplomen führen, bietet die aeB Schweiz zahlreiche neue Ausbildungen an: Berufsfachschullehrer/in im Nebenamt, Leiten von Tagesstrukturen, Coaching von Lebensprojekten «Carpe diem» etc. Sicher finden Sie in unserem reichhaltigen Angebot eine Ausbildung, die Sie anspricht. Indem Sie eine Auswahl treffen, reduzieren Sie für sich das Angebot. Ich bin überzeugt, dass Sie damit für sich einen persönlichen Gewinn realisieren! Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Bildungsweg in Basel, Bern, Luzern und Zürich viel Erfolg! Daniel H. Friederich Geschäftsleiter aeB Schweiz

PS 1: Ein Interview zum Buch «Reduziert gewinnt! Didaktische Reduktion für Trainer, Ausbildende und Lehrpersonen» finden Sie auf Seite 29. PS 2: Fehlt etwas in unserem Angebot, oder wünschen Sie sich etwas Neues? Rufen Sie mich an! aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Interview

Letztlich haben wir uns vom Unterrichten verabschi Interview mit Margret Rasfeld, Leiterin der mehrfach ausgezeichneten Evangelischen Schule Berlin-Zentrum über «Education by challenge».

Yvo Wüest: Frau Rasfeld, Sie sagen, Wissen allein reiche im 21. Jahrhundert nicht mehr aus. Was braucht es denn noch? Margret Rasfeld: Es braucht einen wirklichen Sprung, eine echte Transformation unserer Bildungsinstitutionen. Es braucht eine Schule für das 21. Jahrhundert, die den gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht wird. Diese Schule bereitet angesichts der immer schnelleren Veränderungsdynamiken auf den Umgang mit Ungewissheit und disruptiven Veränderungen vor. Auf ein gesellschaftliches und berufliches Leben, das wir heute noch nicht kennen, auf Technologien, die erst morgen erfunden werden und auf Herausforderungen, von denen wir noch nichts ahnen. Die Schule, die ich meine, ist nicht mehr durch Standardisierung und Konformität geprägt, sondern durch individualisiertes Lernen. Die Schule des 21. Jahrhunderts weiss: Lernen läuft über die gute Beziehung! Schulen der Zukunft stärken Beziehungsstrukturen und kümmern sich zentral darum, welcher Geist in ihrer Gemeinschaft herausgebildet und verankert wird. In Ihren Büchern und Vorträgen plädieren Sie für eine Wertschätzungskultur. Können Sie diesen Begriff erläutern? Kern aller menschlichen Motivation sind Anerkennung, Wertschätzung und Zuwendung. Schulen der Zukunft entwickeln und leben eine Wertschätzungskultur. Menschen können die in ihnen angelegten Potenziale nur durch ein breites Spektrum eigener Erfahrungen entdecken und entfalten. Der Schlüssel für Lernen ist Begeisterung. Die Schule des 21. Jahrhunderts ermöglicht Räume, in denen Menschen ihre Talente und Interessen entdecken und ihnen nachgehen können. Ausserdem muss uns klar sein: Gegenwart und Zukunft brauchen unser aller Verantwortung. Die entscheidenden Erfahrungen machen Menschen dann, wenn sie sich gemeinsam mit anderen um etwas Wichtiges kümmern. Schulen des 21. Jahrhunderts trauen Schülerinnen und Schülern verantwortungsvolle Aufgaben zu und verankern zivilgesellschaftliches Engagement als Kernelement in ihrer 4

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Lern- und Schulkultur. Das 21. Jahrhundert ist das Zeitalter des globalen Lernens. In heterogenen Gruppen autonom und erfolgreich handeln zu können, ist eine der drei PISAKernkompetenzen der OECD.

In einem Interview sagten Sie einmal: «Der Schlüssel für die Begeisterung von Schülerinnen und Schülern ist Sinn.» Welche Bedeutung hat «Sinn» in der Bildungsarbeit?

Die neue Schule braucht Visionen und Mut. Menschen, die ihrem inneren Wissen folgen und in einem Bündnis von Schülern, Eltern, Lehrern, Schulleitung, Kommune eine Vision entwickeln und diese umsetzen.

Sinn ist Bedeutung. Sinn ist einer der drei salutogenetischen Grundfaktoren. Sinn ist der Kleber zwischen den Informationen, die uns umgeben. Sinn bringt uns ins Handeln, Sinn bringt uns zusammen, Sinn hält gesund.

An Ihrer Schule ist «Unterrichten» weitgehend abgeschafft. Doch brauchen Lernende nicht auch einen soliden Grundstock an «Wissensvorräten», um sich die Welt erschliessen zu können?

Projekte hinterlassen Spuren, wenn sie sinnhaft sind. Wenn ich lerne, muss ich wissen, für wen oder was ich lerne. Wenn ich Wissen akquirieren soll, muss ich wissen, wozu. Die heutige Jugend ist eine pragmatische. Sie adaptiert gängige Strömungen und will schnelle Ergebnisse. Junge Menschen sind aber auch auf ständiger Sinnsuche, in einer Gesellschaft, die sich gerade mehr und mehr entsolidarisiert.

Selbstverständlich brauchen junge Menschen fundiertes Grund- und Querwissen. Doch die Zukunft braucht mehr als das ABC des Wissens. Zudem können wir Wissen nicht in Kinder und Jugendliche «füllen», sie werden sich auch keinen «Vorrat» aneignen, den sie dann je nach Bedürfnis abrufen können. Lernen braucht Sinn und Bedeutung, eine Anknüpfung an individuelles Vorwissen, Vernetzung mit der Lebenswelt, ein aktivierendes Umfeld, das Kreativität und einen konstruktiven Umgang mit Komplexität einfordert, ohne dabei zu vergessen, dass Lernende ohne echte Beziehung nicht wachsen können. Wenn Lernen in der Schule gelingen soll, braucht es neue Formen und Lernarrangements. Lernen im 21. Jahrhundert funktioniert mit guter Selbstorganisation: eigene Ziele setzen, Prozesse planen, Ergebnisse evaluieren. Dazu braucht es auch einen kompetenten Umgang mit Information: Wie finde, bewerte und nutze ich Informationen? Schliesslich gelebte Innovation, kreatives Lösen von offenen Fragen und Herausforderungen sowie der Realisierung von Projekten in heterogenen Gruppen. Statt auf fremde Fragen Antworten zu finden, braucht es die Zeit, eigenen Fragen nachgehen zu können. Mit «Wissensvorräten» und «Unterrichten» hat das nicht mehr viel zu tun, und doch geht es um die Erziehung zu fachkompetenten lebenslangen Lernenden und Teamplayern.

In Ihrer Gemeinschaftsschule gibt es Fächer, die «Verantwortung» und «Herausforderung» heissen. Worum geht es da? Das Projekt «Verantwortung» ist Lernen durch aktives Engagement, ist Herzensbildung. Jede Schülerin und jeder Schüler übernimmt in den Jahrgängen 7 und 8 eine Aufgabe im Gemeinwesen, die er oder sie sich selbst sucht. Einmal in der Woche erfahren unsere Schülerinnen und Schüler, z. B. in Seniorenheimen, Kindergärten oder Flüchtlingsheimen gebraucht zu werden, indem sie selbst einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Sie erfahren ihre Selbstwirksamkeit und lernen, dass Gemeinschaft durch Engagement lebt. Das Projekt «Herausforderung» bedeutet ein Lernen an echten Herausforderungen. Dabei suchen sich alle Schüler und Schülerinnen jeweils in den Jahrgängen 8, 9 und 10 eine dreiwöchige Herausforderung ausserhalb von Berlin. Das kann eine Wandertour an die Ostsee, eine Kayakfahrt in Mecklenburg-Vorpommern oder das Schreiben eines Buches in einem kleinen Dorf sein. Die Jugendlichen arbeiten dabei meist in Gruppen und erproben sich, erfahren ihre Grenzen und Stärken. Sie trainieren den Um-


edet gang mit Ungewissheit und Scheitern, die Teamkompetenz und Selbstverwirklichung, problemlösendes Denken und Handlungsund Gestaltungsmut. Sie entwerfen das Bild einer nicht ausgrenzenden und sozial engagierten Schule, in der Lernen Freude macht und die Befähigung zu «eingreifender Zukunftsgestaltung» im Mittelpunkt steht. Warum ist dies für Sie so bedeutsam? Wir müssen Kinder und Jugendlichen auf eine Welt vorbereiten, die wir nicht kennen und die sie nicht kennen. Wir haben keine Ahnung, wie die Weltwirtschaft in zehn Jahren aussieht. Wir haben unseren Planeten so sehr belastet, dass wir die Folgen immer weniger abschätzen können. Soziale Ungleichheit ist national und global gestiegen, auch hier wissen wir nicht um die Folgen. Und wir wissen auch nicht, welche Arbeit es in zehn Jahren in unserer Gesellschaft noch gibt. Wir gehen in eine Wissensgesellschaft über, die deutlich andere Kompetenzen benötigt als unsere Gesellschaft vor 20 Jahren. Aktive verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung bedeutet, dass ich herzgebildet bin, Souveränität im Umgang mit Komplexität habe, Handlungsfähigkeit beweise, Mut und Gemeinsinn zeige sowie eine gesunde Risikofreudigkeit besitze. Das sind wesentliche Bildungsziele, die in der Schule im Mittelpunkt stehen müssen. Die Hattie-Studie zeigt es auf: Für erfolgreiche Lernprozesse braucht es die Lehrperson. Sie sehen Lehrende eher als Begleitpersonen und Coaches denn als Wissensvermittelnde. Wie sieht für Sie die ideale Lehrperson aus? Welche Aufgaben fallen ihr zu? Lehrpersonen sind in der Schule des 21. Jahrhunderts von zentraler Bedeutung. Hier gilt noch weitaus mehr als bisher: Auf den Lehrer und die Lehrerin kommt es an! Sie sind Wissensvermittelnde und Lernprozessbegleitende. Als Führungs- und Beziehungsperson gibt sie Orientierung und ermutigende Unterstützung, stellt Anforderungen und fordert Qualität ein, ist zugewandt und setzt Grenzen.

Je nach Lernsetting sind Lehrende Dialogpartnerinnen und -partner, Unterstützende und Begleitende für die Lernenden. Sie helfen dabei, eigene Lernwege zu finden und den individuellen Entwicklungsprozess der Jugendlichen adäquat zu unterstützen. Als Tutorinnen und Tutoren reflektieren sie gemeinsam die Woche mit dem Lernenden. Sie besprechen Vorhaben und überlegen gemeinsam, wie die Weiterarbeit strukturiert werden kann.

braucht es zweierlei: eine emotionale und soziale, früh sich stärkende Stabilität, die sich aus Selbstwirksamkeitserfahrungen, sozialer Unterstützung und dem Erleben von Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns entwickelt. Und ein Sich-erproben-Können in offenen Lernfeldern und herausfordernden Lernlandschaften. Ermutigung also und Auseinandersetzung mit Risiko und Scheitern. Wie stehen Sie zur digitalen Bildung der neuen Generationen?

«Sinn ist Bedeutung. Sinn ist einer der drei salutogenetischen Grundfaktoren. Sinn ist der Kleber zwischen den Informationen, die uns umgeben. Sinn bringt uns ins Handeln, Sinn bringt uns zusammen, Sinn hält gesund.» Lehrende bekommen differenzierte Einblicke in die Arbeitsprozesse der Schülerinnen und Schüler und können diese individuell unterstützen. Diese reflektieren im regelmässigen Turnus ihren Entwicklungsstand und lernen, ihre Vorhaben oder Ziele zu artikulieren und zu strukturieren. Sie begreifen, dass Lernen ihre eigene ganz persönliche Sache ist. Das sind, wie wir heute aus der Forschung wissen, wesentliche Grundlagen, damit Lernen gelingen kann. Was sollten junge Menschen am Ende ihrer Schulzeit gelernt haben? Jugendliche sollen über Wissen verfügen, im Herzen gebildet sein und Verantwortung übernehmen wollen. Für sich selbst, die Mitmenschen und unsere Mutter Erde. Um mit Unsicherheit, dem Merkmal moderner Lebenswelten, souverän umgehen zu können,

Jede Generation hat ihr eigenes Medium. Unsere Kinder und Jugendlichen sind pragmatisch und hoch vernetzt. Alle sind im Internet, Optimismus ist da, Bildung wird als Erfolgsfaktor für die Zukunft gesehen. Kinder und Jugendliche übertreffen viele Lehrerinnen und Lehrer in der Informationsbeschaffung. Sie machen es einfach, sie wissen vieles schneller und besser. Das beschleunigt den benötigten Rollenwechsel als Lehrperson: Eine gute Lehrperson bremst diese Kompetenz nicht, sondern setzt diese Entwicklung pragmatisch ein. Die Lehrperson arbeitet in Lernsettings, die Kindern und Jugendlichen Struktur geben, fordert zum kooperativen und verlässlichen Zusammenarbeiten auf und durch ihre Haltung und ihre Persönlichkeit gibt sie kalten Informationen einen personellen Wert gibt: Sinn und Ethos. Ein inspirierendes YouTube-Video kann einem diesen Wert auch geben, allerdings ist der persönliche Kontakt von Lernenden und Lehrenden nicht zu ersetzen. Skepsis gegenüber digitalen Medien ist unangebracht und altbacken. Lehrerinnen und Lehrer sind gerade in einem interessanten Lernprozess, wie neues Lernen unter der Bedingung der digitalen Infrastruktur an Schulen möglich ist – Flipped Classroom, Blended Learning, digitales kollaboratives Arbeiten. Das wird unsere Schule nachhaltig verändern. Wir stehen da erst am Anfang. In Ihren Büchern finden sich auch vergleichende Tabellen mit Sätzen wie «alte Schule unterrichtet» und «neue Schule baut Schüler auf». Ist das nicht Simplifizierung und Schwarzweissmalerei? aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Interview

«Veränderung ist nicht linear, beinhaltet immer Unsicherheit, Irritation, Euphorie und manchmal Chaos.» Paradigmenwechel sind disruptive Veränderungen. Es geht darum, neue Denkmuster und damit auch neue Begriffe zu verankern. Sprache ist Ausdruck unserer Haltung, unsere Haltung geht über in Handlung. Wenn wir nicht anfangen, grundlegend anders über Schule zu denken und neue Worte finden, wird das Schulsystem, das wir kennen, sich immer wieder versuchen, selbst zu reparieren, dabei aber keinen Quantensprung hinkriegen. Neue Sprache fördert Musterbrüche. In dieser Simplifizierung liegt eine klare Kraft hin zu einem echten Paradigmenwechsel. Die von Ihnen unterstützte Initiative «Schule im Aufbruch» setzt sich dafür ein, dass jede Schule zu einem Ort wird, wo Lernende ihre Talente entdecken und ihre Potenziale entfalten. Wie kann eine Institution wie die aeB Schweiz, die mit Erwachsenen arbeitet, die Potenzialentfaltung ihrer Studierenden unterstützen? Die Initiative «Schule im Aufbruch» arbeitet mit vier Säulen: Inspiration, Vernetzung, Wissensaustausch und Handlungsbefähigung. Mit diesen Schritten bewegen wir Schulen und Bildungsinstitutionen, um von innen heraus einen eigenen Ethos zu entwickeln. Potenzialentfaltung braucht Wertschätzung, Beziehung, Partizipation, Sinn. Es könnte sich lohnen, in einem gemeinsam Workshop mit den Erwachsenen der aeB Schweiz und Jugendlichen über diese Frage nachzudenken, z. B. mit Kreativmethoden wie dem Design Thinking. An der Universität Wien hat sich bereits eine Studierendengruppe «Studierende im Aufbruch» gegründet, die mit unserer österreichischen Initiative erfolgreich zusammenarbeitet. Sie haben einen Thinktank gegründet, der weitere Innovationen und Ideen für eine verbesserte Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sammelt und umsetzt. Jede Institution ist eine lernende Institution. Sie muss sich nur entscheiden aufzubrechen. Pädagogik bedeutet ja immer auch: sich selbst in Frage stellen, auf einer Metaebene eigene Konzepte reflektieren. Welche Schwierigkeiten sehen Sie für die Umsetzung der von Ihnen propagierten Veränderungsprozesse? 6

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Umdenken erfordert immer einen gewissen Kraftakt. Als Organisation im Fluss zu sein, sich immer wieder zu verändern, das muss man verstehen, um darin gut arbeiten zu können. Das ist schwierig, wenn man bisher auf Sicherheit gesetzt hat. Schulentwicklung ist eine Reise und kein Plan. Es braucht die Phasen Initiierung, Implementierung, Institutionalisierung. Transformation bedeutet eine Innovationsdramaturgie vom Vertrauten ins Ungewisse. Veränderungs-, Innovations- und Transformationsprozesse entziehen sich dem nur konzeptionell planerischen Zugriff und einer rational gesteuerten Umsetzung. Sie brauchen Wissen um Phasen von Höhen und Tiefen, gegenseitige Unterstützung und Beratung, sowie eine visionäre Führung. Veränderung ist nicht linear, beinhaltet immer Unsicherheit, Irritation, Euphorie und manchmal Chaos. Schulen brauchen dafür Personen, die den Prozess begleiten. Probleme als Herausforderungen zu sehen und anzunehmen (Sprache!), hilft. Sie sind in komplexen Entwicklungsprozessen unvermeidlich und unsere Freunde. Denn ohne sie können wir nicht lernen. An unserer Schule arbeiten bedeutet, eine ganz bestimmte Haltung zu haben: Die Verantwortung für den Lernprozess liegt bei den Schülerinnen und Schülern, die Verantwortung für die Struktur bei mir als Lernbegleiterin. Schülerinnen und Schüler müssen es sich selbst erarbeiten, als Lernbegleiterin kann ich kein Wissen einfüllen. Das halten manche Lehrpersonen nicht aus. Wenn aber Haltung und Einstellung stimmt, dann klappt es auch mit der Umsetzung.

