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Jost Capito über die erste Saison des Polo R WRC

Klartext

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Die Spezialisten im Rallye-WM-Team

Traumjobs

Polo R WRC und sein Bruder für die Straße

Vergleich

Ausgabe 2013 / 5,00 €

ADAC Rallye Deutschland 2013

DAS OFFIZIELLE MAGAZIN E N E N SI G E W IN N EU E N EINEN DAM IM OPEL AT VON WER EURO 20.000 –13 M e hr au

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IT P K C IM CO lski s Podo C a k u L R WR ll-Star Fußba swagen Polo k im Vol

WRC-EINSTEIGER Blick hinter die Kulissen des neuen HyundaiWerksteams

NEUE K A R R IE R E

Ex-Form el-1Pilot Rob ert Kubica ü ber seinen W RCEinstieg

Die schnellste Boygroup der Welt

Exklusiv: Volkswagen Polo R WRC als Papiermodell

Volkswagen-WRC-Piloten Volkswagen WRC-Special

ADAC OPEL RALLYE CUP Alles über die neue Rallye-Serie für Einsteiger und Könner

FIA RALLYE-WELTMEISTERSCHAFT 22.–25. AUGUST 2013 Alle WP-Karten | Zeitpläne | Top-Fahrer | Party-Tipps

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www.adac.de/motorsport

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Atemberaubende Action mit heißen Drifts: die ADAC Rallye Deutschland ist ein Motorsport-Spektakel, das Emotionen weckt. Um noch mehr Menschen für die Faszination des Rallyesports zu begeistern, wird der deutsche Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in diesem Jahr zum ersten Mal mitten in der Großstadt beginnen: Von der Fahrerpräsentation am Kölner Dom aus brechen die WRC-Stars wie Sébastien Ogier, Mikko Hirvonen oder der deutsche Sepp Wiegand auf, um 16 anspruchsvolle Wertungsprüfungen zu meistern – von der Jagd durch die Spitzkehren der Moselweinberge bis hin zu der legendären „Panzerplatte“ auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Traditioneller Schlusspunkt der ADAC Rallye Deutschland ist die Siegerehrung vor der einzigartigen Kulisse der Porta Nigra in Trier. Dabei sein ist Ehrensache – bei der ADAC Rallye Deutschland trifft dieses Motto ganz besonders auf die vielen freiwilligen ADAC Helfer aus ganz Deutschland zu. Ehrenamtlich tragen sie in ihrer Freizeit dazu bei, dass sich die ADAC Rallye Deutschland seit 2002 zu einem Top-Event des internationalen Motorsports entwickelt hat. Auch sämtliche ADAC Regionalclubs sind mit Begeisterung dabei: Als Paten der einzelnen Wertungsprüfungen tragen sie entscheidend dazu bei, dass die ADAC Rallye Deutschland auch 2013 wieder ein unvergessliches Erlebnis wird. Ihr Engagement ist der Motor der ADAC Rallye Deutschland. Ein sehr herzliches Dankeschön dafür!

GESCHMACK – CRANBERRY, LIMETTE ODER HEIDELBEERE. WIRKUNG – RED BULL. Unsere Freunde vor Ort! Start Köln – ADAC Nordrhein Eine Unterstützung der ADAC Rallye Deutschland ist für uns im ADAC Nordrhein e.V. selbstverständlich. Wir freuen uns auf das deutsche Rallye-Highlight im Jahr 2013. Walter Hornung

Ziel / Servicepark Trier – ADAC Mittelrhein

Rallyesport auf höchstem Niveau. Dies zu bieten, ist seit über 30 Jahren für die vielen ehrenamtlichen Helfer Herausforderung und Anspruch zugleich. Hier wird Gemeinschaft gelebt. Danke für die professionelle Arbeit. Franz-Rudolf Ubach

WP 1 Blankenheim – ADAC Nordbaden Die ADAC Rallye Deutschland unterstützt der ADAC Nordbaden wir jedes Jahr mit Herzblut. Ehrensache, dass wir erneut Jürgen Fabry mit anpacken.

WP 2 Sauertal – ADAC Hessen-Thüringen Für uns als ADAC Hessen-Thüringen e.V. ist es selbstverständlich, das RallyeHighlight des Jahres in Deutschland zu unterstützen – wir freuen uns wieder dabei zu sein! Wolfgang Wagner

WP 3 Mittelmosel 1 – ADAC Hansa Rallye ist die höchste Form des Motorsport! Mit unserem Engagement beim Rallyenachwuchs im ADAC Hansa e.V., möchten wir das Fundament der Sparte weiter festigen und der Patenschaft ergänzen. Ingo Huter

WP 5 Grafschaft 1 – ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr die ADAC Rallye Deutschland unterstützen zu können. Danken wollen wir dem Organisationskomitee sowie den zahlreichen Helfern. Den Teilnehmern wünschen Wolfgang Czychon wir viel Erfolg.

