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sprechstunde doktor stutz Auf den Spuren des Hippokrates

Liebeserklärung an den Sommer

Gesundheitsferien auf Kos

Zeit für Ferien

Die grosse Leserreise mit führenden Experten zu diesen Themen:

Abnehmen

Dauerhaft abnehmen Gedächtnistraining Kopfschmerz und Migräne Schlafschule Psychisches Gleichgewicht Arteriosklerose-Check Älter werden in Zusammenarbeit mit

Streifung Vorbote einer Katastrophe

Ausgabe IV Juni 2008

Herr und Frau Grasso

Adolf Ogi Sprechstunde mit dem alt Bundesrat

ADHS Jürg Jegges Rezept

Eisenmangel TherapieLeitlinien

Liebe im Alter Handbuch und Traumhotel


Training macht fit... Zur idealen Vorbereitung auf die kommenden Laufveranstaltungen eignen sich die Helsana swiss running walking trails. Die Trails sind jederzeit geĂśffnet und in der ganzen Schweiz verteilt. Unter www.helsana.ch/trail finden Sie eine Ăœbersicht.

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31.8.2008 5.10.2008 13.12.2008 11.1.2009 1.2.2009

Solothurn Locarno Leysin Arosa Engelberg


editorial Liebe Leserinnen Liebe Leser Bewegung ist Leben – Schlüssel zur Gesundheit. So lautete die Titelgeschichte meiner Märzausgabe. Ein paar Wochen später liest man in den Zeitungen: In der Schweiz verbringt jeder im Schnitt zwei Stunden und 19 Minuten vor dem Fernseher – und das jeden Tag! Passiver Medienkonsum ist eines der grössten Risiken für unsere Gesundheit oder – sagen wir es deutlicher – die Mutter aller Krankheiten. Die Liste beginnt beim in letzter Zeit viel diskutierten Übergewicht, das schon unsere Kleinsten epidemieartig erfasst. Sie geht weiter mit Rückenschmerzen und reicht bis hin zu Stresserkrankungen, Schlafstörungen und ADHS, dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom. Zwei Stunden und 19 Minuten sind einfach zu viel. So gut kann das Fernsehprogramm gar nicht sein, dass es sich lohnen würde, ihm so viel kostbare Zeit zu widmen. Dass uns diese Zeit an allen anderen Ecken fehlt, scheint niemand gross zu kümmern. Schon gar nicht Eltern, die sich leichtsinnig aus der Verantwortung stehlen und in Kauf nehmen, dass ihre Kinder in jeder Beziehung verarmen, in physischer, psychischer und schulischer Hinsicht. Ich halte nichts von Verboten, sondern nur von Vorbildern. Machen wir in unseren Familien, Schulen, Firmen und Vereinen den Heranwachsenden vor, dass es tausend Mal Spannenderes im Leben gibt, als stundenlang auf einen Schirm zu starren. Dazu braucht es nicht ausgefallene und teure Projekte. Es sind die unspektakulären Dinge, die das Leben bereichern und den Alltag gesünder machen. In diesem Magazin finden Sie Anstösse, den passiven Medienkonsum zu reduzieren und dafür anderen, wertvolleren Dingen im Leben mehr Zeit zu schenken. Lesen Sie unter anderem die Liebeserklärung an den Sommer von Simone Niggli-Luder. Lassen Sie sich anstecken von ihrer Lebensenergie, sei es auf dem Erdbeerfeld, im Wald oder im Wasser. Die 14-fache OL-Weltmeisterin motiviert Sie, die warme Jahreszeit aktiv zu erleben. Lassen auch Sie sich von Ihren Füssen tragen, so weit es geht. Und sollten Ihre Füsse ein kleines Problem haben, ist guter Rat nicht teuer, sondern einfach abzulösen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer. Herzlich

Ihr Dr. med. Samuel Stutz

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Bioflorina™: Ihrer Darmflora zuliebe Durchfall kann verschiedene Ursachen haben. Auf Reisen zum Beispiel reichen Änderungen der Ernährung und des Klimas aus, um das Gleichgewicht der Darmflora zu stören. Durchfall ist gelegentlich auch ein Symptom von viralen oder bakteriellen Infektionen (Magen-Darm-Grippe, Lebensmittelvergiftung). Darüber hinaus reagieren einige Menschen empfindlich auf die Wirkung von Antibiotika auf die Darmflora.

Denken Sie an Bioflorina™ Bioflorina™ enthält ein Probiotikum: die lebenden Bakterien Enterococcus faecium des Stammes SF68, die sich üblicherweise in der menschlichen Darmflora befinden und eine biologische Barriere gegen

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inhalt Bewegung

Bewegungsapparat

Markus Ryffels Plädoyer ............................6 Zweiter Frühling für Ihre Gelenke .............12 Warm-up mit Simone Niggli-Luder...........14 Der besondere Fall, Nicole Bulfoni, Skirennfahrerin ................16 Frau und Sport .........................................20

Künstliche Hüftgelenke ...........................82 Kathrin Rüegg im Spital.......................... 84 Osteoporose ............................................86 Rheumaliga .............................................88 Traditionelle Chinesische Medizin ...........91

130109

Multiple Sklerose .................................... 93

Sehen

Schweizer Gesundheitsschiff .................139

Bilder sehbehinderter Künstler ............... 96 Morbus Crohn........................................ 144

6–20

Krebsjournal Mein Leben mit Brustkrebs ...................100

Lesertipps ..............................................146

Sexualität Unfallverhütung ......................................23

Intime Gedanken eines Mannes ............106

Zecken

AD(H)S

Zecken-Hirnhautentzündung ...................28

Interview Dr. Madeleine Portwood .........109 Zappelphilippe, AD(H)S ......................... 110

Medizin aktuell ........................................33

Homecare

Magnesium-Check ................................113

Das Spital daheim....................................40

Leserreise Gesundheitsfalle Armut ......................... 44

Gesundheits-Ferien in Kos .....................116

Gesundes Körpergewicht

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Herr und Frau Grasso ...............................48

Impressum Auflage 400 000 Ex. Abonnements Jahresabo (4 Ausgaben nach Hause geliefert): CHF 28.– MediService AG Abo-Sprechstunde Ausserfeldweg 1 4528 Zuchwil Tel. 0848 80 70 71 E-Mail: abo@mediservice.ch Verantwortlicher Herausgeber Dr. med. Samuel Stutz

Diabetes

Layout, Satz, Bildredaktion Printed Matter Adrian Ochsner Müllerstrasse 70 8004 Zürich a.ochsner@printedmatter.ch

Blutzucker Detektiv ..................................52 Bravissimo Aktion ...................................56 Umfrage ..................................................58 Diabetes und Schlafapnoe ......................60

Herz-Kreislauf

Gesunde Zähne

Herzdoktor................................................62 Achten Sie auf die Signale ..................... 64 Blutdruck-Offensive ................................68 Richtig Blutdruck messen .......................73 Arteriosklerose, ABI Messung ..................74

Zahnärzte Zentrum ................................124 Der Mund – Spiegel des Organismus .....129

Gesunde Beine

Rauchstopp

Der Krampf mit den Venen .......................76 Der Venen Check ..................................... 81

Liebeserklärung an die Raucher.............134 Chronische Bronchitis ...........................136

Telemedizin, Telefon statt Skalpell .............................130

100

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Druck Ziegler Druck- und Verlags-AG Winterthur Inseraten-Annahme Printed Matter Müllerstrasse 70, 8004 Zürich sprechstunde@printedmatter.ch 3-D Grafiken, Illustrationen Joel Stutz, joelstutz@hotmail.com Fotos Gabi Vogt, Zürich, gabi@gabivogt.net Holger Salach, Zürich, holger@salach.net Kooperationen Krebs Journal mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma (Schweiz) und Novartis Pharma Schweiz

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Immer eine Nasenlänge voraus Gesundheit fängt bei der Nase an. Sie ist Eintrittspforte, Filter, Heizsystem, Riechorgan und Resonanzraum zugleich. Wer eine feine Nase hat, pflegt sie. Sehr gut eignet sich dazu ein Meersalzlösungs-Spray mit Dreifachwirkung.

Eigentlich ist die Luft mit ihren starken Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen nichts für unsere Lungen. Sie würden rasch unwiderruflichen Schaden nehmen, wäre da nicht unsere Nase, ein multifunktionales Organ erster Güte.

Aufgabe Nummer 1: Reinigung In jedem Nasenloch befindt sich ein Kranz kurzer Nasenhaare, die eine grobe Vorreinigung der Luft bezwecken und den ärgsten Staub zurückhalten können. Kleinere Haare, die mit blossem Auge nicht sichtbar sind, das sogenannte Flimmerepithel, bedecken die gesamte Schleimhaut der Nase und befördern den Schleim in Richtung Rachen.

Aufgabe Nummer 2: Heizung Für die Erwärmung der Einatemluft sorgt ein Geflecht aus sehr feinen Blutgefässen, die als dichtes Netz in die Nasenschleimhaut eingebettet sind. Wie bei einer Zentralheizung wird dieses Gefässgeflecht zentral gesteuert. Bei kalter Luft gelangt mehr Blut in die Nasenschleimhaut, bei warmer Luft weniger.

Aufgabe Nummer 3: Riechen

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Die Riechschleimhaut befindet sich bei der oberen Nasenmuschel, dem Nasendach und dem oberen Anteil der

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Hier hilft Nasmer 3plus Vorbeugung gegen trockene Nasenschleimhaut, zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut z.B bei trockener Luft in beheizten und klimatisierten Räumen. Erweichung von Krusten und trockenen Sekreten in der Nase. Tägliche Nasenhygiene und Schutz der Nase. Begleitende Behandlung bei verstopfter Nase, zum Beispiel bei Erkältungen und bei allergischem Schnupfen.

Nasenscheidewand. Riechnerven sammeln die Informationen und leiten sie durch das Siebbein zum Gehirn weiter. Nehmen wir einen feinen Geruch wahr, beginnen wir zu schnüffeln. Das bringt besonders viel Strömung zu den Riechzellen.

Aufgabe Nummer 4: Stimmbildung Die Nase ist ein unverzichtbarer Resonanzraum für die Stimme. Das zeigt sich eindrücklich, wenn die Nase aus irgendeinem Grund verstopft ist. Diese Vielzahl von unverzichtbaren Aufgaben steht in einem krassen Missverhältnis zur Art und Weise, wie die

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meisten von uns mit der Nase umgehen, nämlich gelinde gesagt stiefmütterlich. Dabei zählen Beeinträchtigungen der Atemwege zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. In sehr vielen Fällen liegen diesen Problemen eine trockene und gereizte Nase zugrunde. Die Nase will gepflegt sein. Und zwar nicht mit irgendetwas. Nasmer 3plus ist ein Nasenspray, der nicht nur befeuchtet, sondern Aufbau und Regeneration der Nasenschleimhaut unterstützt und sie auch langfristig schützt, inden es einen langanhaltenden Schutzfilm bildet. Nasmer Der Nasenzyklus 3plus hat als einziger Beim Menschen findet die Nasenatmung beufeuchtender Nasenin körperlicher Ruhe nicht gleichmässig spray eine dreifache durch beide Nasenlöcher statt. Diesen Wirkung. Zudem ist Vorgang bezeichnet man als Nasen­er frei von Konserzyklus. Der Luftstrom durch jeweils eines vierungsmitteln.

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ist verringert, um eine Re­ge­neration seiner Schleimhaut zu er­möglichen. Nach einer gewissen Zeit wechselt der Hauptstrom zum jeweils anderen Nasen­ loch, was bei einer ge­sun­den Nase unbemerkt vonstatten geht.

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Die drei Inhaltsstoffe – das Salz aus dem Toten Meer, das Hautvitamin Dexpanthenol und die Schutzfilm bildende Hyaluronsäure (Natriumsalz) – fördern die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts der trockenen und strapazierten Nasenschleimhaut und lassen Sie gesund atmen.

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ich spüre überall Eine Liebeserklärung an die schönste Zeit des Jahres von Simone Niggli-Luder, die von sich selber sagt: «Ich bin ein Sommer-Mensch.»

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ommer ist für mich Wärme. Ich spüre sie überall, aussen und in mir drin. Ich liebe es, die wärmenden Sonnenstrahlen auf meiner Haut zu spüren. Und die Schweisstropfen, die an mir herunterperlen, wenn ich Sport treibe. Sommer ist Energie. Und ich selber bin jetzt voller Energie. Wie ich dieses Gefühl liebe, voller Kraft und Energie zu sein. Jetzt ist die Zeit, mit meinem Mann Longjoggs in den Bergen und Velotouren zu machen. Ich bin ein Sommer-Mensch und liebe die Wärme viel mehr als die kalten Winter. Nur noch geniessen – draussen auf dem Balkon, mit einem guten Buch und einem kühlen Drink. Alles ist leicht. Auch die Kleidung. Nur noch kurze Hosen und ein Shirt oder das Badekleid. Ein Sprung ins Wasser. Sich treiben lassen in den kühlenden Fluten. Ganz eins sein mit dem Wasser. Die Bäume und Wiesen ziehen vorbei. Den guten Gedanken freien Lauf lassen. An einem lauen Sommerabend mit Freunden grillieren – ein Highlight. Zusammen unbeschwert plaudern und lachen. Gute Freunde sind wie der Sommer – sie schenken Freude und Energie. Fortsetzung Seite 10

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Foto: Henrik Erickson

wärme

Der erste Sommer zu dritt. Die 14-fache OLWelt­meisterin wird Ende August ihr erstes Kind zur Welt bringen und freut sich zusammen mit ihrem Mann Matthias auf diesen neuen Lebensabschnitt.

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Foto: Henrik Erickson

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Auch die geballte Energie der Natur spiegelt sich im Sommer wider, wenn am Abend ein Gewitter durchzieht. Wolken türmen sich auf und formen sich zu einem riesigen Kraftpaket. Böen künden das nahende Gewitter an. Und dann diese unermessliche Energie, die sich in Blitzen entlädt, und das Donnergrollen, das wie die Stimmen der Götter klingt. Und wenn das Gewitter vorbeigezogen ist, atmen die Natur und die Menschen auf und lassen reine Luft in jeden Winkel ihres Körpers strömen. Jetzt ist auch die Zeit, sich kulinarisch zu verwöhnen. Ich nehme gerne etwas leichtere Kost zu mir. Erntefrische, knackige Salate in allen Variationen liebe ich über alles. Auch die vielen Früchte, die jetzt auf den Markt kommen. Was gibt es Schöneres, als auf einem Erdbeerfeld die köstlichen Früchte selber zu pflücken, ein paar in den Mund zu stecken und mit den anderen zu Hause einen grossen Erdbeer-Kuchen zu backen. Ich liebe den Sommer so sehr, dass ich jeweils ein biss-

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In dir steckt mehr.

chen davon in ein Glas einsperre, indem ich mit dem Rest der Früchte Erdbeer-Konfitüre mache. Sommerzeit heisst auch Glacezeit. Von Wasser- über Rahmglace, ich liebe alles, was nach Eis schmeckt und abkühlt. Zum Glück muss ich nicht auf meine Linie achten, sondern kann drauflosschlecken, so viel ich will. Den Sommer verbinde ich auch mit Schweden. Sie lieben den Sommer sehr, die Schweden. Denn nun sind die Tage hier sehr lang. Fast den ganzen Tag ist es jetzt hell. Als


Simone und Matthias in ihrer zweiten Heimat Ulricehamn am See Ă…sunden.

Foto: Henrik Erickson

liebeserklärung an den sommer


liebeserklärung an den sommer

Zuschauerin. Anstatt selber im Wald um Medaillen zu kämpfen, drücke ich diesmal zu Hause die Daumen für meine Kamaradinnen und Kameraden an der WM in Tschechien. Natürlich fiebere ich ganz aufgeregt mit und hoffe, dass sie tolle Resultate erzielen. Ich freue mich aber auch auf mein Comeback im nächsten Jahr und auf die WM 2010 in Trondheim (Norwegen). Vorerst konzentriere ich mich allerdings auf die Mutterschaft. Ich trainiere zwar noch, auf ganz intensive Belastungen verzichte ich aber.

Simone Niggli-Luder, Biologin und 14-fache OL-Weltmeisterin. Sportlerin des Jahres 2003, 2005 und 2007 Wichtigste sportliche Erfolge: • • • • • •

14-fache OL-Weltmeisterin 5-fache Weltcupgesamtsiegerin 5-fache Europameisterin 14-fache OL-Schweizer-Meisterin Weltranglisten Nr. 1 Schweizer Sportlerin des Jahres 2003, 2005 und 2007 www.simoneniggli.ch

Foto: Henrik Erickson

Schweizerin fällt es mir nicht immer leicht, den Schlaf zu finden, wenn es nie dunkel wird. Aber in dieser Zeit braucht man einfach auch weniger Schlaf als im Winter. Und es ist schön, lange draussen zu sitzen. Am Samstag nach dem längsten Tag findet jeweils das Midsommar-Fest statt, in Schweden beinahe wichtiger als Weihnachten oder Ostern. Es wird um eine Blumenstange getanzt. Und es gibt viele Köstlichkeiten zu essen – eingelegten Fisch, Knäckebrot und natürlich Erdbeeren. Aber dieser Sommer hat etwas ganz Besonders. Etwas, das ich vorher noch nie erleben durfte: Wir sind zu dritt! Ich spüre dieses kleine Wesen in mir drin. Es ist ein Teil von mir und meinem Mann. Jede Bewegung nehme ich bewusst wahr. Meine Gedanken, meine ganze Liebe gilt diesem Menschen, der in mir heranwächst. Es ist ein ganz neues, aufregendes und wunderbares Gefühl! Es ist ein Glück, das mit nichts auf der Welt zu vergleichen ist, auch nicht mit einer Goldmedaille. Durch meine Schwangerschaft nehme ich in diesem Sommer auch beim OL-Sport für einmal eine andere Rolle ein: Ich bin nun

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sommertipps

Was im Sommer wirklich hilft Lästige Mücken, schmerzhafte Blasen und Blessuren, Fieberbläschen, Verstopfung, Durchfall, Mühe mit Einschlafen oder Fusspilz: So bekommen Sie in der heissen Jahreszeit jedes Malheur in den Griff.

Wenn die Füsse nicht schön sind Fusspilz ist zwar nicht gefährlich, aber sehr unangenehm und lästig – und vor allem alles andere als schön. Wer trägt schon gern offene Schuhe oder geht barfuss, wenn sich die Haut an den Füssen schuppt und schält. Fusspilz befällt vor allem die warmen, feuchten Zehenzwischenräume. Oft breitet er sich weiter aus, auf Zehen, Ferse, Sohle und Zehennägel. Fusspilz kann jeden treffen. Wenn man in Schwimmbädern, Toiletten und Umkleideräumen barfuss geht oder schon nur ein Handtuch gemeinsam benutzt, kann man ihn sehr leicht bekommen. Das Problem zu verstecken, bringt gar nichts. Fusspilz kann jetzt so einfach wie noch nie behandelt werden. Die einmalige Anwendung einer speziellen filmbildenden Lösung reicht, um ihn zu behandeln. Das zeigen Studienergebnisse mit Lamisil Pedisan Once. Das Präparat bildet nach dem Auftragen einen stabilen Film, der den Wirkstoff Terbinafin bis drei Tage lang in die Haut abgibt. Dort verbleibt Terbinafin während zwei Wochen in einer Konzentration, welche die Pilze abtötet. Während die meisten Produkte gegen Fusspilz ohne Unterbrechung bis zu vier Wochen lang ein- bis zweimal pro Tag angewendet werden müssen, reicht bei Lamisil Pedisan Once eine einzige Anwendung – eine Revolution bei der Behandlung von Fusspilz, die eine komplette Behandlung ohne vorzeitigen Therapieabbruch sicherstellt. Weil das Präparat zur Einmalanwendung gut vertragen wird, ist es rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich.

Wenn die Haut lädiert ist Seit Generationen ist Merfen das Mittel Nummer eins zur Desinfektion von Wunden. Und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Gleichgültig, ob kleinere Schnitt- oder Schürfwunden, zuerst heisst es immer desinfizieren und dann erst verbinden. Ist eine Wunde verschmutzt, sollte sie zuallererst gründlich gereinigt werden. Das kann man mit gutem Gewissen mit sauberem Leitungswasser tun. Besonders gut zur Desinfektion eignet sich Merfen Lösung in Form eines Sprays. Er enthält keinen Alkohol. Die Anwendung ist schmerzlos, was besonders für Kinder wichtig ist. Die Vita-Merfen Salbe besteht aus zwei desifizierenden Substanzen und Vitamin A. Sie beugt einer Sekundärinfektion der Wunde vor und fördert den Heilungsprozess. Geeignet ist Vita-Merfen zur Behandlung von kleinen Wunden aller Art sowie leichten Verbrennungen.

Bitte lesen Sie vor der Anwendung die Packungsbeilagen sorgfältig durch.

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sommertipps

Wenn Bewegung schmerzt Es ist schnell passiert. Ein Misstritt, fehlendes Aufwärmen oder Übermotivation können zu Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen führen. Ideal, wenn man das richtige Mittel gerade dabeihat, um die Verletzung an Ort und Stelle zu behandeln. Elmetacin Spray eignet sich besonders gut zur schnellen Schmerzlinderung. Er enthält den Wirkstoff Indometacin, der sich durch ausgeprägte schmerzlindernde, abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften auszeichnet. Die Substanz dringt rasch durch die Haut und entfaltet die Wirkung direkt am Ort der Verletzung. Der treibgasfreie Spray ist sehr handlich und erlaubt eine Anwendung in jeder Lage, sodass auch schwer zugängliche Stellen wie Rücken oder Schultern gut erreicht werden können. Das geruchlose Produkt hinterlässt keine unangenehmen Rückstände auf der Haut. Diese Eigenschaften machen Elmetacin zu einem wertvollen Reisebegleiter.

Wenn es oben und unten rauskommt Reisedurchfall wird am häufigsten durch Kolibakterien verursacht. Oft beginnt der Durchfall am dritten Tag des Aufenthalts und dauert unbehandelt nicht länger als drei bis vier Tage. Bauchkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen sind typische Begleitsymptome. Dauert bei Erwachsenen der wässrige Durchfall länger, ist der Stuhl blutig, klettert das Fieber über 38,5 Grad oder tritt häufiges Erbrechen auf, muss in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Wer einen typischen Reisedurchfall eingefangen hat, sollte mindestens 24 Stunden lang nichts essen, dafür viel trinken, am besten Mineralwasser ohne Kohlensäure oder Tee. Am zweiten Tag kann man Bouillon und Fruchtsäfte zu sich nehmen, allerdings keinen Apfelsaft. Ein geriebener Apfel hingegen, der vorher geschält wurde, ist dagegen hilfreich. Ein bewährtes Mittel zur Bekämpfung von Durchfallerkrankungen ist die Verwendung von Aktivkohle kombiniert mit Hefe. Carbolevure vereinigt beides in einem einzigen Präparat. Aktivkohle beseitigt bakterielle Giftstoffe und Gase. Hefe fördert den Wiederaufbau der Darmflora. Carbolevure gehört deshalb in jede Reiseapotheke.

Wenn die Mücken plagen Der Feind aller Mücken hat einen treffenden Namen: ANTI-BRUMM. Das Repellent ist eine Schweizer Erfindung und mit seinen Hauptprodukten ANTI-BRUMM Forte, ANTI-BRUMM Naturel und ANTI-BRUMM Sensitive der unangefochtene Marktleader. In Konsumentenests erzielten die Produkte regelmässig Bestnoten, beispielsweise in einer Testreihe der Stiftung Warentest, wo seine Wirkung am längsten anhielt, und zwar gegen alle bekannten Mückenarten. Wichtig ist, dass die gesamte nackte Haut geschützt wird, auch am Übergang zur Kleidung. Mücken finden die kleinste freie Stelle und können mit ihrem vier Millimeter langen Stechrüssel sogar durch die Kleidung hindurchstechen, selbst durch schwere Jeansstoffe. Deshalb sollte man auf eng anliegende Kleidung verzichten. Wer ins Ausland in die Ferien geht, nimmt am besten ein wirksames Produkt von zu Hause mit, da ausländische Mittel oft eine problematische Zusammensetzung aufweisen. Aufgepasst heisst es bei angeblich «natürlichen» Repellents. Sie fallen in seriösen Tests regelmässig durch. Als völlig ungeeignet erweisen sich Gartenfackeln, Teelichter, Armbänder für Jogger und Ultraschallgeräte, die Mücken mit hochfrequenten Tönen vom Stechen abhalten sollen. Wirkungslos ist ebenso die Einnahme von Vitamin B und Knoblauch. Eher das Gegenteil ist der Fall: Man verscheucht Begleiter, die für die Mücken womöglich attraktiver gewesen wären. Für Liebhaber von natürlichen Mitteln hat sich ANTI-BRUMM Naturel bewährt, es wirkt bis zu acht Stunden. Mücken bevorzugen dunkle Kleidung und unterscheiden sie von heller schon aus 50 Meter Distanz. Die Süsse des Blutes zählt nicht. Es sind der Körperduft und die Körperwärme, welche die Mücken anlocken. Frauen werden übrigens nicht häufiger gestochen als Männer. Am besten lässt man Mücken gar nicht erst an sich rankommen, wenn das geht. Das heisst zum Beispiel: Vor dem Schlafzimmerfenster ein feinmaschiges Netz anbringen oder unter einem Moskitonetz schlafen. Wenn man von einer Mücke gestochen wird, dann ist Kälte das wirksamste abschwellende Mittel. Das heisst kühlen und nochmals kühlen. Oder ein Antihistamin-haltiges Gel wie Fenistil auftragen.

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sommertipps

Wenn der Darm verstopft ist Zeit für Ferien – Zeit für Verstopfung. Denn Trägheit schlägt sich rasch auf den Darm nieder. Neben regelmässiger Bewegung empfehlen sich die Zeller Feigen-Dragées mit Senna. Sie enthalten die standardisierten Extrakte aus Sennesfrüchten und Pestwurz sowie getrocknete Feigen. Der Extrakt aus Senna erzeugt einen weichen, gleitfähigen Stuhl. Dieser Effekt wird unterstützt durch die Schleimstoffe, den Fruchtzucker und die Fruchtsäure der Feigen. Der Pestwurzextrakt verstärkt diese Wirkung dank seinen krampflösenden Eigenschaften. Die Feigen-Dragées gehören in jede Reiseapotheke. Aufgepasst: Abführmittel sollen wegen einer möglichen Gewöhnung nur gelegentlich und nicht länger als ein bis zwei Wochen eingenommen werden.

Wenn der Schlaf nicht kommt Je schwüler die Nächte werden, desto unruhiger und oberflächlicher wird der Schlaf. Gehen Sie mit der Jahreszeit. Gehen Sie spät zu Bett und versuchen Sie ja nicht, den Schlaf zu erzwingen. Ist der Schlafdruck stark genug, holt sich Ihr Körper den Schlaf von selber. Stehen Sie spätestens nach einer halben Stunde auf, wenn Sie nicht einschlafen können oder früh wach werden. Nichts ist schlimmer, als sich im Bett zu quälen. Das wäre der «beste» Weg, das Schlafen noch ganz zu verlernen. Pflanzliche Schlafmittel helfen, die Schlafarchitektur zu normalisieren. Zeller Schlaf forte bestehend aus Baldrian und Hopfen-Extrakten, ist ein gut dokumentiertes, pflanzliches Präparat aus Schweizer Forschung. Die Inhaltsstoffe von Baldrian – die Lignane – docken an einen Rezeptor an, der wie eine Art Schalter funktioniert. «Kippt» er, ist der Schlafdruck so hoch, dass der Schlaf ausgelöst wird. Ein spezielles Extraktionsmittel garantiert, dass die Lignane in Zeller Schlaf forte in höherer Konzentration vorhanden sind als in vielen anderen Baldrianpräpparaten. Hopfen wirkt wie das körpereigene Hormon Melatonin. Er fördert das Einschlafen und verlängert die natürliche nächtliche Wirkdauer des Hormons. Das Präparat hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und ist schon bei Kindern ab sechs Jahren anwendbar.

Wenns auf den Lippen kribbelt

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Bitte lesen Sie vor der Anwendung die Packungsbeilagen sorgfältig durch.

Sie kommen immer im dümmsten Augenblick, wenn man in der schönsten Zeit des Jahres endlich Zeit hat für Familie, den Partner und die Freunde. Sie verderben die gute Laune beim Essen und killen das Küssen. Ein Kribbeln ist ja schön – aber nur im Bauch und nicht auf den Lippen. Klimawechsel, intensive UV-Strahlung am Meer oder in den Bergen, ungewohnte körperliche Anstrengungen und Stress bei den Ferienvorbereitungen oder auf der Reise sind alles mögliche Auslöser für Fieberbläschen. Untrügliche Vorboten sind Kribbeln, Juckreiz, Spannungsgefühl und selten sogar Schmerzen. Innerhalb von ein bis zwei Tagen bilden sich die typischen Bläschen, die Millionen von Herpes-Simplex-Viren enthalten. Jetzt ist die Ansteckungsgefahr am grössten. Bleiben die Bläschen unversehrt, heilen Sie unter Krustenbildung nach acht bis zehn Tagen ab. Ohne Behandlung beträgt der ganze Krankheitsverlauf 10 bis 14 Tage. Diese lange Leidenszeit muss nicht sein. Beim ersten Kribbeln, Brennen oder Jucken sollte Zovirax Lip sofort aufgetragen werden. Zovirax Lip stoppt die Virenvermehrung und kann bewirken, dass die Bläschen rasch abheilen. Tragen Sie Zovirax Lip 5-mal am Tag während 4 Tagen auf. Am besten nehmen Sie Zovirax Lip in Ihrer Reisetasche mit.

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sommertipps

Wenn der Schuh drückt Gleichgültig, ob es die neuen High Heels sind, mit denen sie in der Stadt beim Shopping unterwegs ist, oder die Wanderschuhe, die er schon lange nicht mehr getragen hat: Blasen können jeden Schritt zur Tortur machen. Der Mechanismus ist immer derselbe: Druckstellen und Blasen entstehen, wenn die Haut einer ständigen Reibung beziehungsweise einem Druck ausgesetzt ist. Zunächst rötet sich die betroffene Stelle. Lassen Reibung und Druck nicht nach, löst sich die obere von der unteren Hautschicht. Dazwischen bildet sich eine klare Wundflüssigkeit – eine schmerzhafte Blase ist entstanden. Ob man eine Blase aufstechen soll, damit die Flüssigkeit abfliessen kann – darüber scheiden sich die Geister. Das Aufstechen hat den Vorteil, dass der schmerzhafte Druck auf das darunterliegende Gewebe sofort aufhört. Gegen die Praktik des Anstechens wird vielfach die Infektionsgefahr ins Feld geführt. In Realität ist die aber verschwindend klein. Viel wichtiger als diese Glaubensfrage ist eine saubere Abdeckung, die gleichzeitig druckentlastend wirkt. Dazu eignen sich beispielsweise die hydrokolloiden Blasenpflaster von DermaPlast. Die DermaPlast-Hydro-Blasenpflaster sind bekannt und beliebt, da sie auch vorbeugend mit Erfolg eingesetzt werden können. Die atmungsaktiven, wasserfesten Blasenpflaster von DermaPlast haben ein hydrokolloides Wundkissen und eine hauchdünne, extrem flexible und transparente Schutzfolie. Das Hydrokolloid-Kissen lindert Schmerzen und wirkt druckentlastend. Die besonders atmungsaktive Pflasterfolie mit speziell anatomischer Form passt sich der Stelle am Fuss ideal an und sorgt für einen optimalen Schutz der Blase. DermaPlast-Hydro-Blasenpflaster sind als Fersenpflaster oder Zehenpflaster erhältlich. Seit Neustem gibt es das hydrokolloide Pflaster zum Zuschneiden in einer praktischen Box mit Schere.

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herr und frau grasso

Sport mit Spass lässt die Winterreifen schrumpfen Die Tage werden länger. Mann und Frau zeigen wieder mehr Haut. Kein Wunder, packt manchen das Verlangen, den Körper zu stählen. Dabei kann es vielen nicht schnell genug gehen. Wer im Sommer aber eine gute Figur machen will, muss dem Winterspeck sachte zu Leibe rücken. Nur Sport, der Spass macht und zu einem passt, ist von Erfolg gekrönt. DR. MED. DAVID FäH

Richtiger Einstig verscheucht Eintagsfliegen Für viele Neueinsteiger liegen sportliche Aktivitäten einige Zeit zurück. Da ist es nicht einfach, sich auf den Sattel zu schwingen oder in die Jogging-Schuhe zu schlüpfen. Damit das Vorhaben gelingt, sollten Bewegungs-Abstinenzler einiges berücksichtigen. Am wichtigsten bei der Wahl einer Sportart ist die Frage, was einem Spass bereiten könnte. Nur dann bleibt Bewegung keine Eintagsfliege. Die Devise heisst ausprobieren: Fällt die Wahl aufs Tango tanzen? Im Wald marschieren? Wasserturnen oder Radfahren? Gar Waldi Gassi führen? Auch beim idealen Zeitpunkt existieren Unterschiede. Genauso wie es Morgenmuffel und Nachtmenschen gibt, bestehen auch bei körperlichen Aktivitäten verschiedene Vorlieben. Jeder sollte deshalb prüfen, zu welcher Tageszeit ihm der Sport am leichtesten fällt und am meisten Freude bereitet: morgens, mittags, abends oder gar nachts? Und warum nicht einen Mitstreiter suchen, der die eigenen Vorlieben teilt? Gemeinsam bewegen fördert Motivation und Spass. Das Internet kann bei der Suche helfen. Übereifrige sollten sich aber vorsehen. Sie laufen nämlich Gefahr, dass sie allzu schnell erschöpft sind oder dass ihre Gelenke zu schmerzen beginnen. Deshalb gemächlich mit körperlichen Aktivitäten beginnen und das Pensum langsam, aber kontinuierlich steigern.

Welche Bewegungsart passt zu mir? Damit unser Körper die Fettreserven zünftig anzapft, muss ihm die Leistung möglichst lange möglichst gleichmässig abverlangt werden. Anstrengende Sportarten, die mal sehr viel, mal ganz wenig fordern, sind zum Abnehmen nicht ideal, denn dann verbrennt der Körper vor allem Zucker. Bei schweren Personen belasten sie auch die Gelenke übermässig und erhöhen das Verletzungsrisiko.

Illustration Joel Stutz

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herr und frau grasso

Ideal zum Abnehmen

Weniger effektiv

• Boden- und Wasser-Gymnastik • Zügiges Gehen oder Walken • Wandern (mit gefülltem Rucksack) • Turnen oder Tanzen • Treppensteigen • Gemächliches Joggen • Langlauf • Schwimmen • Radfahren

• Squash, Tennis • Fussball • Handball • Volleyball • Leichtathletik • Sprinten • Alpin-Skifahren • Eishockey • Curling

Dr. med. David Fäh ist Präventivmediziner und Ernährungsphysiologe. Durch seine praktische Arbeit und seine Forschung gewann der Arzt umfangreiches Wissen über Ernährung und Gewichtskontrolle. Beginnend mit dieser Ausgabe verrät er regelmässig seine besten Tipps für ein gesundes Körpergewicht.

Grasso junior Wird bei übergewichtigen Kindern der TV- und Computer-Konsum beschränkt, schmelzen die Pfunde. Das konnten amerikanische Wissenschaftler zeigen. Eingesetzt wurde dazu ein elektronisches Gerät, mit dem die maximale Zeit am Fernsehen oder Computer pro Woche festgelegt werden konnte. Wurde die vorgegebene Zeit überschritten, schaltete das Gerät automatisch aus. Zwei Jahre lang wurden die Kinder beobachtet. Das erstaunliche Ergebnis: Die Kinder verbrachten 18 Stunden pro Woche weniger vor dem TV oder dem Computer. Parallel dazu sanken ihre Kalorienaufnahme und ihr Körpergewicht. Zur Beschränkung der Zeit, die ein Kind am Bildschirm verbringt, gibt es Software, die aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Die Eltern geben bestimmte Uhrzeiten oder noch besser ein Zeitbudget ein, das die Kinder selber verwalten können. Gute Software-Programme ermöglichen es, Webfilter einzusetzen, um gewisse Seiten zu sperren oder umgekehrt eine Liste mit freien Seiten vorzugeben. Eine Auswahl ist über Google unter dem Stichwort «Kindersicherung» erhältlich.

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Mit genug Sauerstoff lodert das Feuer Wie ein Automotor besitzt auch der Bewegungsapparat ein Leistungsoptimum. Das ist der Zustand, in dem beide effizient verbrennen und materialschonend arbeiten. Damit ein Kolbenmotor seinen Treibstoff restlos verbrennt, muss das Verhältnis zwischen Sprit und Sauerstoff stimmen. Dabei liegt die optimale Drehzahl im mittleren Bereich. Ähnlich sieht es beim Muskel aus: Um Fett wirksam zu verheizen, braucht auch er reichlich Sauerstoff. Wer seinen Schwimmringen richtig an den Kragen will, darf also beim Sport nicht ausser Atem kommen. Dieser muss immer dazu reichen, noch gut sprechen zu können, ohne dabei heftig nach Luft schnappen zu müssen. Die körperliche Aktivität sollte dafür länger als eine halbe Stunde dauern. Die Devise lautet also: Lieber leichter, dafür länger.

Der Fettverbrennungs-Turbo Auch der Zeitpunkt für Sport spielt eine Rolle: Jedes Mal, wenn wir eine süsse oder stärkehaltige Mahlzeit essen, speichert unser Körper einen Teil des Zuckers. Geht dieser Speicher zur Neige, muss der Körper vermehrt auf Fett als Brennstoff zurückgreifen. So richtig passiert das nach etwa acht Stunden fasten. Unser Zuckerspeicher ist also fast leer, wenn wir morgens aufstehen. Danach muss unser Organismus vermehrt Fettzellen anzapfen. Wer also vor dem Frühstück radelt oder joggt, bringt die Pfunde schneller zum Schmelzen. Wem Schweisstreibendes mit leerem Magen nicht liegt, für den gibt es Alternativen. Die Fettverbrennung läuft nämlich nach der Bewegung verstärkt weiter. Bei der Kombination aus Sport und einem leichten Abendessen greift der Körper die ganze Nacht über verstärkt auf die Fettreserven zurück. Leicht kann heissen: Salat oder Suppe, dazu Truthahn- oder Pouletschinken, Hüttenkäse oder ein Ei. Ein solches Essen sollte einem nicht nur leicht schmecken, sondern auch leichtfallen, denn bewegen hemmt den Hunger. Mehr Tipps, Tests und Infos rund ums Abnehmen gibts im Buch «333 Abnehmtipps». Gratistipps und Buchbestellung unter www.abnehmtipps.ch oder unter Telefon: 031 919 13 06 (nur Bestellung).


