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Das Licht muss in die

Finsternis Finde deinen Platz in Gottes Endzeiternte

Patricia King


Empfehlungen „Für meine Doktorarbeit am Fuller Theological Seminary musste ich mehr als fünfzig Bücher über Evangelisation lesen. Ich wünschte, es hätte zu der Zeit bereits Patricia Kings Buch Das Licht muss in die Finsternis gegeben, denn es ist eines der besten Bücher, die ich über Evangelisation gelesen habe. Ich glaube, dieses Buch wird dich ausrüsten und inspirieren, dir eine frische Salbung für die Evangelisation schenken und dir helfen, den großen Missionsbefehl voranzutreiben.“ Dr. Che Ahn Hauptpastor der Harvest Rock Church „Das Licht muss in die Finsternis ist absolut tödlich! Es wird dich dem trägen ,Kirchentum‘ entreißen und dich in ein bedeutungsvolles ,Christentum‘ bringen. Erlebe eine frische Begegnung mit dem Heiligen Geist beim Lesen dieses Buches meiner geschätzten Freundin Patricia King. Die Botschaft und die Botschafterin haben sich in diesem radikalen Ruf in die prophetische Evangelisation vereint!“ Jim W. Goll Mitgründer von Encounters Network Autor der Bücher Gott in tiefer Weise begegnen und Prophetische Fürbitte „Für die Gemeinde von heute ist es unerlässlich, den vollmächtigen prophetischen Dienst mit den Nöten der Menschheit zu verbinden. Diese Kultur, die sich selbst oftmals als post-christlich bezeichnet, benötigt das aufrüttelnde, mächtige und gleichzeitig liebevolle Eingreifen Gottes, damit die Menschen Christus annehmen können. Dieses Buch wird dir zeigen, wie prophetische Evangelisation aussieht und wie du sie anwenden kannst.“ John Arnott Hauptpastor der Toronto Airport Christian Fellowship „Patricia King lehrt und predigt nicht nur über diese Dinge. Sie lebt sie aus und das auf der Straße. Viele Gläubige fragen sich: ‚Welches Ziel hat die Gemeinde? Wie soll es aussehen?‘ Patricia King weist 7


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uns den Weg. Die Gemeinde wird wieder gesehen werden – dort, wo auch Jesus gesehen wurde: bei den Verlorenen, den Kranken und den Sterbenden. Mit anderen Worten: Jesus wirkte ,in der Welt‘ – der Welt, die er erschuf. Gleichermaßen ist die Gemeinde, das heißt die Gemeinschaft der Gläubigen, gerade dabei, sich wieder ,in die Welt‘ zu begeben. Wenn du mir nicht glaubst, dann lies Patricia Kings Buch Das Licht muss in die Finsternis.“ Steve Shultz Die Elijah-Liste „Das Reich Gottes dringt mit diesem aufschlussreichen Buch, das die Kraft des Prophetischen als ein evangelistisches Werkzeug offenbart, in das Reich der Finsternis ein. Patricia Kings Buch Das Licht muss in die Finsternis ist eine Pflichtlektüre für jeden Christen, der sich danach ausstreckt, dem Gebot Jesu, das Evangelium zu predigen, Folge zu leisten. Patricia entschleiert viele weit verbreitete Mythen, konfrontiert furchtlos Streitfragen, die das Prophetische überschatten, und gibt praktische Anleitung und Beispiele für jeden Gläubigen. Der Leser wird zugerüstet, seinen Platz in der Gemeinde der Endzeit einzunehmen und Gottes dringlichem Ruf in das Erntefeld mit neuer Kreativität und Vision zu folgen.“ Jill Austin Master Potter Ministries www.masterpotter.com

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Inhaltsverzeichnis Vorwort ................................................................................... 11 Kapitel 1: Vollmacht auf den Straßen ...................................................... 13 Kapitel 2: Laufe mit der Vision ............................................................... 27 Kapitel 3: Erweckung in den Straßen und Gassen ................................... 39 Kapitel 4: Prophetische Evangelisation .................................................... 53 Kapitel 5: Weissagen ist leicht! ................................................................. 67 Kapitel 6: Beginne eine Revolution der Güte ........................................... 83 Kapitel 7: Die Botschaft .......................................................................... 93 Kapitel 8: Jüngerschaft ........................................................................... 111 Kapitel 9: Überwinde Einschüchterung ................................................... 119 Kapitel 10: Gottes Medien-Armee ............................................................ 133 Kapitel 11: Es geht nur um ihn! ............................................................... 145 Kapitel 12: Wenn Gott dich berührt hat … .............................................. 151