WP 6 Mittelmosel 2 – ADAC Nordbayern

Die materielle und personelle Unterstützung ist für uns selbstverständlich. Wir brauchen in Deutschland solche TopVeranstaltungen, damit der Nachwuchs und die Zuschauer die Weltspitze hautnah erleben können. Alfred Thomaka

WP 7 Moselland 2 – ADAC Sachsen

Eine Rallye zu organisieren, erfordert hohes Engagement von Organisatoren und Helfern. Ein Weltmeisterschaftslauf ist dabei eine besondere Herausforderung. Wir unterstützen diese Veranstaltung gern, damit es wieder ein großer Erfolg für den ADAC Sport wird. Klaus Klötzner

WP 8 Grafschaft 2 – ADAC Württemberg Der ADAC Württemberg ist auch in diesem Jahr gerne dabei, wenn Tausenden von Zuschauern wieder Rallyesport vom Feinsten geboten wird. Manfred Rückle

WP 9 Stein & Wein 1 – ADAC Südbaden

Dank der Unterstützung von Landesregierung und der beteiligten Städte und Gemeinden konnten große Teile der Rallye im Saarland gehalten werden. Darauf sind wir sehr stolz! Karl-Heinz Finkler

Als ADAC Berlin-Brandenburg machen wir uns besonders für den Rallyesport in unserer Region stark. Das sportliche Highlight für alle Rallyefans bundesweit ist aber zweifellos die ADAC Rallye Deutschland! Es ist uns eine besondere Freude, diese hochkarätige VeranstalBernd Barig tung zu unterstützen.

Selbstverständlich ist der ADAC Südbaden auch in diesem Jahr wieder mit viel Herzblut dabei und unterstützt dieses Karl Wolber großartige Rallye-Event.

WP 4 Moselland 1 – ADAC Berlin-Brandenburg

WP 11 Arena Panzerplatte 1 – ADAC Weser-Ems Rallyesport ist Motorsport in seiner ursprünglichsten Form, voller Emotionen und Leidenschaft. Das wollen wir als ADAC Weser-Ems unterstützen. Peter-H. Rumpfkeil

WP 12 Stein & Wein 2 – ADAC Südbayern Der Rallyesport hat in Südbayern eine große Bedeutung. Gerne unterstützen wir daher auch wieder die ADAC Rallye Deutschland 2013. Fritz Schadeck

WP 13 Peterberg 2 – ADAC Pfalz

Der Rallyesport genießt in der Pfalz einen hohen Stellenwert. Wir freuen uns, einen Beitrag zum Gelingen dieses Top-Events Friedhelm Kissel leisten zu können.

WP 14 Arena Panzerplatte 2 – ADAC Schleswig-Holstein Wo wir sind, ist der Rallyesport ganz oben - darum sind wir auch in diesem Torsten Johne Jahr wieder dabei.

WP 15 Dhrontal 1 – ADAC Westfalen

Mit viel Engagement ist auch der ADAC Westfalen wieder gern mit seiner Mannschaft zur Förderung des deutschen Rallye-Highlights dabei. Horst-Helmuth Bube

WP 16 Dhrontal 2 – ADAC Ostwestfalen-Lippe

Der Rallyesport hat eine sehr große Tradition in Ostwestfalen, unsere Unterstützung ist daher selbstverständlich. Bernd Noltekuhlmann

WP 10 Peterberg 1 – ADAC Saarland

¨ ¨ FLUGEL FUR JEDEN GESCHMACK.


