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advantage Ausgabe Nr. 3 / Juli - August - September 2026

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62 advantage | Umwelt INTERVIEW mit Eva Slamanig, Prokuristin und Leiterin Accounting, Finance, Taxes & Sustainability in der Kelag

Nachhaltigkeit als Steuerungsinstrument Eva Slamanig über Verantwortung, Wirtschaftlichkeit und konsequente Umsetzung von Nachhaltigkeit.

W

ohin geht die Reise? Für die Kelag zeigt der Kompass in Richtung grüner Energie­ zukunft, das Navigationssystem heißt ESG. Doch anders als oft angenommen ist Nachhaltigkeit dabei kein Blick in den Rückspiegel. Sie wird zum Steuerungsins­ trument: ESG hilft, Investitionen, Risiken und die langfristige Stabilität des Unter­ nehmens gezielt zu lenken. advantage: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Kelag und warum? Eva Slamanig: Nachhaltigkeit ist für uns kein isoliertes Berichtsthema, sondern ­integraler Bestandteil der Unternehmens­ steuerung. Wir machen uns den regulato­ rischen Rahmen zunutze, um ESG-Krite­ rien systematisch in Entscheidungs­ prozesse einfließen zu lassen. Das ver­ bessert unsere Entscheidungsqualität, ­erhöht die Resilienz des Unternehmens und stärkt das Vertrauen unserer Stake­ holder.

Wie sieht das konkret aus? Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen? Die Kelag gestaltet die Energie­ zukunft aktiv mit. Das bedeutet: Wir investieren in erneuerbare ­Erzeugung, in Netzinfrastruktur und in Lösungen, die Kund:innen den Umstieg erleichtern. Für

­ inance heißt das: Wir betrachten diese F Investi­tionen nicht nur bilanziell oder ­finanziell. Wir bewerten sie im größeren Zusammenhang – wirtschaftlich, regulato­ risch, ökologisch und gesellschaftlich. Wir liefern also ein möglichst holistisches Bild, wenn es um Investitionsentscheidungen, Risikobewertungen und Finanzierungs­ fragen geht. Die erneuerbare Energie­ zukunft braucht nicht nur Technik und

Nachhaltigkeit wird wirksam, wenn sie Entscheidungen leitet – von der Natur bis ins System. © Kelag

Infrastruktur. Sie braucht auch finanzielle Steuerung, Transparenz und belastbare Entscheidungen. Bringt ihr Zugang zum Thema Nachhaltigkeit auch einen Wettbewerbsvorteil? Nachhaltigkeit verbessert den Zugang zu Kapital – und wird zunehmend zur Vor­ aussetzung am Markt. Unternehmen, die Nachhaltigkeit strategisch verankern, pro­ fitieren messbar: bessere Finanzierungs­ möglichkeiten, höhere Attraktivität für Investor:innen und eine gestärkte Markt­ position. ESG wird damit nicht nur zur regulatorischen Pflicht, sondern zu einem wirtschaftlichen Standort­ faktor.

Die Regulatorik spielt für die Kelag keine große Rolle mehr? Die Regulierung war ein wichtiger Impulsgeber und hat dem Thema Ver­ bindlichkeit gegeben. Rechtlich und Eva Slamanig verantwortet in der Kelag den Bereich Accounting, Finance, Taxes & Sustainability. © Kelag


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