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H 5567 Heft 4/1998 November 1998 Dezember 1998 Januar 1999

Die Fahrradzeitschrift für Bremen und umzu

seit 1. Oktober:

Was ist neu an der neuen StVO? Seiten 12 - 15 außerdem: ADFC-Radtouren Altmühltal

Landesverband Bremen e.V., Kreisverbände Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz, Delmenhorst pedal, Buntentorsteinweg 262, D - 28201 Bremen


2 Impressum oo

pedal pedal, Regionale Fahrradzeitschrift für die Städte Bremen, Bremerhaven und Delmenhorst sowie für die Landkreise Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden und Diepholz. Herausgeber: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) - Landesverband Bremen e. V., Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.), 28203 Bremen, die niedersächsischen ADFC-Kreisverbände Cuxhaven, Osterholz, Verden, Diepholz und Delmenhorst sowie der Landesverband Niedersachsen für den Landkreis Rotenburg ISSN 0934-1161, Postvertr.stück H 5567 Heft 4/98 (November 98 bis Januar 99) 11. Jahrgang (19. Jahrgang als Mitgliederrundbrief des ADFC Bremen) pedal erscheint viermal jährlich Auflage: 10.000 Stück Verlag, Vertrieb, Anzeigenverwaltung: Dieter König, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, Telefon/Fax Q (0421) 5 57 70 10 Redaktion: Dieter König (verantwortl.) Satz, Layout: die AutorInnen, die RedakteurInnen, Dieter Jürgens Titelfoto: Karsten Klama, ADFC BuGSt Druck: Geffken . Köllner, Bremen Preise: Abonnement für ein Jahr: 8 DM Für Mitglieder der herausgebenden ADFC-Gliederungen ist der Bezug im Jahresbeitrag enthalten. Einzelne Hefte werden an Selbstabholer kostenlos abgegeben. Nachdruck ist in der Regel zu nichtkommerziellen Zwecken bei Zusendung eines Belegexemplares gestattet. Der Verlag bittet jedoch um vorherige formlose Abklärung.

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Abonnements Ein pedal-Abonnement kostet 8 DM für ein Jahr, besser noch 16 DM für zwei Jahre. Das Abo wird bestellt entweder - durch Überweisung des Betrages auf Konto: 57 33 29, Dieter König, Spardabank Hannover, BLZ 250 905 00, oder - durch Barzahlung des Betrages im ADFCInfoladen oder im pedal-Büro, oder - durch Einsenden des Betrages bar oder in Briefmarken an das pedal-Büro, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, und Angabe des Namens und der Adresse. Das Abo beginnt dann mit dem nächsten Heft. Wann das Abo beendet ist, erkennen Abonnenten an der dreistelligen Zahl rechts oben auf dem Adreßetikett: Die ersten beiden Ziffern bezeichnen das Jahr, die dritte die Heft-Nummer des letzten Heftes, das mit dem Abonnement noch bezahlt ist. Bitte verlängern Sie ihr Abonnement nach Möglichkeit, bevor die letzte Heft-Nummer erreicht ist. Also wenn "991" (oder erst recht "984") auf Ihrem Etikett steht.

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Inhalt

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Impressum

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Veranstaltungen (Rückblick)

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Magazin Fahrrad-Cup 1999 Vor 100 Jahren

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Forum Briefe ans pedal Kleinanzeigen

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Fahrrad

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Verkehr

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Was ist neu an der neuen StVO? 12 Zwischenbilanz zur "Fahrradnovelle"12 pedal-Briefkastenonkel 13 Mehr Fahrräder am Hauptbahnhof Bischofsnadel wird durchgezogen SPD-Fraktionschef beim ADFC PlusMinus

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Tourismus: Rückenwind im Landkreis Diepholz 20 Radeln durch Moor und Heide 20

Zum Titelbild: Im August des vergangenen Jahres ist die jüngste Novelle der Straßenverkehrsordnung verabschiedet worden. Am 1. Oktober dieses Jahres sind die letzten Regelungen daraus in Kraft getreten. Was ändert sich dadurch für die Radfahrer? Was hat die Verwaltung getan? Autoren aus den verschiedenen ADFC-Gliederungen berichten aus ihrem Bereich.

Touren 21 Tourenrückblicke 21 Radtouren der ADFC-Gliederungen 24 Reisen „Rad-Reise-Ziele ‘99“

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Ins Land der Franken fahren ...

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Auf der Romantischen Straße Fahrradurlaub ’99 mit dem ADFC Reise-Kurznachrichten

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Spot(t)

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Vereinsnachrichten Bremen Vereinsnachrichten Niedersachsen Landesherbsttreffen in Osterholz Mitgliederversammlungen Service ADFC-Fördermitglieder Beitrittserklärung Informationen für Bremer Radfahrer Der ADFC in pedal-Land

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In pedal 1/1998 war der größte Preis ausgeschrieben, den es in dieser Zeitschrift jeweils gegeben hat: Eine viertägige Reise ins Altmühltal mit An- und Abreise mit der Bahn. Die Gewinnerin, Waltraud siepelt aus Weyhe, berichtet in diesem Heft von ihren eindrücken.

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Rund ums Rad über alles in unserer Region informiert. Mit dem pedal. Wie's geht, steht links. Für 8 Mark im Jahr frei Haus! Für ADFC-Mitglieder im Jahresbeitrag enthalten. Beitrittserklärung auf Seite 37


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Veranstaltungen

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„Suchen - finden - engagieren“ Bremen - Auf der von der Freiwilligen-Agentur unter dem Motto „suchen - finden - engagieren“ durchgeführten Veranstaltung im Rathaus am 28. und 29. August konnte sich der ADFC erfolgreich präsentieren - wenn auch nicht unbedingt im Sinne dieser Veranstaltung. Von Interessenten an ehrenamtlicher Mitarbeit keine Spur, dafür viele Nachfragen nach Radtouren und zu anderen Angeboten des ADFC. Auch wurden einfach nette Plaudereien rund ums Rad gehalten. Das Publikum wollte sich eher allgemein über die Verbände und Vereine informieren,

weniger aus dem Beweggrund, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Dabei haben wir uns so viel Mühe bei der Gestaltung der Stellwände gegeben!“, so die Klage der im Vorfeld tätig gewordenen Aktiven. Jeder Arbeitskreis hatte einen Querschnitt aus seiner Arbeit dargestellt, eine ansprechend designte Grafik gab Auskunft über die Ziele und bisherigen Erfolge des ADFC. Den Aktiven des ADFC hat es auf jeden Fall Spaß gemacht. „Da der ADFC aufgrund seines Bekanntheitsgrades bei einer solchen Veranstaltung gerne als Anlaufstelle

genutzt wird, kommt man mit vielen Menschen ins Gespräch. So konnten wir auch einige interessante Anregungen aufnehmen,“ berichtet Jörg Lückemeyer, Mitglied des Bremer ADFC-Landesvorstandes, der bei solchen Aktionen immer gerne dabei ist (auf dem Foto unten neben Anke Schoeße). Eine Wiederholung dieser Veranstaltung wurde bereits für den 6. bis zum 12. September 1999 von der Freiwilligen-Agentur festgelegt. Natürlich wird sich auch hier der ADFC wieder beteiligen (sofern sich genügend Engagierte finden!) Anke Schoeße

Verkehrssicherheitstage

Foto: Klaus-Peter Land

Fahrradständer fürs Schnürschuh-Theater

Bremen - Um einem seit einem Jahr unbearbeiteten Antrag auf Einrichtung eines Fahrradparkplatzes Nachdruck zu verleihen, bat das Schnürschuh-Theater am 13. September zu einer Aktion, an der auch der ADFC beteiligt war. Begleitet von Musik und Theater wurden probehalber Fahrradständer am Rande der Fahrbahn des Buntentorsteinwegs aufgestellt. Obwohl über den Antrag nicht entschieden worden ist, war für Bausenator Bernd Schulte alles klar: Hier wird nichts genehmigt, es würden drei Autoparkplätze verlorengehen. dk

Langen - Die Werbegemeinschaft „Lindenhof“ in Langen führte am 11. und 12. September erstmals Verkehrssicherheitstage durch. Der ADFC-Kreisverband Cuxhaven wurde gebeten, mit Infostand und Codiergerät teilzunehmen. An der Aktion beteiligten sich außer der Kaufmannschaft des Lindenhofs unter anderen auch die Verkehrswacht, die Polizei, die AOK und der ADAC. Für die Kinder wurde der Verkehrskasper aktiviert, ein Autohaus stellte Go-Karts bereit, die AOK führte ein Inliner-Sicherheitstraining durch und der ADAC stellte den Gurtschlitten zur Verfügung. Die Fahrradcodierung wurde ganz groß propagiert. Gegen eine Spende konnten die Besucher ihre Fahrräder an drei verschiedenen Stellen codieren lassen. Das Infozelt und die Codierstation des ADFC befand sich im Innenhof direkt neben dem Stand des Langener Zweiradhändlers Bernd Rosenbusch. Es entwickelte sich eine hervorragende Zusammenarbeit. Die Besucher konnten an einem zentralen Infomobil ihre Spende abgeben und sich in eine Codierliste eintragen lassen. Mit den ausgestellten Fahrradpässen suchten sie dann eine der drei Codierstationen auf. Langen liegt, wenn auch hart an der Bremer Landesgrenze, im Land Niedersachsen. Jedoch gab es am Infomobil zunächst nur Fahrradpässe der Bremerhavener Polizei. Der ADFC Cuxhaven stellte jedoch seine zur Verfügung, so daß 136 Fahrradbesitzer nun in ihrem Fahrradpaß lesen: „Mein Fahrrad wurde codiert vom ADFC KV Cuxhaven“. Das ist auch Werbung, wenn auch in kleinem Rahmen. Die Aktion kam sehr gut an. Der ADFC Cuxhaven konnte so an der Bremer Landesgrenze zeigen, daß es auch in Niedersachsen einen ADFC gibt. Der Fahrradladen Bernd Rosenbusch aus der Sieverner Straße 5 in Langen, übrigens seit der Aktion auch ADFC-Fördermitglied, bietet auch weiterhin Fahrradcodierungen an (zu den Konditionen des ADFC Cuxhaven: ADFC-Mitglieder 10 DM, NichtADFC-Mitglieder 15 DM). Bernd Ehlers


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Veranstaltungen

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Busfahrt zur IFMA

DRK-Markttag

180 Jahre Fahrrad

Bremen - Wollten Sie schon immer einmal eine Probefahrt auf einem Pedersen-Fahrrad machen, verschiedene Shimano-Schaltungen austesten, sich die komplette Schwalbe-Fahrradreifen-Kollektion ansehen und sich die jeweiligen Vor- und Nachteile erklären lassen, sich die Neuentwicklung von Bowdenzügen anschauen, sehen, wie Fahrradkomponenten im Labor getestet werden, Hersteller von Kinderanhängern über deren Produktsicherheit ausfragen, sich ausführlich über attraktive Radreiseziele informieren, einen Vortrag über eine fünfjährige Fahrrad-Weltreise anschauen, sich über Fahrradverkehrspolitik anderer Städte informieren, die neueste Fahrrad-Bekleidungskollektion bewundern, ein Paar wasserdichte Socken erwerben, ... 29 Personen, die am 3. Oktober mit dem ADFC zur Internationalen Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung (IFMA) nach Köln gefahren sind, haben dieses getan oder hatten zumindest die Gelegenheit dazu. Der ADFC ist, wie bereits in den Vorjahren, auch in diesem Jahr wieder mit einem gecharterten Bus nach Köln gefahren. „Was es für neue technologische Entwicklungen gibt, ist immer wieder bemerkenswert“, bekannte ein Teilnehmer. Die Ausstellung war derart abwechslungsreich, daß für jede und jeden etwas dabei war. Die Zeit, die für die Besichtigung zur Verfügung stand, war bei guter Planung knapp ausreichend. Anke Schoeße

Bremen - „Der selbstgebackene Kuchen des Roten Kreuzes war einfach ausgezeichnet!“, so lautet die einhellige Meinung aller ADFCler, die beim Markttag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am 19. September 1998 auf dem Marktplatz die Standbesetzung übernommen hatten. Zwischendurch war immer einmal Zeit für einen kleinen Rundgang, und der führte magischerweise immer am Kuchenstand vorbei. Aber auch am und um den ADFC-Stand herum war einiges los. Was der ADFC mit dem DRK gemein hat, wurden die ADFCVertreter wiederholt gefragt. Aufgrund einer Anfrage des DRK hat sich der ADFC an diesem Markttag beteiligen können. „Sofern es für uns leistbar ist, wollen wir auf möglichst vielen Veranstaltungen präsent sein, um einer breiten Öffentlichkeit immer wieder die Arbeit des ADFC zu gegenwärtigen,“ so die für den Bereich Aktionen verantwortliche Anke Schoeße. „Aktuell ist es für uns sehr wichtig, über die neue Rechtslage aufgrund der StVO-Novelle zu informieren.“ Das können die Aktiven auch hier als Erfolg verbuchen. Viele Neugierige wurden durch unsere Postkarten mit dem Titel „Dürfen Radfahrer jetzt eigentlich alles?“ auf die wesentlichen Neuerungen der StVO hingewiesen. Anke Schoeße

Debstedt – „Vom Laufrad zum MountainBike“ lautete das Motto einer Sonderausstellung mit dem Titel "180 Jahre Fahrradgeschichte" im Heimatmuseum Debstedt in den Sommerferien. Henry Bremer vom Heimatverein Debstedt bot in der von ihm zusammengestellten Ausstellung einen Einblick in die Geschichte des Fahrrades und dessen Entwicklung bis heute. Neben Bildern und Dokumenten konnten natürlich auch historische Fahrräder begutachtet werden, und mancher Autofahrer hat vielleicht nicht schlecht gestaunt, als ihm auf

der Straße vor dem Museum ein Zylinder tragender Hochradfahrer (Foto) entgegenkam. Der ADFC-Kreisverband Cuxhaven war eingeladen worden, einen Infostand aufzubauen und über aktuelle Themen rund ums Radfahren zu informieren. Etliche Museumsbesucher brachten extra ihr Fahrrad mit, um es von den ADFC-Aktiven codieren zu lassen, oder sie kamen überhaupt aufgrund der angebotenen Fahrradcodierung. Der ADFC konnte sich so im Rahmen dieser Ausstellung in einem weiteren Ort im ach so großen Landkreis Cuxhaven präsentieren und für sein Anliegen werben. Michael Günther

Foto: Brigitte Breyling

Klagemauer für mehr Demokratie

Bremen - Eine provisorische „Klagemauer“ aus Pappkartons hatten Aktivisten der Bürgerinitiative „Mehr Demokratie in Bremen“ am 22. September auf dem Domshof, direkt gegenüber dem Rathaus, errichtet. Bremer Bügerinnen und Bürger sowie Vereine und Verbände waren aufgerufen, daran ihre Klagen, Wünsche und Forderungen aufzuhängen. Das Foto zeigt André Giesemann, der seit dem 1. September sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim ADFC Bremen ableistet, beim Anbringen der ADFC-Forderungen. bb


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Magazin

Faltblatt "Kinder und Radfahren"

Bremen - Das schon seit Jahren gemeinsam von ADFC und Polizei herausgegebene Faltblatt „Kinder und Radfahren - Informationen für die Eltern von Schulanfängern“ wurde überarbeitet und dank der Beteiligung der Öffentlichen Versicherungen Bremen (ÖVB) in wesentlich verbesserter Aufmachung herausgebracht. Theoretisch hät-

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Termine für den Fahrrad-Cup 1999 liegen fest Bremen/Bremerhaven - Im letzten pedal (Heft 3/98, Seite 8) wurde über den von den Öffentlichen Versicherungen Bremen (ÖVB) und dem ADFC-Landesverband Bremen gemeinsam veranstalteten Fahrrad-Cup 1998 berichtet. Auch 1999 soll wieder solch ein Wettbewerb rund ums Fahrrad für Schülerinnen

und Schüler der fünften und sechsten Klassen durchgeführt werden. Und das gleich zweimal: In Bremerhaven (neu!) am Donnerstag, dem 27. Mai 1999 (der Austragungsort steht noch nicht fest) und in Bremen am Freitag, dem 28. Mai 1999 von 10 bis 13 Uhr wieder im Schulzentrum Drebberstraße. Christiane Wasserscheid

Foto: Sültmann-Genzmer

Da freuen sie sich die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler der gastgebenden Schule Drebberstraße: Der Hauptpreis des Fahrrad-Cup 1998, fünf solide Fahrrad-Ständer, an die man die Fahrräder anlehnen und deren Rahmen anschließen kann, ging an ihre Schule.

(Nicht mehr) mit dem Fahrrad zur Arbeit ten es (auch in den vergangenen Jahren) alle Erstklässler erhalten haben müssen. Interessenten können sich das Faltblatt im ADFC-Infoladen kostenlos abholen oder gegen 1,10 DM Rückporto zusenden lassen. Ein Hinweis am Rande: Ihre Kinder wissen sicher, daß der Helm mehr in das Gesicht geschoben werden muß, nicht so sehr in den Nacken, wie auf dem Foto. dk

Bremen - In pedal 3/98 wurde auf Seite 15 berichtet, wie ein Rainer Böhle, Mitarbeiter des Überlandwerkes Nord-Hannover (ÜNH), durch einen Beitrag in der Mitarbeiterzeitung einen Impuls zur Benutzung des Fahrrades für den Weg zur Arbeit gegeben hat. In einem Brief an die Redaktion hat er im September über die aktuelle Entwicklung berichtet:

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„Es hat mich gefreut, daß im pedal noch einmal das Thema „Radfahren zur Arbeitsstelle“ aufgegriffen und dazu aus meinem Bericht zitiert wurde. Leider lassen aktuelle Entwicklungen meine Mühe als vergelblich erscheinen. Die Verwaltung der ÜNH in der Stresemannstraße steht vor der Auflösung. Die dort bisher arbeitenden (und gegebenenfalls mit dem Rad zur Arbeit fahrenden) Kolleginnen und Kollegen werden bald an andere Orte, in der Mehrzahl wohl zur Hauptverwaltung der EWE in Oldenburg, versetzt werden. Aus so manchem Gespräch habe ich entnommen, daß mit der Versetzung in der Regel auf das Auto umgestiegen werden wird. Erst mit dem Rad zum Bahnhof in Bremen, dann mit dem Zug nach Oldenburg, das erscheint zu umständlich und zeitrauend. Ich nehme mich da selbst nicht aus. Das wars dann also mit dem Aufruf, für den Arbeitsweg das Rad zu benutzen.“


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"Und der Bart wird immer länger"

Bremen - Ab und an, in letzter Zeit aber immer öfter, kommt mal jemand von ganz weit her im Bremer ADFC-Infoladen vorbei - jemand, der nicht zur Beratung kommt, oder um etwas zu kaufen. Am Mittwoch, dem 30. September, klopfte am späten Nachmittag Vladimir Iljien aus Rußland an die Tür des Infoladens. Er war

Foto: Brigitte Breyling

mit seinem Mountainbike über Finnland, Schweden und Dänemark beim ADFC in Hamburg und schließlich in Bremen gelandet. Die ersten 14000 Kilometer hatte ihn seine Frau begleitet. Beweisstück war ein Zeitungsartikel in finnischer Sprache und ein Foto vom radelnden Paar. Trotz Sprachschwierigkeiten konnten wichtige Informationen ausgetauscht werden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden sogleich zum Skifahren ins russische Eis eingeladen. Ein Schlafplatz für Vladimir mußte gefunden werden, was sich als recht schwierig erwies, denn nicht jeder „Dachgeber“ ist auf einen plötzlich vor der Tür stehenden Übernachtungsgast eingerichtet. Dann hat’s aber doch geklappt: Karsten Hübener, ehemaliger Landesvorsitzender, kam vorbei und nahm ihn prompt mit. Inzwischen ist Vladimir wohl schon „über alle Berge“, denn er plante nach einem Zwischenstopp in Köln einen Freund in Grenoble zu besuchen um anschließend über die Alpen zu seinem Ziel Griechenland zu gelangen. „Dann wird der Bart hier sein“ lacht Vladimir und zeigt auf seine Oberschenkel. Er hat sich seit Beginn seiner Tour nicht mehr rasiert und an der Länge seines Bartes läßt sich die Dauer seiner Reise ablesen. bb

Magazin

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Infoladen zu

Suppenexpreß braucht Hilfe

Bremen - Der Bremer ADFC-Infoladen in der Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße) wird weihnachts- und jahreswendhalber von Mittwoch, dem 23. Dezember, bis Sonntag, dem 3. Januar, geschlossen. Ab Montag, dem 4. Januar stehen die Freiwilligen aus dem Ladenteam wieder für Auskünfte und Beratung zur Verfügung: montags von 10 bis 13 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 16 bis 18.30 Uhr. dk

Bremen - Auch in diesem Winter wird der Suppenexpreß von Zia Gabriele Hüttinger (pedal 4/97, S. 6 u. 7) wieder unterwegs sein. An Sachspenden sind vor allem warme Kleidung wie Mützen, Schals, Handschuhe gesucht. Geldspenden können weiterhin auf das Sparbuch 34 42 45 15 der Initiative "Suppe für Obdachlose" bei der Sparkasse in Bremen, BLZ 290 501 01, überwiesen werden. dk


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Vor 100 Jahren

Magazin

Neben Horst Klostermann, der eine Polizeiverordnung für die Bremer Radfahrer vom Dezember 1898 "ausgegraben" hat (rechte Seite), ist auch pedal-Leser Peter Rabenstein aus Worpswede im Osterholzer Kreisblatt "fündig" geworden. Die obere Meldung vom 8. September 1898 vermeldet den ersten Zweiradmechaniker in Osterholz, die darunter vom 21. November 1898 belegt, daß Fahrraddiebstahl einst von der "rührigen Gendarmerie" verfolgt wurde.