Denise Biellmann engagiert sich für ein verbreitetes Cholesterinbewusstsein in der Bevölkerung und spendet an die Schweizerische Herzstiftung.

herr und frau grasso

«Über mein Cholesterin kann ich nicht hinweg springen.»

Denise Biellmann hat einen leicht erhöhten Cholesterinspiegel, wie über 30 % der Schweizerischen Bevölkerung auch.* Sie tut etwas dagegen.

Und Sie? www.emmi-benecol.ch oder Telefon 0080 0090 00100

*MONICA-Studie 1992/1993

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Eine Information von

Diät aktuell

Abnehmen leicht gemacht. Drei Schritte zum Erfolg! Für alle, die einfach und gesund abnehmen möchten, haben wir ein erfolgreiches Rezept: PreCon – das ärztlich geführte Diät- und Ernährungsprogramm. Diätexperte Dr. Paolo Negri, Bern, zeigt auf, wie man es richtig macht.

1. Weniger Kalorien

2. Der Insulin-Faktor

Wer abnehmen möchte, muss Kalorien sparen. Das geht am besten, wenn Sie, statt zu hungern oder Punkte zu zählen, auf kalorienreduzierte Mahlzeiten-Ersatzprodukte zurückgreifen, wie sie PreCon seit vielen Jahren erfolgreich anbietet. Pro ersetzte Mahlzeit «sparen» Sie 400 – 600 Kalorien, bei zwei Ersatz-Mahlzeiten pro Tag sind dies 800–1200 kcal! Da Ihr Körper mit allem versorgt ist, was er braucht, verlieren Sie nur Fett und keine Muskulatur. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um das Gewicht später auch halten zu können.

Insulin ist das DickmacherHormon schlechthin! Nach jeder Mahlzeit steigt das Insulin an und verwandelt überflüssige Kalorien in Fett. Erst einige Stunden nach dem Essen sinkt der Insulin-Spiegel wieder in den Fettverbrennungsbereich (grüner Bereich auf der Illustration links). Häufig sind es ZwischenMahlzeiten und kohlenhydratreiche Speisen, die den Insulinspiegel hochschnellen lassen und dick machen! Essen Sie deshalb nur 3x täglich und halten Sie eine Esspause von 4 bis 6 Stunden zwischen den Mahlzeiten ein.

Insulin bei 3 Mahlzeiten pro Tag Insulin

Dr. med Paolo Negri, Innere Medizin und Diätexperte, Bern

 Richtig: Insulin sinkt in den Fettverbrennungsbereich

Es gibt Hunderte von Diäten, die nicht funktionieren, aber eine, bei der es wirklich klappt: PreCon. Seit 12 Jahren biete ich zusammen mit weiteren 400 Ärzten in der ganzen Schweiz das Programm mit grossem Erfolg in der Praxis an. Viele Teilnehmer haben damit nicht nur super abgenommen, sondern ihr Gewicht auch über Jahre gehalten.

Insulin bei 5 Mahlzeiten pro Tag Insulin

Falsch:  Insulin bleibt hoch (keine Fettverbrennung)

Insulin bei PreCon-Mahlzeiten

Normale Mahlzeit PreCon Mahlzeit

 Abnehmen

PreCon Mahlzeit

Insulin

ist einfach,

wenn Sie ein bis zwei Mahlzeiten durch PreCon-Diätmahlzeiten ersetzen. Diese erhöhen das Insulin kaum und die Fettverbrennung hält länger an. Zudem bleiben Sie damit über Stunden satt und fit. Denn Hunger und Müdigkeit nach normalen Mahlzeiten werden durch Insulinschwankungen verursacht.


Eine Information von

Diät aktuell

3. Die Erfolgskontrolle

PreCon (Prevention Concepts)

Die Waage zeigt zwar einen Gewichtsverlust an, nicht aber, ob wirklich Fett verloren wurde. Mit einer computerunterstützten Messung der Körperzusammensetzung (BIA-Analyse) kann der Arzt ermitteln, wie viel Muskeln,

PreCon ist seit 1986 europaweit Wegbereiter in der Gewichtsreduktion und der Prävention. Ernährungswissenschaftler und Ärzte entwickelten das BCM-Diät- und Ernährungsprogramm, das von 400 Ärzten in der Schweiz bei jährlich über 20 000 TeilnehmerInnen mit Erfolg angewendet wird. Wissenschaftliche Studien Die MIRA-Studie (Prof. Schulz) und Lean-Habits-Studie (Prof. J. Westernhöfer) mit über 8000 TeilnehmerInnen in Europa belegen eindrücklich den Langzeiterfolg von PreCon. BCM BCM Basic sind Ersatzmahlzeiten von PreCon zur Gewichtsregulation mit standardisiertem Eiweiss- und Vitamingehalt zum Erhalt der Muskelmasse. BCM steht für Body Cell Mass, d.h. Körperzellmasse.

Wasser und Fett im Körper vorhanden sind und wie sich diese Werte während der Diät verändern. Diätfehler können so frühzeitig erkannt werden. Mit der BIA-Analyse werden übrigens auch der persönliche Kalorienbedarf (Grundumsatz) und die individuelle Zusammensetzung der Mahlzeiten ermittelt.

Kochbuch «BCM leicht gemacht» Beliebtes Kochbuch nach der BCM-Ernährungspyramide mit vielen praktischen und saisongerechten Rezepten für jede Jahreszeit. Format 19,8 x 26,2 cm, vierfarbig, illustriert, 127 Seiten. Fr. 25.- zzgl. Fr. 7.90 Versand. Bestelltelefon 041 798 01 20

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hirnschlag

Ein kleiner Vorgarten zum Himmel Walo Lüönd schaut zurück auf ein bewegtes Leben. Eine Rückenoperation und eine Streifung hat er gut überstanden. Zu Besuch in seinem Rustico im Maggiatal.

Früher waren es die Leinwand und der Fernsehschirm – heute ist der Garten seine Bühne, in Ronchini im Tessiner Maggiatal, wo er zusammen mit seiner Frau mitten im Grünen ein Rustico bewohnt. «Nein, das Scheinwerferlicht vermisse ich nicht, im Augenblick wenigstens nicht. Wer weiss, wie das mit 90 ist», sagt Walo Lüönd mit einem Augenzwinkern. Letztes Jahr feierte er seinen 80. Geburtstag. Jetzt geniesst er nur noch und schaut dankbar auf sein Leben zurück: «Ich freue mich über das Glück, dass ich eine solche Karriere habe erleben dürfen.» Erst kürzlich lehnte er eine Anfrage für ein neues Filmprojekt ab. «Die Anspannung und das ganze Drumherum wären für meine Nerven zu viel gewesen.» Und da ist auch noch seine Gesundheit, die ihn ruhiger werden liess. Einen Eingriff an seiner Wirbelsäule hat er letzten September zwar bestens überstanden. Die geübten Hände von Prof. Dieter Grob von der Zürcher Schulthess Klinik machten ihn vollkommen schmerzfrei, nachdem er zuvor kaum 20 Meter weit laufen konnte. Doch während dem anschliessenden Reha-Aufenthalt machte sich wieder sein altes Problem mit der Durchblutung des Hirns bemerkbar. «Es war fast wie damals bei seinem Hirnschlag im Jahr 2001 in Kenia», erzählt seine Frau Eva-Maria. «Er ass in der Klinik gerade sein Frühstück, als er plötzlich anfing, verwirrt zu sprechen. Er wollte die Milchkanne fassen, griff daneben und verschüttete die Milch. Minuten vorher hatten wir uns noch ganz normal miteinander unterhalten.» So bedrohlich sich das anhört, so gefährlich war dieser Zwischenfall auch. Der Volksmund spricht zwar nur von einer Streifung. In Tat und Wahrheit handelt es sich aber um den Vorboten für einen Schlaganfall – sofern eine rechtzeitige Behandlung unterbleibt.

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Walo Lüönd ist in guten ärztlichen Händen. Alles Notwendige wird getan, um einen weiteren Hirnschlag zu vermeiden. Das heisst vor allem, sämtliche ArterioskleroseRisikofaktoren rigoros zu bekämpfen. Er nimmt Diovan, ein Mittel gegen den hohen Blutdruck, und Sortis, ein potentes cholesterinsenkendes Eine grosse Schauspielerkarriere Medikament. Auch gegen die Gefahr von Blutgerinnseln ist Der Schauspieler Walo Lüönd wurde am 13. April er medikamentös geschützt. 1927 als Sohn eines Konditors geboren. Nach dem Werden ihm diese Tablet- Abschluss einer Schneiderlehre wandte er sich seiten nicht zu viel? Und wie ist ner wahren Passion zu und erlernte den Beruf eines das auf Reisen, zum Beispiel Schauspielers. auf der Nilfahrt, die er kürz- Nach ersten Bühnenerfahrungen ging er nach Deutschlich mit seiner Frau gemacht land, wo er zunächst in München und Essen, später hat? «Die Medikamente, die an der Freien Volksbühne in Berlin arbeitete. In den ich brauche, nehme ich, und 60er- Jahren folgten Walo Lüönds erste Auftritte in die ich nicht brauche, lasse Film und Fernsehen. Unter anderem in «Café Oriich getrost beseite.» Eine weise ental», «Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse», Erkenntnis, zu der er sich vor «Im Schatten einer Grossstadt», der Mini-Serie «Die ein paar Jahren schmerzlich Schlüssel» und «Das ganz grosse Ding». durchgerungen hat, als er we- 1971 folgte jene Rolle, mit der Walo Lüönd auf einen gen einer Schlaf- und Beruhi- Schlag berühmt werden sollte – die des Dällenbach gungsmittelabhängigkeit fast Kari im gleichnamigen Film von Regisseur Kurt Früh. wahnsinnig wurde und sich Die wenigen Filmauftritte in den 70-er Jahren sind einer Entziehungskur unter- geprägt von darstellerischer Qualität. Dazu gehöziehen musste. «Heute schlafe ren «Der Fall», «Die Schweizermacher» – einer der ich eigentlich ganz gut. Ich erfolgreichsten Schweizer Filme überhaupt – und trinke abends keinen Kaffee «Brot und Steine». Die 80-er Jahre sind Höhepunkt mehr und gehe bewusst spät seiner Karriere. Ein Jahrzehnt, in dem er unzählige ins Bett. So kann ich ziemlich Filme drehte. Zu den bekanntesten gehören: «Der rasch einschlafen. Wenn ich Erfinder», «Die schwarze Spinne», «Einmal Ku'damm einmal nicht schlafen kann, und zurück», «Gauner im Paradies», «Der Experte», vertraue ich darauf, dass die «Die Dollarfalle» und «Goldjunge». Zu seinen neueren nächste Nacht wieder besser Filmen gehören «Pumuckl und der blaue Klabauter», wird.» Das hört sich so leicht «Irrlichter», «Komiker», «Escape to Paradise», «Exit» an, ist es aber nicht, wenn und «Sternenberg». man an all die Hunderttausen- Seit 1957 ist er mit der Schauspielerin Eva-Maria de vor allem älteren Menschen Bendig verheiratet und hat zwei Söhne. Der ältere denkt, die früh zu Bett gehen, beging im Alter von 30 Jahren Suizid. Heute lebt Walo damit irgendwann nach Mit- Lüönd mit seiner Frau im Tessiner Maggiatal. ternacht dann doch noch der


hirnschlag

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hirnschlag

Eva-Maria Bendig, Ehefrau von Walo Lüönd:

«Plötzlich griff er daneben und verschüttete die Milch.» Schlaf kommt, nachdem sie sich zuvor stundenlang im Bett hin und her gewälzt haben. Walo Lüönd hat für all diese Leute nur einen Tipp parat: «Macht alles Mögliche, aber greift um Gottes Willen nicht zu Schlaf- und Beruhigungspillen! Sonst kommt Ihr wie ich in Teufels Küche!» Dass Walo Lüönd seine Schlaf- und Beruhigungsmittelabhängigkeit längst überwunden hat, ist ihm hoch anzurechnen. Den Schmerz, den der selbst gewählte Tod seines älteren Sohnes Daniel verursacht hat, ist auch heute noch – zwanzig Jahre später – mit unveränderter Heftigkeit da. Walo Lüönd will diesen Schmerz nicht betäuben, sondern aushalten, im Bewusstsein, dass er ihn nie besiegen kann. «Er war Schauspieler wie ich. Wir spielten sogar ein gemeinsames Stück. Er war ein fröhlicher, wunderbarer Mensch. Sein Freitod kam aus heiterem Himmel. Noch heute kann ich das nicht verstehen. Und ich werde es nie verstehen. Mit meinem Sohn ist ein Teil von mir selber gestorben.» Abschied nehmen hat er in vielen seiner Rollen üben können. Jetzt, wo er die 80 überschritten hat, ist auch in seinem wirklichen Leben die Zeit des Abschieds gekommen. Den Abschied vom Scheinwerferlicht hat er problemlos geschafft. Und auch die innere Ruhe hat er gefunden, südlich des Gotthards, wo die Winter milder und die Tage wärmer sind. «Das Tessin ist für mich wie ein kleiner Vorgarten zum Himmel. Ich geniesse ihn, so oft und so lange ich noch kann. Bis auch ich einmal ihm Lebewohl sage.»

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hirnschlag

Prof. Ralf Baumgartner, Leiter Abteilung Neuroangiologie/Stroke Unit Universitätsspital Zürich:

«Aufgrund neuer Daten wissen wir, dass Streifungen die Katastrophe geradezu ankündigen.»

Schlaganfälle sind die wichtigste Ursache für Invalidität. Jeder vierte Hirnschlag endet sogar tödlich. Ein Schlaganfall ist nicht einfach Schicksal. In vielen Fällen kündigt sich das Unheil vorher an. Untrügliche Vorboten für einen drohenden Hirnschlag sind Streifungen, das heisst vorübergehende Störungen wie Lähmungen, Seh- und Sprachstörungen oder auch Schwindel und Bewusstseinsstörungen. Solche Symptome müssen viel ernster genommen werden als bisher. Jeder Patient mit einer Streifung muss notfallmässig in eine Klinik eingewiesen werden, auch wenn sich die Symptome wieder zurückbilden.

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Jeder vierte Hirnschlag endet tödlich Jeder Patient mit einer Streifung gehört notfallmässig in eine Klinik, fordert Prof. Ralf Baumgartner vom Universitätsspital Zürich.

Schlaganfälle werden zu einer immer grösseren Belastung unserer Gesellschaft. Bis zum Jahr 2050 werden sie wegen der Überalterung um rund 60 Prozent zunehmen. Mehr als jeder vierte Hirnschlag endet tödlich. In beinahe der Hälfte der Fälle bleiben die Opfer zeitlebens auf fremde Hilfe angewiesen. Nur ein Drittel der Patienten kann nach einem Hirnschlag ein mehr oder weniger normales Leben führen. Ursache ist in den meisten Fällen ein Sauerstoffmangel in Teilen des Gehirns, weil ein Thrombus oder eine Embolie eine Hirnarterie verschliesst. Meistens stammt das Blutgerinnsel aus einer arteriosklerotisch veränderten Halsarterie. An der Gabelung, wo sich die Halsschlagader in einen

Absetzen ist gefährlich Cholesterinsenkende Wirkstoffe schützen Herz und Hirn. Dabei reduzieren sie nicht nur das Risiko für einen erstmaligen Hirnschlag, sondern verringern auch die Gefahr für einen zweiten Schlaganfall. Das hat eine grosse Studie mit dem Medikament Sortis gezeigt. Kritisch wird es, wenn nach einem ersten Schlaganfall der Cholesterinsenker abgesetzt wird. Gemäss einer spanischen Untersuchung verschlechtert sich die Überlebensrate der Patienten in solchen Fällen massiv.

äusseren und inneren Ast aufteilt, lagern sich oft arteriosklerotische Plaques an. Wenn dort die verkalkten Fettablagerungen aufreissen, bildet sich ein Thrombus, der sich ablösen und vom Blutstrom als Embolie in eine Hirnarterie geschwemmt werden kann, wo er das Blutgefäss verstopft und im betreffenden Hirnareal zum Infarkt führt. Hin und wieder kann es auch zum Einwandern des Thrombus aus dem Herz kommen, zum Beispiel bei Vorhofflimmern. Wird eine der beiden Halsarterien blockiert, gelangt ebenfalls nicht genügend Sauerstoff ins Gehirn.

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Obwohl es scheint, als käme der Hirnschlag unerwartet, besteht eine zugrunde liegende Arteriosklerose schon lange. Sogenannte transitorische ischämische Attacken, abgekürzt TIA, im Volksmund «Streifungen», sind Warnzeichen für einen drohenden Hirnschlag. Sie sind Folge einer vorübergehenden Störung der Sauerstoffversorgung des Gehirns und machen sich durch Lähmungen, Seh- und Sprachstörungen oder auch Schwindel und Bewusstseinsstörungen bemerkbar. Die Symptome halten in der Regel nicht länger als einen Tag an. Diese Vorboten für einen drohenden Hirnschlag müssen viel ernster genommen werden, als man es bisher getan hat. «Jede Streifung muss notfallmässig abgeklärt und behandelt werden», sagt Prof. Ralf Baumgartner, Leiter der Abteilung Neuroangiologie/Stroke Unit am Universitätsspital Zürich. «Aufgrund neuer Daten wissen wir, dass Streifungen die Katastrophe geradezu ankündigen. Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Streifung einen Schlaganfall zu erleiden, beträgt innert 48 Stunden fünf Prozent, in den nächsten 7 Tagen zwischen 7 und 9 Prozent und in den nächsten drei Monaten 10 bis 20 Prozent.» Prof. Baumgartner fordert eine dramatische Änderung des TIA-Managements: Jeder Patient mit einer Streifung muss notfallmässig in eine Klinik eingewiesen werden, auch wenn sich die Symptome wieder zurückbilden. Patienten mit einem hohen Schlaganfallrisiko gehören auf die Überwachungsstation, damit man im Falle eines Schlaganfalls sofort eine Thrombolyse durchführen kann.» In jedem Fall gilt es, mit Medikamenten – Blutplättchenhemmern oder Blutverdünnern – und im Falle einer markanten Verengung der Halsschlagader

Prof. Ralf Baumgartner, Leiter der Abteilung Neuroangiologie/ Stroke Unit am Universitätsspital Zürich


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auch operativ einzugreifen, um einen Schlaganfall zu verhindern. Namhafte Untersuchungen wie die Express-Studie haben gezeigt, dass man mit diesem Management die Zahl der Schlaganfälle im Vergleich zu früher um 80 Prozent senken kann. Damit das Schlaganfallund Herzinfarktrisiko – beides hängt ganz eng zusammen – nachhaltig gesenkt werden kann, heisst es zudem, konsequent alle Risikogefahren mit Lebensstiländerungen und Medikamenten zu bekämpfen, also Bewegungsmangel, Übergewicht, hohen Blutdruck, Cholesterin, Rauchen und Diabetes. Dass Streifungen viel zu wenig ernst genommen werden, zeigt eine Erhebung, welche die Schweizerische Schlaganfallstiftung durchgeführt hat. Drei Viertel der Befragten kannten zwar den Begriff «Streifung», aber nicht seine Bedeutung und die Symptome. Handlungsbedarf besteht aber auch beim Schlaganfall selber. Prof. Baumgartner: «Es ist unverändert so, dass viele SchlaganfallPatienten gar nicht oder zu spät in eine Klinik kommen, in der eine Akutbehandlung möglich ist. Spezialisierte Stroke Units, wo die Behandlung durch Spezialisten erfolgt, gibt es nur in den Universitätskliniken Basel, Genf, Lausanne und Zürich sowie in den Kantonsspitälern Aarau, Münsterlingen, St. Gallen und Lugano. Nur jeder dritte Schlaganfall-Patient kommt in eine solche Stroke Unit. Das ist viel zu wenig. Es braucht grössere und mehr Stroke Units.»

Meistens stammt das Blutgerinnsel aus einer arteriosklerotisch veränderten Halsarterie oder aus dem Herzen bei Vorhofflimmern.

Illustration Joel Stutz

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N e u r oth- hörmagazi N

«Ich hätte die nötige Einsicht» So offen sprach alt Bundesrat Adolf Ogi noch nie über © KEYSTONE, Fotograf GAETAN BALLY

seine Gesundheit. Ein Gespräch über Sehen und Hören, seine Schieloperation und die späten Folgen von Gefechtslärm.

Dr. Samuel Stutz: Im Alltag machen wir uns normalerweise kaum Gedanken über gesundheitliche Themen wie Hören und Sehen. Wie bewusst nehmen Sie Ihre Sinne wahr? Adolf Ogi: Sehr bewusst, und zwar, je älter ich werde. Alles, was mir im Leben begegnet, alles, was ich irgendwo in dieser Welt sehe und höre, alles, was sichtbar und hörbar ist, sei es in der Natur oder bei den verschiedensten Begegnungen mit Menschen, versuche ich bewusst wahrzunehmen. Ich habe an allem Freude, was ich sehe, an jeder Blume, an jedem Menschen. Es gibt genügend Leute, die blind durch die Welt gehen. Die Sinne und speziell das Sehen haben für mich einen ganz speziellen Wert, und zwar mehr und mehr. Sie sind ein grosses Geschenk, für das ich jeden Tag dankbar bin. Woher kommt diese ganz starke und bewusste Beziehung zu Ihren Sinnen? In meiner Kindheit hatte ich ein Erlebnis, das mich zeitlebens stark geprägt – oder noch viel mehr, das mein ganzes Leben grundlegend beeinflusst hat. Wahrscheinlich hätte mein Leben ohne diese scheinbar zufällige Begegnung einen ganz anderen Lauf genommen. In Kandersteg, wo ich aufgewachsen bin, absolvierten die Militärärzte ihren WK. Einer der Ärzte war ein Augenarzt. Offenbar beobachtete er mich genau und merkte, dass der kleine Dölf schielte. Er

sprach meine Mutter an und machte sie auf die grosse Kapazität für Schieloperationen am Inselspital in Bern aufmerksam. So kam es, dass ich erfolgreich operiert wurde – in der damaligen Zeit war das gar nicht selbstverständlich. Dieses Geschenk, mit beiden Augen gut sehen zu können, hat mich ein Leben lang geprägt und ganz entscheidend dazu beigetragen, dass ich meine Laufbahn bis hin zum Bundesrat überhaupt machen konnte. Wie ist es mit dem Hören? Auch das mache ich ganz bewusst. Zuhören können, auf den anderen Menschen einzugehen: Das macht unser Leben wertvoll. Wehe, wenn wir das verlernen! Zum Glück kann man heute dank der modernen Technik medizinisch sehr viel tun, wenn jemand nicht mehr gut hört. Darf ich fragen, wie gut Ihr eigenes Gehör ist? Ich war erst vor kurzem bei einem Spezialisten, um mein Gehör zu testen. Von Zeit zu Zeit muss man in Revision. Das ist nun einfach so. Natürlich ist mein Gehör nicht mehr dasjenige eines Zwanzigjährigen. Das ist ja klar. Aber für den Umstand, dass ich im Militär sehr viel Lärmtraumen ausgesetzt war, bin ich mit meinem Gehör noch sehr zufrieden.

Was waren das für Lärmtraumen? Ich war vier mal in Losone in der Gebirgsgrenadierschule, zuerst als Rekrut, dann als Korporal und Leutnant, und zuletzt als Kompaniekommandant. Es war eine Schule, wo Mut und Einsatz gefragt waren. Wir waren jung und mit grosser Begeisterung dabei. Richtige Kampfsäue – würde man im militärischen Jargon sagen. Der Gefechtslärm gehörte einfach dazu. Gedanken darüber, was er später für Folgen haben kann, hat sich damals kaum jemand gemacht. Hätten Sie ein Problem, wenn Sie eines Tages ein Hörgerät tragen müssten? Nein, ich bin froh, dass es heute perfekte technische Möglichkeiten gibt. Ich würde mir vom Arzt helfen lassen und hätte auch die nötige Einsicht.

Gratis-Telefonhörtest: 0800 248 248 Im Alltag machen wir uns kaum Gedanken über das Gehör. Stellen Sie sich deshalb einmal folgende Fragen: • Haben Sie manchmal Mühe, einer Unterhaltung zwischen mehreren Personen zu folgen? • Ist es schon passiert, dass Sie als Fussgänger ein herannahendes Auto überhört haben? Wenn ja, machen Sie den Gratis-Telefonhörtest von Neuroth unter der Nummer 0800 248 248. Der Test dauert nur drei Minuten und liefert Ihnen wertvolle Hinweise, wie gut Sie noch hören und ob ein gründlicher Hörtest bei einer Fachperson notwendig ist.


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Wussten Sie ...? … wieso man das Meeresrauschen in einer Muschel hört? Im Gehäuse der Muscheln befindet sich eine Luftsäule, die eine typische Eigenfrequenz hat. Trifft diese mit Frequenzen von Umgebungsgeräuschen zusammen, dann entsteht eine Resonanz. Die Umweltgeräusche werden also in einer bestimmten Frequenz verstärkt und treten tatsächlich hörbar aus dem Gehäuse. Durch leichtes Hin-und-Her-Schwenken vor dem Ohr entstehen die wellenartigen Rauscheffekte, die an das Meeresrauschen oder das Rauschen des Blutes erinnern. … warum beim Fliegen häufig Ohrdruck entsteht? Über den Wolken ist der Luftdruck niedriger als auf der Erde. Beim Fliegen muss das Ohr die unterschiedlichen Druckverhältnisse über die Ohrtrompete, der Verbindung zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum, ausgleichen. Kann die Ohrtrompete den Luftdruckunterschied nicht schnell genug ausgleichen, spannt sich das Trommelfell, Ohrdruck entsteht. Kaubewegungen beschleunigen den Druckausgleich.

Wer ist Neuroth? Besser hören. Besser leben. Neuroth ist in der Deutschschweiz mittlerweile in über 20 Hörcentern der Ansprechpartner für besseres Hören. Als herstellerunabhängiges Unternehmen bietet Neuroth neuste HörgeräteTechnologie, medizinisches Wissen und individuelle Beratung an. Das in vierter Generation geführte Familienunternehmen mit 100-jähriger Erfahrung konnte bisher Hunderttausenden von Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen in der Schweiz, Österreich und Liechtenstein helfen. www.neuroth.ch

Ungetrübter Freizeitspass auch für die Ohren Sommer, Sonne, Strand und ... Das schöne Wetter lockt ins Freie, doch auch in der Freizeit sollte man den Ohren mehr Aufmerksamkeit schenken.

Aktivitäten im Freien sind im Sommer angesagt: Aber auch beim Baden & Co empfiehlt es sich, ganz Ohr zu sein. Wenn Wasser beim Baden oder Schwimmen zu tief in die Ohren eindringt, können Ohrenschmerzen und Entzündungen die Folge sein. Für zuverlässigen Schutz und ungetrübten Badespass sorgt der Neuroth Aquastop®. Schönes und trockenes Wetter lockt vor allem Motorradfahrer auf die Strassen. Damit Biker ihrer Leidenschaft ohne drohende Hörschäden nachgehen können, gibt es bei Neuroth den individuell angepassten Gehörschutz Soundsaver® Pro. Das eingebaute Spezialventil dämpft den Schall, dennoch hört man Warnsignale und kann sich un-

eingeschränkt unterhalten. Und das ohne unangenehmes Drücken unter dem Helm. Was auch immer man heutzutage in seiner Freitzeit unternimmt, die Lärmbelästigung ist um einiges höher als früher. Ob der Rasenmäher, Hundegebell oder lautes Musikhören – Ein ständiger Lärmpegel kann das Hörvermögen auf Dauer stark beeinträchtigen. Bei Lärmbelastungen über 100 Dezibel, zum Beispiel in einer Diskothek oder bei Rockkonzerten, sind Hörschäden bereits nach wenigen Minuten möglich. Daher: Den Ohren in der Freizeit mehr Aufmerksamkeit schenken. Nähere Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten von Gehörschutz gibt es bei Neuroth.


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Neu bei Neuroth: Widex Passion – Ein Hörgerät, von dem man nur das Beste hört Klein, angenehm zu tragen und beinahe unsichtbar.

Viele Hörgeräte sind mittlerweile klein. Doch das neue Passion ist winzig und defi niert die Miniaturisierung eines Hörgerätes neu. Unterstützt wird dieser positive Effekt durch ein grosses Farbsortiment. Dadurch kann die Hörgeräte-Schale, die sich hinter dem Ohr befi ndet, dem jeweiligen Haarfarbton angepasst werden. Trotz der Miniaturisierung muss auf keine technische Raffi nesse verzichtet werden. Dank der Verstärkung hoher Frequenzen können Sie wieder das Zwitschern eines Rotkehlchens oder das Zirpen einer Grille hören. Passion sorgt für

Aquastop® Schützt empfindliche Ohren vor Wasser. Aquastop® ist die optimale Lösung für aktive, sportliche Menschen, die auf Spass und Sport im Wasser nicht verzichten wollen. Aquastop® bietet zuverlässigen Schutz: Er lässt Wasser und Bakterien nicht ins Ohr und beugt so Ohrenentzündungen vor.

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Der individuelle Gehörschutz für Fun und Freizeit. Soundsaver® Pro eignet sich hervorragend für alle Tätigkeiten in der Freizeit, wenn Lärm Ihre Hörgesundheit bedroht. Seine Bauweise ermöglicht ein druckfreies Tragen unter Helmen, Kopfhörern und Headsets.

TV-Arzt Dr. Samuel Stutz zu Gast bei Neuroth TV-Arzt Dr. Samuel Stutz ist wieder zu Gast in den Neuroth-Hörcentern. Zusammen mit dem Fachpersonal führt er jeweils einen halben Tag Sprechstunden zum Thema Hören und moderne Hörgeräte durch, die Sie ohne Voranmeldung besuchen können.

20. Juni 2008, 11.00 bis 15.00 Uhr Neuroth-Hörcenter Wil Obere Bahnhofstrasse 5, im Migros-Markt 24. Juni 2008, 11.00 bis 15.00 Uhr Neuroth-Hörcenter Zürich Löwenstrasse 42, vis-à-vis Migros-City


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Passion: das kleinste Hörsystem der Welt Aussen ein Zwerg. Innen ein Riese. Ist es vermessen zu behaupten, das kleinste Hörsystem der Welt sei auch das beste? Testen Sie Passion von Widex – die Antwort wird Ihnen leicht fallen! Der dänische Hörsystempionier Widex sprengt mit seinem neusten Produkt alle Grenzen der Miniaturisierung: kein Hörsystem ist kleiner als Passion. Etwas ganz Besonderes ist Passion aber auch wegen seiner hervorragenden Leistungen punkto Sprachverstärkung, Störlärmunterdrückung und Klangdynamik. Durch sein kleines Gehäuse verbindet das Passion Hörsystem für seine Nutzer die Vorteile von technologisch mächtigen und vielseitigen Hinter-dem-Ohr-Geräten (HdO) mit den praktisch unsichtbaren Im-Kanal-Geräten (CIC): erstmals ist eine Kombination gelungen aus der Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Hörprogrammen, flexiblen Belüftungsoptionen, natürlichem Sound und der von vielen Trägern gewünschten «diskreten» Unsichtbarkeit. 2 cm voller High-tech Neben der Tatsache, dass Passion das kleinste RIC (Receiver-In–Canal)-Hörsystem der Welt ist, bietet es eine Vielzahl von High-tech-Funktionen. Passion verwendet die Widex-eigene Technologie Integrated Signal Processing™ (ISP). Diese einmalige Technologie bindet die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Trägers ein und ermöglicht so eine deutlich verbesserte Klangqualität. ISP stellt sicher, dass alle Prozesse und Funktionen zu jeder Zeit von einander abhängig arbeiten, um ein optimales Resultat zu erreichen. Bei Bedarf kann mit einer kleinen Fernbedienung die Lautstärke angepasst oder in ein anderes Hörprogramm gewechselt werden.

Der Natur über die Schultern geschaut: Analog zu wasserabweisenden Wachskristallen auf Pflanzenblättern schützt NanoCare™ Hörsysteme vor Schmutz und Feuchtigkeit. Unverbindliche Informationen über Passion/NanoCare™ ist erhältlich bei: Widex Hörgeräte AG, 8304 Wallisellen 043 233 42 42 • info@widex.ch

• Ein Doppelmikrofonsystem dient der Schalloptimierung, damit Sprache durch Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen verständlicher wird. • Der sogenannte «Speech Enhancer», ein hochentwickeltes Störlärmunterdrückungssystem unterscheidet mit einem neuen Verfahren Sprache von Störlärm. • Die einzigartige multidirektionale Rückkopplungsauslöschung unterdrückt wirksam das lästige Pfeifen. • Einmalig ist die Leistung des in Passion integrierten Audibility Extender: Dieser erfasst nicht mehr hörbare hochfrequente Signale und transponiert sie in den Hörbereich des jeweiligen Hörgeräte-Trägers. Dadurch kann er Töne hören, die ihm bisher verschlossen waren. Nano-Technologie und Öko-Funktion Mit Passion führt Widex auch NanoCare™ ein, gleichbedeutend mit einem absoluten Durchbruch auf dem Gebiet des Cerumenschutzes: Ein einfach auswechselbares nano-beschichtetes Mikrofongitter schützt die Mikrofone vor Feuchtigkeit und Schmutz. Wirksam Kosten sparen lässt sich mit Passion auch bei den Batterien – dank spezieller Technologie verbraucht kein anderes Hörsystem weniger Energie, damit ist für eine extrem lange Lebensdauer der Batterie gesorgt. Unsichtbarkeit darf sich sehen lassen Das kleinste Hörsystem der Welt sieht man nicht – trotzdem darf es sich sehen lassen. Das subtile Design von Passion lässt sich dank einer modische Auswahl von nicht weniger als zwölf Gehäusefarben nach Belieben den aktuellen Trends oder Launen anpassen. Passion von Widex bietet ultimative Diskretion, Bequemlichkeit und Eleganz. Es ist dank seiner einmaligen innovativen Anpassmöglichkeiten für die meisten Hörverluste geeignet und kann bei jedem führenden Hör-Akustiker kostenlos getestet werden.


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cholesterin

Das Cholesterin-Experiment Fünf Leserinnen und Leser testen vier Wochen lang, wie sich ein stanolhaltiger Joghurtdrink auf ihren Cholesterinspiegel auswirkt.

Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung über 25 Jahre hat einen erhöhten Cholesterinspiegel. Trotz den bekannten Risiken für Herz und Kreislauf kennt die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer ihre Cholesterinwerte nicht. Und nur ein Bruchteil der Personen mit einem zu hohen Spiegel unternimmt etwas dagegen. So weit die Fakten. Und nun zum Experiment: In der letzten Ausgabe von «Sprechstunde Doktor Stutz» informierten wir nicht nur ausführlich über Cholesterin und seine Risiken, wir riefen die Leser und Leserinnen auch dazu auf, bei einem vierwöchigen Test mitzumachen: Welchen Einfluss haben pflanzliche Stanole, wie sie beispielsweise im BenecolJoghurtdrink von Emmi enthalten sind, auf den Cholesterinspiegel? Stanole gehören zu den Pflanzensterinen, welche die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmen. Aus den vielen Bewerbungen haben wir fünf Kandidatinnen

und Kandidaten ausgewählt. Sie werden Benecol vier Wochen lang testen und in der nächsten Ausgabe über ihre Erfahrungen und die Ergebnisse berichten. Weil man einen erhöhten Cholesterinspiegel nicht spürt, empfiehlt die Schweizerische Herzstiftung eine Kontrolle der Blutfettwerte ab dem 20. Lebensjahr alle fünf Jahre und nach dem 40. bis 50. Lebenjahr sogar jährlich. Zwei Strategien stehen bei der Behandlung erhöhter Cholesterinspiegel im Vordergrund: • Bewegung: Mindestens dreimal pro Woche eine Stunde. Regelmässige Bewegung führt zu einer nachhaltigen Senkung des schlechten und einer Erhöhung des guten Cholesterins. • Fettmodifikation: Das heisst weniger gesättigte Fette aus tierischen Produkten, dafür mehr einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren pflanzlicher Herkunft. Im Gegensatz zu einer Fett-

reduktion hat eine Fettmodifikation einen viel grösseren Einfluss auf die Senkung des Cholesterinspiegels und das Herz-Kreislauf-Risiko. Der Effekt einer fettmodifizierten Ernährung kann durch die tägliche Einnahme von pflanzlichen Stanolen noch deutlich verstärkt werden. • Reichen diese beiden Massnahmen nicht aus, um innerhalb nützlicher Frist das Cholesterin zu normalisieren, braucht es zusätzlich Medikamente. Mit Betonung auf «zusätzlich», weil Medikamente eine gesündere Lebensweise niemals ersetzen können. Falsch ist es, ein Cholsterinproblem einfach zu ignorieren oder auf die lange Bank zu schieben. Bekannt ist, dass nur ein Drittel aller Patienten, die wegen erhöhtem Cholesterin behandelt werden, ihre Therapieziele erreichen. Bei Menschen mit hohem Herz-KreislaufRisiko, besonders bei allen Diabetikern, kann das fatale Folgen haben.

Machen Sie gleich selber mit – der Benecol-«4-Wochen-Test» Jetzt kann die günstige Beeinflussung von Benecol auf den Cholesterinspiegel getestet werden. Und zwar mit dem Benecol-«4-Wochen-Test». Voraussetzung dabei ist, seinen bestehenden Cholesterinwert zu kennen. Cholesterinwerte können Ihre Apotheke oder Ihr Arzt messen. Amavita-, Coop Vitality- und eine Mehrheit der Feelgood’s-Apotheken bieten Cholesterinwertmessungen an. Zwischen der ersten und der zweiten Messung trinkt man während vier Wochen jeden Tag ein Benecol.

Alle Informationen zum Test erfahren Sie auf www.emmi-benecol.ch oder unter 0080 0090 00100.