Margret Rasfeld ist Schulleiterin, Bildungsinnovatorin und Autorin. Ihre Vision ist die Transformation des Bildungssystems. Die mehrfach ausgezeichnete Evangelische Schule BerlinZentrum, die sie leitet, befindet sich bereits in diesem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Sie sieht junge Menschen nicht als Schülerinnen und Schüler im tradierten Sinne, sondern als engagierte junge Menschen mit Entdeckungsfreude und Gestaltungsmut, die Potenziale mitbringen und weit mehr können, als Erwachsene ihnen oft zutrauen. Margret Rasfeld agiert als Netzwerkerin in verschiedensten Innovationsbereichen. Sie ist eine der sechs Kernexpertinnen und -experten im Zukunftsdialog der deutschen Bundeskanzlerin «Wie wir lernen wollen». Ebenfalls ist sie Preisträgerin des Vision Award 2012, des Querdenker-Awards 2013 und Mitinitiatorin der Bewegung «Schule im Aufbruch». Weitere Informationen finden Sie unter ev-schule-zentrum.de schule-im-aufbruch.de magretrasfeld.de Das vollständige Interview mit Margret Rasfeld finden Sie auf unserer Webseite aeb.ch. Literatur Margret Rasfeld, Stephan Breidenbach, Schulen im Aufbruch, Eine Anstiftung, Kösel-Verlag 2014 Margret Rasfeld, Wie wir Schule machen, Albrecht Knaus-Verlag 2014 Margret Rasfeld, Peter Spiegel, EduAction, Wir machen Schule, Murmann-Verlag 2012

Angenommen, Sie erhalten einen «pädagogischen Zauberstab»: Wen oder was würden Sie berühren und verwandeln? MUT und VERTRAUEN. Für die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer, die Bildungsinstitutionen. Ich würde das Kind in ihnen wieder herbeizaubern und das Gespür für ihr inneres Wissen. Darüber hinaus soll der Zauberstab allen den Mut geben, dieser Quelle und dem, was sie dort erfahren, zu vertrauen. Interview Yvo Wüest

Die angesprochenen Prozesskompetenzen sowie Handlungsbefähigungen gewinnen/ erwerben Sie im Seminar: Handeln in Spannungssituationen 20.01–23.01.2016 + 14.03.2016 Weitere Informationen Seite 37 oder via lisa.lehnherr@aeb.ch T 044 361 34 34


Outdoor

Naturbezogenes Lernen in der Mongolei Ein Lernprojekt der besonderen Art

Besuchen Sie die Module 2 und 3 des Bildungsgangs zum eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder verknüpft mit einer Reise in die Mongolei. Abenteuer mit Lernen zu verbinden ist das Besondere an dieser Reise und diesem Lernprojekt. Die Mongolei ist zwischen Zentral-, Nordund Ostasien gelegen und ist nach Kasachstan das flächenmäßig zweitgrößte Binnenland der Welt. Durch dieses spezielle Umfeld wird zusätzliches Lernen über die Kompetenzen des Modul 2 und 3 hinaus bei den Teilnehmenden möglich. Eine Reise in ein spezielles Land wird finanzierbar, welche sonst sehr kostspielig ist. In der eindrücklichen Natur der Mongolei sind unvergessliche Erfahrungen mit sich selbst und der Gruppe möglich. Durch die Stille wird die Selbstwahrnehmung erleichtert. In diesem einzigartigen Lernprojekt erleben Teilnehmende eine abenteuerliche, nachhaltige, wunder-

schöne Zeit. Der Mensch geht in die Mongolei und kehrt verändert wieder zurück. Während den 15 Tagen Reise finden 8 Kurstage des Modul 2 und 3 statt (1 Einführungstag ist in der Schweiz). Daneben besuchen wir verschiedene Nationalpärke, Klöster und Museen. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit Pferde oder Kamele zu reiten. Wir leben in Jurtencamps und auch die Seminarteile finden in einer Jurte oder nach Möglichkeit im Freien statt. Im Jahr 2016 finden die Module 2 und 3 mit Reise in die Mongolei vom 16.07. bis 30.07.2016 statt. Weitere Auskunft erteilt Ihnen gerne unsere Sachbearbeiterin Patricia Winterberg, aeB Luzern. T 041 249 44 88. patricia.winterberg@aeb.ch Beatrice Sutter, Studien- und Reiseleiterin

«Ein offenes Plenum in der Weite abzuhalten und die Offenheit der Mongolei zu erleben, umgeben von Kamelen, Ziegen, Schafen, Pferden… schlicht fantastisch!» Julia Sutter

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SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter Kursleitende und Ausbildende entwickeln die grundlegenden Kompetenzen für die erwachsenengerechte Durchführung und Gestaltung von Lernveranstaltungen. Das Modul 1 mit SVEB-Zertifikat ist der erste Baustein auf dem Weg zum eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder. Die aeB Schweiz bietet verschiedene Varianten an.

Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen Modul 1 mit SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter Für Kursleitende und Ausbildende an Schulen, Weiterbildungsinstituten und in Unternehmen sowie für Fachleute, die in die Erwachsenenbildung einsteigen. Umfang Kosten

15 Präsenztage ab CHF 3 235 1

Basel Modul 1 Modul 1

06.11.2015–19.03.2016 04.11.2016–18.02.2017

Bern Modul 1 Modul 1

12.03.–02.07.2016 29.10.2016–11.03.2017

Luzern Modul 1 Modul 1 Modul 1

08.01.–21.05.2016 16.06.–22.10.2016 13.01.–06.05.2017

Zürich Modul 1 Modul 1 Modul 1

21.01.–04.06.2016 24.08.–07.12.2016 20.01.–17.06.2017

Mitten in der Natur: Lernen und Lehren an Outdoor-Plätzen Modul 1 mit SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter Für Kursleitende, die Lernveranstaltungen mit Erwachsenen in der Natur durchführen und erlebnisorientierte Lernformen einsetzen wollen. Das Modul findet zu grossen Teilen an eindrücklichen Outdoor-Plätzen in der Schweiz statt (Tipicamp und Jurtendorf) und umfasst originelle Aktivitäten (Iglubau, Lamatrekking). Umfang 15 Präsenztage Kosten ab CHF 3 235 1 Beherbergungskosten CHF 1 490 (12 Tage) Daten 23.01.–15.10.2016 Anmeldeschluss 10.12.2015

Didaktik der Erwachsenenbildung für Lehrpersonen Modul 1 mit SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter In Kooperation mit swch.ch Für Lehrpersonen, die gezielt ihre Kompetenzen für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen entwickeln wollen. In diesem Spezialmodul für ausgebildete Lehrpersonen aller Stufen erwerben Sie spezifische Methodenkenntnisse für die Weiterbildung und gewinnen Sicherheit in der Leitung von Kursgruppen mit Erwachsenen. Umfang 15 Präsenztage Kosten CHF 3 800 Daten 11.07.2016–14.07.2017 Orte Thun, Zürich, Luzern, St. Gallen Didaktische Grundlagen für Berufsbildungsverantwortliche im Nebenberuf Modul 1 mit SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter und Lehrdiplom Integrierter Studiengang in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern Für Ausbildende und Lehrpersonen, die sowohl in der Erwachsenenbildung Kurse durchführen als auch nebenberuflich an einer Höheren Fachschule, an einer Berufsfachschule oder in überbetrieblichen Kursen tätig sind. Mit diesem integrierten Studiengang können Sie sich für beide Bildungsbereiche qualifizieren. Sie erwerben das SVEBZertifikat Kursleiterin, Kursleiter und das SBFI-Lehrdiplom. Der Studiengang befindet sich im SBFI-Anerkennungsverfahren. Umfang 15 Präsenztage Kosten CHF 4 400 oder CHF 5 350 1 Luzern 31.08.2016–28.01.2017 Weitere Informationen patricia.winterberg@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus

Naturnahes Lernen: siehe auch Module 2 und 3 in der Mongolei

1 Die Höhe der Kosten ist abhängig von den Beiträgen der Kantone. Preisänderungen bleiben vorbehalten, insbesondere aufgrund von Änderungen der Kantonsbeiträge oder der Konzepte.

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Neu: SVEB-Zertifikat Praxisausbilderin, Praxisausbilder Ausbildende bilden Lernende im Betrieb aus, begleiten Studierende in der Praxis oder führen Mitarbeitende in ihre neuen Aufgaben ein. Im neuen, spezifischen Lehrgang Praxisausbilder/in entwickeln Sie Ihre Kompetenzen für die Ausbildung und Lernbegleitung von einzelnen Personen.

Lernbegleitungen mit Einzelpersonen durchführen Mit SVEB-Zertifikat Praxisausbilderin, Praxisausbilder Für Berufsbildende, die Lernende im Betrieb ausbilden oder Studierende in der Praxis begleiten. Oder für Fachpersonen und Vorgesetzte, die im Unternehmen Mitarbeitende am Arbeitsplatz ausbilden oder in ihre Aufgaben einführen. Im Angebot Praxisausbilder/in entwickeln Sie umfassende Kompetenzen für die Ausbildung und Begleitung von Einzelpersonen. Sie setzen Bildungspläne und konzeptionelle Vorgaben praxisbezogen um, gestalten wirksame Lernprozesse am Arbeitsplatz und gewinnen Sicherheit in der Rolle als Praxisbegleiterin oder Praxisbegleiter. Sie verfügen über vertiefte didaktische und soziale Kompetenzen und können junge Lernende und Erwachsene mit ihren individuellen Voraussetzungen fördern. Der Lehrgang umfasst das Modul Praxisausbilder/in «Individuelle Lernbegleitung planen und gestalten» sowie das Modul 3 «Individuelle Lernprozesse begleiten» und führt zum neuen SVEB-Zertifikat Praxisausbilderin, Praxisausbilder. Das SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter können Sie mit einem Ergänzungsmodul erwerben.

Ergänzungsmodul: Lernveranstaltungen mit Gruppen durchführen Mit SVEB-Zertifikat Kursleiterin, Kursleiter Für Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs Praxisausbilder/in. Sie entwickeln die spezifischen Kompetenzen für die erwachsenengerechte Planung, Gestaltung und Leitung von Kurssequenzen mit Gruppen. Sie erwerben das anerkannte SVEBZertifikat Kursleiter/in, und haben direkten Anschluss an die Module 2, 4 und 5 zum eidg. Fachausweis Ausbilder/in. Umfang Kosten

5 Präsenztage CHF 1 600 1

Luzern 20.10.–02.12.2016 Luzern 26.04.–08.06.2018

Weitere Informationen patricia.winterberg@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus

Der Lehrgang befindet sich im Anerkennungsverfahren. Umfang Modul Praxisausbilder/in Modul 3

10 Präsenztage 4 Präsenztage

Kosten Modul Praxisausbilder/in Modul 3

CHF 2 780 * ab CHF 1 130 1

Luzern Praxisausbilder/in 11.01.–12.04.2016 Modul 3 01.06.–23.06.2016 Praxisausbilder/in 11.09.–28.11.2017 Modul 3 11.01.–02.02.2018 Bern Praxisausbilder/in 17.02.–28.04.2016 Modul 3 27.05.–25.06.2016 Praxisausbilder/in 24.02.–20.05.2017 Modul 3 16.06.–08.07.2017 Zürich Praxisausbilder/in 30.05.–30.08.2016 Modul 3 13.09.–05.10.2016 Praxisausbilder/in 05.05.–08.07.2017 Modul 3 14.09.–06.10.2017 * Personen mit Abschluss Berufsbildner/in (40 oder 100 Lernstunden) erhalten eine Dispensation von 4 Tagen und eine Reduktion von CHF 600.

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«Das TZI Modell von Ruth Cohn in Anwesenheit von Kamelen und Kaschmir Ziegen zu erlernen, führt zu unvergesslichen Momenten!» Christoph Schär, Leiter Diätküche, Ausbildungsverantwortlicher Kantonsspital Luzern, Sursee, Teilnehmer Module 2 und 3 in der Mongolei


Eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder Ausbildende erwerben zentrale Kompetenzen für die Konzeption, Gestaltung, Leitung und Evaluation von Lernveranstaltungen mit Erwachsenen. Die aeB Schweiz bietet den Bildungsgang mit dem anerkannten Abschluss eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder in modularer und kompakter Form an.

Modularer Bildungsgang Zeitpunkt, Standort und Reihenfolge der Module nach Modul 1 individuell wählbar Module 1–5 für Durchbuchende > UNSER HIT Umfang 39 Präsenztage Kosten ab CHF 10 700 1 zusätzlich für Hotel ca. CHF 850 Antrag eidg. Fachausweis beim SVEB CHF 390 Modul 1: Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen Informationen und Daten siehe unter SVEB-Zertifikat Kursleiter/in Modul 2: Gruppenprozesse in Lernveranstaltungen begleiten Umfang 5 Präsenztage, Blockkurs Kosten ab CHF 1 900 1 zusätzlich für Hotel ca. CHF 850 Modul 3: Individuelle Lernprozesse unterstützen Umfang 4 Präsenztage Kosten ab CHF 1 130 1 Modul 4/5: Bildungsangebote für Erwachsene konzipieren und didaktisch gestalten Umfang 15 Präsenztage, Supervision integriert Kosten ab CHF 4 700 1 Inklusive Kosten Supervision und Praxisbesuch, Antrag eidg. Fachausweis beim SVEB CHF 390 Basel Module 2–5 siehe kompakter Bildungsgang Bern Modul 2 Modul 2 Modul 3 Modul 3 Modul 3 Modul 4 / 5 Modul 4 / 5 Modul 4 / 5

04.04.–08.04.2016 24.04.–28.04.2017 13.11.–12.12.2015 27.05.–25.06.2016 16.06.–08.07.2017 22.01.–21.05.2016 19.08.–17.12.2016 18.08.–16.12.2017

Luzern Modul 2 Modul 2 Modul 3 Modul 3 Modul 3 Modul 4 / 5 Modul 4 / 5

07.12.–11.12.2015 14.11.–18.11.2016 14.01.–29.01.2016 01.06.–23.06.2016 12.01.–03.02.2017 25.02.–01.07.2016 16.03.–07.07.2017

Zürich Modul 2 Modul 2 Modul 3 Modul 3 Modul 4 / 5 Modul 4 / 5

27.06.–01.07.2016 03.07.–07.07.2017 13.09.–05.10.2016 14.09.–06.10.2017 27.10.2016–17.03.2017 09.11.2017–23.03.2018

Kompakter Bildungsgang Module 2–5 Fester Wochentag, konstante Gruppe und eine kompetente Studiengruppenleitung für die ganze Ausbildung Umfang Kosten

25 Präsenztage CHF 7 860 1 zusätzlich für Hotel ca. CHF 850, Antrag eidg. Fachausweis beim SVEB CHF 390

Basel 02.06.2016–26.01.2017 Basel 27.04.2017–07.12.2017 Bern 17.08.2016–08.03.2017 Bern 30.08.2017–14.03.2018 Luzern 21.09.2016–12.04.2017 Luzern 21.06.2017–28.02.2018 Zürich 09.12.2015–29.06.2016 Zürich 07.12.2016–05.07.2017 SPEZIALANGEBOT Kompakter Bildungsgang inklusive Modul 1 Besuchen Sie das Modul 1 und den kompakten Bildungsgang Module 2–5 zum eidg. Fachausweis Ausbilder/in als attraktives Gesamtpaket. Umfang Kosten Daten Modul 1 Daten Module 2–5

40 Präsenztage CHF 10 480 1 zusätzlich für Hotel ca. CHF 850, Antrag eidg. Fachausweis beim SVEB CHF 390 siehe unter SVEB-Zertifikat siehe kompakter Bildungsgang Module 2–5

Module 2 und 3 in der Mongolei Nachhaltiges Lernen an einmaligen Naturplätzen Die Lerninhalte der Module 2 und 3 werden inmitten einer eindrücklichen Steppen- und Wüstenlandschaft bearbeitet. Kontakte mit Nomaden, Übernachtung in Gercamps und der Besuch von Kulturorten in der Mongolei kommen dazu. Das Lernen in der Natur wird zum unvergesslichen Erlebnis. Umfang Vorbereitungstreffen Daten Kosten

15 Tage mit Reise und Aufenthalt in der Mongolei 09.06.2016 ganzer Tag in Zürich 16.07.–30.07.2016 in der Mongolei Modul 2/3 CHF 3 400 1 Reise und Aufenthalt CHF 3 500 2

Naturnahes Lernen: siehe auch Modul 1 in der Natur Weitere Informationen patricia.winterberg@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus 1 Die Höhe der Kosten ist abhängig von den Beiträgen der Kantone. Preisänderungen bleiben vorbehalten, insbesondere aufgrund von Änderungen der Kantonsbeiträge oder der Konzepte. 2 Preisänderungen vorbehalten, z.B. wenn sich Flugpreise verändern.

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Dipl. Berufsfachschullehrerin, Dipl. Berufsfachschullehrerin, Berufsfachschullehrer BKU Berufsfachschullehrer BKU im Nebenberuf und BM im Hauptberuf In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Sie unterrichten nebenberuflich an einer Berufsfachschule und suchen eine didaktische Grundausbildung mit Lehrdiplom. Mit diesem Studiengang erarbeiten Sie die Grundlagen des Lernens und Lehrens als Basis einer gelingenden Unterrichtsplanung und -durchführung. Neben dem Lehrdiplom erwerben Sie auch das SVEB-Zertifikat. Dieser Studiengang befindet sich im SBFI-Anerkennungsverfahren. Dauer

18 Tage

Beginn 31.08.2016–28.01.2017 aeB Schweiz, Luzern / PH Luzern Kosten

zwischen CHF 4 400 und CHF 5 350 1

Weitere Informationen nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Berufsfachschullehrer/in

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Studierende des Diplomstudiengangs erwerben die hauptberufliche Lehrbefähigung für den berufskundlichen Unterricht an Berufsfachschulen respektive für den Fachunterricht Berufsmaturität an Berufsfachschulen oder an Berufsmaturitätsschulen. Der Studiengang ist vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt. Neben dem Lehrdiplom erwerben Sie auch den eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder. Dauer

2 Jahre

Beginn jährlich ab August Luzern Kosten

pro Studienjahr BFSL BKU CHF 9 980 bis CHF 15 000 1

Kosten

pro Studienjahr BFSL BM CHF 9 980 bis CHF 15 000 1 Fachdidaktik ca. CHF 5 000

Weitere Informationen nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Berufsfachschullehrer/in

Weiterbildung für Berufsfachschullehrer/innen In Ihrer Berufsfachschule führen Sie eine interne Weiterbildung durch – wir kommen zu Ihnen und unterstützen Sie darin. Unsere erfahrenen Studienleiter/innen stehen Ihnen für ein Referat oder einen Workshop zur Verfügung. Einige Themen als Anregung für Ihre Überlegungen: Einführung von Tablets im Unterricht mit Yvo Wüest Klassenführung mit Hilde Krug Interventionen in schwierigen Unterrichtssituationen mit Beatrice Sutter Sinnvoll lehren – motiviert lernen mit Gerhard Friedl Hintergründe zu und Umgang mit Lernwiderständen mit Gerhard Friedl

CAS FiB Lehren im Berufsattest In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern Lernende der zweijährigen EBA-Grundausbildung stellen spezifische Herausforderungen an Lehrpersonen und Berufsbildungsverantwortliche. Mit diesem CAS FiB erwerben Sie das dafür nötige Handwerkszeug. Dauer

1,5 Jahre

Beginn

Daten Teilkurse siehe aeb.ch PH Luzern

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, und wir besprechen alles Weitere mit Ihnen.

