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ORIGINALS SERIES

CURATED BY

THE STREET ICONS ISSUE


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STREET ROYALTY

THE STREET ICONS ISSUE Die Straße lebt, sie atmet, sie blutet, sie schreit. Die Straße ignoriert Konventionen und formt unseren Zeitgeist. Und all das tut sie unerbittlich, ohne jegliche Furcht. Sie bricht gekonnt die Regeln und sieht dabei auch noch verdammt gut aus. Sie kümmert sich nicht um die Meinung anderer, sie bestimmt sie regelrecht. Die Straße ist nichts für Zartbesaitete und genau deshalb widmen wir diese Ausgabe der adidas Originals Series den „Street Icons“. adidas Originals und die Straße gehören seit Mitte der 80er unzertrennlich zusammen: Denken wir nur an das allgegenwärtige Trefoil-Logo oder den kultigen Superstar. Ins kollektive Gedächtnis brannten sich diese Symbole dank der damals besonderen Zusammenarbeit mit Run DMC. Die Musiker brachten die Street Credibility, und die Marke aus Herzogenaurach lieferte den passenden Look. Wer adidas Originals trug, wollte zu den B-Boys und Graffiticrews aus New York, London und Berlin gehören. Die drei Streifen wurden zum Erkennungsmerkmal.

Auch knapp 30 Jahre später gehört adidas Originals dank seiner einzigartigen Kollaborationen mit den besten Kreativen dieser Welt zum Global Player in Sachen Streetstyle. Die aktuellen Zusammenarbeiten mit Pharrell Williams, Lapo Elkann von Italia Independent oder auch Neighborhood überzeugen durch modische Innovation und hohe Qualität. Mehr dazu findet ihr natürlich auf den nachfolgenden Seiten. Des Weiteren haben wir unsere persönlichen Top 5 adidas Originals Sneaker illustriert, nehmen euch mit in die Ballroom-Community und der dazugehörigen Welt des Voguing und haben in einem verlassenen Londoner Warehouse ein besonderes Editorial zur aktuellen Herbst/Winter Kollektion produziert. Wir von Highsnobiety fühlen uns geehrt, euch dieses Zine präsentieren zu können. Denn Highsnobiety und adidas Originals stehen für Zeitgeist und Fortschritt gepaart mit einem starken Fokus auf Ästhetik. Also stürzt euch rein in das Vergnügen und vergesst eins nicht: Die Straße stirbt nie.


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RITA ORA

MY ADIDAS

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„IT TAKES TWO …“

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THE ALLROUNDER

12/13 MEET LAPO THE LEGEND

HERAUSGEGEBEN VON

ADIDAS ORIGINALS SERIES

DESIGN

Ausgabe Nummer 4

Anna Roth

adidas AG

November 2014

Maya Badouk Epstein

Adi-Dassler-Platz 1-2

Ingrid Arnsand Jonsson

91074 Herzogenaurach

KURATORISCHE LEITUNG Highsnobiety

REALISATION ADIDAS

Alle angegebenen Informationen können sich

www.highsnobiety.com

Leila Fataar, Daniela Tomac, Michael Kahl, Christin Kluge,

ändern und sind daher ohne Gewähr. Druck- und

Christina Elsmann, Kathrin Schulte-Austum

Layoutfehler vorbehalten. Alle Rechte vorbehalten.

KONZEPTION & UMSETZUNG Ina Lachmund ART DIREKTION Sabrina Schrödl

Kopieren nicht erlaubt. REDAKTION UND TEXT Highsnobiety, Klaudia Podsiadlo, Ufuk Inci,

© 2014 adidas AG, adidas, das Trefoil-Logo

Elaine Y J Lee, David Fischer

und die 3-Streifen-Marke sind eingetragene Markenzeichen der adidas Group.


FOTOGRAF: SHADI PEREZ

SATIN SNAP TRACK JACKET

PHARRELL WILLIAMS LIL’ JACKET

PHARRELL WILLIAMS STAN SMITH TENNIS

PHARRELL WILLIAMS STAN SMITH TENNIS

SATIN SNAP TRACK JACKET

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Pharrell. Wenn man diesen Namen hört, denkt man sofort an tanzbare Musik, pure Unterhaltung und hochwertige Mode mit einem Augenzwinkern. Der jung gebliebene Alleskönner (er ist dieses Jahr 41 geworden!) bewegt sich fließend und stets anmutig zwischen diesen verschiedenen Welten und überrascht uns immer aufs Neue mit seinen kreativen Einfällen.