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cholesterin

Traude P. (67) aus Uster (ZH) Cholesterinwert leicht erhöht Mutter von zwei Töchtern, macht regelmässig Krafttraining, geht oft spazieren

Urs K. (49) aus Obfelden (ZH) Cholesterinwert leicht erhöht

legt Wert auf eine fettarme Ernährung

verheiratet, Vater von zwei Kindern, fährt ab und zu Velo und spielt Badminton

Vielleicht bringe ich so meinen Cholesterinspiegel unter Kontrolle.

ernährt sich mehr oder weniger ausgewogen

Diese Gelegenheit nutze ich – mir und meiner Familie zuliebe. Erica S. (57) aus Beringen (ZH) Cholesterinwert erhöht alleinstehend, Mutter von zwei Kindern, passionierte Nordic Walkerin achtet auf eine gesunde Ernährung, isst aber gerne auch mal Schokolade

In meinem Alter möchte ich auf Nummer sicher gehen. Wie wirkt sich der Benecol-«4-Wochen-Test» auf den Cholesterinspiegel unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus? Das alles und mehr erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.

Monique K. (49) aus Obfelden (ZH) Cholesterinwert im oberen Normbereich verheiratet, Mutter von zwei Kindern, geht regelmässig joggen und treibt Fitness

Urs K. (49) aus Obfelden (ZH) Cholesterinwert leicht erhöht verheiratet, Vater von zwei Kindern, fährt ab und zu Velo und spielt Badminton ernährt sich mehr oder weniger ausgewogen

achtet auf eine kalorienarme Ernährung

Ich möchte damit beginnen, bevor die Werte erhöht sind.

Toni R. (45) aus Ehrendingen (AG) Cholesterinwert leicht erhöht verheiratet, Vater von zwei Kindern leidenschaftlicher Tänzer isst gesund und ausgewogen

Ich bin schon gespannt, wie es sich auswirkt. sprechstunde doktor stutz

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blutzuckerdetektiv

1000 sind noch nicht genug Ein Stich und fünf Sekunden warten: So einfach ist die Früherkennung von Diabetes, und das erst noch zu Hause. Über 1000 Personen haben das bisher gemacht. Tun Sie’s auch!

Walter Bechtiger, Leiter Diabetes-Team Bayer Diabetes Care, Zürich

Weit über 1000 Personen haben bisher beim Blutzucker-Detektiv mitgemacht. Alle wissen heute mehr: Entweder können sie das Thema Diabetes für mindestens ein Jahr abhaken, oder sie brauchen eine Behandlung, um ihre Gesundheit vor Schaden zu bewahren. Viele Menschen in der Schweiz sind von Diabetes betroffen, ohne davon zu wissen. Noch heute dauert es Jahre von den ersten Symptomen bis zur Diagnose und korrekten Behandlung. In dieser Zeit entstehen bereits die ersten der gefürchteten Spätfolgen der Krankheit: Augen-, Nieren - oder Nervenprobleme. Die Aktion der Schweizerischen DiabetesGesellschaft, Bayer Diabetes Care und MSD Diabetes hat ein Ziel: die Früherkennung der Jahrtausend-Epidemie. Nur so lassen sich irreparable Schäden an lebenswichtigen Organen vermeiden. Im Frühstadium aufspüren kann man Diabetes aber nicht mit einer einzigen Blutzucker-Messung in nüchternem Zustand, wie das gewöhnlich beim Arzt gemacht wird. Nur die Messung zwei Stunden nach einer Mahlzeit entlarvt den Diabetes. Noch viel besser ist ein ganzes Blutzucker-Profil. Genau das ermöglicht Ihnen die Aktion «BlutzuckerDetektiv».

«Es war noch nie so kein einfach, einem verborgeRisiko Arztbesuch nen Diabetes auf die Spur (Werte im zu kommen», sagt Walter Diabetes-Bereich) Bechtiger, Leiter des DiabeRisikofaktoren tes-Team von Bayer Diabe(Familie, tes Care. «Ein kleiner Stich Nachkontrolle Lebensstil) (mehr als in den Finger, Aufnehmen ein Wert der Blutprobe in den Senzu hoch) sor – 5 Sekunden warten Beobachten (ein Wert zu hoch) – und Sie erfahren, ob sich Ihr Zucker im Normbereich bewegt oder darüber Zwischenbilanz Eine Aktion, liegt – kinderleicht und zu Hause.» welche die Besonders sinnvoll ist das Testen, wenn RisiWahrheit an den Tag bringt: ko-Faktoren vorliegen wie: der Blutzucker• Diabetes in der Familie Detektiv. • Übergewicht und Bewegungsmangel • erhöhter Bauchumfang • Alter über 45 • Frauen, die ein Kind über 4 kg geboren haben • hoher Blutdruck • erhöhte Blutfette wie Cholesterin • zu hohe Blutzucker-Werte bei früheren Messungen Auch die Behandlung von Diabetes lässt sich mit früher nicht mehr vergleichen. Noch nie gab es so wirksame und einfach anwendbare Therapien wie heute: speziell designte Medikamente allein oder in Kombination, und Insulin-Pens, die fast schmerzfrei funktionieren.

Der Blutzucker-Detektiv: So sind Sie bei der Aktion mit dabei Sie haben zwei Möglichkeiten, bei der Aktion mitzumachen: • Sie mieten das Mess-Set für die Dauer der Aktion zum Preis von nur Fr. 20.– inkl. Versandkosten • Sie kaufen es mit 50 Sensoren zum Aktionspreis von Fr. 78.50 inkl. Versandkosten, plus MwSt., damit Sie auch in Zukunft Ihren Zucker selber kontrollieren können.

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Füllen Sie einfach nebenstehenden Talon aus und senden ihn an: Bayer Diabetes Care Blutzucker-Detektiv Postfach 8045 Zürich


blutzuckerdetektiv

Ausdauertraining ist wichtig Was wirkt am besten gegen Diabetes? Was sind Inkretine? Privatdozent Dr. Jean-Pierre Gutzwiller beantwortet die häufigsten Fragen. Welches ist die wirksamste Lebensstiländerung gegen Diabetes?

PD Dr. med. Jean-Pierre Gutzwiller, M.P.H. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Universitätsspital Basel, und ab 1. August Co-Chefarzt der Medizinischen Klinik am Spital Zofingen

Zweifellos Sport, genauer gesagt Ausdauertraining. Von grösster Wichtigkeit ist die Menge des Ausdauertrainings, die über die ganze Woche verteilt sein muss. Dreimal 45 Minuten müssen es schon sein, auf zwei respektive drei Tage verteilt. Der Puls sollte dabei stets zwischen 120 bis 140 liegen, um die Fettverbrennung anzukurbeln und eine bessere Wirkung des körpereigenen Insulins zu erreichen. Entscheidend ist, dass das Training vom behandelnden Arzt und gegebenenfalls vom Physiotherapeut begleitet wird. Ab wann braucht es bei Diabetes Medikamente? Medikamente werden bei Diabetes dann notwendig, wenn es der Patient nicht schafft, Veränderungen seines Lebensstils wie Bewegung oder gesündere Ernährung in die Tat umzusetzen, oder wenn diese Veränderungen einen ungenügenden Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel haben, was sich zum Beispiel an einem unvermindert hohen HbA1c-Wert zeigt. Man hört viel von den Inkretinen. Was ist so speziell an diesen neuen Diabetes-Medikamenten?

Inkretine sind Hormone, die im Dünndarm gebildet werden, also eigentlich ganz eng mit der Verdauung zu tun haben. Sie werden nach der Mahlzeit ausgeschüttet und leiten die erste Phase des Sättigungsvorganges ein. Durch meine Forschungsarbeiten konnte ich einige Erkenntnisse darüber gewinnen. Speziell ist, dass Inkretine nicht nur die Ausschüttung von Insulin verstärken, sondern auch die Wirkung von Insulin auf den Zuckerstoffwechsel verbessern. Und ganz speziell ist der Umstand, dass ihre Wirkung erst dann einsetzt, wenn der Blutzucker erhöht ist. Bei tiefem Blutzucker wirken sie hingegen nicht. Haben Inkretine gegenüber herkömmlichen Diabetes-Medikamenten Vorteile? Inkretine gehen nicht mit Hypoglykämien einher. Solche Unterzuckerungen können nicht nur gefährlich sein, sie werden vom Patienten auch als sehr unangenehm empfunden. Was Hypoglykämien anbelangt, sind Inkretine viel sicherer als die bisherigen Medikamente, vielleicht mit Ausnahme von Metformin. Ein zweiter grosser Vorteil: Inkretine reduzieren das Hungergefühl, was zu Gewichtsreduktion führt. Auf der ganzen Welt ist man sich einig: Gewichtsabnahme ist

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das wichtigste Ziel bei der Behandlung von Diabetes. Was macht das Medikament Januvia? Januvia hemmt den Abbau von GLP-1, dem körpereigenen Inkretin – es kommt also im Körper zu einem «Inkretinstau». Das Medikament ist in Tablettenform erhältlich, gut verträglich und hat wenig Nebenwirkungen. Gibt es für ältere Diabetes-Medikamente überhaupt noch eine Berechtigung?

Provokative Frage. Es gibt sicher Medikamente, die auch nach Einführung der Inkretine ihre Berechtigung nicht verlieren werden: das günstige Metformin beispielsweise. Dieses Medikament ist die tragende Säule in der Behandlung des Diabetes Typ 2. Ich kann mir aber vorstellen, das Januvia und andere Medikamente mit ähnlichen Wirkprinzipien eine immer wichtigere Rolle spielen und deshalb die Bedeutung von älteren Medikamenten abnehmen wird.

Kombinierte Therapie Muss Diabetes Typ 2 mit Medikamenten behandelt werden, reicht ein Wirkstoff oft nicht aus, um den Blutzucker zu kontrollieren. Meistens beginnt man mit dem bewährten Wirkstoff Metformin. Damit der Blutzucker besser kontrolliert werden kann, sollte man möglichst früh eine Kombinationstherapie in Erwägung ziehen. Eine Möglichkeit ist die Kombination von Metformin mit dem neuen Medikament Januvia, das den Abbau der körpereigenen Inkretine verhindert. Die beiden Substanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung. Im Gegensatz zu anderen Kombinationstherapien ist das Risiko für Unterzuckerungen gering. Auch nehmen die Patienten oft ab.

Diabetes und Autofahren Auch wenn Diabetiker nicht häufiger verunfallen als andere Verkehrsteilnehmer, sind Unterzuckerungen die wichtigste Ursache. Die Gefahr solcher «Hypos» besteht vor allem unter der Behandlung mit Insulin oder blutzuckersenkenden Medikamenten. Um dieser Gefahr rechtzeitig vorzubeugen und sicher Auto zu

fahren, hat die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft einen praktischen Leitfaden herausgegeben. Online-Bestell-Formular unter: www.diabetesgesellschaft.ch oder Telefon 056 200 17 90.

Messen und nochmals messen! Wie viele Kilometer sind Sie pro Jahr mit dem Auto unterwegs? Zwischen 50 000 und 70 000. Und zwar aus geschäftlichen Gründen. Ist es nicht gefährlich, mit Diabetes Auto zu fahren? Man denke nur an die Unterzuckerung!

Frank Taeschler aus Samensdorf fährt auch mit Diabetes sicher Auto.

Absolut nicht. Ein Diabetiker muss sich jederzeit unter Kontrolle haben. Das heisst messen und nochmals messen – und den Körper kennen und spüren. Wie vermeiden Sie die Gefahr von Unterzuckerungen?

der 20-minütigen Durchfahrt die Gewähr, dass ich niemanden gefährde. Ich strebe immer einen Blutzuckerwert von über 6 mmol/l an, damit ich eine Sicherheitsreserve habe. Denn unter 5 darf der Zucker beim Autofahren nie abfallen. Spüren Sie eine drohende Unterzuckerung? Ja, zum Glück, indem meine Sehkraft nachlässt und ich zu schwitzen und zittern beginne. Das ist aber sehr individuell. Am besten lernt man seinen Körper in einem sogenannten Fit-Kurs der regionalen Diabetes-Gesellschaft kennen. Was machen Sie in solchen Situationen?

Die Spielregeln einhalten ist das Wichtigste. Eine «heilige» Regel besagt zum Beispiel, dass ich nach eineinhalb bis zwei Stunden Autofahrt anhalte und den Blutzucker nochmals messe, ganz speziell vor dem Gotthardtunnel. So habe ich während

Kohlenhydrate zu mir nehmen. Ich habe beim Autofahren immer rasch verwertbare Kohlenhydrate in Form von zuckerhaltigen Getränken oder Traubenzucker dabei.

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diabetes

0800 810 010 – Gratisnummer gegen Zucker und Kilos Machen Sie mit bei «Bravissimo». Versuchen Sie, Blutzuckerwerte und Gewicht zu normalisieren. Als Preise winken ein Jahr Gratis-Krankenkassenprämien und zwei Wellness-Weekends in Valbella.

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Haben Sie einen Typ-2-Diabetes? Und sind Sie übergewichtig? Dann sollten Sie unbedingt etwas tun gegen den Zucker und die Kilos. Denn sonst kommen mit den Kilos die Tränen. Nicht heute und nicht morgen. Aber vielleicht schon übermorgen. Irgendwann einmal, wenn es zu spät ist, wenn der Zucker und die Last der Kilos Ihren lebenswichtigen Organen wie Herz, Hirn und Nieren zu viel geworden sind. «Bravissimo!» – ein Projekt der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft, der Schweizerischen Adipositas-Stiftung, der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung und Sanofi-Aventis – will übergewichtigen Typ2-Diabetikern helfen, ihre Behandlungsziele zu erreichen, das heisst, den BlutzuckerLangzeitwert HbA1c möglichst unter 7% und den Body-Mass-Index unter 25 zu senken. Wir wollen Sie dabei unterstützen. Mit der Gra-

tisnummer 0800 810 010. Erfahrene Diabetesfachfrauen und Ernährungsberaterinnen der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft stehen Ihnen von Montag bis Donnerstag jeweils von 12 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr zur Verfügung. Profitieren Sie von diesem kostenlosen Beratungsdienst für Ihre Gesundheit! Damit es Ihnen leichterfällt, die mit dem Arzt vereinbarten Therapieziele zu erreichen, gibt es einen Wettbewerb mit tollen Preisen. Spätester Starttermin zum Mitmachen ist der 31. Juli. Und so sind Sie bei «Bravissimo!» dabei: Holen Sie bei Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke die «Bravissimo!»-Karte oder bestellen Sie sie bei der Schweizerischen DiabetesGesellschaft. Mit der «Bravissimo!»-Karte sind Sie automatisch teilnahmeberechtigt. Versuchen Sie, Ihren Diabetes in den Griff zu bekommen und die mit Ihrem Arzt vereinbarten Behandlungsziele bezüglich Diabetes und Gewicht zu erreichen. Und lassen Sie sich dabei helfen, indem Sie auf die Gratisnummer 0800 810 010 anrufen oder Ihre Fragen per E-Mail stellen: bravissimo@diabetesgesellschaft.ch. Lassen Sie Ihre persönliche Karte am Ende der Aktion vom Arzt ausfüllen und mit dem «Bravissimo!»-Stempel quittieren. Senden Sie die ausgefüllte und abgestempelte Karte in einem verschlossenen Couvert bis spätestens 31. Oktober an die Schweizerische DiabetesGesellschaft, Rütistrasse 3a, 5400 Baden. Die Auslosung der Gewinner erfolgt zum WeltDiabetestag am 14. November 2008. Wichtig ist, dass Sie sich auf den Weg machen, Ihre Behandlungsziele zu erreichen. Nicht die absoluten Werte sind am Ende massgebend, sondern Ihr guter Wille.


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Beraterinnen stehen Ihnen jeden Tag von 12 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr für alle Fragen rund um Diabetes und Ernährung kostenlos zur Verfügung.

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Partner-Organisationen Die Schweizerische Adipositas-Stiftung SAPS berät, informiert und unterstützt Sie beim Abnehmen mit der Helpline 044 251 54 13 und der Internetplattform www.saps.ch Schweizerische Diabetes-Gesellschaft Association Suisse du Diabète Associazione Svizzera per il Diabete

Die Schweizerische DiabetesGesellschaft und ihre 19 regionalen Beratungsstellen informieren, beraten und begleiten DiabetesBetroffene: www.diabetesgesellschaft.ch

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE beantwortet Fragen zur gesunden Ernährung: SGE-Informationsdienst Nutrinfo, Telefon 031 385 00 08 (Montag bis Freitag 8.30 bis 12.00 Uhr) www.sge-ssn.ch

«Seit drei Monaten gehe ich an fünf Tagen in der Woche eine halbe Stunde schnell spazieren. Ausserdem esse ich mehr Gemüse und Vollkornprodukte, dafür weniger Wurst und Käse. Meine Hosen sind zwar inzwischen am Bund weniger eng, bisher habe ich aber noch kein einziges Kilo abgenommen. Woran liegt das?»

Wie Sie Bewegung in Ihren Alltag integrieren, ist vorbildlich. Bewegung ist neben einer ausgewogenen kalorienreduzierten Ernährung der zentrale Faktor für eine Gewichtsabnahme. Allerdings nehmen Sie – vor allem wenn Sie mit Sport beginnen – an Muskelmasse zu. Das Verhältnis von Fett- zu Muskelmasse in Ihrem Körper verbessert sich, auch wenn sich das nicht sofort auf der Waage niederschlägt. Sie können aber den Erfolg an Ihrem Bauchumfang beziehungsweise Ihrem Hosenbund erkennen, denn 1kg Muskel hat ein wesentlich kleineres Volumen als 1 kg Fett! Kontrollieren Sie also weiterhin Ihren Bauch- und/oder Hüftumfang, denn manchmal sagt der Gürtel mehr als die Waage.

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Das beste Rezept Bewegung halbiert das Diabetes-Risiko. Je mehr Bewegung, desto besser ist das Ansprechen auf körpereigenes Insulin. Das gilt für beide Geschlechter und ist unabhängig davon, wie schwer jemand ist. Selbst wer viel Bauchfett mit sich herumschleppt, kann seine Insulin-Empfindlichkeit durch viel körperliche Aktivität erhalten. Umgekehrt ist die Insulinresistenz umso grösser, je weniger sich jemand bewegt. Ausschlaggebend ist die gesamte körperliche Aktivität, also Dauer und Intensität. Wer also tagsüber vor allem sitzen muss, kann das über Mittag, in Pausen, auf dem Heimweg oder zu Hause wieder ausgleichen. Und noch ein Rezept gegen Diabetes: Ballaststoffe oder Nahrungsfasern! Eine Ernährung, die reich an Nahrungsfasern ist, verringert das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich. Das zeigt die Auswertung einer Untersuchung von 60 000 Frauen in den USA. Schon zwei Scheiben Vollkornbrot oder ein Müesli pro Tag genügen, um auf die erforderliche Menge an Nahrungsfasern zu kommen. Die Forscher vermuten, dass die Ballaststoffe die Wirkung des körpereigenen Insulins verbessern und Blutzuckerspitzen verhindern.

Der grosse Trugschluss Trotz schlechter Werte glauben viele Diabetiker, gut eingestellt zu sein. Und: Drei von vier sind zu schwer und haben enorm Mühe abzunehmen. Das zeigt die Umfrage «Choose Control» bei 800 Diabetikern in verschiedenen europäischen Ländern. Dass den meisten Diabetikern ihre schlechte Behandlung gar nicht bewusst ist, überrascht nicht. Eine schlechte Stoffwechseleinstellung spürt man nicht. Erst Jahre später die Komplikationen – wenn es zu spät ist. Der weitaus grösste Teil der Patienten glaubt, einen «milden» Diabetes zu haben, obwohl es einen solchen Begriff gar nicht gibt. Und nur ein Bruchteil weiss, was der HbA1c-Wert bedeutet. Das schwerwiegendste Problem bei Typ-2-Diabetikern ist das Übergewicht. Drei von vier sind viel zu schwer. Die meisten haben seit der Diagnose sogar zugenommen und leiden darunter. Deshalb ist es dringend notwendig, mit dem Arzt neue Therapiestrategien zu besprechen, die nicht nur das HbA1c normalisieren, sondern auch eine Gewichtsreduktion ermöglichen.

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«Mein Arzt hat mir geraten, meine Ernährung komplett umzustellen, und hat mich zur Ernährungsberatung geschickt. Ich habe viel gelernt und mit meiner Frau einen Speiseplan erarbeitet, der auch von der Ernährungsberaterin gutgeheissen wurde. Sogar auf den Sonntagsbraten bin ich bereit zu verzichten. Obwohl ich sehr motiviert bin, habe ich zwischendurch Heisshungerattacken, gegen die ich mich fast nicht wehren kann.» Gerade auf lange Sicht kann die Ernährungsumstellung relativ schwerfallen. Gestalten Sie Ihren Diätplan zu streng, kommen Heisshungerattacken häufig vor. Gegen Heisshunger können Zwischenmahlzeiten in Form einer Frucht oder einem Stück Vollkornbrot mit Hüttenkäse Wunder wirken. Verzichten Sie auch nicht auf all Ihre Lieblingsgerichte, denn das kann Ihre Laune verschlechtern und die Motivation, die Ernährung langfristig umzustellen, senken. Nehmen Sie deshalb zum Beispiel einmal in der Woche Ihre Lieblingsspeisen in Ihren Mahlzeitenplan auf. Diskutieren Sie dafür mit Ihrer Ernährungsberaterin, wie Sie Ihre Lieblingsmenüs figurfreundlicher gestalten können. Und vergessen Sie nicht: Essen soll auch Spass machen.

Der neue Weg

Blutzuckertests bei Schwangerschaft

Das körpereigene Endocannabinoid-System (EC) rückt immer stärker in den Vordergrund, um übergewichtige Diabetiker zu behandeln. So zeigt die wegweisende SERENADE-Studie, dass Patienten, die mit dem EC-Blocker Acomplia behandelt wurden, ihren HbA1c-Wert im Vergleich zu einer alleinigen diätischen Behandlung um 0,5 Prozent senken konnten. Insgesamt sank der Blutzucker-Langzeitwert innerhalb von nur sechs Monaten von 7,9 auf 7,0 Prozent, was als sehr erfolgreiche Intervention gilt. Gleichzeitig stieg das gute HDL-Cholesterin. Wichtigster Effekt der EC-Blockade: Die Patienten konnten ihr Gewicht um durchschnittlich vier Kilo reduzieren. Die Fachwelt ist sich heute einig: Die EC-Blockade ist ein wichtiges neues Behandlungsprinzip für übergewichtige Typ-2-Diabetiker.

Jeder hohe Blutzucker bei Schwangeren gefährdet das Kind. Je höher der Zucker während der Schwangerschaft, desto häufiger sind Komplikationen wie hohes Geburtsgewicht und Kaiserschnitt. Das zeigen Auswertungen von Studiendaten mit weit über 20 000 Frauen. Neu ist die Feststellung, dass nicht nur ein manifester Diabetes, sondern bereits Vorstufen davon ein Risiko für das heranwachsende Kind darstellen. Die Forderung von führenden Gynäkologen ist klar: Schwangere sollten auf Diabetes getestet werden.

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insulinbehandlung

Die magische 7 Eine Zahl sollte allen Diabetikern heilig sein: die Sieben. Wird sie überschritten, ist die Behandlung mit allen Mitteln zu intensivieren, auch mit Insulin. Wir leben im Jahrhundert des Diabetes, und zwar nicht nur bei uns, sondern weltweit. Dort, wo wir noch vor wenigen Jahren Hungerhilfe leisteten, entstehen im Minutentakt neue Diabetiker, weil die meisten Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern auf plötzliche Fast-Food-Angebote nicht vorbereitet sind. Der Diabetes ist globalisiert: «World Wide Fat» ist man in Analogie zum «World Wide Web» geneigt zu sagen. Beide Trends hängen eng zusammen. Wenn jede Art von Information an jedem beliebigen Ort der Welt zu jeder

beliebigen Zeit frei verfügbar wird, erübrigt sich jede Art von Bewegung. Der moderne Mensch braucht nur noch sein Hirn, eine minimale motorische Funktion in Form von Fingerbewegungen und das Internet, und schon kann er sein Leben steuern. Die grösste Herausforderung aller Gesundheitssysteme der Welt sind deshalb Bewegungsarmut, Übergewicht und Diabetes, die sich folgen, so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Kampf gegen diese weltweite Epidemie ist nur mit einem Zangenangriff zu gewinnen, mit Prävention einerseits und mit einer intensiven Therapie anderseits. Gelingt das nicht, gehen in ein paar Jahren die Hälfte der Prämiengelder für den Diabetes drauf. Wie Prävention angelegt werden muss, damit sie von einer Bevölkerungsmehrheit auch wirklich durchgeführt wird, weiss heute niemand. Wie eine wirksame Behandlung auszusehen hat, darüber besteht weltweit Einigkeit. Im Vordergrund steht die magische Zahl 7. Gemeint ist ein Blutzucker-Langzeitwert – dem sogenannten HbA1c – von 7 Prozent. Wird dieser Wert überschritten, muss die Therapie zwingend intensiviert werden. Darüber besteht weltweit Einigkeit. Die führenden Diabetesgesellschaften, darunter die amerikanische und die europäische, haben klar festgelegt, was zu tun ist, wenn der Wert von 7 überschritten wird: Nicht lange mit Tabletten herumpröbeln, wenn sich kein Erfolg einstellt, sondern viel rascher auf Insulin wechseln, als man das bisher getan hat. Die Fachleute sprechen von einer «neuen Dringlichkeit». Denn nur so lassen sich lebensbedrohliche Komplikationen an Herz, Nieren oder Augen vermeiden. Obwohl Insulin das effizienteste blutzuckersenkende Medikament ist, setzte man das körpereigene Hormon bisher zu zögerlich ein. Angst vor schmerzhaften Injektio-

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insulinbehandlung

nen, komplizierten Therapieschemen und Unterzuckerungen sind die wesentlichsten Gründe. Alles Schnee von gestern. Heute gibt es langwirksame Insuline, die nur einmal oder ein- bis zweimal pro Tag gespritzt werden müssen. Diese Insuline wirken gleichmässiger und länger, einige sogar über volle 24 Stunden und haben ein niedrigeres Risiko für Blutzuckerspitzen als die älteren Insuline. Auch die Behandlungsschemen wurden stark vereinfacht. Zuerst konzentriert man sich nur auf den Nüchternblutzucker. Ziel ist ein Nüchternblutzucker zwischen 3,9 und 7,2 mmol/l. Solange man darüberliegt, sollte alle drei Tage die Insulindosis um 2 Einheiten erhöht

werden. Angesichts des geringen Hypoglykämie-Risikos der modernen Insuline kann das der Patient in Absprache mit dem behandelnden Arzt auch alleine machen, ohne dass er dabei Angst haben muss, zu hoch zu dosieren. Gelingt dies, bessert sich das ganze BlutzuckerTagesprofil. Wird das HbA1c-Ziel von 7 Prozent nicht erreicht, liegt das oft daran, dass die Insulindosis zu niedrig ist. Heute weiss man, dass anfangs hohe Insulin-Dosen benötigt werden, um die Insulinresistenz zu brechen, weil der Körper im Verlauf der Jahre gegen das Insulin unempfindlicher geworden ist. Nicht nur die verwendeten Insuline sind viel moderner und sicherer geworden, dasselbe gilt auch für die Pens. Ein Fer-

tigpen – das neuste Modell von sanofiaventis – gewann letztes Jahr den renomierten «Good Design Award». Fazit: Diabetes ist eine sich ständig verschlechternde Krankheit, wenn man nicht entschlossen dagegen vorgeht. Jeder Patient muss eine aktive Rolle übernehmen, HbA1c-Werte über 7 darf er nicht akzeptieren. Eine Insulin-Therapie muss viel schneller eingeleitet werden, als es bisher der Fall war. Verwendet jemand schon Insulin, muss die Dosis individuell angepasst werden. Die modernen Insuline, Pens und Behandlungsschemen sind so einfach und sicher geworden, dass ab sofort alle Ausreden und Vorurteile gegenüber der Insulintherapie nicht mehr erlaubt sind.

Eine um Klassen bessere Lebensqualität Wann sollte man mit einer InsulinBehandlung starten?

Dr. med. Andreas Rohrer-Theus, Innere Medizin FMH, spez. Endokrinologie, Chur

Typ-1-Diabetiker produzieren gar kein Insulin mehr und benötigen von Beginn an Insulin. Typ-2-Diabetiker können wir in den ersten Monaten bis Jahren oft mit Tabletten behandeln. Sobald sich aber mit Tabletten keine guten Blutzuckerwerte mehr erreichen lassen, ist der Zeitpunkt für die InsulinTherapie gekommen. Leider wird oft viel zu lange gewartet. Mit jedem Jahr Diabetes nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass man Insulin einsetzen muss. Das ist nicht ein Versagen des Diabetikers, sondern die normale Entwicklung der Krankheit. Viele Patienten haben Angst vor einer Gewichtszunahme, wenn sie Insulin nehmen. Ist die Gewichtszunahme nicht automatische Konsequenz, wenn dank der Insulinbehandlung die Werte endlich wieder normal werden?

Für Typ-2-Diabetiker, die auf Insulin angewiesen sind, gibt es eine sehr informative Broschüre: «Diabetes – ich mach’ draus das Beste.» Broschüre kostenlos – solange Vorrat.

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In der Tat nimmt das Gewicht mit Beginn der Insulintherapie häufig um einige wenige Kilos zu. Je besser der Blutzucker gesenkt wird, desto grösser ist die Gewichtszunahme. Lieber etwas mehr Gewicht als hohe Blutzuckerwerte, die ein grosses Risiko für lebenswichtige Organe sind.

Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Insulinen in Sachen Gewichtszunahme? Aus meiner Erfahrung ist diese Frage im Praxisalltag überhaupt nicht relevant. Was einzig zählt, ist eine gute Blutzuckerkontolle. Eine der grössten Hindernisse beim Wechsel auf Insulin ist die Meinung, man müsse mehrmals täglich Insulin spritzen. Gibt es nicht moderne Insuline, wo eine Anwendung pro Tag reicht? Bei Typ-1-Diabetikern sind immer mehrere Injektionen nötig. Bei Typ-2 kommen wir bei einem Grossteil mit einer oder höchstens zwei Injektionen zum Ziel. Die neuen Basis-Analoginsuline haben eine sehr lange, gleichmässige Wirkung, sodass oft eine Injektion pro Tag – meist zusammen mit Medikamenten – genügt. Macht das Spritzen mit den modernen Pens noch weh? Moderne Pens oder Fertigspritzen sind sehr bedienerfreundlich, Die neuen, ex­trem feinen Nadeln sind oft weniger spürbar als Stiche beim Blutzuckermessen. Viele Patienten fragen: «Ist das alles?» Häufig ist die Angst gross, nach der ersten Injektion sind aber praktisch alle Diabetiker sehr erleichtert. Und eines muss man wissen: Die Lebensqualität mit besseren Blutzuckerwerten unter Insulin ist oft um Klassen besser!


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Statt Schranken abzubauen, werden meterhohe Mauern errichtet Prof. Thomas F. Lüscher, Klinikdirektor Kardiologie, Vorsteher Departement für Innere Medizin, Universitätsspital Zürich.

Illustration Joel Stutz

Es ist an der Zeit, dass der Herzdoktor Alarm schlägt. Weil es immer schwieriger und oft sogar unmöglich wird, die Patienten, die uns anvertraut sind, so zu behandeln, wie es die ärztliche Vernunft und Ethik erfordern – und das in einem Land, das zu den reichsten der Welt gehört. Was wir von anderen Ländern hörten, spielt sich nun auch in der Schweiz ab. Und zwar ganz einfach deshalb, weil das Krankenversicherungsgesetz, welches das Volk 1995 angenommen hat, zu einer weiteren Kantonalisierung der Gesundheitsversorgung und Einschränkung der freien Arztwahl geführt hat. Heute ist eine Kostengutsprache selbst für die kleinste ausserkantonale Behandlung durch einen nicht mehr klinisch tätigen Kantonsarzt zwingend. Weder die Qualität der Behandlung noch die Wünsche des Patienten sind dabei entscheidend, sondern nur die Verfügbarkeit der Leistung im eigenen Kanton. Kurz: Statt Schranken abzubauen, wurden nur neue, meterhohe Mauern errichtet. Dazu ein Fall aus der ärztlichen Praxis. Ein 63-jähriger Patient aus einem anderen Kanton erhielt bei uns wegen gravierenden Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche einen implantierbaren Defibrillator. Vier Monate nach dem Eingriff kommt es zu unkontrollierten Entladungen des Geräts, was den Patienten schmerzt und massiv verängstigt. Der Patient lässt sich von seiner Ehefrau wieder ins Universitätsspital Zürich einweisen. In der Notaufnahme wird der Defibrilla-

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tor neu programmiert, die Medikamente werden angepasst, und der Patient wird am dritten Tag entlassen. Ein paar Tage später erhält das Unispital Zürich vom zuständigen Kantonsarzt ein Schreiben. Die Kostenübernahme werde abgelehnt. Dem Spital wird empfohlen, den Patienten zu betreiben oder die Rechnung gleich abzuschreiben. Der Kantonsarzt meinte, er habe nur das Gesetz zu befolgen. Ein Notfall habe ja nicht vorgelegen. Auch für niedergelassene Ärzte wird es immer schwieriger, ihre Patienten so zu behandeln, wie sie es eigentlich müssten. Verschiedene Krankenkassen messen die Qualität der Ärzte nämlich nur noch an ihrem Medikamentenverbrauch und nicht mehr an ihrem eigentlichen Tun. Das hat fatale Konsequenten: Weder das Alter eines Patienten noch die Komplexität einer Erkrankung werden berücksichtigt. Die Frage, ob eine Behandlung nötig ist oder nicht, interessiert die Krankenkassen immer weniger. Eine Medizin, die sich auf international gültige Empfehlungen abstützt, wird dadurch systematisch verunmöglicht. Dazu ein Beispiel: Eine 62-jährige Patientin wird mit einem Herzinfarkt notfallmässsig ins Universitätsspital Zürich eingeliefert, wo das rechte Herzkranzgefäss mit dem Ballon aufgeweitet wird. Die Frau wird umgehend schmerzfrei und erhält zur Vorbeugung eiRauchstopp schützt das Herz nes Rückfalls die PlättchenDer Verzicht aufs Rauchen trägt im Vergleich zur hemmer Aspirin und Plavix, Behandlung anderer Risikofaktoren am stärksten blutdrucksenkende Mittel, zur Senkung des Herzinfarktrisikos bei. Der Nutzen ist das cholesterinsenkende Meviel grösser als beispielsweise eine Normalisierung dikament Sortis sowie Mittel des Blutdrucks und des Cholesterins. Das zeigt eine gegen ihren Diabetes. Alles britische Untersuchung mit fast 7000 Patienten im Medikamente, welche die Alter von 40 bis 60 Jahren. Patienten nach den weltweit gültigen EmpfehlunVergessen killt das Herz gen zwingend brauchen, Untersuchungen zeigen, dass fast jeder vierte aus der um nicht einen zweiten, Klinik entlassene Patient sein Rezept für blutdruck- und vielleicht tödlichen Herzcholesterinsenkende Mittel sowie Medikamenten gegen infarkt zu erleiden. Nach einem halben Jahr erhalten die Verklumpung der Blutplättchen nicht einlöst. Die wir vom nachbehandelnden Folge ist eine etwa doppelt so hohe Sterberate innerhalb Arzt einen Anruf. Verzweides ersten Jahres nach einem Infarkt im Vergleich zu felt bittet er uns um Hilfe. Patienten mit guter Compliance. Offenbar nehmen Die Krankenkasse dränge viele Patienten einen Herzinfarkt immer noch nicht als ihn seit Längerem, bei dieser einschneidendes Erlebnis wahr. Am zuverlässigsten Patientin die Medikamente in Sachen Medikamenteneinnahme sind gemäss der zu reduzieren. Wir müssen Studie junge Patienten mit niedrigem Einkommen. es hier einmal klipp und Einen grossen Einfluss auf die Therapietreue hat eine klar sagen: Die finanzielle klare Patientenkommunikation in der Klinik und beim Bedrohung der Ärzte in der nachbehandelnden Arzt. Praxis durch die Rückzah-

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Französisch hilft dem Herz Franzosen sterben viel seltener den Herztod als Deutsche. Die Sterberate durch Herzinfarkt ist in Deutschland zweieinhalb mal höher als in Frankreich. In Lettland ist sie sogar siebenmal höher als in Frankreich. Das zeigen die Auswertungen von statistischen Daten mehrerer westeuropäischer Länder. Als Hauptgrund für den Unterschied zwischen Ost und West sehen die Forscher fettes Essen. Der Konsum ungesunder, gesättigter Fette liegt im Osten weit über dem WestNiveau. Dass Verhaltensänderungen etwas bringen, zeigt das Beispiel Polen. Seit den 90-er Jahren nimmt der Konsum von gesättigten Fettsäuren ab. Parallel dazu ist die Herzinfarktrate um ein Viertel gesunken.

lungsforderungen der Krankenkassen haben in vielen Fällen existenzielle Ausmasse angenommen, für die Kollegen selber, aber auch für ihre Patienten. Wir Ärzte, sei es in der Klinik oder in der freien Praxis, erleben zurzeit auf groteske Weise, wie sich die Sparpolitik der allmächtigen Versicherer auswirkt. Kopflos wird versucht, kurzfristig die Kosten zu senken. Dabei nimmt man nicht nur in Kauf, dem Patienten zu schaden, sondern mittel- und langfristig sogar noch mehr Kosten zu verursachen. Wen interessiert es denn schon, ob diese Patientin in ein paar Jahren zum teuren Pflegefall wird, wenn sie wegen der unsäglichen Sparpolitik einen zweiten, schweren Herzinfarkt erleidet? Wehe, wenn der unmittelbar bevorstehende Jahresabschluss und nicht die Nachhaltigkeit und das wirkliche Wohl des Patienten im Vordergrund stehen. Es ist erstaunlich, dass weder die Verbindung der Schweizer Ärzte FMH noch Fachgesellschaften sich gegen diesen unsäglichen Spartrend erheben. Es ist an der Zeit, dass wir Ärzte uns erheben und gegen eine Entwicklung protestieren, die gegen alle Ethik und Vernunft verstösst. Tun wir es nicht, machen wir uns schuldig. Es ist Zeit für eine geschlossene Aktion von uns Ärzten – höchste Zeit.