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Vorwort Viele Bücher werden über das geschrieben, was sein könnte oder sollte. Sie sind voller Ideen und Theorien, die alle auf den Prinzipien der Schrift gegründet sind oder auf den angedeuteten Möglichkeiten, die wir in der Kirchengeschichte finden. Gewöhnlich werden sie von Träumern geschrieben. Sie haben ihren Platz, denn sie helfen uns, anders zu denken, und inspirieren uns, zu träumen. Aber normalerweise schaffen sie es nicht, uns ein Modellbeispiel zu geben, und so sterben sie oft schon, bevor sie in das wahre Leben getreten wären. Das Licht muss in die Finsternis ist nicht so ein Buch. Obwohl es dich dazu anregen wird, anders zu denken, und auf jeden Fall neue Träume wecken wird, ist es kein theoretisches Buch. Es ist eine Aufzeichnung der Dinge, die momentan für die Christen weltweit immer mehr zum neuen Maßstab werden. Eines der größten Komplimente, die ich einem Menschen geben kann, ist, dass „er das lebt, was er predigt“. Patricia King lebte dieses Buch bereits lange, bevor sie es schrieb. Der Einfluss, den ihr Leben hat, ist atemberaubend und reicht inzwischen weit über ihre Reisen hinaus. Ich war begeistert, als ich dieses Buch las! Erstens, weil ich die Wahrheiten liebe, die dieses Buch verkündet. Die Geschichten forderten mich heraus, mich mehr nach Gott auszustrecken. Die Wagnisse, die ich einging, waren gut, aber es gibt noch viel mehr! Patricia legt ein göttliches Tempo vor. Zweitens, weil ich die unzähligen Menschen sehen konnte, die von diesen Wahrheiten positiv beeinflusst würden. Auf meinen Reisen bin ich überwältigt von dem unglaublichen Hunger im Leib Christi. Die Menschen wollen das Echte und würden jeden Preis dafür bezahlen. Patricia bringt diese Botschaft – sie selbst ist diese Botschaft. Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden, der davon überzeugt ist, dass es noch mehr gibt, und der sich nicht mit dem Maßstab von Gestern zufrieden gibt. 11


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Eine leidenschaftliche Generation ist dabei, sich zu erheben, und sie wird sich nicht mit Konzepten, Vorstellungen und Theorien abfinden. Sie besteht auf das Evangelium der Schrift – eines, das erfahrbar ist und nichts Unmögliches kennt. Es muss praktisch, vollmächtig und durchführbar sein. Dieses Buch wurde als Antwort auf diesen Schrei geschrieben. Bill Johnson Hauptpastor der Bethel Church in Redding, California Autor der Bücher: Und der Himmel bricht herein und Neues Denken – neue Vollmacht

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1 Vollmacht auf den Straßen Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein. Apostelgeschichte 1, 8

Nach der Auferstehung Jesu gingen die Jünger nach Jerusalem und versammelten sich im Obersaal, um sich weiter dem Gebet zu widmen. Mit ungeteilter Aufmerksamkeit hielten sie an der Vision fest, die durch die Worte, die Jesus zu ihnen gesprochen hatte, in ihr Herz gepflanzt worden war. Ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe! Lukas 24, 49 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Apostelgeschichte 1, 8

Die Jünger bereiteten sich darauf vor, Kraft zu empfangen. Aber diese Kraft würde ihr Leben nicht leichter machen oder ihnen einen guten Ruf verschaffen. Sie erkannten die Verantwortung, die mit dieser Vollmacht einherging, als sie beobachteten, wie ihr Herr darin wandelte. Die Jünger kannten auch die Verfolgung, die so eine Kraft mit sich bringen würde, denn auch das hatten sie persönlich miterlebt. Wenn sie Jesus, den Messias, bis an die äußersten Enden der Erde verkündeten, würde diese Kraft sie darauf vorbereiten, auf Widerstand zu stoßen und Verfolgung zu erleben. Wo auch immer diese Kraft sich offenbarte, füllte sie die Erde mit der Erkenntnis der 13