Kosten

CHF 5 600 Für Studierende Dipl. Berufsfachschullehrer/in aeB Schweiz, Luzern / PH Luzern CHF 4 900

Weitere Informationen nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Berufsfachschullehrer/in

Weitere Informationen nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Berufsfachschullehrer/in

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Berufsbildnerin, Berufsbildner in überbetrieblichen Kursen oder Lehrwerkstätten im Nebenberuf

weiterbilden – netzwerken Fachtag für Berufsbildungsverantwortliche In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern Sie unterrichten nebenberuflich in überbetrieblichen Kursen oder an einer Lehrwerkstätte und suchen eine didaktische Grundausbildung mit Lehrdiplom. Mit diesem Studiengang erarbeiten Sie die Grundlagen des Lernens und Lehrens als Basis einer gelingenden Gestaltung einer Lern-Lehr-Situation. Neben dem Lehrdiplom erwerben Sie auch das SVEB-Zertifikat. Dieser Studiengang befindet sich im SBFI-Anerkennungsverfahren. Dauer

18 Tage

Beginn 31.08.2016–28.01.2017 aeB Schweiz, Luzern / PH Luzern Kosten

zwischen CHF 4 400 und CHF 5 350 1

Weitere Informationen nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Berufsfachschullehrer/in

Vernetzt sein, vernetzt bleiben und sich gleichzeitig neue Anregungen holen und weiterbilden – der Netzwerktag für Berufsbildungsverantwortliche der aeB Schweiz und der Pädagogischen Hochschule Luzern bietet die ideale Plattform dafür. Der Netzwerktag greift alltägliche Herausforderungen von Berufsbildungsverantwortlichen auf. Durch kurze, wechselnde Workshops erarbeiten Sie sich vielfältige praktische Anregungen für die eigene Tätigkeit. Dauer 1 Tag / 9.00–16.30 Uhr Termin 03.03.2016 aeB Schweiz, Luzern (Teilnehmendenzahl beschränkt) Kosten

CHF 180

Weitere Informationen und Anmeldung nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Berufsfachschullehrer/in

«Vernetzung, Input, Diskussionen – dies sind für mich die wichtigen Gründe an den öffentlichen Veranstaltungen der aeB Schweiz teilzunehmen.» Stefanie Neuhaus, Geschäftsführerin, BrainDate, Zürich

1 Die Höhe der Kosten ist abhängig von den Beiträgen der Kantone. Preisänderungen bleiben vorbehalten, insbesondere aufgrund von Änderungen der Kantonsbeiträge oder der Konzepte.

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Dipl. Dozentin, Dipl. Dozent an Höheren Fachschulen im Nebenberuf

Dipl. Dozentin, Dipl. Dozent an Höheren Fachschulen im Hauptberuf

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Sie unterrichten nebenberuflich an einer Höheren Fachschule und suchen eine Grundausbildung mit Lehrdiplom. Mit diesem Studiengang erarbeiten Sie die Grundlagen des Lernens und Lehrens als Basis einer gelingenden Unterrichtsplanung und -durchführung. Neben dem Lehrdiplom erwerben Sie auch das SVEB-Zertifikat. Dieser Studiengang befindet sich im SBFI-Anerkennungsverfahren.

Als Dozent/in an einer Höheren Fachschule geben Sie berufsbezogene Kompetenzen weiter und leiten Ihre Studierenden zu praktischem Denken und Handeln an. Mit diesem Diplomstudiengang erwerben Sie andragogische Methoden, um Lernprozesse erwachsener Lernender anzuregen, zu unterstützen und den Praxistransfer Ihrer Lernenden sicherzustellen. Der Studiengang ist vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt. Neben dem Lehrdiplom erwerben Sie auch den eidg. Fachausweis Ausbilderin, Ausbilder.

Dauer

18 Tage

Beginn 31.08.2016–28.01.2017 aeB Schweiz, Luzern / PH Luzern Kosten

Weitere Informationen nishitha.bachmann@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Dozent/in an Höheren Fachschulen

«Haltungen, theoretische Grundlagen und die eigene Erfahrung zu einem professionellen Handeln zu verknüpfen – das war für mich das wertvollste und nachhaltigste Training an der aeB Schweiz.» Oliver Renggli, Stiftung IdéeSport, Ausbildungsverantwortlicher Deutschschweiz, Emmenbrücke

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Dauer

2 Jahre

Beginn

1. Studienjahr jährlich Bern ab März, Luzern ab Januar, Zürich ab August, Basel ab Juni

2. Studienjahr jährlich Bern und Zürich ab November

Kosten

pro Studienjahr zwischen CHF 9 980 und CHF 16 000 1

zwischen CHF 4 400 und CHF 5 350 1

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Weitere Informationen erika.niederberger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Dozent/in an Höheren Fachschulen


Dipl. Erwachsenenbildnerin HF, Dipl. Erwachsenenbildner HF Kombination mit MAS A&PE

Als Dipl. Erwachsenenbildner/in HF übernehmen Sie mit Ihrer umfassenden andragogischen Handlungskompetenz anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben in der Bildungsarbeit. Sie konzeptionieren, organisieren, planen und gestalten Bildungsangebote. Sie begleiten und beraten Personen in Bildungsprozessen und leiten Gruppen. Mit entsprechender Vorbildung ist ein Quereinstieg und / oder der gleichzeitige Erwerb des Abschlusses MAS A&PE möglich. Der Studiengang befindet sich aktuell im SBFI-Anerkennungsverfahren. Dauer

2 Jahre

Beginn

jährlich ab August Bern und Zürich (Luzern modulare Durchführung)

Kosten

pro Semester CHF 4 500 1 Der Kantonsbeitrag in Höhe von CHF 3 500 gemäss HFSV ist in den Kurskosten bereits berücksichtigt.

Weitere Informationen patricia.pfulg@aeb.ch erika.niederberger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Dipl. Erwachsenenbildner/in

1 Die Höhe der Kosten ist abhängig von den Beiträgen der Kantone. Preisänderungen bleiben vorbehalten, insbesondere aufgrund von Änderungen der Kantonsbeiträge oder der Konzepte.

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MAS in Adult and Professional Education

CAS Lernen verstehen und didaktisch handeln

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Als Fachpersonen in der Berufs- und Erwachsenenbildung planen, organisieren und führen Sie Lernangebote durch, leiten Gruppen und schreiben wissenschaftliche Arbeiten. Sie erwerben im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbildung umfassende Kompetenzen. Mit entsprechender Vorbildung ist ein Quereinstieg möglich. Neben dem Abschluss MAS A&PE können Sie das Diplom als Erwachsenenbildner/in HF erwerben.

Im CAS Lernen verstehen und didaktisch handeln setzen Sie sich mit wichtigen Hintergründen didaktischer Entscheidungen wie lern- und neuropsychologische Grundlagen auseinander und lernen verschiedene didaktische Ansätze praktisch kennen und wissen, wie Sie diese an unterschiedlichen Lernorten passend für Ihre Lernenden umsetzen.

Dauer

2 Jahre

Beginn

jährlich im August Bern und Zürich (Luzern pro Jahr 1 CAS)

Kosten

pro CAS CHF 8 000 MAS besteht aus vier CAS

Weitere Informationen patricia.pfulg@aeb.ch erika.niederberger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > MAS Adult and Professional Education

CAS Lernprozesse begleiten und Gruppen führen In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern Im CAS Lernprozesse begleiten und Gruppen führen erarbeiten Sie sich das Know-how, um Lernende in ihren Entwicklungsprozessen zu beraten und zu unterstützen. Sie lernen verschiedene Beratungsansätze und Modelle der Lernprozessbegleitung kennen. Sie setzen sich mit Ihrer Leitungspersönlichkeit auseinander und erweitern aufbauend auf den Grundlagen der Gruppenleitung ein breites Repertoire an Interventionsmöglichkeiten.

«In meiner Weiterbildung bei der aeB Schweiz habe ich gelernt, wie ich einen abwechslungsreichen und gut geplanten Unterricht gestalten kann.» Christina Oswald Pflegefachfrau Intensivpflege, Interlaken

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CAS Bildungsprojekte entwickeln und umsetzen

Weiterbildungskongress In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Im CAS Bildungsprojekte entwickeln und umsetzen erarbeiten Sie die Grundlagen des Projektmanagements für ein Bildungsprojekt. Damit Sie die nötigen Handlungskompetenzen erwerben, steht im Zentrum dieses CAS die Entwicklung und Durchführung eines konkreten Projektes.

Der Weiterbildungskongress (WBK A&PE) richtet sich an Personen, die in der Erwachsenen- und Berufsbildung tätig sind: Lehrpersonen, Dozierende, Ausbildende aller Bildungsstufen und Fachrichtungen, Fach- und Führungskräfte aus öffentlichen und privaten Organisationen. Mit dem Weiterbildungskongress schlagen die aeB Schweiz und die PH Luzern die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis in der Erwachsenen- und Berufsbildung. Aktuelle Herausforderungen werden aufgegriffen, neue Erkenntnisse thematisiert und methodisch-didaktische Möglichkeiten der Umsetzung diskutiert und erprobt.

CAS Bildungsangebote positionieren und Qualität sichern In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern Im CAS Bildungsangebote positionieren und Qualität sichern setzen Sie sich vertieft mit dem schweizerischen Bildungssystem und den gesellschaftspolitischen Grundlagen der Bildungsarbeit auseinander. Sie lernen Instrumente der Marktanalyse und Bedarfserhebung ebenso kennen wie Grundlagen des Bildungsmanagements. Konzeptionelle Überlegungen zur Bildungsevaluation und Qualitätssicherung runden das Thema ab.

Der Weiterbildungskongress 2016 steht unter dem Motto «Lehren und Lernen für die Zukunft». Neben dem Einsatz neuer Technologien in Lehr-Lernveranstaltungen werden zukunftsrelevante Kompetenzen thematisiert. Ort

Luzern – Pädagogische Hochschule

Daten

WBK A&PE 2016 WBK A&PE 2017

11.07.–13.07.2016 10.07.–12.07.2017

Kosten

WBK A&PE 2016 Einzeltage buchbar

CHF 870

Weitere Informationen patricia.pfulg@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > MAS Adult and Professional Education

Die CAS sind Teil des MAS A&PE und werden vollumfänglich angerechnet. Ort

aeB Schweiz, Luzern / PH Luzern

Daten

siehe Homepage

Kosten

pro CAS CHF 8 000

Weitere Informationen patricia.pfulg@aeb.ch erika.niederberger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus -> MAS Adult and Professional Education

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Interview

Diese Kompetenzen braucht es ganz sicher in allen Arbeits Interview mit Dr. Barbara Hellermann, Dipl. Kommunikationstrainerin NDS HF, Wiss. Koordinatorin im Berufungsstab der Med. Fakultät Absolventin des Studienganges dipl. Kommunikationstrainer/in NDS HF Und was bringt einem das? Kann man sagen, dass man jetzt mehr Mühe hat als vorher? Ja. (Gemeinsames Lachen.) Es ist nicht alles einfacher geworden, das ist völlig richtig. Aber das Bewusstsein wird höher, und ich habe eine grössere Klarheit für kommunikative Prozesse auf den verschiedenen Ebenen gewonnen. Früher habe ich Dinge immer persönlich genommen und auch so reagiert. Dass ich das jetzt auf einer Metaebene einordnen kann, dass ich eine Klarheit habe, dass ich Formulierungsmöglichkeiten oder Reaktionsweisen zur Verfügung habe, all das habe ich dem NDS zu verdanken. Wem würdest du das NDS empfehlen? Für wen ist es geeignet?

Dr. Barbara Hellerman, Diplom-Geologe und Präsentationstrainerin

Ulrike Arens-Fischer: Im Rückblick – was ist das Wesentliche, was du aus dem Dipl. Kommunikationstrainer NDS für dich an Nützlichem mitnehmen konntest? Barbara Hellermann: Einerseits war die Einführung in die dialogischen Kompetenzen entscheidend, die ich auch an der Universität einbringen konnte. Geschätzt wurde das Neue, das ich in die Uni brachte. Ich bot ja vorher schon Präsentationsseminare für die Wissenschaftler an, konnte dann aber die Seminare didaktisch-methodisch ganz anders professionell anbieten und bin freier geworden von PowerPoint. Dieser Bereich ist neu gewesen, den habe ich nicht erwartet, das war sozusagen das grosse Plus. Stark in Erinnerung geblieben ist mir, was ich jetzt auch bei der Stelle in Basel umsetzen konnte und mir neu war, das Thema Kommunikation in Organisationen. Generell habe ich Sicherheit gewonnen im Vermitteln von Kommunikationsinhalten, 18

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von Präsentationen und habe im privaten Bereich, aber auch beruflich, die Konfliktfähigkeit erhöht: mit Konflikten umgehen, Systematiken kennenzulernen und Methoden anzuwenden. Kannst du ein praktisches Beispiel nennen, bei dem du für dich festgestellt hast, dass du jetzt mit einem Konflikt anders umgehen kannst? Ein Beispiel ist, dass mir eine Aufgabe zugeteilt wurde, da ging es um die Reorganisation im HR-Bereich mit den Sekretariaten. Als ich das durchgeführt hatte, sagte mein Chef, das wollten sie nicht. Da habe ich widersprochen. Ich habe nachgeforscht und wollte eine Begründung haben. Der Konflikt ist dann deutlich geworden: Es waren unterschiedliche Erwartungshaltungen da. Vor dem NDS hätte ich das gar nicht angesprochen. Die Fähigkeit, auch auf Differenzen hinzuweisen und mit Differenzen umzugehen, die habe ich klar entwickelt. Diese Kompetenz hatte ich vorher nicht.

Also grundsätzlich denke ich mal für alle, weil es diese Kompetenzen ganz sicher in allen Arbeitsbereichen braucht. Ich würde es speziell den Menschen empfehlen, die an sich einen höheren Anspruch stellen, die auf kommunikativer Ebene professionell sein wollen, im Beruflichen, aber auch privat. Das hat ja in allen Bereichen Auswirkung, und ich meine, so eine wertvolle Weiterbildung könnten eigentlich alle machen. Würdest du das auch für Vorgesetzte, generell für Führungskräfte, empfehlen? Klar. Durch die Module, die auf die institutionelle Ebene eingehen, denke ich, ist der NDS auf jeden Fall geeignet. Was hast du als ganz «speziell» an diesem Nachdiplomstudium erlebt? Sicher herausragend ist die Kompetenz der Dozierenden. Das fand ich einmalig durchs Band hinweg: Eine ganz hohe professionelle Ausstrahlung, eine Integrität der Persönlichkeiten mit der fachlichen Kompetenz, was natürlich auf die Gruppe, auf die Inhalte und auf die Ziele gewirkt hat. Für mich ist immer wichtig, dass die Person das auch verkörpert, was sie lehrt. Das habe ich so in dem Masse noch nicht erlebt. Dann die neuesten Modelle, Theorien, auch den sprechwissenschaftlichen Hintergrund, den ich sehr geschätzt


bereichen

Dipl. Kommunikationstrainerin, Dipl. Kommunikationstrainer NDS HF

Für Ausbildende, Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner, Supervisorinnen und Supervisoren, Trainerinnen und Trainer, die professionell Kommunikationsthemen anbieten.

habe, der sehr zum Tragen kam. Das Freie und Offene, die Räume für Unerwartetes und Begegnungen und auch das menschlich Warme ist speziell. Also in dieser Kombination: Professionalität + Freiraum. Setzt du jetzt grade etwas aus dem Studiengang für dich als Trainerin um? Ich hatte schon bei der Diplomarbeit mit den Dialogseminaren begonnen und habe eigentlich drei Umfelder ausprobiert. Das eine im Kunstkontext, und das hat sehr, sehr gut funktioniert. Im Herbst werde ich das am Kunsthaus Zürich wieder machen. Dann hatte ich einen Wissenschaftskontext, das ruht im Moment, und als drittes hatte ich noch den spirituellen und religiösen Hintergrund in meiner Gemeinde, da habe ich auch Dialogseminare durchgeführt.

«Die Fähigkeit, auch auf Differenzen hinzuweisen und mit Differenzen umzugehen, die habe ich klar entwickelt.»

Die Ausbildung umfasst • aktuelle Hintergrundtheorien und Modelle aus der Sprach-, Sprech- und Sozialwissenschaft • Gesprächsführung und Rhetorik • dialogische Kernfähigkeiten nach Bohm • Diagnose als Grundlage für konstruktive Konfliktbearbeitung • «Konstruktive Kommunikation GfK» nach M. B. Rosenberg • professionelle Interaktions- und Kommunikationsgestaltung mit Reflexion der aktuellen Dynamik in der Gruppe • Organisationswissen für Kommunikationstrainings • ökonomischer Einsatz von Atem und Stimme Nach erfolgreichem Qualifikationsverfahren erhalten Sie den eidgenössisch anerkannten Titel Dipl. Kommunikationstrainer/in NDS HF. Dauer 2 Jahre, 38 Ausbildungstage Beginn 06.10.2016–28.09.2018 Ort abwechselnd in Bern, Luzern, Zürich Kosten CHF 15 650 Einige Seminare können Sie auch einzeln als Weiterbildung buchen, wie z.B. «Konstruktive Kommunikation GfK» nach M. B. Rosenberg. Zürich 2016

11.03 .+ 12.03.2016 auch einzeln zu buchen 27.04.–30.04.2016 Aufbau-Intensivtraining

Zürich 2017

07.04. + 08.04.2017 auch einzeln zu buchen 10.05.–13.05.2017 Aufbau-Intensivtraining

Kosten

CHF 2 400

Dieses Seminar wird Ihnen bei der Teilnahme am Studiengang Dipl. Kommunikationstrainer/in NDS HF angerechnet. Kunst bereitet die Menschen ohne grosse kopflastige Einführung sehr gut auf die dialogischen Haltungen vor. Dann greife ich sozusagen Bildbetrachtung, Musik und auch lyrische Worte auf, um zum Beispiel Offenheit oder Respekt und die Grundhaltung im Dialogischen bewusst zu machen und führe dies dann im Dialog in der Gruppe ein. Was da entsteht an dialogischen Prozessen in der Gruppe und durch die Gruppe, passiert in relativ kurzer Zeit. Das ist ganz beeindruckend. Und weil ich immer mit einem Bein in der Kunst drin stehe, ist das also auf jeden Fall etwas, was ich auch weiter ausbauen werde.

Informieren Sie sich über weitere Seminare unter aeb.ch > Weiterbildungen > Kommunikation Weitere Informationen monika.muff@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Kommunikationstrainer/in NDS HF

Vielen Dank für deine Bereitschaft, mit diesem Interview anderen Einblicke in diese Ausbildung zu ermöglichen. Interview Ulrike Arens-Fischer aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Trägerverein aeB Schweiz

Werden Sie Mitglied des Trägervereins der aeB und geniessen Sie viele Vorteile

• Gratis Teilnahme an den Bildungslunches, Buchvernissagen und an unserem Jahresreferat • Regelmässige Information über Veranstaltungen an der aeB Schweiz • Erhalt der jährlich neu erscheinenden AGENDA • Auf Wunsch Erhalt des regelmässig erscheinenden Newsletters • 10 % Ermässigung beim Bezug von AdP-Büchern über die aeB Schweiz (AdP = Aus der Praxis – für die Praxis, siehe Seite 27) Die Mitgliederbeiträge betragen momentan: für Einzelmitglieder CHF 30 für Kollektivmitglieder CHF 200 Konnten wir Sie überzeugen? Melden Sie sich für weitere Informationen via info@aeb.ch Wir würden uns freuen, Sie als neues Mitglied des Trägervereins der aeB Schweiz zu begrüssen.