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Wehe, wenn sie verklumpen! Thrombozyten-Aggregationshemmung – oder der Versuch, die Blutplättchen am Verklumpen zu hindern. Diese Strategie wird immer wichtiger, um Herzinfarkte und Schlaganfälle zu verhindern. Arteriosklerose bekommt jeder – der eine früher, der andere später, je nachdem, wie stark Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes seinen Gefässen zugesetzt haben. Doch eine Arteriosklerose allein macht noch keinen Herzinfarkt und auch keinen Hirnschlag. Verhängnisvoll wird es erst, wenn sich auf dem Boden der Arteriosklerose ein Thrombus bildet, das heisst, wenn sich an einer Stelle die Blutplättchen verkleben und einen Klumpen bilden, der das Gefäss verstopft. Ohne Thrombus kein Herzinfarkt und kein Hirnschlag – auf diesen einfachen Nenner lässt sich die häufigste Todesursache bringen. Klar, wo die Strategie ansetzen musss: bei den Thrombozyten, den Blutplättchen. Lässt sich deren Verklumpung verhindern, bleibt selbst ein arteriosklerotisch verändertes Blutgefäss für den Blutstrom durchgängig. Zwei Möglichkeiten gibt es, um die Blutplättchen am Verkleben zu hindern: Einerseits ist das konsequente Umstellung der Lebensgewohnheiten, sprich täglich eine Stunde zügige Bewegung, Reduktion der Kalorien und kompletter Verzicht aufs Rauchen. Zweitens ist das die Plättchenhemmung mit Medikamenten, die sogenannte Thrombozyten-Aggregationshemmung. Einerseits macht man das mit dem bewährten Aspirin, in jüngster Zeit aber auch immer öfter mit dem neuen Mittel Clopidogrel (Plavix) oder sogar mit beiden kombiniert.

So funktioniert antithrombotischer Schutz Welche Patienten brauchen einen antithrombotischen Schutz mit Thrombozytenaggregationshemmern? Alle Patienten mit arteriosklerotischen Veränderungen in den Herzkranzgefäs­ sen, den Halsgefässen oder den Beinarterien brauchen eine Thrombozyten-

hemmung, ganz besonders Diabetiker. Nach Hirnschlag und nach Infarkt ist die Hemmung der Blutplättchen ebenfalls besonders wichtig. Auch BluthochdruckPatienten profitieren von einer Thrombozytenhemmung, falls ihr Blutdruck gut eingestellt ist. Wann genügt Aspirin? Wann braucht es das neuere Clopidogrel? Wann beide? In allen genannten Situationen ist Aspirin Basistherapie. Wenn es nicht vertragen wird, gibt man einen Magensäureblocker dazu, oder man wechselt auf Clopidogrel. Auch bei anderen Nebenwirkungen kommt dieses neuere Medikament infrage. Patienten, bei denen im Rahmen einer Ballonbehandlung ein Metalgitterchen in das Herzkranzgefäss implantiert wurde, brauchen je nach Art dieses Stents drei bis zwölf Monate lang Aspirin und Plavix kombiniert. Auch bei Patienten mit generalisierter Arteriosklerose und Infarkt unter Aspirin-Therapie empfiehlt sich eine Langzeittherapie mit beiden Medikamenten. Nach einer Bypass-Operation am Herzen verwenden viele Chirurgen ebenfalls eine duale Therapie, wenn für die Operation Venen verwendet wurden. Patienten mit mehreren Risikofaktoren und schwerer Durchblutungsstörung der Beine können von einem Wechsel von Aspirin auf Plavix profitieren, eine Kombination der beiden Medikamente ist aber nur in Ausnahmefällen angezeigt. Ist eine Bypass-Operation am Bein notwendig, benötigt der Patient je nach Bypassmaterial eine unterschiedliche Therapie. Kann die eigene Vene verwendet werden, wird der Patient meistens mit Marcoumar blutverdünnt und muss sich regelmässigen Quick-Kontrollen unterziehen. Wird hingegen ein Gefäss aus Kunststoff eingesetzt, genügt in der Regel Aspirin.

Prof. Beatrice R. Amann-Vesti, Direktorin Klinik für Angiologie, Universitätsspital Zürich

Prof. Thomas F. Lüscher, Klinikdirektor Kardiologie und Vorsteher Departement für Innere Medizin, Universitätsspital Zürich

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Schlafapnoe – Gefahr fürs Herz Nächtliche Atmungsstörungen wie die Schlafapnoe machen nicht nur müde und unkonzentriert, sondern schaden auch Herz und Kreislauf. Das erfordert sorgfältige Abklärung und konsequente Behandlung. Rund fünf Prozent der Bevölkerung haben eine nächtliche Atmungsstörung. Am häufigsten ist die obstruktive Schlafapnoe, bei der es zur Blockade der oberen Atemwege mit Atemstillständen von 10 Sekunden und mehr kommt. Dass Schlafapnoe und verwandte Störungen die Lebensqualität massiv beeinträchtigen können, ist mittlerweile bekannt. Kaum realisiert wird hingegen die Gefahr für Herz und Kreislauf. Nächtliche Atmungsstörungen können sowohl Ursache wie

Fünf Fragen Anhand von fünf einfachen Fragen können Sie herausfinden, ob bei Ihnen Verdacht auf Schlafapnoe besteht. •• Schnarchen Sie? •• Sind Sie tagsüber häufig müde und unkonzentriert? •• Setzt bei Ihnen im Schlaf die Atmung aus? •• Leiden Sie an Bluthochdruck? •• Sind Sie übergewichtig? Wenn Sie drei oder mehr Fragen mit «Ja» beantworten müssen, ist eine ambulante Aufzeichnung des Schlafs ratsam.

Bluthochdruck: Hauptursache für die Hypertonie bei Schlafapnoe ist eine nächtliche Aktivierung des sympathischen Nervensystems. Typisch für Schlafapnoe-Patienten ist die fehlende Blutdruckabsenkung in der Nacht. Das unterscheidet diese Form der Hypertonie von einem gewöhnlichen Bluthochdruck und zeigt, wie ernst erhöhte Blutdruckwerte bei Schlafapnoe zu nehmen sind.

Herzmuskelschwäche:

auch Folge von Herzkrankheiten sein. Schlafapnoe ist neben Übergewicht, Diabetes, hohem Blutdruck und Cholesterin ein eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung und Verschlimmerung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Deshalb muss bei Schlafapnoe-Patienten nach HerzKreislauf-Krankheiten und umgekehrt auch bei Herz-Kreislauf-Patienten nach Schlafapnoe gefahndet werden, um diese konsequent behandeln zu können.

Auch die Herzmuskelschwäche, die sogenannte Herzinsuffizienz, geht häufig mit einer nächtlichen Atmungsstörung einher. Mehr als ein Drittel der Schlafapnoe-Patienten leidet an Herzinsuffizienz. Herzmuskelschwäche ist mit einer dramatischen Verschlechterung der Lebenserwartung verbunden und muss deshalb konsequent behandelt werden.

Arteriosklerose:

Schlafapnoe-Patienten haben in 20 bis 50 Prozent der Fälle Herzrhythmusstörungen. Am häufigsten sind Vorhofflimmern, Frequenzabfall und Herzstolpern in der Nacht. Dass solche Rhythmusstörungen sehr gefährlich sind, beweist die

Schlafapnoe ist ein hochgradiges Risiko für Arteriosklerose und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Mechanismen sind vielfältig: Rund die

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Hälfte der Schlafapnoe-Patienten leidet an Bluthochdruck. Schlafapnoe geht mit einer herabgesetzten Empfindlichkeit auf das körpereigene Insulin einher – in der Fachsprache Insulinresistenz genannt. Weitere Mechanismen sind eine gesteigerte Produktion von Wachstumsfaktoren in den Blutgefässen, entzündliche Prozesse in der Gefässwand selber und erhöhte Gerinnungsneigung. Das führt dazu, dass bei Schlafapnoe-Patienten die koronare Herzkrankheit dreimal und Schlaganfälle drei- bis fünfmal häufiger auftreten als in der Gesamtbevölkerung.

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Herzrhythmusstörungen:

Tatsache, dass der plötzliche Herztod bei Patienten mit Schlafapnoe dreimal so häufig vorkommt wie in der restlichen Bevölkerung.

Fazit: Patienten mit koronarer Herzkrankheit, also mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe, mit Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen müssen sorgfältig auf Schlafapnoe abgeklärt werden. Am einfachsten ist eine ambulante Untersuchung mit einem tragbaren kleinen Gerät zu Hause, die der Hausarzt oder Herzspezialist jederzeit veranlassen kann. Am nächsten Tag werden die Daten vom Arzt analysiert und ausgewertet. Wenn nötig erfolgt eine Überweisung an den Spezialisten. Die Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen reduziert Arteriosklerose-Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Insulinresistenz und Entzündung der Gefässinnenschicht und senkt so das Herzinfarktund Schlaganfall-Risiko. Und nicht zu vergessen: Die Therapie – in den meisten Fällen die nächtliche Überdruckbeatmung – verbessert auch die Lebensqualität der Patienten, und zwar fast von einem Tag auf den anderen.

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schicksal

Um Himmelswillen! «Was will der Himmel mir mit all dem bloss zeigen?», fragt sich Autorin Kathrin Rüegg, nachdem sie wegen einem zweiten Wirbelbruch erneut operiert werden und in eine intensive Rehabilitation musste. Zwei Mal hat es gekracht. ler Pharmaunternehmens ist Zweimal ging ein Wirbelkörsie durchaus vom Fach – Dr. per in Brüche. Am 14. DezemRühlis exakte Diagnose. «Im ber 2007 musste der fünfte Tessin lebt man sehr gedieLendenwirbel dran glauben, gen, solange man gesund ist. nachdem die 78-jährige TVAber aufgepasst, wenn man Köchin und Buchautorin ernsthaft krank wird! Da aus dem Verzasca-Tal wegen braucht es viel Glück, den einem Lapsus mit ihrem Bürichtigen Arzt oder das richrostuhl unsanft aufschlug. tige Spital zu finden.» Kaum konnte sie nach der «Ich operiere nur einen erfolgreichen Operation nach Bruchteil der Patienten, die Hause, stürzte sie wieder, dieswegen Rückenschmerzen zu Kathrin Rüegg: Gezeichnet von zwei mal aber so fürchterlich die mir kommen», sagt Dr. RühWirbelbrüchen wegen Osteoporose Treppe hinunter, dass die beli. «Die grosse Kunst ist es, mitleidenswerte Frau nicht durch akribische Diagnostik nur von oben bis unten blau war, sondern möglichst jene Patienten herauszufiltern, sich den dritten Lendenwirbel brach. die am meisten von einer Operation profitieWie nach der ersten Fraktur hatte Kathren. Frau Rüegg war mit ihrer Kompressionsrin Rüegg so starke Schmerzen, dass selbst fraktur des fünften Lendenwirbels und dem die kleinste Bewegung die reinste Folter war. eingeengten Wirbelkanal genau eine solche Ihr Zustand war so kritisch, dass sich die Patientin. Und auch die Fraktur des dritten herbeigerufenen Sanitäter nicht trauten, sie Lendenwirbels erwies sich für eine Zementmit dem Krankenwagen ins nahe gelegene Behandlung als sehr geeignet.» Spital von Locarno zu verlegen, sondern Mittlerweile hat Kathrin Rüegg auch ein einen Helikopter avisierten. Medikament gegen ihre Osteoporose, ohne die In Locarno stellte sich rasch heraus, dass sie beim Sturz auf den Boden wahrscheinlich Kathrin Rüegg in Gefahr lief, nie mehr nach nie einen derart schlimmen Wirbelbruch erlitHause zurückkehren zu können, sollte es ten hätte. Die Osteoporose wiederum ist eine nicht gelingen, den erneuten Wirbelbruch Folge der Cortison-Behandlung, die wegen ihzu stabilisieren und ihr dadurch die Schmerrer rheumatoiden Arthritis notwendig wurde. zen soweit zu nehmen, dass sie überhaupt zu Dass man ihr im Tessin während der Cortisoneiner Rehabilitation fähig war. «Das einzige, Kur kein prophylaktisches Mittel gegen die Oswas man mit mir machen konnte, war, mich teoporse gab, ist ein anderes Kapitel. Denn zu in einen Rollstuhl zu setzen und für eine einer länger dauernden Cortison-Behandlung halbe Stunde ans Fenster zu fahren.» gehört bei einer postmenopausalen Frau ein Mittlerweile ist Kathrin Rüegg beschwerspefizisches Osteoporose-Medikament, und defrei. «Es ist ein kleines Wunder. Noch vor wezwar unabhängig von der Knochendichte. nigen Monaten konnte ich vom Bett fast nicht «Ich könnte bald ein Buch über all meine aufstehen.» Das Wunder hat einen Namen: Dr. Gebresten schrei­ben», lacht Kathrin Rüegg. Markus Rühli, Chirurg an der Wirbelsäulen- «Manchmal frage ich mich, was will mir der und-Schmerz-Clinic-Zürich. «Er ist mein gros­ Himmel mit all dem wohl zeigen? Vielleicht ser Schatz. Vielleicht habe ich ihm das noch hat er das Gefühl, es sei mir bis jetzt wohl zu nie so gesagt. Dafür tue ich es jetzt. Er kam, gut gegangen. Aber jetzt, lieber Gott, habe sah und operierte.» Mit «sah» meint Kathrin ich dann doch das Gefühl, es würde langsam Rüegg – als ehemalige Mitarbeiterin eines Basreichen.»

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Dr. Markus Rühli, Chirurg an der Wirbelsäulenund-Schmerz-Clinic-Zürich

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Der Rat des Apothekers DR. RUEDI ANDRES, APOTHEKE STADELHOFEN, INFORMIERT

Der wahre Unterschied zwischen Frau und Mann Männer haben eine längere Leitung als Frauen. Deshalb haben sie viel weniger oft Blasenentzündungen. Und noch einen Unterschied gibt es: Frauen handeln rascher, wenn sie zu oft «müssen».

Keine Gleichstellungskonferenz diskutiert es weg: Frauen haben eine kürzere Harnröhre als Männer. Das ist der Grund, weshalb sie viel häufiger von Blasenentzündungen betroffen sind. Eine äusserst unangenehme Sache. Alle fünf Minuten meldet sich Harndrang, sodass man glaubt, gleich in die Hose machen zu müssen. Man rennt zur Toilette, und was kommt? Ein paar Tropfen! Aber die Harnröhre tut so weh, als wäre gerade ein brennendes Zündhölzchen ausgetreten. Viele Frauen kennen dieses Gefühl. Aber wie gesagt, es trifft auch Männer. Da herrscht dann plötzlich Gleichberechtigung. Für beide wird es Zeit, etwas zu unternehmen.

Acht Kräuter gegen den Harndrang Tee trinken ist bei einer Blasenentzündung immer eine gute Idee. Die Flüssigkeit spült die Bakterien raus aus der Blase. Auch Preiselbeer- und Cranberrysaft, Petersilie oder Wacholderbeeren sind beliebte Hausmittel. Zur Behandlung einer Infektion braucht es noch mehr. Andererseits sollte man auch nicht gleich zu Antibiotika greifen. Die haben auch ihre Nachteile. Besser man vertraut auf wirksame Kräuter, die desinfizieren, den

Das hält Ihre Blase gesund: • Täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit trinken, am besten ungesüsste Kräuter- oder Früchtetees, kochsalzarme Mineralwässer oder verdünnte Fruchtsäfte. Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. • Regelmässig zur Toilette gehen, den Harndrang nicht unterdrücken und beim Wasserlassen die Blase immer vollständig entleeren. • Für die Intimpflege nur pH-neutrale, milde Seifen verwenden • Nach dem Stuhlgang von vorn nach hinten reinigen • Kalte Füsse vermeiden und sich nicht auf kalte Mäuerchen oder auf Steinböden setzen • Bei Blasenentzündung eine warme Bettflasche auf den Bauch legen

das heisst bei beginnender und akuter Blaseninfektion sowie bei immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten und bei Blasenschwäche bei Mann und Frau. Im letzten Fall wird Urotib auch vorbeugend und über mehrere Monate eingenommen.

Endlich wieder Gleichberechtigung Die acht Heilpflanzen von Dr. Andres Urotib ergänzen sich in ihrer Wirkung gegen Blasenentzündung.

Schmerz lindern und die Nieren aktivieren. Ein solches Mittel ist zum Beispiel Dr. Andres Urotib Tabletten, ein rein pflanzliches Medikament zur Behandlung von Nieren- und Blasenentzündungen. Die acht Kräuter, die darin enthalten sind, stammen dem tibetischen Arzneischatz. Sie sind so zusammengestellt, dass sie bei jeder Art von Blasenentzündung eingesetzt werden können,

Endlich herrscht danach wieder friedliches Zusammensein in den Strassencafés und auf den Bänkli am See. Frauen und Männer können wieder stundenlang dasitzen und schlanke Frauenbeine oder kräftige Männerschultern bewundern, ohne von ihrer Blase zum Aufbruch gezwungen zu werden. Und wenn schon irgendwo Schlange stehen, dann lieber am Wurststand als vor irgendeinem WC.


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Die Kraft der Kräuter Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) Die Blätter enthalten unter anderem Arbutin, Gerbstoffe, Flavone und Glykoside. Insbesondere Arbutin, aber auch Gerbstoffe, wirken antibakteriell.

Getrockntete Blütenköpfe der echten Kamille (Flores Chamomillae) werden als Heilpflanze eingesetzt.

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Ich bin Vif, der Zauberer. Mein Labor ist die Natur. Ich braue einen Tee. Einen Nieren- und Blasentee. Für alle Frauen, die Brennen beim Wasserlassen und häufigen Harndrang haben. Reizustände von Blase und Harnröhre dürfen Sie nämlich ruhig mal selber behandeln. Erst wenn die Beschwerden nicht abklingen oder sich verschlimmern, müssen Sie zum Arzt. Für meinen Tee verwende ich zwei Heilpflanzen, die schon seit Jahrhunderten bekannt sind, die Bärentraube und die Kamille. Extrakte aus Bärentraubenblättern enthalten Wirkstoffe wie Arbutin, welche die Bakterien in den unteren Harnwegen abtöten und so die Infektion bekämpfen. Zudem fördern sie die Heilung der entzündeten Schleimhäute. Deshalb heisst die Bärentraube unter uns Zauberern auch Harnkraut. Übrigens verhalten sich die Bakterien in der Blase und in den Harnwegen ziemlich tricky. Sie umgeben sich mit einer Schutzschicht und verstecken sich so vor unserer Immunabwehr. Sogar mit Antibiotika ist ihnen daher oftmals nicht beizukommen. Dann kommt in meinen Tee die Kamille. Ihre ätherischen Öle wirken entzündungshemmend, bakterizid und fungizid sowie krampflösend. In der alten Volksmedizin ist die Kamille das klassische Therapeutikum der Frauenkrankheiten. In meinen Büchern hat die Kamille deshalb den Namen Frauenblume. Zudem gilt sie als sanftes Beruhigungsmittel. So, jetzt ist mein Nieren- und Blasentee fertig. Er hat den grossen Vorteil, dass die Bärentraubenblätter zuvor über mehrere Stunden kalt extrahiert wurden, sodass er nur sehr wenig Gerbstoffe enthält. Deshalb wird er auch von Frauen mit empfindlichem Magen sehr gut vertragen. Ich rate Ihnen, viel davon zu trinken, damit die irritierenden Keime ausgeschwemmt werden und sich Ihre Blase wieder beruhigt.


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Der Mann gegen alle Fälle Anleitungen für Hobby-Handwerker, eine Offensive in gefährlichen Berufen, Ausbildungsangebote für Firmen sowie Verkauf eigener Sicherheitsprodukte: Die Suva geht aufs Ganze.

Edouard Currat, Leiter Departement Gesundheitsschutz und Mitglied der Geschäftsleitung der Suva: «Die bei uns herrschende Risikokultur besetzt Wagnis und Mut durchgehend positiv. Entsprechend trügerisch sind dann oft die Wahrnehmung und die Einschätzung von Gefahren.»

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Suva-Hauptsitz in Luzern. Edouard Currat, Mitglied der Geschäftsleitung, zieht den nächsten Ordner. Nach ein paar Sekunden hat er die gewünschte Grafik gefunden: «Jedes Jahr ereignen sich 118 000 Unfälle allein im Haus und im Garten. Jemand rutscht in der Badewanne aus. Ein anderer stürzt auf der Treppe. Die Dritte trennt sich beim Brotschneiden fast den Finger ab. Der Vierte schlägt sich mit dem Pickel im Garten in den Fuss. Der Fünfte…!» Man merkt, Edouard Currat ist weit mehr als ein Mann der Zahlen. Als Vorsteher des Departements Gesundheitsschutz liegen ihm die menschlichen Schicksale besonders am Herzen. «Man kann sich kaum vorstellen, was alles hinter diesen Zahlen steckt. Natürlich hat es sehr viele Bagatell-Unfälle darunter, das heisst Unfälle, die keinen Arbeitsausfall zur Folge haben, aber auch sehr viel menschliches Leid. Und dieses Leid kostet, allein die Unfälle in Haus und Gar-

ten, jedes Jahr eine halbe Milliarde Franken, welche die Suva für Leistungen, Taggelder und Renten bezahlt. Unser Ziel ist es, diese Kosten zu reduzieren, damit unsere Kunden profitieren können, in Form von tieferen Prämien.» Seit 1986 die Freizeitunfälle jene bei der Arbeit überholt haben, entwickelt die Suva eine erfolgreiche Kampagne nach der anderen. Beispielhaft ist die gemeinsame Velohelm-Kampagne mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, die zu einer massiven Verbesserung der Helmtragquote geführt hat – und das auf völlig freiwilliger Basis. Jedes Jahr läuft ein Programm zur Verhütung der jährlichen 45 000 Wintersportunfälle, welche die Versicherung 250 Millionen Franken kosten. Auch im Hobbyfussball – hier ereignen sich jährlich 40 000 Unfälle, welche 140 Millionen Franken kosten – ist die Suva aktiv. In ihrer Kampagne «Sicherheit an Grümpelturnieren» trägt sie sogar die Auslagen für offizielle Schiedsrichter. Hobby-Gärtner und Hobby-Handwerker aufgepasst: Jetzt seid ihr an der Reihe! «Wir haben sehr viel Erfahrung im Profi-Bereich, und zwar in allen Berufsgattungen, vom Schreiner bis zum Elektriker», sagt Edouard Currat. «Dieses Wissen wollen wir jetzt auch allen Hobby-Handwerkern zugänglich machen.» Do-it-yourself heisst das Programm, das dem Informatiker helfen soll, die Kettensäge in seinem Obstgarten sachgemäss zu bedienen, oder der Büro-Angestellten, die Leiter beim Bemalen des Treppenhauses so zu stellen, dass sie sich nicht Hals und Bein bricht. Currat: «Überall dort, wo irgendeine Form von Energie im Spiel ist, sei dies durch Geschwindigkeit, Bewegung oder Drehzahl, entsteht potentielle Gefahr. Und genau dort werden wir aktiv.» Als der Suva-Direktor ein weiteres Dossier öffnet, wird er noch nachdenklicher: «Lassen Sie diese Zahlen auf sich wirken!


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Aktuelle Kampagnen der Suva. Freizeitunfälle sind häufiger als Berufsunfälle. 33% dieser Nicht-Berufsunfälle passieren beim Sport, 26% in Haus und Garten und 16% im Verkehr.

– Jeder fünfte Bauarbeiter, jeder vierte Gerüstbauer, jeder dritte Forstarbeiter und jeder zweite Forstlehrling verunfallt im Laufe eines Jahres, und das trotz allen Präventionsbemühungen! Hier besteht dringender Handlungsbedarf – aus menschlichen und wirtschaftlichen Überlegungen.» Vision «250 Leben» – so heisst das Programm, mit dem die Suva bis zum Jahr 2015 250 tödliche Berufsunfälle und 250 Berufsunfälle, die eine schwere Invalidität zur Folge haben, verhindern will. Ein ehrgeiziges Ziel, bedeutet dies doch eine Halbierung des Todesfallrisikos. «Wenn wir das schaffen, stehen wir im europäischen Vergleich gut da.» In Schweden und Grossbritannien ist heute das Todesfallrisiko bei der Arbeit deutlich geringer als bei uns. Edouard Currat vermutet, dass das einen soziokulturellen Hintergrund hat: «Die bei uns herrschende Risikokultur besetzt Wagnis und Mut durchgehend positiv. Entsprechend trügerisch sind dann oft die Wahrnehmung und die Einschätzung von Gefahren.» Die Suva will deshalb in Zukunft vermehrt auch die Familien – nämlich Frauen und Kinder – mit ihrer Botschaft ansprechen: «Papi, pass auf! Und denk an uns!» Dass solche Programme

wirksam sind, zeigen zum Jahr 2007: 184 524 Berufsunfälle Beispiel erfolgreiche Kampa115 gnen aus Deutschland. Fallhäufigkeit: 110 Die Suva will künftig verBerufsunfälle/1000 Beschäftigte 105 stärkt dazu beitragen, das Leben in der Schweiz unfall100 freier und damit sicherer 95 zu machen, nicht mit dem 90 Arbeitssicherheit mit System (ASA) Zeigefinger, sondern mit In85 formation, Ausbildung und 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 Beratung, die sie Unternehmen, Verbänden und Institutionen offeriert. «Mit ihrem Angebot Prävention, Versicherung und Rehabilitation ist die Suva mehr als eine Versicherung. Wir werden schon heute laufend gefragt, ob wir solche Beratungen anbieten können», begründet Edouard Currat das Anliegen der Suva, das im Rahmen der laufenden UVG-Revision nächstens im Bundesrat und dann im Parlament behandelt wird. Auch der Verkauf von selber entwickelten Sicherheitsprodukten soll der Suva erlaubt werden, seien das bequem sitzende Schutzbrillen oder Schutzkappen im modernsten Design für Hobby-Sägen. Currat: «Mit dem Erlös wollen wir nicht reich werden, sondern nur unsere Entwicklungskosten finanzieren können.»

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gesundheitsaktion

«Bluter zu sein, empfinde ich gar nicht mehr als Krankheit» Der fünfzehnjährige Michael berichtet in seinem persönlichen und sehr beeindruckenden Aufsatz über Hämophilie.

Ich bin 15 Jahre alt, lebe in Bürglen im Kanton Uri und gehe in die 3. Oberstufe. Ich habe schwere Hämophilie A. Hämophilie ist eine Gerinnungsstörung. Sie ist bei meiner Mutter zum ersten Mal aufgetreten. Die meisten Menschen wissen nicht, was Hämophilie ist. Meine Mutter und meine Schwester sind Konduktorinnen. Jeden 2. Tag muss ich prophylaktisch den fehlenden Faktor spritzen. Mit 8 Jahren habe ich mir die Spritze zum ersten Mal selber verabreicht. Seit dem 10. Lebensjahr spritze ich immer selber. Meistens steche ich mich in eine Vene im Ellenbogengelenk oder auf dem Handrücken. Für mich gehört das Spritzen zum Alltag. Es gibt aber auch Tage, an denen ich es lieber nicht machen möchte, aber das gehört halt zu meinem Leben. Ich empfinde es aber auch nicht mehr als Krankheit, sondern als etwas, das einfach zu mir gehört. Was mir auch noch geholfen hat, sind die Lager bei Dr. Rainer Kobelt. Ich war schon siebenmal in einem Lager von ihm. Ich habe dort auch gelernt, mich selber zu stechen. Es ist sehr wichtig, selber

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spritzen zu können, denn dann kann ich mehr als eine Nacht nicht zu Hause sein. Man ist nicht mehr so abhängig von den Eltern. Weil ich schon sehr viele Blutungen im Sprunggelenk hatte, habe ich jetzt manchmal Probleme mit dem Laufen. Im Moment geht es aber relativ gut. Auch meine Freunde behandeln mich wie einen Menschen ohne Hämophilie. Körperlich muss ich mich zum Teil einschränken. Ich kann natürlich keinen Kampfsport betreiben, aber ich spiele Unihockey, und ich fahre auch Ski. Auch im Schulturnen kann ich fast immer mitmachen. Bei der Berufswahl habe ich gemerkt, dass ich nicht jeden Beruf erlernen kann. Ich habe in den Berufen Hochbauzeichner, Bauzeichner, Elektroplaner und Polymechaniker geschnuppert. In der Schnupperlehre als Polymechaniker habe ich aber gemerkt, dass der Beruf nichts für mich ist, weil man sehr viel stehen muss. Ich werde im Sommer 2008 eine Lehre als Elektroplaner im Elektrizitätswerk Altdorf beginnen.


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hämophilie

Was ist Hämophilie?

Michael hat viel Freiheit gewonnen, indem er gelernt hat, sich selber zu «stechen».

Eine angeborene Störung der Blutgerinnung. Aufgrund der Vererbungsweise sind nur Männer und Knaben betroffen. Es gibt verschiedene Schweregrade. Äusserliche Blutungen wie Nasenbluten, Schnitte oder Beulen sind heute kaum mehr gefürchtet. Innere Blutungen können hingegen gefährlich werden und im ungünstigsten Fall bleibende Schäden hinterlassen. Typisch sind vor allem Blutungen in den grossen Gelenken. Alle Blutungen müssen sofort und korrekt behandelt werden. Am wichtigsten ist eine Injektion des fehlenden Gerinnungsfaktors durch den Arzt, die Eltern oder den Patienten selber. Je früher die Spritze gegeben wird, desto rascher stoppt die Blutung. Schwere Bluter erhalten diese Spritzen regelmässig alle paar Tage. Dank guten Behandlungsmöglichkeiten ist die Lebenserwartung von Blutern heute normal. Anfang der Achtzigerjahre wurden viele Bluter über infizierte Gerinnungspräparate mit Aids und anderen viralen Infektionskrankheiten angesteckt. Heute werden alle Gerinnungspräparate sterilisiert. Die Mehrheit der Behandlungen wird zudem mit gentechnisch hergestellten und damit infektsicheren Produkten gemacht. Mittlerweile gibt es sogar Präparate, die ohne Zusätze von tierischen und menschlichen Eiweissen hergestellt werden. Damit wird ein letztes, theoretisches Risiko, Krankheiten zu übertragen, ausgeschlossen. 

Bluter Bluter

brauchen gute gute Ideen. brauchen Ideen.

Die Fortschritte in der Hämophilie-Therapie der letzten Jahre zeigen: DieAuch Fortschritte derBetroffenen Hämophilie-Therapie der letzten zeigen: wenn manindie nicht heilen kann, gibt es Jahre viele Wege, Auch wenn man die heilen kann, gibt es viele Wege, ihnen das Leben mitBetroffenen der Krankheitnicht zu erleichtern.

ihnen das Leben mit der Krankheit zu erleichtern.

www.haemophilie.org

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hämophilie

Weshalb gibt es nur männliche Bluter? Sieben Fragen an Dr. Rainer Kobelt, Kinderarzt mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Hämophilie.

Wie viele Bluter gibt es in der Schweiz? In unserem Land sind 800 Personen mit Hämophilie bekannt. Davon braucht allerdings nur gut die Hälfte häufig Medikamente, und nur rund 150 Betroffene benötigen wie Michael eine regelmässige Dauertherapie. Warum gibt es nur männliche Bluter? Die Erbinformation für die Gerinnungsfaktoren VIII und IX befindet sich auf dem X-Chromosom. Männer haben davon nur eines und zusätzlich ein Y-Chromosom, das allerdings ganz andere Informationen trägt. Ein Gendefekt auf dem X-Chromosom eines Mannes kann daher nicht durch ein normales Gen auf dem zweiten Chromosom ausgeglichen werden. Wenn also eines der Gene einen Fehler aufweist, werden Knaben bzw. Männer zwangsläufig unter der entsprechenden Krankheit leiden.

Links www.haemolager.ch www.shg.ch www.igh.info www.bluter-info.de www.haemophilia-exercise.de

Was ist eine Konduktorin? Eine Frau verfügt im Gegensatz zum Mann über zwei X-Chromosomen. Trägt eines im Bereich der Faktoren VIII oder IX einen Fehler, gibt es noch das zweite Chromosom ohne diesen Fehler. Die betreffende Frau wird deshalb keine oder höchstens leichte Probleme mit der Blutgerinnung haben. Sie kann aber sowohl das gesunde, als auch das kranke Chromosom auf ihre Kinder übertragen. Daher wird statistisch gesehen die Hälfte ihrer Söhne eine Hämophilie haben. Können Bluter ein einigermassen normales Leben führen? Verglichen mit der Situation vor 50 und mehr Jahren sind enorme Fortschritte in der Lebensqualität erzielt worden. Ganz ohne Einschränkungen ist das Leben eines Bluters aber auch heute nicht. Für Aussenstehende sind sie allerdings kaum mehr bemerkbar.

Was darf ein Bluter und was nicht? Einige Aktivitäten wie Risikosportarten oder das Hantieren mit gefährlichen Geräten sind für jeden mit Gefahren verbunden und für Bluter natürlich erst recht ungeeignet. Das eigentliche Problem sind aber die häufig wiederkehrenden Überbelastungen der Gelenke, wie sie für viele Sportarten typisch sind. Das können abrupte Drehbewegungen oder ständige Schläge auf ein Gelenk sein, wie sie z.B. beim Fussball vorkommen. Solche Belastungen können ab und zu kleine Blutungen in die Gelenke der unteren Extremität auslösen. Mit der Zeit kann das zu einer schleichenden Zerstörung eines Gelenkes führen, obwohl die Blutungen dank der regelmässigen Behandlung kaum je ein spürbares Ausmass annehmen. Bei Mannschaftssportarten ergibt sich zudem noch die Gefahr von Zusammenstössen mit anderen Spielern. Besteht heute für Bluter noch ein Risiko, sich durch die Injektionen mit Krankheitserregern zu infizieren? Dank der grossen, technischen Fortschritte bei der Produktion der Medikamente ist das nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen. Welche Fortschritte brachte die moderne Gentechnik? Der offensichtlichste Fortschritt ist die Markteinführung von «künstlich» hergestellten, hochreinen Gerinnungsprodukten. Die Gentechnik hat aber auch viele neue Erkenntnisse über die Funktion des Gerinnungssystems gebracht. Ausserdem wird schon lange an Methoden zur Gentherapie der Hämophilie geforscht, mit dem Ziel, normal funktionierende Gene in den Organismus der Betroffenen einzuschleusen. Sollte dies gelingen, müssten die Medikament nicht mehr mit Spritzen verabreicht werden, sondern würden direkt im Körper produziert.

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PUBLI-REPORTAGE

Auf dem Erfolgsweg Helsana swiss running walking trails feiern Jubiläum Am 31. Mai wurde in Rechthalten/Guglera (Fribourg) der 75. Helsana swiss running walking trail eröffnet. Das Jubiläum ist ein Markstein einer grossen Erfolgsgeschichte. Als der Verband Swiss Athletics (vormals Schweizerischer Leichtathletikverband, SLV) die «Lauf-Träffs» ins Leben rief, verfolgte man ein grosses Ziel: Die «Lauf-Träffs» sollten Orte der sportlichen Begegnung und Bewegung werden. Das sind sie bis heute geblieben. Geändert hat in dieser Zeit nur der Name: Aus den Treffpunkten wurden die «Helsana swiss running walking trails». Die bestehenden «Lauf-Träffs» wurden teilweise um- und ausgebaut. Laufend kommen seither neue Trails in der ganzen Schweiz hinzu. Ein Helsana swiss running walking trail ist ein ausgeschilderter Rundkurs, auf dem sich in regelmässigen Abständen Posten mit speziellen Hinweistafeln zu Running, Walking und Nordic Walking befinden. Diese Hinweistafeln informieren über die richtige Technik, die gesunde Belastungsintensität, Kräftigungs- und Dehnungsübungen und ein geeignetes Koordinationstraining. Unter www.helsana.ch/trail erfahren Sie, welcher Trail sich in Ihrer Nähe befindet.

Trails: Immer offen … Die Trails sind das ganze Jahr offen. Zudem finden regelmässig Einsteigerkurse

auf den Trails statt. In den Einsteigerkursen erlernen Interessierte die Technik von Grund auf. Alle, ob jung oder alt, Profi- oder Freizeitsportler, können so das ganze Jahr auf einfache Weise in Bewegung bleiben.

… und intensiv genutzt Die Helsana swiss running walking trails werden intensiv benutzt. Viele Menschen haben erkannt, dass sie selbstständig etwas gegen Herz-Kreislauf- sowie Rücken- und Kreuzbeschwerden tun können. Sie verschaffen sich Bewegung in der Natur und fördern gleichzeitig Wohlbefinden und Gesundheit.

Trails im Web Unter www.helsana.ch/trails finden Sie schnell und einfach heraus, welcher Trail sich in Ihrer Nähe befindet.

Rücken- und Muskelschmerzen ade Micropausen Gerade unsere heutige Arbeitswelt ist der Gesundheit nicht zuträglich. Wir sitzen und sitzen. Vor allem ununterbrochene Arbeit am PC über eine längeren Zeitraum hinweg schadet dem Körper. Die Lösung: Kurze Aktivpausen einschalten, sogenannte Micropausen. Es muss nicht immer Sport sein, um in Bewegung zu bleiben. Bewegung lässt sich auch in den Alltag integrieren – mit dem Rad oder zu Fuss zur Arbeit, Einkaufstaschen tragen, Treppen steigen. Auch am Arbeitsplatz selbst gibt es viele Möglichkeiten, in Bewegung zu bleiben. Zum Beispiel indem man Micropausen bewusst einbaut. Micropausen sind alles andere als unproduktive Arbeitsunterbrechungen. Kurz, aber regelmässig eingeschaltet, beugen sie der Ermüdung vor. Personen machen weniger Fehler, sie werden leistungsfähiger. Micropausen empfehlen sich nicht nur während der Arbeit. Wer die Übungen regelmässig macht, verhindert viele Beschwerden von vornherein. Unter www.helsana.ch (Gesunde Ideen > Ergonomie > Micropausen am Arbeitsplatz) finden sich zahlreiche animierte Übungen.


Helsana bewegt Viktor Röthlin ist ausgebildeter Physiotherapeut, erfolgreicher Marathonläufer – und Botschafter der «gesunden Ideen» von Helsana. Sie finden das vollständige Interview mit Viktor Röthlin unter: www.helsana.ch > gesunde Ideen > gesunder Lebensstil >Talk mit Röthlin&Ryffel.