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Magazin

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Forum

zu den “Radtouren in die Pilze” des ADFC Bremen:

“Im pedal 3/1998 sind im Radtourenkalender des ADFC Bremen zwei „Radtouren in die Pilze“ angeboten. Muß denn sowas sein? Laut Satzung will der ADFC auch dem Umweltschutz dienen, was sich doch hoffentlich nicht nur auf die Förderung des Fahrradverkehrs beschränkt. Es ist aber sicherlich dem Lebensraum Wald nicht dienlich, wenn dort Gruppen von Leuten herumlaufen, die mit Hilfe von Pilzbestimmungsbüchern versuchen, Pilze zu sammeln. Wie das abläuft, kann ich mir gut vorstellen. Daher meine Bitte an alle ADFCler: Bitte unterlaßt in Zukunft solche Aktionen und genießt unsere schöne Umgebung ohne dort als Störenfriede aufzutreten. Pilze sind empfindlich!” Marion Jürgens, Bremerhaven In einem zweiten Leserbrief zum gleichenthema läßt der Absender das Geschehen auf der Radtour vor seinem geistigen Auge ablaufen: “... Bei den beiden geplanten Aktionen muß es doch so laufen: Nachdem die Fahrräder abgestellt sind, bricht eine mit Messern und Körben bewaffnete Horde in den Wald ein. Es wird kreuz und quer durch den Wald getrampelt. Geleitet wird der Trupp

oder im

von einem Verantwortlichen, der anscheinend keine Ahnung davon hat, was da abläuft und sich nur auf seine Pilzbestimmungsbücher verlassen kann. Alle Pilze, über die man stolpert, wandern in die Körbe. Ist die Plünderung vollzogen, werden die Pilzbücher zu Rate gezogen. Die vermeintlich eßbaren Pilze sollen in die Bratpfanne, die anderen werden wieder weggeschmissen.” Werner Polansky, Bremerhaven

Kleinanzeigen

Briefe ans pedal

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zur Anregung, das Wort "Bike" einzudeutschen (pedal 3/98, Seite 15):

„Die Anregung von Dieter Jürgens, den englischstämmigen aber in Deutschland vielbenutzten Begriff „bike“ auch in seiner Schreibweise einzudeutschen, ist unbedingt weiterzuverfolgen. Jedoch scheint die Schreibweise „baik“ ungeeignet, dieses Ziel zu erreichen. Schließlich müssen deutsche - und auch bayerische - Hauptwörter groß geschrieben werde. Auch die Begründung, mit der Schreibweise den Bayern einen Gefallen tun zu wollen, ist fadenscheinig. Dann müßte man doch die Schreibweise „Bayk“ vorziehen. „Baik“ hat allerdings gegenüber „Beik“ den Vorteil, daß die Aussprache eindeutig ist. Also mein Vorschlag: Das Baik, ein Baik baiken, oder auch Baikbaiken (Radfahren).“ Franz Hohler, Bremen

ADFC-Infoladen

Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59, Email: bremen@adfc.de Öffnungszeiten: montags: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr dienstags, donnerstags und freitags: 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr

oo

Private Kleinanzeigen sind für ADFC-Mitglieder und für pedalAbonnenten kostenlos. Ein auf ein Jahr befristetes pedal-Abonnent kostet nur acht Mark. Damen-Fahrrad zu verkaufen, Marke „Kalkhoff“, City-Trekking 28", 7-Gang-Shimano-Schaltung, Farbe: schwarz/silber, tiefer Einstieg, Neuwert: 1000 DM, 100 km gefahren, jetzt 500 DM. (04742) 13 87. Langliegerad zu verkaufen, vollgefedert, untengelenkt, SachsQuarz-3x7-Nabe, gelb/schwarz, gute Ausstattung, für Körpergröße ca. 170 bis 185 cm, Zustand: kaum gefahren. Festpreis: 2200 DM. (0421) 41 38 83 (Eva, WG, öfter probieren). Belohnung 500 DM für die Wiederbeschaffung meines Dreirades Leitra, Baunummer LC 05 F. Gestohlen in der 32. KW am Bahnhof Hannover-Leinhausen in fahrfähigem Zustand ohne Verkleidungsteile. Die gestohlene Leitra würde sich auch nach Entfernen der Rahmennummer durch von meinem Vorbesitzer durchgeführte Veränderungen am Rahmen zuordnen lassen. Hinweise bitte an die Polizei Herrenhausen (0511) 2 71 32 51 oder an Telefon (040) 4 39 53 23. Tandem zu verleihen, 50er Jahre, Zweigang-Nabenschaltung, für Spende von mindestens 10 DM zugunsten des ADFC (+ Kaution). Klaus-Peter Land, (0421) 50 32 68 oder im Bremer ADFC-Infoladen, (0421) 70 11 79. Raum Bremen: Patente Sie, 60/ 168/NR, sucht humorvollen Ihn für lockere Radtouren, (04202) 6 31 67. (Im letzten Heft war die Telefonnummer falsch abgedruckt.) Riesentandem für 14 Personen zu verleihen. Trailer für Transport wird gestellt. Lüers, Westerstede-Torsholt, (04409) 1810 Original indonesische Rikschas, exotisch, farbenfroh und handgemacht, Verleih, Rolf Kasper, Hördener Sandhöhe 42, 28844 Weyhe, (0421) 892566. Suche alte Fahrradfotos, Festschriften, Firmenkataloge, Anstecknadeln o. Ä. aus dem Fahrradbereich. Theo Giesen, Marienstr. 1, 47647 Kerken-Nieukerk. Private Kleinanzeigen sind für ADFC-Mitglieder und für pedalAbonnenten kostenlos. Ein auf ein Jahr befristetes pedal-Abonnent kostet nur acht Mark.


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Fahrrad

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Dreiräder

Fahrrad des Jahres '99 im ADFC-Infoladen

Eine Übersicht über „Mehrspurvelos vom Liegedreirad bis zur Rikscha“ bietet eine neue Broschüre. Der rührige Verlag „Liegerad-Datei“ und der HPV Deutschland e. V. schließen damit eine Informationslücke in der Fahrradliteratur. Neben Abstechern zu speziellen Themen, wie der Geschichte mehrspuriger Fahrräder und der physikalischen Eigenschaften, deckt Autor Andreas Pooch das gesamte Themenspektrum ab: vom Kinderdreirad über Lastenfahrräder, Schienenfahrräder, Rikschas, die breite Palette unterschiedlichster Behindertendreiräder bis hin zu „Auquatrikes“ und „Gesellschaftsrädern“. Natürlich fehlen auch die Hochgeschwindigkeits- und Liegedreiräder ebensowenig wie die „Velomobile“, die den Anspruch erheben, einen Autoersatz zu bieten. Ausführliche Literatur- und Quellenhinweise runden das 120seitige Buch ab. Es ist für 24 DM im Buchhandel oder beim Verlag "Liegerad-Datei", Römerstraße 44 in 53840 Troisdorf erhältlich. Im Bremer ADFC-Infoladen steht es für Beratungszwekke zur Verfügung, aktuelle Informationen und Ergänzungen stehen im Internet unter http://www.liegerad.de/mehrspur.htm zur Verfügung. dk

Bremen - Zum ADFC-Fahrrad des Jahres 1999 wurde von einer achtköpfigen Jury, darunter das Bremer ADFC-Landesvorstandsmitglied Claudia Schwehm, ein Komfortrad gewählt. Die Wahl fiel auf das Liegerad „Flux V-200“. Es wird im bundesweiten ADFC-Magazin RadWELT ausführlich vorgestellt. Wer es sich mal näher ansehen möchte, kann es bis Mitte November, eventuell auch noch länger, im Schaufenster des Bremer ADFC-Infoladens tun.

Fahrradwäsche

Bremen - Schon seit einigen Jahren im Einsatz, aber noch kaum bekannt: Der Zweirad-Fachmarkt Dutschke in der Gröpelinger Lindenhofstraße hat eine Fahrradwaschanlage. Montags bis sonnabends von neun Uhr an, montags bis mittwochs bis 18, donnerstags und freitags bis 19 und sonnabends bis 14 Uhr kann dort jeder sein Fahrrad für fünf Mark einer Einfach- und für sieben Markt einer Vollwäsche unterziehen. dk

Technikkurs

Bremen - "Selber können statt den 'gelben Engel' rufen" ist das Motto der ADFC-Technikkurse. Am Wochenende, dem 21. und 22. November, ist es wieder so weit: Wolfgang Reiche vom ADFC Bremen leitet wieder einen Technikkurs für Fortgeschrittene. Jeweils von 10 bis 17 Uhr lernen Interessierte in der Fahrradwerkstatt der Volkshochschule (VHS) in der Theodor-Billroth-Straße 5 - 7 (Kattenturm) alles über den Ein- und Ausbau von Laufrad- und Tretlagern und über das Einspeichen und Zentrieren von Laufrädern. Die Teilehmenden bringen bitte ihr eigenes Fahrrad, das zu Hause üblicherweise benutze Werkzeug, Putzlappen und die Bereitschaft mit, sich beim Arbeiten an den eigenen Rädern auch die Hände schmutzig zu machen. Anmeldungen nimmt die VHS unter der Nummer (0421) 361 - 5 95 25 entgegen. dk

Bitte denken sie daran: Nutzen sie die kalte Jahreszeit für den

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Verkehr

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Was ist neu an der neuen StVO? Zwischenbilanz zur "Fahrradnovelle"

Info oo

Radfahren auf der Fahrbahn ist sicherer als das Radfahren auf schlechten Radwegen: - Das Risiko, an einer Kreuzung in einen Unfall verwickelt zu werden, ist auf dem Radweg 3,4 mal so hoch wie auf der Fahrbahn. - Auf linksliegenden Radwegen ist es sogar 11,9 mal so groß. - Beim Linksabbiegen von einem Radweg aus ist ein Radfahrer 3,2 mal so gefährdet wie beim Linksabbiegen von der Fahrbahn aus.

ihr gesamtes Radverkehrsnetz bis zum 1. Oktober 1998 nach neuen Standards zu überprüfen, die erstmals Mindestbreiten und Qualitätskriterien für Radwege und Radstreifen festlegen. „Großstädte wie Bonn und Mainz haben die Novelle zum Anlaß genommen, ihr gesamtes Netz zu erfassen, zu überprüfen und in Zukunft zu verbessern“, freut sich Große. Aber auch kleinere Städte und Gemeinden haben Planungsbüros eingeschaltet. Die Stadt Rheinbach bei Bonn hat gar ein komplettes Radverkehrskonzept durch den ADFC ausarbeiten lassen und zur Umsetzung beschlossen. Die Öffnung der Einbahnstraßen haben zahlreiche Städte in Angriff genommen. Bonn will bis zum Jahr 2000 rund 90 Prozent aller Einbahnstraßen öffnen, in Hamburg werden 445 von 870 Einbahnstraßen geöffnet. Ähnlich positiv ist die Entwicklung in Düsseldorf,

Dorsten und Frankfurt/Main. Große: „Die unter dem zunehmenden und belastenden Autoverkehr leidenden Groß- und Mittelstädte haben jetzt trotz knapper Kassen ein gutes Instrumentarium zur Radverkehrsförderung“.

Da die Benutzung solch schlechter Radwege zwar vielleicht ein subjektives Sicherheitsempfinden vermittelt, tatsächlich aber weniger sicher ist als das Fahren auf der Fahrbahn und auch um einen Anreiz zum Bau guter Radverkehrsanlagen zu geben,

Info

„Durch viele Städte in Deutschland ist ein Ruck gegangen, der den Radverkehr deutlich voranbringen wird“. Diese positive Zwischenbilanz zog der ADFC-Bundesvorsitzende Wolfgang Große genau ein Jahr nach Inkrafttreten der StVO-Novelle. Mit dieser hatte Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann vor allem für den Radverkehr zahlreiche neue Bestimmungen eingeführt. „In den meisten Städten sind zwar erst wenige Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet oder ganze Fahrradstraßen angelegt worden. Doch vielerorts wird an neuen Verkehrskonzepten gearbeitet, die schon bald zu bedeutenden Verbesserungen führen werden. Die StVO-Novelle hat neuen Schwung in die Verkehrspolitik vieler Städte gebracht“. Die sogenannte Fahrradnovelle, so betont der ADFC-Bundesverband in einer Pressemitteilung, hat die Möglichkeit geschaffen, mit innovativen Mitteln wie Fahrradstraßen, Angebotsstreifen und geöffneten Einbahnstraßen den Radverkehr zu fördern. Zugleich sind die Kommunen gezwungen,

Foto: Max Grönert

Auf Radfahrstreifen können Radfahrer sicher auch über Kreuzungen geleitet werden. Der Wille, dieses Instrumentarium zu nutzen, ist allerdings nicht überall sehr ausgeprägt. Schließlich müssen alte Sichtweisen und Gewohnheiten, Fehlinformationen und bequeme Denkmuster erst einmal über Bord geworfen werden. Der Verdener ADFCKreisvorsitzende und Mitglied des niedersächsischen ADFC-Landesvorstandes, Hans-Walter Wacker, bringt es auf den Punkt: "Die Erkenntnis, daß „Radwege so bequem und zweckmäßig wie nur irgend möglich anzulegen“ sind (aus einem Aufsatz von W. Zacher aus „Der Straßenbau“, 15.1.1937), stammt zwar schon aus dem Jahre 1937, hat sich allerdings in diesen 60 Jahren bis heute nicht durchsetzen können. Es hat immer der Gedanke vorgeherrscht, den Fahrradfahrer vom übrigen motorisierten Verkehr zu trennen. Es wurde daher auch nicht mehr und besser als nur unbedingt notwendig gebaut. So sind schmale Radwege und plötzlich endende Radwege nach dem Motto: „Sieh’ zu wo Du bleibst“ an der Tagesordnung." Auch sei die Einrichtung von Radwegen meist zu Lasten der Fußgänger gegangen.

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Das sagt die StVO-Novelle vom 1. September 1997: - Radwege mit blauem Gebotsschild für Radfahrer oder für Radfahrer und Fußgänger müssen benutzt werden, auch wenn sie auf der linken Fahrbahnseite verlaufen und es rechts keinen Radweg gibt. - Radwege ohne Gebotsschild dürfen benutzt werden. - Nicht näher deklarierte Seitenstreifen brauchen nicht mehr benutzt zu werden. - Kinder bis zum 8. Lebensjahr müssen, sofern vorhanden, auf dem Gehweg radeln; auch dann, wenn es einen Radweg gibt. - Acht- und neunjährige Kinder dürfen zwischen Gehweg, Radweg oder - sofern es keinen benutzungspflichtigen Radweg gibt - Fahrbahn wählen. - Busspuren dürfen für den Radverkehr zugelassen werden. - Einbahnstraßen dürfen für Radfahrer in Gegenrichtung freigegeben werden. - Straßenverkehrsbehörden können Fahrradstraßen ausweisen, in denen Autos - sofern zugelassen nicht schneller als 25 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Wichtig: Die drei letztgenannten Regelungen gelten nur dann, wenn sie entsprechend beshcildert wurden. Keineswegs ist es zum Beispiel gestattet, automatisch jede einbahnstraße in Gegenrichtung zu benutzen (auch wenn es so in vielen Zeitungen stand). In pedal 2/98 wurde auf den Seiten 14 und 15 ausführlich über die Neuregelungen informiert.

fordert der ADFC seit langem die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht. Dazu ist es zwar nicht gekommen, aber immerhin ist durch die StVO-Novelle von 1997 festgelegt worden, daß nur noch solche Wege benutzungspflichtig sein sollen, die gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Damit nicht jeder Radfahrer selber zum Radweg-Experten werden muß, wurde in den Verwaltungs-


Verkehr

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vorschriften zur StVO festgelegt, daß die Straßenverkehrsbehörden ihre Radwege innerhalb von 13 Monaten, also bis zum 1. Oktober 1998, hätten überprüfen müssen. Die unzulänglichen Radwege dürfen dann zwar noch wie Radwege aussehen, dürfen jedoch nicht mehr entsprechend beschildert sein. Die Radwege, die die Anforderungen erfüllen, können dagen, sofern ihre Benutzung zwingend erforderlich ist, mit dem blauen Gebotsschild für Radfahrer oder dem für Radfahrer und Fußgänger versehen werden.

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Der ADFC hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium das Faltblatt „Mehr Rechte für Radler“ erstellt, das die Änderungen der StVO erläutert. Das Faltblatt liegt in allen ADFC-Infoläden aus oder kann gegen 1,10 DM in Briefmarken beim ADFC, Postfach 10 77 47 in 28077 Bremen angefordert werden. ADFC-Bundesverband

Diese Anforderungen sind übrigens weniger streng als die in den gültigen Richtlinien (ERA) festgelegten. So reicht es aus, wenn ein Radweg einschließlich des Seitenstreifens eine Breite von zwei Metern - mindestens 1,50 Meter - aufweist und sich in einem nicht näher definierten ordnungsgemäßen baulichen Zustand befindet. Darüber, ab wann Längs- und Querrillen, nicht abgesenkte Bordsteine, Schlaglöcher und Engstellen nicht mehr zu tolerieren sind, läßt sich trefflich streiten. Zwar haben die ADFC-Gliederungen die Verantwortlichen in den Straßenverkehrsbehörden für das Thema sensibilisiert, doch oft ist die Be- und Entschilderung, zum Teil sogar die Überprüfung, bis zum 1. Oktober 1998 nicht erfolgt. Theoretisch hat jeder Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit, eine ihm bekanntgewordene Verkehrsregelung vor dem Verwaltungsgericht anzufechten. Zuvor sollte jedoch versucht werden, bei der Verwaltung durch Hinweise oder Überzeugungsarbeit etwas zu erreichen. Stellvertretend für wohl die meisten Gliederungen bittet Wacker: "Radfahrerinnen und Radfahrer können Ihrem ADFC vor Ort Tips geben: Wo gibt es Einbahnstraßen, die für Radfahrer geöffnet werden könnten? Wo gibt es Chancen für eine Umwandlung einer (Einbahn-)Straße in eine Fahrradstraße? Wo gibt es unzureichende „Radwege“, die sich in einem schlechten Zustand befinden, die zu schmal sind, bei denen die Führung nicht klar erkennbar ist? Wo bieten sich Busspuren zur Mitbenutzung durch den Radverkehr an?" Was bisher hinsichtlich der Überprüfung der Radverkehrsanlagen geschehen ist, wie die Zielrichtung dabei ist und wo vielleicht schon etwas neu geregelt wurde, steht auf den folgenden Seiten. Dieter König

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Der pedal-Briefkastenonkel antwortet: Verkehrszeichenproblem

„Wenn man mit dem Fahrrad auf der Contrescarpe vom Goethe- zum Präsident-Kennedy-Platz fährt, kommt es sehr oft vor, daß die Autofahrer (incl. Polizei) der Ansicht sind, daß man links auf dem Fahrradweg fahren sollte. Es gibt jedoch zwei Verkehrsschilder, die das Gegenteil vorschreiben (an den Ecken Hohenpfad und Meinkenstraße). Dadurch werde ich alle paar Wochen auf der Fahrbahn (fast) umgefahren, angehupt, angepöbelt, ... . Jean Kauss, Bremen

Der pedal-Briefkastenonkel antwortet:

Sie haben recht! Sowohl vor als auch nach der jüngsten Novelle der Straßenverkehrsordnung dürfen links liegende Radwege (und als solcher gilt auch und erst recht der auf der Fahrbahn deutlich abmarkierte Streifen) nur dann von Radfahrern benutzt werden, wenn sie durch das blaue Gebotsschild entsprechend ausgewiesen sind. Das ist aber in der Contrescarpe, übrigens auch in der Dechanatstraße hinter dem Postamt 1, nicht der Fall. Im Gegenteil: Das Verbotsschild für Radfahrer verbietet – was eigentlich überflüssig ist – sogar ausdrücklich die Benutzung. Das wissen allerdings viele Radfahrer und auch Autofahrer nicht. Vielleicht werden sie auch dadurch irritiert, daß am Beginn des ersten Teilstücks am Ostertorsteinweg das blaue Gebotsschild steht, dieser Abschnitt somit nach der alten StVO benutzt werden durfte, nach der neuen sogar benutzt werden muß, daß dagegen das Verbotsschild von Bäumen halb verdeckt ist.