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Schweiz

Dipl. Kommunikationsexpertin, Dipl. Kommunikationsexperte aeB Schweiz

Für Führungs-, Ausbildungs-und Beratungs-Persönlichkeiten, die sich in das Themengebiet Kommunikation und Interaktionsgestaltung vertiefen, methodisch professionalisieren und individuell weiterentwickeln wollen. Weitere Informationen zu Themen und Daten siehe Weiterbildungen > Kommunikations-Kompetenz, Seite 39 Mit den entsprechenden Voraussetzungen können Sie aufbauend den Lehrgang ‚Dipl. Kommunikationstrainer/in NDS HF‘ absolvieren. Alle absolvierten Module werden angerechnet. Weitere Informationen monika.muff@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich bilde aus > Kommunikationsexpertin und -experte

«Ich schätze die interessanten und professionell organisierten Bildungslunchs sehr. Jedes Mal gibt es für mich einen <Anstubser> der mich dazu inspiriert und motiviert, gewisse Themen neu zu betrachten und mich mit ihnen auseinander zu setzen.» Alexandre Urbach, Dipl. Ausbildungsleiter IAP, Rehetobel

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DAS Schulleiterin, Schulleiter Die Berufsausbildung während der Ferien!

MAS Schulmanagement Pädagogischen Hochschule Luzern

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Zulassung für Absolventinnen und Absolventen der Schulleitungsausbildung der aeB Schweiz

Die Schulleitungsausbildung der aeB Schweiz wird nach neuem Konzept in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern (PH Luzern) durchgeführt. Die Teilnehmenden definieren ihre Führungsrolle im Kontext der Schule als Organisation und ihr eigenes Führungsverständnis. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben einen schweizweit anerkannten Abschluss, «Diploma of Advanced Studies Schulleiterin, Schulleiter» mit 30 ECTS-Punkten. Der Zugang zum MAS Schulmanagement der PH Luzern ist gewährleistet. Folgende Elemente führen zum Abschluss: • 36 Ausbildungstage: Erfahrungen, Wissen, Haltungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten als Grundlagen für die Schulführung • Führungscoaching in Gruppen • Arbeit in Lerngruppen • Seitenwechsel • Leistungsnachweis interne Evaluation • Diplomarbeit • Kolloquium Kosten

Der Kooperationspartner der aeB Schweiz, die PH Luzern, bietet einen Master of Advanced Studies MAS in Schulmanagement an. Dieser leistet einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung von Führungspersonen an Schulen oder anderen Bildungsinstitutionen. Der MAS Schulmanagement umfasst • CAS bzw. DAS Schulmanagement • Spezialisierungsmodule − Personalführung − Unterrichtsentwicklung − Betriebswirtschaft und Recht − Qualitätsmanagement − Integrations- und Forschungsmodul − MAS Abschlussarbeit Weitere Informationen esther.stalder@phlu.ch und phlu.ch

CHF 14 300 in 3 Raten

Lehrgang Beginn Sommer 2016 Ort

Luzern und Zürich in der unterrichtsfreien Zeit

Daten Lehrgang 1. Woche (Sommerferien) 2. Woche (Herbstferien) 3. Woche (Frühlingsferien) 4. Woche (Sommerferien) 5. Woche (Herbstferien) 6. Woche (Frühlingsferien)

25.07.–29.07.2016 | Luzern 17.10.–21.10.2016 | Luzern 18.04.–22.04.2017 | Luzern 17.07.–21.07.2017 | Zürich 09.10.–13.10.2017 | Zürich 23.04.–27.04.2018 | Zürich

Lehrgang Beginn Sommer 2017 Ort

Luzern und Zürich in der unterrichtsfreien Zeit

Daten Lehrgang 1. Woche (Sommerferien) 2. Woche (Herbstferien) 3. Woche (Frühlingsferien) 4. Woche (Sommerferien) 5. Woche (Herbstferien) 6. Woche (Frühlingsferien)

24.07.–28.07.2017 | Luzern 16.10.–20.10.2017 | Luzern 30.04.–04.05.2018 | Luzern 16.07.–20.07.2018 | Zürich 08.10.–12.10.2018 | Zürich 23.04.–27.04.2019 | Zürich

«Die Qualität des Studiums erkannte ich dort, wo jeder Teilnehmer befähigt wurde, die Inhalte individuell in seinem Kontext herauszubilden. Wissensvermittlung ist daher vielmehr Menschenbegleitung. Das habe ich bei der aeB vorgefunden.» Christoph Roos CURAVIVA Weiterbildung Bildungsbeauftragter Gastronomie, Luzern

Weitere Informationen martha.suppiger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich führe

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Interview

Für Qualitätssicherung und -entwicklung in der Führung ist Coaching wichtig Interview mit Astrid Frischknecht, Angebotsleiterin Führung und Angebotsleiterin Beratung Warum bist du zur aeB gestossen? Als ich vor Jahren im Tram in Bern war, fiel mir die Werbung der aeB Schweiz auf. Sie warb mit dem Slogan «Kompetenz für meine Praxis». Mir gefiel die Verbindung zwischen erwachsenenbildnerischer Kompetenz mit anderen Themen wie beispielsweise Führung, Coaching, Supervision, Organisationsberatung besonders. Ich erinnere mich noch an den Gedanken, dass dies ein Ort wäre, an dem ich gerne arbeiten würde.

Wir unterstützen eine Führungskultur, welche sich selbstkritisch den kleinen und grossen Fragen stellt und Menschen befähigt, Herausforderungen anzunehmen und nach Lösungen zu suchen, die auch volkswirtschaftlich einen Nutzen bringen. Das neue Angebot «Kollegiales Gruppencoaching» geht in diese Richtung und ermöglicht mit wenig Aufwand eine grosse Wirkung. Für Qualitätssicherung und -entwicklung in der Führung ist Coaching das richtige Instrument.

Vorerst führte mich mein Arbeitsleben aber hin zu international tätigen Organisationen. Der Austausch von Know-how und Produkten zwischen Nord und Süd auf dieser Welt fasziniert(e) mich. Wie kann mit Bildung etwas in dieser Welt erreicht werden, wenn Ressourcen so unterschiedlich verteilt sind, waren Fragen, die mich beschäftigten. Mit meiner kunstorientierten Beratungsausbildung gefällt mir die nicht nur ganzheitliche Erwachsenenbildung, wie sie von der aeB betrieben wird. So erstaunt es wohl kaum, dass mich das aeB-Leitbild in seiner poetischen Form faszinierte. Die pragmatische Haltung der aeB gegenüber gesellschaftspolitischen Fragen stösst bei mir auf Resonanz, sodass ich mich gerne für diese Organisation einsetze.

«Die geplante CASAusbildung wird die erste in der Schweiz sein, bei der Kitas mit schulischen Tagesstrukturen zusammengeführt werden. Bisher wurden diese beiden Bereiche strukturell getrennt.»

Du hast an der aeB u.a. die Führungsausbildungen übernommen. Welche Ausbildungen gehören dazu?

Die Leadership-Ausbildung wird dieses Jahr neu als Inhouse-Angebot geführt. Was bedeutet diese Änderung?

Eine ausgesprochen interessante Ausbildung für Schulleitungen, ein integrales DAS (Diploma of Advanced Studies). Eine Führungsentwicklung für Unternehmen, die wir inhouse anbieten und eine Ausbildung von Leitungspersonen von Tagesstrukturen. Konzeptionell arbeiten wir an einer zeitgemässen Führungsausbildung, die die Veränderungen der letzten 15 Jahre im Führungsbereich aufnimmt. Damit wollen wir in der Schweiz ein Angebot schaffen, das Führungspersonen noch stärker befähigt, mit komplexen Herausforderungen in Bildung, Verwaltung und Wirtschaft in dynamischen Prozessen unterwegs zu sein, ohne die Zielorientierung und (Selbst)-Steuerung zu verlieren.

Führungsentwicklung ist dynamisch, regt an, wirkt energetisierend und will etwas bewirken. Kann diese Energie in einem Betrieb gehalten werden, lässt sich diese neue positive Energie nutzbar machen und gewinnbringend einsetzen. Dies ist umso besser möglich, wenn alle im gleichen Betrieb arbeiten. Deshalb macht es Sinn, unser spezielles Leadership-Angebot intern anzubieten.

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Die DAS-Schulleitungsausbildung aeB Schweiz – PH Luzern vermittelt genau die gleichen Inhalte wie die DAS-Schulleitungsausbildung der PH Luzern. Sie dauern gleich lang und kosten gleich viel. Worin unterscheiden sich diese Ausbildungen?

Ja, inhaltlich sind es die gleichen Ausbildungen. Die DAS-Schulleitungsausbildung aeB Schweiz – PH Luzern unterscheidet sich auf der makrodidaktischen Ebene. Das meint beispielsweise, dass die Präsenztage in Ausbildungswochen zusammengefasst sind. Diese Ausbildungswochen finden jeweils in der unterrichtsfreien Zeit statt. Ein Unterschied zeigt sich auch darin, dass die DAS-Schulleitungsausbildung aeB – PH Luzern ein integraler Studiengang ist mit einer Studiengruppe, bestehend aus Persönlichkeiten aus allen Deutschschweizer Kantonen und Auslandschulen. Ab dem nächsten Jahr bietet die Kooperation aeB Schweiz – PH Luzern eine weitere Führungsausbildung an: «Leiten von Tagesstrukturen». Worum geht es da? Geschichtlich wurden Kindertagesstätten (Kitas) immer dem sozialen oder sozialmedizinischen Bereich zugeordnet. Mit der Einführung einer CAS-Ausbildung wollen die aeB Schweiz und die PH Luzern den geschichtlichen Fokus mit einer pädagogischen Sichtweise ergänzen. Die geplante CAS-Ausbildung wird die erste in der Schweiz sein, bei der Kitas mit schulischen Tagesstrukturen zusammengeführt werden. Bisher wurden diese beiden Bereiche strukturell getrennt. Auf der Seite der Kitas kommt die pädagogische Sichtweise neu dazu. Kinder werden immer früher mit Schulstrukturen konfrontiert, also z.B. bereits mit vier Jahren. Diese Tatsache stellt auch an die Personen auf der Führungsebene neue Herausforderungen. Eine Führungsebene besteht bei den Kitas und bei den Tagesstrukturen, und das grundsätzliche Führungsverständnis ist bei beiden gleich: Mit allen organisatorischen und administrativen Massnahmen soll das Kindeswohl gestärkt werden. Es genügt nicht mehr, nur nach dem Alter die Kinder zu trennen. Viele Kinder gehen in den Kindergarten und am Nachmittag noch in die Kita. Mit der CAS-Ausbildung wird auch ein traditioneller Frauenberuf aufgewertet. Ein Übergang vom eidg. Fähigkeitsausweis zu einem Hochschulzertifikat soll so möglich werden. Das könnte auch eine Chance für Migrantinnen und Migranten sein, die in ihrem Heimatland in der Erziehung und Bildung tätig waren, deren Pa-


piere hier aber nicht akzeptiert werden. Nach Anerkennung ihrer Vorerfahrungen könnten diese Personen diese CAS-Ausbildung beginnen und sich so qualifiziert nachbilden. Vielleicht ein künftiges Integrationsprojekt? Den Masterstudiengang «Supervision und Organisationsberatung» wird seit der Gründung in Kooperation mit der PH St. Gallen durchgeführt. Du übernimmst auch hier die Leitung. Was reizt dich an dieser Aufgabe? Das ist meine professionelle Heimat. Nach der Handelsschule, der Lehre als Buchhändlerin, schloss ich eine Ausbildung in Betriebswirtschaft ab. Das waren für mich Jahre der beruflichen Suche. Die Supervisionsausbildung war der Start in meine berufliche Laufbahn als Management- und Organisationsentwicklerin. Das war vor etwas mehr als fünfzehn Jahren. Ich habe meine Studien in diesem Feld abgeschlossen, und heute schreibe ich in diesem Kontext auch meine Dissertation. Zur Lösung vieler Probleme in unserer Gesellschaft ist das Wissen von gut ausgebildeten Supervisorinnen, Coaches und Organisationsentwicklerinnen wertvoll. So z.B. zur Lösung von Konflikten im öffentlichen Raum, bei Veränderungsprozessen in Bildungsorganisationen, Verwaltung und Wirtschaft und auch in der Regional- und Gemeindeentwicklung. Für Veränderungen, die mehrere Personen betreffen, lohnt es sich, jemanden zu holen, der diese «Vergemeinschaftungsprozesse» begleitet. Schulleiterinnen und Schulleiter beispielsweise können sich in unserem DAS hervorragend weiterbilden, um sich Systemkompetenzen anzueignen. Unser Berufsfeld dürfte auf dem Markt noch präsenter werden. Ich bin froh, dass der Berufsverband bso gute Arbeit leistet. Die aeB Schweiz und ihr Kooperationspartner PH St. Gallen dürften mit ihrem Masterstudiengang «Supervision und Organisationsberatung» auch noch präsenter werden. Siehst du Kombinationsmöglichkeiten zwischen der Führungs- und der Beratungsausbildung? Im wissenschaftlichen Diskurs haben sie sich inhaltlich in den letzten fünfzehn Jahren angenähert. Ein modernes Führungsverständnis

und eine professionelle Beratungsausbildung haben ähnliche theoretische Referenzpunkte. Es sind aber immer zwei verschiedene Rollen in verschiedenen Settings mit einer unterschiedlichen Architektur und einem anderen Narrativ. Aber in der Führung ist nicht mehr primär das inhaltliche Fachwissen, sondern die Freude am kritischen Reflektieren und an der Arbeit mit anderen Menschen, an Systemkompetenz und Prozesswissen wichtig geworden. Viele neue Aufgaben warten auf dich. Wo möchtest du im kommenden Jahr erste Schwerpunkte setzen? Wichtigstes Ziel sind mir zufriedene Studierende in allen Studiengängen, die während und nach der Ausbildung in ihrem Berufsfeld gut und gesund wirken können. Im Masterstudiengang MAS S&OB freut es mich, wenn wir weiterhin gute Ausbildungsgänge anbieten können. Das bedeutet natürlich für uns, dass wir uns weiterentwickeln. Gerne möchte ich den CAS LIT (Leiten von Tagesstrukturen) im kommenden Jahr starten und in einem Jahr mehr über die neue Ausbildung für Leadership erzählen können. Die bisher entwickelte Qualität der aeB soll gesichert und weiter gestärkt werden. Letztes Jahr warb die aeB Schweiz für ein neues Ausbildungsangebot im Bereich der Geragogik. Worum geht es da? Lebenslanges Lernen hört ja nicht mit der Pensionierung auf. Wenn Bildung im Alter beitragen kann, leichter mit Veränderungen im individuellen Alterungsprozess fertigzuwerden, hätten wir ein sehr wertvolles Ziel erreicht. Dies könnte vielleicht auch ein wichtiger Beitrag zur Demenzprävention werden. Alter würde so nicht mehr nur als Makel erlebt werden, sondern als Ressource von Erfahrung und Wissen. Unser NDK «Carpe Diem» startet im Frühling 2016. Wir möchten gerne, dass Menschen 60+ in ihren Lebensprojekten unterstützt werden. Dafür bilden wir Teilnehmende u.a. in Alterspädagogik, Coaching und Projektmanagement aus.

Astrid Frischknecht, M.A., Management und Organisationsentwicklerin, Supervisorin/Coach BSO, diplomierte Wirtschaftsfachfrau, vom Eidg. Büro für Gleichstellung (EBG) anerkannte Fachfrau für betriebliche Gleichstellung von Frau und Mann. Die ehemalige Buchhändlerin bildete sich in Betriebswirtschaft weiter und arbeitete in verschiedenen Managementfunktionen. Sie initiierte und leitete nationale Projekte, koordinierte Abstimmungskampagnen, engagierte sich in Berufsverbänden und war auch journalistisch tätig. Seit über 15 Jahren ist Astrid Frischknecht Beraterin für Change Management und Coach für Führungskräfte, Teams, ProjektleiterInnen und Personen in Veränderungsprozessen. Langjährige Erfahrung als Inhouse-Consultant in einem mehrsprachigen Grossunternehmen und Projektleiterin/Führungskraft im internationalen Umfeld. Massgeschneiderte Seminarentwicklungen und -leitungen. Dozentin an Hochschulen im In- und Ausland. Schwerpunkte sind Personalentwicklung, öffentlicher Raum, zielorientierte Partizipationsprozesse, Leadership in komplexen Systemen und Social Change.

Interview Daniel H. Friederich

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Im Dialog bleiben trotz tiefgreifender Konflikte? Die weltweit angewendete Dialogmethode von Public Conversation Project erstmals in der Schweiz

Wir wissen alle, wie sich ein sorgfältiger, konstruktiver und respektvoller Dialog anfühlt. In tiefgreifenden Konflikten mit überzeugten Menschen und kontroversen Meinungen verlassen wir oft diese Form des Dialogs. Wir debattieren und stehen ein für unsere Werte und unsere Sichtweise. Wie können wir in solchen emotionalen Konfliktmomenten einander noch zuhören und gemeinsam in Teams oder Arbeitsgruppen Lösungen und Strategien entwickeln? Public Conversations hat eine Methode entwickelt, um in diesen Momenten tiefgreifender Werte-Konflikte Menschen zu helfen, über Dinge zu sprechen, die für sie am Wichtigsten sind. Reflective Structured Dialogue ist eine beziehungszentrierte Methode, die weltweit angewendet wird, um auch in den tiefsten und herausforderndsten Momenten konstruktiv miteinander im Gespräch zu bleiben.