«Marathon ist eine Lebensphilosophie» Viktor Röthlin ist ein Ausnahmeathlet. Im Februar gewann er den TokioMarathon mit einer neuen Schweizer-Rekord-Zeit. Viktor Röthlin, was bedeutet der Marathon für Sie? Eher Sucht oder Freude? Lebensinhalt oder Beruf? Marathon auf hohem Niveau zu laufen, zwingt mich, ein bewegtes Leben zu führen. Eine Marathonteilnahme kann man nicht im Supermarkt oder im Dorfladen kaufen, man muss sehr viele Jahre arbeiten, um auf Spitzenniveau laufen zu können. Daher ist es eine Art Lebensphilosophie, die weit über das eigentliche Training hinausgeht. Können Sie für Laien die wichtigsten Elemente Ihres Erfolgskonzeptes beschreiben? Es umfasst vier Punkte. Ich versuche, sehr viel zu laufen, was naheliegend ist für einen Läufer. 200 bis 230 Kilometer pro Woche. Der zweite Punkt besteht aus Ergänzungstrainings, etwa für Rumpfkraft oder Koordination, aber auch regenerative Trainings. Punkte drei und vier sind vielleicht überraschender: Drei ist das Leben. Ich versuche, nicht mit Scheuklappen zu trainieren, ohne Zeit für Freunde. Ein ausgefülltes Leben ist für meinen Erfolg genauso wichtig wie das Training. Punkt vier ist die Zukunft. Nur wenn ich an meine Zukunft denke, kann ich befreit einen Marathon laufen. Was kann sich der Freizeitsportler bei Ihnen abschauen? So gut wie alles. Wichtig beim Laufen wie bei anderen Sportarten ist die Ausrüstung. Wenn man schon joggt, soll man sich dabei keinen Schaden

zufügen, also unbedingt in den richtigen Schuhen. Auch der Freizeitsportler soll nicht den Fehler begehen und sagen, ich muss mich mehr bewegen und hab darum weniger Zeit für Familie und Freunde. Sonst wird er bald frustriert sein, weil er wichtige Menschen verloren hat. Und der Zukunft zuliebe soll er allenfalls das Ziel, einen Marathon zu laufen, aufgeben, wenn er realisiert, dass es zu hoch war. Ihrer Ansicht nach trainieren viele Läufer ihren Oberkörper zu wenig. Ist das auch für Freizeitläufer von Bedeutung? Unbedingt, denn die ganze Schläge, die beim Laufen auf den Körper einwirken, das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts, müssen aufgefangen werden. Wer sich zwei, besser drei Mal die Woche während 30 Minuten bewegt, soll auch zwei bis drei Mal die Woche ein zehnminütiges Rumpfprogramm machen. Das kann man zu Hause auf dem Stubenboden tun, ohne Fitnesscenter oder Ausrüstung, das eigene Körpergewicht reicht bereits. Ist Marathon eine Sportart für jedermann, den Mann an der Kasse ebenso wie die Frau am Schalter? Gut am Marathon ist, dass man sich dafür über mehrere Jahre vorbereiten muss, zuerst zehn Kilometer, dann einen Halbmarathon, und so weiter. Das ist nicht nur für Topmanager und Verrückte wie mich interessant, denn das Ziel zwingt zu Ausgleich und Bewegung, bringt einen dazu, sich joggend zu bewegen. Jogging ist für mich eine der einfachsten Trainingsarten und sehr effizient. Die Grundfortbewegungsmethode schlechthin.


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Ein heisses Eisen Kaum ein anderes Thema in der Medizin wird gegenwärtig so heiss diskutiert wie Eisenmangel und Eisen-Infusionen. Fakten und Vermutungen über das wichtigste Spurenelement.

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Spätestens mit dem ganzseitigen Artikel im Tagesanzeiger vom 18. April hat die Eisendebatte, die in Ärztekreisen seit geraumer Zeit heftig geführt wird, nun auch die breite Öffentlichkeit erreicht. Wieviel Eisen braucht der Mensch? Und in welcher Form, oral oder parenteral? Das heisst als Tabletten und Tropfen oder als Infusion beziehungsweise Injektion?

Da stellt sich die Frage, was am Eisen so besonders ist. Schon ein Blick in die Botanik zeigt die überragende Bedeutung des Metalls. Jede Pflanze braucht Eisen, um das Sonnenlicht in Blattgrün umwandeln zu können. Das haben die Hersteller von Pflanzendünger längst erkannt. So steht auf dem meistverkauften Flüssigdünger von Migros unübersehbar der Vermerk «mit Eisen».

des Körpers. Die Symptome reichen deshalb von trophischen Störungen der Schleimhäute über brüchige Nägel bis hin zu Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, verminderte Konzentration und Lernfähigkeit, depressiven Verstimmungen oder gar eigentlichen Depressionen, und zwar bevor es zur eigentlichen Anämie mit ausgeprägter Müdigkeit und Leistungsabfall kommt.

Landauf landab weibeln Eisenärzte für das Eisenmangelsyndrom, ein Eisenzentrum nach dem anderen wird eröffnet, bald werden es um die 60 sein. Das ruft auch Kritiker auf den Plan. Fakt ist: Die Eisendebatte ist nicht neu. Schon in den 50er Jahren wurde verborgener Eisenmangel als Quelle von Fehldiagnosen wie «neurovegetative Dystonie» oder «Neurosen» beschrieben. Wenn heute die Streiter im Namen des Eisens behaupten, schon lange vor der eigentlichen Blutarmut – sprich Anämie – komme es zum Eisenmangel-Syndrom, rufen sie nur eine Tatsache in Erinnerung, die in der ärztlichen Praxis lange in Vergessenheit geriet.

Auch bei Tier und Mensche spielt das Spurenelement bei diversen Stoffwechselvorgängen eine absolute Schlüsselrolle. Als Zentralatom des Porphyringerüsts im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, und dem Myoglobin wird Eisen nicht nur für den überlebenswichtigen Sauerstofftransport und Energiestoffwechsel benötigt, sondern als Bestandteil verschiedenster Enzyme in allen menschlichen Zellen. Sogar bei der Bildung eines wichtigen Neurotransmitters im Gehirn ist Eisen beteiligt. Ein Eisendefizit führt deshalb nicht nur zu Blutarmut, der Eisenmangelanämie, sondern zu einer Beeinträchtigung aller vom Eisen abhängiger Funktionen

Weltweit leiden mindestens 1,5 Milliarden Menschen an einer Eisenmangelanämie – der latente Eisenmangel nicht eingerechnet. Auch in Westeuropa ist auch heute noch Eisenmangel die häufigste Ursache einer Blutarmut. Verfechter des Eisenmangel-Syndroms schätzen dessen Verbreitung in unsren Breitengraden auf rund einen Drittel der Bevölkerung. Gründe für den epidemisch Eisenmangel gibt es viele. In Entwicklungsländern ist es vor allem die Mangelernährung, bei uns sind es veränderte Essgewohnheiten, aber auch geringer Eisengehalt in der Nahrung sowie die sehr beschränkte Eisenaufnahme im Darm. Nur rund 10 Prozent des Eisens in der

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Frauen und Eisen Die häufigste Mangelsituation bei Frauen im gebärfähigen Alter betrifft das Eisen. Frühe und verstärkte Regelblutungen und intrauterine Verhütungsmethoden erhöhen das Risiko. Besonders hoch ist der Eisenbedarf in der Schwangerschaft. Bei der schwangeren Frau steigt er auf das Vierbis Fünffache, in der Spätschwangershaft sogar bis auf das Siebenfache. Selbst bei optimaler Ernährung kommt es in jeder Schwangerschaft zu einer negativen Eisenbilanz, das heisst, der Eisenverbrauch ist grösser als die Eisenzufuhr. Unausweichliche Folge sind eine Entleerung der Eisenspeicher und eine gestörte Blutbildung bis hin zum Auftreten einer Anämie mit entsprechend tiefem Hämoglobin-Gehalt. Am ausgeprägtesten ist der Eisenmangel am Ende der Schwangerschaft und unmittelbar nach der Geburt – bedingt durch den Blutverlust. Ohne Eisen-Ersatzbehandlung fällt das Eisenspeicherprotein Ferritin in der Schwangerschaft kontinuierlich ab, sodass bei jeder zweiten Frau bei der Geburt das Ferritin unter 15 liegt, einem Wert, wo fast ausnahmslos starke Eisenmangelsymptome auftreten. Eisenmangel beeinträchtigt aber nicht nur die Lebensqualität der Schwangeren, sondern gefährdet auch das Kind. So gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem Eisenspiegel und der Rate von Frühgeburten. Eisenmangel nach der Geburt wird stark unterschätzt. Untersuchungen zeigen, dass bis ein Drittel aller Frauen in dieser Zeit an Eisenmangel leidet, und das je häufiger, je tiefer das Einkommen ist. Ein grosser Teil der so genannten Wochenbett-Depressionen rührt vermutlich von Eisenmangel. Das Ferritin wird während einer Schwangersaft zu selten gemessen. Das hat zur Folge, dass dieses frühe Signal eines Eisenmangels nicht erkannt und die Chance einer frühen Diagnose und Behandlung vertan wird. Auch in der Zeit vor der Menopause treten Eisendefizite gehäuft auf. Starke und lang anhaltende Blutungen, wie sie für diese Lebensspanne typisch sind, führen zwangsläufig zu hohen Eisenverlusten.

Senioren und Eisen Besonders häufig, aber dennoch völlig unterschätzt, ist Eisenmangel bei älteren Menschen. Ein wichtiger Grund sind unzureichende Ernährung sowie die stark abnehmende Eisen-Aufnahmefähigkeit im Darm. Gemäss verschiedenen Untersuchungen hat bis zur Hälfte der Alters- und Pflegeheiminsassen einen unerkannten Eisenmangel. Die Symptome reichen von körperlichem Leistungsabfall, allgemeinem Schwächgefühl, chronischer Müdigkeit und Apathie bis hin zu Kopfschmerzen und Defiziten von Gedächtnis und Konzentration, Verwirrtsheitszuständen und sogar Depressionen. Wird der Eisenmangel übersehen, besteht nicht nur die Gefahr von Fehldiagnosen wie Alzheimer oder Alterdepression, sondern auch von Fehlbehandlungen mit Benzodiazepin-haltigen Medikamenten, welche die Sturzgefahr oder Verwirrtheit sogar noch verstärken können. Behandelt man bei solchen Patienten das Eisendefizit, kommt es oft zu einer dramatischen Besserung, auch wenn gar keine manifeste Eisenmangelanämie vorliegt, das heisst, der Hämoglobinwert noch scheinbar normal ist. Auch im Alter ist auf die Hämoglobin-Werte deshalb kein Verlass. Die gängige Meinung, dass sich eine Eisentherapie bei alten Menschen nicht lohnt, ist nicht mehr tolerierbar.

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eisen

Nahrung kann vom Körper resorbiert werden. Wenig berücksichtigt wird der ständig steigende Eisenbedarf des modernen Menschen. Einmal liegt das am Längenwachstum – im Schnitt sind wir fast einen Kopf grösser als unsere Vorfahren – dann an der dramatischen Vorverlegung der Pubertät und somit der ersten Periodenblutung als Quelle von Blut- und damit Eisenverlusten bei den Mädchen. Bleibt also nur die Frage, wo der Eisenmangel beginnt. Klar ist mittlerweile, dass auf den Hämoglobin-Gehalt kein Verlass ist. Lange bevor es zu einem Abfall des roten Blutfarbstoffs kommt, werden die Eisenvorräte geleert. Das zeigt sich an zu tiefen Werten des Eisenspeicherproteins Ferritin. Bisher galt ein Ferritin-Wert von 30 als normal. Einige Labors und Ärzte sehen das immer noch so. Mittlerweile setzt sich aber die Überzeugung durch, dass diese Normwerte zu tief lagen. Wie hoch sie heute angesetzt werden müssen, ist noch Gegenstand der Diskussion – und ist offenbar von Person zu Person verschieden. Die Eisenärzte beziffern den Ferritin-Grenzwert auf 50, die Zielwerte noch höher, nämlich zwischen 100 und 200. Das wiederum ruft Kritiker auf den Plan. Es dürfe nicht sein, dass ohne jegliche wissenschaftliche Evidenz und klinische Not-

Eisenüberladung Es gibt auch Krankheiten, die mit Eisenüberladung und schweren Gesundheitsschäden einhergehen können. Ein Beispiel dafür ist das Myelodysplastische Syndrom. Viele Betroffene brauchen zeitlebens Bluttransfusionen. Eine der gravierendsten Nebeneffekte solcher Transfusionen ist eine chronische Eisenüberladung, die Herz und Leber irreversibel schädigen kann. Am Ende sind Herzinsuffizienz sowie Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs die Folgen. Wichtig bei diesen Patienten ist deshalb die Normalisierung des Eisenhaushalts. Der transfundierte Eisenüberschuss muss eliminiert werden, um toxische Ablagerungen zu verhindern. Bisherige Medikamente machten komplizierte Dauerinfusionen notwendig. Jetzt steht mit Deferasirox ein Präparat zur Verfügung, das einmal pro Tag in oraler Form eingenommen werden kann und die Behandlung sehr vereinfacht.

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wendigkeit – sprich ohne relevante Symptome – einfach tiefe Laborwerte behandelt werden, und das womöglich noch mit Eiseninfusionen, die teuer und vielen Nebenwirkungen und Risiken behaftet seien. Fakt ist: Eisen in Tabletten- oder Tropfenform wird schlecht resorbiert und schlecht ertragen. Verstopfung, Durchfall, aber auch Blähungen und Übelkeit sind bekannte und häufige Begleitsymptome einer oralen Eisentherapie. Und das besonders in der Schwangerschaft, wo eine Neigung zur Verstopfung ohnehin besteht und die Eisenersatzbehandlung besonders wichtig ist. Klar ist auch, dass der intravenösen Eisentherapie zu Unrecht eine hohe Nebenwirkungsrate nachgesagt wird. Schockreaktionen, mit denen ältere Präparate behaftet sein konnten, kommen mit den modernen Infusionsund Injektionslösungen nicht mehr vor. Doch das ist nicht das Ende der Debatte: Just auf dem Höhepunkt der Eisendiskussion kommt mit «Ferinject» ein neues intravenöses Eisen-Präparat auf den Markt. Laut Prospekten soll es «einfach, schnell, wirksam und ohne relevante Nebenwirkungen» sein. Es könne problemlos und zeitsparend auch in hohen Dosen verabreicht werden, entweder als 15-minütige Infusion oder als intravenöse Injektion, und führe zu einer massiven Erleichterung der Eisentherapie in der ärztlichen Praxis. Stützen kann das Unternehmen diese Behauptung mit über einem Dutzend renommierter Studien. Sei es zur Behandlung der Anämie nach einer Geburt, bei starken Monatsblutungen oder bei entzündlichen Darmerkrankungen, die neue Darreichungsform erwies sich sowohl oralen als auch den bisherigen intravenösen Eisenpräparaten als überlegen, und zwar bezüglich Wirkung und Verträglichkeit. Brauchte es beispielsweise 168 Tabletten über einen Zeitraum von drei Monaten, um die Eisenspeicher zu füllen, genügen mit Ferinject zwischen einer und drei Infusionen, um die Zielwerte zu erreichen. Fazit: Der Eisenbedarf des modernen Menschen wird unverändert hoch bleiben – der Eisengehalt in der Nahrung und vor allem die Eisenaufnahme

Chronisch Kranke und Eisen Es gibt eine Vielzahl von chronischen Leiden, die zu Eisenmangel führen oder mit ihnen einhergehen. Dazu gehören entzündlich rheumatische Krankheiten wie rheumatoide Arthritis, entzündliche Magen-Darm-Leiden wie Crohn und Colitis Ulcerosa, chronischen Infektionen wie Hepatitis, Krebserkrankungen, aber auch chronische psychischen Krankheiten wie Depressionen oder neurologischen Störungen wie Restless Legs. Eine Bestimmung von Hämoglobin und Ferritin gehört also nicht nur in die Allgemein-, sondern auch in die neurologische und psychiatrische Praxis.

Sportler und Eisen Körperliche Aktivität, allen voran hohe Ausdauerleistungen, erhöhen den Eisenverbrauch. Eisenmangel ist deshalb unter Sportlern weit verbreitet. Schätzungen gehen von 20 Prozent aus, mit einer Häufung bei jungen Frauen. Die Hämoglobin- und vor allem auch die Ferritin-Werte von Sportlern sollten deshalb in regelmässigen Abständen kontrolliert werden, bevor es zu einem manifesten Eisenmangel kommt. Symptome wie Müdigkeit oder Leistungsabfall müssen sorgfältig abgeklärt und Eisenmangel von anderen möglichen Ursachen wie Übertraining oder Pfeiffersches Drüsenfieber unterschieden werden. Niedrige Ferritin-Werte behandelt man mit Eisentabletten. Wenn bereits Symptome vorhanden sind, führen nur Eisen-Infusionen oder -Injektionen in nützlicher Frist zum Ziel.

im Darm sehr niedrig. Wir müssen uns damit abfinden, dass Eisen-Therapie – vor allem Eiseninfusionen oder -Injektionen – vermehrt in die ärztliche Praxis Einzug halten. Allerdings braucht es jetzt dringend Studien, um klare Grenzwerte für den Eisenmangel und Richtlinien für die Eisentherapie aufstellen zu können. Sonst sind die Werte von Kanton zu Kanton und von Labor zu Labor und die Behandlungsrichtlinien von Arzt zu Arzt verschieden. Bei einem solch heissen Eisen wäre das unannehmbar.


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Knorpelschäden sind heilbar Einmal kaputt – immer kaputt. Das gilt für den Knorpel heute zum Glück nicht mehr. PD Dr. med. Matthias Steinwachs von der Schulthess Klinik über die neusten Erfolge der Knorpelmedizin.

Der Gelenkknorpel ist ein technisches Meisterwerk. Zwar ist er nur drei bis fünf Millimeter dick. Dennoch hält er enormen Druck- und Scherkräften bis zum fünf- bis sechsfachen des Körpergewichts stand. Und das ein Leben lang, wenn er nicht durch ein Trauma, Fehlbelastung oder Krankheit frühzeitig zerstört wird. Das Knorpelgewebe besitzt keine Nerven oder Blutgefässe, die Ernährung erfolgt nur durch so genannte Diffusion, das heisst durch Nährstoffe, die aus dem Blut über die Gelenkschleimhaut in die Gelenkflüssigkeit abgegeben und von Poren auf der Knorpeloberfäche aufgenommen werden. Das wiederum hat einen hohen Preis: Wegen der eingeschränkten Fähigkeit zur Zellvermehrung und fehlenden Blutversorgung kann der Knorpel nicht selber heilen. Deshalb sind Verletzungen und Abnützungserscheinungen des Knorpels ein grosses medizinisches Problem. Besonders im Bereich der Belastungszone der Gelenkfläche im Kniegelenk birgt ein solcher Schaden ein grosses Risiko für einen fortschreitenden Gelenkverschleiss bis hin zur Arthrose – für viele Patienten der Beginn eines langen Leidenswegs mit dem Schlusspunkt «Prothese». Seit kurzem gibt es zur Behandlung von Knorpelschäden im Knie- und Sprunggelenk eine wissenschaftlich erprobte Alternative mit sehr guten Langzeitresultaten, die Autologe Chondrozyten Transplantation (ACT). Durch Transplantation eigener Knorpelzellen wird neuer Knorpel mit annähernd gleicher Belastbarkeit wie gesunder Knorpel gebildet. Pionier auf diesem Gebiet ist PD Dr. med. Matthias Steinwachs von der Zürcher Schulthess Klinik. Bei diesem Verfahren wird anlässlich einer Gelenkspiegelung aus einem nicht tragenden Teil des Gelenks eine kleine Knorpelprobe entnommen. In einem Speziallabor werden die Knorpelzellen kultiviert und so weit vermehrt, dass sie den Defekt am Knorpel gut auffüllen können. Nach drei bis vier Wochen ist die benötigte Zellmenge erreicht. Die gezüchteten Zellen werden dem Patienten während einer offenen Gelenkoperation wieder in das Kniegelenk eingebracht, und zwar unter eine spezielle Kollagenmembran, die als Führungsschiene für die Knorpelregeneration dient. Die autologe Knorpelzelltransplantation eignet sich für grosse Knorpelschäden zwischen 3 und 10 cm2. Mittlerweile sind weltweit über 10 000 solcher Eingriffe mit sehr guten Langzeitresultaten durchgeführt worden Allerdings ist eine intensive und zeitaufwändige Rehabilitation nach einem genau vorgebenen Plan erforderlich, damit die transplantierten Knorpelzellen zu einem hochwertigen Ersatzknorpel ausreifen können. Nach sechs bis acht Wochen ist das Gelenk für Alltagsbelastungen funktionsfähig. Bis zur Sportfähigkeit vergehen jedoch je nach Sportart zwischen sechs Monate bis zu einem Jahr. In welchem Stadium soll man Knorpelschäden behandeln? Eine möglichst frühe Behandlung ermöglicht bessere Heilungschancen. Mittels dem MRI lassen sich heute Knorpelschäden schon kurz nach einem Trauma diagnostizieren. Dann sollte eine richtige Behandlung eingeleitet werden, die neben dem Knorpelschaden auch Begleitverletzungen am Meniskus oder an den Kreuzbändern umfasst. So lange es sich um symptomatische, umschriebene, Knorpelschäden handelt

und eine fortgeschrittene Arthrose noch nicht vorliegt, ist eine entsprechende Behandlung möglich. Ist eine Behandlung erforderlich, auch wenn ein Knorpelschaden noch keine Symptome macht? Operativ behandelt werden sollten nur Schäden, die auch zu Beschwerden führen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Patienten sich über einen längeren Zeitraum an die Beschwerden anpassen und bestimmte Belastungen oder Sportarten meiden, weil diese zu Beschwerden führen. Damit wäre ein solches Knie definitionsgemäss symptomatisch und allenfalls behandlungsbedürftig.


Kann man eine Knorpelzelltransplantation auch bei Menschen mit Übergewicht durchführen? Bei deutlich übergewichtigen Patienten ist häufig der gesunde Knorpel durch die Überlastung zerstört worden. Auch jeder transplantierte Knorpel würde beim Fortbestehen der Gewichtsproblematik das gleiche Schicksal erleiden. Aus diesem Grund hat man sich in den internationalen Fachverbänden darauf verständigt eine solche Behandlung in diesen Fällen zu vermeiden.

Die Kollagenmatrix Chondro-Gide Um bei Knorpelschäden einen grösstmöglichen Erfolg mit der Autologen Chondrozyten Transplantation zu erzielen, braucht es eine Art Gerüst, welches als Leitschiene für die Gewebeneubildung dient. Früher verwendete man dazu Knochenhaut aus dem Unterschenkel des Patienten, was einen zusätzlichen, sehr schmerzhaften Eingriff und eine aufwändige Präparation notwendig machte. Da auch die Resultate nicht überzeugend waren, suchte man nach einer Alternative. Dem Schweizer Familienunternehmen Geistlich gelang es in Zusammenarbeit mit führenden Ärzten wie PD Dr. med. Steinwachs, mit der Kollagenmatrix Chondro-Gide ein Implantat zu entwickeln, das alle Anforderungen an eine solches Gerüst erfüllt. Bis heute wurde die Matrix bei über 5 000 Patienten verwendet und ist wissenschaftlich einwandfrei belegt. Geistlich wurde im Jahr 2006 für Chondro-Gide mit dem Innovationspreis der zentralschweizerischen Handelskammer ausgezeichnet.

Prof. hc PD Dr. med. Matthias Steinwachs zeigt auf einen grossen Knorpel-Knochendefekt im MRI.

Ab wann muss man ein O- oder X-Bein korrigieren, damit eine Knorpeltransplantation Erfolg hat? Hier gilt ähnliches wie beim Übergewicht. Ein O-Bein überlastet den inneren Abschnitt des Kniegelenkes. Ist bei einem jüngeren Patienten ein Knorpelschaden eingetreten, hat eine Knorpelzelltransplantation nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn diese Fehlbelastung vor oder gleichzeitig mit der Zelltherapie beseitigt wird. Als Achsenfehlstellung werden Abweichungen von der Norm grösser als 5° angesehen. Durch neue, schonende Operationsverfahren lassen sich die Achskorrektur und die Knorpelzelltherapie gut operativ kombinieren. Wie sehen die langfristigen Erfolge der autologen Knorpeltransplantation aus? Ich selber führe diese Operationen seit circa 12 Jahren mit gutem klinischen Erfolg durch. In der Literatur wurde eine Vielzahl von Studien zu den klinischen Ergebnissen dieser Methode mit einem Nachuntersuchungszeitraum von 2–12 Jahren publiziert. Je nach Studien und Ort des Knorpelschadens kann man bei 70 bis 90 Prozent der Patienten ein gutes bis sehr gutes Behandlungsergebnis nachweisen. Auch im direkten Vergleich der verschiedenen Behandlungsmethoden für Knorpelschäden besticht die ACT in einer kürzlich publizierten Studie durch ein klar besseres Knorpelgewebe. Was wird von der Krankenkasse bezahlt und was nicht? Die ACT wird in den meisten Ländern (Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, England, USA etc.) unter definierten Qualitätsstandards von der Krankenversicherung oder Unfallversicherung übernommen. In der Schweiz ist diese Leistung bisher noch nicht in den Leistungskatalog der Versicherungen aufgenommen worden, obwohl die neuen Studien den wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis für dieses Verfahren gut belegen. Grundsätzlich ist viel Erfahrung nötig, um ein so komplexes Verfahren richtig anwenden

Die Kollagenmatrix deckt den Defekt am Gelenkknorpel ab. Kollagen ist ein wichtiges Struktureiweiss unseres Körpers. Die Membran wird innerhalb von circa vier Monaten wieder abgebaut. Durch ein patentiertes Herstellungsverfahren entsteht eine Matrix mit zweischichtiger Struktur. Die kompakte obere Struktur hat eine glatte Oberfläche, ist zellundurchlässig und verhindert so, dass die Zellen in den Gelenkspalt gelangen. Gleichzeitig schützt sie vor mechanischer Einwirkung. Die poröse, untere Schicht besteht aus Kollagenfasern und hat eine gerüstähnliche, poröse Struktur, um das Anhaften der implantierten Knorpelzellen und damit die Neubildung von Knorpelgewebe zu ermöglichen.


zu können. Insofern ist es sinnvoll, solche biotechnologischen Verfahren nur an spezialisierten Zentren mit entsprechenden Qualitätsstandards anzubieten, welche die gesamte Behandlung, Nachkontrollen und die erforderliche Rehabilitation sicherstellen können.

Die Klinik, die mobil macht Die Schulthess Klinik ist mit über 15 000 Eingriffen pro Jahr eine der führenden Kliniken Europas auf dem Gebiet der orthopädischen Chirurgie, Neurologie, Rheumatologie und Sportmedizin. Zu Ihren Kernkompetenzen zählen die Orthopädie der oberen und unteren Extremitäten, Hand- und Fusschirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Kinderorthopädie, Rheumatologie und Rehabilitation, Manuelle Medizin und Schmerztherapie. Hohen Stellenwert haben in der Schulthess Klinik aber auch Forschung und Entwicklung. Die Schulthess Klinik steht Zusatz- und Allgemeinversicherten offen. S chulthess Klinik Telefon 044 385 71 71 L engghalde 2 www.schulthess-klinik.ch 8 008 Zürich info@kws.ch

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Wie ist es mit Unfallversicherungen?

An dieser Stelle wird gesunder Knorpel zur Zellzüchtung entnommen.

Den Unfallversicherungen liegt das langfristige Schicksal ihrer Patienten nach einer Verletzung natürlich besonders am Herzen, da es ja auch um die Wiederlangung der Arbeitfähigkeit geht. Alleine in der Schweiz gibt es pro Jahr ca. 150 000 Skiverletzungen bei denen nicht selten der Knorpel betroffen ist. Aus diesem Grund zeigen sich die Unfallversicherungen grundsätzlich interessiert an einem Verfahren, das solche Knorpelverletzungen im günstigsten Fall heilen kann. Eine generelle Genehmigung zur Durchführung der ACT bei Unfallpatienten besteht jedoch noch nicht.


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Rückenschmerzen? Versuchen Sie’s mit diesem Schuh!

Dr. Rolf Dünnenberger Innere Medizin FMH, Manuelle Medizin SAMM und Akupunktur TCM ASA, Liestal www. dr-duennenberger.ch

Rückenschmerzen mit einem Schuh zu behandeln, und erst noch mit einer Erfindung aus der Schweiz – das ist kein Gag, sondern anerkannte ärztliche Kunst. Klar ist: Dem Volksleiden Nummer 1 ist weder mit Medikamenten noch mit Operationen beizukommen, sondern nur mit Verhaltensänderung. Wie schwierig es jedoch ist, sich Tag für Tag für das notwendige Training zu motivieren, ist hinlänglich bekannt. Ein Schuh aus der Schweiz nimmt das den Patienten nun ab, indem er sie zu diesem Training zwingt, und zwar mit jedem Schritt. Vor 10 Jahren merkte ein Schweizer Ingenieur während eines Aufenthalts in Korea, dass es seinem Rücken nach ausgiebigen Spaziergängen barfuss durch Reisfelder deutlich besser ging. Die Erklärung war einfach: Durch die Instabilität der Naturböden wird die Rückenmuskulatur automatisch trainiert. Das Resultat: erhöhte Stabilität und weniger Schmerzen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz machte sich der Ingenieur daran, einen Schuh zu erfinden, der die Vorteile des Barfussgehens auch auf harten, flachen Böden möglich macht. Der MBT-Schuh war geboren.

Inzwischen haben viele Studien die gesundheitlichen Auswirkungen von MBT belegt: Die Deutsche Sporthochschule Köln untersuchte 24 Rückenpatienten während acht Wochen. Die Hälfte absolviert ein normales Gymnastikprogramm, die andere Hälfte trug zusätzlich MBT-Schuhe. Bereits nach acht Wochen zeigte sich ein signifikanter Unterschied bezüglich Schmerzen und Funktionsfähigkeite des Rückens körperlichen Funktionsfähigkeit. Die Sporthochschule

Köln empfiehlt seither bei Rückenschmerzen zusätzlich zu einem Gymnastikprogramm, MBTs zu tragen. Auch in einer dänischen Studie nahmen sowohl Häufigkeit als auch Intensität von Rückenschschmerzen bei MBT-Trägern ab. So erstaunt es nicht, dass immer mehr Ärzte und Physiotherapeuten gegen Rückenschmerzen MBTs verschreiben. Dr. Rolf Dünnenberger, Spezialist für Innere Medizin FMH in Liestal, verordnet oft MBTs: «Durch das Tragen der MBT werden meine Patienten gezwungen, aufrechter zu gehen. Die Schuhe eignen sich ausgezeichnet zur Haltungskorrektur. Muskeln werden beansprucht, die sonst vernachlässigt werden. Rückenschmerzpatienten leiden oft unter einer sehr verspannten Rücken- und Beinmuskulatur mit vielen sogenannten Triggerpunkten.», stellt Dr Dünnenberger fest. «Durch das veränderte Bewegungsmuster mit den MBT-Schuhen gelingt es in der Therapie häufig besser, diese Triggerpunkte zu behandeln.» Doch nicht nur Rückenpatienten profitieren: MBT hilft auch, im ganzen Körper Muskeln aufzubauen, das Gewebe zu straffen, zusätzliche Kalorien zu verbrennen, die sportliche Performance zu verbessern und nach dem Sport die Regeneration zu beschleunigen. Als passionierter Läufer trägt Dr. Dünnenberger den MBT nach einem längeren Training auch selber «So kann ich Muskelkater und Muskelverhärtungen sehr effektiv vorbeugen.»

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keinen Sport gemacht haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieser wird Sie individuell beraten und Ihnen geeignete Sportarten vorschlagen. Ein wichtiges Merkmal bei allen Aktivitäten ist Ihr Gefühl. Denn Sie sind die Expertin, der Experte für Ihren Körper! Nehmen Sie allfällige Warnsignale ernst. Dies gilt übrigens auch bei der Wahl von Sport- und Fitnessanbietern, da deren Qualitätsstandards sehr un- «Beweglichkeit terschiedlich sind. Achten Sie auf schützt vor ein gutes Bauchgefühl und freuen Sie sich darauf, Ihrem Leben neuen Verletzungen.» Schwung zu geben.

Tipps für den Trainingsalltag 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen Spass macht. Nutzen Sie die Gunst des Augenblicks: Gönnen Sie sich spontan Bewegung. Starten Sie mit dem Training vor dem Training: Aufwärmen nicht vergessen. Gönnen Sie sich Abwechslung. Machen Sie mal Pause: Belohnen Sie sich mit Entspannungszeiten. Freuen Sie sich über Ihr neues Körpergefühl.

Was macht uns leistungsfähig? Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Ausdauer und Schnelligkeit – diese fünf Fähigkeiten definieren die körperliche

Bewusst informiert und bewegt. Mit der Rheumaliga Schweiz. Bestellen Sie die neue Broschüre «Sport für Einsteiger und Umsteiger». Sechzig Seiten, die Lust auf Bewegung machen. Mit einer Übersichtstabelle zu 30 populären Sportarten von A bis Z und der Hitliste «Top Ten» der gesündesten Sportarten. Erfahren Sie, welche Belastungen oder Risiken mit einer Sportart verbunden sind und welche Fähigkeiten gefördert werden – Kraft, Beweglichkeit, Koordination oder Ausdauer. Mit dem 12-WochenTrainingsplan lernen Sie, in drei Monaten sechs Kilometer zu joggen. Viel Spass! Bestellungen: Tel. 044 487 40 10 oder im Shop auf www.rheumaliga.ch


Leistungsfähigkeit. Für den Gesundheitssport ist es die Kraftausdauer, die wichtiger ist als die Schnellkraft oder gar Schnelligkeit. Die Beweglichkeit bezieht «Wundern Sie sich auf das Muskel-Gelenksich nicht, wenn System: Beweglich ist, wer Bewegungen in möglichst groes plötzlich ssem Umfang ausführen kann. Spass macht.» Und die Koordination ist nötig, um die Bewegungsabläufe harmonisch werden zu lassen. Wer auch noch Ausdauer hat, ermüdet langsamer und erholt sich rascher und besser. Beim Gesundheitssport ist eine gute Grundkondition und gesunKraft des verletzungsfreies Sportvergnügen das Ziel. Körperliches Wohlbefinden und Freude stehen an erster Stelle. Auch bei Ihnen? Dann nichts wie los! Ausdauer

Schnelligkeit

Aktionswoche Rheuma 1.- 7. September 2008

Körperliche Leistungsfähigkeit (Kondition)

Beweglichkeit

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Zum 50. Geburtstag der Rheumaliga Schweiz findet anfangs September erstmals die «Aktionswoche Rheuma» statt. In Bern, Lausanne, St. Gallen und Zürich erwarten Sie Aktionstage mit Fachvorträgen, Beratung und Standaktionen – dieses Jahr mit dem Schwerpunktthema Osteoporose. Diese degenerative Knochenerkrankung ist eine Form von Rheuma und Realität für rund 600 000 Menschen in der Schweiz. An den Aktionstagen erfahren Sie, wie man Knochenschwund vorbeugt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, und Sie können Ihr persönliches Osteoporose-Risiko bewerten. Zum Abschluss finden am Sonntag, 7. September, zwei Joggathlons in Uster und Bad Ragaz statt. Zu Gunsten von Menschen mit schwerem Rheuma. Bewegt Gutes tun – Gutes tun bewegt. Tagesprogramme finden Sie auf: www.rheumaliga.ch.

Koordination

 Herr

 Frau

Bitte senden Sie mir kostenlos folgende Broschüren der Rheumaliga Schweiz:

Name _____________________________________________________________

Sport für Einsteiger und Umsteiger (60 Seiten)

Vorname ___________________________________________________________

Osteoporose

Publikationsliste

Talon einsenden an: Rheumaliga Schweiz, «Broschüren», Josefstrasse 92, 8005 Zürich

Strasse/Nr. _________________________________________________________

PLZ, Ort __________________________________________________________

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rheuma und sport

Und sie bewegen sich doch Rheuma schmerzt. Und mit Schmerzen kann man sich nicht bewegen.«Falsch!» sagt die Hirslanden Klinik Birshof und macht das Gegenteil – mit Erfolg.

Rheuma ist der Begriff für Schmerzen schlechthin. Allein an rheumatoider Arthritis leiden in der Schweiz 75 000 Patienten im besten Alter. Ihr tägliches Los ist der Schmerz, wenn nicht von Anfang an richtig behandelt wird. Das ist auch nicht verwunderlich, richtet sich doch das Immunsystem gegen den eigenen Körper, sodass ein Gelenk nach dem anderen zerstört wird. Richtig behandeln – das ist hier die Frage. Eine Frage, die man sich in der Hirslanden Klinik Birshof in Münchenstein/Basel intensiv gestellt hat. Klar: Jede Form von rheumatoider Arthritis

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muss man möglichst früh gezielt die entzündlichen mit spezifischen MedikaProzesse und somit die menten behanden, um die Gelenkzerstörung stoppen zerstörischen Prozesse an oder wenigstens bremsen. den Gelenken von Anfang Ist die Krankheitsaktivian zu unterbinden. Dazu tät hoch, setzt man diese braucht es eine Frühdiahochpotenten Wirkstoffe gnose – und so genannte sogar in Kombination ein Frühsprechstunden. «Inoder ergänzt sie mit Bionert maximal zwei Wochen logika.» bekommt ein Patient mit Sobald das wichtigste Verdacht auf rheumatoiZiel der Behandlung erDr. Stephan Bürgin, Facharzt für Innere Medizin/Rheumatode Arthritis bei uns einen reicht ist, nämlich das logie an der Hirslanden Klinik Termin», sagt Dr. Stephan Verschwinden von EntBirshof: «Die Abwärtsspirale infolge Bewegungsarmut Bürgin, Facharzt für Innezündung und Schmerzen, hat man bei Rheumapatienre Medizin/Rheumatologie heisst es ran an den Speck, ten lange unterschätzt.» an der Hirslanden Klinik und zwar wörtlich. Wird Birshof. «Der Beginn der Krankheit ist jetzt nichts unternommen, drohen Inmeist schleichend und lässt einzelne aktivität, Gewichtszunahme, KonditiGelenke entzünden, meistens auf beiden onsverlust, Muskelschwäche, schlechte Seiten. Oft sind zuerst die Finger und Koordination, Osteoporose, SturzanfälHandgelenke betroffen. Aber auch ein ligkeit und sogar Funktionsverlust im Befall von Füssen und grösseren Gelen- Alltag. Diese Negativspirale hat man ken wie Ellenbogen, Schultern und Knie ist möglich. Typisch ist die Morgensteifigkeit von einer Stunde und mehr. Mit jeder Nacht werden die Schmerzen schlimmer. Manchmal werden die Patienten den ganzen Tag von Steifigkeit Hirslanden Klinik Birshof und Schmerzen geplagt, was jede BeweReinacherstrasse 28 gung zur Qual macht.» 4142 Münchenstein Geht zwischen dem Auftreten solcher Symptome und einer fachärztlichen AbTelefon 061 335 22 22 klärung und Behandlung keine wertvolklinik-birshof@hirslanden.ch le Zeit verloren, sind die Aussichten gut, www.hirslanden.ch/birshof dass Schäden an den Gelenken mit spezifischen Medikamenten entweder ganz verhindert oder in ihrem Verlauf stark gebremst werden können. Dr. Bürgin: «Kortison hat eine gute und rasche Wirkung. Aufgrund seiner Nebenwirkungen ist eine längerfristige und hochdosierte Therapie aber nicht mehr vertretbar. Heute setzt man Basismedikamente ein, nicht nur um Kortison zu sparen, sondern vor allem deshalb, weil sie ganz


.