Seine ersten Schritte machte „lil’ Skateboard P“ aus Virginia vorerst im Background: Als Teil des Musikproduzenten-Duos The Neptunes war er für den unverkennbaren Sound von Kelis, Nelly, Jay-Z oder Justin Timberlake verantwortlich. Auf dem Weg zum allseits bekannten Solokünstler Pharrell Williams folgten weitere Alben mit seiner Band N.E.R.D und vereinzelten, doch bemerkenswerten Auftritten als Gastmusiker. Wollten wir nicht alle nach dem Hit „Beautiful“ mit ihm und Snoop Doggy Dogg nach Brasilien auswandern? Musik hin oder her, unser Augenmerk liegt auf der langfristig angelegten Kollaboration mit adidas Originals. Der designaffine Musiker überzeugt nicht nur mit den Kollektionen seiner eigenen zwei Modelabels Billionaire Boys Club und Icecream Clothing, sondern bringt nun auch die typisch Pharrell’sche Portion HAPPY-ness nach Herzogenaurach. Seine Entwürfe überzeugen durch gekonnt eingesetzte Streetstyle-, Graffiti- und Pop-Art-Elemente: Monochrom leuchtende Farben treffen auf klassische adidas Originals Teile wie den Stan Smith oder das Superstar Track Top. Dass nur die besten Materialien verwendet werden, versteht sich von selbst. Ganz besonders hat uns das Tennis Pack überzeugt. Hier wurde die Superstar-Lederjacke großflächig perforiert, der Stan Smith mit einem Filzüberzug versehen, und das Superstar Track Top sowie die restlichen Teile kommen in Neon-Orange und -Grün sowie Weiß daher. Spiel, Satz und Sieg nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem auf der Straße! Die von Pharrell ins Leben gerufene Initiative Parley for the ­O ceans, welche aus den Weltmeeren geborgenen Plastikmüll zu einem widerstandsfähigen Garn namens Bionic Yarn verarbeitet, wird für die Herstellung von ausgewählten Stücken der Kollektion verwendet. Mr. Williams ist also nicht nur ein einzigartiges Multitalent, sondern auch ein Befürworter von Nachhaltigkeit und Umweltschutz – ein weiterer Pluspunkt für den allgegenwärtigen Sympathieträger des Hip Hops. adidas.de/pharrell

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Ein kleiner Aha-Moment: Nein, der Stan Smith wurde nicht erst 1978 gelauncht. Der erste adidas Tennis-Lederschuh wurde tatsächlich 1965 als der Robert Haillet (benannt nach dem französischen Tennisprofi) eingeführt. Erst 1971 wurde der Klassiker leicht abgeändert unter dem Namen des Amerikaners Stan Smith bekannt und öffnete adidas den amerikanischen Markt. Wir freuen uns über das Revival des ansehnlichen Minimalisten.

STAN SMITH JAHRGANG 1965

SUPERSTAR JAHRGANG 1969 RUN DMC WUSSTEN SCHON FRÜH BESCHEID UND SANGEN IN IHREM HIT „MY ADIDAS“ VON 1986 ÜBER IHRE LIEBE ZU DEN SNEAKERN AUS HERZOGENAURACH.

WIR VON HIGHSNOBIETY HABEN BEKANNTER­ MASSEN AUCH EIN DEUTLICHES FAIBLE FÜR ­SNEAKER UND DESHALB STELLEN WIR EUCH UN­ SERE TOP-5-FAVORITEN VON ADIDAS ORIGINALS VOR. ILLUSTRIERT WURDEN DIE KLASSISCHEN SCHÖNHEITEN

VON

UNSEREM

TALENTIERTEN

­GRAFIKER RUUDIOS AUS JAKARTA.

TOP TEN

JAHRGANG 1979

Designt mithilfe des früheren NBA-All-Stars Rick Barry, wurde der Top Ten nach den Spielern benannt, die ihn trugen – angeblich den damals zehn besten Spielern der NBA. Der Name ist jedoch nebensächlich, denn der Top Ten war zum Ende der 70er Jahre einer der sehenswertesten Sneaker überhaupt. Die Wildleder-Zehenkappe ließ auf die vergangene 70er schließen, das restliche Design war Wegweiser für die kommenden 80er. ORIGINALS SERIES


Auch bekannt als Cushion gehört er zu einem All-Time-Favorite der 80er. Der ZX 8000 gehörte zum damalig revolutionären Sohlensystem Torsion. Allerdings brachten seine knallenden Colorways die sonst relativ konservative Torsion-Serie auf ein neues Fashion-Level.