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Herrlichkeit des Herrn. Diese übernatürliche Kraft des Himmels konnte nicht mehr abgestritten werden, sie hatte Menschen berührt. Jetzt sollten die Jünger vollkommen mit dieser Kraft angetan werden. Die Fülle der Gnade und der Salbung, die sie bei Jesus beobachtet hatten, würde auf sie kommen. Jene abgesonderten Tage im Obersaal waren eine Zeit der Hingabe. Während dieser Zeit wurde abgewogen was es kostete, Christus zu dienen. Die Jünger nahmen sich die Zeit, ihre persönlichen Pläne und Vorhaben abzulegen. Sie wussten, dass ihr Leben nicht mehr so sein würde wie zuvor. Aber wie würde es werden? Jesus hatte sie über die neuen Weinschläuche gelehrt, aber wie sahen diese nun aus? Sicher überdachten sie nochmals alle Worte, die Christus sie gelehrt hatte, so wie: „Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe“ (Joh. 14, 12) und „Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch“ (Joh. 20, 21). Wie aufregend muss diese Zeit gewesen sein! Wie viel Glaube muss in ihren Herzen gewachsen sein, als sie über diese Verheißungen nachdachten! Sicherlich empfingen die Jünger eine ganz neue Vision, als sie sich selbst im Licht des Potenzials sahen, das Christus über sie ausgesprochen hatte. Sie waren berufen, das Licht in die Finsternis zu tragen. Für das jüdische Volk war die politische und wirtschaftliche Situation damals sehr schwer. Es war keine günstige Zeit, um Christus zu verkünden. Viele der religiösen Führer waren wütend, andere waren von dem Tod Jesu verwirrt, und wieder andere standen der angeblichen Auferstehung misstrauisch gegenüber. Kein Wunder, dass die Jünger eine Kraft benötigten, die sie befähigen würde, sowohl für das Evangelium zu leben, als auch dafür zu sterben. Diese Kraft würde es ihnen ermöglichen, alles um seinetwillen zu verlassen. Sie brauchten diese unverfälschte Gotteskraft. Die Gruppe der Männer und Frauen im Obersaal war den Absichten Gottes hingegeben und sie kümmerten sich nicht um ihr eigenes Leben oder ihren Ruf. Sie hatten das Verlangen, das Evangelium Christi bekannt zu machen und das Reich Gottes voranzutreiben, egal um welchen Preis. 14


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Um Christus nachzufolgen, verließen sie ihre Arbeitsstellen als Fischer, Zöllner und Mediziner. Stell dir vor, was ihre Familien wohl dachten, als sie ihre sicheren, vielleicht sogar sehr einträglichen Karrieren aufgaben, um einem Prediger nachzufolgen. Jesus war nicht gerade der Beliebteste unter den Juden; er war der am meisten Umstrittene. Aber die Jünger beschlossen, ihm nachzufolgen, und so erlebten sie übernatürliche Zeichen und Wunder ebenso wie Spott, Beleidigungen und Widerstand. Nachdem sie nur drei Jahre Jesus nachgefolgt waren, wurde er wegen Gotteslästerung verhaftet. Vermutlich hatten seine Jünger eine wundersame Befreiung und Rechtfertigung erwartet, die seine Göttlichkeit beweisen würde. Stattdessen wurde ihm der Prozess gemacht, er wurde schuldig gesprochen und hingerichtet. Die Menge wurde Zeuge seines Todes am Kreuz. Er war erledigt, oder zumindest glaubten sie das. Kannst du dir vorstellen, wie es gewesen sein muss, an diesem Tag einer der Jünger Christi zu sein? Was würdest du deiner Familie und deinen Freunden erzählen, die dich schon immer dafür kritisierten, dass du diesem Mann nachgefolgt bist? Ich glaube, dass sich die Jünger in dieser Zeit sehr schutzlos fühlten und vielleicht sogar mit ihrer Hingabe an das Evangelium zu kämpfen hatten. War die Botschaft weiterhin vertrauenswürdig? Sollten sie nicht lieber wieder Fischen gehen? Vielleicht hatten ihre Verwandten und Freunde doch Recht gehabt und sie hätten niemals alles verlassen sollen, um diesem Prediger nachzufolgen? Aber was war mit all den Verheißungen, von denen er gesprochen hatte? Doch dann stand Jesus wirklich von den Toten auf, erschien seinen Jüngern und auch einigen anderen. Nicht alle in dieser Gegend sahen ihn, und so glaubten nicht alle den Berichten über seine Auferstehung. Tatsächlich brauchten sogar seine Jünger ein wenig Zeit, um eine Bestätigung ihres Glaubens zu erlangen. Thomas, der größte Zweifler unter ihnen, sagte, er würde erst an die Auferstehung glauben, wenn er tatsächlich die Wunden in den Händen und an der Seite Jesu berührt hätte. Das Erscheinen Jesu muss den Glauben der Jünger zutiefst gestärkt haben. Er blieb aber nicht lange bei ihnen. Während der folgenden 15