Hirslanden Klinik Birshof Rheumatologie – das Angebot: •• Arthritis-Sprechstunde •• Arthrose-Sprechstunde •• Wirbelsäulen-Sprechstunde •• Ultraschall-Diagnostik der Gelenke •• Manuelle Medizin

Behandlungsstrategien •• Manuelle Therapie •• Beratungen für ein angepasstes Heimprogramm (personal training) •• Medikamentöse Therapie •• Interventionelle Schmerztherapie (röntgengesteuerte Infiltrationen von Gelenken und Nerven entlang der Wirbelsäule) •• Viskosupplementation ( «Schmierung» von Arthrosen)

Enge Zusammenarbeit mit •• Physiotherapie •• Orthopädie und Sportmedizin •• Handchirurgie und Ergotherapie •• Wirbelsäulenzentrum

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lange unterschätzt. Die Folgen sind fatal: Liebgewonne Tätigkeiten müssen aufgegeben werden, die Kraft selbst für die einfachste Verrichtung im Haushalt schwindet, die Selbständigkeit geht nach und nach verloren, besonders, wenn osteoporotische Brüche hinzukommen. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Bewegungs-, Physio- und Sporttherapie. Dr. Bürgin: «Sobald Schmerzen und Entzündung im Griff sind, muss sich der Rheumapatient bewegen. Und zwar unter professioneller Anleitung. Das erfordert eine intensive interdisziplinäre Betreuung der Patienten mit Ergo- und Physio- sowie Sporttherapie, und zwar immer in Absprache mit dem Rheumatologen.» Je nach Patient und Krankheitsstadium kommen ganz verschiedene Therapien und Sportarten in Frage. Im Vordergrund steht die Stimulation der tragenden Muskulatur. Dazu eignen sich Sportarten wie Yoga, Nordic Walking, Schwimmen, Aquafit und so weiter. Sehr empfehlenswert ist ein ergänzendes Spezialtraining zur Erhaltung der Muskulatur von Händen und Füssen, geführt durch Ergound Physiotherapeuten. «Es gibt genügend wissenschaftliche Beweise, dass ein solches Training die Lebensqualtität von Rheumapatienten massiv verbessert», sagt Dr. Bürgin. »Mit Yoga zum Beispiel können Rheuapatienten nicht nur ihre Beweglichkeit deutlich steigern, sondern sogar noch den Bedarf an Schmerzmitteln reduzieren.»

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chinesische medizin

Chinesisch in 45 Minuten MediQi, das Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin, und Sprechstunde Doktor Stutz machen Ihnen ein einmaliges Angebot: Eine 45-minütige Konsultation bei einem TCM-Facharzt zum Spezialpreis.

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MediQi hat das erste TCM-Zentrum mit chinesischen Fachkräften in der Schweiz eröffnet und gilt noch heute als das führende Zentrum für Traditioneller Chinesische Medizin. Aus diesem Grund machen MediQi und die Sprechstunde Doktor Stutz eine exklusive Leseraktion: Wir offerieren Ihnen ein fundiertes Beratungsgespräch von 45 Minuten inklusive einer Puls-Zungen Diagnose und einer persönlichen Demonstration der verschiedenen TCM Behandlungsmethoden bei einem TCM-Facharzt von MediQi für nur 60 Franken. So gehen Sie vor, um von diesem Angebot zu profitieren: 1. Gutschein Exklusive Leseraktion der Sprechstunde Doktor Stutz ausfüllen. 2. Termin im MediQi Zentrum in ihrer Nähe telefonisch vereinbaren. 3. Gutschein ausschneiden und zum Beratungsgespräch mitnehmen.

Bild: Yonca Even, Zürich

Kämpfen Sie schon lange mit gesundheitlichen Problemen, bei denen Ihnen auch herkömmliche medizinische Methoden nicht weiterhelfen? Dann machen Sie doch die Probe auf 's Exempel und fragen Sie einen Facharzt für Traditionelle Chinesische Medizin TCM von MediQi nach seiner zweiten Meinung. Bei MediQi behandeln Sie ausgewiesene, EMR-anerkannte, chinesische TCM-Fachärzte mit Akupunktur, Tui-Na Massagen, Wärmebehandlungen, Moxibustion, Schröpfung und Chinesischer Kräutermedizin. Noch vor zehn Jahren spielte Traditionelle Chinesische Medizin in der Schweiz praktisch keine Rolle. Heute aber bekommt die Traditionelle Chinesische Medizin in der Schweiz einen immer höheren Stellenwert. Bereits bieten renommierte Schweizer Privatkliniken und verschiedenen öffentliche Spitäler Ihren Patienten TCM als Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin an.

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Gutschein für ein TCM-Beratungsgespräch von 45 Minuten für nur 60 Franken. Name_ _______________________________________ Vorname ______________________________________ Adresse _______________________________________ Telefon _ ______________________________________ Mailadresse ___________________________________

Kreuzen Sie bitte Ihre Beschwerden an. Bei allen aufgelisteten gesundheitlichen Problemen erzielt die Traditionelle Chinesische Medizin sehr gute Heilungserfolge.

Schmerzen  Kopfschmerzen/ Migräne  Rückenschmerzen, Diskushernie  Gelenkschmerzen

Allergien/ Immunsystem        

Heuschnupfen Asthma Ekzeme Neurodermitis Chronische Sinusitis Häufige Erkältungen Psoriasis Morbus Chron, Colitis ulcerosa (entzündliche Magen-, Darmerkrankungen)

Funktionelle Magen- und Darmstörungen

Die MediQi-Zentren In jedem dieser neun MediQi Zentren können Sie den Gutschein einlösen. Rufen Sie einfach an und vereinbaren einen Termin. MediQi Aarau an den Hirslanden Kliniken Schachenallee 29, 5000 Aarau, Tel. 062 823 33 33 MediQi Baden Bäderstrasse 18, 5400 Baden, Tel. 056 222 30 60 MediQi Bad Ragaz Bartholoméplatz, Postfach 325, 7310 Bad Ragaz, Tel. 081 300 46 60 MediQi Basel Josefsklinik, Bundesstrasse 1, 4054 Basel, Tel. 061 272 20 20 MediQi Cham an der Andreas Klinik Rigistrasse 1, 6330 Cham, Tel. 041 781 55 00 MediQi Chur Quaderstrasse 7, 7000 Chur, Tel. 081 250 10 60 MediQi Uster beim Spital Uster Wagerernstrasse 1, 8610 Uster, Tel. 043 466 96 60 MediQi Kilchberg am Spital Sanitas Medical Center Sanitas, Grütstrasse 55, 8802 Kilchberg, Tel. 043 810 88 11 MediQi Zürich an den Hirslanden Kliniken Münchhaldenstrasse 33, 8008 Zürich, Tel. 043 499 10 20

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Blähungen Durchfall/Verstopfung Reizdarm/Reizmagen Sodbrennen Übelkeit und Erbrechen

Beschwerden der Harnwege  Anfälligkeit auf Blasenentzündungen  Blasenkrämpfe

Frauenbeschwerden  Zyklusstörungen  Menopause  Postmenopause

Psychisch / Psychosomatisch    

Angst- / Panikstörungen Burn out Schlafstörungen Leichte Depressionen

Diverse        

Raucherentwöhnung Gestörtes Allgemeinbefinden Müdigkeit Konzentrationsschwierigkeiten Erschöpfungszustände Energielosigkeit _________________________________________ _________________________________________

Erkrankungen Kinder     

Bettnässen Bauchkoliken Verstopfung Neurodermitis, Ekzeme Aufmerksamkeitsstörungen «Hyperaktivität»

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zahnmedizin

Der Zahnarzt in 3D 3D ist in – nicht nur in der Computergrafik, auch in der Zahnmedizin. Dr. Roberto Sleiter über Computer unterstützte und Schablonen geführte Implantat-Technik.

Was ist speziell an der Computer unterstützten 3D-Implantat-Chirurgie? Diese Methode erlaubt eine minimalinvasive Implantologie. Das heisst, dass die Implantate eingesetzt werden, ohne dass ein Schleim- und Knochenhautlappen aufbereitet werden muss. Abschliessend braucht es deshalb auch keine Nähte. Diese Technik reduziert die Beschwerden nach der Operation auf ein Minimum, verkürzt die effektive Operationszeit, ermöglicht eine sehr sorgfältige und genaue Planung des Eingriffes und zudem in einigen Fällen sogar die sofortige Abgabe der prothetischen Rekonstruktion. Die von mir verwendete Software ist von der Nobel-Biocare entwickelt worden und heisst Nobel-Gide. Wie geht man bei diesem Verfahren vor? Zuerst muss man bei allen Patienten, die für diese Methode in Frage kommen, eine spezielle Röntgenaufnahme machen. Der Chirurg erhält die Röntgeninformationen auf einer CD, die er mit der Software bearbeiten und analysieren kann. Jetzt ist der Knochen dreidimensional darstellbar. Was jetzt zählt, ist die Erfahrung des Chirurgen. Er muss entscheiden, ob Implantate möglich sind, ob eine sofortige Fertigstellung der Prothese überhaupt sinnvoll oder ob vorgängig ein Knochenaufbau zur Wiederherstellung von optimalen Knochenverhältnissen notwendig ist. Besonders an der Software ist, dass sie

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sowohl für die Untersuchung wie auch zur Durchführung der Operation eingesetzt werden kann. Was zählt mehr, die Technik oder die Erfahrung des Zahnarztes? Es braucht beides. Die Technik aber ist nur so gut, wie der Mensch, der sie verwendet. Die Computer und die Schablonen sind nur Hilfsmittel. Die Erfahrung und das prothetische Können des Implantologen können sie aber niemals ersetzen. Ist diese Methode für alle Patienten geeignet? Die Computerunterstützte 3-D-Darstellung ist bei der Planung immer nützlich, nicht immer ist es jedoch notwendig, den Kiefer dreidimensional darzustellen. In den meisten Fällen ist dieser zusätzliche planerische Aufwand nicht sinnvoll. Zusätzliche Röntgen und 3-D Rekonstruktionen sollten eher die Ausnahme sein. In der Regel sind die meisten Situationen mit ausreichender Erfahrung einfacher lösbar. Welches Verfahren geeignet ist und welches nicht, muss immer individuell entschieden werden. Persönlich verwende ich die Nobel-Gide Software vor allem bei zahnlosen Patienten, die eine grössere chirurgische und prothetische Rekonstruktion brauchen. In diesen Fällen finde ich die Software und die Schablonengeführte-Implantologie sehr hilfreich.

3D ComputerPlanung einer Zahnrekonstrukion am Computer.


zahnmedizin

Dr. med. dent. Roberto Sleiter, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, und seine Frau Kristina Sleiter, Kieferorthopädin, Egerkingen

Was sind Zahnimplantate? Bei einem Implantat handelt es sich in den meisten Fällen um eine Schraube aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und die Zahnwurzel ersetzt. Auf diesem künstlichen Pfeiler wird der Zahnersatz befestigt. Das kann ein einzelner Zahn bis zu einer ganzen Zahnreihe sein. Auch ein Prothese kann so im zahnlosen Kiefer befestigt werden. Zahnimplantate haben gegenüber konventionellen Brücken oder herausnehmbaren (Teil-)Prothesen erhebliche Vorteile. Vor allem die Kaufunktion ist wesentlich besser. Die Patienten fühlen sich viel sicherer als mit konventionellen Brücken oder Prothesen. Zudem kann auf das Beschleifen von gesunden Nachbarzähnen verzichtet werden. Bei guter Pflege und Mundhygiene haben Implantate eine hohe Lebensdauer. Noch nach zehn Jahren beträgt die Erfolgsquote über 95 Prozent. Eines der grösste Risiken, welche diesen Erfolg schmälern, ist Rauchen. Regelmässige Nachsorge sowie gründliche Mundhygiene sind Voraussetzungen für einen dauerhaften Erfolg. Weil Implantate wie natürliche Zähne in die Mundhöhle ragen, sind sie eine Verbindung vom Innern des Körpers nach aussen. Speisereste, Zahnbelag und Bakterien können bei schlechter Pflege genau so Probleme verursachen wie bei natürlichen Zähnen. Sie reichen von Zahnfleischbluten über Taschenbildung bis zu Knochenschwund. (Quelle: Implantatstiftung)

 Gesunder Zahn

 Implatatgetragener Zahnersatz

Dr. med. Dent. Roberto Sleiter absolvierte 2002 die Spezialistenprüfung zum «Fachzahnarzt für Oralchirurgie». Zusammen mit seiner Frau führt er in Egerkingen eine Zahnarztpraxis für Oralchirurgie, Implantologie und Kieferorthopädie. Telefon 062 398 22 44 www.dentalspecialist.ch robertosleiter@yahoo.com

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zahnmedizin

Der Fallbericht

Infos Die Implantat Stiftung Schweiz hat zum Thema «Zahnimplantate» eine informative Broschüre herausgegeben. Sie kann bestellt werden bei: Implantat Stiftung Schweiz, Sekretariat SGI/SSOS, Marktgasse 7, 3011 Bern Telefon 031 312 43 16, dok@implantatstiftung.ch

Links Implantat Stiftung Schweiz Schweizerische Gesellschaft für orale Implantologie Schweiz. Gesellschaft für Oralchirurgie und Stomatologie Schweizerische Gesellschaft für Parodontologie Schweiz. Gesellschaft für rekonstruktive Zahnmedizin

www.implantatstiftung.ch www.sgi-ssio.ch www.ssos.ch www.parodontologie.ch www.ssrd.ch

Suchmaschine Wenn Ihr Zahnarzt mit Zahnimplantaten nicht vertraut ist, können Sie auf www.nobelsmile.ch mit der Suchmaschine «Zahnarzt suchen» einen ausgewiesenen Spezialisten in Ihrer Nähe suchen.

Wussten Sie... …dass sich Karies in Europa massiv ausbreitete, als im 18. Jahrhundert der Zucker beliebter wurde? In der Folge sattelten viele Ärzte auf Zahnmedizin um. Grosse Herausforderung war die Herstellung von Zahnprothesen. Auch Zähne hingerichteter Verbrecher mussten dafür herhalten. Schlachtfelder waren eine weitere beliebte Quelle für Ersatzzähne. In England waren «Waterloo»-Zähne sehr beliebt. Sogar Zähne von Opfern des amerikanischen Bürgerkrieges fanden für viel Geld ihren Weg nach Europa. …dass bereits die alten Ägypter 5000 Jahre vor Christus eine Art Zahnpasta kannten? Sie enthielt Bimsstein, zermahlene Tierhufe und Eierschalen. Bis zum 19. Jahrhundert machte die Zahnpasta kaum Fortschritte. Die erste Zahnpastatube wurde 1892 von Dr. Washington Sheffield in den USA hergestellt. …dass Zahnschmelz die härteste Substanz des Körpers ist? Dennoch ist es nicht empfehlenswert, mit den Zähnen Nüsse zu knacken oder Flaschen zu öffnen, weil sie leicht absplittern und abbrechen können. …dass nach Entfernen eines natürlichen Zahnes am Kieferknochen Abbauprozesse einsetzen, die das Gesicht mit der Zeit alt aussehen lassen? Zahnimplantate können diese Knochenresorption aufhalten. Bei einer herkömmlichen Prothese oder Brücke ist dies nicht der Fall. …dass Titan das in der Medizin und Zahnmedizin am häufigsten verwendete Metall ist? Mit der Zeit wächst es aufgrund seiner Biokompatibilität in den Knochen ein. Durch das Auftragen einer speziellen Oxidschicht lässt sich die Integrationsfähigkeit noch weiter verbessern. Sie beschleunigt die Geschwindigkeit, mit der Titan in den Knochen einwächst. …dass bei einer Vollkeramikkrone im Gegensatz zu einer mit Keramik überzogenen Metallkrone am Übergang zum Zahnfleisch keine graue Linie sichtbar ist? Eine Krone aus reiner Keramik besitzt aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit Eigenschaften, die den natürlichen Zähnen gleich kommt. …dass vorgerücktes Alter kein Grund ist, auf ein Zahnimplantat zu verzichten? Wer in der Lage ist, sich einen Zahn ziehen zu lassen, ist auch noch gesund genug für ein Zahnimplantat.

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Eine 46-jährige Frau kommt zu uns in die Sprechstunde, weil sie wegen ausgeprägter Parodontitis in absehbarer Zeit wohl ihre Restbezahnung und damit auch die Stabilität ihrer Prothese verliert. Bei der ersten Konsultation wird sie eingehend über die verschiedenen Methoden und Therapiemöglichkeiten aufgeklärt. Die dreidimensionale Analyse ihres Kieferknochens zeigt, dass ausreichend Knochen für vier Implantate zur Verfügung steht. Bei der operativen Planung entscheiden wir uns zusätzlich für die sofortige prothetische Versorgung. In einer einzigen Sitzung können so die nicht erhaltungswürdigen Zähne entfernt, vier Implantate mit der Schablonen geführten Chirurgie minimal invasiv – also sehr schonend – eingesetzt und abschliessend ein wiederum mit der so genannten Procera CAD/CAM Technologie individuell gefrästen Steg aufgesetzt werden. Die Vorteile dieser Behandlung liegen auf der Hand. Die Patientin musste weniger oft in die zahnärztliche Behandlung als sonst üblich, hatte fast keine Schmerzen und ohne Unterbruch einen stabilen Zahnersatz. Die Nachkontrolle ergab, dass auch nach einem Jahr die Knochen- und Wundverhältnisse stabil blieben und die Kaufunktion einwandfrei war.

Ausgangssituation Auf dem Rontgenbild sieht man, dass die Pantientin nur noch wenige eigene Zähne hat.

Schritt 1 Anhand der am Computer erstellten 3-DRekonstruktion wird eine massgeschneiderte, individuelle Operationsschiene hergestellt.


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Schritt 2 Der individuell gefrässte Steg (CAD/CAM) wird in den Oberkiefer eingesetzt.

Ein strahlendes Lächeln. Zum ersten Mal seit Jahren traut sich die Patientin wieder, zu lächeln. Resultat Die neue Zahnreihen in der innen und Aussenansicht.

N EU

Zahnschmelzabbau kann auch Ihre Zähne betreffen! Insbesondere Säuren, vorhanden in Nahrungsmitteln und Getränken, können den Zahnschmelz angreifen. Sie weichen den Zahnschmelz auf, der beim anschliessenden Zähneputzen leichter abgetragen werden kann. Der Verlust der Zahnoberfläche durch den direkten Kontakt mit Säuren ist eine Form des vorzeitigen Zahnschmelzabbaus. Von diesem Zahnschmelzabbau können auch ansonsten gesunde Zähne betroffen sein.

Beugen Sie Zahnschmelzabbau vor! Die SENSODYNE® PROSCHMELZ Tägliche Zahnpaste: härtet den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger reduziert die Empfindlichkeit der Zähne reinigt schonend (RDA < 50) bietet umfassenden Schutz vor Karies In Kombination mit der SENSODYNE® PROSCHMELZ Zahnbürste empfohlen.

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AUGENMAGAZIN

Jedem Star seine Linse Linsen gegen Hornhautverkrümmung, Linsen für Nähe und Ferne, Linsen mit Blaulichtschutz. Die Operation des Grauen Stars bietet die Chance, von der Lesebrille unabhängig zu werden und die Netzhaut vor Schäden zu schützen. Dr. med. Myron Kynigopoulos, Oberarzt an der Augenklinik Pallas, über die moderne Behandlung von Grauem Star. Was ist Grauer Star? Die Linse liegt unmittelbar hinter der Pupille im Inneren des Auges. Sie besteht aus durchsichtigen Fasern, die ganz besondere optische Eigenschaften besitzen, um das einfallende Licht gestochen scharf auf die Netzhaut zu bündeln. Grauer Star oder Katarakt – der Begriff kommt vom griechischen Wort «Wasserfall» – ist eine zunehmende Eintrübung der normalerweise völlig klaren und durchsichtigen Linse. Im Laufe der Jahre nehmen diese Trübungen langsam zu, was zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Sehkraft führt. Es ist, als sähe man durch eine schmutzige Fensterscheibe oder durch einen Nebel, der immer dichter wird. Hinzu kommt oft eine Blendempfindlichkeit, die sich besonders beim nächtlichen Autofahren sehr störend auswirkt.

Welche Ursachen hat der Graue Star? Verantwortlich sind in den meisten Fällen natürliche Alterungsprozesse. Ungefähr 50 Prozent der über 70-Jährigen sind von einer Linsentrübung mit Sehverschlechterung betroffen. Bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Verletzungen, Klarer, ungetrübter Blick.

Eingetrübter Blick verursacht durch den grauen Star.

Entzündungen des Augeninneren und Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Kortison können auch in früheren Jahren zum Grauen Star führen. Grauer Star ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit, wenn er nicht behandelt wird.

Wie wird Grauer Star festgestellt? Grauer Star kann schon früh, noch vor dem Auftreten erster Beschwerden, bei der augenärztlichen Untersuchung mit Hilfe einer Spaltlampe auf einfachste Weise festgestellt werden. Meistens wird die Pupille vor der Untersuchung mit Augentropfen erweitert. Stark fortgeschrittene Stadien des Katarakts – man spricht hier vom überreifen Katarakt – sind schon oft mit blossem Auge als weissliche oder gräuliche Trübung durch die Pupille sichtbar. Zur Routineuntersuchung gehören Testung des Sehvermögens, Messung des Augendrucks und Kontrolle des Augenhintergrundes.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Eine Trübung der Linse bildet sich nicht von allein zurück. Auch mit Medikamenten kann sie nicht aufgehalten werden. Die einzige Methode, den Grauen Star wirksam zu behandeln, ist die Kataraktoperation. Sie ist der häufigste operative Eingriff weltweit. In der Schweiz werden jährlich schätzungsweise 40 000 solcher Eingriffe durchgeführt, 3 500 davon in der Klinik Pallas. Bei der Kataraktoperation wird die trübe Augenlinse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. In den meisten Fällen kann dieser Eingriff ambulant und in lokaler Betäubung schmerzlos vorgenommen werden.

Wie wird die Operation durchgeführt? Vor der Kataraktoperation wird das Auge durch Augentropfen unempfindlich gemacht und die Pupille erweitert. Am Rand der Hornhaut macht der Arzt einen kleinen Schnitt. Mit einem dünnen Ultraschallgerät wird die eingetrübte Linse im Auge zerkleinert und abgesaugt. Anschliessend wird die neue Kunstlinse am Ort der alten Linse implantiert. Die künstliche

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3 So wird die Operation durchgeführt 1 Entfernung der trüben Linse aus dem Auge 2 Implantation der Kunstlinse 3 Die implantierte Kunstlinse befindet sich am Ort der ursprünglichen Augenlinse


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Linse hat zwei Haltebügel, mit denen sie im Auge fixiert bleibt. Der Schnitt ist selbstdichtend, weshalb eine Naht nur sehr selten erforderlich ist.

Welche Kunstlinsen werden implantiert? Die meisten modernen Kunstlinsen lassen sich rollen oder falten, so dass sie durch den kleinen Schnitt an der Hornhaut sehr leicht ins Auge eingesetzt werden können. Der optisch wirksame Teil hat einen Durchmesser von circa sechs Millimetern. Der Körper toleriert diese Kunststofflinsen problemlos. Standardlinsen – so genannte Monofokallinsen – ermöglichen ein scharfes Sehen in einem bestimmten Abstand, jedoch nicht in die Weite und Nähe gleichzeitig, weshalb in den meisten Fällen auch weiterhin eine Brille getragen werden muss. Neuerdings gibt es Linsen mit Blaulicht-Schutz. Blaues Licht kann die Netzhaut über die Jahre schädigen und unter Umständen sogar zu einer altersbedingten Makuladegeneration* führen. In ausgewählten Fällen ist es sinnvoll, Linsen einzusetzen, welche diesen Wellenlängenbereich blockieren, um so einer Makuladegeneration vorzubeugen. Die Farbwahrnehmung wird durch diese Linsen nicht merklich beeinflusst, auch wenn diese Linsen einen gelblichen Farbton haben. Wer von Brillen weitgehend unabhängig werden möchte, hat heute die Option der multifokalen Linsen. Sie ermöglichen auf Grund ihres speziellen Designs, gleichzeitig in die Weite und in die Nähe scharf zu sehen. Bei Hornhautverkrümmungen, dem Astigmatismus, hingegen werden torische Linsen verwendet. Sie erlauben selbst die Korrektur einer starken Hornhautverkrümmung und machen das Tragen von Brillen somit überflüssig. * Unter dem Begriff Makuladegeneration wird eine Gruppe von Erkrankungen des menschlichen Auges zusammengefasst, welche die Makula lutea, den Punkt des schärfsten Sehens – auch gelber Fleck genannt – der Netzhaut betreffen und mit einem allmählichen Funktionsverlust der dort befindlichen Gewebe einhergehen.

Klinik Pallas – Augenzentren Seit über zehn Jahren behandeln die Fachärzte und das Team der Augenzentren die Augen unzähliger Patientinnen und Patienten. Schätzungsweise 40 000 Konsultationen und 7 000 Eingriffe werden pro Jahr in den Augenzentren Olten, Solothurn und Bern durchgeführt. Neuerdings gibt es auch in Grenchen ein Augenzentrum. Die Pallas Augenzentren sind technisch immer auf dem aktuellen Stand. Das gilt auch für die Ärzte, die sich laufend weiterbilden. Eine eigene Forschungsabteilung bürgt für neue Erkenntnisse in der Augenheilkunde. Bekannt wurde die Klinik unter anderem durch die selbst entwickelten, anerkannten Operationsmethoden in der Katarakt- und Glaukomchirurgie. Klinik Pallas AG Louis Giroudstrasse 20 4600 Olten www.klinik-pallas.ch AugenZentrum: Tel. 062 286 62 00 azol@klinik-pallas.ch


Gedächtnistrainig mit Gregor Staub

Entdecke Dein Gedächtnis! VON GREGOR STAUB Kennen Sie das auch? Gerade aus dem Urlaub zurück, steht man vor dem Geldautomaten - und plötzlich ist die PIN weg. Oder Sie begegnen einer Bekannten - und kommen partout nicht auf den Namen! Ich zeige Ihnen, wie Ihnen das nie mehr passiert. Etwas möchte ich vorweg schicken: Mit aussergewöhnlichen Begabungen hat selbst ein hervorragendes Gedächtnis nichts zu tun. Das kann wirklich jeder lernen - dafür bin ich selbst das allerbeste Beispiel! Bis vor 20 Jahren hatte ich ein furchtbar schlechtes Gedächtnis. Das hat unter anderem dazu geführt, dass ich schon mit sechzehn aus der Schule geflogen bin. 1990 stiess ich in den USA auf geniale Lern-Techniken und war begeistert, was ich damit anfangen konnte. Über Monate analysierte ich mit ein paar tausend Stundenten an der Universität Zürich systematisch, was man beim Lernen wirklich braucht, und vor allem, wie man diese Techniken am besten vermittelt, um sein Gedächtnis wirklich langfristig zu verbessern. Mein Fazit: Ein gutes Gedächtnis ist kein Hexenwerk – auch wenn das manchmal so scheint. Bereits in der Antike haben griechische Gelehrte mit einem sehr effektiven Lernsystem gearbeitet - mit den so genannten Mnemotechniken. Schon damals hatten sie herausgefunden, was noch heute gilt: Wenn Sie beim Lernen Verstand und Gefühl im Kopf zusammenkoppeln, werden Sie sofort feststellen, dass Sie sich die Informationen sehr einfach, schnell und nachhaltig merken können. Wie das in der Praxis funktioniert? Ob Zahlen, Namen, Vokabeln, schwierige Formeln oder das Manuskript für eine Rede – entscheidend ist, dass Sie das zu Lernende mit Bildern verbinden. Je phantasievoller und verrückter diese Geschichten, Eselsbrücken und Bilder sind, desto besser. Zahlen kann man sich auf diese Weise genauso einfach merken wie Namen. So hat sich zum Beispiel meine damals sechsjährige Tochter die Zahl 1767 mit folgender Geschichte eingeprägt: Unter einem Baum sitzt ein Zwerg und würfelt mit einem anderen Zwerg. Der Baum steht für die 1, die beiden Zwerge für die 7 (wegen der «sieben Zwerge») und die 6 steht für einen Würfel mit sechs Seiten! Suchen Sie

Telefonnummern ohne Mühe im Kopf behalten. Versprochen! Mit Schülern einer dritten Klasse habe ich erlebt, dass sie innerhalb von drei bis vier Minuten eine 40-stellige Zahl auswendig lernen konnten. Es funktioniert wirklich! Wichtig für alle, die das auch können wollen: Sie brauchen ein klares Ziel, einen festen Willen und die richtigen Techniken. Die Motivation kommt mit dem schnellen Erfolg beim Lernen von selbst! Das erleben die Besucher meiner Vorträge schon nach wenigen Minuten – und sind verblüfft. Nach zwei Stunden wissen die allermeisten, wie es geht. Danach bräuchte ich jeden einzelnen für circa 30 Stunden, um ihm oder ihr die Techniken so bei zubringen, dass sie ein Leben lang sitzen. Weil das mit einem Vortrag nicht möglich ist, habe ich einen Weg gefunden, wie ich alle meine Schüler begleiten kann, als sässe ich neben ihnen. Jeder kann sein Gedächtnis mit viel Spass in 20 bis 30 Stunden (verteilt auf 4 bis 5 Monate) in ungeahntem Ausmass verbessern. Mit interaktiven Audio-CDs, einem Arbeitsbuch – und seit Mai 2008 auch mit Lehr-Videos im Internet, auf der neuen mega memory® eLearningPlattform. Vielleicht meine wichtigste Erkenntnis: Geniessen Sie jeden Fehler, den Sie entdecken – denn jetzt können Sie ihn beheben! Freuen Sie sich über das schon Gelernte und lernen Sie locker nach, was noch nicht so gut sitzt. Versuchen Sie es gleich einmal selbst: Unter www.megamemory.ch finden Sie ein paar Beispiele – eine kostenlose Trainings-Probe. Ich wünsche Ihnen viel Spass und noch mehr Erfolg! Ihr Gregor Staub

sich Bilder für Ihre Zahlen – und Sie werden ab sofort alle PINS und

Gregor Staub –

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Gedächtnistrainig mit Gregor Staub

«Europas Gedächtnistrainer Nr. 1» (NZZ) Der renommierte Schweizer Gedächtnistrainer machte sich auf Grund der eigenen Vergesslichkeit vor 20 Jahren auf die Suche nach einer Methode, um sein Gedächtnis auf Vordermann zu bringen. Bei seinen Recherchen stiess er auf die altgriechischen Mnemotechniken – und bündelte sie zu seinem Lern- und Trainingsprogramm mega memory®. Heute berät er namhafte Firmen und Organisationen und vermittelt seine Methoden und Erfahrungen in Vorträgen und Seminaren an Schulen und Universitäten. Alljährlich besuchen ca. 150 000 Teilnehmer seine Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – bis heute waren das mehr als 1,5 Millionen Menschen. Gregor Staub, *3. Juni 1954, Betriebsökonom HWV, ist Autor vieler Bücher zum Thema Gedächtnistraining. Er war zu Gast bei unzähligen Sendungen in Radio und Fernsehen und Thema in weit über 1000 Zeitungsartikeln. Im Dezember 2003 wurde er vom Magazin TRAiNiNG zum Trainer des Jahres gewählt. Er ist einer von fünf Botschaftern des Club of Budapest. Gregor Staub ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Leserangebot Das mega memory Gedächtnistraining gibt es in 2 Versionen. Die Inhalte der beiden Sets sind dabei vollkommen identisch. Sie können wählen, ob Sie gerne mit den neuen Medien arbeiten möchten (eLearning-Edition) oder ob Sie den Kurs komplett mit 12 Audio-CDs machen (Premium-Edition) und zusätzlich das eLearning-Angebot nutzen möchten.

Ich möchte für mein Gedächtnis profitieren und bestelle den Selbstlehrgang «mega memory® Gedächtnistraining» von Gregor Staub: 

NEU im Mai 2008: mega memory® eLearning Edition Das «schlanke» Set für alle Fans der neuen Medien! Fr. 200.– (statt 250.–)

Verbessern Sie Ihr Gedächtnis gemeinsam mit Europas Gedächtnistrainer Nr.1. Sechs interaktive Audio-CDs mit Begleitheft «mega memory® eLearning Edition», 1 Einzelplatz-Lizenz für www.mm-elearning.com: Nutzungsrecht für 2 Jahre (inkl. online ABC-Gedächtnistraining für Kinder – sowie laufend neues Bonusmaterial)

mega memory® Premium Edition plus eLearning Das grosse Lern-Set für die ganze Familie Fr. 300.– (statt 360.–)

Der Premium-Selbstlehrgang des aussergewöhnlichen Gedächtnistrainings:12 interaktive Audio CDs mit Begleitbuch «mega memory® Premium Edition», plus Einzelplatz-Lizenz für www.mm-elearning.com.

Ich möchte Gregor Staub gerne als Referent für meine(n) Schule/Universität/Unternehmen/Verein und möchte Informationen: Bitte kontaktiere Sie mich am besten

Wenn Sie mehr wissen wollen:

Uhrzeit zwischen ______________ und ______________ Uhr Wochentag _________________________________________ e-Mail _____________________________________________

Termine und Orte seiner öffentlichen Vorträge finden Sie auf der Seite www. gregorstaub.com. Sein Programm mega memory® umfasst Selbstlernkurse für Erwachsene, Schüler und Studenten sowie Führerschein- und Legasthenie-Trainings. www.gregorstaub.com www.mm-elearning.com www.mmlegasthenie.com

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Staub mega memory® Gedächtnistraining Gregor Staub Im Chapf 4 8703 Erlenbach

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adhs

Man muss mit dem Käse kochen und nicht mit den Löchern! Jürg Jegge, bekannter Autor des Buches «Dummheit ist lernbar», vergleicht Schule mit einem Laib Käse: Man darf nicht auf den Schwächen der Jungen herumreiten, so wenig man mit den Löchern im Käse etwas anfangen kann. Das Buch wog bloss 538 Gramm. Aber es schlug ein. «Dummheit ist lernbar – Erfahrungen mit Schulversagern». Das Werk, das Jürg Jegge 1976 bekannt gemach hat. 200 000 Exemplare sind bis heute verkauft worden. Ein flammendes Pladoyer eines unermüdlichen Pädagogen. Heute ist Jürg Jegge Leiter der Stiftung Märtplatz in Teufen, die sich um junge Menschen mit «Startschwierigkeiten» kümmert. Sein neustes Werk, «die Krümmung der Gurke», geht der Frage nach, ob sich in den 30 Jahren seit dem Erscheinen von «Dummheit ist lernbar» in der Schule etwas verändert. Jegge’s ernüchternde Fazit: Dummheit ist immer noch lernbar.

Hat Ihr Erstling irgendetwas an Aktualität verloren? Leider nein. Es ist immer noch so, dass Kinder mit Angst zur Schule gehen und dort nicht auf ihre Rechnung kommen.

Da gibt es solche und andere. Ich erlebe solche, die sich auf die Seite der Kinder stellen – wenige, zugegeben, aber es gibt sie. Und es gibt andere, die diesen Druck fröhlich verstärken. Was sind die Folgen dieses Normalitätsmanagements? Offenbar kommt – nach einer Untersuchung aus dem Kanton Zürich – knapp die Hälfte damit zurande, während 57 Prozent eine therapeutische oder sonstige Unterstützung brauchen. Man stelle sich das einmal bei einer Beiz vor: 57 Prozent müssen nachher zum Doktor. Wie läng wäre diese Beiz wohl offen? Könnte es sein, dass der so genannte Wertezerfall an den Schulen und unter den Jugendlichen etwas mit diesem unheimlichen Normierungsdruck zu tun hat?

Deformiert die heutige Schule die Jugendlichen immer noch? Ja, sicher. Es gibt bestimmt viele LehrerInnen, die versuchen, eine Schule zu machen, welche die jungen Menschen nicht verbiegt. Aber die stehen selber ebenfalls unter Druck. Nicht zuletzt auch unter dem Druck vieler Eltern, die, aus lauter Angst vor Misserfolg im Leben, schon heute lieber ein erfolgreiches als ein fröhliches Kind haben. Wie stark ist heute der Druck auf Jugendliche, möglichst rasch möglichst normal zu funktionieren? Und woher kommt dieser Druck? Dieser Druck hat in den letzten Jahren noch zugenommen. Die Schulen werden umgebaut zu Fitness-Centern zur Anpassung an die Arbeitwelt des Neoliberalismus. Und der liegt im Augenblick «in der Luft». Die Kinder sollen werden wie die Alten sein sollten: Effizient und trotzdem zuverlässig, angepasst und trotzdem individuell, wettbewerbstauglich und trotzdem kooperativ. Kleine, gasförmige Wirbeltierchen. Eigentliche Schuldige für diese Entwicklung sind schwer auszumachen, man trifft aber auf sehr viele Mitläufer. Welche Rolle spielt bei diesem Normalitätsmanagement die Schulpsychologie? Ist sie der Steigbügelhalter der Gesellschaft, die eine möglichst rasche Normierung verlangt?