ZX 8000 OG

JAHRGANG 1989

Dieser Sneaker ist wahrscheinlich der bekannteste adidas Schuh überhaupt. Gedacht war er für die Spieler der NBA, wurde dann allerdings von den B-Boys und vor allem Run DMC vereinnahmt. Gott sei Dank! So entstand quasi die unvorhersehbare und einzigartige Partnerschaft zwischen Run DMC und adidas: eine Verschmelzung von Kunst und Sport, die Street Fashion erstmals auf den Radar der Modewelt brachte.

ILLUSTRATIONEN: RUUDIOS/TEXT: UFUK INCI

EQT

JAHRGANG 1991

Die Abkürzung EQT steht für „Equipment“, also einen performance-orientierten Sportschuh. Ein wohlverdienter Nachfolger der Torsion-Linie, jedoch mit einem eigenen ganz speziellen Look. Der EQT setzte Anfang der 90er nicht nur auf den zusätzlichen Fersen-Support beim Laufen, sondern überzeugt auch mit einem modischen Design – definitiv ein gelungener Mix aus Sport und Design. ORIGINALS SERIES


TYPO FLAT-BRIM HAT, 25 BLOCKED CREW SWEATSHIRT

„… TO MAKE A THING GO RIGHT.“ Zu zweit geht alles besser als alleine. So ungefähr rappten es uns die New Yorker Rob Base und DJ E-Z Rock schon im Jahr 1988 vor. Der Oldschool-Klassiker gibt uns deutlich zu verstehen, dass man sich zwar alleine durchWINTERIZED CAP, SUPERSTAR COMBAT BOMBERJACKE, MILITARY TRAIL RUNNER

kämpfen kann, es allerdings mit dem passenden Back-up auch lässiger funktioniert. Zusammen traut man sich noch mehr, man wird mutiger und traut sich gegen den Strom, gegen die Masse zu schwimmen, und sieht dabei wahrscheinlich auch noch schön unangestrengt und

WINTERIZED CAP, 25 BLOCKED CREW SWEATSHIRT, SLIM DENIM JEANS

cool aus. Im Alleingang zittern da dem einen oder anderen dann doch die Knie. Genauso ungezwungen ging es bei unserem Shooting mit unserem ansehnlichen Duo Mayya und Omari zu. Der talentierte Fotograf Mattias Bjorklund hat mit unseren beiden Models ein Editorial in einem verlassenen, runtergekommenen Warehouse in London abgelichtet. Hit it!

COLORBLOCK SUPERGIRL TRACKTOP, COLORBLOCK KNIT SWEATER, COLORBLOCK LEGGINGS

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MOUNTAIN CLASH HOODIE, MOUNTAIN CLASH FIREBIRD TRACKPANTS, ZX 700 CONTEMP SHOES

„ IT TAKES T WO  …“ FOTOGRAF: MATTIAS BJORKLUND STYLIST: ATIP W, SOPHIE DAMPIER-JEANS (ASSISTENZ) HAARE & MAKE-UP: MARTINA LATTANZI CASTING: REBECCA KNOX MODELS: OMARI & MAYYA @ SELECT

MAY YA (LINKS):

OMARI (RECHTS):

BOMBER JACKET COLORBLOCK LEGGINGS WINTER SHORTS BANKSHOT WOMEN

NIGO 25 BEAR SUPERSTAR TRACK JACKET NIGO SERRATED STRIPES TEE SLIM DENIM JEANS ZX FLUX 2.0

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NIGO BEANIE, 25 TREFOIL LOGO TEE, NIGO SNAP SUPERSTAR TRACK JACKET, 25 SUPERSTAR TRACK PANTS


TYPO SWEATER, TYPO SKIRT, TYPO LEGGINGS, TOP TEN HI SHOES


Anl채sslich der adidas Originals x Italia Independent Kollektion trafen wir uns mit dem Mitbegr체nder und Vorsitzenden der Lifestyle-Marke Lapo Elkann. Im Gespr채ch mit dem charmanten FiatErben wurde schnell deutlich: Dieser Mann wird getrieben von Ehrgeiz und Passion!