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vierzig Tage nach seiner Auferstehung lehrte Jesus sie viele Lektionen und sandte sie dann in die ganze Welt hinaus, um das Evangelium zu verkünden. Er erklärte ihnen sorgfältig, dass sie die Kraft des Heiligen Geistes brauchten, um diesen gewichtigen Auftrag erfüllen zu können. Dann verschwand er. Ganz genau das tat er. Die Jünger blieben alleine zurück, um auf den verheißenen Geist zu warten. Im Gehorsam Christus gegenüber gingen sie nach Jerusalem und warteten im Obersaal darauf, von der Kraft aus der Höhe heimgesucht zu werden. Was sollten sie von dieser Verheißung erwarten? Jesus hatte nicht erklärt, wie sich diese Kraftausrüstung anfühlen oder wie sie kommen würde. Die Jünger warteten zusammen und beteten einmütig ohne Unterlass. Ein Tag, zwei Tage, drei Tage vergingen und immer noch beteten und warteten sie. Ich frage mich, ob sie nicht daran zweifelten, Jesus richtig verstanden zu haben. Vier Tage, fünf Tage, sechs Tage vergingen, aber immer noch keine Kraft des Heiligen Geistes. Sieben Tage, acht Tage, neun Tage kamen und vergingen, aber noch immer hatten sie keine Heimsuchung erlebt. Vielleicht fragten sie sich, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollten. Wer unterstützte sie denn schließlich? Möglicherweise dachten die Jünger: „Jetzt sind schon neun Tage vergangen. Vielleicht sollten wir losgehen und uns Arbeit suchen. Wie sollen wir denn essen? Wir hängen hier schon neun Tage herum und immer noch keine Erscheinung. Vielleicht haben wir uns verhört.“ Der Großteil der Bevölkerung glaubte sowieso, dass Jesus ein falscher Prophet gewesen war, und zeigte sich vom Glauben der Jünger wenig beeindruckt. Auch waren ihre Terminkalender nicht gerade von Predigtterminen gespickt. Ich bin mir sicher, sie hatten auch nicht viele Partner, die sie unterstützten. Wie sollten sie die Miete des Raumes, in dem sie warteten, bezahlen? Es war jetzt neun Tage her und noch immer war kein Heiliger Geist in Sicht. Doch endlich kam der Augenblick. Das Brausen eines mächtigen Windes brachte eine gewaltige, spürbare Manifestation, und das ganze Haus war erfüllt von der Gegenwart des Geistes. Zungen von Feuer erschienen auf jedem der Jünger und sie alle begannen, in 16