Radweg-Lotterie

„Ich habe festgestellt, daß es in Bremen eine neue „Lotterie“ gibt. Beim Radweg an der Parkallee auf der Bürgerparkseite sind allem Anschein nach einige Stellen ausgelost worden, die geflickt werden. Auf der ganzen Länge zwischen „Haus am Wald“ und Stern ist ab und zu eine Stelle ausgebessert worden. Die meisten Stellen sind aber unberührt, wie zum Beispiel der extrem schlechte Bereich vor dem Polizeirevier. Die Qualität der Arbeit sieht eher nach einer privaten Hobbyaktion aus. Selbst viele der geflickten Stellen sollte man nur mit Vorsicht befahren! Ich kann diese Aktion nur unter der Rubrik „Geldverschwendung“ einordnen; genauso wie die tollen Schilder „Achtung Schäden in Geh- und Radweg“, die jetzt überall an dem Radweg stehen. Für das Geld, das die Schilder und die Flickstellen gekostet haben, hätte man sicher ein kurzes Stück Radweg sanieren können. Ich bin gespannt, was am 1. Oktober passiert. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Stadt diesen Weg als Radweg ausschildert. Und dann kann man ja auf der superglatten Fahrbahn fahren.“ Wolfgang Bevern, Bremen

Der pedal-Briefkastenonkel antwortet:

In zwei Punkten haben sie nicht recht: Die Radweg-Lotterie ist nicht neu, sondern wird an der Parkalleeund auch an anderen Stellen schon seit Jahren gespielt. Zweitens ist zu befürchten, daß der Radweg in der Parkallee trotz seines baufälligen Zustandes als benutzungspflichtig beschildert werden wird.

Foto: Brigitte Breyling

Bremen, Radweg in der Contrescarpe: Trotz Verbotsschildes fahren hier nicht wenige Radfahrer schwungvoll auf der falschen Seite und gefährden damit sich und andere. Wer es dagegen richtig macht, wird oft von Autofahrern rechtswidrig angehupt und bedrängt.


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Verkehr

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Landkreis Verden: weiterhin überflüssige Pflichtradwege Auch wenn nach der Radwegeüberprüfung im Juli und August dieses Jahres viele Verkehrszeichen abgebaut oder andere aufgestellt wurden, so bleibt doch für die Zukunft einiges an Arbeit. Im Rahmen dieser Radwegeüberprüfung wurden die Radwege in den Gemeinden des Landkreises Verden unter die Lupe genommen. Hierbei wurden selten die geforderten Maße erreicht, so daß sich trotz einiger fehlender Zentimeter oft die Frage stellte, den Radweg innerorts weiterzuführen oder aber den Fahrradverkehr auf und über die Fahrbahn zu leiten. Die Entscheidung fiel in aller Regel für den Radweg aus, auch wenn er nicht durchgängig den Maßen entsprach. Dies ist bei stark oder schnell befahrenen Straßen oder Ortsdurchfahrten der Fall gewesen. Jedoch ist in einigen Fällen eine Nachbesserung notwendig. In Achim hat unter der Beteiligung der ADFC-Ortsgruppe am 24. September eine Radwegeüberprüfung stattgefunden. In der Stadt Verden ist ein Planungsbüro mit der Bestandsaufnahme beauftragt worden. Die ersten konkreten Gespräche fanden fanden erst am 7. Oktober statt. Bei diesen Radwegüberprüfungen ging es in erster Linie um die Breite, nicht jedoch die sichere und deutliche Führung. Auch wird es weiterhin überflüssige Pflichtradwege geben Während im Bereich der Gemeinden Ottersberg

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und Langwedel bereits etliche Schilder entfernt wurden, fällt es den Verantwortlichen den Gemeinde Oyten schwer, das Ergebnis der Radwegeüberprüfung umzusetzen, obwohl auch in dieser Gemeinde großzügig gemessen wurde. Würde die StVO-Novelle getreu dem Text umgesetzt werden, gäbe es in Oyten keine benutzungspflichtigen Radwege mehr und dort, wo sie notwendig sind, wären erhebliche Nachbesserungen notwendig! Hier gilt es für alle, am Ball zu bleiben und die Verantwort-lichen zu fordern. Welche „Argumente“ von Mitarbeitern

der Behörden herangezogen werden, wenn es darum geht, die Radwegebenutzungspflicht auf einem ungenügenden Radweg zu „retten“, mußte der Verdener ADFC-Vertreter Hans-Walter Wacker bei der Radwegeüberprüfung in der Gemeinde Dörverden erfahren: Fahrradfahrer mit langen Taschen, die sich quer auf dem Gepäckträger befinden, sind weder auf einem innerörtlichen Radweg, der in beide Richtungen befahrbar ist, noch auf der außerorts verlaufenden Fahrbahn gefährdet, wohl aber auf der innerörtlich verlaufenden Straße, auf der Tempo 50 gilt. Hans-Walter Wacker

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Verkehr

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Achim: Radwege zu Rad- und Fußwegen Am 24. September trafen sich Vertreter des Landkreises Verden, der Stadt Achim und der Polizei, um die Radwege in Achim mit den Stadtteilen Baden, Uesen, Embsen, Bierden und Uphusen abzufahren. Sehr schnell stellte sich heraus, daß es den Offiziellen offenbar weitgehend darum ging, solche Radwege, die nicht den Kriterien der Verwaltungsvorschrift zur StVO für benutzungspflichtige Radwege entsprechen und die neben Gehwegen liegen, in gemeinsame Fuß- und Radwege umzuwandeln. Auf den Einwand des ADFC-Vertreters Wolfram Schorr-Gürlich hin, es könne zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern kommen, wurde ihm erwidert, Radfahrer müten eben Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Im übrigen gäbe es dort keinen starken Verkehr von Radfahrern und Fußgängern. Schorr-Gürlich dazu: „Hier wird die Erweiterung der Radwege auf Kosten der Radfahrer betrieben.“

In den Achimer Tempo-30-Zonen werden dagegen die Radweg-Schilder entfernt. Das heißt, dort wird es in Zukunft keine benutzungspflichtigen Radwege mehr geben. Die Oberflächenbeschaffenheit der Radwege spielte bei der Befahrung überhaupt keine Rolle. Auf seinen Hinweis, ein Teil des Radweges an der Bremer Straße stehe bei Regen unter Wasser, bekam Schorr-Gürlich nur zu hören: „Wer fährt denn bei Regen schon Rad?“. Trotzdem bleibt er diplomatisch: „Um die Situation in Achim und Umgebung in Zukunft für die Fahrradfahrer wirklich zu verbessern, ist eine dauerhafte Kommunikation zwischen der Achimer Ortsgruppe des ADFC und der Stadtverwaltung nötig. Nur durch intensive Zusammenarbeit kann zum Beispiel das Thema der Oberflächenbeschaffenheit verstärkt in den Mittelpunkt gestellt werden.“ Wolfram Schorr-Gürlich/dk

Stuhr: StVO-freie Gemeinde Die StVO-Fahrradnovelle wird in der Gemeinde Stuhr gar nicht in Kraft treten! Was ist passiert? Die Stuhrer Verkehrsbehörde hat über die Anwendung und damit über die Gültigkeit der StVO-Novelle Kommunalpolitiker abstimmen lassen. Und die votierten dafür, daß alles auf den Radwegen bleibt, wie es ist. Die Konsequenz daraus: - Die Radwegebenutzungspflicht wird fast überall aufrechterhalten. - Einen Sanierungsplan wird es für diese benutzungspflichtigen Radwege nicht geben. - Auch kurzfristige Verbesserungen sind nicht geplant. An diesen politischen Beschluß des Gemeinderates will sich die Stuhrer Verkehrsbehörde halten. Christian Girschner, Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Stuhr, ist empört: „Dieser Rechtsbruch wird mit einer selbstsichereren Arroganz vorgetragen, daß uns die Spucke wegbleibt. Offensichtlich ist es sowohl der Verkehrsbehörde als auch den Kommunalpolitikern ziemlich egal, was der Sinn und Zweck der Novelle ist und wer diese auszuführen hat.“ In den Verwaltungsvorschriften zur StVO werden die Straßenverkehrsbehörden angewiesen, in Absprache mit Polizei und Straßenbaulastträgern die Fahrradnovelle umzusetzen. Die Kommunalpolitiker haben offenbar keine Schwierigkeiten zu begründen, warum sie generell an der Radwegebenutzungspflicht festhalten und warum sie keine Sanierungsmaßnahmen einleiten. So erklärte der Stuhrer SPD-Bürgermeister der ‘Kreiszeitung‘, man habe nicht schwierige Grundstücksverhandlungen geführt, nur um die Radfahrer dann auf die Fahrbahn zu schi-

cken. Schließlich müsse Sicherheit höher bewertet werden als Wahlfreiheit. Daß gerade die StVO-Novelle zu höherer Verkehrssicherheit führen soll, wird dabei geflissentlich übersehen. Schon im Vorfeld war deutlich geworden, daß die Verkehrsbehörde lediglich überprüfen wollte, inwieweit Mischverkehr auf der Fahrbahn verträglich sei. Eines Sanierungsplanes, um Breite, Oberfläche und Linienführung der benutzungspflichtigen Radwege den Anforderungskritierien der StVO anzupassen, bedürfe es deshalb nicht. Der Stuhrer ADFC kündigte an, sich mit einem Beschwerdebrief an die Aufsichtsbehörde des Landkreises zu wenden, um auf die Demontage der StVO-Novelle in Stuhr aufmerksam zu machen. C. Erlewein, Christian Girschner

15 Bremen: abwarten! Obwohl die StVO-Novelle maßgeblich auf Bremer Initiative zurückzuführen ist und eigentlich schon hätte viel eher eingeführt werden sollen, hat sich in Bremen erst einmal monatelang gar nichts getan. Inzwischen hat aber die Straßenverkehrsbehörde einem Planungsbüro den Auftrag erteilt, die Radwege - allerdings nur entlang der Hauptverkehrsstraßen - bis zum Jahresende darauf hin zu überprüfen, ob die Benutzungspflicht aufrechterhalten werden muß, wenn ja, ob die Wege den in den Verwaltungsvorschriften geforderten Anforderungen entsprechen und wenn nein, welche Maßnahmen getroffen werden können, um diese Anforderungen zu erfüllen. Bei der konstituierenden Sitzung eines begleitenden Arbeitskreises, in dem auch der ADFC Bremen vertreten ist, wurde deutlich, daß die Notwendigkeit einer Radwegbenutzungspflicht von den verschiedenen Behördenvertretern sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Im Extremfall kann es passieren, daß in allen Fällen, wo die Anforderungen nicht erfüllt werden, von der Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht wird. Schon in den letzten Monaten konnte immer wieder beobachtet werden, daß in Bremen selbst neugebaute Radwege auch bei ausreichenden Platzverhältnissen viel zu schmal gebaut wurden. Statt auf die gültigen Richtlinien berief man sich lieber auf die alleruntersten und auf Ausnahmefälle beschränkten Mindest- (nicht Regel-) anforderungen aus den StVO-Verwaltungsvorschriften. Da jedoch in Bremen an den meisten Radwegen keine Schilder stehen, besteht in den meisten Fällen noch die Wahlfreiheit zwischen Radweg- und Fahrbahnnutzung. Der ADFC wird beobachten, welche Schlüsse aus der Bestandsaufnahme gezogen werden und gegebenenfalls eingreifen, wenn der Geist der StVO-Novelle ausgehebelt wird. Dieter König


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Verkehr

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Trotz Baustelle noch mehr Fahrräder am Bremer Hauptbahnhof Bremen – Inzwischen stellen mehr als 1 750 Radfahrerinnen und Radfahrer pro Tag ihr Fahrrad am Bremer Hauptbahnhof ab. Zu diesem Ergebnis kam der ADFC Bremen

bei einer Zählung am Montag, dem 9. September 1998. Vor einem Jahr waren es noch etwa 1 600 Fahrräder gewesen. Heute parken

nen.“ Die endgültige Standortentscheidung, die auch die sichtbare Anbindung der Station an die Wege des Radverkehrs einschließen muß, ist immer noch nicht gefallen,

Foto: Klaus-Peter Land

Die Ergebnisse der Fahrradzählung im Einzelnen: Die Zählung wurde in der Zeit von elf bis zwölf Uhr im gesamten Bahnhofsumfeld durchgeführt. Auf der Nordseite zählte der ADFC insgesamt 628 Räder bei 360 Stellplätzen. Davon entfielen auf das Fahrrad-Parkhaus der BREPARK 411 Räder (bei nur 300 Abstellmöglichkeiten). Auf der Bahnhofssüdseite waren 434 Räder abgestellt bei einem Angebot von 437 Plätzen. Die Gesamtanzahl von 1.062 zur Mittagszeit abgestellten Rädern läßt sich mit Erfahrungswerten des ADFC auf den ganzen Tag hochrechnen. Dann ergibt sich täglich eine Anzahl von insgesamt mehr als 1.750 rund um den Hauptbahnhof geparkten Fahrrädern.

Ein bescheidenes Plätzchen nimmt die Fahrradabstellanlage auf dem Baustellenschild ein. Tatsächlich aber stehen mehr Fahrräder denn je am Bremer Hauptbahnhof, wenn auch am wenigsten dort, wo das Fahrradsymbol eingezeichnet ist. hunderte von Rädern an Laternenpfählen und Bauzäunen. Nur hinter der provisorischen Fahrradstation westlich des „DB-Containerdorfes“ (hinter der Sparda-Bank) gibt es noch freie Fahrrad-Anschließmöglichkeiten. Daß trotz des Baustellendurcheinanders die Zahl der geparkten Fahrräder weiter zunimmt, unterstreicht nach Einschätzung des ADFC den hohen Bedarf an guten Abstellmöglichkeiten im Bereich des Hauptbahnhofes. „Deshalb brauchen wir auch am Bahnhofsplatz unbedingt eine große neue Fahrradstation“, fordert der Bremer ADFCLandesvorsitzende Andreas Kollmorgen. “Diese sollte Platz für 1000 Fahrräder haben und neben dem bewachten Fahrradparken zusätzlichen Service rund ums Rad anbieten, zum Beispiel Reparaturdienst, Fahrradvermietung oder radtouristische Informatio-

kritisiert der ADFC. Dabei sei es jetzt höchste Zeit, die Pläne und die Finanzierung der neuen Fahrradstation zu sichern, damit das Abstellchaos nach Abschluß der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes endlich aufhört. So ist das Fahrrad-Parkhaus der BREPARK auf der Nordseite des Hauptbahnhofes, das eigentlich 300 Rädern Platz bietet, um mehr als ein Drittel überfüllt. Seit der Eröffnung dieses Fahrradparkhauses vor zwei Jahren hat sich die jährliche Steigerungsrate der auf der Nordseite abgestellten Fahrräder versechsfacht. Dies beweist für den ADFC, daß ein höherer Komfort im Angebot eine stärkere Nachfrage nach sich zieht. Nicht allein die Anzahl, sondern vor allem die Qualität von Fahrradabstellplätzen sei entscheidend für ihre Annahme.


Verkehr

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Protest verhallte ungehört: Bischofsnadel wird durchgezogen Bremen – Im letzten pedal berichteten wir ausführlich über die geplanten Umbaumaßnahmen, die Radfahrern das Passieren der Bischofsnadel sehr erschweren.

Doch gute Argumente und Bürgerprotest haben nicht geholfen; die Bauarbetien wurden unbeirrt fortgesetzt. Jetzt ist der neue Tunnel fast fertig.

Stellvertretend für viele sollen hier trotzdem noch einige Leserinnen und Leser zu Wort kommen, die ihrem Unmut in Briefen an das pedal Luft gemacht haben.

"Ich fahre jeden Arbeitstag durch die Bischofsnadel. Das ist der kürzeste und ungefährlichste Weg in die Innenstadt. Auch vor dem Umbau war der Zustand im Tunnel und auf der Treppe nicht gut. Die Treppenstufen zwischen den beiden Rampen waren so schmal, daß man beide Füße nicht nebeneinander setzen konnte (Unfallgefahr!). Der Umbau müßte zur Verbesserung genutzt werden." Arnold-Nolte, Bremen-Vahr

Foto: Dirk Bake

"Hier 'hetzt' man die Beteiligten in einem Schlupfloch aufeinander. Keiner der Benutzer hat genügend Raum ans Tageslicht zu gelangen, ohne andere zu belästigen oder zu behindern. Streß ist also vorprogrammiert. Der kostspielige Fahrtuhl kann ja nicht ernsthaft für Radfahrer gedacht sein. Wenn also die Radfahrer dort unten 'vergrault' werden, reduziert sich die Zahl der Benutzer erheblich. Ein mäßig frequentierter Bereich, an dem Ladenbetreiber und Gastronomie kaum interessiert sein können." Margrit Eisentraut, Bremen-Schwachhausen Mehr als die Hälfte der Passanten haben ein Fahrrad dabei:

2 Std. 125 stadtauswärts 98 98 85 86 80 71 64 Passanten 707 75 59 62 38 38 46 47 49 davon m: Rad 414 16:00 16:15 16:30 16:45 17:00 17:15 17:30 17:45 18:00 Pass. m. Rad 33 45 43 48 45 44 368 48 62 63 Passanten 71 78 82 681 92 94 103 98 stadteinwärts

Zählungen: Dirk Bake, ADFC Bremen, 20.7.1998, östl. Tunnelende

Foto: Christiane Wasserscheid

"Zwischenzeitlich war ich in der Stadt und mußte mein schweres Fahrrad die Treppen hochtragen. Bei dieser Aktion habe ich mir den rechten Oberschenkel verzerrt." Frauke Hollensen, Bremen-Vahr "Der Verein Ökostadt e. V. ist der Ansicht, daß die Bremer Baupolitik eine Lösiung anstreben sollte, die die Anforderungen verschiedener Personengruppen berücksichtigt. Von daher unterstützen wir die Forderung des ADFC." Bernd Scheda, Verein Ökostadt e. V., Bremen "Hier ein Rolltor einzubauen und somit der Allgemeinheit nachts den Zugang zu verwehren, halte ich schlichtweg für eine Unverschämtheit. ... Wünschenswert wäre eine breite Treppe mit relativ niedrigen Stufen und an beiden Seiten (mindestens an einer Seite) eine zweirillige Spur für Kinderwagen und gegebenenfalls Rollstühle" [die aber Dreirad- und Anhängerfahrern auch nichts nützen würde, eine schiefe Ebene wäre deshalb besser. D. Red.]" Walter Hitzigrath, Bremen-Schwachhausen

Einer der ADFC-Infostände in den Wallanlagen (oben). Die neue Treppe, wochenlang ohne Schiebehilfe für mehrspurige Fahrzeuge, zum Beispiel Kinderwagen (mitte) Auch schiebende Radfahrer brauchen Platz. Nach seiner Fertigstellung wird der Tunnel noch schmaler sein (unten).