Workshop Einführung in Reflective Structured Dialogue Die Teilnehmenden werden in die Theorien der beziehungszentrierten Dialogmethode und ihre praktische Anwendung aus verschiedenen Konfliktgebieten eingeführt. Sie erhalten Gelegenheit, an einem echten Dialog teilzunehmen und die Macht der Fragen kennenzulernen. Das Design eines strukturierten Dialogs wird erklärt, und die Teilnehmenden werden in praktischen Übungen Erfahrungen sammeln. Zürich Kosten Leitung Übersetzung

15.02. + 16.02.2016 CHF 800 Bob Stains, Public Conversations Project, Watertown, USA Astrid Frischknecht

Workshop Moderationskompetenzen in der Arbeit mit Konfliktparteien

«Wie wertvoll es ist, die Zielgruppe bei der Planung einer Bildungsveranstaltung seriös zu analysieren, dies und viele andere essenzielle Hinweise durfte ich durch meine Weiterbildung bei der aeB Schweiz nach Hause tragen.» Eveline Wick Mediatorin und Coach Hergiswil

Dieser Workshop erweitert die Leadership-Kompetenzen, um in mehrschichtigen Konflikten zu agieren. Sie werden erfahren, wie ein gemeinsamer Prozess erarbeitet werden kann, wie man Menschen für die Beteiligung vorbereitet, wie man die Themen strukturiert und zu einer anderen Form von Sitzung einlädt. Dank der besseren Kommunikation wird sich auch die Beziehung verändern. Zürich 17.02.2016 Kosten CHF 500 Leitung Bob Stains, Public Conversations Project, Watertown, USA Übersetzung Astrid Frischknecht Workshop Öffentliche Diskussionen kunstruktiv moderieren Das Design und die Moderation für effektive öffentliche Diskussionen braucht einen kühlen Kopf, Klarheit, Mut und Kompetenz. Denn unsere polarisierende Gesellschaft geht oft von einer «Win – lose-Mentalität» aus. Dazu erhöhen ökonomische Rahmenbedingungen den Anspruch, rasch und effizient zu handeln. Das Fehlen von gegenseitigem Vertrauen, die Rolle der Medien und moderne Technologien erschweren einen echten Dialog. Mit dieser Methode öffnen Sie den Raum einander zu zuhören, auch bei kontroversen Meinungen. Sie bietet einen sicheren Rahmen sich in der Diskussion zu beteiligen ohne im polarisierenden Konflikt diffamiert oder eingeschüchtert zu werden. Dieser Workshop unterstützt die Teilnehmenden, die Herausforderung der Moderation erfolgreich anzunehmen. Zürich 19.02.2016 Kosten CHF 500 Leitung Bob Stains, Public Conversations Project, Watertown, USA Übersetzung Astrid Frischknecht Siehe auch Bildungslunch vom 21.01.2016 (siehe Seite 43). Weitere Informationen martha.suppiger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich führe publicconversations.org

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Leadership-Lab Interne Führungsentwicklung

Aus der Praxis – für die Praxis Die Publikationsreihe zu Bildung, Führung und Beratung – zeitgemäss und praxisrelevant

Ein Entwicklungsprozess zum gemeinsamen Führen

Reduziert gewinnt! Didaktische Reduktion für Trainer, Ausbildende und Lehrpersonen Yvo Wüest

Welche Führung wollen wir? In welche Zukunft wollen wir führen? Führung gibt Impulse, legt organisationsintern Strukturen für den inhaltlichen Austausch fest und entwirft im Gespräch Wege, um die gewünschte Zukunft zu erreichen. Dabei sind die Ressourcen oft knapp. Deshalb ist es elementar, dass Führungspersonen wachsam beobachten, was gerade geschieht, und daraus Schlüsse ziehen. Ob die eingeschlagene Entwicklung in die gewünschte Richtung führt, muss regelmässig überprüft werden. Auf dem Weg zum Ziel sind Belastbarkeit, Gesundheit und Wohlbefinden weitere wichtige Themen, die in der Führung zu beachten sind. Das interne Führungs-Lab ermöglicht als On-the-job-Führungstraining, die eigene Führung zu reflektieren und weiterzuentwickeln und dabei intern ein gemeinsames Führungsverständnis mit entsprechender Führungskultur aufzubauen. Kosten

gemäss Offerte

Daten

in Absprache

Die Architektur der Führungsentwicklung In sechs Modulen, über ca. ein Jahr verteilt, arbeiten die Führungspersonen an ihren selbst eingebrachten Themen, Fragen und Anliegen. Im ersten Teil der Führungsentwicklung bereiten die Teilnehmenden Fragen und Anliegen vor, an welchen sie in den nachfolgenden fünf Modulen arbeiten wollen. Gemeinsam wird anschliessend entschieden, welche für die meisten von Interesse sind. Diese werden dann in einem zweiten Teil bearbeitet. Doppel-Leitung Andreas Peteranderl, Coach, Trainer, Organisationsberater, München Barbara Eppler, Coach, Trainerin, Organisationsberaterin, Winterthur Weitere Informationen martha.suppiger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich führe

Die aeB Schweiz gibt gemeinsam mit dem hep-bildungsverlag die Publikationsreihe «Aus der Praxis für die Praxis» heraus. Die Publikationen beleuchten zeitgemässe und praxisrelevante Aspekte der Bildung, Führung und Beratung Erwachsener. Die Publikationen können über unsere Homepage bestellt werden. Nr.

Titel/Autor/Preis (exkl. Porto)

Reduziert gewinnt! Didaktische Reduktion für Trainer, Ausbildende und Lehrpersonen Yvo Wüest (ISBN: 978-3-0355-0229-9), CHF 35

46/47 Einführung in die Neuropsychologie für Lehrende in der Erwachsenenbildung Peter Gasser (ISBN: 978-3-03905-849-5), CHF 34 45

Leadership Führung der Zukunft – Zukunft der Führung Alfred Faustenhammer, Claudius Fischli, Edwald E. Krainz, Ute Langthaler, Wolfgang J. Obereder, Christoph Warhanek (ISBN: 978-3-03905-773-3), CHF 17

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Lernen mit neuen Medien Fredi Schneider (ISBN: 978-3-03905-630-9), CHF 17

42/43 Qualität Eine Herausforderung für die Erwachsenen bildung Rolf Arnold/Hans Furrer (ISBN: 978-3-03905-508-1), CHF 34 40/41

Das Berner Modell – Ein Instrument für eine kompetenzorientierte Didaktik Hans Furrer (ISBN: 978-3-03905-552-4), CHF 34

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Erfahrungswissen und Handlungskompetenz Barbara Stettler (ISBN: 978-3-03905-484-8), CHF 17

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Bildungsorganisationen im Wandel Elisabeth Fröhlich Luini (ISBN: 978-3-03905-485-5), CHF 17

36/37 Selbstsorgendes Lernen gestalten Ulla Klingovsky, Peter Kossack (ISBN: 978-3-03905-384-1), CHF 34 35

Gruppen: verstehen und leiten Helmut Jentges (ISBN: 978-3-03905-287-5), CHF 17

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Vom Lernen zum Lehren: Ansätze für eine theoriegeleitete Praxis Donatus Berlinger, Thomas Birri, Barbara Zumsteg (ISBN: 978-3-03905-251-6), CHF 34

32 Produktives Scheitern – Geschichten aus dem Führungsalltag Geri Thomann/Thomas Birri (ISBN: 978-3-03905-196-0), CHF 17

Die weiteren Titel 19 bis 31 finden Sie auf aeb.ch aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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CAS Leiten in Tagesstrukturen

Kollegiales GruppenCoaching Führungsentwicklung on the job

Neue Führungsausbildung für Leitungspersonen in schulund familienergänzenden Tagesstrukturen In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Die aeB Schweiz bietet in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern (PH Luzern) ab Frühling 2016 einen Studiengang für die Führung von schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen an. Er spricht einerseits Leiter/innen von Kitas als auch von Tagesschulen an. Der innovative Lehrgang verbindet Betreuung mit Bildung zu Gunsten einer vernetzten, weitsichtigen und professionellen Weiterentwicklung von Führungskompetenzen. Ein ganzheitliches Führungsverständnis im Sinne des Kindswohls berücksichtigt die individuellen kindlichen Entwicklungsverläufe und stärkt die Verbindung zwischen familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben einen schweizweit anerkannten Abschluss, «Certificate of Advanced Studies Leiten in Tagesstrukturen». Um dieses Zertifikat zu erlangen, müssen alle Module erfolgreich absolviert und ein Leistungsnachweis angenommen sein. Lehrgang Beginn Frühling 2016 Modul 1: Führung, Organisation und Qualität: Grundlagen der Führung, organisationales Wissen, Zusammenarbeit und Kooperationen, Qualität 08. + 09.06.2016 15. + 16.06.2016 22. + 23.06.2016 Modul 2: Kinder und Entwicklung: Grundlagen für Soziales Lernen, Raumgestaltung, Lernen und Bewegung, Gruppendynamik, Kommunikation mit Kindern 07. + 08.09.2016 14. + 15.09.2016 21. + 22.09.2016 Modul 3: Gesundheit, Ernährung, Interkulturalität und Diversität, Burnout, Mobbing, Krisen und Notfälle 11. + 12.01.2017 18. + 19.01.2017 25. + 26.01.2017 Kosten

CHF 5 700 (zzgl. Aufnahmegebühr CHF 350)

Dauer

18 Präsenztage während eines Jahres

Ort Luzern Leitung

Janine Gut, PH Luzern Astrid Frischknecht, aeB Schweiz

Weitere Informationen martha.suppiger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich führe

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Im Kollegialen GruppenCoaching arbeiten Führungspersonen aus unterschiedlichen Betrieben und Organisationen zusammen an aktuellen Themen aus ihrem Berufsalltag. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Kenntnisse der Gruppenmitglieder werden gegenseitig zur Verfügung gestellt und bereichern das eigene Lösungsverhalten. Die Inhalte werden von den Teilnehmenden gesetzt. Die angewendete Methode erlaubt ein pragmatisches und lösungsorientiertes Arbeiten an der eigenen, konkreten Alltagssituation. Aus den vielfältigen Führungssituationen erweitert sich das eigene Wissensspektrum. Der gemeinsam gestaltete Arbeitsprozess wird am Schluss reflektiert. In diesen Reflexionsschlaufen eröffnet sich ein weiteres übergeordnetes Lernfeld, das durch die Wahrnehmung verschiedener Personen ermöglicht wird. In Gruppen von 6 - 9 Personen hat es Platz für vertiefte Auseinandersetzungen mit individuellen Führungssituationen. Zusätzlich eignen sich die Teilnehmenden Erfahrungen und Kenntnisse über CoachingMethoden an. Diese können auch in der eigenen Führungspraxis eingesetzt werden. Kosten

CHF 800 für den Starttermin und 5 weitere Sequenzen

Start

Gruppe Bern, 23.03.2016, 13.30–16.30 Uhr Gruppe Zürich, 31.03.2016, 13.30–16.30 Uhr Gruppe Luzern, 05.04.2016, 13.30–16.30 Uhr

Ort

Bern oder Zürich oder Luzern

Daten Die genauen Termine (ca. alle 2 Monate) und Zeiten wird der Coach direkt mit der Gruppe vereinbaren. Leitung

Astrid Frischknecht, Coach/Supervisorin BSO

Weitere Informationen martha.suppiger@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich führe


Interview

Reduziert gewinnt! Erfahrungen aus Kuba und Tipps für das Schreiben eines Sachbuches

In einem Satz: Was hast du in Kuba für dein Leben gelernt? Die kubanischen Lehrkräfte lehrten mich, aus wenig ganz viel zu machen. Wer unterstützte dich beim Schreiben von «Reduziert gewinnt!»?

Yvo Wüest Studienleiter und Dozent aeB Schweiz, MAS Educational Management ZHAW

Im September 2015 erschien beim hepVerlag Bern das Buch «Reduziert gewinnt! Didaktische Reduktion für Trainer, Ausbildende und Lehrpersonen». Autor ist Yvo Wüest, Studienleiter und Dozent bei der aeB Schweiz. Das Buch richtet sich an Ausbildende und Lehrpersonen und kann über die Webseite der aeB Schweiz und an allen Standorten gekauft werden. Im Rahmen der Buchvernissage stellten wir dem Autor sieben Fragen zu seinem neuen Sachbuch. Berufliche Erfahrungen aus Kuba bilden eine Art roten Faden durch dein Buch. Was zog dich auf die Zuckerinsel? Vom Hintergrund her komme ich aus den Sprachwissenschaften. Anfang der Neunzigerjahre studierte ich Spanisch und Englisch. Dabei spezialisierte ich mich auf die besonders reichhaltige Variante des kubanischen Spanisch. Ab 1992 recherchierte ich vor Ort, und lange liess mich die grosse Antilleninsel nicht mehr los. Ich pendelte ein paar Jahre zwischen der Schweiz und Kuba und arbeitete dort in der Lehrerfortbildung.

Daniel H. Friederich, der Geschäftsleiter der aeB Schweiz, setzte früh viel Vertrauen in dieses Projekt. Er erkannte das Potenzial für das Thema «Komplexitätsreduktion» und half mir, Freiräume für das Schreiben zu schaffen. In der Nähe von Münster besuchte ich einen Wochenendkurs für «strukturiertes Schreiben». Dieser half mir, meine Gedanken zu ordnen und in eine schlüssige Form zu bringen. Unterstützung erhielt ich auch von den Kolleginnen und Kollegen der aeB Schweiz sowie aus meinem Netzwerk. Sie steuerten Tipps aus ihrer Praxis für den Bonusteil bei. Gab es Momente der Unsicherheit, des Zweifels? Immer wieder, bis zum Schluss! Habe ich zu stark reduziert? Sind die Praxisbeispiele verständlich? Wird mein Humor verstanden? Wie verlaufen deine Trainings zum Thema «Didaktische Reduktion»? Es gibt einen typischen Ablauf, den ich jedoch stark auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden anpasse. Dazu frage ich sehr genau bei den Auftraggebenden, wo der Schuh drückt. Idealerweise führe ich auch kurze Interviews mit den Beteiligten durch. So fühlen sich diese verstanden und können an ihren Themen und Herausforderungen arbeiten. Sie üben ganz praktisch die Reduktion von Inhalten oder von Komplexität. Sie haben Spass an dieser Herausforderung und gehen gestärkt und mit mehr Sicherheit zurück in ihre Arbeit.

land, und bereits zweimal war ich in China. In Shanghai ging es darum, chinesische Ingenieure und Techniker für ihre Begegnung mit Europäern vorzubereiten. Dazu braucht es interkulturelles Flair und Feingefühl. Ganz klar: Die Video-Auswertung der einzelnen, aufgezeichneten Präsentationen konnte ich dort nicht vor der Gruppe kritisieren, sondern nur im Vier-Augen-Gespräch und Flüsterton. Denn der «Gesichtsverlust» muss in der chinesischen Kultur auf jeden Fall vermieden werden. Welche Tipps gibst du angehenden Autorinnen und Autoren für das Schreiben eines Sachbuches? Die Kernfrage lautet: Wozu habe ich etwas zu sagen? Dann die Überlegung: Was will ich mit dem Buch erreichen? Mein Ziel war stets, Ausbildenden helfen, ihre Arbeit besser zu machen. Damit ein Buch sein Publikum findet, muss es Nutzen bringen. «Viel Stoff – wenig Zeit!» ist ein Thema, das viele in der Erwachsenenbildung umtreibt. Jedes Buch braucht eine stringente Struktur. Aufgelockert wird diese bei mir durch berufliche Erfahrungen aus Kuba und zahlreiche «Denksportaufgaben», die sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Mehrere Bonus-Teile liefern Tipps und Tricks und damit einen zusätzlichen Nutzen für die eigene Ausbildertätigkeit. Ein erfahrener Verlag hilft, die Etappen und Schlaufen eines Buchprojektes zügig zu durchlaufen. Interview Daniel Arnold

Wo führtest du bisher Trainings zu «Reduziert gewinnt!» durch, und gab es ein besonderes Ereignis? Komplexitätsreduktion ist überall ein Bedürfnis. Aufträge erhalte ich aus allen Branchen. Aus der ganzen Schweiz, auch aus DeutschaeB Schweiz AGENDA 2016/17

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ich berate ...

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MAS Supervision und Organisationsberatung Kooperation der aeB Schweiz mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, PHSG Für Fachleute in Bildung und Personalentwicklung Supervision, Coaching und Organisationsberatung sind auf das Arbeits- und Berufsfeld zugeschnittene professionelle Beratungsformate. Sie richten sich an Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Organisationen. Immer geht es um die Begleitung von Lernen, Entwicklung und Veränderung im Arbeits- und Berufsfeld. Unser spezieller Fokus liegt auf Bildung und Personalentwicklung. Wir stehen für eine breite Erfahrung und fundiertes Wissen über Entwicklungen in allen Feldern der Bildung und Personalentwicklung. Darum können wir Fachleuten in diesen Bereichen zusätzlich zu dem, was für professionelle Beratung allgemein gilt, spezialisiertes Know-how anbieten. Bei uns haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Abschlüssen und Schwerpunkten auf den Stufen Zertifikat (CAS), Diplom (DAS) und Master (MAS). Je nachdem, ob Sie Einzelpersonen, Gruppen und Teams oder Organisationen beraten, stehen Ihnen unterschiedliche Kombinationen zur Verfügung. Wir nehmen Anteil an der persönlichen und professionellen Entwicklung der Studierenden und bieten Unterstützung bei der Suche nach passenden Lernwegen. Verschiedene Wege führen zum bso-anerkannten Diploma of Advanced Studies (DAS): CAS I + CAS II + CAS IV = DAS Diplom Supervision & Coaching CAS I + CAS III + CAS IV = DAS Diplom Organisationsberatung CAS I + CAS II + CAS III + CAS IV = DAS Diplom Supervision, Coaching und Organisationsberatung Alle CAS und die Module des CAS II können auch einzeln belegt werden.