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Sprachen zu reden, die sie nicht gelernt hatten. Der Geist kam in einer so dramatischen Weise, dass es aussah, als wären sie trunken von süßem Wein. Als das Brausen geschah, versammelte sich eine erstaunte und verwirrte Menschenmenge. Wie gewaltig! Petrus stand auf und sprach kühn, als er von Christus zeugte. Eine Erkenntnis der Realität des auferstandenen Christus füllte die Straßen und erfasste die Menschenmenge. Dreitausend Menschen riefen an diesem Tag den Namen des Herrn an und wurden errettet. Durch den Dienst der Apostel überschwemmten Zeichen und Wunder die Straßen und noch mehr Seelen schlossen sich dem Reich Gottes an. Der Heilige Geist kam in den Obersaal und überflutete dann die Straßen, um durch eine erfahrbare Demonstration der Kraft die Gemeinde hervorzubringen. Aber sofort begann auch die Verfolgung und es entstand ein mächtiger Widerstand gegen das Evangelium. Mit dieser Opposition jedoch verstärkte sich auch die Kraft Jesu. Die Verbreitung des Reiches Gottes war nicht mehr aufzuhalten, selbst inmitten von Aufständen, Verleumdungen, öffentlichen Verhandlungen, Steinigungen und Gefängnisstrafen. Das Evangelium verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Welt. Jesus hatte gelehrt, dass die Pforten der Hölle nicht standhalten würden, wenn die Jünger mit der Offenbarung Christi weiter vordrangen. Jetzt erlebten sie den lebendigen Beweis dieser Worte. Die Kraft, die die Jünger im Obersaal heimsuchte, befähigte sie, mitten in diesen Unruhen fest zu stehen. Die erste Gemeinde entstand durch diese hingegebene Gruppe von Männern und Frauen, die sich nicht um ihr eigenes Leben und ihren Ruf sorgten. Sie waren jetzt angetan mit der Kraft aus der Höhe und fähig, für das Evangelium zu leben und zu sterben. Was sie vereinnahmte, war das Verlangen, als Zeugen Christi bis an die äußersten Enden der Erde gesandt zu werden.

Was ist normal? Während dieser verblüffenden Ausgießung der Kraft des Geistes am Pfingsttag stand Petrus inmitten dieser Menschenmenge auf und verkündete: 17


Das Licht muss in die Finsternis … dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben; und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen. Und ich werde Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde … Apostelgeschichte 2, 16–19

Die Kraft des Geistes brachte in den Straßen die Gemeinde hervor, und Petrus verkündete eine Prophetie für die letzten Tage: Die Diener des Herrn würden im Interesse Gottes sprechen und handeln, Zeichen und Wunder würden geschehen und Gottes Geist würde auf alles Volk ausgegossen werden. In Vers 21 derselben Schriftstelle erklärt Petrus: „Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden.“ Diese Explosion der Kraft in den Straßen an jenem Pfingsttag ist der Prototyp der entstehenden Endzeitgemeinde. In der ganzen Apostelgeschichte offenbarte sich das Reich Gottes in Kraft durch seine Diener. Kranke wurden geheilt, Dämonen wurden ausgetrieben, Tote wurden auferweckt, Engelserscheinungen waren normal und übernatürliche Ereignisse bestätigten regelmäßig die Autorität Christi auf der Erde. So sollte die Gemeinde eigentlich aussehen. Überall, wo die Apostel das Evangelium predigten, wurden Seelen errettet. Durch die Krafterweisungen in ihrem Dienst entwickelte sich das Reich Gottes weiter, genauso wie es Jesus verkündete. Er hatte die Jünger beauftragt, das Evangelium des Reiches Gottes mit Vollmacht zu predigen: „Das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus!“ (Mt. 10, 7–8). So ein übernatürlicher Dienst sollte der Maßstab für die Fortentwicklung des Reiches Gottes auf der Erde sein.

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Eine neue Welle der Kraft Wir sind an der Schwelle einer neuen Ausgießung des Geistes, die nicht innerhalb der Kirchengebäude, sondern vielmehr unter den Verlorenen stattfinden wird. Die apostolische Gemeinde, die den Auftrag hat, das Evangelium zu predigen und Zeichen und Wunder des Reiches Gottes zu vollbringen, erhebt sich in diesem Augenblick auf der ganzen Erde. In vielen Nationen zeigt sich bereits diese erstaunliche Ausbreitung des Reiches Gottes. Vor einiger Zeit sah ich mir Videoaufnahmen eines apostolischen Predigers in Afrika an. Er betete im Namen Jesu dafür, dass eine Frau mit Lippenkrebs geheilt würde. Er legte ihr nicht die Hände auf, sondern gab einfach im Glauben den Befehl. Innerhalb von Sekunden begann der Krebs ihren Körper zu verlassen, und eine hässliche, dicke, schleimige Substanz floss aus ihren Lippen heraus. Stunden später war der Krebs vollkommen verschwunden und innerhalb von wenigen Tagen waren ihre Lippen wieder normal. Die Aufnahmen zeigten sie vor und nach diesem erstaunlichen Wunder. Danach wurde die Frau noch in ihren inneren Organen von Krebs geheilt.

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