Liebe Freunde des Rallye-Sports, im Namen des ADAC begrüße ich Sie sehr herzlich zur ADAC Rallye Deutschland. Die Zuschauer und Fans können sich auf vier Tage spannenden Motorsport freuen. Erstmals startet der deutsche Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in der Innenstadt von Köln. Die WM-Piloten werden sich bei der Fahrzeugpräsentation vor der eindrucksvollen Kulisse des Kölner Doms auf dem Roncalliplatz den Fans zeigen. Mit dem Auftakt mitten in der Großstadt möchten wir ein noch breiteres Publikum ansprechen und für die Faszination des Rallye-Sports begeistern. Zudem bietet Köln als Medienmetropole ideale Voraussetzungen, um den Blick der weltweiten Fangemeinde noch gezielter auf den deutschen WRC-Lauf zu lenken. Das sportliche Herz der ADAC Rallye Deutschland bleiben jedoch weiterhin die beliebten Wertungsprüfungen in der Region um Trier. So bieten wir den Fans und Rallye-Fahrern eine perfekte Mischung. In diesem Jahr dürfen die Fans ein spannendes Geschehen auf den 16 Wertungsprüfungen erwarten: Volkswagen ist seit Saisonbeginn neben Citroën, Ford und Mini als vierte Marke in der Königsklasse des RallyeSports vertreten. Beim Gastspiel der WRC in Deutschland haben auch die stärksten einheimischen Piloten ihren großen Auftritt. Mit Sepp Wiegand und Armin Kremer sind sogar zwei deutsche Piloten in der WRC2-Kategorie vertreten. Und zum vierten Mal trägt die Deutsche Rallye-Meisterschaft einen Lauf beim WM-Heimspiel aus. Ganz besonders freue ich mich über den Auftritt des neuen ADAC OPEL Rallye Cup, der seit Saisonbeginn als Einsteigerserie frischen Wind in die Rallye-Landschaft bringt. Mein Dank gilt den vielen haupt- und ehrenamt lichen Mitarbeitern und Helfern für ihr beispielhaftes Engagement. Hier beweist der ADAC zusammen mit allen beteiligten Regionalclubs in großartiger Weise seine Leistungsfähigkeit und seine Kompetenz. Ein großer Dank gilt auch den Städten Köln und Trier, den zahlreichen Partnern und staatlichen Institutionen, der Regional- und Kommunalpolitik, Polizei und den Hilfsdiensten, die eine Großveranstaltung wie die ADAC Rallye Deutschland überhaupt erst möglich machen. Denn auch im Jahr 2013 werden wieder weit über 200.000 Fans erwartet, die sich dieses Motorsportspektakel nicht entgehen lassen wollen. Allen Besuchern der ADAC Rallye Deutschland wünsche ich einen unvergesslichen WM-Lauf, den Teams viel Erfolg und vor allem eine unfallfreie Rallye.

Ihr Hermann Tomczyk ADAC Sportpräsident ADAC Rallye Deutschland

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LUKAS PODOLSKI

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ROBERT KUBICA

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HYUNDAI-WERKSTEAM

Themen Magazin: News aus der Rallye-Szene Im Duell: Sébastien Loeb und Sébastien Ogier Gewinnspiel: Sichern Sie sich viele tolle Preise! Auf dem heißen Sitz: Lukas Podolski im Rallye-Fieber Aus der Formel 1 in die WRC: Robert Kubica startet durch Arbeitsplatz Cockpit: Evgeny Novikov und Ilka Minor Der Fitmacher: Tipps von WM-Pilot Sepp Wiegand Interview: Rallye-Legende Walter Röhrl über Loeb, die WRC und junge Talente Vor dem WRC-Einstieg: Das Hyundai-Werksteam Top 10: Die besten Fahrer der Rallye-DM ADAC OPEL Rallye Cup: Großes Interesse an neuer Serie Fanshop: Shopping-Tipps für Rallye-Fans 4

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ADAC Rallye Deutschland 2013 Grußwort des Rallye-Leiters Zeitplan Veranstaltungs-Tipps Alle Fahrer, alle Autos WRC-Reglement Zuschauer-Leitsystem, Zeichenerklärung Alle Wertungsprüfungen, Service und Showstart Sicherheitshinweise Alle Sieger der ADAC Rallye Deutschland

l Wendetite

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Volkswagen WRC-Special Die schnellste Boygroup der Welt: Volkswagen-Piloten im Porträt Interview: Jost Capito über die erste Saison des neuen Polo R WRC Traumjobs: Die Spezialisten im WRC-Team Im Vergleich: Polo R WRC für die Rallye und die Straße Ein Rallye-Tag mit Jost Capito Ein normaler Arbeitstag des Volkswagen-Motorsport-Direktors Volkswagen Motorsport Saison-Überblick 2013 Beilage Exklusiv: Volkswagen Polo R WRC als Papiermodell

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SHOP MOMENTAUFNAHMEN

BEGINN EINER NEUEN ÄRA Das Jahr 2012 war ein Meilenstein der DTM-Historie. Mit dem Wiedereinstieg von BMW kämpften nach sechs Jahren des Markenduells zwischen Audi und Mercedes-Benz wieder drei deutsche Premiumhersteller um die Titel.