Informationsabende: Zürich

Dienstag, 26.01., 11.05., 08.11. jeweils 18.15 Uhr an der aeB Schweiz, Sumatrastrasse 11, 8006 Zürich

Bern

23.03. um 18.15 Uhr an der aeB Schweiz, Aarbergergasse 5, 3011 Bern

Anmeldung lisa.lenherr@mas-sob.ch Weitere Informationen lisa.lenherr@mas-sob.ch T 044 361 34 34 mas-sob.ch

Lehrgang Beginn Juni 2016 Daten zum modularen Lehrgang CAS I Grundlagen der Beratung Umfang Daten Kosten

20 Seminartage in 7 Sequenzen 23.06.2016–14.01.2017, Zürich CHF 6 980 inkl. Standortgespräch und Development Center

CAS II Beratungsformate – Erweiterung und Vertiefung Modul 1 Einzelberatung als Unterstützung von beruflichen Rollen Umfang 9 Seminartage in 3 Sequenzen Daten 04.02.–16.04.2016, Zürich Kosten CHF 3 310 Modul 2 Teamberatung und Teamentwicklung Umfang 9 Seminartage in 3 Sequenzen Daten 19.05.–20.8.2016, Zürich Kosten CHF 3 310 Modul 3 Führungscoaching und spezielle Themen in der Einzelberatung Umfang 9 Seminartage in 3 Sequenzen Daten 08.09.–19.11.2016, Zürich Kosten CHF 3 310 Kompetenznachweise im CAS II: 12.09. oder 09.12.2016 CAS III Organisationsberatung und Change Management Umfang Daten Kosten

22 Seminartage in 7 Sequenzen 11.02.–26.11.2016, Zürich, extern und Luzern CHF 7 550

CAS IV Beratungsansätze und Diplomarbeit Umfang Daten Kosten

13 Seminartage in 4 Sequenzen 14.01. –28.05.2016, Zürich 08. / 09.09.2016 Diplomkolloquien, Zürich CHF 4 880 plus CHF 500 Diplomgebühr

Masterstufe 2016 Beratungswissenschaft, Zürich Umfang 4 Seminartage plus 10 Halbtage Begleitgruppen nach besonderem Terminplan Daten 26.10.–29.10.2016, 05. / 06.09.2017 Masterkolloquien, Zürich Kosten CHF 5 100 plus CHF 950 Mastergebühr

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MAS Supervision und Organisationsberatung Kooperation der aeB Schweiz mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, PHSG Für Fachleute in Bildung und Personalentwicklung Lehrgang Beginn Juni 2017 CAS I Grundlagen der Beratung Umfang Daten Kosten

20 Seminartage in 7 Sequenzen 22.06.2017–20.01.2018, Zürich CHF 6 980 inkl. Standortgespräch und Development Center

CAS II Beratungsformate – Erweiterung und Vertiefung Modul 1 Einzelberatung als Unterstützung von beruflichen Rollen Umfang 9 Seminartage in 3 Sequenzen Daten 02.02.– 08.04.2017, Zürich Kosten CHF 3 310

Masterstufe 2017 Beratungswissenschaft, Zürich Umfang 4 Seminartage plus 10 Halbtage Begleitgruppen nach besonderem Terminplan Daten 25.10.–28.10.2017, 04. / 05.09.2018 Masterkolloquien, Zürich Kosten CHF 5 100 plus CHF 950 Mastergebühr Weitere Informationen lisa.lenherr@mas-sob.ch T 044 361 34 34 mas-sob.ch

Modul 2 Teamberatung und Teamentwicklung Umfang 9 Seminartage in 3 Sequenzen Daten 18.05.–19.08.2017, Zürich Kosten CHF 3 310 Modul 3 Führungscoaching und spezielle Themen in der Einzelberatung Umfang 9 Seminartage in 3 Sequenzen Daten 07.09.–18.11.2017, Zürich Kosten CHF 3 310 Kompetenznachweise im CAS II: 22.9. oder 08.12.2017 CAS III Organisationsberatung und Change Management Umfang Daten Kosten

22 Seminartage in 7 Sequenzen 09.02.–25.11.2017, Zürich, extern und Luzern CHF 7 550

CAS IV Beratungsansätze und Diplomarbeit Umfang Daten Kosten

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13 Seminartage in 4 Sequenzen 12.01.–10.06.2017, Zürich 06. / 07.09.2017 Diplomkolloquien, Zürich CHF 4 880 plus CHF 500 Diplomgebühr

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«Die aeB Schweiz gibt mir immer wieder Anregungen für meine Arbeit als Beraterin und Trainerin.» Franziska Knechtenhofer, Beraterin, Trainerin, intermediaction Zürich


Carpe Diem – geragogischer Nachdiplomkurs Begleitung persönlicher Lebensprojekte von Menschen 60+

Die aeB Schweiz bietet mit wissenschaftlicher Begleitung der PH Luzern einen innovativen geragogischen Nachdiplomkurs (NDK) an. Das Ziel ist, dass die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sind, die Begleitung von Menschen ab 60 in der nachberuflichen Phase bei der Umsetzung von persönlichen Lebensprojekten zu begleiten und zu unterstützen. Der NDK fokussiert methodisch auf eine Kombination von Alterspädagogik, Projektmanagement sowie Coaching und ermöglicht erste Praxiserfahrungen bei der Begleitung von Lebensprojekten. Die nachberufliche Phase zeichnet sich durch selbst zu organisierende Zeit aus. Der Alltag ist nicht mehr durch Arbeitszeiten, Meetings und Zielvorgaben strukturiert, sondern bietet Zeit für Tätigkeiten, für die es bisher keine Zeit gab. Die Pensionierung gibt Raum für die eigene Passion und für Ideen, die schon lange da sind oder solche, die neu gefunden werden. Zeit, Wissen und Know-how sowie der ganze persönliche Reichtum und Erfahrungsschatz aus Berufs- und Familienarbeit sind vorhanden. Für die tatsächliche Umsetzung eines solchen Lebensprojekts braucht es jedoch unter Umständen eine Begleitung, die hilft zu planen, zu strukturieren, zu coachen. Ohne Druck, aber mit wohlwollender Verbindlichkeit. Im NDK «Carpe Diem» gewinnen die Teilnehmenden das Wissen und die Kompetenzen für die Begleitung von Lebensprojekten von Menschen 60+.

Lehrgang Beginn Frühjahr 2016 Ort Luzern Daten Lehrgang Freitag + Samstag Freitag + Samstag Freitag + Samstag Freitag + Samstag August–Dezember Freitag + Samstag Freitag + Samstag Freitag + Samstag

08.04. + 09.04.2016 06.05. + 07.05.2016 03.06. + 04.06.2016 01.07. + 02.07.2016 Projektphasen 1–4 13.01. + 14.01.2017 17.02. + 18.02.2017 Kolloquien, Abschlussarbeit 10.03. + 11.03.2017

Angebotsleitung

Astrid Frischknecht

Weitere Informationen monika.muff@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > ich berate

Strukturierung des Ausbildungsangebotes 1. Sequenz: Geragogisches Grundwissen 2. Sequenz: Beratung und Begleitung in der nachberuflichen Phase 3. Sequenz: Projektmanagement und Projektcoaching 4. Praxis- bzw. Projektphasen: Begleiten eines Lebensprojektes 5. Sequenz: Evidenzbasierte Reflexion 6. Kolloquien Abschlussarbeit 7. Sequenz: Marketing und Produktmanagement Kosten

CHF 8 500

Ideen von persönlichen Lebensprojekten • Mal- oder Ausstellungsatelier • Tourenbörse für ältere Wanderfans • Oldie-Kneipe eröffnen • eigenes Buch schreiben • Aufbau Umweltzentrum • Gründung Seniorenradio • Angebot für Schulen • Werk-Kurse

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Weiterbildungen Übersicht Einführung in Reflective Structured Dialogue Bob Stains siehe Seite 26 Moderationskompetenzen in der Arbeit mit Konfliktparteien Bob Stains siehe Seite 26 Öffentliche Diskussionen kunstruktiv moderieren Bob Stains siehe Seite 26 Reduziert gewinnt! Yvo Wüest siehe Seite 34 Lernen in der Dimension 2.0 Yvo Wüest siehe Seite 34 Kreative Flipchart-Gestaltung Dieter Kreienbühl, Yvo Wüest siehe Seite 34 Das gute Webinar Yvo Wüest siehe Seite 35 Werkstattunterricht Irene Isler siehe Seite 35 Zeit nehmen – Zeit gewinnen Petra Schade siehe Seite 35 Das Positive betonen Gerhard Friedl siehe Seite 35 Was bringt mir das? Gerhard Friedl siehe Seite 35 Erwachsenendidaktik Donatus Berlinger, Dr. Hans Furrer siehe Seite 35 Stärken von Mitarbeitenden nutzen Barbara Eppler siehe Seite 36 Sicher leiten! Ein Interventionstraining Gerhard Friedl siehe Seite 36 Statuskompetenz Gerhard Friedl siehe Seite 36 Teamprozesse verstehen Gerd Mertens, Ulrike Arens-Fischer siehe Seite 36 Standortbestimmung mit Zukunft Beatrice Sutter siehe Seite 36 Handeln in Spannungssituationen Klaus Antons, Barbara Eppler siehe Seite 37 Widerstand als positive Kraft nutzen Gerhard Friedl siehe Seite 37 Konstruktive Kommunikation nach GfK Ulrike Arens-Fischer, Andreas Peteranderl siehe Seite 38 Die Dialog-Kunst Christine Findeis-Dorn siehe Seite 38 Stimme und Rhetorik Uwe Schürmann, Ulrike Arens-Fischer siehe Seite 38 Konfliktmanagement Ulrike Arens-Fischer siehe Seite 38 Kommunikation in Organisationen Ansgar Münsterjohann siehe Seite 38 Gender / Diversity – Körpersprache Prof. em. Dr. Christa Heilmann siehe Seite 39 Kommunikationstheorie / Gesprächsrhetorik Ulrike Arens-Fischer siehe Seite 39 Gelassenheit bei Elterngesprächen siehe Seite 39 Ulrike Arens-Fischer Unbewusstes versteht Unbewusstes Prof. Dr. Magdalena Stemmer-Lück siehe Seite 40 Lebendig mit Gruppen arbeiten Birgitta Hugenroth siehe Seite 40 Bis zum Rubicon und weiter Birgitta Braun siehe Seite 40 34

aeB Schweiz AGENDA 2016/17

Weiterbildungen

Herzlich laden wir Sie zu unseren kürzeren Weiterbildungen ein! Schnuppern Sie in unserem vielfältigen Angebot, strukturiert nach Kompetenzen. Ab 6 Teilnehmenden führen wir die meisten Angebote durch. Profitieren Sie für Ihre Praxis!

Didaktisch-methodische Kompetenz Reduziert gewinnt! – Didaktische Reduktion für Bildungsfachleute Viel Stoff – wenig Zeit! Ein Dilemma. In diesem Workshop lernen Sie praktische Modelle, um Stoffmengen auf das Wesentliche zu reduzieren. Sie erfahren, wie Sie Kernbotschaften und grundlegende Strukturen herausarbeiten und vermitteln können. Das Angebot eignet sich für Ausbildende und Trainer, die erfolgreich und entspannt ihre Seminare durchführen möchten. Dozent Yvo Wüest, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz, MAS Educational Management ZHAW Luzern 21.01.2016 Kosten CHF 390 Lernen in der Dimension 2.0 – Der Einsatz von E-Learning und Social Media in der Erwachsenenbildung Blended Learning, die Mischform aus E-Learning und Präsenzunterricht, ist heute Standard in der Erwachsenenbildung. Wir schauen, welche neuen Entwicklungen sich abzeichnen und wohin die Reise geht. Im Workshop setzen Sie laufend Aufträge um und erfahren, welche Vorteile einzelne Systeme und Plattformen bieten. Dozent Luzern Kosten

Yvo Wüest, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz, MAS Educational Management ZHAW 04.03.2016 CHF 390

Kreative Flipchart-Gestaltung – mit Farben und Formen Inhalte präsentieren Überraschen und faszinieren Sie Ihre Teilnehmenden mit ansprechenden, «etwas anderen» Visualisierungen. Sie lernen in diesem Seminar, wie Sie mit wenig Aufwand und ohne zeichnen zu können, Inhalte wirkungsvoll und lebendig auf Flipchart oder Pinnwand bringen. Am Ende des Seminars nehmen Sie die von Ihnen erstellten Produkte in einer aeB-Schweiz-Transportrolle nach Hause. Dozent Dieter Kreienbühl, Erwachsenenbildner HF, MAS A&PE Zürich 06.04.2016 Dozent Yvo Wüest, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz Luzern 10.11.2016 Kosten CHF 390


Das gute Webinar – Grundlagen dieser Zukunftstechnologie. Ein praktischer Workshop Wie lässt sich ein Webinar planen, einrichten, didaktisch kompetent strukturieren und durchführen? Wie fühlt es sich an, im «Cockpit» statt im Klassenzimmer zu sitzen und den Kurs von dort zu steuern? Im Seminar gehen wir direkt online und führen von A–Z ein eigenes Webinar durch. Dozent Yvo Wüest, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz, MAS Educational Management ZHAW Spezialist für die Themenfelder Didaktische Reduktion und Lernen 2.0 Luzern 22.09.2016 Kosten CHF 390 Werkstattunterricht – auf die individuellen Lernbedürfnisse der Teilnehmenden eingehen Gestalten Sie einen Teil Ihres Unterrichts mit einem hohen Anteil an selbstoganisiertem und selbstgesteuertem Lernen. Sie erweitern Ihr Repertoire um eine Methode, die sich für alle Lernprozessphasen einsetzen lässt. Die Lernenden entwickeln eine hohe Eigenaktivität, arbeiten motiviert und übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess. Sie erfahren ein konkretes Beispiel, bekommen Tipps für das Gelingen und nehmen am Ende des Seminars eine ausgearbeitete Disposition, zugeschnitten für Ihre Praxis, mit. Dozent Irene Isler, Studienleiterin und Dozentin aeB Schweiz Zürich 30.09.2016 Kosten CHF 390 Zeit nehmen – Zeit gewinnen Entspannungstechniken für ein effizientes Lernen und Arbeiten

Das Positive betonen – Lebenswerte Kernqualitäten entwickeln In unserem Bildungssystem ist der defizitorientierte Blick auf die Lernenden nur allzu oft noch vorherrschend. Wir wissen alle, dass Lernen so möglich ist. Ob es auch ein wirklich gutes Lernen oder es gar grundsätzlich gut für den Menschen ist, ist eine völlig andere Frage. Die Positive Psychologie wendet sich dem zu, was den Menschen stärkt und das Leben lebenswerter macht. Sie wendet sich bewusst von der defizitorientierten Sichtweise ab und sucht das Positive. Diese Haltungsänderung kann zu einem völlig anderen Lernklima führen. Mit dem Instrument der Kernqualitäten können positive Seiten der Lernenden ausgedrückt werden. Sie arbeiten mit der Methode «Storytelling» Ihre persönlichen, positiven Kernqualitäten als Lehrperson heraus. Dann wenden wir uns Ihren Lernenden zu und fokussieren uns auf deren Kernqualitäten. Dabei besteht die Möglichkeit, mit kreativen Medien zu arbeiten. Dozent Gerhard Friedl, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz Zürich 16.06.2016 Kosten CHF 390 Was bringt mir das? Sinnvoll lehren – motiviert lernen Wie kommt der Mensch zum Wollen? In diesem Workshop wird der Antwort auf diese Frage nachgegangen. Anhand der vier Grundmotivationen der Existenzanalyse – leben können, das Leben mögen, so sein dürfen, wie man ist, sinnvolles Tun – wird aufgezeigt, was Lehrpersonen tun können, um motiviertes Lernen zu fördern. Ein interessanter Aspekt: Prüfen Sie, wie es mit den Grundmotivationen auch bei Ihnen selbst steht. Dozent Gerhard Friedl, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz Luzern 01.12.2016 Kosten CHF 390 Ein 4-tägiges Intensivseminar zur Existenzanalyse (2 x 2 Tage) wird 2017 angeboten. Weitere Infos auf aeb.ch, siehe auch Bildungslunch vom 12.10.2016 (siehe Seite 43).

Unseren Alltag erfahren wir oft als Ballungszentrum von Informationen, Aufgaben und vielseitigen Ansprüchen. Aufmerksamkeit und körperliche Ruhe beim Lernen in Schule und Weiterbildung oder Konzentration und Kreativität am Arbeitsplatz stellen im schulischen bzw. beruflichen Alltag eine echte Herausforderung dar. Schon einfache Entspannungstechniken bringen gebundene Energie zurück, fördern Ihre Aufmerksamkeit, Konzentration und geben Ihrer Kreativität neuen Raum. Im Workshop erleben Sie einfach durchzuführende Entspannungstechniken, welche Sie überall alleine oder mit Gruppen durchführen können. Nehmen Sie sich eine Portion Zeit und gewinnen Sie diese gleich um ein Vielfaches im Alltag zurück, durch effizientes Lernen und Arbeiten in Gelassenheit (siehe Bildungslunch Seite 43).

Mit der Weiterbildung «Erwachsenendidaktik» richten Sie den Fokus auf die Reflexion und Weiterentwicklung Ihrer eigenen Lehrtätigkeit vor dem Hintergrund didaktischer und psychologischer Grundlagen für die Arbeit mit erwachsenen Lernenden. Mit neuen Anregungen erweitern Sie Ihre Lehrkompetenz und geben Ihrer Lehrtätigkeit neue Impulse.

Dozentin Petra Schade, Studienleiterin und Dozentin aeB Schweiz, M.A. in Berufspädagogik und Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsycholo gie, Dipl. Ing. Maschinenbau, Entspannungs pädagogin Zürich 13.05.2016 Kosten CHF 390

Dozenten Zürich Kosten

Erwachsenendidaktik – Kurse für Erwachsene gestalten In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern

Donatus Berlinger, Abteilungsleiter Erwachsenenbildung PH Luzern; Dr. Hans Furrer, Dozent aeB Schweiz 10.03., 24.03., 07.04., 21.04. und 12.05.2016 oder 09. 03., 23.03., 06.04., 04.05. und 18.5.2017 CHF 1 960 aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Weiterbildungen Führungskompetenz Lassen Sie sich auch durch «Kommunikative Kompetenz» inspirieren, wenn Sie sich als Führungspersönlichkeit diesbezüglich weiterentwickeln möchten! Eigene Stärken kennen und die von Mitarbeitenden einbeziehen – Diversity in Teams Alle Mitarbeitenden bringen ihre ureigenen Stärken mit. Setzen Sie sie optimal ein? Welche Stärken haben Sie selbst? Führungskräfte und Erwachsenenbilderinnen erfahren an sich und untereinander die wichtigsten Parameter von Unterschieden und wie sich diese auf die Teamzusammenarbeit auswirken. Leadership-Aufgabe ist es, diese konstruktiv und ausbalanciert im Team und bei sich zu nutzen. Dozentin Zürich Kosten

Barbara Eppler, MSc Coach, Organisationsberaterin BSO, Erwachsenenbilderin, Lizenz MBTI-Step I & II 03.06.2016 + 24.06.2016 den Abend frei halten für Einzelgespräche CHF 1 200 inkl. MBTI-Test, Skript zum individuellen Stärken- / Entwicklungsprofil von ca. 20 Seiten und best-fit-Einzelgespräch

Sicher leiten! Ein Interventionstraining Die Leitung von Lerngruppen fordert heraus. Das Verhalten von Lernenden ist nicht immer einfach zu bewältigen. Was sind wirksame Interventionen? In diesem Training werden Handlungsalternativen aus verschiedenen Perspektiven entwickelt und geübt. Dabei nehmen wir Bezug zu theoretischen Konzepten der Gruppendynamik wie Phasenmodell, TZI, Rollen etc., entwickeln Hypothesen und führen die konkreten Interventionen durch. Die Handlungsorientierung steht im Vordergrund, die Theorien werden nur kurz aufgefrischt, etliche Auflockerungsübungen und Elemente aus dem Improvisationstheater bereichern. Zusätzlich bearbeiten wir den von Ihnen mitgebrachten Fall. Voraussetzung: eine aktuelle Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung und die Bereitschaft, sich auf ein aussergewöhnliches methodisches Setting einzulassen. Dozent Gerhard Friedl, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz Zürich Räumlichkeiten der Impro-Theater-Gruppe anundpfirsich Datum 21.03.2016 Kosten CHF 430

Statuskompetenz – Authentischer Umgang mit Macht, Einfluss und Respekt Als Lehrpersonen haben wir einen Status, der mit mehr oder weniger Einfluss und Respekt verbunden ist. Wie können wir durch unseren Status das erreichen, was wir als notwendig erachten? In diesem Workshop lernen Sie, ihren Einfluss bewusst zu regulieren und ihre Statusintelligenz zu optimieren. Sie werden Statusspiele in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld bewusster wahrnehmen und Ansätze entwickeln, wie Sie mit sympathischer Authentizität darauf reagieren können. Dozent Gerhard Friedl, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz Luzern 31.08.2016 Kosten CHF 390 Teamprozesse verstehen – Führen mit Leichtigkeit Ihre Aufgabe und Verantwortung als Motor und Zukunftsgarant des Unternehmens ist es, die Mitarbeitenden zielgerichtet, authentisch und mit Herz zu führen. In immer komplexeren Arbeitsprozessen erhält dabei die horizontale Art des Führens an Bedeutung. Ihre Führungsrolle gewinnt an Leichtigkeit, wenn Sie die Team- und Kommunikationsprozesse verstehen und sich selbst als «Drehkreuz» der Kommunikation. Eine intensive Trainingswoche, in der Sie Ihren Führungsstil erkunden und neue Sichtweisen aus der Team- und Mitarbeitendenperspektive entwickeln. Dozenten Woche Ort Kosten