"Das Centrum einer Stadt lebt von den Menschen, die es besuchen kommen. Einen Teil davon auszusperren oder den Weg dorthin unnötig beschwerlich zu machen, sollte sich von selbst verbieten. Auf das gesamte Centrum projiziert ist dies ein wesentlicher Einschnitt in die ohnehin nicht berauschenden Zufahrtsmöglichkeiten. Im Konkurrenzkampf mit bestehenden und geplanten Einkaufscentren sollte sich die Innenstadt auf ihre Stärken besinnen. Diese liegen unter anderem in der Erreichbarkeit per pedes und mit dem Fahrrad." Ursula Ferst und Tim Beermann, Bremen-Findorff


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Verkehr

SPD-Fraktionschef in der ADFC-Geschäftsstelle Bremen - Auf Wunsch von Christian Weber, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, gab es im August ein Treffen zwischen dem ADFC-Landesverband und Vertretern der SPD-Fraktion. Neben Weber war unter anderem auch die ehemalige Bausenatorin Eva-Maria LemkeSchulte dabei. Andreas Kollmorgen, Vorsitzender des ADFC Landesverbandes Bremen, nutzte die Gelegenheit, aus aktuellem Anlaß erneut auf die hohe Bedeutung der „Bischofsnadel“ für den Radverkehr hinzuweisen. „Leider spiegeln die aktuellen Baumaßnahmen in diesem Bereich nicht die Bedeutung wider, die die Bischofsnadel für den Radverkehr, insbesondere als Innenstadtführung, be-

hin. Lemke-Schulte nahm das dann auch als Anlaß für eine Pressemitteilung am nächsten Tag. Neben diesen beiden Punkten gab es einige weitere verkehrspolitische Aspekte in anderen Stadtteilen, zum Beispiel in Hemelingen, bei denen Weber auf Mißstände für den Radverkehr hinwies. Der ADFC hat diese Punkte in bereits in dem darauffolgenden „Arbeitskreis Verkehr“ bearbeitet und wird hierfür Vorschläge ausarbeiten. Im Oktober hat der ADFC gemeinsam mit Christian Weber bei einer Fahrradtour durch Bremen einige der angesprochenen Problempunkte aufgesucht und über konkrete Maßnahmen gesprochen. Andreas Kollmorgen

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Kurznachrichten Neue Nummern bei der Bahn Zuerst die gute Nachricht von der Bahn: Für Anregungen und Kritik hat die Bahn ein gebührenfreies Qualitäts-Telefon eingerichtet. Unter der Nummer (0130) 73 96 96 kann man täglich von 6 bis 20 Uhr bei 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Vorschläge und Ärger zu allen Themen rund um die Bahn loswerden und der Bahn die Chance geben, darauf zu reagieren. Und nun die schlechte Nachricht: Informationen zu Fahrplänen, Preisen und Sonderangeboten gibt es zwar noch eine Weile unter der bekannten Nummer 19 4 19 (gegebenenfalls mit der Vorwahl des nächsten größeren Ortes mit Bahnhof), mittelfristig werden die dezentralen Auskunftsstellen aber abgeschafft. Auskunft ist dann nur noch für 48 Pfennig pro Minute unter der Nummer (0180 5) 99 66 33 möglich. dk

Neue Bahn fürs Moor

Foto: Klaus-Peter Land

SPD-Parlamentarier und ADFC-Vorstandsmitglieder vor der Bremer ADFC-Landesgeschäftsstelle (von links nach rechts): SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Weber, Irmela Körner (SPD, verdeckt), Dr. Ulrich Lamm (ADFC), Anke Schoeße (ADFC), Eva-Maria Lemke-Schulte (SPD), Peter Busch (ADFC) und der ADFC-Landesvorsitzende Andreas Kollmorgen. sitzt.“ Der ADFC hat es zwar durch engagierte Unterstützung vieler Mitglieder geschafft, Verbesserungen zu erreichen. Leider sind die Maßnahmen aber bereits so fortgeschritten, daß eine optimale Lösung nicht mehr erreicht werden kann. Die SPD aber will auf jeden Fall verhindern, daß eine nächtliche Totalsperrung durchgeführt wird. Ein weiterer Schwerpunkt bei diesem Gespräch war die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes und die ungeklärte Situation für die künfitge Fahrradstation. Der ADFC stellte eine Studie zum Betreiberkonzept vor, an deren Erarbeitung er maßgeblich beteiligt war, und wies auf vorbildhafte Gestaltung von Fahrradstationen in anderen Städten

Bremen/Osterholz-Scharmb./Bremen – Für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Moorbahn von OsterholzScharmbeck über Worpswede nach Bremervörde setzt sich der Fahrgastbeirat im Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen ein. Er wird dabei unter anderem vom Verkehrsclub Deutschland, dem ADFC und vielen Kommunen entlang der Strecke unterstützt. Am 12. September fuhren Sonderzüge auf der Strecke und beförderten die Befürworter nach Gnarrenburg, wo sie auf Einladung des Bürgermeisters Ernst Bayer im Rathaus zusammenkamen und nach verschiedenen Vorträgen über die Entwicklungsmöglichkeiten der Moorbahn diskutierten. Zunächst soll – wenn möglich schon ab 1999 – an den Wochenenden für Ausflüge ins Elbe-Weser-Dreieck gefahren werden. Sollte es dazu kommen, werden sicher auch die ADFC-Gliederungen durch Angebote von Rad-und-Bahn-Touren zur Belebung dieser Strecke beitragen. dk

Diskussion und Vortrag

Neue Wege für die Post

Bremen – Im Rahmen des Programmes zur Lokalen Agenda 21 werden auch zwei Veranstaltungen zur Verkehrsgestaltung in der Bremer Neustadt angeboten: Am 3. November ab 19 Uhr kann auf Einladung von ADFC und VHS Bremen im Gemeindehaus der Zionsgemeinde in der Kornstraße 31 über das Thema „Wohnwege zur Weser – Fahrradfahren und Fahrradparken in der Neustadt“ diskutiert werden. Am 2. Februar wird am gleichen Ort ebenfalls um 19 Uhr von der VHS Bremen der Vortrag „BürgerInnen verteilen den Straßenraum in der Neustadt“ gehalten. dk

Bremen – Aus einer Wurfsendung der Deutschen Post AG an ihre Kunden in Peterswerder und Hastedt: „Bislang mußten Sie Briefsendungen, für die Sie wegen Abwesenheit einen Benachrichtigungsschein in Ihrem Briefkasten vorfanden, bei der Postfiliale an der Domsheide abholen. Künftig werden wir für Sie diese Sendungen bei unserer Filiale Bremen 11 in der Steubenstraße zur Abholung bereithalten. ... Die Filiale in der Steubenstraße ist mit dem Auto gut zu erreichen und es stehen dort viele Parkplätze zur Verfügung.“


Verkehr

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Minus "Mehr als 1 m"

Wer mit nur einem Meter Abstand an einem Kind vorbeifährt, handelt verantwortungslos. Wer solche Schilder aufstellt, auch.

Bremen-Nord:

Minus "Grüne" Radwege

Plus Minus

Verkehrsplanung aus ADFC-Sicht

pedal-Leser Egon Weihs aus Blumenthal hat mehrere Fotos aus Bremen Nord an die Redaktion geschickt. Zu den darauf abgebildeten Radwegen schrieb er: "Die sind zwar alle von einigermaßen Breite und Zustand, aber 50 bis 70 Prozent der Breite sind zugewachsen." Das Bild links unten zeigt den Verbindungsweg von der Schwaneweder Straße zum Jagdweg im Ortsteil Lüssum, das Bild unten die Lindenstraße in Höhe Wätjens Park in Fähr-Lobbendorf.

Foto: Egon Weihs

Foto: Wolfgang Reiche

Foto: Egon Weihs

"Ratio-Kreuzung" Minus in Stuhr-Brinkum Die Situation für Radfahrer an der unfallträchtigen Ratio-Kreuzung in Brinkum hat sich deutlich verschlechtert. Die zwei freien Rechtsabbiege-Spuren, eingerichtet für den flotten Autoverkehr, galten als ein Unfallschwerpunkt in der Gemeinde Stuhr. Um für mehr Sicherheit zu sorgen, haben die Verkehrsbehörden den Radfahrern dieVorfahrtsberechtigung genommen und Bedarfsampeln aufgestellt. Radfahrende tragen somit die alleinige Schuld, wenn sie von einem Auto angefahren werden. Also: Knöpfchen drücken und warten! Der ADFC Stuhr wird deutlich: „Mit dieser neuen Schikane aus dem Stuhrer Rathaus werden erneut die Vorgaben und Empfehlungen zur Förderung und Verbesserung

der Sicherheit des Radverkehrs aus dem Fahrrad-Verkehrskonzept der Gemeinde Stuhr und den bundeseinheitlichen Empfehlungen für Radverkehrsanlagen mißachtet.“ Alternativvorschläge des ADFC wurden brüsk abgewiesen. Die Leiterin des Ordnungsamtes dazu: „Über diese Kreuzung rollen täglich bis zu 30 000 Autos“. Das „Argument“, die Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs müsse gewährleistet bleiben, haben die Vertreter des ADFC Stuhr schon oft zu hören bekommen. C. Erlewein/C. Girschner


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Tourismus

Kirchdorfer Heide:

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Fahrradtourismus in Diepholz:

Radeln durch Moor und Heide

"Rückenwind"

Kirchdorf – „Komm doch mal rüber“, so wirbt die im Süden des Landkreises Diepholz gelegene Samtgemeinde Kirchdorf mit ihrem jüngst erschienenen Spiralo im A-5Format. Auf neun Rundkursen zwischen 30 und 50 Kilometern Länge können die Liebhaber des naturnahen Radfahrens die Umgebung erkunden. Von der „Großen AueTour“ über die „Dillenbergroute“, vom „Neustädter Moor“ bis hin zur Route „Technik und Natur“ reichen die Themen dieses Freizeit-

Landkreis Diepholz - Nachdem für die Dümmerregion schon so einiges an Informationen für Freizeitradler feilgeboten wird, wollen jetzt auch die Kommunen Kirchdorf, Twistringen und Syke das Radfahren in Freizeit und Urlaub in Schwung bringen. Unter dem Titel „Radeln durch Moor und Heide“ hat die Samtgemeinde Kirchdorf ein Spiralo mit neun verschiedenen Radrouten herausgebracht (siehe Beitrag links). Bezüglich einer Radwegweisung baut man in der Gemeinde allerdings auf eine Initiative des Landkreises. In Twistringen sollen gar zwölf vernetzte, mit Radwegweisern (Signets) ausgestattete Radrundwege, als integraler Bestandteil des neuen Stadtplans erscheinen. Eine illustrierte Beschreibung dieser Wege soll die Rückseite zieren.

angebotes für Radfahrer. Eine Darstellung der regionalen Fernradwege des ADFCKreisverbandes Diepholz am Anfang der Broschüre erweitert das Angebot für alle, die mit dem Fahrrad die Kirchdorfer Heide ansteuern möchten. Zusätzlich sind auch Reitwege und Rundkurse für Inline-Skater von einem bis 32 Kilometern Länge dargestellt. Natürlich gibt es auch Hinweise auf die Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Das Spiralo ist für fünf Mark unter anderem direkt bei der Gemeinde, in der Rathausstraße 12 in 27245 Kirchdorf zu beziehen. Rolf Kasper

Achim – Bisher mußten die Radreisenden im Bereich Achim zwischen Baden und Uesen auf dem engen und unbequemen Radweg an der Landesstraße fahren. Jetzt ist das Stück zwischen der Auffahrt aus dem Wesertal zur Landesstraße und der Ueser Brücke fertig. Der Weg besteht aus einem Sand- und Lehmgemisch. Die jetzige Anbindung dürfte nicht nur für den Radreisenden interessant sein. Auch Radfahrer aus der Umgebung, also aus Langwedel oder Verden, haben jetzt eine schnelle und vom Straßenverkehr freie Verbindung bis in die Achimer Innenstadt. Hans-Walter Wacker

Info

Weserradwanderweg

Anläßlich der Erörterung lokaler Aktivitäten hielt der ADFC Diepholz am 9. September im Twistringer Rathaus einen Vortrag zum Thema „Entwicklung und Chancen für Fahrrad & Freizeit“. Wer an diesen Vortragsunterlagen (Folien für Overhead-Projektor) interessiert ist, kann sich an Rolf Kasper, Hördener Sandhöhe 42, 28844 Weyhe, Telefon (0421) 89 25 66 wenden.

oo Syke wiederum plant ein ausgeschildertes Wegenetz in Form eines vierblättrigen Kleeblatts rund um die Hachemetropole für den freizeitmäßigen Spaß am Radfahren. Karte, Infos und nützliche Hinweise sollen dieses Angebot für Fahrradfreunde aus Nah und Fern ergänzen. Nach Ansicht des ADFC-Kreisverbandes Diepholz ist dies grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung. Er wünscht sich jedoch eine abgestimmte und für den gesamten Landkreis einheitliche fahrradtouristische Infrastruktur. Damit würde eine größere Effizienz bei geringeren Kosten für die einzelne Kommune erreicht. Besonders macht sich dieses an einem einheitlichen Wegweisungssystem fest. Hier wäre eine zentrale Koordinierung wie in den Nachbarkreisen von großem Vorteil. Eine selbsterklärende und alltagstaugliche Radwegweisung in Verbindung mit einer für Radfahrer geeigneten Regionalkarte stellen beispielsweise im Oldenburger Münsterland oder in Friesland die Basis einer nachhaltigen radtouristischen Entwicklung dar. Integraler Bestandteil müssen selbstverständlich die überregionalen Fernradwege zur Verknüpfung der Fahrradnetze sein. Rolf Kasper


Touren

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Radtouren-Rückblick I:

Butjadingen unter Wasser Cuxhaven - Freitagmorgen, 21. August 1998, 9 Uhr, vor dem ADFC-Infoladen in Cuxhaven: Hunde läßt man im Haus, nur der ADFC muß raus! Sauwetter, kein Regen mehr, sondern Sturzbäche von oben. Jetzt soll die Wochenendtour nach Butjadingen starten, noch hat kein Teilnehmer abgesagt. Es raschelt und knistert: Müllsäcke und Plastikbeutel radeln um die Ecke. Jeder versucht, sich und sein Gepäck gegen die Sturzbäche von oben zu schützen. Kaum sind wir aus Cuxhaven raus, knallt uns der Wind direkt von vorn - teilweise mit Stärke 8 - nicht nur ins Gesicht. Mühsam kämpfen wir uns bis zur Fähre in Bremerhaven durch. Zu Fuß wären wir manchmal schneller gewesen. Der Regen war so stark, daß wir auf der Fähre Bug und Heck nicht mehr erkennen konnten.

ter oder Hamburg gelangt. Der Hafenkapitän, auch ADFC-Mitglied, fuhr dann mit uns über die 670 Meter lange Zufahrtsbrücke zur Tankerlöschbrücke in den Jadebusen hinaus. Ein Tanker war fast fertig mit Löschen, ein zweiter wurde gleichzeitig von vier Schleppern „herangebremst“. Nachdem die hochmoderne Technik erklärt, angeschaut und begriffen war, ging unsere Radtour noch durch die Pumpstationen und Öltanks. Im Anschluß an diese interessante Betriebsbesichtigung führte uns Fritz Oeltermann noch durch den Marinehafen. „Uns zu Ehren“ lag dort fast die gesamte deutsche Marine. Es war ein „grauer Tag“, nicht nur der Himmel sondern auch alle Hafenbecken grau. Solch eine Ansammlung von Marine sieht man selten, aber die deutsche Marine-

von Fritz Oeltermann vom ADFC Wilhelmshaven wie im Flug vergangen. Verpackt in Regenzeug starteten wir am Sonntagvormittag wieder in Richtung Heimat. Unterwegs fiel eine Hülle nach der anderen, da die Sonne wieder am Himmel stand. Auch den Wind hatten wir nun im Rücken. Aufgrund dieser Wetterlage erklärte sich die Gruppe nun sogar mit einem Umweg einverstanden. So besuchten wir zur Kaffeepausenzeit noch das Heimatmuseum in Debstedt, in dem an diesem Nachmittag, dem 23. August, die Ausstellung „180 Jahre Fahrradgeschichte - vom Laufrad zum Mountain-Bike“ eröffnet wurde (siehe Seite 5 in diesem Heft). Als ADFCler konnten wir die Eröffnung durch unsere Anwesenheit noch mehr beleben. Nach Besichtigung der Ausstellung und Stärkung mit

Frage an die Gruppe in Blexen: Wäre jetzt ein Fahrradbus genehm? Lautstarker Protest: Jetzt haben wir 50 Kilometer Fahrradschwimmen hinter uns, da werden wir die restlichen 30 Kilometer auch noch schaffen! Hinter Fedderwardersiel wurde der Regen immer weniger. In Tossens angekommen: Beschlagnahme der Bungalows, raus aus den nassen „Plünnen“ und rein ins Wasser des Nordsee-Tropen-Parcs. Immer noch lachende Gesichter. Aber beim gemeinsamen Abendessen sah man doch einigen Teilnehmern die Erschöpfung an. Samstagmorgen nach dem Frühstück: Rein ins Regenzeug, rauf aufs Rad und ab zur Fähre Eckwarderhörne. Wegen des vielen Wassers und starken Windes hatte die Fähre Verspätung. In Wilhelmshaven wartete schon Fritz Oeltermann, Vorsitzender des dortigen ADFC, auf uns und übernahm nun die Führung. Stadtbesichtigung per Fahrrad im Regen bis raus zum Ölhafen. Bei der Nord-West Oelleitung GmbH wurden wir schon zur Betriebsbesichtigung per Fahrrad erwartet. Nachdem die Gruppe mit Schutzhelmen ausgerüstet war, wurde uns gezeigt und erklärt, wie das Öl per Rohrleitung von Wilhelmshaven nach Köln, Salzgit-

flotte sammelte sich dort wegen eines bevorstehenden Nato-Manövers. Nachdem wir noch einige Erläuterungen zur Marinestadt Wilhelmshaven bekommen hatten, mußten wir schon bald wieder zur Fähre. Sieben Stunden waren dank des tollen Programms

Kaffee und Kuchen radelten wir fröhlich weiter nach Cuxhaven. Gegen 20 Uhr waren endlich auch die letzten Teilnehmer glücklich, zufrieden und trocken wieder zu Hause. Trotz des Sch...wetters sah man nur fröhliche und lachende Gesichter. Bernd Ehlers

Radtouren-Rückblick II:

Wochenendtour nach Cuxhaven Bremen-Nord - Am 8. und 9. August, einem Wochenende, fuhr die ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord mit zehn Personen nach Cuxhaven-Duhnen. Acht Radlerinnen und Radler fuhren mit dem Schiff von Vegesack nach Bremerhaven, wo noch zwei weitere hinzustießen, die die Strecke an der Weser entlang gefahren waren. Gemeinsam radelte die Gruppe bei sonnigem Wetter am Deich entlang nach Cuxhaven, wo sie am späten Nachmittag in der Jugendherberge eintraf. Nach dem obligatorischen Fischessen wurde das Nachtleben von Cuxhaven erkundet. Dieses war gegen 23 Uhr ausreichend getan, worauf sich die Stadtteilgruppe in ihr Quartier zurückzog.

Nach dem Frühstück setzte sich am Sonntag die Gruppe wieder in Richtung Bremen-Nord auf die Räder. Obwohl wieder einmal der Rückweg nicht so leicht zu finden war wie der Hinweg, wurde nach ein paar Pausen gegen Mittag Bremerhaven erreicht. Von hier fuhr ein Teil der Gruppe mit der Bahn nach Bremen zurück, der Rest radelte bei strahlendem Sonnenschein am Deich nach Bremen-Nord. Die Stimmung der Gruppe war auf der ganzen Tour gut, so wie auch das Wetter. Auch eine Konfrontation zwischen einem freilaufenden Hund und einem Radfahrer, bei der der Radfahrer unterlag, hatte die Freude nur kurzfristig trüben können. Lars Grundmann


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Touren

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Radtouren-Rückblick III:

Tour durchs Elbe-Weser-Dreieck Bremen - „Oh je, wie soll das nur werden?“ hatten wir uns am Donnerstag vor der Tour noch gedacht, als es, wie schon Tage zuvor, aus allen Kanälen schüttete. Doch am nächsten Tag, dem 10. Juli, starteten wir, sieben Männer und elf Frauen, unter der Leitung von Rainer Thiele am Bremer Hauptbahnhof. Frohgelaunt stiegen wir um 17 Uhr in Cuxhaven aus dem Zug und erkundeten zunächst per Rad das Hafengebiet. Für die Strecke nach Otterndorf mußten etwa zehn

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Radtour des ADFC Bremen durch das Elbe-Weser-Dreieck, in der Mitte hockend: Tourenleiter Rainer Thiele

Foto: Helga Raffel

Das kann schon mal vorkommen: Reifenpanne unterwegs

Schafsgatter einzeln überstiegen werden. Der idyllische Poetenweg entlang der Medem endete fast an der adretten Otterndorfer Jugendherberge. Bis zum Rückweg vom gemeinsamen Abendessen auf den Elbterrassen im Land Hadeln mit herrlichem Blick auf die breite Elbmündung blieb der Himmel verschlossen. Am Sonnabend zeigte uns Rainer Thiele zunächst den malerischen Ort. Dann ging es durch Wiesen mit vielen Reihern und an Wasserläufen an Ihlienworth und Steinau vorbei. Zwischendurch testeten wir das Regenzeug, ein starker Regenschauer prasselte hernieder. In Bad Bederkesa fuhren wir vorbei an der reizvollen Mühle am Hang, dann durch das Kührstedter Holz zum Spadener See. Dort erlebten wir den Auftritt eines Chores. Eine Radpanne nahe des Geeste-Kanals wurde behoben und dann das schöne Jugendgästehaus in Bremerhaven-Lehe belegt. Zum Abendessen im Spekkenbütteler Park führte uns ein längerer Spaziergang. Am nächsten Morgen um neun Uhr starteten wir gestärkt und gut gelaunt, vorbei an Hafen, Columbus-Center und am Weserdeich aus der Stadt hinaus. Wir genossen die Einöde ohne Motorenlärm und fuhren vorbei an Rechtenfleth, Aschwarden mit seinem Kohlanbau und an dem U-Boot Bunker Valentin. Nach einigen Schauern und 68 Kilometern Strecke erreichte die fröhliche Gruppe Vegesack. Marlene Grotkop

Foto: Helga Raffel

Radtouren-Rückblick IV:

Worpswede-Tour mit Schiff und Rad Bremen-Nord - Am 28. Juni trafen sich um 8 Uhr fünf Radlerinnen und drei Radler am Anleger in Vegesack, um gemeinsam zu einer Radtour der ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord nach Worpswede aufzubrechen. Nachdem alle Fahrradtaschen abgenommen, die Sättel vor Nässe geschützt und die Fahrräder auf dem Dach des Schiffes verstaut waren, ging die Fahrt los. Nach einem kurzen Stück auf der Weser und einem Zwischenstopp in Bremen-Burg ging es weiter auf der Lesum und der Hamme vorbei an Ritterhude. Daß es zwischenzeitlich schon einmal regnete, störte die Gruppe nicht. Nach einer interessanten Fahrt vorbei an Tietjens Hütte und Melchers Hütte legte das Schiff gegen 12 Uhr in Neu-Helgoland bei Worpswede an.