1984 – DIE KLASSENLOSE GESELLSCHAFT

1984

Meister ohne Sieg Volker Strycek ging 1984 am Steuer des Gubin-BMW 635 CSi als erster Meister in die DTM-Geschichte ein. Der spätere Opel-Sportchef gewann zwar kein Rennen, holte aber mit Konstanz den Titel

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1993 – FIRST CLASS

DAS MEISTERAUTO

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Alfa Romeo 155 V6 Ti Alfa Romeo war der erste Hersteller, der ein Fahrzeug für die neue Klasse 1 entwickelte. Der 155 V6 Ti des Jahres 1993 war von der Zelle her noch ein klassischer und relativ hochbeiniger Tourenwagen. Seine Stärken waren der Allradantrieb und ein 420 PS starker V6-Motor, der extrem tief eingebaut wurde. Leistungsmäßig war Alfa Romeo den Vierzylinder-Motoren von Mercedes in der Saison 1993 weit überlegen und brachte die Kraft dank Allradantrieb auch auf die Straße. Motor 40

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Antrieb Fahrwerk Räder Gewicht

V6-Zylinder; 2.498 ccm; 420 PS bei 11.500 U/min; 294 Nm Drehmoment 6-Gang-H-Schaltung, Allradantrieb vorn und hinten McPherson-Federbeine 9 x 19 Zoll 1.040 kg

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ZAHL DES JAHRES

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Trotz der Absage von Audi, BMW und Opel blieb Mercedes der DTM 1993 treu. Das neue Auto mit V6-Motor, das am Norisring parallel zur Markteinführung der neuen Mercedes C-Klasse debütieren sollte, wurde jedoch auf Eis gelegt. Um Alfa Romeo trotzdem Paroli bieten zu können, wurden die Vorjahresautos kurzfristig umgebaut. Erst Ende Januar gab es grünes Licht, die 190er auf Klasse-1-Stand zu bringen. Nur acht Wochen hatten die AMG-Techniker Zeit dazu. Der Kraftakt lohnte sich: Mercedes gewann mit dem „Zwitter“ acht Rennen.

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WOCHEN

LAGE F U A U NE te is heu b 4 8 9 1

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4 Vertauschte Rollen: Beim „Akademischen“ in Hockenheim durften Sportchefs und Journalisten fahren 5 Notlösung: Das Feld wurde 1993 mit Klasse-2Autos aufgefüllt, die oft im Weg standen 1 Blickfang: Die Klasse 1 begeisterte die Fotografen 2 Freude über drei Siege: Bernd Schneider und seine Nicole 3 Wo wir sind, ist vorn: Nur bei zwei Rennen stand kein Alfa Romeo in der ersten Startreihe

6 Kraftwerk: der tief eingebaute V6-Motor des Alfa 7 Selbstversuch: „Luggi“ Linder baute einen Klasse-1-BMW 8 Eigeninitiative: Volker Strycek und Tuner Kissling hielten die Opel-Fahnen hoch 107

Erschienen im Adrenalin Verlag Umfang 256 Seiten Abbildungen Mehr als 900 Fotos Format (B x H) 235 x 330 mm, Hardcover ISBN 978-3-943861-02-0

DTM – DIE STORY Die offizielle Chronik

Begleitet von faszinierenden Fotos aus allen Epochen erzählt diese Chronik die Geschichte der populärsten internationalen Tourenwagenserie von 1984 bis heute

34,90 € dtm.com/shop


Jetzt Tickets sichern! Die neue „Flatrate“ für Besucher des deutschen Rallye-WM-Laufs: fünf Tage Rallye-Feeling pur. Sichern Sie sich jetzt Ihr Rallye-Ticket für die ADAC Rallye Deutschland Das Ticket beinhaltet: • Zugang zu allen Wertungsprüfungen • Zugang zum Servicepark an allen Tagen • Zugang zum Shakedown am Mittwoch • Spectator Map mit den wichtigsten Informationen und den besten Plätzen • Ticketband • ADAC Rallye Deutschland-Aufkleber

Die Tickets sind für 69 Euro (ADAC Mitglieder zahlen 64 Euro) plus Versandkosten im Shop unter www.adac-rallye-deutschland.de oder Telefon +49 261 130366 erhältlich.

Mit dem Rallye-Radio live dabei

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as Rallye-Radio RPR1. informiert die Fans auch 2013 wieder regelmäßig über das Geschehen bei der ADAC Rallye Deutschland. Auf den Eifel-Saar-Mosel-Regionalfrequenzen (Trier: FM 102,9; Mosel: FM 100,1; Luxemburg/Saarland: FM 102,6) gibt es regelmäßig Infos zum Rallye-Geschehen. Der RPR1.-Verkehrsservice informiert außerdem über Staus auf den Strecken zur Rallye. Das deutsche Internet-Radio von WRC live sendet aktuelle Ergebnisse und Interviews am Ende der Wertungsprüfungen. Moderiert wird der Livestream von Markus Schramm, der die komplette WM-Saison mitverfolgt. Das Rallye-Radio von WRC live in deutscher Sprache, das auch mit internetfähigen Smartphones empfangen werden kann, ist unter www.wrc.com im deutschsprachigen Bereich zu finden.