Gerd Mertens, Trainer, Supervisor DGSv, Ulrike Arens-Fischer, Supervisorin, Trainerin, Mediatorin, Angebotsleiterin und Dozentin aeB Schweiz 02.11. – 05.11.2016 Die Kurswoche findet in einem Seminarhotel statt. Weitere Infos auf aeb.ch CHF 1 950 zusätzlich für Hotel und Verpflegung ca. CHF 800

Standortbestimmung mit Zukunft – Visionen finden, Visionen leben Wie soll es beruflich oder privat weitergehen? Zeit für eine Standortbestimmung! Anhand dieses Kurses können Sie Ihre persönlichen Werte im Alltag bewusst leben. Zu Ihrer Vision oder zu Ihrem übergeordneten Ziel werden Sie erste Schritte reflektieren und planen. Dabei werden Einwände gleich miteinbezogen. Sie lernen verschiedene Instrumente kennen, welche für Visionsarbeit angewendet werden können. Dozentin Beatrice Sutter, Supervisorin / Coach BSO, Studienleiterin und Dozentin aeB Schweiz Zürich 26.05.2016 Kosten CHF 390

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Handeln in Spannungssituationen – Mit spielerischen Mitteln an ein ernstes Thema Unterschiedlichste Ansprüche werden an Schulleitungen gestellt oder prallen gar aufeinander. Anhand einer Situation aus der Praxis – Cybermobbing – reflektieren Sie die verschiedenen Perspektiven, erleben dynamische Gruppensituationen und erarbeiten Handlungsinterventionen. Sie lernen, in akuten Situationen adäquat zu führen. Sie reflektieren eigene Werte, Haltungen, Normen und stärken ihre Resilienz für den Ernstfall. Aktivieren Sie Ihre Potenziale, und nutzen Sie diese in der Führung Ihrer Schule! Dozenten Woche Ort Kosten

Klaus Antons, Trainer für Gruppendynamik DGGO Barbara Eppler, MSc Coach, Organisationsberaterin, BSO 20.01.–23.01.2016, Vertiefungstag 19.03.2016 Die Kurswoche findet in einem Seminarhotel statt. Weitere Infos auf aeb.ch Der Vertiefungstag wird in Zürich stattfinden. CHF 1 950 zusätzlich für Hotel und Verpflegung ca. CHF 700

Widerstand als positive Kraft nutzen – Workshop zum Umgang mit Widerstand in Lerngruppen und Teams Es gibt keine Veränderung ohne Widerstand. Inhaltliche Impulse in Lerngruppen und Wandlungen in Teams bedeuten Veränderungen, die verunsichern können. Verunsicherungen führen oft zu Widerstand, weil damit etwas geschützt werden soll. In diesem Workshop lernen Sie, Widerstand in Gruppen als positive Kraft zu nutzen. Denn im Widerstand steckt Energie. Auf der Basis von theoretischen Inputs wird vor allem an Ihren konkreten Beispielen gearbeitet.

In Planung für 2017 – NEU! Intensiv-Weiterbildung: Leiten und Beraten von Gruppen und Teams in Organisationen Gruppen, Teams oder Projekte in Organisationen zu leiten, ist bereits eine Aufgabe für sich. Wirken zusätzlich unvorhergesehene Faktoren auf das Geschehen ein, ist es für Leitungspersonen wichtig, diese Prozesse adäquat und flexibel zu steuern, um damit das Ergebnis zu sichern. Dazu braucht es die Fähigkeit, diese ungeplanten Prozesse zu erkennen, richtig zu bewerten und entsprechend zu handeln. In dieser Fortbildung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, durch Trainings, Workshops und begleitende Gruppensupervision, anhand Ihrer eigenen Praxis, Kenntnisse und Fertigkeiten für die Steuerung von Gruppen zu erlangen. Sie werden befähigt, ein vertieftes Verständnis für die entsprechende Dynamik zu entwickeln. Durch Ihre präzise Diagnose erarbeiten Sie Interventionsmöglichkeiten, die die Gruppe und Organisation in ihrer Zusammenarbeit und Fähigkeit, Probleme zu lösen, nachhaltig verbessern. Die Entwicklung Ihres eigenen Leitungsstils bildet einen Schwerpunkt in den verschiedenen Phasen der Fortbildung. Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Personen mit Leitungsaufgaben aus Unternehmen, Projekten, Dienstleistung, Industrie, Wirtschaft und Verwaltung, psychosozialen sowie pädagogischen Einrichtungen, Kirchen und Verbänden. Sichern Sie sich einen Weiterbildungsplatz! Melden Sie sich, oder Ihr Interesse, bereits an, damit wir Sie auf dem Laufenden halten! Das detaillierte Programm finden Sie ab März 2016 auf aeb.ch. Gerne senden wir es Ihnen zu. Weitere Angebote für Führungskräfte unter Führen, S.26/27 und unter Kommunikations-Kompetenz, S. 38/39

Dozent Gerhard Friedl, Studienleiter und Dozent aeB Schweiz Zürich 22.02.2016 Kosten CHF 390

«Der hohe Praxisbezug in dieser Weiterbildung hat mir einen zeitnahen und nachhaltigen TheoriePraxistransfer möglich gemacht. Der Austausch mit meinen Studienkolleginnen und -kollegen hat mich motiviert und mir verschiedene Perspektiven aufgezeigt.» Christine Verdan, Pflegeexpertin HöFa II, Möriken

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Weiterbildungen Kommunikationskompetenz Konstruktive Kommunikation nach der «Gewaltfreien Kommunikation GfK» – Eine Haltung und Methode zur Bearbeitung von Konflikten. * Wirksam und konstruktiv in herausfordernden Situationen kommunizieren – jenseits von Dominanz oder Unterordnung. Weder etwas nur tun, um von anderen anerkannt und gemocht zu werden, noch einseitig Interessen machtvoll durchsetzen, was einen «gute Beziehungen» kostet. Oder sprechen Sie Unstimmigkeiten erst gar nicht an? Finden Sie lebendigere Varianten, die wirken. Ermöglichen Sie tragfähige Lösungen. Dozenten

Ulrike Arens-Fischer, Supervisorin, Mediatorin, Angebotsleiterin und Dozentin aeB Schweiz Andreas Peteranderl, Dipl. Pädagoge, Trainer für Gruppendynamik, Psychodramaleiter

Zürich 2016

11.03 .+ 12.03.2016 auch einzeln zu buchen 27.04.–30.04.2016 Aufbau-Intensivtraining

Zürich 2017

07.04. + 08.04.2017 auch einzeln zu buchen 10.05.–13.05.2017 Aufbau-Intensivtraining

Kosten

CHF 2 400

Die Dialog-Kunst: anders kommunizieren – neu denken lernen* Dialog ist eine Kunst wie auch eine lern- und erfahrbare Disziplin. Der offene Dialog gibt Raum, Denken und Fühlen zu beobachten, um sich selbst wie andere tiefer zu verstehen. Respekt vor der Eigenart jedes / jeder anderen, nicht-bewertendes Zuhören und Offenheit ermöglichen neue Horizonte im Denken, Sprechen und Handeln. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, Probleme zu lösen, aber auch Produkte zu entwickeln etc. Das, was in Wirtschaft, Industrie, Medizin und Gesellschaft heute mehr denn je erforderlich ist. Ein essenzielles Seminar für Leitende, Beratende, Ausbildende und Organisationen! Dozentin

Christine Findeis-Dorn, Sprechwissenschaftlerin DGSS, Supervisorin / Coach DGSv, Dialogprozess-Begleiterin

Luzern Dialogische Kompetenz 1: FR + SA 10.03. + 11.03.2017 Dialogische Kompetenz 2: FR + SA 09.06. + 10.06.2017 Dialogische Kompetenz 3: FR + SA 15.09. + 16.09.2017 Kosten

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CHF 2 400

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Stimme und Rhetorik – «Sprich, dass ich dich sehe»* Eigene Ressourcen in Stimme und Rhetorik aktivieren. Persönlich –. authentisch – frei sprecherische Anforderungen bewältigen. Mit Kreativität und Freude den eigenen Ausdruck fördern. Minivorträge halten, Rhetorik-Modelle für die Praxis zielgerichtet anwenden. Stimm-Coaching nutzen. Dozenten Luzern Kosten

Uwe Schürmann, Sprechwissenschaftler DGSS, Lehr-Logopäde, AAP-Trainer Ulrike Arens-Fischer, Sprechwissenschaftlerin, DGSS, Rhetoriktrainerin, Angebotsleiterin und Dozentin aeB Schweiz 18.11. + 19.11.2016 CHF 800

Konfliktmanagement* Konfliktstruktur und -dynamik verstehen. Eigenes Gesprächsverhalten lösungsunterstützend einsetzen, Moderieren von Konflikten, konstruktive Konfliktkultur pflegen, Konfliktbearbeitungs-Modell auf eigene Fallsituationen anwenden. Bern Kosten Dozentin

24.08. + 25.08.2017 CHF 800 Ulrike Arens-Fischer, Sprechwissenschaftlerin, DGSS, Rhetoriktrainerin, Mediatorin, Supervisorin, Angebotsleiterin und Dozentin aeB Schweiz

Kommunikation in Organisationen* Unternehmenskultur prägt die Kommunikation, tiefgreifendes Verstehen ermöglicht weitsichtige Kommunikation. Sie wollen wissen, warum in manchen Organisationen Patriarchen und / oder Strukturen herrschen, warum Bilder und Geschichten eine solche Macht haben, Menschen so oft gekränkt sind, obwohl es doch «nur» um 
ihre Rolle geht, warum die Unternehmenskultur mächtiger ist als Beschlüsse des Vorstandes, oft mehr auf die Machtverteilung in Organigrammen als auf gute Abläufe zu
gunsten der Kunden geachtet wird, dann erfahren Sie hier mehr über die Dynamik von Rollen und Strukturen, über Entwicklungen und Widerstände – und über die Instrumente, mit denen sich Organisationen steuern lassen. Denn Organisation ist strukturierte Kommunikation. Zürich Kosten Dozent

24. + 25.11.2017 CHF 800 Ansgar Münsterjohann, Dipl. Ökonom, Supervisor, Düren


Gender / Diversity – Körpersprache* Warum gibt es unterschiedliches Kommunikationsverhalten? Was kann ich am Körperausdruck ablesen? Wer darf wen unterbrechen? Einfluss beruflicher Situationen und unterschiedlicher kommunikativer Rollen auf das eigene Gesprächsverhalten und die Körpersprache. Missverständnisse vermeiden. Luzern Kosten Dozentin

26.01. + 27.01.2018 CHF 800 Prof. em. Dr. Christa Heilmann, Sprechwissenschaftlerin DGSS, Marburg

* Diese Seminare zu kommunikativer Kompetenz werden sicher durchgeführt. Sie sind Teil des Studiengangs Dipl. Kommunikationstrainer, -trainerin NDS HF und als Weiterbildung geöffnet für Interessierte. Bei späterer Teilnahme am NDS werden diese angerechnet. Mehrwert: Abschluss Dipl. Kommunikationsexpertin, -experte aeB Schweiz Werden alle mit * gekennzeichneten Seminare gebucht und erfolgreich absolviert, sowie weitere Bedingungen wie der Besuch des Startseminars Kommunikationstheorie/Gesprächsrhetorik für Führungsalltag und Praxis und eines Moduls zu Gruppenprozessen sowie die Supervisionsteilnahme erfüllt, verleiht die aeB Schweiz das Zertifikat Kommunikationsexpertin, -experte. 
 Der Lehrgang richtet sich an Führungs-, Ausbildungs-und BeratungsPersönlichkeiten, die sich in das Themengebiet Kommunikation und Interaktionsgestaltung vertiefen, methodisch professionalisieren und individuell weiterentwickeln wollen. Beginn des gesamten Lehrgangs mit Kommunikationstheorie/Gesprächsrhetorik für Führungsalltag und Praxis Wie bereite ich mich gezielt auf Gespräche vor? Wie lassen sich aktuelle Theorien zu Kommunikation für den Alltag nutzen, um die kommunikative Komplexität durchschaubarer zu gestalten. Worauf muss ich bei Feedback achten, damit es ankommt und wirkt? Welche Gesprächshilfen kann ich einsetzen, damit Verständigung gelingt? Wie können mittels der Kommunikationspsychologie von Schulz von Thun Konflikte gelöst werden? Tipps zur lebendigen, zielorientierten Sitzungsleitung. Also: Grundlagen der Kommunikation optimal für den (Führungs-) Alltag nutzen. Dozentin Luzern Seminarkosten

Ulrike Arens-Fischer, Sprechwissenschaftlerin DGSS, Rhetoriktrainerin, Angebotsleiterin und Dozentin aeB Schweiz 06.10. + 07.10.2016 CHF 800

*Kosten Lehrgang

Reduktion von CHF 250 bei Buchung des gesamten Lehrgangs, statt Einzelseminaren CHF 9 740 (statt CHF 9 990). Gesamter Lehrgang, ohne Zertifizierung, inkl. Supervision

Mit den entsprechenden Voraussetzungen können Sie aufbauend den Lehrgang Dipl. Kommunikationstrainerin/Kommunikationstrainer NDS HF absolvieren. Alle absolvierten Module werden angerechnet. Zertifizierung Es finden 2 Entwicklungsgespräche mit der Leitung während des Lehrgangs statt. 2 praxisnahe Kompetenznachweise, Transfer-Lerngruppe, Aufgaben zur Vor- und Nachbereitung auf der Lernplattform und abschliessender Lernerfolgsbericht. Kosten Zertifikat

CHF 980

Gelassenheit bei Elterngesprächen Lehrpersonen sind heutzutage vor allem dadurch herausgefordert, dass anspruchsvolle Elterngespräche Energien kosten. Wie können diese nicht nur professionell geführt werden, zur Stärkung der eigenen Rolle, sondern auch noch für beide Seiten ein Gewinn sein? Wie kann Aggression gewandelt werden in Kooperation? Ein Workshop mit vielfältigen Inputs und Übungen wird durch zwei Supervisionstermine ergänzt, an denen an eigenen Fallsituationen gearbeitet wird. Zürich Kosten Dozentin

10.06.2016 sowie zwei Supervisionstermine 15.06 + 22.06.2016 von 15.15 - 18.45 Uhr CHF 720 Ulrike Arens-Fischer, Sprechwissenschaftlerin, DGSS, Rhetoriktrainerin, Mediatorin, Supervisorin, Angebotsleiterin und Dozentin aeB Schweiz

Weitere Seminare zu Kommunikations-Kompetenz finden Sie unter Führen, Im Dialog bleiben trotz tiefgreifender Konflikte, Seite 26 Weitere Informationen monika.muff@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > Weiterbildungen

«Bildungsarbeit ist Beziehungsarbeit – dieses Credo der aeB Schweiz entspricht meinem Verständnis von Erwachsenenbildung.» Jacqueline Sprenger, Sprachlehrerin, Business Language Center, Münchenwiler

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Weiterbildungen Beratungskompetenz Unbewusstes versteht Unbewusstes – Resonanzräume in Supervision und Ausbildung Kommen Menschen in Kontakt miteinander, geraten sie in ein Kräftefeld, in eine Dynamik, die sie nur begrenzt wahrnehmen und kontrollieren können. Man wird irgendwie angesprochen, berührt, nimmt etwas wahr – bewusst oder unbewusst – und reagiert darauf – bewusst oder unbewusst. Ein Resonanzvorgang in einer Resonanzbeziehung. Wir Menschen erfahren das Leben als sinnvoll und gelungen, wenn wir Resonanzerfahrungen machen. Auch in Ausbildungs- und Beratungsbeziehungen geht es darum, Resonanzerfahrungen zu ermöglichen und zu steigern, wenn die Prozesse zufriedenstellend sein sollen. Der bewusste Umgang mit Resonanzen in Beratung und Ausbildung wird auf der Basis der psychoanalytischen Konzepte vertiefend behandelt. Exemplarisch wird so auch im Workshop gearbeitet: Kleine Einstimmungen zur Öffnung des Resonanzraums, die Balintgruppenarbeit wird mit Theorie verknüpft, Anwendungsbezug der Konzepte in Supervision / Beratung und Ausbildung. Besonders für Supervisor/innen, fortgeschrittene Erwachsenenbilder/ innen und Kommunikationstrainer/innen geeignet. Dozentin Zürich Kosten

Prof. Dr. Magdalena Stemmer-Lück, Psychoanalytikerin (DPG, DGPT), Supervisorin DGSv 19.05.2016 17.45–20.45 + 20.05.2016 09.15–17.15 CHF 650

«Beim Bildungslunch der aeB Schweiz erhalte ich Impulse und Anregungen zu Bildungsthemen. Beim anschliessenden Apéro tausche ich mich mit interessanten Menschen aus.» Urs Langenstein, Ausbildner Kundendienst ÖV, Luzern

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Lebendig mit Gruppen arbeiten Inszenierungs- und Aufstellungsarbeit nach Moreno Psychodramatische Methoden sind optimal geeignet für lebendiges Aufwärmen in Gruppe. Verschiedene Themen lassen sich damit kreativ bearbeiten. Sie bringen Menschen in Aktion und ermöglichen nachhaltiges Lernen. Für Supervisorinnen und Supervisoren, Kommunikationstrainerinnen und -trainer, Ausbildende, Lehrende, Beratende. Dozentin Zürich Kosten

Birgitta Hugenroth, Dipl. Pädagogin, Psychodramatikerin, Supervisorin DGSv 21.10.2016 16.15–20.45 22.10..2016 09.15–19.45 CHF 850

Bis zum Rubicon und weiter – Erleben und verstehen des Zürcher Ressourcen-Modells ZRM® Fachlich und emotional gefordert – egal ob als Ausbildungsverantwortliche, Schulleiter, Ausbilderin und Ausbilder im betrieblichen oder schulischen Kontext. Komplexe Probleme und hohe Anforderungen in Lehr-Lernsituationen bestimmen den Arbeitsalltag. Wie kann eine positive Haltung die persönlichen Ressourcen für den beruflichen Alltag dauerhaft stärken? Wie gelingt es, den eigenen Horizont zu erweitern und die Berufszufriedenheit zu steigern? Dozentin Luzern Kosten

Birgitta Braun, Dipl. Pädagogin, ZRM®-Trainerin CAS UZH, Organisationsberaterin, Coach und Supervisorin bso 03./04.03.2017 und 25.03.2017 CHF 1 200

Der ZRM-Grundkurs ist anerkannt für die Zulassung zum Zertifikatslehrgang ZRM-Trainer bzw. -Coach am Institut für Selbstmanagement und Motivation ISMZ. Weitere Informationen lisa.lenherr@aeb.ch T 044 361 34 34 aeb.ch > Weiterbildungen


Workshop

Resonanzräume in Beratung und Ausbildung Ein Gegengewicht zu unserer beschleunigten Welt?!