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MEET LAPO THE LEGEND TEXT: UFUK INCI

Lapo, du wurdest von der GQ als „Man of the Year“ ausgezeichnet und wirst als eine internationale Stilikone angesehen. Was bedeuten diese Titel für dich? Ich bin immer sehr dankbar und schätze solche Auszeichnungen sehr, allerdings nehme ich dies als Hommage an die getane Arbeit meines Teams und mir bei Italia Independent, anstelle einer nur rein meiner Person geltenden Auszeichnung. Solche Titel bedeuten nichts, wenn du außer Stilbewusstsein zu besitzen, nicht tagtäglich immer ehrlich und respektvoll mit deinen Mitmenschen umgehst.

Apropos Ikonen, diese Ausgabe befasst sich mit „Street Icons“. Wer ist deiner Meinung nach ein solches „Street Icon“? Tatsächlich die Menschen, die ich täglich auf der Straße treffe.

Du hast Internationale Beziehungen studiert und warst sogar der persönliche Assistent von Henry Kissinger. Woher kam dein Interesse an Design und Mode? Meine Karriere war soweit ein Weg, der verschiedene Welten zusammengeführt hat. Der Schlüssel zu allem, welches auch der Schlüssel für diese adidas Originals x Italia Independent Kollaboration ist, wäre der Begriff „Kontamination“. Diese verschiedenen Welten können und müssen mitei­ nander kommunizieren. Neugierde ist definitiv ein Schlüsselfaktor. Alle meine vergangenen Positionen, sei es der persönliche Assistent von Kissinger

zu sein, den Posten für weltweite Markenwerbung bei Fiat zu bekleiden oder mithilfe meiner Partner die Italia Independent Group zu gründen, waren maßgeblich dafür verantwortlich, mich zu der Person zu machen, die ich heute bin.

Wie wurdest du eigentlich Henry Kissingers persönlicher Assistent? Kissinger war einer der besten Freunde meines Großvaters. Ich gewann seine Aufmerksamkeit, indem ich ihm zeigte, wie man einen Computer nutzt.

Du hast deine Kindheit zum Teil in ­Frankreich verbracht. Hat dies dein sonst doch recht stark italienisches Design ­b eeinflusst? Frankreich war nur einer der vielen Orte, an denen ich meine Kindheit verbracht habe. Geboren wurde ich in NYC, danach ging es nach London, dann verbrachte ich acht Jahre in Brasilien, bis es nach Frankreich und Italien ging. Ich bin, was viele einen Weltenbürger nennen würden. Früher nannte man das noch „Kosmopolit“. Alle Länder, in denen ich gelebt habe, haben mich stark beeinflusst, allerdings bin und fühle ich mich hauptsächlich wie ein Italiener.

Wie hast du dich gefühlt, als adidas Originals für eine Kollaboration angefragt hat und wie sah die dazugehörige Erstreaktion aus? Seitdem ich ein Kind war, habe ich schon davon geträumt, das ­ a didas

Hauptquartier und das Archiv zu besuchen. Ich sah adidas im Stadion bei jeder Sportveranstaltung und wie du vielleicht weißt, bin ich ein Sneaker-Fan – oder wie ich gerne sage – ein SneakerLiebhaber. Daher war es wirklich eine große Ehre für mich und mein Team, mit adidas Originals für diese tolle Kolla­ boration zusammenzuarbeiten.

Du hattest also auch Zugang zum a ­ didas Archiv? Wie hat dies deinen Design­ prozess beeinflusst? Im Archiv findest du die ganze Geschichte von adidas: Du entdeckst einzigartige Teile, kannst alle vergangenen Kollaborationen anschauen, kannst dich mit der Dame unterhalten, die das Archiv leitet, und bekommst die komplette Info zur Geschichte jedes Schuhs. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht und war eine Ehre für mich. Allerdings war es auch wichtig für die Kollektion, denn es hat mir geholfen, die Welt von adidas besser zu verstehen. Ich war wirklich sehr begeistert und inspiriert.

Was war deine Inspiration für diese ­Kollektion? Wir wollten etwas ganz Besonderes erschaffen und mit Materialien arbeiten, die noch nie bei Sportschuhen eingesetzt wurden. Wir nahmen einen von der Vergangenheit inspirierten Sneaker, den ZX FLUX, und haben uns dafür die ganzen Innovationen und Muster, die wir bei unserer Eyewear verwendet haben, angeschaut und erforscht,

wie wir diese auf den Schuhen anwenden könnten. So haben wir zum Beispiel neuartige Muster wie den Hybrid A nimalier entwickelt oder das neue ­ Material Alutex, ein bedruckbares Karbon-Textil, eingesetzt.