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Der «Wertezerfall» kommt mir vor wie Vogelgrippe: Es wird etwas beklagt, das noch gar nicht eigetroffen ist. Macht die Schule vielleicht nicht nur dumm, sondern auch krank? Man denke nicht nur an die Bewegungsarmut, sondern an die Verarmung an Emotionen und Erlebnissen in einer technokratisch ausgerichteten Schule. Lehrerinnen berichten von Kindern, die bis zu vier Therapien gleichzeitig besuchen. Es gibt Gemeinden, da werden bis zu 50 Prozent aller Kinder beim Schulpsychologen angemeldet. Könnte es sein, dass das hohe Aggressionsniveau, das immer mehr beklagt wird, eine Folge dieser emotionalen Verarmung und Normierung ist? Zunächst: Auch das ist nach meinen Beobachtungen eher eine Spielart der «pädagogischen Vogelgrippe». Dort, wo Aggression wirklich einmal geballt auftritt, gibt es meist zwei Gründe: Zum einen machen die Kinder einfach das, was sie zuhause und in der Schule erleben, nämlich Wettbewerb, Konkurrenz. Nur tun sie das zur Abwechslung nicht mit Schnellrechnen. Und zum andern schlagen häufig die drein, die später einmal zu den Verlierern in


Bild: Gabi Vogt

Jürg Jegge in der Höhle von Kaltbach, am Rande des idyllischen Wauwiler Mooses im Kanton Luzern. Hier lagert und reift Emmi seine bekannten Kaltbach Spezialitäten. Dank viel Geduld und Liebe entwickeln Emmentaler und Gruyère so richtig ihren Charakter. Ein Rezept, das auch im Umgang mit jungen Menschen erfolgreich ist.

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gesundheitsaktion Konzentrationsschwierigkeiten

In der Schule trödelt er immer.

Kevin (10) ist ein intelligentes Kind. Das weiss seine Mutter, und das bestätigt auch der Lehrer. Aber trotzdem sieht es in seinem Zeugnis ganz anders aus. Kevins Mutter versteht die Welt nicht mehr. Die Schulleistungen ihres Sohnes fallen seit längerer Zeit rapide ab. Lustlos besucht er den Schulunterricht und trödelt vor sich hin. Der Lehrer suchte bereits das Gespräch mit ihr, um sie auf das Verhalten hinzuweisen. “Er kann sich einfach nicht recht konzentrieren.

Konzentrationsprobleme sind viel häufiger als betroffene Eltern meinen. Fettsäuren. Diese sind wichtig für die Versorgung und Entwicklung des Gehirns. Denn mehrere wissenschaftliche Studien haben bewiesen: Ein gut versorgtes Gehirn ist eine der Voraussetzung en für Konzentration und Lernfähigkeit.

Verhältnis ist wichtig für die Funktion von Gehirn und Nervenzellen. Bereits zwei bis vier Kapseln EQUAZEN IQ pro Tag versorgen das Gehirn mit den notwendigen Omega-3-Fettsäuren. EQUAZEN IQ ist natürlichen Ursprungs und hat seine Wirksamkeit in Studien, insbesondere in der wegweisenden Oxford-Durham Studie von 2005, bewiesen.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Versorgung und Entwicklung des Gehirns. Beim Lösen der Schulaufgaben schweifen Kevins Gedanken ab, er träumt vor sich hin. Auf seinem Blatt steht oft nicht viel mehr als ein Gekritzel. Wie ist das möglich?“, so die verzweifelte Mutter. Warum werden das Lernen und die Schule für ihren sonst so aufgeweckten Sohn zu einer regelrechten Belastung? Kevin ist kein Einzelfall. Konzentrationsschwierigkeiten sind eine der häufigsten Ursachen von Schulproblemen. Eine wichtige Rolle dabei spielen die sogenannten Omega-3-

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Leider findet man heute jedoch kaum mehr genügend Omega-3-Fettsäuren auf dem Ernährungsplan von Kindern. Ein Problem, das sich zuspitzt, da Omega-3-Fettsäuren über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Denn der Körper produziert die Omega-3-Fettsäuren nicht im ausreichenden Mass. In EQUAZEN IQ sind die beiden wichtigen Omega-3-Fettsäuren in einem Verhältnis von 3:1 enthalten (EPA-DHA Komplex). Dieses

Anlaufstelle für nähere Informationen www.equazen.ch. Im Zusammenhang mit Konzentrations- und Lernschwierigkeiten bei Kindern wenden Sie sich an eine geeignete Fachperson wie z.B. einen Apotheker oder Drogisten.


adhs

unserer Gesellschaft gehören werden, also Sonderschüler oder Abschlussklässler. Woher rührt Ihrer Meinung nach die hohe Zahl von Schülern mit Lernschwierigkeiten und Konzentrationsstörungen bis hin zum so genannten Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADHS. Je mehr ich kontrolliere, desto mehr Kinder fallen bei meinen Kontrollen auf. Man könnte ja auch helfen, unterstützen, statt zu kontrollieren.

Was sollen ADHS betroffene Schüler und ihre Eltern am besten machen? Das Problem weder als Krankheit noch als Bosheit ansehen. Wenn überhaupt als Problem, dann am ehesten als Eigenheit. Und die Lehrer? Die auch. Sie blicken auf eine jahrzehntelange Erfahrung als Pädagoge zurück. Was zählt am Schluss im Leben wirklich? Die Noten? Die Hochschulabschlüsse oder etwas anderes? O Herrje! Da ist natürlich für jeden Menschen etwas anderes wichtig. Aus meiner Sicht: Es geht darum, dass möglichst viele Menschen ein bisschen glücklicher sein können. Auch ich. Möglichst keine allgemeinen Regeln aufstellen, nicht auf den Schwächen der Jungen herumreiten, sondern auf deren Stärken bauen. Oder anders gesagt: Man muss mit dem Käse kochen, nicht mit den Löchern.

Lasst die Kinder doch wieder Kinder sein Mehr Bewegung, mehr Freiräume, mehr essentielle Fettsäuren und viel weniger Zucker. Das Rezept von Apotheker Dr. Beat Hardegger gegen Stress zu Hause und in der Schule. Dr. Beat Hardegger ist Vollblut-Apotheker. Mit 30 Jahren Berufserfahrung. Er kennt er die Menschen in Oberengstringen, und die Menschen kennen ihn. Für alle möglichen und unmöglichen Sorgen und Gebresten ist er erste Anlaufstelle. Verborgen bleibt ihm dabei nichts. Auch nicht der enorme Druck und die zunehmende Überforderung, denen heute immer mehr Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, sei es in der Schule – und das mag überraschen – auch zu Hause. «Ja zu Hause», so Beat Hardegger. «Es ist bei weitem nicht nur die Schule, die stresst. Es ist der permanente Drang, immer und überall dabei und möglichst top zu sein und nie zur Ruhe zu kommen. Der Druck von zu Hause, möglichst rasch all das zu erreichen, was Erwachsene können oder vielleicht auch nicht können. Ich frage mich oft: Weshalb darf denn heute ein Kind kaum mehr Kind sein? Weshalb muss es so furchtbar schnell in unsere Erwachsenenwelt passen? Kein Wunder, nehmen Konzentrationsstörungen, Aggressivität und Schulschwierigkeiten zu. Wie soll sich denn ein Kind sonst bemerkbar machen in einer lauten Welt voller Computer, Videospiele und Handys?» Was soll ein Apotheker in solchen Fällen raten? Was soll er geben? Ein Mittel zur Beruhigung? Auf keinen Fall! «Oft hilft schon eine blosse Bemerkung, die zum Nachdenken anregt: Wäre weniger nicht mehr? Wir waren doch als Kinder auch nicht besser. Lassen Sie Ihrem Kind doch einfach mal ein bisschen mehr Auslauf.» Auch in Sachen Ernährung sieht Beat Hardegger Aufklärungsbedarf: «Leider gibt es heute kaum mehr Kinder, die zu Hause gesund und ausgewogen essen können. Die vielen auswärtigen Mahlzeiten – oder sagen wir besser Snacks – mit ihrem hohen Zuckergehalt jagen den Insulin-Spiegel in die Höhe und lassen den Blut-

Dr. Beat Hardegger, GaleniCare AG Amavita Apotheke, Oberengstringen

zucker wieder in den Keller rrauschen – eine Achterbahnfahrt, die sich auf Konzentrations- und Leistungsfähigeit und damit auf die schulischen Leistungen katastrophal auswirkt.» Eine ausgewogene Ernährung müsse wieder geübt werden, in der Schule und zu Hause. Und die Eltern müssten sich wieder darauf zurückbesinnen, was sie ursprünglich einmal in erster Linie waren – Ernährer. Weil es auch mit einer ausgewogenen Ernährung nicht einfach ist, die für die Gehirnentwicklung so wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu sich nehmen, rät er auf ein Nahrungsergänzungspräparat zurückzugreifen, das die beiden Fettsäuren EPA und DHA im richtigen Verhältnis von 3 : 1 enhält: «Eine wegweisende Studie aus England hat klar gezeigt, dass eine solche Nahrungsergänzung Kindern mit schulischen und pädagogischen Problemen hilft.» Und dann heisst es auch: Den Computer und den Fernseher mal öfter abschalten, raus an die frische Luft, sich bewegen und etwas unternehmen: «Bewegung und Sport sind immer noch die beste Therapie. Bewegte Kinder lernen rascher und besser und sind viel weniger aggressiv. Das war vor dreissig Jahren so und gilt heute immer noch.»

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sexualität

Es gibt die natürliche Pille Möglichst tiefe Hormonmengen, möglichst natürliche Hormone mit möglichst vielen positiven Wirkungen auf das Allgemeinbefinden der Frau. Das ist der klare Trend in Sachen Verhütung. Wie finde ich unter den vielen verschiedenen Pillen die passende?

sehr ähnlich und hat im Vergleich zur natürlich vorkommenden Substanz sogar Vorteile.

Nicht immer im ersten Anlauf. Manchmal muss nach einer Versuchsphase das Präparat den Bedürfnissen der Patientin neu angepasst werden. Etwas gilt ganz generell: möglichst geringe Östrogendosis plus ein neues Gestagen, nämlich das mit dem auf die Patientin am besten abgestimmte Wirkspektrum.

Welche Vorteile haben diese Pillen über die Verhütung hinaus? Sie tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei; monatlich auftretende Beschwerden werden geringer oder verschwinden ganz. Daneben haben sie positive Auswirkungen auf Haut und Haare, weil sie – bedingt durch ihren etwas stärkeren antimännlichen Hormoneffekt – die Talgproduktion zusätzlich vermindern. Zudem wirken sie sich positiv auf Gewicht, Sexualität und anderes mehr aus.

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Pillen? Alle Antibabypillen bestehen aus einem Östrogen und einem Gestagen. Gegenwärtig ist das Östrogen in allen Pillen das gleiche, nämlich Aethinylöstradiol, verschieden ist einzig die Menge pro Pille. Bei den Gestagenen dagegen gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Pillen, weil sie jeweils verschiedene Substanzen mit ganz unterschiedlichen Wirkspektren enthalten.

Gibt es alte und neue, so genannt natürliche Hormone? Ja, das ist so. Natürliche, also im Körper selbst vorkommende Hormone gibt es bei uns in der Pille zwar noch nicht. Bald soll allerdings ein Präparat erhältlich sein, das auf dem körpereigenen Estradiol basiert, was die Verträglichkeit sicher noch erhöhen wird. Das neue Gestagen Dropirenon, das heute bereits auf dem Markt ist, ist dem natürlichen Progesteron bereits

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Inwiefern auf das Gewicht?


sexualität

Mit den neuen Antibabypillen – das zeigen verschiedene grosse Untersuchungen – tritt keine Gewichtszunahme auf. Im Gegenteil: Mit dem Gestagen Drospirenon kommt es sogar zu einer leichten Abnahme des Körpergewichts.

Welche Pille ist für junge Frauen am besten geeignet? Gefährdet eine frühe Pilleneinnahme die spätere Konzeptionsfähigkeit? Alle neueren, niedrig dosierten Präparate können für ganz junge Frauen eingesetzt werden. Auch eine frühe Pilleneinnahme vermindert die Fähigkeit, später Kinder zu haben, in keiner Weise.

Wie sicher und verträglich ist die Hormonspirale? Nebst der Unterbindung gilt sie als sicherstes Verhütungsmittel überhaupt. Sie ist prinzipiell für alle Frauen geeignet, deren Gebärmutter das Trägersystem aufnehmen kann. Bei ganz jungen Frauen ist das gelegentlich noch nicht möglich. In meiner Praxis haben die meisten Spiralenträgerinnen bereits Kinder gehabt. In dieser Gruppe ist es die beliebteste aller Verhütungsmethoden.

Hat sich das Hormonstäbchen bewährt? Das in den Oberarm eingesetzte Hormonstäbchen hat sich als sehr zuverlässig erwiesen. Leider bringt es vor allem für junge Frauen oft eine Verschlechterung der Hautverhältnisse mit sich. Auch werden die zwar meist schwachen, aber nie vorhersehbaren Blutungen wenig geschätzt. Insgesamt ist deshalb die Verbreitung dieser Methode gering geblieben.

Welchen Stellenwert hat der Verhütungsring? Beim Verhütungsring, wie übrigens auch beim Pflaster, werden die Hormone über die Haut oder die Scheidenwand direkt in den Körper eingeschleust. Wer sich mit einer der beiden Darreichungsformen anfreunden kann, profitiert von einer leicht geringeren Hormongesamtmenge. Ein Nachteil besteht darin, dass die Gestagene nicht zu den allerneuesten

gehören und die Zusatznutzen der modernen Pille nicht haben. Wie empfehlenswert ist der so genannte Langzyklus? Der Langzeitzyklus, also die Pilleneinnahme um ein mehrfaches der üblichen 21 Tage, ist eigentlich nichts Neues. Schon immer hat man zur Menstruationsverschiebung – Ferien, Sportanlässe etc – die Pille etwas länger eingenommen. Risiken sind keine bekannt. Es liess sich zeigen, dass auch ein regelmässiger Langzyklus nicht mit Nachteilen oder gesundheitlichen Schäden einhergeht. Im Gegenteil – es lassen sich so viele zyklusbezogene Probleme wie Menstruationsschmerzen, vermehrter Blutverlust, Migräneattacken oder insgesamt das prämenstruelle Syndrom mit Unwohlsein, Brustspannen und psychischer Verstimmung vermeiden.

Dr. André Kunz ist Frauenarzt in Winterthur: «Bei den Gestagenen gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Pillen.»

Glaubsch an Storch? Fragen, die Kinder und Jugendliche zum Thema Sex stellen, können Eltern und Lehrerpersonen ganz schön fordern. Das erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen St.Gallen jede Woche wieder neu. Sie haben deshalb ein Lehrmittel geschaffen, das die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen spielerisch unterstützt. Das Kartenspiel «Glaubsch an Storch?» wurde von Bayer Schering Pharma, der Aids-Hilfe Schweiz sowie den beiden Landeskirchen des Kantons St.Gallen mitfinanziert. «Warum werden nur Frauen schwanger und nicht Männer?», «Wie gross muss der Penis sein, wenn man 12 Jahre alt ist?», «Wie wird man lesbisch oder schwul?», «Was ist der Unterschied zwischen Samenerguss und Orgasmus?» – Mit diesen und anderen Fragen wenden sich Schülerinnen und Schüler während des sexualpädagogischen Unterrichts an die Fachleute. Verständlich also, dass Lehrpersonen oder Eltern nicht immer auf Anhieb eine sinnvolle Antwort bereithalten. Das Kartenspiel behandelt die Themen männlicher und weiblicher Körper, Fortpflanzung, Lust und Liebe, Homosexualität, Familienplanung, Verhütung, AIDS, sexuelle Gewalt, Sex gegen Geld und Pornografie. Gespielt wird in Gruppen zu vier Personen. Bei insgesamt 279 Karten reicht ein Spielset für eine Schulklasse oder Kindergruppe aus. Das Kartenspiel «Glaubsch an Storch?» eignet sich für den schulischen wie für den ausserschulischen Bereich. Das Kartenspiel «Glaubsch an Storch?» kann ab sofort bei der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in St.Gallen unter der Nummer 071 223 68 08 oder per E-Mail unter ahsga@hivnet.ch bestellt werden. Es kostet CHF 43.- zuzüglich Versandspesen.

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sexualität

Ratlosigkeit wenn der Mann nicht mehr kann Potenzpillen hin oder her – wenn Mann nicht mehr kann, herrscht grosse Ratlosigkeit. Zu Hause und beim Arzt. Abhilfe schaffen soll jetzt ein neues Handbuch mit den besten Tipps und Tricks für Sie und Ihn. Das neue Handbuch stammt nicht von Urologen oder Sexualwissenschaftlern, sondern von Ihnen! Weshalb ein Handbuch? Die Erfahrung zeigt, dass die wenigsten Paare etwas tun, wenn das Glied des starken Geschlechts schwächelt. Und wenn sich ein Mann endlich traut, zum Arzt zu gehen, ist die Chance gross, dass er mit einem Rezept allein gelassen wird, nach dem ersten untauglichen Behandlungsversuch die Therapie entnervt abbricht und die Sexualität für den Rest seines Lebens ad acta legt. Mit einem Rezept ist es nicht getan. Um wieder zu einem befriedigenden Liebesleben zu kommen, braucht es einiges an Wissen: über die Wahl eines wirksamen Medikamentes, die richtige Dosierung und Anwendungsdauer, die richtige Stimulation und so weiter.

Wenn Sie mithelfen, schaffen wir es, gemeinsam ein Handbuch zu erstellen, das es in dieser Form noch nirgends gibt. Senden Sie uns Ihre Erfahrungen im Umgang mit Erektionsproblemen. Schicken Sie uns ihre besten Tipps. Erzählen Sie aus Ihrer Trickkiste, seien sie psychologischer oder auch handfester Natur. Sämtliche Einsendungen werden selbstverständlich anonym behandelt. Und in der nächsten Ausgabe werden die besten Tipps und Tricks veröffentlicht. Mit etwas Glück können Sie einen tollen Preis gewinnen. Das wunderschöne Vierstern-Hotel Belvedere in Scuol spendiert für die beste Einsendung einen Alpenrosen-Traum für Zwei zum Verlieben oder wieder neu Verlieben.

Muskelpumpe, Ausdauer und M-Budget-Creme Damit Ihnen das Einsenden von handfesten Tipps gegen eine gestörte Erektion etwas leichter fällt, hier schon mal eine erste Kostprobe, zusammengetragen aus Gesprächen mit Betroffenen: Eine Behandlung mit Medikamenten gegen Erektionsstörungen darf man auf keinen Fall zu früh abbrechen. Zehn bis zwanzig Versuche braucht es, bis der Therapieerfolg abschliessend beurteilt werden kann. Eine starke, isometrische Anspannung der Oberschenkelmuskulatur hilft, den Bluteinstrom in den Penis zu vertärken. Stehend lässt sich diese Muskelpumpe am besten aktivieren. Der Mann hat eine hochempfindliche Stelle, das unscheinbare Bändchen, das die Eichel mit der Vorhaut auf der Rückseite des Penis verbindet. Es ist das Gegenstück zur weiblichen Clitoris. Am besten nimmt Frau eine Handcreme – sehr geeignet ist beispielsweise die M-Budget Handcrème von Migros. Sie ist nicht fettend und hat zusammen mit etwas Speichel exzellente physikalische Eigenschaften. Senden Sie Ihren Tipp oder Trick beziehungsweise Rat im Umgang mit Erektionsproblemen an: Sprechstunde Doktor Stutz, Postfach, 6614 Brissago

Ein Alpenrosen Traum für zwei Das erwartet den Absender des besten Beitrages: • Zwei Übernachtungen im Viersternhotel Belvedere in Scuol in einem wunderschönen Doppelzimmer, romantisch dekoriert, für zwei Personen. • Mit alpinem Schlemmer-Buffet am Morgen und einem feinen Nachtessen. • 120 minütiges SPA-Program für zwei in der «Vita Nova» Suite: Zwischen Alpenrosen und Latschenkiefer. • An einem Abend Alpenmenu für zwei. • Alpenrosenset mit Shampoo & Bodymilch. • Eintritt ins Engadin Bad Scuol • «Vita Nova: bellezza alpina» SPA im Hotel mit Saunen, Dampfbad, Whirlwannen, Kneipbecken, Ruheraum mit Bergpanorama www.belvedere-scuol.ch, Telefon 081 861 06 06 

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sexualität

Ein offenes Wort zur rechten Zeit Sind Erektionsstörungen ein blosses Lifestyle-Problem? Nein. Erektionsstörungen, auch Erektile Dysfunktion oder kurz ED, werden zunehmend als Gesundheitsproblem wahrgenommen. Weltweit leiden mehr als 152 Millionen Männer daran. Schätzungen zur Folge werden es im Jahr 2025 schon mehr als 332 Millionen sein. In der Schweiz sind vermutlich rund 400 000 Männer betroffen, mehrheitlich in der zweiten Lebenshälfte.

und wann diese Pille einzunehmen ist. Sie wussten auch nicht, dass ohne Stimulation keine Wirkung eintritt. Die wenigsten Ärzte weisen darauf hin, dass erst nach mehrmaliger Anwendung mit einem Erfolg zu rechnen ist. Wie kann die Partnerin helfen, ein Erektionsproblem in den Griff zu bekommen?

Dr. med. Robin Ruszat, Oberarzt an der Urologischen Klinik des Universitätsspital Basel

Lohnt es sich, mit einer gestörten Erektion zuzuwarten? Besteht das Erektionsproblem länger als sechs Monate, sollte man nicht warten, sondern sich ärztlich untersuchen lassen. Nicht selten ist die Erektionsstörung ein frühes Warnzeichen für andere ernsthafte Erkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes mellitus, hoher Blutdruck und so weiter. Immerhin haben 15 bis 20 Prozent der Männer mit ED gleichzeitig eine klinisch relevante koronare Herzkrankheit. Weshalb unternimmt nur ein Bruchteil der Betroffenen etwas? Über Sexualität spricht man nicht gern, erst recht nicht über Probleme rund um die Erektion. Das ist im ärztlichen Gespräch nach wie vor ein heisses Eisen. Im Rahmen einer Befragung von 90 Ärzten und 700 Patienten im Jahr 2006 gab rund ein Drittel der Patienten an, Hemmungen zu haben, mit dem Arzt darüber zu reden. Zwei Drittel sind der Ansicht, der Arzt sollte die Initiative zum Gespräch ergreifen. Ein Viertel der Männer berichtete, dass sie sich durch ärztliche Fachausdrücke beim Thema Sexualität überfordert fühlen, und jeder dritte möchte am liebsten die Verordnung eines Medikaments ohne ein Gespräch. Nach wie vor begeben sich rund 80 Prozent nicht einmal in Behandlung. Wie gross sind die Chancen, Erektionsprobleme erfolgreich zu behandeln? Verständnis und Handhabung von Erektionsstörungen haben sich ständig weiterentwickelt. Gute Wirksamkeit und vergleichsweise geringe Nebenwirkungen von Medikamenten wie Levitra, Viagra und Cialis haben dazu geführt, dass frühere mechanische und operative Behandlungsmöglichkeiten nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Mit diesen Medikamenten lässt sich Vorstellungen und Wünschen der Patienten weitgehend entsprechen. Was macht man am besten, wenn man vom Arzt nur ein Rezept erhält und dann mit dem Medikament alleine gelassen wird? Die Tabuisierung des Themas, auch auf ärztlicher Seite, führt häufig zum allzu raschen Griff nach dem Rezeptblock ohne sorgfältige Aufklärung. Patienten, bei denen eine Wirkung ausblieb, hatten vielfach gar keine Ahnung, wie

Meistens hilft ein offenes Wort zur rechten Zeit. Über intime Ängste und Sorgen offen zu reden, ist aber nicht einfach. Andererseits berichten viele Frauen, dass gerade diese Offenheit die Beziehung gefestigt hat. Am besten mit natürlicher Sprache, sachlich und in entspannter Atmosphäre. Für die Gesprächseröffnung kann ein Hinweis auf einen Artikel oder ein Fernsehprogramm helfen. Mit welchem der drei erhältichen Medikamente hat man die besten Aussichten auf Erfolg? Alle drei wirken nach dem gleichen Prinzip: Sie hemmen einen Botenstoff, der für den Abbau einer Erektion verantwortlich ist. In ihrer chemischen Struktur sind die drei Präparate jedoch nicht völlig identisch, weshalb es zu unterschiedlichen Wirkungen kommen kann. Am Offensichtlichsten ist die längere Halbwertszeit bei Cialis von 17.5 Stunden im Vergleich zu 3 bis 5 Stunden bei den beiden anderen Präparaten. Die stärkste Wirkung auf den für die Erektion so wichtigen Botenstoff hat Levitra. Allen drei Medikamenten ist gemeinsam, dass eine sexuelle Stimulation notwendig ist, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen. Glaubt man bestimmten Studien, hat Levitra die beste Wirkung. Stimmt das? Die CONFIRMED-Studie wurde durchgeführt, um Wirksamkeit und Sicherheit von Levitra und Viagra zu vergleichen. 1 057 impotente Männer nahmen daran teil. Sie erhielten für vier Wochen eines der beiden Präparate. Anschliessend wurden beide Medikamente für eine Woche abgesetzt. Die beiden Gruppen erhielten daraufhin vier Wochen lang das andere Präparat. Fazit: Beide Substanzen waren gleich gut wirksam und verträglich. Von den 931 Männern, die die Studie beendeten, war eine knappe Mehrheit mit Levitra am zufriedensten. Deutlich zu Gunsten dieses Wirkstoffs fielen jedoch Antworten auf die Fragen nach der Stärke und Dauer der Erektion sowie der Schnelligkeit des Wirkungseintritts aus. Wie soll man Levitra dosieren? Soll man mit 10 Milligramm einsteigen oder von Anfang an mit 20 Milligramm beginnen? Die Dosierung muss individuell festgelegt werden. Bei jungen Patienten, die an einer ED aus Versagensängsten leiden, reichen meist 10 mg aus, um den Teufelkreis zu durchbrechen. Bei Patienten mit langjährigem Diabetes mellitus oder nach radikaler Operation von Prostatakrebs kann direkt mit der höheren Dosierung von 20 mg begonnen werden. Wichtig ist zu wissen, dass ein Erfolg oft erst nach mehrmaliger Anwendung eintritt.

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Donatella Colacino arbeitet an der Kasse des MM Oerlikon: «Ich bin im Leben und im Fussball für Fairplay. Als Sizilianerin ein Fan von Italien, aber natürlich auch von der Schweiz.» Von ihren Kolleginnen in der Migros wird sie liebevoll «Engeli» genannt, weil sie stets hilfsbereit ist und sich durch ihre Krankheit die Fröhlichkeit nicht nehmen lässt. Wenn sie zwischendurch wieder mal starke Schmerzen hat, ist sie froh, dass sie eine Teilzeitarbeit hat: «Wir haben an der Kassse ein Superteam. Ein freundliches Wort genügt, und es geht mir schon viel besser. Oft kommt es sogar vor, dass ich bei der Arbeit meine Schmerzen ganz vergesse. Überhaupt ist die Migros ein Superarbeitgeber. Sie geben mir Unterstützung, wo sie nur können.»

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gesundheitsaktion morbus crohn

Engeli von Oerlikon Dank ihrer Fröhlichkeit und neuartigen Medikamenten sieht man Donatella Colacino ihre schwere Krankheit überhaupt nicht an. Dabei kroch sie noch vor kurzem vor lauter Schmerzen auf allen Vieren zum Arzt.

Seit fast zwei Jahrzehnten leidet Donatella Colacino, 43, an Morbus Crohn, jener chronisch verlaufenden Darmerkrankung, die mit Entzündungsschüben vom Mund bis hinunter zum After einhergeht und meist junge Erwachsene trifft. Neun lange Jahre hatte es gedauert, bis man ihre Symptome – kolikartige Bauchschmerzen und Durchfall – richtig interpretierte. Wahrscheinlich wurde die Diagnose bei der gebürtige Sizilianerin dadurch erschwert, dass die an und für sich typischen Magen-Darm-Symptome von ebenfalls schubartigen Gelenkbeschwerden begleitet wurden, was bei Morbus Crohn nicht ungewöhnlich ist. Nach Diagnostellung folgte eine jahrelange Therapie mit Antibiotika und Kortison. Allerdings konnte diese Behandlung die Krankheitsschübe nur unterdrücken und nicht stoppen, und zweitens ging sie mit erheblichen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und der Gefahr von Diabetes und vor allem Osteoporose einher. Inzwischen ist man mit der Daueranwendung von Kortison bei Morbus Crohn zurückhaltender geworden und setzt viel früher biologisch wirkende Medikamente, die so genannten TNFalpha-Blocker, ein. Sie zeichnen sich

durch eine oft sehr rasche und starke Wirkung aus und vermögen die Schleimhautund Gelenkentzündung in hohem Masse zu stoppen und den Betroffenen Komplikationen und chirurgische Eingriffe zu ersparen. Als Donatella Colacino vor einem Jahr in die Crohn-Sprechstunde von Prof. Gerhard Rogler am Universitätsspital Zürich geschickt wurde, bekam sie aufgrund der langen, ineffizienten Kortisonbehandlung und des ungenügenden Effekts der Immunhemmer das neue biologische Medikament «Remicade». «Zuerst ging alles wunderbar. Ich hatte keine Schübe mehr.» Dann machte eine schwere Allergie – eine bekannte Gefahr aller TNF-alpha-Blocker – einen Wechsel auf «Humira», einen weiteren Vertreter dieser Medikamentengruppe, notwendig. Nach der vierten Anwendung kam es wieder zu Unverträglichkeitsreaktionen. «Ich hatte überhaupt keinen Geschmack mehr, meine Zunge war wie tot», erzählt die Mutter von zwei Kindern. «Da auch die Wirkung ausblieb, hatte ich wieder fürchterliche Beschwerden. Auf allen Vieren kroch ich zu meinem Arzt, da ich vor lauter Schmerzen in den Gelenken nicht mehr laufen konnte.» Einen letzten Pfeil hatte Prof. Rogler noch im Köcher: Die neue Monatsspritze «Cimzia», die angewendet werden kann, wenn alle anderen Therapieoptionen versagt haben. Die Wirkung war schnell und heftig. «24 Stunden nach der ersten Spritze brauchte ich zum Gehen nur noch einen Stock, nach 48 Stunden keinen mehr. Es war, als wäre ich neu geboren.» Inzwischen kann Donatella Colacino wieder ihrem 40 Prozent-Job an der Migroskasse in Zürich-Oerlikon nachgehen. «Ich bin froh, dass ich wieder unter den Leuten bin.» Die monatliche Spritze kann sie sich mittlerwei-

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le selbst anwenden. Gelernt hat sie das von der Pflegefachfrau von Mediservice, die am Anfang einmal pro Monat bei ihr zu Hause vorbei kam und ihr die Vorbereitung und Anwendung der Spritze zeigte. «Toll, so muss ich nicht mehr jedes Mal ins Spital. Am Anfang war das schon ein bisschen komisch, mich selber zu spritzen. Inzwischen habe ich meine panische Angst überwunden. Mit meinem kleinen Airbag am Bauch ist das Treffen aber sehr viel leichter als wenn ich ein dünner Sprenzel wäre.» Donatella Colacino geht es inzwischen so gut, dass sie auch mal den einen oder anderen Kontrolltermin am Universitätsspital Zürich vergisst. «Tja, leider ist das eine Gefahr», fügt Prof. Rogler mit einem verständnisvollen Schmunzeln an.

Homecare von Mediservice Die Behandlung chronischer Krankheiten wird immer komplexer. Die Spezialapotheke MediService sieht sich als Bindeglied zum behandelnden Arzt und bietet Patienten mit betreuungsintensiven Therapien einen Home Care Service, der sie bei der Medikamenten-Anwendung zu Hause unterstützt. MediService Home Care hat neben vielen anderen Programmen ein spezifisches Angebot für Morbus Crohn Patienten mit einer TNF-alpha-Blocker-Therapie. Die Therapiebegleitung umfasst nicht nur die Einführung in die Selbstanwendung, sondern hilft, alle aufkommenden Fragen im Altag zu klären. Das Home Care Team von MediService – alles erfahrene Pflegefachfrauen – bietet diesen Service in der ganzen Schweiz kostenlos an. MediService AG Team Home Care Ausserfeldweg 1 4528 Zuchwil

Nadja Münzel, Teamleiterin Home Care MediService

Telefon 032 686 28 28 homecare@mediservice.ch www.mediservice.ch/homecare

Früh und aggressiv therapieren Sind die Fortschritte bei der Morbus Crohn Therapie wirklich ein Quantensprung?

Kortison hat immer noch seinen Platz, wenn es korrekt eingesetzt wird. Als kurzfristige Therapie zum «Feuer Die Entwicklung auf dem löschen» ist Kortison häufig Gebiet des Morbus Crohn sehr wirksam und kann als ist eine direkte Folge der Brücke für ein langfristiges rasanten Fortschritte von Therapie zum Beispiel mit Genetik und Molekular- Prof. Dr. med. Immunomodulatoren oder biologie. Morbus Crohn ist Bernhard Sauter, Biologika dienen. Irreversiein Paradebeispiel für die Gastro-Zentrum Hirslanden ble Nebenwirkungen treten Umsetzung von molekularen und erst bei einer Langzeittherapie über genetischen Erkenntnissen in den mehrere Monate auf. klinischen Alltag. Der Begriff Quantensprung ist absolut angebracht. Wann wird welcher TNF-alpha-Blocker eingesetzt? Braucht es Cimzia als dritten Ist der normale Hausarzt mit dieser EnTNF-alpha Blocker überhaupt? rwicklung nicht überfordert? Oder anders Cimzia ist der neuste TNF-alphagefragt, sollte ein Morbus Crohn Patient Blocker, weshalb er im Moment erst nicht in regelmässigen Abständen von dann verwendet wird, wenn die einem ausgewiesenen Kompetenzzentrum beiden anderen TNF-alpha-Blocker betreut werden? Remicade und Humira keinen Erfolg Das ist ganz klar so. Für den Hausarzt hatten. Sobald aber etwas Erfahwird es immer schwieriger, mit der rung mit Cimzia vorliegt, wird diezunehmenden Spezialisierung auf ses Medikament sicher auch schon diese Gebiet Schritt zu halten. Sogar von Beginn weg eingesetzt, da viele Magendarm-Spezialisten übergrössere Injektionsintervalle für Paweisen Morbus Crohn-Patienten an tienten attraktiv sind. ein Kompetenzzentrum. Muss ein Morbus Crohn-Patient noch mit Braucht es angesichts der neuen biologisch einer massiven Beeinträchtigung seiner Lewirksamen Medikamente überhaupt noch bensqualität rechnen und operative EingrifKortison? fe als schicksalsgegeben hinnehmen oder

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lässt sich das heute durch rasche Therapieeskalation nicht weitgehend vermeiden? Das wird zur Zeit in der Fachwelt heiss diskutiert. Muss man möglichst früh mit TNF-alpha-Blockern beginnen und so Komplikationen verhindern? Oder ist es besser zu warten, bis die anderen Therapien versagt haben, bevor man TNF-alpha-Blocker einsetzt? Die Tendenz geht eindeutig in Richtung erst genannter Strategie. Vor allem bei jüngeren Patienten mit starker Entzündung. Übrigens sind genau das Fragen, die nur in ein Kompetenzzentrum beanworten kann. Das Gastrozentrum Hirslanden ist ein Praxisverbund von Magen-Darm-Spezialisten und Bauchhirurgen, die sich mit allen Problemen des Magen-DarmTraktes auf höchstem Niveau befassen. Prof. Bernhard Sauter ist Spezialist für entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Im Rahmen seiner Ausbildung hat er zwölf Jahre am Mount Sinai Hospital in New York gearbeitet, der «Geburtsstätte» des Morbus Crohn und dem wahrscheinlich berühmtesten Spital für entzündliche Darmerkrankungen. GastroZentrum Hirslanden Telefon 044 387 39 55 Witellikerstrasse 40 mail@gastrozentrum.ch 8032 Zürich www.gastrozentrum.ch


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Es wird eng für den Krebs Eine Zulassung nach der anderen, 130 Studien mit über 40  000 Patienten: Das Prinzip, einen Tumor von seiner Gefässversorgung abzuschneiden, erweist sich als Glücksfall.

neugebildete Blutgefässe zurückgebildete Blutgefässe Blutgefäss

Der Wachstumsfaktor VEGF verhilft den Tumoren, Anschluss ans Blutgefässsystem zu finden. Der Antikörper Bevacizumab fängt den Wachtumsfaktor ab. Die Blutgefässe bilden sich zurück. Der Tumor hungert aus.

Wenn er ganz klein ist, kann sich ein Tumor noch ohne Blutgefässe ernähren. Schon ab einer Grösse von zwei Millimetern setzt er Wachstumsfaktoren frei, welche für die Bildung von neuen Gefässen sorgen. Hat der Tumor Anschluss an das Blutgefässsystem gefunden, kann er jederzeit metastasieren, das heisst über die Blutbahn in andere Organe streuen.

Ohne Anschlus ans Gefässsystem gibt es kein Wachstum. Das gilt nicht nur für gesundes Gewebe, sondern auch für alle Arten von Krebs. Diese Feststellung scheint zwar lapidar, ist aber Ausgangspunkt für eine Erfolgsgeschichte ohne gleichen. Vor 40 Jahren konnten die Wissenschaftler zum ersten Mal nachsweisen, dass ein bösartiger Tumor selber für den Anschluss ans Gefässsystem besorgt ist, indem er einen Wachstumsfaktor ausschüttet, der die Gefässbildung anreget. Die Vorstellung, dass dieser Wachstumsfaktor der Schlüssel sei, um neue Tumormedikamente zu entwickeln, wurde anfangs nur müde belächelt. Inzwischen ist dieses Konzept der Schlüssel im Kampf gegen die häufigsten Krebsarten. Dem US-Forscher und Arzt Dr. Napoleone Ferrara von Genentech, einem Tochterunternehmen von Roche, gelang es, einen ganz bestimmten Wachstumsfaktor zu isolieren und dagegen den Antikörper Bevacizumab (Avastin) zu

Blutgefäss

VEGF Bevacizumab bindet VEGF

mit Bevacizumab

entwickeln. Dieser fängt den Wachstumsfaktor ab und hungert die Tumoren aus. Seit mehr als drei Jahren ist Avastin in der Schweiz zur Erstlinien-Therapie von Dickdarmkrebs zugelassen. Im Dezember 2007 erfolgte die Zulassung zur Behandlung von einem bestimmten Typ von Lungenkrebs, dem Nicht-kleinzelligen-Bronchialkarzinom. Erstmals gelang es, die mittlere Überlebensraten auf über ein Jahr zu verlängern, was bisher mit keiner anderen Therapie erreicht werden konnte. Die jüngste Zulassung erhielt Avastin gegen rezidivierenden oder metastasierenden Brustkrebs, nachdem eine grosse Studie gezeigt hatte, dass der Antikörper in Kombination mit einer chemotherapeutischen Behandlung die Ansprechraten verdoppelt. Die nächste Zulassung gegen Nierenzellkarzinom wird in den kommenden Monaten erwartet. Das Entwicklungsprogramm für Avastin ist das grösste, das es je gab. Insgesamt 40 000 Patienten nehmen weltweit an 130 Studien teil. Neben den drei zugelassenen Krebserkrankungen Dickdarm-, Brust- und Lungenkrebs wird der Antikörper bei einem Dutzend weiteren Tumorarten geprüft. Darunter sind schwer zu behandelnde Krebsleiden wie Magenkrebs oder bösartige Hirntumoren.