Kommen die Menschen in Kontakt miteinander, geraten sie in ein Kräftefeld, in eine Dynamik, die sie nur begrenzt wahrnehmen und kontrollieren können. Man Prof. Dr. Magdalena Stemmer-Lück, wird irgendwie anPsychoanalytikerin (DPG, DGPT), gesprochen undbeSupervisorin DGSv rührt, nimmt etwas wahr – bewusst oder unbewusst – und reagiert darauf – bewusst oder unbewusst. Mit dieser Reaktion wird wiederum das Gegenüber berührt etc. Es handelt sich um einen kontinuierlichen Resonanzvorgang in einer Resonanzbeziehung. Jede Beratungs- und Ausbildungsbeziehung ist eine Resonanzbeziehung. Resonanz in der Beziehung kann definiert werden als «sich berühren lassen und zu berühren», es findet ein Austausch statt. Wir werden berührt, nehmen Schwingungen wahr – über die Ohren: das gesprochene Wort, die Stimme, der Tonfall – über die Augen: die beobachteten Verhaltensweisen, die äussere Erscheinung – über die Nase: die Gerüche wie Schweiss, Parfum – über das Tasten: den Händedruck. Wir nehmen über alle Sinneskanäle wahr und insbesondere über den sogenannten sechsten Sinn. Mit der Intuition wird der Bereich des Unbewussten berührt. Wir Menschen erfahren das Leben als sinnvoll und gelungen, wenn wir Resonanzerfahrungen machen. Wir machen und ermöglichen Resonanzerfahrungen. Auch in Ausbildungsund Beratungsbeziehungen geht es darum, Resonanzerfahrungen zu ermöglichen und zu steigern, wenn die Prozesse zufriedenstellend sein sollen. Resonanzerfahrungen finden in einem Raum statt, dem Resonanzraum, in dem sich eine komplexe bewusste-unbewusste Dynamik entfaltet und prozesshaft entwickelt. Es kann unterschieden werden zwischen sozialen und individuellen Resonanzräumen. Bei sozialen Resonanzräumen geht es um Beziehungen, um Interaktionen. Wenn immer Menschen sich begegnen, befinden sie

sich in einem interaktiven Raum, in dem es schwingt; es gibt einen Austausch, verbale und nonverbale Kommunikation mit dem Gegenüber. So entstehen soziale Resonanzräume. Der kleinste soziale Resonanzraum ist die dyadische Beziehung; in grösseren Einheiten wie Gruppen, Klassen, Teams oder Organisationen wird die Dynamik der Interaktionen immer komplexer. In der Ausbildung und Beratung haben wir es meistens mit komplexen sozialen Resonanzräumen zu tun. In individuellen Resonanzräumen geht es um die intrapsychische Dynamik eines Individuums. Es geht um die Balance von konflikthaften Wünschen / Tendenzen, um emotionsgetönte Beziehungserfahrungen, die wir gemacht und gespeichert haben und die in einer späteren Situation in ähnlichen Beziehungskonstellationen unbewusst aktualisiert werden (können). Diese dynamische Innenwelt, die aufnimmt und abgibt, kann als individueller Resonanzraum betrachtet werden. Der individuelle Resonanzraum entwickelt und verändert sich im Verlaufe der menschlichen Entwicklung in Abhängigkeit von den erfahrenen oder fehlenden Resonanzen durch Beziehungspersonen und durch eine mehr oder weniger resonante Umwelt. Durch Resonanzerfahrungen entwickelt sich der Zugang zu mir selbst, zu meinen eigenen Erfahrungen, Empfindungen, Wünschen und Gedanken sowie der Zugang zum Anderen, zum Gegenüber. Der individuelle Resonanzraum ermöglicht also den Zugang zum Selbst wie zum Gegenüber, zum Ich wie zum Du. Resonanzerfahrungen können bewusst wie unbewusst sein, genauer handelt es sich um ein Bewusstseinskontinuum mit graduell abgestuften (Un-)Bewusstseinsgraden. Auch in Ausbildungs- und Beratungsprozessen wird das Erleben und Handeln sowohl der Professionellen als auch der Lernenden von unbewussten Kräften mitbestimmt. Um diesen Resonanzraum in der Arbeit nutzbar zu machen, gilt es zunächst, ihn wahrzunehmen und sich im Weiteren zu fragen: Wie gehe ich mit dem um, was sich im sozialen Resonanzraum entwickelt und ich in meinem individuellen Resonanzraum als Berater/in / Ausbilder/in wahrnehme?

Die psychoanalytischen Konzepte der Übertragung und Gegenübertragung, der Projektiven Identifikation und des Containment können hilfreich sein, um Resonanzen bewusster und differenzierter wahrzunehmen und für die Prozesse zu nutzen. Sie bilden die Basis für ein aktives, echtes Verstehen und die Erfahrung des Verstandenwerdens. Wenn mehr Resonanzerfahrungen ermöglicht werden, kann auch die Zufriedenheit beim Lernen und Lehren zunehmen. Supervisanden, Ratsuchende oder Auszubildende können sich dann noch besser entwickeln und wachsen. Bei der Arbeit mit sozialen und individuellen Resonanzräumen gilt es zu bedenken, dass soziale Resonanzerfahrungen begrenzt sind durch individuelle, d.h. ich kann nur die Botschaften / Aspekte wahrnehmen, die ich auch kenne, die mir einigermassen vertraut sind, mit denen ich schon mal Kontakt hatte. Es ist hilfreich, den eigenen Resonanzraum kontinuierlich zu erforschen. Ein möglichst offener, durch Ängste und Normen wenig eingeengter und schwingungsfähiger Resonanzraum ist für den Beratungs- oder Ausbildungsprozess förderlich. Nur wenn mein eigener Resonanzraum offen ist und ich bereit bin, mich berühren zu lassen und zu «containen», kann es zu einem resonanten Prozess kommen, in dem Auszubildende besser reflektieren und sich weiterentwickeln können. Zur Resonanz gehört auch die Einfühlung in die Konsequenzen von Interventionen. Sie sollten das Gegenüber, die Gruppe oder das Team berühren, also in der jeweiligen Situation passen. Resonanzerfahrungen bringen mehr Entspannung und Zufriedenheit. Ulrike Arens-Fischer

Im Workshop «Unbewusstes versteht Unbewusstes – Resonanzräume in der Supervision» vom 19. und 20.05.2016 an der aeB Schweiz in Zürich wird das Thema vertiefend behandelt. Sie möchten nur in die Thematik hineinschnuppern? Dann besuchen Sie den Bildungslunch am Donnerstag, 19.05.2016, an der aeB Schweiz in Zürich (siehe Seite 43) aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Informationsabende

Inhouse-Angebote Weiterbildung, Beratung, Coaching für Unternehmen und Organisationen

Die aeB Schweiz bietet alle bestehenden Angebote im Bereich Ausbilden, Führen und Beraten in Unternehmen und Institutionen an. Ihre Bedürfnisse und ein maximaler Transfer in den Arbeitsalltag stehen dabei im Vordergrund. Unkompliziert und flexibel und unter Einbezug vorhandener Ressourcen unterstützen wir Sie bei Ihren Personal- und Organisationsentwicklungsprozessen. Ausbildungen mit eidgenössisch anerkannten Abschlüssen sind ebenso möglich wie längerfristige Projektbegleitungen. Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch. Anschliessend erhalten Sie eine passende Offerte. Unsere Angebote • Weiterbildungen in … Kurs- und Gruppenleitung Konstruktiver Kommunikation nach GFK Dialogischer Kompetenz Führungskompetenz und Beratung • Konfliktbearbeitung und Mediation • SVEB-Zertifikat Kursleiter/in • SVEB-Zertifikat Praxisausbilder/in • Module 2–5 zum eidg. Fachausweis Ausbilder/in • Didaktische Reduktion • Bildungsmarketing • Umstellung auf Kompetenzorientierung • Medienumgang, z.B. Kreative Flipchart-Gestaltung • Organisationsentwicklung und Führungs-Coaching • Visionen, Ziele, Strategien – entwickeln, umsetzen, initiieren • Begleitung von Veränderungsprozessen • Workshop-Leitung, Grossgruppenmoderation • Moderation von Retraiten und Klausuren • Teamentwicklung und Supervision • Entwicklung von Projekten und Konzepten • E-Learning Weitere Informationen patricia.winterberg@aeb.ch T 041 249 44 88 aeb.ch > Inhouse-Angebote

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aeB Schweiz AGENDA 2016/17

ich bilde aus ... • SVEB-Zertifikat Kursleiter/in • Praxisausbilder/in • Eidg. Fachausweis Ausbilder/in • Dipl. Berufsfachschullehrer/in • Dipl. Dozent/in an Höheren Fachschulen • Berufsbildner/in üK • Dipl. Erwachsenenbildner/in • MAS A&PE • und die verschiedenen CAS in Basel 18.15–19.45 Uhr Dienstag 17.11.2015 Dienstag 26.01.2016 Dienstag 12.04.2016 Dienstag 30.08.2016 Dienstag 25.10.2016

in Luzern 18.15–19.45 Uhr Dienstag 03.11.2015 Dienstag 19.01.2016 Dienstag 12.04.2016 Dienstag 23.08.2016 Dienstag 18.10.2016

in Bern 18.15–19.45 Uhr Donnerstag 05.11.2015 Donnerstag 14.01.2016 Donnerstag 28.04.2016 Donnerstag 25.08.2016 Donnerstag 20.10.2016

in Zürich 18.15–19.45 Uhr Dienstag 10.11.2015 Dienstag 19.01.2016 Dienstag 19.04.2016 Dienstag 30.08.2016 Dienstag 25.10.2016

• Dipl. Kommunikationstrainerin, Kommunikationstrainer NDS HF und Kommunikations-Expertin, -Experte aeB Schweiz Angaben zu den Informationsabenden finden Sie auf aeb.ch

ich führe ... • DAS Schulleiter/in Wünschen Sie eine Beratung, melden Sie sich bitte telefonisch bei Martha Suppiger, 041 249 44 88

ich berate ... • MAS Supervision und Organisationsberatung • CAS Lernen verstehen und didaktisch handeln • CAS Lernprozesse begleiten und Gruppen führen • CAS Bildungsprojekte ent-wickeln und umsetzen • CAS Bildungsangebote positionieren und Qualität sichern in Bern Mittwoch

18.15–19.45 Uhr 23.03.2016

in Zürich Dienstag Mittwoch Dienstag

18.15–19.45 Uhr 26.01.2016 11.05.2016 08.11.2016


Ich bin vernetzt ... Anlässe Bildungslunch

Bildungslunch und Buchvernissage

Konstruktive Dialoge trotz Konflikten in Glauben und Werten? Die Methode von Public Conversations Project Wir wissen alle, wie sich ein sorgfältiger, konstruktiver und respektvoller Dialog anfühlt. Die von Public Conversations Project entwickelte Methode hilft Menschen, über Dinge zu sprechen, die für sie wichtig sind. Reflective Structured Dialogue heisst die beziehungszentrierte Methode, mit der auch in tiefsten und herausforderndsten Konfliktmomenten konstruktiv miteinander gesprochen werden kann. Donnerstag, 21.01.2016 in Bern, Aarbergergasse 5, 12.15 Uhr

Was bringt mir das? Sinnvoll lehren – motiviert lernen Existenzanalyse in der Erwachsenenbildung Wie kommen die Lernenden zu einem «Ich will!» im Lernprozess? Was können Lehrpersonen tun, um das Wollen der Lernenden zu wecken oder zu fördern? Das Motivationskonzept der Existenzanalyse nach Viktor Frankl zeigt die Richtung auf: Es braucht eine Werte- und Sinnorientierung. Mittwoch, 12.10.2016 in Bern, Aarbergergasse 5, 12.15 Uhr

Astrid Frischknecht, M.A. Coach / Supervisorin BSO kennt die Methode aus der Praxis. Sie ist Angebotsleiterin Führen / Schulleitung und Angebotsleiterin MAS Supervision und Organisationsberatung an der aeB Schweiz.

Gerhard Friedl, Studienleiter und Dozent an der aeB Schweiz, Erwachsenenbildner HF und existenzanalytischer Berater und Begleiter. Er stellt an dieser Vernissage sein im hep-Verlag erschienenes Buch vor und erzählt dabei davon, warum ihn gerade diese Thematik so fasziniert.

Kosten Anmeldung

Kosten Anmeldung

CHF 10 / für Vereinsmitglieder kostenlos bis 13.01.2016

Zeit nehmen – Zeit gewinnen Entspannungstechniken für ein effizientes Lernen und Arbeiten Unseren Alltag erfahren wir oft als Ballungszentrum von Informationen, Aufgaben und vielseitigen Ansprüchen. Aufmerksamkeit und körperliche Ruhe beim Lernen in Schule und Weiterbildung oder Konzentration und Kreativität am Arbeitsplatz stellen für uns oft eine grosse Herausforderung dar. Schon einfache Entspannungstechniken bringen gebundene Energie zurück, fördern Aufmerksamkeit und Konzentration und geben Ihrer Kreativität einen neuen Raum. Donnerstag, 18.02.2016 in Luzern, Kasernenplatz 1, 12.15 Uhr Petra Schade, Studienleiterin an der aeB Schweiz. Nach ihren Studien der Ingenieurswissenschaften, Berufspädagogik und ABO-Psychologie leitete sie Trainingsabteilungen für internationale Industrieunternehmen. Kosten Anmeldung

CHF 10 / für Vereinsmitglieder kostenlos bis 10.02.2016

Beratungs- und Ausbildungsbeziehung als Resonanzbeziehung Ein Kräftefeld, eine Dynamik, die man nur begrenzt wahrnehmen und kontrollieren kann. Psychoanalytische Konzepte helfen, Resonanzen bewusster und differenzierter wahrzunehmen und für die Prozesse nutzen. Die Basis für ein aktives echtes Verstehen und die Erfahrung des Verstandenwerdens. Supervisanden, Ratsuchende oder Auszubildende können sich noch besser entwickeln und wachsen. (siehe Bericht S. 41). Donnerstag, 19.05.2016 in Zürich, Sumatrastrasse 11, 12.15 Uhr Prof. Dr. Magdalena Stemmer-Lück, Münster-D, Psychoanalytikerin (DPG, DGPT), Supervisorin DGSv Kosten Anmeldung

CHF 10 / für Vereinsmitglieder kostenlos bis 12.05.2016

CHF 10 / für Vereinsmitglieder kostenlos bis 04.10.2016

aeB Jahresreferat 2016 Führung unter Ungewissheit Nur Komplexität kann auf Komplexität reagieren Eine vernetzte Welt braucht andere Formen von Führung und Kooperation. Denn die komplexe Dynamik der Netzwerke verändert die Spielregeln in Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend. Das Auftreten spontaner Selbstverstärkungseffekte wird immer wahrscheinlicher – und damit Vorhersagbarkeit zum Ausnahmefall. Die Folge: Die Erfolgsprinzipien von gestern verlieren ihre Gültigkeit. An die Stelle straff geordneter Linienhierarchien müsste die Eigendynamik selbstorganisierender Teams und Gruppen treten – allerdings sind die wenigsten Organisationen wirklich darauf vorbereitet. Donnerstag, 17.11.2016, 17.00 Uhr Landesmuseum, Museumstrasse 2, 8001 Zürich Prof. Dr. Olaf Geramanis, Diplompädagoge (univ.), Coach und Supervisor (BSO) sowie ausbildungsberechtigter Trainer für Gruppendynamik (DGGO). Dozent für Sozialpsychologie und Beratung an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Herausgeber des Sammelbandes «Führen in ungewissen Zeiten. Impulse, Konzepte und Praxisbeispiele» (Uniscope Gabler) Besonderes Kennzeichen: leidenschaftlicher Gruppendynamiker! Kosten Anmeldung

CHF 30 / für Vereinsmitglieder kostenlos bis 18.10.2016

Das aeB-Netzwerk ist eine Plattform für Studierende, Ehemalige und Mitarbeitende. Auf der elektronischen Plattform finden Sie Stelleninserate, Austauschmöglichkeiten und praktische Tools. Mehrmals jährlich laden wir zu Bildungslunches und einem Jahresreferat ein. aeb.ch/ich-bin-vernetzt.html

aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Unsere Standorte aeB Schweiz info@aeb.ch, aeb.ch

Basel (Durchführungsort) Bildungszentrum 21 · 4055 Basel T 041 249 44 88

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Bern Aarbergergasse 5 · 3011 Bern T 031 311 62 33

Die aeB Schweiz unterstützte mit einem Sponsoring eines der teilnehmenden Teams mit vier Studierenden aus unseren Weiterbildungsangeboten. Der sportliche Anlass passt zu unserer Firmenphilosophie und zeigt gut auf, wie wichtig der Einbezug unterschiedlicher Ressourcen für die Erreichung eines Ziels ist. Auf dem Foto sehen wir Martin Schmidlin (Bike), Jelena Piktija (Schwimmen), Matthias Ebell (Laufen), Evelyne Bürkli (Inline), Dominik Berchtold (Rennvelo). Wir gratulieren den Kolleginnen und Kollegen zu ihrem Einsatz und grüssen sie herzlich von der aeB Schweiz! Yvo Wüest

Luzern Kasernenplatz 1 · 6003 Luzern T 041 249 44 88

Zürich Sumatrastrasse 11 · 8006 Zürich T 044 361 34 34

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aeB Schweiz AGENDA 2016/17

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Rund 6000 Sportlerinnen und Sportler nahmen am Gigathlon 2015 im Kanton Aargau teil. Dieser führte unter dem Titel «Discover History» vom 10. bis 12. Juli schwimmend, rollend und laufend durch den ganzen Kanton. Auf ihrem Weg durch alle Bezirke kamen sie vorbei an Schlössern, Burgen und Klöstern und verbanden damit Sport, Geschichte und Kultur. Der Multisportanlass ist im Laufe der Jahre nicht einfach zum grössten Schweizer Multisportevent herangewachsen, sondern er hat sich tief im Bewusstsein der Öffentlichkeit

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wie auch der Ausdauersportszene verankert. Die Vielfalt der Spielmöglichkeiten ist Garant dafür, dass alle Typen von Sportlerinnen und Sportlern, vom ultraharten Einzelsportler über die vielseitige Couple-Gigathletin bis hin zu teamorientierten Hobbysportlerinnen und -sportlern im Veranstaltungsmodus Platz finden.

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Studierende der aeB Schweiz am sportlichen Wettkampf mit dabei Die halbe Schweiz weiss, was ein Gigathlon ist. Obwohl nur wenig definiert ist. Gigathlon bedeutet einzig, dass die Teilnehmenden täglich in den fünf Sportarten Radfahren, Mountainbike, Schwimmen, Inline-Skating und Laufen unterwegs sind. Das ist schon alles. Wie weit die Strecken führen, wohin es geht, wie viele Tage ein Gigathlon dauert, in welcher Reihenfolge die Disziplinen absolviert werden – all dies ist immer anders, immer neu, immer überraschend.

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Gigathlon 2015

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aeB Agenda 2016/17  

Jahresmagazin mit einer Übersicht aller Ausbildungsangebote der aeB Schweiz - Akademie für Erwachsenenbildung

aeB Agenda 2016/17  

Jahresmagazin mit einer Übersicht aller Ausbildungsangebote der aeB Schweiz - Akademie für Erwachsenenbildung

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