Du scheinst eine starke Vorliebe für Muster zu hegen, welches ist dein Fa­ vorit in dieser Kollektion? Ich liebe die ganze Kollektion, aber wenn ich mir ein Teil aussuchen muss, dann würde ich mich wohl für das schon erwähnte Hybrid-Animalier-Pattern entscheiden. Das haben wir auch in u nserer Eyewear-Kollektion genutzt ­ und es hat auf jeden Fall eine Menge „Pop“ – Andy Warhol hätte es geliebt.

Für wen ist diese Kollektion gemacht? Hattest du beim Entwerfen eine bestimmte Person im Hinterkopf? Mit dieser Kollektion wollten wir etwas Einzigartiges erschaffen, wir wollten mit dem ZX FLUX arbeiten, der eine Kreuzkontamination von ­verschiedenen Materialien mitbringt. Wir wollten wirklich jeden Kunden ansprechen, vom sportlichen bis zum lifestyle-orientierten Kunden. Einen Kunden, der den ZX FLUX zu einer Party oder sogar zu den Oscars mit einem Tuxedo trägt.

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EXTABALL RITA , TECH SUPER RITA , ZX 500 2.0 RITA

RITA SUPERGIRL TRACK TOP, RITA LOGO HOODIE, TRACK PANTS, TECH SUPER RITA

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R I T A O R A

BEANIE MONOCHROME SPRINKLE, RITA SUPERGIRL TRACK TOP, RITA LOOSE PANTS, HONEY 2.0 RITA

TECH SUPER RITA , HONEY 2.0 RITA , BANKSHOT 2.0 RITA

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Die meisten unter uns kennen sich nicht mit Bällen aus. Es ist hier nicht die Rede von Bällen, die

der Ball Competitions ist das Voguing, einer Art Tanz, den die meisten von euch aus Madonnas

wir im Sport benutzen, sondern Bällen im Sinne der Ballroom-Szene.

Musikvideo „Vogue“ kennen dürften.

Diese Subkultur entstammt aus der New Yorker LGBTQ-Community, aufgeteilt in verschiedene

Der Begriff „Houses“ leitet sich davon ab, dass jeder Ballroom-Teilnehmer einem bestimmten

sogenannte Houses, deren Mitglieder gegeneinander in den Kategorien Dancing, Modeling und

Haus angehört. Ein Großteil nennt sich nach den alten mondänen Modehäusern wie Balenciaga,

Acting antreten.

Chanel, Dior, Givenchy, Prada oder Vuitton. Dessen Mitglieder tragen den jeweiligen House-­

Dieser Ball entwickelte sich aus Schönheitswettbewerben von Drag Queens in den 1920ern.

Namen als ihren Künstlernachnamen. Deshalb besitzen die Performer Namen wie Twiggy Pucci

Organisiert durch die LGBTQ-Community in Harlem dienten diese frühen Wettbewerbe als

Garcon, Jonovia Garcon und ChiChi Mizrahi.

Ort, an denen die Mitglieder Vorurteilen entfliehen und sich in einem sicheren Umfeld (dem

Auf der Suche nach New Yorks kreativsten Individualisten sind es eben diese Namen, die uns als

sogenannten „safer space“) kreativ ausdrücken konnten. Ein popkulturell relevantes Resultat

allererstes in den Sinn gekommen sind.

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Könntest du unseren Lesern, die noch nie was von Ballroom gehört haben, erklären, worum es hier geht? Twiggy: Ballroom ist eine Untergrundbewegung, eine Subkultur der großen LGBTQ-Community, bei der wir an Bällen teilnehmen und gegeneinander antreten, um Preise und Trophäen zu gewinnen. Darüber hinaus sind wir eine Gruppe von mehreren Familien, natürlich nicht buchstäblich im biologischen Sinne, sondern vielmehr auf geistige Art. Falls ich was zu essen, eine Unterkunft für die Nacht oder einfach nur einen Ort zum Unterkommen brauche, kann ich auf mein House und meine Ballroom-Familie zählen.