Auf der Rückfahrt führte Tourenleiter Helmut Rosieka die Radlerinnen und Radler als erstes auf den Weyerberg. Da der Niedersachsenstein noch renoviert wurde, wurde die Besichtigung durch ein Picknick ersetzt, bei dem die Sonne schien. Das Wetter änderte sich jedoch rasch, so daß die Gruppe noch in Worpswede weitere Regenschauer erlebte. Über Neu-Sankt-Jürgen, Teufelsmoor und Pennigbüttel erreichte die Gruppe nach einem kräftezehrenden Aufstieg den Marktplatz von Scharmbeck. Kaum daß sich die Radler ihr wohlverdientes Eis schmecken lassen wollten, waren auch schon die nächsten Regenschauer zur Stelle. Über Scharmbeckstotel, Ritterhude und Marßel ging es dann an der Lesum entlang zum Bahnhof Vegesack. Lars Grundmann


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Touren

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Radtouren-Rückblick V:

„Sternfahrt“ mal ganz anders Bremerhaven - Wie wäre es denn mal mit einer Nachtfahrt? „Keine schlechte Idee!“ war die Meinung nicht weniger Bremerhavener ADFC-Aktiver. Zielort sollte Bremen sein. Als es dann zur Sache gehen sollte, hielt sich allerdings die anfängliche Begeisterung in Grenzen. Nur noch zehn Unentwegte wollten für eine Nacht das Bett gegen den Fahrradsattel tauschen. Schließlich am Samstag, dem 15. August, war es dann so weit. Treffen am Anleger der Bremerhavener Weserfähre. Um Null Uhr sollte es losgehen. Ein paar kurze Checks: Taschenlampen dabei? Beleuchtungsanlage in Ordnung? Einige hatten vorne und hinten zusätzlich batteriebetriebene Leuchten installiert nach dem vernünftigen Motto: Je mehr Licht, desto mehr Sicherheit! Wir starteten bei idealem Radlerwetter: angenehme Temperatur, fast windstill. Später, als wir nicht mehr so viel Lichter der

schild!“ Wir fuhren die Umleitung und mußten einen Zeitverlust von rund einer halben Stunde hinnehmen. Endlich Sandstedt! Die Pause machten wir am Bus-Wendeplatz. Jetzt wurden wir deutlich munterer. Was so ein kleiner Imbiß aus den Gepäcktaschen so alles bewirkt! Unsere Stimmung war gut. In einigen Häusern gingen die Lichter an. Wir mußten wohl zu laut gewesen sein. Es ging weiter. Die Gegend wurde wieder eintönig. Es gab ohnehin wegen der Dunkelheit kaum etwas zu sehen. Jeder starrte konzentriert auf das rote Licht des Vordermannes. Auf die Dauer eine anstrengende Sache. So mancher Bello wurde aus dem Schlaf gerissen, wenn wir an einsamen Gehöften vorbeiradelten. Lange Zeit hörten wir noch ihr Gebell. Die zweite Pause in völliger Einsamkeit. Keine fremde Lichtquelle weit und breit. Über uns das klare Himmelszelt. Uns wurde be-

längere Pause gönnen, da unser Schiff, das uns von Bremen wieder nach Bremerhaven bringen sollte, erst um halb neun ablegen würde. Gemächlich fuhren wir dann weiter durch das erwachende Bremen. Jetzt konnte eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Aber dann doch noch eine unerwartete Hürde. Am Bremer Weserufer angekommen, hatte sich dort ein schier endlos langer Flohmarkt eingerichtet. Mehr schiebend als fahrend quälten wir uns zwischen Menschen, Buden und anderen Hindernissen hindurch bis zum Schiffsanleger. Hier lag unser Schiff, die „Oceana“. Endlich geschafft! Wie viele Menschen an einem frühen Sonnabend schon auf den Beinen waren! Und kaum jemand ohne Fahrrad! Als wir pünktlich ablegten, war das Vorschiff unter Deck mit Fahrrädern vollgepfropft. Wir verteilten uns. Die einen machten sich über das vorzügliche Bordfrühstück her, die anderen zogen es vor, sich auf einer der Bänke auf dem Vor- oder Achterdeck niederzulassen. Hier in der Sonne sitzend, die Beine von sich gestreckt, mit sich und der Welt zufrieden, durften die Augen schon mal zufallen. Die Zeit verlief schnell. Fahrplanmäßig um 12 Uhr ging die „Oceana“ in Bremerhaven an die Pier. Werner Polansky

Wenn nicht gerade das Blitzgerät des Fotoapparates in die Speichenreflektoren blitzte, war auf dieser Nacht-Radtour nur der Sternenhimmel zu sehen

Zivilisation um uns hatten, stellten wir fest, daß der Himmel sternenklar war, im Osten die Sichel des abnehmenden Mondes. Der derzeit hellste Planet, der Jupiter, leuchtete während der ganzen Fahrt vor uns über dem südlichen Horizont. Jürgen, der erfahrene Tourenleiter, hatte unser Vertrauen. Er sollte uns durch die Nacht nach Bremen führen. Die erste Etappe, knapp 30 Kilometer nach Sandstedt über Dedesdorf, und das immer am Deich entlang, kannte jeder von uns. Wir kamen zügig voran und verhielten uns ziemlich ruhig; nur das Surren der Lichtmaschinen war zu hören. Ab und zu kam aus Richtung des Deiches Schafsgeblöke. Auch Kiebitze machten sich bemerkbar. Wir hörten ihre Rufe von den Weiden her. Dedesdorf hatten wir passiert und dachten schon an unsere erste Pause in Sandstedt. Aber plötzlich hieß es „Stop! Straße gesperrt! Umleitungs-

wußt, wie selten der ungetrübte Anblick unseres prächtigen Sternenhimmels geworden ist. Nach der Weiterfahrt mußte Jürgen seine Wegekenntnisse mehr und mehr beweisen. Unser Weg führte nun durch ein Wirtschaftswegenetz, teils vor, teils hinter dem Deich entlang. Er hatte sich aber die Tour gut eingeprägt. Nur einmal standen wir plötzlich vor einem Gatter und mußten zurück. Das hellerleuchtete Kraftwerk Farge kam immer näher. Aber vorher tauchte der riesige Betonklotz des Bunkers Valentin auf. Wir passierten ihn in unmittelbarer Nähe. Schon bei Tageslicht wirkt dieser Koloß bedrükkend. Aber bei Nacht ist er geradezu furchteinflößend. Nur weiter! Als wir uns der Strandpromenade von Vegesack näherten, wurde es langsam Tag. 60 Kilometer lagen hinter und noch etwa 20 Kilometer vor uns. Wir konnten uns jetzt eine

ahrrad station Service rund ums Rad Inh. Harald Vogt Neu: Hauptbahnhof Westseite 28195 Bremen Tel./Fax (0421) 30 21 14


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Touren

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Radtouren der ADFC-Gliederungen im Verbreitungsgebiet Datum

Ort

Veranstalter Titel Tempo, km, Dauer Tourenleiter oder Auskunft, Telefon ggf. Text mit weiteren Angaben

So., 07.02.

Cuxhaven

So., 7.11.

Stuhr

So., 29.11.

Diepholz

ADFC KV Cuxhaven Rauf aufs Rad, der Grühnkohl lockt NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstraße 20a ca. 40 km 27,50 DM Sind ADFCler nur Schönwetterradler? Bei Schnee und Glatteis wird ein Alternativprogramm geboten. Eine dann eventuell nötig werdende Bahnfahrt ist nicht im Preis enthalten. Anmeldung und Bezahlung bitte bis spätestens 29.01. bei Bernd und Helga Ehlers, (04721) 71 15 91 ADFC OG Stuhr Syke und umzu Rathaus Stuhr 15 km/h, 40 km D. Koppe, (04221) 32 39 ADFC OG Diepholz Fahrt nach Steinfeld Bahnhof Diepholz Horst Herrmann, (05441) 72 21 ADFC OG Stuhr Eine November/Dezember/Januar-Radtour s. u. > 20 km/h, 80 - 100 km C. Girschner/F.Sperling Termine stehen noch nicht fest, können aber für den jeweiligen Monat erfragt werden: (0171) 7 84 86 96 ADFC Bremen u. DJH Radfernwerg Osnabrück ?

Nov./Dez./Jan. Stuhr Sa 24./So 25.4. Bremen

genaue Ortsbezeichnung Uhrzeit Kosten für ADFC-Mitglieder / Nichtmitglieder 11.00

13.00 10.00 s. u. ?

Regelmäßige Radtouren Mi

Delmenhorst

Fr

Delmenhorst

Sa

Verden

So

Br.-Vegesack

ADFC KV Delmenhorst Feierabend-Radtour ZOB Walter Worofka, (04221) 2 10 51 ADFC KV Delmenhorst Feierabend-Radtour ZOB ca. 30 - 35 km Erich Hager, (04221) 6 69 00 ADFC OG Verden "Feierabend"radtour Lugenstein gemütl., 20-30 km,2Std ? Die Fahrt endet für die Teilnehmer, die daran teilnehmen wollen, in einer geselligen Runde. ADFC Stgr. Br.-Nord Sonntagstour Bahnhof Vegesack je nach Wetter Lars Grundmann, (0421) 6 00 90 76 Bei Schneefall, Hagel oder vereisten Straßen wird nicht gefahren.

18.00 18.00 14.30 14.00

Bitte beachten Sie bei Radtouren des ADFC:

Sofern nicht anders angegeben, ist keine Anmeldung erforderlich. Gäste sind herzlich willkommen. In der Regel wird ein Teilnehmerbeitrag erhoben, der für ADFC-Mitglieder ermäßigt ist. Alle Teilnehmer/innen tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt. Sie sind deshalb auch bei einer geführten Tour für die Einhaltung der Verkehrsvorschriften selbst verantwortlich. Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades ist jede/r Teilnehmer/in selbst verantwortlich. Für Minderjährige wird keine Aufsichtspflicht übernommen.

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Eine Veranstaln

pedal tungsreihe vo 4FC / 98und Jugend-

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Reisen

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e/ nach Anchorag August ’96 allein im g ihn n in pf an m em ge ka La as wobene Al artete Klaus st um t en tte nd ta ge es le sg s re au und Bä n wie füllen. Da -Way-Ticket“ , Wälder, Lachse Abenteuer zu er er en ch Mit einem „One ts oß lb le gr G m e, vo rg m 98 tterpiste oberha den Trau ten, hohe Be Dienstag, 17.11. way“, einer Scho Alaska, um sich n: Endlose Wei gh ite Hi er he ld or te ön W er ch e rs pp th hi tu r en Na age sc „Top of 19.30 Uh mit seinen rauh der Inside Pass ndon. Über den l von wson City. Auf ten von Jack Lo Da ßstadtdschunge ich dt ro ch ta G rs es im G be n n rä tio de dg isa ol G vil aus te Zi te e al hm di e rü n di be ih in r te ihn de , ging es äldern bis Von Alaska y Mountains führ der Baumgrenze riesigen Regenw n ck it m Sa Ro t s, n el le he lw ge sc se di In An kana , Los hafte nach Mexico Abstecher in die er San Franzisco durch eine traum tte. Nach einem igen Süden. Üb rmonatige Tour ha ng nn er vie so tla e ed n en Di wi de r t. km in el ve te W 00 ou üs re 50 ikk de Vanc zif an ftsPa ne r ei de e ichen Landscha und damit in rekt entlang der Pazifikküst e nach Mexico n. Neben zahlre Highway 101 di ie nz . rn re er G dl lifo r Ra Ca zu n rte es vo a ging interessie am Golf Diego und Tijuan umhaften Stadt ionen für amerika tra at m rm ne fo ei In er an r tig n mbe ge wich Diavortrag vo endete im Deze g noch eine Men he Bergland n, et der Diavortra et bi en ck rü s mittelschwedisc Klaus Lageman nd da ei h rc du es ng eerbusen und tlands gi Bremen m Bottnischen M Holsteins und Jü zu grn wi se es hl äu Sc lzh ln Ho n Hüge lusses folgend d rostroten Von den sanfte wilden Tornio-F s klaren Seen un , de rn ite de äl Se r Straße und W n 8 he en .9 ich ntierrudel auf de nd. Der finnisc la Dienstag, 8.12 Re nn n, mit seinen herrl Fi he ch äc Fl na e e p. Mit einem eiten: Karg e und Sund 19.30 Uhr trubel am Nordka us der einsamen W dann über Berg t ie ism ur eb rt G To s e da ich d nio un hen Grenze. Do der erhebl erreichte er Muo satz dazu steht r finnisch-russisc en de s eg an de G t ie es Im . eb en G rk ille d e St einsamen xin nach Ki Mit dem Fahrra zeitweise völlig ckreiste Horst Re r Nordregion im be de en Lü n ut gr vo ch rti na nd p Hu la ka r ich nn zum Nord hrrad schließl l, um ganz Fi Postdampfer de Fa tte in Sa se n d ch de f rli un n au üh ausf hte ih wieder wird Horst Rexin n. Ein Finjet brac schwang er sich ite i zu durchquere inem Diavortrag nk all denen zur Se se n lsi In ps vo . He Ti ck s ag en rü bi rtr zu ich es t Vo re nk hl Diapu za it gs Inari–Se m an d sg un richten d damit zum Au Erfahrungen be Horst Rexin, Travemünde un bei gemachten da rden zieht. e No di n d e ge un rd ch vö ise au er Brem en Sommer über seine Re st ch nä er - also od m dese pisch für Island stehen, die es in s ist durchaus ty e da nn r te So et e di W , s von vorn gnerische nicht immer nur ne windiges und re ja ei t n, d m ße un m ra ft ko St ha d le in sc ei W nd r tige La Holprige und st delland? Aber de rch die einzigar 9 ideales Reisera wird belohnt du e üh M e Dienstag, 19.1.9 ch nicht gerade ein an m d eincht so selten, un 19.30 Uhr Inland - eine St ! scheint auch ni tos gestört wird st quer durch’s ch Au n nä nds, ge la zu r ni Is ne we en n be st Nordwe rsten Hü Ruhe, die nur vo nders einsamen ke Rother und Ka Steinwüste, so El be n n zu lte de de om in ra al ’s n Sl oßem Dann ging de In vier Woche n. Die sind in gr en Gletschern. Gletscher, Fjor chnittenen Fjorde ischen gewaltig es teressanten zw in ng e i ei st be e e wü rg es an b Be lk e uß und Vu e. Erholung ga sen, tief in di lo ss hl Pä za le n önenden Abschl ei vo st t n er äg gepr zungen“ üb mbädern. De kr ür im ganz bk st Island per Rad hw „A fa Sc bt d gi en un st es ch ei fahren, oder n, 1400 m ho Quellen gesp um lka en iß Vu r he te n er vo ch n rglets d in de Diavortrag von kull, ein heute ve Schiffsfahrten un des Snaefellsjö ng gu ei st Be e di Elke Rother und bildete n Passau und r, n. schnitt zwische be Ab ge n de um r r e nu ee Karsten Hübene “ M eg vom u-Radw nnten Abschnitt Bremen hlagwort „Dorna e weniger beka Sc di , m en de rd it m we an ht m rsuc Meist verbindet er vorrangig ve . 999 avortrag soll ab ntäler von eges zu zeigen nw er df Ra n Dienstag, 16.2.1 ien. In diesem Di rn oder die Seite de W ye en uf Ba la in er ge nh ei En r s r und de 19.30 Uh eltenburge Österreich sind dieses Flusses ttemberg, die W usiedler See in ür Ne W m nzu de n Ba ie in W u tlich von Linz oder Wien. Die Obere Dona itere Verlauf ös e Wachau, wie di we r er de – od e er sich: ur ge wi to in so hl ad uf Donaur Geschichte hint hlögener Sc Ybbs und Erla ne wechselvolle izvoll wie die Sc d ei re al u o zw na us ar Do na e hw ge di s Sc t vom mindesten e Europas ha nz großen Ström de Grenze. in die Pußta bis zum größten Als einer der ga e auch trennen Schwarzwaldes wi s g de we rs ße vom eh Fu rk am Ve nauquelle sser erleben als als verbindender gen von der Do ließe er sich be e bo wi n er ld – vo e Bi ag ßt er rtr Pu ich r Vo DiaEin kontrastre Ausläufern de und ropas und den Astrid Buchholz pensee Mitteleu ep St an. hrrades. Roger Rohde, mehr Besucher Sattel eines Fa it Jahren immer se n ht le al zie s zu Bremen de tz al Gegensa s Spreew r Rad. Denn im e Landschaft de pe tig ch ar au ig r d nz te ei un öf n pa er en Fließe aber imm Die in Euro 9 unzähligen klein en und per Pkw, nen sich in der von Dienstag, 16.3.9 r re kommen in Buss d auf langgezoge e ah un Si df e Ra eg en St nn er kö üb r , n Uh el m en itt 0 de ad m .3 Pf rs ch 19 eich na hmalen anderen Verkeh ndschaft auf sc er Region, die gl La es di en n den ie ite og ch he hz rs er Zwischen rc te nd ats mit un die Beso Gewässern du osphärenreserv i entdecken sie n s Bi be er au ld es Da ig Fe on n. ch gi n, ge flä Re se we oß ie te be gr W Deichen e interessan atus eines St es di n de FC R n AD DD r ße r de ie h de ag will und Fl Südosten Zusammenbruc diesem Dia-Vortr öglichkeiten im nen erhielt. Mit n Radwanderm zo rte reewald, tz se hu Sp Radwandern im es Sc rb eg n ve nw he e er lic i dem Radf d dabei auf di rbe un se da n re lt lle gnet. gi en te k är rs er ph vo nm Bios Spreewaldes ei eres Auge Radlersicht Erkundung des n sen. Ein besond ei lle ue nw hi vid di ds vat Spreewald in an r hl Deutsc hr gut zu großen Teilen se Dia-Vortrag von sich bereits zu r de e, Wolfgang Reich ge Bremen, Bremen s/Jugendherber au eh st rücke) gä nd ge meister-Smidt-B rt ist das DJH Ju Nähe der Bürger r de Veranstaltungso in er uf er irekt am Wes Kalkstraße 6 (d nur 4 DM trägt 6 DM, gswerk zahlen r Abendkasse be n Jugendherber he sc ut Der Eintritt an de De im r r und Mitgliede ADFC-Mitgliede


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Reisen

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Ins Land der Franken fahren ... ... wollte Waltraud Siepelt aus Weyhe schon immer mal. So hat sie sich über den Gewinn des Preisausschreibens im pedal 1/1998 ganz besonders gefreut: eine viertägige Reise in den Naturpark Altmühltal mit An- und Abreise. Hier ihr Bericht:

Lage ist, aus einem kreuz und quer bedruckten Schnittmusterbogen die richtigen Teile zum Zuschneiden eines Kleides herauszurädeln, aber für die das Radeln nach Landkarte immer einem kleinen Abenteuer gleichkommt. Menschen, die in dem Gewirr von zarten und fetten Linien den richtigen Weg erkennen, genießen meine uneingeschränkte Bewunderung. Aber was soll’s, die alten

Kurz und knapp - Reisen

Einige nette Anrufe der Sponsoren – NATOUR Treuchtlingen und der Deutschen Bahn AG Frankfurt sowie ein Riesenumschlag mit Info-Material des Reiseveranstalters steigerten meine Vorfreude noch mehr. Das Material war sehr umfangreich und enthielt äußerst reizvolle, detailliert ausgearbeitete Tourenvorschläge – fein säuberlich geordnet in einzelne Umschläge mit Wegebeschreibung, Prospekten der jeweili-

Pappenheim geboren wurde, beherbergt heute ein sehr stilvolles Hotel. Ich war bei meiner Ankunft davon so begeistert, daß ich meinen Aufenthalt spontan um fünf Tage verlängerte. Mein eigenes Fahrrad hatte ich nicht mitgenommen, ich wollte von der Leihmöglichkeit in Treuchtlingen Gebrauch machen. Einer der Gründe war natürlich auch, daß ich mit dem ICE in der ersten Klasse fahren konnte, der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt betrug immerhin 600 Mark. Und dieser Zug transportiert ja bekanntlich keine Fahrräder. Um es gleich vorweg zu sagen, eine Reise ins Altmühltal ist tatsächlich ein großartiger Gewinn fürs Wandern mit und ohne Fahrrad. Alle Bedingungen sind gegeben: gute Radwege, meistens abseits jeglichen Autoverkehrs, optimale Ausschilderung. Häufig verlaufen diese Radwege neben der

oo Der Leiter des Treuchtlinger Verkehrsamtes, Volker Schlenz (links) und der Geschäftsführer des Reiseveranstalters NATOUR, Udo Bayer (rechts) begrüßten Gewinnerin Waltraud Siepelt (mitte) auf der Terrasse des Schloßhotels in Treuchtlingen. Im Hintergrund die Lambertuskirche, im Vordergrund ein Bekannter aus Bremen: Das NATOUR-Leihrad stammt aus der VSF-Fahrradmanufaktur gen Orte, Hinweisen auf besondere Sehenswürdigkeiten, Berechtigungsscheinen zum freien Eintritt in Museen und nicht zuletzt auch noch Abfahrtzeiten von Zügen mit Fahrradbeförderung von und nach Treuchtlingen. Von dieser geradezu liebevollen Vorbereitung des Veranstalters war ich schon sehr angetan. Hinzu kam natürlich noch umfangreiches Kartenmaterial sowie aktuelle Gästezeitungen mit Veranstaltungskalender. Nicht zu vergessen den Hausprospekt des mir für meinen Aufenthalt zugedachten Domizils. Und das war doch recht nobel. Das Schloß Treuchtlingen, in dem anno 1594 Feldmarschall Gottfried Heinrich von

Altmühl oder der Bahnstrecke Nürnberg – München, was ebenfalls zur Orientierung beitragen kann. Als ich an einem Sonntagmorgen bei starkem Gegenwind und strömendem Regen (immer bergauf versteht sich) einsam und verlassen auf einer Anhöhe landete, weit und breit kein Mensch, und mir langsam dämmerte, daß das nicht der richtige Weg nach Weißenburg sein konnte, sah ich unten im Tal einen ICE vorbeibrausen. Ich machte also kehrt und war nach kurzer Zeit auf dem richtigen Pfad. Natürlich hatte ich Kartenmaterial, aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich zu der, sicherlich verschwindend kleinen, Gruppe von Radlerinnen gehöre, die zwar in der

 Spezialist für Reisen durch das Altmühltal und die Fränkische Schweiz ist NATOUR Naturpark Altmühltal TOurismus Und Reisen, Am Schulhof 1, 91757 Treuchtlingen, (09142) 96 11 – 0, Fax – 22, Email NATOUR@t-online.de, Internet www.NATOUR.de.  Darüber hinaus werden organisierte Reisen durch das Altmühltal von verschiedenen Veranstaltern angeboten. Reisekataloge vieler Veranstalter können im ADFC-Infoladen eingesehen werden.  Linien- und Ausflugs-Schiffsfahrten auf der Altmühl bietet die Reederei Schweiger, Niederdörfl 1, 93309 Kelheim, Telefon (09441) 2 18 01 und 34 02, Fax 2 18 02 und 49 80.  Es gibt noch eine viertägige Reise ins Altmühltal mit Anfahrt mit der Bahn (und etliche weitere Preise) zu gewinnen für alle, die bis zum 31. Dezember den ausgefüllten Fragebogen aus der kostenlosen Broschüre „autofrei und Spaß dabei“ an den ADFC einsenden. Die Broschüre, die in pedal 2/98 auf Seite 26 vorgestellt wurde, liegt zum Beispiel im ADFC-Infoladen kostenlos aus.