Rallye-Shopping

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-Shirts, Aufkleber, Fleecepullover, Andenken und vieles mehr: Zur ADAC Rallye Deutschland gibt es auch 2013 wieder eine attraktive Fan-Kollektion mit dem Logo des deutschen Rallye-WM-Laufs. Die Artikel können unter www.rallye-deutschland-shop.com bestellt werden. Während der Rallye steht der Merchandising-Stand der ADAC Rallye Deutschland an folgenden Orten: - Während der Fahrer-Präsentation am Roncalliplatz in Köln - Am Shakedown - Im Servicepark in Trier - An den Wertungsprüfungen Sauertal, Arena Panzerplatte, Blankenheim, Mittelmosel 1, Stein und Wein sowie Dhrontal 6


Das skike Rallye Team gibt Vollgas: Christian Allkofer und Beifahrerin Kathi Götzenberger starten gemeinsam im ADAC Opel Rallye Cup. An acht Veranstaltungen in der ganzen Republik mischt das Duo den beliebten Markenpokal auf. Was das Highlight ist? „Ganz klar, die Rallye Deutschland“, grinst Allkofer. „Und zwischen den Rallyes ergänzt das Skiken unser Training perfekt.“ Alle Infos zu der attraktiven Trendsportart sowie spannende Gewinnspiele rund um den Rallye Cup gibt’s auf Facebook!

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„Köln wird ein echtes Highlight“ Armin Kremer, Rallye-Europameister 2001 und Deutscher Rallye-Meister 1996, 1998 und 1999, bestritt seine letzte WRC-Saison im Jahr 2002. Mit seinem langjährigen Copiloten Klaus Wicha startet er in der Saison 2013 in der WRC2 Nach zehn Jahren Pause sind Sie zurück – was hat sich in der WRC geändert? Kremer: Es hat sich viel verändert. Durch den Einstieg von Volkswagen geht ein positiver Ruck durch die Rallye-Szene. Ich hoffe, dass sich noch mehr Partner und auch neue Hersteller in der WRC engagieren, damit dieser Schub weitergeht. Die Fans würden sich sicher sehr darüber freuen. Wie lautet Ihr Fazit nach den ersten vier Rallyes der Saison? Die Rallye Monte Carlo lief mit Platz zwei in der WRC2 sehr gut für uns, danach hatten wir in Mexiko und Argentinien technische Probleme, fielen in Argentinien sogar aus. Auf Sardinien hatten wir einen neuen Fahrwerkshersteller

und konnten die Zeiten des PWRCSpitzenreiters mitgehen. Negativ ist in der WRC2 allerdings, dass verschiedene Fahrzeug-Konzepte wie RRC, S2000 und Produktionswagen gegeneinander fahren, das verzerrt ein wenig das Bild. Wie geht es bei Ihnen weiter? Leider ist bei den Produktionswagen Nicolas Fuchs an der Spitze weit enteilt. Wir überlegen deshalb, bei der ADAC Rallye Deutschland mit einem anderen Auto anzutreten.

einen Vorteil haben. Wir werden unsere Vorbereitung intensiv nutzen, um für das Heimspiel perfekt gerüstet zu sein. Was erwarten Sie vom Showstart in Köln? Es war eine tolle Idee, das Konzept zu ändern und mit der Rallye zu den Menschen zu kommen. Ich glaube, der Start in Köln wird für Fahrer und Fans ein echter Höhepunkt. Ich freue mich darauf!

Sie sind zuletzt 2004 beim deutschen WM-Lauf gestartet. Wie gut kennen Sie sich dort noch aus? Ich schätze, dass wir 60 bis 70 Prozent der Prüfungen kennen, vor allem auf Baumholder dürften wir

ADAC Rallye Deutschland erntet edlen Tropfen

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iesling zur Rallye – darüber dürfen sich die Ausrichter der ADAC Rallye Deutschland freuen. Die Gemeinde Neumagen-Dhron überreichte 500 Flaschen Riesling an die Organisatoren der Großveranstaltung. Der Wein wird bei offiziellen Anlässen ausgeschenkt, der Erlös kommt der ADAC Motorsportförderung zugute. Die Sonderabfüllung ist ein Ergebnis des 6. Weinförderpreises, den die Gemeinde 2011 an die ADAC Rallye Deutschland verliehen hat, weil die Rallye zur weltweiten Bekanntheit der Weinregion beiträgt. Der zweitgrößte Automobilclub der Welt hat im Gegenzug für ein Jahr die Patenschaft für den Steilhang „Neumagener Rosengärtchen“ des Weinguts Christoph Schneider-Kranz übernommen. Im Zuge der Patenschaft hatte sich der ADAC bereit erklärt, aktiv zur Bewirtschaftung des Weinbergs beizutragen. ADAC Rallye Deutschland