Wie sieht das eigentliche Verhältnis zum Voguing in der Ballroom-Szene aus? ChiChi: Das Voguing ist ein Tanzstil der Ballroom-Szene, der unsere Community repräsentiert. Er ist ein ursprünglich von uns entwickelter Tanzstil, mit dem wir uns identifizieren. Interpretiert wird er durch viele verschiedene Stile und Kunstformen – er ist also nicht nur limitiert aufs Voguing. Es öffnet die Pforten für all diejenigen, die mit anderen Tanzarten wie Jazz, Hip Hop und Breakdance spielen und ihren Tanzstil mit Voguing vermischen, um dann etwas eigenes Neues zu erschaffen. Twiggy: Voguing ist eine zeitgenössische ausdrucksstarke Tanzform, bei der der Fokus auf Körperhaltung und Bewegung liegt. Zudem ist Voguing sehr vielfältig! Beim New Way zum Beispiel geht es um die Körperhaltung, schlangenmenschartige Verrenkungen und das Posing. Wo hingegen beim Old Way das Augenmerk auf der Präzision, der Körperhaltung und wieder dem Posing liegt. Vogue Fem ist eine extravagante Variation aus allen traditionellen Stilen und beinhaltet alle möglichen Tanzarten.

Wie sieht der kulturelle Hintergrund oder die kulturelle Zusammensetzung der Ballroom-Teilnehmer aus? Twiggy: Es ist eine Mischung. Der Großteil besteht aus AfroAmerikanern und Latinos. Im historischen Kontext wurde die Szene von Afro-Amerikanern und Latinos geschaffen, um sich vom Rassismus und den Vorurteilen innerhalb des Harlem Drag Ball zu schützen. Heutzutage sind alle ethnischen Gruppen vertreten, aber der Großteil besteht – wie gesagt aus Afro-Amerikanern und Latinos.

Wie definiert ihr den Begriff „Street Icons“? Was macht jemanden zu einem Street Icon? ChiChi: Ein Street Icon ist meiner Ansicht nach jemand, der sich in seinen Reihen etabliert hat und für etwas steht. Es ist eine Person, die sich durchkämpfen musste, Wurzeln hat und seinen Leuten und seiner Community eine Stimme gibt. Um ein Street Icon zu sein, bedarf es Wissen, Glaubwürdigkeit und jeder Menge Respekt. Es benötigt einen Leader, zu dem die Menschen aufschauen können. Und diese Rolle können nur die Wenigsten annehmen. Twiggy: Ich glaube, ein Street Icon ist eine Person, die aus einer subkulturellen Community kommt, die eben die jeweilige Community fördert und für sie Werbung macht, ihr einen Namen gibt, mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt und ihr generell mehr Positivität, Kraft und Respekt vermittelt.

Wer ist euer Street Icon und weshalb? ChiChi: Ich bin in Brooklyn geboren und aufgewachsen, daher ist mein Street Icon Biggie Smalls, B.I.G. Für mich hat er Brooklyn zu mehr Ansehen und Bekanntheit verholfen. Er kam aus der Community, hat sein Talent genutzt, um sich und die Personen in seinem Umfeld auf ein höheres Niveau zu bringen. Er hat weder sich noch seine Leute verraten und war sich immer treu. Leider war sein Leben zu kurz, aber sein Name lebt heute noch weiter. Twiggy: Ich habe drei Street Icons – Missy Elliott, Pharrell und Jay-Z. Sie alle sind sich und ihrem Background treu geblieben, ohne sich jemals von ihrer Community abzuwenden.

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Was bedeutet es euch, dass adidas O riginals euch und die Ballroom-­ ­ Community unterstützt? ChiChi: Es ist unglaublich und aufregend. adidas Originals ist an uns, unserem Können und an unserem individuellen Talent interessiert. Sie ehren uns und geben uns die Möglichkeit, unsere Community zu repräsentieren. adidas Originals besitzt einen großen Einfluss auf die Ballroom-Szene, denn die Marke wird häufig in den Kategorien Fashion und Streetwear bei den Wettkämpfen eingesetzt. Sie gehören wahrscheinlich mehr zu uns, als sie selbst mitbekommen. Jonovia: Es bedeutet uns sehr viel. Es zeigt, wie sehr Ballroom bei den Menschen angekommen ist und wofür wir so berühmt-berüchtigt sind. Die Leute kopieren und ahmen uns immer nach, ohne dass wir dafür gewürdigt werden. Twiggy: adidas Originals ist ein wahrer Befürworter der Street Icons. Sie haben so viele Ikonen aus den verschiedensten Genres über Generationen unterstützt und gefördert. Und jetzt kommt eine Marke, die so bekannt ist und die üblicherweise mit den großen Street Icons arbeitet, zu uns. Um mit uns zu arbeiten, um in uns und unser Sein zu investieren, ohne uns dabei auszunutzen. Ich rechne es adidas Originals hoch an, dass sie uns mit dem gleichen Respekt entgegentreten wie sie es schon bei Run DMC, Biggie und all den anderen MainstreamStreet-Icons getan haben.