Indianer hatten auch keine Landkarte und trotzdem jeden Weg gefunden. Auch bei mir ist die Trefferquote doch recht hoch. Außerdem ist das für mich immer ein willkommener Anlaß, fremde Menschen nach dem Weg zu fragen und daraus resultiert so manches nette und für mich amüsante Gespräch. Die häufigste Gegenfrage: „Mein Gott, sie als Frau (und dazu auch noch älter) sind ganz allein auf Fahrradtour?“ In meinem ganzen Leben haben mich noch nie so viele gute Wünsche begleitet. Ach, ja, was sind wir Radler doch für ein nettes, kontaktfreudiges Völkchen. Erbaulich ist auch, wenn man von zwei gestandenen Mannsbildern mit Wochengepäck überholt wird und der eine sagt: „Hallo, junge (!!) Frau, hom sie an Platten? Geh her Schorsch (zum Mitfahrer), gib amol dei Luftpumpn, die Dame hot nur so a Minidings (gehörte nebst Reparaturset zur Ausstat-


Reisen

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tung des von NATOUR ausgeliehenen Fahrrades). Gott sei Dank, hatte sich auf dem letzten Teil des Weges, der etwas holprig war, nur das Ventil gelockert; ich hatte den weichen Reifen am Hinterrad noch gar nicht bemerkt. Aber die beiden freundlichen Regensburger hätten mir auch noch einen Platten repariert. Natürlich wäre das Hilfsangebot cool abgelehnt worden. Wozu hat man schließlich in der Weyher ADFC- Ortsgruppe einen Plattenkursus absolviert. Na, ja, wenn die Herren darauf bestanden hätten ...

Kurz und knapp - Bücher und Karten oo

 Wer sich für die gesamte Region zwischen Donauwörth, Regensburg, Bayreuth und Nürnberg interessiert, findet im Buch „Genußradeln auf der Fränkischen Alb mit Altmühltal“ interessante Touren, davon viele für Kinder besonders geeignet. Neben den Wegbeschreibungen und Kartenskizzen gibt es Angaben über alle für Radfahrer wichtigen Einzel-

Ich befand mich etwa 30 Kilometer von Treuchtlingen entfernt und noch 27 Kilometer vor Eichstätt. An diesem Tag, der mal wieder mit einem grauen Morgen begonnen hatte, wollte ich nach dem Frühstück eigentlich nur nach Pappenheim, um mir den mittelalterlichen Stadtkern, die Burgruine mit Museum und Falknerei anzusehen. Also nur kleines Gepäck mit Wasserflasche und einem Schokoriegel. Gegen Mittag wurde der Himmel immer heller und ich beschloß, von Pappenheim nach Solnhofen weiterzufahren, um im Bürgermeister-Müller-Museum unter anderem den sechsten gefundenen Archaeopteryx zu besuchen. Als ich das Museum wieder verließ, herrschte mittlerweile richtiges Sommerwetter, und ich bekam Lust, auch noch zu den Zwölf Aposteln, einer bekannten Felsgruppe an der Altmühl, zu fahren. Das sind natürlich auch die Vorteile des Alleinreisens. Ich muß mit niemandem über Länge und Art der Wegstrecke diskutieren. Da die Gegend immer reizvoller wurde, in meinem Kopf die wenig erfreuliche

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heiten, Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und 60 Farbfotos runden das Buch ab. Henning Böhme: „Genußradeln auf der Fränkischen Alb mit Altmühltal“, Steiger-Verlag, 19,90 DM (erhältlich im Buchhandel und im ADFC-Infoladen).  Wer bei NATOUR eine Reise bucht, bekommt auch ein Büchlein von Walter E. Keller: „Randwandern an der Altmühl“. Auf 92 Seiten Infos und eine Zusammenstellung der schönsten Fahrradtouren mit Fotos, Wegbeschreibung, Streckenbeschaffenheit, kulturelle und historische Erläuterungen. Wer individuell durchs Altmühltal radelt, sollte es sich besorgen. „Allein die Lektüre dieses Buches“, so Waltraud Siepelt, „macht Lust auf weitere Radwanderungen in diesem Gebiet“.  ADFC-Regionalkarte 1 : 75 000 "Altmühltal/Ingolstadt", 12,80 DM, ADFC-Infoladen und Buchhandel.

Foto: Waltraud Siepelt

Die noble Unterkunft der Autorin dieses Beitrages, Waltraud Siepelt, das Schloßhotel in Treuchtlingen. Hier residierten einst die Herren von Pappenheim Großwetterlage des Bayerischen Rundfunks vom Morgen spukte, bin ich dann am frühen Abend letztlich in Eichstätt gelandet. Dieses Ziel hatte ich mir schon zu Hause nach Studium der mir zugesandten Unterlagen gesteckt. Leider mußte ich dann aus zeitlichen Gründen die Strecke nach Treuchtlingen mit der Bahn zurückfahren, so daß ich von dieser wirklich schönen barocken Universitätsstadt nur wenige flüchtige Eindrücke mitnehmen konnte. Meinen Vorsatz, diese an einem anderen Tag zu intensivieren, konnte ich, auch wegen des teilweise nicht so tollen Wetters, leider nicht mehr realisieren. Wer ins Altmühltal fährt, sollte Zeit mit-

27 bringen, um diese schöne und abwechslungsreiche Landschaft auch wirklich genießen zu können. Mittelalter auf Schritt und Tritt – Kultur pur. Wildblumen und Gräser, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen habe. Die Wegesränder werden seit über zwei Jahren nicht mehr gemäht und viele Wiesen nicht mehr gespritzt; das Ergebnis ist einfach hinreißend. Meine überschwengliche Begeisterung wurde jedoch nach kurzer Zeit jäh gestoppt: Meine Pollenallergie, zu Hause längst vergessen, bewirkte, daß ich in kürzester Zeit „dicht“ war. Also Rat an Betroffene: Medikamente nicht vergessen! Ich bin zwar recht wetterfest und auch im Alltag jeden Tag zu Fuß oder mit Rad unterwegs, aber ich hatte keine Lust, nun auch noch im Urlaub immer nur radzufahren. Deshalb hatte ich mir einen Tag freigehalten für eine Fußwanderung in die nähere Umgebung, die vom Treuchtlinger Verkehrsamt angeboten wurde. Wanderschuhe habe ich immer im Gepäck. Obwohl wir nur vier Erwachsene plus Führerin mit kleinem Hund waren, ist mir dieser Tag in allerbester Erinnerung geblieben. Trotz des durchwachsenen Wetters (ohne Schirm lief nix), habe ich bei einer Wanderung selten so viel Spaß erlebt. Interessant war sie außerdem auch deshalb, weil wir Wege gingen, die man mit dem Fahrrad normalerweise nicht befahren kann. Ein absoluter Höhepunkt war die vom Verkehrsamt Treuchtlingen angebotene Busfahrt durch das Altmühltal. Für 39 Mark zwölf Stunden mit Bus und Schiff durch die schönsten Regionen des Altmühltales. Mit dem Schiff von Dietfurt über den Main-Donau-Kanal nach Kelheim, Besichtigung der Freiheitshalle, weiter zum Kloster Weltenburg, weiter mit Schiff zum Donaudurchbruch usw. usw. Der geschwungene Flußverlauf, zu beiden Seiten markante Felsen, umgeben von schönen Mischwäldern, Burgen und Ruinen – Romantik pur, Caspar David Friedrich läßt grüßen. Auf den Radwegen neben dem Kanal, dessen Renaturierung nach meinem Geschmack in diesem Gebiet voll und ganz gelungen ist, freundliche winkende Radfahrergruppen mit gro-


28 ßem Gepäck. Das alles wurde kommentiert von einem sehr engagierten ehrenamtlichen Fremdenführer. Hans, ehemaliger Beamter der „hüteren Jehaltsklass“ der Deutschen Bahn, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jetzt im Ruhestand mit sehr viel Engagement, Heimatliebe und unglaublichem Gedächtnis für Geschichtsdaten seine schöne Heimat den Touristen näherzubringen. Das ist ihm auch voll und ganz gelungen. Diese

Reisen glaublichem Durchgangsverkehr und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten wie Lärm und Gestank vorgefunden. Da fährt eine nicht endenwollende Schlange von Pkw, Motorrädern und Brauereilastwagen über eine nur mäßig breite Kleinstadtstraße mit Gegenverkehr und ohne Radweg. Der Gehweg kann zum Radfahren beim besten Willen nicht benutzt werden. Kein Anreiz also für Touristen, mal anzuhalten, durch die

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Obwohl das Verkehrsamt sehr rührig ist und sich nach Kräften und mit offensichtlich schmalem Budget um Abwechslung für die Urlauber bemüht, kann die Freizeitgestaltung am Abend schon wieder problematisch werden. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, reichlich Lesestoff einzupacken. Welch ein Potential läßt man links liegen! Der Stadtrat muß sich noch einiges einfallen lassen, wenn er Touristen für meh-

Foto: Waltraud Siepelt

Ausflugstip: eine Schiffstour in der Umgebung, unter anderem mit einer Durchfahrt durch den Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg Fahrt war sozusagen „Schönheit des Altmühltales im Zeitraffer“. Im Laufe dieses Tages hielt Hans mir grinsend seinen ADFCAusweis unter die Nase. Hätte ich mir ja auch denken können – bei soviel Naturverbundenheit. Dieser Tag war der letzte vor meiner Abreise. In jeder Hinsicht unvergeßlich – die Sonne schien, es war nicht kalt und hat nicht ein einziges Mal geregnet! Zu meinem Standort Treuchtlingen möchte ich allerdings anmerken, daß sich die Realität so gar nicht mit meinen Vorstellungen deckte. Nach dem Studium der Prospekte, in denen immer wieder das Thermalbad, Kuranwendungen und ein Kurpark erwähnt wurden, entstand in meinem Kopf folglich das Bild eines Kurortes. Tatsächlich habe ich dann aber eine Kleinstadt mit un-

Geschäftsstraßen zu bummeln und etwas zu kaufen. Es war einfach nicht möglich, irgendwo in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken. Das einzig mögliche Café hatte Ruhetag. Der Wallmüllerplatz im Ortsmittelpunkt, im Rahmen der Altstadtsanierung angelegt, mit Blumen und Bäumen und einem großen – und guten – Eiscafé ist geradezu prädestiniert für eine Ruhezone. Doch auch hier wälzt sich der Durchgangsverkehr vorbei, nur gelegentlich gestoppt durch die Verkehrsampel, die man auch tunlichst nutzt, wenn man gefahrlos auf die andere Straßenseite kommen möchte. Auch das Geviert zwischen Schloß, Lambertuskirche, Markgrafenkirche und Rathaus mit dem gegenüberliegenden Platz ist ja durchaus reizvoll, aber der übermäßige Autoverkehr macht alles wieder zunichte.

rere Tage oder gar Wochen an Treuchtlingen binden möchte. So unwichtig kann doch der Tourismus für die Stadt nicht sein. Immerhin fand ich mein Foto und den Bericht über die Preisträgerin aus Bremen im Treuchtlinger Kurier unter der Rubrik „Aus dem Wirtschaftsleben“. Doch die Touristen, mit denen ich mich unterhielt, wohnten meist in Eichstätt, Weißenburg oder Gunzenhausen. Sie hatten nicht die geringsten Ambitionen, mal einige Urlaubstage in Treuchtlingen zu verbringen. Selbst in meinem schönen Schloßhotel war ich nach meinen Beobachtungen der einzige Gast, der zusammenhängend neun Tage dort verbrachte. Sollte Treuchtlingen – trotz der vielen liebenswerten Menschen, die ich in der kurzen Zeit kennengelernt habe – nur eine Bahnstation bleiben für die reizvolle Umgebung?


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Reisen

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Auf der Romantischen Straße Weyhe - Auch in diesem Jahr wurde von der Weyher ADFC-Gruppe eine einwöchige Fahrradreise durchgeführt. Dieses mal ging es vom 15. bis zum 23. August entlang der „Romantischen Straße“ von Würzburg nach Füssen. Der Wettergott meinte es mit den

de. Die Städte Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl mit ihren von vielen verschiedenen Türmen umgebenen Stadtmauern vermitteln dem Besucher einen Eindruck von dem Leben in der Zeit des ausgehenden Mittelalters.

rungen: Das Wetter schlug um, stürmischer Gegenwind und Regen bestimmten den Tourenverlauf. Am nächsten und letzten Radeltag zeigte sich wieder blauer Himmel. Der Weg führte durch das Allgäu mit seinen saftig grünen hügeligen Weiden und braun-

Kurz und knapp oo

Die Weyher Gruppe bei der Tordurchfahrt in Bad Mergentheim Radlern zunächst so gut, daß wegen der hohen Temperaturen lange Mittagspausen in schattigen Biergärten eingelegt wurden. Der Weg führte durch das Taubertal mit seinen malerischen Höhenzügen, das Wörnitztal und durch das „Nördlinger Ries“, dessen Landschaft durch einen Meteoriteneinschlag vor 15 Millionen Jahren geprägt wur-

Hinter Donauwörth bestimmte der Verlauf des Lech und die weite Ebene des Lechfeldes den Streckenverlauf. In Augsburg wurde die „Fuggerei“ besichtigt. Diese erste soziale Wohnsiedlung wurde Mitte des 16. Jahrhunderts von der reichen Handelsfamilie Fugger gegründet. Der folgende Tag, stellte an die Gruppe besondere Anforde-

 ADFC-Bundesland-Infos „Baden-Württemberg“ und „Bayern“ (für je 1 DM im ADFC-Infoladen erhältlich)

 Radroute Romantische Straße Vom Main zu den Alpen, Spiralokarte 1 : 75 000, Bielefelder Verlagsanstalt, erhältlich im Buchhandel und im ADFC-Infoladen  Der Autor dieses Beitrages, Werner Torst, und Frau Helga bieten an, unter der Telefonnummer (04203) 50 01 weitere Informationen zu geben.

gefleckten Kühen. Im Hintergrund war immer wieder das herrliche Alpenpanorama sichtbar. Die Landschaft entsprach allen von der Kondensmilch-Werbung vermittelten Klischees. An dieser Strecke lag auch die berühmte Wieskirche. Diese Wallfahrtskirche gilt als UNESCO-Weltkulturerbe. Bald war als Höhepunkt der Tour, der Königswinkel mit dem Märchenschloß „Neuschwanstein“ bei Füssen, erreicht. Für die 13 Tourentreter bot diese Radstrecke eine Menge neuer interessanter Eindrücke, aber auch sportliche Herausforderungen. Für die flachlandgewohnten Radler gab es viele schweißtreibende Steigungen, gefolgt von rasanten Abfahrten, zu bewältigen. Als Belohnung boten sich immer wieder atemberaubende Ausblicke. Die Orientierung wurde durch richtungsweisende Signets und speziell für diese Route vorhandenes Kartenmaterial deutlich erleichtert. Die An- und die Abreise wurden mit der Bahn durchgeführt. Die freundlichen Beamten vom Kirchweyher Bahnhof fanden gute Verbindungen für die Gruppe heraus, was bei Mitnahme von eigenen Fahrrädern nicht einfach ist. Werner Torst


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Reisen

Fahrradurlaub ’99 mit dem ADFC

ReiseKurznachrichten

Bremen - Auch 1999 wird es wieder einen achttägigen Fahrrad-Urlaub auf dem Darß geben. Anfang oder Mitte September geht es wieder mit der Bahn bis Rostock oder Ribnitz-Damgarten und dann - nach einer Zwischenübernachtung – in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Vier Tage ist dann Prerow an der Ostsee Ausgangsstation für Tages-Radtouren auf der Halbinsel mit den drei Teilen Fischland, Darß und Zingst. Eventuell führt ein Tagesausflug mit Schiff nach Hiddensee. Die Rückfahrt führt dann – mit einer Zwischenübernachtungen in Stralsund - mit der Bahn nach Bremen zurück. Täglich werden 50 bis 60 Kilometer geradelt, übernachtet wird in guten Pensionen oder Hotels. Der Teilnehmerbeitrag wird unter 900 DM liegen. Bereits Mitte oder Ende Juni wird eine achttägige Fahrradtour zur Mecklenburgischen Seenplatte führen. Die Landschaft um den Müritz-See ist teilweise hügelig und darum für ungeübte Radfahrer weniger geeignet. Anfahrt, Unterkunft und Teilnehmerbeitrag sind ähnlich wie bei der vorgenannten Darß-Tour: Hin- und Rückfahrt mit der Bahn, Unterkunft in Hotels und Pensionen, Teilnehmerbeitrag um 900 DM. Einzelheiten für beide Fahrten lagen bei Redaktionsschluß noch nicht fest. Wer Interesse an einer der Touren hat, kann sich bereits jetzt unverbindlich beim Tourenleiter Rainer Thiele, Roonstraße 60, 28203 Bremen, Telefon (0421) 7 15 25 vormerken lassen. Rth

Freizeit & Reisen Oldenburg - Zur 21. Ausstellung „Freizeit & Reisen“ lädt Oldenburg für den 22. bis zum 24. Januar ein. An den drei Tagen ist die Weser-Ems-Halle jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Schwerpunkt dieser größten Freizeitmesse im Nordwesten Deutschlands ist wieder der Tourismus. dk

Mit Paddel und Pedal Entlang der Deutschen Fehnroute sind fünf Stationen eingerichtet worden, an denen Wasser- und Radwanderer Fahrräder und Kanus für Tagesausflüge und für ausgedehnte Rundtouren mieten können.

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Per Fahrrad bis ins Baltikum Weyhe - Der Bericht zur „Bike for help“-Tour von Weyhe nach Madona in Lettland (pedal 3/98,S. 38) hat eine Flut von Fragen an Rolf Kasper vom ADFC-Weyhe augelöst. Als Anregung für Reiseradler hat er deshalb für alle, die Radreisepläne ‘gen Osten schmieden oder die einfach nur neugierig geworden sind, die Reiseeindrücke noch einmal ausführlicher zu Papier gebracht, und einige nützliche Infos und Tips hinzugefügt. Wer Interesse hat, kann sich unter der Nummer (0421) 89 25 66 an Rolf Kasper wenden. RK

Dachgeber: husch husch! Bremen - Wer Mitglied im ADFC-Dachgeber ist oder es im nächsten Jahr sein möchte, sollte flugs das Rückmeldeformular aus dem diesjährigen Übernachtungsverzeichnis beziehungsweise das Anmeldeformular im ADFC-Infoladen ausfüllen und abgeben oder einsenden. Denn Anfang November ist An- und Rückmeldeschluß. Mitglieder im ADFC-Dachgeber müssen selber bereit sein, auswärtigen Gästen einen Schlafplatz (egal, ob Vorgarten zum Zelt aufbauen oder Gästezimmer mit Dusche und WC) anzubieten und können dafür an mehreren Tausend Adressen in ganz Deutschland kostenlos übernachten. Die Mitgliedschaft im Dachgeber kostet für 1999 22 DM, für ADFCMitglieder 14 DM. Wer neu eintritt, zahlt zusätzlich einmalig 3 DM. dk

Karte wird überarbeitet

Jetzt ist auch ein Rad- und Bootstourenführer mit 17 Rad- und Bootstouren erschienen, die natürlich auch mit eigenem Fahrrad und Boot nachzufahren sind. Zu jeder Tour gibt es eine Streckenskizze, eine Wegbeschreibung, wichtige Streckeninformationen und Sehenswürdigkeiten. Das Buch mit der praktischen Spiralheftung ist für 19,80 DM im Buchhandel oder (zuzüglich Versandkosten) direkt beim VUD Verlag, Postfach 420, 72234 Freudenstadt, Telefon (07441) 9 10 30 zu beziehen.