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„Ich mach’ mein Ding“ Im ADAC OPEL Rallye Cup kämpfen 24 junge Talente um eine Zukunft im Rallye-Sport. Mit dabei: Melanie Schulz – die einzige Frau am Steuer Was reizt eine junge Bürokauffrau am Rallye-Sport? Schulz: Ganz einfach: Ich bin mit Motorsport aufgewachsen. Mein Vater fuhr Rallyes und irgendwann hat es auch mich gepackt. Mit sieben Jahren stieg ich in den KartSport ein. Meine erste Rallye habe ich als Führerschein-Neuling mit 19 Jahren bestritten. Seitdem macht es mir viel Spaß, mein Rallye-Auto im Grenzbereich zu bewegen. Warum haben Sie sich für den ADAC OPEL Rallye Cup entschieden? Es ist das erste Mal, dass ich an einer Meisterschaft teilnehme. Das Nachwuchsförderungs-Programm des ADAC ist eine große Chance für mich. Für ein vergleichsweise geringes Budget kann ich mich auf nationaler Ebene beweisen.

Seit einem Jahr starten Sie mit Anke Gläser als Copilotin. Wie haben Sie zueinander gefunden? Wir kannten uns aus der RallyeSzene. Als ich dann im Internet eine Beifahrerin gesucht habe, hat sie sich gemeldet. Mittlerweile sind wir nicht nur ein eingespieltes Team, sondern auch gute Freundinnen. Ich vertraue ihr blind. Sie sind das einzige Damenteam im Cup. Wie verschaffen Sie sich Respekt in dieser Männerdomäne? Ich mach’ einfach mein Ding. Und vom Typ her bin ich sowieso taff und nicht schüchtern. Meine Mitstreiter haben mich daher vom ersten Tag an als echte Konkurrentin akzeptiert. Wir verstehen uns gut und geben uns Tipps. Dass ich eine Frau bin, macht da keinen Unterschied.

Was bedeutet Ihnen die Teilnahme bei der ADAC Rallye Deutschland? Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Endlich kann ich bei einem WM-Lauf mitfahren. Ich habe großen Respekt vor dieser Rallye und vor allem vor der Panzerplatte mit ihren Hinkelsteinen.

Christian Riedemann: Mit Rückenwind zum Heimspiel

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er 25-jährige Christian Riedemann fiebert seinem WRC-Heimspiel bei der ADAC Rallye Deutschland ganz besonders entgegen. Er startet zusammen mit seiner Beifahrerin Lara Vanneste mit einem Citroën DS3 R3 in der WRC3-Wertung und der Citroën-Top-Driver-Serie. Nach einem Ausfall beim ersten Einsatz in Portugal folgte bei der Rallye Sardinien ein Highlight: Mit einer besonnenen Fahrt hielten sich Riedemann und Vanneste in der Spitzengruppe, übernahmen auf der letzten Prüfung die Führung und siegten in beiden Serien. Damit geht das deutsch-belgische Duo hoch motiviert in die Rallye Finnland Anfang August und die folgende ADAC Rallye Deutschland.

Kurz-Porträt: Karina Hepperle

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eimspiel auf dem heißen Sitz: Karina Hepperle erlebt die ADAC Rallye Deutschland als Beifahrerin von Rashid Al-Ketbi in der WRC2Kategorie. „Ich bin eine echte Späteinsteigerin im Rallye-Sport“, erklärt die heute 37-Jährige. „Zu meinem 30. Geburtstag bekam ich eine Mitfahrt geschenkt. Und dann hatte es mich gepackt.“ Dass sie eine komplette WM-Saison bestreiten darf, ergab sich eher zufällig: Bei der Dubai-Rallye 2011 lernte sie ihren heutigen Fahrer Rashid Al-Ketbi kennen. Er bestritt dann einige Rallyes in Deutschland, um auf Asphalt stärker zu werden – mit Karina Hepperle als Copilotin. Mit seinem Skydive Dubai Rally Team möchte der Fahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten jetzt bei allen europäischen WRC-Events für die Expo 2020 in Dubai werben.

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Séb gegen Séb

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Text: Andrea Neumeyer Fotos: Citroën, Volkswagen

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Machtwechsel in der Rallye-WM: Sébastien Loeb, mit neun Titeln der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten, bestreitet nur noch wenige Einsätze. Sein Nachfolger steht bereit: Der Volkswagen-Pilot Sébastien Ogier, der sich mit seinem Landsmann Loeb mehr als nur den Vornamen teilt

WM-SIEGE

* 78 bei 167 Rallyes

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éb2“ gewann 2011 die ADAC Rallye Deutschland, er gilt als schnell, engagiert und extrem lernfähig. Der Volkswagen-Werkspilot könnte der neue Rallye-Weltmeister werden. Ihn und Loeb verbinden viele Gemeinsamkeiten: Beide stammen aus Frankreich, beide fanden erst relativ spät zum Rallye-Sport. Und beide wählten – mit einem Abstand von einem Jahrzehnt – den Einstieg über die französische Nachwuchs-Sichtung „Rallye Jeunes“, in der bereits Stars wie Didier Auriol und François Delecour