Was sollte jemand, der nun zum ersten Mal von der Ballroom-Szene gelesen hat, mitnehmen? ChiChi: Ich will, dass die Leute uns als Individuen wahrnehmen. Wir sind mehr als unsere Sexualität, als unser Geschlecht. Wir sind Menschen, die atmen, leben, lieben. Wir helfen, wir weinen, wir verletzen. Wir sind mehr als die Stereotypen, die uns von der Gesellschaft zugeschrieben werden. Wir sind kreative Individuen. Twiggy: Ballroom ist mehr als Voguing. Leute kennen nur das Voguing und sie möchten nur damit unterhalten werden, doch es ist viel komplexer. Wir haben verschiedene Körper, verschiedene Hautfarben, verschiedene Houses. Wir sind unterschiedlich talentiert. Wir sind so viel mehr als nur das Voguing. Da ist dieser Familiensinn, diese Liebe und noch viel ausgeprägter ist unsere Belastbarkeit. Wir sind stärker und größer denn je.

TEXT: ELAINE Y J LEE FOTOGRAF: THOMAS WELCH MAKE-UP: THEO TURNER ÜBERSETZUNG: UFUK INCI

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Ihr möchtet mit dem Tennis Pack von Pharrell Williams seine typische HAPPY-ness in die Welt tragen, mit dem Rita-Ora-Look Blumenmädchen spielen oder doch lieber ein Statement durch Color Blocking setzen? Wenn ihr mit einem der zahlreichen adidas Originals Outfits, die wir euch in dieser Ausgabe präsentierten, durch die Straßen der Stadt ziehen wollt, ist das die Lösung: Macht einfach mit eurem Smartphone ein Foto von eurem Lieblingsoutfit aus diesem Magazin, kommentiert es mit dem passenden Hashtag #adidasOriginalsSeries, taggt das Foto mit @adidas_de und ladet es bei Instagram hoch. Zu gewinnen gibt es alle dargestellten Outfits, die wir mit einer Krone markiert haben. Teilnahmeschluss ist der 12.12.2014. Unter allen Teilnehmern werden am 16.12.2014 drei glückliche Gewinner ausgelost, die mit dem neu gewonnenen Outfit die Straße rocken können.

DER GEWINN: Der Gewinn umfasst das auf dem Foto abgebildete adidas Originals Outfit. Teilnahmeschluss ist der 12.12.2014. Aus allen geposteten Fotos wird der Gewinner per Losverfahren ermittelt und am 16.12.2014 per Instagram-­ Kommentar benachrichtigt. Veranstalter des Gewinnspiels: adidas AG, Adi-Dassler-Straße 1, 91074 Herzogenaurach

DIE TEILNAHMEBEDINGUNGEN: 1. Teilnahmeberechtigt ist jeder ab dem 18. Lebensjahr. Mitarbeiter der adidas AG sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wir drücken die Daumen!

2. Die Teilnahme ist pro Person nur einmal möglich. Mehrere Bilder vom gleichen Instagram-Account werden ausgeschlossen. 3. Die angegebenen Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel genutzt und anschließend gelöscht.

DIE BEWERBUNG:

Um dich zu bewerben, poste ein Foto mit deinem erkennbaren Lieblingsoutfit aus der aktuellen Ausgabe der adidas Originals Series über deinen Account auf Instagram mit den Tags #adidasOriginalsSeries und @adidas_de

Eine Datenweitergabe an Dritte erfolgt nicht.

4. Der Gewinner wird per Kommentar und anschließend per E-Mail benachrichtigt. 5. Preise können nicht gegen Bargeld eingetauscht werden. 6. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 7. Teilnahmeschluss ist der 12.12.2014.

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adidas Originals Series: The Street Icons Issue