Das Blatt 6 „Zwischen Elbe und Weser“ der ADFC-Radtourenkarte 1 : 150 000 wird gegenwärtig überarbeitet. Wer einen Fehler entdeckt hat, wird gebeten, ihn in eine Fotokopie einzutragen und an die Bielefelder Verlagsanstalt, Herrn Thomas Froitzheim, Niederwall 53 in 33602 Bielefeld zu senden.

Toskana per Rad Cuxhaven - Dem ADFC-Kreisverband Cuxhaven ist es wieder gelungen, Jürgen Reimer und Christine Mohr für eine Dia-Reportage zu engagieren. Am Donnerstag, dem 4. Februar 1999, präsentieren sie im Stadttheater Cuxhaven farbenfrohe Bilder und eine mitreißende Reportage über eine Radreise durch die Toskana. Weitere Einzelheiten im nächsten pedal. Bernd Ehlers


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... oder doch?

Alle miteinander statt jeder gegen jeden!

Spot(t)

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Vereinsnachrichten

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Kurznachrichten für Mitglieder des ADFC Bremen Doch nur Geschäftsführer

Wolfgang der X-te

Weihnachtsfeiern

Lag’s an der Rikscha? Jedenfalls wurde der neue Bremer ADFC-Landesvorsitzende Klaus-Peter Land von der pedal-Redaktion auf Seite 43 im letzten Heft zu schnell befördert. In der Bildunterschrift wurde er zum Landesvorsitzenden gemacht. Das ist jedoch - und bleibt es auch bis auf weiteres Andreas Kollmorgen. Red.

Bremen – Wolfgang Reiche, im letzten pedal auf Seite 39 noch als Ostafrikareisender zu sehen, ist seit dem 1. September wieder als Verkehrspädagoge und Tourismusexperte beim Bremer ADFC-Landesverband beschäftigt. dk

André der erste

Bremen – Wenige Wochen vor der Bundestagswahl wurde der ADFC - wie auch andere Verbände – ermuntert, ABM-Stellen zu beantragen. Viel Arbeit wurde investiert, um zwei Anträge zu stellen, je einer für die Organisation der Bundeshauptversammlung 1999 in Bremen und anderer Veranstaltungen und für die Beteiligung an der Verkehrsplanung. Als die Anträge eingereicht waren, wurde dem ADFC Anfang September - die „Trendwende auf dem Arbeitsmarkt“ war gerade noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl verkündet worden – vom Arbeitsamt mitgeteilt, die finanziellen Mittel seien ausgeschöpft und mit einer Bewilligung der Stellen sei folglich nicht mehr zu rechnen. dk

Bremen – Wie jeder anständige deutsche Verein bleibt auch der ADFC Bremen nicht von Weihnachtsfeiern verschont. Den Auftakt machen die Bremen-Norder ADFCler mit ihrem Treffen am Mittwoch, dem 2. Dezember um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Zum Vegesacker Jungen“, Am Vegesacker Hafen 17. Jeder möge etwas Kekse und Gebäck mitbringen, damit man in gemütlicher Runde das Jahr rekapitulieren kann. Alle seine Mitglieder und Sympathisanten lädt der ADFC-Landesverband Bremen für Donnerstag, den 17. Dezember um 19 Uhr in den ADFC-Infoladen in der Mathildenstraße ein.

Ich bin André Giesemann, 18 Jahre alt und komme aus Elmshorn in Schleswig-Holstein. Dort habe ich die Waldorf-Schule besucht. Da ich voraussichtlich erst nächstes Jahr eine Lehre zum Zierpflanzengärtner beginnen werde, sehe ich im Freiwilligen Ökologischen Jahr eine gute Gelegenheit, die Zeit bis dahin zu überbrücken. Ich habe mich für den ADFC entschieden, weil mir das Fahrrad fahren Freude bereitet und ich auch anderen Menschen die Vorteile des Fahrrad fahrens näher bringen möchte.

Christiane die zweite Bremen - Nach einem interessanten und ebenso abwechslungs- wie arbeitsreichen Jahr beim ADFC als „pädagogische Mitarbeiterin“ werde ich am 1. November nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen. Ich bleibe, freue mich und kremple die Ärmel hoch für mein zweites Jahr und das zweite Jahr des Fahrrad-Cups (Rückschau vom Bremer Wettbewerb 1998 siehe pedal 3/98 Seite 8, siehe auch dieses Heft auf Seite 5). Für diesen Wettbewerb suchen wir im Raum Bremerhaven noch Aktive, die Zeit und Interesse haben, unser Vorhaben in die Schulen zu bringen. Auch werden für die Wettbewerbstage im Mai Helferinnen und Helfer gesucht, die mit Stoppuhr, Stift und Adleraugen die Teams durch den FahrradCup grübeln, fahren und schrauben lassen. Zwar durchlaufen wir bis dahin noch die Phase mit den Jahresendzeitschokoladenhohlkörpern. Wer aber jetzt schon sein/ihr Interesse mitteilen möchte, rufe bitte Christiane Wasserscheid oder Wolfgang Reiche in der ADFC-Landesgeschäftsstelle unter Telefon (0421) 70 11 79 an. Vielen Dank. Christiane Wasserscheid

Bundesregierung die letzte

ADFC Bremen am Netz Bremen – Jetzt hängt auch der ADFC Bremen am weltweiten Netz. Unter der InternetAdresse http://www.adfc.de/bremen. ist die neue homepage zu finden. Das Angebot wird in der nächsten Zeit ausgebaut. Die Email-Adresse ist bremen@adfc.de

Bundeshauptversammlung die nächste

Sachspenden für den ADFC gesucht:

Bremen – Die nächste ADFC-Bundeshauptversammlung wird anläßlich des zwanzigsten Jahrestages der Gründung des ADFC wieder an seinem „Geburtsort“ Bremen stattfinden. Am Wochenende vom 15. auf den 16. Mai und auch schon an den Tagen davor (Himmelfahrt) werden rund 180 ADFC-Delegierte und deren Angehörige aus dem gesamten Bundesgebiet in Bremen zu Gast sein. Der ADFC Bremen möchte ein guter Gastgeber sein und hat sich einiges vorgenommen. Dafür wird noch vielfältige Hilfe gesucht.  Wer zum Beispiel die Kinderbetreuung übernehmen kann (am Sonnabend von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 9 bis 15 Uhr), wende sich bitte unter (0421) 3 46 29 - 12 an Christa Grotheer in der Bundesgeschäftsstelle.  Wer private Unterkünfte anbieten kann, wird gebeten, sich unter (0421) 70 11 79 an Brigitte Breyling in der Landesgeschäftsstelle zu wenden.  Das 4. Bremer Fahrradfestival wird aus Anlaß der Bundeshauptversammlung schon am Sonnabend, dem 15. Mai, stattfinden. Hilfe aller Art ist zu dieser Veranstaltung willkommen.

Für den neuen Büro- und Besprechungsraum sucht der ADFC Bremen noch Schreibtisch, Regale, 8 Stühle (möglichst stapelbar) und Telefone mit R-Taste. Bitte jedoch kein Sperrmüll, da der ADFC auch äußerlich einen seriösen Eindruck machen möchte. Außerdem sucht der ADFC noch immer ein Kellerregal, ca. 1,80 m hoch, ca. 0,30 m tief, ca. 2,00 m lang oder länger für mehr Ordnung in der Garage; ferner stabile Aufbewahrungs- und Transportsäcke für Gartenpavillons, mindestens 100 cm tief, mindestens 40 cm Durchmesser möglichst aus wetterfestem Kunststoffgewebe. Wer hat so etwas oderweiß, wo es so etwas gibt? Ein Scanner und Laserdrucker oder ein Multifunktionsgerät (Scanner/Fax/ Drucker) würde die Büroarbeit und ein PC, der als Infoladen-Kasse umgerüstet werden soll, die Ladenarbeit erleichtern. Angebote nimmt Brigitte Breyling im ADFC-Infoladen entgegen.


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Vereinsnachrichten

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Niedersächsisches ADFC-Landesherbsttreffen in Osterholz Niedersachsen – Die niedersächsischen ADFC-Mitglieder und deren Angehörige sind vom Freitag, dem 20. bis zum Sonntag, dem 22. November zum vierten Herbsttreffen des ADFC Niedersachsen eingeladen. Die Mitglieder aus dem Verbreitungsbebiet des pedal haben es in diesem Jahr besonders leicht: Tagungsort ist die Jugendbildungsstätte Bredbeck im ländlichen Außenbereich der Stadt Osterholz-Scharmbeck. Am Freitag um 17 Uhr wird eine geführte Fahrradtour ab Bahnhof angeboten. Die Tagung kostet 135 DM pro Person bei Unterbringung im Zweibettzimmer. Der Landesverband hofft, daß das abwechslungsreiche Programm von Vorträgen mit namhaften Referenten, von Diskussion und Aktionen Interesse findet. Neben den Diskussionen in den Arbeitsgruppen soll aber auch der private Erfahrungsaustausch mit anderen ADFC-Mitgliedern nicht zu kurz kommen. „Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, sind die Landestreffen geeignete Veranstaltungen, um Mitglieder zu aktivieren und neue Mitglieder an den Verband und seine Arbeit heranzuführen. Außerdem hat es bisher allen Teilnehmern Spaß gemacht.“ Da der Anmeldeschluß schon abgelaufen ist, bitte vorher bei der Landesgeschäftsstelle unter Telefon (0511) 28 25 57 anrufen, ob noch Plätze frei sind.

Programm des niedersächsischen Landesherbsttreffens (Auszug) Freitag, 20. November: bis 19.00: Anreise ab 19.00: Abendessen ab 21.00: Begrüßung, Vorstellung, gemütliches Beisammensein Sonnabend, 21. November: 9.00 – 10.30 A Förderung des Radverkehrs durch z. B.: Schutzstreifen, Öffnung von Einbahnstraßen Dipl.-Ing. Edzard Hildebrandt, PGV B Tourismus: "Deutschland per Rad erleben" Der ADFC koordiniert ein bundesweites Radwegenetz Peter Grote, ADFC-Bundesgeschäftsstelle C Die richtige Haltung beim Radfahren und Radfahren als Herz-Kreislauf-Training Thomas Hehlmann, AOK Osterholz 11.00 – 12.15 D StVO-Novelle – Erfahrungsaustausch bei der Umsetzung Thomas König, Michael Thöring E Fahrradparcours: ausprobieren, testen und bewerten Heinrich Hansing 13.30 geführte Radtour / Wanderung durchs Teufelsmoor 16.30 – 18.15 F Recht für Radler Dietmar Kettler, Rechtsanwalt und Autor G Fahrradcodierung in Niedersachsen Hans-Walter Wacker 20.00 Unterhaltsame Fahrradgeschichten - Peter Rabenstein präsen tiert Berichte, Geschichten und Bilder zu Radler-Problemen anschließend gemütliches Beisammensein Sonntag, 22. November: 9.00 – 10.30 H Mitgliederwerbung bei der Tour, am Infostand - Rollenspiele Stefan Meyer, Bernd Schneider I Technik: Neues auf dem Fahrradmarkt VSF-Laden Fahrradies 11.00 – 12.15 Plenum, kritischer Rückblick 12.30 Mittagessen, danach Abreise

Mitgliederversammlungen der Kreisverbände 1999 Diepholz/Cuxhaven/Verden - Drei der niedersächsischen Kreisverbände aus dem pedal-Verbreitungsgebiet bitten ihre Mitglieder darum, den Kalender zu zücken und vorzumerken. Auch die ande-

ren Kreisverbände werden in den Monaten Januar und Februar ihre Kreisversammlungen abhalten, damit die Delegierten zur Landesversammlung am 6. und 7. März in Leer gewählt werden können.

KV Diepholz: 14. Januar

KV Verden: 18. Januar

Cuxhaven: 1. Februar

Der ADFC-Kreisverband Diepholz lädt für Donnerstag, den 14. Januar um 19.30 Uhr zur Kreismitgliederversammlung ins Gasthaus Meyer-Lankenau in Weyhe-Leeste, Hauptstraße 75 ein. Auf der Tagesordnung stehen:  Bericht des Kreisverbandes, Bilanz und Perspektiven,  Anregungen zur weiteren Arbeit des Kreisverbandes,  Wahl eines mindestens dreiköpfigen Vorstandes,  Wahl der Delegierten zur Landesversammlung und  Sonstiges rund um Rad und ADFC.

Der ADFC-Kreisverband Verden führt seine Jahreshauptversammlung am Montag, dem 18. Januar 1999, in Achim durch. Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr. Versammlungsort wird der kleine Saal im Erdgeschoß des Kulturhauses „Alter Schützenhof“ sein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Ereignisse des Jahres 1998 (StVONovelle, Aktionen, Touren), die Planungen für die Zukunft und Wahlen. Die Einladungen mit den Einzelheiten werden rechtzeitig versandt werden.

Die Mitgliederversammlung des ADFCKreisverbandes Cuxhaven wird am ersten Montag im Februar, also am 1.2.1999 um 19.30 Uhr im NABU-Umweltzentrum in Cuxhaven stattfinden. Die Einladung mit der Tagesordnung wird mit dem Mitgliederrundbrief zum Jahreswechsel verschickt.


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Vereinsnachrichten

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Mit Homepage im Internet

Weihnachtsfeier

Neue Nummern

KKT = Kekse - Kerzen - Tee

Neuer (alter) Treffpunkt

Neue Fördermitglieder im Kreisverband Cuxhaven

Weyhe – Der ADFC Weyhe ist jetzt mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Unter der Adresse www.t-online.de/home/ adfcweyhe/index.htm findet sich eine Menge Information zur StVO-Novelle, Fahrtips unter dem Motto „Sicher durch den Straßenverkehr“ und die aktuellen Radtourenangebote und Termine des ADFC Weyhe. RK Cuxhaven - Der ADFC-Kreisverband Cuxhaven ist ab sofort unter der Telefonnummer (04721) 71 15 91 erreichbar. Für FaxNachrichten steht die Nummer (04721) 71 16 38 zur Verfügung. Wie bisher sind die ADFC-Aktiven natürlich auch während der Öffnungszeiten des ADFC-Infoladens im NABU-Umweltzentrum Cuxhaven in der Bahnhofstraße 20 a an jedem Donnerstag von 16.45 bis 18.15 Uhr telefonisch unter der Nummer des NABU (04721) 3 63 64 oder persönlich erreichbar. Bernd Ehlers

Delmenhorst – Die Delmenhorster Mitglieder treffen sich künftig wieder im Jugendhaus in der Wittekindstraße 3. Beim Termin an jedem zweiten Montag eines Monats um 19 Uhr bleibt es.

Weyhe - Alle Aktiven und jene, die es werden wollen, sind wieder herzlich zu einem gemütlichen Jahresabschluß des ADFCKreisverbandes Diepholz am Samstag, dem 28. November, ab 16 Uhr in der Sudweyher Wassermühle, eingeladen. Um Anmeldung bis zum 25. November bei Helga Torst unter Telefon (04203) 50 01 wird gebeten. RK Cuxhaven – Unter diesem Motto lädt der ADFC Cuxhaven alle Mitglieder und Freunde zum letzten Mitgliedertreffen des Jahres ein. Am ersten Montag im Dezember (7.12.) um 19.30 Uhr wird sich das Cuxhavener Domizil des ADFC, das NABU-Umweltzentrum in einem adventlichen Outfit präsentieren. Bei dem gemütlichen Beisammensein können Erlebnisse, Begebenheiten und Fotos der Saison noch einmal die Runde machen, und vielleicht findet ja noch jemand eine (vor-)weihnachtliche Fahrradgeschichte? Michael Günther

Der Grünkohl lockt

Cuxhaven - Traditionsgemäß will der ADFCKreisverband Cuxhaven auch 1999 wieder eine Grünkohltour durchführen. Jahrelang lautete das Motto: „Können ADFCler auch einige hundert Meter zu Fuß gehen?“ Der Beweis wurde mehrmals erbracht. Am Beginn des Jahres 1999 heißt es: „Rauf aufs Rad, der Grünkohl lockt“. Start ist am Sonntag, dem 7. Februar 1999 um 11 Uhr vor dem NABU-Umweltzentrum in Cuxhaven, Bahnhofstraße 20 a. Der ADFC Cuxhaven macht den neuesten Test: Sind ADFCler nur Schönwetterradler? Die Streckenlänge wird etwa 40 Kilometer betragen. Der ADFC mahnt deshalb: "Frostschutzmittel nicht vergessen!". Bei Glatteis oder Schnee wird ein Alternativprogramm geboten. Eine dann eventuell erforderliche Bahnfahrt ist nicht im Preis von sonst 27,50 DM enthalten. Anmeldung und Bezahlung bitte spätestens bis zum 29. Januar bei Bernd und Helga Ehlers, Telefon (04721) 71 15 91. Bernd Ehlers

Mitgliederzeitschrift

Cuxhaven – Eigentlich hatte die Mitgliederversammlung des ADFC-Kreisverbandes Cuxhaven beschlossen, daß die Informationen nicht mehr über das pedal, sondern über die Zeitschrift des Landesverbandes Niedersachsen „FahrRAD“ an die Mitglieder gelangen sollten. Deshalb war im pedal 2/ 98 auf Seite 45 auch angekündigt worden, daß das folgende Heft 3/98 das letzte sein würde. Daß die Cuxhavener ADFC-Mitlgieder jetzt doch das pedal in Händen halten, liegt an einem Beschluß des Kreisverbandsvorstandes auf einer extra zu dieser Frage einberufenen Vorstandssitzung am 7. September 1998: „Der ADFC-Kreisverband Cuxhaven kündigt den Bezug der Zeitschrift „FahrRAD“ und wird weiterhin das Bremer pedal beziehen.“ Diese Entscheidung wurde damit begründet, daß der Fortbestand der „FahrRAD“ ungewiß sei, daß sie bisher oft zu spät erschienen sei. Der Vorstand bittet um Verständnis für diese Entscheidung und wird sie auf der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr noch einmal erläutern. Michael Günther Mitglieder, die das pedal schon abonniert hatten, um es auch weiterhin lückenlos zu bekommen, werden gebeten, sich formlos an den Verlag zu wenden (Telefon und Fax (0421) 5 57 70 10), damit ihnen der eingezahlte Betrag zurückerstattet werden kann. Der Verlag

Cuxhaven - Ein verspätetes Überraschungsei gab es jetzt für den ADFCKreisverband Cuxhaven. Nachdem am Ostermontag 1998 der ADFC-Osterhase mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Familienradtour im festlich eingedeckten großen Saal des Gasthofs zur Linde in Müggendorf eingetroffen war, waren die Wirtsleute neugierig auf den ADFC und fragten dem armen Hasen Löcher ins Fell. Auch nach Ostern riß der Kontakt nicht ab. Die Wirtsleute der Linde wollten ihren Gasthof noch fahrradfreundlicher gestalten. Nun hat Hasi den Salat und das Ehepaar Angenendt einen neuen Aufkleber am Fenster: „Fördermitglied im ADFC“. Herzlich willkommen im Club! Der „Gasthof zur Linde“ im Otterndorfer Ortsteil Müggendorf (Foto), nicht weit vom Elbdeich und dem Fernradweg Hamburg Cuxhaven (Elberadweg) gelegen, ist das erste ADFC-Fördermitglied im Verbeitungsgebiet des pedal aus dem Bereich der Gastronomie. Radler sind jederzeit gern gese-

hen - auch bei Regenwetter. Der Gasthof bietet sechs Doppelzimmer mit Dusche und WC sowie sichere Einstellmöglichkeiten für Fahrräder. Durchreisende Radler können auch ihr Zelt im Garten aufschlagen, Dusche und Frühstück gibt’s dann im Haus gegen ein geringes Entgelt. Auch die gemeinsame Fahrradcodieraktion und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen ADFC-Kreisverband Cuxhaven und dem Langener Fahrradladen Bernd Rosenbusch bei den Verkehrssicherheitstagen in Langen am 11. und 12. September führte zu einer neuen Fördermitgliedschaft. In den Geschäftsräumen in der Sieverner Straße 5 werden Fahrradcodierungen zu den Konditionen des ADFC Cuxhaven angeboten (ADFC-Mitglieder 10 DM, NichtADFC-Mitglieder 15 DM). Der ADFC Cuxhaven, der auch das Codiergerät günstig vermittelt hatte, wünscht weiterhin gute und freundschaftliche Zusammenarbeit und auch Bernd und Heidi Rosenbusch ein herzliches Willkommen im Club! Bernd Ehlers


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Service

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Fördermitglieder in den niedersächsischen Kreisverbänden