9 2 Jahre

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ihre ersten Drift-Versuche unternommen hatten. Loeb und Ogier fanden danach schnell den Weg ins Citroën-Werksteam. Und Loeb feierte eine beispiellose Karriere. Doch „Super Séb“, der neunmal die ADAC Rallye Deutschland für sich entscheiden konnte, hat das Kapitel Rallye-WM abgeschlossen. Der Rekordweltmeister bestreitet 2013 nur wenige Rallyes und konzentriert sich auf seine Rundstrecken-Aktivitäten: Der Wahl-Schweizer setzt mit einem eigenen Team zwei McLaren in der FIA-GT-Serie ein, ab 2014 startet der ehemalige Le-MansZweite für Citroën in der Tourenwagen-WM. Ogier gibt unterdessen in der Rallye-WM richtig Gas. Bei Citroën stand er 2010 und 2011 im Schatten von Sébastien Loeb und konnte sich nur schwer damit abfinden, hinter „Super Séb“ die Nummer zwei zu sein. Nach harten Duellen mit Loeb auf der Strecke und hinter den Kulissen wechselte er Ende 2011 zu Volkswagen. Nach einem Jahr im Škoda Fabia S2000, in dem er in die Entwicklung des neuen Volkswagen Polo R WRC eingebunden war, dreht er jetzt auf: Ogier errang die ersten drei Siege des neuen Polo in Folge und übernahm die WM-Tabellenführung. Ogier ist hoch motiviert, Weltmeister zu werden. Ob der Franzose, der alle Vergleiche mit Loeb hasst und den Spitznamen „Séb2“ ablehnt, die Rekorde seines Namensvetters brechen kann, bleibt abzuwarten. Theoretisch möglich wäre es: Mit seinen 29 Jahren hat Ogier bereits mehr Siege auf dem Konto als Loeb im gleichen Alter.

WM-DEBÜT Mexico 2008

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WM-SIEGE

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* Stand: 25. Juni 2013

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Siege

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Jetzt mitmachen

Möchten Sie einen Opel ADAM Ihrer Wahl gewinnen? War es schon immer Ihr Traum, mit der Rennlegende Hans-Joachim Stuck in einem Red Bull-Audi R8 LMS über die Nordschleife zu heizen, oder wären Sie gerne stolzer Besitzer eines originalen Volkswagen-Rennanzuges von Sébastien Ogier? Dann nichts wie mitmachen und gewinnen! Und so einfach geht’s: Auf www.adac.de/motorsport finden Sie den ADAC Rallye Deutschland-Gewinnspiel-Button. Einfach anklicken, bis zum 24. August 2013 anmelden und gewinnen! Die ersten drei Preise – der Opel ADAM, die Renntaxifahrt und der Overall von Sébastien Ogier – werden beim Showziel im Trier am 25. August übergeben. Viel Glück wünscht das ADAC Rallye Deutschland-Team

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Poldi im RallyeRausch Text: Marco Kraft Fotos: Volkswagen

Fußball-Star Lukas Podolski trifft das Team Volkswagen Motorsport. Bei Testfahrten auf Sardinien erlebt der Kölner ein ganz persönliches RallyeAbenteuer – als Copilot im Polo R WRC

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ückblende: 29. Mai 2013. Lukas Podolski erzielt gegen Ecuador nach nur neun Sekunden den schnellsten deutschen Länderspiel-Treffer seit Beginn der Fußball-Zeitmessung. Schnell kann er also. Aber in einem 315 PS starken Polo R WRC, als Copilot von Rallye-Star JariMatti Latvala ist es Schnelligkeit der etwas anderen Art. Es ist Donnerstag, 13:00 Uhr, die Sonne strahlt. Köln ist an diesem Tag sommerlich warm. Dann kommt er. Ganz locker, typisch Lukas Podolski eben, leger mit Shorts und T-Shirt um die Ecke. Treffpunkt: Abflug-Terminal, noch schnell ein Wasser und ab in den Sardinien-Flieger Richtung Rallye-Abenteuer. Mit einer ganz normalen Touri-Maschine macht sich der 28-Jährige auf den Weg. Normale Economy, Podolski ist da komplett unkompliziert. ADAC Rallye Deutschland