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Deutschland ist Europa-Meister Die Deutschen haben nicht nur ein grösseres und schnelleres Mundwerk als wir Eidgenossen, auch am anderen Ende des Darmes sind sie uns voraus: bei der Früherkennung von Darmkrebs.

Kaum eine andere Krebsart ist so häufig – und endet so häufig tödlich. Und bei keinem anderen Tumor ist die Vorsorge so effektiv wie beim Dickdarmkrebs: Wegen des langsamen Fortschreitens über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren lassen sich Krebsvorstufen früh genug erwischen, wenn man koloskopiert, das heisst den Dickdarm einer Spiegelung unterzieht. Weltweit sind sich die Experten einig: Mit der Koloskopie lassen sich bis zu vier Fünftel aller Fälle von Dickdarmkrebs verhindern. Deutschland ist eines der führenden Länder in Sachen Früherkennung des Kolonkarzinoms: Ab dem 55. Lebensjahr wird eine Koloskopie alle zehn Jahre von den Kassen übernommen. Die Aufklärung und vor allem das so genannte Koloskopie-Screening, das heisst reihenweise Dickdarm-Spiegelungen der Bevölkerung, tragen erste Früchte. Durch die Kampagne hat sich die DickdarmkrebsSterblichkeit gemäss der Deutschen Ärztezeitung von 58 Prozent auf unter 40 Prozent verringert. Etwa 70 Prozent der bei den Vorsorge-Koloskopien festgestellten Veränderungen wurden in einem heilbaren Frühstadium entdeckt und konnten folgenlos entfernt werden. Mehr als drei Millionen Vorsorge-Koloskopien wurden seit dem Jahr 2002 durchgeführt. An vorderster Front ist die Felix-Burda-Stiftung zur Früherkennung von Darmkrebs aktiv. Prominente Persönlichkeiten wie Wladimir Klitschko, Verona Pooth, Nina Ruge und Barbara Schöneberger stellen sich für das Anliegen der aktiven Krebsvorsorge zur Verfügung. Ihre Botschaft: Ein gutes Gefühl kann trügen, Darmkrebs spürt man erst, wenn es zu spät ist. Damit die Darmspiegelung in der Praxis sicher, sauber und schmerzfrei durchgeführt werden kann, werden entsprechende Institutionen mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet. In der Schweiz ist man von einem solchen systematischen Früherkennungsprogramm weit entfernt, obwohl eine Pilotstudie schon vor Jahren zeigen, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung für ein Koloskopiescreening

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gross und die Qualität und Sicherheit dieser Untersuchung in der Hand des geübten Gastroenterologen hervorragend sind. Führende Gastroenterologen möchten endlich vorwärts machen. «Der medizinische und ökonomische Nutzen eines Koloskopie-Screenings ist viel grösser und wissenschaftlich besser abgesichert als beispielsweise das Mammografie-Sreening, das in gewissen Kantonen von den Kassen bezahlt wird», sagt Prof. Christoph Beglinger, Chefarzt Gastroenterologie am Universitätsspital Basel. «Deshalb ist es wie so oft in unserem Land: Wer Geld hat, kann sich eine Dickdarmspiegelung leisten, die anderen eben nicht, ausser der Arzt erfindet irgendeinen Grund für eine solche Spiegelung.» ‚«Opportunistisches» Screening nennen die Experten die heutige Situation. Sie verunmöglicht nicht nur einen breiten Zugang der Bevölkerung zu einer hoch effektiven Krebsvorsorge, sondern auch brauchbare wissenschaftliche Erkenntnisse und Qualitätskontrolle. Die Krebsliga Schweiz versucht seit Jahren, einen Konsens zu finden. Ein Symposium im letzten September zeigte, dass die Einführung eines nationalen Screenings vorerst illusorisch ist, wegen dem Kantönligeist, aber auch wegen Fragen zur Finanzierung. Während fast überall auf der Welt die Koloskopie als einzig wirksame Sreeningmethode akzeptiert ist, wird in der Schweiz über deren Stellenwert weiter diskutiert. Nur Druck von unten – sprich von den Patienten – hilft im Augenblick weiter. So ein Fazit des Krebsliga-Symposiums. Ursula Zybach, Programmleiterin «Prävention Darmkrebs» der Krebsliga Schweiz, stellt in Aussicht, dass die Krebsliga mit anderen Organisationen und Verbänden einen Leistungsantrag erstellen sowie Pilotaktionen in einzelnen Regionen durchführen wird. So besteht doch noch ein klein wenig Hoffnung, dass irgendein fortschrittlich denkender Kanton das Koloskopie-Sreening einführt – während die Schweiz als ganzes einmal mehr gegen Deutschland einguckt.

Hormontherapie gegen Brustkrebs Brustkrebs-Patientinnen, die 70 Jahre oder älter sind, profitieren von einer langfristigen Hormontherapie mit dem Aromatasehemmer Letrozol (Femara) genau so wie jüngere Frauen, was das krankheitsfreie Überleben betrifft. Das zeigt eine Untersuchung mit über 5 000 Patientinnen. Nach vier Jahren waren 95 Prozent der Frauen krankheitsfrei, mit einem Scheinmedikament nur 90 Prozent. Ein weitere bedeutende Studie zeigte: Frauen, die mehrere Jahre nach Abschluss der empfohlenen fünfjährigen

Tamoxifen-Therapie eine Behandlung mit Femara einleiten, können das Risiko eines Brustkrebsrezidivs im Vergleich zu Frauen ohne Behandlung um 63 Prozent und die Wahrscheinlichkeit von Fernmetastasen im Körper um 61 Prozent senken. «Die wichtige Botschaft: Es ist nie zu spät, Massnahmen zum Schutz vor einem Rückfall zu ergreifen», fasst Studienleiter Dr. Paul Goss vom Massachusetts General Hospital in Boston, die Ergebnisse zusammen. «Diese Daten unterstreichen die Notwendigkeit, mit dem Arzt unbedingt Massnahmen zur Senkung des Rezidiv-Risikos zu besprechen.» Über die Hälfte der Brustkrebsrezidive und der entsprechenden Todesfälle treten fünf oder mehr Jahre nach Abschluss einer Tamoxifen-Therapie auf.


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Ein Antikörper wird 10 Jahre alt Jedes Jahr erkranken in der Schweiz gegen 600 Menschen an einer bösartigen Form von Lymphkrebs, dem «diffus grosszelligen B-Zell Lymphom». Eine Krebsart, die immer häufiger wird und dennoch kaum bekannt ist. Das diffus grosszellige B-Zell Lymphom ist eine sehr aggressive Form von Lymphkrebs. Wie der Name sagt, kommt es dabei zur Entartung und unkontrollierten Vermehrung der so genannten B-Zellen, einer Untergruppe der weissen Blutkörperchen. Ohne Behandlung sterben die Betroffenen meist innert weniger Monate. Bis zum Jahr 1997 gab es therapeutisch nur eine Möglichkeit, die sich unkontrolliert vermehrenden B-Zellen zu bremsen, die Chemotherapie. Da eine solche Behandlung jedoch keinen Unterschied macht zwischen gesund und krank, sterben nicht entartete, sondern auch gesunde Zellen ab, was schwerwiegende Folgen wie Haarausfall, Blutarmut und Beeinträchtigung diverser Organe zur Folge hat. Das Augenmerk der Forscher richtete sich deshalb auf Therapien, die zwischen «gut und böse» unterscheiden können. Dass Antikörper genau über diese Eigenschaft verfügen, Die Broschüre «Lymphome» ist ein wusste man aus Leitfaden für Betroffene und Angeder Immunologie hörige. Erläutert werden nicht nur schon lange. Dringt die modernen Behandlungsmöglichbeispielsweise ein keiten, sondern die Bewältigung der Virus in unseren Krankheit bis hin zu rechtlichen und Organismus ein, versicherungstechnischen Fragen. werden Antikörper Kostenlos zu beziehen bei: produziert, welche die Eindringlinge «Schweizerische Patientenorganisation anhand spezifischer für Lymphombetroffene Strukturen auf ihrer und Angehörige»

Weidenweg 39 4147 Aesch

Oberfläche genau erkennen und zielgerichtet zerstören können. Seit 1975 kennt man eine Methode, um Antikörper im Labor künstlich herzustellen. Das Verfahren wurde verfeinert. Zudem gelang es, einen Antikörper zu entwickeln, der die B-Zellen des Lymphsystems genau orten und systematisch eliminieren kann. Nach umfangreichen klinischen Studien war es so weit: 1998 gelangte ein Medikament mit dem Antikörper «Rituximab» auf den Markt. Zugelassen wurde der erste therapeutische Antikörper in der Onkologie zuerst beim «follikulären Lymphom, einer langsam verlaufenden Form von Lymphkrebs. Beim diffus groszellien B-Zell Lymphom kann er seit dem Jahr 2002 eingesetzt werden. In kürzester Zeit stieg die Chance, zehn Jahre nach der Diagnose noch zu leben, bei dieser Tumorart von 39 auf 56 Prozent. Heute gibt es RituximabPatienten, die weit über 70 Jahre alt sind und in mehr als der Hälfte der Fälle von ihrem Lymphom geheilt wurden. Man schätzt, dass weltweit mehr als eine Million Menschen mit diesem Antikörper behandelt und jedes Jahr rund 30 000 Menschen dank Rituximab geheilt werden. Seine gute Verträglichkeit führt immer wieder zu neuen Therapieansätzen, beispielsweise der «Erhaltungstherapie». Patienten in Remission, das heisst ohne Anzeichen der Erkrankung – werden nicht nur einfach beoachtet, sondern in regelmässigen Abständen mit Rituximab behandelt, um einen Rückfall zu verhindern oder mindestens um Jahre hinauszuzögern. Auch ganz andere Anwendungsgebiete ausserhalb der Onkologie werden zur Zeit intensiv erforscht. Im Fokus stehen beispielsweise rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose, Krankheiten, bei denen wiederum die B-Zellen eine Schlüsselrolle spielen. Die Chancen, dass Rituximab noch einen weiteren runden Geburtstag feiert, sind also intakt.

Wie wirkt Rituximab? Rituximab besteht aus dem therapeutischen Antikörper MabThera. Es ist die Nachbildung eines körpereigenen Abwehrstoffes. Entwickelt wurde er von Genentech. Hergestellt wird das Medikament von Roche in einem biotechnologischen Verfahren. Rituximab passt wie ein Schlüssel in bestimmte Oberflächenmoleküle der bösartigen Krebszellen. Das Schloss bildet dabei das CD20 Molekül. Wird der Rituximab-Schlüssel eingeführt, bewirkt das den Tod der wuchernden Zellen. Die gesunden Vorläuferzellen der weissen Blutkörperchen bleiben dagegen unversehrt.

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Alle Eltern sollten mit ihren Töchtern über diese Impfung reden Noemi, die 14-jährige Tochter von Karina Berger, geht mit gutem Beispiel voran: Sie liess sich im Frühjahr gegen HPV impfen, die wichtigsten Verursacher von Gebärmuttelhalskrebs.

Karina Berger, 39, Mitorganisatorin der Miss Schweiz Wahlen, hat zwei Töchter, Shenay, 11 Monate, und Noemi, 14. Deshalb ist es kein Zufall, dass sich die Betreuerin der Miss Schweiz Kandidatinnen für alles interessiert, was mit Pubertät, Sexualität und Gesundheit zu tun hat: «In meiner Jugend war Gebärmutterhalskrebs schlicht kein Thema. Erst im Alter von 20 hörte ich von diesem Krebs und von der Notwendigkeit, regelmässig Abstriche machen zu müssen.» Heute ist das zum Glück anders. Man kennt die Ursache, nämlich HPV, eine bestimmte Sorte von Viren. Leider ist es so, dass trotz den Früherkennungsuntersuchungen bei uns immer noch Jahr für Jahr bei 300 Frauen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wird. Diese Erkrankung führt bei einem Drittel der Betroffenen zum Tod. Denkt man an die vielen Frauen, die bereits an Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses oder an anderen HPV-bedingten Erkrankungen im Genitalbereich leiden, dann kommt man an diesem Thema nicht mehr vorbei. Karina Berger weiss darüber so gut Bescheid, weil sie seit einem Jahr offizielle Botschafterin gegen Gebärmutterhalskrebs ist. «Mit meiner älteren Tochter kann ich über alles reden. Wir haben ein unverkrampftes Verhätlnis zu allen Fragen, die in der Pubertät aufkommen. Es ist mir wichtig, dass meine Töchter über alles Bescheid wissen und sich auch vor möglichen Gefahren schützen können. Selbstverständlich haben wir vorher eingehend über die HPV-Impfung gesprochen und uns schlussendlich klar dafür entschieden. Ich finde, alle Eltern sollten früh genug mit ihren Töchtern darüber reden. Denn wenn die Impfung rechtzeitig, das heisst zwischen dem 11. und 19. Altersjahr – idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr – gemacht wird, schützt sie am besten.»

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Noemi, die 14-jährige Tochter von Karina Berger, lässt sich vom Zürcher Gynäkologen Dr. Pierre Villars gegen Gebärmutterhalskrebs impfen.

Wann hast Du zum ersten Mal etwas von Gebärmutterhalskrebs gehört? Mit 13 Jahren, als mir meine Mom davon erzählt hat. Denkt jemand in Deinem Alter überhaupt an so etwas wie Krebs?

Wie denkst Du sonst über Impfungen, eher positiv oder eher kritisch? Ich hasse Spritzen, aber wenn man die Gelegenheit hat, sich vor einer Krankheit zu schützen, sollte man sie nutzen. Hast Du beim Impfen etwas gespürt?

Ich schon. Ich glaube, niemand möchte gerne Krebs haben. Auch in meinem Alter kann man sich vorstellen, wie schlimm das ist. Eine meiner Freundinnen hatte auch mal Krebs. Ich sah, wie sie darunter litt. Das möchte ich ehrlich gesagt nie erleben. Warum hast Du Dich impfen lassen? Weil ich hoffe, dass ich mich durch diese Impfung vor diesem Krebs schützen kann.

Nur einen kleinen Pieks, wie bei jeder anderen Impfung. Das war schon alles. Auch später hatte ich überhaupt keine Probleme. Was hast Du Deinen Kameradinnen gesagt? Ich habe davon erzählt und vorgeschlagen, sie sollten es auch tun. Das hatten sie ganz gut aufgenommen. Eine meiner Freundinnen macht jetzt diese Impfung auch.


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Gebärmutterhalskrebs Jedes Jahr erkranken in der Schweiz über 300 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, gegen 100 sterben daran. Die Hälfte der Patientinnen ist jünger als 50 Jahre. Ursache für Gebärmutterhalskrebs sind bestimmte Viren, die so genannten humanen Papillomaviren (HPV). Sie sind weit verbreitet: rund drei Viertel aller Menschen kommen mit ihnen in Berührung, sei es durch Geschlechtsverkehr oder blossen Hautkontakt. Es gibt über 100 verschiedene Typen dieser Viren, weshalb man sie mit Nummern bezeichnet. Viele dieser Virustypen sind ungefährlich. Die Typen 16 und 18 können aber zu Krebsvorstufen am Gebärmutterhals, in der Scheide oder am äusseren Genitalbereich und später zu Krebs führen. Sie sind für rund drei Viertel aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Andere HPV, wie beispielsweise 6 und 11, verursachen weitere Erkrankungen wie Genitalwarzen.

Die Impfung Seit Anfang 2007 ist in der Schweiz der erste HPV-Impfstoff für Mädchen und junge Frauen, verfügbar. Er schützt vor den vier häufigsten humanen Papillomaviren 6, 11, 16 und 18. Diese Viren sind für mehr als 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs und 90 Prozent aller Genitalwarzen verantwortlich. Die Impfung ist vor dem ersten Geschlechtsverkehr optimal und wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen im Alter von 11 bis 19 Jahren empfohlen. Der Körper reagiert in jungen Jahren auf eine Impfung mit einer höheren Antikörperbildung und einem länger anhaltenden Impfschutz. Die Kosten werden von der Grundversicherung übernommen, sofern die Impfung im Rahmen eines kantonalen Impfprogrammes durchgeführt wird. Die Impfung hat ein gutes Sicherheitsprofil. Das wurde in einem Leitartikel des Schweizerischen Medizin-Forums, dem offiziellen Fortbildungsorgan der Verbindung der Schweizer ärzte FMH, kürzlich klipp und klar festgehalten.

Informationsseite über Gebärmutterhalskrebs und HPV:

www.tellsomeone.ch Aufklärungsseite und Anlaufstelle für Fragen rund um Sexualität für Jugendliche und ihre Eltern:

www.firstlove.ch

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Dr. med. Pierre E. Villars über die neue Impfung Wie sicher schützt die HPV-Impfung vor Gebärmutterhalskrebs? Die Impfung schützt gegen die 4 häufigsten humanen Papillomaviren, 6, 11, 16 und 18, die für 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebse verantwortlich sind bzw. Genitalwarzen verursachen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Wie lange hält der Impfschutz an? Nach 3 Impfungen ist eine nachgewiesene Schutzwirkung für mindestens 4 bis 5 Jahre vorhanden. Weitere Studien werden zeigen, ob möglicherweise ein lebenslanger Impfschutz besteht oder eine spätere Nachimpfung nötig sein wird. Das beste Alter für eine HPV-Impfung liegt zwichen 11 und 19 Jahren. Was sollen ältere Mädchen und junge Frauen machen? Auch impfen? Untersuchungen haben gezeigt, dass auch junge Frauen bis 26 Jahren von der Impfung profitieren. Je älter eine Frau ist bzw. eine sexuelle Aktivität besteht, desto eher steigt die Wahrscheinlichkeit einer Virusinfektion. Somit sinkt auch die prophylaktische Wirkung der Impfung. Sind regelmässige Abstriche überhaupt noch nötig, wenn man einmal geimpft ist? Weil kein hundertprozentiger Schutz existiert, und weil die Impfung nicht gegen alle humanen Papillomaviren gerichtet ist, sind regelmässige Krebsabstriche nach wie vor nötig.

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multiple sklerose

Heilung wird einmal möglich sein MS-Forscher Prof. Burkhard Becher über die Entdeckung eines geheimnisvollen Moleküls und über die Aussicht, Multiple Sklerose dereinst heilen zu können. Wo setzt die Forschung bei Multipler Sklerose an? Wir gehen heute davon aus, dass MS eine Autoimmunerkrankung ist. Das heisst, das eigene Immunsystem greift den Körper an. Eine der zentralen Fragen lautet: Wie unterscheidet das Immunsystem zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen? Interessanterweise kommen Autoimmunkrankheiten – neben MS sind das beispielsweise auch Typ 1 Diabetes und rheumatoide Arthritis – nur bei langlebigen Organismen wie dem Menschen vor. Insekten, Pflanzen und andere weniger komplexe Lebewesen haben ein primitives Immunsystem und entwickeln keine Autoimmunität. Wir komplexen Säugetiere haben das effektivste Immunsystem. Aber dieser fantastische Schutz vor Krankheitserregern hat seinen Preis: Hin und wieder kann es zu fatalen Fehlern wie der Autoimmunität kommen. Ein Vergleich: Ein moderner PC kann viel mehr als ein Taschenrechner, der Taschenrechner aber ist viel zuverlässiger und stürzt weniger häufig ab. Unser Ziel ist es, genau herauszufinden, weshalb das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Und an dieser Stelle würden wie sehr gerne auch therapeutisch eingreifen. Die heute verfügbaren Therapien wirken alle nicht spezifisch genug gegen MS, sondern sehr breit, was viele unerwünschte Wirkungen zur Folge hat. Wir möchten das Immunsystem so beeinflussen, dass die schädlichen Attacken verhindert und die schützenden erhalten bleiben. Wo liegt Ihr Forschungsschwerpunkt? Neben der Neuroimmunologie beschäftige ich mich auch intensiv mit Tumorimmunologie. Das erlaubt ein besseres Verständnis der komplexen Vorgänge in unserem Immunsystem.

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Denken wir nur an die Tumorbekämpfung, wo sich die Krebstherapie die Autoimmunität zu nutze macht. Hier sind all die Autoimmunprozesse gewollt, die wir bei Multipler Sklerose verhindern möchten. An unserem Institut haben wir ein Molekül entdeckt, das eine wichtige Rolle bei der Ausprägung von Autoimmunkrankheiten spielt. Wir versuchen, dieses Molekül so zu manipulieren, dass es wie ein Schalter Autoimmunität beziehungsweise Anti-Tumorimmunität ein- und ausschalten kann. Das wäre ein extrem spannender und spezifischer therapeutischer Ansatz. Bei der MS beschäftigen wir uns auch mit der Frage, was zuerst war, das Huhn oder das Ei. Mit anderen Worten: ist die Neurodegeneration bei der MS eine Folge oder eine Ursache der Entzündung? Diese Frage ist extrem wichtig für alle MS-Forscher. Um die Krankheit zu verstehen, müssen wir endlich diese fundamentalen Fragen beantworten. Ohne diese Art Forschung kommen wir nicht weiter. Sie ist aber mit einem beträchtlichen personellen und finanziellen Aufwand verbunden. Bis heute ist Multiple Sklerose nicht heilbar. Weshalb ist es so schwierig, ein geeignetes Medikament zu finden? MS ist vermutlich nur ein Sammelbegriff für eine Reihe von ähnlichen Erkrankungen, die mit einer Zerstörung der Nervenhüllen einhergehen und deren individuellen Ursachen vielleicht nie gefunden werden können, weil ganz verschiedene Faktoren wie Umwelteinflüsse und Erbanlagen ursächlich in Frage kommen. Möglicherweise gibt es deshalb auch ganz unterschiedliche Krankheitsverläufe. Dazu kommt, dass wir noch sehr viel über das Zusammenspiel von Immunsystem und Nervensystem zu lernen haben.

Wo steht die Therapie? Wichtigster Pfeiler der medikamentösen Therapie sind heute Interferone, speziell das Interferon Beta. Wirksamkeit und Sicherheit sind klar belegt. Es hat zwar einen bekannten antiviralen Effekt. Weshalb es aber auch bei MS wirkt, ist noch nicht im Detail geklärt. Neben den immunmodulierenden Interferonen gibt es neuerdings einen immunsupprimierenden Antikörper gegen MS. Er verhindert den Übertritt von Immunzellen ins Gehirn, und zwar von schädlichen aber leider auch von nützlichen. Er zeichnet sich durch eine sehr gute Wirkung aus, birgt aber leider auch gewisse Risiken. Immerhin «sperrt» man mit diesem Antikörper das Immunsystem komplett aus dem Gehirn aus. Das hat natürlich zur Folge, dass «bösartige» Immunzellen keinen Schaden mehr im Gehirn anrichten können. Auf der anderen Seite können sich Erreger, die normalerweise durch das Immunsystem kontrolliert werden, plötzlich ungehindert ausbreiten und zu fatalen Infektionen führen. Nichts desto trotz stellt dieser Antikörper den Beginn neuer, zielgerichteter Therapien dar, ist aber noch lange nicht das Ende der Entwicklung. Was bringt die Zukunft? Zukünftige Therapien sollen weniger häufig angewendet werden müssen oder eventuell sogar in oraler Form zur Verfügung stehen. Klar im Fokus stehen heute künstlich hergestellte Eiweisse, wie zum Beispiel Antikörper. Sie sind vermutlich die MS-Medikamente von morgen. Wichtig ist eine Verbesserung der Spezifität. Sehr interessant wäre auch eine Kombination von Antikörpern mit Interfe-


ronen, mit dem Resultat, dass der Antikörper mit einem Interferon beladen wird und es an die richtige Stelle bringt. Vielversprechend scheint auch die Substanz FTY 720. Dabei handelt es sich um einen Hemmstoff für die Zirkulation von Immunzellen. Allerdings liegt der genaue Wirkmechanismus noch ziemlich im Dunkeln. Zudem gibt es noch unerklärbare Nebenwirkungen wie Herzrasen. Das zeigt, wie schmal der Grat zwischen Nutzen und Risiko bei neuen Wirkstoffen ist. Was verspricht man sich vom neuen oralen MS-Medikament Cladribin? Es ist zu früh, um etwas über die tatsächliche Wirksamkeit von oralem Cladribin zu sagen, da es sich noch in der Testphase befindet. Für die Patienten würde eine orale Therapie jedoch einen Riesengewinn an Lebensqualität bedeuten. Wie lautet Ihre Prognose? Es wird weitere, stetige Verbesserungen der Therapie geben, auch wenn der Fortschritt keine Riesensprünge macht. Wegweisend ist eine ganz enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Klinik, wie das vor allem in den USA gemacht wird. In der Schweiz haben wir dieses Konzept vor ein paar Jahren aufgegriffen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es sich auch auszahlen wird. Erst wenn man alle Krankheitsmechanismen, die bei MS eine Rolle spielen, wirklich begriffen hat, wird auch eine Heilung möglich sein. Wir sind zwar noch weit entfernt von diesem Ziel, aber immerhin ist der Fortschritt jetzt spürbar, und wir sind definitiv auf dem richtigen Weg.

Prof. Dr. Burkhard Becher, Direktor des Instituts für Experimentelle Immunologie am Universitätsspital Zürich: «Wir sind auf dem richtigen Weg.»

Bild: Gabi Vogt

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multiple sklerose

Eine Weltreise mit MS Seine Fahrradtour durch Neuseeland musste David Koller abbrechen, nachdem er über Nacht nicht mehr gehen konnte. Nur zehn Wochen später setzte er seine Weltreise in China fort. Eine ungewöhnliche Reise- und Krankengeschichte. Sportlehrer, Sportkoordinator und Rudertrainer: Das sind die Angaben, die David Koller, 34, aus Luzern zu seinem Beruf macht. Unter Hobbies führt er an erster Stelle «Bewegung» an. Dann folgen handwerkliche Arbeiten, Lesen und Gespräche. Spätestens jetzt wird klar: Das ist keine gewöhnliche Krankengeschichte. David Koller war im Januar 2005 mit seiner damaligen Freundin auf Weltreise, als die Diagnose gestellt wurde.

«Wir waren mit dem Fahrrad in Neuseeland unterwegs. Eines Nachts fühlte im mich plötzlich unwohl und spürte ein starkes Kribbeln in den Händen. Am nächsten Morgen kam noch eine eigenartige Schwäche dazu,» erzählt er. «Wir fuhren trotzdem mit dem Velo los, doch das Kribbeln breitete sich im ganzen Körper aus, und gegen Mittag konnte ich das Gleichgewicht auf dem Velo nicht mehr halten. Ein Wohnmobilfahrer nahm uns mit nach Rotorua, wo ich mich selber ins Spital einlieferte. Am nächsten Tag konnte ich nicht einmal mehr auf den Beinen stehen.» Nach einer Woche im Spital stand die Diagnose mit den zwei Angst einflössenden Buch-

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staben fest: MS. «Logischerweise ist eine solche Situation erstmal ein Schock!», sagt David Koller. «Doch ich wollte nur nach vorne schauen und kämpfte mich Meter um Meter vorwärts. Zurück in der Schweiz begann ich mit einem eigenen Aufbautraining und einer Basistherapie mit Interferon.» Nur einen Monat nach der Diagnose setze er sich wieder aufs Velo. «Den Augenblick, als ich auf die erste grosse Kreuzung zufuhr, werde ich nie vergessen. Schaffe ich es überhaupt anzuhalten und abzusteigen? Ja, ich schaffte es!» Nach zweieinhalb Monaten Unterbruch setzte David Koller seine Weltreise in China fort, mit einer ganzen Tasche voll Interferon.. Im August 2005 konnte er seine Tätigkeit als Sportlehrer wieder aufnehmen. Doch schon im Dezember und im folgenden Frühjahr folgten die nächsten Krankheitsschübe, obwohl er unter Interferon stand und nur noch Rohkost ass. Im August 2006 setzte er das Medikament ab und hoffte, die Schübe mit Nahrungsergänzungen wie Fischöl, den Vitaminen E und B12, Q10 und Aloe Vera in Griff zu bekommen. «Ich fühlte mich zwar vitaler, doch die Bewegungseinschränkungen blieben bestehen.» Zwischen Dezember 2006 und März 2007 folgten zwei heftige Schübe ganz nahe aufeinander. «Es gab Phasen, da konnte ich nur dank zwei Stöcken ein paar wenige Meter weit gehen, so schlecht ging es mir.»

Jetzt wurde eine Kortisonbehandlung unumgänglich, und Gedanken darüber, wie es weitergehen soll. Er selber und sein ganzes Umfeld machten sich grosse Sorgen. Selbst sein homöopathischer Arzt empfahl ihm, wieder auf die Schulmedizin zurückzugreifen. «Ich ging zu Dr. Robert Bühler, Neurologe am Bürgerspital


multiple sklerose

Solothurn, um mir eine Zweitmeinung einzuholen. Zusammen mit ihm entschied ich mich für eine Antikörpertherapie mit Natalizumab, die alle vier Wochen verabreicht wird. Glücklicherweise sprach ich sehr gut auf diese Behandlung an. Heute kann ich mich wieder frei bewegen. Sogar Wandern, Schwimmen, Walking, Joggen und Schlittschuhlaufen sind wieder möglich. Den eigentlichen Sportunterricht habe ich aufgegeben, da schnelle Bewegungen und Sprünge ein Problem sind.» Neben der Umstellung auf die AntikörperBehandlung sind für David Koller aber noch ganz andere Umstände für die dramatische Besserung verantwortlich: «Ich gönne mir viel mehr Ruhe, höre intensiv auf meinen Körper und ernähre mich sehr gesund.

Carretera Austral, Chile

Meine ganze Einstellung habe ich überdacht und geändert. Die Multiple Sklerose war Zeichen, dass ich in meinem Leben etwas ändern musste. So seltsam es klingen mag: Heute betrachte ich meine MS als ein Geschenk Gottes. Natürlich habe ich einen Durchhänger, wenn es mir mal nicht so gut geht. Und ich kann es auch nicht begreifen, warum das alles sein muss. Doch ich halte mich jeweils an dem fest, was ich kann, und nicht an dem, was ich nicht kann. Vieles musste ich lernen: Nach Hilfe fragen und Hilfe annehmen. Etwas, das früher nie nötig war. Seit meiner Diagnose habe ich wunderbare menschliche Erfahrungen gemacht, zu Gott gefunden und dadurch das Leben neu entdeckt.»

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multiple sklerose

Ich falle nie mit der Tür ins Haus Interview mit Dr. med. Robert Bühler, leitender Arzt Neurologie, Bürgerspital Solothurn

Wie schafft es ein junger Mensch, sich durch die Diagnose «MS» nicht behindern zu lassen? Es geht darum, nach der Diagnose «MS» im Leben «neu Fuss zu fassen» und Vertrauen zu gewinnen, dass nicht nur Negatives bevorsteht, sondern vielmehr Dinge möglich sind, als man in diesem Augenblick denkt. Dann ist es wichtig, klar zu machen, dass mit den heutigen medizinischen Behandlungen sehr viel bessere Zukunftsaussichten bestehen. Die Krankheit kann zwar noch nicht geheilt, aber das Fortschreiten soweit aufgehalten werden, dass Behinderungen immer öfter die Ausnahme und nicht mehr die Regel sind. Besonders junge Menschen werden von den rasanten Fortschritten profitieren können. Wie teilen Sie die Diagnose «Multiple Sklerose» einem Patienten mit? Ich versuche nie «mit der Türe ins Haus» zu fallen. Für viele ist es schon schwer genug, mit dem sterilen Spitalumfeld, den apparativen Untersuchungsmethoden und den Nebenwirkungen einer häufig notwendigen Kortisonbehandlung fertig zu werden. Die Geschwindigkeit, mit der diese Abklärungen erfolgen, nimmt laufend zu, sodass eine Lawine von Informationen auf die Betroffenen einbricht. Zudem gibt es für die Diagnose MS noch keinen einzelnen Test, der dies sicher zulässt. Deshalb versuche ich in drei Stufen den Krankheitsprozess, die notwendigen Untersuchungen und schlussendlich die Diagnose zu erklären. Die Diagnose MS teile ich meist erst dann mit, wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, meistens am Ende der Sprechstunde, wenn die Konsultationsdauer dem Bedürfnis des Patienten angepasst werden kann. Wie rasch muss man heute eine InterferonBehandlung starten? Die MS-Experten sind sich einig, dass eine Behandlung mit Interferon möglichst früh erfolgen muss, da die ohne Behandlung verloren gegangene Zeit nicht mehr aufgeholt werden kann. Sofort bedeutet mit den ersten Beschwerden, die zur Diagnose führen. Deshalb wurde in jüngster Zeit auch der Begriff des «klinisch isolierten

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Syndromes» geprägt und dazu gewisse diagnostische Kriterien festgelegt. Die Schwierigkeit liegt darin, dass es keinen verlässlichen Test zur Frage gibt, wer von einer Therapie profitiert und wer nicht. Zudem braucht es von Seiten der Patienten eine gewisse Überwindung, sich die Medikamente ein bis mehrere Male pro Woche selber zu spritzen. Hier muss ich als Arzt oft viel Überzeugungsarbeit leisten. Das könnte sich in Zukunft ändern, wenn einmal Tabletten zur Verfügung stehen. Wie häufig kommt es vor, dass ein Patient auf Interferon nicht anspricht? Die Zahlen zum Therapieversagen der Interferone sind unterschiedlich. Man kann jedoch davon ausgehen, dass rund ein Viertel der Patienten mit schubförmiger MS eine ungenügende oder fehlende Wirksamkeit der Interferone im Langzeitverlauf zeigt. Dazu kommen noch Medikamentennebenwirkungen, die zum Absetzen des Medikamentes führen können. Was ist das für eine Antikörperbehandlung, die bei David Koller eingesetzt wird? Bei Natalizumab handelt sich um künstliche Abwehrkörper, die gegen eine Oberflächenstruktur der Lymphozyten gerichtet sind, das so genannte 4-Integrin. Es wird durch die Antikörper blockiert und verhindert so, dass die Entzündungszellen ins Gehirn eindringen und das Nervengewebe beschädigen können. Diese Behandlung wird zur Zeit bei Patienten angewendet, die trotz InterferonTherapie einen Schub erleiden oder als Ersttherapie bei Patienten mit einem aggressiven Verlauf der MS. Wie lange muss diese Therapie fortgeführt werden? Wenn die Infusionsbehandlungen mit dem Antikörper abgesetzt werden, besteht nur noch sechs Monate lang ein Schutz. Danach kann die Erkrankung wieder aufflammen. Deshalb muss die Therapie fortgeführt werden, so lange keine schweren Nebenwirkungen auftreten oder keine noch bessere Behandlung verfügbar ist. Langzeitergebnisse mit dem Medikament fehlen noch. Die 3-Jahres Daten zeigen aber, dass es in dieser Zeit zu keinerlei Wirkungsverlust kommt.


Gesund schlafen dank Bündner Arvenkissen und Arvenduvets.

LeserInnen von Sprechstunde Doktor Stutz erhalten einen exklusiven Leserrabatt. Sprechstunde Doktor Stutz LeserInnen aufgepasst: Arvenholz sorgt

Die Ergebnisse bestätigten: Wer im Arvenholzumfeld schläft, erholt

für einen tiefen, erholsamen Schlaf. Und es hat einen positiven

sich schneller und weist eine niedrigere Herzrate auf. Die durch-

Einfluss auf die Herzrate. Grund genug, Arvenholz in sein Schlaf-

schnittliche Arbeitsersparnis für das Herz liegt bei 3‘500 Schlägen

umfeld zu packen. Gesundes Schlafen made in Graubünden.

pro Tag. Dies entspricht rund einer Stunde Herzarbeit. Ausserdem erhöht sich die Schlafqualität und die Wetterfühligkeit nimmt ab. Auch

Das Arvenkissen ist gefüllt mit feinen Arvenholzspänen. Wer

auf Epileptiker kann das Arvenholz einen positiven Einfluss haben.

seinen Kopf auf diesem Kissen bettet und dabei einschlummert, tut dies tief und fest. Und wacht am Morgen ausgeruhter auf. Wer es

Ein Bündner Förster entwickelt ein Kissen

aufschüttelt, wähnt sich in einem Engadiner Arvenwald. Denn das

Diese Erkenntnisse liessen den St. Moritzer Förster Carlo Jörg

Arvenholz verströmt den leicht ätherischen Duft der Natur.

nicht mehr los. Wie konnte er das Wissen nutzen und möglichst vielen Menschen zu einem besseren Schlaf verhelfen? Er füllte

Das federleichte Arvenduvet, gefüllt mit Arvenholz und Gänse-

feine Arvenholzspäne in einen Kissenbezug und legte sich aufs Ohr.

daunen, erhöht die Schlafqualität, wirkt bakterienhemmend und

Er schlief tiefer – insbesondere in der ersten Nachtphase – und

gibt jedem Schlafzimmer den Hauch von Natur. Für Lifestyle, Well-

fühlte sich am Morgen ausgeruht und fit. Und dieser Effekt hielt an.

ness und Lebensqualität – natürliches Schlafen mit dem Arvenduvet.

Die von der Wissenschaft gepriesenen Eigenschaften des Arvenholzes liessen sich also auf ein Kissen bzw. Duvet übertragen.

Wissenschaftlich bestätigt Die Wissenschafter der österreichischen Forschungsgesellschaft «Joanneum Research» wollten es genauer wissen. Sie untersuchten die Auswirkungen von Arvenholz als Einrichtungsmaterial auf Kreislauf, Schlaf und Befinden.

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Juni 2008  
Juni 2008  

Sprechstunde Doktor Stutz, das führende Heft zum Thema Gesundheit

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