ADFC-Fördermitglieder

im ADFC-Kreisverband Cuxhaven

im ADFC-Kreisverband Verden

in Bremen

Ernst Kranich - Fahrräder Am Markt 5, 27624 Bederkesa (04745) 16 35 Zweirad Uwe Treudler Feldstr. 19 / Kleine Str. 8, 21769 Lamstedt (04773) 70 35, Fax 89 20 90 Jörg Wichmann - "Der Zweiradmeister" Speckenstraße 15 A, 27632 Dorum (04742) 22 67, Fax 23 67 Der Fahrradladen - Bernd Rosenbusch Sieverner Straße 5, 27607 Langen (04743) 54 47, Fax 23 77 Gasthof "Zur Linde" - Mona Angenendt Müggendorfer Straße 88, 21762 Otterndorf (04751) 37 10, Fax 37 01

H. Behrmann GmbH Herrenkamp 20, 27299 Langwedel (04232) 79 18 Fahrradies Zum Achimer Bahnhof 17, 28832 Achim (04202) 8 48 50 Fahrradhaus Finke Verden Predigerstraße, 27283 Verden (04231) 8 27 86 Helmke Fahrrad-Center Bürgerstraße 48, 27321 Thedinghausen (04204) 6 97 64 Fahrradstudio Walle Waller Heerstraße 54, 27283 Verden-Walle (04230) 14 39

im ADFC-Kreisverband Osterholz

im ADFC-Kreisverband Diepholz

Velo-Treff Hillers Baustraße 4, 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 5 78 98 Fahrradladen Worpswede - Eckhard Eyl Findorffstraße 28, 27726 Worpswede (04792) 23 23 Zweirad Kliem Beekstr. 2 / Ecke Riesstr., 27721 Ritterhude (04292) 12 47 Zweiradhaus Lübke - Fr. Vanester An der Untermühle 21, 27721 Ritterhude (04292) 12 49 Das RADHAUS am Markt Am Markt 4, 28790 Schwanewede (04209) 91 94 64, Fax 91 94 65 Fahrrad Stoll - Horant Wohlleben Hauptstraße 19, 28865 Lilienthal (04298) 22 58 Fr. Windhorst GmbH Bahnhofstr. 111, 27711 Osterholz-Scharmb. (04791) 5 76 68

Zweirad Bösche, Inh. Olaf Bösche Kirchweyher Str. 4, 28844 Weyhe-Kirchw. (04203) 8 16 95, Fax 81 69 60 Heinrich Buldmann - Heinrich Willenbrock Lange Straße 4, 27232 Sulingen (04271) 23 05 Zweiradshop Drahtesel Junkernhof 2, 27211 Weyhe (0421) 80 10 84 Mundt's Radland - Fahrräder, Motorroller Am Marktplatz 17 A, 28844 Weyhe (04203) 8 17 84 Per Pedal - Hartmut Schomburg Hindenburgstraße 12, 28844 Bassum (04241) 73 88 Zweirad Schweers Bremer Straße 11, 28844 Weyhe-Erichshof (0421) 89 19 53 Zweiradfachgeschäft Wiegmann Schützenstraße 7, 27232 Sulingen (04271) 10 82

Blaukopp - U. Kasten Gevekohtstraße 14, 28213 Bremen (0421) 21 62 66 Fahrrad-Studio Büsselmann Karl-Marx-Straße 168 C, 28279 Bremen (0421) 83 25 84 Dalladas - Räder u. Service Friedrich-Ebert-Straße 142, 28201 Bremen (0421) 5 57 86 99 Zweirad-Fachmarkt Dutschke Lindenhofstraße 7 - 11, 28237 Bremen (0421) 61 15 56 Der Fahrraddoktor Patrick Kundmüller (0177) 5 69 97 94 Fahrrad-Expreß - Diegritz & Peukert Bohnenstraße 7, 28203 Bremen (0421) 707027 Fahrradstation Bremen Bahnhofsplatz Westseite, 28195 Bremen (0421) 30 21 14 Findorffer Radhaus Hemmstraße 164, 28215 Bremen (0421) 3 76 10 49, Fax 37 22 48 Findorffer Weinladen - Inh. Ingrid Wiener Hemmstraße 120, 28215 Bremen (0421) 35 85 38, Fax 3 76 07 91 Zweirad-Center H.-P. Jakst Davoser Straße 67 - 69, 28325 Bremen (0421) 40 45 55 A. + O. Meyer Mühlenstraße 78, 28779 Bremen (0421) 60 15 06 Quo Vadis - Alles für Rucksackreisen Bürgerm.-Smidt-Straße 43, 28195 Bremen (0421) 1 47 78 rabbit BMX bremen - W. Fritscher Auf dem hohen Ufer 86, 28759 Bremen (0421) 62 75 70 RAD AS Handels GmbH Wartburgstraße 64, 28217 Bremen (0421) 39 32 57 Fahrradladen Radschlag GmbH Humboldtstraße 16, 28203 Bremen (0421) 70 41 05 Dr. Andreas Reich - Rechtsamwalt Hollerallee 67, 28209 Bremen (0421) 34 50 91, Fax 34 50 92 ESB 2-Rad Schröder, M. Schröder GmbH Langemarckstraße 195-207, 28199 Bremen (0421) 50 28 24 Speiche - Der Fahrradladen im Ostertor Fehrfeld 62 / Vor dem Steintor (0421) 70 03 31 H. Sprenger - Schlosserei Buntentorsteinweg 524, 28201 Bremen (0421) 87 32 36 Vegesacker Fahrradladen Gerhard-Rohlfs-Straße 45, 28757 Bremen (0421) 66 46 36 Velo Sport - Ihr Radsporthaus Martinistraße 30 - 32, 28195 Bremen (0421) 1 82 60

im ADFC-Kreisverband Delmenhorst

oo

Fahrradhandlung Heinz Stöver Schönemoorer Str. 64, 27753 Delmenhorst (04221) 5 14 63

Neue Öffnungszeiten: montags bis freitags sonnabends

10.00 - 13.00, 14.30 - 20.00 9.00 - 16.00

Bremen-Osterholz, Davoser Straße 67 - 69 Telefon (04 21) 40 45 55   Verkauf Service Ausstellung auf 700 m2 Parkplatz hinterm Haus

Trekkingräder, Shimano 21-Gang: ab 499,- DM Mountainbikes, Shimano 21-Gang: ab 399,- DM

in der Stadt Bremerhaven Fahrradhaus Frick Fehrmoorweg 68, 27578 Bremerh.-Leherh. (0471) 6 33 58


oo

Service

Radfahren ist einfach besser,

weil es ... ● unabhängige, individuelle und schnelle Mobilität ermöglicht, ● die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung (außer dem Zufußgehen) ist, da abgasfrei, leise, platzsparend, ● gesunde Bewegung bietet, ● ein viel geringeres Gefahrenpotential als Autofahren birgt, ● die billigste Art der Mobilität (außer dem Zufußgehen) ist, ● Spaß macht: Radler sehen und erleben mehr!

Beitrittserklärung

Radfahren könnte noch schöner sein,

wenn ... ● die Straßen nicht dermaßen von den Autos beherrscht würden, ● die Fahrräder samt Zubehör zweckmäßiger und zuverlässiger wären, ● und wenn ... was stört Sie sonst noch? Deshalb brauchen Radler eine starke Vertretung!

Der ADFC ...

● engagiert sich für eine menschen- und umweltgerechte Verkehrspolitik und -planung, also für den Vorrang für Fußgänger, Radfahrer und öffentlichen Verkehr vor den Autos, ● fördert und verbreitet neue Erkenntnisse zur Verbreitung des Fahrradverkehrs, ● vertritt die Verbraucherinteressen rund ums Rad, ● informiert Radler über Fahrradtechnik, sinnvolles Zubehör, Fahrradtouren, Fahrradliteratur, ● organisiert Fahrradtouren, Technikkurse, Vorträge, ● ist die Lobby der Radfahrer!

Der ADFC braucht Sie!

Der ADFC ist so stark wie seine Mitglieder und Aktiven. Sie können ihn stärken ... als Mitglied: Jedes Mitglied mehr erhöht das Gewicht des ADFC in der öffentlichen Diskussion und die finanzielle Basis für die Aktivitäten. als Aktive/r: Der größte Teil der ADFC-Aktivitäten wird ehrenamtlich geleistet. Viele Ideen liegen brach. Sie können mitmachen, wo immer Sie etwas fürs Radeln tun wollen. als Spender: Die Aktivitäten des ADFC kosten Geld. Dafür reichen die Mitgliedsbeiträge (noch) nicht aus. Jede zusätzliche Mark stärkt die Radler-Lobby!

Sie brauchen den ADFC!

ADFC-Mitglieder ● erhalten kostenlos und frei Haus das ADFC-Magazin “RadWelt” und (in Bremen und Umgebung) das pedal, ● sind als Radfahrer, Fußgänger und Benutzer von Bus und Bahn automatisch haftpflicht- und rechtschutzversichert, ● erhalten kostenlose Technik- und Tourenberatung im ADFC-Infoladen*, ● können ihr Fahrrad beim ADFC* zu einem ermäßigten Entgelt codieren lassen, ● können preisgünstig an Radtouren*, Reparaturkursen*, Vorträgen*, Busfahrten teilnehmen, ● erhalten einige Bücher und Karten fürs Radeln im ADFCInfoladen* zu ermäßigten Preisen, ● können genauso wiederen Mitglieder die Leistungen der Partnerorganisationen im Ausland nutzen, ● haben eine starke Vertretung! * Mitgliedsausweis nicht vergessen

ausfüllen, abschneiden und abschicken an:

Landesverband Bremen e. V. Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.), 28203 Bremen Telefon: Q (0421) 70 11 79, Fax: (0421) 70 11 59 geöffnet: mo.: 10 - 13 Uhr, di., do., fr.: 16 - 18.30 Uhr Ihre Beitrittserklärung wird gegebenenfalls an die für Ihren Wohnort zuständige ADFC-Gliederung weitergeleitet, sofern Sie nicht etwas anderes bestimmt haben.


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Service

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Informationen für Radfahrer in Bremen ADFC-Infoladen Bremen und Landesgeschäftsstelle

Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen (Nähe Am Dobben) Telefon: Q (0421) 70 11 79, Fax: (0421) 70 11 59, Radtouren auf Faxabruf: (0421) 70 11 79 Internet: http://www.adfc.de/bremen. Email: bremen@adfc.de Öffnungszeiten: montags 10.00 - 13.00 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags: 16.00 - 18.30 Uhr sowie nach Vereinbarung und immer dann, wenn das Schild "Geöffnet" in der Tür steht. Von Mittwoch, den 23. Dezember, bis Sonntag, den 3. Januar, ist der ADFC-Infoladen geschlossen. Mitgliederverwaltung (telefonisch): dienstags und donnerstags 9.00 - 13.00 Uhr Straßenbahn- und Busverbindungen: mit den Linien 1, 4 und 10 bis zur Haltestellle Am Dobben Spendenkonto: Nr. 104 8859, ADFC-Landesverband Bremen, Sparkasse in Bremen, BLZ 290 501 01. Spenden sind nach § 34g EStG als Sonderausgabe absetzbar. Spendenbescheinigung ab 100 DM (darunter reicht der Beleg). Bei schriftlichen Anfragen und Anforderungen legen Sie bitte ausreichend Rückporto bei.

ADFC-Stadtteilgruppen und ADFC-Ansprechpartner in den Stadtteilen

Bremen-Nord: Lars Grundmann, Telefon und Fax (0421) 6 00 90 76, regelmäßiges Treffen: jeden ersten Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, "Zum Vegesacker Jungen", Am Vegesacker Hafen 17 Horn-Lehe: Hans-Werner Ellerbrock, (0421) 23 67 31 Schwachhausen: Jan Scotland, (0421) 34 33 96 Findorff: Dietrich Reusche, (0421) 37 29 31 Neustadt: Regina Herkenhoff, (0421) 87 08 16

regelmäßige Arbeitskreise und Treffs für Radfahrer in Bremen

ADFC-Neuentreff: in der Regel einmal im Vierteljahr freitags ab 18 Uhr mit Kaffee oder Tee und Kuchen im ADFC-Infoladen Für alle, die mehr über den ADFC wissen möchten. Nächster Termin: 13. November ADFC-Radlerstammtich: jeden zweiten Freitag eines Monats ab 18 Uhr, "Leierkasten", Pagentorner Heimweg 33 (nähe Bismarckstr.). ADFC-Arbeitskreis Verkehr: jeden ersten und dritten Montag eines Monats, 19 Uhr, ADFC-Infoladen. ADFC-Arbeitskreis Radtouren: jeden letzten Donnerstag eines Monats, 19 Uhr, ADFC-Infoladen ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord: jeden 1. Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, "Zum Vegesacker Jungen", Am Vegesacker Hafen 17 Kontakt: Lars Grundmann, (0421) 6 00 90 76, Liegeradgruppe der Liegeradgruppe Bremen: jeden zweiten Donnerstag eines Monats, 20 Uhr, “Sender”, Humboldtstraße 136 Kontakt: Frithjof Weber, (0421) 34 34 53. Feierabendradtouren sind in den Radtourenkalendern vorne im Heft aufgeführt Gäste sind bei allen hier genannten Veranstaltungen willkommen.

regelmäßige Angebote für Radfahrer in Bremen

ADFC-Infoladen: Anschrift und Öffnungszeiten siehe oben Fahrradmarkt: bis zum Frühjahr keine Fahrradmärkte. Nächster Fahrradmarkt wahrscheinlich Anfang April. Fahrradcodierung: an jedem dritten Freitag im Monat von 16 bis 18 Uhr im ADFC-Infoladen (siehe oben), außerdem in den Monaten November, Dezember, Februar und März am ersten Sonnabend im Monat von 10 bis 13 Uhr Bitte ein gültiges Personalpapier, einen Eigentumsnachweis und 25 DM (ADFC-Mitglieder 10 DM) mitbringen.

Hilfe gesucht! oo

Wer legt pedale aus? Bremen - Der ADFC sucht Freiwillige, die Lust haben, Geschäfte, Kneipen, öffentliche Einrichtungen und viele andere Stellen viermal im Jahr mit pedal-Heften zu versorgen. In der Innenstadt und den Ortsteilen Ostertor, Steintor, Findorff und Neustadt dürfte ein Fahrradanhänger hilfreich sein, in den Außenbezirken reichen sicher auch große Packtaschen oder ein stabiler Gepäckträger. Wer Lust hat, sende bitte schriftlich oder per Fax eine Nachricht an den ADFC-Infoladen.


Service

pedal 4 / 98

Der ADFC im pedalVerbreitungsgebiet

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ADFC-Infoladen Cuxhaven

Cuxhaven

Michael Günther Tel./Fax (04721) 44 51 25

c/o NABU-Umweltzentrum Bahnhofstraße 20 A, 27472 Cuxhaven Do 16.45-18.30, 1. Mo ab 19.30 während dieser Öffnungszeiten: (04721) 3 63 64

Lamstedt/Hemmoor KV CUXHAVEN

Hilde und Gert Vollmers (04773) 79 39

c/o Bernd Ehlers Matthias-Claudius-Weg 13 27474 Cuxhaven (04721) 71 15 91, Fax 71 16 38 1. Mo, 19.30 NABU, Bahnhofstraße 20 A

KV BREMERHAVEN

c/o Knut Müller Alte Deichstraße 59 27612 Loxstedt-Ueterlande Tel. u. Fax (04740) 1363 1. Mi, 19.30, Bürgerhaus Lehe, Friedhofstraße 15

ADFC-Infoladen Stade Beim St.-Johanniskloster 11 21682 Stade kein Telefon und Fax Do 16.00 - 18.00

Bremervörde Dirk Seyppel (04761) 6712

KV OSTERHOLZ

c/o Jörg Kappmeyer Heckenweg 27 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 54 29 letzter Di, 19.30, "Rumpelstilzchen"/Bahnhofshotel zusätlich Radlerstammtisch: 2. Di, 19.30, "Rumpelstilzchen"/Bahnhofshotel

Osterholz-Scharmbeck Jörg Kappmeyer (04791) 54 29

Worpswede

Ritterhude

ADFC-Infoladen Oldenburg

Postfach 11 26, 26001 Oldenburg c/o Umwelthaus im Kulturzentrum PFL Peterstraße 3, 26121 Oldenburg Telefon (0441) 1 37 81, Fax 2 48 93 30 E-Mail ADFC-OL@WriteMe.com Do 18.00-20.00, Sa 10.00-12.00

Christa Grimm (04792) 12 71

Horst Saur (04791) 47 57

Lilienthal

Stadt Bremen: siehe nächste Seite

Intressenten aus dem Kreis

ROTENBURG

wenden sich bitte an die Landesgeschäftsstelle in Hannover

Martin Enderle, (04298) 56 78 Jacques Leclerc, (04298) 15 77

ADFC-Infoladen Bremen

Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.) 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59 Mo 10.00-13.00, Di, Do, Fr. 16.00-18.30

KV DELMENHORST

c/o Burkh. Kühnel-Delventhal Brendelweg 227 27755 Delmenhorst Stuhr (04221) 2 12 97 Christian Girschner 2. Mo, 19.00, Jugendhaus, (0421) 89 25 05 Wittekindstraße 3

Weyhe

Rolf Kasper (0421) 89 25 66 2. Do, 19.30, MeyerLankenau, Hauptstr. 75

KV VERDEN

Hans-Walter Wacker Pulverschuppen 20 Achim/Oyten Am Alten 27283 Verden Peter Tonnemacher (04231) 6 45 87, Fax 93 35 43 (0421) 40 25 46 1. Mo, 18.30, Verden/Kirchlinteln Schützenhof

Bassum

Langwedel/Dörverden Thedinghausen Hans-Walter Wacker Tel. u. Fax (04231) 6 45 87

Hartmut Schomburg (04241) 73 88

Twistringen

Erläuterungen: KREISVERBAND (KV) mit Postanschrift (meist Sprecher/in), Telefon und ggf. Treffen für Mitglieder

Ortsgruppe

mit Sprecher/in, Telefon und Treffen für Mitglieder

Ort bzw. Stadtteil

mit ADFC-Ansprechpartner/in und Telefon

Karl Wüstefeld (04243) 17 42 Termine erfragen

Bruchhausen-Vilsen Ingeburg Sandvoß (04252) 26 74

Weitere ADFC-Gliederungen:

KV DIEPHOLZ

c/o Rolf Kasper Hördener Sandhöhe 42 28844 Weyhe (0421) 89 25 66

Diepholz

Horst Herrmann (05441) 72 21 1. Di, 20.00, Münte, Lange Str. 33

Sulingen

Klaus Bendig (04271) 63 62

ADFC-Landesverband Bremen

c/o ADFC-Infoladen Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59 Öffnungszeiten: Mo 10.00 - 13.00, Di, Do, Fr 16.00 - 18.30 Uhr außerdem telefonisch: Di + Do 9.00 - 13.00

ADFC-Landesverband Niedersachsen Postfach 352, 30001 Hannover Rautenstraße 28, 30171 Hannover Telefon (0511) 28 25 57, Fax 81 07 61

ADFC-Bundesverband ADFC-Infoladen

mit Adresse,Telefon, Fax und Öffnungszeiten

Es bedeuten z. B.:

1. Mi: erster Mittwoch eines Monats

Postfach 10 77 47, 28077 Bremen Hollerallee 23, 28209 Bremen ab Anfang/Mitte Januar: Grünenstraße 8 - 9, 28199 Bremen Telefon (0421) 3 46 29 - 0, Fax 3 46 29 - 50 http://www.adfc.de

Informationen über weitere ADFC-Gliederungen im Bundesgebiet sind in den ADFC-Infoläden zu erfragen.


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pedal 4 / 98

Radfahrer fahren nicht nur Fahrrad! Das pedal wird von rund 4000 ADFC-Mitlgiedern im Verbreitungsgebiet (siehe Rückseite) gelesen. 83 Prozent lesen es aufmerksam, weitere elf Prozent wenigstens flüchtig

Der größere Teil wird in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen, zum Beispiel Bibliotheken und Bürgerhäusern, kostenlos verteilt. pedal-Leser fahren gerne Fahrrad. Aber nicht nur das. Sie sind "normale" Menschen mit"normalen" Bedürfnissen. Allerdings sind sie überdurchschnittlich wohlhabend und gebildet. So wurde bei der ADFC-Mitgliederbefragung 1996 ermittelt: 76 Prozent gehören der "aktiven " Altersgruppe der 30 bis 60-jährigen an, 69 Prozent haben Abitur, 63 Prozent sind berufstätig. 41 Prozent haben ein Einkommen von über 4000 DM.

Preisbeispiel für eine Anzeige (schwarz-weiß, ohne Anschnitt, ohne Plazierung, ohne Gestaltung): Diese eingerahmte Fläche kostet einmalig 480 DM, bei mehrmaliger Schaltung bis hinunter zu 294 DM. Bitte fordern Sie die ausführliche Anzeigenpreisliste mit Schluß- und Erscheinungsterminen an bei pedal, Dipl.-Geogr. Dieter König, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, Telefon / Fax (0421) 5 57 70 10 Wer im pedal inseriert, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs.

1998 pedal Nr. 4  

ADFC Zeitung des Landesverband Bremen und Kreisverbände Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz und Delmenhorst

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