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Nach zwei Stunden Flugzeit landet der Nationalspieler auf der italienischen Mittelmeerinsel, bevor es per Helikopter weitergeht. Mit 220 km/h, in 1.000 Meter Höhe, 45 Minuten lang – bis zur Ankunft um 17:23 Uhr beim VolkswagenService. Noch ist die Luft klar, die Sonne scheint. Wenig später, wenn der aufgewirbelte, beigefarbene Sand von Latvalas Fahrkünsten die Strecke vernebelt, sieht es anders aus. Unmittelbar beim Startpunkt der knapp sechs Kilometer langen Teststrecke begrüßt Poldi am Service-Platz erstmal das ganze Team. Jeden, von den Mechanikern bis zu den Fahrern, persönlich per Handschlag. Im Gespräch mit den Werkspiloten Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila stellt sich schnell heraus: Der Junge ist heiß aufs Rallye-Fahren. Doch erst einmal die Kräfte bündeln, bevor es auf die Schotterpisten geht. Es gibt lecker Salat und Pasta auf Plastikgeschirr und Campingstühlen. Unkompliziert eben. „Schmeckt sensationell, mit die beste Pasta, die ich je gegessen habe“, sagt er. Nun wird’s ernst. Da liegt er schon, der eigens für ihn als Geschenk angefertigte Rennoverall mit polnischer und deutscher Flagge – Podolski hat beide Staatsbürgerschaften. Bestens ausgerüstet, mit feuerfester Unterwäsche und original Rennschuhen, muss er zur Sitzprobe. Schnell wird der Wahl-Londoner „passend“ gemacht. Los geht’s: Sein starker linker Fuß, den er normalerweise bei seinen wuchtigen Schüssen einsetzt, hilft ihm jetzt nur beim Abdrücken im Fußraum, um irgendwie die angespannte Körperhaltung zu verarbeiten. Er sitzt sehr tief und schafft es kaum, über das Armaturenbrett hinauszublicken. Den kreischenden Motor und die prasselnden Geräusche vom aufgewirbelten Schotter hat der Kicker die ganze Zeit im Nacken. Podolski ist festgezurrt in seinem Schalensitz, bei dünner Luft. Man sieht dem Nationalspieler deutlich an: Er hat Spaß dabei, wie Latvala alles an ADAC Rallye Deutschland

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Drehmoment aus seinem Dienstfahrzeug herausholt. „Wahnsinn, was die Jungs drauf haben! Du wirst durchgeschüttelt wie in der Waschtrommel, rechts, links, hoch, runter. Ich war ja schon ein paar Mal mit Schumi bei der Formel 1, aber wie die Rallye-Piloten das Auto beherrschen, ist einfach unglaublich“, sagt er. Podolski strahlt schon nach den ersten Runden und bekommt vom kurzzeitigen Engagement als Rallye-Copilot nicht wirklich genug. „Ich liebe die Geschwindigkeit, Angst habe ich deshalb keine gehabt. Im Gegenteil, mir hat die Achterbahnfahrt mit Jari-Matti im Polo unglaublich viel Spaß gemacht“, bilanziert der Kölner nach den ersten Kilometern. Der schnelle Finne reißt die sechs Kilometer unter vollem Einsatz ab. Und dann passiert’s: Mit Poldi auf dem Beifahrersitz fährt der Volkswagen-Pilot die Tagesbestzeit. Eine Zehntel schneller als mit Anttila. Podolski weiß natürlich, dass hinter solchen Höchstleistungen eine Menge Disziplin und Trainingsaufwand stecken: „Irre, mit welchem körperlichen Einsatz die Piloten hinterm Lenkrad arbeiten. Für eine Rallye musst du extrem austrainiert sein; ich war schon nach vier Runden bei der Hitze im Cockpit durchgeschwitzt. Das ist absoluter Hochleistungssport, davor habe ich großen Respekt!“ Dass der Startschuss der ADAC Rallye Deutschland 2013 erstmals in seiner Heimatstadt fällt, findet er klasse. „Dass die Rallye nach Köln kommt, ist natürlich etwas Besonderes für die Stadt. Die Fahrerpräsentation auf der Domplatte wird ein Highlight – nicht nur für die Fans, sondern ganz sicher auch für die Fahrer. Die Atmosphäre mit den jubelnden Fans, den Autos und dazu der Dom – das ist einmalig und das gibt es nur in Köln!“, schwärmt Podolski. Begeistert von seinem RallyeAbenteuer freut er sich schon auf ein Wiedersehen. Dann vielleicht auf dem Trainingsgelände seines Clubs, beim Elfmeterschießen mit den Stars vom FC Arsenal – mit Jari-Matti Latvala im Tor. Das wär doch was. 18


Notfall im Ausland? Sicher nach Hause!

Mehr Informationen: ADAC Info-Service 0 800 5 10 11 12 (Mo. – Sa.: 8:00 – 20:00 Uhr) oder www.adac.de


ADAC Rallye Deutschland Magazin 2013